November / Dezember 2022
Das Sternentheater S P I E L P L A N
U N D
M E H R
A U S
D E M
Nr.
P L A N E T A R I U M
32
H A M B U R G
Unsere Stars
Unser Kosmos
„Wir sind Astronauten” Lesung im Planetarium
U
Foto: PRTA
nsere Welt ist ein besonderer Ort, geprägt durch die Vielfalt des Lebens. Seit langem wurde über die Möglichkeit von Leben jenseits der Erde spekuliert. Zunächst suchte man allerdings noch in unserem eigenen Planetensystem: Der Mars schien vielversprechend und nicht ohne Grund spricht man von
„Marsmenschen”, wenn man an extraterrestrisches Leben denkt. Seit 1990 rücken aber vermehrt die sogenannten Exoplaneten in den Fokus. Mehrere Tausende dieser Planeten außerhalb unseres Sonnensystems kennen wir bereits. Sie liefern uns wertvolle Informationen über unseren eigenen Planeten, über seine Ursprünge und das Leben auf ihm. Die mehrfach preisgekrönte Planetariumsshow „EXO – Sind wir allein?” kommt jetzt für ein vierwöchiges Gastspiel im November in das Planetarium nach Hamburg. Geplant wurde diese Show
vom Team des Rio Tinto Alcan Planétarium in Québec, das dafür Astronomen, Philosophen, Biologen, bildende Künstler und Musiker zusammen brachte. Dies geballte Fachwissen der verschiedensten Sparten schuf eine Show, die sicherlich zu Diskussionen und zum Nachdenken anregen wird. „EXO – Sind wir allein?” zeigt uns
Foto: PRTA
Gastspiel der Planetariumsshow des Rio Tinto Alcan Planétarium aus Montréal (Québec)
das Leben, seine Schönheit, aber auch seine Zerbrechlichkeit. Die Show erläutert all die Entdeckungen, die rund um den Globus gemacht wurden. Diese "Weltreise" ist wirklich ziemlich aufregend. Sie soll das Publikum nicht nur für astronomische Forschung begeistern, sondern auch Verbindungen zwischen möglichem außerirdischen Leben und dem unseren herstellen. Und sollte es irgendwo im Universum Leben geben, dann könnte es sein, dass wir kurz davor sind, es zu entdecken. Wie würde das unser Leben verändern? Nur vom 10.- 30. November auf dem Spielplan, empfohlen ab 10 Jahren
Ach übrigens – Zum bisher letzten Mal wurde der Mond am 11. Dezember 1972 betreten. „Last men on the moon“ waren die Apollo 17Astronauten Cernan und Schmitt. Rund um dieses 50. Jubiläums steht daher die 3D-Apollo-Mondshow „CAPCOM GO!“ auf dem Spielplan.
+++ Last man on the moon – 50 Jahre Apollo 17 +++ CAPCOM GO! 3D – Mit Apollo zum Mond auf dem Spielplan +++ DIE ERDE: Living Planet +++ Vorträge und Shows über das Wasser, die Geburt und den Planetenlauf der Erde +++ Planet Blue: Buckelwal-Gesänge +++ DER KOSMOS: Akademie der Wissenschaft: Weiße Zwerge und Schwarze Löcher +++ Neues aus der Unendlichkeit: Verstecken wir uns vor den anderen im Kosmos oder sie sich vor uns? +++ DIE STARS: Michy Reincke, philosophischer Musiker – worum geht’s eigentlich? +++ Vargo liefert Cosmic Christmas mit Debbie Smith und Stephanie Hundertmark +++ Klavier und Gitarre: Markus Baltensperger und Alexander Raytchev auf der Bühne +++ EILMELDUNG: Bald ist Weihnachten! Mit Himmelskinder-Weihnacht (live!) und dem Stern von Bethlehem +++
#VIELFALTDESLEBENS
Foto: Sascha Homer / mairisch verlag
Foto: shutterstock - sdecoret
V
erschiedene Autor:innen greifen im Planetarium mit ihren Texten aus dem aktuellen Hamburger Literaturjahrbuch ZIEGEL nach den Sternen: Magdalena Saiger führt mit einem Auszug aus ihrem Roman „Was ihr nicht seht oder die absolute Nutzlosigkeit des Mondes“ an einen einsamen Ort, der zum poetischen Freiraum für eine Sauda über die Kunst und das Leben wird. Karen Köhler „häkelt“ in ihrem Text „Ich wäre gern schwerelos“ an einer „Rakete“, die es aus dem Gravitationsfeld rausschafft, um in neuen Welträumen zu verstehen, wer wir sind. Till Raether ist dort in seiner dystopischen Satire „Norddeutsche Tiefebene“ schon in einer eher fatalen „Draufsicht“ angekommen Durch ein „Allfenster“ betrachtet der Astronaut einen für Studienzwecke erhaltenen Ausschnitt einer menschenleeren Welt, während die Heldin bei Friederike Gräff noch sehr überrascht ist vom plötzlichen Schweben des eigenen Körpers. Dass da oben auch sonst viel los ist, zeigt Thomas Kraupe, Direktor des Planetariums, der uns zu einem nächtlichen „Spaziergang“ in den Himmel über Hamburg einlädt. Moderation: Jürgen Abel. 1. November 20.00 Uhr, 12,00 € / 7,50 €