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PRESTIGE Switzerland Volume 77

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THE LUXURIOUS LIFE WAY OF

when you are different. when you are different.

ORNAMENTINA

Von Zürich inspiriert. Von Beyer kreiert.

Blueprints Fraumünster Zürich

Die Schuler Driver Suites

Erleben Sie mit Familie, Freunden und Gästen eine unvergessliche Zeit, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Ihre Schuler Driver Suite ist Ihr individuell designtes Zuhause unterwegs. Unsere im Formel-Rennsport geschätzten und erprobten mobilen High-End Lösungen, genügen mit innovativer und technischer Exzellenz allerhöchsten Ansprüchen.

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Philipp Leitner +49 7458 98 98 46 dialog@driver-suite.com

IM PRES SUM

erscheint vierteljährlich

OWNER

Schweizer Fachmedien GmbH Pfeffingerstrasse 19 CH-4153 Reinach

Telefon +41 61 711 13 93 info@schweizerfachmedien.ch www.schweizerfachmedien.ch

PUBLISHER

FRANCESCO J. CIRINGIONE

PUBLISHING DIRECTOR

HASAN DURSUN

HEAD OF PRESTIGE

BORIS JAEGGI

b.jaeggi@schweizerfachmedien.ch

EDITOR IN CHIEF

URS HUEBSCHER u.huebscher@schweizerfachmedien.ch

HEAD OF SALES

HAZIM JUNUZOVIC h.junuzovic@schweizerfachmedien.ch

SALES

VIRGINIE VINCENT v.vincent@schweizerfachmedien.ch

HEAD OF PRODUCTION & ART DIRECTION

MELANIE MORET m.moret@schweizerfachmedien.ch

PRODUCT PUBLIC RELATION

LAURA GIARRATANA l.giarratana@schweizerfachmedien.ch

PUBLIC RELATION

GIULIA CIRINGIONE g.ciringione@schweizerfachmedien.ch

EDITORS

SOFIA ANTONIOU

NATHALIE BECKER

DETLEF BERG

CLAUDIA BOGGIO

GISBERT L. BRUNNER

VIVA CRUISES

OCEANIA CRUISES

NORBERT EISELE-HEIN

JULIA GRUBER

VIVIEN GRÜNDEMANN

DANIELA GRUNWALD

SABINE HÖPERMANN

JOSUA JAEGGI

BEAT KRENGER

TECHNOGYM

VINTAGE TOURS

MAURA WASESCHA

CORRECTOR

MARIO HETZEL

COVER Image database

PHOTOGRAPHS

Assouline, teNeues, Louis Vuitton, KURZ Jewellery, Tornaghi World, Al Coro, Cartier, TASCHEN, OMEGA, Blancpain, Zenith, Patek Philippe, Die Gestalten Verlag GmbH und Co. KG, Gerhard Richter, Grand Seiko, Breguet, Junghans, Longines, Chanel, Jaeger LeCoultre, Chopard, Hublot, Hamilton, Maybach, Montblanc, Aston Martin, BERO, Norrona, Image database, Porsche, Harley-Davidson, Ferrari, Alpeor, Moose Knuckles, Gucci, Bogner, Longchamp, Rimowa, Windsor., Rivoli, Kiton, Dolce&Gabbana, Make up Factory, Doctor Babor, Sisleÿum, IWC, Maura Wasescha, Roberto Cavalli, Etro Home, Manuela Menzi,Dornbracht, Devialet Phantom, UFOTM Forero, Norbert Eisele Hein, Château Margüi, Kozlovićs Santa Lucia, Valpolicella, Tenuta Golo, Bentley Fragrances, Billecart-Salmon, Jean Paul Gaultier, Dedon Ahnda, L’Oreal

ADMIN, COORDINATION & SUBSCRIPTIONS

SERPIL TÜRKMEN

s.tuerkmen@schweizerfachmedien.ch

PRICE

Issue CHF 10.–/€ 11.–Year CHF 39.–/€ 40.–

is a registered trademark. (IGE 596.147)

ISSN Print: 1662-1255

ISSN E-Mag: 2813-1495

A PART OF FIRST CONSULENZA AG

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Ihre exklusive Flusskreuzfahrt durch Venedigs Lagune und die Emilia Romagna. Entdecken Sie Städte wie Chioggia, Bologna und Verona auf der VIVA UNIQUE entlang des idyllischen Po.

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22

40 JEWELLERY WAT CHES & ART & CULTURE

22 TRAUMWELTEN

Ein faszinierender Streifzug durch Europas Kunstszene

30 TEXTILE KUNST ALS SPRACHE DER ERINNERUNG, HEILUNG UND HOFFNUNG Angélica Serech

32 SHORTCUT BOOKS

Buch-Highlights auf einen Blick

34 TRAGISCHE GESCHICHTE IM GOLDENEN RAHMEN Paul Delaroche

38 EDITOR ’ S CHOICE

Eine Reise durch die Kunst

40 NEUES VOM UHRENMARKT

Feine Uhren bleiben begehrt

50 DEMOKRATISIERUNG VON LUXUS

Wie Labordiamanten elitäre Strukturen aufbrechen

54 INSPIRIERT VOM ELEMENT WASSER

Die auf 99 Exemplare limitierte Hublot

58 DER SIEG LIEGT IM DETAIL OMEGA Timekeeping

62 EINE UHR IM TAKT DER REISE

Die RM 63-02 Automatic Worldtimer

66 BETÖREND SCHÖN

Zu Besuch auf einer Perlenfarm in Französisch-Polynesien

68 99 MO TI ON FA SHI ON 130

68 GEHEIME SAMMLUNG

Das Nationale Automuseum – Sammlung Schlumpf in Mulhouse

76 TOPUPGRADES FÜR LUXUSAUTOS

Upgrades, die Eindruck machen

78 TECHNOLOGIE, DESIGN UND ELEKTRO

Ein Blick auf die automobile Zukunft

86 WUSSTEN SIE SCHON ...?

66 Jahre Fahrspass, Stil & Individualität

87 GADGETS

Die Highlights der Saison

88 VINTAGE TOURS

Portugal im Oldtimer entdecken

92 SUPERYACHTEN DES JAHRES

Monaco Yachtshow

96 ALLES, NUR NICHT GEWÖHNLICH

Ein Besuch bei Frank Heyl

99 WUSSTEN SIE SCHON ...?

Dubai führt bis 2026 Flugtaxis ein

100 EXKLUSIVER GEHT'S NICHT

Ein Bugatti wie kein anderer

104 ALS SICH AM ARLBERG DIE ZUKUNFT DEN WEG BAHNTE  200 Jahre Arlbergstrasse und 140 Jahre Arlbergbahn

108 IL MAESTRO

Valentino Garavani

116 PIONIERIN DER ETHISCHEN MODE

Sanyukta Shrestha «The Newars, 1901»

122 DIE FASZINATION DER MODEMUSEEN

Haute Couture als Zeitzeugnis

124 HANDGEFERTIGTER LUXUS «Lian Original»

130 WEARABLE DAYDREAMS

Zimmermann

Autumn Ready to Wear 2025

134 THE ART OF SPARKLE

Pailletten im Wandel der Zeit

136 WER IST DEMNA?

Der neue Mann hinter Gucci

Wenn DESIGN ZUR KUNST WIRD

Der neue GENESIS ELECTRIFIED G80

Jetzt Entdecken

138 VON PARIS HINAUS IN DIE WELT

Uralte Tradition, ein Neubeginn

144 WUSSTEN SIE SCHON ...?

Chinesische Medizin in Hongkong

148 WAS IST EIGENTLICH WELLNESS?

Die neue Philosophie des Wohlfühlens

150 THE ART OF WELLNESS

Wie Technogym Fitness neu definiert

152 CO 2

Ein neuer Blick auf Leistung, Klarheit und Erholung

156 WENN DAS GEHIRN AUS DEM GLEICHGEWICHT GERÄT

Wie sanfte Impulse helfen, die mentale Balance wiederzufinden

BEAUTY   & WELL BEING LI VING TRAVEL 138

158 UMBRIEN IN SEINER REINSTEN FORM

Wo Handwerk Kultur wird

164 FARMLEBEN MIT STYLE

Luxuslandleben auf Mallorca

170 MUSIK ZWISCHEN LICHT UND SCHATTEN

Steinway & Sons

172 KOLUMNE

Maura Wasescha

174 ZU BESUCH

BEI MAILANDS STILIKONE

Guglielmo Miani

178 LA PAUSA

Das Ferienhaus von «Coco» Chanel

182 KAMINFEUER, PULVERSCHNEE UND PANORAMABLICK

70 Jahre Zürserhof

188 SEVERIN*S – THE ALPINE RETREAT

Exklusives Refugium

in Lech am Arlberg

190 EXZELLENZ UND LEIDENSCHAFT

Salvatore Ferragamo

192 TRAVEL NEWS

Inspiration für Ihre nächste Auszeit

193 WUSSTEN SIE SCHON ...?

New York

194 ISABEL BARRETO

Die erste Admiralin der spanischen Marine

196 EIN CHAMPAGNER-ERLEBNIS

Das Cuvée J2 Hôtel Osaka

198 DAS ULTIMATIVE ROLLS-ROYCE-PICKNICK

Maradiva Villas Resort & Spa

202 17 ETAPPEN SORGEN FÜR

GLOBALE ENTDECKUNGEN

Oceania Cruises

204 CIAO ITALIA!

Italienisches Lebensgefühl

mit VIVA Unique

208 EIN VERBORGENES JUWEL

«The Ocean Club, Costa Norte»

210 WEIBLICH, JUNG UND VOLLER VISIONEN

Crescenzia Biemans

THE MAGIC BOX

CULI NA RIUM BU

214 DIE UNGEWÖHNLICHSTEN

RESTAURANTKONZEPTE DER WELT Kulinarische Abenteuer weltweit

218 VAUX – RÉSERVE ROSÉ Eleganz im Glas

219 DIE WIEDERGEBURT EINER LEGENDE Der neue Ardbeg Vintage_Y2K 24 Years Old

220 DIE HOHE KUNST, AUS GUTEM DAS BESTE ZU MACHEN BALIK-Manufaktur

224 CULINARIUM NEWS Entdeckungen für Weinliebhaber

226 EINE REGION, DIE SICH GEGEN DEN STROM ERHEBT GCC-Staaten

230 WUSSTEN SIE SCHON ...? Innovationen und Wachstum in den Emiraten

MAURA WASESCHA AG: DIE KUNST DES LUXUS, DIE ESSENZ DER EXZELLENZ IN ST. MORITZ

Seit über 47 Jahren steht Maura Wasescha AG für höchste Eleganz und Prestige im Luxusimmobilienmarkt von St. Moritz. Mit tiefem Wissen über die Region und einem exklusiven Netzwerk bieten wir außergewöhnliche Residenzen an den schönsten Orten des Engadins und darüber hinaus. Unser Anspruch geht über klassische Vermittlung hinaus: Wir gestalten maßgeschneiderte Erlebnisse – von individueller Beratung über diskrete Verwaltung bis hin zu stilvollem Interior Design und Concierge-Services auf höchstem Niveau. Jede Immobilie ist ein Meisterwerk, in dem Komfort, Privatsphäre und natürliche Schönheit eine perfekte Einheit bilden. Mit Maura Wasescha AG wird Luxus zur gelebten Realität – einzigartig, stilvoll und unvergleichlich.

DIE ZUKUNFT DES LUXUS

EDI TO RIAL

Im Luxus selbst dreht sich zwangsläufig alles um den Überschuss des symbolischen Werts über den Gebrauchswert seiner Güter und Dienstleistungen. Was ist der Unterschied zwischen dem Gebrauchswert einer Handtasche, die man auf dem Strassenmarkt für 20 Franken kauft, und einer luxuriösen HermèsTasche, die in seltenen Sammlerauktionen bis zu 500’000 Franken oder sogar die erstaunlichen zehn Millionen im Fall der originalen Birkin-Tasche erzielt? Es gibt keinen. Beide Taschen sind für Dinge ausgelegt, die wir in sie stecken. Was rechtfertigt also die enorme Inflation des Marktpreises? Seine Begehrlichkeit. Und was treibt seine Begehrlichkeit an? Bedeutung. Der Unterschied ist die Bedeutung. Bei Luxus dreht sich alles um Sinn. In der Tat gibt es keinen Luxus ohne Sinn. Und wenn wir in Luxusmarken und -güter gerade wegen ihres symbolischen Werts investieren, dann ist die Bedeutung selbst zum Gebrauchswert von Luxusmarken geworden. Sinn ist das, was wir kaufen, und nicht die Ware. Um den Wert von Luxus zu maximieren, müssen wir also die Bedeutung von Luxus maximieren.

Wahrer Luxus ist das gut gelebte Leben. Wahrer Luxus ist symbolisch, aber in diesem symbolischen Wert bietet er eine transzendentale Erfahrung, die real wird. Das ist es, was den Luxusmarken bevorsteht – in der Lage zu sein, proprietäre symbolische Universen rund um Marken, Produkte, Dienstleistungen, Räume, Erfahrungen und Innovationen zu schaffen, die uns daran erinnern, wer wir wirklich sind, und die uns das Gefühl geben, lebendig zu sein. Diejenigen, die uns diese einzigartige Bedeutung vermitteln können, werden die Evolution des Luxus vorantreiben. Diejenigen, die es nicht tun, werden bald diejenigen kopieren, die es tun. Das ist unvermeidlich.

Glücklicherweise spielen Marken eine wichtige Rolle als Vermittler und helfen uns, zu uns selbst zurückzukehren – um unser Leben zu erheben, um es angenehmer zu machen, verbundener, mehr mit Schönheit, mit Wundern, mit Leidenschaft, mit Verlangen, mit Leben. Das ist die Rolle von Luxusmarken: uns dabei zu helfen, zu unserem eigenen inneren Luxus zurückzukehren. Es mag den Anschein haben, dass dies subjektiv ist, aber es ist universell, weil es menschlich ist.

Viel Lesevergnügen!

@Emily Kam Kngwarray

ART CUL TURE &

TRAUMWELTEN

Drei renommierte Künstlerinnen warten mit Retrospektiven in drei Städten Europas auf – eine Tour de Force, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Es wird unglaublich bunt und tief bewegend.

Drei grosse Namen in der Kunst werden gross gefeiert: Yayoi Kusama, Emily Kam Kngwarray und Nan Goldin zementieren mit Ausstellungen in Riehen bei Basel, London und Mailand ihren Superstar-Status – auf besonders spektakuläre Art und Weise. Ein Höhepunkt jagt den nächsten. Widersprüchliches prallt auf Persönliches. Tiefgründige Themen folgen auf kindliches Erstaunen. Das ungewöhnliche Trio verbindet mehr, als man auf den ersten Blick zu erkennen glaubt. Es gibt diesen Moment, in dem ein Kunstobjekt sein Potenzial so intensiv entfaltet, dass einem schon beim flüchtigen Betrachten schummrig zumute wird. Yayoi Kusama in der Fondation Beyeler in Riehen birgt mehrere solcher Aha-Erlebnisse. Diese Ausstellung ist ein Erlebnis. Sie verführt, bewegt und betört alle Sinne. Und manchmal kann sie sogar glücklich machen.

Noch bis zum 25. Januar ist erstmals eine Retrospektive der furchtlosen Pionierin in der Schweiz zu sehen. Die in enger Zusammenarbeit mit der 96-Jährigen und ihrem Atelier organisierte Werkschau gewährt einen komplexen Einblick in Kusamas über acht Jahrzehnte umspannendes Schaffen. So bietet sich die seltene Gelegenheit, einen «Infinity Mirror Room», der in den letzten Jahren zu einem globalen Kulturphänomen avanciert ist, hautnah zu erleben. Mit trickreichen Spiegelungen und ihren berühmt gewordenen Polka Dots vervielfältigt die Japanerin den Raum um uns herum. Mit Lichtspielereien durchbricht sie die Grenze zwischen Realität und einem künstlichen Traum der Unendlichkeit. Die Installation, die wie ein optischer Rausch wirkt, unterstreicht die Reichhaltigkeit aller Kunstformen, denen sich die Ausnahme -

EMILY KAM KNGWARRAY

Winter Abstraction 1983

Acryl auf Leinwand Collection Bérengère Primat

Autor_Beat Krenger

EMILY KAM KNGWARRAY Ntang Dreaming 1989

Acryl auf Leinwand National Gallery of Australia, Canberra

künstlerin im Laufe der Jahre gewidmet hat: Malerei, Skulptur, Installationen, Zeichnung, Collage, Happenings, Live-Performances, Mode und Literatur.

Gleichzeitig beweist sie damit auch, dass der Kampf mit einem gestörten Innenleben manchmal besonders schöne Blüten treiben kann. Yayoi Kusama lebt Kunst in jeder Zelle ihres Körpers, ohne sie könnte sie wahrscheinlich gar nicht existieren. Es ist ein Lebenselixier, das weder auf Konfrontation noch Eskalation setzt, sondern viel mehr dafür steht, die Verständigung untereinander zu fördern. Ihre Kunstwerke wollen alle, die sich dafür öffnen, umarmen, auch wenn sie getrennt sind durch politische oder kulturelle Differenzen. Ein selten zu findendes Zeichen heutzutage. Und gerade deshalb ein umso eindrücklicheres.

UTOPIA IN LONDON

Auch Emily Kam Kngwarray (1910 bis 1996) oder einfach nur Emily, wie sie liebevoll genannt wurde, schuf eigenwillige, kraftvolle Werke, die ihre Botschaft als Ureinwohnerin aus Australiens abgelegener Wüstenregion Utopia in die Welt hinaus tragen konnten. Sie gilt als eine der bedeutendsten Malerinnen des späten 20. Jahrhunderts, die ihr spirituelles Engagement für ihre Heimat erst auf Batikstoffen und später in monumentalen Bildern umgesetzt hat. Emily war bereits Ende 70, als sie ernsthaft mit der Malerei begann. In den nächsten acht Jahren bis zu ihrem Tod tauchte sie über 3000 Leinwände in Farbe und erschuf so abstrakte Welten, welche die Weisheit von Emily verkörperten. Auch deshalb hat sich die Direktorin der Tate Modern, Karin Hindsbo, dafür eingesetzt, dass

weibliche Künstler mehr Platz und Anerkennung im Museum bekommen. «Ich möchte mit dieser Show einen Ort schaffen, der zum Träumen einlädt», erklärt sie.

Für indigene Australier ist «Träumen» eine kulturelle Weltanschauung, die einen geordneten Sinn für die Realität bietet – einen Rahmen für das Verständnis des eigenen Seins und der Rolle der Mitmenschen darin. Dieses wertvolle Wissen umfasst Überlebensstrategien, Ahnengeschichten und Erzählungen über unsere Erde.

Emily ist unter den australischen Kunstschaffenden einzigartig für ihre schnelle und systematische Erforschung verschiedener Stile und für ihren kühnen Erfindungsreichtum in Bezug auf Form und Farbe. Sie malte sowohl im zarten als auch im brachialen Stil, mit Pinseln, Stöcken und Fingerspitzen auf zerknittertem Leinenstoff, der flach auf dem Boden lag und in der Komposition selbst ein Teil davon wurde.

Der Ausstellung ist es gelungen, das Werk der Künstlerin neu zu entdecken, frei von Mythos, Folklore und Klischees. Verschlungene Pinselführungen bilden eigensinnige Muster und erzählen von einem komplexen Innenleben. Es sind Metaphern für eine verletzte Seele, die im ehemaligen Kraftwerk eine enorme Wärme ausstrahlen. Nach einem Rundgang stellt sich das Gefühl wie nach der Entdeckung einer raren Schönheit ein, die alle Krisen, Kriege und Katastrophen für einen Augenblick vergessen lässt.

Verschlungene Pinselführungen bilden eigensinnige Muster und

erzählen von einem komplexen Innenleben.

ALLES SIEHT AUS, ALS WÄRE SIE AUS EINER ANDEREN WELT ENTSPRUNGEN –WIE EINE GEALTERTE

VERSION VON ALICE IM WUNDERLAND,

DIE IM GEIST

EWIG JUNG GEBLIEBEN IST.

YAYOI KUSAMA

Self-Portrait, 1972

Collage mit Pastellfarben, Kugelschreiber und Tinte auf Papier

Yayoi Kusama

Lebendes Gesamtkunstwerk: Yayoi Kusama

KÜRBISSE FÜR LOUIS VUITTON

Im traumwandlerischen Kosmos von Yayoi Kusama kann man genauso genussvoll dem Alltag entfliehen. Allgemein bekannt wurde die Japanerin in den letzten Jahren vor allem durch ihre auf Louis-VuittonHandtaschen gemalten Kürbisse, aber auch durch Instagram-Posts von verzauberten Besucher*innen ihrer Museumsausstellungen in Berlin oder Bilbao. Sie gehört heute genauso zur Popkultur wie Kim Kardashian oder Beyoncé. Es ist kein Geheimnis, dass Kusamas Leben geprägt ist von einer neurotischen Zwangsstörung sowie dem Wunsch, dieser psychischen Erkrankung zu entfliehen. Ein Meer aus grafischen Formen ist aus diesem Schwebezustand entstanden, das durch Halluzinationen hervorgerufen wurde, unter denen sie seit ihrem zehnten Lebensjahr leidet.

Yayoi Kusama wurde 1929 als jüngstes von vier Kindern einer wohlhabenden Familie mit einer Gärtnerei in Zentraljapan geboren. Schon in ihrem Kinderzimmer fertigte sie Bleistiftzeichnungen an, die ihr charakteristisches Motiv aus Punkten und netzartigen Mustern zeigten, die sich über die gesamte Papierfläche wiederholten. Kusama war eine gute Schülerin, doch während der Kriegsjahre wurde ihre Ausbildung durch das nationale Mobilisierungsgesetz eingeschränkt, und so verbrachte sie ihre Teenagerjahre, wie viele japanische Mädchen ihrer Generation, als Hilfskraft in einer Fallschirmfabrik.

ALICE IM KUNST-WUNDERLAND

Nach dem Krieg besuchte sie die Kyoto Municipal School of Arts and Crafts, eine Kunstberufsschule, obwohl ihre Familie alles andere als erfreut darüber war. Doch die junge Frau verfolgte völlig stur ihren Traum, einmal eine internationale Berühmtheit zu werden.

Im Dezember 1957 gelang es ihr, erstmals zur Eröffnung einer Ausstellung in die USA zu reisen. Innerhalb von sechs Monaten begab sie sich auf eine beschwerliche Reise nach New York, der Stadt ihrer Träume, wo sie die nächsten 13 Jahre bleiben sollte. Ihr dreistes Savoir-faire und ihr aussergewöhnlicher Ehrgeiz haben ihr dort anfangs gute Dienste geleistet. Doch es dauerte danach fast zwei Jahre, bis sie eine weitere Einzelausstellung in Manhattan bekam.

Es folgte die Arbeit «Horse Play», bei der sie Polka Dots auf Pferde malte. Darauf folgte eine Reihe von Body Festivals im Tompkins Square Park und Washington Square Park, wo sie Freiwillige aus dem Publikum als Leinwand benutzte, nachdem sie diese mit der Aufforderung geködert hatte, «sich selbst über den Punkt der Eitelkeit hinaus zu lieben – voller Tupfen.»

Im Jahr 1968 war Kusama in den USA und Europa so berühmt, wie man es nur sein kann. Als sie 1982 begann, bei der renommierten Fuji Television Gallery in Tokio auszustellen, wurde ihr Legendenstatus endlich auch in der eigenen Heimat anerkannt, was ihr unheimlich viel bedeutete.

Die offensichtlichen Markenzeichen von Yayoi Kusama haben sie weit über die Kunstwelt hinaus bekannt gemacht: die Rundschnitt-Perücke in unterschiedlichen Farben, die winzige Statur, der forsche Blick, der so gar nicht zum Auftreten einer älteren Dame passen will. Dazu ihre knallbunten Outfits, die augenscheinlich mit ihren Werken verschmelzen. Alles sieht aus, als wäre sie aus einer anderen Welt entsprungen – wie eine gealterte Version von Alice im Wunderland, die im Geist ewig jung geblieben ist.

© Yayoi Kusama
YAYOI KUSAMA Pumpkin, 1991
Acryl auf Leinwand

Ihre weltweite Renaissance – der sogenannte «Kusama-Boom» –ist gerade in vollem Gange, wenn nicht sogar auf seinem Höhepunkt angelangt. Ein begehrtes Meisterwerk aus der weissen «Infinity Net»-Serie entstand bereits 1959 – und fesselt den Betrachter durch sein einfaches Muster auch heute noch, da es eine beispielhafte Demonstration der Abstraktion darstellt. Gleichzeitig handelt es sich um eines der teuersten Gemälde der Künstlerin, das bei einer Auktion in New York mehr als zehn Millionen US-Dollar erzielte.

SCHAMLOSE SCHÖNHEIT

Der Titel der Retrospektive «This Will Not End Well» ist typisch Nan Goldin – witzig, ironisch und ein wenig morbide zugleich. Es ist die Weigerung, die Realität des Lebens mit etwas anderem als einem misstrauischen Blick zu betrachten. Es ist auch ein Hinweis auf das, was in der Welt momentan alles schiefläuft. «Es ist eine Provokation, gleichzeitig aber auch ein Gag. Obwohl ich nicht glaube, dass viele Leute den Titel als besonders lustig empfinden», betonte die US-Fotografin schmunzelnd bei der Pressevorführung der Ausstellung.

OBEN

NAN GOLDIN Fashion Show at Second Tip, Toon, C, So and Yogo 1992

Marian Goodman Gallery

Nan Goldin, 1953 in Washington, D. C. geboren, ist eine der bekanntesten, aber auch umstrittensten Künstlerinnen unserer Zeit. Die schonungslose Auseinandersetzung mit der menschlichen Seele prägt ihr Lebenswerk und hat viele Kunstschaffende tiefgreifend beeinflusst.

Nun werden ihre stärksten Werkreihen aus mehr als 40 Jahren in von Hala Wardé entworfenen Pavillons im ehemaligen Industriegebiet Mailands gezeigt. Jede dieser «Hütten» wurde in Bezug auf ein Leitthema konzipiert, zusammen bilden sie quasi ein Dorf voller persönlicher Geschichten.

INTIME DIAS ALS TAGEBUCH

Bereits mit 14 Jahren musste Nan Goldin ihr Elternhaus in Boston verlassen. Sie fand damals Zuflucht in der Bostoner Subkultur und suchte seither immer die Orte und die Menschen auf, die von der Gesellschaft ausgestossen wurden, um sie mit einer Super-achtKamera und später mit dem Fotoapparat aufzunehmen.

© Nan Goldin

Goldins Werk ist auch ein Zeitdokument einer Generation, deren Erfahrungen von der Aids-Krise und einer Welt ausserhalb der normativen Gesellschaft geprägt ist. Um 1980 begann sie, ihre Diashows in Clubs und an öffentlichen Orten in New York sowie in Underground-Kinos und auf Filmfestivals in Europa zu präsentieren. Sie aktualisierte und bearbeitete ihre Vorführungen jedes Mal neu und setzte mehrere Projektoren ein, die sie mit einem sentimentalen Soundtrack unterlegte.

Das Starkino habe ihre Sichtweise stark geprägt, erklärt die Künstlerin, besonders Hollywoodfilme der 1940er-Jahre. Wie Protagonist*innen eines Spielfilms tauchen in den Arbeiten der 72-Jährigen immer wieder die gleichen Verbündeten auf, die meist unglücklich ihren Träumen nachjagen. Noch bis zum 15. Februar ist die grosse Goldin-Retrospektive, die als ihre allerletzte angekündigt wurde, im Mailänder Ausstellungsraum Pirelli HangarBicocca zu sehen.

Dass drei arrivierte Künstlerinnen zeitgleich für viel Aufsehen im Kunstkalender sorgen, erlebt man äusserst selten. Gemeinsam bringen sie die Komplexität des Überlebens als Aussenseiter eindrucksvoll auf den Punkt – und machen klar, dass Verletzlichkeit und Stärke immer miteinander verflochten sind und sich gegenseitig prägen.

Trotz unterschiedlicher Lebensgeschichten, Ausdrucksarten und Visionen ist eine gemeinsame Sehnsucht erkennbar. Sie manifestiert sich im Wunsch, einen Ort jenseits der Realität zu schaffen, der Trost spenden kann.

QUICK FACTS

> Im März 1952 feierte die 23-jährige Newcomerin Yayoi Kusama ihre erste Einzel ausstellung in der Bürgerhalle von Matsumoto, ihrer Geburtsstadt in der japanischen Provinz Nagano. Die Künstlerin behauptet heute noch, dass sie damals jeden Tag manisch bis zu 100 Zeichnungen auf Papier produziert hat.

> «All the Beauty and the Bloodshed» folgt dem Leben von Nan Goldin und zeigt ihren Kampf gegen die Familie Sackler, welche für die Opioidkrise in den USA mitverantwortlich gemacht wird. Der Dokumentarfilm gewann 2022 den Goldenen Löwen an den Filmfestspielen in Venedig und war für einen Oscar nominiert.

> Emily Kam Kngwarray ist eine australische Künstlerin, die man entdecken muss, wenn man sie noch nicht kennt. Bis zum 11. Januar sind in der Londoner Tate Modern ihre wichtigsten Werke als erste umfassend angelegte Retrospektive in Europa zu sehen.

> Bereits im Jahr 2014 machte Yayoi Kusama ihre Relevanz im Kunstmarkt deutlich, als ihr Gemälde «White No. 28» bei Christie’s für 7.1 Millionen US-Dollar verkauft wurde. Zuletzt hat das Werk «Untitled (Nets)» alle Erwartungen übertroffen, als es 2022 bei Phillips New York für die Rekordsumme von 10.5 Millionen US-Dollar versteigert wurde.

Impressionen von Nan Goldins Retrospektive «This Will Not End Well»

TEXTILE KUNST ALS SPRACHE DER

ERINNERUNG, HEILUNG UND HOFFNUNG

Noch bis zum 30. August 2026 widmet das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf der während des Bürgerkriegs in Guatemala geborenen Künstlerin Angélica Serech eine umfangreiche Ausstellung. Angélica Serech –Pach’un Q’ijul «Temps entrelacés – Deep time» ist nicht nur ihre erste monografische Schau in Europa, sondern auch eine poetische Hommage an indigene Erinnerungskultur, Widerstandskraft und gemeinschaftliches Schaffen. Die Künstlerin hinterfragt mit eigens entworfenen monumentalen Webstühlen die traditionellen Grenzen des guatemaltekischen Webens und verbindet dabei uralte indigene Techniken mit ihrer persönlichen Geschichte.

OBEN

MI HISTORIA EN NUDOS AL DORSO DE MI GÜIPIL

Angélica Serech, gewebter und bestickter Gürtel, Garn, Haare und Eukalyptuszweig, 200 x 400 Zentimeter, 2021

UNTEN

MAPA TEXTIL

Angélica Serech. Baumwolle, Garn und Holz, 150 x 200 Zentimeter, 2023

Autor_Urs Huebscher

SORORIDAD

Angélica Serech, Baumwollfaden und Naturzweig, 400 x 190 Zentimeter, 2023

Das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum setzt seine Auseinandersetzung mit Textilkunst und Co-Kreationen fort. Mit der Ausstellung zu Angélica Serech rückt das Museum nun eine aussergewöhnliche Stimme aus Guatemala ins Zentrum. Gezeigt werden 23 Werke von Serech, darunter 16 neue, eigens für diesen Anlass geschaffene Arbeiten, sowie 54 Objekte aus der Sammlung des Museums.

EINE HOMMAGE AN INDIGENE TRADITIONEN

Angélica Serech, geboren 1982 in San Juan Comalapa, wuchs während des guatemaltekischen Bürgerkriegs auf – eines der brutalsten Konflikte in der Geschichte Lateinamerikas. Unter der Militärdiktatur von General Efraín Ríos Montt wurden in den 1980erJahren etwa 200’000 Menschen getötet, vorwiegend aus indigenen Gemeinschaften. Während dieser Zeit lernte Serech von ihrer Mutter und Grossmutter das traditionelle Webhandwerk. Was als Überlebensstrategie begann, wurde für sie zum Akt des Erinnerns und des Widerstands. Die Künstlerin entwickelte schnell eine einzigartige Technik, die die Grenzen des traditionellen Webens überschritt. Sie löste sich von herkömmlichen Methoden und verwendete natürliche Materialien wie Maisblätter und Baumzweige, die sie mit unvergleichlicher Kreativität transformierte. Ihr Ziel war es, eine neue Ästhetik zu schaffen: widerständig und zugleich tief in ihrer kulturellen Geschichte verwurzelt. Ihre Werke, inspiriert von den traditionellen Maya-Trachten aus San Juan Comalapa, zollen dem kulturellen Erbe der Maya Kaqchikel Tribut. Sie sind ein kraftvolles Zeugnis ihrer Wurzeln und der Geschichte der indigenen Bevölkerung in Mittelamerika. Serech entwirft eigene, monumentale Webstühle, auf denen sie alte Techniken indigener Gemeinschaften in Guatemala mit ihrer persönlichen Geschichte zu neuen Erzählungen verwebt.

WEBKUNST IM ZEICHEN DES HUMANITÄREN PRINZIPS DER FÜRSORGE

Im Einklang mit den humanitären Werten der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung beleuchtet die Ausstellung die therapeutische Dimension handwerklicher Arbeit. Gerade im Kontext von Krieg und Vertreibung kann Weben zu einem Akt der Widerstandskraft und Resilienz werden – ein Mittel des Ausdrucks und der Heilung, insbesondere für verletzliche Gruppen wie Kriegsgefangene. In einem spannenden Dialog treten die Werke von Serech in Beziehung zu Fotografien, Plakaten und Objekten aus der Sammlung des Museums, die die Geschichte des guatemaltekischen Bürgerkriegs dokumentieren.

Courtesy of La Galería Rebelde / © José Oquendo

© Louis Vuitton Malletier x Assouline

SHORTCUT BOOKS

MASTERS OF STREET ART

Der Kunstbildband «Masters of Street Art: Art without a Frame» von Michael Harker und Dr. Suzanne Bäumler entführt in die Welt der urbanen Kunst. Grossformatige Fotografien zeigen monumentale Murals internationaler Künstler wie Tamara Alves und Bordalo II und fangen das spannende Zusammenspiel von Graffiti und Architektur in Metropolen wie Paris, Lissabon oder São Paulo ein.

Begleitende Texte und Zitate beleuchten die kulturelle Vielfalt der Szene und den Einfluss internationaler Festivals wie «Calle Libre». Werke wie jene von Bordalo II, der bedrohte Tiere aus Plastik und Müll erschafft, verdeutlichen die Verletzlichkeit von Mensch und Natur. Ein beeindruckendes Coffee Table Book –inspiriert von der grössten Galerie der Welt.

teNeues, Die Gestalten Verlag GmbH und Co. KG 352 Seiten | ISBN: 978-3-96171-697-5

FROM LOUIS TO VUITTON

Mit seinem Damier-inspirierten Einband und leuchtend gelben Schutzumschlag öffnet From Louis to Vuitton die Türen zum faszinierenden Universum der Marke. Das Buch erzählt in über 400 Bildern und 54 Themenbegriffen – eine Anspielung auf das Gründungsjahr 1854 – die Geschichte von Louis Vuitton, vom jungen Koffermacher bis zur globalen Ikone für Reisegeist und französischen Chic. Es beleuchtet Innovation, Handwerkskunst, ikonische Kreationen und die Beiträge der künstlerischen Leiter. Zudem feiert es den Geist des Reisens, die Verbindung zu Sport und Kultur sowie das Engagement des Hauses für Nachhaltigkeit.

Assouline, Louis Vuitton 406 Seiten | ISBN 978-1-64980-395-5 (Englisch)

MODERN TREE HOUSES

Mit Modern Tree Houses erscheint eine Hommage an das Wohnen im Einklang mit der Natur. 62 aussergewöhnliche Baumhäuser aus aller Welt, gestaltet von renommierten Architekten wie Baumraum und BIG oder mit viel Leidenschaft selbst gebaut, zeigen die Vielfalt des Lebens unter Bäumen. Vom Abenteuerspielplatz über luxuriöse Rückzugsorte bis hin zu nachhaltigen urbanen Oasen –dieser Band begeistert Naturfreunde, Designliebhaber und Architekturinteressierte gleichermassen. Die Novität beweist eindrucksvoll: Glück muss nicht gross, sondern richtig gebaut sein.

TASCHEN

376 Seiten | ISBN: 978-3-8365-9643-5 (English)

A little more lightness of being

Table BRIDGE Chair BOCCA Design Jehs + Laub

TRAGISCHE GESCHICHTE

GOLDENEN RAHMEN IM

Autorin_Nathalie Becker
© The National Gallery, London

Kunst fasziniert, erzählt und transportiert. Man könnte sogar behaupten, sie lebt. Mit dem Wechsel von Zeitgeist, Kultur und zeitgeschichtlichen Ereignissen entwickelt sie sich stets weiter und besitzt die Gabe, Geschichten und Emotionen so authentisch und ungefiltert wie kein anderes Medium zu vermitteln. Eine Eigenschaft, welche in der Sammlung der National Gallery in London nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar ist.

Mitten im Herzen der geschäftigen englischen Hauptstadt ziert die National Gallery seit ihrer Errichtung 1838 den Trafalgar Square. Der neoklassizistische Bau von William Wilkins ist seither eines der wichtigsten Wahrzeichen Londons und zieht jeden Tag Tausende Touristen an. Mit ihrer atemberaubenden Sammlung von über 2300 Gemälden, die von der italienischen Renaissance bis zu den französischen Impressionisten reicht, gehört sie zu den Top Four der wichtigsten Kunstmuseen der Welt.

In diesem einzigartigen Gemäldemeer hängt wohl eines der dramatischsten Werke, das je geschaffen wurde: «Die Hinrichtung der Lady Jane Grey». Inmitten eines dunklen Raums wird die Figur der Lady Jane Grey auf den Block geführt, auf dem sie sterben soll. Ihr weisses Kleid und das sanfte Leuchten, das von ihr ausgeht, flüstern leise von ihrer Unschuld. Berichten der tatsächlichen Hinrichtung zufolge soll die Gefangene aus Verzweiflung, sich nicht orientieren zu können, panisch «Was soll ich tun? Wo ist der Block?» geschrien haben, woraufhin Sir John Brydges, der Leutnant des Towers, ihr den Weg zum Block geleitete. Rechts daneben, in kräftigem Rot gekleidet, steht der trauernde Henker mit einer zu Boden gerichteten Axt und beobachtet das Geschehen mit gerunzelter Stirn.

Lady Jane Grey wurde von dem stark protestantischen König Edward VI. auf seinem Sterbebett als Thronfolgerin auserwählt, um seine katholische Schwester Mary vom Thron fernzuhalten. Mit nur 17 Jahren von ihrem Cousin zur Königin gekrönt, stand Jane sofort im Widerspruch zur Mehrheitsmeinung des Volkes, das Mary unterstützte. Diese zog nach London, stiess Jane vom Thron und liess sie im Tower inhaftieren. Obwohl Mary verstand, dass Jane nur als politische Marionette benutzt wurde, fühlte sie sich durch anhaltende protestantische Verschwörungen bedroht und liess ihre Cousine schlussendlich hinrichten.

Das Genie hinter diesem Werk ist der französische Maler Paul Delaroche. Berühmt wurde er durch seine Fähigkeit, historische Ereignisse dramatisch in seinen Gemälden einzufangen und diese so ausdrucksstark wie ein Theaterstück für sich sprechen zu lassen. Mit seinem primären Fokus auf die englische Geschichte schafft er es bis heute, den Betrachter zutiefst zu berühren und mitten in das Geschehen hineinzutransportieren.

LINKS

PAUL DELAROCHE

The Execution of Lady Jane Grey, 1833

RECHTS

JEAN FRANCOIS PORAELS

Der Maler Paul Delaroche, 1889

Die Vernehmung der Jeanne d’Arc, 1824

Sein Durchbruch gelang Paul Delaroche 1824 mit dem Gemälde «Die Vernehmung der Jeanne d’Arc». Darauf abgebildet ist die junge Jeanne, die sich mitten in einer wütenden Befragung mit einem Kardinal befindet. Die Szene ist dunkel, doch Jeanne wird von einem sanften Licht beleuchtet, das sie strahlen lässt. Dies kann als visuelle Darstellung ihrer Reinheit gelesen werden. Ihr Strahlen steht im Kontrast zu dem Licht, das auf den Kardinal fällt. Seine scharlachroten Gewänder unterstreichen seine bedrohliche Präsenz. Obwohl Jeanne offensichtlich Angst vor dem Mann hat, blickt sie zum Himmel empor und betet zu Gott.

Die Geschichte hinter dem Motiv ist dramatisch: Die zentrale Figur des Gemäldes, Jeanne d’Arc, 1412 geboren, war ein Bauernmädchen, das historischen Zeugnissen zufolge Visionen heiliger Stimmen erlebte. Diese beriefen sie dazu, das besetzte Frankreich aus dem Hundertjährigen Krieg gegen England zu retten. Sie ging dieser Beschwörung nach und führte die Truppen des

Dauphins Karl VII mit nur 17 Jahren zur Befreiung von Orléans. Doch bald darauf geriet sie in englische Gefangenschaft, wurde als Ketzerin und Hexe verurteilt und 1431 in Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Jahrhunderte später wurde sie von der katholischen Kirche zur Märtyrerin erklärt und heiliggesprochen. Nach Jeanne d’Arc und Lady Jane Grey wandte sich Delaroche einem weiteren weiblichen Symbol der Macht und Vergänglichkeit zu: der letzten Tudor-Königin. In «Der Tod von Elisabeth I., Königin von England» malte Delaroche 1828 eine chaotische Szene, in welcher sich besorgte Höflinge um ihre sterbende Königin versammelt haben. Das Gesicht der englischen Monarchin hat eine kränkliche grüne Farbe angenommen. Als Symbol für ihre lebenslange Keuschheit bildet Delaroche sie selbst im Sterben liegend mit Perlen behängt ab. Einer ihrer treuen Berater beugt sich zu ihr hinunter, um sie daran zu erinnern, dass bald eine Entscheidung bezüglich eines Thronfolgers getroffen werden muss.

PAUL DELAROCHE
© Musée des Beaux-Arts de Rouen

Am Ende ihres Lebens hatte Königin Elisabeth I. noch immer keinen Thronfolger auserwählt. Als jungfräuliche Königin hatte sie nie geheiratet und gebar keine eigenen Kinder, die nach ihrem Tod den Thron besteigen konnten. Aus unbekannten Gründen weigerte sie sich, einen ihrer Cousins zum Thronfolger zu ernennen. Diese Ungewissheit löste im gesamten Königreich grosse Angst um die Zukunft der Monarchie aus und inspirierte unter anderem William Shakespeare dazu, sein Meisterwerk «Hamlet» zu verfassen.

Doch nicht nur die Königinnen der Geschichte beschäftigten Paul Delaroche. Auch Themen wie Tod, Verlust und spirituelle Erlösung zogen sich besonders nach einem persönlichen Schicksalsschlag wie ein roter Faden durch seine Werke.

Trotz seiner Prominenz fand Delaroche seine grosse Liebe in Louise Vernet, der Tochter des Künstlers Horace Vernet. In Delaroches Kreisen war die liebevolle Beziehung der beiden allseits bekannt, was den plötzlichen krankheitsbedingten Tod Louise Vernets umso erschütternder machte. An ihrem Sterbebett fertigte Delaroche eine Skizze mit dem Titel «Studie für Louise Vernet auf ihrem Sterbebett» an, welche später zur Vorlage für verschiedene seiner Werke wurde – so auch für sein Gemälde «Die junge Märtyrerin» aus dem Jahr 1855. Das Kunstwerk zeigt den leblosen Körper einer jungen Christin, der im Wasser des Tibers treibt. Es lässt sich vermuten, dass es sich hierbei um eine Märtyrerin aus der Zeit der römischen Christenverfolgungen handelt. Über ihrem Haupt schwebt ein zarter Heiligenschein, der das einzige Licht in der Dunkelheit spendet. Licht und Schatten, Leben und Tod, Stille und Bewegung treten in einen stillen Dialog und legen sich wie ein Schleier der Trauer um den Betrachter.

Was beim ersten Hinsehen wie ein tief religiöses Gemälde wirkt, besitzt jedoch eine viel tiefere, private Dimension. Delaroche fertigte das Werk kurz nach dem Tod seiner Frau Louise Vernet an, was viele Kunsthistoriker als eine Art stilles Requiem an sie lesen. Der Körper der jungen Frau, der vom Wasser getragen wird, scheint in seinem Schwebezustand zwischen Leben und Jenseits zu verharren, was einem Sinnbild für Verlust und Weiterexistenz in Erinnerung und Licht gleicht.

PAUL DELAROCHE

Der Tod von Elisabeth I., Königin von England, 1828

PAUL DELAROCHE

Die Junge Märyrerin, 1855

EDITOR’S CHOICE

GERHARD RICHTER

Die Fondation Louis Vuitton widmet ihre gesamte Ausstellungsfläche einer umfassenden Retrospektive von Gerhard Richter. Gezeigt werden rund 270 Werke aus den Jahren 1962 bis 2024 –darunter Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Aquarelle und übermalte Fotografien. Die Schau bietet erstmals einen vollständigen Überblick über mehr als sechs Jahrzehnte seines Schaffens.

Laufzeit: bis 2. März 2025

Ort: Fondation Louis Vuitton, Paris

DCT ABU DHABI

Das Liwa International Festival kehrt vom 12. Dezember 2025 bis 3. Januar 2026 zurück und verwandelt die goldenen Dünen der Al-Dhafra-Region in eine «grosse Bühne der Wüste». Vor der imposanten 300-Meter-Düne Tal Moreeb erwarten die Besucher 23 Tage voller Abenteuer, Motorsport, Kultur, Musik und Familienprogramm. Den Auftakt bilden die spektakuläre Forsan- Al-EmaratFlugshow sowie ein Feuerwerk, das den Wüstenhimmel zum Leuchten bringt.

Laufzeit: bis 3. Januar 2026

Ort: Abu Dhabi

Apfelbäume (Appletree),

DIE GEHEIME MACHT DER DÜFTE

Die Ausstellung eröffnet erstmals eine multisensorische Reise durch 1000 Jahre Kunstgeschichte, in der Werke mit rund 30 Duftkompositionen verknüpft werden. Mal intensiv verwoben, mal bewusst duftlos – etwa in den Räumen zum Zweiten Weltkrieg – entstehen völlig neue Perspektiven. Von kostbarem Adlerholz bis zu meditativen Sandelholznoten: ein ästhetisches Erlebnis für alle Sinne.

Laufzeit: bis 8. März 2026

Ort: Kunstpalast Düsseldorf

© Gerhard
Richter 2025
Gerhard Richter,
1987, Oil on canvas, private Kollektion

BALGACH Eggenberger Wohnen BASEL Möbel Rösch, Passion for Beds Basel BÜLACH Scheidegger Möbel KRIENS Möbel Amrein LUZERN BuchwalderLinder, Colombo la Famiglia OLTEN Möbel Kissling SCHATTDORF Muoser WILL Gamma Einrichtungshaus ZOLLIKON Colombo la Famiglia Zürich ZinggLamprecht ZWEISIMMEN Müller-Hirschi Interieur Passion for Beds Zürich

WAT CHES

UHRENMARKT NEUES VOM

Wirklich leicht hat es die Schweizer Uhrenindustrie derzeit nicht. Zum einen hinterlässt die weltweit nicht sonderlich rosige Wirtschaftslage unverkennbare Spuren, ausserdem sorgt die US-amerikanische Zollpolitik für heftige Turbulenzen. Aber zum anderen sind viele der in dieser Branche tätigen Manager durchaus sturmerprobt. Krisen gehören zum Geschäft mit der luxuriös gemessenen Zeit wie das Salz zu den weltumspannenden Ozeanen. Schliesslich ist davon auszugehen, dass sich die Zeiten, wie schon in der Vergangenheit immer wieder geschehen, irgendwann auch wieder zum Besseren drehen.

Keine Lösung besteht darin, den Kopf in den Sand zu stecken. Gefragt sind Kreativität auf allen Gebieten und eine gehörige Portion Zuversicht.

Schliesslich ist die Lust auf feine Armbanduhren nicht vergangen. Im Moment ist sie mit Blick auf das imponderable Weltgeschehen da und dort halt nur etwas abgekühlt.

MIT GMT-FUNKTION

Stolze 44 Millimeter misst der neue TAG Heuer Carrera Chronograph Extreme Sport Twin Time. Für die Sichtbodenschale im charakteristischen Design findet Grade-2Titan Verwendung. Dessen Oberfläche ist sandgestrahlt und fein gebürstet. Zum markanten Auftritt dieses Zeitmessers trägt neben dem durchbrochen ausgeführten Zifferblatt auch der in kratzfester Keramik gestaltete Glasrand bei. Dessen 24-StundenSkala braucht es, weil das hauseigene Automatikkaliber TH20-02 mit 80 Stunden Gangautonomie zwei Zonenzeiten darstellt. Für eine komplette Drehung benötigt der zweite, durch eine rote Spitze gekennzeichnete Stundenzeiger einen ganzen Tag. Aus Kautschuk lässt die Marke das farblich abgestimmte Armband fertigen.

MILANO CORTINA 2026

Omega ist langjähriger Partner und offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele. Mit Blick auf das nächste sportliche Grossereignis in Italien präsentiert das Mitglied der Swatch Group die stählerne Speedmaster 38 «Milano Cortina 2026» mit moderatem Durchmesser von 38 Millimetern und einer Bauhöhe von 14.75 Millimetern. Als Erstes sticht natürlich das weiss lackierte Zifferblatt mit Fingerabdruckmuster ins Auge. Die Inspiration lieferte das Emblem der Milano Cortina 2026. Die Azurage-Veredelung der ebenfalls weissen Hilfszifferblätter erinnert an eine präparierte Skipiste. Umfangen wird das Ganze von einer blauen Keramiklünette mit weiss emaillierter Tachymeterskala. Im Innern der bis zehn Bar wasserdichten Schale zeigt das exklusive Chronographenkaliber 3030, was es hinsichtlich Zeitanzeige und integrierter Stoppfunktion kann. Zu seinen Merkmalen gehören Rotor- Selbstaufzug und eine koaxiale Ankerhemmung.

