Produkt 8-9/2023

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08/09 2023 DIE BESTEN SEITEN FÜR MARKEN Österreichische Post AG | MZ15Z040476M PRODUKT BrandNews GmbH 2100 Korneuburg, Kirchengasse 4–6 „Nicht retournieren“ | € 4,40 HEFT-THEMA gut geerdet DIE LANDWIRTSCHAFT

IM AUSTAUSCH

Die Ausgabe, die Sie hier in HĂ€nden halten, hat es, wie Sie sicher schnell feststellen werden, ziemlich in sich. Wir haben uns einem Bereich gewidmet, der nicht unbedingt das gewichtigste Marketing- und Vermarktungs-Thema in der Markenartikelbranche ist, aber es zunehmend wird: die Landwirtschaft. Dazu haben wir in vielen EinzelgesprĂ€chen mit ganz unterschiedlichen Menschen darĂŒber gesprochen, welchen Stellenwert die Landwirtschaft als Partner hat, aber auch mit welchen Herausforderungen man konfrontiert ist. Und ganz abgesehen von allen Erkenntnissen, die Sie hier im Heft finden werden, ist eines recht klar zutage getreten: Zwischen Markenartiklern und Lieferanten agrarischer Rohprodukte gibt es einen regen und sehr wertschĂ€tzenden Austausch. Die beiden Partner beeinflussen und befruchten sich wechselseitig im hohen Maß. Man denke etwa an das Thema Bio oder an Innovationen wie vegane Alternativprodukte: Was die Markenartikler auf den Markt bringen, spiegelt sich schnell auch in der Landwirt-

schaft. Und auch umgekehrt beeinflusst das, was Landwirt:innen produzieren – oder vielleicht auch nicht mehr produzieren (können) –, was Markenartikler machen.

Aber auch abgesehen von unserem sehr gewichtigen Heftthema finden Sie in dieser Ausgabe natĂŒrlich spannende Storys. Etwa welche Neuheiten man diese Saison in den Tee-Regalen finden wird (ab Seite 18) oder welche Innovationen fĂŒr ein entspannendes Bad auf den Markt gebracht werden (und auch der Frage, ob ein Vollbad noch zeitgemĂ€ĂŸ ist, sind wir ab Seite 66 nachgegangen). Beides Themen, die eindeutig zeigen, dass der Sommer langsam vorbei ist und die kĂ€ltere Jahreszeit vor der TĂŒr steht.

In diesem Sinne wĂŒnsche ich Ihnen einen schönen Herbstbeginn und viel LesevergnĂŒgen mit der aktuellen Ausgabe von PRODUKT.

Brigitte Drabek_bd Karl Schilling_ksch Kristin Pfeifer_kp Heike Weiss Sonja Zauner

MEDIENINHABER: PRODUKT BrandNews GmbH, Kirchengasse 4-6, A-2100 Korneuburg

HERAUSGEBER UND GESCHÄFTSFÜHRUNG: Brigitte Dràbek, Kiki Sabitzer, Sonja Zauner

REDAKTION: Brigitte DrĂ bek, Kiki Sabitzer, Karl Schilling, Kristin Pfeifer

TUNG: Rudolf Koch

‱ GRAFIK/FOTOREDAKTION: Heike Weiss

‱ REDAKTIONSSEKRETARIAT: Sonja Zauner, Tel.: 02262/71746, Fax: DW 30

‱ BILDBEARBEI-

‱ Email: redaktion@produkt.at

‱ DRUCK:

Johann Sandler GesmbH & Co KG

‱ FĂŒr beigestellte Bilder und Daten wird keine Haftung ĂŒbernommen

‱ AngefĂŒhrte Produkt-Preise verstehen sich als empfohlene Verkaufspreise.

Editorial PRODUKT 08/09 2023 3

HEFT-THEMA

gut geerdet

DIE LANDWIRTSCHAFT

Landwirtschaft, das klingt doch so schön nach einem goldenen Feld, auf dem irgendwo weit weg am Land gemĂŒtlich ein Traktor fĂ€hrt. Oder nach einer MilchbĂ€uerin, die ihre Herde lĂ€chelnd auf die Weide begleitet. Schöne Bilder kommen uns da in den Kopf, die vielleicht an Urlaub erinnern, ans Land. Dass Landwirtschaft aber schlicht jene TĂ€tigkeit ist, ohne die wir alle miteinander nichts mehr zu essen hĂ€tten, das wird von vielen gar nicht mehr bedacht. Egal ob Milch, Fleisch, Eier, Getreide, GemĂŒse, Obst, Wein, Schokolade,
 all diese Lebensmittel brauchen BĂ€uerinnen und Bauern, die sie erzeugen und damit auch die Rohstoffe liefern fĂŒr jene Produkte, die nur im ersten Moment scheinbar gar nichts mehr mit Landwirtschaft zu tun haben. Und es ist ein Knochenjob, wie v.a. anhand der Zahlen jener, die ihn nicht mehr ausĂŒben, deutlich wird: 1951 gab es in Österreich 433.000 landwirtschaftliche Betriebe, die durchschnittlich jeweils 9,4 Hektar landwirtschaftlich genutzt haben. 1995 waren es noch 239.000 Betriebe mit jeweils 15,3 Hektar. Und bei der letzten Agrarstrukturdatenerhebung (2020) waren schließlich noch 154.953 Bauernhöfe mit je 23,6 Hektar ĂŒbrig (alle Daten: Statistik Austria). Die Zahl der BĂ€uerinnen und Bauern geht also laufend und deutlich zurĂŒck, wĂ€hrend die verbliebenen eine grĂ¶ĂŸere FlĂ€che bewirtschaften.

SELBST GEMACHT? Je nach Produkt kommen wir so auf einen unterschiedlich hohen Selbstversorgungsgrad Österreichs. FĂŒhrend ist hier die Milch, die ja auch den landwirtschaftlichen Zweig mit dem höchsten Produktionswert darstellt, mit 176%. Bei Rind- und Kalbfleisch sind es 144%, bei Fleisch gesamt 110%. Exakt 100% waren es zuletzt beim Wein, wĂ€hrend wir etwa von Eiern (94%), Getreide gesamt (87%), Kartoffeln (86%), GeflĂŒgelfleisch gesamt (77%) und GemĂŒse gesamt (57%) weniger produzieren als wir verbrauchen und somit auf Importe angewiesen sind. Was nicht heißt, dass wir in den erstgenannten Kategorien nichts importieren – schließlich haben ja auch internationale SpezialitĂ€ten einen berechtigten Platz in unserem Speiseplan. Und bestimmte landwirtschaftliche Produkte – Stichwort Reis, Bananen, Kakao
 – können wir hierzulande schlicht nicht oder nicht ausreichend kultivieren. Es liegt also in unserem ureigensten Interesse, auch jenseits Österreichs Grenzen eine funktionierende, nachhaltige Landwirtschaft zu forcieren.

ZUKUNFT. Die Rolle der Landwirt:innen ist jedenfalls national wie international im Wandel. Dass der Hof oder die Plantage von der nĂ€chsten Generation ĂŒbernommen wird, ist am Vorarlberger Bergbauernhof Ă€hnlich ungewiss wie auf der Kakaofarm in Ghana, denn rosig ist die Situation weder hier noch dort. Die immense Bedeutung der Landwirtschaft und ihre Herausforderungen vor den Vorhang zu holen, wie wir dies mit dieser Ausgabe tun, ist also nicht nur spannend, sondern auch angebracht. bd

Zoteva/Dusan Petkovic/Muellek/shutterstock
Heftthema PRODUKT 08/09 2023 4
24 58 30 18 Serien & Standards 06 Launchmonitor 13 Personalia 90 Lieblingsprodukt 90 Produkt des Monats News 12 Gebremst auf hohem Niveau PET to PET zieht Bilanz 14 Global betrachtet Ausblick auf die Anuga Food 18 ItÂŽs tea time Start in die Tee-Saison 30 Partnerwahl Sugo, Pesto & Co. 48 Hilcona setzt Impulse Frische Pasta im Trend Nonfood 66 Es gibt Nachwuchs „tetesept“ fĂŒr Babys Gastro 79 Flaschendrehen I Was bestellt die Redaktion? 81 Flaschendrehen II Was bestellt die Redaktion noch? 84 Goldene Morgenstund FrĂŒhstĂŒck als Umsatzbringer Heftthema: 04 Überblick 08 Interview: J. Moosbrugger, LKÖ 10 Interview: C. Mutenthaler-Sipek, AMA 22 Gerste / Kaffee 23 Schlumberger 24 Lenz Moser 27 Weinernte / Hopfen 29 Interview: S. Schauer, StaudÂŽs 32 efko 34 Milch 40 Interview: G. Hackl, Vivatis 42 Interview: N. Marcher, Marcher-Gruppe 44 Interview: P. Stedman, Chiquita 46 Interview: Josef Peck, LGV 47 Exotisches aus Österreich 50 Brot & Backwaren 52 Interview: E. HĂŒttner-Wilkinson, backaldrin 55 NestlĂ© 58 Kakao 63 FiniÂŽs Feinstes 64 Riso Gallo 82 RĂ©my Martin 86 Interview: T. Panholzer, Transgourmet 44 Inhalt PRODUKT 08/09 2023 5 TiefkĂŒhlkost Eis Convenience MoPro Frische SĂŒĂŸwaren Snacks Grundnahrung Reform Babynahrung Babypflege Kosmetik Hygiene Waschmittel Reiniger Heim Haushalt Heimtier Garten GetrĂ€nke Food Ausstattung Technik GetrĂ€nke

Die aktuellen ProdukteinfĂŒhrungen: launch monitor

Kaufbereitschaft

Fragestellung: „Angenommen, Sie wĂŒrden die folgenden Produkte zu einem angemessenen Preis vorfinden: Wie wahrscheinlich wĂŒrden Sie diese kaufen?“ Top-Box: bewertet mit „wĂŒrde ich auf jeden Fall kaufen“ (5-stufige Skalierung) in Prozent

1

36,2% FiniÂŽs Feinstes Regionales Getreide

2

22,4% seewinkler sonnengemĂŒse Stangenbrokkoli

3

22,0% Lindt Lindor Irish Cream

4

Teekanne SchneetrÀumchen

21,6%

5 21,2% Milka Tender Karton-Verpackung

Marktforschung 6 PRODUKT 08/09 2023

befragt fĂŒr jede Ausgabe von PRODUKT jeweils 500 Konsument:innen online ĂŒber ihre Meinung zu den vielversprechendsten aktuellen Produktvorstellungen.

Kauf­Motive

Fragestellung: „Bitte geben Sie an, mit welchem dieser Begriffe Sie die jeweiligen Produkte am ehesten assoziieren.“

Geselligkeit

Gesundheit

Prestige

Belohnung

FunktionalitÀt

Entspannung

Probierinteresse

Fragestellung: „Stellen Sie sich vor, Sie hĂ€tten die Möglichkeit, 3 Produkte auszuwĂ€hlen, um sie kostenlos zu probieren. Welche wĂŒrden Sie auswĂ€hlen?“ Produkte, die am hĂ€ufigsten genannt wurden:

Lindt Lindor Irish Cream seewinkler sonnengemĂŒse Stangenbrokkoli FiniÂŽs Feinstes Regionales Getreide
1. Bacardí Coconut 48,3% 2. Smirnoff Mango & Passionfruit Twist 47,5% 3. Gordon‘s Pink 0.0% 44,6%
1. seewinkler sonnengemĂŒse Stangenbrokkoli 62,4% 2. Actimel Power 50,7% 3. Activia Winterliche Ballaststoffe 49,5%
1. SodaStream Accessoires 11,3% 2. Sodapop Cooper 11,1% 3. FiniÂŽs Feinstes Regionales Getreide ....... 9,3%
1. Lindt Lindor Irish Cream 66,9% 1. Milka Tender Karton-Verpackung 66,9% 3. Lindt Genuss-Momente ........................... 65,7%
1. Frosch SpĂŒl-Gel Zitronenminze 71,9% 2. Blue Star Spa Momente 58,4% 3. Lenor extra Geruchs-Abwehr 57,8%
1. Teekanne SchneetrÀumchen 47,3% 2. Teekanne Spekulatius 45,1% 3. Teekanne Besser Einschlafen 44,8% Marktforschung 7 PRODUKT 08/09 2023

HEFT-THEMA

Kein Bauernmarkt

LKÖ-PrĂ€sident Josef Moosbrugger stand uns zu grundsĂ€tzlichen Fragen der heimischen Landwirtschaft Rede und Antwort – und stellt klar: Geschenkt wird den BĂ€uer:innen hierzulande nichts.

PRODUKT: Unser Heftthema lautet „Gut geerdet – die Landwirtschaft“ – wie gut geerdet ist die österreichische Landwirtschaft denn noch? Wie geht es den Landwirt:innen?

Moosbrugger: Unsere BĂ€uerinnen und Bauern sind enorm gefordert – hauptsĂ€chlich, weil der Wettbewerb auf den MĂ€rkten meist stĂ€rker den Preis als die QualitĂ€t von Produkten honoriert. Trotzdem ist unsere Landwirtschaft gut geerdet. Ohne Erde geht gar nichts, weder im Pflanzenbau, noch in der Tierhaltung oder in der Forstwirtschaft. Als „geerdet“ ist auch zu werten, dass wir noch immer eine familiĂ€re und vergleichsweise kleinstrukturierte Landwirtschaft, eine gute landwirtschaftliche Ausbildung und leistungsfĂ€hige Verarbeitungsbetriebe haben. Unsere BĂ€uerinnen und Bauern halten BewĂ€hrtes und Traditionen am Leben, sind heute aber auch moderne, innovationsbewusste Unternehmerinnen und Unternehmer.

PRODUKT: Und was sind die maßgeblichsten Herausforderungen?

Moosbrugger: Was uns zunehmend fordert, ist die oft viel zu negative gesellschaftliche Diskussion ĂŒber moderne Landwirtschaft, was von manchen als GeschĂ€ftsmodell betrieben wird. Wir mĂŒssen aber etwa unsere Pflanzen

ernĂ€hren und vor SchĂ€dlingen schĂŒtzen. Das ist nichts Schlechtes, sondern fĂŒr stabile ErtrĂ€ge, die bĂ€uerliche Existenzgrundlage und die Versorgung der Bevölkerung unverzichtbar. Der Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung beginnt am Feld. Das versuchen wir auch den EU-Institutionen zu vermitteln, die enorm widersprĂŒchliche Strategien verfolgen. Ich kann nicht eine bessere EU-Eigenversorgung anstreben, gleichzeitig aber die eigene Produktion stĂ€ndig mit neuen Auflagen knebeln und die MĂ€rkte fĂŒr Billiganbieter mit viel geringeren Standards weiter öffnen. Wirtschaft und Umwelt mĂŒssen gleichzeitig forciert werden. Ökologische Einseitigkeit fĂŒhrt uns in eine Sackgasse und verstĂ€rkt unsere ImportabhĂ€ngigkeit. Und auch beim Thema Tierwohl oder Bio muss gelten: Es kann nur das produziert werden, was auch nachgefragt und bezahlt wird. Wenn die damit verbundenen Mehrkosten nicht abgedeckt werden, gehen unsere Betriebe mittelfristig zu Grunde. Beispielsweise TierwohlstĂ€lle sind ja mit enormen Investitionen verbunden.

PRODUKT: Fördermaßnahmen stehen immer wieder in der Kritik – welche Rolle spielen sie fĂŒr das Einkommen der Landwirt:innen? Und welche positiven, aber auch negativen Effekte haben sie bzw. können sie haben?

Moosbrugger: Wir reden schon lange nicht mehr von Förderungen im eigentlichen Sinn, sondern von Ausgleichszahlungen. Die europĂ€ische Politik hat ĂŒber die Jahre immer neue Auflagen fĂŒr unsere bĂ€uerlichen Betriebe definiert, also dass sie beispielsweise Umweltleistungen erbringen. FĂŒr die Erbringung dieser Leistungen im Sinne der Gesamtgesellschaft, die von den Abnehmern – Verarbeitung, Handel, Konsument:innen – aber im Rahmen der Produktpreise nicht bezahlt werden, bekommen sie Abgeltungen aus europĂ€ischen Töpfen. UrsprĂŒnglich waren die Direktzahlungen eingefĂŒhrt worden, um die Senkung der Agrarpreise beim EU-Beitritt auf das Weltmarktniveau, die höheren Produktionsauflagen und damit die Kosten fĂŒr die europĂ€ischen Bauernhöfe gegenĂŒber dem Weltmarkt zu kompensieren. Beide Argumente fĂŒr diese Zahlungen haben sich seither deutlich verstĂ€rkt. Die Zahlungen wurden aber seither an zusĂ€tzliche Anforderungen geknĂŒpft und nicht wertgesichert.

PRODUKT: Das bedeutet im Grunde, dass die Allgemeinheit ĂŒber die Ausgleichszahlungen Entwicklungen finanziert, fĂŒr die der einzelne (noch) nicht bereit ist zu zahlen?

Moosbrugger: Das Österreichische Umweltprogramm, wo der Hauptteil der in Österreich ausgezahlten PrĂ€mien begrĂŒndet liegt, ist ein Erfolgsmodell, an dem ĂŒber 80% unserer Betriebe teilnehmen. Es hat dazu gefĂŒhrt, dass unsere Landwirtschaft in internationalen Rankings als besonders nachhaltig, ökologisch und zukunftsweisend beurteilt wird. Die PrĂ€mien sind somit alles andere als ein Geschenk, sondern gelten lediglich den hö-

LKÖ-PrĂ€sident Josef Moosbrugger stellt im PRODUKT-Interview klar, wie es der Landwirtschaft hierzulande geht.
gut geerdet DIE LANDWIRTSCHAFT News PRODUKT 08/09 2023 8

heren Aufwand und entgangenen Erlös ab. Beispielsweise fĂŒhren Betriebe speziell biodiversitĂ€tsfördernde Maßnahmen durch, legen BlĂŒhstreifen an, verzichten auf Ertrag und werden dafĂŒr entschĂ€digt. Wenn wir uns trotzdem immer und immer wieder fĂŒr diese Gelder rechtfertigen mĂŒssen, Ă€rgert uns das massiv und kratzt an der bĂ€uerlichen Motivation. Wir erbringen Leistungen fĂŒr die Gesellschaft und dafĂŒr gibt es Ausgleichszahlungen. Ohne diese wĂ€ren Umwelt-, Boden- und Wasserschutz oder auch BiodiversitĂ€ts- und Tierwohlmaßnahmen nicht im derzeitigen Umfang möglich.

PRODUKT: Schöner wĂ€re es natĂŒrlich ohne Ausgleichszahlungen auszukommen – warum ist das nicht möglich?

Moosbrugger: PrĂ€mien sind wichtig, aber was die BĂ€uer:innen wirklich anstreben, sind kostendeckende Preise fĂŒr ihre Produkte, auf die sie zu Recht stolz sind. Leider unterscheidet der Markt oft nicht, unter welchen Bedingungen und zu welchen Kosten ein Produkt erzeugt wurde. Im Regal schaut auf den ersten Blick vieles gleich aus, auch wenn die Entstehungsweise Welten unterscheiden. Die internationalen Preise reichen oft nicht aus, um den Aufwand abzudecken und fĂŒr zufriedenstellende Einkommen bzw. ein Fortbestehen unserer Höfe zu sorgen. Das ist einer der GrĂŒnde, warum wir als Landwirtschaft internationale Handelsabkommen wie Mercosur entschieden ablehnen. Agrarrohstoffe und Lebensmittel, die zu vollkommen unterschiedlichen Produktions-, QualitĂ€ts-, Umwelt- und Sozialstandards erzeugt worden sind, treffen am EU-Markt aufeinander, ohne dass all das

fĂŒr die Konsument:innen ersichtlich ist. Klar ist aber: Diese Billigimporte gefĂ€hrden nicht nur das Klima und andere Lebensgrundlagen in den Entstehungsregionen, sondern auch unsere eigenen europĂ€ischen und nationalen Standards. Das wiederum schadet unseren bĂ€uerlichen Betrieben und somit unserer Eigenversorgung. Die massive AbhĂ€ngigkeit Europas und Österreichs, die sich bei Gas und Energie eingeschlichen hat, sollte sich bei Lebensmitteln nicht wiederholen. Daher brauchen wir Transparenz und Fairness auf den MĂ€rkten. Herkunftskennzeichnung, AMA-GĂŒtesiegel, Biosiegel und Ähnliches sind notwendig, um den Menschen Orientierung und Wahlmöglichkeit zu geben.

PRODUKT: Effektive Landwirtschaft mit maximaler Ausnutzung der FlĂ€che vs. kleinstrukturierter (Bio-) Landwirtschaft – wie sollte, Ihrer Meinung nach, die Zukunft fĂŒr Österreich aussehen?

Moosbrugger: Es ist eine Tatsache, dass sich Europa und Österreich nicht zu 100% mit Rohstoffen und in manchen Regionen auch nicht mit Lebensmitteln versorgen können. Das wird sich durch die Klimaverschlechterung noch verschĂ€rfen. Daher sind effiziente FlĂ€chennutzung und Tierhaltung, die bei uns vor allem grĂŒnlandbasiert stattfindet, im Sinne der Eigenversorgung weiterhin notwendig und werden an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig haben wir mit dem bereits erwĂ€hnten Agrarumweltprogramm, dem EU-weit höchsten Bio-Anteil und einer flĂ€chengebundenen Tierhaltung, also dass auf einer bestimmten FlĂ€che nur eine gewisse Tieranzahl gehalten werden darf, eine sehr nachhaltige, um-

welt- und tierfreundliche Landwirtschaft. Viele andere EU-LĂ€nder mĂŒssen hier nachziehen. Wie in allen Bereichen der Wirtschaft ist auch die Landwirtschaft gefordert den Ressourceneinsatz zu optimieren. Das bedeutet, dass mit möglichst wenig Input ein möglichst guter Output erreicht werden soll. Nachhaltige Effizienz, das heißt QualitĂ€tsproduktion ohne Überforderung von Natur und Tieren, ist eines unserer Hauptziele fĂŒr alle landwirtschaftlichen Produktionsbereiche. Die Digitalisierung etwa kann uns hierbei gute Dienste leisten. Wir haben beispielsweise einen LK-Warndienst, der anhand von Wetter- und Beobachtungsdaten fĂŒr viele verschiedene Schaderreger, Kulturen und Regionen Beratungsempfehlungen gibt, um Betriebsmittel punktgenau und sparsam einsetzen zu können. Das dient Umwelt und bĂ€uerlichem Budget gleichermaßen.

PRODUKT: Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung fĂŒr verarbeitete Lebensmittel sorgt nicht nur fĂŒr Jubel bei den Herstellern – welche positiven Auswirkungen hat sie jedoch fĂŒr die heimische Landwirtschaft?

Moosbrugger: Ich bin ĂŒberzeugt, dass die positiven Auswirkungen weit ĂŒber die Landwirtschaft hinaus gehen. Oder anders formuliert: Der österreichische Tourismus hat eine Reihe von Besonderheiten, mit denen er bei GĂ€sten im In- und Ausland massiv punktet und die einen Aufenthalt in der Alpenrepublik so attraktiv machen. Und dazu zĂ€hlen Kultur, Kulinarik, Gastfreundschaft und unsere herrliche, vielfĂ€ltige und gepflegte Landschaft. Das österreichische Image setzt sich aus ProfessionalitĂ€t und OriginalitĂ€t zusammen. Warum soll die gut ersichtliche Herkunft der Lebensmittel, die so eng mit diesem positiven LebensgefĂŒhl verknĂŒpft ist, nicht dazu gehören? Gleichzeitig ist die Herkunftsangabe fĂŒr eine echte Wahlfreiheit der Konsumentinnen und Konsument:innen entscheidend. Und wir haben etwa bei Eiern und HĂŒhnerfleisch vorgemacht, dass wir imstande sind, die Eigenversorgung zu sichern, wenn entsprechende Nachfrage nach Regionalem besteht. Ich bin ĂŒberzeugt, auch die vor- und nachgelagerte Industrie kann davon profitieren.

PRODUKT: Danke fĂŒr das GesprĂ€ch! bd/ks

Die Neustadtalm, ein Almgebiet unterhalb der Dachstein SĂŒdwand
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gut geerdet

Partnerschaft mit Wert(en)

Seit Anfang des Jahres leitet Christina Mutenthaler-Sipek als GeschĂ€ftsfĂŒhrerin die AMA Marketing. In unserer Landwirtschafts-Ausgabe darf natĂŒrlich ein GesprĂ€ch mit ihr nicht fehlen. Wir haben nachgefragt, wofĂŒr das AMA-GĂŒtesiegel in der Landwirtschaft heute steht und inwieweit man sich auf das Siegel verlassen kann.

PRODUKT: Welche Bedeutung hat das AMAGĂŒtesiegel in der österreichischen Landwirtschaft?

Mutenthaler-Sipek: Das AMA-GĂŒtesiegel ist die stĂ€rkste Marke der Land- und Lebensmittelwirtschaft. Ein Drittel aller Landwirt:innen in Österreich nehmen am AMA-GĂŒtesiegel teil und verpflichten sich freiwillig zu dessen Kriterien. Insgesamt haben wir 18 Richtlinien im AMA-GĂŒtesiegel, z.B. fĂŒr die Haltung von KĂŒhen, fĂŒr die Milchwirtschaft, fĂŒr Rindfleisch, Schweinefleisch, GeflĂŒgel, Eier, Obst und ErdĂ€pfel – und ab 2024 auch fĂŒr Getreide. Je nach Bereich ist die Zahl der Teilnehmer:innen unterschiedlich hoch, aber generell ist das AMAGĂŒtesiegel ein Breitenprogramm, denn meiner Meinung nach hat jede:r Österreicher:in ein Recht auf gute QualitĂ€t von Lebensmitteln. Wo das rot-weiß-rote AMA-GĂŒtesiegel drauf ist, weiß man: Die QualitĂ€t passt und die Herkunft ist aus Österreich. Mir ist wichtig, dass die Konsument:innen die Wahlfreiheit haben: Kaufe ich AMA-GĂŒtesiegel, kaufe ich AMA-Biosiegel oder kaufe ich irgendwelche Lebensmittel, weil’s mir vielleicht egal ist.

PRODUKT: Und warum ist die Beteiligung in den verschiedenen Produkt-Bereichen unterschiedlich hoch?

Mutenthaler-Sipek: Das liegt u.a. an unterschiedlichen Absatzwegen und es ist eine Fra-

ge von Angebot und Nachfrage. Im Fleischbereich gibt es mehr Direktvermarkter, die etwa direkt an Endkonsument:innen oder in die Gastronomie liefern bzw. spielt auch die Wurstund Schinkenproduktion eine große Rolle. Im Rinderbereich haben wir 9.600 Betriebe, Tendenz steigend, weil es hier immer mehr vom Markt gefordert wird, dass man höhere QualitĂ€tsstandards erfĂŒllt. Schweinemastbetriebe hingegen werden generell immer weniger, die Anzahl an Schweinemastbetrieben innerhalb des AMA-GĂŒtesiegels ist aber stabil. Nach Anzahl der geschlachteten Schweine betrachtet, deckt das GĂŒtesiegel hier 50% ab. Im Milchbereich haben wir derzeit 22.500 Betriebe, wobei die Anzahl der Betriebe sinkt, sie aber tendenziell grĂ¶ĂŸer werden – hier findet ein Generationenwechsel statt. Kleinere Betriebe werden seltener weitergefĂŒhrt. Bei der Milch ist der Wert mit 98% so außerordentlich hoch, weil die Milch ein SchĂŒttgut ist, d.h. die MilchbĂ€uer:innen mĂŒssen, wenn sie keine Direktvermarkter sind, an eine Molkerei liefern und benötigen dafĂŒr das AMA-GĂŒtesiegel.

PRODUKT: Was haben die Landwirt:innen konkret davon, wenn Sie sich am AMA-GĂŒtesiegel beteiligen?

Mutenthaler-Sipek: Zusammengefasst: Das AMA-GĂŒtesiegel verringert die Austauschbarkeit gegenĂŒber Billig-Importen. Es ist ein QualitĂ€tsdifferenzierungsmerkmal und die

teilnehmenden Betriebe erhalten QualitĂ€tszuschlĂ€ge. Außerdem ist es die Zugangskarte fĂŒr die Vermarktung ĂŒber den Handel sowie oft notwendig, um Anerkennung fĂŒr andere Systeme im Export zu bekommen. Somit garantiert es Absatzmöglichkeiten. Bei Frischfleisch aus Österreich ist das AMA-GĂŒtesiegel oft eine Grundvoraussetzung fĂŒr die Vermarktung ĂŒber den Handel. Das AMA-GĂŒtesiegel ist fĂŒr Landwirt:innen die Klammer fĂŒr gemeinsame Kommunikations- und VermarktungsaktivitĂ€ten in einer QualitĂ€tsgemeinschaft.

PRODUKT: Und welche Auflagen mĂŒssen die landwirtschaftlichen Betriebe im Rahmen des AMA-GĂŒtesiegels erfĂŒllen?

Mutenthaler-Sipek: Die Landwirt:innen unterwerfen sich je nach Produktgruppe unterschiedlichen Kriterien hinsichtlich Tiergesundheit, Tierhaltung, Futtermittel, Betriebshygiene und ProduktqualitĂ€t. Und sie lassen sich freiwillig auf die Einhaltung der engmaschig kontrollierten Kriterien ein. Es gibt keinen Mitgliedsbeitrag, aber die Kontrollkosten muss jede:r Landwirt:in selbst zahlen. Diese sind je nach Richtlinie unterschiedlich – als Durchschnittswert kann € 250,- bis € 300,- pro Kontrolle genannt werden. Betriebe, die nicht am AMA-GĂŒtesiegel teilnehmen, werden hingegen nur durch die öffentlichen behördlichen Kontrollen ĂŒberprĂŒft, und hier liegt der KontrollschlĂŒssel bei nur 2 bis 3%.

PRODUKT: Wie engmaschig ist denn das Kontrollsystem im AMA-GĂŒtesiegel?

Mutenthaler-Sipek: Unsere Kontrollen sind grundsĂ€tzlich jĂ€hrlich, werden am Vorabend aufgrund der DokumentprĂŒfung angekĂŒndigt und erfolgen risikobasiert, d.h. wenn in einem Betrieb ĂŒber Jahre nichts zu beanstanden war,

HEFT-THEMA
DIE LANDWIRTSCHAFT
© AMA-Marketing © AMA-Marketing News PRODUKT 08/09 2023 10
AMA-GF Christina Mutenthaler-Sipek stand uns zum Thema Landwirtschaft & AMA-GĂŒtesiegel Rede und Antwort.

kann es sein, dass die Kontrolle ein Jahr ausgesetzt wird. Wenn es hingegen gröbere Beanstandungen gibt, folgt sehr zeitnah eine Nachkontrolle. ZusĂ€tzlich gibt es seit Jahresbeginn verstĂ€rkt Spot-audits, das heißt völlig unangekĂŒndigte Kontrollen mit Fokus auf die Tierhaltung. Wir haben heuer das Ziel, 1.000 Spot-audits zu machen und herauszufinden, ob wir RisikofĂ€lle auf diese Weise schneller identifizieren können. Was wir heuer noch eingefĂŒhrt haben, ist eine Whistleblower-Funktion auf der Website, d.h. hier können Betriebe gemeldet werden, von denen man den Eindruck hat, dass etwas nicht in Ordnung ist. Diese werden dann von uns kontrolliert. Wichtig zu erwĂ€hnen ist: Wir können nur die AMA-GĂŒtesiegel-Betriebe kontrollieren, bei anderen Betrieben können wir nur auf die Behörden weiterverweisen.

PRODUKT: Was sind die langfristigen Ziele der AMA?

Mutenthaler-Sipek: Ein Ziel ist es, im Sinne der stĂ€ndigen QualitĂ€tssicherung und des Wandels der gesellschaftlichen AnsprĂŒche die einzuhaltenden Kriterien zu steigern – und das mit Augenmaß. Das AMA-GĂŒtesiegel bleibt ein Breitenprogramm. Die Kriterien entwickeln wir klar in Richtung verbesserte Tierhaltung und Nachhaltigkeitsaspekte. Fakt ist allerdings: Über 80% der Verbraucher:innen wĂŒnschen sich Tierwohl, im Fleischbereich werden jedoch nur 5% ĂŒber Bio- und Tierwohlprogramme verkauft. Zwischen den WĂŒnschen der Konsument:innen und dem tatsĂ€chlichen Kaufverhalten gibt es noch große Unterschiede. Außerdem sollen –Stichwort Partnerschaft – unsere Zukunftsdialoge weiter forciert werden, und zwar branchenĂŒbergreifend. Mit unserer aktuellen Kampagne „Wert der Lebensmittel“ können wir zum ersten Mal warengruppenĂŒbergreifend die gesamte Produktpalette kommunizieren, also z.B.

Getreide, Brot, Semmeln, Nudeln, Fleisch, GemĂŒse, Obst und Milch. Wir stehen jetzt noch stĂ€rker fĂŒr die Land- und Lebensmittelwirtschaft in ihrer Gesamtheit. KĂŒnftig ausgebaut werden sollen der pflanzliche Bereich, z.B. Getreide, und der Außer-Haus-Bereich. Wir sind bereits sehr stark im LEH vertreten, im Großhandel wollen wir die PrĂ€senz nun aktiv vorantreiben. Außerdem forcieren wir einen Digitalisierungsschub – als Hebel fĂŒr Weiterentwicklungen mit Augenmaß.

PRODUKT: Nennen Sie uns doch ein Beispiel fĂŒr eine bereits erfolgreich umgesetzte Maßnahme!

Mutenthaler-Sipek: Besonders hat mich gleich zu Jahresbeginn die erfolgreiche Umsetzung des AMA Forums gefreut, auch die extrem hohe Beteiligung bei unseren Zukunftsdialogen ist ein klarer Erfolg. In diesem Rahmen haben wir 1.632 Ideen fĂŒr die Zukunft bekommen. Und auch auf unsere neue Kampagne, die gerade anlĂ€uft, bin ich sehr stolz.

PRODUKT: Und was genau sind die Inhalte der neuen Kampagne?

Mutenthaler-Sipek: Oft ist es der Preis von Lebensmitteln, auf den die Konsument:innen zuerst achten. Wir wollen aber den Wert von Lebensmitteln herausstreichen. Mit Werten meinen wir den sozialen Wert, Landschaftswert, Selbstversorgungswert, ErnĂ€hrungswert
 Es ist wichtig zu zeigen, wie regionale Lebensmittelerzeugung funktioniert und wie sie erhalten wird – fĂŒr unser Landschaftsbild, fĂŒr unseren Wirtschaftsstandort, fĂŒr den Tourismus und auch fĂŒr unsere Lebensmittelversorgung. Wir haben gute QualitĂ€t, wir haben Vielfalt und wir haben eine gute Selbstversorgung – auf die mĂŒssen wir aufpassen.

PRODUKT: Apropos aufpassen: Inwieweit vertrauen die Konsument:innen nach den letzten Skandalen noch auf das AMA-Siegel?

Mutenthaler-Sipek: Wir haben aktuell fĂŒr das AMA-GĂŒtesiegel eine Bekanntheit von 91%. Und 70% der Österreicher:innen vertrauen dem AMA-GĂŒtesiegel. Was die Skandale der jĂŒngeren Vergangenheit betrifft, ist ganz klar: Wir haben eine Null-Toleranz-Haltung gegenĂŒber GesetzesverstĂ¶ĂŸen. Von 41.000 Betrieben haben wir letztes Jahr 59 aus dem AMA-GĂŒtesiegelProgramm ausgeschlossen, da bewegen wir uns im Promillebereich. Über 99% unserer Betriebe arbeiten ordnungsgemĂ€ĂŸ und gut.

PRODUKT: Sie sind seit Anfang dieses Jahres als GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der AMA-Marketing im Amt – was ist Ihr wichtigstes Learning aus dieser Zeit?

Mutenthaler-Sipek: Wie wichtig der Austausch ist, und zwar entlang der Wertschöpfungskette und spartenĂŒbergreifend. Das ist auch der USP der AMA-Marketing: Wir sind die Plattform der Land- und Lebensmittelwirtschaft.

PRODUKT: Danke fĂŒr das GesprĂ€ch! ks/bd

Die AMA-Marketing hat rund 41.000 Betriebe im AMA-GĂŒtesiegel-Programm, das ist ein Drittel aller landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich, und weitere rund 5.000 Lizenznehmer:innen in den AMAQualitĂ€tsprogrammen, darunter der Lebensmittelhandel, Molkereien, Gastronomiebetriebe etc.

Insgesamt gibt es 18 Richtlinien im AMA-GĂŒtesiegel, etwa fĂŒr die Haltung von KĂŒhen, fĂŒr die Milchwirtschaft, fĂŒr Rindfleisch, Schweinefleisch, GeflĂŒgel, Eier, Obst etc. Neu ab 2024: Getreide und MarktfrĂŒchte.

Das Kontrollsystem: Generell jĂ€hrlich, jedoch risikobasiert. Im Schnitt findet alle 30 Minuten eine Kontrolle statt. Von den 41.000 Betrieben wurden im letzten Jahr 59 vom AMA-GĂŒtesiegel-Programm gesperrt.

© AMA-Marketing News 11 PRODUKT 08/09 2023
Lorenz Mayr, Vorstandsvorsitzender der AMA-Marketing und Christina Mutenthaler-Sipek betonen in der neuen Kampagne den Wert von Lebensmitteln.

Gebremst auf hohem Niveau

Bei PET to PET freut man sich ĂŒber Recycling-Rekorde im ersten Halbjahr 2023, der Ausblick auf die zweite JahreshĂ€lfte ist dennoch nicht rosig, bringt sie doch in Sachen Kunststoffrecycling einige Herausforderungen mit sich.

Beginnen wir mit Erfreulichem: Stolze

17.755t PET-GetrĂ€nkeflaschen konnten in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres im Ressourcenkreislauf gehalten werden, so die Bilanz der PET to PET Recycling Österreich GmbH. Dieser Wert kam durch eine Steigerung von mehr als 17% im Vergleich zum Vorjahr (2022: 15.131t) zustande. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christian Strasser gibt sich allerdings trotz-

KREISLAUF­MARKE

Alpla treibt seine TĂ€tigkeit im Recyclingbereich weiter voran, etwa durch Investitionen in neue Werke, die Erweiterung bestehender Anlagen, Joint Ventures oder strategische Akquisitionen. Seit 2021 konnte dadurch die projektierte Output-KapazitĂ€t auf 350.000t PCRMaterial (266.000t rPET und 84.000t rHDPE) verdoppelt werden. Das große Engagement in Sachen Recycling mĂŒndet nun in die GrĂŒn-

PAPERIZATION

Im Recycling von GetrĂ€nkekartons gibt es noch Optimierungs-Potential – so hat SIG nun angekĂŒndigt, den Papierfaseranteil in seinen aseptischen Kartonpackungen zu erhöhen. Bis 2030 will man ein aseptisches Verpackungsmaterial ohne Aluminium, aber dennoch mit vollem Barriereschutz und einem Papierfaseranteil von mind. 90% entwickeln. Dies soll sowohl

dem nicht euphorisch: „Wir freuen uns selbstverstĂ€ndlich ĂŒber die Steigerung der Verarbeitungsmenge und damit einen noch besseren Kreislaufschluss der PET-GetrĂ€nkeflasche in Österreich – allerdings sehen wir einer sehr herausfordernden Zukunft entgegen.“ So sei laut Strasser in der zweiten JahreshĂ€lfte ein signifikanter RĂŒckgang der eingesetzten Rezyklate am Markt zu erwarten. Die Ursachen dafĂŒr

sind einerseits die anhaltende schwierige wirtschaftliche Situation sowie die hohe Inflation. Der Einsatz von Rezyklaten wird aber vor allem durch den großen Preisunterschied zwischen PrimĂ€rrohstoff und SekundĂ€rrohstoff (also Rezyklat) gebremst.

ÜBERERFÜLLT. Erfreulicherweise befindet sich Österreich beim Bottle-to-Bottle-Recycling allerdings bereits auf einem sehr hohen Niveau. GF Thomas Billes: „Hierzulande haben wir durch den Aufbau des Bottle-to-BottleRecyclings seit 2007 schon heute die Ziele von 2030 nicht nur erreicht, sondern sogar deutlich ĂŒbererfĂŒllt. Nichtsdestotrotz gibt es noch viel zu tun. PET to PET-GF Christian Strasser: „Wir sehen es als große Herausforderung, dass fĂŒr Kunststoff-Einwegverpackungen ab 2025 zwar gesetzliche Mindestrecyclingquoten von 50% definiert sind, aber eine Vorgabe von wem und wo diese Rezyklate eingesetzt werden sollen, noch nicht festgelegt wurde. Dahingehend mĂŒssen noch entsprechende Maßnahmen gesetzt werden, um ebenfalls lĂŒckenlose KreislĂ€ufe zu ermöglichen.“ bd

dung der Marke „Alplarecycling“ inkl. eigener Website, wo etwa die verfĂŒgbaren Produkte und Standorte zu finden sind. Derzeit verarbeitet Alpla 20% PCR-Material (also wiederverwerteten Kunststoff), bis 2025 soll dieser Anteil auf mind. 25% steigen und außerdem alle Verpackungen auf vollstĂ€ndig recyclingfĂ€hige Lösungen umgestellt sein.

Alplas intensive Recycling-TĂ€tigkeiten werden nun unter der Marke „Alplarecycling“ gebĂŒndelt.

die Sammlung als auch das Recycling von Kartonpackungen erleichtern und somit erhöhen, einerseits ĂŒber die bestehenden Systeme, aber auch ĂŒber Altpapierströme, fĂŒr die die Packungen dank erhöhtem Faseranteil geeignet sein sollen. „Dies steht auch im Einklang mit dem allgemeinen Trend der ‚Paperization‘ bei Produktverpackungen“, so Samuel Sigrist, CEO bei SIG.

GetrĂ€nkekartons von SIG sollen kĂŒnftig aus mind. 90% Papierfasern bestehen.

17.755t PET-GetrĂ€nkeflaschen wurden in der PET to PET-Anlage in MĂŒllendorf im ersten Halbjahr 2023 bereits recycelt – ein neuer Höchstwert.
News PRODUKT 08/09 2023 12

EMMI

Mit September hat Emmi Österreich eine neue GeschĂ€ftsfĂŒhrerin: Elisabeth Wagner-Wehrborn, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Emmi Deutschland, ĂŒbernimmt interimsweise auch die Leitung in Österreich. Wagner-Wehrborn verfĂŒgt ĂŒber langjĂ€hrige Erfahrungen in der Branche; seit 2009 ist sie fĂŒr Emmi tĂ€tig.

HENKELL FREIXENET

Henkell Freixenet Austria GeschĂ€ftsfĂŒhrer Philipp Gattermayer ist nun auch GeschĂ€ftsfĂŒhrer Verkauf im neu aufgestellten deutschen Henkell Freixenet Managementteam. Gattermayer hat aufgrund seiner langjĂ€hrigen Erfahrung in der FMCG-Branche tiefes VerstĂ€ndnis fĂŒr den KonsumgĂŒtermarkt.

IGLO ÖSTERREICH

Mit Ines Franke hat iglo Österreich eine neue Country Managerin. Franke ist seit ĂŒber 20 Jahren im Marketing und Verkauf in internationalen FMCG-Unternehmen tĂ€tig. Der bisherige Österreich-GF, Markus Fahrnberger-Schweizer, wird General Manager DACH beim Mutterkonzern Nomad Foods.

MANNER

Andreas Kutil, der als CEO die Vorstandsbereiche Marketing und Vertrieb sowie Finanzen und Personal verantwortete, wird seinen Vorstandsvertrag fĂŒr die kommende Periode, die im MĂ€rz 2024 startet, nicht verlĂ€ngern. Über seine Nachfolge wird in den kommenden Aufsichtsratssitzungen entschieden.

UPFIELD

Bastian Holthausen ĂŒbernimmt ab sofort die Position des General Manager DACHIT bei Upfield. Holthausen verfĂŒgt ĂŒber umfassende Managementexpertise und kennt die regionale GeschĂ€ftslandschaft und die Lebensmittelbranche. Seit 2021 ist er bereits fĂŒr Upfield als Sales Director DACHIT tĂ€tig.

