Ausgabe 19 15 Novemver Juni 2009 gratis
INHALTLICH_ 03
Hallo Darmstadt. Die (Lokal-) Politik lässt uns einfach nicht los. Nicht nur, dass bei der Bundestagswahl Ende September ziemlich viele Erstwähler ihr Kreuz bei der Ego-Partei FDP gemacht haben, noch schlimmer ist: 800.000 Deutsche haben rechts-national gewählt. Was mal wieder belegt: Dieses Land braucht nach wie vor antifaschistische Aufklärung! Hier bei uns übernimmt das die Anti-Nazi-Koordination Darmstadt (ANK), deren Info-Hotline eine neue Nummer hat: (01577) 82 30 378. Nicht ganz so neu: Auf lokaler Politikebene passieren merkwürdige Sachen. Positiv: Der (Nacht-) Flohmarkt soll 2010 auf den Karolinenplatz zurückkehren! Das wünscht sich nicht nur das P (schon seit Monaten), sondern nun auch öffentlich die Darmstädter SPD und FDP (und wohl auch Die Grünen und Uffbasse und ...). Entschieden wird’s am 29. Oktober in der Stadtverordnetenversammlung (also nach Redaktionsschluss). Egal, wie es ausgeht: Wir feiern für Karoline! Entweder als Benefizparty – oder gerne auch schon als Freudenfest! Yes P Can! Mehr auf Seite 48. Negativ: Neben die „Krone“, Darmstadts ältesten Club, will die städtische Bauverein AG ein sechsstöckiges Hotel bauen. Super Idee! Hoffentlich stört die Fahrstuhlmusik die freudetrunkenen Krone-Gänger nebenan vor der Tür nicht zu sehr ... (mehr auf Seite 49). „Aber was für’n Ticker is a Poli-tiker?“, sang Georg Kreisler einmal. Ja, das fragen wir uns auch ... Nur gut, dass es bei all der ernsten Politik auch diesen Monat wieder jede Menge spaßvolle Ablenkung stadtkultureller Art gibt. Wer, wie, was und wo erfahrt Ihr auf den 60 Seiten dieser Ausgabe. Viel Spaß – und nicht aufgeben! Die P-Redaktion P.S.: Du suchst einen Artikel aus P, Ausgabe 2? Oder aber der Bolzplatz-Test aus Ausgabe 3 (die mit dem Wurst-Cover) fehlt in Deiner Sammlung? Kein Problem! Alle Ausgaben des Ps gibt es nicht nur online im Archiv unter www.p-magazin.net – sondern jetzt auch (zum Ausleihen und Kopieren) im Bestand der Uni- und Landesbibliothek im Schloss.
Inhalt Thema Vorwort, Inhalt, Impressum Favoriten des Monats Suche und finde! besonders ... still: Darmstädter Friedhöfe Orte zum Verlieben und Verlassen Geocaching in und um Darmstadt Portrait Andrea Petkovic Create! oder: Kauf Dich glücklich 10 Jahre Kombinat Made in Darmstadt: Plexiglas Darmstadts Partnerstadt: Chesterfield Der November im literarischen Darmstadt Auf Darmstädter Bühnen im November
Seite 03 04 – 09 11 12 + 13 14 + 15 16 + 17 18 + 19 20 + 21 22 23 24 + 25 26 + 27 28 + 29
Thema Veranstaltungskalender Out of Darmstadt Feiern für Karoline! Tolle Idee: ein Hotel neben der „Krone” Hörspiel mit Like A Stuntman Bolzplatz-Quartett, Ausgabe 18 Das macht eigentlich ... Henrik Eichenauer Wrede und Antwort Black Box mit Julius Block (Die Goldenen Zitronen) Schulterblick mit Thorsten Burkhardt Darmstädter Typ: Axel Mertink Rischdisch (un)wischdisch
Seite 32 – 44 47 48 49 50 + 51 52 52 53 54 + 55 57 58 58
Impressum P Stadtkulturmagazin 19. Ausgabe – November 2009 Herausgeber: Cem Tevetoglu, Schleiermacherstraße 21, 64283 Darmstadt Verlag: P-Verlag, Schleiermacherstraße 21, 64283 Darmstadt Redaktion (V.i.S.d.P.): Cem Tevetoglu (ct), redaktion@p-verlag.de, Telefon: 0163 / 7929262 Anzeigen: Jens Engemann (je), anzeigen@p-verlag.de, Telefon: 0176/21964883 Marketing: Peter P. Schmidt, marketing@p-verlag.de Artdirection & Layout: André Liegl, grafik@p-verlag.de, www.rockybeachstudio.de Layout: Burcu Baytak, Melanie Dörsam, Martina Hillemann, Yvonne Mülbert, Daniel Wiesen, Lisa Zeissler Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Egon Alter (ea), Petra Blank (pb), Patrick Demuth (pd), Sandra Diehl (sd), Roger Edward Francis (ref), Paul Gruen (pg), Alexander Heinigk, Meike Heinigk (mei), Antje Herden (ah), Mathias Hill (mh), Tabea Köbler (tk), Elisabeth Lawonn (lz), Arkad Mandrysz (am), Benny Metz (bm), Tobi Moka (tm), Sven Möller (smm), Nadja Rogalla (nr), David Sedlacek, Tilmann Schneider (tman), Gunnar Schulz (gs), Daniel Wildner (daw), Gerald Wrede (gw), Peter Zimmer (pz) Fotoredaktion: Jan „Nouki” Ehlers, www.janehlers.net Druck: Software AG Druckerei, Uhlandstraße 12, 64297 Darmstadt Auflage: 8.000 Exemplare Verteilung: 200 Auslagestellen im Raum Darmstadt Bezugspreis: gratis (Jahresabo: 25 Euro) Erscheinungsweise: monatlich (Doppelausgaben Dezember/Januar und Juli/August) Nachdruck / Copyright: Alle Urheberrechte für Text und Gestaltung liegen beim P-Verlag. Ein Nachdruck der Texte und Fotos, die in P veröffentlicht sind, ist – auch in Auszügen – nur mit schriftlicher Genehmigung des P-Verlags erlaubt. Haftung: Namentlich oder mit Kürzel des Autors gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers. Nächste Ausgabe: Dezember 2009 / Januar 2010 Redaktionsschluss für die Doppelausgabe: 10.11.2009 Anzeigenschluss: 17.11.2009 Veranstaltungskalender für die Doppelausgabe: 17.11.2009 Erscheinungsdatum: 30.11.2009 www.p-magazin.net
04_ AMTLICH
AMTLICH_ 05
Favoriten des Monats
Favoriten des Monats DIE KUNST BLEIBT DA!
10. Darmstädter BluesWochen: Rudy Rotta (Italien)
In den 80er Jahren galt Darmstadt bundesweit als Blues-Hochburg. Umso trauriger, dass 2008 mangels Konzerten die 10. Darmstädter BluesWochen ausfallen mussten – und 2009 (noch bis 7. November) nachgeholt werden. Organisator Michael „Chappi“ Schardt hat ein pralles Programm zusammengestellt: Live-Konzerte, Radiosendungen, Karaokeabende und Blues-Sessions. Das Highlight: Der Auftritt von Rudy Rotta aus Italien am 5. November, der schon mit Größen wie John Mayall, Robben Ford, Brian Auger, Peter Green und Luther Allison auf Tour war. Wo? Natürlich im House of Blues. Wo auch sonst!? (ct) Klingt wie: Blues en Woog House of Blues (Heidelberger Straße 129) / Do 5. November / 21 Uhr Abendkasse 26 Euro (inklusive signierter CD)
1980 wanderten 86 bedeutende Kunstwerke aus dem Besitz der damaligen WellaEigentümerfamilie Ströher von Darmstadt nach Frankfurt und bilden dort seitdem den Grundstock der Sammlung des Museums für Moderne Kunst. 2009 bleibt die Schenkung der nun als „Procter&Gamble Salon Professional“ firmierenden Haarpflegefirma zum Glück in Darmstadt: Über 100 Kunstwerke der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, darunter allein 36 Arbeiten von Joseph Beuys, gehen als „Schenkung Wella“ an die städtische Kunstsammlung und werden unter dem Ausstellungstitel „Hirsch und Hut“ im Museum Künstlerkolonie präsentiert. Wir sagen: wahr, schön und gut – hingehen, ansehen! (tman) Mathildenhöhe Darmstadt, Museum Künstlerkolonie / 31. Oktober 2009 bis 7. Februar 2010 / Di bis So 10 bis 17 Uhr / Tageskasse 5 Euro Halloween auf der Burg Frankenstein
GRUSELGEWUSELL
Das 1. Knertz-Festival
Wer sie bei Tageslicht auf dem Eberstädter Kerbeumzug gesehen hat, der weiß, dass Frankensteins Monster auch dann schon ziemlich schaurig daherkommen. Doch wem die inflationären Kürbisse an Halloween längst nicht mehr genügen, der sei dazu angehalten, sich ein Ticket für die Burg Frankenstein zu sichern, um vor 77 Monstern, Henkern, Kopflosen, Werwölfen, Vampiren, Untoten, Zombies und vielen kreischenden Zuschauern davonzulaufen. 3.000 Quadratmeter in historischem Gemäuer werden in dieser Zeit zu einem 1-A-Gruselgarten umfunktioniert. P-ängstigend! (mei) Burg Frankenstein / So, 1., 14 bis 20 Uhr, Fr, 6., 19 bis 1 Uhr, Sa, 7., 18 bis 1 Uhr, So, 7. November, 14 bis 20 Uhr / 10 Euro (Sonntag, am Familientag), sonst 20 bzw. 22 Euro, Tickets unter www.frankenstein-halloween.de oder www.ticketamt.de
„Media Monday“ auf dem Mediencampus Dieburg
„Sporthalle auf 603qm”
UNISPORT START-UP
KOLLEKTIV
Nach dem großen kollektiven Auftritt letztes Jahr im französischen Colmar endlich in Darmstadt: Das erste Knertz Festival! Das heißt: Gleich ein ganzer Haufen der Querköpfe, ohne die in Darmstadt gar nichts mehr los wäre, spielt groß auf: acht unterschiedlichste und doch allesamt knertzige Acts aus Darmstadt, Mainz und der Welt auf 603 Quadratmetern: Fnessnej, Les Trucs, Filkoe (Seattle!), Plus, Lisa Freieck, Pumpernickle (= Filkoe und Oscar Ohlson), We Rip Stockings, Ufo vs. Riesenwelle und im Anschluss das Knertz DJ-Team (Rave/Rock/Rumba/Riot). (tk) Klingt wie: Musik ohne Einschränkungen 603qm / Fr, 6. November / 20 Uhr (pünktlich!) / Abendkasse 6 Euro
INSIDER BERICHTEN
Die Hochschule Darmstadt, lädt ein zum „Media Monday“. I: Über die Auswahl von Drehbüchern, Jungregisseure, deutsche Filmschulen im Vergleich, virtuelle Darsteller und wie weit der Weg von Dieburg nach Hollywood ist – darüber wird der Schauspieler Sebastian Koch diskutieren. II: Mathias Black (Universität der Künste Berlin) wird die Entwicklung und Bedeutung des Mikrofons erklären. Und III: Kai Schwind, freier Regisseur und Autor, ist im Herbst mit der Live-Hörspiel-Show der „ Die Drei ???“ auf Deutschlandtour und kann frische Eindrücke davon preisgeben, wird aber insbesondere über seine Regieleistung, Konzeption und die Visualisierungen sprechen. (mei) I: Mediencampus Dieburg, Aula-Foyer / Mo, 2. November/ 16 Uhr / Eintritt frei II: Mediencamp. Dieburg, Raum 14/08 / Mo, 16. November/ 16 Uhr/ Eintritt frei III: Mediencamp. Dieburg, Raum 14/08 / Mo, 30. November/ 16 Uhr/ Eintritt frei
Turnvater Jahn lässt grüßen: Eins, zwei – hoch das Bein! Runter vom Sofa, rein in den geilen, ballonseidenen Trainingsanzug und ab zum Hochschulsport! Welche Sportarten genau an der Uni angeboten werden und wie Ihr teilnehmen könnt, erfahrt Ihr bei der „Sporthalle auf 603qm“, dem 2. Unisport Start-Up! Es präsentieren sich die verschiedensten Hochschulsportgruppen und beantworten gerne Eure Fragen. Zudem gibt es noch ein Streetsoccer-Turnier und im Anschluss an die Sportmesse bringen Euch Don’t Can DJ bei der Sportlerparty endgültig zum Schwitzen. (smm) Klingt wie: Wer rastet, der rostet! 603qm / Do, 5. November / Sportmesse ab 15 Uhr / Eintritt frei Sportlerparty ab 22 Uhr / Abendkasse 4 Euro
ALLEZ LES BLEUS!
„Oden musik Wald musik“ mit Uli Partheil feat. Peter Lehmann JAZZ+LYRIK Wenn die Musik sich auf die gesprochenen Worte einlässt und das Wort zur Musik wird, dann werden Musikgeschichten geschrieben. Der Darmstädter Jazzpianist Uli Partheil und sein Trio „Playtime“ (plus Holger Nesweda an den Drums und Hanns Höhn am Bass) schaffen dies in einer unglaublich sensiblen Weise. Dabei werden eigene Kompositionen wie auch einige von Duke Ellington hör- und fühlbar gemacht. Die Geschichten dazu stammen von dem chilenischen Dichter und Schriftsteller Pablo Neruda, welche der chilenische Schauspieler Peter Lehmann authentisch zu transportieren versteht. (lz) Klingt wie: eine tief-berührende, musikalisch-sprachliche Ode an den Wald Jazzinstitut Darmstadt, Gewölbekeller (Bessunger Straße 88d) Fr, 6. November/ 20.30 Uhr/ Abendkasse 10 Euro The Big Beat III mit Phil Fill (live) und Elektropastete (Visuals)
INDIELEKTRO
Zum dritten Mal in der Centralstation: The Big Beat. An den Plattentellern: die DJs Lukas Lehmann, Sebastian Koch und Florian Schüppel (Letzterer: ein Milchclub Boy), die Big Beat- und Indie-Goldstücke mit Funk-, Oldschool-Rap- und Elektrovinyl verschmelzen lassen. Live dabei ist Phil Fill aus Darmstadt mit funkigen Elektrotunes. Für hungrige Augen gibt’s von Elektropastete aus Nürnberg spacige Visuals, „wie sie Darmstadt noch nicht gesehen hat“, – und natürlich das schöne tanzende Nachtvolk bis zum Morgengrauen. (tk) Centralstation / Fr, 6. November / 22 Uhr / Abendkasse 9,50 Euro
Alle Fotos der Favoriten: Veranstalter
„Hirsch und Hut“
06_ AMTLICH
AMTLICH_ 07
Favoriten des Monats
Favoriten des Monats SCHWEINEROCK
Wenzel Storch
E gibt echt kurios skurrile Typen in der Kulturlandschaft, aber glaubt mir, der Wenzel Es ttoppt sie alle. Dreht man Helge Schneider, Christoph Schlingensief, Heinz Strunk und JJörg Buttgereit durch den Fleischwolf, reicht es noch lange nicht zum aberwitzigen EExzentrik-Tartar à la Wenzel Storch. Ob Film („Die Reise ins Glück“), Literatur („Der Bulldozer Gottes“) oder andere Absurditäten, das alles ist schrill, schräg, schrullig. B U Und vor allem urkomisch. Live als wilde Mischung aus Lesung, Vortrag, Bilder an die Wand werfen, Filmschnipseln und Stehgreif. (tm) W KKlingt wie: Monty Python auf LSD in einem Splatter-Märchen der Gebrüder Grimm mit Musik von Jaques Palminger M G Gute Stube im Hoffart-Theater (Lauteschläger Straße 28a) / Sa, 21. November 20.15 Uhr (direkt nach der Tagesschau) / Abendkasse 5 Euro 2
Gäbe es diesen Verein nicht, wäre die Denim-Jeansjacke längst out: die Turbojugend. In Darmstadt frönt man diesem Kult seit mittlerweile fünf bierdurchtränkten Jahren – und hat damit mal wieder einen Grund, das gute Stück aus dem Schrank zu kramen und sich kräftig einen hinter den Kragen zu kippen. Geburtstagsständchen kommen von Kemp aus Frankreich (since 1986!), Gaslicker und Bun Grave. Wer danach noch nicht im eigenen Saft liegt, der bekommt von DJ Kai den schweinerockenden Gnadenstoß verpasst. (pd) Klingt nach: Ooooooh, I got erection! Goldene Krone (Disco) / Sa, 7. November / 21 Uhr / Abendkasse 5 Euro
Starving Weirdos & Nudge & Kolter
POST-SHOEGAZER-KONZERT
Wavetours Party 2009
Während die Shoegazer-Bands in den frühen Neunzigern sich ihren Genrenamen noch dadurch verdient hatten, dass ihre Gitarristen bei den Gigs unentwegt auf die eigenen Schuhe starrten (beziehungsweise die vielen Effektgeräte, die sie damit bedienten), ist die aktuelle Welle der Post-Shoegazer schon weiter. So klingen zum Beispiel bei den LA-Bands Starving Weirdos und Nudge Gitarren nur noch wie ein Echo lang vergangener Zeiten, stattdessen werden mit allerlei elektronischem Hall Ambient-Räume von der Größe des Kölner Doms gebaut. Und zwar in Zeitlupe. Zeit mitbringen und mit großer Musik belohnt werden! (mh) Klingt wie: Spacemen 3, Piano Magic, Harmonia, Gas, Slowdive Oetinger Villa / Sa. 7. November / 21.15 Uhr / Abendkasse 7 Euro
The You Better Stay At Home (DA)
TU Lichtwiese (Mensa) / Sa, 21. November / 20.30 Uhr / Abendkasse 8 Euro Live um den Weißen Turm 2009
COMIC-KUNST
Comic Cosmos im Kombinat (Rheinstraße 22) / Mi, 18. November / 17 Uhr Eintritt frei
INNENSTADT-MUSIK-TOUR
Zwar klingt es nach Frostbeulen, Kreistänzen und Glühwein schlürfen, doch keine Sorge: Bei diesem Event handelt es sich um 24 Konzerte in(-door) verschiedenen Cafés, Kneipen und sonstigen Ortschaften der Innenstadt. Zum ersten Mal findet die innenstadtbelebende Musiknacht statt, und bei freiem Eintritt kann jeder Musikliebhaber und -zuhörer von Modern Jazz in der Zoobar über Rock & Soul im Mini Nest über Rock im Keller-Klub und Pop-Rock im 603qm bis hin zu Latin und Spanish Folk im El Cid seinen Platz finden. Eine gute Gelegenheit, um den eigenen Darmstädter Ausgehhorizont zu erweitern. Das komplette Line-Up unter: www.partyamt.de. (lz) Klingt wie: viel gute Musik in zu kurzer Zeit Innenstadt / Sa, 21. November / 21 Uhr/ Eintritt frei
Wie kam man 1989 ein Jahr lang für umme in die „Krone“? Richtig: Man zerrte einen schnieken Bandnamen an den Haaren herbei, ein paar Verstärker auf die Bühne – und schon war man 365 Tage nicht mehr nüchtern. „The You Better Stay At Home“, einzig deshalb gegründet, boykottierten unter anderem mit zwei das Publikum beschimpfenden Frontmännern jede Vorstellung von Sitte und Anstand. Heuer gibt es fast auf den Tag genau 20 Jahre nach der Gründung ein Reunion-Konzert von Darmstadts kompromisslosesten Krone-Verehrern, und das kann ja wohl nur bedeuten: You Better NOT Stay At Home! (pz) Klingt wie: Leberschaden-Rock aus einer Zeit, als Twix noch Raider hieß Goldene Krone / Fr, 13. November / 22 Uhr/ Abendkasse 5 Euro
Signierstunde mit Flix
SURF & DANCE
Die Wellenreiter sind heimgekehrt und wie jedes Jahr ist die Freude darüber so groß, dass erstmal ordentlich gefeiert werden muss. Getreu dem Motto der vergangenen Partys werden auch dieses Mal alle Surfer und deren Freunde und wiederrum deren Freunde es so richtig krachen lassen: mit Surffilmen, der angeblich besten SurfRock-Cover-Band Frankreichs, „Blue Funkt“, einem DJ-Duell der Buben vom Milchclub mit flat revo – und Tanzen, bis draußen der Tag anbricht. Einlass ist um acht, und wer zu spät kommt, den bestraft die Warteschlange! (daw) Klingt wie: 1.500 tanzende Feiersüchtige
EINSCHLEICH’N’ROLL
In einer der ersten P-Ausgaben (Mai 2008) strahlte er im „Schulterblick“ und erzählte, wie toll seine neue Heimat Berlin doch sei: Flix, 33, Comiczeichner und gebürtiger Darmstädter. Im Zuge der Veröffentlichung seines neuen Comics „Da war mal was: Erinnerungen an hier und drüben“ kehrt der kreative Exil-Heiner in die Heimat zurück und beglückt den „Comic Cosmos“ im „Kombinat“ mit einer Signierstunde. Es wird geplaudert, gelacht, gezeichnet – und vielleicht sogar die Frage beantwortet, wann die „Benny-J.-Wesp-Straße“ eingeweiht wird. (pd)
KOMIK-ENTERTAINER
4 Jahre Pussy Jungle
DRUM’N’BASS
Alle zwei Monate stehen im alten Schlossgewölbe Headbangermähnen neben Irokesenschnitten und Baggypants neben Röhrenhosen, das heißt: Sie springen. Bei Drum’n’Bass treffen unterschiedlichste Gesichter auf massenweise Beats per Minute und das passt vorzüglich. Bald wird Darmstadts Drum’n’Bass-Basis vier. Dazu hat der Schlosskeller neben den Pussy Jungle-Residents Baha, Stevcos und MC DubIN den Dancehall-Plattenjongleur DJ Freeze eingeladen, der auch gerne international echt jamaikanische Riddims mit Drum’n’Bass und aktuellen Tanzhits verdreht. Happy Birthdance! (tk) Klingt wie: Dub meets Beats meets you! Schlosskeller / Sa, 21. November / 22 Uhr / Abendkasse 3 Euro
Alle Fotos der Favoriten: Veranstalter
5 Jahre Turbojugend Darmstadt Party
08_ AMTLICH
AMTLICH_ 09
Favoriten des Monats
Favoriten des Monats
35. Jahresausstellung der Darmstädter Sezession „Kritische Masse“
KUNST
„Die radikalen Künstler haben sich zu einer Sezession zusammengeschlossen!“ Mit diesen Worten begann 1919 das Gründungsmanifest der Darmstädter Sezession um Max Beckmann und Carlo Mierendorff. Die Künstlervereinigung ist bis heute bundesweit aktiv und zeigt die Werke ihrer malenden, bildhauenden oder fotografierenden Mitglieder jedes Jahr auf der Mathildenhöhe. Mit dabei die 1975 in Groß-Gerau geborene Isabelle Dutoit, die für ihre ätherischen Traumgemälde bereits 2005 den 1. Preis der Sezession erhielt. Eine der traditionsreichsten Künstlervereinigungen, mit neuen Werken junger Künstler – immer wieder einen Besuch wert! (tman) Institut Mathildenhöhe / Sa, 21. November (Vernissage ab 18.30 Uhr, Eintritt frei) bis 3. Januar 2010 / Di bis So 10 bis 18 Uhr, Do 10 bis 21 Uhr / Tageskasse 8 Euro
MUSIKFILM
CHANNELHOPPING-INDIE
„ „Silence Is Killing Me“ – und genau deshalb schieben die drei sympathischen jungen H Herren aus Eislingen an der Fils an diesem Abend in der Centralstation die Regler sso richtig hoch. Dann bewegt sich die Masse, es wird gepogt und abgedanced zzu buntem und charmanten Punk-Rock. Itchy Poopzkid machen ihr Ding, ziehen jjede Nacht von einem Club zum nächsten, schrammeln dort auf ihren verzerrten EE-Gitarren nach-vorne-Punkakkorde – und bleiben dabei immer bodenständig. Wer ssich an einem Samstagabend mal so richtig verausgaben möchte, der sollte sich ddieses Konzert nicht entgehen lassen! (nr) KKlingt wie: The Donots, Green Day, Fall Out Boy, Trashmonkeys, Zebrahead C Centralstation / Do, 26. November / 20.30 Uhr / Abendkasse 16,50 Euro
Brunos Boogaloo Orchestra (DA)
FUNK
Boogaloo war als Musikstil vor allem Ende der 1960er Jahre populär. Die Bezeichnungg ist eine Ableitung von „Boogie-Woogie“, meint aber eher eine Mischung aus Rock, Funk, Bomba und Son, also den lateinamerikanischen und karibischen Spielarten des Funk. Die Blütezeit war kurz, aber verdammt temperamentvoll. Elemente des Boogaloo flossen später in Salsa und Latin Rock (Santana) ein. Der Darmstädter Percussio-nist Tilman Bruno huldigt mitsamt seinem erstklassigen Orchestra dieser Tanzmusik-Ära. Funk der 70er, 80er, 90er ergänzt das Vergnügen. Catchy. (tm) Klingt wie: Kool & the Gang, Ray Barretto, Joe Cuba, Curtis Mayfield, The Commodores,, Ricardo Ray, Isaac Hayes Bessunger Knabenschule / Fr, 27. November / 21 Uhr / Abendkasse 8 Euro
FÜR’N GUTEN ZWECK
Menetekel, der Förderverein für akzeptierende Drogenhilfe und betreute Wohnformen, versucht seit 2006 Lücken im Darmstädter Suchthilfesystem zu schließen und den Personenkreis der Abhängigen von illegalen Drogen in verschiedenen Lebensbereichen zu unterstützen. Außerdem treibt er den Aufbau einer sozialpädagogischen Familienhilfe voran und bietet ein Angebot der spezialisierten Schuldnerberatung an. Zur weiteren Finanzierung dieser Angebote wird zum bereits dritten Mal ein Benefizkonzert veranstaltet. Mit dabei: die Darmstädter Bands Las Vegas (Pop-Punk), Skaya (Ska), Die stinkenden Socken (Spaß-Punk) und Herrngarten (Acoustic Jazz). Ein bunter und abwechslungsreicher Benefizabend – und das ganz ohne Gala-Schnick-Schnack. (sd) Bessunger Knabenschule / Sa, 28. November / 19 Uhr / Benefiz-Eintritt 6 Euro
Centralstation (Saal) / Mi, 25. November / 20.30 Uhr / Abendkasse 5 Euro
Itchy Poopzkid, Support: The Unfinished Sympathy
Mit einer Stimme, die alleine durch das vertraut wirkende Timbre den Eindruck erweckt, dass Grunge-Gott Mr. Cobain persönlich auf der Bühne steht, rocken Frontmann Henry und The Kurts die Republik mit Nirvana-Hits. Doch nicht nur der Sänger, sondern die gesamte Performance der – wie authentisch – drei Bandmitglieder lässt die Fans eine Zeitreise antreten, die sie zurück vor den tragischen 5. April 1994 führt. Die Konzertberichte überbieten sich gegenseitig in der Beschreibung der Ähnlichkeit zwischen The Kurts und dem Original aus Aberdeen/Washington. Come as you are! (smm) Klingt wie: äh, ja, Nirvana! An Sibin / Fr, 27. November / 21.30 Uhr / Abendkasse 5 Euro
