Februar 2017 | gratis
# 91
Stadtkulturmagazin
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Hallo Darmstadt. Ziemlich genau neun Jahre ist es her: In einer geräumigen Coworking-Garage mit Wohlfühl-Atmo, in einem Hinterhof am Herrngarten-Eingang Schleiermacherstraße, starteten wir das Herzensprojekt P. Seitdem berichten wir mit dem speziellen P-Blick über alles, was Darmstadt sub- bis hochkulturell zu bieten hat. Das werden wir natürlich weiterhin tun. Trotzdem will man nach so langer Zeit auch mal einen neuen Schritt wagen. Eine wichtige organisatorische Neuerung möchten wir Euch daher nicht vorenthalten: Ab dieser Ausgabe erscheint das P Stadtkulturmagazin unter dem Dach der Verlagsgruppe Rhein Main (VRM), zu der seit zwei Jahren auch die Echo Zeitungen gehören. Unser Impressum sieht jetzt ein bisschen anders aus, sonst ändert sich nix: Layout, inhaltliche Ausrichtung, strikte Trennung von Redaktion und Anzeigen, Partyamt-Kalender, Format, Papier, P-Team, Stil und Credo, Anzeigenpreise, Auflage (13.000 Exemplare), P-Verteilung mit Lastenfahrrädern ... bleibt alles und wird weiterhin von den P-Machern der ersten Stunde gesteuert. Das P freut sich über mehr Planungssicherheit – und die Verlagsgruppe Rhein Main über ein weiteres cooles Stadtmagazin im Sortiment. Natürlich liegt das P weiterhin gratis für Euch an mehr als 400 Auslagestellen in und um Darmstadt aus. Und natürlich werden wir weiterhin mit viel Herzblut und besonderem Blick herausfiltern, was Darmstadt Monat für Monat interessant und lebenswert macht. Das P bleibt ein Magazin von Darmstädtern für Darmstädter. Auf weitere neun Jahre ... mindestens. Schobbe! Das P-Team
Inhalt P STA DT KU LT U RM AGA Z I N | AUS GA BE 91 | F E BRUA R 2017
Thema Editorial, Inhalt
Seite 03
Thema Das literarische Darmstadt
Seite 32 – 33
Favoriten des Monats
04 – 10
Veranstaltungskalender
35 – 48
Stadterkundung: Waldkunstpfad
14 + 15
Out of Darmstadt
52 + 53
Interview mit Jan Fröhlich (Subsonic +
Neuigkeiten von Shukur und Mohammad
54 + 55
Bandsupporter)
16 – 18
Stilsicher, Folge 31: Seta Gestaltung
56 + 57
Die vierte Säule, Folge 1
20 + 21
Blackbox mit Digga Ras
58 – 61
Kommen und Gehen
22 – 25
Iss was! Folge 46: Schöner Schlonz
63 + 64
Aufgeschnappt
26 + 27
Wrede und Antwort
65
Theater-Tipps im Februar
28 + 29
Rischdisch (un)wischdisch
66
Kunst-Highlights im Februar
30 + 31
Impressum
66
P | 03
Favoriten des Monats SEIT 20 JAHREN DA
Radio Darmstadt (Studio am Steubenplatz 12) | Mi, 01.02. | ab 7 Uhr | Eintritt frei „Frischzelle“: The Satelliters (DA)
60S-MOD
Foto: The Satelliters
Seit den frühen 1990ern sind die Satelliters im Auftrag der 1960er unterwegs – in Sachen Beat-Musik, Garage-Punk und Mod-Style, um genauer zu sein. Das hat sie in Szenekreisen weltweit bekannt gemacht, denn sie beherrschen diesen Sound wirklich authentisch. Von England über die USA bis nach Japan werden ihre Platten gekauft. Keine Kopie, sondern wirklich eine atemberaubende Zeitreise in die Ära des Films „Quadrophenia“. Eine Darmstädter Band aus der Top-Liga. (obi) Klingt wie: The Monks, The Seeds, The Who, The Sonics, The Kinks
Bessunger Knabenschule (Keller) | Mi, 01.02. | 21.30 Uhr | Eintritt frei
Foto: André Liegl
„Die zwölf Geschworenen“
VIDEOTHEK
Im Oktober schloss die letzte offizielle Videothek Darmstadts. Das brachte einen der Macher der „Guten Stube“ auf die Idee, immer am ersten Donnerstag im Monat eine temporäre Videothek im Zucker anzubieten. In wohliger Atmosphäre mit reichlich Tipps für unentdeckte Perlen kann jeder dann mit offiziellem Mitgliedsausweis gegen Spende coole Filme leihen, die es teils auch in den unendlichen Sphären des Internets nicht für umme gibt. Mehr Details auf www.zuckersachen.de. Oldschool! (obi)
Zucker | Do, 02.02. | 19 Uhr | Eintritt frei
„Oldschool is the new Newschool“
UPPERCUT-PART Y
Back to basic? Eher: Volle Kraft voraus! Die Darmstädter Jungs von Uppercut bespielen ja gerne die ganze Stadt. An diesem Abend wird die CentralstationLounge mal wieder zum kleinen Szene-Club umfunktioniert. Erwarten können wir unter dem Motto „Oldschool is the new Newschool“ Classics aus HipHop, R‘n‘B und Ragga. Und das die ganze Nacht. Also lasst den Winter Winter sein und tanzt einfach dem Frühling entgegen. Elmar und Flo von Uppercut werden garantiert wieder ihr Bestes für Euch geben! (ak) Klingt wie: Von wegen alte Schule!
Centralstation (Lounge) | Fr, 03.02. | 23 Uhr | 5 € P | 04
Foto: Uppercut
Abbildung: Radio Darmstadt
Tag der Offenen Tür bei Radio Darmstadt
Seit 1997 ist das lokale Mitmachradio „Radar“ auf Dauersendung. Rund 200 Ehrenamtler versorgen die Heiner und Durchreisende mit Musik, Nachrichten, Unterhaltung, Kultur, meistens mit regionalem Bezug, zudem in knapp zehn verschiedenen Sprachen – von französisch bis singhalesisch. Zum Jubiläum öffnet die Radiostation ihre Türen. Die Besucher können zuschauen, wie bei Radar gearbeitet wird, und ins Gespräch mit den Machern kommen. Die präsentieren hörenswerte Beiträge aus dem Sendearchiv. Ab 18 Uhr gibt es Livemusik in bester Wohnzimmerkonzert-Manier. (fg)
Favoriten des Monats „B31SmokesUnderground #4“
TECH-HOUSE / TECHNO-PART Y
Abbildung: B31-Kollektiv
Die ersten „B31SmokesUnderground“-Feiern haben für ordentlich Aufsehen und Begeisterung gesorgt. Mit ihren anfangs in Off-Locations stattfindenden Partys zieht das B31-Kollektiv nun in die bekannten Clubs der Stadt. Ihre überirdischen Gastspiele im Weststadtcafé Ende 2016 und Anfang 2017 in der Goldenen Krone trugen den Namen „B31SmokesOverground“. Mit ihrer nächsten Veranstaltung zieht es das Kollektiv und seine feierwilligen Jünger nun wieder unter die Erde – diesmal in die Kellergemäuer des Hillstreet Clubs. (dk)
Hillstreet No. 73 | Sa, 04.02. | 23 Uhr | 5 € „Tatort“ auf Großbildleinwand
KOLLEKTIV GLOTZEN
Foto: Jan Ehlers
Good Popcorn, bad Popcorn? Ein Ende des heimischen Kompetenzgerangels verheißt dieses unausschlagbare Angebot. Denn die wöchentlichen Ermittlungen der intrigantesten Polizeipräsidenten, gewissenhaftesten Pathologen und verzweifeltsten Kommissare der Republik können wir nun auf großer Leinwand genießen. Verbrechen aus verlorener Ehre, kaputter Kindheit und mangelndem Geld beobachten, deren Aufklärung in gut gepolsterten Kinosesseln mit Tischen rechts und links genießen. Als letzte Zeugen bleiben nur verräterische Krümel und Becher für die Putzfrau. (sf)
Festival-Kino | So, 05.02. + 12.02. + 19.02. + 26.02. | jeweils 20.15 Uhr | Eintritt frei Jay Woser (DA)
SUPERGROUP
Foto: Jan Ehlers
Die noch relativ junge Band Jay Woser ist so eine Art Supergroup Darmstadts, da die Bandmitglieder (einige seit mehr als zwei Jahrzehnten) in Dutzenden anderen Bands unterschiedlichste Musik spielen und reichlich Know-how mitbringen. Daher reicht ihre musikalische Palette von Electro-Funk und Soul-Pop bis Punk-Rock und Trip-Hop. Dazu die wunderbare Stimme von Nadine Demetrio als Cocktail-Kirsche oben drauf. Mit dem Begriff Supergroup sollte man sparsam umgehen, hier ist er aber geboten. (obi)
Galerie Kurzweil | Fr, 10.02. | 21:30 Uhr | 10 €
KREATIVITÄT, LIVE UND IN FARBE
Centralstation (Saal) | Sa, 11.02. von 12 bis 20 Uhr (Vernissage: um 14 Uhr) + So, 12.02. von 11 bis 18 Uhr | Eintritt frei P | 05
Abbildung: Illustratoren Darmstadt
„Illustre Gestalten 9“
Die Illustratoren Darmstadt kooperieren mit der Buchmesse in Frankfurt und laden Kollegen aus den aktuellen Buchmessen-Gastländern (2016: Flandern und Niederlande) ein. Gemeinsam präsentiert man die jüngsten Werke. Dazu gibt es die volle Illu-Breitseite: Workshops zum Zeichnen und Windmühlen-Konstruieren, Podiumsdiskussionen, ein Virtual Reality Puzzle zum Mitmachen, den beliebten Illu-Mat, der Wunschbilder der Besucher produziert, Livezeichnen auf dem Tablet, eine Malecke für Kinder, Livebands, Verkaufsstand und Tombola. (ct)
Favoriten des Monats FOLKPUNK
„Wir sind anders“: Sascha Braemer (Berlin)
TECH-HOUSE
Foto: Arne Grugel
Das Nacht-Asyl des Level 6 im Ponyhof scheint dauerhaft zu funktionieren. Nach der Schließung des „Level“ im Sommer 2015 klappt die Einbettung des „Wir sind anders“-Veranstalterteams ins Ponyhof-Programm. Etliche Events im letzten Jahr zeugen davon. Diesmal haben sie den Berliner DJ Sascha Braemer eingeladen, der speziell im Uplifting-Tech-House-Segment eine richtig große Nummer ist und bereits auf Labels wie Kontor, Stil vor Talent und Katermukke veröffentlichte. Dazu die bewährten „Wir sind anders“-DJs Chris Hartwig, Ben Brown, Timo Soriano, Merlin Drüg und Flixx. Sounds like great stuff! (obi)
Ponyhof | Sa, 11.02. | 23 Uhr | 15 €
Foto: Jan Ehlers
Shan (Frankfurt)
DISCO-HOUSE
Gerd Jansons Label „Running Back“ ist immer ein klarer Indikator, wohin die Reise geht – sowohl stilistisch wie qualitativ: Feinster House in allen Färbungen von Deep bis Disco, von Minimal bis Acid. Der Frankfurter Shan veröffentlicht dort seit drei Jahren in eben diesen Färbungen ganz wunderbare Sound-Kleinode. Im letzten Jahr kam auch eine Platte auf Tim Sweeneys New Yorker Label „Beats In Space“ heraus, was umso mehr Shans Qualität unterstreicht. Im Rahmen der Diplomfeier des Fachbereichs Gestaltung bietet sich nun die Gelegenheit, ihn die ganze Nacht an den Turntables auf seiner Soundreise zu begleiten. (obi) Galerie Kurzweil | Sa, 11.02. | 23.59 Uhr | 8 € „Gute Stube“: Argo Vals (Estland)
POST-ROCK
Flächige Gitarren, flirrende Loops und klangvolle Samples mit einem sanft treibenden Schlagzeugbeat – so klingt der rein instrumentale Klangkosmos von Argo Vals. Was wie das Zusammenspiel einer mehrköpfigen Band klingt, ist tatsächlich jedoch das Werk eines einzelnen Komponisten, der mit einer Vielzahl technischer Hilfsmittel mal vertrackte, mal träumerische Songs zwischen Post- und Math-Rock kreiert. Zur Einstimmung auf das Konzert können wir zudem uneingeschränkt die Musikvideos des Esten voller märchenhafter Animationen und Illustrationen empfehlen. (mn) Klingt wie: Explosions In The Sky, This Will Destroy You, Mogwai Hoffart Theater | So, 12.02. | 20.15 Uhr | 5 € P | 06
Foto: Tõnu Laasi
Foto: Roughneck Riot
Roughneck Riot (UK) + Wolftown Sheeps (DA)
DJ Robert und Carsten Caleu haben ihre Heimat im Schlosskeller, dort sind sie unter dem Kampfnamen Radaudisko bekannt. Wer einmal eine ihrer zahlreichen punkgetränkten Konzertveranstaltungen besucht und beim Plattenauflegen nach den Gigs zugehört hat, dem wird bewusst sein, dass sie eine große Liebe zum Folk eint – vor allem zum keltischen, gerne mit punkiger Schlagseite. Ein Schlachtschiff dieser Musikrichtung haben sie mit Roughneck Riot nun in den Keller gelotst und wenn dieses Sextett nicht den Schweiß von der Decke triefen lässt, dann weiß ich auch nicht. Mit dabei: die Darmstädter Punkrocker Wolftown Sheeps – sagt mal, Jungs, ist da nicht ein „S“ zu viel? (mh) Klingt wie: Flogging Molly, Blyth Power, The Tossers Schlosskeller | Sa, 11.02. | 21 Uhr | 8 €
Favoriten des Monats „Fitkids: Sucht trifft Kultur“ Schirmherrin: Katrin Sass
INFO, FILM, LESUNG, BAND
Abbildung: NACOA Deutschland
Mehr als 2,6 Millionen Kinder leiden in Deutschland unter einem Suchtproblem ihrer Eltern. Und sind dadurch auch gefährdet, später selbst eine Suchterkrankung zu entwickeln. Was kann man tun für diese Kids? Wer kann helfen? Das Scentral, Drogenhilfe in Darmstadt, stellt seine „Fitkidsarbeit“ vor, möchte Aufmerksamkeit schaffen, aufklären und sensibilisieren – vor allem Menschen, die mit Kindern arbeiten. Es gibt Filmausschnitte, eine Lesung, Gespräche und – 18. Februar 2017 Support durch He.artwork. (pb) 12. musikalischen
.
Zucker | Di, 14.02. | 16 bis 20 Uhr | Eintritt frei (Spende willkommen)
Sookee (Berlin)
Das Aufwachsen mit suchtkranken Eltern bedeutet eine schwere Gesundheitsbelastung, von der ca. 2,65 Millionen Kinder in Deutschland betroffen sind.
ONE BILLION RISING
Ein Drittel aller Frauen und Mädchen werden in ihrem Leben Opfer von Gewalt, so eine UN-Statistik. Um ein lautstarkes Zeichen gegen diesen Missstand zu setzen, gehen seit 2012 in knapp 190 Ländern Menschen für die „One Billion Rising“-Kampagne auf die Straße. Dieses Jahr wird auch in Darmstadt wieder ordentlich Lärm gemacht: Mit der Rapperin Sookee steht eine der lautstärksten queer-feministischen Aktivistinnen des Landes auf der Bühne. Vor dem Konzert steigt um 16 Uhr noch eine Tanzdemo auf dem Ludwigsplatz! (mn) Klingt wie: Irie Révoltés, Antilopen Gang, Neonschwarz Wenn sie die richtige Unterstützung erhalten, haben sie trotzdem gute Chancen, sich zu gesunden, lebenstüchtigen Erwachsenen zu entwickeln.
Gestaltung: www.kokliko.de
Foto: Robert Kneschke/alamy
NACOA Deutschland e. V.,
Such(t)- und Wendepunkt e. V.,
Kunst gegen Sucht e. V.
Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach § 20 h Sozialgesetzbuch V finanziert durch die
info@coa-aktionswoche.de
Sie brauchen dafür zugewandte, fürsorgliche Erwachsene, die sie in ihrem Selbstbewusstsein und Ihrer psychischen Widerstandskraft stärken. In der Kita. In der Schule. In der Nachbarschaft.