WEBER

Zu einem FĂŒhrungswechsel kommt es beim GrillHersteller Weber: Daniel Ipser folgt auf Hermann Steckerl, der aus dem Unternehmen ausschied. Ipser verfĂŒgt ĂŒber umfangreiche Retail-Expertise; zuletzt verantwortete er den Vertrieb eines Technologieunternehmens im Premium-Lifestylesegment.

Personalia

AbfallStatus

Was von den Verbraucher:innen entsorgt wird, hat in Österreich eine außerordentlich hohe RĂŒcklaufquote in den Wertstoff-Kreislauf: 62% aller SiedlungsabfĂ€lle werden nĂ€mlich hierzulande lt. Verband österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) recycelt.

Mit diesem Wert befinden wir uns im europĂ€ischen Spitzenfeld (vgl. Deutschland: 71%) und erreichen bereits heute die von der EU geforderte Recyclingquote fĂŒr Siedlungsabfall von 60% ab 2030. Nichtsdestotrotz haben wir Luft nach oben, ist man beim VOEB ĂŒberzeugt. So landen immer noch zu viele Wertstoffe im RestmĂŒll. Papier und Karton machen immerhin

6,9% des gesamten RestmĂŒlls aus, Kunststoffverpackungen 6,2%, Glas 4,6% und Metall

2,8%. Insbesondere in der jungen Generation verortet VOEB-PrĂ€sidentin Gabriele JĂŒly noch AufklĂ€rungsbedarf hinsichtlich der korrekten Entsorgung der unterschiedlichen Materialien. Aber auch Wirtschaft und Industrie mĂŒssen ihren Beitrag leisten, so JĂŒly: „Produkte mĂŒssen so entworfen werden, dass sie am

Global betrachtet

Um Lösungen fĂŒr nachhaltiges Wachstum noch besser aufzeigen zu können, hat sich die Anuga heuer einen hochkarĂ€tigen Partner an Bord geholt. Unter der Schirmherrschaft der United Nations Industrial Development Organization (UNIDO) rĂŒckt man globale Herausforderungen wie die HungerbekĂ€mpfung und Neugestaltung der Lebensmittelversorgungsketten in den Fokus.

Im Rahmen zweier Fachveranstaltungen, die wÀhrend der Messetage (7. bis 11. Oktober) ausgetragen werden, will man einerseits das Problem der Nahrungsmittelknappheit, von der 800 Mio. Menschen weltweit betroffen sind und die ja durch den Klima-

wandel noch verschÀrft wird, erörtern und innovative LösungsansÀtze besprechen. Beim zweiten Side Event stehen hingegen die Auswirkungen globaler Krisen und neuer rechtlicher Vorschriften auf die Lebensmittelversorgungsketten im Mittelpunkt. Dazu Gerd

Ende ihres Lebenszyklus vollstĂ€ndig recycelbar sind. Das Ziel muss sein, alle Bestandteile eines Produktes auch am Ende seines Lebenszyklus im Kreislauf zu halten.“ bd

Siedlungsabfall

SiedlungsabfĂ€lle umfassen gemischte und getrennt gesammelte AbfĂ€lle aus Haushalten, einschließlich Papier und Karton, Glas, Metall, Kunststoff, BioabfĂ€lle, Holz, Textilien, Verpackungen, Elektro- und ElektronikaltgerĂ€te, Altbatterien und Altakkumulatoren sowie SperrmĂŒll (inkl. Matratzen und Möbel) sowie AbfĂ€lle aus anderen Herkunftsbereichen, wenn sie in ihrer Beschaffenheit und Zusammensetzung AbfĂ€llen aus Haushalten Ă€hnlich sind. 2020 sind 7,4 Mio. t SiedlungsabfĂ€lle in Österreich angefallen – dies entspricht 834kg pro Kopf.

Die Anuga – heuer unter dem Leitthema „Sustainable Growth“ – wird im Oktober sicher wieder einen regen Zulauf haben.

MĂŒller, Director General der UNIDO: „Auf der Anuga treffen rund 7.500 Aussteller:innen auf 130.000 Besucher:innen aus der ganzen Welt. FĂŒr die UNIDO mit ihren 171 Mitgliedstaaten ist die Lebensmittel- und ErnĂ€hrungssicherheit ein zentrales Thema. Wir werden in Köln unsere Projekte vorstellen und auch nach neuen Innovationen und Lösungen Ausschau halten, die wir weltweit einsetzen können.“

INNOVATIONEN. Dies passt natĂŒrlich auch bestens zum heurigen Anuga-Leitthema „Sustainable Growth“, das regen Anklang gefunden hat: Die Fachmesse ist bereits bis auf den letzten Platz ausgebucht. Wie gewohnt vereint die Anuga wieder zehn Fachmessen unter einem Dach. Trends und Innovationen haben hier natĂŒrlich den gewohnt hohen Stellenwert, etwa im Boulevard of Innovation (Nordboulevard) oder im Rahmen des neuen Formates Anuga Horizon, das die Anuga Trend Zone (eine Sonderschau zu aktuellen ErnĂ€hrungs- und Produkttrends) sowie die Anuga taste Innovation Show (das Ergebnis eines Neuheitenwettbewerbs) umfasst. bd

News PRODUKT 08/09 2023 14
© New Africa/shutterstock

adapa EcoString bag AUF BEUTE(L)ZUG

Die Adapa Group hat den klassischen Kordelzugbeutel fĂŒr Hygiene- und Kosmetikprodukte weiterentwickelt: Der optimierte „EcoString bag“ enthĂ€lt 80% Post-Consumer-Rezyklat (PCR) und stellt eine Einstoff-Lösung dar: Sowohl Beutel als auch Zugband sind aus bedruckbarem Polyethylen, dadurch ist der „EcoString bag“ komplett recyclebar. ErhĂ€ltlich mit mattem oder glĂ€nzendem Finish.

Red Bull Birne-Zimt WINTER-POWER

Wer bei den sinkenden Temperaturen vorwinterliche Erschöpfung verspĂŒrt, dem legt Red Bull jetzt wieder eine neue „Winter Edition“ ans Herz. Diesmal ist es die Geschmacks-Kombination „Birne-Zimt“, die wĂ€hrend der kalten Jahreszeit fĂŒr Abwechslung sorgt. „Red Bull The Winter Edition Birne-Zimt“ ist ab Ende September in der dunkelroten 250ml-Dose fĂŒr Handel und Gastronomie erhĂ€ltlich.

Teekanne GROSS GEWORDEN

Bislang ausschließlich in der 500ml-Flasche erhĂ€ltlich und fĂŒr die Erfrischung „unterwegs“ konzipiert, gibt es „Eistee Pfirsich“ von Teekanne nun auch in der 1L-Flasche. Damit bedient Teekanne die Nachfrage nach einem zuckerfreien Ready-to-drink-Produkt fĂŒr zu Hause. „Eistee Pfirsich“ verzichtet neben Zucker auch auf SĂŒĂŸungsmittel; fĂŒr den Geschmack sorgen die rein natĂŒrlichen Zutaten.

emil 1868 Marillen-Schnaps UNÜBERSEHBAR

Durch und durch Österreich: Emil 1868 fĂŒllt ab sofort seinen traditionsreichen MarillenSchnaps in eine innovative Flasche in Österreich-Form ab. Der „emil Marillen-Schnaps“ wird von der schonenden Verarbeitung der handverlesenen FrĂŒchte bis zur langsamen, sorgfĂ€ltigen Destillation in Ried im Innkreis produziert. Ohne Zuckerzusatz oder Aroma zeichnet er sich durch seinen authentischen Geschmack aus.

Koehler Paper ZUM BESTECK STECKEN

Gemeinsam mit der Franz Veit GmbH offeriert Koehler Paper papierbasierte Lösungen fĂŒr Besteckverpackungen, die mit einem vergleichsweise niedrigen CO2-Fußabdruck punkten. Sie bestehen aus dem flexiblen Verpackungspapier „Koehler NexPlus Seal Pure“ in 65g/m2, können individuell bedruckt und sowohl fĂŒr Einweg- als auch Mehrwegbesteck verwendet werden. Die Verpackung ist 100% recyclingfĂ€hig.

Höllinger Sonnenvitamin D3 SONNIG

Von den beliebten SchulsĂ€ften von „Höllinger“ gibt es nun eine neue Sorte: „Sonnenvitamin D3 Apfel“ besteht zu 60% aus direkt gepresstem, heimischem Apfelsaft und zu 40% aus stillem Wasser. Der Clou: Eine Packung deckt bereits 60% des empfohlenen Tagesbedarfs des Vitamins D3. Dieses stĂ€rkt das Immunsystem, ZĂ€hne sowie Knochen und ist gerade in den Wintermonaten oft Mangelware.

Ottakringer BITTE ANFASSEN

Der Traum vom eigenen Fassbier wird wahr, denn die Ottakringer Brauerei liefert FĂ€sser ab sofort auch im 0,5L-Format aus. Als Sonderedition schlĂŒpft die „Ottakringer“-Dose fĂŒr kurze Zeit in die Rolle des Bierfasses und unterstreicht dabei die Eigenschaften, die sich beide GetrĂ€nkeverpackungen teilen. So schĂŒtzt die Dose das frische Bier – genauso wie das Fass –optimal vor Licht und Sauerstoff.

Antique URLAUBS-KRÄUTER

Der kroatische Spirituosenhersteller Badel 1862 ist bereits u.a. mit den Marken „Pelinkovac Gorki“, und „Badel Stara Ć ljivovica“ in Österreich prĂ€sent – jetzt launcht das Unternehmen zusĂ€tzlich den Premium-KrĂ€uterlikör „Antique Pelinkovac“. Er ist mit seiner vollmundigen, mediterranen Rezeptur nicht nur der Ă€lteste KrĂ€uterlikör Kroatiens, sondern auch eine der am schnellsten wachsenden Marken im Segment.

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line extension 65g/m Packaging/Food 15 PRODUKT 08/09 2023
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Begnadete KreislÀufer

Bei Coca-Cola HBC Österreich stehen die aktuellen AktivitĂ€ten ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Mit unterschiedlichen Maßnahmen will man den eigenen ökologischen Fußabdruck weiter verkleinern – und die Konsument:innen dabei mitnehmen.

So hat das Unternehmen stolze 12 Mio. € in eine neue AbfĂŒll- und Waschanlage am Standort in Edelstal investiert, um in Sachen Mehrweg am neuesten Stand der Technik zu sein und die nicht zuletzt aufgrund der kommenden Mehrwegquote im LEH zweifellos steigende Nachfrage an wiederbefĂŒllbaren Gebinden gut bedienen zu können. Mit der Eröffnung der Anlage, der u.a. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler beiwohnte, wurde auch das entsprechende Angebot signifikant erhöht. Herbert Bauer, General Manager Coca-Cola HBC Österreich: „Die High-Tech-Linie ermöglicht es uns, das Mehrwegangebot entsprechend dem steigenden KundenbedĂŒrfnis und der bevorstehenden Mehrwegquote zusĂ€tzlich zu erweitern.“ Konkret heißt dies, dass es „Coca-Cola“ sowie „Coca-Cola zero“ ab sofort auch in 0,4L-Mehrweg-Glasflaschen gibt. „Fanta“ und „Sprite“ ergĂ€nzen wiederum das Mehrweg-Angebot im 1L-Format. Dies fand naturgemĂ€ĂŸ Ministerin Gewessler richtig gut: „Die Mehrweg-Flasche ist ein echter Abfallvermeider. Sie schont wertvolle Ressourcen und sorgt so fĂŒr weniger MĂŒll in der Natur. Ich freue mich, dass Coca-Cola HBC Österreich die Mehrweg-KapazitĂ€ten erhöht. Das ist ein wichtiger Beitrag weg von der Wegwerfgesellschaft hin zur Kreislaufwirtschaft.“

HAUPTSACHE GELB. Apropos Kreislauf – diesen gilt es natĂŒrlich auch im Einwegbereich zu optimieren. Funktionierendes Recycling steht und fĂ€llt aber mit dem Engagement der Konsument:innen, weshalb Coca-Cola HBC Österreich im Sommer gemeinsam mit der ARA und Digi-Cycle eine Bewusstseinskampagne durchgefĂŒhrt hat. Ein zentrales Element fĂŒr GetrĂ€nkehersteller, die auf ausreichend Recycling-Material fĂŒr die Erzeugung neuer Flaschen angewiesen sind, ist der gelbe Sack bzw. die gelbe Tonne, in der u.a. PETFlaschen entsorgt werden mĂŒssen, um recycelt zu werden. Und so stand eine gelbe Tonne auch im Zentrum der „Scan me if you can“Sammelaktion im August am Wiener Donaukanal. Eine mobile Variante davon legte in 43 Stunden stolze 147km zurĂŒck und erinnerte das großteils junge Publikum so daran, wie Plastikflaschen korrekt entsorgt werden sollten. Auf diese Weise wurden 2.040L zusĂ€tzlicher Wertstoffe gesammelt und es konnten 1.479 Personen motiviert werden, sich die Recycling-App Digi-Cycle herunterzuladen. Ein wichtiger Schritt, denn: „Jede einzelne Kunststoffverpackung sollte den Weg in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack finden. Die Gelbe Tonne ist ein entscheidendes Instrument, um Kunststoffverpackungen im

Im Sinne der Plastikreduktion kommen bei den 1,5L-Limo-Multipacks jetzt kartonbasierte Umverpackungen zum Einsatz.

Kreislauf zu halten. Denn landen Verpackungen im RestmĂŒll, sind sie fĂŒr das Recycling verloren“, betont Harald Hauke, Vorstandssprecher der Altstoff Recycling Austria AG (ARA). Die Digi-Cycle-App soll dabei all jenen eine Hilfestellung und Motivation bieten, die sich bei bestimmen Verpackungen noch nicht sicher sind, wie sie richtig entsorgt werden.

KARTONANGEBEND. Ein weiterer wichtiger Baustein im Sinne der Ressourcenschonung ist Plastikreduktion. Und auch hier hat Coca-Cola gerade wieder einen Meilenstein erreicht: In KĂŒrze wird bei den 1,5L-LimonadeMultipacks auf eine kartonbasierte Umverpackung umgestellt. bd

Meilensteine

‱ 2020 prĂ€sentierte Coca-Cola HBC Österreich eine KartonÜberverpackung, die das Plastik beim „Coca-Cola“-Dosen-Sixpack ersetzte.

‱ Seit 2023 sind sĂ€mtliche PETProdukte, die von Coca-Cola HBC in Österreich hergestellt werden, aus 100% rPET.

‱ Nun wird bei den 1,5L-Limonade-Multipacks auf eine kartonbasierte Umverpackung umgestellt.

Neu im „Coca-Cola“-Portfolio: 0,4L-Mehrweg-Glasflaschen.
© AMA-Marketing Food PRODUKT 08/09 2023 16

Gordon‘s Pink 0.0% ROSA OHNE WOLKE

Mit „Gordon‘s Pink 0.0%“ lanciert Diageo einen weiteren alkoholfreien Gin der Marke und reagiert damit auf die sehr gute EinfĂŒhrung des „Gordon‘s 0.0%“. FĂŒr die Neuheit werden die fĂŒr Gin typischen wacholderdominierten Botanicals mit fruchtigen Aromen von Himbeeren, Erdbeeren und roten Johannisbeeren kombiniert – das leuchtende Pink sorgt zudem fĂŒr erhöhte Aufmerksamkeit im Regal.

Smirnoff Mango & Passionfruit MIXABLE

Der neue „Smirnoff Mango & Passionfruit Twist“-Flavoured Vodka (im Portfolio von Diageo) punktet mit seinem Geschmack nach Mangos und PassionsfrĂŒchten insbesondere als Zutat fĂŒr schnell gemixte Cocktails. Mit Tonic gemischt und mit Eis und Limettenscheibe prĂ€sentiert, ist im Handumdrehen ein Drink serviert, der orange leuchtet und ein tropisches Flair mitbringt.

Johnnie Walker Whisky & Cola GESCHMACKVOLL

Mehr Geschmack und ein neues Design gibt es seit kurzem fĂŒr „Johnnie Walker Whisky & Cola“. Diageo prĂ€sentiert den Klassiker damit in einer weniger bitteren Rezeptur, die sich durch ihren ausbalancierten Geschmack nach Cola und Whisky auszeichnet. Auch der Look wurde ĂŒberarbeitet und betont nun mit hochwertigen Elementen den Premium-Charakter des RTDs in der Slim-Dose.

JĂ€germeister Neon ERHELLEND

Drei exklusive Etiketten verpassen den 0,7L„JĂ€germeister“-Flaschen jetzt einen einzigartigen Auftritt im Neon-Look. Die diesjĂ€hrige Sonderedition ist in den Varianten „Gaming Meister“, „Meister der Nacht“ und „Festival Meister“ erhĂ€ltlich und richtet sich an alle, die leidenschaftlich zocken, die Nacht zum Tag machen oder deren Herzen fĂŒr Festivals schlagen –und natĂŒrlich an alle Sammler der Marke.

drinx PRAKTISCH

Diese Neuheit eines österreichischen Start-ups ist perfekt fĂŒr alle, die es ganz unkompliziert mögen: „drinx“ sind Cocktail-Sirupe, denen nur noch Sodawasser, Deko und EiswĂŒrfel hinzugefĂŒgt werden mĂŒssen. ErhĂ€ltlich sind die Varianten „Api“, der klassische Aperitivo Spritz, „Berry“, ein beeriger Spritzer, „Moji“, mit dem typisch frischen Geschmack eines Mojitos, und „Gito“ als Ersatz fĂŒr Gin Tonic.

BacardĂ­ Coconut DRINK DER KARIBIK

Flavoured Spirits sind stark im Trend und der Geschmack von Kokos ist generell sehr beliebt bei den Verbraucher:innen. Dass „Bacardí“ in der neuen Variante „Coconut“ vor allem bei einer jĂŒngeren Zielgruppe fĂŒr Neugier und großes Kaufinteresse sorgt, liegt daher nahe. Der Flavoured Rum hat einen Alkoholgehalt von 32 Vol.% und ist in der 700ml-Flasche fĂŒr Handel und Gastronomie erhĂ€ltlich.

Captain Morgan FRISCHER ANSTRICH

Das gesamte „Captain Morgan“-Portfolio bekommt jetzt einen neuen Look. Das modernisierte Design setzt weiterhin auf den Captain als Ikone (allerdings leicht ĂŒberarbeitet), kombiniert ihn aber verstĂ€rkt mit Elementen, die die unterschiedlichen Varianten visuell unterstreichen. Somit rĂŒckt der Inhalt der Flaschen deutlicher in den Fokus, wĂ€hrend die Wiedererkennbarkeit weiterhin stark bleibt.

Allos Advents Kalender 24 TASSEN

In der Tee-Hauptsaison serviert Allos den Konsument:innen tĂ€glich die richtige Tasse, nĂ€mlich in Form des „Allos Advents Kalenders“. Dieser ist im winterlichen Look erhĂ€ltlich und enthĂ€lt 3 x 8 verschiedene „Allos“-Teesorten, die Abwechslung bieten und zum Probieren anregen sollen. Alle enthaltenen Tees kommen ohne zugefĂŒgte Aromen aus und werden in ungebleichten Beuteln ohne Metallklammer angeboten.

launch launch relaunch launch line extension line extension relaunch line extension Food 17 PRODUKT 08/09 2023

It’s Tea time

Als Familienunternehmen in vierter Generation ist Teekanne nach wie vor das Maß der Dinge in Österreich, wenn es um Tee geht. Das belegen 51,8% Marktanteil. Um dies auch weiterhin zu untermauern, dreht sich bei Teekanne in dieser Saison alles um den Trend WohlfĂŒhltees mit funktionalen ZusĂ€tzen.

Der österreichische Teemarkt wĂ€chst (+5,9% gegenĂŒber dem Vorjahr) auf einem hohen Niveau von 83,2 Mio. €. Am gefragtesten sind KrĂ€utertee an erster Stelle gefolgt von FrĂŒchtetee. Diese beiden Kategorien machen laut Nielsen (Tee Total, LH + DFH + H/L, Wert, MAT 28/23) 49,6% (+3,3%) bzw. 30,6% (+5,6%) des Marktes aus. Dahinter liegen Schwarztee mit 13,9% (+15,5%) sowie GrĂŒntee mit 6,0% (+9,0%).

PERFORMANCE. In Österreich betrĂ€gt der Marktanteil von Teekanne 51,8% (Tee Total, LH + DFH + H/L, Wert, MAT 28/23). Somit konnte man die heimische MarktfĂŒhrerschaft in allen Segmenten – außer Schwarztee – erneut unter Beweis stellen. „Wir sind am Markt deshalb so stark, weil wir lokal ausgerichtet sind. Das heißt, wir bedienen die MĂ€rkte individuell und entwickeln das Sortiment entsprechend den BedĂŒrfnissen der Konsument:innen. So betrĂ€gt der Bio-Anteil im Sortiment bereits 44%, der Bio-Marktanteil 49%“, sagt Teekanne-GF Tho-

mas Göbel. Der Salzburger Teespezialist hat kĂŒrzlich sein GeschĂ€ftsjahr mit einem BruttoGesamtumsatz von 169 Mio. € abgeschlossen. Der Umsatz setzt sich aus der guten Performance in Österreich sowie in den 14 AuslandsmĂ€rkten (ĂŒber 60% Exportquote) zusammen.

HERBSTPROGRAMM. FĂŒr die bevorstehende Herbst- und Winterzeit prĂ€sentiert Teekanne zahlreiche Neuprodukte, die einmal mehr den Innovationsgeist des Unternehmens unterstreichen. So bringt man unter anderem innerhalb der „Harmonie fĂŒr Körper & Seele“-Range zwei neue Tees auf den Markt, ebenso vier Sorten der neuen „Bio Wintertee“-Kollektion sowie jeweils eine Neuheit im „FrĂŒchtegarten“Sortiment bzw. ein „Organics“-Produkt. Auch bei der KrĂ€uterteemarke „willi dungl“ launcht Teekanne einen WohlfĂŒhl-KrĂ€utertee, der mit hochwertigen Zutaten und einem Mix aus zehn Vitaminen zu einem klaren und wachen Geist beitrĂ€gt (mehr dazu bei Produktvorstellungen auf den Seiten 20 und 26). Bei den Inno-

vationen ist deutlich der Trend hin zu Wohlbefinden und Self Design zu erkennen. Teekanne-Marketingleiter Michael Lehrer erklĂ€rt: „Unsere Reaktion auf diese immer stĂ€rker werdenden Trends sind Tees mit Zusatzstoffen fĂŒr eine klare FunktionalitĂ€t. Das Ziel dabei, das wir definiert haben, ist, dass die Tees nicht nur gut schmecken mĂŒssen, sie sollen auch aussagekrĂ€ftig sein und dem Selbstoptimierungstrend eine Antwort liefern.“

VERANTWORTUNG. Teekanne setzt sich fĂŒr einen verantwortungsvollen Umgang mit natĂŒrlichen Ressourcen ein – und lebt diesen auch vor. So sind etwa alle Schwarz- und GrĂŒntees sowie Rooibos-Tees zu 100% Rainforest-Alliance-zertifiziert. Überdies spielt bei Teekanne die Verpackung eine gewichtige Rolle: Die Faltschachteln und UmhĂŒllungen der Tees sind zur GĂ€nze aus FSC-zertifiziertem Karton und stammen damit aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Dieses Streben nach Nachhaltigkeit wird auch bei den Partnerschaften und Lieferantenbeziehungen deutlich: „FĂŒr unsere Teemischungen verwenden wir rund 300 Rohwaren von ĂŒber 150 Lieferant:innen aus 50 verschiedenen LĂ€ndern. Mit den Plantagen tauschen wir uns regelmĂ€ĂŸig aus, stehen ihnen beratend zur Seite und unterstĂŒtzen auch vor Ort“, schildert Michael Lehrer und ergĂ€nzt: „Von diesen Partnerbetrieben beziehen wir unsere Rohware direkt, wodurch sich neben der Einhaltung der von uns definierten QualitĂ€tsstandards auch eine grĂ¶ĂŸtmögliche Transparenz innerhalb der Lieferketten ergibt.“

STANDHAFT. Trotz der aktuellen Herausforderungen hoher Rohstoff- und Materialpreise sowie gestiegener Produktions- und Personalkosten hĂ€lt Teekanne an den QualitĂ€tsansprĂŒchen und der Nachhaltigkeitsstrategie fest. Zu den Preisanpassungen, die laut Unternehmensangaben bei Teekanne im Vergleich zu den allgemeinen Preiserhöhungen unterdurchschnittlich ausfielen, erlĂ€utert Lehrer: „Aufgrund hoher BestĂ€nde an Rohwaren und Verpackungen, die wir wĂ€hrend Pandemiezeiten noch zu besseren Preisen zur Sicherstellung der LieferfĂ€higkeit aufgebaut hatten, haben wir die Preise bisher nur moderat erhöhen mĂŒssen – gĂ€nzlich ohne geht es aber nicht.“ ksch

Food PRODUKT 08/09 2023 18
© Alex Yuzhakov/shutterstock

TWININGS & YOGI TEA

(im Portfolio von Maresi)

Erneut zufriedenstellend verlief das TeeBusiness bei Maresi Austria: „Twinings“ konnte im Jahr 2022 seine MarktfĂŒhrerschaft mit aktuell 35,8% Marktanteil im Schwarzteesegment weiter ausbauen. Auch im Bereich GrĂŒntee bestimmte man 13,5% des österreichischen GrĂŒnteemarktes (Nielsen, LEH inkl. Hofer/Lidl, Umsatz FY2022). Die absoluten

MILFORD TEE AUSTRIA

Bei Milford Tee Austria konnten in den einzelnen Segmenten vor allem FrĂŒchtetee und Schwarztee im Vergleich zum Vorjahr wachsen: „Hier haben wir mit unseren ,Meßmer Bio‘-Tees, aber auch mit unseren ,Milford‘-Lifestyle-Sorten dazugewonnen,“ so Renate Schmidt-Murth, Product Manager. Mit April dieses Jahres wurde in

CUPPER

Bei Allos sieht man „Bio & Nachhaltigkeit“ sowie „Wellness & Health“ als die großen Trends an. Dazu Sandra Spremberg, Marketing Direktorin DACH: „Auch die nachhaltige Verpackung

PUKKA

Bei Pukka wurde auch in diesem Jahr verstĂ€rkt auf die Themen „Nachhaltigkeit“ und „gesunde ErnĂ€hrung“ geachtet. „Wir sehen eine RĂŒckbesinnung auf traditionelle Haus-

NEUNER’S

FĂŒr die Zukunft verrĂ€t Stephanie Neuner, GF des österreichischen Familienunternehmens Neuner’s: „Nach ĂŒber 25 Jahren bekommt unsere ,Wellness‘-Linie in der kommenden Sai-

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Bestseller im Sortiment sind nach wie vor die Sorten „Earl Grey“ und „English Breakfast“, die rund 70% des „Twinings“-Umsatzes ausmachen. KĂŒnftig verzichtet man bei allen Verpackungen auf Zellophan-Folien. Exklusiv mit dem österreichischen Reformhandel und dm prĂ€sentiert man das mit natĂŒrlichen, Ă€therischen Ölen verfeinerte „Yogi Tea“-Sortiment „FĂŒr die Sinne“; ebenso die Limited Edition „Pumpkin Chai“. Dabei werden typische ChaiGewĂŒrze mit fruchtiger Orange und dem weichen Geschmack von KĂŒrbis verfeinert.

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Österreich der Meßmer-Onlineshop gelauncht, der die Bandbreite des Sortiments widerspiegelt und „bei den Konsument:innen sehr gut ankommt“, freut sich Schmidt-Murth. Im Hinblick auf Trends sieht sie eine Tendenz in Richtung konventionelle Produkte, was sie auch auf die anhaltende Inflation zurĂŒckfĂŒhrt. „Die Rohstoffsituation ist nach wie vor angespannt und ein RĂŒckgang der Preisentwicklung ist derzeit nicht erkennbar – vor allem im Fruchtteesegment ist dies deutlich spĂŒrbar“, so SchmidtMurth zu den aktuellen Herausforderungen.

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ist im Fokus der Verbraucher:innen: ,Cupper‘Teebeutel sind plastikfrei, die Sachets aus Papier und der Bindfaden ist aus 100% BioBaumwolle.“ Spremberg weiß ĂŒberdies, dass „das individuelle Wohlbefinden fĂŒr sehr viele Menschen so wichtig ist, dass Ausgaben dafĂŒr an erster Stelle stehen.“

mittel wie KrĂ€utertees; Bio-QualitĂ€t ist dabei erfreulicherweise ein zunehmend wichtiges Kriterium“, sagt Valerie Rau, Marketing & Brand Manager DACH. Pukka bietet fĂŒr die Bereiche ganzheitliches Wohlbefinden verschiedene KrĂ€uterkreationen, die zu jeder Tageszeit unterstĂŒtzen können.

son ein neues Kleid.“ Im Vordergrund stehen laut Neuner bei der neuen Optik die in jeder Mischung enthaltenen KrĂ€uter, die in klassischen KrĂ€uterbĂŒndeln prĂ€sentiert und von Frauen gehalten werden. Neu zum „Neuner’s“Sortiment hinzugefĂŒgt werden die zwei Sorten „Body Positivity Bio“ und „Detox Bio“.

Food 19 PRODUKT 08/09 2023

pukka SINNLICHE WEIHNACHT

Der „pukka WohlfĂŒhlkalender“ enthĂ€lt 24 Tee-Mischungen, die Körper und Geist in der Vorweihnachtszeit entschleunigen sollen. Die ausgewogenen Zutaten aus biologischem Anbau schaffen ĂŒberdies ein stimmungsvolles Sinneserlebnis. Der aufklappbare „WohlfĂŒhlkalender“ macht auch optisch etwas her: Er kann an der Wand drapiert werden und sticht mit seinem floralen Design sofort ins Auge.

Cupper XMAS-HÄFERL

Zwölf verschiedene Teesorten fĂŒr insgesamt 24 Genussmomente – das ist auch heuer wieder das Konzept hinter dem Adventkalender von „Cupper“. Dieser enthĂ€lt verschiedene KrĂ€uterund FrĂŒchtetees, wobei darunter auch zwei im Vergleich zum Vorjahr neue Sorten zu finden sind. Mit dem liebevollen Design eignet sich der „Cupper“-Adventkalender auch bestens zum Verschenken oder Dekorieren.

Teekanne Immun Aktiv ABWEHRPOWER

Die neue Sorte „Immun Aktiv“ erweitert das „Harmonie fĂŒr Körper & Seele“-Sortiment. Geschmacklich ĂŒberzeugt der Tee durch die von innen wĂ€rmenden Zutaten Ingwer und Zimt. Den Frische-Kick geben Orangenschalen und Zitronengras sowie aromatisches Zitronenöl. Durch die Zugabe von Vitamin C und Zink unterstĂŒtzt die innovative Teemischung außerdem das Immunsystem an nass-kalten „Fröstl“-Tagen.

Teekanne Organics Immune Boost IMMUNISIERT

Sobald die kalte Jahreszeit beginnt und das Wetter ungemĂŒtlicher wird, ist es wichtig, das Immunsystem zu schĂŒtzen. Das geht am besten mit einer frisch aufgebrĂŒhten Tasse Tee – insbesondere mit „Immune Boost“, der neuen Sorte der „Organics“-Range von Teekanne. Die BioFrĂŒchteteemischung mit Orangen-, Zitronenund Ingweröl setzt zur StĂ€rkung des Immunsystems auf Vitamin C aus der Acerolakirsche.

Cupper WÄRMEN

Bereits in den letzten beiden Jahren lieferte die „Cupper“-Wintertee-Range eine sehr gute Performance ab. Mit vier limitierten Sorten fĂŒr die nahende kalte Jahreszeit will man auf diesen Erfolg aufsetzen. Zu haben sind diesmal die Varianten „Warm Winter Hug“, „Liquorice Winter Sweets“, „Winter Spiced Orange“ sowie „Winter Strudel“ – allesamt wie gewohnt in Bio-QualitĂ€t.

Teekanne Besser Einschlafen SWEET DREAMS

Neu in der Familie der „Harmonie fĂŒr Körper & Seele“-Tees ist die Sorte „Besser Einschlafen“. Der Teekanne-Tee setzt auf KamillenblĂŒten und Melatonin als Basis, die auf effektive Weise den Einschlafprozess unterstĂŒtzen. FĂŒr viele Menschen ist vor dem Einschlafen eine Abendroutine wichtig, die Körper und Geist bewusst herunterfahren lĂ€sst – da kommt „Besser Einschlafen“ gerade recht.

Teekanne Bio BIO-HAGLICHKEIT

Die Kollektion der neuen „Teekanne Bio Wintertees“ umfasst die Sorten „Winter Orange“, „Bratapfel“, „Spekulatius“ und „Winterpunsch“. Bei der Kreation hat sich Teekanne von den DĂŒften und den kulinarischen GenĂŒssen der kalten Jahreszeit inspirieren lassen. Die „Bio Wintertees“ sind Begleiter fĂŒr Abende vor dem Kamin, vorweihnachtliche Feiern oder einfach behagliche Stunden in der kalten Jahreszeit.

Teekanne SchneetrĂ€umchen WOHLFÜHLAMBIENTE

Im „FrĂŒchtegarten“-Sortiment von Teekanne gibt es einen Neuzugang zu vermelden: Der FrĂŒchtetee „SchneetrĂ€umchen“ bringt mit dem Geschmack nach Himbeeren und Baiser WohlfĂŒhlstimmung in die Tasse. Weitere Zutaten sind Hibiskus, Apfel und Hagebutte. „SchneetrĂ€umchen“ komplementiert die winterlichen „FrĂŒchtegarten“-Tees rund um „HĂŒttenzauber“, „Kaminzauber“, „Winterabend“ und „Winterzauber“.

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Hartwig Kirner, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Fairtrade Österreich, ĂŒber Herausforderungen im Kaffee-Anbau:

FĂŒr die Kaffeebauernfamilien ist es eine sehr herausfordernde Zeit. Ihre Pflanzen reagieren besonders sensibel auf den Klimawandel. Steigende Temperaturen, sich verĂ€ndernde Niederschlagsmengen oder auch lĂ€ngere DĂŒrrephasen fĂŒhren zu ErnteausfĂ€llen. Pflanzenkrankheiten wie der sogenannte Kaffeerost nehmen rapide zu und gefĂ€hrden die Einkommensgrundlagen der Menschen in den UrsprungslĂ€ndern. Fairtrade-Kleinbauernfamilien profitieren von stabilen Mindestpreisen und zusĂ€tzlichen PrĂ€mien sowie opti-

onalen Bio-AufschlĂ€gen, was sie wirtschaftlich widerstandsfĂ€higer macht. Zudem unterstĂŒtzt Fairtrade international verschiedene Klimaanpassungsprojekte, bspw. in Äthiopien. Hier wurden neue Baumschulen fĂŒr Kaffeepflanzen gegrĂŒndet sowie Schulungen zu ökologischen Landwirtschaftspraktiken durchgefĂŒhrt. Außerdem steht die Wiederaufforstung im Mittelpunkt der BemĂŒhungen. So konnten dort bisher mehr als 100.000 neue KaffeestrĂ€ucher gepflanzt werden.

Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Nachhaltigkeit bei der Brau Union, ĂŒber die Braugersten-Ernte:

Der Witterungsverlauf der Winterbraugerste war im heurigen Jahr gegenĂŒber den letzten Jahren gut, weil es keine FrĂŒhjahrstrockenheit gegeben hat. Ab und zu war es etwas zu kĂŒhl, aber die Gerste hat das dann wieder alles aufgeholt. Durch die hohe Feuchtigkeit war der Krankheitsdruck in den BestĂ€nden, wie etwa Pilzkrankheiten, etwas höher. Die ErnteertrĂ€ge sind im langjĂ€hrigen Durchschnitt bzw. leicht darĂŒber; die

GROSSER SCHRITT

Eine – auf den ersten Blick ungewöhnliche –Zusammenarbeit zwischen Innocent Drinks und dem nachhaltigen Sneaker-Start-up Vlace zeigt, wie branchenĂŒbergreifend Nachhaltigkeit entstehen kann. So wird der Apfeltrester, ein Nebenprodukt aus der Herstellung der „innocent“-Smoothies, zu Apfelleder verarbeitet. Dieses wird wiederum von einer fa-

Sommerbraugerste verzeichnete ĂŒberdurchschnittliche ErtrĂ€ge.

Die hochwertige Braugerste, welche die Basis fĂŒr unser Malz ist, wird fĂŒr jedes Bier ganz speziell verarbeitet. Malz ist durch Weichen, Keimen und Darren umgewandelte Braugerste, die unserem Bier den Gehalt und die FĂŒlle des Geschmacks verleiht. Anders ausgedrĂŒckt: Das Malz verleiht dem Bier seinen Körper.

miliengefĂŒhrten Schuhmanufaktur in Portugal in einen stylishen Sneaker umgewandelt, der vollstĂ€ndig aus recycelten Materialien besteht. „Wir wollen mit diesem Projekt zeigen, dass der Impact des unternehmerischen Handelns weit ĂŒber die Grenzen unserer eigenen Produktion hinausgehen kann“, sagt Julia Hagenauer, Brand Managerin Innocent.

Aus Apfeltrester wird ein Schuh –dank Innocent und Vlace.

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Es beginnt im Weingarten

350 Winzerfamilien kĂŒmmern sich um die Basis der „Schlumberger“-Sekte – die Trauben fĂŒr die Grundweine. Eine Frau, Aurore Jeudy, um die perfekte Veredelung dieser Weine. Ein Prozess, der ein gut abgestimmtes Zusammenspiel erfordert.

Sprechen wir von Sekt, so sprechen wir von einem Erzeugnis, das maßgeblich von den Böden und den Winzer:innen unseres Landes geprĂ€gt ist. Im Fall von Schlumberger sind es 350 Familien aus dem Weinviertel (Region Poysdorf und Retz) sowie aus dem nördlichen Burgenland (Region Seewinkel/ Andau), die die Rebsorten Welschriesling, Chardonnay, Weißburgunder und Pinot Noir fĂŒr die Sektkellerei kultivieren. Diese Partnerschaften sind langjĂ€hrig und zuverlĂ€ssig, schließlich sind sie eine wichtige Grundlage fĂŒr die konstante QualitĂ€t von „Schlumberger“. Nach der Ernte werden die Trauben bei Partnerwinzer:innen gepresst und der Most zum Ursprungsstandort in Bad Vöslau transportiert. Dort erfolgt die erste VergĂ€rung zu Sektgrundwein. Unter der Ägide der neuen Kellermeisterin Aurore Jeudy werden die von verschiedenen Winzer:innen, JahrgĂ€ngen und Rebsorten stammenden Grundweine schließlich zu CuvĂ©es vermĂ€hlt.

EIN MATCH. Aurore Jeudy ist zwar neu bei Schlumberger – nicht aber neu im Sekt-Business. Nach ihrem Studium in der Champagne beriet sie viele Jahre lang Champagnerkellereien auf der ganzen Welt. Auch Schlumberger war hier dabei. Jeudy: „Zwischen Schlumberger und mir hat es bereits frĂŒh gefunkt. Vor 15 Jahren lernte ich in meiner beratenden TĂ€tigkeit im

IOC den damaligen Schlumberger-Kellermeister Herbert Jagersberger kennen. So kam ich auch zum ersten Mal in Kontakt mit österreichischem Sekt und ich habe mich in ihn verliebt.“ Der Wechsel nach Österreich und zu Schlumberger fiel der Önologin also nicht schwer –auch weil hier das Zusammenspiel mit den Winzer:innen ein Teil ihrer Arbeit ist. Jeudy: „Ein wichtiger Punkt fĂŒr mich als Kellermeisterin: Bei Schlumberger starten wir die Sektherstellung – im Gegensatz zu vielen anderen (großen) Herstellern – nicht erst mit Grundwein. Unsere Arbeit beginnt bereits im Weingarten, mit den Trauben. Im Weingarten passiert der erste Einfluss auf die QualitĂ€t. Und die QualitĂ€t wĂ€chst bekanntlich am Rebstock.“

EIN SPIEL. Gerade vor der Weinlese trifft sich Jeudy hĂ€ufig mit den Winzer:innen, um den aktuellen Status der Trauben zu prĂŒfen. Aurore versucht, gemeinsam mit den Winzer:innen, den perfekten Tag mit dem optimalen Reifegrad zu finden, um in der Weiterverarbeitung so wenig Zucker wie nötig zuzusetzen. Ihr Ziel ist es, die „echte“ SĂŒĂŸe der Trauben fĂŒr die „Schlumberger“-Sekte zu nutzen und in den Vordergrund zu heben.

EIN MARATHON. Die Sektherstellung ist per se nichts Schnelles. Sie erfordert Geduld. Von

Den perfekten Reifegrad mit einem schönen Spiel von SĂ€ure und SĂŒĂŸe zu finden, ist essentiell fĂŒr die Entscheidung die Trauben zu lesen.

den Winzer:innen, die ihre WeingĂ€rten genau beobachten und betreuen, aber auch von der Kellermeisterin, die die Entwicklung im Keller ĂŒber Monate begleitet. Dennoch ist Innovation ein Thema. Wobei hier insbesondere landwirtschaftliche Belange mit den sich Ă€ndernden klimatischen Bedingungen vordringlich sind. Jeudy: „Ich persönlich möchte mich vor allem auf Innovationen in Sachen Nachhaltigkeit und QualitĂ€t konzentrieren. Tatsache ist, dass es viele Jahre dauert, ĂŒber Innovation zu sprechen, wenn man nach der traditionellen Methode produziert. Es braucht Zeit. ‚Evolution, nicht Revolution‘ ist hierbei mein Motto.“ Zeit hat auch das Bio-Projekt des Hauses gebraucht. Jeudy: „Bei unserem ‚Schlumberger GrĂŒner Veltliner Bio Brut‘ stammen alle Zutaten aus biologischem Anbau. Um das Bio-Siegel zu erhalten, musste zugleich unser gesamter Betrieb bio-zertifiziert werden.“ Als eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen sieht Jeudy die sich verĂ€ndernden klimatischen Bedingungen im Weingarten. Gemeinsam mit ihrem Team arbeitet sie hier bereits intensiv an einer nachhaltigen Lösung. ks

Das prickelnde Ergebnis nach vielen Monaten Weingarten- und Keller-Arbeit: „Schlumberger“Sekt, hier z.B. der „Chardonnay Brut“.

Aurore Jeudy, seit wenigen Monaten Kellermeisterin von Schlumberger, arbeitet gerne eng mit den WeinbÀuer:innen zusammen.
DIE
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LANDWIRTSCHAFT

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DIE LANDWIRTSCHAFT

Vertrauenssache

Lenz Moser ist der mit Abstand grĂ¶ĂŸte QualitĂ€tswein-Vermarkter in Österreich. Das Unternehmen wird von rund 2.000 Winzerfamilien mit Trauben beliefert, die auf einer GesamtflĂ€che von etwa 1.800ha wachsen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist hier unabdingbar.

Bereits an der GesamtflĂ€che, auf der Weintrauben fĂŒr „Lenz Moser“-Wein angebaut werden, wird die Bedeutung des Unternehmens deutlich. Und um es noch plakativer zu machen, stellen wir uns vor, dass man die Trauben der 1.800ha alle gleichzeitig ernten wĂŒrde. Dann wĂŒrde man die helfenden HĂ€nde von sage und schreibe 17.000 Erntehelfer:innen fĂŒr einen ganzen Tag benötigen. Die 2.000 Traubenlieferanten, mit denen Lenz Moser zusammenarbeitet, sind unterschiedlich organisiert. Einige liefern direkt, sprich sind Vertragslieferanten, andere sind in Genossenschaften organisiert. Allen gemeinsam ist, dass die Zusammenarbeit auf Langfristigkeit aufgebaut

ist. Michael Rethaller, Kellereileiter und Chefönologe bei Lenz Moser: „Wir pflegen langfristige Partnerschaften mit selbststĂ€ndigen WeinbĂ€uer:innen, die genau wissen, was ihre Lagen brauchen, um unseren QualitĂ€tskriterien zu entsprechen. Da greifen wir auch nicht ein, wie vielleicht andere das tun, sondern verlassen uns auf die jahrzehntelange Erfahrung unserer Partner.“ Austausch gibt es natĂŒrlich trotzdem, etwa bei Schulungen und FachvortrĂ€gen, außerdem hat jeder Lieferant einen direkten Ansprechpartner im Unternehmen.

