Möbel GĂTEPASS
Gebrauchs- und Pflegeanweisungen
VORWORT
ALLGEMEINES RUND UM DAS THEMA WOHNEN, MĂBEL UND EINRICHTEN
Einleitung / Mensch und Möbel / Unser MöbelverstÀndnis
BestimmungsgemĂ€Ăe Verwendung / Möbel und Licht / Möbel und Klima / Möbel und elektrostatische Aufladung
DAS A-Z FĂR POLSTERMĂBEL, POLSTERBETTEN, SITZ- UND FUNKTIONSMĂBEL, MATRATZEN
Produkteigenschaften
Möbelstoffe / Lederarten
Gebrauchs- und Pflegeanweisung Möbelstoffe
Gebrauchs- und Pflegeanweisung Lederarten
DAS A-Z FĂR SPEISE-, WOHNUND SCHLAFRAUMMĂBEL
Produkteigenschaften
Gebrauchs- und Pflegeanweisung
NACHWORT (QUALITĂTSSICHERUNG)
ANLAGE
Buchempfehlungen
Pflegeprodukte
Reparatur und Service
IMPRESSUM
SEHR GEEHRTE KUNDINNEN UND KUNDEN,
wir als Mitglied des Europa Möbel-Verbundes freuen uns, dass Sie sich fĂŒr eines unserer QualitĂ€tsprodukte entschieden haben.
Da unsere Möbelkollektion grundsĂ€tzlich darauf ausgerichtet ist, ganzheitliche Einrichtungslösungen zu ermöglichen, kann fĂŒr Ihr Zuhause ein aufeinander abgestimmtes Gesamtbild erschaffen werden. Dies in bester QualitĂ€t und dennoch zu erschwinglichen Preisen. Unser Anspruch ist es, Produkte anzubieten, die gut miteinander zu kombinieren sind und dadurch auch immer einen gewissen Mehrwert beinhalten können. Wir haben es zudem zu unserer Aufgabe gemacht, mit Ihnen zusammen Ihre WohntrĂ€ume herauszufinden und diese gemeinsam zu realisieren.
Dieser GĂŒtepass informiert Sie ĂŒber die verwendeten Materialien und die QualitĂ€t unserer Produkte. Damit Sie lange Freude an Ihren MöbelstĂŒcken haben, erhalten Sie mit dieser BroschĂŒre zudem umfassende AuskĂŒnfte ĂŒber die wichtigsten Gebrauchs- und Pflegehinweise, die grundsĂ€tzlich zu beachten sind. Bitte lesen Sie deshalb diesen GĂŒtepass aufmerksam durch.
Haben Sie Fragen, WĂŒnsche oder Anregungen? Ihr MöbelfachhĂ€ndler ist gerne persönlich fĂŒr Sie da.
Wir wĂŒnschen Ihnen viel SpaĂ beim Schmökern und weiterhin viel Freude mit Ihren Möbeln.
IHR EINRICHTUNGS-SPEZIALIST
Mitglied des EMV (Europa Möbel-Verbund GmbH & Co. KG)
Damit Sie lange
EMV ist förderndes Mitglied der deutschen GĂŒtegemeinschaft
Möbel e.V., gĂŒtegesicherte Möbel erkennen Sie an diesem Zeichen.
an Ihren Möbeln haben.
3 Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
03 04-05 06-17 18-28 29 30-31 32
Freude
Allgemeines
RUND UM DAS THEMA WOHNEN, MĂBEL UND EINRICHTEN
Nur wer seine neuen Möbel richtig behandelt und pflegt, wird lange Freude an ihnen haben. Ziel dieses GĂŒtepasses ist es daher, Sie ĂŒber alle wesentlichen Eigenschaften und Produktdetails
Ihrer neuen Möbel zu informieren. MissverstĂ€ndnisse, Unklarheiten oder Fehlinformationen sollen ausgeschlossen werden. Neben Sicherheits-, QualitĂ€tsund Gesundheitshinweisen, geht es aber auch darum, darauf hinzuweisen, welche gebrauchstypischen VerĂ€nderungen durch ĂŒbliche Nutzung oder auch durch UmwelteinflĂŒsse (Licht, Raumklima, Feuchtigkeit, Temperatur, etc.) regelmĂ€Ăig entstehen können, aber gerade keine gewĂ€hrleistungsrechtlich relevante MĂ€ngel, berechtigte Beanstandung oder Fehler begrĂŒnden. Damit Ihr Möbel trotzdem noch nach Jahren gut aussieht, erhalten Sie wichtige Gebrauchs-, Reinigungs- und Pflegehinweise.
Viel SpaĂ beim Lesen!
MENSCH UND MĂBEL
Da der Mensch ca. 50% seines Lebens in Wohnungen und ca. 80% in InnenrĂ€umen verbringt, lohnen sich Informationen ĂŒber QualitĂ€t, Sicherheit und gesundes Wohnen sicherlich immer. Polstermöbel werden beispielsweise laut Stiftung Warentest durchschnittlich 3 bis 5 Stunden tĂ€glich benutzt und das meist auf einem âLieblingsplatzâ.
Die tĂ€gliche Nutzung hinterlĂ€sst natĂŒrlich auf allen GebrauchsgegenstĂ€nden ihre Spuren. Von dem groĂen Teil unserer Zeit, die wir Zuhause verleben, verbringen wir zudem allein 25% bis 30% mit Schlafen, der wichtigsten Erholungs- und Regenerationsmöglichkeit fĂŒr den Menschen. Schon deshalb sollte jedermanns Augenmerk darauf gerichtet sein, auf langfristig qualitativ hochwertiges Wohnen zu achten. Dazu gehört nach dem Kauf grundsĂ€tzlich auch eine entsprechend angepasste Unterhaltspflege.
UNSER VERSTĂNDNIS FĂR MĂBEL
Unsere Möbelkollektion, auf die sich unser MöbelgĂŒtepass bezieht, stammt grundsĂ€tzlich aus industrieller Fertigung, fĂŒr welche neben den allgemeinen industriellen Fertigungsstandards, auch entsprechende Regelwerke (RAL-GZ 430/DIN ISO) und die entsprechenden PrĂŒfkriterien fĂŒr industriell gefertigte Produkte sowie der jeweils maĂgebliche Stand der Technik gilt. Die Herstellung unserer Möbelkollektion ist in weiten Teilen zertifiziert und entspricht damit einem hohen Fertigungsstandard. Gleichwohl sind sachgerechte Nutzung (insbesondere nicht zweckentfremdet) sowie regelmĂ€Ăige angemessene Unterhaltspflege obligatorisch. Auch wenn wir uns in
diesem Punkt wiederholen, möchten wir an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass Sie umso lÀnger Freude an Ihren Möbeln haben werden, je besser Sie diese pflegen.
BESTIMMUNGSGEMĂSSE
VERWENDUNG
Stellen Sie sicher, dass Ihre Möbel nur im allgemeinen Wohnbereich verwendet werden. Sie eignen sich nicht fĂŒr den Objekt- oder AuĂenbereich. Bei AuftrĂ€gen fĂŒr den Objektbereich oder in öffentlichen Einrichtungen, sind Sondervereinbarungen zu treffen, die vorliegend nicht Vertragsgegenstand sind.
MĂBEL UND LICHT
Sonne und Lichteinstrahlungen fĂŒhren im Laufe der Zeit zu VerĂ€nderungen, insbesondere im farblichen und strukturellen Bereich (âausbleichenâ). Farbund StrukturverĂ€nderungen bei Stoff, Leder, Holz, Stein und OberflĂ€chen aller Art sind deshalb ĂŒblich und warentypisch. Es hat auf den Gebrauch, Nutzen und/oder die Lebensdauer der Produkte keinen Einfluss, sondern ist hĂ€ufig nur eine optische VerĂ€nderung gerade durch Licht und Sonne. Etwas Ăl, Wachs oder Lack in der richtigen und umweltfreundlichen Dosis, bedeuten Schutz fĂŒr das Material. Fragen Sie im Fachhandel nach speziell fĂŒr Ihr Möbel geeigneten Produkten!
MĂBEL UND KLIMA
Medizin und Wissenschaft empfehlen fĂŒr InnenrĂ€ume im Jahresdurchschnitt
18° bis 23° Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von 40% bis 55%. Das ist fĂŒr unsere Gesundheit allgemein wichtig besonders fĂŒr Allergiker oder Asthmatiker. Auch Massivholz oder andere Naturprodukte reagieren immer auf solche VerĂ€nderungen (siehe z.B. Massivholz Seite 38). Besondere Bedingungen herrschen vor allem in den Wintermonaten, wenn die Luftfeuchtigkeit in der Regel heizungsbedingt besonderes niedrig ist.
Trockenheit: Sinkt die Luftfeuchtigkeit, kann es zu unangenehmen, elektrostatischen Aufladungen in Verbindung mit synthetischen Teppichböden und Polstermaterialien kommen. Elektrostatische Aufladung ist kein Materialfehler, sondern wird fast immer durch zu trockene Luft und entsprechende Materialien ausgelöst.
4 Bitte sorgfÀltig
und gut
Bitte sorgfÀltig
und gut aufbewahren.
lesen
aufbewahren.
lesen
Besonderer Hinweis
Feuchtigkeit: Ist es zu feucht, kann es zu Stockflecken oder Schimmelpilzbildung kommen. Das passiert z.B. hĂ€ufig in Neubauten, die zu frĂŒh bezogen werden oder nicht gut genug getrocknet wurden. Fragen Sie ggf. den Vermieter und/oder lassen Sie sich schriftlich bestĂ€tigen, dass die Bausubstanz bei Ăbergabe uneingeschrĂ€nkt nutzbar ist. Menschen mit einem gesunden Immunsystem reagieren in der Regel nicht, bei empfindlichen Menschen kann Schimmelpilz jedoch zu Allergien oder Infektionen fĂŒhren.
MĂBEL UND ELEKTROSTATISCHE
AUFLADUNG
Die meisten unangenehmen elektrostatischen Auf- und Entladungen haben in der Regel mehrere Ursachen. Die Hauptursache und Auslöser dafĂŒr hĂ€ngen auch immer mit zu trockener Luft in InnenrĂ€umen, vorwiegend in den Wintermonaten, zusammen (s.o.). Folgende Faktoren begĂŒnstigen elektrostatische Aufladungen: Synthetische Materialien generell, z. B. FuĂböden, Laminate, Textilien und Kleidung, lackierte oder beschichtete OberflĂ€chen von Möbeln, verschiedene Materialien bei Schuhen, Bausubstanzen, Wandbeschaffenheiten (z.B. Latex-
Anstriche), AtmungsaktivitĂ€t der RĂ€ume generell und personenbezogene Eigenschaften mit deren Empfindsamkeiten. Dieses Zusammenwirken (Reibung) von synthetischen OberflĂ€chen und Materialien in Verbindung mit zu trockener Luft oder Textilien, fĂŒhrt zu elektrostatischen Aufladungen bzw. Spannungsentladungen durch BerĂŒhrung (im Winter hĂ€ufig auch im Auto). Die wirksamsten PrĂ€ventivmaĂnahmen sind die Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur auf den allgemein empfohlenen Richtwerten von 40 % bis 55 % relative Luftfeuchtigkeit und 18° bis 23° Raumtemperatur zu halten. Im Fall hilft erfahrungsgemÀà am schnellsten feuchtes Abwischen der Polstermöbel/ Möbel und das Befeuchten/Feuchtreinigen des FuĂbodenbelages, sowie regelmĂ€Ăiges StoĂlĂŒften. FĂŒr empfindliche Personen helfen natĂŒrliche Pflanzen oder ein Luftbefeuchter. Möbelstoffe und andere ĂŒberwiegend synthetische Materialien und OberflĂ€chen besitzen eine natĂŒrliche LeitfĂ€higkeit, deshalb gibt es dauerhaft keinen absolut sicheren Schutz vor elektrostatischen Spannungen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine warentypische Eigenschaft und keinen gewĂ€hrleistungsrechtlich relevanten Mangel.
PRODUKT- UND WARENTYPISCHE EIGENSCHAFTEN, REINIGUNGS- UND PFLEGEHINWEISE FĂR POLSTERMĂBEL, POLSTERBETTEN, SITZ-, FUNKTIONSMĂBEL UND MATRATZEN
ABFĂRBUNGEN (nicht farbechte Textilien)
Auf hellen oder einfarbigen Bezugsmaterialen können ânicht farbechteâ
Textilien, z.B. Blue Jeans, T-Shirts oder Ă€hnliches, besonders bei krĂ€ftigen Farben abfĂ€rben. Das lĂ€sst sich bei den meisten Stoffen nicht rĂŒckstandsfrei entfernen. Bei Leder sind dringend die jeweiligen Pflegehinweise zu beachten, da unterschiedliche Lederarten verschiedene Unterhaltsanforderungen haben
AUFMASS, AUFSTELLEN
UND AUSRICHTEN
Auch bei Polstermöbeln und vor allem Betten/Polsterbetten ist bei der Planung auf einen ebenen Untergrund und einen geeigneten Stellplatz zu achten. Insbesondere mĂŒssen Möbel grundsĂ€tzlich gerade ausgerichtet aufgestellt werden, da es sonst zu FolgeschĂ€den kommen kann. Informieren
Sie Ihren Einrichtungsberater ĂŒber die Raumsituation in Ihrem Zuhause! Böden sind in der Regel nicht gerade und bei feuchten WĂ€nden muss ein Mindestabstand von den WĂ€nden gewahrt werden, sonst sind FeuchtigkeitsschĂ€den, unangenehmer Geruch usw. nicht zu vermeiden. Bei FuĂbodenheizung ist insbesondere auf ausreichende Luftzirkulation zu achten.
Wichtig: Ihr Einrichtungsberater benötigt von Ihnen die Informationen ĂŒber die Lieferbedingungen zum Bestimmungsort. Die Verantwortung dafĂŒr, dass die Möbel auch tatsĂ€chlich in Haus oder Wohnung geliefert werden können, trĂ€gt grundsĂ€tzlich der KĂ€ufer! Informieren Sie daher Ihren Einrichtungsberater umfassend ĂŒber die örtlichen Gegebenheiten und die ZugĂ€nglichkeit Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung.
BELASTBARKEITEN (Beladungswerte)
Die Belastbarkeiten von Polstermöbeln, Betten, Matratzen und Funktionsteilen sind sehr unterschiedlich. Bei Polstermöbeln fĂŒr den allgemeinen Wohnbedarf ist etwa bei SitzflĂ€chen in der Regel von einem maximalen Benutzergewicht bzw. einer maximalen Belastung von 100kg bis 120kg bei ĂŒblichem Gebrauch (Sitzen, Liegen u.Ă€.) zu Grunde zu legen. Lassen Sie sich bitte beraten, ob bei höheren GewichtsansprĂŒchen Sonderanfertigungen möglich sind.
Auch die Belastbarkeit von Armlehnen, Funktionsteilen, FuĂstĂŒtzen, usw. ist begrenzt. Meist liegt sie etwa zwischen 20 kg und maximal 35 kg. Sie sind deshalb keinesfalls zum Sitzen insbesondere nicht mit dem vollen Körpergewicht geeignet. Die Produktinformationen zu den maximalen Belastbarkeitsgrenzen sind unbedingt zu beachten. Fragen Sie Ihre Einrichtungsberater.
6 7 Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren. Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
A - B
BESTIMMUNGSGEMĂSSE VERWENDUNG (Siehe allgemeine wichtige informationen)
BETTEN, POLSTERBETTEN UND SCHLAFSOFAS (Siehe auch Funktionsteile)
BETTKASTEN
Ein Bettkasten darf grundsĂ€tzlich weder ĂŒberladen (Gewicht) noch ĂŒberfĂŒllt (Volumen) werden, damit die Luft zirkulieren kann. Bei Nichtbeachtung kann es zu FolgeschĂ€den wie z.B. Schimmelpilzbildung, Geruchsbildung oder SchĂ€den am FuĂboden oder am Möbel selbst kommen.