3. Benefizkonzert von Menetekel e.V.
Der Fotograf William Claxton schuf mit seinen Musikerportraits in den USA der 1950er und 60er Jahre Ikonographien des Jazz-Olymp und eine immer noch gültige fotografische Definition von Coolness. Die filmische Hommage von Julian Benedikt verbindet Interviews mit Jazzgrößen, historische Aufnahmen und Spielszenen mit dem Soundtrack der New Yorker Jazzclubs jener Zeit. Mit den Worten Gil Scott-Herons: „You can call on Lady Day, you can call on John Coltrane, ’cause they’ll wash your troubles away!” Pure Nostalgie und leidenschaftliches Bekenntnis zum Jazz, präsentiert vom Programmkino Rex in Zusammenarbeit mit der Centralstation. (tman)
NIRVANA TRIBUTE
Pistol Mob (SWE) & Tornado Stoolgang (DA) & Lazy Luders (DA) AUF DIE ZWÖLF! Join the Mob! Die Schweden spielen ’ne grandiose Mischung aus Garage, Punk und Rock’n’Roll. Mit ihrem neuen Album „Close Enough“ wird auf „lo-fi“ gesetzt. Gekonnt! Im Vorprogramm die allseits bekannten und beliebten Tornados. Mit ihrem Hochgeschwindigkeits-Punk-Schweinerock gibt’s wie immer auf die Zwölf. Ebenfalls am Start: die wunderbar „old fashioned“-en Lazy Luders. Das alles präsentiert von Starwhore, dem Kombinat und 603qm, die mal wieder wissen, wie man die Herzen des geneigten Hörers erfreut. (gs) Klingt wie: Rock’n’Roll in Reinkultur Oetinger Villa / Sa, 28. November / 21 Uhr / Abendkasse 7 Euro
Mr. Oizo (Paris/Ed Banger), Pee Masta Poo (DA), Don’t Can DJ (DA) ELEKTRONICA „Wer ist eigentlich dieser Vollbart zwischen den Turntables?“ – Quentin Dupieux. „Wer soll das sein?“ – Mr. Oizo. „Ah, der mit ‚Flat Eric‘ / ‚Flat Beat‘?“ Wer nur den Hit au der Levi’s-Werbung von 1999 kennt, wird erstaunt sein, was der ungewöhnliche französische Beatbastler noch alles kann. Poppig und eingängig trotz absolut minimalistischer Machart bringen seine Tracks seit Jahren die Tanzflächen weltweit zum Brennen. Elektronische Umrandung kommt aus Darmstadt von Pee Masta Poo und dem Don’t Can DJ-Team. Ein weiteres DJ-Event der Extraklasse auf 603 Quadratmetern Freiraum zur Tanzgestaltung. (tk) Klingt wie: Ed Banger, DJ a, Uffie 603qm / Sa, 28. November / 23 Uhr / Abendkasse 15 Euro
Alle Fotos der Favoriten: Veranstalter
„Jazz Seen”
The Kurts (Hamburg/Lübeck)
ANSEHNLICH_ 11
Suche und finde! Schöner leben im Lebensraum
All inclusive
CinemaxX
USA 2009 | Regie: Peter Billingsley | Darsteller: Vince Vaughn, Jason Bateman, Faizon Love | FSK: 6 | Länge: 114 Min. Filmstart: 05. November Cynthia und Jason hatten ihren drei lange befreundeten Paaren, einen Traumurlaub versprochen. Doch als alle in ihrem pazifischen Paradies eintreffen, entpuppt sich die Bungalowanlage als esoterische Therapieoase, in der ein versponnener Guru besseres Karma für angeschlagene Partnerschaften erarbeitet. Statt Sonne und Meer wartet auf die Paare ein striktes Kursprogramm, das selbst vermeintlich glückliche Beziehungen auf den Prüfstand stellt.
2012
Darmstädter Kinos
USA 2009 | Regie: Roland Emmerich | Darsteller: John Cusack, Chiwetel Ejiofor, Amanda Peet | FSK: keine | Länge: 157 Min. Filmstart: 12. November Auch in Roland Emmerichs neuestem Film droht der Erde wieder das Schlimmste. 2012 ist ein Film über eine globale Katastrophe, die unsere Welt, an den Abgrund treiben wird. Die Regierung erhält einen Report darüber, dass die Erde dem Untergang geweiht ist. Ein geheimer Katastrophenplan wird entwickelt, der jedoch nicht die Rettung aller Menschen vorsieht. Der Film basiert auf Prophezeiungen eines 26000 Jahre alten Zyklus der Tibeter und anderer alten Kulturen.
Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte
Programmkino Rex
USA 2009 | Regie: Michael Moore | FSK: unbekannt | Länge: 120 Min. | Filmstart: 12. November Während tausende von Amerikanern ihre Jobs verlieren und die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, geht Michael Moore mit der gewohnten Mischung aus Wut und Schlitzohrigkeit einer Frage nach: Welchen Preis ist Amerika bereit, für seine Liebe für den Kapitalismus zu bezahlen? Wenn es jemals einen guten Zeitpunkt für eine neue Doku von Michael Moore gegeben hat, dann jetzt, im Jahr eins nach Bush, nach dem Finanzcrash, wo es nur noch Trümmer aufzusammeln gibt.
Disney’s Eine Weihnachtsgeschichte
Darmstädter Kinos
USA 2009 | Regie: Robert Zemeckis | Darsteller: Jim Carrey, Gary Oldman, Colin Firth | FSK: keine | Länge: 96 Min. Filmstart: 12. November Der selbstsüchtige Geizhals Ebenezer Scrooge lebt ein zurückgezogenes Leben und führt seit dem Tod seines Partners das Geschäft allein. Profitgier ist seine dominierende Eigenschaft. An Heiligabend bekommt er jedoch Besuch von den drei Geistern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die ihm sein Leben in all seiner Trostlosigkeit aufzeigen. Mit einem Mal wird sich Scrooge seiner Kaltherzigkeit bewusst und bessert sich. Im CinemaxX voraussichtlich in 3D!
New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde
Darmstädter Kinos
USA 2009 | Regie: Chris Weitz | Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner | FSK: 12 | Länge: 130 Min. Filmstart: 26. November Anders als erhofft finden die jungen Liebenden Bella und Vampir Edward keine Ruhe. Die Nähe zu den Vampiren ist vor allem für Bella eine große Gefahr. Deswegen beschließt Edward, sie zu verlassen und verschwindet. Bella ist am Boden zerstört, doch findet bald Halt bei ihrem indianischen Jugendfreund Jacob. Die Gefahr ist allerdings noch nicht gebannt und so findet sich Bella bald zwischen den Fronten eines Kampfes zwischen Vampiren und Werwölfen wieder.
CinemaxX Darmstadt Goebelstraße 11 Infos & Tickets: (0 6151) 8 705868
Citydome Darmstadt Wilhelminenstraße 9 Infos & Tickets: (0 61 51) 29789
Mehr Infos im Kino und unter www.kinos-darmstadt.de
Der Natur auf der Spur. Dass sich langsam aber sicher wieder Wildtiere in der Stadt heimisch fühlen, Marder genüsslich die Zündkabel von Autos und die Enten im Park anknabbern, Kormorane die Goldfische aus Nachbars Gartenteich frühstücken und Wildschweine auf Futtersuche schwungvoll den Bürgerpark umgraben, haben die meisten zumindest vom Hörensagen schon mitbekommen.
Die diesen Monat abgebildeten künstlerischen Eingriffe in den Lebensraum werfen die Frage auf, warum sich der Künstler für Tiere und Pflanzen, und warum gerade für DIESE Tiere und Pflanzen, entschieden hat. Geht es darum, auf etwas wie die zuvor geschilderte Entwicklung aufmerksam zu machen – oder darum, dass der Lebensraum für diese Arten immer kleiner wird?
Das persönliche Biowissen des Autors reicht auch nicht aus, um sagen zu können, ob die ausgewählten Arten vom Aussterben bedroht oder es vielleicht sogar schon sind. Sicherlich gibt es noch viele ähnliche und auch ganz andere Gründe – und es besteht natürlich ebenfalls die Möglichkeit, dass sie einfach nur gut aussehen ... sollen. (Paul Gruen)
12_FRIEDLICH
FRIEDLICH_13
Darmstädter Friedhöfe
Der Baukultur auf der Spur: Darmstädter Friedhöfe
„Allerheiligen“ feiert die römisch-katholische Kirche am 1. November. Gedacht wird „aller Heiligen“, auch solcher, um deren Heiligkeit niemand weiß außer Gott. Wenn nicht – wie in diesem Jahr – dieser Feiertag auf einen Sonntag fällt, zeichnet er sich in Darmstadt besonders dadurch aus, dass die Innenstadt mit shoppenden Katholiken aus Bayern und BadenWürttemberg überquillt. Gute Gelegenheit – auch für Nicht-Christen und Atheisten – einmal den Darmstädter Friedhöfen einen Besuch abzustatten. Sie formen mit einer Gesamtfläche von 70 Hektar einen beachtlichen Bestandteil des Stadtbildes: Friedhöfe – früher „Gottesäcker“ genannt – bieten mitten in unserer Stadt eine wunderbar ruhige und meditative Atmosphäre abseits vom Stadt- und Straßenlärm. Sie sind grüne Oasen, in denen man einen Spaziergang zwischen Himmel und Erde unternehmen kann. Der Besuch eines Darmstädter Friedhofs ist eine Reise in die Darmstädter Vergangenheit, ein historischer Blick auf Familiengeschichten unserer Stadt. Neben der Traurigkeit, die jedem zu Ende gegangenen Leben innewohnt und auf Grabsteinen dokumentiert ist, kann man dem Besuch eines Friedhofs auch unterhaltsame Komponenten abgewinnen: eine unerschöpfliche Auswahl von Namen, kann so manchen werdenden Eltern Inspiration sein, das Kopfrechnen kann per Ermittlung der jeweils erreichten Lebensjahre trainiert werden, Stil- und Geschmacksrichtungen können anhand der Grabgestaltung analysiert werden. Naturbelassener und weitestgehend unangetastet von Menschenhand sind dagegen die jüdischen Friedhöfe. Der 300 Jahre alte Jüdische Friedhof in Darmstadt am Rande des Steinbergviertels in Bessungen ist von unschätzbarem kulturhistorischem Wert. Der älteste dort zu findende Grabstein stammt aus dem Jahr 1714. Jüdische Friedhöfe – Beit Hachajim, „Häuser des ewigen
Lebens“ genannt – vor allem ihre älteren Grabsteine, sind nicht nur eindrucksvolle Denkmäler, sie sind auch wertvolle und vielfach einmalige Quellen der Geschichte der jüdischen Kultur und des jüdischen Lebens. Ebenso wichtig wie Namen und Daten, die sich oft nur hier erhalten haben, sind die begleitenden Texte, die vielfältige Einblicke in den jüdischen Glauben und in jüdisches Denken vermitteln. Ein jüdisches Grab wird niemals aufgelassen, also niemals neuerlich belegt. Es besteht bis zu jenem Tag, „da neues Leben in anderer Form geschehen wird“. Es bleibt unangetastet von Menschenhand. Allein die Natur mag hier eingreifen, mag Wurzeln ziehen oder den Grabhügel im Laufe langer Jahre von immer neuer Erde bedecken. Die Gräber den evolutionären Kraft zu überlassen und gleichsam die gärtnerische Hand anzulegen, Pflanzen und Wege in Ordnung zu halten und die Gräber mit der gebotenen Distanz, doch auch mit der erforderlichen Aufmerksamkeit zu umsorgen, ist eine hohe Kunst, die auf dem jüdischen Friedhof sehr gelungen ist. Ein Spaziergang über das weitläufige, von Bäumen beschattete, von Efeu und Farnen teilweise überwucherte Areal schafft eine ambivalente Stimmung: Verzauberung über das Märchenhafte dieser Friedhofslandschaft mit den dicht an dicht aufgereihten Gedenkstelen und Grabsteinen. Und Beklommenheit angesichts der Ursachen dieser romantischen Verwilderung. Ein Friedhofsgärtner setzte sich einst couragiert für den jüdischen Friedhof ein, so lehrt eine Wandtafel im Eingangsbereich: Oskar Werling (1891-1969) verhinderte während der Nazizeit die Schändungen und Zerstörungen durch die Schergen von SA und SS – ein Schicksal, das tausende anderer Friedhöfe traf. Spaziergänge über die Friedhöfe schaffen vielleicht auch eine Verbindung zwischen all den unterschiedlichen Schicksalen und Lebenswegen, die in Darmstadt existieren. (Meike + Alexander Heinigk)
Jüdischer Friedhof, Seekatzstraße 29 Alter Friedhof, Herdweg 105 – 107 Waldfriedhof, Am Waldfriedhof 25 Friedhof Bessungen, Heinrichwingertsweg 63 Friedhof Eberstadt, Palisadenstraße 5 – 7 Friedhof Arheilgen, Weiterstädter Straße 46 Friedhof Wixhausen, Auwiesenweg 18 Die Öffnungszeiten sind für alle Friedhöfe gleich, variieren jedoch abhängig von den Jahreszeiten: 1. Oktober bis 2. November: von 7 bis 19 Uhr 3. November bis 14. Februar: von 7 bis 17 Uhr 15. Februar bis 31. März: von 7 bis 18 Uhr 1. April bis 30. September: 7 bis 20 Uhr An Sonn- und Feiertagen sind die Friedhöfe erst ab 8 Uhr geöffnet! Ausnahme Jüdischer Friedhof: Montags bis mittwochs: 7 bis 12.15 Uhr und 13.15 bis 15.15 Uhr Donnerstags: 7 bis 12.15 Uhr und 13.15 bis 14.45 Uhr Freitags: 7 bis 12.30 Uhr Literaturhinweis: Haus des ewigen Lebens – Beit Hachajim. Der Jüdische Friedhof in Darmstadt. Grabstätten von 1714 – 1848. Bearbeitet von Benno Szklanowski unter Mitwirkung von Eckhart G. Franz. Darmstadt: Justus von Liebig Verlag 1988.
Fotos: Jan Ehlers / Jana Matejka
Besonders ... still
14_ROMANTISCH
ROMANTISCH_ 15
Drama, baby! Darmstadts Orte zum Verlieben und Verlassen
Jeder hat so einen, jeder braucht so einen, jeder hasst so einen und jeder verdrängt den ein oder anderen… …Ort, eine ganz bestimmte Stelle, hier in unserem vertrauten Darmstadt. Ja, auch Ihr, liebe Neuankömmlinge und Erstsemester, werdet ihnen irgendwann im Laufe der Zeit begegnen und feststellen, dass diese Orte zum persönlichen Mittelpunkt der Stadt werden. Manchmal können wir ihnen einfach nicht aus dem Weg gehen (wie gemein!). Und diese Orte lauern an fast jeder Ecke – zum Glück oder Unglück eines jeden (Neu-) Darmstädters. Mehr noch: Sie ziehen uns förmlich an oder geben uns einen Anlass, lieber einen kilometerlangen Bogen drum herum zu laufen. So sind sie, diese Orte, die romantische, dramatische oder sogar traumatische Erinnerungen hervorrufen können.
Fotos: Jan Ehlers
Wie aufregend der Spaziergang durch den Herrngarten und am Teich vorbei! Welch Herzklopfen und wie romantisch an einem schönen Tag im Herbst, damals im ersten Semester! Ach ja ... Wenn ich heute mit dem Fahrrad durch den Park fahren muss, dann meistens
direkt von der TU zur Landwehrstraße im LanceArmstrong-Style ... bloß nicht nach rechts zum Teich gucken! Und was war das denn für ein Kopfkino, als ich da im Prinz-Georgs-Garten wandelte?! Hm, von wegen romantisch: Wenn ich’s mir recht überlege, war alles schön durchkalkuliert, der wollte doch nur … aber nein, das kann doch nicht sein! Oder die ewige Diskussion mit Kai-Uwe (1) auf dem Dach des Studentenwohnheims in der Pallaswiesenstraße in den dämmrigen Morgenstunden nach einer durchzechten und vor allem lange durchdiskutierten Nacht. Der Bass von der privaten Kellerparty wummerte bis hoch in den dritten Stock und direkt in meinen Magen (na ja, zugegeben, könnte auch am Alkohol gelegen haben), so dass sich der Gurke-Ginger-Ale-Wodka-Cocktail beinahe wieder verselbstständigte. Aber eigentlich war es eher Kai-Uwes Neuigkeit, die er mir aus heiterem Himmel eröffnete: Nämlich die, dass er eine Woche später nach China ziehen würde, um dort seine Diplomarbeit zu schreiben. Stundenlang hingen wir da oben auf dem Dach nahe der Brüstung (jawohl, es war zum Fort-
schmeißen). Ich konnte es nicht fassen und der hässliche Blick auf die öde Müllverbrennungsanlage machte die Situation auch nicht besser. War das auch Kalkül, an diesem Ort Schluss zu machen? Nicht schlecht, KaiUwe! In China fressen sie Hunde und mir war einfach nur hundeelend, vor allem bei dem Gedanken an den gammeligen Müll, der gerade auf der anderen Seite verbrannt wurde: „Darmstadt, Du kannst so hässlich sein!“, hätte Peter Fox’ Part im Hintergrund sein müssen … Gefühlte sieben beknackte Brücken musst Du gehen und sieben laaaaaaaange Jahre überstehen … aber halt, zum Glück gibt es ja auch noch die mit schönen, sonnigen und positiven Erinnerungen behafteten Orte, wie zum Beispiel den Orangeriegarten und die herrlichen faulen Nachmittage mit Franz aus München (2). Das waren immer schöne Stunden, wenn er denn mal still sitzen konnte und nicht urplötzlich Hunger auf Weißwürschtel bekam. Am darauf folgenden Wochenende beendete ich diese Fernbeziehung, denn Franz wollte, dass ich mit nach München komme (beziehungsweise in dieses idyllische Örtchen im Allgäu), was mir aufgrund meiner zahlreichen und überwiegend positiven Erinnerungen an all die Orte in Darmstadt sehr schwer
gefallen wäre. Na ja, und Franz war halt Franz und halt nicht der Hans! Da mir nichts Besseres oder Passenderes einfiel, machte ich auf dem Spielplatz am Schlossgraben Schluss, das war an einem verregneten Tag im November. Und da das eben alles nicht immer so leicht von der Hand geht, wünschte ich mir, die Eis-Friedel wäre noch in ihrem Häuschen am Eingang zur Tiefgarage gewesen, um den Kloß in meiner Kehle mit einer Kugel „Waldmeister-Straciatella-Himbeer-Zitrone-upsda-ist-ja-noch-ein-bisschen-Schoko“ zu verkleinern. Ach, hätte Darmstadt doch eine Ringbahn, die ständig im und gegen den Uhrzeigersinn fahren würde und aus der man aussteigen könnte, wenn’s aus ist – oder in der man weiterfahren könnte, bis man sich wieder zusammengerauft hätte! Doch dann würden sich all diese romantisch-dramatisch-traumatischen Orte, die nun mal Teil unseres beschaulichen Lebens sind, erledigen, viel zu einfach und oberflächlich wäre das und so überhaupt nicht „Darmstadt“. Und abgesehen davon gibt es noch einige andere Orte für die Zwei- oder Einsamkeit, die entdeckt werden wollen. Wenn alles nix hilft: Treffpunkt Dachterrasse um sechs! (Sandra Diehl)
(1) Name von der Redaktion geändert, denn schließlich kennt nach einer Weile jeder fast jeden, könnte also etwas unangenehm für die beteiligte Person werden… (2) Eigentlich kommt Franz aus einem idyllischen Örtchen im Allgäu (so ähnlich wie das im „Bergdoktor“ im Zweiten), doch weil er Angst hatte, er sei nicht „cool“ genug, verschob er seinen fiktiven Wohnort mal eben nach München (ob das eine gute Idee war???) ANZEIGE
16_ABENTEUERLICH
ABENTEUERLICH_17
Geocaching in und um Darmstadt „Oh, Mann! Hier muss das Ding doch irgendwo sein.“ „Ist es das da drüben vielleicht?“ „Das hier?“ „Nee, das ist nur irgendeine leere Colaflasche.“ So hört es sich an, wenn Geocacher gemeinsam ihrem Hobby nachgehen, und sich der Erfolg – das Finden des Cache, neudeutsch für „geheimes Lager“ oder „Schatz“ – nicht auf den ersten Blick einstellt. Um so größer sind die Glücksgefühle, wenn das mit Hilfe von GPS-Koordinaten und Tipps aus dem Internet mehr oder weniger lange gesuchte Versteck dann endlich gefunden wird.
