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Ausgabe 41 (Februar 2012)

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Ausgabe 41 Februar 2012

gratis

besonders ... maskenhaft Ungewissheit auf 603qm HÜrspiel mit Zimmermann & Zimmerman (SV 98) Lecker Kulturhäppchen! Streetworking P Stadtkulturmagazin

Veranstaltungskalender


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Hallo Darmstadt. Wir feierten entspannt den Abschluss der kleinen, aber feinen „Parole P“­DJ­Reihe in der centralstationlounge, als uns die hiobsbotschaft erreichte: „heute kein Kneipenabend im 603qm.“ noch an diesem 27.12.2011 deutete sich an, dass dies nicht die letzte Abend-Veranstaltung in der ehemaligen „Stoeferlehalle“ sein sollte, die kurzfristig abgesagt werden musste. Dass das städtische Ordnungsamt kurz vor den beiden Großveranstaltungen „nacht der clubs“ und Silvester die Reißleine zog, war ungünstiges timing. Warum die Entscheidung, Konzerte und Partys im 603qm (vorerst überhaupt) nicht mehr zu dulden, aber gar nicht so überraschend kam, erklären wir Euch auf den Seiten 14 bis 17. Die nächtliche Veranstaltungs-Ebbe auf 603qm verstärkt den Eindruck: Der Februar 2012 in Darmstadt scheint ein kultureller Warmlauf-Monat zu sein. Gut, dass es regelmäßige highlights wie die „Kultur­ häppchen“ im Schlosskeller gibt (mehr auf den Seiten 18 + 19) – und dass das P-Magazin für Ende Februar ein Streetworking­Projekt „mit Musik drin“ anleiert (Seiten 22 + 23). Auch sonst ist Woog City, was Konzerte, Partys, lesungen, Ausstellungen und theater angeht, jetzt nicht komplett tot (Seiten 1 – 76). Aber es schmerzt schon, dass ein maßgeblicher Stadtkultur-Player (und Jobgeber für etwa 40 junge Darmstädter) gerade eine Zwangspause einlegen muss. Alles wird gut ... hofft die P­Redaktion

Inhalt Thema Vorwort, inhalt, impressum Favoriten des Monats Suche und finde! besonders ... maskenhaft 603qm – ein nachruf? „Kulturhäppchen“ im Schlosskeller Frag Vicky! Folge 3 P-rojekt Streetworking Kommen und Gehen Made in Darmstadt: Wolt neues auf Darmstadts theaterbühnen hessisch for runaways, Folge 17 Aufgeschnappt! Das literarische Darmstadt im Februar Auf Darmstädter Bühnen im Februar

Seite 03 04 – 09 10 12 + 13 14 – 16 18 + 19 20 + 21 22 + 23 24 + 26 28 40 + 41 29 30 + 31 32 + 33 34

Thema Kunstausstellungen im Februar Veranstaltungskalender Out of Darmstadt P-Fotostory nummer 2 P wie ... Pedalo Black Box mit General Motors und companheiro leão Wrede und Antwort hörspiel mit Jan Zimmermann und Preston Zimmerman (SV Darmstadt 98) Unter Pappeln, Folge 20 Das macht eigentlich ... hansi lindemann! Schulterblick mit Michaela trischler Darmstädter typ: George Goodman Rischdisch (un)wischdisch

Seite 36 + 37 38 – 53 56 + 57 58 – 60 62 64 + 65 67 68 + 69 70 71 73 74 74

Impressum Stadtkulturmagazin P 41. Ausgabe – Februar 2012 Herausgeber und Chefredakteur (V.i.S.d.P.): cem tevetoǧlu (ct), redaktion@p-verlag.de, telefon (0163) 7929262 Verlag: P-Verlag, Schleiermacherstraße 21 (poolX), 64283 Darmstadt Stellvertr. Chefredakteur: tobi Moka (tm), tobias.moka@p-verlag.de Anzeigen: Jens Engemann (je), anzeigen@p-verlag.de, telefon (0176) 21964883 Buchhaltung: Katrin Klopfer, katrin.klopfer@p-verlag.de Marketing: Janna hoffmann (jh), janna.hoffmann@p-verlag.de Artdirektion: André liegl, grafik@p-verlag.de, lisa Zeißler, lisa.zeissler@p-verlag.de, www.rockybeachstudio.de Layout: Burcu Baytak, hans-Jörg Brehm, Björn harres, Dani Krug, Katja leitner, Yvonne Mülbert, larissa Spindler, Daniel Wiesen, Sandra Wittwer Cover: Jan Ehlers Redaktion dieser Ausgabe: Agges, Florian Baumgärtel (fb), clemens Beier, Michael casper, Patrick Demuth (pd), Steffen Falk (sf), Steffen Gerth (sg), Paul Gruen (pg), Alexander heinigk, Meike heinigk (mei), Antje herden (ah), Mathias hill (mh), hannah Knell, Kossi, tabea Köbler (tk), Victoria Müller (vm), Volker Müller (vmue), tilmann Schneider (tman), Gunnar Schulz (gs), Daniel Wildner (daw), Johanna Willimsky (jw), Gerald Wrede (gw) Fotoredaktion: Jan Ehlers + laura Morche, www.janehlers.net Facebook: Jo Schulz und Jacob chromy Druck: Druckerei lokay, Königsberger Straße 3, 64354 Reinheim Auflage: 13.000 Exemplare Verteilung: über 400 Auslagestellen im Raum Darmstadt Bezugspreis: gratis (Jahresabo: 25 Euro) Erscheinungsweise: monatlich (Doppelausgaben Dezember/Januar und Juli/August) Nachdruck / Copyright: Alle Urheberrechte für text und Gestaltung liegen beim P-Verlag. Ein nachdruck der texte und Fotos, die im P veröffentlicht sind, ist – auch in Auszügen – nur nach schriftlicher Genehmigung des P-Verlags erlaubt. Haftung: namentlich oder mit Kürzel des Autors gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion. Nächste Ausgabe: März 2012 Redaktionsschluss: 10. Februar Veranstaltungs­ kalender: 15. Februar Anzeigenschluss: 17. Februar Erscheinungsdatum: 28. Februar 2012 www.p­magazin.net und www.facebook.com/pmagazin


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Favoriten des Monats Varieté Extra

LUFTIg & LUSTIg

Die 13. Ausgabe der mittlerweile zu einem Jahresbeginn-Klassiker gewordenen Varieté-Produktion steht 2012 unter dem Motto „Einfach zum Verlieben“. Sieben Künstler bieten ein Programm auf internationalem niveau. Diverse Genres der Artistik und der comedy verbinden sich zu einer verblüffenden poetischen und lustigen Soirée. Karten sichern! (tman) Bessunger Knabenschule (Halle) / Fr, 03.02., Sa, 04.02., Fr, 10.02., Sa, 11.02., jeweils 20.30 Uhr + So, 12.02., 19 Uhr / Abendkasse jeweils 19,50 Euro

Messe: „High End on Tour“

KLANg

Würde mich ja schon mal interessieren, wie so ’ne fette Anlage … , also ich meine, so ’ne richtig oberkrassfette Anlage klingt. Bei dieser Ausstellung für „hochwertige Unterhaltungselektronik“ in 13 Vorführräumen ist das möglich. Mit 60 nobel-Marken, deren namen für mich klingen wie böhmische Dörfer, für Fachsimpler aber wie Ferraris unter den high-End-Geräten. Ob sich normalos mit Ebbe im Portemonnaie davon irgendwas leisten können, bleibt fraglich, aber zumindest der Eintritt ist erschwinglich. (tm) Darmstadtium / Sa, 04.02. + So, 05.02. / Sa 10 bis 18 Uhr, So 10 bis 16 Uhr Tageskarte 5 Euro Blackmail (Koblenz), Support: Red Hill (Keidelheim)

ZACKEN IN DER KRoNE?

Da sind sie wieder. Blackmail, die mit ihrem mal smoothen, mal gehärteten indieRock und Alben wie „Friend or Foe“ (2003) oder „Bliss, Please“ (2001) in den deutschen charts waren, präsentieren ihr aktuelles Album „Anima now“. Der neue Sänger Mathias Reetz, der seit 2008 das Erbe von Aydo Abay angetreten hat, mag zwar stellenweise nicht so klingen wie sein Vorgänger. nichtsdestotrotz reichen die heutigen Qualitäten der Band doch recht nah an die von früher heran, auch wenn sie etwas von ihrer damaligen Ruppigkeit zum Zwecke modernen Pops einbüßen mussten. (fb) Klingt wie: Slut, harmful, Scumbucket, Ken, tocotronic goldene Krone (Saal) / Sa, 04.02. / 21 Uhr / Abendkasse 10 Euro Heinrichs & Hirtenfellner (Berlin)

BEAT­BASTLER

Auf den labels „tonkunsom“ und „Subdup“ arbeiten die beiden Alten hasen der Szene seit 2003 zusammen. „You are i“ war ihr erster kleiner hit. Feine Elektrohouse-Beats, meist straight, teils minimal, teils aufgepolstert, aber immer tanzflur-tauglich. „Dark Orbit“ nennt sich ihr 2009 erschienenes und überaus clubbiges Studio-Album. Verspielt und verspult sind andere, die beiden sind eher geradlinig und offen für den Dancefloor! (mei) Level 6 (Kasinostraße 60) / Sa, 04.02. / 23 Uhr / Abendkasse 10 Euro


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Favoriten des Monats Jolly goods (Berlin)

NoISE­RoCK

Als die Jolly Goods, bestehend aus den Schwestern Angy und tanja Pippi, in der centralstation die Vorgruppe für den längst vergessenen Adam Green gaben, galten sie noch als die crazy teenage-Riot-Grrl-Sensation aus dem Odenwald. Jahre später, inzwischen wohnhaft in Berlin, mit einem von Dirk von lowtzow produzierten Album unterm Arm und verstörenden Slogans auf den Plakaten, kehren sie zurück nach Darmstadt – in den Künstlerkeller, der 2012 sein 60-Jähriges feiert. Spartanisch. Selbstbewusst. Kryptisch. laut. (mh) Klingt wie: Patti Smith, Babes in toyland, Scout niblett, tocotronic, hole Künstlerkeller (im Schloss) / So, 05.02. / 21.30 Uhr / Abendkasse 13 Euro MUSIqUE CoNCRèTE

neue Musik aus der Akademie für tonkunst ist ja an und in sich schon sehr komplex, aber der Begleittext zu dieser Aufführung nötigt mir wirklich ein erhabenes Schnaufen ab. nach fünfmal Durchlesen habe ich die hälfte kapiert. Um auch den Rest zu kapieren, werde ich wohl hingehen, denn es klingt verdammt spannend, was da im Kontext der „Musique concrète“ aufgeführt wird. Kurz: Mit tonbandgeräten erschaffene Klangkollagen werden von Monika Golla und nikolaus heyduck live am Mischpult zu „Klangbändern“ in quadrofoner Wiedergabe verarbeitet. Sag ich doch. (tm) Klingt wie: Pierre Schaeffer, Barbara heller, Karl-heinz Stockhausen, Pierre henry. Akademie für Tonkunst (großer Saal) / Mi, 08.02. / 19.30 Uhr / Eintritt frei P­review: „Star Wars Episode 1“ in 3D

EINEN TAg VoRM BUNDESSTART!

Die P-Redaktion wählt ab sofort für jede P-Ausgabe einen in Darmstadt anlaufenden Kinofilm aus, den ihr, liebe P-leserinnen und -leser vor dem offiziellen Bundesstart sehen könnt – noch dazu zu einem ermäßigten Eintrittspreis! Einfach diesen Favoriten ausschneiden und als Coupon am 08.02. an der Kinokasse einlösen. los geht’s – ziemlich Popcorn-Kino, aber auf jeden Fall sagenhaft fantasievoll – mit „Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung“ in Digital 3D. Eine spektakuläre Premiere der „P-review“ erwartet Euch! (ct) Darmstädter Kinos / Mi, 08.02. / 20 Uhr / Abendkasse 7,50 Euro (statt regulären 10,90 Euro – exklusiv mit diesem Favoriten­Coupon, gültig für eine Person) „Hardys Bingo“

NACH SEINEN REgELN

hardy Zech, Frontmann der lokalen lärm-institution the Dass Sägebett, erfindungsreicher Steinmetz und Entertainment-Pionier in der „Rocky Bar“, lädt nach langer Pause mal wieder zu seinem ominösen Bingo-Abend. ich war zwar noch nie dort, weil’s immer überfüllt war, wenn ich kam, habe mir aber sagen lassen, dass es sehr lustig und sehr zügellos dort zugehe und die Zahl 66 eine wichtige Rolle spiele... Und dieses Mal in der „Krone“-Kneipe (Premiere!) dürfte es auch weniger eng zugehen. (mh) goldene Krone (Kneipe) / Mi, 08.02. / 20 Uhr / Eintritt frei

Alle Fotos der Favoriten: Veranstalter

Akusmatik: Ein Abend mit Musik für Lautsprecher


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Favoriten des Monats Arms and Sleepers (USA), Support: Young Hare (FFM)

AMBIENT, TRIP­HoP

Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 haben Arms & Sleepers aus cambridge/Massachusetts diverse Alben und EPs veröffentlicht – und dabei stets neue Klangwelten erforscht: Mal ließe sich das Ergebnis als klavierbetonter, träumerischer indie-Pop bezeichnen, mal schlichtweg als trip-hop. trotz dieser Vielfalt hat die Musik von Max lewis und Mirza Ramic immer großflächigen, raumfüllenden charakter. Einzelne tracks erinnern dabei atmosphärisch an die frühen Sigur Rós. (vmue) Klingt wie: Boards of canada, Massive Attack, Ólafur Arnalds und ein sehr entspannter Abend! oetinger Villa (Kranichsteiner Straße 81) / Mi, 08.02. / 21.30 Uhr Abendkasse 8 Euro Daniel Stelter & Band / Wight & Bushfire

gRooVE­JAZZ & SToNER­RoCK

Wieder zweimal „Frischzelle“ diesen Monat. Bei der kleinen und kurzweiligen Reihe macht man eigentlich nie was falsch. Kostet ja auch nix, falls die Musik mal nicht so zündet. Gitarrist und Komponist Daniel Stelter war schon für Showstars wie Barbara Schöneberger, helen Schneider oder Ringswandl tätig, kommt am 08.02. aber samt Band und neuer cD mit eher herkömmlichem Groove-Jazz. Am 22.02. dann ein wiederholtes Aufeinandertreffen der sympathischen Stoner-Rocker von Wight und Bushfire, die nach ihrer gemeinsamen tour gar nicht mehr die Finger voneinander lassen können. (tm) Bessunger Knabenschule (Keller) / Mi, 08.02. + Mi, 22.02. / jeweils 21.30 Uhr Eintritt frei Christian Burkhardt (oslo/Frankfurt), Skai & Uff Légère

DEEPNoID

Dieses Oslo liegt sehr nah, denn es handelt sich um ein ziemlich erfolgreiches label aus Frankfurt/Mannheim. Schublade: Deep- & tech-house. christian Burkhardt, auch durch die labels Raum...Musik und Deepvibes sowie die Kooperation mit Einzelkind bekannt, beherrscht die Kunst, unauffällige, aber extrem effektive tracks mit bassfunkigen Rhythmen und gern auch skurrilen Kuhglocken zu produzieren. Auf das Wesentliche reduziert, denn weniger ist meist mehr. Das entwickelt auf die Dauer eine dezent anrüchige house-Atmo, die nicht anbiedert, sondern angenehm umgarnt. (tm) Klingt wie: Sascha Dive, Vera, cecille, Reboot, Einzelkind, Freebase Magenta­Club (Rheinstraße 40­42) / Fr, 10.02. / 22 Uhr Abendkasse bis 23 Uhr: 5 Euro, 23 bis 24 Uhr: 8 Euro, ab 24 Uhr: 10 Euro Nette Rabenväter (gerd Knebel und olaf Mill)

NET LUSDISCH!

im Gegensatz zu anderen, schlecht riechenden hessischen comedians sind Gerd Knebel (Badesalz, Flatsch) und Olaf Mill (Flatsch, türzueszieht) eines net: lusdisch. Vielmehr – und viel besser: beeesardisch. Als „nette Rabenväter“ kommen sie mit Gitarren, Mandoline, Ukulele, Mundharmonika und diversen Blasinstrumenten in den Jagdhofkeller, um „kleine schwarze doofe nette böse gerade schiefe lieder“ zu spielen. (ct) Klingt wie: Ohne Mundstuhl ist auch eine lösung! Jagdhofkeller (Bessunger Straße 84) / Sa, 11.02. / 20.30 Uhr Abendkasse 18 Euro


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Favoriten des Monats Wohnzimmerkonzert: Slove (Frankreich)

gEMüTLICH UND gEHEIM

Pssst!!! nur über die Gästeliste öffnet sich die tür. Seit Oktober 2011 gibt es die Wohnzimmerkonzerte in wechselnden Studenten-WGs. nur bei www.bedroomdisco.de oder deren Radiosendung könnt ihr Plätze gewinnen und erfahrt den Ort. Diesmal live: Slove, ein Elektro-Pop-Duo, das wie die französische Antwort auf 2-Raumwohnung klingt. Das club-Konzert in einer lauschigen Studentenklitsche irgendwo in der Stadt. Gern könnt ihr nebenbei die WG aufräumen und spülen. Eine Spende als Aufwandsentschädigung tut’s aber auch. (tm) Win Win! Das P verlost 2 x 2 Gästelisteplätze. E-Mail mit Betreff „Schlafzimmerdisko“ bis 11. Februar an redaktion@p­verlag.de. ort noch geheim / Di, 14.02. / 20 Uhr / kein Eintritt, Spende erwünscht Phoebe Kreutz (NY) + Toby goodshank (NY)

gUTE STUBE

Anti-Folk aus new York im Doppelpack! Wie immer pünktlich nach dem gemeinsamen tagesschau-Anschauen, präsentiert uns die „Gute Stube“ zwei leckerbissen aus der new Yorker Anti-Folk-community mit witzigen und zugleich melancholischen texten im feinsten indie-Folk-Stil. Phoebe Kreutz wird heiß gelobt von der Presse und in vielen internetforen. toby Goodshank kommt aus dem direkten Umfeld von Adam Green und Jeffrey lewis und schöpft aus einem Repertoire von 16 veröffentlichten Alben! Wir dürfen also sehr gespannt auf diese live-Performances sein! (daw) Hoffart Theater (Lauteschlägerstraße 28a, Hinterhof) / Do, 16.02. / 20.15 Uhr Abendkasse 5 Euro „Kleid at Night“

KLAMoTTEN FüR SIE UND IHN

Dieser Kleiderflohmarkt hat Stil: hier gibt es keine Wühltische und unzählige kleine Stände, hier hängt die Ware nach Farben sortiert frisch gewaschen und gebügelt auf Kleiderständern im Verkaufsraum. Mehr als 400 wertige teile haben die Veranstalter in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis zusammengetragen, neben Kleidung – für sie UnD ihn! – gibt es im Second-hand-Store „Kleid at night“ auch Schuhe und Accessoires (Schals, taschen, Schmuck). Dazu eine Umkleidekabine, Sitzecke, Snacks, Drinks und DJ-Musik. Männer, die dann doch nicht mitshoppen möchten, können sich auch in der „Männerspielecke“ mit lego, Zeitschriften, Skattisch „und anderen Anzüglichkeiten“ vergnügen. (ct) Linie Neun (Wilhelm­Leuschner­Straße 58, griesheim) / Fr, 17.02. / 18 bis 22 Uhr Eintritt frei ExPERIMENTAL­CoVER­JAZZ

Es ist ja längst Mode, Rock-Pop-Klassiker in fremde Genres zu „übersetzen“. Aber ich muss gestehen, Stücke von Rolling Stones, King crimson, Bob Dylan, led Zeppelin, Slipknot, hanns Eisler oder Kylie Minogue nur mittels vier übergroßer Bass-Saxophone zu verjazzen, war auch mir neu. „Ein lautstarkes und flinkfingriges, vierköpfiges Ungeheuer“, nennt sie das Fachmagazin Jazzthing. „Das einzige Bass-Saxophon-Quartett des Universums“, nennen sie sich selbst. Erfrischend und gekonnt, nenne ich es. (tm) Klingt wie: Kronos Quartet, nouvelle Vague, lB, the Dynamics, Apocalyptica, Señor coconut Jazzinstitut, gewölbekeller (Bessunger Straße 88 d) / Fr, 17.02. / 20.30 Uhr Abendkasse 10 Euro (unter 21 Jahren: 3 Euro)

Alle Fotos der Favoriten: Veranstalter

Deep Schrott (Deutschland)


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Favoriten des Monats „Schrill + Laut“: „Let’s go to Hollywood“

VIELBUNTES FASCHINg

Stars aus hundert Jahren Filmgeschichte schweben über den roten teppich: Marilyn Monroe verführt liz taylor – und James Dean schmeißt eine Runde für die Blues Brothers und den terminator. Echte Stars und Filmfiguren bekommen von Promi-Reporterin Rosa Opossum ein Gläschen Sekt, und natürlich gibt es wieder einen Preis für das beste Kostüm. Sei ein Star, sei schrill und laut! Für diese nacht. geht’s zur hollywoods Gaybourhood lässt grüßen! ... Und am Rosenmontag (20.02.) geht südamerikanischen Karnevals-Alternative in die Knabenschule: „„carnaval“ mit Salsamania Septeto (live) und DJ Juan carlos. (mei) Schlosskeller / Fr, 17.02. / 22 Uhr / Abendkasse 4 Euro

„Momentaufnahmen: Stadtnahe Bilder“

FoToAUSSTELLUNg

Die vier Darmstädter Fotografen Mert Fidansoy, Daniel Wildner, christian heyse und Jan Ehlers stellen ihre Bilder zur Schau. Alle vier Fotografen beschäftigen sich immer wieder mit dem thema „Stadt“ und stellen zum ersten Mal gemeinsam ihre „stadtnahe Fotografien“ aus. Jeder mit seiner persönlichen Sichtweise auf das thema. Der Abend wird mit guter DJ-Musik und leckeren Snacks von der „Kaltmamsell“ abgerundet. Die Ausstellung läuft bis 5. März. (gs) Das Blumen (Nieder­Ramstädter Straße 75) / Sa, 18.02. (Vernissage) / 19 Uhr Eintritt frei

geraniüm, Boredom, Unquiet + Eiltank

ANgESCHIMMELT IN DER VILLA

Unterkriegen lassen sich diese Jungs nicht: innerhalb von nur 12 Monaten bietet Euch die „Angeschimmelt Youth crew“ nach 25 gelungenen Konzerten einmal mehr an, in der Oetinger Villa in den Genuss von sozialkritischen texten und soliden crust-Punk zu kommen. Dabei warten diesmal die Bands Geraniüm aus Frankreich, Boredom aus Graz (Österreich), Unquiet aus Berlin und Eiltank aus Köln auf, um mit schnellen Gitarrenriffs, hagelnden Drums und düsteren Bässen für Euch die Bühne in ein apokalyptisches Schlachtfeld zu verwandeln. circle Pit und Pogo sind garantiert. (fb) Klingt wie: Keizer, Asiflash, Alpinist, Elendstouristen oetinger Villa (Kranichsteiner Straße 81) / Fr, 18.02. / 21 Uhr Abendkasse 7 Euro „1Hour Disco!“

KURZ UND HEFTIg TANZEN

Für den kleinen Party-hunger zwischendurch: eine Stunde lang 3.600 Sekunden euphorisch das tanzbein schwingen – und Schluss! Da bleibt keine Zeit zum Warmmachen oder für Abschlussdehnungen. Einfach hinein ins Vergnügen! Die praktische hand- oder hosentaschendisco ist ein Konzept des Frankfurter Saasfee-teams, einem kreativen Kollektiv verschiedenster Medienkünstler. Am tag, als Michael Jackson starb, fand sie das erste Mal spontan statt – und endete als unvergessene, genau 60 Minuten lange tanzextase. na dann: Auf die Plätze, fertig ... tanzen! Achtung: Einlass erst ab 18 Jahren. (ah) Centralstation (Lounge) / Do, 23.02. / 21.30 bis 22.30 Uhr Abendkasse 99 Cent


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Favoriten des Monats Erst Jess Jochimsen, dann DJ Friction

DAS’ MA ’NE KoMBI!