AUS DEM ALL

Zifferblätter aus Meteoritmaterial sind echte Hingucker – insbesondere dann, wenn sie die charakteristische WidmanstättenStruktur aufweisen. Gemeint ist ein natürliches geometrisches Muster, das durch geschmolzenes und langsam abkühlendes Eisen im Weltraum entsteht. Bei Zenith und dem Chronomaster Sport Meteorite gesellt sich die Dreifarbigkeit der runden Felder für die Permanentsekunde und die beiden Totalisatoren hinzu. Schutz bis zu zehn Bar Wasserdruck bietet eine 41-MillimeterSchale aus Edelstahl. Das Zifferblatt umrahmt eine einseitig drehbare Keramiklünette mit Zehntelsekunden-Graduierung. In zehn Sekunden sprintet der zentrale Stoppzeiger des Manufaktur-Chronographenkalibers El Primero 3600 um 360 Grad. Hat sein Kugellagerrotor die Zugfeder komplett gespannt, beträgt die Gangautonomie etwa 60 Stunden.

DRITTE IM BUNDE

Blancpain mässigt sich – und zwar beim Durchmesser der Unterwasserikone Fifty Fathoms. Neben den Versionen mit 42 oder 45 Millimetern ist nun auch die Automatique 38 Millimeter im Angebot. Ihr satiniertes Gehäuse aus Grade-23-Titan trägt am Handgelenk rund zwölf Millimeter auf. Drei Zeiger für Stunden, Minuten und Sekunden rotieren vor einem blauen Sonnen schliff-Zifferblatt. Natürlich lässt sich die farblich abgestimmte Tauchzeitlünette nur in eine Richtung verstellen. Um das präzise Anzeigen von Zeit und Datum kümmert sich das Manufakturkaliber 1150 mit Selbstaufzug, zwei Federhäusern, rund 100 Stunden Gangautonomie und amagnetischer Siliziumspirale. Wasser bleibt bis zu 30 Bar Druck aussen vor.

ACHT TAGE AM STÜCK

Rein theoretisch kommt das Manufakturkaliber 31-505 8J PS IRM CI J der Patek Philippe Calatrava 5328G-001 192 Stunden ohne manuellen Energienachschub aus – umgerechnet acht Tage. Weil sich der Handaufzug jedoch extrem geschmeidig gestaltet, werden die Besitzer dieser 41-Millimeter-Weissgold-Armbanduhr vermutlich öfter an der Krone drehen. Typisch für diese Modellreihe ist der Glasrand mit elegantem «Clous-de-Paris»-Dekor. Selbstverständlich erlaubt ein Sichtboden neugierige Blicke auf die mit PulsomaxHemmung und Spiromax-Spirale ausgestattete Mechanik. Vorderseitig stellt sie Stunden, Minuten, Sekunden, Datum und Gangreserve analog, also per Zeiger, dar. Durch ein Fenster lässt sich zusätzlich der Wochentag ablesen. Ausdruck der hohen Qualität ist das exklusive Patek-Philippe-Siegel.

ULTRAPRÄZISION

Mechanik und Elektronik kombiniert die Spring-Drive-Technologie von Grand Seiko. Sie geht zurück auf eine 1977 formulierte Idee des Ingenieurs Yoshikazu Akahane. Wie bei einem mechanischen Werk liefert eine gespannte Zugfeder die Energie, die über das Räderwerk zum Gangregler gelangt. An die Stelle von Hemmung und Unruh tritt jedoch der sogenannte Tri-SynchroRegulator: Ein Gleitrad mit Magnetrotor erzeugt Strom für eine quarzgesteuerte elektromagnetische Bremse, die den Ablauf des Werks konstant reguliert und aussergewöhnlich hohe Präzision erzielt. Beim Automatikkaliber 9RB2 mit 72 Stunden Gangautonomie beträgt die Abweichung maximal ± 20 Sekunden pro Jahr. In der Evolution 9 Spring Drive «Ice Forest» brilliert die Technik zusammen mit einem Zifferblatt, das an gefrorene Wälder Nordjapans erinnert.

DAMENWAHL

Die Lady Premier repräsentiert eine neue Kollektion im Damenuhrensegment des Hauses Breitling. Bei der Gestaltung griff die Manufaktur auf die historischen «Premier Fantaisies»-Modelle der 1940er-Jahre zurück. Frauen von Welt können zwischen 32 und 36 Millimetern Durchmesser wählen. Die kleineren Modelle finden mit dem COSC-zertifizierten SuperQuartz-Kaliber 77 ans feminine Handgelenk. Über das von Sellita beigesteuerte Automatikkaliber 10 mit rund 42 Stunden Gangautonomie verfügt die grössere Variante. In beiden Fällen reicht die Wasserdichte bis zu zehn Bar. Damit möglichst viele Frauen fündig und glücklich werden, offeriert Breitling zahlreiche Varianten dieses Newcomers –selbstverständlich auch mit funkelnden Diamanten.

HOMMAGE AN ABRAHAM-LOUIS

Mehr als 200 Jahre zurück reicht sie, die Biographie der Breguet Classique Phase de Lune 7235. Das Vorbild entstand logischerweise als Taschenuhr. Aber am Handgelenk machen sich die gekonnt übers guillochierte Zifferblatt verteilten Indikationen von Stunden und Minuten, Sekunden, Mondphasen und verbleibender Gangreserve auf jeden Fall genauso gut. Das Gehäuse mit populären 39 Millimetern Durchmesser und charakteristischer Kannelierung des Mittelteils besteht aus 18-karätigem Breguet- Gold. Bis zu drei Bar Druck reicht seine Wasserdichte. Rückwärtig gibt es natürlich einen Sichtboden, denn das nur 3.9 Millimeter hoch bauende Automatikkaliber 502.3.DRL mit dezentral angeordneter Schwungmasse muss sich keineswegs verstecken. Für ein Exemplar benötigen die Uhrmacher 250 Komponenten. Zu ihnen gehört auch eine amagnetische Silizium-Unruhspirale. Da Breguet 2025 das 250. Jubiläum feiert, beträgt die Limitierung ebenso viele Exemplare.

SANDFARBENE KERAMIK

Wahrhaft einzigartig ist die Gehäusefarbe der IWC Pilot’s Watch Chronograph 41 Top Gun «Mojave Desert». Die Herstellung erfolgt aus sandfarbener Keramik. Perfekt darauf abgestimmt sind die Farben des Kautschukbands mit Textileinlage sowie das Ensemble aus dem aufgeräumt gestalteten Zifferblatt und insgesamt sechs Zeigern. Zur Bedienung des Chronographen verbaut die Schaffhauser Manufaktur Drücker aus hautfreundlichem Titan. Wie der Modellname andeutet, besitzt die bis zu zehn Bar druckdichte Schale einen Durchmesser von 41 Millimetern. Eigener Entwicklung und Fertigung entstammt das Automatikkaliber 69380 mit rund 46 Stunden Gangautonomie sowie klassischer Schaltradsteuerung der drei zeitschreibenden Funktionen Start, Stopp und Nullstellung.

GRÜNE KERAMIK

Dezentes Weissgold verwendet Rolex für die charakteristische Oyster-Schale sowie die Drehlünette der dennoch auffälligen GMT-Master II Ref. 126729 VTNR, Durchmesser 40 Millimeter. Zum grünen «Cerachrom»-Inlay gesellt sich ein erstmals von der Marke verbautes Zifferblatt aus demselben Keramikmaterial. Durch die linksseitig platzierte Schraubkrone können sich Linkshänder besonders angesprochen fühlen. Andererseits werden sich auch Rechtshänder mit dieser Zonenzeituhr ausgesprochen wohlfühlen. Das Manufakturkaliber 3285 mit circa 70 Stunden Gangautonomie, effizienter Chronergy-Hemmung und amagnetischer Parachrom-Spirale stellt Heimat- und Ortszeit dar. Dank Superlative-ChronometerZertifizierung liegt die maximale tägliche Gangabweichung bei ± zwei Sekunden.

DEMOKRATISIERUNG

VONEs gibt Momente, in denen ein Funkeln mehr ist als Licht. Ein Stein, der das Feuer der Sterne einfängt, erzählt nicht nur von Liebe, sondern auch von der Zeit, in der er entstanden ist. Über Jahrhunderte war dieses Funkeln ein Privileg: Diamanten galten als Inbegriff des Unerreichbaren, als Symbole von Status und Macht – eine strahlende Währung im Spiel gesellschaftlicher Zusammengehörigkeit. Doch ein neues Kapitel der Luxusgeschichte hat begonnen – und es wird nicht mehr im Staub ferner Minen geschrieben, sondern in hochmodernen Laboren, in denen Präzision und Raffinesse einander berühren.

Autorin und Bilder_Sofia Antoniou

Traditionell definierte sich Luxus über Knappheit und Exklusivität. Je rarer ein Gut, desto höher sein Prestige. Ein Diamant war begehrenswert, weil er selten war – der Zauber des Unnahbaren machte ihn zum ultimativen Abgrenzungsmerkmal. Doch im Zeitalter ökologischer Krisen und gesellschaftlicher Umbrüche verliert dieses Verständnis an Strahlkraft. Heute wächst das Bewusstsein, dass wahrer Luxus nicht in Verschwendung, sondern in Verantwortung liegt. Konsumentinnen und Konsumenten hinterfragen Entstehungsprozesse, Produktionsbedingungen und ökologische Folgen. Die neue Elite definiert sich nicht mehr über Exklusivität um jeden Preis, sondern über Werte, die Schönheit mit Ethik verbinden. Besonders Millennials und die Gen Z stellen neue Ansprüche: Sie suchen nach Produkten, die ihre Überzeugungen widerspiegeln. Transparenz, Authentizität und nachvollziehbare Produktionswege sind längst keine Nebenaspekte mehr, sondern entscheidende Kaufkriterien. Luxus verliert seine Anziehungskraft, wenn er nur auf Distinktion beruht – er gewinnt, wenn er Sinn stiftet.

DIE STILLE REVOLUTION DER LABORDIAMANTEN

Genau an diesem Wendepunkt setzen Labordiamanten an. In speziell entwickelten Hochdruck- oder Plasmaanlagen entsteht aus reinstem Kohlenstoff binnen weniger Wochen, was die Natur über Jahrmillionen geformt hat. Chemisch, physikalisch und optisch sind diese Steine identisch mit ihren natürlichen Pendants – ihre Brillanz, Härte und Lichtbrechung sind von Experten kaum zu unterscheiden.

Der Unterschied liegt in der Entstehungsgeschichte: keine Minen, keine unsicheren Arbeitsbedingungen, keine zerstörten Landschaften. Immer mehr Anlagen arbeiten zudem CO2-neutral oder mit erneuerbarer Energie. Die Technik, einst Zukunftsvision, ist heute Realität – und sie demokratisiert ein Material, das bisher wenigen vorbehalten war.

Dabei begann die Geschichte der Labordiamanten weit entfernt von Schmuckateliers: Die ersten künstlich hergestellten Steine waren vor allem für die Industrie bestimmt, oft als Schleifmittel und viel zu gelb für den Einsatz in feinen Kreationen. Was heute als funkelndes Meisterwerk auf dem Ringfinger, in einem Collier oder Ohrring glänzt, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Forschungsarbeit. Erst in den 1980er-Jahren gelang es Wissenschaftlern, die Verfahren so zu verfeinern, dass Diamanten in Edelsteinqualität wuchsen – womit der Grundstein für die heutige Schmuckrevolution gelegt wurde.

DEMOKRATISIERUNG ALS HALTUNG

Die Öffnung des Luxusmarkts ist keine Bedrohung, sondern eine Einladung. Luxus wird nicht kleiner, wenn er demokratischer wird –er wird relevanter. Labordiamanten machen Diamantschmuck neuen Zielgruppen zugänglich und schaffen Vertrauen, weil sie Antworten auf Fragen geben, die Konsumentinnen und Konsumenten immer häufiger stellen. Für die Branche bedeutet das: Wer Transparenz und Qualität in der Handwerkskunst vereint, positioniert sich erfolgreich in einem Markt, der im Umbruch ist.

Die Demokratisierung des Luxus ist somit kein Verlust an Exklusivität, sondern ein Zugewinn an Glaubwürdigkeit. Die Dynamik zeigt sich in Zahlen: In den USA enthalten bereits rund 50 Prozent der Verlobungsringe Labordiamanten. Weltweit liegt der Anteil bei etwa 20 Prozent, Tendenz steigend. Für die junge Generation ist nicht allein der materielle Wert entscheidend, sondern die Frage: Erzählt dieses Schmuckstück meine Geschichte – oder die eines Systems, das ich nicht unterstützen möchte?

Labordiamanten öffnen so mehr Menschen den Zugang zu hochwertigem Schmuck, denn sie kosten nur einen Teil eines vergleichbaren Diamanten, der der Erde entrissen wurde. Paare können sich den Traum eines Verlobungsrings erfüllen, Sammlerinnen und Sammler ikonische Designs erwerben – und das alles mit gutem Gewissen. Luxus wird damit nicht entwertet, sondern neu definiert: Er ist nicht länger nur eine Frage des Preises, sondern der Bedeutung, die ein Schmuckstück trägt.

EIN GLOBALER WERTEWANDEL

Der Wandel in der Diamantindustrie spiegelt sich in vielen Branchen. In der Mode setzen Designer auf Upcycling, in der Uhrenindustrie entstehen limitierte Editionen aus recyceltem Stahl oder Ozeanplastik, in der Gastronomie avanciert Bioqualität und Regionalität zum Qualitätsmerkmal. Überall zeigt sich der gleiche Paradigmenwechsel: Konsumentinnen und Konsumenten wollen wissen, woher ein Produkt stammt, wie es gefertigt wurde, welche Botschaft es trägt.

Diese Entwicklung hat auch ökonomische Folgen: Während das Segment der im Labor gezüchteten Diamanten Marktanteile gewinnt, blieb die Nachfrage nach natürlichen Diamanten in den vergangenen Jahren in wichtigen Märkten wie den USA verhalten bis rückläufig – ein Befund, den Branchenberichte und Marktbeobachter bestätigen. Laut Reuters haben grosse Produzenten bereits die Förderung reduziert, weil die Nachfrage schwächer ausfiel als erwartet. Analysen wie die BCG-Studie beschreiben das Jahr 2023 als «herausfordernd» für natürliche Diamanten und sehen für dieses Segment nur moderates Wachstum in den nächsten Jahren, während Marktbeobachter von Lageraufbau, Preisdruck und Marktanteilsverlusten zugunsten laborgezüchteter Diamanten berichten. Schätzungen von Allied Market Research zufolge könnten Labordiamanten bereits bis 2031 einen Anteil von 20 bis 25 Prozent am globalen Schmuckmarkt erreichen.

HIGHTECH TRIFFT HANDWERK

In einer traditionsreichen Manufaktur in Pforzheim, der historischen Goldstadt Deutschlands, entstehen Kreationen aus 18 Karat recyceltem Gold und CO2-neutral gezüchteten Diamanten, die zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Jede Fassung zeugt von handwerklicher Exzellenz, wie sie seit Generationen gepflegt wird. Diese Synthese aus Moderne und Tradition verleiht den Schmuckstücken eine besondere Aura: Sie sind zugleich zeitlos und progressiv, bewusst luxuriös und doch ohne elitären Anspruch.

DIE ZUKUNFT DES FUNKELNS

Die Reise der Labordiamanten ist noch lange nicht zu Ende. Mit jeder technischen Innovation sinkt ihr ökologischer Fussabdruck weiter, während neue Schliffarten und Farbvarianten kreative Horizonte eröffnen. Doch gerade bei den Farben zeigt sich, dass selbst modernste Technik ihre Eigenwilligkeit behält: Ein gewünschtes Blau kann bei der nächsten Züchtung in einem leicht anderen Ton erscheinen – ein lebendiges Farbflirren, das wie bei natürlichen Diamanten von kleinsten chemischen Geheimnissen bestimmt wird. Dieses subtile Spiel der Nuancen unterstreicht den einzigartigen Charakter jedes Steins und verwandelt Labordiamanten in weit mehr als blossen Schmuck: Sie werden zum Symbol eines Luxus, der Ästhetik, Sinn und Verantwortung für eine werteorientierte Kundschaft vereint. Luxus und Ethik schliessen sich nicht aus – im Gegenteil, sie können sich gegenseitig beflügeln. Wenn ein Schmuckstück Freude bereitet, ohne immensen Schaden zu hinterlassen, ist das der wahre Inbegriff von Luxus. Ein Luxus, der Generationen überdauert und dennoch zeitgemäss bleibt.

QUICK FACTS

EIN NEUES KAPITEL DER ELEGANZ

Die Demokratisierung von Luxus ist kein kurzlebiger Trend, sondern ein kultureller Umbruch. Sie bricht elitäre Strukturen auf und macht Platz für ein Verständnis von Kostbarkeit, das nicht auf Knappheit, sondern auf Bedeutung basiert. Labordiamanten zeigen, wie sich Luxus neu denken lässt: verantwortungsvoll, zugänglich und dennoch voller Magie. Sie stehen für eine Branche im Wandel und für eine Generation, die Schönheit und Ethik ganz selbstverständlich zusammenführt.

Vielleicht liegt darin die eigentliche Demokratisierung des Luxus: nicht in der Abkehr von Exklusivität, sondern in ihrer zeitgemässen Auslegung. Luxus bleibt das Aussergewöhnliche, doch er löst sich von alten Barrieren und entfaltet seine Faszination heute in einem Glanz, der für immer mehr Menschen erlebbar wird. Luxus verliert nichts von seinem Zauber, wenn er geteilt wird. Warum auch? Indem Labordiamanten das Funkeln demokratisieren, eröffnen sie eine neue Ära, in der Glamour nicht länger auf Ausgrenzung, sondern auf Bewusstsein basiert. Wer heute ein Schmuckstück mit Labordiamanten trägt, trägt nicht nur ein Stück Ewigkeit, sondern auch die Vision einer Welt, in der Glanz und Haltung eine neue Einheit bilden.

WWW.ATELIERSOFIA-FINEJEWELRY.COM

> Sofia Antoniou ist Gründerin von Atelier Sofia, eines Fine-JewelleryLabels, welches CO₂-neutral gezüchtete Diamanten aus 100 Prozent erneuerbaren Energien mit recyceltem Gold aus Pforzheim kombiniert und fertigen lässt.

> Labordiamanten sind chemisch, physikalisch und optisch identisch mit Minendiamanten – der einzige Unterschied ist ihr Ursprung.

> Die ersten Labordiamanten wurden in den 1950er-Jahren für industrielle Zwecke gezüchtet, bevor sie Schmuckqualität erreichten.

> Labordiamanten ermöglichen eine neue Definition von Luxus: glamourös und hochwertig, aber ohne die ökologischen und sozialen Schattenseiten des Bergbaus.

> Labordiamanten brechen elitäre Strukturen auf: Luxus wird nicht kleiner, sondern relevanter, weil er für mehr Menschen zugänglich und sinnstiftend wird.

> Neben klassischem Weiss sind Labor diamanten heute auch in Farben wie Blau, Pink oder Gelb erhältlich –Nuancen, die in der Natur sehr selten und teuer sind.

TORNAGHI WORLD –

«A WINTER OF BRILLIANCE»

Eine Hommage an das Licht, an zeitlose Eleganz und an die Kunst, Schmuck als Ausdruck von Persönlichkeit zu tragen. Seit über 45 Jahren steht das italienische Familienunternehmen für klare Formensprache, meisterhafte Handwerkskunst und ikonisches Design mit emotionaler Tiefe. Unter der kreativen Leitung von Andrea Tornaghi zeigt das Haus Schmuckstücke, die klassische Schönheit mit moderner Architektur vereinen –Statements für die Zukunft.

ATAL CORO – MEZZALUNA-KOLLEKTION

CHOPARD – ICE CUBE

Seit 1999 verkörpert die «Ice Cube»-Kollektion moderne Eleganz, inspiriert von der reinen Geometrie winziger Eisblöcke. Der Würfel als Symbol für Perfektion spiegelt sich in einer revolutionären Ästhetik und im faszinierenden Glitzern des Lichts –minimalistische Eleganz in ihrer reinsten Form.

Die ikonische Mezzaluna-Kollektion von Al Coro fängt die Magie des Mondes ein. In 750er Rosé-, Weiss- oder Gelbgold gefertigt und mit Diaman ten oder Saphiren besetzt, verkörpern die Schmuckstücke feminine Eleganz und zeitlose

KKURZ JEWELLERY –DESERT SUN

Dieses klassische Anker-Collier aus 18 Karat Gelbgold mit elegantem Anhänger misst 45 Zentimeter, ideal für den täglichen Luxus.

CARTIER – JUSTE-UN-CLOU-ARMBAND

Mit «Juste un Clou» verwandelt Cartier einen einfachen Nagel in ein ikonisches Schmuckstück. Ursprünglich in den 1970ern für Cartier New York entworfen, besticht das Design durch klare Linien, präzise Form und edle Details.

INSPIRIERT VOM ELEMENT WASSER

TITANIUM

SAPPHIRE

Singapur ist jung, ehrgeizig und vielfältig. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich der Stadtstaat mit seiner Technologie und seiner Architektur sowie mit seinem Luxus und seiner Kultur zu einem Knotenpunkt zwischen Ost und West. Genau wie Hublot hat Singapur bewiesen, dass Alter kein Indikator für Tiefe, Einfluss oder Klasse ist. Denn beide stehen für Fortschritt, Kreativität und für Mut, neue Wege zu gehen.

Autor_Josua Jaeggi

Im prächtigen Raffles Hotel Singapore fand am 9. Oktober 2025 die offizielle Pressekonferenz der Luxusuhrenmanufaktur Hublot statt. Ein eleganter Rahmen, der die tief verwurzelte Tradition und Innovation Hublots eindrucksvoll hervorhob.

Neben der Enthüllung der neuen MP-17 MECA-10 Arsham Splash Titanium Sapphire wurde an diesem Tag auch die Arsham DropletTaschenuhr zeigt: ein Ergebnis der vorherigen Zusammenarbeit zwischen Hublot und dem amerikanischen Künstler Daniel Arsham. Für mich war es das erste Mal, dieses aussergewöhnliche Stück nicht nur auf Bildern zu bestaunen, sondern es auch tatsächlich in der Hand zu halten. Seine geschwungenen Formen, das Gewicht, die metallisch-organische Struktur –alles an diesem Zeitobjekt zeugt von künstlerischem Anspruch und visionärem Design. Das Droplet vereint Vergangenheit und Zukunft in einer Form, die fast archäologisch anmutet und dabei zutiefst modern ist.

Doch der Tag gehörte der MP-17 MECA-10 Arsham Splash Titanium Sapphire. Dieses Modell ist weit mehr als ein Zeitmesser. Es ist eine Skulptur, ein Konzept, eine Vision. Inspiriert von der Bewegung und Transparenz des Wassers wirkt das asymmetrische Gehäuse wie ein flüssiger Moment, eingefroren in Titan und Saphir. Die Lünette erinnert mit ihrer technischen Präzision an den poetischen Augenblick, in dem ein Tropfen leise auf eine Wasseroberfläche prallt. Angetrieben wird die Uhr vom Hublot-eigenen MP-17 MECA-10 Arsham Splash Titanium Sapphire Kaliber mit Handaufzug und einer Gangreserve von beachtlichen 240 Stunden. Sichtbar durch das Saphirgehäuse, entfaltet das Werk seine volle mechanische Schönheit. Die «Arsham Green»-Akzente setzen zusätzlich künstlerische Statements und verleihen der Uhr eine signifikante visuelle Signatur.

Beim exklusiven Launch-Event wurde das neue Prachtstück in elektrisierender Atmosphäre offiziell enthüllt. Projektionen, Visuals, Licht- und Klanginstallationen setzten die MP-17 stimmungsvoll in Szene. Zwischen kulinarischen Highlights, eleganter Gesellschaft und einem Gefühl von kosmopolitischer Leichtigkeit wurde das Event zu einer Feier der Kreativität.

Für mich war dieser Anlass mehr als nur die Präsentation einer Uhr – es war ein Erlebnis für alle Sinne. Hublot und Arsham zeigten, wie tief künstlerische Vision und technische Expertise miteinander verschmelzen können. Und Singapur war die perfekte Bühne dafür: jung, kühn, stilvoll. Die MP-17 MECA-10 Arsham Splash Titanium Sapphire ist ein Denkmal für flüchtige Momente, konserviert in Kristall und Titan, erschaffen für diejenigen, die Zeit nicht messen, sondern gestalten wollen.

«Hublot hat eine ziemlich einzigartige Position, denn wir stellen hochwertige Uhren her und bringen sie auf eine sehr disruptive Weise zur Geltung.»
Julien Tornare, CEO von Hublot

INTERVIEW MIT JULIEN TORNARE

PRESTIGE: Herr Tornare, wie würden Sie den Erfolg eines solchen Projekts definieren?

JULIEN TORNARE: Für mich ist in erster Linie das Ergebnis der Erfolg, also das Produkt selbst. Ich verfolge jede Phase der Entwicklung, von den ersten Skizzen bis hin zu den mannigfaltigen Produktionsschritten, bis die Uhr ihre finale Gestalt annimmt. Ist das Produkt fertig, spürt man mit jeder Faser, dass es eine aussergewöhnliche Uhr geworden ist. Des Weiteren ist natürlich entscheidend, dass das fertige Kunstwerk auch für unsere Kunden eine spezielle Bedeutung hat. Sie müssen nachvollziehen können, warum – und zu welchem Zweck wir sie geschaffen haben und wie die neue Uhr im Grunde die Botschaft der Marke verstärkt – nämlich neue Perspektiven zu eröffnen sowie Innovation und Kreativität zu fördern. Und zuletzt geht es darum, 99 Menschen mit ihrer limitierten Uhr sehr glücklich zu machen.

Hublot ist dafür bekannt, Regeln zu brechen. Gibt es eine bestimmte Regel in der Uhrmacherkunst, die Sie niemals brechen würden?

Ich würde sagen Präzision. Auch wenn viele heute nicht mehr primär auf die Uhr schauen, um die Zeit zu erfahren: Eine Uhr ist dafür da, die Zeit anzuzeigen. Wenn eine Uhr also nicht präzise oder korrekt läuft, verliert sie ihr ursprüngliches Wesen – und das wäre für mich ein Problem.

Hublot hebt sich mit seiner DNA deutlich von anderen Brands ab. Als ich das erste Mal mit Hublot in Berührung kam, dachte ich: «Okay, diese Uhr ist ganz anders als alle anderen.» Die Zeiten ändern sich und heute würde ich Richard Mille optisch als Mitbewerber einordnen. Oder sind Sie nach wie vor der Meinung, dass Hublot einzigartig ist und bleibt? Das ist eine gute Frage. Ich denke, Hublot schafft sich seinen eigenen Raum, seine eigene Einzigartigkeit. Heute erkennen die Menschen oft nicht, wie hervorragend die Uhrmacherkunst bei Hublot ist. Das Niveau gehört meines Erachtens zu den höchsten, die ich bis jetzt gesehen habe. Sie haben Richard Mille erwähnt, aber diese produzieren in sehr kleinen Stückzahlen und das Preisniveau ist ein ganz anderes. Ich denke jedoch, Hublot hat eine ziemlich einzigartige Position, denn wir stellen hochwertige Uhren her und bringen sie auf eine sehr disruptive Weise zur Geltung. Bedeutet das, dass wir keine Mitbewerber haben? Natürlich nicht! Aber ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Positionierung einzigartig sind. Und das ist für mich wichtiger, weil viele Marken denselben Weg gehen. Hublot hat seine eigene Richtung eingeschlagen, und heute folgen uns einige Marken – wir aber gehen voran und bewegen uns weiterhin als Vorreiter, nicht als Nachfolger. Das ist wichtig.

LINKS

Die perfekte Mischung aus Hublots Kunst der Fusion und Arshams einzigartiger fiktiver Archäologie-Vision, in der er zeitgenössische Objekte als antike Artefakte neu interpretiert und die Grenzen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verwischt.

Julien Tornare mit der PRESTIGEHerbstausgabe und der limitierten Hublot am Handgelenk

Welche Emotionen möchten Sie den Menschen vermitteln, wenn sie zum ersten Mal eine Hublot-Uhr anlegen?

Ich wünsche mir, dass sie zunächst einmal erstaunt, überwältigt und positiv überrascht von der Uhr sind, die sie in den Händen halten. Ich möchte, dass mindestens zwei oder drei Sinne bei der Entdeckung aktiviert werden: Man betrachtet die Uhr, man liebt sie visuell, dann nimmt man sie in die Hand, spürt sie, zieht das Uhrwerk auf und hört den Mechanismus. Das ist eine ganz andere Art der Wahrnehmung. Diese Art von Emotion möchte ich wecken. Und vor allem möchte ich, dass unsere Kunden enthusiastisch und stolz sind, eine Hublot-Uhr zu tragen – denn die Uhr soll Ihnen ein erhabenes Gefühl geben, Ihnen Freude bereiten. Das ist die Idee hinter dem Erwerb oder Schenken einer schönen Uhr.

Welches Vermächtnis möchten Sie als CEO bei Hublot hinterlassen?

Ich möchte, dass die Menschen Hublot als eine ganz besondere, einzigartige Marke in Erinnerung behalten, die in der Lage ist, sehr innovative Produkte anzubieten, von den Materialien über die Mechanismen bis hin zu den Formen, die im Bereich hochwertiger Uhrmacherkunst mit höchster Qualität zusammenarbeiten. Als relativ junge Marke von 45 Jahren kann man erkennen, dass wir bereits in solch kurzer Zeit unglaublich viel Know-how aufgebaut haben. Das ist etwas Besonderes. Natürlich haben wir von Erfahrungen anderer Marken profitiert – aber dennoch hat Hublot in sehr kurzer Zeit erreicht, was andere Marken erst in 200 Jahren geschafft haben. Ich denke, das wollen wir noch stärker verfolgen. Es soll mehr Menschen bewusstwerden, dass Hublot ein Top- Player in der Uhrenbranche ist. Das ist etwas, das ich in den kommenden Jahren mit dieser Marke weiter verstärken will.

Herr Tornare, vielen Dank für das Gespräch!

© Josua Jaeggi

OMEGA TIMEKEEPING DER SIEG LIEGT IM DETAIL

Wenn die Stille im Stadion bricht und die Kufen auf das Eis schlagen, zählt für die olympischen Athlet*innen nur noch das Hier und Jetzt, das rhythmische Atmen, das Knirschen des Eises und die sirrende Spannung in der Luft. Für OMEGA jedoch beginnt ab diesem Zeitpunkt eine ganz besondere Mission – nämlich Geschichte in Zeit einzufrieren.

Autorin_Nathalie Becker

Bilder_OMEGA

S1964 Omegascope

eit mehr als neun Jahrzehnten begleitet die Schweizer Uhrenmarke die Olympischen Spiele. Als unsichtbare Hüterin der Zeit und Garantin der Fairness wird OMEGA auch 2026 wieder dabei sein, wenn die Welt den Atem anhält. Zum 32. Mal übernimmt sie die Rolle des offiziellen Zeitnehmers und bringt dafür den vielleicht grössten technologischen Fortschritt in der Geschichte der Zeitmessung mit.

DIE GEBURT EINER PRÄZISIONSTRADITION

Seit den ersten Olympischen Spielen stehen diese für menschliche Exzellenz, Freundschaft und Respekt. Sie ermutigen Menschen –sowohl junge als auch alte – dazu, das Beste aus sich herauszuholen, sich selbst an ihre Grenzen zu bringen und trotz allem fair zu bleiben. Um diese Fairness gewährleisten zu können, benötigt man Werte und Messungen, die man miteinander vergleichen kann. Und genau hier kommt das Timekeeping ins Spiel: Wie bei jeder berühmten Erfolgsgeschichte fing auch das OMEGA-Timekeeping einst klein an. So reiste 1932 ein einzelner Uhrmacher mit einem Koffer voller Stoppuhren für die erste Zeitmessung der Olympischen Spiele nach Los Angeles. Darauf folgte 1936 der erste

Wintereinsatz in Garmisch-Partenkirchen: 27 nach Schweizer Massstab geeichte Stoppuhren kamen hier zum Einsatz und massen die Zeit präziser als jede Uhr zuvor.

Ab diesem Moment ging es Schlag auf Schlag. 1948 machten es die ersten fotoelektrischen Zellen möglich, dass man sich beim Stoppen der Zeit nicht mehr nur auf das blosse Auge und auf menschliche Reflexe verlassen musste, denn sie stoppten die Zeit automatisch, sobald ein Athlet das Ziel durchbrach.

1964 folgte das «Omegascope», das erstmals Live-Zeiten im Fernsehen einblendete. Millionen Zuschauer*innen konnten dank dieser neuen Innovation plötzlich in Echtzeit verfolgen, was bisher nur die Schiedsrichter sahen. Dies führte zu einer völlig neuen Verbundenheit zwischen den Zuschauern und den Spielen.

1992 in Albertville führte OMEGA mit dem «Scan’O’Vision»System einen technologischen Quantensprung ein. Diese digitale Fotofinish-Kamera konnte bis auf die Tausendstelsekunde genau messen und ist in der neuesten «ULTIMATE»-Generation in der Lage, bis zu 40’000 Bilder pro Sekunde aufzunehmen, sodass Schiedsrichter*innen exakt ablesen können, wessen Fuss, Kufe oder Ski zuerst die Ziellinie überquert hat.

Heute, über 90 Jahre nach ihrer ersten Olympia- Stoppuhr, spricht die Marke in völlig neuen Dimensionen: künstliche Intelligenz, Computer-Vision, Sensorik und Datenanalyse. «All diese komplizierten Technologien», sagt Alain Zobrist, CEO von Swiss Timing, «werden in Partnerschaften mit verschiedensten Start-ups und Universitäten wie der ETH Zürich entwickelt und getestet.»

EIN NEUES ZEITALTER

DES TIMEKEEPINGS BEGINNT

Diese nach Science-Fiction klingenden hochmodernen Technologien werden auch bei den Winterspielen 2026 angewendet. Beispielsweise werden Kameras im Eiskunstlauf die exakten Winkel der Kufen erfassen, um Richter*innen präzisere Bewertungen zu ermöglichen. Im Big Air messen Hochgeschwindigkeitskameras die Sprunghöhe, die Drehgeschwindigkeit sowie die Flugbahn und erstellen daraus eine 3-D-Visualisierung, die für das Publikum sichtbar wird.

Im Bobsport geht OMEGA sogar noch einen Schritt weiter: Zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele wird ein virtuelles Fotofinish erstellt, welches in Sekundenschnelle die Leistungen der Teams visuell miteinander vergleicht. Diese präzisen Auswertungen schaffen Zobrist zufolge ein neues Verständnis für die Sportarten und erlauben den Zuschauer*innen, das Geschehen auf der Piste genauer nachzuvollziehen.

DIE MENSCHEN HINTER DER PRÄZISION

Hinter diesem technologischen Meisterwerk stecken stille Held*innen, die im Morgengrauen auf den eisigen Bahnen stehen, Sensoren kalibrieren, Kabel verlegen und Anlagen prüfen. Für die kommenden Winterspiele sind es 300 Zeitmess-Spezialist*innen und 250 ausgebildete Freiwillige, die in Milano Cortina Seite an Seite arbeiten werden. Zobrist nennt sie «das Herz des Systems». Sie stehen für das, was Präzision in Wahrheit bedeutet: Geduld, Teamarbeit und Hingabe. Viele von ihnen kommen aus technischen Studiengängen, einige aus dem Sport selbst und erfüllen voller Leidenschaft die ausgesprochen wichtigen Aufgaben, die die Zeitüberhaupt erst möglich machen.

ÄSTHETIK DER PRÄZISION

jenseits der Wettkämpfe spiegelt sich OMEGAs Verbindung Spielen im Design wider. Seit 1956 verbindet die Marke ihre olympische Mission auch mit Uhrmacherkunst. Damals entstand Sonderedition der Seamaster aus 18K Gold als Hommage an Winterspiele in Cortina d’Ampezzo.

60 Jahre später lanciert die Marke für die kommenden Milano Cortina eine neue Sonderedition: die Seamaster 37 Millimeter Milano Cortina. Das Gehäuse aus «18 K Moonshine™ »das reinweisse Emailzifferblatt sowie die sechseckige Krone verweisen auf die Seamaster von 1956. Auf dem polierten Gehäuseprangt das offizielle Emblem der Olympischen Winter2026 als Symbol der Kontinuität und der Verantwortung. Präzision, so scheint es, ist bei OMEGA nicht nur eine techsondern auch eine ästhetische Tugend.

STILLER TRIUMPH

Wenn im Februar 2026 die Flamme von Milano Cortina erleuchtet, wird OMEGA wieder vor Ort sein und hinter den Kulissen zwischen Kabeln und Kameras und in voller Konzentration die Details der Winterspiele perfektionieren. Denn während Athlet*innen um Medaillen kämpfen, wacht OMEGA über das Entscheidende: die Wahrheit eines Moments in Echtzeit einzufangen und widerzugeben. Jede Hundertstelsekunde, jede Bewegung, jedes Flackern des Lichts wird hier aufgezeichnet, geprüft und bewahrt, denn der Sieg liegt nicht im Grossen und Ganzen, sondern im Detail.

JAUTOMATIKMODELL

Sportlich, markant und souverän: Junghans bringt mit der Meister S Automatic 36 die perfekte Automatikuhr für jeden Tag. Ein starker Zeitmesser für moderne, anspruchsvolle Uhrenfans, egal ob im Grossstadtdschungel oder beim Outdoorabenteuer.

LONGINES – PRIMALUNA MOONPHASE

Feminine Eleganz trifft auf technische Präzision: Das 34 Millimeter grosse Edelstahlgehäuse beherbergt ein Automatik werk mit Silizium spirale und 72 Stunden Gangreserve. Das blaue Perlmuttzifferblatt mit Mondphasenanzeige ist durch ein beidseitig entspiegeltes Saphirglas geschützt. Wasserdicht bis drei Bar, mit blauem Alligatorlederband und Sicherheitsfaltschliesse.

JLJAEGER LECOULTRE – MASTER GRANDE

TRADITION KALIBER 948

Das Kaliber 948 ist ein einzigartiger künstlerischer Ausdruck der Weltzeit, der eine Weltzeitanzeige mit einem fliegenden Tourbillon kombiniert, das innerhalb von 24 Stunden eine vollständige Umdrehung auf dem Zifferblatt vollführt.

CCHOPARD – L.U.C FULL STRIKE

Einzigartig in Design, Klang und Eleganz: Die neue, auf 20 Exemplare limitierte L.U.C Full Strike erscheint in Gelbgold mit skelettiertem Zifferblatt aus Saphirglas. Sie vereint das edle Minutenrepetitionswerk L.U.C 08.01­L mit feiner Haute ­Horlogerie ­Veredelung und trägt das Genfer Siegel Poinçon de Genève. Dank patentierter Innovationen verschmelzen Saphirglas und Tonfedern zu einer Einheit –für einen kristallklaren, kraftvollen Klang von unvergleichlicher Reinheit.

HHAMILTON – KHAKI AVIATION

X-WIND DAY DATE CHRONOGRAPH

Die Khaki Aviation X­Wind vereint markantes Design mit technischer Präzision. Ihr 45 Millimeter grosses Edelstahlgehäuse mit beiger PVDBeschichtung umrahmt ein braunes Zifferblatt im Camouflage ­Look mit Day­Date ­Anzeige bei neun Uhr. Im Inneren arbeitet das Automatikwerk H­21­ Si mit 60 Stunden Gangreserve und Silikonspirale. Ergänzt wird das Modell durch ein beiges Textilarmband, Saphirglas und eine Wasserdichtigkeit bis zehn Bar.

HHUBLOT – THE CLASSIC FUSION

Nachdem Hublot mit den begehrten Essential­ Grey­Editionen den Ton gesetzt hat, schlägt die Marke ein weiteres Kapitel auf – diesmal mit einer Edition in Taupe. Diese beiden exklusiv online erhältlichen Modelle markieren die vierte Edition der monochromen Essential­ Serie von Hublot.

EINE UHR IM DER REISE TAKT

Das Handy auf Flugmodus, leise Gespräche zwischen Passagieren und das gedämpfte Brummen eines Flugzeugs auf dem Weg zwischen Städten, Kontinenten und Zeitzonen: Die RM 63-02 Automatic Worldtimer erfasst mit ihrem ausgeklügelten Zeitzonenmechanismus sofort die Uhrzeit an jedem gewünschten Ort der Welt und ist die perfekte Begleitung für jene Menschen, die ihr Zuhause im Reisen finden.

Autor und Bilder_Richard Mille

Das bemerkenswerteste Feature der RM 63-02 ist ihre neuinterpretierte Weltzeitkomplikation. Anders als bei herkömmlichen Versionen, bei denen die Zeit über die Krone oder einen Drücker angepasst wird, haben die Uhrwerks- und Gehäuseprofis von Richard Mille diese Aufgabe einer drehbaren Lünette übertragen.

Durch einfaches Drehen der Lünette aus feingestrahltem Rotgold (5N), die auf Kugellagern montiert ist, kann die oder der Reisende eine Stadt auswählen und augenblicklich in die gewünschte Zeitzone wechseln. Ein Rad, das in die Lünette integriert und mit dem Stundenrad verbunden ist, stellt die Uhrzeit auf die Ortszeit der Stadt bei zwölf Uhr und aktualisiert zugleich die Zeit für die 23 anderen Städte auf der Lünette. Dank eines innenliegenden Höhenrings mit 24-Stunden-Skala lässt sich die Zeit an jedem Ort leicht und bequem ablesen. Die zweifarbige Scheibe in Rosé und Burgunderrot ermöglicht es zudem, zwischen Tages- und Nachtzeit zu unterscheiden, und passt die Abweichung jeder Zeitzone automatisch an.

Die RM 63-02 präsentiert sich in einem runden Gehäuse aus satiniertem Rotgold (5N) von 47 mal 13.45 Millimetern, das mit polierten Abschrägungen versehen ist. Es wird mit einem Gehäusemittelteil aus Grade-5-Titan kombiniert, das die Veredelungen der Vorderseite aufgreift. Es handelt sich um eine Silhouette, die auf Funktionalität und Tragekomfort ausgelegt ist. Dazu trägt auch die charakteristische Form des Gehäusebodens bei, die durch Multiradius-Fräsen entsteht. Das dreiteilige Gehäuse setzt sich insgesamt aus 106 Komponenten zusammen, von denen zwölf ausschliesslich der Bedienung der Weltzeitlünette dienen. Weitere 86 Teile des Kalibers CRMA4 tragen ebenfalls zu dieser Funktion bei.

Ein solch innovatives Design verlangt nach höchster Präzision aller Elemente, um die optimale und dauerhafte Funktionsfähigkeit der Komplikation sicherzustellen. Ihre Zuverlässigkeit wurde in Tests mit über 5000 vollständigen Umdrehungen der Lünette bestätigt – einschliesslich einer Überprüfung der Gehäusedichtungen alle 1000 Umdrehungen, um eine Wasserdichtigkeit bis 30 Meter zu gewährleisten.

Die RM 63-02 Automatic Worldtimer ist bestimmt für ein Leben in ständiger Bewegung, im Takt jener hochpräzisen Mechanik, die im Herzen ihres Uhrwerks schlägt.

EIN HARMONISCHER MECHANISMUS

Das vollständig hausintern entwickelte Automatikkaliber CRMA4 ruht auf einer Platine und Brücken aus Grade-5-Titan. Auf der Zifferblattseite gewährt eine imposante Brücke mit schwarzer Rhodinierung und Kreisschliff Einblick in die Arbeit der Räder des Weltzeitmechanismus. Diese eindrucksvolle Inszenierung verbessert die Ablesbarkeit der Uhr und hebt zugleich das grosszügig dimensionierte Datum hervor. Die Anzeige bei zwölf Uhr erfolgt mittels zweier skelettierter Titanscheiben und lässt sich mit einem goldenen Drücker bei elf Uhr korrigieren.

Die durchbrochene Brücke gibt auch den Blick auf die Titanscheibe des Funktionswählers frei – ein Feature, das charakteristisch für Richard Mille ist. Diese Komplikation ermöglicht es dem Träger oder der Trägerin, mithilfe eines Drückers bei vier Uhr ganz einfach zwischen Aufzug, Einstellen der Zeiger und einer neutralen Position zu wechseln, ohne die Krone dabei einem Risiko auszusetzen.

Das schnell drehende Federhaus sorgt für eine gleichmässige Gangreserve von 50 Stunden und wird von einem beidseitig drehenden Rotor aus Rotgold (5N) und Grade5-Titan aufgezogen. Der Eingriffswinkel von 20 Grad der Evolventenverzahnung, die auf das gesamte Räderwerk angewendet wurde, optimiert die Energieübertragung auf die Unruh mit variablem Trägheitsmoment und gewährleistet so herausragende Gangergebnisse.

Die hohe Qualität der Oberflächenveredelungen – seien es die polierten Anglierungen, die gezogenen Kanten, die feingestrahlten Brücken mit PVD- und Elektroplasma-Beschichtung oder der Kreisschliff der Räder – zeugt von der grossen Sorgfalt, die jeder Komponente des Kalibers CRMA4 zuteilwurde, und spiegelt die technische Harmonie des Mechanismus wider.

Die RM 63-02 Worldtimer verkörpert perfekt den Richard-Mille-Spirit. Sie wurde für Weltenbummler entwickelt, die eine einfache Handhabung und Innovationskraft schätzen. Der ausgeklügelte Zeitzonenmechanismus, kombiniert mit einem Uhrwerk, das in der grossen Tradition der Schweizer Uhrmacherkunst steht, bietet ein so intuitives wie raffiniertes Erlebnis: Einfachheit, die sich in ihrer ganzen Komplexität offenbart.

BETÖREND

SCHÖN

Die schwarzen Perlen entlocken Frauen entzückte Jauchzer und reissen Männern klaftertiefe Löcher in den Geldbeutel.

Die beiden Aussenborder mit je 120 PS quirlen das hellblaue Meer ordentlich auf. Ein Stachelrochen, gross wie ein Küchentisch, fühlt sich scheinbar gestört. Majestätisch gleitet er in die betörend schöne Lagune hinaus. Unser Schnellboot fliegt förmlich über das ruhige Wasser des Innenriffs. Der von Palmen gesäumte Strandgürtel Raiateas und die üppig bewaldeten Bergketten rauschen wie im Film vorüber. Volle 25 Minuten schwelgen wir mit 65 Stundenkilometern in Inselträumen Französisch-Polynesiens. Unser Ziel: die Perlenfarm Tauahei. Der erste Eindruck ist ernüchternd. Ein wackliger Holzsteg und eine windschiefe Hütte – das ist alles. Hier werden also die weltberühmten schwarzen Tahiti-Perlen gezüchtet, die schon in verschiedenen polynesischen Schöpfungsmythen zentrale Rollen spielen. Tane, der Schöpfer der Welt, Gott der Harmonie und

ZU BESUCH

AUF EINER

PERLENFARM

IN FRANZÖSISCHPOLYNESIEN

Schönheit, brachte mit den Perlen das Licht in die Welt. Die funkelnden Kleinode spirierten ihn dann zur Erschaffung

Sterne. Eine andere Version besagt, dass Oro, der Gott des Friedens und der Frucht barkeit, der über einen Regenbogen auf die Erde abgestiegen war, den Menschen die Perlmuschel quasi als Brautgeschenk überreichte.

Der Produktionsleiter Haoatai Oraotauaroa begrüsst uns mit einem herzli chen Lachen, festem Händedruck und dem Hinweis, dass wir ihn schlicht Oro nennen sollen. Gleich nach einem kurzen Rundgang steht fest: Die kleine Hütte hat es in sich. Oro weiht uns offenherzig in den gesamten Ablauf der Perlenzucht ein. Draussen vor der Bretterbude baumeln an ausgeklügelt arrangierten Holzstegen Tausende schwarzlippige Perlenaustern, die Pinctada Margaritifera Cumingii, an langen Schnüren im Meer. Oro zieht einen Strang heraus und nimmt ihn mit in die Hütte. Sein Arbeitsplatz wirkt wie eine Mischung aus zahnärztlicher Folterkammer, improvisiertem Operationssaal und mittelalterlicher Alchemistenküche. Die erste Muschel dient den folgenden als Gebermuschel. Sie wird mit einem grossen, schartigen Messer aufgebrochen. Zur Ablösung des weichen Mantelgewebes im Inneren der Muschel benutzt Oro bereits ein feines Skalpell und teilt es in kleine Portionen. Mit der Nehmermuschel verfährt er wesentlich sensitiver. Sie wird zunächst in einer speziellen Klam-

merapparatur vorsichtig einen kleinen Spalt geöffnet. Holzkeile und halbierte Wäscheklammern sorgen dafür, dass sie nicht gleich wieder zuschnappt. Jetzt kommt das Zahnarztbesteck zum Einsatz. Mit der ruhigen Hand und dem manuellen Geschick eines Mikrochirurgen implantiert Oro einen Nukleus in den Gonaden der Nehmermuschel. Dazu packt er eine kleine Portion des Mantelgewebes der Gebermuschel. Der Nukleus bildet die Basis für die möglicherweise entstehende Perle. Die Perlmutt produzierenden Epithelzellen des Mantelgewebes sollen für den verführerischen Glanz der Perle, den sogenannten Lüster, sorgen. «Wir verwenden hier Nuklei mit sechs bis zwölf Millimetern Durchmesser. Die gelben hier wurden bereits mit Antibiotikum behandelt, die weissen Nuklei noch nicht. Sie stammen alle aus Japan, dem Mutterland der Perlenzucht. Wir händie versorgte Muschel nun wieder drei unter Wasser, zunächst hier vor der und später weiter draussen im tiefeGewässer der Lagune. Diesen Vorgang wiederholen wir – je nachdem wie sich Muschel macht – bis zu drei Mal und steigern dabei die Grösse des Nukleus. In Zeit werden die Muscheln ständig Tauchern begutachtet und gepflegt. 20’000 Muscheln generieren wir circa 100 hochwertige Perlen», doziert Oro sachlich und präsentiert uns einige der Preziosen. «In den Weiten des Ozeans entsteht nur in etwa jeder 20’000sten Muschel eine Perle», beendet er seine eindrucksvolle Demonstration.