Klar, das Internet spielt hier eine Rolle. Es gibt inzwischen mehrere Plattformen mit allem Web-Schnickschnack, den man brauchen könnte. Angefangen von den Koordinaten und Tipps zu den einzelnen Caches über Foren und Google-Maps-Verknüpfungen, in denen alle bisher selbst gefundenen Caches markiert sind. Bis hin zu Statistiken, wo und wie man denn am liebsten findet und unterwegs ist. So gibt es dann auch Menschen, die zu ihrem hundertsten, dreihundertsten oder zigtausendsten gefundenen Cache gratuliert bekommen.
Geocaching ist Schnitzeljagd für ausgewachsene Menschen. Ziel ist es – meist unter Verwendung eines GPS-Gerätes – von anderen versteckte „Schätze“ zu finden. Die Webseite Geocaching.com zählt in Darmstadt und der nahen Umgebung inzwischen über 150 solcher Verstecke. Teilweise liegen sie mitten in der Stadt, an Stellen, an denen man täglich zigmal vorbei kommt, ohne etwas zu bemerken, im Wald und in Naherholungsgebieten. Es gibt auch Caches, durch die man Stellen findet, von denen man sonst nie erfahren oder gedacht hätte, dass es sie gibt. Zum Beispiel gibt es in Darmstadt noch den einen oder anderen Bunker.
Ungünstig ist es, wenn solch ein Cache von einem Unbeteiligten gefunden wird. Die Cacher-Gemeinde spricht hier von „Muggeln“ – man merkt, dass nicht unbedingt Sprachgelehrte oder Texter für die Wortfindung zu Rate gezogen wurden. Was tun, wenn man zufällig auf einen Cache stößt? Sprengstoffexperten zum Entschärfen des verdächtigen Gefahrenguts anrücken lassen? No! Das einfache Wegschmeißen oder Entwenden des Caches ist dann doch die kostengünstigere und weniger Aufsehen erregende Lösung. Generell wird sowohl beim Suchen, beim Finden als auch beim Verstecken stark darauf geachtet, bloß nicht aufzufallen – und für den Fall, dass doch jemand nachfragt, schon mal eine passende Ausrede parat gelegt („ähh, wir haben hier vorgestern was verloren…“). Wenn auch empfohlen wird, in solch einem Fall die Wahrheit zu sagen, bevor es einem keiner glaubt – und dann doch der Sprengmittelräumdienst kommt.
Und welche Art Schätze sind zu finden? Das ist ganz unterschiedlich. Der versierte Cacher unterscheidet hier zwischen Nano-, Micro-, Regular- und LargeCaches, je nach Größe des zu findenden Schatzes. Die meisten enthalten ein Logbuch, in das sich der Finder einträgt. Häufig macht man das mit Floskeln wie „tftc“, was ausgeschrieben „thanks for the cache“ und übersetzt dann „Danke für den Cache“ heißt. In größeren Caches liegen meist auch Tauschgegenstände. Hier gilt die Regel: „Trade up, trade fair or don’t trade.“ Also wenn tauschen, dann bitte fair! Häufig ist das Zutauschende aber der größte Sch… rott. Manchmal findet man auch sogenannte Travelbugs oder Coins. Das ist dann wieder spannender, denn die haben meist eine Aufgabe. Zum Beispiel von A nach B zu gelangen, wobei sich A und B und der aktuelle Aufenthaltsort natürlich im Internet nachlesen lassen.
Neben dem Spaß am Suchen und Verstecken verfolgt Geocaching das Ziel, verantwortungsbewusst mit der Umwelt umzugehen. So gibt es Aktionen wie „cache in, trash out“, abgekürzt „cito“, bei denen es darum geht, einen neuen Cache zu verstecken, gleichzeitig aber auch den Müll aus der Gegend zu räumen. Oder solche Regeln, die besagen, dass die Umgebung nicht für den Cache verändert werden darf sowie Flora und Fauna beim Verstecken und Suchen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden dürfen. Alles in allem ein sehr schönes Hobby, ähnlich wie Golfen, man läuft draußen rum und macht ab und zu was. Nur spannender. (David Sedlacek + Paul Gruen)
GPS-Empfänger Viele Handys haben inzwischen einen GPS-Empfänger eingebaut, der manchmal über Software-Updates aktiviert werden muss. Teilweise gibt es auch spezielle Programme zum Geocaching (zum Beispiel für Symbian-Handys oder das iPhone). Insgesamt ist die mit den in Handys verbauten Empfängern erreichbare Auflösung aber wesentlich geringer als die mit speziellen GPS-Empfängern. Die gibt es in einfacher Ausführung ab 80 Euro. Bessere Geräte, unter anderem mit der Möglichkeit, Landkarten reinzuladen, einem elektronischen Kompass und wesentlich höherer Auflösung kosten etwa 180 Euro. Geografische Koordinaten Zur exakten Bestimmung von Positionen auf der Erde wird die Erdoberfläche seit vielen hundert Jahren mit Hilfe von Längen- und Breitengraden beschrieben. In den achtziger Jahren einigte man sich auf einen internationalen Standard: Danach ist N 49° 52.371 E 008° 39.073 die Position des Langen Lui. Cache-Arten Der Standard-Cache ist der sogenannte „Traditional“. Hier erhält man die Koordinaten, gibt sie in ein GPSGerät oder Google Maps ein, sucht die entsprechende Stelle und dann dort den Cache. Aufgrund der Auflösung des GPS-Systems von ein paar Metern kann das immer noch erstaunlich kompliziert sein. Es gibt „Multi-Caches“, die gehen über mehrere Stationen, wobei man an den einzelnen Stationen meist zum Finden der nächsten Station benötigte Informationen bekommt. „Mystery-Caches“ wiederum sind Caches, bei denen man meist an verschiedenen Stationen Rätsel lösen muss, um schließlich ans Ziel zu gelangen.
Schwierigkeitsgrad und Gelände Je nach Anspruch der Schatzsuche werden die Caches in verschiedene Schwierigkeitsgrade eingeteilt. Eins ist easy, fünf schwer. Gleiches gilt für das Terrain, in dem man suchen muss. Daran sollte man seine Kleidung, Schuhe und sonstige Ausrüstung anpassen. Tauchen, Bergsteigen oder tagelange Wanderungen sind eher die Ausnahmen, Flip-Flops aber auch in Darmstadts Umgebung und vor allem bei diesem Wetter doch häufig ungeeignet. Webseiten: Geocaching.com Geocaching.de Cachewiki.de
P-Cache Aus Freude am Thema „Geocaching“ hat das P einen eigenen kleinen Schatz versteckt. Damit jeder erstmal schnuppern kann, braucht man kein GPS-Gerät zum Finden. Und damit es sich auch lohnt, haben wir die Kiste schön gefüllt. Also bitte fair tauschen! Ein kleines Dankeschön geht vom P ans „Zucker“. Also: Die folgenden Koordinaten mit Hilfe der im Netz verfügbaren Mittel ausfindig machen, hinradeln oder spazieren, suchen und finden, sich eintragen, fair tauschen, sich bei alledem nicht sehen lassen – und viel Spaß dabei haben! Koordinaten: N 49° 53.332 E 008° 40.024 Tipp: holzig Illustration: Martina Hillemann, Foto: David Sedlacek
Schnitzeljagd für Ausgewachsene
GPS – Global Positioning System Ein vom US-Militär entwickeltes und betriebenes, satellitengestütztes System zur Positionsbestimmung, das es ermöglicht, mit Hilfe eines Empfängers die Längen- und Breitengrade überall auf der Erde exakt zu bestimmen. Wegen der großen Abhängigkeit von diesem System versuchen sowohl die EU (Galileo), Russland (Glonass), China (Compass) und Japan (MTSAT) mehr oder weniger erfolgreich, eigene Systeme aufzubauen und zu etablieren. Die Navigationsgeräte im Auto verwenden zum Beispiel GPS.
18_BEWEGLICH
BEWEGLICH_19
Erfolg als Lebenselixier
Anfang Oktober in Tokio bezwang Andrea Petkovic die russische Weltranglistensechste und French-Open-Siegerin 2009 Svetlana Kuznetsowa. Ein Ausrufe Ausrufezeichen! zeichen! Die 22-Jährige verfolgt aber nicht nur auf dem Tennisplatz ehrgeizige Ziele: „Die nächsten fünf bis zehn Jahre sehe ich mich noch auf der Tour. Hier werde ich versuchen, jeden Tag das Beste aus mir rauszuholen, rauszuholen, um am Ende sagen zu können, ans Limit gegangen zu sein. Danach sehe ich mich am ehesten in der Politikwelt tätig“, erzählt Andrea. Dass ihre
Ambitionen durchaus Substanz haben, unterstreicht ein bereits absolviertes Praktikum bei Hessens Landesregierung sowie ihr Studium der Politikwissenschaft an der Fernuni Hagen, das sie auch parallel zur Tenniskarriere bewältigt. Dabei sei offen, ob es nun in Richtung Politikerin oder Journalistin gehe, erklärt die sympathische junge Frau, die nebenbei auch noch für die FAZ ein Tennistagebuch online publiziert. Goethe-Fan Petkovic lässt keinen Zweifel daran, die großen Ziele auch erreichen zu können. „Erfolg ist mir sehr wichtig, alles ist darauf ausgerichtet – Studium, Sport, Journalismus. Erfolg und Willensstärke sind mein Lebenselixier“, sagt die ehemalige GBS-Schülerin, die als Hochbegabte eine Klasse übersprang und trotz Tennis souverän ein Einser-Abitur hinlegte. In diesem Jahr wird Andrea fast 30 Wochen rund um den Globus unterwegs sein. „Wenn Du im Ranking schlecht stehst, musst Du viele kleinere Turniere spielen, um in die großen Turniere rein zu kommen“, erklärt sie. Aufgrund ihrer aktuellen Position habe sie es nun leichter mit der Jahresplanung. Darmstadt sei wichtig für sie, um vom Hin und Her zwischen Hotels und Spielen wieder ein Stück Alltag im Kreis von Freunden und Familie zu erleben und vom Trubel abzuschalten: „In Darmstadt muss ich auch nicht nachdenken, ob jemand Fremdes wichtig für mich ist.“ Bei Turnieren, bei denen sie es ständig mit neuen Menschen zu tun hat, müsse sie das. Ihr persönliches Umfeld garantiere ihr zudem die nötige Bodenhaftung.
Andrea, die Gitarre und Schlagzeug spielt, sagt zwar, sie könne nicht singen. Produktion Nummer zwei ist dennoch schon in der Pipeline: „Diesmal was im Balkansound“, passend zu Andreas Wurzeln, die ihr wichtig sind: „Meine Eltern haben ein Haus in Serbien gebaut, da fahre ich jedes Jahr hin.“ Auch auf Turnieren hängt sie „gerne mit Serben rum, weil die einfach cool und entspannt sind“. Im Tennis-Circuit unterscheidet sich Andrea aufgrund ihrer Persönlichkeit von den „blonden Ja-Sagerinnen“, wie sie betont. Der Begriff „tennisspielender Rock’n’Roller“, wie sie sich selbstbewusst auf Twitter beschreibt, passe da ganz gut als Alleinstellungsmerkmal – auch wenn der Ausdruck von ihrem Kumpel „Carlos“, bürgerlich: Lukas Lehmann, dem Betreuer ihrer Website, stamme. Gibt es etwas, wovor Andrea Petkovic Angst hat? „Vor Haien – sobald ich das Meer sehe. Keinen Plan, warum das so ist. Vielleicht ist das so ’ne Art Symbol. Und auf privater Seite: mich selbst oder Freunde zu enttäuschen. Wenn ich Dinge, die ich versprochen habe, nicht einhalten würde. Dumm zu handeln oder meinem Eigenbild nicht zu entsprechen – das wären persönliche Niederlagen.“ Nach auskurierter Verletzung stehen bald die nächsten Turniere an. Danach heißt es Urlaub und Stressabbau: „Ausgelassen feiern bis acht Uhr morgens, Schlaf bis zum Nachmittag und dann Burger ‚frühstücken‘. Eigentlich bräuchte ich nach diesen zwei Wochen im November Urlaub vom Urlaub, denn dann bin ich ein Wrack,“ sagt Andrea lachend. „Das ist ein Traum, einfach mal die Disziplin über Bord schmeißen zu können.“ (Roger Edward Francis) www.andreapetkovic.de Andrea Petkovic ist auch auf Facebook, Twitter und MySpace vertreten.
Centralstation zu Gast im Staatstheater Darmstadt
Ben Becker 20. November 2009
02.11. LeseLounge: Antje Herden 03.11. The Hang All Stars 05.11. JAZZTODAY: Michael Wollny/ Ulf Wakenius Quartet 06.11. The Big Beat III 07.11. MGT – Muthspiel, Grigoryan & Towner 10.11. Steffen Möller 13.11. International Skoda Allstar Band 14.11. Dr. Mark Benecke 16.11. RockLounge: Ease Up Ltd. 17.11. Curtis Stigers 18.11. Yellowman & The Sagittarius Band 20.11. Dorota Maslowska 20.11. The Disco Boys 24.11. Klaus Hoffmann 26.11. Katja Riemann & Arne Jansen (Staatstheater Darmstadt) 26.11. Itchy Poopzkid 27.11. Dorian Gray@Centralstation 28.11. Vocaldente
FORMALIN.DE
„Game, Set & Match!“ Andrea Petkovic ist aus deutscher Sicht so etwas wie der Shootingstar der weiblichen Profi-Tennisszene. Nach einem Kreuzbandriss bei den Australian Open im Januar 2008 und achtmonatiger Verletzungspause hat die Griesheimerin serbischbosnischer Herkunft mit ihrem ersten Turniersieg auf der WTA-Tour (WTA = Womens Tennis Association) Ende Juli in Bad Gastein und kurz darauf als Semifinalistin in Istanbul einen Riesensatz in der Tennisweltrangliste auf Platz 58 gemacht. Und sie hat sich selbst bewiesen, dass ihr Schritt in Richtung Tenniskarriere richtig war.
Fotos: Jan Ehlers
Foto: Florian Schüppel
Tennisprofi Andrea Petkovic will ’ne Band sein
FOTO: F. BRINCKMANN
Viele Kreative tummeln sich da: Fotografen, Texter, DJs – und vor allem Musiker. „Musik – das ist das Tor zu einer ganz anderen Welt, quasi das Gegenextrem zu meinem Tennisalltag“, beschreibt Andrea. Das Pendeln zwischen beiden Polen sorge dafür, dass sie mit beiden Füßen auf dem Boden stehe. Mit Philipp Rittmannsperger („Phil Fill“), einem bekannten Darmstädter Musiker, ist sie schon länger zusammen. Er hat ihr auch eine eigene Musikproduktion beschert: „Ich will ’ne Band sein“ heißt der 80s-gefärbte Elektro-PopSong, der auf ihrer Homepage und bei MySpace veröffentlicht wurde. Die Anekdote dahinter: „Philipp und seine Bandkollegen haben bei einem Frühstück nach einem Gig völlig aufgedreht auf dem Tisch rumgetrommelt. Da mich das irgendwann genervt hat, habe ich gesagt: Ich will auch ’ne Band sein.“
CENTRALSTATION/IM CARREE/DARMSTADT TICKETS ZUM AUSDRUCKEN WWW.CENTRALSTATION-DARMSTADT.DE HOTLINE: (0 61 51) 3 66 88 99 PARTNER DER CENTRALSTATION
20_HANDWERKLICH
HANDWERKLICH_21
Create! oder: Kauf Dich glücklich Sozialkapitalisten und Handmade Movement sind auf dem Vormarsch Du denkst bei dem Wort „handarbeiten“ an Deine sockenstrickende Oma Luise oder an die furchtbaren Patchwork-Kissen von Tante Traudel? Du hast noch nichts von der weltweiten „Craft Mafia“ oder den „Craftin’ Outlaws“ gehört? Dann solltest Du weiterlesen, denn auch Du lebst in der D.I.Y. (Do-It-Yourself)Generation. Der Philosoph John Locke konstatierte im 17. Jahrhundert: „Meine Arbeit, die sie (die Objekte) dem gemeinen (natürlichen) Zustand, in dem sie sich befanden, enthoben hat, hat mein Eigentum an ihnen bestimmt.“ In unserer modernen Konsumgesellschaft definieren sich Menschen meist über ihren persönlichen Besitz. Doch die Dinge, die sie besitzen, haben sie gekauft. Hergestellt hat sie ein anderer. Denn Kapitalismus produziert massenhaft Güter, indem er das Kapital von der Arbeitskraft trennt. Heißt das nun nach Locke: Wer fertige Produkte kauft, besitzt dennoch nichts? Vielleicht geht diese philosophische Überlegung einen Schritt zu weit, aber das bittere Gefühl, das einem beim Betrachten endloser Warenauslagen die Kehle hochsteigt, kennt jeder von uns.
Be a social capitalist! Nach den unterschiedlichsten „Booms und Bangs“ der letzten beiden Jahrzehnte leben wir nun in einer Zeit, da andere Dinge als materielles Eigentum Wert haben. Dafür einzig den allgemeinen Geldmangel heranziehen zu wollen wäre einseitig. Nach den oberflächlichen, geldverliebten 80er Jahren, nach dem unreflektierten Aufbau einer virtuellen Welt in den 90ern, nach Terroraktionen und Kriegen, jetzt, da sich die Natur auflehnt und das Klima wandelt, rückt man zusammen und wird zum „Sozialkapitalisten“. Zu erwirtschaften gilt nun
ein Kapital, das ungleich dem Geld, dem Gesetz unterliegt: „use it or loose it.“ Allein durch Networking mit seinen Mitmenschen kann das gelingen: Leute treffen, Partys schmeißen, Essen teilen, Geschenke machen, Telefonanrufe und Mails beantworten. Entwickle Deine Talente, teile Deine Fähigkeiten und Deine Zeit, hilf Deinen Freunden, lehre andere, was Du selber kannst. Sei aktiv und engagiert, denke politisch und bleibe nicht stumm. Der Preis ist die Demokratisierung Deiner Umwelt und Dein persönliches Ergebnis: soziales Kapital.
verschenkt oder in kleinen Läden, auf Craft Fairs (nicht zu verwechseln mit Kunsthandwerksmärkten) und Internet-Marktplätzen wie Etsy.com oder Dawanda.com feil geboten. Nach dem Motto „craft is to care“ sind alle Produkte handgemacht, möglichst recycelt und nachhaltig. Der Crafter arbeitet in einem persönlichen Maßstab, agiert lokal und behält den Produktionsprozess in seiner Hand. Die Prozesse sind alte Handwerksarbeiten wie Stricken, Häkeln, Nähen, Siebdruck oder Buchbinden – taktile Tätigkeiten, die eine Verbindung zwischen der Vergangenheit und dem Jetzt aufbauen,
Schöner konsumieren Das Zucker wird 1! Du verfügst nicht über die Gabe, Kreativität oder das Geschick, schöne Ideen in Produkte umzusetzen? Du bist aber ein bewusster, ästhetisch empfindender Konsument? Für Dich gibt es (zum Beispiel) das „Zucker“, das vor einem Jahr – herzlichen Glückwunsch! – in der Liebfrauenstraße eröffnet hat.