Deutschland, hässlich Vaterland: Wenn Jess Jochimsen preisgekrönt über die lage der nation und die Abgründe des lebens referiert, hat das immer was tragisches und Komisches zugleich. Zur Veranschaulichung benutzt der Kabarettist mit Rock’n’Roll-Attitüde ungewöhnliche hilfsmittel: ein Akkordeon, eine Gitarre und einen Dia-Projektor. nach der Kopfarbeit kommt das Abhotten drei Stockwerke tiefer: Freundeskreis-Mitbegründer DJ Friction legt dort Retro-Disko-Funk, Elektronisches, R’n’B und hiphop auf, local support: ill Padrino und Phonk D. „Get up and boogie!“ (ct) Win! Win! Das P verlost jeweils 3 x 2 tickets für Jess Jochimsen und DJ Friction. Alles Weitere auf www.facebook.com/pmagazin. Centralstation / Fr, 24.02. / 19.30 Uhr (Jochimsen im Saal) bzw. 22 Uhr (DJ Friction in der Halle) / Abendkasse 20 Euro (Jochimsen) bzw. 8,50 Euro (DJ Friction) The Dad Horse Experience (Bremen) & Wild Mustang (Wü)

HIMMEL UND HöLLE

Beflügelt von der Gospelmusik der südlichen Appalachen und den tiefen seiner narbenübersäten Seele begann Dad horse Ottn „das Wort“ in rauhen, einfachen und ehrlichen Songs zu verkünden. Mit Banjo, Basspedal und Kazoo musizierend handeln seine Songs von Erlösung und Befreiung. lasst uns deshalb dankbar sein, Brüder und Schwestern, ihr Sünder und Gestrauchelten, dass uns seine Stimme durch diese nacht führen wird. Zweite trashige One-Man-Band des Abends: Wild Mustang aus Würzburg. Patrick From hell an den Plattentellern davor, dazwischen und danach. (gs) Klingt wie: ... das Wort zum Freitag Bessunger Knabenschule (Keller) / Fr, 24.02. / 21 Uhr / Abendkasse 6 Euro Njamy Sitson group (Kamerun)

AFRoBEAT

Seine leidenschaft sind Percussion und Gesang, aber er ist vielmehr Multi-instrumentalist, Komponist, Schauspieler und Erzähler gleichermaßen. njamy Sitson stammt aus einer bekannten Musikerfamilie des Bamileke-Stammes aus Kamerun. in seiner Musik verschmelzen Klänge aus aller Welt, Pygmäen-Gesänge treffen auf feurige trommeln und weiche Streicher. Seine charismatische Erscheinung tut ihr Übriges. (mei) Bessunger Knabenschule (Halle) / So, 26.02. / 19 Uhr Abendkasse 10 Euro

WUNSCHKoNZERT

Die „tV noir“-Konzertreihe geht auch 2012 weiter. Dieses Mal zu Gast: das schweizerische Künstlerkollektiv We invented Paris und Singer-Songwriter Moritz Krämer. We invented Paris zogen mit Gitarre, Xylophon und Kuhglocke durch WGs und cafés in 50 Städten, um ihr indiepop-Debüt bekannt zu machen. Moritz Krämer besingt lustig-melancholische Beobachtungen aus dem leben und spielte schon im Vorprogramm von Gisbert zu Knyphausen. nach dem Motto „Das leben ist ein Wunschkonzert“ klingt das nach einem entspannten Abend mit live-Musik und menschlichen Jingles. (jw) Win! Win! Das P verlost 3 x 2 tickets. Alles Weitere auf www.facebook.com/pmagazin. Centralstation (Saal) / So, 26.02. / 20 Uhr / Abendkasse 14 Euro

Alle Fotos der Favoriten: Veranstalter

„TV Noir“ mit We invented Paris (SWE) & Moritz Krämer (B)


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Suche und finde! Schöner Leben im Lebensraum

Erfreulicherweise hält sich in Städten der Drang meist junger Automobilbesitzer zurück, ihr Fahrzeug durch breitere Reifen, ein tiefer gelegtes Fahrwerk und hässliche Kunststoff­Anbauteile zu individualisieren. Die Umschreibung „umso Auto umso Kaff“ hilft einem häufig ganz gut, festzustellen, wo man sich gerade befin­ det. ob nun aus der Abwesenheit solcher Fahrzeuge im Stadtbild – von Shopping­Touristen (und getunten, die sich nachts an Tankstellen oder auf leeren Supermarkt­Parkplätzen treffen) einmal abgesehen, geschlossen werden kann, dass Darmstadt das „Stadt“ im Namen verdient hat? Wie auch immer. in unserer kurzen Reihe rund um alles, was es im Straßenverkehr zu finden gibt, hier ein gelungenes Beispiel, wie man sein Auto auf etwas andere Art individualisieren kann. Eine Beule dient als inspiration und verleiht der Grafik eine dreidimensionale Wirkung. text + Foto: Paul Gruen


Hä-Hopp*– auf in den Klarneval! Foto mit Klarneval-Brille auf an mail@klar-augenoptik.de schicken und gewinnen. Einsendeschluss ist Aschermittwoch, 22. Februar 2012. Klar kürt die besten Einsender zu Gewinnern.

Akt

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*Hä-Hopp (Helau, Alaaf) ist der Narrenruf in Darmstadt.

· Schulstraße 4 · Innenstadt Darmstadt · www.klar-augenoptik.de


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besonders … maskenhaft Der Baukultur auf der Spur: gebäude, die sich verkleiden

Erst ein paar Tage her, da haben wir das Silvester­ konfetti weggekehrt. Nun ist schon wieder Fasching angesagt. Also heißt es für uns: Wie schlagen wir da jetzt ganz unauffällig die Brü Brü­ cke zur Architektur? Folgendermaßen: An Fasching werden Masken aufgesetzt und man verkleidet sich, man versteckt sein wahres Ich oder aber lässt es überhaupt erst so richtig raushängen. Wie verhält es sich mit der Architektur? Haben gebäude auch Masken, die uns etwas über ihr Inneres verraten? Ja! gebäude haben gesichter – auch in Darm­ stadt. Weil Menschen dazu neigen, überall Gesichter zu sehen, um ihre Welt in „gut“ und „böse“ zu kaka tegorisieren, sehen sie Gesichter auch an hausfassaden: Meistens stellt die tür dabei den Mund dar, während Fenster als Augen interpretiert werden. Die lage der Eingangstür in Relation zur Eingangsfront des hauses hat ebenso Bedeutung wie Größe, Form und Anzahl der um die tür t gruppierten Fenster. häuser wirken somit einladend oder auch abweisend. Die Architekturpsychologie beschäftigt sich intensiv mit diesem Phänomen.


ARchitEKtOniSch_ P 13

„We give shape to our buildings, and they, in turn, shape us,“ sagte einst Winston churchill. Denn Architektur wirkt auch auf die Befindlichkeiten des Bewohners zurück. Unternehmt doch mal einen Faschingsspaziergang durch die Straßen unserer Stadt. haltet Ausschau nach verkorksten Dachaufbauten, die dem haus eine Mütze verpasst haben. nach Säulenkonstruktionen, die dem haus einen tierkörper – beispielsweise in Form eines Elefanten – verleihen. Oder nach Anordnungen von türen und Fenstern, die ein haus mit Pickeln oder einer clownsnase versehen. Und vielleicht erhaltet ihr hierdurch sogar die ein oder andere Anregung für die eigene Kostümierung zum diesjährigen Faschingsfeste. So manche Assoziation, die Darmstädter Gebäude bei uns hervorgerufen haben, möchten wir Euch in der beigefügten Bildstrecke präsentieren … text: Alexander + Meike heinigk Fotos: Jan Ehlers + laura Morche + Samira Maleh Gestaltung: Katja leitner


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603qm – ein Nachruf? ordnungsamt verbietet Abendveranstaltungen – vorerst nur noch Cafébetrieb

Das 603qm – für Insider: „auf 603qm“ – öffnete seine gelben Pforten im Jahr 2003. Ende Dezember 2011 scheint das Kapitel – was den Nachtbetrieb angeht – vorerst beendet: wegen Lärmbeschwerden und einer lückenhaften Konzession. Wie kam es dazu? Und wie geht es weiter? Rückblick, Interpretationen und Ein­ blicke eines langjährigen Mitstreiters. Unter erfahrenen Kulturmachern gilt die Regel, dass die halbwertzeit eines clubs plus/minus fünf Jahre beträgt. Danach geht es „bergab“, denn der charme eines – zu Beginn – neuen, zeitgemäßen Konzepts ist verbraucht, die anfängliche Euphorie verebbt. Das Publikum, meist eine neue Generation, dürstet nach einem tapetenwechsel – inhaltlich wie äußerlich. Die these ist vage und von weit mehr Rahmenbedingungen abhängig – plus der Frage, was überhaupt als club definiert wird. Und es gibt Ausnahmen, die sich 20 Jahre oder länger halten – exemplarisch Schlosskeller oder Goldene Krone. Aber im Kern stecken richtige Erkenntnisse in dieser these der halbwertszeit, denn auch genannte Ausnahmen durchliefen Zyklen mit sprichwörtlichem leerlauf, die fast zur Pleite geführt hätten. nur mit viel Durchhaltevermögen und teils radikal neuen Konzepten schafften es diese kulturellen institutionen Darmstadts, wieder auf die verdiente Erfolgsschiene zu gelangen. Wendet man im Falle des 603qm die halbwertzeit an, so ergäbe sich ab dem Jahr 2008 eine Art Kehrtwende. Spätestens ab 2009, als auch ich noch in verantwortlicher Position tätig war, kulminierten einige verlustbringende Faktoren. Vom Experiment zum Kulturbetrieb Die idee, das ehemalige Maschinenbau-Gebäude namens Stoeferle-halle (benannt nach einem Professor) für studentisches Kulturleben zu reaktivieren, entstand bereits im Jahr 1997 – mit wohlwollender Unterstützung von Seiten der tU-Führung (damals tUPräsident: Johann-Dietrich Wörner). Erst sechs Jahre später war das innenarchitektonisch und programmatisch ambitionierte Konzept reif für die öffentliche Umsetzung. Anfänglich war es ein Konzept auf Zeit, ein Experiment. Aber das 603qm öffnete zum richtigen Zeitpunkt und stieß in ein Vakuum der nachtkultur in Darmstadt. nach dem Ende des inhaltlich ähnlich ausgerichteten und überregional erfolgreichen caféKesselhaus im Jahr 1999 und den damals etwas ange-

staubten Konzepten der Krone und des Schlosskellers dürstete das Publikum nach einem Ort, der aktuelle kulturelle Strömungen aufgriff und neuartig umsetzte. in den ersten Jahren schossen die Besucherzahlen in die höhe und aus einem studentischen Projekt wurde ein städtischer „Platzhirsch“, der anderen lokalitäten das Publikum „wegfraß“. Obwohl in der Darmstädter Kulturszene – im Gegensatz zu anderen Städten – eher ein Mit- oder zumindest nebeneinander als ein Gegeneinander vorherrscht, war dies nicht immer wohlgelitten. Aber die Erfolge rechtfertigten den Status. lokale, nationale und internationale Künstler aller couleur fanden den Weg nach Darmstadt und trafen auf ein begieriges Publikum. Das 603qm wurde aus der ganzen Region frequentiert und sogar landesweit wahrgenommen. Duldung statt Konzession Das städtische Ordnungsamt hatte schon vor Jahren einige bauliche Maßnahmen angemahnt, die zwar nicht gravierend, aber für eine dauerhafte Konzession unumgänglich waren – und noch sind. Die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten bezüglich des 603qm waren aber oft ein hindernis: Die technische Universität, als Eigentümer der halle zuständig für Baumaßnahmen, war mit anderen Großbaustellen auf dem tU-Gelände belastet, so dass die Bauanträge des 603qm jahrelang auf dem Schreibtisch des tU-Baudezernats ruhten (dieser Umstand war dem Ordnungsamt bekannt, daher gab es eine jahrelange „Duldung“, obwohl die Auflagen für die Konzession vom 603qm nur partiell erfüllt werden konnten). Womöglich war dies auch Kalkül der tU-Führung, da für den Standort immer schon andere Pläne vorlagen und es daher nie eine dauerhafte nutzungsgenehmigung für das 603qm gab. Mit größeren investitionen hätte man da, so wohl der Glaube, falsche Signale ausgesendet und Geld „verschleudert“. Der Allgemeine Studierendenausschuss der tU Darmstadt (AStA), als träger des Projekts quasi Arbeitgeber, Finanzier und nach außen hin hauptverantwortlich, wechselt turnusgemäß jährlich, manchmal sogar halbjährlich. immer neue AStA-Ansprechpartner, die die internen Abläufe nicht kannten und sich erst mühsam einarbeiten mussten, konnten oft bis turnusende im besten Falle verwalten, im schlechtesten – ohne wirk-


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lichen Einblick – Fehlentscheidungen treffen. Aber ein Vorwurf ist der Umstände wegen kaum zu erheben, zumal der AStA selbst unter argen Finanzproblemen litt und mit themen wie den Studiengebühren anderweitig in Beschlag genommen war. Die interne Struktur des 603qm war auch durchaus kompliziert. Das Projekt war von den Statuten her nie gewinnorientiert, die Gehaltsstruktur für alle Angestellten gleichermaßen niedrig. Es gab Bereichsleiter, zuständig für die Umsetzung von Beschlüssen. Die programmatischen Entscheidungen fielen aber zumeist basisdemokratisch in Gruppen des „Arbeitskreises Stoeferlehalle“. Das war oft anstrengend und nicht immer produktiv – je nach Standpunkt. interne Streitigkeiten und eklatantes Fehlverhalten einiger Personen führten gerade 2009 zu zeitweisen Dissonanzen. in der Anfangsphase gab es noch ein hohes ehrenamtliches Engagement, dies ließ mit der Zeit stark nach. Man wurde – gezwungenermaßen – professioneller, aber nicht immer sympathischer. Ein leider trotzdem notwendiger Schritt, um Abläufe zu verbessern.

Sorgloses Haushalten Bei Veranstaltungen galt das Prinzip der Querfinanzierung: Gewinnträchtige Veranstaltungen sollten qualitativ wichtige, aber weniger besuchte Events finanziell decken. Das klappte in der hochphase vermeintlich gut, da viele Deckungsbeiträge erzielt wurden. Aber es wurde in den ersten Jahren – vor allem durch eine mangelhafte Steuerberatung – recht sorglos gehaushaltet. Erst ab 2006 gab es konkretere Finanzdaten und schon im 603qm-haushalt 2007 zeigte sich, dass eine Kulturhalle dieser Größe und mit einem genreübergreifenden Konzept per se subventionsbedürftig ist (siehe auch Black Box zur centralstation in der PAusgabe Juli/August 2011). neben- und Fixkosten waren schlicht zu hoch. insbesondere das flexible Raumkonzept, die halle für jedes Event variabel auf- und abzubauen, war charmant, aber

Ungewiss: Die Zukunft der Kulturhalle 603qm, von links: Jens Engemann, Finanz­Bereichs­ leiter (BL), Markus Hoffmann, Technik­BL und Jan Prieß, gastronomie­ und Personal­BL AnZEiGE


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äußerst kostenträchtig. Es mehrten sich Vorwürfe von außen, es würde dilettantisch gehaushaltet. Dies war auch den genannten Umständen geschuldet. Und die zumeist aus Studenten zusammengesetzte Belegschaft – eine Vorgabe des AStA – verfügte sicher nicht in allen Bereichen über ausreichend Fachkenntnis. Ab 2009 wurden die Daumenschrauben endgültig angezogen, das Programm zusehends abgespeckt, die Kosten minimiert. Der anfänglich sympathisch-raue charme wandelte sich zusehends in ein schmuddeliges image, da nur noch ausgebessert, nie nachhaltig renoviert werden konnte.

Ein sehr löblicher Aspekt. trotzdem mussten Kompromisse geschlossen werden, die vor allem bedeuteten, aus lärmschutzgründen deutlich häufiger in den „schwierigeren“ hallenteil auf 231qm zur Alexanderstraße hin auszuweichen. Atmosphärisch und akustisch war dieser Bereich nur bei Großveranstaltungen sinnvoll zu nutzen, bei kleineren Events wirkte die halle nun eher halbleer als halbvoll. Und das sprach sich rum – ein verheerender Effekt, denn negative Stimmung potenziert sich wie positive schnell um ein Vielfaches. Außerdem häuften sich nun lärmbeschwerden von Anwohnern der Alexanderstraße.

Und es wurde teilweise verschlafen, auf eine veränderte Konkurrenzsituation zu reagieren. Darmstadt als eher mittelkleine als mittelgroße Stadt hat nur ein begrenztes Reservoir an „Zielpublikum“. Schlosskeller und Krone runderneuerten sich erfolgreich, mit dem

natürlich muss im innerstädtischen Bereich nachtkulturelles leben möglich sein, denn dies zeichnet die Attraktivität einer Stadt gerade für Jüngere entscheidend aus. Es steht aber außer Frage, dass lärmbeschwerden ernst genommen werden müssen. Es besteht ähnlich wie bei der Diskussion um den Fluglärm des Frankfurter Flughafens ein Anrecht auf eine angemessene nachtruhe. Wer im innerstädtischen Bereich wohnt, muss gewiss Abstriche machen, aber eine basslastige Beschallung ist sicher nicht permanent zu verkraften. Die sehr schlichte Architektonik der halle war nie auf lärmschutz ausgerichtet. Eine derartige investition hätte nahezu sechsstellig ausfallen müssen.

level 6 etablierte sich auf dem techno/house-Sektor nach langer Durststrecke ein qualitativ ähnlich guter nachbarclub – und mit Weststadtcafé, neuwiesenweg, Magenta, Oetinger Villa, Knabenschule, centralstation und weiteren lokalitäten gab es weit mehr Vielfalt im nachtleben. Die Konzentration auf Großveranstaltungen oder nur „namhafte“ Bookings im 603qm ging zu lasten des ursprünglichen Konzepts. Die GesamtBesucherzahlen gingen zurück. nachfolgende 603qmteams haben noch mit diesen Altlasten zu kämpfen. Seit einigen Monaten zeichnet sich hier aber durch neues Engagement und viel Kreativität eine positive trendwende ab. Es wäre schade, wenn dies nun im Keim erstickt würde. Lärmbeschwerden häuften sich Der Bau des „Welcome hotel“ Ende 2007 bedeutete eine weitere Zäsur. Es kam zwar nicht zum schnell erwarteten Ende des 603qm, da die Geschäftsführung des hotels sich von Beginn an gesprächsbereit zeigte.

Neubau oder Umzug? Aktuell, so bekunden tU und 603qm in einer gemeinsamen (!) Presseerklärung, arbeitet man an lösungen. Als Zwischenlösung: cafébetrieb – und vielleicht Sonder-Konzessionen für einzelne Partys und Konzerte (das städtische Ordnungsamt zeigt hier auf P-nachfrage zumindest Gesprächsbereitschaft). Als langfristige lösung: wohl letztlich neubau oder Umzug. Die Rückendeckung der tU-Führung scheint zumindest jetzt wirklich nachhaltig. Es sind nicht nur Arbeitsplätze betroffen. Es ist der tU-leitung wohl auch bewusst geworden, dass das 603qm ebenso wie der Schlosskeller eine deutliche Bereicherung für das studentische leben verkörpert und als Faktor in der ganzen Stadt und Region wahrgenommen wird. Welche Universität kann sich schon rühmen, zwei qualitativ hochwertige Kulturorte zu beheimaten. Ein klarer Standort-Vorteil. Das hat man wohl auch von Seiten der Stadtoberen erkannt: „Der Stellenwert des 603qm ist für das kulturelle leben der jungen Darmstädterinnen und Darmstädter hoch einzuschätzen, insofern bedauere ich es, dass es zu der Schließung kommen musste“, erklärt Kulturdezernent und Oberbürgermeister Jochen Partsch auf P-nachfrage.


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Würde die Kulturhalle 603qm dauerhaft schließen, ginge ein wichtiges Segment im Kulturleben Darmstadts verloren. Es ist nur die Frage, ob ein runderneuertes oder ein gänzlich neues Kapitel aufgeschlagen werden sollte. text: tobi Moka (war von Dezember 2004 bis Januar 2010 teil des Bookingteams im 603qm und federführend für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) Foto: Jan Ehlers | Gestaltung: Burcu Baytak

Cafébetrieb im 603 qm Montag bis Freitag von 11 bis 16.30 Uhr (mit tischtennis) Jeden Mittwoch: „café Freiraum“ mit wechselndem Programm bis 22 Uhr Menschenrechts-Ausstellung „invisible Borders“ vom 20.02. bis 20.03. Weitere infos auf www.603qm.de www.facebook.de/603qm

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„Mad Jochen“ & die trashige Spaßkultur Die „Kulturhäppchen“ im Schlosskeller schmecken nicht nur Studenten gut

In Darmstadts Fußgängerzonen werden unschuldige Bürger angegriffen. Eine Fahrrad­gang treibt ihr Unwesen. Doch ein Mann hat den Räderrüpeln den Kampf angesagt, auch wenn dabei das Darmstadti­ um in Schutt und Asche gelegt werden muss: „Mad Jochen – ein Mann wie aus Atom“. Erdacht hat die kultverdächtige oberbürgermeisterparodie das Team von „Saturday Night of the Living Dead am Dienstag“ (kurz SNotLDaD), der Early­Late­Night­Show im Schlosskeller. Die Show ist ein Teil der Veranstal­ tungsreihe „Kulturhäppchen“, die den Darmstädtern nicht nur leichtverdauliche Kulturkost serviert. in der „Kulturhäppchen“-Reihe kann Darmstadts (Sub-) Kulturszene zeigen, was sie kann. Und das kommt an: Vor Beginn der Early-late-night-Show bilden sich Menschenschlangen vor dem Eingang des Schlosskellers. Alle wollen sicher gehen, einen der knapp 70 bis 80 Plätze zu ergattern. trashige Kurzfilme, Satire im Sinne des titanic-Magazins und jede Menge Publikumsbeteiligung sind das Erfolgsrezept der Show. Gerne greift man auch auf – möglichst schlechte – Partyspiele zurück. Garniert wird das Ganze mit der kulinarischen Unterstützung des „Eat-Girls“ Kim Wallau, die zu jeder Show die passenden Speisen serviert. Vor drei Jahren kam die Kultur im Schlosskeller viel zu kurz, fanden Benni Winsel und das damalige Schlosskeller-team. Also erarbeiteten sie ein Konzept, dass dem Abhilfe schaffen sollte, und starten seither dienstags eine Kulturoffensive. „Wir bieten eine Spielwiese für Kleinkunst, die am Wachsen ist“, fasst Benni zusammen.

