Mai 2022 gratis
# 143
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Foto: Cem Tevetoğlu
Hallo Darmstadt.
Inhalt
P STADTKULTURMAGAZIN | AUSGABE 143 | MAI 2022
Thema Editorial, Inhalt Favoriten des Monats Suche und finde, Folge 28
Seite 03 04 – 10 12
Thema
Seite
Veranstaltungskalender
42 – 52
Out of Darmstadt
56 – 58
Kunst & Performance Rhein-Main
60 + 61
Uff de Gass Streetwalk
14 + 15
Wissen schafft in Darmstadt, Folge 8:
Blackbox mit Meloi
16 – 19
Forschungsprojekt „DeTox“ gegen Hate Speech 62 – 64
Fiesas Welt, Folge 9: Olympia 2040 im Bürgerpark 20 + 21
Hörspiel mit Torsten Lieberknecht
Die Darmstädter Geschichtswerkstatt
Unter Pappeln, Folge 96
70 + 71
Stilsicher, Folge 78: „Glücksorte in Darmstadt“
72 + 73 74 – 78
Objektiv: Mighty Oaks, Endlich Open Air 2021
22 – 24 25
66 – 69
Aufgeschnappt: Stadtkultur-Neuigkeiten
26 –28
Kommen und Gehen
Kino-Tipps im Mai
30 + 31
Wrede und Antwort
Das literarische Darmstadt
32 – 34
Darmstädter Typ: Blaise Kapet
81
Theater-Tipps
36 + 37
Rischdisch (un)wischdisch
82
Darmstädter Kunst-Highlights
38 – 40
Impressum
82
P | 03
80
Favoriten des Monats MITMACH-LADEN FÜR ALLE
Concrete Jungle (Darmstadt)
URBAN ROOTS REGGAE
Abbildung: Manfred Rademacher
„Gemeinsam für Gleichstellung“
Abbildung: Jens Steingässer
Unglaubliche mehr als 30 Jahre ist es her: Im Winter 1991 spielte eine Darmstädter Schülerband namens Concrete Jungle einen ihrer ersten Gigs im Saal der „Krone“. Es folgten drei Studioalben, mehrere Gastauftritte auf Samplern und viele Konzerte in Deutschland und Europa – mit Bands wie Israel Vibration, mit Michael Rose (Black Uhuru) oder auf dem Chiemsee Reggae Summer. Nun endlich feiern die acht versierten Musiker ihr Comeback im karibisch-sommerlichen Roßdörfer Biergarten. Euch erwartet ein concretes Groovemonster! (ct) Roßdörfer Biergarten | So, 01.05. | 18 Uhr (Biergarten öffnet um 12 Uhr) Eintritt frei (bei schlechtem Wetter großzügig überdacht) PARADE DER VIELFALT
Let's come together! Für den 30. Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung haben die generationsübergreifenden, inklusiven Barrierechecker:innen sich was Großes überlegt: Von der Mathildenhöhe bis zum Luisenplatz wird es an diesem Tag bunt und laut, auf dieser Parade der Diversität. Mit dabei: Menschen mit und ohne Behinderung, Institutionen, Verbände, Vereine. Es gibt Theater, Tanz, Flashmob und Musik – vom Chor der Kurt-Jahn-Anlage bis zum Theaterlabor Inc. Am Luisencenter angekommen wird das neue Bürger- und Ordnungsamt auf seine Barrierefreiheit gecheckt. (vt) Startpunkt: Mathildenhöhe (Ausklang: auf dem Georg-Büchner-Platz) | Do, 05.05. 17 Uhr | Teilnahme kostenlos (Anmeldung unter 06151 97700 oder edw@darmstadt.de) Wight + Lucid Void (Darmstadt)
PSYCHEDELIC/KRAUTROCK
Darmstadts Psychedelic-Szene ist bekannt für ihre Vielfalt. Mit Wight und Lucid Void spielen spannende Vertreter an diesem Abend gemeinsam auf – zum Auftakt ihrer gemeinsamen „Touching the Mind“-Tour quer durch Deutschland. Wight kennt man sogar international für wilden und bunten Psychedelic Rock, der auch alles zwischen Funk, Blues und Stoner abzudecken weiß. Die jüngeren Lucid Void hingegen machen sich gerade mit ihrem psychedelischen Krautrock einen Namen für instrumentale, atmosphärisch hypnotisierende Shows. Was für eine Kombi! (pit)
806qm | Do, 05.05. | 20 Uhr | 12 € P | 04
Abbildung: Nouki Ehlers, nouki.co
Abbildung: AfkV
„Chillaui-Treff“ (Pop-up-EKZ)
Nachdem im Sommer 2021 das „PaMo“-Viertel unter die Lupe genommen wurde, zieht das Amt für künstlerische Vermessung (AfkV) jetzt in den Norden. Die Initiatoren von Socialform und der Stadtteilwerkstatt machen den ehemaligen Lotto-Toto-Laden im Einkaufszentrum am See in Kranichstein zur temporären Residenz. Kulturschaffende, Bewohner:innen und „Menschen darüber hinaus“ sind eingeladen, das soziokulturelle Leben zu genießen – und mitzugestalten. (az) Geplant sind: Ausstellungen, Clown-Workshop, Kneipenabend, Offener ElternKind-Treff und vieles mehr. Einkaufszentrum (EKZ) am See in Kranichstein | Sa, 30.04., 18 Uhr (Eröffnung) bis So, 31.07. | Eintritt frei, Details unter afkv.info und kranichsteinkalender.de
Favoriten des Monats HOMMAGE AN TOM WAITS
NEUES RAUMKONZEPT
Galerie „illART“ (im ehemaligen Schuhhaus Dielmann, Ernst-Ludwig-Straße) Sa, 07.05. + 14.05 + 21.05. + 28.05. | jeweils von 11 bis 17 Uhr | Eintritt frei
Abbildung: Paulushöfe
Flohmärkte
Abbildung: Galerie illART
Temporäre Pop-up-Galerie „illART“
Nachdem im ehemaligen Schuhhaus Dielmann in der Ernst-Ludwig-Straße temporär eine Fielmann-Filiale verortet war, sind die Räume nun von jungen Damstädter Künstler:innen in eine Pop-up-Galerie verwandelt worden. Als Ort der Improvisation lassen sich die Initiator:innen der Galerie „illART“ jeden Samstag etwas Neues einfallen und füllen die Räume mit Leben und kreativen Ideen: Von Musikbands und ausgestellter Kunst über Lesungen und Performances ist jegliche Form von Kunst mit von der Partie. Bis vorerst Ende Mai. (jhi)
STÖBERN & ENTDECKEN
Es geht wieder los! Verteilt über die ganze Stadt haben sich für den Mai ver schiedene Flohmärkte angekündigt, darunter sogar eine Premiere. Kellerschätze, Dachbodenfundstücke, Second-Hand-Mode ... viel Spaß beim Stöbern! Los geht's mit dem Frühjahrsflohmarkt in Kranichstein. Der 8. Waldkunst Flohmarkt am Internationalen Waldkunstzentrum (IWZ) geht mit Bewirtung, Kinderprogramm und Führungen in die Vollen. Paulushöfe, der Hofflohmarkt im Paulusviertel, lädt erstmals im Süden der Stadt zum Entdecken. (mn) Kranichstein: Sa, 07.05., ab 8 Uhr | IWZ: Do, 19.05. bis So 22.05., von 10 bis 18 Uhr (Do bis Sa) + von 11 bis 14 Uhr (So) | Paulusviertel: Sa, 21.05., von 11 bis 17 Uhr Eintritt jeweils frei Maserati (Athens/Georgia) + Lost in Kiev (Paris)
POST-KRAUT-ROCK
Endlich zurück! 2017 spielten Maserati erstmals in Darmstadt – es war der pure Wahnsinn. Das neueste Album „Enter The Mirror“ ist wieder auf Temporary Residence (Mogwai, Low) erschienen, vereint klassische Postrock-Elemente mit Krautrock, Synthesizer, Vocoder und geht noch mehr in Richtung Electronica. Das Ganze fusioniert zu einem treibenden, hypnotischen und massiven Sound, der phasenweise sogar richtig tanzbar ist. Retro-Futurismus at its best! (tk) Klingt wie: Neu!, Explosions In The Sky, Mogwai Oetinger Villa | Sa, 07.05. | 20 Uhr | 15 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de P | 05
Abbildung: Gumbo Fröhn
Abbildung: Blood Money
Blood Money (Darmstadt)
Fünf gestandene, saugute Darmstädter Musiker gründen eine „Tribute to“Band, obwohl sie so was eigentlich nie machen wollten. Warum? Weil die gemeinsame Liebe zu Tom Waits' Œuvre stärker war. Und weil Sänger Bill die Songs – von „Downtown Train“ über „Clap Hands“ bis „Waltzing Mathilda“ (!) – in einer so betörenden Intensität singt, dass man zwischen Gänsehaut, Rührung und Euphorie hin- und hergeworfen wird. Da findet jede verlorene Seele zurück nach Hause. Oder sieht zumindest Licht am Ende des Tunnels. (ct) Klingt wie: Bill Brown, Daniel Malkmus, Idris Colaker, Wendelin Hejny und Wolfram Cuntz Hoff-Art Theater | Fr, 06.05. | 20 Uhr | 10 €
Favoriten des Monats Inui (Darmstadt)
MODERN JAZZ
Abbildung: Inui
Mit Groove, experimentell und unkonventionell gehen Inui ans Werk. Die noch recht frische Jazz-Kombo gründete sich bereits 2020 um Mitglieder der Minimalismus-Jazzrock-Band Nic Demasow: Nico Petry (Schlagzeug, Percussion), Denise Frey (Saxofon, Elektronik) und Fabian Galler (Klavier, Synthesizer). Ende 2021 erschien das erste Album „Perplex“. Der Sound: super divers, ein rauschhafter Trip durch facettenreiche Klangwelten. Dazu wie (fast) jeden Sonntag: Getränke, Kuchen, Kulinarik vom Forstlove Café im schönen Grün! (mn)
Jugendhof Bessunger Forst | So, 08.05. | 12 bis 17 Uhr (Konzert ab 14.30 Uhr) Eintritt frei, Spenden erwünscht „The Peacock Queen“
STAUNEN UND WUNDERN
BENEFIZ-KONZERT
Anfang April hat die lokale Punk- und Hardcore-Szene in der Knabenschule aufgespielt und 6.000 Euro für „Mission Lifeline“ eingesammelt. Respekt! Nun engagieren sich Darmstädter Indie-, Rock- und Americana-Bands und laden zum Soli-Konzert für die städtische Ukraine-Hilfe in die Centralstation. Im 15-Minuten-Takt spielen (ohne Gage!): Vanessa Novak, Martin Grieben, Candyjane, Delta Danny, Remine, New York Wannabes, Hollywood of the Wolves, Dead Taste, Blood Money, Metty, One, Missicrissi & The Sonic Brothers und die Woog Riots. Fuck Wars! (ct) Centralstation (Halle) | Mi, 11.05. | 18 Uhr 13 € oder 23 € oder 33 € (Du entscheidest!) International Music (Essen) + Vomit Heat (Essen)