Foto: taintedlenses
Die Aktionswoche ist eine Gemeinschaftsinitiative von
INFORMIEREN SIE SICH AUF WWW.COA-AKTIONSWOCHE.DE
Centralstation (Halle) | Di, 14.02. | 20 Uhr | 10 € Lasse Matthiessen (Kopenhagen)
KAMMERFOLK
Foto: Lasse Matthiessen
Begeistert von Matthiessens Songs reagierte das hiesige Feuilleton mit Superlativen. Der Däne sei „das Beste, was man aus einer Stimme und einer Gitarre machen kann“. Große Worte! Zweifel haben wir aber keine, dass der Sohn eines Jazz-Pianisten den hohen Erwartungen gerecht wird. Auf seinem Album „Wildfires“ vereint er aufrichtige Beobachtungen unserer komplexen (Gefühls-) Welt mit einer Konvergenz aus harmonischen und disharmonischen Klängen zu wirklich wundervoll bittersüßen Symphonien. (mn) Klingt wie: Bon Iver, The Avett Brothers
Schlosskeller | Di, 14.02. | 21 Uhr | Eintritt frei (Spenden erwünscht) DIRT Y BLUES
Bessunger Knabenschule (Keller) | Mi, 15.02. | 21.30 Uhr | Eintritt frei P | 07
Foto: King Mud
King Mud (USA)
Der Bundesstaat Tennessee ist mit seiner Hauptstadt Nashville einer der kulturellen Fixpunkte der USA. Hier liegen die Wiegen des Rock’n’Roll, des Country und des Whiskey. King Mud sind nichts weniger als das pure, ehrliche Destillat all dessen. Mit rauer, souliger Reibeisenstimme, crunchy Schlagzeug und dreckigen Blues-Riffs klingt das Trio um Van Campbell von den Black Diamond Heavies wie ein langer, sündenreicher Streifzug durch die alkoholgetränkte Nacht einer Südstaatenmetropole. Hell yeah! (mn) Klingt wie: James Leg, Radio Moscow, Johnny Cash
Favoriten des Monats Johnny O’Neal Trio (New York)
JAZZ
Foto: Brad Berger
Sein meisterhaftes, im Gospel und Blues wurzelnde Piano-Spiel brachte Johnny O’Neal bereits in frühen Jahren den Ruf eines Jahrhunderttalents ein. Der New Yorker startete seine Karriere an der Seite von Stars wie Ray Brown und Oscar Peterson, veröffentlichte sein Debüt via Concord Records, war 2004 Hand-Double im Oscar-Biopic „Ray“ – und spielt dennoch kaum außerhalb Harlems und Manhattans. Erkrankt an HIV muss der Virtuose nämlich seit vielen Jahren auf kräftezehrendes Touren verzichten. Für ein exklusives Konzert reist er nun mit seinem Trio nach Darmstadt. Pflichttermin! (mn)
Gewölbekeller unterm Jazzinsitut | Fr, 17.02. | 20.30 Uhr | 18 Euro „Werte in der bildenden Kunst – overrated?!“
PART Y IM MUSEUM
Abbildung: Junge Freunde des HLMD
Nachts im Museum is was los ... den Jungen Freunden des Landesmuseums sei Dank! Ihre vierte Kulturveranstaltung mit anschließender Party startet mit einer Podiumsdiskussion zum Thema des Abends und der Nacht: „Werte der Kunst – overrated?!“. Es diskutiert die Cremé de la Cremé der Kunstszene, was Kunst wert ist. Danach gibt’s Führungen durchs Haus, bevor alle im Café Rodenstein zu ganz und gar nicht überschätzter Musik abfeiern. (ct)
Hessisches Landesmuseum (HLMD) Sa, 18.02. | 19 Uhr (Party ab 23 Uhr) | 8 € (Mitglieder frei)
The Lo Fat Orchestra (CH) + Appaloosa (ITA)
HEIMORGELPUNK
„Singende Beine“
DIE WELT DER FUSSBALLSCHALLPLATTEN
In Fußballnerd-Kreisen ist Pascal Claude eine Koryphäe. Seit 20 Jahren sammelt der humorvolle Fußball-Kolumnist Vinylsingles mit Bezug zum weltweit geliebten, wunderschönen Spiel. Unbeholfene Lieder großer Fußballer gehören ebenso zum Fundus wie herzergreifende Hymnen auf Norwich City, Boca Juniors oder AC Pisa. In seinem pseudo-wissenschaftlichen, launigen Vortrag entführt uns Pascal Claude in die Welt der singenden Beine, spielt zahlreiche Tonbeispiele und schmückt sie aus mit Fakten und Anekdoten. 2 x 45 Minuten lang, musikalische Verlängerung: DJ Chromo. (ct)
Hoffart-Theater | Mo, 20.02. | 20 Uhr | 5 € P | 08
Foto: Pascal Claude
Foto: The Lo Fat Orchestra
Wenn eine Schrammel-Rumpel-Trash-Kapelle auf das für ihr Genre eigentlich unabdingbare Instrument „Gitarre“ verzichtet und stattdessen die Orgel orgeln, das Schlagzeug rumpeln und den Gesang über ein verzerrtes Mikro laufen lässt, hat sie schonmal alle meine Sympathien. So auch das Schaffhäuser Leichtfett Orchester, das die umtriebige Veranstaltungsgruppe Starwhore schon zum zweiten Mal nach Darmstadt holt. Unterstützt wird das Trio von Appaloose aus Livorno, die sich dem orientalisch angehauchten PsychoDance-Core verschrieben haben. (mh) Klingt wie: Aavikko, Casiokids, Devo Bessunger Knabenschule (Keller) | Sa, 18.02. | 21 Uhr | 9 Euro
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Favoriten des Monats NOISE-ROCK
„Frohes Schaffen – ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral“
DOKU
Foto: Violent Instinct
Violent Instinct (HH), Copy Cats (FFM), Rumble Deluxe (FFM)
Abbildung: Frohes Schaffen
Die Initiative „Transition Town Darmstadt“ zeigt „Frohes Schaffen – ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral“ (2012) von Konstantin Faigl – Gesprächsrunde danach inklusive. Der Film hinterfragt den hohen Stellenwert von Arbeit in unserer und anderen Gesellschaft(en). Interviewt werden unter anderem Kumpel im Ruhrgebiet und ein kalifornischer Ein-Mann-Fernsehsender. Facettenreich gräbt sich die Doku-Fiktion in die Tiefen des Arbeitsbegriffs samt praktischer Umsetzung. Ein deutscher Michael Moore in Echt- und Baldzeit. (tl) Hinterhaus der Energieagenten (Nieder-Ramstädter-Straße 57a, ehemalige Rosen-Apotheke) | Fr, 24.02. | 20 Uhr | Eintritt frei
PUNK
Wenn S.H.A.R.P. Darmstadt, die antirassistische Skinhead-Crew, zum Konzert lädt, handelt es sich meist um Ska- oder Street-Punk-Bands. Da darf es gerne mal rumpeln – auf und vor der Bühne. Im besten Sinne, denn das macht meist mehr Laune, als irgendwelchen filigranen Pop-Akademikern beim Gitarrenwichsen beizuwohnen. Und der Charme-Faktor von Violent Instinct, Copy Cats und Rumble Deluxe ist enorm, da sie in ihren straighten Punk immer wieder kleine zuckersüße Harmonien einflechten und der jeweils weibliche Gesang ein Übriges tut, harte Oi!-Skins butterweich werden zu lassen. Trotzdem Stöckelschuhe besser zu Hause lassen. (obi)
Oetinger Villa | Fr, 24.02. | 20 Uhr | 8 € Aurora DeMeehl: „Fantastisch Florales“
CHANSON
Zwar beginnt der Frühling erst Ende März, aber das „in Darmstadt und Umgebung weltweit bekannte“ Vintage-Showgirl Aurora DeMeehl lässt es schon im Februar grünen und blühen. In der monatlichen Reihe „La cave aux folles“ (ein Keller voller Narren) widmet sie sich diesmal Liedern über das Reich der Pflanzen: von der Tulpe aus Amsterdam bis zum kleinen grünen Kaktus. Außerdem dürft Ihr Euch auf ein Quiz, eine musikalische Hausaufgabe und einen garantiert hohen Trashfaktor freuen. „Chlorophyll für alle!“ (fg)
Theater im Pädagog | Sa, 25.02. | 19 Euro P | 10
Foto: Aurora DeMeehl
Foto: Susanne Beck
Friends of Gas (München) + New Faces (Saarbrücken)
Das grandiose Debüt „Fatal Schwach“ der Friends Of Gas erschien auf dem renommierten Berliner Label „Staatsakt“ und war die vielleicht größte musikalische Überraschung des letzten Jahres. Die Presse lobte das Quintett zurecht in den höchsten Tönen. Der Sound ist schroff, wavig und noisig, phasenweise ausufernd. Hervor sticht der raue, stakkatoartige Gesang von Nina Walser. Aufgenommen wurde die Platte übrigens von Max Rieger (Die Nerven). Live erwartet Euch eine „Wall of Noise“, die sich gewaschen hat! (tk) Klingt wie: Nina Hagen, Sonic Youth, Die Nerven, Karies, Kolossale Jugend Oetinger Villa | Do, 23.02. | 20 Uhr | 8 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
02.02. DO 05.02. SO 06.02. MO 07.02. DI 08.02. MI 11.02. SA 15.02. MI 16.02. DO 17.02. FR 17.02. FR 19.02. SO 21.02. DI
22.02. MI 23.02. DO 25.02. SA 28.02. DI 02.03. DO 02.03. DO 03.03. FR 03.03. FR 05.03. SO 05.03. SO 06.03. MO 07.03. DI 10.03. FR 11.03. SA 12.03. SO 13.03. MO
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15.03. MI 19.03. SO 30.03. FR 31.03. FR 22.04. SA 23.04. SO 26.04. MI 29.04. SA
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Unser komplettes Programm findet ihr im Internet unter
schlachthof-wiesbaden.de
One Billion Rising mit SOOKEE 14. Februar 2017 02.02. Michael Martin 03.02. Caveman (+04.02.) 03.02. uppercut.de: Oldschool is the new Newschool 08.02. Aynur 09.02. Kleid At Night #10 09.02. Rick Kavanian 11.02. Illustre Gestalten 9 (+12.02.) 13.02. Katrin Bauerfeind 15.02. Faisal Kawusi 16.02. Moya Brennan 17.02. Lichtenberg 18.02. Der FFH-Dummfrager 19.02. Lizz Wright (Staatstheater Darmstadt) 22.02. Saša Stanišić 24.02. Tanzen inklusive 24.02. Fifty/Fifty: Die Party für Best Ager 27.02. Jump up! Disco für 12 bis 16-Jährige 04.03. VIVA VOCE 05.03. Marlene Jaschke (Staatstheater Darmstadt) 07.03. Bov Bjerg 09.03. Klüpfel & Kobr 10.03. Thorsten Havener 11.03. Fifty/Fifty: Die Party für Best Ager
www.formalin.de
01.02. MI
Foto: taintedlenses
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Mellow Weekend Tanz wie Du bist – immer samstags!
Centralstation: vom E-Werk zum Kulturwerk
CENTRALSTATION / IM CARREE / DARMSTADT TICKETS UND INFORMATIONEN: WWW.CENTRALSTATION – DARMSTADT.DE HOTLINE: 06151 7806–999 FACEBOOK.COM/CENTRALSTATION DARMSTADT
KINO IN DARMSTADT Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe Spielfilm, USA 2017 | Regie: James Foley | Darsteller: Dakota Johnson, Jamie Dornan, Tyler Hoechlin | Filmstart: 09. Februar 2017 Jamie Dornan und Dakota Johnson kehren auf die große Leinwand zurück im zweiten Kapitel des weltweiten Bestsellers und Phänomens Fifty Shades of Grey. Anastasia versucht, Christian zu vergessen und stürzt sich in ihren neuen Job. Doch Christian tut alles in seiner Macht, um sie zurückzugewinnen. Als auch Ana ihr Verlangen nicht länger unterdrücken kann, wirft Christians Vergangenheit einen dunklen Schatten.
John Wick: Kapitel 2 Spielfilm, 2017 | Regie: Chad Stahelski | Darsteller: Keanu Reeves, Ian McShane, John Leguizamo | Filmstart: 16. Februar 2017 John ist ein weiteres Mal gezwungen, aus seinem Ruhestand zurückzukehren: Ein ehemaliger Kollege wurde damit beauftragt, die Kontrolle über eine mysteriöse, international agierende Organisation von Auftragskillern zu erlangen. Ein alter Blutschwur verpflichtet John, ihm dabei zu helfen. Er reist nach Rom, wo er gegen einige der tödlichsten Killer der Welt antreten muss.
Bibi & Tina – Tohuwabohu total! Spielfilm, Deutschland 2017 | Regie: Detlev Buck | Darsteller: Lina Larissa Strahl, Lisa-Marie Koroll, Louis Held | Filmstart: 23. Februar 2017 Das TOHUWABOHU ist perfekt: BIBI & TINA begegnen einem ruppigen Ausreißer, der sich als Mädchen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstirnig und stur, den kann man nicht überzeugen und selbst BIBI kommt mit Hexerei nicht weiter. Außerdem ist Schloss Falkenstein “under construction“ und der Graf völlig überfordert, während Alex ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt.
Elle Spielfilm, Frankreich, Deutschland u.a. 2016 | Regie: Paul Verhoeven | Darsteller: Isabelle Huppert, Laurent Lafitte, Anne Consigny | Filmstart: 16. Februar 2017 Die geschiedene Michelle hat einen Sohn dessen Freundin von einem anderen Mann schwanger ist. Sie selbst unterhält eine Affäre mit dem besten Freund ihres Ex-Gatten, ihre lebenslustige Mutter kann auf weit mehr als 30 Liebhaber zurückblicken. Sex, Seitensprünge und Schmerz, Lust, Leidenschaft und Liebe sind entsprechend zentral im Leben der Endfünfzigerin, die eines Tages in ihren eigenen vier Wänden von einem Unbekannten überfallen und vergewaltigt wird.
KINOPOLIS Darmstadt Goebelstraße 11 Infos & Tickets: (0 61 51) 8 705868 Mehr Infos im Kino und unter www.kinos-darmstadt.de
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KINO IN DARMSTADT Mein Blind Date mit dem Leben Spielfilm, Deutschland 2016 | Regie: Marc Rothemund | Darsteller: Kostja Ullmann, Jacob Matschenz, Anna Maria Mühe | Filmstart: 26. Januar 2017 Die Feel Good-Komödie „MEIN BLIND DATE MIT DEM LEBEN“ ist die ungewöhnliche und wahre Geschichte des fast gänzlich erblindeten Saliya Kahawatte, der seine Umwelt über viele Jahre im Glauben gelassen hat, er könne sehen. Mit Hilfe seines besten Freundes gelingt Saliya eine erstaunliche Karriere vom Lehrling bis zum Restaurantleiter in einem Luxushotel. STUDIOCANAL PRÄSENTIERT EINE ZIEGLER FILM PRODUKTION IN KOPRODUKTION MIT SEVENPICTURES STUDIOCANAL FILM MIT KOSTJA ULLMANN JACOB MATSCHENZ ANNA MARIA MÜHE JOHANN VON BÜLOW ALEXANDER HELD MICHAEL A. GRIMM KIDA KHODR RAMADAN NILAM FAROOQ SYLVANA KRAPPATSCH CASTING STEFANY POHLMANN KAMERA BERNHARD JASPER SZENENBILD CHRISTIAN EISELE KATHARINA DE MALOTKI TONMEISTER FRANK HEIDBRINK SCHNITT CHARLES LADMIRAL FILMMUSIK MICHAEL GELDREICH JEAN-CHRISTOPH SCHOWI” RITTER SOUND DESIGN ALEX SAAL MISCHUNG TSCHANGIS CHAHROKH PRODUKTIONSLEITUNG ISMAEL FEICHTL POST-PRODUCTION SUPERVISOR THOMAS LÜDEMANN HERSTELLUNGSLEITUNG HARTMUT KÖHLER PATRICK ZORER “ RUTH THOMA NACH DER GLEICHNAMIGEN BIOGRAFIE VON SALIYA KAHAWATTE MIT NELE BRÜDGAM ERSCHIENEN IM EICHBORN VERLAG GEDREHT AN ORIGINALMOTIVEN DES HOTELS BAYERISCHER HOF REGIE MARC ROTHEMUND ISABEL HUND RODOLPHE BUET KALLE FRIZ AUSFÜHRENDE PRODUZENTIN ANJA FÖRINGER PRODUZENTINNEN TANJA ZIEGLER YOKO HIGUCHI-ZITZMANN DREHBUCH OLIVER ZIEGENBALG
KOSTÜMBILD RAMONA KLINIKOWSKI MASKENBILD CHARLOTTE CHANG KOPRODUZENTEN STEFAN GÄRTNER
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Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen Spielfilm, USA 2016 | Regie: Theodore Melfi | Darsteller: Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Kirsten Dunst | Filmstart: 02. Februar 2017 Eine leidenschaftliche Hommage an drei herausragende afroamerikanische Frauen, die zu Beginn der sechziger Jahre bei der NASA arbeiten und an vorderster Front an einem der wichtigsten Ereignisse der jüngeren Zeitgeschichte beteiligt sind. Die brillanten Mathematikerinnen sind Teil jenes Teams, das dem ersten US- Astronauten John Glenn die Erdumrundung ermöglicht. Dabei kämpft das visionäre Trio um die Überwindung der Geschlechter- und Rassengrenzen und ist eine Inspiration für kommende Generationen, an ihren großen Träumen festzuhalten.
Newsies – Das Broadway Musical nur am Sonntag, 19.02. um 20 Uhr im programmkino rex Angesetzt im New York der letzten Jahrhundertwende und basierend auf wahren Begebenheiten, erzählt NEWSIES die mitreißende Geschichte von Jack Kelly. Der charismatische Zeitungsjunge und Anführer einer zerlumpten Bande heranwachsender ‚Newsies’ träumt von einem besseren Leben weit abseits der knallharten New Yorker Straßen. Doch als die Verlagstitanen Joseph Pulitzer und William Randolph Hearst die Einkaufspreise zulasten der Zeitungsjungen heraufsetzen, nimmt Jack dies zum Anlass, den Kampf aufzunehmen und mit den Newsies der gesamten Stadt für ihr Recht zu streiken.
Lion Spielfilm, Australien, Großbritannien u.a. 2016 | Regie: Garth Davis | Darsteller: Rooney Mara, Nicole Kidman, Dev Patel | Filmstart: 23. Februar 2017 Der fünfjährige Saroo geht viele tausend Meilen von seinem Zuhause entfernt verloren und findet sich plötzlich ganz allein in der Großstadt Kalkutta wieder. Er meistert eine Menge Herausforderungen und wird schließlich von einem australischen Ehepaar adoptiert. 20 Jahre später macht er sich als 25-jähriger Mann auf eine epische Reise, um seine verlorene Familie wiederzufinden. Lion wurde bereits vor seiner Premiere als einer der vielversprechendsten Anwärter auf die Auszeichnung als Bester Film bei der Oscarverleihung 2017 gehandelt.
Citydome Darmstadt Wilhelminenstraße 9 Infos & Tickets: (0 61 51) 29789 Mobile-Ticketing per App App Store: Stichwort „Kinopolis“
Erhältlich im Google play Store Stichwort „Kinopolis“
Windows Phone und webOS unter m.kino-ticketshop.de
Stadterkundung Urban Exploration: Waldkunstpfad T E X T + FOTO S: U L I GA SP E R
Ort: Waldkunstpfad Darmstadt Fotograf: Uli Gasper Aufgenommen: im Winter 2014 / 15 Hintergrund: Ende Dezember. Extremwetter mit Temperaturen weit unter null Grad Celsius, zehn Zentimeter Schnee, Eis auf den Straßen. Früher nannte man das Winter. Es ist nach 20 Uhr und ich überlege, nochmal rauszugehen und Fotos zu machen. So oft liegt hier ja kein Schnee. Also Kamera, Stativ und Lampen gepackt und los. Der Parkplatz im Wald unterhalb der Ludwigshöhe ist leer, kein Mensch unterwegs. Ich stapfe los, kenne den Weg. Der Himmel hängt tief heute, reflektiert das orangene Licht der Stadt in den Wald hinein. Alle Geräusche sind gedämpft. Aufbauen, einstellen, ausleuchten. Dreißig Sekunden
dauert eine Belichtung. Mit den starken Taschenlampen lässt sich Licht malen. Ich schäle das Luftschloss aus der Dunkelheit, lasse das Ei aus Birkenrinde erstrahlen, atme die feuchte SchneeLuft. Allein. Niemand stört. Ob es hier Wildschweine gibt? Es ist so hell im Wald, dass ich zum Laufen keine Lampe brauche. Zwei Stunden Schnee, Licht und Fotos. Das langt erstmal. Ab nach Hause, heißen Tee und Bilder fertigmachen. ❉
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Die kleine große Welt des Jan Fröhlich (Subsonic + Bandsupporter) TEXT: TOBIAS MOKA | FOTOS: JAN EHLERS (PORTRÄT) + LICHTRICHTUNG.DE, THOMAS KIESSLING (BANDSUPPORTER)
In der Hofeinfahrt eines kleinen Anwesens in einer monotonen Seitenstraße Weiterstadts verbirgt sich das „Subsonic“. Eigentlich ein winziger Ladenraum, der aber als subkulturelles Kleinod Weiterstadts, Geschäfts-Hybrid „für Medien aller Art“ sowie Ideenschmiede und Schaltzentrale des Kulturnetzwerkes des Betreibers Jan Fröhlich funktioniert.