Mitmachen erwünscht Mitmachen darf jeder, der eine gute idee hat. So entstanden mit der Zeit feste Formate wie das „ReizEnd“, eine Jam Session, die Jazz und Elektro vereint, oder das „Kosmische Bla“. Bei letzterem schreiben sechs kreative Köpfe in 25 Minuten texte zu einem thema, das vom Publikum gewählt wurde, und stellen diese dann vor. „immer wieder entstehen neue ideen“, weiß Simon Wunderer vom Schlosskeller-team, der derzeit für die „Kulturhäppchen“ zuständig ist. Die vielen verschiedenen Veranstaltungen sind je nach thema mehr oder weniger gut besucht, aber sie sind immer überraschend und kreativ. Mit den „Kulturhäppchen“ startete auch die Early-latenight-Show „SnotlDaD“. Mit dem – für eine late-nightShow – recht frühen Beginn um halb neun versucht man auch diejenigen in den Schlosskeller zu locken, die am nächsten tag arbeiten müssen. „Man geht erst in den Schlosskeller, dort gibt’s die Kultur. Wer will, kann dann noch auf den Kneipenabend ins 603“, erläutert Benni. [Ins 603qm könnt Ihr abends vorerst leider nicht mehr, siehe Seite 14 ­ 17, Anm. d. Red.]. Damenbinden und Kunstblut Die erste „SnotlDaD“-Show war ein Reinfall: Ungefähr zehn Gäste, hauptsächlich Freunde der Mitwirkenden, waren Zeugen des Spektakels. „Damenbinden wurden herumgeworfen und Kunstblut war auch im Spiel. Es war wohl alles in allem ein bisschen zu krass“, erinnert sich Benni. „Für mich war es eines der peinlichsten Erlebnisse in meinem leben. Kein Gag hat gezündet“, sagt nesh Vonk. Auch er ist bereits von Anfang an teil des „Kulturhäppchen“-teams. nesh ist der Schöpfer des leicht zu begeisternden naturforschers „Jürgen Knieling“ und außerdem teil der Mümling-Grumbacher Feuerwehrblueskapelle „Smack the System“, der Band


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zur Show. „hätte Benni nicht so felsenfest an den Erfolg der Show geglaubt, ich wäre wohl nicht mehr aufgetreten“, bekennt nesh. Der bisherige höhepunkt für das „SnotlDaD“-team war die Sommershow im Freien: 150 bis 200 Zuschauer drängten sich in den Schlosshof, verfolgten die Show und wurden gehörig nassgespritzt. Es war Bennis letzter Einsatz als Moderator, er hat sein Philosophie-Studium beendet und macht sich Anfang Februar auf nach Vancouver. Neue Moderatoren, bewährtes Konzept Die Moderatoren heißen seit Oktober Axel Röthemeyer und holger Rößer. holger kennen die Stammgäste schon seit langem als „Echo-Boten“, der skurrile Meldungen aus Darmstadts einziger tageszeitung vorstellt. Axel moderierte bereits die erste late-night-Show und trat auch sonst immer mal wieder in Erscheinung. Geld bekommt indes niemand für seine Arbeit. „Bezahlt werden wir mit freien Getränken und Müsliriegeln“, scherzt holger Rößer. Das aber ist dem siebenköpfigen team herzlich egal. Schließlich geht es hier um etwas anderes – um Kultur – im speziellen Fall: um trashige Spaßkultur.

4 x Kulturhäppchen im Februar Schlosskeller / dienstags / 20.30 Uhr 07.02.: Early-late-night-Show „SnotlDaD“, thema diesmal: „Jugendsünden“, Abendkasse 2 Euro 14.02.: Kulturhäppchen – compact + cut (Kurzfilme + installationen), Abendkasse 2 Euro 21.02.: Kulturhäppchen – reizEnD (Electro-Mashup-Jam-Session), Eintritt frei 28.02.: Kulturhäppchen – Sing/Song (Singer + Songwriter live on stage), Abendkasse 3 Euro Wer ideen hat oder mitmachen möchte: Einfach eine Mail an kulturhaeppchen@yahoo.de schicken. www.kulturhaeppchen.de

text: Michael caspar | illustration: hans-Jörg Brehm | Fotos: leon Schönberger

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FRAG VICKY! Darmstadt für Anfänger - erklärt von einer, die es selbst nicht besser weiß Berlin, Hamburg, London – alles kein Problem. Erst Darmstadt brachte mich an meine grenzen. Wer wie ich das große Los gezogen hat und an einer der Darmstädter Hochschulen studieren darf, kann, will, soll oder muss, dem wird sicher schnell das ein oder andere Fragezeichen über dem Kopf schweben. Seit drei Jahren weile ich nun schon in dieser Stadt und da mir niemand auf meine Fragen Antwort ge­ ben konnte oder wollte, habe ich mir mein eigenes Darmstadt zusammengereimt. Natürlich möchte ich allen Exilanten, Zugezogenen und Studi­Frischlingen mein angeeignetes Wissen nicht vorenthalten. Aber auch echte Heiner dürfen sich angesprochen fühlen, wissen doch auch sie nicht alles über die Stadt, in der sie leben. In diesem Monat versteh ich echt nur Bahnhof. Wer ist nicht schon freudig pünktlich zur Rush Hour am Darmstädter Hauptbahnhof mit einem Zug aus einer benachbarten großstadt angekommen und hat vom Zug bis zum Bahnhofvorplatz länger gebraucht als die eigentliche Zugfahrt? Kennen wir alle, denke ich, doch wieso bekommt so ein Bahnhof für seine Unökonomität (ja, das Wort hab ich mir ei­ gens dafür ausgedacht) auch noch einen Preis? Diese Frage stellen sich sicher 20.000 von 30.000 Pendler täglich, wenn sie wieder knapp die Straßenbahn ver­ passt haben.

Abb. 1: Pendler am hauptbahnhof

Sandra H. aus M. möchte wissen: „Liebe Vicky, was macht den Darmstädter Hauptbahnhof zum „Bahnhof des Jahres 2010“?“ Puuuuh ... diese Frage stelle ich mir jedes Mal, wenn ich mich zusammen mit drei anderen mir unbekannten Personen durch eine der grünen Eisentüren quetsche – vorbei an dem goldenen Schild mit der Aufschrift „Bahnhof des Jahres 2010“. Bis zur tür war es bereits ein unsäglicher Kampf und schon vor Beginn des Unitages musste man sich gegen tausend Andere durchsetzten. Am besten fange ich aber mit der ehrenwerten Auszeichnung an. Gleich vorweg: Die Stadt Darmstadt hat entweder eine gehörige Summe springen lassen oder die Jury war blindtaubstumm. Der Preis „Bahnhof des Jahres“ wird jährlich von der „Allianz pro Schiene“ verliehen und ehrt damit die kundenfreundlichsten Bahnhöfe Deutschlands. Über Schönheit lässt sich bekanntlich streiten, doch muss ich als alte nörglerin zugeben: Die Vorhalle des 1912 erbauten Bahnhofs kann sich durchaus sehen lassen. hätte sich der Darmstädter Bahnhof bei „Germanys next Bahnhof“ beworben, hätte er sicher auch bei mir gute Karten auf eine Auszeichnung gehabt. Doch leider kommt es bei einem Bahnhof nicht nur auf äußerlichkeiten an, auch die inneren Werte zählen hier – ja, vor allem die. Die Jury lobte den innen- und Außenauftritt des Bahnhofs, welcher bei den Mitgliedern eine „heiter gelassene Grundstimmung“ erzeugte. Dieses Urteil lässt folgende Rückschlüsse auf den Zeitpunkt des Besuches ziehen: ein lauschiger Sommertag, ich schätze, ein Sonntag morgen gegen 8 Uhr. Der Bahnhof sei direkt an einem Park gelegen und somit Deutschlands grünster Bahnhof, vermeldet die Jury. in den drei Jahren, die ich nun schon hier verweile, habe ich noch nie jemanden in der vermeintlichen Parkanlage zwischen der zweispurigen Straße und den Straßenbahnschienen sitzen sehen. Diese erscheint mir – und dem Rest der Stadt anscheinend auch – wenig einladend. Vielleicht waren die Experten auch mehr von der rekonstruierten Schmuckbeetanlage für 250.000 Euro betört. Wahrlich habe ich diese pompöse Grünanlage vor den Recherchen für diesen text noch nie wahrgenommen.


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Wären die Bahnhofstester mal Montag morgens um 8 Uhr – wohlgemerkt an einem kalten Dezembertag –Gucken gekommen, würde dieses goldene Schild sicher nicht zwischen den beiden türen hängen. Wenn es sehr kalt ist, ist die Menschenmenge, die sich mit einem selbst zum Zug oder von diesem weg über die viel zu engen treppen schiebt, wirklich von Vorteil, da man wenigstens auf dem glatten Boden nicht ausrutschen kann. Was den Bodenbelag kombiniert mit nässe oder Frost angeht, bin ich etwas traumatisiert. Da ich in meinen drei Jahren Darmstadt-Erfahrung schon den ein oder anderen Sturz gesehen habe, bin ich mir sicher, dass ich mit meinem trauma nicht alleine dastehe.

Wer all das vermeiden möchte, das Budget für einen Privatjet aber nicht hat, sollte sich rechtzeitig an der richtigen tür im Zug platzieren (nämlich die, die sich genau an der treppe öffnet), sich rutschfeste Schuhe anziehen und nach der Einfahrt lossprinten. Oder man findet sich damit ab: Verstopfungen gehören eben zu dieser Stadt, wie der Main zu. text: Victoria Müller Foto: Jan nouki Ehlers Gestaltung: Sandra Wittwer

Wer ist eigentlich Vicky? Vicky, in einer ostdeutschen Großstadt geboren, in einer westdeutschen Metropole zur Schule gegangen, in einer ausländischen hauptstadt erwachsen geworden und in Darmstadt am Stagnieren. Die Beendigung des Studiums in absehbarerer Zeit und die Aussicht auf eine Großstadt mit Flussanschluss hält sie hier. Und der Schlosskeller. Frag Vicky! Du bist Darmstadt-Greenhorn und hast Fragen? Dann frag doch! Am besten per Mail an redaktion@p­verlag.de.

TV Noir Konzert mit Moritz Krämer & We Invented Paris 26. Februar 2012 03.02. 32. Dichterschlacht 03.02. Tech Attack 05.02. Martin and James 06.02. Gisbert zu Knyphausen & Band 10.02. Niels Frevert 10.02. Milchclub Boys 17.02. Haroun’s 50s Club 24.02. Jess Jochimsen 24.02. Get up and Boogie! feat. DJ Friction 25.02. Fünf vor der Ehe 08.03. Youn Sun Nah & Ulf Wakenius 09.03. Tilman Birr 13.03. Gretchen Parlato 21.03. Lee Fields & The Expressions 23.03. Serdar Somuncu (darmstadtium/+24.03.) 24.03. Òlafur Arnalds 28.03. Salut Salon (Staatstheater Darmstadt) 28.03. Palov Stelar Band 29.03. Caveman (+30./31.03.) 01.04. The United Kingdom Ukulele Orchestra (Staatstheater Darmstadt)

DESIGN: FORMALIN.DE

Da es aber auch nicht das ganze Jahr friert oder regnet, kann der Menschenklumpen, der sich vom Bahnsteig zum Vorplatz schiebt, sehr lästig sein. Dieser Effekt wird in Darmstadt durch das gleichzeitige Ankommen aller Züge noch verstärkt und erreicht morgens zwischen 8 und 9 Uhr und abends zwischen 16 und 19 Uhr seinen höhepunkt.

Jeden Samstag: Mellow Weekend Für jeden Geschmack die richtige Party!

CENTRALSTATION/ IM CARREE/ DARMSTADT TICKETS ZUM AUSDRUCKEN: WWW.CENTRALSTATION-DARMSTADT.DE HOTLINE: (0 61 51) 3 66 88 99 RMV-KOMBITICKET: WWW.ZTIX.DE/RMV


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P­rojekt Streetworking Das P­Magazin wird vom 29.2. bis 7.3. partiell zur Straßenzeitung – mit P­Sampler Vol. 2

Entstaubt die CD­Player, pustet die Laufwerke durch – im März erscheint endlich der neue P­Sampler. Ende 2010 feierte bereits die erste Ausgabe unter dem Motto „Darmstädter Bands covern Darmstädter Bands“ tanzende Erfolge. Nummer zwei steht wiederum ganz im Zeichen Darmstadts und lässt Euch hören, was hiesige Musiker mit ihrem Zuhause verbinden. Den Sampler erhaltet ihr dieses Mal exklusiv in einer P­ Sonderausgabe, die vom 29. Februar bis zum 7. März von hilfsbedürftigen Personen, unseren „P­ostboten“, als Straßenzeitung in Darmstadts Innenstadt verkauft wird. Montags bis Samstags, vorrangig zwischen 11 und 17 Uhr, werden sie sich auf den Weg machen, um das druckfrische Märzheft inklusive CD gegen einen Spendenbetrag von 1,50 Euro mit Euch zu tauschen. Zusätzlich werden an den gewohnten Auslagestellen wie üblich gratis­Exemplare des P auslegen – nur eben ohne musikalische Beigabe.

Seit fast vier Jahren steht das P bereits für P-artys und gelegentlich auch für P-rotest. im März zeigt sich der (für uns) schönste Buchstabe des Alphabets nun ganz im Zeichen eines P-rojekts: Das P möchte mit Darmstadts Musikszene und Euch an einem Strang ziehen und seinen Beitrag gegen Armut und Vorurteile leisten, der dieser tage besonders wichtig erscheint. Die Finanzlage hängt global völlig schief und Geld ist scheinbar nur noch zur Bankenrettung da. Die gesellschaftliche Schere driftet währenddessen immer weiter auseinander und schnappt gefährlich nach denjenigen, die es in der Gesellschaft ohnehin am schwersten haben. Soziale Ausgrenzung und Armut verbreiten sich auch hier und treffen viel zu oft auf ignoranz und Wegschauen, zwei große Feinde einer ausbalancierten und fairen Gemeinschaft. Was kann ein Stadtkulturmagazin dagegen tun? Es kann demonstrativ auf die Straße gehen – und das macht es auch. Und je mehr von Euch mitgehen, desto größer wird der Erfolg. Das P wird tatkräftig vom Diakonischen Werk Darm-

stadt-Dieburg unterstützt, genauer vom Scentral, der Einrichtung für Drogenhilfe am herrngarten, und dessen Abteilung Streetwork. Deren Mitarbeiter kennen die Szene obdachloser und bedürftiger Menschen in Darmstadt genau, so dass die Aktion an den richtigen Stellen greifen kann und mit dem Verkauf der Straßen-Ps auch denjenigen geholfen wird, die es wirklich brauchen. Bis zu zwölf Personen werden in gemeinsamer Suche zu PStraßenverkäufern erkoren und mit unserem P-ostbotenEquipment ausgestattet, anhand dessen ihr sie leicht erkennen könnt: Alle teilnehmer werden den unten abgebildeten dunkelblauen P-Rucksack mit Fähnchen tragen. Sicherheitshalber ein vorsorglicher hinweis: Sollte jemand ohne P-Rucksack versuchen, Euch ein heft zu verkaufen, dem vielleicht auch gar kein Sampler beiliegt, so gehört diese Person nicht zur Aktion und das heft ist auch nicht zum Verkauf bestimmt. Alle Spendenbeiträge werden vollständig bei den Postboten bleiben. Die zu verkaufenden hefte bekommen sie vom P geschenkt. Ziel des Projekts ist es vor allem, an den Barrieren in den Köpfen der Gesellschaft zu rütteln und bedürftige Menschen aus der Position des Bittstellers zu lösen, indem ihr ohne falsche Scheu auf sie zugeht, ein P mit Sampler kauft und manch einer vielleicht das ein oder andere Vorurteil im Gespräch verwerfen kann. Damit sich Darmstadt einem Stadtbild weiter nähert, das niemanden ausgrenzt und in dem alle füreinander einstehen. text + Karte: tabea Köbler | illustration: Daniel Wiesen

Streetworking P Was: P-Sonderausgabe März 2012 als Straßenzeitung (exklusiv mit Sampler!) Wann: 29. Februar bis 7. März, Mo bis Sa, vorrangig zwischen 11 und 17 Uhr Wo: in Darmstadts innenstadt (siehe Karte oben rechts) Wie viel: 1,50 Euro Spendenbeitrag


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P

Um es Euch leichter zu machen die P-ostboten zu finden, haben wir eine kleine innenstadt-Karte entworfen, auf der ihr die Bereiche überblicken könnt, in denen das P mit Sampler Vol. 2 verkauft wird. AnZEiGE

Leckeres Frühstück und frische Tellergerichte Bistro Carpe Diem Schuknechtstr. 1, 64289 Darmstadt, Tel: 06151 / 79181 Öffnungszeiten: 09:00 bis 01:00 Uhr


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Kommen und gehen Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und gastronomie

Welche neuen Läden buhlen in Darmstadt um Kunden? Welche neuen Restaurants und gastronomischen Konzepte gibt es in der Stadt? Und wer musste schließen? Das erfahrt Ihr ab sofort in der neuen P­Rubrik „Kommen und gehen“ – im schnittigen Steckbrief­Stil.

603qm Neuigkeit: Seit 27. Dezember 2011 nur noch tagesbetrieb („café Freiraum“), keine Abendveranstaltungen mehr. hintergrund-Artikel auf den Seiten 14 bis 17 dieser P-Ausgabe. ort: Alexanderstraße 2, innenstadt www.603qm.de

Asphaltgold Sneakerstore Neuigkeit: Zieht eine tür weiter, Konzept bleibt: Sneaker, so weit das Auge reicht. ladenfläche nun etwas größer, vor allem in der Breite. Bodentiefe Fenster, gesamte Rückwand komplett aus holz, ansonsten Sichtbeton-Optik: industrie-look trifft Wohnzimmer-Flair. Ein paar neuerungen kündigt inhaber Daniel Benz außerdem an: „Etwas mehr textil, bisschen größere Frauen-Schuhwand, kleine museumsartige Vintage-Sneaker-Galerie.“ ort: Friedensplatz 4, innenstadt (unveränderte Adresse) www.asphaltgold.de

Café Lavazza Espressobar Neuigkeit: nach „Kemal“ verabschiedet sich der nächste langjährige Mieter aus dem carree: die café lavazza Espressobar schließt zum 31. Januar 2012. Ein nachmieter stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. ort: im carree 2, innenstadt. www.espresso­24.de

Le Café Bleu (ehemals: Café Blu) Neuigkeit: Ein von vielen Martinsviertlern lange herbeigesehntes Revival! halbFranzösin Sandra Miceli (bediente früher im „café Blu“, 1992 bis 2007) öffnet Ende Februar/Anfang März das „le café Bleu“. Unterschiedliche, weiß lackierte Stühle, Eichenholz-theke, Parkbänke an der Wand ... „hell, verspielt, etwas französisch“. Frühstück (à la carte), Quiches, Suppe und Kuchen am Mittag. Di bis So von 7 bis 20 Uhr (im Sommer bis 22 Uhr). nette Mitarbeiter gesucht! Bitte Mail an le-cafe-bleu@gmx.de. ort: lauteschlägerstraße 28, Martinsviertel


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Freebody Sugaring & Waxing Studio Neuigkeit: Über die notwendigkeit von Körperhaarentfernung kann man streiten. Für die einen sind behaarte Menschen unhygienische Anachronisten, die anderen halten dieses Urteil für ausgemachten Unsinn. So oder so ... Das besondere an diesem neu eröffneten Studio ist: hier geht’s der Körperbehaarung ausschließlich mit Zuckerwachs und Zuckerpaste an den Kragen. Das (womöglich) erste dieser un-laser-igen Art in Darmstadt. ort: nieder-Ramstädter-Straße 58, Woogsviertel www.freebody.info

Herrngartencafé Neuigkeit: tagesbetrieb vorerst eingestellt. Zu Veranstaltungen wie SalsaDisco, Konzerten und Partys öffnet das herrngartencafé aber weiterhin, alle Veranstaltungen unter www.herrngartencafe.de und www.partyamt.de. Firmen und Privatpersonen können die location buchen, Anfragen an Aycan topal: info@herrngarten-cafe.de, (0171) 3135696. ort: im herrngarten, innenstadt www.herrngartencafe.de

Hollywood Club Lounge Neuigkeit: Ende 2011 noch in der Findungsphase wird nun so langsam ein roter Faden im Programm des neuen clubs im ehemaligen „hippo“ / „caribe Salsodromo“ / „neutral“ erkennbar: donnerstags Warm-Up-lounge zum Start ins Wochenende mit house, Dance, Electro und clubmusic (Eintritt frei), freitags „Girlz club“ (house, R’n’B und charts, freier Eintritt für Frauen) – und am „Premium Saturday“ dann „All Styles of Music“ (bis 24 Uhr freier Eintritt für Frauen). Ab und zu gibt’s Special Events, bei denen „feine Garderobe erwünscht“ ist. ort: holzstraße 7, innenstadt. www.hollywood­darmstadt.de

Katja Stefani Neuigkeit: Katja Stefanis laden in Bessungen hat zugemacht. Online auf der Selbstvermarktungs-Plattform Dawanda gibt’s ihn weiterhin: de.dawanda.com/shop/katjastefani. Und bei Veranstaltungen wie „Eintagsladen“ und „Schnickschnackshopping“ oder im „Zucker“ kann man Katjas Designer-Klamotten ab und zu auch noch offline shoppen. ort: heidelberger Straße 84, Bessungen www.katja­stefani.de

Magenta (ehemals: Stella) Neuigkeit: Retro-look raus, moderne Design-Optik rein: schlichte loungeMöblierung, neutrale Wandfarben, Molton-Vorhänge, 60 qm großer lED-lichterteppich an der Decke sorgt für coole Farbeffekte. Plüschige Raucherstube. Di bis Sa ab 18 Uhr hat die Magenta lounge geöffnet – Do, Fr und Sa wird sie ab 22 Uhr zum Magenta club, in dem bis zu 200 leute zu elektronischer Musik feiern. ort: Rheinstraße 40-42, innenstadt www.magentaclub.com


