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BaselLive Magazin | Sommer 2026

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Sommer | 2026

Neu am Spalenberg: Sella Studio

Mondäne Ästhetik, zeitlose Eleganz

Liebe, Kunst & Rock ’n’ Roll

Zu Besuch bei Gilli und Diego Stampa

Schatten gefällig? Ein Verein pflanzt Bäume in Basels Vorgärten

Alte Velos neu verkabelt Wie aus Grosis

Göppel ein schickes

E-Bike wird

JETZT SPUR AUFNEHMEN UND MITMACHEN!

BASEL AUFGEPASST!

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für Ihre Trauringe

Lust auf ein kleines Abenteuer quer durch Basel?

Folgen Sie den Hinweisen, meistern Sie die Challenges und sichern Sie sich mit etwas Glück zwei Liebesdiamanten für Ihre MEISTER Trauringe – fürs ExtraFunkeln am grossen Tag.

Ein Verein verschönert Basels Vorgärten

Der Traum vom Baum

Ein Warenhaus im Wandel der Zeit Die ganze Welt im Globus

Das Ehepaar Stampa und die Kunst am Spalenberg Zwei wie Bonnie & Clyde

Sandrino Cenci bringt Vintage-Velos zum Glänzen

Mit Stil, Stahl und Motörli

Besuch auf dem Jazzcampus Inspirierender Freiraum für den Jazz

Kulturtipp: Tanzhaus Basel Zum Tanz im

Haus der Basler Grafik Geometrie in Perfektion

Mit Strassenkünstler Fafa unter der Autobahn

Grauzone mit Ente

Einblick: Fair Fashion Factory

Am Knotenpunkt für textile Fragen

Sommer | 2026

Sowas von parat!

Neu am Spalenberg: Sella Studio

Mondäne Ästhetik, zeitlose Eleganz

Wir sind in den Startlöchern. Seit der Fasnacht, eigentlich. Parat für lange Abende am Rhein, für ein Käffchen im Park, ein Apéröli auf der Dachterrasse, für den ersten Rheinschwumm, einen Spaziergang über den Flohmi, einen Nachmittag am Birsköpfli. Wir sind sowas von reif für den Sommer! Du auch?

Schon beim Schreiben dieses Magazins hat uns die Vorfreude auf die warme Jahreszeit überholt. Obwohl wir meist dick eingepackt durch den Regen zu unseren Terminen stapften, hatten wir das Versprechen des Sommers im Visier. Wir wussten; wenn dieses Magazin erscheint, ist wieder Zeit für Erdbeeren und Strassenmusik, für Grilladen, Füsse im Rhein und nicht enden wollende Tage. So hangelten wir uns topmotiviert durch die trüben Tage.

Und jetzt: Komm mit! Auf ein Velotürli nach Riehen, einen Rundgang über den Jazzcampus, eine Reise durch die Zeit des Warenhauses. Nimm dir Zeit, Neues zu entdecken und mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Wie wärs mit einem Besuch im Tanzhaus oder in der Fair Fashion Factory? Einem Schwätzchen mit dem Ehepaar Stampa oder den Gründerinnen von «mein Baum dein Baum»? Auch ein Besuch im Globus lohnt sich! Immer schön offen und neugierig bleiben, ist unser Motto. Und das natürlich nicht nur, wenn die Sonne scheint.

Einen unvergesslichen Sommer wünschen wir dir! Dein BaselLive-Team

Für dich entdeckt!

RRRevolve – Spalenberg 50 – rrrevolve.ch

Stil mit Haltung

Juhu! Endlich gibts unseren liebsten Online-Shop für Fair Fashion physisch in Basel: Bei RRRevolve – die drei R stehen für reduce, reuse und recycle – bekommst du Mode, Schuhe, Accessoires und Lieblingsdinge für den Alltag von Marken, die nicht nur gut aussehen, sondern auch Gutes bewirken und hochwertig verarbeitet sind. Viele kommen aus Europa oder der Schweiz und erfüllen höchste soziale und ökologische Standards. Für Qualität statt Überfluss, Transparenz statt Greenwashing und Stil mit Substanz.

Obacht!

Die Teufelhof-Gruppe hat Zuwachs bekommen –italienischen. Neu werden an der Hammerstrasse neapolitanische Pizzen aus dem Holzofen serviert. Acht (otto!) verschiedene Varianten der klassischen Pizza Margherita stehen auf der Karte. Eine Margherita selbst besteht aus acht Zutaten. Zudem können acht Toppings individuell gewählt werden. Dazu kommen acht Aperitivi und acht Spezialitäten für vor oder nach der Pizza. Im Otto Radio läuft Italo-Pop – acht Stunden am Tag. Drehts schon im Kopf? Dann nichts wie hin; entspannen und schlemmen!

Kulinarische Emotionen

Manche Pop-ups sind wie eine kurze Affäre, sexy, aber halt nichts Ernstes. Das Cork & Fork im einstigen Sperber hingegen ist anders. Zwar ist es auch eine Zwischennutzung, aber eine, die Spuren in deinem Herzen hinterlässt. Da ist die sorgfältig assortierte Weinkarte, da sind die hausgemachten Drinks – auch ohne Alkohol. Und da ist diese Karte, die dir von Apéroplättli über Rindstatar bis hin zum Pilzragout alle Möglichkeiten bietet. Lustige BierRunde oder erstes Date, Deep Talk bei einem Glas Wein oder letzter Absacker – hier ist alles möglich. Und das hoffentlich noch ganz, ganz lang!

Minimalismus made in Basel

Alles begann mit einer Nähmaschine im Keller und indischen Saris, aus denen erste, eigene Kleidungsstücke entstanden. Unterdessen ist das Modelabel Nanu in Basel ein fester Begriff. Zwei Kollektionen gibt es pro Jahr, alles wird komplett in der Schweiz produziert, ein grosser Teil davon entsteht sogar direkt vor Ort im Basler Atelier. Nanu zeichnet sich aus durch weite, minimalistische Designs, hochwertige Materialien und natürliche, erdige Farbtöne. Am neuen Ort an der Rosshofgasse erwartet die Kundinnen zudem die vermutlich grösste Umkleidekabine der Stadt.

Otto Pizza – Hammerstrasse 15 – ottopizza.ch
Nanu – Rosshofgasse 7 – na-nu.ch
Cork&Fork– Münzgasse 12 – popuprestaurant.ch

Ghostacos – Feldbergstrasse 51 – ghostacos.ch

Kalorienzählen verboten

Kennst du French Tacos? Die gegrillten Mehl-Tortillas, die mit Pommes, Käse und Fleisch gefüllt sind, kommen ursprünglich aus Lyon und sind von der nordafrikanischen Küche inspiriert. Ghostacos bietet das deftige Fast-Food-Gericht seit einigen Jahren an – nun auch an der Feldbergstrasse im eigenen Imbiss. Ob French Bastard, Ghost Fury oder Truffle Bomb; ein Ghostaco stillt den grossen Hunger mit einer vollen Ladung Geschmack.

Druckstelle – Gärtnerstrasse 46 /Aktienmühle, Raum 122 – druck-stelle.ch

Salon des pianos – St. Alban-Vorstadt 49 salon-des-pianos.ch

Haus voller Musik

Hinter einem der schönsten Badebrunnen, dem Schöneck Brunnen in der St. Alban-Vorstadt, steht ein Haus, das der Architekt Melchior Berri einst für den Basler Bürgermeister Felix Sarasin-Burckhardt baute. Im Parterre des Hauses befindet sich heute der Salon des pianos, eine Sammlung von Instrumenten aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Cembalo, Clavichord, Tafelklavier, Pianino und Salonflügel werden nach wie vor bespielt – zum Beispiel an Kammerkonzerten vor Ort. Ab und zu finden öffentliche Führungen statt. Eine Entdeckung mitten in der Stadt!

Kreativer Nachwuchs

Wusstest du, dass die Druckstelle in der Aktienmühle Kindern ab 5 Jahren ein kostenloses Kreativangebot bietet? An drei Nachmittagen in der Woche können sie ohne Anmeldung vorbeikommen, um mit Text und Bild zu experimentieren, zu zeichnen, zu drucken, zu falzen und zu kleben. Sie lernen Prozesse des Tief- und Hochdrucks kennen und das buchbinderische Gestalten. Die Eltern stöbern derweil durch den Shöp im Pförtnerhaus, geniessen in Ruhe ein Käffeli oder toben sich selber kreativ aus im Verein Macherschaft.

Volta Pong – Voltastrasse 30 – voltapong.ch

Aaasuuuge …

Pingpong erlebt gerade ein Revival und ist auf gutem Weg, sich zum neuen niederschwelligen Gemeinschaftssport mit Lifestyle-Faktor zu entwickeln. Im neuen Volta Pong heisst es ab sofort: Pingpong – all day long! Täglich von 9 bis 24 Uhr kannst du dich hier mit deinen Freunden zu Mätchli und Rundlauf verabreden – und dein Bierchen ganz bequem an der Self-Service-Zapfanlage rauslassen. Aus dem Hahn kommt natürlich Volta Bräu; die Bar betreibt den urbanen Pingpong-Club in den früheren Räumlichkeiten des Clubs Nordstern. Cheers!

Für dich entdeckt!

Seelleria – Jungstrasse 33 – seelleria.com

Atelier UUU – Hammerstrasse 105 – atelier-uuu.com

Vintage-Schätzchen

Einen zauberhaften Ort der Ruhe und Kontemplation haben wir im St. Johann entdeckt: Maison Seelleria ist eine aus der Leidenschaft von zwei Expats entstandene Schatzkammer voller Trouvaillen. Vintage-Geschirr und ausgewählte Secondhand-Mode findest du hier, aber auch hochwertige Ledertaschen, handgemachten Schmuck und hübsche Must-Haves, die auf Reisen, im Internet oder auf Flohmärkten zusammengesucht werden und so den Weg in den sorgfältig kuratierten Laden finden.

Tufte!

Der neue Trend im DIY-Kosmos heisst tuften. Teppiche, Sitzkissen, Wandbilder oder Kissen lassen sich mit dieser Technik bunt und individuell gestalten – und das Ganze ist gar nicht schwer. Wer neugierig ist und Lust hat, seine Hände in Wolle zu tauchen, kann sich im Atelier UUU für einen Abend- oder einen Ganztageskurs im Tuften anmelden. Die visuelle Gestalterin Ieva Zuklyte zeigt dir, wies geht und wer weiss – vielleicht hast du schon bald ein neues Hobby?

Sympathisch, nachhaltig, cool

Ecuadorianischer Kaffee, lokales Essen, gemütliches Beisammensein; im Lysbüchel kannst du seit kurzem im Café Shop «S’coole Alpaca» zwischen Brocki-Möbeln und Alpakas entspannen. Der Kaffee kommt aus Ecuador und unterstützt Bäuerinnen aus schwierigen Familienverhältnissen. Zu essen gibts warme Panes de Yuca mit Gruyère und Humitas mit Raclette – eine sympathische Mischung aus Ecuador und der Schweiz, so wie das Betreiberpaar Cristian und Nora selbst auch.

Porrum – Steinentorberg 20 – porrum.xyz

Prost mit Hygge

Die schweren Ledersessel und die schwarzen Wände sind passé, ins ehemalige Hinz & Kunz in der Markthalle ist die nordisch anmutende Cocktailbar Porrum eingezogen. Neu erwarten dich daher viel Holz, reduzierte Formen und dänische Lampenklassiker. Auf der Barkarte stehen herrliche Cocktailkreationen wie «Rosemary Apple» oder «Sour Power», aber auch spannende alkoholfreie Drinks wie «Sunset Balcony» oder «Whispering Woods». In dieser Bar wird jeder Geschmack bedient –das sorgt für ganz viel Hygge.