WWW.TAHITITOURISME.DE

MO TI ON

GEHEIME

SAMMLUNG

Das Nationale Automuseum – Sammlung Schlumpf in Mulhouse beherbergt mit über 600 aussergewöhnlichen Autos die grösste Automobilsammlung der Welt und besitzt viele symbolträchtige Modelle der grossen Hersteller, die unseren Lebensstil verändert haben: Bugatti, Panhard, Maserati, Rolls-Royce, Citroën

Autor_Urs Huebscher
© Alexis Toureau

Das Museum, welches seit 1982 in einer ehemaligen Kammgarnspinnerei untergebracht ist, zeigt auf über 20’000 Quadratmetern die Entwicklung der Automobilindustrie anhand der historischen Sammlung der Gebrüder Schlumpf, die im Laufe der Jahre um immer neue Modelle erweitert wurde. Seit ihrer Gründung wurden 426 Stücke der Sammlung als historische Denkmäler klassifiziert.

1957 beginnt Fritz Schlumpf mit dem Sammeln von Autos, nachdem er mit seinem Bugatti 35B bereits an zahlreichen Rallyes teilgenommen hat. Ab 1960 schaltet er einen Gang höher und stützt sich dabei auf ein grosses und komplexes Netzwerk von Kontaktpersonen in Frankreich, der Schweiz, Italien, Deutschland und den USA. Einige dieser Kontakte erweisen sich als sehr erfolgreich, denn allein 13 von ihnen verschaffen ihm die Hälfte seiner Sammlung, also über 200 Autos. Unter ihnen ist auch Antoine Rafaelli, der für Renault tätig ist, mehrere Bugattis besitzt und sich bereit erklärt, sein Kaufberater zu werden. Diese Zusammenarbeit dauert mehrere Jahre. Der reiche Industrielle kauft unermüdlich europäische Autos aus der grossen Epoche und sammelt sie unter strengster Geheimhaltung in seiner Textilfabrik. Schon früh hatte Schlumpf die Idee, ein Museum rund um diese aussergewöhnliche Sammlung zu gründen, die er in wenigen Jahren zusammenstellen konnte: 437 Autos von 97 verschiedenen Marken. Die Veröffentlichung eines Artikels in einer Zeitung im Mai 1965, die den Umfang der versteckten Sammlung enthüllte, beschleunigte die Umsetzung des Projekts. 1966 begann der Umbau eines Teils der Lagerhallen der Fabrik. Die Baustelle war gewaltig und dauerte viele Jahre, es entstand ein zusammenhängender Ausstellungsraum von 17’000 Quadratmetern, der in 23 «Viertel» unterteilt wurde. Diese umfassen jeweils zehn bis 20 Autos und sind von insgesamt drei Kilometern breiter, gefliester Alleen gesäumt, die «Avenue Carl Schlumpf», «Avenue Jeanne Schlumpf», «Rue Royale» und so weiter genannt werden. Gleichzeitig intensivierte man die Bemühungen zur Instandsetzung der Autos. Diese erforderte die Arbeit von sieben Mechanikergehilfen, zwei Sattlern, zwei Spenglern, einem Spenglergehilfen und fünf Lackierern. Für den Kauf und die Ausstellung seiner Sammlung gab Fritz Schlumpf in zehn Jahren rund zwölf Millionen Francs aus.

1976, als die Ölkrise eintritt, steht man kurz davor, das Museum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Textilkrise führt jedoch zum Zusammenbruch des Industrieimperiums der Gebrüder Schlumpf und zu sozialen Spannungen in den Spinnereien. Die Brüder werden der Unterschlagung beschuldigt und ihr Vermögen wird liquidiert: Es ist der Beginn des «Schlumpf-Skandals».

DAS ARBEITERMUSEUM

1977 entdecken die entlassenen Arbeiter die Existenz der geheimen Sammlung und der Skandal kommt auf spektakuläre Weise ans Licht. Zwei Jahre lang besetzen die Gewerkschaften die Lagerhallen und benennen das Museum in «Arbeitermuseum» um, der Eintritt ist kostenlos. Am Ausgang werden Spenden für die Deckung der mit der Eröffnung des Museums und der Fortsetzung der Aktion verbundenen Kosten gesammelt. 1978 wird die Sammlung als historisches Monument eingestuft, was de facto bedeutet, dass kein Teil der Sammlung das französische Staatsgebiet verlassen darf. 1979 wird die Liquidation auf das persönliche Vermögen der Brüder Schlumpf (einschliesslich der Sammlung restaurierter Autos, die sich im Besitz der Fabriken befinden) ausgeweitet. Einige Stunden nach diesem Urteil gibt der Französische Demokratische Gewerkschaftsbund die Schlüssel der Fabrik zurück.

© D. Schmitt

NATIONALES AUTOMOBILMUSEUM

1980 genehmigt ein Gericht den Verkauf der Sammlung. Der Eigentümerverein des Nationalen Automobilmuseums (Stadt Mulhouse, Département Haut-Rhin, Region Elsass, Industrie und Handelskammer Mulhouse, Französischer Automobilclub, Gesellschaft Panhard, Komitee des Automobilsalons) bringt die erforderlichen 44 Millionen Francs auf und kauft sie. Dieser pauschalisierte Wert wird von den Brüdern Schlumpf angefochten – 20 Jahre später bekommen sie Recht und erhalten 25 Millionen Francs.

1982 öffnet das Automobilmuseum offiziell seine Pforten und ist auf Anhieb ein grosser Erfolg. Die Stücke seiner Sammlung ermöglichen es, alle kulturellen Aspekte des Automobils, das ebenso ein technisches Objekt wie auch ein Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz darstellt, zu erläutern und zu vertiefen. Es werden Erweiterungs- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt, und 2006 wird das Museum in Stadt des Automobils –Nationalmuseum – Sammlung Schlumpf umbenannt. 2011 folgt die nächste Erweiterung mit der Einweihung des vier Hektar grossen Autodroms, einer Rennstrecke, auf der die Besucher die Autos der Sammlung zum Leben erwachen sehen.

DIE SAMMLUNG

Ein Besuch im Museum beginnt schon im Aussenbereich. Von der Eingangsbrücke aus können die Besucher den Eingang aus Glas und Stahl bewundern, der von einer aussergewöhnlichen Installation schwebender Autos beherrscht wird. Weiter geht es mit einer Videowand, auf der Ausschnitte aus Filmen rund um das Automobil gezeigt werden, unterbrochen von Projektionen, bei denen sich die Autos des Museums im Tempo des Besuchers mitbewegen und ihn in den nächsten Bereich begleiten. Eine erste Sammlung eröffnet den Rundgang: Sie zeigt die Maskottchen, jene Figuren, die die Kühlerdeckel zieren, wie den berühmten eingekreisten Stern von Mercedes-Benz oder die Spirit of Ecstasy von RollsRoyce. Bis 1958 überliessen die anderen Hersteller den Autofahrern die freie Wahl, diese konnten eines von den Tausenden menschlichen oder tierischen Modellen erwerben und so entscheiden, welche Botschaft sie den anderen Verkehrsteilnehmer übermitteln wollten.

MIT DIESER FUSION BEGINNT DIE ÄRA

ABENTEUER UND SPORT

In der grossen Halle, ausgestattet mit 800 Strassenlaternen, die identisch zu denen auf der Brücke Alexandre III in Paris sind, sind auf einer Fläche von 17’000 Quadratmetern die Automobile nach Epochen geordnet ausgestellt. Die «Vorfahren»: Antoinette und weitere Modelle der Hersteller Panhard, Peugeot, De Dion und Benz repräsentieren den Zeitraum von 1878 bis 1918. Zu dieser Zeit ist es die Architektur der Panhard-Fahrzeuge, die den Kern dessen definiert, was das moderne Automobil über Jahrzehnte sein würde, in der Reihenfolge von vorne nach hinten: Motor, Kupplung, Getriebe und Antrieb auf die Hinterräder. Die «Klassiker» leiten eine zweite Phase (1918 bis 1938) ein, die durch die Fusion zweier mächtiger Hersteller symbolisiert wird: Mercedes und Benz. Mit dieser Fusion beginnt die Ära der «Superautos», die sich durch enorme Grösse und Leistung auszeichnen. Die serienmässige Einführung des Frontantriebs durch Citroën im Jahr 1934 war die grosse technische Innovation dieser Zeit, die auch heute noch von vielen Herstellern genutzt wird. Die «Modernen» aus der Zeit nach 1945 sind geprägt vom Aufkommen leichter und volkstümlicher Autos. Die Hersteller geben ihre Pläne für teure oder «bürgerliche» Fahrzeuge auf und bauen stattdessen Autos, die wenig Kraftstoff verbrauchen. Diese Entwicklung in der Produktion wurde vor allem durch das Aufkommen des Taylorismus ermöglicht. Die Sammlung präsentiert aussergewöhnliche Sportmodelle wie einen Panhard-Levassor Biplace Course (1908), einen Mercedes W125 (1937), einen Maserati 250F (1957) oder einen Lotus Typ 33 (1963). Der berühmte Bugatti Typ 32 von 1923 mit seiner revolutionären Aerodynamik, den sein Schöpfer selbst entworfen hat, ist der einzige Überlebende der Rennstrecke von Tours. Er ist immer noch im Besitz seines Originalmotors. Schön aufgereiht auf beiden Seiten des Mittelgangs bieten sie einen spontanen Einblick in die schönste Startlinie der Welt.

BEREICH DER MEISTERWERKE

Autos von hohem Prestige (X26 von Panhard-Levassor, Coach Delahaye Typ 135 von 1949, Rolls-Royce Silver Ghost von 1924) haben in diesem Museum einen privilegierten Platz bekommen. Im zentralen Viertel dieses Bereichs werden die berühmten Bugatti Royales zur Schau gestellt, darunter der Bugatti Royale Typ 41, ein Napoleon-Coupé aus dem Jahr 1930, das Ettore Bugatti gehörte. Der Bugatti Veyron ist eines der Juwelen der Ausstellung des Nationalen Automobilmuseums – Sammlung Schlumpf. Technisches Know-how aus der Luft- und Raumfahrt floss in die Entwicklung eines schlichtweg unglaublichen Bremskreises. Dieser erlaubt es, bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h auf einer Strecke von 31.4 Metern zum Stehen zu kommen. Und bei einer Vollbremsung braucht der Bugatti Veyron nur zehn Sekunden, um von 400 km/h bis zum Stillstand abzubremsen. Dieses aussergewöhnliche Auto verdiente eine spektakuläre Präsentation. Und die ist realisiert worden: Eine fast fünfminütige Animation rund um den Bugatti Veyron macht ihn zum Objekt aller Aufmerksamkeit. Er ist auf einem drehbaren Sockel platziert, sodass die Besucher jedes Detail betrachten können. Hinter ihm zeigen grosse Bildschirme dynamische und elegante Aufzeichnungen aus dem Hause Bugatti, die seine aussergewöhnlichen technischen Fähigkeiten erläutern.

RESTAURIERUNG UND MOTOREN

Die Restaurierung der Autos kann von einer einfachen Behandlung des Metalls, des Leders oder der Textilien für ihre Stabilisierung bis hin zur Demontage selbst der kleinsten Komponenten für eine vollständige Überarbeitung reichen – in einigen Fällen mit der Wiederinbetriebnahme des Fahrzeugs.

Die Ausstellung gewährt dem Besucher einen Einblick in einen extremen Arbeitsschritt: die Schaffung des Chassis eines Bugatti Royale und die Rekonstruktion einer verschwundenen Karosserie. Illustriert wird dies durch einen Bugatti 57S, ein 1936 gebautes Auto aus der ersten grossen Produktion von Ettore und Jean Bugatti. Er ist teilweise demontiert, um die wichtigsten Facetten von seiner Konzeption und Konstruktion über seine Nutzung und seine Besitzer bis hin zu seiner Ankunft im Museum zu beleuchten. Als Ausdruck seiner bewegten Epoche erzählt er seine einzigartige Geschichte. In gedämpfter Dunkelheit illustrieren modellierte Reproduktionen die Entwicklung der Motoren, die in den 1880er-Jahren eingebaut und dann von allen Motorenherstellern des 20. Jahrhunderts weiterentwickelt wurden. Interaktive Animationen bringen den Besuchern diese Mechanik näher: Es wurden 3-D-Filme mit akustischer Begleitung erschaffen, um die Funktionsweise jedes einzelnen Motors zu erklären. Auf der grossen Leinwand enthüllt der Film in 3-D und in drei Sprachen den fabelhaften Achtzylinder-Motor des Royale.

ERLEBNISSE IM AUTODROM

Das Autodrom ist ein echtes Freilufttheater, das aus drei Ringen besteht und auf den Zuschauerrängen bis zu 4500 Personen aufnehmen kann. Es werden regelmässig Shows, Animationen und Autoparaden angeboten. 30 Autos können auf dem nicht überdachten Fahrerlager parken, und das Clubhaus mit Garage bietet Sammlerclubs und -vereinen die Möglichkeit, sich zusammenzuschliessen.

Das Nationale Automobilmuseum – Sammlung Schlumpf ist das erste Museum seiner Art, das eine Einrichtung geschaffen hat, die bewusst mit dem statischen Bild einer ausgestellten Sammlung bricht. Ihre drei Ringe ermöglichen es, zur Freude der Besucher und Sammler Shows und Animationen rund um das Automobil zu veranstalten. Die Restaurierungswerkstatt des Museums hält zu jeder Zeit etwa 60 Autos der Sammlung in fahrbereitem Zustand, damit das Wissen zur Mechanik und zum Fahren vermittelt werden kann. So haben die Besucher die Möglichkeit, ihr Traumauto aus dieser Sammlung legendärer Oldtimer und moderner Sportwagen, die die Geschichte des Automobils geprägt haben, zu fahren.

Heute sind mehrere Bereiche auch ohne Eintrittskarte zugänglich: eine Buchhandlung mit Boutique, die gemütliche Gatsby Bar und ein Restaurant mit traditioneller französischer Küche, das Atalante.

QUICK FACTS

> Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Bugatti Royale 1930 jemals sehen würde – einen Bugatti der Exzesse: fast 6.5 Meter lang, über drei Tonnen schwer, ebenso opulent wie luxuriös, ausgestattet mit einem ZwölfliterMotor, der 1930 300 PS leistete! Es ist das erste von insgesamt sechs gebauten Modellen. Er blieb das persönliche Auto von Ettore Bugatti und wurde mit einem passenden Namen versehen: «Coupé Napoleon».

> Der Rest der Modelle verkaufte sich sehr gut oder gar nicht. Eines der Exemplare wurde nach dem Krieg für 575 Dollar und zwei Kühlschränke an einen amerikanischen Soldaten verkauft. Es ist heute eines der wertvollsten Autos der Welt.

> Der 1981 gegründete Eigentümerverein des Nationalen Automobilmuseums (NAM) ist Eigentümer der Gebäude und Sammlungen.

> Der Dampfwagen serpollet typ h 1902 wurde oft bei Rennen gesehen, wo er sich unter die mit Öl betriebenen Autos mischte. 2014 wurde er von der Restaurierungswerkstatt des Museums wieder in Betrieb genommen und nahm an der 100 Kilometer langen Rallye London-Brighton teil.

> Die Sammlung Jammet bietet eine prächtige Autosammlung von Kinderwagen, die Gross und Klein immer wieder in Staunen versetzen.

> Das Musée de l’Automobile liegt fünf Minuten vom Stadtzentrum von Mulhouse, 20 Minuten von Colmar und Basel, 30 Minuten von Belfort und eine Stunde von Strassburg entfernt.

TOPUPGRADES

Seien wir ehrlich: Wenn Sie ein Luxusauto besitzen, wissen Sie bereits, dass es nicht nur eine Möglichkeit ist, von A nach B zu gelangen. Es ist ein Statement. Ein Lebensstil. Ein Erlebnis. Es macht also Sinn, dass Sie Ihrem Fahrzeug ein paar Upgrades gönnen möchten, oder? Nicht alle Mods sind ihr Geld wert. Aber die richtigen? Bahnbrechend!

Autor_Urs Huebscher

Egal ob Sie in einem schnittigen BMW unterwegs sind, in einem Ferrari brausen oder einfach nur einen frischen AMG fahren –hier sind die besten Luxusauto-Upgrades, die ihre Investition tatsächlich wert sind. Lassen Sie uns eintauchen.

1. FAHRWERKUPGRADES –

FAHREN WIE AUF EINER WOLKE

Luxusautos sind bekannt für ihre reibungslosen Fahrten. Aber die Lageraufhängung? Manchmal reicht sie einfach nicht, besonders wenn Sie wählerisch sind. Tauschen Sie Ihre Werksaufhängung gegen ein einstellbares Gewindefahrwerk oder eine Luftfederung aus, dann wird es real. Sie werden es sofort spüren. Kein Hüpfen mehr über Bremsschwellen oder Zusammenknicken, wenn Sie auf ein Schlagloch treffen. Mit einstellbaren Systemen bekommen Sie das Beste aus beiden Welten: die Steifigkeit für Trackdays oder den wolkenartigen Komfort für das tägliche Cruisen. Es geht auch nicht nur um Komfort. Verbesserte Federungssysteme sorgen für ein strafferes Handling, weniger Wanken der Karosserie und bessere Kurvenfahrten. Und was das Aussehen angeht? Ein abgesenktes Fahrwerk wertet die gesamte Ästhetik auf.

2. KERAMISCHE BESCHICHTUNG –

SCHUTZ, DER WIE KUNST AUSSIEHT

Lassen Sie uns nun über eines der am meisten unterschätzten (aber wesentlichen) Upgrades sprechen: den Lackschutz. Sicher, Ihr Auto sieht jetzt umwerfend aus. Aber wenn man es ein paar Monate Witterung, UV-Strahlung, Vogelkot und Strassenschmutz aussetzt, verliert es seinen Glanz. Hier kommt die Keramikbeschichtung ins Spiel. Neben den Leistungsmodifikationen sorgt eine hochwertige Keramikbeschichtung für Schönheit und Schutz. Bonus? Sie macht das Waschen Ihres Autos so viel einfacher. Schmutz bleibt nicht haften. Wasser perlt gleich ab. Es ist fast unfair, wie gut es aussieht.

3.

AUSPUFFANLAGEN – LASSEN SIE

IHREN MOTOR ATMEN (UND BRÜLLEN)

Eines der ersten Dinge, die die Leute aufrüsten wollen, ist der Auspuff – und das aus gutem Grund. Serienauspuffanlagen sind oft zu leise und zu restriktiv. Man möchte den Motor singen hören. Das Upgrade auf einen Hochleistungsauspuff klingt nicht nur gut. Er steigert die Leistung, verbessert die Gasannahme und lässt den Motor so atmen, wie er sollte. Titan, Edelstahl, Carbon-Spitzen, wählen Sie Ihren Geschmack. Und keine Sorge, Sie müssen nicht unheimlich laut werden. Mit einer Ventilauspuffanlage können Sie es während der Schulwege leise halten und das Biest auf der Autobahn loslassen. Das Beste aus beiden Welten.

4.

SCHMIEDERÄDER –

STYLE TRIFFT PERFORMANCE

Serienräder sind fein. Aber Schmiederäder? Darin liegt die Magie. Sie sind leichter, stärker und sehen besser aus. Weniger ungefederte Masse bedeutet eine schnellere Beschleunigung, ein schärferes Handling und eine bessere Bremsleistung. Ausserdem können Sie das Finish vollständig anpassen: mattschwarz, gebürstete Bronze, glänzendes Silber, was auch immer zu Ihrem Stil passt. Und seien wir ehrlich: Räder verändern den ganzen Vibe eines Autos. Sie könnten die sauberste Karosserie der Welt haben, aber wenn Sie auf einfachen Werksfelgen sitzen, ist das einfach nicht dasselbe.

5.

VERBESSERTE BREMSSYSTEME – STOPPEN SIE IM HANDUMDREHEN

Geschwindigkeit macht Spass, klar. Aber worauf kommt es wirklich an? In der Lage zu sein, innezuhalten. Grosse Bremsen-Kits sind nicht nur etwas für Rennstrecken-Junkies. Sie sind ein intelligentes Upgrade für alle, die die Leistung ihres Autos steigern möchten. Bessere Beläge, grössere Bremsscheiben und stärkere Bremssättel machen einen massiven Unterschied in der Bremskraft. Und sie sehen hinter einem Satz Schmiedefelgen mit offenem Speichenholz unglaublich gut aus. Rote Brembos, Carbonkeramik, sofortige Präsenz. Und mit besseren Bremsen verbessern Sie nicht nur die Sicherheit, sondern reduzieren auch das Fading bei temperamentvollen Fahrten. Ihr Auto bleibt Runde für Runde scharf, ohne das matschige Pedalgefühl.

6.

PERSONALISIERUNG DES INTERIEURS – IHR PERSÖNLICHES REFUGIUM

Vergessen Sie nicht, wo Sie die meiste Zeit verbringen. Upgrades im Innenraum können Ihr ohnehin schon luxuriöses Fahrzeug in etwas Neues verwandeln. Denken Sie an Alcantara-Dachhimmel, massgeschneiderte Ledernähte, Kohlefaserverkleidungen und stimmungsvolle Beleuchtungseinstellungen. Schon ein Lenkradtausch kann das gesamte Fahrgefühl verändern. Flache Unterseite, Alcantara-umwickelte, massgefertigte Schaltwippen ... ja bitte. Sie müssen es auch nicht übertreiben. Manchmal reicht es aus, ein High-End-Audiosystem oder eine Apple-CarPlay-Nachrüstung hinzuzufügen, um Ihr tägliches Fahrerlebnis zu verändern.

7.

SCHEIBENTÖNUNG – SUBTIL, ABER KRAFTVOLL

Das ist leicht zu übersehen. Aber es ist ein Gamechanger. Bei einer hochwertigen Keramiktönung geht es nicht nur um Privatsphäre oder Ästhetik (obwohl sie scharf aussieht). Sie schützt Ihren Innenraum vor UV-Schäden, reduziert Blendungen und hält Ihre Kabine kühler – vor allem an heissen Sommertagen, wenn sich Ihre Ledersitze wie Lava anfühlen.

FÜR LUXUSAUTOS, DIE DIE INVESTITION WERT SIND

8.

MOTORTUNING –

ENTFESSELN SIE DAS BIEST

Sie haben also ein leistungsstarkes Auto. Aber wissen Sie was? Die Fabrik hat viel verborgenes Potenzial auf dem Tisch liegen lassen. Eine professionelle ECU-Abstimmung kann mehr Leistung, Drehmoment und eine bessere Gasannahme freisetzen, vor allem, wenn sie mit Bolt-ons wie einem Ansauger oder einem verbesserten Turbo kombiniert werden. Selbst NA-Motoren verzeichnen solide Zuwächse. Natürlich gehen Sie zu einem seriösen Tuner. Sie möchten benutzerdefinierte Karten, keine Standarddateien. Wenn es richtig gemacht wird, verändert das Tuning das Verhalten Ihres Autos. Es geht nicht nur um Bestzeiten von null auf 100 km / h. Es geht darum, sich verbunden und lebendig zu fühlen. Und ja, Sie werden jedes Mal lächeln, wenn Sie aufs Gas treten.

9.

BELEUCHTUNGSUPGRADES –

SEHEN UND GESEHEN WERDEN

Halogenlampen gegen LED- oder Laserscheinwerfer austauschen? Unterschied zwischen Tag und Nacht. Wörtlich. Moderne Beleuchtungsupgrades verbessern die Sichtbarkeit und Sicherheit und sehen einfach sauberer aus. Fügen Sie dynamische Blinker oder benutzerdefinierte Tagfahrlichter hinzu und Ihr Auto erhält sofort ein futuristisches Facelift.

Im Inneren sorgt die Ambientebeleuchtung für Stimmung. Passen Sie sie an die Atmosphäre Ihres Interieurs an oder lassen Sie sie durch die Farben zirkulieren. Es ist subtil, aber wirklich cool, besonders bei abendlichen Fahrten.

ABSCHLIESSENDE GEDANKEN

Lohnen sich diese Luxusupgrades also? Kurze Antwort: Ja. Lange Antwort: Absolut ja, wenn Sie klug wählen. Sie müssen nicht alles auf einmal erledigen. Aber wählen Sie ein paar wichtige Upgrades und Ihr Auto wird sich mehr wie Ihres anfühlen. Persönlicher. Mehr Fahrspass. Egal, ob es sich um die rohe Leistung eines abgestimmten Motors, die seidige Glätte der Luftfederung oder einfach nur um das makellose Finish einer Keramikbeschichtung handelt, alles summiert sich. Und seien wir ehrlich: Bei Luxus geht es nicht nur darum, was Sie fahren. Es geht darum, wie Sie sich beim Fahren fühlen.

FERRARI 849 TESTAROSSA SPIDER

Der Wagen, der den SF90 Spider im Modellprogramm ablöst, ist ein Plug-in-Hybrid- Supersportwagen in Berlinetta-Bauweise. Er verfügt über drei Elektromotoren neben dem mittig im Heck platzierten V8-Biturbo und leistet insgesamt 1050 PS – 50 PS mehr als sein Vorgänger. Dank Ferraris versenkbarem Hardtop (RHT) ist der Wagen sowohl ein echtes Coupé als auch ein echter Spider. Das Dach lässt sich in nur 14 Sekunden öffnen und schliessen, sogar während der Fahrt bei Geschwindigkeiten von bis zu 45 km / h. So kann die aussergewöhnliche Performance des Fahrzeugs unter allen Bedingungen und sogar im Freien genossen werden, was eine noch intensivere Verbindung zur Umgebung

und gesteigerte Fahremotionen ermöglicht. Für maximalen Komfort wurde ein neues System entwickelt, das Turbulenzen im Innenraum minimiert: ein innovativer Windfänger hinter den Sitzen. Das Herzstück des 849 Testarossa Spider ist sein Achtzylinder-Biturbo-Verbrennungsmotor, der zu einer Motorenfamilie gehört, die mehrfach als «International Engine of the Year» ausgezeichnet wurde. Das Aggregat wurde komplett überarbeitet, um neue Leistungsspitzen zu erreichen (bemerkenswerte 830 PS maximale Leistung) und ist mit einem fortschrittlichen Hybridsystem kombiniert, das auf Ferraris unvergleichlicher Motorsporterfahrung basiert.

Die IAA in München und die Auto Zürich haben sich als Bühne für die Präsentation automobiler Innovationen fest etabliert und sind ein wichtiger Impulsgeber für die Automobilindustrie. Beide Veranstaltungen sind Plattformen für Welt- und Europapremieren. Von emotionalen ElektroRoadstern bis zum günstigen Volksstromer reicht das Neuheitenspektakel. Mit spektakulären Studien zeigen Audi, Mercedes, Porsche, Aston Martin, Lucid, Genesis, Lotus und die chinesischen Hersteller, wie unsere Autos in den nächsten Jahren aussehen könnten – radikal gezeichnet und vollgestopft mit neuer Technik.

DESIGNELEKTRO

PORSCHE 911 TURBO S

TECHNOLOGIE, &

Porsche präsentiert das Spitzenmodell der Baureihe 911: Ein innovativer BiturboAntriebsstrang mit T-Hybrid-Technologie macht den neuen 911 Turbo S zum stärksten Serien-Elfer aller Zeiten. Der neue 911 Turbo S tritt in grosse Fussstapfen. Bereits sein Vorgänger galt in der Sportwagenwelt als Massstab, wenn es um die Kombination aus überlegener Performance, souveränem Langstreckenkomfort, Exklusivität und Alltagstauglichkeit ging. Der Sportwagen, der als Coupé und Cabriolet erhältlich ist, debütiert mit deutlich gesteigerter Antriebsperformance, kraftvollerem Design, intelligenterer Aerodynamik, optimiertem Fahrwerk und nochmals exklusiverer Ausstattung.

ASTON MARTIN DB12 S

Er hat das Konzept des Tourers neu definiert. Eine Ikone. Er steht für ein ausgewogenes Verhältnis von pulsierender Dynamik, unübertroffenem Fahrkomfort und ultraluxuriöser Raffinesse. Neue Massstäbe in Bezug auf Fahrerbeteiligung, vollendete Leistung und unübertroffene Präsenz auf der Strasse, ob auf einer kurvenreichen Bergstrasse, auf einer Autobahn oder auf einer von vielen Bäumen gesäumten Allee.

BMW iX3

Auch bei BMW steht die E-Mobilität im Fokus: Mit dem iX3 präsentieren die Münchener das erste Serienfahrzeug ihrer neuen Klasse. Zu den Highlights der kommenden E-Familie gehören ein 800-VoltE-Antrieb mit zentraler Rechnerarchitektur («Heart of Joy»), eine Reichweite von über 800 Kilometern, eine Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt sowie ein neues, fahrerorientiertes Panorama-Cockpit.

LOTUS HYPER-SUV ELETRE UND HYPER-GT EMEYA

Der Hyper-SUV Lotus Eletre vereint herausragende Leistung mit bis zu 918 PS und höchstem Komfort. Fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern garantieren eine sportliche Fahrdynamik auch auf langen Strecken. Der viertürige Hyper-GT Lotus Emeya beschleunigt in nur 2.78 Sekunden von null auf 100 km/h, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 256 km/h und kombiniert luxuriösen Komfort mit der sportlichen DNA von Lotus. Beide Modelle demonstrieren, wie Lotus die Tradition des Sportwagenbaus mit luxuriöser Elektrifizierung

RANGE ROVER SPORT SV CARBON

Der Range Rover Sport SV Carbon vereint dynamische Fahrleistungen mit anspruchsvollem, modernem Luxus und erweitert so das Performance-Flaggschiff von Range Rover. Als Ergänzung der neuen Modellreihe, die neben dem Range Rover Sport SV und SV Black angeboten wird, verkörpert der Range Rover Sport SV Carbon mit seinen Carbon-Oberflächen und exklusiven Farben die ultimative Performance in Leichtbauweise. Unter der Motorhaube befindet sich eine SV-Motorabdeckung aus Kohlefaser, die den 635 PS starken 4.4-Liter-V8-BiturboMildhybrid-Benzinmotor mit 800 Newtonmetern Drehmoment schützt. Der Range Rover Sport SV ist der leistungsstärkste und dynamischste Range Rover Sport aller Zeiten. Er vereint überragende Performance und Dynamik mit der unvergleichlichen Geländegängigkeit, dem Komfort und dem reduzierten Design des Range Rover.

©Jaguar-Land-Rover

MERCEDES GLC EQ (2025)

Wie die direkten Konkurrenten BMW iX3 und Volvo EX60 bekommt auch das Mittelklasse-SUV von Mercedes ein 800- Volt-System. Zum Start gibt es einen GLC 400 4Matic EQ mit 360 Kilowatt und Zweigang-Getriebe. Aufgeladen wird mit bis zu 320 Kilowatt. Optional gibt es Luftfederung und Hinterradlenkung. Markant ist der grosse Grill.

LUCID GRAVITY X CONCEPT

Der Lucid Gravity X vereint robuste Eleganz mit leiser Fahrleistung und ist damit bestens für elektrische Erkundungstouren gerüstet. Neu gestaltete Front- und Heckpartien verbessern die Böschungswinkel, während eine verbreiterte Spur, eine er -

höhte Bodenfreiheit und spezielle Räder mit All-Terrain-Reifen die Geländegängigkeit optimieren. Unterfahrschutz und integrierte Abschlepphaken verbessern die Offroad-Funktionalität, und die elegante Silhouette bewahrt die herausragende Aerodynamik von Lucid.

GENESIS GV 60

Der sportliche Look des GV60, der dem Modell bereits sieben europäische Designpreise eingebracht hat, wurde im Einklang mit der «Athletic Elegance»-Designphilosophie weiter verfeinert. Neue Stossfänger an Front und Heck vermitteln einen selbstbewussten Auftritt. Gleichzeitig wurde die Aerodynamik des GV60 überarbeitet, der Luftwiderstandsbeiwert beträgt nun 0.28 statt 0.29 cW im Vergleich zum Vorgängermodell. Die Kunden können sich beim überarbeiteten GV60 zwischen vier verschiedenen Ausstattungslinien entscheiden. Stets mit an Bord ist eine neue 84-Kilowattstunden-Hochvoltbatterie, die eine erhöhte Reichweite von bis zu 561 Kilometern (WLTP kombiniert) ermöglicht. Zudem sind alle Modelle mit einem weiterentwickelten System zur Vorkonditionierung ausgestattet, welches die Leistung der Batterie optimiert und die Reichweite maximiert.

AUDI CONCEPT C

Audi gibt mit dem Concept C einen Ausblick auf seine neue Designsprache und einen künftigen Sportwagen. Die Konzeption, die vorgestellt wurde, soll in zwei Jahren weitgehend unverändert auf die Strasse

kommen. Das neue Designmotto lautet «radikal einfach» und sorgt für einen entsprechend puristischen Auftritt. Das mattsilberne Coupé nimmt Gestaltungselemente des ausgelaufenen TT auf, erinnert aber auch an die Rennwagen der 1930er-Jahre.

WUSSTEN SIE 66

SCHON ...?

JAHRE

FAHRSPASS, STIL & INDIVIDUALITÄT

66 Jahre MINI – über sechs Jahrzehnte

Kart-Feeling, Innovation und einzigartiges Design. In Grossbritannien begann 1959 mit dem Classic MINI die Erfolgsgeschichte eines Originals, das bis heute die Strassen erobert und Herzen höherschlagen lässt.

Autor_Urs Huebscher Bild_BMW Group

Am 26. August 1959 enthüllte die British Motor Corporation den ersten MINI: Niemand ahnte, welchen Einfluss das innovative Konzept des britischen Ingenieurs Alec Issigonis für die Automobilwelt hatte. 66 Jahre nach der Markteinführung des mittlerweile legendären Classic MINI blickt man zurück auf jahrzehntelange Rennerfolge, visionäre Innovationen, wegweisendes Design – und unverwechselbaren Fahrspass.

MR. BEANS MINI

Es gibt nur wenige Autos, die so perfekt für ihre Besitzer sind wie der Classic MINI für Mr. Bean. Im Fernsehen und in Filmen haben die beiden viele unvergessliche Abenteuer gemeinsam erlebt. Aber wussten Sie, dass Mr. Bean mehr als einen MINI hatte? Oder dass sein erstes Gefährt orange war? Es wurde kein MINI speziell für die Show gebaut. Was Mr. Beans MINI einzigartig macht, ist nicht das Ergebnis spezieller Vorbereitungen des Herstellers. Vielmehr ist es allein dem Erfolg der Serie und der Rolle, die der MINI darin spielte, zu verdanken. Und wirklich alles an der Figur, die von Rowan Atkinson und Richard Curtis geschaffen wurde, ist ikonisch – von seiner Kleidung, seinem Teddybären «Teddy» bis hin zu seiner gesamten Körpersprache. Es ist ein Beweis für das Talent der Produzenten der Serie, dass der MINI nicht nur zum Bühnenbild, sondern vielmehr zum Spiegelbild von Mr. Beans Persönlichkeit wurde. Das Fahrzeug war ein Star, um den herum viele Handlungsstränge und Gags kreiert wurden.

Heute verbindet jeder Mr. Bean mit seinem einzigartigen zitronengelben MINI mit schwarzer Motorhaube. Aber die Geschichte des Auto ist etwas komplizierter: Mr. Bean besass im Laufe der Serie und der Filme mindestens sechs MINIs. Das liegt zum Teil an der traurigen Tatsache, dass seine Abenteuer oft dazu führten, dass die Autos auf die eine oder andere Weise zerstört wurden.

Tatsache ist: Mr. Beans MINI ist zu einem der bekanntesten Autos der Popkultur geworden. Wenn man ihn in eine Reihe mit anderen Autos stellt, kann wahrscheinlich jeder erraten, wem er gehört. Sie können sich wahrscheinlich auch an eine Zeit erinnern, in der sie herzlich über die Spässe lachten, die Mr. Bean mit seinem Auto begangen hat. Und mit dieser Art von Wiedererkennung, Geschichte und Charakter, wer weiss, haben wir vielleicht nicht das letzte Mal diesen kleinen MINI auf der Leinwand gesehen.

QUICK FACTS

1961 Der erste MINI Cooper wird vorgestellt – zu einem Preis von 680 Pfund.

1962 Die British Motor Corporation produziert 200’000 Fahrzeuge pro Jahr.

1964 Der Rennfahrer Paddy Hopkirk gewinnt die Monte Carlo Rallye im MINI Cooper S.

1972 MINI feiert drei Millionen produzierte Fahrzeuge.

1992 Erstmals ist der MINI auch als Cabrio erhältlich.

2014 MINI präsentiert den Cooper als Fünftürer.

2016 MINI erreicht die Marke von 3’000’000 produzierten Fahrzeugen.

2024 Mit dem MINI Aceman stellt die Marke ein komplett neues Modell vor – das erste Crossover- Modell im Premiumsegment der Kleinwagenklasse.

2025 MINI John Cooper Works und Bulldog Racing feiern den zweiten Platz beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Logo-Akzente und einen abnehm- sowie verstellbaren Schulterriemen mit Kette. Ein Magnetverschluss schützt das Innenfach. Gefertigt aus fein geprägtem Kalbsleder, ist sie in verschiedenen Farben mit gold- oder silberfarbenen Details erhältlich.

MNORRONA X PORSCHE PERFORMANCE OHNE KOMPROMISSE

Zwei Ikonen der Design- und Performancewelt bündeln ihre Expertise: Die neue Norrona loften Gore-Tex Porsche Edition vereint höchste Handwerkskunst mit innovativer Technik –entwickelt für echte Abenteuer jenseits gewohnter Grenzen. Die Hose bietet körperzonenspezifische Isolierung, ist robust gefertigt und trotzdem angenehm leicht. Praktische Taschen – inklusive eigener Handytasche – sorgen für maximale Funktionalität.

HPHARLEY-DAVIDSON – «CHAPTER ONE»

Die 2026er Cruiser-Familie umfasst Street Bob, Low Rider S, Low Rider ST, Breakout, Fat Boy und Heritage Classic. Mit neuen Farben, dem kraftvollen Milwaukee-Eight-117-Motor und erweiterten Sicherheitsfeatures setzen die Carryover-Modelle auf Stil, Leistung und Fahrerkomfort. In Kürze weltweit bei autorisierten Harley-Davidson-Händlern erhältlich.

MMONTBLANC – GREAT CHARACTERS

ENZO FERRARI SPECIAL EDITION GIALLO MODENA

Mit ihrer jüngsten Zusammenarbeit unterstreichen die beiden einzigartigen Marken ihr gemeinsames Erbe kunstfertiger und technischer Meisterleistungen.

AASTON MARTIN X BERO

Die von Tom Holland gegründete Premiummarke für alkoholfreies Bier startet eine dreijährige Partnerschaft mit Aston Martin. Beide britischen Häuser eint ihr Anspruch an Handwerk, Qualität und zeitlose Eleganz. Bero, inspiriert von Hollands eigener Sobriety-Reise, richtet sich an anspruchsvolle Geniesser und wird künftig bei globalen Aston-MartinEvents präsent sein.

PORTUGAL ENTDECKEN IM OLDTIMER

Autor und Bilder_Vintage Tours

Eine Reise mit Vintage Tours ist weit mehr als eine gewöhnliche Oldtimer-Rundfahrt. Sie ist ein bewusstes Eintauchen in ein Land voller Kultur, Geschichte und Tradition – ein Erlebnis, das automobile Leidenschaft mit Genuss verbindet. Getragen wird sie von echter Gastfreundschaft und der tiefen Verbundenheit von Vintage Tours mit einer der ursprünglichsten Regionen Europas.

VINTAGE TOURS

Wer an Portugal denkt, dem kommen oft zuerst die Algarve oder die pulsierenden Städte Lissabon und Porto in den Sinn – Reiseziele, die weltweit grosse Bekanntheit geniessen.

Doch Portugal hat noch sehr viel mehr zu bieten. Das wissen Valeska und Matthias Haux, die Gründer von Vintage Tours, aus eigener Erfahrung. Über viele Jahre haben sie das Land intensiv bereist und schliesslich – aus Leidenschaft für klassische Automobile und für Portugal – Vintage Tours gegründet, um ihre Begeisterung mit anderen zu teilen.

Denn Vintage Tours bietet geführte Oldtimerreisen abseits des Mainstreams. «In Vintage Tours steckt unsere persönliche Begeisterung für Portugal und für klassische Automobile. Wir haben alle Routen selbst ausgearbeitet – bei uns bleibt nichts dem Zufall überlassen», erklärt Matthias Haux. Für die Roadtrips steht eine eigene Flotte perfekt gewarteter MGA Roadster bereit. Vintage Tours ist damit der einzige Anbieter eines solchen RundumServices auf der Iberischen Halbinsel.

PORTUGAL – EIN PERFEKTES OLDTIMER-REVIER Portugal, das westlichste Land Europas, besticht durch seine landschaftliche und kulturelle Vielfalt – keine Region gleicht der anderen. «Jede Region hat ihren eigenen Charakter und ist auf ihre Weise einzigartig. Sie sind nicht miteinander vergleichbar – und genau das macht den Reiz aus», sagt Matthias Haux. Allen Regionen gemeinsam ist ein Netz aus hervorragend ausgebauten, wenig befahrenen Landstrassen, das das Land zu einem idealen Terrain für Oldtimer macht. Über mehr als 20 Jahre haben die Gründer von Vintage Tours Portugal in ihren eigenen Fahrzeugen bereist, abgelegene Strecken erkundet und echte Geheimtipps entdeckt. Diese besonderen Orte teilt Vintage Tours heute mit seinen Gästen – sie machen jede Tour zu einem einzigartigen und unvergesslichen Erlebnis.

DIE FLOTTE: MGA ROADSTER – FAHRSPASS MIT GESCHICHTE Für die Touren setzt Vintage Tours auf eine eigene Flotte von MGA Roadstern, die in makellosem Zustand gehalten werden. Diese britischen Klassiker sind robust, einfach zu fahren und bieten damit sowohl für erfahrene Oldtimer-Fahrer als auch für neugierige Einsteiger ein ungefiltertes Fahrerlebnis.

Die Wahl fiel bewusst auf den MGA – einen Roadster, der in Portugal seit Jahrzehnten eine grosse Fangemeinde hat. Die enge historische Verbundenheit zwischen Portugal und Grossbritannien hat dazu beigetragen, dass viele dieser Fahrzeuge hier noch heute auf den Strassen zu finden sind. «Der MGA ist mehr als ein Auto –er ist ein Stück lebendige Geschichte, die unsere Gäste mit allen Sinnen erfahren können», führt Matthias Haux weiter aus.

ROADTRIPS, DIE FAHRERLEBNIS, KULTUR UND GESCHICHTE VEREINEN

Die Touren von Vintage Tours verbinden das Fahrerlebnis mit einem tiefen Eintauchen in Kultur und Geschichte. Jede Reise findet bewusst abseits ausgetretener Pfade statt und vereint Individualität mit Exklusivität.

Übernachtet wird in kulturhistorisch wertvollen Hotels, gegessen in ausgewählten Restaurants mit gehobener regionaler Küche. «Unsere Gäste sollen die Regionen so authentisch wie möglich kennenlernen», betont Valeska Haux, die ein feines Gespür für gute Hotellerie und Gastronomie besitzt und über ein gewachsenes Netzwerk ausgewählter Partner verfügt.

DIE REISEZIELE

Aktuell bietet Vintage Tours Oldtimerreisen in den Regionen Norte, Douro-Tal (jeweils ab Porto) und Alentejo (ab Lissabon) an. Jede Region wird zur besten Jahreszeit bereist – die Saison reicht von Februar bis Mitte November und ermöglicht damit auch Gästen aus kühleren Regionen, ihre eigene Oldtimersaison zu verlängern.

Keine Tour gleicht der anderen. Vintage Tours versteht es, jedem Roadtrip einen individuellen Charakter zu verleihen. Neben den klassischen Touren gibt es spezielle Vintage Tours für Ladies

Im MGA Roadster durch den Nationalpark Peneda-Gerês – beeindruckende Felsformationen und unendliche Landschaften prägen diesen Teil Nordportugals.

OBEN

Auf der Vintage Tour durch das Douro-Tal entdecken die Gäste die unendliche Weite des Alto Douro, eines der ältesten Weinanbaugebiete, das auch zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

UNTEN

Die Vintage Tour durch das Alentejo führt auch durch Évora, die mit ihrer Geschichte und Schönheit zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Hier parken die MGA Roadster vor dem Dianatempel.

sowie Incentive-Reisen für Firmen unterschiedlichster Branchen. Auf Wunsch können die Gäste auch mit ihrem eigenen Oldtimer teilnehmen, sofern das Fahrzeug hinsichtlich Baujahr und Motorisierung zur Flotte aus MGA Roadstern passt.

› Der Norden Portugals ist geprägt von der eindrucksvollen Landschaft des Nationalparks Peneda-Gerês, historischen Städten wie Guimarães und Braga – der Wiege Portugals –sowie einer unverfälschten Gastfreundschaft.

› Das Douro-Tal gilt als eine der schönsten Flusslandschaften Europas, ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und das älteste Weinanbaugebiet Europas. Hier erleben die Gäste den Weinbau in all seinen Facetten – von historischen Quintas über steile Weinberge bis hin zu exquisiten Weinhotels.

› Der Alentejo wird auch als die Seele Portugals bezeichnet und ist geprägt von goldenen Ebenen, weissen Dörfern, Korkeichenwäldern und Olivenhainen. Die Touren führen durch geschichtsträchtige Orte und bieten Übernachtungen in ehemaligen Klöstern, die mit viel Feingefühl restauriert wurden. Dazu kommt eine exzellente regionale Küche –kurzum: ein Erlebnis für alle Sinne.

AUTHENTIZITÄT ALS MARKENZEICHEN

Das Besondere an Vintage Tours ist seine Authentizität. Jede Reise bietet eine harmonische Balance zwischen Fahrvergnügen und kulturellem Entdecken. Die Strecken sind so gestaltet, dass sowohl fahrerisch begeisterte als auch kulturinteressierte Gäste voll auf ihre Kosten kommen.

«Am Ende verbindet alle unsere Gäste die Sehnsucht nach etwas Besonderem – und das Gefühl, den Alltag weit hinter sich zu lassen», sagt Valeska Haux. «Viele reisen mit dem Wunsch, das echte Portugal zu erleben – und kommen wieder, um die nächste Region mit uns zu entdecken.»

Diese Authentizität basiert auf einem gewachsenen Netzwerk und der tiefen Verwurzelung der Gründer in Portugal. Seit ihrem ersten beruflichen Aufenthalt vor über 20 Jahren fühlen sich Valeska und Matthias Haux in diesem faszinierenden Land zu Hause. «Portugal hat uns nie mehr losgelassen», sagen sie.

LIEBE ZUM DETAIL – BIS INS KLEINSTE ACCESSOIRE

Obwohl das Angebot im gehobenen Segment angesiedelt ist, bleibt die Atmosphäre bei Vintage Tours stets persönlich und entspannt. Hier geht es nicht um Inszenierung, sondern um echte Erlebnisse: das Fahren im Roadster, das Glas Wein im Sonnenuntergang am Ende eines Fahrtags, die Freude am gemeinsamen Entdecken. Sogar das Gastgeschenk spiegelt diese Philosophie wider: exklusive Fahrerhandschuhe aus feinstem Leder, handgefertigt in der Nähe von Sintra und individuell personalisiert. «Die Handschuhe sind nicht nur praktisch – sie sind ein Stück Portugal, das man mit nach Hause nimmt», sagt Matthias Haux. «So bleibt die Reise mit Vintage Tours noch lange lebendig.»

FAZIT: EIN ERLEBNIS, DAS BLEIBT

Wer sich für eine Oldtimerreise mit Vintage Tours entscheidet, entscheidet sich für Authentizität, Liebe zum Detail – und für die Kunst, Zeit wieder wertvoll zu machen. Kurzum: ein Erlebnis für alle Sinne – und eines, das bleibt.

WWW.VINTAGE-TOURS.COM

MONACO

Die Monaco Yacht Show (MYS), die in diesem Jahr ihr 34-jähriges Jubiläum feierte, ist ein Muss für Superyacht-Liebhaber. Seit 1991 hat sich Port Hercule in Monaco in ein Schaufenster für Eleganz und Innovation verwandelt, dass jeweils die neuesten Kollektionen von Superyachten des Jahres zusammenbringt.

YACHT SHOW I

Autor_Urs Huebscher Bilder_Fraser Yachts

n diesem Jahr wurde eine prestigeträchtige Flotte von 120 Superyachten begrüsst, von denen fast die Hälfte Weltpremieren waren – ein historischer Rekord. Neben diesen spektakulären Schiffen wurden auch rund 60 Luxus-Tender ausgestellt, was die MYS als Pflichtveranstaltung für Käufer, Investoren und YachtEnthusiasten bestätigt. Mit einer Länge von 24 bis über 110 Metern repräsentieren diese Yachten die Spitze des Yachtsports: anspruchsvolles Design, technologische Innovation, extreme Individualisierung und ein wachsendes Engagement für ökologische Nachhaltigkeit.