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Stadtkoch Vanille (goes Traisa) Neuigkeit: nur noch bis Ende Februar tischt „Stadtkoch“ Johan Jorry mit Frau Anette und Souschef Simon französische Delikatessen in Bessungen auf. Schließung nach elf Jahren, ziemlich holterdiepolter wegen ordnungsamtlicher Mängel. Ab Februar wird der denkmalgeschützte Güterschuppen des traisaer Bahnhofs von den Jorrys komplett saniert: Erdgeschoss 120 qm, plus Keller (für Weinverkostung). Voraussichtlich im September 2012: Eröffnung der neuen „Stadtkoch“-location im Stile von „Soul Kitchen“. Unter der Woche bewährtes „Vanille“-Konzept (Gruppen nach Einladungen, Gäste bestimmen Menü), neu in traisa: Fr und Sa festes Menü, jeder kann (nach Reservierung) kommen, man sitzt an einer langen tafel bunt gemischt zusammen. Silvester 2011 wurde schon ein prickelndes Pre-Opening gefeiert... ort: noch heidelberger Straße 105, Bessungen www.vanille­darmstadt.de und www.bahnhof­muehltal.de

Vila Clothes

Neuigkeit: Das dänische Modelabel Vila eröffnet Mitte/Ende Februar einen neuen Shop im Erdgeschoss des luisencenters. Versprochen wird „elegante und feminine Streetstyle-Mode für junge Frauen, die ihre eigenen Stil gefunden haben, aber dennoch keine Angst haben, neue trends auszuprobieren.“ ort: luisenplatz 5, innenstadt www.vila.com

Viva El Sol Café & Bar (ehemals: das Waben)

Neuigkeit: nachmieter für’s „Waben“ gefunden, Eröffnung für Ende März 2012 geplant. Systemgastronomie mit Pilotobjekt in Darmstadt. Pächter Reza Khorsand, Gründer der „havana“-Restaurant-Kette, verspricht: „schöne, gemütliche Atmosphäre“, „für jedes Publikum, alle sind willkommen“, viel holz (hell und dunkel), leder, neue theke und tische, drei, vier Schiebefenster, luftig. Frühstücksbuffet, Mittagstisch, Kuchenbuffet, abends mediterrane À-la-carte-Gerichte (Salate, tapas, Flammkuchen, Fleischgerichte). Für den club im Keller wird noch nach einem Konzept gesucht. ort: Am Friedensplatz 11, innenstadt www.viva­elsol.de

Zucker Neuigkeit: Back to the roots: Der Selbstmach-Kulturraum „Zucker“ wird wieder zum laden – zumindest zeitweise. immer am 1. Sonntag des Monats von 12 bis 17 Uhr präsentieren sechs Darmstädter labels ein Sortiment an selbstgemachten Dingen. Am 5. Februar sind dabei: Frau Zucker, Rocky Beach, Ka_fee, Katja Stefani, hochgefühl und Rauschmittel. ort: liebfrauenstraße 66, Martinsviertel www.zuckersachen.de

Her mit den Infos! Du hast substanzielle neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie für uns? Dann her damit! Am besten per Mail an redaktion@p­verlag.de (Redaktionsschluss: 10. des Vormonats). Recherche + text: cem teveto ǧlu | Fotos: Einzelhändler + Gastronomen + Betreiber + Jan Ehlers


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Wolt – Windenergienutzung in den Weinbergen Spätestens seit der Katastrophe von Fukushima steht fest: In Deutschland haben Kernkraftwerke keine Zukunft. Alternative Formen der Energiegewinnung müssen her – und zwar schnell. Marko Müller ist vorbereitet. Der ehemalige Industrie­Design­Student der Hochschule Darmstadt (h_da) steht in den Start­ löchern, um seinen Teil beizusteuern. Sein Konzept „Wolt“, mit dem er auf neue Weise Windenergie an Weinbergen nutzbar machen will, hat in den vergan­ genen Monaten mehrere Preise gewonnen. Doch das soll erst der Anfang sein… Bereits ein kurzer Blick auf Marko Müllers homepage lässt eine Geistesverwandtschaft mit Daniel Düsentrieb erahnen. in seinem Portfolio finden sich ausgefallene technische ideen. Unter anderem gibt es dort einen äußerst kompakten und formschönen Rasierer für Jugendliche zu bestaunen. Genauer gesagt handelt es sich lediglich um einen trimmer, der jedoch den bescheidenen Ansprüchen von so manchem heranwachsenden – und bartlosen – Jüngling vollends genügen dürfte. Außerdem wird ein spinnenähnlicher Roboter zum löschen brennender Flächen vorgestellt, der mit zwei Wasserkanonen ausgestattet ist und fliegen kann. Auf die Frage, ob er sich mit der Bezeichnung „Erfinder“ anfreunden könne, antwortet Müller dann auch offenherzig: „Als Kind war es wirklich mein traum, Erfinder zu werden. ich hab’ schon immer gern getüftelt.“

im herkömmlichen Sinne, sondern auch als Mikroenergie-Systeme zu nutzen. Mit seinem Konzept verfolgt Müller eigene Ansätze. Dabei gibt es einen direkten Bezug zu seiner alten heimat. Müller ist in trier aufgewachsen. in der umliegenden Region wird jede Menge Wein angebaut. Dem damaligen Design-Studenten schien es daher nahe liegend, sich im Rahmen seines Diploms mit Möglichkeiten der Energiegewinnung in Weinbergen zu beschäftigen. Sowohl Sonnenlicht als auch Wind sind dort reichlich vorhanden. Der Platz hingegen ist äußerst knapp bemessen. „Wolt“ löst dieses Problem. Mit den Pfosten und Drähten sei die passende infrastruktur bereits vorhanden, erläutert Müller. „Es ist also eine Doppelnutzung möglich, ohne dass dabei Platz vergeudet wird.“ Der erzeugte Strom könne dann beispielsweise für den Betrieb von Wasserpumpen am Weinberg genutzt werden. Bei größeren Mengen sei auch eine Einspeisung in das Stromnetz denkbar. Bis dahin wird es allerdings noch ein bisschen dauern. Momentan ist Marko Müller auf der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern, die er vor allem für die technische Umsetzung benötigt. Auf den Messen werde er dagegen bereits heute von Besuchern gefragt, wo sie das fertige Produkt kaufen könnten. Zugleich seien ihm dort aber auch leute begegnet, die seinen „Wolt“-Prototypen für einen Scheibenwischer hielten, erzählt Müller amüsiert. Er hofft, dass das interesse noch eine Weile anhält. text: Volker Müller | Foto: Marko Müller | Gestaltung: Sandra Wittwer

Auch „Wolt“ ist teil von Müllers Portfolio – diejenige Erfindung, welche ihn derzeit am meisten beschäftigt. „Wolt“ war Müllers Diplom-Projekt an der h_da. Das war bereits 2010. Mittlerweile ist der 27-Jährige freiberuflich als Designer tätig und hat sein Konzept auf zahlreichen Messen in Deutschland und im Ausland präsentiert – zuletzt vor einigen Wochen in hongkong. Dabei habe er mit seiner idee ursprünglich gar keine weiterführenden Pläne verfolgt, so Müller, doch im laufe der Zeit hätten immer mehr leute ihr interesse bekundet. irgendwann habe er sich dann dazu entschlossen, die Sache wieder aufzugreifen und konkretere Überlegungen anzustellen. „Wolt“ basiert auf der sogenannten Windbelt-technologie (zu Deutsch: Windband): hierbei werden Bänder mittels Windenergie zum Schwingen gebracht, wodurch wiederum Strom erzeugt wird. Diese technologie ermöglicht es beispielsweise, Balkon- oder terrassengeländer nicht nur

Wissenschaftstag Marko Müller stellt sein Projekt „Wolt“ in der halle der Centralstation vor – am Dienstag, dem 7. Februar, um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei! www.markomueller.com


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Hessisch for runaways Hessisch zum Wegrenne, Folge 17 In der heutigen Ausgabe beleuch­ ten wir mehrere Redewendungen für ein und dieselbe Tätigkeit. Dank der sagenumwobenen Fanta­ sie des Heiners kommen wir in den genuss, gleich mehrere Umschrei­ bungen studieren zu können, die auch im Hochdeutschen verschie­ dene Äquivalente haben: für das Entleeren der männlichen Blase, sprich: Wasserlassen. Folge 17: Best of „Urinieren“ Dies ist keine top-ten-liste, lediglich eine Ansammlung von (ziemlich genau neun) Sprüchen, die mal wieder den hang des heiners zu maßlosen Übertreibungen schamlos offenlegen. los geht’s … 1. „Dem bessde Froind die Hand gäwwe.“ (Müsste verständlich sein, bester Freund = Penis.) 2. „De Koloss zum Schluchze bringe.“ (hier kommt der hang zur Gigantomanie des heiners durch.) 3. „Die Anakonda schweng­ge.“ (Schweng-ge = schwenken. Maßlose

Übertreibung des männlichen Glieds, was Form und Größe angeht.) 4. „Heer, kannsde ma mit uff’s Klo gehn, de Doggder hat gesacht, isch soll net so schwer hääwe!“ („hör mal, kannst Du mal mit auf die toilette gehen, der Doktor hat gesagt, ich soll nicht so schwer heben!“ Wird oft als Witz gegenüber einem Freund gebraucht. Auch hier extreme Übertreibung, was Form und Gewicht des primären Geschlechtsteils des Mannes angeht.) Es gibt natürlich nicht nur Redewendungen, auch Verben werden in diesem Zusammenhang verwendet: 5. „Isch muss emol brunse!“ (Brunse = brunzen, herkunft unklar, vielleicht verwandt mit „Brunft“, also die Paarungszeit der hirsche, bei der selbige ihr Revier mit harn markieren.) 6. „Isch glaab, isch muss emol die Blumme gieße.“ (Scherzhaft für das Urinieren in der freien natur; Blumme = Blumen.)

7. „Bach mache.“ (Kommt aus der Kindersprache, dürfte also geläufig sein.) 8. „Isch muss emol saasche!“ (Saasche = seichen, althochdeutsch: Seihen für „Urin“, ursprünglich aber „ausfließen machen“, verwandt mit seihen. in diesem Kontext steht auch im heinerdeutschen Massagesalon für „toilette“, gesprochen „Ma-saasche-Salong“.) 9. „Die Kadoffel abschidde.“ (hier geht es um das Verb und nicht um das Substantiv, wobei die Menge des abzuschüttenden Wassers übertrieben beschrieben wird. Die Gleichsetzung von Penis und Kartoffel wird hier vernachlässigt, was Form, Farbe und Größe betrifft … wäre auch kein schöner Anblick!) text: Kossi, Foto: Jan Ehlers illustration: lisa Zeißler

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Neuigkeiten aus der lokalen Kulturszene Die lokale Kulturszene ist ständig in Bewegung – da bekommt man viele interessante Neuigkeiten nur am Rande, viel zu spät oder gar nicht mit. Schluss damit: An dieser Stelle gibt es immer alle Info­ Häppchen, welche die P­Redaktion in den letzten Wochen aus der Darmstädter Kulturszene aufge­ schnappt hat. Der Jugendring Darmstadt e.V. veranstaltet einen Fotostory­Wett­ bewerb zum Thema „Migration“. Ob wahre Geschichte oder erfundene handlung, ob am computer gebastelt oder mit Schere und Kleber: Alle Kreativen zwischen 8 und 27 Jahren sind aufgefordert, ihre ideen auf maximal vier Din A4-Seiten zu bannen und bis 1. Mai 2012 beim Jugendring einzureichen. hintergründe und infos auf www.fotostorywettbewerb.de im Sommer saßen wir noch beim P-hörspiel und lachten, jetzt ist Schluss: Dynamite Jones schließen nach fünf Jahren Bandgeschichte die tür zum Proberaum für immer zu. Sänger und Gitarrist cris zieht es nach Wien, wir wünschen für die Zukunft alles Gute! Kondolenzbuch auf www.facebook.com/dynamite­ jonesband Deafground Records aus Bielefeld und das Online-Magazin Allschools bringen demnächst den Sampler „Brutal Vision Vol. 1“ raus, auf dem mit All Will Know, They Shall Da­ mage und Unleash The Sky auch drei lokale Rocker zu hören sind. Releasedatum und alle weiteren Details gibt’s bald. Stay tuned auf www.allschools.de

Darmstadts most famous Rapper Mädness gibt sich seit langem mal wieder die Ehre und arbeitet an einer neuen EP. Zudem sollen sich im neu errichteten „Knall und Schall“Studio illustre Darmstädter Musiker und trunkenbolde eingefunden haben, um mit dem „Gude“ eine neue liveshow auf die Beine zu stellen. www.facebook.com/pages/ Mädness/160691168520

Basti und Klaus spielen experimentellen Rock mit Folk-Einflüssen und einer Violine, „irgendwo zwischen Melancholie und Selbstironie". habitzheim liegt übrigens bei GroßUmstadt, das wiederum bei Dieburg liegt. Alles klar? www.facebook.com/sfrnband Crazy ’bout Kinski waren in den frühen neunzigern ein fester Begriff in der Musikszene, unter anderem supportete die Band Größen wie Simple Minds oder Roger chapman. Warum wir das erzählen? Weil sich die vier Musiker Ende 2011 wieder zusammengetan haben! livegigs sind in Planung, Studioaufnahmen in der Mache, ein Video zum neuen Song „Smile of a Salesman“ findet ihr bei Youtube.

Die Darmstädter Band Wortblind und das eigene label Dyslexie Records errichten in Zusammenarbeit mit der Weiterstädter Band The Sound Section aktuell einen neuen Studio- und Proberaumkomplex in Darmstadt. Auf 180 Quadratmetern Grundfläche entsteht in Die regionalen Festivals übertrump- einem brachen industriegebäude an der Mornewegstraße ein großer fen sich gerade gegenseitig mit Proberaum samt Aufnahmeregie, dem Veröffentlichen erster Bandeine Barlounge und zwei kleinere bestätigungen. So freut sich das Proberäume, die angemietet werNonstock 2012 auf Turbostaat, den können. Baufortschritte auf Prinz Pi, Supershirt oder Madison www.facebook.com/wortblind, Affair im schönen Fischbachtal. Für das Traffic Jam in Dieburg sind interessierte Bands wenden sich an Your Demise, helia und Breakdown info@dyslexie­records.de. of Sanity bestätigt. Die links sparen wir uns an dieser Stelle – freut Der Musikhändler Session Music Euch lieber auf unsere alljährliche aus Frankfurt hat im Dezember einen großen online­Musikvideo­ Festival­übersicht in der Juli-/ wettbewerb gestartet, bei dem August-Doppelausgabe! auch einige Bands aus Darmstadt und Umgebung teilnehmen. AbstimMit Safran meldet sich eine neue men kann man noch bis Mitte FeBand aus dem habitzheimer Gebruar auf www.session.de/video­ würzschrank zu Wort: Friedrich,


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wettbewerb­musikmesse­2012. Support your local scene und so! Frischfleisch an der Darmstädter Jazz-theke: Coramali machen Electronic Ambient Jazz, das Ganze in der recht ungewöhnlichen Besetzung Posaune/Elektronik, Gitarre/E-Gitarre/Saz und Percussion. Allesamt alte hasen, die früher zum Beispiel bei Woog Riots, Milton Fisher oder loxley Beade zu Gange waren. www.coramali.de Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat den Europa­Jugendpreis 2012 für die besten Darmstädter Jugendarbeiten zum thema „Darmstadt,

Europa – grenzenlos und tolerant?!“ ausgeschrieben. Bewerben können sich Schulklassen oder Jugendgruppen, aber auch Einzelpersonen bis zu einem Alter von 25 Jahren, die ihren Wohnsitz oder Ausbildungsplatz in Darmstadt haben. Bewerbungsschluss ist der 15. März 2012, der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Weitere informationen und Ausschreibungsunterlagen gibt es beim Büro für Städtepartner­ schaften der Wissenschaftsstadt Darmstadt, neues Rathaus, luisenplatz 5, telefon: (06151) 132321, E-Mail: hauptamt@darmstadt.de.

Dem Redaktör ist nichts zu schwör – doch ein bisschen hilfe ist durchaus erwünscht: Schickt uns Eure news (zum Beispiel neue Songs, neues label, Besetzungswechsel, Buchveröffentlichung, Foto-Wettbewerb etc.) an aufgeschnappt@p­verlag.de. Konzertankündigungen bitte weiterhin an redaktion@p­verlag.de.

text: Patrick Demuth | Fotos: Veranstalter AnZEiGE


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Aufhellungen und Plattenbaugefühle Das literarische Darmstadt im Februar Von Winter bisher kaum eine Spur. Aber wer weiß, vielleicht müssen wir ja fröstelnd die Lesesäle und ­keller betreten, wenn die hiesigen Literaturveranstalter im Februar mit ihren Frühjahrsprogrammen beginnen. ganz fleißig wieder vorne weg das Team der Stadtkirche, deren gastleser in diesem Monat aus den Niederlanden kommen.

01. Februar

07. Februar

Aus dem recht nahen Frankfurt am Main sind am Mittwoch, dem 1. Februar, ab 19.30 Uhr zwei Autoren auf der lesebühne von Kurt Drawert im Literaturhaus zu Gast. Am Puls der Zeit ist das theaterstück von Walter Jauernich über den Wirtschaftsaussteiger „ivar Kreuger“, generationsübergreifend sind die Konflikte, die sich in „Kummersdorf“ von Peter Kapp auftun.

Einem Klassiker des modernen Märchens ist der Abend der Hörbar in den Kammerspielen des Staatstheaters am Dienstag, dem 7. Februar gewidmet. Ab 17 Uhr präsentiert Gerd K. Wölfle Bestes aus der Feder von charles Dickenes zu dessen 200. Geburtstag.

02. Februar licht in das Dunkel ihrer Vergangenheit bringen Sara und toni, nachdem sie sich bei der Beerdigung ihrer gemeinsamen Adoptivmutter wiederbegegnen. Ob ihre „Aufhellungen“ ausreichen können, um zwei Kindern mit ähnlichen Schicksalen Auswege bieten zu können, erfährt, wer am Donnerstag, dem 2. Februar, um 19 Uhr der Autorin Sabina Lorenz zuhört, wenn sie auf Einladung der literaturinitiative im Künstlerkeller im Schloss ihren gleichnamigen Roman vorstellt.

03. Februar Am Freitag, dem 3. Februar wird sich zum 32. Mal eine bunte Mischung aus viel gereisten Rampensäuen und viel versprechenden newcomern in herz und Kopf des Centralstation-Publikums slammen: Dichterschlacht! los geht es ab 21 Uhr, wer einigermaßen bequem sitzen möchte, erscheine aber wesentlich früher.

05. Februar Wer meint, dass das profitliche Spekulieren auf immobilien ein Phänomen des letzten Jahrzehnts ist, kann von Thomas Rosenboom eines besseren belehrt werden. Sein Roman zu diesem thema spielt im Amsterdam des Jahres 1888 – am Sonntag, dem 5. Februar, stellt er um 11.30 Uhr diese aktuelle Parabel in der Stadtkirche vor.

12. Februar „im Garten des Vaters“ – so ein titel mag an den sprichwörtlichen verlorenen Sohn erinnern. Doch in der Geschichte von Jan Sieblink, aus der er am Sonntag, dem 12. Februar, ab 11.30 Uhr in der Stadtkirche liest, geht es eher um die Zerstörung familiärer Verbindungen aufgrund religiösen Fanatismus. Auch die Umgebung von und die Umgangsformen in Darmstadt-Kranichstein erschweren die identitätssuche von Jonas und Afyon, und doch kommen dort „Plattenbaugefühle“ füreinander auf. Dass das coming Out homosexueller Jugendlicher in der Stadt nicht immer leichter ist als auf dem land, beschreibt Jannis Plastargias in seinem Roman, aus dem er ab 17 Uhr im Zucker in der liebfrauenstraße 66 vorliest.

13. Februar Kann eine siebzehnjährige Mutter, die mit einem hund schon nicht zurecht kam, ihrem Kind gerecht werden? Muss es enden, „Wie es begann“? Ob Jan van Mersbergens Roman so dramatisch ist wie diese Fragen, kann erfahren, wer am Montag, dem 13. Februar, um 19.30 Uhr in die Stadtkirche geht. Anschließend zeigt gerbrand Bakker, dass „Der Umweg“ auf dem Dorfe so spannend wie lehrreich sein kann.


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14. Februar „Ein feiner herr und ein armer hund“ erleben in Adri­ aan van Dis’ Erzählung im untergründigen Paris ein Abenteuer am Rande der Gesellschaft. in „Sehnsucht nach Kapstadt“ beschreibt otto de Kat, wie der junge Bure Rob in den Kriegen der dreißiger Jahre in der Welt herumkommt und nie an. Beide Autoren stellen ihre Romane am Dienstag, dem 14. Februar, um 19.30 Uhr in der Stadtkirche vor.

15. Februar Ebendort liest tagsdarauf, am Mittwoch, dem 15. Februar, um 19.30 Uhr Tommy Wieringa aus „Joe Speedboat“, einer rasant erzählten Geschichte um einen experimentierfreudigen teenager. „Was du mir verschweigst“ wird neugierigen daraufhin von Ariëlla Kornmehl verraten – im Besonderen, warum die russische Mutter der erfolgreichen Maklerin lunia sich 1986 in Prag aufhielt.

16. Februar So mancher hält an seinem Glauben fest – gerade wenn er am lebensende Bilanz zieht. An den Schicksalsschlägen kann wohl nur ein „Götterschlaf“ schuld sein, meint auch die neunzigjährige helena, deren fiktive Biografie uns Erwin Mortier am Donnerstag, dem 16. Februar, um 19.30 Uhr in der Stadtkirche vorstellt.

17. Februar Den niederländischen Vers-Schmieden ist die niederländische lyriknacht in der Stadtkirche am Freitag,

dem 17. Februar gewidmet. Ab 19 Uhr tragen Ramsy Nasr, Hagar Peteers und Remso Campert ihre Gedichte vor, die Autoren werden musikalisch von tineke Postma am Saxofon begleitet.

18. Februar „literarisch, musikalisch, kulinarisch“ geht es am Mittwoch, dem 22. Februar, wieder im Bessunger Jagd­ hofkeller zu, wenn ab 20.30 Uhr Michael Kibler Auszüge aus seinem neuesten Krimi „todesfahrt“ sowie passende lieder vorträgt. trotz der geheimnisvollen leiche soll auch für das leibliche Wohl gesorgt sein.

27. Februar „Moral ist, wenn man moralisch ist“, sprach dereinst georg Büchner, von dem wir in seinem 175. todesjahr noch mehr hören werden. Etwas ausführlicher und weniger tautologisch geht es am Montag, dem 27. Februar, ab 19 Uhr im Literaturhaus zu, wenn Horst Schäfer aus den Briefen und Werken des Jubilars zitiert.