Der winzige Ladenraum umfasst nur eine kleine Auswahl, im angrenzenden Keller lagern knapp 10.000 Bücher, 300 Filme, 1.200 CDs und 400 Vinyl-Schallplatten. „Darüber hinaus habe ich über Großhändler die Möglichkeit, auf einen Pool von um die fünf Millionen Medien zuzugreifen“, ergänzt er schmunzelnd. Von Beginn an verkaufte Jan auch Platten regionaler Bands und Künstler, die sonst nur wenige Vertriebsmöglichkeiten haben. Das brachte ihn schon kurz nach der Ladeneröffnung auf die Idee, darüber hinaus eine virtuelle Plattform anzubieten, die Newcomer unterstützt und vernetzt. Das weitgehend ehrenamtliche Projekt Bandsupporter war geboren. „Wir versuchen die Bands durch Auftritte, Organisation, Tipps und mehr so weit zu unterstützen, P | 17
DUBBEL SPÄTH
Als Fröhlich das Subsonic im Jahr 2006 „aus einer Schnapsidee heraus“ eröffnete, befand sich der Laden noch an der Hauptstraße Weiterstadts. Aber wie das städtische Leben so spielt, zog er irgendwann in einen kleinen Anbau seines eigenen Hauses, um Kosten zu sparen. Hier vereint das eigentlich als Plattenladen begonnene Geschäftsprojekt mittlerweile Ticketshop, Platten-, Bücher- und Filmverkauf sowie Postannahmestelle für einen regionalen Anbieter und weitere Serviceangebote. Während des einstündigen Interviews kamen drei Kunden in den Laden – alle, um Post abzugeben, einer davon: der örtliche Gerichtsvollzieher („mein bester Kunde!“). Und Jans Mutter mit frischem Kaffee. „Der Verkauf von Medienträgern wie CDs, DVDs oder auch Büchern läuft bei Subsonic fast nur online – das dafür bundes- manchmal auch weltweit. In der Summe trägt sich das gesamte Geschäft aber nur als Hybrid aus verschiedenen Sektoren“, erklärt Fröhlich.
dass sie für Labels interessant werden oder sich selbst professioneller und besser organisieren können“, ist auf der Webseite zu lesen. Neben Video- und Fotoshootings, Flyer- und T-Shirtdruck, Proberäumen und vielen weiteren Bausteinen bildet das Element Booking einen Schwerpunkt, da es neuen Bands und Künstlern meist nur schwer möglich ist, an Gigs zu kommen. Um das zu vereinfachen, kreierte Fröhlich mit zahlreichen Helfern und kooperierenden Konzertorten die Reihen „Bandsupporter-Sessions“ und „Bandsupporter-Contest“.
„Vor allem das letzte Jahr war heftig, wir hatten einen Termin nach dem anderen – einmal sogar 25 Bands an einem Tag im Loop 5“, erzählt Fröhlich. Und ergänzt: „Das ist nur mit ganz vielen Unterstützern und Helfern zu schaffen, die ich hier am liebsten alle namentlich nennen würde.“
„Bandsupporter-Sessions“ finden mehr oder weniger regelmäßig in etablierten Konzertclubs wie dem (aktuell geschlossenen) An Sibin in Darmstadt, dem Ponyhof in Frankfurt oder dem Caveau in Mainz, aber auch in umfunktionierten Örtlichkeiten wie einem Fotostudio in Maintal statt. Unter dem Titel finden sich dann meist neue Talente auf der Bühne, manchmal auch im Verbund mit etablierten und erfahrenen Künstlern. „Das hat sich gut eingepegelt. Im An Sibin zum Beispiel haben wir montags eigentlich immer regelmäßig über 30 oder auch mal über 100 Besucher“, zeigt sich Fröhlich erfreut. „Wir sind aber kein Label und kein Management. Von den Bands selber muss auch viel Elan und Arbeit kommen“, stellt er klar, weil einige wenige Bands „Bandsupporter“ als eine kostenlose Rundum-Betreuung missverstanden.
Dafür hätten wir allerdings eine Sonderausgabe drucken müssen. Gleiches gilt für die weiteren Bausteine seines Kulturnetzwerkes: die regelmäßigen „Bandsupporter-Sessions live on air“ bei Radar (Radio Darmstadt/103,4 Mhz), die montäglichen Bandsupporter-Gigs, die donnerstäglichen Quiznächte an wechselnden Orten, die Organisation von Festivals wie dem Rock + Pop am Tännchen (am 23. + 24.06.2017 mit den Headlinern Henni Nachtsheim und Gerd Knebel am Rande von Weiterstadt). Es ginge wahrscheinlich endlos weiter, wenn er nicht auch noch stolzer Papa von zwei Kindern wäre. Womit wir abschließend noch die von ihm organisierte Kindertagesstätte „Rasselbande“ und seine Patenschaft für die „Stolpersteine“ in Weiterstadt erwähnen können. Jetzt langt's aber auch. ❉
www.subsonicshop.de www.bandsupporter.de
Bandsupporter-Termine
— Bandsupporter-Sessions bei Radar: (Radio Darmstadt/103,4 Mhz): live: Rami Hattab & Gottfried Lehr Mi, 01.02. | 19 bis 23 Uhr www.radiodarmstadt.de/redaktionensendungen/kulturredaktion/ bandsupporter-session-onair.html Bandsupporter-Sessions: Jet Panic & The Mad Kostas & The Electric Coast Tag & Nacht-Studios (Mornewegstraße 43 b) Sa, 11.02. | 20 Uhr | Eintritt frei Im Rahmen der „Bandsupporter-Contest“-Reihe mit Viertel-, Halb- und Finale (am 13.04.2017 in der Centralstation) gingen diesmal rund 70 Bewerbungen von Bands oder Solo-Künstlern ein. 24 davon starten ab Mitte Februar im Viertelfinale an sechs Orten über Süd- und Mittelhessen verteilt. Die Resonanz wird immer größer und der über die Jahre gewachsene Bandsupporter-Pool an Künstlern und Bands umfasst mittlerweile über 400 Mitglieder. P | 18
Bandsupporter-Contest (Viertelfinale): 17.02. Caveau in Mainz 18.02. Open Stage, Rodgau 24.02. Theater im Pädagog, Darmstadt 25.02. Franzis, Wetzlar 03.03. Jugendzentrum Langen 04.03. BB on the Rockz, Worms
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Die vierte Säule Folge 1: Über die grünste Kreuzung Darmstadts TEXT: SEBASTIAN WEISSGERBER | ILLUSTRATION: HANS-JÖRG BREHM + LISA ZEISSLER (PORTRAIT)
Vor sechs Jahren entschieden sich die Darmstädter für eine Sensation: Sie wählten nicht nur nach 60 Jahre dauernder Herrschaft den SPDFilz aus ihrer Stadtregierung und die Grünen zur stärksten Kraft im Parlament, sondern mit Jochen Partsch auch den ersten Grünen zum Oberbürgermeister einer hessischen Großstadt. Ihr Weg von der Gründung bis zur Machtübernahme führte die Grünen dabei in drei Jahrzehnten zweimal über die selbe Straßenkreuzung. Es ist ein unscheinbarer Ort, an dem sich der Aufstieg der Grünen in Darmstadt festmachen lässt: die Ecke Rhönring und Arheilger Straße. Dort scheiterten erst in den 1970er Jahren der Stadtbaurat Herbert Reißer (CDU) und drei Jahrzehnte später Dieter Wenzel (SPD) in gleicher Funktion mit gigantischen Straßenbauprojekten am Widerstand der Watzeviertler. Statt Straßen zu bauen,
legten Reißer und Wenzel indirekt die zwei wichtigsten Grundsteine in der Geschichte der Darmstädter Grünen. Herbert Reißer, Vater des heutigen Bürgermeisters Rafael Reißer (CDU), plante entlang der Arheilger Straße mit einer vierspurigen Stadtautobahn – der sogenannten Osttangente – das Martinsviertel zu zerschneiden und neu zu ordnen. Die wenigen Darmstädter Altbauten, die dort vom Krieg verschont geblieben waren, galten vielen als Schandfleck. Tatsächlich teilten sich in den 1960er Jahren dort noch viele Familien eine Toilette auf dem Flur oder im Hof und das Mischgebiet aus Gewerbe und alten Mietshäusern galt als „mit den Zielsetzungen des heutigen Städtebaus schwer verträglich“, wie das Stadtparlament 1964 erklärte. Eine Bürgerinitiative verhinderte schließlich den Straßenbau und reihenweisen Häuserabriss. Mit ihrer Partei, der Wählergemeinschaft Darmstadt (WGD), holte die Initiative 1977 acht und 1981 zehn Prozent bei der Kommunalwahl. Die ebenfalls im Dunstkreis der Osttangenten-Gegner aufkeimenden Grünen traten aus Rücksicht auf die WGD 1981 nicht zur Wahl an, übernahmen jedoch in den Folgejahren manches Personal der WGD und zogen 1985 aus dem Stand mit fast zehn Prozent ins Stadtparlament ein. Vier Jahre später konnten sie ihr Ergebnis sogar verdoppeln.
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Zwei Jahrzehnte später waren die Grünen längst als Koalitionspartner der SPD in der Stadtregierung etabliert. Und wieder sollte am Rhönring eine riesige Straße gebaut werden. Während Herbert Reißer über die Arheilger Straße den Verkehr noch in die Stadt hinein holen wollte, plante Dieter Wenzel an gleicher Stelle eher Gegenteiliges: Die Nordostumgehung sollte den Rhönring entlasten und die Autos durch einen Tunnel unter dem Bürgerpark um die City herumführen. Doch gerade die Anwohner des Rhönrings, die von dem Bau profitieren sollten, misstrauten den Plänen grundlegend. Von der Finanzierung über Verkehrszählungen bis zur Wirksamkeit der Straße zweifelte die Bürgerinitiative Ohne Nordostumgehung (ONO) an allen SPD-Aussagen. Auch eine eigens eingeschaltete PR-Agentur konnte das Desaster für die SPD beim Bürgerentscheid über den Straßenbau 2009 nicht verhindern. Zwar gewannen die Gegner den Entscheid, verpassten aber knapp das Quorum, nach dem nicht nur die Mehrheit der abgegebenen Stimmen zählt, sondern diese Mehrheit auch 25 Prozent der Wahlberechtigten ausmachen muss. Die Grünen, die als Koalitionspartner von SPD und FDP den Bau eigentlich hätten mittragen müssen, hatten sich bis dahin geschickt bedeckt gehalten, und schlugen sich nun auf die Seite der ONO. Die Ampelkoalition zerbrach und die SPD verlor in der Folge ihre ganze Macht. Mit dem Führungspersonal der Bürgeriniative ONO auf ihrer Wahlliste zogen die Grünen 2011 als stärkste Kraft ins Stadtparlament ein und koalieren seitdem mit der CDU. Gleichzeitig gewann der Grüne Jochen Partsch das Oberbürgermeisteramt mit knapp 70 Prozent (in der Stichwahl) gegen Amtsinhaber Walter Hoffmann (SPD). Die Katastrophe für die SPD und der Erdrutsch-Sieg der Grünen machten bundesweit Schlagzeilen. ❉
Neue Lokalpolitik-Kolumne im P — Sebastian Weissgerber hat bis 2009 für die Frankfurter Rundschau aus dem Darmstädter Stadtparlament berichtet. Im P schreibt er nun als „Vierte Säule“ über die hiesige Politik. In der nächsten Ausgabe geht es um die Oberbürgermeisterwahl im März. P | 21
04.02. | Premiere 08.02. | 17.02. | 25.02. | 2017
und
Kommen Gehen Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie T E X T E: P E T R A B L A N K + M AT I N NAWA B I + TOB I MOKA + C E M T E V E TOǦLU | FOTO S: JA N E H L E RS + L I L LY PAC H E R
Gasoline Brothers Kustom Kulture ist nix für Spießer. Der Oberbegriff für Kunst, Fahrzeuge, Frisuren und Kleidungsstil der Customizing-Szene, die Autos und Motorräder im hot-rodding-Stil künstlerisch aufmotzt (Drag Racers, Lowriders), hat seinen Urspung in einer Arbeiterklasse-Jugendbewegung der 1950er, den Greasers. Auch andere Subkulturen wie die Mods und Rocker der 1970er, die Metal- und Rockabilly-Szene der 1980er sowie die Psychobillys der 1990er beeinflussten die moderne Kustom Kulture. Gepaart mit Anlehnungen an Cartoons und Monsterfilme aus den 1950er- bis 1970er-Jahren entstand eine vor
Kreativität sprudelnde Form der Subkultur. Diesen Spirit fangen Enzo Scaramella und Stefan Warken mit ihrem neuen Laden Gasoline Brothers ein. Hier gibt es Mode und Accessoires abseits des Mainstream, „für coole Biker und urbane Nonkomformisten“, definiert Enzo, der übrigens auch das Café Salve in der Darmstädter Innenstadt betreibt. Die Gasoline Brothers verkaufen abriebfeste Kevlar-Jeans, robuste wie klassisch schöne Arbeiter-Boots, bequeme Elastan-Jeans für die bikende Dame, Klamotten aus raw-Denim oder eng gewebtem Japan Denim, schmutz- und wasserabweisende P | 22
Holzfäller-Hemden, senffarbene Lederhandschuhe, Helme im Retro-Design, rock'n'rollige Hüte, Portemonnaies, Biker-Brillen und andere Accessoires. Die Labels stammen aus den USA, der Schweiz, Frankreich, vom Chiemsee und aus Frankfurt. Alle so stylo und authentisch wie das wunderbar ironische Deckengemälde des Künstlers Jesper Bram über der Ladentheke. Das ist natürlich auch in Kustom Lowbrow Art gehalten. (ct) — Pallaswiesenstraße 145, Weststadt www.gasbros.com und www.facebook.com/Gasoline Brothers
Café Lotte Das Café Lotte unweit des Woogs hat eine neue Betreiberin: Hannelore Glock, die zusammen mit ihrem Mann ein „kleines charmantes Viertelcafé als Anlaufpunkt für die direkten Anwohner“ betreiben will. Dafür gibt es (bis auf Dienstag als Ruhetag) jeden Morgen ein Frühstücksangebot (sonntags ein extra reichhaltiges Frühstücksbuffet), mittags und abends Kuchen, Kaffee, diverse Suppen („selbstgemacht nach Großmutters Rezepten“) und gerne auch mal spontan italienische Nudeln mit Pesto und Käse. Spontan, weil neben der Speisekarte auch ein Spezialitäten-Verkauf für Gourmets angeboten wird: mit Nudeln, Trüffeln, Likören, Branntweinessigen, Ölen und Gewürzmischungen von einer Fachhändler-Manufaktur an
der Mosel. Das Café Lotte bietet Platz für 35 bis 40 Gäste und kann auch für private Feiern angemietet werden. Geöffnet ist von 10 bis 19 Uhr (mittwochs bis 22 Uhr). „Es geht mir hier keiner raus, bevor er oder sie satt ist“,
bringt Frau Glock ihr Credo auf den Punkt. (obi) — Soderstraße 116, Woogsviertel www.facebook.com/cafelotte. darmstadt
anderem: Stella McCartney) und einer exklusiven Auswahl an Bustiers, Spitzen-, Softcup- und Bügel-BHs, Balconettes, Bodys, (Tanga-) Slips und Nachthemden. In weiß und altrosé. Zart, mit viel Seide und Spitze, zeitgenössisch im Design. Für die Gold eck Bar,
die für sechs Monate auf diesen 20 qm eingezogen war, wird aktuell übrigens eine neue Bleibe gesucht. (ct) — Wilhelminenstraße 4, Innenstadt www.goldmarmor-shop.de
Goldmarmor (Lingerie) Warum entstammen Bezeichnungen für geschmackvolle, reizende Unterwäsche eigentlich immer dem Französischen? Lingerie. Oder, vielen weit geläufiger, aber auch abgenutzter: Dessous. Weil sie „in ihrer Gestaltung oft an Vorbilder aus dem französisch geprägten späten 19. Jahrhundert angelegt sind, in dem zunehmend ansprechende Wäsche produziert wurde“, verrät Wikipedia. In Darmstadt gibt es nun einen Laden, der Lingerie-affinen Damen eine echte Alternative bietet. Anfang Februar eröffnet direkt neben dem Goldmarmor-Laden in der Wilhelminenstraße der ebenfalls von Karima Hartit und Jörg Klingelmeyer geführte kleine Lingerie-Ableger. Mit ebenso individuellen wie puristischen Labels (unter
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ReSales Second Hand im großen Stil: Seit Oktober 2016 gibt es in der Innenstadt eine Filiale von „ReSales“, mitten in der Fußgängerzone. Hier könnt Ihr auf drei Etagen gebrauchte Teile durchstöbern, insgesamt rund 750 Quadratmeter voll mit Klamotten – von der orangenen Skihose bis zur schicken Glitzer-Bluse ist alles dabei. Und der Vintage-Bereich im zweiten Stock vermittelt sogar einen gewissen Großstadt-Flair, das könnte genau so auch in Berlin oder Hamburg stattfinden. Anders als die lauschigen, kleinen Second-Hand-Lädchen in den Vierteln kauft ReSales nichts an, sondern verkauft nur. Sämtliche Ware kommt über ein Containernetz, ReSales gehört nämlich zur Texaid-Gruppe. Und das wiederum ist ein Unternehmen,
dessen Hauptaktionäre sechs Schweizer Hilfsorganisationen sind. Gemeinsam erwirtschaftet man über den Verkauf gebrauchter Textilien „finanzielle Mittel für karikative Zwecke“. Ressourcenschonend einkaufen – für Damen, für Herren, für Kids. Alle
Größen, alle Styles. Geöffnet ist von Montag bis Samstag von 10 bis 19 Uhr. (pb) — Ludwigstraße 7, Innenstadt www.resales-shop.de und www.texaid.de
Auberginen. Herzstück und Hingucker ist die große Fensterfront zur Fußgängerzone mit Blick in die Backstube. Vor Euren Augen werden hier Gözleme frisch zubereitet. Für die traditionsreiche Spezialität der türkischen Küche wird Yuvka-Teig superdünn ausgerollt, hälftig belegt – zum Bei-
spiel ganz klassisch mit Spinat –, zusammengeklappt und ohne Fett heiß gebacken. Köstlich! Wählen könnt Ihr aus insgesamt 27 Variationen. (mn) — Elisabethenstraße 28, Innenstadt Bei Facebook nach „Tuana Café & Patisserie“ suchen
Tuana – Café & Patisserie m ehemaligen Pelzwarengeschäft unweit der Grafenstraße hat in der ersten Januarwoche das Tuana eröffnet. Als Café und Patisserie beworben, sind die Vitrinen gefüllt mit allerlei türkischen Teig-Spezialitäten sowie Backwaren von süß bis herzhaft (Kuchen, belegte Brötchen, Brezeln). Wem das schnelle Börek auf die Hand nicht reicht, der darf sich über das reichhaltige Frühstücksbuffet freuen. Hier kann man täglich von 7 bis 12 Uhr (am Wochenende von 8 bis 13 Uhr) Kräfte für den Tag sammeln. Allen, denen eher am Mittag der Magen knurrt, werden wechselnde Tagesgerichte serviert. Zum Beispiel Manti, gefüllte Teigtaschen, oder Karniyarik mit Pirinc Pilavi, mit Hackfleisch und Reis gefüllte
