Skip to main content

Basel Editions «Moments» 2026

Page 1


Basel Editions

Perspektiven&St

a d

nethcihcsegt

Menschen , Orte und I dnee

Maike Cruse

Weltformat globalscale Ein Dorf in A village on a

Wer in Basel lebt, weiss; die Stadt ist ein Dorf. Man kennt sich. Hat sich zumindest schon mal gesehen. Zufällig beim Joggen oder Spazieren, beim Bäcker, an einem Konzert oder «in dr Baiz». Möglichkeiten, sich über den Weg zu laufen, gibts genug: bei Anlässen zu Kunst und Architektur, im Theater, beim Konzert oder beim Essen – von Fastfood bis Dreisterne alles in Gehdistanz. Für uns, die wir hier leben, ist das Alltag.

Fussballstadion, Partyschiff, Shoppingmeile; alles da. Sonne im Gesicht, Drink in der Hand, im Blick das höchste Gebäude, die älteste Universität der Schweiz – läuft. Mit dem Drämmli schnell über die Grenze, mit dem Velo zur Arbeit, zu Fuss in den Ausgang. Aber klar doch. Und am Abend schwimmen wir zur Abkühlung den Fluss hinunter.

Ist dir bewusst, wie einzigartig das alles ist? Eine Stadt voller Tradition und Geschichte. Voller Ideen und Innovation. Dabei sauber und auch noch irre pittoresk. Fast unmöglich, unsere Liebe dafür in Wort zu fassen. Wir habens versucht. Und sind dabei auf viele alte Bekannte getroffen. War ja klar. Basel ist ein Dorf.

Viel Spass beim Lesen!

P.S.: Und weil wir unsere Stadt so lieben, haben wir auch gleich noch unser Magazin aufgefrischt. Wir hoffen, es gefällt dir so gut wie uns!

Anyone who lives in Basel knows that the city is a village. People know each other. Or at least they have seen each other before. Randomly whilst jogging or out for a walk, at the bakery, at a concert or ‘in dr Baiz’. There are many opportunities to bump into one another: at art and architecture events, in the theatre, at a concert or over a meal – from fast food to three­star restaurants, all within walking distance. For those of us who live here, that’s everyday life.

Football stadium, party boat, shopping mile; it’s all there. The sun on your face, a drink in your hand, the tallest building and oldest university of Switzerland in view – things are on the move. A quick hop across the border by tram, to work by bike, go out to town on foot. Naturally. And in the evening, we swim down the river to cool off.

Do you realise just how unique all this is? A city full of tradition and history. Full of ideas and innovation. And it’s clean and incredibly picturesque too. It’s almost impossible to put our love for it into words. Yet we’ve had a go and have bumped into plenty of old acquaintances along the way. No surprise there: Basel is a village.

Enjoy the read!

P.S.: And because we love our city so much, we’ve given our magazine a fresh and new look too. We hope you like it as much as we do!

Natalie Jerg-Agreda ist mit ihrem Atelier in der Aktienmühle zu Hause. Sie arbeitet selbstständig als Steinbildhauerin und als Produktdesignerin. Sie restauriert alte Gebäude, fertigt Grabsteine an und gibt Kurse. Mit ihrem Objektdesign-Label Pacha&b stellt sie stilvolle Produkte aus Stein und Porzellan her.

Welche Bedeutung hat das Quartier in deinem Leben?

Ich arbeite nun schon fast 10 Jahre in der Aktienmühle und das Quartier, mit seiner verschlafenen Wildheit, ist mir ans Herz gewachsen. Die Hektik der Stadt scheint noch nicht hier angekommen zu sein. Ich mag auch meinen Arbeitsweg der Wiese entlang sehr.

Welches Talent hättest du gerne?

Ich würde gerne Dinge auf meinem Kopf balancieren können. Und zwar so richtig gut!

So oft fehlt mir eine Hand. Mit meinen Kindern habe ich immer sooo viel dabei und wenn dann noch der Einkauf, etwas fürs Atelier oder müde Kinderbeine dazukommen …!

Wie sieht für dich ein erfüllter Tag aus?

Die Sonne scheint, ich kann in Ruhe meinen Kaffee trinken und ich habe keine Verpflichtungen. Dann schaue ich, was der Tag so bringt. Vielleicht gehe ich ins Atelier, um für mich zu arbeiten. Am Nachmittag gehe ich mit den Kindern in den Wald zu unserer Waldhütte, wir machen Schlangenbrot über dem Feuer. Den Abend verbringe ich dann gemütlich mit meinem Mann.

Natalie Jerg-Agreda

Was ist deiner Meinung nach von grosser Bedeutung für die Lebensqualität einer Stadt?

Grünflächen und Spielorte für Kinder. Orte, wo man einfach gemeinsam sein kann und nichts muss. Und natürlich bezahlbare Wohnungen.

Natalie Jerg-Agreda is based at her studio in the Aktienmühle. She works as a freelance stone sculptor and product designer. She restores old buildings, crafts gravestones, and teaches courses. Through her object design label Pacha&b, she creates stylish products from stone and porcelain.

What does the neighbourhood mean to you?

I’ve been working at the Aktienmühle for almost 10 years now, and the neighbourhood, with its sleepy wildness, has grown dear to my heart. The hustle and bustle of the city doesn’t seem to have reached us here yet. I also really enjoy my walk to work along the Wiese river.

What talent would you like to have?

I’d love to be able to balance things on my head. And really well at that! I’m so often short of a hand. With my children, I’m always carrying sooo much around, and then there’s the shopping, something for the studio, or tired little legs to deal with as well …!

What does a fulfilling day look like to you?

The sun is shining, I can enjoy my coffee in peace, and I have no obligations. Then I see what the day brings. Perhaps I’ll go to the studio to work on my own projects. In the afternoon, I take the children to the woods to our forest hut, where we’ll make campfire bread over the flames. Afterwards, I’ll have a cosy evening with my husband.

In your opinion, what is of great importance for the quality of life in a city?

Green spaces and play areas for children. Places where you can simply be together and don’t have to do anything. And, of course, affordable housing.

Gärtnerstrasse 46 –natalieagreda.ch

Philipp Langer ist Betriebsleiter und Gastgeber des Volta Bräu sowie Volta Pong. Er kann sich keinen schöneren und erfüllenderen Beruf vorstellen. Die Mischung aus Action, Gästekontakt und Kreativität sowie das Zusammenarbeiten mit Menschen sind für ihn einmalig.

Was ist deiner Meinung nach von grosser Bedeutung für die Lebensqualität einer Stadt?

Ich bin der Meinung, dass die Menschen und Communitys einer Stadt deren Lebensqualität ausmachen. Dadurch können wundervolle Orte und Spots entstehen, die eine ganz eigene Dynamik entfalten und zur Lebensqualität und dem Charakter einer Stadt entscheidend beitragen.

Inwiefern bereicherst du die Menschen im Quartier mit deiner Tätigkeit?

Ich bin Gastgeber, deshalb liebe ich es, wenn Menschen eine tolle Zeit bei uns verbringen und damit schöne Erinnerungen verbinden. Jeder Gast, der zu uns kommt, schenkt uns seine Zeit und sein Vertrauen. Diese Beziehung zu den Gästen mitzuprägen erfüllt mich sehr und macht mich stolz.

Wie sieht ein Abend mit deinen besten Freunden bei dir zu Hause aus?

Auf dem Tisch landen vor allem Leckereien zum Teilen, dazu eine gute Flasche Wein. Später tauschen wir die Teller dann gegen ein Brett- oder Kartenspiel ein. Dabei vergessen wir dann auch gerne mal die Zeit.

LangerPhilipp

St.Joh ann 9

Wo fühlst du dich am wohlsten im Quartier?

Ich bin sehr gerne im Elys Boulderloft, weil meine 4-jährige Tochter die Bewegungslandschaft liebt und ich den Ort sehr entspannend finde. Im St. Johanns-Park grilliere ich im Sommer gerne oder spaziere stundenlang den Elsässerrheinweg auf und ab. Mindestens genauso schön ist es, den Feierabend auf unserer Terrasse im Volta Bräu zu geniessen.

Philipp Langer is the manager and host of Volta Bräu and Volta Pong. He cannot imagine a more wonderful and fulfilling job. The mix of action, guest interaction, and creativity as well as working with people is unique to him.

In your opinion, what is of great importance for a city’s quality of life?

I believe that a city’s people and communities are what define its quality of life. This can give rise to wonderful places and spots that develop a dynamic all of their own, and make a decisive contribution to a city’s quality of life and character.

VOLTA BRÄU

Voltastrasse 30 –voltabraeu.ch

In what way do you enrich the lives of people in the neighbourhood through your work?

I’m a host, so I love it when people have a great time with us and create lovely memories. Every guest who comes to us gives us their time and their trust. Helping to shape this relationship with our guests is very fulfilling and makes me proud.

What’s an evening with your best friends at your place like?

The table is mainly laden with treats to share, accompanied by a good bottle of wine. Later, we swap our plates for a board or card game. We often lose track of time whilst doing so.

Where do you feel most at home in the neighbourhood?

I really enjoy being at Elys Boulderloft because my four-year-old daughter loves the play area and I find the place very relaxing. In St. Johanns Park, I enjoy barbecuing in the summer or walking up and down the Elsässerrheinweg for hours. But it’s at least equally lovely to enjoy the end of the working day on our terrace at Volta Bräu.

Sangita Singh Gangar ist angehende Schauspielerin. Am Schauspielhaus Basel durfte sie in Form einer Regiehospitanz das erste Mal Regieluft schnuppern, was sie dazu bewegt hat, Schauspiel zu studieren. Sangita war 2026 Teil des Drummeli-Ensembles und liebt es, auf der Bühne zu stehen und andere Menschen zu berühren.

Mit welchen drei Adjektiven würden dich deine Freunde beschreiben? Fein, warm, verspielt.

Wofür würdest du dir gerne mehr Zeit nehmen?

Lesen. Ich komme in letzter Zeit nur selten dazu, obwohl ich weiss, wie gerne ich es mache und wie gut es mir tut. Und doch ist die Hürde am Abend, ein gutes Buch zu lesen, so viel grösser, als ein bisschen Netflix zu schauen.

Sangita Singh Gangar

Wo fühlst du dich am wohlsten im Quartier?

Zum Kaffee-Trinken gehe ich gerne ins Ängel oder Aff am Andreasplatz, für die Aussicht bin ich am liebsten auf der Pfalz, für ein Bierli fühle ich mich im Baragraph am Barfüsserplatz sehr wohl und für Kunst und Kultur bin ich im Schauspielhaus zu finden.

Was ist deiner Meinung nach von grosser Bedeutung für die Lebensqualität einer Stadt?

Diversität und Vielfalt. Eine Stadt sollte für alle etwas zu bieten haben und inklusiv sein.

Gerade was Kunst und Kultur angeht, muss eine Stadt am Puls der Zeit und offen für alle sein. Tradition ist schön, aber nur solange sie es auch erlaubt, sich immer wieder neu zu definieren.

Sangita Singh Gangar is an aspiring actress. At the Schauspielhaus Basel, she got her first taste of directing through an internship, which inspired her to study drama. Sangita was part of the Drummeli ensemble in 2026, loves being on stage, and touching people’s hearts.

Which three adjectives would your friends use to describe you?

Kind, warm, playful.

What would you like to make more time for?

Reading. I’ve hardly had a chance to do it lately, even though I know how much I enjoy it and how good it is for me. And yet, the hurdle of reading a good book in the evening is so much higher than just watching a bit of Netflix.

Where do you feel most at home in the neighbourhood?

For coffee, I like to go to Ängel or Aff on Andreasplatz; for the view, I prefer the Pfalz; for a beer, I feel very much at home at Baragraph on Barfüsserplatz; and for art and culture, you’ll find me at the Schauspielhaus.

In your opinion, what is of great importance for a city’s quality of life?

Diversity and variety. A city should have something to offer everyone and be inclusive. Especially when it comes to art and culture, a city must have its finger on the pulse and be open to everyone. Tradition is lovely, but only as long as it allows itself to be redefined time and again.

Dejan Despotović ist Präsident des 140 Jahre alten Basler Ruder-Clubs. Vor über 50 Jahren hat ihn sein Turnlehrer am Gymnasium zum Rudersport gebracht. Seither liebt Dejan diesen Sport – er bietet Menschen von jung bis alt die Möglichkeit, einer Gemeinschaft anzugehören. Der Club bildet für die Menschen im Wettstein- und HirzbrunnenQuartier, Riehen und dem angrenzenden Grenzach-Wyhlen einen wichtigen Knotenpunkt.

Mit welchen drei Adjektiven würden dich deine Freunde beschreiben? Authentisch, nie müde und zu laut.

Inwiefern bereicherst du die Menschen im Quartier mit deiner Tätigkeit?

Ich versuche die Leute davon zu überzeugen, selbst aktiv zu werden und sich mit echten Menschen zu treffen – anstatt die ganze Zeit vor dem Fernseher und in den Sozialen Netzwerken zu hängen.

Wie sieht ein Abend mit deinen besten Freunden bei dir zu Hause aus und worüber wird gesprochen?

Auf dem Tisch steht der Wein von unserer letzten gemeinsamen Reise. Wir sprechen über die vergangenen gemeinsamen Unternehmungen – nicht nur das Rudern, sondern auch das Tanzen oder Langlaufen. Und wir planen neue Abenteuer.

Wenn ich in meinem Quartier etwas verändern könnte, dann würde ich … … die Pflicht einführen, jeden Tag mit einer Nachbarin oder einem Nachbarn eine Kleinigkeit zu unternehmen und etwas im Quartier zu verbessern.

Dejan Despotović

Dejan Despotović is president of the 140-yearold Basel Rowing Club. Over 50 years ago, his PE teacher at secondary school introduced him to rowing. Dejan has loved the sport ever since – it offers people of all ages the chance to be part of a community. The club serves as an important hub for people in the Wettstein and Hirzbrunnen neighbourhoods, Riehen and the neighbouring Grenzach-Wyhlen.

Which three adjectives would your friends use to describe you?

Authentic, never tired, and too loud.

In what way do you enrich the lives of people in the neighbourhood through your work? I try to convince people to get active themselves and meet up with real persons – instead of spending all their time in front of the TV and on social media.

What does an evening at home with your best friends look like, and what do you talk about?

There’s a bottle of wine on the table from our last trip together. We talk about the things we’ve shared in the past – not just rowing, but also dancing and cross-country skiing. And, of course, we start planning our next adventures.

If I could change one thing in my neighbourhood, I would …

… make it compulsory to undertake something small with a neighbour every day and improve something in the neighbourhood.

Saison 2026/27

Aus Leidenschaft zumKlang

Erleben Sie eine Saison voller Klang, Emotion und Entdeckungen: Das Sinfonieorchester Basel startet mit Chefdirigent Markus Poschner in sein zweites gemeinsames Jahr – und setzt seine künstlerische Reise mit Leidenschaft, Präzision und visionärer Kraft fort.

Freuen Sie sich auf die Fortsetzung des Basler Mahler-Zyklus: mit der mitreissenden 5. Sinfonie und der energiegeladenen 1. Sinfonie Titan. Gleichzeitig spannt die Saison einen weiten Bogen von Beethoven bis zur Gegenwart – mit internationalen Stars wie Jan Lisiecki, Anna Handler und Truls Mørk sowie innovativen Formaten wie den ‹Bonus Tracks›, eigens komponiert für Basel.

sinfonieorchesterbasel.ch

Kunst, Architektur und Landschaft im Dienst der Innovation.

Novartis Campus – Herzlich willkommen.

Öffnungszeiten

Mo.–Fr. zwischen 7.00–19.00 Uhr geöffnet.

Gute

Basel hat keinen Eiffelturm, kein Empire State Building und keinen Burj Khalifa. Und dennoch zahlreiche Orte, an denen du frische Luft und einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die Umgebung geniesst. Viel Spass beim Erkunden!

AMBER BAR

Kasernen-Hauptbau, Südturm, 4. Stock – amber-bar.ch Nicht etwa besonders hoch oben, dafür aber besonders schön: Die Amber Bar überzeugt durch eine zauberhafte Atmosphäre in Kombination mit dem perfekten Ausblick auf den Rhein. Hier lohnt es sich – trotz enorm stilvollem und gemütlichem Interieur – den Drink mit auf die Terrasse zu nehmen. Auf endlose Sommernächte!

Not particularly high up, yet all the more beautiful for it: The Amber Bar captivates with its enchanting atmosphere combined with the perfect view of the Rhine. Despite the incredibly stylish and cosy interior, it’s well worth taking your drink out onto the terrace. Here’s to endless summer nights!