Be a crafter! Die 90er hatten durch die technologischen Entwicklungen ein virtuelles globales Dorf mit nahezu kultureller Gleichheit entstehen lassen: Alle (in der westlich geprägten Welt) hörten die selbe Musik, saßen in den gleichen Klamotten auf ähnlichen Stühlen herum, kauften ihren Freunden die gleichen Geschenke, besuchten die selben Kunstausstellungen und sahen die selben Filme. Die Allgegenwart von Massenprodukten und digitaler Technologie in einer hyperschnellen Gesellschaft ließen dem gemeinen Konsumenten kaum eine Wahl und führte zu einem (äußeren) Verlust der Individualität. Bis Künstler und Designer begannen, dagegen zu rebellieren. Sie hatten desillusioniert die Hochschulen verlassen, fanden plötzlich Trost im Produzieren von nützlichen Alltagsgegenständen – und nannten sich „Crafter“. Seitdem fegt die „craft revolution“ durch die Welt – auch durch Darmstadt („Suche und finde“ im P, Ausgabe 17, die umhäkelten Bäume und Laternen). Der gemeine Crafter ist tätowiert und gepierct und lässt die Nähmaschine zu Punkrocktönen rattern. Die Produkte befriedigen seinen Eigenbedarf, werden
die dem Crafter vielleicht noch von den Eltern oder Großeltern beigebracht wurden. In seiner Welt darf der Crafter Dinge vermasseln, er darf fehlen, Objekte können scheinbar misslingen, um dann zu Kunst erklärt zu werden. Das einzig Wichtige ist: Create! Weil das Erschaffen ein menschliches Bedürfnis ist. Ebenso wie Kommunikation. Seit Ende der 90er Jahre hat sich ein riesiges globales Netzwerk der Crafter gebildet: über virtuelle und reale Marktplätze, in Blogs, Chats und Foren. Dort findet man auch die „Craft Mafia“. Schau mal nach! (Antje Herden)
„Wir wollten einen Laden, der schöne, ungewöhnliche Dinge anbietet, nicht das Einerlei, das man sonst überall sieht“, sagt Petra Blank, eine der elf Mitstreiter/innen des „Zucker“. „Die Idee war, dass sich zehn Leute zusammen tun, ein Konzept für ein Geschäft entwickeln und dieses dann gemeinsam führen.“ So entstand eine Plattform für die eigenen Kreationen und für kleine Labels, die handgemachte, in Deutschland produzierte Produkte mit gestalterischem Anspruch anbietet. Das „Zucker“ ist ein dynamisches, lebendiges Projekt mit ständig wechselndem Angebot, das „die Konsumenten glücklich macht“, so der eigene Anspruch. Das Zuckerteam sieht sich zudem als Teil des kulturellen Lebens in Darmstadt, als einen Ort der Kommunikation für Kulturschaffende: Das kleine Plattenlabel Knertz vertreibt hier seine Werke, es gibt einen Konzertkartenverkauf, Plakate künden von anstehenden Veranstaltungen und – ja, einige Mitstreiter arbeiten für das Stadtkulturmagazin, das Du gerade in der Hand hältst. „Was uns zusammenhält ist die Idee. Je mehr Zeit Du im Laden verbringst, desto mehr kannst Du emotional daraus gewinnen. Denn unabhängig vom Gewinn betrachtet, ist das ‚Zucker‘ ein erfolgreiches Projekt“, sagt Petra Blank. Und damit wären wir wieder beim sozialen Kapital. (ah)
Zucker Liebfrauenstraße 66 Dienstag bis Freitag 12 bis 20 Uhr, Samstag 12 bis 16 Uhr
Kurz und heftig – und schön: DreiTageLaden im Niederfeld 8 Zum zweiten Mal öffnet der DreiTageLaden seine Ausstellungsräume mit Kunst und Schönem zum Verschenken und Behalten. Eine kreative Gruppe von Designern, Künstlern und Handwerkern stellt ihre handgemachten, individuellen Stücke aus – und verkauft sie: Taschen, Kleidung, Schmuck, Kinderkram, Wohnaccessoires, Möbel und Kunst. Zur Vernissage am Freitag spielt die Combo „Mar Trio“ progressiven Jazz. Klingt nach: effektivem Kurzzeitshopping, abseits vom beginnenden Weihnachtsrummel. (mei) DreiTageLaden Im Niederfeld 8 / nur von Freitag, 20., bis Sonntag, 22. November, Fr, 20.: 18 bis 22 Uhr, Sa, 22.: 11 bis 20 Uhr, So, 23.: 11 bis 16 Uhr Auch schön: Zeig dich Kranichsteiner Straße 3 / Montag bis Freitag 10.30 bis 19.30 Uhr, Samstag bis 16 Uhr Fachwerk Sandbergstraße 46 / Dienstag bis Freitag 10.30 bis 18 Uhr, , Samstag bis 16 Uhr
22_GESCHÄFTLICH
HEIMATLICH_ 23
Die Seele macht den Unterschied Plexiglas
Zehn Jahre Shop-in-Shop: Das „Kombinat“ feiert Jubiläum
Seit 1999 existiert das „Kombinat“ an der Ecke Rheinstraße / Saalbaustraße und beherbergt aktuell fünf Läden auf über 600 Quadratmetern. Wie kommt man als junger Darmstädter Unternehmer auf so eine Idee? Marcus van der Kolk, Inhaber des Grow Shop, erinnert sich: „Ich war mal in Manchester unterwegs und stand plötzlich vor einem riesigen Komplex mit vielen kleinen Läden. Im Prinzip wie das Luisencenter, doch sehr alternativ und subkulturell ausgerichtet. Das fand ich genial.“ Zurück in Darmstadt erfuhr er von einem leer stehenden Gebäude – bingo! Heute, zehn Jahre später, gehört der „Grow Shop“ neben dem „Morbus Gravis“ Tattoo- und Piercingstudio und dem „Comic Cosmos“ zu den drei Läden, die von Beginn an dabei sind. Außerdem im Boot: der „Pentagon Store“ (Klamotten und Platten, seit 2004) und das vor kurzem eröffnete „Druckamt“ (T-Shirt-Druck). Ein Kollektiv, das weiterhilft Im Laufe der Jahre fanden einige hoffnungsvolle Projekte im „Kombinat“ eine Plattform – manche zogen irgendwann weiter, andere scheiterten. „Heute sind viele Leute oft zu vorschnell mit ihren Ideen und sich einfach nicht bewusst, was es heißt, selbstständig zu sein“, g Store. „Deshalb „ erklärt Thomas Hammann vom Pentagon
versuchen wir immer, eine gewisse Starthilfe zu geben und in Ruhe mit den Leuten über ihre Pläne zu reden.“ Marcus Bischoff vom Druckamt ergänzt, dass man sich als Kollektiv sehe und die gesammelte Erfahrung in der Selbständigkeit weitergeben möchte. Von Heinern für Heiner also. Aber würde so ein Konzept in Berlin oder Hamburg nicht viel besser funktionieren? „Klar hätten wir in Berlin wahrscheinlich mehr Zuspruch“, so Matthias Bauer aus dem Morbus Gravis, „aber wir sind alle aus Darmstadt und der Meinung, dass unser Konzept die Stadt belebt. Das Kombinat ist im Gegensatz zu den ganzen Riesen in der City etwas Besonderes. Es hat eine Seele.“
Otto Röhm war wahrscheinlich schon als kleiner Junge einer, der lieber daheim im Geräteschuppen rumbastelte, als draußen mit den anderen „Cowboy und Indianer“ zu spielen. Wie lässt sich wohl sonst erklären, dass der 1876 in Öhringen bei Heilbronn geborene Schwabe im Laufe seines Lebens an über 70 Patenten als Erfinder oder Miterfinder beteiligt war?! Eines davon ist: Plexiglas.
Diese Seele scheint man sehr zu schätzen, denn kaum sind ab 11 Uhr die Türen geöffnet, kommen die ersten Kunden. Timo aus Griesheim flirtet gerade mit ein paar Sneakern: „Ich bin regelmäßig hier, denn die Auswahl ist einmalig. Hier ein Smalltalk über die neuesten Platten, dann schnell mal über ein paar Comics geschaut und hinten beim Morbus Gravis die geile Atmosphäre aufgesaugt. Da vergisst man ruckzuck die Zeit.“ Besser hätte man es nicht ausdrücken können. Das P gratuliert recht herzlich und freut sich auf die nächsten zehn Jahre. (Patrick Demuth)
10 Jahre Kombinat – das muss gefeiert werden!
10 JAHRE
Samstag, 14. November Goldene Krone, Einlass: 21 Uhr, Eintritt: 6 Euro Live on Stage: Thee Vicars (Psychotic Trash from England) www.myspace.com/theevicarsuk The Lo Fat Orchestra (Chocolate Rock From Switzerland) www.myspace.com/lofatorchestra Switze Turnta Turntables: Rebelli Rebellious Jukebox with Woog Riots (Pop und Rebelli Rebellion – Indie und Dance) Dr. Fum Fuman Scheu vs. Helloman (Strictly Jamaican Vibes SSka Reggae-Dancehall) Blue No Note (Kneipe): V.I.P. (B (Barock’n’Roll with Volker & Phoenix the Devourer) Dev Cocktail Lounge & Short Movies (Kino) Cockta Weitere Informationen unter www.k www.kombinat-darmstadt.de
Röhm presents: die Plexi-Pergola Die Vorgeschichte: Röhm studiert in München und Tübingen Pharmazie und Chemie, arbeitet anschließend bei den Stuttgarter Gaswerken und gründet mit dem Kaufmann Otto Haas 1907 in Esslingen das Unternehmen Röhm & Haas. Ziel der Firma ist damals die Vermarktung von Enzymen, die vor allem in der Leder- und Waschmittelindustrie zum Einsatz kommen sollen. Im Jahr 1909 zieht es die Firma mit Sack und Pack nach Darmstadt, um effizienter mit den damals sehr bekannten Lederfabriken des Rhein-Main-Gebiets arbeiten zu können. In Darmstadt beginnt nun die eigentliche Erfolgsstory: Neben
den revolutionären Erkenntnissen für die Leder- und Waschmittelindustrie ist Röhms größter Coup die Entwicklung eines glasklaren, alterungsbeständigen und harten Kunststoffs auf der Basis von Polymethylmethacrylat – uns allen besser bekannt als Plexiglas. Als man Plexiglas 1937 auf der Weltausstellung in Paris mit dem Grand Prix und einer Goldmedaille prämiert, steht Otto Röhm auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Doch die glanzvolle Zeit hat einen sehr faden Beigeschmack, denn im Zweiten Weltkrieg wird Röhm als Teil der Rüstungsindustrie zur Verglasung von Flugzeugkanzeln eingesetzt. Das Geschäft floriert – zum Leidwesen der Menschen: Um die Produktion aufrecht erhalten zu können, greift die Firmenleitung zunehmend auf Zwangsarbeiter zurück.
Da man als Darmstädter Bauingenieur anscheinend besonders stolz auf die heimische Erfindung ist, errichtete man hier (genauer: über den Schlossgraben) im Jahr 2008 die „weltweit erste Brücke mit Plexiglas als mittragendes Element“. Dieses Bauwerk ist möglicherweise so überflüssig wie die neue Weiterstädter SuperMegaGiga-Einkaufsmeile, doch Otto Röhm wäre sicher erfreut. Und wer beim nächsten Date mit schlauen Sprüchen glänzen will: Polymethylmethacrylat entsteht durch Polymerisation des monomeren Methacrylsäuremethylesters – und die ineinander verflochtenen Polymerketten geben dem Plexiglas seinen Namen (lat. plectere = flechten). Ist doch (glas-)klar, oder? (Patrick Demuth)
1939 verstirbt Otto Röhm in Berlin, doch sein durchsichtiges Erbe lebt munter weiter: Zuerst in Kontaktlinsen, dann als Deckel von RadioPlattenspieler-Kombinationen (zum Beispiel dem legendären „Schneewittchensarg“ von Braun) – und schließlich in der Medizin zur Stabilisierung von Implantaten im Knochen. Heute ist Plexiglas – vor allem durch die vielen Möglichkeiten in Form- und Farbgebung – fester Bestandteil unseres Alltags. Man trägt es als Brillenglas auf der Nase, hängt es sich als Lampe an die Decke oder bekommt es als Zahnprothese in den Mund geschoben. Fahrrad-Reflektoren bestehen genauso aus Plexiglas wie Schmuck, Treibhäuser oder U-Boot-Chassis, so genannte Druckkörper. Ja, richtig gelesen: U-Boot-Druckkörper!
Otto Röhm
Fotos: Evonik Röhm GmbH
Du willst ein Tattoo? Okay, dann geh einfach durch den Platten- und Klamottenladen. Bei der ersten Möglichkeit läufst Du links durch den „Comic Cosmos“, doch vorher schaust Du noch schnell bei der T-Shirt-Druckerei vorbei und bestellst dem Kerl vom „Grow Shop“ einen Gruß. Falls das für Dich nun verwirrend klingen sollte, dann scheinst Du noch nie dort gewesen zu sein. Wo? In Darmstadts coolstem Shop-in-Shop-Gefüge: dem „Kombinat“.
24_TOURISTISCH
TOURISTISCH_ 25
Kein Käse – dafßr aber Robin Hood! Darmstadts Partnerstädte, Teil 4: Chesterfield (England) Von den insgesamt 15 Partnerstädten Darmstadts war Chesterfield die dritte, mit der eine schwesterliche Bindung eingegangen wurde. Da dies im Jahre 1959 geschah, feiert man 2009 das 50. Jubiläum. Glßckwunsch! Und Grund genug, dachte sich das P, diese Stadt einmal näher vorzustellen.
Chesterfield zudem durch eine Kneipe mit dem Namen „Cock and Pinot Inn“. Hier heckten 1688 die UmstĂźrzler der „glorreichen Revolution“ ihre Pläne aus und verjagten ohne BlutvergieĂ&#x;en James II. vom Thron. Zu Wohlstand kam die Stadt jedoch durch den Kanalbauer James Brindley und ihren berĂźhm-
Speedwell Caverns bieten sich an. Unweit von Chesterfield liegt auĂ&#x;erdem der berĂźhmte Sherwood Forest, das vermeintliche Refugium des Vorkämpfers fĂźr soziale Gerechtigkeit: Robin Hood. In der näheren Umgebung befinden sich zudem mehrere historische
Nicht nur die runde Zahl gibt Anlass, die mittelenglische Stadt mit ihren rund 101.000 Einwohnern genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch zuerst soll mal mit einem landläufigen GerĂźcht aufgeräumt werden: Chesterkäse heiĂ&#x;t nicht so, weil er aus Chesterfield, sondern weil er aus Chester kommt. Sonst hieĂ&#x;e er ja Chesterfieldkäse – klar, oder? Nun aber zur Stadt: Chesterfield ist eine typisch englische City und liegt am Zusammenfluss von Rother und Hipper sĂźdlich von Sheffield im County Derbyshire. Diese Grafschaft ist von einer bergigen und bewaldeten Landschaft geprägt, welche auch als Peak-District-Nationalpark bekannt ist. Das Umland Chesterfields wird vorwiegend agrarisch genutzt, die Stadt selbst ist, nach Entdeckung grĂśĂ&#x;erer Kohlevorkommen und dem Anschluss an die Bahnlinie Leeds-Derby im 19. Jahrhundert, stark industrialisiert worden. Chesterfield hat wahrlich Geschichte: Eine erste urkundliche Erwähnung ist datiert auf das Jahr 955, im Jahre 1204 verlieh der englische KĂśnig John (der jĂźngere Bruder von Richard LĂśwenherz) das Marktrecht und 1598 erhob Elizabeth I. Chesterfield zum „borough“, einer Stadtgemeinde mit Parlament und BĂźrgermeister. Eingang in die englischen GeschichtsbĂźcher fand
Schief: der Turm von St. Mary gebracht ist – ein nicht seltenes Phänomen in England. FĂźr die klassische Unterhaltung bieten sich mehrere Kinos und Theater in „ChesVegas“ an – ein Spitzname, den die Einwohner ihrer Stadt – wohl mit einem kleinen Augenzwinkern – gelegentlich geben. Die Restaurants
Fazit: Chesterfield ist eine nette englische Stadt mittlerer GrĂśĂ&#x;e mit den typischen roten Backsteinhäuschen, Parks und einem schĂśnen alten Zentrum mit Marktplatz sowie einem fĂźr die Einwohnerzahl angemessenen Spektrum an MĂśglichkeiten der Lebens- und Freizeitgestaltung – vom Charakter her recht mittelständisch und demnach nicht zu aufregend. Was sie wirklich interessant macht, ist ihre geografische Lage in den East Midlands und dem Nationalpark. Die Umgebung prädestiniert Chesterfield vornehmlich als Reiseziel fĂźr
Hobbywanderer und Naturfreunde. Die kommen hier definitiv auf ihre Kosten. (Sven MĂśller)
Reiseplan Wie hinkommen? Mit Ryan Air von Frankfurt/Hahn bis East Midlands Airport (Preise variieren je nach Buchungstermin), dann sind noch 35 Meilen mit einem Auto oder Ăśffentlichen Verkehrmitteln zu Ăźberwinden. Wo Ăźbernachten? GĂźnstige ĂœbernachtungsmĂśglichkeiten finden sich unter www.bedandbreakfasts.co.uk sowie www.cheap-hostels-in. com/chesterfield.htm , weitere wichtige Infos auch auf www.britinfo.net/index_ Chesterfield.htm.
Illustrationen: Lisa ZeiĂ&#x;ler, Fotos: Chesterfield Tourist Information Centre
Chesterfields kochen hauptsächlich englische sowie mediterrane Gerichte, aber auch die in GroĂ&#x;britannien so beliebte indische und asiatische KĂźche hat unter den insgesamt 39 Speise-Lokalitäten der Stadt ihren Platz. Wem das nicht schmecken sollte, der findet natĂźrlich auch zwei McDo’s ‌
ANZEIGE
Historisch: das „John Varley“ Schmalboot auf dem Chesterfield-Kanal testen Sohn, George Stephenson, dem Erfinder der Eisenbahn. Das heutige Chesterfield, dessen untrĂźgliches Wahrzeichen immer noch der schiefe Turm der Kirche St. Mary and All Saints ist – Erklärungen fĂźr dieses Phänomen rangieren zwischen Mythologie und Aberglauben – besitzt zwar nach wie vor seinen traditionellen Markt mit den weithin bekannten bunten Schirmen, es hat sich infrastrukturell allerdings vom Kohleabbau und der Schwermaschinenindustrie auf Unternehmen der New Technology und den Dienstleistungssektor orientiert. Die HĂźgel-, Heide- und Waldlandschaften des Peak Districts machen Chesterfield zu einem idealen Ausgangspunkt fĂźr sportliche Aktivitäten wie Wandern, Klettern und Drachenfliegen. Aber auch HĂśhlenbesichtigungen der nahe gelegenen
Herrenhäuser mit wunderschĂśnen Garten- und Parkanlagen, die einen authentischen Eindruck der einstigen Lebenswelt des englischen Adels vermitteln. Die Abendgestaltung in Chesterfield ist variabel; neben dem Escapade, einer Art GroĂ&#x;raumdisco mit vier Clubs und dem Ăźblichen „VergnĂźgungsprogramm“, gibt es noch das Rock Shots, einem Ă„quivalent zum guten alten Darmstädter Eledil vielleicht, sowie das Mojo und The Beach, zwei 70s/80s Bars. Ein der „Krone“ ähnliches Etablissement, The Green Room, schloss bereits März 2008. Die einzig richtige „Disse“ ist eigentlich das Livingstones. Hier gehen die JĂźngeren und die Studenten steil, vielseitiges Programm wird geboten und das optisch interessante an diesem Club ist die Tatsache, dass er in einer „ausrangierten“ Kirche unter-
Und wo wollen Sie hin?
26_LITERARISCH
LITERARISCH_ 27
Um „Frauen.Männer.Tage.Nächte“ geht es am Montag, dem 2. November. Dann liest ab 20.30 Uhr die Darmstädter Autorin Antje Herden aus ihrem neuen, gleichnamigen Kurzgeschichtenband vor. In der „LeseLounge“ der Centralstation darf dazu auch noch gechillt werden, denn niemand Geringeres als die „2damenohnenamen“ sorgen für die musikalische Begleitung.
03. November
Sein Name ist Matthias Kleinert, der Mann ist Mitglied des Schauspielensemble am Staatstheater und präsentiert dort im Rahmen der Hörbar am Dienstag, dem 3. November, ab 17 Uhr eine persönliche Auswahl aus dem umfangreichen Werk Theodor Fontanes.
05. November
Eine weitere Neuerscheinung stellt am Donnerstag, dem 5. November, ab 20 Uhr Natascha Wodin im KellerKlub im Schloss vor. In dem Roman „Nachtgeschwister“ setzt sie sich mit ihrer Ehe mit Wolfgang Hilbig auseinander.
„Das letzte Kapitel“ wird am Sonntag, dem 15. November, von Horst Schäfer im Keller-Klub im Schloss aufgeschlagen. Ab 11.30 Uhr führt der meist beschäftigte Rezitator der Stadt an diesem „Literarischen Frühstück“ Texte zum Tod vom Barock bis heute auf.
16. November
Jazz ist anders. Jedes Mal. Literatur auch, und genau deswegen passen beide so gut zusammen. So gut, dass am Montag, dem 16. November, Wolfram Knauer im Literaturhaus die Lyrik des Jazz vorstellt. Mit Heinz Sauer und Bob Degen begleiten ihn dabei zwei ausgewiesene Experten der musikalischen Sprache, die politisch, erotisch und immer auch etwas skurril sein kann. Der eigentümliche Vortrag unter dem Motto „You have to tell a story“ beginnt um 20 Uhr.
20. November
Das mit der Absprache üben die Darmstädter Veranstalter vielleicht und hoffentlich noch. Denn am Freitag, dem 20. November, muss man sich zwischen gleich vier interessanten Literatur-Angeboten entscheiden.
W
R
M U
K JL V
S
Y
I HZ
Q
E G D A B
C
02. November
15. November
Ein, wenn nicht DER Höhepunkt des Monats folgt dann am Montag, den 30. November, um 20 Uhr: Wenn Cees Nooteboom in das Literaturhaus kommt, soll dem Publikum ein besonderer Abend geboten werden. Der Abschiedsabend für die langjährigen, formidablen Programmgestalter Andreas Müller und Rainer Wieczorek wird mit einem Auftritt der Darmstädter Jazz-Stars Jürgen Wuchner und Uli Partheil ausklingen. (Egon Alter)
X
Den spätherbstlichen Reigen eröffnet am Sonntag, dem 1. November, der Schauspiel-Star und „Bekennende Heiner“ Sebastian Koch. In einer Neuverfilmung des ZDF verkörpert er Wolf Larsen, bekannter auch als „Der Seewolf“. Kurz vor der Fernsehpremiere liest er ab 18 Uhr im Kleinen Haus des Staatstheaters aus dem Abenteuerroman von Jack London vor.
30. November
20. November, die Vierte: „50 Jahre Backstage“ feiert der Konzertveranstalter Fritz Rau in diesem Jahr. Im Jagdhofkeller darf ihm im Rahmen einer Lesung ab 20.30 Uhr aus seiner Autobiografie gratuliert werden. Es versteht sich von selbst, dass auch dieser Event nicht ohne Livemusik auskommt. Aufspielen wird der Gitarrist Dr. Jürgen Schwab.
F
Friedrich Schiller zum Ersten: Die Kammerspiele des Staatstheaters laden zu seinem 250. Geburtstag ein. Der Balladenabend unter dem Motto: „Was wolltest du mit dem Dolche sprich!“ findet am Dienstag, dem 10. November, ab 20 Uhr statt.
10. November
Im Großen Haus des Staatstheaters geht es ebenfalls parallel, ab 20 Uhr, nicht minder bildungsbeflissen zu: Ben Becker liest aus „Der ewige Brunnen“, die Gedichtsammlung für jeden Haushalt. Als solche stellt sie schon einen Kanon dar, hier und heute wird eine persönliche Auswahl der fünfzig besten Gedichte performt und musikalisch untermalt.
Y
J
O
T B
01. November
Neues gibt es sicherlich auch wieder aus dem Darmverlag bei seinem Poetry Slam ohne Slam. Am Freitag, dem 6. November, um 20 Uhr begrüßen Nesh Vonk, Axel Röthemeyer und ihre kongenialen Mitstreiter alle Neiugierigen zur hauseigenen Lesebühne „Lesen macht schön“ im Kukicha (Mauerstraße 4).
Noch einmal eine Reise in die Vergangenheit gibt es am Dienstag, den 24. November zu erleben. Im Staatstheater liest ab 17 Uhr Aart Veder aus den Werken des zutiefst sympathischen Antiromantikers Heinrich Heine.
P
06. November
24. November
O
November – das klingt schon so negativ. Da will man nicht rausgehen. Und während sich die Schriftsteller zuhause von den Strapazen der Buchmesse erholen und der Einzel-, Zwischen- und Großhandel das Weihnachtsgeschäft vorbereitet, ist die Zeit der Rezitatoren angebrochen, die die toten Dichter vortragend und vorlesend vor dem Vergessen bewahren. Immer häufiger soll die dazu aufgespielte Musik gegen den aufkeimenden Miesepeter helfen.
Friedrich Schiller zum Zweiten: Am selben Abend um 20 Uhr zeigt im Gewächshaus der Orangerie Lutz Görner, Deutschlands meist beschäftigter Rezitator, wie lebendig der Klassiker heute immer noch ist.
B
A
Der November im literarischen Darmstadt
K
Koch, Görner, Becker, Rau, Noteboom
Soll es der raue Alltag der Jugend im post-sozialistischen Polen sein, der von Dorota Maslowska so realistisch wie zynisch beschrieben wird? Würde sie in Deutschland schreiben, wäre die 25-Jährige wohl trotzdem kein so genanntes „Fräulein Wunder“ davon kündet schon die titelgebende Frage des Abends in der Centralstation: „Block, Blog, Underdog?“. Im Anschluss an die um 19.30 Uhr beginnende Lesung führt ihr Übersetzer Dr. Olaf Kühl ein Gespräch mit der Autorin.
ANZEIGE
28_DRAMATISCH
DRAMATISCH_ 29
Der charmante Spielort, das Hoffart-Theater , ist Ăźbrigens dringend renovierungsbedĂźrftig. Das kleine Theater, das mehreren Ensembles und Veranstaltungsreihen eine BĂźhne bietet, sucht hierfĂźr ideelle und finanzielle Beteiligung. Wer sich fĂźr ein StĂźck gewachsener Alternativ-Kultur in Darmstadt engagieren will, kann sich unter www.hoffart-theater.de Ăźber den Stand der Dinge informieren.