REALITÄT. Gerade der Weinbau hat im Vergleich mit anderen landwirtschaftlichen Bereichen

ein recht gutes Image bei den Menschen – aber oft auch ein sehr romantisch-verklĂ€rtes. Rethaller plĂ€diert hier fĂŒr mehr RealitĂ€tssinn: „Die Arbeit im Weingarten ist anstrengend und alleine von einer Familie – so wie wir uns das gerne vorstellen – nicht zu bewĂ€ltigen. Man muss da schon ehrlich sein. Es braucht Technik und Automatisierung, genauso wie Erntehelfer:innen, die auch teilweise aus dem Ausland kommen.“ Und noch ein anderes Bild ist nur schwer aus den Köpfen der Verbraucher:innen rauszubringen: Auch wenn die Marke „Lenz Moser“ fĂŒr eine Produktionsmenge von jĂ€hrlich 12 Mio. Flaschen steht, ist das gesamte Traubenmaterial rein österreichischen und regionalen Ursprungs – also von Winzer:innen aus Niederösterreich und dem Burgenland.

VERÄNDERUNGEN. Den Klimawandel und seine Folgen spĂŒren die WeinbĂ€uer:innen und Lenz Moser natĂŒrlich auch. „Allerdings“, so Rethaller, „können unsere Hauptsorten GrĂŒner Veltliner und Zweigelt sehr gut damit umgehen, da sie sehr flexibel sind und man viel ausgleichen kann.“ Die WeinbĂ€uer:innen wissen hier mittlerweile recht gut, wie sie reagieren mĂŒssen und passen zum Beispiel die Bodenbearbeitung und Laubarbeit entsprechend an, auch wird dort, wo es geht, bewĂ€ssert. Was sich durch das Plus an heißen Tagen jedenfalls geĂ€ndert hat, sind die Zuckergrade. Rethaller: „FrĂŒher kĂ€mpfte man, dass man genug Zuckergrade hat, jetzt haben wir eher zu viel.“ Dennoch werden die Weine auch in Zukunft nicht plötzlich anders schmecken. Rethaller ist jedenfalls ĂŒberzeugt: „Die VerĂ€nderungen sind so gering und langsam und das Wissen, wie man im Weingarten und im Keller, auf zum Beispiel Trockenstress reagiert, so viel grĂ¶ĂŸer als frĂŒher, dass VerĂ€nderungen, so es welche gibt, kaum auffallen werden.“ Lenz Moser war ja auch immer schon bekannt dafĂŒr, in Sachen Weinbau viel Innovationsgeist an den Tag zu legen. So hat Prof. Dr. Lenz Moser in den 1930er Jahren mit der Entwicklung der nach ihm benannten Hochkultur (anstelle der bis dahin ĂŒblichen Stockkultur) den Weinbau in Österreich und auch international revolutioniert. Seither können die Stockpflegearbeiten wesentlich leichter und in angenehmer Arbeitshöhe erledigt werden und auch Zugmaschinen konnten von da an eingesetzt werden. Der Gesamtarbeitsaufwand wurde dadurch deutlich reduziert. Heute setzen innovative Winzer:innen und WeinbĂ€uer:innen zunehmend auch auf digitale Hilfsmittel, die eine sehr individuelle, nachhaltige und passgenaue Arbeit im Weingarten ermöglichen. Rethaller: „Es verĂ€ndert sich viel – sowohl die Herausforderungen, aber auch unsere Möglichkeiten und unser Wissen“. ks

Ohne Profis geht gar nichts. Die Winzerfamilien liefern die Basis fĂŒr die QualitĂ€tsweine. Michael Rethaller, Kellerei-Leiter und Chefönologe bei Lenz Moser, schaut im Weingarten nach dem Rechten.
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Lenz Moser arbeitet fĂŒr Weine wie „Lenz Moser Selection“ mit rund 2.000 Winzerfamilien zusammen.

MEHR IST MEHR

Seit dem Vorjahr vermarktet Liquid Spirits die Marke „Jack Daniel’s“ aus dem Portfolio von Brown-Forman in Österreich. Mit 1. JĂ€nner 2024 ĂŒberlĂ€sst das amerikanische Spirituosenunternehmen die Vermarktung elf weiterer Top-Marken – und somit das gesamte MarkenSortiment – dem österreichischen Distributionspartner. Liquid Spirits ist dadurch fĂŒr die Markenentwicklung und den Vertrieb in Österreich von u.a. „DiplomĂĄtico Rum“, „Gin Mare“ oder „The GlenDronach“ verantwortlich. Oliver Dombrowski, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Liquid Spirits: „Es gibt kein besseres Feedback als die Erweiterung des Portfolios eines bestehenden GeschĂ€ftspartners. Wir freuen uns sehr darĂŒber, die Distribution und Vermarktung dieser Premium-Marken zu ĂŒbernehmen, die jede fĂŒr sich einzigartig in ihrem Segment ist. Die Vielfalt der Brown-Forman-Welt begeistert uns und wir werden das Wachstum jeder einzelnen Marke mit Leidenschaft vorantreiben.“

AUFKLÄRER

2019 wurde in der AbsichtserklĂ€rung des Spirits Europe Memorandum of Understanding vereinbart, dass Spirituosen-Hersteller auf Etiketten und Online-Plattformen zusĂ€tzliche Produktinformationen wie Zutaten oder NĂ€hrwertangaben bereitstellen. Zahlreiche Hersteller unterzeichneten diese AbsichtserklĂ€rung. So auch Diageo Europe (Vertrieb von u.a. „Smirnoff“ und „Johnnie Walker“). Auf einer digitalen Plattform, die in 22 Sprachen verfĂŒgbar ist, werden die Konsument:innen nun detailliert ĂŒber alkoholische Produkte sowie Recycling informiert und aufgeklĂ€rt. Erreichbar ist die Plattform ĂŒber einen QR-Code auf den Etiketten der in Europa verkauften Spirituosen. „Die neue Informationsplattform stellt sicher, dass Verbraucher:innen in ganz Europa alle Informationen in ihrer Landessprache erhalten, die sie benötigen, um beim Genuss unserer Marken eine fundierte Entscheidung treffen zu können“, sagt Olena Neznal, Managing Director Northern Europe.

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Das Sortiment von Brown-Forman

willi dungl WACHMACHER

Mit der neuen „willi dungl“-Sorte „Wach und Konzentriert“ bringt Teekanne einen KrĂ€utertee auf den Markt, der mit hochwertigen Zutaten und einem Mix aus zehn Vitaminen zu einem klaren und wachen Geist beitrĂ€gt. Krauseminze, Zitronengras und Eukalyptus sorgen fĂŒr einen erfrischenden Geschmack; das belebende GefĂŒhl entsteht durch die Mischung aus Mate, Ingwer, Wacholderbeeren und Lavendel.

Eduscho NEUE KLEIDER

Die zehn „Eduscho“-Kaffeesorten zĂ€hlen zu den beliebtesten der Tchibo/Eduscho-Kund:innen. Um die Marke weiterzuentwickeln, wurden jetzt traditionelle Elemente der Verpackung mit einem neuen Design verknĂŒpft. Erhalten bleiben der gewohnte Geschmack und die r(rr)östfrische QualitĂ€t. Begleitet wird der Relaunch durch einen Werbespot mit Dany Sigel, dem „Eduscho“Testimonial der 1980er-Jahre.

Nomoo NICECREAM

Die Marke „Nomoo“ erweitert ihr Produktportfolio und stellt „Cremige Fruchtsticks“ in den Sorten „Mango-Passionsfrucht“ und „HimbeereErdbeere“ vor. Die Sticks vertrauen auf lediglich sieben Zutaten und enthalten jeweils mehr als 50% Frucht. Neu ist auch das Design der BecherEise: U.a. steht eine Eiskugel im Vordergrund, und die Logos „Bio“ und „Vegan“ sind aufmerksamkeitswirksam platziert.

Coppenrath & Wiese FAMILIENZUWACHS

Die Conditorei Coppenrath & Wiese erweitert die „Lust auf Vegan“-Familie um den neuen „Carrot Cake“. Der „Carrot Cake“ besticht durch seinen saftigen RĂŒhrteig mit Karotten, gemahlenen HaselnĂŒssen, karamellisierten WalnĂŒssen und einem Hauch von Zimt. Das i-TĂŒpfelchen ist ein veganes FrischcrĂšme-Topping (27%) auf Linsenprotein- und Mandelbasis mit HaselnussstĂŒcken und Haselnusskrokant.

Dallmayr HOBBY-BARISTA

FĂŒr begeisterte Kaffeetrinker hat Dallmayr jetzt einen neuen Allrounder im Angebot: den „Dallmayr Home Barista Roasted Coffee“. Der Kaffee unter dem Dach der „Home Barista“-Linie ist sowohl gemahlen als auch in ganzer Bohne erhĂ€ltlich. Er hat einen intensiven, vollmundigen Geschmack mit wenig SĂ€ure. Dallmayr empfiehlt die Zubereitung klassisch per Handaufguss oder in der SiebtrĂ€germaschine.

Alnatura Edamame SO? JA!

Edamame, also grĂŒne junge Sojabohnen, kommen auch in unseren KĂŒchen immer öfter, v.a. als Zutat bei asiatischen Gerichten, zum Einsatz. Alnatura bietet sie neuerdings aus deutschem Anbau, geschĂ€lt, tiefgekĂŒhlt und, wie fĂŒr die Marke ĂŒblich, in Bio-QualitĂ€t an. Die HĂŒlsenfrĂŒchte punkten mit ihrem hohen Proteingehalt und sind, Ă€hnlich wie Erbsen, bereits nach kurzem Erhitzen verzehrfertig.

McCain Rustic Chips RUSTIKAL

Kartoffelspezialist McCain erweitert seine „Street Food“-Range um die neuen „Rustic Chips“ (Nutri-Score A) in der 500g-Packung. Sie ergĂ€nzen damit die „Curvers“, „Crispers“ und „Potato Pops“. Erneut soll damit den AnsprĂŒchen der urbanen und trendbewussten Zielgruppe entsprochen werden. Die „McCain Rustic Chips“ können sowohl im Backrohr als auch in der Heißluftfritteuse zubereitet werden.

Staud‘s OMA GIBT ACHT

Das Wiener Traditionshaus Staud‘s prĂ€sentiert das „Oma Staud“-Sortiment mit acht Sorten im kleineren runden 225g-Marmeladenglas; darunter die beerigen NeuzugĂ€nge „Schwarze Ribisel“ sowie „Himbeeren“, „Preiselbeeren“ und „Waldbeeren“. Die weiteren Sorten sind „Weichsel“ (fein passiert), „Stachelbeeren“, „Marillen“, „Erdbeeren“. Zum Backen bleiben die „Oma Staud“Klassiker im 450g-Glas im Sortiment.

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Karl Schwarz, Obmann Verband der Brauereien Österreichs, ĂŒber die Hopfen-Ernte:

Das Hopfenjahr gestaltet sich in vielteiliger Arbeit, vom mehrfachen Anleiten der Triebe im FrĂŒhjahr an den zuvor montierten Anleitdraht ĂŒber das Ausputzen ĂŒberschĂŒssiger Triebe bis hin zur Ernte: Es sind viele HĂ€nde gefragt; auch deshalb, da der Hopfen nach dem Einbringen rasch verarbeitet werden muss. Die Kulturpflanze Hopfen gilt als eine Diva unter den GewĂ€chsen, gedeiht sie doch nur unter

Die WeingartenflĂ€che (2022/23, ÖWM) belĂ€uft sich in Österreich auf insgesamt 44.537ha. Davon sind ĂŒber 30.400ha (knapp 68%) mit weißen QualitĂ€tsweinRebsorten bepflanzt, somit ist Österreich ein klassisches Weißweinland. Der GrĂŒne Veltliner ist dabei die meistangebaute Rebsorte. Sie wĂ€chst auf einer FlĂ€che von 14.410ha und hat einen Anteil von 32,4% an der gesamten RebsortenflĂ€che. An zweiter Stelle folgt Zweigelt mit 6.068ha (13,6% der GesamtflĂ€che) und an dritter Stelle die Rebsorte Welschriesling mit 2.811ha (6,3% der GesamtflĂ€che).

Die daraus erzeugten Weine kommen bei den Österreicher:innen gut an: Sie kaufen im LEH nĂ€mlich bevorzugt inlĂ€ndischen Wein. 2022 lag

speziellen Bedingungen und an ausgewĂ€hlten Orten in Österreich: im MĂŒhlviertel, im steirischen Leutschach sowie im Waldviertel. Der Dank aller Brauer gilt den Bauernfamilien, die uns nicht nur mit dem wertvollen Rohstoff versorgen, sondern auch das Land in der gewohnten Schönheit erhalten. Denn bieriger Genuss aus der Heimat ist nur dank deren Arbeit möglich.

der Marktanteil im Absatz bei 67,5% und im Umsatz bei 76,6%. Aber auch dem internationalen Publikum gefĂ€llt, was die heimischen Winzer machen: Österreich exportierte im Jahr 2022 68,2 Mio. L Wein zu einem Wert von 232,0 Mio. €. FĂŒr die heurige Ernte wird, lt. dem Österreichischen WeinbauprĂ€sidenten Johannes Schmuckenschlager, witterungsbedingt eine etwas geringere Menge (rund 2,3 Mio. hl), aber eine gute QualitĂ€t erwartet. Schmuckenschlager: „Sorgen bereiten den Winzerinnen und Winzern allerdings die nach wie vor hohen Produktionskosten.“

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Weinbau in Österreich

Allos DER KLASSIKER

Mit dem „Guten Morgen MĂŒsli“, das ab sofort die „Der Klassiker“-Range von „Allos“ erweitert, offeriert die Allos Hofmanufaktur einen Mix aus 100% Vollkornflocken, Flakes, TrockenfrĂŒchten sowie Kernen und Saaten in Bio-QualitĂ€t. Die SĂŒĂŸe des MĂŒslis stammt ausschließlich aus den enthaltenen FrĂŒchten, die 23% des Inhalts ausmachen. ErhĂ€ltlich ist das „Guten Morgen MĂŒsli“ in der 500g-Packung.

Tartex HERBST AM BROT

Mit den Sommersorten der „Tartex“-Aufstriche konnten zahlreiche neue Konsument:innen von den Produkten der Marke ĂŒberzeugt werden. Und so wird das Konzept der Limited Editions natĂŒrlich fortgesetzt. Im Herbst sollen die Varianten „Champignon Zwiebel“ sowie „Rote Bete Meerrettich“ Impulse liefern. Beide sind vegan und kommen ohne GeschmacksverstĂ€rker, Farbund Aromastoffe aus.

efko WANDERLUST

Letztes Jahr noch im Fußball-Design, prĂ€sentiert efko die „Delikatess Gurken“ dieses Jahr im Wander-Outfit. Mit der neuen Sonderedition weckt efko nicht nur die Sammellust, sondern erzielt Aufmerksamkeit in den Regalen des Lebensmittelhandels sowie als auffallende Zweitplatzierung direkt am PoS. Überdies wird das Thema auf Social-Media-KanĂ€len, in Verbindung mit einem Gewinnspiel, prĂ€sentiert.

3Bears

HAFER NICE XMAS

Der „3Bears Advents Kalender“ sorgt fĂŒr vorweihnachtliche Abwechslung rund um „Porridge“, dem Trend-FrĂŒhstĂŒck „Overnight Oats“ und auch den „Pocket Porridge“-Haferriegeln. Überdies verstecken sich darin auch Limited Editions sowie einige unverkĂ€ufliche Besonderheiten. Den Kalender bietet 3Bears als „Der große Porridge Advents Kalender fĂŒr Alle!“ sowie als „Porridge Advents Kalender fĂŒr Alle!“ an.

Allos Saaten Liebe KEIN DIL(L)EMMA

Unter dem Namen „Saaten Liebe“ offeriert die Allos Hofmanufaktur herzhafte Brotaufstriche. Nun wird das Portfolio erweitert, und zwar um die Variante „Senf Dill“. Diese erhĂ€lt ihren besonderen Geschmack durch die milde SchĂ€rfe von Senf, die Frische des Dills, das leicht nussige Aroma der Senfkörner und einen Hauch Agavendicksaft. Der Aufstrich im 135g-Glas hat eine cremige Konsistenz.

Little Lunch MITTAG IM GLAS

Unter der Marke „Little Lunch“ prĂ€sentiert die Allos Hofmanufaktur nun eine Linie neuer Fertiggerichte im Glas. Lanciert werden „Pasta Napoli“, „Pasta Volognese“ (mit Soja-Faschiertem) sowie ein „Pilz Risotto“, wobei alle Varianten mit Bio-Zutaten hergestellt werden und praktischerweise direkt aus dem Gebinde verzehrt werden können. Angeboten werden die Gerichte im 350g-Format.

Delamaris

MEER SALAT

Die fĂŒnf neuen „Delamaris“-Fischsalate „Thunfisch Garden“, „Thunfisch Mexicana“, „Thunfisch Active“, „Lachs Vital“ und „Goldbrasse Mediterana“ sind frei von Konservierungs- und Zusatzstoffen. Sie sind in der 170g-Verpackung mit leicht abziehbarer Öffnung („easypeel“) erhĂ€ltlich. Die Fischsalate eignen sich als leichter Snack oder als schnelles, dennoch proteinreiches Mittag- oder Abendessen.

Felix SIMPLY THE PESTO

Felix prĂ€sentiert neben „Pesto alla Genovese“ und „Pesto Rosso“ jetzt auch „Pesto Tomate & Olive“. Das Neuprodukt sorgt mit extra vielen Oliven und fruchtigen Tomaten fĂŒr ein intensives Geschmackserlebnis. Die Rezeptur ist vegan und glutenfrei und kommt ganz ohne GeschmacksverstĂ€rker aus. Neben der klassischen Verwendung zu Nudeln eignet sich das Pesto auch als Brotaufstrich und WĂŒrzmittel.

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HEFT-THEMA

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Stauds-GF Stefan Schauer

pflegt ein gutes VerhÀltnis zu den Landwirt:innen, die StaudŽs beliefern.

Kaum mehr (er-)tragbar

KonfitĂŒren-Hersteller wie StaudÂŽs sind auf eine funktionierende Landwirtschaft ganz besonders angewiesen. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefan Schauer hat im Rahmen unseres Heftthemas mit uns darĂŒber geplaudert, warum heute die Landwirt:innen den Abnehmer aussuchen und nicht umgekehrt.

PRODUKT: Welche Kriterien mĂŒssen Landwirt:innen als StaudÂŽs-Lieferanten erfĂŒllen?

Schauer: Drehen wir die Frage lieber um: Welche Kriterien mĂŒssen wir erfĂŒllen, um von Landwirt:innen weiterhin mit der besten Rohware bedacht zu werden? Denn Fakt ist: Es wird in Zukunft nicht mehr x-belie-

big viel Obst und GemĂŒse verfĂŒgbar sein. Schon gar nicht, wenn wir auf regionale Ware wertlegen. Wir haben das GlĂŒck, auch in herausfordernden Zeiten bevorzugt behandelt zu werden. Die Grundprinzipien in der Zusammenarbeit sind fĂŒr uns klar: eine faire Bezahlung, ein respektvoller Umgang

und die WertschĂ€tzung gegenĂŒber der Arbeit jedes einzelnen.

PRODUKT: Inwieweit haben sich die Herausforderungen im GeschÀft mit landwirtschaftlichen Rohstoffen in den letzten Jahren verÀndert?

Schauer: Die Wahrheit ist: Landwirtschaftlich tĂ€tig zu sein, ist fĂŒr viele kaum mehr (er-) tragbar. Die Kombination aus milden Wintern, SpĂ€tfrost und immer stĂ€rker werdenden Wetterkapriolen machen es den Urproduzent:innen schwer. Was frĂŒher auf FreilandflĂ€chen wuchs, kommt heute oft schon aus dem vor Frost und Wetterkapriolen schĂŒtzenden Folientunnel. Der gestiegene Aufwand fĂŒr den professionellen Anbau fĂŒhrt zu höheren Produktionskosten.

PRODUKT: Aktuell rĂŒcken Sie ja die „Oma Staud“-Produkte in den Fokus und prĂ€sentieren diese in einem 225g-Glas – was sind die HintergrĂŒnde fĂŒr diesen Launch?

Schauer: Unsere „Oma Staud“ haben wir 2021 im Rahmen unseres 50-jĂ€hrigen FirmenjubilĂ€ums geboren. Jetzt, zwei Jahre spĂ€ter, haben wir sie aufgrund der großen Nachfrage weiterentwickelt und acht Sorten im neuen, runden 225gGlas kreiert, mit dem wir auch Haushalten mit kleineren Einkommen qualitative KonfitĂŒren aus unserem Hause zur VerfĂŒgung stellen möchten.

Partnerwahl

Die einen versprĂŒhen italienisches Flair mit Biss, die anderen bieten herzhafte Hausmannskost: In den österreichischen Haushalten spielen Teigwaren eine wichtige Rolle, weshalb auch die KomplementĂ€re Sugo, Pesto und Tomatensauce als Partner hoch im Kurs stehen.

Dem französischen Schriftsteller Balzac war schon vor rund 200 Jahren klar: „Die Sauce ist der Triumph des Geschmacks“. Das sehen auch die heimischen Konsument:innen so, denn das Angebot an Saucen als Pasta-Partner ist nicht nur vielfĂ€ltig, sondern auch beliebt. Laut Maresi Austria betrĂ€gt der Gesamtmarkt fĂŒr Fleischsugo 10,5 Mio. € (Nielsen, LH inkl. H/L, MAT KW 18/2023) und zeigt ein Umsatzplus von +12,7% (vs. MAT KW18/2022). Die „Inzersdorfer“Fleischsughi, so Maresi Austria-GF Andreas Nentwich, können „im gleichen Zeitraum um 35,2% an Umsatz“ zulegen. Von Barilla ist zu erfahren, dass in Österreich jĂ€hrlich ĂŒber 26 Mio. GlĂ€ser ungekĂŒhlte Saucen verkauft werden (Nielsen Market Track, Österreich, Saucen ungekĂŒhlt, Absatz in Pack, LH inkl. H/L, FY 2022). Die Menge an Saucen teilt sich in einer

Relation von etwa 65/35 zwischen Sugo und Pesto auf. „Barilla verzeichnet mehr als neun Millionen GlĂ€ser ungekĂŒhlter Saucen im Jahr 2022. So liegt beim fĂŒhrenden Pesto-Anbieter ,Pesto Barilla‘ die Relation von Sugo und Pesto in etwa bei 55/45“, erklĂ€rt Matthias Spiess, Managing Director Barilla Austria. Laut dem Unternehmen können im auflaufenden Jahr 2023 (Nielsen Market Track, Österreich, Saucen ungekĂŒhlt, Absatz, LH inkl. H/L, YTD KW 32 2023) sowohl Sugo als auch Pesto an Absatz dazugewinnen. „Wie im Gesamtmarkt ist auch bei ,Barilla‘ das Segment Pesto der Wachstumstreiber. Bei Sugo als auch bei Pesto ist Barilla im auflaufenden Jahr deutlich absatzstĂ€rkste Marke“, erlĂ€utert Spiess weiter und konkretisiert: „Der Marktanteil Absatz Barilla betrĂ€gt bei Sugo 23,2%, gemessen an der Subkategorie Rote Saucen; bei Pesto 43,1%,

gemessen an der Subkategorie Pesto.“ Zum Marktwachstum bei Pesti (NielsenIQ Retail Measurement Service, Pesti, YTD KW 24/23, LH inkl. H/L, Österreich) weiß Jörg Grossauer, Country Manager bei Bolton Austria, dass „der gesamte Pesti-Markt wertmĂ€ĂŸig zum Vorjahr um +21,5% und volumensmĂ€ĂŸig um 9,2% gewachsen ist.“

VIELFALT. „Österreich ist durchaus ein Nudelland“, bringt es Josef Pilger, LaSelva-Vertrieb Österreich, auf den Punkt und verweist auch auf die Beliebtheit von Sugo und Pesto. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass sich im hektischen Alltag mit Nudeln und Sauce rasch und einfach ein vollwertiges Gericht –auch fĂŒr die mehrköpfige Familie – zubereiten lĂ€sst. „Der Topseller ,Inzersdorfer Pure Beef Fleischsugo Bolognese‘ zĂ€hlt zu den Top5-Artikeln im Fleischsugo-Segment (Nielsen, SKU Ranking nach Umsatz pro Pkt. Gew. Distribution, exkl. H/L Fleischsugo, MAT KW 18/2023 – Red.)“, freut sich Andreas Nentwich. Auch bei Bolton Austria ist man mit der Performance des im FrĂŒhjahr gelaunchten und in drei Sorten erhĂ€ltlichen „Rio mare ThunfischPesto“ zufrieden: „Dieses Jahr haben wir als MarktfĂŒhrer im Bereich Thunfisch-Konserven (NielsenIQ Retail Measurement Service, Thunfisch in Dosen, MAT KW 24/23, Umsatz in Euro,

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© Anna_Pustynnikova/shutterstock

LH inkl. H/L, Österreich – Red.) den Fokus auf unsere innovative ,Rio mare ThunfischPesto‘-Range gelegt und sind seit Mitte MĂ€rz bei Billa, Billa plus, MPreis, Gurkerl und Metro gelistet. Wirft man einen Blick auf die Entwicklung unserer Pesti innerhalb der Rewe, also Billa plus und Billa, dann sind wir extrem zufrieden“, sagt Jörg Grossauer. Im Sortiment von Barilla hat sich gezeigt, dass die Innovationen die Klassiker nicht kannibalisieren, sondern „zu extra Zugewinnen sowohl bei ,Pesto Barilla‘ als auch in der Gesamtkategorie fĂŒhren“, erklĂ€rt Matthias Spiess und fĂŒhrt weiter aus: „Unsere Konsument:innen schĂ€tzen unsere Pesti-Vielfalt. Aufbauend auf diese Erkenntnisse haben wir zum Start des Sommers 2023 die neue Sorte ,Pesto Barilla Basilico e Limone‘ in die heimischen Regale gebracht –und das neue Pesto zeigt bereits kurz nach dem Start vielversprechende Ergebnisse.“ Bei LaSelva konnte Beate Wilke, Vertriebsleitung, im ersten Halbjahr 2023 anhand der Absatzzahlen eine „Entwicklung von GrĂŒn nach Rot“ feststellen: „Sorten mit getrockneten Tomaten wie ,Pesto rosso‘, ,Pesto al pomodoro con ricotta‘ (mit Ricotta-KĂ€se – Red.) sowie ,Pesto al tartufo‘ (mit TrĂŒffel – Red.) werden insgesamt stĂ€rker nachgefragt als die grĂŒnen Klassiker mit Basilikum. Wir werden sehen, ob sich da ein Trend entwickelt oder ob es eher ein kurzfristiger Effekt ist.“ Auch bemerkt Wilke, dass die österreichischen Verbraucher:innen Tomatensauce gerne selbst zubereiten, da Basisprodukte sehr verkaufsstark seien.

TRENDS. „Die Produktneuheit ,Inzersdorfer Pure Green veganes Sugo Bolognese‘ im 400g-Glas hatte einen sehr guten Start im Herbst 2022 und ist nach wie vor auf Wachstumskurs. Das vegane Sugo wird mit Weizenund Erbsenprotein hergestellt, natĂŒrlich ohne Konservierungsstoffe, Palmöl, Farbstoffe und kĂŒnstliche Aromen. GemĂ€ĂŸ dem Markenslogan ,Alles isst gut‘ hat das neue vegane Sugo eine angenehme fleischĂ€hn-

liche Konsistenz und ist geschmackvoll gewĂŒrzt“, sagt Andreas Nentwich und ergĂ€nzt: „Auch RegionalitĂ€t und Nachhaltigkeit stehen im Fokus. Hier bedienen wir die steigende Nachfrage mit den drei ‚Inzersdorfer Pure Beef Fleischsugo‘-Sorten ‚Arrabiata‘, ‚Bolognese‘ und ‚mit Parmesan‘ mit 100% Rindfleisch aus Österreich und besonders hohem Fleischanteil.“

PFLANZLICH. Barilla bietet fĂŒr die vegane ErnĂ€hrung „Sugo Bolognese Soja Vegan“ aus Soja und italienischen Tomaten sowie vier rein pflanzliche Pesti. Matthias Spiess dazu: „Mit ,Pesto Basilico Vegan‘ gibt es unseren PestoKlassiker in einer veganen Variante. Wie bei all unseren Pesti enthĂ€lt diese Sorte 100% italienisches Basilikum aus nachhaltigem Anbau. Unser veganes Pesto ,Barilla Rustico‘ enthĂ€lt grob geschnittenes GemĂŒse und aromatische KrĂ€uter in den Sorten ,Pomodori Secchi‘, ,Basilico e Olive‘ und ,Verdure Mediteranee‘.“ Seit Q2/2023 prĂ€sentiert Barilla seine veganen Saucen mit dem V-Label

ALTERNATIV. Nach dem Einstieg von Felix Austria in die Warengruppe Pesto erweitert man neben den zwei Sorten „Pesto alla Genovese“ und „Pesto Rosso“ sein Sortiment um eine vegane Rezeptur: „Pesto Tomate & Olive“. Felix Senior Product Group Manager Katharina Steiner zur Innovation: „Wir freuen uns, nach dem erfolgreichen Launch von Felix Pesto nun auch mit einer weiteren geschmackvollen Sorte den Pesto-Konsument:innen eine vegane Alternative zu vorhandenen Produkten anbieten zu können.“

PIONIERE. FĂŒr LaSelva ist der pflanzliche Trend nicht neu: „Was als sogenannter Trend entdeckt wurde, praktiziert LaSelva seit der GrĂŒndung vor 43 Jahren. Wir kreieren ausschließlich vegetarische Produkte. Vegan sind unsere SpezialitĂ€ten und unser Wein von Natur aus, bis auf eine Hand voll Ausnah-

men, bspw. durch verwendeten Pecorino. Unser GrĂŒnder Karl Egger hat den ökologischen Verband Naturland mit ins Leben gerufen, somit gelten wir als deutsch-italienische BioPioniere“, wirft Pressereferentin Denise Kaltenbach-Aschauer einen Blick in die Vergangenheit.

ZERTIFIZIERT. QualitĂ€t und Nachhaltigkeit stehen bei Rio mare immer an erster Stelle, weshalb man fĂŒr die Pesti-Produkte ausschließlich 100% nachhaltigen und MSC-zertifizierten (Skipjack-) Thunfisch verwendet. „Die Pesti werden ohne Konservierungsstoffe hergestellt“, versichert Jörg Grossauer.

CHALLENGE. Die letzten zwei Jahre waren herausfordernd, wie LieferengpĂ€sse bei Zutaten und Packstoffen zeigten. Ein weiteres Thema: die Teuerung. „So wie alle anderen Produzent:innen waren natĂŒrlich auch wir von der Teuerung betroffen und mussten unsere Preise dementsprechend anpassen. Was das Thema WarenverfĂŒgbarkeit betrifft: wir konnten stets liefern und darauf sind wir sehr stolz“, erklĂ€rt Jörg Grossauer. Andreas Nentwich zu den aktuellen Herausforderungen:

„Als Marke, die auf beste QualitĂ€t bei ihren Produkten achtet und hier auch kĂŒnftig keine Kompromisse eingehen wird, ist ‚Inzersdorfer‘ nach wie vor von Preissteigerungen betroffen. Daher war es auch fĂŒr uns unvermeidbar, unsere Abgabepreise an den Handel anzupassen.“ Auch bei Barilla weiß man um die aktuelle wirtschaftliche VolatilitĂ€t, „daher können wir nicht ausschließen, dass wir uns an die neuen Rahmenbedingungen anpassen mĂŒssen“, meint Matthias Spiess. Bei LaSelva gab es, was die RohstoffverfĂŒgbarkeit betrifft, keine Probleme, weil man eigenen Anbau betreibt. „Allerdings stiegen wie ĂŒberall unsere Gaspreise in der Verarbeitung. Das Material Glas, somit unsere EinmachglĂ€ser, waren unter erschwerten Bedingungen verfĂŒgbar“, sagt Beate Wilke. ksch

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geerdet

Auf den heimischen Feldern im Eferdinger Becken werden auf einer FlÀche von 100ha rund 6.900 Tonnen Gurken geerntet.

Der Preis heimischer Lebensmittel

Das oberösterreichische Unternehmen efko ist seit jeher eng mit dem regionalen Anbau von Lebensmitteln verbunden. „Rohstoffe sind die Basis unserer Produkte“, sagt efko-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Klaus Hraby und erlĂ€utert im persönlichen GesprĂ€ch, warum efko einen respektvollen Umgang mit Natur und Boden lebt und sich fĂŒr den Wert heimischer Lebensmittel stark macht.

Die Teuerungen der jĂŒngeren Vergangenheit zeigen sich fĂŒr alle im heimischen Warenkorb. Die Preissteigerungen wirken sich in allen Bereichen des Lebens und der Wirtschaft aus. Das gilt auch im personalintensiven GemĂŒse- und Obstanbau. Besonders bei Lebensmitteln wird eine Diskrepanz der WĂŒnsche der Konsument:innen sichtbar: Sie wollen höchste QualitĂ€t, aber zum gĂŒnstigen Preis. „Das funktioniert nicht. Uns muss klar werden, dass die Produktion von hochwertigen Lebensmitteln einen Wert hat“, stellt efko-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Klaus Hraby fest und fĂŒhrt weiter aus: „Gemeinsam mit unseren Landwirt:innen sind wir nicht nur Produzent:innen, sondern auch Arbeitgeber:innen. Unsere Mitarbeiter:innen entsprechend ihrer Leistung zu entlohnen, sichert zwar einerseits die Kaufkraft, wirkt sich jedoch auf die Preise der Lebensmittel aus, dieser Zusammenhang muss uns bewusst sein.“

HERAUSFORDERUNG. Die klimatischen VerĂ€nderungen fordern die landwirtschaftlichen Betriebe massiv. „Bei uns in Oberösterreich kommen wir mit der Wasserversorgung grundsĂ€tzlich noch gut zurecht. Im Osten Österreichs, stellt sich die Situation als ungleich herausfordernder dar“, weiß Hraby. Die VerfĂŒgbarkeit von Rohstoffen zu sichern, ist ein zentrales Thema bei efko. Aufgrund der efko-

Beteiligungsstruktur sind 49% des Unternehmens im Besitz von 120 Landwirt:innen, die den Großteil der Rohstoffe sicherstellen; ca. 70 dieser Landwirt:innen beliefern efko regelmĂ€ĂŸig. „Alle unsere Partner:innen sind stabile Betriebe, die unseren Gedanken von regionalen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln mittragen“, so der efko-GeschĂ€ftsfĂŒhrer.

ERNTE. Die an efko liefernden Landwirt:innen werden von Erntehelfer:innen unterstĂŒtzt. Aktuell sind es 1.200 Erntehelfer:innenplĂ€tze in Oberösterreich. „Gerade bei der Ernte von personalintensiven Lebensmitteln wie Erdbeeren, Einleggurken sowie im gesamten Bio-Bereich sind wir auf die UnterstĂŒtzung von Saisonarbeiter:innen angewiesen“, betont Hraby und ergĂ€nzt: „Mit der Überarbeitung der Kontingentregelung hat die Politik einen wichtigen Schritt gesetzt. Wir brauchen fĂŒr sogenannte ,Stammerntehelfer:innen‘ keine Kontingente mehr.“ Die strukturellen Lösungen sind aber nur eine Seite der Medaille – das Zwischenmenschliche die andere. Die Landwirt:innen sorgen fĂŒr die Unterbringung der Arbeiter:innen. Eine Herausforderung dabei ist die Sprache. Es gibt nur ein begrenztes Angebot an Dolmetscher:innen. Daher versucht efko, Personen mit der gleichen Muttersprache bei den gleichen Betrieben unterzubringen.

INNOVATION. Mit dem Tochterunternehmen agroleo geht efko nun auch den Weg der Eigenproduktion. In Leopoldsdorf im Marchfeld baut die efko-Tochter Rucola, Babyspinat und Vogerlsalat an. Diese sind laut Klaus Hraby landbaulich nicht einfach zu kultivieren bzw. fĂŒr heimische Landwirt:innen nicht immer attraktiv anzubauen. Daher wurden sie bisher oft aus dem Ausland importiert. „Die Idee hinter agroleo ist, dass wir diese Pflanzen nun selbst anbauen. Somit sind diese die ganze Saison in Österreich ausreichend verfĂŒgbar“, so Hraby. 2024 soll die Umsetzung fĂŒr agroleo abgeschlossen sein. Dann könnte agroleo ein Vorzeigeprojekt der Branche werden. „Beweist sich der neue Weg von agroleo in allen Bereichen der Wertschöpfungskette, dann können wir damit die Versorgung mit heimischen Rohstoffen auch in Zukunft sichern“, ist der efkoGeschĂ€ftsfĂŒhrer ĂŒberzeugt. ksch

fact­Box

‱ UmsĂ€tze efko-Gruppe ges.: 168,5 Mio. €

‱ Zahl der Vertragslandwirt:innen: aktuell 120 GenossenschaftsbĂ€uer:innen

‱ Lebensmittelanbau: rund 800ha AnbauflĂ€che

‱ Marktanteil der efko-Produkte: SauergemĂŒse ges. 43,4%

lt. Nielsen (ohne Hofer/Lidl)

‱ Mitarbeiter:innenzahl:

649 in der efko-Gruppe

FĂŒr efko-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Klaus Hraby steht außer Frage, dass „die Produktion von hochwertigen Lebensmitteln einen Wert hat“.
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HEFT-THEMA gut
DIE LANDWIRTSCHAFT

HEFT-THEMA

gut geerdet

DIE LANDWIRTSCHAFT

Mehr als melken

Milch ist nicht nur ein Grundnahrungsmittel, sondern hat auch weit ĂŒber den reinen ErnĂ€hrungswert hinaus gehende Funktionen: Die Milchwirtschaft stellt in Österreich den bedeutendsten landwirtschaftlichen Sektor dar, ohne den unser Land ganz, ganz anders aussehen wĂŒrde.

Im Jahr 2022 belief sich der Produktionswert im heimischen Milch-Bereich auf 1.897 Mio. € (statista.com) – mehr als in jedem anderen landwirtschaftlichen Zweig. Die grasende Kuh auf der Alm ist zugleich oft jenes Bild, fĂŒr das Österreich im Ausland bekannt ist – und gerne besucht wird. Milch ist aber auch ein Thema, das bewegt: Bei Diskussionen um einen angemessenen Liter-Preis oder rund um die Nachhaltigkeit der Haltung von KĂŒhen können die Emotionen schon mal hochgehen. Fakt ist aber: Die Erzeugung von Molkereiprodukten ist nicht nur als Wirtschaftsfaktor unverzichtbar. „Die Landwirt:innen sorgen mit ihrer tĂ€glichen Arbeit nicht nur fĂŒr die Produktion des hochwertigen Lebensmittels Milch, sondern tragen mit der Bewirtschaftung von Wiesen und Almen ganz wesentlich zum Erhalt unserer Landschaft, der Artenvielfalt sowie zur Bodengesundheit bei“, erlĂ€utert Woerle-GF Gerrit Woerle und geht ins Detail: „Beispielsweise sind bewirtschaftete FlĂ€chen besser durchwurzelt und können dadurch mehr Wasser speichern. Ohne MilchbĂ€uer:innen bzw. deren MilchkĂŒhe wĂŒrde es zudem bei vielen landwirtschaftlich genutzten FlĂ€chen und dem GrĂŒnland zu einer Verwaldung kommen.“ Sprich, die so geschĂ€tzten und fĂŒr den Tourismus wichtigen Almen wĂ€ren verloren. Auch KĂ€rntnermilchGF Helmut Petschar meint: „Unsere bĂ€uerlichen Betriebe sind nicht nur fĂŒr die Milchproduktion verantwortlich, sie sind auch wichtig fĂŒr ein intaktes Kulturleben, sie sind Basis fĂŒr

einen funktionierenden Tourismus und sie erhalten letztendlich unseren lebenswerten Zukunftsraum.“ Und er ergĂ€nzt noch einen weiteren Aspekt: „Gerade die jĂŒngste Vergangenheit hat gezeigt, wie wichtig gelebte RegionalitĂ€t fĂŒr uns alle ist. Es ist uns ein großes Anliegen, die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln höchster QualitĂ€t auch in den kleinstrukturierten Randregionen langfristig und nachhaltig sicherzustellen.“ Wer ins Treffen fĂŒhrt, dass dies doch vorrangig pflanzlich passieren sollte, dem entgegnen die Molkereien unisono, dass die Milchwirtschaft kaum in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion fĂŒr den Menschen geht. Berglandmilch-Unternehmenssprecherin Anna Brandstetter: „Die Milchviehhaltung findet in Österreich traditionell im Berg- und GrĂŒnlandgebiet statt. GrĂŒnland lĂ€sst sich nur ĂŒber die MĂ€gen von WiederkĂ€uern zu fĂŒr den Menschen verwertbaren Lebensmitteln veredeln.“

WICHTIG. Zusammengefasst: Dass in Österreich Milch, KĂ€se, Joghurt etc. hergestellt, verkauft und verzehrt werden, ist relevant fĂŒr den Tourismus, weil durch die Tierhaltung auf den Almen das typische österreichische Landschaftsbild erhalten wird, dient der Bodenverbesserung und sichert unsere Eigenversorgung mit Lebensmitteln. Allerdings: Die Zahl jener Menschen, die den harten Beruf der Landwirtin bzw. des Landwirten mit Milchkuhhaltung auf sich nehmen, geht zurĂŒck, und zwar recht deutlich. Von 2021 auf 2022 hör-

ten 690 MilchbĂ€uer:innen auf, 23.178 Höfe gibt es derzeit noch. Zum Vergleich: 2008 waren es noch 40.000, 1996 sogar knapp 78.000 Landwirt:innen, die MilchkĂŒhe gehalten haben (statista.com). Zwar steigt parallel auch die durchschnittlich pro Hof erzeugte Milchmenge, nichtsdestotrotz gilt es dem „Bauernsterben“ natĂŒrlich entgegenzuwirken, will man die kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft mit all ihren Besonderheiten erhalten. Insofern bemĂŒhen sich auch die Molkereien um ein positives Bild des Berufsstandes in der Gesellschaft sowie um Argumente, die den Beruf der MilchbĂ€uerin bzw. des Milchbauern weiterhin attraktiv machen, denn, so Doris Ploner, GF Die KĂ€semacher: „Die Konsument:innen verlangen nach immer gĂŒnstigeren Produkten und es fehlt an der WertschĂ€tzung fĂŒr die Arbeit der Landwirt:innen an sich. Wir als Molkereibetrieb sind daher bemĂŒht die Herkunft und die Wichtigkeit unserer Rohstoffe fĂŒr unsere Produkte in unserer Kommunikation an Kund:innen in den Vordergrund zu rĂŒcken, um so die Aufmerksamkeit auf die Relevanz der Landwirtschaft im Bereich der Milchwirtschaft zu lenken.“ Bei Rupp schlĂ€gt man in dieselbe Kerbe: „WertschĂ€tzung entlang der ganzen Lieferkette wird bei uns großgeschrieben, denn der KĂ€se ist nur so gut wie Mensch, Tier und Senn zusammenarbeiten“, so Christof Abbrederis, Bereichsleiter Alma. Oft sind es aber auch ganz praktische, nur vordergrĂŒndig selbstverstĂ€ndliche Maßnahmen, die den Landwirt:innen den Alltag erleichtern sollen: „Wir holen die Milch auf den Almen und Bergbauernhöfen direkt und frisch ab“, schildert Christian Kröll, GF Erlebnissennerei Zillertal und erlĂ€utert: „Somit kommen wir den Landwirt:innen ein großes StĂŒck entgegen, damit sie ihrer tĂ€glichen Arbeit nachgehen können und nicht auf Sammelstellen fahren mĂŒssen.“ „Speziell ausgebildete Hofberater stehen unseren Mitgliedern mit Rat und Tat

© Clara Bastian/shutterstock ©ARGE Heumilch Food PRODUKT 08/09 2023 34
Der Beruf der MilchbÀuer:in ist hart ...

zur Seite. DarĂŒber hinaus bieten wir durch unser hauseigenes Labor die Möglichkeit, zusĂ€tzliche QualitĂ€tsuntersuchungen bei Bedarf jederzeit kostenlos durchzufĂŒhren“, berichtet KĂ€rntnermilch-GF Helmut Petschar von „Goodies“ fĂŒr die KĂ€rntnermilch-BĂ€uer:innen. Die Berglandmilch wiederum belohnt Engagement, das ĂŒber die Gesetzesstandards hinausgeht, mit einem Tierwohlbonus – den stolze 90% der Betriebe in Anspruch nehmen. Ebenfalls im Sinne des Tierwohls ist bei der SalzburgMilch (im Rahmen der seit 2017 laufenden Tiergesundheits-Initiative) eine Beratungs-TierĂ€rztin im Einsatz. „Das ist nach wie vor ein Unikum in der heimischen Molkereilandschaft“, so GF Andreas Gasteiger. „Letztlich ist aber ein attraktiver Milchpreis die wichtigste Maßnahme, um das Überleben der bĂ€uerlichen Betriebe zu sichern“, konstatiert

Gasteiger. Dieser ist allerdings zuletzt wieder gefallen. Lt. AMA betrug der durchschnittlich ausgezahlte Milchpreis im August rund 48 Cent/kg, nachdem die heimischen Molkereien ihre Auszahlungspreise (folgend auf kostenbedingt ĂŒberdurchschnittlich hohe Auszahlungspreise 2022) weiter gesenkt haben. Der durchschnittliche EU-Erzeugermilchpreis belief sich ĂŒbrigens laut SchĂ€tzungen zuletzt auf rund 44 Cent.