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Weitere Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel & Gastronomie +++ Umzug: Jack Wolfskin ist von der Wilhelminen- in die Ludwigstraße gezogen. +++ Der Hochwert-Second-Hand-Klamottenmarkt Kleid At Night verwandelt die Centralstation am Donnerstag, 09.02., von 19 bis 22 Uhr, wieder in einen Pop-up-Shoppingtempel mit geschmackvoller Kaufrausch-Musik-Untermalung von Chara & Alexandre. Eintrit: 2 € +++ Die Goldene Krone, Multimedia-Kulturhaus since 1975, wird jetzt auch noch Café: Ab Februar gibt es in der Kneipe täglich ab 13 Uhr (bis zur Schoppestund' um 19 Uhr) Krone-Kaffee plus Kuchen und Hörnchen. „Für alle, die beim Kaffeetrinken auch mal rauchen wollen, oder für alle, die einfach ein bisschen Entspannung beim Lernen oder zwischen den Univeranstaltungen suchen.“ Dazu Tischkickern, ab und zu ein Mittagskonzertchen, Spielenachmittag „und ganz oft einfach mal gar nichts, außer gemütlich im Krönchen abzuhängen.“ +++ Nach monatelanger Renovierung hat am Stadtkirchplatz wieder ein italienisches Restaurant eröffnet: Nachfolger von La Piazzetta ist La Fratelli. Pizza, Pasta und Schnitzel mit Blick durch riesige Glasfenster auf Darmstadts schönsten Innenstadtplatz. +++
Darmstadt mausert sich zur Burger-Hochburg. Anfang Januar hat in der Elisabethenstraße 41 Lieblingsburger eröffnet. Im Angebot: Hamburger, Cheeseburger, Bagleburger, mediterrane Burger, Bio-Burger, Veggie-Burger, vegane Burger, Süßkartoffeln, Pommes, Chilli Cheese Pommes. Mehr im März-P. +++ Im neuen Imbiss Lilien Tisch in der Lauteschlägerstraße (neben dem „Hobbit“) gibt es Burger, Pizza, Sandwiches und Salate, das Angebot soll bald in Richtung Pasta erweitert werden. +++ Das Obsthaus Rebell („Marktschreier“) hat Mitte Dezember einen Pop-Up-Store im Carree (im Durchgang Richtung Luisenplatz) eröffnet. +++ Das vegane Bistro Veelgood in der Müllerstraße (hinterm Ludwig-Georgs-Gymnasium) hat nach Renovierung und mit neuer Verstärkung im Team wiedereröffnet. +++ Fast schon traditionell an dieser Stelle: ein Update aus dem Wilhelminenquartier: „coa Asian Food & Drinks“ und Streetfood-Filialist Butchers Original (Pastrami, Burger, Pulledpork, Phillycheesesteak, Salat, Sweets) stehen in den Startlöchern, feilen aber noch an Kleinigkeiten bei der Ausstattung. (ct) +++
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ufgeschnappt! Aufgeschnappt! A Stadtkultur-Neuigkeiten REC H E RC H E + T E X T: M AT I N NAWA B I | FOTO S: FOU R M US I C (M Ä DN E SS U N D D Ö L L) + REG I NA S I LV E I R A (KU N ST H A L L E)
Die lokale Kulturszene ist ständig in Bewegung – da bekommt man viele interessante Neuigkeiten nur am Rande, viel zu spät oder gar nicht mit. Schluss damit: An dieser Stelle servieren wir Euch alle Info-Häppchen, welche die P-Redaktion in den letzten Wochen aufgeschnappt hat. Mädness und Döll machen ab sofort gemeinsame Sache. Zwei Jahre, nachdem die beiden Darmstädter Rapper jeweils eigene, richtig starke EPs veröffentlicht haben, erscheint Anfang März ihr Album „Ich und mein Bruder“. Auf dem von den Fantastischen Vier gegründeten Label Four Music. Glückwunsch! Zwar haben die beiden Geschwister dafür Darmstadt in Richtung Berlin verlassen – und
treten quasi in die Fußstapfen ihres Amigos Yassin. Nach dem ersten Vorboten, dem Video zur titelgebenden Single ihres Major-Debüts, haben wir trotzdem mächtig Bock auf das, was da kommt. www.facebook.com/maednessrap www.facebook.com/doelloffiziell Wir bleiben im HipHop-Kosmos unserer Stadt: Phonk D, früher auch als Produzent von Mädness unterwegs, hat gerade die achte Veröffentlichung seines Labels Footjob an den Start gebracht. Produziert wurde die „Flying Circus“-EP zusammen mit seinem Frankfurter Kollegen Le Rubrique. Unter den vier discolastigen, funky DancefloorTracks findet sich auch ein Remix des Berliner HouseMeisters Borrowed Identity. P | 26
Gibt’s wie immer als Vinyl und digital via www.footjob-music.com. „111 Orte in Darmstadt, die man gesehen haben muss“ wurden von Sonja Morawietz und Hartmut Heinemann auf knapp 240 Seiten zusammengetragen – vom Alten Pädagog bis „Zum Scheinheil’gen“. Die beiden Autoren sind tief in unsere Stadt, die es „sogar ins Periodensystem der Elemente geschafft hat“, eingetaucht und präsentieren in ihrem Buch neben allgemein Bekanntem auch etliche versteckte oder in Vergessenheit geratene Orte, zu denen jeweils Anekdotenreiches und Wissenswertes recherchiert wurde. Selbst wer meint, Darmstadt wie seine Westentasche zu kennen, entdeckt bei der Lektüre Neues. Oder wusstet
Ihr, wessen tragischer Tod eines Darmstädters es als Filmzitat bis nach Hollywood geschafft hat? www.emos-verlag.de Radio Darmstadt feiert sein 20-jähriges Sende-Jubiläum. Im Februar 1997 ging der Sender als erstes nichtkommerzielles Lokalradio Hessens mit seiner Lizenz dauerhaft on air. Seitdem bespielen verschiedene, teils international besetzte Redaktionen 24 Stunden am Tag die „Radar“-Frequenzen mit verschiedensten Formaten. Hier läuft alles: (Lokal-) Politik, queere Themen, Audiomax (das Sprachrohr der Studierenden), Musik und Kultur abseits des Mainstream und, und, und … www.radiodarmstadt.de Während Jochen Partsch mit großen Worten erst kürzlich die „Entwicklung eines Kreativquartiers in der Weststadt“ ausgerufen hat, scheitert unser Oberbürgermeister und Kulturdezernent damit, einen neuen, angemessenen Spielort für das West Side Theatre zu finden. Im vergangenen September gab Partsch zu Protokoll, dass es „erklärter Wille der Stadt“ sei, „diesem freien Theater dauerhaft eine Bühne zu bieten“. Seit einem Jahr war klar, dass das West Side Theatre seine in Eigenleistung hergerichteten Räume in der ehemaligen Schenk-Kantine in der Landwehrstraße im Januar 2017 räumen muss. Die private Immobilie soll abgerissen werden. Bei einer Podiumsdiskussion mit Betreibern und dem städtischen Kulturreferenten Ludger Hünnekens konnte dieser kurz vor dem Räumungstermin allerdings immer noch keine konkreten Lösungen präsentieren. Somit steht das Projekt mit seinen Ensembles (unter anderem Compagnie Schattenvögel, ESOC Theatre Group) auf der Straße.
Vielleicht könnt Ihr ja helfen. Gesucht wird eine Halle oder Gewerbe-Immobilie mit 300 Quadratmetern Fläche und 3,50 bis 5 Meter Deckenhöhe. www.westsidetheatre.de Positives gibt’s hingegen vom Stammsitz des Theater Mollerhaus zu vermelden. Seit dem Sommer 2016 wird das Gebäude am Georg-Büchner-Platz umfassend energetisch und baulich saniert. Bis jetzt lief alles reibungslos und so könnt Ihr Euch vor allem auf die Errichtung eines barrierefreien Zugangs, eine neue Garderobe sowie Lüftungsanlage und weitere kleinere räumliche Optimierungen freuen, die den Besuch im Forum der freien Szene angenehmer machen. Eine immense Verbesserung für die Schauspieler sind die neuen Künstler-Sanitäreinrichtungen sowie der neu geschaffene Proberaum im Keller. Das Programm soll nach der Sommerspielzeit 2017 wieder an alter Wirkungsstätte starten. Mit einem Balkon
workshops Entwürfe für die Neugestaltung des Kunsthallen-Vorplatzes, der bald wohl um seinen Zaun erleichtert wird. Für den Architekturwettbewerb hat die Stadt Darmstadt jedoch auch über den Vorplatz hinaus visionäre Ziele formuliert. So soll ebenfalls das Umfeld des Museums am Verkehrsknotenpunkt Rheinstraße neu gestaltet sowie die Parkanlage hinter den Ausstellungsflächen in die Entwicklungen einbezogen werden. Der städtebauliche Leitfaden „Masterplan 2030 plus“ der Stadt Darmstadt entwirft das Areal rund um die Kunsthalle nämlich als „offen gestalteten Eingang zur Innenstadt mit symbolischer Optik“. Beim Besuch der Kunsthallen-Website lohnt sich auch ein Blick auf die Crowdfunding-Aktion zu „Touch“, der geplanten, spektakulären Kunstintervention an der Schaufassade des Museums www.darmstadt.de www.kunsthalle-darmstadt.de
an der Loge und einem kleinen Amphitheater im Garten gibt’s dann auch Theater im Freien. Bis dahin residiert das Theater Mollerhaus mit weiterhin spannenden Aufführungen in seinem Exil in der Hügelstraße 75. www.theatermollerhaus.de
Das Blumen muss Ende März schon wieder schließen. Das finale Programm für die letzten Monate in der alten Schlosserei in der Hügelstraße 77 findet Ihr online. Mehr zur Zukunft des Blumen im März-P. www.dasblumen.de
Bauarbeiter sollen bald auch vor der Kunsthalle anrücken. Mitte Januar erarbeiteten dort Architekturbüros im Rahmen eines öffentlichen Planungs-
Warum das An Sibin Mitte Januar seine Türen verriegelte, wollen wir bis dahin auch für Euch recherchiert haben. www.ansibin.com
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Verspielte Ungeheuer Unsere Theater-Tipps im Februar T E X T: T I L M A N N S C H N E I DE R | FOTO: T H E AT E R L A B OR I NC.
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Klassiker der Tragödie und Komödie im Staatstheater
Die Orestie“ des Aischylos ist die einzige erhaltene antike Tragödientrilogie. Der Weg von furchtbarem Leid hin zu einer Ordnung des Rechts führt über zahlreiche verwandtschaftliche Gewaltverbrechen, bis die bekannte Familie der Atriden, mit Agamemnon, Iphigenie, Klytämnestra und Oreste, erkennt, dass nur Vergebung die Kette des Schreckens durchbrechen kann. Gustav Rueb inszeniert den Klassiker als Uraufführung der Neuübersetzung durch Kurt Steinmann von 2016. „Ein seltsames Paar“ ist der größte Broadway-Erfolg von Neil Simon. Viele kennen Oscar und Felix aus dem Erfolgsfilm mit Walter Matthau und Jack Lemmon in den Hauptrollen. Auch eine Fernsehserie wurde aus dem Stoff gestrickt, dank Tony Randall
und Jack Klugman recht unterhaltsam. Einige wenige haben vielleicht auch die ARD-Verfilmung mit Eddi Arent und Harald Juhnke von 1991 noch nicht erfolgreich verdrängt ... Die unsterbliche Geschichte um den eingefleischten Junggesellen Oscar und seinen unfreiwilligen Mitbewohner, Ehe-Opfer Felix, thematisiert unterhaltsam den schwer zu bestimmenden Unterschied zwischen „Mann“ und „Maus“. — „Die Orestie“ Premiere am Sa, 04.02., um 19.30 Uhr im Kleinen Haus „Ein seltsames Paar“ Premiere am Fr, 24.02., um 19.30 Uhr im Kleinen Haus www.staatstheater-darmstadt.de P | 28
Internationale Artistik in der Knabenschule
Ungeheuer im Mollerhaus-Exil
Unter dem Titel „Verspielt“ präsentiert das Varieté Extra sein Programm 2017. Moderiert von Archie Clapp zeigt Charlotte de la Bretèque Luftartistik an ihren „Multicordes“, Andalousi brilliert mit Equilibristik, Typen mit Tuben spielen musikalische Artistik-Clownerie, Liv & Tobi schweben am Trapez und Fabian Flender jongliert virtuos. Das jährlich mit neuen Artisten wiederkehrende Programm ist sehr beliebt, also sichert Euch rechtzeitig Karten für einen der sechs Abende! — Fr, 10., bis So, 19.02., um 19 beziehungsweise 20.30 Uhr Ludwigshöhstraße 42 www.knabenschule.de www.varieteextra.de
Das Theaterlabor Inc. zeigt seine neue Produktion „Ungeheuer? Erforschung des Ungeheuren anstatt eines Gesprächs über Bäume“. Das inklusive Ensemble will mit dem Stück, dessen Titel an Bertolt Brecht angelehnt ist, „ein theatrales Statement für Vielfalt in jeglicher Form abgeben in einer ungeheuren Zeit, in der diese Vielfalt vielen Menschen Angst zu machen scheint“. Im Februar an sechs Abenden – und drei Mal um 11 Uhr. Sehenswert! — Alle Termine online. www.theatermollerhaus.de www.theaterlabor-darmstadt.de
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Geburtagsparty im Hoffart-Theater 3
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Phántasien in Arheilgen
Bastian Balthasar Bux, die Kindliche Kaiserin, Fuchur und Atreju kennt fast jeder, der in den letzten 40 Jahren irgendwann mal Kind war. Jetzt zeigt die Neue Bühne ihre Bearbeitung der „Unendlichen Geschichte“ in ihrem Theater in Arheilgen. Es ist ein Stück für Erwachsene, das aber auch gerne von Kindern gesehen werden kann. Vor Beginn und in der Pause werden „fantastische Leckereien“ angeboten. — alle Termine online Frankfurter Landstraße 197 www.neue-buehne.de
Das Improvisationstheater „Alles auf Anfang“ gibt es seit nunmehr fünf Jahren. Seinen Geburtstag will das Ensemble mit Euch feiern, denn ohne Publikum kann gerade diese besondere Spielart des Theaters nicht existieren. Die achtköpfige Truppe verspricht einen Abend voller Überraschungen, und bietet am selben Tag bereits um 16 Uhr einen Impro-Workshop für alle an, die ihren Sinn für spontane Kreativität schärfen wollen. — Sa, 11.02., um 16 beziehungsweise 20 Uhr Lauteschlägerstraße 28 a www.hoffart-theater.de www.allesaufanfang.eu
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Stahlbilder, Außerirdische und ein Déjà vu Unsere Kunst-Highlights im Februar AUSWA H L + T E X T: A NJA T R I E S C H M A N N | A BB I L DU NGE N: H A N S S C H A BUS U N D B I L DREC H T GM BH (KU N ST H A L L E) + N E L E (GA L E R I E N E T US C H I L) + AT E L I E RH AUS DA RM STA DT + DA N I E L M RÓ Z (KOM E T L E M)
Eine lange Straße lang
Energie des Schöpferischen
Eine Reise mit dem Rad, 5.350 Kilometer quer durch Amerika steht im Fokus der Arbeit „The long road from tall trees to tall houses“, die Hans Schabus in der Kunsthalle präsentiert. Der stille Weg zu sich selbst ist ein Anliegen seiner Schau. Bekannt geworden mit seiner Bootsfahrt durch die Wiener Kanalisation 2002, erforscht der Schweizer architektonische und geografische Räume. Auch vor Darmstädter Stadtsymbolen macht er nicht Halt: Block Beuys, Langer Ludwig und die Kunsthalle werden zu Referenz-Orten seiner Kunstintegration. — bis 01.05.2017 Kunsthalle Darmstadt Steubenplatz 1 www.kunsthalle-darmstadt.de
Ein Leben für die Kunst: E. R. Nele (85) kann auf rund 55 Jahre künstlerische Produktion zurückblicken: Die 1932 in Berlin geborene Stahlbildhauerin, die seit etwa 40 Jahren in Frankfurt lebt, hat in den 1950er-Jahren in London studiert und war häufiger Gast bei documenta-Ausstellungen. Materialien wie Stahl, Folie, Plexiglas, Drahtblech und Kunststoff inspirieren sie zu experimentellen Installationen und Skulpturen, Zeichnungen und Schmuck, in denen eine politisch-kritische Aussagekraft als etwas Widerständiges haust. — bis 18.03.2017 Galerie Netuschil Schleiermacherstraße 8 www.galerie-netuschil.net
Kenn ich, aber anders
Lems Tierleben nach Mróz
Ein Urinal auf weißem Sockel ist kein Zubehör einer Bedürfnisanstalt mehr, sondern kann Kunst sein. Kontext schafft Kunst – und verwandelt sie. Mit dieser Beobachtung experimentieren die acht Künstler, die im Atelierhaus Darmstadt seit Jahren zusammen – und doch jeder individualistisch hinter seiner Atelierwand – arbeiten. Was aber, wenn sie kooperieren müssen? „Déjà vu“ nennen sie ihr aktuelles Ausstellungsprojekt, das nach formalen oder thematischen Korrespondenzen in den Werken der Künstlerkollegen sucht. — 01.02. bis 12.02.2017 Atelierhaus Darmstadt Riedeselstraße 15 www.atelierhaus-darmstadt.de
Surreale Deformationen an Tierwesen, steifbeinige Roboter und mittelalterliche Darstellungen von Teufeln gehen in den Zeichnungen von Daniel Mróz kühne Verbindungen ein: Diese Aliens sind nicht allein der Fantasie des polnischen AusnahmeGrafikers entsprungen, sondern illustrieren in beunruhigender Weise die Erzählungen des ScienceFiction-Autors Stanisłav Lem. Vierzig der detailreichen Originalillustrationen sind – mit futuristischer Musikuntermalung – im Rahmen des „Komet Lem“-Festivals im Staatstheater zu sehen. — bis 05.03.2017 Foyer der Kammerspiele Staatstheater Darmstadt www.komet-lem.de
Weitere Ausstellungen unter www.p-stadtkultur.de P | 30
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Zukunftsfragen und historische Ermittlungen Das literarische Darmstadt im Februar T E X T: ST E F F E N FA L K
Öffentlichkeit. Als Jüdin von den Nazis zunächst verfemt und dann vernichtet, wurde ihrem Werk erst seit den 1950er-Jahren Ehre zuteil. Im Literaturhaus widmen sich ab 19 Uhr Karlheinz Müller und Horst Schäfer unter dem Zitat „Ich will die Nacht um mich ziehn als ein warmes Tuch“ der mystischen Lyrik der Berliner Dichterin. Der erste literarische Abend fügt dem MartinLuther-Gedenkjahr einen neuen Aspekt hinzu, denn in „Luther und der Pesttote“ muss der Reformator anno 1517 auch kriminalistisches Geschick beweisen. Wie der geistliche Ermittler seine Thesen und sein Leben verteidigt, berichtet uns Birgit Jasmund ab 19.30 Uhr im Künstlerhaus Ziegelhütte.