DAMPFREINIGER
Dampfreiniger sind fĂŒr Möbel grundsĂ€tzlich ungeeignet, auch wenn die Werbung dazu unterschiedliche Empfehlungen gibt. Dampfdruck kann relativ schnell insbesondere Fugen, Dichtungen, OberflĂ€chen und Bezugsmaterialien etc. beschĂ€digen oder zerstören.
DURCHBIEGEN
Ein leichtes Durchbiegen bei gröĂeren Sitzmöbeln, BĂ€nken, Sofas, Polsterteilen oder Betten ist je nach Material und GröĂe konstruktionsbedingt oft unvermeidbar und ĂŒblich. Solange Sicherheit und Funktion nicht beeintrĂ€chtigt sind, stellt dies im Rahmen der zulĂ€ssigen Toleranzen eine produkttypische Eigenschaft und keinen Mangel dar.
DRUCKSTELLEN (Beladungswerte)
Druckstellen bei Polstermöbeln und Bezugsmaterialien können sich nutzungsbedingt schnell ergeben. Polstermöbel sind komfortabel weich und verformbar. Bei Teppichen oder Velours-Stoffen ergeben sich ggf. Florverlagerungen, Sitzspiegel, GebrauchslĂŒster oder einfach Druckstellen z.B. durch den Ellenbogen oder durch unsachgemĂ€Ăes Draufstellen, was sich mehr oder weniger deutlich und je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel abzeichnet. Dabei handelt es sich um âwarentypische Eigenschaftenâ. Entstehen Druckstellen oder Kratzspuren durch Ă€uĂere Einwirkungen im Gebrauch, z.B. am Sockel eines Polstermöbels etwa durch AnstoĂen mit dem Staubsauger oder durch Schuhe o. Ă€., spricht man von Gebrauchsspuren, die natĂŒrlich keine GewĂ€hrleistungsansprĂŒche begrĂŒnden können.
ELEKTROSTATISCHE AUFLADUNG
(siehe allgemeine wichtige Informationen)
EMPFANG UND LIEFERUNG
VON WAREN
Sie als Kunde sind hier in der Pflicht: Produktinformationen, Gebrauchsanleitungen, Aufbau-, Transport- und Montageanleitungen sowie Reinigungs- und Pflegehinweise sollten unbedingt beachtet werden. PrĂŒfen Sie die Ware sofort bei Erhalt, insb. auf offensichtliche Beanstandungen und melden Sie diese ggf. umgehend!
FALTENBILDUNG
(Siehe Wellen- und Muldenbildung und leger, saloppe Polsterung.)
FARBABWEICHUNGEN
(Farb- und Strukturunterschiede)
Farbtoleranzen am Produkt, insb. zwischen Ausstellungsware und gelieferter Ware, Ware nach Musterpaletten oder bei Nachbestellungen sind durch die industrielle Fertigungstoleranz und/ oder bei Naturprodukten nicht zu vermeiden. Das gilt insbesondere fĂŒr Leder, Natur- und Mikrofasern und/ oder Holz. Besonders bei Nachbestellungen empfiehlt sich eine Abstimmung nach Mustervorlage.
FARBECHTHEIT (Reibechtheit)
Bei Farben von Möbelstoffen oder Leder spricht man von Farb- bzw. Reibechtheit. Sie wird in Echtheitszahlen gemessen, z.B. 1 fĂŒr schlecht und 5 fĂŒr sehr gut. In der Regel erreichen helle Farben höhere Reibechtheiten als dunklere Töne. Zur Reinigung sollten Sie ausschlieĂlich destilliertes Wasser und Neutralseife verwenden und mit einem weiĂen, weichen, sauberen Tuch sehr vorsichtig reiben oder tupfen. Bitte keine MikrofasertĂŒcher und/oder Dampfreiniger verwenden! Sinnvoll ist ein Test an einer nicht sichtbaren Stelle. Achtung: Bitte immer erst die Herstelleranweisung am Produkt beachten!
FARBMIGRATION :
Bei hellen Stoff- oder LederbezĂŒgen kann es in der Kombination mit dunk-
len oder intensiven Farbtönen, vorwiegend bei dunkelrot, blau, schwarz etc. zu einer sog. Farbmigration (AbfĂ€rbung oder Farbwanderung) kommen. Auch die Bekleidungsindustrie kennt dieses PhĂ€nomen. Bei Veloursledern oder Mikrofasern können das auch leichte SchleifstaubrĂŒckstĂ€nde sein. Hier hilft gleich am Anfang vorsichtiges Absaugen auf niedrigster Stufe oder feuchtes Abwischen. Leichte AbfĂ€rbungen sind warentypisch.
FLORLAGENVERĂNDERUNGEN
Siehe Druckstellen, GebrauchslĂŒster (âSitzspiegelâ).
8 Bitte
und
sorgfÀltig lesen
gut aufbewahren.
B - F
FOGGING (Schwarzstaubablagerungen)
Solche FĂ€lle kommen nur selten vor. Ursache und Auslöser von Fogging bzw. Schwarzstaubablagerungen sind laut Informationen des Umweltbundesamtes Substanzen wie sie bei Renovierungen, Malerarbeiten, FuĂboden- und Verlegearbeiten, Bausanierungen entstehen können. Dabei gasen schwerflĂŒchtige organische Verbindungen (sogenannte âSVOCâ oder Weichmacherverbindungen â âPhthalateâ) aus einigen Produkten aus. Das ist nicht ungewöhnlich und kann noch nach Monaten in die Raumluft abgegeben werden. Sie fĂŒhren zusammen mit Schwebestaubteilchen, die in der Raumluft und der AuĂenluft immer vorhanden sind, zu einem âZusammenklebenâ kleiner Staubteilchen zu gröĂeren Einheiten. Unter ungĂŒnstigen BegleitumstĂ€nden setzen sie sich als schmierige BelĂ€ge an WĂ€nden und anderen FlĂ€chen im Raum oder auch in NebenrĂ€umen ab. Besonders stark betroffen sind AuĂenwĂ€nde, Fenster, FernsehgerĂ€te, elektronische GerĂ€te und sonstiges Inventar. In solchen AusnahmefĂ€llen können nur Fachleute weiterhelfen. Dass Fogging durch Wohnmöbel ausgelöst wird, ist in der Regel auszuschlieĂen.
FUNKTIONSTEILE, FUNKTIONS- UND VERWANDLUNGSMĂBEL
Möbel mit Funktion sind immer auch âKompromissmöbelâ. Ein so genanntes âSchlafsofaâ ist kein vollwertiges Bett, sondern eine GĂ€ste- oder GelegenheitsschlafstĂ€tte. Funktionsteile benötigen fĂŒr ihre Beweglichkeit generell einen leichten Spielraum, um ihre FunktionalitĂ€t sicherzustellen. Auch
sind dabei die Belastbarkeitsgrenzen und eine sorgfÀltige Handhabung nach den Produktinformationen unbedingt zu beachten, genau so wie die sachgerechte und nicht zweckentfremdete Nutzung. (Siehe dazu auch Belastbarkeiten.)
FĂSSE UND FUSSBODENSCHUTZ
FĂŒr den Schutz seiner individuellen FuĂbodenbelĂ€ge ist der KĂ€ufer verantwortlich. Die industrielle Fertigung sieht jeweils ihren modellbezogenen Standard vor. Um Ihren individuellen Bodenbelag vor Kratzern oder Druckstellen zu schĂŒtzen, sollten Sie darauf achten, dass unter den Standard-Varianten des Herstellers evtl. nochmals gesonderte Unterlagen angebracht werden. Solche Schutzunterlagen (Aufkleber, Filz u.Ă€.) erhalten Sie zum Beispiel in jedem Baumarkt.
GEBRAUCHSLĂSTER/SITZSPIEGEL
Dieser Effekt entsteht bei allen Velours oder veloursÀhnlichen OberflÀchen, wie Teppichböden oder Textilien. Je höher der Flor aufsteht (kuschelig, weich), desto flacher legt er sich durch Körperdruck, WÀrme und Sitzgewohnheit. Je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel changiert er dann im hell/ dunkel bzw. matt/glÀnzend Effekt. Das ist eine warentypische Eigenschaft. Es hat auf Gebrauch, Nutzen, Funktion oder Lebensdauer des Bezuges keinen Einfluss.
GERĂUSCHBILDUNG/KNARREN
Polstermöbel mĂŒssen gerade und aus-
gerichtet aufgestellt werden. Schon kleine Höhenunterschiede durch schiefe Böden, Unebenheiten beim Aufstellen oder teilweises Stehen auf Teppichen können nutzungsbedingt nach einiger Zeit zu VerĂ€nderungen und/ oder SchĂ€den insbesondere am Untergestell fĂŒhren, was z.B. Knarr- oder QuietschgerĂ€usche hervorrufen kann.
GERUCH
Neue Produkte riechen anfĂ€nglich, das ist allgemein bekannt. Das kann je nach Material- und Zusammensetzung einige Wochen oder Monate dauern. Hier hilft am besten hĂ€ufiges LĂŒften oder feuchtes Abwischen mit einem verdĂŒnnten Reinigungsmittel (keine sĂ€urehaltigen Inhaltsstoffe) oder im Handel erhĂ€ltliche Geruchs-Neutralisierer und anschlieĂendes vorsichtiges trocken tupfen. Viele Materialien wie Leder oder Massivholz behalten allerdings naturbedingt in der Regel immer einen gewissen Eigengeruch. Diese âMöbelgerĂŒcheâ sind bei Einhaltung der Emissionsgrenzwerte nach dem Stand der Technik grundsĂ€tzlich gesundheitlich unbedenklich.
HAUSTIERE
Hier ist einiges zu beachten. Haustiere sind in vielen FĂ€llen Mitglieder der Familie und deshalb ist Toleranz und VerstĂ€ndnis notwendig. Haustiere können in der Regel nicht 24 Stunden am Tag beaufsichtigt werden. Sie sollten aber wissen, es ist hier wie mit unseren Kindern, die Aufsichtspflicht obliegt den Tierhaltern. Nutzen Sie die vielfĂ€ltigen Hinweise und Informationen aus Fachzeitschriften und den Medien, z.B. Stiftung Warentest-Möbelkauf, âEin Herz fĂŒr Tiereâ usw. Fest steht, Krallen- und Schnabeltiere können ganz erhebliche und vielfach irreparable SchĂ€den anrichten. Tierhaare, besonders Katzenhaare, lassen sich aus Textilien nur schwer entfernen. Katzen, Hunde etc. bringen als FreigĂ€nger deshalb unvermeidbar auch einmal unangenehmere Dinge mit in die Wohnung. Allein schon zum Schutz von Kleinkindern sollte deshalb keinesfalls ein direkter Kontakt zwischen Tier und Bezugsmaterial von Möbeln stattfinden. SchĂŒtzen Sie deshalb vorsorglich Ihre Möbel durch zusĂ€tzlich geeignete Materialien (Auflagen, Decken, etc., die waschbar oder reinigungsfĂ€hig sind).
11 Bitte
und
Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren. 10
sorgfÀltig lesen
gut aufbewahren.
F - H
HEIZUNG
(Siehe Luftfeuchtigkeit, Raumklima)
HUSSEN / ABNEHMBARE BEZĂGE
Bei MöbelbezĂŒgen die abgenommen werden können, mĂŒssen einige besondere Dinge beachtet werden. Hier ist unbedingt auf die Stoffzusammensetzung und die Hinweise zur Reinigung zu achten. Sind sie chemisch reinigungsfĂ€hig? Sind sie waschbar und wie? Meist nur höchstens bis 30°. SchlieĂlich ist darauf hinzuweisen, dass durch das Waschen grundsĂ€tzlich die Möglichkeit besteht, dass die BezĂŒge materialbedingt âeingehenâ können, mit der Folge, dass diese nicht oder nur sehr schwer aufziehbar sind. Auch deshalb ist es besonders wichtig die Reinigungs- und Pflegehinweise des jeweiligen Herstellers exakt zu beachten.
KISSEN
(Siehe Sofa- und Polsterkissen, lose Kissenpolsterung, legere Polsterung.)
KOPFTEILE/BETTKOPFTEILE
BEI POLSTERBETTEN
Bei Bettkopfteilen handelt es sich grundsĂ€tzlich nicht um Funktionsteile! (Bitte Produktinformation beachten). Bettkopfteile sind meist designorientiert entwickelt und deshalb nur begrenzt belastbar. Bitte deshalb nicht mit der ĂŒblichen Funktion und Belastbarkeit einer RĂŒckenlehne gleichsetzen.
KUNSTLEDER (Lederimitate)
Da hier die Vielfalt und die QualitÀtsunterschiede sehr groà sind, empfehlen wir
Ihnen eine fachliche Beratung und Herstellerinformation. Kunstleder sind hÀufig empfindlich gegen Cremes, Pflegelotionen, alkoholische oder sÀurehaltige Substanzen usw., da sie durch diese einen Weichmacherverlust erleiden können.
LEDER ALLGEMEIN UND SEINE EIGENSCHAFTEN
Gute LederqualitĂ€ten sind nicht nur GewĂ€hr fĂŒr eine lange Lebensdauer, sie reprĂ€sentieren auch Schönheit und Eleganz der Natur. Leder ist ein Naturprodukt, mit allen seinen natĂŒrlichen Eigenschaften. Es bleibt je nach QualitĂ€t auch nach der Gerbung atmungsaktiv und feuchtigkeitsdurchlĂ€ssig. Den Grad bestimmt die entsprechende Zurichtung bzw. Pigmentierung des Leders. Gerade bei Leder sollten Sie auf QualitĂ€t achten, dann bekommen Sie weiche, geschmeidige, atmungsaktive Lederarten. QualitĂ€t hat wie immer, auch bei Leder seinen Preis. Hochwertiges Leder ist so gefĂ€rbt, dass sich die Farbe um jede einzelne Faser legt und alle natĂŒrlichen Merkmale sichtbar bleiben. FĂŒr eine Polstergarnitur werden fĂŒnf bis sieben HĂ€ute verarbeitet. Die Tiere haben unter unterschiedlichen Bedingungen gelebt, keine Haut gleicht der anderen, wodurch Struktur- und Farbabweichungen sowie Natur- und Wachstumsmerkmale entstehen, die naturbedingt sind. Diese Lebenszeichnungen beeintrĂ€chtigen weder den Wert, noch die Haltbarkeit. Sie machen aus jedem Möbel ein Unikat. Bitte wĂ€hlen Sie aus den aufgefĂŒhrten Lederarten, die fĂŒr Ihre Einsatzbereiche passende heraus, dann haben Sie lange Freude mit Ihrem Ledermöbel.
DIE WICHTIGSTEN Lederarten
FĂR POLSTERMĂBEL
ANILINLEDER NATURBELASSENES LEDER
Eigenschaften: Die edelste und natĂŒrlichste Verarbeitung von Leder. Weich, warm, edel, anschmiegsam, atmungsaktiv, nimmt KörperwĂ€rme sehr schnell an. Je nach QualitĂ€t mit mehr oder weniger sichtbaren Natur- und Wachstumsmerkmalen.
Empfindlichkeit: Vor direkter Licht- und Sonneneinstrahlung schĂŒtzen. Kann leichter ausbleichen, anfĂ€lliger fĂŒr Verschmutzungen und Austrocknen; kann im Lauf der Zeit etwas âspeckigâ werden (Patina).
Pflegeaufwand: RegelmĂ€Ăig pflegen: je nach Nutzung, mindestens zweimal pro Jahr, regelmĂ€Ăig feucht abwischen.
Geeignet fĂŒr: Hoher Komfort fĂŒr Lederkenner und Liebhaber; sorgsame Nutzung. Empfindlicher und wenig geeignet bei Kleinkindern und Haustieren.
