März 2017 | gratis
# 92  
Stadtkulturmagazin
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Pa l l a s w i e s e ns t r a s s e 14 5 6 4 2 9 3 Da r m s ta d t
Hallo Darmstadt.
Inhalt P STA DT KU LT U RM AGA Z I N | AUS GA BE 92 | M Ä R Z 2017
Thema Seite
Thema Seite
Foto-Editorial, Inhalt
Out of Darmstadt
03
58 + 59
Favoriten des Monats
04 – 10
Der Fall Markus Stangenberg-Haverkamp
60 + 61
Stadterkundung: „Rimdidim“
14 + 15
Kommen und Gehen
62 – 64
Unwort des Jahres
16 – 18
Stilsicher, Folge 32: Stark Bamboo Bike
66 + 67
Die vierte Säule, Folge 2: OB-Wahl
20 + 21
Tresen-Love, Folge 6: El Cid
68 + 69
besonders ... bundesligatauglich
22 – 25
Top 5, Folge 2 mit León Krempel (Kunsthalle)
70 + 71
Aufgeschnappt
26 + 27
Toileten-Quartett, Folge 10: Collins
72
Theater-Tipps im März
28 + 29
Wrede und Antwort
73 74
Das literarische Darmstadt
30 – 32
Rischdisch (un)wischdisch
Kunst-Highlights im März
34 – 36
Impressum 74
Veranstaltungskalender
39 – 55
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Favoriten des Monats Hornbeef (Berlin)
FREEJAZZ
Foto: Hornbeef
Jérôme Bugnon ist wahrscheinlich nicht vielen direkt ein Begriff, seine (Haupt-)Band Seeed, die die größten Hallen des Landes füllt, sicherlich schon eher. Als kleines Fluchtprojekt aus diesem Bombast-Pop-Zirkus gründete er 2014 Hornbeef – mit außergewöhnlicher Besetzung. Das Quartett mit Bugnon an der Posaune, einem Schlagzeuger und Trompeter wird nämlich von DJ Illvibe (Peter Fox, Marteria) an den Turntables komplettiert. Letzterer ist Sohn der Freejazz-Ikone Alex von Schlippenbach und prägendes Element dieses groß artigen New-Orleans-HipHop-Mash-Ups. (mn)
Jazzinstitut (Gewölbekeller) | Fr, 03.03. | 20.30 Uhr | 15 € TECHNO
4 Jahre Aufschnitt
Foto: Galerie Kurzweil
„From Another Mind“-Labelnacht
Der Schwerpunkt in der Galerie liegt klar auf allen Varianten von House, bei der Techno meist nur in Mischformen durchschimmert. Mit dem Stuttgarter Label „From Another Mind“ und ihren Live-Acts SHDW und Obscure Shape sowie dem DJ Javier Bähr (Newcomer 2016 bei Resident Advisor) wird diesmal aber purer Techno zelebriert. Der repetitiv-monotone Beat wird nach und nach von Klangflächen überlagert, die sich leise anschleichen und hypnotisch steigern. Diesmal mehr düsteres Berghain als Panorama Bar in der Galerie Kurzweil. (obi) Klingt wie: Ben Klock, Marcel Dettmann, Len Faki, Surgeon, Extrawelt Galerie Kurzweil | Fr, 03.03. | 23.59 Uhr | 10 € GEBURTSTAGS-RAMBAZAMBA
Abbildung: Aufschnitt
Früher war in der Kaupstraße 42 eine Metzgerei. Heute wird in der ehemaligen Worschtküch im Hinterhof genäht und gewerkelt, vorne im Laden geht die handgemachte und liebevoll ausgewählte Ware dann direkt über die Theke: Schmuck, Textiles, Papier, Design, Foto- und Upcycling-Kunst, immer wieder neu und zuverlässig toll. Obendrein ist das Aufschnitt ein prima Ort, um gemütlich einen Kaffee mit Riegerplatzblick zu schlürfen. Zur geburtstäglichen Feierei gibt’s dazu Sekt und Kuchen, eine Verlosung und Fotoausstellung. Und all die schönen Sachen einkaufen kann man auch, wie immer. Happy Birthday – bitte genau so weitermachen! (jp) Aufschnitt (Kaupstraße 42) | Sa, 04.03. | 13 Uhr | Eintritt frei Tonkombüse (Mainz)
LOUNGE-JAZZ
Foto: Tonkombüse
Das kleine, gemütliche Restaurant „Fuchs & Hase“ im Watzeveddel bietet neuerdings neben Speis und Trank auch im kleinen Rahmen Abendunterhaltung. Neben DJs und Lesungen spielen ab und an Bands, sofern die Lautstärke es zulässt. Das Mainzer Jazz-Trio Tonkombüse bringt neben groovigem und entspanntem Jazz-Lounge gleich den passenden Namen für ein RestaurantKonzert mit. Klingt nach einer spannenden Rezeptur. (obi)
Fuchs & Hase | So, 05.03. | 20 Uhr | Eintritt frei
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Favoriten des Monats Jewish Monkeys (Israel)
KLEZMER-POLKA
Foto: Michael Topyol
Zweimal spielten die Jewish Monkeys bereits in Darmstadt eine ihrer skurill-witzigen Shows. Die Anarcho-Klezmer-Band kennt textlich keine Tabus, auch keine religiösen – angesichts ihrer Herkunft Israel gerade dort nicht überall wohlgelitten, zumal sie sich auch politisch weltoffener zeigt als manche Teile der Gesellschaft. Aber neben ihrem schmissigen Polka-Punk mit Chanson-Anleihen macht gerade das die Band spannend. Meist setzen sie ihre satirische Gesellschaftskritik auch auf der Bühne visuell in Szene. Feinste Tanzmusik mit provokantem Humor. (obi)
Hoffart-Theater | Di, 07.03. | 20 Uhr | 15 € Reggae Allstar Yard
KARIBISCHER FRÜHLING
Abbildung: Schlosskeller
Zwei Silberrücken der hiesigen Reggae-Szene, Riot (Uppercut) und Companheiro Leao (Into The Lion's Den), veranstalten ihre legendäre Party-Reihe diesmal auf zwei Floors im Schlosskeller: der erste Floor mit Dancehall, Afrobeat, Ragga, Island Pop und HipHop – der zweite mit Garage, Breaks, Dubstep, Grime und Drum 'n' B. Musikalisch eine Reise von Jamaika über Nigeria nach London und zurück. (obi) Line-up: Companheiro Leao, Riot, New Sound Order, Einzman, Pasch, Dreadmaul
Schlosskeller | Fr, 10.03. | 22 Uhr | 5 € POST-PUNK
Rogue Steady Orchestra + Ego vs. Emo (Göttingen)
SKA’N’BALKAN
Das sechszehnhändige Rogue Steady Orchestra spielte zuletzt bei der 14-jährigen Radaudisko-Feierei. Drei Jahre später wird’s nun wieder Zeit für den politischen Schurken-Ska-Punk der Band, die mit Bläsern, Gitarren und Off-Beats gegen Faschos, Kapitalismus, Überwachungsstaat und Sexismus ankämpft. Mindestens genauso tanzbar sind Ego vs. Emo. Das Duo experimentiert mit Drums, Saxofon und Elektronik. Heraus kommt dabei wilder Klezmer-Swing mit Balkan-Beats. Im Anschluss: Aftershow mit DJ Robert und Carsten Caleu. (mn)
Schlosskeller | Sa, 11.03. | 21 Uhr | 8 € (nur Aftershow: 4 €) P | 05
Abbildung: Schlosskeller
Foto: Markus Milcke
Human Abfall (Stuttgart) + JPGRR (Leipzig)
Aus den Boxen dringt ein noisig-knarziger Sound, mal bittersüß schleichend, mal wild ekstatisch, der an das düster-paranoide Berlin Anfang der 1980er erinnert. Dazu der wütende Sprech-/Schreigesang des Sängers, mal grimmig grüblerisch, mal schwer angepisst. Schlechte Laune ist Programm und Klaustrophobie schnürt einem die Kehle zu. Das Stuttgarter Quartett Human Abfall zählt zu den derzeit spannendsten Bands des deutschen Indie-Rock. Keine Kompromisse, keine Gefangenen. Ein intensiver, aber genialer Trip. (obi) Klingt wie: Mutter, Die Nerven, Birthday Party, Wire, S.Y.P.H., Sleaford Mods Oetinger Villa | Sa, 11.03. | 20 Uhr | 8 bis 10 € (Du entscheidest) Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
Favoriten des Monats PSYCHEDELIC-ROCK
60S-MOD
Bessunger Knabenschule (Keller) | Mi, 15.03. | 21.30 Uhr | Eintritt frei
Abbildung: Los Veganeros 2
„Los Veganeros 2“
Foto: Satelitters
„Frischzelle“ mit The Satelliters (DA)
Nachholtermin für das entfallene Konzert im Februar: Seit den frühen 1990ern sind die Satelliters im Auftrag der 1960er unterwegs – in Sachen Beat-Musik, Garage-Punk und Mod-Style, um genauer zu sein. Das hat sie in Szenekreisen weltweit bekannt gemacht, denn sie beherrschen diesen Sound wirklich authentisch. Von England über die USA bis nach Japan werden ihre Platten gekauft. Keine Kopie, sondern wirklich eine atemberaubende Zeitreise in die Ära des Films „Quadrophenia“. Eine Darmstädter Band aus der Top-Liga. (obi) Klingt wie: The Monks, The Seeds, The Who, The Sonics, The Kinks
FLEISCH IST KEIN GEMÜSE
Dokus über Fleischkonsum und dessen Folgen gibt es zuhauf. Vor zwei Jahren hat Regisseur Lars Oppermann der Welt einen Spielfilm geschenkt, dessen Fortsetzung in 100 Städten, darunter Darmstadt, zu sehen sein wird. Der Plot: Der Fleischliebhaber Harry erbt das vegane Restaurant seiner Oma. Sein Plan: aus dem Laden ein Bordell machen. Sein Problem: Er darf den Laden laut Testament nicht zweckentfremden. Der Film vermittelt seine Botschaft nicht durch Schockbilder aus überfüllten Ställen, sondern mit (nicht Jedermanns) Humor. (fg)
Programmkino Rex | Do, 16.03. | 20.30 Uhr | 8,80 Euro Schrill & Laut: „It’s all about 6“
MOTTOPART Y
Wenn die queere Darmstädter Community „Vielbunt“ eine Party schmeißt, kann man sicher sein, dass sie genau das wird: bunt. Dieses Mal, zum sexten Geburtstag der „Schrill & Laut“-Partyreihe, dreht sich die Mottofete für Gays & Friends – augenzwinkernd - nur um das Eine: „It’s All About 6“. Für die Musik sorgt DJ Marian, für den Rat in Sachen Sexualität und Liebe ist Dr. Rosa Sommer zuständig. Bereit? Dann auf ins feucht-fröhliche Vergnügen! (sj)
Schlosskeller | Fr, 17.03. | 22 Uhr | 5 €
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Abbildung: Schlosskeller
Abbildung: Schlosskeller
Blackberries (Solingen)
Die klingen so, wie ihre Hemden aussehen: abgespaced und voll auf dem Seventies-Trip. Psychedelic-Rock erlebt ja nun schon seit geraumer Zeit ein lebhaftes Revival. Und während Tame Impala mit ihren Tüfteleien über das Genre längst hinausgewachsen sind, überzeugen Blackberries mit einem puristischen Retro-Sound. Surf-Gitarren, Sitar-Klänge, Orgel, Kraut: fertig ist die authentische „Sgt. Pepper“-Inkarnation. Nach ausverkauften Tourstopps zum Doppelalbum „Greanwich Mean Time“ im Vorjahr, gibt’s jetzt wieder einen Schwung Konzert. (mn) Klingt wie: Okta Logue, Beatles, Temples, Doors Schlosskeller | Di, 14.03. | 21 Uhr | Eintritt frei (Spenden erwünscht)
contemporary brands
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W i l h e l m i n e n s t r. 4
buy less, choose well w w w.g o l d m a r m o r- s h o p.d e
64283 Darmstadt
Favoriten des Monats
Favoriten des Monats Johnny O’Neal(Israel) Trio (New York) Dani Dorchin + Juvie (USA)
JAZZ GARAGE-ROCK
Foto: Dani Dorchin
„Lunge, Mund, Beine, Hände“, so zählt Dani Dorchin die „Mitglieder“ seiner Kapelle auf. In Tradition von One-Man-Bands tritt der Musiker aus dem fernen Nazareth mit Drumteilen zu seinen Füßen, einer Mundharmonica an den Lippen und einer E-Gitarre unterm Arm auf. Mit bluesigem Gesang und leicht blecherner Gitarre klingt das echt groovig und passt perfekt zum zweiten Gast des Abends: Von Juvie gibt’s nämlich astreinen Lederjacken-Rock’n’Roll mit Pomadenfrisur und Surf-Vibes. (mn) Klingt wie: Bob Lock III, John Spencer Blues Explosion, Beach Boys
Bessunger Knabenschule (Keller) | Do, 23.03. | 20.30 Uhr | 8 € „Werte in der bildenden Kunst – overrated?!“ Blumen-„Closing“
PARTABRISS-PART Y IM MUSEUM Y
The Lo Haze Fat Orchestra (CH) +Karma Appaloosa (ITA) Colour + My Sleeping + Wight
Foto: Das Blumen
Leider endet das Blumen-Intermezzo in der Hügelstraße 77 wegen Abriss der Gebäude nach knapp einem Jahr (mehr dazu in „Aufgeschnappt“ auf Seite 26). Vorteil: Das Closing-Wochenende dürfte daher auch einem deftigen Abriss gleichen. Beim Line-up wurde auch geklotzt – im besten Sinne, denn die teils internationalen Künstler sind durchweg spannend und passend für diesen fulminanten Abgesang. Tschüss, Blumen – und auf ein Neues! (obi) Line-up: Wyoming (Köln), Lea Porcelain (FFM), Skatebard (Oslo), Perel (Berlin), Javier Bähr (München) Das Blumen | Fr, 24.03., 19 bis 1 Uhr + Sa, 25.03., 15 Uhr bis open end Weitere Infos: www.dasblumen.de HEIMORGELPUNK STONER-ROCK
„Singende Beine“ „Studio Bloc Masters“
DIE WELT DER FUSSBALLSCHALLPLATTEN BOULDER-WELTCUP
Zum zweiten internationalen Bouldercup in der 2.000 qm großen Pfungstädter Boulderhalle sind neben Weltklasse-Profis auch alle Hobby-Boulderer eingeladen. Am ersten Tag sollen rund 400 Starter sowie Spitzenkletterer die 80 Quali-Boulder meistern. Am Sonntag stellen die zwanzig Besten ihre Kletterkünste unter Beweis, dem Gewinner winken 3.000 Euro. Bei der After-Wettkampf-Party dann: Tanzen (zu Bands und DJ-Mucke), Essen und Trinken für den guten Zweck: der Erlös geht nämlich komplett an „Climbers Against Cancer“. (fg + ct) Studio Bloc (Gottlieb-Daimler-Straße 6, Pfungstadt) | Sa, 25.03. (ab 11 Uhr) + So, 26.03. (ab 11.30 Uhr, Finale: 16 bis 19 Uhr) | Eintritt frei (Anmeldung zum Wettkampf bis zum 19.03. unter www.register.blocmasters.de) P | 08
Foto: Studio Bloc
Foto: Matias Corral
Mit der einen oder anderen Sportzigarette in der Hand wurde in den frühen Neunzigern im Kosmos um Josh Homme und John Garcia im kalifornischen Palm Desert der Stoner-Rock geboren. Colour Haze gründeten sich fast im Anschluss an das Aufkeimen dieses neuen groovigen Sounds und sind heute Aushängeschild der hiesigen Szene. Zusammen mit den ebenfalls international gefeierten Psychedelic-Rockern My Sleeping Karma und den Local-Prog-Heroes Wight wird an diesem Abend ein mächtiges Gitarren-Paket aufgefahren. (mn) Klingt wie: Kyuss, Brant Björk, Fu Manchu Centralstation (Halle) | Fr, 24.03. | 20 Uhr | 26,50 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
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Wir brauchen euch! Für unseren Kindergarten und für unsere Krippe suchen wir jeweils eine staatlich anerkannte Fachkraft – Erzieher*in/Sozialarbeiter*in in Voll- und/ oder Teilzeit
Als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und vom Land Hessen gefördertes Familienzentrum sind wir ein „Ort für Alle“, wo „Alltag und Krise unter einem Dach“ Platz haben und willkommen sind. In unserer Kita mit zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen bilden Naturerfahrung & Bewegung, Gesundheit, Miteinander & Kreativität, sowie vor allem die Erkenntnisse der Bindungstheorie die Säulen unseres Konzepts. Wir arbeiten gerne mit Menschen zusammen, die unser Haus mit ihren Qualitäten und ihrer Individualität bereichern möchten: Frauen und Männer, die es erfüllt, Kinder und Familien beim Wachsen zu begleiten, die Lust haben auf Herausforderungen und auch gerne mal über den Tellerrand schauen – die sich einbringen und in einer Gemeinschaft weiterentwickeln möchten. Wir freuen uns auf neugierige Fragen und/oder eure Bewerbungsunterlagen an: Menschenskinder - Werkstatt für Familienkultur e.V. Anne Schaefer und Manuela Puskeiler • Siemensstr. 3a • 64289 Darmstadt Telefon: 06151-780 8046 • kita@menschenskinder-darmstadt.de www.menschenskinder-darmstadt.de
Favoriten des Monats „Metal Up Your Life“-Festival
MEDDDEL!
Foto: Svetlana Mijic
„Musikalische Scheuklappen sind nicht so unser Ding“, erklärten All Will Know vergangenes Jahr in unserem Bandcheck. Ihrem Credo bleiben die MetalAficionados mit Jazz- und Klassik-Studium auch bei der Ausrichtung ihres kleines Festival treu. Zum dritten Mal werden eine Reihe verschiedenster (und abgefahrener) Spielarten des lautesten Genres der Welt präsentiert. Von den acht Bands laden sechs zum Headbangen ein, zwei beweisen auf der AkustikBühne, dass sie auch ganz handzahm sein können. (mn) Mit dabei: All Will Know, Parasite Inc., Cruadalach, The Last Hangmen, Offical Human Debris, Pentarium, Precipitation, Heartwork Oetinger Villa | Sa, 25.03. | 19.30 Uhr | 14 € Scott Roller (USA): „With strings…“
JETZTMUSIK
Foto: Michi Meier
Der amerikanische Cellist Scott Roller ist weltweit erfolgreich mit zeit genössischer Klassik, improvisierter Musik und multimedialen Produktionen. Damit passt er optimal ins Beuteschema der „Jetztmusik“-Konzertreihe des gleichnamigen Darmstädter Vereins. Rollers auch mal elektronisch-verzerrte Cello-Sounds versprechen – im Trio mit der Saxofonistin Susanne Resch und dem Schlagwerker Wolfgang Schliemann – „Klangwelten zwischen Struktur und Freiheit“. Hörenswert. (ct) Klingt wie: Tom Waits meets Neue Klassik
Theater im Pädagog | So, 26.03. | 17 Uhr | 12 € „Gute Stube“: Stumfol (Balingen)
AMERICANA
Foto: Stumfol
Stumfol kommt aus dem tiefsten Schwabenländle, klingt mit seinen RootsRock- und Americana-Songs aber original wie der junge Springsteen. Herzblut, Pathos und ne kernige Stimme – mehr braucht’s manchmal nicht für kleine Aufbruchs- und Sehnsuchts-Hymnen. Für seine aktuelle Platte „Cold Brew“ versammelte Christian Stumfol eine Band um sich, die anstehende Tour dagegen wird folkiger und solo mit der Akustik-Klampfe bestrittet. Schön! (mn) Klingt wie: Bruce Springsteen, Wilco, Chuck Ragan, Calexico
Hoffart-Theater | So, 26.03. | 20.15 Uhr | 5 € ARABIC ROCK'N'ROLL
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Fotos: Oum Shatt
Oum Shatt (Berlin)
Was für ein Glück, Oum Shatt auf der Bühne zu sehen! Feinster psychedelischer Indie-Rock harmoniert mit einer Surf-Guitar à la „Pulp Fiction“-Soundtrack. Das Ganze ist spürbar von mittelöstlicher Musik beeinflusst und in Songs verpackt, die oft melancholisch, gleichzeitig immer tanzbar sind. Dabei will die Band um Sänger Jonas Poppe nicht nur an alte Zeiten erinnern, sondern auch den Blick über den Tellerrand des westlichen Mainstream wagen. Und das schaffen sie gekonnt. (sj) Klingt wie: Joy Division, Franz Ferdinand und Spring Offensive Centralstation | Fr, 31.03. | 19.30 Uhr | 19 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
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KINO IN DARMSTADT Logan – The Wolverine Spielfilm, USA 2017 | Regie: James Mangold | Darsteller: Hugh Jackman, Sir Patrick Stewart, Boyd Holbrook | Filmstart: 02. März 2017 Knallharter und düsterer dritter Soloauftritt des populären „X-Men“ „Wolverine“, der zeitlich nach den vorangegangenen Filmen angesiedelt ist. James Mangold („Cop Land“) setzt nach „Wolverine – Der Weg des Samurai“ erneut Hugh Jackman als hier ergrauten und kampfmüden Titelheld in Szene. Auch Patrick Stewarts Professor X ist wieder mit an Bord des zwischen Postapokalypse und Western changierenden Comic-Films. Als junge X-Woman stellt sich Dafne Keen vor.