S’coole Alpaca – Beckenstrasse 10 – scoolealpaca.ch
Maison

Spielwiese für Erwachsene

Immer donnerstags bis samstags kannst du im Klara neuerdings einer Runde Boule oder einer Partie Pingpong spielen und ein wenig am Flipperkasten zocken. Der Klara-Keller empfängt neuerdings unter dem Namen «Klara Studios» seine spielfreudigen Gäste und stellt ihnen kostenlos eine unkomplizierte Spiel- und Spassfläche zur Verfügung. Eine Reservation ist nicht nötig, komm einfach vorbei und spiel mit Freunden oder Fremden um Ruhm und Ehre – oder um das nächste Bier.

Shoppen, wickeln, käffele

Im ehemaligen Rimini an der Feldbergstrass ist Jules Unique mit fair produzierter Kleidung sowie schönen Dingen für Kinder und Erwachsene eingezogen. Auch ausgewählte Secondhand-Stücke gibt es hier, zudem eine Spiel- sowie eine Still- und Wickelecke und ein kleines Café-Angebot. Das Konzept für die sympathische Rundum-Versorgung für Eltern und ihre Kinder kommt aus Bern. Angefangen hat alles vor zehn Jahren mit selbst genähten Kinderkleidern, die über einen Onlineshop verkauft wurden.

Inklusion und Vielfalt

Nach einer umfangreichen Sanierung ist das Socin Haus – ehemals Tropeninstitut – als generationenübergreifendes Wohnhaus mit öffentlichem Bistro und Kulturangebot wieder am Start. Hier leben Menschen im Alter, Menschen mit Behinderung und junge Erwachsene zusammen. In dem von Seniorinnen und Senioren betriebenen Bistro gibts neben den Produkten der hauseigenen Backstube auch Salate, Suppen und Bagels. Am Plaudertisch kannst du dich mit anderen über Gott und die Welt austauschen.

Restaurant Kimchi – Oetlingerstrasse 165 kimchi.restaurant

Korea im Kleinbasel

Die Website des Restaurants setzt auf Understatement. Kein Bild, keine Karte, kein schöner Satz. Die Kritiken im Netz jedoch: 1A. Grund genug für uns, das koreanische Restaurant Kimchi selbst zu testen und siehe da: Eine neue Welt tut sich auf! Zur Begrüssung eine Tasse Gerstentee, danach Tteokbokki, Kimchi Jjigae, Japchae, Bulgogi, Galbi Jjim – alles sehr authentisch, frisch und hausgemacht. Eine Wohltat für Gaumen und Auge. Eine Perle im Kleinbasel und (noch) ein Geheimtipp ...

Klara Studios – Clarastrasse 13 – klarabasel.ch
Jules Unique – Feldbergstrasse 39 – julesunique.ch
Socin Haus – Socinstrasse 55 – socinhaus.ch

Ein Verein verschönert Basels Vorgärten

Der Traum vom Baum

Text & Bilder Janine Wagner

Bäume verschönern Gebäude und Strassen, sie spenden Schatten, sorgen für gute Luft und entspannte Menschen. Es braucht mehr Bäume in der Stadt! Wer im Vorgarten noch Platz hat, kann sich vom Verein «mein Baum dein Baum» unkompliziert den Lieblingsbaum vors Haus pflanzen lassen.

Ich sitze am Computer. 2. Stock, irgendwo im Kleinbasel. Der Himmel ist grau. Aus dem Fenster blickend suche ich Inspiration. Auf der regennassen Strasse donnern Autos und Busse vorbei. Gegenüber vier Etagen Glasfenster dicht an dicht, abgetrennt durch Betonplatten. Hinter halb heruntergelassenen Alu-Rollläden Bildschirme, Bürosessel, eine verblühte Orchidee. Selten habe ich mir dringender einen Baum gewünscht. Einen, dessen spriessendes Grün meine Gedanken mit auf Reisen nimmt. Einen Baum, der den Lärm der Strasse dämpft, dessen raschelnde Blätter kreative Prozesse anregen und meine Konzentration fördern. Einen zart duftenden, energiespendenden, schönen Baum.

Die Landschaftsarchitektinnen Emma Thomas und Amanda Frantzen und die Architektin Sara Ellenberger könnten meinen Traum verwirklichen. Mit ihrem 2023 gegründeten Verein «mein Baum dein Baum» sorgen sie gemeinsam mit ihrem Gartenpartner Caspar Kerdijk für eine unkomplizierte, langfristige Begrünung der Stadt. Dass die grüner werden muss, ist klar – die Klimaerwärmung fordert Massnahmen. Bäume bieten sich an, da sie als natürliche Klimaanlage wirken, Feinstaub filtern und Treibhausgase reduzieren. Und

Platz für Bäume hats mehr als genug. «Über eine Million Quadratmeter entfallen in Basel auf Vorgärten», so Emma Thomas. «Eine Fläche, die 13 Mal dem Kannenfeldpark entspricht!» Laut ihren Berechnungen könnten hier mindestens 9000 zusätzliche Bäume stehen – ein riesiges Potenzial für die Aufwertung des kollektiven Stadtraums. Nicht nur klimatisch wären die Bäume ein Gewinn, auch ästhetisch und emotional. Bäume bedeuten Lebensqualität. Sie verbessern die physische und psychische Gesundheit der Menschen. Sie machen zufrieden.

Unkompliziert von Grau zu Grün

Rund 200 Bäume haben Emma, Amanda, Sara und Caspar mit verschiedenen Gartenbaufirmen in den vergangenen drei Jahren gepflanzt. Viel zu wenig –und vor allem zu wenig vor öffentlich wirksamen Gebäuden. Zwar haben sie das Gundeldinger Feld begrünt und den Vorgarten des Gondrandgebäudes an der Uferstrasse attraktiv gestaltet, doch sie wollen mehr. «Während sich die privaten Eigentümer extrem pflichtbewusst zeigen, bleiben die Immobilienfirmen träge», so Sara. «Dabei gehts uns auch um grosse Liegenschaften, die betreffend Grün benachteiligt sind.» Gemeinsam mit dem Gymnasium Kirschgarten

haben die drei Initiantinnen von «mein Baum dein Baum» nun sämtliche Adressen Basels erfasst, denen ein Baum gut stehen würde. Es gibt noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten …

Dabei macht es einem «mein Baum dein Baum» leicht: Direkt über die Website kann man bei Interesse einen Termin buchen. Amanda und Emma kommen für eine Lagebesprechung vorbei. «Wir besichtigen den Platz, besprechen individuelle Wünsche, analysieren den Standort und checken im Anschluss bei der IWB die unterirdischen Leitungen», so Amanda. Jeweils drei Baumvorschläge bekommen die Kundinnen und Kunden, auf Wunsch sogar bildlich veranschaulicht. «Sobald die Entscheidung gefallen ist, organisieren wir alles: Die Lieferung, die Baumgrube, die Pflanzung», so Emma. «Die Eigentümer bekommen einen

Du willst einen Baum?

Du kriegst einen Baum!

Bäume können nur im Frühling und im Herbst gepflanzt werden. Wer sich für einen oder mehrere Bäume im Vorgarten oder auf dem Vorplatz interessiert, meldet sich am besten direkt über die Website für eine Baumberatung an. Emma, Amanda oder Sara melden sich gerne bei dir und besprechen mit dir die Möglichkeiten. Vielleicht steht bereits im Winter ein neuer Baum vor deinem Fenster?

Mein Baum dein Baum Ahornstrasse 21 meinbaumdeinbaum.com

«Die Eigentümer bekommen einen Bewässerungsplan. Die Baupflege übernehmen in den ersten zwei Jahren wir. Es ist wirklich supereinfach!»
EMMA THOMAS

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Bewässerungsplan. Die Baupflege übernehmen in den ersten zwei Jahren wir. Es ist wirklich supereinfach!» Und günstig noch dazu. Egal ob Blütenkirsche, Esche, Ahorn, Kastanie, Vogelbeere oder Ginkgo; der Verein benötigt eine Spende von mindestens 500 Franken zur Unterstützung des Projekts. Das Geld reicht nur, weil ein Teil über Stiftungen, Firmen und über den Mehrwertabgabefonds der Stadt Basel finanziert werden kann.

Auch vor meinem Büro gäbe es mehr als genug Platz für Bäume. Sie würden den Stadtraum und das Gebäude enorm aufwerten. Doch die Verwaltung tut sich aktuell noch schwer mit dem Gedanken, den gepflasterten Vorplatz punktuell für Bäume aufzureissen. Emma hat ihr trotzdem eine Visualisierung geschickt. Ob dereinst meine Gedanken mit den Blättern im Wind wehen werden, bleibt fraglich. Sicher ist: Mit einfachen Interventionen könnte Basel zu einer noch grüneren, noch schöneren und noch lebenswerteren Stadt werden.

Ein Warenhaus im Wandel der Zeit

Die ganze Welt im Globus

Seit bald 120 Jahren zieht der Globus am Marktplatz mit einem verführerischen Angebot die Menschen in Bann. Doch seit wann ist Shopping eigentlich eine Freizeitbeschäftigung? Und wie begegnet der Globus den sich verändernden Bedürfnissen? Eine kleine Reise vom 19. Jahrhundert ins Jetzt.

Text & Bilder Janine Wagner

Porzellan, Unterröcke, Briefpapier, Hüte, Kristallwaren, Enzyklopädien, Manschetten und Pfannen; dies alles und noch viel mehr gab es Ende des 19. Jahrhunderts in den ersten Warenhäusern Basels zu kaufen. Sie hiessen «Knopf», «Magazine zum wilden Mann» und «Warenhaus Brann», Ihr Vorbild: Paris! In der französischen Hauptstadt stellte das Warenhaus «Au Bon Marché» den Detailhandel bereits seit 1838 auf den Kopf. Hier wurde erstmals in der Geschichte ein grosses Warensortiment hübsch unter einem Dach präsentiert. Die Preise waren fix, es gab kein Feilschen, dafür ein Recht auf Umtausch und der Eintritt war für alle frei – eine Revolution!

Um 1900 war das Warenhaus ein magischer Ort voller verführerischer Möglichkeiten, eine Traumwelt in pompöser Architektur. Es faszinierte nicht nur mit einer enormen Auswahl an Produkten, sondern auch mit technischem Fortschritt wie Glühlampen, Heizungen oder Fahrstühlen. Neu waren auch die Reklamen

und die grossen Schaufenster, in denen Waren hübsch präsentiert wurden. Plötzlich verkörperte Einkaufen einen schicken und modernen Lebensstil. Die konsumorientierte Gesellschaft war geboren.

Früher Unterhaltung, heute Inspiration

Zur selben Zeit wurde Basel zur Grossstadt mit über 100’000 Einwohnenden, die ernährt, beschäftigt und unterhalten werden wollten. Das kam den Warenhäusern in der Innenstadt zugute. Auch der Unternehmer Julius Brann witterte gute Geschäfte und liess 1904 am Marktplatz von den Basler Architekten Romang & Bernoulli einen imposanten Jugendstilbau für sein Warenhaus errichten – 1907 zog hier der Globus ein und blieb bis heute. Jede Baslerin, jeder Basler kennt ihn seit der Kindheit. Auch Standortleiterin Ricarda Boucinha. «Ich erinnere mich daran, wie mich meine Mutter jeweils am Donnerstag zum Abendverkauf mitnahm. Bis 21 Uhr konnte man da shoppen ...» Ricarda führt das Traditionshaus in ihrer Heimatstadt

«Man merkt, der Globus liegt den Leuten am Herzen.»
RICARDA BOUCINHA

mit Stolz. Ihre Karriere startete sie bei Spengler, wechselte später zu Schild und kam mit Mitte 20 zu Globus, wo sie verschiedene Stationen durchlief. Bereits mit 30 leitete sie den Globus in Bern Westside, seit der Wiedereröffnung des ursprünglichen Standortes am Marktplatz ist sie zurück in Basel.