SEMI-ANILINLEDER
Eigenschaften: Anilinleder veredelt â leicht pigmentiertes Leder AtmungsaktivitĂ€t im Vergleich zu Natur belassenem Leder etwas eingeschrĂ€nkt; passt sich dem Körper und der Raumtemperatur an.
Empfindlichkeit: Gute Licht- und Reibeechtheitswerte, weniger empfindlich als natur belassenes Leder.
Pflegeaufwand: Pflegefreundlich: etwa ein- bis zweimal pro Jahr pflegen. Feucht abwischen.
Geeignet fĂŒr: Normale und regelmĂ€Ăige Nutzung.
PIGMENTIERTE LEDER UND SPALTLEDER
Eigenschaften: PreisgĂŒnstig. Weniger atmungsaktiv, wirkt âkĂŒhlâ; weniger weich.
Empfindlichkeit: Gute StrapazierfÀhigkeit. Weniger empfindlich.
Pflegeaufwand: Gering: feucht abwischen genĂŒgt, etwa einmal pro Jahr pflegen.
Geeignet fĂŒr: Eignet sich gut fĂŒr intensiveren Gebrauch.
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Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren. Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
H - L
DIE WICHTIGSTEN
Lederarten
FĂR POLSTERMĂBEL SPALTVELOURS
Eigenschaften: Kaum atmungsaktiv (vor allem gedecktes Spaltleder)
gĂŒnstigstes Leder, geringere QualitĂ€t.
Empfindlichkeit: Auch bei ImprĂ€gnierung relativ hoch. Vor direkter Licht- und Sonneneinstrahlung schĂŒtzen. Nicht sehr reiĂfest, kaum Temperaturausgleich, bekommt âSpeckeffekteâ (Patina)
Pflegeaufwand: Relativ hoch.
NUBUK-, RAU-, VELOURSLEDER
Eigenschaften: Weich, warm, anschmiegsam, nimmt KörperwĂ€rme schnell an. FĂŒhlt sich an wie Veloursstoff. Vor direkter Licht- und Sonneneinstrahlung schĂŒtzen.
Empfindlichkeit: Bleicht aus und ist empfindlich, auch mit ImprĂ€gnierung, bekommt âSpeckeffekteâ (Patina)
Pflegeaufwand: RegelmĂ€Ăig je nach NutzungsintensitĂ€t reinigen und pflegen.
Geeignet fĂŒr: FĂŒr Lederkenner und Liebhaber; sorgsame Nutzung.
BLANKLEDER
Eigenschaften: Je naturbelassener die OberflÀche, desto empfindlicher. Pigmentiert hat es eine gute LichtbestÀndigkeit, erwÀrmt sich langsam, mittlere AtmungsaktivitÀt. KrÀftiger, fester Griff. Empfindlichkeit: Weniger empfindlich.
Pflegeaufwand: Je nach OberflÀche, nicht sehr hoch.
Geeignet fĂŒr: Wird hĂ€ufig als selbsttragendes Leder (ohne Polsterung) fĂŒr Stuhl- und Sesselbespannungen eingesetzt.
Lederpflege
Bedenken Sie bitte immer, dass auch Leder durch starke Lichteinwirkung, insbesondere Sonne ausbleicht und dauerhafte NĂ€he zu eingeschalteten
Heizkörpern das Leder austrocknet und es porös und brĂŒchig macht. Abhilfe: FĂŒr Beschattung bzw. Luftbefeuchter sorgen, da dieses Klima auch fĂŒr Menschen schĂ€dlich ist. FĂŒr Stuhl- und Polstermöbelgestelle gilt die Gebrauchsund Pflegeanweisung der Warengruppe Speise-, Wohn- und Schlafraummöbel.
DAMIT POLSTERMĂBEL LANGE ZEIT
SCHĂN BLEIBEN, MĂSSEN SIE REGELMĂSSIG GEREINIGT UND GEPFLEGT WERDEN.
Der Aufwand richtet sich nach der Lederart, den Nutzungsgewohnheiten und der NutzungsintensitĂ€t. Es ist empfehlenswert, neben der ĂŒblichen regelmĂ€Ăigen Unterhaltspflege, das Leder je nach Nutzung ein- bis zweimal pro Jahr mit speziell geeigneten Reinigungsprodukten zu sĂ€ubern und entsprechend geeignetem Lederpflegemittel gemÀà Gebrauchsanweisung zu behandeln. Bitte die Herstelleranleitungen beachten! Reinigen Sie am besten immer ganze Teile groĂflĂ€chig von Naht zu Naht. Beanspruchte Stellen am NubukLederbezug können mit einer weichen BĂŒrste, Nubuk-, Pad- oder Schaumstoffschwamm wieder aufgeraut werden. Im Zweifelsfall fragen Sie gern Ihren Einrichtungsberater.
FLECKENTFERNUNG
Versuchen Sie niemals, Flecken auf der Stelle reibend oder mit Lösungsmitteln zu entfernen z.B. Fleckenentferner, Terpentin, Benzin! FlĂŒssigkeiten und Speisen bitte sofort mit saugfĂ€higem Tuch abnehmen. Fettflecken bei natur-belassenem Leder nicht behandeln, nur sofort abwischen â sie ziehen meist nach einiger Zeit ins Leder ein. Restflecken mit Lederreiniger groĂflĂ€chig von Naht zu Naht nacharbeiten. Je nach Lederart kann auch Fleckenschutz nachimprĂ€gniert werden.
LEGERE UND BESONDERS LEGERE POLSTERUNG
Die von uns bevorzugte âlegere Polsterungâ (im Gegensatz zur straffen Polsterung wie bei Stilmöbeln) ist an ihrer Anschmiegsamkeit zu erkennen. Die Polsterung ist weicher und der Bezug nicht glatt, damit man âim Sofaâ und nicht âauf dem Sofaâ sitzt. Sie zeigen teilweise schon im Neuzustand ein gewollt ausgeprĂ€gtes und designbedingtes Wellenbild. Eine optisch wellige OberflĂ€che auf Sitz, RĂŒcken und Armlehnen stellt keinen QualitĂ€tsmangel dar, sondern ist modellbedingt gewollt, um optimalen Sitzkomfort zu gewĂ€hrleisten. Bei bestimmten Modellen wird auch eine âbesonders legere Polsterungâ verwendet, um einen noch weicheren Sitzkomfort zu erzeugen. Dabei entsteht ein gewolltes âkuscheligesâ
15 Bitte sorgfÀltig
gut
Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
lesen und
aufbewahren.
Pflegetipps
Erscheinungsbild, das aufgrund der Materialverwendung produktimmanent ist. Unsere losen Sitz- und RĂŒckenkissen gehören nach Gebrauch aufgeschĂŒttelt. Um die FlĂ€chen nach der Benutzung zu glĂ€tten, sollten modellbedingt die Sitz- und RĂŒckenkissen nach auĂen gestrichen, geklopft oder geschĂŒttelt werden. Wie eine Wellen-/ Muldenbildung oder Faltenbildung beurteilt wird und wie mit den Toleranzen und warentypischen Eigenschaften umzugehen ist, findet sich in den GĂŒteund PrĂŒfbestimmungen RAL GZ 430/4 der Deutschen GĂŒtegemeinschaft Möbel e.V.
STRAFFE POLSTERUNG
Im Sitzmöbelbereich wird bei StĂŒhlen, BĂ€nken und Stilmöbeln ĂŒberwiegend straff gepolstert. Hierbei muss der Bezug produktionsbedingt an den Polsterecken in Falten gelegt werden. Je nach ElastizitĂ€t und StĂ€rke des Bezugsstoffes erscheinen gröĂere oder kleinere Falten, die warentypisch sind.
LICHTECHTHEIT
Als Lichtechtheit bezeichnet man die Resistenz eines Stoffes gegenĂŒber der Einwirkung von Licht (insbesondere Sonnenschein, Tageslicht, Halogen-Beleuchtung). Kunstfasern und dunklere Farbtöne erreichen höhere Lichtechtheiten als Naturfasern und hellere brillante Farben. Die VerfĂ€rbung des Materials unter Einfluss von Licht ist bei Möbelstoffen nicht zu verhindern. Die Einwirkung der Sonne verĂ€ndert alle
Materialien! Besondere Vorsicht ist deshalb in hellen SĂŒdzimmern mit viel Glas geboten. Insbesondere bei Sonnenschein sollten VorhĂ€nge oder Jalousien geschlossen werden, da sonst viele Stoffe/Bezugsmaterialien oder naturbelassene Leder schon nach wenigen Wochen an den beschienenen Stellen Farbabweichungen aufweisen.
LUFTFEUCHTIGKEIT/HEIZUNG/ NEUBAUTEN/RAUMKLIMA
(Siehe auch elektrostatische Aufladung, allgemeine wichtige Informationen und Wohnmöbel.)
MASSE
Die MaĂangaben bei industriell gefertigten Möbeln sind grundsĂ€tzlich Circa-MaĂe.
MATRATZEN
âWie man sich bettet, so liegt und schlĂ€ft manâ sagt ein altes Sprichwort. Deshalb sind diese Informationen fĂŒr Ihr persönliches Wohlbefinden sehr nĂŒtzlich. Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringt der Mensch mit Schlafen, der âTankstelleâ fĂŒr unser Wohlbefinden und unser Immunsystem. Deshalb ist die QualitĂ€t der richtigen Matratze besonders wichtig. Dazu gehören natĂŒrlich auch der Bettrahmen, der passende Lattenrost und eine angenehme BettwĂ€sche. Die gesamte Bettanlage und der Schlafraum sollten individuell auf den Menschen abgestimmt sein.
Dann muss jede Person fĂŒr sich entscheiden und je nach KörpergröĂe,
Gewicht, Schlafverhalten (z.B. Seitenoder RĂŒckenschlĂ€fer) und BeeintrĂ€chtigungen (z.B. Hohlkreuz oder RĂŒckenschmerzen) die einzelnen Materialien auswĂ€hlen. Wer leicht oder viel schwitzt sollte auf gute Feuchtigkeitsregulierung achten. Vor allem in den Sommermonaten kann der Mensch ĂŒber Nacht 1 bis 2 Liter FlĂŒssigkeit abgeben. Auch sonst mĂŒssen Matratzen aus qualitĂ€tsund hygienischen GrĂŒnden regelmĂ€Ăig gewendet und gelĂŒftet werden und
spĂ€testens nach 7 bis 10 Jahren erneuert werden. RegelmĂ€Ăiges Drehen und Wenden ist nötig, um Wellen- und Muldenbildungen vorzubeugen. Die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer sollte ca. 60% nicht ĂŒbersteigen, um Schimmeloder Stockfleckenbildung zu vermeiden. Auch bei BettkĂ€sten ist auf ausreichende Be- und EntlĂŒftung zu achten. Zum gesunden Schlaf gehört, dass der Schlafplatz nicht zu warm ist und ausreichend Sauerstoff vorhanden ist.
ES BESTEHT EIN GROSSER UNTERSCHIED ZWISCHEN GLATTLEDER UND VELOURSLEDER. AUS DIESEM GRUNDE BITTE IMMER DIE JEWEILIGE PFLEGEANLEITUNG BEACHTEN:
Leder-Pflegesets, enthalten aktive Substanzen, die ideal sind, um das Leder zu schĂŒtzen.
⹠Reinigen mit einem Schwamm: Durch Pressbewegungen Schaum erzeugen. Reinigen Sie das Leder mit kreisenden Bewegungen und nehmen Sie damit die oberflÀchlichen Verschmutzungen aus den Poren des Leders auf.
⹠Pflege und ImprÀgnierung: Geben Sie die Lichtschutzcreme auf das beiliegende Tuch und verteilen Sie die Creme auf dem Leder.
16 17 Bitte
Bitte
Pflegetipps
sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
BOXSPRING-MATRATZENSYSTEME
Die Bezeichnung Boxspring heiĂt ĂŒbersetzt âgefederte Boxâ. Boxspringbetten hatten Ihre frĂŒhe Entwicklung in den USA und erfreuen sich heute in Europa und gerade auch in Deutschland immer gröĂerer Beliebtheit. Der Unterbau besteht aus einer Box und unterschiedlichen Federkernkombinationen. Der Boxspringbettenaufbau besteht meist aus zwei voneinander getrennten, und ĂŒbereinander liegenden Federsystemen. Darauf kann wahlweise ein âTopperâ in unterschiedlichen QualitĂ€ten gelegt werden. Ziel der Boxspringsysteme ist, durch einen höheren Matratzenaufbau die StĂŒtzebene, DĂ€mpfungsebene und Druckverteilung je nach Person, Gewicht und GröĂe zu optimieren. Hier gibt es mittlerweile ein groĂes Angebot und auch eine Vielzahl an QualitĂ€tsunterschieden. Damit Sie fĂŒr sich persönlich das Richtige finden, ist eine ausfĂŒhrliche fachliche Beratung mit Liegeproben empfehlenswert.
MIKROFASERN
(Siehe Stoffe)
MIKROFASERTĂCHER
Hier hĂ€lt die Werbung leider nicht immer, was sie verspricht. Nicht alles, was fĂŒr Chrom, Edelstahl, Metall, Spiegel und Glas angeboten wird, ist auch gut fĂŒr Möbel. Deshalb sagen wir vorsichtshalber und aus den Erfahrungen der letzten Zeit heraus, keine MikrofasertĂŒcher fĂŒr PolstermöbelbezĂŒge, z.B. Leder, Kunstleder oder Stoffe aller Art zu
verwenden. Weiche, saubere TĂŒcher, z.B. GeschirrtĂŒcher oder Fensterleder sind dafĂŒr umso besser geeignet, vor allem in Verbindung mit den richtigen Reinigungsmitteln. Im Bedarfsfall wenden sich an Ihren Einrichtungsberater.
MONTAGE, MONTAGEANLEITUNGEN
Diese sind zur GewÀhrleistung der Produktsicherheit unbedingt zu beachten. Insbesondere verhindern Wandbefestigungen das Kippen oder Herunterfallen von Regalen und SchrÀnken.
PFLEGEHINWEISE
Siehe auch Allgemeine Reinigungsund Pflegehinweise, Polstermöbel. Bitte grundsĂ€tzlich immer die Pflegehinweise zum Produkt beachten! FlĂŒssigkeiten wie z.B. Wasser, SĂ€fte, Wein, etc. bitte sofort abtupfen und nicht eindringen lassen. Niemals mit gröĂerem Druck auf einer Stelle reiben. Auch Tabakrauch, KĂŒchendĂŒnste und UmwelteinflĂŒsse hinterlassen ihre Spuren. Damit Ihre Möbel lange Zeit schön bleiben, mĂŒssen sie regelmĂ€Ăig gepflegt werden.
OBJEKTEINRICHTUNGEN
(Siehe Allgemeines und BestimmungsgemĂ€Ăe Verwendung)
PILLINGBILDUNG:
Bei der regen Benutzung von Polstern aus Flach- oder Mischgewebe, kann es zu kleinen Knötchen (Pills - wie man sie auch von Wollpullovern kennt) kommen.Es handelt sich hierbei um lose Partikel des beim Bezug verwendeten
Garns, meistens jedoch kommen sie von unserer Bekleidung, Decken o.À., also Fremdpilling. Pills entstehen hÀufig schon nach kurzem Gebrauch. Sie können mit einem speziellen FusselgerÀt, einer Art Rasierapparat, entfernt werden. Das GerÀt ermöglicht es, die Pills ohne Schaden zu entfernen (Herstellerbeschreibung ist zu beachten). Pillingbildung sowie die Entfernung von Pills beeintrÀchtigen die Haltbarkeit des Möbelstoffes nicht.