MÜNSTER

Münsterplatz 9 – baslermuenster.ch

Bereits der Aufstieg über die engen Treppenhäuser ist nichts für schwache Nerven. Dafür wartet oben ein einzigartiger Ausblick über die Dächer von Basel, den Rhein und die Umgebung. Allein wegen der Stille hier oben lohnt sich jede Schweissperle! Achtung: Der Eintritt ist nur in Gruppen von mindestens zwei Personen erlaubt. Even the climb up the narrow staircases is not for the faint-hearted. But at the top, a unique view over the rooftops of Basel, the Rhine, and the surrounding area awaits. The silence up here alone makes every drop of sweat worthwhile! General information: Entry is only permitted in groups of at least two people.

Greatoutlooks!

Basel has no Eiffel Tower, no Empire State Building and no Burj Khalifa. And yet there are plenty of places where you can enjoy fresh air and a wonderful view of the city as well as the surrounding area. Have fun exploring!

WASSERTURM BRUDERHOLZ

Reservoirstrasse 200

Einen Franken Eintritt und 164 Treppenstufen gilt es zu überwinden, um die Aussicht vom 1926 errichteten Turm zu geniessen. Von hier blickst du mit etwas Wetterglück vom Jura bis in den Schwarzwald. Wer findet die RocheTürme, das Münster, die Ruine Dorneck?

It costs one franc to get in and you’ll need to climb 164 steps to enjoy the view from the tower, built in 1926. If the weather is on your side, you can see from the Jura to the Black Forest from here. Who can spot the Roche Towers, the cathedral, and the Dorneck ruins?

ROCHE-TURM 2

Grenzacherstrasse 183 – basel.com

Wenn du keinen Roche-Batch hast, ist der höchste Turm der Schweiz für dich tabu und du wirst niemals erfahren, welchen Ausblick das 50. Stockwerk bietet. Ausser du reservierst dir einen Platz in einer der regelmässig kostenlos angebotenen Samstags-Führungen. Hier erfährst du Spannendes über die Architektur, über Roche selbst und darfst von der Top-Floor-Cafeteria auf die Welt blicken. If you don’t have a Roche badge, Switzerland’s tallest tower is off-limits to you and you’ll never know what the view from the 50th floor is like. Unless you book a place on one of the free guided tours offered regularly on Saturdays. Here you’ll learn fascinating facts about the architecture and about Roche itself, and you’ll be able to look at the world from the top-floor cafeteria.

B1 ROOFTOPBAR

St. Alban-Anlage 26 – b1-rooftop.ch

Es gibt nur eine Bar mit 360-Grad-Blick über die Stadt und die befindet sich ausgerechnet im obersten Stockwerk einer Versicherung. Tönt nicht wahnsinnig sexy, ist aber absolut grossartig! Mit dem Getränk deiner Wahl in der Hand spazierst du einmal um den ganzen Turm herum und wählst den Bistro-Tisch mit deiner Lieblingsaussicht. Cheers!

There’s only one bar with a 360-degree view of the city, and it’s located, of all places, on the top floor of an insurance company. That doesn’t sound terribly glamorous, but it’s absolutely brilliant! With a drink of your choice in hand, you can walk all the way round the tower and choose the bistro table with your favourite view. Cheers!

BAR ROUGE

Messeplatz 10 – barrouge.ch

Wer sich auch mal am späten Abend erhaben fühlen möchte, findet in der Bar Rouge beste Bedingungen. Hier, im 31. Stock des Messeturms, schmeckt der Mojito besonders gut, während unter einem die Lichter der Stadt leuchten. Auch der Sonnenuntergang ist von hier oben nicht zu verachten – und die Aussicht vom WC.

If you fancy feeling a bit elevated late in the evening, Bar Rouge offers the perfect setting. Here, on the 31st floor of the Messe Tower, the mojito tastes particularly good while the city lights twinkle below. The sunset from up here is also not to be missed – nor is the view from the toilet.

HÖRNLIFELSEN

Frachtschiffe, startende Flugzeuge und einen umwerfenden Blick auf die Stadt, den Hafen und das Kraftwerk Birsfelden – das alles bekommst du vom Hornfelsen aus. Der markante Kalkberg gehört zwar bereits zur Deutschen Gemeinde Grenzach-Wyhlen, ist aber zu Fuss ab Riehen oder über einen steilen Weg beim Friedhof Hörnli erreichbar. Freight ships, planes taking off and a stunning view of the city, the harbour and the Birsfelden power station – you can enjoy all of this from the Hörnlifelsen. Although this striking limestone hill is actually part of the German municipality of Grenzach-Wyhlen, it can be reached on foot from Riehen or via a steep path from the Hörnli cemetery.

Aussichten!

woPfefferwächst! der Schau mal,

Kakteen, Alpenrosen, Lotosblüten, Mangroven und Lianen; im Botanischen Garten spazierst du auf knapp 10’000 Quadratmetern einmal um die

ganze Welt. Der Besuch ist 365 Tage im Jahr kostenlos

und garantiert erholsam.

Vor 450 Jahren liess Caspar Bauhin, der erste ordentliche Professor für Anatomie und Botanik an der Universität Basel, am Rheinsprung ein Anatomisches Theater errichten. Gleichzeitig legte er nebenan einen Heilkräutergarten an. Jeweils im Sommer widmete er sich der Botanik, im Winter obduzierte, sezierte und präparierte er menschliche Körper. Der namhafte Basler Mediziner verfasste auch anatomische Lehrbücher, doch seine grosse Leidenschaft galt der Botanik. Er hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, möglichst viele Pflanzen zu katalogisieren, zu beschreiben und sie aufgrund ihrer Ähnlichkeiten systematisch zu ordnen. Sein aus dem Heilkräutergarten entstandener Botanischer Garten gilt heute als einer der ältesten der Welt.

Seit 1898 befindet er sich zwischen Spalentor und Petersplatz, direkt neben der Universität. Auf einem knappen Hektar ist die ganze grosse Welt der Pflanzen zu Hause, gedeihen Lotosblüten, Passionsblumen, Alpenrosen und Strelizien, aber auch Bananen, Kakao, Vanille und Ingwer. Gleich beim Eingang des Tropenhauses klettert eine Pfefferpflanze in die Höhe. Auch

urzeitliche Farne, imposante Bäume, zarte Moose, merkwürdige Wüstenpflanzen, Farne, Epiphyten, Mangroven und Kakteen wachsen auf dem Areal – über 7500 Pflanzenarten sind es insgesamt, alle beschriftet und zugeordnet. Allein alpine Pflanzen haben im Botanischen Garten ihre Mühe. «Ihnen sind die Basler Sommer zu heiss», erklärt Marin Müller, Leiter des Botanischen Gartens. «Und im Winter erfrieren sie, weil die schützende Schneedecke fehlt.»

Auch für Fachleute gilt: jäten und schneiden Marin Müller arbeitet seit Anfang 2025 im Botanischen Garten. Davor war er Gehölzspezialist und Obergärtner auf der Insel Mainau. In Basel kümmert er sich mit einem kleinen Team aus Fachleuten darum, dass der Botanische Garten stets perfekt aussieht und prächtig gedeiht. Wer selbst einen Garten pflegt, weiss, was das bedeutet: jäten, jäten, jäten. Und überdies regelmässig schneiden. Viel mehr noch in tropischem Klima, wo alles in Rekordtempo wächst. «Würden wir die Pflanzen im Tropenhaus nicht regelmässig zurechtstutzen, wäre hier in Kürze alles dicht», schmun-

zelt Marin. Was wild und ursprünglich wirkt, ist in Wahrheit akribisch kontrolliert. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht und Belüftung sind elektronisch gesteuert. Daneben bleibt eine Vielzahl an Aufgaben, die von Hand ausgeführt werden müssen. Das Auslegen von Gurkenscheiben gegen Schnecken zum Beispiel. Oder das Bepinseln der Orchideenblätter mit einer Milch-Wasser-Mischung gegen Läuse.

Schädlinge sind auch im Botanischen Garten ein Thema. Zwar kommen neue Pflanzen immer erst in Quarantäne, doch ungewollte Gäste sind nicht zu vermeiden. Um einige von ihnen kümmern sich im Tropenhaus die Pfeif- und Pfeilgiftfrösche. «Die sind übrigens nicht giftig», betont Marin, «weil wir sie nicht mit giftigen Raupen füttern – also keine Angst! Für uns sind die Frösche wichtig, weil sie Ameisen und kleine Insekten fressen.»

Biodiversität auf kleinstem Raum Zweifellos sind es die exotischen Pflanzen mit ihren wundersamen Blüten und den enormen Blättern, die im Botanischen Garten besonders viele Blicke auf sich ziehen. Die Riesen-Seerose «Victoria», wegen der 1898 das Viktoriahaus gebaut wurde, zum Beispiel. Sie bildet Blätter mit bis zu zwei Metern Durchmesser. Oder die Titanwurz, die grösste Blume im Pflanzenreich, die sich über Monate entwickelt, dann jedoch nur wenige Stunden blüht und dabei fürchterlich nach Verwesung stinkt. Aber auch wer noch nie gesehen hat, wie gigantisch ein Mammutbaum ist oder wie die Atemwurzeln einer Sumpfzypresse aussehen, der wird im Botanischen Garten viel zu staunen haben.

Und genau das will man hier; die Menschen zum Staunen bringen, ihnen Wissen zur Biodiversität vermitteln – zum Beispiel an den öffentlichen Feierabendführungen während der Sommermonate. «Gerade in Europa ist die Artenvielfalt nicht besonders gross», erklärt Marin. «Wie viel üppiger die Vegetation in anderen Klimazonen ist, erlebt man bei uns im Botanischen Garten, wo man einmal rund um die Welt reisen kann.» Eine solche Reise bietet freilich auch Erholung: Einmal durch die Farnschlucht spaziert, durch den Urweltgarten, die feuchte Hitze des Tropenhauses oder durchs kühlere Nebelwaldhaus; schon kommt man auf andere Gedanken. Das viele Grün wirkt beruhigend, der ganze Sauerstoff entspannt. Mal wähnt man sich im Amazonas, mal in den Rocky Mountains, auf den Kanaren, im Kongobecken oder in den Anden. Unglaublich schön ist es da, wo der Pfeffer wächst, wo Kakao, Kaffee und Reis gedeihen. Viel öfter sollte man durch diesen Garten spazieren und die irre Vielfalt der Welt auf sich wirken lassen.

BOTANISCHER GARTEN

Spalengraben 8 –botgarten.unibas.ch

Watching the pepper grow

Cacti, alpine roses, lotus flowers, mangroves, and lianas: In the Botanical Garden, you can take a stroll around the world across almost 10,000 square metres. Admission is free 365 days a year and a relaxing experience is guaranteed.

450 years ago, Caspar Bauhin, the first full professor of anatomy and botany at the University of Basel, had an anatomical theatre built at the source of the Rhine. At the same time, he laid out a medicinal herb garden next door. In the summer he devoted himself to botany, whilst in the winter he performed autopsies, dissected and prepared human bodies. The renowned Basel physician also wrote anatomical textbooks, but his great passion lay in botany. He had made it his life’s work to catalogue and describe as many plants as possible, and to classify them systematically based on their similarities. The Botanical Garden, which grew out of the medicinal herb garden, is today considered one of the oldest in the world.

Since 1898, it has been situated between Spalentor and Petersplatz, right next to the university. The entire vast world of plants is at home on just under a hectare of land, where lotus flowers, passion flowers, alpine roses and strelitzias thrive, as well as bananas, cocoa, vanilla, and ginger. Right at the entrance to the Tropical House, a pepper plant climbs skywards. Prehistoric ferns, imposing trees, delicate mosses, curious desert plants, ferns, epiphytes, mangroves, and cacti also grow on the site – over 7,500 plant species in total, all labelled and classified. However, alpine plants struggle in the Botanical Garden. “Basel’s summers are too hot for them,” explains Marin Müller, head of the Botanical Garden. “And in winter they freeze to death because there is no protective blanket of snow.”

Even for experts, weeding and pruning are the order of the day Marin Müller has been working at the Botanical Garden since early 2025. Before that, he was a tree and shrub specialist and head gardener on the island of Mainau. In Basel, he works with a small team of experts to ensure that the Botanical Garden always looks perfect and thrives magnificently. Anyone who tends their own garden knows what that means: weeding, weeding, weeding. And, on top of that, regular pruning. Even more so in a tropical climate, where everything grows at record speed. “If we didn’t regularly trim the plants in the Tropical House, everything here would soon be overgrown,” Marin smiles. What looks wild and natural is, in reality, meticulously

controlled. Temperature, humidity, light, and ventilation are electronically controlled. Alongside this, there remains a multitude of tasks that must be carried out by hand. Laying out slices of cucumber to deter snails, for example. Or brushing the orchid leaves with a milk-and-water mixture to combat aphids.

Pests are also an issue in the Botanical Garden. Although new plants are always put in quarantine first, unwanted guests are inevitable. In the Tropical House, the poison-dart frogs take care of some of them. “They’re not poisonous, by the way,” Marin emphasises, “because we don’t feed them poisonous caterpillars – so don’t worry! The frogs are important to us because they eat ants and small insects.”

Biodiversity in a tiny space

It is undoubtedly the exotic plants, with their wondrous flowers and enormous leaves, that attract the most attention in the Botanical Garden. Take the giant water lily ‘Victoria’, for example, for which the Victoria House was built in 1898. It produces leaves up to two metres in diameter. Or the titan arum, the largest flower in the plant kingdom, which takes months to develop but then blooms for just a few hours, emitting a terrible stench of decay. But even

those who have never seen just how gigantic a sequoia is, or what the aerial roots of a swamp cypress look like, will find plenty to marvel at in the Botanical Garden.

And that is precisely the aim here: to inspire wonder in people and impart knowledge about biodiversity – for example, during the public evening tours held during the summer months. “Biodiversity isn’t particularly high, especially in Europe,” explains Marin. “You can see just how much more lush the vegetation is in other climate zones here in our Botanical Garden, where you can take a journey around the world.” Such a journey naturally offers relaxation too: Once you’ve walked through the Fern Gorge, the Primeval Garden, the humid heat of the Tropical House or the cooler Cloud Forest House, your mind is already on other things. All that greenery has a calming effect, and the fresh air is relaxing. One moment you imagine yourself in the Amazon, the next in the Rocky Mountains, the Canary Islands, the Congo Basin or the Andes. It is incredibly beautiful where the pepper grows, where cocoa, coffee, and rice thrive. One should stroll through this garden much more often and take in the incredible diversity of the world.

Natürlich kannst du Brot, Gemüse, Tee und Pasta auch beim Grossverteiler holen. Entscheidest du dich jedoch für den Bio-Laden, zeigst du Herz für regionale Kleinproduzentinnen, die Natur und deine persönliche Gesundheit.

LOKAL FELDBERG

Erasmusplatz 15 – lokalfeldberg.ch

Wer wissen will, was in der Region kulinarisch läuft, kauft im LOKAL ein. Über 130 Kleinproduzenten aus Basel und der Region bieten hier ihre Erzeugnisse an. Milchprodukte, Fleisch und Eier, Obst, Gemüse Eingemachtes, Säfte und Wein – alles gute, saubere und faire Lebensmittel aus kleinbäuerlicher Landwirtschaft und kleinen Manufakturen.

BIOLADEN FEIGENBAUM

Wielandplatz 8 – bioladenfeigenbaum.ch

Der Begriff «Bioladen» wird dem Gesamtkonzept dieses charmanten Ortes bei weitem nicht gerecht. Der Feigenbaum ist neben Bioladen auch Bäckerei, gemütliches Café, Geschenkladen, Bücher- und Postkartenverkauf und gleichzeitig Quartiertreffpunkt – ein einzigartiger Mix. Zudem ist ein Besuch hier auch immer eine kleine Erkundungstour durch das lokale Schaffen.

The term ‘Bioladen’/‘organic shop’ does not begin to do justice to the overall concept of this charming place. As well as being an organic shop, Feigenbaum is also a bakery, a cosy café, a gift shop, a book and postcard shop, and a local meeting place – a unique mix. What’s more, a visit here is always a little exploration of local craftsmanship.

If you want to know what’s happening regarding culinary matters in the region, shop at LOKAL. More than 130 small-scale producers from Basel and the surrounding area offer their produce here. Dairy products, meat and eggs, fruit, vegetables, preserves, juices, and wine – all good, clean, and fair food from small-scale farms and small-scale producers.