Lommbock Spielfilm, Deutschland 2017 | Regie: Christian Zübert | Darsteller: Lucas Gregorowicz, Moritz Bleibtreu, Alexandra Neldel | Filmstart: 23. März 2017 Nach 15 Jahren: Anstatt seinen Traum von einer Strandbar in der Karibik zu erfüllen, hat Stefan Karriere gemacht und steht nun in Dubai kurz davor, die Geschäftsfrau Yasemin zu heiraten, deren Vater einer der einflussreichsten Männer der Emirate ist. Dafür holt er paar Papiere in Deutschland ab. Doch dort trifft er seinen alten Kumpel Kai wieder, mit dem er damals den Cannabis-Pizzalieferservice „Lammbock“ betrieben hat. Beginnend mit einem gemeinsamen Joint, fliegt ihr Leben, wie sie es kennen, gehörig um die Ohren: Denn die Vergangenheit kickt mitunter zeitverzögert…
Attack on Titan II: End of the World Spielfilm Japan 2015 | Regie: Shinji Higuchi | Darsteller: Haruma Miura, Kiko Mizuhara, Kanata Hongô| Anime-Special: 28. März 2017 Humanoide Riesen-Kreaturen herrschen über unsere Welt und haben einen Großteil der Menschheit gefressen. Seitdem leben die restlichen Menschen isoliert hinter gigantischen Mauern. Doch als es die Titanen schaffen, auch dieses Hindernis zu überwinden, scheint das Ende der Menschheit nahe zu sein. Doch dank Eren Jaeger gibt es noch einmal Hoffnung. Gemeinsam mit seiner AdoptivSchwester Mikasa und seinem Freund Armin schließt er sich dem Suvery Corps an, einer Gruppe von Elite-Soldaten, die die Titanen außerhalb der nun unsicheren Mauern bekämpfen wollen.
Der junge Karl Marx Spielfilm, Frankreich, Deutschland u.a. 2017 | Regie: Raoul Peck | Darsteller: August Diehl, Stefan Konarske, Vicky Krieps | Filmstart: 02. März 2017 1844. Der 26-jährige Karl Marx lebt verschuldet und von Existenzängsten geplagt mit seiner Frau Jenny im Pariser Exil. Als er Friedrich Engels kennenlernt, verachtet er zunächst den Sohn eines Fabrikbesitzers. Doch Engels hat gerade auf der Basis eigener Erlebnisse seine Studie über die Verelendung des englischen Proletariats publiziert und sich von seiner Klasse entfernt. Beide jungen Männer, die an die Vision einer humanen Gesellschaft glauben, werden Freunde.
KINOPOLIS Darmstadt Goebelstraße 11 Infos & Tickets: (0 6151) 8 705868 Mehr Infos im Kino und unter www.kinos-darmstadt.de
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KINO IN DARMSTADT Moonlight Spielfilm, USA 2016 | Regie: Barry Jenkins | Darsteller: Mahershala Ali, Naomie Harris, Trevante Rhodes | Filmstart: 09. März 2017 Chiron wächst im Armenviertel in Miami auf. Als Junge findet er Zuneigung eher beim örtlichen Drogenboss und dessen Frau als zuhause bei seiner Crack-süchtigen Mutter. In der Pubertät erlebt er mit seinem Jugendfreund Kevin eine ungekannte körperliche Intimität. Jahre später ist Chiron ins kriminelle Milieu abgerutscht. Seine mühsam antrainierten Muskeln trägt er wie einen Panzer vor sich her, unter dem er nicht nur seine Homosexualität sondern auch sämtliche Gefühle versteckt. Bis sich eines Tages Kevin wieder bei ihm meldet.
Die Schöne und das Biest Spielfilm, USA 2017 | Regie: Bill Condon | Darsteller: Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans | Filmstart: 16. März 2017 Die kluge und anmutige Belle lebt mit ihrem leicht exzentrischen Vater Maurice ein beschauliches Leben, das nur durch die Avancen des Dorfschönlings Gaston gestört wird. Doch als Maurice auf einer Reise in die Fänge eines Ungeheuers gerät, bietet die mutige junge Frau ihre Freiheit im Austausch gegen das Leben ihres Vaters an. Trotz ihrer Furcht freundet sich Belle mit den verzauberten Bediensteten im verwunschenen Schloss des Biests an. Mit der Zeit lernt sie hinter dessen abscheuliche Fassade zu blicken und erkennt seine wahre Schönheit…
Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand Spielfilm, Schweden 2016 | Regie: Felix Herngren, Måns Herngren | Darsteller: Robert Gustafsson, Iwar Wiklander, David Wiberg | Filmstart: 16. März 2017 Er ist wieder da. Ein Jahr älter, aber immer noch putzmunter. Allan Karlsson und sein Kumpel Julius Jonsson haben sich gut in ihrem Leben auf Bali eingerichtet. Inzwischen bringt Allan es auf stattliche 101 Lebensjahre. Das Entspannen und Schlürfen der einheimischen Erfrischungsgetränke auf der traumhaften Insel kann aber auf Dauer selbst der größte Faulenzer nicht lange aushalten. So begibt sich der rastlose Rentner auf ein neues Abenteuer, bei dem er auf rachsüchtige Gangster, die CIA und alte Bekannte aus Russland trifft.
DREI VON SINNEN rexFilmGespräch am Dienstag, 28. März 2017, um 20:00 Uhr Zu Gast: Die „Reisenden“ David Stumpp und Bart Bouman Reisen ohne Sinn(e): Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen: So gehandicapt reisen drei Freunde durch Europa. Es wird ein Selbsterfahrungstrip, der ihre Freundschaft auf die Probe stellt. Eine außergewöhnlicher Dokumentarfilm über eine abenteuerliche Reise. Zwei der drei Reisenden stellen Ihren Film in Darmstadt persönlich vor: David Stumpp und Bart Boumann. www.dreivonsinnen.de
Citydome Darmstadt Wilhelminenstraße 9 Infos & Tickets: (0 61 51) 29789 Mobile-Ticketing per App App Store: Stichwort „Kinopolis“
Erhältlich im Google play Store Stichwort „Kinopolis“
Windows Phone und webOS unter m.kino-ticketshop.de
Stadterkundung Urban Exploration: das Naturfreundehaus „Rimdidim“ T E X T + FOTO S: U L I GA SP E R
Ort: Meßbach im Fischbachtal Fotograf: Uli Gasper Aufgenommen am: 30.10.2016 Hintergrund: „Zugegeben, die Rimdidim liegt nicht so ganz bei Darmstadt, sondern im bei Ausflüglern beliebten, rund 25 Kilometer entfernten Fischbachtal. Doch sie ist ein recht bekannter Lost Place mit viel Geschichte. Auch der Darmstädter Autor Michael Kibler erwähnt den Ort in seinem Kriminalroman „Opfergrube“. Die Legende sagt, dass am Himmelfahrtstag 1898 ein starker Sturm alle Bäume auf der als Arnstein bekannten, 498 Meter hohen Kuppe entwurzelte. Nach den Erzählungen der älteren Bauern wird die Namensgebung mit dem früheren Darmstädter Oberbürgermeister Ohly in Verbindung gebracht, der von 1888 bis 1892 Vorsitzender des Odenwaldklubs war. Ohly habe damals
einen Urlaub in Neunkirchen verbracht und sei auf einem Spaziergang dem Förster Hechler begegnet, der ihm von den Folgen des Sturms berichtet und gezeigt habe, wie weit man jetzt von der Höhe aus sehen könne: „Vun do hott mer de schönste Blick rimdidim im Ourewald.“ Der ursprüngliche Bau des Naturfreundehauses wurde 1925 von den Naturfreunden Darmstadt mit freundlicher Hilfe der Ober-Ramstädter Naturfreunde errichtet. Während des Nationalsozialismus wurden die auch politsch aktiven Naturfreundevereine aufgelöst, das Haus im Fischbachtal beschlagnahmt und ab 1936 deutlich erweitert. Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt Darmstadt nutzte das Gebäude in den 30er-Jahren und während des Zweiten Weltkriegs als „Knabenübungslager“.
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1965 wurde erwogen, die Rimdidim zu verkaufen und ein neues Heim in der Nähe zu errichten. Hierfür wurde 1967 ein 5.000 Quadratmeter großes Areal erworben und ein Bauplan erstellt, welcher aber von der Gemeinde Steinau nicht genehmigt wurde. Die Posse endete mit dem Verkauf der bisherigen Rimdidim im Jahre 1969 an die Arbeiterwohlfahrt, wodurch es zu starken Spannungen in der Ortsgruppe Darmstadt kam. Von 1996 bis 2008 war der streitbare Islamkritiker Zahid Ali Khan Besitzer des Geländes und nutzte die Räume für Vorträge und Veranstaltungen. Anscheinend waren Erweiterungen geplant, davon zeugen ein verrotteter Baukran und Elemente einer Leichtbauhalle auf dem Gelände. 2001 brannte das Gebäude durch Brandstiftung total aus. 2008 wurden die Überreste der Immobilie an einen unbekannten ausländischen Investor verkauft – seitdem herrscht Stillstand in allen Belangen. Das einstmals imposante Gebäude rottet vor sich hin und ist stark einsturzgefährdet. Vom Betreten wird dringend abgeraten. Vor den Einfahrten stehen schon seit längerem Bauzäune mit Verbotsschildern und irgendjemand macht sich wohl auch gelegentlich die Mühe, die Zaunreste wieder aufzustellen. Ich habe es bei meinem Besuch jedenfalls vorgezogen, außerhalb des Geländes zu bleiben ...“ ❉
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Fotografierende Volksverräter Die Unwort-Fotografen auf kreativer Mission TEXT: THOMAS LENZ | FOTO: UNWORT-FOTOGRAFEN
„Volksverräter“ ist das Unwort des Jahres 2016. Das verkündete die Darmstädter LinguistikProfessorin Nina Janich Anfang Januar als Jury-Sprecherin der „Sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres“. Die Wahl der Jury wird seit über 20 Jahren von bundesweitem Medienecho begleitet und ist der Versuch, Sprachbewusstsein und Sprachsensibilität in der Bevölkerung zu fördern. Seit 13 Jahren setzen sich zudem zehn Darmstädter Fotografen – darunter auch P-Knipser Jan Ehlers – künstlerisch mit dem Unwort auseinander und präsentieren, unabhängig von der Jury-Deutung, ihre Interpretationen in einer Ausstellung. Wir haben mit den Fotografen über ihre diesjährigen Ideen gequatscht. Nach „Gutmensch“, „Lügenpresse“ oder „DönerMorde“ nun also der „Volksverräter“. Über ihn wurde im vergangenen Jahr intensiv debattiert. Der Dunstkreis um Pegida und AfD führte den historisch eindeutig belasteten Begriff im Kontext der Flüchtlingsdebatte in den öffentlichen Diskurs. Das Unwort „Volksverräter“ sei ein „typisches Erbe von Diktaturen, unter anderem der Nationalsozialisten“, so die Begründung der Jury um Nina Janich. Der Begriff wirke als Vorwurf gegenüber Politikern diffamierend und undifferenziert. Ein wirklich ernsthaftes Gespräch über die Sachlage käme dadurch nicht zustande und würge die für die Demokratie notwendigen, ernsthaften Diskussionen in der Gesellschaft ab. Außerdem stehe das darin enthaltene „Volk“ nicht für das Staatsvolk, sondern für eine ethnische Kategorie, die Teile der
Bevölkerung ausschließe. Damit produziere der Begriff bewussten Ausschluss und stelle sich gegen die Gültigkeit der Grundrechte für alle Menschen, die in Deutschland leben. Seit 1991 regt das Unwort des Jahres zur Reflexion unseres öffentlichen Sprachgebrauchs an. Die Auswahl trifft eine institutionell unabhängige und ehrenamtliche Jury bestehend aus vier Sprachwissenschaftlern und einem jährlich wechselnden Mitglied aus dem öffentlichen Kultur- und Medienbetrieb. Gewählt wird dabei aus Einsendungen der Bevölkerung. 594 Vorschläge wurden 2016 verzeichnet. Die Möglichkeit, sich selbst einzubringen, ist das demokratische Element der Aktion. Jeder kann mitmachen. Idee der Aktion: für einen reflektierten Umgang mit Sprache in der öffentlichen Kommunikation zu sensibilisieren. Die Annahme der Jury: Unwörter entstehen im Gebrauch und sind an Kontexte gebunden. Ihre Verwendung ist demnach nicht beliebig, sondern gezielt selektierend, ordnend und die Wirkung pauschalisierend oder ausgrenzend. Laut der Jury sollte Sprache jedoch vielmehr der Diskussion um eine Sache angemessen sein und nicht gegen humanistische und demokratische Prinzipien verstoßen. Die basalen Kriterien zur Qualifizierung für das Unwort sind der Verstoß gegen Menschenwürde und Demokratie. Diskriminierende, verschleiernde oder irreführende Adressierungen gegenüber gesellschaftlichen Gruppen machen Wörter zu Unwörtern. Was nicht jeder weiß: Seit bereits dreizehn Jahren
Unwort-Austellung
— im Kunstforum der TU Darmstadt (Hochschulstraße 1, Altes Hauptgebäude, 2. OG) nimmt eine Gruppe von Darmstädter Fotografen (unabhängig von der Jury) künstlerischen Bezug zum Unwort. Zu „Volksverräter“ gibt es in der diesjährigen Ausstellung verschiedene Perspektiven von zehn Fotografen. Jeder liefert mindestens zwei Stück, präsentiert in quadratischen Leuchtkästen. Das ist die einzige Vorgabe, der Rest ist freier Kreativspielraum. Weiterer etablierter Baustein der Vernissage ist ein Redner, der die Fotografien interpretiert. Die ausstellenden Künstler schätzen diese Kontextualisierung ihrer eigenen Arbeit, die neue Blickwinkel eröffnet. Auf die finalen Bilder müssen auch wir bis zur Vernissage warten, wir bekamen jedoch Einblick in erste Skizzen. Diese beschäftigen sich mit der Herkunft des im Nationalsozialismus wurzelnden Begriffs. Andere lenken den Fokus auf diejenigen, die heutzutage als Volksverräter beschimpft werden. Fotograf Andreas Zierhut umreißt den künstlerischen Prozess: „Dass man es zum Unwort erklärt, setzt sich immer in irgendeiner Weise kritisch mit gesellschaftlichen Verhältnissen auseinander und die sind in der Regel nicht bildhaft darstellbar. Man muss sich eine Symbolik suchen, die das Ganze transportiert. Dieses Jahr waren wir uns alle relativ einig. Aber wir sind ja nicht immer mit dem Unwort einverstanden. Dann muss man die negative Wertung der Jury in eine positive umsetzen. Wie man sich mit dem Unwort beschäftigt, da ist jeder frei.“
Ausstellungseröffnung ist am Do, 02.03. um 19 Uhr. Die Ausstellung ist bis 26. 03. geöffnet. Mittwoch bis Sonntag jeweils von 13 bis 19 Uhr. www.tu-darmstadt.de/kunstforum/ veranstaltungen/index.de.jsp#/e/90369 www.unwort-bilder.de
denn „wenn man sich die historische Bedeutung in der Nazi-Zeit anguckt und das mit Hochverrat gleichgesetzt wurde, mit Schauprozessen, dann hat das schon eine politische Dimension. Das wird dann gerne runtergekocht auf Volksverräter und Volksvertreter, dieses Wortspiel. Aber es ist in sich dann eigentlich doch böse gemeint.“ Die künstlerische Verwendung und Reflexion von Sprache kann und darf durchaus politisch sein. Fotografie, so die Gruppe scherzend, sei prädestiniert, um alternative Fakten zu schaffen. Für Julia Reichelt, Kuratorin des Kunstforums der TU Darmstadt, geht es bei der künstlerischen Darstellung des Unworts nicht um irgendwas, sondern ums große Ganze: „Die Freiheit der Kunst! Sie hat ganz andere, wichtige und überraschende Wege, sich auch einem solchen Begriff zu nähern und ihn zu interpretieren.“ Zu überprüfen fast den gesamten März über im Kunstforum der TUD. ❉
So wird das Unwort bestimmt:
Albrecht Haag hebt die herantastend-analytische Auseinandersetzung mit dem Unwort hervor: „Der Begriff Volk, was steckt da überhaupt für eine Gruppe dahinter, die da vereinigt wird?“ Bei der Vorbesprechung sei klar gewesen: Eigentlich wären sie alle gerne Volksverräter. So entstand auch das Gruppenbild mit den Schlingen. Sebastian Reimold hält das Wort nicht für harmlos,
— Vorschläge für das „Unwort des Jahres“ können – mit Begründung und Quellenangabe! – bis zum 31.12. des Jahres eingereicht werden. 2016 gab es 1.064 Einsendungen mit 594 verschiedenen Wörtern, von denen etwa 60 den Unwort-Kriterien entsprachen. Nach Neujahr filtern die vier Sprachwissenschaftler, ein Journalist und ein jährlich wechselndes Mitglied aus dem Kultur- und Medienbereich jeweils drei bis fünf Favoriten heraus. Sie diskutieren dann mehrere Stunden, bis sie sich einstimmig einigen. Ihr habt Vorschläge? Schreibt an: vorschlaege@unwortdesjahres.net www.unwortdesjahres.net P | 17
»Die UnwortAktion ist kein Zensurversuch.« Interview mit Nina Janich, Jury-Sprecherin „Unwort des Jahres“ TEXT: FELIX GÖMÖRY | FOTO: THOMAS NEU
Frau Janich, was macht ein Wort zum Unwort? Wir haben vier Kriterien: Es ist euphemistisch, wird also zur Irreführung gebraucht. Es ist diffamierend oder diskriminierend. Es verstößt gegen demokratische Grundprinzipien, also wenn es dazu dient, Diskussionen abzuwürgen und sich selbst Begründungs- und Argumentationspflichten zu entziehen. Oder es verletzt die Menschenwürde. Wichtig ist, dass die Worte nicht für sich diese Eigenschaften haben, sondern dass es darum geht, wie wir sie gebrauchen. Ein Wort kann auch unproblematisch sein, wie „alternativlos“. Aber wenn man es benutzt, um damit nicht die Positionen anderer anhören und selbst seine eigene nicht begründen zu müssen, ist es ein Unwort. Woher nehmen Sie den Anspruch, für die Gesellschaft das Unwort des Jahres festzulegen? Wir haben keine Legitimation, außer der, dass sich die Leute dafür interessieren. Seit 25 Jahren bekommt diese Aktion Zuschriften und die Presse berichtet darüber. Und wir versuchen unsere Kompetenz als Sprachwissenschaftler einzubringen. Aber es könnte auch eine Gegeninitiative geben. Wir diskutieren jedes Jahr, ob wir aufhören oder nicht. Wir wollen nicht, dass alle sagen, die Jury hat gewählt und das ist jetzt Gesetz, sondern eine Diskussion anregen. Wenn die Leute darüber nachdenken und sprechen, haben wir schon viel erreicht. Aber wir sind weder gewählt, noch machen wir es für Geld oder mit Geld von anderen. Wie gehen Sie mit dem Vorwurf der Political Correctness oder anderen Kritiken bei der Wahl des Unwortes um? Ein häufiger Vorwurf ist, dass wir eine Art von
Zensur ausüben. Das wollen wir nicht. Wir wollen nicht vermeiden, dass die Leute ihre Meinung äußern. Wir wollen aufmerksam machen, dass es für eine konstruktive Diskussion auch darauf ankommt, in welchem Stil man miteinander redet. Wir wollen bewusst machen, dass man nicht nur Verantwortung dafür hat, was man sagt, sondern auch wie man es sagt. Das große Missverständnis ist immer, dass es um die Sache und nicht ums Wort gehe. Beispiel Lügenpresse: Ich habe viele Zuschriften bekommen mit Belegen, wo die Presse gelogen hat. Und natürlich erzählen Medien nicht nur die Wahrheit, sondern sie konstruieren Wirklichkeit. Wir finden Medienkritik wichtig, aber wer gehört werden will, kann nicht mit so einem Pauschalvorwurf kommen. Und wir bekommen viele Einsendungen, in denen die Leute nicht die Wortverwendung kritisieren, sondern die Dinge, die damit gemeint sind. Einmal wurde „Italien“ als Vorschlag eingeschickt, als Deutschland gegen Italien bei der Fußball-WM rausgeflogen ist. Ein anderer schickt als Begriff „Bachelorarbeit“ ein, weil er gerade damit kämpft. Wie sollte ich reagieren, wenn ich mitbekomme, dass Unwörter benutzt werden? Wenn Sie denken, das ist Ausdruck einer bestimmten Haltung gegenüber anderen, unbedacht oder absichtlich verletzend, dann kann man darüber sprechen. Ohne moralischen Zeigefinger. Das ist das Anliegen der ganzen Aktion. Dass man sich bewusster wird, was man mit Sprache alles machen kann. Aber das muss auf Einsicht beruhen. Nicht auf Verboten. Deshalb ist die Unwort-Aktion auch kein Zensurversuch. ❉