Dass es den Globus nach wie vor gibt – notabene auf derselben Fläche wir vor 120 Jahren – ist nicht selbstverständlich. Zahlreiche Warenhäuser mussten im Laufe der Zeit schliessen. Berühmte Einkaufspaläste wie das KaDeWe in Berlin, Harrods in London und auch Au Bon Marché in Paris gibt es bis heute, weil sie sich den verändernden Bedürfnissen entsprechend weiterentwickeln. Und so tut es auch der Globus. Als Warenhaus der Zukunft fokussiert er sich heute auf Inspiration, Erlebnis und eine sorgfältig kuratierte Auswahl an Produkten.

Zwischen 2022 und 2025 wurde das Gebäude komplett entkernt und neu gebaut. Nur die Fassade blieb, wenn auch die Arkaden geschlossen wurden. Heute findet man im Globus auf 6000 m2 verteilt auf sechs Stockwerken über 1000 Marken. «Die Markenfinesse ist sehr stark geworden in den vergangenen Jahren – auch bei der sehr jungen Generation», weiss Ricarda. «Wir spüren das deutlich bei den Düften. 200 bis 300 Franken für einen Duft auszugeben ist für die Gen Z kein Problem mehr.» Die grosse Nachfrage nach gewissen Marken hat auch mit Social Media zu tun, wo immer wieder einzelne Marken gehypt werden.

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Lokale Brands, Premium-Marken und top Service

Die Verknüpfung von Online-Shopping und persönlicher Beratung vor Ort, der grosse Mix von internationalen wie auch lokalen Brands, die öffentliche Dachterrasse, die Personal Shopping Lounge, der neue Lichthof mit der Rolltreppe, das zauberhafte und bei Influencern beliebte Treppenhaus der Architekten Miller & Maranta, der hübsche Hintereingang am Martinskirchplatz, das hilfsbereite Personal, die verführerische Auswahl – der Globus ist in einem neuen Zeitalter angekommen. «Und dennoch sind wir dem Konzept vom Warenhaus treu geblieben», findet Ricarda. «Auch vom Namen her – bei uns findet man tatsächlich Produkte aus der ganzen Welt.»

«Am Ende gehts uns darum, den Menschen ein gutes Gefühl zu vermitteln.»
RICARDA BOUCINHA

Die Bevölkerung freuts. 650’000 Menschen besuchten den Globus in den ersten drei Monaten. Bis heute bekommt Ricarda Mails und Briefe von Kundinnen und Kunden. «Man merkt, der Globus liegt den Leuten am Herzen.» Aufgrund der Rückmeldungen wurden bereits kleine Anpassungen vorgenommen. So ist die Gästetoilette nun in einem helleren Ton gestrichen, vereinzelte Marken wurden ergänzt. Das Globus-Team setzt sich täglich mit viel Leidenschaft und Freude ein für ein schönes Einkaufserlebnis. Das traditionsreiche Warenhaus am Marktplatz ist ein Wahrzeichen der Stadt und soll es bleiben. «Am Ende gehts uns darum, den Menschen ein gutes Gefühl zu vermitteln», so Ricarda. Die traditionsreiche Geschichte des Hauses vergisst sie dabei nicht. In ihrem Büro hängen GlobusFotografien längst vergangener Tage.

Globus

Marktplatz 2 globus.ch

Das Ehepaar Stampa und die Kunst am Spalenberg

Zwei wie Bonnie & Clyde

Text & Bilder Janine Wagner

Mit Anfang 20 lernten sich

Gilli und Diego Stampa in der Ciba Geigy kennen. 60 Jahre später ist ihre Galerie eine stadtbekannte Kulturinstitution. Schon Pipilotti Rist, Bruce Nauman oder Roman Signer zeigten am Spalenberg ihre Arbeiten. Gilli, Diego und die Kunst – das ist eine Geschichte voller Liebe und Rock ’n’ Roll.

Diego Stampa sortiert die Ausstellungsprospekte auf dem Bänkli vor der Eingangstür, während seine Frau Gilli Stampa hinten in der Buchhandlung für Ordnung sorgt. Die beiden wohnen im selben Haus, in dem sie seit 1969 ihre Galerie samt Buchhandlung führen. Das vereinfacht vieles. Trotzdem arbeitet heute eine Kunsthistorikerin in Büro und Archiv, ein Schreiner kümmert sich um das Auf- und Abhängen der Kunstwerke. Denn auch mit 80+ organisieren die beiden regelmässig neue Ausstellungen, kuratieren das Buchsortiment, betreuen sowohl die Künstlerinnen der Galerie als auch die Besucherinnen und planen bereits die Teilnahme an der kommenden Art Basel.

Alex Kayser, 211 People, Polaroid Fotoserie 1978-1979, in my studio, New York

Seitdem die internationale Kunstmesse 1970 erstmals organisiert wurde, sind Diego und Gilli Stampa mit dabei. Kein Wunder begegnen die beiden dem Wirbel um die Art unterdessen sehr gelassen. Sowieso habe sich der ganze Kunstzirkus in den letzten Jahren stark verändert. «Früher waren wir mit vielen Galeristinnen und Galeristen befreundet», erzählt Gilli Stampa. «Heute sagen uns die Standnachbarn oftmals nicht einmal mehr Grüezi.» Sie zuckt mit den schmalen Schultern, die in ein pinkfarbenes Sportjäckchen gehüllt sind. Zart wirkt sie. Grazil. Man sieht, dass sie einst Ballett tanzte.

Seit 56 Jahren sitzen die beiden also jeweils eine Woche im Jahr inmitten von Schönen und Reichen an der Art? «Wir sitzen nicht – wir stehen!», korrigiert Diego mit einem Augenzwinkern und rückt den Schemel zurecht, auf dem er sitzt; ein Ulmer Hocker von Max Bill – handsigniert auf der Unterseite. Man müsse schon persönlich anwesend sein, vor allem an den sogenannten VIP-Tagen, meint Gilli. Ob Brad Pitt auch schon bei den Stampas zu Besuch war? «Vorbeispaziert ist er sicher schon», schmunzelt Gilli. Darauf Diego: «Wer ist Brad Pitt?»

Bündner Bergwelt trifft Rock ’n’ Roll

Wenn Gilli und Diego erzählen, öffnet sich eine grosse, bunte, mitunter herrlich exzentrische Welt. In ihrer Haltung, ihrer Unabhängigkeit und ihrer Freiheit schwingt Rock ’n’ Roll. Unverblümt berichten sie vom Basel der wilden 1970er-Jahre, von ausschweifenden Partys und von ihrer Hochzeit im gemieteten Brautkleid. Diego erinnert sich an seine Wurzeln im Bergell, an seinem Vater und dessen Rastlosigkeit, wegen der die Familie Stampa von einem Ort zum nächsten zog. Gilli spricht über ihre multikulturelle Familie, die in

Weil am Rhein wohnte, von ihren italienischen Wurzeln und von den ersten Gastarbeitern, die bei ihnen daheim ein- und ausgingen. Im Gegensatz zu Diego hört man Gilli ihre Herkunft heute nicht mehr an. Nur Diegos Dialekt hält sich hartnäckig – und verleiht der Galerie Stampa einen sympathischen Schuss Bündner Bergwelt.

In all den Jahren haben sich Gilli und Diego ein enormes Wissen angelesen und erarbeitet – ein lebenslanges Studium der Kunstgeschichte. Dabei kommen sie ursprünglich aus der Forschung, haben sich in der Ciba Geigy kennengelernt, wo Diego seltene Metalle analysierte und Gilli einzellige Lebewesen in der Mikrobiologie. Ende der 1960er-Jahre beschlossen sie gemeinsam, dass Basel einen kulturellen Treffpunkt braucht. «Wir waren jeweils um 17 Uhr mit der Arbeit in der Chemie fertig und suchten einen Ort, an dem wir uns mit anderen Menschen austauschen konnten», erinnert sich Diego. «Wir konnten ja nicht jeden Abend ins Kino oder in die Beiz.» Beide waren Anfang 20 und voller Tatendrang.

Am Spalenberg 2 fanden sie ungenutzte Räume zur Miete, die sie in Eigenregie jeweils am Feierabend von Taubendreck, Farbschichten und Tapeten befreiten. «Kaum haben wir mit der Renovation begonnen, kamen stetig interessierte Leute vorbei. Die fanden diesen wilden, freien Ort toll. So begann alles langsam

zu wachsen und zu gedeihen.» Eine Buchhandlung entstand und ein Raum für Kunst, der 1969 eröffnete. Das Haus war stets ein offener Ort, hier gingen die Kuttlebutzer und Jean Tinguely ein und aus, zudem zahlreiche Frauen der Frauenbewegung und der Feministischen Avantgarde. Auch Jacques Herzog und Pierre de Meuron, Michael Alder, Roger Diener, Silvia Gmür, Coop Himmelblau Wien oder Archigram London fanden am Spalenberg eine zweite Heimat.

Die Galerie Stampa als Tor zur Welt

Bereits in den 1970er-Jahren stellte die Galerie Stampa Künstlerinnen aus, die ihren Körper als Medium nutzten, Rollenbilder dekonstruierten und die Diskriminierung anprangerten. Kunstschaffende wie Valie Export, Ulrike Rosenbach oder Pipilotti Rist waren es, die Installationen, Video- und Performancekunst an den Spalenberg brachten und so neue Wege in der Kunst beschritten. «Der Zeitgeist war damals ein anderer», so Gilli, «es gab eine kollektive Gemeinschaftlichkeit, vieles bewegte sich, auch politisch. Plötzlich galt es als langweilig, nur noch Bilder an die Wand zu hängen.» Allerdings wurde mit den neuen Kunstformen auch vieles komplizierter. Die Transporte der Installationen waren enorm aufwendig und der Verkauf schwierig. Dennoch; in all den Jahren ihrer Arbeit mit und für die Kunst dachten Diego und Gilli nie ans Aufhören, im Gegenteil. Sie verfolgten die Entwicklung der Branche aufmerksam, beobachteten

«Die Kunst ist eine Schule des Sehens und Empfindens. Sie öffnet den Geist.»

neue Strömungen, änderten auch mal den Kurs und gingen ungewohnte Wege – so arbeiteten sie zum Beispiel zehn Jahre lang mit dem Basler Musikladen Plattfon zusammen. Ein Polaroid-Bild des Fotografen Alex Kayser zeigt Diego und Gilli in den 1970er-Jahren in New York. Gilli, Zigarette in der Hand, trägt ein schwarzes T-Shirt der Künstlergruppe General Ideal mit der Aufschrift «Fetish». Diego steht mit wilder Mähne lässig daneben. «Das sind wir, wie Bonnie und Clyde», lacht Gilli.

Bis heute präsentiert das Galeristen-Paar jedes Jahr fünf bis sechs Ausstellungen, Künstlerinnen und Künstler wie Roman Signer, Zilla Leutenegger, Rosemarie Trockel oder Pipilotti Rist gehen hier ein und aus. Die Buchhandlung wird laufend mit neuen Publikationen zu Kunst und Architektur, zu Fotografie und Design, aber auch zu Mode, Theater und Film ergänzt und widerspiegelt Gillis und Diegos breites Interesse an der Welt. Sogar Kochbücher findest du hier, GartenInspirationen, Musiker-Biografien und natürlich den Atlas zur Geschichte Graubündens. Die Galerie Stampa ist in Basel eine Institution. «Wir wollen in Bewegung bleiben und dazulernen, Austausch haben, Kommunikation», so Diego. «Bis heute lesen wir von Hirnforschung über Politik alles, um am Puls der Zeit zu bleiben und zu verstehen, was auf dieser Welt los ist.» Ihr Leben, in dem sich alles um die Kunst dreht, empfindet Gilli als Privileg. «Die Kunst ist eine Schule des Sehens und Empfindens. Sie öffnet den Geist», ist sie sicher. Diego und Gilli Stampa zeigen eindrücklich: Wer offen ist und interessiert, wer sich mit der Welt auseinandersetzt, ist und bleibt selbst interessant.