Monaco und der Yachtsport teilen eine zeitlose Geschichte. Historisch gesehen war das Fürstentum schon immer ein natürliches Reiseziel für die globale Elite und ein Favorit für Yachtbegeisterte. Heute ermöglicht die glamouröse und festliche Atmosphäre von Monaco den MYS-Besuchern, in eine Welt der Raffinesse und Exklusivität einzutauchen, die ein aussergewöhnliches Erlebnis bietet und den Yachtsport von morgen prägt.

Einer der führenden Yachtmakler seit über 75 Jahren ist Fraser, das grösste und am längsten etablierte Full-Service-Yachtvermittlungsunternehmen der Welt. Das globale Team betreut ein Portfolio von Yachten mit einem Gesamtwert von über sechs Milliarden US-Dollar (5.7 Milliarden Euro). Ein Team von mehr als 230 Spezialisten rund um den Globus bietet sehr erfahrene Kundenbetreuung und professionelle Beratung in allen Schlüsselsektoren, einschliesslich Verkauf und Einkauf, Neubaumanagement, Yachtmanagement, Chartermanagement, Luxusyachturlaub, Yachtmarketing und Crewvermittlung. Fraser präsentierte mehrere Yachten, drei davon stellen wir Ihnen hier vor.

DIE SUPERYACHT ENERGY

Die Energy (77.8M/255") ist eine vollständig massgeschneiderte Superyacht, die von Amels gebaut wurde, und war eine der grössten und beeindruckendsten Yachten auf der Monaco Yacht Show. Sie verfügt über einen Stahlrumpf und Aluminiumaufbauten, die nach Lloyd's-Klassifizierung gebaut wurden und ein massives Volumen von 2884 Bruttoregistertonnen haben. Mit Platz für 14 Gäste in sieben Kabinen vereint sie Luxus, Komfort und Leistung. Die Innenarchitekten von Zuretti haben eine raffinierte Atmosphäre geschaffen, mit einem Aufzug, der alle Gästedecks bedient. Das Oberdeck ist vollständig dem Eigner gewidmet, der über ein privates Vordeck mit Whirlpool, Lounge und Marmorfeuerstelle verfügt. Das Brückendeck bietet eine Musiklounge mit einem eigenen Steinway-Babyflügel, eine Bar mit Marmorplatte und eine OpenAir-Lounge achtern, die eine ruhige und elegante Umgebung

schaffen. Das Hauptdeck verfügt über ein Büro im Sitzungssaalstil, einen Kampfsportraum und ein formelles Essen für 18 Gäste. Auf dem Unterdeck befindet sich ein Wellnesscenter mit Schönheitssalon, Beach Club, Spa, Fitnessraum, Sauna und Hammam. Ausklappbare Meeres terrassen verbessern das Innen- und Aussenerlebnis und ermöglichen es den Gästen, mit dem Meer in Verbindung zu bleiben. Das Aussendesign von Espen Øinoʼs zeichnet sich durch weitläufige Aussenbereiche mit einem Hubschrauberlandeplatz aus, der gleichzeitig als Deckslounge und Unterhaltungsbereich mit einer Statement-Bar dient. Achtern können die Gäste einen grossen Swimmingpool, einen Whirlpool, Sonnenpolster und begehbare Seitendecks mit eigenem Balkon geniessen.

DIE MAJESTÄTISCHE O’MADELEINE

Die majestätische O’Madeleine (60M/196") ist die neueste Golden Yacht 60, die im Jahr 2025 ausgeliefert wurde und sich durch innovatives Design und faszinierendes, massgeschneidertes Interieur auszeichnet. Das Äussere der O’Madeleine, das von Studio Vafiadis und Massari Design Studio mit viel Liebe zum Detail entworfen wurde, zeichnet sich durch scharfe Linien mit Längsfenstern aus, die den Eindruck eines noch längeren Boots erwecken. Die Yacht bietet Platz für bis zu zwölf Gäste in sieben opulenten Kabinen und bietet unvergleichliche Wohnräume und massgeschneidertes Interieur, das nordische und mediterrane Einflüsse mit heller Eiche, hellen Tönen und weichen, skulpturalen Möbeln sowie hochwertigen Materialien wie strukturiertem Rochenleder und fein gemaserten Holzvertäfelungen, die die Wände säumen, verbindet. Das vielseitige Sonnendeck verfügt über einen Fitnessraum mit eigenem Bad, eine Vorlounge mit einem individuell gestalteten Whirlpool, Sonnenliegen und ein Freiluftkino mit Projektor. Fitness und Wellness stehen an Bord dieses prächtigen Charterschiffes im Vordergrund. Ein herausragendes Merkmal ist der innovative Beach Club, der eine Spa-Lobby-Bar und Lounge, ein Hammam und ausreichend Stauraum für Wasserspielzeug umfasst.

DIE SCHLANKE BRAVADO

Die Bravado ist eine 45M/147'04"-Motoryacht, die von der renommierten deutschen Werft Abeking & Rasmussen gebaut wurde. Sie verbindet deutsche Ingenieurskunst mit anspruchsvollem Design und moderner Ausstattung. Das schlanke Äussere der Bravado wurde von Reymond Langton entworfen und verfügt über einen auffälligen blauen Rumpf und einen eleganten weissen Aufbau mit viel Platz für geselliges Beisammensein mit einem Whirlpool auf dem Sonnendeck. Mit 499 BRA verfügt die Bravado über ein geräumiges Innenvolumen, das bis zu zwölf Gäste in sechs Kabinen beherbergen kann, darunter eine spektakuläre Master-Suite mit voller Breite auf dem Brückendeck, komplett mit einem privaten, 25 Quadratmeter grossen Fitnessraum. Angetrieben von zwei MTU-16V2000-M60-Motoren fährt die Bravado komfortabel mit zwölf Knoten, verfügt über moderne Navigationssysteme, einen klimatisierten Motorkontrollraum sowie einen isolierten Generatorraum und hat ihre 20-jährige Lloyd’s-Klassenvermessung abgeschlossen. Ihr geringer Kraftstoffverbrauch und ihre Reichweite bei der Überquerung des Ozeans machen sie zu einer bewährten Weltsegelyacht.

ALLES,

In seinem Berliner Büro entstehen die exklusivsten Autos der Welt. Ein Besuch bei Bugattis Chefdesigner

Frank Heyl.

Autorin und Bilder_Daniela Grunwald

Auf seinem Schreibtisch stehen Modelle vom Chiron und Veyron Supersport, an der Wand dahinter hängt ein Bild vom Tourbillon. All das ist weit mehr als nur schöne Dekoration – diese Fahrzeuge tragen seine Handschrift. Ich bin zu Besuch bei Frank Heyl, Director of Design bei Bugatti. Der 47-Jährige entwirft hier in Berlin einige der exklusivsten, schnellsten und begehrtesten Autos der Welt.

Der Tourbillon, der neue Hypersportwagen, ist ein Meisterwerk aus Technik und Design. Mit V16-Saugmotor und Hybridantrieb erreicht er 445 km/h, ist auf 250 Exemplare limitiert und war bereits bei der Präsentation ausverkauft (ab 3.8 Millionen Euro netto). Und gerade wurde der Brouillard vorgestellt – ein Einzelstück, das nach den Wünschen eines Sammlers entstanden ist. Gefertigt wird jedes Auto im Atelier von Bugatti in Molsheim.

«Manchmal kann ich selbst kaum glauben, dass ich an all diesen Fahrzeugen mitwirken durfte», sagt er mit leuchtenden Augen. Frank Heyl wirkt bescheiden und sympathisch. Und er ist das beste Beispiel für jemanden, der seine Leidenschaft, seine Berufung und seinen Traumjob gefunden hat. Dabei hatte der gebürtige Hamburger anfangs nie geplant, Autodesigner zu werden. «Ich wollte einfach nur irgendetwas mit Design machen und bei einer dieser berühmten Werbeagenturen arbeiten. Das war damals total angesagt», erzählt er. «Mein Vater hätte es lieber gehabt, dass ich Ingenieur werde. Aber er hat mich dann doch ziehen lassen. Ohne ihn wäre ich heute nicht hier.»

So begann Frank Heyl mit einem Designstudium und gewann bei einem Wettbewerb ein Praktikum bei Siemens. Dort fand er Gefallen an dreidimensionalem Design. Es folgte ein Praktikum bei Volkswagen. «Es war dort anfangs wirklich peinlich. Ich konnte damals Autos nicht so gut zeichnen wie all die anderen Praktikanten, die von renommierten Universitäten kamen», verrät er und lacht. «Leute, die an meinem Tisch vorbeiliefen und meine Skizzen sahen, haben sich mitleidig danebengesetzt. Aber die Lernkurve war sehr steil und es hat riesigen Spass gemacht – nachdem ich meine Scham überwunden hatte.» Seine Zielstrebigkeit und sein Talent fielen auf: Der Hamburger bekam ein Stipendium und studierte schliesslich Fahrzeugdesign am Royal College of Art in

London, machte dort seinen Master of Art. Von dort ging es nach Prag zu Škoda. Der Škoda Rapid war sein erstes Projekt, eine kleine Familienlimousine mit vier Türen. Nach zwei Jahren erhielt der Jungdesigner dann das Angebot, für Bugatti zu arbeiten. Mittlerweile ist Frank Heyl seit 17 Jahren bei der französischen Luxusmarke, seit 2023 ist er Chefdesigner –mittlerweile für Bugatti Rimac (seit dem Zusammenschluss der beiden Marken). «Die Hierarchien hier sind niedrig. Man kann direkt mit jedem sprechen. Ich sass in so vielen Ingenieurmeetings, bin mittlerweile selbst ein halber Ingenieur», sagt er. Durch seine langjährige Erfahrung weiss er sehr gut, was machbar ist und was nicht. An der Um-

setzung seiner Ideen tüftelt er jedoch bis zur Perfektion. «Das liebe ich. Das ist genau mein Ding», sagt der Designer. Für den Tourbillon hat er zum Beispiel einen neuartigen Diffusor entwickelt, um die Grundform des Autos so tropfenförmig wie nur möglich zu gestalten. «Die ideale Form ist wie ein Flügel, nachgeahmt vom Falken beim Sturzflug, der 300 km/h schafft – das schnellste Geschöpf der Erde», erklärt Frank Heyl. Auf dem Patent steht sein Name. Seine ersten Entwürfe entstehen allerdings immer noch mit Stift und Papier. «Ich zeichne einfach drauf los, mit schwarzem Kugelschreiber auf irgendeinem Zettel. So kommen die ersten Ideen. Leonardo da Vinci ist mein absolutes Vorbild. Ich liebe

NUR NICHT

GEWÖHNLICH

seine Zeichnungen, habe etliche Bücher mit seinen Arbeiten», so Frank Heyl. «Danach arbeiten aber natürlich auch viele Kollegen daran, die wirklich unglaubliche Talente sind – teilweise die Besten, die ich je gesehen habe. Dadurch habe ich auch die Möglichkeit, mich ab und zu etwas herauszuziehen, um parallel an verschiedenen Projekten zu arbeiten. Es sind bei der Entwicklung eines neuen Modells natürlich immer Hunderte Menschen involviert. Ich sage immer: Es ist ein riesengrosses 3-DPuzzle für Erwachsene – mit 5000 Teilen.» Frank Heyl arbeitet im Team mit vielen Kollegen. Und das Design-Center mitten in Berlin ist so einzigartig wie die Autos, die darin entstehen. Es befindet sich im legendären E-Werk, einem denkmalgeschützten Gebäude, das in den 1920er-

Jahren als Kraftwerk für die Stromversorgung der städtischen U-Bahn erbaut und in den 1990er-Jahren zu einem Techno-Club umfunktioniert wurde – mit originalen Keramikfliesen an den Wänden und Böden sowie hundertjährigen gusseisernen Treppen, die zur Galerie im oberen Bereich der weitläufigen Haupthalle führen. In dem offenen Studio arbeiten die Designer mit HeadTrackern und Virtual-Reality-Technologie, um ein millimetergenaues Rendering eines Fahrzeugdesigns im digitalen Raum zu erstellen.

Natürlich wird er bei den vielen anspruchsvollen Projekten auch mal nervös. «Es gibt Herausforderungen und Zeiten, in denen ich schlaflose Nächte habe. Meistens geht es darum, ob wir etwas in einer bestimmten Zeit hinbekommen. Mich macht es vor allem nervös, wenn man von Dritten abhängig ist.» Das Erfolgsrezept von Frank Heyl lautet jedoch immer: «Cool bleiben. Statt alles über den Zaun zu brechen oder cholerische Anfälle zu bekommen, bleibe ich eher ruhig. Damit kommt man weiter. So bin ich, glaube ich, auch hier gelandet. Und Beständigkeit ist wichtig. Man muss kompromisslos seinen Weg verfolgen. Harte Arbeit allein reicht nicht, die Richtung muss stimmen. Einfach dranzubleiben und nie aufzugeben – das ist für mich entscheidend.»

Und für den leidenschaftlichen Designer liegt die Belohnung auch darin, zu wissen, dass die Arbeit nicht nur für den Moment zählt. «Es ist sehr wahrscheinlich, dass einige dieser Fahrzeuge in 100 Jahren – wenn wir schon lange nicht mehr da sind –immer noch existieren und Preise gewinnen», so Frank Heyl. «Auf alle Fälle träume ich davon, eines Tages mit meinen Enkelkindern über den Rasen eines Concours d’Élégance zu gehen und ihnen Autos zu zeigen, die wir geschaffen haben.»

SCHON ...? DUBAIFÜHRT BIS 2026 FLUGTAXIS EIN

Das Emirat plant, im nächsten Jahr seine erste Flotte von Flug taxis auf den Markt zu bringen, die eine neue Form des elektrischen Flugverkehrs anbieten sollen, um die Reisezeiten in der Stadt zu verkürzen. Dies ist zwar ein grosser Schritt nach vorne, wirft aber auch Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit und des Energieverbrauchs auf.

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Joby Aviation

Der Dienst, der von der in Kalifornien ansässigen Firma Joby Aviation entwickelt wurde, wird mit elektrischen, senkrecht startenden und landenden Flugzeugen (eVTOL) betrieben. Die Infrastruktur für Flugtaxis befindet sich derzeit im Aufbau, ebenso wie behördliche Genehmigungen und Sicherheitsmassnahmen. Eine erste Route wird den Dubai International Airport mit Palm Jumeirah verbinden, wodurch die Fahrzeit von etwa 45 Minuten mit dem Auto auf etwa zwölf Minuten verkürzt wird. Es wird erwartet, dass die Flugzeuge eine kleine Anzahl von Passagieren befördern und von speziellen Landezonen, den sogenannten Vertiports, aus operieren.

Zu den geplanten Standorten für die Zukunft gehören neben dem Dubai International Airport (DXB) auch das Stadtzentrum, Dubai Marina und Palm Jumeirah – Standorte, die aufgrund ihrer Nähe zu stark frequentierten Bereichen und Touristenzielen ausgewählt wurden.

Der erste Vertiport bei DXB soll bis Anfang 2026 fertiggestellt werden. Die Passagiere werden in der Lage sein, Flüge über eine mobile Anwendung zu buchen – mit Funktionen, die den bestehenden Ride-Hailing-Plattformen ähneln.

Joby Aviation, das Unternehmen hinter der Initiative, ist ein globaler Partner von Uber. Es wird erwartet, dass die Integration mit der Uber-App es den Nutzern ermöglicht, Flugtaxi-Kurse auf einer einzigen Plattform zu planen und zu bezahlen.

GEHT’S EXKLUSIVERNICHT

Autorin_Daniela Grunwald Bilder_Bugatti

Bugatti definiert Luxus neu – und baut mit dem SolitaireProgramm jetzt aussergewöhnliche Unikate.

EEIN BUGATTI WIE KEIN ANDERER

in Bugatti ist immer etwas Besonderes – doch der neue Brouillard übertrifft alles. Er wurde ausschliesslich für einen einzigen Besitzer gebaut. Der exklusive Wagen ist das erste Modell des neuen Solitaire-Programms. Damit reagiert die französische Luxusautomarke auf eine wachsende Nachfrage. Viele Kunden lassen ihr Fahrzeug bereits individualisieren oder geben Sonderanfertigungen (Sur Mesure) in Auftrag, zum Beispiel eine neue Lackfarbe, die kein anderer verwenden darf. Es gibt jetzt schon kaum einen Bugatti, der komplett identisch mit einem anderen ist. Doch einigen reicht das noch nicht: Sie wollen ein wirklich einzigartiges Objekt, das sonst niemand besitzt. So ist die Idee für das neue «Solitaire»-Programm entstanden, das genau dieses Bedürfnis nach Unikaten bedient. Jedes Jahr sollen maximal zwei solcher Meisterwerke geschaffen werden, in liebevoller Handarbeit gefertigt im Atelier in Molsheim im Elsass. Die einzigartigen Modelle werden mit den bestehenden Bugatti-Antriebssträngen und -Chassis ausgestattet, während die Karosserie und die Details im Innenraum massgeschneidert werden – individuell nach den Wünschen des Kunden. «Der Aufwand, ein Einzelstück zu entwickeln, ist immens. Die Werkzeuge, die Aerodynamik, alles zu testen ... theoretisch könnten wir dann 20 oder 50 Autos davon bauen, es ist dann ja alles entwickelt», erklärt Chefdesigner Frank Heyl. «Aber am Ende bleibt es bei diesem einen Exemplar. Und die Leute sind bereit, entsprechend dafür zu bezahlen.»

Das erste Meisterwerk des Solitaire-Programms – der Brouillard –wurde nach dem Lieblingspferd von Firmengründer Ettore Bugatti benannt. Der Auftraggeber ist ein langjähriger Kunde und leidenschaftlicher Sammler. Er besitzt alte und neue Bugattis und ist ausserdem ein Fan der besonderen Möbel von Carlo Bugatti und der Bronzeskulpturen von Rembrandt Bugatti. Er wollte einen Wagen, der das gesamte handwerkliche und künstlerische Können der Familie sowie Ettore Bugattis Leidenschaft für Pferde widerspiegelt.

Der Brouillard basiert auf der W16-Plattform von Bugatti mit dem legendären Quad-Turbo-Motor mit 1600 PS. Sein Design ist inspiriert vom Körper eines durchtrainierten Hengstes: kraftvoll, elegant und anmutig. In den Felgen sind Hufeisen-Formen integriert. Der Innenraum besticht mit massgeschneiderten Stoffen aus Paris mit Tartanmuster, grün getönter Carbonfaser und Aluminiumkomponenten. Die Türverkleidungen und Rückenlehnen

MIT DIESEM UNIKAT HAT BUGATTI EIN NEUES KAPITEL AUFGESCHLAGEN.

sind mit gestickten Pferdemotiven verziert. Der Schaltknauf ist aus einem einzigen Aluminiumblock gefertigt und verfügt über einen Glaseinsatz mit einer handgefertigten Miniaturskulptur von Ettores Lieblingspferd. Durch das Glasdach zieht dieses besondere Interior die Blicke noch mehr auf sich. Über ein Jahr lang haben Chefdesigner Frank Heyl und sein Team an diesem aussergewöhnlichen Einzelstück gearbeitet. Der Preis wird nicht verraten, wird aber auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt – automobile Haute Couture.

Wer sich davon etwas nachfertigen lassen möchte, muss sich etwas anderes einfallen lassen – denn alle Details am Brouillard bleiben einmalig. Mit diesem Unikat hat Bugatti ein neues Kapitel aufgeschlagen. Solitaire ist die höchste Form von Exklusivität. Kein anderer Autobauer bietet das in dieser Art. Und dies beweist einmal mehr, dass etwas an dem berühmten Slogan der Marke dran ist: If it’s comparable, it’s not a Bugatti.

Autor_Urs Huebscher

Bilder_St. Anton am Arlberg

ALS SICH AM DIE ZUKUNFT DEN WEG BAHNTE ARLBERG

Bergpässe zählten seit jeher zu den herausfordernden Reiserouten. Und jene über den Arlberg galten als besonders beschwerlich –bis sich durch technische Meisterleistungen im wahrsten Sinne neue Wege eröffneten und damit zugleich eine neue Ära anbrach. Zum Beispiel dank der Arlbergstrasse und der Arlbergbahn – zweier zukunfts weisender Jahrhundertprojekte.

Die weltberühmte Region mit den malerischen Orten St. Anton am Arlberg, St. Christoph am Arlberg, Lech, Zürs, Stuben, Flirsch, Pettneu, Schnann und Strengen ist für uns Schweizer ein Begriff, sei es als Feriendestination oder für die Durchreise nach Tirol. Heinrich Findelkind erbaute 1386 daher das Hospiz St. Christoph, um auf der beschwerlichen Strecke die ersehnte Rast und Schutz zu gewähren. Die 1398 eingeweihte, auch heute noch zum Hospiz gehörende Kapelle St. Christoph am Arlberg bezeugt in diesem Sinne eine segensreiche Entwicklung. Zu verdanken ist diese nicht zuletzt der verkehrstechnischen Erschliessung durch zwei Jahrhundertprojekte.

DIE FRÜHE PASSROUTE ALS ABENTEUERLICHES WAGNIS Schon in der Bronzezeit wurde der Arlbergpass begangen. Auch Kelten und Römer benutzten den Gebirgsübergang. Doch der hatte seine Tücken. Obwohl mit rund 1800 Metern von relativ geringer Höhe, barg das exponierte Gelände am Arlberg etliche Bedrohungen, ob Felssturz und Steinschlag, Muren und Lawinen oder auch Wetterkapriolen. Umso imposanter, dass bereits im 14. Jahrhundert ein befahrbarer Karrenweg über den Arlberg führte. Vor allem kostbare Güter wie Salz und Silber waren die Mühe des mitunter wohl waghalsigen Transports wert. Die frühe Blütezeit als Verkehrsader fand allerdings schon bald ein Ende. Nachdem die noch unbefestigte Strasse zunehmend verfiel, stand ab circa 1450 über drei Jahrhunderte lang wieder nur mehr ein Saumpfad zur Verfügung.

VOM SAUMPFAD ZUR BEFESTIGTEN «KUNSTSTRASSE»

Bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde der Arlbergweg nur mangelhaft ausgebessert. Die Wende kam mit Kaiser Joseph II., in dessen Auftrag Bozener Handelsleute 1782 bis 1784 eine Strasse über den Arlberg bauten. Ab 1785 war diese durchgehend befahrbar, was zuvor umfangreiche Felssprengungen zwischen Stuben und Rauz erforderte. 1787 wurde die «Josephinische Strasse» über den Arlberg eröffnet, blieb aber eine behelfsmässige Lösung.

Der gründliche Ausbau der Strecke Landeck-Bludenz erfolgte schliesslich ab 1822 – mit dem Schlüsselstück einer befestigten Fahrstrasse von 3.5 bis 6.5 Metern Breite und zahlreichen «Kunstbauten» auf beiden Seiten des Passes. Auf der Ostseite führte sie unter Umgehung von St. Anton über St. Jakob und Nasserein bis zum Mooserkreuz und weiter zur Passhöhe. Auf Vorarlberger Seite wurde unter anderem die heute noch befahrene Strecke auf der Nordseite des Rauztals neu trassiert. 1824 eröffnet, erlaubte die Fahrstrasse einen kräftigen Verkehrsaufschwung, mit zunehmenden Stellwagenfahrten und regelmässigem Postdienst. Doch um etwa 1860 nahm der Arlbergverkehr wieder ab, da die im Voralpenland entstandenen Eisenbahnen als günstigere Transportvariante bevorzugt wurden.

LÄNGSTER STRASSENTUNNEL ÖSTERREICHS

Mit der Zunahme des Fahrzeugverkehrs im 20. Jahrhundert war die kurvenreiche, im Winter lawinengefährdete und erschwert passierbare Arlberg-Passstrasse unzureichend geworden. Bis zur Eröffnung des Strassentunnels im Jahr 1978 boten zwischen Langen und St. Anton pendelnde Autotransportzüge eine – allerdings auch nicht wintersichere – Alternative zur Arlbergpassstrasse.

Im Jahr 1973 wurde die Arlberg-Strassentunnel Aktiengesellschaft gegründet, um den Bau eines Tunnels durch das ArlbergMassiv zu finanzieren und umzusetzen. Zwei Jahre später, 1974, begannen die Bauarbeiten, die bis 1978 andauerten. Der Tunnel wurde 1978 offiziell eröffnet. Der Bau des Tunnels war eine riesige technische Herausforderung, da er durch hartes Gestein führen musste. Heute ist der Tunnel mit seinen 13’972 Metern Länge nicht nur der längste Strassentunnel in Österreich, sondern auch ein Paradebeispiel für moderne Ingenieurskunst und verbindet die Bundesländer Tirol und Vorarlberg unter dem Arlberg hindurch. Der Tunnel hat die zwei Regionen im wahrsten Sinne des Wortes zusammengebracht und den Verkehr am Arlberg erheblich vereinfacht. Was vor der Eröffnung des Tunnels nur als langwierige und gefährliche Fahrt über die Arlberg-Passstrasse möglich war, ist dank des Tunnels heute eine schnelle und sichere Verbindung zwischen den beiden Bundesländern.

BAU EINER ATEMBERAUBENDEN GEBIRGSEISENBAHN Bereits 1847 war der Bau einer Eisenbahn über den Arlberg im Gespräch. Jahrzehntelang folgten Diskussionen. Während Befürworter der Untertunnelung des Arlbergs von einer Weltbahn sprachen, die West- und Osteuropa verbindet, empfahlen Gegner stattdessen eine Zahnradbahn über den Pass. Kaiser Franz Joseph I. erkannte die Bedeutung der Arlbergbahn, der Reichsrat stimmte deren Errichtung per Gesetz zu. Am 14. Juni 1880 begannen die Bauarbeiten am Kernstück auf der Ostseite des Arlbergtunnels, acht Tage später auf der Westseite. Am 19. November 1883 erfolgte der Durchschlag und bereits am 14. Mai 1884 waren die Bauarbeiten beendet. Einen Tunnel dieser Dimension in nicht einmal ganz vier Jahren zu erbauen, ist aus heutiger Sicht eine unfassbare Leistung. Die neue Verbindung zwischen dem Bodensee und der Adria fand derartigen Anklang, dass 1885 das zweite Gleis im Arlbergtunnel in Betrieb ging. Als Vorzeigezug galt der noble Arlberg-OrientExpress von London nach Bukarest. Beliebt war auch der ArlbergExpress von Paris nach Wien.

QUICK FACTS

> Auf der Passhöhe des Arlbergpasses liegt der Skiort St. Christoph am Arlberg, der zur Tiroler Gemeinde St. Anton am Arlberg gehört und als Wiege des alpinen Skilaufs touristisch vermarktet wird. Im Ortszentrum liegt ein ehemaliges, heute zu einem Hotel umgebautes Hospiz.

> Derzeit nutzen über 8000 Lenker täglich den Tunnel.

> Der Arlbergtunnel ist mit knapp 14 Kilometern der längste Strassen tunnel Österreichs – eine relativ kurze Strecke im Vergleich zum längsten Tunnel der Welt, dem GotthardBasistunnel (57 Kilometer Bahnstrecke).

> Der 1793 Meter hohe Pass, der ganzjährig mautfrei ist und nur bei akuter Lawinengefahr im Winter zeitweise gesperrt sein kann, verdankt seinen Namen den hier vorkommenden Latschengewächsen, den «Arlenbüschen».

> Die Passstrasse verläuft in neun Kehren gut 18 Kilometer lang und bei durchschnittlich sechs Prozent Steigung beziehungsweise Gefälle über den Bergrücken, wobei sich die eigentliche Passhöhe vollständig auf Tiroler Gebiet befindet.

> Der Arlbergpass bietet im Sommer eine gute Alternative zum Tunnel, der seit 1979 zum Glück den Grossteil des Verkehrs – vor allem die Busse und Lkws – zwischen Vorarlberg und Tirol abfedert.

FA SHI ON

IL MAESTRO

Jerry Hall wird zur Muse der Maison erkoren (1975).

Valentino Garavani steht für Grandezza in der Mode, aber auch im Leben. Über fünf Jahrzehnte hinweg hat er die Welt verschönert. Höchste Zeit für eine Verneigung.

Der junge Mann sitzt in einem reich mit Gold, Marmor und Kronleuchtern dekorierten Salon, der an eine längst vergangene Zeit erinnert. Blasser Teint, dunkles Haar, makellos gekleidet. Die Arme hat Valentino Garavani auf der Lehne eines Napoleon-Stuhls verschränkt, sein Blick schweift in die Ferne, vorbei an einer Kleiderbüste, auf der ein Cape aus rotem Stoff drapiert ist. Es ist im exakt gleichen Farbton wie die bodenlangen Vorhänge und seine Socken. Nichts scheint hier dem Zufall überlassen. Wir schreiben das Jahr 1960, in der Via Gregoriana geniesst der 28-Jährige das prächtigste Schneideratelier Roms, das sein unbestreitbares Talent und Können beheimatet. Doch er schwankt zwischen zwei Welten: seiner eigenen und der von Letizia, die an der nahen Via Condotti 11 in einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert seine neue Kollektion verkaufen soll. Dafür hat er eigens eine ganze Wohnung im zweiten Stock gemietet, um die römische High Society zu beeindrucken.

Es herrscht eine offensichtliche Diskrepanz der Kreationen, die er für ein imaginäres bezauberndes, junges Mädchen auf einer Party im Garten von Versailles entworfen hat, und jenen Entwürfen für die goldene Hochzeit einer Herzogin. Doch beide Stilwelten werden seine Karriere prägen, obwohl sie auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten. Es ist diese rare Mischung aus jugendlicher Frische und erhabener Eleganz, die Valentinos Kleider zu Objekten der Begierde macht.

DAS PERFEKTE PAAR

Valentino sprüht zwar nur so vor Ideen, benötigt jedoch jemanden an seiner Seite, der seine kreative Energie auch lukrativ zum Schwingen bringen kann. Die wichtigste Begegnung in seinem Leben folgt am 31. Juli 1960 in der Via Veneto. An jenem warmen Sonntagabend ziehen die Menschen durstig durch die Altstadt Roms und warten darauf, eine Leinwandgöttin oder einen reichen Adligen in einer angesagten Bar zu erspähen.

Auftritt von Giancarlo Giammetti, einem ahnungslosen Akteur in diesem typisch italienischen Schauspiel. Der Vater des 18-jährigen Architekturstudenten besitzt ein Elektronikgeschäft, das nur einen Häuserblock vom schicken Café de Paris entfernt liegt. Giancarlo sitzt bequem auf seinem Stammplatz, als Valentino hereinkommt. Der 28-jährige Norditaliener verkörpert bereits ein weltgewandtes Auftreten, da er zuvor seine Lehrjahre in Paris verbracht hatte.

Er war «unglaublich verführerisch, mit den tiefblauen Augen und seiner sanften, aber intensiven Art zu sprechen», erinnert sich Giammetti in seiner Biografie. Und aus dem Teenager, der sich für all die schönen Dinge des Lebens interessiert, wird nach romantischen Sommerferien in Capri nicht nur Valentinos Liebhaber, sondern der Verwalter dessen wachsenden Imperiums.

Der Rest ist Modegeschichte: Mit Giammetti als Geschäftsführer entwickelt sich Valentino zur internationalen Luxusmarke. Das Label richtete seinen Hauptsitz gleich um die Ecke der Spanischen Treppe an der Piazza Mignanelli 22 ein. Das ungleiche Paar verbindet seit jeher eine Seelenverwandtschaft, die bis heute anhält. «Wahrscheinlich war es das wichtigste Ereignis in meiner Karriere», erinnert sich Valentino, stets den beruflichen Aspekt betonend, «denn als Chef meines Modehauses musste sich nun Giancarlo um alles kümmern, was mir Gelegenheit gab, in einer entspannten Atmosphäre kreativ zu arbeiten.»

Gerade die Italiener werden gerne dafür belächelt, dass sie immer und immer wieder ihre Lebensart in Szene setzen. Die Landschaft! Das Essen! Die Mode! «Made in Italy» gilt dabei als Gütesiegel und wird gleichzeitig mit einer grossen Portion Nationalstolz in Verbindung gebracht. Von Como bis Palermo ist täglich zu sehen, was der italienische Stil ausmacht. Frauen und Männer jeden Alters unterwerfen sich mit Vergnügen der Mode, die das süsse Leben verkörpert.

© Gian Paolo Barbieri
Autor_Beat
Hollwoodikone Audrey Hepburn posiert in Valentino für «Vogue Italia» (1969).

Der Modezar liebt Hunde über alles. Sein Mops-Rudel wurde durch das Shooting mit Linda Evangelista weltberühmt (2003).

DIE SCHIFFER À LA FELLINI

Bella Italia bedeutet auch die hohe Kunst der Selbstinszenierung. Entsprechend bringt der neue Bildband «Valentino. A Grand Epic Tale» diesen Aspekt anmutig aufs Papier. Darin zu entdecken sind private Einblicke in die Welt des Maestros, umgeben von Freunden, Mitarbeiter*innen, Models und prominenten Persönlichkeiten in stilvollen Outfits, stets charmant auf der Sonnenseite des Lebens agierend. Dabei wirkt der Charme des römischen Grossbürgertums absolut ansteckend. Wer ein gewisses Flair für Status und Schönheit besitzt, möchte genau so aussehen wie Valentino und seine Freunde. Und genau so ein Leben führen.

Auf die eleganten Sixties folgen die wilden Seventies, die schrillen 80er-Jahre, und schliesslich kurz vor dem Ende eines bewegten Jahrhunderts steigt Claudia Schiffer als Inkarnation von Anita Ekberg in den Trevi-Brunnen, um die Erinnerungen an das Meisterwerk «La Dolce Vita» von Federico Fellini aufleben zu lassen. Als Star der Valentino-Werbekampagne sorgte das Supermodel bei Paparazzi und Passanten auf den Strassen der Ewigen Stadt im Sommer 1995 für helle Aufregung.

Wichtige Meilensteine aus Valentinos Lebenswerk zelebrieren den Mythos einer vergangenen Ära, in der Kreativität und Glamour miteinander verschmelzen. Dabei ging es Valentino viel mehr um ein Gefühl: die Liebe. Sei es die Liebe zu einer Person oder zu den Menschen, mit denen man arbeitet. Im Mittelpunkt stand stets die Partnerschaft zwischen Valentino und seinen vielen Musen, seinem grossen Freundeskreis, seinem Team und vertrauten Fotografen wie Gian Paolo Barbieri, Arthur Elgort, Herb Ritts, David Bailey, Jean-Paul Goude und Albert Watson. Beziehungen, die auf einer gemeinsamen Vision und gegenseitigem Vertrauen aufgebaut waren.

AUS DER PROVINZ NACH PARIS Ein hedonistisches Lebensgefühl mit Seele einzufangen, blieb über fünf Jahrzehnte hinweg ein wichtiger Antrieb in seinem Schaffen. Dabei genoss er vor allem seine Unabhängigkeit, was seine Kunst, seine Firma und sein Leben betraf. Er liebte es, mit einem spitzen Bleistift zu zeichnen, Strich für Strich erweckte er so ein Abendkleid, eine Handtasche oder einen Kaftan zum Leben. Dabei war er stets getrieben von seinem liebsten Mantra, das in der heutigen Zeit etwas antiquiert klingen mag: «Ich weiss, was Frauen wollen. Sie wollen schön sein!»

«Seine Inspiration war die eines Provinzjungen in der tristen Nachkriegszeit, der mit seiner Schwester ins Kino ging und die glorreichen Tage der Hollywoodstars in ihren Leinwandjahren miterlebte», schreibt die britische Modejournalistin Suzy Menkes. «Wie alle Römer war er fasziniert von der Glitzerwelt, die von den USA aus bis nach Cinecittà neue Stilikonen schuf. Als er schliesslich selber zum Star wurde und die Berühmtheiten von damals einkleidete, die später auch enge Freunde wurden, war Valentino selbst ein unersetzlicher Teil der Gesellschaft geworden.»

Verführung auf Italienisch: Alle Meilensteine aus Valentinos Lebenswerk vereinen Kreativität und Glamour (1968).

© Jean-Paul Goude

Valentino Clemente Ludovico Garavani wurde 1932 in der Kleinstadt Voghera, zwischen Turin und Mailand, geboren. Er studierte für kurze Zeit an der Mailänder Kunst- und Modeschule, seine wertvollste Ausbildung erhielt er jedoch in den 1950er-Jahren, unter anderem als Lehrling bei Guy Laroche in Paris.

Wenn man Valentino heute über seine Anfänge in Paris sprechen hört, als er seine Ideen auf Papierfetzen festhielt, Vorstellungsgespräche bei Balenciaga führte und eine Stelle bei Jean Dessès bekam, scheint dies Lichtjahre entfernt von der jetzigen Modewelt mit ständig wechselnden Trends und neuen Kollektionen im Monatsrhythmus. Der junge Designer erlebte den Höhepunkt der Haute Couture hautnah mit, als seine eigenen Ideen zum ersten Mal Gestalt annahmen.

Diese französischen Jahre prägten Valentinos Stil, der sich zu einer modernen Version des Rokoko entwickelte. Wenn man seine Mode im Kern definiert, sind es dekorative Verzierungen und Drapierungen, die eine sanft fliessende Silhouette schmücken. Diese Eigenart, die Weiblichkeit in Szene zu setzen, machte seinen Stil beispiellos und zeitgenössisch.

GARAVANI GOES HOLLYWOOD

Ob italienische Diva, Society-Lady, Hollywoodstar, Supermodel oder Prinzessin des europäischen Hochadels: Valentino kleidete sie alle ein – von Marella Agnelli, Sophia Loren, Gina Lollobrigida, Grace Kelly, Brooke Shields und Audrey Hepburn über Uma Thurman, Cate Blanchett, Scarlett Johansson, Sharon Stone, Penelope Cruz,

Eine Kampagne, die für Tumulte sorgte: Claudia Schiffer als Inkarnation von Anita Ekberg aus dem Fellini-Film «La Dolce Vita» (1995)
© Arthur
Elgort

Pretty in Red: Der intensive Farbton wird zum Markenzeichen des Luxushauses (1991).

Umarmung, gilt bis heute als das Markenzeichen des Modelabels. Viel kopiert ist das Mohnrot, aber vor allem perfekt ausbalanciert zwischen königlichem Pomp und eleganter Frische.

2008 zog sich Valentino aus seinem Unternehmen zurück – und verkaufte es für 300 Millionen US-Dollar.

2016 errichteten die beiden Valentino- Gründer die Fondazione Valentino Garavani e Giancarlo Giammetti (FVG), um ihre wohltätigen und kulturellen Projekte zu unterstützen. Jetzt, da sie in ihre goldenen Jahre segeln – «Vava» wurde im Mai 93 und «GG» 83 Jahre alt –, haben sie erst diesen Sommer ihr Vermächtnisprojekt enthüllt: ein internationales Zentrum für Kunst, Mode und Kultur in einem 10’000 Quadratmeter grossen Palazzo neben ihrem alten Hauptsitz, den sie nach seiner Adresse an der Piazza Mignanelli PM23 getauft haben.

Valentinos Nachfolger hatten es nie einfach, seine grossen Fussstapfen auszufüllen. Selbst erfolgsverwöhnte Stardesigner wie Pierpaolo Piccioli und Alessandro Michele, die den Mut besassen, nach dem Rücktritt des Maestros sein Vermächtnis in die Zukunft zu führen, blieben stets im Schatten des Pioniers der italienischen Haute Couture. Die Verehrung von ihm kennt keine Grenzen. Selbst Modedesigner und Filmregisseur Tom Ford ist voll des Lobes: «Wäre ich eine Frau, würde ich einen Grossteil meiner Abendgarderobe bei Valentino kaufen.»

Jerry Hall und Kim Cattrall bis zu Jennifer Lopez. Und nicht zu vergessen: die wohl berühmteste Witwe der Welt. 1964 orderte Jacqueline Kennedy sechs Roben aus Rom, um herzzerreissend schön zu trauern.

Dieser Auftrag war für den Lombarden der wichtigste Deal seiner Laufbahn. Von da an war er kein Modedesigner mehr, sondern das prominente Aushängeschild seiner Zunft. Er trug dazu bei, dass der Celebrity-Kult neue Höhen erreichte und sich der rote Teppich zum wichtigsten Laufsteg der Branche entwickelte. Mit jeder neuen Oscar- oder Golden- Globe-Saison wuchs die Anzahl der Stars, die er einkleidete, von Gwyneth Paltrow bis Sarah Jessica Parker. 1992 nahm Julia Roberts ihren Oscar in einem Vintagekleid des Italieners entgegen. Es war aus tiefschwarzem Samt genäht, verziert mit weissen Seidenpaspeln, die am Rücken zu einem Schleppzug auslaufen. Valentino nannte es seinen stolzesten Designmoment.

ROTE REVOLUTION

Nicht jeder Modedesigner kann von sich behaupten, dass sich ein spezifischer Farbton zu einer einzigartigen Handschrift des Hauses entwickeln kann. Das sogenannte Valentino-Rot, eine Farbe wie eine innige

Über Valentinos Privatleben ist nur wenig bekannt. Seit 1982 ist er mit dem ehemaligen Model Bruce Hoeksema liiert. Doch seine treusten Gefährten sind ganz offensichtlich seine Hunde, alles Möpse mit Stammbaum, die ihn über mehrere Generationen hinweg begleiten. Ausserdem besitzt er eine stattliche Anzahl an luxuriösen Wohnsitzen: Darunter befinden sich der Palazzo GabrielliMignanelli in Rom, eine Villa an der Via Appia Antica, ein Stadthaus im Londoner Stadtteil Holland Park, das Schloss Château de Widewille in der Nähe von Paris, ein Apartment in Manhattan und sein geliebtes Chalet in Gstaad. Seine Passion für ein schön

Photographed by Toni Campo and Janos Grapow
Dort, wo alles begann: der 28-jährige Couturier in seinem Atelier in Rom (1960)

eingerichtetes Zuhause ist kein Geheimnis. Legendär wurde sein Bonmot dazu: «Ich kann nur drei Dinge: ein Kleid nähen, ein Haus dekorieren und Leute unterhalten.»

DIE MUSE ALLER MUSEN

Valentino wusste immer, was er wollte – und nahm es sich auch. Fasziniert wie ein Schmetterling vom Licht des Reichtums und des Ruhms wollte er stets die Menschen verführen. Prominente Kundinnen kamen und gingen über die Jahre. «Wenn ich aber wählen müsste», gesteht er, «dann war Jackie Kennedy Onassis die wichtigste Frau in meinem Leben. Sie war alles, was ich an Frauen mag: Sie war feminin, mutig, ironisch, intelligent und extrem elegant in jeder Bewegung, in jeder einzelnen Geste.»

Valentinos Lebenswerk legte auch einen wichtigen Grundstein der heute weltweit etablierten italienischen Modebranche. Eine Erfolgsgeschichte besonderer Art, wenn man bedenkt, dass im Italien der Nachkriegszeit nicht nur die Armut gross, sondern auch der Analphabetismus weit verbreitet war. Doch Valentino hatte das Glück, in einem wohlhabenden Haushalt aufzuwachsen – mit Eltern, die ihn auf seinem Werdegang stets unterstützten. Und zu diesem Vorteil und einem starken Willen gesellte sich die Inspiration, die man der allgegenwärtigen Kunst verdankte. Rom wurde in den 1950er-Jahren zum Hollywood am Tiber, ein Laufsteg unter freiem Himmel, auf dem sich Filmstars, Playboys und Aristokraten tummelten. Diese einmalige Komplizenschaft unterschiedlichster Charaktere bestimmte die Blütezeit der Alta Moda. «Valentino hat nie aufgehört, uns zu verblüffen. Seine Neugier und Lebensenergie sind inspirierend. Sein persönlicher Stil ist zeitlos, konventionell, aber dennoch völlig abgefahren», beschreibt der britische Schauspieler Rupert Everett seinen langjährigen Freund. «Er verbindet Geschäftssinn mit Integrität, eine seltene Leistung, und ist neben Karl Lagerfeld und Yves Saint Laurent zweifellos der herausragende Modeschöpfer unserer Zeit.»

NEUERSCHEINUNG

Auf 576 Seiten wird das Vermächtnis von Valentino Garavani prachtvoll in Szene gesetzt (Taschen Verlag).

QUICK FACTS

> Dem Designer wurde mit «Valentino. A Grand Italian Epic» ein besonderes Geschenk zum 93. Geburtstag gemacht. Die Biografie von Armando Chitolina mit Texten von Suzy Menkes und Matt Tyrnauer ist eine Zeitreise über fünf Jahrzehnte hinweg, mit Hunderten von Fotografien, Skizzen und Dokumenten. Sie wiegt fast fünf Kilo, umfasst 576 Seiten und kostet 100 Franken bei taschen.com.

> Die Freundschaft zwischen dem Lombarden und Elizabeth Taylor wurde 1960 mit einem Kleid besiegelt, das der Filmstar für die Premiere von «Spartacus» trug. Anstatt in einem Dior-Outfit, das zuerst dafür vorgesehen war, erschien die Schauspielerin in einem weissen Maxikleid im griechischen Stil, eine Sonderanfertigung des damaligen Jungdesigners.

> Farah Pahlavi, die letzte Kaiserin des Iran, musste 1979 mit ihrer Familie aus ihrer Heimat infolge der Islamischen Revolution fliehen. Sie tat dies in einem beigen Valentino- Wollmantel mit Zobelkragen, der Jahre später, zum 45-jährigen Jubiläum der Marke, in einer Ausstellung präsentiert wurde.

> Nach der Scheidung von Prinz Charles beschloss Prinzessin Diana, die strengen Kleidervorschriften des Königshauses aufzugeben. Und das tat sie in einem freizügigen weinroten Spitzenkleid mit eingenähtem Samtbustier – eine Kreation von Maestro Garavani. Im Jahr 1992 galt dies als Indiz, dass Lady Di neue Wege einschlug, um das unglückliche Kapitel endgültig abzuschliessen.

> Der Modemacher hatte 2006 einen Cameo- Auftritt in «Der Teufel trägt Prada» an der Seite von Meryl Streep und Anne Hathaway. Zwei Jahre später war er Hauptakteur in seinem eigenen Film: «Valentino – The Last Emperor». Der Dokumentarfilm beleuchtet die letzten Arbeitsjahre des Couturiers und die Beziehung zu Giancarlo Giammetti.

PIONIERIN DER ETHISCHEN MODE

Autor_Urs Huebscher

Die gefeierte, in Nepal geborene Designerin Sanyukta Shrestha enthüllte anlässlich der London Fashion Week ihre visionäre Frühjahr/Sommer-Kollektion 2026 «The Newars, 1901». Diese mit Spannung erwartete Kollektion bietet eine fantasievolle Erkundung von Identität, Widerstands fähigkeit und Erbe.

«THE NEWARS, 1901»

war eine Erklärung, dass das Erbe eine lebendige Sprache und eine Feier der menschlichen Hand ist. Die Stoffe wurden mit überlieferten Techniken gewebt und jedes Accessoire wurde von Hand geformt. Über ihre ästhetische Erzählung hinaus war die Kollektion ein Beweis für das Engagement der Marke für Nachhaltigkeit und ethische Handwerkskunst. Die Linie verwendet umweltfreundliche Materialien wie handgesponnenen Hanf, Brennnessel und Bambus. Durch die Zusammenarbeit mit Fair-Trade-zertifizierten Kunsthandwerkern in Nepal fördert die Marke eine Kreislaufwirtschaft und bewahrte die Fähigkeiten der Vorfahren.

Die gefeierte Designerin und Pionierin der ethischen Mode Sanyukta Shrestha erzählt uns von ihrem Weg, Luxus mit Gewissen neu zu definieren. Sanyukta ist dafür bekannt, zeitloses Design mit nachhaltigen Praktiken zu verschmelzen, und befasst sich mit dem empfindlichen Gleichgewicht zwischen Kreativität und Ethik, der Bedeutung des Erhalts nepalesischer Handwerkskunst und ihrer Vision für die Zukunft der bewussten Haute Couture.

PRESTIGE: Sanyukta, in Ihren Kollektionen verschmelzen Luxus und Gewissen. Wie bringen Sie als Designerin kreative Freiheit mit den ethischen Imperativen von Slow Fashion in Einklang?

SANYUKTA SHRESTHA: Vielen Dank für Ihre freundlichen Worte über die Kollektionen! Kreative Freiheit mit den ethischen Imperativen von Slow Fashion in Einklang zu bringen, ist definitiv ein heikler Tanz, aber einer, den ich unglaublich erfüllend finde. Als Designerin glaube ich, dass Kreativität nicht unterdrückt werden sollte und dass es wichtig ist, den Innovationsgeist zu bewahren. Aber wenn es um die Ethik von Slow Fashion geht, geht es dabei grundlegend um langfristige Visionen und Nachhaltigkeit – sowohl ökologisch als auch sozial. Es geht also darum, Stücke zu kreieren, die zeitlos und nicht trendy sind und sich auf Qualität und Handwerkskunst statt auf Quantität konzentrieren. Wenn ich entwerfe, berücksichtige ich den gesamten Lebenszyklus eines Kleidungsstücks, von der Materialbeschaffung bis hin zu den Arbeitsbedingungen der Handwerker. Ich kann meine Designoptionen basierend auf der Verfügbarkeit nachhaltiger Stoffe einschränken oder der Transparenz in der Lieferkette Vorrang einräumen. Aber innerhalb dieser Parameter gibt es viel Raum für künstlerische Erkundungen. Das Schöne an Slow Fashion ist, dass sie es der Kreativität ermöglicht, in einem Rahmen zu gedeihen, der mit Werten im Einklang steht. Anstatt mich also eingeschränkt zu fühlen, sehe ich es als Chance, auf eine Art und Weise zu innovieren, die bei den Menschen wirklich Anklang findet – nicht nur ästhetisch, sondern auch ethisch.

Wie bewahren Sie als Gründerin einer in Grossbritannien ansässigen Marke, die tief in der nepalesischen Handwerkskunst verwurzelt ist, eine starke Verbindung zu Ihrem Erbe, während Sie für eine globale Kundschaft entwerfen?