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Die vierte Säule Folge 2: Der spannende Kampf ums Rathaus T E X T: SE BA ST I A N W E I SS GE RBE R | I L LUST R AT I ON: H A N S-J ÖRG BRE H M + L I SA Z E I SS L E R (P ORT R ÄT)
„Auch in dieser Woche stehen wieder spannende Termine in meinem Kalender. Besonders freue ich mich auf die Seniorensitzung beim KCA, das macht jedes Jahr richtig Spaß“, schrieb Michael Siebel, SPD-Kandidat für das Oberbürgermeisteramt, am 06.02.2017 auf Facebook. Das Zitat soll an dieser Stelle Symbol sein: Die Oberbürgermeisterwahl ist so spannend wie die Seniorensitzung beim Karnevalsclub. Die Darmstädter haben Jochen Partsch vor sechs Jahren mit überwältigender Mehrheit (69 Prozent nach Stichwahl) gewählt und es sieht derzeit nicht so aus, als ob seine Bestätigung für ein zweite Amtszeit knapp ausfallen sollte. Allerdings kann auch eine Seniorensitzung ein paar gute Lacher bieten. Und so zeigt auch dieser Wahlkampf Bemerkenswertes. Denn die CDU tritt erst gar nicht mit einem eigenen Kandidaten an. Für die letzte Volkspartei
der Republik ist das in einer nicht unbedeutenden Stadt wie Darmstadt ungewöhnlich. Aber die Schwarzen scheinen zufrieden, Juniorpartner der Grünen im Stadtparlament zu sein, und möchten wohl in der Koalition kein Porzellan zerdeppern. Immerhin ist der mutmaßliche Doch-Nicht-Kandidat Rafael Reißer nicht nur Magistratsmitglied, sondern als Bürgermeister auch Stellvertreter von Oberbürgermeister Partsch – eine Rolle, in die sich nach einem ernsthaften (und verlorenen) Wahlkampf nicht einfach zurückkehren ließe. Wie aussichtslos der Kampf Reißer gegen Partsch wäre, zeigte die vergangene Oberbürgermeisterwahl: Damals schaffte es Reißer nicht mal in die Stichwahl – und so profillos wie der Rest der Darmstädter CDU blieb von seinen Wahlkampfthemen eigentlich nur die Forderung nach einer Wasserrutsche im Nordbad in Erinnerung. Die ist übrigens bis
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heute nicht gebaut und auch im Sanierungsplan für 2020 nicht vorgesehen, obwohl das Nordbad in das Verwaltungsressort fällt, das Reißer seit 2011 leitet. Rafael Reißer ist übrigens Sohn des für seine in den 1970er Jahren gescheiterten Stadtautobahn-Pläne bekannten Stadtrats Herbert „Abreißer“ Reißer (siehe vergangene Kolumne). Als der Sohn im Sommer die obersten Amtsgeschäfte leiten durfte (Partsch weilte dienstlich in den USA) richtete er erheblichen Schaden an. Sein für sich schon fragwürdiges Innenstadtverbot für Eintracht-Fans vorm Derby gegen die Lilien war vom Gericht umgehend kassiert worden. Reißers Sturheit verursachte innerhalb weniger Stunden weitere Gerichtskosten von rund 165.000 Euro. Partsch ließ die Rücktrittsforderungen der Opposition verklingen, indem er Reißer erst öffentlich tadelte und dann seine schützende Hand über ihn hielt. Hierarchie und Kompetenz hat Partsch damit erst mal klargestellt. Für die CDU scheint es also mit einer Kandidatur nichts zu gewinnen zu geben. Daher unterstützt sie ganz offiziell Partsch. Die SPD hingegen hat nichts mehr zu verlieren. Sie hat in den vergangenen Jahren bereits alles verloren: Das Oberbürgermeisteramt, die Führung im Parlament und die Regierungsbeteiligung. Allerdings kann man ihren Kandidaten Michael Siebel nun auch nicht als ernsthaften Versuch werten, Partsch wieder vom Thron zu stoßen. Noch nicht mal die eigene Partei steht geschlossen hinter ihm, bei seiner Nominierung kassierte Siebel 14 Gegenstimmen. Dass die Partei dazu am 11.11. tagte, dürfte Karnevalsliebhaber Siebel auch nicht getröstet haben.
Stadion für den SV Darmstadt 98 zu bauen. Doch dürfte das die Heiner vielleicht gar nicht stören. Schließlich wollen die meisten Lilienfans ihr Bölle behalten, und traditionell findet sich in der Bürgerschaft seit jeher eine gefühlte Mehrheit gegen so gut wie jedes Bauprojekt. Für diese Anti-Baukultur stehen Partsch und seine Grünen par excellence. Schließlich verhalf ihnen nicht zuletzt ihre Position gegen den Bau der Nordostumgehung an die Machtspitze. Und als der Oberbürgermeister nach dem überraschenden Weggang von Baudezernentin Cornelia Zuschke selbst für einige Monate das Baudezernat leitete, sagte Partsch längst durchgeplante Projekte wie die Neuordnung der Karlstraße ab – sehr zur Freude der Anwohner, denen so erhebliche Anliegergebühren erspart bleiben. Für Überraschungen bei der Oberbürgermeisterwahl könnten indes zwei Kandidaten sorgen. Da mit einer Stichwahl zu rechnen ist, könnte mancher links-eingestellte oder nicht hundert-prozentig zufriedene Grünen-Wähler im ersten Wahlgang verleitet sein, seine Stimme Kerstin Lau von Uffbasse zu schenken. Und dann hat auch die AfD einen Kandidaten aufgestellt. Der könnte die Wähler einsammeln, die die CDU bei dieser Wahl nicht auf ihrem Stimmzettel finden. Wer also die AfD in seiner Heimatstadt nicht feiern sehen möchte, sollte wählen gehen – egal wie langweilig ihm die Oberbürgermeisterwahl auf den ersten Blick erscheinen mag. ❉
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Dabei spiegelt das Zitat über die Seniorensitzung auch die allgemein schwierige Lage der SPD wider. Genauso wie die CDU werden die Sozen in den Großstädten eigentlich nur noch in den Altersheimen gewählt. Natürlich wird die SPD hoffen, dass das CDU-Klientel nicht geschlossen dem Aufruf ihrer Stammpartei folgt, den Grünen Jochen Partsch zu wählen. Allerdings dürfte es gerade für Siebel schwierig sein, beim konservativen Klientel zu punkten. Schließlich macht der seit 18 Jahren Oppositionsarbeit gegen die CDU-Regierung im hessischen Landtag und war 2008 mitverantwortlich für die Abschaffung der Studiengebühren.
OB-Wahl In der ganzen Stadt hängt Wahlwerbung, aber wann geht’s überhaupt an die Urnen? In Deinem Wahllokal | So, 19.03. | 8 bis 18 Uhr
Neue Lokalpolitik-Kolumne im P — Sebastian Weissgerber hat bis 2009 für die Frankfurter Rundschau aus dem Darmstädter Stadtparlament berichtet. Im P schreibt er seit Februar 2017 als „Vierte Säule“ über die hiesige Politik.
Zum Amtsinhaber. Die größte Kritik an seiner bisherigen Arbeit dürfte sich im Stau bei vielen Bauvorhaben finden lassen. Und auch der letzte Darmstädter dürfte mittlerweile begriffen haben, dass Partsch niemals die Absicht hatte, ein neues P | 21
besonders ... bundesligatauglich Das P deckt auf: So soll das Bölle gepimpt werden! T E X T: C E M T E V E TOǦLU + A L E X A N DE R H E I N I GK + KA I S C H U BE R I L LUST R AT I ON: H A N S-J ÖRG BRE H M | L I L I E: SV DA RM STA DT 98
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Es mutete an wie ein April-Scherz kurz vor Weihnachten. Vielmehr wie vier April-Scherze. Als Oberbürgermeister Jochen Partsch die vier alternativen Standorte für das von vielen Fans geliebte Böllenfalltorstadion präsentierte, schwankte der kritische Beobachter zwischen „da sollen wohl LilienPräsi und DFL beruhigt werden“ und „ach, is' denn scho' Wahlkampf?“. Zwei der neuen Standorte – in Eberstadt an der JVA und südlich der B 26 – befinden sich mitten im Darmstädter Westwald. Der dritte am Gehaborner Hof in Weiterstadt (und dort formiert sich schon der Protest, auch auf politischer Ebene). Und der vierte Standort liegt etwa zur Hälfte auf Ackerland in Arheilgen, das 36 Bauern gehört, mit denen man sich bestimmt gaaanz schnell einig wird. Realistischer Weise wird die Lilien-Heimstätte also am Böllenfalltor bleiben. Das P freut sich, hat gleich mal knallhart investigativ recherchiert (Quellen dürfen wir aber natürlich nicht nennen!) und deckt auf: Im Geheimen wird die maximale Pimpung des „Bölle“ geplant, um weiterhin Profifußball in Darmstadt zu ermöglichen! Wir stellen die wichtigsten der geplanten Neuerungen vor. knackige Essig-Gummern ausm Oorewald, n geiles Handkäs-Grindkopp-Breedsche – oder ne frische Milch von glücklichen Weidekühen. Außerdem eröffnet Da Carlo Eisdiele Nummer 98 in Darmstadt, direkt im Familienblock des Bölle. Pro Eintrittskarte gibt's ein Bällchen Eis für umme.
Sie werden eine wichtige Einnahmequelle der Zukunft sein – auch, wenn wahrscheinlich nur die Hälfte von ihnen belegt sein wird: die 18 Lilien-VIP-Logen. Aus Platz- und Statik-Gründen werden die Luxuskabinen auf dem Dach der Hauptribüne platziert. Sie lagern auf riesigen Luft-Kissen, um den statischen Druck aufs Tribünendach zu minimieren. Sicher ist auch: Von hier aus wird man einen atemberaubenden Blick aus der Vogelperspektive aufs Bölle-Grün genießen.
Nicht nur bei Fernsehübertragungen stört der leere Pufferblock auf der Gegengeraden optisch total. Doch damit ist bald Schluss, die Leere wird gefüllt mit einem Riesen-Bierfass aus Edelstahl. Von dort aus wird der 4,9-prozentige Gerstensaft unterirdisch über Schläuche gepumpt – natürlich direkt zu den Zäpfhähnen, die in die Wellenbrecher der Gegengerade integriert sind. Einfach zwei Euro einwerfen und sich sein 0,33er-Pils selbst zapfen. Das steht auch nicht so schnell ab! In den Gästeblock werden natürlich keine Leitungen gelegt.
Der bisher als VIP-Zelt genutzte Vorbau an der Hauptribüne wird dadurch frei und einfach umfunktioniert: Im Erdgeschoss lädt die Einkaufs-Mall „Bölle-Village“ den Edelfan zum exquisiten Shoppen ein – vor dem Spiel, nach dem Spiel und in der Halbzeitpause. Als Ankermieter bestätigt sind bislang: Swarovski, Lagerfeld und Louis Vuitton. Das Obergeschoss dagegen wird zur Wohlfühloase für Medienvertreter: mit Massage-Sesseln, Champagner-Bar und Lilien-Schrein, der zu jedem Spiel neu dekoriert und beschallt wird von DJ Chromo („Ich glaube an den SVD“). Wohlwollende Berichterstattung inklusive! Auch die Haupttribüne wird gepimpt: Sitzheizungen – natürlich solarbetrieben – gibt's für wirklich alle Plätze. Damit die Popöchen auch im Lilien-Winter warm bleiben. Die Ventilatoren für den Sommer spart man sich, da die Hauptribüne zu dieser Jahreszeit sowieso immer angenehm schattig ist. Am Durchgang zwischen Haupt- und Südtribüne können euphorische wie auch frustrierte Fans in der Speaker's Corner Sandro Wagner endlich mal Klartext reden – oder visionär fabulieren. Auch das kulinarische Angebot wird aufgewertet. Die Stadion-Worscht wird künftig mit Blattgold statt Currypulver bestäubt. Außerdem sind über das ganze Stadion verteilt Fressalien-Automaten mit regionalen Spezialitäten aufgestellt: Zieh Dir
Seines Bieres entledigen kann sich der Gegengerade-Besucher künftig über die Regenwasser-gespeiste Freiluft-Pinkelrinne am oberen Rand der Gegengeraden. Außerdem werden auf Höhe jeder Eckfahne Ökoklos mit Sägemehl (als Toilettenpapierersatz – die gibt's wirklich!) aufgestellt. Das Sägemehl kann dann auch als Konfetti-Ersatz beim Torjubel eingesetzt werden, besonders gerne gegen Mannschaften wie Red Bull Leipzig, Bayer Leverkusen und VW Wolfsburg. Analog zum langweiligen LED-Würfel in der Frankfurter Commerzbank-Arena schwebt im gepimpten Bölle die traditionsreiche Dugena-Uhr an Stahlseilen hoch oben über dem Mittelkreis. Apropos Mittelkreis: Der wird durch einen ausfahrbaren Unterbau, der sich dreht, zur Drehbühne für die Halbzeitshow. Dann schmettern Decubitus („Allez les bleus“, „Heller is schneller“), Milton Fisher („Europapokal“) und Alberto Colucci („Die Sonne scheint“) die wahren Lilien-Alltime-Hits. Da wird jeder Superbowl-Veranstalter neidisch nach Darmstadt blicken!
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Bass! Bass! Wir brauchen Bass! Deshalb werden an allen vier Flutlichtmasten fette Soundsysteme à la Galerie Kurzweil und Dubstadt montiert. Der nach wie vor roughe Charme der Kabinen und Räume in der Haupttribüne wird vergoldet und an Veranstalter authentisch-nostalgischer BootCamp-Trainings vermietet. Und Survival-Experte Rüdiger Nehberg spart künftig Reisekosten und dreht hier bald seine neue Doku „Überleben im Haifischbecken Bundesliga“. Um die Nerven der Anwohner zu beruhigen, wird die Parksituation am gepimpten Bölle maßgeblich verbessert. An der Nieder-Ramstädter-Straße werden Stapel-Parkhäuser (das Smart-Center lässt grüßen!) aufgestellt, die dank ihrer imposanten Höhe gleichzeitig auch als Schallschutz dienen. Dadurch ist auf dem Parkplatz vor der Böllenfalltorhalle endlich genügend Raum für einen Helikopter-Landeplatz. Eine ganz wichtige infrastrukturelle Maßnahme, um potenzielle Lilien-Investoren aus Quatar, Saudi-Arabien und den USA anzulocken. Oder – noch viel lieber: den frisch gebackenen LilienFan Barack „C U @ the Bölle“ Obama! Bislang nur ein Gerücht, aber eines, das sich hartnäckig hält: Ein Mann, der sich nur Politiker nennt und aus dem Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten stammt, wird das gepimpte Stadion volkstümelnde Parolen schmetternd einweihen. Er steigt als Teilhaber in das Geschäft Bundesliga ein, ihm sollen künftig 98 Prozent des SV 98 gehören (wer schert sich heutzutage noch um die 50+1-Regel?). Neuzugänge aus dem Ausland nehmen spürbar ab. Mc Donald's und Exxon Mobil werden Hauptsponsor – nicht nur der Lilien, sondern aller Bundesligisten. Klingt übertrieben? Ja, stimmt. Vielleicht doch nur ein alternative fact. So oder so: Uns wird mulmig in der Magengegend bei all diesen Pimpungen und Wirrungen. Gutes altes Bölle, wir vermissen Dich jetzt schon! Und genießen jedes Heimspiel umso mehr. ❉
Lieber Zweite Liga? — Sa, 04.03., 15.30 Uhr: Werder Bremen – SVD Sa, 11.03., 15.30 Uhr: SVD – 1. FSV Mainz 05 Sa, 18.03., 15.30 Uhr: VfL Wolfsburg – SVD Sa, 01.04., 15.30 Uhr: RB Leipzig – SVD www.sv98.de
ufgeschnappt! Aufgeschnappt! A Stadtkultur-Neuigkeiten REC H E RC H E + T E X T: M AT I N NAWA B I + TOB I MOKA FOTO S: W W W.C H R I ST I A N H E YSE.DE (B LU M E N) + G O L DE N L E AV E S F E ST I VA L
Die lokale Kulturszene ist ständig in Bewegung – da bekommt man viele interessante Neuigkeiten nur am Rande, viel zu spät oder gar nicht mit. Schluss damit: An dieser Stelle servieren wir Euch alle Info-Häppchen, welche die P-Redaktion in den letzten Wochen aufgeschnappt hat. Leider endet Ende März das knapp einjährige Wirken des Blumen in der Hügelstraße. Das gesamte Gelände von Hausnummer 73 bis 77 wird demnächst in eine Großbaustelle für neue Wohn- und Geschäftshäuser verwandelt. Obwohl das Blumen-Team die einst kargen Räumlichkeiten durch monatelange Arbeit in
eine Wohlfühl-Oase für Subkultur umgestaltet hat, blickt niemand mit Wehmut oder Groll auf das nahende Ende. „Wir wussten ja schon länger, dass es befristet sein wird“, sagt Tobias Schafroth, einer von derzeit 16 Mitgliedern des Blumen e.V.. Auf der Suche nach einem neuen Domizil wird es unter anderem Gespräche mit der Stadt geben, die sich seit einiger Zeit endlich aufgeschlossener für solche Kultur-Projekte abseits des Mainstreams zeigt. „Der Standort in der Hügelstraße war schon ideal, weil wir dort so viel unterbringen konnten: zwei Veranstaltungsräume, Lager, Werkstatt und Vereinsheim. Aber wir passen uns bei neuen Optionen natürlich immer den gegebeP | 26
nen Umständen an“, gibt sich Schafroth hoffnungsvoll. Für die domizillose Zwischenzeit plant das Team trotzdem Projekte und Kooperationen. So wird das Blumen während der „Hessischen Theatertage“ (17. bis 25.06.) den gesamten Vorplatz des Staatstheaters gestalten dürfen. „Wir sind da noch in der Ideenplanung, aber es wird sicher wie bei unserem Bunkerprojekt auf dem Karolinenplatz 2014 Installationen, Musik und Bühnen geben“, ergänzt Schafroth. Mitte März wird es im Blumen noch mal eine Ausstellung („Zeitweisen“) geben (mehr auf Seite 36). Und für das letzte Veranstaltungswochenende sind Konzerte mit internationalen Bands, DJs und allerlei nebenbei geplant (siehe
„Favorit“ auf Seite 08). Ein sicherlich würdiger Abschluss. www.dasblumen.de Ebenfalls vom Abriss des Geländes betroffen: das Hillstreet No. 73. Nachdem der Club mit American Bar in der Hügelstraße 2016 unverhofft noch eine Ehrenrunde drehen durfte, schließt die Institution nach über 25 Jahren. www.facebook.com/Hillstreet73 Ihr Debüt widmen 8kids „Denen Die Wir Waren“. Das pathosliebende Rock-Trio kündigte gerade die Veröffentlichung seines ersten Albums unter dem Dach des Branchenriesen Napalm Records für Ende Mai an. www.8kids.de The Bass Tubation stehen Ende März im Finale des renommierten Europäischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreises. Die fünfköpfige Band aus Darmstadt konnte sich gegenüber 70 weiteren Teilnehmern durchsetzen und darf nun auf den Gewinn von 3.000 Euro sowie das Eröffnungskonzert der Internationalen Jazzwoche Burghausen hoffen. Viel Erfolg! www.thebasstubation.com The Dass Sägebett haben akribisch „Das Verhalten der Anderen“ untersucht und das Beobachtete mit NDW, Noise und Kraut zu gewohnt avantgardistischen Klang-Eskapaden transformiert. Das zwölfte Album der Darmstädter Kult-Band mit 29-jähriger Historie bekommt Ihr für einen Zehner als CD im Plattenladen DJ Chromo's Musik als Hilfe im Johannesviertel.