Leben und sterben lassen Auf Darmstädter Bßhnen im November Der anstehende Winter befÜrdert den Wunsch nach beheizter Freizeitgestaltung, und so haben die Theater in der kalten Jahreszeit Hochsaison. Alle Darmstädter Bßhnen laufen auf Hochtouren und präsentieren neue Produktionen fßr das Winterhalbjahr.
Und auch das Weihnachtsmärchen darf dieses Jahr nicht fehlen! Es feiert in Form eines „Kindermusicals fĂźr alle ab fĂźnf Jahren“ Premiere im GroĂ&#x;en Haus am Mittwoch, dem 25. November um 9.30 und 11.30 Uhr, heisst „Der Lebkuchenmann“ und wurde 1976 von David Wood als antiautoritäres Abenteuer erdacht. Viel Musik, eine bunte BĂźhne, ein spielfreudiges Ensemble und ein sehr lebendiges Publikum machen das StĂźck auch fĂźr Erwachsene sehenswert. Die beiden letzten November-Premieren steuern Gastensembles bei: ebenfalls am Mittwoch, dem 25. November, das Theaterlabor Darmstadt mit der Premiere von „Sterben Ăźbenâ€Śâ€œ in den Kammerspielen um 20 Uhr, und am nächsten Abend – um 19.30 Uhr im GroĂ&#x;en Haus – das Staatstheater Wiesbaden mit der weihnachtlichen TanzkomĂśdie „Merry Christmas?“ mit Musik von Tschaikowski bis Bing Crosby. Den kompletten Spielplan mit weiteren HĂśhepunkten, Gastauftritten und Foyer-Aktionen gibt es unter www.staatstheaterdarmstadt.de.
Unter www.theatermollerhaus.de erfährt man alles Wissenswerte Ăźber das bunte November-Programm der Freien Szene Darmstadt . Ein Festprogramm zum 15. BĂźhnenjubiläum der „Stromer“, die „Nacht der Zauberer“, erotische Geschichten der „Theatermacher e.V.“ und vieles mehr.
„Du siehst Gespenster“ im Theater Mollerhaus Die Zusammenarbeit des Theaterlabor Darmstadt mit dem Staatstheater und der Akademie 55 Plus brachte bereits das erfolgreiche StĂźck „Heimat Fremde Heimat“ auf die BĂźhne der Kammerspiele . 15- und 75jährige spielen zusammen bei der Wiederaufnahme dieser Inszenierung von Max Augenfeld und Nadja Soukoup am Sonntag, dem 15. November, um 16 Uhr, wieder in den Kammerspielen. Die gleiche Kooperation steht hinter der Premiere von „Sterben Ăźbenâ€Śâ€œ (siehe oben), einem „StĂźck Ăźber das Leben“, dessen Darsteller mit Ihren realen Biografien im Mittelpunkt stehen. Weitere Termine sowie Informationen zu der sehenswerten Theaterlabor-Produktion „Du siehst Gespenster“ im Mollerhaus unter www.theaterlabordarmstadt.de.
TUD-Schauspielstudio zeigt: „Einer flog Ăźber ...“ „Einer flog Ăźber das Kuckucksnest“, ein Schauspiel von Dale Wassermann nach dem Roman des HippieAvantgardisten Ken Kesey, wird vom TUD-Schauspielstudio ab Freitag, dem 30. Oktober, aufgefĂźhrt. Am Samstag, dem 7. November, um 20 Uhr und an sechs weiteren November-Terminen im KĂśhler-Saal im alten TU-Hauptgebäude, HochschulstraĂ&#x;e 1. Mehr unter www.tud-schauspielstudio.de.
SchlieĂ&#x;lich sei noch auf eine Premiere im T.A.P. hingewiesen. Das neue KinderstĂźck „Das Sams – Eine Woche voller Samstage“ ergänzt den umfangreichen Spielplan bereits ab Samstag, dem 31. Oktober, um 15.30 Uhr. Alle Informationen sowie Reservierungen fĂźr die neue BoulevardkomĂśdie „Seitensprung fĂźr Zwei“ unter www.die-komoedie-tap.de. (Tilmann Schneider)
ANZEIGE
Die Neue BĂźhne feiert die Premiere ihres neuen Schauspiels in ihrem Theater in Arheilgen. „Genosse Don Camillo“ ist hier bereits die dritte Adaption einer der beliebten parabelhaften VolkskomĂśdien des Italieners Giovanni Guareschi und wird mit kulinarischer Begleitung aus „Mariettas italienischer KĂźche“ zum ersten Mal am Samstag, dem 7. November, um 20 Uhr gezeigt. Alle Termine sowie das Adventsprogramm mit GlĂźhwein und Gebäck unter www.neue-buehne.de. Das Hoffart-Theater zeigt am Freitag, dem 13. November, eine Premiere des Jugendtheater Hopjes: „A long way down“, frei nach Nick Hornbys dramatischer KomĂśdie Ăźber die zufällige Begegnung von fĂźnf designierten SelbstmĂśrdern auf dem Dach eines Hochhauses am Silvesterabend. Um 20 Uhr im Hinterhof der LauteschlägerstraĂ&#x;e 28. Reservierungen und Infos unter www.hopjes.de.
'3&*&4 "6'45&--&/ /"$) 0 +"$0#4&/
§(IV 7MRR HIW 0IFIRW MWX HEW 0IFIR ^Y PMIFIR ¨
#FOKBNJO 'SBOLMJO
0C JO 'BNJMJF 1BSUOFSTDIBGU #FSVG PEFS BOEFSFO #F[JFIVOHFO 8JS BMMF MFCFO NJU BOEFSFO .FOTDIFO JO 4ZTUFNFO VOE TJOE BVG LPNQMFYF "SU NJUFJOBOEFS WFSOFU[U 'SFJFT "VGTUFMMFO OBDI 0 +BDPCTFO JTU FJOF FYQFSJNFOUFMMF .FUIPEF VN [XJTDIFO NFOTDIMJDIF ,POGMJLUF [V EVSDIMFVDIUFO 1FSTQFLUJWFO [V FOUXJDLFMO VOE EBEVSDI NFIS (MFJDIHFXJDIU JN FJHFOFO -FCFO [V GJOEFO Fotos: Veranstalter
Im Staatstheater sind gleich sechs Premieren zu besuchen. Den Anfang macht das Tanztheater am Freitag, dem 6. November, um 19.30 Uhr im Kleinen Haus mit einer UrauffĂźhrung: Ballettchefin Mei Hong Lin präsentiert ihr TanzstĂźck „Schwanengesang“, zu dem Michael Erhard die Musik komponiert hat. Das Thema nach einem Roman von 1892 ist ein Klassiker der Abteilung „tragische Leidenschaft“, ab 19 Uhr wird es auf der Rangebene im Foyer des Kleinen Hauses eine EinfĂźhrung zur Entstehungsgeschichte geben. Am folgenden Samstag, dem 7. November, gleich die nächste UrauffĂźhrung: Kurt Drawerts Schauspiel „Das Gegenteil von gar nichts“ in der Inszenierung von Hermann Schein. Heinz Kloss, Aart Veder, Sonja Mustoff und Klaus Ziemann spielen vier Wende-Verlierer in ideologischer Obdachlosigkeit. In dieser Besetzung konzentrieren sich rund 100 Jahre BĂźhnenerfahrung! Um 20 Uhr in den Kammerspielen. Es folgt das Musiktheater am Samstag, dem 14. November, mit der Premiere von Johann StrauĂ&#x;s Operette „Die Fledermaus“. Drei Akte Wiener Lebenslust, ab 19.30 Uhr im GroĂ&#x;en Haus.
Das gilt auch fßr das Repertoire der ebenfalls hier spielenden Compagnie SchattenvÜgel , deren NovemberSpielplan umständehalber erst kurzfristig bekannt gegeben werden kann: www.compagnie-schattenvoegel.de.
Und auch die Bessunger Knabenschule zeigt mal wieder Theater: „Die sieben Tage des Simon Labrosse“ schildert den Versuch eines Einzelnen, die Arbeitslosigkeit mit neuen Dienstleistungsberufen wie „Satzbeender“, „Ego-Schmeichler“ oder „Sorgenträger“ zu beenden. Das Scheitern des idealistischen Individuums am gesellschaftlichen Selbstbetrug wird in der Inszenierung des Chawwerusch-Theaters am Freitag, dem 13. November, um 20 Uhr in der Halle der Knabenschule aufgefĂźhrt. Am selben Ort präsentieren die Kinder der Ballettschule Tanz-Raum den „Karneval der Tiere“. Das TanzstĂźck fĂźr Kinder ab 3 Jahren ist am Samstag, dem 14. und Sonntag, dem 15. November, jeweils um 16 Uhr zu sehen. Informationen zu den KĂźnstlern unter www.knabenschule.de.
*OGPT CFJ "TUSJE 8JDINBOO )1 1TZDIPUIFSBQJF "TUSPMPHJF VOUFS PEFS XXX BTUSPXJ EF 8BOO /PW 6IS /PW 6IS %F[ 6IS +BO 6IS 8P )FJMQSBYJT 8BDLFSGBCSJL . IMUBM
.FIS *OGPT XXX BTUSPXJ EF
ÜBERSICHTLICH_ 31
KALENDER NOVEMBER 2009 Sonntag, 01.11.2009 Konzert: Glass Onion (Beatles-Cover) Geister-Fest Familientag (Halloween) Live: Vdelli (European Autumn Tour 2009) Schwulen & Lesben Party Oarhelljer Kerb Kinder: Premiere: Die Schatzinsel Kinder: Der kleine Bär Nein-Nein Finissage Nedko Solakov mit Führung Finissage Nedko Solakov mit Führung Info: Stadtrundgang Darmstadt zum Kennen lernen Info: Öffentlicher Rundgang Museum Künstlerkolonie Info: Darmstädter Kultur & Kulinarik Lesung: Sebastian Koch liest Der Seewolf Aktion Theaterfoyer: Frühschoppen Info: Führung: Gesichtslos– die Malerei des Diffusen Theater: Seitensprung für Zwei Kinder: Das Sams - Eine Woche voller Samstage Musical: Rosenkinder Info: Öffentliche Führung: Gesichtslos (Ausstellung)
11:00 h 15:00 h 21:00 h 22:00 h 15:00 h 15:00 h 16:30 h 15:00 h 11:00 h 13:00 h 11:00 h 18:00 h 11:00 h 11:15 h 18:00 h 11:00 h 15:00 h 11:15 h
Staatstheater (Foyer) Burg Frankenstein House of Blues Schlosskeller Zum Goldnen Löwen, Arheilgen Theater Moller Haus Comedy Hall Museum Mathildenhöhe Museum Mathildenhöhe Darmstadt Shop, Luisenplatz Treffpunkt Museumskasse Museum Künstlerkolonie Staatstheater (Kleines Haus) Staatstheater (Foyer) Kunsthalle Darmstadt Tap - Die Komödie Tap - Die Komödie Gemeindehaus, Kiesstraße 17 Kunsthalle, Steubenplatz 1
> Seite 26
Montag, 02.11.2009 Film: Sein oder Nichtsein (USA 1942) Rock-, Dance- & Oldie-Monday Jam Session und Musikerstammtisch Antifa-Café (VolxKüche) + Filme oder Vorträge Oarhelljer Kerb Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Lesung: LeseLounge: Buch-Release mit Antje Herden Kinder: Die Schatzinsel Kinder: Die Schatzinsel Theater: Klamms Krieg Film: Aktion Theaterfoyer: Cinemafoyer Konzert: Darmstädter Musikpreis 2009
20:00 h 20:00 h 20:30 h 19:00 h 20:30 h 20:30 h 09:00 h 11:00 h 20:00 h 20:00 h 19:00 h
Staatstheater (Foyer) Steinbruch-Theater, Mühltal House of Blues Oetinger Villa Zum Goldnen Löwen, Arheilgen Comedy Hall Centralstation Theater Moller Haus Theater Moller Haus Staatstheater Staatstheater (Foyer) Centralstation
> Seite 26
Dienstag, 03.11.2009 Konzert: The Hang All Stars Kulturhäppchen Film: C’est la vie (OmU) Kneipenabend - Vinyl: Michi Marquardt (Indie/Rock) Karaoke Oarhelljer Kerb Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Kinder: Die Schatzinsel Kinder: Die Schatzinsel Lesung: Hörbar - Matthias Kleinert liest Theodor Fontane Lesung: Mirjam Pressler liest aus ihrem neuen Buch
20:00 h 20:30 h 20:00 h 21:00 h 20:30 h 20:30 h 09:00 h 11:00 h 17:00 h 20:00 h
Centralstation (Saal) Schlosskeller Audimax, TU 603qm House of Blues Zum Goldnen Löwen, Arheilgen Comedy Hall Theater Moller Haus Theater Moller Haus Staatstheater (Kammerspiele) Jüdische Gemeinde
20:00 h 21:30 h 21:15 h 21:00 h 21:00 h 20:30 h 11:00 h
Centralstation (Saal) Bessunger Knabenschule (Keller) Oetinger Villa 327qm Stella Comedy Hall Theater Moller Haus
Mittwoch, 04.11.2009 Konzert: Lira (Soul) Frischzelle: Popstickle (Berlin) Singer-Songwriter: Tickley Feather + Lisa Freieck Erasmus Party Studilicious (Studentenparty) Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Jugend: Du siehst Gespenster
> Seite 26
32_ÜBERSICHTLICH
Theater: Das Gegenteil von gar nichts (Offene Probe) Theater: Seitensprung für Zwei Lesung: Zentrum junge Literatur - Lesebühne
ÜBERSICHTLICH_33
20:00 h 20:15 h 20:00 h
Staatstheater (Kammerspiele) Tap - Die Komödie Literaturhaus, Kasinostr. 3
Donnerstag, 05.11.2009 Sporthalle auf 603qm - Die Sportlerparty Unisport-Start Up - Sporthalle auf 603qm JazzToday: Michael Wollny feat. Tamar Halperin Casamusic live mit DJ Mauro Rudy Rotta (CD-Release-Konzert Blue Inside) Basement Grooves mit Kiki Plattenleger Film: Die Feuerzangenbowle Jam-A-Coustic: La Crizze Tischfussballturnier KroneDyP IndieClub mit DJ Kai Rock Classics mit DJ Morby One Man - One Show: Rock & Pop mit DJ Daniel Open Mini-Stage Unplugged Jam Session Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Jugend: Du siehst Gespenster Lesung: Literarischer Abend mit Natascha Wodin Gemelli de Filippis Info: Theaterführung Theater: Seitensprung für Zwei Lesung: Literarischer Abend mit Natascha Wodin Info: Multivisionsshow: Planet der Wälder
22:00 h 15:00 h 20:00 h 20:30 h 21:00 h 22:00 h 20:00 h 20:00 h 20:00 h 21:30 h 21:00 h 21:30 h 20:30 h 11:00 h 20:00 h 20:30 h 18:00 h 20:15 h 20:00 h 20:00 h
603qm 603qm Centralstation (Saal) Warmup Lounge, Stadtkirchplatz House of Blues Schlosskeller Audimax, TU Roßdörfer Biergarten Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Disco) Bruchtal Steinbruch-Theater, Mühltal Roots, Erbacher Str. 2 Comedy Hall Theater Moller Haus Keller-Klub im Schloss Theater Moller Haus Staatstheater Tap - Die Komödie Keller-Klub im Schloss TU, Hörsaal 226
> Seite 05 > Seite 05
22:00 h 20:00 h
Bessunger Knabenschule (Keller) Burg Frankenstein
ANZEIGE
verborgen : gesehen Bilder gesellschaftlichen Wandels 6
31.10.2009 – 31.01.2010 Galerie der Schader-Stiftung Eine Kooperation der Schader-Stiftung und des Hessischen Landesmuseums Darmstadt www.galerie.schader-stiftung.de www.hlmd.de
22:00 h 20:30 h 21:00 h 22:00 h 20:00 h 20:30 h 20:00 h 22:00 h 21:30 h 22:00 h 21:00 h 23:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 20:30 h 20:30 h 19:30 h 20:00 h 20:15 h 20:15 h
Goldene Krone (Disco) Jagdhofkeller House of Blues Centralstation (Halle) 603qm Jazzinstitut Musikclub Rabe Schlosskeller An Sibin Level 6 Neutral Goldene Krone (Saal) Goldene Krone (Kneipe)) Oetinger Villa Das Waben (Club) Crystal Club HalbNeun Theater Theater Moller Haus Staatstheater (Kleines Haus) Staatstheater (Kammerspiele) Tap - Die Komödie Kukicha, Mauerstr. 4
> Seite 05 > Seite 05 > Seite 05
> Seite 26
Samstag, 07.11.2009 > Seite 26
Freitag, 06.11.2009 Into The Lion’s Den (Reggae/Dancehall Party) Geister-Fest (Halloween)
Groove Box (Minimal-Party) Live: Focus on Jazz Konzert: Finest Fools (Blues, Rock & Country) The Big Beat III (BigBeatIndieElektroRap) Juhu, endlich! - Das Knertz Festival Live: Uli Partheils Playtime + Peter Lehmann Flower Power-Night mit DJ Chappi Welcomedia- Erstsemesterparty (FB Media) Live: Neronia (Prog-Rock, Darmstadt) 1. Latin House Night Balkan Night Live: Faith & The Muse + Scary Bitches + DJs Live: The Smoking Mojo Filters Punk: Freibeuer Ag + Frontex + Mitgift + Bierwut The Real Stuff: DJ Peter Gräber Konzert: Blackstreet Comedy: Simone Fleck: Fluch der Falten Gemelli de Filippis Tanz: Schwanengesang (Premiere) Theater: Welche Droge passt zu mir? Theater: Seitensprung für Zwei Lesung: Lesen Macht Schön (Offene Lesebühne)
5 Jahre Turbojugend Darmstadt Party Geister-Fest mit Feuerwerk (Halloween) Konzert: Starving Weirdos + Nudge + Kolter Chrome!: Dubstep mit Walsh (UK) + Supports Jazz-Gitarren-Konzert: MGT Konzert: Grada (Irish Folk) Mellow Weekend: Everybody Dance Now Al Cee’s Bluesnight mit Three Cool Cats Live: Clapt’n Blaubär (Tribute to Eric Clapton) Orbital Jazz Club mit DJ Kemal 5. Aprés Ski Party 2009 Martinsmarkt-Aftershow Party - Trash 4.0 Tanzsalon Ü30 (mit Peanuts Saisoneröffnungsfeier) Konzert: Mystery Train + Support: Soundpack Ü40-Party mit DJ Jörg 90er Glücksradparty Big City Beats Tec: Yes, We Are Crazy Konzert: Ray Barracks Konzert: Funkhaus Rockt das Waben: Welcome to A. Lee’s House Live: Orhan Ölmez (Türkei) Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Kinder: Samstags-Vorlesen Kinder: Rabenkinder Theater: Premiere: Genosse Don Camillo Show: Iris Stromberger: Wer schmeisst denn da mit Lehm Kinder: LegoLounge Show: Theater Rainer Bauer - 27. Mollerkoller Info: Rundgang August-Euler-Flugplatz Konzert: Tony Mourtzis und das Orfeo Greco Ensemble Theater: Das Gegenteil von gar nichts (Premiere) Kinder: Samstagsmaler Theater: Seitensprung für Zwei Kinder: Das Sams - Eine Woche voller Samstage Theater: Einer flog über das Kuckucksnest
21:00 h 19:00 h 21:15 h 22:00 h 19:30 h 20:30 h 21:00 h 20:30 h 21:30 h 22:00 h 21:00 h 21:30 h 20:00 h 20:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 20:30 h 11:00 h 15:00 h 20:30 h 11:00 h 20:30 h 15:00 h 20:00 h 20:00 h 20:15 h 15:30 h 20:00 h
Goldene Krone (Disco) Burg Frankenstein Oetinger Villa 603qm Centralstation (Saal) Jagdhofkeller Centralstation (Halle) Achteckiges Haus, Mauerstr. 17 An Sibin Hillstreet Club Bürgerzentrum, Nieder-Ramstadt Kronekeller, Dieburg Linie Neun, Griesheim Bessunger Knabenschule (Halle) Musikclub Rabe Schlosskeller Level 6 Goldene Krone (Saal) Goldene Krone (Kneipe) Das Waben (Club) Crystal Club Comedy Hall Stadtbibliothek Darmstadt Theater Moller Haus Neue Bühne HalbNeun Theater Centralstation Theater Moller Haus Griesheim,Flughafenstr.19 Jagdschloss Kranichstein Staatstheater (Kammerspiele) Kunsthalle Darmstadt Tap - Die Komödie Tap - Die Komödie TUD-Schauspielstudio
> Seite 06
> Seite 06
34_ÜBERSICHTLICH
ÜBERSICHTLICH_35
Sonntag, 08.11.2009 Geister-Fest Familientag mit Feuerwerk A-Cappella-Konzert: Wise Guys Afro Tanzfest mit Live-Musik Kinder: Der kleine Bär Nein-Nein Kinder: Rabenkinder Konzert: 3. Kammerkonzert Info: Auf den Spuren der Stadtmauer- vom Hinkelsturm ins Darmstadtium Comedy: Hans-Hermann Thielke: Jetzt oder nie! Konzert: Soli fan tutti Info: Neue Darmstädter Gespräche Theater: Seitensprung für Zwei Verkaufsoffener Sonntag Kinder: Das Sams - Eine Woche voller Samstage Theater: Einer flog über das Kuckucksnest
15:00 h 20:00 h 15:00 h 15:00 h 15:00 h 17:00 h 11:00 h 19:30 h 11:00 h 11:00 h 18:00 h 13:00 h 11:00 h 20:00 h
Burg Frankenstein Darmstadtium Bessunger Knabenschule (Halle) Comedy Hall Theater Moller Haus Schloss Darmstadt Stadtmauer Darmstadt HalbNeun Theater Staatstheater (Foyer) Staatstheater (Kleines Haus) Tap - Die Komödie Innenstadt Darmstadt Tap - Die Komödie TUD-Schauspielstudio
20:00 h 20:30 h 19:00 h 20:30 h
Steinbruch-Theater, Mühltal tal House of Blues Oetinger Villa Comedy Hall
21:00 h 20:00 h 21:00 h 20:30 h 20:30 h 11:00 h 20:00 h 19:30 h 20:00 h
Baobab, Wenckstraße 1 Audimax, TU 603qm House of Blues Comedy Hall Theater Moller Haus Centralstation Staatstheater (Kleines Haus) Staatstheater (Kammerspiele) Schlosskeller
21:00 h 21:00 h
603qm Stella
Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Jugend: Du siehst Gespenster Comedy: NightWash Club Konzert: Aktion Theaterfoyer: Musikalischer Nachmittag Theater: Seitensprung für Zwei
Basement Grooves mit DJ Leo vs. I.Bee Film: Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit Die Bühne: Rusted + Set a Seed (live) Tischfussballturnier KroneDyP IndieClub mit DJ Kai Rock Classics mit DJ Morby One Man - One Show: Rock & Pop mit DJ Daniel Open Mini-Stage Unplugged Jam Session Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Comedy: Das erste allgemeine Babenhäuser Pfarrerkabarett Jugend: Du siehst Gespenster Erotische Geschichten und Märchen über die Liebe Konzert: 2. Kammerkonzert Hermann-Kesten-Preis 2009 Verleihung Theater: Seitensprung für Zwei Theater: Einer flog über das Kuckucksnest
Dienstag, 10.11.2009 Roots & Tonic (Reggaelounge) Film: Ob ihr wollt oder nicht! Kneipenabend - Vinyl: Analog T (Techno, Minimal) Karaoke Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Jugend: Du siehst Gespenster Lesung: Steffen Möller: Viva Polonia - Als deutscher Gastarbeiter in Polen Tanz: Schwanengesang Lesung: Was wolltest du mit dem Dolche, sprich! Info: TUD Exportiert Vietnamese German University
> Seite 54
ANZEIGE
Fitnessstudio der TU auf dem Campus ohne Vertragsbindung
22:00 h 20:00 h 22:00 h 20:00 h 21:30 h 21:00 h 21:30 h 20:30 h 20:30 h 11:00 h 20:30 h 20:00 h 20:00 h 20:15 h 20:00 h
Schlosskeller Audimax, TU Level 6 Goldene Krone (Kneipe)) Goldene Krone (Disco) Bruchtal Steinbruch-Theater, Mühltal Roots, Erbacher Str. 2 Comedy Hall HalbNeun Theater Theater Moller Haus Theater Moller Haus Staatstheater (Kleines Haus) Staatstheater (Kammerspiele) Tap - Die Komödie TUD-Schauspielstudio
20:00 h 22:00 h 20:30 h 20:00 h 22:00 h 22:00 h 21:30 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 20:00 h
Centralstation (Saal) Hillstreet Club Jazzinstitut Musikclub Rabe Schlosskeller Goldene Krone (Rocky Bar) An Sibin Level 6 Linie Neun, Griesheim Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Saal) Goldene Krone (Disco) Oetinger Villa
Freitag, 13.11.2009
Mittwoch, 11.11.2009 Konzert: Die Goldenen Zitronen (Hamburg) Studilicious (Studentenparty)
Comedy Hall Theater Moller Haus Jagdhofkeller Staatstheater (Foyer) Tap - Die Komödie
Donnerstag, 12.11.2009
Montag, 09.11.2009 Rock-, Dance- & Oldie-Monday Jam Session und Musikerstammtisch Antifa-Café (VolxKüche) + Filme oder Vorträge Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen
20:30 h 11:00 h 20:00 h 16:00 h 20:15 h
Jazz-Konzert: International Skoda Allstar Band Fine Music For Middle-Aged People mit DJ Mowgli Live: Dieter Böck Acoustic Quartett Rock & Soul Classics mit DJ Jörg Elektroschule mit DontCanDJ 7. Hausfrauendisko mit D.JFK Live: Stone Immaculate (The Doors Tribute Band) Studentenliebe by Allmaxx mit Einzelkind + Kia Konzert: Blues Job Konzert: Krakeel (Indie Rock aus Darmstadt) Konzert: The You Better Stay At Home (What-Core) Maschinenpakt (Industrial, Electro, Ebm) Hardcore-Konzert: Grace + The Guilt Show + ...
