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PRESTIGE Switzerland Volume 79

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ORNAMENTINA

Von Zürich inspiriert. Von Beyer kreiert.

Blueprints Fraumünster Zürich

Midnight Scented Dream PARFUM INTENSE

IM PRES SUM

erscheint vierteljährlich

OWNER

Schweizer Fachmedien GmbH

Pfeffingerstrasse 19 CH-4153 Reinach

Telefon +41 61 711 13 93 info@schweizerfachmedien.ch www.schweizerfachmedien.ch

PUBLISHER

FRANCESCO J. CIRINGIONE

PUBLISHING DIRECTOR

HASAN DURSUN

HEAD OF PRESTIGE

BORIS JAEGGI

b.jaeggi@schweizerfachmedien.ch

EDITOR IN CHIEF

URS HUEBSCHER u.huebscher@schweizerfachmedien.ch

HEAD OF SALES

HAZIM JUNUZOVIC h.junuzovic@schweizerfachmedien.ch

SALES

VIRGINIE VINCENT v.vincent@schweizerfachmedien.ch

HEAD OF PRODUCTION & ART DIRECTION

MELANIE MORET m.moret@schweizerfachmedien.ch

PRODUCT PUBLIC RELATION

LAURA GIARRATANA l.giarratana@schweizerfachmedien.ch

PUBLIC RELATION

GIULIA CIRINGIONE g.ciringione@schweizerfachmedien.ch

EDITORS

NATHALIE BECKER

GISBERT L. BRUNNER

ALEXANDER CHETCHIKOV

KATRIN GEHRI

JULIA GRUBER

BEAT KRENGER

ELISABETH MÜLLEDER

MICHAEL WASESCHA

CORRECTOR

MARIO HETZEL

COVER

Daniel Brush Maze (detail), 1992 Pure gold, steel. Private collection Photo: L'ÉCOLE, School of Jewelry Arts - B. Chelly

PHOTOGRAPHS

Taschen, Image database, Dior, Die Gestalten Verlag GmbH und Co. KG Patek Philippe, Hublot, Cartier, Rolex, Urban Jürgensen, Jaeger-LeCoultre, Breitling, TAG Heuer, Corum, Gucci, Universal Genève, Maurice Lacroix, Gerald Charles, Chopard, Bvlgari, Juwelier Kurz AG, Louis Vuitton, Pasquale Bruni, Swarovski, Piaget, Tiffany & Co., Nevermined, Longines, Parmigiani Fleurier, Jacob & Co., Bugatti, Vacheron Constantin, Tudor, Greubel Forsey, IWC Schaffhausen, Norqain, BMW, Ferrari, Bentley, Porsche, Audi, Mercedes-Benz, Tesla, Brabus, Dab Motors, Maserati, Longchamp, Dorothee Schumacher, knt kiton, Saint Laurent, Balmain, Tommy Hilfiger, Joseph Fashion, Valentino, windsor., Tsatsas, Gant, Ferragomo, Brunello Cucinelli, Igea, Loewe, Paula’s Ibiza, Berluti, Chanel, Lancôme, Armani, Dolce&Gabbana, Carolina Herrera, YSL, Calvin Klein, Paco Rabanne, Mugler, Versace, Guerlain, Le Labo, one.two.free!, Dr.Hauschka, Babor, Maria Galland, Alpeor, Kylieskin, Hermès, Révive, Tom Ford, Oral-B, Declaré, Sisley, Doctor Babor, Jo Malone, Cellmen, Clinique for Men, Biotherm, Diptyque, Gianfranco Ferré Home, NII / ITOKI, Lalique, BoConcept, Atelier Axo, Lavie, Igea, Rivoli, UfoTM3, Dyson, Floyd, Tumi, Carl Friedrik, Phaidon, Monacelli, Alena Brandt, K-Garden

ADMIN, COORDINATION & SUBSCRIPTIONS

SERPIL TÜRKMEN

s.tuerkmen@schweizerfachmedien.ch

PRICE

Issue CHF 10.–/€ 11.–Year CHF 39.–/€ 40.–

is a registered trademark. (IGE 596.147)

ISSN Print: 1662-1255

ISSN E-Mag: 2813-1495

A PART OF FIRST CONSULENZA AG

Entdecken Sie seit Mai 2026 mit der VIVA BEYOND Frankreichs Highlights!

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22 EWIGE MUSE

22 & JEWELLERY WAT CH ES ART & CUL TURE 48 72

100 Jahre Marilyn Monroe

34 THE END OF HUMAN RACE

Alexander Maria Lohmann

42«DER EDLE AKT. PORZELLAN UND EROTIK»

Sonderausstellung im Museum

Schloss Fürstenberg

46 SHORTCUT BOOKS

Buch-Highlights auf einen Blick

48 AM PULS DER KUNST

Art Basel

53 EDITOR ’ S CHOICE

Drei kulturelle Highlights

54 TECHNIK VOR LAUTSTÄRKE

Uhrenfrühjahr 2026

66 ICONIC SINCE 1957

OMEGA Speedmaster

72 THE ART OF LINE AND LIGHT

Ein Meister der Goldschmiedekunst

76 SCHLANKES KRAFTPAKET

Vacheron Constantin

78 DRIVEN BY TIME

Porsche Design

BIG BANG RELOADED

MOTION FASH ION

80 DER NERVENKITZEL DES OFFENEN FAHRENS

Moderne Cabrios im Fokus

90 SCHNELLSTES FAHRZEUG DER WELT

BYD begeistert mit Technologie

94 DIE KÖNIGIN DER ALPENSTRASSE

Stilfser Joch

98 EINE ZUSAMMENARBEIT MIT LOBANOV DESIGN

Isa Blade

100 SUMMER GADGETS

Die Highlights der Saison

102 PRÄZISION. VIELSEITIGKEIT. VERMÄCHTNIS.

Ina Kess

110 MADE IN MILAN

Die Modemetropole Mailand

118 WHEN HOPE IS NOT ENOUGH

Thongchai Lerspiphopporn

124 IT ’ S A BURBERRY SUMMER

Burberry-Check-Bikini

130 FERNWEH AUF DEM KOPF

Die Rückkehr der Badekappe

134 DIE WELTWEIT MEISTVERKAUFTEN PARFÜMS

Die Top 20

140 VOM OP ZUR SKINCARE

Was eine Chirurgin anders sieht

142 FORSCHERIN ZWISCHEN NATURHEILKUNDE UND KUNST

Emma Kunz

148«EIN WENDEPUNKT, DER VON INNEN KAM»

Michael Epiney setzt auf Balance

150 HAUS DER DÜFTE UND AROMEN

Sensoria

LI VI NG 154

TR AV EL

154 THE POWER OF MUSIC

Bowers & Wilkins Px8 S2

158 STILLER LUXUS

Pontresina damals und heute

162 TRADITION, VERTRAUEN & VISION

Maura Wasescha AG in St. Moritz

166 EIN ZUFLUCHTSORT FÜR KREATIVITÄT

Zu Hause bei Sir Henry Royce

174 AUSZEIT IM TROPENPARADIES

Dinarobin Beachcomber Golf Resort & Spa

182 SAUDI-ARABIENS NEUE BÜHNE FÜR ARCHITEKTUR & DESIGN

Amaala

186 EIN UNVERGESSLICHER ÜBERNACHTUNGSORT

Giraffe Manor Hotel

190 ALL-INCLUSIVE-DEBÜT IN PUNTA CANA

W Hotels

194 DER ZAUBER VON MARYHILL

Ein Ort voller Ruhe

196 SOMMERZEIT IM KURHAUS CADEMARIO

Sommer, Sonne und Entspannung

198 ARCHITEKTUR UNTER DER STADT

Die schönsten U-Bahn-Stationen der Welt

200 TRAVEL NEWS Reisewelten & smarte Reisebegleiter

202 100 JAHRE MARILYN MONROE

Los Angeles feiert Marilyn Monroe

205 WUSSTEN SIE SCHON ...?

Karibik-Insel Aruba feiert 40 Jahre Status Aparte

206 WYNDHAM HOTELS & RESORTS

Im Gespräch mit Dimitris Manikis

Amani, architektonisches Design für ein einzigartiges

Outdoor Living Erlebnis

Träumen Sie sich an einen einzigartigen Ort, an dem Sie die Natur in ihrer reinsten Form erleben können. Der ultimative Outdoor Living Bereich, der sich ganz nach Ihrem Komfort, Ihrem Geschmack und Ihren Wünschen gestalten lässt. Raffinierter, vollständiger und multifunktionaler denn je. Entdecken Sie unsere Amani.

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Amani Showrooms in der Schweiz

Erregi

Green Art

AMS Construction

Iseli & Eng

Lamatec

Vettiger Metallbau

1030 Bussigny­Pres­Lausanne

1222 Vésenaz (La Pallanterie)

3280 Morat

3627 Heimberg

3960 Sierre

9245 Oberbüren

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Offizieller Partner

208 IM HERZEN DER PROVENCE

Domaine du Grand Fontanille

214 GALICISCHES LEBENSGEFÜHL

Mar de Frades Albariño D.O. 2024

216 FOR HEAVEN ’ S SAKE

Reiswein mit Tradition

218 130 JAHRE DER EXTRAKLASSE

Domaines Ott* feiert Jubiläum

220 ALT, ABER GUT

Luxusgüter-Aktie

226 TOP 100 VERMÖGENSVERWALTUNG

Die kuratierte Auswahl der globalen Finanzelite

228 GLANZ UND GELD AUF SOCIAL MEDIA

Der stille Aufstieg der Power-Creatorinnen

MAURA WASESCHA AG: DIE KUNST DES LUXUS, DIE ESSENZ DER EXZELLENZ IN ST. MORITZ

Seit über 48 Jahren steht Maura Wasescha AG für höchste Eleganz und Prestige im Luxusimmobilienmarkt von St. Moritz. Mit tiefem Wissen über die Region und einem exklusiven Netzwerk bieten wir außergewöhnliche Residenzen an den schönsten Orten des Engadins und darüber hinaus. Unser Anspruch geht über klassische Vermittlung hinaus: Wir gestalten maßgeschneiderte Erlebnisse – von individueller Beratung über diskrete Verwaltung bis hin zu stilvollem Interior Design und Concierge-Services auf höchstem Niveau. Jede Immobilie ist ein Meisterwerk, in dem Komfort, Privatsphäre und natürliche Schönheit eine perfekte Einheit bilden. Mit Maura Wasescha AG wird Luxus zur gelebten Realität – einzigartig, stilvoll und unvergleichlich.

DAS METAVERSE EIN NEUES

SETTING FÜR LUXUS

EDI TO RIAL

Luxus war schon immer mehr als das, was man besitzt. Es geht darum, wie etwas erlebt wird, wie es zugänglich ist und wie es anerkannt wird. Heute wird eine neue Ebene hinzugefügt. Metaverse verändert das Wesen von Luxus, aber es erweitert, wo und wie es ausgedrückt wird. Gleichzeitig findet Anerkennung neue Formen. Auszeichnungen, Status und Glaubwürdigkeit sind nicht mehr auf physische Räume beschränkt.

Luxus war zudem schon immer eng mit dem Ort verbunden. Flaggschiffläden, private Veranstaltungen und kuratierte Umgebungen haben geprägt, wie Marken erlebt werden. Jetzt erweitern sich diese Umgebungen. Virtuelle Räume bieten Kunden neue Möglichkeiten, Kollektionen zu erkunden, Veranstaltungen zu besuchen und mit Marken in Umgebungen zu interagieren, die nicht an den Standort gebunden sind. Diese Räume sind nicht dazu gedacht, physische Erfahrungen zu ersetzen. Stattdessen verlängern sie diese und bieten zusätzliche Momente der Interaktion und Entdeckung. Anerkennung wird in diesem Zusammenhang sehr sichtbar. Preisgekrönte Marken können ihren Status in diesen Umgebungen präsentieren und in virtuelle Showrooms, Messen und Erlebnisse integrieren. Anstatt ein Logo oder eine Aussage zu sein, wird es Teil des Raums selbst und stärkt die Glaubwürdigkeit auf eine Weise, die Kunden sehen und nutzen können. Dies schafft eine Kontinuität zwischen der physischen und digitalen Präsenz einer Marke.

Anerkennung bleibt eines der stärksten Signale im Luxusbereich. Sie steht für Vertrauen, Qualität und Erfolg. Was sich verändert, ist, wie sie ausgedrückt wird. Heute kann sich die Anerkennung über verschiedene Umgebungen hinwegbewegen. Sie kann in digitale Vermögenswerte eingebettet, in personalisierten Erlebnissen widergespiegelt und in virtuellen Räumen präsentiert werden. Sie ist nicht mehr auf einen Moment oder einen Ort beschränkt.

Die überzeugendsten Luxusmarken heute sind diejenigen, die in ihrer Identität konsequent bleiben und dabei neue Wege erkunden, um mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Luxus hat sich immer angepasst und ist seinem Kern treu geblieben. Was sich jetzt entfaltet, ist einfach der nächste Ausdruck dieser Tradition.

Green Marilyn, 1962, by Andy Warhol

ART CUL TURE &

Marilyn Monroe, Ballerina Sitting, 1954, by Milton H. Greene
Milton H. Greene © MHG Collective, LLC.

Autor_Beat Krenger

EWIGE MUSE

Am 1. Juni 2026 wäre Marilyn Monroe 100 Jahre alt geworden – und sie ist allgegenwärtig. Insbesondere die Kulturindustrie mit Millionen von Fans begeht diesen Jahrestag mit ehrfürchtiger Intensität. In den nächsten Monaten wird kein Weg an der Filmlegende vorbeiführen. Nicht, weil sie neu entdeckt wird, sondern weil sie nie weg war. Ihre magnetische Wirkung ist ungebrochen, ihre Aura zeitlos, ihr Zauber unerreicht.

Marilyns Stern strahlt heller denn je: Ausstellungen in Los Angeles, London, Paris und Zürich widmen der Schauspielerin umfassende Retrospektiven. Mattel bringt eine Centennial-Barbie heraus. Bei Auktionen werden Nachlass-Erlöse in astronomische Höhen getrieben, und die legendären Siebdrucke von Andy Warhol brechen neue Rekorde. Alle sind sich einig: Die Welt ist immer noch verrückt nach der Monroe.

Keine andere Künstlerin aus ihrer Generation hat eine derart unsterbliche Präsenz entwickelt. Sie war ein Superstar, lange bevor sich die Selbstvermarktung im Netz etablierte, und doch funktioniert ihr Image im modernen Zeitalter besser als je zuvor.

100 Jahre Marilyn Monroe: Jeder, der die Ikone fotografiert hat, sah etwas anderes in ihr. Und genau das machte sie so einzigartig. Zum Jubiläum wird die Muse aller Musen besonders kunstvoll gefeiert.

2022 nähte sich Kim Kardashian in Marilyns legendäres Kennedy-Geburtstagskleid (Wert: 1.5 Millionen US-Dollar), um auf der Met Gala einen unvergesslichen Auftritt hinzulegen. Der Stunt löste einen Sturm der Empörung aus, da Konservatoren vor Schäden am historischen Stoff warnten. Aber die ganze Aufregung bewies auch: Marilyn Monroe ist nicht nur Inspiration, sie ist Währung. Wer sie trägt, kann selbst Geschichte schreiben.

Auch Beyoncé wurde schon des Öfteren im Monroe-Look abgelichtet, genauso wie Lady Gaga am Anfang ihrer Karriere, etwa im Video zu ihrem Hit «Paparazzi» oder 2016 zur Verleihung der Golden Globes. Selbst Lana Del Rey hat Gefallen daran gefunden, Marilyn-Zitate wie Goldfäden in ihre Lieder zu spinnen. Das Album «Born to Die» klingt wie eine Meditation über das tragische Schicksal der berühmten Blondine, ohne ihren Namen je zu erwähnen.

«SIE HAT

GENERATIONEN VON NAMHAFTEN KÜNSTLERN INSPIRIERT. UND TUT ES HEUTE NOCH.»

Victoria

Siddall, Direktorin der National Portrait Gallery

ARCHIV DER VERWANDLUNG

Sie bietet eine Projektionsfläche für Fantasien und heimliche Sehnsüchte, für Sinnlichkeit und das Versprechen, dass Glamour eine Form von Freiheit sein kann. 100 Jahre: Ein ganzes Jahrhundert ist vergangen seit ihrer Geburt 1926 als Norma Jeane Mortenson in Los Angeles – in eine Welt, die noch nicht ahnte, was für eine Ausnahmeerscheinung sie erschaffen würde.

Ohne sie gäbe es keine Bilder, die jetzt unter dem Titel «Marilyn Monroe – A Portrait» in der Londoner National Portrait Gallery gezeigt werden. Es ist keine weitere nostalgische Huldigung, sondern eine Untersuchung dessen, was geschieht, wenn ein Mensch zum Image wird, wenn das Abbild bedeutender wird als das Original. Zwei Kuratorinnen haben relevante Gemälde und Hunderte von Fotografien zusammengetragen – von den ersten unbeholfenen Aufnahmen bis zu den letzten, die eine Frau zeigen, die an ihrem Ruhm verzweifelt. Ein Archiv der Verwandlung. Von den frühen Pin-up-Fotos bis zu den letzten verstörenden Bildern: Man wird sehen können, wie sich ihr Blick verändert, wie das Lächeln brüchiger und die Pose mechanischer wird, wie aus Spiel Ernst wird und aus Ernst Verzweiflung. Präsentiert werden ausserdem bisher unveröffentlichte Fotografien für das Magazin «Life»: intime Porträts, die Allan Grant einen Tag vor dem Tod der Schauspielerin im August 1962 in ihrem Haus in Brentwood aufgenommen hat.

«Marilyn Monroe ist der Inbegriff von Glamour, verkörpert durch die Filme, in denen sie mitwirkte, und eine Fülle von Fotografien, die in die Geschichte eingegangen sind», erklärt Victoria Siddall, die Direktorin der National Portrait Gallery. «Sie hat Generationen von namhaften Künstlern inspiriert. Und tut es heute noch.»

Marilyn Monroe, 1962,
by Allan Grant
© 1962 MM LLC (Photographs by Allan Grant), www.marilynslostphotos.com

MYTHOS UND INSPIRATION

Besonders die Fotografen haben den Mythos einer Ikone geboren. André de Dienes, der sie 1945 fotografierte, als sie noch kastanienbraune Haare hatte und noch niemand wusste, dass sie unsterblich werden würde. Er sah etwas in ihr, das sie selbst nicht sehen konnte. Oder vielleicht sah er nur, was er sehen wollte – ist das nicht immer so bei Musen? Sie sind Spiegel, keine Subjekte. Doch Marilyn war ein besonderer Spiegel. Einer, der nicht nur reflektierte, sondern transformierte. Jeder Fotograf, der durch ihre Linse blickte, sah etwas anderes – und genau das machte sie so einzigartig. Sie war formbar. Wandelbar wie ein Chamäleon. Eine Schauspielerin, die in jede Fantasie passte, weil sie selbst keine feste Form hatte. Oder weil sie gelernt hatte, ihre Form zu verändern, je nachdem, wer sie gerade anschaute.

Richard Avedon machte sie zur Kunst. Seine Porträts von 1957 fingen eine Frau ein, die es geniesst, beobachtet zu werden. Die damit spielt wie eine Katze mit einem halbtoten Vogel. Augen geschlossen, Mund geöffnet, eine Ekstase, die so inszeniert ist, dass sie echt wirkt. Oder umgekehrt. Avedon erzählte später, er habe in diesen Sessions gesehen, wie sie sich verwandelte – von Norma Jeane zum Hollywoodstar und zurück. Als würde sie einen Schalter umlegen. «Sie konnte Marilyn werden», sagte er, «wie andere Leute einen Mantel anziehen.»

Bert Stern fotografierte sie 1962, sechs Wochen vor ihrem Tod, für die amerikanische «Vogue». «The Last Sitting» nannte er das Editorial – der letzte Termin. Nackt, bis auf ein paar Chiffontücher, die mehr enthüllten als verhüllten. Sie selbst kreuzte auf den Kontaktbögen die Aufnahmen durch, die ihr nicht gefielen – mit grossen Xs über ihrem Gesicht. Als wolle sie sich selbst auslöschen. Als ahnte sie, dass es bald vorbei sein würde. Die durchgestrichenen Bilder wurden später teurer verkauft als die genehmigten.

Stern beschrieb die Sitzung später als «sechs Stunden reiner Magie, gefolgt von einer schleichenden Panik». Er habe gespürt, dass etwas nicht stimmte. Dass Marilyn nicht mehr spielte, sondern flüchtete – in die Kamera, vor sich selbst. «Sie war gleichzeitig vollkommen präsent und vollkommen abwesend», sagte er. «Als würde sie durch mich hindurchschauen, auf etwas, das ich nicht sehen konnte.»

© André de Dienes /
Marilyn Monroe, 1946, by André De Dienes

HEILIGE IN KNALLFARBEN

Die Fotografen konnten nicht aufhören, die Schauspielerin zu fotografieren, weil sie ein wandelndes Paradox war: in ihren Beziehungen geradezu unterwürfig und als Superstar vollkommen unerreichbar. Dabei war überraschend, dass sie als Model nicht nur brav posierte, sondern auch die Initiative ergriff und das Recht beanspruchte, Bilder abzulehnen, die ihr nicht gefielen.

Mit diesem Widerspruch hatte sie bis zum tragischen Ende zu kämpfen. Daraus entstand diese faszinierende Wirkung, die bis heute anhält. Weil eine glückliche Muse langweilig ist. Und sich eine glückliche Geschichte weniger gut vermarkten lässt als eine tragische.

Das verstand auch Cecil Beaton, der sie 1956 im Bett mit einer roten Nelke in der Hand fotografierte, das Gesicht so weichgezeichnet, dass sie aussah wie eine viktorianische Puppe. Marilyn als Kunstwerk, als Objekt, als etwas, das man ins Museum stellt und hinter Glas bewundert. Was sie auch wird. In diesem Moment, aber

auch in Zukunft. Später sorgte Andy Warhol dafür, dass sie für immer als Pop-Art existiert, vervielfältigt und zur luxuriösen Marke gemacht wurde.

Warhol ist der Schlüssel zum Verständnis dessen, warum sie als Legende bis heute relevant ist. Er nahm eines von Bert Sterns Bildern, ein Publicity-Foto für den Film «Niagara» von 1953, isolierte Monroes Gesicht vor einem goldenen Hintergrund und stilisierte sie zu einer byzantinischen Heiligen. Später stellte er in New York diverse Siebdruck-Variationen davon her – allesamt in knalligen Farben: Pink, Gelb, Türkis.

Warhol sah in ihr, was sie selbst nie sein wollte: ein Produkt. Und Produkte kann man reproduzieren. Bis in alle Ewigkeit. Aber er tat noch etwas anderes: Er machte ihre Entmenschlichung zur Kunst. Je öfter man ihr Gesicht zu sehen bekommt, umso mehr wird es zum dekorativen Hintergrund.

UND GENAU DAS MACHT SIE UNSTERBLICH.

© 1962 MM LLC (Photograph by Allan Grant)
Marilyn Monroe, 1955, by Milton H. Greene
© Eve Arnold Estate
Marilyn Monroe, Mount Sinai, Long Island, 1952, by Eve Arnold

IDOL DER POPKULTUR

Kostümbildner liebten sie, weil sie der Mode eine Form gab. Der Stoff immer nah am Körper. William Travilla entwarf für sie das berühmteste Kleid der Filmgeschichte – jenes blütenweisse, plissierte Exemplar, das über einem U-Bahn-Schacht hochflog, während sie in «Das verflixte 7. Jahr» kichernd versuchte, es festzuhalten. Ein Kleid, das nur funktioniert, weil darunter Marilyn Monroe steckte. Hätte eine andere Berühmtheit es getragen? Das Kleid wäre längst in Vergessenheit geraten.

Madonna war die erste Künstlerin in den 80er-Jahren, die dem Zauber der Hollywood-Diva selbst verfiel. Sie bleichte ihre Haare, malte sich einen Schönheitsfleck auf, räkelte sich im Video zu «Material Girl» in einem langen Kleid aus rosa Satin, das direkt aus dem Film «Blondinen bevorzugt» geklaut war, genauso wie die Musical-Einlage von «Diamonds Are A Girl’s Best Friend». Madonna imitierte die laszive Verführerin, aber mit einem Unterschied: Sie war nie ein Opfer. Sie war stets Regisseurin ihrer eigenen Marke, und das untermauerte ihre selbstbestimmte Starqualität. Pamela Anderson hingegen interpretierte ihre platinblonden Ambitionen in den 90er-Jahren ganz anders. Sie wurde zur Trash-Version des Idols: auftoupiertes Haar, üppiges Décolleté, mit einem Lächeln, das gleichzeitig einladend und leer war. Anderson spielte jahrelang die sexy Amazone, obwohl sie als Darstellerin auch ganz andere Facetten zu bieten hatte. Erst viele Jahre später gelang es ihr, sich von ihrem freizügigen Image zu emanzipieren. Zuletzt hat sich Sabrina Carpenter ausgiebig mit MonroeReferenzen geschmückt. Besonders die Videos der Sängerin sind voll davon – das glatt geföhnte blonde Haar, der Schmollmund, die inszenierte Unschuld. Für das Cover ihres Albums «Man’s Best Friend» zitierte sie unverblümt die goldenen Zeiten der HollywoodÄra, indem sie ein Foto von Marilyn Monroe aus dem Jahr 1957 nachstellte. Dies löste in den Feuilletons eine Debatte über Provokation, Satire und Inspiration aus.

PARFUM DER EINSAMKEIT

Der Hollywoodstar starb mit 36. Überdosis. Möglicherweise Selbstmord. Möglicherweise Unfall. Möglicherweise Mord. Doch das Narrativ war bereits geschrieben: Sie war zu schön für diese Welt, zu sensibel. Die Frau, die alles hatte und nichts. Die Frau, die von allen geliebt wurde und doch einsam starb.

Der Schock über ihren plötzlichen Tod im Jahr 1962 wirkte als Auslöser für die Entstehung zahlreicher Porträts durch Kunstschaffende beidseits des Atlantiks. Die britische Pop-Art-Pionierin Pauline Boty, eine glühende Bewunderin der Leinwandgöttin, verarbeitete ihre Trauer in Gemälden wie «The Only Blonde in the World» (1963) und «Colour Her Gone» (1962).

Was über all die Jahre fast vergessen ging: Marilyn Monroe selbst war eine leidenschaftliche Kunstliebhaberin und -sammlerin. In ihrer Wohnung in New York hingen Werke von Rodin und Renoir, sie besass Drucke von Goya und eine kleine Skulpturensammlung. Besonders fasziniert war sie von der Antike – in ihrem Schlafzimmer stand eine Reproduktion der Büste der Nofretete. Sie sah in Nofretete eine Seelenverwandte. Eine Frau, die zur Galionsfigur wurde, aber deren wahren Charakter niemand kennt.

Colour Her Gone, 1962, by Pauline Boty

IHR LETZTES VERSPRECHEN

Der Weltstar wurde auch selbst kreativ. In den späten 50er-Jahren begann sie zu malen, beeinflusst vom abstrakten Expressionismus, geprägt von Künstlern wie Jackson Pollock, Mark Rothko und Willem de Kooning. Ihre eigenen Bilder zeigen kräftige Farben, gestische Pinselstriche, eine gewisse Unruhe. Sie malte keine Selbstporträts, sondern Emotionen in Reinform. Einige dieser Arbeiten wurden nach ihrem Tod versteigert, andere blieben in Privatbesitz. Wer sie gesehen hat, erkennt darin, wie die Künstlerin versuchte, ihre inneren Dämonen auf der Leinwand zu bändigen.

«Sie war keine naive Blondine», stellt der deutsche Filmhistoriker Peter Schnug fest. «Sie las Dostojewski, Joyce, Rilke. Sie besuchte Kunstgalerien in New York und diskutierte mit Lee Strasberg über Methoden des Method Acting. Sie war intellektuell neugierig und kulturell ambitioniert.» Ihr Apartment sei eine Mischung aus Museum und Zufluchtsort gewesen – der einzige Platz, an dem sie sich sicher fühlte.

Wer die Ausstellung in der National Portrait Gallery besucht, wird der magnetischen Anziehungskraft von Marilyn Monroe auf den Grund gehen. Gemälde für Gemälde. Foto für Foto. Jahr für Jahr. Vom natürlichen Lächeln bis zum professionellen Spiel mit dem Betrachter. Und vielleicht wird man irgendwo, in einer der frühen Aufnahmen, einen Moment entdecken. Einen Blick. Ein Zögern. Etwas, das sagt: Ich weiss genau, was hier passiert. Ich weiss, wie es einmal enden wird. Aber ich mache trotzdem weiter.

«SIE WAR INTELLEKTUELL NEUGIERIG UND KULTURELL AMBITIONIERT.»

QUICK FACTS

«Shot Sage Blue Marilyn» (1964) von Andy Warhol ist das teuerste Kunstwerk mit Bezug zur Hollywoodlegende. Das Gemälde aus einem Schweizer Nachlass wurde 2022 für 195 Millionen US-Dollar bei Christie’s in New York versteigert.

Zahlreiche Stars haben sich über die Jahrzehnte vom einzigartigen Look der Schauspielerin inspirieren lassen: Lady Gaga, Christina Aguilera, Madonna und Billie Eilish genauso wie Ana de Armas in der Filmbiografie «Blonde».

«Marilyn Monroe: A Portrait» beleuchtet ihr kulturelles Erbe als Muse für Fotografen und Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Ausstellung läuft noch bis zum 6. September 2026 in der National Portrait Gallery in London.

Norma Jeane, 1946, by Bruno Bernard

THE END OF

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Alexander Maria Lohmann

HUMAN RACE

Ein Maler, eine Bildidee, eine Leinwand – das ist Alexander Maria Lohmann nicht. Lohmann denkt gross, sehr gross. Seine Visionen sind weltumspannend, der Begriff «Kunst» ist viel zu klein für das, was seine Werke verkörpern und aussagen. Alexander Maria Lohmann ist ein Rockstar der Kunstwelt: avantgardistisch, unbequem, revolutionär.

Seit jeher ist Lohmann ein Grenzgänger, der es auf ausgetretenen Pfaden nicht aushält. Er muss dorthin, wo noch kein anderer war: als Fotograf unter akuter Lebensgefahr in Kriegsgebiete, unter grössten Strapazen in entlegenste Hochgebirge, Dschungel oder Wüsten – und mit seinen Sujets immer am Puls der Zeit, dabei mindestens einen Fuss schon in der Zukunft. Lohmann sieht die Welt gleichsam mit Facettenaugen: in kleinsten Details, die sich zu einem umfassenden Bild zusammenfügen. Die Vielfalt seiner Motive spiegelt sich in der Wahl seiner Medien. Von Fotografie über klassische Malerei, verschiedenste Materialien wie Papier, Holz, Glas und Stahl bis hin zu Videografie und digitalen Collagen – er nutzt sie alle und kombiniert sie mosaikartig in monumentalen Werken, die sich gängigen Kategorien entziehen.

ALEXANDER MARIA LOHMANN

THE END OF HUMAN RACE

Lohmanns aktuelles Thema ist das grösste und brennendste unserer Zeit: die Zukunft der Erde und allen Lebens. Die Menschheit befindet sich im Wettlauf mit der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Klimawandel, Artensterben und der Aufstieg künstlicher Intelligenz – wie wird das Rennen für uns ausgehen? Noch haben wir es in der Hand! Mit seinen Werken geht Lohmann genau dorthin, wo die dramatischsten Veränderungen aktuell stattfinden: zu abschmelzenden Gletschern, brennenden Wäldern, sterbenden Korallenriffen. An diesen Schauplätzen rund um den Globus stellt er ihnen jene Akteure gegenüber, die dafür verantwortlich sind: Silhouetten von Menschen.

Den Elementen schutzlos ausgesetzt, werden die Werke und ihre schemenhaften Betrachter von den Umwelteinflüssen verändert – so, wie die sich wandelnde Umwelt auch unsere Gesellschaft transformiert. Durch umfassende mediale Begleitung werden wir als globales Publikum Zeugen dieser Verwandlung.

THE END OF HUMAN RACE –VOL. I: SÖLDEN / TIROL – GLETSCHER Erster Schauplatz des weltumspannenden Projekts ist Lohmanns Heimat, die Ötztaler Alpen – eines der aufwendigsten Kunstprojekte unserer Zeit. Jahr für Jahr schmelzen hier die Gletscher ihrem baldigen Ende entgegen – unter den Augen zigtausender Wintersporttouristen. Auf knapp 3000 Metern Seehöhe realisierte Lohmann ein Kunstprojekt, das in Dimension, Dringlichkeit und künstlerischem Anspruch neue Massstäbe setzt. Mitten in der spektakulären

Gletscherlandschaft des Rettenbachferners errichtete Lohmann die erste Phase seines Langzeitprojekts HUMAN RACE – ein Mahnmal für die Zukunft der Menschheit, ein ästhetisches Monument im Angesicht des Klimawandels. Im Zentrum des Projekts stehen sieben monumentale Werke, bis zu 3.50 Meter hoch, die sich mit Themen wie Klimakrise, Artensterben und künstlicher Intelligenz auseinandersetzen. Die Werke wurden teils im Permafrostboden vor einem Gletschersee versenkt – konzipiert als lebendige Installation, die sich über ein Jahr hinweg durch Schnee, Wind und UV-Strahlung sichtbar verändert. Flankiert werden die Arbeiten von 13 menschlichen Silhouetten, die zwischen den Bildern platziert wurden. Diese bestehen aus wetterfestem Cortenstahl auf der einen und hochglanzpoliertem Edelstahl auf der anderen Seite.

Das Konzept: Die Betrachter*innen spiegeln sich in den Silhouetten selbst – als Teil des Problems und vielleicht auch der Lösung. Der Mensch steht im Zentrum, sichtbar und zugleich verschwunden. Im Herzen der Installation ragen zudem zwei skulpturale Stelen aus dem Eis – bestehend aus jeweils drei ineinandergestellten CortenstahlTrägern. Diese industriellen Strukturen stehen sinnbildlich für die menschliche Schaffenskraft – und zugleich für deren Vergänglichkeit. Denn Stahl trägt in sich das unaufhaltsame Bedürfnis, zu seinem Ursprung zurückzukehren: zu Eisenerz. Ebenso wie die 13 Silhouetten aus Cortenstahl werden auch diese Stelen im Laufe der Zeit rosten – als poetische Erinnerung daran, dass alles Künstliche wieder Teil der Natur wird. Ein besonderes visuelles Element ist die Figur NIVI – ein futuristischer «Alien» aus spiegelndem Stahl, der über das Ensemble wacht. NIVI, was auf Grönländisch «Eis» bedeutet, fungiert als stille Beobachterin der Erde – als Sinnbild für das Fremde, das wir unserer eigenen Welt geworden sind. Das Publikum vor Ort wird an mehreren Infopoints über das Projekt informiert. HUMAN RACE ist ohne Übertreibung eines der aufwendigsten privaten Kunstprojekte der Gegenwart. Der Künstler hat sein gesamtes Vermögen in die Realisierung gesteckt, unterstützt von einer wachsenden Zahl von Förderern.

Das Konzept: Die Betrachter*innen spiegeln sich in den Silhouetten selbst –als Teil des Problems und vielleicht auch der Lösung.

THE END OF HUMAN RACE – KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Lohmann ist überzeugt, dass KI das bedeutendste Thema unserer nahen Zukunft sein wird – daher ist dieses Werk das grösste des Projekts und wird im wahrsten Wortsinn «höher gehängt» als die übrigen. Statt eines Menschen wird ihm die Silhouette eines Aliens gegenübergestellt. Das Sujet besteht aus abstrakten Linien und Punkten, die von einer KI angeordnet wurden. Spiegelelemente beziehen den Betrachter in das Werk mit ein.

THE END OF HUMAN RACE – MENSCH

Als Hauptverursacher der aktuellen rasanten Veränderungen der Erde spielt der Mensch eine zentrale Rolle. Im Kosmos einer Grossstadt steht eine äthiopische Mutter mit Kind im Fokus des Werks. Umgeben sind sie von zahlreichen Menschen, deren diverse Herkünfte durch Originaltextilien verschiedenster Ethnien dargestellt werden. Die Wolkenkratzer der Stadt bestehen aus Hunderten unterschiedlichen Materialien und gepresstem Müll.

THE END OF HUMAN RACE – ARTENSTERBEN Schätzungsweise 150 Arten verlieren wir unwiederbringlich Tag für Tag – eine der gravierendsten Folgen der aktuellen Umweltund Klimakrise. Das akut vom Aussterben bedrohte Nashorn steht als zentrales Sujet exemplarisch für diesen massiven Verlust. In den Armen eines Kraken zeigen weitere 820 gefährdete Tierarten sowie Hunderte Löcher für bereits ausgestorbene Arten, wie rasant die Vielfalt des Lebens auf der Erde schwindet.

THE END OF HUMAN RACE –GLETSCHERSCHMELZE Rauchende Fabrikschlote und schmelzende Gletscher: Dieser Zusammenhang ist dank detaillierter Klimaforschung längst unstrittig. Der infolgedessen unaufhaltsam steigende Meeresspiegel vertreibt immer mehr Tiere aus ihrer Heimat, und auch den Menschen steht das Wasser bald bis zum Hals – zuerst natürlich den Kindern.

THE END OF HUMAN RACE –REGENWALD

Ein bunter Regenwald aus farbigen Spiegelstücken, der unaufhaltsam zerstört wird, steht hier für die zahlreichen sensiblen Systeme der Erde, die aktuell kurz vor ihrem Kipppunkt stehen. Warten wir zu lange, kann es für eine Rettung bald zu spät sein.

THE END OF HUMAN RACE –FEUER / HITZE

Die Erde brennt – nicht nur sinnbildlich, sondern in vielen von Dürren und Waldbränden betroffenen Regionen wortwörtlich. Neben verkohltem Holz beziehen auch hier Spiegel den Betrachter als Hauptverursacher mit ein.

THE END OF HUMAN RACE – ZEIT

In einem Rennen ist Zeit der entscheidende Faktor. In kürzester Zeit haben wir Menschen so vieles zerstört – jetzt bleibt uns nur mehr wenig Zeit, diesen Entwicklungen entgegenzusteuern.

THE END OF HUMAN RACE – SILHOUETTEN

Der Hauptakteur in THE END OF HUMAN RACE ist der Mensch –als Verursacher und auch als Leidtragender. Neun Silhouetten von Erwachsenen und Kindern im Originalmassstab stehen an den Schauplätzen in freier Natur für die Menschheit. In den hochglanzpolierten Oberflächen spiegeln sich die Betrachter und werden so Teil des Werks. Unverspiegelt, fremd und andersartig verkörpert die Silhouette eines Aliens das Unbekannte: die neuartigen Herausforderungen durch künstliche Intelligenzen, unser ungewisses Schicksal und vielleicht auch die Erde der Zukunft, die womöglich ganz anders aussehen könnte als heute.

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«DER EDLE AKT. UND EROTIK»

SONDERAUSSTELLUNG

IM MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG

Neapolitanischer Fischerjunge (nach Carl Gustaf Qvarnström), um 1900, Porzellanmanufaktur Gustafsberg (Schweden), Leihgabe: Privatbesitz

Nackte Körper, zärtliche Umarmungen, provokante Posen: Die europäische Porzellankunst ist voll von erotischen Motiven und Botschaften –und manchmal scheint das Material selbst zu flirten. Die neue Sonderausstellung «Der edle Akt. Porzellan und Erotik» im Museum Schloss Fürstenberg lädt dazu ein, genauer hinzuschauen.

Seit

Autor_Urs Huebscher Bilder_Warneke

Seit dem Rokoko sind Erotik, Sexua lität und Geschlechterbilder feste Bestand teile der europäischen Porzellankunst. Mal zart angedeutet, mal überraschend deutlich zeigen Figuren und Dekore, wie sehr Lust, Begehren und gesellschaftliche Normen miteinander verwoben waren. Häufig versteckten sich erotische Motive hinter mythologischen Szenen, allegorischen Figuren oder höfischen Liebespaaren – und waren dennoch klar lesbar für ein eingeweihtes Publikum.

Porzellan bot dabei einen besonderen Spielraum: Serien antiker Götter erlaubten das Zeigen nackter Körper, Darstellungen galanter Paare feierten das Ideal der höfischen Liebe, während Schäferszenen diese romantisch verklärten. Beliebt waren auch Theaterfiguren der Commedia dell’arte, die mit Humor und Überzeichnung bewusst gegen höfische Regeln verstiessen und Lust als Spiel inszenierten.

Peter Strang (1936 – 2022), «Junges Liebespaar», 1960, Porzellanmanufaktur Wallendorf, Leihgabe: Privatbesitz

Mit dem Ende des 18. Jahrhunderts änderte sich der Blick. Aufklärung und Klassizismus verdrängten die als frivol empfundenen Liebesmotive. An die Stelle galanter Szenen traten strengere Schönheitsideale nach antikem Vorbild. Porzellan verlor in den Augen vieler Kritiker seinen künstlerischen Anspruch und damit auch seine erotische Offenheit.

Der Blick auf das 18. Jahrhundert als «galantes Zeitalter» entstand erst später, als Porzellan im 19. Jahrhundert verstärkt kunsthistorisch erforscht wurde. Die sinnliche, verspielte Formsprache des Rokoko galt nun als besonders passend für das Material Porzellan und prägte nachhaltig das Bild dieser Epoche. Diese Neubewertung beeinflusste nicht nur die Wahrnehmung des Publikums, sondern auch die Programme der Porzellanmanufakturen. Historische Motive wurden aufgegriffen, weiterentwickelt und mit zeitgenössischen Strömungen wie Jugendstil und Symbolismus verbunden. So blieb die Bildwelt des Rokoko präsent – immer wieder neu interpretiert und bis ins 20. Jahrhundert hinein lebendig.

Die Ausstellung «Der edle Akt. Porzellan und Erotik» zeigt in vier Ausstellungsbereichen diese Entwicklung ebenso wie die überraschende Vielfalt erotischer Ausdrucksformen im Porzellan –zwischen Andeutung und Provokation, Sinnlichkeit und gesellschaftlicher Konvention.

KÖRPERBILDER IN DER ALTEN KAPELLE

Hier lässt sich verfolgen, wie vom 18. Jahrhundert bis heute der menschliche Körper dargestellt wurde und wird. Die Schönheitsideale jeder Epoche lassen sich dabei ebenso ablesen wie die Vorstellungen von geschlechtlichen Identitäten und damit verbundenen Rollenerwartungen. Bis ins späte 20. Jahrhundert hinein dominieren dabei die Darstellungen von idealisierten Körpern weisser Menschen aus einer binären, heteronormativen Perspektive. Dieser Ausstellungsteil lädt dazu ein, heutige und auch eigene Körperbilder zu hinterfragen.

FACETTEN VON LUST UND LIEBE IM GERVEROT-SAAL

Zarte Verliebtheit, inbrünstige Liebe, wilde Ekstase, rasende Lust, todtraurige Sehnsucht – das Begehren kennt eine Vielzahl von Gefühlsregungen. Zwischen Liebesglück und Liebesleid schwankt das Pendel der Lust als zutiefst menschliche Eigenschaft. In der Vergangenheit bestimmte wiederum der heteronormative und vorrangig männliche Blick die Kunstproduktion. Mit Werken der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit wird die Vielfalt der Lust gefeiert.

MATERIALEROTIK IM FOYER VOR DER BESUCHERWERKSTATT

Das Wort «Porzellan» weckt viele Assoziationen – auch mit erotischem Bezug: Die «Porzellanhaut» beschreibt ein Schönheitsideal, als «Porzellanpuppe» wird ein bestimmter Frauentyp analogisiert. Und warum gilt Porzellan oft sogar als «weibliches» Material? Doch es geht auch um den praktischen erotischen Gebrauch, wenn daraus Sextoys gefertigt werden.

Gustav Oppel (1891 – 1978), «Triton» und «Najade», um 1920, Porzellanmanufaktur

Aelteste Volkstedt, Leihgabe: Privatbesitz

QUICK FACTS

Das Schloss-Ensemble der deutschen Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG bietet für jeden Besucher ein interessantes Angebot.