erste Künstler bestätigt. Markiert Euch den 16. und 17.09. im Kalender und checkt auch gleich die Crowdfunding-Kampagne, um Euch ein Ticket für das geheimniskrämerische Liebhaberfestival zu sichern. www.goldenleavesfestival.de Einen Termin gibt’s auch für das Nonstock. Nach dem erfolgreichen Neustart im vergangen Jahr findet das Festival wieder in familiärer Atmosphäre und einzigartiger Kulisse auf einem Bauernhof im Fischbachtal statt. Zur Einstimmung gibt’s ein Aftermovie mit Orewald-Romandig pur: www.nonstock.de Eine Nachricht, die ebenfalls große Lust auf den Sommer macht: Die Initiative Essbares Darmstadt hat einen zweijährigen Pachtvertrag mit der Stadt zur Nutzung des Tempelgebäudes am Hauptbahnhof geschlossen. Nach den Pop-Up-Biergärten „Cage&Cola“, „Königreich Popo“ und „Datterich Klause“ soll die „Klause“ jetzt, anknüpfend an das bisherige bewährte Konzept, ein ökologisch-kulinarisch-künstlerisches Zentrum mit Gastronomie werden. www.essbaresdarmstadt.de Bereits seit Mitte Januar sind die Türen des An Sibin verriegelt – und bleiben das wohl vorerst leider auch. Gegen die Betreiber des Irish Pubs in der
Folk, Electro, Rap und Powerpop: Mit The Head and the Heart, Gold Panda, Astronautalis, Gurr und Laurel sind für das Golden Leaves Festival fantastische P | 27
Landgraf-Georg-Straße läuft ein Insolvenzverfahren mit derzeit noch ungewissem Ausgang: „Ich kann noch nicht sagen, ob es wieder eröffnet, dazu ist es noch zu früh“, heißt es seitens des Insolvenzverwalters. Das beliebte Pub Quiz (jeden Dienstagabend zur gewohnten Zeit) zieht übergangsweise ins Manni & Peet um. www.ansibin.com Wolfgang Köhler, Chef der Darmstädter Privatbrauerei, ist neuer Heinerfest-Präsident. Der 65-jährige folgt damit auf Hans-Joachim „Little“ Klein und ist im Ehrenamt für eines der größten Innenstadtfeste in Deutschland verantwortlich. Das Heinerfest findet dieses Jahr vom 28.06. bis 03.07. statt. www.darmstaedterheinerfest.de „Der Kunst ein Fest“ ausrichten will dieses Jahr das internationale Sprungturm Festival. Das Motto verspricht wieder einen schillernden Kultursommer. In den ersten beiden Augustwochen sollen sich in und um das Hoffart-Theater, der Galerie Kurzweil und dem Sprungturm im Woog wieder Theater, Tanz, Kunst und Performance prachtvoll entfalten. Wenn Ihr mitmachen wollt, müsst Ihr die Bewerbung für Euer Projekt, Eure Aufführung, Installation oder Band bis zum 05.03. einreichen. Infos: www.theaterquarantaene.eu und hannovictor@hotmail.com
Drama, Traum und Wunderheilung Unsere Theater-Tipps im März AUSWA H L + T E X T: T I L M A N N S C H N E I DE R | FOTO: T H E AT E R MO L L E RH AUS
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Liebesdramen im Staatstheater
„Jenufa“ ist die zweite Oper von Leoš Janáček, die Dirk Schmeding für das Staatstheater inszeniert. Nach der märchenhaften Geschichte um „Das schlaue Füchslein“ erwartet uns diesmal ein Teufelskreis aus Leidenschaft, Gewalt und Rache auf dem Mährischen Land. Ballettdirektor Tim Plegge choreografiert Shake speares „Sommernachtstraum“ für das Tanztheater. Zur Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy folgt er den Verwirrungen der Liebe und taucht ein in die Tiefen der Träume.
Frei nach Mozarts bekanntem Singspiel gibt es „Die kleine Entführung“ zu sehen und zu hören. Erstmals spielen in Zusammenarbeit mit dem Theaterjugend orchester und der Akademie für Tonkunst Jugend liche im Staatsorchester. — „Jenufa“ Premiere am Sa, 04.03., um 19.30 Uhr im Großen Haus „Sommernachtstraum“ Premiere am Sa, 18.03., um 19.30 Uhr im Großen Haus „Die kleine Entführung“ Premiere am So, 19.03., um 15 Uhr in den Kammerspielen www.staatstheater-darmstadt.de P | 28
Gefühlschaos im Mollerhaus
Wütende Frauen im Pädagog
Das Impro-Theater Kurzformchaos präsentiert eine „Late Night“ mit Mario Müller aus Konstanz. Der Schauspieler des Theaters mit Beschränkter Haftung widmet diesen interaktiven Abend der Gefühlswelt, den hellen wie den dunklen Seiten.
Die Frankfurter Schauspielerin Madeleine Vermont ist zu Gast im TIP (Theater im Pädagog). „Katharina von Bora“ ist ein Theaterstück nach Christine Brückners Buch „Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“. In diesem Fall geht es um die Ehefrau Martin Luthers, der wohl die Regeln der Religionslehre reformierte, in der Ehe aber an den Traditionen festhalten wollte. „Die Frau schulde ihrem Gemahl Gehorsam? Dass ich nicht lache! Wo steht das geschrieben? Mit solchen Behauptungen verdirbst du die jungen Männer, mein Lieber!“ — Am Fr, 17.03., um 20 Uhr Pädagogstraße 5 www.paedagogtheater.de
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Das Theater Curioso zeigt seine dritte BühnenBearbeitung eines Daniel-Glattauer-Romans: „Die Wunderübung“ handelt von Joanna und Valentin, die sich beim Tauchen im Roten Meer verlieben. Zurück an Land verlieren sie ihre Leichtigkeit irgendwann. Schließlich sitzen sie beim PaarTherapeuten und der Zuschauer erfährt alle Details ihrer tragikomischen Liebesgeschichte. — „Late Night“ mit Mario Müller am Samstag, 04.03., um 23 Uhr „Die Wunderübung“ Premiere am Freitag, 17.03., um 20 Uhr. Hügelstraße 75 (Ersatzspielstätte Mollerhaus) www.theatermollerhaus.de
Kulturhäppchen im Schlosskeller
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Regelmäßig bringt das Ensemble Kurzformchaos Improvisation in den Keller. Inspiriert von Euren Wünschen entstehen Geschichten, die es nur in diesem einem Moment gibt, die aber in Erinnerung bleiben. — Am Di, 28.03., um 20 Uhr www.kulturhäppchen.de www.kurzformchaos.de
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Phantásien in Arheilgen
Bastian Balthasar Bux, die Kindliche Kaiserin, Fuchur und Atreju kennt fast jeder, der in den letzten 40 Jahren irgendwann mal Kind war. Jetzt zeigt die Neue Bühne ihre Bearbeitung der „Unendlichen Geschichte“ in ihrem Theater in Arheilgen. Es ist ein Stück für Erwachsene, das aber auch gerne von Kindern gesehen werden kann. Vor Beginn und in der Pause werden „fantastische Leckereien“ angeboten. — alle Termine online Frankfurter Landstraße 197 www.neue-buehne.de P | 29
Von Istanbul und Salisbury bis zum Saturn Das literarische Darmstadt im März T E X T: ST E F F E N FA L K
Freitag, 03. März
Über „Möglichkeiten und Grenzen eines kyber netischen Literaturverständnisses“ referiert ErnstWilhelm Händler im Rahmen der Tagung „Kosmos Lem“ ab 20 Uhr im Deutschen Polen-Institut im Schloss. Seine Thesen ergänzt der Autor und Unternehmer mit eigenen Beispielen und denen des Stichwortgebers Stanisław Lem.
Samstag, 04. März
Neue Literaten werden hervorgebracht, alte Städte und ferne Welten lassen sich aber auch in anderen Lesungen entdecken.
Unter anderem Aylin Celik, Theresa Reichl und Florian Stein wettstreiten mit weiteren Bühnen dichtern beim 41. Krone-Slam ab 20 Uhr in der Goldenen Krone um die zahlreichsten Kronkorken.
Mittwoch, 01. März
Die Lesebühne im Literaturhaus gehört einmal im Jahr den Preisträgern des Literaturwettbewerbs im Ried. Das sind für 2016 unter anderem Daniel Mylow aus Marburg und Pete Smith aus Frankfurt, die ab 19.30 Uhr aus ihren Texten lesen.
Dienstag, 07. März
Bov Bjerg ist ein Star im Literaturbetrieb. Diesen Status hat er dem preisgekrönten Roman „Auerhaus“ um eine Wohngemeinschaft mit großen Idealen zu verdanken. Ab 20 Uhr wird in der Centralstation außerdem „Die Modernisierung meiner Mutter“ thematisiert.
Donnerstag, 02. März
Ilse Aichinger galt als bedeutendste österreichische Schriftstellerin der Nachkriegszeit. Horst Schäfer und Karlheinz Müller stellen ab 19 Uhr im Literaturhaus die im letzten November verstorbene Wienerin vor. Parallel lädt die Società Dante Alighieri zu einem Umberto-Eco-Lesemarathon ins Theater im Pädagog ein. Der Eintritt ist frei.
Mittwoch, 08. März
„Beste Absichten“ hegen die Mitglieder der Band Die Seuche, während sich die DDR-Bürger die letzten Monate in ihrem sozialistischen Vaterland durchschlagen. Thomas Brussig präsentiert ab 19 Uhr im Literaturhaus seinen neuesten Roman. Wer mit jeder Neuerscheinung sein Spätwerk komplettiert, kann und darf individuelle Erfahrungen als allgemeine Lehrsätze aufstellen und die Handlung in seinem Roman ganz weglassen. So Altmeister Martin Walser, der ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche „Statt etwas oder Der letzte Rank“ vorstellt.
„Ich war noch niemals auf Saturn“, gesteht Teilchenphysiker und Science-Slammer Michael Büker und nimmt uns dennoch in seinem neuen Buch ab 19.30 Uhr im Künstlerhaus Ziegelhütte mit auf „eine Reise durchs Universum“. P | 30
Donnerstag, 09. März
Der in zwei Welten bewanderte Physiker und Künstler Prof. Dr. Mario Markus stellt uns ab 19 Uhr im Literarium der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft sein neues Buch „Das nackte Gehirn“ vor. „Achtung Lesensgefahr“ warnt das zur unterhaltsamen öffentlichen Selbstlektüre neigende Duo Volker Klüpfel und Michael Kobr, denn „In der ersten Reihe sieht man Meer“. Ihr Auftritt in der Centralstation verspricht ab 20 Uhr weniger Spannung als Unterhaltung.
Freitag, 10. März
Ihren „Ellbogen“ setzt die 17-jährige Hazal ein, um sich in Berlin durchzuschlagen. Als aus Gegenwehr ein Abrutschen in die Kriminalität wird, bleibt nur noch die Flucht vor Polizei und Eltern in das fremde Istanbul. Von der scheiternden Suche nach Heimat erzählt Fatma Aydemir in ihrem Debüt-Roman und ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche.
Dienstag, 14. März
„Das Irrenhaus“ und seine eigenwilligen Bewohner zwingen den Erben und neuen Eigentümer zu einem riskanten Identitätswechsel. Wo die geplante Flucht in die Langeweile endet, verrät uns Michael Krüger ab 19 Uhr im Literaturhaus.
Mittwoch, 15. März
Die Ballade „Der Fischer“ von Johann Wolfgang von Goethe bietet Matthias Meyer genügend Anschauungsmaterial, um uns ab 19.45 Uhr im Literaturhaus elementaren Unterricht in Gedichtinterpretation zu geben. Beim Poetry Slam Weiterstadt lässt Egon Alter ab 20 Uhr im Kommunalen Kino wieder lokale und regionale Bühnendichter vor der Leinwand auftreten.
Freitag, 17. März
Um 18 Uhr wird in der Centralstation der 20. Literarische März eröffnet. Deutschlands renommiertester Lyrik-Wettbewerb verspricht spannende Einblicke in die deutsche Lyrik der Gegenwart – mit Lesungen, Diskussionen und anschließender Preisverleihung. Mit „Jetzt. Geschichte meines Abenteuers mit der Phantasie.“ legt Karl Heinz Bohrer seine gebührend unbescheidene Autobiografie vor, gespickt
mit Begegnungen mit berühmten Zeitgenossen und gegnerischen Kameraden, von denen er uns ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche berichtet. Wer den Verlust seiner Matchbox- oder YPS-HefteSammlung nie überwunden hat, dürfte sich ab 20 Uhr in der Centralstation beim Nostalgie konsens von Anne Weiss und Stefan Bronner aus „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ wohlfühlen.
Samstag, 18. März
Die neun Kandidaten im Wettbewerb um den Leonce-und-Lena-Preis und die WolfgangWeyrauch-Förderpreise des Literarischen März lesen von 9 Uhr bis 16.45 Uhr in der Centralstation ihre Verse und Strophen vor. Die Vorträge werden von einer Jury diskutiert, die Preisträger im Anschluss, gegen 20 Uhr, verkündet.
Montag, 20. März
Als „Realitätsgewitter“ entpuppt sich das Leben einerseits mit, andererseits abseits Social-MediaSucht und Abhängigkeit von elterlicher Bande, von denen sich Marla zu lösen versucht. Ob ihrer Heldin die Flucht aus der Kuschelzone gelingt, erfahren wir vielleicht ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche, wenn Julia Zange aus ihrem Coming-of-Age-Roadtrip liest. „Gott ist nicht schüchtern“ dokumentiert das Schicksal von Amal und Hammoudi, die unter Lebensgefahr aus Syrien fliehen, dabei getrennt werden und in Berlin vor einem Neubeginn aus dem Nichts stehen. Olga Grjasnowa führt ab 20 Uhr in der Centralstation in ihren neuen, hochaktuellen Roman ein.
Dienstag, 21. März
„Rosalie“ und Konstantin sind zwei Außenseiter in der tiefsten bayerischen Provinz und finden so zueinander. Warum sie aber nicht nur als ausgegrenztes Liebespaar, sondern auch als Störenfriede gegen eine Dorfgemeinschaft mit einem dunklen Geheimnis bestehen müssen, erzählt uns Berni Mayer ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche.
Mittwoch, 22. März
Salisbury: „Hier treffen sich fünf Flüsse“ – und fünf Menschen prallen angesichts eines Unfalls aufeinander. Dass mit und nach dem plötzlichen Drama noch viel drastischere alltägliche Schicksalsschläge P | 31
zu bewältigen sind, beschreibt Barney Norris in seinem Debüt-Roman, aus dem Bianca Schamp ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche liest.
Freitag, 24. März
Wie Georg Büchner das neue Erzählen zu Beginn der Literarischen Moderne beeinflusste, belegt Hartmut Vinçon ab 19.30 Uhr im Literaturhaus anhand des Fragments „Lenz“. Dessen Vorbild charakter weist der Schauspieler Christian Wirmer mit Rezitationen aus „Ein böser Dämon“ von Frank Wedekind und „Bahnwärter Thiel“ von Gerhart Hauptmann nach. Von 1979, dem Jahr der islamischen Revolution im Iran, bis in die Gegenwart ist der erzählerische Bogen in „Nachts ist es leise in Teheran“ gespannt. Leben und Kämpfe, die bis ins deutsche und iranische Jetzt reichen, beschreibt Shida Bazyar in ihrem Debüt ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche.
Sonntag, 26. März
Figuren wie Kuddeldaddeldu sind bekannter als sein Urheber, denn seine humoristischen Skizzen und Knittelverse haben die Zeit überdauert. Die melancholische Seite von Christian Morgenstern ist dagegen weniger bekannt. Dem Werk des Dichters widmet sich ab 11 Uhr Petra Neumann-Prystaj im Literarischen Wohnzimmer des Kranichsteiner Literaturverlags.
Montag, 27. März
„Das kalte Blut“ ist bei Chris Kraus dicker als Wasser und so porträtiert er drei deutsch-baltische Geschwister zwischen Begeisterung für den Nationalsozialismus, Verfolgung, Anpassung und Verrat. Wie Lüge und Liebe einander vielleicht ergänzen, können wir ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche lernen.
Dienstag, 28. März
Else Lasker-Schüler und Nelly Sachs ist das Bibliotheksgespräch im Literaturhaus ab 18 Uhr gewidmet. Bettina Gieseler liest ausgewählte Gedichte und lädt zur vergleichenden Diskussion über die Gedichte der beiden von den Nazis ver folgten jüdischen Lyrikerinnen ein.
Nedim Gürsel liest im Literaturhaus ab 19 Uhr aus seinem Roman „Der Sohn des Hauptmanns“, in dem er den Verschränkungen von Militär, Politik und Familie in der Türkei nachspürt. Zwei Lesungen an jeweils vier Abenden bescheren uns die Darmstädter Krimi-Tage in der Bessunger Knabenschule. In Christian Oehlschlägers „Hirschluder“ wird ab 20 Uhr im niedersächsischen Klosterforst im Waldarbeiter-Milieu ermittelt, während in „Waidmanns Grab“ von Christof A. Niedermeier ein junger Koch der Frage nachgeht, warum der Jäger-Stammtisch immer kleiner wird.
Mittwoch, 29. März
Wieder um 20 Uhr am selben Ort: „Der Mittagstisch“ ist gedeckt und Ingrid Noll, die Grande Dame des deutschen Krimis, beweist einmal mehr, wie komisch das Genre sein kann, vor allem, wenn enttäuschte Frauen sich rächen. Nicht weniger hard boiled wird die „Blaue Nacht“ von Simone Buchholz beschrieben, die ihre Staatsanwältin Chastity Riley gegen Korruption und Mord bestehen lässt.