INDIE-ROCK
International Music glauben nicht an das Konzept Erwartungshaltung und lassen mit ihrem Zweitwerk „Ententraum“ jegliche Synapsen explodieren. Keiner deutschen Band gelingt momentan der Balanceakt zwischen Albernheit und Melancholie, zwischen unzugänglicher Weirdness und unaufdringlicher Catchyness besser als den drei Musikern aus dem Ruhrgebiet. Prog-Rock für die Generation Y – und live ein absolutes Brett! (fr) Klingt wie: Trio, F.S.K., The Düsseldorf Düsterboys Centralstation (Saal) | Do, 12.05. | 20 Uhr | 26,50 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de P | 06
Abbildung: Harriet Meyer
Abbildung: Metty
„We stand with Ukraine!“
Abbildung: The Peacock Queen
Kurios und faszinierend: „The Peacock Queen“ (Die Pfauenkönigin) aus den „Cabinets of Curiosity“ der Theaterkünstlerin Sarah Blake ist in Darmstadt gelandet und lädt elf Tage lang zum Staunen und Wundern ein: „Eine magische Audiogeschichte über Selbstbestimmung und das Infragestellen der bestehenden Ordnung“ erwartet Euch – genauso wie vom Papiertheater des 19. Jahrhunderts inspirierte Kunstwerke, schöne Antiquitäten und Vintage-Geschenke. Online gibt es ein Teaser-Video als Vorgeschmack auf die Erzählinstallation. (lm) Lauteschlägerstraße 7, Martinsviertel (früher: Devaldes) Di, 10.05. bis Sa, 21.05. | 10 bis 19 Uhr | Eintritt frei Details unter cabinetsofcuriosity.wixsite.com/soundscurious/the-peacock-queen
Favoriten des Monats Ratboys (Chicago)
INDIE-ROCK
Abbildung: Manda Specht
Ratboys touren derzeit mit Julien Baker durch Europa und kommen für eine Headline-Show nach Darmstadt! Indie-Rock mit Americana-Anleihen, mal leicht schrammelig zwischen Folk und Emo, mal verträumter Slow-Core. Dazu: schwarzhumorige Texte. Sängerin Julia Steiner nennt den Sound selbst „PostCountry“. Als Supports mit dabei: die lässigen Emo-Rocker Cool Living und der kosmopolitische Singer-Songwriter Ghost Bag aus Berlin. (obi + mn) Klingt wie: Death Cab for Cutie, Beach House, Mazzy Star, Dinosaur Jr, Superchunk Oetinger Villa | Do, 12.05. | 20 Uhr | 10 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de Riki (Los Angeles) + SRSQ (Dallas) + Geistha (MA)
WAVE/SYNTH-POP
Abbildung: Riki
Haben genug Hits im Gepäck, um die Soundtracks für mindestens drei John- Hughes-Filme beizusteuern: Riki und SRSQ sind beide auf dem amerikanischen Label Dais Records zu Hause und navigieren mit ihren melancholisch-tanzbaren 80s-Sounds durch die Nacht Richtung Morgengrauen. Genauso geil: der synthielastige Midtempo-Pop vom regionalen Support Geistha! (fr) Klingt wie: Choir Boy, Depeche Mode, Robyn
Oetinger Villa | Fr, 13.05. | 20 Uhr | 14 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de
8kids (Darmstadt)
ROCK
„Art Against War“
MALEREI, SKULPTUR, FOTO, POETRY, MUSIK
Mit einer Kunstspendenaktion rufen drei Darmstädter Studierende hiesige Kunstschaffende jeder Art und jeden Alters auf, gemeinsam ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen und mit dem Erlös die Bürger:innen-Initiative im ukrainischen Poltawa zu unterstützen. Eure Kunst kann einen Tag vor der Spendenaktion (also am Sa, 14.05.) zwischen 17 und 19.30 Uhr direkt im Zucker abgegeben werden. Neben dem Erwerb von Kunstwerken für den guten Zweck gibt es Leckeres zu schnabulieren sowie Musik von der Band J.J. O'Gotcha sowie Lucas Summer. (jhi)
Zucker | So, 15.05. | 11 bis 19 Uhr | Eintritt frei P | 07
Abbildung: Art Against War
Abbildung: Franz Schepers
Sie sind krass, laut – und poetisch. Heimspiel für die Band, die sich selbst das Genre-Label Post-Hardcore gibt. Nach zwei Jahren voller Verschiebungen geht die Band um Gitarrist Hans Koch und Sänger Jonas Jakob endlich auf „Für immer Kids“-Tour, die in einem großen Finale in der Centralstation gipfelt. Besser kann der Sommer nicht eingeleitet werden, als mit dieser Mischung aus Pathos, Screamo-Passagen und Pop. Also lasst die Ohropax zu Hause! Die Nacht wird lang und intensiv, wenn es wieder heißt: „Lass uns einmal noch so tun, als wären nur wir beide auf dieser Welt“. (vt) Centralstation | Sa, 14.05. | 19.30 Uhr | 25 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de
Favoriten des Monats Abbildung: Special Olympics Deutschland in Hessen e.V.
Special Olympics Hessen
SPORTLICH
Die hessischen Landesspiele des international organisierten Special-Olympics-Verbandes kommen nach Darmstadt! Eingeladen wird zu einem „offenen, inklusiven Sportfest“ mit zwölf Disziplinen. Darunter Basketball, Badminton, Judo, Leichtathletik, Schwimmen, Kanu und Tischtennis. Die Special Olympics sind die weltweit größte, vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell anerkannte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Zuschauen, anfeuern, mitfiebern und mitmachen (es gibt ein großes wettkampffreies Programm für alle!) erwünscht. (mn)
Bürgerpark, TSG-1846-Gelände und Woog | Di, 17.05. bis Do, 19.05. | Eintritt frei INTERNATIONALE KLANGKÜCHE
Staatstheater (Foyer) | Di, 17.05. | 19.30 Uhr | Eintritt frei, Spende willkommen
Utopischer Stadtspaziergang
Abbildung: Soundkitchen
Soundkitchen
Aus der „Soundkitchen“, die vor sieben Jahren als musikalischer Begegnungs ort von geflüchteten und Darmstädter Musizierenden im Staatstheater startete, ist mittlerweile ein stabiles Bandprojekt gewachsen. Mitglieder des Staatsorchesters, Ex-Besidos und Musiker:innen verschiedener Herkunft machen gemeinsam globale, kosmopolitische Musik – und begeistern als Soundkitchen Orchestra an diesem Abend im Foyer eine Stunde lang alle, die sich vorher online einen Platz reserviert haben. (lm)
ARCHITECTS FOR FUTURE
Abbildung: Daniel Wiesen
Architects for Future setzen sich für eine grüne Bauwende ein. „Entwerft für eine offene Gesellschaft”, lautet eine ihrer Forderungen. In den nächsten Monaten planen die Darmstädter Aktivist:innen der Bewegung Veranstaltungen, die uns die Stadt neu denken und erleben lassen. Zum Auftakt laden sie zu einem utopischen Stadtspaziergang ein. Gemeinsam mit Leerstandsexpertin Katrin Hitziggrad („BLANK“, Jena), den Verantwortlichen für das neu entstehende Innenstadtkonzept und Euch (!) spazieren sie durch die Innenstadt und entwerfen eine utopische Vision einer zukünftigen „City für alle“. (ag)
Ludwigsplatz (Start- und Treffpunkt) | Do, 19.05. | 17 Uhr | Teilnahme kostenlos TEXT UND MUSIK
Bessunger Knabenschule (Halle) | Do, 19.05. | 20 Uhr | 12 € P | 08
Abbildung: Bessunger Knabenschule
„Lennon & Dylan“
Mit seiner populären „Americana“-Reihe bringt Thomas Waldherr gewöhnlich feine Acts auf die Bühne, verschiebt an diesem Abend im Schulterschluss mit Martin Grieben den Fokus aber auf musikhistorische Bildung. Entlang von Originaltexten und Musik wird die Beziehung und Wirkung von John Lennon und Bob Dylan als Leitfiguren der Gegenkultur in den 60ern und 70ern beleuchtet. Erwartet keine akademisch-staubigen Vorträge, sondern einen lebendig-unterhaltsamen Bühnenabend. (mn)
Favoriten des Monats Ay Wing (Berlin) + Maryam.Fyi (Hamburg)
POP
Abbildung: Hannes Marian Meier
Zwei coole, junge Künstlerinnen mit gegenwärtigem Sound. Ay Wing changiert in ihren Stücken zwischen beatlastigen Klängen und sehr intimen, intro spektiven Texten. Zwischen Neo-Soul und R'n'B springt dabei mitunter sogar mal ein psychedelisch klingender Synthesizer hervor. Ebenfalls ein Faible für souligen R'n'B pflegt Maryam. Fyi, die 2020 ihre Debütsingle „Im Jetzt“ veröffentlichte. Ihre Pop-Songs seien stets auch politisches Statement, so die Musikerin. (mn)
806qm | Do, 19.05. | 20.30 Uhr | 8 €
Kate Bollinger (USA)
DREAMPOP
Abbildung: Audrey Steimer
Das „Bedroomdisco“-Kollektiv veranstaltet das erste Wohnzimmerkonzert 2022 – und zwar mit der von Beatles-Demos inspirierten Singer-Songwriterin Kate Bollinger. In ihrer verträumten Musik vereint sie sanften Folk mit jazzigen Vibes und Indie-Klängen. Dazu: entspannter Beinahe-Flüster-Gesang. Clevere Lyrics über „aufgewühlte Gefühle, der Suche nach seinem Platz in einer zunehmend verrückten Welt und Gegensätzen wie Dunkelheit und Licht, Schmerz und Freude, Realität und Eskapismus“ ergänzen das Klangbild. So 70er! (az)
Geheimer Ort | Fr, 20.05. | 20 Uhr | Eintritt gegen Spende Anmeldung unter liveatbedroomdisco.de JAZZ
Jazzinstitut (Gewölbekeller) | Fr, 20.05. | 20.30 Uhr | 15 € (U21 oder mit Teilhabecard: 3 €) Marcus K. & El Pulpo (Darmstadt)
DJ-ACTION IM SUMPF!