Ich glaube, es war eine Reise mit einer empfindlichen Balance zwischen Authentizität und Innovation. Um eine starke Verbindung zu meinem Erbe aufrechtzuerhalten, während ich für eine globale Kundschaft entwerfe, lege ich Wert darauf, direkt mit erfahrenen Kunsthandwerkern aus Nepal zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass jahrhundertealte traditionelle Techniken wie Handweben, Handspinnen und Handsticken im Mittelpunkt jedes Produkts stehen. Indem ich langfristige Beziehungen zu diesen Handwerkern pflege, bewahre ich ihre Handwerkskunst und biete faire Löhne, um die lokale Wirtschaft und Kultur zu unterstützen.

SANYUKTA SHRESTHA MIT «THE NEWARS, 1901»

«Letztendlich besteht mein Ansatz darin, dem Kern der nepalesischen Handwerkskunst treu zu bleiben.»

Wenn ich für einen globalen Markt entwerfe, konzentriere ich mich darauf, traditionelle nepalesische Ästhetik mit zeitgemässen, vielseitigen Stilen zu verbinden, die international Anklang finden. Ich kläre meine Kunden auch durch Storytelling über das Erbe hinter den Produkten auf, indem ich die Bedeutung der Handwerkskunst und der Geschichten der Kunsthandwerker hervorhebe und ein Gefühl der kulturellen Wertschätzung fördere. Letztendlich besteht mein Ansatz darin, dem Kern der nepalesischen Handwerkskunst treu zu bleiben und sie gleichzeitig an den Geschmack und die Bedürfnisse eines vielfältigen globalen Publikums anzupassen, um sowohl Authentizität als auch Relevanz zu gewährleisten.

Von Victoria’s-Secret-Models bis hin zu klassischen Sopranistinnen hat Ihre Abendmode eine Vielzahl von Prominenten geschmückt. Was reizt sie an Ihrer nachhaltigen Ästhetik und wie prägen diese Kollaborationen Ihre kreative Richtung? Für mich liegt der Fokus immer darauf, Stücke zu kreieren, die sowohl zeitlos als auch wirkungsvoll sind, nicht nur in Bezug auf die Schönheit, sondern auch in Bezug auf ihre ökologischen und ethischen Aspekte. Prominente sind oft auf der Suche nach etwas, das auffällt, das ein Statement setzt – nicht nur auf dem roten Teppich, sondern auf einer tieferen, persönlicheren Ebene. Ich glaube, sie fühlen sich von meinen Entwürfen angezogen, weil

Nachhaltigkeit nicht nur ein Trend ist. Es ist eine Philosophie, die mit den Werten übereinstimmt, die sie zunehmend in ihrem öffentlichen Leben widerspiegeln wollen.

Diese Kollaborationen haben einen tiefgreifenden Einfluss auf meine kreative Richtung, denn sie bieten die Möglichkeit, zu experimentieren, Grenzen zu überschreiten und von einigen der einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt zu lernen. Die Zusammenarbeit mit so vielen Menschen hat es mir ermöglicht, meinen Ansatz zu erweitern, vielfältigere Einflüsse einzubeziehen und zu sehen, wie unterschiedliche Ästhetiken – beispielsweise die Eleganz der klassischen Oper und die Sinnlichkeit von Victoria’s

© Maja Smiejkowska © Elizabeth
Lenthall

Secret – durch die Linse der Nachhaltigkeit interpretiert werden können. Es fordert mich heraus, innovativer zu sein, und führt mich oft dazu, traditionelle Techniken oder Materialien zu überdenken und Wege zu finden, sie aufzuwerten, während die Nachhaltigkeit im Vordergrund steht. Es geht wirklich um die Balance, wie man etwas herstellt, das sich opulent und luxuriös anfühlt und dennoch verantwortungsvoll produziert wird. Das ist die treibende Kraft hinter jeder Kollektion und Zusammenarbeit.

Der Gewinn des «PETA Luxury Vegan Wedding Award» ist ein bedeutender Meilenstein. Was bedeutet diese Anerkennung für Sie als Verfechterin von Slow Fashion und wie sehen Sie die Zukunft veganer Materialien in der Haute Couture?

Den «PETA Luxury Vegan Wedding Award» zu gewinnen, ist wirklich eine grosse Ehre und ein Beweis für die wachsende Bewegung hin zu ethischer und nachhaltiger Mode. Als Verfechterin von Slow Fashion unterstreicht diese Anerkennung die Bedeutung bewusster Entscheidungen in der Modebranche. Es bedeutet einen Wandel in der Art und Weise, wie Verbraucher und Designer zunehmend Ethik neben Ästhetik priorisieren, und macht deutlich, dass Luxus existieren kann, ohne die Umwelt oder den Tierschutz zu gefährden.

Für mich unterstreicht diese Auszeichnung das transformative Potenzial veganer Materialien in der Haute Couture. High Fashion wird oft als resistent gegen Veränderungen angesehen, aber diese Anerkennung beweist, dass es eine Nachfrage nach innovativen Alternativen gibt, die nicht auf tierische Produkte angewiesen sind. Die Zukunft veganer Materialien in der Haute Couture ist rosig – Fortschritte bei pflanzlichem Leder, biozertifizierten Textilien und innovativen nachhaltigen Stoffen verändern bereits die Landschaft, egal ob es sich um Obstabfälle, Gemüseabfälle oder das Recycling von Kunststoffabfällen handelt.

Bei dieser Verschiebung geht es nicht nur darum, ein Material durch ein anderes zu ersetzen. Es geht darum, Luxus selbst neu zu definieren. Da sich die Verbraucher der ökologischen und ethischen Auswirkungen ihrer Entscheidungen immer bewusster werden, sehen wir einer Zukunft entgegen, in der Haute Couture Nachhaltigkeit, Innovation und Mitgefühl zu ihren Kernwerten macht – und es ist etwas wirklich Aufregendes, ein Teil davon zu sein.

Ihre Rolle als Rednerin und Vordenkerin im Bereich ethischer Brautmode ist im Laufe der Jahre gewachsen. Welche Kernbotschaft möchten Sie der nächsten Generation von Designern und Verbrauchern im Luxusbereich vermitteln? Als Rednerin und Vordenkerin im Bereich ethischer Brautmode ist meine Kernbotschaft an die nächste Generation von Designern und Verbrauchern einfach: Bewusster Luxus ist die Zukunft. Im Bereich der Luxus-Brautmode haben wir die Möglichkeit, neu zu definieren, was Luxus bedeutet – von Exklusivität auf Kosten der Ethik hin zu Exklusivität, die auf Nachhaltigkeit, Handwerkskunst und Transparenz basiert. Designer müssen innovative, umweltfreundliche Materialien und ethische Produktionspraktiken annehmen, da sie wissen, dass wahrer Luxus in der Integrität des Prozesses und nicht nur des Produkts verwurzelt ist. Für die Verbraucher plädiere ich zu einem Wandel hin zu einem bewussten Konsum. Ein Luxusartikel sollte nicht nur den persönlichen Stil widerspiegeln, sondern auch mit den Werten der Fürsorge für Mensch und Umwelt in Einklang stehen. Indem wir Transparenz fordern und Marken unterstützen, die ethischen Praktiken den Vorrang einräumen, können wir die gesamte Branche voranbringen.

WWW.SANYUKTASHRESTHA.COM

Vielen Dank für das Teilen solch durchdachter Einblicke und Inspirationen. Ihre Arbeit erinnert uns daran, dass es bei wahrem Luxus nicht nur um exquisite Handwerkskunst geht, sondern auch darum, einen positiven Einfluss auf die Welt zu haben. Wir freuen uns darauf zu sehen, wie Ihre Vision die Zukunft der ethischen Mode weiter prägt.

MOOSE KNUCKLES –PULSE OF THE CITY

Die Kernsilhouetten der Marke wurden für die heutige kulturelle Avantgarde in sieben globalen Zentren neu interpretiert: New York, Montreal, Paris, London, Shanghai, Mailand und Tokio. Die Winterkollektion präsentiert ikonische Oberbekleidungsbasics.

LONGCHAMP – TRENDFARBE MOKA

Moka ist mehr als ein Farbton – es ist ein Statement. Für Authentizität, für moderne Femininität, für einen Stil, der nicht laut werden muss, um zu wirken.

LGUCCI – GG MARMONT

Als ikonische Linie des Hauses verbindet die GG Marmont ihr charakteristisches, soft strukturiertes Design mit einem vielseitigen silberfarbenen Kettenriemen. Die Schultertasche aus grauem Nubukleder wird durch funkelnde Kristalldetails edel akzentuiert.

BOGNER – CAPSULE COLLECTION

Mit der neuesten Kapselkollektion zelebriert BOGNER sein alpines Erbe – geprägt von Abenteuerlust, Kreativität und Pioniergeist. Inspiriert von der rauen Schönheit der amerikanischen Wildnis und ethnoschicken Details verbindet die Linie Vergangenheit und Gegenwart. Ikonische Designs der 1980er-Jahre werden mit modernen Materialien und leuchtenden Stickereien neu interpretiert – als Hommage an Freiheit, Bewegung und Stil.

CHANEL – COCO-NEIGEKOLLEKTION 2025/26 – CHAPKA

Die Trapper-Chapka von Chanel besticht durch luxuriöses Schaffell in Ecru und Schwarz –stilvoller Schutz vor Kälte mit ikonischem Chic.

DIE SCHÖNSTEN

Autor_Urs Huebscher

DER WELT MODEMUSEEN

Von den aussergewöhnlichen Sammlungen des Costume Institute des Metropolitan Museum in New York, die chronologisch Hunderte von Jahren Haute Couture präsentieren, bis hin zur Raffinesse des Palais Galliera in Paris, wo berühmte Häuser wie Chanel und Dior ihre Spuren hinterlassen haben, geht es in Modemuseen nicht nur um avantgardistische Kleider und Outfits. Jede Ausstellung erzählt eine einzigartige Geschichte über die Marken, die das Feld geprägt haben, seltene Materialien, raffinierte Schnitte und kühne Visionen, während die Ausstellungsräume Kleidung in Kunstwerke verwandeln.

Das Fashion Museum Bath ist ein internationales Wahrzeichen in der Modemuseumslandschaft und befindet sich in einem gregorianischen Gebäude im Zentrum von Bath. Die Dauerausstellung «Mode im Wandel der Zeit» vereint über 30’000 Kleidungsstücke und Accessoires, von königlichen Kleidern aus dem 18. Jahrhundert bis hin zu Kreationen zeitgenössischer Designer. Die Wechselausstellungen wechseln sich mit Themen wie «Das Brautkleid von A bis Z» oder «Mode und Film» ab und bieten den Besuchern die Möglichkeit, Outfits von Prominenten und Kostüme von den grossen Bildschirmen zu bewundern. Das Costume Institute des Metropolitan Museum in New York gehört zu den renommiertesten Modekollektionen der Welt und verfügt über ein Archiv von mehr als 35’000 Objekten. Von den tadellosen Kleidern von Charles Frederick Worth und Paul Poiret bis hin zu den Essenzen der Avantgarde, die von Iris van Herpen signiert wurden, bietet das Institut eine chronologische Reise durch die Geschichte der Haute Couture und der Prêt-à-porter-Kleidung. Die Galacticiana Met Gala, eine jährliche Gala-Veranstaltung, bringt thematische Ausstellungen ans Licht, die in der gesamten Modebranche zum Diskussionsthema werden. Die Galerien sind

© Museo
del Traje

JennyFax in GIRLS On Boredom, Rebellion and Being In-Between at MoMu – Fashion Museum Antwerp

nach Chronologien, Designern und Stilen strukturiert, und Restauratoren arbeiten kontinuierlich daran, die Farben, Texturen und zarten Details der ausgestellten Stücke zu erhalten.

Das Kyoto Costume Institute besitzt mit mehr als 17’000 Objekten aus dem 17. Jahrhundert bis heute eine der wertvollsten Privatsammlungen von Modeanzügen in Asien. Das Museum zeigt traditionelle Kimonos, handbestickte Textilien und Kreationen, die von Issey Miyake oder Rei Kawakubo signiert wurden. Die chronologische Darstellung der Entwicklung der japanischen Mode wird durch Streifzüge durch das westliche Design ergänzt, sodass die Besucher kulturelle Einflüsse direkt vergleichen können.

Das MoMu ModeMuseum in Antwerpen hat sich in den letzten Jahren zu einem Anziehungspunkt für Liebhaber zeitgenössischer und avantgardistischer Mode entwickelt. Das Museum befindet sich in einem Palast und präsentiert sowohl Kollek-

tionen, die von den «Antwerpener Sechs» – Walter Van Beirendonck, Dries Van Noten und den anderen vier Designern – signiert wurden, als auch temporäre Ausstellungen, die innovative junge Kreative in den Vordergrund rücken. Zu den aktuellen Projekten gehören multimediale Installationen, performative Modenschauen und interaktive Workshops zu Nachhaltigkeit und Technologie in der Textilindustrie. Der Innenraum kombiniert rohe Wände, Beton und Spiegel und schafft so eine einzigartige Umgebung.

Das Museo del Traje de Madrid ist ein Zentrum, das sich der historischen und zeitgenössischen Tracht widmet und sich in einem modernen Gebäude im Madrider Rio-Park befindet. Die Dauerausstellung umfasst insgesamt über 160’000 Stücke, darunter traditionelle spanische Trachten, historische Kleider und Militärkleidung. Im Mittelpunkt der Wechselausstellungen stehen Themen wie Mode und Politik, koloniale Einflüsse in der Kleidung und der Beitrag spanischer Designer wie Paco Rabanne oder Cristobal Balenciaga.

Das Palais Galliera, das Modemuseum der Stadt Paris, beherbergt eine beeindruckende Sammlung von über 100’000 Kleidungsstücken und Accessoires, vom Industriezeitalter bis zu den neuesten Kreationen. Ursprünglich 1879 als Adelsresidenz erbaut, wurde der Palast Ende des 20. Jahrhunderts in ein Museum umgewandelt, das der Mode gewidmet ist, und kürzlich restauriert. Zu den denkwürdigen Ausstellungen gehören die Retrospektive von Coco Chanel, Präsentationen, die Dior und Galliano gewidmet sind, aber auch Ausflüge in den modernen Streetstyle. In den Ausstellungsräumen wechseln sich elegante Salons mit minimalistischen Galerien ab, um die Textur und Farbgebung der Stücke hervorzuheben.

Das Musée Yves Saint Laurent in Paris befindet sich in der ehemaligen Werkstatt des Designers, in der er einige seiner repräsentativsten Kollektionen signierte. Die Besucher können den Entstehungsprozess Schritt für Schritt durchlaufen, von Skizzen und Rohstoffen bis hin zu Abendkleidern wie der berühmten «Robe Mondrian» oder dem Smoking von Le Smoking. Der ursprüngliche Raum wird durch thematische Ausstellungen ergänzt, die den Einfluss von Architektur, Kunst und Kino auf die Vision von Saint Laurent hervorheben.

Zu guter Letzt bietet der Palazzo Morando Costume Moda Immagine in Mailand eine einzigartige Perspektive auf die italienische Mode, da er in einem Palast aus dem 18. Jahrhundert spielt. Die Kollektion umfasst Stücke aus dem Portfolio der grossen italienischen Modehäuser – Prada, Armani, Versace – sowie Gala-Anzüge, die von Adligen und internationalen Stars getragen werden. Die wechselnden Ausstellungen veranschaulichen die Entwicklung von Schnitten, Materialien und Accessoires von der Barockzeit bis hin zu zeitgenössischer Streetwear.

ENTWORFEN IN

LIECHTENSTEIN LUXUS, HANDGEFERTIGTER

«Social Distancing» ist ein Begriff, der Anfang 2020 die Welt auf den Kopf stellte. Konzerte wurden abgesagt, alte Freunde traf man nur noch per Videoanruf und Geburtstage wurden unter strengsten Bedingungen nur noch mit der engsten Familie gefeiert. Als die Eventbranche während der Pandemie stillstand, nutzte Lian Ospelt diese Gelegenheit, um etwas Neues zu schaffen. Er gründete sein Luxuslabel «Lian Original», das mit seinem innovativen Konzept Nachhaltigkeit, Qualität und Zeitlosigkeit in den Mittelpunkt stellt. Anstelle klassischer Newsletter oder Social-Media-Kampagnen setzt Ospelt auf ein ungewöhnliches Kommunikationsmodell: Discord. Über diese Plattform entsteht eine interaktive Gemeinschaft, in der Kund*innen direkten Kontakt zur Marke haben, Wünsche äussern und über Projekte abstimmen können. Im Gespräch mit PRESTIGE erzählt Ospelt, warum wahre Exklusivität für ihn nicht im Logo, sondern im Produkt selbst liegt und wie er mit seinem «Produce after Purchase»-Modell ein Zeichen gegen Massenproduktion und die heutige Wegwerfmentalität setzen will.

Autorin_Nathalie Becker Bilder_Lian Original

PRESTIGE: Lian Original ist noch ein recht neuer Stern am Modehimmel. Was hat Sie dazu inspiriert, eine Marke mit solch einem konsequent nachhaltigen Konzept ins Leben zu rufen?

LIAN OSPELT: Die Idee entstand während der CoronaPandemie, denn ich komme ursprünglich aus dem Marketingbereich und habe 2019 meine Agentur Lian Management gegründet. Als die Pandemie auf uns einstürmte, veränderte sich vieles: Die Eventbranche, auf die ich mich damals spezialisiert hatte, kam zum Stillstand. Doch ich sah dies nicht als einen Rückschlag, sondern als eine Chance, neu zu denken. Also entschied ich mich dazu, einen neuen Weg in die Modeindustrie einzuschlagen, da ich in ihr grosses Veränderungspotenzial sah.

Aus dieser Neuorientierung entwickelte sich Lian Original mit dem Ziel, Luxus auf Basis von Verantwortung und Qualität zu schaffen. Ich entschied mich bewusst dafür, eine Marke aufzubauen, die exzellentes Handwerk in den Mittelpunkt stellt, statt mich von Investoren oder der Massenproduktion abhängig zu machen, und habe Lian Original Schritt für Schritt mit Eigenkapital aufgebaut. Dieser «Learning by Doing»-Approach war ein entscheidender Vorteil: Er gab mir die Chance, die Branche nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis heraus zu verstehen, und erlaubt mir auch heute noch, aus einer ganz anderen Perspektive an Projekte heranzugehen.

Seit den Anfängen von Lian Original arbeite ich eng mit europäischen Partnern zusammen, insbesondere mit einem familiengeführten Betrieb in Italien. Gleichzeitig beziehe ich auch meine wunderschöne Heimat Liechtenstein mit ein und lasse, wann immer es möglich ist, viel hier vor Ort produzieren. Lian Original ist also aus meiner eigenen Überzeugung gewachsen, Kund*innen statt nur einen teuren Namen etwas Einzigartiges mit echtem Mehrwert bieten zu wollen.

Ihre Aufgabe als Geschäftsführer von Lian Original ist sehr businesslastig. Haben Sie einen entsprechenden Hintergrund oder sind Sie eher zufällig in die Businesswelt eingetaucht?

Nein, ich habe keinen klassischen Business- oder Studienhintergrund – und das ist heute eine meiner grössten Stärken. Mein Werdegang war bewusst unkonventionell und hat mir ein breites, praxisorientiertes Fundament verschafft, das mir als Geschäftsführer von Lian Original täglich zugutekommt. Durch ein Jugendprojekt machte ich meine ersten tiefgehenden Erfahrungen im Medienbereich. Der Job als Model öffnete mir anschliessend die Türen zur internationalen Businesswelt, wo ich schnell lernte, meine eigene Marke zu managen, Verträge zu verhandeln und mich in einem hochdynamischen Umfeld zu bewegen. Ich habe mir vieles im Learning by Doing angeeignet und dadurch eine Agilität und Problemlösungskompetenz entwickelt, die man an der Universität so nicht lernt. Heute betreue ich mit Lian Management internationale Kund*innen und habe mir so ein tiefes, praxisnahes Marketing- und Businesswissen aufgebaut. Dieser unkonventionelle Mix aus Kreativität, internationaler Erfahrung und einem stark hands-on orientierten Ansatz ist die perfekte Basis, um Lian Original zukunftssicher und innovativ zu führen.

Sie haben vorhin von der Einzigartigkeit der Lian-Original-Produkte gesprochen. Gibt es für Ihre Kund*innen zusätzlich die Option, ihre Bestellung zu personalisieren?

Personalisierungen sind bei Lian Original etwas ganz Besonderes und absolute Ausnahmen, denn sie bleiben unseren VIP-Kund*innen aus dem Discord-Programm vorbehalten. Der eigentliche Kern unserer Marke liegt in der Einzigartigkeit jedes einzelnen Produkts. Jedes dieser Produkte wird von Hand gefertigt, wodurch jedes einzelne davon ein echtes Unikat ist.

Gibt es noch andere Wege als das Discord-Programm, um mit Ihnen und der Marke in Kontakt zu treten?

Ja, natürlich. Mir ist es sehr wichtig, dass meine Kunden sowohl für Supportfälle als auch für allgemeine Anfragen oder Bestellungen einfach Kontakt zu mir aufnehmen können. Desbetreibe ich neben Discord, das sozusagen das Herz der ist, noch weitere Kanäle: E-Mail, den Webchat, die Website natürlich Social Media. Der Onlineshop dient als mein Hauptbestellkanal für die breite Kundschaft, wobei die eher jüngere Zielgruppe zur Vereinfachung des Prozesses auch direkt über Discord bestellen kann. Das Besondere ist: Alle Anfragen landen bei mir und können so schnellstmöglich bearbeitet und beantwortet werden.

Das hört sich sehr komplex und zeitaufwendig an. Wie jonglieren Sie das alles im Alltag?

Ich habe ein starkes Netzwerk aufgebaut und kommuniziere direkt mit den Entscheidungsträgern meiner Partnerfirmen. Das beschleunigt die Prozesse enorm. Natürlich bedeutet das viel Arbeit, wodurch Lian Original ein 24/7-Projekt geworden ist. Aus diesem Grund bin ich immer erreichbar und bemüht, jedes Anliegen schnell zu klären. Ich habe es jedoch trotz des strammen Arbeitsprogramms geschafft, eine gute Balance zwischen Familie und Arbeit zu finden.

Worauf legen Sie bei der Materialauswahl besonderen Wert?

Darüber hinaus gibt es für Kund*innen, die das Aussergewöhnliche suchen, limitierte Editionen, die mit ihren feinen Materialien und ihrer Liebe zum Detail die Essenz von Lian Original verkörpern.

Ist es denn möglich, dass Kundenwünsche eventuell auch in den Onlineshop aufgenommen werden?

Auf jeden Fall. Dies geschieht dann über unsere Online-Community auf Discord. Dort gibt es speziell eine Sektion, in der Kunden ihre Wünsche äussern können. Wenn es auf diese Wünsche genügend Reaktionen gibt, gehen wir selbstverständlich darauf ein. Das ist Teil unseres CommunityGedankens: Der Kunde steht im Mittelpunkt.

Können Sie mir verraten, wie viel Zeit vom ersten Kundenkontakt bis zum fertigen Produkt vergeht?

Das ist sehr individuell und abhängig von der Art des Kundenkontakts. Wenn es um Sonderdesigns unserer VIPKunden geht, vergehen vom ersten Gespräch bis zum fertigen Produkt meist fünf bis sechs Monate. Alle anderen, standardmässigen Bestellungen, einschliesslich der magnetverschliessbaren Boxen, werden innerhalb von fünf bis sechs Wochen in Handarbeit fertiggestellt.

Wir verwenden überwiegend Kalbsleder aus der italienischen Region Le Marche, welche zu den traditionsreichsten Zentren der Schuhmacherei weltweit gehört. Das Leder ist ein Nebenprodukt der örtlichen Fleischproduktion und wird nach höchsten EU-Standards verarbeitet, denn wir achten streng auf Nachhaltigkeit, Tierwohl und Qualität. Parallel dazu arbeiten wir daran, veganes Leder schrittweise in unser Sortiment zu integrieren, und werden es aufnehmen, sobald es unseren Ansprüchen entspricht.

Lian Ospelt, Gründer und Geschäftsführer von Lian Original

Auch bei unseren Textilien achten wir darauf, dass die meisten unserer Materialien nach Möglichkeit aus Europa stammen. Die Produktion hier ist zwar deutlich kostspieliger, doch sie ermöglicht uns Transparenz, kurze Transportwege und eine enge Zusammenarbeit mit den Manufakturen. Wir investieren bewusst in diese Partnerschaften, unterstützen unsere Produzenten finanziell sowie auch strukturell und schaffen so eine echte Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Warum haben Sie sich bei Ihren Produkten für diesen sportlich- eleganten Stil entschieden?

Der Stil von Lian Original folgt drei Prinzipien: Vielseitigkeit, Langlebigkeit und meiner persönlichen Ästhetik. Unsere Produkte sollen im Alltag funktionieren und vom Business-Meeting bis zum Stadtbummel tragbar sein. Das steht für einen modernen, bewussten Lebensstil. Ausserdem möchte ich Mode schaffen, die zeitlos ist und sich nicht an kurzlebigen Trends orientiert. Eleganz soll so alltagstauglich werden.

Können Sie mir vielleicht schon verraten, was als Nächstes geplant ist?

Wir sind gerade dabei, unser Sortiment um wichtige Business-Elemente zu erweitern: Krawatten, Hemden, Anzugsschuhe, Handtaschen und sogar Parfüm dürfen hierbei nicht fehlen. Diese Produkte werden in Zukunft schrittweise eingeführt und sollen den eleganten Charakter der Marke Stück für Stück weiter ausbauen.

Und abschliessend: Welche Werte möchten Sie mit Lian Original in die Modewelt tragen?

Ich wünsche mir eine Rückbesinnung auf Qualität und Bewusstsein. Die Modebranche soll wieder lernen, Produkte und Kund*innen wertzuschätzen. Konsum darf vor allem nicht beliebig werden, da sonst jegliche Fortschritte in Sachen Achtsamkeit wieder verloren gehen. Mit Lian Original möchte ich zeigen, dass nachhaltige, verantwortungsvolle Produktion und ein sozialer Beitrag Hand in Hand gehen können. Wir unterstützen Partnerbetriebe, spenden aktiv und wollen mit Lian Original beweisen, dass man der Welt besonders als Luxuslabel auch etwas zurückgeben kann.

gefertigt in Neapel, zeigt jedes Paar individuelle Nuancen des Leders. Die flexible Ledersohle rundet den Schuh als moderne Interpretation klassischer Kiton-Handwerkskunst ab.

LWINDSOR. –

FROM DESK TO DINNER

Die neue Windsor-menKollektion verbindet BusinessSouveränität mit abendlicher Eleganz. Vielseitige Pieces zeigen, wie sich Looks mit kleinen Veränderungen neu inszenieren lassen und so den Rhythmus des modernen Lebens begleiten.

WBOGNER – LUXURIÖSE SKIWEAR, DIE PERFORMANCE NEU DEFINIERT

Mit jeder Kollektion verbindet BOGNER einen zeitlos-sportiven Stil mit Fashion und Funktion.

BLOUIS VUITTON – LV TOUCH

Mit LV Touch präsentiert Louis Vuitton eine neue Linie maskuliner Lederwaren, geprägt von Pharrell Williams’ Workwear-inspirierter Vision. Gefertigt aus genarbtem Kalbsleder mit Veloursdetails, verbindet die Kollektion Funktionalität und Eleganz. Charakteristische Akzente wie die V-förmig gesteppte Fronttasche und der verzierte Karabiner verleihen jedem Stück modernen Stil und zeitlose Alltagstauglichkeit.

RRIMOWA-ORIGINAL-RUCKSACK IN SILBER

Das neueste Mitglied der Original-Kollektion verbindet nahtlos schlanke Ästhetik mit aussergewöhnlicher Funktionalität und wurde für den anspruchsvollen Reisenden entwickelt. Die robuste Aluminiumschale bietet hervorragenden Schutz für Habseligkeiten, und das schlanke Silber und die abgerundeten Ecken sowie die Rillen erinnern an den legendären Original-Koffer von RIMOWA.

NEU 2000T

NOCH MEHR WOHLFÜHLATMOSPHÄRE

Das neue 2000T ist die Vervollkommnung der Perfektion selbst und bringt drei große Verbesserungen: eine optimierte Federbewegung, eine gleichmäßigere Festigkeit und mehr traditionelles Handwerk. Jede Taschenfeder bewegt sich jetzt noch flexibler und bietet dabei weiterhin eine stabile Stütze für Ihre Wirbelsäule. Restspannungen im Rücken werden gelöst, und Ihre Brust- und Gesichtsmuskeln lockern sich. Während Sie sich entspannen, gleiten Sie noch schneller in einen ungestörten Schlaf, in dem sich Körper und Geist gründlich regenerieren können, bevor Sie erholt und in Bestform aufwachen. Sie sind herzlich eingeladen, das neue 2000T in einem Hästens Sleep Spa® in Ihrer Nähe zu erleben.

WEARABLE

Wie ein goldener Schleier legt sich das Sonnenlicht über den Wald. Das Licht des späten Nachmittags fällt auf eine Lichtung vor majestätischen Felsen, während sich der Himmel in zarten Pastelltönen verfärbt. Beinahe übernatürlich schön strahlt die Natur zur goldenen Stunde, begleitet vom Flüstern des Windes im trockenen Gras.

Autorin_Nathalie Becker Bilder_Zimmermann

Mithilfe dieser verträumten Atmosphäre begeisterte das Haus Zimmermann im Frühjahr 2025 die Modewelt mit seiner Autumn-Ready-to-Wear-2025-Kollektion «Hypnotic». Inspiriert von Peter Weirs Kultfilm «Picnic at Hanging Rock» aus dem Jahr 1975 übersetzte das australische Label mit flatternden Seidenkleidern und opulenter Spitze die Mode des Viktorianischen Zeitalters in die Sprache des 21. Jahrhunderts. Zarte Erdtöne, Schlangenprint auf fliessendem Chiffon als Anspielung auf die gefährliche Wildnis Australiens und verspielt geschnittener Denim überraschten das Publikum mit einzigartiger Detailverliebtheit. Mit Hypnotic hat Zimmermann eine Kollektion entworfen, die die Essenz eines Tagtraums einfängt. Wie ein Geheimnis des Waldes wartet sie darauf, entdeckt zu werden – so betörend, wie ihr Name es verspricht.

ZIMMERMANN AUTUMN READY TO WEAR 2025

OF

SPARKLE

Seit Anbeginn der Zeit sind wir fasziniert von Dingen, die glänzen. Sei es das Glitzern der Sonne, deren Licht sich in den leichten Wellen eines Sees bricht, oder die unberührte Schneedecke, die im sanften Licht des Morgengrauens schimmert: Diese Lichtreflexe besitzen eine beinahe magische Anziehungskraft auf uns. Kein Wunder also, dass wir schon vor Jahrtausenden begannen, unseren Körper mit allem zu schmücken, was funkelt. Eine der ältesten Erfindungen, die uns das ermöglicht, sind Pailletten. Sie sind inzwischen ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens und begleiten uns von Party zu Party –und doch sind sie keine moderne Erfindung.

Gentlemen Prefer Blondes (1953)

Ihre glitzernde Geschichte reicht erstaunlich weit zurück. Denn Pailletten wurden in ihrer frühsten Form bereits in der Antike getragen. Einer der ältesten bekannten Träger war niemand geringerer als Pharao Tutanchamun, denn als sein Grab 1922 geöffnet wurde, fand man Gewänder, auf die kleine goldene Scheiben genäht waren. Diese feinen Metallplättchen wurden aus Gold gehämmert, in der Mitte durchbohrt und mit Eisenoxid eingefärbt, um rötliche oder violette Töne zu erzeugen. Einige 1000 Jahre später nähten Krieger Münzen oder Metallscheiben auf ihre Rüstungen, die zusätzlichen Schutz boten und das Sonnenlicht reflektierten.

Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Assoziation der glänzenden Plättchen mit Wohlstand. Das Wort «Paillette» (sequin im Englischen) stammt ursprünglich vom arabischen Wort für Münze (sikka). Über das Venezianische (zecchino) gelangte es ins Französische, wo es als sequin nicht mehr für Geld, sondern für glänzende Zierelemente stand. Die Herstellung dieser edlen Zierplättchen war höchst zeitaufwendig, sodass man bald versuchte, sich deren Herstellung zu vereinfachen.

Sogar Leonardo da Vinci soll um circa 1480 eine Maschine entworfen haben, die kleine Scheiben aus Metall schlagen konnte. Zu dieser Zeit trugen Männer wie auch Frauen Kleidung mit Paillettenverzierungen, die eine solche Popularität erreichten, dass sich Kunsthandwerker in Städten wie Mailand auf die sogenannte Kunst der Pailletten spezialisierten. Mit der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert wurde auch die Herstellung von Pailletten erleichtert. Hierdurch wurden sie günstiger, vielfältiger und beliebter als je zuvor.

In den 1920er-Jahren stieg die Popularität der Pailletten durch die Entdeckung von Tutanchamuns Grab auf eine neue Ebene. Nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs sehnten sich Frauen nach Leichtigkeit und Freiheit. Beides fand Ausdruck in den schlichten, gerade geschnittenen Abendkleidern der «Roaring Twenties». Diese erweckten mit ihren funkelnden Perlen- und Paillettenstickereien das Tanzparkett zum Leben.

Die ersten modernen Pailletten wurden erstmals in den 1930erJahren aus galvanisierter Gelatine hergestellt. Diese waren zwar hübsch, aber schmolzen bei Regen oder Hitze einfach dahin. Der New Yorker Designer Herbert Lieberman entwickelte daraufhin Pailletten aus Acetat, die zwar stabiler waren, aber leicht zerbrachen. Erst mit der Erfindung von Mylar und später Vinyl in den 1950ern und 1960ern entstand das Material, das wir heute kennen: leicht, bunt, waschbar und wunderschön glänzend.

Auch vom Laufsteg waren die glitzernden Scheibchen nicht mehr wegzudenken. Paco Rabanne präsentierte 1966 auf seiner ersten Modenschau die berühmten «Kettenkleider» aus glänzenden Rhodoid-Scheiben, deren Struktur an antike Rüstungen erinnerte. Er zählte zu den ersten Designern, die den Schritt wagten, in eine Moderichtung zu gehen, die den Frauenkörper in Szene setzte, anstatt ihn streng zu verhüllen. Schon zuvor hatten Marilyn Monroe und Jane Russell in Gentlemen Prefer Blondes (1953) mit ihren roten Paillettenkleidern für Aufsehen gesorgt, während The Supremes in den 1960ern die Welt mit glitzernden Roben verzauberten.

Auch die Discoszene der 1970er-Jahre liebte Pailletten. Unter der Discokugel im Studio 54 spiegelte sich das Licht auf Kleidern von Halston, Bob Mackie und unzähligen anderen Designern, die Stars wie Cher oder Diana Ross zu wandelnden Lichtquellen machten. Fortan wurden Pailletten zum Synonym von Glamour. 1984 schrieb Michael Jackson mit acht Grammy Awards Musikgeschichte. Doch die marineblaue Paillettenjacke mit Bortenund Epaulettenverzierung, die er dabei trug, sorgte für mindestens genauso viel Aufruhr wie seine Rekordgewinne. Michael Bush und Dennis Tompkins hatten die Jacke in engster Zusammenarbeit mit Jackson entworfen, um die dramatische, beinahe königliche Wirkung Jacksons im Design dieser Jacke einzufangen. Heute sind Pailletten fester Bestandteil der Fashionwelt. Modehäuser wie Valentino, Balmain oder Michael Halpern verleihen ihren Entwürfen mit den glänzenden Plättchen eine Extraportion funkelnder Magie, die uns in Schaufenstern und auf Magazincovern kunstvoll den Alltag versüsst.

QUELLEN thereadersmagazine.com oprahdaily.com

Michael Jackson, 1984
©National Archives and Records Administration, White House Photo Office

WER IST

DEMNA?

Seit seinem Debüt als Creative Director bei Balenciaga gehört Demna zu den mysteriösesten und gefragtesten Gesichtern der Modewelt. In den vergangenen Jahren hatte Demnas kreative Vision einen enormen Einfluss auf Mode und Popkultur –er schuf mit seinen unkonventionellen Designs beinahe ein eigenes Genre von Streetwear.

Autorin_Nathalie Becker

Demna Gvasalia wurde 1980 im sowjetischen Georgien geboren. Mit Beginn des Bürgerkriegs floh er mit seiner Familie nach Deutschland. Auf Wunsch seiner Eltern begann er schliesslich, Betriebswirtschaftslehre zu studieren, um Bankier zu werden, merkte jedoch schnell, dass ihn dieser Weg nicht glücklich machte. Er wechselte anschliessend an die Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen, um ohne vorherige Designkenntnisse Mode zu studieren. Während andere Studierende mit präzisen Entwürfen arbeiteten, nähte Demna lieber von Hand und begann häufig mit seiner Arbeit, ohne einen festen Plan im Kopf zu haben. Nach seinem erfolgreichen Masterabschluss im Fach Modedesign begann er seine Karriere als Designer für Damenmode bei Maison Margiela in Paris, was einen grossen Einfluss auf seine spätere Designsprache hatte.

2014 gründete er dann an der Seite seines Bruders Guram Gvasalia und mit sechs weiteren Kreativen das Label Vetements. Der Name Vetements, «Kleidung» auf Französich, war eine bewusste Provokation an die Modeindustrie, die jahrelang die französische Hauptstadt als den Goldstandard für Mode betrachtete. Markenzeichen des Labels wurden unbehandelter Denim, ironische Slogan-Prints auf T-Shirts, florale Kleider und übergrosse Jacken. Kurz nach seiner ersten Fashion Show wurde Vetements für den LVMH-Preis nominiert und sorgte mit Stücken wie DHLT-Shirts für Aufsehen.

2015 folgte der grosse Durchbruch: Demna übernahm die Rolle des Creative Directors bei Balenciaga, da damals immer mehr Luxusmarken erkannten, dass Streetwear-Elemente unverzichtbar geworden waren, um die jüngere Generation zu erreichen. Seine Entwürfe für Balenciaga waren ähnlich normbrechend wie jene für Vetements. Man könnte sie gar als Anti-Fashion bezeichnen – ein Stil, der sich durch die bewusste Nutzung unpassender Elemente gegen die etablierten Modenormen richtet.

Demna ist einer der ersten Designer, der die Internetkultur und die Denkweise der Generation Z versteht und sie gezielt in seine Arbeit einfliessen lässt. Seine Luxusversion der blauen IKEA-Frakta-Tasche etwa inspirierte Fans auf der ganzen Welt zu eigenen Do-it-yourself-Projekten.

2021 kündigte der Designer an, dass Balenciaga nach fünf Jahrzehnten wieder in die Haute Couture zurückkehren würde. Die Kollektion in jenem Jahr griff viele Originaldesigns und Silhouetten Christóbal Balenciagas auf und kombinierte sie mit Demnas moderner Vision. Sie wurde zu einem riesigen Erfolg und brachte Balenciagas Couture wieder auf den Radar der Modewelt.

Dann plötzlich der grosse Wechsel: Im März 2025 gab Kering bekannt, dass Demna zum neuen Artistic Director von Gucci ernannt wurde. Für viele galt dieser Wechsel als einer der bedeutendsten Momente der jüngeren Modegeschichte. Dass Demna genau die richtige Wahl war, um Guccis Erbe weiterzuführen, bewies er mit der Gucci Spring 2026 Ready-to-Wear Collection. Denn diese repräsentierte genau das, was Gucci im Kern ist: Heritage, Sexyness und eine Prise Ironie. Sie erzählt eine Geschichte darüber, was Gucci heute bedeutet und was seine Träger ausmacht. Einflüsse von Tom Ford, Alessandro Michele und Frida Giannini sind darin klar erkennbar und tragen doch unverkennbar Demnas Handschrift.

Gemeinsam mit der amerikanischen Fotografin Catherine Opie kreierte er ein Familienportrait namens La Famiglia voller Charaktere, die die verschiedenen Facetten des Hauses darstellen.

DER NEUE MANN HINTER GUCCI

Inhaltlich verbindet La Famiglia Vergangenheit und Gegenwart. Das monogrammierte Reisegepäck L’Archetipo erinnert an Guccis Anfänge als Sattlerei in Florenz, während neu interpretierte Klassiker wie die Bamboo 1947 Bag, der Horsebit-Loafer und das FloraMotiv den Bogen zur Moderne schlagen.

Archetypische Figuren wie die leidenschaftliche Incazzata im roten Sixties-Mantel oder die geheimnisvolle Cattiva, die die Eleganz einer Verführerin ausstrahlt, ziehen den Betrachter vollkommen in den Gucci-Bann. Dazwischen finden sich Charaktere voller Lebensfreude, beispielsweise Miss Aperitivo im funkelnden Mini-Dress sowie La Sciura und La Primadonna als Sinnbilder kultivierter, italienischer Eleganz. «Dressing for pleasure» steht im Mittelpunkt der Kollektion, in der Glamour auch Hauptthema in der Herrenmode ist: Leder, transparente Bodycon-Sets und elegante Black-Tie-Swimwear verleihen der vorher eher braven Männermode einen modernen, sexy Twist.

Am Ende bleibt das Gefühl, dass Gucci unter Demna zu sich selbst zurückkehrt. La Famiglia signalisiert den Neubeginn eines Modehauses, das weiss, woher es kommt, und mit frischem Wind einer strahlenden Zukunft entgegengeht.

BE AUTY WELL BEING &

URALTE TRADITION, EIN NEUBEGINN

VON PARIS HINAUS IN DIE WELT

1905 revolutionierte ein Parfüm die Welt. Ambre Antique läutete als erster Duft der modernen Amber-Familie eine neue Ära ein. 120 Jahre später lässt INFINIMENT COTY PARIS dieses mythische Parfüm aus historischen Archiven wieder aufleben und bleibt dabei der Originalformel treu. Doch der Reihe nach …

Autor_Urs Huebscher Bilder_Coty Paris

Mit einem revolutionären Einsatz von Rohmaterialien und natürlichen wie auch synthetischen Ingredienzen läutete Coty 1904 die Ära der modernen Parfümkunst ein. Die Coty-Kreationen erlangten schnell Kultstatus. Einige dienten als Inspiration für bekannte olfaktorische Familien und Subfamilien, wie wir sie heute kennen – beispielsweise die Chypre-Düfte, die auf den symbolträchtigen Duft mit dem Namen «Le Chypre» von Coty aus dem Jahr 1917 zurückgehen. Die Duftkreationen waren legendär und inspirierten andere massgebende Duftfamilien. Als stilvoll designte, edle Meisterwerke, die an Paris erinnerten und kreative Handwerkskunst feierten, ebneten auch die Flakons einer neuen Art der Parfümkunst den Weg.

Mit Sue Nabi und Nicolas Vu stehen hinter der Marke zwei kreative Köpfe, die beide eine Leidenschaft für die BeautyWelt hegen. Nichts begeistert sie mehr als Grenzen zu verschieben, zu erfinden, zu überraschen, zu faszinieren und zu überzeugen, indem sie die Emotionen und die Düfte ihrer jeweiligen Lebensgeschichte offenbaren. Anlässlich des 120. Jubiläums von Coty im Jahr 2024 schrieben die beiden Geschichte und präsentierten eine brandneue Kollektion aus 14 Düften, die mit einer neuen Technologie begeistern.

In einer wissenschaftlichen Meisterleistung setzen die Kreationen dieser Ära mit ihren edlen, aber doch ultrakonzentrierten Formulierungen auf das neue Konzept der «Molecular Aura». Diese zum Patent angemeldete Erfindung stellt die herkömmliche Struktur von Kopf-, Herz- und Basisnote infrage und moduliert die Freisetzung der olfaktorischen Moleküle neu. So entsteht eine Sillage, die bis zu 30 Stunden lang unverändert erhalten bleibt. Neben Molecular Aura enthalten die geschlechtsneutralen Kompositionen konzentriertes Parfüm, Aqua purificata und Upcycling-Alkohol. Der Glasflakon und die Umverpackung aus Pflanzenfasern, die sich wie eine zweite Haut um den Flakon legt, sind ebenso minimalistisch wie komplex in ihrer Konstruktion. Das faszinierende, asymmetrische Design ist nachfüllbar und lässt sich mit anderen Flakons stapeln. So wird es zu einem Medium künstlerischen Ausdrucks. Die authentischen, persönlichen olfaktorischen Erlebnisse wurden von grossen Namen der Parfümbranche konzipiert und verkörpern die Parfümkunst von morgen.

Wir sprachen mit Sue Nabi und Nicolas Vu über Coty Paris und Ambre Antique.

PRESTIGE: INFINIMENT COTY PARIS zollt den Ambré-Düfen Tribut und lässt die Kreation Ambre Antique wieder aufleben. Warum?

SUE NABI UND NICOLAS VU: Ambre Antique, von Coty im Jahr 1905 kreiert, war der erste Amber-Duft in der modernen Parfümerie – eine Kreation, die eine der ikonischsten olfaktorischen Familien begründete. Indem wir diese Legende 120 Jahre später wieder zum Leben erwecken, ehrt die Marke den visionären Geist, der die Parfümerie revolutionierte, und unterstreicht gleichzeitig Cotys Rolle als Pionier und Wegbereiter in der Welt der Düfte. Die Wiederbelebung von Ambre Antique ist kein Akt der Nostalgie, sondern eine Feier von Tradition und Innovation in einer Zeit, in der Amber-Düfte erneut im Mittelpunkt zeitgenössischer Trends stehen.

Der Duft schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und feiert die Zeitlosigkeit einer wahren Ikone und ihre anhaltende Kraft, moderne Kreationen zu inspirieren.

NEUAUFLAGE

EINER IKONISCHEN SILLAGE

Als Dachmarke der modernen Parfümkunst definiert Coty, was Duft heute bedeutet. Die Flakons sind nicht mehr bloss Behälter, sondern eigenständige Kreationen. Die Düfte haben ihre Wurzeln in Paris, stellen aber die Kreativität von Coty in aller Welt ins Rampenlicht. INFINIMENT COTY

PARIS zollt den Ambré-Düften Tribut –der ikonischen Duftfamilie, zu der auch Encore Une Fois als Bestseller der Kollektion gehört. Die Marke haucht damit einem wesentlichen Kapitel der Parfümgeschichte, das lange im Verborgenen geschlummert hat, neues Leben ein: Ambre Antique.

Ambre Antique wurde 1905 von Coty kreiert und brachte die zwei Säulen der modernen Parfümerie eindrucksvoll und gekonnt in Einklang. Natürliche Absolues wurden in einer neuen, besonders geschickten Weise und in übermässiger Dosierung mit neu entwickelten, synthetischen Molekülen kombiniert: Die neue «Ambré»-Duftfamilie war geboren. Auch der Name Ambre Antique, inspiriert von mythischen Königinnen und Göttinnen, schlug eine Brücke zwischen alten und modernen Zeiten. Eine Reise zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Osten und Westen.

Gelang es Ihnen, diesen Duft ganz unverfälscht nachzubilden?

Die Wiedererschaffung von Ambre Antique war ein wahrer Akt olfaktorischer Archäologie. Unsere Teams in Versoix unter der Leitung unseres Technical Perfumer Directors Dominique Vernaz arbeiteten vollständig intern und konsultierten jahrhundertealte handschriftliche Formeln, die in unseren Archiven bewahrt wurden.

Die erste Herausforderung bestand darin, die handschriftliche Formel aus dem frühen 20. Jahrhundert sorgfältig zu entschlüsseln, jede Zutat ihrem modernen Äquivalent zuzuordnen und dabei die ursprüngliche Struktur des Duftes zu bewahren. Die zweite Meisterleistung war die weltweite Suche nach den ursprünglichen Rohstoffen, um sicherzustellen, dass jede Zutat die Qualität und, wenn möglich, sogar den Lieferanten von 1905 entspricht. Die bemerkenswerteste Entdeckung war die Wiederbelebung von AMBRÉINE S, einer mythischen olfaktorischen Basis, die aus einer zufälligen Begegnung zwischen Vanillin und Bergamotte entstand. Nach monatelanger weltweiter Forschung gelang es unseren Teams, diese Basis exakt so zu reproduzieren, wie sie einst war, und sie erneut exklusiv für uns herzustellen.

Sue Nabi und Nicolas Vu, die zwei kreativen Köpfe hinter der Marke.

Jede Phase, von der Beschaffung der Rohstoffe über die Reifung, Mazeration und Produktion, wurde intern durchgeführt – mit derselben Sorgfalt und demselben Savoir-faire, die Cotys frühe Meisterwerke auszeichneten. Mit Stolz können wir sagen, dass Ambre Antique in seiner reinsten Form und mit vollständiger Treue zu Cotys ursprünglicher Vision neu erschaffen wurde.

Zu einem aussergewöhnlichen Duft gehört ein entsprechendes Flakon. Die Rückseite von Ambre Antique trägt die goldfarbene Illustration einer Frau. Was hat es damit auf sich? Coty gehörte zu den ersten, die Parfümerie und Design miteinander verbanden, indem sie mit René Lalique zusammenarbeiteten, um Flakons in wahre Kunstwerke zu verwandeln. Bei INFINIMENT COTY PARIS werden Flakons als echte Kunstwerke konzipiert. Für die Neuauflage von Ambre Antique wurde das Glas mit einer zeitgenössischen Neuinterpretation einer Originalillustration verziert, die vor über einem Jahrhundert entstand. Sie wurde inspiriert von La Danse des Parfums, einem Poster aus dem Jahr 1913, das Georges Goursat für Coty entworfen hat. Dieses historische Kunstwerk feierte ursprünglich die Magie der CotyDüfte. Wir wollten es auf moderne und poetische Weise neu interpretieren, wobei die goldene Silhouette einer Frau, nun umgeben von den natürlichen Inhaltsstoffen des Duftes, zeitlose Weiblichkeit und Bewegung verkörpert. Die Feinheit der goldenen Linie, die durch das transparente Glas sichtbar ist, verleiht dem Flakon eine einzigartige künstlerische Dimension und macht jedes Exemplar zu einem echten Kunstwerk.

