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PRESTIGE Switzerland Volume 78 Auszug

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THE LUXURIOUS LIFE WAY OF

ORNAMENTINA

Von Zürich inspiriert. Von Beyer kreiert.

Blueprints Fraumünster Zürich

when you are different. when you are different.

IM PRES SUM

erscheint vierteljährlich

OWNER

Schweizer Fachmedien GmbH Pfeffingerstrasse 19 CH-4153 Reinach

Telefon +41 61 711 13 93 info@schweizerfachmedien.ch www.schweizerfachmedien.ch

PUBLISHER

FRANCESCO J. CIRINGIONE

PUBLISHING DIRECTOR

HASAN DURSUN

HEAD OF PRESTIGE

BORIS JAEGGI

b.jaeggi@schweizerfachmedien.ch

EDITOR IN CHIEF

URS HUEBSCHER u.huebscher@schweizerfachmedien.ch

HEAD OF SALES

HAZIM JUNUZOVIC h.junuzovic@schweizerfachmedien.ch

SALES

VIRGINIE VINCENT v.vincent@schweizerfachmedien.ch

HEAD OF PRODUCTION & ART DIRECTION

MELANIE MORET m.moret@schweizerfachmedien.ch

PRODUCT PUBLIC RELATION

LAURA GIARRATANA l.giarratana@schweizerfachmedien.ch

PUBLIC RELATION

GIULIA CIRINGIONE g.ciringione@schweizerfachmedien.ch

EDITORS

NATHALIE BECKER

ANJA BETTING

GISBERT L. BRUNNER

VIVA CRUISES

MARKUS FÄSSLER

DANIELA GRUNWALD

BEAT KRENGER

MARIE MARTIN

NEVERMINED UND MANDANA

JOANNA PEYER

TECHNOGYM

KARSTEN-THILO RAAB

MAURA WASESCHA

GEORG WEINDL

CORRECTOR

MARIO HETZEL

COVER Humanplayground Winston Churchill’s Boy –Fine Art Photography Alexander Maria Lohmann

PHOTOGRAPHS

TASCHEN, teNeues, flammarion, Scheidegger&Spiess, Cartier, Rolex, Parmigiani Fleurier, Breitling, Image database, OMEGA, Serpentis, Chopard, Messika, mandana, IWC, Tornaghi, Pomelato, Swarovski, Pasquale Bruni, Eberhard Clous de Paris, Louis Moinet, Gerald Charles, MB&F, Oris, Urban Jürgensen, Doxa, Jaeger-LeCoultre, Louis Vuitton, Louis Moinet, Tiffany & Co., Bentley, McLaren, Lamborghini, Rolls-Royce, Recaro x Porsche, Audi, Bugatti, Mercedes-Benz, Tesla, Jimmy Choo, Karl Lagerfeld, Brunello Cucinelli, Roberto Cavalli, Longchamp, Fusalp, Ferragamo, Dorothee Schumacher, Ammann, Saint Laurent, Lacoste, Hugo Loro Piana, Prada, Dressler, Dior, Tommy Hilfiger, Douglas, FAQ™Swiss, Hermès, Bvlgari, Biossance, Chanel, ArtDeco, Rivoli, Valentino, Soeder, Carolina Herrera, Nuxe, huut., Dr.Hauschka, Jungkraut, QMS Medicosmetics, Moroccanoil, Inoiv, Faber-Castell, Roche Bobois, Ligne Roset, BoConcept, La Palma, L'Epee, Etro Home Interiors, Corum, Vacheron Constantin, Canon, Tumi, MYMARINI, Lufthansa Worldshop, Bremont,Audemars Piguet, Zenith, Roberto Cavalli Home Interiors, Kave Home, Girard-Perregaux, Norbert Eisele-Hein

ADMIN, COORDINATION & SUBSCRIPTIONS

SERPIL TÜRKMEN s.tuerkmen@schweizerfachmedien.ch

PRICE

Issue CHF 10.–/€ 11.–Year CHF 39.–/€ 40.–

is a registered trademark. (IGE 596.147)

ISSN Print: 1662-1255

ISSN E-Mag: 2813-1495

Get Closer to the Caribbean

Auf acht traumhaften Karibikinseln heißen Sie 17 Resorts nur für Erwachsene willkommen. Hier finden Sie Strände mit weichem Sand und Wasser so klar wie Kristall. Schweben Sie im Walk-in-Pool, erleben Sie die Faszination neuer Wassersportarten oder genießen Sie die Ruhe in Ihrer privaten Suite. Seit über 40 Jahren machen wir Karibikferien zu etwas ganz Besonderem – damit Sie einfach entspannen und alle Inklusivleistungen in vollen Zügen genießen können.

Für weitere Informationen besuchen Sie sandals.com Zum Buchen wenden Sie sich an Ihren Reiseveranstalter

Ride with us:

22

JEWEL LERY WAT CHES ART & CULTURE

22 KÖRPER UND SEELE

Starfotograf Bruce Weber

34 ERLEUCHTUNG GARANTIERT

Andrew Carnegie

36 SHORTCUT BOOKS

Buch-Highlights auf einen Blick

38 EIN JUMBOJET ALS KUNSTIKONE

Die Geschichte einer Transformation einer Boeing 747 in Amsterdam

40 THE MARK X ASSOULINE

Ein neues Coffee Table Book über das legendäre New Yorker Hotel

42 LUXUS STABIL, MITTE UNTER DRUCK

Der Uhrenmarkt im Umbruch

54 FUNKELNDES STATEMENT

Haute Joaillerie

58 EXKLUSIV

Im Gespräch mit George Clooney

60 DIE ZUKUNFT FUNKELT ANDERS

Nevermined & mandana

64 KONSTRUKTION AUS SAPHIR

RM 75-01

Flying Tourbillon Sapphire

© Jean Philippe Delhomme

MO TI ON FASH

68 FAST CARS – SLOW FOOD

Die Kombination aus starken und schönen Autos von Ferrari, Lamborghini und Maserati

78 HERZSCHLAG 2.0

Ferraris elektrischer Neustart

82 DIE YACHT FÜR DAS LAND

& WELL BEING

Luxus, der ankert, wo Sie wollen

Die Highlights der Saison

SEIT JAHRHUNDERTEN

VON VENEDIG ÜBER DIE ALPEN

Grossglockner Hochalpenstrasse

JENSEITS DES HORIZONTS

Maybach Ocean Club

WUSSTEN SIE SCHON ...?

Moderne Architektur mit Natur

The Row von Ashley und

METROPOLITAN MAGIC

DIE RÜCKKEHR EINER IKONE

126 FÜR EIN LANGES LEBEN

Medical Retreats & Longevity

136 SHADES OF BLACK

Die Geschichte des Eyeliners

139 WUSSTEN SIE SCHON ...?

Schwan-STABILO gehört zu den grössten Eyeliner-Herstellern der Welt

140 LET ’ S MOVE FOR A BETTER WORLD 2026

Ein Jahrzehnt, in dem Bewegung Sinn stiftet

142 DIE ÄRZTIN, DIE ÄSTHETIK NEU DENKT

Dr. Kelly Vasileiadou

BALGACH Eggenberger Wohnen BASEL Möbel Rösch, Passion for Beds Basel BÜLACH Scheidegger Möbel KRIENS Möbel Amrein LUZERN BuchwalderLinder, Colombo la Famiglia OLTEN Möbel Kissling SCHATTDORF Muoser WILL Gamma Einrichtungshaus ZOLLIKON Colombo la Famiglia Zürich ZinggLamprecht ZWEISIMMEN Müller-Hirschi Interieur Passion for Beds Zürich

146 AUSSERGEWÖHNLICHER KLANG UND IKONISCHES DESIGN

100 Jahre Bang & Olufsen

154 DER HÖHEPUNKT BERLINS

Der Estrel Tower

158 FÜHLEN. SPÜREN. SEIN.

Haus Ca’ dei Mongi

161 WUSSTEN SIE SCHON ...?

Die Macht der Motive

162 EIN ZUHAUSE DER SUPERLATIVE

Die Goldstein Residence in Los Angeles

166 KOLUMNE

Maura Wasescha

170 UNVERGESSLICHER LUXUS UND KÜNSTLERISCHE EXZELLENZ Velaa Private Island

178 LUXUS VEREINT MIT ALL-INCLUSIVE Bayou Villas Anda –The Delice Peninsula

184 ROMANTIC ESCAPE AM LAGO MAGGIORE

Hotel Belvedere Locarno

186 ZU GAST IN EINER PARISER LEGENDE «Le Train Bleu»

188 AUF SISSIS SPUREN

Rosewood Schloss Fuschl

192 WUSSTEN SIE SCHON ...?

Eine zeitlose Ikone der Riviera

194 TRAVEL NEWS Resorts & smarte Reisebegleiter

196 DESIGN, ERLEBNISVIELFALT UND SÜDTIROLER GASTLICHKEIT

Winkler Hotels

200 FINE DINING AUF STERNENIVEAU

VIVA Boutique

204 JEAN-JAQUES VALLET 50 Jahre Constance Hotels & Resorts

Vive la France!

Entdecken Sie ab Mai 2027 mit der VIVA UNIQUE auch Italiens Highlights!

Ein neues Kapitel gefüllt mit einzigartigen Momenten.

Von Paris, der Stadt der Liebe, geht es auf der VIVA BEYOND ab Mai 2026 durch die Region Île-de-France auf der wunderschönen Seine bis in die Normandie Perfekt, dass das elegante Boutique-Hotel immer dabei ist – individuell auf die Wünsche der maximal 112 Passagiere zugeschnitten, mit über 50 % Suiten, einer kulinarischen Vielfalt der Extraklasse und einem umfangreichen All-Inclusive Konzept.

Informationen zu Ihrem Boutique-Hotel auf dem Fluss finden Sie unter: www.viva-cruises.com/ viva-boutique

CULI NA

206 VIVE LA PROVENCE Coquillade Provence

212 SPANIENS BELIEBTESTE RIOJA-MARKE

Ramón Bilbao

214 LUXURY OF TIME

Douro Boys

215 AUSSERGEWÖHNLICHER TROPFEN UND SMARTES GRILLIEREN

Louis XIII und Weber mit dem neuen «Genesis»

216 KULINARIK MIT WELTERBE-CHARAKTER

The Amauris Vienna

218 SLOW BREWING

Die Kunst des langsamen Biergenusses

220 KUNST UND KAPITAL

Anlageklasse im Fokus

226 EINE FRAGE DES VERTRAUENS

Marken-Residenzen

230 EIN RUNDUM-SORGLOS-PAKET ALS INVESTITION

Die Residences des Hard Rock Hotel Davos

Vincent van Gogh, Public domain, via Wikimedia Commons

Seit über 48 Jahren steht Maura Wasescha AG für höchste Eleganz und Prestige im Luxusimmobilienmarkt von St. Moritz. Mit tiefem Wissen über die Region und einem exklusiven Netzwerk bieten wir außergewöhnliche Residenzen an den schönsten Orten des Engadins und darüber hinaus. Unser Anspruch geht über klassische Vermittlung hinaus: Wir gestalten maßgeschneiderte Erlebnisse – von individueller Beratung über diskrete Verwaltung bis hin zu stilvollem Interior Design und Concierge-Services auf höchstem Niveau. Jede Immobilie ist ein Meisterwerk, in dem Komfort, Privatsphäre und natürliche Schönheit eine perfekte Einheit bilden. Mit Maura Wasescha AG wird Luxus zur gelebten Realität – einzigartig, stilvoll und unvergleichlich.

MAURA WASESCHA AG: DIE KUNST DES LUXUS, DIE ESSENZ DER EXZELLENZ IN ST. MORITZ

EDI TO RIAL LEICHTIGKEIT DES SEINS

Der Frühling markiert einen leisen Wendepunkt – nicht nur in der Natur, sondern auch im Verständnis von Luxus. Was zählt, ist nicht länger das Mehr, sondern das Richtige. Weniger Inszenierung, mehr Substanz. Weniger Lautstärke, mehr Gefühl. Luxus zeigt sich heute in der Art, wie sich Dinge anfühlen. In einem Automobil, das nicht imponieren will, sondern überzeugt – durch Design, durch Präzision, durch Ruhe. Technologische Innovation tritt nicht in den Vordergrund, sondern fügt sich selbstverständlich ein. Fortschritt wird nicht erklärt, er wird erlebt.

Auch die Mode folgt diesem neuen Selbstverständnis. Der Frühling bringt Leichtigkeit, aber keine Flüchtigkeit. Klare Schnitte, hochwertige Materialien, Farben, die Raum lassen. Es ist eine Eleganz, die nicht nach Aufmerksamkeit sucht. Sie funktioniert im Alltag ebenso wie im besonderen Moment – und gerade darin liegt ihre Stärke.

Reisen werden neu gedacht. Nicht als Sammlung von Destinationen, sondern als bewusste Entscheidung für Zeit. Für Orte, die entschleunigen, statt zu beeindrucken. Ein Haus am Wasser, eine Stadt abseits des Trubels, ein Nachmittag ohne Programm. Luxus bedeutet, nicht überall sein zu müssen.

Kunst und Kultur spiegeln diese Haltung wider. Ausstellungen setzen auf Reduktion, auf Tiefe, auf den Dialog zwischen Handwerk und Gegenwart. Man schaut genauer hin. Man bleibt länger. Qualität entfaltet sich nicht auf den ersten Blick, sondern auf den zweiten.

Und schliesslich der Genuss: Die Küche des Frühlings ist klar, saisonal, präzise. Produkte stehen im Mittelpunkt, nicht ihre Erklärung. Ein Glas Wein begleitet, statt zu dominieren. Grosse Gesten weichen stiller Exzellenz.

Vielleicht ist genau das der Luxus unserer Zeit: die Freiheit, bewusst zu wählen. Mit Haltung. Mit Sinn für Ästhetik. Mit Vertrauen in Qualität.

Leichtigkeit des Seins – als zeitgemässe Form von Luxus. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Lesevergnügen mit unserer Frühlingsausgabe!

ART CUL TURE &

KÖRPER SEELE

DBruce Weber hat nicht nur unvergessliche Bilder geschaffen. Er entwickelte eine eigene Sprache, um Schönheit und Sehnsucht neu zu definieren.

er Junge sass im Schlafanzug auf der Treppe. Unten feierten die Eltern mit Freunden. Musik, Gelächter und das Klirren von Eiswürfeln in Whiskeygläsern hielten ihn wach. Der Junge faltete Zettel zu Papierfliegern. Darauf schrieb er: «Liebe Mom, lieber Dad – darf ich auch zu euch runterkommen?» Die Flieger segelten hinab ins Wohnzimmer, landeten neben der Bar, doch niemand schenkte ihnen Beachtung.

Zum zwölften Geburtstag bekam der kleine Bruce eine Kamera geschenkt: eine Argus C3 Standard, massiv wie ein Ziegelstein. Und der Junge wusste sofort: Meine Fotos sollen wie die Papierflieger in die Welt hinaus. Nur erfolgreicher. Sie müssen gesehen werden.

Bruce Weber wurde 1946 in der Kleinstadt Greensburg in Pennsylvania geboren. Seine frühe Faszination galt dem Film, doch es war die Standbildfotografie, die ihn letztendlich in ihren Bann zog. «Ich war schon immer ziemlich schüchtern. Das ist teilweise der Grund, warum ich ein Leben hinter der Linse gewählt habe. Meine Arbeit sollte für sich selbst sprechen», reflektiert der Künstler seine Berufswahl.

Dieses Jahr konnte er seinen 80. Geburtstag feiern. Und Weber blickt zurück auf ein bewegtes Leben. Er hat für Karl Lagerfeld und Versace fotografiert. Seine Calvin-Klein-Kampagnen in den 80er-Jahren sind unvergessen. Ein olympischer Stabhochspringer im weissen Slip auf einer riesigen Werbetafel am Times Square: was für eine Provokation! Plötzlich wurde Männerunterwäsche sexy. Das Bild brach mit jahrzehntelangen Konventionen. Männlichkeit musste nicht mehr hart und unnahbar sein – sie durfte verletzlich, ästhetisch, begehrenswert wirken.