Sinnvoll & Sensible super delicious

Of course, you can buy bread, vegetables, tea, and pasta from a supermarket. However, if you choose to go to an organic shop, you’re showing your support for small-scale local producers, the environment, and your own health.

s u pe rlecker

EDEN

Mülhauserstrasse 78 –biopunktbasel.com

Bei Eden bekommst du ausgewählte Lebensmittel, Superfoods und Produkte für den täglichen Bedarf wie Hygieneartikel, Öle, Teigwaren und Müslis – nicht zu vergessen das in eigener Manufaktur hergestellte Nussmus; ein Knaller! Für eine entspannte

Pause kannst du dich hinsetzten, eine hausgemachte Limo oder einen Kakao geniessen oder dir mit Ashwagandha Entspannung verschaffen.

At Eden, you can find selected foods, superfoods, and everyday essentials such as toiletries, oils, pasta, and muesli – not to mention the nut butter made in-house; it’s brilliant! For a relaxing break, you can have a seat, enjoy a homemade lemonade or hot chocolate, or unwind with some ashwagandha.

HÖHENERS

Schützenmattstrasse 30 –höheners.ch

Seit 30 Jahren bietet Höheners ein breites Vollsortiment, sprich; hier bekommst du alles, was dein nachhaltiges Herz begehrt – inklusive sympathischer Beratung. Schokolade, Gemüse, Waschmittel, Käse, Wein, Kosmetik-Artikel, Pasta, frisches Brot, Kräuter, Tofu, Früchte – alles Bio und zum Teil allein bei Höheners erhältlich. Das Herzstück des Ladens ist die Biofrischfleisch-Metzgerei. So macht Einkaufen Spass!

For 30 years, Höheners has offered a wide, comprehensive range; in other words, here you can find everything your sustainable heart desires – including friendly advice. Chocolate, vegetables, washing powder, cheese, wine, cosmetics, pasta, fresh bread, herbs, tofu, fruit – all organic and some items available exclusively at Höheners. The centrepiece of the shop is the organic butcher’s counter with fresh meat. This makes shopping a pleasure!

BIOFLIX

Hochstrasse 64 | Spalenring 115 | Lothringerstrasse 162 – bioflix.ch

Tag und Nacht direkt ab Hof – das ist Bioflix. Eier aus Breitenbach, Käse aus Allschwil, Joghurt aus Bärschwil – Bioflix bietet Produkte von über 30 Bauernhöfen, kleinen Manufakturen und Produzentinnen aus der Region. Einkaufen kannst du mit der Bioflix App, über die du den Zugangscode zum Laden erhältst – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Bezahlt wird an der Selbstbedienungskasse. So einfach wie genial!

Day and night, direct from the farm – that’s Bioflix. Eggs from Breitenbach, cheese from Allschwil, yoghurt from Bärschwil – Bioflix offers products from over 30 farms, small producers, and local makers. You can shop using the Bioflix app, which gives you the access code to the shop – 24 hours a day, 365 days a year. Payment is made at the self-service checkout. As simple as it is brilliant!

BIOLAADE GUNDELI

Güterstrasse 199 –biolaadegundeli.ch

Die Philosophie vom Biolaade basiert auf Nachhaltigkeit und der Unterstützung lokaler Produzenten, was nicht nur der Umwelt zugutekommt, sondern auch die Qualität der angebotenen Waren garantiert. Hier findest du eine Vielzahl an lokalen Bio-Spezialitäten, die in liebevoller Handarbeit hergestellt werden, Basler Sojasauce zum Beispiel, Kombucha oder Ravioli.

The philosophy of Biolaade is based on sustainability and supporting local producers, which not only benefits the environment but also guarantees the quality of the goods on offer. Here you’ll find a wide range of local organic specialities, lovingly handmade, such as Basel soy sauce, kombucha or ravioli.

GEMÜSEABO

Birsmattehof in Therwil – birsmattehof.ch

Wer keinen Bio-Laden in der Nähe hat, kann sich mit dem Gemüseabo vom Birsmattehof jede Woche einen Korb voll mit erntefrischem Bio-Gemüse in eine von rund 150 Depotstellen in und um Basel liefern lassen. Eier, Kartoffeln, Quark oder Obst können dazu bestellt werden. Das Abo gibt es in verschiedenen Grössen – perfekt auch, um Gemüse-Raritäten und Spezialitäten kennenzulernen!

If you don’t have an organic shop nearby, you can have a basket full of harvest-fresh organic vegetables delivered every week to one of around 150 collection points in and around Basel with the Birsmattehof Gemüseabo vegetable subscription. Eggs, potatoes, quark or fruit can also be ordered. The subscription is available in various sizes – perfect for discovering rare vegetables and specialties too!

Gastfreundschaft, Bühne frei für

Samt undSeide

Die drei Könige blicken von der Hausfassade auf die zu ihren Füssen parkierenden Luxuskarossen. Im Les Trois Rois geht die grosse Welt ein und aus. Und mit ihr auch Herr und Frau Basler – die natürlich mit Tram oder Velo anreisen. Ein Besuch im exklusivsten Hotel der Stadt, das herzliche Gastfreundschaft lebt und an dessen Duft man sich noch lange erinnert.

Sobald einem der Portier die Türe öffnet, riecht man ihn: den Duft der Könige. Zurückhaltend ist er und gleichzeitig prägnant. Erinnert an Heimat und Gemütlichkeit. Ist wohlig warm und freundlich. Dieser Duft ist nur eines von vielen stimmigen Details im Grand Hotel Les Trois Rois, diesem Haus, das seit knapp 350 Jahren die namhaftesten Menschen aus Literatur, Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur beherbergt. Auch für die Baslerinnen und Basler gehört das Hotel zu den feinsten und wichtigsten Adressen der Stadt. Hier trifft man sich auf einen Nachmittags-Tee oder gönnt sich einen Feierabenddrink. Die drei Könige über dem Haupteingang verkleiden sich während der Fasnacht traditionell als drei Waggis.

Das Les Trois Rois gehört zu Basel wie das Münster, der Barfi und der Rhein. Und ist für die Stadt auch überaus typisch. Es gehört zu den ältesten Hotels der Schweiz und betreibt eines der weltweit besten Restaurants. Drei Sterne und 19 Gault MillauPunkte hält das Cheval Blanc by Peter Knogl seit Jahren. Das Hotel zeigt sich dennoch baslerisch bescheiden und unaufdringlich. Wer sich hier hineinwagt

(und das darf man ruhig!), entdeckt charmante Details, herrliche Blumen, schiefe Treppen, Quasten, Ornamente, Kristall, Samt und Seide und vor allem: ansteckende Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

Die ist es denn auch, die Hotelmanager Mark Jacob beim Gespräch in der Bibliothek, einem seiner liebsten Orte im Hotel, besonders hervorhebt. «Ich habe selten bei einer Belegschaft solch grosse Leidenschaft erlebt», lobt er sein Team. «Bis auf den Haustechniker denken hier alle gastorientiert und sind bereit, dann zu leisten, wenn der Gast es braucht.» Grosse Worte von einem, der sich in der Branche bestens auskennt. Mark Jacob ist schon in einem Fünf-Sterne-Hotel aufgewachsen. Seine Eltern leiteten das Suvretta House in St. Moritz. «Wir wohnten in der Einlegerwohnung und bekamen hautnah mit, was es bedeutet, Hotelier zu sein», erzählt er.

Mit aber nicht im Luxus aufgewachsen Bereits als Kind vermittelten ihm seinen Eltern: Das Hotel ist eine Bühne, die man bespielt, auch wenn man selber nicht zum gesellschaftlichen Kreis der Gäste gehört.

Und weil die Eltern rund um die Uhr für die Gäste da waren, mussten die Kinder zu Hause auch selbst anpacken. «Bis heute bin ich sehr an Technik und Handwerk interessiert. Und ich mag Details. Das kommt mir in der Hotellerie und vor allem auch im Les Trois Rois zugute.» Bevor Mark Jacob seine Karriere in der Luxus-Hotellerie startete, war er ein Jahr lang als ProfiSnowboarder unterwegs. Danach: École Hôteliére de Lausanne, Cornell University, Paris, Rom, San Francisco. 2008 kam er ins Dolder Grand nach Zürich. Seit 2024 ist er General Manager im Hotel Les Trois Rois.

Hier trägt er fast 350 Jahre Geschichte mit und eine Gästeliste, die einen glauben lässt, man habe sich verhört: Königin Elizabeth hat schon an der Schifflände genächtigt, Johann Wolfang von Goethe ebenfalls, zudem der Dalai Lama, Bob Dylan, Franz Liszt, Pablo Picasso, Voltaire und The Rolling Stones – da könnte man sich auch mal zufrieden zurücklehnen und geniessen. Nicht so Mark Jacob. Das Haus lebt Geschichte, dennoch richtet Mark Jacob seinen Blick gerne nach vorne – getreu dem Claim des Hauses: «Rich in History, Young at Heart». «Ich lebe in der Gegenwart

KURZGESCHICHTE GRAND

HOTEL LES TROIS ROIS

Erstmals erwähnt im Jahr 1681, wurde das heutige Hauptgebäude 1844 im Stil des Klassizismus nach Plänen des Architekten Amadeus Merian erbaut. 1902 kam der Kopfbau an der Schifflände hinzu, wurde jedoch vorerst als Hauptsitz der Basler Kantonalbank konzipiert und erst später Teil des Hotels. Nach diversen Umbauten und Besitzerwechseln kaufte der Dentaltechnik-Unternehmer Thomas Straumann 2004 das Hotel mitsamt dem Kopfbau und liess den Zustand von 1844 wiederherstellen. 2006 wurde das Haus unter dem Namen Les Trois Rois wiedereröffnet. Der letzte Umbau, die Renovierung des Kopfgebäudes durch die Architekten Herzog & de Meuron, war 2025 abgeschlossen. Heute befinden sich hier das Restaurant Banks, sieben modernen Design-Zimmer, wandelbare Eventräume und ein Wellbeing-Bereich nach japanischem Vorbild.

und mag den Moment», erklärt er pragmatisch. «Stillstand bringt uns nicht nach vorne, er macht eher träge und blind. Ohne partout innovativ sein zu wollen; ein Haus wie das Les Trois Rois muss mit der Zeit gehen.» Da hilft der Blick über die Grenzen bei gleichzeitig starker Verankerung und Rückhalt in Basel. «Wir müssen einzigartig bleiben», ist sich Mark Jacob sicher. «Dazu gehört, dass wir uns laufend hinterfragen.»

Immer am Puls der Stadt

Mit dem 2025 vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron transformierten Kopfbau am Blumenrain 2 hat sich das Haus definitiv ins nächste Level katapultiert. Dass es früher einmal eine Bank war, sieht man dem Gebäude nicht mehr an – allein der Name vom Restaurant Banks im Erdgeschoss weist noch darauf hin und die Treppenstufen, die den Höhenunterschied vom einen zum anderen Hausteil überbrücken. Ansonsten findet sich hier ein herrlich reduzierter Wellbeing-Bereich im japanischen Stil mit Blick auf das Gewusel an der Schifflände. Überdies wurden sieben Designer-Zimmer geschaffen – darunter die 240 Quadratmeter grosse Suite des Rois mit privatem Gym, eigener Küche, begehbarer Ankleide, Lounge und mehreren Schlafzimmern und Bädern. Königlich allemal!

Mark Jacob ist auch nach all den Jahren in der Luxushotellerie fasziniert vom Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Damit sie sich in Basel wohlfühlen, tut er gemeinsam mit seinen 220 Mitarbeitenden alles für einen persönlichen und individuellen Service. Dass neben Hotelgästen auch Locals hier verkehren, ist eine kleine baslerische Besonderheit. «Als Gast kann man hier den Puls der Stadt erleben», so Mark Jacob. Gleichzeitig ist das Les Trois Rois für die Baslerinnen und Basler ein Ort, an dem die grosse Welt ein- und ausgeht. Einer, der noch nie da war, mit dem Mark Jacob aber sofort einen Whisky Sour an der Bar trinken würde, ist Wolodymyr Selenskyj. «Die Energie dieses Mannes beeindruckt mich sehr.» Sollte Selenskyj jemals ins Les Trois Rois kommen; die Bühne hätte er sich verdient und die Suite des Rois wäre ihm wohl sicher.

Blumenrain 8 –lestroisrois.com

A Broad Spectrum of Art

Since 2020, Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G has been organizing three specially conceived and curated exhibitions each year on a range of cultural themes. The spectrum spans contemporary art from various continents, photography, immersive explorations of current topics, and a retrospective of Basel artist Irène Zurkinden. In accordance with the wishes of founder Sibylle Piermattei-Geiger, all exhibitions, accompanying events, and publications produced for each exhibition are free of charge. KBH.G is open daily during exhibitions, except Tuesdays, from 11 am to 6 pm. Further information: kbhg.ch Kulturstiftung Basel H. Geiger

Ein breites Kunstspektrum

Die Kulturstiftung Basel H. Geiger I KBH.G organisiert seit 2020 jährlich drei eigens konzipierte und kuratierte Ausstellungen zu unterschiedlichen kulturellen Themen. Das Spektrum reicht von zeitgenössischer Kunst aus verschiedenen Kontinenten über Fotografien, immersiven Auseinandersetzungen mit aktuellen Themen bis zur Retrospektive der Basler Künstlerin Irène Zurkinden. Die Ausstellungen sowie alle begleitenden Veranstaltungen sind nach dem Willen der Stifterin Sibylle Piermattei-Geiger kostenlos, ebenso die zur jeweiligen Thematik verfasste Publikation. Die KBH.G ist während den Ausstellungen täglich, ausser Dienstag, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Infos unter kbhg.ch

A stage set for hospitality, velvet, and silk

The Three Kings gaze down from the hotel façade at the luxury cars parking beneath their feet. The world comes and goes at Les Trois Rois. And with it, Mr and Mrs Basler – who, of course, arrive by tram or bicycle. A visit to the city’s most exclusive hotel, which embodies warm hospitality and whose scent lingers in the memory for a long time.

As soon as the doorman opens the door, you can smell it: the scent of the kings. It is understated yet distinctive. It evokes a sense of home and cosiness. It is pleasantly warm and welcoming. This scent is just one of many harmonious details at the Grand Hotel Les Trois Rois, a hotel that has been hosting the most distinguished figures from the worlds of literature, politics, business, art and culture for almost 350 years. For the people of Basel, too, the hotel is one of the finest and most important establishments in the city. It is here that people meet for afternoon tea or treat themselves to an after-work drink. During Fasnacht, the three kings above the main entrance are traditionally dressed in three Waggis costumes.

Les Trois Rois belongs to Basel just as much as the Münster Cathedral, the Barfüsserplatz, and the Rhine. Furthermore, it is extremely characteristic of the city. It is one of the oldest hotels in Switzerland and has one of the world’s best restaurants. Cheval Blanc by Peter Knogl has held three stars and 19 Gault Millau points for years. The hotel nevertheless exudes Basel’s typical modesty and unobtrusiveness. Anyone who ventures inside (and you really should!) will

discover charming details, beautiful flowers, crooked staircases, tassels, ornaments, crystal, velvet and silk – and above all: infectious warmth and hospitality.

It is precisely these features which hotel manager Mark Jacob emphasises during our conversation in the library, one of his favourite spots in the hotel. “I have rarely encountered such passion in a workforce,” he says, praising his team. “Apart from the in-house technician, everyone here is guest-focused and ready to go the extra mile when the guest needs it.” High praise from someone who knows the industry inside out. Mark Jacob already grew up in a five-star hotel. His parents ran the Suvretta House in St. Moritz. “We lived in the staff flat and experienced first-hand what it means to be a hotelier,” he explains.

Growing up in but not with luxury Even as a child, his parents taught him: The hotel is a stage to be performed on, even if you yourself do not belong to the guests’ social circle. And because his parents were there for the guests round the clock, the children had to pitch in at home too. “To this day, I’m very interested in technology and

craftsmanship. And I like details. That stands me in good stead in the hotel industry and, above all, at Les Trois Rois.” Before Mark Jacob began his career in the luxury hospitality industry, he spent a year as a professional snowboarder. After that: the École Hôtelière de Lausanne, Cornell University, Paris, Rome, San Francisco. In 2008, he joined the Dolder Grand in Zurich. He has been general manager at the Hotel Les Trois Rois since 2024.

Here, he carries almost 350 years of history and a guest list that makes you think you’ve misheard: Queen Elizabeth has stayed at the Schifflände, as has Johann Wolfgang von Goethe, along with the Dalai Lama, Bob Dylan, Franz Liszt, Pablo Picasso, Voltaire, and The Rolling Stones – with such a list, a manager could easily sit back, relax, and enjoy the moment. Not so for Mark Jacob. The hotel is steeped in history, yet Mark Jacob likes to look towards the future – true to the hotel’s motto: ‘Rich in History, Young at Heart’. “I live in the present and enjoy the moment,” he explains pragmatically. “Standing still doesn’t take us forward; it rather makes us sluggish and blind. Without necessarily wanting to be innovative at all

A BRIEF HISTORY OF THE GRAND HOTEL

LES TROIS ROIS

First mentioned in 1681, the current main building was constructed in 1844 in the classical style according to plans by the architect Amadeus Merian. In 1902, the front building on the Schifflände was added; however, it was initially designed as the headquarters of the Basler Kantonalbank and only later became part of the hotel.

