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Ausgabe 28 (Oktober 2010)

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Ausgabe 28 15 Oktober 2010 Juni 2009 gratis

Karoline lebt! In die Pilze! Hausbesetzung reloaded Kultur im Neuwiesenweg Mit dem Rolli durch DA Nacht Veranstaltungskalender Stadtkulturmagazin


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Hallo Darmstadt. Dies ist ein Aufruf! Allabendlich hinauszugehen in die Stätten der Kultur in dieser Stadt. Die brauchen jeden Besucher – aktuell mehr denn je! Denn jetzt sind die schon länger bekannten Sparvorgaben des Regierungspräsidenten endgültig an die Kulturschaffenden Darmstadts weitergereicht worden. Nur fünfzig Prozent der für dieses Jahr in Aussicht gestellten Kulturzuschüsse werden ausgezahlt. Zack, abrasiert ...! Es trifft alle, die als „freiwillige Leistungen“ geführt, sprich keinen Vertrag mit der Stadt haben. Praktisch ist das – bis auf wenige Ausnahmen wie das Staatstheater oder die durch die Uni abgesicherten Clubs Schlosskeller und 603qm – der Großteil der Kulturveranstalter Darmstadts. Im September gesagt zu bekommen: „Rückwirkend gibt es nur fünfzig Prozent der in Aussicht gestellten Subventionen“, kommt für viele Kulturmacher einem Dolchstoß gleich. Besonders hart trifft es die freie Theaterszene, die kaum auf Unterstützung durch Sponsoren als zweites Standbein bauen kann: Das Theaterlabor mit seiner hervorragenden Jugendarbeit hat all seine geplanten Veranstaltungen für das Jahr 2010 bereits absagen müssen (mehr dazu auf Seite 31). Bleibt zu hoffen, dass die politischen Entscheidungsträger dieser Stadt mit allem, was sie haben, dafür kämpfen, zumindest die momentan noch eingefrorenen, weiteren 30 Prozent der Zuschüsse im November an die Kulturschaffenden nachzahlen zu können. Vielleicht klappt das ja ... Ende März 2011 ist schließlich Oberbürgermeister-Wahl. Bis dahin braucht es aktive, urbane Kulturnutzer (Ihr seid gemeint!!!), die der lokalen Stadtkultur den Rücken stärken und ausgehen, bis die Schwarte kracht! Also diese P-Ausgabe genau studieren, Wunschtermine im Kalender (Seiten 37- 51) ankreuzen – und dann nix wie raus in die geliebten Kulturstätten unserer Stadt! Die P-Redaktion

Inhalt Thema Vorwort, Inhalt, Impressum Favoriten des Monats Suche und finde! In die Pilze Karoline lebt! Kultur und mehr im Neuwiesenweg 2 Hausbesetzung mit Neckar5 Drink’n’Roll durch Darmstadt In Darmstadt wird noch gekeltert! besonders ... pflasterhaft Alternative Stadtrundfahrt mit der Linie 8 Aufgeschnappt! Neues auf Darmstadts Theaterbühnen Das literarische Darmstadt im Oktober Kunstausstellungen im Oktober Veranstaltungskalender

Seite 03 04 – 09 11 12 + 13 14 + 15 16 + 17 18 + 19 20 + 21 22 + 23 24 + 25 26 – 28 30 31 32 + 33 34 + 35 37 – 51

Thema Out of Darmstadt Made in Darmstadt: Drive me home Hessisch for runaways, Folge 4 Iss was! Folge 7: Lasagne Volles Bouquet, Folge 4 Hörspiel mit Bushfire Darmstädter Plattenlabels, Teil 10 Bolzplatz-Quartett, Ausgabe 27 Das macht eigentlich ... Stephan Täuber! Unter Pappeln, Folge 7 Wrede und Antwort Black Box mit Carlo Oppermann „Mirabelle”-Comic Schulterblick mit Liza Wiltberger Darmstädter Typ: Jürgen Barth Rischdisch (un)wischdisch

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Impressum Stadtkulturmagazin P 28. Ausgabe – Oktober 2010 Herausgeber: Cem Tevetoglu Verlag: P-Verlag, Schleiermacherstraße 21 (poolX), 64283 Darmstadt Redaktion (V.i.S.d.P.): Cem Tevetoglu (ct), redaktion@p-verlag.de, Telefon: 0163 / 7929262 Anzeigen: Jens Engemann, anzeigen@p-verlag.de, Telefon: 0176/21964883 Buchhaltung: Katrin Klopfer Marketing: Peter P. Schmidt, marketing@p-verlag.de Artdirektion: André Liegl, grafik@p-verlag.de, Lisa Zeißler, lisa.zeissler@p-verlag.de, www.rockybeachstudio.de Layout: Helena Fischer, Vincent Jauernig, Jenni Köcher, Friederike Merkel, Yvonne Mülbert, Katja Mink, Daniel Wiesen Covergestaltung: Jan Rathje, www.janrathje.de Redaktion dieser Ausgabe: Egon Alter (ea), Petra Blank (pb), Simone Dehmer (shd), Patrick Demuth (pd), Steffen Gerth (sg), Paul Gruen (pg), Alexander Heinigk, Meike Heinigk (mei), Antje Herden (ah), Mathias Hill (mh), Jan-Kristian Jessen (jes), Hannah Knell, Kossi, Tabea Köbler (tk), Elisabeth Lawonn (lz), Hannes Lechner (hl), Sascha Löwel, Arkad Mandrysz (am), Laura Mürmann (lm), Kira Pauswang (kp), Mira Schleinig (mis), Tilmann Schneider (tman), Kai Schubert (ks), Gunnar Schulz (gs), Daniel Wildner (daw), Johanna Willimsky (joy), Gerald Wrede (gw), Peter Zimmer (pz) Fotoredaktion: Jan Nouki Ehlers, www.janehlers.net Facebook: Jo Schulz und Jacob Chromy Druck: Künzel Druck GmbH, Haasstraße 12, 64293 Darmstadt Auflage: 12.000 Exemplare Verteilung: 250 Auslagestellen im Raum Darmstadt Bezugspreis: gratis (Jahresabo: 25 Euro) Erscheinungsweise: monatlich (Doppelausgaben Dezember/Januar und Juli/August) Nachdruck / Copyright: Alle Urheberrechte für Text und Gestaltung liegen beim P-Verlag. Ein Nachdruck der Texte und Fotos, die in P veröffentlicht sind, ist – auch in Auszügen – nur mit schriftlicher Genehmigung des P-Verlags erlaubt. Haftung: Namentlich oder mit Kürzel des Autors gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion. Nächste Ausgabe: November 2010 Redaktionsschluss: 10. Oktober Anzeigenschluss: 17. Oktober Veranstaltungskalender: 17. Oktober Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2010 www.p-magazin.net und www.facebook.com/pmagazin natureOffice.com | DE-210-596755


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Favoriten des Monats

20 Jahre Jazzinstitut Darmstadt

JAZZ, JAZZ, JAZZ

Erinn Williams (LA) + Ghost Of A Chance (Mainz) + Mine (DA)

INDIE

Darmstadt ist in der Jazzwelt kein unbekanntes Pflaster, denn mit dem städtischen Jazzinstitut beherbergt sie ein internationales Informations- und Dokumentationszentrum. Es besitzt eine der größten Jazzsammlungen Europas und hat selbst im Geburtsland dieser Musik, in den USA, einen exzellenten Ruf. Grund genug, den 20. Geburtstag gebührend zu feiern! Rolf Kühn & Tri-O werden dazu im JazzTalk 079/1 den Auftakt spielen. Ebenso findet an diesem Abend die Ausstellungseröffnung mit Fotos von Jörg Becker statt. (lz) Klingt wie: die Jazzwelt zu Gast beim Heiner

Die Stube, die Gute, ist bekannt für das Bekanntmachen herrlich musikalischer Perlen der Neuzeit, fernab vom Mainstream. Nach kollektivem Tagesschau schauen beginnt der Abend mit dem Dreifach-Konzert. Hauptattraktion dabei: Erinn Williams aus LA mit ihrem zarten Mix aus Elektronik und schwebend schillender Stimme, live mit E-Gitarre, Loops und Glockenspiel. Außerdem dabei: IndieFolkBlues mit Ghost Of A Chance aus Mainz sowie die Powerpopper Mine mit einem echten Heimspiel. Sehens- und Hörenswert mit Appeal! (daw) Klingt wie: CocoRosie, Cat Power, PJ Harvey

Jazzinstitut / Fr, 1. Oktober / 19.30 Uhr / Eintritt frei

Gute Stube im Hoffart-Theater (Lauteschlägerstraße 28a) So, 3. Oktober / 20.15 Uhr / Abendkasse 5 Euro

10 Jahre Partyamt

„Registrier Dein Tier“

ALLES AUF EINMAL

AKTIONSTAG

Aufgemerkt, das Partyamt feiert 10. Geburtstag – mit einem äußerst vielseitigen Line-Up, ganz wie es sich gehört für unseren unwegdenkbaren Darmstädter PartyInformations-Dienst: 10 Bands und 10 DJs sind am Start, mit Pop, Elektro, Disco, Rock, Country, House, Soul, Underground und weiß nicht was. Sogar Billy Idol kommt in die Stadt! Hier ist natürlich zu wenig Platz, um alle diese grandiosen Acts vorzustellen. Ihr müsst Euch also selbst schlau machen und – wie sonst auch – unter www.partyamt.de nachschauen. Happy Birthday, Martin! (pb) Klingt wie: ’ne heiße Nacht in der „Krone“.

Schätzungen zufolge ist deutschlandweit nur jedes dritte Haustier registriert. Zu wenig, findet der Tierschutzverein Darmstadt (TSV) und veranstaltet am 5. Oktober den Aktionstag „Registrier Dein Tier“. Für 25 Euro können die besten Freunde des Menschen in acht teilnehmenden Tierarztpraxen in Darmstadt und Umgebung „gechippt“ und anschließend bei der Tierschutzorganisation Tasso oder dem Deutschen Haustierregister eingetragen werden. Eine Spende von fünf Euro an den TSV ist in dem Preis bereits inbegriffen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Gekennzeichnete Tiere sind im Verlustfall einfacher wiederzufinden. (jes)

Goldene Krone (im ganzen Haus) / Fr, 1. Oktober / 21 Uhr / Abendkasse 8 Euro

Darmstädter Tierarztpraxen (Liste unter www.tsv-darmstadt.de) Di, 5. Oktober / ganztägig / 25 Euro (pro Registrierung)

Rockformation Diskokugel (DA/Schlüchtern)

„Frischzelle“ mit The Oholics (Göteborg)

DEUTSCHER DISKOROCK

FRISCHER ROCK

Mit den Fehlfarben befreundet, von Linus Volkmann erst gehasst, dann geliebt – die Rockfos werden älter, bleiben sich aber treu. Seit mittlerweile mehr als zehn Jahren musizieren sie nun zusammen, 2009 kam das aktuelle Album „Zusammen Dagegen“ raus. Die Formation, in Anzug und Krawatte, wirkt auf den ersten Blick leicht bieder, der erste Ton überzeugt vom Gegenteil: deutscher Pop mit anspruchsvollen, ironischen Texten und hohem Spaßfaktor. (jes) Klingt wie: Tanzen, so lange sich die Diskokugel dreht

Die „Oholics“ sind eine sechsköpfige Psychedelic-Rockhydra, die sich 2005 in Schweden gründete und seitdem auf einer unaufhaltsamen Mission unterwegs ist, mit Gitarre, Bass, Drums, Percussion, Keyboard, Space Box und Sitar den Stones der späten 60er und den spacigen Pink Floyd mit indisch geprägtem Mantra-Rock zu huldigen. (ct) Klingt wie: die „Frischzelle“ im LSD-Rausch

Goldene Krone (Kneipe) / Sa, 2. Oktober / 22 Uhr / Eintritt frei

Knabenschule (Keller) / Mi, 6. Oktober / 21.30 Uhr / Eintritt frei

„Widerstand und Verfolgung im NS-Staat“

HISTORISCHER SPAZIERGANG

Einen „Blick hinter die Kulissen“ gewährt der „Arbeitskreis Stadtrundgänge in Darmstadt“, der auch im Oktober wieder unter gleichnamigem Motto durch unsere Stadt führt. Die Führung bringt den Besucher an Gedenkorte und erinnert an Ereignisse und Personen, die für Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus in Darmstadt exemplarisch sind. Sowohl der Mut zum Aufbegehren also auch der Leidensweg der Opfer und die Schreckenstaten des NS-Regimes und seiner Täter sind Thema dieser außergewöhnlichen wie aufschlussreichen Stadtführung. (mei) Luisenplatz, am Brunnen vor dem Regierungspräsidium (Treffpunkt) So, 3. Oktober / 14 Uhr / Teilnahmegebühr 5 Euro

Mahatmakarma 2

EAST MEETS WEST CHARITY-EVENT

Mahatmakarma ... ma hat ma kaans! Endlich mal wieder tanzen für einen guten Zweck! In diesem Falle für den Verein Manavata, der sich um Straßenkinder in Nordindien kümmert und der das komplette Eintrittsgeld dieser zum zweiten Mal stattfindenden netten Veranstaltung bekommt. Das (Fern)-Ost-trifft-West-Motto wird diesmal unter anderem von DJ Sherry Kizhulkandavil vom Heidelberger Bombay Boogie Nights Team mit Leben erfüllt. (mh)

Hillstreet Club (Hügelstraße 73) / Sa, 9. Oktober / 21 Uhr / Abendkasse 5 Euro

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Favoriten des Monats


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„Wohnkeller“

Favoriten des Monats SPIELEABEND MIT LINDENSTRASSE UND TATORT

A Rock’n’Roll-Tribute to Evel Knievel

Im Herbst machen wir es uns wieder gemütlich: Wir kuscheln uns in große Strickpullover, zünden eine Kerze an und trinken würzige Heißgetränke. Schön, wenn man dann auch noch einen Partner zum Schach oder Backgammon spielen hat. Wer all dies nicht allein zuhause tun mag, der klemmt sich sein Lieblingsspielbrett unter den Arm und kommt ab Oktober jeden 2. und 4. Sonntag im Monat in den „Wohnkeller“. Die TV-Klassiker „Lindenstraße“ und „Tatort“ laufen dort auch. Denn einsam öde Herbstsonntagabende müssen nicht sein. (ah)

Evel Knievel, legendärer Motorrad-Stuntfahrer und Teufelskerl, wäre dieses Jahr 72 Lenze alt geworden. Das 603qm huldigt dem größten Stuntman aller Zeiten mit einer Rock’n’Roll-Gedenkfeier. Gimmicks: Die 80er Psycho-Rockabilly-Combo Bang Bang Bazooka aus Holland. Als Support steigen The Elvis Stuntteam aus dem Rhein-Main-Delta aufs Moped, während an den Plattentellern das Aloha From HellDJ-Team den Abend mit Rockabilly, Surf und Trash zur Party macht. Ellbogen- und Knieschützer nicht vergessen. (gs) Klingt wie: Rock’n’Roll-Stunt-Inferno

Schlosskeller / So, 10., und 24. Oktober / 17 Uhr („Lindenstraße“ um 18.50 Uhr, „Tatort“ um 20.15 Uhr) / Eintritt frei RockLounge mit Candyjane (DA)

SALOON-MUSIK

ROCK’N’ROLL-GEDENKFEIER

603qm / Sa, 16. Oktober / 21 Uhr / Abendkasse 7 Euro

Mambo Kurt (Hagen)

ORGEL OF DEATH

Es ist Musik mit Herz und Seele, und wir nennen es „singer/songwriterrock’n’rollcountryblues from the core of Gut City’s Saloon Music vaults“. Candyjane sind Tanja Ebbecke (Gesang/Gitarre), Peter Wohlfahrt (Piano/Gesang), Daniel Malkmus (Geige) und Matten Boetius (Kontrabass), und zusammen verwandeln sie die Lounge der Centralstation in einen Ort jenseits von Raum und Zeit, oder wie Dan O’Bannon so schön sagt: „Benson, Arizona, the warm wind in my hair – my body flies the galaxy, my heart longs to be there“. Seid da! (tman) Klingt wie: Patsy Underground / Velvet Cline

Der König der Alleinunterhalter ist zurück in Darmstadt! Mehr müsste an dieser Stelle nicht stehen, um den Künstlerkeller mit kreischenden und tobenden Menschen komplett zu füllen. Doch für die Unwissenden: Herr Mambo Kurt hat eine Heimorgel und mit diesem Teufelsding macht er, dass die Menschen alle tanzen. Er spielt und singt Lieder, die wir alle kennen – nur etwas verändert. Da sind auch Lieder von Abba dabei, oder Tina Turner. Jedoch eher was von Slayer, Metallica oder Nirvana. Und er hat eine Sonnenbrille auf, immer. (daw) Klingt wie: Ohren-OP ohne Betäubung

Centralstation (Lounge) / Mo, 11. Oktober / 21 Uhr / Abendkasse 3 Euro

Künstlerkeller (im Schloss) / Sa, 16. Oktober / 21.30 Uhr / Abendkasse 9 Euro

Knabencore-Festival 11

HARDCORE, METAL UND PUNK

Das Knabencore-Festival hat sich in Darmstadt und Umgebung fest etabliert. Kein Wunder, treffen seit mittlerweile elf Jahren lokale Newcomer auf etablierte und überregional bekannte Headliner. Immer wieder ein Happening für Freunde der gepflegten härteren Muse. Dieses Jahr in Sachen Hardcore, Metal und Punk am Start: My City Burning (Hardcore/NL), 47 Million Dollars (Hardcore/DA), Enraged By Beauty (Metalcore/Pirmasens), Ehrenmord (Stonertrash/Frankfurt) und Kegelgruppe Schaiterhaufen (Deutschunk/DA). Wie immer: Essen und Schnäpse vom Goldenen Hirsch. (gs) Klingt wie: Hell is breaking loose on this years KNABENCORE!!! Bessunger Knabenschule (Halle) / Fr, 15. Oktober / 18 Uhr Abendkasse (bis 19 Uhr) 8 Euro, (ab 19 Uhr) 10 Euro Erstsemesterpartys

ERST PARTY, DANN SEMESTER

Für alle planlosen Erstsemestler gibt’s diesen Monat gleich vier Gründe zum Feiern: Den Auftakt am 15. machen DJ Kai in der „Krone“ und DJ LEo Yamane im Schlosskeller. Vor 24 Uhr zu kommen lohnt sich, denn bis dahin ist der Eintritt frei. Schlafen kann man auch in der Vorlesung. Drei Tage später geht die Feierei auf 603 qm zur Musik von DJ Riot weiter. Wem das noch nicht reicht, der darf sich bei der Welcome-Party in der Mensa Lichtwiese nochmal verausgaben. DJs Mainrecords, Emonor und Century sowie flat revo legen auf. Der K-Bus fährt bis vor die Tür. Nur aussteigen und Spaß haben – das müsst Ihr selbst! (joy) Goldene Krone (Disco) / Fr. 15. Oktober / 21 Uhr / 1 Euro Schlosskeller / Fr, 15.Oktober / 22 Uhr / Eintritt frei (bis 24 Uhr), danach 3 Euro 603qm / Mo, 18. Oktober / 18 Uhr / Eintritt frei Mensa Lichtwiese (Petersenstraße 14) / Do, 21. Oktober / 21 Uhr / Eintritt frei

„Lowbrow“-Eröffnung

HH IN DA

Eines der hitzigsten Diskussionsthemen der letzten Jahre: Gibt’s in Darmstadt eigentlich eine richtige rock’n’rollige Bar? So was wie den Kometen oder Rosi’s oder die Hasenschaukel in Hamburg? Die Meinungen gehen sicher auseinander, aber nicht wenige erhoffen sich, dass das „Lowbrow“ mit Old-School-ArcadeGames, Punkrocknrollscatecore-stonerrockalternative-Beschallung vom am Eröffnungsabend auflegenden DJ Boing Boing und rockiger Atmosphäre eine Lücke schließen wird. Am 16. geht’s los! (mh) Lowbrow (Erbacher Straße 5) / Sa, 16. Oktober / 20 Uhr / Eintritt frei

Schlossmuseum bleibt geöffnet

FÜHRUNGEN AM WOCHENENDE

Zugezogenen Erstsemestern, die Besuch der Eltern oder Freunde in Darmstadt erwarten und Darmstädter, die sich kunstmäßig eher wie der Elefant im Porzellanladen durch Darmstadt bewegen, denen sei ein Besuch des Schlossmuseums nahegelegt. Besuchen kann man das historische Kleinod im Herzen des Schlosses nur mit einer Führung. Diese wird im 90-Minuten-Takt zu bestimmten Themen angeboten. Roter Faden der Führung „Historie und Histörchen“ beispielsweise ist: „Wer mit wem, bei welcher Gelegenheit und vor allen Dingen warum?“. Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten des Schlossmuseums erfahren wir Interessantes und Amüsantes über die Fürstenfamilie von Hessen-Darmstadt. (mei) Schlossmuseum (im Schloss) / So, 17. Oktober / 11 Uhr / Eintritt 4 Euro Anmeldung erbeten unter info@schlossmuseum-darmstadt.de

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Favoriten des Monats


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Favoriten des Monats

Favoriten des Monats

Sophie Hunger (Schweiz)

Tocotronic (HH)

JAZZ, FOLK UND POP

INDIE-ROCK

„Ein überwältigendes harmonisches Konglomerat aus akustischen und elektrischen Sounds angereichert mit Drumcomputer, spröden Mundharmonikaklängen, sprengenden Beats und Chören“, verspricht die Centralstation für das Konzert des Schweizer Musiktalents. Die vielseitige Pianistin und Sängerin überschreitet schamlos und M ggekonnt musikalische Grenzen „und lässt ganze Konzertsäle in Andacht verharren ooder in frenetischen Applaus ausbrechen“. Nicht verpassen! (ah) KKlingt wie: „PJ Harvey und Dylon vom Zürisee“

Ein Freund meinte neulich, dass man Tocotronic auf den ersten drei bis vier Alben nur dabei zugehört habe, wie sie ihre Instrumente lernen. Mag sein, aber wenn dabei Klassiker wie „Jungs, hier kommt der Masterplan“ oder „Ich hab 23 Jahre mit mir verbracht“ rauskommen, ist’s mir recht. Inzwischen haben sie ihre Klampfen im Griff, ihre alten Mentoren Blumfeld und Die Sterne rechts überholt und auf dem neuen Album „Schall und Wahn“ gehörig Streicher streichen lassen. Wenn das der neue Mainstream ist, soll mir auch das recht sein! (mh) Klingt wie: Seit 16 Jahren neu in der Hamburger Schule

Centralstation / Mo, 18. Oktober / 20.30 Uhr / Abendkasse 25 Euro C

Centralstation / Di, 26. Oktober / 20.30 Uhr / Abendkasse 25 Euro

Cherry Choke (UK) + Dynamite Jones (DA)

PSYCHEDELIC / PUNK

„Fat & Holy presents a heavy Psychedelic Happening“, so heißt die neue Konzertreihe der hiesigen Labelcommunity. Dieses Mal zu Gast: Cherry Choke. Das sind ein beckenverliebter Schlagzeuger, rotzig verzerrte, groovige Gitarrenriffs und ein Sänger, der stimmlich aus den 70ern kommt. Kurz: Garage ja, retro ja, Kopie nein, psychedelisch ja, melancholisch nein. Die Musik steckt voller Antrieb und gäbe einen ziemlich guten Soundtrack zu einem Roadmovie ab. Die Desert-Punker von Dynamite Jones geben mit ihrem tarantinoesken Sound die passende Wellenlänge vor. (tk) Klingt wie: Eagles of Death Metal, Tarantino-Soundtracks

Gerd Knebel (Badesalz)

GANZ SCHÖN GEHESSISCH

Mit Badesalz blödelte er sich bis kurz vor den Weltruhm, jetzt fragt er sich (und uns): „Um was geht’s hier eigentlich?“ Aufgrund der großen Nachfrage beehrt Gerd Knebel zum wiederholten Mal das halbNeun Theater: Unüberseh- und –hörbar porträtiert er schlappmäulig hessische und allzu hessische Gepflogenheiten, die jedem von uns so oder so ähnlich tagtäglich begegnen. Das passt natürlich bestens ins Programm des Theaters mit dem 20.30-Uhr-Faible, das sich ja bekanntlich schon etwas länger eines Genres verschrieben hat, welches in seiner weniger intelligenten Form als „Comedy“ bezeichnet wird. (pz) Klingt wie: am Abgrund der Wahrheit.

Oetinger Villa / Fr, 22. Oktober / 21 Uhr / Abendkasse 6 Euro halbNeun Theater (Sandstr. 32) / Di, 26. Oktober / 20.30 Uhr / Abendkasse 19 Euro PURES GRAUEN AUF 3.000 QM

Kürbisse nerven. Aber die 99 lauernden Monster auf der Burg Frankenstein am südlichsten Zipfel Darmstadts sind Halloween hoch zehn und legen alle Nerven blank! Das tausendjährige Burggemäuer ist zu Halloween in vier Reiche aufgeteilt: den Burghof mit Druiden und Vampiren, den Burggraben mit Friedhof, Zombies, Henkern, Werwölfen, Hexen, den Pulverturm mit Reminiszenz an die Folterkeller des Mittelalters und die Unterburg mit Kulinarischem, aber ohne Monster. Da kann jeder das Zittern üben und sich mal so richtig vor Angst in die Hosen machen, denn die Monster, die einem hier auf die Schultern klopfen und einem dann ins Gesicht sehen, haben es in sich! (mei) Burg Frankenstein / ab Fr, 22. Oktober / 20 Uhr / Abendkasse 18 bis 22 Euro (Familientag 9 Euro) / Info unter www.frankenstein-halloween.de Ellen Allien & Chaim (Berlin) + Ivo & Lorenz (Darmstadt)

ELEKTRO O

Mitternachtssauna im Jugendstilbad

HALLOWEEN EINMAL GANZ NACKISCH

Ob in dieser Nacht im Schwimmbad echte Monster unterwegs sein werden oder ob davon ausgegangen wird, dass sich unter den Badegästen ohnehin das ein oder andere solche befindet, ist nicht ersichtlich. Jedenfalls erwarten einen an dieser Halloween-Night im Darmstädter Nobelschwimmbad „besondere Aufgusskreationen“ (Knoblauch?) und einem Mitternachtsbuffet im gemütlichen Saunarestaurant (mit Kürbisgerichten?) und Fackelschein auf der Saunaterrasse. (mei) Klingt wie: Unterhaltungs-Sauna zum Gruseln Jugendstilbad Darmstadt / Sa, 30. Oktober / 22 bis 2 Uhr Abendkasse 29,50 Euro (inkl. Büffet und Begrüßungsgetränk)

Halloween of Doom-Festival Vol. 2

UUUAAAAAAHHHH!