Donnerstag, 30. März
„Mörderische Fracht“ und eine drohende Katastrophe lenken die Aufmerksamkeit von Thomas Nyström auf sich. Ob der Neuropsychologe mit dem kriminalistischen Gespür die terroristische Untat noch abwenden kann, wird Lukas Erler ab 20 Uhr in der Knabenschule zumindest andeuten. Weniger sympathisch scheint zunächst die Strafverteidigerin Rachel „Eisenberg“ zu sein. Andreas Föhr überzeugt uns mit seinem neuen Krimi aber sicherlich davon, dass ihre Kanzlei zu Recht einen guten Ruf genießt. Nebenan im Jagdhofkeller setzt ab 20 Uhr Peter Zingler seinen Weg „Vom Tunnel zur Himmels leiter“ fort und berichtet im zweiten Teil seiner neu erschienenen Autobiografie über seinen Weg aus der Kriminalität.
Freitag, 31. März
Den „Istanbul Tango“ tanzt Modejournalistin Nil und lebt dabei gefährlich, denn nur über Mode zu schreiben, reicht ihr nicht mehr. Ob ihr eine befreundete Krimi-Buchhändlerin helfen kann, lässt uns Esmahan Aykol ab 20 Uhr in der Knabenschule wissen. „Lass mich leben, Istanbul“, wünscht sich auch Privatdetektiv Remzi Ünal, dessen einsame Ermittlungen uns anschließend Celil Oker vorstellt.
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Auf MDF, Fliese und in Holzleuchtkästen Unsere Kunst-Highlights im März AUSWA H L + T E X T: A NJA T R I E S C H M A N N | A BB I L DU NGE N + FOTO S: U T E D ÖR I NG (1) + GREG OR S C H UST E R (2) + E L S C ORC HO (3) + A N N E T T E B OH N-M E I N EC KE (4) + I N T E F (5) + DA S B LU M E N (6)
Zwischen Malerei und Objekt
Britische Bäderstilkunde
Bilder mag man sie deshalb nicht recht nennen, weil Margot Middelhauve ihre collagierten Ölgemälde auf selbst zugeschnittene MDF-Platten malt. Unter ihrem Sägeblatt entstehen objekthafte Arbeiten, deren Form an Landschaften, urbane Architekturen und theatertaugliche Kulissen erinnern. Dank mit pastos aufgetragener Ölfarbe erzeugt sie die Illusion von Räumlichkeit. Die Darmstädter Künstlerin zeigt Arbeiten aus den vergangenen zwei Jahren, in denen sie sich seriell mit Landschaft und Natur sowie den Jahreszeiten beschäftigt. — 05.03. bis 09.04.2017 Galerie Lattemann in Trautheim (Pfannmüllerweg 7) www.galerie-lattemann.de
Die Fliese ist heute eine industriell gefertigte Massenware. Um 1900 war sie der neueste Schrei, wenn sie aus England kam: Farbenprächtige Blütenmuster, wie sie für den Jugendstil charakteristisch werden sollten, ranken anmutig und strengen Symmetrien folgend im Kachel-Quadrat. 200 Motive solcher englischer Jugendstil-Floristik für Küche, Bad und Hauseingang zeigt das Museum Künstlerkolonie in der Ausstellung „Ornament im Quadrat“, die durch die umfangreiche Schenkung der Jugendstil-Sammlerin Inge Niemöller möglich wurde. — 12.03. bis 28.05.2017 Mathildenhöhe Darmstadt, Museum Künstlerkolonie www.mathildenhoehe.eu
Weltende als Leuchtreklame
Keramik trifft Malerei und Skulptur
In apokalyptischen Holzleuchtkästen und auf Leinwänden präsentiert der Maler El Scorcho skurrile Weltuntergangsszenarien, in denen kaputte Typen irgendwas machen, was keinerlei Wirkung erzeugt. „Weltkongress der Typen, die übers Wasser laufen können“ ist der Titel der Schau, die für zwei Wochen im Kunstpunkt gastiert. Einflüsse von Graffiti sind in seinen auf Grafiktablets entstehenden Gemälden ebenso zu finden wie die surrealistisch-humorige Ver mischung von Objekten aus Popkultur und Comic, genannt lowbrow art. — 17.03. bis 26.03.2017 Kunstpunkt Darmstadt (Kaupstraße 44)
Keramik erschöpft sich nicht in Vase und Tee service: Dass sie Ausdrucksform individueller Fantasie sein kann, beweist die Galeristin Gloria Hasse seit Jahren in ihren Ausstellungen. So auch in der aktuellen: Simone Krug hat ihre Arbeiten an der Scheibe gedreht oder mit Fingerspitzengefühl aufgebaut, hat sie durch Farbkörper und Oxide belebt und so fragile Oberflächenstrukturen geschaffen, die von der Gebrauchskeramik oft weit entfernt sind. Als Pendant dazu zeigt Annette Bohn-Meinecke figürliche Objekte und Malerei. — 05.03. bis 19.03.2017 Galerie Keramikum (Untere Mühlstraße 26) www.keramikum.de P | 34
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Glotzen Ist der klassische Fernseher ein Auslaufmodell? Das fragt die Ausstellung „Glotzen“ im Institut für Neue Technische Form (INTEF) und setzt eine bunte Palette von Gehäuse-Designs gegen aktuelle Schwund-Prophezeiungen. Seit der Röhren-Revolution in den 50er-Jahren haben sich ProduktEntwickler am Outfit der „Glotze“ kreativ ausgetobt: Die Schau zeigt historische TV-Designs im Military-Look der 70er, in Gestalt eines Astronautenhelms, als Kugel oder mit Vorhang vor der Mattscheibe: Kulturgeschichte zum Anfassen. — verlängert bis (mindestens) 11.03.2017 Institut für Neue Technische Form www.institut-fuer-neue-technische-form.de
Zeitweisen Kurz vor Schließung seiner temporären Heimstätte bäumt sich das Blumen noch mal kulturell auf: Fünf Tage währt die Schau „Zeitweisen“, bei der Hochschulabsolventen des Fachbereichs Industrieund Kommunikationsdesign sich dem Topos Zeit widmen. Zu sehen sind subjektive Wahrnehmungen der Zeit: Wie man mit Veränderung umgehen kann, mit Dingen, die einen überraschen, auf die man keinen Einfluss hat. Neben (foto)grafischen Kreationen sind auch Installationen zu erwarten. Dann steigt die Spannung: Wo wird das Blumen erneut auftauchen? — 10.03. bis 14.03.2017 das Blumen, Hügelstraße 77 www.dasblumen.de
Weitere Ausstellungen im März unter www.p-stadtkultur.de. P | 36
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Kalender März 2017 MITTWOCH, 01.03.2017 Frischzelle: Komplikations (Deutschland/Belgien)
21:30 h Bess Knabenschule (Keller)
Konzert: Good Morning Yesterday + Living In A ...
21:00 h Radio Darmstadt
Konzert: Baby Kreuzberg (Songwriter)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Foodsharing meets Yoga (FS Connect Themenabend)
20:00 h Schlosskeller
Kyberiade - Fabeln zum kybernetischen Zeitalter
20:00 h Staatstheater
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta de Salsa
22:00 h Salon-Latino
Play My Track - Du bist der DJ
23:00 h Nova
DONNERSTAG, 02.03.2017 Super Mario Kart Turnier
01 > Die Unwort-Fotografen.
19:00 h Limo Lounge
Eisprung - die coverfreie Akustik Jamsession
20:30 h Sumpf
Comedy: Frank Fischer - Gewöhnlich sein kann jeder
20:30 h HalbNeun Theater
Lesung: Michael Büker - Ich war noch niemals ...
19:30 h Künstlerhaus Ziegelhütte > 30
Jam-A-Coustic mit Vanessa Novak
21:00 h Roßdörfer Biergarten
Vernissage: Fotosausstellung zum Unwort des Jahres
19:00 h Kunstforum der TUD
RockyRemmiDemmi mit Sir N
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Mariannes Chansonabend
19:00 h Restaurant Belleville
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Exquisit - das beste Quiz der Welt
20:00 h Red Barn Restaurant
Lady Like (Single- & Study-Party)
22:00 h Musikpark A5
Lies5: Lese- und Infoladen
19:30 h Green Sheep Pub
> 17
FREITAG, 03.03.2017 Theater: Die Unendliche Geschichte
20:00 h Neue Bühne
Theater: Morir von Sergi Belbel
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Konzert: En Haufe Leit
20:30 h Jagdhofkeller
Lesung und Gespräch mit Ernst Wilhelm Händler
20:00 h Deutsches Polen-Institut > 30
Comedy: Ken Bardowicks - Mann mit Eiern
20:30 h HalbNeun Theater
Den Of The Lion
22:00 h Bess.Knabenschule (Keller)
90s Baby! Die epische Neunziger Megahit Safari
22:00 h Centralstation
Konzert: Emily Millard
20:00 h Theater im Pädagog
Salkimba Night (2 Floors)
20:00 h Ponyhof
Die besondere Platte #14 mit Daniele Iezzi
19:00 h Hoffart Theater
First Friday mit Robert Herz (Okta Logue)
20:00 h Kunsthalle
House Of Wolves mit DJ Paul Blackrain
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Hornbeef
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
Subcultures Finest: Smartest Culture
22:00 h Schlosskeller
Neunzigerdisko mit DJ D-Zero
22:00 h Goldene Krone (Disco) P | 39
02 > Emily Millard im TIP.
> 04
03 > Robert Herz in der Kunsthalle.
04 > Die Kindliche Kaiserin.
05 > Extase in Würde.
Konzert: The Varied Project (Cover)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Garage Sabotage
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Old Man Coyote + Neat Mentals + Snerft
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Lesung und Gespräch mit Ernst Wilhelm Händler
20:00 h Residenzschloss
Best Of Discofox & Dance mit DJ Thomy
21:00 h Tanzcafé Papillon
Kiss Me Darmstadt
22:00 h Musikpark A5
Black Friday
22:00 h Sausalitos
Best Of HipHop, House & Classics
22:00 h Mint Club
Hands Up (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
SAMSTAG, 04.03.2017 Dinnershow: Dr. Jekyll & Mr. Hyde
19:30 h Burg Frankenstein (Restaurant)
Konzert: Viva Voce - Ego (Acappella)
20:00 h Centralstation (Saal)
Theater: Die Unendliche Geschichte
20:00 h Neue Bühne
Theater: Morir von Sergi Belbel
20:00 h Theater Moller Haus
Angeschimmelt Youth Crew Festival 2017
14:00 h Oetinger Villa
Tanzsalon Ü30 mit DJ Capo
21:30 h Linie Neun, Griesheim
Konzert: Rainer Böhm - Solo (Jazz)
19:30 h Stadtkirche
Kabarett: Holger Paetz - Extase in Würde
20:30 h HalbNeun Theater
Konzert: Engelsmusik von Piazzolla
20:30 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Krone-Slam
20:00 h Goldene Krone (Saal)
Come to the Dance - R´n´B & friendly Hip-Hop
22:00 h Theater im Pädagog
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Mellow Weekend mit Da Silva & Paul MG
22:00 h Centralstation (Halle)
Impro-Theater: KurzFormChaos LateNight
23:30 h Theater Moller Haus
Jubiläumsbrunch
11:30 h Frauenkulturzentrum
Kellergymnastik
23:00 h Schlosskeller
Come As You Are mit DJ Kai (Alternative & X-Over)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Konzert: The Barbers (Rock'n'Roll)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Diskothekerkollektiv Rote Nadel
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Mittagskonzert: Heiner Herchenröder
15:00 h Goldene Krone (Kneipe)
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Konzert: Handkäs mit Orange
20:30 h Achteckiges Haus
4 Jahre Aufschnitt
13:00 h Atelier Aufschnitt
Dinner On The Run
18:00 h Darmstadt (versch. Locations)
Saturday's Finest
22:00 h Huckebein
Saturday Night Fever
22:00 h Musikpark A5
> 04
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stilbruch (Crossover, Rock, Metal, Gothic)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Uniques Madness - Best Of Club
22:00 h Sausalitos
Turkish Pop & Club Sounds
22:00 h Mint Club
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
06 > Kellergymnastik.
SONNTAG, 05.03.2017 Dr. Mark Benecke - Serienmord
20:00 h Centralstation (Saal)
07 > Dr. Mark Benecke. ANZEIGE
Comedy: Marlene Jaschke - Nie wieder vielleicht
19:00 h Staatstheater (Großes Haus)
Theater: Die Unendliche Geschichte
18:00 h Neue Bühne
Finissage: Lems Tierleben nach Mróz
12:00 h Staatstheater
Konzert: Peter Evans - Solo (Jazz)
19:30 h Stadtkirche
Vernissage: Malerei. Skulptur. Keramik.
11:00 h Galerie Keramikum
Tangobrunch
15:00 h Linie Neun, Griesheim
Salsa Sunday
19:00 h Schlosskeller
Kabarett Kabbaratz: Eine(r) wird gewinnen
12:00 h Jagdhofkeller
Kunst & Kram von & für Frauen
11:00 h Frauenkulturzentrum
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Kneipen-Quiz
20:00 h Kessel
> 34
MONTAG, 06.03.2017 08 > Sonntags: Tatort Krone.
Konzert: El-Pistolero (Rock)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
VintAge: Oldies, Pop & Rock
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Quizpoker
20:00 h Red Barn Restaurant
DIENSTAG, 07.03.2017
09 > Bov Bjerg liest.
Lesung: Bov Bjerg - Auerhaus und andere Texte
20:00 h Centralstation (Saal)
> 30
Live: Jewish Monkeys
20:00 h Hoffart Theater
> 05
Salsa Afterworkparty mit DJ Olli
19:00 h Upéro
Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Nachtdienst mit Björn (90s Pop)
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Salsa Treff
20:30 h Guantanamera
Studier.Bar
23:00 h Nova
Pub Quiz
20:45 h Manni & Peet
MITTWOCH, 08.03.2017 Lesung: Martin Walser - Statt etwas oder Der ...
19:30 h Stadtkirche
Konzert: Clayd (Art Rock)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta de Salsa
22:00 h Salon-Latino
Play My Track - Du bist der DJ
23:00 h Nova
> 30
DONNERSTAG, 09.03.2017 Lesung: Klüpfel & Kobr - Achtung Lesensgefahr
20:00 h Centralstation (Saal)
> 31
AbendLese: Das nackte Gehirn
19:00 h WBG Literarium
> 31
Super Smash Bros Turnier
19:00 h Limo Lounge
Kabarett: Die Distel - Einmal Deutschland für Alle
20:30 h HalbNeun Theater
Kuratorengespräch mit Hans Schabus
19:30 h Kunsthalle
RockyRemmiDemmi mit Sir N
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Exquisit - das beste Quiz der Welt
20:00 h Red Barn Restaurant
Lady Like (Single- & Study-Party)
22:00 h Musikpark A5
Lies5: Lese- und Infoladen
19:30 h Green Sheep Pub
10 > Achtung, Lesensgefahr!
FREITAG, 10.03.2017 Theater: Die Unendliche Geschichte
20:00 h Neue Bühne
Kabbaratz: Wie geht´s uns denn heute?
20:30 h HalbNeun Theater
Lesung: Fatma Aydemir - Ellbogen
19:30 h Stadtkirche
> 31
Konzert: Oliver Steidle's Oliwood (Jazz)
20:30 h Bess. Knabenschule (Halle)
Theater: Inneres Ensemble - Anouschka Sarafzade
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Alors? On Danse! mit Kamel (Paris)
21:00 h Jagdhofkeller
Improvisationstheater
20:00 h Zucker
Heimspiel: Radioactive (live) + Two-Men-Show (DJs)
21:00 h Centralstation (Halle)
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80s Party mit DJ Björn
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Reggae Allstar Yard - Dancehall & Hip-Hop Special
23:00 h Schlosskeller
Konzert: Hinz und Kunzmann (Blues)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Konzert: The Meantraitors + King Moroi
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Kommerzdisko: Aktuelles und Altbewährtes
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Singleshingaling mit DJ Shock Travolta
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Musik-Kabarett: Dumm gelaufen und schief gegangen
19:00 h Wohnpark Kranichstein
Best Of Discofox & Dance mit DJ Thomy
21:00 h Tanzcafé Papillon
Kiss Me Darmstadt
22:00 h Musikpark A5
Black Friday
22:00 h Sausalitos
Best Of HipHop, House & Classics
22:00 h Mint Club
Hands Up (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
> 05
SAMSTAG, 11.03.2017
13 > Absinto Orchestra.
Theater: Die Unendliche Geschichte
20:00 h Neue Bühne
Konzert: Absinto Orkestra feat. Joscho Stephan
20:30 h Jagdhofkeller
Comedy: Mark Britton - Mit Sex geht's besser
20:30 h HalbNeun Theater
Benefiz-Impro-Show
20:00 h Hoffart Theater
FiftyFifty: Die Party für Best Ager
20:30 h Centralstation (Saal)
Theater: Inneres Ensemble - Anouschka Sarafzade
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Konzert: Human Abfall + JPGRR
20:00 h Oetinger Villa
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22:00 h Centralstation (Halle)
Theater: Ist das Liebe oder kann das weg?
20:00 h Prinz-Emil-Garten (Schlösschen)
Biodanza Party
19:30 h Bessunger Knabenschule
Musical: Die Kinder des Monsieur Mathieu
18:00 h Stadtkirche
Hakuna Matata - Afrika-Benefiz
18:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
Baila Conmigo mit DJ Plan-C + DJ Abayar
23:00 h Mint Club
Superior Fight Championship No. 16 Rise Of The Demons mit DJ Demon
Darmstadtium 21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Radaudisko: Rogue Steady Orchestra + Ego vs. Emo
21:00 h Schlosskeller
Konzert: Johnz (Rock'n'Roll)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Strictly British mit DJ Kai (Brit-Pop-Rock-Punk)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Neulich in der Rockybar
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
SPH Bandcontest
19:00 h Goldene Krone (Saal)
Philip Berg + Simon Dörken
23:59 h Galerie Kurzweil
Konzert: Swing Belleville (Jazz)
20:30 h Achteckiges Haus
Wir sind anders mit Format: B
23:00 h Ponyhof
Konzert: Zrazy (Dublin)
20:00 h Frauenkulturzentrum
Saturday's Finest
22:00 h Huckebein
Saturday Night Fever
22:00 h Musikpark A5
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
> 05 14 > Die Rockys in der Rockybar.
15 > Richard Amougou in der BKS. ANZEIGE
Stilbruch (Crossover, Rock, Metal, Gothic)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Uniques Madness - Best Of Club
22:00 h Sausalitos
Turkish Pop & Club Sounds
22:00 h Mint Club
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
SONNTAG, 12.03.2017
16 > Matthäuspassion.
Comedy: Chris Tall - Selfie von Mutti!
19:00 h Mediencampus (Aula), Dieburg
Kindersachenflohmarkt
14:00 h Kindertagesstätte St. Elisabeth
Konzert: Matthäuspassion
18:00 h Pauluskirche
Konzert: Uli Partheils Latin Experience
20:00 h Hoffart Theater
Musical: Die Kinder des Monsieur Mathieu
18:00 h Stadtkirche
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Kneipen-Quiz
20:00 h Kessel
Jam Session
20:00 h Watzepunkt
MONTAG, 13.03.2017 Comedy: Alain Frei
20:00 h Centralstation (Saal)
Konzert: Danny Wuenschel (Country)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
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20:30 h Green Sheep Pub
VintAge: Oldies, Pop & Rock
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Quizpoker
20:00 h Red Barn Restaurant
Quizabend
Watzepunkt
DIENSTAG, 14.03.2017
17 > Überall wird gequizt. ANZEIGE
Laut und Leise-Konzert: Blackberries
21:00 h Schlosskeller
Nachtdienst mit Bruder Jakob (Ska & Syphilis)
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Salsa Treff
20:30 h Guantanamera
> 06
Studier.Bar
23:00 h Nova
Pub Quiz
20:45 h Manni & Peet
MITTWOCH, 15.03.2017 Konzert: Younee - My Piano
20:00 h Centralstation (Saal)
Konzert: Michael Fitz - Des bin I
20:00 h Centralstation (Halle)
Frischzelle: The Satelliters
21:30 h Bess. Knabenschule
Punto Jazz - Konzert: Welcome Trio
18:00 h Vinocentral
Konzert: Colbinger (Songwriter)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
23. Weiterstädter Poetry Slam
20:00 h Kommunales Kino
Lesung: Reise in Westpolen - Orte, die ...