HUFABDRUCK. NatĂŒrlich ist auch der Nachhaltigkeits-Aspekt ein Thema, dem sich die MilchbĂ€uer:innen ebenso wie die Molkereibetriebe verstĂ€rkt stellen mĂŒssen, schließlich stehen sie bzw. ihre KĂŒhe diesbzgl. immer wieder mal im Schussfeuer von Kritikern. Die Markenartikler versuchen dies aber unterlegt mit Hard

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Milch in Zahlen:

facts zu entkrĂ€ften. Anna Brandstetter, Unternehmenskommunikation Berglandmilch: „Der ernĂ€hrungsphysiologische Wert von 1L Kuhmilch oder von 100g KĂ€se ist ungleich höher als bei Alternativprodukten. Auf den NĂ€hrstoffgehalt bezogen ist der CO2-Fußabdruck von natĂŒrlichen Milchprodukten deutlich geringer als bei jedem industriellen Alternativprodukt.“ Dennoch ist man natĂŒrlich in der Branche um weitere Optimierungen bemĂŒht: Woerle etwa belohnt seine Milchlieferanten fĂŒr Maßnahmen am Hof, die CO2 einsparen, mit PrĂ€mienzahlungen. Und die SalzburgMilch legte dieser Tage einer Studie vor, die die vergleichsweise geringen Treibhausgasemissionen der Milcherzeugung bei ihren Landwirt:innen belegt: Mit unter 1kg CO2-Äquivalenten je kg Milch fallen diese rund 5% geringer aus als im ÖsterreichSchnitt und sogar 10% geringer als in Deutschland. „GrĂŒnde dafĂŒr sind der geringe Kraftfuttereinsatz und der hohe Anteil an DauergrĂŒnland, der beispielsweise ĂŒber WeidefĂŒtterung sehr effizient genutzt wird“, erlĂ€utert einer der Studienautoren, Martin Seiringer-Gaubinger, Experte fĂŒr Nachhaltigkeit der Nutztierhaltung an der Boku. Und die KĂ€serebellen nehmen gemeinsam mit ihren Landwirt:innen am QM-Nachhaltigkeitsmodul Milch des ThĂŒnenInstituts teil. Dadurch sollen auf den einzelnen Hof zugeschnittene Stellschrauben aufgezeigt werden, um den jeweiligen Betrieb noch nachhaltiger zu gestalten. Dem Nachhaltigkeits-Aspekt werden wir uns ĂŒbrigens in der kommenden Ausgabe von PRODUKT (Heftthema: „Besser fĂŒrs Klima – Shopping for future“) nochmal detaillierter widmen. bd

Anzahl MilchbÀuer:innen 1996: knapp 78.000 / 2008: rund 40.000 / 2022: 23.178

2022 produzierten Österreichs MilchkĂŒhe rund 3,9 Mio. t Rohmilch

Anzahl der MilchkĂŒhe in Ö: rund 543.800

Durchschnittliche Jahresleistung pro Kuh: 7.300kg

Aufteilung der Milch: 3.500.300 t an Molkereien und Verarbeitungsbetriebe, 260.500 t als Futtermittel, 142.300t am oder ab Hof als Lebensmittel verwendet

2022 gab es ein deutliches Plus bei Schafmilch: +8,1% auf 11.700t Rohmilch, Ziegen-Rohmilch: 26.100t (-1,6%)

... immer mehr Höfe hören deshalb auf. Quelle: Statistik Austria, statista.com
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©ARGE Heumilch

nöm Pro molke A-KLASSE

Die Extraportion Proteine können sich ErnĂ€hrungsbewusste nun auch in Form der neuen „nöm Pro molke“ holen. Diese wird in den Sorten „mango“ und „erdbeere“ angeboten, die beide ganze 35g Protein pro Flasche liefern, ohne Zuckerzusatz auskommen und zudem fettarm und laktosefrei sind. Dieses Paket bringt die NutriScore-Klassifizierung A mit sich, die natĂŒrlich auf der Flasche ausgelobt wird.

SchÀrdinger Berghof GENIESSER-GLAS

Noch mehr Auswahl bietet die Berglandmilch nun innerhalb der „SchĂ€rdinger Berghof Bergbauern Joghurt“-Range im 450g-MehrwegGlas. Diese wird um die Varianten „Stracciatella“ sowie „Erdbeer-Rhabarber“ erweitert. Bei ersterer finden sich im cremigen Joghurt zartschmelzende Schokoladesplitter in FairtradeQualitĂ€t, bei zweiterer treffen sĂŒĂŸe und feinsĂ€uerliche Aromen im Joghurt aufeinander.

Brunch Paprika MILDE SORTE

Savencia sorgt nun mit einer neuen Sorte fĂŒr Abwechslung im „Brunch“-Sortiment. Ab sofort ist der beliebte Aufstrich, der sich auch bestens fĂŒr den Einsatz in der warmen KĂŒche eignet, in der Variante „Paprika“ zu haben. Die feurig-pikante Geschmacksrichtung „Paprika & Peperoni“ ist die drittstĂ€rkste Sorte innerhalb der Linie, insofern darf man sich auch von der milden AusfĂŒhrung wohl einiges erwarten.

SalzburgMilch Pudding-Genuss PREMIUM-DESSERT

FĂŒr frischen Wind im Dessertbereich sorgt nun die SalzburgMilch mit ihrem neuen „PuddingGenuss“. Basis der vier Sorten ist eine SahnePudding-Rezeptur. Zu haben sind die klassischen Varianten „Schoko“ und „Vanille“ (400g) sowie die mit Frucht unterlegten Mixes „SchokoKirsch“ und „Vanille-Himbeere“. Diese sind im 170g-Kelchbecher erhĂ€ltlich. Zur EinfĂŒhrung lĂ€uft eine umfassende Kampagne.

Erlebnis Sennerei Zillertal NUSS-NEWS

Das „Holunder-Limette Jogurt“ aus der Erlebnis Sennerei Zillertal hat sich als Saison-Sorte derart gut gemacht, dass es nun den Sprung ins Standard-Sortiment schafft. Außerdem gibt es mit der Variante „Haselnuss“ noch einen weiteren Neuzugang zu vermelden. FĂŒr alle gilt: Das Joghurt darf bis zu 16 Stunden reifen und erhĂ€lt dadurch seine extra-cremige Konsistenz. Es wird im 3-Teile-Becher angeboten.

Die KĂ€semacher UMGEZOGEN

Die KĂ€semacher offerieren ein breites Sortiment an verschiedenen Ziegen- und Schafjoghurts, hergestellt aus 100% pasteurisierter heimischer Schaf- bzw. Ziegenmilch. Nun wurde das Portfolio einem Verpackungs-Relaunch unterzogen und kommt in neuen Bechern in den Handel. Man setzt auf einen umweltfreundlichen Kartonmantelbecher und außerdem auf ein noch ansprechenderes Design.

Milk Snack Choco Trolls FILMREIF

Unter der Lizenz von Universal weckt TSC ab September wieder Begehrlichkeit fĂŒr den „Milk Snack Choco“. Dieser tritt dann nĂ€mlich – passend zum Filmstart des dritten Teils – im „Trolls“-Design auf. Der Inhalt bleibt bewĂ€hrt: Eine Schokoladenzunge trifft auf eine luftige Vollmilchcreme und wird von knackiger dunkler Schokolade umhĂŒllt. Begleitend lĂ€uft ein Gewinnspiel mit wöchentlicher Verlosung.

KĂ€serebellen HERBST-IMPULSE

Zwei begehrte SpezialitĂ€ten der KĂ€serebellen halten nun wieder Einzug ins KĂŒhlregal, allerdings wie gewohnt nur fĂŒr einige Wochen. Die Rede ist vom „KĂŒrbiskern Rebell“ (SchnittkĂ€se, Reifezeit ca. zehn Wochen) und dem „Weißen Walnuss Rebell“ (WeichkĂ€se, reift ca. zehn Tage), die beide aus 100% Bergbauern-Heumilch hergestellt werden. Mittels HZ- und PoS-Aktionen soll der Abverkauf krĂ€ftig angekurbelt werden.

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line extension launch line extension launch Food PRODUKT 08/09 2023 36
line extension launch

Alp unterwegs

Um den Konsument:innen auch weit ĂŒber das LĂ€ndle hinaus Lust auf die Vorarlberger KĂ€sespezialitĂ€ten von „Alma“ zu machen, öffnet im Oktober wieder der AlpkĂ€se Pop-up Store seine Pforten in Wien.

Ziel der AktivitĂ€t ist es, die VielfĂ€ltigkeit der KĂ€seproduktion im Allgemeinen und der „Alma“-Produkte im Speziellen darzustellen. In den letzten Jahren setzte man dabei v.a. auf Wissensvermittlung rund um die Besonderheiten des AlpkĂ€se. Heuer steht der Genuss-Faktor im Vordergrund. So wird es im Imbiss-Stil Vorarlberger AlpkĂ€se-SpezialitĂ€ten

BESSER GESAMMELT

Eine Umstellung bei der Sammlung der Milch von den NÖM-Bauernfamilien ermöglicht nun eine drastische Reduktion des CO2-Ausstoßes: So kommen ab sofort bei 30% der Bauernhöfe SammelwĂ€gen vom Logistikunternehmen

wie Fondue-Toast, AlpkĂ€sefladen oder KĂ€sesuppen geben. SelbstverstĂ€ndlich gibt es aber AlpkĂ€se auch „pur“ zu kaufen, und zwar in verschiedenen Reifegraden. Öffnungszeiten und nĂ€here Infos finden sich unter www.kĂ€sliebe.at.

HERZEIGEN. Der Alpsommer, also jene Zeit, in der die Älpler:innen sich auf den Bergen um

Vieh, Boden und KĂ€seproduktion kĂŒmmern, steht aber auch im Fokus weiterer AktivitĂ€ten. So werden im Rahmen einer Kampagne Interessierte unter dem Motto „Warst schon mal zur Alp?“ quasi mit auf die Alpe genommen. Zwei Videos sollen das Leben der Älpler:innenfamilien aufzeigen und so auch WertschĂ€tzung fĂŒr die RaritĂ€t AlpkĂ€se erzeugen. bd

Bichler zum Einsatz, die ausschließlich mit fossilfreiem Diesel HVO100-Treibstoff betankt werden. Bei zwei MilchsammelwĂ€gen wird außerdem wĂ€hrend des Pumpbetriebs ein leistungsstarker Akku von Schwarte Jansky verwendet, wodurch sowohl LĂ€rm als auch Dieselabgase vermieden werden können.

Die Milch der NÖM hinterlĂ€sst kĂŒnftig einen noch kleineren CO2-Fußabdruck – dank fossilfreiem Treibstoff in den SammelwĂ€gen.

Der „Alma AlpkĂ€se“ hat Fans in ganz Österreich – durch zielgerichtete Maßnahmen sollen es noch mehr werden.

lazy Heroes NICHT FAUL

Schauspieler Elyas MÂŽBarek schickt nun unter der Marke „lazy Heroes“ eine Range an pflanzlichen Milchalternativen in den Handel. Zu haben sind ein „Hafer Allrounder“ (z.B. fĂŒrs MĂŒsli, zum Kochen und Backen) sowie die Variante „Hafer Barista“ fĂŒr die Kaffeezubereitung. Beide sind ungesĂŒĂŸt und mit Calcium sowie den Vitaminen D, B2 und B12 angereichert. ErhĂ€ltlich im Vertrieb der Uplegger Food Company.

miree Balance KrÀuter AUSBALANCIERT

Zu den fĂŒnf verschiedenen KrĂ€utervarianten des „miree“-FrischkĂ€se gesellt sich ab sofort eine weitere: „Balance KrĂ€uter“ punktet dabei mit einem um 30% geringeren Fettanteil. Die Konsistenz ist gewohnt cremig und luftig-locker. Die neue Sorte hebt sich klar durch ein eigenstĂ€ndiges Subbrand-Logo ab. Die EinfĂŒhrung wird durch umfangreiche Maßnahmen am PoS und Online begleitet.

Obstgarten Winterzeit WINTERFRÜCHTE

Wie gewohnt sorgt Danone heuer wieder fĂŒr ganz an die Saison angepasste Abwechslung im „Obstgarten“. Diesen gibt es nĂ€mlich wĂ€hrend der kalten Jahreszeit als Limited Edition in zwei neuen Geschmacksrichtungen: Lanciert werden die Varianten „Kirsche“ sowie „Apfel & Zimt“, die jeweils im typischen Becher mit hohem Appetite Appeal angeboten werden, aber nur fĂŒr kurze Zeit.

Dany LUFTIG

Beim „Dany Mousse“ tut sich etwas, denn neuerdings findet man die Winter-Ausgabe dieses Desserts in den KĂŒhlregalen. Typisch ist auch bei dieser die luftige Textur. Das Sortiment besteht aus den VarietĂ€ten „Schoko“, „Salted caramel“ und „Vanille“. News gibt es auch vom „Dany Pudding“ (Sorten: „Schoko“, „Schoko-Vanille“): Dieser ist jetzt nĂ€mlich nach einer Rezeptur-Optimierung noch cremiger.

SimplyV Block WĂŒrzig VEREINFACHT

Mit dem Launch des „SimplyV Block WĂŒrzig“ (200g) erfĂŒllt man nun einen hĂ€ufig geĂ€ußerten Verbraucher:innenwunsch. In Blockform lĂ€sst sich diese pflanzliche KĂ€sealternative vielseitig einsetzen, etwa wĂŒrfeln, in Scheiben schneiden oder reiben, z.B. fĂŒr Pizza, denn das Produkt punktet mit guten Schmelzeigenschaften. Hergestellt wird die Neuheit wie alle „SimplyV“-Varianten aus Mandeln.

Actimel Power KRAFTLACKL

Wer sich in der kalten Jahreszeit stĂ€rken will, kann dies mit „Actimel Power“ tun. Die „Power“Varianten haben neben den bewĂ€hrten 20 Mrd. L. Casei-Joghurtkulturen und den Vitaminen D und B6 auch noch die Vitamine B12 und C an Bord. Zu haben sind hier die Geschmacksrichtungen „Heidelbeere Brombeere“ sowie „Orange“, die beide ohne Farb- und Konservierungsstoffe auskommen.

Activia WÄRMENDE NOTEN

Typische Inhaltsstoffe und Geschmacksnoten des Winters halten dieser Tage auch Einzug ins „Activia“-Sortiment, und zwar im Rahmen einer Limited Edition. Diese enthĂ€lt, so verrĂ€t es auch die Packung, „Winterliche Ballaststoffe“ und natĂŒrlich die besonderen probiotischen Kulturen, fĂŒr die „Activia“ bekannt ist. Geschmacklich handelt es sich um den ebenfalls winterlichen Mix „Hafer, Apfel & Zimt“.

Wiesbauer WIESN FEELING

Fans der Wiener Kaiser Wiesn dĂŒrfen sich jetzt freuen: Wiesbauer verlost 1.000-mal zwei Tickets fĂŒr das populĂ€re Event. Teilnehmen kann man, wenn man seinen Kassenbon mit gekauften „Wiesbauer“-Produkten fotografiert und auf www.wiesbauer.at/gewinnspiel hochlĂ€dt. Wer lieber daheim speist, der ist zudem mit dem saisonalen „Wiesbauer Wiesn“-Sortiment bestens bedient.

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DIE LANDWIRTSCHAFT

Langfristiges Bekenntnis

Die Vivatis-Gruppe fungiert als wichtiger Partner der österreichischen Landwirtschaft – und beeinflusst damit auch, wie und was in unseren StĂ€llen und Feldern produziert wird. Gerald Hackl, seit rund 10 Jahren Vorstandsvorsitzender der AG, sprach mit uns ĂŒber die Herausforderungen und Bedeutung heimischer Rohstoffe.

PRODUKT: Die ersten SĂ€tze auf der VivatisWebsite lauten: „Wir sind eines der grĂ¶ĂŸten rein österreichischen Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelbranche. Als wichtiger Partner der österreichischen Landwirte verarbeiten und veredeln wir hochwertige Rohstoffe unserer Heimat.“ Bitte fĂŒhren Sie aus, was das im Detail bedeutet!

Hackl: Die Unternehmen der Vivatis-Gruppe verarbeiten und veredeln jĂ€hrlich deutlich ĂŒber 100.000 Tonnen österreichische Rohstoffe zu den ĂŒber die Grenzen Österreichs hinaus bekannten Produkten. Damit setzen wir, als einer der grĂ¶ĂŸten Lebensmittelkonzerne des Landes, ein wichtiges Zeichen – und das nicht erst seit der Krise. Denn das Bekenntnis zum Standort Österreich ist kein kurzfristiges, sondern vielmehr eine strategische Grundsatzentscheidung, die uns seit vielen Jahren ausmacht. RegionalitĂ€t und eine gute und faire Partnerschaft zur österreichischen Landwirtschaft spielen bei uns eine ĂŒbergeordnete Rolle. Mit den in Österreich ansĂ€ssigen Standorten und Produktionen sowie beschĂ€ftigten ArbeitskrĂ€ften leisten wir einen bedeutenden Beitrag

zur österreichischen Wertschöpfung. Wir sind ein verlĂ€sslicher und fairer Partner – das schĂ€tzen unsere Kunden und Lieferanten, genauso wie unsere QualitĂ€tsprodukte „Made in Austria“. Ein Vorzeigebeispiel fĂŒr die gute Zusammenarbeit mit der österreichischen Landwirtschaft ist die Kooperation unseres Tochterunternehmens Karnerta mit der Genossenschaft KĂ€rntner Fleisch, einem bĂ€uerlichen Unternehmen mit rund 4.000 Mitgliedsbetrieben. Tragende SĂ€ulen der Zusammenarbeit mit Karnerta sind regionale Rohstoffe, Transparenz (lĂŒckenlose Nachvollziehbarkeit vom Teller zurĂŒck zum BĂ€uer:in), das „Nose-to-Tail-Prinzip“ sowie Tierwohl und Nachhaltigkeit. Die Kooperation stĂ€rkt die KĂ€rntner-Bauernschaft und schafft Sicherheit, StabilitĂ€t und Planbarkeit in einem insbesonders durch wachsenden internationalen Konkurrenz- und Preisdruck geprĂ€gten Marktumfeld. Die Zusammenarbeit ist eine Win-Win-Situation fĂŒr beide Partner.

PRODUKT: In dieser Position haben Sie natĂŒrlich einen sehr guten Einblick in die StĂ€rken und SchwĂ€chen der österreichischen Landwirtschaft – bitte erzĂ€hlen Sie!

Hackl: Die österreichische Landwirtschaft verbinde ich mit hoher QualitĂ€t, Innovation, Top-Produkten, einem hohen Bioanteil und enormer Vielfalt. Die österreichische Land- und Forstwirtschaft hat ein positives Image und genießt großes Vertrauen seitens der Konsument:innen. Die junge Generation, die kreativen Nachkommen, ĂŒberzeugen mit neuen DenkansĂ€tzen und einem GespĂŒr fĂŒr Trends. Österreichs Landwirtschaft wird fast ausschließlich von Familienbetrieben bewirtschaftet. Diese sind aufgrund der unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten und Produktionsgebiete bzw. -schwerpunkte vielfĂ€ltig in GrĂ¶ĂŸe und Ausrichtung. Und genau diese Vielfalt macht die österreichische Agrarstruktur so besonders und wertvoll. Die heimischen BĂ€uer:innen leisten einen sehr wertvollen Beitrag – auch in Sachen nachhaltiger Bewirtschaftung. Dabei geht es nicht nur um die Produktion, sondern auch um Leistungen fĂŒr die Umwelt und die Gesellschaft wie gepflegte Landschaftsbilder oder Naturschutz. Die Land- und Forstwirtschaft ist auch ein sehr wesentlicher Teil der Problemlösung beim Klimawandel.

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Gerald Hackl, Vorstandsvorsitzender der Vivatis Holding AG.

PRODUKT: Und die Herausforderungen?

Hackl: Leider wird die österreichische Landwirtschaft oftmals unter Wert geschlagen. Was zĂ€hlt ist – wie so oft – nur der Preis. Hier wurden die Konsument:innen völlig falsch erzogen. Zudem sind die Bedingungen fĂŒr die österreichischen BĂ€uer:innen nicht immer einfach – viel BĂŒrokratie, hohe Lohn- und Nebenkosten und auch oft hinsichtlich Topografie. Generell ist mehr Bewusstsein fĂŒr die Landwirtschaft als auch fĂŒr die Lebensmittelproduktion ganz generell notwendig.

PRODUKT: Effizient wirtschaften und sourcen versus „nachhaltig“, „sozial & ethisch vertretbar“, „regional“ handeln – wo sehen Sie die wichtigsten Knackpunkte & wie kann man den Spagat schaffen?

Hackl: Der Spagat ist definitiv der Preis. Es braucht die Bereitschaft der Konsument:innen, einen doch etwas höheren Preis fĂŒr regionale und nachhaltige Produkte zu bezahlen. Daran muss man arbeiten. Insgesamt geht die Entwicklung aber in die richtige Richtung.

Konsument:innen achten im Vergleich zu frĂŒher deutlich mehr auf die nĂ€here Herkunft. Darauf muss man aufbauen und dieses Thema weiter sensibilisieren.

PRODUKT: Lebensmittel generell, aber besonders jene mit österreichischer Herkunft, sind in den letzten Monaten ja deutlich im Preis gestiegen. Waren Lebensmittel in den letzten Jahren also einfach wirklich zu billig?

Hackl: Angesichts der großen Menge an produzierten Lebensmitteln, die jedes Jahr in der MĂŒlltonne landen (30-40% = rd. 900.000t = 50.000 LKWs = rd. 116kg pro Person pro Jahr), stellt sich fĂŒr mich natĂŒrlich die Frage, was Lebensmittel noch wert sind bzw. ob diese nicht einfach „zu billig“ waren. Fakt ist, dass die WertschĂ€tzung fĂŒr Lebensmittel bei vielen Menschen verloren gegangen ist. ZurĂŒckzufĂŒhren ist dies auf eine stĂ€ndige VerfĂŒgbarkeit aller Lebensmittel zu einem relativ niedrigen Preis. Lebensmittel sind ĂŒber Jahrzehnte, im Vergleich zu anderen Bereichen, immer billiger geworden. Die Ausgaben fĂŒr Nahrungsmittel lagen 1950 bei 50% des Haushaltseinkommens.

Aktuell sind es 10%. Ein positiver Nebeneffekt der aktuellen Preissteigerungen wĂ€re es, wenn Lebensmittel wieder mehr an Wert gewinnen und die Konsument:innen wesentlich bewusster und bedarfsorientierter einkaufen. Hier ist noch viel AufklĂ€rung notwendig. Bzgl. Preissteigerungen: Dort, wo es notwendig war, haben wir die Preise erhöht und werden es auch weiterhin tun. Das passiert ja alles recht zeitverzögert. Wir mĂŒssen hier sehr stark in Vorleistung gehen. Die Preise werden sich wieder einpendeln, allerdings auf einem höheren Niveau als noch vor einigen Jahren.

PRODUKT: Gibt es aktuelle Projekte, Produktlinien, VerÀnderungen bei Ihren Unternehmen, auf die Sie besonders stolz sind?

Hackl: In einem Konzern unserer GrĂ¶ĂŸe sind natĂŒrlich enorm viele Projekte am Laufen. Maresi expandiert nach RumĂ€nien und verstĂ€rkt auch in Tschechien mit dem Vertrieb neuer Marken seine MarktprĂ€senz. Die GMS Gourmet Deutschland GmbH wĂ€chst im deutschen Raum weiter. Weinbergmaier setzt mit den Marken „Toni Kaiser“ und „Bauernland“ auf Wachstum im TK-Convenience-Segment, Karnerta im Fleisch- und Teigwarenbereich und Senna bei Margarine und Feinkost. Die FW Trading GmbH mit Sitz in Klagenfurt baut den Bereich GeflĂŒgel in Österreich und Deutschland weiter aus. Das Segment Frische- und KĂŒhlConvenience deckt Neuzugang Wojnar’s perfekt ab, auch hier wird das Sortiment kontinuierlich um neue Rezepturen – vor allem im biologischen und veganen Bereich – erweitert. Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Bau Österreichs grĂ¶ĂŸter Insektenzuchtanlage der Firma Ecofly in Andorf. Auf einer ProduktionsflĂ€che von 3.600mÂČ sollen jĂ€hrlich, auf Basis landwirtschaftlicher Nebenprodukte, 2.400t Fliegenlarven fĂŒr die Futtermittelproduktion gezĂŒchtet werden. Die Weiterverarbeitung der von Ecofly produzierten Fliegenlarven zu den Endprodukten, Insektenmehl und -fett, ĂŒbernimmt die Purea Austria GmbH. Langfristig soll das Unternehmen zu einem Entwicklungszentrum fĂŒr die Produktion von Insekten-Protein mit bis zu 30 Mitarbeiter:innen ausgebaut werden.

PRODUKT: Landwirtschaft bedeutet fĂŒr Sie ganz persönlich:

Hackl: FĂŒr mich ist die Landwirtschaft die grundsĂ€tzliche Basis all unserer ErnĂ€hrung! Ganz speziell verbinde ich damit Kindheitserinnerungen an die schöne und aufregende Zeit am Bauernhof meiner Großeltern in Kaltenberg.

PRODUKT: Danke fĂŒr das GesprĂ€ch! ks

Gourmet, MarktfĂŒhrer in der Gemeinschaftsverpflegung, setzt auf frische, heimische Zutaten.
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Tochterunternehmen Karnerta kooperiert mit der Genossenschaft KĂ€rntner Fleisch.

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DIE LANDWIRTSCHAFT

Marcher plĂ€diert fĂŒr mehr WertschĂ€tzung und angemessene Abgeltung fĂŒr die Landwirt:innen

Auch Veganes ist Thema bei Marcher. Jetzt neu: „die Ohne vegane Weiße“.

Realistischer kommunizieren

Die Marcher-Gruppe ist in Sachen Fleischverarbeitung eine echte Nummer: An neun Standorten werden jĂ€hrlich ca. 1 Mio. Schweine und das Fleisch von ca. 140.000 Rindern verarbeitet, die von ĂŒber 10.000 Landwirt:innen bezogen werden. GF Norbert Marcher plĂ€diert im Interview fĂŒr ein realistisches Bild der Nutztierhaltung.

PRODUKT: Ihr Unternehmen ist eines der grĂ¶ĂŸten in der österreichischen Fleischbranche –unter welchen PrĂ€missen wĂ€hlen Sie Ihre Lieferanten aus bzw. nach welchen Kriterien beziehen Sie die Rohstoffe fĂŒr Ihre Produkte?

Marcher: Hier ist ein großer Unterschied zwischen einem reinen Fleischverarbeitungsunternehmen und einem Schlachtunternehmen. WĂ€hrend Verarbeiter darauf Wert legen, dass die Schlacht- und Zerlege-Betriebe, von denen sie das Fleisch beziehen, die technischen, organisatorischen und hygienischen Anforderungen zeitgemĂ€ĂŸ erfĂŒllen, beziehen wir als Schlachtunternehmen die Tiere von landwirtschaftlichen Betrieben, die idealerweise in der NĂ€he des Schlachtbetriebs beheimatet sind. Die Bedingungen, unter welchen die Tiere dort gehalten und gefĂŒttert werden, werden soweit es sich um herkömmliche Haltungsformen handelt, von den zustĂ€ndigen Behörden ĂŒberwacht. Bei Standards, die darĂŒber liegen (mehr Tierwohl, AMA, Bio etc.) sind es die jeweiligen Programmbetreiber, die ihrerseits die Einhaltung der ĂŒber dem gesetzlichen Standard geforderten Kriterien kontrollieren.

PRODUKT: Tierwohl, Bio, Herkunft: Das alles kostet Geld – wo bzw. warum geht sich manchmal nicht alles aus, was sich die Verbraucher:innen rein theoretisch wĂŒnschen?

Marcher: Haltungsformen, die ĂŒber der gesetzlichen Norm liegen, verursachen naturgemĂ€ĂŸ höhere Kosten fĂŒr Landwirt:innen (grĂ¶ĂŸerer Platzbedarf, teureres Futter bei Bio oder GVO-frei etc.), die in Form eines höheren Preises fĂŒr das ganze Tier abgegolten werden mĂŒssen. Da kaum ein:e Konsument:in im Supermarkt ein ganzes Schwein kauft, ist eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen, möglichst viele Teile dieses teureren Tieres auch unter der entsprechenden höherwertigen Auslobung teurer verkaufen zu können. Dies ist auch deshalb so herausfordernd, weil einzelne TeilstĂŒcke (Schnitzel, Filet, Spareribs) wesentlich stĂ€rker gefragt sind als andere. Auch die kurze Haltbarkeit von Frischfleisch schrĂ€nkt die Möglichkeiten ein. Die Herausforderung der Ganztiervermarktung ist nachvollziehbarerweise bei Rind und Schwein deutlich grĂ¶ĂŸer als bei Huhn.

PRODUKT: Wenn Sie an Ihre Partner aus der Landwirtschaft denken, was denken Sie, was sind die wichtigsten Punkte, damit sich Landwirtschaft in Österreich auszahlt?

Marcher: Es ist sowohl ein legitimer Anspruch unserer Landwirt:innen in der Nutztierhaltung, die eigene Leistung angemessen bezahlt zu bekommen als auch mehr WertschĂ€tzung fĂŒr ihr Tun zu erhalten. Durch die

immer wiederkehrenden Bilder von MissstĂ€nden wurde letztlich der gesamte Berufsstand diskreditiert. FĂŒr einen nachhaltigen Imagewandel gilt es einerseits akute MissstĂ€nde konsequent abzustellen und andererseits muss es der Branche besser gelingen, ein realistisches Bild des Status quo der Nutztierhaltung der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Dieses ist derzeit zwischen den Extremen der werblichen Idyllisierung auf der einen Seite und verstörenden Bildern auf der anderen Seite angesiedelt. Letztlich muss es aber auch eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung sein, die Rahmenbedingungen in der Nutztierhaltung systematisch zu verbessern. Dies gilt insbesondere fĂŒr die Schaffung zeitgemĂ€ĂŸer Stallungen.

PRODUKT: Thema fleischfreie Alternativen: Gerade in diesem Bereich sind Sie besonders innovativ – wie entwickelt sich das fleischlose Angebot in Ihrem Unternehmen?

Marcher: Mittlerweile ist der Markt sehr kompetitiv geworden. Außerdem verstĂ€rkte sich der Wunsch nach rein veganen Artikeln und so wurde 2023 eine komplette RezepturĂ€nderung aller Produkte unter der Marke „die Ohne“ vorgenommen. Diese Änderung haben wir auch zum Anlass fĂŒr ein Rebranding der Packungen genommen. Außerdem haben wir Convenience-Produkte entwickelt und das Sortiment um KĂ€seersatzprodukte erweitert. Aktuell launchen wir eine fleischlose „Weißwurst“ und wir legen unsere BemĂŒhungen auf die Herkunft der Proteinquellen, wo wir sehr stark in Richtung Upcycling denken.

PRODUKT: Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch! ks

Norbert Marcher, GF der Marcher-Gruppe
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Ausgezeichneter Jubilar

Seit 125 Jahren steht das KĂ€rntner Familienunternehmen Frierss fĂŒr hochwertige Wurst- und SchinkenspezialitĂ€ten. Die Basis fĂŒr diesen Erfolg ist, wie so oft, eine gute Mischung aus Tradition und Innovationsgeist.

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898 grĂŒndete Urgroßvater Rudolf Frierss den Betrieb, als „erster Wursterzeuger in Villach“ und legte damit den Grundstein fĂŒr die Erfolgsgeschichte. Bereits damals lag der Fokus auf höchste QualitĂ€t, was dem Unternehmen bei der Pariser Weltausstellung 1910 sogar eine Gold-Medaille einbrachte. Die zweite und dritte Familiengeneration setzte dann als „Österreichs Pioniere fĂŒr besondere italienische SpezialitĂ€ten“ mit der Fertigung von Mortadella, Salami und Prosciutto aus 100% österreichischem Fleisch MaßstĂ€be. So umfasst das „Frierss“-Sortiment seit 40 Jahren „Prosciutto Castello“ und seit mehr als 80 Jahren Österreichs einzige „Mortadella“. Diese Spezialisierung verdankt man zum einen der geografischen Lage des Betriebes im Herzen der Alpe-Adria-Region, aber v.a. auch der großen Leidenschaft des Großvaters zu Italien.

ORIGINALE. Mit typischen KĂ€rntner SpezialitĂ€ten gelang schließlich der vierten Generation mit Rudolf und Kurt Frierss der Durchbruch: Produkte wie „KĂ€rntner Bergsalami“ oder „KĂ€rntner Bauernschinken“ wurden national und international vertrieben. Mit Kurt Frierss jun. und Christoph Frierss, der seinem Vater Rudolf nachfolgen wird, ist jetzt bereits die fĂŒnfte Generation am Start.

ENTWICKELT. Mittlerweile ist freilich aus dem kleinen Fleischerbetrieb ein renommiertes Feinkost-Unternehmen geworden, das auf 125 Jahre Erfahrung beim Salzen, WĂŒrzen, RĂ€uchern, Braten, Kochen oder Reifen zurĂŒckgreifen kann. Die bestĂ€ndige GĂŒte der Produkte wurde 2023 von der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) bereits zum sechsten Mal in der Firmengeschichte mit dem „Preis fĂŒr langjĂ€hrige ProduktqualitĂ€t“ ausgezeichnet. Eine schöne Ehrung zum 125-jĂ€hrigen JubilĂ€um. Wir gratulieren. ks

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Rudolf, Christoph und Kurt Frierss jun.

gut geerdet

DIE LANDWIRTSCHAFT

Gar nicht Banane

Die globale Bananenproduktion war schon mehrmals im Fokus kritischer Berichterstattung. Bei Chiquita ist Peter Stedman als erster Director of Sustainability des Unternehmens dafĂŒr verantwortlich, dass in Sachen Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen alles vernĂŒnftig lĂ€uft. Er stand uns fĂŒr ein Interview zur VerfĂŒgung.

PRODUKT: Sie sind bei Chiquita fĂŒr das Thema Nachhaltigkeit zustĂ€ndig. Ein großer Bereich


Stedman: Chiquita betreibt seit ĂŒber 20 Jahren eine Nachhaltigkeitsagenda und meine Arbeit profitiert in hohem Maße von den Grundlagen und Strukturen, die das Unternehmen in dieser Zeit geschaffen hat. Eine der wichtigsten Grundlagen ist das Prinzip des ‚Einbettens‘. Das Thema ist in den Aufgabenbereich eines jeden Mitarbeiters eingebettet. Bei Chiquita ist es daher nicht notwendig die Kolleg:innen jeden Tag davon zu ĂŒberzeugen eine Nachhaltigkeitsagenda zu verfolgen. Als Landwirte ist es fĂŒr uns selbstverstĂ€ndlich, in unserem Handeln nachhaltig zu agieren.

PRODUKT: Was sind die grundlegendsten Themen, die Sie unter die Lupe nehmen?

Stedman: Wir verfĂŒgen ĂŒber ein ausgereiftes Zertifizierungsprogramm, das unsere Standards wie SA8000, RFA, Global Gap GRASP, SAI FSA hinter dem Blauen Sticker bestĂ€tigt, die auch marktbekannt sind. Mit einem gewerkschaftlichen Organisationsgrad von ĂŒber 70%, dem mit Abstand höchsten in der Branche, verfĂŒgen wir ĂŒber ausgereifte Prozesse des sozialen Dialogs. Dies trĂ€gt dazu bei, die

Rechte der Arbeitnehmer:innen zu schĂŒtzen und die Zahlung existenzsichernder Löhne zu ermöglichen. Dazu kĂŒmmere ich mich um grundlegende Fragen, die Anforderungen unserer EinzelhĂ€ndler sowie die Zusammenarbeit mit unseren Kundenteams betreffend – als Hilfestellung, um unsere Maßnahmen zu verstehen, damit diese ihrerseits zeigen können, wie wir zu den Zielen der EinzelhĂ€ndler beitragen.

PRODUKT: In der aktuellen Ausgabe beschÀftigen wir uns mit der Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und Markenartikel-Industrie. Welchen Stellenwert haben Landwirt:innen bei Chiquita?

Stedman: Im Herzen sind wir Landwirt:innen. Ungewöhnlich fĂŒr eine Marke, aber wir bauen viele der Produkte selbst an, die wir verkaufen. Mit rund 20.000 VollzeitbeschĂ€ftigten sind wir ein wichtiger Arbeitgeber und unser Engagement fĂŒr alle Arbeiter:innen und die Gemeinschaften, in denen sie leben, ist von großer Bedeutung. Hier musste sich in den letzten Jahren wenig Ă€ndern, da wir uns bereits vor 20 Jahren fĂŒr einen Prozess eingesetzt haben, der existenzsichernde Löhne fĂŒr Arbeitnehmer:innen ermöglicht. Wir freuen

uns aber ĂŒber das relativ junge Engagement von EinzelhĂ€ndlern und NGOs in diesem Bereich. Dazu haben wir uns verpflichtet, diese GrundsĂ€tze in unserer gesamten Lieferkette anzuwenden.

PRODUKT: Chiquita ist vor kurzem der SAIPlattform beigetreten und verpflichtet sich die entsprechenden Standards einzuhalten. Welche Auswirkungen hat dieser Schritt konkret?

Stedman: Chiquita hat sich öffentlich verpflichtet seine Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 um 30% zu reduzieren und seine Lieferkette dabei zu unterstĂŒtzen, bis 2025 eigene Verpflichtungen einzugehen. Als wir dieses Ziel im Jahr 2021 verkĂŒndet haben, waren wir damit das erste globale Fruchtunternehmen. Unsere grĂ¶ĂŸte Emissionsquelle sind unsere landwirtschaftlichen Betriebe. Die AnnĂ€herung an das Thema nachhaltige Landwirtschaft durch die Mitgliedschaft in der SAI ist ein logischer erster Schritt. SAI ist nicht nur eine Mitgliederorganisation, bei der wir von anderen lernen können, sondern hat auch ein Zertifizierungssystem, das Farm Sustainability Assessment (FSA). Wichtig ist, dass das FSA im Gegensatz zu anderen Zertifizierungssystemen einen stufenweisen Ansatz verfolgt: Bronze, Silber und Gold. Wir sind der Meinung, dass dies der richtige Weg fĂŒr Chiquita ist, um herausragende Leistungen zu demonstrieren. Dies gilt auch fĂŒr Landwirt:innen, die noch am Anfang ihres CO2-Weges stehen, um sich zu engagieren und zu lernen.

PRODUKT: Wie versucht man bei Chiquita CO2 einzusparen?

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Peter Stedman ist erster Director of Sustainability bei Chiquita.
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Stedman: Ein Ziel der Umstellung auf SAI FSA ist es, das Potential unserer Böden besser zu nutzen. Die Gesundheit der weltweiten Böden wird eine kohlenstoffĂ€rmere Produktion nur dann ermöglichen, wenn sich der Ansatz deutlich Ă€ndert. Angesichts der rekordverdĂ€chtigen Preise fĂŒr DĂŒngemittel ist es der ideale Zeitpunkt, um fĂŒr einen ganzheitlichen Ansatz bei der Kultivierung zu plĂ€dieren. Dabei handelt es sich um die Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft, die bei den Permakulturisten schon seit Jahrzehnten zur Anwendung kommen. Das Potenzial der Böden, insbesondere der tiefgrĂŒndigen tropischen Böden, liegt auch darin, als wichtiger Kohlenstoff-Speicher zu fungieren. Relativ dauerhafte Kulturen wie Bananen bieten ein großes Potential, erhebliche Mengen an Kohlenstoff zu binden. Ich halte Bodenkohlenstoff (in einer Tiefe von mehr als 50cm) fĂŒr potenziell wesentlich sicherer als an der OberflĂ€che gespeicherter, auch wenn dies viel schwieriger zu quantifizieren und zu ĂŒberwachen ist. Eine effizientere Ausbringung von DĂŒngemitteln und gesĂŒndere Böden brauchen Zeit, aber wir ĂŒberwachen dies im Rahmen der FSA und teilen in Folge unsere Erkenntnisse ĂŒber diese Plattform.

PRODUKT: Wir bitten Sie um einen Blick ĂŒber den Tellerrand: Was sind aus Ihrer Sicht die global dringlichsten Themen hinsichtlich landwirtschaftlicher Produktion?

Stedman: Zwischen 2000 und 2020 ist die durchschnittliche Niederschlagsmenge um 15% zurĂŒckgegangen und die Durchschnittstemperaturen in unseren Betrieben um 1,2 Grad gestiegen. Dieses Bild variiert in unseren vier HauptanbaulĂ€ndern, aber das Gesamt-

bild ist eindeutig: Die globale ErwĂ€rmung ist real und es ist dringend erforderlich, dass wir uns auf den Klimawandel einstellen. Chiquita war 2021 das erste globale Fruchtunternehmen, dessen Strategie „30BY30“ zur Verringerung des Kohlendioxidausstoßes von der Science Based Targets Initiative verifiziert wurde. Vor diesem Hintergrund kann man feststellen, dass wir es mit der Kohlenstoffreduzierung und der Vorbereitung auf den Klimawandel mehr als ernst meinen.

PRODUKT: Was sollten Entscheider des Lebensmittelhandels unbedingt beim Umgang mit tropischen FrĂŒchten beachten – was zeichnet „Chiquita“ als Marke der Wahl aus? Wovon sollte man die HĂ€nde lassen?