„Miss Techno“ Ellen Allien ist Resident-DJ des Melt Festivals, Gründerin des wohlbekannten Elektrolabels BPitch Control, Modedesignerin ... – die Dame weiß, wie man die Welt um sich dreht. Am besten drehen kann sie aber noch immer Vinyl auf Plattentellern. Und darum wiederum dreht sich auf den 603 tanzwütigsten Quadratmetern unserer Mittelgroßstadt bald alles, wenn sie zusammen mit Labelnachwuchs Chaim den DJ-Thron besteigt. Den roten Teppich ein- und ausrollen werden Ivo & Lorenz. Tipp: Karten im Vorverkauf sichern! (tk) Klingt wie: Paul Kalkbrenner, Kiki

Das Halloween of Doom-Festival geht in die zweite Runde. Mit dabei: Tone Low (NL), Planks (Mannheim), Pyramido (SWE), Radare (Wiesbaden) und Bastard King (Darmstadt). Letztere werden mit ihrem Reunion-Auftritt noch einmal in Originalbesetzung die Bühne rocken. Geboten werden: tonnenschwere Riffs, verzerrte Gitarrenwände, hypnotische Schlagzeugrhythmen und schwebende Bassläufe. Da kommt der Fan von psychedelischem Stoner-, Doom-, Drone- und Sludge-Metal nicht zu kurz! Harte Kost für die Ohren. Für den Magen gibt’s vegetarische & vegane Schlemmereien. (gs) Klingt wie: ein akustischer Drogentrip mit Weltuntergangsstimmung

603qm / 23. Oktober / 23 Uhr / Abendkasse 12 Euro

Bessunger Knabenschule (Halle) / Sa, 30. Oktober / 18 Uhr Abendkasse (bis 19 Uhr) 8 Euro, (ab 19 Uhr) 10 Euro

Alle Fotos der Favoriten: Veranstalter

34. Halloween auf Burg Frankenstein


ANSEHNLICH_ 11

Suche und finde! Schöner Leben im Lebensraum

3D: Ich – Einfach unverbesserlich

In 3D

Darmstädter Kinos

USA 2010 | Regie: Pierre Coffin, Chris Renaud | FSK: o.A. | Länge: ca. 95 Min. | Filmstart: 30. September Skurriles Animationsabenteuer um einen Bösewicht, der mit dem Diebstahl des Mondes zum größten Schurken der Welt werden will. Die Story reißt den Zuschauer nach wenigen Minuten mit seinem schrägen Antihelden bis zum furiosen Finale mit und zündet ein wahres Feuerwerk an Gags. Geradezu Kultstatus könnten die schrulligen gelben Helfer von Gru erlangen.

3D: Konferenz der Tiere

Im Cinemaxx in 3D

Darmstädter Kinos

Deutschland 2010 | Regie: Holger Tappe, Reinhard Klooss | FSK: o.A. | Länge. 93 Min. | Filmstart: 7. Oktober

Diesen Sommer wurde im Martinsviertel eine Litfaßsäule künstlerisch gestaltet. Sie behielt eine ganze Weile dieses ungewöhnliche Aussehen – vermutlich war die Gestaltung mit der Agentur abgesprochen, die normalerweise die Säule als Werbefläche vermietet. Die Säule ist, wie die 67.000 weiteren in diesem Land, nach ihrem Erfinder, Ernst Litfaß, benannt. Der hat vor über 150 Jahren in Berlin die ersten Säulen aufgestellt – wahrscheinlich, um das wilde Plakatieren in der Stadt einzudämmen. Litfaß war damit einer der

ersten, die das (finanzielle) Potential der Werbung erkannt haben. Die Säule im Martinsviertel ziert inzwischen wieder die alltägliche, bezahlte Werbung. Wir werden nun von einer sich verführerisch räkelnden, stark geschminkten und leicht bekleideten jungen Dame angeschaut. Völlig aus dem Zusammenhang gerissen will sie uns die beste und neueste Musik verkaufen. Und da soll man keine Herbstdepressionen bekommen. (Paul Gruen)

Weil es in der afrikanischen Savanne kein Wasser mehr gibt, begeben sich Erdmännchen Billy und sein Freund, der Löwe Sokrates, auf die Suche nach dem Grund für die Wasserknappheit. Auf ihrer Reise gesellen sich nach und nach Tiere aus allen Erdteilen zu ihnen, darunter ein gallischer Hahn, ein Tasmanischer Teufel und zwei steinalte Galapagos-Schildkröten. Als man schließlich den Grund herausfindet, eine riesige Staumauer, wird eine Konferenz der Tiere einberufen, auf der man beschließt, den Menschen einen Denkzettel zu verpassen.

Goethe!

Pali

Deutschland 2010 | Regie: Philipp Stölzl | Darsteller: Alexander Fehling, Miriam Stein, Moritz Bleibtreu | Filmstart: 14. Oktober Johann Wolfgang von Goethe hat mit „Götz von Berlichingen“ sein erstes bedeutsames Werk geschaffen, findet jedoch für den heutigen Sturm-und-Drang-Klassiker zunächst keinen Verlag. Durch die Ablehnung ist der mittellose Goethe gezwungen, eine Stelle als Rechtsreferendar am Reichskammergericht in Wetzlar anzutreten. Dort freundet er sich mit Jerusalem an, dessen Liebe zu einer verheirateten Frau ihn in den Selbstmord treibt. Und er lernt Lotte Buff kennen, die seinen Gefühlshaushalt komplett auf den Kopf stellt.

3D: Legende der Wächter

Im Citydome in 3D

Darmstädter Kinos

USA/Australien 2010 | Regie. Zack Snyder | FSK: 6 | Länge: noch unbekannt | Filmstart: 14. Oktober Dass Glaube bekanntlich Flügel verleiht, wird im Film wortwörtliche Wirklichkeit, als Soren und sein Bruder sowie eine Gruppe von Jungeulen sich auf die Suche nach dem Großen Baum, der Heimstatt der legendären Eulen von Ga’Hoole sein soll, begeben. Die sogenannten Wächter sollen angerufen werden, auf dass sie in den Kampf gegen die Reinen ziehen, eine Vereinigung kriegerischer Eulen, die junge Eulen entführen, um sie dann nach erfolgter Gehirnwäsche zu Soldaten auszubilden.

Wall Street – Geld schläft nicht

Darmstädter Kinos

USA 2010 | Regie: Oliver Stone | Darsteller: Shia LaBeouf, Carey Mulligan, Charlie Sheen | FSK: noch unbekannt Länge: 127 Min. | Filmstart: 21. Oktober

CinemaxX Darmstadt Goebelstraße 11 Infos & Tickets: (0 6151) 8 705868

Citydome Darmstadt Wilhelminenstraße 9 Infos & Tickets: (0 61 51) 29789

Mehr Infos im Kino und unter www.kinos-darmstadt.de

Fotos: Paul Gruen

Gier ist nicht mehr nur gut, Gier ist das Ein und Alles: 23 Jahre nach „Wall Street“, dem ultimativen Statement zur Ich-Mentalität der Achtzigerjahre, geht Oliver Stone dem Finanzcrash von 2008 auf die Spur, der den Gordon Gekko von damals wie einen Philanthropen wirken lässt.


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Pilze wachsen selten auf Gehwegen, daher geht’s quer durch den Wald. Wer ein Laie der Orientierung ist, kann sich zusätzlich noch mit Kompass, GPS oder schlicht einem Stück Kreide ausrüsten. Ein Verirren im Walde sollte damit ausgeschlossen sein. Apropos Wald: Pilzesammler verraten selten die guten Fundorte und verdecken gar sorgfältig die Schnittstellen mit Moos. Ob im Odenwald oder Taunus: Idealer Nährboden ist der Mischwald fernab von befestigten Wegen. Falls der Ausflug nicht erfolgreich war, bieten sich Alternativen an. Zum Beispiel erhält man auf den wöchentlichen Märkten oder bei ausgewählten Gemüseläden durchaus auch Waldpilze. Oder Ihr haltet die Augen offen, welches Restaurant Eures Vertrauens ein entsprechendes Tagesangebot kredenzt. Doch ganz gleich, ob fündig geworden oder nicht, lohnenswert ist ein Spaziergang im Wald für uns Städter allemal. (Daniel Wildner)

Städter erobern den Wald

Pilze sind toll. Nicht nur weil sie mit „P“ beginnen, sondern weil sie auch unglaublich lecker schmecken und so manche Mahlzeit verfeinern. Und den Jüngeren unter Euch, die Pilze nur von Pizza Funghi, Jägerschnitzel oder der jährlichen Fußwäsche kennen, sei gesagt, ja, es gibt sie wirklich. In freier Wildbahn wachsend und voller Vielfalt. Um fündig zu werden, ist jetzt die Zeit, einen ausgedehnten Spaziergang in die umliegenden Wälder zu wagen. Diese kleine Hilfestellung soll Euch einen ersten Einblick geben. Pilzjäger sind bereits seit August unterwegs, um die Pracht zu ernten. Aber keine Sorge, die Schwammerl findet Ihr je nach Wetterlage bis voraussichtlich Ende Oktober. Jedoch ist das mit den Pilzen so eine Sache. Zu unterscheiden, ob lecker oder nicht lecker, ist nicht nur eine Frage des Geschmacks. Vielmehr geht es dabei um das Leben nach dem Essen – ob gemütlicher Fernsehabend mit „Tatort“ oder hektischer Aufenthalt in der Notaufnahme. Daher ganz deutlich: Die mit dem roten Hut und den weißen Punkten sehen hübsch aus, sind aber nun mal giftig. Anfänger sollten sich gut informieren, welche Pilze bekömmlich sind. Hilfe geben unzählige Ratgeber über die Pilzbestimmung. Mit dem Vergleichen von Abbildungen und detaillierten Beschreibungen lassen

sich viele essbare Pilze identifizieren. Auch werden regelmäßig Exkursionen zu diesem Thema angeboten (siehe Infobox), bei denen neugierige Neulinge mit erfahrenen Sammlern durch die Wälder streifen können. Wenn der Korb dann mal gefüllt ist, können die Fundstücke auch von einem Fachmann der Pilzberatung geprüft werden. Aber grundsätzlich empfiehlt es sich, alle unbekannten Pilze stehen und der Natur zu überlassen. Falls doch mal die falschen Pilze auf dem Teller waren, erkennt Ihr das am heftigen Schweißausbruch, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Benommenheit. Bei solchen Symptomen schnell handeln: Notarzt anrufen und alles einsammeln, was von den Pilzen übrig ist – auch Erbrochenes. Auf gar keinen Fall Milch trinken, denn diese verstärkt die Giftaufnahme. Ach, und für die lieben Tischnachbarn, die selbiges gegessen haben, ist der Abend ebenso gelaufen. Auch ohne Symptome muss eine sofortige Untersuchung her. Bei Unsicherheit nach dem Verzehr oder auch wenn die ungezogenen Kinder draußen beim Herumtollen unbekannte Pilze genascht haben, hilft die Gift-Notrufzentrale in Mainz: (06131) 19240. Sich auf die Pilzsuche vorzubereiten ist ganz einfach: Korb, Messer, Bestimmungsbuch einpacken und eine waldtaugliche Kleidung anziehen. Dabei am besten die Hosenbeine in die Socken stecken – Zeckenalarm!

Pilze-ABC Darmstädter Exkursion: Pilzwanderung im Gebiet des Hergottsund Dachsberges mit Dr. Hanns Feustel, am Sonntag, 3. Oktober, Treffpunkt: 9.30 Uhr am Böllenfalltor, Ende gegen 12.30 Uhr Gift-Notrufzentrale Mainz: (06131) 19240 Pilzberatung Darmstadt: Umweltamt Darmstadt, Pilzberatung: (06151) 32938 (nur mit Terminabsprache) Webtipp für die Umgebung: www.fundkorb.de Pilze-Online-Informationen: www.pilz-bibel.de und www.pilzewelt.de

Gestaltung: Daniel Wiesen, Foto: Daniel Wildner

In die Pilze


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Karoline lebt!

– die Auflösung

Wie der Flohmarkt zurück auf den Karolinenplatz kam

Ende Oktober 2009 war der große Tag der Entscheidung. Der Tag, an dem die Stadtverordnetenversammlung im Justus-Liebig-Haus tagte. P-Mitstreiter standen parat, um den eintrudelnden Mitgliedern das frisch gedruckte P-Heft auszuteilen und sie an die richtige Entscheidung zu erinnern: Für Karoline! Für die Bürger, die sie vertreten! An diesem Tag wurde entschieden, dass Karoline wieder zurückkommt. Zwar nicht sofort, aber in rund einem Jahr. Am 20. November 2009 haben wir diesen Beschluss im 603qm gefeiert – mit sechs Bands und dem ParoleP-DJ-Team. Es war eine feine Party mit Euch und mit prima Musik. Alle Bands und DJs haben ohne Gage mitgewirkt, für Karoline. Und wir freuten uns über 1.000 Euro Reinerlös, die unseren Spendenbetrag auf 1.510 Euro aufstockten, yeah! Und was ist mit der Kohle passiert? Das Geld hat die Stadt bekommen. Als kleine Anschubfinanzierung für den allerersten Flohmarkt, der nun wieder auf dem

Karoline lebt also weiter: Und mit ihr auch so mancher Zeitzeuge, der sich hinter einem auf dem Flohmarkt erstandenen Bilderrahmen oder in einem Fotoalbum befindet. In der P-Ausgabe Nummer 23 wollten wir gern von Euch wissen, was sich für eine Geschichte hinter dem Bild auf der Postkarte von Marianne und Heinz verbirgt. Die eingegangen Texte handeln von Pferdezucht und einer Zugreise – zwei Geschichten, die wahr und falsch zugleich sein können. (Elisabeth Lawonn)

Nun heißt es endlich: Welcome back, Karoline! Denjenigen, die den Flohmarkt noch nicht kennen, sei gesagt, dass er wahrlich besonders ist! Am Vorabend geht es bereits mit dem Stöbern los, viele Stände sind dann schon aufgebaut (offizieller Beginn: 19 Uhr). Einige werdem zwar über Nacht wieder zugedeckt, weil die Standbetreiber sich den Schlaf gönnen, doch trifft man auch auf muntere und gut gelaunte Nachtschwärmer. So findet man manchmal schon nachts die schönsten oder skurillsten Dinge und kann sie glücklich mit nach Hause nehmen. Aber: Taschenlampe oder Laterne nicht vergessen! Am Tag blickt man auf eine Vielzahl von Ständen und auf ein großes, sich gemächlich bewegendes Menschenmeer. Viel Vergnügen und vielen Dank an alle Karoline-Mitstreiter! (Elisabeth Lawonn)

Karoline is back! Flohmarkt auf dem Karolinenplatz Fr, 8. Oktober, 19 Uhr, bis Sa, 9. Oktober, 15 Uhr Eintritt frei, keine Standgebühren

Von strammen Hengsten und schnellen Ritten

von Linda Knaak Heinz’ Eltern waren Inhaber eines gutgehenden Familienunternehmens: Seit Jahr und Tag züchteten sie die stärksten Pferde in ganz Sachsen. Heinz, traditionsbewusst und strebsam, half schon früh im Betrieb mit. Aufgrund seines besonderen Talents, gute Preise auszuhandeln und seiner Reiselust, war er in den letzten Jahren mit dem Einkauf neuer Zuchthengste betraut worden. Die Eltern hatten vollstes Vertrauen in ihren Jungen, der nun viel unterwegs war, um den Gaulnachwuchs zu gewährleisten. So hatte Marianne und Heinz – Eine Bestandsausfnahme besten er stets viel zu tun und ein wichtiger Aspekt kam in Von Gergely Pogonyi seinem Leben zu kurz: Für Fräuleins und Liebschaften Ein Bahnhofsgebäude im Bauhausstil / Ein Emailleblieb keine Zeit. Dabei wünschten sich die Eltern Schild mit blauen Lettern („Meißen“) / Eine Regenwolke nichts sehnlicher, als dass ihre Zucht von ihrem zu(tröpfelnd) / Eine Dame mit Hut Ein Regenschirm künftigen Enkelkindern weitergeführt würde. Während (geschlossen) / Ein Schiffshorn (in der Ferne tueiner seiner Geschäftsreisen verpasste Heinz die junge tend) / Eine Bahnhofsuhr / Ein Blick auf die BahnhofsPraktikantin Marianne, die für einige Wochen am Hof uhr (ungeduldig) / Ein Bahnwärter in Uniform / Ein der Eltern mitgeholfen hatte. Eine stattliche junge weiterer Blick auf die Bahnhofsuhr (verstohlen) / Ein Dame, die es verstand mit anzupacken und die TierlieSchnellzug (aus Dresden kommend) / Ein Fahrgast be mit Heinz gemeinsam hatte. Die Eltern sahen in ihr aus Wien (seine Zeitung weglegend) / Ein Koffer (sich eine potentielle Schwiegertochter und fotografierten öffnend, die Zeitung verschlingend) / Ein Bremsquietsie während ihres Praktikums, um sie Heinz später zu schen (ziemlich laut) / Ein suchendes Augenpaar / Ein zeigen, wenn er zurückkam. Als der Junior das Bild bei zweites suchendes Augenpaar / Ein Regenschirm (sich seiner Heimkehr sah, war er verzückt und freute sich, öffnend) / Zwei sich treffende Blicke / Einige Worte (im dass die Eltern bereits bei der lieblichen Marianne vorLärm untergehend) / Ein Handkuss / Ein Knicks / Zwei gefühlt hatten. Einem Treffen stand nun nichts mehr sich entfernende Schuhpaare (auf dem Weg zum Geim Wege und so schrieb er ihr diese Postkarte! stüt) / Stille

Gestaltung: Friederike Merkel Foto: Karolinen-Flohmarkt

„Die Geschichte von Karoline“ ähnelt fast einer kleinen bürgerlichen Revolution. Vor mehr als etwa einem Jahr richtete die Stadt Darmstadt ihren Bürgern aus, der Karolinen-Flohmarkt fände nicht mehr auf dem Karolinenplatz, sondern auf dem Parkplatz des Nordbads statt. Grund dafür waren die mit 7.200 Euro zu hohen Kosten für Absperrgitter und Ähnliches. Die wenig reizende und unverständliche Umverlegung wollte sich das P-Magazin – und mit ihm viele Bürger – nicht gefallen lassen. Aktiv wurde für Karoline gekämpft. Das Karoline-Aktionsteam des P-Magazins wurde gebildet und organisierte den Protest. In den folgenden Monaten wurden Spendenschweine gefüttert, Unterschriften gesammelt und unzählige Aufkleber verteilt. Ziel war es, immer mehr Leute über den städtischen Beschluss zu informieren und für den Protest zu aktivieren. Vor allem sollten aber die fehlenden 7.200 Euro gesammelt werden, um zu symbolisieren, dass Karoline an ihrem Ort bleiben soll!

Karolinenflohmarkt stattfindet. Um damit deutlich zu machen, dass wir aktiv werden für Dinge, die uns wichtig sind. Aus unserer Sicht bedeutet die Annahme der Spende für die Stadt gleichzeitig eine Verpflichtung, den Flohmarkt auf dem Karolinenplatz gegen künftige Sparattacken zu verteidigen. Geldübergabe war am 9. Dezember 2009 um 13.45 Uhr: Glücklich überreichten wir den zuständigen Stadträten Dr. Molter und Wenzel im Neuen Rathaus den Geldsack mit den gesammelten 1.510 Euro (siehe Foto)!

Foto: Jan Nouki Ehlers

Es ist wieder soweit: Der Karolinen-Flohmarkt wird am 8./9. Oktober stattfinden – und zwar an seinem alten, eigentlichen Ort, dem Karolinenplatz! Umgeben vom Staatsarchiv, TU-Neubau und Schloss wird vom Sonnenuntergang des Vortags bis zum Samstagnachmittagskaffee gestöbert, gehandelt und gekauft.


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Im Neuwiesenweg 2 wird gefeiert, gekocht und gearbeitet Einen Ort, an dem sie ihrer Leidenschaft frönen können, hatten sie gesucht. Einen Ort, an dem sie mit Freunden für Freunde Musik spielen würden. Diesen Ort haben Christina Elisa und Manuel Lang, zwei der drei Tankwarte der Kassettentanke, gefunden. Nun laden sie gemeinsam mit Konstantin Papageorgiou aka Konni, Nachtschwärmern bekannt aus dasBlumen und dasStella, in unregelmäßigen Abständen zu ganz besonderen Klangerlebnissen in den Neuwiesenweg 2 ein. Während ihrer Suche hatte sich auch Rodrigo Opazo, geschätzter Koch im Schwarz/Weiss Café, zu den ambitionierten Musikliebhabern gesellt. Ihm schwebte eine „Eventküche“ vor: Er will seine Mitmenschen genießen lassen – mit ihnen gemeinsam kochen oder ihnen eigene kulinarische Kreationen kredenzen. Udo Drees, der Fünfte im Bunde, konnte als Gründer der WeststadtLofts im Neuwiesenweg schließlich mit der passenden Lokalität aufwarten. In monatelangen „Low-Budget-Renovierungsarbeiten“ entstand dort ein multifunktionaler, blanker Raum: ein Raum für Musik, ein Club, eine Küche, eine Galerie, ein Raum zum Arbeiten. Den Events entsprechend wird er jeweils möbliert. So wird zu den Musikveranstaltungen die „schönste Anlage Darmstadts“, liebevoll „Druckkammer“ genannt und preisgünstiges Erbe des ehemaligen Roof Garden, aus dem Keller geschleppt. An deren Plattentellern eröffnete am 12. Dezember 2009 Losoul das Kunst- und Kulturprojekt Neuwiesenweg 2. Die Wahl fiel nicht von ungefähr auf den Kölner HouseDJ. Denn die Clubabende und Partys der drei Soundfetischisten bewegen sich stilistisch hauptsächlich zwischen Deephouse, druckvollem Minimal und Klassikern

moderner Tanzmusik. „Als Freunde guten Geschmacks unterschreiten wir aber durchaus auch mal gewohnte BPM Grenzen in Form von HipHop, Funk und Soul“, erklären die Neuwiesenwegbereiter. So brachten inzwischen Thomas Hammann, Soulphiction aka Jackmate, Gerd Janson, Âme und die Smallpeople aus Hamburg Housefeeling in den Neuwiesenweg – „gute Musik für ein halbwegs erwachsenes Publikum mit Musikleidenschaft im Herzen“, das sich vielleicht noch (wehmütig) der Kesselhaus-Zeiten erinnert. Inzwischen avancierte der „Schallplattenclub“ zu „Darmstadts sympathischstem Club“, so das Feedback eines begeisterten Fans auf der Facebookseite „Neuwiesenweg“. Hier kann man sich übrigens eintragen, wenn man über die kommenden Veranstaltungen informiert werden möchte. Der Oktober bietet da gleich zwei Highlights: Philpot Nights Pt.2 mit Soulphiction aka Jackmate aus Stuttgart und Break SL aus Dresden am Samstag, dem 2., sowie den Krauseworkshop mit dem Krauseduo aus Jena und Paul David Rollmann aka Even Tuell (Workshop) RC aus Kleestadt am Samstag, dem 30. Oktober.

02/10 Alex Flitsch Dorian Paic

Auch die Pläne, regelmäßig Ausstellungen – zum Beispiel mit Streetart-Fotografie – zu präsentieren, sind akut. Interessierte Künstler können sich gerne per Mail an info@weststadtlofts.de vorstellen. Weil sich Kultur bekanntermaßen nicht selber trägt, birgt der Neuwiesenweg noch ein weiteres Konzept: die WeststadtLofts. Der Unternehmer Udo Drees bietet hier „CoWorking in Darmstadt“ an. Seit September gibt es unverbindlich und zeitlich flexibel Büro- und Arbeitsräume für Designer, Architekten, Diplomanden und andere Interessierte zu mieten. Die zur Verfügung stehenden 350 Quadratmeter sind mit Drucker, Scanner, Fax, Kopierer und Großformatdrucker ausgestattet. Außerdem gibt es zwei Konferenzräume, einen CaféBereich und W-LAN im ganzen Haus. Genaue Infos dazu auf: www.weststadtlofts.de. (Antje Herden) Gestaltung: Katja Mink, Fotos: Jan Nouki Ehlers; WeststadtLofts.de

Raum für Klang, Kunst und Kulinarisches

von Freunden und Familie den Samstag ausklingen oder das Wochenende beginnen lassen. Je nachdem welcher von den Fünfen den Nachmittag organisiert, gibt er diesem seinen eigenen Schwerpunkt: mal musikalischer mit einer Party als Höhepunkt, mal künstlerischer oder kulinarischer. Die genauen Termine sind auf Facebook nachzulesen.