Es gibt in Darmstadt keine fundierteren Experten für Garage, Blues, Trash, Punk und Rock'n'Roll als Marcus K. (Topshake Soulknights) und El Pulpo (Starwhore Corp.). Als Musiker und Konzertveranstalter haben sie sich ihre Meriten verdient, als DJs im Doppelpack sind sie geschmackssicher, neugierig und schwarzhumorig. Euch erwartet ein bunter DJ-Abend mit Hits und Anti- Hits – natürlich strictly vinyl! (ct) Abbildung: Sumpf
Abbildung: W. Heckmann
Gutter Music (Darmstadt/Saarbrücken/Wiesbaden)
Comeback der freigeistigen Kombo! In den 90ern gründeten Bassist Jürgen Wuchner und Gitarrist Thomas Honecker mit Christof Thewes (Posaune) und Jochen Krämer (Schlagzeug) Gutter Music und schlugen so eine Brücke von Darmstadt bis Saarbrücken, um Jazz und Rockmusik zeitgeistig zu verzahnen. Später wurden Konzerte gar in einer Großbesetzung zu acht gespielt! Jetzt ist die Truppe mit dem agilen Sound zurück und präsentiert sich in neuer Besetzung als Quintett. (mn)
Kulturkneipe Sumpf | Fr, 20.05. | 21 Uhr | Eintritt frei
P | 09
Favoriten des Monats AFROBEATS
Galerie Kurzweil (erst im Garten, dann drinnen) | Sa, 21.05. | 18 Uhr | 18 €
Philip Bradatsch & Cola Rum Boys (München)
SINGER-SONGWRITER
Abbildung: Marie Augustin
Starwhore, die Konzertveranstalter mit Faible für Gitarrenmusik jeglicher Spielarten, holen einen langjährigen Wegbegleiter zurück auf ihre Bühne. Philip Bradatsch spielte bereits mit seiner Rockabilly-Kombo The Dinosaur Truckers in der Knabenschule. An diesem Abend präsentiert er sein neuestes Projekt: Gemeinsam mit den Cola Rum Boys im Rücken schlägt der Musiker statt Rumpelrock feine Töne und Melodien an. Das Album „Die Bar zur guten Hoffnung“ erschien letztes Jahr beim Qualitätslabel Trikont. (mn)
Bessunger Knabenschule (Halle) | Sa, 21.05. | 20.30 Uhr | 12 €
Abbildung: Triole
Triole & Friends (Wandlitz)
WELTMUSIK
Mit Kontrabass, Xylophon, Marimba, Knopfakkordeon, Geige und Gesang kreiert die Truppe mit viel Dynamik einen ganz eigenen musikalischen Stil. Dieser sei die perfekte Fusion aus westeuropäischen Einflüssen und osteuropäischen Balkanklängen, heißt es in der Eigenbeschreibung der ukrainsch-russisch-polnischen Band, die sogar clowneske Einlagen im Repertoire hat. Aufgeführt wird das neueste, von Heiterkeit und Lebensfreude inspirierte Programm „Syno“. Bei gutem Wetter als Open-Air-Konzert! (mn)
Agora | Mo, 23.05. | 20 Uhr | 18 €
Friska Viljor (Stockholm) + Messina (Winterthur)
FOLK-POP
2019 erschien „Broken“, die aktuelle Platte der schwedischen Indie-Rocker Friska Viljor. Darauf verarbeitet Sänger Joakim Sveningsson die Trennung von seiner Lebenspartnerin, woran auch seine vierköpfige Familie zerbrach. Fans der Band waren vom Sound überrascht: intime melancholische Songs, gepaart mit verträumten Indie-Klängen und Folk-Arrangements statt Rock-Kante. Als Support gibt's frischen Wind aus der Pop-Szene: Messina bringt ihr Debüt-Album „Sponsored Post“ und das von ihr selbst geprägte Genre Future-Art-Pop mit. (az) Klingt wie: Johnossi, Nada Surf, Bob Hund Centralstation (Halle) | Fr, 27.05. | 20 Uhr | 34 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de P | 10
Abbildung: Dennis Dirkson
Abbildung: Pine & Ginger
„3 Years Pine & Ginger“ + Albi X (Köln)
Happy birthday, Pine & Ginger! Seit drei Jahren lässt die Afrobeat-Partyreihe regelmäßig den Schweiß von der Decke tropfen und Handtücher durch die Luft wirbeln. Zum Warm-up lockt diesmal der schmucke Galerie-Garten, bevor die Party mit einem Live-Auftritt von Albi X in den Innenbereich verlegt wird. Der Shooting-Star zwischen Global-Pop und Afro-Trap war bereits vor zwei Jahren zu Gast und ist seitdem absoluter Fan-Liebling. Passt! (fr)
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02.05. MO 02.05. MO 03.05. DI 05.05. DO 08.05. SO 09.05. MO 10.05. DI 14.05. SA 15.05. SO 16.05. MO 16.05. MO 19.05. DO 19.05. DO 20.05. FR 21.05. SA 24.05. DI 28.05. SA 29.05. SO 30.05. MO 31.05. DI 31.05. DI 01.06. MI 01.06. MI 03.06. FR 10.06. FR 21.06. DI 25.06. SA 27.06. MO 06.07. MI 12.07. DI 17.07. SO 21.07. DO 22.07. FR 22.07. FR 25.07. MO 10.08. MI 24.08. MI 25.08. DO 26.08. FR 30.08. DI 03.09. SA 12.09. MO 15.09. DO 16.09. FR 19.09. MO 21.09. MI 22.09. DO 22.09. DO
Favoriten des Monats
ROY BIANCO & DIE ABBRUNZATI BOYS / NAND SUPERSUCKERS FRANZ FERDINAND BAEST DAS LUMPENPACK EARTHLESS / MAIDA VALE RIKAS / POWER PLUSH CHUCK RAGAN (CAPITOL OF) MESHUGGAH GENTLEMAN STEINER & MADLAINA CULCHA CANDELA / HOPE HÄLLAS / HOT BREATH TIM VANTOL GROSSSTADTGEFLÜSTER PATRICK SALMEN CSD WIESBADEN 2022 HASENSCHEISSE TR/ST SANTROFI FEAT. AK YEBOAH & YAW TOG BAD RELIGION PENNYWISE SHELLAC HIGH ON FIRE / STAKE EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN THE JESUS AND MARY CHAIN PLAY DARKLANDS 17 YEARS SOL FEAT. ELDER / 1000MODS / U.A. CONVERGE / CHELSEA WOLFE: BLOODMOON STEEL PANTHER DROPKICK MURPHYS TERRORGRUPPE / THE TCHIK MEUTE EXODUS EMMA RUTH RUNDLE (MUSEUM WI) WE WERE PROMISED JETPACKS TOCOTRONIC FONTAINES D.C. LEONIDEN TURBOSTAAT KYTES TASH SULTANA (JAHRHUNDERTHALLE F) JORIS ZUGEZOGEN MASKULIN POLARIS / ALPHA WOLF / U.A. TRUCKFIGHTERS / GREENLEAF FROG LEAP PARCELS ÓLAFUR ARNALDS (KURHAUS WI)
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schlachthof-wiesbaden.de
06.05. Tingvall Trio 07.05. Dichterschlacht Darmstadt 07.05. Megahits: 80er, 90er, 00er & Charts 12.05. International Music 13.05. Starbugs Comedy 14.05. 8kids 14.05. Bodo Wartke (darmstadtium) 15.05. Füenf 17.05. Dalibor Marković 19.05. Patrick Salmen 20.05. Fifty/Fifty: Die Party für Best Ager 21.05. The Battle of Trash 24.05. Jojo Mayer / Nerve 25.05. Fischer-Z Solo 27.05. Friska Viljor 28.05. 2000er Party 08.06. Wolfgang Trepper 10.06. FAUN 11.06. Bodo Wartke & die SchönenGutenA-Band 12.06. Rainald Grebe Solo 15.06. Bucovina Club mit Shantel 19.06. Daniel Norgren 22.06. Shout Out Louds 23.06. Django 3000 24.06. Triosence 25.06. Walking On Rivers
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Suche und finde Kunst im öffentlichen Raum, Folge 28: Benedikt König, Grabmal Friedrich von Flotow, 1884 TEXT: THOMAS GEORG BLANK | FOTO: NOUKI EHLERS, NOUKI.CO
Ein umzäuntes Quadrat mit mehr oder minder kontrolliertem Bewuchs – und mittendrin eine seltsame Szene aus Stein und Metall: Auf einem zum Eingang gewordenen Riesensockel thront das Antlitz des Grabbewohners und Komponisten Friedrich von Flotow.
Immerhin wird sie bis zum heutigen Tag aufgeführt.
Unter seinem ernsten Gesicht befindet sich eine aus Marmor gearbeitete Frauenfigur, deren rechter Fuß bereits auf der Schwelle ruht und deren Hand gerade dabei ist, die Tür zu öffnen. Wer ist dieser Gast? Vielleicht handelt es sich bei der Figur um die Verkörperung von Flotows Erfolgsoper „Martha“. Dieses Musikstück war Mitte des 19. Jahrhunderts ein gigantischer Erfolg und für eine Weile die meist gespielte Oper der Welt. Doch während ihr Schöpfer sich bereits im Reich der Toten hinter der Tür befindet, weilt die steingewordene Chart-Stürmerin noch auf der Seite der Lebenden.
Dem Bildhauer Benedikt König ist mit dieser Szene ein berührendes und vieldeutiges Bild zum Tod gelungen, welches das Verhältnis von Autor:innen und ihren Werken auf wunderbar unaufgeregte Weise thematisiert. Leider sind Bilder, die den Tod begleiten, nicht immer so poetisch und friedlich. Das liegt vor allen Dingen daran, dass bei Weitem nicht jeder Tod so ausgiebig beschmückt und be trauert werden kann wie jener des Komponisten Friedrich von Flotow. Den polaren Gegensatz bilden anonyme Massengräber, die jeden Tag irgendwo auf unserem Planeten aus verschiedenen Gründen ausgehoben werden. Derzeit leider viel zu häufig in der Ukraine und anderen von Krieg und Kämpfen erschütterten Ländern. Die Aussage, dass der Tod alle Menschen gleichmacht, scheint mit Blick auf diesen Sachverhalt eine hohle Phrase zu sein. ❉
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WIR FEIERN UNSER JUBILÄUM
7.MAI
Kommt vorbei und stoßt mit uns an. Wir freuen uns sehr auf euch!
Beim „Uff de Gass Streetwalk“ am 13. Mai wird die Rückkehr der Darmstädter Ausgehkultur propagiert und praktiziert – „Ehrenrunde“ zu zehn exemplarischen Bars, Cafés und Clubs T E X T: CEM TEVETOǦLU | FOTO S + GR A F I KE N: E L M A R C OM P E S
Die vergangenen zwei Jahre waren bretthart für all die tapferen Darmstädter Gastwirt:innen, Bartender, Baristas, Restaurant- und Club-Betreiber:innen. Nahezu alle haben bis heute durchgehalten. Haben ihr Erspartes aufgebraucht, einen
Teil der Mitarbeiter:innen verloren – was auch für die Umsätze gilt, die nicht mehr aufgeholt werden können. 2020 und 2021: Bundesweit mehr als minus 30 Prozent im Vergleich zu 2019. Die staatlichen Corona-Soforthilfen waren gut und wichtig. P | 14
Wobei es explizit heißt: „bis auf Weiteres“. Warum eigentlich nicht: „für immer“? Der Hotel- und Gastronomieverband Dehoga Hessen ist schwer dafür und argumentiert: Das Gastgewerbe profitiere zwar „ohne Zweifel von der Nutzung des öffentlichen Raums“. Gleichzeitig partizipierten die Kommunen aber bereits über Gewerbe- und Einkommenssteuer am wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe. „Gerade in der Sommerzeit prägt das Gastgewerbe das positive Erscheinungsbild der Stadt und leistet einen wesentlichen Beitrag für ein attraktives Angebot und Lebensqualität“, so der Verband. Die Sondernutzungsgebühr sei folglich eine „Doppelbelastung“. Restaurants würde zudem helfen, für Speisen nur den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent aufzurufen.
Allerdings oft geringer als die Extra-Honorare für den Steuerberater. On top nun auch noch massiv steigende Kosten für Lebensmittel und Energie plus die anstehende Erhöhung des Mindestlohns (ab Juli). Die Sache ist klar: Das Gastgewerbe/ die Abendkultur braucht unseren Support – jetzt! Höchste Zeit, Solidarität zu zeigen – und Umsatz zu bringen. Mach' mit beim ersten Darmstädter Streetwalk zu zehn Darmstädter Bars, Kneipen, Restaurants und Kulturlocations! Am Freitag, 13. Mai, von 15 bis 23 Uhr sind wir „uff de Gass“! „Wir treffen uns um 15 Uhr vor der Centralstation und heben gemeinsam die Gläser. Dann geht's gut gelaunt mit Support-Weg-Bier und Street-Beatz auf die Tour und wir klappern nach und nach unsere zehn Stationen ab“, erklärt Initiator Elmar Compes (Uppercut Club) die Gemeinschaftsaktion. Eine „Ehrenrunde“ zu exemplarischen Lieblingsläden soll „Uff de Gass“ sein. Ein rund zehn Kilometer langer Weck-Lauf fürs Gaststätten- und Hotelgewerbe, für die Abendkultur in Darmstadt – oder: „ETF: Essen – Trinken – Feiern.“ Weil wir bewahren möchten, was uns lieb und teuer ist. Save what you love!
Stadt hin, Bundespolitik her: Den schnellsten und direktesten Hebel halten wir Konsument:innen in der Hand. Also: Füllen wir die Kassen der Gastronom:innen dieser Stadt wieder! Stocken wir ihre Liquidität auf! Beenden wir ihre Schieflage! Retten wir die Bar- und Kneipen- und Restaurantkultur Darmstadts! Raus aus der Bude, rein in die Gastro! Zurück in die Zukunft – mit wieder möglichst viel Ausgehkultur! ❉
Wer mitlaufen möchte, muss sich bis 10. Mai bei einer der teilnehmenden zehn Locations anmelden. Jeweils zehn Leute können dabei sein. Schnell sein, lohnt sich also, denn es gilt: „First come, first serve.“ „Macht Euch auf einige nice Überraschungen gefasst. Am Ende landen wir im Weststadtcafé und lassen dort den Abend auf der ,Soulaboration' ausklingen. Nice & easy“, lockt Organisator Elmar. Auch wir sagen: „Seid spendabel und haut' ordentlich einen raus auf dieser Ehrenrunde!“ Denn Bars, Kneipen, Restaurants und Clubs sind soziale Orte. Etwas pathetisch ausgedrückt: Sie sind Orte der Seelenreinigung. Hier trifft man sich, isst und trinkt etwas, kommuniziert, lädt den Akku auf, tanzt, knutscht. Bars, Kneipen, Restaurants und Clubs sind systemrelevant, weil sie lebensrelevant sind. Dass sie nicht selbstverständlich für uns da sind und nur weiter existieren, wenn wir sie besuchen, war uns vielleicht gar nicht mehr so bewusst – bis Corona kam. Also: Bobbes hoch, runter von der Coach – und ab nach draußen!