19:00 h Residenzschloss
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta de Salsa
22:00 h Salon-Latino
Play My Track - Du bist der DJ
23:00 h Nova
> 06
> 31
18 > Younee: My Piano.
DONNERSTAG, 16.03.2017 Klavierabend: Franz Schubert - Sein Leben, ...
19:30 h Orangerie
Mario Kart 64 Turnier
19:00 h Limo Lounge
Eisprung - die coverfreie Akustik Jamsession
20:30 h Sumpf
Konzert: Detroit 442 (USA) + Old Man Coyote (D)
21:30 h Bess. Knabenschule (Keller)
RockyRemmiDemmi mit Sir N
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Lesung: Leben mit einer Lesbianerin
20:00 h Oetinger Villa
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Exquisit - das beste Quiz der Welt
20:00 h Red Barn Restaurant
Lady Like (Single- & Study-Party)
22:00 h Musikpark A5
Lies5: Lese- und Infoladen
19:30 h Green Sheep Pub
FREITAG, 17.03.2017 St. Patrick's Day 2017 mit Le Cairde (live)
20:30 h Jagdhofkeller
19 > Leben mit einer Lesbianerin. ANZEIGE
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Die neue Tanzalternative
20 > Hundred Seventy Spil.
21 > The BassTubation.
21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
Kabarett: Iris Stromberger & Aart Veder
20:30 h HalbNeun Theater
Lesung: Karl Heinz Bohrer - Jetzt. Geschichte ...
19:30 h Stadtkirche
St. Patrick's Day mit 2nd Goldrush (live)
19:30 h Riwwelmaddes
> 31
Break Stuff mit DJ Paul Blackrain
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Theater: Die Wunderübung
20:00 h Theater Moller Haus
> 29
Literarischer März 2017
18:00 h Centralstation (Saal)
> 31
LitLounge: Anne Weiss und Stefan Bonner
20:00 h Centralstation (Lounge)
> 31
Theater: Ich weiß nicht, wo ich bin
Prinz-Emil-Garten (Schlöss19:00 h chen)
Konzert: Hundred Seventy Split feat Leo Lyons
20:30 h Bess. Knabenschule (Halle)
Konzert: An Cat Dubh (Celtic Rock)
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Bang The Beat Party
21:30 h Linie Neun, Griesheim
Public Rehearsal: The BassTubation
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
St. Patrick's Day mit Pint Size Company (live)
20:30 h Ireland Pub, Mauerstraße
Schrill + Laut: It´s All About 6
22:00 h Schlosskeller
Konzert: Next Wave (Rock & Funk)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Emma's Casual Friday
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Rock(y) Eskalation
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Impulse: A.N.A.L + Ochs & Klick + La Lima +...
22:00 h Ponyhof
St. Patrick's Day mit Paddy goes to Holyhead
14:00 h Green Sheep Pub
Konzert: Frontex + Abrupt
21:00 h Oetinger Villa
Best Of Discofox & Dance mit DJ Thomy
21:00 h Tanzcafé Papillon
Kiss Me Darmstadt
22:00 h Musikpark A5
Black Friday
22:00 h Sausalitos
Best Of HipHop, House & Classics
22:00 h Mint Club
Hands Up (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
> 06
SAMSTAG, 18.03.2017
22 > Hauptsache, es knallt.
Kabarett: Robert Griess - Hauptsache, es knallt
20:30 h HalbNeun Theater
Theater: Die Wunderübung
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Literarischer März 2017
20:00 h Centralstation (Saal)
Mellow Weekend mit Chris Rockford & Calvin Color
22:00 h Centralstation (Halle)
> 31
Frühlingskonzert
20:00 h Christuskirche DA-Eberstadt
Biodanza Party
19:30 h Bessunger Knabenschule
Baumpflanzaktion 2017
10:00 h Cooperstraße, Bessungen
VintAge Weekend-Special mit Dr. Beat
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: P.O. Box (Frankreich) + Thee Infidels
21:00 h Oetinger Villa
Bravo!Hits!Party!
22:00 h Schlosskeller
Konzert: Nice Ferreira e Banda
20:30 h Bess.Knabenschule (Halle)
Konzert: 4pm (Rock Cover)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Rehab: Back to the 50s & 60s mit DJ Kai
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Trashpop Special feat. Die Hübschen
22:00 h Goldene Krone
23 > Nice Ferreira e Banda. P | 48
Konzert: Organtic
20:30 h Achteckiges Haus
Live: Rabaz (Traditional American Music)
20:00 h Kulturbahnhof Weiterstadt
Saturday's Finest
22:00 h Huckebein
Saturday Night Fever
22:00 h Musikpark A5
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stilbruch (Crossover, Rock, Metal, Gothic)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Uniques Madness - Best Of Club
22:00 h Sausalitos
Turkish Pop & Club Sounds
22:00 h Mint Club
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
24 > Der Typ von nebenan.
SONNTAG, 19.03.2017 Konzert: Stephan Sulke - Der Typ von nebenan
20:30 h Centralstation (Saal)
Konzert: Happy Birthday Bülow
18:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
Konzert: Messiaen - Quatuor Pour La Fin Du Temps
19:00 h Stadtkirche
Konzert: Aurora DeMeehl - Le Déjeuner Malheureux
18:00 h Prinz-Emil-Garten (Schlösschen)
Konzert: Sue Ferrers & Steffen Huther
18:00 h Theater im Pädagog
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Kneipen-Quiz
20:00 h Kessel
Jam Session
20:00 h Watzepunkt 25 > Happy Birthday, Bülow! ANZEIGE
MONTAG, 20.03.2017 Lesung: Julia Zange - Realitätsgewitter
19:30 h Stadtkirche
> 31 > 31
LitLounge: Olga Grjasnowa - Gott ist nicht ...
20:00 h Centralstation (Lounge)
Konzert: 3Klangbilder (Lieder & ChanSongs)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
VintAge: Oldies, Pop & Rock
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Quizpoker
20:00 h Red Barn Restaurant
Quizabend
Watzepunkt
DIENSTAG, 21.03.2017 26 > Olga Grjasnowa.
07 > Alphabet des guten Songs.
Das erste allgemeine Babenhäuser Pfarrer-Kabarett
20:30 h HalbNeun Theater
Lesung: Berni Mayer - Rosalie
19:30 h Stadtkirche
DJ Chromos Alphabet des guten Songs
20:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
Laut und Leise-Konzert: We Are Strangers
21:00 h Schlosskeller
Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Nachtdienst mit Sir N (80s)
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Salsa Treff
20:30 h Guantanamera
Studier.Bar
23:00 h Nova
Pub Quiz
20:45 h Manni & Peet
> 31
MITTWOCH, 22.03.2017 Lesung: Barney Norris - Hier treffen sich fünf ...
19:30 h Stadtkirche
Konzert: Phoenix (Street Punk)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta de Salsa
22:00 h Salon-Latino
Play My Track - Du bist der DJ
23:00 h Nova
> 31
DONNERSTAG, 23.03.2017 Multimedia-Reportage: Die Welt von Morgen
28 > We Are Strangers.
20:00 h Centralstation (Saal)
Street Fighter 2 Turnier
19:00 h Limo Lounge
Nightwash Live (Stand-Up Comedy)
20:00 h Jagdhofkeller
Theater: Die Wunderübung
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Salsa Afterworkparty mit DJ Olli
19:00 h Upéro
Konzert: Dani Dorchin (ISR) + Juvie (USA)
21:30 h Bess. Knabenschule
RockyRemmiDemmi mit Sir N
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Darmstädter Kochbücher von 1836 bis heute
20:00 h Künstlerhaus Ziegelhütte
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Exquisit - das beste Quiz der Welt
20:00 h Red Barn Restaurant
Lady Like (Single- & Study-Party)
22:00 h Musikpark A5
Lies5: Lese- und Infoladen
19:30 h Green Sheep Pub
29 > Juvie in der Knabenschule. P | 50
> 08
FREITAG, 24.03.2017 Karaoke mit Stritti
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Kabarett: Thomas Kreimeyer - Der rote Stuhl
20:30 h HalbNeun Theater
Lesung: Shida Bazyar - Nachts ist es leise in ...
19:30 h Stadtkirche
> 32
Live: Colour Haze + My Sleeping Karma + Wight
20:00 h Centralstation (Halle)
> 08
Theater: Die Wunderübung
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Latin Dance Night
21:00 h Linie Neun, Griesheim
Single-Day Pt. 3
20:00 h Louis & Louise
Casual Rock mit DJ Jörg
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Nic Demasow
21:00 h Sumpf
JazzTalk Double 121: Clara Haberkamp Orange ...
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
30 > Schlosskeller, tanzen.
Step.Edit.Klub
23:00 h Schlosskeller
Konzert: Ten On Tons - Caribbean Fever
20:30 h Bess. Knabenschule (Halle)
Konzert: Modern Days + New Faces + Mestre
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Freestylerei: 100% Black & Dance
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Splash Brothers (Hip-Hop, Funk, R'n'B)
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Best Of Discofox & Dance mit DJ Thomy
21:00 h Tanzcafé Papillon
Kiss Me Darmstadt
22:00 h Musikpark A5
Black Friday
22:00 h Sausalitos
Best Of HipHop, House & Classics
22:00 h Mint Club
Hands Up (House, R'n'B)
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SAMSTAG, 25.03.2017
32 > Henni Nachtsheim <3 Gisela.
33 > Seven Bridges.
Musical: Tina - Break Every Rule
20:00 h Darmstadtium
Comedy: Henni Nachtsheim - Gisela
20:00 h Centralstation (Saal)
70. Mollerkoller
20:30 h Theater Moller Haus im Exil
Konzert: Seven Bridges
20:30 h Jagdhofkeller
70er80er Party
22:00 h Schlosskeller
Musikalisches Kabarett: Fabian Lau & die Detektive
20:30 h HalbNeun Theater
Charity Rock Konzert mit Lickin' Boyz + Vinyl Age
19:00 h Bessunger Knabenschule (Halle)
18 Jahre Mellow Weekend (2 Floors)
22:00 h Centralstation
Die Sterne über Darmstadt
20:00 h Sternwarte Ludwigshöhe
Gothic Club 2000 mit DJ Fire
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Depeche Mode Party - 101 One Night in Darmstadt
22:00 h Linie Neun, Griesheim
Konzert: Chris Heron + Pat Fisher + Sina Philipps
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Indieclub mit DJ Kai
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Die Rock & Twist Parade
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Weird Owls + Skinner! + Siedlerjugend
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Konzert: Lasido (Jazz Funk Soul Rock)
20:30 h Achteckiges Haus
Tag der offenen Tür
12:00 h Tanzwerkstatt
Metal Up Your Life 3
20:00 h Oetinger Villa
The Electronic Station (Electronic Beats)
22:00 h Kulturbahnhof Weiterstadt
Studio Bloc Masters - Boulder Festival Saturday's Finest
Studio Bloc, Pfungstadt
> 10
> 08
22:00 h Huckebein
Saturday Night Fever
22:00 h Musikpark A5
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stilbruch (Crossover, Rock, Metal, Gothic)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Uniques Madness - Best Of Club
22:00 h Sausalitos
Turkish Pop & Club Sounds
22:00 h Mint Club
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
SONNTAG, 26.03.2017 34 > Partey!
Konzert: Viva Vivaldi
18:00 h Stadtkirche
Stimmtopf (gemeinsames Singen)
15:00 h Zucker
Das literarische Wohnzimmer: Petra Neumann-Prysta
11:00 h Kranichsteiner Literaturverlag
Gute Stube-Konzert: Stumfol (Americana, Folkrock)
20:15 h Hoffart Theater
Studio Bloc Masters - Boulder Festival
Studio Bloc, Pfungstadt
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Kneipen-Quiz
20:00 h Kessel
Jam Session
20:00 h Watzepunkt
MONTAG, 27.03.2017 Live-Reportage: Cornwall 35 > Kunst und Quatsch mit Archie.
20:00 h Justus-Liebig-Haus
LachLounge: Archie Clapp - Clappe, das ist Kunst! P | 52
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> 10 > 08
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Lesung: Chris Kraus - Das kalte Blut
19:30 h Stadtkirche
Darmstädter Krimitage: Joe Bausch
20:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
Konzert: Poor Black Mary (Country)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
> 32
VintAge: Oldies, Pop & Rock
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Quizpoker
20:00 h Red Barn Restaurant
Quizabend
Watzepunkt
DIENSTAG, 28.03.2017 36 > Joe Bausch, kriminalistisch.
Darmstädter Krimitage: C. Öhlschläger & C. A. Niedermeier 20:00 h Bess. Knabenschule
> 32
Kellerchaos - Die Improshow
20:30 h Schlosskeller
> 29
Nachtdienst mit Norman Bates (Indie, Stoner ....)
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Salsa Treff
20:30 h Guantanamera
Studier.Bar
23:00 h Nova
Pub Quiz
20:45 h Manni & Peet
MITTWOCH, 29.03.2017 Darmstädter Krimitage: Ingrid Noll & Simone Buchholz 20:00 h Bess. Knabenschule 37 > Ingrid Noll, auch kriminalistisch.
Frischzelle: Worth (USA)
> 32
21:30 h Bess. Knabenschule (Keller)
Konzert: Jost H. Walter (Songwriter)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta de Salsa
22:00 h Salon-Latino
Play My Track - Du bist der DJ
23:00 h Nova
DONNERSTAG, 30.03.2017
38 > Mari Boine in der CS.
Konzert: Mari Boine
20:00 h Centralstation (Saal)
Eisprung - die coverfreie Akustik Jamsession
20:30 h Sumpf
Lesung: Peter Zingler - Vom Tunnel zur Himmels...
20:00 h Jagdhofkeller
Multimediashow+Konzert: Richie Arndt - Mississippi
20:00 h Theater im Pädagog
Darmstädter Krimitage: Lukas Ehrler & Andreas Föhr
20:00 h Bess. Knabenschule
Vortrag & Konzert: Was ist das für 1 Musik?
18:30 h Schlosskeller
RockyRemmiDemmi mit Sir N
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Exquisit - das beste Quiz der Welt
20:00 h Red Barn Restaurant
Lady Like (Single- & Study-Party)
22:00 h Musikpark A5
Lies5: Lese- und Infoladen
19:30 h Green Sheep Pub
> 32
> 32
FREITAG, 31.03.2017
39 > Dicke Luft mit Aurora.
Aurora DeMeehl - Dicke Luft in Tapperware-Falls Kabarett: René Sydow - Warnung vor dem Munde Darmstädter Krimitage: Esmahan Akol & Celil Oker Konzert: Oum Shatt Konzert: Mitgift + Paula Kingkong + Dann wohl ... P | 54
20:30 h 20:30 h 20:00 h 20:30 h 20:00 h
Jagdhofkeller HalbNeun Theater > 32 Bess. Knabenschule > 10 Centralstation (Saal) Bess. Knabenschule (Keller)
Beauty And The Breakdown mit DJ Paul Blackrain Konzert: Spliff Uppercut + Atmosonic Bessunger Jam Session Konzert: Monofunk MakeLoveDisko mit Simon Dörken Konzert: Swing Belleville (Jazz) Konzert: Matze & Tim + Bruderhorst Philharmonie... The Very Best Of The 80s mit DJ D-Zero All Killer No Filler mit DJ Kai & The Jan Best Of Discofox & Dance mit DJ Thomy Kiss Me Darmstadt Black Friday Best Of HipHop, House & Classics Hands Up (House, R'n'B)
21:00 h 22:30 h 20:30 h 21:30 h 23:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 23:00 h
Steinbruch-Theater, Mühltal Centralstation (Halle) Jazzinstitut (Keller) Schlosskeller Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Saal) Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Rockybar) Tanzcafé Papillon Musikpark A5 Sausalitos Mint Club Nachtcafé
Dieser Kalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit
| FeierAbendKultur in Darmstadt.
Alle Events, die bis zum 15. des Vormonats auf www.partyamt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im Stadtkulturmagazin P.
40 > The Mara Quartet.