Während die einen in Gedanken an Stanislaw Lem nicht weniger als die Zukunft der Menschheit verhandeln, wollen andere Goethe vom Verdacht, ein prokrastinierender Liegenlasser zu sein, freisprechen. Ein Monat der ganz großen Fragen.
Mittwoch, 01. Februar
„Zwischenberichte“ verlesen Autoren der Darmstädter Textwerkstatt 2016 / 2017 ab 19.30 Uhr auf der Lesebühne im Literaturhaus. Anschließend stellt Kurt Drawert, Leiter der renommierten Nachwuchsschmiede, die Teilnehmer des nächsten Jahrgangs vor. Zur Eröffnung der Lyrischen Matinéen im Frühjahr hat sich Andel Müller einen Gast in die Stadtkirche eingeladen, der den Wenigsten als Literat bekannt ist. Doch Michel Friedman zählte zu seinen zahlreichen Tätigkeiten auch die Herausgeberschaft im Aufbau Verlag und dürfte somit ab 19.30 Uhr ein interessanter Gesprächspartner sein.
Donnerstag, 02. Februar
Gertrud Kolmar trat mit ihren Gedichtbänden in der späten Weimarer Republik in die literarische
Der schweren Kindheit und schwierigen Jugend in einem kriminellen Umfeld entkommen, wird der prominente Fernsehkoch Marten von seiner Vergangenheit eingeholt. Ob und wie ihn seine Jugendliebe Stella rettet, erzählt Silke Scheuermann in ihrem neuen Roman „Wovon wir lebten“ uns ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche. Mit dem Jubilar Stanislaw Lem hat Dietmar Dath ein anscheinend universales Wissen sowie ein tiefes Interesse an der Entwicklung der Menschheit gemeinsam, was er in zahlreichen Romanen fantasie- und auch humorvoll bestätigte. Aus diesen liest der Journalist und Autor ab 20 Uhr in den Kammerspielen im Staatstheater und diskutiert anschließend mit Moderatorin Insa Wilke seine Vorstellungen über die Zukunft.
Freitag, 03. Februar
In seiner neuen Biografie „Zwischen Paradies und Apokalypse – Der Maler Franz Marc in neuer Sicht“ stellt Wilfried F. Schoeller das Leben des popuP | 32
lärsten deutschen Malers des 20. Jahrhunderts zwischen künstlerischem Aufbruch, expressionistischen Liebeswirren und Glaubenskrisen dar. Erste Einblicke gewährt der Autor ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche.
Samstag, 04. Februar
Den 40. Krone Slam begehen die Veranstalter mit einigen Überraschungen. Am Wettbewerb ab 20 Uhr nehmen in der Goldenen Krone unter anderem Carolina aus München, Jan Cönig aus Frankfurt und Johannes Floehr aus Krefeld teil.
Dienstag, 07. Februar
Mit „Die Welt im Rücken“ hat es Thomas Melle nicht trotz, sondern mit seiner bipolaren Störung zu einem preisgekrönten Autor geschafft. Über seinen viel beachteten Roman und den zugrundeliegenden Kampf um ein stabiles Leben unterhält sich der Autor ab 19 Uhr im Literaturhaus mit dem Radio-Moderator Ulrich Sonnenschein.
Donnerstag, 09. Februar
„Latein – da geht noch was! Rückenwind für Caesar & Co” verkündet der Philologe KarlWilhelm Weeber. Quod sit demonstrandum und zwar ab 19 Uhr im Literarium der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (WBG).
Montag, 13. Februar
„Hinten sind Rezepte drin!“, behauptet Katrin Bauerfeind und bietet uns ab 20 Uhr in der Centralstation nach einer Lesung über perfekten Halt und unperfekten Sex Gelegenheit, ihre Ankündigung zu überprüfen Win! Win! Das P verlost 3 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
Mittwoch, 15. Februar
War Johann Wolfgang von Goethe ein prokrastinierender Liegenlasser? Ungewöhnlich unfertig hinterließ er der Nachwelt das Fragment „Achilleis“. Wie es dazu kam, dass die Verse nicht zu Ende geschmiedet wurden, erklärt uns Christoph Michel ab 19.45 Uhr im Literaturhaus.
Sonntag, 19. Februar
Zu seinem 180. Todestag wird Kasimir Edschmid mit der Neu-Edition seines Romans „Georg Büchner
– Eine deutsche Revolution“ beehrt. Die Herausgeber Peter Brunner, Heiner Dieckmann und Christian Suhr präsentieren ab 16 Uhr im Literaturhaus den wiederentdeckten Klassiker.
Dienstag, 21. Februar
„Ein Bild und tausend Worte“ binden Klaus Modick an seinen Schreibtisch, also führt er Protokoll über seinen Schreibprozess, über seine Einflüsse und Inspirationen. Ab 19.30 Uhr führt der Schriftsteller und Übersetzer in der Stadtkirche in seine Poetik ein.
Mittwoch, 22. Februar
Wie sich an Persönlichkeiten, Ereignisse und Kulturen erinnert wird, verhandeln die nachfolgenden Generationen immer wieder aufs Neue. Mit Kulturen und „Formen des Vergessens“ beschäftigt sich Aleida Assmann dagegen in ihrer neuesten Veröffentlichung. Sieben Techniken und Beispiele führt die emerierte Professorin ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche an. „Fallensteller“ sind die Protagonisten in neuen Erzählband von Saša Stanišić. Seiner Fabulierkunst können wir ab 20 Uhr in der Centralstation auf den Leim gehen.
Donnerstag, 23. Februar
Historische Ursprünge hochaktueller Konflikte weist Kersten Knipp in „Nervöser Orient. Die arabische Welt und die Moderne“ nach und stellt uns im Literarium der WBG ab 19 Uhr seine Thesen über verpasste Chancen vor, Tradition und Moderne zu versöhnen.
Freitag, 24. Februar
Über das Streben, das Unerreichbare zu erreichen, schreibt Franz Schuh in seinem neuen großen Essay „Fortuna. Aus dem Magazin des Glücks“ und erklärt uns ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche, was Menschen dabei eint oder trennt.
Sonntag, 26. Februar „Schlafen werden wir später“ beschließen die Lehrerin Johanna und die Schriftstellerin Márta im neuen Roman von Zsuzsa Bánk. Was die beiden Mittvierzigerinnen mit ihrem Leben noch so vor haben, erfahren wir ab 17 Uhr in der Stadtkirche. P | 33
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+++ NEUERÖFFNUNG +++ 18.02.2017
Kalender Februar 2017 MITTWOCH, 01.02.2017 Ringvorlesung: Lem zwischen den Welten
18:00 h Altes Hauptgebäude der TUD
Theater: Solaris - Ein Hörspiel
20:00 h Staatstheater (Kammerspiele)
Darmstädter Rudelsingen
20:00 h Jagdhofkeller
Filmkreis-Kino: The Lobster (OmU)
20:45 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Andel Müller trifft Michel Friedman
19:30 h Stadtkirche
20 Jahre Dauersendebetrieb mit Live-Konzerten
18:00 h Radio Darmstadt
Frischzelle: The Satelliters
21:30 h Bess. Knabenschule
Konzert: Rami Hattab + Gottfried Lehr
21:00 h Radio Darmstadt
> 32 > 04 > 18
Konzert: Michael Lukas Band (Rock)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Foodsharing Infoabend: Bauwagen
19:00 h Schlosskeller
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta de Salsa
22:00 h Salon-Latino
Play My Track - Du bist der DJ
23:00 h Nova
> 04
01 > Capitano im Schlosskeller
DONNERSTAG, 02.02.2017 Michael Martin: Planet Wüste
19:30 h Centralstation (Saal)
Super Mario Kart Turnier
19:00 h Limo Lounge
Eisprung - die coverfreie Akustik Jamsession
20:30 h Sumpf
RockyRemmiDemmi mit Sir N
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Filmkreis-Kino: Vor der Morgenröte
20:00 h Audimax / TUD
Lesung: Dietmar Dath
20:00 h Staatstheater
Multivisions-Show: Norwegen - Land der Fjorde
20:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
> 32
Lesung: Birgit Jasmund - Luther und der Pesttote
19:30 h Künstlerhaus Ziegelhütte > 32
Die zwölf Geschworenen
19:00 h Zucker
Konzert: Capitano + Open Parachine
21:30 h Schlosskeller
Lesung: Silke Scheuermann - Wovon wir lebten
19:30 h Stadtkirche
Vortrag: Pinkwashing und Homonationalismus?!
18:30 h 60,3qm
Jam-A-Coustic mit Nid de Poule
21:00 h Roßdörfer Biergarten
Exquisit - das beste Quiz der Welt
20:00 h Red Barn Restaurant
Lady Like (Single- & Study-Party)
22:00 h Musikpark A5
Lies5: Lese- und Infoladen
19:30 h Green Sheep Pub
> 04
> 32
02 > Hurtigrutenschiff MS Richard.
FREITAG, 03.02.2017 Caveman: Du sammeln, ich jagen!
20:00 h Centralstation (Saal)
Oldschool Is The New Newschool mit Uppercut
22:00 h Centralstation (Lounge)
Theater: Drei Männer im Schnee
20:00 h Neue Bühne
Noche Flamenca
20:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
Konfetti Birthday Bash
22:00 h Musikpark A5
Beat.Stay.Love 1 Year Anniversary
22:00 h Goldene Krone (Saal) > 33
Lesung: Wilfried F. Schoeller
19:30 h Stadtkirche
Den Of The Lion
22:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
03 > Flamenco in der Knabenschule.
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Konzert: Lömsch Lehmann / Erwin Ditzner Duo
04 > Englischstunde bei Sven Kemmler.
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
House Of Wolves mit DJ Paul Blackrain
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Neunzigerdisko mit DJ D-Zero
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Konzert: Monofunk (Jazz & Funk)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Garage Sabotage
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Bravo!Hits!Party!
22:00 h Schlosskeller
Diplomfeier
18:00 h HDA, Olbrichweg 10
Jamga Jamsession
19:00 h Musische Gruppe Auerbach
Konfetti Birthday Bash
22:00 h Musikpark A5
Ü30 Ladies Night mit DJ AnDee
22:00 h Huckebein
Best Of Discofox & Dance mit DJ Thomy
21:00 h Tanzcafé Papillon
Kabarett: Sven Kemmler - Englischstunde
20:30 h HalbNeun Theater
Black Friday
22:00 h Sausalitos
Best Of HipHop, House & Classics
22:00 h Mint Club
Hands Up (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
SAMSTAG, 04.02.2017
05 > Konzert im Jagdhofkeller. ANZEIGE
Caveman: Du sammeln, ich jagen!
20:00 h Centralstation (Saal)
Konzert: Gwennyn
20:30 h Jagdhofkeller
Topshake SoulKnights (60s 70s Soul & Funk)
22:00 h Theater im Pädagog
Krone-Slam
20:00 h Goldene Krone (Saal)
Tanzsalon Ü30 mit DJ Capo
21:30 h Linie Neun, Griesheim
Theater: Drei Männer im Schnee
20:00 h Neue Bühne
Mellow Weekend: Club
22:00 h Centralstation (Halle)
Comedy: Herr Heuser vom Finanzamt
20:30 h HalbNeun Theater
Konzert: Stephan Max Wirth Experience
20:30 h Bess. Knabenschule (Halle)
Sammelsurium - Indoor-Flohmarkt
13:00 h Bürgerhaus Mühltal Traisa
Konzert: En Haufe Leit
20:30 h Achteckiges Haus
Theater: Ungeheuer? Erforschung des Ungeheuren ...
20:00 h Theater Moller Haus im Exil > 29
Live zur Ausstellung: Familie Müller (Balkan-Jazz)
14:00 h Wasserturm
Come As You Are mit DJ Kai (Alternative & X-Over)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Konzert: Dry Dudes (Songwriter)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Diskothekerkollektiv Rote Nadel
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Kellergymnastik
23:00 h Schlosskeller
Orgelkonzert: Schalom - Kirche trifft Synagoge
19:00 h Innenstadtkirche St. Ludwig
Biodanza Party
19:30 h Bessunger Knabenschule
Eröffnungssitzung beim RCC
19:11 h Rehberghalle Roßdorf
9 Jahre Green Sheep: Dirty Sanchez (live)
18:00 h Green Sheep Pub
Oskar Offermann (Mule Musiq/White) + Ergin Erteber College Party
06 > Experience mit Stephan Max Wirth.
Galerie Kurzweil 22:00 h Musikpark A5
Saturday's Finest
22:00 h Huckebein
Saturday Night Fever
22:00 h Musikpark A5
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stilbruch (Crossover, Rock, Metal, Gothic)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
07 > Lustig: Herr Heuser. ANZEIGE
Exklusive Feinkostprodukte • Affinierter Käse • Weine & Champagner Selektionen & Plateaux • Präsente & Accessoires • Tasting Events Moltkestr. 1 64295 Darmstadt Tel: 06151 30 74 796 mail@feinkosterie.de www.feinkosterie.de Di - Fr: 9:00 - 12:30 + 15:00 - 19:00 Sa: 9:00 - 14:00
Uniques Madness - Best Of Club
22:00 h Sausalitos
Turkish Pop & Club Sounds
22:00 h Mint Club
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
SONNTAG, 05.02.2017 Show: Amazing Shadows
20:00 h Staatstheater (Großes Haus)
Tangobrunch
15:00 h Linie Neun, Griesheim
Afro-Brasil: Eine Reise durch die Kulturen
17:00 h Bessunger Knabenschule
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Kneipen-Quiz
20:00 h Kessel
MONTAG, 06.02.2017
08 > Tänze und Rituale Brasiliens.
Live-Reportage: Inseln des Nordens
20:00 h Justus-Liebig-Haus
Konzert: Hannes Wader
20:00 h Centralstation (Saal)
Konzert: Mattes (Songwriter & Pop)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
VintAge: Oldies, Pop & Rock
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Red Barn Quiz
20:00 h Red Barn Restaurant
DIENSTAG, 07.02.2017
09 > Hannes Wader in der CS.
Nachtdienst mit Bruder Jakob
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Filmkreis-Kino: Wilkommen im Hotel Mama (OmU)
20:00 h Audimax / TUD
Salsa Afterworkparty mit DJ Olli
19:00 h Upéro
Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Early Late Night Show
21:00 h Schlosskeller
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Salsa Treff
20:30 h Guantanamera
Studier.Bar
23:00 h Nova
Öffnungszeit (Drinks & Musik)
19:00 h Das Blumen
MITTWOCH, 08.02.2017 Konzert: Aynur
20:00 h Centralstation (Halle)
Ringvorlesung: Lem zwischen den Welten
18:00 h Altes Hauptgebäude der TUD
Filmkreis-Kino: Thr Look of Silence (OmU)
20:45 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Das erste allgemeine Babenhäuser Pfarrer-Kabarett
20:00 h HalbNeun Theater
Theater: Ungeheuer? Erforschung des Ungeheuren ...
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Konzert: Liffey Looms (Folk & Pop)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Theater: Grenzen-los
21:00 h Schlosskeller
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta de Salsa
22:00 h Salon-Latino
Play My Track - Du bist der DJ
23:00 h Nova
DONNERSTAG, 09.02.2017
10 > Theater im Schlosskeller.
Comedy: Rick Kavanian - Offroad
20:00 h Centralstation (Saal)
AbendLese: Latein - da geht noch was
19:00 h WBG Literarium
Super Smash Bros Turnier
19:00 h Limo Lounge P | 38
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Filmkreis-Kino: Dark City (OV)
20:00 h Audimax / TUD
Kleid At Night #10
19:00 h Centralstation (Halle)
Theater: Ungeheuer? Erforschung des Ungeheuren ...
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
RockyRemmiDemmi mit Sir N
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
ArchitektInnen Party
22:00 h Schlosskeller
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Exquisit - das beste Quiz der Welt
20:00 h Red Barn Restaurant
Lady Like (Single- & Study-Party)
22:00 h Musikpark A5
Lies5: Lese- und Infoladen
19:30 h Green Sheep Pub
FREITAG, 10.02.2017 Dinnershow: Jack the Ripper
19:30 h Burg Frankenstein (Restaurant)
Theater: Die Unendliche Geschichte
20:00 h Neue Bühne
Theater: Kunst
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Alors? On Danse! mit Kamel (Paris)
21:00 h Jagdhofkeller
11 > Konzert in der Stadtkirche.
Konzert: Böhm Quartet feat. Jesse van Ruller + ...
19:30 h Stadtkirche
Kabarett: Christine Eixenberger - Lernbelästigung
20:30 h HalbNeun Theater
Varieté Extra 2017
20:30 h Bessunger Knabenschule > 29
Poetische Lesung von und mit Bettina Bergstedt
19:30 h Wasserturm
World Of Migration
20:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
Konzert: Norbert Stein Pata Messengers
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
Konzert: Horrizon + All Will Know + ...
20:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Jacob (Rock)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Kommerzdisko: Aktuelles und Altbewährtes
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Singleshingaling mit DJ Shock Travolta
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Depeche Mode Party mit DJ Björn
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Elektroschule
23:00 h Schlosskeller
Hardy’s Bingo 2017
19:30 h Hoffart Theater
1. Kostümsitzung
19:11 h Rehberghalle Roßdorf
Konzert: Jay Woser
21:30 h Galerie Kurzweil
> 04
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12 > Lernbelästigung im HalbNeun. ANZEIGE
# Neues Modell # Neue Farben # Neues Angebot Küchenmeister
seit 1987 Profiausstattung für den Hobbykoch Wilhelminenstraße 21 | 64283 Darmstadt | Tel.: 25 0 30 | www.kuechenmeister-darmstadt.de
This Is The Good Life
22:00 h Musikpark A5
Best Of Discofox & Dance mit DJ Thomy
21:00 h Tanzcafé Papillon
Kiss Me Darmstadt
22:00 h Musikpark A5
Black Friday
22:00 h Sausalitos
Best Of HipHop, House & Classics
22:00 h Mint Club
Hands Up (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
SAMSTAG, 11.02.2017 Theater: Die Unendliche Geschichte
20:00 h Neue Bühne
Theater: Kunst
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Konzert: Jet Panic & The Mad Kostas + Electric ...