28. Februar „Skandalöses aus dem theater“ lesen Katharina Uh­ land und Tom Wild ebendort, nämlich in den Kammer­ spielen des Staatstheaters am Dienstag, dem 28. Februar, um 17 Uhr. text: Steffen Falk | Buchcover + Fotos: Verlage, Keke Keukelaar AnZEiGE


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Der Intendant im Kasperletheater Auf Darmstädter Bühnen im Februar

Nachdem das Staatstheater in den letzten Monaten überregional Schlagzeilen gemacht hat mit der inter­ nen Kasperletheater­Inszenierung eines Boulevard­ stücks um Musiker, Intendanten und ihre Ehefrauen respektive ­männer, scheint mit der Demission des opernsängers Sven Ehrke im Januar die Auseinander­ setzung mit einem Bauernopfer beendet worden zu sein. übrig bleibt Verwunderung über die unwürdigen Vorgänge auf höchster Ebene. Ein Staatstheater, das im Streit so wenig Kultur beweist, muss sich diesen Mangel auch im Spielbetrieb vorwerfen lassen. Vor allem, da mit dem ehemaligen generalmusikdirektor Constantin Trinks ein bundesweit gefragtes Talent die Stadt verlassen musste. Wir möchten uns jeden weiteren Kommentar zu dieser traurigen Posse spa­ ren, und blicken lieber nach vorne, nämlich in den Staatstheater­Spielplan des Monats Februar: Am Donnerstag, dem 2. Februar, um 20 Uhr, hat in den Kammerspielen „Büchners Tod“ Premiere. Mit der szenischen lesung des Schauspiels von Gaston Salvatore kehrt anlässlich des 175. todesjahres von Georg Büchner das Stück, mit dem 1972 das Kleine haus des heutigen theaterbaus eröffnet wurde, zurück ins Staatstheater . Fast schon logisch folgt dann am Freitag, dem 3. Februar, „Woyzeck“, das berühmte Dramenfragment Büchners. Die inszenierung nach dem Konzept von Robert Wilson begleitet Musik von tom Waits mit liedtexten von Kathleen Brennan. Premiere um 19.30 Uhr im Kleinen haus. Am Sonntag, dem 5. Februar, inszeniert Judith Kunert „Bier für Frauen“, ein Schauspiel von Felicia Zeller. Das Stück lauscht hinein in die bierseligen Gespräche von Bardiven, Kneipenköniginnen und tresenschlampen: eine nicht ganz nüchterne Bestandsaufnahme menschlichen Daseins mit Anne hoffmann, Katharina Uhland und Stefan Schuster. Premiere um 20 Uhr in der Bar der Kammerspiele . Am Samstag, dem 25. Februar, um 20 Uhr zeigen die Kammerspiele „Radio Noir“ von Albert Ostermeier.

„Harold and Maude“ im Mollerhaus Die 2011 für das Düsseldorfer Schauspielhaus erarbeitete, interdisziplinäre inszenierung des Monodramas verbindet nicht nur verschiedene Kunstgattungen, sondern auch poetische, expressive Sprache mit Versatzstücken der Pop- und Werbekultur. Ein Projekt von Janina Sachau, Reinar Ortmann, Julia Kent und leopath. www.staatstheater­darmstadt.de im Abendprogramm der Komödie Tap in Darmstadt steht ab Februar die Komödie „Kein Job für Sünder (No Dinner for Sinners)“ von Edward taylor auf dem Spielplan. Vorstellungen finden bis Mitte April mittwochs bis samstags um 20.15 Uhr und sonntags um 18 Uhr statt. www.die­komoedie­tap.de Die Neue Bühne spielt im Februar noch sieben Mal „The Purple Rose of Cairo“, eine romantische Komödie nach dem berühmten Film von Woody Allen, bevor man sich im theater in Arheilgen den Vorbereitungen der März-Premiere von Arthur Schnitzlers „Der Reigen“ widmet. Alle infos unter www.neue­buehne.de. im Theater Mollerhaus , dem Spielort der Darmstädter Freien Szene, zeigt unter anderem die Gruppe TanzIm­ pulz ihre choreografie „comm-unic-@-t-ion“. Das theater Die Stromer – gerade zurück von ihrer tournee als „theater des Monats“ durch Schleswig-holstein – spielt „Keine Blasmusik“ und „Eine Dame verschwindet“. Und Theater Transit & Theater Lakritz bringen noch vier Mal ihre Koproduktion „18/66 Who the fuck are harold & Maude“ zur Aufführung. Das komplette Programm könnt ihr unter www.theatermollerhaus.de einsehen. Wir wünschen Euch einen theaterreichen und sonnigen Februar!

„The Purple Rose of Cairo“ auf der Neuen Bühne

text: tilmann Schneider | Fotos: Veranstalter


Unsere Kino-HigHligHts Zettl

Darmstädter Kinos

Deutschland 2012 | Regie: Helmut Dietl | Darsteller: Michael Bully Herbig, Dieter Hildebrandt, Senta Berger | FSK: 0 | Laufzeit: 109 Minuten | Filmstart: 02. Februar 2012 Max Zettl ist ehrgeizig. Für ihn ist Chauffeur zu sein, nur eine Übergangsbeschäftigung. Mit einer gehörigen Portion Charme und Skrupellosigkeit und Glück wird er in Berlin Chefredakteur einer neuen Online-Publikation. Mit PaparazzoUrgestein Herbie Fried an seiner Seite ist er bald unterwegs unter den Prominenten der Hauptstadt und einem faustdicken Skandal auf der Spur.

Star Wars 3D: Episode I – Die dunkle Bedrohung

In 3D Digital

Darmstädter Kinos

USA 2012 | Regie: George Lucas | Darsteller: Liam Neeson, Ewan McGregor, Natalie Portman | FSK: 6 | Laufzeit: 133 Minuten Filmstart: 09. Februar 2012 Die Mitglieder der Handelsföderation haben den friedlichen Planeten unter der Herrschaft von Prinzessin Amidala besetzt. Sie macht sich mit Hilfe der Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi auf den Weg, beim Senat der Föderation vorzusprechen. Über Umwege nehmen sie den neunjährigen Anakin Skywalker auf und geraten bei ihrer Rückkehr in einen kosmischen Krieg.

Extrem laut und unglaublich nah

Citydome Darmstadt

USA 2011 | Regie: Stephen Daldry | Darsteller: Tom Hanks, Sandra Bullock, Thomas Horn | FSK: 12 | Laufzeit: 129 Minuten Filmstart: 16. Februar 2012 Der neunjährige Oskar Schell ist mit seinen jungen Jahren ein kleines Multitalent: Erfinder, Astrophysiker, Goldschmied und vieles mehr. Und er hat gerade seinen Vater bei den Anschlägen des 11. Septembers verloren. In dem Nachlass des Vaters findet Oskar einen Schlüssel, der einfach nirgendwo passen will. Also macht er sich auf die Suche durch ganz New York und das Leben seines Vaters, um die Antwort auf das Rätsel seines Todes zu finden. Dabei kommt auch die traumatisierende Vergangenheit seines Großvaters ans Licht, der im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombardement in Dresden seine Verlobte verloren hat.

Glück

Programmkino Rex

Deutschland 2011 | Regie: Doris Dörre | Darsteller: Alba Rohrwacher, Vinzenz Kiefer, Matthias Brandt | FSK: unbekannt | Laufzeit: unbekannt | Filmstart: 23. Februar 2012 Zwei junge Menschen in Berlin, die weder Halt noch Orientierung haben: Die junge Kriegsflüchtige Irina hat es nach Berlin verschlagen, wo sie sich als Prostituierte über Wasser halten muss. Der traumatisierte Punk Kalle ist obdachlos. Die beiden finden zueinander und schaffen es sogar, sich in einer gemeinsamen Wohnung, in der Irina ihre Freier empfängt, ein bescheidenes Leben aufzubauen. Als einer von Irinas Kunden plötzlich tot zusammenbricht, beschließt das junge Paar nach anfänglicher Panik, für sein Glück zu kämpfen.

Die vierte Macht

CinemaxX Darmstadt

Deutschland 2012 | Regie: Dennis Ginsel | Darsteller: Rade Serbedzija, Moritz Bleibtreu, Kasia Smutniak | FSK: 12 | Laufzeit: unbekannt | Filmstart: 01. März 2012 Um seiner Lebenskrise zu entkommen, flieht der Berliner Szenejournalist Paul Jensen nach Russland, um bei einem russischen Boulevard-Magazin zu arbeiten. Er soll dem Magazin wieder neues Leben einhauchen und die Verkaufszahlen ankurbeln, was Paul auch schon bald gelingt. Erst die Bekanntschaft mit der geheimnisvollen Katja beendet seine Karriere schlagartig. Ihr zuliebe lanciert er einen politisch motivierten Nachruf in seinem Magazin. Als Katja dann auch noch bei einem Bombenanschlag ums Leben kommt und Paul plötzlich wegen Terrorismusvorwürfen im Gefängnis landet, beginnt sein Leben immer mehr alptraumhafte Züge anzunehmen.

CinemaxX Darmstadt Goebelstraße 11 Infos & Tickets: (0 6151) 8 705868

Citydome Darmstadt Wilhelminenstraße 9 Infos & Tickets: (0 61 51) 29789

Mehr Infos im Kino und unter www.kinos-darmstadt.de


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Schlachten, Farbfelder, Illustre gestalten Darmstädter Kunstausstellungen im Februar Viele große und kleine Projekte stellt uns die Darm­ städter Kunstszene im Februar vor. Wer noch nicht dort war, sollte unbedingt noch die Marcel­van­Ee­ den­Ausstellung „The Darkest Museum in the World“ auf der Mathildenhöhe erleben, die nur noch bis 19. Februar zu sehen ist: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 21 Uhr! Aber auch die folgenden Ausstellungen sind einen Besuch wert! „Schlachtpunk. Malerei der Achtziger Jahre“ ist die neue Ausstellung in der Kunsthalle in Kooperation mit dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Die deutsche Malerei der Jahre um 1980 war bei vielen jungen Künstlern stark von der vor allem aus london und new York übergreifenden Punk-Bewegung geprägt. Die Punkszene erwies sich darüber hinaus bald als stilbildend hinsichtlich Mode, Design und Accessoires. Der „Stil“ des Punk setzte seine Markierungen von der Urban Street Art bis in die Fotografie, und hatte direkte Auswirkungen auf die Bildende Kunst, besonders die Malerei. Die Ausstellung belegt die „Schlacht“ um überlieferte formale und ikonographische Muster, deren Umwertung und ironisierung sowie den teilweise aggressiv anarchistischen Spaß am tabubruch und an erzählerischer Unberechenbarkeit. Präsentiert werden Werke aus der seit 1984 im hessischen landesmuseum Darmstadt befindlichen Dauerleihgabe „Sammlung tiefe Blicke“: Großformatige Gemälde der ironiker Peter Angermann, Blalla W. hallmann, Milan Kunc, Jiri Georg Dokoupil und Walter Dahn stehen den „wilden“, neoexpressionistischen Farbexplosionen unter ande-

Dieter Kränzlein ­ „Die Walze”

rem von helmut Middendorf, Elvira Bach, Albert Oehlen, Volker tannert und Bernd Zimmer gegenüber. im Zentrum der Ausstellung stehen 19 Gemälde von Martin Kippenberger. Plastiken von Felix Droese, Meuser, harald Klingelhöller und der Berliner anarchistischen Spaßgruppe „Endart“ ergänzen die Gattung Malerei. Vernissage ist am Sonntag, dem 29. Januar, geöffnet ist vom 31. Januar bis 29. April dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Am Sonntag, dem 12. Februar, gibt es um 11.30 Uhr den Vortrag „Punx not dead“ von Kunsthallen-Direktor Peter Joch zu hören. höhepunkte des Begleitprogramms sind in Kooperationen mit der centralstation Darmstadt und dem literaturhaus Darmstadt am 15. März eine lesung des Autors und Musikers thomas Meinecke („FSK“) und am 27. April 2012 ein Konzert mit der Band „Fehlfarben“ in der centralstation. www.kunsthalle­darmstadt.de in der Centralstation (im Saal im 3. Obergeschoss) findet am Samstag, dem 4. Februar, von 14 bis 21 Uhr und am Sonntag, dem 5. Februar, von 11 bis 18 Uhr „Illustre gestalten 4" statt, die Ausstellung des Vereins „illustratoren Darmstadt“, bei der Maler und illustratoren aus Darmstadt und Umgebung ihre Arbeiten präsentieren und zum Kauf anbieten. Ein teil der Ausstellung widmet sich dem zehnjährigen Jubiläum der illustratoren Organisation e.V.. Das Spektrum reicht von sehr künstlerischen, genähten illustrationen und comics bis hin zu digitalen illus, layout-Zeichnungen, Skizzen, cartoons und Designs in allen möglichen

Ute Heuer ­ „Meer 1”


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Stilen und techniken. Die Anwendungen reichen dementsprechend von Kinderbüchern, Magazinen, Zeitungen, Fachliteratur, computerspielen und Werbung bis hin zu Designs auf Porzellan, tapeten und Gebrauchsgegenständen. Mit dabei sind dieses Mal: Björn Pertoft, Karin hellert-Knappe, lydia Schuchmann, Yo Rühmer, Jan Rathje, Julia Veits, Mima Bröllos, Stefanie Bemmann, Annika Meier, hans-Jörg Brehm, thoma Marutschke, nicola Koch, christoph Grundmann und Dina Rautenberg. www.centralstation­darmstadt.de und www.illustratorendarmstadt.de Die galerie Netuschil präsentiert Ute Heuer mit „Farbfelder – neue Bilder“ sowie Dieter Kränzlein mit „Form und Struktur – neue Steinskulpturen“. Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, dem 5. Februar, um 11 Uhr. Die Künstler werden anwesend sein. Geöffnet ist vom 7. Februar bis 10. März, Dienstag bis Freitag von 14.30 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr. Eine Vorschau und informationen zum Rahmenprogramm gibt es unter www.galerie­netuschil.net. Jan Peter Thorbecke zeigt Malerei und Grafik in der galerie C. Klein im Atelierhaus Vahle . „Figuren in der landschaft“ eröffnet am Sonntag, dem 5. Februar, um 11.30 Uhr in der Schumannstraße 11. Es spricht lutz Fichtner vom hessischen landesmuseum Darmstadt, christiane lüder spielt „trenn-Zeichen“ für Akkordeon Solo. Die Ausstellung ist bis 31. März freitags von 15 bis 18.30 Uhr, samstags von 11 bis 14 Uhr und nach Vereinbarung unter (06151) 75121 oder dr.christiane. klein@t-online.de zu sehen. www.jan­peter­thorbecke­art.de Die Eröffnung der Ausstellung „Dokumentarfotografie Förderpreise 08“ der Wüstenrot Stiftung findet am Donnerstag, dem 9. Februar, um 18 Uhr im Designhaus im Eugen-Bracht-Weg 6 statt. Die Ausstellung ist vom

Helmut Middendorf – „Singer III in der Kunsthalle”

10. Februar bis 21. März Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Katalog kann kostenfrei bei der Wüstenrot Stiftung bestellt werden: www.wuestenrot­stiftung.de Vom 10. bis 12. Februar stellt der Fachbereich gestaltung der Hochschule Darmstadt im Olbrichweg 10 die Diplomarbeiten des Wintersemesters 2011/12 aus. Die Vernissage ist am Freitag, dem 10. Februar, ab 18 Uhr, die dazugehörige Diplomparty findet am Samstag, dem 11. Februar, ab 22 Uhr in der Oetinger Villa statt. www.fbg.h­da.de im Künstlerhaus Ziegelhütte in der Kranichsteiner Straße 110 stellt die Frankfurter Garten- und landschaftsarchitektin Ute Wittich am Samstag, dem 17. Februar, um 20 Uhr eine Auswahl ihrer temporären Gärten vor. www.kuenstlerhaus­ziegelhuette.de Am Sonntag, dem 19. Februar, eröffnet um 11 Uhr im Foyer des großen Haus im Staatstheater Darmstadt die Ausstellung „georg Büchner, seine Familie und seine Zeit“. Anlässlich des 175. todestages des literaten präsentieren das Stadtarchiv Darmstadt und das hessische Staatsarchiv die temporäre Schau. Die Ausstellung ist zu allen Vorstellungszeiten im Großen haus geöffnet, der Eintritt ist frei. www.staatsarchiv­darmstadt.hessen.de im Institut für Neue Technische Form am Friedensplatz 10 werden Arbeiten von horst haack, Franz Mon, Jörg Schmitz und Johannes Strugalla gezeigt. „Mit Schrift – Typo Bild Text Buch“ ist bis zum 19. Februar dienstags bis samstags von 11 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 13 Uhr zu sehen. www.intef.de Wir wünschen Euch einen bunten Februar! text: tilmann Schneider i Fotos: Veranstalter

Tanja Jürgensen im Designhaus


ÜBERSichtlich_ P 39

KALENDER FEBRUAR 2012 Mittwoch, 01.02.2012 comedy: nightwash club

20:00 h

Salsa mit DJ Jcc

20:30 h

Musikerstammtisch mit Session (Open Stage)

Jagdhofkeller herrngartencafé Music Station, Weiterstadt

Donnerstag, 02.02.2012 Konzert: Marc Sinan

19:30 h

centralstation (Saal)

Jam-A-coustic: Aroha (live)

20:00 h

Roßdörfer Biergarten

Benefiz-Abend „Echo hilft!“ mit Jürgen Poth

20:00 h

Jagdhofkeller

Szenische lesung: Büchners tod (Premiere)

20:00 h

Staatstheater (Kammerspiele/Bar)

Basement Grooves: iDc crew + Proletarya + Solifer

22:00 h

Schlosskeller

Konzert: Susanne Alt & Band

19:30 h

Stadtkirche

club-therapie mit DJ Daniel + Gast DJ

21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

literarischer Abend mit Sabina lorenz

20:00 h

Künstlerkeller im Schloss

Karaoke night

21:00 h

An Sibin

indie club mit DJ Kai

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

StuDance

21:00 h

Magenta club

WarmUp lounge (house, Electro, clubsounds)

22:00 h

hollywood ollywood

into the lion’s Den (Reggae & Dancehall Party)

22:00 h

Bessunger Knabenschule (Keller)

techAttack (house, Deep, techno + liveact)

22:00 h

centralstation (Saal)

32. Dichterschlacht

21:00 h

centralstation (halle)

comedy: hubert Burghardt - Sex in der Krise

20:30 h

halbneun theater

10. hippo Revival Party

20:00 h

hollywood

Schöner Rocken: 20 Years Of indie And Alternative

22:00 h

Schlosskeller

Varieté Extra 2012: Einfach zum Verlieben!

20:30 h

Bessunger Knabenschule (halle)

Bar Dancing mit DJ Daniel

22:00 h

Musikclub Rabe

Konzert: Soul On

21:30 h

An Sibin

time Warp - Die Party die damals mit DJ Gun

21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

Jazzing Around the Globe - live: Swinging tuxedo

20:00 h

Ev. Südostgemeinde

Konzert: the Smokin’ Mojo Filters

22:00 h

Goldene Krone (Kneipe)

90’s hiphop & Pop Special mit DJ D-Zero

22:00 h

Goldene Krone (Disco)

Konzert: Daniel Goldstadt + nahverkehr

21:00 h

Goldene Krone (Saal)

Kultur ist mehr als Orchester

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

Back2Back: timo Soriano + Dial M

23:00 h

level 6

> Seite 34

> Seite 32

Freitag, 03.02.2012 > Seite 64

> Seite 32

> Seite 04


P 40_ÜBERSichtlich

All You can Beat mit Phonk D

21:00 h

hillstreet club

Vorsicht-Wild.de Release-Party

22:00 h

Magenta club

Friday night Fever - Best Of Dance & house

23:00 h

nachtcafé

Girlz club (house, R’n’B, charts)

22:00 h

hollywood

Best Of Discofox & Dance mit DJ thomy

20:00 h

tanzcafé Papillon

Konzert: King lenz Baumgardt trio (Blues)

20:30 h

Jagdhofkeller

Mellow Weekend mit DJ Peter Gräber + Sonix

22:00 h

centralstation (halle) alle)

Kabarett: herkuleskeule

20:30 h

halbneun theater

Bands Without instruments: Suicide Kings

22:00 h

lowbrow

Konzert: Riverside Rats

20:00 h

Music Station, Weiterstadt

2ScheibenMortadella - Vernissage ohne Prosecco

18:00 h

Zucker

Kellergymnastik mit leo Yamane + Psycho Jones

22:00 h

Schlosskeller

the Black Sun Goes ibiza Style mit DJ locomania

22:00 h

hollywood

Varieté Extra 2012: Einfach zum Verlieben!

20:30 h

Bessunger Knabenschule (halle)

> Seite 04

heinrichs & hirtenfellner + Support

23:00 h

level 6

> Seite 04

Konzert: Jacob + Phil Fill

20:00 h

Das Blumen

Fastnachtssitzung mit tanz

19:11 h

Otto-Berndt-halle / tUD

Semesterabschlusskonzert 2012 des tU Orchesters

19:30 h

Darmstadtium

Konzert: Blackmail + Support: Red hill

21:00 h

Goldene Krone (Saal)

nachtfieber mit DJ Olaf

22:00 h

Musikclub Rabe

Saturday night Karaoke

21:30 h

An Sibin

Underground Evolution (Gothic, industrial, Metal)

21:00 h

Steinbruch-theater, heater, Mühltal

Konzert: the Barbers (Rock ’n’ Roll)

22:00 h

Goldene Krone (Kneipe)

hell’s Kitchen mit DJ Kai (nuMetal, Metalcore)

22:00 h

Goldene Krone (Disco)

Freestylerei feat. Daniele iezzi + Readymix Dave

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

tanzsalon Ü30 mit DJ capo

21:00 h

linie neun, Griesheim

Börek-Beats & Kümmel-Groove mit Kemal

21:00 h

hillstreet club

Saturday clubnight - Strictly house

23:00 h

nachtcafé

Premium Saturday (2 Floors)

22:00 h

hollywood

Saturday night Fever

20:00 h

tanzcafé Papillon

Konzert: Martin and James

20:30 h

centralstation (halle)

Konzert: Jolly Goods

21:30 h

Künstlerkeller im Schloss

Super Bowl night 2012

22:00 h

lowbrow

tanztee mit Kulttic (live)

17:00 h

Music Station, Weiterstadt

lesung: thomas Rosenboom - neue Zeiten

11:30 h

Stadtkirche

Samstag, 04.02.2012

> Seite 04

Sonntag, 05.02.2012

> Seite 32


ÜBERSichtlich_ P 41

Wohnkeller (Spieleabend und Fernsehen)

19:30 h

Schlosskeller

Ausstellungseröffnung: Jan Peter thorbecke

11:30 h

Galerie c. Klein

FilmGespräch: Die Unsichtbare

16:00 h

Rex-Kino

Vorsprechtermin

20:00 h

Ponyhof

Konzert: Gisbert zu Knyphausen & Band

20:30 h

centralstation (halle)

1st-Monday-Uni-Salsa-Fiesta

21:00 h

herrngartencafé

Rock-, Dance- & Oldie-Monday

21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

Pub Quiz

20:30 h

Green Sheep Pub

hörbar: charles Dickens

17:00 h

Staatstheater (Kammerspiele/Bar)

> Seite 32

Kulturhäppchen: Die Early late night Show

20:30 h

Schlosskeller

> Seite 18

Quiz night

21:00 h

An Sibin

Pub Quiz

20:30 h

crossroads

Pub Quiz

20:30 h

Green Sheep Pub

Karaoke

20:00 h

Music Station, Weiterstadt

Montag, 06.02.2012

Dienstag, 07.02.2012

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P 42_ÜBERSichtlich

Mittwoch, 08.02.2012 Punto Jazz - Konzert: Jan Jansohn Quartett

18:00 h

Vinocentral

Frischzelle

21:30 h

Bessunger Knabenschule (Keller)

Film: the Yes Men

20:00 h

cowo21

Konzert: Fay claassen & Olaf Polziehn

19:30 h

Stadtkirche

tage für neue Musik - Konzert iii: Akusmatik

19:30 h

Akademie für tonkunst

> Seite 05

Konzert: Arms & Sleepers + Young hare

21:00 h

Oetinger Villa

> Seite 06

live: Krisiun + Malevolent creation + VitalRemains

19:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

hardys Bingo - nach seinen Regeln!