KALENDER UPDATES TÄGLICH
Bildnachweise Veranstaltungskalender: 01: Unwort-Fotografen | 02: Susan Moss | 03: Ulrich Glockenbach | 04: Neue Bühne | 05: Holger Paetz | 06: Schlosskeller | 07: Thorsten Froehlich | 08: ARD | 09: Centralstation 10: Daeumer Binzer | 11: Oliwood | 13: Absinto Orchestra | 14: Rocky Beach Studio | 15: Richard Amougou | 16: Bachchor Pauluskirche | 17: Hannah Schütz | 18: Younee 19: Daniela Sonnabend | 20: Arnie Goodamn | 21: H. Kramberger | 22: Robert Griess | 23: Nice Ferreira | 24: Stephan Sulke | 25: Frank_Buelow | 26: Robert Griess | 27: Olga Grjasnowa 28: DJ Chromo | 29: We Were Strangers | 30: Juvie | 31: Schlosskeller | 32: Ten on Tons | 33: Alexander Mirsch | 34: Seven Bridges | 35: Archie Clapp | 36: Joe Bausch | 37: Ingrid Noll 38: Tine Poppe | 39: Daniel Buehl | 40: The Mara Quartet ANZEIGEN
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27. März - 1. April 2017 30. März
27. März
Lukas Erler Andreas Föhr
Joe Bausch
28. März
31. März
Christof A. Niedermeier Christian Oehlschläger
Esmahan Aykol Celil Oker
29. März Ingrid Noll Simone Buchholz
1. April Gewinnerfilm Deutsches Fernsehkrimi-Festival Wiesbaden 2017
Alle Veranstaltungen finden jeweils um 20:00 Uhr in der Bessunger Knabenschule bzw. im Citydome Darmstadt (1. April) statt. Preis pro Tag: 10,- €, ermäßigt 8,- € www.darmstaedter-krimitage.de
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Out of Darmstadt Kultur in Rhein-Main-Neckar AUSWA H L + T E X T E: TOB I MOKA + M AT I N NAWA B I + J E N N I F E R PA H L S FOTO S: E A RT H AGE NC Y (OM A R S O L E Y M A N) + S C H L AC H T HOF W I E SBA DE N (P I N EGRO OV E) + C H R I STOP H H A RDE R (H E I M)
Kat Frankie (Australien/Berlin) Wenn Kat Frankie auf der Bühne steht, verlässt niemand den Raum ohne Gänsehaut: intensives A-cappella-Looping-Spektakel mit dunkler Stimme und gleichermaßen subtilen wie prägnante Texten, gepaart mit sehnsuchtsvollen Klängen. Ob solo oder mit Band – musikalisch auf den Punkt und mitten ins Herz! Schlachthof WI (Kesselhaus) So, 05.03. | 20 Uhr | 19 €
Omar Souleyman (Syrien) Früher war er als Sänger auf Hochzeiten quer durch den Nahen Osten unterwegs, heute wird er mit seinem hypnotischen Weltmusik-Techno-Sound auf die größten Festivals der Welt gebucht und arbeitet mit Modelselektor zusammen. Eines der faszinierendsten Pop-Phänomene der Gegenwart. Mousonturm (Frankfurt) Mi, 01.03. | 21 Uhr | 27 € Dave Hause And The Mermaid (Philadelphia) Blue-Collar-Romantik, kerniger Rootsrock und ordentlich Springsteen-Spirit: fertig ist „Bury Me In Philly“, das dritte Album des Ex-Punkrockers, der seinen Solo-Trip jetzt um eine tolle Backing-Band ergänzt hat. Schlachthof Wiesbaden (Halle) So, 05.03. | 19.30 Uhr | 23 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
Shield Patterns (England) Selten klang eine Band mehr nach Portishead als diese. Langsame elektronische Beats und die eindringliche Stimme der Sängerin lassen tief blicken. Hafen 2 (Offenbach) So, 05.03. | 16 Uhr | Eintritt frei (Spende erwünscht)
Stabil Elite (Düsseldorf) Aus Düsseldorf kamen Kraftwerk, Neu! und DAF – in dieser Tradition kann man Stabil Elite sehen, plus einem Pop-Ansatz, der an ABC und Spandau Ballet erinnert. Schon Schön (Mainz) Di, 07.03. | 21.30 Uhr Eintritt frei (Spende erwünscht) Pinegrove (USA) + Lomelda (USA) Die junge, sechsköpfige Band um Evan Stephens Hall klingt wie ein Best-of aus den ver gangen 20 Jahren Indie-Rock. Eine wundervolle Melange aus Emo, Americana, Wilco, Bright Eyes und The Weakerthans. Schlachthof WI (Kesselhaus) Di, 07.03. | 19.30 Uhr | 18 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
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Madball (New York) Madball stehen für Moshpit in der Urform. Im Fahrwasser von New Yorks Hardcore-Legende Agnostic Front waren sie in den 1990ern eine ganz große Nummer. Blutsverwandschaft. Das Bett (Frankfurt) Do, 09.03. | 20.30 Uhr | 23 € House of Wolves (USA) Der Songwriter Villalobos könnte mit seinen elegischen Platten wunderbar auf dem Glitterhouse-Label landen. Melancholische Stimme und grandiose Melodien. Hafen 2 (Offenbach) Fr, 10.03. | 19 Uhr | Eintritt frei (Spenden erwünscht) Schnipo Schranke (Hamburg) Der Unnerum-Chanson-Pop ihres Debüts war wirklich lustig und erfrischend. Ob das Ganze allerdings eine Fortsetzung in Form des neuen Albums „Rare“ braucht? Live sollte das aber nach wie vor derbe Spaß machen! Zoom (Frankfurt) Fr, 10.03. | 20 Uhr | 20 € Alejandro Escovedo (USA) Einer der besten Songwriter des Americana/Country-Genres im Sinne von Townes van Zandt, Wilco oder Johnny Cash. Produziert von REMs Peter Buck, was ebenfalls als beste Reputation taugt. Brotfabrik (Frankfurt) Fr, 10.03. | 20 Uhr | 19 € Tapefabrik-Festival Die Tapefabrik erlebt ein Comeback – wieder mit einem Lineup, das sich gewaschen hat. Mehr als 20 HipHop-Acts wie Main Concept, Retrogott, Morlokk Dilemma, Hiob und Betty Ford Boys treten auf. Schlachthof Wiesbaden (Halle) Sa, 11.03. | 17 Uhr | 34 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
Warpaint (USA) Nachdem sich 2014 so ziemlich alle auf das selbstbetitelte Album der wavy, dreamy RockBand einigen konnten, polarisieren Warpaint mit „Heads Up“, ihrer neuesten Platte. Mal gucken, wie der neuen PopEinschlag live wirkt. Batschkapp (Frankfurt) Di, 14.03. | 20 Uhr | 30 € Jus-Ed (USA) Seit mehr als zehn Jahren einer der spannendsten DeephouseProduzenten, der mit seinen Rastas schon visuell eine heilige Spiritualität ausstrahlt. Hafen 2 (Offenbach) Sa, 18.03. | 23 Uhr | 10 € Shalosh (Israel) Das Piano-Kontrabass-Schlagzeug-Trio aus Israel bewegt sich musikalisch zwischen Cool Jazz und Club-Pop mit elegischer Stimme. Geheimtipp. Stadtbücherei (Frankfurt) Di, 21.03. | 20 Uhr | 10 € DMX Krew (England) In den 1990ern einer der größten Elektro-Breaker, der auch auf Aphex Twins Label Rephlex veröffentlichte. Legendär. Robert Johnson (Offenbach) Fr, 23.03. | 23.59 Uhr | 12 € P | 59
Heim (Nürnberg) So wie „Palm Beach“ klingt, könnte man glatt denken, ein Touch-and-Go-Release aus den Neunzigern würde seine Runden auf dem Plattenteller drehen. Die vielleicht beste neue IndieRock-Band des Landes! Kulturpalast (Wiesbaden) So, 26.03. | 19 Uhr | 10 € King Khan & The Shrines (D/USA) „Imagine Roky Erickson backed by the Sun Ra Arkestra or Wilson Pickett and The Velvet Underground“- das umschreibt diese geile Rampensau ziemlich gut. Zoom (Frankfurt) Mi, 29.03. | 21 Uhr | 19 € Romare (London) Womöglich der heißeste Geheimtipp, für alle, die zwischen Elektronik, Jazz und Indie schwanken. Erstmals mit LiveBand unterwegs. Für Fans von Caribou und Four Tet ein Muss! Alte Feuerwache (Mannheim) Fr, 31.03. | 20 Uhr | 15 €
Merck in der Zwickmühle Ein Kommentar zum Fall Markus Stangenberg-Haverkamp T E X T: TOB I MOKA + M AT I N NAWA B I + C E M T E V E TOǦLU | C O L L AGE: A N DRÉ L I EG L
Mitte Januar deckte die Reportage „Das braune Netzwerk“ des Fernsehsenders WDR auf, dass ein Gesellschafter des Darmstädter DAX-Unternehmens Merck seit Jahren in rechtsextremen „Reichsbürger“-Kreisen („Deutsches Kolleg“) verkehrt. Also jenen verschwörungstheoretischen Nazi-Kreisen, die die Bundesrepublik Deutschland als „BRD GmbH unter Okkupation der Alliierten“ bezeichnen, auf einem völkerrechtlichen Fortbestand des „Deutschen Reiches“ beharren und in überwiegenden Teilen die Verbrechen des Holocaust leugnen. Des Weiteren wird Markus Stangenberg-Haverkamp, so der Name des Gesellschafters, in der Reportage vorgeworfen, an einer der geschichtsrevisionistischen „Holocaust-Konferenzen“ im Iran teilgenommen zu haben und enge Kontakte zu NPD-Größen wie Horst Mahler (mehrfach verurteilt wegen Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung) zu pflegen. P | 60
Nun könnte manch einer einwenden, bei einer Anzahl von rund 130 Gesellschaftern des Großkonzerns Merck sei dies vielleicht nur als entbehrliche Randnotiz und reine Privatangelegenheit zu betrachten. Und das macht Merck auch: „Wir kommentieren generell private Aktivitäten einzelner Aktionäre genauso wenig wie private Aktivitäten von Gesellschaftern unseres Mehrheitsgesellschafters“, erklärte ein Sprecher des Konzerns auf Anfrage des Darmstädter Echo zu den Machenschaften von Markus Stangenberg-Haverkamp. Doch ist jener eben der Sohn des derzeitigen Merck-Vorstandsvorsitzenden Frank Stangenberg-Haverkamp – und damit rückblickend bis zu den Firmengründern Friedrich Jacob Merck (1621-1678) und Emanuel Merck (1794-1855) in der bedeutungsvollen Familientradition stehend. Merck rühmt sich historisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich zu Recht als wesentlichen Teil
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dieser Stadt: größter Arbeitgeber, größter Steuerzahler, als Förderer für Kultur und Sport unentbehrlich und neben den Lilien, der Mathildenhöhe und der ESA ein weltweites Label für Darmstadt. Daraus erwächst aber auch eine stadthistorische Pflicht zur Wachsamkeit, denn Darmstadt hat eine mehr als unrühmliche NS-Vergangenheit. Noch vor der Machtübernahme erzielte die NSDAP bei der Landtagswahl 1931 bereits 37,1 Prozent der Stimmen Darmstädter Bürger, bei der Reichstagswahl 1933 stieg der Anteil auf 47,4 Prozent. Beide Werte lagen landes- und reichsweit im Vergleich weit über dem Durchschnitt. Darmstadt war – für viele heute überraschend – eine Hochburg der Nazis.
02.03. DO 02.03. DO 03.03. FR 05.03. SO 05.03. SO 06.03. MO 07.03. DI 09.03. DO 10.03. FR 11.03. SA
12.03. SO
Man kann aber herausstellen, dass die Firma Merck als Chemiekonzern – nach derzeitigem Wissensstand – kein wesentlicher Faktor (wie zum Beispiel die IG Farben) für die NS-Diktatur war. Sie war außerdem in den letzten zwei Jahrzehnten (entgegen manch anderen deutschen Firmen wie BMW und Hugo Boss) sehr aktiv in der Aufarbeitung ihrer NS-Firmenhistorie sowie der Entschädigung ihrer 1.240 Zwangsarbeiter und trat im Februar 2000 auch der deutschen Stiftungs initiative „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ bei. Das zeugt von einem verantwortungsbewussten Umgang mit Geschichte. Umso erstaunlicher, dass sich die Firma Merck nicht deutlich von Markus Stangenberg-Haverkamp distanziert.
13.03. MO 15.03. MI 19.03. SO 21.03. DI 21.03. DI 23.03. DO 26.03. SO 28.03. D I 31.03. FR 31.03. FR 02.04. SO 05.04. MI 07.04. FR 08.04. SA
Zudem fragen wir: • Verwendet Markus Stangenberg-Haverkamp Erträge aus seiner Gesellschafter-Beteiligung zur Finanzierung rechtsextremer Tätigkeiten? • Inwieweit belastet die Berichterstattung die Tätigkeit des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Frank Stangenberg-Haverkamp? • Ist ein Gesellschafter mit offensichtlich rechtsextremer Gesinnung für einen Weltkonzern, der bisher einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geschichte pflegte, auf Dauer tragbar? • Ist für die anderen rund 130 Gesellschafter ein „Reichsbürger“ und potenzieller Holocaust-Leugner als Mitgesellschafter in ihren Reihen akzeptabel? Wir denken, es wäre gut, diese Fragen nicht einfach ad acta zu legen. Gerade in Zeiten wie diesen. ❉
09.04. SO 11.04. DI 19.04. MI 22.04. SA 23.04. SO 26.04. MI 27.04. DO 28.04. FR
01.05. MO 04.05. DO 07.05. DO 14.05. SO 24.05. MI 26.05. FR 06.06. DI 07.06. MI
MILLIARDEN / SAFI STUDIO BRAUN: „DREI FARBEN: BRAUN“ THE MYSTERY LIGHTS DAVE HAUSE AND THE MERMAID KAT FRANKIE & BAND NOTHINGTON / JOE MCMAHON PINEGROVE / LOMELDA WOLVESPIRIT / VISDOM HEAVEN SHALL BURN TAPEFABRIK FESTIVAL 2017 FEAT. MAIN CONCEPT, FLOFILZ, RETROGOTT, KALIM, SHACKE ONE U.A. YOU ME AT SIX JOSHUA RADIN (RINGKIRCHE) TIM KASHER HUNDREDS / ODD BEHOLDER COLD CAVE / DRAB MAJESTY MICHAEL WIGGE - OHNE GELD BIS ANS ENDE DER WELT KISSIN‘ DYNAMITE FOXING / FOG LAKE ESPAÑA CIRCO ESTE LEONIDEN ALA.NI (MUSEUM WIESBADEN) OWLS BY NATURE DISCO ENSEMBLE SEUN KUTI & EGYPT 80 ELECTRIC WIZARD / MANTAR GHOST / ZOMBI COUNTERFEIT / TIGRESS CHAD LAWSON: BACH & CHOPIN INTERPRETED (MUSEUM WIESBADEN) MÄDNESS & DÖLL MEGALOH BUKAHARA ELÄKELÄISET / STAM1NA HELGI JONSSON WITH TINA DICO, MARIANNE LEWANDOWSKI & DENNIS AHLGREN (RINGKIRCHE) EPHEMERALS TAMIKREST JAMARAM SLEAFORD MODS KÄPTN PENG & DIE TENTAKEL VON DELPHI / PAVLIDIS SOOKEE DESCENDENTS DINOSAUR JR.
Unser komplettes Programm findet ihr im Internet unter P | 61
schlachthof-wiesbaden.de
und
Kommen Gehen Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie T E X T E: M AT I N NAWA B I + C E M T E V E TOǦLU | FOTO S: JA N E H L E RS + L I L LY PAC H E R
Tag & Nacht Wenn man als Heiner die Großstädte der Republik bereist, freut man sich häufiger mal über die scheinbar paradiesischen gastronomischen Zustände dort. Dazu zähle ich auch die Späti-Kultur. Die bis weit nach Mitternacht geöffneten Kioske in Hamburg, Berlin oder Köln gleichen stadtkulturellen Einrichtungen und sind Fixpunkte jeder Partynacht. Und sie fehlen bis dato in Darmstadt. Aber so, wie sich kulinarisch in den vergangenen fünf Jahren so einiges tut in unserer kleinen Großstadt, so holen wir auch auf dem Ge-
biet der nächtlichen Getränkeund Snack-Versorgung, abseits neonbeleuchteter Nachttanken, auf. Zum einen gibt es seit geraumer Zeit mit der Mobilbar einen Getränke-Nachtlieferservice. Zum anderen neuerdings auch Darmstadts ersten Späti (light): das Tag & Nacht an der Nieder-Ramstädter unweit von Grohe und Café Hess. Das sammelsurium-artige Angebot des Kiosks reicht von Bier, Zigaretten, Snacks und Süßigkeiten über Dinge des (nahezu) täglichen Gebrauchs (Espresso, Duschgel, Handyhüllen, AbschleppP | 62
seil, Kondome, USB-Kabel) bis zu Geschenkartikeln (Aschenbecher, Mini-Shishas, Kuscheltiere). Morgens gibt es belegte Brötchen, dazu Kaffee zum Mitnehmen. Geöffnet ist täglich (auch sonntags!) von 9 bis 24 Uhr. Bis 3 oder 4 Uhr morgens wäre cooler, klaro. Aber hey, wir sind immer noch in Darmstadt. Und nicht in Hamburg, Berlin oder Köln. (ct) — Nieder-Ramstädter-Straße / Ecke Hochstraße, am Rande der Innenstadt
Da Fratelli Café Restaurant Aus den Boxen dröhnen ItaloPop-Songs und Canzoni, aus den fast bodentiefen Fenstern blickt man auf die piazza iglesia di città, auf unsern scheene Stadtkirchplatz also. Que bello! Der Service ist freundlich, auf den Teller kommen – stilecht wie solide – Pizza e Pasta, Antipasti, Insalate e Dolce (außerdem: Schnitzel, Rumpsteak und ein wechselndes Fischgericht). Darmstadts schnuckeligster Innenstadtplatz bleibt also seiner italienischen Gastronomie-Tradition treu – hier, am Aufgang Richtung Elisabeths Suppkult und Schulstraße. Auf Da Franco und La Piazzetta folgt nun: Da Fratelli. Neu und ein echter Wurf ist der offene, einladende Auftritt Richtung Piazza dank großer Glasfront und geklinkerter Fas-
sade. Dass da keiner früher drauf gekommen ist?! Da Fratelli – innen modern, mit viel Holz und weinrotem Mobiliar eingerichtet – hat durchgehend geöffnet, nachmittags wird es zum Café, es gibt hausgemachten Kuchen. Nur sonntags ist zu. Und im Sommer
genießt man dann draußen bei einem Feierabend-Glas vino bianco la dolce vita. Mitten in der Darmstädter Innenstadt. (ct) — Am Stadtkirchplatz, Innenstadt | www.facebook.com/DaFratelliDarmstadt
jede Zutat vom Brötchen (klassisch, mit Sesam, Vollkorn oder low carb) über Bulette und Gemüsebelag (Tomate, Gurke, Salat, Sauerkraut, Avocado, gegrillte Aubergine …) bis zu Käse und Soßen (Sour Cream, Ketchup, BBQ, Chili, hausgemachte Mayo, Kirchererbsenpaste) bestimmen.
Pommes gibt’s auch von der Süßkartoffel und mit Chili-Cheese-Garnitur. Wer’s mal nicht in den Laden schafft, bekommt alle Speisen auch geliefert. (mn) — Elisabethenstraße 41, Innenstadt | www.lieblingsburger-darmstadt.de
Lieblingsburger Darmstadt mausert sich zur Burger-Hochburg. Nur wenige Gehminuten vom Luisenplatz entfernt hat Anfang Januar in der Elisabethenstraße 41 „Lieblingsburger“ eröffnet. Ob die neueste Buletten-Butze der Stadt ihrem Gaumenfreunden-versprechenden Namen gerecht wird, müsst Ihr selbst rausfinden, bisher unerreicht ist ohne Frage das vielfältige Angebot. In der offenen Küche werden Hamburger in allen erdenklichen Variationen zubereitet: ganz klassisch, als Cheeseburger, Bagleburger mit Wachtelei, mediterran, Bio-Burger, BBQ-Bacon-Burger, eine vegetarische Option und einen kohlenhydratarmen Fitness-Burger. Wer mit dieser Qual der Wahl überfordert ist, kann sich seinen Burger auch selbst kreieren und
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„Rundfensterbau“ Das jahrelang vor sich hin vegetierende Gebäude mit den nach innen gewölbten Schaufenstern in der Schleiermacherstraße ist praktisch Geschichte. Ein Café, ein Mittagsrestaurant, eine Galerie, die neue Wirkungsstätte der Blumen-Macher, eine Bar (im Gewölbekeller darunter) ... Ideen und Anfragen gab es viele. Selbst Darmstadts Kulturreferent Ludger Hünnekens soll mit den Eigentümern verhandelt haben. Leider ergebnislos. Nun wurden die nostalgisch-charmante Fensterfront eingerissen und mit schnöden Gipskartonplatten verkleidet. Das war's dann. Ein grauer Sarkophag ist alles, was vom Rundfensterbau mit großem Potenzial übrig geblieben ist. Eine große Chance wurde vertan. Keine Ahnung, was aus dem
Gebäude jetzt wird, an Infos ist schwer heranzukommen. Abriss und anschließend neue Wohnungen mit Herrngartenblick draufbauen, vermuten wir mal. Auch nicht schlecht. Aber für viele nicht
bezahlbar. Und bei weitem nicht so kreativ, wie die Nutzungs-Ideen, die es schon gab. (ct) — Schleiermacherstraße 21, Innenstadt
Weitere Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel & Gastronomie +++ Vom Innenhof des City Carree könnte bald eine Rolltreppe ins Untergeschoss führen. Die Idee von Centermanager Uwe Lippold soll das Problem beseitigen, dass die Ladenflächen im unterirdischen Verbindungsgang zwischen Caree und Luisencenter aktuell nur „suboptimal zu erreichen“ sind. +++ Der Fohlenhof am Bürgerpark Nord hat seinen Außenbereich gepimpt und wird mit neuer Flammkuchenbar, authentischem Mobiliar und kleiner Bühne in die Biergarten-Saison starten. Mehr dazu im April-P. +++ Bienenstöcke in DA City! Seit Mai 2016 stehen vier Bienenvölker der Imkerei Eberbiene im Römischen Hof des Hessischen Landesmuseums. Die Museums-Bienen, die auf einem sonnenverwöhnten Grasdach im Hof residieren, sammelten fleißig Blütennektar, so dass die Imker im Herbst etwa 50 Kilo Honig ernten konnten. Der Museums-Blütenhonig ist ab sofort im Museumsshop erhältlich. +++ Die Zweite Heimat ist Geschichte, noch im März soll am Taunusplatz Luise Restaurant & Bar eröffnen. Der Darmstädter Florian Kutzner (29), erfahren im Hotelfach und Foodmanagement, übernimmt die Räume und renoviert sie („Industrial-Chic, petrolfarbene Wand, warmes Grau, Messing-Elemente“).