Auch im Sommer 2022: großzügige Außenbereiche Ein Zeichen der Solidarität kam kürzlich übrigens auch von der Stadt Darmstadt. Sie erhebt auch 2022 keine Sondernutzungsgebühr für den gastronomischen Außenbereich (üblich waren vor Corona: 5 bis 25 Euro je Quadratmeter im Monat). P | 15
Uff die Gass, Ihr Leut’! — Mach’ mit bei der Gemeinschaftsaktion für die Darmstädter Gastro-Szene und Abendkultur Freitag, 13. Mai, 15 bis 23 Uhr Geh’ als gutes Beispiel von A nach Bar – und supporte Deine Lieblingsläden! Die Stationen (Zeitangaben sind Richtwerte): 15.00 Uhr: 15.40 Uhr: 16.20 Uhr: 17.00 Uhr: 17.40 Uhr: 18.20 Uhr: 19.30 Uhr: 20.30 Uhr: 21.30 Uhr:
Centralstation, im Carree Woodrich, Elisabethenstraße 17 La Lucha, Schleiermacherstraße 10-12 806qm, Alexanderstraße 2 Chez, Kirchstraße 8 apéro, Schulstraße 6 Biergarten, Dieburger Straße 97 Los Santos, Fuhrmannstraße 2 Uppercut Club, Wilhelm-LeuschnerStraße 48 22.30 Uhr: Weststadtcafé, Mainzer Straße 106 23.00 Uhr: Ende der Veranstaltung (im Weststadtcafé läuft: „Soulaboration“)
»Musik ist für uns nicht zeitlich linear greifbar«
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Blackbox mit Meloi I N T E RV I E W: P I T ST E I N E RT | FOTO: NOU K I E H L E RS, NOU K I.C O
Meloi aus Darmstadt spielen super groovigen Hard Rock. Live wird dieser 80er-Jahre-Sound mit einer energievollen Show untermalt, die vor Power nur so strotzt. Diesen Monat erscheint ihr erstes Album „Future Raiders“. Philip Meloi (Gitarre), Lara Fischer (Bass) und Malte Schmidt (Schlagzeug) erzählen im Blackbox-Interview, wie das Recording während der Pandemie ablief und wieso man auch 2022 noch Musik aus einem länger zurückliegenden Jahrzehnt spielen kann.
Man kennt Dich, Philip, von der bekannten Psychedelic-Rock-Band Okta Logue. Nun hast Du seit einiger Zeit eine neue Band, die Deinen Nachnamen trägt. Wie ist es dazu gekommen? Und kennt man die anderen Gesichter vielleicht schon aus der Darmstädter Musikszene? Philip: Genau, ich bin mit Okta Logue schon sehr viele Jahre lang musikalisch unterwegs. Gegen Ende 2019 hatte ich dann die Idee gefasst, eine neue Band zu gründen, die musikalisch ein bisschen mehr in Richtung 80s und AOR [Adult Oriented Rock, Bands wie Toto, Styx, Journey] gehen sollte. Ich hatte Lust auf quietschende Gitarren und auch ein bisschen mehr Energie. Das war aber damals alles noch nicht so ausgereift und durchdacht. Über die Zeit haben wir fünf uns dann zusammengefunden – wir waren vorher noch gar nicht so die Buddys, die sich gegenseitig vom miteinander Musizieren kannten. Es sind dann Leute aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet geworden, nicht nur aus Darmstadt. Malte: Ich komme aus Offenbach und sehe die ganze Rhein-Main-Szene auch eher als ein gemeinsames Kollektiv-Ding. Da gibt es viele Überschneidungen. Ich finde, dass in Darmstadt halt kulturell am meisten geht. Da trifft man die Leute bei den ganzen Veranstaltungen und den coolen Venues und kommt ins Gespräch miteinander. Ich habe immer das Gefühl, die Leute proben in Frankfurt in den ganzen Proberaum-Komplexen dort, studieren in Mainz an der Uni und spielen dann ihre Konzerte in Darmstadt. Das ist eine ganz coole Symbiose, finde ich.
Philip, im Dezember 2020 warst Du schon zu Gast im P-Stadtkultur-Podcast „Parole P“ und hast erzählt, wie es war, während der Pandemie eine neue Band zu gründen. Was ist seitdem bei Meloi passiert? Philip: Wir haben unser Debüt-Album fertiggestellt, das Ende Mai erscheinen wird, und sind jetzt natürlich sehr heiß darauf, damit auf die Bühne zu gehen! Wir haben einfach viel Musik gemacht, waren ein bisschen live unterwegs, aber natürlich sind uns, genauso wie anderen Kulturschaffenden, auch Shows wieder um die Ohren geflogen wegen Corona. Neulich hatten wir außerdem die Veröffentlichung unserer Single „Rush Hour“ mit dazugehörigem Video, das wir zusammen mit Sebastian Spohr gedreht hatten. Lara: Neben dem Musikmachen haben wir uns natürlich auch um diesen ganzen „Business-Kram“ rund um das Album und den Release gekümmert, der zu so was immer dazugehört. Wie lief der ganze Prozess mit der Aufnahme und der Produktion Eures Albums während der Pandemie denn ab? Habt Ihr das Gefühl, Ihr wurdet durch Corona ausgebremst? Philip: Es war auf jeden Fall anders. Natürlich war wegen diverser Lockdowns das Zusammenspielen und Proben nicht so möglich, wie man sich das vorstellt – also klassisch zu fünft im Studio sein, dort zusammen proben und aufnehmen und dann ist der Song im Kasten. Wir mussten uns natürlich immer an die Gegebenheiten anpassen und kreativ sein. Manche Sachen konnten wir dann eben nur zu zweit erarbeiten. Teilweise waren auch die Recordings ein bisschen in die Länge gezogen und es gab generell auch viele Verzögerungen – eigentlich hätten wir mit dem ganzen Recording auch schon früher begonnen. Und in den kompletten Lockdowns war das dann überhaupt nicht möglich. Es ist also ein ganz anderer Prozess gewesen. Gleichzeitig hatten aber alle Leute, die da irgendwie involviert waren, in den Lockdown-Phasen plötzlich wahnsinnig viel Zeit. Dadurch hatte man dann auf einmal auch die Möglichkeit, noch mal ein paar Tage im Studio P | 17
machen Rockmusik; Gitarren-Rock.
zu sitzen und an den Gitarren zu arbeiten oder so. Klassische Studioproduktionen laufen sonst in einem viel enger gesteckten Rahmen ab. Malte: Es war auch viel mehr gestaffelt. Als wir die ersten Songs aufgenommen hatten, waren für manche anderen Lieder gerade mal die Grundideen da. In dieser Zeit konnten Sachen noch mal weiter wachsen und man lernt sich gegenseitig auf einer musikalischen Ebene noch besser kennen.
Ist Elton John denn jemand, der Euch musikalisch geprägt hat, oder wen würdet Ihr da noch so nennen? Philip: Auf jeden Fall. Aber ja, das ist schwierig zu sagen, weil es natürlich ganz, ganz viele Sachen gibt, die da einflussgebend sind. Mein Songwriting ist sicherlich von meiner großen Liebe zu Bruce Springsteen beeinflusst, auch wenn sich das jetzt in den Songs nicht so direkt widerspiegelt. Ansonsten steh' ich total auf diese ganzen 80er-Hard-Rock-Bands wie die Scorpions, Gary Moore und so weiter, aber wer uns aus anderen Projekten kennt, weiß ja, dass wir musikalisch auch andere Handschriften haben können. Lara: Bei mir ist es ebenfalls unterschiedlich. Ich stehe sehr auf den ganzen Hard Rock, komme aber gleichzeitig aus der Psychedelic-Richtung. Ich höre aber auch gerne einfach mal HipHop.
Ihr hattet letztes Jahr unter anderem auch auf der Mainzer Sommerbühne gespielt. Natürlich gab es da mehr als die paar Songs zu hören, die man bisher von Euch im Netz finden kann. Wie fühlt sich das an, Songs vom Album schon live zu spielen, die noch gar nicht veröffentlicht sind? Malte: Ich finde, man kann etwas befreiter spielen. Ich habe immer das Gefühl, wenn Musik schon draußen ist, dann versuche ich diese Songs geradliniger zu spielen als die, bei denen noch niemand weiß, wie sie eigentlich klingen. Philip: Ja, es ist spannender dadurch. Die Leute reagieren vielleicht auch kritischer, man muss also mehr „Überzeugungsarbeit“ leisten. Deswegen ist man vielleicht ein bisschen mehr „on fire“. Wenn die Leute dann später aber auch die Songs und die Texte kennen, hat man noch mal eine ganz andere Art von Interaktion. Und ich denke, wir spielen jetzt ja auch eher knackige Power-Sets, da ist es gerade bei längeren Konzerten wichtig, dass man während der Show mit dem Publikum gemeinsam auf diese Reise gehen kann.
»Ich hatte Lust auf quietschende Gitarren«
Wenn wir hier jetzt schon mit so großen Namen hantieren: Wie schafft man es denn, Musik zu machen, die nicht genauso wie früher klingt? Also dass die Hörer:innen nicht denken, es klingt ja eh gleich, da können sie zum Beispiel auch einfach einen Originalsong von Elton John hören. Das steht bei so einer Musik ja auch immer irgendwie über einem. Malte: Ich glaube, einen Großteil nimmt Dir auch einfach die Technik im Studio ab ... [Philip lacht herzhaft]. Also im Positiven wie auch im Negativen. Damals gab es halt andere Mixing-Techniken. Heute klingt das moderner und auch durch das Equipment anders. Und natürlich kann man an gewissen Stellen einfacher hingehen und Dinge noch mal gerade schieben; was wir jetzt aber eigentlich gar nicht so gemacht haben. Philip: Ja, aber wir sind halt auch einfach keine 80s-Kids. Klar kennen wir auch Lana Del Rey oder finden Bands wie die Arctic Monkeys gut. Und natürlich wirft man uns dann vielleicht vor: „Okay, wo ist denn jetzt die Innovation? Das klingt ja wie Journey.“ Aber wenn du das jetzt so begreifst, dass du immer etwas verändern musst, dass es immer weiter nach vorne gehen muss, dass es immer etwas Anderes sein muss, damit es interessant bleibt, dann hättest du viel früher schon den roten Stift ansetzen und auch immer die zeitgenössischen Vertreter aus dem Boot rauswerfen müssen. Ich glaube, Musik
Findet Ihr, der Begriff „Hard Rock“ beschreibt Eure Musik gut? Malte: Ich würde es nicht Hard Rock nennen, das stelle ich mir prolliger vor, auch wenn ich das jetzt nicht negativ meine. Ich finde, unsere Musik ist eleganter und fresher. Ich würde es einfach Rock-Musik nennen. [lacht] Philip: Bei diesen ganzen Begrifflichkeiten kommt man schnell in so ein nerdiges Schubladen-Denken. Bestimmt könnte man sich da was aus dem Hut zaubern, was sprachlich noch besser greifen würde. Malte: Vielleicht kann man sagen, dass wir näher an Elton John dran sind als an AC/DC. Letztere ist eine klassische Hard-Rock-Band, würde ich sagen, und Elton John halt nicht. Wir P | 18
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ist für mich nicht zeitlich linear greifbar im Sinne von: „Das ist alt und das ist neu und das ist ganz neu“, sondern es ist auch gleichzeitig da. Natürlich ist das, was wir heute machen, modern. Und gleichzeitig kann man dem auch den Anstrich geben, dass das wie eine 80er-Jahre-Platte klingt, wenn man das möchte, weil es natürlich auch eine Ästhetik ist, der man sich bedient. Warum ist der 400. Song, der die gleichen Themen behandelt, immer noch gut? Weil es halt nicht so einfach ist, dass Dinge abgehakt sind, wenn sie einmal gemacht wurden.