Mit der Eventküche veranstaltet Rodrigo Opazo spannende Kochveranstaltungen zum Mitmachen oder entspannte Dinnerabende „für Euch und Eure Freunde“, wie auf seiner Homepage www.die-eventkueche.de zu lesen ist. Samstags laden die Neuwiesenwegler abwechselnd zur „Samstagsküche“ – von 16 bis 20 Uhr kann man bei Kaffee und Kuchen sowie kleinen Gerichten und von DJs servierten musikalischen Schmankerln im Kreise

09/10 I Love Musica Dinky Bulu 16/10 Playhouse Night Guido Schneider Heiko MSO 23/10 Herz ist Trumpf Andre Galluzzi Basti Pieper 30/10 Kreuz und Quer Chris Tietjen tINI 06/11 Super Flu 20/11 Guti LIVE

Bistro und Club

Meetingraum

Eventküche

Manuel, Christina und Rodrigo

Kasinostrasse 60 64293 Darmstadt www.levelsechs.de


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Nach der Räumung Wie Neckar5 durch eine Hausbesetzung auf ein Paradoxon aufmerksam machte

Die Polizei nahm Kontakt zu den Hausbesetzern auf. Diese räumten um 15 Uhr des folgenden Tages das Bürogebäude freiwillig. Ihnen wurden Gespräche mit der Stadt zugesichert, bei denen man sich ihr alternatives Wohnkonzept anhören und über ein Ersatzobjekt verhandeln wolle. Der Eigentümer verzichtete auf eine Anzeige und die Hausbesetzung nahm ein verfrühtes, aber friedliches Ende.

Wer in Darmstadt eine Wohnung sucht, kennt das Problem. Es ist unheimlich schwierig eine Wohnung in einigermaßen zentraler Lage mit genügend Wohnfläche zu bezahlbarer Miete zu finden. „Vor allem zu Semesterbeginn hat man keine Chance,“ meint Katrin* von Neckar5, die selbst über ein halbes Jahr auf Wohnungssuche war. Da verwundern leerstehende Gebäude, die seit Jahren ungenutzt sind, wie das Haus Nr. 5 in der Neckarstraße.

Wie es weiter geht … Das Gespräch mit der Stadt führte laut Neckar5 zu keinem nennenswerten Ergebnis. Jugend- und Sozialdezernent Jochen Partsch sagte den Besetzern von Neckar5 gegenüber, er wisse nichts von dem Angebot eines Ersatzobjektes. Er würde aber versuchen mit Eigentümern leerstehender Häuser in Kontakt zu treten, und sich dann wieder melden. In einer E-Mail teilte er Neckar5 schließlich mit, dass beim Immobilienmanagement Darmstadt angefragt wurde, die Stadt Darmstadt aber kein Gebäude zur Verfügung stellen könne.

Wie alles begann … Im April 2010 schloss sich die Gruppe Neckar5 zusammen. Ihr Ziel: mehr Wohnraum in Darmstadt erschließen. Die Aktivisten wollten den Wohnungsmangel und die daraus resultierenden horrenden Mieten nicht mehr akzeptieren. „Es gab viel Diskussionsbedarf“, erzählt Julian* von Neckar5. Jeder konnte sich einbringen und alles wurde gemeinsam entschieden. „Da tritt man auch oft auf der Stelle und dreht sich im Kreis“, erklärt Julian. Nach und nach entstand jedoch ein neues Wohnkonzept: eine Wohngemeinschaft, basierend auf Kollektivität, Solidarität und basisdemokratischen Grundstrukturen. Für Mitbewohner einer solchen WG bedeutet das, nicht nur mit den anderen Mitbewohnern zusammen zu wohnen, sondern auch gemeinsam Entscheidungen zu fällen, zu diskutieren, politische und kulturelle Veranstaltungen auf die Beine zu stellen sowie zusammen zu kochen und eine regelmäßige Volxküche zu veranstalten. Da Wohnen zu den Grundbedürfnissen eines Menschens gehöre und der Wohnort zudem Einfluss auf das soziale und gesellschaftliche Leben nehme, solle niemandem der Zugang auf Grund eines geringen Einkommens verwehrt bleiben. Deshalb fordert die Gruppe Neckar5 mietfreies Wohnen. Was nach Utopie klingt, halten die Mitglieder durchaus für realisierbar. Denn in Darmstadt gibt es viele leerstehende Gebäude, wie beispielsweise die Anlage der ehemaligen US-Kaserne Lincoln Village. Wohnraum, der nur darauf wartet, genutzt zu werden. Aus dieser Vision wurde der Plan, dem die Gruppe ihren Namen verdankt: die Hausbesetzung des ehemaligen Telekom-Bürogebäudes Neckarstraße 5.

feierfreudige und neugierige Menschen folgten dem Aufruf. Ungünstigerweise ging die Gleichung – je mehr Leute im Haus sind, desto weniger können wieder rausgeworfen werden – die Neckar5 in ihrem Blog aufstellte, nicht auf. Kurz nach Mitternacht ging bei der Polizei eine Beschwerde wegen Ruhestörung ein.

Die Besetzung Am späten Abend des 2. Juni stiegen die Mitglieder von Neckar5 durch ein offenes Fenster im ersten Stock in das verlassene Bürogebäude ein. Das Haus schien optimal für ihre Zwecke, seit langem leerstehend von der Telekom nicht mehr genutzt und scheinbar in Vergessenheit geraten. Ein Irrtum, wie sich später herausstellen sollte, denn die Telekom hatte das Bürogebäude bereits weiterverkauft. Der von außen unauffällige Gebäudekomplex mit grauer Rauputzfassade und roten Fensterrahmen würde bis zu 30 Bewohnern Platz bieten. Außerdem gebe es mehrere große Säle und Konferenzräume, die die Hausbesetzer für politische und kulturelle Events nutzen wollten. So fanden sich im viertägigen Programm für die Hausbesetzung mehrere Infoveranstaltungen über die Aktion, aber auch über andere politische Themen. Zudem waren täglich öffentliche Frühstücke, Kaffeetrinken und Volxküchen angesetzt. Kurz nach Besetzungsbeginn öffnete Neckar5 mit einer Party die Türen, beziehungsweise das Fenster, für jedermann. Rund 150

Den Vorschlag, ein Konzept für die Nutzung der ehemaligen US-Kaserne Lincoln Village vorzulegen, lehnt die Gruppe derzeit ab. „Das Projekt steht im Gegensatz zu den Zielen unserer Aktion“, erklärt Katrin. Denn für die Wohnanlage soll ein Käufer gefunden werden und dieser wäre mit Sicherheit mit dem Konzept des mietfreien Wohnens nicht einverstanden. Außerdem fordert Neckar5, dass aus Wohnungen kein Profit geschlagen wird. Für die Instandhaltung trage das Kollektiv die Verantwortung. Trotz der gescheiterten Gespräche und einem fehlenden Projektvorschlag für Lincoln Village seitens Neckar5 gibt die Gruppe nicht auf. „Wir haben viele Leute erreicht und ein positives Echo bekommen“, sagt Julian. Wie es weiter geht, bleibt offen. Aktuell konzentriert sich die Gruppe auf die Organisation einer Demo gegen Leerstand und Wohnungsnot, sowie Leistungszwang im Bildungssystem. Sie soll am Samstag, dem 16. Oktober, um 17 Uhr am Hauptbahnhof stattfinden. Weitere Hausbesetzungen seien im Moment nicht geplant, sagt Katrin. Allerdings heißt es auf Transparenten und in ihrem Blog „Nach der Räumung ist vor der Besetzung!“. Wir können also gespannt sein, wie es weiter geht. (Laura Mürmann)

Gestaltung: Vincent Jauernig, Fotos: Neckar5 *Namen von der Redaktion geändert.

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Drink’n’Roll durch Darmstadt Das Darmstädter Nachtleben aus der Sicht eines Rollstuhlfahrers Als eine Abifete in einem Darmstädter Kellerclub auf der Kippe stand, weil er nicht behindertengerecht war, meinte der Barkeeper, der Rollstuhlfahrer des Abijahrgangs solle doch mal „ßber seinen Schatten springen“. Michael HĂśnig, stadtbekannt als „Mike“, der von Geburt an aufgrund eines HĂźftschadens im Rollstuhl sitzt, fragte sich sogleich, wie er diesen Sprung wohl hinbekommen kĂśnnte.

603 qm Linie Neun Mini CafĂŠ San Remo Foto: Kim Epes

Leider ist es mit Toleranz und dem Willen, so zu sein wie andere, nicht immer getan. Darmstadts MĂśglichkeiten der Abendgestaltung reduzieren sich rasch auf eine kleine Auswahl, wenn man im Rollstuhl auf der

Absolut klasse! Leider ungeeignet

Centralstation

Das Waben WeststadtcafĂŠ Zoo Bar

Mike auf Tour durch Darmstadt

OK, aber WC auswärts Bestens!

Bedouin

OK, aber WC auswärts

FĂźr Mike ist es ärgerlich, dass er nicht Ăźberall hinkommt, doch zumindest hat er Orte gefunden, an denen er sich wohl fĂźhlt und als Rollstuhlfahrer gleichberechtigt ist. „Es liegt oft gar nicht an fehlender Toleranz oder Hilfsbereitschaft bei den Leuten, ganz im Gegenteil, aber sie denken die Sache oft nicht zu Ende“, erklärt der 41-Jährige das Dilemma. Freunde klopfen ihm freundschaftlich auf die Schulter und versprechen, dass sie ihm durch die TĂźr oder aufs Klo helfen. Aber genau da liegt die Crux: Die Selbstständigkeit steht fĂźr einen Behinderten an erster Stelle, er will nicht „getragen“ werden. Und auĂ&#x;erdem: Was passiert in einer Panik- oder Fluchtsituation? Wer trägt ihn wieder hinaus? Mal ganz abgesehen von Versicherungs-Problemen, die so etwas mit sich brächte. Doch Mike hat sich nicht eingeigelt: Er kennt sich aus und hat sich seine eigene „Rolli-Kneipenlandschaft“ zusammengestellt. Wenn seine Freunde mal woanders hinmĂśchten, nimmt er das nicht gleich persĂśnlich, denn die kleinen Eckkneipen und CafĂŠs haben schlieĂ&#x;lich auch ihre Berechtigung.

Leider ungeeignet Gänzlich ungeeignet Gänzlich ungeeignet

Goldene Krone

OK, aber WC auswärts Hillstreet Club

Bestens! Absolut klasse!

Lokales

Leider ungeeignet

Schlossgarten

Absolut klasse!

Leider ungeeignet

ApĂŠro Absolut klasse!

Suche nach ein paar Bierchen ist. Zwei elementare Grundvoraussetzungen stehen nämlich im Vordergrund: ebenerdiger Eingang und behindertengerechte Toilette. In den USA, wo Mike diesbezßglich sehr positive Erfahrungen gemacht hat, ist das in 95 Prozent der Fälle gegeben. In Darmstadt leider nicht, obwohl auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene das Behindertengleichstellungsgesetz gilt. Demnach mßssen Üffentliche Gebäude rollstuhlgerecht gebaut werden. Auf kommunaler Ebene ist dies aber nur relevant, wenn das Gebäude nach 1998 gebaut wurde.

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Schlosskeller Das Stella

„Zu FuĂ&#x;“ kann der Darmstädter „Rolli“ genauso wenig gehen, wie er „ßber Schatten springen“ kann, doch mit Darmstadts „Verkehrssituation“ fĂźr Behinderte ist Mike recht zufrieden: „Ich kann Busse und Bahnen kostenfrei nutzen, in ganz Darmstadt verkehren Niederflurbusse und -bahnen, Behindertenparkplätze gibt es genĂźgend.“ Mike wĂźnscht sich allerdings von manch einem Darmstädter MitbĂźrger, er wĂźrde mal „ßber seinen Schatten springen“ und nicht faul den Behindertenparkplatz wählen, sondern weitersuchen. Denn von Nicht-Behinderten belegte Behindertenparkplätze sind fĂźr ihn sehr frustrierend. FĂźr ihn ist das illegale Parken auf einem Behindertenparkplatz auch deshalb unverständlich, weil die Kosten fĂźr einen solchen Strafzettel so hoch sind, dass man dafĂźr seinen Wagen tagelang in einem der teuren Darmstädter Parkhäuser parken kĂśnnte. (Meike Heinigk)

– Treppe – zu steile Rampe – Behindertengerechte Toilette

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Zweite Heimat

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Behindertengerechtes Bauen Seit diesem Jahr ist Darmstadt nach Frankfurt die zweite hessische GroĂ&#x;stadt, die einen von der Verwaltung unabhängigen Behindertenbeauftragten hat. In Darmstadt sind es sogar zwei Mitglieder des Vereins „Club der Behinderten und ihrer Freunde“ (CBF). Fragen der Barrierefreiheit von Bauwerken und Verkehrswegen gehĂśren zu ihren Aufgaben und sollen kĂźnftig praxisorientierter gelĂśst werden.

Leider ungeeignet

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dem Balkhäuser Tal und dem Mordachtal stammen, werden ab Anfang September hier verarbeitet. Sie werden gewaschen, in der Apfelmühle zu Maische gemahlen, ausgepresst – und der Süße wird dann schrittweise zum Apfelwein. Dass nun die Saison beginnt und gekeltert wird, sei dringend nötig, erklärt Michael Stein, heutiger Inhaber des Bayrischen Hofs, denn die Vorräte aus der vergangenen Saison gehen zur Neige.

Fotos: Jan Nouki Ehlers

Im Bayrischen Hof wird noch gekeltert!

Der Junge Wilde aus Darmstadt wird immer beliebter. Besonders im letzten Jahr ist die Nachfrage enorm gestiegen. Auch seine Vorgänger schätzt man – und das, was aus ihm wird, wenn die Sturm- und Drangzeit vorüber ist und sich eine gewisse Reife einstellt. Wovon sprechen wir hier eigentlich? Wir sprechen hier von unserem unvergleichlichen, schmackhaften, sagenumwobenen hessischen Nationalgetränk: dem Äbbelwoi! Frisch gekeltert erhält man aus 50 Kilogramm Äpfeln zirka 30 bis 35 Liter Apfelmost. Schön in Ruhe gelassen und ohne irgendwelche Zusätze beginnt der Most, auch „Süßer“ genannt, zu gären und nach zwei bis drei Tagen entsteht der so genannte „Rauscher“. Hier ist der Name Programm: Der Rauscher hat zwar noch nicht viel Alkohol, reicht aber für einen ordentlichen Rausch. Nach weiteren acht bis neun Wochen Gärung wird aus dem Rauscher ein Junger Wilder, der „neue Helle“, ein

frischer und spritziger Apfelwein. Der junge Apfelwein wird umgebettet, die Hauptgärung ist vorbei, nun muss der Apfelwein reifen. Nach bis zu zwölf Wochen sind Gär- und Reifeprozess abgeschlossen und aus dem Jungen Wilden ist ein „Alter“ geworden mit einem Alkoholgehalt von 4,8 bis 5 Volumenprozent. Dann sollte er ins Gerippte un in de Hals enei, denn Apfelwein ist kein Lagerwein, man soll ihn trinken, bevor er Geburtstag feiert. Man kann sich sein Stöffsche im Supermarkt kaufen. Man kann es aber auch lassen und Süßen, Rauscher, Jungen Wilden und Reifen Äppler da genießen, wo er in Darmstadt noch selbst gekeltert wird: in einem der ältesten erhaltenen Häuser in der Alten Vorstadt, im Bayrischen Hof in der Alexanderstraße 33. Bereits in fünfter Generation wird hier seit 1895 Apfelwein gekeltert. Boskoop, Schafsnase, Goldparmäne, Bodenäpfel, frühe wie späte Sorten, die aus

5.000 bis 6.000 Liter Apfelwein stellt Michael Stein pro Saison her. Wer nicht abwarten kann, bis der Apfelwein zum „Alten“ gereift ist, darf hier alle Entwicklungsphasen mal durchprobieren, vom Süßen bis zum fertigen Wein. Vom süßen, frischen Most darf ich auch kosten, als ich Herrn Stein beim Keltern über die Schulter schaue. Gerade hat er die ersten 190 Kilogramm Äpfel zu Maische gemahlen, sein junger Helfer Lukas hat sie in Leinen eingeschlagen und ausgepresst. Der Trester (Pressrückstand) wartet in der Schubkarre nun darauf als Naturdünger und Bodenverbesserer weiterverwertet zu werden. Der frische Most schwappt schaumig und duftend im Bottich vor der Presse. Er schmeckte herrlich süß und ich hatte noch den halben Tag Freude daran! Der Süße schmeckt also schon mal gut. Wie wird denn dann der spätere Apfelwein? Manche Keltereien verarbeiten Äpfel sortenrein zu Apfelwein, Michael Stein nicht. „Wir legen Wert auf einen harmonischen Geschmack“, erklärt Stein. „Darum verwenden wir verschiedene Sorten, frühe wie späte.“ Und der Erfolg gibt ihm da auch recht, die Nachfrage nach seinem Apfelwein ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, besonders in der letzten Saison fand er reißenden Absatz. Früher seien noch größere Mengen als Abfüllung verkauft worden, die Leute kamen mit Milchkanne oder Flasche, ließen sich Most, Rauscher, Hellen und Alten abfüllen und genossen ihr Stöffsche zuhause. Das ist zwar rückläufig, dennoch wird auch der Apfelwein, der jetzt gärt und reift und über Zapfanlage und Theke den Weg ins Glas findet, seinen ersten Geburtstag sicher nicht erleben. Jetzt hat man nämlich ein ganzes Jahr Zeit zu schmecken, was so ein Apfel werden kann, wenn man ihn ausquetscht und dann sich selbst überlässt! (Simone Dehmer)

Alexanderst ra Telefon (06 ße 33, 64283 Darmst adt 151) 24550 Öffnungszei te täglich auß n: er Samstag von 11 bis 23 Uhr


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Besonders... pflasterhaft

sich legendäres Holzpflaster aus „steirischem Kiefernholz“. 1899 wurde vor den neu gebauten Hochschulgebäuden dieses geräuschdämpfende Holzpflaster verlegt, da hier die Bauernkarren mit ihren eisenbeschlagenen Rädern zum Markt holperten. Heute sind insgesamt 1.912 Quadratmeter Holzpflaster unter einer Asphaltschicht versteckt, konserviert und nur an einigen wenigen Stellen sichtbar.

Ein Pflasterstein, der war einmal Und wurde viel beschritten. Er schrie: „Ich bin ein Mineral Und muss mir ein für allemal Dergleichen streng verbitten!“ Jedoch den Menschen fiel‘s nicht ein, Mit ihm sich zu befassen, Denn Pflasterstein bleibt Pflasterstein Und muss sich treten lassen. (Joachim Ringelnatz) Die Art und Weise, wie man Oberflächen von Plätzen und Wegen in einer Stadt befestigt, ist von nicht zu unterschätzender städtebaulicher Bedeutung. Darmstadts Marktplatz ist ein gutes Beispiel: Seit er 1996 neu und homogen gepflastert wurde, hat der Platz an Attraktivität gewonnen. Was aber wenige wissen: An zahlreichen Stellen in Darmstadt gibt es historische Mosaikpflaster, die zu den schönsten in Deutschland gehören. stter erst stei st eine nee ssta t mm ta mmen en Die heute noch erhaltenen Pflastersteine stammen vor allem aus dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert. Nicht nur historische Gebäude oder Kunstwerke dieser Zeit sind Zeugnisse des kulturellen Schaffens, die Architektur der geschicht-

lichen Epochen zeigt sich auch im städtebaulichen Umfeld. So ist zum Beispiel die Befestigung der Oberflächen von Wegen, Straßen und Plätzen von unterschiedlichster Struktur, und es wurden verschiedene Materialien nach dem jeweiligen Stand der Handwerkskunst verarbeitet und zeittypisch gestaltet. Mittelalterliche Rechnungen der Stadt belegen, dass bereits 1537 in Darmstadt Pflaster verlegt wurde. Um sich einmal ein „pflasterhaftes Bild“ von Darmstadt zu machen, eignet sich eine herbstliche Radtour beginnend im „Vinocentral“ am Hauptbahnhof mit einem Espresso und der Betrachtung des Mosaikpflasters am Platz der Deutschen Einheit. Entlang der Bismarckstraße radelt man zum Johannesplatz. Im „Riwwelmaddes“ könnte man sich – träfe man dort am Tresen einen Pflasterer des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft (EAD) – bei einem Bierchen von der Restaurierung des 1902 entstandenen historischen Mosaikpflasters auf den dortigen Gehwegen berichten lassen. Hierfür hat die Stadt Darmstadt im Jahr 2009 rund 25.000 Euro investiert. Die Maßnahme war eine notwendige Her He rausforder ra us us e ung fü er fürr de en Erhalt des schmucken Herausforderung den Stadtbildes. „Die Erhaltung des Pflasters ist aus zwei Gründen schwierig: Die damals verwendeten farbigen Steine stehen heute für Reparaturen nicht mehr zur Verfügung, und das Verlegen der kleinen Steine selbst ist eine Handwerkskunst, die nur noch wenige Pflasterer beherrschen“, erklärt der städtische Denkmalpfleger Nikolaus Heiss. A Mathildenplatz Am v vorbei führt uns die Mosaiktour durch den Herrngarten in die Hochschuls straße. Hier findet

Bergan geht es zur Mathildenhöhe, wo sich Mosaikpflaster im Prinz-Christians-, Eugen-Bracht- und Alexandraweg befindet. Auf der Künstlerkolonie dominieren (wie auch am Platz der Deutschen Einheit) schlichte geometrische Muster, Streifen und Bänder in weißem Kalkstein auf schwarzem Basalt-Untergrund. Die geradelte Mosaik-PuzzleTour führt am Woog vorbei – hier einen Kakao mit Schuss zum Aufwärmen im „Café Lotte“ – und dann weiter in die Heidenreichstraße. Den Alten Friedhof passierend geht es nach Bessungen in den Herdweg. Um die Pauluskirche herum kann man sich dann mosaikmäßig „die (Bordstein)Kante geben“, denn hier lässt der mehrfarbige Steinschmuck ganze Straßenzüge erblühen. Im Paulusviertel wurde die Gehwegskunst aufwändiger betrieben: Neben den schwarzen und weißen Steintönen dominieren die roten und gelben von Porphyr und Kalkstein in Form von filigranen Sternen, langgestreckten Rhomben und Kreisornamenten. Passend zur zeitlichen Epoche aus der die Mosaike stammen, sollte man im „Rühmann‘s“ (Karlstraße) ein letztes Schöppchen trinken und dann einfach die Wilhelminenstraße bergab rollen. Im oberen Teil befinden sich weitere mosaikbesetzte Gehwege. Wer es noch schafft, einmal links abzubiegen, der verpasse nicht das florale Muster in der Annastraße 15. Schön ist sie, die „Tour der Street Art aus dem letzten Jahrtausend“. (Meike + Alexander Heinigk)

Gestaltung: Helena Fischer, Fotos: Kim Epes

Ein Pflasterstein, der war einmal

Sophie Hunger 18. Oktober 2010 01.10. 01.10. 02.10. 02.10. 07.10. 08.10. 09.10. 10.10. 11.10. 14.10. 15.10. 15.10. 16.10. 19.10. 21.10. 21.10. 24.10. 26.10. 27.10. 29.10. 29.10. 30.10.

11. Darmstädter Nacht der Stimmen Bedroomdisco – Indie vs. Elektro Lars Ruppel und Sebastian 23 Milchclub Boys Deine Lakaien Vocal House Club mit A. Lee Malediva Tina Dico RockLounge: Candyjane Quadro Nuevo JAZZTODAY: [em] & Rudder PowerElektro mit dem Fullgazz-DJ-Team Wallis Bird & Guests Elito Revé y su Charangón Günter Grass Wir sind Helden (Phönix-Halle Mainz) Midge Ure solo Tocotronic Gianluigi Trovesi & Gianni Coscia Musik und Film 28. Dichterschlacht voice male

CENTRALSTATION / IM CARREE/ DARMSTADT TICKETS ZUM AUSDRUCKEN: WWW.CENTRALSTATION-DARMSTADT.DE HOTLINE: (0 61 51) 3 66 88 99 RMV-KOMBITICKET: WWW.ZTIX.DE/RMV

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Mosaikpflaster in Darmstadt


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Auuf der Norrd-S Süd--Acchsee Altternaative Staadtrunddfahrt, Folge 2: Untterwegs mit der Liniee 8 47 Minuten – so lange dauert die Fahrt mit der Linie 8, angefangen beim „Goldenen Löwen“, vorbei an „Herkules“ und „Huckebein“ – bis ins Nichts. Los geht die Reise an der Arheilger Hofgasse, Drehund Angelpunkt des 16.000-Seelen-Stadtteils in Darmstadts Norden, direkt an der Rückseite des Restaurants „Zum Goldenen Löwen“. Hier treffen sich Schluckspechte, Gernegroß und Pendler, um, naja, um zu warten eben. Ist ja schließlich ’ne Bahnhaltestelle. Nach kurzer Fahrt, vorbei an „Fuchsstraße“ und „Im Fiedlersee“ hält die Bahn erneut. Rechter Hand funkelt eine Pyramide chemisch-blau im Sonnenlicht. Ströme von Menschen zieht es allmorgendlich wie magnetisch in dieses an Freimaurer und Templer erinnernde Glaskonstrukt. Doch halt! Lug und Trug wird hier vergeblich gesucht. Bei der Glaspyramide handelt es sich lediglich um die Empfangshalle des Chemie- und Pharmakonzerns Merck. Etwa 8.600 Menschen werden hier abends wieder von der Pyramide freigegeben. Ganz ohne Hokuspokus, Simsalabim und schnöder Verschwörungstheorie. Zwei Minuten später hält die Straßenbahn schon wieder, dieses Mal an Darmstadts denkmalgeschütztem Nordbahnhof. Bitte wo? Darmstadt hat einen Nordbahnhof? Ohne das Logo von Deutschlands Hauptverkehrsunternehmen würde wahrscheinlich nicht einmal der gemeine Bahnfahrer, den im Jahre 1912 eingeweihten Bahnhof als solchen erkennen. Sieht von außen auch eher aus wie eine Scheune mit Kiosk.