Stedman: Ohne zu ĂŒbertreiben, „Chiquita“ist eine ikonische Marke und weltweit in den MĂ€rkten anerkannt. Dies ist in der Fruchtkategorie höchst ungewöhnlich, insbesondere, wo in den letzten Jahrzehnten das Angebot von Eigenmarken in einem Großteil der Kategorie dominiert hat. Hinter all dem steht fĂŒr Chiquita unser Engagement vor Ort. Unser ‚Behind the Blue Sticker‘-Ansatz definiert, wie wir auf den Farmen tĂ€tig sind, mit den Gemeinden zusammenarbeiten und welchen Beitrag wir zu grĂ¶ĂŸeren, globalen Zielen der Branche und Allgemeinheit beitragen. Verbraucher:innen und Konsument:innen können darauf vertrauen, dass Chiquita seinen Verpflichtungen auch auf seinen eigenen Farmen nachkommt. Wenn wir ĂŒber existenzsichernde Löhne oder CO2-Reduzierung sprechen, handhaben wir diese Dinge direkt und nicht ĂŒber ein erweitertes Netzwerk von Importeuren und Exporteuren. Wir unterscheiden uns auch durch unsere langfristige Vision

und konkrete Maßnahmen zur Verwirklichung. Als Landwirt:innen denken wir langfristig und sind davon ĂŒberzeugt, dass nachhaltiges Handeln die einzige Möglichkeit ist, die langfristige RentabilitĂ€t der Bananenproduktion sicherzustellen und die Lebensgrundlage von Millionen Menschen auf der ganzen Welt zu sichern, die darauf angewiesen sind. Ich denke, es geht weniger darum, die Finger von den Dingen zu lassen, sondern vorsichtig vorzugehen. In den letzten Jahren gab es zahlreiche Marktinitiativen, um das Bananenangebot durch Nachhaltigkeitsaussagen zu differenzieren. Dabei ist sehr wichtig sicherzustellen, dass diese Aussagen auch auf der Grundlage tatsĂ€chlicher Effekte vor Ort gemacht werden – sei es ökologischer oder sozialer Natur.

PRODUKT: Kann man als global agierendes Unternehmen mit unzĂ€hligen Zulieferern ĂŒberhaupt jemals garantieren, dass immer alles in „geordneten Bahnen“ vonstatten geht?

Stedman: GlĂŒcklicherweise sprechen wir bei Chiquita nicht von unzĂ€hligen Lieferanten. Wir sind zwar weltweit prĂ€sent, verkaufen aber nur eine relativ kleine Auswahl an Produkten. SelbstverstĂ€ndlich verfĂŒgen wir ĂŒber Lieferketten fĂŒr eingekaufte Waren und Dienstleistungen. Aber im Vergleich zu meinen frĂŒheren Erfahrungen mit Kosmetika oder verpackten Produkten sind diese relativ ĂŒberschaubar. Das macht die Analyse und die Risikobewertung unserer Lieferkette einfacher und wird durch sehr gute interne Informationssysteme unterstĂŒtzt.

PRODUKT: Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch! ks

Existenzsichernde Löhne und faire Arbeitsbedingungen fĂŒr die Mitarbeiter:innen sind ein Kernthema fĂŒr den Nachhaltigkeits-Beauftragten.
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DIE LANDWIRTSCHAFT

Punktet mit seiner QualitÀt und Frische: österreichischer

Gemeinsam gedeiht’s besser

Josef Peck, Vorstand der Genossenschaft LGV SonnengemĂŒse, erzĂ€hlt im Interview, warum eine Genossenschaft in unsicheren Zeiten besonders sinnvoll ist, welche Vorteile GewĂ€chshĂ€user haben und wie sich der Freiluftanbau verĂ€ndert. Außerdem hat er uns Exoten mitgebracht: Ingwer, Zitronengras, Kiwano und Stangenbrokkoli aus Österreich.

PRODUKT: Bitte zunĂ€chst ein kurzes ResĂŒmee: Wie geht es der Erzeugergemeinschaft LGV GĂ€rtnergemĂŒse und Seewinkler SonnengemĂŒse?

Peck: Der Erzeugergemeinschaft LGV GĂ€rtnergemĂŒse und Seewinkler SonnengemĂŒse geht es den UmstĂ€nden entsprechend gut, wir werden 2023 zwar nicht an den Umsatzrekord von 2022 anschließen können, da wir auf Grund der unsicheren Energieversorgung in der Winterperiode die Produktionen von Cherry-Paradeisern und Mini-Gurken ausgesetzt haben und mit den Langzeitproduktionen einige Wochen spĂ€ter gestartet sind. Im ersten Halbjahr 2023 war auch eine gewisse Vorsicht und KaufzurĂŒckhaltung bei den Konsument:innen spĂŒrbar. Aktuell ist die Marktlage zufriedenstellend und wir merken eine steigende Nachfrage fĂŒr die kommende Saison.

PRODUKT: Ist es noch attraktiv in Österreich GemĂŒse anzubauen?

Peck: Die Kosten fĂŒr die Produktion und die Vermarktung sind, wie auch in allen anderen Branchen, gestiegen. Der Druck auf die heimische Produktion wird dadurch höher. Die Vorteile einer Erzeugerorganisation machen sich aber immer mehr bezahlt, steigende Fixkos-

ten können auf einen großen Umsatz verteilt werden.

PRODUKT: GeschĂŒtzter Anbau vs. Freilandanbau – was wird mehr bzw. weniger & warum?

Peck: Am stabilsten und am sinnvollsten entwickeln sich unsere Hauptprodukte Gurken, Paprika und Paradeiser aus den GewĂ€chshĂ€usern in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Bei diesen Produktionen wird Energie sinnvoll eingesetzt, CO2 fĂŒr die Entwicklung der Pflanzen sogar verbraucht. Durch die geschĂŒtzten KulturrĂ€ume sind die Produktionen vor Extremwettersituationen sicher. Im Freiland mĂŒssen wir dem voranschreitenden Klimawandel Rechnung tragen. Manche Produktionen werden vom burgenlĂ€ndischen Seewinkel nach Niederösterreich und in die Steiermark wandern. Im Burgenland können Produkte aus sĂŒdlichen LĂ€ndern versucht werden.

PRODUKT: Stichwort Klimawandel: Welche Herausforderungen sind am dringlichsten?

Peck: Eine große Herausforderung fĂŒr die Zukunft wird die BewĂ€sserung sein. Aber auch hier sind wir in den geschĂŒtzten KulturrĂ€umen, in denen ausschließlich mittels TropfbewĂ€sserung gearbeitet wird, auf der sicheren Seite.

PRODUKT: Und wie sieht es mit exotischen Kulturen aus? Was tut sich hier?

Peck: Neben Ingwer und Kiwano gibt es in der laufenden GemĂŒsesaison erstmals Stangenbrokkoli, der gegrillt ausgezeichnet schmeckt. Wir haben auch Wiener Zuckermelonen im Angebot und aus dem Seewinkel gibt es erstmals in Österreich Zitronengras. Aber Exoten und SpezialitĂ€ten, sowie auch Bio-GemĂŒse, sind durch die Teuerung noch stĂ€rker unter Druck gekommen. Die Konsument:innen nehmen genau diese Produkte teurer wahr als Standardprodukte.

PRODUKT: Auch immer ein Thema, die Erntehelfer:innen


Peck: Der Großteil unserer Mitgliedsbetriebe sind Familienbetriebe. Dort stehen die EigentĂŒmer:innen selbst in den GewĂ€chshĂ€usern und sie beschĂ€ftigen Mitarbeiter:innen langjĂ€hrig, es gibt daher kaum Probleme.

PRODUKT: Ihr Blick in die Zukunft?

Peck: GemĂŒse gewinnt in unserer ErnĂ€hrung immer mehr an Bedeutung. Speziell heimisches, regionales GemĂŒse liegt im Trend. Das grundsĂ€tzliche Bewusstsein der Konsument:innen fĂŒr eine gesunde und nachhaltigere LebensfĂŒhrung wird in Zukunft auch eine höhere Nachfrage nach heimischem GemĂŒse zur Folge haben. Und die österreichischen Konsument:innen wissen, was sie an der heimischen Produktion haben. Unsere Produkte sind reif, gesund und sicher.

PRODUKT: Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch ks

Jetzt erhÀltlich und sehr geschmackvoll: Stangenbrokkoli aus dem Seewinkel. Ingwer
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Josef Peck, Vorstand der Genossenschaft LGV SonnengemĂŒse, im Interview.

Wo der Pfeffer wĂ€chst – Wenn die Schere zwischen Ausgaben und Einnahmen immer weiter auseinandergeht und der Klimawandel sowie immer neue gesetzliche Auflagen und entsprechende BĂŒrokratie das Leben auch nicht leichter machen, schauen sich innovative Landwirt:innen nach möglichen Alternativen um.

Im Seewinkel, in der Steiermark und im Marchfeld gedeiht seit einigen Jahren – auf Initiative unterschiedlicher Betriebe – Trockenreis. FĂŒr „ÖsterReis“ (aus Niederösterreich) wird er auf einer FlĂ€che von 75ha angebaut. Gregor Neumeyer, ÖsterReis, ĂŒber die aktuelle Ernte: „Es schaut gut aus – also jedenfalls besser als in den letzten Jahren. 100 Tonnen Reis sind das Ziel heuer.“ Die schafft er natĂŒrlich nicht alleine, sondern in Kooperation mit 15 Landwirt:innen aus der Gegend, die sich auf die bisher unĂŒbliche Kultur ein-

„Ich glaube ich bin der erste und bis dato einzige, der Pfeffer in Österreich anbaut“, erzĂ€hlt Joachim Geer, Landwirt aus Spannberg im Weinviertel. Das Projekt „AustroPep“ steckt noch in den Kinderschuhen, aber immerhin: Auf einer FlĂ€che von einem viertel Hektar baut der Landwirt die Dauerkultur Szechuan Pfeffer an. Ausschlaggebend fĂŒr diese Entscheidung war die Tatsache, dass sich der Betrieb im Haupterwerb nicht mehr recht ausgezahlt hat. Geer: „Ich dachte mir, was habe ich schon zu verlieren?“ Heute, vier Jahre nachdem die ersten Pflanzen eingesetzt wurden, tragen

„Das Alte geht nicht mehr – und das Neue gibtÂŽs noch nicht“ – dieses Dilemma österreichischer Landwirte ist den Agro Rebels Motivation genug, um die heimischen BĂ€uer:innen im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstĂŒtzen. DafĂŒr erforscht das Team um Daniel Rössler, Markus Fink und Lukas Hecke mediterrane Obst- und GemĂŒsesorten, die im Zuge der verĂ€nderten Bedingungen auch in Österreich neuerdings gute Chancen in der Landwirtschaft haben. Daniel Rössler erzĂ€hlt: „Je nach Bodenbeschaffenheit und örtlichen Gegebenheiten (Klein- bzw. Mikroklima, Topographie etc.) können mittlerwei-

lassen. Neumeyer: „FĂŒr die Landwirte ist Reis – jetzt wieder – aufgrund der DeckungsbeitrĂ€ge sehr interessant. Er ist zwar noch immer mit Risiko behaftet, aber wenn er den Landwirten in die Fruchtfolge passt, gehen sie das ein. Denn mittlerweile zahlt sich der Anbau fĂŒr die Landwirte einfach aus.“ Als „Kind der Klimakrise“ bezeichnet Neumeyer sein Projekt auch gern und erzĂ€hlt: „Die klimatischen Bedingungen in Österreich eignen sich mittlerweile gut fĂŒr Reis. Mit den höheren Temperaturen hat er ja kein Problem.“

alle leuchtend rote Pfeffer-Körner und in den nĂ€chsten Jahren ist mit einem Vollertrag zu rechnen. Warum bisher niemand Pfeffer bei uns angebaut hat? Geer: „Ich schĂ€tze die klassische Landwirtschaft hat einfach funktioniert, man hat gearbeitet, geerntet, die Ware ins Lagerhaus gebracht und konnte davon leben – das hat sich irgendwann geĂ€ndert.“ Eine weltweit vernetzte Kommunikation und ein einfacherer Wissensaustausch haben außerdem neue Möglichkeiten eröffnet. Geer: „Das Wissen hat einfach gefehlt. Im Zuge der Globalisierung hat sich das geĂ€ndert.“

le in Österreich nicht nur bestimmte Sorten von Oliven, sondern auch Feigen, GranatĂ€pfel, japanische Wollmispel, Kakipflaume, echter Lorbeer, Indianerbanane, Rosmarin, Lavendel oder Artischocken erfolgreich kultiviert werden.“ Am fortgeschrittensten ist das Know-how der Agro Rebels in Sachen Oliven. Nach einer intensiven Forschungs-Periode im Rahmen eines vom FFG geförderten Projekts wurden gemeinsam mit 20 PartnerBĂ€uer:innen bereits 3.000 BĂ€ume gepflanzt –und die ersten von ihnen versprechen heuer erstmals einen guten Ertrag. Next Step: Olivenöl made in Austria?

REIS PFEFFER OLIVEN Food 47 PRODUKT 08/09 2023

Hilcona setzt impulse

Dem Frische Pasta-Segment im LEH geht es gut. Jetzt setzt Hilcona weitere Impulse fĂŒr die „Originale“-Range, die mit ihrer Premium-Positionierung und ihren veganen Alternativen bei den Verbraucher:innen punktet.

Albert Bamberger, nationaler Key Account Manager Retail Österreich bei der Hilcona AG, ist sehr zufrieden, was die Entwicklung des Segments betrifft: „Frische und Convenience sind bei Verbraucher:innen in Österreich angesagt. Das hat auch positive Effekte auf den Frische-Pasta-Markt. Die Kategorie verzeichnet ein starkes Umsatzplus von 18,3% (Nielsen, gek. Pasta, LEH inkl. H/L, Umsatz, MAT KW 28 2023). Impulse schaden aber jetzt, in Zeiten, in denen der Preis bei der Kaufentscheidung oftmals das ZĂŒnglein an der Waage ist, natĂŒrlich nicht. Bamberger: „Auf der einen Seite rĂŒcken QualitĂ€t, Wertigkeit und Nachhaltigkeit bei Shopper:innen immer weiter in den Fokus, auf der anderen Seite sehen wir kategorieĂŒbergreifend eine verstĂ€rkte PreissensibilitĂ€t.“

VIEL DRIN. Mit seinem breiten Sortiment ist Hilcona fĂŒr alle Shopper:innen-BedĂŒrfnisse optimal gerĂŒstet – den Premium-Bereich deckt das Unternehmen mit dem „hilcona Originale“-Sortiment perfekt ab. Die Pasta punktet beispielsweise mit ihrem hohen FĂŒllungs-Anteil, dem extradĂŒnnen, fein bemehlten Teig und der „wie handgemacht“-Optik. Auch das „hilcona Besseresser-Versprechen“, das ausgewĂ€hlte Zutaten, passionierte Kochkunst und nachhaltiges Handeln umfasst, zeichnet die „hilcona Originale“ aus. Und das kommt bei den Verbraucher:innen durchaus sehr gut an.

Bamberger: „Im Premium-Segment haben wir uns mit unseren ‚hilcona Originale‘-Sorten gut etabliert und sind national verfĂŒgbar.“

AUCH OHNE. Zuletzt hat man der Linie mit der EinfĂŒhrung veganer Sorten („Ravioli Vegane Bolognese“ und „Vegane Gnocchi“) frischen Schwung verliehen. Die Varianten, die ganz ohne tierische Zutaten wie Ei oder Milchprodukte auskommen, sind sogleich auf großes Interesse seitens der Verbraucher:innen gestoßen. Bamberger: „Mit unserer Frische-Convenience-Expertise setzen wir immer wieder Innovations-Impulse im KĂŒhlregal. Die veganen Sorten entwickeln sich ĂŒberdurchschnittlich gut. FĂŒr 2024 sind weitere ProduktneueinfĂŒhrungen geplant.“

EUROPAREISE. Dieser Fahrtwind soll natĂŒrlich beibehalten werden. Bamberger: „Um die Brand Awareness und die KĂ€ufer:innenreichweite fĂŒr die „hilcona Originale“ noch weiter zu steigern, bieten wir dem Handel mit Aktivierungspromotions einen starken Sales-Support. Aktuell mit der impulsstarken „hilcona Originale“-Herbstpromotion, auf die durch ein deutliches Standout am Regal aufmerksam gemacht wird.“ Im Mittelpunkt steht dabei ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen, die den Abverkauf ankurbeln – zu gewinnen gibt es einen vom legendĂ€ren VW Bulli inspirierten vollelektrischen „VW ID. Buzz“, Wochenend-Trips in verschiedene Metropolen Europas sowie 100 Stand-upPaddle-Boards. Von KW 38 bis 45 ist die Aktion am Regal unĂŒbersehbar: AuffĂ€llige On-PackSticker sorgen fĂŒr eine starke PrĂ€senz am PoS und animieren durch die attraktiven Gewinne zu ImpulskĂ€ufen. Die Mechanik des Gewinnspiels: Einfach ein „hilcona Originale“-Produkt mit Aktions-Sticker kaufen und ein Foto des Kassen-Bons auf der Kampagnenwebsite www.hilcona.de/europareise hochladen. Passend zum Auftritt am PoS hat der Frische-Convenience-Experte auch eine umfangreiche Digital-Kampagne am Start: Auf einem virtuellen E-Bulli-Roadtrip, der zu traumhaften europĂ€ischen Urlaubsdestinationen fĂŒhrt, kann man sich von regional-typischen Rezepten inspirieren lassen. Bamberger: „Das steigert die Aufmerksamkeit der Shopper:innen und erhöht die Conversion Rate am PoS“. red

Albert Bamberger, nationaler KAM Retail Österreich bei der Hilcona AG Mit insgesamt sieben „hilcona Originale“-Sorten kommt Abwechslung ins KĂŒhlregal
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Aufmerksamkeitsstarke Promotion als Sales Support fĂŒr die „hilcona Originale“-Range.

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DIE LANDWIRTSCHAFT

Bio-Brot mit Bio-Getreide aus dem Waldviertel von der Backwelt Pilz.

Österreichisches Mehl und griechische Oliven passen bei Kuchen Peter brot-al gut zusammen.

NaheverhĂ€ltnisse erwĂŒnscht

Die österreichische Brotkultur ist einzigartig – ebenso sind es die Mehle, die die BĂ€cker einsetzen und die im Normalfall von nahen MĂŒhlen kommen, die wiederum Getreide beziehen, das in der unmittelbaren Umgebung wĂ€chst. Eine sinnvolle Zusammenarbeit fĂŒr alle Beteiligten.

Österreichisches Getreide, insbesondere Weizen, ist tatsĂ€chlich ausnehmend gut. Sein Proteingehalt eignet sich perfekt fĂŒr Brot- und Backwaren, so perfekt, dass das Getreide auch international sehr gefragt ist und etwa nach Italien, in die Schweiz oder nach Deutschland exportiert wird. Die heimischen BĂ€cker sind also in Sachen Herkunft von jeher sehr regional orientiert. Und sie bekennen sich auch gerne dazu. Stefan Huemer, GF Produktion und Technik Fischer Brot, fasst zusammen, warum: „Wir verwenden grundsĂ€tzlich und ausschließlich Mehl und Getreide österreichischer Herkunft. FĂŒr das heimische Mehl spricht sowohl die QualitĂ€t als auch das Thema Nachhaltigkeit, schon wegen der Logistik, und auch wegen der Erhaltung der landwirtschaftlichen FlĂ€chen bzw. unserer BĂ€uer:innen.“ Und auch in Richtung Handel und Endkund:innen ist „Österreich“ ein gewichtiges Argument. Huemer: „Einerseits verlangen das teilweise unsere Kund:innen, andererseits halten wir RegionalitĂ€t und Nachhaltigkeit fĂŒr wesentliche und wichtige Wettbewerbsfaktoren fĂŒr die Entwicklung unseres Unternehmens.“

AUSSCHLIESSLICH. Bei Kuchen Peter in Hagenbrunn, ebenso wie Fischer Brot einer der wichtigsten Lieferanten des Handels, hat man die österreichische Herkunft gar zum Gesetz er-

hoben. Edwin Tomanek, Vertriebs- und Marketingleiter: „Die Verarbeitung von ausschließlich österreichischem Mehl ist fĂŒr uns Unternehmensgesetz. Einige unserer Vorlieferfirmen sind international tĂ€tig und wĂŒrden bei der Verarbeitung daher aus KostengrĂŒnden nicht immer zu 100% österreichische Mehle verwenden. Hier machen wir jedoch keine Kompromisse. Die Herkunft Österreich ist fĂŒr Kuchen Peter alternativlos.“

SICHERHEIT. Und noch ein Argument fĂŒhren die BĂ€cker des Landes fĂŒr österreichisches Mehl ins Treffen: die Versorgungssicherheit und UnabhĂ€ngigkeit auch in Krisenzeiten. Tomanek erklĂ€rt: „Die sich stellenden Herausforderungen hinsichtlich Rohstoffe und Landwirtschaft sind auch unser ,tĂ€glich Brot‘. Die jĂ€hrlichen internationalen Getreide-Ernteergebnisse betreffen uns unmittelbar. Obwohl wir nur österreichisches Mehl verarbeiten, wird der Preis von vielen internationalen Faktoren beeinflusst. Speziell die letzten Jahre haben die unterschiedlichen und weitreichenden AbhĂ€ngigkeiten offengelegt.“ Und Tina Schrettner, Marketingleitung bei Ankerbrot, ergĂ€nzt: „Wie wir aus der jĂŒngsten Vergangenheit gelernt haben, können durch Krisen wie dem Ukraine-Krieg oder Klimaauswirkungen wie Überschwemmungen bzw. Trockenheit die weltweiten MĂ€rk-

te sehr rasch an VersorgungsengpĂ€sse kommen und die Preise explodieren dann entsprechend. Umso wichtiger ist es, auf österreichische QualitĂ€t in der unmittelbaren Umgebung zu setzen.“

REGIONAL. Das Land der Berge ist aber auch ein kleines Land und oft heißt daher „unmittelbare Umgebung“ nicht immer 100% „Österreich“. Etwa bei Ölz, der MeisterbĂ€cker, der ganz im Westen des Landes pro Tag 200.000kg Mehl verarbeitet und somit der grĂ¶ĂŸte heimische BĂ€cker ist. Daniela Kapelari-Langebner, GF Vertrieb und Marketing: „NatĂŒrlichkeit und RegionalitĂ€t sind fĂŒr uns zwei elementare Faktoren bei der Auswahl der Zutaten fĂŒr die Backwaren. Um die Transportwege möglichst kurz zu halten, bezieht Ölz das QualitĂ€tsmehl von MĂŒhlen vorwiegend aus der Bodenseeregion bzw. dem sĂŒddeutschen Raum. 85% des Mehls treffen innerhalb von 90 Minuten Transportweg in den beiden BĂ€ckereien am Standort Dornbirn ein.“ Womit wir wieder bei der engen und sinnvollen Zusammenarbeit von Landwirten, MĂŒhlen und BĂ€ckern in einer Region angelangt sind.

WECHSELWIRKUNG. Ob aus Österreich oder dem nĂ€chsten Nachbar, eines liegt zumindest in der Theorie auf der Hand: BĂ€cker und die GetreidebĂ€uer:innen sind im Normalfall eng miteinander verbunden. Auch wenn in der Praxis natĂŒrlich Lagereien und MĂŒhlen direkte Kontakte selten machen, fruchtbare enge Partnerschaften gibt es dennoch. Etwa bei der Backwelt Pilz, die im Waldviertel beheimatet ist – dem wichtigsten Anbaugebiet fĂŒr Roggen – und diesen Rohstoff wann immer möglich auch von hier bezieht. Zudem setzt man sich gemeinsam mit den Landwirten und der MĂŒhle in einem Projekt fĂŒr mehr Bodengesundheit durch natĂŒrlichen Humus-Aufbau ein. Johannes Pilz, GF: „Als verlĂ€sslicher Partner mit Handschlag-QualitĂ€t bauen wir gemeinsam mit unseren Lieferanten auf langfristige, beiderseitig faire und nachhaltige Kooperationen.“

BIOLOGISCHE IMPULSE. In den letzten Jahrzehnten hat sich aber vor allem auch die Nachfrage der BĂ€cker nach Bio-Rohstoffen deutlich auf die Landwirtschaft ausgewirkt. Andrea Unger Posch, Marketingleitung bei Ströck, erzĂ€hlt zum Beispiel: „Unsere AnbauflĂ€che fĂŒr Bioweizen hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt: 1.100 Hektar sind dazugekommen, das entspricht etwa 1.570 Fußballfeldern oder etwa drei Fußballfeldern pro Woche. Die AnbauflĂ€che des Bio-Weizens ist mittlerweile fast doppelt (!) so groß wie die des konventionellen. Beim Roggen, von dem wir weniger verbacken, sind es auch immer noch 700 Hektar mehr Bio-AnbauflĂ€che oder knapp zwei

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Ob Croissant oder Kipferl, das Getreide fĂŒr die SpezialitĂ€ten kommt bei Anker von hier.

Fußballfelder pro Woche.“ Somit kurbeln BĂ€cker natĂŒrlich auch dieses Thema krĂ€ftig an. Bei Haubis erzĂ€hlt uns GF Anton Haubenberger: „UnabhĂ€ngig von GrĂ¶ĂŸe und Struktur sind wir auf Produktionsbetriebe in der Umgebung zugegangen und haben von unseren WĂŒnschen erzĂ€hlt. Hier von einer Getreidesorte wie dem Waldstaudenroggen, der fĂŒr Österreich einst

traditionell und irgendwann Mangelware war. Dort von unserer Vorstellung einer idealen Kreislaufwirtschaft, die mit unseren ersten Fixabnahmen fĂŒr Bio-Getreide begann und heute immer weitere FrĂŒchte trĂ€gt.“

MITEINANDER. Die Rechnung in Sachen Brot und einem verlÀsslichen, guten und nachhal-

tigen Getreide-Anbau kann man aber nicht ohne die Verbraucher:innen machen. Haubenberger: „Die Verantwortung hinsichtlich Rohstoffe liegt nicht ausschließlich bei den produzierenden Betrieben, sondern auch beim Konsument:innen. Ein ĂŒberlegter Einkauf fördert österreichische Produktionsbetriebe, vom Bauernhof bis hin zur BĂ€ckerei.“ ks

Ströck heizt mit seinem Bio-Sortiment den Bio-Getreideanbau in Österreich an. Mit österreichischer Butter und Getreide aus MĂŒhlen in der unmittelbaren Umgebung. Bio-Brote von Haubis fördern die Bio-Landwirtschaft.

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DIE LANDWIRTSCHAFT

QualitÀtsorientierung

Österreichisches Getreide, insbesondere Weizen, ist international fĂŒr seine hohe QualitĂ€t bekannt. backaldrin setzt es daher natĂŒrlich prĂ€feriert ein, sofern die Mengen verfĂŒgbar sind. Eine Verpflichtung oder ein Siegel hĂ€lt Edith HĂŒttner-Wilkinson, stv. Leiterin der Entwicklungs und QualitĂ€tsabteilung bei backaldrin, aber nicht fĂŒr eine geeignete Maßnahme.

PRODUKT: Sie gehören zu den wichtigsten Lieferanten der heimischen BĂ€cker – und auch zu einem der wichtigsten Abnehmer von Mehl und anderen Zutaten fĂŒr Ihre Backgrundstoffe. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen die österreichische Herkunft?

HĂŒttner-Wilkinson: Österreich ist ĂŒber die Grenzen hinweg insbesondere fĂŒr die ausgezeichnete QualitĂ€t von Weizen bekannt. FĂŒr uns steht die QualitĂ€t unserer Produkte und somit der eingesetzten Rohstoffe an erster Stelle. Deshalb arbeiten wir nur mit Lieferanten zusammen, welche unsere hohen QualitĂ€tsanforderungen erfĂŒllen können. Wir beziehen daher alle Rohstoffe aus Österreich, sofern diese in ausreichender Menge und QualitĂ€t verfĂŒgbar sind, weil wir von der QualitĂ€t der Produkte der heimischen Landwirtschaft ĂŒberzeugt sind. Das entspricht auch unserem Nachhaltigkeitsgedanken. Wir pflegen eine wertschĂ€tzende und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Dies spiegelt sich in den langjĂ€hrigen GeschĂ€ftsbeziehungen wider.

PRODUKT: Welchen Stellenwert hat die „Herkunft Österreich“ aus Ihrer Sicht fĂŒr die BĂ€cker bzw. den LEH?

HĂŒttner-Wilkinson: FĂŒr die österreichischen Konsument:innen ist die Herkunft Österreich sehr wichtig, da es ein großes Vertrauen in die österreichische Landwirtschaft gibt. Aber auch international sind österreichische Rohstoffe begehrt, da sie sich durch ihre hohe QualitĂ€t auszeichnen, z.B. wird der österreichische Premiumweizen von unseren NachbarlĂ€ndern stark nachgefragt, da die Proteingehalte und -qualitĂ€ten dort nicht erreicht werden können. Ein eigenes GĂŒtesiegel dafĂŒr halten wir aber fĂŒr nicht notwendig und auch nicht geeignet.

PRODUKT: Was meinen Sie, wie wichtig ist es fĂŒr die österreichische Landwirtschaft, dass sich BĂ€cker dazu verpflichten regionale Grundstoffe zu verwenden?

HĂŒttner-Wilkinson: Dies wĂ€re praktisch gar nicht möglich, weil nicht alle Rohstoffe in der benötigten Menge und QualitĂ€t verfĂŒgbar sind. Wir denken nicht, dass es eine Verpflichtung geben sollte. Wenn die Rohstoffe durch ihre QualitĂ€ten ĂŒberzeugen, wird jeder BĂ€cker gerne auf österreichische Grundstoffe zurĂŒckgreifen.

PRODUKT: Was wir kaufen, beeinflusst na-

tĂŒrlich auch, was angebaut wird. Welche Trends in der Backwarenbranche können Sie erkennen?

HĂŒttner-Wilkinson: Aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen bemerken wir, dass Konsument:innen auch bei Brot und Backwaren genauer auf den Preis achten und vermehrt preiswertere Produkte wie Semmeln und Mischbrote oder Aktionsangebote auswĂ€hlen. Verpackte Brote sind fĂŒr Konsument:innen interessant, da sie meist ein lĂ€ngeres Haltbarkeitsdatum aufweisen und somit weniger rasch verzehrt werden mĂŒssen. Aus diesen GrĂŒnden hat sich die AnbauflĂ€che von Weizen und Roggen kaum geĂ€ndert bzw. hat sogar geringfĂŒgig zugenommen.

PRODUKT: Können Sie bestimmte VerÀnderungen bei QualitÀt oder Beschaffenheit unterschiedlicher Zutaten wahrnehmen, die bereits eine Folge des verÀnderten Klimas sind?

HĂŒttner-Wilkinson: Da die QualitĂ€ten von Getreide und Saaten unter anderem vom Klima, Witterungsbedingungen, von der Aussaat bis zur Ernte, abhĂ€ngen, wirkt sich jede Änderung im Klima sehr wohl auf die FunktionalitĂ€t der daraus hergestellten Rohstoffe aus. Das sehen wir jedes Jahr vor allem dann, wenn die neue Ernte erfolgt. Trockenheit oder Starkregenereignisse fĂŒhren nicht nur zu einer Reduzierung des Ertrages, sondern verlangen von uns ein stĂ€ndiges Reagieren auf schwankende RohstoffqualitĂ€ten und diese Herausforderungen werden durch den Klimawandel weiter verstĂ€rkt.

PRODUKT: Danke fĂŒr das GesprĂ€ch! ks

Das Familienunternehmen backaldrin ist einer der wichtigsten Lieferanten der heimischen BĂ€cker. FĂŒr backaldrin steht die QualitĂ€t der Produkte – und somit jene der Rohstoffe – an oberster Stelle. Edith HĂŒttner-Wilkinson, stv. Leiterin der Entwicklungs- und QualitĂ€tsabteilung bei backaldrin.
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Besiegelt?

Im Zuge der Novelle des AMA-Gesetzes werden erstmals auch fĂŒr GetreideflĂ€chen AMA-BeitrĂ€ge eingehoben. Damit ist nun auch das AMA-GĂŒtesiegel fĂŒr Brot und GebĂ€ck in Reichweite. Aktuell wird, gemeinsam mit Branchenvertreter:innen, intensiv an einer Richtlinie gearbeitet.

Dass Brot und GebĂ€ck zu den wichtigsten Lebensmittel hierzulande zĂ€hlen, braucht man niemandem auseinanderzusetzen. Dennoch ist genau diese Warengruppe eine, die in Sachen Transparenz nicht wirklich punktet. Die allermeisten Verbraucher:innen kaufen ihre Wecken und Weckerl in den Backshops des LEH – und hier hat das Brot zwar einen Namen, aber selten einen fixen und leicht erkennbaren Hersteller. Das ist v.a. der Tatsache geschuldet, dass jeweils regionale Betriebe das gewĂŒnschte Brot backen und liefern. Geht es um die Herkunft der Zutaten, so wird die Sache nicht einfacher. Das soll nun – mit einem GĂŒtesiegel fĂŒr Getreide – anders werden.

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DIE LANDWIRTSCHAFT

GEWACHSEN. HerkunftsbegrĂŒndend ist in Sachen Mehl bisher lediglich der Ort der Vermahlung, nicht aber der Ort, an dem das Getreide fĂŒr das Mehl gewachsen ist. Und auch wenn, schon alleine aus QualitĂ€tsgrĂŒnden, ohnehin österreichisches Getreide zum Zuge kommt, eine Garantie dafĂŒr gibt es bisher noch nicht. Dem möchte die AMA-Marketing entgegenwirken und arbeitet gemeinsam mit Branchenvertreter:innen intensiv an einer neuen AMA-GĂŒtesiegel-Richtlinie, um Brot und Backwaren und die Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette stĂ€rker zu integrieren. Der Gedanke dahinter ist lt. AMA, „dass mit dem rot-weiß-roten AMA-GĂŒtesiegel fĂŒr Brot

und Backwaren heimische QualitĂ€tsprodukte ausgezeichnet und vor den Vorhang geholt werden.“ Martin Greßl, Leiter des QualitĂ€tsmanagements der AMA-Marketing: „Mit der Integration von Getreideerzeugnissen ins AMA-GĂŒtesiegel-Programm soll die Produktionsweise von Getreide sowie die RegionalitĂ€t beim Einkauf von Mehl, Brot und Backwaren wieder mehr an Bedeutung gewinnen und stĂ€rker ins Bewusstsein der Konsument:innen rĂŒcken.“ In der Praxis gestaltet sich diese Idee aber nicht so einfach. Christina Mutenthaler-Sipek, GF AMA-Marketing: „Wir tauschen uns hier intensiv mit der Branche aus und bitten, uns dafĂŒr die Zeit zu lassen.“ ks

© Oksana Mizina/shutterstock

RĂŒgenwalder IN DER TASCHE

Neu im Vertriebsportfolio von Hotwagner ist jetzt der „Vegetarische MĂŒhlen Snack Pizza Art“ von RĂŒgenwalder. Dabei wird eine Teigtasche mit einer vegetarischen Salami-Alternative (auf Weizen-Basis) sowie KĂ€se, Tomatensauce und typisch italienischen KrĂ€utern gefĂŒllt. Da die Snacks einzeln verpackt und ungekĂŒhlt haltbar sind, eignen sie sich als Snack fĂŒr zwischendurch und unterwegs.

BiFi Snack Pack KLEINIGKEIT

Die beliebte Snackwurst „BiFi“ gibt es nun auch als „Snack Pack“. Der aufmerksamkeitsstarke Beutel enthĂ€lt die beliebte, kalt gerĂ€ucherte Salami mit herzhaftem Geschmack im Miniformat. In dieser Form eignen sich die WĂŒrstel optimal als kleine Zwischenmahlzeit. FĂŒr den Handel steht „BiFi Snack Pack“ im praktischen Readyfor-Shelf-Karton zur VerfĂŒgung, der zwölf Beutel zu jeweils 60g beinhaltet.

Tante Fanny HAT MAN GERM

Der „Frische Germteig mit Butter“ von Tante Fanny bekommt jetzt einen neuen Namen und heißt „Frischer SĂŒĂŸer Hefeteig“. Auch wenn es zwischen Hefe und Germ eigentlich keinen Unterschied gibt, hat man sich jetzt dafĂŒr entschieden, den mittlerweile gelĂ€ufigeren Begriff zu verwenden. Weiterhin lassen sich damit jedenfalls allerlei Köstlichkeiten wie Zimtschnecken, Brioche oder Marillen-Fleck backen.

Bake the Shape GUT IN FORM

Aus „Eat the Ball“ wird jetzt „Bake the Shape“, denn das oberösterreichische Unternehmen produziert mit seinem innovativen Verfahren lĂ€ngst nicht mehr nur Backwaren in Ballformen, sondern insgesamt elf verschiedene Formen aus unterschiedlichen Teigen. Mit dem neuen Namen spricht das Unternehmen nun neue Konsument:innen an und konzentriert sich auf die Erweiterung des Produktsortiments.

RĂŒgenwalder Hauchschnitt HAUCHFEIN

Mit der „Hauchschnitt“-Range bietet RĂŒgenwalder vegane Aufschnitte auf Weizen-Basis fĂŒr belegte Brote. Zum Start werden die beiden Sorten „Klassisch, Typ HĂ€hnchen“ und „Curry, Typ HĂ€hnchen“ prĂ€sentiert. Beide erinnern in Geschmack und Textur an HĂŒhnerbrust und lassen sich dementsprechend einsetzen. Die Produkte sind vegan und kommen in einer wiederverschließbaren Verpackung.

BiFi Veggie Carazza XXL KEIN WURSTBROT

Passend zum immer bewussteren Fleischkonsum und der steigenden Beliebtheit pflanzlicher Alternativen gibt es „BiFi“ nun auch in einer „Veggie“-AusfĂŒhrung, genauer gesagt als „BiFi Veggie Carazza XXL“. Ein vegetarisches Patty im Salami-Stil mit Tomatensauce und KĂ€se ist dabei von Weizenbrot umhĂŒllt. Der Snack wird im 70gFormat angeboten, die Verkaufseinheit besteht aus 16 StĂŒck.

hilcona GEWINNEND

Um die Brand Awareness und die KĂ€ufer:innenreichweite fĂŒr die „hilcona Originale“-Range weiter zu steigern, startet jetzt im Handel eine Promotion mit Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es einen vom legendĂ€ren VW Bulli inspirierten vollelektrischen VW ID. Buzz, StĂ€dtereisen und Stand-Up Paddle-Boards. Ein Promotion-Sticker sowie eine Drive to Store-Digital-Kampagne sorgen fĂŒr Aufmerksamkeit.

Fischer Brot SCHARFE SACHE

Alle, die gerne Scharfes essen, sind jetzt mit dem neuen „Steinofen Pfeffer-Spitzbaguette“ gut bedient. Sowohl im Teig als auch als Topping sorgt Pfeffer fĂŒr richtig viel feurigen Geschmack. Die attraktive Spitzbaguette-Form und der geschrotete Pfeffer verleihen dem neuen GebĂ€ckstĂŒck im Fischer Brot-Sortiment eine schöne Optik. Die Neuheit passt perfekt zu einer wĂŒrzigen Jause und deftigen BelĂ€gen.

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DIE LANDWIRTSCHAFT

Feldarbeit

Der Klimawandel und seine Umweltauswirkungen bedrohen auch den Lebensunterhalt von Landwirt:innen und somit die VerfĂŒgbarkeit von Lebensmitteln – eine Problematik, die NestlĂ© im Rahmen des Forum Alpbach heuer aufs Tapet gebracht hat.

Die Landwirtschaft dient als wichtiger Hebel fĂŒr Optimierungen und somit die langfristige Absicherung unserer Versorgung. „Fast zwei Drittel unserer Treibhausgasemissionen stammen von der Produktion unserer landwirtschaftlichen Zutaten, damit liegt hier der große Hebel, um unsere Emissionen zu reduzieren“, erklĂ€rt Katja Seidenschnur,

NestlĂ© Sustainability Director fĂŒr Europa. „NestlĂ© ist das grĂ¶ĂŸte Nahrungsmittelunternehmen der Welt, aber wir können den Übergang zu einem regenerativen ErnĂ€hrungssystem nicht allein stemmen. Wir mĂŒssen mit unseren Partnern in der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Wir ermutigen auch die politischen EntscheidungstrĂ€ger:innen,

NestlĂ© nutzte die Austria in Europe Days beim Forum Alpbach fĂŒr einen Austausch zum Thema regenerative Landwirtschaft.

Gesetze zu erlassen, um die Landwirt:innen bei der Umstellung auf nachhaltigere, regenerative landwirtschaftliche Methoden zu unterstĂŒtzen“, so Seidenschnur im Rahmen einer Experten-Diskussion.

GUTE GRÜNDE. Regenerative Landwirtschaft umfasst Maßnahmen wie den Fruchtwechsel, minimale Bodenbearbeitung oder das Pflanzen von ZwischenfrĂŒchten und zielt auf die Verbesserung der Bodengesundheit, den Schutz der BiodiversitĂ€t sowie den Erhalt der Wassereinzugsgebiete ab. Denn nur gesunde Böden können ihre Funktion als CO2-Senke voll ausspielen. Bei NestlĂ© will man jedenfalls bis 2025 rund 1,26 Mrd. € investieren, um entsprechende Anbaumethoden zu fördern und freut sich ĂŒber UnterstĂŒtzer entlang der Lieferkette, wie etwa Agrana, wo man den ersten Leitfaden fĂŒr regenerative Landwirtschaft bei Baum-, Busch- und BodenfrĂŒchten entwickelt hat, um Lieferant:innen und Landwirt:innen praktische Hilfe anbieten zu können. bd

seewinkler sonnengemĂŒse JUNGES GEMÜSE

Neu im Portfolio der Marke „seewinkler sonnengemĂŒse“ ist dieses schlanke Kerlchen: Stangenbrokkoli sieht aus wie Brokkoli, hat aber lange StĂ€ngel wie grĂŒner Spargel. Das BlattgemĂŒse ist durch Kreuzung einer Kohlart und Brokkoli entstanden und wurde bisher noch nicht in Österreich kultiviert. Das Superfood ist schnell zubereitet, da es eine kurze Garzeit hat und keinen Aufwand beim Putzen macht.

Trolli GARANTIERT GRUSELIG

FĂŒr Trolli gilt die Zeit um Halloween als „fĂŒnfte Fruchtgummi-Jahreszeit“. NatĂŒrlich hat man fĂŒr dieses Saison-Highlight wieder einiges zu bieten, z.B. den „Trolli Halloween Sweet & Sour“-360g-Multipack. Auch die „Original Glotzer“ dĂŒrfen natĂŒrlich nicht fehlen, ebenso wie „Trolli Dracula“ oder das „Super Brain“. FĂŒr den PoS stehen themenspezifisch gestaltete Zweitplatzierungs-Displays zur VerfĂŒgung.

Storck Weihnachten FESTLICH

Mit seinem breiten Marken- und Produktportfolio ist Storck auch fĂŒr die heurige Weihnachts-Saison bereits gut aufgestellt. So wird es etwa „merci“ (in den Einheiten 250g, 400g und 675g) wieder in festlichem Design geben. Als Mitbringsel in der Adventzeit bietet sich einmal mehr der „merci Weihnachtsmann“ an. Vorfreude auf das große Fest sollen auch die „merci“-Adventkalender versprĂŒhen, die 24 liebevolle Botschaften samt Schokolade enthalten. Gewohnt emotional wird die „merci“-Range in der Festtagszeit mittels TV-Spot beworben. Aber auch bei „Toffifee“ geht es weihnachtlich zu: So wird die Praline sowohl im Hoch- als auch im Querformat wieder in winterlichen Layouts zu haben sein. Die Hochformat-Variante hat dabei ein Rodelspiel auf der RĂŒckseite zu bieten und der 400g-Maxi-Pack sorgt fĂŒr Bastelspaß. Impulse liefert man aber auch mit „Knoppers mini“ in der Winter-Edition.

Niemetz Bobby STREIFENDIENST

Nach dem erfolgreichen Launch der „Manja“und „Swedy“-Tafeln macht nun ein weiterer schokoladiger Kulthit in neuer Form von sich reden: So gibt es „Bobby“ ab sofort ebenfalls als Tafel. Zwei Geschmacksrichtungen sind in diesem 85g-Format erhĂ€ltlich, nĂ€mlich „Erdbeere“ sowie „Banane“, die beide im typischen „Bobby“Streifendesign und mit crunchiger FĂŒlle angeboten werden.