20:00 h Tag & Nacht Studios
Die neue Tanzalternative
Illustre Gestalten 9Weekend: Black to Oldschool Mellow 13 > Tom Arthurs in der Stadtkirche.
Konzert: Rainer Böhm & Tom Arthurs (Jazz)
19:30 h Stadtkirche 20:30 h HalbNeun Theater
Improshow: Alles Auf Anfang - Die Geburtstagssause
20:00 h Hoffart Theater
Varieté Extra 2017
20:30 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Illustrators from Flanders and the Netherlands
Mädchenflohmarkt
10:00 h Zucker 21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: The Wolfwalk Experience (Prog-Rock)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Strictly British mit DJ Kai (Brit-Pop-Rock-Punk)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Neulich in der Rockybar
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: ImmerGrün + Destinova
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Radaudisko: Roughneck Riot + Wolftown Sheeps + ...
21:00 h Schlosskeller
> 06
Wir or Anders mit Sascha Braemer ll fSind
23:00 h Ponyhof
> 06
> Illustre Gestalten!
Contact: volkmar.hoppe@illustratoren-darmstadt.de
21:00 h Oetinger Villa
Jazz-Konzert: La Source Bleue
19:30 h Hofgut Oberfeld
Kabarett der Älteren Herren mit Dorota Lulka
20:00 h Jagdhofkeller
Shan (Running Back, Permanent Vacation)
Saturday 11th and Sunday 12th of February 2017 Centralstation, Darmstadt, Germany
> 11
Rise Of The Demons mit DJ Demon
Ca es ntri Wiegedood + Ultha EKonzert:
14
21:00 h Bessunger Knabenschule (Keller) 22:00 h Centralstation (Halle)
Kabarett: HG. Butzko - Menschliche Intelligenz
Illustratoren Darmstadt e.V. present
> 18
Johnny Däpp's Neon Apres Ski Party Illustre Gestalten 9: Daher weht der Wind! Saturday's Finest
Galerie Kurzweil
> 06
22:00 h Musikpark A5 Centralstation (Saal)
> 05
22:00 h Huckebein
Saturday Night Fever
22:00 h Musikpark A5
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stilbruch (Crossover, Rock, Metal, Gothic)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Uniques Madness - Best Of Club
22:00 h Sausalitos
Turkish Pop & Club Sounds
22:00 h Mint Club
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
SONNTAG, 12.02.2017
15
Lem-Marathon Lesung
11:30 h Deutsches Polen-Institut
Konzert: Margitza, Stabenow, Jütte, Böhm
19:30 h Stadtkirche
Kindersachenflohmarkt
14:00 h Centralstation (Halle)
Gute Stube-Konzert: Argo Vals (Estland)
20:15 h Hoffart Theater
> Post-Rock in der Guten Stube. P | 40
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Salsa Sunday
19:00 h Schlosskeller
Konzert: The Bossa Nova Duo
18:00 h Haus der Deutsch-Balten
Illustre Gestalten 9: Daher weht der Wind!
> 05
Centralstation (Saal)
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Kneipen-Quiz
20:00 h Kessel
MONTAG, 13.02.2017 Lesung: Katrin Bauerfeind - Hinten sind Rezepte...
20:00 h Centralstation (Saal)
Live-Reportage: Mit dem Rad um die Welt
20:00 h Justus-Liebig-Haus
Konzert: Darmstädter-Amateur-Klavierspielen
19:15 h Jazzinstitut (Keller)
Konzert: NewDirections (Songwriter)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
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16 > Katrin Bauerfeind kocht uns was.
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
VintAge: Oldies, Pop & Rock
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Red Barn Quiz
20:00 h Red Barn Restaurant
DIENSTAG, 14.02.2017 Nachtdienst mit Norman Bates & his Mother
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
One Billion Rising mit Sookee (live)
20:00 h Centralstation (Halle)
> 07
Das erste allgemeine Babenhäuser Pfarrer-Kabarett
20:30 h HalbNeun Theater
Das 'spezielle' Dinner am Valentinstag
19:30 h Restaurant Oberwaldhaus
Sucht trifft Kultur: Info + He.artwork (live)
16:00 h Zucker
Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Laut und Leise-Konzert: Lasse Matthiessen
21:00 h Schlosskeller
> 07
> 07
17 > Pfarrer-Kabarett im HalbNeun. ANZEIGE
Ludwigstraße 8 64283 Darmstadt 06151 22999
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Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Salsa Treff
20:30 h Guantanamera
Studier.Bar
23:00 h Nova
Öffnungszeit (Drinks & Musik)
19:00 h Das Blumen
MITTWOCH, 15.02.2017
18 > Jazz im Vinocentral.
Comedy: Faisal Kawusi - Glaub nicht alles, was ...
20:00 h Centralstation (Saal)
Filmkreis-Kino: Bauernopfer- Spiel der Könige
20:45 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Punto Jazz - Konzert: Eld Now
18:00 h Vinocentral
Frischzelle: King Mud (USA)
21:30 h Bess. Knabenschule
Konzert: Heiner Herchenröder
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta de Salsa
22:00 h Salon-Latino
Play My Track - Du bist der DJ
23:00 h Nova
> 07
DONNERSTAG, 16.02.2017 Konzert: Moya Brennan - The voice of Clannad
20:30 h Centralstation (Saal)
Mario Kart 64 Turnier
19:00 h Limo Lounge
Eisprung - die coverfreie Akustik Jamsession
20:30 h Sumpf
Filmkreis-Kino: 10 Cloverfield Lane
20:00 h Audimax / TUD
Varieté Extra 2017
19:00 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Spanien-Filme von Helmut Lander
20:00 h Künstlerhaus Ziegelhütte
RockyRemmiDemmi mit Sir N
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Mit dem Ruderboot über den Atlantik: Janice Jakait
19:30 h Kunsthalle
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Exquisit - das beste Quiz der Welt
20:00 h Red Barn Restaurant
Lady Like (Single- & Study-Party)
22:00 h Musikpark A5
Lies5: Lese- und Infoladen
19:30 h Green Sheep Pub
19 > King Mud in der Knabenschule. ANZEIGE
15
H
FREITAG, 17.02.2017 Theater: Die Unendliche Geschichte
20:00 h Neue Bühne
Konzert: Lichtenberg
20:30 h Centralstation (Halle)
Theater Curioso: Flirt
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Konzert: Häfner, Böhm + Celli
19:30 h Stadtkirche
Kabbaratz: Wie Geht’s uns denn heute?
20:30 h HalbNeun Theater
Varieté Extra 2017
20:30 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Die besondere Platte #13 mit Pedo Knopp
19:00 h Hoffart Theater
JazzTalk 120: Johnny O'Neal Trio
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
Break Stuff mit DJ Paul Blackrain
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Rooster Comb (Blues)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Emma's Casual Friday
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Rock(y) Eskalation
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Elephant Messiah + Cliffsight + Moschus
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Schrill + Laut: Circus Anolingi
22:00 h Schlosskeller
Vernissage: Auf eigenes Risiko
19:00 h Atelierhaus
Chez x Blumen (Sven Grolik, CØDA, Traffic Jam) Ü30 Single Party
> 08
20 > Odenwald-Rock in der CS.
Galerie Kurzweil 22:00 h Huckebein
Best Of Discofox & Dance mit DJ Thomy
21:00 h Tanzcafé Papillon
Kiss Me Darmstadt
22:00 h Musikpark A5
Black Friday
22:00 h Sausalitos
Best Of HipHop, House & Classics
22:00 h Mint Club
Hands Up (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
SAMSTAG, 18.02.2017 Comedy: Boris Meinzer - Der FFH-Dummfrager live
20:00 h Centralstation (Saal)
Theater: Die Unendliche Geschichte
20:00 h Neue Bühne
Theater Curioso: Flirt
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Konzert: Johnny Cash Expierence
20:30 h Jagdhofkeller
Jugend musiziert: Preisträgerkonzert
14:00 h Centralstation (Saal)
21 > Kabbaratz auf Visite. ANZEIGE
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Fiesta Latina mit Mama Limón
22 > Eric Lu spielt Chopin.
20:00 h Hoffart Theater
Mellow Weekend: Classic
22:00 h Centralstation (Halle)
Konzert: Matthias Keller - Loopinsland
20:30 h HalbNeun Theater
Konzert: Johnny‘s Jazz Collection
20:30 h Achteckiges Haus
Varieté Extra 2017
20:30 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Soul Train Party - Frischer Wind
21:00 h Sumpf
Konzert: Eric Lu spielt Chopin
19:00 h Orangerie
Informationstag: Welt der Materialien
14:00 h MaWi-Institut / TUD
Live: Lo Fat Orchestra (CH) + Appaloosa (I)
21:00 h Bess. Knabenschule
Stilbruch + Alte Schinken Party
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Die Bibos
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Trashpop-Party
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Rehab: Back to the 50s & 60s mit DJ Kai
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Reiz + Zik Zak + Anionkaat (Punk-Rock)
22:00 h Goldene Krone (Saal)
> 08
2 Jahre... mit Musigg
23:00 h Schlosskeller
Chor- und Orgelkonzert: Nachklänge
19:00 h Innenstadtkirche St. Ludwig
Biodanza Party
19:30 h Bessunger Knabenschule
SwingSalon mit mit Cabaret Paris (live)
21:00 h Linie Neun, Griesheim
Michael Satter + Thomas Hammann (KRZWL, LARJ) Saturday's Finest
Galerie Kurzweil 22:00 h Huckebein
Saturday Night Fever
22:00 h Musikpark A5
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stilbruch (Crossover, Rock, Metal, Gothic)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Uniques Madness - Best Of Club
22:00 h Sausalitos
Turkish Pop & Club Sounds
22:00 h Mint Club
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
SONNTAG, 19.02.2017 23 > A Cappella & Orgel: Bolongaro.
Konzert: Lizz Wright
19:30 h Staatstheater (Großes Haus)
Theater: Die Unendliche Geschichte
18:00 h Neue Bühne
Konzert: Burgwinkel, Böhm, Rammond
19:30 h Stadtkirche
Varieté Extra 2017
19:00 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Konzert: TU Orchester - Carmina Burana
17:00 h Darmstadtium
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Kneipen-Quiz
20:00 h Kessel
MONTAG, 20.02.2017 Singende Beine: Die Welt der Fussballschallplatten
20:00 h Hoffart Theater
Konzert: Syzer Morphine (Rock & Blues)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
> 08
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
VintAge: Oldies, Pop & Rock
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Red Barn Quiz
20:00 h Red Barn Restaurant
24 > Lizz Wright in der CS. P | 44
DIENSTAG, 21.02.2017 Nachtdienst mit Shock Travolta
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Karl-Wieland Kurz - Diaphonie Nr. 2
19:30 h Akademie für Tonkunst > 33
Lesung: Klaus Modick - Ein Bild und tausend Worte
19:30 h Stadtkirche
DJ Chromos Alphabet des guten Songs
20:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
MashUpJamSession
20:30 h Schlosskeller
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Salsa Treff
20:30 h Guantanamera
Studier.Bar
23:00 h Nova
Öffnungszeit (Drinks & Musik)
19:00 h Das Blumen
25 > DJ Chromo kennt sich aus!
MITTWOCH, 22.02.2017 > 33
Lesung: Sasa Stanisic - Fallensteller
19:30 h Centralstation (Saal)
Filmkreis-Kino: Blinddate
20:45 h CityDome Kinos (Rex-Kino) > 33
Lesung: Aleida Assmann - Formen des Vergessens
19:30 h Stadtkirche
Theater: Ungeheuer? Erforschung des Ungeheuren ...
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Konzert: Heiner Herchenröder
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta de Salsa
22:00 h Salon-Latino
Play My Track - Du bist der DJ
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DONNERSTAG, 23.02.2017
27
AbendLese: Nervöser Orient
19:00 h WBG Literarium
Street Fighter 2 Turnier
19:00 h Limo Lounge
Filmkreis-Kino: Triple 9
20:00 h Audimax / TUD
Damen vs. Herren - Die andere Sitzung
19:30 h Orangerie
> 33
Konzert: The Lasses
20:00 h Theater im Pädagog
Theater: Ungeheuer? Erforschung des Ungeheuren ...
20:00 h Theater Moller Haus im Exil
Salsa Afterworkparty mit DJ Olli
19:00 h Upéro
RockyRemmiDemmi mit Sir N
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Friends Of Gas + New Faces
20:30 h Oetinger Villa
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Exquisit - das beste Quiz der Welt
20:00 h Red Barn Restaurant
Lady Like (Single- & Study-Party)
22:00 h Musikpark A5
Lies5: Lese- und Infoladen
19:30 h Green Sheep Pub
> 10
> The Lasses im TIP.
FREITAG, 24.02.2017 Dinnershow: Dr. Jekyll & Mr. Hyde
19:30 h Burg Frankenstein (Restaurant)
Theater: Die Unendliche Geschichte
20:00 h Neue Bühne
Konzert: Alix Dudel - Der Kaffee ist fertig
20:30 h Jagdhofkeller
Karaoke mit Stritti
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Konzert: Wildes Weltall
19:30 h Akademie für Tonkunst
Karneval Total - Die närrische Kölsch-Party
19:33 h Orangerie
FiftyFifty: Die Party für Best Ager
21:00 h Centralstation (Saal)
Kabarett: Frank Lüdecke - Über die Verhältnisse
20:30 h HalbNeun Theater
Tanzen inklusive
18:00 h Centralstation (Halle)
Lesung: Franz Schuh - Fortuna. Aus dem Magazin ...
19:30 h Stadtkirche
> 33
Film: Frohes Schaffen
20:00 h Energieagenten
> 10
Bandsupporter Bandcontest: Viertelfinale 28 > Der Kaffee ist fertig!
Bessunger Jam Session
Theater im Pädagog
> 18
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
Depeche Mode & 80s Party mit DJ Björn
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Freestylerei: 100% Black & Dance
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Splash Brothers (Hip-Hop, Funk, R'n'B)
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
The Very Best Of The 80s mit DJ D-Zero
22:00 h Goldene Krone (Saal)
La grande Prise de Téte
19:30 h Zucker
Latin Dance Night
21:00 h Linie Neun, Griesheim
Barac (Romania) + D. Nicolas + Chris Geschwindner
Galerie Kurzweil
Ü30 Birthday Bash
22:00 h Huckebein
Konzert: Violent Instinct + Rumble Deluxe + ...
21:00 h Oetinger Villa
Best Of Discofox & Dance mit DJ Thomy
21:00 h Tanzcafé Papillon
Kiss Me Darmstadt
22:00 h Musikpark A5
Black Friday
22:00 h Sausalitos
Best Of HipHop, House & Classics
22:00 h Mint Club
Hands Up (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
29 > Kabarrett mit Frank Lüdecke. P | 46
> 10
SAMSTAG, 25.02.2017 Theater: Die Unendliche Geschichte
20:00 h Neue Bühne
69. Mollerkoller
20:30 h Theater Moller Haus im Exil
70er80er Party
22:00 h Schlosskeller
Große Kostümsitzung - Im Jubeljahr mit Prinzenpaar
18:55 h Orangerie
Mellow Weekend: Trash & 90s
22:00 h Centralstation (Halle)
Kabarett: Frank Lüdecke - Über die Verhältnisse
20:30 h HalbNeun Theater
Konzert: Papa's Finest Boogie Band (Boogie-Woogie)
20:30 h Achteckiges Haus
Stilbruch: Schwarz (Dark-Wave, Gothic)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Big Dish (Cover)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Indieclub mit DJ Kai
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Die Rock & Twist Parade
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Baryon + Precipitation + Dahlian
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Biodanza Party - Faschings-Special
19:30 h Bessunger Knabenschule
Konzert: Marian Kleebaum
21:00 h Sumpf
Lorenz + Nico Maser + Dominik Lischka
30 > Dance! Dance! Dance!
Galerie Kurzweil
Moglis Muckebude Fastnachts-Rave
23:00 h Ponyhof
Krieg der Sternchen - The Empire Strikes Back
21:00 h Oetinger Villa
Saturday's Finest
22:00 h Huckebein
Saturday Night Fever
22:00 h Musikpark A5
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
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Stilbruch (Crossover, Rock, Metal, Gothic)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Uniques Madness - Best Of Club
22:00 h Sausalitos
Turkish Pop & Club Sounds
22:00 h Mint Club
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
SONNTAG, 26.02.2017
32 > Die Sonne scheint im HalbNeun.
33 > Mayito Rivera.
Lesung: Zsuzsa Bánk - Schlafen werden wir später
17:00 h Stadtkirche
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Kneipen-Quiz
20:00 h Kessel
> 33
MONTAG, 27.02.2017 Musical: Les Misérables
20:00 h Darmstadtium
Jump Up (Disco für Jugendliche)
18:30 h Centralstation (Lounge)
Konzert: Alberto Colucci - Eine Italienische Nacht
20:11 h HalbNeun Theater
Carnaval 2017 mit Mayito Rivera & The Sons of Cuba
20:30 h Bessunger Knabenschule
VintAge Rosenmontagsspecial
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Andrei Senkevich (Russian Indie Folk)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Gruftidisko mit DJ Peter e.S.
21:00 h Goldene Krone (Disco)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
VintAge: Oldies, Pop & Rock
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Red Barn Quiz
20:00 h Red Barn Restaurant
DIENSTAG, 28.02.2017
34
Nachtdienst mit DJ Sammy
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Lions Club Louise Büchner - Mit Freude Gutes tun
20:30 h HalbNeun Theater
Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Laut und Leise-Konzert
21:00 h Schlosskeller
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Salsa Treff
20:30 h Guantanamera
Studier.Bar
23:00 h Nova
Öffnungszeit (Drinks & Musik)
19:00 h Das Blumen
> Konzert im Schlosskeller.
Dieser Kalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit
| FeierAbendKultur in Darmstadt. Alle Events, die bis zum 15. des Vormonats auf www.partyamt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im Stadtkulturmagazin P.