Following various renovations and changes of ownership, dental technology entrepreneur Thomas Straumann purchased the hotel, including the front building, in 2004 and had it restored to its 1844 condition. In 2006, the hotel reopened under the name Les Trois Rois. The most recent renovation, the refurbishment of the front building by architects Herzog & de Meuron, was completed in 2025. Today, the hotel houses the Banks restaurant, seven modern designer rooms, versatile event spaces, and a Japanese-style wellness area.

costs, a hotel like Les Trois Rois must move with the times.” Looking beyond the city’s borders helps to maintain both a strong foothold and support in Basel. “We must remain unique,” Mark Jacob is certain. “That means constantly questioning ourselves.”

Always at the pulse of the city

With the front building at Blumenrain 2, transformed in 2025 by the Basel-based architectural firm Herzog & de Meuron, the establishment has definitely catapulted itself to the next level. You can no longer tell that the building used to be a bank – only the name of the Banks restaurant on the ground floor and the steps bridging the height difference between the two parts of the building still hint at this. Otherwise, there is a wonderfully minimalist Japanese-style wellness area here, overlooking the hustle and bustle at the boat landing. In addition, seven designer rooms have been created – including the 240-square-metre Suite des Rois with a private gym, its own kitchen, walk-in dressing room, lounge, and several bedrooms and bathrooms. Truly regal!

Even after all these years in the luxury hotel industry, Mark Jacob remains fascinated by interacting with people from different cultures. To ensure they feel at home in Basel, he and his 220 staff members do everything they can to provide a personalised and individual service. The fact that locals as well as hotel guests frequent the hotel is a little Basel specialty. “As a guest, you can experience the pulse of the city here,” says Mark Jacob. At the same time, Les Trois Rois is a place for the people of Basel where the wider world comes and goes. One person who has never been there, but with whom Mark Jacob would immediately have a whisky sour at the bar, is Volodymyr Zelenskyy. “This man’s energy impresses me greatly.” Should Zelenskyy ever come to Les Trois Rois, he would have earned the stage and the Suite des Rois would surely be his.

FÜR

D ’STADT.

MIT DR STADT. IN DR STADT.

Puls & Pirouetten,

Perfektion

Mit beständiger Disziplin, Bewegungsfreude und Begeisterung für den Eiskunstlauf hat es Kimmy Repond bis zu den Olympischen Spielen geschafft. Was es bedeutet, sich mit den Besten der Welt zu messen und was es braucht, bis ein Körper zur Kunst wird, erahnen wir an einem frühen Morgen im Joggeli.

Es ist ein Mittwochmorgen im Herbst. Früher Morgen. Kurz nach 6 Uhr, um genau zu sein. Draussen ist es dunkle Nacht. Als ich die Tür zur St. Jakob-Arena öffne, höre ich Musik. Das Eisfeld ist hell erleuchtet, man hört das Kratzen von Kufen auf dem Eis. In den Gängen joggt Kimmy Repond, schwarze Leggins, schwarzer Hoodie, schwarze Turnschuhe, AirPods im Ohr. Auch ihre jüngere Schwester Caline macht sich warm. Zusammen hüpfen sie auf einem Bein die Treppen zur Tribüne hoch und runter, dehnen sich, springen auf dem Betonboden Axel, Flip, Lutz. Und nochmal. Nicht gut abgesprungen, nochmal, Haltung! Nochmal, nochmal.

Auch Mama Claudia ist dabei. Sie fährt Caline nach dem Morgentraining zur Schule. Normalerweise ist auch die ältere Schwester Jérômie vor Ort – sie trainiert Kimmy im Normalfall, ist aber gerade verreist. Schwester Sidonie ist Sportpsychologin und unterstützt Kimmy mental. Eine Familienunternehmen, das akribische Planung und Organisation verlangt. Kimmy ist 19 Jahre alt, hat bereits vor zwei Jahren die Matur gemacht und fokussiert sich nun ganz auf ihre Karriere im Spitzensport. Um

6.45 Uhr gehts zur Umkleide. Kimmy bindet sich die Haare zu einem Dutt, checkt die Nachrichten auf ihrem Handy, holt die Schlittschuhe aus dem Spind, dessen Türe vollgeklebt ist mit Fotos – Erinnerungen vergangener Wettkämpfe.

Morgens um 6 von Null auf Hundert Eigentlich ist Kimmy verletzt. Seit Wochen kämpft sie mit Schmerzen im linken Fuss –keiner weiss so genau, was los ist. Trainiert wird dennoch. Schaumgummi-Einlagen helfen, den Schmerz etwas zu lindern. Wer sich schon einmal in Eiskunstlauf-Schuhe gezwängt hat, weiss: Wirklich bequem ist anders. «Zwei Stunden gehts, danach gibts Druckstellen und kalte Füsse», meint Kimmy und gähnt. Sie ist kein Morgenmensch. «Manchmal gehe ich nach dem Morgentraining nochmal ins Bett.» Sie wickelt den linken Schuh mit Klebeband ein, um eine gebrochene Stelle zu stabilisieren. Die neuen Schuhe stehen zwar parat – aber die alten sind bequemer.

Obwohl das frühe Aufstehen eine Tortur ist, Kimmy ist froh, aufs Eis zu können: «In den Morgenstunden herrschen super Trainingsbedingungen, nur wenige Läufer sind jetzt

schon hier. Je mehr Leute gleichzeitig trainieren, desto gefährlicher wird es.» Punkt 7 Uhr. In der Halle sind es kühle 17 Grad. Kimmy betritt in Leggins und eng anliegendem, dünnem Oberteil die polierte Eisfläche. Ihr heutiger Trainer ist David Vincour, ein ehemaliger tschechischer Eiskunstläufer. Kimmy hat sich für die Olympischen Winterspiele in Mailand 2026 qualifiziert. Dort will sie sich eine Medaille holen. Kurzprogramm und Kür hat sie bereits im Frühjahr 2025 mit ihrem Choreografen David Wilson in Toronto einstudiert.

Kimmy und Caline sind nicht allein auf dem Eis. Von 7 bis 8 Uhr trainieren sämtliche drei Eiskunstlaufclubs der Stadt ihre besten Nachwuchstalente im Joggeli. Jeden Tag. Rund 10 Buben und Mädchen fahren ihre Runden, drehen Pirouetten, üben Sprünge, stürzen, stehen auf, nehmen erneut Anlauf. Verschiedene Trainerinnen und Trainer rufen ihre Anweisungen aufs Eis. Nicht immer ist der Ton versöhnlich. Derweil scherzt Kimmy mit ihrem Trainer David. Sie ist mit ihren 19 Jahren mit Abstand die älteste Läuferin auf dem Eis. «Meine Kolleginnen und Kollegen haben alle mit 15

oder 16 Jahren aufgehört», erzählt sie. Heute kümmert sie sich als eine Art grosse Schwester um die Kleineren und läuft als beste Eiskunstläuferin der Schweiz ausserhalb jeder Konkurrenz. Früher erlebte sie im Training auch Neid. «Offen gesagt habe ich das nie ganz verstanden, es gibt doch immer Leute, die besser sind», meint sie pragmatisch. «Ich finde Neid im Sport unnötig.»

Schwerelosigkeit – ein Kraftakt 7.30 Uhr, Kimmy hat rote Bäckli. Was mühelos aussieht, ist alles andere als das. Ihre Pulsuhr zeigt einen Puls von 180, ihre Beine schmerzen. Obwohl sie täglich trainiert, obwohl ihr Körper eine Hochleistungsmaschine ist – das Training auf dem Eis fordert alles von ihr. Nach fünf Wochen, in denen Kimmy wegen ihrem schmerzenden Fuss nur noch sehr reduziert trainieren konnte, ist ihr Körper die Belastung nicht mehr gewohnt. «Ich war zwar täglich zwei Mal im Gym, habe an meiner Kraft und an der Kondition gearbeitet, aber auf dem Eis ist das Training viel intensiver.»

Schon als kleines Mädchen war Kimmy oft in der Eishalle und schaute beim Training ihrer beiden älteren Schwestern zu. Anfangs noch vom Restaurant aus, später wollte sie selber aufs Eis. «Meine Mutter bestand jedoch darauf, dass ich auch andere Sportarten ausprobiere. Ich ging ins Kunstturnen, zur Rhythmischen Sportgymnastik und ins Schwimmen. Aber nichts gefiel mir so sehr wie der Eiskunstlauf. Hier ist keine Stunde wie die andere. Ich studiere die Programme ein, gehe ins Gym für Kraft und Kondition, übe Sprünge, Pirouetten –Eiskunstlauf ist sehr komplex, wird dadurch nie langweilig und das Training macht einfach Spass.»

Es ist unfassbar, was der zierliche Körper von Kimmy zu leisten imstande ist. Diese enorme Kraft, um beim Absprung die nötige Höhe zu erreichen und den Körper nach dem Sprung wieder aufzufangen. Die Technik und die Präzision, um sich mehrfach in der Luft um die eigene Achse zu drehen und am Ende auf einem Fuss wieder zu landen – auf dem verletzten linken notabene. Während Kimmys Körper harmonisch übers Eis gleitet, wirbelt und fliegt, wird er zur Kunst. Er wird schwerelos, ihr Tanz wirkt mühelos – und ist dabei alles andere als das. Kimmys Körper und Geist kommen dabei immer wieder an Grenzen. Doch Kimmy ist sich sicher: «Es geht darum, diese Grenzen zu überschreiten. Es ist erstaunlich, was man kann, wenn man bereits denkt, man kann nicht mehr.»

Wille, Fokus und Liebe zum Sport Und dann ist da noch die Nervosität vor dem Wettkampf. «Die zehn Minuten, bevor ich aufs Eis gehe, sind die schlimmsten», so Kimmy. «Dass ich meine Schwester dann an meiner Seite habe, hilft mir enorm. Ich bin so dankbar für alles, was sie für mich tut. Ohne sie wäre ich niemals auf dem Level, auf dem ich heute bin. Auch meine Arbeit mit Mentaltrainer und Psychologen unterstützt mich dabei, mich zu fokussieren und meine Gedanken bei mir zu behalten, nicht zu ‹overthinken›. Während der Minuten auf dem Eis schliesslich denke ich an gar nichts. Ich mache einfach.» Und sie macht es gut. Sehr gut. Sieben Mal wurde sie bereits Schweizermeisterin. An den Weltmeisterschaften 2024 wurde sie Fünfte und qualifizierte sich sogar für die Olympischen Spiele 2026 in Mailand.

Unterdessen ist es 8 Uhr, draussen ist es hell. Während die meisten Menschen zur Arbeit oder zur Schule fahren, beendet Kimmy das erste Training des Tages. Weitere Trainingseinheiten werden folgen – auch wenn der linke Fuss schmerzt. Vier bis fünf Stunden widmet sie ihrem Körper täglich. Hinzu kommen Physio- und Cryotherapie. An vier Tagen die Woche trainiert sie zudem ihre jüngere Schwester Caline. Einen Eindruck von ihrem Alltag bekommt man auf ihrem Insta-Kanal. Knapp 280’000 Menschen folgen ihr, wenn sie Einblick gewährt in Trainings, Werbeaufträge und Wettkämpfe. Mit ihrer Grösse von 1,77 Metern wird sie immer häufiger auch als Model gebucht. «Ich bin vor zwei, drei Jahren stark gewachsen. Das war ein grosses Thema damals, weil es hiess, das wäre auf dem Eis ein Nachteil. Aber ehrlich? Meine Grösse spüre ich nicht. Ich fühle mich auf dem Eis genau gleich wie früher. Und ich bin mit Abstand die Grösste.» Es ist gegen neun, als Kimmy noch für ein paar Bilder posiert. Kurz muss sie ein Gähnen unterdrücken, dann wirkt sie sogar auf der Betontreppe sitzend anmutig und elegant.

Pirouettes, Heart Rate & Perfection

With unwavering discipline, a love of movement, and a passion for figure skating, Kimmy Repond has made it to the Olympic Games. On an early morning at the Joggeli, we get a glimpse of what it means to compete against the world’s best and what it takes for the body to become a work of art.

It is a Wednesday morning in autumn. Early morning. Just after 6am, to be precise. Outside, it is still dark. As I open the door to the St. Jakob-Arena, I hear music. The ice rink is brightly lit; you can hear the scraping of blades on the ice. Kimmy Repond is jogging in the corridors, wearing black leggings, a black hoodie, black trainers, AirPods in her ears. Her younger sister Caline is warming up too. Together they hop up and down the stairs to the stands on one leg, stretch, and jump Axel, Flip, Lutz on the concrete floor. And again. Bad take-off, again, posture! Again, again.

Mum Claudia is there too. She drives Caline to school after the morning training session. Usually, her older sister Jérômie is there as well – she normally coaches Kimmy, but is currently away. Sister Sidonie is a sports psychologist and provides Kimmy with mental support. A family business that demands meticulous planning and organisation. Kimmy is 19 years old, finished her matura two years ago, and is now focusing entirely on her career in elite sport. At 6.45am, it’s off to the changing rooms. Kimmy ties her hair into a bun, checks the news on her mobile, and fetches her skates from the locker, whose door is plastered with photos – memories of past competitions.

From zero to a hundred at 6am Kimmy is actually injured. She’s been struggling with pain in her left foot for weeks – no one knows exactly what’s wrong. But training goes on regardless. Foam insoles help to ease the pain a little. Anyone who’s ever squeezed their feet into figure skates knows: They’re hardly what you’d call comfortable. “I can manage two hours, after that I get pressure marks and cold feet,” says Kimmy, yawning. She’s not a morning person. “Sometimes I go back to bed after the morning training session.” She wraps her left boot in tape to stabilise a broken section. The new boots are ready and waiting – but the old ones are more comfortable.

Although getting up early is an ordeal, Kimmy is glad to be able to get out on the ice: “Training conditions are brilliant in the early hours, there are only a few skaters here at this time. The more people training at the same time, the more dangerous it gets.” It’s 7am sharp. There’s a chilly 17 degrees on the rink. Kimmy steps onto the polished ice surface in leggings and a tight-fitting, thin top. Her coach today is David Vincour, a former Czech figure skater. Kimmy has

qualified for the 2026 Winter Olympics in Milan. She wants to win a medal there. She had already rehearsed her short programme and free skate with her choreographer David Wilson in Toronto in the spring of 2025.

Kimmy and Caline are not alone on the ice. From 7 to 8am, all three of the city’s figure skating clubs train their best young talents at the Joggeli. Every day. Around 10 boys and girls skate their laps, spin pirouettes, practise jumps, fall, get back up and try again. Various coaches shout their instructions onto the ice. The tone isn’t always friendly. Meanwhile, Kimmy jokes with her coach David. At 19, she is by far the oldest skater on the ice. “My teammates all stopped at 15 or 16,” she says. Today, she looks after the younger ones like a big sister and, as Switzerland’s top figure skater, is in a league of her own. She used to experience envy during training too. “To be honest, I never quite understood it – there are always people who are better,” she says pragmatically. “I think envy in sport is unnecessary.”

Weightlessness – a feat of strength

7.30am, Kimmy has rosy cheeks. What looks effortless is anything but. Her heart rate monitor shows a reading of 180, her legs ache. Although she trains every day, even though her body is a high-performance machine – training on the ice demands everything from her. After five weeks during which Kimmy could only train very lightly due to her injured foot, her body is no longer used to the strain. “I did go to the gym twice a day and worked on my strength and fitness, but training on the ice is much more intense.”

Even as a little girl, Kimmy was often at the ice rink watching her two older sisters train. At first from the restaurant, but later she wanted to get out onto the ice herself. “My mum insisted, however, that I try other sports as well. I did artistic gymnastics, rhythmic gymnastics, and swimming. But nothing appealed to me as much as figure skating. No two sessions are the same. I learn the programmes, go to the gym for strength and fitness, practise jumps and pirouettes – figure skating is very complex, so it never gets boring and training is simply fun.”

It’s incredible what Kimmy’s petite frame is capable of. That enormous strength to achieve the necessary height on take-off and catch her body again after the jump. The technique and precision required to

spin multiple times in the air around her own axis and land back on one foot – on her injured left foot, no less. As Kimmy’s body glides harmoniously across the ice, twirling and flying, it becomes art. It becomes weightless, her dance appears to be effortless – yet it is anything but. Kimmy’s body and mind are constantly pushed to their limits. But Kimmy is certain: “It’s all about pushing past those limits. It’s amazing what you’re capable of when you think you can’t go on any longer.”