DIANE ARBUS ALS MENTORIN

Doch Bruce Webers Weg bis dorthin war ein steiniger. Ganz am Anfang seiner Karriere arbeitete er nur sporadisch für IndependentMagazine, alles schlecht bezahlte Aufträge ohne jeglichen Glamour, die er einzig annahm, um seinen eigenen Stil zu finden. Er experimentierte mit Licht, mit Kompositionen, mit der Beziehung zwischen Fotograf und Modell. Diese Jahre der Unsicherheit prägten seine Arbeitsweise nachhaltig: Weber lernte, dass Authentizität wichtiger ist als Perfektion.

Autor_Beat Krenger

Bilder_Bruce Weber

Seine Mentorin in diesen Anfangsjahren war niemand Geringeres als Diane Arbus, die legendäre Dokumentarfotografin. Von ihr übernahm er die Fähigkeit, hinter die Fassade zu blicken, das Unerwartete im Alltäglichen zu entdecken. Arbus lehrte ihn, dass jedes Gesicht eine Geschichte erzählt – man muss nur genau genug hinsehen. Diese Lektion sollte Webers gesamtes Schaffen durchziehen.

Sein grosser Durchbruch kam schliesslich 1980 mit einer Modestrecke für die britische «Vogue». Er war mit der berühmten Stylistin Grace Coddington unterwegs, die in jungen Jahren auch gemodelt hatte und deshalb wie keine andere verstand, mit Kleidern Geschichten zu erzählen. Ihre methodische Vorbereitung traf auf Webers spontane Kreativität. Obwohl die anfängliche Autofahrt durch die australische Wüste in Schweigen gehüllt war, entwickelte sich daraus eine Freundschaft, die Raum für gegenseitige Überraschungen liess. Coddington erkannte sofort Webers besonderes Talent: «Er fotografiert nicht Kleider an Körpern, sondern Menschen in Momenten.»

NATÜRLICHKEIT WIRD KULT

Bruce Weber gilt als Begründer dessen, was heute als «Lifestyle Branding» in aller Munde ist. Er wollte durch seine Aufnahmen niemals Produkte verkaufen, sondern ein Lebensgefühl zelebrieren. Dafür setzte er schöne Menschen und Orte ins Zentrum des Geschehens, kurbelte mit seinen Beobachtungen die Fantasie von Männern und Frauen gleichermassen an. Seine Shootings fanden nicht im sterilen Studio statt, sondern am Strand, auf Farmen, in verfallenen Herrenhäusern. Die Umgebung war nie Kulisse, sondern Mitspieler. Seine Porträts sind intim. Überraschend. Erotisch. Sie bleiben im Gedächtnis, weil sie etwas wagen. So auch die «Abercrombie & Fitch»-Kataloge, die Webers Naturalismus einem breiten Publikum bekannt gemacht haben. Kleider spielten dabei eine Nebenrolle. Die Kataloge wurden gerade deshalb zu Kultobjekten, zu Sammlerstücken – manche behaupten, sie hätten eine ganze Generation in ihrer Vorstellung von Begehren geprägt.

Emotionale Reportage: Inhaftierte Väter feiern ein Wiedersehen mit der Familie.
Modeshooting mit Naomi Campbell auf den Strassen New Yorks

Es folgten hitzige Diskussionen über die Sexualisierung seiner Sujets: «Viele meiner Aufnahmen galten damals als zu riskant, um in einem renommierten Magazin abgedruckt zu werden», erinnert sich der Fotograf. Gleichzeitig gilt er als Vorreiter der Körperkult-Bewegung, die bis heute anhält. Der einst schüchterne Junge vom Land entwickelte sich immer mehr zu einem Visionär seiner Zunft, mit dem alle arbeiten wollten. Auch der Modemogul Ralph Lauren.

DER AMERIKANISCHE TRAUM

Judith Thurman vom «New Yorker» nannte damals Ralph Lauren und seine Marke «die Idealisierung des amerikanischen Traums». Und Bruce Weber erweckte mit seinen Aufnahmen diesen Traum zum Leben. Er definierte nicht nur ein Image, das auf eine nostalgische, aber dennoch moderne Art typisch amerikanische Werte wie Freiheit und Familienzugehörigkeit verkörperte. Er schuf ein visuelles Universum, das wie massgeschneidert zum Label passte.

Die Zusammenarbeit zwischen Weber und Lauren wurde legendär. Ihre Kampagnen zeigten nicht Models, sondern Archetypen: den Rancher, die Erbin, den Studenten, die Familie beim Picknick. Diese Figuren existierten in einer Welt zwischen Realität und Fantasie, zwischen Erinnerung und Gegenwart. Es war Americana vom Feinsten – ein Amerika, das vielleicht nie so existiert hatte, aber in der kollektiven Sehnsucht umso präsenter war. Ralph Lauren erinnert sich an die damalige Zeit: «Bruce verstand sofort, worum es mir ging, und ich wusste genauso, was ihm wichtig war. Wir teilten diese tiefe Liebe zu unserem Vaterland und der damit verbundenen Erdverbundenheit. Ich spürte die gleiche Sensibilität für das, was mir besonders am Herzen liegt: Tradition und Familie.»

Legendäre Werbekampagne für «Obsession» von Calvin Klein
«WENN ICH BILDER VON KATE

Die authentische Ästhetik, für die Weber steht, verlieh den Kampagnen eine zeitlose Qualität. Dabei konnte er sich selbst treu bleiben: «Wenn Leute mich engagieren, denke ich über die Person nach, für die ich arbeite, nicht über das Unternehmen.» Diese Haltung machte ihn zu einem gefragten, aber auch eigenwilligen Partner. Weber akzeptierte nur Projekte, bei denen er künstlerische Freiheit hatte. Kompromisse bei der Vision? Undenkbar.

CHARISMATISCHE KATE

Sein Gespür für den besonderen Moment während eines noch so kurzen Treffens ist legendär. Auch deshalb blieb ihm noch Jahre später die erste Begegnung mit Kate Moss, die in den frühen 90erJahren noch am Anfang ihrer Karriere stand, besonders gut in Erinnerung.

Weber trug wesentlich dazu bei, ihren Status als Supermodel ihrer Generation zu zementieren. Er schwärmt von ihrem Charisma: «Wenn ich Bilder von Kate anschaue, hat sie bis heute dieses gewisse Etwas, das sie von anderen Models abhebt, behalten. Sie hat nie gross über ihr Privatleben gesprochen, und das macht sie umso geheimnisvoller. Ich hatte wirklich Glück und fühlte mich geehrt, so viele Reisen und Shootings mit ihr machen zu können.»

Was Weber in Kate Moss sah, war nicht einfach ein hübsches Gesicht. Es war eine Präsenz, eine Fähigkeit, vor der Kamera gleichzeitig anwesend und abwesend zu sein. Sie konnte träumen mit offenen Augen. Diese Qualität einzufangen, ohne sie zu zerstören –das war Webers Meisterschaft.

Seine Porträts von Tina Turner, Matt Dillon, Tom Waits, Viggo Mortensen, Keanu Reeves, Brad Pitt, Madonna und Amy Winehouse wurden zu Klassikern. Nicht weil sie besonders glamourös sind, sondern weil sie die Seele hinter der prominenten Fassade einfangen. Weber interessierte sich nie für die Maske, immer für den Menschen darunter. Seine Aufnahme von Amy Winehouse etwa zeigt nicht die selbstzerstörerische Diva der Boulevardpresse, sondern ein junges, verletzliches Mädchen mit ungeheurer künstlerischer Kraft. Was Weber von vielen seiner Zeitgenossen unterscheidet, ist ein anhaltender Glaube an die Einzigartigkeit der Porträtierten. In einer Industrie, die Prominente immer stärker auch als Marken inszeniert, beharrte Weber darauf, dass sie sie selbst bleiben dürfen. Kompliziert. Widersprüchlich. Verletzlich. Diese Haltung machte ihn bei Stars beliebt – vor seiner Kamera mussten sie nicht funktionieren, sie durften einfach sein.

ANSCHAUE,

HAT

SIE BIS HEUTE DIESES GEWISSE ETWAS, DAS SIE VON ANDEREN MODELS ABHEBT, BEHALTEN .»

Bruce Weber

PERSÖNLICHE PORTRÄTS

Bruce Weber hatte alle grossen Stars der letzten 50 Jahre vor der Kamera: enge Freunde wie Elisabeth Taylor und Keith Richards. Jessica Lange mit Sam Shepard als inniges Liebespaar. Seine verehrten Berufskollegen Helmut Newton und Richard Avedon. Die Tennis-Schwestern Serena und Venus Williams am Anfang ihrer Karriere. Francis Ford Coppola, Greta Gerwig, Wim Wenders oder Pedro Almodóvar, auch abseits von Filmsets. Georgia O’Keeffe auf ihrer Ranch. Roy Lichtenstein in seinem Atelier. Louise Bourgeois in New York. Die Liste liest sich wie ein «Who is who» der Kulturgeschichte.

David Bowie hat er mehrmals fotografiert, in verschiedenen Phasen seines Lebens. Als er den Musiker und dessen Ehefrau Iman 1995 nach Kapstadt begleitete, um Nelson Mandela zu treffen, bemerkte er: «Es war unglaublich emotional, so kurz nach dem Ende der Apartheid in Südafrika zu sein – mit diesem Paar, das bedingungslose Liebe so atemberaubend verkörperte. Sie wurden überall, wo wir Aufnahmen machten, willkommen geheissen und gefeiert, weil ihre Persönlichkeiten alles andere überstrahlten.»

Seine Aura überstrahlte alles andere: David Bowie 1995 am Strand von Kapstadt.

Die 23-jährige Amy Winehouse – vier Jahre vor ihrem tragischen Tod

In seinem neuen Fotoband «My Education» verrät der viel gereiste Künstler nicht nur, was ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist, sondern auch, wie er neue Herausforderungen angeht: «Wenn ich jemanden zum ersten Mal sehe, ist die Person zunächst nur ein Gesicht in der Menge, das meine Fantasie anregt. Für mich liegen Geheimnis und Glück der Fotografie darin, diesen ersten Eindruck, den ich von einer Person bekomme, möglichst glaubwürdig einzufangen.»

Seine Bildstrecken erschienen auf dem Höhepunkt seiner Karriere in allen stilprägenden Magazinen, von «Vanity Fair» über «Rolling Stone» bis «Life». Doch auch als Filmregisseur war er erfolgreich. «Let’s Get Lost», seine Hommage an den Jazzmusiker Chet Baker, lief 2008 im Klassikerprogramm in Cannes und wurde für einen Oscar nominiert. Der Film ist mehr als eine Biografie – er ist ein melancholisches Gedicht über Schönheit, Sucht und den Preis des Ruhms. Weber filmte Baker mit derselben Zärtlichkeit, mit der er ihn fotografiert hätte: ungeschönt, ehrlich, liebevoll.

Sein Antikriegsfilm «A Letter to True» eröffnete 2004 die Berlinale und demonstrierte Webers Fähigkeit, fotografische Magie in bewegte Bilder zu übersetzen. Der Film, benannt nach einem gefallenen Soldaten, ist Webers persönlichste Arbeit –ein Aufschrei gegen Gewalt, verpackt in Bilder von verstörender Anmut.

SCHATTENSEITEN DER MACHT

2017 zogen dunkle Wolken auf. Die New York Times berichtete über Webers sexuelles Fehlverhalten gegenüber fünf männlichen Models in der Vergangenheit. Der Fotograf bestritt jegliche Vorwürfe. Mittlerweile wurden alle damit verbundenen Anklagen fallen gelassen oder endeten in einem Vergleich. Dennoch warfen die Schlagzeilen einen Schatten über sein Lebenswerk und führten zu Diskussionen über Machtdynamiken in der Modebranche. Alle zukünftigen Projekte mit Bruce Weber wurden auf Eis gelegt. Die Mechanismen der Branche, die Weber mitgeprägt hatte, wurden plötzlich kritisch hinterfragt: Wo hört künstlerische Freiheit auf und fängt Grenzüberschreitung an? Wie kann man junge Models besser vor Ausbeutung schützen?

Auch Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen in Hamburg, verschob eine geplante Retrospektive. Die Ausstellung sollte nicht den Starfotografen zeigen, sondern seine unbekannte Seite beleuchten –den Künstler auf Entdeckungsreisen fernab vom Scheinwerferlicht.

Die Kontroverse bleibt bis heute ein Teil von Webers Geschichte. Doch sie mindert nicht die Tatsache, dass sein Werk die visuelle Landschaft der letzten fünf Jahrzehnte nachhaltig geprägt hat.

COMEBACK MIT 80 JAHREN

Bruce Weber hat sich dazu entschieden, weiterzumachen – unabhängiger denn je –, da selbst langjährige Wegbegleiter alle gemeinsamen Pläne vertagt haben. Und somit ist er wieder aktiv geworden: Kürzlich durfte er die Winterkampagne für die Jeansmarke Blauer in Miami realisieren. Ein vielbeachtetes Comeback des Altmeisters. Die Bilder zeigen, dass Weber nichts von seiner Handschrift verloren hat – auch mit 80 Jahren sieht er die Welt noch immer mit den Augen des staunenden Jungen von damals. Er arbeitet nach wie vor analog, nicht digital. Er bleibt dabei, weil er den Überraschungseffekt vorzieht: «Wenn man digital arbeitet, sieht man die Ergebnisse sofort. Alle am Set sehen sie. Es gibt keinen glücklichen Zufall mehr. Nicht dieses Weihnachtsgeschenk-Gefühl, sobald die Kontaktbögen aus dem Labor ankommen.» Diese Treue zum Analogen ist mehr als Nostalgie – es ist ein künstlerisches Prinzip. Weber glaubt an den Moment, an die Magie des Nichtwissens, an die Spannung zwischen Auslösen und Entwickeln.

In einer Zeit, in der Bilder in Sekundenschnelle um die Welt gehen und genauso schnell vergessen werden, wirkt Webers Arbeitsmethode wie aus einer anderen Ära. Doch genau das macht sie wertvoll: Seine Fotografien haben Gewicht, Substanz, Dauer. Sie sind nicht für den schnellen Konsum gemacht, sondern fürs Erinnern.

Hin und wieder erinnert sich der berühmte Fotograf an den kleinen Bruce auf der Treppe zurück, der sich ausgestossen und allein gelassen fühlte. Damals hielt er einen Papierflieger in der Hand. Jahre später wurde daraus eine Kamera. Seine Bilder gingen um die Welt. Sie wurden gesehen, geschätzt und geliebt. Und durch sie wurde auch Bruce Weber gesehen. Das war alles, was er wollte.

SAMMLERSTÜCK

«My Education» ist das persönlichste Vermächtnis des Fotografen. Erhältlich bei taschen.com

QUICK FACTS

Während seiner Karriere hat Bruce Weber die unterschiedlichsten Kunst formen bespielt: Er hat sieben Kurz- und Langfilme gedreht, mehr als 37 Bücher veröffentlicht und weltweit über 60 Ausstellungen inszeniert.

Mit seinen Schwarz-Weiss-Aufnahmen schuf der Starfotograf zeitlose Kampagnen für Calvin Klein, Ralph Lauren, Versace und Dior Homme. Den Pirelli-Kalender durfte er sogar zweimal gestalten: 1998 und 2003.

«My Education» (Taschen) ist Webers Vermächtnis an das Träumen, Lernen und Zusammenarbeiten, mit Texten von Charles Bukowski, Rupert Brooke, John Steinbeck und Erinnerungen des Amerikaners selbst. Die visuelle Reise auf 564 Seiten beleuchtet den Weg vom schüchternen Jungen bis zum Biografen unserer Zeit.