Weiter geht die Fahrt Richtung Stadtmitte. „Nächster Halt – Pallaswiesenstraße“ ertönt es aus den Lautsprechern. Die blau-rot-grün gestreifte Fahne der seit 1986 aktiven Darmstädter Studentenverbindung „Freie Burschenschaft Suebia“, die ansonsten immer von einem Balkon gegenüber der Haltestelle hängt und direkt ins Auge springt, weht heute nicht. Da der Bäckerei-Kiosk-Kombinationsladen an gegenüber liegender Ecke kein solcher mehr ist, sondern dort seit neuestem Edeldrahtrosse unter das (wohlhabendere) Volk gebracht werden, ist auch hier nichts sinnlich Interessantes für den Bahnreisenden aufzuschnappen. Die Bahn fährt nun am Herrngarten entlang und wir widerstehen der Versuchung, unsere Fahrt auf ein Eis im Herrngarten-Café oder ein kühles Bier auf einer der Wiesen zu unterbrechen. Nicht. Wir steigen natürlich aus, trinken ein „Pungscht“ und nehmen die nächste Bahn. Fährt ja schließlich bis halb eins unter der Woche. Am Willy-Brandt-Platz, wo die Bahn nun Stopp „numero neun“ von insgesamt 34 (Hilfe!) einlegt, liegt auf der rechten Seite das neue 1. Revier der Darmstädter Polizei. An der Haltestelle selbst stehen einige Schüler der sogenannten „Schulinsel“, bestehend aus Eleonorenschule, Justus-Liebig-Schule, Diesterwegschule, sowie dem Gebäude der ehemaligen Friedrich-ListSchule, die ungeduldig auf ihren Abtransport via Bus und Bahn warten.

P B N R F M P L E W M G R I L F fga uchs m Fie leiss erck ordb hönr allas illy- uise hein scho rinz- essu ands arie riedr ahn ing wi Bra npl -/N llb Em ng kro nhö ich sse str dle ch a e l r e aß hof sen ndt tz eck ück il-G r S nst he -Eb e rsee eife M ert ars er art tra raß str -Pla -St erc tra Str en ße e aß raß k e tz ße aße e

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Links vom Willy-Brandt-Platz befindet sich der „SideKebap“, ein Dönerladen, bekannt für seine langen Öffnungszeiten, der dem einen oder anderen Nachtschwärmer schon über Gelegenheitshunger (und Durst!) hinweghalf. Auch der Dönerladen, der davor in der Lokalität beheimatet war, war nicht schlecht. Und der davor auch nicht. Oder war das immer der Gleiche und nur das Flammenschild auf dem Signalwörter wie „frisch“ und „knackig“ stehen, ist neu dazugekommen? Vorbei an Fischgeschäft, Eisdiele und Casino geht die Tour weiter. Keine Haltestelle gibt es leider vor der täglich von 6 bis 5 Uhr geöffneten „Pilsstube Herkules“, die besonders (und nicht erst seit der IDC-RecordsParty im Mai) bei jüngeren Nachtschwärmern immer beliebter wird. Begleitet von Musik aus dem Handy eines anderen Bahnfahrers fahren wir nun ins Herz Darmstadts, mitten auf den Luisenplatz. Die Stadtmitte. Na endlich. Schnell noch was zu trinken kaufen.Trotz langwieriger Getränkeauswahl und einem Typen in der Kassenschlange vor uns, der die zwei Euro für seine Brötchen in Ein- und Zwei-Centstücken auf den Tresen klimpern lässt, wartet noch die gleiche Bahn auf die Weiterfahrt. Zu (fast) keiner Tageszeit ist man hier alleine. Und auch des Nächtens kreuzen sich an diesem Ort die Wege Tanzwilliger, Heimkehrer und Schlafloser. Über sie alle wacht der „Lange Ludwig“ mit der damals neuen Verfassung des Großherzugtums Hessen in der rechten Hand – und das schon seit 166 Jahren. (Das ist gefühlt ungefähr doppelt solange wie eine Bahn-

fahrt nach Alsbach.) Das nach Rheinhessen blickende, 40 Meter hohe Ludwigsmonument gilt neben dem Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe als Wahrzeichen Darmstadts und ist deshalb nicht nur für herumlungernde Jugendliche nicht mehr wegzudenken. Was wäre Darmstadt, speziell der Luisenplatz, ohne den „Langen Lui“? Weiter geht’s gen Bergstraße. Kurz vor der Haltestelle „Rhein-/ Neckarstraße“ machen die Schienen einen Knick nach links und führen nun in Richtung Bessungen, Darmstadts ältestem Stadtteil. An der Rhein-/ Neckarstraße steigt aus, wer zum Beispiel einen Cocktailabend im „Enchilada“ verbringen, im „Stella“ feiern, oder in das „Billard-Bistro“ will. Eine rote Uhr gegenüber zeigt die Entfernungen zu den McDonald’s-Restaurants in allen Himmelsrichtungen an. Hilfreich! Entlang der Eschollbrücker Straße hält „die 8“ nach kurzer Zeit direkt am Prinz-Emil-Garten, welcher an schönen Tagen zum Sonnenbaden einlädt. Entlang des Parks und vorbei unter anderem am Bessunger Buchladen sowie einem Antiquitätenladen gelangen wir zur Haltestelle „Bessunger Straße“. Direkt gegenüber befindet sich einer der ältesten Clubs Darmstadts – das „Huckebein“. Vor 36 Jahren wurde das damalige Kino zum Club umgebaut. Sagen und Legenden ranken sich um diese Schenke. Doch leider erinnert sich keiner mehr so genau. Bekannt ist nur, dass schon so einige brave Heiner nüchtern hinein und verlobt oder verkracht


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Die nächste Haltestelle „Landskronstraße“ erfüllt mit einem großen gelben „M“, was kurz zuvor angekündigt wurde. Nach einer fettigen Stärkung bietet sich nun allen, die genug von dieser Sause haben, der Ausweg: Direkt um die Ecke kann der geneigte Darmstädter seine Führerscheinprüfung beim TÜV ablegen. Wer auch weiterhin der Umwelt und seinem Geldbeutel Gutes tun will, der fährt weiter. Vorbei geht’s an der Haltestelle „Marienhöhe“, wo gleichnamiges Schulzentrum und Internat auf der Anhöhe thront.

die idyllische Kleinstadt-Atmosphäre zum Verweilen ein. Vielleicht hatten die Marienschwestern ja diesen Ort mit Himmelsreich gemeint? Besonders das Café „Strandgut“ fällt dem Bahnreisendem hier auf. Das Café befindet sich in einem unter Denkmalschutz stehendem Gebäude des 16. Jahrhunderts und hat sogar einen hauseigenen, kleinen Strand am Ufer der Modau. Ja, wahrlich. Hier ist sogar höchst wahrscheinlich das Himmelreich. Aber die Reise ist noch nicht zu Ende und so passiert die Bahn die Haltestelle „Frankenstein“ und aus Eberstadt wird langsam „Malchen“. Auf den ersten Blick die totale Einöde; rechts ein paar Häuser und links der 514 Meter hohe Melibokus.

Halbzeit nach 22 Minuten quer durch Darmstadt Die Straßenbahn verlässt Bessungen und gelangt nach Eberstadt. Die Schienen führen nun vorbei am verlassenen „Lincoln Village“, eine bis 2008 von US-Soldaten genutzte Kaserne und der Anlage „Kanaan“ der evangelischen Marienschwesternschaft. Die Schwestern bieten übrigens einen ganz besonderen Telefon-Service an: Wählt man ihre Nummer, so kann man immer wieder neuen Tonbandaufnahmen von Bibelversen lauschen. Nur den persönlichen Kontakt scheuen sie wohl. Wie sonst sind das elektrische Tor und die hohen Bäume, die das Grundstück umgeben, zu erklären? „Tut Buße – das Himmelreich ist nahe“ steht auf einer Inschrift über dem Eingangstor. Schluck.

Der erste Blick trügt nicht, auch in Seeheim-Jugenheim angekommen, gibt es nicht mehr allzu viel zu sehen. Umgeben vom vielen Grün fühlen wir uns auf einmal ziemlich weit weg von Darmstadt. Nicht einmal eine gediegene Trinkhalle ist hier in Sicht.

Nach drei weiteren Haltestellen erreicht „die 8“ die von Geschäften und Cafés umgebene Wartehalle Eberstadts. An der Haltestelle „Modaubrücke“ lädt

Mit diesen Worten im Kopf treten wir die Rückfahrt an, voller Vorfreude auf ein weiteres Bier im Herrngarten! (Kira Pauswang + Hannes Lechner)

Schon fast an der Endstation „Am Hinkelstein“ in Alsbach angekommen, kann man sich dem Charme dieser ländlichen Gegend jedoch kaum noch entziehen. Eigentlich hätte man auch mit dem Fahrrad fahren können. Eigentlich. Während des Wartens auf die Straßenbahn Richtung Heimat belauschen wir zwei Leute, die an diesem Tag wohl auch mal raus aus Darmstadt wollten: „Hier gibt es ja gar nichts.“ Illustration: Friederike Merkel, Fotos: Kim Epes

wieder hinaus gelangt sind. Wem nicht nach Reiberei zumute ist, sollte schnell weiter eilen.


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Neuigkeiten aus der lokalen Musikszene Die lokale Musikszene ist ständig in Bewegung. Wer aber nicht gerade persönlich mit einer Band befreundet oder auf mehreren Ebenen online vernetzwerkt ist, bekommt viele kleine, aber interessante Neuigkeiten nur am Rande, viel zu spät oder gar nicht mit. Damit ist jetzt zum Glück Schluss! Denn von nun an gibt es an dieser Stelle alle Info-Häppchen, die die P-Redaktion in den letzten vier Wochen aus der Darmstädter Musikszene aufgeschnappt hat. Die Indie-Elektriker Beatshots haben mit „Is This Love at First Sight“ einen neuen Song. Und um hier mal ein bisschen die Gerüchteküche anzufeuern: Die Band steht in Verhandlungen mit einem aufstrebenden Darmstädter Plattenlabel. Mehr Infos vielleicht in der nächsten Ausgabe. www.myspace.com/beatshots

Nächstes Gerücht: Anny. haben sich eingeschlossen, um ihr DebütAlbum aufzunehmen. Was daran jetzt ein Gerücht ist? Aus leicht alkoholisierten Insider-Kreisen erfährt man von einem „musikalischen Wandel“ – und Betrunkene sagen bekanntlich immer die Wahrheit. www.myspace.com/annyonline

Darmstadts kultige Death-MetalBand Bösedeath wird Ende des Jahres eine EP als Gratis-Download veröffentlichen. Fans und Insider freuen sich auf das erste neue Songmaterial seit 2005. www.myspace.com/ callboysfromhell

Der Heiner und Stoner Rock – eine Beziehung, die sich als fruchtbar erweist: Mit Black Lizard erblickte vor kurzem ein neues Quintett das Licht im dreckig-groovenden Underground. Zwei Songs und lustige Spitznamen gibt’s auf der Website. www.myspace.com/ blacklizardrock

Doppelte Freude bei Mental Reservation: Zum einen wurde die neue CD „Yesterday‘s Snow“ veröffentlicht, zum anderen haut mit Peer André Mönch ein neuer Schlagzeuger auf die Felle. www.myspace.com/ mentalreservation

Die Knertz-Band Ufo vs. Riesenwelle hat sich leider aufgelöst. Der siamesische Zwilling namens U-Boot vs. Riesenwels (file under: Kraut-Jam-Freak-Out) ist dafür immer noch aktiv. Ein Auftritt ist für Dezember geplant. www.myspace.com/ ufovsriesenwelle

Sarrazin statt Subventionen Auf Darmstädter Bühnen im Oktober An den Aktienmärkten werden längst wieder fette Gewinne eingestrichen, Karstadt-Arcandor ist gerettet und der bevorstehende vorweihnachtliche Binnenmarktkonsumrausch scheint gesichert. Schizophrenerweise wirkt sich die Finanzkrise durch die Zeitverschiebung der kommunalen Haushaltsplanungen erst jetzt auf die Kulturförderung aus. So sieht sich auch die freie Theaterszene Darmstadts mit einer Halbierung der überlebensnotwendigen städtischen Zuschüsse konfrontiert. Trotz gegenteiliger Absichtserklärungen von Kulturdezernent Walter Hoffmann sah sich der Darmstädter Oberbürgermeister Walter Hoffmann nicht in der Lage, seinen vom Regierungspräsidenten abgemahnten Haushalt durch anderweitige Einsparungen zu konsolidieren. Das ist umso bedauerlicher, als es sich bei der Förderung der Theaterszene um eine, im Vergleich zu anderen Positionen des städtischen Haushalts, relativ geringe Summe dreht, die von verantwortlichen Magistratsmitgliedern diesem Magazin gegenüber unter der Hand schon mal als „Peanuts“ bezeichnet wurde.

„Volume 1“ ist der schlichte Titel des wilden Rock’n’Roll-Punk-MetalDebüts von The Wolves – und mittlerweile ausverkauft! Tränen sind zum Glück überflüssig (welch lustiges Wortspiel!), denn die Band hat das komplette Teil als GratisDownload online gestellt: www.myspace.com/ thewolvesrocknroll (Patrick Demuth)

Dem Redaktör ist nichts zu schwör – doch ein bisschen Hilfe ist durchaus erwünscht: Schickt uns Eure Bandnews (zum Beispiel neue Songs, Videos, neues Label, Besetzungswechsel etc.) an aufgeschnappt@p-verlag.de. Konzertankündigungen bitte weiterhin an redaktion@p-verlag.de.

Erste Konsequenz der Kürzungen ist die vorläufige Absage aller Spieltermine des Theaterlabors Darmstadt im Mollerhaus , da keine finanzielle Planungssicherheit mehr besteht und entsprechender Frust über die Ignoranz der Stadt gegenüber dem quasi ehrenamtlich geleisteten Engagement des erfolgreichen Jugendtheaters herrscht. Wenn selbst die Mindestförderung für diese Art der Jugendarbeit im Magistrat schon zur Debatte steht, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die an den Haaren herbeigerechneten Katastrophenzahlen von demographischen Demagogen wie Thilo Sarrazin Wirklichkeit werden. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es – in Darmstadt fällt die Kommune als Urheber guter Taten im Theaterbereich wohl vorerst aus. Uns Kulturliebhabern bleibt momentan nur übrig, in den Theatern Präsenz zu zeigen, zum Beispiel bei den folgenden Oktober-Premieren: Die Komödie Tap zeigt in ihrer 50.(!) Spielzeit das Stück „Ein Schlüssel für zwei (Key for two)“, eine Komödie von John Chapman und Dave Freeman. Premiere ist am Freitag, dem 1. Oktober, um 20.15 Uhr, gespielt wird mittwochs bis samstags jeweils um 20.15 Uhr und sonntags um 18 Uhr. Reservierungen und Informationen (auch zum umfangreichen nachmittäglichen Kinderprogramm) unter www.die-komoedie-tap.de.

Die erste Oktober-Premiere im Staatstheater , ebenfalls am Freitag (1.): „Von morgens bis mitternachts“ von Georg Kaiser. Der erfolgreichste Dramatiker der expressionistischen Generation beschreibt in seinem 1912 entstandenen Stück den Irrweg eines Bankkassierers, der mit unterschlagenen 60.000 Mark vergeblich versucht, der Sinnlosigkeit seines Daseins zu entfliehen. Matthias Kleinert spielt die Hauptrolle in der Inszenierung von Axel Richter, Premiere ist um 19.30 Uhr im Kleinen Haus. Im Großen Haus feiert am Sonntag, dem 24. Oktober, um 18 Uhr, Georges Bizets „Carmen“ Premiere. Die „Opéra comique“ von 1875, eigentlich ein Liebesdrama, wird in einer materiell und personell höchst aufwändigen Produktion in der Inszenierung von Ballettchefin Mei Hong Lin gezeigt. Ein sehenswerter Opern- und Ballettabend mit allen Schikanen. Kartenreservierungen und das volle Oktober-Programm des Staatstheaters unter www.staatstheater-darmstadt.de. Das Hoffart-Theater präsentiert eine der meistgespielten Komödien der 80er Jahre: „Offene Zweierbeziehung“ von Dario Fo und Franca Rame. Agnieszka und Torsten Kleemann spielen das Ehepaar Fo/Rame, das sich mit Worten wie Waffen duelliert und verzweifelt versucht, theoretische Erkenntnisse in der Beziehung praktisch umzusetzen. Die Mitglieder des Aschaffenburger Erthal-Ensembles spielen am Freitag, dem 8. Oktober, um 20 Uhr im Theater in der Lauteschlägerstraße. Karten unter www.hoffart-theater.de. Das Mollerhaus zeigt Tanztheater. Am Freitag, dem 1., und Samstag, dem 2. Oktober, unter dem Titel „Lyrics and Dance“ orientalischen Tanz, Schwarzlichttheater und Ausdruckstanz des Tanztheaters Shana, Beginn jeweils um 20.30 Uhr. Am Freitag, dem 29., und am Samstag, dem 30. Oktober, tanzen Michele und Giuseppe De Filippis ihre Performance „IKAR/US“ über den Traum vom Fliegen. Beginn ebenfalls jeweils 20.30 Uhr. www.theatermollerhaus.de Die Neue Bühne in Arheilgen spielt in der ersten Oktober-Hälfte noch fünf Mal die Theaterkomödie „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn, bevor sich das Ensemble auf die November-Premiere von „Momo“ vorbereitet. Karten unter www.neue-buehne.de. Das P wünscht einen bunten Theater-Oktober! (Tilmann Schneider)

Foto: Veranstalter

Fotos: Veranstalter

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01. Oktober

Wenn ein Autor auf eine Trilogie einen vierten Teil folgen lässt, zieht sich die Hauptfigur meistens ins Privatleben zurück und wird dort von ihrer Vergangenheit eingeholt. Markus Cheng ist fasziniert von „Batmans Schönheit“, dem einzigen Überlebenden einer Urzeitkrebsaufzucht. Wie dieser ihn auf die Spur eines Verbrechens führt, schildert Heinrich Steinfest in seinem neuen Roman, den er am Freitag, dem 1. Oktober, ab 19 Uhr in der Stadtkirche vorstellt. Ein kleines Comeback zelebriert am selben Abend das Team des Kukicha-Kulturvereins in der Mauerstraße 4. Denn auch „Lesen macht schön“ kehrt an die alte, neu eingerichtete Wirkungsstätte zurück. Auf Sitzkissen lauscht das Publikum ab 20 Uhr mit Rotwein und Absinth der Poesie des Darmstädter literarischen Nachtlebens und wer spontan lesen mag, ist wie immer herzlich willkommen.

02. Oktober

Wohl nicht minder lang wird die 7. Kriminacht am Samstag, dem 2. Oktober, in der Stadtkirche. Gleich drei Autoren geben ab 19 Uhr Einblick in ihre Fahndungserfolge. Philip Sington hat „Das EinsteinMädchen“ aufgespürt und sein Protagonist geht im gleichnamigen Roman der Frage nach, ob sie wirklich die Tochter des berühmten Physikers ist und warum sie sich an nichts erinnern kann.

03. Oktober

Am Sonntag, dem 3. Oktober, genießt ein anderes, ewig jung gebliebenes Gespann die Aufmerksamkeit. In der Stadtkirche stellt ab 11.30 Uhr Andreas Nohl seine neue Übersetzung von Mark Twains „Tom Sawyer & Huckleberry Finn“ vor. Stürmend und drängend dürfte es zeitweise am Abend im Staatstheater zugehen. Aufgrund des großen Erfolgs im letzten Jahr tourt Lutz Görner wieder mit seinem Friedrich-Schiller-Programm. Das Kleine Haus könnte ab 20 Uhr gut gefüllt sein, denn der Vortrag des Rezitators ist unterhaltsam und lehrreich zugleich.

04. Oktober

„Mehr Liebe. Heikle Geschichten“ gibt es am Montag, dem 4. Oktober, zu hören. Frank Schulz greift in seinem Erzählband viele heikle Facetten der Liebe auf. Vielleicht lässt sich die eigene ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche wieder entdecken.

06. Oktober

Ebenfalls in der Stadtkirche gibt es tags darauf ab 19 Uhr ein eidgenössisches Stelldichein: Die Nominierten für den Schweizer Buchpreis 2010 präsentieren ihre Texte. Wer die Reise antreten darf, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Aus der Partnerstadt Freiberg reist die Autorin Sabine Ebert an, um ab 19.30 Uhr im Literaturhaus aus „Der Fluch der Hebamme“ zu lesen, einem historischen Roman über den Mut kleiner Leute zur Zeit des Kaisers Friedrich Barbarossa.

08. Oktober

„Nimm den langen Weg“ rät uns Dirk von Petersdorff, der am Freitag, dem 8. Oktober, in der Stadtkirche seinen so betitelten Gedichtband in Teilen vorträgt. Der um 19 Uhr beginnende Abend steht auch danach ganz im Zeichen verdichteter Sprache, denn auch der Pop-Literatur-Veteran Wolf Wondratschek liest „Gedichte“ sowie abschließend der Schwede Lars Gustafsson aus seinem „Auszug aus Xanadu“.

09. Oktober

„Alles Fleisch ist Gras“ – oder wird es vielleicht nach dem Verfall menschlicher Leichen. In seiner Erzählung lässt Christian Mähr ein moralisch flexibles Paar unliebsame Zeitgenossen aus dem Weg räumen und läutet am Samstag, dem 9. Oktober, ab 19 Uhr die 8. Kriminacht in der Stadtkirche ein. Die Komplizen des Abends sind der ehemalige Gerichtsreporter Ulrich Ritzel, der in „Beifang“ seinen Privat-Ermittler den Tod seines Auftraggebers untersuchen lässt und Wilfried Steiner, der in „Bacons Finsternis“ einen spektakulären Kunstraub schildert. „Körper und Seide zur Nacht“ verspricht uns am selben Abend das Kukicha. Es darf gekuschelt werden, nur nicht zu laut, denn die erotische Lesung soll ja ab 21 Uhr auch noch Gehör finden.

Über ihre „Leseerfahrungen in der Nachkriegszeit“ berichten am Donnerstag, dem 14. Oktober, der Schriftsteller Wilhelm Genazino und Klaus Reichert, der Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Glückert-Haus im Alexandraweg 23.

21. Oktober

Im Rahmen der Herbsttagung dieser renommierten Institution ist auch Günther Grass zu Gast. Am Donnerstag, dem 21. Oktober, stellt der Nobelpreisträger sein neues Buch „Grimms Wörter“ vor, das einerseits seine autobiographischen Auseinandersetzung fortsetzt, andererseits sich mit der deutschen Sprache und Geschichte auseinandersetzt. Stattfinden wird das ganze ab 19 Uhr in der Centralstation.

29. Oktober

Bei der 28. Dichterschlacht gilt wieder das gesprochene Wort – und das abstimmende Publikum hat immer Recht. Am Freitag, dem 29. Oktober, erklimmen ab 21 Uhr unter anderem Björn Högsdal aus Kiel und Schunke III. aus Mainz die Bühne der Centralstation.

30. Oktober

Gruselig geht es bei „Leben im Nebel“ im Kukicha zu. Bei der Horrorlesung geht es am Samstag, dem 30. Oktober, ab 21 Uhr unter anderem um „Vampirschlampen“. Na dann, gute Nacht. Für weitere Informationen und Veranstaltungen: www.theateramt.de

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Von unentrinnbaren Bindungen der Familie handeln die Erzählungen, die am Mittwoch, dem 6. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche vorgestellt werden. Peter Wawerzinek, der diesjährige Gewinner des IngeborgBachmann-Preises, hat in „Rabenliebe“ seine eigene Lebensgeschichte verarbeitet: Die Mutter entflieht der DDR der 50er Jahre und verleugnet ihr Kind. Der lang anhaltenden Sprachlosigkeit entwächst Wawerzinek

07. Oktober

14. Oktober

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Auch Martin Walker weiß, dass der Tatort ebenso wichtig wie der Täter ist. Die Leiche in „Grand Cru“ wird folgerichtig in einem Weinfass gefunden. Das französische Saint-Denis ist erfunden, könnte aber ebenso existieren, wie die Konflikte um Gentechnik und feindliche Übernahmen durch einen Weinmulti aus den USA.

Wer es entspannter mag, ist vielleicht ab 19.30 Uhr besser in der Centralstation aufgehoben. Sebastian 23 und Lars Ruppel bilden dort das „Dichterschlacht Duo“. Beide reisen seit einigen Jahren in Sachen Poetry Slam durch die Republik und stiegen neulich sogar in den Flieger nach Chicago, der Geburtsstätte des Genres. Außerhalb des Wettbewerbs dürfen die beiden an diesem Abend Reime und Geschichten auch mit Hilfsmitteln wie Gitarren, Gesängen und möglicherweise auch zischenden Kaffeemaschinen performen.

Eine Überraschungsautorin aus Argentinien, dem Gastland der Frankfurter Buchmesse, verspricht das Literaturhaus für Dienstag, den 12. Oktober. Das Geheimnis wird um 20 Uhr gelüftet.

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In der Tat ist das ein literarischer Herbst. Dafür sorgt nicht nur die Evangelische Stadtkirche, auch die anderen Veranstalter bieten eine erlesene Auswahl und präsentieren eine angenehme Vielfalt vom Darmstädter Underground bis zum rastlosen Nobelpreisträger.

Leichthin entführt uns darauf der in Irland lebende Schweizer Rolf Lappert: „Auf den Inseln des letzten Lichts“ trügt der Schein, denn das Eiland mit einer heruntergekommenen Forschungsstation ist alles andere als idyllisch – und ein Geschwisterpaar erlebt das Abenteuer seines Lebens.

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Das literarische Darmstadt im Oktober

später als Performance-Poet, das andauernde Gefühl der Verlassenheit hat er nun nach eigenem Bekunden wie einen Rucksack abstellen können.