20:00 h

Goldene Krone (Kneipe)

Salsa mit DJ Jcc

20:30 h

herrngartencafé

Musikerstammtisch mit Session (Open Stage)

> Seite 06

> Seite 05

Music Station, Weiterstadt

Donnerstag, 09.02.2012 Konzert: Mark turner Quartet

19:30 h

centralstation entralstation (Saal)

Konzert: Mental Reservation

20:00 h

Jagdhofkeller

Das erste allgemeine Babenhäuser Pfarrerkabarett

20:30 h

halbneun theater

table Quiz mit Jan (Subsonic)

20:00 h

Music Station, Weiterstadt

Basement Grooves: Kultur ist mehr als Orchester

22:00 h

Schlosskeller

Wohnzimmer Special - live: Wooden Peak (Unplugged)

20:00 h

Das Blumen

club-therapie mit DJ Daniel + Gast DJ

21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

Karaoke night

21:00 h

An Sibin

indie club mit DJ Kai

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

StuDance

21:00 h

Magenta club

WarmUp lounge (house, Electro, clubsounds)

22:00 h

hollywood

Konzert: niels Frevert

19:30 h

centralstation (Saal)

Jazztalk088: Erdmann 3000 feat. Vincent courtois

20:30 h

Jazzinstitut (Keller)

Milchclub Boys

22:00 h

centralstation (halle)

comedy: lioba Albus

20:30 h

halbneun theater

Szenische lesung: Büchners tod

20:00 h

Staatstheater (Kammerspiele/Bar)

handmade Music Doppelkonzert: Bmaiself + Olli Bopp

21:00 h

Goldene Krone (Kneipe)

Re:Fresh mit christian Burkhardt + Uff légère +...

22:00 h

Magenta club

Elektroschule mit DontcanDJ

22:00 h

Schlosskeller

Varieté Extra 2012: Einfach zum Verlieben!

20:30 h

Freitag, 10.02.2012

Soul Survivors (Soul & Reggae mit 4 DJs)

Bessunger Knabenschule (halle) Bessunger Knabenschule (Keller)

> Seite 06

> Seite 04


ÜBERSichtlich_ P 43

Rock & Pop mit DJ Jörg

22:00 h

Musikclub Rabe

Konzert: Garden Of Delight (celtic-Folk-Rock)

21:30 h

An Sibin

hautnah - live: Böhse Brüder + crusher +...

20:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

Dance Experience mit DJ D-Zero

22:00 h

Goldene Krone (Disco)

Maschinenpakt (industrial, Elektro)

22:00 h

Goldene Krone (Saal)

hausfrauendisko mit D.JFK

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

MakeloveDisco mit Simon Dörken

21:00 h

hillstreet club

Friday night Fever - Best Of Dance & house

23:00 h

nachtcafé

Girlz club (house, R’n’B, charts)

22:00 h

hollywood

Best Of Discofox & Dance mit DJ thomy

20:00 h

tanzcafé Papillon

Konzert: nette Rabenväter

20:30 h

Jagdhofkeller

Mellow Weekend mit DJ Flat Revo + Daniel

22:00 h

centralstation (halle)

comedy: Dietrich Piano Paul - lustig

20:30 h

Samstag, 11.02.2012

Blue Valentine - tom Waits Abend

> Seite 06

halbneun theater heater Kulturwerk, Griesheim

Salsa Party mit Salsa Verde (live) + DJ Francesco

20:30 h

centralstation entralstation (Saal)

DJ comrade + El Pulpo (hardcore)

22:00 h

lowbrow

Konzert: night club (Funk’n’Soul)

20:00 h

Music Station, Weiterstadt AnZEiGE

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P 44_ÜBERSichtlich

Varieté Extra 2012: Einfach zum Verlieben!

20:30 h

Bessunger Knabenschule (halle)

Wohnzimmer-Konzert: DiggaRas

21:00 h

Sumpf

chrome!: Knife-Edge Krautstep

23:00 h

Weststadtclub

Sunglasses At night mit DJ Jacky

22:00 h

Musikclub Rabe

Konzert: Goozebumps (cover)

21:30 h

An Sibin

Underground Evolution (Gothic, industrial, Metal)

21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

Konzert: Daniel Vagant

22:00 h

Goldene Krone (Kneipe)

Strictly British mit DJ Kai (Rock, Pop, Punk)

22:00 h

Goldene Krone (Disco)

live: human DnA + Voice Of treason + Fewsel (Rock)

21:00 h

Goldene Krone (Saal)

Electroswing mit DJ Philipp Aaron

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

Diplomparty der Gestalter hDA

21:00 h

Oetinger Villa

Back 2 life mit thomas hammann & thorsten Scheu

21:00 h

hillstreet club

Saturday clubnight - Strictly house

23:00 h

nachtcafé

Premium Saturday (2 Floors)

22:00 h

hollywood

Saturday night Fever

20:00 h

tanzcafé Papillon

Frühschoppen mit live-Musik: heartbreaker (Oldies)

11:00 h

Staatstheater (Foyer)

Konzert: harald Pons

15:00 h

Music Station, Weiterstadt

Varieté Extra 2012: Einfach zum Verlieben!

19:00 h

Bessunger Knabenschule (halle)

> Seite 04

lesung: Jan Siebelink - im Garten des Vaters

11:30 h

Stadtkirche

> Seite 32

Wohnkeller (Spieleabend und Fernsehen)

19:30 h

Schlosskeller

Flohmarkt-ohne-Grenzen (indoor)

14:00 h

603qm

Konzert: Khuda + Support: Abe Kamui

21:00 h

Oetinger Villa

Manic Monday - Erasmus Party

22:00 h

Schlosskeller

lesung: Jan van Mersbergen + Gerbrand Bakker

19:30 h

Stadtkirche

Rock-, Dance- & Oldie-Monday

21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

Pub Quiz

20:30 h

Green Sheep Pub

> Seite 04

Sonntag, 12.02.2012

Montag, 13.02.2012

> Seite 32

Dienstag, 14.02.2012 Kulturhäppchen: compact & cut (Kurzfilme, Videos)

Schlosskeller

> Seite 18

lesung: Otto de Kat + Adrian van Dis

19:30 h

Stadtkirche

> Seite 33

Ausstellungseröffnung: heimat - Quê huong

19:00 h

literaturhaus, Kasinostr. 3

Quiz night

21:00 h

An Sibin

Pub Quiz

20:30 h

crossroads

Pub Quiz

20:30 h

Green Sheep Pub


ÜBERSichtlich_ P 45

Karaoke

20:00 h

Music Station, Weiterstadt

lesung: tommy Wieringa + Ariëlla Kornmehl

19:30 h

Stadtkirche

Salsa mit DJ Jcc

20:30 h

Mittwoch, 15.02.2012

Musikerstammtisch mit Session (Open Stage)

> Seite 33

herrngartencafé Music Station, Weiterstadt

Donnerstag, 16.02.2012 Konzert: Phoebe Kreutz + toby Goodshank (nY)

20:00 h

hoffart theater

Basement Grooves: Step.Edit.Klub

22:00 h

Schlosskeller

lesung: Erwin Mortier - Götterschlaf

19:30 h

Stadtkirche

trashbash Bingo mit Jan (Subsonic)

20:00 h

Music Station, Weiterstadt

club-therapie mit DJ Daniel + Gast DJ

21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

Karaoke night

21:00 h

An Sibin

indie club mit DJ Kai

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

StuDance

21:00 h

Magenta club

WarmUp lounge (house, Electro, clubsounds)

22:00 h

hollywood

> Seite 07

> Seite 33

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*Cocktail Happy Hour 19.00 bis 20.00 Uhr alle Cocktails zum halben Preis

*Longdrink Happy Hour 20.00 bis 21.00 Uhr alle Longdrinks zum halben Preis

magentalounge . Rheinstrasse 40-42 . 64283 Darmstadt . www.magentalounge.com


P 46_ÜBERSichtlich

Freitag, 17.02.2012 hardcore-Konzert: integrity + Rot in hell + Ablaze

21:00 h

Steinbruch-theater, heater, Mühltal

haroun’s 50s club

21:00 h

centralstation (halle)

comedy: Frank Sauer

20:30 h

halbneun theater

Akustik-Konzert: immerGrün

22:00 h

Green Sheep Pub

Kleid At night

18:00 h

linie neun, Griesheim

> Seite 07

Konzert: Deep Schrott (Saxophonquartett)

20:30 h

Jazzinstitut (Keller)

> Seite 07

Öffentliche Probe: Seven Bridges (live)

20:00 h

Music Station, Weiterstadt

Schrill und laut: let’s Go to hollywood

Schlosskeller

> Seite 08

niederländische lyriknacht

19:00 h

Stadtkirche

> Seite 33

lyriknacht-Konzert: tineke Postma (Solo)

19:00 h

Stadtkirche

> Seite 33

Karneval total - närrische Benefizparty

20:11 h

Orangerie

Weekend Warm-Up mit DJ JayJay

22:00 h

Musikclub Rabe

Konzert: Sean McGurrin

21:30 h

An Sibin

Konzert: Rockformation Diskokugel (indierock)

22:00 h

Goldene Krone (Kneipe)

Dubstract mit cuetrip (Dubstep)

22:00 h

Goldene Krone (Disco)

live: tinnitus Projekt + Science Fiction Army +...

21:00 h

Goldene Krone (Saal)

indieclub mit DJ Kai

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

Selected Kesselhaus-tunes mit Kemal

21:00 h

hillstreet club

neo DJ-contest

22:00 h

Magenta club


ÜBERSichtlich_ P 47

Friday night Fever - Best Of Dance & house

23:00 h

nachtcafé

Girlz club (house, R’n’B, charts)

22:00 h

hollywood

Best Of Discofox & Dance mit DJ thomy

20:00 h

tanzcafé Papillon

Mellow Weekend Special: centralstation All Star Band (live)

22:00 h

centralstation (halle)

Jugend musiziert: Preisträgerkonzert

14:00 h

centralstation (Saal)

Kabarett: Kabbaratz - Eine sichere Bank

20:30 h

halbneun theater

Soundtrack Saturday Pt.2

20:00 h

lowbrow

Anti-Faschings-Party mit Dc tom

20:00 h

Music Station, Weiterstadt

Jazz-Konzert: la Source Bleue

20:30 h

carpe Diem, Schuhknechtstr. 1

the Big Wooble Vol. 1 (Dubstep)

22:00 h

Schlosskeller

41. Mollerkoller

20:30 h

theater Moller haus

niederländische Kriminacht

19:00 h

Stadtkirche

Fotografie im Blumen: Vernissage

19:00 h

Das Blumen

club 73 Faschingsparty mit DJ chappi

22:00 h

Musikclub Rabe

Saturday night Karaoke

21:30 h

An Sibin

Underground Evolution (Gothic, industrial, Metal)

21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

Konzert: Midpoint high (classic Rock & Pop)

22:00 h

Goldene Krone (Kneipe)

Samstag, 18.02.2012

> Seite 08

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P 48_ÜBERSichtlich

DJ Aron’s trashpop-Party

23:00 h

Goldene Krone (Disco)

Konzert: Prologue + timo Senfleben

21:00 h

Goldene Krone (Saal)

Wish You Were Beer mit cessenaro + Phantozzi

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

Konzert: Geraniüm + Eiltank + Unquiet + Boredom

21:00 h

Oetinger Villa

Depeche Mode Party

22:00 h

linie neun, Griesheim

narrenball

21:00 h

Ponyhof

Saturday clubnight - Strictly house

23:00 h

nachtcafé

Premium Saturday (2 Floors)

22:00 h

hollywood

Saturday night Fever

20:00 h

tanzcafé Papillon

> Seite 08

Sonntag, 19.02.2012 Szenische lesung: Büchners tod

18:00 h

Staatstheater (Kammerspiele/Bar)

Eröffnung der Georg Büchner-Ausstellung

11:00 h

Staatstheater (Foyer)

lesung: Margriet de Moor

11:30 h

Stadtkirche

Wohnkeller (Spieleabend und Fernsehen)

19:30 h

Schlosskeller

Konzert: Mock + We Fadet to Grey

21:00 h

Oetinger Villa

Faschingsfete mit Springflute (live)

20:11 h

halbneun theater

carnaval 2012: Salsamania Septeto (live) + DJ

20:30 h

Bessunger Knabenschule (halle)

newcomer night mit Blackout Gang (live)

21:00 h

An Sibin

Montag, 20.02.2012

Kinderfasching & Rosenmontagsparty mit DJ Daniel Rock-, Dance- & Oldie-Monday AnZEiGE

Steinbruch-theater, Mühltal 21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

> Seite 37


ÜBERSichtlich_ P 49

Pub Quiz

20:30 h

Green Sheep Pub

20:11 h

halbneun theater

Dienstag, 21.02.2012 Faschingsfete mit the Silverballs (live) Kulturhäppchen: Reizend - ElectroMashupJamSession

Schlosskeller

Quiz night

21:00 h

An Sibin

Pub Quiz

20:30 h

crossroads

Pub Quiz

20:30 h

Green Sheep Pub

Karaoke

20:00 h

Music Station, Weiterstadt

20:30 h

Jagdhofkeller

> Seite 18

Mittwoch, 22.02.2012 Michael Kibler liest aus seinem Buch ’todesfahrt’ helge Schneider Abend

Schlosskeller

Frischzelle

21:30 h

Bessunger Knabenschule (Keller)

2. Schlechte-Witze-Festival Darmstadt

19:00 h

Zucker

Salsa mit DJ Jcc

20:30 h

Musikerstammtisch mit Session (Open Stage)

> Seite 06

herrngartencafé Music Station, Weiterstadt

Donnerstag, 23.02.2012 1hour Disco mit dem Künstlerkollektiv Saasfee

21:30 h

centralstation (lounge)

Basement Grooves: tapejam (indietronic Freakout)

22:00 h

Schlosskeller

Musik-Quizzznacht mit Jan (Subsonic)

20:00 h

Music Station, Weiterstadt

club-therapie mit DJ Daniel + Gast DJ

21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

> Seite 08

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P 50_ÜBERSichtlich

Karaoke night

21:00 h

An Sibin

indie club mit DJ Kai

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

StuDance

21:00 h

Magenta club lub

WarmUp lounge (house, Electro, clubsounds)

22:00 h

hollywood

Jess Jochimsen: Durst ist schlimmer als heimweh

19:30 h

centralstation (Saal)

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Get Up And Boogie feat. DJ Friction + Support

22:00 h

centralstation (halle)

> Seite 09

comedy: thomas Schreckenberger

20:30 h

halbneun theater

Bessunger Jam Session

20:30 h

Jazzinstitut (Keller)

live: the Dad horse Experience + Wild Mustang + DJ

21:00 h

Bessunger Knabenschule (Keller)

Drift’n’Drive: le Flaneur + Popaine + Gäste

22:00 h

Schlosskeller

Reggaelation mit DJ General Motors

21:00 h

Roßdörfer Biergarten

Weekend Warm-Up mit DJ JayJay

22:00 h

Musikclub Rabe

Konzert: the Junktones (Punk’n’Roll)

21:30 h

Freitag, 24.02.2012

All You need is Party

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An Sibin Steinbruch-theater, Mühltal

Karaoke mit Stritti

20:00 h

Goldene Krone (Kneipe)

Kronisch Elektronisch mit DJ Jan F. (techno)

22:00 h

Goldene Krone (Disco)

Konzert: Buried in Oblivion + All its Grace +...

21:00 h

Goldene Krone (Saal)

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Braustüb’l Winterbock:

Ein kräftiger Schluck daheim facebook.darmstaedter.de www.darmstaedter.de

Ein Schluck daheim


ÜBERSichtlich_ P 51

Rest in Sleaze mit DJ Florian Grey

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

2. Singer-Songwriterslam

20:00 h

Ponyhof

latin Dance night

21:00 h

linie neun, eun, Griesheim

Move On Up mit thorsten Scheu

21:00 h

hillstreet club

Friday night Fever - Best Of Dance & house

23:00 h

nachtcafé

Girlz club (house, R’n’B, charts)

22:00 h

hollywood

Best Of Discofox & Dance mit DJ thomy

20:00 h

tanzcafé Papillon

Konzert: Johnny cash Expierence

20:30 h

Jagdhofkeller

A-capella-Konzert: Fünf Vor Der Ehe

19:30 h

centralstation (Saal)

Mellow Weekend mit DJ Kemal + Roger E. Francis

22:00 h

centralstation (halle)

comedy: Schwarzblond - Schön aber giftig

20:30 h

halbneun theater

läd naid Sürpries

23:00 h

Staatstheater (Kammerspiele/Bar)

Konzert: El Zzorro (ZZ-top cover)

20:00 h

Music Station, Weiterstadt

70er80er Party mit tim tastic + Reverend El Rock

22:00 h

Schlosskeller

Konzert: DiggaRas + Flowtonix feat. Diffarent Mc

20:30 h

Bessunger Knabenschule (halle)

Die tanzalternative mit DJ capo

21:00 h

Bessunger Knabenschule (Keller)

Stoffwechsel mit DJ Klaus

22:00 h

Musikclub Rabe

Samstag, 25.02.2012

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P 52_ÜBERSichtlich

Konzert: Purpendicular (Deep Purple cover)

21:30 h

An Sibin

Underground Evolution (Gothic, industrial, Metal)

21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

Konzert: Pap’s Blue Ribbon (Fusion, Rock)

22:00 h

Goldene Krone (Kneipe)

come As You Are mit DJ Kai (Alternative)

22:00 h

Goldene Krone (Disco)

Konzert: not Quite Dead+ Barbies Breakfast (Rock)

21:00 h

Goldene Krone (Saal)

Diskothekerkollektiv Rote nadel

22:00 h

Goldene Krone (Rockybar)

theater: Die lachssachaumspeise

20:00 h

Musische Gruppe Auerbach

Rumble in the Jungle mit nouki

21:00 h

hillstreet club

Saturday clubnight - Strictly house

23:00 h

nachtcafé

Premium Saturday (2 Floors)

22:00 h

hollywood

Saturday night Fever

20:00 h

tanzcafé Papillon

tV noir Konzert: Moritz Krämer + We invented Paris

20:00 h

centralstation (Saal)

Frühschoppen mit live: Salomon c. Kenner Group

11:00 h

Staatstheater (Foyer)

Konzert: la Guitarreada (Spanische Musik)

17:00 h

Rathaus (Saal), Eberstadt

Konzert: njamy Sitson trio (Kamerun)

19:00 h

Bessunger Knabenschule (halle)

Wohnkeller (Spieleabend und Fernsehen)

19:30 h

Schlosskeller

Erotische Geschichten und Märchen über die liebe

19:00 h

theater Moller haus

Szenische lesung: Büchners tod

18:00 h

Staatstheater (Kammerspiele/Bar)

Quizzznacht mit Jan (Subsonic)

20:00 h

Darmstädter hof, Weiterstadt

newcomer night hit One Million Against One (live)

21:00 h

An Sibin

Rock-, Dance- & Oldie-Monday

21:00 h

Steinbruch-theater, Mühltal

Pub Quiz

20:30 h

Green Sheep Pub

17:00 h

Staatstheater (Kammerspiele/Bar)

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Schlosskeller

> Seite 18

Sonntag, 26.02.2012 > Seite 09

> Seite 09

Montag, 27.02.2012

Dienstag, 28.02.2012 hörbar: Skandalöses aus dem theater Kulturhäppchen: Singer/Songwriterabend Quiz night

21:00 h

An Sibin

Pub Quiz

20:30 h

crossroads

Pub Quiz

20:30 h

Green Sheep Pub

Karaoke

20:00 h

Music Station, Weiterstadt


ÜBERSichtlich_ P 53

Mittwoch, 29.02.2012 Geburtstagsgala zum 8. Geburtstag

20:30 h

Salsa mit DJ Jcc

20:30 h

Musikerstammtisch mit Session (Open Stage)

Dieser Kalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit | FeierAbendKultur in Darmstadt. Alle Events, die bis zum 15. des Vormonats auf www.partyamt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im Stadtkulturmagazin P.

halbneun theater herrngartencafé Music Station, Weiterstadt

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Bessunger Jagdhofkeller Bessunger Straße 84 64285 Darmstadt Tel. 06151 66 40 91 www.jagdhofkeller.com Sisters of Magic

18/66

Eine Dame verschwindet

comm-unic-@t-ion

Februar 2012 Abendveranstaltungen Sa 04.02. | 20:30 und So 05.02. | 18:00 comm-unic-@-t-ion TanzImpulZ

Fr

10.02. | 20:30 Keine Blasmusik

Sa

11.02. | 20:30 Eine Dame verschwindet

Di

14.02.