Galerie Stampa Spalenberg 2 stampa-galerie.ch

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Sandrino Cenci bringt Vintage-Velos zum Glänzen

Mit Stil, Stahl und Motörli

Text & Bilder Janine Wagner

Chromstahl, Leder, Handwerkskunst: Sandrino Cenci verpasst Velo-Veteranen von Tigra, Cilo oder Bianchi neuste Technik, stilvolle

Details und auf Wunsch sogar einen Motor. Mit einem Custom-Bike von Cenci bist du der Hingucker auf dem Veloweg!

Zufrieden blickt Sandrino Cenci auf seine schwarzen Hände. Sie sind seit knapp fünf Jahren sein Gütesiegel. Stehen für polierten Chromstahl, schnurrende Fahrradketten, perfekt eingestellte Gangschaltungen –für echte Handarbeit. Nicht dass er seine Hände in den 50 Jahren davor nicht gebraucht hätte. Nachdem er als 12-Jähriger noch Radrennfahrer werden wollte, machte er eine Ausbildung zum Elektriker, bildete sich später zum Grafiker weiter und gründete eine Agentur für Webdesign. «Doch wie erklärt man da seinem Kind, was man tagsüber tut?» Sandrino lächelt. Erst seit er abends mit schmutzigen Händen von der Arbeit kommt, hat sich diese Grundzufriedenheit eingestellt. Die Ruhe im Kopf, die ihn problemlos ein- und durchschlafen lässt.

Begonnen hat alles vor fünf Jahren mit ein paar Arbeitsstunden in der Velowerkstatt von Cenci. Sandrinos Cousin zweiten Grades führt das Unternehmen in Riehen in dritter Generation. «Damals war ein Velomech krank und ich stellte mich spontan als Aushilfe zur Verfügung. Am Abend konnte ich meine Daumen nicht mehr bewegen vom Aufspannen der Pneus, aber ich war extrem zufrieden. Da war mir klar, dass ich etwas ändern muss.» Mit über 50 löste er

seine Agentur auf und setzte sich noch einmal in die Berufsschule, um die Ausbildung zum Zweiradmechaniker zu absolvieren. «Das hat aber irgendwie nicht funktioniert», schmunzelt er rückblickend, «alle haben gemeint, ich sei der Lehrer.» Kurzerhand brachte er sich die Theorie selber bei, für die Praxis gab es im Unternehmen Cenci mehr als genug Übungsmöglichkeiten.

Perfekt bis ins kleinste Detail

Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass Sandrino sich als Einziger in der Werkstatt für alte Velos und deren Reparatur interessierte. «Für mich war das reine Nostalgie», lacht er, der schon als Kind auf dem Schrottplatz nach Velo-Ersatzteilen suchte. «Und ich merkte bald: Das ist keine Raketentechnik. Die Teile sind überschaubar. Aber es braucht Freude, Interesse

und Leidenschaft.» Davon hat er mehr als genug. Schnell fuchste er sich ein, fand heraus, wos die besten Ersatzteile gibt und wurde Schritt für Schritt zum Restaurations-Profi mit einer beachtlichen Sammlung an Velo-Veteranen von Cilo, Bonanza, Condor, Tigra oder Villiger – sein Fundus, wenn er auf der Suche ist nach einer Stängelibremse, einem Tacho oder einer stilgetreuen Lampe. Längst geht es hier nicht mehr nur ums Flicken von alten Göppeln. Sandrino macht aus einem in die Jahre gekommenen Velo einen Hingucker mit poliertem Lenker, Weidenkorb, Weisswandreifen. Stets farblich abgestimmt sind Handgriffe und Ledersattel. Jedes Detail muss bei ihm stimmen, jeder Millimeter Chromstahl glänzen.

So ein Velo fällt natürlich auf – weil es sexy aussieht, aber auch, weil es häufig sogar motorisiert ist. Kaum sichtbar baut Sandrino in die Hinterräder neue Zehus Hybrid-Motoren ein, die das Fahren bis zu 25km/h unterstützen und sich bergab sogar selber wieder aufladen. Weil bei Elektrofahrzeugen ganztags das Licht brennen muss, brauchts dann auch einen

Nabendynamo – auf Wunsch wird die Leuchte ins alte Lampengehäuse eingebaut. «Die alten Dynamos lasse ich als Zierde gerne am Velo», erklärt Sandrino. «So sieht alles aus wie retro, ist aber unter der Haube topmodern.» Ein Segen für alle, denen die modernen E-Bikes zu schwer und zu klobig sind. Dafür muss Sandrino seine zarten E-Bikes beschriften: «Ja, ich bin ein E-Bike», steht auf einem Zettel, der am Lenker hängt. Anders glaubt mans kaum.

Wer ein komplett neues E-Bike im Vintage-Look sucht, findet dies in der Eigenmarke Cenci. Die topmodernen Velos baut Sandrino in den Wunschfarben der Kundschaft zusammen. «Die Rahmen kommen aus Belgien, das Leder aus England und Deutschland, der Motor aus Mailand und designt und gebaut wird in Riehen –Cenci-Velos sind vollständig europäische Produkte», so Sandrino. 58 Jahre alt ist er heute. Um sämtliche Schätze, die noch im Cenci-Fundus hängen oder in der Garage stehen, in handgefertigten Custom-Bikes zu verwandeln, braucht er mindestens 20 weitere weitere Arbeitsjahre. Doch das beunruhigt Sandrino nicht, im Gegenteil. Auch Heidi Cenci, Sandrinos Grosstante, arbeitet mit 80 Jahren noch immer im Laden. Wer liebt, was er tut, denkt nicht daran, damit aufzuhören.

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«Die alten Dynamos lasse ich als Zierde gerne am Velo, so sieht alles aus wie retro, ist aber unter der Haube topmodern.»
SANDRINO CENCI

Cenci Sport

Webergässchen 4, Riehen cencisport.ch

APERITIVO ITALIANO

Un momento di piacere

Ein Aperitivo aus unserer Karte, begleitet von einem feinen Aperoplättli – CHF 19.90 pro Person.

Bis zum 30. September 2026 Täglich 14.00 bis 18.00 Uhr

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Besuch auf dem Jazzcampus

Inspirierender Freiraum für den Jazz

Von der Kleinbasler Utengasse hinaus in die grosse weite Welt. Der Jazzcampus Basel mit seiner herausragenden Architektur gilt als international renommierte Ausbildungsstätte für Jazzmusikerinnen und -musiker. Hier wird Jazz gefördert und gelebt!

Dass der Jazzcampus in der unscheinbaren Kleinbasler Utengasse zu Hause ist, passt irgendwie ganz gut zum Basler Understatement – jene bescheidene Zurückhaltung, welche tief verwurzelt ist in der Kultur unserer Stadt. Hinter dem Eingangstor verbirgt sich ein riesiger Freiraum und ein inspirierendes Labor für Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker, deren Dimension von aussen betrachtet nur schwer zu erfassen ist. Der von den Basler Architekten Buol & Zünd errichtete und vielfach ausgezeichnete moderne Campus umfasst einen idyllischen Innenhof, zahlreiche Proberäume, Studios, einen öffentlichen Jazzclub sowie unzählige Nischen und Ecken, die zum gemeinsamen Jammen und Improvisieren einladen. Genau so wie es der Jazz will.

Typisch Jazz

Das tägliche Gewusel aus rund 200 Schülerinnen und Schülern der Musikschule Jazz der Musik-Akademie Basel, über 120 Studierenden sowie international renommierten Dozentinnen und Dozenten des Instituts Jazz der Hochschule für Musik Basel FHNW wird von der Co-Leitung bestehend aus Sarah Chaksad, Patrik Zosso und Michael Beck in enger Zusammenarbeit mit dem Musikschulleiter Kaspar von Grünigen zusammengehalten – oder um es dem musikalischen Kontext angemessen auszudrücken – orchestriert. Alle drei Leitungspersonen sind gestandene, erfahrene und gefragte Profis und rund um die Uhr beschäftigt – innerhalb und ausserhalb des Campus. Sarah ist Saxofonistin und komponiert für grosse Ensembles, Patrik ist auf Studio- und Produzentenarbeit spezialisiert und Michael ist als Pianist und Dozent äusserst aktiv und engagiert. Typisch für den Jazz hat jeder ein unterschiedliches Profil, welches im Zusammenspiel erst recht zur Geltung kommt. «Unsere Co-Leitung des Instituts Jazz FHNW und unsere verschiedenen

Text & Bilder Nicola Mathis

Engagements widerspiegeln das facettenreiche Berufsbild einer Jazzmusikerin oder eines Jazzmusikers ganz gut. Die meisten Jazzmusikerinnen und -musiker gehen verschiedenen Funktionen nach und sind in mehreren Projekten involviert», sagt Sarah im gemeinsamen Interview, für welches sich alle drei zusammen Zeit genommen haben.

«Der Innenhof bildet das Herz des Campus.»

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Der Community-Gedanke und der generationenübergreifende Austausch seien ihnen besonders wichtig, betont Patrik, während wir eine Tour über den Campus unternehmen und den von moderner und imposanter Backstein-Architektur umgebenden Innenhof überqueren. «Der Innenhof bildet das Herz des Campus und verfügt sogar über einen offenen Kamin.» Man stelle sich nur die stimmungsvolle Atmosphäre vor, wenn hier an lauen Sommerabenden spontan zusammen musiziert wird. «Solche Szenen passieren andauernd und werden durch die Architektur und die geschaffenen Freiräume auf dem ganzen Jazzcampus gefördert», erzählt Sarah.

Ein Labor für die künstlerische Entwicklung Wir laufen dabei immer wieder Schülerinnen und Schülern der Musikschule Jazz sowie Studierenden des Instituts Jazz der Hochschule für Musik Basel

über den Weg. Das Aufnahmeverfahren für letztere ist hart. Nur gerade 10 % aller Bewerbenden erhalten einen Platz für die der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW angegliederte, international angesehene Jazz-Ausbildungsstätte. Wer hier ausgebildet wird, gehört zu den absolut Besten. «Als Dozentin oder Dozent muss man damit klarkommen können, dass man von den Studierenden auch mal an die Wand gespielt wird», sagt Michael schmunzelnd und setzt sich, im Jazzcampus Club angekommen, an einen von 20 Flügel der weltweit führenden Hersteller wie Steinway & Sons, Bösendorfer & Co., die verteilt über den ganzen Campus vorzufinden sind. Im authentischen, mit rund 100 hölzernen Stühlen ausgestatteten, abgedunkelten Jazzclub finden regelmässig öffentli-

«Unsere Co-Leitung und unsere verschiedenen Engagements widerspiegeln das facettenreiche Berufsbild einer Jazzmusikerin oder eines Jazzmusikers ganz gut.»

che Konzerte statt, wo namhafte Musikerinnen und Musiker sowie Studierende auftreten und Jazz vom Feinsten präsentieren.

Der Jazzcampus bietet für alle Entwicklungsstufen und alle Interessen die ideale Infrastruktur. «Die Musik steht immer im Zentrum. Jeder Raum dient dem Zweck und verfügt über eine perfekt abgestimmte Akustik für die jeweiligen Instrumente», schwärmt Michael und Sarah ergänzt: «Es ist die Kombination, welche die Qualität des Jazzcampus ausmacht. Man soll sich hier wohl, zu Hause und gut betreut fühlen.» Der Campus zeichnet sich durch 49 Musikzimmer, Musiksäle, Aufnahmestudios, Performanceräume, Bibliothek, Bar und Café aus – hier wird Jazz nicht einfach nur gefördert, sondern intensiv gelebt. Der Jazzcampus stellt den Studierenden letztendlich ein Versuchslabor zur Verfügung, in welchem sie sich austoben und künstlerisch weiterentwickeln können, betont Patrik. «Macht euer Ding», «Habt Freude», «Glaubt an das, was ihr macht» – so die Message des Co-Leitungs-Trios an die Studierenden. Drei Stimmen, eine Harmonie – wie bei einer perfekt eingespielten Jam-Session.