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Von Batmans Schönheit und dem Einstein-Mädchen


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Poeten und Prototypen

„Zeitgleich – Zeitzeichen ART & DIALOG“ des Bundesverbands Bildender Künsterinnen (BBK) statt. Im Rahmenprogramm gibt es Lesungen mit den Künstlern: am Samstag, dem 2. Oktober, ab 17 Uhr „Prosa aus dem Patio Verlag“ mit Pitt von Bebenburg, Journalist und Schriftsteller, und am Samstag, dem 10. Oktober, ab 17 Uhr Lyrik von Georg Schrabeck sowie weiteren Autoren. Finissage ist am Freitag, dem 22. Oktober, ab 19 Uhr, die Künstler werden zu Gesprächen zur Verfügung stehen. Ebenfalls im Rahmen der BBK-Initiative haben sich zwei Künstler zur Zusammenarbeit entschlossen und zeigen ihre Werke in der Galerie in der Martinstraße 73 / Ecke Wittmannnstraße. In der Ausstellung mit dem Titel „Figur im Fokus“ präsentieren Doris Riedelsheimer und Eberhard Malwitz anmutige Zeichnungen und nicht immer sofort erschließbare Fotografien. Vernissage ist am Samstag, dem 23. Oktober, ab 17 Uhr. Geöffnet ist die Galerie mittwochs von 17 bis 20 Uhr und samstags von 14 bis 18 Uhr. www.galerie-ulrich-haasch.de

Darmstädter Kunstausstellungen im Oktober

Das Staatstheater Darmstadt beteiligt sich an dem Projekt mit der Produktion „Von morgens bis mitternachts“, einem expressionistischen Drama von Georg Kaiser (siehe Theaterübersicht auf Seite 31). Im Ausstellungsgebäude des Instituts Mathildenhöhe eröffnet am Sonntag, dem 24. Oktober, in Kooperation mit dem Frankfurter Filmmuseum „Gesamtkunstwerk Expressionismus“, die erste umfassende Darstellung der stilistischen Wechselwirkungen und Parallelentwicklungen aller künstlerischen Gattungen des Expressionismus. Hierzu werden wir in der nächsten Ausgabe ausführlich berichten. Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm gibt es schon jetzt unter www.mathildenhoehe.info. Bereits am Sonntag, dem 3. Oktober, um 11 Uhr, eröffnet in der Galerie Netuschil die Ausstellung „Expressionismus und Weltverbesserung – Darmstadt um 1920“. Präsentiert werden Malerei, Plastik, Druckgrafik und Literatur von Künstlern der Darmstädter Sezession. Darmstadt wurde durch die beiden expressionistischen Flugblätter „Dachstube“ und „Tribunal“ sowie mit der 1919 aus diesem Kreis als westdeutsche Künstlergruppe gegründeten Darmstädter Sezession noch einmal ein Zentrum zeitgenössischer und aktueller Kunst und Literatur. Kasimir Edschmid, einer der literarischen

Wortführer des deutschen Expressionismus, ist in Darmstadt geboren und lebte hier, ebenso wie der „reine“ Dichter Hans Schiebelhuth, der „Poet unter den Malern“ Carl Gunschmann und viele andere.

Und jetzt kommt‘s (vielleicht) noch besser: Poidomani lebt! Die Macher des EARLStreet-Projekts in der Grafenstraße (das P berichtete im Oktober 2009) sind in das idyllische Hinterhofgelände des legendären ehemaligen Szene-Ausstatters in der Pallaswiesenstraße 25 umgezogen. Am neuen, aber traditionsreichen Ort haben junge Designer und Künstler wieder die Möglichkeit, ihre Erstlingswerke und Prototypen der Öffentlichkeit zu präsentieren und am Markt zu testen. Eine sinnvolle und schöne strieobjekt im neue Nutzung für das alte Industrie ungszeiten Johannesviertel. Infos und Öffnungszeiten unter www.rutan.de. (Tilmann Schneider)

Noch zwei gute Nachrichten zum Schluss: Das Schlossmuseum ist wieder geöffnet. Der Verein

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... jetzt erst RECHT:

Expressionismus in der Galerie Netuschil In einem vielfältigen Parallelprogramm werden am Freitag, dem 15. Oktober, um 19.30 Uhr unter dem Titel „Fundamente des Geistes“ Manifeste, Aufrufe und Texte des Darmstädter Expressionismus gelesen. Am Freitag, dem 22. Oktober, um 19.30 Uhr, findet eine Lesung zum dichterischen Werk Hans Schiebelhuths statt. Uli Partheil begleitet Claus K. Netuschil am Klavier. Für Freitag, den 29. Oktober, um 19.30 Uhr, ist ein Konzertabend mit Werken von Komponisten geplant, die Mitglieder der Darmstädter Sezession waren, in Darmstadt geboren wurden oder hier gelebt haben. Die Ausstellung ist bis zum 13. November in der Galerie in der Schleiermacherstraße dienstags bis freitags von 14.30 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr zu sehen. Die Galerie Ulrich Haasch zeigt noch bis zum 22. Oktober die Ausstellung „Wort und Bild – Kunst und Literatur im Dialog“ mit Werken von Walter Zimbrich, Klaus Münchschwander und Georg Schrabeck. Sie findet im Rahmen der Initiative

Illustration: Lisa Zeissler, Fotos: Veranstalter

„Phänomen Expressionismus“, das große Kooperationsprojekt des „Kulturfonds FrankfurtRheinMain“, setzt diesen Herbst den Schwerpunkt in der Darmstädter Kunstszene. Dass neben Berlin auch das Rhein-Main-Gebiet ein Zentrum der expressionistischen Bewegung war, mag zunächst verwundern. In zahlreichen Ausstellungen und Rahmenveranstaltungen wird aber das Netzwerk deutlich, das die beiden Regionen damals verband. Nicht zuletzt hat auch die hiesige Firma Merck mit ihrer erstmaligen Isolierung des Wirkstoffs „Cocainum Hydrochloricum“ aus der Koka-Pflanze einen großen Beitrag zur kreativen Sprengkraft dieser gattungsübergreifenden Kunstrichtung geleistet. Man könnte fast sagen, Darmstadt habe den Treibstoff für eine der produktivsten Epochen des Jahrhunderts in Kunst, Film, Literatur, Theater, Tanz und Architektur geliefert.

Schlossmuseum e.V. konnte die finanziellen Mittel für einen geregelten Museumsbetrieb auftreiben und bietet wieder regelmäßige Öffnungszeiten an, nachdem das Museum zuletzt nur sonntags geführt besichtigt werden konnte. Infos unter www.schlossmuseum-darmstadt.de

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KOLB, BLICKHAN

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KALENDER OKTOBER 2010 Freitag, 01.10.2010 10 Jahre Partyamt.de Into The Lion‘s Den (Reggae/Dancehall Party) Bedroomdisco - Indie vs. Elektro 11. Darmstädter Nacht der Stimmen 20 Jahre Jazzinstitut - JazzTalk mit Rolf Kühn Konzert: Garden Of Delight (Celtic FolkRock) Konzert: Sheerocks Impulsiv: Tom Schön + Dirk Lux + Klang & Gefühl Konzert: Macumbaché feat. Martha Salsa-Night Kein Stress Benefit Session Stella spielt Black Beats: DJ Kenny & Friends Ü30 Party Time Warp mit DJ Gun Chappi Grooves Herbstmess‘ Rossdörfer Kerb Friday Night Fever - Best of Dance & House Show: DinnerKrimi: Mord an Bord, Mylord! Lesung: Heinrich Steinfest, Friedrich Ani & das ValkTrio Theater: Von morgens bis mitternachts (Premiere) Tanz: Lyrics and Dance Comedy: Maul & Clownseuche: Drei Männer braucht die Frau Info: Ich will Sänger/in werden Vernissage: Industriearchitektur Jan Vogler & The Knights - Musikalischer Herbst Ein Schlüssel für zwei (Premiere)

21:00 h 22:00 h 23:00 h 20:00 h 20:30 h 21:30 h 21:00 h 22:00 h 20:30 h 20:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h

23:00 h 19:30 h 19:00 h 19:30 h 20:30 h 20:30 h 16:00 h 18:00 h 20:00 h 20:15 h

> Seite 04 Goldene Krone Bessunger Knabenschule (Keller) Centralstation (Halle) Centralstation (Saal) > Seite 04 Jazzinstitut (Keller) An Sibin Ludwigshall, Dieburg Level 6 Bessunger Knabenschule (Halle) Weststadtbar Schlosskeller Stella Huckebein Steinbruch-Theater, Mühltal Musikclub Rabe Messplatz, Alsfelder Str. Rossdorf Nachtcafé Hotel Jagdschloss Kranichstein > Seite 32 Stadtkirche > Seite 31 Staatstheater (Kleines Haus) > Seite 31 Theater Moller Haus HalbNeun Theater Schloesschen im Prinz-Emil-Garten Schloesschen im Prinz-Emil-Garten Staatstheater (Großes Haus) > Seite 31 Die Komödie Tap

Samstag, 02.10.2010 90s Dance Experience Milchclub Boys Zehn Jahre Zehn DJs (1995-2005) Philpot Night Pt. 2 mit Soulphiction + Break SL Live: Mädness + Morlockk Dilemma + Kamp 20 Jahre Jazzinstitut - Konzert: Rolf Kühn Konzert: Vertigo (U2 Tribute Band) Konzert: Ratatouille à l‘Orange Wiederganzeröffnungsparty mit Live Music Konzert: Rockformation Diskokugel Konzert: Justin Nova Kellergymnastik mit Leo + iBee Minimale Tanzkultur Hell‘s Kitchen - NuMetal & Metalcore mit DJ Kai Tanzsalon Ü30 mit DJ Capo Börek-Beats mit DJ Kemal Underground Evolution mit DJ Tandrin + DJ Disdain Let‘s Dance mit DJ JayJay Herbstmess‘ Rossdörfer Kerb Saturday Clubnight - Strictly House Lesung: 7. KrimiNacht - Very British Lesung: Dichterschlacht duo: Lars Ruppel und Sebastian 23 Theater: Medea Theater: Das traurige Schicksal des Karl Klotz Oper: Fidelio Show: Faust Tanz: Lyrics and Dance Info: Rundgang August-Euler-Flugplatz Info: Die Russische Kapelle Comedy: Schwarze Grütze: Bühnenarrest Konzert: Die alten bösen Lieder Kinder: Oh, wie schön ist Panama nach Janosch

22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 20:30 h 21:30 h 20:30 h 20:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 21:30 h 22:00 h 21:00 h

23:00 h 19:00 h 19:30 h 19:30 h 20:00 h 19:30 h 20:30 h 20:30 h 15:00 h 13:00 h 20:30 h 20:00 h 15:30 h

Goldene Krone (Saal) Centralstation (Halle) Weststadtcafé > Seite 16 Neuwiesenweg 603qm Jazzinstitut (Keller) An Sibin Jagdhofkeller Sumpf > Seite 04 Goldene Krone (Kneipe) Green Sheep Pub Schlosskeller Stella Goldene Krone (Disco) Linie Neun, Griesheim Hillstreet Club Steinbruch-Theater, Mühltal al Musikclub Rabe Messplatz, Alsfelder Str. Rossdorf Nachtcafé > Seite 32 Stadtkirche > Seite 32 Centralstation Staatstheater (Kleines Haus) Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Großes Haus) Comedy Hall > Seite 31 Theater Moller Haus Windkanal TU, Griesheim Mathildenhöhe HalbNeun Theater Schloss Heiligenberg, Seeh.-Jugenh. Die Komödie Tap


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Show: Der kleine Circusprinz Theater: Ein Schlüssel für zwei Lesung: CD-Premiere und Live-Präsentation Info: Gesundheitsmesse Darmstadt 2010

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16:00 h 20:15 h 20:00 h 10:00 h

Circus Waldoni Die Komödie Tap Kunstfabrik, Bhf Wixhausen Darmstadtium

20:00 h 22:00 h

Bessunger Knabenschule (Halle) Schlosskeller Messplatz, Alsfelder Str. Rossdorf Kunsthalle Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Großes Haus) > Seite 32 Staatstheater (Kleines Haus) Schloesschen im Prinz-Emil-Garten Schloesschen im Prinz-Emil-Garten Darmstadt Shop, Luisenplatz Marktplatz > Seite 32 Stadtkirche Die Komödie Tap Circus Waldoni Orangerie Die Komödie Tap > Seite 04 Luisenplatz Darmstadtium

Donnerstag, 07.10.2010

Sonntag, 03.10.2010 Konzert: Janusz Muniak Quartet Schwulen & Lesben Party Herbstmess’ Rossdörfer Kerb Info: Finissage der Ausstellung Märchen Kunst Konzert: Blasorchester der TSG Wixhausen (Benefizkonzert) Theater: Die Birnen von Ribbeck Konzert: 2. Sinfoniekonzert Lesung: Lutz Görner spricht Schiller Kinder: Kasperl auf Bellos Spur Kinder: Kasperl auf Bellos Spur Info: Stadtrundgang Darmstadt zum Kennen lernen Info: Darmstädter Kultur & Kulinarik Lesung: Andreas Nohl: Mark Twain, Tom Sawyer und... Kinder: Der Regenbogenfisch Show: Der kleine Circusprinz Konzert: Abschlusskonzert des Meisterkurs für Pianisten Theater: Ein Schlüssel für zwei Info: Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus Info: Gesundheitsmesse Darmstadt 2010

17:00 h 18:00 h 20:00 h 11:00 h 18:00 h 11:00 h 15:00 h 11:00 h 11:00 h 11:30 h 11:00 h 16:00 h 19:00 h 18:00 h 14:00 h 10:00 h

Montag, 04.10.2010 Wohnzimmer (Spieleabend) Casting für Germany‘s Next Topmodel 2011 Newcomer Night - Live: Jamie?s Backyard Rock-, Dance- & Oldie-Monday Herbstmess‘ Rossdörfer Kerb Show: Faust Kinder: Die Schatzinsel Kinder: Die Schatzinsel Konzert: 2. Sinfoniekonzert Info: Satellitenmeteorologie made in Darmstadt Lesung: Frank Schulz: Mehr Liebe Info: Theaterführung für Familien

20:00 h 14:00 h 21:00 h 21:00 h

20:30 h 09:00 h 15:00 h 20:00 h 19:00 h 19:30 h 15:30 h

Das Blumen Maritim Rhein-Main Hotel An Sibin Steinbruch-Theater, Mühltal Messplatz, Alsfelder Str. Rossdorf Comedy Hall Theater Moller Haus Theater Moller Haus Staatstheater (Großes Haus) Centralstation Stadtkirche Staatstheater

21:00 h 21:00 h

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19:30 h 20:30 h 09:00 h 20:30 h

603qm An Sibin Rossdorf Stadtkirche Comedy Hall Theater Moller Haus Schlosskeller

21:30 h 20:00 h 21:00 h 21:00 h 19:30 h 20:30 h 15:00 h 20:15 h

Bessunger Knabenschule (Keller) > Seite 05 218qm Stella An Sibin > Seite 32 Stadtkirche Comedy Hall Schloesschen im Prinz-Emil-Garten Die Komödie Tap

Mittwoch, 06.10.2010 Frischzelle: The Oholics (live) Salon Paraiso (Salsa, Merengue, Bachata) Studentenparty Black & House mit DJ Simplex Rocker Open Mic Night - Session Lesung: Peter Wewerzinek und Rolf Lappert Show: Faust Kinder: Gummi Tarzan (Film) Theater: Ein Schlüssel für zwei

20:30 h 21:30 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 20:00 h 19:00 h 19:30 h 20:00 h 20:30 h 19:30 h 20:15 h 20:00 h

Centralstation 231qm Roßdörfer Biergarten Schlosskeller Stella Goldene Krone (Rocky Bar) Steinbruch-Theater, Mühltal An Sibin Goldene Krone (Kneipe) Stadtkirche Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater (Kammerspiele) Comedy Hall Staatstheater (Kleines Haus) Die Komödie Tap Keller-Klub im Schloss

22:00 h 21:00 h 20:00 h 21:00 h 20:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 20:30 h

Centralstation (Halle) Das Blumen Tanzcafé Papillon Bessunger Knabenschule (Keller) Bessunger Knabenschule (Halle) Schlosskeller Stella Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Saal) Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rocky Bar) Linie Neun, Griesheim Weststadtclub

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Freitag, 08.10.2010 Vocal House Club mit A. Lee Konzert: Inuki + Stella Roin Oktoberfest mit DJ Thomy Soli-Konzert: Kackophonia + Disanthrope Konzert: Michael Stevens Trio feat. Joyce Cobb Elektroschule: DontCanDJ + Live: May68 Stella spielt Black Beats: DJ Kenny & Friends Dance Experience mit DJ D-Zero Maschinenpakt (Industrial, Electro, Ebm) Konzert: Grapefruit United (Pop) Hausfrauendisko mit D.JFK Atemlos - Elektro & Synthiepop Party School’s Out - Let’s Play

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Dienstag, 05.10.2010 Kneipenabend - Vinyl: Phatos (Electro-House) Quiz Night Rossdörfer Kerb Lesung: Martin Mosebach und Adolf Muschg Show: Faust Kinder: Die Schatzinsel Show: Kulturhäppchen: Early Late Night Show

Konzert: Deine Lakaien - Indicator Tour 2010 Konzert: Aloe Blacc & Band + DJ-Support Jam-A-Coustic: Tox-X Basement Grooves Stella spielt House Neulich in der Rockybar Rock’n’Pop Kick - Grenzenlos Party mit DJ Daniel Karaoke Night Tischfussballturnier KroneDyP Lesung: Schweizer Buchpreis 2010 Oper: Le Nozze Di Figaro Theater: Das kunstseidene Mädchen Show: Faust Theater: Nathan der Weise Theater: Ein Schlüssel für zwei Lesung: Literarischer Abend mit Svenja Leiber


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5 Jahre Ü30 Jubiläumsparty - Oktoberfest Special Party Breakout mit DJ Martin Back In Time mit DJ Tom Surprise Party Friday Night Fever - Best of Dance & House Lesung: Lyrikabend mit Wondratsche + Gustafsson +... Theater: Das traurige Schicksal des Karl Klotz Oper: Fidelio Theater: Von morgens bis mitternachts Theater: Der Nackte Wahnsinn Theater: Ein Dessert zur Leiche - Krimi Dinner Theater: Eine Dame verschwindet Comedy: Kabbaratz: Sitzenbleiben Kinder: Das Sams - Eine Woche voller Samstage Theater: Ein Schlüssel für zwei

22:00 h 21:00 h 21:30 h 23:00 h 19:00 h 20:00 h 19:30 h 19:30 h 20:00 h 19:30 h 20:30 h 20:30 h 15:30 h 20:15 h

Huckebein Steinbruch-Theater, Mühltall Musikclub Rabe An Sibin Nachtcafé Stadtkirche Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater (Kleines Haus) Neue Bühne Eichwiesenstraße 8 Theater Moller Haus HalbNeun Theater Die Komödie Tap Die Komödie Tap

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19:30 h

22:00 h 20:00 h 20:00 h 20:30 h 21:00 h 23:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 21:30 h 23:00 h 19:00 h 19:30 h 19:30 h 20:00 h 20:30 h 19:30 h 20:30 h 20:00 h

Centralstation (Saal) Goldene Krone (Saal) Tanzschule Bäulke Centralstation (Halle) lle)) Tanzcafé Papillon Böllenfalltorhalle Achteckiges Haus Sumpf 231qm Stella Goldene Krone (Disco) sco) Goldene Krone (Kneipe) eipe) e) Schlosskeller Steinbruch-Theater, Mühltal Musikclub Rabe Hillstreet Club An Sibin Nachtcafé Stadtkirche Staatstheater (Kleines es Haus) Staatstheater (Großes Haus) Neue Bühne Comedy Hall Eichwiesenstraße 8 Theater Moller Haus Staatstheater (Kammerspiele)

14:00 h 15:00 h 20:30 h 15:30 h 15:00 h 20:15 h 20:00 h 14:00 h

Hauptbahnhof Darmstadt Shop, Luisenplatz HalbNeun Theater Die Komödie Tap Staatstheater (Kammerspiele) Die Komödie Tap Hoffart Theater Luisenplatz

20:30 h

18:00 h

Centralstation (Halle) Steinbruch-Theater, Mühltal Neue Bühne Theater Moller Haus Staatstheater (Kammerspiele) Centralstation Darmstadt Shop, Luisenplatz Mathildenhöhe Schloss Hotel Jagdschloss Kranichstein Die Komödie Tap Ratskeller (Regentenstube) Schlosskeller Die Komödie Tap

21:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 20:30 h

Centralstation (Lounge) Sumpf Musikpark An Sibin Steinbruch-Theater, Mühltal Comedy Hall

20:00 h 21:00 h 21:00 h 21:00 h 20:30 h

Bessunger Knabenschule (Keller)) 603qm Goldene Krone (Disco) An Sibin Comedy Hall Schlosskeller

Sonntag, 10.10.2010

Samstag, 09.10.2010 Konzert: Malediva Konzert: Bushfire (Release Party) + Black Smile A-Capella-Konzert: KeyWest - The Art Of Vocal-Pop Mellow Weekend: Rock & Pop Only mit DJ Flat Revo Oktoberfest mit DJ Thomy Mix Fight Gala X (Kampfsport-Gala) Konzert: Caroline Mhlanga und Band Live: BlueMood feat. Gröbi Bluesband Chrome! feat. NType (UK-Dubstep) Stella bekommt Besuch: We Fear Silence Strictly British mit DJ Kai Konzert: Reverend Schulzz + Olli Bopp Radaudisko: Punk, Rock & Ska mit DJ Rob & CC Dance Til Death mit DJ Spike + DJ Demon Rock & Dance mit DJ Klaus Mahatmakarma 2 - East meets West Charity Event Saturday Night Karaoke Saturday Clubnight - Strictly House Lesung: 8. KrimiNacht - Wiener Blut & mehr Theater: Medea Musical: Anatevka Theater: Der Nackte Wahnsinn Show: Faust Theater: Ein Dessert zur Leiche - Krimi Dinner Theater: Eine Dame verschwindet Theater: Anna sagt was!

Info: Der Hauptbahnhof - Ein Denkmal im Wandel Info: Darmstadt mit allen Sinnen Comedy: Jens Heidtmann: Da kann mann nicht meckern Kinder: Lauras Stern Tanz: Love Steps mit Sne?ana Golubovic Theater: Ein Schlüssel für zwei Lesung: Vorsprechtermin - Das Vorstellungsgespräch Info: Konsum mit Nebenwirkungen

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Konzert: Tina Dico Black Trolls Over Europe Tour 2010 Theater: Der Nackte Wahnsinn Kinder: Der Kartoffelkönig Theater: Die Birnen von Ribbeck Kinder: Zaches & Zinnober: Konzert am Herd Info: Stadtrundgang Darmstadt zum Kennen lernen Info: Führung in Hochzeitsturm und Wasserreservoir Konzert: 2. Kammerkonzert Konzert: Moldau tanzt und musiziert Kinder: Wie Findus zu Pettersson kam Lesung: Frühschoppenlesung mit Thomas Kapielski Wohnkeller (Spieleabend und TV-Programm) Theater: Ein Schlüssel für zwei

18:00 h 15:00 h 20:00 h 11:00 h 11:00 h 11:00 h 17:00 h 19:00 h 11:00 h 11:00 h

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Montag, 11.10.2010

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RockLounge: Candyjane (live) Irish Folk Session mit Ceol Agus òl (live) School’s Out Party Newcomer Night - Live: Perennial Art Rock-, Dance- & Oldie-Monday Show: Faust

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Dienstag, 12.10.2010 > Seite 33

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Konzert: Brutal Knights + Support: Blood Patrol Kneipenabend - Vinyl: Die Kosmischen Kuriere ... Fachschaftsparty Bauingeneure Quiz Night Show: Faust Info: Kulturhäppchen: Amnesty International

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Öffnungszeiten: Mo. - Do. 07:00 - 24:00, Fr. - Sa. 07:00 - 01:00, So. 12:00 - 24:00


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Stella spielt Black Beats: DJ Kenny & Friends Welcome-Party für alle Erstsemester Konzert: Puke It Out + One Way Left + ... Konzert: Andreas Kümmert (Bluesrock) Kronisch Elektronisch mit DJ J. Freytag Ü30 Party Battle Of The Bands (Halbfinale 1) Rabe Rocks mit DJ Jörg Konzert: Citizens Skin Friday Night Fever - Best of Dance & House Theater: Das traurige Schicksal des Karl Klotz Info: Öffentlicher Rundgang ESOC Comedy: Lüder Wohlenberg: Spontanheilung Kinder: Meister Eder und sein Pumuckl Theater: Ein Schlüssel für zwei

Mittwoch, 13.10.2010 Konzert: Türzueszieht Jam Session: Siesta Fatal Studentenparty Black & House mit DJ Ape Fachschaftsparty Wirtschaftswissenschaften Circle Of Doom - Herbstferien-Special Open Mic Night - Session Theater: Von morgens bis mitternachts Show: Faust Info: Doppelvortrag: Krankheit / Schicksalsgesetze Theater: Ein Schlüssel für zwei

20:30 h 21:00 h 21:00 h 21:00 h 21:00 h 19:30 h 20:30 h 18:30 h 20:15 h

Jagdhofkeller 218qm Stella Goldene Krone (Disco) Steinbruch-Theater, Mühltal An Sibin Staatstheater (Kleines Haus) Comedy Hall Orangerie Die Komödie Tap

Donnerstag, 14.10.2010 Konzert: Quadro Nuevo - Grand Voyage Offene Jam Session Eisprung Basement Grooves: Simon Dörken Bauingenieurparty Neulich in der Rockybar Rock’n’Pop Kick - Grenzenlos Party mit DJ Daniel Karaoke Night Tischfussballturnier KroneDyP Show: Faust Theater: Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner Theater: Ein Schlüssel für zwei

20:00 h 20:00 h 22:00 h 20:00 h 22:00 h 21:00 h 20:00 h 20:30 h 20:00 h 20:15 h

Centralstation (Saal) Sumpf Schlosskeller Stella Goldene Krone (Rocky Bar) Steinbruch-Theater, Mühltal An Sibin Goldene Krone (Kneipe) Comedy Hall Staatstheater (Kammerspiele) Die Komödie Tap

20:00 h 23:00 h 20:30 h 20:30 h 22:00 h

Centralstation (Saal) Centralstation (Halle) Jazzinstitut (Keller) Jagdhofkeller Schlosskeller

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21:00 h 21:30 h 23:00 h 20:00 h 16:30 h 20:30 h 15:30 h 20:15 h