KALENDER UPDATES TÄGLICH
Bildnachweise Veranstaltungskalender: 01: Stephan Nau | 02: Andreas Huber | 03: Melanie Delgado | 04: HalbNeun Theater | 05: Jagdhofkeller | 06: Stephan Max Wirth | 07: HalbNeun Theater | 08: Bessunger Knabenschule | 09: Erik Weiss | 10: Ingo „Grimalkin” Lohse | 11: K. Pauls | 12: Christine Eixenberger | 13: Gemma van der Heyden | 14: Illustratoren Darmstadt e. V. | 15: Argo Vals | 16: Jürgen Naber | 17: Das erste allgemeine Babenhäuser Pfarrer-Kabarett | 18: Eld Now | 19: King Mud | 20: Lichtenberg | 21: Kabbaratz | 22: Eric Lu | 23: Bolongaro | 24: Jesse Kitt | 25: DJ Chromo | 26: Schlosskeller | 27: Richard Bank | 28: Jagdhofkeller | 29: Frank Lüdecke | 30: Schlosskeller | 31: Neue Bühne | 32: Alberto Colucci | 33: Bessunger Knabenschule | 34: Rocky Beach Studio
P | 48
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FEBRUAR 2017 Fr 03.02. // 11:00 und Sa 04.02. // 20:00 THEATERLABOR INC. Ungeheuer So 05.02. // 15:00 PUPPENTHEATER KOLIBRI Der kleine Prinz und der Bärenklau Di 07.02. // 11:00 und Mi 08.02. und Do. 09.02. // jew. 20:00 THEATERLABOR INC. Ungeheuer Fr 10.02. und Sa 11.02. // jew. 20:00 THEATER CURIOSO Kunst Fr 17.02. und Sa 18.02. // jew. 20:00 THEATER CURIOSO Flirt – oder So sehr vor Liebe berste ich ... So 19.02. // 15:00 THEATER 3 HASEN OBEN painting songs Klangperformance für Kinder von 2-5 Jahren Mi 22.02. und Do 23.02. // jew. 20:00 und Fr 24.02. // 11:00 THEATERLABOR INC. Ungeheuer Sa 25.02. // 20:30 THEATER RAINER BAUER 69. Mollerkoller
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März 2017 BRLO Beer Tasting 03. März 2017 | 20 Uhr 5 Biere & 1 Bier-Cocktail Whisk(e)y & Chocolate 24. März 2017 | 20 Uhr 6 Whiskys & 6 Schokoladen/Pralinen
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Rheinstraße 41 | 64283 Darmstadt bar@maltbar.de | www.maltbar.de DI - DO 19 - 01 Uhr | FR - SA 19 - 03 Uhr Sonntag & Montag Ruhetag
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FEBRUAR 01.02. RUDELSINGEN IM FEBRUAR 04.02. GWENNYN Die fantastische Künstlerin aus der BRETAGNE wieder im Jagdhofkeller
man sollte viel häufiger dinge tun, die man nicht zu können glaubt
10.02. ALORS ON DANSE Die Party für alle Junggebliebenen 11.02. KABARETT DER ÄLTEREN HERREN MIT DOROTA LULKA 18.02. JOHNNY CASH EXPERIENCE 24.02. ALIX DUDEL Der Kaffee ist fertig
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Out of Darmstadt Kultur in Rhein-Main-Neckar AUSWA H L + T E X T E: TOB I MOKA + M AT I N NAWA B I | FOTO: P R I NC E SS NOK I A
Gurr (Berlin) Nach ihrer Garage-infizierten „Furry Dream“-EP, sorgten Gurr mit ihrem Album „In My Head“ und leicht surfigen GitarrenDream-Pop-Songs für die schönsten Ohrwürmer des vergangenen Spätsommers. Schon Schön, Mainz Fr, 03.02. | 21 Uhr | 15 € Radio Slave (GB) + Spencer Parker (GB) Mit Radio Slave und Spencer Parker kommen zwei der renommiertesten House-DJs Englands ins legendäre Robert Johnson. Jahrzehnte auf dem Buckel, aber immer noch am Puls der Zeit. Robert Johnson, Offenbach Fr, 03.02. | 23.59 Uhr | 12 € Sinistarr (USA), Kabuki (FFM) + Pedo Knopp (FFM) Die geschmackssichere „Rubato“-Reihe im Silbergold hat mit Sinistarr wieder eine internationale DJ-Größe geladen. Genres: Bass-Music, Jungle, Footwork, House und Breaks. Bouncen bis zum Abwinken. Silbergold, Frankfurt Sa, 04.02. | 23 Uhr | 10 € Dropkick Murphys (USA) + Slapshot (USA) Die Bostoner mit irisch-amerikanischen Wurzeln dürften die derzeit wohl erfolgreichste
Folk-Oi!-Punk-Band der Welt sein. Dazu die Hardcore-Legende Slapshot. Ein Abend voller Gitarren, Dudelsack, Whiskey, Pathos und Unity. Stadthalle, Offenbach So, 05.02. | 20 Uhr | 37 € Motorama (Russland) Die Cold-Wave-Band hat ihr minimalistisches Spiel perfektioniert, so scheint es. Mit ihrem nunmehr vierten Album „Dialogues“ waren sie weltweit auf Tour, verzichteten dabei fast gänzlich auf analoge Verstärker und Drums – und klingen dennoch druckvoller als die meisten anderen Kapellen da draußen. Wer letztes Jahr die ausverkaufte Show in der Villa gesehen hat, weiß, wovon wir reden. P | 52
Halle 02, Heidelberg Fr, 10.02. | 20 Uhr | 18 € Schlachthof WI (Kesselhaus) Sa, 11.02. | 20 Uhr | 18 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets für das Konzert in Wiesbaden am 11.02. auf www.p-stadtkultur.de. The Gravetones (Australien) Duos mit Schlagzeug und Gitarre sind ja spätestens seit den White Stripes keine Exoten mehr. Ähnlich wie die Japandroids und Death from Above 1979 machen diese Australier einen atemberaubend feinen Krach. Zoom, Frankfurt Sa, 11.02. | 20 Uhr | 17 €
Mélanie Pain (Frankreich) Wer erinnert sich noch an das französische Projekt Nouvelle Vague, das Indie- und Punkklassiker ganz eigentümlich coverte? Mélanie Pain war die unverwechselbare Stimme dieser Band und klingt solo ähnlich betörend. Hafen 2, Offenbach Sa, 11.02. | 20 Uhr | 16 € Princess Nokia (USA) Heißer Hype mit Format am Rap-Firmament. Die Lady hat nicht nur einen verdammt guten Flow, ihre neo-futuristischen Beats passen auch bestens zum Trap-Hype hierzulande, also diese schleppenden, stolpernden Bass-Drums. Karlstorbahnhof, Heidelberg Sa, 11.02. | 21 Uhr | 18 € Olexesh (Darmstadt) Unser Darmstädter Bub legt ja als Charts-Stürmer gerade ganz HipHop-Deutschland flach mit seinen Stakkato-Raps. Da dürfte das Auswärtsspiel in Frankfurt für ihn trotzdem ein Heimspiel werden. Batschkapp, Frankfurt So, 12.02. | 20 Uhr | 24,20 € Die Sterne (Hamburg) Bereits 25 Jahre auf dem Buckel und zuletzt wirkte die einst so phantastische Indie-Band auch etwas schwerfällig. Mit neuem Material wollen sie an ihre beste Zeit in den 90ern anknüpfen. Halle 02, Heidelberg Do, 16.02. | 21 Uhr | 22 € Der Ringer (Hamburg) Nach Drangsal, Isolation Berlin, Messer und so weiter wieder eine blutjunge Indie-Band, bei der man noch nicht weiß, ob sie das nächste große Ding ist oder doch nur nach vergangenen Helden klingt. Schon Schön, Mainz Do, 16.02. | 21 Uhr | 13 €
Kreator (Essen) + Sepultura (Brasilien) „Mille“ Petrozza ist wahrscheinlich eine der sympathischsten und korrektesten Typen im internationalen Metal-Bizz – und seine Band Kreator bis heute unerreichte Legende ihres Genres. Schlachthof Wiesbaden (Halle) Fr, 17.02. | 18.40 Uhr | 44 € T.C. Boyle (USA) liest T.C. Boyle ist nicht nur Bestseller-Autor, er ist auch berühmt-berüchtigt dafür, in sämtlichen Wunden des American Way Of Life zu wühlen und dies mit genüsslichem Sarkasmus zu umschreiben. Der passendste Autor zur aktuellen Lage. Halle 02, Heidelberg Sa, 18.02. | 20 Uhr | 20 € Haiyti (Hamburg) + Trettmann (Leipzig) Das HipHop-Subgenre Trap mit seinen schleppenden Bässen mausert sich hierzulande zum großen Hype. Haiyti und Trettmann sind ganz vorne mit dabei. Abchecken, ob das nur auf Platte oder auch live was taugt! Zoom, Frankfurt Sa, 18.02. | 20 Uhr | 21 € Funny van Dannen (Berlin) „Als Willy Brandt noch Bundeskanzler war ...“ – allein dieses Lied machte ihn legendär. Seine Texte kann man sich allesamt einrahmen. Van Dannen gehört hierzulande sicher zur Speerspitze des guten wie komischen Songwritings. Karlstorbahnhof, Heidelberg Sa, 18.02. | 20 Uhr | 23 € The Notwist (Weilheim) The Notwist sind eine der besten und wichtigsten deutschen Bands aller Zeiten. Das neueste Kapitel ihres Œuvre: „Superheroes, Ghostvillains + Stuff“. Ein Live-Album, eine meisterhafte Werkschau voller Finesse P | 53
und den wunderschönsten Sound-Collagen der Welt. Batschkapp, Frankfurt So, 19.02. | 20 Uhr | 30 € The Wooden Sky (Kanada) Bei kanadischem Indie-Rock denkt man unfreiwillig an Arcade Fire – und das trifft es im Sound durchaus: ähnlich elegisch und hymnisch gibt sich dieses Quintett aus Toronto, das auch schon beim Golden-LeavesFestival in Darmstadt glänzte. Hafen 2, Offenbach Mi, 22.02. | 19.30 Uhr | 13 € Lebanon Hanover (London/Berlin) Mit düster-romantischen Songs avancierte das Duo Larissa Iceglass und William Maybelline in den letzten Jahren international zum Aushängeschild der Minimal-Dark-Wave-Szene – zu Recht! Schlachthof WI (Kesselhaus) Sa, 25.02. | 20 Uhr | 16 € Antilopen Gang (Düsseldorf) Für die einen ist die Antilopen Gang das „Versprechen auf einen neuen Morgen im deutschsprachigen HipHop“. Für andere ist das Schaffen des Trios nichts weiter als schwer erträgliches Anbiedern ohne musikalischen Esprit. Sicher ist: Die Gang kommt mit neuem Album „Anarchie und Alltag“. Schlachthof Wiesbaden (Halle) Sa, 25.02. | 20 Uhr | 22 € Gerd Janson & Thomas Hammann (Darmstadt) Wenn Gerd Janson und Thomas Hammann ihre monatliche „Lifesaver“-Nacht im Robert Johnson bestreiten, pilgert meist halb Darmstadt nach Offenbach. Und kehrt meist erst am nächsten Mittag völlig ausgelaugt, aber glücklich wieder heim. Robert Johnson, Offenbach Sa, 25.02. | 23.59 Uhr | 12 €
Hoffnung in
einer
fremden
Welt
Weniger gute, aber auch erfreuliche Neuigkeiten von Shukur und Mohammad
Hinter den jungen Männern liegt ein turbulentes Jahr mit vielen Tiefen, aber glücklicherweise auch mit einigen Höhen. So konnte Shukur ein Praktikum bei der Firma Holzbau Dächert in Eberstadt absolvieren [wir haben in P-Ausgabe 84 im Mai 2016 berichtet]. Zusätzlich hat er bei der Initiative „Wirtschaft integriert“ des Hessischen Bildungswerks in Darmstadt ein- bis zweimal die Woche an Deutschkursen teilgenommen. Schwierig wurde es mit der Arbeitserlaubnis. Um am sogenannten Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ), der Vorstufe zur möglichen Ausbildung als Zimmermann, teilnehmen zu können, benötigte Shukur als Flüchtling eine Arbeitserlaubnis. „Es ging immer hin und her, weil immer irgendetwas gefehlt hat. Doch nach gut acht Wochen hatten wir die Erlaubnis dann endlich“, erinnert sich Ulrike Liebig.
TEXT: VALENTINA TEPEL | FOTOS: ULRIKE LIEBIG
Noch immer sind weltweit über 60 Millionen Menschen auf der Flucht, vertrieben durch Krieg und Armut, die in den Ländern herrschen, die sie ihr Zuhause nennen. Verfolgung und Angst sind es, die diese Menschen zum letzten Schritt bewegen: sich auf den langen und beschwerlichen Weg machen – in ein anderes Land. Hinein in eine fremde Welt, eine fremde Kultur, mit einer fremden Sprache, die sie nicht sprechen. So wie Shukur (21) und Mohammad (20), zwei junge Männer, die wir schon im Oktober-P 2015 kennengelernt haben. Die beiden flüchteten aus ihrer Heimat Afghanistan nach Deutschland. Das Darmstädter Ehepaar Navid Neschat-Mobini und Ulrike Liebig hat für die beiden damals eine Patenschaft übernommen, im Rahmen einer Initiative des Sozialkritischen Arbeitskreises. Heute leben Shukur und Mohammad in Darmstadt. Viel Zeit ist vergangen. Wie geht es den beiden mittlerweile?
Eine Eingliederung in den deutschen Arbeitsmarkt gestaltet sich für Shukur allerdings weiterhin hürdenreich. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Laut Asylgesetz gehöre er nicht in die Gruppe der Asylberichtigten. Weder drohe ihm Verfolgung, noch sei er in seinem Heimatland, in dem seit Jahrzehnten Krieg und Terror herrschen, willkürlicher Gewalt ausgesetzt, so die Begründung. Die P | 54
Enttäuschung ist groß, die Kanzlei seines Anwaltes brechend voll mit anderen Asylbewerbern, denen es genauso geht wie Shukur. Während über 80 Prozent der deutschen Bürger eine schnelle Eingliederung von Flüchtlingen in die Arbeitswelt befürworten, ist der bürokratische Weg lang. Die Bearbeitung des Widerspruchs von Shukurs Ablehnung kann sich auf ein- bis eineinhalb Jahre hinauszögern. Für Shukur heißt das: warten. Die Hoffnung gibt er nicht auf. Bis eine Entscheidung fällt, kann viel passieren – und vielleicht wird Shukur doch noch Zimmermannslehrling.
er auch eine Ausbildung in Angriff nehmen. Im Sommer hat Mohammad erfolgreich ein Praktikum bei Fielmann Optik direkt in der Darmstädter Innenstadt absolviert. Jetzt würde das Unternehmen ihm gerne einen Ausbildungsplatz zum Augenoptiker anbieten. Dazu könnte er zusätzlich wie Shukur das EQJ machen, das würde auf seine Lehrzeit angerechnet werden. Für zwei junge Menschen, die noch nicht lange in einem fremden Land mit einer ihnen fremden Sprache leben, haben Shukur und Mohammad viel erreicht. Dennoch stehen sie nun vor scheinbar unüberbrückbaren Hürden. Bei der Suche nach einem Neuanfang bahnen sich Angst und Frustration ihren Weg in die Köpfe. Es ist ein ständiges Schwanken zwischen Zuversicht und Unsicherheit, zwischen Hoffnung und Einsamkeit. Eine Chance, mehr wollen sie nicht. Nicht nur von den Behörden. Auch von ihren Mitmenschen, draußen auf den Straßen in den Cafés, im Bus. Denn auch nachdem sich die beiden Jungs in Darmstadt gut eingelebt haben, konfrontiert der Alltag sie oft mit ihrer Fremdheit – auch bei Gleichaltrigen. Die reagieren mitunter ablehnend, wenn Mohammad zum Beispiel beim Weggehen keinen Alkohol trinkt. „Dann finden sie einen komisch und merkwürdig“, berichtet er ernüchternd. Dies lässt uns nur noch lauter sagen: Darmstadt muss offen bleiben. Jetzt und in Zukunft! ❉
Zwischen Hoffnung und Einsamkeit Auch für Mohammad ist ein langes Jahr zu Ende gegangen. Im vom jahrzehntelangen Krieg gezeichneten Afghanistan konnte er schon lange keine Schule mehr besuchen. In Darmstadt absolviert er jetzt die Fördermaßnahme „InteA – Integration durch Anschluss und Abschluss“ in der Peter-Behrens-Schule, um ein zertifiziertes Sprachdiplom zu erwerben. Gerne würde er auch endlich seinen Hauptschulabschluss nachholen. Der ersehnte Abschluss bleibt für den motivierten Zwanzigjährigen jedoch auch in Deutschland ungewiss. Das „InteA“-Programm des Hessischen Kultusministeriums umfasst – entgegen seines Titels – nämlich gar nicht den Erwerb eines berufsqualifizieren Abschlusses. Zu hoffen bleibt, dass Mohammad die Möglichkeit erhält, einen externen Hauptschulabschluss im Rahmen einer Nicht-Schülerprüfung zu erlangen. Dann könnte
Patenschaft – einander reicher machen — Gerade hinsichtlich sprachlicher Hürden und bei der Kommunikation mit Behörden und Ämtern ist eine Patenschaft für Geflüchtete, wie sie Navid Neschat-Mobini und Ulrike Liebig übernommen haben, von immensem Wert. Sie hilft aktiv bei der Integration. Wie Ihr eine solche Patenschaft übernehmen könnt? Und wie Ihr anderweitig Flüchtlingen in Darmstadt helfen könnt? Das könnt Ihr online nachlesen: www.p-stadtkultur.de/die-patenschaft-gibt-viel-positive-energie-zurueck
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Modisches made in Darmstadt, Folge 31: Seta Gestaltung TEXT: FRANZISKA NEUNER + MELANIE WINKLER | FOTO: JAN EHLERS
Ohne Moos nix los! Stimmt im Allgemeinen. Und im Besonderen, wenn man die Arbeiten von Fabian Voigt und Markus Hau genau betrachtet. Die ungewöhnliche Kooperation eines Gartenbauers und eines Grafikdesigners ist aus einer spontanen Idee entstanden. Mittlerweile haben die beiden Darmstädter ihr Konzept der begrünten, hochwertigen Möbelstücke perfektioniert. Seit zwei Jahren fertigen sie unter dem Namen Seta bepflanzte Tische und Lampen. Wer botanisch versiert ist, erkennt das bereits am Namen. Seta beschreibt im Fachjargon den Moos-Stängel. Wer, so wie wir, von Pflanzen eher wenig versteht, dürfte überrascht sein, dass Moos überhaupt Stängel hat. Das weiche Grün ist Dreh- und Angelpunkt bei Seta. Bedeckt von Moosen, gespickt mit kleinen farbigen Blüten und sogar fleischfressenden Pflanzen sind die Möbelstücke faszinierende Hingucker. Das Gestell wird aus recyceltem Metall von regionalen Altmetallhändlern gefertigt (Holzvariationen werden auch angeboten), der eingebettete „Kleingarten“ wächst auf einer Mischung aus Torf und gemahlenem Vulkangestein. Obenauf liegt eine an zwei Seiten offene Glasplatte. Bis ein Modell fertig ist, vergehen gut drei Monate. Metallteile müssen zusammengeschweißt werden, die Moose und Pflänzchen werden in der werkstatteigenen Aufzucht vom Keimling bis zur ausgewachsenen Pflanze groß gezogen. Die ungewöhnlichen Unikate sind auch für alle ohne grünen Daumen perfekt geeignet. Die Pflanzen wachsen ohne Dünger, müssen nur selten gegossen werden und tragen nebenbei noch zur Verbesserung der heimischen Luftqualität bei. So hat das vielen Gärtnern oft lästige Moos „die Fähigkeit, Feinstaub aus der Luft zu binden und zu verstoffwechseln“, wie uns die Köpfe hinter Seta erklären. Spezielle Glühbirnen über den Tischen sorgen für gutes Wachstum. Ob fürs Wohnzimmer oder die Konzernzentrale: Ein Tisch von Seta ist ein Hingucker und steht bei uns ganz oben auf der Wunschliste. ❉
www.seta-gestaltung.de www.facebook.com/seta.gestaltung P | 57
»Meine Entwicklung geht ganz woanders hin.« Blackbox mit Digga Ras I N T E RV I E W: KE V I N Z D I A R A | FOTO: JA N E H L E RS
Digga Ras gilt als Urgestein der Darmstädter HipHop-Szene. 2003 hat er die Darmstädter Rap-Crew „Böse Zungen“ mitgegründet, es folgten elf Alben und 2014 das Projekt Bessunger Hills. Zusammen mit Hüseyin Köroglu von den Besidos beschritt er zwischenzeitlich soulige Solopfade und veröffentlichte 2011 die Platte
„Vom Kind zum Mann“. Jetzt hat er seine Rap-Karriere mit dem Doppel-Album „Ein Mann Ein Wort Prinzip (Der letzte seiner Art)“ auch offiziell beendet und bei einem Kaffee und einer Zigarette mit dem P über HipHop, Darmstadt und seine Zukunftspläne gequatscht. 15 P | 59
P: Eigentlich hattest Du ja schon vor über fünf Jahren mit HipHop abgeschlossen und mit Deinem damaligen Soloalbum „Vom Kind zum Mann“ eher soulige, rockige Töne angeschlagen – warum jetzt doch noch mal ein Rap-Soloalbum? Digga Ras: Ich war der Meinung, dass ich so nicht gehen kann. Ich bin jetzt 40 und ich musste dem Ganzen noch mal meinen
Stempel aufdrücken. In Darmstadt geht nicht mehr viel mit HipHop. Ein Mädness bekennt sich nicht zu unserer Stadt, ein Phonk D ist schon lange draußen, ein Rapido bekennt sich nicht zu Darmstadt und auch ein Olexesh oder ein Yassin nicht. Deshalb wollte ich noch mal ein klares Bekenntnis veröffentlichen.