Determination, focus and a love of the sport

And then there’s the nerves before the competition. “The ten minutes before I step onto the ice are the worst,” says Kimmy. “Having my sister by my side then helps me enormously. I’m so grateful for everything she does for me. Without her, I’d never be at the level I’m at today. My work with a mental coach and psychologists also helps me to focus and keep my thoughts in check, not to overthink. Ultimately, during those minutes on the ice, I don’t think about anything. I just do it.” And she does it well. Very well. She has already been Swiss champion seven times. At the 2024 World Championships, she finished fifth and even qualified for the 2026 Olympic Games in Milan.

It is now 8am, and it is light outside. Whilst most people are driving to work or school, Kimmy is finishing her first training session of the day. More training sessions will follow – even if her left foot is hurting. She dedicates four to five hours a day to her body. On top of that, there’s physio and cryotherapy. Four days a week, she also trains her younger sister Caline. You can get a glimpse of her daily life on her Instagram channel. Just under 280,000 people follow her as she shares insights into her training sessions, promotional work and competitions. Standing at 1.77 metres tall, she is increasingly being booked as a model. “I grew a lot two or three years ago. It was a big deal back then because people said it would be a disadvantage on the ice. But honestly? I don’t notice my height. I feel exactly the same on the ice as I used to. And I’m by far the tallest.” It’s around 9am when Kimmy poses for a few more photos. She has to suppress a yawn for a moment, but even sitting on the concrete steps, she looks graceful and elegant.

Gaumenschmaus

TAVERNE JOHANN

St. Johanns-Ring 34 – tavernejohann.ch

Wer sich kulinarisch gerne mal auf etwas Neues einlässt, ist hier goldrichtig: Im Sinne von «nose to tail» verarbeitet das Küchenteam ganze Tiere, stellt mit Leidenschaft und Freude Würste, Trockenfleisch und Pasteten her. Der Kontakt zu lokalen Produzentinnen wird gepflegt und so gibt es je nach Jagd- oder Ernteerfolg auch mal ein Schmorgericht, das eigentlich nicht auf der Karte steht. Ein überaus sympathischer, kreativer Quartiertreffpunkt!

Culinarydelightsinview

There are restaurants that remain below the radar. They’re not the first places you think of when you go out for a meal. Because they’re not right in the city centre. Because they’re not trending on Instagram or TikTok. Because they operate with a charming humbleness. Here are a few hidden gems that definitely deserve your attention.

If you’re keen to try something new in culinary terms, this is the place for you: In the spirit of ‘nose to tail’, the kitchen team uses whole animals, crafting sausages, dried meat, and pâtés with passion and joy. They maintain close ties with local producers, so depending on the hunting or harvesting success, there might even be a stew that isn’t actually on the menu. An extremely friendly, creative neighbourhood hangout!

JOYS

Riehentorstrasse 17 – joys-basel.ch Was von aussen an eine gemütliche Wohnzimmer-Bar erinnert, ist gleichzeitig ein hochkarätiges Restaurant. Das farbenfrohe, kreative Interieur spiegelt sich auf dem Teller wider – nicht umsonst heisst das Lokal «Joys»; die Freuden sind hier vielfältig. Vom herzerwärmenden Service über das schöne Ambiente bis hin zur Sorgfalt der Küche; wer in diesem Kleinod zu Gast ist, wird sich noch lange an einen besonderen kulinarischen Abend erinnern.

What looks like a cosy living room bar from the outside is, at the same time, a top-class restaurant. The colourful, creative interior is reflected on the plate – it’s no coincidence that the restaurant is called ‘Joys’; the delights here are manifold. From the heart-warming service and lovely ambience to the meticulous cuisine; anyone who visits this gem will remember a special culinary evening for a long time.

BASSO

Elsässerrheinweg 101 – bassoverse.space

Direkt unter dem Novartis Campus gelegen zeigt sich das Basso hip und gemütlich zugleich. Die saisonalen Gerichte sind mal warm, mal kalt, mal gross, mal klein und können «Mezze Style» geteilt werden. Gegessen wird an der Bar oder im Restaurant, alles ist hier eins, Style kennt keine Grenzen, Gastfreundschaft auch nicht. Noch ein Drink und danach in den angrenzenden Club zum Tanzen oder zum Verdauungsspaziergang entlang des Rheins – ein Highlight!

Located directly beneath the Novartis Campus, Basso is both hip and cosy. The seasonal dishes are sometimes hot, sometimes cold, sometimes large, sometimes small, and can be shared ‘Mezze-style’. You can eat at the bar or in the restaurant –everything here is one, style knows no bounds, nor does hospitality. One more drink, then off to the adjoining club to dance or for a digestive stroll along the Rhine – a highlight!

Es gibt Restaurants, die hat man nicht auf dem Radar. Die kommen einem beim Essengehen oft nicht als Erstes in den Sinn. Weil sie nicht direkt im Zentrum liegen. Weil sie nicht auf Insta oder TikTok trenden. Weil sie sympathisch bescheiden arbeiten. Folgend ein paar Perlen, die unbedingt in dein Blickfeld gehören.

ROTER BÄREN

Ochsengasse 17 – roterbaeren.ch

Ein Beizenhimmel voller Leuchten, gefliester Boden, gestreifte Tapeten: Der Rote Bären ist cool, lebendig und fabelhaft. Bei den Gerichten in Einheitsgrösse ist Probierlust gefragt – je mutiger deine Kombination, desto virtuoser das Geschmackserlebnis. Du bestellst drei, vier oder fünf Teller und kannst durch die offene Küche beobachten, wie sie zubereitet werden.

A restaurant heaven full of lights, tiled floors, striped wallpaper: The Roter Bären is cool, lively, and fabulous. With dishes served in one-size portions, a willingness to experiment is required – the bolder your combination, the more masterful the taste experience. You order three, four or five plates and can watch them being prepared in the open kitchen.

¡CHE, QUE LOMO!

Horburgstrasse 74 – chequelomo.ch

Immer wieder eine Freude ist ein Abend im ¡Che, que lomo! – wegen der authentischen Gastfreundschaft, der fröhlichen Stimmung, dem herrlichen, über dem Parrilla Argentina gegrillten argentinischen Fleisch. Für den kleinen Hunger gibts Lomito-Sandwiches, Choripanes und Bondiolas. Die Reise ins hinterste Kleinbasel lohnt sich hier – immerhin weniger weit als nach Argentinien!

An evening at ¡Che, que lomo! is always a delight – thanks to the authentic hospitality, the cheerful atmosphere, and the delicious Argentinean meat grilled over the Parrilla Argentina. For a light bite, there are lomito sandwiches, choripanes and bondiolas. The trip to the far reaches of Kleinbasel is well worth it – after all, it’s not as far as Argentina!

im Blick

CONCORDIA

Haltingerstrasse 11 – restaurantconcordia.ch

Das Lokal, das einst Filmkulisse von «HD Läppli» mit Alfred Rasser war, gehört heute zu den innovativsten vegetarischen Adressen der Schweiz. Vom Amuse-Bouche bis zu den Petits Fours gibt es bis zu 17 kreative Gerichte zu entdecken, die das Gemüse feiern und die absolut gar nichts vermissen lassen. Neben der Weinbegleitung kann eine vielfältige alkoholfreie Variante mit selbst gebrauten Säften bestellt werden. Fazit: Abwechslungsreich, herzlich, grossartig!

The restaurant, which once served as the film set for ‘HD Läppli’ starring Alfred Rasser, is now one of Switzerland’s most innovative vegetarian eateries. From the amuse-bouche to the petits fours, there are up to 17 creative dishes to discover, all celebrating vegetables and leaving absolutely nothing to be desired. Alongside wine pairings, a varied selection of non-alcoholic options featuring home-brewed juices is available. Verdict: Varied, welcoming, brilliant!

LAUCH

Klybeckstrasse 241 – lauch-basel.ch

Am äussersten Zipfel der Stadt in einer hübschen kleinen Quartierbeiz wird mit viel Herz, Verstand und Können pflanzlich gekocht. Was hier auf den Teller gezaubert wird, ist erstaunlich: Fenchel, Pastinake, Federkohl und Co. werden zum überraschenden Gaumenschmaus, jeder Gang macht Spass – auch weil die liebevoll und kreativ arrangierten Gerichte vom sympathischen Servicepersonal am Tisch erklärt werden. So geht Gastronomie heute!

On the very outskirts of the city, in a charming little neighbourhood restaurant, plant-based cuisine is prepared with heart, mind, and skill. What is conjured up on the plate here is astonishing: Fennel, parsnip, kale and the like are transformed into surprising culinary delights; every course is a joy – the lovingly and creatively arranged dishes are explained at the table by the friendly waiting staff. This is what gastronomy is all about today!

derBaslerChemie Im Erbe

Das

Werk Klybeck war Basler Produktionsmaschine, Arbeitgeber, Wohlstandsgarant. Heute

ist es ein gewaltiges Monument

des Industriezeitalters – bis es neu besiedelt wird.

Es wirkt wie eine archäologische Stätte. Nur dass die Ruinen noch intakt sind und nie heilig waren. Das alte Industrie-Areal von Ciba-Geigy, Sandoz und später Novartis und BASF ist ein gewaltiger baulicher Rest einer vergangenen Welt. Fabriken, in denen weltberühmte Farben abgemischt wurden – das Rot für Ferrari zum Beispiel –, in denen Krebsmedikamente entstanden und Kassenschlager wie die Schmerzsalbe Voltaren. Hier brummte zur Mittagszeit der Betrieb, Tausende in Mänteln und Kitteln wuselten zum Zmittag in die grosse Kantine. Heute stehen die Gebäude monumental und weitgehend leer im Basler Norden.

Leer zumindest gemessen an den alten Zeiten. In einem Gebäude an der Klybeckstrasse 200 befindet sich das Basler Chemiemuseum; eine noch junge Institution, die seit 2021 zweimal gezügelt hat. Auch das eine Auswirkung der Arealgeschichte; hier kommen mal Rückstände zum Vorschein, dort muss aus feuerpolizeilichen Gründen geschlossen werden. Die neuen Eigentümer Swisslife und Rhystadt AG, die das Areal unter dem Projektnamen Klybeckplus zu einem Wohn- und Geschäftsgebiet transformieren, haben es von Novartis und BASF inklusive der Standortbelastungen übernommen. Die Sanierungsfrage steht noch aus.

Im Chemiemuseum selbst ist auch das ein Thema. Denn um die Geschichte der Arbeitnehmenden der einst wirtschaftlich einträglichsten Branche der Stadt zu thematisieren, muss auch thematisiert werden, womit genau gearbeitet wurde: Chemie, halt. Und das heisst nicht nur Pipettieren im Labor, sondern ganze Bottiche mit Inhaltsstoffen abfüllen, Reaktionen geschehen lassen und, noch früher, ganze Holzfässer voller Farbstoffe mit der Schaufel auskratzen oder eben befüllen.

Ein enormer Ameisenhaufen im Norden Gross ist das Museum heute zwar nicht – es erinnert mit den vielen industriellen Hinterlassenschaften auch etwas an ein Ortsmuseum –, aber man muss es derzeit auch eher als eine Art Besucherzentrum oder Portal zur Geschichte des Klybeck sehen, als Eingangstor zu einer geistigen Zeitreise. Und da trägt eben ein Vergleich mit grossen Stätten der Geschichte durchaus. Sind die baulichen Hinterlassenschaften und weiteres stoffliches Erbe noch sehr wohl vorhanden, so ist es erst die Vorstellung an die vielen Menschen, die dort zugange waren, die einen wirklichen Eindruck der Dimensionen verschafft. Man sieht sie auf Bildern, mal geschäftig marschierend, mal ernsthaft in die Kamera blickend und nur selten lächelnd. Die Chemie war ein ernstes Geschäft und das hatte entsprechend auszusehen.

Nicholas Schaffner, der das Museum für den dahinterstehenden Verein «Industrieund Migrationsgeschichte der Region Basel» führt, zeigt auf die Metallspinde und den Brunnen am Eingang: «An die 20’000 Menschen arbeiteten einst auf diesem Areal.» Und alle mussten sich irgendwo umkleiden, duschen, parat machen. Im Untergrund bestehen heute noch riesige Garderobenräume. Tausende Leute, die im Schichtbetrieb einrücken: Das sind Dimensionen, die man sich hier kaum mehr vorstellt – in grossen Bürokomplexen vielleicht ja, aber in Fabriken? Dabei herrschte hier noch bis in die 1990er-Jahre Hochbetrieb. Erst in den 2000ern wurden die letzten Fabriken geschlossen. Pipettiert wurde zwar weiterhin. Aber Bottiche und Reaktoren wurden stillgelegt und verschwanden, wie die letzten der alten Basler Fabrikarbeiter.

Eine wirklich reinliche Arbeit war das lange nicht. Bis der erste Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der chemischen Industrie im Jahr 1945 in Kraft trat, war das hier sogar ausgesprochen dreckig. Der Basler Künstler Walter Maeglin setzte damals den Arbeitern – es waren Männer – gestalterische Mahnmale. Etwa das Porträt eines Mannes, der sich den Körper mit Lehm eingerieben hatte, um nicht allzu sehr in Kontakt mit den Farbstoffen zu kommen. Oder jene Fabrikansicht, auf der sich jemand

notdürftig mit einem Lappen einen Atemschutz montiert hatte. Es waren auch ziemlich aggressive Stoffe, mit denen damals hantiert wurde. Die Farbe Fuchsin zum Beispiel wurde früh schon in grossen Mengen aus Teer gewonnen. Und Fuchsin, das in etwa dem Farbton des heutigen Magentas entsprach, war nun mal ein Basler Exportschlager.

Die Arbeiteraristokratie kam – und verschwand wieder Mit dem GAV wurden die Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen massiv besser. «Es entstand sogar eine Art Arbeiteraristokratie», sagt Schaffner: Wer in dieser florierenden Industrie Arbeit fand, galt als privilegiert. Lief die Industrie hier vor dem Krieg schon gut, ging es nach 1945 nur noch aufwärts. Die Schweiz konnte in den Nachkriegsjahren ohne Unterlass chemisch produzieren; im Gegensatz zu den Nachbarländern blieben Fabriken hier unbeschadet und leistungsfähig. Die weltweite Nachfrage war enorm, der Wohlstand wuchs. In den 1960er-Jahren gönnte sich die Ciba einen üppigen Ausbau des Areals: Unter anderem entstanden das Hochhaus WKL-125 und daneben mit dem WKL-610 die modernste und wohl schickste Kantine der Schweiz.

Die Chemie war ein ernstes Geschäft und das hatte entsprechend auszusehen.

Es ist und war eine Welt der Kontraste: Einerseits der Arbeitsalltag, viele Routinen, die zunehmend maschinell und mit frühen Computern gesteuert wurden, andererseits aber auch viel Wartezeit. Denn viele Stoffe wurden erst einmal angerührt und brauchten dann Zeit, bis sie reagiert hatten. Die vertrieb man sich dann gerne mal mit Sport, zum Beispiel Tennis. Oder, und auch da gibt es belegte Anekdoten, beim Rumliegen in der Sonne auf dem Rasen. Oder mit sonstwelchen kleineren Aktivitäten. Wer zu viel faulenzte, wurde allerdings auch mal strafversetzt. Etwa in die feuchtwarmen, nach viel Chemie muffenden Produktionshallen – für die, die das nicht gewohnt waren, eine Zumutung und auch dazu gibt es reihenweise Anekdoten.

War das Werk Klybeck einst eine Stadt in der Stadt und eine Produktionsmaschine globalen Ausmasses, so ist es heute ein Monument ohne Volk. Tritt man aus dem Chemiemuseum und blickt sich auf der Kreuzung vor der ehemaligen Kantine um, wähnt man sich eher in einem sehr stillen, wenig schmucken Vorort. Die Gebäude stehen noch da, die Menschen fehlen. Zwischennutzungen und Vermietungen bringen etwas Leben zurück, doch vergleichbar mit früher ist das nicht. Heute sind es noch etwa 2000 Menschen, die auf dem Areal ihren Alltag verbringen. Erst mit dem Projekt klybeckplus soll hier wieder eine eigentliche Stadt entstehen. Bis dahin führt Nicholas Schaffner, selbst aus einer Chemiefamilie stammend, Besucher durch einen Jahrhundert-Ort, der noch existiert und doch bereits Vergangenheit ist.

CHEMIEMUSEUM BASEL

Klybeckstrasse 200 –imgrb.ch

In the legacy of Basel’s chemical industry

The Klybeck factory was Basel’s production powerhouse, a major employer and a warrantor of prosperity. Today it stands as a colossal monument to the industrial age –until it is redeveloped.