Ambre Antique ist exklusiv in einer Auflage von 1905 Flakons erhältlich– eine Zahl, die dem Jahr der Kreation des Dufts Tribut zollt. War das die Absicht? Bestimmt wird die Nachfrage viel grösser sein.

Die Limitierung auf 1905 nummerierte und gravierte Flakons ist unsere Art, seinem Entstehungsjahr Tribut zu zollen. Jeder Flakon ist ein Sammlerstück, ein wiedergeborenes Fragment der Parfümgeschichte. Die Exklusivität ist ein wesentlicher Bestandteil dessen, was diese Neuauflage so bedeutungsvoll macht. Dieses Projekt drehte sich nicht um Masse, sondern darum, eine Legende mit absolutem Respekt und höchster Präzision wieder zum Leben zu erwecken. In diesem Sinne verkörpert Ambre Antique perfekt die Seele von INFINIMENT COTY PARIS: die Verbindung von Tradition, Kunstfertigkeit und wissenschaftlicher Meisterschaft, um Düfte zu schaffen, die die Zeit überdauern.

QUICK FACTS

> Ambre Antique ergab sich 1905 durch einen Geruchsunfall: ein zerschmettertes Fläschchen, durch das eine Überdosis Vanillin über ein Bergamotten-Beet gegossen wurde. So entstand AMBRÉINE S.

> Historischen Aufzeichnungen zufolge wurden Rose, Bergamotte, Jasmin, Iris und Orangenblüte in Mengen hinzu gefügt, die weit über die heutigen Normen hinausgingen.

> Die Originalformel aus dem Jahr 1905 wird in den Archiven von Coty sicher aufbewahrt.

> Ambre Antique ist ein Kunstwerk und ein wahres Sammlerstück. Es handelt sich um eine Sonderedition mit nur 1905 Flaschen

> eine Edition, die dem Entstehungsdatum des Duftes Tribut zollt, nummeriert, graviert und in ultraexklusiver Auflage angeboten.

> Die originalgetreue Rekonstruktion der olfaktorischen Signatur von Ambre Antique war eine echte Herausforderung, die dank der Expertise und des einzigartigen Know-hows von Coty bewältigt wurde.

> Auf der Haut entfaltet der Hauch eines opulenten und texturierten Vanillebalsams aussergewöhnliche Sinnlichkeit und Eleganz. Die meisterhaften Facetten reichen von der Frische der Bergamotte bis hin zu der floralen Süsse von Rose, Jasmin und Orangenblüte. Die Raffinesse der schillernden Nuancen sorgt für eine besondere Faszination. In der Basisnote entfalten Ambra und Tonkin-Moschus ihre beruhigenden Eigenschaften und ihre Anziehungskraft.

WUSSTEN SIE

SCHON ...?

YIN& LIEGEN AUF DER ZUNGE YANG

«In der Traditionellen Chinesischen Medizin ersetzen die Hände den Röntgenapparat», erklärt Cheng Chung Wah, die hier alle nur Hollie nennen. Nach sechs Jahren intensiven Studiums ist sie mit Ende 20 eine der jüngsten Doktorandinnen der Hong Kong Baptist University Chinese Medicine Clinics. Sie praktiziert im Lui-Seng-Chun-Gebäude, einem alten chinesischen Warenhaus.

Autor und Bild_Norbert Eisele-Hein

Das daraus entstandene Gesundheitszentrum im Stadtteil Kowloon Tong, nur ein paar Metrostationen von der weltberühmten Waterfront Hongkongs entfernt, verbindet die Lehre mit der Praxis, bietet täglich Sprechstunden und fungiert obendrein als Architekturmuseum.

«Für uns ist ein ausführliches Gespräch und eine lange Betrachtung des Patienten die unabdingbare Voraussetzung für eine Anamnese. Für die richtige Diagnose und Medikation sind der Puls und die Beschaffenheit der Zunge ausschlaggebend. Die TCM ist eingebettet in die chinesische Philosophie und versucht dergestalt die Balance des Lebens, also den Einklang von Yin und Yang, zu harmonisieren. Und auch wenn uns unser Name zur Tradition verpflichtet, entwickeln wir uns doch seit Jahrtausenden weiter. Leider entwickelt sich der Lifestyle weltweit bei vielen Patienten gegen dieses Prinzip. Eine Schachtel Zigaretten und täglich Alkohol sorgen nun mal für Disharmonien im Körper. Die Medikamente werden bei uns im Haus frisch nach der Diagnose für jeden individuell hergestellt.»

Wer sich sein Pülverchen, seine Paste oder seinen Tee bei der Ausgabe im zweiten Stock abholt, ahnt nicht, was sich hinter dem schlichten Tresen alles verbirgt. Medizinische Assistentinnen mit weissen Kitteln und Mundschutz bedienen über 600 Schubladen mit den unglaublichsten Ingredienzien: Baumrinden und Insekten aus aller Herren Länder. Käfer, Zikaden, Skorpione, Eidechsen und ganze Schlangen lagern fein sortiert in den Regalen. Auch Blumen von Chrysanthemen bis Bougainvillea und jede Menge Mineralien gehören zum Portfolio der TCM. In einer irren Geschwindigkeit werden die Zutaten mit der Federwaage portioniert und zu Tees, Pillen, Pulvern, Pasten und Ölen verarbeitet. Schnell ist eine Giftschlange zerhackt, ein paar pinkfarbene Chrysanthemen dazu, eine seltene Baumrinde und alles wandert in den Mörser. Diese Apotheke der TCM wirkt wie eine unfassbare Mischung aus einer mittelalterlichen Alchemistenküche und einem Hochsicherheitstrakt aus der Chip-Industrie.

Die Heilungserfolge sind indes beachtlich: «Ja, es kommen auch viele westliche Ärzte zu uns – nicht nur um sich schulen zu lassen, sondern auch um die eigenen Zipperlein zu kurieren», bestätigt Holly mit dem Anflug eines bescheidenen Lächelns.

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WAS IST EIGENTLICH WELLNESS?

Jahrhundertalte Tradition, Kur- und Wellnessphilosophie neu interpretiert. Der Trend, achtsamer und umweltbewusster zu leben, schlägt sich auch auf dem Wellnessmarkt nieder. Dieses Bewusstsein zieht sich durch alle Ebenen – angefangen bei Beautyprodukten und -behandlungen bis hin zur Speisekarte in Hotels. Denn zum Entspannen gehört nicht nur die mentale Erholung, sondern auch jene des Körpers.

Autor_Urs Huebscher

Das Wort Wellness wurde im fernen Jahr 1654 erstmals gebraucht – und zwar in einer Monografie des britischen Autors Sir A. Johnson (später als «Gute Gesundheit» ins Deutsche übersetzt). Jahrzehnte zuvor hatten sich die ersten Orte darauf spezialisiert, Kurgäste willkommen zu heissen. Der Ursprung liegt übrigens im belgischen Badeort Spa. Vor allem britische Touristen suchten bereits seit dem 16. Jahrhundert dieses malerische «Wasserstädtchen» auf, das heute 10’000 Einwohner zählt und vor allem für die Formel-1-Rennen bekannt ist. Mit der Zeit rückte der Fokus aber weg vom Konzept von Wellness als reiner gesundheitsfördernder Massnahme. Vor allem seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird Wellness hauptsächlich als Lebensstilkonzept definiert. Es zielt auf Wohlbefinden, Spass und eine gute körperliche Verfassung ab. Seitdem versteht man unter Wellness vor allem Methoden und Anwendungen, die das körperliche, geistige oder seelische Wohlbefinden steigern.

Nach dem Verständnis der US-amerikanischen Wellnesspioniere Donald B. Ardell und John Travis beschreibt Wellness einen Zustand von Wohlbefinden und Zufriedenheit und besteht aus den Faktoren Selbstverantwortung, Ernährungsbewusstsein, körperliche Fitness, Stressmanagement und Umweltsensibilität.

Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn (Sissi) wusste zum Beispiel zu schätzen, wie wichtig es ist, für das eigene Wohlbefinden zu sorgen, und besuchte ab 1870 insgesamt viermal den Südtiroler Ort Meran für eine Kur. Und auch der grosse deutsche Dichter Christian Morgenstern genoss die heilende Wirkung der Heilbäder in Südtirol. Das sind nur zwei Beispiele.

Von Heubädern beispielweise wird in Südtirol bereits seit 140 Jahren berichtet. Die jahrhundertealte Tradition ist durch den Brauch der Bauern entstanden, die – so wird es überliefert –nach schwerer Arbeit im Heustock übernachteten und am nächsten Morgen offenbar voller Energie und ohne Gelenkschmerzen aufwachten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Heubaden den Stoffwechsel anregt und vor allem bei Entgiftungs- und Entschlackungskuren hilfreich ist. Auch Rheuma und bestimmte Gelenkskrankheiten fanden im Heubad Linderung, heisst es. Zudem ist das Heu eine gute Pflege für die Haut und fördert die Durchblutung.

ENORME VERGRÖSSERUNG

Mit dem Einzug des englischen Begriffs «Wellness» wurde auch dieses Angebot ausgedehnt und mit Einflüssen aus fernen Kulturen angereichert. Ayurveda, eine jahrtausendealte Heiltradition aus Indien, ist nur ein Beispiel dafür. Eine Schneesauna sorgt für eiskalte Erlebnisse inmitten schweisstreibender Hitze. Auch Pfarrer Kneipp wusste von der gesundheitsfördernden, wundersamen Kraft der Kälte auf Körper und Geist zu berichten. Immer wieder neue Wellness-Highlights und -Trends überraschen. Natürliches kommt vor dem Chemischen, Regionales kommt vor dem Importierten. Dieses Bewusstsein ist ein Wellness-Trend, der sich durch alle Ebenen zieht – angefangen bei Beautyprodukten und -behandlungen bis hin zur Speisekarte in den Hoteleinrichtungen.

DETOXING UND DIGITAL DETOXING

Das ist das Stichwort für einen weiteren Trend, wenn es um Erholung geht. Denn in Zeiten wie diesen – geprägt von multimedialer Überforderung, psychischen Belastungen und gesellschaftlichem Druck – ist es umso wichtiger, auch den Kopf mal freizubekommen und Ballast abzuwerfen. Sprichwörtlich zu «entschlacken» kann hier also im besten Fall auch lebensverändernd sein. So nutzen viele diesen Kurzurlaub für den Körper auch zum seelischen «Entschlacken» – allem voran «Digital Detoxing».

Digital Detoxing im Urlaub – der vorübergehende Verzicht auf Smartphone, Tablet und Co. – und eine allgemeine Entgiftung von Körper und Geist liegen voll im Trend. Das ist aber nicht nur eine Modeerscheinung, sondern die wichtige Erkenntnis, dass zu viel Medienkonsum schlecht für uns ist. So sehr uns die digitale Revolution im Alltag auch weiterhilft – wir sollten zwischendurch einfach mal das Smartphone aus der Hand legen, den Laptop ausschalten und unsere sozialen Netzwerke ruhen lassen.

Wer sich bei diesen Aussagen hilflos fühlt, soll an die Kindheitsurlaube mit den Eltern oder Oma und Opa zurückdenken. Einfach das Handy auf dem Zimmer lassen, und stattdessen packt man einen Wecker ein. Ja, analoge Wecker gibt es noch! Unter dem Strich tut jedem von uns ein Digital-Detox-Urlaub richtig gut. Es ist wirklich befreiend, nicht alle paar Minuten zu checken, ob man eine neue Nachricht erhalten hat, oder sich keine Gedanken machen zu müssen, wo das nächste Instagram-Bild aufgenommen wird.

MIT TECHNOGYM THE ART OF WELLNESS

Es gibt Marken, die Produkte schaffen, und solche, die Kultur prägen. Seit seiner Gründung im Jahr 1983 produziert Technogym modernste Fitnessgeräte und hat das Verständnis von Fitness von einer funktionalen Notwendigkeit zu einem emotionalen Erlebnis gewandelt.

Aus der Vision eines jungen Gründers, die einst in einer Garage begann, ist eine globale Marke entstanden, die Technologie, Design und Nachhaltigkeit vereint und Fitness eine zutiefst menschliche Dimension verleiht. Das Buch «The Art of Wellness», das in Zusammenarbeit mit dem Verlagshaus Assouline entstanden ist, erzählt diese Geschichte. Mit eindrucksvollen Fotografien und Texten von Journalist Joel Stein zeigt der CoffeetableBand Technogyms Entwicklung über vier Jahrzehnte und die Verbindung von Ästhetik, Funktion und Emotion. Das Buch offenbart selbar italienische Philosophie inspiriert vom römischen sana in corpore sano –in einem gesunden Körper. prägt jede Innovation und Harmonie von Leistung, Geist ins Zentrum. Das was Gründer Nerio Alessandri 22 Jahren antrieb, Fitness denken: als Zusammenspiel menschlicher Leistungsfähigkeit tem Wohlbefinden.

Aus diesen Anfängen entstand ein globaler Marktführer, der heute Teil der Trainingsroutinen 70 Millionen Menschen ist – von Spitzensportlern

bis zu Künstlern, von privaten Wohnräumen bis zu den exklusivsten Hotels und Clubs der Welt. Doch Technogyms Geschichte handelt nie nur von Leistung, sondern davon, wie Design dazu beiträgt, Bewegung zu inspirieren, Gleichgewicht zu schaffen und Innovation zu fördern. «The Art of Wellness» zeigt, dass Fitness mehr ist als Routine: Sie ist Ritual, nicht Funktion, sondern Gefühl. Eine Einladung, Wohlbefinden nicht als Ziel, sondern als eine Art zu leben zu sehen.

Autor und Bilder_Technogym
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CO2

EIN NEUER BLICK AUF LEISTUNG, KLARHEIT UND ERHOLUNG

In der Welt der körperlichen Optimierung tauchen regelmässig neue Methoden auf. Einige verschwinden schnell, andere bleiben, weil sie etwas berühren, das wir bisher übersehen haben. Die CO₂-Therapie gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Lange Zeit war sie ein eher leiser Forschungszweig. Heute beschäftigt sie internationale Performance-Labore, LongevityÄrztinnen und Menschen, die bewusst mit ihrer Energie und Belastbarkeit umgehen.

Claudia Lässer mit dem Cardihaler

Bilder_Anastasia Blind

CO2 ist dabei weniger ein einzelner Effekt als ein biologisches Ordnungsprinzip. Es beeinflusst, wie Sauerstoff freigesetzt wird, wie feinste Gefässe reagieren und wie das Nervensystem Belastung verarbeitet. Für einige zeigt sich das subtil, für andere überraschend unmittelbar. Menschen berichten von klarerem Denken, flüssigerem Lesen, stabilerer Konzentration oder davon, Sprachen leichter abrufen zu können. Eltern erzählen, dass ihre Kinder weniger krank sind oder besser mit schulischem Druck umgehen können, seit CO2 Teil ihrer täglichen Routine ist. Gemein ist diesen Erfahrungen, dass sich innere Abläufe wieder stimmiger anfühlen, ganz ohne stimulierende Mittel zu schlucken.

WIE CO2 WIRKT

Sinkt der CO2-Wert durch Stress, schnelles Atmen oder lange sitzende Tätigkeiten, geraten Sauerstofftransport und Nervensystem aus dem Gleichgewicht. Die Forschung zeigt, dass sich Konzentration, Durchblutung und Regeneration verbessern, wenn dieser Wert gezielt stabilisiert wird. Viele beschreiben eine Form von «aufgeräumter Klarheit»: weniger Druck im Kopf, ein ruhigerer Puls, mehr Präsenz. Es ist ein Effekt, der nicht antreibt, sondern sortiert.

VOM KRANKENHAUS IN DEN ALLTAG

Was früher Kliniken vorbehalten war, lässt sich heute erstaunlich unkompliziert in den Alltag integrieren. Besonders präzise gelingt das mit dem Cardihaler, einem kleinen CO2-Atemtool, das jetzt erstmals in der Schweiz erhältlich ist. Es arbeitet mit einer definierten Menge CO2 und benötigt nur wenige Minuten. Ein kurzer Moment, der das Atemmuster ordnet und Sauerstoff effizienter nutzbar macht.

Dass diese Technologie nach jahrzehntelanger Forschung ihren Weg in den privaten Bereich findet, hat auch eine persönliche Komponente: Roman Gruber, CEO von Arktis BioPharma Schweiz, wurde im Rahmen seiner Vorbereitung auf eine Operation an der Halswirbelsäule auf CO2 aufmerksam. Was als Suche nach einer unterstützenden Massnahme vor der OP begann, führte zu einer eigenen Erfahrung: CO2 erleichterte die Zeit davor und begünstigte die Heilung danach, selbst die Narbenbildung verlief auffallend ruhig. Diese Erfahrung war für ihn Anlass genug, die Technologie in das Sortiment von Arktis BioPharma Schweiz aufzunehmen.

EIN ATEM, DER ETWAS VERÄNDERT

Der Cardihaler verlangt keine Umstellung des Lebens. Vier Minuten genügen, um Atemrhythmus und CO2-Balance zu stabilisieren. Viele nutzen ihn vor wichtigen Gesprächen, während langer Arbeitstage oder unterwegs zwischen Terminen. Andere schätzen ihn abends, wenn der Kopf zu voll und der Körper zu leer geworden ist.

Der Anästhesist Steven J. Saltzman beschreibt die Wirkung so: «Die Ergebnisse des Cardihalers sind dramatisch. Mit höherer CO 2-Toleranz wird Sauerstoff während körperlicher Belastung effizienter in Muskeln und Gehirn transportiert. Etwas, das ich in über 20 Jahren mit Sauerstofftherapien wie hyperbarer Sauerstofftherapie, Ozon und Training mit Sauerstoff noch nie erlebt habe.»

Seine Aussage fasst zusammen, was viele erleben: ein klarerer Kopf, weichere Übergänge zwischen Aktivität und Ruhe, eine Form innerer Ordnung, die man nicht erwartet, wenn man sie nicht selbst gespürt hat.

CO2 FÜR DEN KÖRPER

Die Wirkung endet nicht im Kopf. Viele berichten von schnellerer Erholung nach dem Training, weniger Mikroentzündungen und entlasteten muskulären Spannungen. Der Cardisuit, ein CO2Trockenbad für den ganzen Körper, wird längst in Reha- und Trainingszentren eingesetzt und findet zunehmend den Weg in private Haushalte.

EIN BLICK NACH VORN

Vielleicht liegt die wachsende Aufmerksamkeit für CO 2 auch daran, dass es vergleichsweise günstig, nichtinvasiv und einfach ist. Es schafft Rhythmus statt Tempo, Ordnung statt Druck und wirkt genau dort, wo moderne Arbeitswelten die grösste Spannung erzeugen.

CO2-Therapie ist eine leise Methode, aber oft mit einer überraschend direkten Wirkung. Sie entlastet das System dort, wo der Alltag es fordert, und lässt sich so mühelos integrieren, dass sie für viele zu einem selbstverständlichen Bestandteil ihres Tages geworden ist.

LLʼOREAL –

MEN EXPERT POWER AGE ROUTINE

Die Power Age Routine kombiniert drei effektive Schritte für Männerhaut mit ersten Alterserscheinungen: Das Power Age Serum mit Hyaluronsäure glättet, strafft und revitalisiert die Haut. Die 24H-Feuchtigkeitspflege spendet intensiv Feuchtigkeit und sorgt für ein glatteres, frischeres Hautbild. Abgerundet wird die Routine durch die revitalisierende Augenpflege, die Trockenheit und Falten reduziert – für einen sicht- und fühlbar gepflegten Look.

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BENTLEY FRAGRANCES –BECOME ZENITH

Mit Become Zenith erweitert Bentley seine Duftkollektion um eine Komposition für ambitionierte Charaktere. Der von Violaine Collas kreierte Duft verbindet frische Akzente von Veilchenblatt und Kardamom mit Leder-, Papyrus- und Patchouli-Noten. Vanille, Musk und Ambergris verleihen dem Finale Wärme und Tiefe –ein moderner, selbstbewusster Signature-Duft.

SBJEAN PAUL GAULTIER –LE MALE ELIXIR

COLLECTOR’S EDITION In flüssigem Gold und ikonischem Tartan-Design präsentiert sich diese exklusive Collector’s Edition. Der Duft verbindet elektrisierenden Lavendel mit warmer Tonkabohne und sinnlicher Benzoe – eine kraftvolle, verführerische Komposition, die jede Sammlung bereichert und als Geschenk besondere Wirkung entfaltet.

DSISLEŸUM BAUME CONFORT ANTI-ÂGE

Mattierende Anti-Aging-Pflege mit Mehrfachschutz speziell für Männerhaut. Der Komfortbalsam ist auf die Bedürfnisse normaler bis trockener Haut abgestimmt. Die innovative Textur vereint die Leichtigkeit eines Fluids mit dem Komfort eines pflegenden Balsams. Sie zieht schnell ein und hinterlässt ein langanhaltendes, nicht klebendes und nicht glänzendes Finish.

DLindert Rötungen, stärkt die Barriere und reduziert Reizungen nachhaltig. Perfekt geeignet für empfindliche Haut oder zur Regeneration nach ästhetischen Behandlungen.

K BY DOLCE&GABBANA PARFUM

Das Parfüm entfaltet einen intensiven, ausdrucksstarken Akkord und zelebriert eine moderne Männlichkeit. Eine Essenz, die die natürliche Ausstrahlung des Trägers kraftvoll betont.

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Autorin_Vivien Gründemann

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WENN DAS GEHIRN AUS DEM GERÄT GLEICHGEWICHT

Immer mehr Menschen fühlen sich heute erschöpft, ausgelaugt und innerlich leer. Stress, Schlafmangel und Dauer belastung prägen den Alltag. Die mentale Widerstandskraft sinkt. Das Gefühl, «nicht mehr richtig abschalten zu können», ist längst zur Volkskrankheit geworden. Doch was passiert dabei eigentlich in unserem Gehirn?

Unser Gehirn besteht aus zwei Hälften, die in ständiger Kommunikation miteinander stehen. Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, etwa durch chronischen Stress, Depression oder Überforderung, kann eine Seite aktiver werden als die andere. Besonders der dorsolaterale präfrontale Cortex (DLPFC), jener Bereich im Gehirn, der für emotionale Re-

gulation, Entscheidungsfähigkeit, Konzentration und Motivation verantwortlich ist, spielt dabei eine Schlüsselrolle. Nimmt die Aktivität dieses Gehirnareals ab, kann dies zu Antriebslosigkeit, Stimmungstiefs, Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen führen. Mit EXOMIND™ , entwickelt von BTL, steht nun eine innovative, nichtinvasive Neurostimulationstechnologie (ExoTMS®) zur Verfügung, die genau hier ansetzt. Durch gezielte elektromagnetische Impulse wird die Aktivität des DLPFC sanft stimuliert und die Kommunikation zwischen den Gehirnarealen harmonisiert. Ziel ist es, die natürliche Balance im Gehirn wiederherzustellen und damit mentale Stabilität, Energie und emotionale Ausgeglichenheit zu fördern. Konventionelle TMS-Behandlungen werden seit über 30 Jahren erfolgreich in psychiatrischen Einrichtungen eingesetzt und sind durch zahlreiche klinische Studien wissenschaftlich belegt. Dennoch waren sie bislang komplex, zeitintensiv und häufig mit Unannehmlichkeiten verbunden: Bis zu 30 Sitzungen waren keine Seltenheit.

Mit EXOMIND™ bringt BTL diese Technologie nun in eine neue Ära: komfortabel, effizient und alltagstauglich, in nur vier bis sechs Sitzungen, entspannt im Sitzen oder Liegen.

MENTALE STÄRKE, EMOTIONALE BALANCE UND NACHHALTIGES WOHLBEFINDEN

Die Behandlung ist komfortabel, sicher und angenehm, ohne Medikamente oder Ausfallzeiten. Studien zeigen deutliche Verbesserungen von Schlafqualität, Konzentration, Energielevel und emotionaler Stabilität. Ob in der Allgemeinmedizin, Neurologie oder Präventivmedizin: EXOMIND™ steht für einen neuen Ansatz, die mentale Gesundheit ganzheitlich zu fördern. Eine Behandlung, die Kopf und Seele wieder in Einklang bringt – allein wirksam, ergänzend einsetzbar und ideal zur präventiven Stärkung.

Dr. Jørn Jørgensen CEO und ärztlicher Leiter der EuroEyes Gruppe

Zürich | Bern | Basel | St.Gallen Genf | Lausanne | Lugano | 42x weltweit Kostenfreie Beratung auf euroeyes.ch

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Polizzi

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© Dario Garofalo
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IN SEINER REINSTEN FORM UMBRIEN

Umbrien, das grüne Herz Italiens, ist eine Region voller Geschichten.

Alte Städte, stille Täler, steinerne Mauern – in ihrem Schatten lebt eine Handwerkstradition weiter, die anderswo längst verblasst ist.

In einem Anwesen aus dem 13. Jahrhundert, umgeben von der weiten Landschaft Mittelitaliens, verbindet das Haus Borgo dei Conti Luxus mit einem tiefen Respekt für regionale Kultur. In enger Zusammenarbeit mit der Place of Wonders Foundation wird dieses kulturelle Erbe erlebbar gemacht. Die gemeinnützige Stiftung wurde 2022 von der italienischen Hoteliersfamilie Babini – Initiatoren der «The Hospitality Experience»Kollektion – mit dem Ziel gegründet, das Erbe des italienischen Kunsthandwerks zu fördern und zu bewahren.

Das Herzstück der Initiative zählt in Umbrien sechs ausgewählte Werkstätten – die sogenannten «Wonders», in denen jahrhundertealte Techniken nicht nur erhalten, sondern gelebt und weitergegeben werden. Wer sich auf diese Reise einlässt, betritt etwa die Cereria Medievale in Bevagna, wo der Duft von Honig und Wachs die Luft erfüllt. Der Duplero – eine mittelalterliche Doppelflammenkerze – wird hier noch in liebevoller Handarbeit gegossen. In Deruta öffnet die Familie Gialletti ihre Werkstatt Ceramiche Artistiche Gialletti Giulio, in der seit 1959 feinste Majolika-Keramik entsteht, handbemalt und tief in der Geschichte der Renaissance verwurzelt.

Autor_Urs Huebscher
© Dario Garofalo
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WO HANDWERK KULTUR WIRD

In einem ehemaligen Stadthaus in Perugia bewahrt das Studio Moretti Caselli eine fünf Generationen alte Glasmalerei-Tradition –hier leuchtet jedes Fensterbild wie ein Gemälde. Der Schmied Luca Peppoloni, in Spello ansässig, erschafft aus Eisen poetische Formen, in denen Rost nicht als Makel, sondern als Zeichen von Erinnerung gilt. Und im Museo-Atelier Giuditta Brozzetti, in einer alten Kirche gelegen, schlagen die Jacquard-Webstühle im Rhythmus der Zeit – hier lebt das textile Erbe Umbriens durch die Hände einer neuen Generation von Weberinnen weiter. Geleitet wird das Atelier von Marta Cucchia, der Urenkelin der Gründerin Giuditta Brozzetti. Auch die Aquarellfarben, wie sie bei A. Gallo Colors gefertigt werden, tragen die Region in sich: handgegossen aus Honig, ätherischen Ölen und Pigmenten – mit Sorgfalt und Respekt für Herkunft und Handwerk. Was all diese Orte verbindet, ist mehr als das Handwerk selbst – es ist eine Haltung: Langsamkeit als Qualität, Hingabe als Antrieb, Vergangenheit als Zukunft. The Place of Wonders Foundation unterstützt die beteiligten Werkstätten nicht nur kommunikativ, sondern auch

finanziell – etwa durch ein Stipendienprogramm, das jungen Menschen in Umbrien eine Ausbildung in traditionellen Handwerksberufen ermöglicht. Borgo dei Conti wurde 2003 von der Eigentümerfamilie Babini erworben und in ein Resort umgewandelt. Als Adresse der gehobenen Gastfreundschaft empfängt es internationale und lokale Gäste, welche die Region Umbrien und die Atmosphäre des Anwesens kennenlernen möchten. Das Haus ist zudem Mitglied der Hotel- und Restaurantvereinigung Relais & Châteaux. In der Osteria del Borgo werden einige der Signature-Dishes auf handbemalten Keramiken von Gialletti serviert. Die Muster des Museo-Ateliers Giuditta Brozzetti finden sich in den Stoffen von Kopfenden und Kissen wieder. Und die anmutigen Kerzen der Cereria Medievale verleihen verschiedenen Bereichen des Hauses eine Atmosphäre stiller Handwerkskunst. Es sind Details wie diese, die verdeutlichen, wie tief das Borgo dei Conti in der regionalen Kultur verwurzelt ist – nicht nur als Ort der Gastlichkeit, sondern als Ausdruck der gemeinsamen Werte mit der Stiftung.

LUXUSLANDLEBEN AUF MALLORCA

FARMLEBEN MIT STYLE

Mit der Farm «Spirit of Son Fuster» erfüllte sich der schwedische Unternehmer und Globetrotter Mats Wahlström einen Traum – und schuf damit das aussergewöhnlichste Domizil auf Mallorca.

Allein schon die Lage ist spektakulär: Die Farm befindet sich am Rand des malerischen Dorfes Alaró, 24 Kilometer von Palma entfernt, auf einem 40 Hektar grossen SchwarztrüffelAnwesen, eingebettet in eine idyllische Landschaft mit Man del-, Feigen- und Olivenbaumplantagen. Im Hintergrund thronen die imposanten Zwillingsberge, die zum TramuntanaGebirge gehören, einer der UNESCO-Welterbestätten. Der Weg zum Haus führt vorbei an Schafen und Westernpferden. Hinter dem Eingangstor des historischen Herrenhauses empfängt ein märchen hafter Innenhof mit gemütlichen Sitzgruppen und marokkanischem Flair. Aus Lautsprechern ist dezente Chillout-Musik zu hören. Deren sanfte Klänge begleiten einen bis ins Innere des Hauses, wo es wunderbar nach Jasmin duftet und die Köchin gerade selbstge backenes Feigenbrot mit Früchten aus der eigenen Ernte auf den modernen Küchentresen stellt. Mit der Farm «Spirit of Son Fuster» hat sich Mats Wahlström jeden einzelnen Wunsch erfüllt und da mit gleichzeitig eine der schönsten Oasen auf Mallorca geschaffen. Der aus Schweden stammende Unternehmer und Gründer der Lifestyle-Marken Puro Beach, Puro Hotel und Spirit of the Nomad ist ein Kosmopolit, ein «moderner Nomade», wie er sich selbst gern auch bezeichnet, ein Abenteurertyp. Er hat den 4500 Ki lometer langen Mekong in einem Schlauchboot bereist, mit einer Harley die Sahara durchquert und ist schon mehrmals über den Atlantik gesegelt. Mats Wahlström ist ein Mann mit Visionen. Wer ihn trifft, ist inspiriert und spürt sofort diese positive Energie und Leidenschaft für alles, was er unternimmt. Er lässt sich nicht von anderen beirren, geht immer seinen eigenen Weg. «Ich investiere oder arbeite nur an Projekten, die einen Lifestyle-Ansatz haben, an Dingen, die ich selbst möchte oder mag. Andernfalls verliere ich die Lust und Energie», erklärt er. Dass der Unternehmer ein Händchen für Interieur und das Schaffen von ganz besonderen Wohlfühlorten hat, hat er schon öfter bewiesen. So gründete Mats Wahlström 2004 das bekannte Puro Hotel auf Mallorca und legte damit den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Puro-Gruppe, machte diese zu einer internationalen Lifestyle-Brand mit Hotels und Beach-Clubs an verschiedenen Orten im Mittelmeerraum und im Nahen Osten. Nach zehn Jahren verkaufte er seine Anteile an der Puro-Gruppe und kehrte der Baleareninsel den Rücken. Doch drei Jahre später kam er dann doch wieder nach Mallorca zurück.

«Nachdem ich jahrelang Städte und Strände erkundet hatt, zog es mich aufs Land», so Mats Wahlström. «Und ich habe ein privates Versteck gesucht, in das ich Freunde und Familie einladen kann und das gross genug ist, um Privatsphäre, aber auch Geselligkeit geniessen zu können.» Der Unternehmer fand auf Mallorca schliesslich dieses historische Herrenhaus aus dem Jahre 1350 mit dazugehörigem Bauernhof und 40 Hektar grossem Grundstück, das sein Herz sofort höherschlagen liess. «Als ich es betrat, war es, als ob das Haus mit mir Kontakt aufnimmt. Es wollte wiederentdeckt werden», so Wahlström. Er taufte das Anwesen «Spirit of Son Fuster». Zwei Jahre lang war er mit der vollständigen Renovierung auf Weltklasseniveau beschäftigt. «Es war eine Herausforderung, das fast 700 Jahre alte Gebäude auf den neuesten Stand mit modernster Technik zu bringen», erklärt er weiter. «Und wir haben grossen Wert auf Wohnkomfort und Nachhaltigkeit gelegt.»

Mats Wahlström hat diese wunderbare Balance hinbekommen, dass das Anwesen supermodern ist und dennoch nichts von seinem traditionellen mallorquinischen Charme verliert. Eingerichtet wurde das Haus in einem stylischen Ethno-Mix mit spanischen, nordafrikanischen und nordamerikanischen Elementen, dekoriert mit Bildern, Skulpturen und Kunstwerken, die der Globetrotter von seinen vielen Reisen auf der ganzen Welt mitgebracht hat. So steht im Esszimmer ein Bob, mit dem er schon in St. Moritz gefahren ist, im Flur liegt ein Westernsattel über dem Geländer, ein gelber Keramikkrug aus der Studienzeit in New Mexico ziert das Wohnzimmer. Ebenso sind Teppiche aus Marokko, Holztische aus Bali sowie ein 20 Jahre alter Ledersessel aus England zu sehen. Vieles wurde speziell angefertigt. An der Wand hängen mehrere Bilder des Künstlers David Feucht, die die drei Lebensmottos des Hausbesitzers zeigen: «That’s life», «Keep walking» und «It is what it is». Das Haus mit etwa 900 Quadratmetern Wohnfläche verfügt neben den Wohn- und Schlafräumen (inklusive zehn

Gästezimmern) und einer offenen Küche über mehrere Ess- und Konferenzräume. Der 500 Jahre alte Wassertank wurde in einen Yoga- und Nachtclub umgebaut. Es gibt ausserdem ein Kino und ein eigenes Spa mit finnischer und Infrarot-Sauna sowie Dampfbad. Draussen sind mehrere Terrassen, ein Outdoor-Fitnessstudio und ein zehn Meter langer Pool. Im gesamten Innen- und Aussenbereich ist ein modernes Soundsystem verbaut, was Mats Wahlström besonders wichtig war. «Musik ist Leben. Sie gibt uns Energie», sagt er. Das überdimensionierte Soundsystem mit Lautsprechern und Subwoofern von Bose und Sonance ist allerdings nicht dazu da, um laut aufdrehen zu können, sondern um einen guten Klang bei niedriger Lautstärke zu haben. Mit «Luxus für alle Sinne» wird das Wohnkonzept hier gut beschrieben: angenehme Musik, unfassbar bequeme Möbel, kuschelige Stoffe, duftende und perfekt temperierte Räume. Alle Böden aus Naturholz oder Naturkalkstein verfügen über Fussbodenheizung. Es gibt 1.80 mal zwei Meter

grosse Betten von Hypnos, die zu den besten Betten der Welt gehören. Die Bettwäsche besteht aus 100 Prozent hochwertigster gekämmter ägyptischer Baumwolle von Wahlströms eigener Marke «Spirit of the Nomad». Das Label gründete er, als er vor einigen Jahren verzweifelt auf der Suche nach hochwertigen Textilien war. Er begann selbst, verschiedene Baumwollplantagen aufzusuchen, und gründete schliesslich seine eigene Linie mit Bettwäsche, Bademänteln und Handtüchern.

Wer die Luxusfarm «Spirit of Son Fuster» besucht, fühlt sich sofort wohl, bestens aufgehoben – und zu Hause. Kein Wunder also, dass sich das schnell herumgesprochen hat und es bereits viele Anfragen für ein paar Tage Auszeit hier gibt. Denn das bietet Mats Wahlström auch an. Interessierte können «Spirit of Son Fuster» wie ein privates Hotel mieten – und zwar mit einem einzigartigen Konzept: Wer hier wohnt, hat das gesamte Haus nur für sich. Das erstklassige Anwesen ist dann Familien, Freunden oder Managementteams zur alleinigen Nutzung vorbehalten, und das mit einem 24-Stunden-Service, Concierge, Housekeeping, privatem Koch, Massagen, Beautybehandlungen und Helikopterservice. Alles familiär und diskret, ähnlich wie auf einer Privatyacht. Die Farm ist ein Ort für alle, die für sich sein wollen und absolute Privatsphäre bevorzugen, aber dennoch nicht auf die Leistungen eines kleinen Luxushotels verzichten wollen. So ist eine Köchin rund um die Uhr damit beschäftigt, mit viel Liebe das nächste kulinarische Highlight zu zaubern – ob selbstgemachte weisse, braune

und dunkle Schokolade oder frischen Fisch vom Markt. Es wird alles mit Zutaten vom eigenen Anbau aus dem Biogemüse- und Obstgarten oder von lokalen Lieferanten zubereitet – und natürlich mit dem selbst gewonnenen Olivenöl aus der eigenen Plantage. Worauf Mats Wahlström besonders stolz ist, ist eine eigene Trüffelplantage. «Ich habe eine unglaubliche Menge an Büschen und Bäumen gepflanzt und einen Teil des Ackerlands mit einem Bewässerungssystem und Sensoren angelegt, die die Feuchtigkeitswerte im Boden messen und regulieren», sagt er begeistert. Wahlström arbeitet dabei mit Familie Urbani aus Umbrien zusammen, die als weltweit führend in der Trüffelproduktion gilt. Alles, was man sich wünscht, wird am wunderschönen Holztisch in der Küche, im Formal Dining Room oder auf einer der Terrassen serviert. Anschliessend kann man sich mit einem Glas Wein an den riesigen Pool setzen, mit diesem atemberaubenden Blick auf die Berge. Wer noch mehr «Landleben-Feeling» will, kann den hauseigenen Westernpferden einen Besuch abstatten und einen Ausritt in das weitläufige Gelände machen. «Meine Gäste sollen sich frei fühlen und geniessen», sagt Mats Wahlström. Dass Fremde während seiner Abwesenheit in seinem Haus mit all seinen gesammelten Stücken wohnen, stört den Kosmopoliten nicht. Er ist schliesslich doch irgendwie auf der ganzen Welt zu Hause und freut sich, wenn andere sein besonderes Domizil auf Mallorca genau so lieben wie er.

ZWISCHEN LICHT & SCHATTEN MUSIK

Seit 1880 entstehen in den heiligen Hallen von Steinway & Sons in Hamburg musikalische Meisterinstrumente, die die renommiertesten Konzertsäle der Welt mit ihrem unglaublichen Klang erfüllen. PRESTIGE durfte dabei sein, als Steinway & Sons seine beiden neuen Limited Editions Ultra Black und Ultra White bei einem exklusiven gemeinsamen Event mit Bentley im Hamburger SteinwayWerk vorstellte.

Autorinnen_Sabine Höpermann und Nathalie Becker
Bilder_Steinway&Sons

Schon beim Betreten der Werkshalle lag etwas Feierliches in der Luft. Es duftete nach Holz und Lack und der ganze Raum schien vor Spannung wie elektrisch aufgeladen. Als die Sonne allmählich über den Elbkanälen versank, verwandelte sich der Werkssaal in eine Bühne und die beiden Flügel wurden enthüllt. Wie ein Spiel aus Licht und Schatten füllte ihre gewaltige Präsenz den Raum. Bei einem privaten Dinner demonstrierte das britische Pianistenduo Piano Brothers das volle Potenzial der beiden Flügel und rührte das Publikum mit einer Darbietung des Bob-Dylan-Klassikers «Make You Feel My Love» zu Tränen.

GEGENSÄTZE IN PERFEKTER HARMONIE

Es ist inzwischen allseits bekannt, dass Steinway & Sons bei seinen Flügeln nicht nur Wert auf klangliche, sondern auch auf visuelle Perfektion legt. Ultra Black und Ultra White – jeweils limitiert auf 18 Flügel des Modells B und acht Flügel des Modells D: Die insgesamt nur 52 Instrumente werden im Hamburger SteinwayWerk mit feinster Handarbeit gefertigt.

Die Ultra Black Edition zeichnet sich durch ihre elegante Monochromatik aus. Der Korpus ist in Tiefschwarz ausgeführt. Schwarz steht hierbei symbolisch für Eleganz, Kraft und Raffinesse. Ein schwarz gebeizter Resonanzboden, eine Gussplatte in Liquid Black Yellow sowie schwarz beschichtete Metallbeschläge verstärken die klare Formensprache. Das eingravierte Logo auf der Vorderseite ist hierbei das einzige sichtbare Markenzeichen, denn Seitenlogos wurden bewusst weggelassen. Die vollständig schwarze Klaviatur vollendet das Design und macht den Ultra Black zu einem Flügel von beeindruckender Präsenz.

Die Ultra White Edition verkörpert strahlende Reinheit. Der Korpus ist in einem hellen, neutralen Reinweiss lackiert, das Klarheit und Leuchtkraft ausstrahlt. Auch hier schaffen weiss gebeizte Resonanzböden, hochglänzende weisse Gussplatten sowie verchromte Metallbeschläge eine durchgängige, moderne Ästhetik. Studio-Doppelrollen unterstreichen den zeitgenössischen Charakter des Flügels. Die Klaviatur ist auch bei diesem Flügel ganz in Weiss gehalten und hebt gemeinsam mit dem eingravierten Logo auf der Vorderseite die klare, reduzierte Linie der Gestaltung hervor.

INNOVATIVE TECHNOLOGIE:

SPIRIO | R UND SPIRIOCAST

Jeder Ultra-Black- und Ultra-White-Flügel ist mit SPIRIO | r, der weltweit führenden High-Resolution-Player-Technologie von Steinway & Sons, ausgestattet. Ein patentiertes Sensorsystem erfasst präzise jede Bewegung von Hammer und Pedal. Mit SPIRIOCAST können Live-Darbietungen in Echtzeit – inklusive Video – von einem Spirio-Flügel auf zahlreiche andere SpirioInstrumente weltweit übertragen werden. Keine Aufnahme, keine Reproduktion, sondern eine echte Live-Performance.

SYMPHONIE AUS

GESCHWINDIGKEIT UND KLANG

Die Präsentation der Ultra-Black- und Ultra-White-Editionen ist das Ergebnis einer besonderen Zusammenarbeit zweier Meister ihres Fachs: Bentley Motors und Steinway & Sons. Zur Markteinführung präsentierte Bentley einen Flying Spur Speed in Arctic White mit Interieur in Piano Black – eine Farbkombination, die die Dualität der neuen Steinway-Editionen widerspiegelt.

Diese Kooperation verdeutlicht die gemeinsamen Werte beider Marken: eine reiche Tradition handwerklicher Exzellenz, die Verwendung bester Materialien und ein kompromissloses Streben nach DesignPerfektion. Durch den Austausch von Knowhow in Holzverarbeitung und Furniertechniken unterstreichen Bentley und Steinway ihr gemeinsames Bekenntnis zu Innovation, Langlebigkeit und Detailtreue.

Der Winter 2025/26 steht im Engadin und besonders in St. Moritz erneut für Eleganz, Lebensfreude und Stabilität. Zwischen funkelnden Schneeflächen, exklusiven Events und diskreten Rückzugsorten zeigt sich: Diese Region ist mehr als eine Destination – sie ist ein Lebensgefühl.

EIN MARKT VON DAUER UND KNAPPHEIT

Die Nachfrage übersteigt das Angebot weiterhin deutlich. Der Immobilienmarkt im Engadin bleibt so rar wie begehrt – kaum Objekte, dafür umso mehr Interessenten. Wer verkauft, tut dies gezielt. Neubauten bleiben aufgrund strenger Regulierungen und der Topografie limitiert.

Für Käuferinnen und Käufer bedeutet das: Exklusivität wird noch exklusiver. Der Investitionswille – sowohl von Schweizern als auch von internationalen Klienten – ist ungebrochen. Viele suchen in der Stabilität der Schweiz Sicherheit, Werterhalt und emotionale Erfüllung zugleich.

VERMIETUNG IM AUFWIND

Da das Kaufangebot begrenzt bleibt, gewinnt die Miete an Bedeutung. Besonders internationale Gäste, die aufgrund gesetzlicher Einschränkungen – etwa der Begrenzung auf 200 Quadratmeter Wohnfläche –nicht frei erwerben können, entdecken in der saisonalen oder langfristigen Miete eine attraktive Alternative.

EIN WINTER DER BESTÄNDIGKEIT BEGEHRLICHKEIT IM ENGADIN

Autorin_Maura Wasescha

Die Nachfrage nach hochwertigen Mietobjekten steigt – ob Apartment mit Seeblick, Chalet oder moderne Familienresidenz. Für Eigentümerinnen und Eigentümer eröffnen sich dadurch spannende Chancen: Gut positionierte Objekte lassen sich aktuell überdurchschnittlich gut vermieten.

DAS ENGADIN –ALPINE OASE UND LEBENSRAUM

Wer den Sonnenaufgang über den gefrorenen Seen erlebt oder den Klang der Pferdeschlitten im Schnee hört, weiss: Das Engadin ist ein Ort, der berührt. Hier vereinen sich majestätische Bergkulissen, sportliche Vielfalt und kulturelle Tiefe zu einem Lebensraum von unvergleichlicher Qualität.

AUSBLICK MIT ZUVERSICHT

Die Aussichten für den Immobilienmarkt bleiben stabil positiv. Preise halten ihr hohes Niveau, die Nachfrage ist stark und die Perspektiven überzeugen. Das Engadin wird damit mehr denn je zu einem Ort für Menschen, die Beständigkeit suchen – in einer Welt im Wandel.

Seit über 48 Jahren verbindet die Maura Wasescha AG Menschen mit aussergewöhnlichen Orten – mit Kompetenz, Diskretion und Leidenschaft. Denn wer im Engadin investiert, entscheidet sich nicht nur für eine Immobilie, sondern für ein Lebensgefühl, das jeden Winter aufs Neue begeistert.

ROBERTO CAVALLI –INNENEINRICHTUNG –CRIMSON-FARBTÖNE

Inspiriert von den Dünen Nevadas, zeichnet sich die Einrichtungslinie durch eine warme und umhüllende Farbpalette aus, die durch purpurrote Töne hervorgehoben wird. Unter ihnen ist der Sessel Snake.2 –eine zeitlose Ikone der Kollektion, ein kühnes und unverwechselbares Stück, das von einem der stärksten Symbole der Maison Roberto Cavalli dominiert wird: der Schlange. Die burgunderfarbene Lederpolsterung, die mit eleganten Steppungen verziert ist, wird durch goldene Armlehnen und Füsse in Form einer Schlange akzentuiert.

RETRO HOME INTERIORS –TRADITION UND MODERNE

Das Woodstock-Sofa ist eines der bekanntesten Stücke der Marke und zeichnet sich durch eine einladende und entspannte Ästhetik aus, die mit exotischen Akzenten und massgeschneiderten Details verziert ist.

DD MDORNBRACHT – MEHR FARBE IM BAD

Farben beeinflussen, wie wir uns fühlen: Sie können uns beruhigen und entspannen oder beleben und stimulieren. Gerade im Badezimmer, wo das persönliche Wohlbefinden besonders im Vordergrund steht, lohnt eine bewusste Farbgestaltung.

DEVIALET PHANTOM –HOCHAUFLÖSENDE KLANGWIEDERGABE

Der Devialet Phantom Ultimate 98 dB verfügt über eine Gesamtverstärkungsleistung von 400 Watt und gewährleistet eine ultrapräzise Wiedergabe. Ein einzigartiges kugelförmiges Breitband-Treiberdesign erweitert die Klangbühne erheblich und gibt jede Note originalgetreu wieder.

DEDON AHNDA WING CHAIR – SANFTE WINTERTÖNE

MANUELA MENZI –DIE KUNST DES SCHENKENS Nach ihrem Textildesign-Studium am Central Saint Martins in London hat sich Manuela Menzi aus Meilen bei Zürich auf hochwertige Papeterie und Geschenkpapier spezialisiert. In ihrem Studio entstehen Kollektionen, bei denen jedes Objekt mit Sorgfalt und Liebe zum Detail entwickelt wird. Sie geben Gesten des Schenkens eine ästhetische, zeitgemässe und hochwertige Erscheinung.

Auf hellem Grund treten die skulpturalen, handgeflochtenen Strukturen von DEDON-Möbeln besonders deutlich hervor. Weiss reflektiert Licht, öffnet den Raum und verwandelt den Aussenbereich in einen stilvollen Rückzugsort voller Wärme und Ruhe – selbst an kühlen Tagen. Mit extra hohem Rücken verbindet der Outdoor-Sessel AHNDA handgeflochtene DEDON-Fasern und eine ergonomische Form zu einem komfortablen Rückzugsort – drinnen wie draussen ein eleganter Platz zum Verweilen.

ZU BESUCH BEI MAILANDS STILIKONE

Guglielmo Miani ist nicht nur Inhaber des italienischen Luxuslabels Larusmiani, sondern auch bekannt für seinen exklusiven Lifestyle. Ein Besuch bei ihm zu Hause in Mailand.