Hat es Dich also noch mal in den Fingern gejuckt? Nach dem „Vom Kind zum
Aber der Name bleibt? Dein Kollege und Freund, der Ost-Berliner Rapper Joe Rilla, ist ja jetzt als Hagen Stoll mit Rock in Berliner Mundart unterwegs. Nein, ich bleibe Digga Ras, auch bei meinen zukünftigen Projekten. Das war ja auch bei „Vom Kind zum Mann“ so. Es werden auch noch einzelne HipHop-Videos und Features veröffentlicht, aber ernsthaft mache ich das nicht mehr weiter.
Mit insgesamt 34 Stücken, dem Hit-Produzenten Enoi, Gast-Rappern wie Gregpipe, Olexesh, Mädness und der Böse-ZungenCrew hast Du die Messlatte für Darmstädter HipHop ziemlich hoch gelegt. Da kommt auch keiner hin. Ich kenne einfach einen Haufen Leute, die Bock hatten, mit mir zusammen zu arbeiten. Ich habe schon immer viel connectet, nicht nur hier in der Stadt, auch außerhalb. Es gab dabei immer ein paar Hürden
»Für mich ist Rap halt Competition und auch Provokation.« Mann“-Album hatte ich das Gefühl, da könnte noch mehr gehen. Es kamen ja dann auch noch die drei Bessunger-Hills-CDs, zu denen ich viel beigesteuert habe. Da habe ich mir gesagt: Ich mach’s noch einmal richtig und dann verabschiede ich mich. Die CD ist ja auch so ein bisschen wie ein Buch gestaltet: Du klappst sie auf, hörst sie an und machst sie dann zu wie ein Buch.
Ist das das Ende des Künstlers Digga Ras? Das Kapitel HipHop ist geschlossen. Als 40-Jähriger kann ich nicht mehr so HipHop machen wie früher – also kann man schon, aber die Entscheidung hat auch was mit Reife zu tun. Es geht ja auch darum, sich weiterzuentwickeln. Und meine Entwicklung geht gerade ganz woanders hin und ich habe mir gesagt, ich muss das Eine abschließen, um etwas wirklich Neues beginnen zu können.
Welches Gefühl verbindest Du mit diesem letzten Album? Wenn ich ehrlich bin und keine Frau hätte, dann würde ich das wahrscheinlich machen, bis ich 60 bin. Ich habe mich jetzt aber für die Familie entschieden, weil ich denke: Es wird Zeit. Ist HipHop nicht auch eine Lebenseinstellung, so dass man auch, ohne Rapper zu sein, HipHopper bleibt? Nee, im Grunde sehe ich mich als Musiker, der mit Rap groß geworden ist und dann irgendwann erkannt hat, dass Rap auch Soulmusik sein kann. Warum soll ich mich nur auf das Rap-Ding beschränken, wenn’s auch noch mehr gibt. Bereits damals, als wir „Vom Kind zum Mann“ veröffentlicht haben, hatte ich sechs, sieben neue Songs fertig und ich habe gesehen, dass ich schon viel weiter bin.
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zu nehmen, bei Gregpipe und Olexesh beispielsweise, aber es hat geklappt.
Aber im Stück „So ist Rap“ bist Du ziemlich direkt. Das hört sich an wie eine böse Abrechnung mit der Darmstädter HipHop-Szene. Ja, aber es ist sogar eine leicht zensierte Version. Mein Kumpel Enoi hat mir immer wieder gesagt, dass ich das umschreiben muss. Ich sage darin aber, was Sache ist. Für mich ist Rap halt Competition und auch Provokation. Das Tolle an Rap ist, dass man solche Unstimmigkeiten auch über Musik austragen kann. Doch ich habe auch gemerkt, dass es für manche nicht so einfach ist, offen und ehrlich zu sagen, was sie denken. Bei unserem letzten Interview 2014 hast Du gesagt, das sei das beste Jahr für HipHop aus Darmstadt. Jetzt ist davon aber nicht mehr so viel übrig. Mädness und Döll sind nach Berlin gezogen, um Bessunger Hills ist es ruhiger geworden, Du hörst auf ...
Es geht leider immer nur darum, dass die Einzelnen gut da stehen, auch in den Interviews. Um die Community hier in Darmstadt geht’s keinem. Das war auch damals bei dem Juice-Artikel so [im Oktober 2015 gab es im wichtigsten deutschen HipHop-Magazin einen langen Beitrag über die Darmstädter Szene, Anm. d. Red.]. Das war schlechter Journalismus, wenn man sich alles mundgerecht hinlegt und nur das rauszieht, was für die Story passt. Denn in dem Artikel kam ja nicht mal ansatzweise das vor, was hier in den letzten 15 Jahren im HipHop los war. Da wurden viele Leute komplett ignoriert und vergessen.
Gehst Du im Zorn? Nein, ich sag’s auch auf dem Album: Ich habe meinen Feinden die Hand gegeben. Bei manchen war es vergebens und ich habe bis auf eine Person alle um Erlaubnis gefragt, ob ich die Tracks verwenden kann. Es ist ja nicht nur Dein letztes Album, Du bist ja seit knapp zwanzig Jahren im HipHop aktiv ... Hm, Zior [Mitglied der Bösen Zunge] hat’s ausgerechnet, es sind genau sechszehneinhalb Jahre. Okay, sechszehneinhalb Jahre, wie siehst Du die rückblickend? Viel zu krass! Meine Intention damals, als ich angefangen habe, war: Ich will damit etwas reißen. Ich wollte es schaffen. Dieser Traum ist immer noch nicht ausgeträumt, aber man merkt halt schnell, dass es sehr lange dauern kann und dass man auf viel Hilfe angewiesen ist. Aber klar, die Neunziger waren natürlich die beste Zeit – ob Dr. Dre, Lost Boys, Big L oder so – das wird immer noch gepumpt. Was
mich damals ausgemacht hat: Rap hat mich ernährt wie den Junkie seine Nadel. Ich habe immer an mir gearbeitet und ein Level erreicht, mit dem ich ein Vorbild für junge Rapper sein konnte. Aber das Niveau möchte ich jetzt halt für andere Musikrichtungen nutzen.
Du bist also an einem Punkt, an dem Du den Staffelstab weitergeben möchtest an eine andere Generation. Ein Projekt in dieser Richtung war ja Bessunger Hills, wo Du junge Rapper unterstützt hast. Machst Du damit weiter? Nein, ich habe das aufgebaut und jetzt müssen das andere weiterführen. Ich habe mich mit Bruder Jakob [ebenfalls Mitglied der Bösen Zungen] getroffen und es gab eine Menge Reibereien. Die Jungs aus Bessungen haben zwar das Ding für sich beansprucht, aber ich musste immer alles machen und dann gab’s am Ende Zoff. Ich habe gesagt: Ich mache noch eine CD mit und dann könnt Ihr das weitermachen. Crizpanic und POC bleiben dabei und Jakob wird das dann weitermachen. Was ist mit der nächsten Generation? Der Nachwuchs hat meiner Meinung nach zu wenig aus seinen Chancen gemacht, das sehe ich bei meinen Jungs. Die durften vor Fard & Snaga auftreten oder in der Centralstation als Vorgruppe von Talib Kweli performen und haben leider nichts daraus gemacht. Aber auch wir Alten haben zu wenig in die Szene investiert. Jetzt ist es bei Dir also mit HipHop vorbei. Wie geht’s weiter? Jetzt gibt’s erstmal eine Pause und dann setze ich mich mit Hüseyin zusammen. Aber das nächste Album wird richtig P | 61
groß, da sind einige böse Sachen dabei, wo ich so richtig losträllere [lacht]. Ich habe ein Musical geschrieben, ich habe mich da von Macklemores „Wings“ inspirieren lassen. Jetzt muss ich den Hüseyin noch dazu bekommen, dass wir das auch machen. Zukünftig werde ich auch anders arbeiten: Da kommt nicht mehr der TU Chor, sondern da hole ich mir Sängerinnen vom Kirchenchor aus Roßdorf und die singen dann in meinem Musical. Das Album ist zu einem Viertel schon eingesungen, aber ich mache das alles noch mal neu. Ich fange jetzt wieder bei Null an. Also spätestens in einem Jahr gibt es wieder was Neues von Digga Ras.
Mit welchen Worten verabschiedet sich der Rapper Digga Ras? Ach, einfach: Auf Wiedersehen. Denn es wird ein Wiedersehen geben. Danke für das Gespräch. ❉
Win! Win! — Das P verlost drei „Ein Mann Ein Wort Prinzip“CDs von Digga Ras auf www.p-stadtkultur.de. www.facebook.com/diggaras
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Ein Unternehmen der bauverein AG Darmstadt
Iss was! Folge 46: Schöner Schlonz RE Z E P T + T E X T: A N NA GRO O S + TOB I A S RE I T Z | FOTO S: JA N E H L E RS
Fotogen: Feige und Salbei stehen dem Schlonz sehr gut.
Iss was! Kürbis-Pilz-Risotto –
Dauert so lang wie: bis die Heizung warm ist. Sieht aus wie: Reis mit Scheiß Am besten mit: ein, ssswei, trai, fümpf Gläsern Kochwein Nebenwirkungen: Käseklumpen im Magen Kostet so viel wie: Gönn Dir! Zutaten für etwa 4 Personen: 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen 1 kleiner Hokkaidokürbis 2 große Kräuterseitlinge 7 braune Champignons 5 EL Butter
Also, Raclette ist ja irgendwie durch für diesen Winter. Aber wenn es draußen kalt und nass und eklig ist, braucht’s das Gefühl von leichter (pahaha) Überfressenheit und einem dicken Käseklumpen im Magen. Das Mittel der Wahl (mit so viel mehr Stil) ist dieses schlonzig-cre-
400 g Risottoreis 200 ml trockener Weißwein etwa 1 Liter Gemüsebrühe 1 Glas Orangensaft 2 Gewürznelken, 2 Lorbeerblätter 1/2 Bund Petersilie Salz und Pfeffer 1 Prise Muskatnuss 100 g guter (!) Parmesan 4 frische Feigen 1 EL brauner Zucker 4 EL Olivenöl 1 Handvoll Salbeiblätter
mige Kürbis-Pilz-Risotto mit vielvielviel Parmesan, karamellisierten Feigen und frittiertem Salbei. Und was hier so fancy klingt, geht verblüffend schnell. Gut, so schnell, wie man halt Risotto köcheln kann. Also besser gleich mal losgelegt. P | 63
Hack, hack, hack: Kürbis und Zwiebeln
Drei Schüsseln Gehacktes
Diesmal ist’s nicht viel Schnippelei: Zwiebel klein hacken. Knoblauch schälen und durch die Presse jagen. Die Pilze und den Kürbis in kleine (ernsthaft: kleine!) Würfelchen schneiden. Fertig. Ging ja. Jetzt einen großen Topf auf den Herd stellen und Zwiebeln, Knoblauch und Reis in vier der fünf Esslöffel Butter anschwitzen. Wenn die Zwiebeln glasig sind, mit einem guten Schluck Weißwein ablöschen. Bei Risotto heißt’s ja oft: ein Schluck zum Essen, ein Schluck zum Trinken. Sehr vernünftig, finden wir (der Fotograf stimmt zu). Mit etwa der Hälfte der Gemüsebrühe aufgießen, den Orangensaft dazu, Pilze und Kürbis unterrühren. Gewürznelken und Lorbeerblätter hüpfen ebenfalls in den Topf. Jetzt heißt’s: rühren, rühren, rühren. Risotto ist ein eifersüchtiges Ding. Wenn du dich zu lange ablenken lässt, wird er pampig. Habe deshalb immer ein Auge auf die Konsistenz. Wenn der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat, schnell noch einen Schluck Wein in den Koch und einen Schluck Gemüsebrühe zum Risotto, dann kann nichts passieren. Nach etwa 25 Minuten sollte der Reis gar sein. Kurz bevor das Risotto fertig ist, stellst Du zwei kleine Pfannen auf, halbierst die Feigen und zupfst ein paar Blättchen Salbei vom Büschel. In die eine Pfanne gibst Du einen Esslöffel Butter und brätst die Feigen mit der Schnittseite nach unten an. Nach ein paar Minuten wenden und mit braunem Zucker bestreuen. Leicht salzen und pfeffern und noch ein paar Minuten schmurgeln lassen. In der anderen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Salbeiblätter knusprig braten. Unter uns: Frittierter Salbei ist guter Salbei. Obwohl: So gut wie alles ist frittiert frisiert.
Rühren, rühren, rühren!
Alles rein in den Topf!
Feigen <3 brauner Zucker
Sobald das Risotto gar ist, die restliche Butter dazugeben, den Parmesan in den Topf reiben, sich kurz über den grandiosen Duft freuen, die Petersilie hacken und alles unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Am Ende den schönen Schlonz auf einen Teller geben, Feige drauf, Salbei dazu und noch ein kleines bisschen Parmesan drüberreiben. Für den Käseklumpen, Ihr wisst schon. Iss was, die Veggie-Version – im Wechsel mit Sascha vom Goldenen Hirsch. ❉ P | 64
Frittiert ist alles geiler.
Wrede und Antwort Der Sportbericht einer Mutter Teresa T E X T: E I N GE R A L D W RE DE | FOTO: JA N E H L E RS | I L LUST R AT I ON: L I SA Z E I SS L E R
Wussten Sie, dass die ersten Moderatoren des Aktuellen Sportstudios alle aus dem Pott stammten, außer „SabbelSenne“? Vielleicht kamen sie beim WDR nicht zum Zug und sahen ihre Chance bei dieser neuen Sportsendung im ZDF. Jedenfalls machten die es gut – ebenso wie unsere Sportreporter vom HR. Selbige hatten zudem noch coole Namen, vorneweg Wolfgang Avenarius und Wolfhard Kuhlins. Heute sind die Namen profaner und die Berichterstattung teilweise verwirrend. Da hat man noch „einen Julian Draxler“ auf der Bank, „ein Arjen Robben“ sei nicht zu ersetzen, „einen Jürgen Klopp“ würde etwas aufregen.
Keiner der acht von mir ruckzuck im Telefonbuch gefundenen Jürgen Klopps regt sich über Fussball auf. „Ein Robert Huth“ haut sich in den Zweikampf, also eventuell Robert Huth, der Speiseölhändler aus Großenhain! Eine komische Angewohnheit ist das. Wollen sie uns damit die Hoffnung machen, es wird gar nicht der Thomas Müller eingewechselt, sondern ein ganz anderer? „Ein Marco Koch“ kann die Vorlauf-Bestzeit noch gefährden. Der Sanitärtechniker aus Gettorf? Oder der Kurierfahrer aus Marburg? Ob die auch so über Politiker reden? „Eine Claudia Roth wird als nächstes sprechen“ Eine? Ja wohl hoffentlich die von den P | 65
Grünen, nicht die Fahrlehrerin aus Trier, die Krankengymnastin aus Bad Marienberg oder die Logopädin aus Berlin! Von mir aus auch Letztere. Oder im Musik-Sektor: Statt „Leonard Cohen ist tot“ bliebe bei „Ein Leonard Cohen ist tot“ noch die Hoffnung, es habe einen seiner Namensvetter erwischt. Was ich keinem wünsche, es mir aber den Zweifel nehmen würde, Leonard Cohen wäre vor Gram verstorben, weil er nicht angemessen mit dem Erhalt des Büchner-Preises auf Dylans Nobelpreis-Farce reagieren konnte. Doch der Büchner-Preis gilt nur im deutschen Sprachraum. Ein Raum, den Sportreporter nicht mit Reno-Schuhen betreten sollten. ❉
Darmstädter Fakten T E X T & REC H E RC H E: SE BA ST I A N W E I SS GE RBE R
> Isadora Duncan gilt als Begründerin des Ausdrucktanzes und hat an der nach ihrer Schwester benannten Elizabeth-Duncan-Schule (heutige Marienhöhe) in Darmstadt gelehrt. Das Land für den Bau stellte 1909 Ernst Ludwig, der letzte Großherzog von Hessen-Darmstadt, zur Verfügung. Die Schule war ein Landerziehungsheim und vermittelte „Höheren Töchtern“ nicht nur die übliche Bildung, sondern – ganz im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung – auch den neuen, freien und expressionistischen Ausdruckstanz.
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10. Jahrgang Ausgabe 91 – Februar 2017
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