It feels like an archaeological site except that the ruins are still intact and were never sacred. The old industrial site of Ciba-Geigy, Sandoz and later Novartis and BASF is a colossal architectural remnant of a bygone world. Factories where world-famous colours were mixed – the red for Ferrari, for example –, where cancer medicine was developed and bestsellers such as the pain relief ointment Voltaren. At lunchtime, the place used to buzz with activity, with thousands of people in lab coats swarming into the large canteen. Today, the buildings stand monumental and largely empty in the north of Basel.

Empty at least compared to the standards of the old days. One building at Klybeckstrasse 200 is home to the Basel Chemistry Museum; a relatively new institution that has moved twice since 2021. This also happened due to the site’s history; often, residues come to light somewhere or closure is required for fire safety reasons elsewhere. The new owners, Swisslife and Rhystadt AG, who are transforming the site into a residential and commercial area under the project name Klybeckplus, have taken it over from Novartis and BASF, including the site’s contamination issues. The question of remediation remains unresolved.

This is also a topic within the Chemistry Museum itself. After all, to explore the history of the workers in what was once the city’s most economically lucrative industry, one must also examine what exactly they were working with: chemistry, simply put. And that doesn’t just mean pipetting in the laboratory, but also filling entire vats with ingredients, allowing reactions to take place and, in even earlier times, scraping out or filling entire wooden barrels full of dyes with a shovel.

A huge anthill in the north

The museum isn’t particularly large – with its many industrial relics, it is somewhat reminiscent of a local history museum – but at present it should be seen more as a kind of visitor centre or gateway to the history of Klybeck, as an entry to an intellectual journey through time. And in that respect, a comparison with major historical sites is certainly apt. Whilst the architectural remains and other physical heritage are certainly still present, it is the very idea of the many people who were at work there that gives a real sense of the scale. You see them in photographs, sometimes marching busily, sometimes gazing seriously into the camera and only rarely smiling. Chemistry was a serious business, and it had to look the part.

Nicholas Schaffner, who runs the museum on behalf of the association behind it – ‘Industrie- und Migrationsgeschichte der Region Basel’ – points to the metal lockers and the fountain at the entrance: ‘Around 20,000 people once worked on this site.’ And they all had to change, shower and get ready somewhere. Huge changing rooms still exist underground today. Thousands of people arriving for shift work: These are numbers that are hard to imagine nowadays – perhaps in large office complexes, but in factories? Yet the site was still bustling with activity up until the 1990s. It was not until the 2000s that the last factories were closed. Pipetting still continued, but vats and reactors were decommissioned and disappeared, just like the last of the old Basel factory workers.

For a long time, it was by no means a clean job. Until the first collective labour agreement (CLA) for the chemical industry came into force in 1945, it was in fact downright dirty here. The Basel artist Walter Maeglin created artistic memorials to the workers –all of whom were men – at that time. For instance, the portrait of a man who had rubbed his body with clay to avoid coming into too much contact with the dyes. Or a factory painting in which someone had fashioned a makeshift respirator out of a

rag. The substances handled back then were quite aggressive. Already in early factory times, the colour fuchsin, for example, was produced in large quantities from tar. The colour, which was roughly the same shade as today’s magenta, happened to be a major export hit for Basel.

Chemistry was a serious business, and it had to look the part.

The ‘worker aristocracy’ emerged – and then disappeared again With the introduction of the collective labour agreement, working conditions and social benefits improved dramatically. ‘A sort of working-class elite even emerged,’ says Schaffner: anyone who found work in this flourishing industry was considered privileged. Whilst the industry was already doing well here before the war, things only went upwards after 1945. Switzerland was able to produce chemicals without interruption in the post-war years; unlike in neighbouring countries, factories here remained undamaged and productive. Global demand was enormous, and prosperity grew. In the 1960s, Ciba treated itself to a lavish expansion of the site: among other things, the WKL-125 high-rise was built, alongside the WKL-610 – arguably the most modern and stylish canteen in Switzerland.

It is and was a world of contrasts: on the one hand, the daily grind of work, with many routines increasingly controlled by machines and early computers; on the other hand, however, there was also a great deal of waiting time. This was because many substances first had to be mixed and then needed time to react. People often passed the time playing sport, such as tennis. Or, and there are documented anecdotes of

this too, by lying around in the sun on the lawn. Or with other minor activities. However, anyone who lazed about too much was sometimes transferred as a punishment. For instance, to the warm, damp production halls that reeked of chemicals – for those unaccustomed to it, an ordeal, and there are plenty of anecdotes about that too.

If the Klybeck factory was once a city within a city and a production machine on a global scale, today it is a monument without a people. Stepping out of the Chemical Museum and looking around at the crossroads in front of the former canteen, one feels rather as though one is in a very quiet, rather unattractive suburb. The buildings are still there, but the people are missing. Temporary uses and lettings are bringing some life back, but it is nothing like it used to be. Today, there are still around 2,000 people who spend their daily lives on the site. It is only with the klybeckplus project that a proper town is set to emerge here once more. Until then, Nicholas Schaffner, himself from a family with a history in the chemical industry, guides visitors through a century-old site that still exists and yet is already a thing of the past.

BASEL CHEMISTRY MUSEUM

Klybeckstrasse 200 –imgrb.ch

FALL IN LOVE WITH BASEL

Für unvergessliche

Perfekte Akustik, ehrwürdiges Ambiente, spannendes Interieur, legendäre Geschichten – in Basel gibt es Locations, bei denen lohnt sich ein Besuch allein wegen der Architektur oder der wilden Vergangenheit. Dank hochkarätigen Konzerten und spannenden Events gehören sie zur Krönung für Kulturinteressierte.

MÜNSTER

Münsterplatz 9 – baslermuenster.ch

Wer schon mal ein Orgelkonzert in Basels Wahrzeichen, dem tausend Jahre alten Münster, erlebt hat, kennt die Wucht, mit der dieses Instrument in dem sakralen Raum einem in die Glieder fährt. Das Münster ist jedoch auch für andere Konzerte ein magischer Ort. Der mystische Klangraum weckt Emotionen und spendet Kraft – hier erfährt man hautnah, was Musik auslösen kann.

ATLANTIS

Klosterberg 13 – atlantis-basel.ch

Das Atlantis ist eines der ältesten und legendärsten Konzertlokale Europas. Hier badeten in den 1950er-Jahren echte Alligatoren, während täglich Jazzmusiker auf dem Klavier spielten und die Gäste ihre erste Coca-Cola tranken. Im -Tis spielten Black Sabbath und Joe Cocker, Stephan Eicher und Polo Hofer. Heute gibts hier Blues, Soul, Rock und Funk – und die Erinnerung an die verrückten alten Zeiten.

The ‘Atlantis’ is one of Europe’s oldest and most legendary concert venues. In the 1950s, real alligators used to swim here, whilst jazz musicians played the piano every day and guests drank their first Coca-Cola. Black Sabbath and Joe Cocker, Stephan Eicher and Polo Hofer have all performed at the ‘-Tis. Today, the venue hosts blues, soul, rock, and funk – and the memory of those crazy old days.

Anyone who has ever attended an organ concert in Basel’s landmark, the thousandyear-old Münster, knows the sheer power with which this instrument resonates through one’s very being in this sacred space. However, the Münster is also a magical venue for other concerts. The mystical acoustic space stirs emotions and imparts strength – here you experience first-hand the power of music.

For Unforgettable Memories

Perfect acoustics, a venerable atmosphere, a fascinating interior, legendary stories – Basel is home to venues that are well worth a visit for their architecture or their turbulent past alone. Thanks to first-rate concerts and exciting events, they are a highlight for culture lovers.

Er innerungen

DON BOSCO

Eptingerstrasse 27 –donboscobasel.ch

Die einstige römisch-katholische Kirche Don Bosco im Breitequartier ist heute ein Kulturzentrum mit zwei Konzertsälen mit hervorragender Akustik, Proberäumen und einem Aufnahmestudio. Das Programm umfasst vor allem klassische Konzerte – im Don Bosco treffen sich Musikerinnen, Ensembles und Liebhaber klassischer Klänge für Proben, Konzerte und Austausch.

The former Roman Catholic church of Don Bosco in the Breite district is now a cultural centre with two concert halls offering excellent acoustics, rehearsal rooms, and a recording studio. The programme focuses primarily on classical concerts – at Don Bosco, musicians, ensembles, and lovers of classical music come together for rehearsals, concerts, and exchanges.

STADTCASINO BASEL

Konzertgasse 1 – stadtcasino-basel.ch

Der Musiksaal im 1826 eröffneten Stadtcasino gehört zu den ältesten noch genutzten Konzertsälen Europas. In diesem Saal mit Weltklasse-Akustik musizierten schon Liszt, Schumann und Brahms. Ein Besuch des glamourösen Ortes lohnt sich wegen der brillanten Akustik, wegen dem hochkarätigen Programm aber auch wegen der herausragenden Architektur und Neugestaltung von Herzog & de Meuron. The concert hall at the Stadtcasino, which opened in 1826, is one of the oldest concert halls in Europe still in use. Liszt, Schumann, and Brahms have all performed in this hall with its world-class acoustics. A visit to this glamorous venue is well worth it for the brilliant acoustics, the top-class programme, and also for the outstanding architecture and redesign by Herzog & de Meuron.

GANNET

Uferstrasse 40 – gannet.lv

55 Jahre lang warnte die Gannet andere Schiffe vor Irlands Küste vor schroffen Klippen. 2009 wurde sie als letztes Leuchtturmschiff Europas ausser Betrieb genommen und vor fünf Jahren ihrer neuen Bestimmung zugeführt: Seither dient sie mit ihrem 12 Meter hohen Leuchtturm als Ort der Kultur – eine Perle; auch weil hier immer wieder unfassbar schöne Konzerte aufstrebender Bands stattfinden.

For 55 years, the Gannet warned other ships off the coast of Ireland of rugged cliffs. In 2009, it was decommissioned as Europe’s last lighthouse ship and given a new purpose five years ago: Since then, with its 12-metre-high lighthouse, it has served as a cultural venue – an absolute gem; also because incredibly beautiful concerts by up-andcoming bands are held here time and again.

BIRD’S EYE

Kohlenberg 20 – birdeye.ch

In der ehemaligen Gefängnisturnhalle vom Gefängnis Lohnhof ist seit 1999 der international renommierte Jazzclub Bird’s Eye zu Hause. An fünf Abenden die Woche finden hier Live-Konzerte mit internationalen Stars, aber auch mit renommierten regionalen Bands und aufstrebenden Talenten statt. Nicht nur die moderaten Eintrittspreise lohnen hier einen Besuch – das Bird’s Eye ist eine wahre Fundgrube für musikalische Neuentdeckungen!

The internationally renowned jazz club Bird’s Eye has been based in the former gymnasium of Lohnhof Prison since 1999. Five evenings a week, live concerts are held here featuring international stars, as well as renowned regional bands and up-and-coming talent. It’s not just the reasonable admission prices that make a visit worthwhile – Bird’s Eye is a real treasure trove for musical discoveries!

KULTURKIRCHE PAULUS

Steinenring 20 – kulturkirche-paulus.ch

Zu den bedeutendsten Baudenkmälern Basels gehörend, ist die 1901 eingeweihte Pauluskirche ein wichtiger Orientierungspunkt im Basler Stadtbild. Seit einigen Jahren wird der Raum nicht mehr für reguläre Gottesdienste, dafür als Chorzentrum und Eventlocation genutzt. Für Chöre eignet sich die Kirche besonders wegen ihrer schönen Akustik und ihrem besonderen Charakter als Zentralbau.

Consecrated in 1901 and one of Basel’s most significant architectural monuments, St Paul’s Church is a key landmark in the city’s skyline. For several years now, the space has no longer been used for regular church services, but instead serves as a choir centre and event venue. The church is particularly well-suited to choirs thanks to its beautiful acoustics and its distinctive character as a central building.

dieWelt! braucht Mehr Pink

Bunt, wild, exzentrisch, aber auch nachdenklich, politisch und mit ganz viel Herz: Fashiondesignerin Jacqueline Loekito ist ein Freigeist. Sie designt unter ihrem eigenen Label, entwirft Kostüme fürs Theater und ist Dozentin an der HGK FHNW.

Ein Besuch

im winzigen Kosmos ihres Ateliers, in dem es modisch keine Grenzen gibt.

Jacqueline Loekito ist der pinke Stern am Basler Modehimmel. Ihre farbenfrohen Designs stellen Geschlechterstereotypen, Schönheitsideale und Körpernormen in Frage. In ihrer Welt sind alle Menschen frei, zu tragen, was sie wollen. Jacqueline liebt die überschaubare Grösse Basels und die Arbeit an ihrer Nähmaschine. Zum Zeitpunkt des Interviews ist sie seit ein paar Wochen mit ihrem zweiten Kind schwanger und befindet sich in einer Phase, in der sie sich noch nicht ansatzweise so umwerfend fühlt, wie sie dennoch wirkt. Im Gespräch zeigt sie sich nachdenklich und zerbrechlich. Gleichzeitig kann sie herrlich laut lachen, antwortet scharfsinnig und mit viel Herz. Ein Gespräch über Uniformen, Liebe und die Urkraft der Mütter.

Du bist in der grössten Stadt Südostasiens aufgewachsen. Welchen Duft hast du in der Nase, wenn du an deine Kindheit denkst?

Was für eine Frage. Gerade jetzt, wo ich schwanger bin, nehmen Düfte nochmal einen ganz anderen Raum ein. In meiner Kindheit lebte ich mit meinen Eltern und meinen zwei Geschwistern im Süden Jakartas. Hinter unserem Haus floss ein brauner Fluss, und Luftverschmutzung war damals noch kein Thema. Morgens wurde ich vom Krähen eines Hahns geweckt. Wenn ich daran denke, fühlt es sich fast wie Urlaub an. Es riecht nach Erde. Nach Wärme. Und irgendwie auch nach Anfang.

Nach dem Anfang deiner ModeKarriere?

Mode war tatsächlich mein KindheitsTraum. Ich bekam meine erste Nähmaschine mit acht, nähte alle meine Barbiekleider selbst. Auch mein Vater war im Modebereich tätig, er modelte, hatte Freunde in der Designer-Szene und auch in der LGBTQCommunity. Die gab es tatsächlich bereits damals, auch wenn Indonesien natürlich ein muslimisches Land und das Thema offiziell Tabu ist.

Stammt das Pink in deiner Arbeit aus deiner Kindheit?

Nein, das Pink kam erst in Basel. In Jakarta lernte ich erst einmal, dass man als Frau nicht anziehen darf, worauf man Lust hat. Dann kam ich ins Mode-Paradies London, wo ich mich plötzlich kleiden konnte, wie ich wollte. Während meines Bachelor-Studiums beschäftigte ich mich mit geschlechtsneutraler Kleidung. Damals gab es kaum Unisex-Mode und erstaunlicherweise stiess meine Idee auch im offenen London nicht nur auf Begeisterung. In Basel schliesslich startete ich im Rahmen meines Masters Recherchen zum Thema Pink und fand heraus: Pink wurde im 17. und 18. Jahrhundert gerne von Männern getragen. So wurde Pink zum Leitmotiv meiner Arbeit.

Du warst ja bereits in London ziemlich erfolgreich …

Ja, nach meinem Bachelor wurde ich für eine Reality-TV-Show angefragt. Die Show hiess «Styled to Rock UK» und wir mussten Outfits für Stars wie Kanye West, Katy Perry und Rihanna entwerfen. Das war eine gute Übung. Im Umgang mit Kunst- und Theaterschaffenden und im Design von Kostümen profitiere ich bis heute von dieser Erfahrung. Ich kam bis ins Finale. Und obwohl ich die Show am Ende nicht gewann, so verschaffte sie mir doch viele Styling-Aufträge.

Und was brachte dich nach Basel? 2013 begleitete ich eine Freundin hierher. Es war Winter, schneite und ich hatte nie zuvor von dieser Stadt gehört. Wir gingen zu einer Party in den Nordstern. Da traf ich Yves, meinen heutigen Mann. Wir redeten die ganze Nacht, tauschten Nummern. Am nächsten Tag nahm er mich mit auf die Fähre und zum Teetrinken ins Hirschi. Das fand ich sehr romantisch! Nach zwei Jahren Fernbeziehung entschieden wir uns für eine gemeinsame Zukunft in Basel. Auch der politischen Umstände wegen. Der Brexit hatte mir die Lust an England verdorben.

Aber Basel muss anfänglich ein Schock gewesen sein?!

Ja, bei meinem ersten Besuch dachte ich, Basel sei die Kulisse von Hänsel und Gretel. Aber als ich dann öfter hier war, verliebte ich mich in die Stadt. Ich lernte neue Ecken und Leute kennen und erkannte die Vorteile der kurzen Distanzen. In Jakarta war ich allein für den Weg zur Grundschule zwei Stunden unterwegs. Hier konnte ich plötzlich zu Fuss in den Ausgang – ein Traum!