Stella Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Saal) Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rocky Bar) Huckebein Steinbruch-Theater, Mühltal Musikclub Rabe An Sibin Nachtcafé Staatstheater (Kammerspiele) ESOC / ESA HalbNeun Theater Die Komödie Tap Die Komödie Tap

19:30 h 21:30 h 22:00 h 20:00 h 20:30 h 21:00 h 20:00 h 20:30 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h

Centralstation (Saal) Keller-Klub im Schloss Centralstation (Halle) Lowbrow Oetinger Villa 603qm Sumpf HalbNeun Theater Green Sheep Pub Schlosskeller Stella Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Saal) Goldene Krone (Kneipe) Linie Neun, Griesheim Hillstreet Club

Samstag, 16.10.2010

Freitag, 15.10.2010 Konzert: [em] + Rudder PowerElektro mit dem Fullgazz-DJ-Team 20 Jahre Jazzinstitut - JazzTalk: Tuomi Trio Konzert: Cécile Corbel Trio Semesteranfangsparty mit DJ Leo Yamane

21:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h

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Konzert: Wallis Bird & Guests + Support Konzert: Mambo Kurt Mellow Weekend: Disco To House mit DJ Peter Gräber Grand Rockbar Opening Party 3-Floors-Konzert-Party A Rock ‚n‘ Roll Tribute Night To Evel Knievel DJ Gorry A-Capella-Konzert: High Five Konzert: Noch ’ne Band Kulturhäppchenparty DJ Polynox: ‚Wir feiern nicht ganz ohne grunz‘ Rocknight mit DJ Günni + DJ Jürgen Konzert: Fueled (Metallica-Tribute) Konzert: John Doe (Coverrock) Depeche Mode Party Cosmic Disco mit Christian Beetz

> Seite 07 > Seite 07 > Seite 07

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Underground Evolution mit DJ Doom + DJ Möhrchen Ü30 Party mit DJ Tascha Konzert: Beatshots Saturday Clubnight - Strictly House Oper: Fidelio Theater: Der Nackte Wahnsinn Show: Faust Theater: Die heilige Johanna der Schlachthöfe Info: Führung Mathildenhöhe Kinder: Das Sams - Eine Woche voller Samstage Theater: Ein Schlüssel für zwei

21:00 h 21:30 h 23:00 h 19:30 h 20:00 h 20:30 h 19:30 h 15:00 h 15:30 h 20:15 h

Steinbruch-Theater, Mühltal Musikclub Rabe An Sibin Nachtcafé Staatstheater (Großes Haus) Neue Bühne Comedy Hall Staatstheater (Kleines Haus) Mathildenhöhe Die Komödie Tap Die Komödie Tap

22:00 h 18:00 h 18:00 h 11:00 h 11:00 h 11:00 h 11:00 h 18:00 h 14:00 h 14:00 h

Schlosskeller Staatstheater (Großes Haus) Neue Bühne Staatstheater (Kleines Haus) Darmstadt Shop, Luisenplatz Haltestelle Marienhospital Die Komödie Tap Die Komödie Tap Obelisk Theatervorplatz Vesna Bakic Art, Beckerstr. 23

Mittwoch, 20.10.2010 > Seite 30

Sonntag, 17.10.2010

21:30 h 20:00 h 21:00 h 20:30 h 21:00 h 20:30 h 15:00 h 18:00 h 20:00 h 20:15 h

Bessunger Knabenschule (Keller) 218qm Stella Schlosskeller An Sibin Comedy Hall Schloesschen im Prinz-Emil-Garten Schloesschen im Prinz-Emil-Garten Jagdhofkeller Die Komödie Tap

21:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h

Mensa TU Lichtwiese Schlosskeller Stella Goldene Krone (Rocky Bar) Steinbruch-Theater, Mühltal An Sibin Goldene Krone (Kneipe) Comedy Hall Theater Moller Haus Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Kleines Haus) Centralstation Die Komödie Tap

Donnerstag, 21.10.2010

Schwulen & Lesben Party Musical: Anatevka Theater: Der Nackte Wahnsinn Info: Neue Darmstädter Gespräche Info: Stadtrundgang Darmstadt zum Kennen lernen Info: Ludwigshöhe, Waldpark Marienhöhe Kinder: Der Räuber Hotzenplotz Theater: Ein Schlüssel für zwei Info: Ökologie in der Stadt Kunstaktion: Kunst am Körper

Montag, 18.10.2010 Konzert: Sophie Hunger - 1983 Tour Erstsemesterbegrüßungsparty 2010 School‘s Out Party Newcomer Night Rock-, Dance- & Oldie-Monday Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Film: Brandmale

20:30 h 18:00 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 20:30 h 17:00 h

> Seite 08 Centralstation (Halle) > Seite 06 603qm Musikpark An Sibin Steinbruch-Theater, Mühltal Comedy Hall Schloesschen im Prinz-Emil-Garten

20:30 h 21:00 h 21:00 h 19:30 h 20:30 h

Centralstation (Halle) 603qm An Sibin Staatstheater (Kleines Haus) Comedy Hall Schlosskeller

Dienstag, 19.10.2010 Salsa-Konzert: Elito Revé y su Charangón Kneipenabend - Vinyl: DJ Al-x (Subculture/ Ffm) Quiz Night Theater: Von morgens bis mitternachts Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Info: Kulturhäppchen: Compakt&Cut ANZEIGE

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Frischzelle: Darien Ski Team (live) Salon Paraiso (Salsa, Merengue, Bachata) Studentenparty Black & House mit DJ Simplex Rocker Semestereröffnungsparty mit Abenteuer Wildnis live Open Mic Night - Session Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Kinder: Der Froschkönig (Film) Info: Vortrag von Paul Tessmann: Georg Moller Comedy: Lisa Feller solo: Kill Bernd! Theater: Ein Schlüssel für zwei

Welcome Party für alle Studierenden Basement Grooves: Stop.Edit.Klub Stella spielt House Neulich in der Rockybar Rock’n’Pop Kick-Grenzenlos Party mit DJ Dr. Beat Karaoke Night Tischfussballturnier KroneDyP Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Theater: Der Zaubernachtstraum Theater: Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner Theater: Die heilige Johanna der Schlachthöfe Lesung: Günter Grass: Grimms Wörter Theater: Ein Schlüssel für zwei

21:00 h 20:00 h 20:30 h 20:30 h 20:00 h 19:30 h 19:00 h 20:15 h

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Freitag, 22.10.2010 Konzert: Illute + Me And Oceans Konzert: Cherry Choke + Support: Dynamite Jones Halloween: Geisterfest Jazz Jams: The 64 Jazz Quartet Die Party zum Semesterbeginn Konzert: David Orlowsky Trio Snowboard-Video Premiere: In Your Face Stella spielt Black Beats: DJ Kenny & Friends DJ Nicolas Maire (Drum‘n‘Bass, Dubstep) Your Gig - Bandcontest (Zwischenrunde) Karaoke mit Stritti Ü30 Party Schlangensonne Tour 2010 Pop & 80er mit DJ Sascha

21:00 h 21:00 h 19:00 h 20:30 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h

Das Blumen Oetinger Villa Burg Frankenstein, Eberstadt Jazzinstitut (Keller) 603qm Centralstation (Saal) Schlosskeller Stella Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Saal) Goldene Krone (Kneipe) Huckebein Steinbruch-Theater, Mühltal Musikclub Rabe

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Salsa Tropical Night mit DJ David Munoz Konzert: Neronia Friday Night Fever - Best of Dance & House Oper: Le Nozze Di Figaro Theater: Medea Theater: Das traurige Schicksal des Karl Klotz Theater: Der Zaubernachtstraum Comedy: Wolfgang Nitschke: Respekt Konzert: Klavierabend: 200. Geburtstag von Frédéric Chopin Kinder: Wie Findus zu Pettersson kam Tanz: Klassischer indischer Tanz Odissi Theater: Ein Schlüssel für zwei Vernissage: Götter Vernissage: Götter

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20:00 h 21:30 h 23:00 h 19:30 h 19:30 h 20:00 h 20:30 h 20:30 h 20:00 h 15:30 h 19:00 h 20:15 h 18:00 h 18:00 h

Level 6 An Sibin Nachtcafé Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater (Kleines Haus) Staatstheater (Kammerspiele) Theater Moller Haus HalbNeun Theater Hotel Jagdschloss Kranichsteinn Die Komödie Tap Bessunger Knabenschule Die Komödie Tap Atelierhaus, Riedeselstraße 15 Atelierhaus, Riedeselstraße 15

Underground Evolution mit DJ Doom + DJ Tandrin Rock & Pop mit DJ Daniel Saturday Night Karaoke Saturday Clubnight - Strictly House Theater: Von morgens bis mitternachts Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Kinder: Kinderräuber (Premiere) Verleihung des Georg-Büchner-Preises Comedy: Anka Zink: Sexy ist was anderes Kinder: Der Regenbogenfisch Theater: Ein Schlüssel für zwei Info: Götter in Schwarz - Anmerkungen eines Landpfarrers

22:00 h 20:30 h 21:00 h 18:00 h 20:30 h 20:00 h 23:00 h 21:00 h 19:00 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h

Centralstation (Halle) Achteckiges Haus Hoffart Theater Ludwigshall, Dieburg Burg Frankenstein, Eberstadt Jagdhofkeller Sumpf 603qm Bessunger Knabenschule (Keller) Centralstation (Saal) Stella Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Saal) Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rocky Bar) Sumpf

Steinbruch-Theater, Mühltal Musikclub Rabe An Sibin Nachtcafé Staatstheater (Kleines Haus) Comedy Hall Theater Moller Haus Staatstheater (Großes Haus) HalbNeun Theater Die Komödie Tap Die Komödie Tap Atelierhaus, Riedeselstraße 15

Sonntag, 24.10.2010

Samstag, 23.10.2010 Mellow Weekend: Disco Club 80/90 Konzert: JazzGang Jazz-Konzert: Fuzzy Tunes + Nic Demasow Konzert: Sushiduke Halloween: Geisterfest Konzert: Jannis Zotos Band Another Kind Of Natalie - DJ Night Klub: Ellen Allien + Chaim + Support-DJs Die Tanzalternative mit DJ Capo Konzert: David Orlowsky Trio Stella bekommt Besuch: House Effect Come As You Are - Alternative & Grunge mit DJ Kai Your Gig - Bandcontest (Zwischenrunde) Konzert: Cubiq (Rock) Diskothekerkollektiv Rote Nadel (Funk & Garage) Another Kind Of Nathalie

21:00 h 21:30 h 23:00 h 19:30 h 20:30 h 15:00 h 16:00 h 20:30 h 15:30 h 20:15 h 15:00 h

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Oktoberfest Solo-Konzert: Midge Ure (The Voice Of Ultravox) Halloween: Geisterfest Familientag Konzert: Gary Fuhrmann Quintett Theater: Das kunstseidene Mädchen Kinder: Kinderräuber Oper: Carmen (Premiere) Theater: Die heilige Johanna der Schlachthöfe Lesung: Sinnliches und Übersinnliches Info: Stadtrundgang Darmstadt zum Kennen lernen Info: Expressionismus in der Architektur Comedy: Hans Scheibner: Direkt wie aus‘m Leben Kinder: Kalif Storch Kinder: Oh, wie schön ist Panama nach Janosch Wohnkeller (Spieleabend und TV-Programm) Theater: Ein Schlüssel für zwei Info: Darmstadt als Industriestadt

10:00 h 20:30 h 13:00 h 20:00 h 20:00 h 15:00 h 18:00 h 16:00 h 15:00 h 11:00 h 11:00 h 19:30 h 15:00 h 11:00 h 18:00 h 14:00 h

Das Blumen Centralstation (Saal) Burg Frankenstein, Eberstadt Bessunger Knabenschule (Halle) Staatstheater (Kammerspiele) Theater Moller Haus > Seite 31 Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater (Kleines Haus) Schloesschen im Prinz-Emil-Garten Darmstadt Shop, Luisenplatz Jugendstilbad HalbNeun Theater HalbNeun Theater Die Komödie Tap > Seite 06 Schlosskeller Die Komödie Tap Luisenplatz ANZEIGE


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Montag, 25.10.2010 Rock-, Dance- & Oldie-Monday Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen

21:00 h 20:30 h

Steinbruch-Theater, Mühltal Comedy Hall

20:30 h 21:00 h 21:00 h 20:30 h 20:30 h 20:15 h

Centralstation (Halle) 603qm An Sibin Comedy Hall HalbNeun Theater Die Komödie Tap Schlosskeller

19:30 h 21:00 h 21:00 h 21:00 h 19:30 h 19:30 h 20:30 h 20:30 h 20:00 h 18:00 h 19:30 h 20:15 h 14:00 h

Centralstation (Saal) 218qm Stella An Sibin Hotel Jagdschloss Kranichstein Staatstheater (Großes Haus) Comedy Hall Jagdhofkeller Kennedy-Haus, Kasinostr. 3 Staatstheater Staatstheater (Kleines Haus) Die Komödie Tap Schloesschen im Prinz-Emil-Garten

Dienstag, 26.10.2010 Konzert: Tocotronic - Schall und Wahn 2010 Kneipenabend - Vinyl: Thrash Gordon Quiz Night Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Comedy: Gerd Knebel: Um was geht‘s hier eigentlich? Comedy: Noch ’n Gedicht - Der große Heinz Erhardt Abend Info: Kulturhäppchen: No Boarder

Mittwoch, 27.10.2010 Konzert: Gianluigi Trovesi & Gianni Coscia Jam Session: Minor Five (Jazz) Studentenparty Black & House mit DJ Simplex Rocker Open Mic Night - Session Show: DinnerKrimi ‚Bei Verlobung: Mord!‘ Oper: Fidelio Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Comedy: Deutschland, Deine Hessen ... Info: Darmstädter Musikgespräche III Info: Theaterführung Tanz: Ulrike Meinhof (Offene Probe) Theater: Ein Schlüssel für zwei Tanz: Eugen Gerhard

Donnerstag, 28.10.2010 FB1-Party Konzert: Liadan (Irland) Basement Grooves: Tapejam & Pft-Pft (Indietronic Freakout) Stella spielt House Neulich in der Rockybar Rock’n’Pop Kick-Grenzenlos Party mit DJ Dr. Beat Karaoke Night Tischfussballturnier KroneDyP Show: DinnerKrimi: Mord an Bord, Mylord! ANZEIGE

22:00 h 20:30 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 20:00 h 19:30 h

Centralstation (Halle) Jagdhofkeller Schlosskeller Stella Goldene Krone (Rocky Bar) Steinbruch-Theater, Mühltal An Sibin Goldene Krone (Kneipe) Hotel Jagdschloss Kranichsteinn

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Oper: Le Nozze Di Figaro Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Theater: Anna sagt was! Konzert: 2. Kammerkonzert Lesung: Walter Renneisen - Tierisch satirisch für ... Kinder: Theaterspielplatz: Der Sängerkrieg der Heidehasen Theater: Ein Schlüssel für zwei

19:30 h 20:30 h 20:00 h 20:00 h 19:30 h 16:00 h 20:15 h

Staatstheater (Großes Haus) Comedy Hall Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Kleines Haus) Centralstation Staatstheater (Foyer) Die Komödie Tap

Freitag, 29.10.2010 > Seite 09

LanParty - Girls Only 2010 Musik und Film: Full Metal Village Latin Dance Night - Salsa Party mit DJ Susanne Halloween: Geisterfest Konzert: Ethon Bill + Mental Reservation Bessunger Jam Session Konzert: Jay Drift’n‘Drive: Christoph Krämer (tech, minimal) Stella spielt Black Beats: DJ Kenny & Friends Elektroshock mit den DJs Hahn & Suhr Konzert: Franz White (Singer/Songwriter) Ü30 Party Soulful Friday Battle Of The Bands (Halbfinale 2) Harry Beats Konzert: B-Sides + Dan meets Portland Friday Night Fever - Best of Dance & House Comedy: Dave Davis - Spass um die Ecke! Lesung: 28. Dichterschlacht Theater: Datterich - Im Rahmen der Echo hilft!-Aktion Tanz: Gemelli de Filippis: Ikar/us Oper: Carmen Theater: Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner Theater: Die heilige Johanna der Schlachthöfe Comedy: Fabian Lau: Der Zauber des richtigen Moments Lesung: Peter Härtling trifft Paul Kornfeld Kinder: Lauras Stern Oper: Berenice und Lucilla Theater: Ein Schlüssel für zwei

20:30 h 20:00 h 19:00 h 21:00 h 20:30 h 20:30 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 21:30 h 23:00 h 20:00 h 21:00 h 18:30 h 20:30 h 19:30 h 20:00 h 19:30 h 20:30 h 20:00 h 15:30 h 19:30 h 20:15 h

TUD, FB Informatik Centralstation (Saal) Linie Neun, Griesheim Burg Frankenstein, Eberstadt Goldene Krone (Saal) Jazzinstitut (Keller) Bessunger Knabenschule (Halle) le) Schlosskeller Stella Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Kneipe) Huckebein Hillstreet Club Steinbruch-Theater, Mühltal Musikclub Rabe An Sibin Nachtcafé Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt Centralstation Darmstadtium Theater Moller Haus Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Kleines Haus) HalbNeun Theater Stadtkirche Die Komödie Tap Orangerie Die Komödie Tap

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Samstag, 30.10.2010 Konzert: Voice Male At The Movies LanParty - Girls Only 2010 Mellow Weekend: Delicious Groove mit DJ Sonix Halloween: Geisterfest Halloween Of Doom Festival Vol. 2 Saturday Night Riot Konzert: Idiots In The Crowd Krauseworkshop - Krause Duo + Paul David Rollmann 70er/80er Party mit DJ Franz Stella bekommt Besuch: DJ Ape Halloweenparty (2 Dancefloors + 3 Live-Acts) Konzert: Gold Becoming Silver (Acoustic Pop Rock) Acoustic Music Circle (Konzert-Abend) Halloween Spektakel (Drinnen & Draussen) Rumble In The Jungle mit Nouki Halloween Party Konzert: Dr. Soul & Mr. Blues Halloween Party mit Eve‘s End (live) + Support Saturday Clubnight - Strictly House Musical: Anatevka Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Tanz: Gemelli de Filippis: Ikar/us Theater: Nathan der Weise Lesung: Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Info: Planetenweg Info: Expressionistische Impressionen Comedy: Lars Reichow: Wie schön Du bist Konzert: Werkstatt-Konzert Festival 2010 Kinder: Der Räuber Hotzenplotz Konzert: Klangbad der 100 Stimmen Theater: Ein Schlüssel für zwei Info: Molina‘s Weinverkostung

19:30 h 22:00 h 18:00 h 19:00 h 21:00 h 21:00 h 22:30 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 21:30 h 23:00 h 19:30 h 20:30 h 20:30 h 19:30 h 20:00 h 15:00 h 15:00 h 20:30 h 19:00 h 15:30 h 20:00 h 20:15 h 16:00 h

Centralstation (Saal) TUD Centralstation (Halle) Burg Frankenstein, Eberstadt Bessunger Knabenschule (Halle) > Seite 09 Pillhuhn, Riegerplatz 7 Green Sheep Pub > Seite 16 Neuwiesenweg Schlosskeller Stella Goldene Krone Goldene Krone (Kneipe) Linie Neun, Griesheim Club Biga, Dieburg Hillstreet Club Steinbruch-Theater, Mühltal Musikclub Rabe An Sibin Nachtcafé Staatstheater (Großes Haus) Comedy Hall > Seite 31 Theater Moller Haus Staatstheater (Kleines Haus) Staatstheater (Kammerspiele) Volkssternwarte Ludwigshöhe Mathildenhöhe HalbNeun Theater Schloss Heiligenberg, Seeh.-Jugenh. Die Komödie Tap Stadtkirche Die Komödie Tap Schloesschen im Prinz-Emil-Garten

Sonntag, 31.10.2010 Halloween: Geisterfest Familientag Halloween: Geisterfest Rocky Horror Party: Halloween-Special Theater: Das kunstseidene Mädchen Kinder: Lizzy auf Schatzsuche (Benefiz für Pakistan) Theater: Der Hauptmann von Köpenick Konzert: 3. Sinfoniekonzert Kinder: TheaterGeist & A.Kaufmann: Prinzessinnen Info: Stadtrundgang Darmstadt zum Kennen lernen Info: Alter Friedhof: Engel und Efeu Comedy: Lars Reichow: Wie schön Du bist Konzert: Werkstatt-Konzert Festival 2010 Konzert: Werkstatt-Konzert Festival 2010 Kinder: Meister Eder und sein Pumuckl Konzert: Akkordeon-Orchester Roßdorf und Gäste Theater: Ein Schlüssel für zwei Info: Molina’s Weinverkostung

13:00 h 18:30 h 22:00 h 20:00 h 15:00 h 18:00 h 11:00 h 11:00 h 11:00 h 11:00 h 19:30 h 11:00 h 18:00 h 11:00 h 18:00 h 18:00 h 12:00 h

Burg Frankenstein, Eberstadt Burg Frankenstein, Eberstadt Schlosskeller Staatstheater (Kammerspiele) Theater Moller Haus Staatstheater (Kleines Haus) Staatstheater (Großes Haus) Centralstation Darmstadt Shop, Luisenplatz Alter Friedhof, Herdweg HalbNeun Theater Schloss Heiligenberg, Seeh.-Jugenh. Schloss Heiligenberg, Seeh.-Jugenh. Die Komödie Tap Staatstheater (Großes Haus) Die Komödie Tap Schloesschen im Prinz-Emil-Garten

Dieser Veranstaltungskalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit Alle Events, die bis zum 17. des Vormonats auf www.partyamt.de oder www.theateramt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im Stadtkulturmagazin P.

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16*10/SA A ROCK*N*ROLL TRIBUTE NIGHT TO EVEL KNIEVEL Live: Bang Bang Bazooka (NL) & Elvis Stuntteam (DA) Vinyl: Aloha from Hell (DA)

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Out of Darmstadt Drive me home

Kultur in Rhein-Main-Neckar

The Dillinger Escape Plan (USA) Virtuose durchgeknallte Math-ChaosCore-Band. Live eine Wucht! Batschkapp, Frankfurt Mo, 4. Oktober / 21 Uhr Abendkasse 20 Euro Funkdoobiest (USA) „The Troubleshooters“. Smoother, bassbetonter Old-School-Rap. Café Central, Weinheim Di, 5. Oktober/ 20 Uhr Abendkasse 15 Euro

Horse Feathers (USA) Folk-Indie. Mit neuem Album „Thistled Spring“ auf Deutschlandreise. Das Bett, Frankfurt Mi, 6. Oktober / 20 Uhr Abendkasse 15 Euro

Funny Van Dannen (Berlin) Liedermacher, Schriftsteller und Maler. Den Geheimtipp-Status hat er längst hinter sich gelassen. Halle_02, Heidelberg Fr, 8. Oktober / 21 Uhr Abendkasse 19 Euro

Blumentopf (München) Die Freestyle-Könige verabschieden die Schlachthof-Halle in die Sanierungspause! Schlachthof, Wiesbaden Fr, 8. Oktober / 19 Uhr Abendkasse 27 Euro

Kurtis Blow (USA) Ein Pionier des Rap-Genres. If He Ruled The World ... Batschkapp, Frankfurtt So, 10. Oktober / 21 Uhr Abendkasse 16 Euro

Was also tun? Die Lösung liefert der Darmstädter Rafael Förster mit seinem Drive-me-home-Service. Wer mit dem Auto zur Party gefahren ist und ein Bierchen zu viel getrunken hat, ruft bei ihm an unter: (0176) 22 24 91 39. Rafael setzt sich dann geschwind auf sein 32 Kilogramm leichtes Klappmoped und fährt an Ort und Stelle, um den Partylöwen sicher mit dessen Auto nach Hause zu kutschieren. Sein eigenes Gefährt kommt zusammengeklappt in einer öl- und schmutzundurchlässigen Tasche in den Kofferraum. So komprimiert ist das Moped nicht größer als eine Bananenkiste und passt sogar in den Kofferraum eines Smart.

Tankard (Frankfurt) Kult-Metal-Band aus der Nachbarschaft. Thrash und Bier, das lob ich mir! Colos-Saal, Aschaffenburg Fr, 22. Oktober / 21 Uhr Abendkasse 14 Euro

Die Preise sind mit denen für ein Taxi vergleichbar: 4 Euro kostet die Anfahrt in Darmstadt, pro Kilometer kommen 1,80 Euro dazu. Allerdings zahlt der Nachhausekutschierte mindestens 15 Euro – darunter liegende Beträge werden aufgerundet – „sonst würde sich die Sache für mich nicht rentieren“, erklärt Rafael Förster. Der Vorteil gegenüber dem Taxi: Erstens kommen auf den Kunden nur halb so viele Kosten zu, als wenn er mit dem Taxi fahren würde, da schon die Hinfahrt mit dem eigenen Auto erfolgt. Zweitens steht am nächsten Morgen das Auto wie gewohnt vor der Haustür.