Sa

18.02. | 20:30 41. Mollerkoller

Theater die stromer Theater die stromer

16.02. | jeweils 19:00 18/66 Who the fuck are Harold & Maude

und Do

Theater Transit/Theater Lakritz Theater Rainer Bauer

25.02. | jeweils 20.30 Sisters of Magic Rhein-Main-Magic So 26.02. | 20.30 Erotische Märchen Fr

24.02.

und Sa

Inga Pickel

Kindertheater So 12.02. | 15:00 Der kleine Prinz und der Bärenklau

FEBRUAR 01.02. NIGHTWASH LIVE

mit Sven Hieronymus und den Comedians: Thomas Lienenlüke & Luke Mockridge www.nightwash.de

04.02. KING LENZ BAUMGARDT TRIO 11.02. NETTE RABENVÄTER

Gerd Knebel (Badesalz) und Olaf Mill (Türzueszieht)

22.02. LESUNG MIT MICHAEL KIBLER

Teil 2 der Reihe „literarisch | musikalisch | kulinarisch“

Puppentheater Kolibri

So

19.02. | 15:00 Die Wanze

So

26.02. | 15:00 Kinderzaubershow der Sisters of Magic Rhein-Main-Magic

Theater Lakritz

Theater Moller Haus, Freie Szene Darmstadt e.V. Sandstraße 10, 64283 Darmstadt Tel.: 06151-26540

www.theatermollerhaus.de

25.02. JOHNNY CASH EXPERIENCE Tickets über www.jagdhofkeller.com oder im Ticketshop Luisencenter Tel. 06151 13 45 35 oder allen bekannten Vorverkaufsstellen


P 54_ÜBERSichtlich

11.Februar 20.30 Uhr

Blue Valentine Ein Abend rund um Tom Waits und demnächst 10.3. coramali & Mandoferno 20.4. SU P E R F R O 5.5. B.E.E.S. + Okta Logue 23.6. Kulturwerk Open Air

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05. Februar, Künstlerkeller ........................................................

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31. März, Künstlerkeller ........................................................

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P 56_ ÜBERSichtlich

out of Darmstadt Kultur in Rhein­Main­Neckar

Das P schaut für Euch über die Stadtmauern. Hier werden erwähnenswerte und monatsaktuelle Veranstaltun­ gen im Rhein­Main­Neckar­gebiet – in erster Linie Konzerte, aber auch Theateraufführungen, Ausstellungen, Lesungen und so weiter – kurz und knackisch vorgestellt. Im Februar 2012 sind es: Scraps on Tape (SWE) Die Schweden können’s halt. Verschmelzung von Punk-, indie- und Postrock. Hafen2, offenbach Do, 02.02. / 20 Uhr Abendkasse 9 Euro

The Miserable Rich (UK) Elektrische Gitarren sucht man vergebens. Streicher geben den ton an. indierock, strikt akustisch. Brotfabrik, Frankfurt Do, 09.02. / 20 Uhr Abendkasse 17 Euro

Liz green (UK) Rauchiger Dreißiger-Jahre-Jazz trifft auf Blues durchträngten Folk und französische chansonkultur. Brotfabrik, Frankfurt Di, 28.02. / 20 Uhr Abendkasse 13 Euro

The Dynamics (FR) Dub-Soul-Reggae. Bekannt durch Dub-coverversionen von „7 nation Army“ oder „Whole lotta love“. Schlachthof, Wiesbaden Fr, 03.02. / 19 Uhr Abendkasse 16 Euro The Swipes (Frankfurt) x­Ray Harpoons (Bonn) Sixties-orientierter Garage-Rock’n’Roll. Fuzzlastiger Moonshake-Party-Abend. Ponyhof, Frankfurt Sa, 11.02. / 22 Uhr Abendkasse 8 Euro Leatherface (UK) Melancholischer MidtempoPunk-Rock. 80er-Kult-Band. Au, Frankfurt Mo, 06.02. / 22 Uhr Abendkasse 8 Euro

Tom Lüneburger (Berlin) Melancholischer Singer/Songwriter-Pop. nicht nur in Berlin beliebt. Das Bett, Frankfurt Do, 09.02. / 22 Uhr Abendkasse 16 Euro

Zeltinger & Band (Köln) Der „Asi mit niwoh" wieder unterwegs. nach vorne gehender DeutschRock vom kölschen Urgestein. Café Central Sa, 18.02. / 21 Uhr Abendkasse 18 Euro The Sounds (SWE) indie-Pop-Rock-Band um die charismatische Sängerin Maja ivarsson. Batschkapp, Frankfurt So, 26.02. / 20 Uhr Abendkasse 22 Euro

Cäthe (Hamburg) Rotziger Deutschrock. Erinnert bisweilen an Jule neigel oder inga Rumpf – nur frischer. Colos­Saal, Mi, 29.02. / 20 Uhr Abendkasse 20 Euro Emil Bullls (München) Unleash The Sky (DA) Darmstadts Unleash the Sky auf Deutschland-tour mit den Emil Bulls. Metalcore-Abriss. Batschkapp, Frankfurt Mi, 29.02. / 21 Uhr Abendkasse 19 Euro Auswahl + text: Gunnar Schulz Fotos: Veranstalter


AKUStiSch_ P 57

Radio aus aller Welt Folge 2: Mary Ann Hobbs auf dem britischen Sender „x­FM”

Man kann Radio ganz unterschied­ lich hören – konzentriert oder nebenbei. So kann es als Bereiche­ rung oder als Berieselung dienen. Wer nur Ablenkung und Zerstreu­ ung sucht, hat über Antenne, Satellit oder Internet eine riesige Auswahl inhaltsarmer Sender. Wer als Hörer aber den Drang verspürt, Hörgewohnheiten auszuweiten und sich immer wieder aufs Neue über­ raschen zu lassen, muss gezielt einschalten. Wem das in Darmstadt florierende Genre Dubstep bekannt ist, der weiß möglicherweise noch nicht, dass dieses erst durch eine einzelne Radiosendung weltweit wirklich Beachtung fand. Die Britin Mary Ann hobbs mischte im Januar 2006 mit „Breezeblock – Dubstep Warz” die clubmusik kräftig auf – „it is considered the global tipping point for the dubstep sound”. inzwischen ist „MAh“, wie sie oft abgekürzt wird, zurück bei ihren

Wurzeln. nach mehr als einer Dekade bei der BBc sendet die britische Uni-Dozentin nun beim privaten Sender X-FM. Die ehemalige nMEJournalistin (Rock/Metal) ist auf der insel – vergleichbar mit der verstorbenen Radio-legende John Peel – so etwas wie ein Markenzeichen geworden und hat verschiedene compilations herausgebracht, die ein breites Feld an elektronischer Musik präsentieren. harte, aber immer besondere clubmusik, verbunden mit Ambient-Sounds, Drum’n’Bass, klassischem techno und natürlich Dubstep. Das sind auch die Eckpunkte ihrer dreistündigen Musiksendung, die prädestiniert am Samstagabend läuft. Dabei gibt es fast immer exklusive Vorab-Präsentationen, bei denen sich ihre weite Vernetzung mit Produzenten widerspiegelt. Aber sie präsentiert auch konstant kleine trüffelstücke, die sie selbst im „Web 2.0“ gefunden hat oder zugeschickt bekam. Dabei steht sie permanent in Kommunikation mit Fans welt-

weit – denn es lauschen hörer rund um den Globus, wenn MAh bei X-FM aus london sendet. Empfangbar – und eine Woche lang nachzuhören – sind die Sendungen über die Webseite www.xfm.co.uk und www.maryannehobbs.com (link: Saturday Xfm show). Einige Blogs bieten die Sendungen nachbearbeitet an und die oft hochwertigen Gäste-Mixe sind bei Mixcloud offiziell gehostet. text: clemens Beier + tobi Moka

Mary Ann Hobbs auf x­FM London Was läuft: club Warum: aktuell, informativ, unterhaltsam Wann: Samstag, 20 bis 23 Uhr (19 bis 22 Uhr britischer Zeit) Mehr infos auf www.xfm.co.uk www.maryannehobbs.com

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Comicliteratur


P 58_ WitZiSch

Geschichte n e s s e f u A m u z

P­Fotostory Nummer 2

Schluss mit den Back- und heile-Welt-Sentimentalitäten, denen wir in der vergangenen Ausgabe unserer „iss was“-Rubrik aufgesessen sind! Zeit, den Blick auf ein düsteres Kapitel der lebkuchenhaus-Geschichte zu werfen: Der letzte tag des größenwahnsinnigen Möchtegern-Postkartenmalers und – unter historikern weniger bekannt – GRÖBAZ (Größten Bäckers Aller Zeiten), nennen wir ihn „der F“. F, der seinen lieblingskonditor SchBähR an besagtem tag damit beauftragte, ihm ein bauliches Denkmal aus seinem braunem lieblingsmaterial zu bauen: läBKOchEn! Einblicke, die wir Dokumenten verdanken, die erst kürzlich im Darmstädter Staatsarchiv gefunden wurden … Geschichte zum Aufessen.

Eva, ich möchte Medaillen verteilen. Das steht auf meiner tuu-Duuu-liste…

Der F verteilt Medaillen an die Pimpfe vor seinem Bunker.

Spaziergang zum oberkresseberg.

Der F hilft Eva gelb den Berg hinauf.

Wos ist denn das füor eine dämliche hose?

Jawohl, Orangerot-töne sind jetzt schwer im Kommen! – ich…

ist das nicht schön?

Ja, es ist nicht schön … etwas stöööörrrt! SchBäääääääääääRRRR, Sie iDiOt, kommmen SiE!!!

SchBääääRRRR, der BOnKER SÖht SO nAcKt und Unpersönlich aus … onterneähmen sie WASSSSSS – SOFOOOOOOOORt !!!


WitZiSch_ P 59

Speer gibt den Pimpfen Anweisungen. Die Pimpfe geben sich größte Mühe, den Bunker individueller zu gestalten.

na, bötte ... das sieht doch schooohn vööööl besssäär aus!

Plötzlich – aus heiterem Himmel – stürmen die Roten den Platz vor dem nun persönlich gestalteten Bunker des F. Ein Kämpfer der BÄHRMACHT mäht die Roten nieder, F ist fasziniert:

Der F und Eva gelb rennen zum Bunker­Eingang.

JAAA, SÖÖhhR GOOOOt ... DAh von RÖchtS KOMMEn die RAtten … Mähhhht SiE nÖDER !!!

Da taucht ein Kampfflieger der Roten am dunklen Firmament auf…

Doch die Bährmacht ist auf Zack und lädt die FLAK. … Volltreffer!


P 60_ WitZiSch

Der Jäger ist getroffen und stürzt ab ...

… genau auf die letzten Kämpfer der Bährmacht.

Sie verabschieden sich im Feuerball mit einem lauten „MÄÄÄÄÄHHH!“

iSch war es nööcht, es war Eva, Eva Gelb hat mösch angestööööftet, die Frauen sind Schuld!! An allem, also generell ... Wenn das nöscht stimmt dann soll mösch der Schlag treffen. Sofooort und ohne Erbarrrmen !!!

Der F wird von den roten Bären umstellt.

... sprach er – und die göttliche Hand nahm den F und fügte ihm seine gerächte Strafe zu. Ab in den Verdauungstrakt zu Seinesgleichen ...

idee + text: Jan Ehlers | Fotos: Jan Ehlers + laura Morche

Ende


P 62_ ÖKOlOGiSch

P wie ... Pedalo! Das P­Magazin wird jetzt mit zwei Lastenfahrrädern verteilt Nehmen wir mal an, es gäbe einen orden fürs Kohlen­ stoffdioxid (Co2) sparen. Und das P­Magazin dürfte ihn verleihen. Dann müssten die P­reisträger 2011 auf jeden Fall Eugen und Simon heißen! Ende Novem­ ber haben die beiden Darmstädter Fahrradkuriere die P­Doppelausgabe Dezember/Januar innerhalb von zwei Tagen in der Innenstadt, im Martins­ und Jo­ hannesviertel sowie in „Darmstadt ost“ (Mathilden­ höhe und Woogsviertel) verteilt. Dank ihrer Muskel­ kraft und mit Hilfe von zwei Lastenfahrrädern sorgen sie auch künftig dafür, dass das P zu Eurer Lieblings­ Auslagestelle um die Ecke kommt, ohne dass die Fußgängerzone verpestet oder die Parkplatznot in zentralen Wohnvierteln verstärkt wird. P wie ... Pedalo!

P

Der Einsatzbereich der acht freien Mitarbeiter könnte sich mit dem lastenfahrrad erweitern, stellt holger in Aussicht, künftig auch sperrige transporte zu übernehmen. Aufträge werden montags bis freitags zwischen 7.30 und 20 Uhr sowie samstags zwischen 8 und 13 Uhr unter telefon (0177) 2539105 entgegen genommen. Damit uns keiner cO2-Schönfärberei vorwirft: in die dezentralen Stadtteile Bessungen, „Darmstadt Ost“, Kranichstein, Arheilgen, Wixhausen und Eberstadt wird das P größtenteils mit dem Auto in die Auslagestellen gebracht. Aber auch da gibt es gute neuigkeiten: „P wie ... postalisch!“ ... Ab sofort liefert der südhessische Postdienstleister MaxiMail das P-Magazin dorthin aus. text: cem teveto ǧlu | Foto: Jan Ehlers | Gestaltung: Sandra Wittwer

Die zwei lastenfahrräder der dänischen Marke Bullitt – natürlich in blau-weiß! – wurden vom Darmstädter BMX- und Bike-Store twenty inch jeweils mit einer maßgeschneiderten transportkiste bestückt. Zwölf Kartons frisch gedruckter Ps passen in die Riesenkiste, also etwa 1.000 hefte pro Fuhre und Rad. Echte Pack-Drahtesel also. Für die Fahrradkuriere, die sonst eher auf Mountainbikes unterwegs sind, waren die „P-ullitts“ anfangs etwas gewöhnungsbedürftige Vehikel: „Die lenkung reagiert etwas verzögert, dafür aber einen Meter vor dem lenker, dazu das Gewicht der hefte ...“, erklärt Eugen. Aber schon beim ersten nachladen vor dem P-Büro in der Schleiermacherstraße 21 war die Skepsis gewichen: „läuft super – und macht total Spaß mit den Dingern.“ immer wieder werden Eugen und Simon von P-lesern angesprochen. Ein kurzes Pläuschen – und ein druckfrisches heft persönlich in die hand gedrückt. Wahre P-aperboys! Via P-Facebook-Seite werden die beiden Kuriere sogar auf einen Glühwein auf dem Darmstädter Weihnachtsmarkt eingeladen – „wenn sie doch mal langsamer fahren würden“. Aber sie sind schon auf dem Weg zur nächsten Auslagestelle. Seit 1997 braust der Darmstädter Fahrradkurier – so der offizielle Firmenname – durch die Straßen unserer Stadt: „normalerweise liefern wir eilige Sachen wie Medikamente, Blutkonserven, Einschreiben und Dokumente in Darmstadt schnell von A nach B“, erklärt inhaber holger Kriegbaum. Aber auch Blumen können mitunter zu „eiligen Sachen“ werden.

www.p­magazin.net www.twenty­inch.de www.maximail.de www.facebook.com, „Darmstädter Fahrradkurier“ im Suchfeld eingeben

P­ower­Kuriere: Holger (links) und Eugen

Werbeflächen auf den „P­ullitts“ zu vermieten! Sie sind echte Hingucker und totale Sympathie­ träger: Die zwei lastenfahrräder, mit denen die Darmstädter Fahrradkuriere unterwegs sind. Zwei Werbeflächen (jeweils 30 Zentimeter breit und 25 Zentimeter hoch) auf einer transportbox sind aktuell noch zu vermieten. Bei interesse bitte eine Mail an cem.tevetoglu@p­verlag. de schicken oder telefonisch unter (0163) 7929262 melden.


P 64_ KlAnGlich

„Ich bin ja so was wie der Silberrücken“ Black Box mit general Motors und Companheiro Leão

Rund 8.000 Kilometer Luftlinie trennen Darmstadt von Jamaika. Das Land ist nicht mal halb so groß wie Hessen, kulturell aber ein global Player. Der Sound der Karibikinsel wabert seit Jahr­ zehnten auch durch unsere Stadt. Maßgeblichen Anteil daran haben zwei Experten des Metiers: olaf Heinrichsen (Jahrgang 1972) und Patrick Neudel (1976) – besser bekannt als general Motors (Su­ perwhip Hifi) und Companheiro Leão. Beide DJs rümpfen eher die Nase, wenn es um die üblichen Klischees und rein modischen Aspekte Jamaikas geht. Es klingt eben nicht alles nach Bob Marley, es riecht nicht alles nach „ganja“ (Marihuana) – und Rasta­Locken kratzen auf die Dauer. Seit wann seid Ihr als Reggae­DJs aktiv? olaf: ich war nie reiner ReggaeDJ. Der Jamaika-Sound seit den

1950ern und seine europäischen Ableger sind weit mehr als nur Reggae. ich fing um das Jahr 1988 als Ska-DJ an. in den 1990ern kamen dann schnellere, härtere Sounds wie Jungle und Raggamuffin dazu. Und Dancehall, Roots Reggae und Dub gehören eh zu meinem Repertoire. Wie kam es zum DJ­Namen general Motors? Klingt nach opel­Betriebsfeier? o: Du wirst lachen, ich habe wirklich mal bei einer Autopräsentation von Opel aufgelegt – als tour-DJ für D-Flame [bekannter Künstler und Radio­Moderator, Anm. d. Red.]. Erst auf der Fahrt dorthin fiel uns das mit dem namen auf. War etwas peinlich. Zurück zum namen: im Dancehall gibt es oft Dienstgrade als namen – General, Admiral, leutnant. Und DJ Olaf klingt zu sehr nach Goa-trance. Aber ich fahre übrigens keinen Opel. Den namenszusatz „Superwhip hifi“ gab ich mir später, weil ich als General Motors keine homepage anmelden konnte. Wie kam es zum Namen Companheiro Leão?

Patrick: Anders als bei Olaf. ich fahre seit Jahren diese Automarke. [Irritiert] Äh? Patrick [grinst]: Ach Quatsch. ich war mal länger in Portugal – als „portugiesischer Arbeitsloser mit deutschem Pass“. [lacht] Formular E303 beim Arbeitsamt. Damit treibst du jeden Beamten zur Weißglut. na ja, als mich 2003 die Band Riddim Revolution zu meinem ersten richtigen DJ-Gig einlud, nannte ich mich „Kamerad löwe“ auf Portugiesisch. Wie seid Ihr auf jamaikanische Musik gestoßen? o: David Bowie und Depeche Mode waren früher meine helden. 1986 hörte ich eine Roots-ReggaeKassette meines Bruders hanz. ich fand die erst langweilig, dann hat es mich aber nicht mehr losgelassen. P: Mit vier bin ich voll auf die Mainzelmännchen abgefahren. Später die ärzte. Und dann kam der gute alte Bob Marley [blickt zu seinem Kollegen] und der gute alte Olaf.


KlAnGlich_ P 65

ich hatte ihn im club O25 in Frankfurt auflegen sehen – in der Reihe „Riddim Wize“. Da hatte es mich erwischt. o: ich bin seit 1999 auch teil der Frankfurter „Riddim Wize“-DJ-Gruppe, die sehr umtriebig ist. ich kam als DJ immer mit meiner Darmstädter Posse zu den O25-Partys. War

gibt es eine wirkliche Szene in Darmstadt? P: Spezialisten wie in Großstädten gibt es kaum. Es ist aber ein gutes Publikum, kaum Klischee-Fans, die nur Gentleman, Seeed oder culcha candela hören wollen und den Rest doof finden. o: Es ist ein Auf und Ab. Mal ein

Ich will Kiffen weder glorifizieren noch verteufeln. lange Zeit ziemlich geil, die Reihe dort endete aber 2005. olaf ist ja auch als Musiker sehr aktiv. o: Ja, mit Freunden gründete ich 1990 die Band Ska trek. Wir spielten die englische two toneVariante [legendäres Label mit Bands wie Specials, Madness, Se­ lecter, Anm. d. Red.], später dann vermehrt originalen jamaikanischen Ska der 1960er wie den der Skatalites. Wir waren europaweit erfolgreich. Derzeit ist die Band kaum aktiv, da terminlich schwierig für alle. ich hatte mit Marc Schwerdt noch das Dub-Projekt Echonomics [Coverversion von Nino de Angelos Schmacht­Hit „Jenseits von Eden“, Anm. d. Red.]. Und aktiv bin ich als Keyboarder bei der Reggae-Band Ease Up ltd. Patrick startete ab 2004 seine Party­Reihe „Into the Lion’s Den“ in der Bessunger Knabenschule. P: ich habe damals durch einen glücklichen Zufall Ganjaman aus Berlin buchen können. Um halb Elf waren wir ausverkauft. Das motivierte. Die zweite Party war dagegen ein Reinfall. Dann kam aber hussen dazu und half mit [Hussen Abdulah, Betreiber des Restau­ rants Baobab, Anm. d. Red.]. Ab dann lief es super, so dass wir jeden ersten Freitag im Monat Partys und Konzerte veranstalten.

kleines hoch, sonst meist Underground. Es gibt aber viele ReggaeDJs in der Stadt: Peter lemon, Elmar von Uppercut, die low Budget crew, Bernd Pütz, henk Verhey … P: Und seit kurzem: die basslastige „Dubstadt“-Reihe in der Oetinger Villa. Da haben sich der erfahrene Roots Rock und die jungen Wilden vom Rebelion Soundsystem zusammen getan. o: Die finde ich auch sehr gut, zumal da endlich mal talente nachwachsen. [lächelt verlegen] ich bin ja so was wie der Silberrücken der Szene. Spannend sind auch die neueren Dubstep-Sounds bei den „chrome“-Partys, die letztlich auf jamaikanischem Dub fußen. [Patrick nickt] Bin offen für alles. Von den frühen Jamaika-Sachen wie calypso und Mento bis zu den neuesten Geschwüren. ich würfele das als DJ aber ungern an einem Abend durcheinander. Damit zu Klischee­Begriffen wie Rastafari, Homophobie und ganja. P: Die spirituelle idee der Rastafaris, also „back to nature“, find ich ganz spannend. Den intoleranten religiösen Kram sehe ich kritisch. Und als angehender Master der Psychologie sehe ich auch Kiffen zwiespältig. Es kann super entspannen, es gibt aber viele, die es übertreiben und wirklich paranoid werden. ich will es weder glorifizieren noch verteufeln.

o: Kann ich größtenteils unterschreiben. ich hab mich mit den ganzen themen quasi kulturhistorisch befasst. Bei mir ist letztlich die liebe zur Musik hängengeblieben. Was ist mit oft schwulenfeindlichen Texten in der Musik Jamaikas? o: An texte sollte man nie unreflektiert rangehen, gerade als junger Fan. Aber es gab irgendwann regelrechte Kampagnen gegen jamaikanische Künstler. homophobie gibt es nicht erst, seit Volker Beck von den Grünen es als thema entdeckt hat. Beim hiphop ist es nicht anders. ich persönlich spiele aber keine homophoben Stücke, die das schon im titel haben. P: Sehe ich genauso. Musiker wie Buju Banton, Beenie Man, Sizzla oder t.O.K. kommen aus einem anderen Kulturkreis. Manche texte sind grenzwärtig, aber wenn man das weiß, kann die Musik trotzdem gut sein. Wir als DJs gehen bewusst damit um und spielen eben nicht alles. Danke für das gespräch. text: tobi Moka | Foto: Jan Ehlers

Termine + gewinne! Dubs till dawn & companheiro leão Bess. Knabenschule (Keller) Fr, 03.02. / 22 Uhr / 4 Euro General Motors Rossdörfer Biergarten Fr, 24.02. / 21 Uhr / Eintritt frei Win! Win! Das P verlost 3 Pa­ ckages (Vinyl, cDs & Gästeliste). Bis 15. Februar eine E-Mail mit dem Betreff „Ganja“ an redaktion@p­verlag.de schicken. Viel glück! www.facebook.com/superwhip www.companheiro­leao.jimdo.com www.intothelionsden.jimdo.com

LIgHTS oUT!