Wann und wo kann man Euch denn mit dem neuen Album sehen? Philip: Am 13. Mai spielen wir zusammen mit Vvlva im 806qm in Darmstadt! Lara: Ansonsten haben wir vor Kurzem auf unseren Social-Media-Kanälen noch ein paar Shows für das Frühjahr angekündigt, darunter Würzburg, Karlsruhe, Berlin und eine in der Schweiz. Darüber hinaus haben wir auch schon ein paar Sommerpläne, aber die dürfen wir noch nicht verraten [einen Sommertermin verraten wir dann schon mal: Meloi spielen am Heinerfest-Donnerstag bei „Heißes Pflaster uff de Piazza“!]. Philip: Wer uns aufmerksam verfolgt, wird noch einige Konzertankündigungen von uns zu hören bekommen. Malte: Ich finde tatsächlich auch, dass die Musik, die wir machen, live sehr gut funktioniert – fast besser als auf Platte. Wir sind auf jeden Fall eine Liveband. Die Art, wie das knallt, ist live einfach noch mal viel direkter und greifbarer. ❉
NEROMUN
13|05 Milchsackfabrik
WREST
26|05 Ponyhof Club
MARC-UWE KLING
17|06 Mainz, Zitadelle
VAN HOLZEN
23|06 Nachtleben
FABER
14|08 Hanau, Amphitheater
MATTHEW MOLE 24|08 Das Bett
MAECKES
& Die Katastrophen
07|09 Sankt Peter
TAKT32
08|09 Nachtleben
SONS OF THE EAST 14|09 Das Bett
NOAH LEVI
15|09 Nachtleben
BIFFY CLYRO
18|09 Festhalle
SOFI TUKKER
22|09 Sankt Peter
Endlich wieder live! —
PHILIPP DITTBERNER
Meloi präsentieren die Songs ihres DebütAlbums „Future Raiders“ (VÖ: 27. Mai). Mit dabei: Die Heavy-Kraut-Psych-Rock-Kombo Vvlva aus Aschaffenburg/Frankfurt.
CHRIS JAMES
25|09 Das Bett
27|09 Ponyhof Club
806qm | Fr, 13.05. | 20 Uhr | 8 € meloiofficial.com
TICKETS & INFOS: P | 19
WWW.SCHONEBERG.DE
Fiesas Welt Folge 9: Olympia 2040 – im Schatten des Fünfringeturms T E X T: I SA BE L L R A SE | P ORT R ÄT-I L LU: L I SA Z E I SS L E R | A RT I KE L-I L LU: PAU L I N E W E RN I G
In aller Deutlichkeit: Sportliche Großveranstaltungen sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Früher war eine Olympiamedaille ein Garant für lukrative Werbedeals für Süßwaren oder Nahrungsergänzungsmittel – zumindest wenn man ein Mann ist. Behängt mit dem Edelmetall gab es Ruhm, Ehre und viel Öffentlichkeit. Sportarten erlebten großen Zuwachs, wenn sie olympisch wurden, und so mancher Star hat junge Sportler:innen motiviert, selbst dranzubleiben. Aber heute sitzt die Frage nach dem Boykott lockerer als die Frage nach dem sportlichen Geheimrezept, wenn man Interviews mit Athlet:innen verfolgt. Wenn Lanz zum hundertsten Mal mit überschlagenem Bein und geneigtem Kopf betont skeptisch fragt „Ist das noch Olympia?“, dann sieht man schon die genervte Verzweiflung in den Augen der befragten Sportler:innen. Rumdrucksen inklusive, denn was sollen sie denn auch sagen? Wir wollten ja alle nichts wissen von Korruption, Menschenrechtsverletzungen oder, was mit den nagelneuen Sportstätten passiert, wenn der Zirkus weitergezogen ist.
Heute ist das anders – danke, Internet. Und das alles auszublenden, fällt selbst eingefleischten Fans schwer. Für die Athlet:innen tut es mir wirklich leid, denn eine Olympiateilnahme ist der Höhepunkt einer sportlichen Karriere. Ganz unironisch: Das ist wirklich eine große Scheiße, in solche Gewissenskonflikte gebracht zu werden und trotzdem eine Medaille gewinnen zu wollen, weil man genau dafür ein Leben lang trainiert. Kann man da nichts machen, außer das Ganze hinzunehmen, es lautstark bei Instagram zu boykottieren und dann heimlich doch mal reinzuschauen? Können wir hier in der Digitalstadt Darmstadt nichts anbieten, außer Weltkulturerbe? Ich glaube: doch! Think big, think new. Olympia im Bürgerpark! Jawohl, richtig gelesen. Dass da sonst noch niemand auf die Idee gekommen ist. An einem normalen Frühlingstag werden im Bürgerpark schon jetzt viele Sportarten GLEICHZEITIG ausgeübt – und das alles passiert friedlich in der Abendsonne. Ein durchschnittlich menschenverachten-
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der Olympiaausrichter braucht nach jahrelanger Vorbereitung ganze zwei Wochen für alle Wettbewerbe, bei uns in Darmstadt passiert das einfach mal an einem Dienstag. Okay, zugegebenermaßen, die Sportstätten sind zwar schon etwas in die Jahre gekommen, aber es ist ja noch Zeit. Die Vorteile drängen sich förmlich auf: Alles ist sehr zentral, auf dem Messplatz könnte die Medienentourage ihren Platz einnehmen, es gibt mehrere Sporthallen, Außenplätze, einen Skatepark, die Laufwege sind kurz und das neue, grandiose Nordbad ist schon jetzt bereit. Ein paar Zuschauertribünen zimmern wir fix zusammen, wo es noch welche braucht. Auch den Athlet:innen und der olympischen Familie können wir ein einzigartiges Olympia-Feeling bieten, das sie perfekt auf ihre Wettbewerbe vorbereitet: Wenn man den Karlshof kurzzeitig räumt und die Studierende und ihren Krempel für vier Wochen rauswirft, haben wir nämlich auch ein astreines olympisches Dorf. Natürlich wird das auch Kritik geben, aber man kann es nie allen recht machen. Immerhin bauen wir nichts Neues, ist hier eh kein Platz für. Ein Werbekonzept habe ich mir auch schon aus dem Ärmel geschüttelt, gern geschehen: Ich sehe es vor mir, die olympischen Ringe, in den buntesten Farben, optisch eingebaut in die Silhouette des Fünffingerturms, der aber jetzt natürlich Fünfringeturm heißt. Zu guter Letzt haben wir natürlich auch ein obligatorisches Maskottchen, genau genommen sogar zwei: den Langen Lui und die kleine Mathilde. Olympia 2040 im Schatten des Fünfringeturms. Wenn die Digitalstadt Darmstadt die Bewerbung noch schnell per Fax schickt, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.
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Du bist fies? Ich bin Fiesa! — Ich bin Isa, 34, spiele Roller Derby und mag Tierbabys aller Art. Ich wohne seit 2007 in Darmstadt, wollte nur kurz zum Studium bleiben ... das hat ja hervorragend geklappt. Darmstadt war Liebe auf den zweiten Blick und ist Zuhause geworden. Die Schrullen und Besonderheiten der Stadt bringen mich zum Lachen, daran wollte ich Euch teilhaben lassen. Da ich keine echte Heinerin bin, ist das natürlich nie ganz ernst zu nehmen und mit einem Augenzwinkern zu verstehen. P | 21
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DAS SCHWEIGEN BRECHEN Die Darmstädter Geschichtswerkstatt T E X T: F R A N K S C H UST E R | FOTO: NOU K I E H L E RS, NOU K I.C O
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Geschichte begegnet einem in Darmstadt an jeder Straßenecke – wenn man nur genauer hinsieht. Exakt das tut die Darmstädter Geschichtswerkstatt seit bald 40 Jahren. Der Verein deckt dabei auch immer wieder unbequeme Wahrheiten auf. Auf seine Initiative hin wird der Magistrat demnächst eine Gedenktafel auf dem Gelände des Klinikums enthüllen, die an das Schicksal von (geschätzt) mehr als 1.000 während des Naziregimes zwangssterilisierten Frauen und Männer erinnert. „Verschwiegenes aufdecken und das Schweigen brechen“, fasst Vorstandsmitglied Christoph Jetter die Idee hinter der Geschichtswerkstatt zusammen. „Wir wollen an das Schicksal von Personen erinnern, die heute überhaupt nicht oder kaum noch bekannt sind.“ Bis vor Kurzem wussten nur wenige, dass im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt vermutlich mehr als 100 Akten schlummern, die eine Vielzahl von operativen und röntgenologischen Zwangseingriffen zur Unfruchtbarmachung von Menschen dokumentieren. Die NS-Ideologie stufte die Betroffenen wegen geistiger Erkrankung oder erblicher Körperbehinderung als „minderwertig“ ein. Ort des Geschehens war nach Beschlüssen der Erbgesundheitsgerichts das städtische Krankenhaus, Vorläufer des heutigen Klinikums. Den Hinweis auf die Akten erhielt die Geschichtswerkstatt von einer Enkelin eines in die Taten verstrickten früheren Amtsarztes. Die Frau rührte damit an einem Familientabu.