Danko Jones (CA) Der Vorzeige-Rock-Kanadier schlechthin. Never too loud! Batschkapp, Frankfurt Fr, 29. Oktober / 19 Uhr ro Abendkasse 23 Euro

The Sheiks (Wiesbaden) Rock-Pop-Twist-Beat-Kapelle aus den 60‘s. In Originalbesetzung! Kulturpalast, Wiesbaden Sa, 9. Oktober / 20 Uhr Abendkasse 9 Euro Harry Rowohlt & Frank Schulz (Hamburg) ...lesen und erzählen aus ihren Werken: Szenen und Kolumnen, im Duett und solo, mit Ausund Abschweifungen. Mousonturm, Frankfurt Sa, 9. Oktober / 20 Uhr Abendkasse 14 Euro

Auf die Idee gebracht hat den 44-jährigen Raumausstatter eine Bekannte aus Amsterdam. „Dort ist der Nachhausefahrdienst schon weit verbreitet, wie auch

Hindi Zahra (MAR) Blues-Folk-Jazz-Künstlerin auf Blue Note. Verträumt, magisch, poetisch. Nachtleben, Frankfurt Sa, 30. Oktober / 20 Uhr Abendkasse 19 Euro (Gunnar Schulz)

Drive me home

„Don’t drink and drive“, sprich „Kein Alkohol am Steuer“, ist das erste Gebot im Straßenverkehr, das jeder Fahrschüler lernt. Doch leider fällt es manchen schwer, sich daran zu halten. Nicht überall fahren öffentliche Verkehrsmittel hin, mit dem Fahrrad wird’s zum Winter hin zunehmend frostiger und mit dem Taxi unterwegs zu sein, setzt den Geldbeutel auf Diät.

in London und anderen Großstädten“, erzählt Rafael Förster. Mit Klappmopeds habe er zuvor nichts am Hut gehabt, gesteht er. Erst als er aufgrund einer schweren Krankheit arbeitslos wurde und jeder Bewerbung eine Absage folgte, ergriff er die Gelegenheit beim Schopf und machte sich selbstständig. Bereut hat er das nie. Außer einmal vielleicht, als er ins Fischbachtal gerufen wurde. „Normalerweise keine große Sache“, sagt er. Bei minus 12 Grad Celsius auf einem Moped, das höchstens 50 km/h schnell fahren kann, sieht die Welt schon anders aus. Nichts für Frostbeulen jedenfalls – und auch Rafael Förster gibt zu: „So scheißkalt war mir noch nie.“ Seit nunmehr vier Jahren fährt er die Darmstädter nach Hause, auch wenn deren Zuhause nicht immer leicht zu finden ist… „Zum Beispiel, wenn dem Fahrzeugbesitzer entfallen ist, wo genau er eigentlich wohnt“, berichtet Rafael Förster grinsend. Aber am Ende hat er noch jeden sicher nach Hause gebracht. (Laura Mürmann) www.drive-me-home.de

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Gestaltung: Vincent Jauernig, Foto: Jan Nouki Ehlers

Amanda Jenssen (SWE) Schweden hat eine neue Erfolgssängerin! „Gangster-Jazz“ par excellence. Batschkapp, Frankfurt Fr, 1. Oktober / 20 Uhr Abendkasse 21 Euro

Glasses (Berlin) Ex- und Noch-Members von Perth Express, Trainwreck, The 244GL und The F.A. Punk-Hardcore! Juz (Friedrich-Dürr), Mannheim Mi, 6. Oktober/ 21 Uhr Abendkasse 8 Euro

Fotos: Veranstalter

Das P schaut für Euch über die Stadtmauern. Hier werden erwähnenswerte und monatsaktuelle Veranstaltungen im Rhein-MainNeckar-Gebiet – in erster Linie Konzerte, aber auch Theateraufführungen, Ausstellungen, Lesungen und so weiter – kurz und knackisch vorgestellt. Im Oktober sind es:


Hessisch for runaways

heer!

Hessisch zum Wegrenne, Folge 4

Alla!

Da wir in den letzten zwei Ausgaben Sprüche behandelten, die als (nicht ganz ernstgemeinte) Beschimpfungen des Heiners anderen gegenüber anzusehen sind, widmen wir uns heute einmal einer etwas delikateren Situation, in die jeder schon mal gekommen ist. Folge 4: „Heer, hast DU den Scherm gestellt, oder was?!“ Dieser Satz (wörtlich: „Hör’ mal, hast DU diesen Schirm aufgespannt?!“) fällt immer dann, wenn eine gar menschliche Regung des Darmtraktes in einer Runde von Menschen wahrgenommen wird. Kurzum: es geht ums Furzen, in diesem Fall um eine leise, dafür aber umso mehr olfaktorisch erfahrbare Blähung. Erklärungsversuch: Ein Schirm stellt einen gewissen Schutz vor Sonne oder Regen dar, ist aber im Volumen oder der Grundfläche begrenzt. Das hängt vom DurchANZEIGE

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messer des Schirms ab. Genauso verhält es sich mit dem leisen, aber furchtbar stinkendem Furz. Einen Meter (oder zwei) davon entfernt, ahnt man nicht, was in dem Gedärm seines Gegenübers vor sich geht. Kommt man ihm aber näher, so erreicht einen mit voller Wucht der Geruch die Gesichtserkerpforten (= Nasenlöcher), wobei der Furzende natürlich eine Unschuldsmiene aufgesetzt hat. Der Heiner lässt sich dann mit Entrüstung (gespielt oder nicht) zu oben erwähntem Spruch hinreißen, was nur allzu gut zu verstehen ist. Nun ist es so, dass in Heinerstadt mehrere Variationen dieser Bemerkung existieren, darum sollen drei von diesen euch nicht vorenthalten werden: a) „Hast Du Arschhusten, oder was?“ (bedarf keiner Erklärung) b) „Boah, ey, hast DU den Koffer in die Eck’ gestellt?“ (selbe Bedeutung wie „Scherm stelle“, da auch ein Koffer nur begrenztes Volumen

Gude!

aufweist) c) „Ey, hast Du’ en Frosch verschluggt?“ (nach dem manchmal seltsamen Geräusch des Furzes, das entfernt an eine quakende Amphibie erinnert). Da anscheinend die Moleküle leiser Fürze schwerer oder zumindest genauso schwer wie die Luftmoleküle der unmittelbaren Umgebung sind, steht das Ding im wahrsten Sinne des Wortes im Raum, auch für längere Zeit, hat also auch ein begrenztes, dafür aber um so eindringlicheres (Riech-) Volumen. Eigentlich steigen giftige Gase immer nach oben, oder ...? Merkt Euch: Wenn Ihr mal einen Freund seht und ihn begrüßt, aber dann beim Näherkommen aus den Latschen kippt, könnte es sein, dass das nicht die Wiedersehensfreude, sondern eines seiner Verdauungsprodukte ist. (Kossi, medicus proktologicus h.c.)

Foto: Jan Nouki Ehlers

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Iss was! Folge 7: Lasagne „Ach, de Gianni macht aber auch die best Lasagne in de ganze Stadt. Des Sößje hier – herrlisch! Un alles so knusbrisch un so legger! Gell Gianni, nochn Grappa aufs Haus, odder?“ So, ab jetzt ist Schluss mit „eine Grappa auf die Hause für die schöne Fraue“ – denn die best Lasagne in Town macht in Zukunft Ihr!

Iss was! (7) – Lasagne Dauert so lang wie: Deutschland – Italien 2006 Sieht aus wie: Fleisch-Nudel-Neapolitaner Am besten mit: Amore und Vino Rosso Nebenwirkungen: Brandblasen auf Zunge Kostet so viel wie: 1 Flasche Billig-Grappa Für vier Personen: 1 Päckchen Lasagne-Nudeln

Bechamelsoße: 1 l Milch 100 g Butter 100 g Mehl 1 Zwiebel Muskatnuss, Salz

Bolognesesoße: 500 g Hackfleisch 5 bis 8 Tomaten 1 Zwiebel 1 Karotte, 1 Paprika, 1 Champignon, 2 Knoblauchzehen geriebener Käse (Parmesan/Emmentaler/Gouda ...) Italienische Kräuter, Lorbeerblatt, Paprikapulver Salz, Pfeffer Schuss Rotwein

Eigentlich kann man ja davon ausgehen, dass jeder weiß, was so ’ne Lasagne genau is. All den Unwissenden unter Euch sei gesagt: In erster Linie isse heiß! Es werden in filigraner Feinstarbeit Nudelplatten, Bolognese- und Bechamelsoße mehrfach übereinander geschichtet. Den krönenden Abschluss des Ganzen bildet eine fette Ladung Käse! Die ganze Schichtung trieb schon so manchen ungeduldigen Esser in die Irre, wenn außen bereits alles schön mundgerecht temperiert ist, innen jedoch der Zungentod lauert. Das Phänomen kennt wohl jeder Freund der italienischen Küche: Man beißt ungeduldig in die Pizza, zieht die Salami gierig mit und die klappt glühend heiß am Kinn herunter. Net schee – also geduldisch esse, bidde! Eine gute Lasagne steht und fällt mit ihrer Bolognesesoße. Hier solltet Ihr gescheit arbeiten und was Leckeres zaubern, sonst schmeckt das Ganze läbbsch-langweilig und der Abtörn ist riesig, weil alle Müh für die Füß war. Wichtig ist, dass sie möglichst komplett aus frischen Zutaten besteht. Selbst die Tomaten solltet Ihr frisch dazugeben und nicht irgendeinen Dosenkram oder gar Tomatenmark verwenden. Man schmeckt‘s einfach. Auch bei der Kochzeit ist Geduld gefragt, denn so ’ne richtig geile Bolo braucht schon

Da leckt sich jeder die Finger nach: Lasagne Deluxe

ihre zwei Stunden, bis sie richtig eingekocht ist. Erst dann ist alles Gemüse zerfallen und eingekocht. Stört Euch übrigens nicht daran, wenn Bolo- und Bechamelsoße ein wenig flüssig geraten sind. Ihr schichtet alles mit den trockenen Nudelplatten übereinander, die nehmen einen Großteil der Flüssigkeit auf, und wenn Ihr nicht aufpasst, steht Ihr am Ende mit einem forztrockenen Nudelhaufen vor Eurem Publikum. Also keine Scheu, lieber noch ein wenig Wasser oder Sahne nachgießen. Auch mit den Gewürzen und dem Salz darf ein wenig großzügiger hantiert werden als üblich, da die Nudeln nicht wie beim Pastakochen vorgesalzen werden. Aber falls Ihr Euch nicht sicher seid, stellt lieber einfach noch Salz und Pfeffer auf’n Tisch und jeder kann sich würzen, wie er will. Oder wahlweise die Nudeln einfach vorkochen – dann geht’s zu wie immer. Unsere Empfehlung für den Käse ist eine Mischung aus geriebenem Emmentaler und Grana Pardano aus der Supermarktkühlung Eures Vertrauens. Wenn man sich’s leisten kann, ist Parmesan natürlich die erste Wahl. So, un jetzt geht Ihr erst ma einkaufen un mir treffe uns auf der nächsten Seite wieder.


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TANKSTELLEN-BOUQUET P-Weinprobe, Folge 4: Darmstadts Tankstellen-Weine im Test

P-olognese vom Feinsten

Das Weinsortiment ist in Abfüller und Rebsorten kaum unterschiedlich, dafür aber sind alle Geschmacksrichtungen vertreten: trocken, halbtrocken (feinherb) und lieblich. Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland sind im Angebot, die Preisspanne liegt zwischen 1,99 € und 12,00 €. Wie trifft sich die richtige Wahl? Wie gesagt, bisher war es ein wirklich gelungener Abend und so soll es bleiben. Das P hat deshalb für Euch abgezapft und ordentlich getankt ...

Zutaten für Lasagne

Da geht sie los, unsre P-olognese: Ihr bratet das Hackfleisch in Öl auf hoher Flamme an und gebt nach und nach Zwiebeln, Paprika, Karotte und Pilze dazu, die Ihr – streberhaft wie immer – vorher ganz klein geschnippelt habt. Lasst alles eine Weile vor sich hinbraten und würfelt die Tomaten in kleine Happen. Genau die gebt Ihr jetzt mit Wein, Kräutern, Gewürzen und Salz hinzu und presst den Knoblauch rein. Deckel drauf, Flamme auf Halbmast und alles zirka eine Stunde vor sich hin köcheln lassen.

P-echamel Soße mit Muskat

P-Weinprobe, Folge 4 Am besten wird die Bolo wie gesagt, wenn alles richtig schön eingekocht ist und Tomaten, Karotten und Zwiebeln keine Spuren mehr am Tatort hinterlassen. Allerdings braucht das seine Zeit. Wenn der Hunger treibt, reicht auch einfach eine soßige Konsistenz. Hauptsach’s schmeckt!

1. 2009 Pinot Grigio delle Venezie IGT, Vescovino Italia 100% Pinot Grigio Verkostung: Grünlich helles Gelb, fruchtig frisch in der Nase, leicht süßlich. Trocken im Geschmack, kaum Säure, angenehm vollmundig. Trinktemperatur acht bis zehn Grad. Preis: Für 5,29 € ein guter Weißwein, lässt sich trinken und der Abend bleibt gelungen. Gefunden in der Jet-Tankstelle in der Kasinostraße. Lecker mit: Chio Tortilla Chips nacho cheese

P-rima Lasagne!

Eine gescheite Bechamelsoße zubereiten ist so einfach wie Fahrrad fahrn: Wenn man’s einmal gerafft hat, bekommt man’s immer wieder hin: Die Butter im Topf zerlaufen lassen und Mehl dazu geben. Schnappt Euch ’nen Schneebesen und mischt alles zu einer Masse. Kippt anschließend langsam die Milch dazu und rührt alles auf mittlerer Flamme zu einer sämigen Soße. Jetzt noch ordentlich Muskatnuss rein und mit Salz und Zucker abschmecken. Manch Schnösel mag keinen Pfeffer drin, weil’s angeblich scheiße aussieht, aber bei Lasagne juckts eh kein Mensch – also nei damit! Nehmt Euch eine Backform, idealerweise eckig und nicht rund, und fettet sie ein. Jetzt ist Schicht im Schacht: Angefangen wird mit Bolosoße, dann die erste Ladung Nudeln drauf. Ab jetzt könnt Ihr machen, was Ihr wollt: Entweder Ihr schichtet Bolo-Nudel-Bechamel-Nudel abwechselnd oder Ihr gebt beides zusammen zwischen die Nudeln. EGAL! Wichtig ist nur, dass auf der letzten Nudelebene nochmal ordentlich Bechamel geparkt wird und alles mit nem Haufe Käs’ zugedeckt wird. Dann geht’s ab in den Ofen, bei 180 Grad Umluft braucht das Ganze auf der Mittelschiene zirka eine Stunde.

(Sascha Löwel)

Fotos: Jan Nouki Ehlers

Allora, buon appetito!

2. 2009 Bardolino DOC, Vina Augusta Italien 60% Corvina und 40% Rondinella Verkostung: Sauerkirschrot leuchtet er im Glas. Die fruchtigen Aromen duften nach Pflaume und Kirsche. Im Geschmack trocken, Trinktemperatur 16 Grad. Ein leichter Rotwein, der den Abend genüßlich in die Länge ziehen kann. Preis: 5,79 € AralTankstelle, Neckarstraße. Sehr gut dazu: Mr. Tom Peanutsriegel

3. 2009 Merlot Jean Maítre VdP, Frankreich 100% Merlot Verkostung: Rubinrot schimmernde Farbe, kraftvolles Fruchtaroma. Der Duft von Schwarzkirsche und Brombeere steigt in die Nase. Intensiver Geschmack, gut eingebundenen Gerbstoffe/Tannin. Trinktemperatur 14 bis 16 Grad. Preis: 5,99 € kostet er an der Aral-Tankstelle in der Nieder-Ramstädter-Straße. Ein gelungener Merlot, mit dem es sich aushalten lässt. Schmeckt mit: Nissin Cup Nudeln, Geschmack: Tomate aus dem Becher 4. 2005 Chianti Riserva DOCG, Pizzale Italien 70% Sangiovese und 30% Canaiolo Verkostung: Rötlich braun ist die Farbe. Intensives Aroma; reife, leichte Frucht, angenehm fleischige Noten. Klar, trocken im Geschmack. Durch den Ausbau und die Reifung im Holzfass sind Gerbstoffe /Tannin willkommen, ziehen leicht zusammen. Macht leicht stumpfe Zähne und rote Lippen. Trinktemperatur 18 bis 20 Grad. Preis: Für 5,99 € der beste Wein im Test, mit ihm bleibt der Abend besonders und genussvoll. Zu finden in der Total-Tankstelle am Prinz-Emil-Garten. Extrem gut mit: Storck Schokoladen-Riesen (Hannah Knell)

in lässt Tankstellen We Auch mit einembe des Lebens finden! Lie sich die

Illustration: Hans-Jörg Brehm, Foto: Jan Nouki Ehlers

Ihr kennt es alle: Ein gelungener Abend, viel gelacht, ausgiebig getanzt, gut gegessen, nett geplaudert, geflirtet, verliebt ... und dann nichts mehr zu trinken. Jet, Total oder Aral können uns helfen. Zum Glück wurde 1936 die erste Tankstelle Darmstadts eröffnet. Heute versorgen uns zirka 20 Tankstellen mit Benzin, Zigaretten, Süßwaren, Fertiggerichten, Zeitungen, Spirituosen und Wein.


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Hörspiel mit Bushfire Seit inzwischen schon fast sechs Jahren halten Bushfire, die Band um den stets schwarz gekleideten „Sonnenschein“ Bill Brown, die Fahne des bluesig-düster-tätowierten Rock in unserer schönen Stadt hoch. Ob sie in der Zeit nur im Proberaum saßen, oder ab und zu auch mal einer anderen Band gelauscht haben, sollte sich beim Hörspiel mit Sänger Bill, Gitarrist Marcus Bischoff und Bassist Thomas Glaser herausstellen. Der zweite Gitarrist, Miguel Pereira, und Drummer Tom Hoffmann schickten derweil schönee Grüße. Sunn O))) „Big Church““ [Bill singt beim Chor mit.] it.]] Marcus: Biohazard? migees... Thomas: Irgendwas Doomiges... vvielleicht ielleichtt Saint V ittus? Vitus? Ne ein, es ist eine aktu ktuellee Band d. d. Nein, aktuelle Band.

Marcus: Äh ... hab ich erwähnt, dass wir privat nur Popmusik hören? Das ist Sunn O))). Thomas: Das wäre das Nächste gewesen, was ich gesagt hätte! Bill: I like doom stuff, but I need some vocals.

Bill: Is it Black Smile? This song is more like a demo. You don’t get the same feeling that you get when you see them live. But it’s a kick-ass band! Marcus: Die Jungs sollen auf jeden Fall weitermachen – die Darmstädter Musikszene braucht so guten NachBlack Smile „Game with the Devil“ wuchs! Ich muss uns ja ein bisschen Die Metalband aus Arheilgen zeigt, entschuldigen: Wir haben in letzter dass mit dem Nachwuchs zu rechnen Zeit mehr Foto-Shootings als Proben ist. Die Jungs sind erst vierzehn. gemacht. Für das Plattencover, für Thomas: Das kenn’ ich doch Kunstprojekte, fürs P. Wir wissen gar irgendwoher. nicht mehr, was wir im Proberaum Marcus: Grässlicher Gitarrensound! machen sollen, wie das geht. Aber Bill: Ist das eine Darmstadt-Band? dafür sind unsere Fotos super ... Contraption [Metalband aus OberRamstadt, Anm. d. Red.]? Narsaak? Shito „Lampenfieber“ 1998 konnte man seine Musik noch Marcus: Thomas, Du kennst doch wa Ist das Danke? Post-Grunge-Metal nennen... Alte sowas! Ne ein in, ddie ssind jü ünger. Darmstädter Helden mit einem geNein, jünger. wissen Cem Tevetoglu am Mikrofon. Marcus: Oh ... ganz schön thrashig. Hätte ganz am Anfang ’ne alte Megadeth sein können. Thomas: Ist das auch ’ne Darmstädter Band? Ja. Marcus [wie aus der Pistole geschossen]: Waddema – Shito! Mit meiner allerersten Band hab ich einige Konzerte mit denen gespielt und wir haben viel Spaß gehabt. Die hab ich jetzt bestimmt zehn Jahre nicht mehr gehört und trotzdem gleich erkannt! Zeig mal die CD ... Die hatte ich nie, ich hatte nur ng das Demo-Tape, auf dem der Song „Down“ drauf war – saucool! Golden Gorilla „My Name Is Trouble“ Bösartiges Zeugs mit tiefergelegten Gitarren, von Darmstädter Härtnern gekonnt serviert. Marcus: Ich kenn den Song ... [singt die Gitarren-Hookline mit]. Äh ... Golden Gorilla?

Wight „And I Will Not Be Hammered Again“ Psych-Rock von den Machern von Fat-And-Holy-Cassettenlabels. [Bill singt die Hookline mit.] Thomas: Ist das was auss Darmstadt? Ja. Thomas: Bastard King? Marcus: Wight? Letzteres. Thomas: Die haben uns geholfen, Bills Arztrechnung zu bezahlen [bei einem Benefiz-Festival, Anm. d. Red.]. Nice guys! Die machen noch nicht so lang, oder? Bill: No – they started directly with a punch! Macht Ihr bei deren Label nicht auch eine Kassette? Marcus: Ja, das haben wir vor, aber derzeit ... Thomas: ... müssen wir erstmal wieder neue Fotos machen! Unterhosenfotos! Bill: Because: If you want to be backstage with us, you have to drop your pants. Marcus: Man sollte aber Unterwäsche tragen. Bill: Yes, it’s better for your fantasy! Wry „Einfach mal einen stehen lassen“ Darmstädter Punkrock, klingt nach Eigenaussage wie der Geschmack von gelbem Schnee. Marcus [nach zwei Sekunden]: Wry! So schnell erkannt?

Marcus Ja, an der Stimme und Marcus: h am SSchlagzeug. Weil wir lange zusammen musiziert haben. Thomas: Und die haben auch geholfen, Bills Arztrechnung zu zahlen! Tom Waits & Peter Murphy (not really) „Christmas Sucks“ Zwei berühmte Sänger, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, singen gemeinsam ein Anti-Weihnachtslied? Nicht wirklich – es handelt sich um eine Persiflage von Ted Haffer und Curtiss Pernice von Lambchop. Aber auf dem einen oder anderen Tom-Waits-Bootleg ist der Song schon aufgetaucht ... Bill: Fantomas? Tom Waits? Thomas: Oder was von Mike Patton? M Marcus: Tom Waits ist das aber nnicht, oder? Der hat doch diesen KKnack in der Stimme. B Bill: Sounds like something from a TTim-Burton-movie. The music goes totally to Nick Cave or Tom Waits, but it has a certain movie feel. Das ist Tom Waits. Bill: I know Tom Waits and it’s not his voice! Stimmt – ihr seid nicht drauf reingefallen! Sehr gut! Thomas: Man müsste mal eine Tom-Waits-Playstation-DVD für die Karaoke machen. Marcus: Bill hat mal für uns eine Tom-Waits-Karaoke gemacht ... zu Weihnachten. Thomas: War das der Abend, an dem er in den Glastisch gefallen ist? Ufo vs. Riesenwelle „Drei“ Stop-and-Go-Instrumentalpostrock aus der Knertz-Schule. Marcus: Das ist gar nicht so mein Ding. Thomas: Auf jeden Fall ist es nicht Primus. Zirkusmusik? Ich trau’s mich ja fast nicht zu fragen, aber: Sind die aus Darmstadt? Ja. Bill: Planet Ersag? Marcus: Klingt wie ein Proberaummitschnitt von uns ... auf Acid! Nein, die proben in der Oetinger Villa. Marcus: Aber nicht diese Gameboy-

Typen, oder? Bill: I like it, I like the chaos in there. I did a similar project with this guy, Marcel: Monostrip vs. Metropolis. We sold the CD through the Automaten in the Café Chaos. Habt Ihr zum Abschluss noch eine Grußbotschaft für die P-Leser? Thomas: Kommt am 9. Oktober zu unserer Fotoausstellung! Oh – stimmt! Fotos müssen wir ja auch noch machen... Thomas: Au ja – los geht’s! Fazit: Ob beim Fotoshooting, bei der rty oder Unterhosen-Backstage-Party auf dem Glastisch – Bushfire geben überall und jederzeit eine gute Figur ab. Auch für ihre Darmstädter Mitmusiker haben sie stets ein offenes Ohr und ein lobendess W Wort. en sie Nur in den Proberaum sollten en! dringend mal wieder gehen! (Mathias Hill)

Bushfire-Releaseparty Es klang zwar am Tag des Hörspiels eher so, als sei eine Bushfire-Fotoausstellung geplant, aber vielleicht wird ja nebenbei auch Musik gemacht: Außer Bushfire spielen auch noch Black Smile – in der Goldenen Krone am Samstag, dem 9. Oktober, 22 Uhr, Abendkasse 5 Euro Win! Win! Das P verlost ein Bushfire-Wohlfühlpaket, bestehend aus zwei Gästelistenplätzen für die ReleaseParty in der Krone und zwei Kopien des neuen Albums „Black Ash Sunday“ – einfach eine Mail mit dem Betreff „fotogen“ an redaktion@p-verlag.de schreiben. www.myspace.com/ bushfiremusic

Foto: Mathias Hill

„It’s bet better for your fantasy!“

Genau. it B d “ Marcus: Eine meiner „favorite Bands“. Bill: I put their t-shirt in the laundry two minutes before I came here! Habt Ihr mit denen schon gespielt? Bill: No, they’re too heavy for us ... Marcus: Würd’s Golden Gorilla nicht geben, würde echt ein Loch in der Darmstädter Musiklandschaft entstehen. Ich war schon traurig, als es Bastard King nicht mehr gab, und war dann froh, dass sich die Gorillas gründeten.


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Ballspielplatz vor

„Popmusik Unsere Prämisse hat auch ist:was immer mitVinyl! Kunst zu tun!“

Bolzplatz-Quartett

Darmstädter Plattenlabels, Teil 10: 4: Decoy Herz ist Industry Trumpf

Ausgabe 27: Ballspielplatz vor den Tennisplätzen, Wixhausen

Woher stammt der Name „Herz ist Trumpf“? Wir waren beim Kartenspielen bei einer Afterhour, „Herz“ wurde als Trumpf ausgerufen, da war uns sofort klar: Das ist der Labelname. Das ist einfach eine gute Kernaussage [... die sich Basti auch gleich auf den Unterarm tätowiert hat, Anm. d. Red.]. Seit wann existiert das Label? Seit 2007. Warum wurde es gegründet? Es bestand das Angebot des Frankfurter Musikvertriebs DBH, ein eigenes Label zu machen. Seitdem arbeiten wir eng mit diesem Vertrieb zusammen. Im Prinzip war das Label der nächste logische Schritt, nachdem wir schon länger Partys veranstalten. Es war einfach der klassische Family-Gedanke: Eigene Musik und die von Freunden veröffentlichen! Wie viele Releases gibt es? 23. In welchen Auflagen sind sie erschienen? 500 bis 1.000 Exemplare.