PLANUNGSWARE UND âLIEFERUNG
FREI HAUSâ
Die Voraussetzung fĂŒr eine erfolgreiche Lieferung und Montage ist die korrekte Angabe zu Wohnungsbeschaffenheit und RaummaĂen (inkl. TĂŒr-, Treppenund Gangbreiten, Aufzug oder Treppe, Stockwerk usw.), hierfĂŒr ist der KĂ€ufer verantwortlich. Dabei ist auch zu berĂŒcksichtigen, dass Böden, WĂ€nde und Decken oft nicht ganz gerade sind und diese Unebenheiten bei der Montage angepasst und ausgeglichen werden mĂŒssen. Kurzfristige Ănderungen in den RĂ€umlichkeiten sollten dem VerkĂ€ufer und Monteur unbedingt rechtzeitig mitgeteilt werden. (Siehe auch AufmaĂ, Aufstellen und Ausrichten)
POLSTERBETTEN/POLSTERKISSEN/ POLSTERFĂLLUNGEN/POLSTER-
STEPPUNGEN
Legere Polsterung, lose oder gefĂŒllte Kissen mĂŒssen regelmĂ€Ăig und je nach NutzungsintensitĂ€t mehr oder weniger hĂ€ufig glatt gestrichen und aufgeklopft/-geschĂŒttelt werden. Bei Polsterkissen, Steppdecken, Steppmatten oder gesteppten Vliesstoffen, können sich die abgesteppten Inletts (FĂŒllungen), meist in rechteckiger oder quadratischer Form, auf dem Bezugsstoff, Leder oder sonstigen Textilarten abzeichnen. Bitte sorgen Sie auch fĂŒr gute Be- und EntlĂŒftung.
POLSTERMĂBEL ALLGEMEIN
Polstermöbel sind weich und verformbar. Sie sollten nicht allein nach Schönheit, sondern nach Ihren BedĂŒrfnissen gekauft werden. Wir unterscheiden bei der Polsterung zwischen âstraffâ, d.h. weitgehend glatter Polsterung und âlegerâ bzw. âbesonders legererâ Polsterung. Bei den letzteren ist eine weiche, knautschige Verarbeitung konstruktiv und design-bedingt gewollt. Hier zeigen sich schon im Neuzustand Wellen oder FĂ€ltchen im Bezugsmaterial. Die ver-
18 19 Bitte
Bitte
und
sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
sorgfÀltig lesen
gut aufbewahren.
M - P
stĂ€rken sich im Gebrauch und sind eine warentypische Eigenschaft. Bitte die Produktinformationen des Herstellers beachten. Es wird vielfach unterschĂ€tzt, aber Polstermöbel werden laut Stiftung Warentest tĂ€glich ca. 3 bis 5  Stunden benutzt, meist auf einem Lieblingsplatz. FĂŒr das Ă€uĂere Erscheinungsbild der Polstermöbel ist wichtig, dass die verschiedenen Sitzteile gleichmĂ€Ăig genutzt werden. Wenn immer wieder nur die âLieblingsplĂ€tzeâ benutzt werden, kommt es zwangslĂ€ufig zu deutlich sichtbaren optischen und polsterspezifischen VerĂ€nderungen beim Polstermöbel. Polstermöbel mĂŒssen waage ausgerichtet werden und gerade stehen. Bei Unebenheiten des FuĂbodens
oder durch Teppiche muss ausgeglichen bzw. unterlegt werden.
RAUMKLIMA, KLIMABEDINGUNGEN
Das Raumklima, das Medizin und Wissenschaft empfehlen, liegt bei Jahresdurchschnittswerten von 40% bis 55% Luftfeuchtigkeit und bei 18° bis 23° Celsius, als Idealklima fĂŒr Mensch und Material. Kurzfristige Abweichungen von den Idealwerten fĂŒr WohnrĂ€ume schaden nicht. Dies gilt auch fĂŒr Polstermöbel. In hellen RĂ€umen mĂŒssen die farbigen PolsterbezĂŒge durch VorhĂ€nge und Jalousien vor direkter Sonneneinstrahlung geschĂŒtzt werden. Bei Polstermöbeln und Textilien, auch Leder, Teppichböden etc. kann es bei zu trockener Luft zu empfindlichen elektrostatischen Aufladungen kommen, siehe elektrostatische Aufladung. Bei dauerhaft feuchten WĂ€nden kann es zu Schimmelpilz und MaterialschĂ€den kommen.
REIBECHTHEIT
Die meisten Bezugsmaterialen haben heute gute Reibechtheitswerte. Nur sehr dunkle oder Intensivfarbtöne geben im Anfangsstadium manchmal etwas Farbe ab. Leichte AbfÀrbungen liegen im Toleranzbereich. Abhilfe schafft dann meistens eine Reinigung mit destilliertem Wasser und Natur/Neutralseife. (Siehe dazu auch allgemeine Reinigungs- und Pflegehinweise, Farbechtheit, Stoffe) Schimmelpilz/Stockflecken: (Siehe allgemeine wichtige Informationen)
SICHERHEITSHINWEISE ALLGEMEIN
Hier sind unter allen UmstĂ€nden die Angaben der Hersteller, und die Hinweise der Fachleute in der Montage zu beachten. Bei elektronischen GerĂ€ten und Bauteilen ist grundsĂ€tzlich besondere Vorsicht geboten. Das gilt fĂŒr Kinder und Erwachsene gleichermaĂen. Reparaturen an elektrifizierten Bauteilen dĂŒrfen ausschlieĂlich von autorisiertem Fachpersonal durchgefĂŒhrt werden. Befinden sich Kinder im Haushalt, dĂŒrfen solche Elektro- oder Funktionsteile nicht unbeaufsichtigt bleiben. (Siehe auch Allgemeine Hinweise, Aufmass, Belastbarkeiten, Elektroteile, Funktionsmöbel.)
SITZHĂRTEUNTERSCHIEDE
Konstruktionsbedingte SitzhĂ€rteunterschiede sind durch die unterschiedlichen geometrischen Formen bei Polsterbetten oder Funktionssofas aufgrund der industriellen Serienfertigungen unvermeidbar. Beim Schaumstoff kann es bereits im Neuzustand aus fertigungstechnischen GrĂŒnden zu gröĂeren Toleranzen kommen. Nur bei maĂ- und formgleichen Polsterteilen sind die Sitz- oder RĂŒckenhĂ€rten weitgehend einheitlich. (Siehe auch Toleranzen, Belastbarkeiten, Polstermöbel allgemein.)
SITZSPIEGEL
(Siehe GebrauchslĂŒster, Florlagen VerĂ€nderung)
SITZ- UND POLSTEREIGENSCHAFTEN Bitte benutzen Sie bei Polstermöbeln möglichst alle Teile gleichmĂ€Ăig, nicht nur den so genannten âLieblingsplatzâ, damit sich bei legeren, modernen Möbeln die Optik durch Wellen und Muldenbildung gleichmĂ€Ăig verĂ€ndern kann. Achten Sie darauf, dass niemand auf den Polstermöbeln herumspringt und lassen Sie sich nicht hineinfallen. Stellen Sie sich nicht auf Sitz-, Arm-, oder RĂŒckenteile, solche punktuellen Ăberlastungen sind irreparabel. Wenn Sie die Polstermöbel versetzen, heben Sie unten am Korpus an. Setzen Sie sich nicht auf bewegliche Funktionsteile, Arm- oder RĂŒckenlehnen. (Siehe auch Wellenbildung). Legere Möbel und lose oder gefĂŒllte Kissen mĂŒssen regelmĂ€Ăig und je nach NutzungsintensitĂ€t glatt gestrichen und aufgeklopft bzw. geschĂŒttelt werden.
STATISCHE AUFLADUNG (Siehe elektrostatische Aufladung)
STELLPLATZ
Polstermöbel mĂŒssen gerade und ausgerichtet aufgestellt werden. Schon kleine Höhenunterschiede durch schiefe Böden oder Unebenheiten beim Aufstellen (stehen teilweise auf Teppichen) können nutzungsbedingt nach einiger Zeit zu VerĂ€nderungen und/ oder SchĂ€den insbesondere am Untergestell fĂŒhren, was z.B. Knarr- oder QuietschgerĂ€usche hervorrufen kann.
20 21 Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren. Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
R - S
Reinigungs UND Pflegehinweise
SPEZIELL FĂR POLSTERMATERIALIEN!
Dazu bitte immer zuerst die jeweilige Herstelleranleitung beachten! Nachstehend eine allgemeine Reinigungsempfehlung fĂŒr textile BezĂŒge:
FĂŒr BezĂŒge die abnehmbar, waschbar und chemisch reinigungsfĂ€hig sind, gilt der allgemeine Wissenstand und grundsĂ€tzlich die jeweiligen Reinigungshinweise des Herstellers.
Je nach NutzungsintensitĂ€t ist die Reinigung und Pflege regelmĂ€Ăig vorzunehmen. Im Zweifelsfall und bei schwierigen FĂ€llen fragen Sie bei Spezialisten nach, bevor Sie ein falsches Mittel einsetzen oder falsch vorgehen. Flecken und Verschmutzungen sind bitte sofort zu entfernen.
FĂŒr die meisten Stoffe, Mikrofasern, Kunstleder und Glattleder gilt folgendes:
âą Lose KrĂŒmel oder Flusen, Haare vorsichtig abbĂŒrsten oder mit der PolsterdĂŒse auf der niedrigsten Leistungsstufe absaugen. Bei Haustieren siehe besonderer Hinweis.
âą Fetthaltige und sĂ€urehaltige Verschmutzungen mit lauwarmem, destilliertem Wasser (wegen evtl. KalkrĂŒckstĂ€nden oder sonstigen Substanzen im
Wasser) mit einem feuchten, sauberen Tuch, z.B. Geschirrtuch oder einem sauberen weichen Schwamm reinigen. Die Seifenlösung unbedingt verdĂŒnnt, 3%ig max. 5%ig Anteil Seife, sonst verbleiben evtl. SeifenrĂŒckstĂ€nde im Bezug. Zuerst von Naht zu Naht und dann groĂflĂ€chig reinigen. Danach mit einem nebelfeuchten Tuch und destilliertem Wasser wieder groĂflĂ€chig von Naht zu Naht nachreinigen, ggf. wiederholen.
âą FĂŒr eiweiĂhaltige Flecken, (z. B. Blut oder Urin) muss eiskaltes Wasser verwendet werden.
âą FĂŒr etwas Ă€ltere oder eingetrocknete Flecken, brauchen Sie in der Regel Seife, sie muss parfĂŒm-, alkali- und ölfrei sowie PH-neutral sein.
Achtung: Die Seife oder den Schaum verdĂŒnnt auf den Fleck (max. Seifenlösung besser 3%ig bis max. 5%ig,), ebenfalls groĂflĂ€chig von auĂen nach innen reinigen, danach mit einem sauberen Tuch und klarem destillierten Wasser groĂflĂ€chig nachwischen, damit evtl. SeifenrĂŒckstĂ€nde weitgehend entfernt werden können. Möglichst viel von der OberflĂ€chenfeuchtigkeit mit einem trockenen Tuch abtupfen (nicht reiben), und bei normaler Zimmertemperatur trocknen lassen.
Auf keinem Fall mit dem Föhn arbeiten, das Material könnte hart oder beschĂ€digt werden. Im feuchten bzw. nassen Zustand das Leder oder den Stoff nicht benutzen, sonst gibt es Dehnungen, Mulden, Wellen oder Falten, die meist nicht mehr zu entfernen sind. Betten und Matratzen am Besten tagsĂŒber bei guter BelĂŒftung stehen lassen. Wurde nass gereinigt, muss ausreichend Zeit fĂŒr das völlige Abtrocknen eingerechnet werden.
Durch den Reinigungsvorgang haben Sie auch natĂŒrliche Substanzen und ImprĂ€gnierung aus dem Bezugsmaterial entfernt. Besorgen Sie sich deshalb die geeigneten Pflege- und ImprĂ€gnierungsmittel, die Ihre Materialien wieder schĂŒtzen. Fragen Sie bei Ihrem HĂ€ndler nach. Die Beseitigung von schwierigen Flecken (Blut, Kaugummi, Kugelschreiber etc.) sollten Sie nach Möglichkeit den Fachleuten ĂŒberlassen oder sich dazu beraten lassen. Je schneller Sie re-
agieren, desto gröĂer ist die Chance zur Fleckbeseitigung.
Die so genannten âFeindeâ bei Polsterteilen und Bezugsmaterialien sind allgemein bekannt. Das sind die direkte Licht- und Sonneneinstrahlung, nicht farbechte Textilien (z. B. Bluejeans, TShirts und hier ganz besonders fĂŒr helle und einfarbige Materialien). Weiterhin Haustiere, Katzen- oder Tierkrallen, KlettbĂ€nder, sĂ€urehaltige FlĂŒssigkeiten (z. B. FruchtsĂ€fte, alkoholische FlĂŒssigkeiten), sowie klebrige SĂŒĂigkeiten oder Speisereste. Dazu kommt bei allen Textilien der SchweiĂ, Fett, Kosmetika, Tabakrauchablagerungen, KochdĂŒnste und sonstige UmwelteinflĂŒsse.
Auf keinen Fall dĂŒrfen Möbel, Polstermaterialien, Matratzen und Bezugstextilen aller Art mit Dampfreinigern behandelt werden oder mit heiĂen GegenstĂ€nden zusammen kommen, z. B. WĂ€rmflaschen (Bettwaren ausgenommen). Das gilt auch fĂŒr viele der am Markt angebotenen sogenannten âMikrofasertĂŒcherâ (WundertĂŒcher). Sie können zum Teil erhebliche OberflĂ€chenschĂ€den, FarbverĂ€nderungen etc. hervorrufen. Bitte lassen Sie sich fachlich beraten.
Je nach Haushalt und NutzungsintensitĂ€t empfehlen wir einen Kompromiss zu finden zwischen âGebrauchsnutzenâ (StrapazierfĂ€higkeit und Lebensdauer) und dem âGeltungsnutzenâ (Mode, Eleganz, Marke).
Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren. Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
23 22
Pflegehinweis
WICHTIGE INFORMATION ZU MĂBEL -
STOFFEN â UNBEDINGT ZUERST HERSTEL -
LERHINWEISE BEACHTEN!
Der Bezug ist wie das Gesicht des Polstermöbels, die Entscheidung Stoff oder Leder beeinflusst die Optik und die Gebrauchseigenschaften entscheidend. Ihr persönliches Wohlbefinden sollte die Hauptrolle spielen, testen Sie all unsere Modelle. Ihr Einrichtungsberater ist Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Fragen sehr gerne behilflich.
Der Preis eines Stoffes sagt nicht zwangslĂ€ufig etwas ĂŒber seine Robustheit und Langlebigkeit aus, sondern kann Ausdruck anderer QualitĂ€tskriterien sein: der ExklusivitĂ€t und Eleganz der verwendeten Materialien (Seide), der Raffinesse des Druck- oder Webverfahrens des hohen Ă€sthetischen Wertes oder der extremen Feinheit.
Polstermöbel werden im Durchschnitt vier Stunden pro Tag benutzt. Legt man pro Woche nur 6 Tage zugrunde und errechnet die Sitzdauer in einem Jahr, so kommt man auf die unglaubliche Zahl von 1.248 Stunden. WĂ€hrend dieser Zeit mĂŒssen Polstermöbel hohe Gewichtsbelastungen, Scheuerbewegungen und andere EinflĂŒsse wie Licht, WĂ€rme, Staub etc. aushalten, möglichst ohne dass sie dabei ihre Funktions- und Gebrauchstauglichkeit ver-
STOFFE, TEXTILE BEZĂGE
ALLGEMEINE FORMULIERUNGEN
lieren. Die QualitĂ€t der verwendeten Materialien, die IntensitĂ€t der Nutzung sowie Tabakrauch, SchweiĂ, Kosmetika, natĂŒrlicher VerschleiĂ und Ihr Pflegeverhalten bestimmen somit in hohem MaĂe, wie lange die Freude an den Möbeln wĂ€hrt. HĂ€usliche JeanstrĂ€ger mĂŒssen wissen, dass grober Jeansstoff mit derben NĂ€hten der Feind fein gewebter PolsterbezĂŒge (und Autositze) ist und abfĂ€rbt, ebenso wie nicht farbechte Textilien. KlettbĂ€nder, Haustiere mit scharfen Krallen mĂŒssen von Polstermöbeln ferngehalten werden. (Siehe allgemeine Hinweise, Haustiere, Reinigungs- und Pflegehinweise.)