> Seite 06
ANZEIGE
14,90* Euro/Monat
36_ÜBERSICHTLICH
20:15 h 20:00 h 20:00 h 20:00 h 20:00 h
Das Waben (Club) Crystal Club HalbNeun Theater Theater Moller Haus Pforte ESOC,Robert-Bosch-Str.5 HalbNeun Theater Staatstheater Neue Bühne Tap - Die Komödie Aula der FH, Dieburg Bessunger Knabenschule Musische Gruppe Auerbach TUD-Schauspielstudio
Sonntag, 15.11.2009 Schwulen & Lesben Party Kindersachenflohmarkt Kinder: Irgendwas fehlt immer Lesung: Literarisches Frühstück mit Horst Schäfer Kinder: Puppentheater- Das tapfere Schneiderlein Info: Tag der freien (pädagogischen) Träger Theater: Welche Droge passt zu mir? Theater: Heimat Fremde Heimat Lesung: Literarisches Frühstück mit Horst Schäfer Theater: Seitensprung für Zwei Kinder: Das Sams - Eine Woche voller Samstage Kinder: Der Karneval der Tiere
Samstag, 14.11.2009 10 Jahre ‘Das Kombinat - Shop in Shop Projekt’ Mellow Weekend: Rock & Pop Only mit DJ Flat Revo Konzert: Target (Jazz-Rock) Konzert: Hellcats (Rockabilly) Radaudisko & Live: Stern Fucking Zeit + Mini Roc Saturday Night Karaoke Special Muschi House Club mit Ida + Chico Klub: MyMy (Berlin) + Daniel Trabold Konzert: Shaqua Spirit unplugged 90er Soliparty für die Offene Initiative (OI) Rockt das Waben: Shamir Liberg Live: Rober Hatemo + DJ-Allstars Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Kinder: Samstags-Vorlesen Show: VorSich(t) Publikum! - Die Nacht der Zauberer Comedy: Uli Masuth - ein Mann packt ein ! Info: Dr. Mark Benecke: Mit Witz durch die Kriminalbiologie Oper: Die Fledermaus Theater: Faust Kinder: Samstagsmaler Theater: Genosse Don Camillo Info: Waldspirale Darmstadt - Rundgang um ein Kunstwerk Theater: Abendprogramm Seitensprung für Zwei Kinder: Das Sams - Eine Woche voller Samstage
21:00 h 21:00 h 21:00 h 21:30 h 22:00 h 21:30 h 22:00 h 23:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 20:30 h 11:00 h 20:30 h 20:30 h 19:30 h 19:30 h 19:30 h
15:00 h 20:15 h 15:30 h
Goldene Krone Centralstation (Halle) House of Blues Musikclub Rabe Schlosskeller An Sibin Level 6 603qm Linie Neun, Griesheim Oetinger Villa Das Waben (Club) Crystal Club Comedy Hall Stadtbibliothek Darmstadt Theater Moller Haus HalbNeun Theater Centralstation Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater (Kleines Haus) Kunsthalle Darmstadt Neue Bühne Waldspirale (nahe Bürgerpark) Tap - Die Komödie Tap - Die Komödie
> Seite 22
22:00 h 15:00 h 15:00 h 11:30 h 15:00 h 10:00 h 20:00 h 16:00 h 11:30 h 18:00 h 11:00 h 16:00 h
Schlosskeller Linie Neun, Griesheim Theater Moller Haus Keller-Klub im Schloss HalbNeun Theater Centralstation Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Kammerspiele) Keller-Klub im Schloss Tap - Die Komödie Tap - Die Komödie Bessunger Knabenschulee
21:00 h 22:00 h 21:30 h 20:00 h 20:30 h 19:00 h 20:30 h 20:00 h 09:00 h 11:00 h 11:00 h 20:00 h
Centralstation (Lounge) Schlosskeller An Sibin Steinbruch-Theater, Mühltal House of Blues Oetinger Villa Comedy Hall Literaturhaus, Kasinostraße 3 Theater Moller Haus Theater Moller Haus Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Kammerspiele)
20:30 h 20:30 h 20:00 h 21:00 h 20:30 h 20:30 h 19:30 h 11:00 h
Centralstation (Halle) Schlosskeller Audimax, TU 603qm House of Blues Comedy Hall Staatstheater (Kleines Haus) Staatstheater (Kammerspiele)
> Seite 26
Montag, 16.11.2009 RockLounge: Ease Up Ltd. Manic Monday Erasmus Party NewcomerNight: The Pharaohs Rock-, Dance- & Oldie-Monday Jam Session und Musikerstammtisch Antifa-Café (VolxKüche) + Filme oder Vorträge Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Lesung: Jazz-Lyrics-Abend - You have to tell a story Kinder: Irgendwas fehlt immer Kinder: Irgendwas fehlt immer Theater: Heimat Fremde Heimat Theater: Heimat Fremde Heimat
> Seite 26
Dienstag, 17.11.2009 Konzert: Curtis Stigers Kulturhäppchen Film: Gran Torino (OmU) Kneipenabend - Vinyl: Brückmann & Hickmann Karaoke Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Theater: Faust Theater: Heimat Fremde Heimat
ANZEIGE
15,– €
Bildkompetenz!
Gutschein!
Fotos auf Leinwand, Fotopapier, PLEXIGLAS®, Aluminium oder hinter Glas. Alles mit dem passenden Rahmen.
Neuwiesenweg 2 ⋅ 64293 Darmstadt ⋅ 0 61 51 / 2 79 60 00 w w w . p u b l i s h p a r t n e r . d e
FineArt Druck von Ihren Daten aus der Digitalkamera auf Hahnemühle Fine Art Paper (30 x 40cm), je
ANZEIGE
Aktion gültig bis 10. Dezember. Max. 5 Drucke je Gutschein.
22:00 h 22:00 h 20:30 h 20:30 h 16:30 h 20:30 h 15:30 h
Einfach mit Gutschein und Bilddaten bei uns vorbeikommen.
The Real Stuff: DJ Peter Gräber Live: Wayne Wonder (USA) + DJs Comedy: Wir wissen alles - Es nutzt leider nichts Theater: Enigma Info: Öffentlicher Rundgang ESOC Comedy: Wir wissen alles - Es nutzt leider nichts Info: Theaterführung für Familien Theater: Genosse Don Camillo Theater: Seitensprung für Zwei Comedy: Johann König - Total Bock auf Remmi Demmi Theater: Die sieben Tage des Simon Labrosse Lesung: Auslese (Lieblingstexte) Theater: Einer flog über das Kuckucksnest
ÜBERSICHTLICH_37
38_ÜBERSICHTLICH
Theater: Heimat Fremde Heimat Lesung: Leos Janácek - eine Biografie Comedy: Die Distel:Jenseits von Angela Comedy: Noch’n Gedicht - Der große Heinz Erhardt Abend
ÜBERSICHTLICH_39
20:00 h 20:00 h 20:30 h 20:15 h
Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Foyer) HalbNeun Theater Tap - Die Komödie
20:30 h 21:30 h 20:00 h 21:00 h 20:30 h 20:00 h 20:15 h 20:00 h
Centralstation (Halle) Bessunger Knabenschule (Keller) er) 218qm Stella Comedy Hall Jagdhofkeller Tap - Die Komödie TUD-Schauspielstudio
Mittwoch, 18.11.2009 Reggae-Konzert: Yellowman & The Sagittarius Band Frischzelle: Phongemeinschcaft (Club Elektro Jazz) Salon Paraiso (Salsa, Merengue, Bachata) Studilicious (Studentenparty) Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Comedy: Daphne de Luxe - Comedy in Hülle und Fülle Theater: Seitensprung für Zwei Theater: Einer flog über das Kuckucksnest
Donnerstag, 19.11.2009 Basement Grooves mit Boris Szech Stummfilm: Der General Die Bühne: Open Frame + Prologue (live) Tischfussballturnier KroneDyP IndieClub mit DJ Kai Rock Classics mit DJ Morby One Man - One Show: Rock & Pop mit DJ Daniel Open Mini-Stage Unplugged Jam Session Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Festakt II für stromer-Fans! Oper: Die Fledermaus Info: Theaterführung Kinder: Theaterspielplatz: Vier Jahreszeiten Theater: Seitensprung für Zwei ANZEIGE
22:00 h 20:00 h 21:00 h 20:00 h 21:30 h 21:00 h 21:30 h 20:30 h 20:30 h 19:30 h 18:00 h 16:00 h 20:15 h
Schlosskeller Audimax, TU Level 6 Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Disco) Bruchtal Steinbruch-Theater, Mühltal Roots, Erbacher Str. 2 Comedy Hall Theater Moller Haus Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater Staatstheater (Foyer) Tap - Die Komödie
Freitag, 20.11.2009 Konzert: Balu (Classic Rock) + Support: Menopause JazzTalk: Joe Viera Quartett Hippies Back In Town mit DJ Chappi Konzert: Fayvish (Berlin) The Fabolous Robert Cotton Band (Rhythm’n’Blues) The Disco Boys Decks and the City: Seb Rock + De La Groove Karoline soll leben (Benefiz-Festival) Konzert: D.Late (Rock, Funk & Soul) DJ Aron’s Trash Pop Party Konzert: Sunny Pain (Rock Covers) The Real Stuff: DJ Peter Gräber Lesung: Görner spricht Schiller Lesung: Buchvorstellung ‘50 Jahre Backstage’ Theater: Welche Droge passt zu mir? Lesung: Ben Becker: Der Ewige Brunnen Theater: Genosse Don Camillo Theater: Seitensprung für Zwei Lesung: Dorota Maslowska: Block, Blog, Underdog? Comedy: Ralf Schmitz - Schmitzophren Lesung: Dorian Grays Keller
20:30 h 20:30 h 20:00 h 22:00 h 21:30 h 22:00 h 22:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 20:00 h 20:30 h 20:00 h 20:30 h 20:15 h 19:30 h 20:00 h 17:00 h
Bessunger Knabenschule (Halle) Jazzinstitut Musikclub Rabe Schlosskeller An Sibin Centralstation (Halle) Level 6 603qm Linie Neun, Griesheim Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Kneipe) Das Waben (Club) Orangerie (Gewächshaus) Jagdhofkeller Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Großes Haus) Neue Bühne Tap - Die Komödie Centralstation Aula der FH, Dieburg Kleinsche Höfe, Hügelstr. 87
20:30 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 20:00 h 22:00 h
Jagdhofkeller Centralstation (Halle) Hillstreet Club House of Blues Musikclub Rabe Schlosskeller
> Seite 48
> Seite 27 > Seite 27
> Seite 27
Samstag, 21.11.2009 Konzert: The Tannahill Wheavers Mellow Weekend: Disco to House mit DJ Peter Gräber Cosmic Disco mit ‘Frequency Without Control’ Konzert: Ceos Agus Oel (Irish & Scotish Folk) Rock Oldie-Club mit DJ Klaus 4 Jahre Pussy Jungle (Drum ‘n’ Bass Party)
> Seite 07 ANZEIGE
40_ÜBERSICHTLICH
John B-Day and Good Bye Party Doppelhochzeit mit DJ Ufuk Offenbacher Kids: Chris Wood + Phunkrealism Discothek mit DJ Motor Ape (Schlachthof WI) Depeche Mode Party Wavetours Party 2009 Konzert: Sissi A. Creedence Revived Strictly British mit DJ Kai Hardcore-Konzert: Press Gang + Nihil Baxter + ... Live um den weissen Turm (Livemusik in 24 Kneipen) Live: Gülsen (Oriental House) + DJ-Allstars Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Kinder: Samstags-Vorlesen Comedy: Matthias Egersdörfer: Falten und Kleben Kinder: Rabenkinder Theater: Zwei alte Frauchen - Werkstattabend Konzert: Philharmonie Merck: Haydn 2009 Konzert: Philharmonie Merck: Haydn 2009 Info: Führung Mathildenhöhe Tanz: Schwanengesang Theater: Das Gegenteil von gar nichts Kinder: Samstagsmaler Theater: Genosse Don Camillo Theater: Seitensprung für Zwei Comedy: Atze Schröder - Revolution Kinder: Das Sams - Eine Woche voller Samstage Theater: Einer flog über das Kuckucksnest Lesung: Wenzel Storch (Multimedia-Lesung) Lesung: Dorian Grays Keller
ÜBERSICHTLICH_41
21:30 h 20:30 h 22:00 h 23:45 h 22:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h 20:30 h 11:00 h 20:30 h 15:00 h 20:30 h 20:00 h 16:30 h 15:00 h 19:30 h 20:00 h
20:15 h 20:00 h 15:30 h 20:00 h 20:15 h 17:00 h
An Sibin Coffea Bar Level 6 603qm Linie Neun, Griesheim Mensa TU-Lichtwiese Goldene Krone (Saal) Goldene Krone (Disco) Oetinger Villa Innenstadt Crystal Club Comedy Hall Stadtbibliothek Darmstadt HalbNeun Theater Theater Moller Haus Theater Moller Haus Centralstation Centralstation Museum Mathildenhöhe Staatstheater (Kleines Haus)) Staatstheater (Kammerspiele) e) Kunsthalle Darmstadt Neue Bühne Tap - Die Komödie Böllenfalltorhalle Tap - Die Komödie TUD-Schauspielstudio Hoffart Theater Kleinsche Höfe, Hügelstr. 87
Sonntag, 22.11.2009 Darmstadt-Cross (Crosslauf EM-Qualifikationen) Kindersachenflohmarkt Konzert: Samara Lubelski + Kuupuu + Inca Ore Kinder: Prinzessin Isabella Kinder: Rabenkinder Kinder: Theaterkiste: Clown Otsch und das Gespenst Info: Rundgang Wintersportort Ludwigshöhe Kinder: Hänsel und Gretel Aktion Theaterfoyer: Frühschoppen Theater: Seitensprung für Zwei Kinder: Der Räuber Hotzenplotz Konzert: Lux Aeterna - Visionen vom Licht Kunstmarkt der Neuen Darmstädter Sezession
12:00 h 15:00 h 21:00 h 15:00 h 11:00 h 15:00 h 11:00 h 16:00 h 11:00 h 18:00 h 11:00 h 19:00 h
Lichtwiese 603qm Oetinger Villa Theater Moller Haus Theater Moller Haus HalbNeun Theater Haltestelle Marienhospital Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater (Foyer) Tap - Die Komödie Tap - Die Komödie Stadtkirche Kunsthalle Darmstadt
Montag, 23.11.2009 Rock-, Dance- & Oldie-Monday Jam Session und Musikerstammtisch Antifa-Café (VolxKüche) + Filme oder Vorträge Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Kinder: Prinzessin Isabella Theater: Klamms Krieg Kunstmarkt der Neuen Darmstädter Sezession
20:00 h 20:30 h 19:00 h 20:30 h 11:00 h 20:00 h
Steinbruch-Theater, Mühltal House of Blues Oetinger Villa Comedy Hall Theater Moller Haus Staatstheater Kunsthalle Darmstadt
20:00 h 20:30 h 20:00 h 21:00 h 20:30 h
Centralstation (Saal) Schlosskeller Audimax, TU 603qm House of Blues
Dienstag, 24.11.2009 Konzert: Klaus Hoffmann Kulturhäppchen Film: Stilles Chaos Kneipenabend - Vinyl: Dastar (IDC Records) Karaoke
Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Jugend: Du siehst Gespenster Lesung: Aart Veder liest Heinrich Heine Kunstmarkt der Neuen Darmstädter Sezession
20:30 h 11:00 h 17:00 h
Comedy Hall Theater Moller Haus Staatstheater (Kammerspiele) Kunsthalle Darmstadt
21:00 h 21:00 h 21:00 h 20:30 h 11:00 h 09:30 h 11:30 h 20:00 h 19:30 h 20:15 h 20:00 h
218qm Oetinger Villa Stella Comedy Hall Theater Moller Haus Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Kleines Haus) Tap - Die Komödie Georg Moller-Haus Kunsthalle Darmstadt Kunsthalle Darmstadt
20:30 h 22:00 h 20:00 h 21:00 h 20:00 h 21:30 h 21:00 h 21:30 h 20:30 h 11:00 h 20:30 h
Centralstation (Halle) Schlosskeller Audimax, TU Level 6 Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Disco) Bruchtal Steinbruch-Theater, Mühltal hltal Roots, Erbacher Str. 2 Comedy Hall Theater Moller Haus Theater Moller Haus
19:30 h
Staatstheater (Kleines Haus)
20:00 h 19:30 h 20:15 h
Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Großes Haus) Tap - Die Komödie Kunsthalle Darmstadt Kunsthalle Darmstadt
21:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 20:30 h 20:00 h 21:30 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 20:30 h 16:30 h 20:30 h 19:30 h 20:00 h
Goldene Krone (Saal) House of Blues Centralstation Bessunger Knabenschule (Halle) Jazzinstitut Musikclub Rabe An Sibin Level 6 Linie Neun, Griesheim Oetinger Villa Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Kneipe)) Das Waben (Club) Theater Moller Haus Pforte ESOC,Robert-Bosch-Str.5 HalbNeun Theater Staatstheater (Kleines Haus) Staatstheater (Kammerspiele)
> Seite 27
> Seite 07
Mittwoch, 25.11.2009 Jam Session: Borelli Trio (Jazz, Bossa Nova) Konzert: Supershirt + Les Trucs + ... Studilicious (Studentenparty) Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Jugend: Du siehst Gespenster Kinder: Der Lebkuchenmann Kinder: Der Lebkuchenmann Theater: Sterben üben - Ein Stück über das Leben Theater: Der Hauptmann von Köpenick (Offene Probe) Theater: Seitensprung für Zwei Info: Humanismus Info: Tibetische Nonnen streuen ein Mandala Kunstmarkt der Neuen Darmstädter Sezession
Donnerstag, 26.11.2009
> Seite 07
Konzert: Itchy Poopzkid (Dead Serious Tour 2009) Basement Grooves mit Starpost (live) + Tapejam Film: Der fremde Sohn (OmU) Die Bühne: Leila & Friends Tischfussballturnier KroneDyP IndieClub mit DJ Kai Rock Classics mit DJ Morby One Man - One Show: Rock & Pop mit DJ Daniel Open Mini-Stage Unplugged Jam Session Show: Die Akte Schneewittchen - Ein kriminelles Märchen Jugend: Du siehst Gespenster Theater: Enigma Lesung: Katja Riemann und Arne Jansen: Friedensreich. Ein Doitschlandabend Theater: Das Gegenteil von gar nichts Tanz: Merry Christmas? Theater: Seitensprung für Zwei Info: Tibetische Nonnen streuen ein Mandala Kunstmarkt der Neuen Darmstädter Sezession
> Seite 08
Freitag, 27.11.2009 Live: Treske + Ethon Bill + Sisters K Konzert: Gelon (Rock) Dorian Gray - Party auf 2 Floors Konzert: Brunos Boogaloo Orchestra Bessunger Jam Session mit den Tuxedos Back in the 70s mit DJ Tom Konzert: The Kurts (Nirvana Tribute Band) Trance & Techno Classics Latin Dance Night (Salsa & Merengue) Konzert: Buddy And The Huddle + Messer Brüder Chemieunfall (Techno-Houseparty) Konzert: Last Orders Forever Young - Die Party ab 30 Theater: Enigma Info: Öffentlicher Rundgang ESOC Comedy: Maul & Clownseuche: Drei Männer braucht die Frau Theater: Faust Theater: Die Leiden des jungen Werther
> Seite 08
> Seite 09
42_ÜBERSICHTLICH
Theater: Genosse Don Camillo Theater: Seitensprung für Zwei Late-Night-Shopping Lesung: 3 Dichternacht Theater: Einer flog über das Kuckucksnest Info: Tibetische Nonnen streuen ein Mandala Kunstmarkt der Neuen Darmstädter Sezession
ÜBERSICHTLICH_43
20:15 h 20:00 h 20:00 h
Neue Bühne Tap - Die Komödie Innenstadt Darmstadt Schlosskeller TUD-Schauspielstudio Kunsthalle Darmstadt Kunsthalle Darmstadt
Samstag, 28.11.2009 Klub: Mr.Oizo (Paris) + Support Benefizkonzert für Menetekel e.V. CD-Releaseparty & Konzert: Candycream (Soul) A-Capella-Konzert: Vocaldente ‘Gold ‘n’ Delicious’ Mellow Weekend: Disco Club 80/90 Rumble in the Jungle mit DJ Nouki Depeche Mode Party Konzert: Fishbone (Trash Rock & Pop Cover) Die Tanzalternative mit DJ Capo 80er Party mit DJ WB 70er/80er Party Underground Radio 7 - Minimal & Techhouse Saturday Night Karaoke Special Live: Pistol Mob (SWE) + Tornado Stool Gang (DA) + Come As You Are - Alternative & Grunge Disco Konzert: Sternenallee (DeutschPop) Black To Oldschool 4 mit Shamir Liberg + DJ Macoon Live: Sinan Yilmaz (turkish) + DJ-Allstars Deutsche Meisterschaft Sportklettern 2009 Show: Aurora DeMeehl: Bagaasch ! Kinder: Samstags-Vorlesen Kinder: Rabenkinder
23:00 h 19:00 h 20:30 h 19:30 h 21:00 h 22:00 h 22:30 h 21:00 h 21:00 h 20:00 h 22:00 h 22:00 h 21:30 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 20:30 h 11:00 h 15:00 h
603qm Bessunger Knabenschule (Halle) Jagdhofkeller Centralstation (Saal) Centralstation (Halle) Hillstreet Club Goldene Krone (Saal) House of Blues Bessunger Knabenschule (Keller) Musikclub Rabe Schlosskeller Level 6 An Sibin Oetinger Villa Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Kneipe) Das Waben (Club) Crystal Club DAV Kletterzentrum Comedy Hall Stadtbibliothek Darmstadt Theater Moller Haus
> Seite 09 > Seite 09
Show: Clowns: Verliebte und Verrückte - Werkstattabend Comedy: Henni Nachtsheim Info: Adventlicher Stadtrundgang um den Weihnachtsmarkt Kinder: LegoLounge Läd Naid Sürpries Konzert: Aktion Theaterfoyer: Kammerkonzert Kinder: Samstagsmaler Theater: Genosse Don Camillo Theater: Seitensprung für Zwei Kinder: Wie Findus zu Pettersson kam Info: Tibetische Nonnen streuen ein Mandala Kunstmarkt der Neuen Darmstädter Sezession
20:30 h 20:30 h 17:00 h 11:00 h 23:00 h 15:30 h
20:15 h 15:30 h
Theater Moller Haus HalbNeun Theater er Darmstadt Shop,, Luisenplatz Centralstation Staatstheater (Kammerspiele) Kammerspiele) Staatstheater (Foyer) Foyer) Kunsthalle Darmstadt mstadt Neue Bühne Tap - Die Komödie Tap - Die Komödie Kunsthalle Darmstadt Kunsthalle Darmstadt
Sonntag, 29.11.2009
> Seite 09
Schwulen & Lesben Party 59. Darmstädter Fotobörse Deutsche Meisterschaft Sportklettern 2009 Tanz: Tanzpunkt Kinder: Rabenkinder Comedy: Henni Nachtsheim Kinder: Beate Lambert, Fredrik Vahle & Gruppe: Lieder und Geschichten zur Weihnachtszeit Kinder: Beate Lambert, Fredrik Vahle & Gruppe: Lieder und Geschichten zur Weihnachtszeit Konzert: Klavierkonzert im Schloss-Saal Kinder: Der Lebkuchenmann Theater: Welche Droge passt zu mir? Konzert: 3. Sinfoniekonzert Lesung: Zeit zum Staunen Theater: Seitensprung für Zwei Kinder: Lauras Stern
22:00 h 10:00 h 16:00 h 11:00 h 19:30 h
Schlosskeller Mensa TU-Lichtwiese DAV Kletterzentrum Theater Moller Haus Theater Moller Haus HalbNeun Theater
11:30 h
Centralstation
14:30 h
Centralstation
18:00 h 17:00 h 20:00 h 11:00 h 17:00 h 18:00 h 11:00 h
Jagdschloss Kranichstein Staatstheater (Großes Haus) Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Großes Haus) Neue Bühne Tap - Die Komödie Tap - Die Komödie
ANZEIGE
ANZEIGE
Kündigung – was nun? ... ... vielleicht zu Unrecht? In arbeitsrechtlichen oder zivilrechtlichen Angelegenheiten genügt ein Anruf: 06151-9955-0
KOLB, BLICKHAN
&
PARTNER
Fachanwälte für Arbeitsrecht
www.kolb-blickhan-partner.de
44_ĂœBERSICHTLICH
ĂœBERSICHTLICH_45
Kinder: Der Fee, die Fee und das Monster Info: Tibetische Nonnen streuen ein Mandala Kunstmarkt der Neuen Darmstädter Sezession
15:00 h
Linie Neun, Griesheim Kunsthalle Darmstadt Kunsthalle Darmstadt
20:00 h 20:30 h 19:00 h 20:30 h 20:00 h 20:00 h 11:00 h 20:00 h 09:00 h 11:00 h
Steinbruch-Theater, MĂźhltal House of Blues Oetinger Villa Comedy Hall Literaturhaus, Kasinostr. 3 Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (Kammerspiele) Staatstheater (GroĂ&#x;es Haus) Linie Neun, Griesheim Linie Neun, Griesheim Kunsthalle Darmstadt
Montag, 30.11.2009 Rock-, Dance- & Oldie-Monday Jam Session und Musikerstammtisch Antifa-CafÊ (VolxKßche) + Filme oder Vorträge Show: Siegfrieds Nibelungenentzßndung Lesung: Cees Nooteboom (mit Jazzausklang) Theater: Sterben ßben - Ein Stßck ßber das Leben Theater: Sterben ßben - Ein Stßck ßber das Leben Konzert: 3. Sinfoniekonzert Kinder: Der Fee, die Fee und das Monster Kinder: Der Fee, die Fee und das Monster Info: Tibetische Nonnen streuen ein Mandala
> Seite 27
Dieser Veranstaltungskalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit Alle Events, die bis zum 17. des Vormonats auf www.partyamt.de oder www.theateramt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im Stadtkulturmagazin P.