WAT CHES

LUXUS STABIL, MITTE UNTER DRUCK

Am Ende kam es 2025 doch nicht ganz so schlimm wie von Pessimisten erwartet. Übers Jahr gaben die Schweizer Uhrenexporte moderate 1.7 Prozent nach. Ausschlaggebend war eine deutliche Erholung im Dezember, der nach mehreren schwachen Monaten wieder ein Plus von 3.3 Prozent brachte. Insgesamt beliefen sich die Ausfuhren auf 25.6 Milliarden Franken. Wachstumsmotor blieben die USA, begünstigt durch gesenkte

Zölle: Allein im Dezember stiegen die Exporte dorthin um 19.2 Prozent. Überraschend stark präsentierte sich Frankreich mit einem Rekordzuwachs. Ebenso trugen Märkte wie Singapur, Taiwan oder das Vereinigte Königreich positiv bei. Demgegenüber standen deutliche Rückgänge in wichtigen Absatzregionen wie China, Hongkong, Deutschland und Italien.

trukturell zeigte sich 2025 ein klarer Trend: Wertwachstum kam vor allem aus hochpreisigen Segmenten. Gleichzeitig sanken die Stückzahlen. Für 2026 zeichnet sich eine vorsichtige Stabilisierung ab. Immerhin senden Nordamerika, Indien und Teile Europas positive Signale. In diesem Sinne gilt das Prinzip Hoffnung.

BLANCPAIN MINI VILLERET 2026

Den Valentinstag 2026 zelebrierte Blancpain mit der 26. Sonderedition eines anlassbezogenen Zeitmessers. Die Mini Villeret Saint-Valentin knüpft an die lange Markentradition bezüglich der Gestaltung und Fertigung schmückender Damenuhren an. Die Kreation verknüpft feine Mechanik mit symbolträchtigen Details. Das nur 21.5 Millimeter grosse Gehäuse beherbergt ein winziges Automatikwerk mit nur 15.7 Millimetern Durchmesser. Der Rotor zeigt ein graviertes Herz. Aus nacre perlée, einer besonders seltenen und anspruchsvollen Perlmuttform, besteht der sichtbare Teil des Zifferblatts. Den Schmuckcharakter unterstreichen eine diamantbesetzte Lünette sowie ein herzförmig geschliffener Diamant bei «12». Weiteres Kennzeichen der insgesamt nur 14 hergestellten Armbanduhren ist ein lackiertes Alligatorlederband in leuchtendem Chérie-Rot.

CARTIER BALLON BLEU

MIT TAG / NACHT-ANZEIGE

Seit ihrer Einführung im Jahr 2007 zählt die Ballon Bleu zu den prägenden Uhrdesign-Ikonen des Hauses Cartier. Charakteristisch ist das speziell gestaltete Gehäuse samt der von einem Metallbogen geschützten Krone mit integriertem Saphircabochon. Zu den Spezifika gehören auch die neu interpretierten römischen Ziffern und die innenliegende Minuterie, welche durch das bombierte Saphirglas optisch leicht verzerrt erscheinen. Bereits Ende 2025 erweiterte Cartier die Kollektion um zwei neue Modelle mit einer Zusatzindikation bei «10». Diese visualisiert den beständigen Wechsel von Tag und Nacht. Eine von zwei Varianten gibt es in Weissgold. Sie verfügt über ein Zifferblatt aus Aventuringlas, dessen kupferhaltige Struktur das Licht differenziert reflektiert. 1847 MC heisst das exklusive, auf Präzision und Zuverlässigkeit ausgelegte Automatikkaliber.

SCHMUCKSTÜCK MIT UHR:

FRÉDÉRIQUE CONSTANT MANCHETTE

Mit der im Mai 2025 vorgestellten Classics Manchette positionierte sich Frédérique Constant bewusst jenseits klassischer Uhrmacherei als feminines Design- und Schmuckobjekt. Die Uhr folgt der Tradition der Manchette- beziehungsweise Cuff-Uhren, bei denen das breite Armband die Gestaltung dominiert und die Zeitanzeige elegant integriert ist. Ihre Wurzeln reichen bis in die Art-déco-Epoche der 1920er-Jahre zurück, weitere Revivals folgten in den 1970ern sowie um die Jahrtausendwende.

Zu den im vergangenen Jahr vorgestellten Modellen gesellt sich 2026 eine goldfarbene Variante mit PVD-beschichtetem Stahlgehäuse, schwarzem Onyx-Zifferblatt, flachem Auftritt mit nur 6.45 Millimetern Bauhöhe sowie einem siebenreihigen Gliederband mit Clou-de-Paris-Dekor. Auch diese Variante interpretiert das feminine Thema in zeitgemässer Weise. Das präzise Quarzkaliber FC-200 mit fünf Jahren Batterielaufzeit unterstreicht die Alltagstauglichkeit dieser augenfälligen Damenarmbanduhr.

TAG HEUER

IM ZEICHEN DER GEZEITEN

Sowohl gestalterisch als auch funktional nimmt der TAG Heuer Carrera Chronograph Seafarer Bezug auf ein Vorbild aus dem Jahr 1959. Der damals vorgestellte Mareographe zeichnete sich durch Gezeitenfunktion und Chronograph aus. Nachdem der amerikanische Kunde Abercrombie & Fitch mit dem französischen Namen wenig anfangen konnte, erfolgte eine Umbenennung in Seafarer. Die Einstellung des rein mechanisch funktionierenden Indikators geschieht mithilfe des bei «9» positionierten «TIDE»-Drückers. Danach lassen sich die Zeiten von Ebbe und Flut über einen

vollständigen Mondzyklus hinweg ablesen. Das hauseigene Automatikkaliber TH20-04 verfügt über rund 80 Stunden Gangautonomie. Bis zu zehn Bar Druck reicht die Wasserdichte des 42 Millimeter grossen Edelstahlgehäuses im Carrera-GlassboxDesign. Erhältlich ist der Newcomer seit März 2026.

AGAVE BLUE FÜR DIE TONDA PF MICRO-ROTOR

Parmigiani Fleurier ergänzt die Tonda PF Micro-Rotor um einen neuen, eleganten Zifferblattton in Agave Blue. Die Neuheit ist in zwei Ausführungen erhältlich: in Edelstahl mit fein gerändelter Lünette aus 950er-Platin sowie in 18 Karat Roségold. Das handguillochierte Grain-d’Orge-Zifferblatt mit applizierten Indexen aus Rhodium oder Roségold unterstreicht die ruhige, ausgewo -

gene Gestaltung dieser erfolgreichen Linie. Die beiden Zeiger Stunden und Minuten treibt das ultraflache Manufakturkaliber PF703 an. Sein Mikrorotor besteht aus 950er-Platin. Finissierungen wie Côtes de Genève, Perlage und anglierte Brücken werten das Mechanik-Œuvre mit drei Hertz Unruhfrequenz und 48 Stunden Gangautonomie auf. Schutz bietet eine 40 Millimeter messende Sichtbodenschale mit verschraubter Krone und eine Wasserdichte, die bis zu zehn Bar Druck reicht.

ROLEX PERPETUAL 1908 MIT GLIEDERBAND

Mit einer beeindruckenden Variante der Perpetual 1908 hat Rolex seine elegante, 2023 in den Markt eingeführte Klassiklinie erweitert. Erstmals kombiniert die Schweizer Traditionsmanufaktur das

9.5 Millimeter flache Gelbgoldgehäuse mit einem siebenreihigen Gliederband aus dem gleichen Material. Letzteres ist Resultat eines speziell auf dieses Modell abgestimmten Entwicklungsprozesses. Das fein abgestufte Band mit verdeckter CrownclaspSchliesse fügt sich harmonisch in die Linienführung des schlichten runden Gehäuses ein und unterstreicht den Charakter als Dresswatch. Die Lünette der 39 Millimeter messenden Schale umrahmt ein zurückhaltend gestaltetes Zifferblatt mit kleiner Sekunde bei «6». Das akkurate Drehen der drei massivgoldenen Zeiger bewirkt die zertifizierte Manufaktur-Automatik 7140. Zu ihren Merkmalen gehören eine hocheffiziente Chronergy-Hemmung, eine vollkommen amagnetische Syloxi-Spirale und beruhigende 66 Stunden Gangautonomie.

BREITLING UND ASTON MARTIN:

RÜCKKEHR IN DIE FORMEL 1

Pünktlich zum Start der neuen Formel-1-Saison geben Breitling und das Aston Martin Aramco Formula One Team eine mehrjährige Partnerschaft bekannt. Breitling wird offizieller Uhrenpartner des Teams und markiert damit seinen Wiedereinstieg in die Königsklasse des Motorsports. Der erste gemeinsame Auftritt geht beim Launch des neuen AMR26-Rennwagens über die Bühne, das Renndebüt folgt beim Grossen Preis von Australien im März.

Zum Auftakt lanciert der Schweizer Spezialist für präzise Kurzzeitmessung eine spezielle Navitimer B01 Chronograph 43 Edition, welche Rennsport-DNA und Markenidentität vereint. Auf 1959 Exemplare limitiert, eine Referenz an Aston Martins ersten Formel-1-Einsatz im Jahr 1959, kombiniert der Armbandchronograph Titangehäuse, Carbonzifferblatt sowie markante Farbakzente in Aston Martin Racing Green. Im Inneren findet sich das COSCzertifizierte Manufakturkaliber B01. Dieser Zeitmesser präsentiert sich als sehr sportliche Interpretation der 1952 vorgestellten Ikone und als sichtbares Symbol der neuen Auto-Uhr-Allianz.

GOAT AM HANDGELENK: HUBLOT EHRT NOVAK DJOKOVIC

Parallel zur LVMH Watch Week 2026 und den Australian Open brachte Hublot die Big Bang Tourbillon Novak Djokovic GOAT Edition auf den Markt. Erhältlich ist der Zeitbolide in drei Farbvarianten, deren Stückzahlen Djokovics Turniersiege widerspiegeln: Blau für Hartplatz (72 Exemplare), Rostrot für Sand (21) und Grün für Rasen (acht). Die Modelle sind einzeln nummeriert, aber nicht erschöpfend limitiert, denn bei weiteren Titeln sollen zusätzliche Uhren folgen.

Im Zentrum steht das skelettierte Manufakturkaliber HUB6035 mit Minutentourbillon bei «6». Eine 0.55 Millimeter dünne, lasergravierte Gitterstruktur erinnert an Tennissaiten. Dank neuem Titan-Kunststoff-Verbundwerkstoff wiegt die Uhr lediglich 56 Gramm. Gorillaglas, Mikrorotor und rund 72 Stunden Gangautonomie unterstreichen den Hightech-Anspruch dieser Uhrenmarke.

CHOPARD X ZAGATO:

ULTRALEICHTE KONZEPTUHR MIT RENNSPORT-DNA

Mit der Zagato Lab One Concept stellte Chopard Anfang 2026 seine dritte Kooperation mit dem italienischen Designstudio Zagato vor. Entwickelt in der L.U.C-Manufaktur in Fleurier, verbindet die auf 19 Exemplare limitierte Konzeptuhr automobile Konstruktionsprinzipien mit Haute Horlogerie. Herzstück ist eine von Rennwagen inspirierte Rohrrahmenkonstruktion, die hohe Steifigkeit bei minimalem Gewicht bietet. Gefertigt aus keramisiertem Titan, bringt die Uhr nur 43.2 Gramm inklusive Armband auf die Waage – ein Rekord für Chopard.

Angetrieben wird sie vom chronometerzertifizierten Tourbillon-Handaufzugskaliber L.U.C 04.04-L mit 60 Stunden Gangreserve, Stossdämpfung nach Automobilvorbild und skelettierter Anzeige ohne klassisches Zifferblatt. Die Gestaltung zielt konsequent auf den Motorsport, beginnend beim Gehäuse über die Zeitanzeige bis hin zur Gangreserveindikation im Tankuhrstil.

PATEK-PHILIPPE-QUADRUPEL-KOMPLIKATION

Mit der Referenz 5308G-001 übernahm Patek Philippe 2025 erstmals eine Vierfachkomplikation in die reguläre Kollektion. Im Zentrum des tickenden Geschehens steht das Automatikkaliber R CHR 27 PS QI. Dabei handelt es sich um ein hochkomplexes Uhrwerk. 799 sorgfältig finissierte Komponenten braucht es für eine Minutenrepetition auf klassische Tonfedern, einen Monopusher-Schleppzeiger-Chronographen mit zwei patentierten Besonderheiten sowie einen augenblicklich schaltenden ewigen Kalender mit Fenstern für Wochentags-, Datums-, Monats-, Schaltjahres-, Mondphasen- und Tag/Nacht-Indikation. Beim Tragen baut der Platin-Minirotor eine Gangautonomie von bis zu 48 Stunden bei angehaltener Stoppfunktion auf.

Durch das Saphirglas des 42 Millimeter grossen Weissgoldgehäuses mit durchbrochenen Bandanstössen blickt man auf ein eisblaues Zifferblatt mit Sonnenschliff und applizierten Weissgoldindizes. Die Lieferung dieses Ausweises der uhrmacherischen Komplikationenkompetenz erfolgt mit Sichtboden und einem massiven Pendant.

OMEGA SEAMASTER DIVER 300M ZU MILANO CORTINA 2026

Vom 6. bis 22. Februar 2026 fanden in Italien, konkret Mailand und Cortina, die 25. Olympischen Winterspiele statt. Bereits zum 32. Mal agierte Omega dabei als offizieller Zeitnehmer. In dieser Rolle stellte die Manufaktur eine spezielle Seamaster Diver 300M vor. Gestalterisch inspiriert ist die 43.5 Millimeter grosse Armbanduhr logischerweise vom Emblem des sportlichen Grossevents. Die Lieferung erfolgt in einer speziellen Präsentationsbox. Gehäuse und Lünette bestehen aus weisser Keramik und Titan Grad 5, kombiniert mit unterschiedlich veredelten Oberflächen. Das weisse Keramikzifferblatt zeigt eine lasergravierte Struktur, die das Motiv der Spiele aufgreift. Rhodinierte Zeiger und Indizes mit weisser Leuchtmasse sowie ein blau verlaufender Sekunden zeiger sorgen für klare Ablesbarkeit. zeigt das offizielle Milano-Cortina-2026-Em blem. Um die beim Sport immens wichtige Zeit kümmert sich das Co-Axial-MasterChronometer-Automatikkaliber 8806 mit 55 Stunden Gangautonomie.

© Patek Philippe

RADO WÜRDIGT LE CORBUSIER

Rado setzt seine Zusammenarbeit mit Les Couleurs Suisse fort und präsentiert drei neue Sondereditionen zu Ehren des grossen Architekten Le Corbusier. Die Uhren greifen zentrale Werke und Gestaltungsprinzipien des Visionärs auf und übersetzen sie in zeitgenössische Uhrmacherei aus Hightech-Keramik. Alle Modelle sind inspiriert von der Cité Radieuse in Marseille, dem Carpenter Center for the Visual Arts in Cambridge sowie dem Stadtplan von Chandigarh in Indien. Lasergravierte Zifferblätter führen die Texturen von Sichtbeton vor Augen, während die Farbgestaltung auf Le Corbusiers Polychromie Architecturale basiert. MonoblocGehäuse, Krone und Armband bestehen aus Hightech-Keramik, deren Farbton bereits im Sinterprozess entsteht. Die Zeitanzeige obliegt dem Automatikkaliber R763 mit 80 Stunden Gangautonomie. Es tickt hinter einem Saphirglasboden mit Farbstreifen der Polychromie.

© Rado

MO TI ON

FASTCARS SLOW FOOD

Autor_Georg Weindl Bilder_Norbert Eisele-Hein

Willkommen im Reich der Sinne. Die norditalienische Stadt Modena betört seit Generationen Menschen mit Sinn für exklusive Genüsse. Die Kombination aus schönen und starken Autos von Ferrari, Lamborghini und Maserati und einer verführerischen Küche mit Aceto Balsamico und Parmigiano Reggiano ist weltweit einzigartig.