Ritter Sport Smarties BUNT

Viele, viele bunte „Smarties“ benutzt Ritter Sport nun fĂŒr die Kreation einer Limited Edition. Denn diese Kombination kam bereits vor 20 Jahren bei den Konsument:innen super an und wird seitdem immer wieder nachgefragt. In Ritter Sports JubilĂ€umsjahr ist es nun Zeit fĂŒr ein Comeback, und zwar in zwei Sorten: mit Vollmilchschokolade sowie mit weißer Schoko, natĂŒrlich im bunten Verpackungs-Design.

N!ickÂŽs RIEGEL VOR!

FĂŒr Abwechslung im Riegel-Regal sorgt nun die Marke „N!cks“ (im Vertrieb von Conaxess Trade Austria). Gleich drei Sorten ergĂ€nzen das bestehende Portfolio: „almond crunch nut bar“ ist ein veganer Mandelriegel ohne Zuckerzusatz, außerdem neu sind die Protein-Riegel „protein wafer chocolate“ sowie „protein wafer hazelnut“. Alle drei „N!cks“NeuzugĂ€nge sind glutenfrei.

Hafervoll VOLL BIO

Mit der Marke „Hafervoll“ soll ab sofort das Potential eines Clean-Label-Produktes voll ausgeschöpft und dem steigenden Gesundheitsbewusstsein der Konsument:innen noch besser Rechnung getragen werden: Die Linie, bestehend aus acht „Organic Flapjacks“ und dem „Porridge 2go“ in drei verschiedenen Sorten wird komplett auf Bio umgestellt. Außerdem ist die Verpackung jetzt 100% recyclingfĂ€hig.

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merci Finest WINTERFREUDEN

Vier Sorten, die ganz ins Beuteschema der Konsument:innen wĂ€hrend der kĂŒhleren Monate passen, vereint Storck heuer wieder zur „merci Finest Selection Winter Chocolate“, die der Linie 2022 ein Umsatzplus von 18% beschert hat (NielsenIQ, LH exkl. Hofer/Lidl, merci FS 210g250g, KW 36/2022-08/2023). Enthalten sind die Variationen „Winter Apfel“, „Winter PralinĂ©â€œ, „Spekulatius“ und „Orange Mandel“.

Feiny Biscuits ZU ICE, ICE BABY

Unter der Marke „Feiny Biscuits“ offeriert Gunz u.a. die „Wafer Sticks“. Bislang waren diese mit unterschiedlichen FĂŒllungen erhĂ€ltlich, nun kommt mit der Variante „Classics“ noch eine ungefĂŒllte Sorte hinzu. In dieser Form und dank Vanillegeschmack eignen sich die „Wafer Sticks“ besonders gut als Begleiter zu Eis. Angeboten wird die Line Extension in der 170g-Dose mit hohem Appetite Appeal.

Werthers Original STIMMT: ZIMT

Mit einer weiteren Limited Edition sorgt Storck nun beim „WertherÂŽs Original Caramel Popcorn“ fĂŒr Abwechslung. So wird die sĂŒĂŸe Knabberei ab Oktober in der Variante „Zimt Crunch“ angeboten, die zusĂ€tzliche Rotation im Handel bringen soll. Das Popcorn ist dabei mit einer Kombination aus Keks und Zimt getoppt, was super in die kalte Jahreszeit passt. Angeboten wird die Limited Edition in der 140g-Packung.

Sir Charles Malt balls BALLSAISON

Gunz lanciert eine Nascherei im amerikanischen Stil. So bringt man unter dem Dach der Marke „Sir Charles“ die „Malt balls“ ins SĂŒĂŸwarenRegal. Ein knackiger Malz-Kern ist dabei von Milchschokolade umhĂŒllt, wobei Gunz hier wie gewohnt auf Fairtrade-Kakao setzt. Die MalzBĂ€llchen zeichnen sich durch ihre luftig-knusprige Konsistenz aus. Das Packaging-Design ist ebenfalls im amerikanischen Stil gehalten.

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DIE LANDWIRTSCHAFT

Nicht nur Schokoladenseiten

Der Beruf des Landwirts ist wahrlich kein einfacher. Die KakaobĂ€uerinnen und -bauern, die den Rohstoff fĂŒr unsere Schokolade liefern, stehen jedoch vor besonders großen Herausforderungen – und somit auch jene Markenartikler, die auf Zutaten aus verantwortungsvollem Anbau setzen.

KakaobĂ€ume vertragen eine Vielzahl von Bodenarten, sind aber anfĂ€llig fĂŒr Wassermangel. Die NiederschlĂ€ge sollten reichlich und gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber das Jahr verteilt sein. Trockenperioden sollten nicht lĂ€nger als drei Monate dauern“, schildert Kim Smet, GF Mars Austria, jene Bedingungen, unter denen Kakao gut gedeiht. Die Hauptanbaugebiete befinden sich deshalb in LĂ€ndern nahe des Äquators – dem sog. KakaogĂŒrtel. Aus Ghana und der ElfenbeinkĂŒste stammen fast zwei Drittel der weltweiten Kakaomengen, aber auch Indonesien, Nicaragua, Ecuador, Brasilien, Peru, Papua Neu Guinea, die Dominikanische Republik, Mexiko und Madagaskar sind typische AnbaulĂ€nder und der Kakao ein entsprechend wichtiger Wirtschaftsfaktor. Bei Lindt schĂ€tzt man etwa, dass der Kakaoanbau in Ghana fast 1 Mio. Haushalten eine Lebensgrundlage ermöglicht. Nun sind aber genau jene LĂ€nder, die traditionell Kakao kultivieren, von starker Armut be-

troffen – und dies stellt nicht nur die direkt vor Ort betroffenen Familien vor Herausforderungen, sondern auch jene Hersteller, die aus den Kakaobohnen schließlich „unsere“ Schoko machen. Dabei geht es einerseits natĂŒrlich um ein sauberes Image, schließlich will niemand Schokolade essen, bei der Kinderarbeit im Spiel war. Wenn das Geld knapp ist, fehlen einem als Kakaobauer bzw. -bĂ€uerin aber auch die Möglichkeiten, in die eigene Plantage zu investieren, um sie etwa fit fĂŒr die Herausforderungen des Klimawandels zu machen. Denn dieser zeigt natĂŒrlich lĂ€ngst auch auf den Kakaoplantagen seine Folgen: „ErtrĂ€ge gehen zurĂŒck, Krankheiten breiten sich aus und die AnbauflĂ€chen verlagern sich“, weiß Karin Steinhart, Leiterin Unternehmenskommunikation Manner. „Die ProduktivitĂ€t nimmt z.B. aufgrund fehlender NiederschlĂ€ge weiter ab, sodass immer neue FlĂ€chen fĂŒr den Kakaoanbau erschlossen werden“, meint Wolfgang Stöhr, Ritter Sport.

HANDLUNGSBEDARF. Und diese schwierige Gesamtsituation macht den Beruf des Landwirts gerade in genannten LĂ€ndern natĂŒrlich nicht wirklich attraktiv. Kurz: Es muss einiges getan werden, damit wir auch in Zukunft genug Kakao beziehen können. Den Herstellern ist dies selbstverstĂ€ndlich bewusst. Christine Benesch, Corporate & Government Affairs Manager DACH bei Mondelez: „Wenn wir nicht handeln, könnten die derzeitigen Kakaoanbaugebiete innerhalb der nĂ€chsten 30 Jahre möglicherweise nicht mehr fĂŒr den Kakaoanbau geeignet sein.“ Die großen Brands haben deshalb lĂ€ngst unterschiedliche AnsĂ€tze und Programme ins Leben gerufen, mit denen sie die Bedingungen vor Ort verbessern möchten (siehe Kasten rechts). Dabei geht es einerseits um faire Einkaufspreise, andererseits um UnterstĂŒtzung fĂŒr die Dorfgemeinschaft und auch ganz konkrete Hilfestellungen in der Landwirtschaft. So schildert etwa Ritter Sport-GF

Wolfgang Stöhr: „An der CĂŽte dÂŽIvoire haben wir ĂŒber 50.000 Schattenbaumsetzlinge an die BĂ€uerinnen und Bauern verteilt. Das Nebeneinander von Kakao- und SchattenbĂ€umen schĂŒtzt den Kakao vor zu viel Sonneneinstrahlung, verbessert das Mikroklima sowie die Artenvielfalt auf der Plantage und schafft zusĂ€tzliche Einkommensmöglichkeiten, z.B. durch spĂ€teren Holzverkauf.“ Bei NestlĂ© treibt man

HEFT-THEMA
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Zakariya

dies ebenfalls voran: „Im Rahmen des NestlĂ© Cocoa Plans haben wir weltweit bereits rund

Wennwirnichthandeln, könntendiederzeitigenKakaoanbaugebieteinnerhalbder nĂ€chsten30JahremöglicherweisenichtmehrfĂŒrdenKakaoanbaugeeignetsein.

1,5 Mio. Wald- und ObstbĂ€ume verteilt“, berichtet Florian Stahrl, Business Manager Confectionery. Die bestehenden Plantagen etwa durch Bepflanzung mit SchattenbĂ€umen, jĂŒngeren KakaobĂ€umen und zunehmend auch neuen resistenteren ZĂŒchtungen zukunftsfit zu machen, ist u.a. wichtig, um gegen die zunehmende Entwaldung vorzugehen.

ERNTEZEIT. Doch wie so oft ist auch im Kakaoanbau Geduld gefragt: Es dauert drei bis fĂŒnf Jahre, bis ein Kakaobaum erste FrĂŒchte trĂ€gt. Und: „Der Kakaobaum an sich ist nicht besonders pflegeleicht“, weiß Ritter Sport Österreich-GF Wolfgang Stöhr. Die BĂ€ume können bis zu 100 Jahre alt werden. „Allerdings“, so Mars-GF Kim Smet, „lĂ€sst die ProduktivitĂ€t mit höherem Alter nach.“ Geerntet wird zweimal im Jahr. Nachdem die Schoten abgeschnitten wurden, werden sie hĂ€ndisch geöffnet, um an die Bohnen zu gelangen. „Diese werden dann direkt auf der Farm oder im Dorf zu Haufen aufgeschichtet, mit Matten oder BananenblĂ€ttern bedeckt und fermentiert sowie getrocknet, um anschließend gereinigt in SĂ€cken vermarktet zu werden“, schildert Kim Smet. Die Struktur und LĂ€nge der folgenden Lieferkette kann dann ganz unterschiedlich ausfallen.

Smet: „Manchmal werden die Kakaobohnen von Genossenschaften direkt an Exporteure verkauft oder sogar direkt exportiert. Die direkte Beschaffung verbessert die RĂŒckverfolgbarkeit, die NĂ€he, das Vertrauen und die Effizienz in der Lieferkette.“

HERZEIGBAR. Dass sich die Markenartikler ĂŒber die Herkunft „ihres“ Kakaos eine Menge Gedanken machen, sollen natĂŒrlich auch die Verbraucher:innen wissen, denn: „Im Kontakt mit unseren Konsument:innen stellen wir fest, dass nachhaltige Kaufentscheidungen einen

immer höheren Stellenwert bekommen“, berichtet Karin Steinhart, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Manner. So wird von Manner natĂŒrlich auch direkt auf den Produkten ĂŒber die Partnerschaft mit Fairtrade und den Einsatz von 100% zertifiziert nachhaltigem Kakao informiert. Auch Lindt weist auf allen Produkten, bei denen Kakaobohnen aus dem Lindt & SprĂŒngli Farming Program (siehe Kasten unten) zum Einsatz kommen, darauf hin. Bei Ritter Sport berichtet man uns: „Das Thema nachhaltiger Kakao ist mit dem Relaunch vor rund zwölf Monaten komplett in den Fokus unserer Kommunikation in Richtung Endkonsument:innen gerĂŒckt“, so GF Wolfgang Stöhr. Seitdem wird auf den „Ritter Sport“-Tafeln verstĂ€rkt auf den nachhaltigen Kakaobezug hingewiesen, denn, so Stöhr: „FĂŒr drei Vier-

tel der Österreicher:innen erleichtert ein Siegel auf der Verpackung, das auf zertifizierten Kakao hinweist, die Kaufentscheidung.“ Bei NestlĂ© wird deshalb das NestlĂ© Cocoa Plan-Logo auf den Schokolade-Produkten abgebildet. NĂ€chstes Jahr steht erstmals eine PoS-Kampagne (Motto: „Breaks for good“) im Zeichen nachhaltiger Kakaobeschaffung. Mars plant ebenfalls fĂŒr 2024 eine dahingehende Änderung: Dann soll nĂ€mlich ein neues Kakaologo darauf aufmerksam machen, dass der in Europa verarbeitete Kakao zu 100% aus verantwortungsvollem Anbau stammt. Und auch Mondelez macht aus seinen AktivitĂ€ten natĂŒrlich kein Geheimnis. Benesch: „Unser Nachhaltigkeitsprogramm ist auf allen ‚Milka‘-Tafeln fĂŒr Konsument:innen deutlich sichtbar mittels Logo auf der Vorderseits der Verpackung abgebildet.“ bd

gut geerdet

Die Markenartikler begegnen der Herausforderung einer nachhaltigen Kakaobeschaffung unterschiedlich – hier sind einige exemplarische AnsĂ€tze:

NestlĂ© setzt auf den NestlĂ© Cocoa Plan und Zertifizierung durch Rainforest Alliance. Derzeit werden 68% des Kakaos ĂŒber den NestlĂ© Cocoa Plan beschafft: Ziel: 100% bis 2025. 2022 wurde das Income Accelerator Program ins Leben gerufen, das Bargeld-Anreize (z.B. fĂŒr den Schulbesuch von Kindern oder das Anpflanzen von SchattenbĂ€umen) bietet.

Mondelez bezieht in Europa seit 2019 100% des Kakaos aus dem unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsprogramm Cocoa Life, das die BĂ€uer:innen unterstĂŒtzt Wissen und Fertigkeiten zu erwerben, um den Lebensunterhalt zu verbessern und Gemeinden zu stĂ€rken. Ziel: 100% weltweit bis 2025.

Mars hat 2018 sein Kakaoprogramm Cocoa For Generations neu aufgestellt und 1 Mrd. US-$ in die Lieferkette investiert. Seit 2023 ist 100% des Kakaos, der fĂŒr die Werke in Europa eingekauft wird, als „verantwortungsvoll bezogener Kakao“ verifiziert.

Lindt hat 2008 das Lindt & SprĂŒngli Farming Program ins Leben gerufen, das auf RĂŒckverfolgbarkeit, Schulung der Bauern/BĂ€uerinnen, Investitionen fĂŒr Landwirt:innen und ihre Gemeinschaften sowie unabhĂ€ngige Verifizierung aufbaut.

Ritter Sport hat mit El Cacao eine eigene Kakao-Farm in Nicaragua. Von 2.500 Hektar wird die HĂ€lfte fĂŒr den Kakao-Anbau genĂŒtzt, der Rest sind Wald- und Feuchtgebiete, die erhalten und geschĂŒtzt werden. El Cacao ist klimapositiv. Seit 2018 bezieht man ausschließlich zertifiziert nachhaltigen Kakao.

Manner verwendet seit 2020 100% nachhaltig zertifizierten Kakao, Produkte wie die „Manner“-Waffeln und -Schnittenprodukte, die „Casali Schoko Bananen“Range, die „Victor Schmidt“-Mozartkugeln sowie „Napoli Dragee Keksi“ tragen das Fairtrade Cocoa-Siegel.

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woogie Strips Tutti Frutti GESTREIFT

Die „woogie Strawberry Strips“ aus dem Hause Gunz haben eine breite Fangemeinde. Nun baut man das Portfolio aus und lanciert die „woogie Strips“ in einer neuen Geschmacksrichtung: Die Variante „Tutti Frutti“ (mit 15% Fruchtsaft) ist ideal fĂŒr alle, die es sauer mögen. Zum Hingucker wird die Kreation dank ihrer bunten Regenbogen-Optik. ErhĂ€ltlich sind die Gummistreifen in der 80g-Packung.

Lindt Lindor VERFÜHRERISCH

Das breite „Lindor“-Sortiment wird um gleich zwei VarietĂ€ten abwechslungsreicher: So gibt es die zartschmelzend gefĂŒllten Schokokugeln jetzt auch in den Sorten „Irish Cream“ sowie „Minze“. Beide stellen wie gewohnt eine Kombination aus Vollmilch-Schokolade mit FĂŒllung dar und kommen mit dem „Lindor“-typischen kĂŒhlen Schmelz. Sie sind ab Oktober in den Formaten 200g und 500g erhĂ€ltlich.

Lindt Lindor Adventkalender EDEL-COUNTDOWN

Um sich die Vorweihnachtszeit zu versĂŒĂŸen, offeriert Lindt heuer den „Lindor Adventkalender“. Dieser zeichnet sich durch sein besonders hochwertiges Design in Goldtönen aus und auch der Inhalt ist natĂŒrlich ganz auf den PremiumAnspruch der Marke abgestimmt. Hinter den 24 TĂŒrchen finden sich „Lindor“-Minikugeln. Der Adventkalender ist in den GrĂ¶ĂŸen 109g sowie 290g erhĂ€ltlich.

Lindt Winterpflaume MIT SCHUSS

FĂŒr das große Fest haben sich die MaĂźtres Chocolatiers von Lindt u.a. eine sehr erwachsene Nascherei ausgedacht. So kommt demnĂ€chst „Lindt Winterpflaume“ in den Handel. Dahinter stecken AlkoholflĂ€schchen aus zartschmelzender Milchschokolade mit einer Pflaumen-Zimt-Likör-FĂŒllung. Angeboten wird die Xmas-SĂŒĂŸigkeit in der 131g-Packung.

Makarena Tutti Frutti GESPALTEN

Die „Makarena“-Geleespalten sind einer der Topseller aus dem Gunz-SĂŒĂŸwaren-Sortiment. Dieser Tage hĂ€lt die beliebte Nascherei in einer neuen Variante Einzug in den Handel: Ab sofort ist sie auch in der Geschmacksrichtung „Tutti Frutti“ erhĂ€ltlich. Angeboten wird diese sehr aufmerksamkeitsstark in der transparenten 200g-Einheit, die auch in der Obstabteilung einen Eyecatcher darstellen kann.

Lindt Genuss-Momente IM MOMENT

Unter dem Titel „Genuss-Momente“ lanciert Lindt eine neue Tafel-Range. Diese umfasst drei verschiedene Sorten, die sich durch eine HĂŒlle aus „Lindt“-Vollmilch-Schokolade und doppelte FĂŒllungen auszeichnen. Das Angebot besteht aus den Varianten „Caramel & Salz“ (mit gesalzenem Karamell, Schokocreme und GebĂ€ckstĂŒcken), „Brezel & Mandel-Nougat“ sowie „Marzipan & Nougat“.

Lindt Weihnachtsmann NEU EINGEKLEIDET

VerlĂ€sslich steht er auch heuer im Advent vor den TĂŒren des Handels, oder besser gesagt in dessen Regalen: der „Lindt Weihnachtsmann“. Die allseits bekannte Hohlfigur aus AlpenmilchSchokolade (125g) tritt dabei wieder in einer Design Edition auf, bei der der Mantel in Rot bzw. GrĂŒn ein festliches Muster trĂ€gt. Perfekt fĂŒrs Nikolo-Sackerl oder auch als Deko-Element auf der Weihnachtstafel.

KĂŒfferle SCHIRM ODER SPINNE

Den Kultstatus der „Schoko Schirmchen“ will KĂŒfferle heuer auch zu Halloween verstĂ€rkt ausspielen. Zu diesem Zwecke kommen rechtzeitig vor dem SĂŒĂŸwaren-Saisonhighlight die Schirmchen in einer Geister-Edition in den Handel. Eine ordentliche Portion Grusel-Faktor bringen aber auch die „KĂŒfferle Schokospinnen“ mit. Vollmilchschokolade ist hier mit einer MandelNougat-Creme gefĂŒllt.

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Milka Tender IN KARTON

Bei Mondelez ist man stets bemĂŒht, die Produkte und Packagings hinsichtlich ihres ökologischen Fußabdrucks zu optimieren. Auch bei „Milka Tender“ hat man ĂŒberprĂŒft, wie die Verpackung noch nachhaltiger werden kann und deshalb nun einen Relaunch durchgefĂŒhrt: Ab sofort ist „Milka Tender“ nĂ€mlich in einer Karton-Packung erhĂ€ltlich, wodurch 60% an Plastik eingespart werden.

Lorenz Naturals MIT GEMÜSE

Lorenz bringt den Antipasti-Teller vom Italiener ins Chips-Sackerl und lanciert die „Naturals“Variante „Mediterranes GemĂŒse“. Die Kartoffelchips sind hier mit den Aromen der sĂŒdlĂ€ndischen VorspeisenkĂŒche verfeinert. Sie sind glutenfrei, kommen ohne den Zusatz von Hefeextrakt und Glutamat aus und sind darĂŒber hinaus vegan. Geknabbert werden die neuen „Naturals“ aus dem 95g-Beutel.

HerrÂŽs Cheese Curls VERLOCKEND

Im Vertrieb von Conaxess Trade Austria sind nun Snacks der international erfolgreichen Marke „HerrÂŽs“ erhĂ€ltlich. Die „Cheese Curls“ sind besonders große, luftige und knusprige MaisSnacks in unterschiedlichen Sorten wie „Jalapeño“ und „Deep Dish Pizza“, die allesamt mit KĂ€se verfeinert sind. Angeboten werden diese jeweils im 113g-Beutel, die Verkaufseinheit umfasst zwölf StĂŒck.

KellyÂŽs RUSTIKAL-REGIONAL

Was bereits letztes Jahr bestens funktioniert hat, soll auch heuer wieder fĂŒr Zusatzumsatz im Snackregal sorgen: Kelly wiederholt die Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich und bringt die „Rustikalen Niederösterreich Chips gsoizn“ in den Handel. Mit dieser Sonder-Edition soll die Wichtigkeit der niederösterreichischen AnbauflĂ€che fĂŒr die Chips-Herstellung aufgezeigt werden.

Sperlari FÜHREND

Sperlari ist der fĂŒhrende Anbieter von Saisonprodukten im italienischen Handel. Ab sofort sind die Schokolade-SpezialitĂ€ten dieser Brand (ĂŒber Conaxess Trade Austria) auch in Österreich zu beziehen. Lanciert werden die Kreationen „Tartufi Gianduia“ mit italienischen HaselnĂŒssen sowie „Tesori Pistacchio“ mit cremiger FĂŒllung und gehackten Pistazien, die beide in hochwertig gestalteten Packungen erhĂ€ltlich sind.

Lorenz Crunchips REALLY HOT

Neue Impulse im Snack-Regal liefert The Lorenz Bahlsen Snack-World jetzt mit einer weiteren „Crunchips“-Variante. So kommen die Chips in der Geschmacksrichtung „Hot Paprika“ auf den Markt. Wie gewohnt werden dafĂŒr hauchdĂŒnn geschnittene Kartoffelscheiben aus kontrolliertem Vertragsanbau in Öl knusprig gebacken und gewĂŒrzt. Der Snack ist glutenfrei und wird im 150g-Beutel angeboten.

snattÂŽs LEICHT GEMACHT

Mit „snattÂŽs“ ist nun eine weitere vielversprechende Marke ĂŒber Conaxess Trade Austria hierzulande zu beziehen. Die Snacks mit mediterranen Zutaten werden allesamt fettarm bzw. sogar fettfrei erzeugt: So werden etwa die „Bocaditos“ im Ofen gebacken und die „Natuchips“ gepoppt und nicht frittiert. Besonders hervorzuheben ist die neue vegane „Bocaditos“-Variante mit Ham-Flavour und Tomaten.

Bona Woköl SPEZIALIST

Die Kochgewohnheiten in den österreichischen KĂŒchen schließen lĂ€ngst asiatische Gerichte wie Speisen aus dem Wok fix mit ein. Bona möchte es hier den Verbraucher:innen besonders einfach machen und bietet mit dem „Woköl“ ein Sonnenblumen-Öl, das bereits mit Ingwer und Knoblauch gewĂŒrzt ist und die hohen Temperaturen, die beim Anbraten im Wok entstehen, optimal aushĂ€lt.

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HEFT-THEMA

gut geerdet

Wo es am besten wÀchst

FĂŒr „FiniÂŽs Feinstes“-Mehle wird seit jeher ausschließlich österreichisches Getreide vermahlen. Jetzt grenzt die Marke die Herkunft fĂŒr „Dinkel“ und „Roggenmehl“ noch weiter regional ein – sie stammen ausschließlich aus dem Wein- bzw. Waldviertel.

Mit dieser Offensive, die via Sticker auf den Packungen und in einem TV-Spot kommuniziert wird, will die MĂŒhle noch klarer aufzeigen, dass das Getreide einen realen und regionalen Ursprung hat: Es stammt von Feldern und GetreidebĂ€uer:innen aus Regionen, die die allermeisten Verbraucher:innen von AusflĂŒgen und Besuchen kennen. Harald Lang, Marketingleiter bei Good Mills: „Es ist wichtig, dass die Produkte direkt verortet werden können – diese Initiative soll weiteres Vertrauen in die Marke und Bewusstsein fĂŒr das Thema schaffen.“

WERTSCHÄTZUNG. Das Bekenntnis zur regionalen Herkunft ist aber auch ein Zeichen der WertschĂ€tzung sowie ein Versprechen der StabilitĂ€t in Richtung Landwirtschaft. Peter Stallberger, GF Good Mills: „Unsere MĂŒhlen sind schon immer tief in der Region und mit den lokalen Landwirt:innen verwurzelt. Jetzt geht es darum, fĂŒr die Zukunft Maßnahmen zu setzen, um gemeinsam unsere wertvollen Böden zu erhalten. Wir setzen dafĂŒr mit SelbstverstĂ€ndlichkeit auf kleine Regionen in unserem Umfeld, um Großes zu bewirken.“ Herkunfts- und QualitĂ€tsoffensiven stehen in Sachen Mehl auch bei der AMA-Marketing auf der Agenda. Ab 2024 wird es das AMA-GĂŒtesiegel fĂŒr Getreide geben. Ein Thema fĂŒr „FinisÂŽFeinstes“? Stallberger ist hier deutlich: „Jeder weitere Schritt in diese Richtung ist ein wichtiger Schritt – wir unterstĂŒtzen das.“

ERNTE. Lt. Stallberger sind die heurigen ErtrĂ€ge resp. Erntemengen gut. Die QualitĂ€ten (sie werden anhand des Kleberwerts bestimmt) sind witterungsbedingt allerdings etwas unterdurchschnittlich, das aber vor dem Hintergrund, dass österreichisches Mehl generell eine sehr hohe QualitĂ€t aufweist. Aufgrund internationaler Entwicklungen ist der Getreide-Markt aber immer noch von einer hohen VolatilitĂ€t geprĂ€gt, was die Vermarktung zu einer großen Herausforderung macht. ks

DIE LANDWIRTSCHAFT
PRODUKT 08/09 2023

gut geerdet

Jetzt im September sind die Felder fĂŒr „Riso Gallo“-Reis gold-gelb und bereit fĂŒr die Ernte.

Wasser ist fĂŒr nass angebauten Reis eine Grundvoraussetzung –in der Po-Ebene war das lange kein Thema.

WĂ€chst mit

So viel Tradition der Reis-Anbau in Italien hat – so wandlungsfĂ€hig muss er mittlerweile sein. Unternehmen wie Riso Gallo und deren landwirtschaftliche Partner setzen lĂ€ngst Schritte, um mit weniger Wasser und extremen Wetterereignissen zurande zu kommen.

Das Reisjahr beginnt in der Lombardei im MĂ€rz, wenn die Temperaturen sowie die PegelstĂ€nde der FlĂŒsse steigen. Beides ist fĂŒr den traditionellen Nassanbau von Reis, der in der Po-Ebene rund um Pavia seit dem 15. Jahrhundert betrieben wird, eine Grundbedingung. Die Region ist perfekt geeignet: Im FrĂŒhjahr fließt das Schmelzwasser von den Bergen in die FlĂŒsse und speist die angelegten KanĂ€le, die rund um die leicht abfallenden Felder angelegt sind. So können die Reisfelder geflutet werden und bieten u.a. Carnaroli- oder Arborio-Risottoreis jene Bedingungen, die er so liebt: Im Wasser gedeihen die Pflanzen – geschĂŒtzt vor Temperaturschwankungen und nĂ€hrstoffraubendem Unkraut – prĂ€chtig. Der Rohreis, der im September und Oktober eingebracht wird, wird gelagert, an traditionellen kleinen Reisbörsen der Gegend mehrmals im Jahr verhandelt und, wenn man sich einig ist, an einen Vermarkter bzw. an eine ReisMĂŒhle geliefert. Etwa an Riso Gallo, ein Familienunternehmen in 6. Generation, das mit einer Produktionsmenge von rund 120.000 Tonnen Italiens grĂ¶ĂŸte Reismarke ist. Ein Prozess, der ĂŒber Jahrhunderte eingeĂŒbt ist

und sowohl das Landschaftsbild als auch die Menschen prÀgt.

VERÄNDERUNGEN. Doch die Nassanbaumethode stĂ¶ĂŸt immer hĂ€ufiger an ihre Grenzen, denn Wasser wird global und auch in Italien knapp. „Viele BĂ€uer:innen haben aufgrund der Trockenheit diesen FrĂŒhling ĂŒberlegt, ob sie anstelle von Reis Soja anbauen“, schildert Nicoletta Gasperini Export Marketing & Sales bei Riso Gallo. Innovative Landwirt:innen reagieren auf die Wasserknappheit, indem sie die Methode langsam verĂ€ndern. Stefano Cavigiolo, Agronom und fĂŒr Nachhaltigkeitsprojekte bei Riso Gallo verantwortlich: „Die Aussaat erfolgt immer hĂ€ufiger trocken und man flutet erst, wenn die Pflanze ein paar Zentimeter groß ist. Das hilft Wasser zu sparen und ist sicherlich ein fixer Trend fĂŒr die Zukunft.“ Zudem werden neue VarietĂ€ten entwickelt und ausprobiert. Riso Gallo etwa betreibt eine eigene Farm mit Testfeldern, auf denen widerstandsfĂ€hige Kreuzungen erforscht und Saatgut entwickelt wird, das effektiver am Feld ist. Und nicht zuletzt auch mit einem Plus an Nachhaltigkeit punktet, denn umso seltener die Felder unter Wasser stehen, umso weniger Methangas entwickelt sich – ein

Treibhausgas, dessen Emissionen ebenso wie CO2 dringend reduziert werden mĂŒssen.

NICHT MIT DER GIESSKANNE. Einige BĂ€uer:innen, die das Unternehmen beliefern, nutzen auch hochmoderne Hilfsmittel fĂŒr ihre tĂ€gliche Arbeit. Etwa „Precision Farming“ mit Satellitenbildern, die genau anzeigen, welche Bereiche zu nĂ€hrstoffarm und welche nĂ€hrstoffreich sind. Andrea Bandi, der auf seinen Feldern Reis und Pappeln kultiviert, zeigt uns die App auf seinem Mobiltelefon. Fast alle Bilder sind tiefgrĂŒn, ein gutes Zeichen, denn sind sie rot, mĂŒssen NĂ€hrstoffe her. Die Methode macht Sinn: Ressourcen werden punktgenau eingesetzt und Verschwendung vermieden. „VerĂ€ndern sich die klimatischen Bedingungen, mĂŒssen sich die Pflanzen anpassen – und auch wir“, bringt es Andrea Bandi auf den Punkt.

GEBÜNDELT. Mit dem „Rice that sustains“-Projekt bĂŒndelt Riso Gallo seit vier Jahren diese und weitere AnsĂ€tze. Das Projekt umfasst heute 181 Landwirt:innen, die auf rund 24.000ha FlĂ€che Reis anbauen und sich in Kooperation mit dem Unternehmen zu einer nachhaltigen Landwirtschaft verpflichten. Ziel ist es, so viele BĂ€uer:innen wie möglich an Bord zu holen und so den Anteil an nachhaltig zertifiziertem (FSA Standard vom SAI Platform) Reis unter der Marke „Riso Gallo“ weiter auszubauen. Aktuell ist man bei etwas ĂŒber 10%. Ein ansehnlicher Erfolg, denn die Zertifizierungsprozesse sind aufwendig. Gasperini ist daher zu Recht stolz: „Wir sind die erste internationale Marke in der Branche, die Risotto-Reis aus nachhaltiger Landwirtschaft produziert und auf den Markt bringt.“ ks

HEFT-THEMA
DIE LANDWIRTSCHAFT
Food PRODUKT 08/09 2023 64
Nicoletta Gasperini, Export Marketing & Sales bei Riso Gallo, mit nachhaltig angebautem zertifiziertem Reis.

byodo Naturkost MEDITERRAN

Liebhaber der mediterranen KĂŒche dĂŒrfen sich bei den Genuss-Ölen ĂŒber zwei neue Bio-Olivenöle von „byodo Naturkost“ freuen: Das „Olivenöl nativ extra aus Italien“ zeichnet sich durch seine krĂ€ftige und frische Geschmacksnote aus; das „Olivenöl nativ extra aus Griechenland“ ĂŒberzeugt mit seiner Milde. Wenn es „heißer“ hergehen muss, dann kommt das neue Bio-Bratöl „Brat-Olive Mild“ gerade recht.

FiniÂŽs Feinstes AUSGESPROCHEN

Das Getreide fĂŒr „FiniÂŽs Feinstes“ kommt natĂŒrlich immer schon aus Österreich. Um das aber auch in Richtung Konsument:innen deutlicher zum Ausdruck zu bringen und fĂŒr eine bessere Verortung zu sorgen, stammt das „Dinkelmehl“ nun ausschließlich aus dem Weinviertel und das „Roggenmehl“ aus dem Waldviertel. Die RegionalitĂ€tsoffensive wird via Sticker auf den Packungen und im TV unterstĂŒtzt.

Hipp Babysanft Soft & Pur BERUHIGEND

Sanft zu Babys Haut und zusĂ€tzlich umweltschonend, so prĂ€sentieren sich die „HiPP Babysanft Soft & Pur“-FeuchttĂŒcher. Sie sind aus 100% pflanzlichen Fasern hergestellt, sowohl die TĂŒcher als auch die Lotion sind völlig frei von Mikroplastik, bestehen aus 99,9% Wasser und sind pH-hautneutral. „Soft & Pur“ trĂ€gt das OekoTex-Zertifikat. Die SchwĂ€mmchenstruktur ermöglicht eine extra-sanfte Reinigung.

Nivea Cellular KONZENTRATION

Die „Nivea Cellular Expert Lift“-Anti-Age-Linie, bestehend aus einer Tagespflege mit LSF 30 und einer Nachtpflege, wird jetzt durch „Nivea Cellular Expert Lift 3-Zonen Lift Serum“ mit einer zehnfach höheren Konzentration an Bakuchiol erweitert. Die Zellerneuerung wird damit effektiv angeregt und die Produktion von zelleigenem Kollagen innerhalb von vier Stunden nachweislich gesteigert.

Maldon WEISSES GOLD

Die britische Marke „Maldon“ steht seit 1882 fĂŒr hochwertige Meersalzflocken aus der Maldon Bay, die fĂŒr ihre pyramidenförmigen Kristalle und den besonderen Geschmack bekannt sind. Das von Hand geerntete Salz ist bei Spitzenund auch Hobby-Köchen auf der ganzen Welt beliebt. Ab sofort ist es ĂŒber den Vertrieb von Winkelbauer Delikatessen fĂŒr den heimischen Handel erhĂ€ltlich.

S & B Seasoning Mix AUTHENTISCH

Asia-Experte Winkelbauer erweitert das „S&B Flavor of Japan“-Sortiment um zwei „Seasoning Mixes“. Die „Yakitori“-GewĂŒrzmischung bringt mit Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und Zwiebeln viel Geschmack auf japanisch-koreanische Spießchen und die „Edamame“-Variante (angereichert mit Salz, Knoblauch, gemahlenem Sesam und Chili) verleiht grĂŒnen Sojabohnen eine authentische Note.

Neutrogena Hydro Boost BESCHÜTZER

Seit kurzem sind die „Neutrogena Hydro Boost“Produkte nicht nur umfassend optimiert (mit Powerformel fĂŒr noch mehr Feuchtigkeit und eine stĂ€rkere Hautbarriere) erhĂ€ltlich, auch ein Neuzugang ist zu haben: Das „Aqua Fluid LSF 25“ versorgt die Gesichtshaut intensiv mit Feuchtigkeit und schĂŒtzt vor Sonneneinstrahlung. Mit Glastiegeln treibt die Marke zudem das Thema Nachhaltigkeit voran.

Nivea Cellular GUT BEHANDELT

Nivea erweitert die bestehende „Cellular Luminous630 Anti-Pigmentflecken“-Linie um zwei Seren zur Behandlung und Vorbeugung von Altersflecken, Pigmentflecken und dunklen Pickelmalen. Sie richten sich noch spezifischer an die individuellen BedĂŒrfnisse der Verbraucher:innen. Neu sind das „Anti-Pigmentflecken 2-in-1 Anti Age & Altersflecken Serum“ und das „Anti-Pigmentflecken Pickelmale Serum“.

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Food/Nonfood 65 PRODUKT 08/09 2023
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Es gibt Nachwuchs

Merz Consumer Care ist mit „tetesept“ die stĂ€rkste Herstellermarke im Bereich BadezusĂ€tze im österreichischen Einzelhandel. Da zuletzt insbesondere BĂ€der fĂŒr Kinder und auch Babys gefragt sind, widmet man jetzt den Kleinen eine eigene Linie. FĂŒr viel Spaß und Wohlbefinden im Badezimmer.

Der Markt fĂŒr BadezusĂ€tze zeigt die typische Corona-Kurve, die wir mittlerweile von vielen Warengruppen und Segmenten kennen: Dem Alltime-High, das im Zuge der Pandemie erreicht wurde, folgte im letzten Jahr eine flache Entwicklung und zuletzt (Q1 2023) ein negativer Trend von -7% vs. Vorjahresperiode (Nielsen, Wert, Feste & FlĂŒssige BĂ€der Total, LH/DFH exkl. H/L MAT Q1 2023). Der Gesamtumsatz von 29 Mio. € ist dabei immer noch deutlich ĂŒber dem Niveau vor der Pandemie (knapp 25 Mio.€). Hinsicht-

lich Marktanteile ist man bei Merz mit „tetesept“ sehr zufrieden: Insgesamt ist „tetesept“ mit 39% Marktanteil (+2,0%p. im Vgl. zum Vj) weiterhin die klare Nr.1-BĂ€dermarke in Österreich, wobei sich v.a. die festen BĂ€der mit Meersalz-Varianten „tetesept ErkĂ€ltungszeit“ oder „Bronchial“ sehr positiv entwickelt haben und der Marktanteil hier um 3,5%-Punkte gesteigert werden konnte.

KLEINE AUSNAHME. WÀhrend aktuell also alle Haupt-Segmente schwÀcheln, gibt es

eine klare Ausnahme: Betrachtet man den Bereich KinderbĂ€der, zeigt sich nĂ€mlich eine positive Umsatzentwicklung von +1,4% im Vergleich zum Vorjahr (MAT Q1 2022). Darauf reagiert „tetesept“ mit dem Launch einer eigenen Range fĂŒr die Bade-Frischlinge. Franz Pogatsch, GF Merz Consumer Care Austria: „Seit ĂŒber 55 Jahren begleiten wir die Menschen in Sachen Gesundheit & Wohlbefinden in ihren verschiedenen Lebensphasen. Die Innovationen der Badesaison 2023 stehen ganz im Zeichen dieses Credos, denn ab Herbst begleiten wir mit der neuen Produktserie ‚tetesept Baby‘ auch Eltern im aufregenden Alltag mit ihrem Baby.“

GUTE MISCHUNG. FĂŒr die Kleinsten legten sich die Produktentwickler ganz besonders ins Zeug und suchten nach Rezepturen, die die Kraft der Natur mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen verbinden. Die innovativen BĂ€der und Pflegeprodukte enthalten eine Kombination aus zertifizierten Bio-Pflanzenstoffen sowie Inhaltsstoffen in Apotheken-QualitĂ€t. 95% der Inhaltsstoffe sind natĂŒrlichen Ursprungs. Was nicht drin ist, sind Farb- und allergieverdĂ€chtige Duftstoffe, Paraffine, Mineralöle, Silikone oder Mikroplastik.

KOPF BIS FUSS. Das Herz der Range bilden natĂŒrlich die BĂ€der, fĂŒr die Pflege der zarten Babyhaut sind aber auch Balsam-Varianten und eine Creme mit von der Partie. Als bekannte und vertrauenswĂŒrdige Marke in Sachen Wohlbefinden sind die Produkte typischen BedĂŒrfnissen von Babys und Eltern gewidmet. So verschafft etwa das „tetesept Baby ErkĂ€ltungszeit Bad mit Bio-Thymian und BioMyrte“ kleinen Schnupfnasen rasche Linderung. Perfekt fĂŒr ein duftendes Abendritual ist wiederum das „tetesept Baby TrĂ€um Schön Bad mit Bio-Lavendel“. Weitere Helferlein, wie der „tetesept Baby ErkĂ€ltungszeit Balsam“, die „SOS Hautwohl Creme“ oder der „Wind & Wetter Balsam“ komplettieren die Serie. Auch fĂŒr die Übergangphase von Baby zum Kleinkind bringt „tetesept“ 2023 Innovationen auf den Markt. Im FrĂŒhjahr wurden bereits die „tetesept Kids Glitzer“-Badesalze eingefĂŒhrt (fĂŒr Kinder ab 2 Jahren), jetzt folgen mit den neuen Schaumsalzen „BĂ€renbande“ und „Affenbande“ zwei neue BadezusĂ€tze fĂŒr Kinder, die Badespaß schon ab dem 1. Lebensjahr ermöglichen. Und auch die Werbetrommel wird natĂŒrlich gerĂŒhrt. Pogatsch: „Die EinfĂŒhrung von ‚tetesept Baby‘ steht in der kommenden Saison im Mittelpunkt unserer WerbeaktivitĂ€ten. FĂŒr den Launch haben wir ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnĂŒrt.“ ks

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© Lopolo/shutterstock

Luxus Bad? Im Zuge der Energiepreiserhöhungen sind die Verbraucher:innen zum Sparen angehalten. Weniger Heizen, Licht abdrehen und nur kurz duschen statt lange baden heißt die Devise. Ist baden noch zeitgemĂ€ĂŸ? haben wir in die Markenartikel-Runde gefragt.