House of
!DRRTMFDQ )@FCGNEJDKKDQ !DRRTMFDQ 2SQ@Â?D #@QLRS@CS 3DK VVV I@FCGNEJDKKDQ BNL
Blues
-.5$,!$1
So. 01.11. VDELLI
(Australia) Power Blues-Rock
%.*42 .- ) 99
Do. 05.11. Rudy Rotta
&1 # 'NSSDRS -DV 3Q@CHSHNM@K
CD-Release Tour “Blue Inside�
Fr. 06.11. Finest Fools
(QHRG !@MC
Blues-Rock Cover
-(&'36 2' "+4!
Sa. 07.11. MR. TWAT
$HM ,NCDQ@SNQ TMC UHDQ VDHSDQD "NLDCH@MR
Comedy-Punk
Sa. 14.11. TARGET
# /'-$ #$ +47$
"NLDCX HM 'ĂŠKKD TMC %ĂŠKKD
) '1$ ! "*23 &$
%QHSY 1@T ADQHBGSDS @TR RDHMDL +DADM k &HS@QQDMADFKDHSTMF #Q )ĂŠQFDM 2BGV@A
3 -- '(++ 6$ 5$12
$HMD UNM 2BGNSSK@MCR ADRSDM SQ@CHSHNMDKKDM &QTOODM
" -#8"1$ , "# 1DKD@RDO@QSX
%TMJ TMC 2NTK LHS )@YY $HMj ĂŠRRDM
3HBJDSR ĂŠADQ VVV I@FCGNEJDKKDQ BNL NCDQ HL 3HBJDSRGNO +THRDMBDMSDQ 3DK NCDQ @KKDM ADJ@MMSDM 5NQUDQJ@TERRSDKKDM
Jazz-Rock and more
Fr. 20.11. Polytune Electro-Pop
Sa. 21.11. Ceos agus Ól
irish & scottish folk music
Fr. 27.11. GeLoN
SCHLACHTHOF WIESBADEN MURNAUSTR.1 65189 WIESBADEN
04.11. THE RIFLES / JERSEY BUD 07.11. THE VIRGINS / THE SOSO GLOS 07.11. MUSIKEXPRESS M-KLUB MIT XTOPH 09.11. MISS LI / MICKE FROM SWEDEN 11.11. JULIETTE LEWIS 14.11. 49 MONATE BASTARD ROCKS MIT DJ DONNA SUMMER/ KRAUSE (LIVE) / CAPACOCHA (LIVE) 23.11. EARLY DAY MINERS / EAGLE AND TALON 24.11. THE CINEMATICS & SPECIAL GUEST: DIEGO 28.11. WILLIAM FITZSIMMONS / LAURA JANSEN 30.11. HOT WATER MUSIC / MUFF POTTER / ASHES OF POMPEII
Solo singer songwriter
Sa. 28.11. Fishbone Trash Rock & Pop Cover
Unser komplettes Programm ďŹ ndet ihr im Internet unter
schlachthof-wiesbaden.de
46 mm · 210 mm
ÜBERSIC ÜBERSICHTLICH_47
VERANSTALTUNGEN > auf 603qm
Out of Darmstadt Kultur in Rhein-Main-Neckar Wir schauen für Euch über die Stadtmauern. Hier werden erwähnenswerte und monatsaktuelle Veranstaltungen im Rhein-MainNeckar-Gebiet – Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen, Lesungen und so weiter – kurz und knackisch vorgestellt. Im November sind es:
Fr/06*11* KNERTZ FESTIVAL Fnessnej, Les Trucs, Filkoe, Plus, Lisa Freieck, Pumpernickle, We Rip Stockings, Ufo vs. Riesenwelle & Knertz-DJ-Team
Sa/07*11* DUBSTEP Walsh (London), Mike Romeo (FFM), Ridick B2B Rumble (OF), Phonk D (DA), Flexomat (DA)
Mi/11*11* DIE GOLDENEN ZITRONEN Live aus Hamburg
„Titanic – das Erstbeste aus 30 Jahren“ (Ausstellung) Qualitätssatire made in Frankfurt. Von Zonen-Gabys erster Banane über „Birne“ und Genschman bis zur erfolgreichen WM-Bestechung. Gelacht wird immer! (ct) Caricatura Museum, Frankfurt (Weckmarkt 17) noch bis 31. Januar 2010 Dienstag bis Sonntag 10 bis 18, Mittwoch 10 bis 21 Uhr, Montag geschlossen Tageskasse 5 Euro Harry Rowohlt (D) Der Schriftsteller, Kolumnist, Rezitator und Schauspieler liest und erläutert komische Gedichte. (gs) Mousonturm, Frankfurt Fr, 6. November / 20 Uhr Abendkasse 14 Euro
Sa/14*11* MYMY (Berghain/Berlin) Techno/House
Fr/20*11* KAROLINE-BENEFIZ P-MAGAZIN PRÄSENTIERT: Feiern für Karoline-Flohmarkt! mit Evie Wonder, Must Have A Pony, 47 Million Dollars, Kackophonia, Lisa Freieck, Mädness, The Dass Sägebett & Parole P-DJ-Team
Sa/28*11* MR. OIZO (PARIS) Support: Pee Masta Poo vs. DontCanDJ (DA)
> Mehr Infos auf: www.603qm.de 603qm, Alexanderstrasse 02, 64283 Darmstadt
Juliette Lewis (US) Schauspielerin, Musikerin, Frontfrau und vor allem Rockerin! Muss man live gesehen haben. (gs) Schlachthof, Wiesbaden Mi, 11. November / 19 Uhr Abendkasse 25 Euro
Left Lane Cruiser (US) Das Punk-Garage-Blues-Duo mit ihrem neuen Album auf „Alive Records“. (gs) Clubkeller, Frankfurt Mi, 18. November / 21 Uhr Abendkasse 8 Euro
Marit Larsen (NO) In Norwegen schon längst ein Popstern! Hierzulande gerade aufsteigend. (gs) Batschkapp, Frankfurt Do, 26. November / 20 Uhr Abendkasse 23 Euro
Portugal The Man (US) Progressive-Rock-Indie-Pop gepaart mit experimentellen Einflüssen. Großes neues Album! (gs) Batschkapp, Frankfurt Fr, 20. November / 19 Uhr Abendkasse 17 Euro
Billy Talent (CA) Mittlerweile wohl nur noch in großen Hallen anzutreffen. Na dann... (gs) Festhalle, Frankfurt Fr, 27. November / 18.30 Uhr Abendkasse 35 Euro Slayer (US) Slayer im Schlachthof. Passt ja wie die Faust aufs Auge! Abriss garantiert! (gs) Schlachthof, Wiesbaden So, 29. November / 19 Uhr Abendkasse 45 Euro
Clutch (US) / Kylesa (US) Stoner-Blues-Rock vs. StonerSludge-Rock. Es wird schwer. (gs) Nachtleben, Frankfurt Sa, 21. November / 20 Uhr Abendkasse 20 Euro Melanie Pain (FR) Marianne Dissard (FR/US) Die Frau am Mikro von Nouvelle Vague solo unterwegs. Französischer Pop! (gs) Das Bett, Frankfurt So, 22. November / 21 Uhr Abendkasse 20 Euro Friska Viljor (SE) Die beiden Schweden mixen Indie, Pop und Folk. Resultat: Klangerlebnis! (gs) Brotfabrik, Frankfurt Di, 24. November / 20 Uhr Abendkasse 16 Euro
Lyambiko & Band (D) Mit ihrem aktuellen Album „Saffronia“ erweist sie der Jazz-Ikone Nina Simone ihre Referenz. (gs) Colos Saal, Aschaffenburg Mo, 30. November / 20 Uhr Abendkasse 18 Euro Hot Water Music (US) Muff Potter (D) Chuck Ragans wiederauferstandene Band. Muff Potters letzte Tour. Zwei Gründe – ein Konzert. (gs) Schlachthof, Wiesbaden Mo, 30. November / 19 Uhr Abendkasse 25 Euro
48_LEIDENSCHAFTLICH Collage: Jan Ehlers
SATIRISCH_49
Feiern für Karoline! Wir holen uns den Flohmarkt zurück auf den Karolinenplatz Es kann so lustig sein, sich für eine gute Sache einzusetzen: Komm zur Karoline-Rückhol-BenefizAktions-Nacht! Sieben Bands, DJ Chromo und das Parole P DJ-Team, großer Outdoor-Flohmarkt – das alles für 5 Euro, die direkt gespendet werden. Am Freitag, dem 20. November, auf 603qm. Ihr habt es sicher schon gehört: Unser liebster Flohmarkt wurde vom Karolinenplatz auf den Parkplatz am Nordbad verlegt. Angeblich wegen der hohen Kosten für Absperrgitter und Personal, die die Stadt sich sparen möchte. Konkret soll es dabei um 7.200 Euro gehen. Wir vom P wünschen uns unsere Stadtmitte aber lebendig, wir wollen Party und City und Feilschen all-in-one. Und deshalb hat das P bereits im Mai eine Aktion gestartet, um den Flohmarkt zurückzuholen. Die Idee: Wir sammeln diese „fehlenden“ 7.200 Euro – und nehmen damit den städtischen Entscheidern ihr einziges offizielles Argument. Entweder gibt’s dann wieder Flohmarkt auf dem Karolinenplatz oder doch wenigstens eine ehrliche Ansage, warum man das Ganze an den Stadtrand verlegt hat. Gesammelt wurde bisher über das Spendenkonto, per Spendenschwein in diversen Locations und direkt auf Flohmärkten. Wer spendet, bekommt neuerdings auch einen schicken Karoline-Aufkleber. Es gab zwar sehr viel emotionale Unterstützung, aber leider langt das Geld noch lange nicht. Das soll sich jetzt ändern: Am Freitag, dem 20. November, feiern wir zusammen für Karoline. Mit Unterstützung des Teams vom 603qm wird es eine feine, wilde Party geben. Mit sieben Live-Bands: Evie Wonder (Soul), Must Have A Pony (Trash/Pop-Punk/Electro), Fortyseven Million Dollars (Hardcore), Lisa Freieck (Singer/Songwriter), Mädness (HipHop), Kackophonia (PolitPunk) und The Dass Sägebett (Dada Pop/New Wave).
mal klar wird, wie schön das doch ist, wenn Party neben Flohmarkt stattfindet. Übrigens: Wer beim Flohmarkt mitmachen möchte, der meldet seinen Stand bitte bis 18. November unter karoline@p-verlag.de an. Es wird keine Standgebühr verlangt, Spenden sind aber erwünscht. Und damit uns keiner erfriert, servieren wir draußen auch Glühwein – immerhin ist es ja schon November und es könnte temperaturmäßig etwas ungemütlich werden. Es muss also gar nicht anstrengend sein, sich für eine gute Sache einzusetzen. Im Gegenteil: Einfach kommen und mitfeiern. Dein Eintritt ist Dein Einsatz – super Sache, oder? Lasst uns gemeinsam zeigen, dass wir hier in unserer Stadt auch ein bisschen mitbestimmen wollen. Und damit das so möglich wird: Tausend Dank an alle Party-Aktivisten! Danke an das Team vom 603qm, an alle Bands, alle DJs, alle Standbetreiber, alle Helfer, alle Spender, alle gutgelaunten Menschen, die genauso wie wir sagen: Für Karoline! Gegen die Fremdbestimmung! (Petra Blank) Weitere Infos: Geh auf www.p-magazin.net – und klick den „Karoline soll leben!“-Button!
Feiern für Karoline Fr, 20. November, 20 Uhr 603qm Bands, DJs, Nachtflohmarkt Abendkasse 5 Euro Anmeldung für einen Flohmarktstand bitte bis spätestens 18. November per E-Mail an karoline@p-verlag.de Keine Standgebühr, Spende erwünscht!
FDP und ie D SP nn d e on h g v z“. W chlic a r t tsä t a n ! l A p S a r n y e rt )t EW ne G N sam roli luss z-Pa KIN emein en Ka ssch enefi A E BR en: „G auf d aktion der B s tes us t. ed e l zu mark ach R wird a nfes o n ch loh . (n ude m E des F 9.10 n, dan n Fre i s 2 i e r’ wa ehr am eid nd e 10. Rückk neten ntsch zerha . 3 1 e kur d Am für die veror roline dt r Ka a t S fü
Alle Bands kommen mit einer kleinen Setliste, das heißt: Jede spielt nur drei, vier Songs, die meisten aber zusätzlich noch einen besonderen Protest-Song, eigens für diesen Abend, extra für Karoline. Vor den Bands und in den Umbaupausen legt DJ Chromo Platten auf – und zwar nur Ware vom Flohmarkt, ganz themengerecht. Hintennach ist dann das Parole P DJ-Team am Start und macht Musik, bis Ihr nicht mehr könnt. Und natürlich gibt’s auch echten Flohmarkt – direkt vor der Tür. Damit jedem noch
Ein Hotel direkt neben Darmstadts ältestem Club? ... Welcher Stadtplaner hatte denn da einen in der „Krone“?
50_KLANGLICH
KLANGLICH_ 51
„Dafür hast Du Dich gut entwickelt“ Hörspiel mit Like A Stuntman Dass eine Darmstädter Band ihre Scheiben in England und Hamburg veröffentlicht, zahlreiche Auftritte in ausländischen Metropolen absolviert, eine Fünf-Sterne-Albumkritik nach der anderen bekommt ... und in ihrer Heimatstadt dennoch höchstens den super-informierten Indie-Nerds ein Begriff ist, kommt höchst selten vor. Und deshalb ist es auch an der Zeit, dass sich dieser Missstand für das Quartett Like A Stuntman bald ändert. Ihr Indie-LoFi-Elektro-Baukasten-Stil ist einzigartig! Ihr neues Album „Original Bedouin Culture“ ist toll! Und Drummer Tobi Ullrich und Gitarrist/Sänger Sven Fritz, die für’s P auf dem HörspielSofa Platz nahmen, sind auch wirklich zwei Knuffis...
Animal Collective „My Girls” Ein Song vom aktuellen Album „Merriweather Post Pavillon” der US-Experimentalband, mit der die Stuntmänner schon das eine oder
andere Mal verglichen wurden. Beide: Ah ... kennen wir doch ... Tobi: Animal Collective auf jeden Fall. Sven: Das ist das erste Lied von der neuen ... Also mir gefällt die Platte nicht so gut. Tobi: War das nicht so ein Schnellschuss nach der „Strawberry Jam“? Sven: Das ist eine Sammlung von Sachen, die sie in den letzten Jahren gemacht haben. Aber die ist komisch produziert, da fehlt der Schmiss ... Nervt Euch der ständige Vergleich mit Animal Collective? Sven: Es ist ’ne gute Sache, aber nicht das Einzige, was wir gut finden. Wir haben zum Beispiel viel Beach Boys gehört in letzter Zeit. Tobi: Der Vergleich liegt deshalb nahe, weil wir wie sie mit Soundschichten arbeiten. In diesem Bereich gibt es nicht so viel, und da landet man eben schnell bei solchen Referenzen, obwohl es zwischen uns und Animal Collective noch große Unterschiede gibt.
Foto: Mathias Hill
Lee Majors „The Unknown Stuntman” Dieser Song, die Titelmelodie aus der in den 80ern allseits beliebten Fernsehserie „Ein Colt für alle Fälle“, gesungen vom „unknown Stuntman“ Colt Seavers himself,
musste natürlich unbedingt als Opener gespielt werden ... Sven: Das find ich schon mal ziemlich unsympathisch ... Ich war ja richtig erleichtert neulich bei einem Interview, das ausnahmsweise mal nicht auf dieses Lied oder die Serie anspielte. Tobi: Da gab es öfter schon Zitate über Howie [Howie Munson, Colts Cousin und Co-Star der Serie, Anm. d. Red.] in CD-Reviews, aber unsere Bandnamensgebung hat da gar nichts mit zu tun. Sven: Die meisten Leute nehmen den Bandnamen total wörtlich ... Tobi: ... und erwarten dann auch, dass was Spektakuläres auf der Bühne passiert. Sven: Bei einem Konzert im 603 ist mir mal ein Synthesizer von der Bühne ’runtergefallen. Das war’s dann aber auch.
Tobi
Sven
Depeche Mode „Something To Do (Metal Mix)” Auch die größten Popstars haben mal ihre Avantgarde-Momente. In diesem Fall auf einer von Gareth Jones remixten 1985er-B-Seite. Tobi: Das hat einen leichten Industrial-Einschlag, könnte auch sowas Depeche-Mode-mäßiges sein. Bingo! Tobi: Das ist Depeche Mode? Sven: Die Akkordfolge ist recht einfach. Tobi: Es hat eine gewisse Gefälligkeit. Dir gefällt’s aber nicht so, oder? Sven: Doch, doch, vor allem der Gesang gefällt mir gut. Tobi: Der Gitarrist, der ... Al Gore ... äh Martin Gore, dessen Stimme gefällt mir besser, der ist noch ’ne Spur weinerlicher ... Na ja, von Depeche Mode hab’ ich auch nur zwei Platten, und die eine davon ist die „Violator“, die ungefähr jeder zu Hause im Schrank hat. The Fall „C.R.E.E.P.” Da die Stuntmänner selbst vor Jahren einen Song von The Fall gecovert haben, lag jene Band fürs Hörspiel nahe. Und damit’s nicht zu einfach wird, gibt’s eine poppigtrashige Demo-Version. Tobi: Casio? Woog Riots? [lacht] Sven: Ich musste am Anfang auch an Casiotone For The Painfully Alone denken. Aber das hier ist definitiv älter. Tobi: Boah ... voll schwer! Sven: Ich steh voll aufm Schlauch. Habt Ihr ein paar Assoziationen? Tobi: Hmm ... gut gelaunte Cure? Oder verdammt gut gelaunte Fall? Schon wieder richtig! Abschließendes Urteil zu The Fall? Sven: Finden wir natürlich super ... muss man ja gut finden, oder? Tobi: Obwohl man sich nicht das Komplettwerk an einem Stück ’reinpfeifen kann. Dark Night of the Soul „Little Girl” Ein Stück von dem (angeblich) besten nicht erschienenen Album
des Jahres: Danger Mouse (von Gnars Barkley) und Sparklehorse haben es mit dem Kult-Regisseur David Lynch und diversen Gastsängern (hier Julian Casablancas von den Strokes) zusammengestöpselt. Sven nach längerem Zuhören: Klingt irgendwie nach den Strokes ... oder Lou Reed, aber nicht so alt und verbraucht. Tobi: Lou Reed ohne Drogen? Sven: Das find ich ziemlich langweilig, muss ich sagen. Tobi: Das Einzige, was mir bewusst von den Strokes untergekommen ist, war ein Bastard-Pop-Remix mit „Genie in a Bottle“. Bei den Strokes langt es eh nur für ’ne Best-OfSingle. Das ist das neue, ominöse Projekt von Danger Mouse und Sparklehorse. Sven: Da kenn’ ich das Lied mit den Flaming Lips, das find ich richtig gut. Aber das hier... Beide zeigen mit dem Daumen nach unten.