Vom Kuhstall zur Schatzkammer sind es nur wenige Schritte über den Asphalt. Es ist ja auch nicht irgendein Kuhstall. Aus der Milch wird bester Parmigiano Reggiano in Bioqualität gefertigt. Die wahre Attraktion der Familie Panini verbirgt sich aber in einer grossen Halle, vor der alte, raubeinige Traktoren Spalier stehen. Hier in der Emilia, dem weiten Land in der Poebene rund um Modena, gelten die Menschen als tüchtig und erfinderisch. Dass sie Vernunft und Leidenschaft bestens kombinieren können, dafür sind die Paninis das beste Beispiel. Zwischen Kuhstall und Käserei horten sie ihre weltberühmte Maserati-Kollektion. Gut 20 historische Modelle stehen dicht gedrängt in der Halle, dazu etliche deutsche und amerikanische Klassiker.

COLLEZIONE UMBERTO PANINI

Jeder Maserati ist für sich ein Kunstwerk, eine Rarität und oft auch ein technischer Meilenstein. Sofort fällt der 420M Eldorado Special ins Auge, ein weisser Monoposto mit bunter Dekoration, mit dem Stirling Moss 1958 die 500 Meilen von Monza fuhr und der dank der Aufkleber des Eisherstellers Eldorado ein Pionier des Motorsportsponsorings wurde. Mit seinem 450 PS starken Achtzylinder schaffte er 350 km/h. Legendär sind auch der Tipo 61 Birdcage mit

seinem filigranen, nur 36 Kilogramm leichten Gitterrohrrahmen und der rote 6C34, mit dem Tazio Nuvolari 1934 die 24 Stunden von Le Mans gewann. Oder die hinreissenden Grantourismo mit dem 5000 GT von 1957, den sich damals der Schah von Persien mit einem Achtzylinder aufpäppeln liess, weil ihm der 3500 GT zu schwach war.

Dass diese Pretiosen bei Panini landeten, hat eine bemerkenswerte Vorgeschichte. 1996, kurz nachdem Fiat die notleidende Sportwagenschmiede von Alejandro de Tomaso übernommen hatte, landete die Kollektion beim Auktionshaus Brooks in London. Umberto Panini, der mit seinen Brüdern mit den berühmten Fussballbildchen reich wurde und in jungen Jahren bei Maserati arbeitete, ersteigerte die Sammlung und brachte sie zurück in die Heimat. Heute kümmern sich seine Söhne Giovanni und Matteo darum. «Wir machen hier auch viele Events und verbinden das auch mal mit einer Ausfahrt auf dem neuen Autodromo di Modena

bei Marzaglia, der dazu gemietet werden kann», erzählt Giovanni Panini. Die rustikale Lage in dem grossen Gutshof Hombre auf dem flachen Land auf halbem Weg zwischen Modena und Maranello ist nicht untypisch. Die Gegend wirkt auf den ersten Blick unspektakulär und scheint vor allem geprägt vom Fleiss der Handwerksund Industriebetriebe.

Das ist der Boden, auf dem Erfolgsgeschichten wie die von Ferrari, Lamborghini und Maserati gedeihen konnten. Terra di Motori nennen sie heute die Region um Modena, das Land der Motoren. Fast Cars und Slow Food ist der Slogan, der die speziellen Qualitäten auf den Punkt bringt. Die grossen Fabriken von Ferrari und Lamborghini sind begehrte Anziehungspunkte und besitzen grosse offizielle Museen. Spannender und charmanter als diese kommerziellen Inszenierungen sind die privaten Sammlungen, durch die die Passion der Besitzer eine ganz andere, persönlichere Atmosphäre schafft und nicht nur schöne Autos, sondern auch Geschichten zu erleben sind.

Unsere Tour bringt uns auf der schmalen Landstrasse Richtung Modena, auf der vielbefahrenen Tangenziale nach Norden und über Nonantola bis Sant`Agata vorbei an der modernen und gut bewachten Lamborghini-Fabrik bis zu einem unscheinbaren Dorf nördlich von Bologna. Unterwegs sorgen Testfahrer von Lamborghini mir ihren röhrenden Huracáns und Aventadors für Abwechslung.

MUSEO FERRUCCIO LAMBORGHINI

An der Strada Provinciale nördlich von Funo di Argelato steht ein flacher Gewerbebau hinter einem weiten Parkplatz. Und der wäre eigentlich nichts Besonderes in dieser Gegend, wäre da nicht die Tafel mit Ferruccio Lamborghini Museo über dem Eingang. Das private Museum der Familie Lamborghini bietet eine überraschend vielseitige Begegnung mit dem Leben des Firmengründers, der am 28. April 2016 bereits seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Gleich hinter dem Eingang lauert Ferruccios privater roter Miura SV. Für den Boliden mit einer Laufleistung von 32’000 Kilometern würden reiche Sammler viele Millionen zahlen. Perfekt aufbereitet ist die Geburt der Lamborghini-Sportwagen. Ferruccio war in den 1960er-Jahren ein erfolgreicher Traktorenproduzent und leistete sich einen Ferrari 250 GTE. «Weil die Kupplung immer wieder Probleme machte, baute mein Onkel einfach eine Kupplung von seinen Traktoren ein», schmunzelt Fabio Lamborghini. Enzo Ferrari war nicht begeistert und soll darauf erwidert haben: «Das Auto ist in Ordnung. Das Problem ist, dass du mit Traktoren umgehen kannst, aber nicht mit einem Ferrari.» Die Replik kam rasch. Lamborghini wollte seinen eigenen Sportwagen und liess den Designer Franco Scaglione einen futuristischen Prototyp zeichnen. «Bevor der 350 GTV als erster Lamborghini 1964 in Serie ging, musste er auf Anweisung meines Onkels noch umgestaltet werden, damit er europäischer und eleganter wirkte», erzählt Fabio Lamborghini. Der Prototyp ist hier genauso ausgestellt wie der ungeliebte Ferrari, den sie ohne Räder aufgebockt haben, und das klassisch gezeichnete Serienmodell des GTV.

Erst nach Ferruccios Ausstieg 1972 verschrieb sich das Lamborghini-Design der Avantgarde und dem exaltierten Auftritt.

Ein Highlight des Museums ist auch das Papamobil, eine Art XXL-Golfwagen in Weiss mit einem erhöhten Rücksitz, mit dem Johannes Paul II. und Benedikt XVI. im Sommersitz Castel Gandolfo chauffiert wurden. Es fällt schon schwer, das Museum, das auch noch mit gut 1000 privaten Fotos ausgestattet ist, zu verlassen. Aber in der Terra di Motori gibt es noch andere Attraktionen. Auf dem Weg übers flache Land zurück gönnen wir uns einen Abstecher in ein Lokal, das auch die Leute von Lamborghini und Maserati schätzen. In der Osteria di Rubbiara kann man nicht nur die echte Modeneser Küche in nostalgischem Ambiente goutieren. Die Familie Pedroni zählt zu den besten Aceto-BalsamicoProduzenten in der Region. Auch der hausgemachte Lambrusco und die Destillate sind gute Gründe für den Zwischenstopp.

MUSEO ENZO FERRARI

Zurück in Modena begegnen wir der Maserati-Fabrik und ein paar Ecken weiter leuchtet ein knallgelbes Bauwerk, das seit 2012 zu den Hauptattraktionen der Stadt gehört. Das Museo Enzo Ferrari, dessen Dach eine Motorhaube symbolisieren soll, besteht aus dem hypermodernen Neubau und dem einstigen Elternhaus von Enzo, das er in jungen Jahren verkaufte, weil er Geld für den Motorsport benötigte. Im Vergleich zu Panini und Lamborghini

ist das Ferrari-Museum ein echter Zeitsprung. Riesige Videopräsentationen, Fahrsimulator und Fanshop gehören heute zum Infotainment. Das Museum ist thematisch zweigeteilt. Im Altbau stehen Motoren im Mittelpunkt und es sind etliche Exponate aus der Formel 1 und der Serienproduktion ausgestellt. Im Neubau läuft derzeit die Ausstellung mit dem Titel «Roter Teppich», bei dem es ganz um Ferrari und Kino geht. Unverzichtbar ist da der 308 GTS aus der US-Serie Magnum. Das weisse 250 GT Cabrio von 1957 war das Lieblingsauto von Marilyn Monroe. Mit dem 375 America war Sofia Loren in dem Film «Der Knabe auf dem Delphin» 1957 unterwegs. Der weisse Testarossa wurde für Miami Vice zur Verfügung gestellt, nachdem die Hauptdarsteller vorher in einem Fake Daytona Spider auf Corvette-Basis gefahren sind, was Ferrari logischerweise gar nicht begeisterte.

Man kann Modena nicht verlassen, ohne über die Piazza del Duomo spaziert zu sein und sich mit den kulinarischen Qualitäten anzufreunden. Die Salumeria Giusti unter den Bögen der Via Farini ist ein winziges Epizentrum des guten Geschmacks. Ein enger Laden, in dem sich

Ferrari www.ferrari.com

Lamborghini www.museolamborghini.com

Panini www.paninimotormuseum.it

Auto Moto Sassuolo www.cybermotorcycle.com/ contributors/ames-museum-it.htm

www.modenatur.it

Schinken, Salami, Parmigiano und Aceto Balsamico stapeln und man im kleinen Nebenzimmer entsprechend gut tafeln kann. Die Topadresse in der Stadt ist derzeit die mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Osteria Francescana in der Via Stella. Der Küchenchef Massimo Bottura ist seit Kurzem auch Markenbotschafter für Maserati. Küche und schnelle Autos gehören hier eben zusammen wie Aglio und Olio.

AUTO MOTO D’EPOCA SASSUOLO

Unser letzter Ausflug führt uns in die Nähe der Ferrari-Zentrale, in eine ganz und gar unromantische Gegend. Zwischen den zahllosen Keramikfabriken in Sassuolo versteckt sich das winzige Privatmuseum dreier auto- und motorradverrückter Sammler.

AMES Auto Moto d’Epoca Sassuolo heisst die Sammlung, deren rare Versionen von Cinquecento, Goggo und Messerschmitt einen erfrischenden Kontrast zu all den Supersportwagen rund um Modena setzen. Die Sammlung erzählt sehr anschaulich, wie kreativ die Designer in den Nachkriegsjahren waren – und wie damals mit einem Bimbo 46, dem kleinsten Auto der Welt, gefahren werden konnte. Mit einem 125er-Motor mit 4.5 PS ging das immerhin 50 km/h schnell. Nur für den Einstieg würde man heute einen Yoga-Kurs zur Vorbereitung brauchen.

DIE FÜRYACHT DAS LAND

LUXUS, DER ANKERT, WO SIE WOLLEN

IEinst geplant und entwickelt für Formel-1-Rennfahrer, wird die Driver Suite von SCHULER nun auch exklusiv für den Privatgebrauch gebaut.

Autorin_Marie Martin Bilder_SCHULER Fahrzeugbau GmbH

m internationalen Motorsport stehen mobile Bauten aus dem Hause SCHULER seit Jahrzehnten als stille Ikonen für Exzellenz. Wer in den exklusivsten Rennserien zu Hause ist, weiss: kaum ein Topteam, das nicht von SCHULER begleitet und ausgestattet wird. Präzision, kompromisslose Qualität und ein tiefes Verständnis für das Luxussegment sind hier keine Versprechen, sondern gelebter Standard.

Was selbst Kenner oft nicht wissen: Abseits der Motorsportwelt entstehen bei SCHULER mobile Architekturen, die als diskrete Raritäten gelten. Massgefertigte Einzelstücke, fernab jeder Serienproduktion – geschaffen für eine Klientel, die Einzigartigkeit nicht sucht, sondern voraussetzt.

Zu diesen besonderen Kreationen zählt die Driver Suite, intern liebevoll als «die Yacht für das Land» bezeichnet – und genau so fühlt sie sich an. Ein mobiles Luxusapartment, das nicht transportiert wird, sondern reist. Zwölf elegant integrierte Pop-outs entfalten eine beeindruckende Grosszügigkeit und verwandeln Mobilität in Raum. Ein Refugium für Bewohner und Gäste gleichermassen. Offen, souverän, kompromisslos.

Die Driver Suite ist kein Objekt. Sie ist ein Statement für Freiheit, Privatsphäre und eine neue Definition von Luxus: unabhängig vom Ort.

GRENZENLOS WOHNEN, FREIHEIT BESITZEN.

Im Inneren offenbart sich ein kompromissloser Anspruch an Materialität und Atmosphäre. Verarbeitet werden ausschliesslich handverlesene Edelholzoberflächen und feinste Natursteine, deren Haptik und Tiefe an klassische Yachten und private Residenzen erinnern. Jeder Raum ist bewusst komponiert, jede Oberfläche ein Statement zeitloser Wertigkeit.

Ein fein abgestimmtes Lichtkonzept inszeniert die Architektur je nach Moment und Stimmung. Die gesamte Raumbeleuchtung, die Klimatisierung sowie die Medien- und Haustechnik werden intuitiv über IPads gesteuert – diskret, präzise und vollkommen mühelos.

Selbstverständlich ist jede Driver Suite ein Unikat. Materialien, Oberflächen, technische Ausstattung und Raumkonzepte werden individuell auf die Wünsche und den Lebensstil ihrer Eigentümer abgestimmt. Ganz wie im Claim des besonderen Unternehmens: «Outstanding Mobile Solutions».

Mehr Informationen zu dieser exklusiven Rarität finden Sie unter www.driver-suite.com.

FA SHI ON

DOPPELTER DOPPELTER

LUXUS

Autor_Beat Krenger

Bilder_The Row

Alles, was die Zwillinge Ashley und Mary-Kate Olsen anfassen, wird zu Gold. Ihr Modelabel The Row verkörpert den Zeitgeist auf höchstem Niveau. Jeder Entwurf ist nicht nur extrem schlicht, sondern auch extrem kostbar.

Wann ist ein Pullover mehr als nur ein Pullover? Dazu braucht es edle Kaschmirwolle, eine makellose Passform und Stricktechnik sowie ein dezent eingenähtes Etikett mit dem Versprechen, damit Zutritt zu einem exklusiven Club zu erhalten. The Row fertigt solche Pullover an – für 2000 Franken das Stück.

Die zaghaften Anfänge als Promi-Designermarke, gegründet von Ashley und Mary-Kate Olsen, sind längst vorbei. Nach einem abgebrochenen Studium an der New York University gründeten die eineiigen Zwillinge im Jahr 2005 The Row. Der Name ist eine Anspielung auf die Savile Row in London, die für ihre Schneiderkunst bekannt ist.

Der Triumphzug des Labels hat neben hohen Qualitätsansprüchen auch mit der gezielten Verknappung des Angebots zu tun. So wird der Bestseller des Hauses, die MargauxHandtasche, aufgrund einer Warteliste und ihres Investitionspotenzials bereits als «die neue Birkin» gehandelt.

Das Engagement für ethische Herstellung in Kleinserie trägt zur exzellenten Ausstrahlung der Marke bei. Durch die Produktion in Italien werden faire Löhne und sichere Arbeitsbedingungen für die Handwerker gewährleistet.

LAUFSTEG STATT HOLLYWOOD Mittlerweile ist The Row ganz oben in der Luxusliga angekommen und wird im gleichen Atemzug mit Hermès, Chanel und Loro Piana genannt. Und das nur 20 Jahre nach dem Sprung ins Ungewisse, der von zahlreichen Fachleuten belächelt wurde.

Was durch den enormen Erfolg des Labels oft in den Hintergrund rückt: Ashley und Mary-Kate waren einst als Kinderstars mindestens genauso berühmt wie Leonardo DiCaprio. Selbst als sie mit Anfang 20 endgültig der Schauspielerei den Rücken kehrten, blieben sie – unfreiwillig – Dauergäste in der Klatschpresse.