Die wichtigsten Arten von textilen PolsterbezĂŒgen: Bitte unbedingt die Herstelleranleitung beachten
MATERIAL VORTEILE NACHTEILE
Flachgewebe
schöne Optik, weil viele Arten von Garnen und Farben ideal kombiniert werden können
nicht so haltbar wie Velours sowie Mikrofasern, neigt zu Pillingbildung (Knötchenbildung)
Webvelours
Hohe bis sehr hohe Haltbarkeit, leicht zu reinigen, vor allem mit synthetischen Fasern
Chenille
ZĂ€hlt zu den Velours. Sehr weicher Griff mit Hoch-/ Tief-Effekten
Flockvelours
Sehr haltbar, strapazierfĂ€hig preisgĂŒnstig, angenehmer Griff
Mikrofaserstoffe, (Wirbelvliese)
Edle Optik, Àhnlich Rauleder, weicher Griff. StrapazierfÀhig und pflegefreundlich
eingeschrÀnkte Mustervielfalt Sitzspiegel können auftreten Changiert je nach Blickwinkel, Nahtbild und Lichteinfall (Sitzspiegel)
Empfindlich gegen Lösungsmittel Sitzspiegel können auftreten
Gebrauchsspuren, kann Patina bekommen (RĂŒckstĂ€nde von, Körperfett, Glanz, dunkle Stellen)
24 25 Bitte sorgfÀltig
und
Bitte
und
aufbewahren.
lesen
gut aufbewahren.
sorgfÀltig lesen
gut
STOFFE
Stoffpflege
DAMIT POLSTERMĂBEL LANGE ZEIT SCHĂN BLEIBEN, MĂSSEN SIE REGELMĂSSIG GEREINIGT UND GEPFLEGT WERDEN.
Einige ganz besonders hochwertige Materialien unserer angebotenen Stoffkollektionen haben eigene Pflegeanleitungen, die es unbedingt zu beachten gilt. Bitte bewahren Sie die Anleitung zusammen mit diesen Möbeln und dem Kaufvertrag auf.
Die Unterhaltspflege ist gleichzusetzen mit der tĂ€glichen Körperpflege des Menschen. Bei der regelmĂ€Ăigen Unterhaltspflege werden Verschmutzungen, die durch den tĂ€glichen Gebrauch entstehen, beseitigt (Hausstaub, KrĂŒmel, Fussel, etc.) und zwar durch regelmĂ€Ăiges Absaugen (geringe Saugleistung) mit einem normalen Haushaltsstaubsauger mit PolsterdĂŒse. Bei Veloursund Flachgewebe unbedingt eine DĂŒse mit weichen Borsten verwenden und in Strichrichtung arbeiten. AnschlieĂend mit einer weichen BĂŒrste abbĂŒrsten (z.B. KleiderbĂŒrste). Ab und zu sollte der Bezug mit einem sauberen, feuchten Tuch abgewischt werden. Die Feuchtigkeit hĂ€lt die Fasern elastisch und wirkt sich so positiv auf deren Langlebigkeit aus. Keinesfalls MikrofasertĂŒcher oder Dampfreiniger verwenden! Flecken entfernt man am besten sofort, unmittelbar nach dem Entstehen. Wichtig ist, dass
verschĂŒttete FlĂŒssigkeiten sofort mit einem saugfĂ€higen KĂŒchenpapier oder Tuch abgetupft werden â nicht reiben! Dann können sie gar nicht erst in das Gewebe eindringen. Viele Stoffe unserer Kollektion sind durch AusrĂŒstung fleckgeschĂŒtzt, das heiĂt, FlĂŒssigkeiten dringen nicht sofort in das Gewebe ein, sondern sind meist durch ein saugfĂ€higes Tuch oder Papier zu beseitigen.
Achtung: Niemals auf der Stelle reiben und immer erst die Herstelleranweisung am Produkt beachten! Bitte lesen Sie in der Produktbeschreibung im Verkaufsheft den entsprechenden Passus nach.
REINIGUNG VON STOFFEN
GrundsĂ€tzlich lassen sich die meisten Möbelstoffe durch autorisierte Reinigungsunternehmen chemisch reinigen, beachten Sie jedoch immer zuerst die vom Hersteller empfohlene Anleitung! Man kann auch Trockenshampoo auf einen ausgedrĂŒckten Schwamm aufsprĂŒhen, vorsichtig und groĂflĂ€chig, von Naht zu Naht, den Bezug damit einreiben. Bei Velours zum Schluss die OberflĂ€che in Strichrichtung mit einer weichen BĂŒrste bĂŒrsten. Bei Stoffen, die als waschbar ausgewiesen sind, ist folgendes zu beachten: Verwenden Sie nur flĂŒssige Feinwaschmittel oder flĂŒssige Neutral-, Naturseife ohne Ăl und Bleichmittel! KissenbezĂŒge sind vor dem Waschen auf die linke Seite zu drehen und der ReiĂverschluss zu
schlieĂen! Flecken eventuell vorher mit schonendem Flecklöser einweichen. Nicht schleudern! Nicht in den Trockner! Am besten die BezĂŒge noch leicht feucht wieder aufziehen. BezĂŒge mit Baumwollanteil können trotz VorwĂ€sche immer noch 2% bis 3% einlaufen. Im feuchten Zustand können sie daher beim Aufziehen leichter gedehnt werden. Im feuchten Zustand die Möbel nicht benutzen. Fleckenentfernung sollte allerdings die Arbeit des Reinigungsfachmannes sein! (Siehe auch allgemeine Reinigungs- und Pflegeempfehlung)
Achtung: Bei Verwendung von feuergefĂ€hrlichen Mitteln fĂŒr ausreichend BelĂŒftung sorgen. Kein offenes Feuer! Lösungsmittel wie Waschbenzin, Spiritus oder handelsĂŒbliche Fleckenwasser sind bei vielen Mikrofasern nicht anwendbar. Herstellerhinweise unbedingt beachten.
TOLERANZEN
Auch bei industriell hergestellten Möbeln sind Teile der Serienproduktion nach wie vor nur in Handarbeit möglich. Daher sind fertigungstechnische Toleranzen (Abweichungen) von Mustern, bei Möbel- und/oder Funktionsmöbelteilen, unvermeidbar und stellen im Rahmen der fĂŒr Möbel aus industri-
eller Herstellung geltenden Toleranzen keine berechtigte Beanstandung dar. Zu beachten ist, dass es sich bei MaĂangaben grundsĂ€tzlich nur ca.-MaĂe handelt.
UNIKATE, Z.B. HOLZ, LEDER, NATURSTEINE
Möbel aus Naturwerkstoffen sind unverwechselbare Unikate. Eine Farboder Strukturgleichheit ist bei diesen Möbeln aufgrund ihrer materialspezifischen Eigenschaften nicht möglich.
WELLENBILDUNG UND MULDENBILDUNG (Faltenbildung)
Beim sogenannten âEinsitzenâ oder âEinliegenâ verĂ€ndern sich SitzhĂ€rte und Optik meist schon nach kurzem Gebrauch. Sie wird weicher in AbhĂ€ngigkeit von Art und Dauer der Benutzung. Dies ist ein normaler Prozess, den jede Polsterung durchlĂ€uft. Um gleichmĂ€Ăige SitzhĂ€rten zu erzielen, ist es wichtig, die Sitzpositionen von Zeit zu Zeit zu Ă€ndern. Sonst kann es zu einseitiger Mulden- und Faltenbildung (âLieblingsplatzâ) kommen. Richtlinie: Je stĂ€rker das Bezugsmaterial und je gröĂer die verpolsterte FlĂ€che, umso gröĂer ist die Neigung zur Falten- und Muldenbildung. UnterstĂŒtzt wird diese Entwicklung dadurch, dass Stoffe und Leder sich unter Einfluss von Körpergewicht mehr oder minder dehnen und dadurch âWellenâ bilden. Diese optische VerĂ€nderung hat auf Gebrauch, Funktion und Lebensdauer so gut wie keinen Einfluss.
26 27 Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren. Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
Pflegetipps
PRODUKT- UND WARENTYPISCHE EIGENSCHAFTEN, REINIGUNGS- UND PFLEGEHINWEISE FĂR SPEISE-, WOHNUND SCHLAFRAUMMĂBEL
ACRYL
Acryl ist ein Kunststoff mit einer hohen Dichte, sehr lichtbestĂ€ndig, sehr stoĂfest, thermisch verformbar und weist eine hohe BestĂ€ndigkeit gegenĂŒber gebrĂ€uchlichen Haushaltschemikalien
auf. FĂŒr Möbel werden hĂ€ufig hochglĂ€nzende OberflĂ€chen eingesetzt.
Achtung: FĂŒr die Pflege von Acryl niemals MikrofasertĂŒcher verwenden. Bitte beachten Sie die Herstellerangaben.
ALUMINIUM
Die Pflege von Aluminium muss besonders schonend stattfinden, nur mit weichen, kratzfreien TĂŒchern. Behandeln
Sie Aluminium-Teile nicht mit alkalischen oder sÀurehaltigen Mitteln. Bitte beachten Sie die Herstellerangaben.
AUFMASS, AUFSTELLEN
UND AUSRICHTEN
Auch Speise-, Wohn- und Schlafraummöbel mĂŒssen gut geplant und gerade ausgerichtet aufgestellt werden, da es sonst zu FolgeschĂ€den kommen kann.
Informieren Sie Ihren Einrichtungsberater ĂŒber die Raumsituation in Ihrem Zuhause. Böden sind nicht gerade und bei feuchten WĂ€nden muss ein Mindestabstand von den WĂ€nden gewahrt werden, sonst sind FeuchtigkeitsschĂ€den, unangenehmer Geruch usw. nicht zu vermeiden. Bei FuĂbodenheizung
ist auf ausreichende Luftzirkulation zu achten. Wichtig: Die Verantwortung dafĂŒr, dass die Möbel auch tatsĂ€chlich in Haus oder Wohnung geliefert werden können, trĂ€gt der KĂ€ufer! Informieren Sie daher Ihren Einrichtungsberater ĂŒber die örtlichen Gegebenheiten und die ZugĂ€nglichkeit Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung.
BESTIMMUNGSGEMĂSSE
VERWENDUNG:
(Siehe allgemeine wichtige Informationen)
BELASTBARKEITEN (Beladungswerte)
Die Belastbarkeit und Beladung von HĂ€ngeelementen, Einlegeböden, SchubkĂ€sten, Regalen oder Wandborden, ob Glas, Holz, Metall usw. sind sehr unterschiedlich und sicherheitsrelevant. Deshalb sind die Produktinformationen zu den maximalen Belastungsgrenzen unbedingt zu beachten. So bedeutet z.B. max. 15 kg Belastbarkeit, dass die gesamte Beladung (ohne Eigengewicht) 15 kg nicht ĂŒbersteigen darf und keine weitere Anbringung von zusĂ€tzlichen Ablagen o.Ă€. an dem Möbelteil vorgenommen werden darf.
Lassen Sie sich bitte beraten, ob bei höheren GewichtsansprĂŒchen Sonderanfertigungen etc. möglich sind.
Wichtig: Dabei ist eine fachgerechte und ausreichende Wandbefestigung/ Auflage dringend erforderlich. Es dient Ihrer Sicherheit, lassen Sie sich bitte beraten.
BETTSOFA (Schlafsofa)
(Siehe Funktions- und Verwandlungsmöbel)
CHEMISCHE REAKTION, Z.B. WEICHMACHER
Auf MöbeloberflĂ€chen kann es durch den Kontakt mit unterschiedlichen Materialien zu chemischen Reaktionen kommen. Lackierte OberflĂ€chen sind recht widerstandsfĂ€hig und schĂŒtzen in der Regel kurzfristig auch vor Alkohol oder Wasserflecken. Legt man jedoch Tischdecken oder Unterleger aus bestimmten synthetischen oder kunststoffĂ€hnlichen Zusammensetzungen darauf, kann es zu chemischen Reaktionen kommen, die die OberflĂ€che beschĂ€digen. Bitte die Produktinformationen beachten.
COUCHTISCHE
Das Angebot an Couchtischen ist sehr vielfĂ€ltig und variantenreich. Dazu kommen immer neue Materialien. Hinweise ĂŒber die Haltbarkeit, Belastbarkeit, FunktionstĂŒchtigkeit, warentypische Eigenschaften, Reinigungs- und Pflegehinweise sind in den Produktinformationen ersichtlich.
DAMPFREINIGER
Dampfreiniger sind fĂŒr Möbel grundsĂ€tzlich ungeeignet, auch wenn die Werbung dazu unterschiedliche Empfehlungen gibt. Dampfdruck kann re-
lativ schnell Fugen, Dichtungen, OberflÀchen und Bezugsmaterialien etc. zerstören.
DREHTĂREN, SCHIEBETĂREN, FALTTĂREN- UND GLEITTĂRENSCHRĂNKE
Ein sorgfĂ€ltiges Ausrichten der Möbelteile und die Beachtung der Montageanleitung des Herstellers sind aus GrĂŒnden der Sicherheit hier besonders wichtig. (Siehe auch SchiebetĂŒren)
DURCHBIEGEN
Ein leichtes Durchbiegen von Einlegeböden, Regalen, SchubkĂ€sten, Tisch oder Einlegeplatten ist je nach Material und GröĂe unvermeidbar und zulĂ€ssig (siehe Toleranzen), solange die Sicherheit und Funktion nicht beeintrĂ€chtigt wird. Bei Materialien aus Holz achten Sie bitte auf Ihr Raumklima und auf die vom Hersteller angegebenen Belastungsgrenzen.
DUROPLAST MATERIALIEN
Allgemein versteht man darunter gehĂ€rtete Kunststoffe wie z. B. Laminate, Melamin und weitere Schichtstoffmaterialien. Reinigung und Pflege erfolgen mit mildem GeschirrspĂŒlmittel, danach trocken reiben. Bitte Herstellerhinweise beachten.
28 29 Bitte
Bitte sorgfÀltig
und gut
sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
lesen
aufbewahren.
A - D
ELEKTROGERĂTE, ELEKTRISCHE
BAUTEILE UND LEUCHTMITTEL
FĂŒr alle Elektro- oder elektronischen GerĂ€te und Teile sind im Besonderen die Gebrauchsanleitungen des Herstellers zu beachten. Es dĂŒrfen nur Ersatzlampen oder GerĂ€te wie vom Hersteller empfohlen mit gleicher Leistung eingesetzt werden, insb. um SchĂ€den an der Sache selbst zu vermeiden. Zudem dĂŒrfen Lampen und Leuchtmittel nicht zu dicht an andere EinrichtungsgegenstĂ€nde und sonstige Materialien und/ oder WĂ€nde positioniert werde, also z.B. nicht zugestellt oder zugehĂ€ngt werden. Das kann sonst zu WĂ€rmeund Hitzestau, TrafobeschĂ€digungen
und damit zu weiteren FolgeschĂ€den fĂŒhren. Bei Ausfall oder Problemen wenden Sie sich bitte direkt an Ihren FachhĂ€ndler. Die Montage darf nur von autorisiertem Fachpersonal durchgefĂŒhrt werden. StĂ€rken sich im Gebrauch und sind eine warentypische Eigenschaft. Bitte die Produktinformationen des Herstellers beachten. Es wird vielfach unterschĂ€tzt, aber Polstermöbel werden laut Stiftung Warentest tĂ€glich ca. 3 bis 5  Stunden benutzt, meist auf einem Lieblingsplatz. FĂŒr das Ă€uĂere Erscheinungsbild der Polstermöbel ist wichtig, dass die verschiedenen Sitzteile gleichmĂ€Ăig genutzt werden. Wenn immer wieder nur die âLieblingsplĂ€tzeâ benutzt werden, kommt es zwangslĂ€ufig zu deutlich sichtbaren optischen und polsterspezifischen VerĂ€nderungen beim Polstermöbel. Polstermöbel mĂŒssen waage ausgerichtet werden und gerade stehen. Bei Unebenheiten des FuĂbodens oder durch Teppiche muss ausgeglichen bzw. unterlegt werden.