Wie wichtig ist dir Mode?

Sie ist für mich alles – ein Heilungsprozess, eine Form von Kommunikation, Geschichte, Gemeinschaft. Und gleichzeitig stelle ich mir immer wieder die gleiche Frage: Warum entwerfe ich in einer Welt, die an so vielen Stellen blutet, überhaupt noch ein weiteres Stück? Ich denke viel über die Grundlagen nach. Darüber, wohin das alles führen soll. Was Mode eigentlich bewirken kann – und vielleicht auch muss. Diese Themen begleiten mich ständig, auch in meiner Arbeit als Dozentin an der FHNW, wo ich genau darüber mit meinen Studierenden diskutiere.

Welchen Teil deiner Arbeit magst du besonders?

Ich mag das Entwickeln neuer Ideen – dabei geht es auch immer darum, mich selbst zu finden. Zudem liegen mir die Materialsuche und das Recherchieren sehr. Ich nähe unglaublich gerne, es ist Teil meiner Therapie. Aber auch die Arbeit mit den Studierenden inspiriert mich und natürlich sind die Fashion-Shows toll. Ich realisiere in jedem Jahr ein neues Projekt. Dieses Jahr schreibe ich ein Buch. Darin geht es unter anderem um Uniformen. Ich liebe Uniformen! Ich bin mit Schuluniformen aufgewachsen. Sie machen die Zugehörigkeit zu Gesellschaftsschichten und Religionen unsichtbar. Die Frage ist nun natürlich; wie sieht die Uniform von Jacqueline Loekito aus?

Pink?

Klar! Und natürlich wird es keine klassische Uniform. Im Moment recherchiere ich viel und experimentiere mit Kleidern aus der Brockenstube. Ich bin gerne früh dran – wir haben März. Im September ist der Geburtstermin unseres zweiten Kindes. Spätestens Anfang nächstes Jahr möchte ich etwas präsentieren.

Basel ist ja nun nicht gerade eine Modestadt …

Für mich lustigerweise schon – oder sagen wir: je zur Hälfte. Natürlich; ich bewege mich im Fashion-Umfeld. Aber auch ausserhalb sehe ich hier immer wieder modisch herausstechende Figuren. Und natürlich; die Teenager und alle anderen tragen eine Uniform. Die Menschen wollen nicht auffallen, sie mögen es, gleich auszusehen.

Das gibt ihnen Sicherheit. Doch gerade heute morgen bekam ich ein Kompliment für meinen pinken Mantel. Meine verrückte Mode sorgt für Gesprächsstoff! Ich stelle mir vor, wenn es nun überall pinke Mäntel zu kaufen gäbe, würden sie zu etwas völlig Normalem werden, eine neue Uniform würde entstehen ...

Das dürfte jedoch noch eine Weile dauern. Absolut. Aber Basel scheint mir enorm aufgeschlossen, wie ein kleines London. Darum gebe ich die Hoffnung nicht auf: Die Menschen sollten tragen, was immer sie wollen und aufhören sich zu fragen, was andere über ihren Look denken. Mehr Farbe wäre schön – das Leben ist zu kurz für modische Zurückhaltung!

Wie hat das Muttersein dich oder deine Perspektive auf die Welt verändert?

Das Muttersein ist eine Urkraft. Schon bevor ich selbst Mama wurde, nannte mich meine queere Community manchmal «Mutter» und ich trug diesen Titel mit Stolz. Mit der Geburt meiner Tochter öffnete sich jedoch die Tür zu einer Parallelwelt. Ich mache mir mehr Sorgen. Aber ich fühle mich auch stark. Ich habe Leben geboren, jetzt kann ich alles schaffen! Zumindest wenn ich nicht gerade wieder schwanger bin. Ich hatte ganz vergessen, wie sich das anfühlt …

Was macht dich wütend beim Blick auf die Welt?

So vieles! Wir leben in einer Ära der Schurken. Ein matriarchales System würde positive Veränderung bringen. Aber die Idioten gewinnen derzeit immer. Um nicht zu viel Energie an das Negative zu verschwenden, fokussiere ich mich auf meine kleine Bubble und versuche, Gutes im Kleinen zu bewirken.

Was würdest du gerne richtig gut können?

Ich wäre gerne eine richtig gute Mutter. Und eigentlich möchte ich sowieso in allem besser sein. Ich wäre gerne eine bessere Köchin, eine bessere Lehrerin, eine bessere Ehefrau und eine bessere Freundin – es gibt noch sehr viel zu tun!

LOEKITOS KOSMOS

Jacqueline Loekito kam als Tochter einer Engländerin und eines Indonesiers in Jakarta zur Welt. Mit 19 Jahren verliess sie Indonesien und begann in London Fashion Design zu studieren. Nach ihrem Bachelor arbeitete sie als Stylistin und wurde als eine von zwölf Designerinnen für Rihannas Show «Styled to Rock UK» ausgewählt. 2015 kam sie der Liebe wegen nach Basel und schloss hier 2018 ihr Masterstudium im Fach Modedesign ab. Sie hat ihre Liebe geheiratet, ist Mutter von (bald) zwei Kindern und designt eigene Kollektionen, die für die Aufhebung traditioneller Geschlechterrollen stehen. Sie arbeitet mit lokalen Kunstschaffenden zusammen und entwirft Kostüme für das Theater Basel, das Theater Roxy und das Zürcher Theater Neumarkt. Am Institut für Modedesign HKG Basel FHNW unterrichtet sie Studierende und leitet das Masterstudio. jacqueline-loekito.com

GENUSS & FREIZEIT IM PARK

The world needs morepink!

Colourful, wild, eccentric, yet also thoughtful, political, and full of heart: Fashion designer Jacqueline Loekito is a free spirit. She designs under her own label, creates costumes for the theatre and lectures at the HGK FHNW.

A

visit to the tiny world of her studio, where there are no boundaries in fashion.

Jacqueline Loekito is the pink star in Basel’s fashion firmament. Her colourful designs challenge gender stereotypes, beauty ideals, and body norms. In her world, everyone is free to wear whatever they want. Jacqueline loves Basel’s manageable size and working at her sewing machine. At the time of the interview, she has been pregnant with her second child for a few weeks and is at a stage where she doesn’t yet feel anywhere near as stunning as she appears to us. In conversation, she comes across as thoughtful and fragile. At the same time, she can laugh wonderfully loudly, answering with wit and a great deal of heart. A conversation about uniforms, love, and the primal power of mothers.

You grew up in the largest city in SouthEast Asia. What scent comes to mind when you think of your childhood?

What a question. Especially now that I’m pregnant, scents take on a whole new dimension. As a child, I lived with my parents and my two siblings in the south of Jakarta. A brown river flowed behind our house, and air pollution wasn’t an issue back then. In the mornings, I was woken by a cock’s crow. When I think back on it, it almost feels like a holiday. It smells of earth. Of warmth. And somehow, of new beginnings too.

The beginning of your fashion career?

Fashion was actually my childhood dream. I got my first sewing machine at eight and sewed all my Barbie dresses myself. My father was also involved in the fashion industry; he modelled and had friends in the design scene and in the LGBTQ community. It actually existed back then, even though Indonesia is, of course, a Muslim country and the subject is officially taboo.

Does the pink in your work stem from your childhood?

No, the pink only came about in Basel. In Jakarta, I first learnt that as a woman, you’re not allowed to wear whatever you fancy. Then I came to the fashion paradise of London, where I could suddenly dress however I wanted. During my bachelor’s degree, I explored gender-neutral clothing. Back then, there was hardly any unisex fashion, and surprisingly, even in open-minded London, my idea wasn’t met with nothing but enthusiasm. Finally, in Basel, as part of my Master’s degree, I began researching the topic of pink and discovered that pink was often worn by men in the 17th and 18th centuries. Therefore, pink became the central theme of my work.

You were already quite successful in London…

Yes, after completing my bachelor’s degree, I was approached to take part in a reality TV show. The show was called ‘Styled to Rock UK’ and we had to design outfits for stars like Kanye West, Katy Perry and Rihanna. It was good practice. I still benefit from that experience today when working with artists and theatre professionals and when designing costumes. I made it all the way to the final. And although I didn’t win the show in the end, it did land me plenty of styling jobs.

And what brought you to Basel?

In 2013, I accompanied a friend here. It was winter, it was snowing, and I’d never heard of this city before. We went to a party at the Nordstern. That’s where I met Yves, my husband today. We talked all night and swapped numbers. The next day, he took me on the ferry and for tea at the Hirschi. I thought that was very romantic! After two years of a long-distance relationship, we decided on a future together in Basel. Partly because of the political situation. Brexit had put me off England.

But Basel must have been a bit of a shock at first?!

Yes, on my first visit, I thought Basel was the setting for Hansel and Gretel. But once I started coming here more often, I fell in love with the city. I got to know new areas and people and realised the advantages of short distances. In Jakarta, it took me two hours just to get to primary school. Here, I could suddenly walk to a night’s outing – a dream!

«People should wear whatever they want and stop worrying about what others think of their look.»
Jacqueline Loekito

How important is fashion to you?

To me, it’s everything – a healing process, a form of communication, history, community. And yet I keep asking myself the same question: Why am I designing yet another piece in a world that’s bleeding in so many places? I think a lot about the groundwork. About where all this is heading. What fashion can actually achieve – and perhaps must achieve. These topics are constantly on my mind, including my work as a lecturer at the FHNW where I discuss precisely these issues with my students.

Which part of your work do you particularly enjoy?

I enjoy developing new ideas – it’s always about finding myself in the process. I also really enjoy sourcing materials and doing research. I absolutely love sewing; it’s part of my therapy. But working with the students inspires me too, and of course the fashion shows are brilliant. I undertake a new project every year. This year I’m writing a book. It’s about uniforms, among other things. I love uniforms! I grew up wearing school uniforms. They make one’s affiliation with social classes and religions invisible. The question now, of course, is: What does Jacqueline Loekito’s uniform look like? Pink?

Of course! And naturally, it won’t be a classic uniform. At the moment, I’m doing a lot of research and experimenting with clothes from the charity shop. I like to get started early – it’s March. Our second child is due in September. I’d like to have something ready by early next year at the latest.

Basel isn’t exactly a fashion capital… Funnily enough, for me it is – or let’s say: half and half. Of course, I move in fashion circles. But even outside those circles, I keep spotting people here who really stand out in terms of style. And of course, the teenagers and everyone else – they all wear a uniform. People don’t want to stand out; they like looking the same. It gives them a sense of security. Yet just this morning I received a compliment on my pink coat. My crazy fashion is a topic for conversation! I imagine that if pink coats were now available everywhere, they would become completely normal, and a new uniform would emerge...

That’s likely to take a while, though. Absolutely. But Basel strikes me as incredibly open-minded, like a miniature London. That’s why I’m not giving up hope: People should wear whatever they want and stop worrying about what others think of their look. More colour would be lovely – life’s too short for fashion restraint!

How has motherhood changed you or your perspective on the world?

Motherhood is a primal force. Even before I became a mum myself, my queer community sometimes called me ‘mother’ and I wore that title with pride. With the birth of my daughter, however, the door to a parallel world opened. I am more worried now. But I feel strong too. I’ve brought a life into the world, so I can do anything! At least when I’m not pregnant again. I’d completely forgotten what that feels like…

What makes you angry when you look at the world?

So many things! We’re living in an age of villains. A matriarchal system would bring about positive change. But the idiots always seem to win at the moment. So as not to waste too much energy on the negative, I focus on my little bubble and try to make a good difference on a small scale.

What would you like to be really good at?

I’d like to be a really good mother. And actually, I’d like to be better at everything anyway. I’d like to be a better cook, a better teacher, a better wife, and a better friend –there’s still so much to do!

LOEKITOS COSMOS

Jacqueline Loekito was born in Jakarta to an English mother and an Indonesian father. At the age of 19, she left Indonesia and began studying fashion design in London. After completing her bachelor’s degree, she worked as a stylist and was selected as one of twelve designers for Rihanna’s show ‘Styled to Rock UK’. In 2015, she moved to Basel for love and completed her Master’s degree in Fashion Design here in 2018. She married her partner, is the mother of (soon to be) two children, and designs her own collections, which stand for the dismantling of traditional gender roles. She collaborates with local artists and designs costumes for Theater Basel, Theater Roxy and Zurich’s Theater Neumarkt. At the Institute of Fashion Design HKG Basel FHNW, she teaches students and heads the Master’s studio.

jacqueline-loekito.com

HOCH DIE NEUGIER

Details zum Programm und allen weiteren Projekten des Tanzhaus Basel gibt es hier: www.tanzhausbasel.ch

Abseits der

Bewegt man sich in einer fremden Stadt, gilt es oft, die allgemein bekannten TouriHotspots abzuarbeiten. Daneben bleibt die Frage; was machen eigentlich die Locals? Welches sind die Szene-Bars, die hippen Treffpunkte, die sich entwickelnden Quartiere?

Auch in Basel gibt es etliche charmante Orte, die in kaum einem Reiseführer stehen.

BRUNNENBADEN

Diverse Orte in der ganzen Stadt – brunnengehn.ch / basel.com/badebrunnen

Mehr noch als das Baden im Fluss hat das Baden in den historischen Brunnen in Basel Tradition. Im Sommer setzt man sich gemeinsam mit Freunden ins kühle Nass, nippt an einem Getränk und geniesst das Leben. Zwischen Oktober und März werden in regelmässigen Abständen ausgewählte Brunnen mit einem holzbefeuerten, mobilen Ofen beheizt. Im warmen Brunnenbecken wird Tee serviert – das Leben meint es gut mit den Baslerinnen und Baslern.

DREILÄNDERECK

Westquaistrasse 75

Eine ganz besondere Qualität der Stadt ist ihre Lage. Dass hier Deutschland, Frankreich und die Schweiz aufeinandertreffen und die Schiffe Richtung Nordsee auslaufen, macht die Menschen neugierig und aufgeschlossen. In Basel kannst du innerhalb einer Stunde zu Fuss drei Grenzen überqueren und mit Blick auf drei Länder einen Drink schlürfen. Auch eine Hafenrundfahrt mit der Basler Personenschifffahrt bietet sich an. Direkt am Dreiländereck gibt es tolle Bars und renommierte Clubs.

One of our city’s best qualities is its location. The fact that Germany, France, and Switzerland meet here, and that ships set sail for the North Sea, makes the people curious and open-minded. In Basel, you can cross three borders on foot within an hour and enjoy a drink whilst looking out over three countries. A harbour tour with Basler Personenschifffahrt is also a great option. Right at the tri-border area, there are fantastic bars and renowned clubs.

Even more so than bathing in the river, bathing in Basel’s historic fountains is a long-standing tradition. In summer, people sit in the cool water with friends, sip a cold drink and enjoy life. Between October and March, selected fountains are heated at regular intervals using a wood-fired, mobile stove. Tea is served in the warm fountain basin – life is good for the people of Basel.

Off the

beatentrack

When exploring a new city, you often end up ticking off the wellknown tourist hotspots. However, that leaves the question: What do the locals actually visit and do? Which are the trendy bars, the hip hangouts, the up-and-coming neighbourhoods? Like any other city, Basel has plenty of charming spots that you’ll find in hardly any guidebook.

To uristenpfade

FOYER PUBLIC

Theaterstrasse 7 – theater-basel.ch

Das Theater Basel stellt sein grosses Foyer der Bevölkerung zur Verfügung und macht sich so zum öffentlichen, kulturellen und sozialen Ort mitten in der Stadt. Hier kann man sich mit Freunden treffen oder allein entspannen, lesen oder stricken. Es gibt eine Kinderecke, gemütliche Sitzgelegenheiten und Arbeitsplätze mit Steckdosen und WLAN. Hin und wieder sieht man eine bekannte Schauspielerin oder den TheaterIntendanten an einem Kaffee nippen. Understatement, wie man es in Basel schätzt. Theater Basel offers its large foyer to the people, transforming it into a public, cultural, and social hub right in the heart of the city. Here, you can meet up with friends or relax on your own, read or knit. There is a children’s corner, comfortable seating, and workspaces with power sockets and Wi-Fi. Every now and then, you might spot a famous actress or the theatre director sipping a coffee. Understatement, just as we like it in Basel.