KOlUMniSch _ P 67

Wrede und Antwort Tischmanieren als Bachelor­Abschluss – unterbelegt! Ich bin ja ein erklärter Freund der Arbeiterklasse. Nichts gegen den Arzt oder Architekten, aber einen in jüngsten Jahren von der Pike auf erlernten handwerklichen Beruf 200 Frühlinge, Sommer, Herbste und Winter auszuüben, ringt mir Anerkennung ab – und nicht nur das. Die bisweilen perfide eingestreuten, weltverbesserischen Unter- und Zwischentöne meiner Kolumnen, seien wir ehrlich, kommen aber selten in die hände Arbeitender. Es liest doch besonders gerne der Student das P, denn selbiger hat ja abends kein Fußballtraining, oder Ringen, sondern Zeit zum Ausgehen. Gönne ich ihm. irgendwo muss man ja eventuell Frauen kennenlernen können. Ansonsten ist es für die Studenten, welche ich bei vielen, vielen innerstädtisch

zurückgelegten Straßenbahnkilometern zu beobachten vermochte, nicht leicht. Sie kennen nur ein thema: ihr Studium und dessen inhalte! Diese tausenden von vornehmlich herr(!)schaften sind dermaßen auf ihr Fachgebiet spezialisiert, dass eine Ausgrenzung nicht ausbleibt. ich bezweifle, dass bei Eisenbahnschwellenlegern, Küfern, Kunststoffformgebern oder Bäckern – auf deren heimweg oder hin zur Firma – immer nur über die Arbeit gesprochen wird. Ordentliche themen wie Fußball und Weiber führen da meines Erachtens nach die Gesprächslisten an. Bestimmt auch mal ein Rezept oder ein besonders schön gedengeltes Stück Eisen, ja, aber nicht so oft. nicht so oft wie die guten Arbeiter sind auch die bösen Studenten der Obhut Erziehender ausgesetzt ge-

wesen. Wer Studenten beim Essen zusehen muss, weiß dies. Da die Eltern weit entfernt leben und nicht gerade jung geheiratet wurde, ist keiner da, der einem sagt, er solle doch bitte mit Messer und Gabel essen und, so die zweite hand nicht gebraucht wird, diese neben den teller ablegen – und nicht in den Schoß oder telefonierend ans Ohr. Man verroht in der Anonymität der hörsäle, Mensen und Erstsemesterpartys. Drum, da mein geisteswissenschaftlicher Einfluss auf die Arbeiterklasse zu gering ist, gebiete ich den Studierenden: Setzt Euch gerade hinter jedwedes Mahl, welches ihr einzunehmen gedenkt – und nachdem ihr aufgestanden seid, schiebt Gottverdammtnochmal Euren Stuhl zurück! text: Gerald Wrede | Foto: Jan Ehlers


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„Als Einlauflied nicht geeignet“ Hörspiel mit Jan Zimmermann und Preston Zimmerman (SV Darmstadt 98)

Die Sonne scheint, heut’ ist ein su­ per Tag, wir geh’n ins Stadion, olé olé olá ... Von wegen: Als ich mich auf den Weg zum „Bölle“ mache, um zwei der Erfolgsgaranten des SV 98, Kapitän und Torwart Jan Zimmermann und die noch etwas jetlag­geschädigte offensivkraft Preston Zimmerman, zum Hörspiel zu treffen, ist der Himmel dunkel­ grau. Und zu allem überfluss stand der Mannschaft bei ihrem Trainings­ lager in der Türkei auch kein besse­ res Wetter bevor. Hätten sie eigent­ lich ja auch hier bleiben können. Aber das P weiß: Mit Musik lassen sich die Widrigkeiten des Alltags besser ertragen. Bad Boys of The Aral Tanke „Es is schee beim SVD“ [Eines der 22 Sahnefilets in Blau­ Weiß, die sich 1999 auf dem gleichnamigen Liliensampler befanden – die Bad Boys geben erdigen Rock.] [Jan ringt sich beim Refrain ein Lächeln ab.]

Jan

Wäre das was als Einlaufmelodie in der Rückrunde? Jan: nee, das ist zwar rockig, hat aber einen zu geringen Mitsinganteil. Der text ist nicht massen-mitsing-kompatibel. Es ist positiv für die Mannschaft, wenn alle Fans gemeinsam mitsingen. Hayseed Dixie „Hell’s Bells“ [Die amerikanischen Hillbillies mit ihrer Bluegrass­Version des ech­ ten Einlaufsongs, den AC/DC nicht nur an die „Lilien“, sondern auch an den FC St. Pauli verscherbelt haben.] Preston: Das ist country... Jan: Das ist „hell’s Bells“... aber von wem? Das sind Hayseed Dixie. Jan: Gut gemacht! Preston: Aber mit country Music

kann man echt nicht ins Stadion einlaufen. Fleet Foxes „Ragged Wood“ [Nach Nirvana gibt’s endlich eine neue große Rockband aus Seattle, Prestons Heimatstadt.] Preston, das kommt aus Deiner Heimatstadt. Preston [verzieht das gesicht leicht]: Das ist nicht aus meiner Zeit ... Jan: ich hab’s auch noch nie gehört. Ist aber ganz neu! Jan: Zu der Zeit warst Du wahrscheinlich nicht mehr in Seattle. Preston: Meine Familie hört eher country ... und natürlich nirvana und Pearl Jam ... die sind berühmt in Seattle [Hätt’ ich ma die erste Nir­ vana­Single mitgenommen, aber ich dachte, das ist zu einfach ... und „Touch Me, I’m Sick“ von Mud­ honey ist zu schwer, das er­ kennt ja höchstens der Fotograf, Anm. d. Red.].

Preston


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Elvis Presley „You’ll Never Walk Alone“ [Der Mann hatte erwiesenermaßen nix mit Fußball am Hut, aber das hinderte ihn nicht, diesen Rod­ gers/Hammerstein­Broadway­ Klassiker zu croonen.] Jan: Das Stadionlied schlechthin ... Preston: Das passt nicht! Jan: Was? Amateur! Das ist „You’ll never Walk Alone“! Preston: Ach so, ja klar! Jan: Bei celtic Glasgow läuft immer das Original, ich hab die Version der singenden celtic-Fans auf dem handy. [Nach dem FC Liverpool, wo der Song schon seit 1963 gesun­ gen wird, war Celtic der zweite Club, der dessen Potenzial erkann­ te, Anm. d. Red.] Das P: Ist Euch das nicht inzwi­ schen zu abgenudelt? Jan: nein, auf gar keinen Fall. Für jeden Fußballer ist es das Größte, wenn die Fans das nach dem Spiel singen. in der zurückliegenden Aufstiegssaison kam das häufig vor, und auch in dieser hinrunde haben die Fans es schon zweimal gesungen – das ist super! Und von wem ist diese Version hier? Preston: Das ist Elvis Presley! Superbuffy „Lilie, oh Lilie“ [Wo wir gerade bei Fußball­Klassi­ kern sind, darf Alberto Coluccis gern gesungener Liliensong nicht fehlen, hier aber in der grufti­Ver­ sion des ominösen Superbuffy.] Preston: Jan, das musst Du wissen. Jan: Oh je, was ist das für eine Version? Als Einlauflied jedenfalls nicht geeignet. Trifft es denn in etwa die Stim­ mung nach einem gegentreffer in der 89. Minute? Jan [überlegt]: nein, dafür ist in dem Song zu wenig Aggressivität drin. Der trifft eher die Stimmung auf der Bus-heimfahrt, wenn der erste ärger verraucht und man nur noch deprimiert ist. Versteht Ihr eigentlich auch immer

„Die Spieler sind alle breit“? Jan: nein – wir wissen ja, dass der Alberto „bereit“ singt. Die meisten Fans singen aber „breit“ mit... Was haltet Ihr denn eigentlich vom Hessen­Fred: „Beim SVD, da holt ma keine Punkte“? Jan: Das ist auch super, das läuft ja vor den Spielen immer... Bob Dylan „All Along The Watchtower“ [Jetzt betreten wir die Konzeptzo­ ne der von hinten durch die Brust zielenden Musiknerds der P­Re­ daktion: Warum kommt jetzt wohl Bob Dylan? Na...?] Preston: Wolfmother, „Joker and the thief“? Das P: Leider nein. Jan, wie sieht’s aus? Jan: ich kenn’s auch nicht. Äh, das war Bob Dylan, ich mach schnell mal was anderes drauf... Element of Crime „Robert Zimmermann” [... na, weil der Bob mit bürgerli­ chem Namen natürlich Robert Zim­ mermann heißt – wie es hier von Sven Regener und seinen alten Herren von Element of Crime im gleichnamigen Song auch besun­ gen wird.] Teilnahmsloses Zuhören... Jan [lacht bei der Erwähnung des Namens „Zimmermann“ im Songti­ tel]: Kenn’ ich gar nicht... Das ist Element of Crime, der Song ist nach dem bürgerlichen Namen von Bob Dylan benannt. Jan und Preston: Das war aber auch ganz an den haaren herbeigezogen. [Sagt das mal unserem Vi­ ze­Chefredakteur, der hätte Euch auch noch die erste „Ede und die Zimmermänner“­Single von 1980 vorgespielt..., Anm. d. Red.] Jan: Da kriegen meine Eltern aber ärger, die sind große Element-ofcrime-Fans, dass sie mir davon noch nichts erzählt haben. Das ist gut! Kommt das nicht häufiger vor, dass die Medien Euch beide im Doppel­

pack holen wegen der Namens­ gleichheit? Jan und Preston: nee, ihr seid die ersten. Na immerhin. Habt Ihr denn noch eine abschließende Botschaft an die P­Leser? Könnt Ihr uns den Klassenerhalt versprechen? Jan [ganz Kapitän]: Der Klassenerhalt hat natürlich oberste Priorität, dafür arbeiten wir jeden tag hart. Was man nicht vergessen darf: trotz der beiden negativerlebnisse kurz vor der Winterpause haben wir es als Aufsteiger geschafft, fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze zu sammeln. Wir haben eine Mannschaft aus der Regionalliga mit kleinem Budget, und andere Mannschaften, die mit großen Ambitionen gestartet waren wie Jena und Bielefeld, hinter uns gelassen. Also unsere Message: Wenn man mal schlecht drauf ist, wenn – was gaaanz selten vorkommt – die „lilien“ verlieren, dann darf man mal die Musik missbrauchen, um sich wieder aufzubauen. Fazit: Dem ist nichts hinzuzufügen – außer vielleicht: Im Zweifel lieber den Hessen­Fred als Superbuffy wählen... gleichzeitig aber immer an die Worte von Bruno Labbadia denken: „Macht immer konsequent Euer Ding, so wie der gerry Wrede!“ Dann klappt’s auch mit dem Klassen­ erhalt! text + Musikauswahl: Mathias hill Foto: Jan Ehlers

Unendliche Weiten noch mehr Erbauliches aus dem „lilien“-Kosmos findet ihr in unseren Rubriken „Unter Pappeln“ und „Das macht eigentlich ...“ auf den nächsten beiden Seiten.


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Unter Pappeln Lilien­Kolumne, Ausgabe 20: V­Leute und Fußballfeste

Kein Darmstädter Medium informiert so umfassend über den SV Darmstadt 98 wie das P. Aber weil das Bessere der Feind des guten ist, muss ein Magazin nicht nur die gegenwart abbilden, sondern seinen Lesern auch Wegweisung für die Zukunft bieten. Deswegen gibt es exklusiv im P die „Lilien“­Jahres­ vorschau 2012. Januar: Das trainingslager fand wieder mal in der türkei statt. cem islamoǧlu wurde bei der Ankunft von 150.000 landsleuten gefeiert. P-chefredakteur cem (!) tevetoǧlu grüßte zweisprachig per Videobotschaft aus Darmstadt. Beim ersten training der Darmstädter brannten tausende türkische Fans vor Begeisterung drei Stunden lang Pyrotechnik ab, „lilien“-Präsident hans Kessler verhängte gegen alle 98 Jahre Stadionverbot am Böllenfalltor. Februar: hessenpokalspiel bei Kickers Offenbach. Der Darmstädter Polizeichef Bernd Denninger verfügt, dass jeder der mitreisenden 2.000 „lilien“-Fans jeweils einen Beamten zur Seite gestellt bekommt. Präsident Kessler spricht später von einem „rundum gelungenen Fußballfest“. Der spielerische langweiler endet nach 120 Minuten torlos, das Elfmeterschießen gewinnt Darmstadt. März: Der nur etwa 1,40 Meter große Sascha Amstätter fällt während des trainings unbemerkt in eines der mittlerweile kraterähnlichen löcher auf dem Waldsportplatz. April: Beim Spiel in chemnitz kommt heraus, dass sämtliche rechte chemnitzer Fans V-leute des Verfassungsschutzes sind. Die Partie wird deswegen 2:0 für Darmstadt gewertet. Amstätter fehlt beim Spiel, er konnte sich bisher nicht aus dem Krater befreien. Wird im laufe der darauf folgenden Woche dann von Marko Kopilas herausgezogen. Mai: Die „lilien“ schaffen nach einem 3:0 gegen den VfB Stuttgart ii souverän den Klassenverbleib. Kevin Wölk wird Mitglied der Darmstadt Ultras – und wechselt zu Kickers Offenbach. Juni: OB Jochen Partsch ordnet sofortigen Stadionneubau an. Projektleiter Jürgen Müller wird nach einer Woche abgezogen, weil seine vielen Baustellenführungen die Arbeiter behindern. interimsweise moderiert Stadionmoderator und Bauingenieur Peter Kunz solange das Projekt, bis in Darmstadt ein Fachmann gefunden wird.

Juli: Für die neue Saison werden nach und nach 26 neue Spieler verpflichtet, der Kader umfasst nun 45 Profis, inklusive sechs torhütern. Yannick Stark kommt vom FSV Frankfurt zurück. Spieler, die nicht bleiben dürfen, werden wie immer ausnahmslos an Wormatia Worms weitergereicht. August: Derby gegen Kickers Offenbach. Polizeichef Denninger verbietet Fahnen, Spruchbänder, Gesänge, Fanschals und Beifall. Präsident hans Kessler freut sich auf ein „Fußballfest“. Das Spiel endet 0:0. September: hans Kessler tritt als „lilien“-Präsident zurück, bei der Mitgliederversammlung kommt es zu trauerszenen wie nach dem tod von Kim Jong-il in nordkorea. oktober: Das neue Stadion ist fertig. Peter Kunz macht schließlich auch die Abnahme. Zur Einweihung kommt Bayern München vorbei. November: Die „lilien“ stehen ohne niederlage auf Rang eins der tabelle. trainer Kosta Runjaic sagt der „Frankfurter Rundschau“, dass es nur um den Aufstieg in die Zweite liga gehen kann. Dem „Darmstädter Echo“ sagt er, dass er froh ist, wenn das team wieder den Klassenverbleib schafft. Dezember: Eintracht-Frankfurt-Vorstand heribert Bruchhagen wird zum ersten Mal als Zuschauer am Böllenfalltor gesichtet. text: Steffen Gerth

Erst Punkte hamstern, dann Pokal­Hit! Sa, 04.02., 14 Uhr SV Darmstadt 98 – SV Wehen Wiesbaden Sa, 11.02., 14 Uhr SSV Jahn Regensburg – SV Darmstadt 98 Fr, 17.02., 19 Uhr SV Darmstadt 98 – Fc Rot-Weiß Erfurt Sa, 25.02, 14 Uhr Wacker Burghausen –SV Darmstadt 98 Di, 28.02., 19 Uhr Kickers Offenbach – SV Darmstadt 98 (hessenpokal, 1/4-Finale) So, 04.03., 14 Uhr: SV Darmstadt 98 – 1. Fc Saarbrücken www.sv98.de


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Das macht eigentlich ... Hansi Lindemann!

Hans Lindemann, Jahrgang 1947, den wir Fans nur „Hansi“ nannten, kam 1971 von der Frankfurter Eintracht zum SVD. Der Fußballspieler Linde­ mann, erst Jugendspieler, dann Spielstütze beim FV Alemannia Nied und 1968 von dort zur SgE gewechselt, erlebte sein Bundesligadebüt für die Eintracht im darauffolgendem Jahr unter Trainer Erich Ribbeck. Wirklich durchsetzten konnte sich der junge Mann dort unter den vielen Koryphäen nicht, aber bei uns sollte sich das ändern. Bei den „lilien“ reifte hansi lindemann zum Mittelfeld-Regisseur und Mannschaftskapitän. Der kleine, quirlige, blonde Schnauzbartträger war insbesondere bis Mitte der 70er hauptantrieb des wunderbaren und erfolgreichen Spiels unseres SV 98. Ohne ihn wären wir 1973 niemals Meister der Regionalliga Süd geworden! Und das alles, obwohl er in dieser Zeit seinen Dipl-ing. in E-technik machte (wodurch er später, nach drei Jahren bei Siemens, bei seinem neuen Arbeitgeber heag zum hauptverantwortlichen Planer unserer schönen Flutlichtanlage wurde). Er blieb acht Jahre bei uns und machte in dieser Zeit 254 Spiele, in welchen er 67 tore schoss. nach dem Bundeligaabstieg 1979 wechselte er zur SG Egelsbach, wo er drei Saisons lang ebenfalls eine tragende Rolle spielte. 1982 war dann dort Schluss und lindemann ging nach Groß-Bieberau, um beim SV 45 als Spielertrainer zu wirken. Selbiges tat er dort vier Jahre lang, zwei Aufstiege inklusive. Es folgte sein Wechsel zum tSV nach Pungscht, wo er als trainer fungierte und, da mittlerweile über 40, nur noch recht selten höchstselbst auflief. hansi lindemanns nächste Station war ab 1992 der 1. FcA Darmstadt, wo er ebenfalls drei Jahre blieb, bevor er für ein Jahr die Spielvereinigung Griesheim 02 trainierte. Danach war Schluss mit Fußball. heute lebt hans lindemann, mit seiner Frau glücklich den Ruhestand genießend, am niederrhein und spielt lieber Golf als Fußball. Bald wird er 65 und ich wünsche, auch im namen meines Bruders, alles erdenklich Gute. text: Gerald Wrede | Foto: SV Darmstadt 98

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Wie Exil­Darmstädter heute die Stadt sehen


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Darmstädter Typ george goodman Immer wieder entschließen sich Heiner aus den unterschiedlichs­ ten gründen, ihren Lebensmittel­ punkt von Darmstadt nach Ber­ lin zu verlegen. Dass man auch umgekehrt glücklich werden kann, zeigt das Beispiel des Lyrikers und freien Komponisten george good­ man. 1968 in Euskirchen geboren studierte er in Berlin Kompositi­ on, Musik­ und Literaturwissen­ schaften. Seine Beziehung zur Hauptstadt – die von ihm als derb, oberflächlich flippig, aber ohne gewachsene Kultur und von muf­ figer Bürgerlichkeit beherrscht empfunden wird – bezeichnet er als „Hassliebe“. Als dann die liebe auftauchte, kam diese aus Darmstadt, und so entschloss er sich nach fast zwei Jahrzehnten Großstadtleben hals über Kopf für den Umzug in die „traditionsreiche Kulturlandschaft“ der Rhein-Main-neckar-Region. Bis nach heidelberg erkundet er natur und Kultur per Fahrrad, immer auf der Suche nach inspiration für seine

grafische lyrik und zeitgenössischen Kompositionen. Von Darmstadt war er „auf den ersten Blick enttäuscht, auf den zweiten Blick verliebt. Darmstadt steht für die Dinge, die mich berühren – Büchnerpreis, leonce und lena-Preis, neue Musik, die natur und das Rheintal als poetischer Kult“. Die „alternativste Stadt im Rhein-MainGebiet“ ist so zu seiner „seelischen heimat“ geworden. Dass er seit 1996, seinem „Umbruchs- und Krisenjahr“, ausschließlich Frauenkleidung trägt, begründet der Vater von zwei töchtern ganz nüchtern mit seinen ästhetischen Vorlieben: „Blumig, romantisch, naturverbunden – ich bin einfach ein Mann, der Frauenkleider trägt!“ Mit dieser nicht gerade unauffälligen Besonderheit kann er hier ganz gelassen umgehen. „Geschaut wird oft, aber wenn ich ein Feedback bekomme, ist es freundlich und

von echtem interesse geprägt. Das Bürgertum ist hier einfach diskreter und stärker kulturell vorgebildet als in Berlin.“ Dort hat George, vor allem wegen seiner Vorliebe für Barfusslaufen, hausverbote in Kaufhäusern, Bussen und Bahnen und sogar öffentlichen Bibliotheken bekommen – für ihn (und uns) in Darmstadt undenkbar! hier trifft er mit lesungen im literaturhaus, dem Künstlerkeller und dem hoffart-theater auf ein Publikum, das „künstlerische individualität stärker anerkennen kann“. Seinen lebensunterhalt verdient er seit langem mit der Betreuung und Wiedereingliederung psychisch kranker Menschen. im Moment ist er auf diesem Gebiet arbeitssuchend – vielleicht findet sich auf diesem Weg eine institution, die noch auf der Suche nach einer starken, zudem ausgeglichenen Persönlichkeit ist ... text: tilmann Schneider | Foto: Jan Ehlers

Rischdisch (un)wischdisch > Bei den Geburten hat Darmstadt 2011 zugelegt wie seit langem nicht mehr. in hessens viertgrößter Stadt haben 2011 exakt 3.566 Babys das licht der Welt erblickt – so viel wie zuletzt Ende der 60er Jahre. > Die ersten hinrichtungen am Galgen in Darmstadt fanden etwa 1469 am heutigen Ort des teehäuschens im Wolfskehlschen Garten statt. Später gab es auch Exekutionen in der nähe der Wilhelminenstraße – mit dem Schwert. > in luftfahrtkreisen ist Darmstadt als hochburg des Segelflugs bekannt und hat wesentlichen Anteil an der Segelflugentwicklung. Die Darmstädter Flugsport-Vereinigung startete ihre viel umjubelten Flugversuche auf dem Prinzenberg um das Jahr 1909, bei denen Flüge bis zu 160 Metern gelangen. > Das Steinbergviertel liegt im Süden Darmstadts und reicht vom Jüdischen Friedhof bis zur niederRamstädter-Straße im Westen sowie zum Böllenfalltor im Osten. Den namen hat das Viertel vom felsigen Gelände seines Berghangs.

Recherche + text: Agges

Darmstädter Fakten

Das nächste P erscheint am 28. Februar 2012, Redaktionsschluss: 10., Anzeigenschluss: 17. Februar 2012


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Ausgabe 41 (Februar 2012) by p-stadtkultur - Issuu