SAMMELLUST IN DER BESUCHERWERKSTATT

Das Sammeln lässt sich hocherotisch deuten: die lustvolle Jagd nach einem Objekt der Begierde, die Glücksgefühle beim erfolgreichen Erwerb. Für Sigmund Freud war das Sammeln ohnehin nur eine Kompensation unerfüllter sexueller Wünsche. In diesem Ausstellungsbereich werden drei historische Sammlerpersönlichkeiten vorgestellt: August der Starke, Madame de Pompadour und Rudolf Just, für die der Besitz von Porzellan ganz unterschiedliche, aber immer auch eine lustvolle Bedeutung hatte. Ausserdem gibt es mit der Inszenierung einer kompletten Privatsammlung einen Blick «inside the head of a collector» auf der Grundlage neuer US-amerikanischer Forschung in der Neuropsychologie.

Die Ausstellung «Der edle Akt. Porzellan und Erotik» wird gefördert von der Kulturstiftung der Länder, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Braunschweigischen Sparkassenstiftung, der Stiftung Niedersachsen, der Braunschweigischen Stiftung, der RenateAhrens-Stiftung, der Stiebel-Familienstiftung und dem Freundeskreis Fürstenberger Porzellan e. V. Die Firma Light IT unterstützt die Ausstellung mit innovativen Beleuchtungslösungen.

Das Museum bietet mit seinem modernen und vielfältigen Ausstellungskonzept Spass und Infotainment für alle Generationen.

Mit der umfangreichen Dauerausstellung und einem Programm aus Sonderausstellungen und Aktionen werden nicht nur die Historie der Manufaktur und die Technologie der Porzellanherstellung für die Besucher*innen erlebbar gemacht. Vielmehr öffnet das Wissen über die Bedeutung von Porzellan in den Lebenswelten der Menschen einen neuen, spannenden Zugang zu Geschichte und Kultur verschiedener Epochen.

Das Museum Schloss Fürstenberg befindet sich mitten im Weserbergland im ehemaligen Grenzposten und Jagdschloss der braunschweigischen Herzöge.

SHORTCUT BOOKS

NORMAN FOSTER. WORKS

Norman Foster nimmt uns mit zu einigen seiner bekanntesten Bauwerke, darunter die Millennium Bridge, der «Gherkin», der Apple Park und der Berliner Reichstag. Diese Chronik umfasst sein gesamtes Werk und zeigt mit handverlesenen Bildern und teils unveröffentlichten Skizzen sechs Jahrzehnte brillanter, grenzüberschreitender Architektur.

TASCHEN, taschen.com 712 Seiten | ISBN 978-3-7544-0584-0 (EN)

HELMUT NEWTON. ONE-OFF.

Eine eindrucksvolle Reproduktion eines einzigartigen Fotoalbums von Helmut Newton: 1999 mit Sammler Gert Elfering entstanden, vereint es 112 kleinformatige Originalabzüge in Farbe und Schwarz-Weiss. Die Bilder – ikonische Modefotografien, Polaroids, Werbe- und bislang unveröffentlichte Arbeitsaufnahmen – sind handschriftlich kommentiert. Heute Teil der Nicola Erni Collection, wird das Unikat erstmals ausserhalb der Schweiz in Berlin gezeigt. Die einst ungebundenen Werke sind nun gerahmt und nebeneinander erlebbar.

Phaidon, phaidon.com

114 Seiten | ISBN 978-1-8372-9151-9

NOW IS NOW TOKYO

Dieses Buch präsentiert die dynamische Essenz Tokios anhand von Strassenfotografien verschiedener Fotografen. Ihre Bilder fangen die pulsierende Kultur, flüchtige Momente und kontrastreichen Facetten der Stadt ein und bieten einen vielschichtigen Einblick in das urbane Leben. «Now is Now Tokyo» richtet sich an Japan-Fans, Fotografie-Enthusiasten und Kulturinteressierte –und vereint das Who is Who der Strassenfotografie Tokios in einem Band.

teNeues, Die Gestalten Verlag GmbH und Co. KG 240 Seiten | ISBN 978-3-96171-740-8

Helmut Newton. One-off.
Courtesy: Phaidon
Courtesy: Phaidon

EXPLORE: THE LEADING HOTELS OF THE WORLD

«Explore: The Leading Hotels of the World» ist der dritte Band der renommierten Coffee-Table-Reihe von The Leading Hotels of the World, in Zusammenarbeit mit Phaidon, Monacelli und The Slowdown. Das hochwertig gestaltete Buch präsentiert über 80 aussergewöhnliche Hotels welt weit – von alpinen Rückzugsorten bis zu exklusiven Wellnessund Outdoor-Destinationen. Im Fokus stehen Abenteuer, Wohl befinden und transformative Reiseerlebnisse. Ergänzt wird der Band durch «Day Trip»-Tipps und Insider-Empfeh lungen. Reich bebildert und edel verarbeitet lädt das Buch dazu ein, Reisen neu zu entdecken.

Phaidon / Monacelli

304 Seiten | ISBN 9781580937368

MARILYN & ME

Bei ihrem letzten Film verhalf Marilyn Monroe einem jungen Fotografen zu seinem grossen Durchbruch – dies ist ihre Geschichte.

Marilyn & Me erzählt von einem Idol, das kaum drei Monate später verstarb, und einem jungen Fotografen, der noch ganz am Anfang seiner Laufbahn stand. Mit mehr als 100 Bildern, darunter seltene Outtakes von den Aufnahmen zu Marilyns letztem Film, ist dieses Buch ein wahres und zugleich unerwartetes Porträt des Stars in seinen letzten Lebensmonaten.

TASCHEN, taschen.com

200 Seiten | ISBN 978-3-8365-6314-7 (Multilingual edition: EN und DE)

REITEN – DAS ULTIMATIVE BUCH

Der opulent gestaltete Bildband eröffnet einen exklusiven Einblick in die Welt des Pferdesports und den luxuriösen Lifestyle dahinter. Von ikonischen Veranstaltungen wie Royal Ascot und dem Dubai World Cup bis hin zu Dressur, Springreiten und Polo verbindet das Werk sportliche Eleganz mit exquisiter Ästhetik. Ergänzt durch Beiträge über handgefertigte Sättel, luxuriöse Hotels und besondere Reitstätten entsteht ein inspirierendes Buch für Liebhaber stilvoller Reitkultur.

teNeues & Alena Brandt

224 Seiten | ISBN 978-3-96171-767-5

Die Art Basel wird zum Mittelpunkt einer Welt, die das Analoge sucht. Wer profitiert von der Trendwende? Wer zieht welche Fäden? Unsere Analyse zur ultimativen Kunstmesse.

AM PULS DER KUNST

Autor_Beat Krenger

Während online über KI-generierte Bilder und den NFTCrash debattiert wird, erlebt der klassische Kunstmarkt ein bemerkenswertes Comeback. Sotheby’s und Christie’s, die beiden Titanen des Auktionswesens, haben ihre Prognosen erst kürzlich nach oben korrigiert. Eine Umsatzsteigerung um 17 Prozent – das klingt nach nüchterner Statistik, doch dahinter verbirgt sich eine kulturelle Verschiebung. Mitten in Zeiten von geopolitischen Turbulenzen, gestiegenen Zöllen und Betriebskosten kehrt trotz allem das Vertrauen zurück. Die positiven Nachrichten markieren eine willkommene

Trendwende nach Jahren rückläufiger Werte. Sammler investieren plötzlich wieder grosszügiger, Kulturinstitutionen expandieren in neue Märkte, vielversprechende Talente werden gefördert. Die Kunstwelt hat kollektiv beschlossen: jetzt erst recht!

Auch die Art Basel 2026 zeigt sich im Vorfeld optimistisch.

290 Galerien aus 43 Ländern treffen sich in einer Stadt, die beweist, dass Superlative auch in der Schweiz möglich sind. Während Millionenmetropolen mit gigantischem Kulturprogramm um Aufmerksamkeit buhlen, setzt Basel auf Konzentration und jahrelanges Know-how.

KLIMT-REKORD SETZT ZEICHEN

Szenenwechsel nach New York: Sotheby’s, 18. November 2025. Ganze 20 Minuten dauerte das Bietergefecht um Gustav Klimts «Bildnis von Elisabeth Lederer», das schlussendlich bei 236.4 Millionen US-Dollar endete. Es ist der höchste Preis, der jemals für ein Werk moderner Kunst ausgegeben wurde. Die Mosaikstruktur, die akribisch geschichteten Goldpartikel: Diese Klimt-Merkmale überzeugten einen Käufer aus den Arabischen Emiraten bis zum finalen Zuschlag. Die Herkunft des stolzen Besitzers ist auch ein Zeichen dafür, dass neue Sammler-Generationen den Kunstmarkt aufmischen.

Doch der Klimt-Rekord war nur die Spitze des Aufschwungs. Die zehn teuersten Kunstwerke brachten 2025 zusammen sagenhafte 757 Millionen US-Dollar ein – deutlich mehr als im Vorjahr. Experten sind sich einig: Die positive Entwicklung hält an, auch wenn die Weltlage alles andere als stabil erscheint.

2025 wurden 91’000 Eintritte für die Art Basel gezählt – 9000 mehr als im Jahr zuvor. Ein Zeichen dafür, dass sich die Messe zu einem wiederkehrenden Kultur-Highlight entwickelt hat. «Kein Weg führt an Basel vorbei», bestätigt Larry Gagosian, dessen Galerie zu den einflussreichsten der Welt gehört. Für ihn sticht die Begegnungsqualität hervor: «Entscheidungen können vor Ort einfacher erreicht werden als am Telefon, da die Investitionen in der Regel ausserordentlich hoch sind. An der Messe trifft man auf potenzielle Käufer und Fachleute und baut ein persönliches Beziehungsnetz auf.»

Auch Sheikha Hoor Al Qasimi, Direktorin der Sharjah Art Foundation, unterstreicht die unverzichtbare Instanz der Art Basel: «Hier erkennt man, was global funktioniert und aktuell gefragt ist. Man sieht sofort, welche Themen dominieren, welche Ästhetik vorherrscht und welche Regionen an Bedeutung gewinnen.»

Jüngere Stimmen ergänzen das Bild. Amoako Boafo, dessen vibrierende Porträts innerhalb weniger Jahre zu begehrten Sammlerstücken wurden, schätzt die Messe als Sprungbrett: «Hier bekommt man Sichtbarkeit.» Die Messe funktioniert als Multiplikator. Boafo erlebte das selbst besonders eindrücklich: 2019 konnte er hier ein Werk für 50’000 US-Dollar verkaufen, nur vier Jahre später erzielte er bereits 500’000 US- Dollar. Und der Wert seiner Bilder steigt kontinuierlich.

©Gagosian
Spencer Sweeney, The Herald of the Coming Good, 2024

WEIBLICHES SPITZENTEAM

Die jüngste Erfolgsgeschichte der Art Basel ist auch die von drei Frauen. Maike Cruse, die Direktorin, verkörpert die diplomatische Stärke eines internationalen Spitzenteams. Mit jahrzehntelanger Erfahrung navigiert sie zwischen den Interessen der Galerien, den Erwartungen der Sammler und den künstlerischen Visionen. «Eine Kunstmesse ist nur dann erfolgreich, wenn alle Beteiligten das Gefühl haben, gehört zu werden», sagt sie.

Ruba Katrib bringt als neue Kuratorin der Sektion «Unlimited» frischen Wind nach Basel. Hier, wo die spektakulärsten und ambitioniertesten Werke präsentiert werden, setzt sie auf Mut. «Die Unlimited ist kein Showroom, sondern ein Experimentierfeld», erklärt die 44-Jährige. «Kunst, die den Raum sprengt, braucht auch ein Konzept, das Grenzen überschreitet.» Katrib, die das renommierte MoMA PS1 in New York verantwortet, versteht es, monumentale Installationen zu kuratieren, die mehr sind als blosse Attraktionen – sie erzählen Geschichten, stellen Fragen, fordern heraus.

Stefanie Hessler ist die Architektin des Kunst-Parcours, jener Sektion, welche die Innenstadt von Basel selbst zur Galerie macht. Skulpturen in Parks, Videos in leerstehenden Gebäuden, Performances auf öffentlichen Plätzen – Hessler verwandelt die Stadt in eine offene Bühne. «Kultur gehört nicht nur in Messehallen», sagt sie. «Zeitgenössische Kunst muss ins Leben eindringen, überraschen, irritieren.»

Zwei Highlights, die genau das dieses Jahr tun werden, stammen von den ersten Gewinnern der «Art Basel Awards»: Die Iranerin Nairy Baghramian wird den Messe platz und Ibrahim Mahama aus Ghana den Münsterplatz bespielen.

OBEN

Ibrahim Mahama, I Don’t Know Why, 2024

UNTEN

Art Parcours auf dem Messeplatz: Katharina Grosse, Second Nature, 2025

© Goodman Gallery
Courtesy of Art
Basel

«KUNST, DIE DEN RAUM SPRENGT, BRAUCHT AUCH EIN KONZEPT, DAS GRENZEN ÜBERSCHREITET.»

Galerien wie Hauser & Wirth, White Cube oder David Zwirner haben deshalb gezielt ihre Fühler nach Afrika, Indien, China und Lateinamerika ausgestreckt, um ihre Portfolios zu diversifizieren. Mehr Mut zur Vielfalt dominiert momentan die Kulturszene. Kunst soll nicht nur gefallen, sondern auch ein Ausdruck von Identität sein.

GEGENWART HAT ZUKUNFT

Im Blickpunkt ist auch die Rangliste der beliebtesten Werke, die sich stetig wandelt. Einst dominierten ausschliesslich die grossen Klassiker: Picasso, Frida Kahlo, Mark Rothko, Jean-Michel Basquiat. Doch immer mehr Gegenwartskünstler sind auf der Überholspur. Erfahrene Marktkenner berichten von gesteigertem Interesse. Die Wartelisten für begehrte Positionen werden länger, die Preise für Arbeiten aktiver Kunstschaffender steigen kontinuierlich.

Solche Stimmen sind in Basel stark vertreten: Der Amerikaner Spencer Sweeney, Jahrgang 1973, ironisiert mit seinen liegenden Akten selbstbewusst Vorbilder wie Picasso und Matisse. Und auch Cecily Browns Werk wird oft als gesellschaftskritisch verstanden, da die Künstlerin traditionelle Werte infrage stellt, die Darstellung von Frauen neu verhandelt und politische Unsicherheiten unserer Zeit ins Zentrum rückt. Nachdem ihr Gemälde «High Society» für 9.8 Millionen US-Dollar bei der letztjährigen Auktion von Sotheby’s in New York einen Käufer fand, spielt die 57-jährige Britin in der obersten Liga mit.

MENSCH IM MITTELPUNKT

Die Art Basel hat neuerdings sogar den Begriff VIP entsorgt. Zu viel Schein statt Sein. «Collector Relations» lautet das neue Programm ab sofort: Wer hier dabei sein will, muss dazugehören. Wer einen exklusiven Zugang erhält, zählt zur erweiterten Familie.

Das Rahmenprogramm der Messe wurde deutlich ausgebaut. Neben den Verkäufen werden neu auch die hauseigenen «Art Awards» verliehen. Zusätzlich sorgen informative Panel-Diskussionen zum aktuellen Kultur- und Weltgeschehen für neue Akzente. Die Themen sind vielschichtig und brennen vielen Kreativen unter den Nägeln: Wie lassen sich Nachhaltigkeit und Diversität zusammen denken? Wie können wir strategisch stärkere Netzwerke knüpfen und neue Verbindlichkeiten schaffen?

Gerade diese menschliche Dimension verwandelt Basel für eine Woche in einen Ort, an dem die Zukunft gestaltet werden kann. Was früher ein elitäres Fest für wenige war, wird heute inklusiver: ein gesellschaftliches Ereignis, das mehr ist als die Summe der hier abgeschlossenen Verkäufe.

Die Art Basel hat sich erfolgreich zu einem Ritual entwickelt. Sie steht für das Versprechen, dass Kunst noch immer die Macht hat, etwas zu bewegen und Menschen zu verbinden. In einer Welt, die von Spaltung geprägt ist, entsteht ein geschützter Raum, in dem Schönheit, Kontroverse und Kommerz aufeinandertreffen –und oft sogar harmonieren.

KUNST SOLL NICHT NUR GEFALLEN, SONDERN AUCH EIN AUSDRUCK VON IDENTITÄT SEIN.

Qui Xiaofei, Garden, 2025 – 2026
©Hauser & Wirth

EDITOR’S CHOICE

ISAO TAKAHATA

Diese in der Schweiz einzigartige Ausstellung zeichnet den künstlerischen Werdegang von Isao Takahata nach – von Heidi (1974) über Die letzten Glühwürmchen (1988) bis zu Die Legende der Prinzessin Kaguya (2013). Gezeigt werden Skizzenbücher, Storyboards, Originalzeichnungen, Zelluloidfolien, Film ausschnitte und audiovisuelle Dokumente. Gleichzeitig beleuchtet die Ausstellung Takahatas enge Verbindung zum Westen – seine intellektuelle Prägung, seine Rolle als kultureller Vermittler sowie die präzise Darstellung europäischer Motive, etwa in Heidi.

Laufzeit: bis 27. September 2026

ANGÉLICA SERECH –PACH’UN Q’IJUL / TEMPS ENTRELACÉ – DEEP TIME

Im Anschluss an die partizipative Residenz von Zahra Hakim setzt das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum seine Auseinandersetzung mit Textilkunst und Co-Kreation fort. Die Ausstellung widmet sich der guatemaltekischen Künstlerin Angélica Serech und präsentiert rund 40 Werke, darunter 15 eigens für diesen Anlass entstandene Arbeiten. Im Zentrum steht eine kraftvolle künstlerische Stimme, die Textil als Medium für Erinnerung, Zeit und Identität erfahrbar macht.

Laufzeit: bis 30. August 2026

Ort: Internationales Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf

Ort: mudac, Musée cantonal de design et d’arts appliqués, Lausanne Le Tombeau des

ROOMS / STAGES – NEWTON FOUNDATION

1988

Am 4. Juni 2026 eröffnete die Helmut Newton Foundation in Berlin die Ausstellungen «Rooms / Stages» und «Helmut Newton’s One-off Album». Im Mittelpunkt steht die Inszenierung von Raum als Bühne: In den vorderen Räumen zeigen internationale Künstler*innen Werkgruppen zu inszenierten Innenräumen, Porträts und menschenleeren Szenen, die Räume als erzählerische Kulisse sichtbar machen. Der Hauptsaal wird mit grossformatigen Arbeiten von Helmut Newton zum gleichen Thema bespielt.

Der zweite Teil der Ausstellung präsentiert erstmals in Berlin ein einzigartiges Fotoalbum von Newton, das ebenfalls die Transformation von Räumen in Bühnen thematisiert. Ergänzt durch immersive Bildinstallationen entsteht ein vielschichtiger Blick auf Raum, Inszenierung und Wahrnehmung in Fotografie und Film.

Laufzeit: bis 15. November 2026

Ort: Newton Foundation im Museum für Fotografie, Berlin

George Rousse Reims 2012 © Georges Rousse,
lucioles ©
Akiyuki
Nosaka/Shinchosha,

WAT CHES

UHRENFRÜHJAHR 2026

VOR LAUTSTÄRKETECHNIK

Von Blancpain bis Universal Genève zeigt sich ein Uhrenjahrgang, der Jubiläen, Retrospektiven und tickende Mechanik verbindet.

Beim Blick auf die Protagonisten des Uhrenfrühjahrs 2026 treten modische Effekte hinter technischer und handwerklicher Kompetenz zurück. Rolex feiert 100 Jahre Oyster und Patek Philippe 50 Jahre Nautilus. Universal Genève bringt den von Gérald Genta gestalteten Polerouter zurück. Omega zertifiziert erstmals eine Zwei-Zeiger-Uhr als Chronometer. Blancpain, JaegerLeCoultre, TAG Heuer und Gerald Charles setzen auf komplexe Mechanik. Bulgari, Richard Mille und Corum zeigen, dass Material, Konstruktion und ausgewogene Proportionen weiterhin zentrale Themen bleiben.

OYSTER MIT JAHRHUNDERTZEICHEN

2026 erinnert Rolex an den 100. Geburtstag des Oyster-Gehäuses mit verschraubter Krone. Die Oyster Perpetual 41 in Rolesor gelb versteht sich als Hommage an jene technische Meisterleistung, welche die Wasserdichtigkeit der Armbanduhr entscheidend beeinflusste. Historisch begann die Oyster zwar mit Handaufzug, doch das regelmässige Öffnen der Krone passte nicht zur Idee dichter Schalen. Deshalb war der 1931 vorgestellte Selbstaufzug mehr als nur eine logische Konsequenz. In der neuen Oyster Perpetual tickt das Manufaktur-Automatikkaliber 3230 mit rund 70 Stunden Gangautonomie. Wasserdicht ist das 41-Millimeter-Gehäuse bis zu zehn Bar. Besondere Merkmale des unlimitierten Jubiläumsmodells sind die erste Rolesor-Ausführung mit ausschliesslich goldener Lünette, ein schiefergraues Zifferblatt mit grünen Akzenten und «100 years» bei «6» sowie die reliefierte 100 auf der Schraubkrone.

50 JAHRE NAUTILUS

Den Beginn der von Gérald Genta gezeichneten Nautilus im Jahr 1976 markierte Stahl. Mit Edelmetall und einer Reduzierung der Ikone auf ihre Grundform feiert Patek Philippe den 50. Geburtstag dieses Klassikers. Drei limitierte Jubiläumsmodelle finden nur mit Zeigern für Stunden und Minuten ans Handgelenk. Die zwei Referenzen 5810 gibt es in Weissgold, 41 Millimeter gross und

Autor_Gisbert L. Brunner

nur 6.9 Millimeter hoch – zum einen mit massivem Gliederband und alternativ mit Baguette-Diamanten als Indexe sowie blauem Composite-Band. Nur 38 Millimeter misst die Platin-Referenz 5610/1P. Diese Armbanduhr knüpft damit an kleinere Nautilus-Formate der 1980er-Jahre an. Alle Mitglieder dieses Trios besitzen ein blaues, horizontal geprägtes Sonnenschliff-

Zifferblatt. Im Inneren findet sich das extraflache Mikrorotor-Automatikkaliber 240. Je 2000-mal fertigt Patek Philippe die Weissgoldversion mit Gliederband und die Ausführung in Platin, 1000-mal die Dritte im Bunde.

BIG BANG, NEU GELADEN

Zur Watches and Wonders 2026 richtet Hublot den Fokus auf seinen Bestseller. Die Big Bang Reloaded bleibt ihrer Identität unverkennbar treu: 44 Millimeter, sichtbare Schrauben, offene Architektur, kräftige Materialwirkung. Die Zukunft besteht in einer Verdichtung des bekannten und erfolgreichen Konzepts. Im Zentrum steht das Manufakturkaliber HUB1280 Unico mit automatischem Aufzug, 72 Stunden Gangautonomie, vier Hertz Unruhfrequenz, Schaltrad-Chronograf und Flyback-Funktion. Fortan rückt die zeitschreibende Mechanik zur Dynamisierung des Auftritts optisch noch stärker in den Vordergrund. Zur Wahl stehen fünf ausdruckstarke und materialbetonte Varianten. Das Spektrum reicht von Titan-Keramik und All Black über blaue oder dunkelgrüne Keramik bis hin zum kratzfesten Magic Gold. Ergänzend dazu gibt es limitierte Editionen zum Fussballer Kylian Mbappé und Sprint-Star Usain Bolt.

© Hublot

CONSTELLATION – HÖRBAR PRÄZISE

Mit der Constellation Observatory Collection führt Omega eine klassische Linie technisch anspruchsvoll in die Zukunft. Äusserlich warten die 39.4 Millimeter grossen Armbanduhren mit Merkmalen früher Modelle auf. Dazu gehören die geknickten Bandanstösse, facettierte Indexe, das speziell gestaltete Zifferblatt, die DauphineZeiger und das Observatorium-Medaillon. Der weniger sichtbare Fortschritt liegt im Prüfverfahren. Erstmals erhält eine Zwei-ZeigerUhr die Master-Chronometer-Zertifizierung. Den präzisen Gang des Automatikwerks analysiert Omegas Laboratoire de Précision mangels Sekundenzeiger akustisch. Bei den Stahlversionen ist es das Kaliber 8914, bei den Edelmetallmodellen das luxuriösere 8915 mit Goldrotor. 60 Stunden Gangautonomie sind allen zu eigen. Als Gehäusematerialien stehen O-Megasteel, Moonshine-, Sednaund Canopus-Gold sowie Platin-Gold zur Wahl. Bis drei Bar reicht die Wasserdichte.

FEUERPFERD AUS LE BRASSUS

Die Serie seiner uhrmacherisch aufwendigen Kalenderuhren setzt Blancpain zum chinesischen Jahr des Feuerpferdes in Gestalt der auf 50 Exemplare limitierten Villeret Calendrier Chinois Traditionnel 2026 fort. Schon seit 2012 überträgt die Manufaktur den traditionellen chinesischen Kalender in Mechanik. Für das hier verbaute Automatikkaliber 3638 mit amagnetischer Siliziumspirale braucht es 464 Komponenten. Es entsteht im Atelier für grosse Komplikationen und übertrifft die Komplexität eines ewigen Kalenders. Zum Spektrum der Indikationen gehören unter anderem chinesische Stunden, Datum, Monat, Schaltmonat, Tierkreiszeichen, Elemente, Himmelsstämme und Mondphasen. Drei Federhäuser gewährleisten sieben Tage Gangautonomie. Das Jubiläumsmodell verfügt über ein 45.2 Millimeter grosses Platingehäuse, ein lachsfarbenes Grand-Feu-Emailzifferblatt und applizierte Weissgoldziffern.

© Omega

DIE LEICHTIGKEIT

UHRMACHERISCHEN SEINS

Bei der RM 55-01 Manual Winding verfolgt Richard Mille das Thema Reduktion mit hohem technischem Aufwand. Im tonneauförmigen Gehäuse, Masse 37.95 x 10.75 x 47.33 Millimeter, misst das neue skelettierte Handaufzugskaliber RMUL4 die Zeit. Dieses Œuvre wiegt weniger als fünf Gramm und lässt Werkarchitektur, Licht sowie Tiefe ungestört wirken. Aus Grade5-Titan besteht die feingestrahlte, geschliffene und schwarz PVD-beschichtete Platine. Drei ebenfalls aus Titan gefertigte und mit Titalyt behandelte Brücken lagern das Räderwerk. Erhältlich ist die Uhr in Carbon TPT, weissem Quarz TPT oder grauem Quarz TPT. Diese leichten Verbundwerkstoffe bieten hohe Stoss- und Kratzfestigkeit. Spline-Schrauben aus Titan, satinierte Säulen, polierte Lünetten sowie ein Höhenring aus Titan, Carbonfaser und Stahl verleihen dem Newcomer augenfällige technische Präsenz am Handgelenk.

TICKENDE NEUHEITEN KOMPAKT

UJ-2, SCHLICHT UND ANSPRUCHSVOLL

Optisch, aber nicht technisch-uhrmacherisch setzt Urban Jürgensen bei der UJ-2 auf Reduktion. Im 39-Millimeter-Gehäuse aus Platin oder Roségold zeigt ein Handaufzugswerk mit doppeltem natürlichem Hemmungssystem und 2.5 Hertz Unruhfrequenz die Stunden, Minuten, Sekunden und die Gangreserve an.

SANTOS, FEIN GEGLIEDERT

Cartier führt die Santos-Tradition von 1904 mit einer besonders eleganten Variante fort. Das 43.5 x 31.4 Millimeter grosse Gelbgold- oder Platin-Gehäuse hält ein poliertes Band aus bis zu 394 feinen Gliedern am Hand gelenk. Um die Zeit kümmert sich das flache Handaufzugskaliber 430 MC.

DREIACHS-TOURBILLON

Nur 20 Exemplare stellt JaegerLeCoultre vom Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon à Stratosphère her. Im Platingehäuse kompensiert das Kaliber 178 mit 72 Stunden Gangautonomie und Dreiachs-Tourbillon negative Schwerkrafteinflüsse. Die Titan-Käfige – Umlaufzeit 20, 60 und 90 Sekunden – wiegen 0.783 Gramm.

OCTO WIRD KOMPAKTER

Bulgari verkleinert die Octo Finissimo auf 37 Millimeter. Dafür entstand das neue Mikrorotor-Automatikkaliber BVF 100: 2.35 Millimeter flach, drei Hertz Unruhfrequenz und 72 Stunden Gangautonomie. Die drei Bar wasserdichte Titanversion wiegt nur 65 Gramm. Sie bietet ein verbessertes Gliederband.

COSMONAUTE UND METEORIT

Breitling erinnert mit der Navitimer B02 Chronograph 41 Cosmonaute Artemis II an Scott Carpenters Raumflug von 1962. Damals reiste die erste Schweizer Armbanduhr durchs All. Die limitierte Neuauflage besitzt ein 24-Stunden-Zifferblatt aus galaxieblauem Meteorit. Jedes Exemplar ist ein Unikat.

MONACO INNOVATIV

Der TAG Heuer Monaco Evergraph besticht durch einen neuartigen Chronografen-Mechanismus. Bei dem zusammen mit Vaucher entwickelten Automatikkaliber TH80-00 mit einer Gangautonomie von rund 70 Stunden ersetzen zwei flexible bistabile LIGA-Komponenten viele klassische Hebel.

AIKONIC MIT RÜCKSPRUNG

Allein schon der Name sagt, was die stählerne Aikonic Master Triple Retrograde von Maurice Lacroix alles kann. Das Automatikkaliber ML29 im 43-Millimeter-Gehäuse mit Keramiklünette lässt Datum, Wochentag und eine zweite Zonenzeit blitzschnell zurückspringen, wenn der jeweilige Zeiger am Skalenende angekommen ist.

ADMIRAL NEU POSITIONIERT

Corum startet 2026 mit der Admiral 39 neu durch. Das Design entstand zusammen mit Emmanuel Gueit. Das mit Concepto entwickelte Automatikkaliber CO231 verfügt über Sekundenstopp, Schnellkorrektur des Datums und 72 Stunden Gangautonomie. Für einen effizienten Selbstaufzug sorgt ein Rotor mit schwerem Wolfram-Segment.

COMEBACK DES POLEROUTER

2026 meldet sich Universal Genève mit dem Polerouter in 37 und 39 Millimeter zurück. Zur Wahl stehen Gehäuse in Stahl oder Roségold. In der 9.5 Millimeter flachen, bis zehn Bar wasserdichten Schale lässt das Kaliber UG-110 mit Dreiviertelrotor und 72 Stunden Gangautonomie drei Zeiger für Stunden, Minuten und Sekunden drehen.

GENTAS EWIGES ERBE

Gerald Charles lanciert seine bislang komplexeste Armbanduhr. Ihr Name: Masterlink Perpetual Calendar. Im 40 x 40 Millimeter grossen Titan gehäuse demonstriert das 4.63 Millimeter flache Mikrorotor- Kaliber GCA11000 mit ewigem Kalender, Mondphasenanzeige und 50 Stunden Gangautonomie seine umfassenden Fähigkeiten.

SUMMER TRENDS

K

KURZ JEWELLERY –PARADISE GEMSTONES

Ein 18.5 Zentimeter langes Armband aus 18 Karat Gelbgold, besetzt mit vier intensiv roten Rubinen und drei sanft schimmernden Mondsteinen im Cabochon schliff. Eine harmonische Komposition aus Farbe und Eleganz.

BLOUIS VUITTON MYTHICA – VICTORY

Die aussergewöhnliche Reise von Mythica findet mit Victory ihren glanzvollen Höhepunkt. Inspiriert von einem Lorbeerkranz, entfaltet die Kreation ihre Wirkung in einer leuchtenden Regenbogenpalette aus 37 sorgfältig ausgewählten farbigen Diamanten mit insgesamt 19.71 Karat. Ein 3-KaratFancy-Vivid-Orange-Yellow-Diamant bildet das strahlende Zentrum, ergänzt durch einen 3.88-Karat-LV-Monogram-Star-Diamanten von höchster Reinheit. Das kunstvolle Collier aus Goldblättern mit dezentem V-SignatureDetail vereint Anmut, Weiblichkeit und Eleganz in einem eindrucksvollen Meisterwerk.

YLYANA NESPER –SILK MAGNET HALSSCHMUCK

Kette aus 750erWeissgold mit variabler Länge von 40 bis 45 Zentimetern, veredelt mit fünf Tahitiperlen, einem Diamanten, blauem Saphir und praktischem Magnetverschluss. Ein ausdrucksstarkes Statement-Piece mit faszinierenden Farbnuancen, wie sie nur diese besonderen Perlen zeigen.

Mit der ikonischen Tubogas-Kollektion würdigt Bvlgari seine seit den 1940er-Jahren geprägte Juwelierkunst und das Streben nach innovativem Design. Das Tubogas Gold & Steel Armband verbindet kühlen Edelstahl mit edlem Gold zu einer kühnen Materialkombination, inspiriert von der avantgardistischen Formsprache der Maison. Ein ausdrucksstarkes Statement kreativer Freiheit und moderner Handwerkskunst.

PPASQAULE BRUNI – BON TON RINGE

Die ikonische fünfblättrige Blume, inspiriert von einer Kinderzeichnung, prägt die Bon-Ton-Ringe als unverwechselbares Markenzeichen. Ob in leuchtender Emaille oder mit funkelnden Pavé-Diamanten besetzt – die Designs vereinen Leichtigkeit, Farbe und Eleganz. Eine verspielte, zugleich zeitlose Schmucklinie, die für den Alltag geschaffen ist und moderne Juwelierkunst neu interpretiert.

© Yana Nesper

CHOPARD – ICE CUBE RING

Der Ice Cube Ring von Chopard vereint moderne Eleganz mit klarer, geometrischer Ästhetik. Gefertigt aus ethischem Weissgold und besetzt mit Diamanten, spielt das Design mit Lichtreflexen und facettenreichem Glanz. Inspiriert von der Form des Eiswürfels steht die ikonische Kollektion seit 1999 für minimalistischen Luxus und zeitlose Raffinesse.

C S C FUNKELNDE HIGHLIGHTS

TARIANA GRANDE X SWAROVSKI –ANHÄNGER & BROSCHE

Die von der Natur inspirierte Kreation vereint Anhänger und Brosche in einem vielseitigen Design. Das abnehmbare Libellenmotiv ist mit klaren Kristallen in unterschiedlichen Schliffen sowie schimmernden Aurore-Boreale-Details veredelt, während Swarovski-Kristallperlen für zusätzliche Eleganz sorgen. Ein luxuriöses Statement-Piece, das sich vielseitig stylen lässt und filigrane Leichtigkeit mit funkelnder Raffinesse verbindet.

CARTIER – HIGH JEWELLERY, LE CHŒUR DES PIERRES Als Teil der neuen High-JewelleryKollektion Le Chœur des Pierres vereint das Haryma Collier die aussergewöhnliche Strahlkraft kostbarer Edelsteine mit der unverkennbaren Eleganz von Cartier. In einer harmonischen Komposition entfalten die Steine ihre ganze Intensität und Tiefe –ein ausdrucksstarkes Meisterwerk, das höchste Juwelierkunst und zeitlose Raffinesse verkörpert.

TIFFANY & CO. –UNENHANCED ESTEEMED SRI LANKAN SAPPHIRE RING Ring aus Platin und 18 Karat Gelbgold mit einem unbehandelten, kissenförmigen Saphir aus Sri Lanka (6.29 Karat). Funkelnde Diamanten setzen edle Akzente und unterstreichen die zeitlose Eleganz des Designs.

NPET-Flaschen mit feinen Elementen aus recyceltem 750er-Gold und funkelnden Nevermined-lab-grown Diamanten.

©Cartier
©Agnes Lloyd Platt

ICONIC SINCE 1957

1957 – Broad Arrow

OMEGA SPEEDMASTER

OMEGA Speedmaster Professional «Apollo XI 1969-1994» Zum 25. Jahrestag des ersten Schrittes auf den Mond herausgebrachte, limitierte und auf dem Mittelteil mit Apollo XI 1969 – 1994 gravierte Serie in diesen Ausführungen.

1957 war trotz der lauernden Schatten des Kalten Krieges ein Jahr geprägt von wirtschaftlichem Aufschwung und Optimismus. Die Welt glaubte an Fortschritt, Geschwindigkeit und die Idee, dass Technologie den Menschen weitertragen könnte als je zuvor. Raumfahrtprogramme wurden ins Leben gerufen und zeugten von menschlicher Ambition. In diesem Zeitgeist entstand die OMEGA Speedmaster – eine Uhr, die wortwörtlich nach den Sternen griff und es bis auf den Mond schaffte.

Autorin_Nathalie Becker Bilder_OMEGA

Heute, fast sieben Jahrzehnte später, gehört die Speedmaster zu den wenigen Zeitmessern, deren Geschichte weit über die Uhrmacherei hinausreicht. Mit der neuen Kampagne «Iconic since 1957» widmet Omega der legendären Kollektion nun eine Hommage, die ihren kulturellen und historischen Stellenwert in den Vordergrund stellt. Im Rampenlicht stehen fünf Referenzen, die die Vielfalt und das Erbe der Speedmaster repräsentieren.

Die Geschichte der Speedmaster begann 1957 mit der Referenz CK 2915, jenem Modell, das ursprünglich für Ingenieure, Wissenschaftler und Rennfahrer entwickelt wurde. Bereits dieses erste Modell beinhaltete zahlreiche Elemente, die bis heute als unverwechselbare Merkmale der Speedmaster gelten: die Tachymeterskala, das kontrastreiche schwarze Face, die markanten Broad-Arrow-Zeiger und das berühmte Kaliber 321. Letzteres entwickelte sich schnell zu einem der hoch angesehensten Chronographenwerke seiner Zeit.

Vor allem die Tachymeterlünette galt damals als revolutionär. Während sich vergleichbare Anzeigen bis dahin meist innerhalb des Zifferblatts befanden, verlagerte OMEGA die Skala nach aussen und machte sie dadurch besser lesbar. Dieses funktionale Detail war ursprünglich für Rennfahrer gedacht, entwickelte sich später jedoch zu einem essenziellen Bestandteil der Uhr. Dass genau dieses Modell Jahrzehnte später als Symbol der Raumfahrt gelten würde, war zu diesem Zeitpunkt noch unvorstellbar.

1959 erschien mit der Referenz CK 2998 eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Modells. Die charakteristische symmetrische Gehäuseform blieb erhalten, doch neue AlphaZeiger sowie die inzwischen legendäre schwarze Tachymeterlünette verliehen der Uhr eine modernere Erscheinung. Dieses Modell sollte später Geschichte schreiben, denn 1962 trug Astronaut Walter «Wally» Schirra seine private Speedmaster CK 2998 während der Mercury-Atlas8-Mission an Bord der Sigma 7. Sie wurde damit zur ersten OMEGA im Weltraum, ganz ohne offizielle NASA-Ausstattung. Schirra entschied sich schlicht persönlich für die Uhr.

Zu Beginn der 1960er-Jahre intensivierte sich der Wettlauf ins All zunehmend. Nachdem US-Präsident John F. Kennedy 1962 öffentlich angekündigt hatte, noch vor Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond bringen zu wollen, begann die NASA, ihre Ausrüstung für zukünftige Missionen neu zu evaluieren. Besonders bei bemannten Flügen mussten sämtliche Instrumente extrem belastbar sein. Dazu gehörten auch die Chronographen der Astronauten.

1964 verschickte die NASA daher eine Anfrage für «hochwertige Chronographen» an verschiedene Uhrenmanufakturen. Die Anforderungen waren kompromisslos. Ingenieur James Ragan, verantwortlich für die Tests der Astronautenausrüstung, entwickelte spezifisch für die potenziellen Chronographen elf extreme Prüfverfahren. Hierbei wurden die Uhren Temperaturen von bis zu 93 Grad Celsius ausgesetzt und mussten Vakuumkammern, extreme Kälte, Feuchtigkeit, Korrosion, Vibrationen sowie Schocktests mit der 40-fachen Erdbeschleunigung überstehen. Während Konkurrenzmodelle nach wackerem Kampf bereits früh ausschieden, blieb die OMEGA Speedmaster ST 105.003 funktionsfähig. Sie war die einzige Uhr, die sämtliche Tests erfolgreich bestand.

Doch selbst das genügte der NASA nicht. Die Astronauten sollten zum Schluss selbst entscheiden, welchem Modell sie vertrauen wollten. Ohne die Testergebnisse zu kennen, bevorzugten sie schliesslich einstimmig die Speedmaster aufgrund ihrer Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Ablesbarkeit und einfachen Bedienung.

Am 1. März 1965 wurde die Speedmaster offiziell von der NASA für alle bemannten Weltraummissionen qualifiziert. Diesen Status hat bis heute keine andere Uhr erhalten. Nur wenige Wochen später begleitete die ST 105.003 die Astronauten Virgil «Gus» Grissom und John Young während der Gemini-3-Mission ins All. Im selben Jahr schrieb die Speedmaster ein weiteres Kapitel Raumfahrtgeschichte: Astronaut Ed White trug sie während des ersten amerikanischen Spacewalks ausserhalb der Raumkapsel. Parallel dazu entwickelte sich auch das Design der Speedmaster kontinuierlich weiter. Mit den Referenzen ST 105.012 und später ST 145.012 erhielt die Uhr erstmals das asymmetrische Gehäuse mit geschützter Krone und Drückern. Gleichzeitig erschien erstmals der Schriftzug «Professional» auf dem Zifferblatt. Diese Designelemente sind heute nicht mehr von der Speedmaster wegzudenken.

OMEGA ST 105.012
Courtesy of John F.Kennedy Presidential Library & Museum
freundlicher Genehmigung der NASA
Die Bilder der Mondlandung gingen um die Welt und mit ihnen wurde auch die Speedmaster Teil eines der wichtigsten Momente der Menschheitsgeschichte.

1969 erreichte die Geschichte der Speedmaster schliesslich ihren emotionalsten Moment, der mitunter bis heute das Herzstück der Marke bildet. Während der Apollo-11-Mission betrat Buzz Aldrin die Mondoberfläche mit einer Speedmaster am Handgelenk. Die Bilder der Mondlandung gingen um die Welt und mit ihnen wurde auch die Speedmaster Teil eines der wichtigsten Momente der Menschheitsgeschichte.

Doch ihre Bedeutung beschränkte sich nicht nur auf symbolische Momente. Während der dramatischen Apollo-13-Mission im Jahr 1970, bei der ein Sauerstofftank explodierte und die Crew um ihr Überleben kämpfte, nutzten die Astronauten die Speedmaster, um einen entscheidenden 14-Sekunden-Triebwerksimpuls zu messen. Dieser präzise Zeitpunkt war essenziell, um die korrekte Flugbahn für die sichere Rückkehr zur Erde zu berechnen. Später verlieh die NASA OMEGA dafür den Silver Snoopy Award, die höchste Auszeichnung der Behörde für Beiträge zur Flugsicherheit.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte OMEGA die Speedmaster technisch kontinuierlich weiter und moderne CoAxial-Werke und Master-Chronometer-Zertifizierungen folgten. Besonders faszinierend ist dabei die Kontinuität des ursprünglichen Designs. Die moderne Speedmaster Moonwatch orientiert sich bis heute sichtbar an historischen Referenzen. Elemente wie die schwarze Tachymeterlünette, die asymmetrische Gehäuseform oder die Typografie des Zifferblatts wurden bewusst bewahrt. Selbst kleine Details wie die berühmte «Dot over 90»-Markierung auf der Lünette blieben erhalten.

Mit der 2020 vorgestellten Speedmaster Calibre 321 griff OMEGA dieses historische Erbe besonders konsequent auf. Das Modell orientiert sich optisch stark an der von der NASA getesteten ST 105.003 und bringt das legendäre Kaliber 321 zurück. Diese wurde mithilfe moderner Tomografie-Technologie anhand jener Uhr rekonstruiert, die Astronaut Eugene Cernan während der Apollo-17-Mission auf dem Mond trug.

Rückblickend ist die Speedmaster das Sinnbild einer Epoche, in der dem Fortschritt keine Grenzen gesetzt schien, und sie schafft es immer wieder, diese Geschichte menschlicher Ambitionen in die Gegenwart zu transportieren.