Wer an der repräsentativen Eingangstür den Klingelknopf «G.M.» drückt und mit dem Mahagoni-Fahrstuhl ganz nach oben ins Penthouse fährt, kann schon erahnen, was ihn in wenigen Minuten erwartet. Denn der Lift führt direkt zu einem der begehrtesten und stilvollsten Männer Italiens. Die Tür öffnet sich und vor mir steht Guglielmo Miani, Besitzer des Luxuslabels Larusmiani – braun gebrannt, mit weissem Polohemd, blauer Hose und Turnschuhen ist er der Inbegriff des stilsicheren Italieners. Der 49-jährige Unternehmer begrüsst mich mit einem «Buongiorno! Willkommen!» Er bittet mich in sein schickes Penthouse mitten in Mailand und führt mich herum, während die Köchin und der Butler die letzten Vorbereitungen für das anschliessende Dinner treffen. Schon auf den ersten Blick wird klar: Hier wohnt ein Mann mit Sinn für Stil und einfallsreiches Interieur sowie einem Faible für schnelle Autos – einer, der das Leben offenbar in vollen Zügen zu geniessen weiss. An einer verspiegelten Wand im Wohnzimmer hängt der Rahmen eines alten rot-weissen Rennwagens von Alfa Romeo, daneben ein erotisches Schwarz-Weiss-Foto von Helmut Newton. Überall fallen Bildbände ins Auge, die meisten über Autos.

Einige sind lässig zu einem Turm gestapelt. Auf dem Couchtisch sind ausgewählte Stücke liebevoll in Szene gesetzt: Modelle von Lotus-Rennwagen, ein Tennisschläger von Maxply Dunlop oder ein Ferrari-Lenkrad, das einst Ayrton Senna gehörte. «Ich dekoriere alle paar Monate um», sagt Guglielmo.

Autorin und Bilder_Daniela Grunwald

Auch die Einrichtung seiner Wohnung hat er selbst gestaltet. So hat er zum Beispiel ein petrolfarbenes Seidensamtsofa ausgesucht und eine Wand dunkelbraun gestrichen. «Ich wollte einen Kontrast zum hellen Kamin. Am Anfang war ich mir nicht sicher, aber jetzt finde ich es richtig gut», erklärt er lächelnd. Ein weiterer Blickfang: Mitten im Raum steht ein Motorrad, eine Honda 750 Four aus den 70er-Jahren. «Die hat mein Vater gekauft, als ich geboren wurde», erzählt Guglielmo. «Meine Mutter hat ihn später gebeten, das Motorrad wieder zu verkaufen. Aber er hat es heimlich behalten. Irgendwann habe ich es im Keller entdeckt und seitdem habe ich es bei mir. Ich fahre damit allerdings nicht, das wäre zu gefährlich.» Dafür hat er genug andere Fahrzeuge, mit denen er sich durch Mailand bewegen kann.

DIE WUNDERBARE WELT DES SIGNORE MIANI

Im Flur hängen die unterschiedlichsten Autoschlüssel auf einem Brett (mit echten Larusmiani-Knöpfen). Einige Anhänger verraten die Marken: Lamborghini, Lotus, Mercedes, McLaren, Ferrari, Porsche. Etwa 25 Autos besitzt er im Moment, die genaue Zahl weiss er gerade nicht. Seine Leidenschaft für Autos lebt Guglielmo Miani auch mit seinen regelmässigen AutoEvents aus. So veranstaltet er jedes Jahr im Mai ein grosses Supercar- und OldtimerTreffen am Comer See, bekannt als «FuoriConcorso». Heute fällt die Wahl auf den Lamborghini Murciélago LP 670-4 Super Veloce. Mit ihm geht es gleich quer durch die Innenstadt zum Mailänder Geschäft von Larusmiani, mitten im berühmten LuxusEinkaufsviertel Monte Napoleone.

Der Laden besteht seit 1954 und zählt heute zu den ältesten in Mailand. Mittlerweile gibt es auch ein Geschäft in Porto Cervo sowie Repräsentanzen in St. Moritz Monte Carlo. Die Marke Larusmiani 1922 von seinem Grossvater Guglielmo Senior gegründet. Er eröffnete damals in einem Hinterhof in der Via Manzoni in Mailand eine Schneiderei und nannte sie lateinisch für Möwe. Er wählte diesen Namen, weil er Freiheit und Unabhängigsymbolisierte – etwas, das zu ihm passte. Zusammen mit dem Familiennamen Miani ergab das Larusmiani. Der Grossvater machte sich schnell einen Namen. Er war nicht nur ein begnadeter Schneider, sondern verwendete auch die feinsten Stoffe. Prominente Kunden wie Charlie Chaplin liessen sich ihm einkleiden. Guglielmo Miano Sebezog hochwertige Stoffe aus England, handelte damit und wurde zum grössten Importeur britischer Stoffe in Italien. Der des Firmengründers, Riccardo Miani, die Stoffproduktion weiter aus.

Auch heute noch – zwei Generationen später und mittlerweile unter der Leitung von Guglielmo Miani – steht Larusmiani für italienische Handwerkskunst, feinste Materialien und zeitlosen Stil. Guglielmo stieg im Jahr 2000 nach seinem Studium in den USA in das Modegeschäft ein und übernahm wenige Jahre später die Leitung. Nach und nach verlieh er der renommierten Marke noch mehr Lifestyle-Charakter. Bei Larusmiani gibt es alles für den Mann von Welt. Zum Sortiment gehören beispielsweise Massanzüge, Hemden aus feinstem Leinen, Polohemden, edle Samtslipper und Rennfahrerhandschuhe aus Wildleder – alles handgefertigt in einer Manufaktur in der Toskana. Darüber hinaus gibt es exquisite Utensilien für den Gentleman wie handbemalte und mit Gold verzierte Porzellanaschenbecher mit speziellen Automotiven, Humidore und Uhrenboxen aus edlem Bergahornholz. In Zusammenarbeit mit MGM hat Guglielmo auch eine «Pink Panther»-Kollektion mit Motiven des legendären rosaroten Panthers entworfen.

Ausserdem gibt es Rasiersets, Kämme, Messer und Feuerzeuge vom legendären Aldo Lorenzi, der jahrzehntelang nebenan sein Geschäft hatte. Als dieser sich

TUTTO PERFETTO!

zur Ruhe setzte, überliess er dem jüngeren Unternehmer sein gesamtes Sortiment. «Er war wie ein Vater für mich, ein Mentor», erzählt Guglielmo. «Er hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, zu träumen und gleichzeitig konkret zu sein. Diesen Enthusiasmus, den Willen, das Unmögliche möglich zu machen, und die Leidenschaft für Perfektion habe ich mit ihm gemeinsam. Und ich bin stolz darauf, sein Lebenswerk weiterführen zu dürfen.

Und auch das Sortiment von Aldo Lorenzo passt perfekt zur Philosophie von Larusmiani. «Unsere Produkte sind von höchster Qualität, aus besten Materialien, zeitlos, für die Ewigkeit gemacht», erklärt er. «Ich mache auch keine Mode. Bei Larusmiani gibt es einfach schöne, durchdachte Dinge. Viele schimpfen über Luxusartikel. Dabei sind hochwertige Produkte viel nachhaltiger. Ein gutes Stück hat man viele Jahre. Und das ist am Ende viel günstiger und besser, als wenn man sich ständig etwas Neues kauft.» Im gesamten Sortiment gibt es nichts, was Guglielmo nicht auch selbst tragen würde. Und dass er fast ausschliesslich Larusmiani trägt, versteht sich von selbst. «Ich achte auf jedes Detail eines Kleidungsstücks – die Gürtelschlaufe, die Geheimtasche, sogar die Möwe, die anstelle eines gewöhnlichen Etiketts auf die Innenseite gestickt ist», sagt Guglielmo. «Ja, es sind nur Details, aber für mich machen sie den Unterschied aus.»

DAS FERIENHAUS VON «COCO» CHANEL

LA PAUSA

Autor_Urs Huebscher Bilder_Chanel

Coco Chanels legendärer Rückzugsort an der Riviera wurde wiedergeboren – ein Anwesen voller Eleganz, Geschichte und Hochkultur an der Côte d’Azur. Nach einer sorgfältigen mehrjährigen Restaurierung durch das Haus Chanel wurde La Pausa als Privathaus und Raum für kreative Kontemplation und Inspiration wiedereröffnet.

Mit Blick auf das tiefe Blau des Mittelmeers, von den Hügeln von Roquebrune-Cap-Martin aus, feierte die Villa La Pausa, die einzige Residenz, die jemals von Coco Chanel selbst entworfen wurde, 2025 eine grossartige Rückkehr in die Skyline der Riviera. Im Jahr 1929 erwarb sie die weisse Villa – ein Symbol für Modernität und Komfort, das ihre Vision von Eleganz widerspiegelt. Wer La Pausa betritt, betritt ein Universum, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart in einer seltenen Harmonie treffen. Die Entdeckung dieses Anwesens, das nur privat zugänglich ist, bietet die einzigartige Chance, zumindest für ein paar Tage in der Haut derjenigen zu erleben, die die Mode des 20. Jahrhunderts neu erfunden hat.

EIN VERMÄCHTNIS VON STIL UND GESCHICHTE

Gabrielle «Coco» Chanel witzelte einmal: «Um unersetzlich zu sein, muss man immer anders sein.» In dem einzigen Haus, das sie sich vollständig ausgedacht hatte – in der traumhaften Umgebung der Côte d’Azur in den späten 1920er-Jahren – entwarf sie einen Ort, der so präzise ist, dass er auch ein Jahrhundert später nicht mehr zu verbessern ist.

Stattdessen wurde La Pausa vom Hause Chanel sorgfältig restauriert, nachdem es 2015 erworben und über ein Jahrzehnt lang mit dem Architekten und engen Mitarbeiter Peter Marino renoviert worden war. Er wälzte Hunderte von verblassten Fotografien, um den Dekorationsgeist von Chanel zu verstehen. «Ich hoffte, dass die Restaurierung an die Zeit erinnern würde, in der das Haus gebaut wurde, als ob Mademoiselle Chanel den Raum nur fünf Minuten zuvor verlassen hätte», sagt Marino. «Authentizität und die Geschichte von La Pausa standen an erster Stelle.»

Auf einer Klippe in der vom Meer verwöhnten Gemeinde Roquebrune-CapMartin spiegelt die Architektur von La Pausa den Stil von Chanel wider, luxuriös und ohne Protz. Sie beauftragte den jungen Architekten Robert Streitz mit der Gestaltung ihrer idealen mediterranen Villa in einem sanften Olivenhain, bei der sie, ähnlich wie bei ihrer Mode, auf Linien und Licht setzte. Das klösterliche und moderne La Pausa besteht im Wesentlichen aus einem Platz um einen Kreuzgang mit einfachen Steinbögen und ist in einem sparsamen Barockstil mit geschnitzten spanischen Möbeln und persischen Teppichen eingerichtet.

Das Team hinter Chanel Heritage Sites kaufte viele Möbelstücke von La Pausa bei einer Auktion in Paris zurück, darunter auch das vergoldete schmiedeeiserne Kopfteil von Chanel. Wie zuvor wurde dieses mit einem goldenen Stern versehen – ein zeitloses Glücksmotiv, das oft in ihrem

Schmuck auftaucht. Während der holzgetäfelte Raum über einen dreifach verspiegelten, eingebauten Schminktisch verfügte, auf dem die Make-up- und Duftkollektion von Chanel ausgestellt war, gab es bemerkenswerterweise keine grossen Garderoben. Chanel sagte gerne, dass sie «auf Treppen gelebt» habe, und die in La Pausa – die sie frühestens um 13 Uhr hinunterstieg –wurde von einer grossen Steintreppe in der Abtei von Aubazine inspiriert, wo sie als Kind viele Jahre verbracht hatte (die Nonnen dort inspirierten auch ihre auffällige Schwarz-Weiss-Modepalette). Streitz wurde nach Corrèze geschickt, um Messungen vorzunehmen, und die so entstandenen Decken ragen wie ein Kirchenschiff in die Höhe. Darunter befinden sich fünf Fenster, die auf das Chanel No. 5 Eau de Parfum anspielen und einen Hauch von Sonne erzeugen.

Die Villa von Chanel, die auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs entworfen wurde, war ein Ort der wohlverdienten Entspannung, bevor sie neue Inspirationen erhielt. Die Wände sind überraschend kahl – denn hier sammelte sie Künstler über die Kunst selbst, mit Besuchen der Riviera-Stammgäste Pablo Picasso und Jean Cocteau, der Schriftstellerin Colette und des Komponisten Igor Strawinsky.

Nach der Wiedereröffnung ist La Pausa wieder ein Privathaus, das die kreative Lebendigkeit der Côte d’Azur einfängt. In dem «Traumraum», in dem Chanel ihre freigeistigsten Tage verbrachte, treffen sich Freunde des Hauses erneut zum kulturellen Austausch im Rahmen des «Chanel Arts & Culture»-Programms –wie kürzlich im Rahmen der Podcast-Serie «Chanel Connects», die im Haus aufgenommen wurde. Die Mode verblasst, aber der Moderatorenstil von Chanel bleibt.

DIE MODE VERBLASST, ABER DER MODERATORENSTIL VON CHANEL BLEIBT.

QUELLEN

Coco Chanel: The Legend and The Life, by Justine Picardie, published by it books, an imprint of Harper Collins Publishers; Chanel and Her World: Friends, Fashion and Fame, by Edmonde Charles-Roux, published by The Vendome Press; Chanel: Her Style and Her Life, by Janet Wallach, published by Doubleday; The Little Book of Chanel, by Emma Baxter-Wright, published by Carlton Books; Chanel’s Riviera, by Anne de Courcy, published by St. Marten’s Press; Chanel: Collections and Creations, by Danièle Bott, published by Thames & Hudson; The Allure of Chanel, by Paul Morand, published by Pushkin Press 2017, translated from French by Euan Cameron; The Golden Riviera, by Roderick Cameron, published by Editions Limited

TR AV EL

Wenn der Winter Einzug hält, verwandelt sich dieser Rückzugsort in eine Wohlfühloase.

70 Jahre Zürserhof – dieser gehört zum Arlberg wie der Schnee zum Winter – und seit 70 Jahren zur Familie Skardarasy. In diesem Winter feiert das Grand Resort ein besonderes Jubiläum: 70 Jahre alpine Gastfreundschaft, neues Mitglied bei den Leading Hotels of the World, kompromisslose Qualität – und ein Haus, das über Generationen gewachsen ist. Das Grand Resort bietet Raum für Erholung und gemeinsame Urlaubserlebnisse für Gäste jeden Alters.

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Grand Resort Zürserhof

Sportlich auf der Piste oder vollkommene Entspannung in der kalten Jahreszeit: Der Winterurlaub entfaltet seine Magie am besten inmitten verschneiter Landschaften. Ob direkt auf der Skipiste mit Schneegarantie, inmitten unberührter Berglandschaften oder im Luxus-Hotel mit Sauna und Ausblick auf glitzernde Gipfel – dieses ausgewählte Hideaway lädt dazu ein, den Winter in seiner ganzen Pracht zu geniessen.

1955 übernahmen Ernst und Hilde Skardarasy den Zürserhof vom damaligen Besitzer Graf Tattenbach. Ein Hotel war es bereits – doch aus der Vision der beiden Gastgeber wurde mehr: ein Zuhause für Gäste, die immer wiederkehrten. Und für eine Familie, die ihren Weg mit Überzeugung und Herz ging. Mit Sinn für Stil und dem Anspruch, bleibende Werte zu schaffen, entwickelten Willy und Monika Skardarasy das Haus weiter. Schritt für Schritt wurde aus dem Zürserhof eine der führenden Adressen im österreichischen Wintertourismus – und ein Zuhause auf Zeit für Menschen mit Gespür für das Besondere.

Heute schreiben Hannes und Laura Skardarasy die Geschichte weiter – als Gastgeber der neuen Generation. Den Zeitgeist im Blick und mit der Überzeugung, dass wahre Klasse leise wirkt. Der Zürserhof ist mehr denn je ein Ort, an dem Winter neu gedacht wird: mit unaufdringlichem Charme und ganz nah am echten Arlberg-Gefühl, wo das Wesentliche im Mittelpunkt steht –die Menschen, die Natur, das Erleben. Familie Skardarasy bietet in ihrem Ski- und Spa-Resort eine aussergewöhnlich herzliche, familiäre Atmosphäre, herausragenden Service und einen feinen Sinn für Stil und Eleganz. Dass in einem Hotel, das mit fünf Sternen als Superior ausgezeichnet ist, alles geboten wird, was das Herz begehrt, ist selbsterklärend. Das Interieur in den neuen Zimmern und Suiten ist handverlesen. Höchste Qualität und ein Topniveau auf der ganzen Linie zeichnen den Zürserhof aus.

Ja, am Arlberg schlägt das Herz des Skivergnügens. Und dennoch bietet das Grand Resort Zürserhof eine Freizeitwelt, die einen auch gerne mal den Schnee vergessen lässt. Das Aureus Spa auf 3200 Quadratmetern widmet dem Wohlbefinden den Raum, die Zeit und die Exzellenz, die Körper und Geist verdienen. Das exklusive Ambiente und Treatments auf höchstem Niveau garantieren wahrlich unvergessliche Mussestunden. Ein schmeichelnder Spa-Duft begleitet den Zürserhof-Gast auf seiner Verwöhnreise durch das luxuriöse Aureus Spa mit Alpine Hamam, Ladies- und Private-Spa, Infinity-Whirlpool und einem PanoramaRuheraum, wie ihn nur die erfahrensten Wellness-Experten einrichten können. Familien und kleinen Wellnessfans eröffnet sich mit dem Family-Spa eine eigene massgeschneiderte Wellnesslandschaft.

Wer edle Genusskultur schätzt, der ist im Zürserhof an einer besonderen Adresse. In den gemütlichen Stuben verbinden sich Fine Dining und Gemütlichkeit zum Erlebnis gehobener Kochkunst. Was dort von früh bis spät gezaubert wird, ist unvergleichlich. Die Z Lounge bereichert die kulinarische Welt des Hotels. Ein ansprechender Wohlfühlort lädt ein, edle Weine, erlesene Spirituosen und andere Köstlichkeiten zu erleben. Im Keller lagern die besten und erlesensten Weine, Champagner und Whiskys, und in der gemütlichen Bar und der stylischen Lounge schmecken die erlesenen Drinks. Eddie am Piano bereichert den Moment mit Jazz, Blues und Klassikern. Das Resort ist ausschliesslich in der Wintersaison geöffnet und liegt direkt an den Pisten von Zürs im grössten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs, mit Schneesicherheit bis weit ins Frühjahr. Auf bis zu 2800 Metern Höhe erleben die Gäste hochalpine Winterlandschaften, während Freerider die Tiefschneeabfahrten geniessen. Ski-in- / Ski-out-Komfort, private Skiguides mit jahrzehntelanger Erfahrung und die resorteigene Filiale von Sport Brändle für professionelle Ausrüstung sorgen für unvergessliche Skierlebnisse. Alternativ werden auch Winteraktivitäten wie Touren mit Schneeschuhen, Rodel oder Langlaufski angeboten. Zudem können die Gäste auf der sonnigen Terrasse direkt an der Piste Entspannung finden.

Direkt an der Piste gelegen, vereint der Zürserhof sportliche Freiheit mit entspannter Exklusivität für alle Generationen. Der Zürserhof ist mit seinen Gästen gewachsen, getragen von engagierten Mitarbeitenden und geführt von einer Familie, die seit 70 Jahren das Wesentliche bewahrt und den Wandel gestaltet. Ein Ort, der bleibt, weil er sich bewegt.

Mit seinem 70-jährigen Jubiläum und der Mitgliedschaft bei den Leading Hotels of the World unterstreicht der Zürserhof seine Rolle als exklusives, familiengeführtes Resort. Gäste aus aller Welt schätzen die Kombination aus gelebter Tradition, zeitgemässem Komfort und diskretem Luxus, welche das Haus seit Jahrzehnten zu einer festen Grösse im alpinen Wintertourismus macht.

WWW.ZUERSERHOF.AT

EXKLUSIVES REFUGIUM IN LECH AM ARLBERG

Wenn der erste Schneefall das Wintermärchen in Lech am Arlberg einläutet, öffnet jeweils das luxuriöse Boutique-Hotel Severin*s –The Alpine Retreat seine Pforten. Das Hideaway mit neun stilvollen Suiten und dem zweistöckigen Chalet «Residence» bietet viel Raum für Privatsphäre, Erholung und alpinen Luxus auf höchstem Niveau.

SEVERIN*S –THE ALPINE RETREAT

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Hotel Severin*s – The Alpine Retreat

Umrahmt von verschneiten Gipfeln in einem der bekanntesten Skigebiete des deutschsprachigen Raums, wirkt das Severin*s – The Alpine Retreat wie eine zweite Heimat: ruhig, entschleunigt und zugleich mitten im Wintergeschehen. Das authentische Retreat-Erlebnis steht dabei im Mittelpunkt, fernab von touristischer Hektik und mit einem tiefen Verständnis für herausragenden Service.

In exklusiver Berghanglage geniesst man hier den ganz persönlichen und familiären Wohlfühlurlaub mit Schneegarantie. Der 415 Quadratmeter grosse Spa-Bereich mit Innenpool, Saunen und Fitnessraum lädt zum Abschalten ein und bietet Entspannung für alle Sinne. Küchenchef Marius Pieper und sein Team kreieren im stilvollen Restaurant eine authentisch-österreichische Küche –eine Hommage an die Region, saisonal und kreativ interpretiert. Mit Blick auf die verschneiten Gipfel der Lecher Alpen, umgeben von klarer Bergluft und wohltuender Stille, entsteht ein Raum, in dem man ganz bei sich ankommt. Ob in einer der neun stilvollen Suiten, im grosszügigen Chalet mit holzverkleideten Wänden und gemütlichen Leseecken am Kamin oder auf den verwunschenen Spazierwegen, die direkt vor der Tür beginnen –jeder Ort strahlt eine tiefe Ruhe aus. Statt festgelegter Programme und standardisierter Wellnessroutinen setzt das Severin*s – The Alpine Retreat auf eine neue Form des Rückzugs: Hier gibt es keine starren Abläufe, sondern die Freiheit, dem eigenen Rhythmus zu folgen und genau den Raum zu finden, den man wirklich braucht. Der grosszügige Spa-Bereich mit Innenpool, Fitnessraum und verschiedenen Saunen fügt sich harmonisch in das Konzept des Hauses ein und schafft einen Ort der Erholung, an dem Körper und Geist tief entspannen. Im Restaurant des Hauses geniessen die Gäste eine kreative Küche mit regionalen Zutaten, die nicht nur den Gaumen verwöhnt, sondern auch das Wohlbefinden stärkt. Rund um die Uhr sorgt das aufmerksame Serviceteam für eine Atmosphäre voller Leichtigkeit. Mit dezentem Gespür für Perfektion erfüllt es jeden Wunsch und schafft so den idealen Rahmen, um loszulassen, abzuschalten und den eigenen Freiraum zu geniessen. Das Refugium ist Mitglied der renommierten Hotelvereinigung «Small Luxury Hotels of the World». Es zählt zu den weltweit führenden Luxus-Boutique-Hotels in Lech und wurde mit zwei Michelin-Schlüsseln ausgezeichnet.

WWW.SEVERINS-LECH.AT

Autor_Detlef Berg

Bilder_Lungarno Collection

Exzellenz Leidenschaft

Die Hotelikonen in Florenz, Rom und Mailand tragen nicht den Namen des berühmten Schuhmachers Salvatore Ferragamo, würden aber ohne ihn nicht existieren.

Modebewusste Damen und Herren in aller und schätzen sie – die exklusiven, hochwertigen Schuhe, Handtaschen und Accessoires von Ferragamo. Das italienische Modehaus wurde 1927 in Florenz gegründet. Doch die Erfolgsgeschichte des Modeschöpfers begann bereits in den goldenen 1920er-Jahren, als er in Hollywood berühmte Diven wie Marlene Dietrich oder Greta Garbo mit seinen massgefertigten Produkten ausstatten durfte.

Weltruhm erlangte die Marke schliesslich durch die Filmikone Audrey Hepburn in den 1950er-Jahren. Salvatore Ferragamo starb 1960 im Alter von nur 62 Jahren, doch sein Name lebt weiter. Das Multimillionen-Dollar-Unternehmen befindet sich weiter im Familienbesitz und ist in den wichtigsten Metropolen der Welt mit seinen Produkten vertreten. Das Angebot wurde im Laufe der Jahre um Brillen, Uhren, Parfüms und Konfektionslinien erweitert.

Salvatore Ferragamo schwamm in Amerika auf einer Welle des Erfolgs, als er 1927 nach Florenz kam. 1938 eröffnete er in der Via Tornabuoni sein erstes Geschäft, in der sich heute die exklusivsten Einkaufsadressen der Stadt befinden. Und in diesem Geschäft empfing er Hollywood-Stars, Aristokraten und Diplomaten aus aller Welt. Sie erlebten hier die toskanische Gastfreundschaft und die natürliche Herzlichkeit der Familie, die schnell weltweit bekannt wurde.

Seit 1995 hat die Ferragamo-Familie auch eine Hotelkollektion. Die Lungarno Collection umfasst derzeit sechs Hotels in Florenz, Rom und Mailand. Alle Häuser zeichnen sich durch eine individuelle Gestaltung aus und spiegeln den hohen Anspruch der Familie Ferragamo an Kreativität, Stil und Eleganz wider.

Wir hatten in Florenz die Gelegenheit, mit Valerio Antonioli, der beim Familienunternehmen Ferragamo für die Hotels der Lungarno Collection verantwortlich ist, zu sprechen.

PRESTIGE: Herr Antonioli, woher kommt die Idee der Ferragamo-Familie für eigene Hotels?

VALERIO ANTONIOLI: Salvatore Ferragamo hat immer wieder Kunden in unsere Showräume in Florenz eingeladen. Er wollte sie in persönlicher und privater Atmosphäre empfangen und beherbergen. Da lag es für die Familie nahe, an ein eigenes Hotel zu denken, das mehr als nur eine Herberge sein sollte.

Den Anfang machte im Oktober 1995 das Hotel Lungarno in Florenz. Richtig, mit diesem Fünf-SterneHotel begann vor 30 Jahren die Geschichte der Lungarno Collection. Lungarno bedeutet übrigens «am Ufer des Arno», und in dieser Bestlage befindet sich das Hotel. Als Wiege der Renaissance und als Symbol italienischer Kultur beeinflusst Florenz unsere Arbeit – Kreativität, Handwerkskunst und Leidenschaft. Diese Prinzipien leiten uns nicht nur bei unserer Mode, sie sind auch Massstab für das Wohlbefinden unserer Hotelgäste.

War das Lungarno somit der Auftakt zu einer Erfolgsgeschichte?

Ja, unsere Familie hat sich dann rasch für eine Erweiterung der Hotelgruppe entschieden. Besonders stolz sind wir auf unsere drei Portrait-Hotels. Das erste PortraitHotel öffnete 2006 in Rom seine Türen. Es befindet sich in einer Stadtvilla in der Via Condotti. 2014 kam das Portrait Florenz dazu, wunderbar am Arno und unmittelbar am Ponte Vecchio gelegen. Unser derzeit jüngstes Portrait Milano hat im Dezember 2022 im ehemaligen erzbischöflichen Seminar in Mailand eröffnet.

Was zeichnet die Portrait-Hotels aus?

Das Wort Portrait steht für Individualität. Von Anfang an war es unsere Vision, luxuriöse Gastfreundschaft durch neu definierte persönliche Erfahrungen zu bereichern. Es sind auch die aussergewöhnlichen Standorte der Hotels, die die Geschichte der Stadt aufgreifen und die wir durch eine darauf abgestimmte Innenarchitektur auch in allen Räumen der Hotels aufleben lassen.

LUXURY COLLECTION –

THE EDINBURGH GRAND ST. ANDREW SQUARE

The Edinburgh Grand, a Luxury Collection Hotel, feiert sein Markendebüt in Schottland. Das neoklassizistische Wahrzeichen am renommierten St Andrew Square war ursprünglich der Hauptsitz der Royal Bank of Scotland. Heute verbindet das Hotel historischen Glanz – geprägt von geschwungenen Treppenaufgängen und Sprossen fenstern – mit modernen Interieurs, inspiriert von den reichen Texturen Schottlands.

CZTCELEBRITY CRUISES RIVER – FREISCHWEBENDE DINING-PODS ÜBER DEM WASSER

Die Zukunft der Flusskreuzfahrt ist da. Celebrity River Cruises bringt transformative Schiffe mit speziellen Decks, die die ersten freischwebenden Dining-Pods auf Flussschiffen bieten, auf Rhein und Donau. Die Gäste können sich auf geräumige Kabinen, unvergleichliche Gastronomie und die charakteristische gehobene CelebrityGastfreundschaft freuen.

WZANNIER BENDOR –FRANZÖSISCHE PRIVATINSEL

Eine der am meisten erwarteten Eröffnungen Europas, Zannier Bendor, wird im Frühjahr 2026 auf der französischen Privatinsel Île de Bendor debütieren. Die sieben Hektar grosse Insel wurde 1950 von Pastis-Pionier Paul Ricard zum Leben erweckt und in einem fünfjährigen Umbau neu gestaltet. Das Dorf im provenzalischen Stil wird als elegantes Boutique-Hotel mit 93 Zimmern an drei Standorten wiedereröffnet, komplett mit einem ganzheitlichen Wellness-Spa, einem Beach-Club, einem Tauchzentrum und acht Restaurants.

W NEW YORK UNION SQUARE –WIEDERGEBURT EINES WAHRZEICHENS

Ein ikonisches New Yorker Wahrzeichen erfindet sich neu und treibt die weltweite Markenentwicklung von W Hotels voran – mit raffiniertem Design, luxuriöser (ungezwungener) Gastlichkeit und einem anspruchsvollen Whatever/Whenever-Ansatz, der perfekt auf die Bedürfnisse der Reisenden von morgen zugeschnitten ist. Das legendäre 256-Zimmer-Hotel im Herzen von New York City wird neues Aushängeschild der Luxus-Lifestylemarke W Hotels.

WUSSTEN SIE

SCHON ...?

NEWYORK

Autor_Urs Huebscher

New York ist keine Stadt, sondern ein Erlebnis. Eine Kombination aus Chaos und Inspiration, aus rennenden Menschen, Hupen, Wolkenkratzern und Cafés an der Ecke, aus Energie, die man spürt, ohne etwas zu tun. New York ist ein Ort, an dem man sich fühlt, als wäre man schon einmal dagewesen, weil man ihn in Hunderten von Filmen gesehen hat. Aber wenn man ankommt, merkt man, dass er anders ist, als man ihn sich vorgestellt hat.

Bevor New York die «Hauptstadt der modernen Welt» wurde, war sie eine holländische Siedlung namens New Amsterdam. Sie wurde 1664 von den Briten erobert und nach dem Herzog von York in New York umbenannt. Und auch wenn es heute scheint, als würde die Wolkenkratzer von Manhattan drehen, hat die Stadt eine alte komplizierte Geschichte. die erste Hauptstadt der Staaten, und 1789 wurde hier Washington als erster Präsident Island und die FreiheitsstaSymbole der Einwanderung und Millionen von Menschen Suche nach einem besseren hierhergekommen. New York war ein Tor zu etwas Grösserem.

DIE STADT, DIE

AUSSIEHT WIE KEINE ANDERE IN DEN USA

Deshalb finden Sie hier ganze Viertel, die von Italienern, Juden, Iren, Dominikanern, Chinesen oder Ukrainern und vielen anderen bewohnt werden. Jeder hat auf die eine oder andere Weise seinen Platz gefunden.

Manhattan ist das Herz der Stadt und der Ort, an dem sich die meisten der bekanntesten Symbole befinden: Central Park, Times Square, Empire State Building, Broadway, Wall Street, Ground Zero. Aber New York ist so viel mehr. Es bedeutet auch Brooklyn mit seiner ikonischen Bridge und dem Hipster-Vibe. Es bedeutet Queens, mit Restaurants aller Nationalitäten. Gemeint ist damit die Bronx, die Wiege der Hip-Hop-Kultur, und Staten Island auf dem Weg zur Freiheitsstatue.

Die Stadt hat eine Energie, die nie aufhört. Im wahrsten Sinne des Wortes: Die U-Bahn fährt pausenlos, genau wie das Leben. Sie können um Mitternacht ausgehen und finden immer etwas Offenes: einen Diner, ein Off-Broadway-Theater, eine Rooftop-Bar oder eine Buchhandlung.

Kultur ist überall. Ob es sich um das MET oder das MoMA (wo wir auch Brancusi finden können), Live-Jazz in einem Keller oder eine spontane Show im Central Park handelt – man hat das Gefühl, immer fünf Minuten von etwas entfernt zu sein. Und doch kann man inmitten all dessen auch Ruhe finden, auf einer Bank im Park sitzen und die Welt an sich vorbeiziehen sehen. Was ich faszinierend finde, ist, dass jeder spürt, dass er hierher gehört. Es spielt keine Rolle, woher du kommst, welche Sprache du sprichst, wie du aussiehst. New York hat Platz für alle. Und selbst wenn du nicht lange bleibst, gehst du mit einem Teil davon in dir. Und mit dem Gedanken, dass du wiederkommen wirst. Nicht umsonst ist es auch die bevölkerungsreichste Stadt der USA – über 8.3 Millionen Menschen leben allein in der Stadt und über 20 Millionen Menschen sind es im Grossraum – und eine der vielfältigsten der Welt: Über 800 Sprachen werden hier gesprochen!

ISABEL

BARRETO

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Mujeres en la Historia

Eine Pionierin voller Freiheit und Mut, die es schaffte, als erste Frau in der Geschichte den Titel eines Admirals zu erlangen.

Bis heute birgt das faszinierende Leben von Isabel Barreto mehr Unbekanntes als Gewissheiten. Es gibt kaum ein Porträt von ihr, und alles, was über diese Pionierin voller Freiheit und Mut mit dem Wunsch, die Welt zu erobern, bekannt ist, stammt kurioserweise aus der Feder ihres schlimmsten Feindes, des Entdeckers Pedro Fernández de Quirós. Die Vermutungen über Isabel Barreto beginnen mit ihrem Geburtsort. Einige vermuten ihn in der galicischen Stadt Pontevedra. Ob wahr oder nicht, die meisten Quellen deuten darauf hin, dass Isabel Barreto um 1567 in Lima in eine wohlhabende Kaufmannsfamilie hineingeboren wurde, die den Eliten des Vizekönigreichs von Peru sehr nahe stand. Dort lernte sie ihren ersten Ehemann kennen, Álvaro de Mendaña, den Gouverneur der Salomonen.

Dieser Titel wurde ihm verliehen, weil er als erster Europäer das Land betreten hatte, das er auf der Suche nach Reichtümern jedoch noch einmal erkunden wollte.

Ihre Heirat fand 1586 statt, in dem Jahr, in dem sich das Leben von Isabel Barreto auf den Pazifischen Ozean konzentrierte, da ihre Mitgift auf ihren Wunsch hin zur Finanzierung einer Reise zur Erkundung der Salomonen verwendet wurde.

Álvaro de Mendaña und Isabel Barreto gelang es, rund 400 Personen zusammenzubringen, die an Bord von vier Schiffen zu den Salomonen aufbrachen, um eine Reise zu unternehmen, die sich als ereignisreicher herausstellte als erwartet. Trotz allen Widrigkeiten erreichte die Expedition drei Monate später ihr Ziel, genauer gesagt die Insel Santa Cruz, das heutige Ndende.

Kurz nach der Ankunft auf den Salomonen starb Álvaro de Mendaña an Malaria. In seinem Testament ernannte er Isabel Barreto zur Anführerin des Archipels und den Bruder seiner Frau, Lorenzo Barreto, zum Admiral der Expedition. Lorenzo Barreto verlor jedoch nur wenige Tage später sein Leben bei einem Gefecht mit den Ureinwohnern der Region.

Danach übernahm Isabel Barreto das Kommando und wurde damit die erste Frau in der Geschichte, die den Titel einer Admiralin trug. Ihre erste Entscheidung war nichts anderes, als auf eine dreimonatige Reise nach Manila zu gehen, auf der sie sich gegen eine dezimierte, zur Meuterei bereite Besatzung durchsetzen musste. Sie tat dies mit einer strengen Rationierung der Lebensmittel, die laut der Chronik des Lotsen des Schiffes, Pedro Fernández de Quirós, nicht nur die Aufgabe von zwei Schiffen bedeutete, die Teil dieser Expedition waren, sondern ihn auch das Leben kosten sollte.

Isabel Barreto und der Rest der Besatzung, der der ersten Admiralin der spanischen Marine treu geblieben war, erreichten im Februar 1596 Manila, wo Isabel Barreto vom Gouverneur Gómez Pérez das Mariñas mit Ehren empfangen wurde. Einige Monate später heiratete Isabel Barreto, die unbedingt wieder aufs Meer hinausfahren und die ererbten Ausbeutungstitel geltend machen wollte, den Neffen des Gouverneurs von Manila, Fernando de Castro. Zusammen mit ihm kehrte sie nach Peru zurück, um eine neue Expedition zu den Salomonen zu organisieren. Das Problem war: Sie entdeckte, dass ein ehemaliger Gefährte, Pedro Fernández de Quirós, die Erkundungslizenzen erhalten hatte, die die erste Frau in der Geschichte, die Admiral wurde, als die ihrigen ansah.

Angesichts dieser Situation zog Isabel Barreto vor Gericht und kämpfte jahrelang für ihre Rechte, obwohl sie nie den gewünschten Effekt erzielte. Vor ihrem Tod am 3. September 1612 segelte sie auch nicht mehr in die peruanische Stadt Castrovirreyna, eine Stadt, deren Gouverneur ihr dritter und letzter Ehemann, Fernando de Castro, war – aber das ist eine andere Geschichte.

DIE ERSTE ADMIRALIN DER SPANISCHEN MARINE

EIN CHAMPAGNERERLEBNIS

ZUM

ÜBERNACHTEN

Das Cuvée J2 Hôtel Osaka by Onko Chishin in Japan ist ein thematisch durchgestaltetes Haus, bei dem jede Etage einer renommierten Champagnermarke gewidmet ist – exklusiv, elegant und stilvoll minimalistisch.

Autor_Urs Huebscher
Bilder_ Cuvée J2 Hôtel OSAKA by Onko Chishin

Heutzutage kann man Champagner problemlos in Restaurants und Bars geniessen, aber bis vor einigen Jahrzehnten gab es in Japan nur wenige Orte, an denen man ihn zwanglos trinken konnte. Kazuto Yamamoto, ein zertifizierter Senior-Sommelier, besuchte Frankreich viele Male und hatte seit vielen Jahren den Wunsch, «eine Champagnerkultur in Japan zu schaffen». Schliesslich gründete er 2012 «Liyan d’Or de Champagne» mit dem Ziel, die Champagnerkultur in Japan zu verbreiten. Seither organisiert man eine der grössten Champagnerveranstaltung in Japan und führt Champagner-Festivals an verschiedenen Orten durch. Dann stand ein Plan für ein neues Businesshotel in Osaka eines Investors im Raum, das auf die Inbound-Nachfrage abzielte. Allerdings sind in Osaka immer viele Hotels im Bau, und selbst wenn man ein einfaches Businesshotel baut, ist die Konkurrenz gross und man kann sich nicht differenzieren, so Yamamoto. Der Investor erfuhr, dass Herr Yamamoto ein wichtiger Mann in der Champagnerwelt mit Sitz in Osaka ist, und sprach ihn auf das Hotel an.

ERLEBNIS CHAMPAGNERZIMMER

Kazuto Yamamoto entwickelte ein Konzept, welches Klima, Architektur, Geschichte, Essen, Kultur und die Menschen des Landes vereinen soll. Das Hotel sollte sich auf diese Konkretheit konzentrieren, diese aus unserer Sicht entwirren, um sie als Hotel auszudrücken.

Das führte zur Entstehung des Champagnerhotels «Cuvée J2 Hôtel Osaka», das niemand nachahmen kann – denn er arbeitete persönlich an dem Projekt mit französischen Champagnerproduzenten zusammen, um dieses einzigartige Hotel zu erschaffen –ein Hotel ohne Reproduzierbarkeit. Das Hotel wurde unter seiner vollständigen Kontrolle realisiert und Cuvée J2 ist nun das erste offizielle Champagnerhotel der Welt.

Alle elf Gästezimmer wurden in Zusammenarbeit mit elf renommierten Champagnerproduzenten realisiert und ermöglichen es den Gästen, die Welt des Champagners, die Geschichte und die Kultur jedes Champagnerherstellers von dem Moment an zu erleben, in dem sie die Zimmer betreten. Das Penthouse im 14. Stock ist zum Beispiel ein Kollaborationsraum mit «Bollinger», der im Film «007» mitspielte und von James Bond geliebt wurde. Auf den anderen Etagen kann in jedem Zimmer die Welt der Champagner verschiedener Hersteller genossen werden. Jeder Gast erhält ein besonderes Geschenk wie eine Nachricht des Hauses oder eine repräsentative Flasche Champagner.

Kazuto Yamamoto meint dazu: «Ich hoffe, dass Sie einen Moment lang in die Freude des Anstossens und das Nachleuchten wunderschöner Champagnerblasen eintauchen und dabei das Drama und die Geschichte verschiedener Hersteller erleben werden.»

Autor_Urs Huebscher Bilder_Maradiva

ULTIMATIVE ROLLS-ROYCEPICKNICK DAS

An der idyllischen Südwestküste von Mauritius lädt das Maradiva Villas Resort & Spa zu einem aussergewöhnlichen Erlebnis ein. Vor der atemberaubenden Kulisse des UNESCO-geschützten Berges Le Morne Brabant entfaltet sich ein exquisiter Aufenthalt –eine harmonische Verbindung aus Luxus, Abenteuer und kulinarischer Kunst. Eintauchen in die Welt der Eleganz mit dem exklusiven Rolls-Royce- PicknickErlebnis, bei dem jeder Moment mit höchster Sorgfalt für anspruchsvolle Gäste gestaltet wird.

Dieses Erlebnis, das für Paare oder Gruppen von bis zu vier Gästen konzipiert ist, beginnt mit dem Moment, in dem der Gast in den Rolls-Royce Phantom einsteigt. Mit seinem leisen Motor und dem unvergleichlichen Federungssystem fühlt sich die Fahrt an, als würde das Fahrzeug schwebend über die Landschaft gleiten. Ein persönlicher Chauffeur navigiert gekonnt durch die abwechslungsreiche Landschaft der Insel, vorbei an dramatischen Klippen und ruhigen Stränden. Durch die Panoramafenster entfaltet sich ein beeindruckendes Schauspiel: endlose Zuckerrohrfelder, lebendige Dörfer und türkisfarbene Lagunen – eine visuelle Symphonie, die die Reise selbst zu einem unvergesslichen Genuss macht.

EIN ERHABENES GOURMET-ERLEBNIS

Im Mittelpunkt dieses exklusiven Erlebnisses steht ein Michelinprämiertes Gourmetpicknick – ein Meisterwerk kulinarischer Raffinesse. Präsentiert in einem ikonischen Rolls-Royce-Picknickkorb, gefertigt aus feinstem Sattelleder, geöltem Teakholz und poliertem Aluminium, definiert diese exquisite Mahlzeit das Essen unter freiem Himmel völlig neu. Serviert auf Wedgwood-Porzellan, handgefertigtem englischem Silberbesteck und Ajka-Kristallgläsern, wird jede Kostprobe zu einem Ausdruck erstklassiger Handwerkskunst und macht aus dem Picknick ein Fest der Opulenz. Doch die kulinarische Reise endet hier nicht. In Zusammenarbeit mit dem «Les Clefs d’Or»-Concierge-Service des Resorts können die Gäste ihr gastronomisches Erlebnis über das RollsRoyce-Abenteuer hinaus erweitern. Ob ein privates Candle-LightDinner auf dem Deck einer Luxusyacht, eine exklusive Strandsoirée unter einem Sternenhimmel oder ein vom Chefkoch kuratiertes Menü inmitten tropischer Natur – jeder Moment wird bis ins kleinste Detail perfektioniert. Dies ist mehr als nur ein Dinner – es ist eine Feier der Sinne, geschaffen für Erinnerungen, die lange über den letzten Schluck Champagner hinaus fortbestehen.

© Anelia Janeva

EIN RÜCKZUGSORT JENSEITS DER VORSTELLUNGSKRAFT

Nach einem Tag voller unvergleichlichem Luxus erwartet die Gäste die Ruhe der privaten Villen im Maradiva – jede ein Inbegriff von Exklusivität und Entspannung. Mit einer Grösse von bis zu 345 Quadratmetern bieten diese Rückzugsorte beheizte Privatpools, Open-Air-Duschen und üppige tropische Gärten – die perfekte Kombination aus Abgeschiedenheit und Eleganz. Um das Erlebnis noch weiter zu veredeln, steht in jeder Villa ein persönlicher Butler zur Verfügung, der einen massgeschneiderten Service garantiert. Hier verlangsamt sich die Zeit, und die Harmonie aus mauritischer Gelassenheit und modernem Luxus schafft eine Atmosphäre, in der sanfte Lüftchen und die Wellenbewegungen im Pool zur Kunst der Entspannung beitragen.

Vor mehr als einem Jahrhundert war Mark Twain von Mauritius verzaubert und schrieb: «Mauritius wurde zuerst erschaffen, dann das Paradies; und das Paradies wurde nach Mauritius kopiert.» Angesichts der atemberaubenden Landschaften und der herzlichen Gastfreundschaft lässt sich dem nur zustimmen. Im Maradiva wird jeder Moment zu einem Erlebnis, das nicht nur gelebt, sondern für immer geschätzt wird.

WWW.MARADIVA.COM

17ET AP PEN

SORGEN FÜR GLOBALE ENTDECKUNGEN

Die Weltreise 2027 von Oceania Cruises führt über sechs Kontinente mit tiefen kulturellen Erlebnissen.

Oceania Cruises lädt Reisende an Bord der luxuriösen Oceania Vista ein, die Welt 2027 auf einzigartige Weise zu entdecken. Die 244-tägige Reise –wahlweise von 127 Tagen bis zu mehr als acht Monaten – ist in 17 sorgfältig konzipierte Abschnitte von neun bis 20  Tagen unterteilt. Somit haben die Gäste die Möglichkeit, die Welt nach eigenem Tempo und persönlichen Vorlieben zu erleben. Mit über 125 Häfen in 53 Ländern ist die Reise mehr als eine Weltreise – sie ist ein sorgfältig komponiertes Mosaik aus Kulturen, Kulinarik und Küsten. Im Geiste von «Your World. Your Way®» können die Gäste ihre Reise nach eigenem Zeitplan gestalten und geniessen den Luxus, ihre ideale Route zu wählen – von atemberaubenden Zielen über kleine, intensive Landausflüge bis hin zur stets inkludierten Auswahl an GourmetSpezialitätenrestaurants an Bord.

Auf den einzelnen Etappen führt Oceania Cruises seine Gäste von den funkelnden Skylines in Miami und Los Angeles zu den smaragdgrünen Gipfeln und kristallklaren Lagunen Französisch-Polynesiens, weiter zu den pulsierenden Metropolen und üppigen Landschaften Asiens und schliesslich zu den begehrtesten Häfen Europas – stets begleitet von dem für Oceania Cruises typischen Luxus mit Komfort und Raffinesse. Während der Reise dient die Oceania Vista als luxuriöse Basis, die raffinierten Komfort mit einer einladenden Atmosphäre verbindet. An Bord erwarten die Gäste geräumige Unterkünfte mit Veranda, aufmerksamer, intuitiver Service und exquisite kulinarische Erlebnisse, darunter vier stets im Preis enthaltene Spezialitätenrestaurants: Toscana, das charakteristische italienische Restaurant der Reederei; Red Ginger, das panasiatische Restaurant; Jacques, das klas -

sische und moderne französische Bistrogerichte serviert; und das Steakhaus Polo Grill. Darüber hinaus bietet das Schiff bereichernde Aktivitäten wie praxisnahe Kochkurse im Culinary Center, Kunstworkshops im Artist Loft sowie spannende Gastvorträge, ergänzt durch ruhige Rückzugsorte wie die Bibliothek auf dem Oberdeck und das Aquamar® Spa + Vitality Center mit seiner friedvollen Terrasse.

HÖHEPUNKTE DER WELTREISE 2027

Treasures of Two Oceans: 15 Tage von Miami nach Los Angeles mit Zwischenstopps in George Town (Kaimaninseln), Cartagena (Kolumbien), Puerto Quetzal (Guatemala), Acapulco und Cabo San Lucas (Mexiko) sowie San Diego (Kalifornien).

Idyllic Pacific Wonders: 18 Tage von Los Angeles nach Papeete mit Besuchen in Kahului, Maui, Nawiliwili, Kauai, Honolulu, Oahu, Hilo, Hawaii, Bora Bora, Raiatea und Moorea (Französisch-Polynesien).

Koalas to Komodos: 15 Tage von Sydney nach Bali, mit einer Übernachtung in Cairns und Darwin (Australien) und Besuchen in Sydney, Mooloolaba und Whitsunday Island (Australien) sowie Komodo, Lombok und Bali (Indonesien).

Koi Ponds to Kimonos: 13 Tage von Hongkong nach Tokio, mit einer Übernachtung in Shanghai (China) und Besuchen in Seoul (Südkorea) sowie Nagasaki, Hiroshima, Kochi, Kyoto und Shimizu (Japan).

Archipelagos of the East: 15 Tage von Tokio nach Singapur, mit einer Übernachtung in Singapur, Besuchen in Miyakojima (Japan), Taipeh und Kaohsiung (Taiwan), Manila, Coron und Puerto Princesa (Philippinen) sowie Muara (Brunei).

Arabian & Aegean Gems: 20 Tage von Doha nach Athen, mit einer Übernachtung in Luxor (Safaga), Ägypten, Besuchen in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), Salalah (Oman), Jeddah (Saudi-Arabien), Aqaba (Jordanien), Sharm el Sheikh und Ain Sokhna (Ägypten), Limassol (Zypern), Rhodos (Griechenland) und Ephesus (Türkei).

Caesars & Conquistadors: neun Tage von Rom nach Lissabon, mit Besuchen in Florenz, Pisa und der Toskana (Italien), Monte Carlo (Monaco), Barcelona, Palma de Mallorca, Granada und Sevilla (Spanien) sowie Gibraltar (Vereinigtes Königreich).