ELEKTROSTATISCHE AUFLADUNG
(Siehe allgemeine wichtige Informationen)
EMPFINDLICHKEITEN
Je nach Farbe, OberflĂ€che und NatĂŒrlichkeit der Materialien verhalten und reagieren die Produkte anders. So ist mit Ăl- und WachsoberflĂ€chen oder Massivholz anders umzugehen als mit lackierten, pigmentierten Materialien. Sie haben auch einen unterschiedlichen Geruch.
Bitte beachten Sie dazu die jeweiligen Produktinformationen.
ERSATZ- UND VERSCHLEISSTEILE
Der Einsatz von Ersatz- und VerschleiĂteilen von Drittherstellern kann zu Gefahren fĂŒhren. Es dĂŒrfen nur Originalteile oder vom Hersteller freigegebene Teile verwendet werden.
FARB- UND STRUKTURUNTER-
SCHIEDE BEI MASSIVHOLZ, ECHTHOLZFURNIER ODER FARBMUSTERN
Die Lebensgeschichte eines Baumes wird durch charakteristische Wuchsmerkmale wie Zeichnung, Struktur und Farbe geprĂ€gt. Kein Baum gleicht dem anderen, wie der Fingerabdruck eines Menschen. Diese abweichenden Natur- und Wachstumsmerkmale machen aus jedem individuell planbaren Echtholzmöbel ein âUnikatâ mit einem einzigartigen Erscheinungsbild. Holz verĂ€ndert sich bei Sonnen- und Lichteinstrahlung, je naturbelassener desto schneller. Eine absolute Farb- und Strukturgleichheit, beispielsweise zwischen Planungs- oder Farbmustern und Lieferung, sowie der horizontale und vertikale Strukturverlauf des Holzes, ist nicht möglich. Hölzer und Furniere aus verschiedenen StĂ€mmen passen strukturell und farblich nicht ĂŒberein, spĂ€testens wĂ€hrend der Nutzungsdauer treten Farbabweichungen auf. Bei spĂ€teren ErgĂ€nzungen empfiehlt sich daher eine Sonderfertigung nach Frontmuster. Auch spezielle modellbedingte Verarbeitungsmethoden, wie vertikaler und horizontaler
Furnierverlauf, âgestĂŒrzterâ Furnierzuschnitt zur optischen Formatierung, Furnier- und Massivholzkombinationen, Hirn- und Langholzverbindungen, âUmleimerâ oder die Parkettverleimung zur FormstabilitĂ€t, fĂŒhren je nach Holzart, Position und Lichteinfall zu hellen und dunklen Farb- und Strukturakzenten. Diese Natur-Farbspiele sind eine warentypische Eigenschaft des gewachsenen Naturwerkstoffes und ein wesentliches, unverwechselbares Echtheitsmerkmal.
FEDERHOLZRAHMEN/LATTENROSTE
Hier sollte auf jeden Fall eine Abstimmung zwischen Matratze, Federrahmen und Bettanlage, sowie dem Nutzer erfolgen. Eine gute SchlafstĂ€tte ist der wichtigste Garant fĂŒr einen erholsamen Schlaf. Lassen Sie sich fachmĂ€nnisch beraten.
FOGGING (Schwarzstaubablagerungen)
Solche FĂ€lle kommen nur selten vor. Ursache und Auslöser von Fogging bzw. Schwarzstaubablagerungen lt. Informationen des Umweltbundesamtes sind Substanzen wie sie bei Renovierungen, Malerarbeiten, FuĂboden- und Verlegearbeiten, sowie Bausanierungen entstehen können. Dabei gasen schwerflĂŒchtige organische Verbindungen (sogenannte âSVOCâ oder Weichmacherverbindungen â âPhthalateâ) aus einigen Produkten aus. Das ist nicht ungewöhnlich und kann noch nach Monaten in die Raumluft abgegeben werden. Sie fĂŒhren zusammen mit Schwebestaubteilchen, die in der
30 31 Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren. Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
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Raumluft und der AuĂenluft immer vorhanden sind, zu einem âZusammenklebenâ kleiner Staubteilchen zu gröĂeren Einheiten. Unter ungĂŒnstigen BegleitumstĂ€nden setzen sie sich als schmierige BelĂ€ge an WĂ€nden und anderen FlĂ€chen im Raum oder auch in NebenrĂ€umen ab. Besonders stark betroffen sind AuĂenwĂ€nde, Fenster, FernsehgerĂ€te, elektronische GerĂ€te und sonstiges Inventar. In solchen AusnahmefĂ€llen können nur Fachleute weiterhelfen.
FUNKTIONSTEILE
Funktionsteile sind technische Kompromissteile zwischen festen und beweglichen Materialteilen. Sie benötigen immer einen gewissen Spielraum. Damit diese Technik auf Dauer zuverlĂ€ssig funktioniert, ist ihre sorgfĂ€ltige Handhabung sehr wichtig. Dabei sind in erster Linie die Belastbarkeitsgrenzen zu beachten (siehe Produktinformationen). Auch optisch sehen sie hĂ€ufig etwas anders aus, oder weichen von den MaĂen etwas ab. BeschlĂ€ge können z.B. durch einseitige Handhabung ĂŒberbeansprucht werden. Funktionsteile benötigen verarbeitungstechnisch- und materialbedingt einen gewissen Spielraum und MaĂtoleranzen, z.B. an Anstellteilen, Tischplatten etc. Je nach Art und OberflĂ€che ist eine regelmĂ€Ăige Wartung und Pflege wichtig. Das gilt fĂŒr alle beweglichen Teile, BeschlĂ€ge, Scharniere, SchubkastenfĂŒhrungen, SchiebetĂŒren, FĂŒhrungen allgemein usw.
FURNIERE (Echtholzfurniere)
(Siehe Massivholz, Farb- und Strukturunterschiede.)
FĂSSE UND FUSSBODENSCHUTZ
FĂŒr den Schutz seiner individuellen FuĂbodenbelĂ€ge ist der KĂ€ufer verantwortlich. Die industrielle Fertigung sieht jeweils ihren modellbezogenen Standard vor. Um ihn vor Kratzern oder Druckstellen zu schĂŒtzen, sollten Sie darauf achten, dass unter den Standard-Varianten des Herstellers evtl. nochmals gesonderte Unterlagen angebracht werden. Solche Schutzunterlagen (Aufkleber, Filz u.Ă€.) erhalten Sie in jedem Baumarkt.
FUSSBODENHEIZUNG
Bei FuĂbodenheizungen ist in Verbindung mit Massivholz Möbeln besondere Vorsicht geboten. Bei flĂ€chig aufgestellten SchrĂ€nken, Kommoden usw. kann das Holz stĂ€rker austrocknen und es kommt zu Schwund, Verzug oder Rissbildung im Holz. AntiquitĂ€tenhĂ€ndler empfehlen fĂŒr ihre wertvollen GegenstĂ€nde deshalb zusĂ€tzliche Befeuchtung z.B. durch das Aufstellen in oder unter den SchrĂ€nken von Wasserschalen, Luftbefeuchtern etc. Auch bei Tischen und StĂŒhlen aus massiven Hölzern ist vor allem bei geölten oder gewachsten OberflĂ€chen darauf zu achten, dass die Möbel gut abgetrocknet sind. Es soll unter den FĂŒĂen ein ausreichender FuĂbodenschutz angebracht werden, damit keine direkte Verbindung zum warmen Boden stattfindet, z.B. Abstandshalter. Durch die ErwĂ€rmung von unten kann z.B. die geölte OberflĂ€che teilweise den Boden verunreinigen.
GERĂUSCHBILDUNG/KNARREN
(Siehe Aufmass, Aufstellen und Ausrichten)
GERUCH
Neue Produkte riechen anfĂ€nglich, das ist allgemein bekannt. Das kann je nach Material- und Zusammensetzung einige Wochen oder Monate dauern. Hier hilft am besten hĂ€ufiges LĂŒften oder feuchtes Abwischen mit einem verdĂŒnnten Reinigungsmittel (keine sĂ€urehaltigen Inhaltsstoffe) oder im Handel erhĂ€ltliche Geruchsneutralisierer und danach trocken reiben. Bestimmte Produkte wie Leder, Massivholz, oder ein Schrank behalten immer einen gewissen Eigengeruch. Diese bekannten âMöbelgerĂŒcheâ sind normal und im allgemeinen bei Einhaltung der Emissionsgrenzwerte nach dem Stand der Technik gesundheitlich unbedenklich.
GLAS, GLASTISCHE
Bei Lichteinfall sind Irisationserscheinungen wie leichte Wolken, Ringe, Schlieren oder Ziehfehler in den Spektralfarben physikalisch bedingt. GlasflĂ€chen sind kratzempfindlich. Scharfkantige GegenstĂ€nde dĂŒrfen nicht ohne Schutz abgestellt oder gezogen werden. Insbesondere bei heiĂen Töpfen oder Flaschen aus dem TiefkĂŒhlfach kann Floatglas platzen. Die Pflege erfolgt mittels handelsĂŒblicher Glasreiniger. Da Glas in sehr vielfĂ€ltigen Varianten und QualitĂ€ten als Nutz- und ZierflĂ€che eingesetzt wird, sind die jeweiligen Herstellerinformationen und die Reinigungs- und Pflegehinweise
ganz besonders zu beachten. Fragen Sie hierzu Ihre Fachberater/in.
GLAS, EINSCHEIBEN-SICHERHEITSGLAS (ESG)
Einscheiben-Sicherheits-Glas zeichnet sich insbesondere durch erhöhte Schlagfestigkeit aus. Es ist daher bei fast allen öffentlichen Einrichtungen, Objekten, Hotels etc. vorgeschrieben. Diese Schlagfestigkeit wird erreicht, durch eine spezielle Behandlung, die âVorspannenâ genannt wird. Es ist deshalb nicht kratzfest. Im Falle von Glasbruch entstehen bei Sicherheitsglas sehr kleine Glaspartikel. Das ist Ihnen sicherlich von den Auto-
32 Bitte
und
sorgfÀltig lesen
gut aufbewahren.
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scheiben bekannt. Trotzdem ist auch die Schlagfestigkeit im Kantenbereich eingeschrĂ€nkt. Bedingt durch die hohen Temperaturen beim HĂ€rten, kann es zu kleinen Unebenheiten, EinschĂŒssen und Verbrennungen kommen. ESGGlas darf bei der Nutzung keinen extremen Temperaturen (sehr heiĂ oder eiskalt) ausgesetzt werden. Nickel-Sulfid-EinschĂŒsse können hierdurch einen Glassprung auslösen.
GRANIT/NATURSTEIN
Nicht alles ist Granit, was als Granit angeboten wird, sondern hĂ€ufig uriger Naturstein. Granit besitzt eine hohe AbnutzungshĂ€rte und ist sehr witterungsbestĂ€ndig. Trotz dieser WiderstandsfĂ€higkeit ist Granit zwar relativ kratzfest, jedoch nicht lichtecht. Die OberflĂ€che ist nicht lackiert und deshalb nicht ganz glatt. NatĂŒrliche EinschlĂŒsse, kleine Vertiefungen und Strukturunterschiede sind naturbedingt und warentypisch. Gebrauchsspuren (Patina) sind wie bei anderen Materialien auch auf Dauer nicht zu vermeiden. Natursteinmuster in einer Ausstellung oder auf Verkaufsunterlagen zeigen immer nur Ausschnitte einer gesamten Platte und können deshalb nur den Charakter des Gesteins wiedergeben. Die OberflĂ€chen von KĂŒchen-Arbeitsplatten werden bei der Herstellung vorbehandelt (imprĂ€gniert), Verunreinigungen wie Fett, Ăl, Speisereste usw. lassen sich bei sofortiger Behandlung einfach entfernen. Die Schutzwirkung ist allerdings zeitlich beschrĂ€nkt, da Wasserdampf durch den Granit wandert und die Wir-
kung der ImprÀgnierung mit der Zeit nachlÀsst. Achtung: Die jÀhrliche NeuimprÀgnierung, erstmalig innerhalb 12 Monaten nach Lieferung, gehört daher zur Unterhaltspflege. Je nach IntensitÀt der Nutzung auch hÀufiger. Trotzdem können Gebrauchsspuren, wie z.B. Flecken von aggressiven Substanzen oder ein Nachlassen des Glanzgrades, nicht gÀnzlich vermieden werden. Vermeiden Sie es, Ihre Natursteinplatte extremen Temperaturschwankungen auszusetzen. Das kann auch die hochwertigste Natursteinplatte zum Bersten bringen.
PFLEGE UND IMPRĂGNIERUNG VON GRANIT- BZW. NATURSTEIN-TISCH-
PLATTEN
(GrundsĂ€tzlich ist auch hier die Herstelleranleitung zu beachten). Benutzen Sie zur alltĂ€glichen Pflege ein feuchtes Ledertuch und polieren Sie die FlĂ€che anschlieĂend mit einem trockenen Leinentuch nach. Es dĂŒrfen keine Lösungsmittel verwendet werden. Vor Beginn der ImprĂ€gnierung muss der Granit sauber und absolut trocken sein! Achten Sie auf eine gute DurchlĂŒftung im Innenbereich (Lösungsmittel-DĂ€mpfe) und schĂŒtzen Sie den FuĂboden durch Plastik oder Papier. Vermeiden Sie, dass die ImprĂ€gnierung mit lackierten OberflĂ€chen (z.B. Klappeinlagen) in BerĂŒhrung kommt. Tragen Sie die Lösung mit einem sauberen Pinsel sparsam auf die Granitplatte und zum Schluss auf die Seitenkanten auf.
Lassen Sie die aufgetragene Lösung vollstĂ€ndig trocknen. Eventuelle RĂŒckstĂ€nde können nach dem Abtrocknen
mit einem geeigneten Schwamm oder Tuch, etwa einem angefeuchteten Kosmetik-Pad oder Lappen auspoliert werden. Die OberflĂ€che ist nach dem Austrocknen wieder gebrauchsfertig. Die QualitĂ€t der verwendeten Materialien, die IntensitĂ€t der Nutzung, Ă€uĂere EinflĂŒsse (z.B. Lichteinwirkung, Tabakrauch, sĂ€urehaltige FlĂŒssigkeiten, Alkohol) und Ihr Pflegeverhalten bestimmen in hohem MaĂe, wie lange die Freude an den Möbeln wĂ€hrt.
Ăl-Schieferplatten mĂŒssen auf der Oberseite geölt oder gewachst werden. Bei starker Verschmutzung reinigen Sie die Platte mit Schwamm und Seife, anschlieĂend â nach dem Trocknen â wird die SchieferflĂ€che mit Schieferöl oder Wachs behandelt. Granit besitzt eine hohe AbnutzungshĂ€rte und Kratzfestigkeit und ist sehr witterungsbestĂ€ndig. Trotz dieser WiderstandsfĂ€higkeit ist Granit nicht lichtecht. Gebrauchsspuren werden wie auch bei anderen Materialien sichtbar. Die GranitoberflĂ€chen unserer Tische wurden bei der Herstellung imprĂ€gniert: Verunreinigungen wie Fett, Ăl, SĂ€uren usw. sind trotzdem sofort zu entfernen.
HALOGENGLĂHLAMPEN
Verwenden Sie zum Austausch von Leuchtmitteln aus SicherheitsgrĂŒnden generell nur die vom Hersteller vorgeschriebenen Produkte. Achten Sie auf die zulĂ€ssige Höchstwattzahl auf dem Strahler, da sonst Brandgefahr bestehen kann.