Entsetzen über operative und röntgenologische Zwangseingriffe „Die Akten lasen wir mit Entsetzen“, sagt Jetter. Der Darmstädter Geschichtswerkstatt e. V. bildete sich 1983 aus einer Gruppe von Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen am Institut für Geschichte an der Technischen Hochschule Darmstadt, Vorgängerin der heutigen TUD. Hannelore Skroblies, Historikerin und seit vielen Jahren Vorsitzende des Vereins, war eines der Gründungsmitglieder. Zu Beginn der 1980er-Jahre entstanden in ganz Deutschland unter anderem nach schwedischem Vorbild Geschichtswerkstätten. Die Bewegung folgte der Losung: „Grabe, wo du stehst“, einem Buchtitel des Historikers Sven Lindqvist entlehnt. Leitidee ist bis heute eine „Geschichte von unten“ und „Geschichte vor Ort“, mit dem Fokus auf den „kleinen Leuten“ – Arbeitern, Frauen, Migranten, Minderheiten. „Bestimmte Themen und Blickwinkel“, sagt Jetter, „kamen in der ‚großen Geschichte‘ einfach nicht vor.“ Jetter, 87 Jahre alt, Jurist und früherer Gewerkschafts- > P | 23
sekretär, ist seit 1995 dabei und möchte zum Ende des Jahres seine Vorstandstätigkeit abgeben. Skroblies und Jetter erinnern sich noch gut an die Widerstände, gegen die sie anfangs kämpfen mussten. In der akademischen Geschichtswissenschaft war der Grundansatz von Geschichtswerkstätten noch nicht so anerkannt, wie er es heute ist. „Es gab damals so gut wie niemanden, der zum Nationalsozialismus in der Region geforscht hatte – mit Ausnahme des jungen Historikers Heinrich Pingel“, sagt Jetter. Zudem konfrontierten sie die Bürgerschaft in Darmstadt – in der NS-Ära Landeshauptstadt – mit einer Zeit, über die viele lieber weiter schweigen wollten. „Noch 1990 hielten wir einen Flyer über Darmstadt in der Hand. Da stand: Spatenstich Reichsautobahn, Brandnacht. Was sonst zwischen 1933 und 1945 passierte, fehlte komplett.“
Dokumentation von Lebensgeschichten von zumeist nicht oder wenig bekannten Menschen aus Darmstadt, die während der Nazizeit verfolgt, vertrieben und deportiert wurden. Eine Reihe davon stellte 2015 auch das P-Magazin in einer Serie in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt vor. Zweites Projekt: das Bekanntmachen der Geschichte Karl Plagges, der als Wehrmachtsoffizier im heutigen litauischen Vilnius etwa 250 ihm unterstellten Zwangsarbeitern das Überleben ermöglichte. Der rettende Einsatz des gebürtigen Darmstädters wurde erst über 40 Jahre nach dessen Tod umfänglich bekannt. ❉
darmstaedter-geschichtswerkstatt.de
Alternative Stadtrundgänge Zu den frühesten Projekten, die der Verein bis heute anbietet, gehören alternative Stadtrundgänge. Neben dem Rundgang „Darmstadt als Industriestadt – Arbeit und Alltag um 1900“ widmet sich ein weiterer dem Thema „Widerstand und Verfolgung in Darmstadt im Nationalsozialismus“. Er führt unter anderem zu folgenden Stationen: Luisenplatz (in der NS-Zeit in „Adolf-Hitler-Platz“ umbenannt und Sitz des ehemaligen Landtags), Kaufhaus Henschel & Ropertz (die Nazis enteigneten die vorherigen jüdischen Eigentümer, die Familie Rothschild), Mercksplatz (hier fand 1933 die Bücherverbrennung statt), Rundeturmstraße 12 (ehemaliges Landgerichtsgefängnis mit Gestapo-Trakt und kurzzeitiger Außenstelle des KZ Natzweiler), Hinterhaus in der Dieburger Straße 36 (frühere Wohnung und Werkstatt des Schneidermeisters und kommunistischen Widerstandkämpfers Georg Fröba, den die Nazis 1944 hinrichteten). Auf Betreiben der Geschichtswerkstatt wurde an jeder der Stationen eine Informationstafel mit Erklärungen angebracht. Es folgten viele weitere Projekte, die man an dieser Stelle kaum aufzählen kann. Hervorgehoben seien jedoch noch zwei: Das Erstellen von „Darmstädter Biografien 1933 – 1945“, einer Sammlung und
Mach mit! —
Veranstaltungen der Darmstädter Geschichtswerkstatt: — Di, 03.05., 18 Uhr, im Haus der Geschichte: „Gernika und die Politik der Erinnerung in Spanien und Deutschland.“ Vorträge und Debatte anlässlich des Luftangriffs auf Gernika vor 85 Jahren (in Kooperation mit der Stadt Darmstadt und dem Instituto Cervantes). Mo, 16.05.: „Sinti und Roma: Zur Geschichte einer Minderheit zwischen Stigmatisierung, Verfolgung und Selbstbehauptung.“ 17 Uhr, am Mahnmal für die aus Darmstadt deportierten Sinti, Große Bachgasse 7: „Die Schatten von Auschwitz und die Wunden meiner Eltern – Eine biografische Lesung zu Verfolgung und Widerstand.“ 19 Uhr, im Literaturhaus: „Bilder und Zerrbilder von Sinti und Roma in der Kunst.“ Vortrag von Peter Bell. So, 22.05., 14 Uhr, Treffpunkt: am Brunnen vor dem Regierungspräsidium auf dem Luisenplatz: Stadtrundgang „Widerstand und Verfolgung in Darmstadt im Nationalsozialismus“. Do, 23.06., 19 Uhr, im Haus der Geschichte: „Die Erfindung des Rechtsterrors in Deutschland – Die Ermordung von Walther Rathenau vor 100 Jahren.“ Vortrag von Dr. Florian Huber (in Kooperation mit dem Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie, Stadt- und Staatsarchiv“). Fr, 01.07., ganztägig im Literaturhaus: Ausstellung „Retter in Uniform, Erinnerung an Karl Plagge (1897 – 1957)“. 18 Uhr, im Literaturhaus: Vortrag der Berliner Historikerin Dr. Beate Kosmala.
Die Arbeitsgruppe der Darmstädter Geschichtswerkstatt trifft sich regelmäßig. Neue Teilnehmer:innen sind jederzeit willkommen. Kontakt: info@darmstaedter-geschichtswerkstatt.de P | 24
Objektiv Subjektive Eindrücke aus dem Darmstädter Musikkosmos FOTO + T E X T: JA N BE M A
Objekt: Mighty Oaks (Berlin) Datum: 30. Juli 2021 Ort: Messplatz Darmstadt, Endlich Open Air 2021 Fotograf: Jan Bema Hintergrund: „Die Sonne geht langsam hinter der Bühne unter, ein lauer Sommerabend stellt sich ein, in der Hand halte ich ein kaltes Getränk. Euphorie macht sich breit in den kleinen, rechteckig abgesteckten Parzellen auf dem Darmstädter Messplatz und am Ende wird sogar ein bisschen getanzt. Noch kein Vergleich zu echtem Festivalfeeling, aber mit dem Endlich Open Air kehrte für mich letztes Jahr ein Hauch Normalität zurück ins städtische Leben – und ich freue mich jetzt schon auf die zweite Edition diesen Sommer.“
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ufgeschnappt! Aufgeschnappt! A Stadtkultur-Neuigkeiten T E X T: M AT I N NAWA B I + A N NA GRO O S | FOTO S: BECU LT E D + NOU K I E H L E RS, NOU K I.C O (W I GH T) + DE LTA KOM P L E X
Wir leben in einer von Widersprüchen gezeichneten Wirklichkeit. Ein Versuch, diesen mitunter auch schmerzenden und überwältigenden Verhältnissen zu begegnen, ist das Debüt von Beculted. Leitmotiv für das Album „Arcane Manifestations“ ist eine Konfrontation mit dem Prozess und Gefühl von Entfremdung. Trotz Titeln wie „Geborgenheit“ sei ihr Werk nicht als „zugängliche Musik“ gedacht, so die vierköpfige Doom-Metal-Band, die nur drei Stücke braucht, um die Spielzeit eines Langspiel-Albums zu füllen. Beculted mäandern sich durch kolossale Klangwelten, in denen nicht nur Gitarre, Schlagzeug und Bass zu hören sind, sondern auch für ihr Genre untypische Instrumente wie Cabalongas, Klangschalen und Tambourin. Aufgenommen wurde das Ganze in den Katakomben des Schlosskellers und in der Oetinger Villa. Seit Ende April digital sowie als Schallplatte direkt bei der Band erhältlich (violettes Vinyl, schickes Artwork)! instagram.com/beculted und beculted.bandcamp.com
22. April erschien das Debüt-Album des HipHop Musikers. Die zusammen mit Beat-Produzent Die Weide komponierte Platte trägt den kryptischen Titel „IWDSDFK“ und ist bei allen StreamingDiensten zu finden. Vorab gab's zur Single „Asche 2“ auch ein Musikvideo (Regie: Abdallah Abdelwahab). Der persönlich-selbstreflektierende Track wird darin sehr szenisch an diversen Darmstädter Ecken bebildert. instagram.com/usicrackypharo
In der Battlerap-Szene kein Unbekannter, geht Joe Pharo jetzt mit dem Moniker Usi neue Wege. Am
Auch zurück und 1999 gestartet: das Traffic Jam Open Air! Das Festival – auch bekannt als „der
47 Million Dollars sind zurück in Originalbesetzung! Die Hardcore-Band ist seit 1999 fortwährend aktiv, durchlebte an Gitarre und Bass über die Jahre aber verschiedene Besetzungswechsel. Seit Jahresbeginn wird nun wieder mit allen Gründungsmitgliedern geprobt, live hat sich die „Reunion“ auch schon bewährt – beim Benefiz-Konzert für die Ukraine Anfang April in der Bessunger Knabenschule, bei dem knapp 6.000 Euro an Spenden gesammelt wurden. facebook.com/47milliondollars
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geilste Stau der Welt“ – freut sich auf den Sommer und will offenbar nicht nur Punk-, Hardcore- und Metal-Fans nach Dieburg locken. Bisher angekündigt sind für das Wochenende vom 15. und 16. Juli nämlich nicht nur die kanadischen Polit-Punk-Helden Anti Flag und die Metalcore-Lieblinge Annisokay, sondern auch Ex-Deichkind-Mitglied und DeutschRap-Hausnummer Ferris. Tickets und Updates des Line-ups findet Ihr online: trafficjam.de
gemischt und gemastert, kommt mit neuem Cover von Ingo Lohse und geschmückt mit „historischen“ Fotos von Leander Lenz, der die Zeit im Studio vor elf Jahren dokumentierte. Plus: Als Bonus-LP gibt's ein Live-Album mit Mitschnitt vom Konzert, das die Band am 15. November 2011 im 603qm gespielt hat. Gibt’s alles nur auf Platte, nicht digital und ab 20. Mai direkt im Vertrieb über die Band selbst. DIY or die! wightism.com
Mit ihrem Projekt „Herzmaschine“ komponierten die Messer Brüder bereits vor zwei Jahren für eine Theaterbühne. Jetzt geht's für Julia Rothfuchs und Thomas Buchenauer wieder in die Welt des Schauspiels. Für die Uraufführung des Stücks „Serverland“ im Frankfurter Theater Landungsbrücken spielt das Electronic-Duo den Soundtrack am 12. Mai live. Kurz zuvor erscheint am 05. Mai mit „Connect“ zudem die erste Single der neuen Platte „Nicht mit uns“, die das Kölner Label Reptile Records für September angekündigt hat. messerbrueder.jimdofree.com
Nic Demasow sind Geschichte. Aus dem 2008 gegründeten Fusion-Prog-Jazz-Trio ist jetzt jedoch das Duo ND hervorgegangen. In dieser Formation machen Nico Petry (Schlagzeug) und Denise Frey (Saxophon) weiter gemeinsam Musik. Kreativ als Phönix aus der Asche beflügelt, gingen die versierten Musiker bereits in die Vollen. Das Debüt-Album „eINS“ ist jüngst erschienen und versammelt elf Stücke. Zu hören sind Kompositionen, aber auch Improvisationen, bei denen die akustischen Instrumente um Effektgeräte und Synthesizer ergänzt werden. Spannend: Aufgenommen wurde an unterschiedlichsten Orten. Darunter: im Hessischen Landesmuseum, in der Neuen Synagoge Mainz und den Räumen des Ensemble Modern in Frankfurt. Wow! ndduo.bandcamp.com