OMEGA, Snoopy und Apollo 13

PIAGET – HERZ AUS STEIN

PAuch wenn in den 1970ern eine Welle sportlich-eleganter Uhren aus Stahl aufkam, setzte Piaget 1979 mit einer Uhr neue Massstäbe, die sich durch ihren einzigartigen Stil und ihren Namen (den ersten für die Maison) auszeichnete: die Piaget Polo. Die äusserst vielseitige Piaget Polo 79, die im Laufe der Zeit in zahlreichen Variationen erschien, kehrt in einer zweifarbigen Ausführung zurück, weiterhin mit einem Durchmesser von 38 Millimetern und ausgestattet mit dem ultraflachen Automatikwerk 1200P1.

JZEIT FÜR CHARAKTER

PJACOB & CO. – BUGATTI TOURBILLON SAPPHIRE CRYSTAL

Bugatti Tourbillon Sapphire Crystal stellt die ultimative Weiterentwicklung des ursprünglichen Bugatti-Tourbillon-Konzepts dar. Anstelle eines Gehäuses aus Titan, Gold oder Edelsteinen handelt es sich um eine riesige und vollständig transparente Uhr. Jedes äussere Teil ist aus einem Korundblock geschnitten, dem chemischen Namen für Saphir. Mit den Massen 54 x 44 Millimeter ist das Gehäuse der Bugatti Tourbillon Sapphire Crystal ausserordentlich komplex –in einem so anspruchsvollen Material. Seine 360-GradTransparenz offenbart jedes Detail im Inneren und lässt nichts verborgen.

PARMIGIANI FLEURIER, TONDA PF CHRONOGRAPH 40 MILLIMETER

Die aus 18 Karat Roségold gefertigte TONDA PF Chronograph interpretiert die Ästhetik der Kollektion in besonders kostbarer Form. Das 40 Millimeter grosse Gehäuse mit polierten und satinierten Flächen sowie gerändelter Lünette überzeugt durch ausgewogene Proportionen. Der Verzicht auf ein Datumsfenster bewahrt die Klarheit des Zifferblatts und rückt die Chronografen-Funktion in den Fokus. Das Mineral-Blue-Zifferblatt mit handguillochiertem Grain-d’OrgeDekor spielt lebendig mit dem Licht. Im Inneren arbeitet das integrierte Manufakturkaliber PF070 mit einer Gangreserve von 65 Stunden –präzise, elegant und auf optimale Ablesbarkeit ausgelegt.

LLONGINES – LEGEND DIVER 59

Zeitloses Erbe trifft auf moderne Vision: Longines präsentiert den Neuzugang 2026 ihrer legendären Taucheruhrenkollektion. Die Linie Legend Diver wird um ein neues, historisch inspiriertes Modell erweitert, das eine Hommage an die berühmte Taucheruhr der Marke aus dem Jahr 1959 ist und zugleich modernste Uhrmacherkunst in einem 42-Millimeter-Edelstahlgehäuse bietet. Diese neue Version zeichnet sich durch ein raffiniertes Milanaise-Armband aus und ist vollständig von der COSC (Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres) als Chronometer zertifiziert.

VVACHERON CONSTANTIN – LES CABINOTIERS

MINUTE REPEATER TOURBILLON SKELETON

Das Kaliber 2755 ist eines der emblematischen Uhrwerke von Vacheron Constantin. Entworfen, um die edelsten Komplikationen der Haute Horlogerie zu bewältigen, integriert es einen Tourbillon-Regler und einen Minuten-RepeaterMechanismus. Ihrem Innovationsgeist treu, präsentiert die Maison nun eine SkeletonizationVersion dieses Uhrwerks – eine Leistung, die ein volles Jahr Entwicklung erforderte.

GGREUBEL FORSEY – TOURBILLON 24 SECONDES ARCHITECTURE

Erstmals 2022 vorgestellt, führte die Tourbillon 24 Secondes Architecture einen radikal offenen Ansatz für den Bau von Werken ein, bei dem die Architektur selbst zum Zifferblatt wurde. Das Werk besteht aus 354 Komponenten, ist vollständig freigelegt und verwandelt die Struktur in eine visuelle Identität. Von Anfang an kündigte Greubel Forsey an, dass dieses Kaliber nur fünf Jahre produziert und auf 66 Uhren beschränkt sein wird. Nachdem 55 gebaut und geliefert wurden, schliesst das Atelier dieses Kapitel nun mit einer finalen Ausgabe von elf Uhren ab. Diese letzte Interpretation erhöht den Kontrast subtil, während sie die ursprüngliche puristische Philosophie bewahrt: Das Design der Uhr ist das Uhrwerk selbst, vollständig präsentiert und aus allen Blickwinkeln sichtbar.

I

IWC SCHAFFHAUSEN –

PILOT’S WATCH MARK XX LE PETIT PRINCE

Das 40-Millimeter-Gehäuse aus 18 Karat Rotgold trifft auf ein tiefblaues Zifferblatt mit Sonnenschliff und schafft einen edlen Kontrast. Goldene Appliken und mit Super-LumiNova® belegte Zeiger sorgen für optimale Ablesbarkeit. Abgerundet wird die elegante Pilot’s Watch durch ein blaues Kautschuk armband mit Rotgold-Dornschliesse und praktischem EasX-CHANGE®System.

TTUDOR – BLACK BAY CERAMIC Seit ihrer Einführung im Jahr 2021 steht die Black Bay Ceramic sinnbildlich für das technische Know-how der Marke. In dieser neuen Ausführung präsentiert sie sich mit einer vollständig schwarzen Ästhetik und wird durch ein Keramik armband ergänzt – eine echte technische Innovation. Als «Master Chronometer» zertifiziert, illustriert sie die Expertise von Tudor sowohl in der Entwicklung von Uhrwerken als auch in der Verarbeitung anspruchsvoller Materialien.

DANIEL BRUSH

Autorin_Nathalie Becker Bilder_Daniel Brush

Er war Maler, Zeichner, Denker und ein Meister der Goldschmiedekunst: Vom 8. Juni bis 4. Oktober 2026 widmet die «L’ÉCOLE, School of Jewelry Arts» dem amerikanischen Universalgenie Daniel Brush (1947 bis 2022) eine spektakuläre Retrospektive. Unter dem Titel «Daniel Brush, The Art of Line and Light» versammelt die Pariser Ausstellung mehr als 75 Werke. Darunter sind Schmuckstücke, Gemälde und Skulpturen, von denen einige erstmals sein New Yorker Atelier verlassen.

Brush, ein Autodidakt, dessen Schaffen sich jeder Kategorisierung entzieht, folgte einer radikal visionären Haltung. Ohne vorbereitende Skizzen oder «Designs» entstanden seine Werke direkt aus dem Material heraus.

Lise Macdonald, Präsidentin der L’ÉCOLE, betont die Bedeutung des Künstlers: «Daniel Brush verband Kunst und

Schmuck auf einzigartige Weise. Er offenbarte die tiefsten, fast unsichtbaren Geheimnisse der Materialien und fing die Poesie der Welt ein, indem er das Flüchtige festhielt.» Die Ausstellung, kuratiert von seiner Frau und Wegbegleiterin Olivia Brush sowie der Schmuckhistorikerin Vivienne Becker, ist eine Werkschau, die zeigt, wie Brush die Grenzen zwischen Kunst und Schmuck überwand.

VON UNENDLICHEN RINGEN

UND MAGNETISCHEN MENAGERIEN

Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen die «Rings of Infinity» (2009 bis 2010): pure Aluminiumringe, besetzt mit Diamanten, die die Leichtigkeit des Unendlichen einfangen. Die «Ménagerie Magnétique» hingegen überrascht mit verspielten Tierbroschen –handgeschnitzt aus Bakelit, mit Edelsteinen besetzt und mittels eines Magneten zu tragen. Inspiriert von den Tierkeksen, die Brushes Sohn als Kind liebte, sind sie eine charmante Anspie lung auf Cartiers berühmte Menagerie und stellen die Frage: Ist Wert eine Frage des Materials oder der Idee?

Die wahre Meisterschaft Brushs zeigt sich jedoch in seinen Arbeiten mit industriellen Materialien. «Poppies», «Tendrils» und «Flowing» heissen Stücke, bei denen er Stahl und Aluminium von Hand gravierte, schnitt und polierte, bis sie sich so sinnlich und weich wie eine erstarrte Bewegung anfühlten.

In eine ähnliche Richtung gehen die «Loose Threads» –winzige, gewundene Gebilde aus Stahl und Diamanten, die an verirrte Seidenfäden erinnern. Brush schuf 176 dieser filigranen Objekte, die nur als Gesamtkunstwerk wirken. Sie sind zärtliche Anspielung auf die losen Fäden, die täglich auf Olivias Kleidung nach ihrer Arbeit als Künstlerin zurückblieben.

ZUM HALTEN ODER ZUM TRAGEN?

QUICK FACTS

Die Ausstellung wirft bewusst jene Fragen auf, die Brush selbst umtrieben: Muss ein Schmuckstück getragen werden? Darf es auch ein Gegenstand der Hand und der Kontemplation sein? Wo endet die Kunst, wo beginnt das Ornament? Mit Werken wie dem «Orb», einer Skulptur aus Stahl mit Goldeinlagen, oder den zarten «Loose Threads» zeigt Brush, dass die Antwort auf diese Frage nur lauten kann: Kunst und Schmuck sind eins.

Élise Gonnet-Pon, Geschäftsführerin von L’ÉCOLE für Frankreich und Europa, fasst die Besonderheit der Schau zusammen: «Mit dieser zweiten Pariser Ausstellung zu Ehren von Daniel Brush erreichen wir eine nie dagewesene Dimension. Wir zeigen seltene Stücke, die nie zuvor öffentlich zu sehen waren – Werke von beeindruckender Meisterschaft. Unser Ziel ist es, zu verzaubern und zu überraschen.»

Daniel Brush wurde 1947 in Cleveland geboren und studierte am Carnegie Institute of Technology. Später unterrichtete er Kunstphilosophie an der Georgetown University.

Um seine Leidenschaft für Kunst auszuleben, zog er 1978 nach New York, wo er gemeinsam mit seiner Frau und Kunstkollaboratorin seine Werke schuf.

Sein Leben lang arbeitete er in seinem Loft in Manhattan, umgeben von einer Sammlung antiker Maschinen.

Brush war Autodidakt in der Goldschmiedekunst – alles, was er über Schmuck wusste, brachte er sich selbst bei.

Seine Werke sind unter anderem im Metropolitan Museum of Art in New York, im Smithsonian in Washington D.C. und im Victoria & Albert Museum in London vertreten.

Bedeutende Einzelausstellungen waren unter anderem «Gold Without Boundaries» im Smithsonian (1998), «Blue Steel Gold Light» im Museum of Art and Design in New York (2012) sowie mehrere Schauen bei L’ÉCOLE, School of Jewelry Arts – darunter «Cuffs and Necks» (Paris 2017, New York 2018), «An Edifying Journey» (Hongkong 2023) und «Thinking About Monet» (Tokio 2024).

Daniel Brush starb 2022 in New York.

TUDOR – MONARCH

Eine neue Uhr mit einem Namen, der ein jahrhundertealtes

Erbe trägt – Monarch. Ihr fein facettiertes Gehäuse, das passende Armband und das ausdrucksstarke Zifferblatt mit applizierten Indizes erinnern an die frühen Jahre der Marke. Angetrieben von einem Manufakturkaliber mit traditionellem Finish, verkörpert die Monarch die Verbindung von uhrmacherischem Erbe und zeitgenössischen Anforderungen –ermöglicht durch die Expertise der Tudor-Manufaktur in Le Locle.

IWC SCHAFFHAUSEN – BIG PILOT’S WATCH PERPETUAL CALENDAR CERALUME

Diese vollständig leuchtende, auf 250 Exemplare limitierte Uhr wurde mithilfe der von IWC entwickelten Ceralume-Technologie zur Herstellung leuchtender Keramik gefertigt. Um die faszinierende Leuchtwirkung des Keramikgehäuses noch zu verstärken, wurden auf das weisse Zifferblatt und das weisse Kautschukarmband ebenfalls Super-LumiNova-Pigmente aufgebracht. Diese Pigmente verhalten sich wie eine LichtspeicherBatterie und lassen die gesamte Uhr mehr als 24 Stunden in einem strahlenden Blauton leuchten.

FÜR ELEGANZ

GTGUCCI – G-TIMELESS MÉTIERS D’ART

Im Jahr 2026 stellt Gucci neue High-WatchmakerStücke vor, darunter Modelle aus der lebendigen «G-Timeless Métiers d’Art»-Kollektion und eine neue Variante der GUCCI-25H-Uhr. Die Métiersd’Art-Reihe erzählt weiterhin eindrucksvolle Geschichten, inspiriert von Guccis archivalen Seidenschal-Designs, während die GUCCI 25H eine neue Behandlung von Regenbogen-Edelsteinen erhält, die einen opulenten Gegenpol zu den Mechanismen dieses High-WatchmakerDesigns bieten.

NORQAIN – FREEDOM CHRONO ENJOY LIFE «SPRINKLES» Farbenfroh und verspielt feiert dieser 40-Millimeter-Edelstahlchronograf die Leichtigkeit des Moments. Erhältlich in «Strawberry» und «Blue Raspberry» mit leuchtenden Sprinkle-Details und Super-LumiNova®. Das Kaliber N19 bietet 62 Stunden Gangreserve und Wasserdichtigkeit bis 100 Meter. Ein besonderes Highlight: Alle sieben Tage erscheint im Datumsfenster ein verspieltes SoftIce-Motiv – ganz im Sinne von «Enjoy Life».

PVACHERON CONSTANTIN – ÉGÉRIE MOON PHASE SPRING BLOSSOM Inspiriert von einem Dialog zwischen Haute Horlogerie und Haute Couture wurde die Égérie-Kollektion 2020 als eindrucksvolle Hommage an Weiblichkeit und als Leinwand für Kreativität konzipiert. 2026 erkundet Vacheron Constantin mit der Égérie Moon Phase Spring Blossom eine neue künstlerische Sphäre. Sie fängt die flüchtige Schönheit des Frühlings ein und ist in einem 37-MillimeterGehäuse aus 18K 5N Pinkgold gefasst, dessen rosa Permutt-Zifferblatt von einem weichen Kalbslederriemen von Hand mit zartem Blütenmuster in Miniatur bemalt wird. Eine limitierte Ausgabe von 100 Stück der Égérie Moon Phase Spring Blossom wird in einer gestalteten Uhrentasche aus weichem Kalbsleder präsentiert, die mit einem Blütenmotiv dekoriert ist, begleitet von einem speziellen Uhrenarmbandgehäuse aus demselben Leder sowie zwei zusätzlichen austauschbaren Riemen: glänzendem rosa Alligator und blushrosa Grosgrain-Stoff.

PIAGET – DIE KUNST DER SCHMUCKSTEINE Seit 1963 steht Piaget für den kühnen Einsatz farbiger Schmucksteine wie Lapislazuli, Türkis oder Malachit. Mit der Kollektion 21st Century setzte die Maison 1969 neue Massstäbe und verwandelte die Schmuckuhr in ein modernes Kunstobjekt. 2026 knüpft Piaget an dieses Erbe an: Die Marke verbindet Vergangenheit und Gegenwart und interpretiert die Kunst der Farbe mit innovativen, ausdrucksstarken Zeitmessern neu.

VLPPARMIGIANI FLEURIER

Die Mini-Dolce-Vita-Linie begrüsst zwei aussergewöhnliche neue Modelle, die die Handwerkskunst der Edelsteinfassung in den Vordergrund stellen. Zum ersten Mal in dieser Kollektion verziert Longines das rechteckige Zifferblatt mit 163 Diamanten in einer eindrucksvollen Schneefassung sowie strahlenden Perlmutteinsätzen, die die Ästhetik abrunden. Als Zeugnis bemerkenswerter Handwerkskunst ist diese raffinierte Uhr ein tiefer Ausdruck von moderner Weiblichkeit.

TORIC 30TH ANNIVERSARY COLLECTION Mit der Rückkehr zu ihren Ursprüngen interpretiert Parmigiani Fleurier die TORIC-Kollektion durch drei Kreationen neu: Petite Seconde, Quantième Perpétuel und Chronographe Rattrapante. Im Zentrum dieser Trilogie steht ein gemeinsamer künstlerischer Ausdruck: die Einführung des von Hand gehämmerten Goldzifferblatts. Diese seltene dekorative Technik, die anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Maison entwickelt wurde, erfordert rund 60 manuelle Arbeitsschritte, die von einem einzigen Kunsthandwerker ausgeführt werden. Durch eine Abfolge präziser Schläge entsteht eine subtil unregelmässige, lebendige Oberfläche, die auf einzigartige Weise mit dem Licht interagiert. Kein Zifferblatt gleicht dem anderen.

LONGINES – MINI DOLCE VITA

SCHLANKES KRAFTPAKET

VON

VACHERON CONSTANTIN

Vacheron Constantin stattet den ArmbanduhrKlassiker Overseas mit einem neuen Automatikwerk aus. Das ultraflache Manufakturkaliber 2550 verfügt über rund 80 Stunden Gangautonomie und baut dennoch nur 2.4 Millimeter hoch.

Autor_Gisbert L. Brunner Bilder_Vacheron Constantin

Mit der 1996 lancierten Overseas interpretierte die Schweizer Traditionsmanufaktur Vacheron Constantin das Thema sportlich-elegante Edelstahl-Luxusuhr auf ihre Weise: kultiviert, alltagstauglich und mit klarer Markenidentität. Als wichtiges Gestaltungselement griff die Lünette das als Logo genutzte Malteserkreuz auf. Zum 250-jährigen Jubiläum folgte 2005 eine behutsame Evolution. 2016 debütierte eine gründlich überarbeitete Overseas-Generation. Spürbar runder und geschmeidiger präsentierte sich das Gehäusemittelteil. Eine sanftere Haptik zeichnete fortan auch den Malteserkreuz-Glasrand aus. Zu den bemerkenswerten Innovationen gehört schliesslich das patentierte Bandwechselsystem. Ohne Werkzeug lassen sich drei serienmässig mitgelieferte Armbänder nach Belieben gegeneinander austauschen. Behutsames Ziehen verlängert das Gliederband um zweimal vier Millimeter.

Diese und weitere äussere Werte nutzt Vacheron Constantin für die während der Uhrenmesse Watches and Wonders 2026 vorgestellte Overseas Self-Winding Ultra-Thin. Erstmals in der Geschichte dieser Ikone bestehen das 39.5 Millimeter grosse, bis fünf bar wasserdichte Sichtbodengehäuse sowie das Gliederband aus Platin, legiert mit fünf Prozent Kupfer und Gallium. Thermische Härtung zieht eine mehr als doppelt so hohe Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer und Stösse nach sich. Aus technischen Gründen findet für die komfortable Faltschliesse jedoch 18- karätiges Weissgold Verwendung. Zu den zusätzlichen Bändern aus Kautschuk und Alligatorleder gehört eine selbst tauschbare Platin-Dornschliesse. Den vielversprechenden Namen rechtfertigt eine Gesamthöhe von lediglich 7.35 Millimetern. Dieser extrem schlanke Auftritt am Handgelenk verlangt logischerweise ein entsprechendes Innenleben. Natürlich misst und indiziert es die kontinuierlich fortschreitende Zeit durch leises Ticken. Stündlich vollzieht die Unruh mit variabler Trägheit 21’600 Halbschwingungen. Zwei koaxial angeordnete und «fliegend» gelagerte Federhäuser sorgen dafür, dass dies 80 Stunden lang ohne weiteren Energienachschub geschieht. Ein sportliches Outdoorwochenende im Tresor bringt den noblen Zeitmesser also nicht zum Stillstand. Trotz der beruhigenden Gangautonomie baut das während sieben Jahren entwickelte und aus 153 Komponenten assemblierte Mechanik-Œuvre gerade einmal 2.4 Millimeter hoch. Sorgsame Finissage ist dabei Ehrensache.

Beim Blick auf die Genese hausei gener Selbstaufzugswerke von Vacheron Constantin bedeutet die ultraflache Aus führung des 30.6 Millimeter messenden Kalibers 2550 einen Rekord. Möglich macht ihn unter anderem ein Mikrorotor aus massivem Platin. Die Konstrukteure haben das energiespendende Bauteil mit seinen 15.5 Millimetern Durchmesser direkt in Werksebene integriert. Das hohe spezifische Gewicht des hierfür genutzten Werkstoffs sowie die Wirksamkeit in beiden Dreh richtungen sorgen für hohe Effizienz beim Spannen der seriell geschalteten Energie speicher. Zur Reduzierung der Bauhöhe rotieren zwei Zahnräder des ausgeklügelten Getriebes um winzige Kugellager.

Da sich vor dem lachsfarbenen Sonnenschliffzifferblatt nur zwei Zeiger be wegen, könnte man diesem Zeitmesser das Prädikat kompliziert vorschnell absprechen.

Damit läge man allerdings gründlich falsch. Insbesondere ultraflache Uhrwerke fordern von allen Beteiligten ihren Tribut. Mit abnehmenden Dimensionen steigt der Aufwand, weil sich die Toleranzen exponentiell reduzieren. Zum Beispiel bedingen die Lagersteine wegen des äusserst geringen Höhenspiels der darin rotierenden Zapfen extrem gewissenhaftes Einpressen. Einige Tausendstelmillimeter können über zuverlässige Funktion und Präzision entscheiden. Auch bei der Feinbearbeitung, Montage und Regulierung verlangen derartige Kaliber sehr viel Fingerspitzengefühl.

Die hohe Qualität des beeindruckenden Gesamtkunstwerks bringt das Genfer Siegel zum Ausdruck. Ihm zufolge darf die wöchentliche Gangabweichung nicht mehr als eine Minute betragen.

Weil alles Vorzügliche rar ist, beschränkt sich die Edition der neuen Vacheron Constantin Overseas Self-Winding UltraThin auf 255 einzeln nummerierte Exemplare, welche nur in den eigenen Boutiquen zu haben sind.

DRIVEN BY TIME

PORSCHE DESIGN

Das tiefe Brummen des Motors, der Blick auf das Armaturenbrett und das leise Ticken einer Uhr gehören bei Porsche seit Jahrzehnten zusammen. Mit der neuen Uhrenmanufaktur im schweizerischen Grenchen schlägt Porsche Design einen neuen Weg für die Zukunft seiner Timepieces ein. Nach Jahren in Solothurn verlegt die Marke ihre gesamte Uhrenfertigung nun ins Herz des Schweizer Uhrendreiecks.

Auf rund 3600 Quadratmetern befinden sich nun Fertigung, Entwicklung, Qualitätsmanagement und After-Sales-Services unter einem Dach. Die Arbeitsplätze der Uhrmacher wurden speziell auf feinmechanische Präzision ausgelegt. Ein eigens entwickeltes Beleuchtungssystem simuliert konstantes Tageslicht, damit selbst kleinste Staubpartikel oder minimale Oberflächenabweichungen sichtbar werden. Ausserdem sorgen kontrollierte klimatische Bedingungen für maximale Stabilität während der Produktion. Die Reinräume arbeiten mit konstant regulierter Luftfeuchtigkeit und speziellen Überdrucksystemen, welche für die mechanische Uhrmacherei essenziell sind.

Interessant ist dabei vor allem, wie stark sich Porschetypische Produktionsprinzipien in der Manufaktur wiederfinden. Die Abläufe orientieren sich an einer sequenziellen Fertigung mit kurzen Wegen und einer «Just-in-time»-Logistik, die man eher aus der Automobilindustrie kennt.

Gleichzeitig spielt auch Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Auf dem Dach der Manufaktur erzeugen 211 Solarpanels einen grossen Teil des Energiebedarfs. Ergänzt wird das Konzept durch Wärmepumpen, Wärmerückgewinnungssysteme und energieeffiziente Gebäudetechnik. Selbst kleine Details wie Armaturen, die standardmässig nur kaltes Wasser ausgeben, wurden durchdacht, um unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.

Trotz aller Modernisierung bleibt die Geschichte des Gebäudes sichtbar. Bereits 1955 erbaut, war es früher Sitz der Schweizer Uhrenmarke Eterna und später eng mit Porsche Design verbunden. Zwischen 1998 und 2014 wurden dort bereits Porsche-DesignUhren gefertigt. Originale Tresortüren aus den 50er-Jahren blieben erhalten, ebenso restaurierte Stuckelemente und denkmalgeschützte Räume. Lederdetails aus dem Fahrzeugbereich der Porschewelt sind hierbei ebenfalls stets präsent.

Die neue Manufaktur fungiert jedoch nicht nur als Produktionsstätte, sondern auch als Erlebnisraum. Im Erdgeschoss entsteht eine Ausstellungsfläche, die die Geschichte der Porsche-DesignTimepieces seit den 70er-Jahren zeigt. Kundinnen und Kunden können dort künftig ihre eigenen Uhren konfigurieren und den gesamten Entstehungsprozess hautnah miterleben. Die sogenannte Fitting Lounge bringt das Prinzip des personalisierten Sportwagens in die Uhrmacherei: Individualisierung wird zum zentralen Teil des Produkts. Selbst die Möglichkeit, mit dem eigenen Porsche direkt in die Manufaktur zu fahren, gehört zum Konzept.

CHRONOGRAPH 1 – ALL TITANIUM NUMBERED EDITION Passend zur Eröffnung rückt auch ein Modell besonders in den Fokus: der Chronograph 1 in der All Titanium Numbered Edition. Die Uhr wird vollständig in der neuen Manufaktur gefertigt und greift so eines der wichtigsten Modelle von Porsche Design wieder auf. Bereits 1972 entwarf Ferdinand Alexander Porsche den Chronograph I, welcher der erste komplett schwarze Chronograph der Welt war. Inspiriert vom Cockpit des Porsche 911 entstand damals eine Uhr, die wie ein präzises Instrument wirkte und durch das schwarze Zifferblatt, die starken Kontraste und ihre maximale Ablesbarkeit zum absoluten Hingucker wurde.

Die neue Titanium-Edition wirkt mit ihrem glasperlgestrahlten Titangehäuse technisch und modern, wobei das mattschwarze Zifferblatt des Chronographen die zeitlose Geschichte der Uhr aufgreift.

Porsche Design setzte bereits zu einer Zeit auf Titan, als das Material in der Luxusuhrenbranche noch kaum verwendet wurde, und wurde zum ersten Luxusuhrenhersteller, der eine Uhr komplett aus Titan fertigte. Auch heute passt Titan perfekt zur Marke, denn das Material ist leicht, robust und funktional. Kontrastierende weisse Ziffern und Indizes sorgen auch im Dunkeln für eine leichte Ablesbarkeit, während die Tachymeterskala und das COSCzertifizierte Kaliber WERK 01.140 die Ästhetik klassischer Motorsportinstrumente aufgreifen und sie zu einem Meisterwerk moderner Uhrmacherei machen.

MO ON

NERVENKITZEL DES OFFENEN FAHRENS

Cabrios bieten ein intensiveres Fahrerlebnis als Coupés, da man die Umgebung besser wahrnimmt und den satten Sound des Motors noch intensiver hört. Vorbei sind die Zeiten, in denen Cabrios aufgrund des fehlenden Dachs strukturelle Probleme hatten. Dank technologischer Fortschritte und leichterer Materialien sind Cabrios heute fast so

BMW Z4

Der Z3 war ein Kultauto, bekannt aus dem James-Bond-Film «GoldenEye», doch sein Ruhm reichte weit darüber hinaus: Er begründete ein ganzes Genre schneller, aber dennoch dynamischer Roadster. Seine kompakten Abmessungen und sein geringes Gewicht trugen massgeblich dazu bei, dass der Z3 nach seiner Markteinführung eine riesige Fangemeinde gewann. Der Z4 ist elegant, schnell und praktisch und bietet

gleichzeitig ein tolles Fahrerlebnis. Der Reihensechszylinder macht im Grenzbereich richtig Spass und lädt dazu ein, sein dynamisches Potenzial auszuschöpfen. Die direkte Lenkung und das präzise Handling sind weitere Merkmale eines sportlichen BMW. Der Z4 überzeugt zudem mit einem attraktiven Preis-Leistungs- Verhältnis und bietet neben seinem exotischen Design auch überzeugende Fahrleistungen.

Autor_Urs Huebscher

MERCEDES-MAYBACH SL 680

Der Mercedes - Maybach SL 680 Monogram Series ist das bisher sportlichste Modell der Markenhistorie. Der offene Zweisitzer interpretiert die ikonische Silhouette des SL auf eine aussergewöhnliche Weise. Sportliche Proportionen verschmelzen mit erlesener Ästhetik und höchstem Komfort. Er verbindet ein dynamisches Fahrgefühl mit allem, was einen Mercedes - Maybach auszeichnet: exzellente Handwerkskunst, erlesene Materialien und exquisite Design-Details. Damit bietet er entsprechend der Markenphilosophie ein ganzheitliches, sinnliches Erlebnis.

Auf Wunsch stehen neben den kuratierten Farbkonzepten mehr als 50 weitere ManufakturLackfarben zur Auswahl. Die Farbpalette ist inspiriert von den Tönen von Edelsteinen, Mineralien oder Naturphänomenen, beispielsweise Côte-d’Azur-Blau, sowie von aktuellen Farbströmungen aus Mode, Architektur und Design. Dazu gehören auch neu interpretierte Klassiker aus dem historischen Farbarchiv von Mercedes - Benz und Maybach.

Der MCPURA-Supersportwagen ist in Coupé- und Cabrio-Versionen erhältlich, bekannt als Cielo. Das Meisterwerk, zu 100 Prozent in Italien hergestellt, ist eine Weiterentwicklung des MC20 Halo Car, der 2020 eine neue Ära für die Marke einläutete. Der neue MCPURA greift diesen Geist auf und verstärkt ihn zu seiner intensivsten und verfeinertesten Form. Die Arbeit konzentrierte sich auf das Aussendesign, die Materialien und die Innenausstattung, aber der Kern bleibt derselbe: der kraftvolle und unverkennbare 630-CV- V6-Nettuno-Motor, ein Symbol für Maseratis Leidenschaft für Performance. Schliesslich umfasst MCPURA alles, was das Maserati- Fahrerlebnis einzigartig macht, nämlich die Möglichkeit, sich filterfrei mit dem Fahrer zu verbinden und die grösste Eleganz, mitreissende Fahrleistung und zeitlose Kunstfertigkeit zu vermitteln. Reine Eleganz, Charakter und Emotion. Der Name selbst offenbart das Wesen eines Modells, das in seiner konzentriertesten Form die authentischsten Werte des Trident verkörpern soll.

FERRARI AMALFI SPIDER

Der Ferrari Amalfi Spider ist der Nachfolger des gefeierten Roma Spider. Während der Roma für Ferrari-Verhältnisse elegant und zurückhaltend war, zeichnet sich der Amalfi durch eine ausdrucksstärkere Designsprache aus, die von der sonnenverwöhnten Atmosphäre seines italienischen Namensvetters an der Küste inspiriert ist. Das faltbare Metalldach des Amalfi Spider ist in vier massgeschneiderten Farben und zwei technischen Stoffen erhältlich, darunter die neue Option Tecnico Ottanio. Dabei handelt es sich um ein gedecktes Türkis, das je nach Lichteinfall einen dreidimensionalen Schimmer aufweist. Bei Ferrari ist selbst das Dach ein modisches Statement.

Unter dem Dach verbirgt sich ein V8Biturbo- Motor mit über 600 PS, dessen Kraft über ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterräder geleitet wird. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug mit beinahe absurder Leistungsfähigkeit, gepaart mit dem Komfort und der Laufruhe, die es zu einem glaubwürdigen Gran Turismo machen.

ASTON MARTIN DB12 VOLANTE

Der Name «Volante» prangt seit 1965 auf Aston-Martin-Cabriolets – und seit Timothy Dalton in «Der Hauch des Todes» einen V8 Vantage Volante fuhr, auch in James-BondFilmen. Aston Martin ist bis heute Bonds offizieller Automobilpartner. Einen zu besitzen, ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Lizenz zum Nervenkitzel. Der Übergang vom ohnehin schon atemberaubenden DB12 Coupé zum Volante wurde mit der für Aston Martin typischen Eleganz vollzogen. Das faltbare Stoffverdeck fügt sich nahtlos in die langgezogenen, fliessenden Linien des Fahrzeugs ein, und das Ergebnis ist ein Cabriolet, das aussieht, als sei es schon immer für das offene Verdeck geschaffen worden.

Aston Martin bezeichnet den DB12 als den weltweit ersten Super Tourer. Ein VierliterV8-Biturbo mit 680 PS beschleunigt den Volante in 3.6 Sekunden auf 100 km/h, während ein Achtgang-Automatikgetriebe für eine sanfte Kraftentfaltung sorgt, die jeder Situation gerecht wird. Der Innenraum ist exquisit ausgestattet und bietet ein fahrerorientiertes Layout, das den Fahrer optimal umschliesst. Der DB12 Volante ist ein Auto, das nicht nur eine Fahrt, sondern den ganzen Tag zu einem besonderen Erlebnis macht.

BENTLEY CONTINENTAL GTC

Der Bentley Continental GTC ist eine Klasse für sich: das ultimative Grand-TouringCabriolet. Kein anderes offenes Auto vereint diese Eleganz und mühelose Leistung in vergleichbarer Weise. Der W12-BiturboMotor ist ein technisches Meisterwerk: Er leistet 650 PS und beschleunigt den Wagen in unter vier Sekunden von null auf 100 km / h, während er gleichzeitig bei Autobahngeschwindigkeit angenehm leise fährt. Das dreilagige Stoffverdeck öffnet sich in nur 19 Sekunden und bietet einen nahezu limousinenähnlichen Schutz vor

Witterungseinflüssen. Der Innenraum des Continental GTC ist ein wahres Meisterwerk der Bentley-Handwerkskunst. Jedes Interieur wird in der Bentley-Manufaktur in Crewe von Hand genäht – fast drei Kilometer Garn werden dafür verwendet. Beim Standardmodell sind es fast 300’000 Einzelstiche, bei der Mulliner-Ausstattung sogar rund 400’000. Jedes Lederpaneel wird anschliessend auf der Rückseite vom jeweiligen Handwerker signiert. Nur wenige Fahrzeuge weltweit bieten diese Kombination aus Leistung, Luxus und Open-AirFeeling zu jedem Preis.

PORSCHE 911 GT3 S/C

Porsche stellt erstmals einen 911 GT3 mit vollautomatischem Cabriolet-Verdeck vor. Der besonders fahrspassorientierte 911 GT3 S/C kombiniert die Leichtbaustrategie des 911 S/T mit dem frei saugenden Vierliter-Boxermotor mit 375 Kilowatt (510 PS) und 450 Newtonmetern des 911 GT3. Die markanten Kotflügel und Türen des 911 S/T verleihen dem neuen 911 GT3 S/C in Kombination mit dem schwarzen Windschutzscheibenrahmen eine unverwechselbare Optik.

Gemäss seiner Positionierung als Driver’s Car ist er ausschliesslich mit dem kurz übersetzten und leichten Sechsgang-Sportschaltgetriebe erhältlich. Als einzige offene Variante der aktuellen 911-Palette ist der 911 GT3 S / C als reiner Zweisitzer ausgelegt – eine Reminiszenz an den 911 Speedster aus dem Jahr 2019. Im Gegensatz zu diesem ist der 911 GT3 S / C aber nicht limitiert. Erstmals ist für den 911 GT3 S/C ein Street-Style-Paket erhältlich, mit dem sich das Fahrzeug noch individueller an den persönlichen Geschmack anpassen lässt.

MERCEDES-BENZ CLE CABRIOLET

Der Mercedes-Benz CLE Cabriolet ist der Nachfolger der Cabriolets der C- und E-Klasse. Er vereint die Stärken beider Modelle in einem einzigen Fahrzeug. Die eleganten, langgezogenen Proportionen verleihen dem CLE eine klassische, dynamische Silhouette. Im Innenraum sorgen das neueste MBUX-Infotainmentsystem von Mercedes-Benz und ein breites, gebogenes Display für ein wahrhaft hochwertiges Ambiente. Das mehrlagige Dämmdach reduziert Windgeräusche im Vergleich zu vielen Konkurrenten mit Stoffverdeck deutlich – und verbessert gleichzeitig den Klang des Infotainmentsystems erheblich. Die Motorenpalette umfasst Mildhybrid-Vierzylinder- und Sechszylinder-Benzinmotoren, wobei der CLE 300 4MATIC eine besonders ausgewogene Wahl für all jene darstellt, die gleichermassen Wert auf Komfort, Leistung und Souveränität bei allen Wetterbedingungen legen.

BEGEISTERT MIT TECHNOLOGIE

Autor_Urs Huebscher Bilder_BYD

SCHNELLSTES FAHRZEUG DER WELT

BYD, der weltweit führende Hersteller von New Energy Vehicles (NEVs), hat auf der Beijing Auto Show eine Vielzahl an Modellneuheiten vorgestellt und dabei seine neuesten technologischen Entwicklungen über die Marken BYD Auto, DENZA, FANGCHENGBAO und YANGWANG hinweg präsentiert.

Die umfangreiche Modellpalette neuer Fahrzeuge unterstreicht eindrucksvoll die Vielfalt des Produktangebots von BYD. Die präsentierten Modelle decken ein breites Spektrum ab – vom Familienmobilitätskonzept OCEAN-V über das Flaggschiff-SUV SEALION 08 bis hin zum strassenzugelassenen Sportwagen-Konzept FORMULA X sowie den völlig neuen Limousinen- Serien FORMULA S und FORMULA SL der personalisierungsorientierten Marke FANGCHENGBAO. Ebenfalls vorgestellt wurden der über 1000 PS starke Supersportwagen DENZA Z sowie die erste serienreife Version des schnellsten Serienautos der Welt, des YANGWANG U9 Xtreme. Dieses umfassende Portfolio zeigt, wie BYD technologische Innovationen für Kunden in den Volumen-, Premium- und Ultra-Luxussegmenten zugänglich macht.

FLASH Charging und die Blade Battery der zweiten Generation standen auf den Messeständen besonders im Fokus. Damit treibt BYD die Einführung wegweisender Lösungen weiter voran und beseitigt die letzten grossen Hürden für die breite Akzeptanz von Elektrofahrzeugen – sowohl in China als auch international.

DENZA ERSCHLIESST NEUES SEGMENT

MIT WEGWEISENDEM SUPERSPORTWAGEN

DENZA, die technologieorientierte Premiummarke von BYD, betritt mit dem DENZA Z, dem weltweit ersten intelligenten elektrischen Supersportwagen, ein neues Marktsegment. Das Fahrzeug gilt als Meisterwerk, das modernste Technologie mit perfektem Design vereint, geprägt von klarer Ästhetik und einer weltweit führenden technischen Architektur.

Der DENZA Z folgt der Designphilosophie «Pure Emotion» und verbindet Carbonfasern mit aerodynamischer Effizienz zu einer eleganten und zugleich dynamischen Silhouette. Dabei folgt die Form konsequent der Funktion: Lufteinlässe in der Motorhaube leiten den Luftstrom gezielt und erhöhen den Anpressdruck bei hohen Geschwindigkeiten.

Die innovative Karosseriestruktur erreicht ein weltweit führendes Gleichgewicht aus Steifigkeit, Leichtbau und effizienter Raumnutzung. Das Fahrwerk ist mit dem System DiSus-M ausgestattet, einer intelligenten magnetorheologischen (elektromagnetischen) Karosserieregelung, die speziell für extreme Leistungswerte

entwickelt wurde: über 1000 PS und eine Beschleunigung von null auf 100 km / h in weniger als zwei Sekunden. Die Langstreckentauglichkeit wird durch die Blade Battery der zweiten Generation sowie FLASH Charging gewährleistet, die schnelles Laden und hohe Reichweiten ermöglichen.

Die Einführung des DENZA Z markiert einen Wendepunkt für die globale Automobilindustrie: Erstmals dringt eine Premiummarke mit konsequentem New-Energy-Ansatz in das Kernsegment der millionenschweren Luxus-Supersportwagen vor – ein Bereich, der bislang von etablierten europäischen Herstellern dominiert wurde. Mit seinem global inspirierten Design und bahnbrechenden technologischen Innovationen soll der DENZA Z Kunden begeistern, die für die nächste Generation intelligenter elektrischer Supersportwagen bereit sind. Weitere technische Details sowie ein umfassender Markteinführungsplan werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

SEAL 08 UND SEALION 08:

NEUE FLAGGSCHIFFE DER OCEAN-SERIE

BYD ist bekannt dafür, Fahrzeuge zu bauen, die Qualität mit Charakter verbinden und besonders bei der jüngeren Generation Anklang finden. Nachdem in den vergangenen Monaten die gesamte «567-Serie» – SEALION 05, SEAL 06, SEALION 06 und SEAL 07 – überarbeitet wurde, präsentiert die OCEAN-Reihe zwei weitere spannende Serienpremieren: den SEAL 08 und den SEALION 08.

Als «Doppel-Flaggschiffe» vereinen diese beiden Modelle die führenden Technologien von BYD und liefern eine völlig neue Antwort auf die nächste Generation von Premium-Familienfahrzeugen. Die elegante Aussenlinie der Limousine SEAL 08 wird durch ein noch hochwertiger wirkendes Interieur ergänzt. Bereits beim Einsteigen entsteht ein Premium-Eindruck: ein ikonisches, horizontbetontes Design ohne unnötige Elemente. Der Innenraum er-

und grosszügig gestaltet. Ein besonderes Detail sind leuchtende Perlmutt-Einlagen: ein Merkmal, das sonst nur bei extrem hochwertigen Luxusautos oder edlem Schmuck und Uhren zu finden ist.

Vorne erwarten die Insassen zwei Zero-Gravity-Sitze mit Ein-Knopf-Verstellung, während bei den Rücksitzen elektrische Beinauflagen, mehrfach verstellbare Rückenlehnen und ein Touchscreen in der Mittelarmlehne zur Verfügung stehen. Alle Sitze bieten Belüftung, Heizung und Massagefunktion: ein echtes VIP-Erlebnis auf jeder Fahrt. Praktische Details wie acht magnetische Befestigungspunkte ermöglichen zudem eine individuelle Gestaltung des Innenraums.

Der SUV SEALION 08 ist das Ergebnis intensiver Designarbeit mit über einem Dutzend Clay-Modellen und Hunderten Überarbeitungen, um die Designsprache «OCEAN Aesthetics 2.0» auf ein grösseres Fahrzeug zu übertragen. Das Ergebnis: ein imposantes, hochwertiges und äusserst stilvolles Erscheinungsbild. Mit einer Länge von 5115 Millimetern, einer Breite von 1999 Millimetern, einer Höhe von 1800 Millimetern und einem Radstand von 3003 Millimetern bietet der SEALION 08 ein grosszügiges Raumkonzept – vergleichbar mit einem «grossen Apartment» – mit sechs Einzelsitzen in drei Reihen.

Zu den Design-Highlights gehören die «schwebende» Radnabenabdeckung in den 21-Zoll-Rädern im «Light-Trace-Wave»Design sowie das längste Rücklichtband der Branche: ein fast zwei Meter langes «Tide Gradient»-Lichtdesign. Beide Modelle sind mit der neuesten Blade Battery der zweiten Generation ausgestattet, kombiniert mit FLASH Charging, das nach dem Prinzip «in fünf Minuten bereit, in neun Minuten voll» arbeitet, sowie mit der DiSus-A Zweikammer-Luftfederung, die für höchsten Komfort und Stabilität sorgt.

SCHNELLSTES AUTO DER WELT GEHT MIT DER EDITION «THE DAWN» IN PRODUKTION

Das Hypercar U9 Xtreme der Marke YANGWANG sorgte bereits im vergangenen Herbst weltweit für Schlagzeilen, als es mit 496.22 km/h zum schnellsten Auto der Welt wurde. Ein Rekord, dem kurz darauf eine Bestzeit auf der Nürburgring-Nordschleife in nur sechs Minuten und 59 Sekunden folgte. Unter Auto-Enthusiasten weltweit bereits als U9X bekannt, feierte das Hypercar auf der Beijing Auto Show sein Debüt als Serienmodell unter dem Namen Yangwang U9 Xtreme «The Dawn», welches für mehr als 20’000’000 Yuan (2’760’000 US-Dollar) pro Einheit verkauft wurde. Basierend auf dem bekannt gegebenen Preis ist es das bisher teuerste Serienfahrzeug von BYD. Der YANGWANG U9 Xtreme, der auf 30 Jahren pionierhafter Elektrifizierungsexpertise von BYD basiert, integriert die ultimativen Visionen der Ingenieure für die Leistung neuer Fahrzeuge. Er durchbricht die «unmöglichen Barrieren» und will Spitzenzeiten für Höchstgeschwindigkeit und Nürburgring-Hypercar-Runden setzen.