Jazzcampus Basel

Utengasse 15 jazzcampus.com

Sie: grossartige Konzerte auf höchstem Niveau

Kulturtipp: Tanzhaus Basel

Zum Tanz im Industriedenkmal

Ganz egal, wie alt du bist, welche Sprache du sprichst oder welches Lebenskonzept du verfolgst – das Tanzhaus auf dem Franck-Areal ist ein Ort für alle Menschen. Zu Besuch in einem der letzten urbanen Freiräume der Stadt.

Erinnerst du dich an die alte Stadtgärtnerei, die Stückfärberei, das nt*/areal? Kreative Experimentierorte, die temporär sehr viele Menschen beglückten. Orte voller Leben, voller Geschichte und Geschichten, eigenwillig, frei und bis heute in denkwürdiger Erinnerung. Auch das Tanzhaus auf dem Franck Areal im Horburg-Quartier ist so ein urbaner Freiraum, der Platz bietet für Begegnung und Austausch. Nur: Das Tanzhaus ist keine Zwischennutzung, sondern etabliert sich gerade als zuverlässiger Basler Kulturort.

Hier treffen sich junge Choreografinnen und erfahrene Künstler, Tanzbegeisterte und Neugierige in Räumlichkeiten, die bis vor einigen Jahren von Nestlé als Büros und Werkstätten genutzt wurden und in Silos, in denen einst Zichorienwurzeln für Kaffee-Ersatzprodukte lagerten. Der Duft der Wurzeln liegt bis heute in der Luft. Allerdings hängt nun Bühnenbeleuchtung an den hohen Decken, es sind Tanzböden verlegt und Zuschauer-Tribünen aufgebaut. Alte Beschriftungen, Schilder und Tafeln aus der Thomi&Franck- und Nestlé-Zeit sowie die im Original-Zustand belassenen Böden und Wände wirken zwar provisorisch, sind es jedoch nicht. Das Tanzhaus ist gekommen, um zu bleiben. Auch in Zukunft soll hier gar nichts abgerissen, soll das Industriedenkmal bewahrt werden –Werkstatt-Charme und 90er-Jahre-Büro-Flair inklusive. Eine seltene Perle am Rande der Stadt.

Thomy-Mayo neben Contemporary Dance Geschäftsführerin Vanessa Prein sitzt auf einem alten Stuhl an einem in die Jahre gekommenen Sitzungstisch. Am Boden steht der etwas ramponierte Druck einer Thomy-Mayonnaise, in den Regalen liegen gerollte Tanzhaus-Plakate. Ein wilder Mix aus biederem Büro-Style und kreativer Schaffenskraft. «Wir

Text & Bilder Janine Wagner

haben das gesamte Inventar von Nestlé übernommen. Als wir hier das erste Mal reinkamen, standen noch schmutzige Kaffeetassen der Nestlé-Mitarbeitenden auf den Tischen», erzählt Vanessa schmunzelnd. «Wir haben sie abgewaschen und benutzen sie bis heute.»

2022 verkaufte Nestlé die Hälfte des Grundstücks an die Basler KULTQuartier Immobilien AG. Die will hier in den kommenden Jahren einen Treffpunkt für verschiedene Bevölkerungsgruppen entstehen lassen. Das 2023 gegründete Tanzhaus ist ein Teil des Ganzen. Während in mehreren Studios und auf zwei Bühnen Kulturschaffende ihre Produktionen entwickeln, Muskeln dehnen und trainieren, wird nebenan nach wie vor im Schichtbetrieb Thomy-Senf und -Mayonnaise für den Schweizer Markt produziert. Zwei Welten, die friedlich nebeneinander koexistieren.

Mit Vanessa Prein kommt eine dritte Welt hinzu. «Ich bin hier völlig artfremd», lacht sie, nicht etwa wilde Tanzmaus, sondern strukturierte Juristin. «Weil ich wenig Ahnung von Tanz und damit einen unvoreingenommenen Blick habe, wurde ich für den Aufbau des Vereins Tanz Haus und die operative Geschäftsführung des Tanzhauses angefragt.» Etwas Neues aufzubauen, ist Vanessas Ding und so ist sie im Tanzhaus voll im Element. Auch wenn sie sich an die Arbeitsweise der Leute aus der Kreativszene noch nicht vollständig gewöhnt hat. «Ich war 15 Jahre bei der Pharma-Industrie tätig, bin Corporate-konditioniert und leistungsgetrieben. Das führt hin und wieder zum Kultur-Clash.» Nebenbei amtiert Vanessa als Strafrichterin. Ihre Art von Ausgleich.

«Uns werden die Türen eingerannt. Auch der Spielplan ist bis Ende 2027 bereits festgelegt.»
VANESSA PREIN
© Flavio Cavaleri

Tanz als verbindendes Element Auf dem Rundgang durch die verwinkelten Gänge wird klar, wie gross das Bedürfnis der Tanzszene nach einem eigenen Ort ist. Im Erdgeschoss entwickelt ein Tänzer ein neues Solo-Stück, in einem der Studios probt eine Companie, eine Etage höher besprechen ein paar Tänzerinnen das weitere Vorgehen. Eine Musicalund eine Tangoschule mieten sich regelmässig hier ein. «Das Haus ist voll», bestätigt Vanessa. «Uns werden die Türen eingerannt. Auch der Spielplan ist bis Ende 2027 bereits festgelegt.»

Ein überaus vielfältiger Spielplan ist das, der die Arbeit junger Choreografinnen wie auch erfahrender Künstler präsentiert. Auch für kleine Kinder und Jugendliche gibt es Aufführungen. «Wir wollen ein niederschwelliges Angebot für alle bieten», so Vanessa. «Tanz soll verbinden.» Schön, wenn noch mehr Menschen den Weg ins alte Franck-Areal finden, den süsslichen Zichorien-Duft in den Silos atmen und dem IndustrieCharme des Tanzhauses erliegen – ganz ohne Wehmut und Angst vor Verlust, denn dieser Ort, der bleibt.

Tanzhaus Basel Horburgstrasse 103 tanzhausbasel.ch

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Geometrie in Perfektion

Text & Bilder Janine Wagner

Das einstige Rappaz Museum im Klingental heisst heute «Rappaz – Haus der Basler Grafik» und beherbergt ein Schauarchiv, in dem das Werk des Grafikers und Künstlers Rolf Rappaz entdeckt werden kann – zum Beispiel an der Veranstaltungsreihe «Friday Graphics».

Fritz Bühler, Herbert Leupin, Celestino Piatti, Hermann Eidenbenz – Basel hat eine reiche Tradition in der Grafikdesign-Szene und brachte einige bekannte Grafiker hervor. Rolf Rappaz (1914–1996) war einer von ihnen. Er besuchte die Kunstgewerbeschule Basel, führte ein grafisches Atelier und arbeitete als GrafikLehrer. Eva Aeppli und Jean Tinguely besuchten seinen Unterricht.

Rappaz gestaltete für Firestone, Avia, die Mustermesse Basel, den Autosalon Genf, für Bell, für die Muba und die Olma und prägte den Schweizer Grafikstil der Nachkriegszeit nachhaltig mit. 1971 kaufte er sich im Kleinbasel ein Haus, das einst zum Kloster Klingental gehörte und nutzte es als Kunstatelier. Nach Rolf Rappaz’ Tod gründete Ehefrau Gisèle eine Stiftung, die hier fortan das Rappaz Museum betrieb. Doch nachdem Gisèle Rappaz 2022 verstorben war, fehlten die finanziellen Mittel für den weiteren Betrieb, ein neues Konzept musste her.

So kam unter anderem Barbara Piatti ins Spiel. Als Tochter von Celestino Piatti kennt sie sich nicht nur in der Basler Grafik-Szene bestens aus, sondern hat als Kulturvermittlerin zudem ein feines Gespür für den publikumsnahen Zugang zu komplexen Themen. Das Museum wurde geräumt, in den oberen beiden Etagen zog das Gestaltungsbüro Stauffenegger + Partner ein. Rappaz ist nun nur mehr im Erdgeschoss präsent. «Als wir das Museum räumten, kam schnell die Frage auf: Was machen wir mit all den Kisten?», erinnert sich Barbara. «Wenn die Sachen eingelagert werden, sind sie weg, dann arbeitet niemand mehr damit. So kamen wir auf die Idee des Schau-Archivs.» Die Arbeiten in den grauen Kartonschachteln, die sich auf den Regalen stapeln, können weiterhin geöffnet und bei Bedarf studiert werden. «Mit ein paar neuen Strukturen haben wir es geschafft, das Werk von Rappaz auf einer Etage zu verdichten.» Mitgearbeitet an der Inszenierung haben Christian Stauffenegger und sein Team sowie Nils Widmer von der Storie Kulturagentur.

Perfektion, Ordnung und ein Dalmatiner Dass Struktur auch in Rolf Rappaz’ Leben eine grosse Rolle spielte, wird im Schau-Archiv deutlich: Die akkurat von Hand beschrifteten Kartonschachteln, die in absoluter Perfektion ausgeführten Arbeiten, die Pinsel, Spachtel und Stifte, die alle in gleich grossen hellgrauen Keramikkrügen stecken, das Faible für die immergleichen geometrischen Formen Quadrat,

«Hier im Haus wird richtig greifbar, dass Grafik zu Rappaz’ Zeit ein Handwerk war.»
BARBARA PIATTI

Dreieck und Kreis – in dieser verblüffenden Ordnung sticht seine enorme Kreativität und Verspieltheit umso mehr hervor. «Hier im Haus wird richtig greifbar, dass Grafik zu Rappaz’ Zeit ein Handwerk war. Das fasziniert auch die Studierenden der Grafikfachklasse SfG», so Barbara. Die Studierenden der SfG waren es auch, welche die Rappaz-Plakate im vergangenen Jahr gestalteten.

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Damit die Besuchenden des Schau-Archivs nicht einfach wahllos in Rappaz’ Kisten wühlen, gibt es eine Begleitbroschüre mit 25 Stationen, die durchs Archiv und durchs Leben des Künstlers leiten. So begegnet man seinen wichtigsten Arbeiten, seinen Briefen, seiner Kunst und bekommt einen Einblick in sein Leben. Sitzt man am Ende auf dem Corbusier-Sofa des Ehepaars Rappaz und lässt das konstruktivistische Rappaz-Bild an der Wand auf sich wirken; man würde sich nicht wundern, der Grafiker persönlich käme zur Tür herein. Stattdessen huscht Dalmatiner-Hündin Piroschka aus dem Gestaltungsbüro im Obergeschoss die alte Holzstiege herunter und drapiert sich in die Szenerie, als wüsste sie ganz genau, dass die Grafik ihres Fells hier endlich einmal angemessen gewürdigt wird.

Treffpunkt für Grafikdesign

Das Erdgeschoss des einstigen Rappaz-Museums ist heute dem Lebenswerk von Rolf Rappaz und dem visuellen Erbe seiner Zeit gewidmet. Es versteht sich als kreativer Treffpunkt rund um das Grafikdesign damals und heute. Und es rückt Basel als Metropole der Grafik in den Fokus – mit Events, Publikationen und einem Schau-Archiv. Das Archiv kann zum Beispiel an öffentlichen Führungen, Kursen oder an wiederkehrenden Anlässen wie den «Friday Graphics» besucht werden. Die aktuellen Daten sind auf der Website zu finden.

Rappaz – Haus der Basler Grafik

Klingental 11 rappaz-hausderbaslergrafik.ch

Mit Strassenkünstler Fafa unter der Autobahn

Grauzone mit Ente

Als Strassenkünstler verschönert Rafael Marquez triste Betonwände und Brückenpfeiler. Als professioneller Maler gestaltet er Fasnachtslaternen und malt Bilder in Öl oder Acryl. Ein Gespräch über den Sinn von Street-Art, über Alltagsmotive und Respekt – geführt direkt unter der Autobahn.