Einen Raucherraum wird es nicht mehr geben, dafür wird der Restaurantbereich vergrößert. Die Position der Bar soll bleiben. Mehr Details im April-P. +++ Das Studio b in der Elisabethenstraße 35, seit 1971 Einrichtungshaus und Fachgeschäft für Designmöbel, Interieur und Accessoires, hat Ende Februar geschlossen. Mitte April möchte das Familienunternehmen Schmiedl, das vis-à-vis bereits ein Küchenstudio betreibt, das Geschäft unter neuem Namen (und mit Unterstützung zweier ehemaliger Studio-b-Mitarbeiter) wiedereröffnen. +++ Was lange währt ... Coa Asian Food & Drinks eröffnet am 10.03. nach monatelangem Umbau im Wilhelminenquartier. +++ Eine frohe Kunde erreichte uns – kurz vor Redaktionsschluss und auf Umwegen – aus dem Wellnitz: Die CaféBar am Kantplatz wurde mittlerweile mit zwei Architektur-/Designpreisen ausgezeichnet: dem Iconic Award 2016 und dem German Design Award 2017, „was bis dato keinem anderen ,Wirtshaus' in Darmstadt gelang“, kommentiert Betreiber Stefan Zitzmann nicht ohne Stolz. Wir gratulieren, besonders der Innenarchitektin Katja Feldmann aus Pfungstadt, die das Wellnitz gestaltet und eingerichtet hat! +++ P | 64
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Modisches made in Darmstadt, Folge 32: Stark Bamboo Bike TEXT: FRANZISKA NEUNER + MELANIE WINKLER | FOTO: JAN EHLERS
Nachhaltiges Design und soziale Verantwortung: Das vereinen die Darmstädter Lorenz Becker, Milan und Christian Henckes in ihren BambusFahrrädern. Als Milan seinen Vater Christian besuchte, der für eine Entwicklungshilfeorganisation in Vietnam tätig war, entdeckte er die Räder aus dem ungewöhnlichen Naturmaterial. Kurz entschlossen nahm er eines davon mit nach Hause. Die Idee vom „grünen Rad“ gefiel auch seinem Freund Lorenz und so beschlossen die drei, Stark Bamboo Bike zu gründen. Seit 2015 steht der Name für das Material – wilder, schnell nachwachsender Bambus, der durch Stabilität und einen individuellen Look überzeugt. Besonders ist auch der Weg der Herstellung. „Die Fahrradrahmen werden von unserem Kooperationspartner in Vietnam gefertigt. 50 Stunden Handarbeit stecken in jedem Rahmen. Es handelt sich hierbei um ein soziales Projekt. Den Beteiligten dort wird zum einen ein faires Gehalt gezahlt, zum anderen wird ein Teil der Erlöse in gemeinnützige Entwicklungshilfe gesteckt“, erklärt uns Lorenz, der mit Milan gemeinsam an der TU Darmstadt Wirtschaftsingenieurwesen studiert hat. „Die Endmontage der Fahrräder findet dann im Martinsviertel statt“, erklärt Milan, während er ein „Urban“-Modell zusammenschraubt. Drei Varianten finden sich derzeit im Portfolio: ein TouringBike, ein komfortables Alltags-Rad sowie ein Fixie. Erst auf Bestellung werden die Bambus-Fahrräder individuell für den Kunden montiert und können nach knapp einer Woche abgeholt oder verschickt werden. Gerne werden Sonderwünsche erfüllt. Deren Umsetzung kann jedoch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Als nächstes planen die drei Jungunternehmer eine Kooperation, „um im kommenden Jahr ein soziales, fahrradbezogenes Projekt in Deutschland durchführen zu können“. Vielleicht kann man das Rad nicht neu erfinden, aber die Welt ein wenig besser machen, das geht. ❉
www.starkbamboobike.com P | 67
¡Feliz cumpleaños! Tresen-Love, Folge 6: El Cid
Tresen-Love Folge 6
T E X T: J U L I A M A N D L | I L LUST R AT I ON: M A RT I NA H I L L E M A N N
Diese ganzen Dating-Apps funktionieren unter anderem mittels eines Distanz-Algorithmus. Du gibst an, in welchem Umkreis potenzielle Rosenkavaliere – mein Gott, bleiben wir realistisch: potenzielle und ungewollte Penisfotos – auf Dich lauern. Dass Menschen jedoch in Bewegung sind und sich auch etliche Kilometer von ihrem Zuhause aufhalten können, weil sie nicht zuhause
Urlaub machen oder auf der Durchreise sind, raffen diese Apps nicht. Ebenso wenig, dass die betreffenden Männer Darmstadt schon längst hinter sich gelassen haben. Dennoch arbeitet der Algorithmus einige Profile im durchkreuzten Gebiet ab. So kommt es, dass ich seit einiger Zeit mit einem Mann aus Heilbronn P | 68
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Gesagt, getan. So sitzen wir im El Cid am Tresen und machen verbal Love, wie meine Geschichten hier immer betitelt werden. Umgeben von PartisanenGewehren und spanischem Kitsch vergehen die letzten Stunden seines alten Lebensjahres wie im Fluge. Obwohl er beruflich schon dort ist, wo ich einmal hin möchte, steuert unser Gespräch nicht nur um Karrieretipps, der Rioja tut sein Übriges. Leider möchte uns das El Cid nicht bis um Mitternacht beherbergen. Da es eine wunderschöne sternenklare und gar nicht so kalte Nacht ist, steuere ich ihn durch das Residenzschloss, Richtung Staatsarchiv und Herrngarten und zeige dem Hessen-Fan somit auch gleich noch ein wenig unsere Stadt im Dunkeln. Durch sein vielsagendes Grinsen, das ein Geschenk um Mitternacht anzukündigen scheint, wird mir auf unserer kleinen Sightseeing-Tour auch gar nicht kalt. Letztendlich begehen wir seinen Geburtstag auf einer Parkbank im noch gut beleuchteten Teil des Herrngartens. Und als sich der Mann dann etwas später in seinem Wagen Richtung Heimat – ins sogenannte Ländle - aufmacht, weiß ich: die Schwaben können doch so einiges – außer Hochdeutsch. ❉ P | 69
Colour Haze + My Sleeping Karma 24. März 2017 03.03. 90s Baby! Die Megahit Safari 04.03. VIVA VOCE 05.03. Marlene Jaschke (Staatstheater Darmstadt) 07.03. Bov Bjerg 09.03. Klüpfel & Kobr 10.03. Radioactive (live) & DJ-Team Two-Men-Show 11.03. Fifty/Fifty: Die Party für Best Ager 13.03. Alain Frei 15.03. Younee 15.03. Michael Fitz 17.03. Anne Weiss & Stefan Bonner: Wir Kassettenkinder 19.03. Stephan Sulke 20.03. Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern 23.03. Jana & Jens Steingässer: Die Welt von Morgen 25.03. Henni Nachtsheim 27.03. Archie Clapp 30.03. Mari Boine 31.03. Oum Shatt 31.03. Spliff Uppercut
www.formalin.de
Die komplett routinierte Realistin, die ich nach so einigen Dates doch geworden bin, zieht nur skeptisch eine Augenbraue in die Höhe und willigt ein. Wenn er seinen Ehrentag mit einer ihm noch wildfremden Frau begehen möchte, nur zu, es ist schließlich nicht mein Geburtstag. Da wir einen längeren Abend vor uns haben, der im besten Falle mal mindestens bis Mitternacht dauern müsste, kam mein brillanter Location-abspeichernder Kopf auf: Taaapas! Und zwar in der für mich besten Tapasbar Darmstadts: im El Cid. Verschiedene kleine Speisen über den Abend verteilt, stelle ich mir super vor. Falls wir bis Mitternacht doch ins peinliche Schweigen verfallen, essen wir halt ein paar Portionen Datteln im Speckmantel mehr. Ich verzichte dann notgedrungen auch mal auf die zum Niederknien guten Gambas al ajio – Knoblauch und Dates passen nicht so gut zusammen.
Foto: Matias Corral
schreibe. In welchem Moment wir unseren Radius gekreuzt haben, ist uns schleierhaft und wir tun es als schicksalhafte Fügung ab. Schicksal hin oder her, trennen uns knapp 130 Kilometer. Normalerweise würde ich den Kerl relativ schnell abschreiben, denn ewig lang oder höchstwahrscheinlich ausschließlich zu chatten, ist nicht das, was ich suche. Jedoch sind wir beruflich und auch sonst ziemlich auf einer Wellenlänge und der Mann aus Heilbronn wirft die interessante Idee in den virtuellen Raum, ob wir zusammen in seinen Geburtstag reinfeiern wollen. Er hätte frei und käme sogar nach Darmstadt.
Mellow Weekend Tanz wie Du bist – immer samstags! Feiert alle mit: 18. Geburtstag am 25. März!
Centralstation: vom E-Werk zum Kulturwerk
CENTRALSTATION / IM CARREE / DARMSTADT TICKETS UND INFORMATIONEN: WWW.CENTRALSTATION – DARMSTADT.DE HOTLINE: 06151 7806–999 FACEBOOK.COM/CENTRALSTATION DARMSTADT
T O P Folge 2: León Krempel (Kunsthalle) I DE E: TOB I MOKA | T E X T E: L EÓN KRE M P E L FOTO: GREG OR S C H UST E R
Oftmals sind Empfehlungen besonders wertvoll, um Neues zu entdecken. Also fragen wir namhafte Darmstädter nach ihren fünf liebsten Favoriten in drei selbst ausgewählten Kategorien. In unserer zweiten Folge stellt León Krempel, Kunsthistoriker und Direktor der renommierten Kunsthalle Darmstadt, uns seine liebsten Filme, Bücher und Kunstorte vor und erzählt, warum er gerade diese ausgewählt hat.
Top 5 Filme „Sculpt“ von Loris Gréaud (2016) Ein Film und auch wieder kein Film, sondern ein Ereignis, über das jeder anders berichtet, weil die Aufführungen zu unmöglichen Zeiten stattfinden und Aktionen dazukommen. Weder schwarzweiß noch Farbe, alles in rot. Wer das in einer seiner Versionen und Raubkopien zu sehen bekommt, wird die Aufregung wahrscheinlich künstlich nennen, aber Vorsicht, das gehört womöglich zur Strategie des Künstlers. „Unterwegs in der Musik – die Komponistin Barbara Heller“ von Lilo Mangelsdorff (2016) Dreifach beeindruckend durch das Werk und Leben der in Darmstadt und Umgebung lebenden Komponistin als auch durch die subtile Annäherung der Filmemacherin. Was Darmstadt an Persönlichkeiten des Geistes- und Kulturlebens bietet, begeistert doch immer wieder. „Freies Kurdistan“ von Christian Gropper (2016) Vor dem Tag der Weltpremiere im Rex ein Attentat in der Türkei. Damit im Kopf sah ich den Film. Man könnte ihm vorwerfen, dass er die politische Gemengelage nicht erklärt. Eben darin aber liegt seine Stärke, dass er die Menschen im Süd-Irak selbst zu Wort kommen lässt. Mikroperspektive. Großartig. „Paterson“ von Jim Jarmusch (2016) Die Verbindung von Realem und Fiktivem, Film und Poesie, einsame Klasse. Genau das Gegenteil von „Sculpt“: leise. „In einem Jahr mit 13 Monden“ von Rainer Werner Fassbinder (1978) Den Film muss jeder, der im Rhein-Main-Gebiet lebt, gesehen haben. Frankfurt, bevor das Museumsufer kam. Ein Zeitportrait, das zeitlos ist.
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o Top 5 Kunst
r Top 5 Büche Aby Warburg: Bilderatlas ZKM (2016) Warburgs revolutionäre Methode der Bildbetrachtung endlich einmal nicht als Geheimwissenschaft betrachtet. Die Macher dieser leider limitierten Publikation, die aus Fotokopien besteht, rekonstruieren Warburgs epochales Unternehmen und versuchen, Geschichte anhand von Bildern zu erzählen.
Congonhas Weltkulturerbe. Von der Terrasse der Wallfahrtskirche im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais schaut man weit. Das Ensemble der zwölf lebensgroßen Propheten, aus Speckstein, von Aleijadinho, wirkt in ihrem Verwitterungszustand wie ein Teil der Landschaft.
Hypnerotomachia Poliphili, translated by Joscelyn Godwin (2005) Ende des 15. Jahrhunderts wird hier ein Traum in einem Traum erzählt. Das Buch inspirierte Künstler und Gartengestalter und ist noch immer ein Traum. Der Autor, vielleicht ein Dominikaner, vermixt Latein, Italienisch und Griechisch, um über das Thema Liebe zu sprechen. Unlesbar für Nicht-Philologen, umso dankbarer ist man für die tolle Übersetzung.
Mönchengladbach Die Postmoderne hat der Museumsarchitektur das vermisste Leben eingeblasen. Und das Städtische Museum Abteiberg von Hans Hollein in Mönchengladbach ist für mich immer noch der interessanteste Bau. Hier vergisst man den Alltag, fühlt sich wie in einer römischen Villa und steht den Kunstwerken selbst gegenüber.
Pico della Mirandola: Über die Würde des Menschen (1486) Diese Lektüre ist für mich mit der Erinnerung an einen Universitätslehrer in Mainz verbunden, der erklärte, dass sich in der Wissenschaft ein Buch, eine These oder eben etwas von der Art nach langer Zeit bewahrheiten könne. Ich finde, dass das gegen Thomas Kuhns „Paradigmenwechsel“ ein guter Standpunkt ist, der Lust auf das Lesen alter Texte macht. Worum geht es heute mehr, als um die Würde des Menschen? Aristoteles, Gesamtausgabe Von zehn Sätzen verstehe ich einen. Die Lektüre bereitet kein echtes Vergnügen. Aber sie fasziniert doch. Das Unterfangen, alles, aber auch alles, in ein System der Wissenschaften zu zwingen. Catalogus librorum bibliothecae Adriani van der Wallii (1684) Meine Hauptlektüre seit Jahren, eine Art MetaBuch, der Katalog einer großen Gelehrtenbibliothek, aus deren „Regalen“ ich mir (mit Hilfe von Google Books) Band für Band ziehe. Das ist eine Entdeckungsreise und Form von Lesen, die mir gefällt.
Sharjah Biennale Das Emirat Schardscha am persischen Golf richtet seit 1993 eine Biennale aus, die sich nach und nach einen hervorragenden Ruf erworben hat. Unbedingt sehenswert: Die libanesische Kuratorin Christin Tohmé hat für die diesjährige Ausgabe den durch eine Ausstellung in der Kunsthalle hierzulande bekannt gewordenen Radenko Milak zusammen mit Roman Uranjek eingeladen. National Gallery London Mitten in der Stadt gelegen und eintrittsfrei zu besuchen. Van Eyck, Rembrandt, Vermeer ... Was will man mehr? Gipsoteca Canoviana Das ist ein wirklich besonderer Ort. Das ehemalige Bildhaueratelier von Antoni Canova, in dem jetzt die Gipse stehen, mit denen er seine Marmore vorbereitet hat. Ein moderner Anbau des venezianischen Architekten Carlo Scarpa erweitert das Museum. Unbedingt einen Ausflug wert, nach Possagno, Treviso, Italien.
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T i! T i! T i! Darmstädter Toiletten-Quartett, Folge 10: Collins (Mauerstraße 6) TO I L E T T E N T E ST E R + T E X T E R: M A R A P I T Z + C E M T E V E TOǦLU | FOTO S: JA N E H L E RS
Optische Komposition: Reduzierter Schick umrahmt von sattgrünen Wänden. Für Gemütlichkeit sorgen (echte!) Pflanzen, die von der Decke baumeln, und ein Waschschrank aus dunklem Holz. Steampunk-Detail: Klorollenhalter aus Metallketten. Schrill: Die Tapete mit Dschungel-Papageien-Print überm Waschbecken. Hier liegen statt Wegwerf-Papier Handtücher bereit und der Seifenspender fordert zum Wassersparen auf. Fazit: Ganz schön grün hier.
Optische Komposition: Modern-schlichte Jagdhütten-Romantik dank rustikaler Holzbohlen, aus denen die WC-Kabine gezimmert ist, tannengrüner Wandfarbe und schlammgrauer Fliesen. Hab ich da gerade einen Uhu rufen hören? Größe: geräumige rund 4 qm Anzahl der Pissoirs / Kabinen: 1 / 1
Duftnote: frisch, der Tannennadel-Geruch Größe: ca. 6 qm
ist aber wohl nur Einbildung.
Anzahl der Kabinen: 2
Sitzkomfort: gehobener Standard ... der Klositz in einem gräulichen Sandton ist zudem optisch perfekt eingepasst.
Duftnote: neutral, mit einem Hauch Blume Sitzkomfort: gut
Schmirgelgrad des Klopapiers: recyclingpapier-rau
Schmirgelgrad des Klopapiers: normale Recycling-Härte
Schönster Klospruch: Keiner traut sich, das gekonnte Raumdesign durch Schmierereien zu verschandeln.
Schönster Klospruch: Keiner. Und das ist auch gut so.
Rahmenprogramm: Edel muten die flauschigen, appetitlich eingerollten Frottee-Handtücher an, die am Waschbecken ausliegen. Einmal gebrauchen – und ab in die Wäschebox damit.
Rahmenprogramm: Zurück zur Natur! Soundtrack fürs Klo: Ali Bumaye „Rumble in the Jungle“
Soundtrack fürs Klo: Die Förster vom Silberwald „Rehbock, halt die Wacht!“
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Wrede und Antwort Einfacher Standard oder der Zware Shag T E X T: E I N GE R A L D W RE DE | FOTO: E I N JA N E H L E RS | I L LUST R AT I ON: L I SA Z E I SS L E R
In letzter Zeit hat sich eingeschlichen, dass Politiker und sich mit Medien beschäftigende Leute wie Journalisten unbedacht von „doppeltem Standard“ sprechen, sobald ein englisch-sprachiger Kollege von „double standard“ spricht. Ich bitte um zügiges, kräftiges Zurückrudern, die Blätter hart im Wasser, was die inflationäre Nutzung dieses Ausdrucks angeht! Soll unser schönes „zweierlei Maß“ in Vergessenheit geraten? Ich bitte Euch! Warum denn? Ist es doch der Ausdruck, mit dem man in unserer wirklich facettenreichen Sprache den entsprechenden Sachverhalt korrekterweise benannte. Es ist ein prima Ausdruck mit tollem Klang und weil Wohlklang Sprache
sympathisch gleiten lässt, wurde er auch lange benutzt. Jetzt wackelt er, doch ich bringe Seile und diesen Pfeiler aus Worten! Sein Partner, die „Doppelmoral“, hält sich zwar gottlob noch im selben Sektor schadlos, doch ist seine Bedeutung slightly different. Hört sich aber auch gut an – etwas muffig, aber wahr. „Doppelter Standard“ hingegen, zwar bestimmt im Duden auffindbar, wenn auch lediglich im Kapitel „Ausdrücke, die es zu vermeiden gilt, weil sie unnötig sind, nicht zielführend und sich zudem unangenehm anhören“, spricht sich hart, klingt nach Kaserne. Oder nach Klassifizierungen von Dingen wie Tabakschnitt, Waschpulver (vor 1958) oder Drogen in deutschen Fernsehkrimis (nach 1967). P | 73
Wenn wir hingegen mit zweierlei Maß messen, sollten wir uns a) sowieso schämen, und b) es auch so formulieren. Denn dann hört sich das Fehlverhalten wenigstens schön an. Wie eine Reise durch den ganzen Mund! „Halfszware Shag“ war eine andere interessante Reise durch den Mund, allerdings ist diese seit 2003 verboten. Denn es war der holländische Begriff für leichteren Tabak, und den verbot die EU, weil er wohl als gesundes Light-Produkt mißverstanden wurde. Hoppla, „mißverstanden“ schreiben wir ja seit 1996 „missverstanden“. Da muss ich kein Mitglied der „Forschungsgruppe Orthographie“ in der DDR gewesen sein, um das zu wissen. Wäre ich aber gern ... ❉
Darmstädter Fakten REC H E RC H E + T E X T: C E M T E V E TOǦLU
> Die Stadt Darmstadt hat künftig einen Gabriele-Wohmann-Weg. Benannt nach der im Juni 2015 verstorbenen Schriftstellerin ist der Erschließungs weg zu den Häusern Erbacher Straße 76 und 76 a an der Rosenhöhe, nicht allzu weit entfernt vom Oberfeld. Diesen Ort liebte die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes innig. Damit ehre man, so der Magistrat, „die kluge Darmstädter Chronistin des Alltags und scharfe Kritikerin des Ideologischen, die immer auf der Seite des Menschen stand, der seine Träume gegen alle negativen gesellschaftlichen Verletzungen verteidigt hat“.
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P Stadtkulturmagazin 10. Jahrgang Ausgabe 92 – März 2017
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