RHYBADHYSLI

St. Johanns-Rheinweg 50 –rhybeli.ch / St. Alban-Rheinweg 195 – rheinbad-breite.ch

Kaum irgendwo wird das «Sich-treibenLassen» so zelebriert wie in Basel. Egal ob Sommer oder Winter; hier sieht man Menschen im Fluss. Bereits 1887 eröffnete die erste öffentliche Badeplattform: Das Rheinbad St. Johann (Rhybeli). Später kam das Rheinbad Breite hinzu. Heute bieten die beiden geschichtsträchtigen Badeanstalten im Sommer Liegeflächen, Duschen, WC und Garderoben. In der Breite schwitzt man im Winter zudem in der Sauna-Jurte –Abkühlung gibts natürlich im Rhein.

There’s hardly anywhere else where ‘going with the flow’ is celebrated quite like in Basel. Whether it’s summer or winter, you’ll see people in the river here. The first public bathing platform opened as early as 1887: the Rheinbad St. Johann (Rhybeli). Later, the Rheinbad Breite was added. Today, in summer, these two historic bathing establishments offer reclining areas, showers, toilets, and changing rooms. At Breite, you can also work up a sweat in the sauna yurt in winter – and cool off in the Rhine, of course.

NOVARTIS CAMPUS

Fabrikstrasse 2 – campus.novartis.com

Wo einst die chemische Industrie entstand, steht heute eine kleine, futuristische Stadt am Rande der Stadt. Einkaufsläden, Apotheke, Restaurants und Parkanlagen und vor allem grosse Namen der Kunst und Architektur gibt es hier kostenlos zu entdecken. Ein mondäner Mix aus Alt und Neu, Arbeit und Erholung, Wissenschaft und Kunst, Fortschritt und Natur.

Where the chemical industry once took root, there now stands a small, futuristic town on the outskirts of the city. Shops, a pharmacy, restaurants, and parks – and above all, big names in art and architecture – are all here to be discovered free of charge. A sophisticated blend of old and new, work and leisure, science and art, progress and nature.

MARKTHALLE

Steinentorberg 20 –altemarkthalle.ch

Die 1929 erbaute Markthalle versorgte jahrzehntelang den Basler Handel und die Gastronomie mit Lebensmitteln. Das denkmalgeschützte Gebäude mit der 27 Meter hohen Stahlbetonkuppel ist ein architektonisches Highlight und überdies heute ein sehr beliebter und Basel-typischer Ort für geselliges Beisammensein, Kulinarik, Konzerte, Workshops und (Floh-)Märkte. Hier rennen Kinder herum, hier wird gelacht, gegessen, angestossen und geplaudert – 7 Tage die Woche.

Built in 1929, the Markthalle supplied Basel’s retailers and restaurants with food for decades. The listed building, with its 27-metre-high reinforced concrete dome, is an architectural highlight and, in addition, is now a very popular and typically Basel venue for social gatherings, culinary delights, concerts, workshops, and (flea) markets. Here, children run about, people laugh, eat, clink glasses, and chat – seven days a week.

BUVETTEN

Diverse Orte am Rheinufer im Gross- und Kleinbasel –basel.com/buvetten

Längst kein Geheimtipp mehr, aber absolute Pflicht für alle Baslerinnen und Basler sind die Buvetten am Rheinufer. Sie verbreiten akute Ferienstimmung, daher trifft sich hier von April bis Oktober tout Bâle. Zum Sonnenbaden, Apérölen, Boule spielen, zum Sehen und Gesehenwerden. Am besten in Kombination mit einem Rheinschwumm – daher; Badehose und Wickelfisch nicht vergessen. The buvettes along the banks of the Rhine are no longer an insider’s tip but an absolute must for all Basel residents. They exude a real holiday atmosphere, which is why the entirety of Basel meets here from April to October. For sunbathing, aperitifs, playing boules, and seeing and being seen. Best enjoyed in combination with a dip in the Rhine – so don’t forget your swimming equipment and Wickelfisch bag.

Knochenleim & Von Pferdehaar

Täglich musizieren in Basel Geigerinnen und Cellisten in Orchestern, an der Musikhochschule oder zu Hause im Kinderzimmer. Geht dabei etwas zu Bruch, heissts: auf zu Anna Reber. In ihrem

Geigenbauatelier repariert, revidiert und restauriert sie Streichinstrumente mit geübter Hand und sympathischer Gelassenheit.

Es gibt Geigen, die werden am Fliessband produziert und sind online für 300 Franken zu haben. Eine handgemachte Geige jedoch kostet ein Vielfaches. Und dann sind da die Luxus-Modelle. Wertanlagen, die für mehrere Millionen gehandelt werden. 45 Millionen Dollar betrug allein das Startgebot bei der Versteigerung einer Stradivari-Bratsche – sie gilt als bislang teuerstes Musikinstrument der Welt. Neben Stradivari sind auch Amati und Guarneri renommierte Geigenbauerfamilien. Sie alle kommen aus dem italienischen Cremona, einem Städtchen in der Lombardei, dessen Geigenbaukunst unterdessen zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO gehört.

In Cremona war es denn auch, wo sich Anna Reber dazu entschied, Geigenbauerin zu werden. Sie hatte eben die Schule abgeschlossen, war in den Ferien und auf der Suche nach Perspektiven. Anna kommt aus einer Musikerfamilie. Der Vater, Organist und Schulmusiker, vier Geschwister – alle spielten ein Instrument. Anna, die Jüngste, spielte Geige. «Allerdings war mein Vater mit mir nicht mehr so streng, ich habe kaum geübt …», lacht sie. Entsprechend hatte sie

auch keine Ambitionen, beruflich Musik zu machen. Dennoch, damals im Urlaub in Cremona, wurde ihr klar; Geigenbauerin, das ist ihres.

Ja, das braucht’s heute noch! Nach der Ausbildung an der Geigenbauschule in Brienz und mehreren Praxisjahren machte sie sich in Basel selbstständig. Seit zwei Jahren betreibt sie ihr Atelier am Petersgraben. «Ob man davon leben kann, fragen mich die Leute oft. Und: Brauchts das heute noch?» Anna schmunzelt. Ihr ist die Arbeit noch nie ausgegangen – Musikhochschule und Schola Cantorum Basiliensis sei Dank. Immer wieder liegen auch namhafte Instrumente mit hohem Wert auf ihrem Tisch. Dann wird sie nervös. «Bei einem wirklich teuren Instrument darf dir nichts kaputtgehen», weiss sie. Doch wo gehobelt wird, fallen Späne. Und bei Anna wird viel gehobelt. Ihre Werkzeugsammlung ist beachtlich: Eine Vielzahl an Schnitzmessern, Stemmeisen, Raspeln und Feilen liegen auf dem Tisch. Sägen, Winkel und Hammer hängen an der Wand. In den Schubladen und auf den Regalen stehen unzählige Spezial-Geräte, Fläschchen, Tuben und Dosen.

«Das Gute ist, wir können alles flicken», schmunzelt sie. «Aber es ist natürlich eine Horrorvision, dass mir mit einem wirklich wertvollen Instrument ein Missgeschick passiert. Nach der Lehre habe ich einmal einen teuren Bogen zerbrochen – das vergesse ich nie wieder!» Auch ein Bogen kann leicht 5000 Franken und mehr kosten. Für das Herstellen eines Bogens gibt es eine eigene Ausbildung, die allein vier Jahre dauert. Anna flickt die Bogen nur und bespannt sie neu. Ein Instrument muss jedoch nicht zwingend teuer sein, um einen immensen Wert zu haben. «Den persönlichen Wert darf man nicht unterschätzten. Vielleicht ist eine Geige Schrott, aber der Grossvater selig hat bereits darauf gespielt. Dann darf sie dir beim Reparieren eben auch nicht kaputtgehen.»

200 Stunden Arbeit mit 200 Jahre altem Holz Es ist eine eigene Welt, in der Anna sich da bewegt. Sie erzählt vom Knochenleim, den sie nach alter Tradition zum Verleimen der Holzteile verwendet, weil der elastisch ist und wahnsinnig gut hält. Und sie zeigt das Pferdehaar, das büschelweise an der Wand hängt. Es kommt von Hengsten. «Stuten-

haare nimmt man nicht, weil Stuten über ihre Schweife pinkeln. Für eine Geige brauchst du mongolische, für ein Cello sibirische Haare.» Auch das Holz ist eine Philosophie für sich. «Man sagt, von 1000 Bäumen kann man nur einen für den Geigenbau gebrauchen», so Anna. «Das Holz muss sehr feinjährig, also langsam und dicht gewachsen sein, so dass die Jahresringe gleichmässig und eng beieinander liegen. Oft kommt es aus den Alpen. Um eine Geige bauen zu können, muss der Baum einen gewissen Durchmesser haben, den er erst ab etwa 200 Jahren erreicht.»

Je mehr Anna während dem Schleifen, Leimen und Schrauben erzählt, desto deutlicher wird: Der hohe Preis eines Streichinstruments hat seine Berechtigung. 200 Stunden benötigt ein geübter Handwerker, um eine Geige zu bauen. Das lohnt sich nur noch für die wenigsten – nur Profis kaufen Geigen, die 20’000 Franken und

«Man

sagt, von 1000 Bäumen

kann man nur einen für den Geigenbau gebrauchen.»

mehr kosten. Anna baut zwar aktuell für einen ihrer Söhne ein Cello, ansonsten aber keine Instrumente mehr. Sie fokussiert sich auf Reparaturen und Restaurationen. Zudem vermietet sie Geigen, Bratschen und Celli an Musikschülerinnen und Musikschüler. Meist sind es eher günstigere Instrumente für ein paar Tausend Franken. Auch die können nämlich wunderbar klingen. «Sowieso hört man nicht jeder teuren Geige den Preis an – oft zahlst du auch den Namen», findet Anna. «Sobald man weiss, jetzt spielt eine Stradivari im Wert von 3 Millionen, wird man ehrfürchtig. Objektiv über den Klang zu urteilen, ist dann schwierig.» Dennoch werden sie nach wie vor gespielt, die extrem wertvollen, Hunderte von Jahre alten Instrumente –nicht nur von Stars wie Anne-Sophie Mutter oder David Garrett. Braucht eines dieser Instrumente Annas professionelle Hilfe, schliesst sie es nach der Reparatur in einem riesengrossen Safe ein; sicher ist sicher.

Unterdessen beugt sich Anna über ein in die Jahre gekommenes Kinder-Cello, bei dem sich die Decke gelöst hat. Mit festem, geübtem Griff packt sie das Instrument an, verleimt neu, montiert Schraubzwingen, schüttelt den Kopf: «Die Reparatur lohnt sich nur noch wegen dem emotionalen Wert.» Im Hinterzimmer reihen sich Instrumente auf diversen Regalen und in Vitrinen, hängen unzählige Bögen an der Wand, finden sich Instrumentenkoffer, Kolophonium, Schulterstützen, Saiten, Stege, Wirbel. Anna kennt sich mit alledem bestens aus. Und auch mit Notfällen von Musikstudentinnen oder Sonderwünschen von Star-Geigern. Mit ihrem offenen und pragmatischen Wesen, der Stimmgabel in der Schürze und dem Schnitzmesser in der Hand steht sie mit beiden Beinen inmitten der oft etwas abgehobenen Musik-Welt und sorgt dafür, dass grosse und kleine Menschen auf ihren Geigen und Celli kleine und grosse Erfolge feiern können.

Horsehair and boneglue

Violinists and cellists make music in orchestras, at the music academy or at home in their children’s bedrooms in Basel every day. If something breaks, the answer is: off to Anna Reber. In her violin-making workshop, she repairs, overhauls, and restores string instruments with a skilled hand and a pleasant calmness.

There are violins that are mass-produced and available online for 300 francs. A handmade violin, however, costs many times that amount. And then there are the luxury models. Investments that are worth several million. The starting bid alone at the auction of a Stradivari viola was 45 million dollars – it is considered the world’s most expensive musical instrument to date. Alongside Stradivari, Amati and Guarneri are also renowned families of violin makers. They all hail from Cremona in Italy, a small town in Lombardy whose violin-making craft is now part of UNESCO’s Intangible Cultural Heritage.

It was in Cremona, too, that Anna Reber decided to become a violin maker. She had just finished school, was on holiday and looking for new opportunities. Anna comes from a family of musicians. Her father, an organist and school music teacher, and her four siblings – they all played an instrument. Anna, the youngest, played the violin. “Mind you, my father wasn’t very strict with me; I hardly practised at all…”, she laughs. Consequently, she had no ambitions to pursue a career in music. Still, whilst on

holiday in Cremona, it dawned on her: Violin making was her calling.

Yes, there’s still a need for it today! After training at the violin-making school in Brienz and several years of practical experience, she set up her own business in Basel. She has been running her workshop on Petersgraben for two years. “People often ask me if you can make a living from it. And: ‘Is there still a need for that today?’” Anna smiles. She has never been short of work – thanks to the music academy and the Schola Cantorum Basiliensis. Time and again, renowned instruments of great value find their way onto her workbench. That’s when she gets nervous. “With a really expensive instrument, you can’t afford to break anything,” she knows. But where wood is chopped, splinters must fall. And Anna does a lot of woodwork. Her collection of tools is impressive: A multitude of carving knives, chisels, rasps and files lie on the table. Saws, set squares, and hammers hang on the wall. In the drawers and on the shelves are countless specialist tools, bottles, tubes, and tins.

“The good thing is, we can fix anything,” she smiles. “But of course, the thought of having an accident with a truly valuable instrument is a nightmare. After my apprenticeship, I once broke an expensive bow – I’ll never forget that!” A bow can easily cost 5,000 francs or more. There’s a specific training course just for making bows, which takes four years on its own. Anna simply mends the bows and re-strings them. However, an instrument doesn’t necessarily have to be expensive to be of immense value. “You shouldn’t underestimate its sentimental value. A violin might be a wreck, but the owner’s late grandfather used to play it. Therefore, you also can’t let it get damaged whilst you’re repairing it.”

200 hours of work with 200-year-old wood

Anna operates in a world of her own. She talks about the bone glue she uses to join the wooden parts, following an old tradition, because it’s elastic and holds incredibly well. And she shows the horsehair hanging in tufts on the wall. It comes from stallions. “You don’t use mare’s hair because mares urinate on their tails. For a violin you need

Mongolian hair, Siberian hair for a cello.” The wood, too, is a philosophy in itself. “They say that out of a thousand trees, only one can be used for violin making,” says Anna. “The wood has to be very delicate, meaning it must have grown slowly and densely, so that the annual rings are even and close together. It often comes from the Alps. To build a violin, the tree must have a certain diameter, which it only reaches after about 200 years.”

The more Anna talks whilst sanding, gluing, and screwing, the clearer it becomes: The high price of a stringed instrument is justified. It takes a skilled craftsman 200 hours to build a violin. This is only worthwhile for a very few people nowadays – only professionals buy violins costing 20,000 francs or more. Anna is currently building a cello for one of her sons, but otherwise she no longer makes instruments. She focuses

on repairs and restorations. She also rents out violins, violas, and cellos to music students. Most of these are more affordable instruments costing a few thousand francs. Even these can sound wonderful. “You can’t tell the price of every expensive violin anyway – often, you’re paying for the name,” says Anna. “As soon as you know you’re listening to a Stradivari worth 3 million, you become awestruck. It’s difficult to judge the sound objectively then.” Nevertheless, these extremely valuable, centuries-old instruments are still played – and not just by stars like Anne-Sophie Mutter or David Garrett. If one of these instruments requires Anna’s professional help, she locks it away in a huge safe after the repairs – better safe than sorry.

Anna bends over an old children’s cello whose top has come loose. With a firm, practised grip, she handles the instrument, re-glues it, fits screw clamps, and shakes her head: “The repair is only worth it for the sentimental value.” In the back room, instruments are lined up on various shelves and in display cabinets; countless bows hang on the wall, alongside instrument cases, rosin, shoulder rests, strings, bridges, and pegs. Anna knows all this inside out. And she’s equally at home with emergencies involving music students or special requests from star violinists. With her open and pragmatic nature, a tuning fork in her apron, and a carving knife in her hand, she stands with both feet firmly planted in the often somewhat aloof world of music, ensuring that people of all ages can celebrate successes both big and small on their violins and cellos.

dats t konzeptbasel.ch

Herausgeber

StadtKonzeptBasel

Grenzacherstrasse 79 4058 Basel

Redaktion

StadtKonzeptBasel

Korrektorat

Friedrich Reinhardt Verlag

Druck

Bloch AG

Buchbinderei

Scherrer AG

Gestaltung

Michi Nussbaumer

Schrift

BDO Grotesk

Aus Liebe zu Basel entstanden, mit Leidenschaft und Gefühl für unsere Stadt kreiert und durch authentische und emotionale Geschichten bereichert. basel-editions.ch & Übersetzung

Share your places # L o

G enuss,Kultur, Shopping u n d essinbelrEenabru

Basel Editions

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Basel Editions «Moments» 2026 by StadtKonzeptBasel - Issuu