Text & Bilder Janine Wagner

Als ich Fafa treffe, diskutiert er mit zwei Polizisten. Er hat gerade begonnen, einen Autobahnbrücken-Pfeiler mit Dispersion zu bemalen. Es ist laut, auf der vorbeiführenden Schnellstrasse donnert der Morgenverkehr. Fafa heisst eigentlich Rafael Marquez und ist Künstler. Heute hat er frei und freut sich darauf, den öffentlichen Raum zu gestalten. Die Wand, die er bemalt, ist eine Grauzone im eigentlichen Sinne: Grauer Beton, bei dem niemand so genau weiss, ob man ihn legal bemalen darf. Nicht einmal die Polizei ist sich sicher, denn offensichtlich ist das, was Fafa hier tut, etwas Positives: Er verschönert den tristen Pfeiler mit einem Landschafts-Gemälde.

Warum malst du hier an diesem unwirtlichen Ort?

Das mache ich aus Spass! Ich habe seit Langem mal wieder etwas Zeit für mich. Hier zu malen gibt mir das authentische Gefühl vergangener Tage als Street-Artist zurück. In solchen Arbeiten liegt die Seele der Strassenkunst. Ich habe leider nur noch selten Zeit für solche Bilder, da ich meist im Atelier und an Aufträgen arbeite. Dieses Bild ist das erste Strassenbild seit einem Jahr.

Dafür nimmst du in Kauf, dass die Polizei vorbeikommt … Tja, eigentlich ist das hier kein illegaler Ort, aber die Polizisten sind sich oftmals auch nicht ganz sicher. Meistens schauen sie nur und gehen wieder. Da ich mit Farbe und Pinsel arbeite, wird meine Kunst eher toleriert. Sprayer haben es da viel schwerer. Eine Spraydose wird taxiert wie eine Waffe. Sie signalisiert: Illegal.

Hast du früher auch mit Spraydose gearbeitet?

Ja, ich habe mit etwas über 20 in Sevilla damit angefangen, habe aber 2012 aufgehört. Ich bin eigentlich ausgebildeter Maler. Zudem sind die Dämpfe der Spraydose giftig und ich wollte etwas gesünder arbeiten. Betonwände bemale ich darum heute mit Dispersion.

Du kommst aus Andalusien, hast in Sevilla Kunst studiert – warum Basel?

Ursprünglich kam ich wegen einer Freundin in die Schweiz. Aber geblieben bin ich, weil ich hier mit meiner Kunst arbeiten und davon leben konnte. In Spanien ist es schwierig, an gute Aufträge zu kommen. Hier kann ich für die IWB arbeiten, oder aktuell male ich zum Beispiel die Wall of Fame im Gerbergässlein neu. Seit sieben Jahren gestalte ich auch Laternen für die Basler Fasnacht. Basel ist meine Inspiration. Hier fühle ich mich zu Hause, hier habe ich meine ganz eigenen Landschaften und Stimmungen gefunden. Basel berührt meine Seele. Fast alle meine Arbeiten sind von Basel inspiriert.

Du malst Bierflaschen, Turnschuhe, Enten, Drämmli und immer wieder den Rhein … Ja, mein Thema ist der Alltag. Früher bestand der aus meiner Sneakersammlung und aus Szenen meines Graffiti-Künstler-Lebens. Das war cool und sehr kommerziell. Unterdessen ist mein Alltag ziemlich langweilig geworden. Ich bin gerne in der Natur und mit der Familie, meinem vierjährigen Sohn unterwegs. Darum male ich oft Landschaften. Weniger, um etwas zu verkaufen, sondern einfach, weils mir guttut.

Am Anfang deiner Bilder stehen Fotos. Werden die von dir inszeniert?

Niemals. Auch wenn du mir den Auftrag gibst, ein Familienbild zu malen, halte ich eine Szene aus dem Alltag fest. Warte, bis niemand mehr daran denkt, dass ich da bin und mache dann ein Foto. Weil ich die Sprache unserer Zeit repräsentieren will, sind meine Bilder zudem meist in Hochformat – typische Handybilder eben. Auch wenn die Tradition der Landschaftsgemälde natürlich Querformat ist.

Bist du nervös, bevor du eine Wand bemalst?

Heute Morgen war ich tatsächlich etwas nervös. Es ist immer dasselbe: Bevor ich mit dem Malen beginne, habe ich das Gefühl, noch nie gemalt zu haben. Aber wenn ich dann dran bin, ist es wie Velofahren.

Bist du enttäuscht, wenn deine Bilder übersprayt werden?

Das gehört dazu. Die Idee der Strassenkunst ist nicht, dass sie für die Ewigkeit bleibt. Jetzt gerade übermale ich zum Beispiel ein Bild, das ich selbst vor fünf Jahren gemacht habe. Es war zwar noch perfekt erhalten, aber ich wollte etwas Neues gestalten. Und aus Respekt vor anderen Künstlern übermale ich natürlich kein fremdes Bild.

Welcher Teil des Malens ist der Beste? Der beste Moment ist der, an dem aus einem zweidimensionalen Bild etwas Dreidimensionales wird. Das ist magisch.

Ein paar Stunden später beendete Fafa sein Bild auf dem Brückenpfeiler unter der Autobahn. Es zeigt eine Ente auf einem Stück Holz im Wasser. Die Polizei liess ihn in Ruhe malen.

Rafael Marquez

Der Strassenkünstler und Maler Rafael Marquez aka FAFA kam 1977 in Spanien zur Welt und wuchs in Sevilla auf, wo er auch sein Kunststudium absolvierte und mit der Graffiti-Kunst begann. Heute arbeitet er nicht mehr mit der Spraydose, sondern malt mit Pinsel und Acryl- oder Ölfarben, zudem zeichnet er sehr gerne. Motive für seine Bilder findet er im Alltag und sehr oft in der Stadt Basel. Seine Werke malt er auf Leinwand, Holz und Papier und nach wie vor gerne in den öffentlichen Raum. Seine Kunst findet man zum Beispiel an der Schwarzwaldbrücke, am Sommercasino, auf dem Bell-Areal, dem Klybeck-Campus und an zahlreichen weiteren Orten in und um die Stadt. instagram.com/rafaelmarquezceldran

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THE FESTIVAL FOR MOVIE, GAME, COSPLAY AND COMIC FANS.

MAY 14 – 16, 2026

Messe Basel | fantasybasel.ch

Einblick:

Am Knotenpunkt für textile Fragen

Fair Fashion Factory
Text & Bilder Janine Wagner

Umweltzerstörung, miserable Arbeitsbedingungen, Altkleiderberge – die Modeindustrie ist ein schmutziges Geschäft. Dem begegnet die Fair Fashion Factory mit dem Aufbau einer industriellen Textilproduktion. Langfristig sollen in Basel alte Textilien sortiert, Fasern recycelt, neues Garn produziert und eigene Produkte gestrickt werden.

Einst wurde in den Fabrikhallen der Ciba Geigy in riesigen Chromstahl-Bottichen synthetische Farbstoffe für Textilien hergestellt. Viele dieser Hallen im Klybeck stehen heute leer. Nur die Porte 31, das einstige Pförtnerhäuschen neben der alten Kantine, ist wieder belebt. Hier stehen die Strickmaschinen der Fair Fashion Factory, einem Verein, welcher der katastrophalen Ökobilanz der Modebranche einen nachhaltigen Ansatz entgegenstellt.

«Unsere Vision ist es, in Basel wirtschaftlich und sozial tragbar Textilien herzustellen und damit eine textile Kreislaufwirtschaft in Gang zu setzen», erklärt Fair Fashion Factory-Mitgründer Pascal Heimann. Als erfahrener Textildesigner kennt er die Vorteile, wenn Design und Produktion Hand in Hand laufen. Zudem hat er die Missstände der Textilindustrie selbst erlebt. «Die Modebranche gehört zu den schmutzigsten Industrien weltweit», so Pascal. «Doch die Konsumentinnen und Konsumenten sind sich nicht bewusst, dass die Rechnung für ein günstiges Kleidungsstück anderswo sehr teuer bezahlt wird. Für unseren Verein war daher von Anfang an klar: Wir müssen die Produktion angehen!»

«Wir überlegen uns, wie man die Berge von Altkleidern bereits in Basel sortieren könnte, um sie nicht nach Indien oder Afrika auszuführen.»

PASCAL HEIMANN

Innovative Lösungsansätze sind gefragt! Nach einem Crowdfunding konnte sich die Fair Fashion Factory eine industrielle Strickmaschine anschaffen. Sie steht nun neben einer Umspuhlmaschine und mehreren kleineren Schweizer DubiedMaschinen in der alten Ciba-Porte. Vier Textil-Profis lernen aktuell die Funktionen der neuen Maschine kennen und fuchsen sich in die Strick-Software ein. Bald werden hier Schals, Mützen und Pullis produziert. Das Interesse am Basler Jersey war bereits im Vorfeld gross, bei kleinen wie auch grösseren Unternehmen. «Zukünftig wird zum Beispiel der FCB seine Schals bei uns stricken», freut sich Pascal.

Die neun Mitwirkenden der Fair Fashion Factory wissen: Die Modeindustrie braucht innovative Lösungsansätze. Darum soll hier neben der Textil-Produktion auch das Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten geschärft werden. Zudem braucht es neue Konzepte. «Wir funktionieren zum Beispiel alte Textilien zu neuen Produkten um», erklärt Pascal. Aktuell arbeitet das Design-Team an einem Pilotprojekt mit Stoffen aus der Hotellerie. Die Idee dahinter: Aus dem sehr sauberen, hochwertigen Material entstehen kleine Souvenirs, die in den Hotels verkauft werden können. «Zudem überlegen wir uns, wie man die Berge von Altkleidern bereits in Basel sortieren könnte, um sie nicht nach Indien oder Afrika auszuführen. Um ein solches System aufzubauen, bräuchte es allerdings eine vorgezogene Recyclinggebühr. Die Baumwolle könnte man wieder in Fasern zerlegen und neu stricken.»

«Die Modebranche gehört zu den schmutzigsten Industrien weltweit.»

PASCAL HEIMANN

Und dann gibts da noch die Unmengen an Überproduktionen. Neue, unverkaufte Kleidungsstücke, die auf die Entsorgung warten … Die zu bewältigenden Aufgaben der Modeindustrie sind ähnlich gigantisch wie die Kleiderberge, die sich an Afrikas Stränden türmen. Die Fair Fashion Factory ist sich dessen bewusst. Mit lokaler Produktion, verkürzten Lieferketten, individuellen Stückzahlen und mehr Transparenz hält sie dagegen. Dabei ist sie weit mehr als ein Produktionsstandort für Strick; sie ist ein Knotenpunkt für textile Fragestellungen. «Wir haben das Netzwerk und das Know-how. Wir sehen, wo die Lücken sind und helfen, diese zu schliessen», erläutert Pascal. Doch am Ende sind wir alle gefragt: Wir müssen unser Konsumverhalten überdenken, weniger und dafür besser einkaufen und zu dem, was wir bereits besitzen, Sorge tragen.

Leben, wie Sie es lieben –in der Senevita Erlenmatt.

Geniessen Sie Ihre Seniorenwohnung an bester Lage am Rheinknie – modern, sicher und ganz nach Ihren Wünschen. Ob mit Service oder mit individuell abgestimmter Pflege – unser engagiertes Team begleitet Sie herzlich und professionell.