Die heute 39-jährigen Schwestern ziehen die Anonymität dem Rampenlicht vor, wurden sie doch bereits als Kleinkinder unerbittlich vermarktet, angefangen mit der US-Fernsehserie «Full House», in der sie sich die Rolle von Nesthäkchen Michelle Tanner teilten.

Kaum waren die Mädchen sechs Jahre alt, gründeten deren Eltern die Firma Dualstar Entertainment mit dem Ziel, so viel Geld wie nur möglich mit den Zwillingen zu machen –vor allem durch Heimvideo-Spielfilme und Kleiderkollektionen bei Walmart. Später folgten Puppen, Make-up, eine Zeitschrift, Parfüms, Brettspiele und viele andere Produkte für Teenager.

Ashley und Mary-Kate ernteten den Erfolg, den Allgegenwärtigkeit mit sich bringen konnte. Doch der Preis war hoch: Paparazzi, die sie auf Schritt und Tritt verfolgten, aufdringliche Fans und Hasskommentare unter den Sensationsgeschichten in den Boulevardmedien. Als sie mit 18 Jahren selber die Leitung übernahmen, erzielte das Olsen-Imperium Berichten zufolge einen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar.

Viele Entwürfe von The Row spiegeln den persönlichen Stil der Schwestern wider. Dem grossen Publikum sind vor allem ihre eigenwilligen Bohème-Outfits in Erinnerung geblieben: bodenlange, zeltartige Mäntel in Anti-Farben wie Beige, Schwarz und Grau, flache Lederschuhe, riesige Sonnenbrillen und überlange Schals, die um das wallende Haar gewickelt werden. So hat sich ihre Ästhetik zu einer Uniform der selbstbewussten, vermögenden, weltgewandten New Yorkerin entwickelt.

GEHEIMNISVOLLE AURA

Bis heute sind die Zwillinge in den sozialen Medien kaum präsent, ihr Leben bleibt geheimnisumwittert. Ihre seltenen öffentlichen Auftritte geben Anlass für Spekulationen. In einer Welt, die rund um die Uhr von Nachrichten und Social Sharing dominiert wird, macht das scheinbare Desinteresse an dem sie umgebenden Zirkus die zwei Frauen nur noch faszinierender. Logos sucht man bei The Row vergeblich. Das DesignDuo hat es nicht nötig, ihre Kollektionen marktschreierisch anzupreisen. Mund-zu-Mund-Propaganda ist ohnehin viel cooler –und effektiver, um die Verkäufe anzukurbeln. Der maximale Erfolg von Quiet Luxury in den letzten Jahren beweist, dass ein wachsendes Publikum in qualitativ hochstehende Bekleidung investiert.

Wenn Ashley und Mary-Kate über ihre Entwürfe sprechen, dann tun sie das überlegt und liebevoll, mit dem nötigen Respekt für eine Materie, die sie als geschätztes Handwerk verstehen. Für jedes Kleidungsstück und Accessoire, das ihre Handschrift trägt, ist ihnen nur das Beste gut genug. Was modern wirkt, wird durch die Art und Weise definiert, wie ihre Kundschaft die Kleidung trägt. Die Modernität von The Row bedeutet, zu sich selbst zu stehen. Marina Larroudé, jahrelang Chefeinkäuferin bei Barneys New York, wo The Row die meistverkaufte Konfektionsmarke war – beliebter als Prada, Gucci oder Saint Laurent – erinnert sich: «Eines Tages kam eine Kundin herein und wollte 30 simple Pullover von The Row – richtig verstanden: 30 Stück von demselben Pullover, in verschiedenen Farben. Sie kaufte alles, was wir in ihrer Grösse vorrätig hatten. Kostenpunkt: 30’000 Dollar.» Damals wurde Larroudé schlagartig klar: «Eine superreiche Frau in New York kauft bei The Row so ein wie wir bei Uniqlo.»

Die aktuelle Frühlingskollektion setzt auf dezente Farbkontraste.

Model Malick Bodian präsentiert einen Signature-Look aus der Männerlinie des Labels.

ABSTURZ UND AUFSCHWUNG

Im Sommer 2019 folgte nach einem langen Höhenflug eine unsanfte Landung. Barneys meldete Insolvenz an, notabene jenes legendäre Kaufhaus, bei dem das Label regelmässig Rekordumsätze erzielt hatte. Über Nacht standen die Olsen-Zwillinge mit einem Verlust von 3.7 Millionen US-Dollar als grösster Einzelgläubiger da. Nach dem finanziellen Debakel verliess der damalige The-Row-Präsident Hals über Kopf das Unternehmen. Die Gründerinnen mussten kurzfristig einspringen, um das Ruder herumzureissen, indem sie sich die Aufgaben des CEO und Kreativdirektors aufteilten. Ashley und Mary-Kate lösten die Herkulesaufgabe überraschend souverän.

Dann brachte 2020 die Pandemie neue Herausforderungen. Zeitgleich wurde Mary-Kate durch ihre Scheidung von dem Bankier Olivier Sarkozy (ihr 250-Millionen-Dollar-Vermögen war durch einen Ehevertrag geschützt) wieder von der Regenbogenpresse ins Visier genommen. Eine schwierige Zeit, in der die Schwestern wie Löwinnen um ihr geliebtes Flaggschiff kämpfen mussten. Im April des gleichen Jahres wurde The Row ein staatlicher Kredit in Höhe von rund 2.3 Millionen US-Dollar bewilligt, der das Modehaus wieder in ruhiges Fahrwasser manövrierte.

PREISGEKRÖNTE PERFEKTION

Der Gestaltungsprozess bei The Row beginnt immer gleich. Kleidungsstücke der Avantgarde werden gesucht, selektiert und finden schliesslich ihren Weg ins Atelier und auf die Moodboards des Designteams. Margiela, Comme des Garçons, Jil Sander, Celine von Phoebe Philo und Issey Miyake: Das sind die Marken, die, neu interpretiert, sämtliche Kollektionen der Amerikanerinnen prägen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass viele Vintage-Inspirationen aus den eigenen Kleiderschränken der beiden Schwestern stammen. Ihre Geschäftsphilosophie gipfelt darin, immer und überall das «Nonplusultra» anzustreben. Neben dem perfekten T-Shirt, den perfekten Leggings und den perfekten Lederjacken – ihre ersten Verkaufsschlager – kamen nach und nach der perfekte Mantel, das perfekte Hemd, die perfekten Flip-Flops und die perfekten Ballerinas dazu.

Der Bestseller von The Row heisst Margaux. Die Handtasche wird bereits als «neue Birkin» gehandelt.

Der Einfluss von The Row auf die urbane Elite ist enorm: Ashley und MaryKate Olsen haben ein neues Verständnis von funktionaler Mode nach Europa gebracht, geprägt von schlichter Effizienz und lässiger Ästhetik, und dabei sogar asiatische Designkonzepte wie das Schichten von Kleidungsstücken (Layering), Outerwear in Übergrösse (oversized) und asymmetrische Schnitte populär gemacht.

Die Firma wächst stetig: Vom fünfköpfigen Team in einem engen Büro im Garment District New Yorks zu aktuell einem Geschäftskomplex und Atelier im West Village mit insgesamt 405 Mitarbeiter*innen weltweit. The Row betreibt fünf eigene Boutiquen – in New York, Los Angeles, Paris, London und Amagansett in den Hamptons.

Die Marke mit der Bekleidung, die nicht schreit, sondern flüstert, ist zudem in den wichtigsten Kaufhäusern und bei unabhängigen Einzelhändlern vertreten und hat neben dem eigenen E-Commerce sowohl ein Grosshandels- und Shop-inShop-Business als auch eine Männerlinie aufgebaut.

In der Branche hat sich die anfängliche Skepsis gegenüber The Row längst gelegt. So werden die Olsen-Twins mittlerweile regelmässig für die CFDA Awards, die amerikanischen Mode- Oscars, nominiert –und fünf davon haben sie gewonnen, darunter den Preis als Womenswear-Designer des Jahres 2012 und 2015. Und erst im vergangenen November wurden sie für die besten Accessoires des Jahres mit dem Fachpreis ausgezeichnet.

QUICK FACTS

Zu den prominentesten Trägerinnen von The Row zählen Hailey Bieber, Model Kendall Jenner sowie die Schauspielerinnen Jennifer Lawrence, Zoë Kravitz und Elizabeth Olsen, die jüngere Schwester von Mary-Kate und Ashley. Es spricht für sich, dass die Marke keine offiziellen Markenbotschafter nötig hat.

Letzten Sommer war Jonathan Bailey in London, um seinen Film «Jurassic World: Rebirth» zu promoten. Der «Bridgerton»-Star erschien zum Fototermin in einem anthrazitfarbenen Pullover, den er in eine schwarze Jeans gesteckt hatte, die locker über seine Flip-Flops fiel. Das komplette Outfit stammte von The Row. Danach gingen die Sandalen viral. Innert Wochenfrist waren sie weltweit ausverkauft.

SCHÜTZENHILFE VON CHANEL

Ashley und Mary-Kate sind nach wie vor besessen von aussergewöhnlichen Details. Ihr Geschäft am Melrose Place in Los Angeles ist beispielsweise um einen Swimmingpool herum angeordnet, wie ein begehbares Gemälde von David Hockney. Ihre museale Boutique in London wiederum wurde von Annabelle Selldorf entworfen, die eher für erstklassige Kunstgalerien wie David Zwirner bekannt ist.

Der grösste Markt liegt nach wie vor in den USA, doch das Luxuslabel ist weltweit auf Expansionskurs. Dafür sorgt vor allem ein grosszügiges Investment der Chanel-Eigentümer Alain und Gérard Wertheimer, die 2024 zusammen mit der milliardenschweren L'Oréal-Erbin Françoise Bettencourt Meyers eine Minderheitsbeteiligung an The Row erworben haben. Die Zeichen stehen ganz klar auf Welteroberung.

Wäre es nicht wunderbar, wenn man die Zeit anhalten könnte, um einen kostbaren Moment möglichst lange zu geniessen? Sobald der perfekte Pullover von The Row über den Kopf gezogen ist, stellt sich augenblicklich dieser Wunsch ein. Genau so muss sich Luxus auf der Haut anfühlen.

Jedes Jahr versammeln sich Hunderte unglaublich schick gekleidete New Yorkerinnen in einer unendlich langen Schlange rund um den Metropolitan Pavilion. Sie warten stundenlang, in der Hoffnung, irgendetwas von The Row mit einem satten Rabatt zu ergattern. Der letzte Sample Sale sorgte für Schlagzeilen, da einige Fans sogar im Zelt vor dem Verkaufsraum übernachteten, um ein reduziertes Olsen-Piece zu ergattern.

Designklassiker unter einem Dach: die Boutique der Olsen-Zwillinge in Los Angeles

BE AUTY WELL BEING &

LONGEVITY MEDICAL RETREATS&

FÜR EIN LANGES LEBEN

Es sind aktuell wohl die Lifestyle- Themen überhaupt. Dabei ist das Streben nach Langlebigkeit –so die deutsche Übersetzung – im Grunde so alt wie die Menschheit selbst. Doch der Hype lässt nicht nach. Das belegen unzählige Bücher, Podcasts – und vor allem Bezahl-Angebote diverser Praxen und Institute. Wer sich heute für 25’000 Franken eine Woche in einer WellnessKlinik gönnt, kauft keine Massage, sondern eine Verheissung: gesünder, smarter, länger leben. Willkommen in der Health-Elite.

Hochwertige, medizinisch begleitete Erholungsaufenthalte haben eine vergleichbar intensive Wirkung auf Stressabbau und Leistungssteigerung wie Drogen, sind jedoch legal und zielen auf Regeneration statt auf Sucht ab: Sie liefern «Eu phorie durch Entzündungshemmer» im Einklang mit New Work und bieten Klarheit und Fokus. Longevity ist ein medizinisches Fachgebiet, das uns zeigt, wie wir länger und gesünder leben können. nicht nur die Lebensspanne zu verlängern, sondern auch ein akti ves, produktives und gesundes Leben im Alter zu gewährleisten. Doch wie genau definieren wir Langlebigkeit? Welche einfachen Änderungen Ihres Lebensstils können Sie Ihre Lebenserwartung zu übertreffen? Wer kauft keinen Kuraufenthalt, sondern eine Willkommen in der Liga der Selbstoptimierung. Vergessen Sie Spa und Chillen, jetzt ist Full angesagt! Wer es sich leisten kann, fliegt nicht Lanka, um Yoga zu machen, sondern lässt lang von Ärzten, Heilpraktikern und Algorithmen leuchten – und zwar von innen. Medical die Droge im High-End-Wellness-Spiel. Hier trifft Silicon Valley Biohacking auf ayurvedische Heilkunst, diagnostik auf Klangschalen und Intervallfasten auf Infinitypool.

In den USA heisst der Trend: Wellcare statt Healthcare. Laut Hochrechnungen soll der Markt für Personalized Wellness bis 2030 auf mehr als eine Billion US-Dollar wachsen. Auf der ganzen Welt entstehend LongevityKliniken, in denen Körperflüssigkeiten analysiert werden wie bei der NASA. Blut, Speichel, Stuhl, DNA: Alles wird verwertet, alles wird optimiert.

Wer glaubt, Medical Wellness sei eine europäische Erfindung, war noch nie in China oder Japan. In Singapur boomt der Health-Tech-Markt: Da entwickeln Start-ups Longevity-Formeln, die aus Science-Fiction Realität machen. In Thailand verbindet zum Beispiel das Chiva-Som Ayurveda, Functional Medicine und AI-basierte Diagnostik zu einem 360-Grad-Reboot. Ein StandardRetreat kostet hier 1000 Franken pro Nacht –nach oben offen. Inklusive: Blutanalysen, Detox-Smoothies, Deep-Sleep-Tracking, Genetik-Consulting und Biofeedback-Coaching. Wer will, bekommt Stammzellen-Infusionen, Ozontherapie oder Hyperbaric Oxygen SesKlingt übertrieben? Elon Musk und

Autor_Urs Huebscher

TECH-MILLIARDÄRE UND HOLLYWOOD-STARS

Gwyneth Paltrow war im SHA-Wellness im spanischen Alicante, Rebel Wilson bei F.X. Mayr in Österreich. Influencer mit Millionenreichweite nutzen Retreats inzwischen als Content-Fabrik. Detox als Algorithmus-Booster, aber immer mehr Konzepte werden skalierbar. Die Retreat-Formel wird in Boxen wie Salufast, Apps wie Zoe oder Programmen wie Levels übersetzt. Longevity für alle von uns? Noch nicht. Aber es kommt.

Medical Retreats sind nicht nur Ziel für die Reichen, sondern auch Spielfeld für Health-Tech-Erfinder. Hier entstehen Daten und Geschäftsmodelle. Start-ups nutzen Retreats als Beta-Tester für ihre Wearables, Supplements und Therapien. Der Markt ist agil und hochprofitabel, eine Branche zwischen Exit und Exzellenz. Biohacking ist das Mindset, Medical Retreats sind die Hardware. Die neue Generation trackt alles: REMSchlaf, HRV, Glukose, VO2max. Retreats liefern den Rahmen für radikale Veränderung. Und genau warum Medical Retreats richtig Dampf ins Business bringen. Man spricht nicht mehr die gestresste Mittelschicht ckenschmerzen an, sondern die Macher von morgen: Menschen, die ihren Körper nicht als Tempel, sondern als Maschine auf Höchstleistung sehen.