Der vom englischen Wort «Extreme» abgeleitete Name liefert den Kernproduktwert des YANGWANG U9 Xtreme: «The Pursuit Beyond, Born to Explore the Limits of Absolute Speed». Das «X» steht für die Herausforderungen von Grenzen und Barrieren. Es dient als Leitfaden beim Erkunden unerforschter Gebiete und schreitet allein voran, getrieben von kompromisslosen Träumen und Ambitionen. Man definiert die Spitze der neuen Energietechnologien mit unvergleichlicher Leistung. Der YANGWANG U9 Xtreme verwandelt das unbekannte «X» in ein echtes «Traumauto» und diesen scheinbar verspielten Traum in eine epochale Legende in der Realität, angetrieben von ultimativer Technologie.

Jedes Exemplar des YANGWANG U9 Xtreme wird ein einzigartiges, vollständig individualisiertes Design erhalten – von der Aussenlackierung und den Carbonfaser-Mustern bis hin zur InfotainmentBenutzeroberfläche, den Begrüssungsanimationen und den Klängen beim Schliessen der Türen. Einige Besitzer haben ihre Personalisierung bereits abgeschlossen und befinden sich nun in der Phase der Vertragsunterzeichnung und Produktionsplanung.

Jeder YANGWANG U9X wird damit zu einem unverwechselbaren Kunstwerk. Ein Ausdruck des ultimativen Anspruchs des Entwicklerteams an das perfekte Traumauto und zugleich ein Geschenk von YANGWANG an Auto-Enthusiasten auf der ganzen Welt.

YANGWANG U8L SETZT MIT DER VIERSITZER-DINGZANG-EDITION NEUE MASSSTÄBE

Die Beijing Auto Show erlebte zudem die Premiere eines neuen Mitglieds der U8L-Modellreihe von YANGWANG: den YANGWANG U8L Four-Seater Dingzang Edition mit grosszügigem ViersitzLayout. Aufbauend auf der U8L Dingshi Edition behält das neue Modell wegweisende Technologien wie die e4-Quad-Motor-Plattform, die FLASH-Charging-Technologie und die Blade Battery der zweiten Generation bei, bietet jedoch zugleich umfassende Verbesserungen bei Design, Innenraumkonzept und Materialverarbeitung.

Die YANGWANG U8L Dingzang Edition führt eine exklusive Lackfarbe namens «Ink Jade Blue» ein, die den Glanz von Jade mit der tiefen Intensität von Tintenjade verbindet. Die Lackrezeptur wurde durch Hunderte Anpassungen verfeinert und enthält mikrometergrosse Aluminium-Pulverkristalle, die je nach Lichteinfall einen reichen Farbverlauf erzeugen. Dazu kommen 22-ZollSchmiederadfelgen aus Aluminium mit acht Speichen sowie eine neue Innenraumfarbe namens «Mingsha Gold». Inspiriert von der Natur, kombiniert sie leuchtendes Gelb und Weiss und wird durch speziell angefertigte Stickereien mit Bergmotiven auf den Sitzen ergänzt, die sich an den Konturen des Qilian Mountain orientieren und die Gestaltung mit der Ästhetik kalligrafischer Pinselstriche verbinden.

Das neue Viersitz-Konzept umfasst exklusive Dual-ZeroGravity-Sitze sowie eine Mittelkonsole im Stil einer «Halbinsel» in der zweiten Reihe, die bis zu sieben separate Staufächer bietet. So entsteht eine besonders private, luxuriöse und komfortable mobile Lounge für die Insassen. Der Kofferraum bietet ein grosszügiges Volumen von 512 Litern und fasst problemlos drei Golftaschen mit 47 Zoll Länge.

Die aufwendig kombinierte Vielfalt aus naturinspirierten Farben und Materialien verdeutlicht, dass YANGWANG im vierten Jahr seines Bestehens zwar auf einer starken technologischen Basis aufbaut, die eigentliche Seele und Wärme der Marke jedoch von den Menschen kommt, die ihre Fahrzeuge fahren.

STILFSER JOCH

KÖNIGIN DER ALPENSTRASSEN

Die kurvenreiche Stilfser Joch Passstrasse ist mit 2758 Metern Höhe die höchste Passstrasse Italiens und gilt mit ihren 48 Kehren auf Südtiroler Seite als eine der imposantesten und kurvigsten Strassen der Welt.

Autor_Urs Huebscher

Die Königin der Passstrassen» und «Höchster Rummelplatz Europas» sind die beiden meistgebrauchten Beinamen des Stilfser Jochs. Inwieweit diese Bezeichnungen tatsächlich zutreffen, möchten wir der Beurteilung eines jeden einzelnen überlassen. Unbestritten ist jedoch, dass es sich mit 2757 Metern Höhe nicht nur um den höchsten Strassenpass Italiens handelt, sondern nach dem Col de l’Iséran um die zweithöchste Passstrasse der Alpen und dass die klassische 48-Kehren-Auffahrt von Prad wohl zu den bekanntesten und prestigeträchtigsten Anstiegen Europas gehört.

Das Stilfser Joch verbindet Südtirol mit dem Veltlin (Lombardei) und dem schweizerischen Val Müstair. Der Übergang ist schon seit der Bronzezeit bekannt, wobei der benachbarte Weg über den Umbrailpass bevorzugt wurde. Der Pass wird im Süden eingerahmt vom Ortler-Massiv mit dem Ortler (3905 Meter) und dem Monte Scorluzzo (3094 Meter) als bekannteste Gipfel, sodass auch für ein angemessen grandioses Panorama auf der Anfahrt gesorgt ist. Berühmtestes Fotomotiv dürfte jedoch die Kehrenfolge auf dem Schlusshang der Ostseite sein.

28 KILOMETER UND 48 KEHREN

Nach einer fünfjährigen Bauzeit wurde die knapp 50 Kilometer lange Stilfser Joch Passstrasse im Jahr 1825 fertiggestellt. Unter Kaiser Franz I. sollte mit der Strasse die Lombardei, die damals zum Österreichischen Kaiserreich gehörte, mit den restlichen Reichsteilen verbunden werden. Im Ersten Weltkrieg war das Gebiet zwischen Österreich und Italien zwar hart umkämpft, eine wichtige militärische Rolle spielte die

Strasse über das Stilfser Joch allerdings nie. Erst der Tourismus der Neuzeit brachte dem Stilfser Joch Weltruhm. Heutzutage rückt der Pass vor allem dann in den Fokus der Öffentlichkeit, wenn der Tross des Giro d’Italia ihn mal wieder unter die Räder nimmt.

Auf der Südtiroler Seite besteht die Strasse aus knapp 28 Kilometern mit 48 Kehren, auf der lombardischen Seite aus knapp 22 Kilometern mit 34 Kehren, ausserdem passiert man dort sechs Tunnels. Trotz der 1870 Meter Höhenunterschied auf der Südtiroler Seite konnte die Steigung der Strasse mit neun Prozent relativ gering gehalten werden. Nur an wenigen Stellen steigt sie auf elf Prozent. Naturgemäss ist die Strasse – besonders ihr östlicher Teil –stark lawinengefährdet, weshalb bald nach ihrer Eröffnung hölzerne Lawinenschutztunnel gebaut wurden. Bis 1848 konnte die Passstrasse so das ganze Jahr über passiert werden. Während der Revolution 1848 wurden einige dieser Lawinenschutztunnel in Brand gesetzt, was die Strasse unpassierbar machte. Dies veranlasste die damaligen Macht haber dazu, Ausweichrouten zu erschaffen: Die Passstrassen des Tonale und des Aprica wurden ausgebaut, was zu einer Minderung der Bedeutsamkeit der Stilfser Joch Passstrasse führte. Rund um den Pass sind noch heute Überreste des Ersten Weltkriegs zu sehen, damals verlief nämlich die Italienfront über das Stilfser Joch. Der Strassenverlauf des kühnen Prestigeprojekts hat sich seit damals kaum verändert.

EINE ZUSAMMENARBEIT MIT LOBANOV DESIGN ISA BLADE

ISA Yachts präsentiert Blade 70, ein neues Projekt, das den Beginn einer strategischen Zusammenarbeit mit Lobanov Design markiert. Das von Igor Lobanov geleitete Studio ist für seinen skulpturalen und äusserst unverwechselbaren Ansatz im zeitgenössischen Yachtdesign bekannt.

Autor_Urs Huebscher Bilder_YSA Yachts

Die ISA Blade 70M wurde mit dem Ziel konzipiert, die eleganteste und stilistisch bekannteste Yacht im Grand- Sport-Segment zu schaffen, einer Kategorie, die durch schnelle, sportliche Yachten mit vertikalen oder nahezu vertikalen Bugen definiert ist. Das Blade-Projekt zeichnet sich durch seine tiefgehende Auseinandersetzung mit Persönlichkeit und formaler Identität aus und wurde von den eleganten Schiffen inspiriert, die zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entworfen wurden.

Der Bug, leicht umgekehrt und konkav im Profil, wird zu einem der prägenden Elemente dieser Superyacht. Sie ist mit dekorativen Edelstahldetails bereichert, während die Ankernische vollständig integriert und verdeckt ist und die Fairleads individuell gestaltet sind, was zu einer klaren, raffinierten und hoch anspruchsvollen Ästhetik beiträgt.

Die gesamte Yacht ist als durchgehende Skulptur konzipiert, mit fliessenden, ununterbrochenen Linien, die nahtlos vom Bug bis zum Heck fliessen. Die Rumpfgrafiken sind absichtlich versteckt und in das Volumen integriert, während die Verglasung Glasscheiben mit gepunkteten Filmen und einem unerwarteten schwarzen Einsatz vorne nahe der Wasserlinie aufweist, was einen starken und markanten grafischen Akzent erzeugt. Die Aufbauten bestehen vollständig aus Glasplatten und schwarz gestrichenen Flächen, die von einer subtilen dynamischen Kurve gekrönt werden, welche Geschwindigkeit und Bewegung hervorruft.

QUICK FACTS

Das Aussendesign wird durch einzigartige Elemente wie versenkte Teakholzeinsätze, massgefertigte Kotflügeldetails und eine transformierende hintere Garagen-/Strandclubtür ergänzt, die geschlossen zu einer Holzbank mit Blick aufs Meer wird und so das Aussenerlebnis der Yacht erweitert. Das Innenlayout spiegelt die sich weiterentwickelte Vision des Besitzers wider: Die Master-Suite befindet sich achtern auf dem Oberdeck, bietet eine private Terrasse und die Möglichkeit, mit offenem Meerblick in völliger Privatsphäre aufzuwachen. Die ISA Blade 70 M hat eine Bruttotonnage von 1300 GT, einen Stahlkörper und einen Aluminiumaufbau. Sie wird von zwei MTU-12V4000-M53L-Motoren angetrieben, die jeweils 1771 Kilowatt liefern und eine Höchstgeschwindigkeit von 17.5 Knoten sowie eine Reisegeschwindigkeit von 14 Knoten erreichen. Bei Reisegeschwindigkeit bietet die Yacht eine Reichweite von etwa 5000 Seemeilen.

ISA Yachts widmet sich dem Bau innovativer Superyachten, die ausschliesslich aus hochwertigsten Materialien gefertigt werden, und ist einer der weltweit führenden internationalen Hersteller von Superyachten und Megayachten.

Jede ISA-Superyacht wird vollständig auf die Anforderungen des Besitzers zugeschnitten und mit modernster Technologie, hochwertigen Materialien sowie feinsten Einrichtungen und Oberflächen gebaut.

Eine 100 Meter lange Superyacht befindet sich derzeit im Bau und wird das neue Flaggschiff der Werft werden.

ISA Yachts ist Teil von Palumbo Superyachts, zu dem auch die Marken Columbus, Mondomarine und Extra gehören.

PPORSCHE

«Porsche Escapes» ist eine exklusive fotografische Reise, die die Marke als Lebensstil inszeniert. Autor Derk Hoberg, einst Teil der Chefredaktion des Porsche-Club-Magazins, führt durch ikonische Routen und legendäre Orte –von der Grossglockner Hochalpenstrasse bis zum Nürburgring und Kaliforniens Küstenstrassen. Der 256-seitige Bildband, herausgegeben von Die Gestalten Verlag GmbH und Co. KG, ist eine stilvolle Inspirationsquelle für alle, die ihre Porsche-Leidenschaft leben möchten.

FDER SAISON

BAUDI-ISOLIERFLASCHE

Perfekt für unterwegs: Die AudiIsolierflasche mit einem Volumen von 680 Millilitern sorgt dafür, dass Getränke jederzeit die richtige Temperatur behalten. Die doppelwandige, vakuumisolierte Edelstahlflasche mit schwarzem Trageband hält bis zu 24 Stunden warm und bis zu 36 Stunden kalt.

Inspiriert von ikonischen Klassikern der Heritage Collection ist diese elegante schwarze Businesstasche der ideale Begleiter für unterwegs. Gefertigt aus 100 Prozent italienischem Leder, überzeugt sie mit monochromem Streifendesign und dezent geprägten Bentley-Logos. Ein geräumiges Hauptfach mit Reissverschluss sowie Innen- und Aussentaschen sorgen für praktische Organisation.

MFERRARI – SCHACHSPIEL

AUS HOLZ UND CARBONFASERN

Ein exklusives Schachbrett, das sich durch edle Materialien und Details auszeichnet, wodurch es zum authentischen Sammlerund Ausstellungsstück wird. Das klappbare Brett verfügt über eine Beschichtung aus Carbonfasern, während das Spiellayout in rotem Leder und schwarzem Alcantara gestaltet ist. Das Schachspiel wird mit 16 glänzend schwarz lackierten und 16 glänzend weiss lackierten Spielfiguren sowie zwei Sätzen Chips geliefert.

NEUER DUFT MERCEDES-BENZ DEEP SEA DEEP SEA ist ein «Fougère Marine» mit holzigen Akzenten, der die Weite des Ozeans mit dem Geheimnis der Tiefsee verbindet. Das Eau de Parfum wirkt belebend und zugleich sinnlich. Dieser Duft-Akkord versprüht einen geheimnisvollen TiefseeCharakter, ohne übermässig opulent zu wirken. In der Basisnote offenbart DEEP SEA ein warmes Zusammenspiel von samtigem Sandelholz und pikantem Patschuli. Für eine lang anhaltende Tiefe sorgen mineralische, dezent rauchige Noten, die an vom Meer gebleichtes, von der Brandung geschliffenes Treibholz erinnern.

TESLA CORE-RUCKSACK Für Tagesausflüge, Wochen enden und alles dazwischen konzipiert, überzeugt der Tesla Core-Rucksack mit einer robusten, geformten Frontschale, die sich weit öffnen lässt und schnellen Zugriff auf die Ausrüstung ermöglicht. Im Inneren sorgen ein gepolstertes Laptopfach und Netz-Organisationsfächer für Elektronik und Zubehör für Ordnung. Gepolsterte Rücken partie, ergonomische Schulter gurte und ein Tragegriff gewährleisten hohen Komfort, während der Rucksack unter die meisten Airline-Sitze passt und mit Rollkoffergriffen kompatibel ist.

TBUGATTI HOME – BOARD GAME GRAND ROYAL

Das Bugatti Grand Royal Backgammon Set aus Eichenholz mit glänzendem Lackfinish überzeugt mit einer lederbezogenen Spielfläche in Solid Black, Goblin Blue oder Tobacco. Ein dezent geprägtes EB-Emblem verweist auf die Heritage der Marke, während das zeitlose Design das klassische Spiel stilvoll neu interpretiert.

BBRABUS X DAB MOTORS – NEUE GENERATION VOLLELEKTRISCHER MOTORRÄDER

Mit den drei neuen Modellen DAB 1a BRABUS, BRABUS Urban E und BRABUS Urban E First Edition stellen die weltbekannte Luxusmarke BRABUS und der französische Zweiradhersteller DAB Motors als erste Gemeinschaftsproduktion eine neue, exklusive Generation elektrisch angetriebener Motorräder vor, die das moderne urbane Fahren revolutionieren. Alle drei Modelle besitzen einen leistungsstarken Elektroantrieb, der mit seiner 72-Volt-Lithium-Ionen-Batterie im Stadtverkehr bis zu 150 Kilometer Reichweite ermöglicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h.

M100 JAHRE MASERATI DREIZACK –ULTRAFINO MASERATI VON BIANCHET Exakt 100 Jahre ist es her, dass der Dreizack, das heute längst ikonische Markensymbol, einen Maserati zierte. Maserati und Bianchet geben eine besondere Zusammenarbeit bekannt. Sie basiert auf einer langjährigen gemeinsamen Philosophie für kompromisslose Leidenschaft für Schönheit, mechanische Präzision und handwerkliche Tradition. Anlässlich des Jubiläums des Dreizacks präsentieren Maserati und Bianchet die UltraFino Maserati, eine Uhr mit fliegendem Tourbillon, limitiert auf 100 Exemplare.

FA SHI ON

INA KESS

Autor_Urs Huebscher
Bilder_ INA KESS

PRÄZISION. VIELSEITIGKEIT. VERMÄCHTNIS.

Die Geschichte von INA KESS begann vor einem Jahrzehnt in einem bescheidenen Atelier in einer Zürcher Wohnung, wo zwei Schwestern sich auf die Mission machten, das Wesen des verfeinerten, mühelosen Stils neu zu definieren. Ihr Ziel war es, exquisite, zeitlose Stücke für den Alltag zu schaffen – jedes sorgfältig entworfen nur aus den aussergewöhnlichsten technischen Stoffen, bei denen Komfort auf unvergleichlichen Stil trifft.

Es begann nicht mit einem Kleid, sondern mit einer Hose –der charakteristischen Trainingshose LUXE LÉGER. Strassen befragungen und direktes Feedback prägten die Kollektion von Anfang an und stellten sicher, dass jedes Stück den echten Bedürfnissen echter Frauen gerecht wurde. So lag der Fokus zu Beginn auf der Entwicklung von hochwertigen und bequemen Sportoutfits. Bald erkannten die Schwestern allerdings, dass sie diese Qualität und den Komfort nicht nur im Sport, son dern auch in ihrer täglichen Garderobe erwarteten. Dies führte zur Frage: Warum sollen Kleidungsstücke eigentlich ein Kompromiss zwischen Eleganz, Komfort und Funktion sein?

Die Gründerinnen überwachen jedes Detail der Marke –von der Entwicklung innovativer Stoffe bis zur Umgestaltung jeder Silhouette. Ihre Designphilosophie balanciert Struktur und Weich heit, Performance und Eleganz aus und schafft zeitlose Stücke, die sich mit der modernen Frau bewegen.

«Luxus heute ist die Freiheit, sich schön, kraftvoll und kompromisslos zu bewegen.»
Katharina Staub, Gründerin und Kreativdirektorin

REVOLUTIONÄRE MODE

Frauen sind heutzutage so vielseitig unterwegs, aber ihre Kleiderschränke sind es nicht. Sie stehen unter dem Druck, kontinuierlich Outfit-Entscheidungen zu treffen, die auf geplanten Aktivitäten, spezifischer Nutzung und gesellschaftlichen Erwartungen basieren. Katharina und ihre Schwester Isabelle erkannten, dass Stoff und Passform die wichtigsten Entscheidungsfaktoren dafür sind, warum Frauen wählen, was sie wann tragen. Zusammen entwickelten sie eine Stoffpalette, die sich auf Komfort und Funktionalität konzentriert, und kreierten eine Designsprache, die den Fokus auf elegante, feminine Powersilhouetten legt –unabhängig davon, wo, wie und wann diese Kleider zum Einsatz kommen. Aus der

Kombination dieser Elemente entstanden Kleidungsstücke für den täglichen Gebrauch, vom Sport bis zum Business, vom Reisen bis zur Abendveranstaltung. Heute ist man eine Schweizer Luxusmarke, die wunderschöne Kleidung herstellt, die zum Bewegen und Tragen gestaltet ist. Die 2015 gegründete Marke basierte auf der Vision, aus der Perspektive des Trägers zu entwerfen, Stücke zu schaffen, die mühelosen Komfort verkörpern und die Frau nahtlos durch jeden Moment ihres Tages begleiten, unabhängig von Ort, Zeit oder Anlass. Jedes Design wird akribisch skizziert, entwickelt und im eigenen Atelier in der Schweiz angepasst, anschliessend mit Präzision von den besten Produktionspartnern Portugals oder Italiens gefertigt.

NEUE SAISON, NEUE ANFÄNGE

Mit der Kollektion SS26 führt man ein neues Kapitel ein, das von stiller Stärke, Klarheit und müheloser Eleganz entkräftet wird. Inspiriert von den ruhigen Farbtönen und dem natürlichen Licht Siziliens, spiegelt die Kollektion einen reformierten Ansatz moderner Kleidung wider, bei dem Form, Funktion und Weiblichkeit mühelos aufeinandertreffen. Verwurzelt in Schweizer Präzision und einem ausgeprägten Sinn für zeitgenössischen Luxus konzentriert sich die Kollektion auf gehobene Essentials für den Alltag. Saubere Linien, flüssige Silhouetten und sorgfältig ausgewählte Materialien kommen zusammen, um Stücke zu schaffen, die zeitlos und modern wirken und Vielseitigkeit bieten, ohne auf Raffinesse zu verzichten. Materielle Innovation steht weiterhin im Mittelpunkt der Sammlung.

Signature-Stoffe wie LYRIX und SCUBADINE spielen eine zentrale Rolle und werden wegen ihres Komforts, ihrer Haltbarkeit und ihres eleganten Falles ausgewählt. Diese Materialien ermöglichen es den Kleidungsstücken, ihre Form zu bewahren und gleichzeitig ein weiches, müheloses Gefühl auf der Haut zu erzeugen, was das Engagement der Marke für Qualität und durchdachtes Design unterstreicht. Die neue Saison markiert zudem die Einführung der ersten Beach-Kollektion – eine natürliche Erweiterung des Universums der Marke im sommerlichen Kontext. Die Teile sind so gestaltet, dass sie auch ausserhalb des Strands gestylt werden, und spiegeln die Philosophie der Marke von Vielseitigkeit und erhöhter Schlichtheit wider.

DESIGNED IN SWITZERLAND, MADE IN EUROPE

Der Schweizer Ursprung garantiert eine klare Designsprache und die beste Qualität als Mittelpunkt. Ein europäischer Material- und Produktionsfokus ermöglicht die Umsetzung der hohen Standards, die man verspricht. Seit über zehn Jahren hat sich die Marke ihre Identität nicht durch Trends, sondern durch kontinuierliche Refinanzierung aufgebaut. Jede Kollektion entwickelt sich aus einer soliden Grundlage unverzichtbarer Stücke, die im Laufe der Zeit entwickelt und perfektioniert wurden.

Für ein massgeschneidertes, persönliches Erlebnis findet man die Kollektionen im Zürich Flagship Store, in den Vereinigten Staaten, dem Nahen Osten, Dubai oder Singapur sowie bei zahlreichen europäischen und hiesigen Händlern, darunter namhafte Häuser wie Globus und Pesko. Auch in Deutschland sind die Teile im KaDeWe Berlin, Oberpollinger München und Alsterhaus Hamburg erhältlich. INA KESS steht heute als Zeugnis für ein Jahrzehnt der Revolution – zeitlose Stücke, die aus Funktion geboren, für Bewegung gemacht und in Schweizer Designwerten verwurzelt sind.

MADE IN MILAN

Kleider machen Leute – das gilt besonders in der Modemetropole Mailand. Der Fotograf Scott Schuman hat die besten Looks aufgespürt und verewigt.

SAG MIR ,

wo du wohnst, und ich sag dir, was du trägst. Mailand steht für einen unverwechselbaren Stil, eine persönliche Note,

die sich in den sorgfältig ausgesuchten Outfits auf den Strassen der Stadt widerspiegelt. Dabei spielt die Luxusmode eine Hauptrolle.

Ob Gucci, Armani, Prada, Versace, Fendi, Bottega Veneta oder Dolce & Gabbana: Italienische Traditionshäuser sind aus dem Bild der Metropole nicht wegzudenken. Mindestens genauso stilprägend ist der Einfluss von historischer Kunst und Kultur mit Kathedralen, Kirchen und Museen, die Michelangelo und Leonardo da Vinci ausstellen.

Scott Schumans Bildband «Milano» dokumentiert die Entwicklung seiner Wahlheimat über den Zeitraum von 20 Jahren, in denen er hier zu Gast war – erst als Besucher, dann als Einwohner.

Der Fotograf hat dabei nicht nur Studenten und Shopper porträtiert, sondern auch Persönlichkeiten wie Miuccia Prada, Antonio Marras, Fiat-Erbe Lapo Elkann sowie die Sozzani-Schwestern Franca und Carla.

Selbst Legenden wie die Moderedaktorin Anna Piaggi und der Couturier Lorenzo Riva sind im Buch verewigt. Dazu gesellen sich Models, Tänzer, ältere Damen, Geschäftsmänner, Skater, Kunstschaffende, Fechter, geheimnisvolle Schönheiten und ein Hotelpage am Corso Italia. Diese Mischung aus Prominenz und Anonymität erzeugt jene demokratische Eleganz, die Mailand auszeichnet.

ARMANIS GROSSE LIEBE

Das Vorwort von Giorgio Armani verleiht der Publikation emotionale Tiefe. Der unlängst verstorbene Modemacher beschreibt darin Mailand als Mittelpunkt seines Lebens, an dem er «ein Mann, dann ein Designer und schliesslich ein Unternehmer» wurde.

Scott Schuman, geboren 1968 in Indianapolis, Indiana, ist der Mann, der die Streetstyle-Fotografie geprägt hat. Nach vielen Jahren in der Textilbranche – zuletzt als Direktor der Herrenabteilung in einem renommierten Showroom – gab er 2005 seine Position auf, um mehr Zeit mit seinen zwei Töchtern zu verbringen. Doch die veränderte Lebenssituation weckte eine neue Leidenschaft in ihm: Sobald er eine Pause brauchte vom Familienalltag, zog es ihn nach draussen, um gut gekleidete Menschen mit dem besonderen Etwas abzulichten.

Sein Blog «The Sartorialist» wurde über Nacht zur ersten Adresse für eine junge Generation von Fashionistas, die mehr an improvisierten als makellosen Looks interessiert waren. Lange bevor Instagram existierte, erklärte er die Alltagsmode zur Kunstform. In der Tradition von Fotografen wie Bill Cunningham und August Sander trug Scott Schuman Trends, die auf den Strassen entstanden waren, in die Welt hinaus.

WER DURCH MAILAND

KUNST DES MÜHELOSEN

Wer durch Mailand flaniert, bemerkt schnell: Hier wird Kleidung nicht nur zur Schau gestellt, sondern geliebt. Die Sprezzatura – jene italienische Lässigkeit – ist allgegenwärtig: Ein perfekt sitzender Blazer, der aussieht, als wäre er zufällig übergeworfen worden. Ein Seidenhalstuch, nach eigenem Gusto geknotet. Loafer ohne Socken, selbst im Geschäftsviertel.

Schuman hat ein Gespür für diese Momente entwickelt, die er geradezu bewundert: «Hier gibt es keine Verkleidung. Die Menschen tragen, was zu ihrem Leben passt, aber sie tun es mit einer Überzeugung und Selbstverständlichkeit, die man anderswo selten findet.»

Der Amerikaner gibt gerne weiter, was er von den Italienern gelernt hat: «Tradition und Grandezza gehen Hand in Hand. Lieblingsstücke werden so oft wie möglich getragen, jedoch immer wieder in anderen Kombinationen. Deshalb wirken sie nie von gestern.»

Die Farbpalette der Stadt bleibt zurückhaltend: Schwarz, Marineblau, Beige sowie dezente Braun- und Rottöne dominieren. Doch in dieser scheinbaren Monotonie liegt die Raffinesse. Ein kamelbrauner Mantel über einem weissen Rollkragenpullover, dazu eine cremefarbene Hose. Es sind minimale Nuancen, die den Unterschied machen.

GRANDEZZA IM ALLTAG

Was das Alltagsbild hier auszeichnet, ist eine angeborene Stilsicherheit über mehrere Generationen hinweg: Die Designstudentin trägt dieselbe Silhouette wie ihre Mutter: klare Linien, hochwertige Stoffe, zeitlose Aura. Zahlreiche ältere Herren lassen seit Jahrzehnten ihre Dreiteiler-Anzüge vom gleichen Schneider nähen. Teenager wissen, dass ein Vintage-Trenchcoat mehr Wirkung erzielt als zehn Fast-Fashion-Teile.

Diese Kontinuität hat System. Mailand ist jener seltene Ort, an dem Tradition und Moderne keine Gegensätze darstellen, sondern sich ergänzen. Die bekannten Luxusmarken und Familienbetriebe pflegen vor Ort ihr Erbe, während sie gleichzeitig junge Talente in kreativen Positionen fördern. Das Ergebnis ist ein Mix, der das Beste der Vergangenheit bewahrt, aber dennoch mit der Zeit geht.

Wie das konkret aussieht, kann man hier überall im Zentrum bewundern. Es sind subtile Zeichen, die einer Garderobe etwas Spezielles verleihen – sei es die Art, wie ein Hemdkragen fällt, die Patina einer Vintage-Uhr oder der Faltenwurf eines Seidenkleids. Accessoires spielen eine zentrale Rolle, aber sie werden mit Zurückhaltung eingesetzt – etwa mit einem farbigen Schal, einer Statement-Sonnenbrille oder einem antiken Ring. Nie alles gleichzeitig, immer dosiert. Das Credo lautet: Weniger ist mehr, aber das Wenige muss exzellent sein.

BRIONI TRIFFT AUF BENETTON

Das «Quadrilatero della Moda» – das goldene Viereck der Mode –bleibt das pulsierende Herz der Metropole. Hier reihen sich die Flagship-Stores der grossen Namen aneinander: Via Montenapoleone, Via della Spiga, Corso Venezia, Via Sant'Andrea, Via Manzoni. Doch die Kreativszene gibt sich nicht nur mit diesen prestigeträchtigen Adressen zufrieden.

In den Seitenstrassen von Brera und Porta Romana entstehen neue Zentren, die nah am Puls der Zeit liegen. Beherzte Unternehmer eröffnen Concept-Stores, die Secondhand mit Kreationen von Designern wie Meta Campagnia Collective oder Sunnei kombinieren. Daneben bieten Ateliers massgeschneiderte Anzüge und Hemden an, die traditionelle Handwerkskunst mit zeitgenössischen Schnitten verbinden. Cafés werden zu Treffpunkten eines internationalen Publikums, wo über Kunst, Kulinarik und bahnbrechende Kollektionen diskutiert wird.

«

WER SICH AUF ZWEI RÄDERN FORTBEWEGT, INTERAGIERT OFT VIEL LOCKERER MIT SEINEM OUTFIT.»

Scott Schuman

Scott Schuman dokumentiert in seinen Bildern auch diese Entwicklung. Seine aktuellen Arbeiten zeigen die Hauptstadt der Lombardei im Wandel: Streetwear trifft auf Haute Couture, Sneaker auf Stilettos, Benetton auf Brioni. Doch egal, wie stark insbesondere jüngere Mailänder*innen mit angesagten Trends experimentieren: Die Grundprinzipien bleiben bestehen.

GUTER STIL AUF RÄDERN

In den letzten Jahren hat der Porträtjäger seinen Rhythmus der Umgebung angepasst. Er hat nun vermehrt Menschen im Fokus, die in Bewegung sind – auf Velos und Mopeds. «Wer sich auf zwei Rädern fortbewegt, interagiert oft viel lockerer mit seinem Outfit», stellt er fest. Bestes Beispiel in seinem Buch: ein Geschäftsmann im Anzug, der sich mit Kopfhörern im Ohr auf sein Citybike schwingt.

Wer hier lebt, der mag sich nicht verkleiden, sondern weiss, dass guter Geschmack mehr ist als die Ansammlung von teuren Kleidungsstücken. Er ist eine Lebenseinstellung, die sich in allem zeigt: im Gang, in der Haltung, in der Art, wie man einen Espresso trinkt oder eine Galerie betritt.

In einer immer mehr von Schnelligkeit dominierten Welt steht der italienische Stil für Beständigkeit, Identität und Qualität. Und so wird die Liebe zu den schönen Dingen nicht als Schauspiel, sondern als natürlicher Ausdruck dessen inszeniert, was Mailand ausmacht: eine Stadt, in der Mode gelebt wird.

QUICK FACTS

Den kommerziellen Durchbruch schaffte Scott Schuman mit seinem Streetstyle-Blog «The Sartorialist» im Jahr 2006, als Condé Nast ihn mit dem Dokumentieren der New Yorker Fashion Week beauftragte.

2022, nach der Trennung von seiner Muse, der Mode-Illustratorin Jenny Walton, machte der US-Fotograf Mailand zu seinem permanenten Wohnsitz.

An der Kreuzung zwischen Corso Venezia und Via Senato ist Schuman seither regelmässig anzutreffen, die Kamera in der Hand, auf der Suche nach dem perfekten Moment. Auch die Detailaufnahme einer Frau auf dem Fahrrad entstand hier – nun ziert sie das Cover des 248-seitigen Bildbands «Milano» (Taschen).

WHEN HOPE IS NOT

Im Laufe unseres Lebens wachsen wir, ziehen in neue Städte, begegnen neuen Menschen und Geschmäckern und werden oft plötzlich mit fremden Situationen konfrontiert. Es ist dieses Gefühl der Fremdheit, das Thongchai Lerspiphopporn, Absolvent der HEAD Genève, dazu inspirierte, seine Kollektion «When Hope is Not Enough» zu entwerfen und auf der Zurich Fashion Week zu präsentieren. In einem gemeinsamen Interview sprachen wir über seinen unverwechselbaren Designansatz, den Einfluss seiner Wurzeln im Schmuckdesign sowie die Rolle von Identität in seiner gestalterischen Arbeit.

THONGCHAI

Autorin_Nathalie Becker Bilder_ Thongchai Lerspiphopporn

PRESTIGE: Ihre Kollektion trägt den Titel «When Hope is Not Enough». Was bedeutet Hoffnung für Sie in einem kreativen Kontext? Liegt sie im Brechen von Traditionen oder darin, sie neu zu gestalten?

THONGCHAI LERSPIPHOPPORN: Für mich bezieht sich «Hoffnung» in diesem Kontext auf meinen Hintergrund und meine Fähigkeiten im Schmuckdesign. Als ich in die Mode einstieg, wurde mir klar, dass das, was ich bis jetzt kannte, nicht mehr ausreichte. Obwohl Mode und Schmuck eng miteinander verwandt zu sein scheinen, sind die Denkweisen, die Prozesse und die Materialien grundlegend verschieden. Dieser Moment hat mich dazu gebracht, über das, was ich bereits kannte, hinauszugehen und meine eigene Arbeitsweise weiterzuentwickeln.

Anstatt mich auf traditionelle Modesysteme wie Schnittmuster zu verlassen, begann ich, die Logik des Schmucks – verbinden, befestigen, zusammensetzen –als Mittel zu nutzen, um Form und Silhouette zu erzeugen. Es ging nicht darum, meine Wurzeln aufzugeben, sondern sie in eine neue Sprache der Mode zu übersetzen.

Auf der Website von HEAD Genève erwähnen Sie, dass Ihre Stücke den Körper nicht nur schmücken, sondern ihn auch definieren. Wie beeinflusst dieser Gedanke Ihre Sicht auf die Beziehung zwischen Kleidung und Träger?

Traditionell wird Schmuck als etwas gesehen, das den Körper dekoriert. Mit dieser Kollektion wollte ich diese Vorstellung hinterfragen, indem ich ihn zu einem integralen Bestandteil des Kleidungsstücks selbst machte. Es entsteht eine Art Hybrid zwischen Kleidung und Schmuck – etwas, das nicht nur schmückt, sondern den Körper gleichzeitig umhüllt und definiert.

Für mich sind sowohl Mode als auch Schmuck Werkzeuge, mit denen der Träger Identität, Geschmack oder Intention ausdrücken kann. In dieser Arbeit beginnt die Grenze zwischen Objekt und Körper zu verschwimmen.

Photographer: Sean MacLeod

Male model: Noé

Female model 1: Mathilda

Female model 2: Roksy

Sie beschreiben Ihre Stücke ausserdem als «fliessende, zugleich widerstandsfähige Hüllen». Welche Art von Person oder Identität haben Sie sich vorgestellt, die diese Formen trägt?

Meine Arbeit bewegt sich zwischen Mode und Kunst, deshalb stelle ich mir keinen spezifischen Träger vor. Es geht eher um Individuen, die Handwerk schätzen und durch das, was sie tragen, eine starke Identität ausdrücken möchten. Wenn ich arbeite, stelle ich mir oft eine Galerie- oder Museumsumgebung vor, in der reale Menschen diese Stücke tragen und sich ganz natürlich bewegen – fast so, als würden sie Kunstwerke statt Kleidung tragen.

Bei Ihrer Show war ich besonders von den Silhouetten und der Konstruktion Ihrer Designs fasziniert. Wie hat Ihr Hintergrund im Schmuckdesign Ihren heutigen Ansatz zur Konstruktion von Kleidung beeinflusst?

Er hat fast alles beeinflusst. Als ich bei HEAD angefangen habe, hatte ich keinen wirklichen Hintergrund in der Mode, kein Schnittmuster, kein Nähen, nichts Technisches. Also musste ich alles von Grund auf neu aufbauen, ausgehend von meinem Fundament im Schmuckdesign. Deshalb wirkt die Kollektion mechanisch, präzise und modular. Die Kleidungsstücke sind durch Verbindungssysteme konstruiert, ähnlich wie bei Schmuck. Alle zwölf Looks wurden entwickelt, indem ich Techniken und Handwerk aus dem Schmuckdesign in die Konstruktion von Kleidung implementiert habe – etwas, das ich in den letzten zwei Jahren erforscht und verfeinert habe.

Würden Sie sagen, dass Konstruktion letztlich das ist, was Kleidung begehrenswert macht?

Ich denke, Konstruktion spielt eine grosse Rolle dabei, ein Gefühl von Begehrlichkeit zu erzeugen, besonders wenn es um Handwerk geht. Konstruktion spiegelt Zeit, Präzision und die Sorgfalt des Herstellungsprozesses wider. Letztlich entscheiden jedoch Proportion und Balance darüber, ob ein Stück tatsächlich funktioniert. Konstruktion zieht einen an, aber Proportion macht ein Stück überzeugend.

Ihre Stücke behalten selbst in Bewegung eine bemerkenswerte Struktur. Welche Rolle spielen Materialien, um diese architektonische Stabilität zu erreichen?

Materialien sind in dieser Kollektion essenziell. Zusammen mit den Konstruktionsmethoden bestimmen sie, wie die Stücke ihre Form behalten. Ich habe viel Zeit mit Experimenten verbracht, um Materialien zu finden, die leicht und flexibel sind, aber dennoch ihre Struktur bewahren. Einige Materialien sind durch Transformation entstanden, zum Beispiel durch die Kombination von Goldfolie mit recyceltem Leder, um etwas zu schaffen, das sowohl leicht ist und gleichzeitig eine starke visuelle Präsenz hat.

In den letzten Jahren hat sich Mode stark dem Minimalismus zugewandt, oft mit sehr dezenten Accessoires. Sind Sie der Meinung, dass Schmuck und Accessoires wieder stärker in den Vordergrund rücken sollten?

Ich denke nicht, dass Schmuck oder Accessoires immer im Mittelpunkt stehen müssen, aber sie sind essenziell, um einen Look zu vervollständigen. Sie funktionieren fast wie Elemente auf einer Leinwand, füllen Raum und verleihen Tiefe. Mode kann auch ohne sie existieren, aber sie wird vielschichtiger und ausdrucksstärker, wenn Schmuck und Accessoires eine stärkere Präsenz einnehmen.

Sie kommen ursprünglich aus Thailand. Finden sich Elemente der thailändischen Kultur oder traditioneller Kleidung in Ihrer Arbeit wieder?

Ja, tatsächlich durchaus stark, besonders im Hinblick auf das Handwerk. Über meinen Schmuckhintergrund hinaus werde ich von traditionellen thailändischen Techniken inspiriert, beispielsweise Webtechniken, die ich in neue Materialien übersetze, oder der Struktur thailändischer Blumengirlanden, bei denen kleine Einheiten zu grösseren Kompositionen zusammengesetzt werden. Diese Logik, vom Kleinen ins Grosse zu arbeiten, zieht sich durch die gesamte Kollektion.

Wenn Sie eine Sache nennen müssten: Was ist das eine Element, das ein Stück unverkennbar zu Ihrem macht?

Ich würde sagen: Struktur, die durch Handwerk entsteht, mithilfe kunsthandwerklicher Techniken, um Form und Silhouette auf eine sehr spezifische Weise zu konstruieren.

Eine Präsentation auf einer Fashion Week, in Ihrem Fall die Zurich Fashion Week, ist ein grosser Schritt zu Beginn einer Designerkarriere. Wie hat diese Erfahrung Ihre Perspektive geprägt?

Wie wichtig ist Tragbarkeit bei Ihren Designs – oder finden Sie, dass Mode unabhängig von alltäglicher Funktion existieren sollte?

Tragbarkeit ist mir wichtig, weil Mode letztlich immer in Beziehung zum Körper und zur Bewegung steht. Diese Kollektion ist jedoch eher eine Erkundung – sie bewegt sich zwischen Kunstobjekt und tragbarem Stück. In Zukunft möchte ich Arbeiten entwickeln, die tragbarer sind, dabei aber die gleiche konstruktive Sprache beibehalten. Letztlich hängt es sowohl vom Designer als auch vom Träger ab, was ein Stück kommunizieren soll und wie es existieren möchte.

Ich sehe es immer noch als einen Anfang. Die Zurich Fashion Week hat mir gezeigt, dass es selbst für meine eher unkonventionelle Arbeit Menschen gibt, die sie verstehen und schätzen. Dieses Feedback hat mir Vertrauen in meine Richtung gegeben und motiviert mich, zukünftige Kollektionen weiterzuentwickeln.

Was hoffen Sie, fühlen Menschen, wenn sie Ihre Arbeit zum ersten Mal sehen?

Ich möchte, dass sie das Gefühl haben, sie tragen oder sogar besitzen zu wollen. Und gleichzeitig sollen sie sich fragen, ob das, was sie sehen, Mode oder Kunst ist.

LONGCHAMP – LE SMART

Die zeitlose Ledertasche aus hochwertigem, geschmeidigem Leder besticht durch feine Narbung, dezenten Glanz und präzise Handarbeit. Minimalistisches Design und die ikonische BambusSchliesse verleihen ihr eine elegante, langlebige Ausstrahlung.

SOMMERLICHE ELEGANZ

DDOROTHEE

SCHUMACHER – LOW WAIST DRESSES

Fliessende Bahnenröcke und Strick mit TasselDetails schenken feminine Eleganz. Miniund Maxi-Prints, leichte Leinen-Baumwollstoffe und weiche Volants lassen den Boho Chic vibrieren.

TOMMY HILFIGER – LEICHTE STRICK-ESSENTIALS

Weiche, strukturierte Silhouetten, neu interpretiert für den Sommer. Mühelose Pieces, die ihre Form bewahren und sich nahtlos von sonnigen Nachmittagen bis in die Abendstunden tragen lassen.

L T S

KNT KITON – ELEGANZ IM SCHRITT

Gefertigt aus weichem Veloursleder, verkörpern diese Pumps schlichte Feminität in einer schlanken Silhouette, die die Figur streckt. Ein zarter Fersenriemen sorgt für Halt und Komfort. Der filigrane Absatz bringt Balance in die Linien und begleitet den Schritt mit zurückhaltender Eleganz. Ein Schuh, der die fliessenden Looks der Kollektion ergänzt und sich mühelos in den Alltag wie auch in elegante Momente einfügt.