Unser Angebot auf einen Blick:

Der teure Preis billiger Mode Ein neuer Pulli, eine Jeans, ein T-Shirt; wir kaufen heute 400 % mehr Kleidung als noch vor 20 Jahren – und dies zu immer billigeren Preisen. Doch unser Überkonsum geht zulasten der Umwelt und der Menschen, die unsere Kleidung produzieren. Die Modebranche gehört zu den schmutzigsten Industrien weltweit, belegt Rang 2 hinter der Ölindustrie. Missstände finden sich entlang der gesamten Lieferkette. Die Brennpunkte: Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und ein gigantischer Abfallberg von Kleidern. Schätzungen zufolge ist die Modeindustrie für 8–10 % der globalen CO 2-Produktion und für 20 % der gesamten industriellen Wasserverschmutzung verantwortlich. Allein in Basel werden jede Woche rund 15 Tonnen Altkleider entsorgt, die irgendwann in Deponien in Indien oder Afrika landen. Die Fair Fashion Factory entwickelt Konzepte und Ideen, um den Missständen der Modeindustrie entgegenzuwirken, die Menschen aufzuklären und ein Umdenken in Gang zu setzen. Fair Fashion Factory Mauerstrasse 1 fairfashionfactory.ch

Die persönlichen Empfehlungen aus dem Kulturhaus Bider & Tanner

Alena Hauswirth empfiehlt

Jacqueline Harpmans

«Ich, die ich Männer nicht kannte»

Darum gehts:

39 Frauen, gefangen in einem Bunker. Und die junge Erzählerin, die vierzigste Gefangene. Sie kennt nur das Leben im Bunker, ist dort aufgewachsen ohne Kontakt zur Aussenwelt. Sie wissen nicht, was auf der Erde passiert ist und wie sie in dieses Gefängnis gelangt sind. Doch eines Tages ertönt ein Alarm und die sechs Wachen verschwinden und lassen die Tür offen. Keine der Frauen traut sich, durch die offene Tür zu schreiten bis auf die Erzählerin. So beginnt diese dystopische, feministische und kraftvolle Geschichte, die ursprünglich bereits in den 1990er-Jahren auf Französisch erschienen ist und nun wiederentdeckt wird.

Ich empfehle das Buch, weil ... ... es eine fesselnde, aber trotzdem ruhige Geschichte ist. Bis zur letzten Seite hält die Autorin die Spannung, obwohl nicht viel passiert. Es ist ein Gedankenexperiment und stellt die Frage: Ist Leben mehr als Überleben?

Jacqueline Harpman «Ich, die ich Männer nicht kannte», Klett-Cotta, 2026

ISBN 978-3-608-96670-1 – biderundtanner.ch

Cristina Stocker empfiehlt Stefan Mosters

Jonathan Hitzfeld empfiehlt

Florina Manz’ und Annemarie Wildeisens «So schmeckt das Jahr»

Darum gehts:

Nachdem Florina Manz und Annemarie Wildeisen im Januar 2025 das erste Schweizer Online-Kochmagazin gründeten, wollten sie die vielfältigen Rezepte in einem Buch veröffentlichen. So entstand das neue Kochbuch des «Mutter & Tochter» Profi-Duos mit Florina als Autodidaktin und Foodstylistin und Annemarie als Autorin von vielen erfolgreichen Kochbüchern und ihrer eigenen Zeitschrift. Mit Zutaten, welche leicht zu beschaffen sind, haben die beiden ausgesprochen raffinierte Rezepte zusammengestellt.

Ich empfehle das Buch, weil ... ... man die Sinfonie von Mutter und Tochter zwischen den Zeilen erkennen kann. Die Arbeit, welche in dieses Kochbuch geflossen ist, lässt sich beim Kochen spüren und beim Probieren schmecken. Kleine Tipps am Rande verzaubern das Kocherlebnis und verdeutlichen das Motto «Einfach ist mehr».

Annemarie Wildeisen und Florina Manz «So schmeckt das Jahr. Die saisonalen Rezepte aus dem Magazin Geniessen» KOCHEN - live ! by ARTE CUCINA, Bern, 2026

ISBN 978-3-033-11776-1 – biderundtanner.ch

Darum gehts:

Was ist das Einzigartige am Singen im Chor? Was passiert im Körper der mitträllernden Menschen im Zuschauerraum während eines Coldplay-Konzerts? Und warum stehen Chorsängerinnen und -sänger besser im Leben? In diesem informativen und zugleich unterhaltsamen Sachbuch geht Stefan Moster der Bedeutung des Singens als Sprache des Glücks auf den Grund und bringt zugleich die vielfältige Welt der Chöre näher.

Ich empfehle das Buch, weil ... ... es auf eine faszinierende Art und Weise aufzeigt, wie bedeutsam das Singen im Chor in der heutigen Zeit ist. So belebt es die eigenen Gefühle, fördert Gemeinschaft und vermag kulturelle Veränderungen beispielsweise durch queere Chöre in Gang zu setzen.

Stefan Moster «Vom Glück, im Chor zu singen», Insel Verlag, 2025

ISBN 978-3-458-64524-5 – biderundtanner.ch

Mondäne Ästhetik, zeitlose Eleganz

Text & Bilder Janine Wagner

Der Spalenberg hat stilvollen Zuwachs erhalten: Nora Gysin bringt mit Sella Studio behagliches Midcentury-Flair ins Herz der Stadt und auch ein paar filmreife «Mad Men»-Vibes.

Das riesige Rundbogenfenster am Spalenberg 18 zieht die Blicke auf sich. Drei Lampen, ein Stuhl, ein Tischchen und ein paar Vasen stehen harmonisch kombiniert in der Auslage und geben den Blick auf den dahinterliegenden, grossen Raum frei. Hier drin tut sich einem eine Welt auf, die ein wenig an die KultSerie «Mad Men» erinnert. Aus den Lautsprechern singt mit warmer Stimme Etta James «Stormy Weather». Willkommen bei Sella Studio, in der MidcenturyWelt von Nora Gysin.

Zum Midcentury-Stil gehören Möbel, Leuchten und Objekte, die von Designern wie Arne Jacobsen, Alvar Aalto, Hans J. Wegner oder Charles & Ray Eames Mitte des letzten Jahrhunderts entworfen wurden. Stücke, die so schnörkellos und zeitlos elegant daherkommen, so funktional und gleichzeitig einladend und warm, dass sie bis heute gefragt sind und teuer gehandelt werden. Vielleicht auch, weil sie die Sehnsucht nach Reduktion auf das Wesentliche stillen, die viele Menschen in turbulenten Zeiten wie diesen ereilt. Midcentury-Stücke werten jeden Raum auf – Möbel zum Verlieben und Vererben.

In filmreifer Umgebung in Erinnerungen schwelgen

Nora Gysin ist bereits seit vielen Jahren ein Fan des Midcentury-Stils. Sie mag die sanften Kurven, die klaren Linien, die geometrischen Formen. 2017 ging sie mit ihrem Online-Shop sella-studio.com online. Bis heute verkauft sie dort Stühle, Tische, Lampen, Keramik- und Glaswaren, die sie in ganz Europa in Brockis, auf Flohmis, bei Antiquitätenhändlern und Auktionshäusern zusammensucht. Als sie 2025 vom

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«Dass ich nun tatsächlich hier sitze, ist ziemlich surreal und freut mich wahnsinnig!»
NORA GYSIN

frei werdenden Ladenlokal am Spalenberg 18 erfuhr, war für Nora klar; jetzt oder nie. «Beim Vorbeispazieren habe ich in der Vergangenheit oft aus Spass gesagt: Das wird einmal mein Laden! Dass ich nun tatsächlich hier sitze, ist ziemlich surreal und freut mich wahnsinnig!» Auch die Menschen am Spalenberg sind vom hübschen Neuzugang angetan und schwelgen vor dem Schaufenster lächelnd in Erinnerungen. Viele Stücke kennen sie so oder ähnlich aus Kindheitstagen oder vom Inventar der Eltern und Grosseltern.

Tatsächlich sind sämtliche Gegenstände bei Sella Studio bereits 60 Jahre alt und älter, auch wenn man ihnen das Alter nicht ansieht. Alle Stücke sind gereinigt, aufgefrischt, geschliffen und geölt. Sie sehen aus wie neu, obwohl bereits in ihnen gelebt, geliebt, gelacht und gestritten wurde. «Ich mag Objekte, die eine Geschichte erzählen», so Nora, die selbst zu jedem Teil viel zu erzählen weiss. In all den Jahren hat sie sich ein grosses Wissen über das Design des vergangenen Jahrhunderts angeeignet. Sie kennt die Charakteristika und die Geschichte des Designs und die Werkstätten, aus denen die Stücke kommen. Besonders angetan haben es ihr die Designer aus Skandinavien, aber auch Einzelstücke aus Deutschland, Österreich, Italien oder der Schweiz sind bei ihr zu finden.

Wer eintauchen mag in die Welt des vergangenen Jahrhunderts; die Eingangstür zu Sella Studio steht weit offen. Mit etwas Glück singt Etta James «Don’t know why, there’s no sun up in the sky …», während draussen dicke Regenwolken vorbeiziehen. Filmreife Momente sind am Spalenberg 18 gewiss keine Seltenheit.

Sella Studio Spalenberg 18 sella-studio.com

Du bist neugierig, was Basel bewegt?

Halle 4.U, Congress Center, Messeplatz 21

Die Kunstmesse VOLTA startet in ein neues Jahrzehnt künstlerischer Entdeckungen und lädt Sie zu ihrer 21. Ausgabe in Basel ein. Seien Sie dabei und erleben Sie innovative zeitgenössische Kunst, präsentiert von über 70 Galerien aus aller Welt.

Auf der VOLTA können Sie neue Perspektiven und bisher wenig beachtete Stimmen entdecken, die den heutigen Kunstmarkt prägen. Zu den Highlights zählen Everywhen: Contemporary Aboriginal Art, ein Pavillon, der indigene Stimmen feiert, sowie Frische!, ein neuer Bereich, der sich mutigen, experimentellen Ansätzen der nächsten Galeriegeneration widmet. The 5000 Edit bietet einen leicht zugänglichen Einstieg für alle, die ihre Reise als Kunstsammler beginnen.

Entdecken Sie neue Künstlerinnen und Künstler. Knüpfen Sie Kontakte. Sammeln Sie. 17.–21. Juni 2026

Halle 4.U, Congress Center, Messeplatz 21, Basel VIP-Vorschau: 17. Juni, 10–14 Uhr

Einwohnerinnen und Einwohner von Basel haben freien Eintritt Liebs Basel, Viele Dangg, VOLTA 19.–21. Juni, 14–16 Uhr

Tickets jetzt im Verkauf:

Tage voller Musik, Begegnung und Entdeckungen.

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Photo credit: Philip Reed

Veranstaltungen

Spider Murphy Gang – am Donnerstag, 21. Mai, um 19.30 Uhr im Stadtcasino stadtcasino-basel.ch

Erinnerungen

ohne Strom

Rock ’n’ Roll geht auch ohne Strom – das beweist die Spider Murphy Gang an einem unplugged-Konzert im Stadtcasino. Wo sonst Symphonien und Sonaten ertönen, tobt für einen Abend der «Skandal im Sperrbezirk». Doch nicht nur ihre eigenen altbewährten Hits spielen die Spiders, sondern auch Elvis, Chuck Berry oder Hank Williams. Dazu gibts lustige Band-Geschichten, Anekdoten und Erlebnisse aus dem Nähkästchen.

Öffentliches Podiumsgespräch – am Dienstag, 26. Mai, um 18.15 Uhr in der Aula der Universität, Petersplatz 1 – unibas.ch

KI trifft Kultur

Welche Bedeutung hat Künstliche Intelligenz für Kulturschaffende? Dieser Frage geht ein öffentliches Podiumsgespräch an der Uni nach. Wo ist KI hilfreich, wo setzt das menschliche Urteilsvermögen ein? Es diskutieren die Schriftstellerin Clara O’Campo, der Schriftsteller Martin R. Dean und der Komponist Michel Roth.

Super Looper –am Donnerstag, 28. Mai, um 20 Uhr im Fauteuil fauteuil.ch

Harmonischer Wortwitz

Martin O. ist Schweizer Stimm-Magier, fabelhafter Geschichtenerzähler und interaktiver Musik-Comedian: Bodenständig, feinsinnig, hintersinnig, urkomisch und immer nah am Publikum multipliziert er sich mit seinem Loopgerät zu einem atemberaubenden Stimmen-Orchester und Klangkosmos. Eine Freude für alle, die Musik nicht nur hören, sondern erleben wollen.