Medical Retreats sind also das neue Koks. Der Unterschied: Statt Euphorie gibt es Entzündungs senker. Statt Crash gibt es Zellregeneration. Und das Beste: Es ist legal, skalierbar und komplett im Trend. Wer es sich leisten kann, fastet sich fit. Wer es sich nicht leisten kann, wird müde alt. Business leute sprechen mittlerweile über Magnesiumlevel wie früher über Marketingbudgets. Es ist nicht län ger albern, sich zum Fastenurlaub anzumelden, es ist ein Zeichen von Commitment und geistiger Führungsstärke. Friss oder stirb ist vorbei. Jetzt heisst es: Faste oder stirb. Die Regeln haben sich geändert. Der Körper ist kein Bonus mehr, er ist Voraussetzung für alles andere. Wer ihn igno riert, spielt gegen die Zeit. Wer ihn optimiert, spielt in einer ganz anderen Liga.

LONGEVITY – LANGES LEBEN UND FRISCHES AUSSEHEN?

Gesund alt werden – ein Wunsch, den Millionen Menschen teilen. Doch Longevity, der Trend für ein längeres, vitales und jugendliches Leben, geht weit über Anti-Aging hinaus. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Lebenszeit, sondern die Lebensqualität: körperlich fit bleiben, geistig klar denken, sich wohlfühlen – und gleichzeitig ein frisches, natürliches Aussehen bewahren. Longevity beschreibt das Zusammenspiel aus Lebenserwartung, Gesundheitsspanne und sichtbarer Vitalität. Es geht darum, möglichst viele Lebensjahre in einem Zustand voller Energie, Kraft und Wohlbefinden zu verbringen.

Drei Grundpfeiler bestimmen das Konzept: Präventivmedizin –Krankheiten vorbeugen, bevor sie entstehen. Regeneration – die natürlichen Reparaturmechanismen des Körpers stärken. Schönheit von innen – ästhetische Behandlungen, die im Gewebe wirken und langfristige Hautqualität fördern. Dieser Ansatz verbindet medizinisch fundiertes Wissen mit modernem Lifestyle – und exakt das macht Longevity so populär.

Heute verbindet Longevity altes Wissen mit modernster Medizin und präventiven Strategien – eine Symbiose aus Erfahrung, Forschung und Lifestyle, die den Weg für ein gesundes, strahlendes Altern ebnet. Die moderne Medizin versteht Alterung heute als Prozess, der beeinflussbar ist. Erkenntnisse aus Epigenetik, Mitochondrienforschung, Zellregeneration und Hormonmedizin zeigen: Unser Körper kann länger gesund bleiben, wenn wir frühzeitig in Prävention investieren.

Menschen wollen heute nicht nur älter werden – sie wollen aktiv, schön und leistungsfähig bleiben. Die steigende Lebenserwartung sorgt dafür, dass ein gesundes Altern an Bedeutung gewinnt. Viele sehen darin einen Weg, die Kontrolle über das eigene Altern zurückzugewinnen.

In Europa zieht der Markt gerade nach: In England sorgt Neko Health für Aufsehen. Das Med-Tech-Unternehmen bietet in London und Manchester Ganzkörperscans an, bei denen mithilfe von Sensoren, Kameras und KI innerhalb weniger Minuten Millionen Datenpunkte zu Haut, Herz-Kreislauf-System, Blutdruck und Augeninnendruck erfasst werden. Die Vision dahinter: Früherkennung durch Technologie. Präventation statt Operation. KI statt Pillen.

Langlebigkeit umfasst drei Konzepte: Verlängerung der Lebensspanne des Einzelnen, Verlängerung der Gesundheitsspanne eines Individuums (Gesundheitsspanne = längeres Leben ohne Krankheiten), Kontrolle und Umkehrung der Kennzeichen des Alterns. Viele Faktoren können darüber entscheiden, wie lange und wie gesund man lebt. Zu diesen Faktoren gehört die

© Longevity

Genetik. Studien zeigen, dass etwa 25 Prozent der Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen Menschen auf genetische Faktoren zurückzuführen sind. Diese Genvarianten sind für die Zellfunktionen verantwortlich und schützen vor den typischen Zeichen des Alterns. Sie sind zuständig für den Erhalt der Telomere (Enden der Chromosomen), die DNA-Reparatur und den Schutz der Zelle vor oxidativem Stress (der Produktion reaktiver Sauerstoffspezies durch die Mitochondrien).

Die Umwelt spielt eine entscheidende Rolle für die Lebenserwartung. Ein Beispiel hierfür ist die Luftqualität. Während des Lockdowns sank die Sterblichkeit in Europa dank der reduzierten Luftverschmutzung durch Fahrzeuge und Industrieanlagen. Ein weiterer Umweltfaktor, der die Lebenserwartung verlängern kann, ist das Leben in höheren Lagen. Wussten Sie, dass es auf der Welt einige geografische Gebiete gibt, die als blaue Zonen bezeichnet werden und in denen die Menschen länger leben und ein geringeres Risiko für chronische Krankheiten haben? Zu diesen blauen Zonen gehören Okinawa (Japan), Ikaria (Griechenland), Sardinien (Italien), Loma Linda (Kalifornien) und Nicoya (Costa Rica).

Neben genetischen und Umweltfaktoren können Sie Ihre Gesundheit und Lebenserwartung durch Ihren Lebensstil direkt beeinflussen. Eine gesunde Ernährung und regelmässige Bewegung können die Gesundheit fördern und somit die Lebenserwartung erhöhen. Bedenken Sie jedoch, dass jeder Mensch individuell ist und die positiven Auswirkungen individuell verschieden sind. Der beste Weg, Ihre Lebenserwartung zu verbessern, ist, Ihren Lebensstil auf die Ergebnisse Ihrer persönlichen medizinischen Diagnostik abzustimmen.

Das Ziel der unzähligen Longevity-Angebote ist es, die Medizin von der Behandlung von Krankheitssymptomen hin zur Prävention zu verlagern. Die Beobachtung Ihrer Körperfunktionen liefert Erkenntnisse darüber, wie Sie Ihren Alterungsprozess beeinflussen und ein gesünderes Leben fördern können.

Das Steigenberger Hotel & Spa Krems ist zum Beispiel ein Ort für Angebote rund um Longevity und Slow Aging. Im integrierten Gesund-bleib-Zentrum, spezialisiert auf Medical Wellness und Medical Longevity, erwarten die Gäste ganzheitliche und bewährte Therapiekonzepte. Gemeinsam mit dem erfahrenen Ärzteteam DDr. Gerald Jahl, Dr. Michael Jahl und Dr. Michael Schütz –mit einem Lehrauftrag an der Medizin-Universität Krems für Longevity – wurden unterschiedlichste holistische LongevityAngebote konzipiert. Das «Longevity Start»-Package bucht man als kompakten, inspirierenden Kick-Start mit zwei Übernachtungen auf der ganz persönlichen Longevity-Reise. Neben medizinischen

Check-ups wie Atemgasanalyse, Bioimpedanz und Zellregulationstest entdeckt man als Gast Mitochondrientherapie, Kältekammer, Rotlicht-Körper-Photobiomulation und Hydrojet-Massagen. Als Add-on können unter anderem NADH-Infusionen, Vagustraining und IHHT als virtuelles Höhentraining gebucht werden. Als spezielles Angebot für Frauen in den Wechseljahren wurde das «Meno & Stoffwechsel»-Package zusammengestellt. Moderne Langlebigkeitsbehandlungen, Ernährungs- und Lebensstilstrategien unterstützen Energie, Figur, Haut und innere Balance. Teil des Behandlungsspektrums sind unter anderem ein individuelles Empowerment-Coaching, IHHT, Kryokammer, BrainlightShiatsu-Massage, uVida-Stoffwechsel- und Stressanalyse, Beckenstuhl-Therapie und bei Bedarf eine individuell abgestimmte Hormonersatztherapie oder Hormonkosmetik für ein kraftvolles, gesundes und selbstbestimmtes Leben – auch nach den Wechseljahren. Auf Wunsch wird eine Beratung zum erfolgreichen Thema «SAFE-Programm mit der Abnehmspritze» angeboten.

Für Männer wurde ein kompaktes Einsteigerprogramm konzipiert, für mehr Energie, Leistung und Regeneration. Nach einer detaillierten Stoffwechselanalyse lernen die Gäste die Möglichkeiten des modernen, instrumentellen Biohackings kennen –von kraftsteigernden Hightech-Anwendungen bis hin zu regenerativen Behandlungen. Ein ideales Programm für Männer, die verstehen wollen, wie ihr Körper funktioniert und welche Tools sie fitter, leistungsfähiger und widerstandsfähiger machen. Die Basis bilden unter anderem eine sportwissenschaftliche Beratung und persönliches Coaching, IHHT, Kältekammer, die einzigartige uVida-Stoffwechsel- und Stressanalyse, ein Premium-Bluttest, Hydrojet-Massage, Pelvic-Chair, Bioimpedanz, Zellregulationstestung sowie Antioxidantien-Infusionen.

Longevity ist der Weg zu einem erfüllten, gesunden und strahlenden Leben. Es ist weit mehr als ein Trend – es ist ein neues Verständnis von Gesundheit, Schönheit und Lebensqualität.

LI VI NG

Record Changer, 1952

100 JAHREBANG & OLUFSEN

Kino Machine, 1947

AUSSERGEWÖHNLICHER KLANG UND IKONISCHES DESIGN

Seit nunmehr 100 Jahren setzt die dänische Audiomarke weltweit immer wieder neue Massstäbe in Sachen Klangqualität. Kein Moment des Innehaltens und Zurückblickens – Bang & Olufsen richtet seinen Fokus nach vorn, um auch in Zukunft innovative Technologien und skandinavisches Design in aussergewöhnlichen Produkten zu vereinen und damit seinen Gründungsprinzipien treu zu bleiben.

Mit dem Übergang in ihr zweites Jahrhundert präsentiert die Marke neue, zeitlos beständige Produkte voller technischer Neuerungen und handwerklicher Exzellenz. «Als Peter Bang und Svend Olufsen dieses Unternehmen 1925 gründeten, bauten sie nicht einfach nur Geräte – sie folgten ihrem unbändigen Willen, nur das Beste zu erschaffen und ständig neue Möglichkeiten zu finden. Und auch heute, 100 Jahre später, ist es dieser Wille, der uns bei allem, was wir tun, antreibt: bei jedem Lautsprecher, jedem handgefertigten Detail, jeder mutigen Innovation», so Kristian Teär, CEO von Bang & Olufsen. Er fährt fort: «Für Bang & Olufsen geht es seit jeher um mehr als Klang – es geht darum, neue Massstäbe zu setzen, wie die Menschen Technologie erleben, und dabei stets nach dem Aussergewöhnlichen zu streben. Wir prägen ganze Generationen in ihrer Wahrnehmung von Musik, Design und Handwerkskunst – wir gestalten Kultur mit. Unsere am meisten geschätzten Produkte werden genutzt und geliebt, generalüberholt und wieder genutzt. Die damit verbundenen Geschichten und Erinnerungen werden von einer Generation an die nächste weitergegeben. Genau das schafft Verbindungen, die die Jahrzehnte überdauern – und das ist es, was wir in unserem nächsten Jahrhundert fortführen.»

Autor_Urs Huebscher Bilder_Bang & Olufsen

Radiogramphone, 1930

VON EINEM DÄNISCHEN BAUERNHAUS IN DIE GANZE WELT

Von den ersten Radios, die in einem Bauernhaus im dänischen Struer zusammengebaut wurden, bis hin zu den heutigen vernetzten Soundsystemen steht Bang & Olufsen seit jeher für die Überzeugung, dass Innovation und Handwerkskunst einen bleibenden Wert haben. 1925 brachten Peter und Svend mit dem Eliminator, der im Gegensatz zu batteriebetriebenen Radios per Strom aus der Steckdose betrieben werden konnte, ihr erstes Produkt auf den Markt. 1939 folgte das stilvolle Radio Beolit 39, 1967 der elegante Fernseher Beovision 1 und 1972 der Kultplattenspieler Beogram 4000. Dabei bestand das Ziel von Bang & Olufsen von Anfang an darin, audiovisuelle Produkte in Designobjekte zu verwandeln, die Schönheit in jedes Zuhause bringen und leistungsstarke Technologien mit höchster Handwerkskunst verbinden.

Die dänische Audiomarke war ihrer Zeit stets weit voraus und so ahnte man bereits in den 1980ern, dass Haushaltsgeräte in Zukunft miteinander kommunizieren würden. Also entwickelte Bang & Olufsen 1986 das heute als Beolink bekannte, vollständig integrierte System für eine einfach zu bedienende, nahtlose Musik- und TV-Wiedergabe in verschiedenen Räumen. Und mit dem Lautsprecher Beolab 90, der die Musik sowohl an den Raum als auch an die Zuhörenden anpasst, setzte Bang & Olufsen 2015 neue Massstäbe für Innovationen, die eine ganze Branche inspirierten.

GRUNDPFEILER FÜR DIE NÄCHSTEN 100 JAHRE:

LUXURIÖSE, ZEITLOSE TECHNOLOGIEN

Im neuen Unternehmensjahrhundert möchte Bang & Olufsen seinen Fokus verstärkt auf überragende Handwerkskunst legen, Designikonen bewahren und langlebige, bedeutungsvolle Technologien entwickeln – und damit zeigen, dass moderner Luxus nicht nur Klang und Ästhetik, sondern auch beständigen Wert bedeutet.

Eliminator, 1926

Im Recreated-Classics-Programm werden ikonische Produkte von Bang & Olufsen sorgfältig generalüberholt und an den modernen Stil angepasst. Dabei werden legendäre Designs wie der Beogram 4000 und die Beosound 9000 nicht einfach nur nachproduziert, sondern neu konzipiert und seit Jahrzehnten verwendete Komponenten überarbeitet. So profitieren die Produkte nicht nur von einer längeren Lebensdauer, sondern bieten auch die neuesten Technologien und nahtlose Konnektivität und harmonieren mit den Einrichtungsstilen von heute. Die daraus resultierenden Meisterwerke wecken Emotionen und weisen dieselbe ansprechende Haptik und Formvollendung auf, die sie seit jeher zu zeitlosen Klassikern machen. Dabei sind sie keine Relikte aus der Vergangenheit, sondern lebende Designlegenden – neu aufbereitet, um von den kommenden Generationen genauso geschätzt zu werden wie von den vorherigen.

Das Atelier-Programm belegt diese Vision eindrucksvoll, indem es einer sorgfältig zusammengestellten Auswahl der begehrtesten Produkte von Bang & Olufsen noch mehr Kunstfertigkeit verleiht. In Form von speziellen Finishes, einzigartigen Personalisierungen und streng limitierten Auflagen wie der aktuellen Beolab-90-TitanEdition können Kund*innen mit dem Atelier-Programm ihren persönlichen Geschmack und ihre Individualität zum Ausdruck bringen. Jede einzelne Kreation wird zu einem bleibenden Vermächtnis, das nicht nur die eigene Persönlichkeit, sondern auch die bedingungslose Hingabe der Marke zu Handwerkskunst und überragender Technik widerspiegelt.

Für Bang & Olufsen ist es von grossem Wert, dass Innovationen Bestand haben. Jedes neue Produkt entsteht aus dem Streben nach Langlebigkeit, Kreislauffähigkeit und immer wieder neuen Erlebnissen. Die Produkte sind darauf ausgelegt, geschätzt, instand gesetzt und an die nächste Generation weitergereicht zu werden. Entwicklungen wie der weltweit erste nach dem Cradle to Cradle Certified Bronze Standard ausgezeichnete Lautsprecher Beosound Level beweisen, dass überragende Klangqualität und ästhetische Vollkommenheit mit grossem Respekt für Handwerk, Sorgfalt und Tradition einhergehen können. Mittlerweile sind neun Produktentwicklungen, einschliesslich der neuen Soundbar Beosound Premiere, mit Cradle to Cradle Certified Bronze ausgezeichnet. Ziel ist es, ein umfangreiches Sortiment aus zertifizierten Produkten anzubieten.