„Hier lautet die Antwort klar: ja. Die Sehnsucht nach Entspannung kennt jeder von uns. In Zeiten steigender Unsicherheit und zunehmender KomplexitĂ€t, wie wir sie momentan erleben, ist dieses BedĂŒrfnis stĂ€rker denn je. Der positive Effekt des Badens beruht auf mehreren Faktoren: GrundsĂ€tzlich wohltuend sind die WĂ€rme des Badewassers, die Ruhe sowie das GefĂŒhl der Schwerelosigkeit. Unsere Muskeln lockern sich, typi-

TETESEPT KNEIPP

sche Stressverspannungen lassen nach und körpereigene Regenerationsprozesse können angekurbelt werden. Zudem wirkt der Wasserdruck entstauend auf das Bindegewebe. Durch die Anwendung von BadezusĂ€tzen lĂ€sst sich der Effekt des Badens zusĂ€tzlich verstĂ€rken. Denn das Besondere beim Baden ist, dass gleichzeitig mehrere Sinne angesprochen werden – ĂŒber die DĂŒfte, Farben und Inhaltsstoffe der BadezusĂ€tze.“

Monika Karas Pfneiszl, GF Kneipp Austria

„Das Segment Baden ist saisonabhĂ€ngig – im FrĂŒhjahr und Sommer liegen die Duschen sowie frische und sommerliche DĂŒfte sehr hoch im Kurs. Mit der beginnenden Badesaison im Herbst steigt der Wunsch nach duftenden und wohltuenden BadezusĂ€tzen. Die hohen Energiekosten im letzten Winter haben si-

cherlich das Badeverhalten beeinflusst – wir mĂŒssen beobachten, wie sich das im kommenden Winter verhĂ€lt. Der jetzige Trend ist sehr positiv. Im Bereich Baden kann man einen Trend zu Einmalverwendungen – den sogenannten Sachets – erkennen, welche im Vergleich zu grĂ¶ĂŸeren Packungen gĂŒnstiger sind.“

SALT HOUSE

Hannes Winkelbauer, GF Winkelbauer

„In einer Zeit, in der Wohlbefinden und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen, zeigt sich, dass Baden weiterhin einen wichtigen Platz in Österreich genießt. Das bewusste „ich tue mir und meinem Körper was Gutes“ hilft auch mental nach einem schwierigen Tag. Dabei ist den Verbraucher:innen der ressourcenintensive Aufwand von Wasser und Energie durchaus be-

wusst. Der mĂŒndige BadewannenFan reduziert den ökologischen Fußabdruck durch Einsparung von Wasser, denn ein Vollbad in einer kleineren Badewanne oder in trauter Zweisamkeit reduziert den Wasserverbrauch deutlich. Oder man huscht direkt von der Wanne ins Bett und kann die Heizung bereits herunterdrehen – Möglichkeiten gibt es also zahlreiche.“

Franz Pogatsch, GF Merz Consumer Care Austria
PRODUKT 08/09 2023

Nivea Mizellenwasser BESSER FORMULIERT

Mit einem innovativen AminosĂ€ure-Komplex bringt Nivea seine Mizellenwasser-Formeln auf die nĂ€chste Stufe. Dank ihr lassen sich Makeup und Schmutz jetzt noch sanfter und leichter entfernen, ohne die Haut zu reizen. Die Linie ist in fĂŒnf Varianten erhĂ€ltlich, darunter auch die zwei NeuzugĂ€nge „KlĂ€rend“ (mit Ozean-Algen) und „Erfrischend“ (mit Vitamin E fĂŒr Feuchtigkeit und Erfrischung).

Foamie Feste Pflege

HAUT UND HAAR

WĂ€hrend die Hautpflege einen besonderen Stellenwert in der Beautyroutine hat, bekommen Haare hĂ€ufig weniger Aufmerksamkeit. Neuerdings werden die Erkenntnisse der Hautforschung aber fĂŒr die Haarpflege adaptiert, denn optimal versorgte Kopfhaut stĂ€rkt auch das Haar. Foamie etwa bringt jetzt die bewĂ€hrtesten Wirkstoffe wie Hyaluron oder SalicylsĂ€ure (BHA) in seine festen Haarpflege-StĂŒcke.

tetesept Baby WANNEPROPPEN

Seit ĂŒber 55 Jahren widmet sich „tetesept“ der Gesundheit und dem Wohlbefinden seiner erwachsenen Kund:innen. Mit „tetesept Baby“ kommt jetzt eine eigene Linie fĂŒr die ganz kleinen auf den Markt. Die Rezepturen der BĂ€der und Pflegeprodukte verbinden moderne Pflanzenkunde mit fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen. ErhĂ€ltlich sind zwei BĂ€der („ErkĂ€ltungszeit Bad“ mit Thymian und Myrte fĂŒr einen befreienden Dufteffekt und „TrĂ€um schön Bad“ mit Lavendel und Tangerine fĂŒr eine entspannende Wirkung) sowie zwei Balsame („ErkĂ€ltungszeit Balsam“ und „Wind & Wetter Balsam“) und die „SOS Hautwohl Creme“ mit Panthenol. Alle Produkte enthalten mehr als 95% Inhaltsstoffe natĂŒrlichen Ursprungs. Auf Farb- und allergieverdĂ€chtige Duftstoffe wurde in der Babyserie komplett verzichtet. Die Rezepturen sind außerdem frei von Paraffinen, Mineralölen, Silikonen sowie Mikroplastik. FĂŒr Gesundheit und Wohlbefinden von Anfang an.

Elvital Hydra Hyaluronic GUTER POLSTER

ElVital erweitert die „Hydra“-Serie um die „Hyaluronic Overnight Cremekur“. Der Gedanke dahinter: WĂ€hrend in der Nacht durch den Kontakt mit dem Kopfkissen die Haare schnell trocken und kraus werden, bringt die neue Cremekur Kraft und Feuchtigkeit zurĂŒck. Der 7%ige Hyaluron-Pflegekomplex schenkt dem Haar intensive Feuchtigkeit. FĂŒr bis zu 85% geschmeidigeres und mĂŒhelos kĂ€mmbares Haar.

Salt House Frische Dusche VITALISIEREND

Die sanfte „Salt House Totes Meer Therapie Frische Dusche“ setzt auf naturreine Totes MeerMineralien, Panthenol und Lemongrass-Extrakt, um die Haut schonend zu reinigen, ohne sie auszutrocknen. FĂŒr VitalitĂ€t und Erfrischung sorgt wĂ€hrenddessen die spezielle Duftnote nach Zitronengras. Die Ă€therischen Öle der Pflanze gelten als konzentrationsfördernd und motivierend.

tetesept Kids KINDERSPÜL

Im FrĂŒhjahr wurden bereits die „tetesept Kids Glitzer Badesalze“ in den Varianten „Licht“- und „Zauberkristall“ eingefĂŒhrt, jetzt folgen mit den neuen Schaumsalzen „BĂ€renbande“ und „Affenbande“ zwei neue „tetesept“-BadezusĂ€tze fĂŒr Kinder, die Badespaß schon ab dem ersten Lebensjahr ermöglichen. Mit leichtem Bananen- oder Himbeerduft und naturreinem Meersalz.

Kneipp naturkind

AUF HOHER SEE

Kleine Pirat:innen (ab 3 Jahren) können jetzt mit den „Kneipp naturkind Bunte BadekrĂŒmel KĂ€pt’n Kunterbunt“ in eine farbenfrohe und nach Blaubeeren duftende See stoßen. Legt man die bunten BadekrĂŒmel ins Wasser, beginnen sie zu sprudeln und es entsteht blauer, tĂŒrkiser und lila Schaum. Das Bad macht aber nicht nur Spaß, sondern bewahrt die Haut mit Traubenkern- und Avocadoöl auch vor dem Austrocknen.

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Kneipp Winter Pflege WOHLIG-WARM

Eine Kombination aus Cupuaçu Nuss & Vanille prĂ€sentiert Kneipp als wĂ€rmende „Pflege Dusche“ bzw. als „Cremebad“ fĂŒr kalte Wintertage. Beide reinigen sanft und hinterlassen ein samtig-weiches HautgefĂŒhl. Die pflanzliche Pflegeformel in Kombination mit winterlichem Duft und langanhaltendem, cremigem Schaum sorgen fĂŒr entspannende Badezimmermomente.

Kneipp Seife SCHÖN & GUT

FlĂŒssigseifen sollen ja nicht nur gut riechen, reinigen und pflegen, sondern auch hĂŒbsch im Badezimmer oder am stillen Örtchen aussehen. Im ruhigen, zurĂŒckgenommenen Design prĂ€sentiert Kneipp seine „Seifen“-Linie. Sie punktet mit ihren milden Formeln und (bei 20- bis 30-sekĂŒndiger Anwendung) der antibakteriellen Wirkung. ErhĂ€ltlich in den Varianten „MandelblĂŒte“ und „Zitrone“.

Kneipp Duschen ZUM BRAUSEN

Auch im Bereich Duschen gibt es jetzt Neuheiten im „Kneipp“-Portfolio. So zum Beispiel die „Aroma-Pflegedusche“ in der Variante „So schön, dass es Dich gibt - Kornblume & Malve“, die auch als Geschenkartikel immer gut passt. Oder aus der „Kneipp Men“-Serie die Variante „Haut, Haar & Gesicht 3 in 1 Dusche Frisch & Sensitiv“ fĂŒr die tĂ€gliche mĂ€nnliche RundumBeauty-Routine.

Kneipp 2-Phasen-Bad Öl & Milch PHASENWEISE

Ein geschmeidiges HautgefĂŒhl und einen luxuriösen Bademoment verspricht die neue „Kneipp 2-Phasen-Bad Öl & Milch“-Linie. Die BĂ€der mit ihrem Mix aus milchiger und klarer Phase sind in den Varianten „Argan & Hafermilch“ mit einem zart floralen Duft sowie „Shea & Reismilch“ mit einem sanft pflegenden Duft erhĂ€ltlich. Bei beiden verwöhnt das samtig-weiche Badewasser die Haut.

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Richtige Riecher

Ob winterlich gemĂŒtlich oder zitronig-frisch – mit Lufterfrischern und Duftkerzen lĂ€sst sich die AtmosphĂ€re im eigenen Zuhause stark beeinflussen. Eine Möglichkeit, die insbesondere seit der Corona-Pandemie verstĂ€rkt genutzt wird.

In den Monaten, in denen unsere eigenen vier WĂ€nde BĂŒro, Kino, Fitnesscenter, Schule und RĂŒckzugsort zugleich waren, wurden von den Österreicher:innen alle Möglichkeiten, die es zu Hause etwas gemĂŒtlicher machten, ausgeschöpft. Raumbeduftung war da natĂŒrlich gefragt wie nie zuvor. Und: Die Konsument:innen dĂŒrften auf den Geschmack gekommen sein, Lufterfrischer und Duftkerzen auch in „normalen“ Zeiten verstĂ€rkt einzusetzen. „Das Segment erlebte wĂ€hrend und seit der Covid-19-Pandemie ei-

nen Boom“, bestĂ€tigt Monika Karas-Pfneiszl, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Kneipp Österreich, und meint weiter: „WĂ€hrend der Pandemie verbrachten die Menschen mehr Zeit zuhause, was zu einem verstĂ€rkten Fokus auf die Schaffung eines angenehmen Raumklimas fĂŒhrt. Die Nielsen-Daten zeigen, dass dieser Zeitraum einen regelrechten Boom in diesem Segment ausgelöst hat.“

STIMMUNGSLAGE. Dass der Markt weiterhin wĂ€chst, fĂŒhrt man etwa bei SCJohnson

(„Glade“) auch darauf zurĂŒck, dass Duftkerzen & Co. nicht nur aus funktionalen GrĂŒnden gekauft werden, sondern die Verbraucher:innen auch auf emotionaler Ebene abholen. LĂ€ngst holt man sich nĂ€mlich nicht nur schlicht einen Duft nach Hause, sondern eine Stimmung, wie etwa auch bei den Bezeichnungen der aktuellen Produktneuheiten deutlich wird. Von „AirWick“ kommt etwa die Limited Edition „Die Magie der WinterdĂŒfte“ auf den Markt. SCJohnson lĂ€sst die RĂ€ume heuer beispielsweise nach „Warm Apple Pie“, „Merry Berry Cheers“, „Cozy Vanilla Cappuccino“ oder „Starlight & Snowflakes“ duften. Und „Kneipp“ verspricht mit einer eben lancierten Duftkerze „NatĂŒrlich in Balance“. Hier lĂ€sst sich also die beginnende kĂŒhlere JahreshĂ€lfte schon gut erschnuppern, in der sich das Lufterfrischer-Regal doch recht deutlich von den FrĂŒhlings- und Sommermonaten unterscheidet, wo ĂŒblicherweise frischere DĂŒf-

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© Vera

te und Zitrus-Noten Hochsaison haben. Florales und Fruchtiges ist, so die Beobachtungen von SC Johnson mit der Marke „Glade“, die ĂŒbrigens die Nr. 1 im Lufterfrischer-Segment darstellt (Nielsen, roll. Jahr Juni 2023), ganzjĂ€hrig gefragt.

MonikaKaras-Pfneiszl, GeschĂ€ftsfĂŒhrerinKneippÖsterreich

DAUERBRENNER. Die Vorlieben der Konsument:innen verÀndern sich im Laufe der Jahreszeiten nicht nur hinsichtlich des Duftes, sondern auch der Darreichungsformen.

„Zwei Spitzenreiter auf dem Markt sind nach wie vor die klassischen Duftkerzen und DuftstĂ€bchen. Diese beiden Varianten dominieren die PrĂ€ferenzen der Verbraucher:innen“, berichtet Kneipp-GF Monika Karas-Pfneiszl.

„Die Wahl zwischen diesen beiden Anwendungsformen ist jedoch nicht statisch. Es ist zu beobachten, dass sich saisonale Unterschiede abzeichnen: WĂ€hrend die Nachfrage nach Duftkerzen im Herbst und Winter tendenziell zunimmt – was mit den gemĂŒtlichen und wĂ€rmenden Assoziationen dieser Jahreszeiten zusammenhĂ€ngt – behalten DuftstĂ€bchen ihre AttraktivitĂ€t ĂŒber das gesamte Jahr hinweg bei.“ Aber auch automatische Sprays werden gerne verwendet.

DUFTE FÜR DIE UMWELT? NatĂŒrlich macht sich auch die Frage nach der Nachhaltigkeit verstĂ€rkt im Segment der Lufterfrischer bemerkbar. Die Hersteller packen die Herausforderung nach einem möglichst kleinen

NEUE ROUTINE

Wie Kosmetik- und Haushaltsprodukte von den Konsument:innen nachhaltig angewendet werden können, zeigt Henkel auf der neuen Website www.weileseinenunterschiedmacht.at. Der Gedanke dahinter: Viele kleine einzelne Aktionen können gemeinsam Großes fĂŒr die Umwelt bewirken. Die auf der Website vorgestellten Tipps fĂŒr eine

ökologischen Fußabdruck auf mehreren Ebenen an. Bei SCJohnson berichtet man etwa von Optimierungen bei der Herstellung, der Verpackung, aber auch den logistischen Lieferketten. Und natĂŒrlich werden auch die DĂŒfte selbst hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit hinterfragt. „Glade“ verpflichtet sich hinsichtlich der Inhaltsstoffe den strengen Kriterien der International Fragrance Association (IFRA), setzt zusĂ€tzlich auf eine interne Bewertung der Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt und legt darĂŒber hinaus 99,9% der Inhaltsstoffe seiner Produkte offen. Wann immer es möglich ist, kommen NachfĂŒll-Lösungen sowie recycelte Materialien zum Einsatz.

NAH. Bei Kneipp legt man in Sachen ökologischer Fußabdruck ebenfalls strenge MaßstĂ€be an. So werden die „Kneipp“-Duftkerzen in Deutschland entwickelt und produziert, dabei verwendet man Rohstoffe, die den strengen Richtlinien der deutschen Kerzenindustrie wie auch der EU-weiten REACH-

ZweiSpitzenreiteraufdem

Marktsindnachwievordie klassischenDuftkerzenund DuftstÀbchen.

MonikaKaras-Pfneiszl, GeschĂ€ftsfĂŒhrerinKneippÖsterreich

Verordnung unterliegen. Dochte sind nicht wie andernorts zuweilen ĂŒblich mit Blei behandelt und frei von Borax. Das verwendete Glas samt Bambusdeckel als hochwertige Packaginglösung soll zur Zweitnutzung und somit MĂŒllreduktion einladen. Bei den „Kneipp“-

DuftstĂ€bchen wiederum setzt man auf natĂŒrliche Ă€therische Öle, als Grundmaterial fĂŒr die StĂ€bchen dient Papier.

GUTE BASIS. Mit seiner jĂŒngsten Produktneuheit will auch „AirWick“ einen weiteren Schritt in Richtung noch mehr Nachhaltigkeit gehen. Denn die Innovation „24/7 Active Fresh“ hat eine Formel auf Wasserbasis, das Produkt kommt ohne Aerosole und Farbstoffe aus, wodurch Emissionen konsequent reduziert werden können. Recycelte NachfĂŒllpackungen sind auch bei „AirWick“ im Sinne grĂ¶ĂŸtmöglicher Nachhaltigkeit im Einsatz.

DUFTE. Wer es sich also schon demnĂ€chst olfaktorisch unterstĂŒtzt gemĂŒtlich machen möchte, fĂŒr den steht ein breites Sortiment an Beduftungs-Konzepten bereit, die nicht nur in Sachen Nachhaltigkeit die Nase vorne haben, sondern auch hinsichtlich ihres Umsatzpotentials wieder echt dufte sein dĂŒrften. bd

WIE DÜFTE WIRKEN

DĂŒfte werden im Gehirn im sog. limbischen System verarbeitet und sozusagen direkt in ein GefĂŒhl umgewandelt. Empfinden wir sie als gut und angenehm, kann das unser Wohlbefinden positiv beeinflussen. GerĂŒche sind nicht nur in der Lage, unsere Stimmung zu beeinflussen, sie können auch Erinnerungen oder sogar körperliche Reaktionen hervorrufen.

nachhaltigere Kosmetik- und Haushaltsroutine haben dabei auch einen positiven Effekt auf das Haushaltsbudget, da Wasser und Energie dank der vorgestellten Hacks eingespart werden. Die Gemeinschaftsinitiative von Marken wie u.a. „Fa“, „Gliss“, „Persil“ oder „fewa“ wird mit einer nationalen Online-Kampagne sowie durch Maßnahmen am PoS unterstĂŒtzt.

Henkel gibt Tipps fĂŒr eine nachhaltige Kosmetik- und Haushalts-Routine.

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DasSegmenterlebte wÀhrendundseitderCovid19-PandemieeinenBoom.
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lavera Basis Sensitiv JETZT IN VEGAN

1975 war es das erste Produkt von Lavera, mit September 2023 wird es in einer neuen veganen Formel prĂ€sentiert: der „Basis Sensitiv Lippenbalsam“. Gemeinsam mit dem „Repair Lippenbalsam“ und dem „Hauchzart Lippenbalsam“ hat die Naturkosmetik-Marke das Lippenpflegesortiment ĂŒberarbeitet, anstelle von Bienenwachs kommt nun pflanzliches Reinwachs zum Einsatz. Verpackt in 100% Recyclingmaterial.

Oral-B iO MyWay PUTZHILFE

Die Tatsache, dass 45% der Kinder ab 10 Jahren eine Zahnspange tragen, erschwert die tĂ€gliche Mundpflege in dieser Altersgruppe. P&G liefert nun mit der „Oral-B iO MyWay“ ein ganz auf deren Anforderungen abgestimmtes Produkt, das die zielgerichtete Pflege bei Jugendlichen mit Zahnspangen oder Retainern ermöglicht. Der Fun kommt nicht zu kurz: Erfolgreiches Putzen erzeugt Regenbogenlicht.

lavera colour cosmetic HERBSTKOLLEKTION

Mit dem Herbst ziehen zahlreiche Produktneuheiten bei der dekorativen Kosmetiklinie „lavera colour cosmetics“ ein und eine neue Limited Edition ĂŒberzeugt mit Make-up- und PflegeProdukten unter dem Namen „Eyes to mesmerize“. U.a. gibt es sechs neue kraftvolle Nuancen bei den „lavera Lip Contour“-Stiften und mehr Abwechslung auch bei den „Signature Colour Collections“-Eyeshadows.

Gillette Intimate TRIMM DICH

Um jener HĂ€lfte der MĂ€nner, die sich mindestens einmal wöchentlich im Intimbereich rasieren, ein passendes Angebot zu machen (und die andere HĂ€lfte auf den Geschmack zu bringen), lanciert P&G nun die Linie „Gillette Intimate“. Diese wurde speziell fĂŒr die Intimrasur entwickelt und umfasst Trimmer, Rasierer sowie die passende Pflegelinie. Das Motto: sanft und sicher, aber unkompliziert und komfortabel.

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ZuverlĂ€ssig und wĂŒrdevoll

Die Kerze als Zeichen des Andenkens wird schon seit Jahrhunderten auf Friedhöfen und GrĂ€bern aufgestellt. Schließlich ist bereits deren Licht an sich ein Symbol fĂŒr Friede und Respekt.

Generell kommt dem Thema Grabpflege in Österreich eine große Bedeutung zu. Denn nicht nur zu Allerheiligen, auch zu allen anderen Festtagen zieht es viele Menschen an die letzte RuhestĂ€tte ihrer Angehörigen. Eine Kerze dazulassen, ist dabei eine schöne Tradition. Denn das Licht brennt als Zeichen des Gedenkens und ist zugleich Schmuck und Zierde am Grab. Lange Zeit konnte man sich jedoch nicht sicher sein, wie lange denn das Lichtlein brennt, das man dort gelassen hat, schließlich hĂ€lt eine Kerze Wind und Wetter nicht stand. Die Marke „Ambrosius“ leistete Pionierarbeit und sorgte in den letzten Jahren fĂŒr ein neues Maß an QualitĂ€t und ZuverlĂ€ssigkeit. „Damit stehen nun den Angehörigen hochwertige Grablichter zur Auswahl. Doch auch das Produktsegment bekam eine neue Richtung und wurde auf eine neue qualitative Ebene gehoben“, verrĂ€t Peter Schröder, Vertriebsleiter bei der Firma Niernsee, zu deren Portfolio das „Ambrosius“-Sortiment zĂ€hlt.

REGENFEST. Seit dem Jahr 2014 werden alle 5bzw. 7-Tage-Lichter aus dem Hause „Ambrosius“ nach eigenem europĂ€ischem Patent mit einer Regen-Ablaufrinne ausgestattet, die das Wasser außen ableitet und keine NĂ€sse ins In-

nere vordringen lĂ€sst. „Zudem handelt es sich um Kompositions-Öllichter, die wegen des Ölgehalts von 30% vollstĂ€ndig ausbrennen – ein zuverlĂ€ssiges Lichtlein also, dessen Brenndauer sogar notariell beglaubigt ist“, erklĂ€rt Peter Schröder.

GLASLICHT. Mit dem „Königslicht“ setzte „Ambrosius“ ein weiteres innovatives Zeichen: Das Glaslicht ist nicht nur gegen Wind und Regen geschĂŒtzt, es brennt auch bei tiefsten Temperaturen mit einer Brenndauer von 3,5 Tagen zuverlĂ€ssig aus. DarĂŒber freut sich auch die Umwelt, denn das Entsorgen von Stumpen oder Überresten entfĂ€llt.

ANDENKEN. Neben der ZuverlĂ€ssigkeit der Produkte sind auch die grafischen Elemente von Bedeutung. Schließlich ist es schön, wenn man durch Symbole oder SprĂŒche auf den Grablichtern fĂŒr die Lieben noch ein zusĂ€tzliches Zeichen setzen kann. „Christliche Motive sind hier genauso gefragt wie konfessionslose Symbole. FĂŒr ein stilles Andenken gedacht sind daher Motiv-Grablichter, die von ,Ambrosius‘ ebenso laufend weiterentwickelt werden“, weiß Niernsee-Vertriebsleiter Peter Schröder. ksch

Das „Ambrosius Königslicht“ trotzt Wind, Regen und sogar eisigen Temperaturen.

Nicht nur ZuverlĂ€ssigkeit ist gefragt, fĂŒr viele Menschen sind auch die grafischen Elemente kaufentscheidend.

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Peter Schröder, Vertriebsleiter bei der Firma Niernsee
Nonfood PRODUKT 08/09 2023 74
© LI-HSI HO/shutterstock

Hansaplast Sensitive Kids XL GROSSARTIG

SchĂŒrfwunden, die schmerzhaft sind und schnell versorgt werden mĂŒssen, gehören bei Kindern leider zur Tagesordnung. Hansaplast hat jetzt fĂŒr diese oftmals großflĂ€chigeren Wunden einen neuen Wundverband fĂŒr empfindliche Haut im Sortiment: Die bewĂ€hrten „Sensitive Kids Pflaster“ sind nun auch fĂŒr grĂ¶ĂŸere Wunden im XLFormat (6 x 7cm) erhĂ€ltlich. Sie schĂŒtzen zuverlĂ€ssig und lassen sich schmerzlos entfernen.

Frosch ZIELGERICHTET

Erdal hat die „Frosch“-HandspĂŒlmittel-Range neu aufgestellt. Um unterschiedliche Zielgruppen besser anzusprechen, wurde die Linie in drei Segmente aufgeteilt: „Sensitiv & pH-hautneutral“, „Ergiebig & höchste Fettlösekraft“ sowie „Kraftvoll & höchste Fettlösekraft“. Das jeweilige Segment ist farbig auf der Packung gekennzeichnet. Neu im Portfolio ist die Duft-Variante „Zitronenminze“.

sodastream MIT ZUBEHÖR

SodaStream bietet ab sofort zu seinen Wassersprudlern auch hochwertige Accessoires, wie etwa einen Flaschenabtropfhalter aus rostfreiem Edelstahl in Mattschwarz. Weiters erhĂ€ltlich sind Adapter, die den Einsatzbereich der Flaschen hin zu den neuen „Duo“-GerĂ€ten vergrĂ¶ĂŸern, FlaschenbĂŒrsten sowie Edelstahldeckel, die in der SpĂŒlmaschine gereinigt werden können.

Sodapop Cooper FÜR ERSTSPRUDLER

Als optimales Einsteigermodell fĂŒr alle, die neu in der Welt des Wassersprudelns sind, bringt Sodapop (KrĂŒger Group) nun das PET-SprudlerModell „Cooper“ auf den Markt. Dieses soll die Verbraucher:innen sowohl optisch ansprechen als auch durch eine durchdachte Handhabung ĂŒberzeugen. Der „Sodapop Cooper“ braucht keinen Strom, mit einer Kartusche lassen sich 60L Wasser sprudeln.

Lenor ABWEHR

WeichspĂŒler wird v.a. auch verwendet, um der WĂ€sche einen frischen Duft zu verleihen. „Lenor“ wurde deshalb noch einmal weiterentwickelt und mit einer extra Geruchsabwehr ausgestattet. So hĂ€lt nicht nur der Frischeduft besonders lange an, sondern die Kleidung wird zugleich vor unerwĂŒnschten GerĂŒchen (wie z.B. Schweiß) geschĂŒtzt. Zu haben in unterschiedlichen GrĂ¶ĂŸen und Duft-Varianten.

Blue Star Spa Momente HARMONIE-SPÜLUNG

WohlfĂŒhlmomente durch Raumbeduftung – das versprechen die neuen „Blue Star Spa Momente“. Dahinter steckt eine Linie an Premium-WC-SpĂŒlern mit vier Kugeln, die mit Ă€therischen Ölen je nach Variante „Entspannung“, „VitalitĂ€t“ oder „Harmonie“ versprechen. Auch optisch sind die „Spa Momente“ etwas Besonderes und sorgen fĂŒr einen frischen und gepflegten Eindruck der Toilette.

Philipps KOMBINATIONSGABE

Das neue GerĂ€t „Philips Series 3000“ fĂŒr Luftreinigung und -befeuchtung sorgt fĂŒr saubere Luft und optimale Luftfeuchtigkeit auf Knopfdruck. Das KombigerĂ€t arbeitet intelligent und grĂŒndlich dank HEPA-Filtration und NanoCloud-Technologie. Pollen im FrĂŒhling, Hitze im Sommer, verschmutzte Luft im Herbst und trockene im Winter – all diese unangenehmen ZustĂ€nde gehören jetzt der Vergangenheit an.

Multikraft SCHUTZ

Wer SchĂ€dlinge bekĂ€mpfen, aber dabei das ökologische Gleichgewicht nicht stören will, dem legt „Multikraft“ nun neue natĂŒrliche PflanzenstĂ€rkungsmittel mit sog. Effektiven Mikroorganismen ans Herz. „Fermentierter Knoblauch & Chili Extrakt“, „Brennnessel Extrakt“ sowie „Schachtelhalm Extrakt“ bieten jeweils eine nĂ€hrende, krĂ€ftigende Mischung, die die Pflanzen vor Krankheitserregern schĂŒtzt.

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Technologievorsprung

Zartschmelzend-cremiges Eis, tiefgefrorenes GemĂŒse und Fleisch oder schockgefrostete KrĂ€uter – mit den GefriergerĂ€ten von Liebherr HausgerĂ€te alles kein Problem. Doch neben der Gelingsicherheit kommt auch die Wirtschaftlichkeit nicht zu kurz.

Mit seinen Stand-, EinbaugerĂ€ten oder Gefriertruhen in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen garantiert Liebherr HausgerĂ€te adĂ€quate Lagerbedingungen durch unterschiedliche Technologien. So können regionale Lebensmittel lange genossen werden, und Vitamine, NĂ€hrstoffe und Aromen bleiben erhalten.

EISFREI. Das „NoFrost“-Konzept schĂŒtzt das GefriergerĂ€t vor Vereisung, weshalb man nicht mehr abtauen muss. Das spart Zeit und Ener-

gie. Durch das Einfrieren mit gekĂŒhlter Umluft und durch die Ableitung von Luftfeuchtigkeit bleibt der Gefrierraum frei von Eis.

RAUMOPTIMIERUNG. Mit der „FrostProtect“Technologie stellt Liebherr HausgerĂ€te den KĂŒhlbetrieb auch bei niedrigen Umgebungstemperaturen sicher, wenn etwa in der KĂŒche oder in anderen beheizten RĂ€umen kein Platz fĂŒr das GefriergerĂ€t ist. WĂ€hrend geringe Außentemperaturen bei GerĂ€ten ohne „FrostProtect“ zu Störungen in der Funktions-

Die GefriergerĂ€te von Liebherr HausgerĂ€te sparen dank der verwendeten Technologie nicht nur Zeit und Energie, sondern schĂŒtzen auch Vitamine, NĂ€hrstoffe und Aromen.

fĂ€higkeit fĂŒhren können, kĂŒhlen GerĂ€te mit der Technologie auch bei Temperaturen bis zu –15°C und können somit auch in unbeheizten RĂ€umen, wie etwa Schuppen oder Garagen, aufgestellt werden. Das macht effizientes, stromsparendes KĂŒhlen und eine sichere Lagerung des Gefrierguts bei geringen Temperaturen möglich.

LEBENSMITTELSICHERHEIT. FĂŒr den Erhalt von Vitaminen und Geschmack sorgt Liebherr HausgerĂ€te mit dem „SuperFrost“-Konzept. Die Technologie wirkt warmen Temperaturen entgegen und kĂŒhlt frisch eingefrorene Lebensmittel rasch hinunter, wĂ€hrend gleichzeitig optimale Bedingungen fĂŒr bereits Gefrorenes im GerĂ€t aufrechterhalten werden. Durch das schnelle Absenken der Temperatur auf die maximale KĂ€lteleistung schaffen die GefriergerĂ€te optimale Konditionen fĂŒr den Erhalt der Inhaltsstoffe. ksch

News fĂŒr

Gastronomie & Hotellerie

Metro Neustart

Im Vorjahr ĂŒbernahm Metro sieben AGMMĂ€rkte, nun erfolgt nach und nach das Rebranding. Den Auftakt machte Hartberg. Neu ist eine Frischfisch-Theke mit einem Angebot von SĂŒĂŸwasser- und Meeresfischen sowie Krustentieren. Bei Fleischund Wurstwaren wird auf ein möglichst regionales Angebot geachtet.

Digitalpotenzial

Die Digitalisierung prĂ€gt das Buchungsverhalten seit vielen Jahren stark, OnlineBuchungen ĂŒber Hotelwebsites und Plattformen sind gĂ€ngige Praxis. ÖHV-GeneralsekretĂ€r Markus Gratzer spricht mit PRODUKT ĂŒber die aktuelle Lage und gibt Tipps.

PRODUKT: Wie stark ist die Digitalisierung bereits im Buchungsverhalten verankert?

Essity

Ausgezeichnet

Essity wurde vom Nachhaltigkeits-Ratingunternehmen Eco-Vadis ausgezeichnet und gehört mit einer Bewertung von 78 von 100 Punkten zu den besten 1% aller bewerteten Unternehmen. Essity erhÀlt somit zum dritten Mal in Folge eine Platinmedaille.

Laurent-Perrier

Ranking

In Zusammenarbeit mit Laurent-Perrier erscheint jÀhrlich das Hornstein Ranking der besten Köche des Landes. 2023 bleibt die Spitze unverÀndert: Martin Klein, Silvio Nickol, Karl und Rudolf Obauer, Benjamin Parth und Heinz Reitbauer teilen sich den ersten Platz.

Motel One

Plus

Die Motel One Group konnte im ersten Halbjahr erneut ein Umsatzplus erwirtschaften. Die Re-Designs in Köln, Wien und Dresden wurden fertiggestellt, der Standort Mannheim wurde eröffnet und zwei neue Standorte gesichert.

Blanc & Fischer

Wechsel

Die Blanc & Fischer Familienholding wechselt ihre Gesellschaftsform von der GmbH zur SE & Co. KGaA. Dies soll die FlexibilitĂ€t und ZukunftsfĂ€higkeit des Unternehmens verbessern und Finanzierungsmöglichkeiten fĂŒr weiteres Wachstum ermöglichen.

Gratzer: Seit Ausbruch der Pandemie gewinnt die Online-PrĂ€senz der Hotels noch stĂ€rker an Bedeutung. Auch der Anteil der Direktbuchungen steigt, wĂ€hrend Buchungen ĂŒber klassische ReisebĂŒros und Reiseveranstalter seit vielen Jahren konstant rĂŒcklĂ€ufig sind. Die Echtzeitbuchungen ĂŒber die hoteleigenen Websites haben sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt. Das ist eine besonders positive Entwicklung, weil das die AbhĂ€ngigkeit von Dritten reduziert – vor allem von Unternehmen, die in ihren Segmenten mehr oder weniger marktbeherrschend sind und die Konditionen praktisch nach Belieben diktieren können.

PRODUKT: Wie können Betriebe das fĂŒr sich nutzen?

Gratzer: Indem sie ihre Websites auf einem hohen technologischen Stand halten, sie weiter ausbauen und personalisierte Angebote schaffen, die dem USP des Hauses und den individuellen Vorlieben der GĂ€ste entsprechen. Ganz wichtig ist auch, in die Benutzerfreundlichkeit der Website zu investieren. Der GĂ€stewunsch Nr. 1 ist, dass ein konkretes Angebot – sprich Preis und VerfĂŒgbarkeit – inklusive sĂ€mtlicher angebotener bzw. erwĂŒnschter Leistungen schnell und mit wenigen Klicks ersichtlich und buchbar ist. Auch die Verwendung von Chatbots, idealerweise mit gut funktionierender KI-UnterstĂŒtzung, und virtuellen RundgĂ€ngen kann die Kundenbindung stĂ€rken. Unverzichtbar ist alles, was Sicherheit angeht – vom Datenschutz bis hin zur sicheren Bezahlung. Da darf nichts schiefgehen.

PRODUKT: Welche Portale/Social Media-KanĂ€le sind aus ÖHV-Sicht die wichtigsten?

Gratzer: FĂŒr die Reiseplanung sind das sicherlich Facebook, YouTube und Instagram: Zusammen erreicht man hier eine große Bandbreite, und das ist entscheidend, denn Social Media spielen eine wesentliche Rolle beim Informationsverhalten vor einer Hotelbuchung. Die

Buchung erfolgt dann meist online in Echtzeit, und zwar laut einer aktuellen Studie zu 37%. Das setzt sich zusammen aus 15% Buchungen ĂŒber die Buchungsmaschine der hoteleigenen Webseite, 20% ĂŒber Online Travel Agencies und der Rest davon ĂŒber GDS, CRS & Co.

PRODUKT: Was empfiehlt die ÖHV fĂŒr die Wintersaison?

Gratzer: Zuallererst die Teuerung und die eigenen Kosten im Auge zu behalten, darauf basierend die Zimmerpreise zu kalkulieren und eine Preisstrategie fĂŒr unterschiedliche Angebote mit Pauschalen und Stornierungsbedingungen fĂŒr die Zielgruppen festzusetzen. Dann rechtzeitig die Website auf Vordermann bringen, unbedingt alle Angebote, Bilder und Preise aktuell halten. Die PrĂ€senz auf den Buchungsplattformen verstĂ€rken. Auf Social Media-Plattformen aktiv sein: Im Idealfall in Form von Kommunikation, Information und Unterhaltung, um den Kontakt zu GĂ€sten aufrecht zu erhalten und so auch Vertrauen zu schaffen. Was richtig gemacht noch gut funktioniert, sind Newsletter-Marketing, LoyalitĂ€tsprogramme und GutscheinverkĂ€ufe fĂŒr den Vorausumsatz.

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PRODUKT 08/09 2023 78
Markus Gratzer, GeneralsekretĂ€r Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV)

Flaschendrehen

ZWEI DRINKS IM WETTBEWERB – WAS BESTELLT DIE REDAKTION?

Kandidat 1

Tomatin 12 YO Highland Single Malt Whisky:

Der 12-jĂ€hrige Tomatin (43 Vol.%) ist der Klassiker der Tomatin-Brennerei nahe der Stadt Inverness. Nach der Lagerung in BourbonfĂ€ssern wird er fĂŒr sechs bis neun Monate in SherryfĂ€ssern nachgereift. Der Highland-Whisky ist bekannt fĂŒr seine Fruchtigkeit mit gleichzeitig fein-wĂŒrzigen Noten.

Kandidat 2

Bunnahabhain 12 YO Islay Single Malt

Whisky:

DerSieger der Redaktion

Tomatin 12 YO Highland Single Malt Whisky

An einem goldenen SpĂ€tsommertag treten zwei Single Malt-Whiskys gegeneinander an, die, so lĂ€sst uns zumindest anfĂ€nglich deren Provenienz vermuten, unterschiedlicher nicht sein könnten: Der eine, ein Schotte von der Insel Islay, die gemeinhin fĂŒr rauchige und vor allem sehr torfige Whiskys bekannt ist. Der andere nennt die Highlands seine Heimat, wo fruchtig-sĂŒĂŸe Whiskys ihren Ursprung haben. Und dennoch, so viel sei schon jetzt verraten, es gibt nicht den einen fĂŒr eine gesamte Region typischen WhiskyGeschmack. Das zeigen allein schon die unterschiedlichen gebietstypischen AusprĂ€gungen hinsichtlich Klima, Wasser, Gerste, Stills etc. Jetzt aber ans Werk: „Islander“ trifft auf „Highlander“ – und wer den Film mit Christopher Lambert und Sean Connery aus dem Jahr 1986 kennt, der weiß auch: Es kann nur einen geben!

OPTIK. Das Design beider Flaschen weiß den Verkoster:innen zu gefallen, die Gravuren werden als sehr wertig wahrgenommen. Ein:e Verkoster:in merkt an, dass die Namen schwierig bzw. deren Aussprache nicht immer einfach sei. Ein:e Verkoster:in macht sich sogleich schlau: „Tomatin“ spricht man wie „Tuh maa tn“ aus, „Bunnahabhain“ wie „Bu-na-ha-venn“.

AROMA. In der Nase prĂ€sentiert sich der „Bunnahabhain“ ein wenig intensiver, da ist auch eine leicht salzige Meeresbrise festzustellen,

VSBunnahabhain 12 YO Islay Single Malt Whisky

die von zart rauchigen Nuancen begleitet wird. Der Highlander ist hier eher zurĂŒckhaltend, fast schon schĂŒchtern.

GESCHMACK. Wieder beginnen wir mit dem „Bunnahabhain“, der im Gegensatz zum „Tomatin“ sofort seine Muskeln zeigt: Da ist Körper, Frucht, ein wenig Rauch, da prĂ€sentieren sich wĂŒrzige, maritime Noten – aber nahezu kein Torf. Er wird von den Verkoster:innen aber auch als deutlich alkoholischer wahrgenommen. Der „Tomatin“ ist anders, er ist fruchtig und gibt sukzessive sĂŒĂŸere Noten von sich preis. Eine:r der Verkoster:innen meint sofort, dass der die typische DNA der Highlands in sich trĂ€gt. Sein Abgang wird als sehr angenehm empfunden; der Alkohol als schön eingebunden. Im Nu hat er die meisten Verkoster:innen fĂŒr sich gewonnen.

FAZIT. Beide Whiskys schmecken uns zu SchokosoufflĂ©, CrĂšme BrĂ»lĂ©e oder eignen sich als schottischer „Twist“ eines Irish Coffee. Aber auch als Solitair können sie gerade in den kĂŒhleren Monaten schöne Momente bereiten, wir denken an einen bequemen (Leder)Sessel vor einem Kamin – die Verkoster:innen schlagen als Begleiter eine kubanische Zigarre vor. Wir sind auch der Meinung, dass beide Single Malts ein schöner Einstieg in das Whisky-Thema sind, wobei als Empfehlung fĂŒr den Erstkontakt hier der „Tomatin“ die Nase vorn hat.

ERGEBNIS: 4:1 fĂŒr den „Tomatin“.

FĂŒr diesen Whisky (46,3 Vol.%) wurde ungetorfte Gerste verwendet. Die Whiskys fĂŒr die 12-jĂ€hrige AbfĂŒllung reifen zu einem Viertel in spanischen Sherry-FĂ€ssern und zu drei Vierteln in amerikanischen Bourbon-FĂ€ssern. Der Whisky ist ungefĂ€rbt und ohne KĂŒhlfiltration abgefĂŒllt.

Did you know?

FĂŒr einen „Single Malt Whisky“ stammen alle verwendeten Whiskys aus einer einzigen Brennerei, sind also kein Verschnitt aus mehreren Whiskysorten (daher „single“ = dt. „einzeln“). Und als Getreide wird ausschließlich gemĂ€lzte Gerste verwendet (deswegen „malt“ = dt. „Malz“). Der Single Malt kann eine Mischung aus mehreren WhiskyfĂ€ssern einer Destillerie sein, die Altersangabe bezieht sich in solchen FĂ€llen auf das jĂŒngste verwendete Fass.

eingereicht von www.ammersin.at | bestellung@ammersin.at

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J. Hornig WIE ZU HAUSE

Die neuen „J. Hornig Pro Pads“ sind in den Sorten „Ristretto“, „Espresso Forte“, „Lungo Forte“ sowie „Espresso Decaffeinato“ erhĂ€ltlich und mit „Nespresso Professional“-Maschinen kompatibel. Mit den vier Sorten will J. Hornig die unterschiedlichen Vorlieben von Kaffeetrinkern, von GĂ€sten wie Mitarbeitenden, auch außer Haus „optimal abdecken“. Die Bohnen der Pads stammen aus nachhaltigem Anbau. www.jhornig.com

Palmer & Co Champagner LUXURIÖS

Eggers & Franke Österreich erweitert sein Sortiment um die Champagner von Palmer & Co. Die Trauben dafĂŒr stammen aus ökologisch bewirtschafteten Premier- und Grand Cru-Lagen der Champagne-Region Montagne de Reims. Exemplarisch fĂŒr das Haus ist der frische „Blancs de Blancs“, der bei den Champagne & Sparkling Wine World Championships zum Besten seiner Kategorie gewĂ€hlt wurde. www.egfra.at

Grappa Libarna ZUM SCHLUSS

Ebenfalls neu im Kattus-Borco-Portfolio ist „Grappa Libarna“. Er stammt aus dem Piemont und verkörpert bereits seit 1832 die Kunst des italienischen Destillierhandwerks. Die Herstellung aus erlesenem Trester, der sorgfĂ€ltig destilliert wird, als auch das diskontinuierliche Destillationsverfahren in Kupfer-Brennblasen verleihen der Spirituose Reinheit und Frische. www.kattus-borco.at

Bridor IBERISCH GUT

Im Herbst konnte Bridor mit der Übernahme des portugiesischen TK-Backwarenherstellers Panidor sein Produktportfolio ausbauen. Neu im Sortiment ist jetzt die „Schinken-KĂ€se-Tasche“ aus Plunderteig. Deren Aroma lĂ€sst sich weiter intensivieren, wenn sie erhitzt wird und der KĂ€se schmilzt. Außerdem kann der Teig nach Belieben vor dem Backen eingeritzt werden, was ihm eine ansprechende Optik verleiht. www.bridor.com

Stiegl HOCHPROZENTIG

Am Stiegl-Gut Wildshut freut man sich, nun auch einen Whisky prĂ€sentieren zu können. So wurden heuer jene EichenfĂ€sser geöffnet, in denen seit 2017 der „Wildshut Bio Whisky No 12“ reifen konnte. Hergestellt wurde der Salzburger Single Malt Whisky mit einem Alkoholgehalt von 44,4 Vol.% aus 100% Bio-Urgerstensorten, die vor Ort am Biergut angebaut wurden, sowie Wasser aus eigener Quelle. www.wildshut.at

Rosso Antico

AM START

In Zusammenarbeit mit der italienischen Gruppo Montenegro, die bereits seit ĂŒber einem Jahrhundert fĂŒr edle Spirituosen steht, erweitert Kattus-Borco das Portfolio um den Aperitif „Rosso Antico“. Kreiert aus ausgewĂ€hlten Weißweinen sowie 33 Botanicals, begeistert er Wermuth-Kenner mit seinem intensiven Geschmack, der sanften SĂŒĂŸe und angenehmen SĂ€ure. www.kattus-borco.at

Bauernland KNÖDELZEIT

Die Weinbergmaier-Marke „Bauernland“ startet mit vier neuen Knödelsorten in den Herbst. Im praktischen 60g-Format eignen sich diese als Beilage wie auch als vegetarisches Hauptgericht. ErhĂ€ltlich sind die neuen „Bauernland“Kompositionen im 2,1kg-Beutel als „ErdĂ€pfelknödel“, „Steinpilzknödel“, „KĂ€seknödel“ sowie „Preiselbeerknödel“. Die einfache Portionierung spart Zeit in der KĂŒche. www.weinbergmaier.at

Wiberg ELEMENTAR

Im neuen „Wiberg Rauchsalz“ verbinden sich die Urelemente Meer, Sonne und Feuer: Im arabischen Meer geerntet, wird das Meersalz im Anschluss an die natĂŒrliche und dadurch nachhaltige Sonnentrocknung rund zehn Tage schonend ĂŒber Eichenholz gerĂ€uchert. Dadurch entwickeln sich die harmonischen Rauchnuancen, die Gerichten intensive Noten verleihen, ohne andere GeschmĂ€cker zu ĂŒberdecken. www.wiberg.eu

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Flaschendrehen

ZWEI DRINKS IM WETTBEWERB – WAS BESTELLT DIE REDAKTION?