An Tosh Taylor kommt man in Darmstadts HipHop-Kosmos seit Jahren nicht vorbei. Der super umtriebige DJ, Veranstalter und Labelmacher (IDC Records, Rugged Audio, Herrngarten Jam, Vibin' ...) geht jetzt allerdings neue Wege. „Ignazio“ ist die erste House-Nummer des Produzenten, der ab sofort auch als Most Haunted wirkt. Der sechsminütige Track ist digital als Stream erschienen. Check it out! instagram.com/the_real_tosh_taylor Nostalgische News aus dem Hause Wight. Die Funk-Kraut-Truppe legt ihr allererstes Album neu auf. „Wight Weedy Wight“ erblickte ursprünglich im Januar 2011 das Licht der Welt. Der Sound der Band fußte damals noch deutlich in wuchtigem Doom-Stoner-Rock. Für das Re-Release hat sich die Band ins Zeug gelegt. Alles wurde neu
Ye Si Ba verarbeiten auf „Once Upon A Time“ die Spuren von Pandemie, Lockdown und Covid-Infek tion. Das Duo, bestehend aus Jesper Størnagel und Produzent Hector The Farmer, ist wieder mal stark vom Sound der 80er, EBM und Wave inspiriert. Analoge Electronica-Klänge, Moogs, Synthesizer, Vocoder, aber auch Gitarren prägen die Songs. 2005 trat die Kombo mit Faible für chinesische Agitprop-Ästhetik erstmals mit einem Release in Erscheinung, „Once Upon A Time“ ist jetzt die erste Veröffentlichung auf Album-Länge. instagram.com/yesiba.music und yesiba.bandcamp.com P | 27
Ebenfalls in den 80ern sind die Referenzen für Delta Komplex zu verorten. Das im Dezember 2019 gegründete Dark-Wave-Trio um bekannte Gesichter aus Darmstädter Punk- und Metal-Bands hat nach einem ersten Demo-Song im Winter 2020 jetzt ein Debüt-Album angekündigt. „Veils“ erscheint am 24. Juni beim Leipziger Szene-Label Unterschall. Wer neugierig ist und reinhören will, findet jetzt schon die Single „Darkside“ im Stream. Mega! facebook.com/Deltakomplex und deltakomplex.bandcamp.com Elżbieta Kalinowska und Andreas Volk werden am 22. Mai mit dem Karl-Dedecius-Preis geehrt. Mit seiner renommierten Auszeichnung will das Deutsche Polen-Institut die „herausragende übersetzerische Leistung“ sowie das „Engagement für den deutsch-polnischen Kulturdialog“ beider würdigen. Während Kalinowska deutschsprachige Literatur für polnische Verlage bearbeitet, liegt Volks Schwer punkt auf zeitgenössischen Theatertexten. karl-dedecius-preis.de Darmstadt ist mittendrin, sein „Mittendrin” zu revolutionieren. Den letzten Schubs der Corona-Pandemie folgend, geht die Stadt jetzt in die Offensive und sucht ein neues Konzept für eine Innenstadt, ANZEIGE
STIFTUNG
die Menschen auch morgen und übermorgen noch gern besuchen. Unsere neue Serie „Darmstadt, wie wär’s?” (Folge 1 im P-Magazin vom April 2022) präsentierte bereits erste Ideen. Die könnt Ihr jetzt auch an offizieller Stelle loswerden. Online-Beteiligung ist bei „Darmstadt mittendrin“ bis zum 10. Mai ausdrücklich erwünscht! darmstadt.de/ standort/stadtentwicklung-und-stadtplanung/entwicklung-innenstadtkonzept
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Multiversum, Feuer-Mädel und Wutz mit Ferkeln Unsere Kino-Tipps im Mai AUSWAHL + TEXTE: DIRK HENNINGER FOTO: GROPPERFILM PRODUKTIONS GMBH („AUF DAS LEBEN! JUNGES JÜDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND“)
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Normal im Hier und Jetzt
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Juden tragen eine Kippa, besuchen Synagogen, lesen aus der Tora, verhalten sich koscher und befolgen die Schabbat-Regeln. Ja, schon. Aber wenn es um junge Jüdinnen und Juden in Deutschland geht, ist das ein Klischee. Wie fünf von ihnen aus Berlin ihren Alltag (er)leben und sich dabei ganz normal im Hier und Jetzt verorten, ist Thema des dokumentarischen Antisemitismus-Projekts „Auf das Leben!“ der Darmstädter Filmemacher:innen Christian Gropper und Barbara Struif („Brandmale“). Der Film ist gleichzeitig auch ein Fenster zur jüdischen Kultur. — „Auf das Leben! Junges jüdisches Leben in Deutschland“ So, 01.05., 20.15 Uhr + Di, 17.05., 20.15 Uhr + Mo, 23.05., 17.30 Uhr + Do, 26.05., 17.30 Uhr Programmkino Rex
Dimensionsprobleme
Einen Vorgeschmack auf den zweiten Marvel-Film mit Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) gab es schon in „Spider-Man: No Way Home“. Nun bekommt es der oberste mystische Wächter des Planeten erneut mit komplexen Dimensionsproblemen zu tun und trifft dabei unter anderem wieder auf die MCU-Heldin Wanda Maximoff (Elizabeth Olsen). Eine kleine Sensation ist, dass Horror-Meister Sam Raimi („Tanz der Teufel“) Regie führt, der auch schon die „Spider-Man“-Filme mit Tobey Maguire inszenierte. Das Ganze dürfte ziemlich irre werden. — „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ ab Mi, 04.05. Kinopolis Darmstadt + Helia Darmstadt (Originalversion)
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Das Feuer-Mädel zündelt wieder
Japanische Filme noch und nöcher
Als in den Achtzigern Stephen-King-Filme die Kinos fluteten, war „Feuerkind“ ziemlich groß und Hauptdarstellerin Drew Barrymore ziemlich klein (weil erst neun Jahre alt). Im Remake von Keith Thomas tritt nun Ryan Kiera Armstrong in ihre Fußstapfen beziehungsweise Glutnester – schließlich geht es um die Fähigkeit des Mädchens, Feuersbrünste zu entfachen. Die Eltern (Zac Efron und Sydney Lemmon) verstecken ihre Tochter vor der Regierung, die eine Massenvernichtungswaffe im Sinn hat. Aber wir wissen ja: Es endet in einem Inferno. — „Firestarter“ ab Do, 12.05. Kinopolis
Das weltweit größte japanische Filmfestival mit rund 100 Kurz- und Langfilmen sowie japanischer Kultur und Küche gastiert bereits zum 22. Mal in Frankfurt. Neben dem Themenschwerpunkt „Stories of Youth“ gibt es zum Beispiel den YakuzaThriller „Last of the Wolves“ und das Anime-Highlight „Inu-Oh“ über zwei Außenseiter im feudalen Japan zu sehen. Den „Nippon Honor Award“ erhält diesmal der Schauspieler Masatoshi Nagase, den man unter anderem auch aus Jim Jarmuschs „Mystery Train“ kennt, der als Special Screening gezeigt wird. — Festival „Nippon Connection“ in Frankfurt Di, 24., bis So, 29.05 Mousonturm, Naxoshalle, Filmmuseum, „Mal Seh'n“, Eldorado und Saalbau Bornheim
Über den Wolken ist Freiheit grenzenlos
Auf Augenhöhe mit einer (fast) glücklichen Wutz
Die Scientology-Aktivitäten von Tom Cruise sind ein Aufreger. Aber wenn man das mal als Privat sache verbucht, muss man anerkennen, dass er mit den jüngeren „Mission: Impossible“-Filmen und stets selbst absolvierten Stunts Action-Maßstäbe gesetzt hat. Begonnen hat er in diesem Genre 1986 mit „Top Gun“. Nun kommt die Fortsetzung des Düsenjet-Kultfilms. Regie führt Joseph Kosins ki („Tron: Legacy“). In weiteren Rollen sind Miles Teller, Jennifer Connelly, Jon Hamm und Ed Harris zu sehen. Und Val Kilmer ist auch wieder dabei. — „Top Gun: Maverick“ ab Do, 26.05. Kinopolis + Helia Darmstadt (Originalversion)
Der russische Dokumentarfilmer Victor Kossakovsky („Aquarela“) wollte schon immer einen Schwarzweißfilm ohne Off-Kommentar und Musik drehen, bekam dafür aber keine Finanzierungshilfen. Nun hat die Produktionsfirma des bekennenden Veganers Joaquin Phoenix das Projekt unterstützt, denn es geht dabei um den Alltag einer Sau und ihrer Ferkel auf einem naturnahen Bauernhof. Dass allein die Bilder sprechen, ist nicht nur faszinierend und poetisch, sondern auch ein empathischer Appell, Tiere als fühlende Lebewesen zu begreifen. — „Gunda“ Di, 31.05., 20 Uhr TU-Audimax (Campus Stadtmitte)
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Kinder, wie die Zeit vergeht! Das literarische Darmstadt im Mai T E X T: ST E F F E N FA L K
Einige neu vorgestellte Bücher sind schon gut zwei Jahre alt. Erst jetzt treffen sie auf zumeist abendliches Publikum. Und auch Kinder und Jugendliche bekommen wieder ihr Lesefest:
Mittwoch, 04. Mai
Vom grübelnden Stefan George über den nicht so begeisterten Arno Schmidt bis zum teil schweigsamen Kasimir Edschmid und der unermüdlichen Gabriele Wohmann haben viele Autor:innen in Darmstadt gelebt und gearbeitet. Peter Benz widmet ihnen ab 19.30 Uhr diesen Abend im Literaturhaus. Im Vortrag zu seinem Essay „Geniegestüt Hessen. Zur Literatur der letzten hundert Jahre in Darmstadt“ geht er besonders auf Karl Krolow ein, dessen letzte gelesenen Worte von 1998 aus „Im Inneren des Augenblicks“ zu hören sind.
Donnerstag, 05. Mai
„Wir sind da“, bekunden die Gäste eines Literatur-Talks über „Die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland heute“. Über aktuelle Bücher zum Thema unterhält sich Joachim Kreidl, Leiter der Alexander-Haas-Bibliothek, ab 19 Uhr im Literaturhaus mit unter anderem Alexander Stoler, Kulturreferent der Jüdischen Gemeinde Darmstadt, und Carolin Heymann, Mitbegründerin des Verbandes Jüdischer Studierender Hessen. Das „Theaterherz“ erleidet einen Infarkt, aber die nötige Ruhe findet der Kritiker Justus Beck auf einem skandalträchtigen Festival in der Provinz auch nicht. Dafür kommt die Liebe in diesem dritten dramatischen Krimi von Stefan Benz nicht zu kurz, aus dem der Autor und Kulturjournalist ab 19.30 Uhr im Künstlerkeller im Schloss liest.
„Ein simpler Eingriff“ soll in der Nachkriegszeit psychisch kranken Frauen helfen. Als der Krankenschwester Meret auffällt, dass mit den Patientinnen etwas nicht stimmt, findet sie keine Hilfe. Wie der Glauben an die Heilung noch mehr Leiden verursacht, beschreibt Yael Inokai in ihrem neuen Roman, aus dem die Autorin ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche liest.
Samstag, 07. Mai
Lange mussten sich Poetry-Slam-Fans gedulden, an diesem Abend ab 19.30 Uhr startet die Dichterschlacht in der Centralstation ihr Comeback, wenn Finn Holitzka frische, pandemisch bedingte Verse und Punch Lines aus nah und fern präsentiert.
Montag, 09. Mai
Der erstmalig vergebene „Literaturpreis der Darmstädter Jury“ wird in der Stadtkirche an László F. Földényi verliehen. Für sein 2019 hoch gelobtes „Lob der Melancholie. Rätselhafte Botschaften“ hat sich die Jury zuvor schon als „Buch des Monats“ entschieden und sieht diesen Essay nun noch mehr am Puls der Zeit. Das begründet unter anderem ab 19.30 Uhr der Laudator und Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Reichert.
Montag, 16. Mai
„Pembo“ muss mit ihrer Familie die sonnige tür kische Heimat verlassen und sich im zunächst grauen deutschen Alltag zurechtfinden. Zur Eröffnung des Kinder- und Jugendbuch-Festivals „Huch, ein Buch!“ liest Autorin Ayşe Bosse ab 9 Uhr in der Centralstation aus ihrem ersten Roman für Kinder. „Das Pferd ist Hund“ in der Fantasie der Kinder, die in der Geschichte von Tamara Bach schneereiche und schulfreie Tage zu Hause verbringen müssen. Wie Hausaufgaben und Witze gegen die Kälte helfen, wird ab 11 Uhr im Nachbarschaftsheim im Prinz-Emil-Garten verraten. „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ wollte P | 32
lange keiner sein, aber als ein Journalist dem Gedächtnis mit Geld und Alkohol auf die Sprünge hilft, genießt ein ehemaliger DDR-Bürger und früherer Stellwerksmeister den späten Ruhm. Aus seinem Roman über einen bescheidenen Hochstapler liest Maxim Leo ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche.