Beogram 1000, 1965
Beosound 9000, 1965

«Von den ersten Radios, die in einem Bauernhaus im dänischen Struer zusammengebaut wurden, bis hin zu den heutigen vernetzten Soundsystemen bestand unser Ziel schon immer darin, mit unseren Technologien die Menschen zu bewegen und einen beständigen Wert zu schaffen. Die wichtigste Innovation in unserer schnelllebigen Welt ist nicht zwangsläufig die nächste technologische Sensation, sondern vielmehr anhaltende Bedeutsamkeit, Hingabe und Wertschätzung. Mit unseren Atelier- und Recreated-ClassicsProgrammen würdigen wir zeitlose Handwerkskunst und erschaffen Meisterwerke, die neu konzipiert, überarbeitet und von Generation zu Generation weitergegeben werden können. Echter Luxus ist aussergewöhnlich, nachhaltig, formvollendet und beständig», so Kristian Teär. Und er schliesst mit den Worten: «Heute beginnt ein neues Jahrhundert überragender Klangqualität.»

SONDEREDITION

THE CENTENNIAL COLLECTION

Die Sondermodelle sind vom Erbe der Marke inspiriert und würdigen ein Jahrhundert aus kompromisslosem Design und Klang. Die Centennial Collection schöpft aus jahrzehntelanger Designinspiration, indem sie Archivdetails mit zeitgenössischer Handwerkskunst verbindet und drei der ikonischen Produkte von Bang & Olufsen neu interpretiert: Beoplay H100, Beosound A5 und Beosound A9 5th Gen. Von den karierten Gittermustern der frühen Radios bis hin zur leuchtenden Farbpalette der 1970er-Jahre in Century Red, Chestnut Brown und Century Blue trägt jedes Detail den Geist seiner Zeit in sich. Die in den 1980er-Jahren perfektionierten Oberflächen aus gebürstetem Aluminium spiegeln die raue Schönheit des charakteristischen Materials der Marke wider, während die

Beoplay H100 BeoSound3200

des letzten Jahrzehnts aufgreifen. Jedes Produkt der Kollektion ist mit dem B&O Est. 1925 Anniversary Logo versehen und trägt eine Hommage an die Vision der Gründer Peter Bang und Svend Olufsen: «Ein nie versagender Wille, nur das Beste zu schaffen.»

DAS CENTENARY-PROGRAMM:

100 JAHRE BANG & OLUFSEN

Bang & Olufsen feiert sein 100-jähriges Jubiläum ein ganzes Jahr lang, um ein Jahrhundert voller überragender Designs und kreativer Ansätze zu würdigen:

› Veranstaltungen und Ausstellungen weltweit: In den Kulturmetropolen der Welt – von Kopenhagen über London, Paris und New York bis hin zu Shanghai, Tokio und Seoul – finden diverse immersive Events statt, bei denen Sound, Design und Kultur aufeinandertreffen.

› The Book of Sound and Vision (2026): Eine umfassende Chronik über 100 Jahre Design, Innovation und den kulturellen Einfluss von Bang & Olufsen.

› Touren in Struer (2026): Eine Einladung, den Heimatort der Marke im Rahmen von exklusiven Touren und Archivbesuchen zu erkunden.

› Accessoires-Kollektionen: ausgewählte LifestyleProdukte im ikonischen Design von Bang & Olufsen.

QUICK FACTS

Die Luxus-Audiomarke Bang & Olufsen wurde im Jahr 1925 im dänischen Struer von Peter Bang und Svend Olufsen gegründet, deren Hingabe und Vision die Grundlage für das Unternehmen bilden.

Seit einem Jahrhundert fordert Bang & Olufsen die Grenzen der Audiotechnologie heraus und das Unternehmen bleibt ein Vorreiter im Bereich Akustikinnovationen.

Heute zeichnet sich jedes Produkt von Bang & Olufsen durch eine einzigartige Kombination aus beeindruckendem Sound, zeitlosem Design und beispielloser Handwerkskunst aus.

Die innovativen und fortschrittlichen Produkte des Unternehmens sind weltweit in den Geschäften von Bang & Olufsen, online auf bang-olufsen.com und bei ausgewählten Einzelhändlern erhältlich.

Das Unternehmen beschäftigt etwa 1000 Mitarbeitende und ist in mehr als 70 Märkten tätig. Aktien von Bang & Olufsen sind an der NASDAQ Kopenhagen A/S notiert.

BeoSound A5

TR AV EL

UNVERGESSLICHER UND KÜNSTLERISCHE

Sich auf den Malediven von der Masse abzuheben, ist keine leichte Aufgabe. Das Land besteht aus über 1000 Inseln in 26 Atollen und verfügt über 100 Resort-Inseln, welche alle einzigartig und luxuriös sind. Doch nur wenige bieten wirklich absolute Privatsphäre. Der Milliardär Jiri Smejc erschuf sich hier ein eigenes privates Paradies – und zum Glück für uns hat er es mit der Welt geteilt. Die Insel ist seine Interpretation von wahrem Luxus und Ausdruck seines Wunsches, den privatesten Ort der Welt zu schaffen. Und das ist ihm wahrlich gelungen.

Autor_Urs Huebscher Bilder_Velaa Private Island

Einfach gesagt: Es ist perfekt. Die Insel, das Wetter, die Architektur, das Essen, das Spa, das Personal, die Zimmer, der Service und die Liebe zum Detail. Die Insel ist so klein, dass man sie in fünf Minuten mit einem der Hotelfahrräder umrunden kann, um die wichtigen Orte zu bestaunen: Tevaru, das exquisite Restaurant der Insel, das sich im höchsten Gebäude der Malediven befindet, den Golfplatz mit Akademie, den einzigen überdachten Tennisplatz des Landes, das Wellbeing Village, welches das allgemeine Wohlbefinden unterstützt, oder den einzigartigen Schneeraum des Spas.

Velaa Private Island ist die Verwirklichung des Traums, ein exklusives Boutique-Refugium auf den Malediven zu schaffen, das über den Luxus hinausgeht. Velaa bedeutet in der lokalen Sprache «Schildkröte» – benannt nach Generationen von Meeresschildkröten, die hier nisten und schlüpfen und wie Könige verehrt werden. Beim Blick aus dem Wasserflugzeug erkennt man, dass die Insel nach der Form der Meeresschildkröten gestaltet wurde. Die exklusiven Überwasservillen der Insel sind so konstruiert, dass sie dem Kopf einer Schildkröte ähneln, wobei die Insel den Körper bildet.

Auch ich erlebte diese königliche Behandlung – vom Moment meiner Ankunft auf dieser besonderen Insel, als ich von einem champagnertragenden Empfangskomitee begrüsst wurde, bis zu dem Augenblick, als mich das Wasserflugzeug wieder abholte. Es ist ein exklusiver Rückzugsort, der mehr bietet als «normalen Luxus».

Es gibt eine grosse Auswahl an Villen – Strandpool, Meerpool-Villa / Haus, Privatresidenz, Wasserpool-Villen mit Sonnenaufgangs-/Sonnenuntergangsblick oder romantische Poolresidenz. Alles hängt vom Budget ab – Luxus hat hier seinen Preis. Erwarten Sie aber keine protzigen und übertriebenen Unterkünfte. «Stiller Luxus» ist hier die Devise. Nichts ist vergoldet oder mit Diamanten besetzt, Subtilität steht im Vordergrund und die Liebe zum Detail wird mit Sorgfalt gepflegt. Die Villen schaffen eine harmonische Verbindung zur Natur: Dunkle Holzvertäfelungen, hohe Decken mit grossen Windspielen und Dekorationen aus Treibholz und Seegras prägen das Bild. Die Böden bestehen aus Stein und Holz, die Wände glitzern mit lackierten Muscheln und Rattansessel laden zum Verweilen und Geniessen der Schönheit der Insel ein.

Das Badezimmer in einem separaten Flügel ist so gross wie eine kleine Wohnung und verfügt über eine ebenerdige Dusche mit Blick auf die Terrasse durch bodentiefe Fenster, zwei riesige Steinwaschbecken und zwei Doppelkleiderschränke – falls Sie mehr Stauraum benötigen. Kieselsteine und Steine, die die Hitze nicht speichern, führen zu einem Aussenbereich mit Liegen, Aussendusche und einer grossen, eingelassenen Badewanne. Bad, Dusche und Aussenbereich sind mit einer Fülle von Clarins-Pflegeprodukten ausgestattet (in Originalgrösse, nicht in den winzigen Reisegrössen, an die wir uns gewöhnt haben).

Das grosse Kingsize-Bett bietet einen atemberaubenden Meerblick, als sei man ein wohlhabender König, der über seiner Aussicht thront – ein mit Mosaiken verzierter Privatpool an einem eigenen Privatstrand, umgeben von Palmen und einer fast schon postkartenreifen Kulisse. Zurück im Inneren erwarten Sie iPads mit Menüs zur Buchung von Aktivitäten und Essensbestellungen sowie ein privates Handy, um Ihren persönlichen Assistenten zu kontaktieren – schliesslich befinden Sie sich hier fast auf einer einsamen Insel. Die Minibar ist prall gefüllt mit einer riesigen Auswahl an Leckereien, von Bio-Popcorn und Velaa-Süssigkeiten über Schnorchelmasken, Stress-, Reiseund Partysets bis hin zu Unterwasserkameras, um den Spass im exklusiven Wassersportzentrum festzuhalten.

KUREDHI RESIDENCE MIT VIER SCHLAFZIMMER

Die 1324 Quadratmeter grosse, exklusive Unterkunft mit vier Schlafzimmern, markiert das nächste Kapitel für ein transformatives, massgeschneidertes Erlebnis. Eingebettet in eine üppige Vegetation und mit Blick auf das türkisfarbene Wasser des Indischen Ozeans bietet die neu gestaltete Kuredhi Residence eine nahtlose Mischung aus Barfuss-Luxus und modernem Komfort. Das Interieur strahlt sanfte, vom Strand inspirierte Eleganz aus, die durch natürliche Texturen, sanfte Meerestöne und geräumige, lichtdurchflutete Räume zum Leben erweckt wird.

Bei der kompletten Neugestaltung dieser Villa wurde jedes Detail sorgfältig berücksichtigt – von der Einrichtung bis Ausstattung. Die Gäste erwarten elegante, gedämpfte Töne, Kunstwerke von Anne Kyyro Quinn, vier exquisite Gästezimmer, grosszügige Wohnbereiche und eine neu gestaltete, 139 Quadratmeter grosse Poolterrasse. Darüber hinaus können die Gäste einen privaten Koch, einen Butler-Service und ein exklusives Fitnessstudio geniessen, während die Lage der Villa neben der Lagune auch Zugang zu einem unberührten Privatstrand bietet, der völlige Abgeschiedenheit gewährleistet. Ein weiteres Beispiel für das Engagement von

Velaa Private Island, transformative, personalisierte Erlebnisse zu schaffen, die die Kunst der Entspannung an einem der exklusivsten Reiseziele der Welt zelebrieren.

KULINARISCHE LEIDENSCHAFT

Im Athiri, dem Hauptrestaurant, verwendet ein Team von Köchen aus 14 Ländern die besten importierten und lokalen Zutaten, um ein globales Menü authentischer, hausgemachter Speisen zu servieren. Das Restaurant ist zur Hälfte im Sand angelegt, einige Stühle und Tische stehen sogar im Wasser. Zum Abendessen serviert das Athiri eine wunderschöne, unkomplizierte Speisekarte mit frischen japanischen, italienischen, indischen und thailändischen Gerichten. Das Frühstücksbuffet ist überwältigend, sodass man tief durchatmen muss und sich Zeit lassen sollte. Es bietet Geschmacksrichtungen aus aller Welt und eine À-la-carte-Karte an, die einfach himmlisch ist.

Direkt am Wasser liegt das Restaurant Aragu, dessen Küche von Küchenchefin Adeline Grattard geleitet wird, einer erfahrenen Köchin, die bereits in zwei mit Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants tätig war. Das exquisite Design des Restaurants spiegelt die Gourmetküche wider: Hunderte (genau 365) goldene und porzellanene fliegende Fische hängen von der Decke, während man den ungestörten Blick auf den Indischen Ozean geniesst.

Im Restaurant Faiy in der neuen Wellness-Oase trifft Fine Dining auf Wellness und bietet ein durchdacht Menü mit ausgewogenen, nahrhaften Mahlzeiten, die vom Reichtum der Natur inspiriert sind. Es ist eine grüne Oase im tropischen Garten der Insel, die gesunde, leichte und farbenfrohe Gerichte serviert. Faiy bedeutet in der lokalen Sprache «Blatt» und bezieht sich sowohl auf die üppige Umgebung des Restaurants als auch auf die natürliche, gesunde Speisekarte. Und schliesslich, aber keineswegs weniger wichtig, das Juwel in Velaas Krone: das unglaubliche Restaurant Tavaru, das sich im obersten Stockwerk eines architektonischen Meisterwerks befindet, einem 21 Meter hohen Turm. Es liegt im vierten Stock, über drei Etagen und der «Weinkeller» beherbergt über 6000 Flaschen Wein mit einem Wert von rund einer Million Euro. Velaa Private Island durfte schon mehrfach die Auszeichnung als «World’s Best Fine Dining Hotel» entgegennehmen und hat damit seinen Ruf als Leuchtturm für exklusive Erlebnisse und kulinarische Exzellenz gefestigt. Die Auszeichnung unterstreicht das Engagement des Unternehmens, kuratierte kulinarische Erlebnisse zu bieten, die über Luxus hinausgehen und erstklassige Küche mit der ruhigen Schönheit der Umgebung verbinden.

PERSÖNLICHES WELLNESS-ERLEBNIS

Das Wellbeing Village integriert fortschrittliche Technologien, um die Genesung, das Schmerzmanagement und das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen. Diese personalisierten Behandlungen fördern die Heilung, verbessern die Durchblutung und reduzieren Stress für einen ganzheitlichen Gesundheitsansatz. Eine Welt voller Fachwissen und Exzellenz, Freude und Wandel zu erleben, in der modernste Technologie auf die angestammte Kunst des Berührens trifft. Die Programme sind einzigartig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten und schaffen ein Gleichgewicht zwischen Körperbehandlungen, Achtsamkeit, Fitness und Ernährung. Das Angebot reicht von medizinischen Behandlungen zum Wohlbefinden mit einem ausgebildeten Hausarzt über manuelle Medizin bis zu AyurvedaBehandlungen.

SPIELRUNDE MIT UNBEGRENZTEN MÖGLICHKEITEN

So vielfältig und durchdacht wie die Villen sind auch die Möglichkeiten, sich auf ungewöhnliche neue Abenteuer einzulassen: Das Resort kann die neuesten Hi-TechWassersport-Spielzeuge und -Geräte anbieten, von Flyboarding und Hoverboarding bis zu elektrischen Foil-Surfbrettern und einem kompletten Set an aufregenden Schlepp geräten für Kinder und Familien. Ausserdem gibt es ein Tauchzentrum, Standup-Paddling, Parasailing und Kitesurfen. Im Aktivitäten-Angebot stehen aber auch eine authentische maledivische BatheliBootsfahrt, das Schnorcheln in einem unberührten Riff oder der Besuch auf einer einsamen Insel bei Sonnenuntergang.

Wenn Sie lieber an Land bleiben möchten, besuchen Sie den besten Freizeitbereich der Malediven mit dem einzigen überdachten Tennisplatz der Malediven, Squashplatz, Kletterwand, hochmodernem Gym und sogar einem Fussballplatz. Die Velaa Golf Academy von Olazábal, bekannt für ihr Kurzspiel, bietet ein einzigartiges Golferlebnis. Das Studio hat Einzelunterricht mit PGA-Profis im Angebot, unterstützt von modernster SchwunganalyseTechnologie, und ist ausserdem mit einem Trackman-Simulator ausgestattet, um die Golfsession zu verbessern. Im Yoga-Pavillon finden Yoga- und Mediationssitzungen statt, die Spa-Einrichtungen des Velaa Spa versprechen eine Welt der Expertise und Exzellenz.