Sie schauen dumm aus der Wäsche. Sven: Schreib’ bitte, dass wir dumm aus der Wäsche schauen.
The Human League „Dance Like A Star” Ein Synthie-Stück aus der Zeit, als man diese Instrumente noch selber löten musste. Tobi: Geiler Synthie ... na ja, mutig ... Das klingt so britisch. Sven: Und grob. Tobi: Vom Pathos her schon Lou Reed. Aber der Akzent ... Sven: Das klingt total grob, das find ich schön, es hat ’was Schroffes. Vielleicht kommen wir über die zeitliche Einordnung ’ran? Tobi: Es passt in die No-Wave-Zeit. Sven: Die Bass-Drum ist zeitlos ... Ich find, es klingt gar nicht so alt ..... Tobi: Aber der Synthie klingt eher nach 90ern. Wie wär’s mit den 70ern? rSven: Ich find’, das kann man überhaupt nicht sagen. In den 90ern wurden ja auch Sachen aus den 70ern recycled. Das ist ein ganz frühes Stück von The Human League.
Fazit: Okay, man muss auf der Bühne keine Explosionen liefern, nur weil man den Stuntman im Namen trägt, man kann auch einfach mal dumm aus der Wäsche schauen. Und wer so viele gute Assoziatio nen hat wie Tobi, der darf auch mal den ehemaligen US-Vize-Präsi mit dem aktuellen DM-Vize-Sänger verwechseln. Dass sie’s drauf haben, beweisen Like A Stuntman übrigens am Donnerstag, dem 26. November, im Ponyhof in der Klappergasse in Frankfurt. Höchlichst empfohlen! p (Mathias Hill)
Johnny Cash „Viel zu spät” Wenig bekannter Fakt: Die spätere Country-Legende Johnny Cash war als Soldat in Landsberg am Lech stationiert – und konnte deshalb später auch das eine oder andere deutschsprachige Stück einsingen. Sven: Johnny Cash! Tobi nach genauerem Zuhören: Auf Deutsch?? Ich weiß nicht, aber auf Deutsch verliert es echt an Charakter ... Das ist ja hart ... Sven: Klingt auch nach Roger Whittaker. Tobi: ... der hat aber auch Bush unterstützt ... Zu der Zeit, als diese Nummer aufgenommen wurde, war aber eher noch Eisenhower dran. Sven immer noch ganz versonnen: Roger Whittaker – mein Vater hat den früher total viel gehört. Tobi: Dafür hast Du Dich aber noch ganz gut entwickelt.
52_ BEWEGLICH
KOLUMNISCH_ 53
Bolzplatz Klausen
Bolzplatz-Quartett
burger Straße
Wrede und Antwort
Ausgabe 18: Bolzplatz Klausenburger Straße
Kurzbeschreibung: Der grüne Bol zpl atz Schrebergärt en, um hinter den geben von einer Wie se und Bäumen Kategorie: Rasen/ Sandplatz Hier treffen sich: Schrebergarten-Kids und HeimstättenHalbstarke Teamgröße: 5 gegen 5 bis 7 gegen 7 Anreise: Über den Heimstättenweg kom mend links Richtung „Sportpark“ abbieg en, nach der Rechts kur ve gleich rechts die Schranke, linker durch Hand: der Bolzplatz . Nächste Getränkes tation: Trinkhalle „Am Ende des Heimstätt Burgwald“ am enwegs Öffnungszeiten: Von Sonnenauf- bis Son nenuntergang Spielfläche: ca. 35 Meter breit x 47 Met er lang Ausstattung: Leicht durchgerockte Ras enfläche (in der Spi feldmitte: ein bis zu elfünf Meter breiter San dstreifen); hinter beiden Toren: hohe Zäune, an den Seiten : Büsche und Bäume Zustand: für einen naturbelassenen Ras enplatz echt okay, und dort etwas une hier ben, aber keine Sch laglöcher Tore: 1,90 Meter hoc h x 3,20 Meter breit, Stahlrohr (Durchmesser: 10 Zen timeter), „abgerund ete Winkel“ Taktik: Blitzschnelles Umschalten von Abw Steilpässe!!! ehr auf Angriff!
Foto: Jana Matejka
Wo hält der rohe, unverfälschte, nicht-kommerzielle Fußball heute noch Hof? Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben: auf dem Bolzplatz. Sage und schreibe 36 dieser fast schon in Vergessenheit geratenen Keimzellen des Hobbykicks gibt es in Darmstadt. Plus die zahlreichen Rasenflächen, die von Fußballbegeisterten kurzerhand zu wilden Bolzplätzen umfunktioniert werden. Das P stellt sie alle der Reihe nach vor – zum Ausschneiden und Sammeln, liebe Freundinnen und Freunde des Rundleders. Als praktisch-handliches BolzplatzQuartett. Passt unter jeden Schienbeinschoner. (Cem Tevetoglu)
Einer von uns ... der Odenwald!
Da hat die Frau aus dem „Aktuellen Sportstudio“ aber gerade noch mal Glück gehabt! Nachdem sie, welche die Lippen beim sprechen sowieso kaum einen Jota zu öffnen vermag, beim Interview den dicken Schaumstoff des Moderatorenmikrofons an ihr Kinn presste, als habe sie dort einen Phantomschmerz zu besiegen, wollte ich meinem Unmut Luft machen. Aber sie hielt beim nächsten Mal ordentlich Abstand zwischen Gesicht und Mikro, drum schaue ich mit scharfem Auge durch den verrauchenden Zorn, und sehe ... den Odenwald in all seiner Pracht! Man kann ruhig mal den Odenwald lobpreisen, denn nicht nur trägt er
den schöneren Namen als diese Gebirge, die nach 70er-Jahre-Automarken benannt wurden oder klingen wie ausgestorbene Vorstadtvögel, nein, er ist mit Sicherheit auch schöner als Taunus und Spessart! Ich jedenfalls bin stolz, dass bei uns die schöne Bergstraße beschlossen hat, sich aus dem Boden zu erheben, um meine Fahrten zurück nach Hause von Reisen in den Südwesten zu einer freudigen Heimkehr zu machen. Jetzt bist Du bald zuhause, sag ich mir, sobald die Bergstraße rechts von mir erscheint, und ich weiß, wenn ich drüber schau’, habe ich ihn vor mir, den großen Wald, von dem keiner
wirklich weiß, ob er eine Ode an den Wald, oder einfach Odins Wald war! Und Obacht, ihr Städter: Kein gescheiter, vorurteilsfreier Mensch wird sich wirklich anmaßen zu richten über des Odenwälders Intellekt, Fahrstil oder dessen Umgangsformen! Genauso gebildet und verkehrssicher (bis auf Ausnahmen, derer ich manchmal ansichtig wurde), lebt er glücklich in einer wunderschöner Natur – und ist trotzdem nah am Rhein-Main-Gebiet, falls er dort zum Arbeiten hin muss, zum Beispiel nach Frankfurt, was wir ihm alle nicht wünschen. (Gerald Wrede)
ANZEIGE
Das macht eigentlich ... Henrik Eichenauer!
Es ist Erntezeit bei Eichenauers! Der ehemalige Lilienspieler betreibt nämlich in Hüttenfeld (bei Lampertheim) in elterlicher Tradition einen Spargel- und Gemüsehof mit Ladengeschäft. Henrik Eichenauer, Mitte der Saison 87/88 zu den 98ern gekommen und fünf Jahre bei uns geblieben, erzielte für Darmstadt 98 in 125 Zweitligaspielen 35 Treffer, bevor sein Vertrag 1992, zusammen mit dem vom „Huxe“, warum auch immer, aufgelöst wurde. Der gute Henrik jedenfalls hatte jede Menge Talent, so viel gar, dass er Deutschland bei der U20-WM in Chile 1987 ins Finale schoss, und dort nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit und schließlich 4:5 im Elfmeterschießen Vizeweltmeister wurde. Wer damals die Elfer verschoss, weiß Herr Eichenauer laut eigener Aussage nicht mehr, aber ich weiß, dass er aufgrund von Arthrose im Fuß seine Profilaufbahn leider recht früh beenden musste. Aber nach erfolgreichen Jahren beim SC Heppenheim, 1. FC Kaiserslautern, bei Waldhof Mannheim, seiner Station bei uns und der Zeit danach in Bürstadt sowie Götzenhain kehrte er zu seinem Stammverein, der SG Hüttenfeld, zurück und stieg mit ihnen noch zwei Mal auf. Das war gerade erst und hat Klasse! Sein Salat hoffentlich auch. (Gerald Wrede)
54_ KLANGLICH
KLANGLICH_ 55
„Ich kann mit Etiketten nichts anfangen!” Black Box mit Julius Block (Die Goldenen Zitronen)
„Für immer Punk“ sang die Hamburger Punk-Institution Die Goldenen Zitronen noch 1987. Doch heute, 22 Jahre und elf Alben später, ist vom Punk der frühen Tage nicht mehr viel übrig – zumindest musikalisch. Wer jetzt allerdings an Anbiederung und Ausverkauf denkt, liegt gründlich daneben! Denn wenn sich die Zitronen in ihrer 25jährigen Karriere eines stets bewahrt haben, dann die Neugier auf musikalische Experimente, eine gesunde Skepsis gegenüber Hype jeder Art – und eine rigorose Ablehnung der großen Major-Plattenfirmen-Industrie. Was wieder einmal beweist: Punk ist vor allem eine Haltung. Darauf eine Runde Black-Box-Interview mit ZitronenTausendsassa Julius Block!
Foto: Jan Nouki Ehlers
P: Viele assoziieren mit den Goldenen Zitronen stets die Spaß-PunkBand, die Ende der 80er mit „Am Tag als Thomas Anders starb“ und „Für immer Punk“ ihre großen Hits
hatte. Warum aber noch heute dieses „Punk“-Etikett? Die Band hat seit den frühen Neunzigern immerhin mit diversen musikalischen Spielarten von ElektroTrash über HipHop bis Jazz experimentiert und mit so „unpunkigen“ Kollegen wie DJ Koze oder Dichter und Folk-Sänger Franz Josef Degenhardt zusammengearbeitet. Julius: Naja, es werden ja immer noch die Platten weiter veröffentlicht, wo diese Hits drauf sind. Wäre man ganz konsequent, müsste man die Sachen eigentlich vom Markt nehmen. Das ist aber nicht der Fall, denn es werden über das Weserlabel davon ja immer noch ein paar hundert Stück pro Jahr verkauft, glaube ich. Es wachsen also jedes Jahr neue Leute nach, die die Erwartung haben, dass sie diese Musik von uns zu hören bekommen. Aber man merkt in unseren Konzerten auch, dass ganz vorne immer wieder sehr junge, interessierte Zuhörer stehen, die mit der Punk-Ära
der Zitronen scheinbar nur wenig bis gar nichts anfangen können. Da kommen also mit jeder neuen Zitronen-Platte auch neue Leute. In Euren Texten steckt allerdings noch jede Menge Punk-Attitüde. Euer neues Album „Die Entstehung der Nacht“ geizt nicht mit Systemkritik, zentrales Thema ist die Weltfinanzkrise und ihre Folgen. Musikalisch erinnert das Album jedoch mehr an Elektrosachen aus den 70ern. Ist „Krautrock“ jetzt das bessere musikalische Gewand für Eure Texte? Das spielt da sicher mit rein. Ich finde nur, dass es moderner als „Krautrock“ klingt. Diese 70er-JahreAssoziation habe ich nicht. Ich kann mit diesen Etiketten generell nichts anfangen. Wir haben schon früher ganz viel mit elektronischen Elementen gearbeitet und Synthesizer verwendet. Das war damals eigentlich viel plakativer. Das neue Album hat wesentlich mehr Wärme. Und
es hat einen ziemlichen „SessionCharakter“, darin sehe ich vielleicht eher so ein 70er-Jahre-Element. Was die Texte anbelangt, ist diese Systemkritik in Songs wie „Börsen crashen“ natürlich ein klarer Strang, aber nicht der einzige. Da sind eine Menge Facetten möglich. Das ist vielleicht auch das Neue an den Zitronen, dass es eben nicht nur dieses „alles Scheiße“ gibt.
Haben sich die Hosen denn verbogen? Die machen ja doch auch nur, was sie wirklich machen wollen, denke ich. Natürlich kenne ich die Storys, wonach die Zitronen ziemlich große Angebote der Industrie vorliegen hatten, und es ist ihnen natürlich hoch anzurechnen, diese ausgeschlagen und ihr komplett eigens Ding gemacht zu haben. Es passt auch besser zu einer Band
Sich zu verweigern ist ja auch eine Methode, irgendwie. Die Toten Hosen, Eure einstigen Weggefährten, scheinen sich im letzten Vierteljahrhundert kein bisschen weiterentwickelt zu haben. Der „Musikexpress“ lud Campino und Euren Gitarristen Ted Gaier im vergangenen Dezember zu einem „Streitgespräch“, in dem die Meinungen weiter nicht auseinander hätten liegen können. Woran liegt das Deiner Meinung nach? Wo sind all die früheren Gemeinsamkeiten hin? Die beiden haben in den vergangenen zwanzig Jahren ja so viel auch nicht mehr miteinander zu tun gehabt. Ganz am Anfang gab es aber mal diese Tour, bei der die Zitronen im Vorprogramm der Toten Hosen gespielt haben. Da ging es wohl auch ziemlich ab, das war auch eine ziemliche Hochphase für die Goldies. Und sicherlich gab es damals, alleine schon durch diese gemeinsame Tour, wesentlich mehr Gemeinsamkeiten als ein paar Jahre später. Mittlerweile hat man sich halt auseinandergelebt, jeder macht etwas komplett Anderes. Ich finde das relativ normal. Es steht häufig der Vorwurf im Raum, die Hosen hätten nach dem großen Erfolg geschielt, sich dafür verbogen und ihn letztlich auch bekommen, während die Zitronen stets die Industrie gemieden haben …
beiden Bands schon bei Calamity Jane zusammengespielt. Für mich waren das einfach immer schon in erster Linie freundschaftliche Beziehungen, auch wenn sich das mittlerweile auseinander dividiert hat. Ted würde jetzt zum Beispiel keine Videos für die Sterne mehr drehen. Warum nicht? Wir haben mit den Sternen vor drei Jahren bei dieser JägermeisterSache [die „Jägermeister Rock Liga“, Anm. d. Red.] mitgemacht, wofür uns Ted ziemlich kritisiert hat. Das schwingt wohl bis heute noch etwas mit.
wie den Zitronen und auch zu solchen Typen wie Ted und Schorsch [Kamerun, Sänger der Band, Anm. d. Red.], sich zu verweigern. Das ist ja auch eine Methode, irgendwie. Ob das jetzt so positiv zu besetzen ist, weiß ich nicht.
Worin liegen für Dich die Unterschiede zwischen beiden Bands? Bei den Zitronen gibst Du ja den Multiinstrumentalisten, der neben Piano, Orgel, Bass und Gitarre noch ein breites Instrumentarium bedient, wohingegen Du bei den Sternen einfach Bass spielst. Die Zitronen sind bekannt dafür, Klingt nach „1:0“ für die Zitronen … nicht mit Kritik zu sparen. So Ich finde das schön einfach, den ließen sie auch an der viel zitierBass zu spielen. Das liegt mir. Ich ten „Hamburger Schule“ kaum ein wollte das aber nicht nur machen, gutes Haar. Du bist ja selbst auch Teil der Sterne, die mit Tocotronic deshalb war es so reizvoll für mich, bei den Zitronen einzusteigen. Da und Blumfeld einst so etwas wie die Troika der „Hamburger Schule“ gab es zunächst die Anfrage, Keyboards zu spielen. Keyboards habe bildeten. 1992 hast Du neben den Zitronen etwa zeitgleich auch noch ich übrigens auch schon immer bei den Sternen im Studio gespielt. Und bei den Sternen angefangen. Wie kam es dazu? War das thematisch bei den Zitronen war das ja immer schon irgendwie Konzept, die Rollen nicht ein ziemlicher Spagat? zu tauschen. Wir haben es nur noch Habe ich eigentlich nie so empnicht geschafft, den Sänger rotiefunden. Ich habe ja auch bei den ren zu lassen. Das soll aber irgendganzen Platten mitgewirkt, auch bei diesem „Deadschool Hamburg“- wann auch möglich sein. Album [Zitronen-Album von 1998, Vielen Dank für das Gespräch. Anm. d. Red.], nicht unbedingt (Benny Metz) unsere beste Platte. Das war als Provokation gedacht, aber eher so gagmäßig. Da wurde nirgendwo Die Goldenen Zitronen live gesagt, die Hamburger Schule sei scheiße, das war auch eher alles 603qm so kumpelhaft. Ted hat ja damals Mi, 11. November, 21 Uhr noch viele Videos der Sterne mit Abendkasse 15 Euro entworfen, Regie geführt und www.die-goldenen-zitronen.de solche Sachen. Ted und ich haben auch vor meiner Mitwirkung in LIGHTS OUT!
HEIMATLICH_ 57
Schulterblick
Foto: Privat
Wie Exil-Darmstädter heute die Stadt sehen
Sänger der ElectropunkBand Egotronic (Berlin)
58_ HEIMATLICH
Foto: Daniel Wildner
Darmstädter Typen Axel Mertink (Uli’s Music Land) Das Telefon klingelt. „Mutti, das geht jetzt nicht, da sind Leut hier, die wolle a Interview mache mit mir! Aber wo Du gerade ... Ich bin doch in Darmstadt gebore, oder?! Am Steubeplatz ... Was?? Ne Ausgeburt?! Wie? Ach, ne Hausgeburt ... .“ Sicher war er sich erst nicht, aber dank offizieller, innerfamiliärer Bestätigung ist klar: Ja, Axel Mertink ist ein waschechter Heiner. Ein Darmstädter Typ ist er sowieso. Seit 30 Jahren ist er DER Plattendealer und Konzertkartenversorger dieser unserer Stadt – als Inhaber von Uli’s Music Land in der Helia-Kino-Passage.
er in den Siebzigern den Laden aufgezogen hatte. Dieser verließ nach kurzer Schaffensphase das gemeinsame Geschäft. Axel übernahm es, mit Unterstützung seines Vaters.
Uli’s Music Land ist der einzig verbliebene traditionelle Plattenladen in Darmstadt, und er soll es weitere fünf bis zehn Jahre bleiben. Wenn es nach Axel geht: „Bis zur Rente will ich es schaffen.” Doch Axels Sorgen häufen sich. Erst blieb das Interesse am Vinyl aus, jetzt kauft kaum einer mehr CDs und DVDs. Große MusikEinkaufszentren vor der Stadt locken die Besucher weg, erhöhte Parkgebühren verstärken aus Axels Sicht diesen Trend. Weitere MitarAber wie kam Axel eigentlich zu beiter kann der 54-Jährige schon seinem „Zweitnamen”? „Na ja mein nicht mehr finanzieren. Lichtblick: Vater war eher der lockere Typ. Er Das Comeback der Schallplatte in musste meinen Namen aussuchen, nahm ein Namensbuch, hatte jedoch jüngster Zeit hilft ein wenig, immer mehr Kunden bestellen wieder Vinyl. nach dem ersten Buchstaben im Alphabet keine Lust mehr weiterzu- Und im Ticketverkauf ist und bleibt Axel mit seiner jahrelangen Erfahlesen. So blieb er bei Axel hängen.” rung die Nummer Eins in Darmstadt. Hm, die Frage war ja eigentlich ... Woher kommt das „Uli” in Uli’s Music Seine Kompetenz und die Liebe zur Musik sind allgegenwärtig. Mehr als Land? Uli ist Axels Bruder, mit dem
4.000 eigenhändig bespielte Musikkassetten befinden sich in seinem „Archiv” – und irgendeine läuft immer, wenn man sein Reich in der Passage zwischen Helia- und RexKinos betritt. Aber warum eigentlich Kassetten – und nicht Platten? Sie passen zur nostalgie-gefärbten Bodenständigkeit, die den überzeugten Vollbartträger ausmacht. Seltene Schallplatten verschenkt er lieber an gute Freunde, anstatt sie zu sammeln. Das wissen die Stammkunden auch zu schätzen: Genau 1.315 Postkarten aus aller Herren Länder hat er bisher von ihnen geschickt bekommen. „Das ist wie Urlaub, so komme ich in der Welt rum, ohne selbst zu verreisen”, sagt Axel und zeigt dabei stolz auf seine Wand. Jede Karte wird aufgehoben, nie würde er eine wegschmeißen. Seine Kunden liegen ihm am Herzen, und so wünscht er sich, dass der eine oder andere ehemalige Stammkunde mal wieder vorbeischaut. (Gunnar Schulz + Daniel Wildner)
Rischdisch (un)wischdisch > 1899 wurden sieben Künstler – unter anderem Peter Behrens und Joseph Maria Olbrich – von Großherzog Ernst-Ludwig nach Darmstadt gerufen. Sie wurden als die „Darmstädter Sieben“ bekannt und machten Darmstadt nach München zu der zweitwichtigsten Jugendstilstadt in Deutschland. > Am 24. März 1873 wurde der Tierschutzverein für das Großherzogtum Hessen in einer konstituierenden Versammlung im Bankettsaal der Freimaurerloge in Darmstadt gegründet. > Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg (und dann noch einmal in den Jahren 1959 bis 1963) hatte der Tennis- und Eisclub (TEC) Darmstadt ein internationales Damentennisturnier ausgerichtet, das danach wegen zu hoher Kosten eingestellt werden musste. > Nationalsozialisten aus ganz Hessen wurden von 1945 bis 1949 im Westen Darmstadts am Kavalleriesand eingerichteten Internierungslager inhaftiert, das die offizielle Bezeichnung „CI Camp 91“ trug. Das nächste P erscheint am 30. November 2009. Redaktionsschluss: 10., Anzeigenschluss: 17. November.
(Arkad Mandrysz)
Darmstädter Fakten
E R H A J 10 BANDS ARS THEE VIC D) TRASH / ENGLAN GE RA GA (PSYCHOTIC CHESTRA THE LO FAT OR ) (CHOCOLATE RO
CK / SWITZERLA
ND
REBELLIOUS JU KE WITH WOOG RIO BOX TS (POP UND REBE LLION, INDIE UN D DANCE)
DR. FUMAN SC HEU VS. HELLOMAN
(STRICTLY JAMA
ICAN VIBES SKA-
REGGEA-DANCE
V.I.P.
MORE
(BAROCK’N’ROLL WITH VOLKER & PHÖNIX THE DE VOURER)
DJs
COCKTAIL LOUNGE MOVIE AREA
SA, 14.11.2009 2009 GOLDENE GOLDEN KRONE
21.OO UHR
6€
HALL)