KEine Oversize-Sonnenbrille mit gepolsterter Spritzgussfassung, Nylon-Gläsern und breiten Bügeln. Modern, markant und bewusst reduziert im Design.

JSeiden-Viskose-Mix überzeugt das Maxikleid mit seiner feinen Crinkle-Textur, die sich ideal für Reisen und besondere Anlässe eignet. Die lockere Silhouette mit voluminösen Ärmeln und fliessendem Rock wird durch einen Tunnelzug in der Taille feminin akzentuiert.

BWINDSOR. –NADELSTREIFEN-LEINENMIXBLAZER IN ECRU-SCHWARZ Dress like Andy Sachs – der modern gestreifte Blazer aus leichter, stretchiger Leinenmischung verbindet Eleganz mit Komfort. Steigendes Revers, Ein-Knopf-Verschluss und Patten taschen prägen das klassische Design, während die schmale Silhouette eine moderne Note setzt. Rückseitige Bewegungsschlitze sorgen für angenehme Bewegungsfreiheit.

WVALENTINO-SONNENBRILLE

Valentino begreift Brillen als unvergleichliches Stilelement –als Schnittstelle, an der Eleganz auf Individualität trifft und Formen, Details sowie Materialien eine unverwechselbare Identität prägen. Ein zentrales Erkennungszeichen ist das Valentino-V-Logo, das entweder kunstvoll in die Acetatbügel eingearbeitet oder dezent unter einer Lackschicht eingebettet ist.

VTSATSAS – HALO

Schnalle mit PB-Logo setzt elegante Akzente, während aufgesetzte Taschen und dekorative Elemente dem Look modernen Charakter verleihen.

Eine zarte Geste wird zum Marken zeichen: Ein eleganter Ring aus Messing fasst das weiche Rindleder und legt es in ausdrucksstarke Falten –im Kontrast zur markanten Halb mondsilhouette. Der vergoldete oder palladiumbeschichtete Ring, gefertigt aus recyceltem Material, verleiht der Tasche nicht nur ihren Namen: HALO, inspiriert vom schimmernden Lichtkreis um Sonne und Mond. Gefertigt aus hochwertigem, voll narbigem Leder und mit höchsten Qualitätsstandards verarbeitet, steht das Modell für präzises Handwerk und zeitlose Eleganz.

IT’S A BURBERRY SUMMER

«The only time you wear Burberry to swim», rappte Jay-Z 2002 in Bonnie & Clyde, seinem gemeinsamen Song mit Beyoncé. Neben dem Lied selbst wurde auch das Musikvideo schnell zum Hit – und mit ihm der Bikini, den Beyoncé darin trägt. Diesen Sommer ist er wieder zurück: der Burberry-Check-Bikini.

Autorin_Nathalie Becker Bilder_Ryan McGinley

Mit Jay-Zs Musikvideo war ein neuer Trend gesetzt und der Sommer 2002 lebte vom berühmten beige-schwarz-roten Burberry-Tartan. Der Strand wurde zum Laufsteg für die It-Girls der 2000er und verhalf der Farbe beige zu einem völlig neuen Image. Was besonders am Anfang der 2000er, als sich alles um strahlende Farben drehte, als eher brave, neutrale Farbe galt, wurde durch den Burberry-Bikini plötzlich zum Symbol für Luxus und Sexappeal. Mit der Zeit änderten sich jedoch, wie so oft in der Modewelt, die Geschmäcker. Die bunten, schrillen Farben und Muster der 2000er verloren an Beliebtheit und der Burberry-Bikini war für viele schlichtweg nicht mehr erstrebenswert.

Besonders in den letzten Jahren regierte die sogenannte «Quiet Luxury» die Modewelt in allen Bereichen. Brandlogos wurden nur noch ganz unauffällig auf Kleidungsstücke gedruckt oder gar ganz weggelassen und die bevorzugten Farben waren ruhig, unaufgeregt und neutral. Der Trend tendierte immer mehr zu einem «Capsule Wardrobe», also einem Kleiderschrank voller Kleidungsstücke, die sich durch ihren Schnitt, ihre Farbgebung und ihr Muster beliebig oft mit anderen Kleidungsstücken kombinieren lassen. Burberrys Tartanmuster, welches ursprünglich in den 1920er-Jahren das Innenfutter der Burberry-Regenmäntel zierte, passte also erst mal nicht in diese Schablone. Und doch hat der Burberry-Check-Bikini dank Creative Director Daniel Lee nun wieder seinen Weg zurück in unsere Her-

zen und auf unsere Instagram-Feeds gefunden. Bereits 2025 integrierte Lee seine Neuinterpretation des Tartanbikinis in die «Burberry High Summer 2025»-Kampagne und brachte ihn somit zurück auf den Radar der Modewelt.

2026 ist nun wohl endlich das Jahr, in dem alle genug davon haben, in einer Wüste aus neutralen, musterlosen Farben zu vertrocknen. Die Modewelt sehnt sich nach Abwechslung, Spass und einem Gefühl von Neuheit, welches Raum für endlos viel Kreativität lässt. Neben Burberry zeigen viele Highend-Modehäuser angeführt von Gucci und Chanel in ihren Shows und Kampagnen immer häufiger bunte Designs voller Monogramme und ausgefallener Farbkombinationen.

Auch 2026 integriert Daniel Lee den Tartan-Bikini in seine «High Summer 2026»Kampagne. In deren Zentrum stehen die Schauspieler*innen Simone Ashley und Tom Blyth, begleitet von den Models Alva Claire, Babacar N’Doye und Sacha Quenby sowie einem Ensemble aus Synchronschwimmern und Turmspringern. Die Kampagne dreht sich um den Lieblingsort der Briten im Sommer: das Freibad. Die Bilder der Kampagne fangen die Essenz des britischen Sommers ein: Flirrendes Nachmittagslicht strahlt auf Sonnenliegen, und Badegäste gekleidet in Burberry-CheckBikinis und Badehosen springen von Sprungtürmen. Neu interpretiert in sanften Pastelltönen wie Aubergine, Kornblumenblau und sandigem Beige, schliesst sich auch Burberry der Sehnsucht nach Farbe an und taucht in den bunten Sommer 2026 ein.

WUSSTEN SIE

SCHON ...?

Als Thomas Burberry 1856 das erste Burberry-Modehaus gründete, war er erst 21 Jahre alt und hatte erst vor Kurzem seine Ausbildung zum Tuchmacher abgeschlossen.

Der «Burberry Check» trägt offiziell den Namen «Haymarket Check» und zählt heute zu den bekanntesten Designs der Modewelt. Ursprünglich wurde das Karo in den 1920er-Jahren als Innenfutter der berühmten Trenchcoats verwendet und entwickelte sich erst später zum unverkennbaren Markenzeichen des britischen Traditionshauses.

Der britische Regen inspirierte Thomas Burberry dazu, einen regenfesten Stoff aus kompaktem Twill-Garn und aus Baumwolle gewebtem Material zu entwickeln. Er nannte ihn «Garbandine» und liess ihn 1879 patentieren. Winzige kleine Lücken im Stoff sorgen für eine hervorragende Atmungsaktivität, ohne jedoch dabei die wasserabweisende Wirkung zu mindern, welche durch die besondere Dichte des Stoffes hervorgerufen wird.

Auch das Reiterlogo der Marke erzählt eine Geschichte: Der sogenannte «Equestrian Knight» trägt das Wort «Prorsum» auf seinem Banner – lateinisch für «vorwärts». Das Logo steht für Schutz, Innovation und einem zukunftsorientierten Geist.

VALENTINO – NYLON-SWEATSHIRT

MIT VGOLD-PRINT

Sportive Eleganz trifft auf luxuriöse

Details: Das in Italien gefertigte NylonSweatshirt in Bordeaux überzeugt mit markanten Seitenstreifen, edlen VGold-Beschlägen und einem modernen Stehkragen. Der klassische Schnitt wird durch gerippte Bündchen und einen elastischen Saum ergänzt, während praktische Eingrifftaschen und der Frontreissverschluss den Look stilvoll abrunden.

ZEITLOSE MODE

FGANT – KURZARMHEMD

AUS LEINEN

Das Regular-Fit-Kurzarmhemd aus 100 Prozent Leinen überzeugt mit einer leichten, atmungsaktiven Qualität und sommerlicher Eleganz. KubaKragen, Brusttasche mit Logostickerei sowie die Keller falte mit Locker-Loop-Schlaufe verleihen dem Design eine entspannte, stilvolle Note –

G

Die leicht verlängerte, eckige Schuhspitze verleiht dem Design eine elegante Silhouette, während das Gancini-Detail in Ruthenium-Optik stilvolle Akzente setzt. Gefertigt in der exklusiven «Tubular»-Technik überzeugt der Loafer durch aussergewöhnliche Weichheit, Leichtigkeit und höchsten Tragekomfort.

PRINTED FOULARD LOOK

Das Printed Balmain Foulard Pyjama-Shirt und die passenden Shorts vereinen entspannte Eleganz mit markanter Raffinesse. Der kontrastreiche All-over-Print und die fliessende Silhouette verleihen dem Look eine luxuriöse Leichtigkeit. Ergänzt wird das Ensemble durch Espadrilles aus geschmeidigem Lammleder mit runder Schuhspitze, faltbarer Mule-Rückseite und geprägtem Balmain-Paris-Logo – ein stilvoller Sommerlook mit modernem Charakter.

GUCCI – ACETAT-SONNENBRILLE

GKlare Linien und eine markante rechteckige Form verleihen dieser Gucci-Sonnenbrille eine moderne, stilvolle Ausstrahlung. Gefertigt aus hochwertigem Acetat, wird das Design durch goldfarbene Details und dezente LogoAkzente an den Bügeln ergänzt. Die Gläser mit 100 Prozent UV-Schutz verbinden Komfort mit luxuriöser Eleganz.

BRUNELLO CUCINELLI –SUEDE FLIP FLOPS

Die Flip Flops aus weichem Veloursleder stehen für die charakteristische Zurückhaltung und Eleganz von Brunello Cucinelli. Hochwertige Materialien

DIOR – JEANS

Die marineblaue Jeans aus Baumwolltwill interpretiert klassischen Denim mit moderner Eleganz neu. Die zeitlose Regular-Fit-Silhouette wird durch ein Dior-Jacron-Label aus Leder und feine Steppdetails an den Taschen stilvoll ergänzt. Vielseitig kombinierbar, vereint das Design lässige Leichtigkeit mit raffinierter Schneiderkunst.

T S B L D B

RECHTECKIGER SCHNALLE AUS LEDER Gefertigt aus pflanzlich gegerbtem Kalbsleder überzeugt dieser Gürtel mit einer klaren, rechteckigen Schnalle und passender Lederschlaufe. Bronzefarbene Beschläge und eine verstellbare Dornschnalle unterstreichen das reduzierte, zeitlose Design.

TOMMY HILFIGER – STRUKTURIERTE SOMMER-POLOS

Eine moderne Interpretation eines Preppy-Klassikers –atmungsaktive Verarbeitung und ein gepflegtes Finish.

LOEWE X PAULA’S IBIZA –STRAIGHT-LEG SWIM SHORTS

BERLUTI – PERIPLE LEATHER WEEKEND BAG

Die Weekend Bag von Berluti aus edlem Leder vereint funktionale Struktur mit zeitloser Eleganz. Zwei Tragehenkel und ein abnehmbarer Schulterriemen bieten flexible Tragemöglichkeiten, während ein Reissverschluss und durchdachte Innenfächer für optimale Organisation unterwegs sorgen.

Die Badeshorts von LOEWE x Paula’s Ibiza feiern den lebendigen Spirit der Insel und sind aus weichem, bedrucktem Shell-Material im entspannten Midi-Fit gefertigt. Ausdrucksstarke Motive verleihen dem Design eine markante Note, während Mesh-Innenfutter, Seitentaschen und eine Gesässtasche mit Patte Funktionalität und Komfort bieten.

FERNWEH AUF DEM KOPF

Die Badekappe mag heute nutzlos erscheinen, irgendwie überflüssig in all dem Wasser. Sie ist aus Schwimmbädern und am Strand weitgehend verschwunden, solange es nicht um Sport und damit um zu gewinnende Millisekunden durch eine optimierte Kopfform geht. Jedenfalls hierzulande. Die Badekappe gilt als ehedem bunt leuchtendes Signal von Schwimmfreuden und Meereserotik. Exotisch, aber vergessen. Trotz buchstäblicher Flower-Power und Nixen-Appeal.

Die Badekappe, ein einfaches und doch unverzichtbares Accessoire für Schwimmer, hat eine lange und überraschende Geschichte. Vorläufer sind die Spitzenhauben des 18. Jahrhunderts, die Frauen bei der Morgentoilette trugen. Ihr Ursprung liegt in der viktorianischen Ära, als Frauen begannen, ihren Kopf beim Baden in öffentlichen Bädern zu bedecken. Als im 19. Jahrhundert Seebäder beliebt wurden, gingen Frauen zuerst mit Kleidern und Hüten oder eben Häubchen ins Meerwasser. Später wurden die einteiligen Badekleider entwickelt, die für viel

Aufsehen sorgten. Haarnetze schützten die Frisuren, auch wurde Taftstoff gewachst und als Badekappe verwendet. Aber die Kappen rutschten und liessen Wasser hindurch. Die ersten Badekappen aus Gummi wurden in den 1920er-Jahren eingeführt und boten eine wasserdichte Alternative zu den unbequemen Stoffkappen. Der Kopf in der engen Haube unterstrich die Stromlinienförmigkeit des Körpers, das muntere Eintauchen ins Wasser bewies sportlichen Bewegungsdrang und Vergnügen am Abenteuer. In den folgenden Jahren

Autor_Urs Huebscher

wurden die Grösse und Form der Badekappen weiter optimiert. Sie wurden strammer und enganliegender, um den Wasserwiderstand zu verringern und die Schwimmgeschwindigkeit zu erhöhen. Erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts umschlossen Gummibadekappen fest den Kopf. Dies geschah aus modischen und moralischen Gründen – sie sahen eher aus wie Hüte als die modernen Modelle aus Gummi oder Silikon, die wir heute kennen. Sie waren üppig und auffällig, oft mit Rüschen und Blumen geschmückt. Die meist einfarbigen, sachlich-schlichten Badekappen schützten elegant die Frisuren, eine verspielte Möglichkeit, kokett zu wirken, ohne die Grenzen des Schicklichen zu übertreten. Mit dem Aufstieg des wettbewerbsorientierten Schwimmens in den 1930er- und 1940er-Jahren wurden Badekappen immer wichtiger. Sie wurden als Teil der offiziellen Trainingsausrüstung eingeführt, um die Leistung der Schwimmer zu verbessern. Badekappen senkten nicht nur den Widerstand im Wasser, sondern hielten

auch das Haar der Athleten trocken und schützten es vor Chlor und anderen Chemikalien im Poolwasser. Darüber hinaus wurden sie oft in den Farben eines Teams oder einer Nation versehen und trugen zur Wiedererkennung bei.

BADEKAPPEN ALS MODISCHES STATEMENT

In den Boomjahren der USA ab 1945 wurden Hunderttausende Swimmingpools gebaut, die zum «American Way of Life» gehören. Das führte in zweierlei Hinsicht zur unbedingten Benutzung der Badekappe. Einerseits sind sie wichtig, um die Filteranlagen nicht mit Haaren zu verstopfen. Öffentliche Schwimmbäder machten das Tragen zur Pflicht. Und natürlich war die Frisur, die mit der wirtschaftlichen Gesundung und der neuen Mode verbunden war, die Dauerwelle. Stundenlang sassen Frauen dafür unter der Haube. Um die teuren Frisuren zu schützen, wurde die Badekappe durch

alle sozialen Schichten zur Rettung. Die Modeindustrie griff in die Vollen, Designer wie Emilio Pucci begannen, extravagant gestaltete Badekappen zu schaffen, die bei Modebewussten Anklang fanden. Diese wurden oft mit aufwendigen Mustern, bunten Farben und sogar Glitzersteinen verziert. Sie wurden zum Symbol der Freiheit und des Feminismus, da Frauen auf der ganzen Welt begannen, ihren persönlichen Stil auch am Pool oder am Strand zur Schau zu stellen. Als Modeaccessoire stand die Bademütze in ihrer besten Zeit fröhlich für Freizeitversprechen und Fortschrittsglauben: Optimismus durch Gummi.

Dennoch ist die Funktionalität ihre grösste Stärke – und nicht die Zierde. Die Haare und der Kopf werden vor Wasser geschützt, vor Kälte, Hitze, Sonne, Salz, Chlor. Und das Wasser in Schwimmbädern wird vor den Haaren geschützt, die lange Zeit in überforderten Filteranlagen viel Unheil anrichten konnten.

Der Chic der Badekappe ging aber in den späten 1960ern verloren. Die Konventionen fielen – und damit die Gründe zum Tragen der Kappen. In den 1980ern wurde hierzulande überall die Badekappenpflicht abgeschafft. Aber Achtung: In Asien ist das zum Beispiel noch anders. Wer in Japan in ein Schwimmbad möchte, braucht eine Kopfbedeckung, sonst wird der Zutritt verweigert. Genauso in China: Badekappen sind Pflicht.

& BE AUTY WELL BEING

DIE WELTWEIT MEISTVERKAUFTEN

PARFÜMS

Autor_Urs Huebscher

Hinter jeder Flasche steckt eine 80-Milliarden-DollarBranche, die Luxus neu definiert. Laut LVMH, L’Oréal Group, Chanel, Circana und Euromonitor sind diese hier die 20 meistverkauften Parfüms der Welt …

LA VIE EST BELLE – LANCÔME

BACCARAT ROUGE 540 – MFK

COCO MADEMOISELLE –CHANEL

LIBRE – YSL ACQUA DI GIÒ –ARMANI
BLACK OPIUM
YVES SAINT LAURENT
1 MILLION –PACO RABANNE
CK ONE –CALVIN KLEIN
LE MALE –JEAN PAUL GAULTIER
ANGEL – MUGLER EROS – VERSACE
MISS DIOR
Eine Flasche Parfüm ist nie einfach Parfüm. Sie umfasst das Erbe, die Geschichte, das Duftgedächtnis und die wahrgenommene Identität –alles verkauft zu einer Marge, von der die meisten Branchen nur träumen können.

Ein Muster sticht besonders hervor: 17 der 20 Parfüms sind aus Frankreich. Das Land führt nicht nur die Parfümindustrie an, es hat sie auch erfunden. Die Zahlen hinter dieser Liste sind aussergewöhnlich. Der globale Duft- und Parfümmarkt wurde 2025 mit 76.71 Milliarden US-Dollar bewertet und soll bis 2031 121.26 Milliarden US-Dollar erreichen – mit einer jährlichen Wachstumsrate von 8.04 Prozent. Premiumdüfte dominierten den Markt und machten 2025 65.25 Prozent des Gesamtwerts aus. Die Generation Z steigerte allein im Jahr 2024 die Ausgaben für Duftstoffe um 26 Prozent –und wurde damit zum stärksten Wachstumstreiber der Branche. Die Lieferkette hinter einem Luxusduft ist komplexer als in den meisten anderen Branchen. Natürliche Zutaten – Oud aus Südostasien, bulgarische Rose, indisches Sandelholz, madagaskische Vanille – reisen Tausende Kilometer, bevor sie eine einzige Flasche erreichen. Die Beschaffungs-, Extraktions-, Vermischungs-, Abfüll-, Verpackungs- und Vertriebskette hinter einem Chanel Nr. 5 umfasst zum Beispiel Dutzende Länder und Hunderte Lieferanten. Frankreich führt als globales Kraftpaket die Parfümexporte an – mit über 350 Duftmarken, die jährlich mehr als 600 Millionen Einheiten produzieren, was 8.2 Prozent der weltweiten Duftproduktion ausmacht.

VOM OP ZUR SKINCARE

WAS EINE CHIRURGIN ANDERS SIEHT

Wer täglich operiert, entwickelt einen besonderen Blick für die Haut. Einen Blick, den kaum ein Kosmetiklabor haben kann.

Während viele Hautpflegeprodukte dort entstehen, wo über Texturen, Trends und Marketing gesprochen wird, hat Dr. Kelly® Skincare ihren Ursprung an einem anderen Ort: im Operationssaal. Dort sieht Dr. Kelly Vasileiadou, Fachärztin für Chirurgie und Expertin für ästhetische Medizin, Haut nicht nur von aussen, sondern in ihrer tatsächlichen Struktur, Qualität und Regenerationsfähigkeit. Sie sieht, wie Gewebe altert, wie Haut heilt, wie sie auf Belastung reagiert – und was sie braucht, um langfristig gesund, stark und strahlend zu bleiben.

Autor_Urs Huebscher Bilder_Dr. Kelly

«Viele Menschen unterschätzen, wie entscheidend Hautqualität für ein schönes und natürliches Ergebnis ist – unabhängig davon, ob jemand eine Operation, eine ästhetische Behandlung oder gar nichts machen lässt», sagt Dr. Kelly. «Schöne Haut beginnt nicht beim Make-up. Sie beginnt bei ihrer biologischen Qualität.» Aus dieser klinischen Erfahrung entstand Dr. Kelly® Skincare: eine medizinisch inspirierte Pflegelinie, entwickelt nicht aus Trends, sondern aus echtem Verständnis für Hautgesundheit.

HAUTPFLEGE NEU GEDACHT

Die Philosophie dahinter ist klar: Moderne Hautpflege soll nicht oberflächlich kaschieren, sondern die Hautfunktion gezielt stärken. Denn Hautalterung ist kein rein kosmetisches Thema, sondern ein biologischer Prozess. Mit zunehmendem Alter verliert die Haut Feuchtigkeit, Elastizität, Regenerationsfähigkeit und strukturelle Stabilität.

Genau hier setzt intelligente Hautpflege an: nicht mit kurzfristigen Effekten, sondern mit langfristiger Unterstützung der Hautgesundheit. Dr. Kelly nennt diesen Ansatz Skin Longevity – die Kunst, Haut nicht nur schöner aussehen zu lassen, sondern ihre Qualität über Jahre hinweg aktiv zu erhalten.

ENTWICKELT FÜR HAUT, DIE LEISTEN MUSS

Ursprünglich wurde die Linie für einen besonders sensiblen Bereich entwickelt: die postoperative und postprozedurale Haut. Nach Laserbehandlungen, Injektionen, Peelings oder chirurgischen Eingriffen braucht Haut präzise Pflege – beruhigend, regenerierend, barrierestärkend und maximal verträglich. Die Produkte müssen deshalb hohen Ansprüchen genügen: wirksam, aber sanft; luxuriös, aber funktionell.

Auf dieser medizinischen Grundlage entstand eine Clean-Beauty-Linie, die heute weit über die postoperative Anwendung hinausgeht. Frei von Parabenen, Silikonen, Mineralölen, PEGs und Alkohol, hergestellt im Clean-Beauty-Labor und entwickelt für hohe Verträglichkeit, richtet sich Dr. Kelly® Skincare an Menschen, die Pflege als bewusste Investition in Hautqualität verstehen.

LUXUS BEGINNT MIT QUALITÄT

Im Zentrum stehen hochwirksame Formulierungen mit medizinischem Anspruch und luxuriöser Sensorik. Das Hyaluron Peptide Serum kombiniert hoch- und niedermolekulare Hyaluronsäure mit Peptiden, um Feuchtigkeit, Hautstruktur und Spannkraft gleichzeitig zu adressieren – für pralle, glatte und vital wirkende Haut. Der Healthy Ageing Moisturizer verbindet regenerative Pflege mit Wirkstoffen wie Kaviar, Perlenextrakt und 23-Karat-Gold –für ein genährtes, ebenmässiges und strahlendes Hautbild. Mit dem Bakuchiol Oil bietet Dr. Kelly® eine moderne, hautfreundliche Alternative zu Retinol: pflanzenbasiert, regenerierend und ohne die typischen Irritationen klassischer Retinoide. Ergänzt wird die Linie durch die Solar Drops SPF 50+, denn konsequenter UV-Schutz ist in jeder modernen Hautstrategie unverzichtbar.

MEHR ALS SKINCARE

Dr. Kelly® Skincare versteht sich nicht als klassische Beauty-Marke, sondern als Verlängerung einer medizinischen Philosophie: Haut nicht überfordern, sondern stärken. Nicht kurzfristig beeindrucken, sondern langfristig Resultate schaffen. Schönheit nicht als künstliche Veränderung verstehen, sondern als Ausdruck gesunder, gepflegter und vitaler Haut. Denn wahre Ästhetik beginnt nicht beim Eingriff. Sie beginnt bei der Qualität der Haut.

WWW.DRKELLY.CH

FORSCHERIN ZWISCHEN UND KUNST NATURHEILKUNDE

Die in Brittnau (Aargau) geborene Naturheilerin verband naturheilkundliche Praxis mit einer Form der Forschung, die sich weder eindeutig der Wissenschaft noch der Kunst zuordnen lässt. Bekannt wurde sie durch das Heilgestein «AION A» sowie durch rund 500 grossformatige Zeichnungen. Letztere verstand sie nicht als Kunstwerke, sondern als Instrumente, mit denen sie die Zusammenhänge von Krankheit und Heilung sowie die Gesetzmässigkeiten der Natur untersuchte. Ihr bildnerisches Werk umschrieb sie wie folgt: «Gestaltung und Form als Mass, Rhythmus, Symbol und Wandlung von Zahl und Prinzip».

EIN ERWEITERTES VERSTÄNDNIS VON KRANKHEIT

Kunz wuchs in einfachen Verhältnissen auf und entwickelte früh ein Interesse an Pflanzen und deren Wirkung. Ohne formale medizinische Ausbildung eignete sie sich ihr Wissen durch eigene Beobachtungen an und erkannte dabei Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele. In ihrer Praxis behandelte sie Patientinnen und Patienten mit pflanzlichen Präparaten, deren Rezepturen sie entwickelte und herstellen liess.

Zentral für ihr Denken war die Annahme, dass körperliche Beschwerden nicht isoliert auftreten, sondern mit psychischen und emotionalen Prozessen sowie mit Einflüssen der Umwelt zusammenhängen. Damit vertrat sie eine Sichtweise, die ihrer Zeit voraus war und ausserhalb der etablierten Medizin stand.

Ihre Arbeit bewegte sich in einem Spannungsfeld zwischen naturheilkundlicher Praxis, intuitiver Wahrnehmung und einem systematischen Anspruch, Gesetzmässigkeiten von Gesundheit und Krankheit zu erkennen. Kunz verstand sich selbst weniger als Heilerin im klassischen Sinn, sondern als Forscherin, die Zusammenhänge sichtbar machen wollte.

Emma Kunz (1892 – 1963) arbeitete ausserhalb der etablierten Medizin und hinterliess dennoch ein Werk, das heute sowohl in der Kunst als auch in der Gesundheitsdebatte Beachtung findet. Ihre Zeichnungen und ihre naturheilkundliche Praxis verweisen auf ein Denken, das sich festen Kategorien entzieht.

DER RÖMERSTEINBRUCH UND AION A

Ein wichtiger Bezugspunkt ihrer Arbeit war der Römersteinbruch in Würenlos (Aargau), heute Standort des Emma-Kunz-Zentrums. Dort untersuchte Kunz mithilfe eines Pendels das gesamte Gelände, insbesondere die heutige Emma-Kunz-Grotte, und befasste sich mit Naturphänomenen wie sogenannten Erdstrahlen und Wasseradern – Konzepte, die wissenschaftlich nicht anerkannt sind, in alternativen Denkmodellen jedoch eine zentrale Rolle spielen.

In einer Grotte auf dem Areal entdeckte sie das Heilgestein «AION A», dem sie eine therapeutische Wirkung zuschrieb und das sie gezielt in ihrer Praxis einsetzte. Der Begriff «AION» – aus dem Griechischen für «grenzenlos» – stand bei Kunz für die universellen therapeutischen Möglichkeiten des Gesteins, dessen Wirkung sie nicht allein auf seine mineralische Zusammensetzung, sondern auf eine in ihm gespeicherte Energie zurückführte.

Ein häufig zitierter Fall betrifft Anton C. Meier, Sohn des Steinbruchbesitzers, der 1941 an Polio (Kinderlähmung) erkrankte und nach rund achtmonatiger täglicher Behandlung mit AION-AWickeln wieder gesund wurde. Kunz selbst deutete solche Verläufe nicht als Wunderheilungen, sondern als Ausdruck zugrunde liegender, für sie erforschbarer Gesetzmässigkeiten.

ZEICHNUNGEN ALS ERKENNTNISINSTRUMENT

Ab ihrem 46. Lebensjahr begann Kunz, ihre Beobachtungen systematisch in grossformatige Zeichnungen zu überführen, nachdem sie bereits in jungen Jahren erste kleinformatige Skizzen angefertigt hatte. Die auf Millimeterpapier entstandenen Arbeiten sind geprägt von geometrischen Strukturen, Linien und Farbflächen und folgen oft klaren symmetrischen Ordnungen.

EIN DENKEN OHNE KLARE ZUORDNUNG

Zu Lebzeiten blieb Emma Kunz eine umstrittene Figur ausserhalb institutioneller Strukturen. Heute wird ihr Werk neu eingeordnet: Ihre Zeichnungen werden international ausgestellt und interdisziplinär erforscht, ihr Ansatz lässt sich als früher Beitrag zu einem erweiterten Gesundheitsverständnis lesen.

Da Kunz keine systematische Theorie hinterliess, entzieht sich ihr Werk einer eindeutigen Einordnung – und verweist gerade dadurch auf eine Perspektive, die heute wieder an Bedeutung gewinnt: Gesundheit als Zusammenspiel verschiedener Ebenen.

ZWISCHEN SCHULMEDIZIN & ENERGIEARBEIT

DR. EVA THIEL

PRESTIGE: Frau Dr. Thiel, wie kam es, dass Sie in Ihre medizinische Arbeit die Philosophie von Emma Kunz integrierten?

DR. EVA THIEL: Während meines Medizinstudiums war ich zunehmend enttäuscht von dem mechanistischen Weltbild, das Denken und Fühlen weitgehend getrennt von der körperlichen Ebene betrachtet. Für mich war jedoch früh klar, dass die Entstehung von Krankheit und Gesundheit nicht nur auf einer, sondern auf mehreren Ebenen stattfindet. Aus dieser Überzeugung heraus habe ich mich gezielt weitergebildet – unter anderem in Psychosomatik, körperorientierter Psychotherapie, Meridianlehre, EFT, Energy Medicine und Feldenkrais. Mir sind Werkzeuge wichtig, die eine umfassende Behandlung ermöglichen.

Schliesslich war es eine Kollegin, die mich erstmals mit dem Schaffen von Emma Kunz in Berührung brachte. Ich war tief beeindruckt von ihrer Lebensgeschichte, ihren aussergewöhnlichen Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeiten und insbesondere davon, wie sie mithilfe ihrer Zeichnungen Einsichten und Antworten auf Fragen nach gesundheitlichen Zuständen ebenso wie nach übergeordneten Zusammenhängen und Gesetzmässigkeiten darstellte.

Für Emma Kunz war klar, dass unsere Gedanken eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit spielen – dass wir lernen müssen, sie bewusst zu steuern. Über unser Denken beeinflussen wir unsere Gefühle und damit auch unseren physischen Körper.

Dr. Eva Thiel arbeitet im Spannungsfeld von Schulmedizin, Naturheilkunde, Energieund Bewusstseinsarbeit. In ihrer Praxis lässt sie die Ansätze von Emma Kunz gezielt in ihre Arbeit einfliessen.

Gab es einen konkreten Moment, in dem Sie gemerkt haben, dass Sie diesen Zugang in Ihre eigene Praxis integrieren möchten?

Der eigentliche Türöffner war wohl das Bild, das sie über die umfassende Wirkungsweise von AION A angefertigt hat. Es stellt die vier Dimensionen unseres Daseins dar: den physischen, ätherischen, emotionalen und mentalen Körper. Dabei wurde mir klar, wie selbstverständlich diese Sichtweise für sie war, und ich bin bis heute fasziniert von ihrem Wissen um tiefere Zusammenhänge. Emma Kunz wurde zu einer Art Vorbild, das mir die Erlaubnis gab, meiner eigenen Intuition zu vertrauen und entsprechend zu handeln. Diese Haltung prägt meine Tätigkeit bis heute. In meiner Praxis verfolge ich konsequent eine integrative Herangehensweise, bei der verschiedene Ebenen des Menschseins einbezogen werden. AION A unterstützt meine Arbeit dabei spürbar.

Wie hat sich die Wahrnehmung und Akzeptanz solcher integrativen Perspektiven in den letzten Jahren verändert? Aus meiner Sicht hat sich vor allem die Offenheit in der Bevölkerung deutlich weiterentwickelt. Es besteht heute ein grösseres Bedürfnis nach vernetztem Denken – sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Das Zusammenspiel von mentalen, emotionalen und körperlichen Prozessen wird vermehrt thematisiert und zunehmend verstanden. Dieses wachsende Bewusstsein erleichtert die Vermittlung: Sowohl in Vorträgen als auch im Praxisalltag zeigt sich, dass viele Menschen bereits ein Grundverständnis mitbringen. Sie sind offener dafür, über die rein physische Ebene hinauszugehen.

Welche Rolle spielt Emma Kunz heute?

Für Emma Kunz sind Mensch und Natur eingebettet in ein Zusammenspiel umfassender Kräfte – solche, die von aussen auf uns einwirken, andere, die in uns vorhanden sind, und Kräfte, die wir durch unsere Denkvorgänge selbst erzeugen. Krankheit ist für sie ein Ausdruck von Disharmonie zwischen diesen Kräften, Heilung bedeutet also Wiederherstellung gestörter Harmonie. Dieses Verständnis wurde vor einigen Jahrzehnten noch skeptisch betrachtet, ist aber inzwischen für viele Menschen nachvollziehbar geworden und beginnt sich als relevante Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden zu etablieren. Es wächst das Bedürfnis nach einer Medizin, die sich menschlicher und kohärenter anfühlt, nach Behandlungsmethoden, die das Denken und Empfinden miteinbeziehen und den Menschen nicht auf seine Krankheit reduzieren, sondern ihn in seinem gesamten Innen- und Aussenleben verstehen. Dies zeigt sich auch zunehmend im Mainstream.

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PUDER SOLEIL D’HERMÈS

Ein Blush in dezentem Orangeton kombiniert mit feinem Perlmuttschimmer für einen warmen, nuancenreichen Glow. Die leichte Textur legt sich sanft auf die Haut und lässt sich mühelos verblenden.

MARIA GALLAND PARIS –

H D M O

DR. HAUSCHKA –

5 L | NUTRI’VITAL VELVET LIP CREAM

Die reichhaltige Textur von 5 L ist nicht klebend und hinterlässt ein samtiges Finish. Nach Bedarf am besten auf saubere, trockene Lippen auftragen. Die Lippencreme ist auch ideal als Vorbereitung vor dem Make-up oder als intensive Nachtpflege – dafür eine grosszügige Schicht auf die Lippen auftragen.

ONE.TWO.FREE! – GLOW-UP FILTER

Sorgt für einen weichzeichnenden Effekt und ein ebenmässiges Hautbild: der Glow-Up Filter. Die ultraleichte Formel verschmilzt mit der Haut, lässt Poren und feine Linien optisch glatter erscheinen und verleiht dem Teint ein natürlich frisches Finish mit aufbaubarer Deckkraft.

RENEW & ACTIVATE AMPOULES

Revitalisierende Ampullen, die die Elastizität und Spannkraft der Haut fördern und die Kollagenbildung anregen. Für ein strafferes, gestärktes Hautbild. Sie stärken die Hautbarriere, verbessern Festigkeit und sorgen für eine sichtbar regenerierte Haut im Bestzustand. Mit Auszügen aus Madonnenlilie, Zaubernuss

BABOR – HYDRA LIQUID FOUNDATION 06 NATURAL Für trockene Haut entwickelt, sorgt diese ultraleichte, flüssige Foundation mit mittlerer Deckkraft für einen strahlenden, natürlichen Teint. Die Liquid-Textur spendet extra Feuchtigkeit und verleiht der Haut ein gepflegtes, jugendliches Finish.

VALMONT – DAILY VEIL LSF 30

Innovativer Schutz für trockene und empfindliche Haut mit 100 Prozent mineralischem UV-Schutz, der das Hautgleichgewicht bewahrt und die Kollagenstruktur unterstützt. Das bioaktive Molekül RNA fördert die Regeneration, während die samtige Textur ohne weissen Film mit der Haut verschmilzt – für gepflegte, geschützte Haut im Alltag.

Dvereint Fixierspray und Feuchtigkeitspflege: Er verlängert die Haltbarkeit des Make-ups bis zu 24 Stunden und sorgt gleichzeitig für ein frisches, natürliches Finish. Die ultraleichte Formel mit Hyaluronsäure hydratisiert, schützt und belebt – für einen Look wie frisch aufgetragen, den ganzen Tag über.

DKYLIESKIN – LIPBUTTER

Kylie Cosmetics erweitert die beliebte Lip Butter um eine neue, saftige Pomegranate-Variante. Die prämierte Formulierung spendet intensive Feuchtigkeit, schützt trockene Lippen und sorgt für ein geschmeidiges, glänzendes Finish mit einem Hauch transparenter Farbe. Pflegende Inhaltsstoffe wie Sheabutter und Jojobaöl beruhigen die Haut und unterstützen die Haut barriere – ein Must-have für zarte Lippen.

DOLCE&GABBANA – CHERRY GLAZE BAR

Die leichte, pflegende Formel mit italienischem Kirschöl und veganem Kollagen spendet Feuchtigkeit und sorgt für lang anhaltenden Glow. Dank der praktischen Stiftform lässt sich die Farbe mühelos auftragen und verblenden – für individuell aufbaubare Frische auf den Wangen.

CHANEL – ROUGE COCO FLASH

Ein Hauch genügt, um den Lippen intensiven Glanz zu verleihen. Die zart schmelzende Textur verschmilzt sanft mit den Lippen, spendet sofortige Feuchtigkeit und schenkt ein unvergleichlich angenehmes Tragegefühl – für ein strahlend leuchtendes, elegantes Finish.

ACStraffende Pflege mit Anti-AgingWirkung: Die Formel mit Iris und Pistacia lentiscus wirkt wie ein pflanzliches Botox, schenkt Volumen und definiert die Gesichtskonturen neu. Die Haut wirkt aufgepolstert, Fältchen und Linien erscheinen sichtbar gemildert.

«EIN WENDEPUNKT, DER VON INNEN KAM»

Michael Epiney lebt ein Leben auf der Überholspur. Der Ehemann von Sven Epiney organisiert Events, hat eine Imkerei und führt eine eigene Praxis für Kinesiologie, Reiki und Klangschalentherapie. Er reist zwischen Sound-HealingSessions, Events und Fernsehoder Auftrittsterminen seines Mannes quer durch die Schweiz. Doch hinter der Energie steckte lange ein Problem, das er vor sich herschob: chronische Darmprobleme, die ihn über Jahre einschränkten, bis er sich einer Mikrobiomanalyse stellte.

PRESTIGE: Herr Epiney, Ihr Leben verlangt viel Energie. Wie haben sich Ihre Darmprobleme konkret auf den Alltag ausgewirkt?

MICHAEL EPINEY: Die Probleme haben sich über vier, fünf Jahre eingeschlichen. Insgesamt war es fast ein Jahrzehnt, aber die letzten Jahre wurden intensiv. Ich hatte immer wieder Bauchweh, musste mehrmals täglich aufs WC. Nicht nur ein-, zweimal, sondern richtig oft. Das wurde mit der Zeit unangenehm. Ich hatte damals viel Stress: Ausbildungen, die KinesiologiePraxis aufbauen, Events organisieren, eine Imkerei gründen und dann war da auch noch unsere Hochzeit letztes Jahr. Mein Körper hat mir gezeigt, dass das zu viel war.

Michael Epiney
Autorin_ Julia Gruber

Gab es einen Moment, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist, an dem Sie gemerkt haben: So geht es nicht weiter?

Es gab nicht den einen Moment, sondern mehrere Situationen. Bei Events hatte ich Slots, an denen ich eigentlich präsent sein musste, aber dachte: «Schaffe ich es noch oder muss ich jetzt wirklich zur Toilette?» Das ist unangenehm, wenn man nicht weiss, ob man das durchhält. Ich musste auch schon mal ein Nachtessen mit Freunden absagen, weil die Schmerzen zu gross waren. Man verzichtet dann auf Dinge, die Spass machen würden, einfach weil man sich nicht sicher fühlt. Und wie die meisten gehe ich am liebsten zu Hause auf Toilette.

Wann haben Sie gemerkt, dass Sie das Problem nicht mehr ignorieren können?

Ich habe es lange vor mir hergeschoben. Ich dachte, es geht schon wieder vorbei oder es ist nur eine Phase. Ich habe dann selbst experimentiert: Worauf reagiere ich? Ich bin auf laktosefreie Milch umgestiegen, was etwas geholfen hat. Aber ich wusste, dass es nicht nur an der Ernährung liegt. Stress, Schlaf, Wasser, alles spielt zusammen. Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich sagte: Ich muss jetzt etwas Professionelles machen.

Und dann sind Sie auf die Mikrobiomanalyse gestossen?

Ja, korrekt. Ich hatte schon von verschiedenen Leuten von Arktis BioPharma und deren Analyse gehört. Dann habe ich mich infomiert und fand es sehr professionell. Mein Bauchgefühl sagte: Da fühle ich mich wohl, da nicht nur zwei, drei Parameter getestet werden, sondern sehr viele Faktoren. Und danach hat man ein professionelles Gespräch, an dem die Auswertung stattfindet. Das ist nicht bei jeder Analyse so. Man bekommt oft nur die Resultate nach Hause geschickt und weiss nachher gleich viel wie vorher. Bei Arktis BioPharma ist das anders. Man wird wirklich begleitet.

Viele Menschen schieben solche Abklärungen vor sich hin. Was würden Sie jemandem sagen, der zögert?

Ich gehe grundsätzlich offen durchs Leben. Man bekommt das Set nach Hause, macht es zu Hause, ganz privat. Ich hatte keine Berührungsängste, die Probe zu entnehmen. Es ist weniger schlimm, als man denkt. Und schlussendlich geht es um die eigene Gesundheit. Ich würde sogar sagen: Es ist ein Teil des Heilungsprozesses, dass man sich damit befasst – ähnlich wie in der Kinesiologie. Wenn man im Gespräch Dinge klar ausspricht, ist das schon der erste Schritt. Hinschauen hilft.

Wie lief der Gesamtprozess ab?

Wir haben die Analyse besprochen. Dann bekam ich einen Plan mit Produkten und Ernährungsempfehlungen. Diesen habe drei Monate konsequent durchgezogen, dann waren die Beschwerden praktisch weg. Nach einem halben Jahr habe ich gemerkt: Es ist stabil. Ich habe morgens und abends die Supplemente der Ernährung angepasst.

Kürzlich waren Sie in Südafrika und hatten keine Darmprobleme, obwohl Ihre Mitreisenden dort alle Beschwerden hatten. Was hat das für Sie bedeutet?

Wir waren in Südafrika zu einer Hochzeit eingeladen und alle aus der Gruppe hatten am nächsten Tag Verdauungsproleme. Aber bei mir, der ich früher immer Probleme hatte, war als einzigem alles in Ordnung. Null! Das hat mir gezeigt: Es hat sich wirklich etwas verändert.

Sie sprechen auch von einer psychischen Verbesserung. Was meinen Sie damit?

Ich bin wieder viel konzentrierter und fokussierter, viel klarer im Kopf. Der Brainfog, diese Müdigkeit im Kopf, das ist weg. Ich habe mehr Energie, bin weniger müde. Das allgemeine Wohlbefinden hat sich massiv verbessert. Ich weiss, das hat viel mit dem Darm zu tun. Man sagt ja, der Darm ist das zweite Hirn. Diese Verbindung zwischen Darm und Kopf habe ich wirklich gespürt.

Viele Führungspersönlichkeiten und Menschen mit herausfordernden Jobs lassen ihren Körper einfach funktionieren. Was möchten Sie diesen mitgeben?