HEIZUNG
(Siehe allgemeine wichtige Informationen)
HOCHGLANZ FRONTEN
Wertigkeit und vieles mehr wird mit âHochglanzâ verbunden. Bei richtiger Handhabung sind Hochglanz Fronten viel unempfindlicher als angenommen. Viele HochglanzoberflĂ€chen werden fĂŒr die Lieferung und Montage mit einer Schutzfolie versehen. Diese entfernt bei Anlieferung der Monteur. Wichtig: Erst jetzt kann die HochglanzoberflĂ€che endgĂŒltig aushĂ€rten, deshalb mindestens 24 bis 48 Std. âPutzverbotâ. Zu den warentypischen Eigenschaften je nach Material und Verarbeitung kann dabei jedoch u.a. ein kaum sichtbarer Orangenhauteffekt, leichte unterschiedliche Farbschattierungen an OberflĂ€chen und Kanten, je nach Lichtquelle und Lichteinfall (Gegenlicht) zĂ€hlen. Dazu kommt im Gebrauch eine gewisse OberflĂ€chen-Patina, wie beim Auto auch. Achtung: Zwingend notwendig fĂŒr die Reinigung nach der âErstmontageâ und spĂ€ter generell gilt fĂŒr die Hochglanzfronten: Immer ein völlig sauberes, unbenutztes Reinigungstuch verwenden, (keine sog. MikrofasertĂŒcher). Nicht das gleiche Tuch fĂŒr die Innen- und Frontseiten verwenden und immer wieder klarspĂŒlen. Selbst kleinste, fĂŒr das normale Auge nicht sichtbare Staubkörnchen, SchmutzrĂŒckstĂ€nde etc. können in Ihrer edlen Hochglanzfront Spuren hinterlassen. Nur mit dem von uns oder dem Hersteller empfohlenen Hochglanz-Reinigungsmittel reinigen. Wenn Sie das berĂŒcksichtigen, werden Sie lange Freude an Ihren Hochglanz Möbeln haben. (Siehe auch MöbeloberflĂ€chen, elektrostatische Aufladung)
34 35 Bitte sorgfÀltig
und gut aufbewahren. Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
lesen
G - H
HOLZWERKSTOFFE
Die QualitĂ€t eines Produktes ist grundsĂ€tzlich nicht davon abhĂ€ngig, ob ein Möbel aus Holzwerkstoffen oder Massivholz besteht, sondern eher von der QualitĂ€t des Materialeinsatzes. Die Spanplatten, mitteldichten Faserplatten (MDF), Sperrholz-, Dreischicht- oder Tischlerplatten sind von höchster GĂŒte und QualitĂ€t. Ob mit furnierter, folierter oder lackierter OberflĂ€che sind sie Ă€uĂerst stabil, weniger anfĂ€llig bei Temperaturschwankungen und vielfĂ€ltig einsetzbar. Holzwerkstoffe schonen im groĂen Umfang unsere natĂŒrlichen Ressourcen.
INSTALLATIONEN: ABWASSER, SANITĂR, ELEKTROLEITUNGEN
Zu Ihrer Sicherheit: Vorsicht bei allen
Planungen von Stand und HĂ€ngeelementen, die mit Wandbefestigungen, Bohrungen und Installationen verbunden sind. Aus SicherheitsgrĂŒnden sollten Sie sich bei der Planung bei Bauherren, Vermietern, WohnungseigentĂŒmern etc. sachkundig machen, aus welchen Materialien die âunter Putzâ verlegten Rohre und Leitungen bestehen. Seit vielen Jahren werden im Haus- und Wohnungsbau z.B. PVCLeitungen verarbeitet, die derzeit noch nicht mit MessgerĂ€ten erfasst werden können. Legen Sie deshalb bitte bei solchen Planungen unbedingt entsprechende Verlege- oder InstallationsplĂ€ne vor.
Wir weisen ausdrĂŒcklich darauf hin, dass eine reibungslose Montage nur mit aktuellen InstallationsplĂ€nen durchgefĂŒhrt werden kann. (Siehe auch Neubauten, Aufmass, Aufstellen Ausrichten)
KERAMIK
(Siehe auch Glas und Glaskeramik.)
FĂŒr die Pflege nur milde und neutrale und keine scheuernden Mittel oder PflegetĂŒcher einsetzen und unbedingt die Herstellerangaben beachten.
KOPFTEILE/BETTKOPFTEILE
Bei Bettkopfteilen handelt es sich grundsÀtzlich nicht um Funktionsteile!
(Bitte Produktinformation beachten)
Bettkopfteile sind meist designorientiert entwickelt und deshalb nur begrenzt belastbar. Bitte deshalb nicht mit der ĂŒblichen Funktion und Belastbarkeit einer RĂŒckenlehne gleichsetzen.
KUNSTMARMOR, MARMORIMITATE
Hier ist eine Vielzahl von Materialien auf dem Markt. Nur die qualitativ guten haben sich ĂŒber Jahre behauptet. Hier fragen Sie am besten Ihre/n FachverkĂ€ufer/in.
LACKE
Die Auswahl bei Lacken, der Anwendungsbereich und der tÀgliche Umgang inkl. Reinigung und Pflege sind sehr vielfÀltig. Bitte informieren Sie sich vorher und beachten Sie die Herstellerangaben. (Siehe auch MöbeloberflÀchen)
LATTENROSTE
(Siehe auch Federholzrahmen)
LEUCHTMITTEL/LAMPEN
Verwenden Sie zum Austausch von Leuchtmitteln aus SicherheitsgrĂŒnden generell nur die vom Hersteller vorgeschriebenen Produkte. Achten Sie auf die zulĂ€ssige Höchstwattzahl auf dem Strahler, da sonst Brandgefahr bestehen kann.
LICHTECHTHEIT (Lichteinwirkung bei Möbeln)
Als Lichtechtheit bezeichnet man die Resistenz von einem Material gegenĂŒber der Einwirkung von Licht (insbesondere Sonnenschein, Tageslicht, Halogen-Beleuchtung usw.) Solche
Lichtquellen und insbesondere Sonnenlicht verĂ€ndern OberflĂ€chen, speziell HolzoberflĂ€chen oder sonstige Naturmaterialien. Diese Art von âSonnenbrandâ fĂŒhrt zu FarbverĂ€nderungen. Naturhölzer können nachdunkeln
oder vergilben, gebeizte Hölzer bleichen aus. SchĂŒtzen Sie Ihre wertvollen Möbel unbedingt vor extremer Lichteinwirkung, da eine âabsoluteâ Lichtechtheit materialbedingt nicht zu erreichen ist.
Besondere Vorsicht ist deshalb in hellen SĂŒdzimmern mit viel Glas geboten, dort sollten bei direkter Sonneneinstrahlung VorhĂ€nge oder Jalousien geschlossen werden, da sonst eine OberflĂ€che schon nach wenigen Wochen an den beschienenen Stellen heller oder dunkler werden kann. Solche âfarblichen VerĂ€nderungenâ haben auf den Gebrauch oder die Lebensdauer keinen Einfluss.
LUFTFEUCHTIGKEIT (Raumklima)
Holz ist ein natĂŒrlicher Werkstoff, der stĂ€ndig Feuchtigkeit aufnimmt und wieder abgibt. Darum sollten Möbel keiner extrem groĂen oder zu geringen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden. Das Holz beginnt sonst immer wieder zu arbeiten, sich zu verziehen, offene Leimfugen oder Risse zu zeigen. Bei Massivholz sollte deshalb in Verbindung mit FuĂbodenheizung ein besonderer Schutz erfolgen. Das Raumklima, das fĂŒr Menschen und Pflanzen am besten ist, betrĂ€gt nach Medizin und Wissenschaft Jahresdurchschnittswerte von 40% bis 55% relative Luftfeuchtigkeit bei 18° bis 23° Celsius. Kurzfristige Abweichungen von diesen Empfehlungswerten, z.B. in den Wintermonaten schaden nicht. Es empfiehlt sich deshalb, im Raum ein Thermometer und ein Hygrometer anzubringen.
36 37 Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren. Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
H - L
MASSE
Die MaĂangaben bei industriell gefertigten Möbeln sind grundsĂ€tzlich Circa-MaĂe.
MASSIVHOLZ
Massives Holz ist ein PhĂ€nomen, es arbeitet immer. Risse, Schwund, Verziehen sind ganz ânatĂŒrlichâ. Ob HaustĂŒr, Fenster oder Möbel, Massivholz reagiert auf seine Umgebung. Deshalb braucht es im Jahresdurchschnitt eine relative Luftfeuchtigkeit von 40% bis 55%, darĂŒber sind sich die Fachleute und die Literatur einig. Es wĂ€chst und dehnt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und schwindet bei zu trockener Luft, z.B. in den Wintermonaten. TĂŒren und SchubkĂ€sten bei Kastenmöbeln lassen sich oft schwergĂ€ngiger öffnen und schlieĂen. GroĂe HolzoberflĂ€chen (z.B. bei TĂŒren) können sich durch das âVerziehenâ wölben. Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit kommt es durch das âSchwindenâ des Holzes zu Rissbildungen. Bei Funktionstischen aus Massivholz, ist eine absolute BĂŒndigkeit zwischen den Platten nicht möglich, auch ungleichmĂ€Ăig verlaufende VersĂ€tze zwischen der Hauptplatte- Ansteck oder VerlĂ€ngerungsplatte sind natĂŒrliche Eigenschaften des âArbeitenâ von Massivholz. Bei Massivholztischplatten sind dann âgewölbteâ oder âgeschĂŒsselteâ Tischplatten die Folge. Es handelt sich hierbei um warentypische Eigenschaften, die auf den normalen Gebrauch oder Lebensdauer keinen Einfluss haben. Die fĂŒr den industriellen Möbelbau verbindliche RAL-GZ 430 regelt die Grenzwerte und Toleranzen fĂŒr materialtypisches
Verhalten bei unterschiedlichen klimatischen VerhĂ€ltnissen. Wenn Sie solche VerĂ€nderungen nicht möchten, mĂŒssen Sie fĂŒr ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen, durch LĂŒften, Pflanzen oder Luftbefeuchter. Ansonsten Vorsicht bei âNatur Purâ, sprich massiv. Massivholz heiĂt nicht automatisch Hartholz, Nadelhölzer sind allgemein weicher als Laubhölzer. Die ausgesuchten Hölzer, die wir verarbeiten, stammen fast ausschlieĂlich aus kontrollierter Forstwirtschaft. Auch bei der Weiterverarbeitung verwenden wir nur natĂŒrliche Materialien und produzieren so umweltfreundlich wie nur möglich. (Siehe auch Farb- und Strukturunterschiede)
MATRATZEN
(Siehe Polstermöbel, Polsterbetten, Sitz- und Funktionsmöbel, Matratzen)
METALLTEILE, BESCHLĂGE, SCHARNIERE
Bei Bestellungen unterschiedlicher Hersteller, z.B. ElektrogerĂ€te in AusfĂŒhrung Edelstahl, sind Struktur- und Farbabweichungen nicht zu vermeiden.
Lackierte Metalle, anodisiertes oder poliertes Aluminium: Zur Reinigung dieser Metalle verwenden Sie eine leichte SpĂŒlmittellösung. Auf keinen Fall Alkohol, Scheuer oder Putzmittel gebrauchen! AnschlieĂend trocken reiben. Metalle mit OberflĂ€chenbehandlung: Verchromtes oder vernickeltes Metall pflegt man mit dem dafĂŒr vorgesehen handelsĂŒblichen Metallreinigern, danach trocken reiben. Bitte Herstellerangaben beachten!
MIKROFASERTĂCHER
Hier hĂ€lt die Werbung leider nicht immer was sie verspricht. Nicht alles, was fĂŒr Chrom, Edelstahl, Metall, Spiegel und Glas angeboten wird, ist auch gut fĂŒr Möbel. Deshalb vorsichtshalber keine MikrofasertĂŒcher fĂŒr Möbel- und KĂŒchenoberflĂ€chen, PolstermöbelbezĂŒge, z.B. Leder, Kunstleder oder Stoffe aller Art verwenden. Weiche, saubere TĂŒcher z.B. GeschirrtĂŒcher oder Fensterleder sind dafĂŒr umso besser geeignet, vor allem in Verbindung mit den richtigen Reinigungsmitteln. Im Bedarfsfall fragen Sie die Fachleute.
MĂBELBESCHLĂGE
Die hochwertigen Beschlagsysteme sind fĂŒr die Nutzung des Möbels unerlĂ€sslich. Durch DĂ€mpfungs- und Komfortfunktionen ist aber auch eine Unterhaltspflege notwendig. Reparaturen und Justieren sind Arbeiten fĂŒr den Fachmann.
MĂBELOBERFLĂCHEN
Da die MöbeloberflÀchen in Material
(Nachbildung, Kunststoff, Echtholzfurnier, Massivholz), Farben und QualitĂ€t sehr groĂ ist, haben sie auch unterschiedliche StĂ€rken und SchwĂ€chen. Sie selbst können am besten einschĂ€tzen, wie stark die Möbelteile benutzt oder die GerĂ€te in Anspruch genommen werden. Schönheit, Eleganz oder reine Naturprodukte (Massivholz) bedeuten nicht gleichzeitig hohe StrapazierfĂ€higkeit und Lebensdauer. Alle OberflĂ€chen verĂ€ndern sich mehr oder weniger im Laufe der Zeit durch Lichtund Sonneneinwirkung. Bei lackierten OberflĂ€chen können synthetische Auflagen zu chemischen Reaktionen und LackschĂ€den fĂŒhren.
Auch hier gilt der Grundsatz, je ânatĂŒrlicherâ die OberflĂ€che, desto empfindlicher ist sie. Nachbildungen oder Kunststoffe sind hier den Naturmaterialien hĂ€ufig ĂŒberlegen, auch hinsichtlich ihrer Reinigungs- und Pflegefreundlichkeit. Zu Massivholz oder Natur pur, gehört auch die persönliche Einstellung. Lassen Sie sich deshalb von unseren Fachleuten beraten, auch hinsichtlich des Pflegeaufwandes, z.B. FingerabdrĂŒcke, Fleckempfindlichkeit, Hitzeempfindlichkeit, usw. und beachten Sie die Herstellerangaben. Eine leichte Patina ist im Laufe der Zeit und je nach Nutzung unvermeidbar.
(Siehe auch Chemische Reaktionen, Hochglanz, Massivholz.)
MĂBELPOLITUR
Wenn es sich nicht um speziell abgestimmte Polituren handelt, schaden sie Ihren Möbeln eher. Silikonspuren sind
38 39 Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren. Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
M
im Nachhinein nur schwer zu entfernen. Bitte die Herstellerhinweise beachten.
MONTAGE/MONTAGEANLEITUNGEN
Diese sind zur GewÀhrleistung der Produktsicherheit unbedingt zu beachten. Insbesondere verhindern Wandbefestigungen das Kippen oder Herunterfallen von Regalen und SchrÀnken.
NACHBILDUNGEN, FOLIEN, KUNSTSTOFFE
Die Auswahl und stÀndigen Neuentwicklungen auf dem Markt sind sehr vielfÀltig. Lesen und beachten Sie bitte deshalb die Produktinformationen.