Charms of Northern Europe: elf Tage von Paris nach Kopenhagen, mit einer Übernachtung in Kopenhagen (Dänemark), mit Besuchen in London (Vereinigtes Königreich), Brügge (Belgien), Amsterdam (Niederlande), Kristiansand und Oslo (Norwegen), Aarhus (Dänemark), Kiel (Deutschland) und Helsingborg (Schweden).

Untamed North Atlantic: 17 Tage von Reykjavik nach New York, mit Besuchen in Grundarfjordur (Island), einer Kreuzfahrt durch den Prince Christian Sound, Paamiut und Nuuk (Grönland), Corner Brook (Neufundland), Charlottetown (Prince Edward Island), Sydney und Halifax (Nova Scotia) sowie Boston, Massachusetts (USA).

WWW.OCEANIACRUISES.COM

ITALIA! CIAO

ITALIENISCHES LEBENSGEFÜHL MIT VIVA UNIQUE

Autor und Bilder_VIVA Cruises

Ab Mai 2027 beginnt für VIVA Cruises ein neues Kapitel: Mit der VIVA Unique erweitert sich die Produktlinie VIVA Boutique um ein zweites Schiff – und enthüllt zugleich eine faszinierende neue Destination: Italien.

Dabei sind die Routen eine Hommage an die Vielfalt und Schönheit des Landes: Venedig, die unvergleichliche Lagunen metropole, verzaubert mit ihrer Mischung aus Geschichte, Pracht und dem Glitzern unzähliger Kanäle. Ganz in der Nähe liegt Chioggia – das charmante «kleine Venedig», wo Fischerboote sanft im Hafen schaukeln und das Leben spürbar entspannter verläuft.

In Bologna entfaltet sich ein wahres Fest für die Sinne: mittelalterliche Arkaden, lebendige Plätze und kulinarische Köstlichkeiten, die die italienische Lebensart in all ihren Facetten widerspiegeln. Cremona hingegen begeistert durch seine musikalische Tradition und den weltberühmten Geigenbau, eingebettet in eine Altstadt, die zum Flanieren einlädt. Und schliesslich wartet Verona, die Stadt der Oper, der römischen Arena und der wohl bekanntesten Liebesgeschichte aller Zeiten – ein Ort voller Emotionen und grosser Kultur.

EXKLUSIVES LEBEN AN BORD

Mit nur 104 Gästen in 52 Kabinen bietet die VIVA Unique ein privates Ambiente mit viel Raum für Exklusivität. Wie schon beim ersten Boutique-Schiff, der VIVA Beyond, das ab Mai 2026 auf der Seine zu Hause ist, sind mehr als die Hälfte der Kabinen grosszügige Suiten mit bis zu 30 Quadratmetern Grösse.

An Bord erwartet die Gäste zudem das umfassende VIVA All-inclusive, das keine Wünsche offenlässt. Die Kulinarik erreicht dabei eine neue Dimension: Gleich drei Restaurants eröffnen eine Vielfalt an Genussmomenten. Im «Moments» erleben die Gäste Fine Dining auf höchstem Niveau – kreative GourmetKompositionen aus besten regionalen und saisonalen Zutaten, inspiriert von der italienischen Küche und modern interpretiert. Erlesene Weine, exzellenter Service und eine unvergleichliche Atmosphäre machen das Erlebnis vollkommen.

Auch die neue «VIVA’s Trattoria» lädt zum Verweilen ein: Hier stehen authentische italienische Spezialitäten und mediterrane Köstlichkeiten im Mittelpunkt, serviert in legerem Rahmen –ganz im Zeichen des Dolce Vita.

UNVERGESSLICHE EINDRÜCKE VON KUNST, KULTUR UND ITALIENISCHEM LEBENSGEFÜHL

EINE REISE DURCH LAGUNE UND ZEIT

KUNST, GENUSS UND KULTUR

Mit VIVA Boutique setzt VIVA Cruises auf individuelle Reiseerlebnisse, die weit über das klassische Kreuzfahrterlebnis hinausgehen. Jeder Aufenthalt ist auf die Interessen der Gäste abgestimmt: Drei Erlebniswelten – Kunst, Kultur & Lifestyle oder Kulinarik –setzen individuelle Akzente und machen jede Reise zu einem massgeschneiderten Erlebnis. So wird Italien von der Lagune Venedigs bis in die Emilia Romagna auf ganz besondere Weise erlebbar –und steht ganz im Zeichen des jeweiligen Themas.

DIE AROMEN ITALIENS

Diese Reise ist eine Einladung, Italien mit allen Sinnen zu erleben: Von der glitzernden Lagune Venedigs bis in die sanfte Flusslandschaft des Po-Deltas verbindet sich auf dieser Kreuzfahrt mediterranes Lebensgefühl mit kulinarischen Höhepunkten.

Eine Hommage an die Schönheit, Eleganz und Vielfalt Norditaliens: Von der ersten Panoramafahrt durch die venezianische Lagune bis zum letzten Espresso am Rialto-Markt erwarten die Gäste unvergessliche Eindrücke von Kunst, Kultur und italienischem Lebensgefühl.

AUF DEN SPUREN ITALIENISCHER MEISTER

Eine Leinwand, auf der Italien seine schönsten Meisterwerke entfaltet. Von den glanzvollen Palästen Venedigs bis zu den Geigenklängen Cremonas erleben die Reisenden eine Woche, in der Kunst, Geschichte und Lebensfreude untrennbar miteinander verschmelzen.

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EIN VERBORGENES JUWEL

DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK

Autorin_Nathalie Becker

Bilder_The Ocean Club Costa Norte

Eingebettet in die unberührten Strände von Sosúa, erhebt sich das Luxusresort «The Ocean Club, Costa Norte» als eines der exquisitesten Refugien der Karibik. Raffiniertes Design und erstklassige Gastronomie schaffen hier einen intimen Rückzugsort voller Genuss und authentischer dominikanischer Kultur.

Umgeben von türkisblauem Wasser und den üppigen Bergen von Puerto Plata, zelebriert das Resort mit einzigartiger Eleganz den warmen Geist der Dominikanischen Republik. Mit nur 64 Suiten und Residenzen, Meeresblick-Penthouses mit privaten Plunge-Pools, grosszügigen Terrassen und voll ausgestatteten Küchen unterstreicht jedes Detail mit seinen handgefertigten Elementen, dem modernen Inseldesign und den atemberaubenden Blicken auf den Ozean die Schönheit der Costa Norte. Die Gäste sind eingeladen, im Signature-Restaurant Aguají unter der Leitung von Chef Tita auf eine kulinarische Entdeckungsreise zu gehen. Als «Champion of Change» von «The 50 Best» ausgezeichnet und zweifache Trägerin des «Two Knives Award» (2024 und 2025) von «The Best Chef Awards», repräsentiert sie eine neue Generation lateinamerikanischer Spitzenköchinnen. Im Aguají interpretiert sie die dominikanische Haute Cuisine neu –nachhaltig, verwurzelt im indigenen Erbe und mit lokalen Zutaten. Das Restaurant arbeitet eng mit der Fischergemeinschaft von Charamicos zusammen, deren Fischer den täglichen Fang direkt vom Meer in die Küche bringen. Dies ist ein Ausdruck tiefer Verbundenheit mit dem Ökosystem und der Kultur der Region. Für Momente der Ruhe steht das Spa by ESPA bereit – das ESPA-Spa der Dominikanischen Republik. Dieses Refugium ganzheitlichen Wohlbefindens bietet massgeschneiderte Behandlungen, inspiriert von einheimischen Pflanzen und der regenerierenden Kraft des Meeres. Durchgeführt werden sie von erTherapeutinnen aus Thailand und Nepal, deren Techniken jahrhundertealten Wellnesstraditionen aus aller Welt stammen. Lage des Resorts an einer sargassumfreien Privatbucht garantiert ruhiges, kristallklares Wasser – ideal zum Stand-upSchnorcheln oder entspannten Schwimmen. Drei eleund üppige tropische Gärten schaffen eine friedliche während der Sun Club Costa Norte by Veuve Clicquot mit gekühltem Champagner, Cabanas am Meer, kuratierter Musik lebhaften, stilvollen Atmosphäre das Lebensgefühl der zelebriert und den perfekten goldenen Nachmittag unter karibischen Sonne ermöglicht. handgefertigten Cocktails in der Baia Lounge bis zu Weinverkostungen in La Cave – jedes Detail verkörEssenz der Luxury Collection: ursprünglich, selten und

CRESCENZIA BIEMANS

Junge Frauen in Toppositionen sind eine Seltenheit. Junge Frauen, die Ökologie und Nachhaltigkeit als oberste Priorität des Unternehmens setzen, sind noch seltener. Crescenzia Biemans ist noch keine 30 Jahre alt und führt das Bucuti & Tara Beach Resort auf Aruba – jenes Hotel, das weltweit als nachhaltigste Unterkunft gilt. Gegründet von ihrem Grossvater, dem Österreicher Ewald Biemans, steht das Resort heute als Symbol für gelebten Umweltschutz im Tourismus.

Autor_Urs Huebscher

Bilder_Bucuti & Tara Beach Resort Aruba

PRESTIGE: Crescenzia Biemans, Sie sind nicht neu im Team des Bucuti & Tara Beach Resort. Was ändert sich für Sie als neue CEO?

CRESCENZIA BIEMANS: Ich war bereits bis anhin in der Geschäftsleitung, jetzt bin ich offiziell CEO mit der täglichen Führungsverantwortung. In meiner Rolle liegt mein Fokus darauf, die Vision und die Werte, die das Bucuti & Tara schon immer geprägt haben, weiterzuführen und sie auch für die Zukunft weiterzuentwickeln. Das bedeutet, dass wir unser Engagement für Gästezufriedenheit, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden vertiefen und sicherstellen, dass unsere Kultur sowohl für unsere Gäste als auch für unsere Mitarbeiter im Mittelpunkt steht.

Wie fühlt es sich an, in die Fussstapfen eines Nachhaltigkeitspioniers zu treten – eines Mannes, der sogar vor den Vereinten Nationen sprach?

Mein Grossvater ist nach wie vor aktiv im Hintergrund involviert, ich bin unglaublich dankbar für seine anhaltende Präsenz und seinen Rat. Was er aufgebaut hat, ist aussergewöhnlich, und es ist eine Ehre, sein Lebenswerk weiterführen zu können. Ich wuchs mit der Bewunderung seines Engagements, seiner Werte und seines unerschütterlichen Glaubens auf, das Richtige für die Menschen und den Planeten zu tun. Anstatt mich unter Druck zu setzen, fühle ich mich inspiriert, das, was er geschaffen hat, zu bewahren und es für die Zukunft weiterzuentwickeln, mit der gleichen Leidenschaft und Zielstrebigkeit, die ihn immer geleitet haben.

Nachhaltigkeit ist im Bucuti & Tara ein sehr grosses Thema. Sie leiten auch die Organisation Tara Eco Supplies, sind Vorstandsmitglied des Umweltausschusses der Aruba Hotel and Tourism Association und Treuhänderin der Caribbean Alliance for Sustainable Tourism. Haben Sie noch Zeit für all diese zusätzlichen Verpflichtungen?

Natürlich! Im Leben geht es darum, zu lernen, Verpflichtungen und Chancen zu priorisieren. Jede dieser Rollen ist durch ein gemeinsames Ziel verbunden, und ich glaube, dass sie sich gegenseitig ergänzen und nicht konkurrieren. Die Ergebnisse sind auf der ganzen Insel sichtbar, wo die nachhaltigen Produkte mittlerweile weit verbreitet sind.

Ihr Werdegang ist bemerkenswert, Ihr rasanter Aufstieg und Ihr beeindruckender Erfolg in der Hotellerie sprechen für sich. Würden Sie sich als jemanden bezeichnen, der wissbegierig ist?

Ja, ich würde mich definitiv als jemanden bezeichnen, der wissbegierig ist, und zwar nicht nur über mein Fachgebiet, sondern über ein breites Spektrum an Themen. Ich glaube, es gibt immer etwas Neues zu entdecken und Wege zu wachsen, sowohl persönlich als auch beruflich. Ich praktiziere auch jeden Tag Dankbarkeit und versuche, jede Erfahrung als Gelegenheit zu sehen, zu lernen, mich zu verbessern und einen positiven Einfluss zu haben.

Der Markt für Luxusreisen boomt. Haben Sie das Gefühl, dass es einen Trend zu «noch mehr Luxus» gibt, oder gönnen sich immer mehr Menschen einfach eine aussergewöhnliche Reise mit einem Aufenthalt in einem Luxushotel?

Ich glaube, dass sich das Konzept von Luxus weiterentwickelt. Wahrer Luxus definiert sich heute nicht mehr über Exzess, sondern über Einfachheit und Authentizität. Es ist das Geschenk von Zeit, Raum, Gelassenheit und Komfort in einer sauberen, schönen Umgebung. Die Menschen fühlen sich zunehmend zu Erlebnissen hingezogen, die Seelenfrieden und ein Gefühl der Verbundenheit vermitteln, und sie sind bereit, in diese Art von sinnvollem Luxus zu investieren.

Luxusurlaub wird oft durch den Standard des Hotels definiert. Was bedeutet ein Luxushotel für Sie?

Für mich definiert sich ein Luxushotel dadurch, wie man sich dort fühlt. Bei wahrem Luxus geht es nicht um Extravaganz, sondern um Fürsorge, Komfort und Authentizität. Es ist ein Ort, an dem jedes Detail sorgfältig gestaltet ist, um Seelenfrieden zu schaffen, an dem sich der Service mühelos anfühlt und an dem sich die Gäste wirklich gesehen und geschätzt fühlen. Bei Bucuti ist Luxus die Harmonie zwischen aussergewöhnlichem Service, Nachhaltigkeit und Gelassenheit und schafft ein Erlebnis, das sowohl die Menschen als auch den Planeten nährt.

Ihr Resort wurde unter die fünf besten Hotels der Welt gewählt und wiederholt als eines der besten Hotels in der Karibik ausgezeichnet. Was ist Ihrer Meinung nach der Grund für diesen Erfolg?

Ohne Zweifel unsere Mitarbeiter – sie sind das Herz und die Seele. Jede Anerkennung, die wir erhalten, ist das Ergebnis ihres unerschütterlichen Engagements, ihrer Freundlichkeit und ihrer Liebe zum Detail. Sie gehen jeden Tag mit Stolz das an, was sie tun, und mit dem echten Wunsch, sinnvolle Erlebnisse für unsere Gäste zu schaffen. Die Leute vergessen vielleicht die Einzelheiten eines Aufenthalts, aber sie vergessen nie, wie Sie sich dabei gefühlt haben. Diese emotionale Verbindung ist das, was Gastfreundschaft wirklich ausmacht, und unser Team verkörpert diesen Geist in allem, was es tut.

Ich glaube auch, dass wir unseren Erfolg mit unseren wunderbaren Gästen teilen, die sich die Zeit nehmen, diese Bemühungen anzuerkennen und ihre Wertschätzung auszudrücken. Ihre Loyalität, Ermutigung und herzlichen Bewertungen motivieren uns, uns kontinuierlich zu verbessern und die höchsten Standards einzuhalten. Bei Bucuti & Tara basiert die Beziehung zwischen unserem Team und unseren Gästen seit jeher auf gegenseitigem Respekt und echter Fürsorge, und das ist es, was uns weiterhin auszeichnet.

Wellness, Nachhaltigkeit und Romantik sind die Schlüsselelemente eines Aufenthalts im Bucuti. Erzählen Sie uns mehr über diese Säulen.

Diese drei Säulen sind die Grundlage für alles, was wir bei Bucuti tun. Nachhaltigkeit steht seit jeher im Mittelpunkt unserer Philosophie und stellt sicher, dass jede Entscheidung, die wir treffen, das Wohlergehen unseres Planeten und unserer Gemeinschaft unterstützt. Wellness weitet die gleiche Fürsorge auf unsere Gäste und Mitarbeiter aus und schafft eine Umgebung, die Körper und Geist durch saubere Luft, nahrhaftes Essen und Räume zum Ausruhen und Erneuern nährt. Romantik ist das natürliche Ergebnis dieser Harmonie, denn wenn Menschen sich in Frieden fühlen, können sie sich wirklich miteinander verbinden.

Das Nachhaltigkeitsprogramm Ihres Resorts umfasst mehr als 400 Aktionspunkte, die alle auf die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung ausgerichtet sind. Darüber hinaus ist es das erste und einzige zertifizierte klimaneutrale Hotel in der Karibik. Schätzen die Gäste diese Bemühungen?

Ja, absolut – und mehr denn je. Die Menschen möchten zunehmend wissen, dass ihr Aufenthalt einen positiven Beitrag für die Menschen, den Ort und die Umgebung leistet, die sie besuchen. Viele unserer Gäste entscheiden sich speziell für uns, weil sie Wert auf verantwortungsbewusstes Reisen legen. Selbst für diejenigen, die vielleicht nicht so viel darüber nachdenken, ermöglicht uns ihr Aufenthalt, unsere Ressourcen in Initiativen zu investieren, die unserer Bevölkerung, unserer Insel und unserem Planeten zugutekommen. Auf diese Weise wird jeder Gast Teil unserer Nachhaltigkeitsreise.

Ihr Strand- und Flaggschiffrestaurant Elements wurde kürzlich renoviert. Was hat sich geändert?

Elements hat eine wunderschöne Erneuerung erfahren, die unsere Philosophie von entspanntem Luxus und Nachhaltigkeit widerspiegelt. Jedes Element wurde mit massgefertigten Möbeln, natürlichen Materialien und feinster Handwerkskunst neu gestaltet, die sich sowohl zeitlos als auch mit der Landschaft von Aruba verbunden anfühlen. Die Gäste erleben jetzt eine noch wärmere Atmosphäre, die unseren atemberaubenden Blick auf Eagle Beach hervorhebt.

Mit Terra by Jeremy Ford bieten Sie jetzt ein neues kulinarisches Erlebnis – ein doppeltes Michelin-Prestige für Sie. Was bedeutet das für Ihre Gäste?

Es markiert einen Meilenstein für Aruba, denn es ist das erste Restaurant auf der Insel, das von einem Küchenchef geleitet wird, der nicht nur aktiv einen Michelin-Stern, sondern auch einen grünen Michelin-Stern hält. Unser gemeinsames Engagement für Nachhaltigkeit, Authentizität und Exzellenz schuf die perfekte Synergie für diese Partnerschaft. Für unsere Gäste stellt es das nächste Kapitel der gehobenen Gastronomie auf Aruba dar. Es wurde für diejenigen konzipiert, die Sinn, Schönheit und Ausgewogenheit in allem, was sie tun, zu schätzen wissen. Terra verkörpert die Art von bewusstem Luxus, die unsere Gäste am meisten schätzen.

WWW.BUCUTI.COM

QUICK FACTS

> Travel + Leisure 2025 World's Best Awards Top 25 Resorts in der Karibik

> TripAdvisor: Nummer-eins-Hotel für Romantik in der Karibik

> TripAdvisor: Top Ten der romantischsten Hotels der Welt

> TripAdvisor: Fine-Dining-Restaurant Nummer eins in der Karibik

> Erstes Hotel mit Global United Nations 2020 Climate Neutral Now Award

> USA Today Readers’ Choice 2020: Nummer-eins-Hotel in der Karibik, Nummer-eins-Restaurant in der Karibik

> US News & World Report: Nummer-eins-Hotel auf Aruba

> BRIDES-Magazin: Nummer-eins-Flitterwochenhotel in der Karibik

> Green Globe Platin: Nachhaltigstes Hotel der Welt

> Erstes Hotel in Nordamerika, das CO2-Neutralität erreicht hat

LINA RI UM CU

©taiwanderers.com

RESTAURANTKONZEPTE DER WELT

In der Welt der Gastronomie sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, und einige Restaurants haben das Konzept der Einzigartigkeit auf die Spitze getrieben.

Autor_Urs Huebscher

Orte, an denen die Kunden in völliger Dunkelheit essen, geführt von blinden Kellnern. Ohne zu sehen, was sie auf ihrem Teller haben, werden Geschmack und Geruch zu den Hauptführern des kulinarischen Erlebnisses.

Ein weiteres bizarres Beispiel ist das von Toiletten inspirierte Themenrestaurant, das seinen Ursprung in Taiwan hat. Hier wird das Essen in Schalen serviert, die die Toilettenschüssel nachahmen, und die Einrichtung ist voller Anspielungen auf das Badezimmer. Auch wenn es auf den ersten Blick abstossend wirkt, zieht der Ort Tausende von Neugierigen an, die etwas wirklich Aussergewöhnliches erleben wollen.

Ein weiteres faszinierendes Beispiel ist die Chillout Ice Lounge in Dubai: ein komplett aus Eis gebautes Restaurant, in dem die Temperatur bei minus sechs Grad Celsius gehalten wird. Die Kunden erhalten spezielle Kleidung, um heisse Getränke und Gerichte zu geniessen, die auf Eistischen serviert werden, umgeben von eisigen Skulpturen und Umgebungslichtern, die den Raum in eine Polarlandschaft verwandeln, während draussen heisse Temperaturen herrschen.

In London hebt der Supperclub.tube das Konzept des Essens auf eine neue Ebene, indem er Gourmet-Mahlzeiten in einem renovierten U-Bahn-Wagen anbietet. Die Retro-Atmosphäre, kombiniert mit der raffinierten, von der südamerikanischen Küche inspirierten Speisekarte, schafft einen faszinierenden Kontrast zwischen urban und elegant.

Auf den Philippinen bietet das Restaurant Labassin Waterfall ein einzigartiges Erlebnis: Die Tische befinden sich direkt am Fusse eines natürlichen Wasserfalls. Die Kunden können ihre Füsse bei fliessendem Wasser kühlen und dabei traditionelle philippinische Gerichte geniessen. Das Rauschen des Wassers und die tropische Landschaft machen das Mittagessen zu einem Erlebnis, das es wert ist, erzählt zu werden.

Das El Diablo befindet sich auf der Insel Lanzarote auf den Kanarischen Inseln und ist ein Restaurant, das vulkanische Hitze zum Kochen verwendet. Der Grill befindet sich direkt über einer vulkanischen Mündung, und die Gerichte erhalten einen ausgeprägten Geschmack, der in normalen Küchen unmöglich zu reproduzieren ist. Das moderne Design des Ortes verschmilzt mit der trockenen und spektakulären Landschaft und bietet ein wirklich fabelhaftes kulinarisches Erlebnis.

35 Kilometer südlich von Mombasa, Kenia, beeindruckt das Restaurant Ali Barbour durch seine Lage in einer 180’000 Jahre alten Korallenhöhle. Die Speisekarte konzentriert sich auf frische Meeresfrüchte. Die natürlichen Löcher in der Höhle öffnen die Decke nach oben und erlauben den Blick auf den Sternenhimmel.

LINKS

Modern Toilett in Taiwan

OBEN

Chillout Ice Lounge in Dubai

VAUX Réserve Rosé

Autorin_Nathalie Becker Bild_VAUX

Wann immer es etwas zu feiern gibt, ist VAUX dabei. Die eleganten Cuvées, die französischen Charme mit kühler Frucht verbinden, sind seit Generationen die Lieblingsschaumweine, wenn mit Familie und Freunden auf runde Geburtstage, Jubiläen oder ein Wiedersehen angestossen wird. Ein Schluck VAUX –und der Alltag macht eine kleine Pause.

ÜBER VAUX

Die VAUX-Réserve-Linie ist Sekthandwerk mit viel Fingerspitzengefühl. Nach Selektion bester Trauben aus eigenen Weinbergen werden diese nach traditioneller Methode veredelt. Anschliessend ist Geduld gefragt: Mindestens 36 Monate Hefelager verleihen den Sekten ihre feine Perlage, Tiefe und Komplexität.

Eine stilvolle Hommage an die grossen internationalen Rosés – und zugleich unverkennbar Rheingau. Der VAUX Réserve Rosé entsteht aus ausgewählten Spätburgundertrauben, die nach der klassischen Flaschengärung ihre ganze Eleganz entfalten. Zarte Aromen von roten Beeren, Hagebutte und einem Hauch Brioche verbinden sich mit einer lebendigen Frische und einer fein abgestimmten Cremigkeit.

Am Gaumen zeigt er Finesse, Klarheit und Struktur – ein Rosé mit Charakter, der gleichermassen als Aperitif begeistert wie auch feine Speisen begleitet. Ein Sekt für besondere Anlässe – und für jene, die das Besondere im Alltag suchen.

Die Sektmanufaktur VAUX, gegründet 1868, kombiniert französische Eleganz mit deutscher Frucht. Ursprünglich in Berlin ansässig, verlegte das Unternehmen nach dem Ersten Weltkrieg seinen Standort vom Chateau de VAUX nach Eltville im Rheingau und entwickelte sich dort zu einem renommierten Sekthaus. VAUX steht für eine harmonische Verbindung europäischer Traditionen in der Schaumweinherstellung. Seit 1987 ist die Sektmanufaktur VAUX eine Aktiengesellschaft mit mehr als 50 Eigentümern. Dem Aufsichtsrat stehen als Ankeraktionäre die Familien Georg Graf zu Castell-Castell und Michael Prinz zu Salm-Salm vor. VAUX produziert aktuell jährlich rund 450’000 Flaschen in traditioneller Flaschengärung.

DIE WIEDERGEBURT EINER LEGENDE IM GLAS

Manche Whiskys erzählen Geschichten, die über Geschmack hinausgehen. Sie duften nach Tradition, nach Aufbruch, nach jenen seltenen Momenten, in denen die Welt für einen kurzen Moment stillsteht und die Zeit nur einem selbst gehört. Eingefangen in Rauch, Sherry und der ungestümen Energie eines neuen Jahrtausends, ist der neue Ardbeg Vintage_Y2K 24 Years Old genau das: ein Glas Geschichte.

Als im Jahr 2000 die Brennerei auf der schottischen Insel Islay nach Jahren der Ungewissheit wieder ihre Produktion aufnahm, sprach man bei Ardbeg von einer Wiedergeburt. Es war der Beginn einer neuen Ära, in der sich die traditionsreiche Destillerie neu erfand. Die Destillate, die Dr. Bill Lumsden, Director of Whisky Creation bei Ardbeg, für die limitierte Vintage_Y2K-Serie ausgewählt hat, stammen exakt aus dieser Ära des Neubeginns.

EIN EXPERIMENT

MIT GESCHICHTE

Für die zweite Abfüllung der Serie wagte Lumsden ein einzigartiges Experiment. Er liess einen Teil des Whiskys in seltenen Amontillado-Sherryfässern reifen. Diese Fässer bringen eine neue Dimension in den charakteristischen Rauch der Destillerie. In Kombination mit Beständen, die klassisch in amerikanischen Bourbonfässern gereift sind, entstand ein aussergewöhnliches Aromenspiel. Das Ergebnis ist ein aromatisches Meisterwerk: In der Nase entfalten sich Noten von sahnigem Toffee, Mandeln und Leder, begleitet von Tabak, Holzkohle und glühender Asche. Am Gaumen zeigt sich der

Autorin_Nathalie Becker Bilder_Ardbeg Brand Team

Ardbeg Vintage_Y2K 24 Years Old intensiv und würzig, fast explosiv, gleichzeitig aber ausgewogen und harmonisch. Der lange Nachhall ist geprägt von Menthol, Eukalyptus und einer feinen, nie aufdringlichen Rauchigkeit.

«Mit Amontillado-Sherry haben wir erstmals experimentiert – und das Ergebnis ist von erhabener Feinheit», schwärmt Dr. Lumsden. «Eine würdige Hommage an die Wiedergeburt von Ardbeg.»

GOLDENE ANERKENNUNG

Bereits einige Zeit vor seiner Markteinführung war der Vintage_Y2K 24 Years Old im Gespräch der Fachwelt und wurde bei der International Spirits Challenge 2024 zweifach mit Gold ausgezeichnet. Kenner wissen, dass die ArdbegWhiskys bereits Kultstatus erreicht und mit 200’000 Mitgliedern eine der treuesten Fangemeinden der Welt aufgebaut haben, welche sich als das Ardbeg Committee bezeichnet. Der Ardbeg Vintage_Y2K 24 Years Old ist streng limitiert und begeistert vor allem Sammler und Liebhaber historischer Destillate. Was als Experiment begann, wurde zu einer Abfüllung, die als Denkmal dafür gelesen werden kann, dass grosse Geschichten ihren Ursprung selbst in den kleinsten Momenten finden können.

DIE HOHE KUNST,

AUS GUTEM DAS BESTE ZU MACHEN

Mit Hingabe und Liebe zum Handwerk entsteht in der BALIK-Manufaktur im Toggenburg ein Produkt von exquisitem Geschmack. Weit ab von Lärm und Hektik, umgeben von unberührter Schweizer Hügellandschaft, wird hier eine der feinsten Delikatessen hergestellt: BALIK-Lachs –wohl einer der exklusivsten Räucherlachse der Welt.

Autorin_Claudia Boggio Bilder_BALIK

«BALIK» bedeutet auf Russisch

«das beste Stück vom Fisch». Das Firmenlogo zeigt den König der Fische mit Krone und Zepter – eine Anlehnung an die zaristische Herkunft des Rezepts. Heute steht BALIK für höchste Qualität, Respekt vor der Natur und die Kunst, aus Gutem das Beste zu machen. Wie einst am Hofe des Zaren wird der König der Fische nach einem streng gehüteten Geheimrezept veredelt –und in die ganze Welt verschickt.

HANDARBEIT MIT HERZ – JEDES

FILET EIN MEISTERWERK

Der BALIK-Lachs kommt ausschliesslich mit reinem Quellwasser, feinem Salz und

dem milden Rauch eines Feuers aus regionalem Holz in Berührung. Jeder Arbeitsschritt erfolgt in Handarbeit – vom Filetieren über das Salzen bis zum Räuchern – und macht jedes Filet einzigartig.

EINE LEIDENSCHAFTLICHE GESCHICHTE –VON DER IDEE ZUM INTERNATIONALEN ERFOLG

Die Geschichte von BALIK ist von Anfang an geprägt von Leidenschaft, Liebe zum Detail und einer Prise Verrücktheit. Die BALIKManufaktur ist ein Kuriosum: weit und breit kein Meer, kein Lachs in Sicht. Warum also ausgerechnet hier Fisch räuchern? Alles begann in den frühen 1970er-Jahren, als der deutsche Schauspieler Hans Gerd Kübel gemeinsam mit seinem Partner Martin Klöti einen 300-jährigen Bauernhof in Ebersol kaufte. Zunächst wurden hofeigene Eier, Bio-Heu und Angus Beef verkauft. Das eigene Quellwasser und das hochwertige Holz führten bald zur Idee einer Forellenzucht samt Räucherei.

Kübel dachte grösser: den «König der Fische», den Lachs, in den Bergen zu veredeln. Ein Glücksfall war die Begegnung mit Israel Kaplan, Enkel des letzten Hoflieferanten der Romanows. Gemeinsam entwickelten sie die Vision, die alte Familientradition fortzuführen. Die über 100 Jahre alte Rezeptur wurde wiederbelebt – und die Zubereitung des Lachses zur Sensation.

QUALITÄT BRAUCHT MUSSE –DER BALIK-VEREDELUNGSPROZESS Für BALIK wird ausschliesslich feinster norwegischer Zuchtlachs – Salmo salar –verarbeitet, der in nachhaltiger, artgerechter Aufzucht heranwächst. Nach rund drei Jahren in den kalten norwegischen Gewässern erreicht der Fisch sein Idealgewicht von fünf bis sechs Kilogramm und gelangt als ganzer Lachs nach Ebersol.

Hier beginnt ein sorgfältiger Veredelungsprozess von vier bis fünf Tagen. Am ersten Tag taut der Lachs in reinem Quellwasser langsam auf, danach wird er von Hand filetiert, mit grobkörnigem Salz veredelt und über Nacht gelagert. Am dritten Tag gelangen die Lachsseiten in das Herzstück der Manufaktur – den Räucherofen. In sanftem Rauch entfaltet sich ihr unverwechselbares Aroma. Das verwendete Holz stammt aus der Region, ist fünf Jahre gelagert und getrocknet, und es werden ganze Scheite verwendet.

Nach dem Räuchern werden die Filets im sogenannten «Room of Artists» von Hand pariert. Jede Berührung gleicht einem Streicheln, jeder Schnitt wird kunstvoll gesetzt. Nur die besten Stücke erhalten das Prädikat BALIK – ein Symbol kompromissloser Qualität und echter Handwerkskunst.

DIE ERFOLGSGESCHICHTE GEHT WEITER –VON DER MANUFAKTUR ZUM WELTWEITEN RUHM Anfangs war BALIK nur einem kleinen Kreis von Geniessern bekannt. Dies änderte sich, als die Manufaktur 1993 Teil von Caviar House wurde – einem angesehenen Traditionshaus, das für höchste kulinarische Qualität steht. Peter G. Rebeiz übernahm den Betrieb und fand in BALIK die ideale Ergänzung zu seiner Philosophie. Heute geniesst der exquisite BALIK-Lachs weltweiten Ruhm. Neben der Liebe zum Genuss verbindet BALIK auch die Kunst: Hans Gerd Kübel, ein leidenschaftlicher Schauspieler und Literat, und Peter G. Rebeiz, ein begeisterter Pianist und Komponist, schufen eine Symbiose aus Kulinarik und Kultur, die bis heute die BALIK-Farm prägt.

ERLEBNIS UND GENUSS AUF DER BALIK-FARM

Die BALIK-Farm ist Heimat der wohl bekanntesten Räucherlachsmanufaktur der Welt – und ein Ort für besondere Momente. Von Januar bis November werden Führungen angeboten, die Einblicke in Handwerkskunst und Geschichte geben. Auf Vorbestellung geniessen die Gäste Apéros im Farmshop oder ein Menü im Kästnerzimmer. Ruhe, Aussicht und kulinarische Höhepunkte machen die Farm zu einem einzigartigen Erlebnis.

BALIK KITCHEN BAR & SHOP –

URBANER TREFFPUNKT FÜR GENIESSER

Wo Geschmack auf Geselligkeit trifft – nach St. Gallen, Bern, Luzern und Zürich ist die BALIK Kitchen jetzt auch in Basel vertreten. Die Bar bringt den ländlichen Charme der Farm in die Stadt und lädt zu genussvollen Momenten ein. Das Konzept geht auf die alte Küche der Farm zurück – Ursprung der BALIK- Lachsräucherei. Hier verschmelzen Gemütlichkeit, hochwertige Zutaten und ungezwungenes Miteinander zu einem Ort für Geniesser, Musiker und Freunde.

EXZELLENTE KÖSTLICHKEITEN

AUS DER BALIK-KÜCHE

Im warmen und einladenden Ambiente des Kästnerzimmers werden Kreationen aus der BALIK-Küche serviert, während die atemberaubende Aussicht auf die unberührte Natur die besinnliche Weihnachtsstimmung perfekt abrundet. Aufgrund der begrenzten Plätze empfehlen wir eine frühzeitige Reservierung, um sich diesen besonderen Genussmoment zu sichern.

BDIE SEELE VALPOLICELLAS IM GLAS

Zwischen Verona und Soave

bewirtschaften die Brüder Castagnedi rund 100 Hektar Rebfläche. Flaggschiff ist der Amarone della Valpolicella DOCG «Campo dei Gigli» 2019 aus 40 Jahre alten Reben, vinifiziert nach der traditionellen AppassimentoMethode.

K

KOZLOVIĆS SANTA LUCIA BEGEISTERT DIE WEINSZENE

Das Designweingut im Herzen Istriens gilt als Pionier rund um den Paradewein aus der autochthonen Rebsorte Malvazija Istarska. Sein Santa Lucia Malvazija 2018, dessen Farbe als leuchtendes Gold deklariert wird, sorgte bei den Decanter World Wine Awards 2025 für Aufsehen und wurde passenderweise mit Gold ausgezeichnet.

BILLECART-SALMON – DAS CHAMPAGNERHAUS IM FAMILIENBESITZ Chardonnay, Pinot Noir und Meunier – sorgfältig angebaut, geerntet, verarbeitet und assembliert – ergeben eine Kollektion grosser Champagner, die weltweit unter Kennern geschätzt wird. Als echtes Flaggschiff des Hauses verkörpert er mit seinen Herstellungsgeheimnissen und der besonderen Vinifikationsmethode perfekt den Stil von Billecart-Salmon.

TENUTA GOLO – FAMILIENWEINE

MIT CHARAKTER UND SEELE

Nur wenige Kilometer vom historischen Zentrum Montepulcianos entfernt, liegt das Boutique-Weingut Tenuta Golo. Die Riserva bildet das Herz der Tenuta Golo – ein Meisterstück, in dem Eleganz und Tiefe über reine Kraft siegen. Die Cuvée aus Sangiovese und Cabernet Franc stammt von bis zu 80 Jahre alten Reben, deren Wurzeln tief in sandiglehmigen Böden verankert sind.

CTCHÂTEAU MARGÜI – BIO-OLIVENÖL SKYWALKER VINEYARDS

Das provenzalische Anwesen von Starregisseur George Lucas erweitert sein Portfolio um ein neues Spitzenprodukt: das Huile d’olive de Provence AOP. Das AOP-Olivenöl besticht durch seine leuchtend bernsteingrüne Farbe und einen feinen, floralen Duft. Am Gaumen entfaltet sich ein komplexes Aromenspiel von Haselnüssen und frischen Mandeln – ein Geschmackserlebnis, das die Eleganz und Finesse der Region auf unvergleichliche Weise widerspiegelt.

Genussmomente bequem nach Hause bestellen: spruengli.ch/shop Confiserie Sprüngli – Tradition seit 1836

BU SIN ESS

EINE REGION, DIE SICH

Die sich verändernde globale Dynamik und eine vorsichtige Konsumstimmung haben ein neues, überraschendes Epizentrum des Wachstums im Bereich des Premium-Lifestyles und der Körpergüter geschaffen, und zwar nicht in den traditionellen westlichen Hauptstädten, sondern im Sechs-NationenBlock, der aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain und Oman besteht.

DEN STROM ERHEBT GEGEN

Es geht nicht nur darum, internationale Unsicherheiten zu überstehen, sondern auch um die Speerspitze eines neuen Modells für Widerstandsfähigkeit und Neuerfindung von Luxusgütern. Inmitten geopolitischer Spannungen und eines leichten Rückgangs des persönlichen Luxus weltweit verzeichneten die sechs Länder des Gulf Cooperation Council (GCC) Ausgaben für persönlichen Luxus in Höhe von 12.8 Milliarden US-Dollar.

Während der globale Bereich des persönlichen Luxus um zwei Prozent zurückging, wuchs dieser in den GCC-Staaten um sechs Prozent, was auf die starke Binnennachfrage, den Tourismus und das hohe Verbrauchervertrauen zurückzuführen ist. An der Spitze dieses Anstiegs stehen die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien, die zusammen fast drei Viertel der regionalen Ausgaben ausmachen. Die Emirate behaupten ihre Dominanz als Luxushauptstadt der Region (56 Prozent Marktanteil), angetrieben von Rekordinnovationen im Tourismus und im Einzelhandel. Saudi-Arabien ist ein schnell wachsender Akteur mit einer dynamischen Einzelhandelslandschaft und gross angelegten Infrastrukturprojekten, die die Expansion von Luxusgütern unterstützen.

Autor_Urs Huebscher Bilder_SIRO One Zaʼabeel

WAS TREIBT DAS WACHSTUM AN?

Staatlich gelenkte Wirtschaftsvision: Initiativen wie die Vision 2030 in Saudi-Arabien und der D33-Plan in Dubai verwandeln ölbasierte in diversifizierte Volkswirtschaften, die sich auf Finanzdienstleistungen, KI und erneuerbare Energien konzentrieren, um ihre Abhängigkeit vom Öl zu verringern.

Wohlhabende und optimistische Verbraucher: 97 Prozent der befragten Einwohner planen, weiterhin Geld für Luxus auszugeben und sich dabei auf Qualität, Exklusivität und Markenintegrität zu konzentrieren.

Tourismus als Luxuskanal: Mit einem Anstieg der internationalen Ankünfte um acht Prozent und steigenden Anträgen auf Mehrwertsteuerrückerstattung treibt der Tourismus den Luxusumsatz direkt an, insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Renaissance des Einzelhandels: Über 90 neue Luxusmode- und Schönheitsgeschäfte wurden in Einkaufszentren in Riad, Dubai, Doha und Manama eröffnet, wobei Marken wie Hermès und Dior einsteigen oder expandieren. Luxusmode macht 43 Prozent der Ausgaben auf dem persönlichen Markt der GCC-Staaten aus.

WO LUXUS LANDET: EINBLICKE IN DEN SEKTOR

Mode bleibt mit einem Anteil von 43 Prozent am Luxusmarkt und einem Wachstum von sechs Prozent der Eckpfeiler der Region. Die Ultra-High-End-Mode (zum Beispiel Loro Piana, Louis Vuitton) hat einen 57-prozentigen Marktanteil, High-End-Mode (zum Beispiel Gucci, Tom Ford) ein achtprozentiges Wachstum. Uhren und Schmuck machen 38 Prozent der gesamten Luxusausgaben aus. Düfte umfassen 49 Prozent der Beauty-Ausgaben, dominiert von Nischen- und Eigenmarkenkollektionen.

Der heutige GCC-Luxuskonsument ist nicht nur wohlhabend, sondern auch tiefgründig informiert und sehr anspruchsvoll. Über 87 Prozent verfolgen aktiv Mode- und Schönheitstrends in den sozialen Medien, während mehr als die Hälfte sich mit Markenidentitäten, saisonalen Kollektionen und Produktinnovationen auskennt. Bemerkenswerte 79 Prozent der Verbraucher sind in den letzten drei Monaten gereist, wobei die Mehrheit von ihnen im Ausland einkauft und oft bis zu 2.5-mal mehr ausgibt als vor Ort. Wenn es um Kaufentscheidungen geht, bleibt die Qualität der wichtigste Faktor, dicht gefolgt von der Ausrichtung am persönlichen Stil und der Authentizität einer Marke. Dies ist kein Markt, der von Impulsen oder Neuheiten getrieben wird, sondern von Intentionalität, Geschmack und dem Wunsch nach sinnvollem, informiertem Genuss geprägt ist.

Mit Blick auf die Zukunft ist die Golfregion entschlossen, am globalen Luxusnarrativ teilzuhaben und es aktiv mitzugestalten. Mit kontinuierlichen Investitionen in die Stadtentwicklung, dem Debüt neuer Luxus-Malls und dem Aufkommen von Marken der nächsten Generation in Kategorien wie Wellness, Hautpflege und Athleisure entwickelt sich der GCC-Markt stetig zu einem Zentrum der Innovation und des kulturellen Einflusses weiter. Es wird prognostiziert, dass der Markt für persönliche Luxusgüter in der Region bis 2027 15 Milliarden US-Dollar erreichen wird, unterstützt durch den steigenden lokalen Wohlstand, einen pulsierenden Tourismussektor und immer anspruchsvollere Verbraucher.

Diese Wachstumsgeschichte ist jedoch nicht ohne Herausforderungen. Makroökonomische Risiken, die sich verändernde Dynamik des Welthandels und die anhaltenden geopolitischen Spannungen stellen Unsicherheiten dar, die sich auf die zukünftige Leistung auswirken können. Doch trotz dieses Drucks von aussen herrscht eine ruhige Zuversicht vor. Der GCC hat nicht nur Widerstandsfähigkeit bewiesen, sondern definiert auch neu, was moderner Luxus bedeutet, indem er Tradition mit Innovation, Exklusivität mit Zugänglichkeit und globalen Anspruch mit regionaler Authentizität verbindet. Für Marken, die langfristige Relevanz anstreben, ist der Golf ein strategischer Imperativ.

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MDUBAI BAUT MEHR ALS NUR EINEN FLUGHAFEN

it dem Verkauf eines Wohngrundstücks in Emirates Hills für beispiellose 260 Millionen AED wurde ein neuer Massstab auf dem Luxusimmobilienmarkt von Dubai gesetzt.

Das erstklassige Anwesen wurde zum teuersten Einzelgrundstück, das jemals in der gehobenen Gated Community verkauft wurde, die oft als «Beverly Hills von Dubai» bezeichnet wird. Es erstreckt sich über eine Fläche von etwa 50’000 Quadratmetern, befindet sich entlang der prestigeträchtigen «Goldenen Meile» von Emirates Hills und bietet einen ungehinderten Blick auf den Golfplatz Address Montgomerie und die umliegenden Seen.

Was den Verkauf noch bemerkenswerter macht: Das Grundstück wurde nie öffentlich gelistet. Der Zugang wurde ausschliesslich einer Auswahlliste qualifizierter Käufer gewährt, die einen strengen Präqualifikationsprozess durchlaufen haben, was den diskreten und hochgradig kuratierten Charakter von Deals auf dieser Ebene hervorhebt.

Dieser Deal unterstreicht nicht nur den anhaltenden Appetit auf Trophäen-Assets in Dubai, sondern auch eine wachsende Präferenz von sehr vermögenden Privatpersonen für Privatsphäre, Exklusivität und massgeschneiderte Zugangsqualitäten, die zunehmend die bedeutendsten Immobilientransaktionen der Stadt definieren.

Der neue Al Maktoum International Airport (DWC) wird die Möglichkeiten des Flugverkehrs neu definieren. Mit einer Investition von 35 Milliarden US-Dollar wird dieses Mega-Drehkreuz das grösste Flughafenterminal der Welt und ein Eckpfeiler der langfristigen Vision Dubais sein: 400 Flugsteige – beispiellose globale Konnektivität, fünf parallele Start- und Landebahnen – ausgelegt für maximale Effizienz mit Kapazität für die Abfertigung von 260 Millionen Passagieren pro Jahr.

Der Flughafen liegt strategisch günstig in Dubai South und wird neue Wirtschaftszonen, Logistikzentren und Smart-CityEntwicklungen verankern und dabei sicherstellen, dass Dubai weltweit führend in Handel, Tourismus und Innovation bleibt.

ETIHAD RAIL ERÖFFNET PASSAGIERSTRECKE IM JAHR 2026

Etihad Rail, das lang erwartete grosse Verkehrsprojekt, das bald alle sieben Emirate verbinden soll, wird bald in Betrieb sein, teilten die lokalen Behörden mit. Derzeit bieten die bestehenden Strecken nur Güterverkehr an, aber im Jahr 2026 wird auch ein eigener Personenverkehr eingeführt.

Die künftige Passagierstrecke von Etihad Rail wird eine Gesamtlänge von 900 Kilometern haben und elf Städte in den Emiraten verbinden, von Al Sila bis Fujairah und über Al Ruwais, Al Mirfa, Abu Dhabi, Dubai, Sharjah und Al Dhaid. Auch der internationale Flughafen Al Maktoum wird an das Schienennetz angeschlossen, sobald die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind. Die direkte Bahnverbindung zum Flughafen wird den Fluggästen den Weg erleichtern und gleichzeitig dazu beitragen, den CO2-Ausstoss zu reduzieren und den Strassenverkehr zu entlasten. Die Fahrt von Abu Dhabi nach Dubai dauert etwa 50 Minuten, ebenso wie die Verbindung zwischen Dubai und Fujairah. Ein Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt, das mit 350 km / h betrieben wird, soll die Fahrzeit von Abu Dhabi nach Dubai auf nur 30 Minuten verkürzen. Nach der Eröffnung wird Etihad Rail die Art und Weise, wie Einwohner und Touristen zwischen den Emiraten reisen, radikal verändern und eine schnelle, umweltfreundliche und moderne Alternative zum Reisen mit dem Auto bieten – egal ob mit dem eigenen Auto, dem Taxi oder der Mitfahrgelegenheit.

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Die Motive für das Sammeln von Kunst sind vielschichtig: Die emotionale Anziehungskraft von Kunst steht meist im Vordergrund, aber immer mehr Menschen kaufen Kunst auch als Wertanlage. Erfahren Sie mehr über die Vielfalt von Kunstinvestitionen.

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FASHION WEEKS

2026

Die grossen Metropolen New York, London, Mailand, Paris oder Berlin präsentieren gleich zu Beginn des neuen Jahres ihre neuen Kollektionen. Die kreativen, modischen Entwürfe werden oft im Einklang mit künstlerischen Installationen präsentiert. Ob mit kreativer Eleganz oder einem Hauch von Provokation –Maxiröcke aus Spitze, Satinröcke mit Spitzenbesatz, fliessende Spitzenhosen und Spitzenstrümpfe werden 2026 zu den herausragenden Stücken in den Kleiderschränken von Frauen gehören. Unser Rückblick auf die FashionShows auf der ganzen Welt.

Die Zukunft der Gesundheit ist bereits Realität: In Longevity-Kliniken weltweit arbeiten Expert*innen daran, das Altern zu verlangsamen oder gar umzukehren. Heutzutage strömen Heerscharen gut betuchter und gesundheitsbesessener Kunden in Kliniken für Langlebigkeit: Zentren, die alles anbieten, von Gentests über Cocktails aus Nahrungsergänzungsmitteln bis hin zu personalisierten Behandlungsplänen, die den Menschen angeblich helfen, länger zu leben. Unser Report.

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*HEV-Mitgliedschaft bis Ende 2026. Ab 2027 gilt der reguläre Jahresbeitrag der zuständigen Sektion. Die Aktion gilt nur für Neumitglieder und bis 31.12.2026. Hier anmelden: www.hev-schweiz.ch/prestige-magazin

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PLANET OCEAN

Als eine Kollektion, die keine Grenzen kennt, verkörpert die Planet Ocean den Pioniergeist von OMEGA. In seiner jüngsten Ausführung folgt dieses Co-Axial Master Chronometer Modell dem Ruf des Ozeans mit einem Design, das vollständig überarbeitet wurde. Es greift mit einem noch kantigeren, prägnanteren Gehäuse aus Edelstahl Stilelemente der Seamaster Tradition auf und bietet zugleich einen zeitgemässen, frischen Look.

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