Sich seiner eigenen Gesundheit bewusst zu sein. Den Körper versuchen kennenzulernen, nicht nur auf der körperlichen Ebene, sondern auch emotional. Balance ist das A und O. Nichts übertreiben, aber auch nichts zu wenig machen. Und wenn der Körper Signale gibt, dann hinschauen, nicht vor sich herschieben. Ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Es hat mein Leben verändert.

WWW.ARKTISBIOPHARMA.CH

SENSORIA

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Sensoria

HAUS DER DÜFTE UND AROMEN

Ein Erlebnismuseum von internationaler Strahlkraft und eine sinnliche Reise durch die unsichtbare Welt der Düfte und Aromen.

Holzminden, eine kleine Stadt im deutschen Weserbergland, begeistert mit einem Ausstellungshaus, das Massstäbe setzt: Sensoria – Haus der Düfte und Aromen ist ein interaktives Erlebnismuseum, das Besucher*innen jeden Alters in die faszinierende Welt der Gerüche und Geschmäcker eintauchen lässt – sinnlich, wissenschaftlich und alltagsnah. Sensoria ist ein lebendiger Erlebnisort, der den Vergleich mit grossen Museen in den Metropolen selbstbewusst annimmt.

DIE UNSICHTBARE WELT DER DÜFTE UND AROMEN ERLEBEN

Seit 2014 ist Holzminden offiziell die Stadt der Düfte und Aromen. Denn vor über 150 Jahren, 1874, wurde hier erstmals Vanillin synthetisch hergestellt und das Syntheseverfahren patentiert. Damit ist Holzminden die Wiege der modernen Duft- und Aromenindustrie, die nahezu alle Lebensbereiche erreicht, von der Zahnpasta am Morgen über den Raumduft im Büro bis zum Vanillegeschmack im Gebäck. Mit einer leidenschaftlich kuratierten Ausstellung, rund 60 Düften zum Erleben, interaktiven Stationen und innovativen Formaten eröffnet Sensoria Perspektiven auf Parfümkunst, Aromatechnologie und die enge Verknüpfung von Düften und

Aromen mit Emotionen – die Erinnerung an Omas Parfüm, das Sauberkeitsgefühl bei frisch duftender Wäsche oder Speisen, die Urlaubsgefühle wecken.

VOM RAUM DER SINNE BIS ZUR KREATION EINES EIGENEN PARFÜMS

Die Ausstellung ist in verschiedene Themenbereiche gegliedert, die historische, wissenschaftliche und alltägliche Aspekte beleuchten. Ein immersives Erlebnis stimmt die Sinne auf die Ausstellung ein: Die Besuchenden treten durch einen Fadenvorhang und erleben in wechselnden Szenarien ein Zusammenspiel von Bewegtbild, passenden Geräuschen und Düften. Auf einer begehbaren Weltkarte erzählen anschliessend Filme spannende Geschichten zu Gewürzen und Düften. Projiziert über abgehängte gläserne Zylinder und mit Duft untermalt, werden diese Geschichten lebendig. Eine Galerie der Düfte präsentiert ausgewählte und bedeutende Duftstoffe aus der Parfümerie, einschliesslich des teuersten Dufts der Welt. Interaktive Spiegel erwachen zum Leben, sobald sich eine Person nähert, und zeigen mit animierten Visualisierungen anschaulich, wie Riechen und Schmecken im menschlichen Körper funktionieren.

Der Rundgang durch das Erlebnishaus führt die Besuchenden schliesslich weiter zu einer Entdeckungsreise, wie der Vanillegeschmack aus Holzminden die Welt eroberte und welche gesellschaftliche Rolle Düfte und Aromen im Laufe der Zeit einnahmen. Historische Exponate und Repliken vermitteln 100 Jahre Produktentwicklung.

An einem Supermarktregal kann man Barcodes scannen und überraschende Details zu Düften und Aromen des Alltags erfahren. Interaktive Stationen wie ein digitaler Snackautomat und ein virtueller Esstisch bieten wissenswerte Einblicke in Produkte und kulturelle Speisen, zum Beispiel Halal- oder koscheres Essen. Schliesslich ermöglichen drei Unendlichkeitsspiegel einen Blick in die Zukunft. Ein Geruchsforscher erklärt anhand von Animationen sein Forschungsfeld, und Fragen an die Produkte von morgen werden aufgeworfen. Ein beliebtes Highlight ist zum Schluss das Labor der Düfte, ein inszenierter Arbeitsplatz von Parfümeur*innen. An der digitalen Duftorgel können die Besuchenden einen persönlichen Duft mit eigenem Namen komponieren, der später im Shop erworben werden kann.

EMYA-2026-NOMINIERUNG UNTERSTREICHT INTERNATIONALE BEDEUTUNG

Die besondere Qualität des Sensoria-Konzepts findet auch international Beachtung: Das Ausstellungshaus ist für den renommierten European Museum of the Year Award (EMYA) 2026 nominiert. Sensoria lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung neu zu schärfen, Bekanntes mit anderen Sinnen zu entdecken und sich auf eine ebenso informative wie emotional berührende Reise einzulassen. Ein Besuch in Holzminden wird so zu einem Erlebnis, das inspirierend, sinnlich und überraschend anders nachwirkt.

B

BVLGARI MAN WOOD ESSENCE PARFUM

Ein intensiver, holziger Duft, inspiriert von der ursprünglichen Kraft der Natur. Bvlgari Man Wood Essence Parfum vereint Patschuli, Zedern- und Guajakholz zu einer tiefgründigen, amberartigen Komposition mit eleganter, maskuliner Ausstrahlung. Der charakteristische Flakon in dunklen Holztönen unterstreicht den geheimnisvollen und kraftvollen Charakter der Kreation.

BRÉVIVE – INTENSITÉ

BALMAIN HAIR –MEN’S HAIR SPRAY

Das Men’s Hair Spray von Balmain Hair sorgt für zuverlässigen Halt und ein präzises Finish. Die leichte Spray-Formel ermöglicht ein gezieltes Styling strukturierter Looks, während das kompakte Design ideal für den täglichen Gebrauch ist.

VOLUMIZING EYE CREAM

Die Intensité Volumizing Eye Cream kombiniert leistungsstarke Peptide mit aufpolsternden Wirkstoffen, um die Augenpartie sichtbar zu straffen und feine Linien zu mildern. Die innovative Formel unterstützt die Hautdichte, schenkt neue Ausstrahlung und schützt dank antioxidativer Inhaltsstoffe vor äusseren Umwelteinflüssen.

DECLARÉ – VITA MINERAL AFTER SHAVE SOOTHING CONCENTRATE

Das hochwirksame After-ShaveKonzentrat beruhigt gestresste Haut nach der Rasur, spendet intensive Feuchtigkeit und unter stützt die schnelle Regeneration. Rötungen, Brennen und Irritationen werden gemildert, während die Hautbarriere gestärkt und ein angenehm frisches Hautgefühl hinterlassen wird.

ORAL-B-IO10

GOLD SPECIAL EDITION

In Lunar Gold und Eclipse Gold kombiniert die iO10 Gold Special Edition elegantes Design mit moderner Putztechnologie. Die Smart-Adapt.Technologie passt die Reinigungsintensität automatisch an den individuellen Putzstil an und sorgt für eine gründliche, komfortable Reinigung. Intelligente Andruckkontrolle, App-Konnektivität, Batterieanzeige und Erinnerungen zum Bürstenkopfwechsel unterstützen die tägliche Mundpflege.

TOM FORD – TOBACCO VANILLE CONDITIONING BEARD OIL

Das pflegende Bartöl kombiniert die warmen Noten von Tobacco Vanille mit einer nährenden Mischung aus Mandel-, Jojoba- und Traubenkernöl sowie Vitamin E. Die leichte Formel spendet Feuchtigkeit, sorgt für Geschmeidigkeit und verleiht dem Bart ein gepflegtes Finish.

DDOCTOR BABOR – AFTER SUN HYDRATION RECOVERY LOTION

Die leichte After-Sun-Lotion beruhigt und hydratisiert sonnenbeanspruchte Haut sofort. Der zwölfprozentige Ectoin-Aloe-Vera-Komplex sowie der Biogen Plant Extract unterstützen ein erfrischtes, gepflegtes Hautgefühl und ein gesund aussehendes Hautbild. Zieht schnell ein und hinterlässt ein angenehm entspanntes Hautgefühl.

JJO MALONE LONDON –BLACK CEDARWOOD & JUNIPER SHAVING CREAM

Die reichhaltige Rasiercreme mit den markanten Noten von Black Cedarwood und Juniper sorgt für eine angenehme Rasur und ein gepflegtes Hautgefühl. Geeignet für alle Hauttypen, vereint sie luxuriöse Pflege mit dem charakteristischen Duft von Jo Malone London.

BCBIOTHERM –

DAY CONTROL 48H DEO ROLL-ON

Die leichte, flüssige Textur mit praktischem Roll-on sorgt für eine einfache Anwendung und ein angenehm frisches Hautgefühl. Sie zieht schnell ein, hinterlässt keine Rückstände auf Haut oder Kleidung und bietet lang anhaltenden Komfort. Beruhigende Wirkstoffe pflegen die Haut, während die Schweissproduktion sanft reguliert wird, ohne den natürlichen Prozess zu beeinträchtigen.

CLINIQUE FOR MEN™

DAILY HYDRATOR SPF 50

Die leichte MultitaskingFeuchtigkeitspflege spendet sofort Feuchtigkeit und schützt die Haut gleichzeitig mit LSF 50. Die unkomplizierte Formel sorgt für ein angenehmes Hautgefühl und eignet sich ideal für die tägliche Pflege.

CELLMEN FACE

SCSISLEY – LE GEL-CRÈME MATIFIANT

DIE SCHWEIZER ZELLPFLEGE MIT ÜBER 5000 PEPTIDEN Speziell für die Bedürfnisse männlicher Haut entwickelt, revitalisiert die zelluläre Pflege Cellmen FACE von Cellcosmet die Haut intensiv und schützt ihre natürliche Barrierefunktion. Im Herzen der Formel: die exklusiven CytoPep™ Cellular Extracts –ein biomimetischer Komplex mit über 5000 Peptiden und Strukturproteinen – kombiniert mit einem Postbiotika-Komplex für glattere, stärkere und energiegeladene Haut. Die zu 100 Prozent in der Schweiz entwickelte und hergestellte Formel respektiert die Physiologie der Haut und unterstützt ihr natürliches Gleichgewicht.

Mit Le Gel-Crème Matifiant hat Sisley eine Pflege entwickelt, die speziell auf Männerhaut abgestimmt ist. Die leichte Gel-Creme eignet sich ideal für Mischhaut bis ölige Haut, zieht schnell ein und hinterlässt ein mattiertes, revitalisiertes Hautgefühl, ohne zu fetten oder zu kleben. Extrakte aus Java-Tee und Pflanzenstärke helfen, überschüssigen Talg zu reduzieren und die Haut auszugleichen. Für normale bis trockene Haut ist alternativ der Sisleÿum Baume Confort Anti-Âge erhältlich.

LI VI NG

BOWERS & WILKINS PX8 S2

THE OF MUSIC POWER

Autorin_Nathalie Becker

Bilder_Bowers & Wilkins

Der Bass brummt laut, die Lichter strahlen, die Tanzfläche ist voll bepackt mit Menschen und ganz plötzlich passiert es: Der Beat wechselt und die ersten Töne dieses einen Lieds werden gespielt. Gänsehaut breitet sich auf dem gesamten Körper aus und Arme werden in die Luft gerissen. Pure Euphorie erfüllt den ganzen Raum. Kaum einem anderen Medium gelingt es, Emotionen so unmittelbar hervorzurufen wie der Musik. Was also, wenn sich genau dieses Gefühl einer euphorischen Clubnacht jedes Mal aufs Neue erzeugen liesse, sobald man Kopfhörer aufsetzt?

Bowers & Wilkins gehört seit Jahren zu den Marken, deren Ziel es ist, Klang möglichst nah an das heranzubringen, was Künstler ursprünglich im Studio geschaffen haben. Nun präsentiert die Marke ihr neues Flaggschiff unter den WirelessKopfhörern: den Px8 S2. Das sorgfältig durchdachte Design und Profil des Px8 S2 ist für diejenigen, die sich gerne in die Welt der Musik flüchten, auf stundenlangen Tragekomfort ausgelegt. Auch optisch entfernt sich der Px8 S2 vom klassischen Tech-Gadget. Feines Nappaleder, ein schlankeres Profil und sichtbare Kabeldetails am Aluminiumbügel erschaffen ein einzigartiges skulpturales Design.

Im Mittelpunkt steht jedoch vor allem das Hörerlebnis. Die neuen 40-Millimeter-Treiber mit Kohlefasermembran sollen eine besonders präzise und transparente Klangwiedergabe ermöglichen. Unterstützt wird dies durch Technologien wie aptX Adaptive und aptX Lossless, die hochauflösende Musikübertragung kabellos in hoher Qualität ermöglichen. In Kombination mit dem von Bowers & Wilkins entwickelten digitalen Signalprozessor entsteht eine Hi-Res-Soundqualität von 24 Bit/96 Kilohertz, die vor allem durch Detailtiefe und Klarheit überzeugen soll.

Auch das aktive Noise Cancelling wurde weiterentwickelt. Insgesamt acht Mikrofone sind entlang der Ohrmuscheln positioniert, um Umgebungsgeräusche möglichst effektiv herauszufiltern und eine klare Sprachqualität bei Telefonaten sicherzustellen. Gerade in hektischen oder lauten Umgebungen soll durch die präzise Positionierung und Ausrichtung der Mikrofone ein deutlich ruhigeres und immersiveres Hörerlebnis entstehen.

VERBESSERTE FEATURES

Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 30 Stunden richtet sich der Px8 S2 zudem klar an Nutzer*innen, die viel unterwegs sind. Sollte der Akku dennoch leer sein, liefert eine 15-minütige Schnellladung bis zu sieben weitere Stunden Wiedergabezeit. Zudem lässt sich der Px8 S2 über die Music App konfigurieren und bedienen. Über diese lassen sich verschiedene Klangprofile individuell anpassen. Neben einem Fünf-Band-Equalizer steht auch der sogenannte True-Sound™-Modus zur Verfügung, der auf den bevorzugten Einstellungen des Akustikteams von Bowers & Wilkins basiert.

Sowohl der Px7 S3 als auch der Px8 S2 sind mit physischen Bedienelementen ausgestattet und lassen sich auch ohne die Music App steuern. Das neue Tastendesign ist intuitiver denn je: Die Play/Pause- und Lautstärketasten wurden neu gestaltet, um eine bessere taktile Interaktion zu ermöglichen.

Der Px8 S2 ist seit September 2025 in den Farbvarianten Onyx Black, Warm Stone und als McLaren Edition sowie seit April 2026 in den neuen Farbvarianten Pearl Blue und Blue Midnight erhältlich, die das Kopfhörererlebnis umso persönlicher machen. Somit ist der Kopfhörer ein wahr gewordener Traum für alle, die der Musik nie nahe genug sein können und sie so echt wie möglich wahrnehmen möchten.

Autorin_Elisabeth

PONTRESINA DAMALS UND HEUTE

Im Engadin liegen Welten oft nur wenige Kilometer auseinander. Während St. Moritz seit jeher für sichtbaren Glamour und mondäne Inszenierung steht, hat sich Pontresina als leiser Gegenentwurf etabliert. Auch hier reicht die Tourismustradition weit zurück, wie ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt.

Pontresina war lange alles andere als ein Ferienort. Das Dorf lebte von Landwirtschaft und Saumhandel, seine Bedeutung lag vor allem in der Lage am Berninapass. Mit dem aufkommenden Alpinismus Mitte des 19. Jahrhunderts begann sich das Bild zu wandeln. Vor allem britische Gäste entdeckten die Region für sich, angezogen von den Gipfeln der Berninagruppe. 1871 wurde hier einer der ältesten Bergführervereine der Alpen gegründet.

Die Belle Époque brachte schliesslich betuchte Gäste und jenen Glanz, der Pontresina bis heute prägt. Das Bergdorf wandelte sich zu einem vornehmen Ferienort und zahlreiche Hotels wurden gebaut. Häuser wie das Hotel Kronenhof, eines der architektonisch bedeutendsten Alpenhotels des 19. Jahrhunderts, das Hotel Saratz oder das Hotel Walther erinnern mit ihren Jugendstilelementen heute noch an die Grandezza dieser Zeit.

Die Architektur der Grand Hotels orientierte sich an aristokratischen Wohnstätten und imitierte den Adel. Die Gäste sollten sich wie «Könige auf Zeit» fühlen. Trotzdem war die Ausstattung der Zimmer bescheiden. Ein eigenes Badezimmer war nicht selbstverständlich, sondern galt als sehr modern. In einfacheren Zimmern wuschen sich die Gäste über einer Waschkommode mit Wasser aus Kannen. Wer für die Körperpflege nicht ins Etagenbad gehen wollte, konnte sich eine Wanne auf Rädern ins Zimmer bringen lassen, und im Nachttisch der Zimmer verbarg sich ein Nachtgeschirr, das die Stubenmädchen morgens leeren mussten.

Der Luxus, der einst mit prunkvollen Kronleuchtern und Salons inszeniert wurde, zeigt sich heute subtiler. «Pontresina steht für eine neue Form des Luxus, die das emotionale Erleben, Natur und Qualität in den Mittelpunkt stellt», sagt Ursin Maissen, Geschäftsführer von Pontresina Tourismus. «Unsere Gäste suchen nicht mehr nur Glanz, sondern Authentizität und echtes Gastgebertum.»

Dieser Wandel zeigt sich auch im Ortsbild. Historische Grand Hotels wurden behutsam modernisiert, ihre Grandezza bleibt spürbar, wird jedoch durch zeitgemässen Komfort ergänzt. Gleichzeitig setzen neue Adressen Akzente, etwa das von Gion A. Caminada entworfene Hotel Maistra 160, das alpinen Minimalismus mit klarer Formsprache interpretiert.

Auch die Freizeitgestaltung erzählt von Kontinuität und Wandel zugleich. Schon vor über 100 Jahren flanierten die Gäste entlang der Promenade und verbrachten ihre Tage auf Eisfeldern vor den

Hotels oder beim Skifahren. Skitouren waren ebenso beliebt, Schlitten fahren konnte man auf der Berninapassstrasse oder dem Village Run und die nobleren Gäste fanden beim Skijöring ihren Spass. Heute sind die Möglichkeiten zwar vielfältiger und die Seilbahnen bringen die Gäste hoch hinauf bis zu den Gletschern der höchsten Gipfel der Ostalpen, doch das Bedürfnis nach Bewegung in der Natur bleibt dasselbe.

Die Gründe, nach Pontresina zu kommen, haben sich kaum verändert. Noch immer sind es die Berge, die Weite, die Bewegung in der Natur. Wer heute über die Dorfpromenade flaniert, kann noch immer die elegante Gesellschaft vergangener Zeiten erahnen und spüren, dass der Glanz von damals geblieben ist.

WWW.PONTRESINA.CH

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TRADITION, VERTRAUEN

Autor_Michael Wasescha

Bilder_Maura Wasescha AG

&

Seit fast fünf Jahrzehnten prägt Maura Wasescha den Immobilienmarkt in St. Moritz wie kaum eine andere Persönlichkeit. Mit Erfahrung, Diskretion und einem feinen Gespür für Menschen und Objekte hat sie sich als feste Grösse etabliert. Heute steht mit ihrem Sohn Michael Angelo Wasescha die nächste Generation bereit – und führt die Erfolgsgeschichte mit neuen Impulsen in die Zukunft.

Wenn man in St. Moritz über exklusive Immobilien spricht, fällt ein Name seit Jahrzehnten mit besonderer Häufigkeit: Maura Wasescha. Hinter diesem Namen steht nicht nur ein gleichnamiges Unternehmen, sondern eine Persönlichkeit, deren Engagement und Expertise den lokalen Markt nachhaltig geprägt haben – diskret, konstant und mit aussergewöhnlicher Beständigkeit.

EIN LEBENSWERK MIT WEITBLICK

Vor 48 Jahren begann Maura Wasescha ihre Laufbahn in der Immobilienbranche – zu einer Zeit, in der diese noch stark von traditionellen Strukturen geprägt war. Mit Entschlossenheit, Fachkompetenz und einem ausgeprägten Sinn für Qualität gelang es ihr, sich Schritt für Schritt an die Spitze zu arbeiten. Was sie dabei von Anfang an auszeichnete, war ihre Fähigkeit, Immobilien nicht nur als Objekte, sondern als Ausdruck eines Lebensstils zu verstehen. Diese Perspektive hat es ihr ermöglicht, Beziehungen zu Kunden aufzubauen, die oft über Jahrzehnte bestehen bleiben. Heute gilt sie als die etablierteste Maklerin der Region – eine Position, die auf Vertrauen, Diskretion und langjähriger Kundentreue basiert.

MAURA WASESCHA AG IN ST. MORITZ

VISION

Ihr Erfolgsrezept ist ebenso klar wie selten geworden: persönliche Beratung auf höchstem Niveau, gepaart mit einem tiefen Verständnis für die individuellen Bedürfnisse ihrer internationalen Klientel. In einem Markt, der von Exklusivität und Sensibilität geprägt ist, hat sich Maura Wasescha einen Ruf erarbeitet, der weit über die Grenzen des Engadins hinausreicht. Viele ihrer Kunden sind Stammkunden – ein klares Zeichen für die nachhaltige Qualität ihrer Arbeit.

IMMOBILIEN ALS VERTRAUENSSACHE

Die Philosophie der Maura Wasescha AG basiert auf einem einfachen, aber entscheidenden Grundsatz: Immobilien sind mehr als Objekte – sie sind Lebensräume, Investitionen und oft auch emotionale Entscheidungen. Genau hier setzt die Stärke des Unternehmens an.

Ob luxuriöse Chalets mit Blick auf den St. Moritzersee, stilvolle Apartments im Herzen des Dorfes oder diskrete OffMarket-Angebote – jedes Mandat wird mit höchster Sorgfalt behandelt. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung, sondern um eine ganzheitliche Begleitung: von der ersten Beratung über die Auswahl bis hin zum erfolgreichen Abschluss.

Die Kombination aus tiefgehender Marktkenntnis, einem über Jahre gewachsenen internationalen Netzwerk und einer konsequent persönlichen Betreuung macht den Unterschied. Die Kunden schätzen insbesondere die Fähigkeit des Unternehmens, auch komplexe Wünsche zu verstehen und in passende Lösungen zu übersetzen. Diskretion ist dabei kein Versprechen, sondern gelebter Standard.

GENERATIONENWECHSEL MIT SUBSTANZ

Mit dem Eintritt von Michael Angelo Wasescha vor neun Jahren wurde die Basis für die Zukunft gelegt. Als Vertreter der zweiten Generation bringt er nicht nur frische Perspektiven mit, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Werte, die das Unternehmen gross gemacht haben.

Sein Ansatz verbindet Tradition mit Moderne: Digitale Innovationen, gezielte internationale Vermarktung und ein erweitertes Netzwerk ergänzen die bewährte Arbeitsweise. Gerade in einem zunehmend globalisierten Immobilienmarkt ist diese Kombination entscheidend, um den hohen Ansprüchen der Kundschaft gerecht zu werden.

Dabei steht für ihn der Mensch stets im Mittelpunkt. «Immobilien sind Vertrauenssache – und Vertrauen entsteht nur durch persönliche Beziehungen», lautet ein Leitgedanke, der seine tägliche Arbeit prägt. Diese Haltung sorgt dafür, dass der Generationenwechsel nicht als Bruch, sondern als natürliche Weiterentwicklung wahrgenommen wird.

ST. MORITZ ALS BÜHNE DER EXZELLENZ

Der Standort St. Moritz ist weit mehr als nur ein geografischer Bezugspunkt. Als eine der renommiertesten Destinationen der Welt stellt der Ort höchste Ansprüche an Qualität, Diskretion und Professionalität. Internationale Kundschaft, begrenztes Angebot und eine aussergewöhnliche Lebensqualität machen den Markt einzigartig – und zugleich anspruchsvoll.

Genau hier entfaltet die Maura Wasescha AG ihre besondere Stärke. Die langjährige Präsenz vor Ort ermöglicht nicht nur einen tiefen Einblick in die Marktdynamik, sondern auch den Zugang zu exklusiven Objekten, die oft gar nicht öffentlich angeboten werden. Diese sogenannten Off-Market-Transaktionen sind ein wesentlicher Bestandteil des Geschäfts – und erfordern ein hohes Mass an Vertrauen und Diskretion.

KONTINUITÄT IN EINER DYNAMISCHEN WELT

In einer Branche, die zunehmend von Geschwindigkeit und Digitalisierung geprägt ist, setzt das Unternehmen bewusst auf Kontinuität. Persönliche Gespräche, individuelle Beratung und ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden bleiben zentrale Elemente der Unternehmensphilosophie.

Gleichzeitig wird die Entwicklung des Marktes aufmerksam verfolgt. Neue Technologien werden dort eingesetzt, wo sie echten Mehrwert schaffen – etwa in der internationalen Vermarktung oder in der gezielten Ansprache neuer Zielgruppen. So entsteht eine Balance, die Tradition und Innovation sinnvoll miteinander verbindet.

DIE ZUKUNFT IM BLICK

Während viele Unternehmen im Wandel ihre Identität verlieren, gelingt es der Maura Wasescha AG, ihre Wurzeln zu bewahren und gleichzeitig neue Wege zu gehen. Die Kombination aus Erfahrung und Innovationskraft bildet dabei das Fundament für die kommenden Jahre.

Mit Maura Wasescha als prägender Persönlichkeit und Michael Angelo Wasescha als treibender Kraft der nächsten Generation ist das Unternehmen bestens positioniert, um auch künftig eine führende Rolle im Premiumsegment des Immobilienmarktes einzunehmen. Die klare Positionierung, die persönliche Handschrift und das gewachsene Vertrauen der Kundschaft bilden dabei die stärksten Pfeiler.

Was bleibt, ist eine Haltung, die zeitlos ist: Qualität vor Quantität, Vertrauen vor Geschwindigkeit und Persönlichkeit vor Anonymität. Werte, die in einer sich stetig wandelnden Welt mehr denn je an Bedeutung gewinnen – und die den Erfolg seit fast fünf Jahrzehnten prägen.

EIN ZUFLUCHTSORT FÜR

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Rolls-Royce Motor Cars

Die Zeit, die Sir Henry Royce an der französischen Riviera verbrachte, bietet einen privateren Einblick in seine Arbeitsweise. Le Rossignol, eigens als Wohnsitz für seine Designer neben seinem Haus errichtet, wurde zu einem Ort konzentrierter Kreativität, an dem Ideen geformt, getestet und verfeinert wurden.

Dass er als herzliche Hommage an die Nightingale Road, die Rolls-RoyceFabrik in Derby, benannt wurde, die Sir Henry persönlich entworfen hat, verstärkt nur die Bedeutung dieses besonderen Ortes in der Geschichte von Rolls-Royce. Sir Henrys Nähe zu seinem kreativen Team und sein Glaube an ihre Fähigkeit, bemerkenswerte Dinge zu erreichen, sind heute ein Stolz bei Rolls-Royce Motor Cars. Er lebt weiter in der Arbeit, die von den Kunden verlangt wird und am wichtigsten ist.

In den späteren Jahren seines Lebens verbrachte Sir Henry Royce jeden Winter in seiner Privatresidenz an der französischen Riviera. Die Villa, La Mimosa genannt, wurde 1911 in den Hügeln oberhalb des Dorfes Le Canadel erbaut, nachdem Sir Henry das Gebiet während einer Ruhephase nach den intensiven Bemühungen zur Errichtung der Rolls-RoyceProduktionsstätte an der Nightingale Road in Derby besucht hatte.

LE ROSSIGNOL

Neben La Mimosa liess Royce zwei weitere Häuser errichten: Le Bureau diente als Designstudio, und Le Rossignol – französisch für «die Nachtigall» – war das Haus, in dem die Designer wohnten. Es war Royce sehr wichtig, dass diese ihm nahestanden, damit sie ihre jeweiligen Visionen schnell verwirklichen konnten.

Die Benennung von Le Rossignol war eine herzliche Hommage an die Nightingale Road, wo Royce 1908 persönlich die Fabrikgebäude bis zu ihrem inneren Grundriss entworfen hatte. Er zeigte auch sein logistisches Genie und orchestrierte den Umzug von Anlagen und Maschinen vom vorherigen Standort Manchester ohne eine einzige Verzögerung in der Produktion. Der Name Le Rossignol erinnerte an Sir Henrys Leistungen in Derby und spiegelte den Zweck dieses neuen Gebäudes wider: ein ruhiger Ort, an dem Ideen entwickelt, getestet und nach Royces Massstäben perfektioniert werden konnten.

Royce lud oft seine vertrauenswürdigsten Ingenieure und Konstrukteure ein, ihn in La Mimosa zu besuchen, von denen viele in Le Rossignol wohnten, während sie eng mit ihm zusammenarbeiteten. Trotz der Ruhe der französischen Riviera blieb er obsessiv in seinem Bekenntnis zu Präzision und produktiver Zeitnutzung.

Selbst wenn er krank war, konnte Royce dem Nervenkitzel der Leistung seiner Autos nicht widerstehen. Auf einer Fahrt zurück nach England für eine Notoperation mit dem Commercial Managing Director Claude Johnson am Steuer bemerkte Royce ein Auto hinter ihnen und forderte Johnson auf, zu beschleunigen, wobei er darauf bestand: «Ein Rolls-Royce sollte niemals überholt werden.» Als das Auto näherkam, erkannte Royce dessen Umrisse und sagte: «Keine Sorge, es ist einer von uns.»

Die Riviera blieb bis zu seinem Tod 1933 Royces Zufluchtsort, an dem Natur, Design und Disziplin koexistierten. Das Vermächtnis von Le Rossignol, sowohl als Name als auch als Ort disziplinierter Schöpfung, lebt still und leise in der Rolls-RoyceGeschichte fort: ein Echo des kreativen Erbes der Marke, das bis heute inspiriert. Ein Gasttechniker berichtete, wie er einmal eingeladen wurde, einige Platten mit Royce anzuhören. Er erwartete einen Musikabend, bekam jedoch stattdessen eine Reihe aufgezeichneter Französischunterrichtsstunden. Als der Gast bemerkte, dass dies nicht das war, was er erwartet hatte, antwortete Royce: «Keine Zeit für Musse. Wir müssen jeden Moment nutzen, um zu lernen.»

Doch selbst mit solcher Disziplin fand Royce Momente des Vergnügens an der Riviera. In einem seltenen Moment der Heiterkeit wurde er auf dem Balkon von La Mimosa fotografiert, wie er in der Sonne zusammen mit dem renommierten britischen Bildhauer Francis Derwent Wood Flöte spielte. Er nutzte auch jede Gelegenheit, um seine Kreationen auf den gewundenen Corniches bei Le Canadel zu testen, oft fuhr er sie selbst.

G

GIANFRANCO FERRÉ HOMEWALEN-SESSEL

Innovation zeigt sich in neuen Ober flächen, Materialien und Bautechniken, stets geleitet von hochwertiger Qualität und Handwerkskunst, während der unverwechselbare Hinweis auf die Modewelt durch modische Details und klassische Herrenbekleidungsreferenzen ausgedrückt wird.

DIE WOHNIDEEN DER SAISON

EK-GARDEN interpretiert den Aussenbereich mit einer anspruchsvollen Vision neu, konzipiert für diejenigen, die jeden Bereich ihres Hauses mit derselben Aufmerksamkeit kuratieren, wie sie normalerweise Innenräumen vorbehalten ist. Selbst draussen behält die Küche ihre zentrale Rolle und wird zu einem echten Ort zum Zusammenkommen und Teilen.

DDIPTYQUE –KERZEN SEIT 1963

Die klassische Kerze von Diptyque ist eine Quelle des Lichts und des Dufts, die die Zeit stillstehen lässt und eine sinnliche Auszeit voller Poesie eröffnet. Das Glas des Kerzentiegels erhielt von der französisch-schweizerischen Designerin Julie Richoz einen neuen gestalterischen Touch, der die Flamme noch ansprechender in Schwingung bringt und den Tanz der Buchstaben auf dem schwarzweissen Etikett durch ein dezentes Relief in Szene setzt.

NNII / ITOKI –INTERNATIONALES DEBÜT

NII definiert den Arbeitsplatz als gemeinsames Erlebnis neu: modulare Möbel, die Kommunikation, Zusammenarbeit und Kreativität fördern, ganz nach dem Prinzip «We Design Tomorrow. We Design WORK-Style.» Eine Vision des Büros als dynamische und menschliche Bühne.

LLOUIS VUITTON –

LOUNGE CHAIR BY MARCEL WANDERS

Mit dem Lounge Chair für die Objets-NomadesKollektion schafft das Marcel Wanders

Studio eine mobile Oase der Entspannung. Drei leichte Carbon-Module, aussen mit edlem Leder und innen mit weicher Mikrofaser bezogen, lassen sich zu einer

LALIQUE – ALIZÉ-LEUCHTE

Alizé: tragbare Leuchte aus klarem Kristall mit Struktur in satiniertem Nickel oder satiniertem Gold.

BOCONCEPT X ATELIER AXO

Die Kollektion verbindet architektonische Klarheit mit einladender Eleganz. Der Schrank mit Türen aus wellenförmigem, satiniertem Glas verleiht dem Design eine moderne, raffinierte Ästhetik, während die vielseitige Formsprache eine harmonische Integration sowohl im Ess- als auch im Wohnbereich ermöglicht.

LAVIE – BANANATEX®

COLLECTION: LIAM BETTWÄSCHE

Mit der Bananatex® Collection präsentiert Lavie eine innovative Materialkombination aus pflanzenbasiertem Bananatex® und BioBaumwolle. Das Gewebe fühlt sich angenehm weich auf der Haut an und überzeugt zugleich durch seine Langlebigkeit und Formstabilität.

IBLIGEA – MATTEO THUN UND BENEDETTO FASCIANA

Eine vollständige Kollektion, die den Archetyp der eisernen Ausseneinrichtungen mit einem unverzichtbaren und zeitlosen Design neu interpretiert. Inspiriert vom italienischen Garten, vereint sie Tradition und Design in einem artikulierten Sitz- und Tischsystem aus verzinktem Eisen, das sowohl für Wohn- als auch für Bauräume konzipiert wurde.

RJUMBO COLLECTION – RIVOLI-SESSEL

Die Jumbo Collection präsentiert ein Konzept, das Luxus, Exklusivität und aussergewöhnliche Handwerkskunst zeigt, ausgedrückt durch massgeschneiderte Innenräume: vollständig konzipierte Umgebungen, die vom Innenarchitekturservice der ONIRO Group zum Leben erweckt werden, in denen edle Materialien, exquisite Boiserie und raffinierte Möbel mit müheloser Eleganz harmonieren und eine Atmosphäre schaffen, die wirklich einzigartig und unverwechselbar ist.

DINAROBIN BEACHCOMBER GOLF RESORT & SPA

Wer dem Alltag entfliehen möchte, ist mit einem Hotel ohne Adresse – ohne Hausnummer, Strassenname oder Postleitzahl –bestens bedient. Umso besser, wenn es sich auf einer Tropeninsel im Indischen Ozean befindet, gesäumt von weissen Sandstränden, üppig bewachsen mit Palmen und benannt nach einem Berg in so sattem Dschungelgrün, dass man ihn sich kaum ausserhalb der Tropen vorstellen kann. Genau diese Lage bietet das Dinarobin Beachcomber, ein Suiten-Resort im Kolonialstil auf der Halbinsel Le Morne auf Mauritius.

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Dinarobin Beachcomber Golf Resort & Spa

Wer an einen traumhaften Strandurlaub denkt, stellt sich ruhiges, türkisfarbenes Wasser, weissen Sandstrand und die entspannte Atmosphäre einer Oase fernab vom Trubel der Stadt vor. Und obwohl all das unweigerlich an die Malediven und die Karibik erinnert, ist Mauritius ein Reiseziel, das man unbedingt besuchen sollte – und das in Wirklichkeit genauso traumhaft ist wie auf dem Papier. Eines der luxuriösesten und schönsten Hotels auf Mauritius, welches eine ganz besondere Atmosphäre ausstrahlt, ist das Dinarobin Beachcomber Golf Resort & Spa. Und das nicht nur aus den Gründen, die man vielleicht vermuten würde: Auf einer weniger bekannten Tropeninsel würde die Lage vermutlich genügen, doch wir befinden uns auf Mauritius, wo der Wettbewerb unter den Luxushotels extrem hart ist. Versteckt an der malerischen Westküste der Halbinsel Le Morne – am Fusse des imposanten Berges Le Morne Brabant –, verkörpert das Dinarobin die ultimative Ruhe und das intime Flair eines Boutique-Hotels. Besonders hervorzuheben ist, dass es ausschliesslich Suiten bietet und somit allen Gästen den Luxus eines eigenen tropischen Paradieses ermöglicht.

SUITEN FÜR ALLE

Das Fünf-Sterne-Resort bietet ausschliesslich grosszügige Suiten, die für Paare und Familien gleichermassen ideal ausgestattet sind. Alle Zimmer, angefangen bei der Junior-Suite, bieten Meerblick und verfügen über überdachte Balkone oder Terrassen. So können Sie den Blick aufs Wasser geniessen, bis es Sie unweigerlich ins Haus lockt. Entscheiden Sie sich für eine Strandsuite mit freiem Blick und direktem Zugang zum Sand. Die Senior-Suiten sind wie eine private Wohnung gestaltet. Sie umfassen ein Hauptschlafzimmer, eine grosse Terrasse mit Strohdach und Rattanmöbeln, einen Wohnbereich und ein geräumiges Badezimmer mit Badewanne, von der aus Sie durch ein Erkerfenster die Palmen auf der anderen Seite beobachten können. Ein wahrhaft komfortabler Rückzugsort, wenn Sie eine Weile ungestört sein möchten – und ein weiterer guter Grund, an einem Ort ohne Adresse zu übernachten. In fünf der sechs halbkreisförmigen, üppigen Gärten vor den Suiten laden stylishe Pools zum entspannten Baden ein. Umschlossen sind sie von grosszügigen Terrassen, ausgestattet mit Liegen und Loungemobiliar.

Die stimmungsvolle koloniale Inneneinrichtung der Juniorund Senior-Suiten ist von warmen Farbtönen und eleganten Holzmöbeln gekennzeichnet. Die Betonung liegt auf Licht und viel Platz. Auf Anfrage werden die Suiten gerne durch Verbindungstüren in Family-Suiten oder Club-Family-Suiten umgewandelt. Die geräumigen Senior-Suiten liegen in erster Reihe zum Meer und bieten noch mehr Platz und Komfort.

Für Gäste, die besondere Ruhe suchen, wurde der Adults-onlyBereich entwickelt, der sich im hinteren Bereich des Resorts befindet und ab 18 Jahren buchbar ist. Die hier liegenden Zimmer teilen sich einen Ruhepool, ausserdem steht ein exklusiver Bereich im Hauptrestaurant zur Verfügung.

Zu den Markenzeichen des Beachcomber-Hotels gehören tadelloser Service, eine hervorragende Küche und ein Spa, das auf der Insel berühmt ist. Zur Freizeitgestaltung trägt ein vielseitiges Angebot an Land- und Wassersportarten sowie der Zugang zu drei Weltklasse-Golfplätzen bei. Die Gäste dürfen ausserdem die Anlage des nebenan gelegenen Schwesterhotels Paradis Beachcomber Golf Resort & Spa nutzen, haben also Zugang zu zahlreichen weiteren Einrichtungen und insgesamt acht Restaurants.

UNVERGESSLICHE ERLEBNISSE

Das Ergebnis: vier Restaurants – darunter eines, in dem Sie elegant gekleidet sein können, und ein anderes, in dem Sie die Zehen in den Sand stecken können –, ein weitläufiges Spa inmitten von Gärten und Pools am Fusse des Berges und ein Sportangebot (Boccia, Tennis, Segeln, Tauchen …), das für mehrere mauritische Olympiamannschaften ausreichen würde. Und zusammen mit ihrem nahe gelegenen Schwesterhotel auf Le Morne gibt es einen eigenen 18-Loch-Golfplatz, den treffend benannten Paradis. Mit etwas mehr Kraft beim Abschlag waten Sie vielleicht im türkisblauen Wasser des Indischen Ozeans, auf weichem, weissem Sand, im Schatten von Palmen zu Ihrem Ball – keine allzu schlimme Strafe für einen Fehlschlag.

Das Spa garantiert Verwöhnprogramme pur: Strohgedeckte Naturstein-Chalets gruppieren sich um einen herrlichen kühlen Pool, aufgelockert von lauschigen Patios, edlen Mosaiken, arabischen Springbrunnen und einem orientalischen Garten. Während zarte Düfte die Sinne berühren, verlieren die Gäste das Gefühl für Zeit und Raum, ganz nach dem Motto «The Art of Wellness». Traumhafte Massagen und Beautytreatments in der privaten SpaSuite erwarten wellnesshungrige Gäste ebenso wie Saunas oder Hammams. Ein Weg aus japanischen Steinen führt die Gäste über einen schmalen, schimmernden Pool zu einem eigenen Bereich des Spas, der den wasserbasierten Anwendungen und der Balneotherapie gewidmet ist. Im Spa-eigenen Ayurvedazentrum werden entsprechende Behandlungen angeboten. Hier liegt auch der Yoga-Pavillon. Yogainteressierte Gäste können an Gruppenstunden teilnehmen oder auch individuelle Trainings mit der erfahrenen Yoga-Therapeutin buchen.

Für die feine Küche seiner vier Restaurants und die des Schwesterhotels Paradis Beachcomber ist das Dinarobin Beachcomber berühmt. «L’Harmonie», das Hauptrestaurant des Hotels, ist für alle Mahlzeiten geöffnet. Entsprechend der kulturellen Vielfalt der Inselbevölkerung mischt die Küche französische, italienische, chinesische und kreolische Aromen. Die vielfältigen Buffets bieten exklusive Highlights von warmen und kalten Gerichten. «Umami» heisst übersetzt «angenehm herzhafter Geschmack» und ist einer der fünf etablierten Grundgeschmacksarten in Japan (zusammen mit süss, sauer, bitter und salzig), die im frühen 20. Jahrhundert entdeckt wurden. Im gleichnamigen Restaurant, in dem edle Materialien wie Holz und Stein präsent sind, wird asiatische Fusionsküche serviert. Eine offene Küche ermöglicht es den Gästen, die

Köche bei der Zubereitung der Spezialitäten zu beobachten. Ganz neu hat das Rangoli eröffnet, eine Hommage an die Kultur und Aromen Indiens. Inspiriert vom lebendigen Erbe des Subkontinents und seinen betörenden Düften, lädt das Rangoli zu einer genussvollen Reise für alle Sinne ein. Die moderne indische Küche wird hier elegant neu interpretiert – eine harmonische Komposition aus Gewürzen, Texturen und Aromen, die Tradition und Innovation vereint.

Direkt am Strand gelegen, trifft man sich im Le Morne Plage zum legeren Lunch mit den Füssen im Sand. Die Küche ist auf schmackhafte Snacks, frischen Fisch und Meeresfrüchte spezialisiert. Einmal die Woche freuen sich die Gäste auf die beliebten Hummer-Abende.

leichten Snacks, umgeben von den atemberaubenden Klängen, Düften und dem Anblick des glitzernden Indischen Ozeans, der die Le-Morne-Halbinsel säumt.

Wie alle Beachcomber-Hotels hat das Dinarobin Beachcomber einen kostenlosen Miniclub mit einer breiten Auswahl an Aktivitäten an, um Kindern (von drei bis zwölf Jahren) jede Menge Ferienfreude zu bieten.

PRIVILEGIERTER ZUGANG

ZU ZWEI 18-LOCH-GOLFPLÄTZEN

Golf wird am Fusse des Le Morne grossgeschrieben. Die Gäste des Dinarobin Beachcomber Golf Resort & Spa haben direkten Zugang zum benachbarten 18-Loch-Golfplatz des Paradis Hotel & Golf Club (Par 72) und der zugehörigen Golf-Academy. Ausserdem erhalten sie vergünstigte Greenfees auf den Golfplätzen Golf du Chateau und Tamarina Golf Estate & Beach Club, die in der Nähe liegen.