Kandidat 1

Kattus Organic GrĂŒner Veltliner: Der „Kattus Organic GrĂŒne Veltliner“ wurde 2019 vorgestellt und war der erste Bio-Sekt des Familienunternehmens. Er bringt Noten von reifen Äpfeln mit, punktet mit FĂŒlle und einem flotten Mousseux.

Kandidat 2

Kattus Organic Chardonnay:

Trocken und sehr frisch kommt der neue „Kattus Organic Chardonnay“ daher. Er ist nach dem Launch des „Organic RosĂ©â€œ der dritte Bio-Schaumwein im Portfolio von Kattus. In der Nase finden sich AnklĂ€nge von Steinobst und WalnĂŒssen.

Kattus Organic GrĂŒner Veltliner Kattus Organic Chardonnay

Die neue Ausstattung der „Kattus“-Sektfamilie wird in der Verkostungsrunde mit einem anerkennenden „Hallo!“ begrĂŒĂŸt. Die Damen und der Herr unserer kleinen, aber feinen Gesellschaft sind sekterprobt und wissen, dass eine Agraffe Agraffe heißt. Und ihnen sticht sofort ins Auge, dass diese lediglich mit einer Papierschleife versehen ist und jede Variante eine andere Farbe hat. „Das wirkt sehr handwerklich und passt zum Bio-Thema“, wird kommentiert und eine Verkosterin stellt schließlich fest: „Schau, die passt perfekt zu meinem Nagellack.“ Damit sind wir bereit, dem Rest der Flaschen Aufmerksamkeit zu widmen. Das Etikett wirkt reduziert und elegant. Auch die Flaschenform gefĂ€llt uns sehr gut. Da der Auftritt Großes verspricht, schreiten wir eilig zur Verkostung.

VSÜBERRASCHEND. „Wir haben Bio-Sekte im Glas, das merkt man“, fĂ€llt das erste Kommentar beim Riechen. Den „Organic GrĂŒner Veltliner“ hat die Wiener Schaumweinmanufaktur 2019 auf den Markt gebracht, der „Chardonnay“ ist neu. Beide duften nach Steinobst, der Chardonnay etwas untypisch. „Wie kommt der Apfel in die Trauben?“ fragt eine Verkosterin amĂŒsiert und wir stellen die Apfelnoten beim „GrĂŒnen Veltliner“ in unseren Nasen fest. Der erste Schluck macht schließlich klar: Beide sind zwar in der Kategorie trocken beheimatet, aber der „GrĂŒne Veltliner“ punktet bei allen, die es etwas sĂŒĂŸer mögen. FĂŒr alle „weinigeren“ Typen ist der „Chardonnay“ hingegen das Glas der Wahl. Beiden tut ĂŒbrigens etwas Luft gut, sie entfalten sich mit jedem Schluck mehr. Das Ergebnis: 2:2.

Did you know?

Dem Familienunternehmen Kattus stehen in 5. Generation Johannes Kattus und sein Schwager Maximilian Nimmervoll vor. Der Generationenwechsel macht sich jetzt auch optisch bemerkbar: Das gesamte Corporate Design wurde komplett ĂŒberarbeitet: Zeitlos und elegant mit einem großen K als Eyecatcher prĂ€sentiert sich die Marke nun sehr reduziert.

Johann Kattus Sektkellerei
eingereicht von

HEFT-THEMA

gut geerdet

DIE LANDWIRTSCHAFT

Mehr als 300 verschiedene Eaux de vies mit einem Alter zwischen 10 und 37 Jahren verleihen „RĂ©my Martin X.O“ den einzigartigen Reichtum an Aromen.

RĂ©my Martin setzt bei seinen Trauben auf die VorzĂŒge von „Ugni Blanc“, „Folle Blanche“ sowie „Colombard“.

Vive le Terroir

Der Name „RĂ©my Martin“ gilt weltweit als Synonym fĂŒr französische Destillationskunst, deren buchstĂ€bliche Basis die Böden der Grande und Petite Champagne bilden. Dort nĂ€mlich gedeihen jene Trauben, die zu 100% fĂŒr die QualitĂ€t von „RĂ©my Martin“-Cognacs verantwortlich zeichnen.

Laut EU-Verordnung gilt: Ein Cognac ist ein Weinbrand oder Brandy. Dazu erklĂ€rt Alexandre Quintin, International Ambassador bei RĂ©my Martin: „Das Wort ,Weinbrand‘ stammt vom mittelniederdeutschen Begriff ,brandewÄ«n‘ ab, woraus sich spĂ€ter das Wort ,Brandy‘ abgeleitet hat, das im europĂ€ischen Sprachraum vielerorts fĂŒr Weinbrand verwendet wird.“ Und da trennt sich auch schon die Spreu vom Weizen, denn nicht jeder Weinbrand bzw. „Brandy“ ist auch ein Cognac. Ganz im Gegenteil: „Cognac ist eine bestimmte Art von Weinbrand bzw. Brandy, die strengen Punkten folgen muss. Einer der wichtigsten ist, dass Cognac nur aus Trauben hergestellt werden darf, die in der streng definierten französischen Cognac-Region angebaut werden. Das bedeutet auch: Der Name ,Cognac‘ ist geschĂŒtzt“, macht Top Spirit-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Florian Czink die Abgrenzungen deutlich.

TERROIR. Die Cognac-Weinberge erstrecken sich ĂŒber mehr als 83.140ha, die sich in sechs „Crus“ (franz. Regionen) unterteilen: Grande Champagne, Petite Champagne, Borderies, Fins Bois, Bons Bois und Bois Ordinaires. RĂ©my Martin konzentriert sich ausschließlich

auf die Grande Champagne und Petite Champagne. „Zusammen bilden sie das, was wir als ,Cognac Fine Champagne‘ bezeichnen, eine AOC (Appellation d‘Origine ContrĂŽlĂ©e oder kontrollierte Herkunftsbezeichnung – Red.), die eine Mischung von Branntweinen („Eaux de vies“ – Red.) aus diesen beiden Terrois mit mindestens 50% Branntwein aus der Grande Champagne definiert, die als Premier Cru anerkannt ist“, sagt Alexandre Quintin. Die Böden der Grande und Petite Champagne sind als sehr kalkhaltig bekannt, was zu Branntweinen fĂŒhrt, die fĂŒr ihre Eleganz und ihr Alterungspotenzial geschĂ€tzt werden. Die Wurzeln der Reben gleiten durch weiche, kalkhaltige Böden, die 70 Millionen Jahre alt sind, um die benötigten NĂ€hrstoffe zu finden, gegebenenfalls auch unterirdisches Wasser. „Aus ihren prallen, saftigen Trauben entstehen feine, delikate Weine, die außergewöhnlich aromatische Branntweine ergeben. Die Branntweine aus der Grande Champagne zeichnen sich durch reiche Fruchtnoten und eine große LĂ€nge aus, die sie fĂŒr den Ausbau im Fass prĂ€destinieren, wĂ€hrend die Branntweine aus der Petite Champagne eher blumige und fruchtige Aromen aufweisen“, schwĂ€rmt Quintin.

Das Charakteristikum der „Cognac Fine Champagne“ sind die ausgeprĂ€gten Kalkböden, die fĂŒr die Eleganz und das Alterungspotenzial der Cognacs von RĂ©my Martin sorgen.

TYPIZITÄT. RĂ©my Martin verwendet hauptsĂ€chlich die Rebsorte „Ugni Blanc“, aber auch die „Folle Blanche“ und den „Colombard“. „Die ,Ugni Blanc‘ weist zahlreiche Vorteile auf, wie bspw. ihre besondere WiderstandsfĂ€higkeit gegen Krankheiten. Außerdem hat sie ein relativ neutrales, ausgewogenes Profil, was sie zu einer idealen Rebsorte fĂŒr hochwertige WeinbrĂ€nde macht. Nach der Destillation ergeben sie zarte, blumige WeinbrĂ€nde mit gutem Alterungspotenzial, wĂ€hrend die Mischung mit anderen, aromatischeren Sorten Volumen und Finesse verleiht“, schildert Quintin die Charakteristiken.

ABSATZPOTENZIALE. Die USA und China sind die wichtigsten MĂ€rkte fĂŒr Cognac. In den USA ist der Markt stabil, wĂ€hrend er in China allmĂ€hlich wĂ€chst. „Österreich spiegelt ein großes Potenzial fĂŒr qualitativen Cognac wider. Hier ist ‚RĂ©my Martin‘ seit Jahren unangefochtener MarktfĂŒhrer in der Kategorie ,Cognac‘ aus der Petite und Grand Champagne. Grundlage des Erfolgs ist die kompromisslose Einhaltung höchster QualitĂ€tsmaßstĂ€be – jeder Tropfen ‚RĂ©my Martin‘Cognac ist der langjĂ€hrigen Tradition des Hauses verpflichtet und wird mit höchster Sorgfalt hergestellt“, sagt Florian Czink und fĂŒhrt weiter aus: „Die Verbraucher:innen suchen zunehmend nach Marken, die ihren Werten entsprechen; nach Marken, die fĂŒr sie relevant sind, da sie untrennbar mit ihrer Vorstellung von Erfolg verbunden sind. Und da sind die Cognacs von ‚RĂ©my Martin‘ genau die richtige Wahl.“ Der Top Spirit-GF empfiehlt „RĂ©my Martin“ pur, auf Eis, mit Ginger Ale sowie als aromatischen PairingPartner. ksch

PRODUKT 08/09 2023 82

Der Konzeptfolder von „Carte D’Or“ inspiriert zu interaktiven („Sharing“) wie geselligen Desserts fĂŒr herbstliche und winterliche MenĂŒs.

Impulsgeber

Beim aktuellen Konzeptfolder von „Carte D’Or“ stehen vielfĂ€ltige Dessertkreationen im Vordergrund, die in vier Varianten serviert werden können. Die Hauptrollen darin spielen typisch saisonale FrĂŒchte wie Äpfel, Birnen und Zwetschken.

Die Rezeptinspirationen im neuen Dessertfolder drehen sich allesamt um saisonales Obst. Ein Trend in diesem Jahr ist die Kombination aus heißer Frucht und kaltem Eis, wie bspw. ein Birnen-Flammkuchen mit Salz-Karamell-Eis. Die Culinary-Fachberatung von Unilever Food Solutions & Eskimo hat rund um die drei saisonalen FrĂŒchte pfiffige Rezepte entwickelt, die auf den Kombinationen von veganem Vanilleeis mit Bratapfel, Walnusseis mit Zwetschke sowie Birne mit Salz-Karamell-Eis basieren.

BASIS. „Carte D’Or Bourbon Vanille Vegan“ gibt kreativen Chefs die Möglichkeit, die Auswahl an pflanzenbasierten Desserts zu erweitern. Der Konzeptfolder ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut: Aus einem Basisrezept lassen sich vier Variationen zubereiten. Die reichen vom detaillierten Teller-Dessert bis hin zum schnell gemixten Shake.

VIELFALT. Eine wichtige Rolle spielen GetrĂ€nke wie ein Birnen-Karamell-Shake oder ein „Lillet“-Bratapfel-Aperitif. „Wir sehen in einem Drink als Dessertvariante oder als Aperitif eine ideale Möglichkeit, um mit wenigen Handgriffen spannende Kreationen zuzubereiten und Zusatzumsatz zu generieren“, sagt Daniel Kogoj, Culinary Fachberater bei Unilever Food Solutions & Eskimo. NatĂŒrlich sind die klassischen Eisdesserts im Glas oder in kleineren Bechern weiterhin ein Teil des Baukastenkonzepts. Sie punkten durch die unterschiedliche Kombination von Zutaten, und so bekommt der klassische Eisbecher ein modernes, kreatives Upgrade.

VORBEREITUNG. Bei der Konzeption hat man sich von Fingerfood inspirieren lassen und Desserts entwickelt, die sich die GĂ€ste teilen oder selbst zusammenstellen können. „Dadurch verringert sich der Aufwand in der Zubereitung, weil die Zutaten einfach und schnell vorbereitet werden können. Das vereinfacht außerdem Kalkulation und Planung in der KĂŒche, da Personalmangel nach wie vor ein zentrales Thema der Branche ist“, nennt Kogoj die BeweggrĂŒnde. ksch

PRODUKT 08/09 2023

Goldene Morgenstund

Das FrĂŒhstĂŒck oder der Brunch sind wichtige Umsatzbringer fĂŒr professionelle Gastgeber:innen – sowohl in der Hotellerie als auch in der Gastronomie. Dabei sollen nicht nur UrlaubsgĂ€ste auf ihre Kosten kommen, sondern auch jene, die einfach außerhalb der eigenen vier WĂ€nde gemĂŒtlich entspannen wollen.

Beim FrĂŒhstĂŒck legen GĂ€ste zusehends mehr Wert auf eine große Auswahl und entsprechende QualitĂ€t. Gleichzeitig hat die Branche auch mancherorts mit Personalmangel zu kĂ€mpfen, weshalb, je nach Betriebstyp und Möglichkeiten, auch einfache Buffetlösungen ohne viel Reinigungsaufwand und Wartungsarbeiten eine Lösung sein können.

KAFFEEVERGNÜGEN. Dank des kompakten Designs und des integrierten Wassertanks lĂ€sst sich mit der „Schaerer Coffee Skye“ die gesamte Palette an KaffeespezialitĂ€ten servieren. „Der neu optional fĂŒr die ,Schaerer Coffee Skye‘ erhĂ€ltliche automatische Dampfstab ,Supersteam‘ ermöglicht Gastronom:innen, ihr GetrĂ€nkeangebot ohne hohen Aufwand um vegane KaffeespezialitĂ€ten zu erweitern“, sagt HansjĂŒrg Marti, Direktor Vertrieb & Service DACH bei Schaerer.

HERZHAFT. Backwaren bilden die Basis fĂŒr ein reichhaltiges FrĂŒhstĂŒck. „Dass auch unser Brot echtes Superfood sein kann, mag auf den ersten Blick ĂŒberraschen“, erklĂ€rt Georg Resch, EigentĂŒmer Resch&Frisch, und fĂŒhrt aus: „2016 haben wir gemeinsam mit ErnĂ€hrungsexperten unser ,Superfood‘-Sortiment mit Erbsen, Linsen und Soja entwickelt. Die HĂŒlsenfrĂŒchte sorgen in unseren Produkten nicht nur fĂŒr den be-

sonderen Geschmack, sondern vor allem auch fĂŒr die Extraportion Eiweiß oder Ballaststoffe.“

ALTERNATIVPROGRAMM. Bei Vandemoortele denkt man beim Thema FrĂŒhstĂŒck u.a. an die gefĂŒllten Croissants aus dem Sortiment, aber auch an die „Banquet d’Or Essential“-Range mit aktivem Sauerteig sowie an Angebote fĂŒr alternative ErnĂ€hrungsstile – bspw. das „vegane Croissant“. Es zeichnet sich durch eine zarte, feine BlĂ€tterung aus und ist außen knusprig. Das 60g schwere Croissant ist vorgegart und schnell und einfach zubereitet. Nach 30 Minuten Antauzeit wird das „vegane Croissant“ bei 180°C Heißluft bzw. 220°C im Stikkenofen/Etagenofen ca. 18 Minuten gebacken. Es ist in drei Beuteln zu je 24 StĂŒck pro Karton erhĂ€ltlich.

KNUSPERSPASS. MĂŒslikreationen in verschiedenen Sorten bietet Felix Austria mit „Knusperli“ fĂŒr die Gastronomie in Großpackungen an. „Wertvolle Vollkornflocken von Hafer, Weizen, Roggen und Gerste gemischt mit Leinsamen“, erklĂ€rt Daniela Bagari, Senior Product Group Manager bei Felix Austria. Zu den Top-Sellern der „Knusperli Vitality MĂŒsli“-Range gehören laut der Managerin die Sorten „Sport & Nuss“, „Beerenfrucht“ und „35% FrĂŒchte“. „FĂŒr Genießer eignen sich unsere KnuspermĂŒslis ,Erdbeer & weiße Schoko‘ und ,Pur‘. In diesem Bereich

wird es demnĂ€chst auch eine köstliche Neuigkeit von Knusperli geben“, verrĂ€t Daniela Bagari.

HEBELWIRKUNG. Neben der bereits etablierten Portionspackung setzen immer mehr Hotels auch auf Spendersysteme. „Da können wir mit unserem neuen „darbo“-Dispenser voll punkten. Dieser ist ein neues hygienisches Dosiersystem fĂŒr Fruchtaufstriche, Honig und Nougatcreme am FrĂŒhstĂŒcksbuffet. Hochwertige Materialien wie Edelstahl und Aluminium machen ihn zu einem idealen PrĂ€sentations-Tool“, freut sich Darbo-Marketingleiter Klaus Darbo.

ANSPRUCH. Beim FrĂŒhstĂŒck dĂŒrfen Aufschnitte nicht fehlen. Wenn es um Wurst und Schinken geht, geht der Trend hin zu Produkten, die nicht nur geschmacklich punkten, sondern auch den Wunsch nach RegionalitĂ€t und Nachhaltigkeit erfĂŒllen. Dazu passend prĂ€sentiert sich „Cult Beef“ – das QualitĂ€ts-Markenprogramm der österreichischen Rinderbörse. Von diesen AnsprĂŒchen ĂŒberzeugt, hat sich das Familienunternehmen Berger Schinken zu einer Kooperation fĂŒr „Saftschinken“, vom „Weißen Scherzel“ wie gewachsen, entschieden. Gaby Kritsch, Verkaufsleiterin: „Die Philosophie von ‚Cult Beef‘ hat uns beeindruckt. Wir freuen uns sehr, Teil dieser einzigartigen Kooperation zu sein!“

Mit der kompakten „Coffee Skye“ bietet Schaerer Effizienz und FlexibilitĂ€t. Anstelle von Avocado, Acai & Co setzt Resch & Frisch beim „Superfood“-Sortiment auf Erbsen, Linsen und Soja als Zutaten.
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sDer „Premium FrĂŒhstĂŒcks-Skyr“ von SalzburgMilch bietet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.

VIELFÄLTIG. Mit rund 80 typisch österreichischen Wurst-, Schinken- und Braten-SpezialitĂ€ten bietet Wiesbauer ein vielseitiges Sortiment. „Ob ,Original Bergsteiger‘, ,Polnische Spezial‘, ,KĂ€sewurst gebraten‘ oder ,Butter Schinken‘, ,Birkenrauch Schinken‘ und ,Prosecco Schinken‘ –wir haben fĂŒr jeden Geschmack das passende Produkt“, so Wiesbauer-GF Thomas Schmiedbauer. Um zusĂ€tzlich fĂŒr Abwechslung zu sorgen, bietet man einen speziellen FrĂŒhstĂŒcks Aufschnitt in der 180g-Packung mit vier WurstspezialitĂ€ten: „Feine Extrawurst“, „Pikante“, „Gurkerl Extra“ und „Champignon Aufschnittwurst“.

EYECATCHER. Bei der PrĂ€sentation macht das EierwarmhaltegerĂ€t „Castor“ von Eggcellent Foodservice eine gute Figur. „Die GerĂ€te, die es in den unterschiedlichsten Designs gibt, sind sehr attraktiv, und die GĂ€ste können sich selbst bedienen – also kein weiterer Zeit- oder Personalaufwand, und auch keine Wartezeit fĂŒr die

REGIONAL. „Was wir anhand unserer Daten und aus GesprĂ€chen mit vielen Gastro-Kunden wissen, ist, dass in den vergangenen drei Jahren viel mehr Wert auf Herkunft, RegionalitĂ€t und – bei SalzburgMilch – auch auf Bio-Produkte gelegt wird“, schildert Florian Schwap, SalzburgMilch Head of Marketing & Innovation. So freut man sich ĂŒber stark wachsende AbsĂ€tze bei der „SalzburgMilch Bio Premium Linie“, die laut Schwap zu einem wichtigen Teil in den Betrieben beim FrĂŒhstĂŒck zum Einsatz kommt.

„Gefragt ist aktuell auch ,Premium FrĂŒhstĂŒcksSkyr‘ im 250g-Becher. Mit seinem leicht sĂ€uerlichen Charakter und der samtig-cremigen Konsistenz ist er vielfĂ€ltig einsetzbar“, so Schwap.

FUSIONSKÜCHE. Bei Berglandmilch ist man ĂŒberzeugt: FrĂŒhstĂŒck schmeckt am besten

mit regionalen Produkten. „Auch internationale Gerichte lassen sich mit regionalen Zutaten zubereiten und bieten FrĂŒhstĂŒcks- und Brunchvielfalt sowie Innovation“, sagt Anna Brandstetter, Leitung Unternehmenskommunikation bei Berglandmilch. So plant man fĂŒr den Herbst 2023 die WiedereinfĂŒhrung von „SchĂ€rdinger BurgerkĂ€se“. Aber auch der „SchĂ€rdinger Brat- und GrillkĂ€se“ begeistert nicht nur Vegetarier und Flexitarier und lĂ€sst sich in zahlreichen FrĂŒhstĂŒcksgerichten integrieren.

STARTHILFE. FrĂŒhstĂŒcksmöglichkeiten kommen beim Gast noch immer an. Das kann sowohl im Lokal als auch eine To-go-Alternative sein. Gastgeber:innen mit einem entsprechenden Angebot haben hier die Nase vorn. Auch dann, wenn man vegane Produkte integriert, genauso wie regionale und nachhaltige Produkte favorisiert. ksch

GĂ€ste“, verspricht Michaela Göbel von Eggcellent Foodservice. Das „vegane Croissant“ von Vandemoortele ĂŒberzeugt mit feiner BlĂ€tterung. Überzeugt kalt und warm: der „Cult Beef Saftschinken“ von Berger Mit rund 80 typisch österreichischen Produkten bietet Wiesbauer ein breites Sortiment.

gut geerdet

DIE LANDWIRTSCHAFT

Produkte mit Geschichte

Transgourmet geht mit den Landwirt:innen, die die Produkte der Marke „Vonatur“ liefern, eine enge Kooperation ein. PRODUKT hat mit Thomas Panholzer, GF Transgourmet, darĂŒber gesprochen, inwiefern auch Gastronom:innen und deren GĂ€ste davon profitieren.

PRODUKT: Wie wichtig sind den GĂ€sten Informationen ĂŒber Herkunft, Tierwohl und Verarbeitung?

Panholzer: Die Menschen fĂŒhlen sich wohl, wenn sie wissen, dass das Rind oder das Hendl, das sie serviert bekommen, artgerecht aufgewachsen und nicht um die halbe Welt gereist ist. Ein Mehrwert bei „Vonatur“ ist, dass die Wertschöpfung zum Großteil regional in Österreich passiert – dass diese Aspekte auch etwas kosten, ist den Menschen bewusst. Durch Corona, ProduktengpĂ€sse und multiple Krisen sind die Werte Nachhaltigkeit, Wohl fĂŒr Mensch und Tier und regionale Versorgung noch wichtiger geworden. Genau das sind die Kernelemente des Nachhaltigkeitssortiments der Marke „Vonatur“ von Transgourmet.

PRODUKT: Welche Vorteile haben die zuliefernden Landwirt:innen?

Panholzer: Sie profitieren von fixen Abnahmegarantien und -konditionen. Die aktive Verkaufsförderung obliegt Transgourmet – sie wird bspw. durch verschiedene KommunikationsaktivitĂ€ten forciert. So werden die Produkte einem breiten Publikum vorgestellt. Die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte im Großhandel eröffnet Landwirt:innen ei-

nen wichtigen Absatzkanal. Herbert Lahmer, der im sĂŒdlichen Waldviertel Enten und GĂ€ste mĂ€stet, die ĂŒber Transgourmet „Vonatur“ vermarktet werden, sagt: „Ich sehe in der Zusammenarbeit eine große Chance fĂŒr uns und die regionale Landwirtschaft, unsere Bauernhöfe nachhaltig und umweltbewusst zu bewirtschaften.“

PRODUKT: Wie profitieren Gastronom:innen von „Vonatur“-Produkten?

Panholzer: Hinter den „Vonatur“-Produkten steht jeweils eine Geschichte, die der/die Gastronom:in erzĂ€hlen kann, genauso wie echtes Handwerk und Leidenschaft. Der/Die Gastronom:in serviert also ein Schnitzel und berichtet dabei seinen GĂ€sten ĂŒber den Bauern, bei dem das Schwein aufgewachsen ist. Um diesen Mehrwert zu prĂ€sentieren, gibt es von Transgourmet Tischaufsteller oder Screens fĂŒr die Bildschirme in der Gaststube, und die Produkt-Geschichten werden auf Einschubkarten fĂŒr die Speisekarte erzĂ€hlt.

PRODUKT: Welche und wie viele Produkte umfasst das „Vonatur“-Sortiment?

Panholzer: Transgourmet „Vonatur“ bietet 229 Produkte: von Pasta aus Italien ĂŒber Zie-

genkĂ€se sowie Essig aus der Steiermark bis zu Bio-Bergweiderind aus Oberösterreich und GebĂ€ck aus dem MĂŒhlviertel. 88% der Wertschöpfung finden in Österreich statt. Ein Fokus des Sortiments ist das breite Angebot an Fleisch- und GeflĂŒgelspezialitĂ€ten, u.a. GeflĂŒgel wie WeidegĂ€nse, Weideenten oder Freilandhendl sowie Bio-Kleeschwein und BioBergweiderind aus Oberösterreich.

PRODUKT: Was ist fĂŒr die Zukunft geplant?

Panholzer: Als nĂ€chste Artikel werden wir Fisch aus Griechenland und Lachs von den FĂ€röer Inseln ins Sortiment nehmen. Wir gehen davon aus, dass das Thema Nachhaltigkeit weiter in der Gesellschaft vorangetrieben wird und fĂŒr Gastronom:innen die Chance bietet, jetzt die Weichen fĂŒr eine ökologischere Zukunft zu stellen und wirtschaftlich zu profitieren. Denn die Mehrkosten im Einkauf lassen sich im Verkauf mehrfach erwirtschaften. kp/ksch

Herbert Lahmer, Enten- und GĂ€nsebauer Thomas Panholzer, GF Transgourmet Bald gibt es Fisch aus Griechenland von Vonatur © Mila Zytka fĂŒr Transgourmet
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© Andreas Kolarik fĂŒr Transgourmet
HEFT-THEMA

Wo kommt’s her?

Die seit kurzem in GroßkĂŒchen verpflichtende Herkunftskennzeichnung könnte auch fĂŒr die Gastronomie zum Thema werden. Hannes Royer vom Verein Land schafft Leben erwartet „eine Sensibilisierung“ der Konsument:innen.

Infolge der Herkunftskennzeichnung mĂŒssen Gemeinschaftsverpflegungsbetriebe kĂŒnftig angeben, woher Fleisch, Milch und Eier stammen, sofern sie als einzelne Speise, als Beilage oder als qualitativer Bestandteil eines Gerichts angeboten werden. Hannes Royer, GrĂŒnder des Vereins Land schafft

Leben, sieht in der Kennzeichnungspflicht fĂŒr GroßkĂŒchen auch einen Weichensteller fĂŒr die Gastronomie: „Die Herkunftskennzeichnung bringt nicht nur mehr Transparenz auf unsere Teller, sondern wird auch fĂŒr eine Sensibilisierung der Konsument:innen sorgen – und damit den Weg fĂŒr eine Herkunftskennzeichnungspflicht in der Gastronomie ebnen. Denn je öfter die Herkunft angegeben ist, desto öfter wird es den Menschen auffallen, wenn im Gasthaus dann plötzlich nicht dabeisteht, wo Fleisch, Milch und Eier herkommen. Viele werden es schlichtweg nicht mehr akzeptieren, ihr Geld fĂŒr Essen auszugeben, von dem sie nicht einmal wissen, wo es herkommt und wie es produziert worden ist. Die anonyme Speisekarte ist ein Auslaufmodell.“

QUALITÄT. FĂŒr Maria Fanninger, GrĂŒnderin des Vereins Land schafft Leben, wird damit „ein lange ĂŒberfĂ€lliger Schritt“ in Richtung mehr Transparenz im Außer-HausVerzehr gesetzt. „Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung wird bei einigen zu einem bösen Erwachen fĂŒhren, denn viele gehen davon aus, dass die Lebensmittel in Kantinen ohnehin aus Österreich kommen. Mit der Herkunftskennzeichnung wird hier Licht ins Dunkel gebracht, und das ist gut so. Die Konsument:innen haben ein Recht darauf, zu erfahren, woher das Essen auf ihren Tellern kommt, denn die Herkunft und die dort herrschenden Produktionsbedingungen machen einen QualitĂ€tsunterschied“, weiß Fanninger. ksch

Aufgrund der fĂŒr die Gemeinschaftsverpflegung jetzt gĂŒltigen Herkunftskennzeichnung sieht der Verein Land schafft Leben kĂŒnftig auch die Gastronomie unter Zugzwang.

Wiberg ZEITGEMÄSS

Das neue „Wiberg Umami Style“ ist in der praktischen Pulverform zum Finishen und Abschmecken fĂŒr eine Vielzahl herzhafter Kreationen geeignet. Salzreduziert und ohne kĂŒnstliche Aromen entspricht es den AnsprĂŒchen zeitgemĂ€ĂŸer KĂŒche. Das GewĂŒrz verleiht somit jedem Gericht den letzten Schliff und hebt mit seinem vollmundigen Geschmacksprofil pikante Speisen auf ein gĂ€nzlich neues Niveau. www.wiberg.eu

Vandemoortele FUNKTIONSGENUSS

Die ErnĂ€hrung geht in Richtung gesĂŒnder, nahrhafter und natĂŒrlicher. Daher erweitert Vandemoortele sein Brotsortiment um zwei Varianten, die diese Kriterien erfĂŒllen. Die Brote „Kerniges KrĂŒstchen“ und „Fruchtiges KrĂŒstchen“ prĂ€sentieren sich in handwerklicher Optik, ohne Zusatzstoffe und aus hausgemachtem Sauerteig. Antauzeit: 30 Minuten, Backzeit bei 180°C: ca. 15 Minuten. www.vandemoortele.com

Riedel GLASKLAR

Das neue „Riedel Kaffeeglas“ ist Teil der „Riedel Drink Specific Glassware“-Kollektion und soll laut Maximilian J. Riedel „eine schöne Alternative zu Porzellan oder Keramiktassen“ sein. Die leichte Wölbung nach außen erleichtert das Eingießen und begĂŒnstigt die Bildung einer perfekten Crema – auch bei einem Double-EspressoShot. Die GlĂ€ser sind spĂŒlmaschinenfest und im 2er-Karton erhĂ€ltlich. www.riedel.com

hollu MEHR POWER

Mit der „Powerline“ der Nass- und Trockensauger bietet Hollu das Richtige fĂŒr die ReinigungsansprĂŒche des gewerblichen Alltags. ErhĂ€ltlich sind unterschiedliche Modelle mit einem oder zwei Motoren und Höchstleistungen von 12 bis 90L BehĂ€lterfassungsvermögen sowie einer Luftleistung von 57 bis 142 l/s. Alle ProfigerĂ€te ĂŒberzeugen mit Saugleistung und Effizienz. www.hollu.shop

Wiberg RAUCHIG

Das neue „Wiberg Golden BBQ“ macht die breite Auswahl an „Wiberg Exquisite“-Produkten um eine Nuance reicher. Mit ihrem sanften Geschmack bietet die Neuheit kreativen Chefs vielfĂ€ltige Möglichkeiten fĂŒr erlesene Grill-Kreationen. FĂŒr das Duft- als auch Geschmackserlebnis sorgen nicht zuletzt sorgsam gerĂ€ucherter Rohrzucker, blumige Vanille sowie die dezente SchĂ€rfe vollreifer Guajillo-Chilis. www.wiberg.eu

Délifrance VARIANTENREICH

Mit seinem schachbrettartigen Aussehen und 55cm LĂ€nge ist das neue „Maxi-PavĂ© Polka“ von DĂ©lifrance nicht nur Hingucker am Buffet, sondern bietet auch genug Platz fĂŒr herzhafte Belagsmöglichkeiten wie Fisch, KĂ€se oder Schinken. Belegte Brote eignen sich daher auch ideal fĂŒr das To-go-Angebot. Der Brotlaib wiegt 1.100g und ĂŒberzeugt mit lockerer Krume und herzhafter Kruste. www.delifrance.de

Wiberg ORDNUNGSHALBER

Mit dem „Wiberg Buffetspender“ stehen Essig(e) und Öl(e) in perfekter Ordnung am Buffet. Die drei möglichen Flaschen werden darin ohne ihren Schraubverschluss platziert. Dabei wird jede Flasche durch eine Kugel verschlossen, sodass Geruch und IntensitĂ€t nicht verloren gehen. Diese sorgt ĂŒberdies dafĂŒr, dass keine FlĂŒssigkeit austritt und Fruchtfliegen, die den Essig lieben, fernbleiben. www.wiberg.eu

Welbilt STANDHAFT

Die neue „Convotherm“-KombidĂ€mpfer-Generation der Premium-Reihe „maxx pro“, zu der auch die neuen StandgerĂ€te gehören, will bei Effizienz, Arbeitssicherheit und Inklusion im Betrieb neue MaßstĂ€be setzen. Zudem arbeiten sie nachhaltig, indem sie bis zu 80% Wasser und bis zu 16% Strom gegenĂŒber dem VorgĂ€ngermodell „Convotherm 4 Deluxe Spritzer“ einsparen können. www.convotherm.com

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Rundum­

sorglos Paket

Mit einer Komplettlösung zum SpĂŒlen erleichtert Winterhalter seinen Kund:innen aus Gastronomie und Hotellerie den Arbeitsalltag. So beinhaltet das Package SpĂŒlmaschine, Körbe sowie speziell entwickelte SpĂŒlchemie.

Bei professionellen Gastgeber:innen kommen zusehends Becher und MenĂŒschalen, Boxen, Bowls und wiederbefĂŒllbare Flaschen und Karaffen zum Einsatz. Vieles davon ist meist aus Kunststoff mit einem geringen Eigengewicht. Damit die Becher beim SpĂŒlen nicht umkippen und mit Wasser volllaufen, bietet Winterhalter speziell entwickelte Körbe mit AufsĂ€tzen. Der Aufsatz entfĂ€llt bei Körben fĂŒr Bowls und SchĂŒsseln. Bei sehr leichtem SpĂŒlgut kann der SpĂŒldruck ĂŒberdies mit der variablen SpĂŒldruckanpassung „VarioPower“ reduziert werden. Auch die Trocknung ist ein

100 Jahre:

Meilensteine & Innovationen

Das Ecolab-Team blickt auf zehn Dekaden Innovation, ServicequalitĂ€t, Wissenschaft und Nachhaltigkeit zurĂŒck. Gleichzeitig ist aber mit der Vision „Protecting What‘s Vital“ der Grundstein fĂŒr die Zukunft gelegt.

Im Laufe der letzen 100 Jahre gab es fĂŒr Ecolab zahlreiche Gelegenheiten, neue Erfahrungen zu sammeln, neue MĂ€rkte zu erschließen, neue Probleme zu lösen. Kurzum: Es gab viele Chancen fĂŒr neue Perspektiven. Diese Jahrzehnte haben Ecolab zu dem gemacht, was das Unternehmen heute ist und sind Grundlage sowie Antrieb, auch in den nĂ€chsten 100 Jahren Menschen und Ressourcen zu schĂŒtzen. Somit bleibt der Fokus auf die Zukunft gerichtet und darauf, 100% positive Ergebnisse fĂŒr Kund:innen, Gemeinden und den Planeten zu erzielen.

großes Problem beim SpĂŒlen von Kunststoff. Mit der Kombination aus Maschineneinstellungen, passenden Körben und speziell entwickelter SpĂŒlchemie ermöglicht es Winterhalter, die Restfeuchtigkeit auf ein Minimum zu reduzieren. So kann das SpĂŒlgut unmittelbar nach dem SpĂŒlen platzsparend gestapelt werden.

FLASCHENWEISE. Immer mehr Gastronom:innen nutzen die Vorteile eines Wasserspenders und servieren ihren GÀsten Wasser in eigenen Flaschen oder Karaffen. Mit dem Flaschenkorb und einem speziellen Adapter kön-

Becher können beim SpĂŒlen nicht mehr umkippen – dank der speziell entwickelten Körbe von Winterhalter.

nen diese schnell und einfach gereinigt und wieder befĂŒllt werden: bis zu acht Flaschen und Karaffen in unter einer Minute.

NACHGEFRAGT. Im Außerhaus-GeschĂ€ft hat sich maschinelles SpĂŒlen als Grundpfeiler etabliert – auch bei Mehrweg. Dazu Johann Freigassner, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Winterhalter Gastronom Vertrieb und Service GmbH, Österreich: „Themen wie Hygiene und Nachhaltigkeit haben in den vergangenen Monaten, bedingt auch durch die Pandemie, enorm an Bedeutung gewonnen. Als SpĂŒlspezialist nehmen wir deutlich die BewusstseinsverĂ€nderungen aus der Hotellerie und Gastronomie wahr. Dementsprechend sind wir froh, dass wir gemĂ€ĂŸ unserer Unternehmensphilosophie und -strategie wieder einen Schritt voraus sind und unseren Kund:innen ‚Hygienisches SpĂŒlen mit System – eine professionelle Komplettlösung zum SpĂŒlen von Mehrweggeschirr und Mehrwegflaschen‘ zeigen können.“ ksch

Das erklĂ€rte Ziel von Economics Laboratory (bis in die 80er-Jahre „EL“ – dann erfolgte die Umbenennung in „Ecolab“) war es immer, seinen Kund:innen die Möglichkeit fĂŒr hygienisch einwandfreie Dienstleistungen bereitzustellen.

trieblichen Equipments zu verlĂ€ngern. Bei Ecolab liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit, das große Ganze im Blick haben, ebenso den Betrieb der Kund:innen, um hier zu schĂŒtzen, was wichtig ist. Dabei lautet das Unternehmenscredo: „Protecting What‘s Vital“ – und: der Branche mit Gesamtkonzepten helfen, insgesamt einwandfreie und professionelle Dienstleistungen erbringen zu können.

FARBENSPIEL. GrĂŒn ist nicht gleich grĂŒn. Das dauerhafte Engagement, quasi die ganze Farbpalette an „GrĂŒntönen“ ausschöpfen zu können, hilft Ecolab-Kund:innen, das zu ihrem Betrieb passende Nachhaltigkeitskonzept („GrĂŒnton“) in Sachen Hygiene zu finden und so ihre individuellen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Das kann sein, weniger Wasser und Energie zu verbrauchen, den Abfall zu reduzieren, Mitarbeitende und Teams optimal fĂŒr eine ergonomische, sichere und effiziente Anwendung zu schulen, um bspw. die Nutzungsdauer des be-

IDEENREICHTUM. Ökologische Produkte und innovatives Verpackungsdesign bieten die neuesten „grĂŒnen“ Innovationen: einmal das Produktsortiment „Maxx S“, leistungsstarke Cradle-to-Cradle-zertifizierte Unterhaltsreiniger, zudem „Maxx Plus“, die Produktlinie fĂŒr Mehrweg-Verpackungslösungen inkl. neuartigem Dosiersystem, sowie „Ecobrite Low Temp“, das Niedrigtemperaturwaschverfahren fĂŒr energiesparende Textilhygiene in hauseigenen WĂ€schereien. ksch

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LIEBLINGS PR DUKT PRODUKT DES MONATS

Aus allen Produktvorstellungen der letzten Ausgabe [07/2023] haben die Handelsentscheider:innen ihre Top-Favoriten gewÀhlt.

Kategorie Food: Ölz

Schoko-Bananen Taschen

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Die Kombination von Schokolade und Banane ist beim Naschen sehr beliebt. Ölz der MeisterbĂ€cker prĂ€sentiert die sĂŒĂŸe Melange in einer Plundervariante, als „Ölz Schoko-Bananen Taschen“ in der 200g-Packung. Dem von Hand gelegten Snackprodukt können auch die Handelsentscheider:innen nicht widerstehen: Die „Ölz Schoko-Bananen Taschen“ sind das Foodprodukt des Monats.

Kategorie Nonfood: Zewa

comfort Kamille mit GeruchStop

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Das stille Örtchen wird dank des „Zewa comfort Kamille mit GeruchStop“, einem geruchsneutralisierenden, 3-lagigen Toilettenpapier, zu einer WohlfĂŒhloase – denn schlechte ToilettengerĂŒche werden mittels spezieller Technologie durch Kamille-Duft ersetzt. Da atmen auch die Handelsentscheider:innen auf und durch: Sie wĂ€hlten „Zewa comfort Kamille“ zum Nonfood-Produkt des Monats.

Das

ganz Persönliche Lieblingsprodukt der Aktuellen Ausgabe –

diesmal von Brigitte Drabek

Ach, ich sage es Ihnen, seufz, der Urlaub war wirklich wunderbar. Un- ser Mini-HĂ€uschen befand sich in einer einsamen Bucht am Meer, in der wir ob der weiten Entfernung zur nĂ€chsten Ortschaft absolute Ruhe hatten. Aber auch die Zivilisation hatte Ruhe von uns, denn den harten und wortwörtlich steinigen Weg dorthin nahmen wir nur einmal fĂŒr einen Großeinkauf auf uns. Schließlich hatte uns die Anreise bereits einen Patschen beschert und diese nicht launenfördernde Situation wollten wir nicht unbedingt wiederholen. So galt es, sich mit ausreichend haltbarem Strandfutter fĂŒr 9 Tage einzudecken – haufenweise Cracker und Brotchips inkludiert. Wieder daheim ereilte mich in der Redaktion ein Paket voller mediterraner „snatts“-Knabbereien (Vertrieb: Conaxess Trade Austria). Brandneu im Sortiment ist die „Bocaditos“Sorte „Ham Flavour and Tomato“, die trotz Schinken-Geschmacks vegan ist und die wohl auch meinen großteils vegetarischen Miturlaubern gefallen wĂŒrde. Viel mehr angetan hat es mir persönlich aber die Variante „Tomate Oregano“, die so dermaßen nach Urlaub schmeckt, dass ich den ersten Arbeitstag, ich gebÂŽs zu, gedanklich nochmal in „unserer“ Bucht verbracht habe.

snatts Bocaditos

Das „Lieblingsprodukt“ wird aus all jenen Neuheiten gewĂ€hlt, bei denen wir die Gelegenheit bekommen, sie selbst zu probieren.

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