Was sind Eure Lieblingsplatten? Anna: Miss Kittin & the Hacker „Frank Sinatra“. Basti: Thomas P. Heckmann „Welt in Scherben“. Anna und Basti

In welchen Formaten wird veröffentlicht und warum? Unsere Prämisse ist: immer Vinyl. Zwar gibt es unsere Veröffentlichungen auch digital auf Beatport [einem großen Anbieter für Electronic Dance Music Downloads, Anm. d. Red.], aber Vinyl ist einfach was zum Anfassen, es ist ein Statement, es hat Charakter. Die Leute sehen es auch gerne, wenn ein DJ mit Platten hantiert. Welche Platte der Musikgeschichte hättest Du am liebsten veröffentlicht? Anna: Moritz Piske „Real One”. Basti: John Miles „Music Was My First Love”. Welche Platte der Labelgeschichte hättet Ihr am liebsten nicht veröffentlicht? Den ersten Release, Basti Pieper „Loop den Tag“, weil sie von der Produktion her aus heutiger Sicht nicht sooo toll war. Man lernt halt stetig dazu. Was ist der Label-Bestseller? Basti Pieper feat. Eddy Pirax „I Love You“. Das ist eine 10 Inch auf unserem Sublabel H.I.T.O. [Herz ist Trumpf One Sided, Anm. d. Red.]. Es wurde im November auf Sven Väths Compilation „Sound of the Tenth Season“ veröffentlicht, wurde also schon über 20.000 Mal unters Volk gebracht.

Wer sind Eure Lieblingskünstler auf dem eigenen Label? Anna: Florian Dalinger. Basti: Stereofuse. Wer sind Eure Lieblingskünstler allgemein? Anja Schneider. Zukunftsperspektive für das Label? Wir wollen damit anfangen, Alben zu veröffentlichen und Herz-ist-TrumpfShowcases in bekannten überregionalen Clubs, zum Beispiel dem Berghain in Berlin oder dem Harry Klein in München, zu veranstalten. (Mathias Hill) www.myspace.com/herzisttrumpf

„Herz ist Trumpf“-Goldcard!

Wo hält der rohe, unverfälschte, nicht-kommerzielle Fußball heute noch Hof? Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben: auf dem Bolzplatz. Sage und schreibe 36 dieser fast schon in Vergessenheit geratenen Keimzellen des Hobbykicks gibt es in Darmstadt. Plus die zahlreichen Rasenflächen, die von Fußballbegeisterten kurzerhand zu wilden Bolzplätzen umfunktioniert werden. Das P stellt sie alle der Reihe nach vor – zum Ausschneiden und Sammeln, liebe Freundinnen und Freunde des Rundleders. Als praktisch-handliches BolzplatzQuartett. Passt unter jeden Schienbeinschoner. (Kai Schuber)

Wixhausen

Kurzbeschreibung: Bol zpl atzliebhaber und Tennisfreunde würden ihn mit dem Cen Kategorie: Frisch gem ter Court von Wimbledon ver gleichen. ähter „englischer“ Rasen Hier treffen sich: Tric kser, Knipser, Zucker pässchenspieler Teamgröße: 7 gegen 7 ist genauso möglic h wie 11 gegen 11. Anreise: Vom Lui mit der 7/8 zur Hofgasse mit dem WX-Bus zur nach Arheilgen. Dan Haltestelle Messel er Parkstraße. Ausste n gen, der Straße link is folgen, bis zur näc hsten Straße rechts ganz durchlaufen ... . Diese und Du bist am „heilig en Ras en“ ang eko Nächste Getränkes mmen. tation: 3 bis 5 Minute n Fußweg, am Wixhausener Bahnho f ist der Kiosk Müller . Öffnungszeiten: Täg lich 8 bis 13 Uhr und 14.30 bis 20.00 Uhr Spielfläche: Zirka . 42 Meter lang und 36 Met er breit. Ausstattung: Bolzpl atz deluxe: Hinter den zäune, SeitenlinienToren massive FangSicherung durch hoh en Maschendrahtzau Zustand: Hätte Bor n is Becker von diesem Bolzplatz in Wixhau gewusst, hätte er auf sen seine drei Wimbledon -Titel verzichtet. Tore: Keine Tornetz e, aber zwei stablile Stahlrohrtore, 3 auf 2 Meter. Taktik: Damit es kein Fünf-Satz-Match gibt Fußballregeln. Größe , und Belag des Platze bleiben wir bei den s lassen alles offen.

Das macht eigentlich ... Stephan Täuber!

Das P verlost die „Herz ist Trumpf“Goldcard! Ein Jahr freien Eintritt bei allen „Herz ist Trumpf“-Events, von Level 6 bis zum Cocoon Club – für zwei Personen! Wer sie erhaschen möchte, der schreibe bis 28. Oktober per E-Mail eine gute Begründung, warum wir dieses schicke Accessoire ausgerechnet ihm oder ihr geben sollten, und zwar an: marketing@p-verlag.de

ch Du betreibst au t? stad rm Da in l be La ein P-Redaktion

die Dann schreib’ an rlag.de) – und (redaktion@p-vebei und machen vor en wir komm Dir...! ein Portrait von

Foto: Christian Heyse

Auch wenn Trio den Slogan 1983 in die Popmusik einführten, haben wir es hier mit einem Label aus einem ganz anderen Genre zu tun: Basti Pieper und Anna Neumann haben „Herz ist Trumpf“ in den letzten drei Jahren zu einem Namen im Bereich Techno und House gemacht, der inzwischen Artists aus Frankreich, Italien, England, Australien und sogar Kasachstan anzieht und auch schon zu Sven Väth, dem alten Frankfurter, durchgedrungen ist.

den Tennisplätzen,

Stephan Täuber, jüngerer Bruder von Klaus und Jürgen, verbrachte in Erlangen sowie beim Club in Nürnberg seine Fußballjugend und wechselte dann ins Profilager zu Schalke 04. In der ersten Saison 1985/86 noch ohne Einsatz, brachte er es in der darauffolgenden auf acht Bundesligaeinsätze. Der Mittelfeldspieler wechselte 1987 zur Hertha nach Berlin, um Mitte der Saison 89/90 zu uns ans Böllenfalltor zu kommen. Hier wurde er Stammkraft, allerdings in einer immer schlechter werdenden Truppe. Nach unserem Abstieg aus der 2. Liga ging er 1993 zum Vfl Wolfsburg, mit dem er 1995 das Pokalfinale erreichte, bevor er zur SpVgg Unterhaching wechselte. Dort blieb er drei erfolgreiche Jahre. Seinen Wechsel 1998 zurück zum Club ließ sich selbiger 850.000 Mark kosten – und Stephan Täuber war nach über zehn Jahren wieder im Fußball-Oberhaus. Nach dem Abstieg der Nürnberger wechselte er zur Saison 2000/2001 zu Rot-Weiß Oberhausen, wo er ein Jahr später seine aktive Laufbahn ausklingen ließ. Nach dem Karriereende zog er nach München. Dort machte Stephan Täuber eine Umschulung zum Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft und arbeitete anschließend in diversen Hausverwaltungen und für verschiedene Makler. Seit 2008 ist Täuber nun Geschäftsführer einer Immobilien GmbH in Oberhaching. (Gerald Wrede)

Foto: Kai Schuber

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Unter Pappeln

Wrede und Antwort

Lilien-Kolumne, Folge 7: „Che“!

Dogma

Wie lange Matías Esteban Cenci an diesem Nachmittag Autogramme schreiben musste, ist unklar. Aber ziemlich sicher dürfte sein, dass kein anderer Spieler so lange damit beschäftigt war wie er. Als Cenci den SV Darmstadt 98 im Jahr 2006 verließ, wurde er als Volksheld verabschiedet. Vier Jahre später ist er wieder zurück – und sein Status unverändert. Der Argentinier aus der Stadt Quilmes am mächtigen Strom Rio de la Plata ist heimgekehrt ans Böllenfalltor, wo er einst verehrt worden ist. Ganz im Gegensatz zu seinen Stationen beim SV Wehen, FSV Frankfurt und beim SV Sandhausen. Und es galt noch zu beweisen, dass der Mann mit dem Spitznamen „Che“ auch wirklich wieder am rechten Platz ist, bereitete er beim 3:2-Freundschaftsspielsieg gegen die Bundesligamannschaft vom FSV Mainz 05 erst ein Tor vor, das 3:1 köpfte er selber. Die Rückkehr von „Che“ ist das Beste, was den „Lilien“ im Spätsommer 2010 passieren konnte. Es geht bei ihm nicht nur ums schnöde Tore schießen, schließlich war Cenci gelegentlich auch als grandioser Chancentod aufgefallen. Egal, der Argentinier mit italienischem Pass ist eine kleine Attraktion, stets ein netter Kerl, volksnah, er spielt E-Gitarre und bringt einen Hauch südamerikanische Exotik mit. Kurz: „Che“ ist zur richtigen Zeit der richtige Mann für einen Verein, der eine erhebliche Bringschuld gegenüber seinen Fans hat. Lediglich 2.100 Menschen wollten die „Lilien“ gegen Mainz sehen, nur 2.000 das 2:0 gegen Hoffenheim II und damit den ersten Heimsieg in der Regionalligasaison. Doch wer mit Kosta Runjaic spricht, erfährt von Visionen, die darin gipfeln, dass im Dezember 5.000 Besucher ans Böllenfalltor kommen könnten. Der immer listig wirkende Trainer der „Lilien“ hat mit viel Cleverness ein Team zusammengebaut, dem mehr zuzutrauen ist, als ein lausiger Platz in der Abstiegszone. Cenci im Sturm, dann auch noch der ebenfalls spät verpflichtete Sascha Amstätter im Mittelfeld, sind zwei Spieler mit Zweitligaerfahrung, die die Darmstädter Mannschaft um eine Qualitätsstufe nach oben hieven sollten. „Es kommt endlich alles in geordnete Bahnen“, stellt Kapitän Boris Kolb zufrieden fest. Es ist lange her, dass man so einen Satz schreiben durfte: Die „Lilien“ gehören zur Spitzengruppe der Regionalliga. Und wer das künstlerisch wertvolle 4:1 gegen Wehen-Wiesbaden II gesehen hat, weiß, dass Runjaics Team dort auch hingehört. Kalkuliert man extrem

optimisch und rechnet aus den noch verbleibenden beiden zwei Nachholspielen sechs Punkte ein, dann, ja, dann – funkelt der Aufstiegsplatz immer kräftiger. Bitte, was? Spitzengruppe? Aufstiegsplatz? Darmstadt? Was ist denn hier los? Vielleicht war es dem Enthusiasmus seiner Heimkehrgefühle geschuldet, vielleicht hat Cenci auch viel Gespür für die Schwingungen in einer Fußballmannschaft. Nach dem Spiel gegen Mainz sprach er nicht nur davon, dass er in Darmstadt wieder ein gutes Gefühl habe. Er sprach auch davon, dass diese Mannschaft gut genug sei, um ganz oben mitzuspielen. Der 32-Jährige will nach dieser Saison aufhören, mit Fußballspielen sein Geld zu verdienen. Definitiv geht es im Jahr 2011 zurück nach Argentinien, versichert er. Sollte er bis dahin dazu beigetragen haben, dass der SV Darmstadt 98 wirklich oben angekommen ist (in der Drittklassigkeit), dann ist eines gewiss: „Che“ wird Darmstadt wieder als Held verlassen. (Steffen Gerth)

Übelriechende Hunde in eine sonnendurchflutete Straßenbahn oder in deren rüdes Pendant, den Bus, mitzunehmen, halte ich für unverschämt! Stinkt der Hund nach Hund, so sollte man zumindest den Anschein erzeugen, es tue einem leid, jetzt mit dem Hund quer durch die Stadt fahren zu müssen. Ja, ich weiß, jetzt kommen wieder die Leute, die sagen, was für die Tiere gilt, gelte auch für die Menschen. Nach Alkohol oder Urin oder, von mir aus, nach Fäkalien stinkende Menschen, seien viel schlimmer zu ertragen, schließlich könne das Tier nichts dafür. Eben, werte Hundeliebhaber, eben.

Der eingekotete Trunkenbold mit seinem Sack voll ungelöster Probleme muss freilich auch nicht liebkosend auf den Schoß genommen werden, aber er hat auch selten einen Vormund dabei, der entgegnet, es sei für alle besser, den Bus jetzt nicht zu besteigen, weil die Leute doch heute ob der Hitze und der stickigen Luft ohnehin nicht zusätzlich belastet werden dürften. Der Hundeführer jedoch sollte wissen, dass, wenn der Hund vorher im Herrngartenteich baden war und sich dann das Fell beim Gassi gehen vor der Tiermittelkadaverstation am Nordbahnhof hat von der Luft trocknen lassen ... dass dieser Hund andere belästigen wird, sobald man

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Come on you boys in blue! Sa, 2. Oktober, 14 Uhr KSV Hessen Kassel – SV Darmstadt 98 Mi, 6. Oktober, 16.30 Uhr SG Sonnenhof Großaspach – SV Darmstadt 98 Fr, 15. Oktober, 19.30 Uhr SV Darmstadt 98 – Karlsruher SC II Di, 19. Oktober, 19.30 Uhr SV Darmstadt 98 – SV Stuttgarter Kickers Sa, 23. Oktober, 14 Uhr SpVgg. Greuther Fürth II – SV Darmstadt 98

Leckeres Frühstück und frische Tellergerichte

Sa, 30. Oktober, 14 Uhr SV Darmstadt 98 – Eintracht Frankfurt II www.sv98.de

mit ihm einen geschlossenen Raum betritt. Da braucht der noch nicht mal bellen oder beißen. Aber nein, das gute Tier, der böse Mensch! Ich bin nicht böse, auch nicht auf die Hundehalter, aber entsetzt ob deren Gleichmut gegenüber des Städters Erregung. Lassen wir doch die Hunde die Vollgesoffenen dahin bringen, wohin sie wollen, dann sind alle unterwegs, das ist gut für die Gefäße. Ob Adern, Venen, Krüge oder Flaschen. (Gerald Wrede)

Illustrationen: Ruth Schmidt, Lisa Zeißler

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Bistro Carpe Diem Schuknechtstr. 1, 64289 Darmstadt, Tel: 06151 / 79181 Öffnungszeiten: 09:00 bis 01:00 Uhr


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„In zehn Jahren gewinne ich Oscars“ Black Box mit Carlo Oppermann

Carlo Oppermann ist Filmemacher. In der Darmstädter Musikszene hat er bereits etliche Videos realisiert und setzt nun zum Sprung an, die Filmwelt aufzumischen. Mit seinen Produktionen hat er sich inzwischen einen hohen Bekanntheitsgrad erarbeitet. Lokale Bands wie Fortyseven Million Dollars, Okta Logue, Nukular, Bakkushan und Festivals wie das Traffic Jam oder das Open Air am Steinbrücker Teich gehören ebenso zu Carlos Kundenstamm wie die national erfolgreichen Bionic Ghost Kids oder Leon Taylor (bekannt aus „Unser Star für Oslo“). Aktuell werden seine Künste auch von internationalen Bands in Anspruch genommen: Terror und Evergreen Terrace aus den USA sowie Comeback Kid aus Kanada und Parkway Drive aus Australien. Carlo ist freier Filmemacher, Regisseur, Cutter und Kameramann. Er erstellt Postproduktionen, Skripte, Konzepte und Animationen. Ein Multitalent – und erst 16 Jahre alt. Gründe genug für uns, dem jungen Herrn Oppermann mal auf den „Milchzahn“ zu fühlen ... P: Bitte in einem Satz: Wer ist Carlo Oppermann? Carlo [überlegt]: Es ist verdammt schwierig, sich selbst zu beschreiben ... Aber Du hast doch noch mehr Fragen, oder? [überlegt nochmal] Ich bringe in zehn Jahren die besten Filme ins Kino und gewinne Oscars ... wie viele gibt’s davon nochmal? [lacht]. Nein keine Ahnung, lass uns zu den nächsten Fragen kommen. Wie und wann bist Du auf die Filmerei gekommen?

So wie wahrscheinlich alle dazu kommen. Mit 13 hatten ein Kumpel und ich die Idee, einen Amateurfilm zu drehen. Da wir weder Kamera noch Computer besaßen, lieh ich mir den Kram von Freunden aus und los ging es. Dann hat es sich eben so entwickelt. Ich hatte das große Glück, dass mich immer jemand unterstützt hat bei der Filmerei. Sonst hätte ich kaum die Möglichkeit dazu gehabt – und schon gar nicht das Geld für eine Kamera und das ganze Equipment. Du produzierst Low-Budget-Werke, die dennoch in einem hohen Maß professionell sind. Woher nimmst Du mit Deinen jungen Jahren diese Erfahrung? Wir haben gar kein Budget [lacht]. Das Thema interessiert mich eben und wenn ich so was mache, dann sehr intensiv. Sicher übertreibe ich dabei manchmal ein bisschen, aber ich kann mich in Neues richtig reinsteigern. So habe ich mir viel selbst beigebracht. Zusätzlich hatte ich immer Leute um mich herum, denen ich auf die Finger schauen konnte. Aktuell habe ich mit Nicolai Hildebrandt, Steve Enste, Christian Grewe und Tobias Schrenk ein Filmemacher-Kollektiv gegründet – Filmage. Wir kennen uns schon länger und haben einige Produktionen zusammen gemacht. Mittlerweile arbeiten wir oft zusammen und helfen uns gegenseitig. Das sind alles Leute, auf die man sich hundertprozentig verlassen kann. Ein super Netzwerk. Aus Eurer Feder entstammt das neue Okta-Logue-Video „Bright Lights“, was als One-Shot [ungeschnitten, Anm. d. Red.] gedreht wurde. Würdest Du uns zustim-

men, dass diese Produktion, in Sachen Professionalität, noch mal ein Schritt nach vorne war? Definitiv. Aber eher von der künstlerischen Seite betrachtet als vom Bekanntheitsgrad. Eine JustinBieber-Coverversion, zum Beispiel, hat auf YouTube immer noch mehr Klicks. Jedoch sind die ja auch nicht für hoch qualitative Inhalte bekannt, leider. Macht aber auch nichts, letztendlich mache ich meine Videos nicht für irgendwelche Klicks, mir muss es gefallen. Mit diesem Video haben Steve, Nick und ich uns jetzt bei Filmfestivals beworben. Das war unser erstes gemeinsames Musikvideo, bei dem wir von Anfang an wussten: Das wird richtig gut. Und mit der professionellen Zusammenarbeit im Team konnten wir dieses One-ShotKonzept auch sehr gut realisieren.

her immer bewährt. Zum Thema Anspruch: Ich liefere nur Filme ab, wenn sie in meinen Augen perfekt sind. Und wie denkst Du heute über Deine früheren Arbeiten? Wenn ich mir jetzt Sachen anschaue, die ich vor einem Jahr gemacht habe und diese dann immer noch perfekt fände, hätte ich mich nicht weiterentwickelt. Dennoch finde ich meine alten Werke zum Teil immer noch ganz gut. Ich muss

Wie stellst Du Dir Deine berufliche Zukunft vor? Ich würde gerne reine Kurz- oder Spielfilme und Storytelling-Musikvideos machen und nicht mehr so viele Livevideos. Und ich wäre gerne mehr der Künstler als der Dienstleister. Klar, das eine schließt das andere nicht aus, jedoch will ich meinen eigenen Kram machen, ohne irgendwo angestellt zu sein. Die Filmerei soll für mich nicht ins Kommerzielle abrutschen, so habe ich auch noch nie ein Video oder

Ich wäre gerne mehr Künstler als Dienstleister. mich mit meiner Arbeit identifizieren können, dann habe ich auch später irgendwann mal kein Problem damit.

mal, in Potsdam an der Hochschule für Film und Fernsehen genommen zu werden. Mit dem Abschluss im Studiengang „Regie“ hätte ich die besten Chancen, meine Träume zu verwirklichen. Aber bis dahin habe ich noch einiges vor … Führe den Satz bitte weiter. „Darmstadts kulturelle Szene ...“ ... ist extrem vielseitig und enorm talentiert. Eben! Vielen Dank für Deinen Beitrag dazu und für das Gespräch. (Interview: Gunnar Schulz und Daniel Wildner, Foto: Jan Nouki Ehlers) www.carlooppermann.de www.filmage.de

eine Produktion für ein Unternehmen gemacht. Den kommerziellen Grundgedanken an sich finde ich nicht so gut. Mein Ziel ist es erst-

Beziehst Du Dich sehr auf die Texte eines Songs oder lässt Du Dich anderweitig inspirieren? Ich bin eigentlich kein Fan von bildlicher Umsetzung eines Textes, ihn also Wort für Wort zu visualisieren. Außer bei politischen Hardcoretexten, da könnte man über eine direkte Umsetzung nachdenken. Prinzipiell finde ich es eher spannend, die Stimmung eines Songs zu übertragen oder etwas komplett Neues daraus zu kreieren, ihn neu zu interpretieren. Kollidieren Deine künstlerischen Interessen teilweise mit den Ideen der Künstler? Stichwort: eigener Anspruch. Das ist unterschiedlich. Klar haben die Bands ihre eigenen Ideen, meistens aber habe ich freie Hand, was die Umsetzung betrifft. Diese Herangehensweise hat sich bisLIGHTS OUT!


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Schulterblick

Comic: Mira Schleinig, 16 Jahre, aus Darmstadt

Foto: privat

Wie Exil-Darmstädter heute die Stadt sehen


Foto: Jan Nouki Ehlers

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Darmstädter Typ Jürgen Barth Wer die Bessunger Knabenschule kennt, dem wird sicherlich auch Jürgen Barth schon einmal über den Weg gesprungen sein. Er ist so sehr mit seinem Arbeitsplatz verbunden wie kaum ein anderer Mensch. Vor 27 Jahren hat Barth mit dem Verein für nichtrepressive Erziehung in Darmstadt nach Räumen für eine Kinderbetreuung gesucht und in der Knabenschule gefunden. Das Interesse von anderen Gruppen und Vereinen, diese Räumlichkeiten ebenfalls zu nutzen, war so groß, dass aus der ehemaligen Schule ein sozio-kulturelles Zentrum entstand, welches heute mehr als 80 verschiedene Gruppen versammelt – von der Kinderkrabbelgruppe über den Yogakurs und Bandproberäume bis zum Tanztheater. Jürgen Barth springt im wahren Sinn des Wortes zwischen all den Aktivitäten herum, ist Ansprech-

partner, Organisator oder Raumputzer. Mit 25 Jahren ist der gebürtige Kölner nach Darmstadt gezogen, um zu studieren: Lehramt für Geografie und Politik sollte es sein, nachdem er dem väterlichen Rat folgend eine Autoschlosserlehre absolviert und sich einen landwirtschaftlichen Einblick verschafft hatte. Seine Kindheit war vom Nationalsozialismus, die Jugendzeit von der AdenauerÄra geprägt. Während der Studentenbewegung in den späten 60ern wurde er in seinen Grundsätzen bestätigt: Es muss Raum für jeden Einzelnen und für seine Entwicklung da sein. Frei von Zwängen und unterdrückenden Strukturen. Es braucht Raum für das Kreative, für das Chaotische, für das Leben. Und dafür muss sich jeder Einzelne nach seinen Möglichkeiten einsetzen. Barth tat dies auch auf kommunalpolitischer Ebene. 20 Jahre engagierte er sich bei Bündnis 90 / Die Grünen und ließ sich 1994 für die Bundes-

tagswahl aufstellen. Um seinen Idealen einen gerechteren Raum zu geben, wechselte er zur Darmstädter Partei „Uffbasse“, der Unabhängigen Fraktion Freier Bürger. Barth will helfen, das Leben der Leute lustiger, einfacher, lebendiger und gerechter zu gestalten. Darum springt er überall herum, wo in Darmstadt, in seiner Wahlheimat, das Schöne, das Wahre und das Gute herausgefordert werden. „Mir eilt der Ruf voraus, chaotisch zu sein, aber 36 Jahre lang glücklich verheiratet zu sein und ebenso lang in ein und derselben Wohnung zu leben, das ist auch in Ordnung.“ Welche Rolle die Ordnung in seinen Memoiren spielt, die er gerade schreibt, wollte er allerdings noch nicht verraten. So möge es noch lange heißen: Wahr ist, dass er weder korrupt, noch ein Grünschnabel ist. Gut ist, dass er tut, was er sagt. Schön ist, dass es noch solche Leute gibt. (Elisabeth Lawonn)

Rischdisch (un)wischdisch > Darmstadt gehörte vor der Reformation zum Erzbistum Mainz. 1526 führte Landgraf Philipp der Großmütige die Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein, so dass Darmstadt lange Zeit eine lutherische Stadt blieb. Römisch-katholische Gemeindemitglieder zogen spätestens im 18. Jahrhundert wieder in die Stadt. Ihnen wurde es ab 1790 gestattet, wieder Gottesdienste abzuhalten. > Das Wappen der Stadt Darmstadt zeigt auf dem oberem Schildrand eine rot ausgeschlagene großherzogliche Krone. Auf dem zweigeteilten Schild ist im oberen Bereich ein blau bewehrter und bezungter, wachsender roter Löwe zu sehen, während im unteren Bereich eine silberne Lilie abgebildet ist, die aber grafisch eher dem Fleur-de-Lis gleicht. > Das (bis 2012 geschlossene) Hessische Landesmuseum ist ein Universalmuseum mit umfangreichen Dauerausstellungen, u.a. zu Funden aus der Grube Messel und dem Werkkomplex Joseph Beuys. > Die Darmstadt Diamonds (derzeit 2. Liga) sind ein Darmstädter Verein für American Football. Er wurde im September 1985 gegründet und war damit eines der ersten American-Football-Teams in Hessen.

(Arkad Mandrysz)

Darmstädter Fakten

Das nächste P erscheint am 28. Oktober 2010, Redaktionsschluss: 10. Oktober, Anzeigenschluss: 17. Oktober.


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