Sports Beachcomber, die grösste Sportschule im Indischen Ozean, verwöhnt die Gäste des Hotels mit einem umfangreichen Angebot an Land- und Wasseraktivitäten, die meisten sind im Preis inkludiert. Die Dinarobin-eigene Kitesurf-Schule bietet Kitesurfunterricht an einem nahe gelegenen Strandabschnitt des Hotels an. Sportbegeisterte können das private Coachingkonzept testen, das gegen Aufpreis allen Gästen zur Verfügung steht. Ein qualifizierter Trainer hilft dabei, sportliche Ziele zu erreichen und Techniken zu verbessern.

Für den Pre- oder After-Dinner-Drink besuchen die Gäste die stimmungsvolle Mahagony Bar im Herzen des Hotels, die mit Livemusik einlädt. Tagsüber oder auch direkt zum Sundowner können sie sich auch an der Butik Bar direkt am Strand mit erfrischenden Drinks versorgen.

Direkt an einem der schönsten weissen Sandstrände von Mauritius gelegen, bietet die Butik Bar eine private Oase zum Auftanken, Erholen und Entspannen. Der stilvolle Strandkiosk mit Bar serviert eine köstliche Auswahl an Getränken und

Zu den weiteren Aktivitäten zählen Badminton, Fahrräder, Beachvolleyball, Boccia, Fussball, Speedminton, Tischtennis, Tennis (drei Flutlichtplätze), Tennisvolley, Trekking sowie im Sportcenter Cardiotraining, Stretching und ein Kraftraum. Im Bereich Wassersport können sich die Gäste im Dinarobin Beachcomber mit Glasbodenbooten, Kajak, Tretbooten, Segeln und Schnorcheln sowie im Paradis beim Tauchen, Segeln, Surfen und Wasserski vergnügen.

WWW.BEACHCOMBER.COM

SAUDI-ARABIENSNEUE BÜHNE FÜR

ARCHITEKTUR DESIGN

Autor_Urs Huebscher Bilder_Amaala

Foster + Partners und weitere internationale Architekturbüros prägen AMAALA, eine Destination, die zeitgenössische Architektur neu denkt: International renommierte Studios entwickeln Gebäude und Räume, die sich bewusst aus Topografie, Klima und regionaler Identität ableiten.

AMAALA

wird im Laufe des Jahres seine ersten Gäste empfangen und positioniert sich bereits jetzt als eine der ambitioniertesten neuen Destinationen im internationalen Luxussegment. Entlang der ursprünglichen Küste des Roten Meeres entsteht ein Ort, an dem Architektur nicht dominiert, sondern sich organisch aus der Umgebung heraus formt. Design wird dabei zum verbindenden Element zwischen Natur, Wohlbefinden, Kunst und Kultur. Die architektonische Vision von AMAALA folgt dem Anspruch, Räume zu schaffen, die von der Landschaft geformt wirken, statt auf ihr zu lasten. Inspiriert von regionaler Bautradition und geprägt von Klima, Wind und Licht, entsteht eine architektonische Identität, die zeitgenössisch ist und zugleich tief im Ort verwurzelt bleibt. Das Leitmotiv «Awaken Life’s Rhythm» übersetzt sich in Formen, Materialien und Proportionen, die natürliche Konturen aufgreifen und die Topografie respektieren.

ARCHITEKTUR IM DIALOG

MIT DER LANDSCHAFT

Gebäude fügen sich behutsam in das Terrain ein: Villen staffeln sich wie natürliche Terrassen zur Küste hinab, Resorts schmiegen sich in modellierte Felsen und geschützte Buchten, Wege folgen den bestehenden Linien des Geländes. Sanfte Farbtöne, Naturstein und Materialien, die unter der Sonne des Roten Meeres würdevoll altern, schaffen eine ruhige, zeitlose Ästhetik – eine Balance zwischen moderner Eleganz und der Kraft der Natur.

Im Tagesverlauf verändert sich die Architektur mit dem Licht. Morgens treten Texturen von Stein- und Putzfassaden hervor, tagsüber sorgen tiefe Überhänge und gefilterte Öffnungen für Schatten, abends wird die gebaute Umgebung durch ein reduziertes Lichtkonzept im Einklang mit der Dark Sky Strategy sanft akzentuiert. Architektur wird so zu einem lebendigen Bestandteil des natürlichen Rhythmus der Umgebung.

IKONISCHE BAUWERKE ALS TEIL

EINES GRÖSSEREN GANZEN

Zu den prägenden architektonischen Elementen von AMAALA zählen bereits jetzt mehrere Landmarken: Der AMAALA Yacht Club interpretiert Wind und Wasser in einer skulpturalen, auskragenden Form, die Bewegung und maritimes Leben einfängt. Corallium überträgt die komplexe Geometrie von Korallenriffen in lichtdurchflutete

QUICK FACTS

AMAALA ist eine neue UltraLuxusdestination an der nordwestlichen Küste Saudi-Arabiens und entsteht entlang dreier natürlich geformter Buchten, in denen sich die Hijaz-Berge mit dem Roten Meer verbinden.

Die Destination ist darauf ausgerichtet, Wellness, Regeneration und naturverbundenen Luxus neu zu definieren.

Innenräume, die die Atmosphäre der Unterwasserwelt widerspiegeln. Jayasom und Clinique La Prairie setzen auf Klarheit und Präzision – mit einer Abfolge aus Pavillons und Innenhöfen, die Proportion, Tageslicht und zurückhaltenden Luxus in Einklang bringen.

GLOBALE DESIGNKOMPETENZ, LOKAL VERANKERT

Die architektonische Umsetzung von AMAALA wird von einem internationalen Kollektiv führender Designbüros getragen, darunter ACPV, Foster + Partners, HKS, John Heah, BIG, Unscripted Architects, Cracknell und weitere. In enger Zusammenarbeit mit saudischen Expert*innen und Umweltspezialist*innen entsteht eine Gestaltung, in der internationale Designexzellenz auf kulturelle Authentizität und Respekt vor dem Ort trifft.

DESIGN, DAS ZUM INNEHALTEN EINLÄDT

AMAALA wird nicht nur als Destination, sondern als gestalterisches Erlebnis konzipiert. Architektur und Landschaft schaffen Räume, die dazu einladen, langsamer zu werden, bewusster wahrzunehmen und neue Inspiration zu finden – entlang einer der aussergewöhnlichsten Küstenlinien der Welt.

Neben einer Auswahl internationaler Luxusmarken entstehen ein eigener Yachtclub, ein Marine-Living-Institut sowie weitläufige Natur- und Outdoor-Erlebnisse.

AMAALA verfolgt einen klar regenerativen Ansatz, der darauf abzielt, die umliegenden Ökosysteme zu schützen und langfristig zu stärken. Bei Fertigstellung wird Phase eins neun Resorts umfassen.

Red Sea Global (RSG – www.redseaglobal.com) ist ein vertikal integrierter Immobilienentwickler mit einem breit aufgestellten Portfolio in den Bereichen Tourismus, Residential, Experiences, Infrastruktur, Transport, Healthcare und Services.

ÜBERNACHTUNGSORTUNVERGESSLICHER

Giraffe Manor, ein atemberaubendes Boutique-Hotel in Nairobi, Kenia, ist eines der begehrtesten und Instagram-freundlichsten Hotels der Welt – und das aus gutem Grund. Hier wohnt man in einem historischen Herrenhaus, zusammen mit einer kleinen Herde freundlicher Rothschild-Giraffen. Sie schlendern über das schöne Gelände und schliessen sich den Gästen zum Frühstück und zum High Tea an. Diesen exquisiten Tieren ganz nah zu sein, ist ein unglaubliches Erlebnis, und die daraus entstehenden Fotos sehen aus, als stünde man in Karen Blixens Roman «Out of Africa».

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Giraffe Manor Hotel

GIRAFFE MANOR HOTEL

Das Giraffe Manor ist zu einem der beliebtesten Hotels Afrikas geworden. Der Standort ist auch als Zwischenstopp zwischen dem internationalen Flughafen Nairobi und den Safari-Wildreservaten Kenias günstig gelegen. Daher ist die Immobilie oft mehr als ein Jahr im Voraus ausgebucht. Nachdem ich das beliebte Safari-Hotel selbst besucht habe, kann ich sagen: Es ist der perfekte Start oder das perfekte Ende jeder ostafrikanischen Safari – nicht nur wegen des wilden Erlebnisses, sondern auch wegen ihres unglaublichen Beitrags zum Schutz der Giraffen!

STREICHELZOO ODER ECHTE NATURSCHUTZORGANISATION?

Ich gebe zu, ich war skeptisch, im Vorfeld meiner letzten Safari im Giraffe Manor in Kenia zu übernachten. Wenn es darum geht, in einem Hotel in Afrika mit Tieren, Streichelzoos oder allgemein interaktiven Tieraktivitäten zu übernachten, bin ich kein Fan davon. Der Gedanke, in einem Hotel mit Giraffen zu übernachten, nachdem ich so viele Bilder in den sozialen Medien von Gästen gesehen hatte, die die Giraffen füttern, machte mich etwas unwohl.

Das historische Herrenhaus befindet sich auf zwölf Hektar Privatland innerhalb von 140 Hektar einheimischem Wald im Vorort Langata von Nairobi. Es hat eine aussergewöhnliche Anziehungskraft, die auf die 1930er-Jahre zurückgeht, als Besucher erstmals nach Ostafrika strömten, um Safaris zu geniessen. Mit seiner stattlichen Fassade, dem eleganten Innenraum, den üppigen grünen Gärten, sonnigen Terrassen und reizvollen Innenhöfen bemerken die Gäste oft, dass es sich anfühlt, als würde man in den Film «Out of Africa» eintreten: Tatsächlich ist auch eines der Zimmer nach der Autorin Karen Blixen benannt.

Eines der faszinierendsten Dinge am Giraffe Manor Hotel ist die ansässige Herde Nubischer Giraffen, die morgens und abends

zu Besuch kommen und ihre langen Hälse in die Fenster stecken, in der Hoffnung auf eine Belohnung, bevor sie sich in ihr Waldschutzgebiet zurückziehen. Die Giraffen streifen frei über das Anwesen und sind ein zentraler Bestandteil des Erlebnisses. Als Gast kann man die Rothschild- Giraffen treffen und füttern, Fotos machen und von Mitarbeitern und Naturschutzexperten mehr über die Tiere erfahren. Die morgendlichen und abendlichen Fütterungen sind ideale Momente, um mit diesen sanften Riesen in Kontakt zu treten.

Die Nubische Giraffe war einst stark gefährdet, aber Giraffe Manor ist seit Langem Teil eines Zuchtprogramms, das ihre Zahl in freier Wildbahn erfolgreich vergrössert hat. Entscheidend ist,

dass jeder Aufenthalt im Giraffe Manor die Footprint Foundation der Safari Collection unterstützt, die Mittel in langfristige Wildtier- und Gemeinschaftsinitiativen in ganz Kenia lenkt. Beiträge helfen dabei, das Zucht- und Schutzprogramm für Giraffen des African Fund for Endangered Wildlife aufrechtzuerhalten – ein Teil der umfassenden Bemühungen, die Zahlen der gefährdeten Nubischen Giraffe vom Rand des Aussterbens zu erhöhen. Gleiches gilt für die Zusammenarbeit mit der Giraffe Conservation Foundation zur Unterstützung wilder Giraffenpopulationen auf dem gesamten Kontinent. Die Footprint Foundation unterstützt ausserdem eine Reihe von Naturschutz-, Gemeinschafts- und Umweltprojekten – vom Schutz des Lebensraums bis hin zu Bildung und lokaler Öffentlichkeitsarbeit – und stellt sicher, dass jeder Besuch zum Schutz der Tierwelt und zur Stärkung der lokalen Gemeinschaften beiträgt.

WWW.THESAFARICOLLECTION.COM/GIRAFFEMANOR

QUICK FACTS

Giraffe Manor ist Teil der Giraffe Conservation Foundation und arbeitet daran, die gefährdete Rothschild-Giraffe zu schützen und deren Population zu erhöhen.

Durch die Initiativen des Hotels tragen die Gäste direkt zum Schutz der Giraffen und ihrer Lebensräume bei.

Es gibt sieben Unterarten der Giraffe, die unterschiedliche geografische Regionen Afrikas besetzen. Die Rothschild-Giraffe, auch bekannt als Nubische Giraffe, ist eine der grössten Unterarten und kann bis zu sechs Meter hoch werden.

Einzigartig ist, dass ihre Markierungen bei der Hälfte der Beine enden, was den Eindruck vermittelt, dass sie weisse Strümpfe tragen.

ALL-INCLUSIVE-DEBÜT W HOTELS

IN PUNTA CANA

An der ruhigen Küste der Dominikanischen Republik gelegen, bringt das W Punta Cana Resort frischen Wind in das klassische All-inclusiveKonzept. Denn hier geht es nicht einfach nur um Urlaub «mit allem drin» – das Resort versteht sich vielmehr als Lifestyle-Destination, in der Design, Musik und Kultur den Aufenthalt zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Dieser weltweit erste All-inclusive-Standort von W Hotels setzt neue Massstäbe in der Luxus-Lifestyle-Hotellerie und bietet ein authentisches, sinnliches Erlebnis im Herzen der Karibik.

«Das W Punta Cana stellt das traditionelle Modell eines Resorts auf den Kopf – es bietet Luxus durch detailorientiertes Design, Service und unvergessliche Erlebnisse. Die Gäste finden nun alles, was sie an W HOTELS lieben, nahtlos in dieses neue Erlebnis eingebunden. Es ist ein Statement dafür, dass All-inclusive alles andere als vorhersehbar sein kann.»

Das Resort verfügt über 340 stilvoll eingerichtete Gästezimmer und Suiten, die jeweils mindestens 63 Quadratmeter gross sind. Jedes Zimmer verfügt über eine Badewanne und ist ausschliesslich mit Kingsize-Betten ausgestattet. Dieses einzigartige Angebot bietet viel Platz, gepaart mit atemberaubendem Meerblick, ergänzt durch erstklassige Annehmlichkeiten und Dienstleistungen, darunter 24-Stunden-Zimmerservice, eine Maxi-Bar mit herzhaften und süssen Snacks sowie erfrischenden Getränken. Darüber hinaus verfügen 46 der Suiten über exklusive Swim-up-Pools, darunter ausgewählte Suiten mit privaten Pools in voller Grösse.

Inspiriert von der reichen Geschichte und natürlichen Schönheit der Dominikanischen Republik, zeichnet sich das W Punta Cana durch sein zeitgenössisches Design aus, wobei Architektur und Innenausstattung die satten Farben und

Texturen der Karibik widerspiegeln. Die öffentlichen Bereiche des Resorts, umgeben von sorgfältig gepflegter Landschaftsgestaltung, führen die Gäste durch gewundene, dschungelartige Pfade, die ausschliesslich mit endemischer Flora geschmückt sind. Das Design mit geringer Bebauungsdichte fördert eine ausgewogene Atmosphäre, vermeidet überfüllte Räume und schafft die ideale Umgebung für unvergessliche Momente in natürlichen Freiluftbereichen.

Ausserdem verfügt das Resort über einen 400 Meter langen Strand mit WETDeck und einen 80 Meter langen Infinitypool, während der Chili-Pool mit seiner Swim-up-Bar Spritzgetränke und gesunde Snacks sowie zahlreiche Sonnenliegen zum Entspannen bietet.

Mit zwölf verschiedenen Restaurants, Bars und Lounges lädt das Resort zu einer kulinarischen Reise ein, die darauf abzielt, gemeinsame Erlebnisse zu schaffen. Die Gäste können eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen entdecken – von multikulturellen und asiatischen bis hin zu dominikanischen und karibischen Aromen, und das alles an einem einzigen Ort. Der Trade Market bietet ein interaktives Speiseerlebnis, ein für die Insel einzigartiges FoodHall-Konzept mit Live-Kochstationen, die von globalem Streetfood inspiriert sind und mit frischen, lokalen Zutaten zubereitet werden.

Weitere Highlights sind die Noodle Bar, die panasiatische Streetfood-Gerichte serviert, und Sensazioni, eine vielseitige Bar und Veranstaltungshalle, die sich der dynamischen Atmosphäre des Hotels anpasst.

Das Mixology-Programm des Resorts besteht aus kreativen Infusionen und Spirituosen und basiert auf einer «BeverageFirst»- Philosophie. Zu den charakteristischen Veranstaltungsorten gehören das Taproom, eine moderne Neuinterpretation einer traditionellen Mikrobrauerei und Bierhalle, und der Taman Beach Club, der soziale Mittelpunkt des Resorts. Die Living Room Bar kreiert kunstvolle Cocktails mit dominikanischem Touch, wobei hausgemachte Infusionen und lokal inspirierte Zutaten im Vordergrund stehen. Für ein intimeres Erlebnis bietet das 33 1/3 Speakeasy einen exklusiven Rückzugsort, wo Vinylplatten für die richtige Stimmung sorgen.

Das Unterhaltungsangebot soll den Gästen eine Vielzahl von Erlebnissen bieten, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Von energiegeladenen Tanzpartys und Künstlerresidenzen bis hin zu wellnessorientierten Sound-Sessions und kulturell immersiven Veranstaltungen sorgt das Programm für eine ausgewogene Balance zwischen sozialen Kontakten, Erholung und Verjüngung und gibt jedem Gast die Freiheit, das Resort nach seinen eigenen

Vorstellungen zu erleben. Die Gäste können in innovative Erlebnisse wie DJ-geführte Klangbäder, Silent Discos am Strand, kuratierte Vinyl-Bibliotheken und nächtliche Rooftop-Sessions eintauchen. Der Wellness-Ansatz des Resorts konzentriert sich auf das markentypische AWAY Spa, das zehn Behandlungsräume beinhaltet. Die Gäste können sich im Dampfbad, im Himalaya-Salzraum, in der Sauna oder im beeindruckenden Innenpool entspannen. Ergänzt wird das Spa durch einen Beauty-Salon mit umfassendem Service und einem hochmodernen, 1500 Quadratmeter grossen FIT-Fitnessstudio, das rund um die Uhr zugänglich ist. Wellnessaktivitäten gehen ausserdem auch weit über das Spa hinaus und umfassen Outdoor-Erlebnisse, die den Geist von Punta Cana einfangen, darunter Sonnen-

aufgangsyoga und regenerierende Rituale, die den Gästen helfen sollen, sich wieder mit ihrem inneren Selbst und dem Ort zu verbinden.

Für diejenigen, die zusätzliche Abenteuer- und Erkundungsmöglichkeiten suchen, ist das W-Insiders- und Whatever / Whenever-Team mit Leidenschaft dabei, massgeschneiderte, sinnliche Erlebnisse zu schaffen. Die Gäste können private Touren durch Punta Cana unternehmen, Nationalparks erkunden oder private Boote und Yachten chartern, um rund um die Insel zu tauchen und zu schnorcheln. Dieses neue Kapitel unterstreicht das Engagement der Marke, ihre lebendige Energie und ihre unverwechselbaren Gästeerlebnisse an begehrten Reisezielen weltweit anzubieten.

WWW.W-HOTELS.MARRIOTT.COM

ÜBER W HOTELS

Entstanden aus der sozialen Dynamik New Yorks, ist W Hotels seit über zwei Jahrzehnten führend im Bereich LifestyleHospitality. Mit 70 Standorten weltweit durchläuft die Marke derzeit eine mehrjährige Markenentwicklung, um den Bedürfnissen der Gäste von heute gerecht zu werden und eine neue Generation luxuriöser Lifestyle-Erlebnisse zu bieten. Darüber hinaus nimmt W Hotels an Marriott Bonvoy, dem globalen Reiseprogramm von Marriott International, teil, welches von The Ritz-Carlton bis hin zu St. Regis mehr Luxusangebote als jedes andere Reiseprogramm bietet.

DER ZAUBER VON

MARYHILL

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Maryhill Estate

Mit seinen grasbewachsenen Ebenen und senfgelben Rapsfeldern zählt Glumslöv in Skåne zu den idyllischsten Orten der Region. Das Maryhill Estate thront auf einem kleinen Hügel inmitten eines acht Hektar grossen Parks mit 250 Jahre alten Eichen und Rasenflächen, die sich bis zum rauchig-blauen Wasser des Öresunds erstrecken.

Ursprünglich wurde das Land hier 1867 von August Anderberg erworben, der ein Bauernhaus und Stallungen errichtete und diese zu Ehren seiner geliebten Frau Marie «Mariehild» nannte. Seitdem hat das Anwesen eine wechselvolle Geschichte erlebt. Ende des 19. Jahrhunderts übernahm der Zuckerbaron Carl Tranchell das Anwesen und liess, dem Wunsch nach einem eigenen Schloss nachgehend, Schloss Örenäs errichten, das 1914 fertiggestellt wurde. 2008 fuhr der Gründer der ESS Group, Jonas Stenberg, immer wieder an dem Anwesen vorbei. Fasziniert von der ländlichen Lage und dem Potenzial, hier ein traumhaftes Landhaushotel zu errichten, rief er jedes Jahr an, um sich nach dem

Kauf zu erkundigen. Mitte 2020 wurde der lang gehegte Traum schliesslich Wirklichkeit. Vier Jahre lang wurde das Anwesen neugestaltet, wobei der historische Charme erhalten blieb und gleichzeitig modernste Technik eingesetzt wurde – es sollte ein «Spielplatz für Erwachsene» werden. Das Ergebnis: stilvolle Innenräume, erstklassige Restaurants und Bars, einladende Aufenthaltsbereiche und ein vielfältiges Freizeitangebot, das die Gäste mindestens 48 Stunden lang unterhält.

Die neu interpretierten Gebäude der 70er-Jahre und der glänzende Anbau aus Glas und Ziegeln mit Terrakotta-Dach verleihen dem Ambiente einen Hauch von Soho-Farmhouse-Flair. Hier flanieren Gäste in flauschigen, olivgrünen Bademänteln mit Aperol Spritz in der Hand zwischen Innenund Aussenpools, die von blumengeschmückten Liegen und Sonnenschirmen gesäumt sind, und spielen Darts und Billard in Lounges mit kupfernen Kaminen, tiefen, farbenfrohen Sofas, Kentia-Palmen und einer Auswahl an kunstvollen Objekten – von Schachbrett-Tischen bis hin zu vergoldeten Eidechsenstatuen. Fussmatten mit der Aufschrift «Tanzt mit uns!» unterstreichen die verspielte Atmosphäre, und im Restaurant Sugar Club werden mediterrane Köstlichkeiten serviert.

Auf dem weitläufigen Anwesen befinden sich zwei Gebäude, eingebettet in spiralförmige Formschnittgehölze und Rhododendronbüsche. Da ist zum einen das prächtige Renaissanceschloss Örenäs Slott mit seinen cremefarbenen Säulen, Balkonen im Jugendstil und dem türkisfarbenen Turm. Das als Hill House neu gestaltete Haus bietet 16 Zimmer und vereint das Flair von Paris und Brooklyn der 1920er-Jahre mit historischen Elementen und einem Restaurant im Stil einer Flüsterkneipe, das regionale Küche serviert. Gleich nebenan befindet sich der neuere Sugar Club, ein lebhaftes Resort mit 147 Zimmern und einem hofförmigen Grundriss, der von der früheren Anordnung der Gebäude auf dem Gelände als Bauernhof inspiriert ist. Das mediterrane Restaurant Sugar Club zaubert üppige Gerichte wie Spaghetti mit schwarzem Trüffel, Spanakopita und gebackenen Kabeljau mit Zitrone und Knoblauch, gefolgt von geschlagenem Mascarpone mit Himbeeren und Biscotti aus der holzgetäfelten offenen Küche. Serviert wird in einem beeindruckenden gewölbten, doppelgeschossigen Gebäude im Scheunenstil, das mit Spiegeln, gläsernen

Kronleuchtern, Olivenbäumen und geschwungenen, blumengemusterten Sitzgelegenheiten dekoriert ist. Die Weinbegleitung ist nach Stimmung unterteilt – von «stilvoller Tagträumerei» bis hin zu «weltoffenen Seelen». Morgens erwartet Sie ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit allem von Zimtschnecken über Knäckebrot bis hin zu Eiern und frischem Obst, das in einem zentralen, durch Café-Vorhänge abgetrennten Bereich präsentiert wird.

Das Restaurant des Hill House erinnert an eine Flüsterkneipe der 1920er-Jahre: Die mit Marmor verkleidete und mit Blumen geschmückte Bar wird von einer Reihe leuchtender, pilzförmiger Lampen gekrönt, im Zentrum stehen drehbare Barhocker. Die französisch-amerikanische Speisekarte legt Wert auf regionale Produkte: So gibt es beispielsweise weissen Spargel mit Beurre Noissette Hollandaise, Sauerteig-Liebstöckel-Ravioli mit Pfifferlingen, Gammelknäs-Käse und Tannensprossen sowie Rhabarber mit Kardamomeis und gesalzenen Baiserstückchen.

Das Resort bietet das Design und die Eleganz eines exklusiven Mitgliederclubs, jedoch ohne dessen Steifheit. Das Ambiente erinnert an Gatsby auf dem Land, und Genuss und Unterhaltung stehen im Vordergrund. Maryhill Estate gelingt, was vielen Hotels nicht gelingt: Geschäfts- und Freizeitreisende gleichermassen anzusprechen, ohne dabei Kompromisse beim Stil einzugehen.

SOMMERZEIT

Autorin_Nathalie Becker

Bilder_ Kurhaus Cademario

Sommer, Sonne, Entspannung –endlich können wir die restliche schaurige Kälte des Winters von uns schütteln und in den hintersten Winkel unseres Kopfes schieben. Mit Vorfreude blicken wir dem Sommerurlaub entgegen und können es kaum abwarten, endlich unsere Koffer zu packen und einfach in aller Ruhe die Seele baumeln zu lassen. Welcher Ort wäre hierfür perfekter geeignet als das Kurhaus Cademario?

IM KURHAUS CADEMARIO

Seit 1914 steht dieser Ort am Luganersee für Regeneration, wo Körper, Geist, Schlaf, Ernährung und Umgebung wieder in Einklang kommen. Das Haus selbst ist Kern dieser Rückbesinnung. Die Lage am sonnigen Hang des Malcantone gilt seit jeher als energetisch einzigartig. Direkt vom Hotel aus eröffnen sich wunderschöne Wanderwege und Mountainbike-Touren durch dichte Wälder, kleine Tessiner Dörfer und panoramische Landschaften mit Blick auf den Luganersee. Gerade in den Sommermonaten lassen sich hier wunderschöne Stunden in der Natur verbringen. Lichtverhältnisse, Weite, Stille und natürliche Kraftpunkte schaffen im Haus und um das Haus herum eine ganz besondere Atmosphäre, die einem gerade nach einer stressigen Zeit das Gefühl gibt, wieder ruhig atmen zu können.

Besonders wichtig für dieses Gefühl sind die vom Haus gebotenen Annehmlichkeiten, inklusive des schweizerisch-italienischen Wellnessökosystems DOT Lifestyle. Hierzu gehört beispielsweise auch das Schlafkonzept DOT Sleep. Hier wird Schlaf als Fundament von Gesundheit, emotionaler Stabilität und Klarheit betrachtet, weshalb Architektur, Materialien, Lichtführung und Raumklima darauf ausgerichtet sind, den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus zu unterstützen und Körper und Geist neu auszubalancieren.

Auch das DOT Spa folgt diesem Ansatz. Behandlungen entstehen aus individuellen Analysen und beinhalten sowohl moderne, wissenschaftliche Erkenntnisse als auch traditionelle Heilmethoden.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Regeneration ist die Spa- und Poollandschaft des Kurhauses Cademario. Der grosszügige Innenpool ermöglicht es den Gästen, die ruhigen Momente des Tages zu geniessen und sich einfach im ruhigen Wasser treiben zu lassen. Von hier aus führt der Weg sanft fliessend nach draussen, wo der Aussenpool eine atemberaubende Sicht auf den Luganersee und seine umgebene Landschaft bereithält. Besonders eindrucksvoll ist zudem der grosse Sommerpool am Hang des Kurhauses Cademario. Mit seinem weiten Blick über den Luganersee und die umliegende Landschaft wird er im Sommer zu einem der schönsten Orte des Hauses, um die Sonne, die Ruhe und die besondere Energie dieses Ortes zu geniessen.

Die Poollandschaft ist eingebettet in das ganzheitliche DOT-Spa-Verständnis und ergänzt Behandlungen, Schlafkonzepte und Ernährung. Das Ernährungskonzept DOT Licious legt zudem grossen Wert auf Leichtigkeit und Nährwerte und verwöhnt die Gäste mit allerhand genussvollen Leckereien.

DOT Cosmetics macht den Aufenthalt im Kurhaus Cademario perfekt: Mit wissenschaftlich fundierter und personalisierter Hautpflege taucht jeder Gast in sein eigenes perfekt abgestimmtes Pflegeritual ein. Für Gäste, die noch tiefer gehen möchten, bietet DOT Med ausserdem medizinisch fundierte, individuell abgestimmte Ansätze an.

Umgeben von besonders aufmerksamem Personal sowie wunderschönen Räumlichkeiten und Landschaften ist das Kurhaus Cademario der perfekte Ort, um entspannt und voller Seelenruhe in den Sommer zu starten.

DIE SCHÖNSTEN U-BAHN-STATIONEN DER WELT

MOSKAU

«Palast des Volkes» – so wird die Moskauer Metro mit ihren Lüstern, Barockverzierungen und Mosaiken genannt. Eine der schönsten Stationen ist – 84 Meter unter der Erdoberfläche – Park Pobedy mit Malereien und Marmorpylonen.

STOCKHOLM

Die Stockholmer U-Bahn ist eine XXL-Galerie. Mehr als 90 der über 100 Stationen sind mit Skulpturen, Mosaiken und Gemälden ausstaffiert.

Mehr Kunst zum Preis eines U-Bahn-Tickets gibt es nirgends.

Viele U-Bahn-Stationen auf der ganzen Welt sind nicht nur wichtige Verkehrsknotenpunkte, sondern auch Kunstwerke, die die Architektur und die Gestaltung der U-BahnSysteme in ihren jeweiligen Städten prägen.

NEW YORK

Der katalanische Architekt Rafael Guastavino wollte, dass sich auch einfache Leute an elitärem Prunk erfreuen. Er kreierte in New York die U-Bahnstation City Hall mit Kronleuchtern, Steinbögen und Kupferarmaturen. Sie ist stillgelegt, kann aber besichtigt werden.

DUBAI

Riesige Quallen-Kronleuchter sorgen in der Metrostation Burjuman für Unterwasser-Ambiente. Das futuristische Design ganz in Blau wird durch Bilder vom Perlentauchen ergänzt.

U

UFO™ 3 GO

Der ideale Schönheitssalon im Taschenformat, mit dem man sofort eine einzigartige und effektive HydrationRoutine ganz einfach, egal an welchem Ort, geniesst. In nur zwei Minuten sorgt dieses Maskengerät von FOREO für die notwendige Tiefenhydration, es steigert den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und reduziert bereits nach einer Woche das Erscheinungsbild von Falten.

CCARL FRIEDRIK –

N

NIKKI BEACH RESORT & SPA –2028 ERÖFFNUNG IN MARRAKESCH

Die Entwicklung wird ein Luxusresort und Spa, Markenhäuser und mehrere Gastronomiebetriebe umfassen, darunter das charakteristische Beachclub- und Restauranterlebnis von Nikki Beach. Da Marrakesch als Luxus-Hotspot an Fahrt gewinnt, markiert dieses Projekt einen weiteren Schritt in der Expansion der Nikki Beach Hospitality Group auf wichtige internationale Ziele und spiegelt die Vision wider, vollständig integrierte, erlebnisorientierte Ziele zu schaffen.

NEUE ALUMINIUM-KOLLEKTION

Die Linie kombiniert gebürstetes Aluminium mit Lederdetails und ist in den Farben Chocolate, Cognac und Black erhältlich. Das robuste Aluminiumgehäuse ist auf viele Jahre des Reisens ausgelegt und entwickelt mit der Zeit eine individuelle Patina – als sichtbare Spur der Reisen, die das Gepäck begleitet hat.

REISEWELTEN & SMARTE BEGLEITER

HNEUE ÄRA FÜR HILTON ISTANBUL BOSPHORUS

Hilton setzt einen Meilenstein für das berühmteste Hotel Istanbuls mit Blick auf den Bosporus. Als das am längsten bestehende Hilton-Hotel ausserhalb Amerikas verbindet die Neugestaltung das Erbe aus der Mitte des letzten Jahrhunderts mit zeitgenössischem Design, moderner Technologie und gehobener Gastronomie.

© Nikki Beach Hospitality Group

TTHE CORMORANT AT 55 SOUTH –SÜDLICHSTES HOTEL DER WELT

Silversea, die Marke für luxuriöse Erlebnis- und Expeditionsreisen, zeigt ihr neues Hotel in Chile. Das Haus mit 150 Zimmern wird die Anreise zu einem der entlegensten Reiseziele der Welt effizienter gestalten und zugleich den Aufenthalt für die Gäste insgesamt verbessern. Das Hotel wird eine zentrale Rolle im Antarctica-FlyCruise-Programm von Silversea übernehmen und Reisenden Zugang zu vielfältigen Polarerlebnissen im Luxussegment ermöglichen.

FFÜR DAS STYLING UNTERWEGS:

DER HAARTROCKNER

DYSON SUPERSONIC™ TRAVEL

FLOYD – DER NEUE ALUMINIUMKOFFER SETZT DEN STANDARD

Floyd stellt stolz den Silverglider vor –den ersten Kabinenkoffer der Marke, gefertigt aus einer einzigen geformten Aluminiumschale. Keine Nähte, keine äusseren Schichten, nur makellos geformtes Metall. Der Silverglider bewahrt Floyds charakteristische Silhouette und verfeinert jedes Detail.

D L

Mit dem neuen Dyson Supersonic™ Travel erweitert Dyson sein BeautyPortfolio um einen Haartrockner im Reiseformat. Er verbindet die Styling-Performance der Supersonic™Familie mit einem Format, das sich einfacher verstauen und auf Reisen mitnehmen lässt – mit 32 Prozent kleinerem Format und einem 25 Prozent geringeren Gewicht.

MEDITERRANEAN ESCAPE – NEUE TUMI-KOLLEKTION

TUMI lanciert «Mediterranean Escape», inspiriert von der Wärme, dem Rhythmus und der sinnlichen Vielfalt der Mittelmeerküste.

Neue Farben, Prints und Texturen verleihen den ikonischen Silhouetten der Marke eine frische, lebendige Ausstrahlung. Die PolycarbonatModelle verbinden modernes Reisen mit der Leichtigkeit eines mediterranen Rückzugs.

TLOUIS VUITTON – FLIGHT MODE COLLECTION

Ein herausragendes Stück aus der Flight-ModeKollektion ist der LV Sneakerina. Jedes Paar verkörpert die urbane Ästhetik und den Geist funktionaler Eleganz.

SCAY – DIE NEUE LUXUS-PRIVATINSEL AUF DEN BAHAMAS Sandy Cay – eine neue Privatinsel auf den Bahamas, die als luxuriöses Refugium konzipiert wurde und 2028 ganz in der Nähe des Ocean Cay MSC Marine Reserve eröffnet wird. Die Insel wird speziell für Gäste von MSC Cruises und Explora Journeys entwickelt und unterstreicht einmal mehr die Vision des Unternehmens, den Gästen einzigartige und authentische Reiseerlebnisse zu bieten.

SANDY

100. GEBURTSTAG VON

LOS ANGELES FEIERT DEN

Zehn kultige Orte in LA, an denen die Besucher das Vermächtnis der Hollywood-Ikone bestaunen, erleben und feiern können.

Autor_Urs Huebscher

SIE

durfte nie einen der begehrten Oscars in den Händen halten – Marilyn Monroe. Hollywood feiert den 100. Geburtstag des legendären Starlets am 1. Juni 2026, das zu einer der weltweit populärsten Filmikonen aufstieg und seinerzeit eine der meistfotografierten Frauen war. Marilyn Monroes Geschichte ist ein klassischer Erfolg aus der Traumfabrik: Geboren in Los Angeles, überwand sie eine schwierige Kindheit und fand Ruhm und Reichtum in Hollywood. Auch Jahrzehnte nach ihrem frühen Tod im Alter von 36 Jahren begeistern Marilyns Charme, Witz und Starpower noch immer die Bildschirme und Zuschauerherzen rund um den Globus. Um das Vermächtnis der Pop-Ikone zu würdigen, lädt Los Angeles Tourism die Besucher dazu ein, die Stadt mit Marilyns Augen zu erleben – von ihren Lieblingsrestaurants bis hin zu faszinierenden Ausstellungen mit ganz persönlichen Erinnerungsstücken.

DAS ACADEMY MUSEUM OF MOTION PICTURES

PRÄSENTIERT «MARILYN MONROE: HOLLYWOOD ICON» «Marilyn Monroe: Hollywood Icon» ist eine neue Ausstellung, die Marilyn Monroe als visionäre Schauspielerin und Image-Macherin würdigt und die vielseitigen Facetten ihrer öffentlichen Imagebildung im Kontext des klassischen Hollywood-Studiosystems beleuchtet. Die Ausstellung präsentiert Hunderte Originalobjekte, darunter Plakate, Porträts, Fotografien, Produktionsunterlagen, Briefe und selten gezeigte persönliche Gegenstände. Viele davon werden zum ersten Mal öffentlich zu sehen sein und einen einzigartigen Einblick in ihren Weg zur Hollywood-Ikone vermitteln.

NEUE IMMERSIVE AUSSTELLUNG ZU EHREN VON MARILYNS 100. GEBURTSTAG

«Marilyn: The Immersive Experience» wird für die Dauer von 16 Wochen in diesem Frühling zu sehen sein. Die Besucher können eine vollständig interaktive filmische Reise durch das Leben der Pop-Ikone erleben – kuratiert von Fans für Fans. Immersive, multisensorische Räume, die von Marilyn Monroes bedeutsamsten Meilensteinen inspiriert sind, zeigen auf spektakuläre Weise ikonische Momente, persönliche Geschichten sowie ihren unvergesslichen Stil mit bisher unveröffentlichten Fotos, seltenem Filmmaterial und Erinnerungsstücken.

RESIDIEREN IM HOLLYWOOD ROOSEVELT

Zu Beginn ihrer Modelkarriere diente das berühmte Hollywood Roosevelt Hotel zwei Jahre lang als das Zuhause von Marilyn Monroe. Sie wohnte damals in einer der Vintage-Cabanas, als sie am berühmten Tropicana Pool des Roosevelt ihr erstes professionelles Fotoshooting für ein Magazin absolvierte. Fans können heute in der 75 Quadratmeter grossen Marilyn Monroe Suite übernachten, die über einen offenen Grundriss, klassische Eames-Designstücke und einen Balkon mit Blick auf den idyllischen Pool verfügt.

SKURRILEN HOLLYWOOD MUSEUM

Zum Museum gehören auch die weltberühmten Make-up-Räume von Max Factor, in denen Marilyn Monroe zur Blondine und Lucille Ball zum Rotschopf wurde. Die Marilyn-Monroe-Sammlung des Museums umfasst Erinnerungsstücke, die von persönlichen Gegenständen und Kleidung bis hin zu ihrer Limousine reichen. Marilyns Honeymoon-Kleid ist eines der wertvollsten Andenken im Hollywood Museum. Monroe trug es auf ihrer Hochzeitsreise mit Joe DiMaggio sowie im Jahr 1954, als sie US-Truppen in Korea unterhielt.

VOR DEM TCL CHINESE THEATRE IN MARILYNS FUSSSTAPFEN TRETEN

Marilyn Monroes Image als «naive Blondine» wurde in Filmen wie «Blondinen bevorzugt» mit Jane Russell in der Nebenrolle brillant für komödiantische Effekte umgesetzt. Dank des Erfolgs dieses Films wurde beiden Schauspielerinnen 1953 die Ehre zuteil, ihre Unterschriften, Hand- und Schuhabdrücke im Zement des berühmten Forecourt of the Stars vor dem TCL Chinese Theatre, damals bekannt als Graumanʼs Chinese Theatre, zu verewigen. Marilyns Stern auf dem Walk of Fame, den sie 1960 erhielt, befindet sich nur einen Block entfernt am 6774 Hollywood Boulevard.

DINIEREN MIT STARS IM BELIEBTEN MUSSO & FRANK GRILL

Generationen von Prominenten und einige der grössten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts haben im Musso & Frank Grill klassische Steakhouse-Gerichte gegessen und an dessen berühmten Martinis genippt. Musso’s eröffnete 1919 und war seitdem in zahlreichen Filmen und Fernsehsendungen vertreten, von «Es war einmal in Hollywood» und «Ed Wood» bis hin zu «Bosch», «The Kominsky Method» und «Mad Men». Der Back Room des Musso’s, der von einem für seine Strenge bekannten Maître d’hotel bewacht wird, öffnete 1934 als exklusiver privater Raum für die Hollywood-Elite. In den 50er-Jahren zählten Marilyn Monroe und Joe DiMaggio, Elizabeth Taylor und Steve McQueen nur zu einigen der legendären Gäste, die im Back Room Getränke und Vorspeisen genossen.

DINIEREN IM FORMOSA CAFÉ

Das Formosa Café wurde neben The Lot eröffnet, einem Studio, das früher als Warner Hollywood Studio, Samuel Goldwyn Studio und United Artists Studio bekannt war. Es wurde seit jeher als «Ort, an dem die Stars speisen» beworben und war mit Hunderten von signierten Fotos seiner berühmten Gäste geschmückt, darunter eine ganze Galaxie an legendären Stars wie Marilyn Monroe, Elvis Presley, James Dean, Frank Sinatra, Humphrey Bogart, Marlon Brando und Elizabeth Taylor. Nach einer umfassenden, 2.4 Millionen Dollar teuren Renovierung wurde das Formosa im Juni 2019 wiedereröffnet und zieht nicht nur Filmfans magisch an.

PROMINENTER

TREFFPUNKT IM BEVERLY HILLS HOTEL

Marilyn Monroe wohnte während ihrer Karriere mehrmals im Beverly Hills Hotel. Ihr letzter Aufenthalt im «Pink Palace» war während der Dreharbeiten zu «Machen wir’s in Liebe» (1960). Monroe wohnte mit ihrem Ehemann – Schriftsteller Arthur Miller, der das Drehbuch ohne Nennung im Abspann umschrieb – in einem Bungalow neben ihrem CoStar Yves Montand und seiner Frau Simone Signoret, die gerade den Oscar als beste Darstellerin für «Der Weg nach oben» gewonnen hatte. Monroe und Montand sollen sich während der schwierigen Dreharbeiten angefreundet haben, woraufhin eine kurze Affäre folgte. Monroe und Miller liessen sich kurz vor der Premiere ihres letzten Films «Misfits – Nicht gesellschaftsfähig» im Jahr 1961 scheiden.

MARILYNS LETZTE RUHESTÄTTE

Der Pierce Brothers Westwood Village Memorial Park ist die letzte Ruhestätte für zahlreiche Popkultur-Grössen. Marilyn Monroe ruht dort unter anderem in Gesellschaft von Ray Bradbury, Jack Lemmon, Truman Capote, Farrah Fawcett, Walter Matthau, Dean Martin, Roy Orbison, Frank Zappa, Natalie Wood und weiteren Prominenten. Nach ihrem frühen Tod am 4. August 1962 wurde sie in einer rosa Marmorgruft (Nummer 24) im Corridor of Memories beigesetzt. Ihr Ex-Ehemann Joe DiMaggio liess in den folgenden 20 Jahren dreimal pro Woche ein halbes Dutzend rote Rosen zu ihrer Gruft liefern und der im September 2017 verstorbene PlayboyGründer Hugh Hefner wurde auf eigenen Wunsch neben ihr beigesetzt.

©Walter

WUSSTEN SIE SCHON ...?

KARIBIK-INSEL ARUBA

Autor_Urs Huebscher

FEIERT

40 JAHRE STATUS

Ein historischer Meilenstein für Autonomie und Verantwortung. Ein Jubiläum, das Geschichte und Zukunft der Insel in den Blick nimmt.