NATURSTEINE
(Siehe auch Granit)
NEUBAUTEN
In Neubauten herrschen beim Einzug in der Regel extrem hohe Boden- und Wandfeuchtigkeiten. Werte ĂŒber 90% Baufeuchte und eine relative Luftfeuchtigkeit ĂŒber 65% sind in den ersten Monaten hĂ€ufig nicht zu vermeiden. In diesem Zustand dĂŒrfen keine Möbelteile unmittelbar oder groĂ flĂ€chig an die Wand montiert werden, sondern erst nach ordnungsge mĂ€Ăer Austrocknung sĂ€mtlicher Böden und WĂ€nde. Ansonsten kann es schnell zu FeuchtigkeitsschĂ€den, Aufquellen von Materialien oder gesundheitsschĂ€dlichen Schim mel pilzbil dungen bzw. Stock flecken kommen. Die Nordseite der GebĂ€ude ist besonders betroffen. In solchen FĂ€llen sollte fĂŒr eine ausreichende Luftzirkulation hinter den
Möbelteilen gesorgt werden. Zu trockene Luft schadet Mensch und Material genauso wie zu feuchte Luft. Richtig sind im Jahresdurchschnitt 18° bis 23° Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von 40% bis 55%. Möbel sollten Sie wenn irgend möglich mindestens 5 bis 10 cm von der Wand ab rĂŒcken, damit die Luft ĂŒberall gut zirkulieren kann. Ein regelmĂ€Ăiges DurchlĂŒften der RĂ€ume lĂ€sst noch vorhandene feuchte Luft schneller abziehen. Bei PaneelwĂ€nden oder Wand kom binationen, die zenti metergenau eingebaut werden, empfiehlt es sich unter UmstĂ€nden etwas zu warten. Unsere Einrichtungsberater kennen sich mit diesem Problem aus und geben Ihnen die richtige Empfehlung. (Siehe auch Aufmass, Aufstellen, Ausrichten, Raumklima und allgemeine wichtige Informationen)
ĂLBEHANDELTE UND GEWACHSTE OBERFLĂCHEN
Zur Langzeitpflege benutzen Sie am besten entsprechende Spezialöle bzw. Wachse zum Auffrischen vor oder nach der Heizperiode. Bei der Glas- und Spiegelreinigung dĂŒrfen fettlösliche Glasreinigungsmittel nicht mit geölten OberflĂ€chen in Kontakt kommen. Vor dem Nachölen/Wachsen bitte zuerst die OberflĂ€chen reinigen.
PFLEGEHINWEISE
Siehe Allgemeine Reinigungs- und Pflegehinweise. Bitte grundsÀtzlich immer die Herstelleranweisung zum Produkt beachten!
PLANUNGSWARE
Hier ist unbedingt zu beachten: Eine korrekte Bedarfsermittlung und AufmaĂ (inkl. TĂŒr-, Treppen- und Gangbreiten, Aufzug, Stockwerk usw.) sind
Voraussetzung fĂŒr eine fehlerfreie Montage. Sind Steckdosen und Lichtschalter richtig verlegt? HĂ€lt die Wandbeschaffenheit dem spĂ€teren Gewicht der Möbel, HĂ€ngeschrĂ€nke, Wandborde etc. auch stand? Dabei ist auch zu berĂŒcksichtigen, dass Boden, WĂ€nde und Decken nicht ganz gerade sind und deshalb bei der Montage angepasst und ausgeglichen werden mĂŒssen. Gibt es kurzfristige Ănderungen in den RĂ€umlichkeiten, mĂŒssen sie dem VerkĂ€ufer und Monteur rechtzeitig mitgeteilt werden. Der entsprechende Raum muss leer und begehbar sein. Die Möbel mĂŒssen waagerecht ausgerichtet aufgestellt werden. (Siehe auch AufmaĂ, Aufstellen, Ausrichten).
RATTANMĂBEL, FLECHTMĂBEL, PEDDIGROHR
Aus Rattan oder Peddigrohr geflochtene Möbel aus Naturfasern eignen sich nicht fĂŒr den AuĂenbereich und sind wie Massivholz zu behandeln. Nur bei besonderer Kennzeichnung, z.B. âPolyrattanâ, sind sie fĂŒr freie AuĂenflĂ€chen zu nutzen. Sie bedĂŒrfen keiner speziellen Pflege. Es genĂŒgt, sie mit einer StaubbĂŒrste und ein- bis zweimal im Jahr mit einem feuchten Tuch zu reinigen aber nicht zu nass. Eine leichte GerĂ€uschbildung im Gebrauch der aufeinander reibenden Flechtmaterialien ist nicht zu vermeiden. Flechtmöbel aus Kunststofffasern (Saleen) sind je nach Produktinformation und Herstellerangaben auch fĂŒr den AuĂenbereich geeignet.
RAUMKLIMA, LUFTFEUCHTIGKEIT (Siehe allgemeine wichtige Informationen, Massivholz, Neubauten)
40 41 Bitte
Bitte
sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
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REINIGUNGS- UND PFLEGEHINWEISE
Bitte immer die Möbel-Produktinformationen bzw. die Pflegeanweisungen am Produkt beachten.
SCHIEBETĂREN:
Wandbefestigungen zur Sicherheit sind aufgrund der hohen Gewichte dringend zu empfehlen. PrĂŒfen Sie, ob sich durch die Belastung VerĂ€nderungen ergeben haben, dann muss fachmĂ€nnisch nachgestellt werden. Reinigen Sie bitte einmal jĂ€hrlich die HĂ€nge und Gleitschienen mit einem trockenen Tuch. Die ĂŒbrigen Teile sind wartungsfrei.
SCHIMMELPILZ/STOCKFLECKEN
(Siehe allgemeine wichtige Informationen, Neubauten)
SCHUBKASTENFĂHRUNGEN
AUS METALL
Bei RollschubfĂŒhrungen (erkennbar an zylindrischen Rollen) sollen die Laufschienen einmal jĂ€hrlich mit einem trockenen Staubpinsel gereinigt werden. Auf keinen Fall die Rollen schmieren. Bei KugelfĂŒhrung (erkennbar an Rollkugeln) ist eine besondere Pflege nicht erforderlich. Sollte sich nach einiger Zeit ein Schubkasten nicht mehr ganz einschieben oder herausziehen lassen, dann ziehen Sie ihn einige Male mit âsanfter Gewaltâ bis zum maximalen Ăffnungsanschlag.
SONDERFARBEN/SONDERBEIZTĂNE
Eine âabsoluteâ Farb- und Strukturgleichheit bei Sonderanfertigungen ist ferti-
gungstechnisch bei industrieller Produktion oder Naturprodukten nicht möglich. (Siehe auch Farb- und Strukturunterschiede)
SICHERHEITSHINWEISE ALLGEMEIN
Hier sind unter allen UmstĂ€nden die Angaben der Hersteller, und die Hinweise der Fachleute in der Montage zu beachten. Bei elektronischen GerĂ€ten und Bauteilen ist grundsĂ€tzlich besondere Vorsicht geboten. Das gilt fĂŒr Kinder und Erwachsene gleichermaĂen. Reparaturen an elektrifizierten Bauteilen dĂŒrfen ausschlieĂlich von autorisiertem Fachpersonal durchgefĂŒhrt werden. Befinden sich Kinder im Haushalt, dĂŒrfen solche Elektro- oder Funktionsteile nicht unbeaufsichtigt bleiben. (Siehe auch Allgemeine Hinweise, AufmaĂ, Belastbarkeiten, Elektroteile, Funktionsmöbel.)
SOLITĂRMĂBEL
Damit sind einzeln gefertigte Kommoden, Konsolen und Àhnliches gemeint. Auch bei hochwertigen Herstellern werden diese Teile meist nicht auftragsbezogen gefertigt oder furniert. Hier kann es je nach Material oder Holzart zu leichten Farb- und Strukturunterschieden kommen.
SPIEGEL
Vermeiden Sie bei der Reinigung von Spiegeln unbedingt den Kontakt handelsĂŒblicher Reinigungsmittel mit den hochwertigen MöbeloberflĂ€chen. (Herstellerbeschreibung beachten)
STELLPLATZ
Möbel mĂŒssen gerade und ausgerichtet aufgestellt werden. Schon bei kleinen Höhenunterschieden durch schiefe Böden oder Unebenheiten beim Aufstellen kann es nach einiger Zeit zu VerĂ€nderungen und/oder SchĂ€den insbesondere am Untergestell kommen, was z.B. Knarr- oder QuietschgerĂ€usche hervorrufen kann. (Siehe auch AufmaĂ, Ausrichten, Tische, Funktionsmöbel, Sicherheitshinweise)
STĂHLE/TISCHE ALLGEMEIN
Ein Stuhl ist keine Stehleiter oder Schaukel, ein Tisch ist kein Sitzmöbel. Leider passieren in den Haushalten hier immer wieder UnfĂ€lle oder es kommt zu MaterialschĂ€den. Aus SicherheitsgrĂŒnden weisen wir auf die Kipp- oder Bruchgefahr durch unsachgemĂ€Ăe
Nutzung hin. Hierauf ist immer zu achten, insbesondere bei der Nutzung durch Kinder! (Siehe Sicherheitshinweise, AufmaĂ, Belastbarkeiten)
TOLERANZEN
Bei industriell hergestellten Möbeln entstehen viele Teile in reiner Handarbeit. Sie werden in Serien hergestellt, wobei fertigungstechnische Toleranzen (Abweichungen) unvermeidbar
sind. Besonders bei Funktionsmöbelund Möbelteilen. Bei MaĂangaben handelt es sich grundsĂ€tzlich um Circa-MaĂe.
TRANSPORT/SELBSTABHOLUNG/ SELBSTMONTAGE
Bitte denken Sie daran, ab der Kasse
oder Abholrampe sind Sie der EigentĂŒmer der Ware und damit voll verantwortlich. Bei der Selbstabholung, Transport und Eigenmontage kommt es hĂ€ufig zu Fehlern, die wir vermeiden möchten. In einem solchen Fall beraten wir Sie gerne. Bei der Eigenmontage beachten Sie aus SicherheitsgrĂŒnden unbedingt die Montageanleitung des Herstellers.
TĂRSCHARNIERE
Bei auftretenden BewegungsgerĂ€uschen behandeln Sie die Gelenke und Drehpunkte mit harzfreiem NĂ€hmaschinenöl. Geringen Metallabrieb entfernen Sie mit einem in leichter Seifenlauge getrĂ€nkten Tuch. Das Ausrichten sollten Sie den Fachleuten ĂŒberlassen, bei VerĂ€nderungen auch das Nachjustieren. (Siehe auch Metallteile, MöbelbeschlĂ€ge)
TV- UND MULTIFUNKTIONSTEILE
Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass fĂŒr die hitzeabsorbierenden Elektro- und Elektronikteile ausreichend Luftzirkulation gewĂ€hrleistet ist. Bei Ăberhitzung kann es zu FolgeschĂ€den kommen. Bitte achten Sie darauf, dass der Fernseher etc. der Belastbarkeit der Möbelteile entspricht und lassen Sie ihn nach dem Ausschalten bei geöffneten TĂŒren auskĂŒhlen (WĂ€rmestau kann zu schweren SchĂ€den am Material oder Brandgefahr fĂŒhren). Ausziehbare DrehbĂŒhnen benötigen keine besondere Pflege. Wichtig ist, dass beim Einbau modellbedingt erforderliche Kippsicherungen berĂŒcksichtigt wer-
42 43 Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren. Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
R - T
den und der TV-GerĂ€tesockel immer auf der Mitte der DrehbĂŒhne steht. Achten Sie bei LCD- oder Plasmafernsehern auf ausreichende BelĂŒftung und besprechen Sie den Einbau oder die AufhĂ€ngung mit Ihrem Einrichtungsberater. Wichtig ist die genaue Planung wie und wo die Medien aufgestellt werden und wie die KabelfĂŒhrung laufen soll. Bitte Herstellerhinweise beachten.
UNTERHALTSPFLEGE
Achtung: Bitte immer die Möbel-Produktinformationen bzw. die Pflegehinweise am Produkt beachten.
WANDBEFESTIGUNG/WANDBESCHAFFENHEIT/WERKZEUGE
Bei der Selbstmontage und bei Planungsware mit Lieferung und Montage sind unbedingt die Montageanleitung vom Hersteller zu beachten sowie die vorgeschriebenen BeschlĂ€ge und Werkzeuge zu verwenden, damit sie dem spĂ€teren Gewicht der Möbelteile auch standhalten. Wenn Sie selbst oder Ihr Vermieter etc. die Bausubstanz nicht genau beurteilen können, sollten Sie den Monteur eine Probebohrung durchfĂŒhren lassen. Es geht um Ihre Sicherheit. Möbelmontage ist grundsĂ€tzlich Facharbeit. (Siehe auch AufmaĂ, Aufstellen, Ausrichten, Belastbarkeit, Neubauten)
Nachwort
QUALITĂTSSICHERUNG
Hochwertige Möbel sind aufgrund ihrer QualitĂ€t ihr Geld wert, denn lange Lebensdauer, hoher Gebrauchswert und Produktsicherheit zahlen sich auf Dauer fĂŒr Sie aus. Deshalb nehmen wir es in puncto QualitĂ€t sehr genau. Zu Ihrem Vorteil. Im Rahmen unserer Serviceleistungen fĂŒhren wir gemeinsam mit Ihnen, nach erfolgter Lieferung und/oder Montage, einen Service-Check durch, der feststellt, ob alles zu Ihrer vollsten Zufriedenheit ausgefĂŒhrt wurde. Nutzen Sie bereits diesen Zeitpunkt, um offensichtliche mögliche Beanstandungen oder Monierungen sofort anzusprechen, damit diese unverzĂŒglich entsprechend geprĂŒft, dokumentiert und aus der Welt geschafft werden können.
Kundenzufriedenheit und Verbraucherschutz stehen bei uns an erster Stelle, daher sind wir in allen wichtigen Ser-
vice-Angelegenheiten immer gerne fĂŒr Sie da.
ErgĂ€nzend erhalten Sie zu unserem GĂŒtepass noch weitere Informationen zu möglichen Bezugsquellen von speziellen Reinigungs- und Pflegemitteln sowie unsere Buchempfehlung zum Thema âMöbelkaufâ fĂŒr eine vertiefende LektĂŒre zu diesem Thema.
SchlieĂlich möchten wir Ihnen nachfolgend auch entsprechende Ansprechpartner im Bereich Polsterreparatur-/ KĂŒchen- und Kastenmöbel-Service an die Hand geben, falls Sie hierfĂŒr einmal Bedarf haben sollten.
Wir wĂŒnschen Ihnen viele Jahre Freude an Ihren neuen Möbeln und sind sicher, dass Sie bei Beachtung der vorgenannten Hinweise und Informationen diese auch tatsĂ€chlich lange werden haben können.
44 45 Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren. Bitte sorgfÀltig lesen und gut aufbewahren.
U - W
VIELEN DANK FĂR IHR VERTRAUEN IN UNSERE PRODUKTE.
Bezugsquellen
BUCHEMPFEHLUNGEN, PFLEGEPRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
REINIGUNGSUND PFLEGEMITTEL:
Reinigungs- und Pflegemittel fĂŒr jeden speziellen Bedarf erhalten Sie in Ihrem Einrichtungshaus.
Stiftung Warentest âMöbel kaufenâ
QualitĂ€t erkennen âSicher einkaufen
Ausgabe 2014
StiWa-Ratgeber 4. Auflage
224 Seiten
ISBN 978-3-86851-099-7
POLSTERREPARATUR UND SERVICEFIRMEN:
DIEPO GmbH Polsterservice
Passauer Str. 24
84359 Simbach am Inn
Tel. 08571-9264640
E-Mail: info@diepo.net
Internet: www.Diepo.net
MPS Mobiler Polstermöbel Service GmbH
PröllstraĂe 15
86157 Augsburg
Alternativ zu beziehen bei der Deutschen GĂŒtegemeinschaft
Möbel e.V. unter E-Mail: dgm@dgm.moebel.de
Tel. 0821-217780-0
E-Mail: info@mpsservice.net
Internet: www.mpsservice.net
IRS GmbH
PröllstraĂe 15
86157 Augsburg
Tel. 0821-217780-0
E-Mail: info@ir-service.com
Internet: www.ir-service.com
POS Polsterservice GmbH
MĂŒhlenpfad 2
53547 Hausen
Tel. 02638-921700
E-Mail: info@polsterservice.de
Internet: info@pos-sg.com
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