QUICK FACTS

Der Service war absurd gut. Der Butler stand mir exklusiv zur Verfügung –kein Teilen, vielen Dank. Aber Velaa ist natürlich nicht real. Nichts hier ist real. Es ist eine Hyperrealität, in der alles besser ist.

Das Essen war hervorragend. Ein grandioses Mahl im Gourmetrestaurant Aragu mit einem Degustationsmenü, das mit Abstand zu den besten gehörte, die ich seit Langem genossen habe. Das Frühstück war himmlisch – ein wahrer Genuss. Selbst das Teppanyaki war absolut brillant.

Eingebettet in die Konstellation der Inseln, die das Noonu-Atoll auf den Malediven bilden, hebt Velaa Private Island die Exklusivität auf die nächste Stufe mit Einrichtungen und Services, die über traditionelle Resorts hinausgehen.

Velaa Private Island im unberührten Noonu-Atoll gilt als der exklusivste, intimste und transformativste Rückzugsort der Malediven.

Edelweiss, die führende Schweizer Ferienfluggesellschaft, fliegt mehrmals wöchentlich nonstop von Zürich nach Malé. Maximalen Sitzkomfort geniesst man in der Businessclass oder in der Economy-Max-Class.

INA CUL RI UM

VIVE LA PROVENCE

Autorin_Joanna Peyer Bilder_Coquillade Provence

Die Provence entfaltet ihre Kraft im Langsamen. Im Luberon zeigt sie sich in der Weite der Ebene, im besonderen Licht, in Rebbergen und Lavendelfeldern, die nicht inszeniert wirken, sondern gewachsen sind. Wer hierher reist, sucht keine Abfolge von Höhepunkten, sondern Orte, die Zeit lassen und den Blick öffnen. Vielleicht ist es kein Zufall, dass man sagt, die schönsten Orte lägen in Südfrankreich – und Gott lebe bekanntlich hier.

Auf einem Hügel nahe Gargas liegt die Coquillade Provence. Was heute ein Fünf-Sterne-Resort ist, war einst ein Dorf aus dem elften Jahrhundert. Die historische Struktur ist erhalten geblieben: sandfarbener Stein, kleine Häuser, schmale Wege, plätschernde Brunnen. Zimmer und Suiten verteilen sich auf einzelne Gebäude, verbunden durch Gassen und Plätze. Man bewegt sich durch ein Dorf – nicht durch einen Hotelkomplex.

LA VIE. LE VIN. LE VÉLO.

Andy Rihs, Schweizer Unternehmer, entdeckte diesen Ort und machte ihn zu einem Rückzugsort, der seiner Vorstellung vom guten Leben entsprach. Er liebte die Provence für ihr Savoir-vivre, ihre Küche und ihre Weine. Ebenso prägend war seine Leidenschaft für den Radsport. Sein Lebensmotto brachte diese Haltung auf drei Begriffe: «La Vie. Le Vin. Le Vélo.»

Oben im Rebberg, mit Blick auf das Resort, erinnert ein schlichter Gedenkstein an den Gründer. In ihn sind genau diese drei Worte eingraviert. Sie fassen zusammen, was diesen Ort bis

heute ausmacht. Dass dieses Motto bis heute trägt, zeigt sich in der Art, wie die Coquillade Provence gedacht ist. Das Cycling Center erinnert an Andy Rihs’ Nähe zum professionellen Radsport – er war früherer Besitzer des «BMC Racing Team» – und öffnet den Zugang zu den Strassen und Anstiegen des Luberon. Ebenso selbstverständlich gehört ein eigenes Weingut – die Domaine de la Coquillade – zum Hotel.

DAS ERBE UND DIE KUNST

Seit dem Tod von Andy Rihs im Jahr 2018 führen seine Söhne Tobias und Oliver das Erbe weiter. Der eine ist Architekt und lebt auf dem Land in Portugal, der andere Filmemacher mit Wohnsitz in Berlin. Gemeinsam entwickeln sie den Ort behutsam weiter, insbesondere um einen neuen Bereich: zeitgenössische Kunst. Mit Projekten wie Artist in Residence holen sie Kunstschaffende ins Hotel und öffnen den Ort für neue Perspektiven. Die Kollektion Coquillade spiegelt ihre Reisen, Lebensabschnitte, Begegnungen und Freundschaften wider. Gesammelt wird nicht entlang der grossen Messen und Galerien, sondern im eigenen Umfeld – jenseits der Autobahnen des Kunstmarkts. Schon beim Ankommen wird dies sichtbar. Vor dem Hotel steht die Wortskulptur «Four Sides of Being» von Carl Hegemann, dem legendären Dramaturgen der Berliner Volksbühne. Die Arbeit besteht aus vier Seiten, auf denen unter anderem die Begriffe «Beauty» und «Reality» zu lesen sind. Sie erklärt nichts, sie kommentiert nichts. Man geht an ihr vorbei – und begegnet ihr vielleicht später erneut, aus einer anderen Perspektive.

Im Innern setzt sich dieser Ansatz fort. In Lobby, Rezeption und Restaurants begegnet man Kunst beiläufig, fast nebenbei. Fotografien von Walter Pfeiffer hängen dort, wo man isst oder verweilt. Arbeiten von Beni Bischof, Jorge Queiroz, David Renggli, Pedro Vaz und Christof Vetsch tauchen entlang der Wege auf. Statt White Cube gibt es Schwellen, Treppen und Korridore. Kunst wird Teil der Orientierung:

Man merkt sich Wege über Bilder, nicht über Pläne. Gerade darin liegt ihre Wirkung. Wer mehrere Tage bleibt, begegnet denselben Arbeiten immer wieder. Die Kunst verändert sich nicht – wohl aber der Blick auf sie. Sie wird Teil des Aufenthaltsrhythmus, nicht dessen Mittelpunkt, aber auch nicht blosses Dekor. Auch in den Zimmern und Suiten setzt sich diese Haltung fort. In den neuen Luberon-Suiten begegnet man verschiedenen Kunstwerken, darunter Carlos Amorales’ «Mariposas Negras». Die schwarzen Schmetterlinge sind zurückhaltend in die Räume integriert und begleiten den privaten Rückzug mit einer leisen, fast schwebenden Spannung. Jede Suite verfügt über bodentiefe Fensterfronten und eine private Terrasse mit Whirlpool im Stil eines traditionellen, in Stein gehauenen «Aiguier», wie sie einst zur Wassergewinnung in der Provence dienten. Die Ausblicke reichen über die hoteleigenen Rebberge in die Hügel des Luberon. Die Coquillade Provence ist ein Ort des Verweilens und zugleich ein idealer Ausgangspunkt, um die wildromantische Region zu erkunden. Die malerischen ockerfarbenen Dörfer, die bunten Märkte voller Köstlichkeiten und die feine provenzalische Küche erzählen den Landstrich weiter. Im Velosattel auf den Strassen des Luberon, bei einer Degustation auf der Domaine de la Coquillade oder einfach beim Blick in die Sonne findet man Zeit für sich. Die Coquillade Provence lässt all das nebeneinander bestehen, ohne Vorgaben, ohne Eile.

ES LEBE DIE PROVENCE!

BU SIN ESS

Kunst, deren Bedeutung und Wert sich über Jahrzehnte und Generationen entfalten: Sternenlicht von Van Gogh

Vincent van Gogh, Public domain, via
Commons

Kunst als kuratierter Bestand: Sammlungen verbinden ästhetische Vielfalt mit langfristigem Wertdenken.

KUNST & KAPITAL

Autorin_Anja Betting

NKunst galt lange Zeit als elitäres Spielfeld für Kenner der grossen Namen wie Warhol, Vermeer oder Van Gogh. Heute rückt sie zunehmend als ernst zu nehmende und strategisch relevante Anlageklasse in den Fokus.

och vor wenigen Jahren spielte Kunst im Anlageuniversum eher eine untergeordnete Rolle und war oftmals nur den solventesten Sammlern vorbehalten. Inmitten wirtschaftlicher Unsicherheit, globaler Spannungen und volatiler Finanzmärkte gewinnt sie jedoch an Bedeutung. Nicht zuletzt, weil traditionelle Anlageformen sensibler denn je auf politische Entscheidungen, Zinswenden oder Währungsschwankungen reagieren. Der Kunstmarkt zeigt sich dagegen bemerkenswert stabil und entwickelt sich zu einem verlässlichen Gegenpol in modernen Vermögensstrukturen.

Auch der Blick auf den internationalen Auktionsmarkt unterstreicht diesen Trend. In den vergangenen Jahren ist der weltweite Umsatz stetig gewachsen, ein Zeichen dafür, dass Kunst nicht nur kulturell, sondern zunehmend auch wirtschaftlich relevant wird. Als reale Sachwerte sind Kunstwerke weder an Währungen noch an politische Systeme gebunden. Ihre Wert-

entwicklung folgt eigenen Zyklen, die häufig unbeeindruckt von kurzfristigen Turbulenzen verlaufen. Für viele Anleger wird Kunst dadurch zu einer Anlageform, die nicht nur ästhetische Freude bereitet, sondern auch eine tragfähige Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit bietet. Gerade diese besondere Marktlogik fernab täglicher Kursschwankungen macht Kunst zu einer attraktiven Alternative zu klassischen Finanzanlagen. Gleichzeitig erfordert sie ein grundlegendes Verständnis dafür, wie Werte im Kunstmarkt entstehen – und worin sich lukrative Segmente von reinem Liebhaberinteresse unterscheiden.

DIE NEUE ZUGÄNGLICHKEIT

DES KUNSTMARKTS

Viele denken bei Kunst zunächst an die grossen Meister und ikonische Unikate, die für Millionenbeträge versteigert werden. Doch gerade unter dem Investmentaspekt sind es häufig andere Arten von Kunstwerken, die eine tragende Rolle spielen: limitierte Fotografien, seriell produzierte Editionen oder Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die in mehreren, wenn auch begrenzten Auflagen existieren. Diese Segmente haben zwei entscheidende Vorteile. Erstens sind sie erschwinglicher und ermöglichen damit auch Anlegern mit kleineren Budgets einen diversifizierten Einstieg. Zweitens lassen sich durch die Existenz identischer Werke Preise deutlich präziser bestimmen. Ein

Werk, das mehrfach gehandelt wurde, schafft Transparenz über den Marktwert und erlaubt realistische Erwartungen an die spätere Wertentwicklung. Hinzu kommt, dass diese Bereiche über die vergangenen Jahrzehnte zu den wachstumsstärksten Segmenten des Kunstmarkts zählten.

Fotografien und zeitgenössische Kunst profitieren von einer breiten, internationalen Sammlerbasis und regelmässigen Transaktionen – alles Faktoren, die für stabile Marktstrukturen sorgen. Zudem macht die Auswahl mehrerer Werke unterschiedlicher Künstler eine breite Streuung möglich, die im hochpreisigen Unikatmarkt kaum realisierbar wäre. Während einzelne Meisterwerke nur von wenigen vermögenden Sammlern erworben werden können, bieten Editionen und Fotografien eine breitere Basis, häufigere Verkäufe und damit verlässlichere Daten zur Preisentwicklung. Genau deshalb gelten sie in vielen Analysen als besonders geeignete Segmente für kunstbasierte Vermögensstrategien.

LANGFRISTIG UND TROTZDEM FLEXIBEL

Trotz ihrer besonderen Marktstruktur gilt Kunst als Investment, das vor allem über lange Zeiträume seine Stärken entfaltet. Wertentwicklungen entstehen nicht über laufende Erträge, sondern durch die allmähliche Preissteigerung eines Werks, oft über viele Jahre hinweg. Besonders Daten aus dem internationalen Auktionsmarkt zeigen: Wer Kunst kauft, sollte nicht in Quartalen, sondern in Dekaden denken. Je länger der Anlagezeitraum, desto stärker wirkt sich die natürliche Wertstabilität vieler Kunstsegmente aus. Gleichzeitig ist Kunst wesentlich flexibler, als es ihr Ruf vermuten lässt. Werke können je nach Marktphase über Auktionen, Privatverkäufe oder spezialisierte Händler rasch veräussert werden. Diese Vielzahl an Absatzkanälen sorgt für eine überraschend hohe Liquidität, die im Vergleich zu anderen Real Assets wie etwa Immobilien klar hervorsticht. Hinzu kommt die geografische Mobilität: Kunst lässt sich international lagern, verkaufen oder verleihen und ist nicht an einen spezifischen Standort oder Markt gebunden. Zudem sind die laufenden Kosten für Versicherung, Lagerung oder Transport im Verhältnis zu anderen Sachwerten vergleichsweise moderat – ein weiterer Grund, warum Kunst zunehmend in Portfolios integriert wird.

So entsteht eine seltene Kombination: Kunst ist einerseits ein langfristiger Wertanker im Portfolio, andererseits ein Vermögenswert, über den Anleger flexibel verfügen können. Genau diese Mischung aus Stabilität, Beweglichkeit und realem Sachwertcharakter macht sie zu einer Anlageklasse, die immer stärker in den Fokus rückt. Sie ergänzt Portfolios auf sinnvolle Weise und wird so zu einem Investment, das weit über die ästhetische Faszination hinausreicht.

Ein Sinnbild für zeitlose Qualität und nachhaltigen kulturellen Wert: das Mädchen mit den Perlenohrringen von Vermeer

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MAILAND MADE IN

MILAN

Sag mir, wo du wohnst, und ich sag dir, was du trägst: Es ist kein Geheimnis, dass sich im Herzen Mailands alles um Mode dreht. Dabei macht die italienische Eleganz selbst vor Altersgrenzen nicht halt, sondern ist über alle Generationen hinweg zu bewundern. Fotograf Scott Schuman hat die stilvollsten Milanesi auf den Strassen der Stadt aufgespürt.

100 JAHRE MARILYN

EWIGE MUSE

MONROE

Marilyn Monroe wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Sie war ein Superstar, lange bevor sich die Selbstvermarktung im Netz etablierte. Heute treiben Auktionen die Erlöse ihres Nachlasses in astronomische Höhen. Ausstellungen in Paris und London werden das Vermächtnis der Stilikone glamourös in Szene setzen.

VOR SCHAU

DAS GIRAFFE MANOR HOTEL

Das Giraffe Manor Boutique-Hotel in Nairobi / Kenia ist ein exklusives Hotel mit einer ansässigen Herde wilder Giraffen. Das historische Herrenhaus befindet sich auf zwölf Hektar Privatland innerhalb von 140 Hektar einheimischem Wald. Eines der faszinierendsten Dinge des Hotels: Die ansässigen Nubian / Rothschild-Giraffen kommen morgens und abends zu Besuch und strecken ihre langen Hälse in die Fenster in der Hoffnung auf eine Belohnung, bevor sie sich in ihr Waldschutzgebiet zurückziehen.

Fünf-Franken-Aktion: HEV-Mitgliedschaft für nur fünf Franken bis Ende 2026. Ab 2027 gilt der reguläre Jahresbeitrag der zuständigen Sektion. Die Aktion gilt nur für Neumitglieder und bis 31.12.2026. Hier anmelden: www.hev-schweiz.ch/prestige-magazin

Hauseigentümerverband Schweiz

Seefeldstrasse 60, Postfach, 8032 Zürich www.hev-schweiz.ch, info@hev-schweiz.ch

PLANET OCEAN

Als eine Kollektion, die keine Grenzen kennt, verkörpert die Planet Ocean den Pioniergeist von OMEGA. In seiner jüngsten Ausführung folgt dieses Co-Axial Master Chronometer Modell dem Ruf des Ozeans mit einem Design, das vollständig überarbeitet wurde. Mit einer innovativen Keramiklünette im typischen Orange der Planet Ocean und einem noch kantigeren, prägnanteren Gehäuse bietet sie einen zeitgemässen, frischen Look.

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