APARTE

In diesem Jahr begeht Aruba den 40. Jahrestag des Status Aparte – des offiziellen Autonomiestatus Arubas innerhalb des Königreichs der Niederlande. Dieses historische Ereignis hat die politische und gesellschaftliche Entwicklung der Insel nachhaltig geprägt. Seit dem 1. Januar 1986 verfügt Aruba über eine eigene Regierung und ein eigenes Parlament und trägt gleichzeitig die Verantwortung für seine wirtschaftliche, soziale und institutionelle Entwicklung.

Bereits in den 1940er- und 1950erJahren diskutierten verschiedene arubanische Politiker über mehr Autonomie für die Insel innerhalb der politischen Struktur der Niederländischen Antillen. Der Status Aparte entstand nicht über Nacht und ist

nicht das Verdienst einer einzelnen Persönlichkeit. Vielmehr war er das Ergebnis eines jahrzehntelangen historischen, politischen und verfassungsrechtlichen Prozesses.

Bei der Round Table Conference 1983 vertrat Betico Croes die Interessen Arubas. Gemeinsam mit den Niederländischen Antillen und dem Königreich der Niederlande wurde eine Vereinbarung getroffen, die schliesslich am 1. Januar 1986 zur Einführung des Status Aparte führte. An diesem Tag wurde Aruba offiziell ein autonomes Land innerhalb des Königreichs. Mit dem Status Aparte erhielt Aruba umfassende Kompetenzen zur Regelung seiner inneren Angelegenheiten. Dazu gehören Autonomie in der inneren Verwaltung, Verantwortung für Wirtschaft und öffentliche Finanzen, Zuständigkeit für lokale Gesetzgebung, Bildung, Gesundheit und öffentliche Ordnung sowie eine eigene Vertretung innerhalb der Strukturen des Königreichs der Niederlande.

Während Aruba seine inneren Angelegenheiten eigenständig verwaltet, bleiben Verteidigung, Aussenpolitik und Staatsangehörigkeit gemeinsame Aufgaben innerhalb des Königreichs. Diese besondere Stellung macht Aruba zu einem kleinen Land mit grosser Verantwortung für die eigene Entwicklung und das gesellschaftliche Wohl seiner Bevölkerung. Als kleines Land in einer zunehmend vernetzten Welt arbeitet Aruba weiterhin an einer Zukunft, in der Autonomie mit internationaler Zusammenarbeit einhergeht und wirtschaftlicher Fortschritt mit Nachhaltigkeit, menschlicher Würde und dem Wohlergehen der gesamten Gesellschaft verbunden bleibt.

DIMITRIS MANIKIS

WYNDHAM HOTELS & RESORTS

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Wyndham

Er ist Präsident für Europa, Naher Osten, Eurasien und Afrika (EMEA) und verantwortlich für die Entwicklung aller Wyndham-Marken in der Region. Wyndham Hotels & Resorts bieten Geschäftsreisenden Hotels in perfekter Lage. Urlauber können sich auf unzählige Resorts mit Golf, Tennis, wunderschönen Stränden, Wellness-Bereichen und vielem mehr freuen. Die internationale Markengruppe der Wyndham Hotels & Resorts umfasst 24 Hotelmarken auf der ganzen Welt.

PRESTIGE: Herr Manikis, in welchem Segment dürfen wir Wyndham Hotels & Resorts einordnen?

DIMITRIS MANIKIS: Wyndham Hotels & Resorts ist als Champion des Alltagsreisenden gross geworden – als ein Unternehmen, das möglichst vielen Menschen qualitativ hochwertige Hotelerlebnisse ermöglicht. Aber die Welt hat sich verändert und wir haben uns mit ihr entwickelt. Wyndham dringt aktiv in das gehobene Luxussegment vor, mit Marken wie Dolce by Wyndham, Wyndham Grand und Registry Collection Hotels. Mit mehr als 8300 Hotels in rund 100 Ländern sind wir mengenmässig das grösste Hotelfranchise-Unternehmen der Welt. Das erlaubt uns eine Breite, die kaum ein anderes Unternehmen in dieser Branche hat.

Wyndham ist in Europa visuell nicht so stark präsent wie andere Hotelketten. Warum ist das so?

Das ist eine sehr berechtigte Beobachtung und sie hat eine einfache Erklärung. Wyndham Hotels & Resorts ist ein Dachunternehmen mit 25 Marken, von denen viele in Europa eine starke eigene Identität haben: Ramada by Wyndham, Vienna House by Wyndham, TRYP by Wyndham, Dolce by Wyndham. Das sind Namen, die Reisende kennen und schätzen, ohne sie immer direkt mit Wyndham zu verbinden. Unser Ziel ist nicht, alle Häuser unter einem einzigen Markennamen zu vereinheitlichen, sondern ihnen durch die Stärke unseres globalen Netzwerks und unseres Loyalitätsprogramms mit über 122 Millionen Mitgliedern mehr Reichweite zu geben, bei gleichzeitiger Bewahrung ihrer individuellen Identität. Und Wyndham Rewards als unser Loyalitätsprogramm gewinnt zunehmend an Bekanntheit.

Der Markt für Luxusreisen und Luxushotels boomt. Haben Sie das Gefühl, dass es einen Trend zu «noch mehr Luxus» gibt, oder gönnen sich immer mehr Menschen einfach eine aussergewöhnliche Reise?

Ich glaube, dass beides stimmt, aber die interessantere Verschiebung ist eine andere: Luxus wird neu definiert. Es geht nicht mehr um Status, sondern um Bedeutung. Reisende fragen sich immer seltener «Wie viele Sterne hat dieses Hotel?» und immer öfter «Was werde ich dort erleben? Was nehme ich mit?». Es ist diese Sehnsucht nach dem Einzigartigen, nach einem Ort, der so nicht reproduzierbar ist, der eine Geschichte erzählt. Gleichzeitig sehen wir, dass sich immer mehr Menschen bewusst für eine einzige, wirklich besondere Reise im Jahr entscheiden und bereit sind, dafür Geld auszugeben. Reisen hat eine hohe Priorität bei den Ausgaben und viele Menschen sparen lieber an anderer Stelle, als weniger zu reisen oder auf Komfort und Erlebnis zu verzichten.

Sie expandieren aktuell massiv im gehobenen Segment beziehungsweise Luxusbereich. Hat das Gründe? Was steckt dahinter?

Reisende im gehobenen Segment suchen heute Häuser mit Persönlichkeit, mit einer Seele, mit einem lokalen Charakter, der sich nicht anfühlt wie eine globale Vorlage. Genau das verkörpern unsere Marken in diesem Segment. Dolce by Wyndham zum Beispiel hat sich zu einem echten Lifestyle- und Design-Statement entwickelt: Das Dolce by Wyndham Siracusa Monasteri Golf & Spa auf Sizilien, ein ehemaliges Benediktinerkloster, ist ein perfektes Beispiel dafür, wie ein Haus seinen historischen Charakter be -

wahrt und gleichzeitig durch Wyndhams globale Stärke internationalen Gästen zugänglich wird. Ähnliches gilt für die Registry Collection, unter der aussergewöhnliche Häuser wie die Grand Palladium Hotels auf Ibiza positioniert sind. Das Wyndham Grand Udaipur wiederum zeigt, wie wir in aufstrebenden Luxusreisedestinationen Flagge zeigen.

Trauen Sie sich zu prognostizieren, wie sich das Reiseverhalten im Luxusbereich in Zukunft entwickeln wird?

Ich sehe drei klare Trends: Erstens die Verlagerung hin zu erlebnisreichen Sekundärdestinationen – weg von überfüllten Metropolen hin zu kulturell reichen, landschaftlich beeindruckenden Orten abseits der ausgetretenen Pfade. Zweitens die wachsende Nachfrage nach ExtendedStay und Flexibilität: Reisende wollen länger bleiben, tiefer eintauchen, Reisen und Leben miteinander verbinden. Und drittens Nachhaltigkeit als echtes Qualitätsmerkmal – nicht als Marketingvokabel, sondern als spürbares Bekenntnis vor Ort, das Gäste im gehobenen Segment heute aktiv einfordern. Wer als Marke in Zukunft in diesem Segment relevant bleiben will, muss diese drei Dimensionen überzeugend verkörpern.

Luxusurlaub wird oft durch den Standard des Hotels definiert. Was ist ein Luxushotel für Sie?

Für mich ist ein Luxushotel kein Ort, der fünf Sterne über dem Eingang hängen hat. Es ist ein Ort, an dem alles durchdacht ist: das Licht, der Empfang, die Geschichte des Hauses, das Frühstück. Ein Ort, an dem ich das Gefühl habe: Hier kann ich entspannen, hier gehöre ich hin. Das ist ein emotionales Versprechen, das eingelöst werden muss.

«Wer als Marke in Zukunft in diesem Segment relevant bleiben will, muss diese drei Dimensionen überzeugend verkörpern.»

LINA CU RI UM

DOMAINE DU GRAND FONTANILLE

Im Herzen der Provence, an den Nordhängen des Naturparks Alpilles, liegt ein wohlbehütetes französisches Landgut: die Domaine du Grand Fontanille. Dieses bezaubernde Anwesen verfügt über eine majestätische zweiläufige Treppe, elegante französische Gärten und klassische Springbrunnen.

Das Weingut erstreckt sich über 60 Hektar, darunter 4.5 Hektar Rebflächen, und wird von einer bezaubernd restaurierten Bastide aus dem 17. Jahrhundert dominiert, die ursprünglich als befestigtes Herrenhaus erbaut wurde. Von Familie Leuschner liebevoll gepflegt, spiegelt das Anwesen heute sowohl das reichhaltige Erbe als auch seine tiefe Verbundenheit mit dem Land wider.

EIN WIEDERBELEBTES ERBE

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Domaine du Grand Fontanille

Die neuere Geschichte des Anwesens begann, als Leonie Leuschners Familie die lange vernachlässigte Bastide entdeckte, die ruhig inmitten ihrer historischen Landschaft lag. Das Haus wurde unter Berücksichtigung seines architektonischen Erbes sorgfältig restauriert und erhielt so seine ursprüngliche provenzalische Eleganz zurück, wobei der authentische Charakter und die Verbindung zur umgebenden Landschaft erhalten blieben. Einst von Rebflächen und Olivenhainen umgeben, wurde das landwirtschaftliche Erbe des Terrains nach und nach wiederbelebt, was unter der Anleitung und mit dem Fachwissen lokaler Handwerker und Winzer zur Wiederaufnahme der Weinproduktion führte. Die Rebflächen wurden sorgfältig neu bepflanzt, und die Domaine nahm mithilfe des Wissens lokaler Agrarspezialisten, die auch heute noch geschätzte Partner sind, die Weinproduktion wieder auf.

EINE LEBENDIGE LANDSCHAFT

Das von einem geschützten Wald umgebene Weingut ist ein blühendes Ökosystem. Pferde, Schafe und Schweine weiden frei und pflegen so auf natürliche Weise das Land, während Pferde noch immer zum Ziehen der Pflüge eingesetzt werden. Diese Praktiken halten jahrhundertealte provenzalische Traditionen aufrecht und zeugen vom anhaltenden Engagement der Familie Leuschner für nachhaltige Landwirtschaft und Umweltschutz.

Ein provenzalisches

Familienerbe, verwurzelt in Natur, Tradition und Wein

EIN FAMILIENERBE LEBT WEITER

Leonie Leuschner wuchs zwischen Deutschland und der Provence auf und verbrachte ihre Kindheit damit, die Weinberge und Wälder des Anwesens zu erkunden. Geprägt von ihrer Zweisprachigkeit und einer internationalen Erziehung, knüpfte Leonie während ihres Studiums in Paris und der Covid-Zeit wieder an die Domaine an. Ihr Aufenthalt dort, umgeben von Tradition und natürlicher Schönheit, inspirierte sie dazu, sich für die Entwicklung und Sicherung der Zukunft der Domaine zu engagieren.

Heute pendelt sie zwischen Berlin und der Provence. Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Ullrich setzt sich Leonie dafür ein, dass die Traditionen, das handwerkliche Können und der Respekt vor der Umwelt auch für kommende Generationen erhalten bleiben.

BIOLOGISCHE WEINPRODUKTION

Heute produziert die Domaine du Grand Fontanille zertifizierte Bio-Weine und verfügt über die renommierte Zertifizierung ECOCERT SA FRANCE. Die Weine werden aus Syrah-, Grenache- und CabernetSauvignon-Trauben gekeltert, wobei jede Traube die Fülle und den Charakter des provenzalischen Terroirs zum Ausdruck bringt.

Die Domaine bietet eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl an Bio-Weinen, darunter La Source – Red (Syrah, Grenache, Cabernet-Sauvignon), Le Carré – Red (Syrah), Brut Rosé – Sparkling Rosé (Cabernet Sauvignon, Syrah) und Le Rosé – Rosé (Grenache, Syrah, Cabernet Sauvignon). Besucher sind von Montag bis Freitag zu Weinverkostungen willkommen, um die Geschichte des Weinguts, die Handwerkskunst und die anhaltende Leidenschaft für nachhaltigen Weinbau entdecken zu können.

EIN ZEITLOSES PROVENZALISCHES JUWEL

Die Domaine du Grand Fontanille ist heute nicht nur ein historisches Anwesen, sondern auch ein lebendiges Zeugnis für Leidenschaft, Ausdauer und generationsübergreifendes Engagement. Von der Restaurierung der Bastide über den Ausbau der Rebflächen bis hin zur Erhaltung der natürlichen Landschaft – die Geschichte der Familie ist in jeden Stein, jede Rebe und jedes Feld eingewoben.

Mit dem neuen Jahrgang Mar de Frades Albariño D.O. 2024 präsentiert das renommierte

Weingut erneut einen ausdrucksstarken Botschafter seiner Herkunft. Geprägt von der Energie des Atlantiks, vereint dieser Albariño maritime Frische, präzise Aromatik und elegante Struktur – ein Wein, der das Lebensgefühl Nordspaniens in jedes Glas bringt.

Autor_Urs Huebscher

Mar de Frades ist mehr als ein Weingut – es ist Ausdruck eines Lebensgefühls. Die salzhaltige Meeresluft, granitreiche Böden und das kühle Klima Galiciens verleihen den Weinen ihre charakteristische Frische und ausgeprägte Mineralität. «Unsere Weine sind wie eine frische Meeresbrise – lebendig, elegant und mit einer unverwechselbaren Persönlichkeit», sagt Paula Fandiño, Chefönologin von Mar de Frades. Als eine der führenden Önologinnen Galiciens hat sie das Haus zu einer Ikone der D.O. Rías Baixas gemacht und die Rebsorte Albariño stilistisch neu definiert.

Nachhaltige Weinbergsarbeit, selektive Handlese und modernste Kellertechnik bilden die Grundlage der Qualitätsphilosophie. Auch optisch setzt das Weingut Massstäbe: Die ikonische blaue Flasche ist längst ein Symbol für zeitgemässen PremiumAnspruch und atlantische Frische. Mit Innovationsgeist schrieb Mar de Frades zudem Geschichte als erstes Weingut, das Albariño zu einem hochwertigen Schaumwein – dem Brut Nature – veredelte.

MAR DE FRADES ALBARIÑO D.O. 2024 –DIE ESSENZ VON RÍAS BAIXAS

Der neue Jahrgang stammt aus handverlesenen Parzellen mit granitreichen Böden in der D.O. Rías Baixas. Nach selektiver Handlese erfolgt eine kurze Kaltmazeration zur Bewahrung der Fruchtaromen. Die temperaturkontrollierte Gärung in Edelstahltanks bei 15 bis 17 Grad Celsius garantiert eine präzise Aromenausbildung. Anschliessend reift der Wein auf der Feinhefe, wodurch er zusätzliche Struktur und Tiefe erhält. Eine schonende Filtration bewahrt seine Klarheit und lebendige Frische.

FRISCHE, MINERALITÄT UND ELEGANZ IM GLAS

Im Glas zeigt sich der Albariño 2024 in einem hellen, blassen Zitronengelb mit grünen Reflexen. Das Bouquet vereint Aromen von grünem Apfel, saftigen Zitrusfrüchten und weissen Blüten, begleitet von einer subtilen salzigen Meeresnote. Am Gaumen wirkt er frisch und lebendig mit mineralischer Struktur, reifer Limette und einem Hauch von Kräutern. Der Abgang ist elegant und lang anhaltend, getragen von feiner Säure und einer Spur von Meersalz – ein klares Bekenntnis zu seiner atlantischen Herkunft.

KULINARISCHER BEGLEITER MIT CHARAKTER

Der Mar de Frades Albariño D.O. 2024 harmoniert ideal mit gegrilltem Pulpo mit Zitronen-Olivenöl, Jakobsmuscheln oder klassischer Ceviche. Auch eine vegetarische Paella mit Safran und geröstetem Gemüse unterstreicht seine feine Mineralität und Frische. Mit Mar de Frades und dem Albariño D.O. 2024 hält ein Stück galicischer Atlantik Einzug in die Welt des Weins – authentisch, stilprägend und unverwechselbar.

WWW.MARDEFRADES.ES

QUICK FACTS

Mar de Frades ist ein führendes Weingut der D.O. Rías Baixas in Galicien und spezialisiert auf hochwertigen Albariño.

Geprägt vom atlantischen Klima und granitreichen Böden entstehen Weine mit ausgeprägter Frische, Mineralität und saliner Note.

Unter der Leitung von Chefönologin Paula Fandiño steht die Marke international für präzise Vinifikation und moderne Stilistik.

Die ikonische blaue Flasche ist das Markenzeichen.

FOR HE AV EN’ S

Autor_Urs Huebscher

Beliebt im Alltag und zu besonderen Anlässen: Reiswein hat in Japan einen ähnlichen Stellenwert wie hierzulande Wein oder Bier. Höchste Zeit, ihn näher kennenzulernen.

GEKASleich vorneweg: Um der Faszination des japanischen Nationalgetränks Sake auf die Spur zu kommen, muss man den lauwarmen Fusel, der manchmal in schlechten asiatischen Restaurants serviert wird, bitte für immer vergessen. Warum? In der ihm eigentlich gebührenden Qualität ist Sake mindestens so komplex wie Wein. Ihn zu trinken bedeutet, sich geschmacklich wie intellektuell auf eine andere Welt einzulassen und dabei den Gaumen zu schulen. Bis zu 400 verschiedene Geschmacksnuancen orten Kenner in dem aus Reis gebrauten Getränk. Kein Wunder, flossen doch viele Jahrhunderte in seine Kultivierung. Wo Sake herkommt und wer ihn erfunden hat, ist nicht eindeutig überliefert. Erstmals erwähnt wird er im Kojiki, der «Aufzeichnung alter Geschehnisse». Dort heisst es, der Sturmgott Susanoo habe eine achtköpfige Schlange mit achtfach gebrautem Sake besiegt. Datiert sind die Texte, die von der Mythologie und Frühgeschichte Japans erzählen, auf das Jahr 712. Wie viel der damalige Sake mit dem heutigen zu tun hat, bleibt dennoch fraglich. Es gibt noch eine andere Erklärung: Früher pflegte man in Japan auf Reiskörnern zu kauen und den Brei anschliessend in einen Behälter

zu spucken. Dieser «kuchikami no sake», dem noch Kastanien oder Hirse zugesetzt worden waren, wurde dann seiner Fermentation überlassen. Die Speichelenzyme halfen dabei, die Reisstärke in Glukose zu verwandeln, auf der sich Hefepilze ansetzten, die den Zucker zu Alkohol machten. Bis heute wird diese altertümliche Braumethode in ländlichen Regionen Japans praktiziert.

Während das niedere Volk sich mit der trüben Brühe aus gegorenem Reis zufriedengeben musste, bezeugen Aufzeichnungen aus dem achten Jahrhundert, dass man am kaiserlichen Hof zu dieser Zeit schon ein Dutzend Sorten des Sake unterschiedlicher Geschmackrichtungen kannte (und trank): süsse und stark alkoholische, milchig-weisse und trübe, aber auch schon sehr klar gefilterte, mitunter durch Beigabe von Pflanzenasche dunkel gefärbte. Dass aus der Speichelmethode auf dem Lande die hohe Braukunst zu Hofe wurde, ist der Existenz und Entdeckung des Koji zu verdanken, eines Schimmels, der sich als weisse Schicht auf stehen gelassenem Reis bildet.

Über die Jahrhunderte stieg beim Adel der Bedarf an Alkohol, der kaiserliche Hof verlegte seinen Sitz nach Heian-kyo (heute Kyoto), und dort bildeten sich ganze Brauereiviertel, in denen die Qualität des Sake konkurrenzbedingt auf ein immer höheres Niveau getrieben wurde. Gegenwärtig gibt es in Japan noch knapp 1300 von einst über 30’000 Sake-Brauereien. Traditionelle Produzenten geniessen international hohes Ansehen, ihr Reiswein gilt also absolutes Premiumprodukt. Wie wertvoll das Traditionsgetränk im Ursprungsland ist, sieht man, wenn man einen ShintoSchrein besucht. Mit ganzen Wänden aus Sake-Flaschen und -Fässern wird dort den Göttern für reiche Ernte gedankt und um fruchtbaren Boden gebeten.

Die Qualität eines Sake hängt massgeblich von der Qualität der Ausgangsstoffe ab – und auch davon, wie viel Zeit und Arbeit in seine Herstellung investiert werden. Wichtig für den Geschmack des späteren Produkts ist die Reissorte. Auch die Qualität des Wassers ist entscheidend, schliesslich besteht Sake hauptsächlich aus Wasser. Dessen Härte und Mineralstoffgehalt beeinflussen den Gärprozess sowie Textur und Geschmack des späteren Getränks. Wenn es dann so weit ist, dass man den Reiswein endlich trinken kann, ist der Umgang damit nochmals eine Wissenschaft für sich. Es gilt, hochwertigen Sake von durchschnittlichem zu unterscheiden und zu wissen, welchen Sake man zu welchem Essen geniesst, wann man ihn warm und wann kalt trinkt. Mutiges Ausprobieren macht sich bezahlt, denn Sake muss man verstehen lernen. Wesentlich ist eigentlich nur: Wer gemeinsam mit Japanern trinkt, darf sich niemals selbst nachschenken. Das ist die Aufgabe des Tischnachbarn, während die eigene Aufmerksamkeit immer dem Glas des anderen gelten muss.

DER EXTRAKLASSE

2026 ist ein wichtiges Jahr für Domaines Ott*, denn das Haus feiert ein seltenes, stolzes Ereignis: 130 Jahre kompromisslose Hingabe an Qualität, Prestige und echtes Winzerhandwerk.

Autorin_Nathalie Becker

Bilder_Maisons Marques et Domaines SA

Was Domaines Ott* so besonders macht, ist eine kompromisslose Rückbesinnung auf die Wurzeln des Handwerks. Alle grossen traditionellen Weine sind mit «Cru Classé» klassifiziert – einem Siegel, das höchste Terroir-Qualität garantiert. Sie stammen zu 100 Prozent aus eigenen Reben, werden mit grösster Sorgfalt von Hand verlesen und in einer präzisen, modernen Vinifikation veredelt. Dabei bleibt die Natur stets im Blick, denn die Weine sind biozertifiziert.

«Jeder Jahrgang ist das Ergebnis unseres kontinuierlichen Strebens nach technischer Exzellenz», sagt Jean-François Ott, Directeur Général von Domaines Ott*, «angetrieben von unserem Engagement für einen massgeschneiderten Weinbau, der an jedes Terroir und jede Rebsorte angepasst ist. Unsere Weine verkörpern die Ambition, stets noch weiterzugehen, um das Bestmögliche zu schaffen.» Sein besonderes Jubiläum zelebriert Domaines Ott* mit zwei ganz besonderen Weinen.

CHÂTEAU ROMASSAN ROSÉ 2024

Roséweine sind neben dem Duft von blühendem Lavendel und zirpenden Zikaden aus langen Sommerabenden in der Provence nicht wegzudenken. Doch während die meisten Rosés dieser Region für den flüchtigen Moment der Jugend gemacht sind, gewinnen die Weine des Hauses Domaines Ott* mit der Zeit an Tiefe, Finesse und Komplexität.

Ein Paradebeispiel hierfür ist der Château Romassan Rosé 2024 (Bandol AOC, Bio). In einem pfirsichfarbenen Ton mit kupfernen Reflexen präsentiert er sich zart und doch kraftvoll. Das Bouquet vereint Zitrusfrüchte mit Passionsfrucht und fesselt sofort mit seiner aromatischen Intensität. Am Gaumen entfaltet sich eine vollmundige, opulente Textur, getragen von der Frische der Mandarine und verfeinert durch eine subtile, exotische Note von Sichuan-Rotpfeffer. Der Abgang ist dicht, anhaltend und von feiner Pomelo-Bitterkeit untermalt.

Billy Norris von Vinous Media vergab für diesen Rosé 94 Punkte und urteilte: «Der 2024er Rosé Château Romassan ist ein Wein von höchster struktureller Finesse und Eleganz. Wunderschön ausgewogen, vollmundig und fast opulent, dabei keineswegs schwer, breitet der 2024er einen Teppich aus blumig-fruchtigen Noten auf der Zunge aus und umhüllt jeden Winkel des Gaumens bis hin zum langen, konzentrierten Abgang. Ich würde nicht zögern, diesen Bandol einige Jahre zu lagern, um ihm die Möglichkeit zu geben, noch mehr Komplexität zu entwickeln.»

DOMAINES OTT* FEIERT DAS ERBE DER PROVENCE.

CHÂTEAU ROMASSAN ROUGE 2019

Doch Domaines Ott* kann nicht nur Rosé. Mit einer herrlichen granatroten Robe und einem Bukett aus Gewürzen sowie leicht mentholigen Aromen zeigt der Château Romassan Rouge 2019 eine völlig andere Seite der Provence. Der Auftakt ist dicht konzentriert, frisch und sonnig – mit Aromen von dunklen Früchten und samtweichen Tanninen, die dem Wein Vollmundigkeit und einen langen, eleganten Nachhall verleihen.

EIN WEIN FÜR DEN ANSPRUCHSVOLLEN TISCH

Die Weine von Domaines Ott* sind Vielkönner und eignen sich hervorragend als Begleitung für eine Vielfalt von Gerichten. Ebenso souverän überzeugen sie als elegante Apéritifs. Ob jung genossen oder bewusst gereift – sie entfalten ihren Charakter stets auf besondere Weise.

BU SIN ESS

ALT, ABER

Luxusgüter-Aktien gehören seit Jahren zum Besten, was der Aktienmarkt zu bieten hat.

Die Historie zeigt: Schwächephasen sind Einstiegschancen. Worauf also noch warten?

Der Paris FC spielt seit Jahrzehnten ohne nennenswerte Ambitionen

Fuss ball in der zweiten französischen Liga. Wer in Paris Stars und Champions-League-Spektakel wollte, musste bis anhin ins Stadion direkt gegenüber, zu Paris St. Germain, gehen. Dass dort einige der besten Fussballer dieser Welt spielen, war aber auch nicht immer so. Erst als der Staatsfonds aus Katar bei dem Verein einstieg, begann der Aufstieg zum Topclub.

Während es bei den einen die Öl-Milliarden aus Katar brauchte, sollen bei den anderen nun Milliarden aus dem Handtaschen- und Schaumweingeschäft eingesetzt werden. Bernard Arnault hat 52 Prozent der Anteile des Paris FC übernommen. Bis 2027 sollen es zudem 80 Prozent werden. Prompt folgte nach 46 Jahren die Rückkehr in die französische Ligue 1. Ein grosser Schritt hin zum zweiten BigPlayer in der Stadt an der Seine.

Bernard Arnault ist der mit Abstand reichste Mensch Europas. Laut Forbes besitzt der 77-Jährige ein Vermögen von 143.23 Milliarden Euro. Verdient hat er es sich mit der Lust nach Luxus anderer reicher und superreicher Menschen. Er führt das Luxusimperium LVMH seit 33 Jahren und will bis zum 80. Geburtstag bleiben. 1989 wurde Arnault Mehrheitsaktionär des Luxusgüterkonzerns, dessen Geschichte 1987 mit der Fusion der Wein- und Spirituosenhersteller Moët und Hennessy – die sich bereits 1971 zusammengeschlossen hatten – mit dem Luxusmodeunternehmen Louis Vuitton zur Moët Hennessy-Louis Vuitton SE begann. Zu dem mit über 70 Marken und rund 85 Milliarden Euro Jahresumsatz grössten Luxusgüterkonzern der Welt gehören neben Louis Vuitton, Moët und Hennessy weitere bekannte Luxusmarken aus den Segmenten Wein & Spirituosen, Mode & Lederwaren, Parfum & Kosmetik, Uhren & Schmuck sowie Einzelhandel, darunter Dior, Marc Jacobs, Bulgari, Guerlain und auch Tiffany & Co. Börsenwert: 270 Milliarden Euro.

IDENTITÄT, HANDWERK, HERITAGE

Dass dieses Projekt im europäischen Vereinsfussball nicht mit Geld aus den Golfstaaten finanziert, sondern mit Gewinnen aus dem Luxusgütersektor aufgepumpt wird, kommt nicht von ungefähr. Wenn in einer Branche noch richtig Geld gescheffelt wird, dann im Luxusgüterbereich. Hier geht es um Identität, Handwerk, Heritage. Teils über Jahrhunderte hinweg haben sich Marken ein pfadabhängiges Best-in-Class-Image geformt. Nur wenige Branchen haben solch breite Burggräben. Frische Markteintritte kommen angesichts der Übermacht einzelner Konzerne einer HerkulesAufgabe gleich.

Nahezu alles, was an Marken im globalen Luxus-Business Rang und Namen hat, gehört zu Europas Exklusiv-Giganten. Nicht alle sind börsennotiert. Chanel nicht, Rolex auch nicht. Eigentlich schade, denn diejenigen, die es sind, gehören zum Besten, was der europäische Aktienmarkt zu bieten hat. Die LVMH-Aktie hat sich in 15 Jahren mehr als versiebenfacht, Hermès-Papiere stehen heute 20-mal höher, Kering-Titel kosten immerhin rund 300 Prozent mehr. Hier sind vier Titel mit Potenzial.

MOËT HENNESSY LOUIS VUITTON

Wer auf Aktien von LVMH setzt, der kauft die Branche. Neben den namensgebenden Marken Louis Vuitton, Moët und Hennessy gehören noch zig weitere exklusive Top-Brands zum Konzern, darunter die Modemarken Dior, Fendi und Kenzo, der berühmte Schmuckhändler Tiffany & Co, die Uhrenhersteller TAG Heuer und Hublot. Die LVMH-Aktie steht durch die breite Diversifizierung für nahezu alles, was den Luxusgütersektor auszeichnet. Im Wesentlichen ist das dessen Fähigkeit, auch dann noch zu laufen, wenn sonst nichts mehr läuft. Luxus-Aktien sind krisenresistent. Handtaschen, Uhren und Champagner für Tausende Euros sind Statussymbole für eine Käuferklientel, die auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten solvent ist. Die Margen sind hoch, der Preisdruck ist gering, und begehrte Marken können ihre Preise nahezu nach Belieben anziehen. Schwächelt eine bestimmte Marke, hat LVMH genügend Alternativen im Portfolio, um dies auszugleichen.

HERMÈS

Regelmässig schiessen die Aktien des 1837 in Paris gegründeten Konzerns in Richtung neuer Rekordhochs. Zwischenzeitlich überholte Hermès sogar LVMH beim Börsenwert. Innert zehn Jahren hat sich der Kurs versechsfacht. Hermès profitiert dabei vor allem vom Glamour seiner Kernmarke. Die Kelly und die Birkin Bag sind die vielleicht bekanntesten Handtaschen der Welt und häufig nicht nur Statussymbol, sondern auch Wertanlage. Eine Birkin-Handtasche bringt in etwa 10’000 Euro ein, hinzu kommen teils deutlich teurere Sonderserien. Die Birkin Bag liegt zudem bei jungen Menschen im Trend, überhaupt ist Hermès bei der Generation Z laut einer Studie die beliebteste Modemarke.

Hermès setzt weniger auf den breiten Markt als vielmehr auf Exklusivität innerhalb des Exklusiven. «Marge, Marge, Marge» lautet das Motto. Die Pariser halten absichtlich die Produktion ihrer beliebten Handtaschen knapp. Die Wartezeiten sind lang, die Preise deshalb hoch. Die EbitMarge im Konzern liegt bei über 40 Prozent. In absoluten Zahlen liest sich das so: Von gerade einmal acht Milliarden Euro Umsatz blieben im ersten Halbjahr 3.3 Milliarden Euro operativer Gewinn übrig.

RICHEMONT

Die Richemont-Aktie beweist seit Jahren Dauerläufer-Qualität. Grosse Kursexplosionen gibt es nicht, dafür aber auch keine nennenswerten Einbrüche. Schritt für Schritt hangeln sich die Titel des Schweizer Schmuck- und Uhrenmachers von Rekordhoch zu Rekordhoch. Richemont profitiert erheblich von seinem zweigeteilten Geschäftsmodell. Während Konkurrent Swatch beispielsweise unter einer schwächeren Uhrennachfrage leidet, macht Richemont diese durch Wachstum im Schmuckgeschäft wett. Schmuck von Cartier, Van Cleef & Arpels sowie Buccellati ist angesagt, Uhren liegen zudem bei jungen Menschen im Trend – ein intaktes Geschäftsmodell also.

KERING

Kering galt in den letzten Jahren als das grosse Sorgenkind der Branche. Der Konzern ist stark abhängig von einer Marke: Gucci. Rund die Hälfte des Konzernumsatzes steuert diese bei – sowie zwei Drittel der operativen Rentabilität. Die Glanzzeiten des italienischen Luxuslabels sind jedoch schon seit Längerem vorbei. Konzernübergreifend stehen da Marken wie Balenciaga, Saint Laurent oder Bottega Veneta auch eher bescheiden da. Die logische Konsequenz: Der Kurs der Aktie hat sich in fünf Jahren halbiert. Zur Wahrheit gehört aber auch: Kering-Titel haben 75 Prozent zugelegt. Mit dem neuen CEO wächst die Hoffnung, dass sich der Konzern nach Jahren der Underperformance bei Gucci stabilisiert. Gelingt es, Gucci wieder zu einer «Must-have»-Marke zu machen, wäre das Aufwärtspotenzial sicher immens.

DIE TOP 100

Eine kuratierte globale Auswahl, die die Institutionen und Beratungsfirmen ehrt, die herausragenden Service, vertrauenswürdige Expertise und Exzellenz im Management des Vermögens von HNW- und UHNW-Kunden zeigen.

Autor_Alexander Chetchikov, World Luxury Chamber of Commerce

ie Aufstellung stellt Privatbanken, Vermögensverwalter, Treuhandgesellschaften, Multi-Family Offices und Anlageberater vor, die hohe Standards für Professionalität, Governance und Kundenbetreuung auf den globalen Finanzmärkten setzen.

Die Liste ist das Ergebnis unabhängiger Forschung und redaktioneller Bewertung unseres Medien-partners Luxury Lifestyle Awards, der Tausende von Unternehmen weltweit auf Basis des Branchenrufs, der Qualität des Kundendienstes, der Governance- und operativen Standards, der Expertise in Vermögen, Investitionen und Treuhandmanagement, öffentlich zugänglicher Informationen und nachgewiesener Marktführung beurteilt.

Inklusion impliziert keine Befürwortung, Rangfolge oder kommerzielle Zugehörigkeit, es sei denn, es wird ausdrücklich angegeben.

Die Luxury Lifestyle Awards haben die Ehre, Unternehmen auszuzeichnen, deren Leistungen zur Gestaltung des globalen Vermögensverwaltungssektors beitragen und die höchste Standards in Integrität, Fachwissen und Service einhalten.

Hier ein paar wichtige Unternehmen aus unseren Gefilden: Bitcoin Suisse AG, Schweiz; Clarus Capital Group, Schweiz; DN&A Family Office GmbH, Deutschland; Heinz Zimmerman, Schweiz; HSBC Private Banking, Schweiz; JAR-Hauptstadt, Schweiz; Julius Baer Gruppe, Schweiz; LGT Private Banking, Liechtenstein; Münster Stegmaier Rombach Family Office GmbH, Deutschland. Die vollständige Liste der Top 100 Private-Banking- und Vermögensverwaltungsunternehmen der Welt ist alphabetisch geordnet und auf der Homepage www.prestigemagazin.com aufgeführt.

HAFTUNGSAUSSCHLUSS

Die Top 100 Private Banking & Wealth Management Companies of the World 2025 ist eine redaktionelle Auswahl unseres Medien-partners Luxury Lifestyle Awards auf Grundlage unabhängiger Forschung und öffentlich zugänglicher Informationen. Inklusion bedeutet keine Rangliste, Unterstützung oder Zertifizierung. Alle Unternehmen bleiben vollständig unabhängig, und alle Informationen dienen ausschliesslich allgemeinen Informationszwecken.

DER STILLE AUFSTIEG DER CREATORINNEN POWER

Privatjets, Designerbags, Fünf- Sterne-Resorts– auf Instagram wirkt das Leben vieler Influencerinnen wie ein endloser Strom aus Luxusmomenten. Doch immer häufiger stellt sich eine andere Frage: Wer finanziert dieses Leben wirklich?

Autor_Urs Huebscher

Die Antwort liegt oft dort, wo kaum jemand hinsieht: OnlyFans. Diese Plattform hat sich in den vergangenen Jahren zur diskreten Einnahmequelle einer neuen digitalen Elite entwickelt. Hinter vielen dieser Accounts steht nicht Zufall, sondern System. Lea Goldstein gehört zu den wenigen, die dieses System aufgebaut haben. Mit ihrer Agentur begleitet sie ausgewählte Creatorinnen dabei, ihre Reichweite in ein hochprofitables Geschäftsmodell zu verwandeln – strukturiert, anonym und mit einem klaren Fokus auf Premium.

PRESTIGE: Frau Goldstein, viele sehen nur das Luxusleben auf Social Media. Wie viel davon wird heute tatsächlich über OnlyFans finanziert?

LEA GOLDSTEIN: Deutlich mehr, als die meisten vermuten. Für viele Influencerinnen sind Kooperationen längst nicht mehr die Hauptquelle. Sie sind wichtig für Sichtbarkeit, aber nicht für Vermögensaufbau. Das passiert im Hintergrund. OnlyFans gibt Creatorinnen die Möglichkeit, ihre eigene Community direkt zu monetarisieren – ohne Umwege, ohne Abhängigkeit. Und genau dort entstehen heute die Summen, die dieses Leben ermöglichen.

Warum sprechen so wenige offen darüber, obwohl inzwischen sogar bestens bekannte Persönlichkeiten auf OnlyFans aktiv sind?

Weil Diskretion ein entscheidender Teil des Erfolgs ist. Gerade im Promi- oder VIP-Bereich geht es nicht darum, möglichst laut zu sein. Es geht darum, Kontrolle zu behalten. Viele bekannte Namen nutzen die Plattform sehr bewusst im Hintergrund, oft getrennt von ihrem öffentlichen Auftritt. Das Spannende ist: Je exklusiver und weniger sichtbar es ist, desto stärker funktioniert es wirtschaftlich.

Sie arbeiten mit Ihrer Agentur genau mit diesen bekannten Personen. Was passiert konkret hinter den Kulissen?

Was viele unterschätzen: OnlyFans ist kein Nebenprojekt, sondern ein vollwertiges Business. Wir bauen für unsere Kundinnen Strukturen auf, die skalieren. Dazu gehört Social Media als Traffic- Quelle, aber vor allem die Monetarisierung über gezielte Kommunikation. Der grösste Umsatz entsteht nicht durch Content allein, sondern durch die Art, wie Nähe aufgebaut wird. Viele bleiben ohne System bei ein paar 1000 Franken oder Euros im Monat. Mit der richtigen Strategie sind jedoch ganz andere Dimensionen möglich.

Ihr Ansatz wirkt stark selektiv. Wen nehmen Sie überhaupt auf?

Wir arbeiten ausschliesslich mit Creatorinnen, die ein klares Potenzial mitbringen. Das kann Reichweite, aber auch eine starke Persönlichkeit oder eine bestimmte Ausstrahlung sein. Wichtig ist, dass sie bereit sind, das Ganze als Unternehmen zu sehen. Wir verstehen uns nicht als klassische Agentur, sondern als strategischer Partner im Aufbau eines langfristigen Einkommens.

Warum zieht dieses Modell gerade jetzt auch immer mehr Personen an, die in der Öffentlichkeit stehen?

Weil sich die Spielregeln verändert haben. Früher waren Influencerinnen stark von Marken abhängig. Heute können sie ihre eigene Marke direkt monetarisieren. Das ist ein massiver Shift. Für viele ist OnlyFans nicht mehr «optional», sondern der logische nächste Schritt, wenn sie verstehen, welchen Wert ihre Community wirklich hat.

Der Markt wächst schnell. Wird er irgendwann kippen?

Er wird sich verändern, aber nicht verschwinden. Was wir gerade sehen, ist eine klare Entwicklung hin zu Qualität und Premium. Die Zeit der schnellen, unstrukturierten Einnahmen ist vorbei. Die Creatorinnen, die bleiben, sind die, die professionell arbeiten und langfristig denken. Und genau diese bauen sich aktuell echte digitale Vermögenswerte auf.

Wenn man Sie als Person betrachtet: Welche Rolle spielen Sie in diesem System?

Ich sehe mich als strategische Schnittstelle. Wir verbinden Reichweite mit Struktur, Content mit Monetarisierung und vor allem Talent mit einem klaren Geschäftsmodell. Am Ende geht es nicht darum, kurzfristig Geld zu verdienen, sondern darum, ein System aufzubauen, das unabhängig funktioniert – und genau das ist für viele Creatorinnen heute der grösste Luxus.

«AM ENDE GEHT ES NICHT DARUM, KURZFRISTIG GELD ZU VERDIENEN, SONDERN DARUM, EIN SYSTEM AUFZUBAUEN, DAS UNABHÄNGIG FUNKTIONIERT.»
Lea

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VOR SCHAU

SCHÖNHEIT

ALS WAFFE

Nach 38 Jahren als einer der führenden Modemacher folgt Dries Van Noten einer neuen Berufung. Der Belgier verwirklicht seinen letzten grossen Traum am Canale Grande. In seinem herrschaftlichen Palazzo aus dem 15. Jahrhundert schafft er einen Treffpunkt in Venedig, wo sich kreative Köpfe austoben können. Mode, Gastro, Design, Handwerk, Kultur und Architektur werden hier zu einem neuen Ganzen verwoben.

LUXUSAUKTIONEN

Die Dynamik, die man im vergangenen Jahr bei Auktionen, Onlineverkäufen und Privatverkäufen beobachten konnte, setzt sich auch im Jahr 2026 fort. Dies zeigt sich in der aussergewöhnlich hohen Besucherzahl in Galerien, der regen Aktivität auf digitalen Plattformen und – was am wichtigsten ist – in den Ergebnissen der Auktionshäusern weltweit. Die Qualität und Vielfalt der Werke und Gegenstände, die bisher in dieser Saison angeboten wurden, sind wahrlich beispiellos – darunter zum Beispiel die Gitarre von David Gilmore von Pink Floyd für fast 15 Millionen US-Dollar.

WILD WILD

EAST

Poesie trifft auf Politik: Kunstschätze aus Asien, Australien und Ozeanien sind erstmals in dieser Form in Europa zu sehen. Mit «Rising Voices» wird eine Gruppenausstellung gezeigt, an der 40 international gefeierte Künstler*innen aus 25 Ländern aufeinandertreffen, um sich mit ihrer Herkunft auseinandersetzen. Mehr als 70 Werke aus den Bereichen Skulptur, Fotografie, Malerei, Keramik, Weberei und Körperschmuck rücken unterschiedliche Merkmale von Heimat in den Vordergrund.

Fünf-Franken-Aktion: HEV-Mitgliedschaft für nur fünf Franken bis Ende 2026. Ab 2027 gilt der reguläre Jahresbeitrag der zuständigen Sektion. Die Aktion gilt nur für Neumitglieder und bis 31.12.2026. Hier anmelden: www.hev-schweiz.ch/prestige-magazin

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