Kaleidoscope String Quartet –am Freitag, 29. Mai, um 20 Uhr im H95 – h95.ch

Neue Musik entdecken

Zwei Violinen, ein Cello, eine Bratsche – so weit so klassisch. Das Kaleidoscope String Quartet ist jedoch mehr Band als Quartett und spielt einen mitreissenden, genrefluiden Streichersound, der musikalische Grenzen auslotet. Wer wissen will, was man mit Streichinstrumenten neben Haydn, Schubert und Beethoven sonst noch so anstellen kann, darf sich dieses Konzert nicht entgehen lassen!

Generationen Tanz – am Samstag, 30. Mai, um 13 Uhr auf dem Messeplatz – hopp-la.ch

Auf zum Tanz

Es soll ein Tanz werden, der Generationen verbindet, Glücksmomente schafft und einen Rekord bricht. Am 30. Mai bist du eingeladen zum ersten und grössten Outdoor-Generationentanz der Schweiz. Punkt 13 Uhr wird der Messeplatz zur Tanzfläche. Du, dein Sohn, deine Grossmutter, deine Clique – ihr seid alle herzlich willkommen.

Voodoo Jürgens – am Samstag, 30. Mai, 21 Uhr in der Gannet – gannet.lv

Ur leiwand!

Freu dich auf einen Abend voller schwarzem Humor, leidenschaftlichem Sound und sympathischem Schmäh: Voodoo Jürgens & die Ansa Panier präsentieren ihr neues Album und gewähren damit tiefe Einblicke in die Wiener Halb- und Unterwelt. Bekannt wurde Voodoo bereits vor zehn Jahren mit «Heite grob ma Tote aus» –seither ist er ein Fix-Stern am Austropop-Himmel. Das wird grossartig – oder eben; ur leiwand.

Veranstaltungen

Einblick Basel – am 5. Juni, von 14 bis 20 Uhr an diversen Orten in Basel und der Region – einblickbasel.ch

Sozial engagiert

Am 5. Juni öffnen die sozialen Institutionen der Stadt für dich ihre Türen. Vom Kinderbüro über die Bauteilbörse bis hin zur Opferhilfe, dem Quartiertreffpunkt oder der Stiftung Sucht gibt es spannende Führungen, Gespräche, Workshops und eindrückliche Einblicke in den Arbeitsalltag und die Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

Nature Writing – am Samstag, 6. Juni, von 11 bis 13 Uhr im Gärtnerhuus – gaertnerhuus.ch

Von Knospen & Käfern

Beim Spazieren durch den Schwarzpark heisst es: Augen offenhalten und Notizen sammeln zu allem, was dir begegnet. Blüten, Gräser, Käfer, Sonnenstrahlen, Geräusche, Düfte, Gefühle – und am Ende bringst du alles zu Papier. Schreibimpulse gibts vom Profi, Erfahrung ist daher keine nötig, nur ein bisschen Neugier. Unbedingt vorher anmelden!

Kinderdisco – am Sonntag, 7. Juni, ab 14 Uhr in der Kuppel – kuppel-basel.ch

Tanzt, Kinder!

Die Kuppel kümmert sich um den Tanznachwuchs: Regelmässig am Sonntagnachmittag bringt die Baslerin Flavia Müller unter ihrem DJ-Pseudonym Flavah Nice die Kleinen zum Grooven und Bouncen. Die Kinderdisco eignet sich perfekt, um sonntägliche Energie loszuwerden. Flavahs Sound dürfte übrigens neben den kleinen auch die grossen Füsse zum Tanzen bewegen. Der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte.

Sofalesung «Hauptsache kein Zeitgeist» am Sonntag, 7. Juni, um 17 Uhr in Basel, genauer Ort noch unbekannt – sofalesungen.ch

Neue Literatur

Hayat Erdoğan ist Dramaturgin, Theatermacherin, Kuratorin, Dozentin und Autorin und leitete bis 2025 als Co-Direktorin das Theater Neumarkt in Zürich. Am 7. Juni liest sie aus ihrem Debütroman «Hauptsache kein Zeitgeist» auf einem bis dato unbekannten Sofa in der Stadt. Es geht um ein türkisches Mädchen, das nicht modern sein will und es doch ist. Spannende Literatur an einem ganz bestimmt spannenden Ort!

Another R – am 10. und 11. Juni, 20 Uhr im Tanzhaus Basel – tanzhausbasel.ch

Fremde Realitäten

Das Tanzhaus zeigt im Juni ein Stück, das die Wirkung virtueller Welten auf Körper und Psyche untersucht. Es erwarten dich zwei Tänzerinnen, VR-Brillen, intensive Visuals und elektronische Sounds. Da du das Tanzhaus sowieso dringend einmal kennenlernen solltest; das wäre eine prima Gelegenheit!

200 Jahre Stadtcasino Basel von Freitag, 12. bis Sonntag, 14. Juni, in und um das Stadtcasino stadtcasino-basel.ch

Auf die Zukunft

Das Stadtcasino Basel feiert 200 Jahre und gleichzeitig jährt sich die Eröffnung des legendären Musiksaals zum 150. Mal. Das muss gefeiert werden! Drei Tage lang wird das gesamte Konzerthaus zum lebendigen Begegnungsort: mit Musik, Tanz, Diskussionen, Ausstellungen, Führungen, Kulinarik und einem Programm, das weit über die klassische Konzertform hinausgeht.

Dungeons & Dragons Spielenachmittag am Sonntag, 14. Juni, von 14 bis 18 Uhr im Sudhaus – sudhaus.ch

Spielkult

Seit über 50 Jahren gibt es «Dungeons & Dragons» bereits; das Tabletop Role Playing Game gehört weltweit zu den bekanntesten. Die Mitwirkenden nehmen fiktive Rollen ein und erleben gemeinsame Abenteuer. Egal, ob du ein alter Fan bist oder ein Neuling – der Spielenachmittag im Sudhaus wird so oder so ein Spass. Anmeldung ist Pflicht!

Jewels Basel 2026 am 18. und 19. Juni, von 10.30 bis 19.00 Uhr im Salle des Rois im Grand Hotel Les Trois Rois – jewelsbasel.com

Schönheit, die bleibt

Seit 2018 steht Jewels Basel für die exklusive Verbindung von Haute Joaillerie, zeitgenössischer Kunst und einem internationalen Sammlerpublikum.

Gegründet von Dr. Nadine Fink, findet der Schmuck- und Kunstsalon jedes Jahr im Juni während der Art BaselWoche statt – dann, wenn Basel zum globalen Treffpunkt bedeutender Sammlerinnen und Sammler wird.

Entspannt jäten am Donnerstag, 18. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr in den Merian Gärten meriangärten.ch

Unkraut? Mir egal!

Ruhe bewahren beim Jäten – das lernst du an diesem Nachmittag in den Merian Gärten. Eine Gärtnerin und eine Naturpädagogin zeigen, wie ein gesunder Umgang mit Beikräutern gelingt, was bleiben darf und wie die Vermehrung der unliebsamen Pflänzchen verhindert wird.

Freiluft-Festival am Samstag, 20. Juni, 17 bis 23 Uhr vor der Kulturkirche Paulus kulturkirche-paulus.ch

Live-Sounds vor der Kirche

Bereits zum 10. Mal lädt das freiluft festival am 20. Juni vor die Kulturkirche Paulus. Mit Newcomer-Acts und etablierten Bands aus der Region Basel ist das Festival ein offener Raum zum Tanzen, Begegnen und Feiern. Zugleich ist der Abend ein Spendenanlass zugunsten von Strassenkindern in Manila.

Knabenkantorei Basel am Sonntag, 21. Juni, 18 Uhr im Don Bosco – donboscobasel.ch

Musikalische Reise

Nach der Südafrika-Tournee im Mai, an der die Knabenkantorei Basel mit diversen lokalen Chören zusammengearbeitet hat, präsentieren die jungen Männerstimmen ihr Konzertprogramm «AMASIMI | Living Field» im Don Bosco. Freu dich auf ein buntes Programm voller Lebensfreude!

Familienbörse für Kinderartikel am Mittwoch, 24. Juni, von 13.30 bis 17 Uhr im Kannenfeldpark –junioratelier.ch/familienboerse Weitere

Kinderkram

Sandalen, Paw Patrol-T-Shirt, Plüsch-Einhorn oder Bagger für den Sandkasten gesucht? Findest du alles an der Familienbörse im Kannenfeldpark. Wer daheim noch gut erhaltenen, aber nicht mehr benötigten Kram der Kinder hat, kann einfach vorbeikommen und kostenlos eine Standfläche für sich beanspruchen – eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

© Christoph Merian Stiftung, Kathrin Schulthess

Veranstaltungen

Trainieren mit Gladiatoren – am Sonntag, 28. Juni, 13 bis 15 Uhr, Augusta Raurica – augustaraurica.ch

Weck den Gladiator in dir!

Wie fühlte sich das Training eines Gladiators an – und was steckt hinter den berühmten Kämpfen in der Arena? Die Darstellergruppe «Ars Gladiatoria» zeigt dir, wie sich Gladiatorentraining anfühlt. Dabei erhältst du Antworten auf spannende Fragen wie: Waren die Gladiatoren die Fussballstars der Römerzeit? Durften auch Frauen kämpfen? Gab es in Augusta Raurica Gladiatoren – und welche Beweise haben wir dafür?

Frauenstadtrundgang – am Sonntag, 28. Juni, 14 Uhr. Treffpunkt vor dem Münster – frauenstadtrundgang-basel.ch

Die Macht des Geredes

Gerüchte, Klatsch und Tratsch werden gerne als bedeutungslos abgewertet, waren jedoch für Frauen oft ein entscheidendes Werkzeug: zum Informieren, Verbünden, Überleben. An dem Rundgang erlebst du, wie Gossip die Basler Gesellschaft durch die Jahrhunderte prägte.

Offbeat mit Joe Lovano – am Montag, 29. Juni, um 20.15 Uhr im Volkshaus Basel – offbeat-concert.ch

Saxofon im Rampenlicht

Offbeat widmet der grossen Saxofon-Tradition des Jazz ein besonderes Konzert und holt den Grammy-prämierten Saxofonisten Joe Lovano, Professor am Berklee College of Music, ins Volkshaus. So bekommst du die Ehre, an einem normalen Montag einen der einflussreichsten Jazzmusiker unserer Zeit live zu erleben.

Führung Doshi Retreat & Yoga-Experience am Dienstag, 7. Juli, 18.30 Uhr, Treffpunkt beim Vitra Haus, Weil am Rhein vitra.com

Kontemplative Architektur

Der Vitra Campus ist mit dem Doshi Retreat seit Kurzem um ein imposantes Bauwerk reicher. Das Refugium wurde vom indischen Architekten und Pritzker-Preisträger Balkrishna Doshi entworfen und verschafft Besuchenden eine Reise durch Räume und Klänge zu einem Ort der Kontemplation. An einer Führung kann das Bauwerk erlebt werden – im Anschluss gibts Entspannung in einer Yogasession für alle Levels. Matten, Korkblock und Gurt sind vorhanden.

Impressum Erscheinungstermin 6./7. Mai 2026 Verteilung Direktverteilung über Quickmail AG und als Beilage in diversen Titeln in beiden Kantonen BS und BL Auflage 210 000 Exemplare Herausgeber StadtKonzeptBasel, Grenzacherstrasse 79, 4058 Basel – Friedrich Reinhardt Verlag, Rheinsprung 1, 4051 Basel Redaktion StadtKonzeptBasel – Janine Wagner Gestaltung Friedrich Reinhardt Verlag – Siri Dettwiler Vermarktung StadtKonzeptBasel, vermarktung@stadtkonzeptbasel.ch Titelbild StadtKonzeptBasel Copyright Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen und die Verwendung des Inhalts in elektronischen Medien bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung des Herausgebers. basellive.ch

Zilla Leutenegger

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