Dienstag, 17. Mai
In „Fonk – Ein Alien kommt selten allein“ muss sich Flo sein Zimmer mit einem Außerirdischen teilen, der wie ein Wellensittich aussieht und als gutmütiger Agent die Menschheit begutachten muss. Der intergalaktische Austausch verträgt sich aber nicht mit Mobbing an der Schule, erfahren Flo und Freunde im neuen Abenteuer von Tobias Goldfarb, aus dem der Berliner Autor ab 9 Uhr in der Hauptstelle der Volksbank in der Hügelstraße liest. Auf der Klassenfahrt nach „Sankt Irgendwas“ geht einiges schief. Über die Folgen für die Klasse und alle anderen schreibt Tamara Bach in ihrem spannenden wie humorvollen Roman, aus dem die preisgekrönte Autorin ab 11 Uhr im Literaturhaus liest. Ein aufregendes Abenteuer erlebt „Der Miesepups auf dem Mond“. Wie er sich da aber hingestunken hat und wie er von dort oben wieder runterkommt, erzählt Kirsten Fuchs in ihrem dritten Band um den ungewöhnlichen Kobold, aus dem sie ab 16 Uhr in der Scheune der Familie Gärtner in Brandau liest. Die Darmstädter Schriftstellerin Gabriele Wohmann würde in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag begehen. Aus diesen Anlass widmen Johannes Breckner und Peter Benz der Meisterin der Kurzgeschichte ab 19 Uhr diesen Abend im Literaturhaus und erläutern mit Ausschnitten aus ihrem Werk, warum sie als Chronistin der westdeutschen Nachkriegszeit gilt. Was Konrad „Pappel“ mit dem zeitgleich geborenen Franz Kafka verbindet, schildert Dalibor Markovic in seinem Debütroman und verknüpft die zwei Lebensläufe fantasievoll über die letzten 150 Jahre. „Die Geschichte eines Herumtreibers“ stellt der Bühnenpoet und Autor ab 20 Uhr in der Centralstation vor.
Mittwoch, 18. Mai
„Der Miesepups auf dem Mond“: Aus dem Abenteuer des Stinkers auf Abwegen liest Kirsten Fuchs ab 9 Uhr im Schlossmuseum Darmstadt. Die „Mädchenmeuterei“ bricht an Bord eines Containerschiffs aus, als Charlotte und ihre Freundinnen einer Umweltsauerei auf der Spur sind. Aus ihrem Öko-Krimi um den modernen Handel
zwischen Europa und Afrika liest Kirsten Fuchs ab 11 Uhr in der Centralstation. Mit „Bonjour Liberté – Françoise Sagan und der Aufbruch in die Freiheit“ hat Julia Korbik eine Biografie über das Leben der französischen Schriftstellerin verfasst, die persönliches und zeitgeschichtliches Porträt zugleich ist. Wie der Hang zur Tristesse und der Drang zur Freiheit, individuelles Vergnügen und kollektiver Aufbruch in der Frauenbewegung zusammengehören, erklärt die Autorin ab 19 Uhr im Literaturhaus.
Donnerstag, 19. Mai
„Ich bin anders als Du“, stellen beobachtende Kinder früh fest und entdecken interessante Eigenschaften an sich und den anderen. Ab 10 Uhr schlägt Autorin und Gestalterin Constanze von Kitzing in der Centralstation ihr Bilderbuch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. „Der gelbe Kranich“ stört zwar den Mittagsschlaf, vereint aber seltsame Nachbarn auf der Suche nach vermissten Sachen. Wie Herr Faber helfen kann und ob er auch seine Ruhe wiederfindet, erzählt Patrick Salmen in seinem ersten Kinderbuch – ebenfalls ab 10 Uhr in der Centralstation. „Schön wie die Acht“ ist die neue Schülerin, was Mathe-Fan Malte ganz schön durcheinander bringt. Ob kurz vor der Mathe-Olympiade noch Ordnung ins Chaos gebracht werden kann, erzählt Nikola Huppertz in ihrer Liebeserklärung an das schöne Rechnen, aus der die Autorin ab 11 Uhr in der Stadtbibliothek liest. Spannende Lektüre empfehlen die Buchhändlerinnen vom Bessunger Buchladen und der Buchhandlung am Markt für die „Krimilust im Garten“ am diesem Abend ab 19.30 Uhr im Nachbarschaftsheim im Prinz-Emil-Garten. „Im Regenbogen der schlechten Laune bin ich das Beige“, erklärt Patrick Salmen seinen ganz persönliche Lifestyle und liest ab 20 Uhr in der Centralstation satirische Kurzgeschichten zwischen Selfcare im Tiny House und scheiternder Achtsamkeit vor.
Freitag, 20. Mai
Die „Parole Teetee“ wird ausgerufen, als eine beliebte alte Dame mit ihrer scheinbar unerschöpflichen Handtasche verschwindet. Wie sich bei der Suche die Kinder im Viertel anfreunden, berichtet Antje Herden in ihrer abenteuerlichen Geschichte – und ab 9 Uhr im Ernst-Ludwig-Saal in Eberstadt. P | 33
Anschließend liest ab 11 Uhr Patrick Salmen aus „Der gelbe Kranich“, in dessen Schatten sich auch mehrere Menschen auf der Suche verbinden.
Samstag, 21. Mai
„Hin und weg – und ganz woanders“ – das ist der große Vorteil einer Stadtbibliothek: Auf Reisen in ferne Kontinente und nahe Städte und Länder werden ab 11 Uhr die jüngsten Literaturbegeisterten von ehrenamtlichen Vorleser:innen mitgenommen. Neben Bilderbüchern passend zum Motto werden auch die Bücher des „Huch, ein ... Buch!“-Festivals besonders präsentiert.
Montag, 23. Mai
Im Moment der plötzlichen Entscheidung ändert sich für die neunzehnjährige Katharina und den über 50-jährigen Hans alles. Aus „Kairos“, ihrem Roman über eine grenzwertige Liebe im Ostberlin am Ende der achtziger Jahre, liest Jenny Erpenbeck ab 19 Uhr im Literaturhaus.
Dienstag, 24. Mai
„Ich wollte nur Theater machen“, bekannte Carl Zuckmayer autobiografisch. Anlässlich seines 125. Geburtstag im letzten Jahr holen Peter Benz und Karlheinz Müller ab 19 Uhr im Literaturhaus
diesen dem bekannten Dramatiker gewidmeten Abend nun nachträglich nach. Im Mittelpunkt steht dabei die „Späte Freundschaft in Briefen“ zwischen dem von den Nazis vertriebenen Autoren und dem Theologen Karl Barth.
Mittwoch, 25. Mai
Als „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind 1891 erschien, bescherte die „Kindertragödie“ der Literaturwelt einen seltenen Skandal. Uraufgeführt wurde das Drama um Schüler, die ihre Sexualität entdecken und dabei gegen bürgerliche Normen verstoßen, erst 1906. Warum die abiturrelevante Schullektüre noch immer nicht unumstritten ist, erklärt ab 19.30 Uhr die Herausgeberin der aktuellen Neuausgabe Prof. Dr. Dagmar von Hoff im Literaturhaus.
Dienstag, 31. Mai
„Eine Kindheit in Warschau“ verbrachte der spätere Literatur-Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer am Anfang des letzten Jahrhunderts. Aus den autobiografischen Erinnerungen zwischen Elend und Armut im Warschauer Judenviertel sowie ihn prägenden Persönlichkeiten liest der Musik- und Theatertheaterwissenschaftler Stephan Schäfer ab 18.30 Uhr im Deutschen Polen-Institut im Residenzschloss.
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DIGITALER JOURNALISMUS:
Auch in stürmischen Zeiten der Fels in der Brandung.
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06151 3872950 echo-online.de/meine-freiheit Ein Angebot der Echo Zeitungen GmbH, Berliner Allee 65, 64295 Darmstadt.
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Besondere Empfehlung im Spielplan am 06., 13., 14. und 28. Mai / Kammerspiele
Identitti
Romanbearbeitung von Mithu Sanyal
„Das funktioniert auf der Bühne ausgezeichnet […].“ Frankfurter Allgemeine Zeitung
Gestaltung: Bureau Sandra Doeller / Ausführung: Lisa-Marie Erbacher/ Foto: Neven Allgeier
Premieren im Mai ab 07. Mai / Darmstädter Stadtraum
AUFTRITT/ENTER DARMSTADT
Darmstadt represent (verweile doch!)
Stadtraumprojekt von Volker Schmidt Uraufführung „Auftritt/Enter Darmstadt“ wird gefördert vom:
ab 08. Mai / Großes Haus
Lohengrin
Oper von Richard Wagner ab 20. Mai / Kammerspiele
Die Wahlverwandtschaften nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe
am 05., 13., 20. und 27. Mai / Großes Haus
What we are made of
Choreografien von XIE Xin und Sharon Eyal / Gai Behar / Uraufführung Darmstadt
„So gegensätzlich die Herangehensweisen, so gelungen ist ihr Zusammenspiel.“ Die Deutsche Bühne
Aufstand oder Selbstfindung? Unsere Theater-Tipps im Mai AUSWAHL + TEXTE: LEA SPILL | FOTO: THEATER MOLLER HAUS („5NACH12“)
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Sprunghaftes und der (Alb-)Traum von freier Liebe
Das Ganze und das Grazile: Die Summe seiner Erinnerungen, das Genom, die Projektion vieler, die Wahrnehmung des Einzelnen – was ist der Mensch? Woher kommt er, wohin geht er? Er bewegt sich leichtfüßig auf der Bühne des Lebens, betritt sie laut, verlässt sie leise. Die Existenz ist allgegenwärtig, setzt zum Sprung an und landet mittendrin. Der Mensch ist Körper, Emotion, Seele und Verstand. Xie Xin und Sharon Eyal, international renommierte Choreografinnen, bringen mit „Untitled Black“ und „Timeless“ zwei Stücke auf die Bühne, die Energetisches und Fließendes vereinen, Kulturen verbinden und staunen lassen.
und endloser Liebe zu sehnen. Freier Verkehr erscheint uns verkehrt und ein Verbinden und Lösen von Menschen wie von chemischen Elementen ist nicht vorgesehen in der monogamen Welt. Charlotte und Eduard waren zu zweit, nun bekommen sie Besuch von einem weiteren Paar und stehen vor der Frage, ob vier zu viele sind? Trotz ihres Reichtums geraten sie an die Grenzen der Freiheit, da Liebe nicht verhandelbar scheint. — „What we are made of“ am Do, 05.05. + Fr, 13.05. + Fr, 20.05. + Fr, 27.05., jeweils um 19.30 Uhr im Großen Haus
Geiler als Gedichte: „Ewig Dein, ewig mein, ewig uns.“ Goethes Zeitgenosse Beethoven kreiert ein Traumbild der ewigen Zweisamkeit. Wir sind anscheinend dazu auserkoren, uns nach Zuneigung
„Die Wahlverwandtschaften“ Premiere am Fr, 20.05. + Fr, 27.05., jeweils um 19.30 Uhr in den Kammerspielen Staatstheater Darmstadt, Georg-Büchner-Platz 1 staatstheater.de P | 36
Vorurteile auf dem Mittelmeer
Home is where your heart is
Sonja und Oliver wollen verdiente romantische Pärchenidylle genießen und begeben sich auf einen Segeltörn. Doch statt gemütlichem Schippern und Schäferstündchen erwartet die beiden eine Überraschung. Ein Notruf geht ein und das Paar muss schnell handeln, um drei Schiffbrüchige, die sich an Schlauchbootresten festkrallen, zu retten. Es sind drei Schwarze – zwei Männer und eine Frau. Selbstverständlich werden sie von Oliver und Sonja gerettet. Aber was soll die falsche Rolex am Handgelenk des Flüchtigen? Was die Schminke im Gesicht und überhaupt: Wieso sind die so wohlgenährt? Was haben sie vor? Eine Schiffsfahrt, bei der nur die Vorurteile gewiss sind, nimmt Fahrt auf. — „Die meisten Afrikaner können nicht schwimmen“ am Fr, 06.05. + Sa, 07.05. + Fr, 20.05. + Sa, 21.05., jeweils um 20 Uhr Theater Moller Haus, Sandstraße 10 theatermollerhaus.de + theater-curioso.de
Dorothys Heimat wird von einem Wirbelsturm heimgesucht und sie wird in das wunderbare Land Oz katapultiert. Auch wenn Oz wesentlich aufregender ist als ihr Zuhause, wird Dorothy von Heimweh geplagt und möchte zurück zu ihrer Familie. In guter, alter Abenteurerinnen-Manier begegnet sie interessanten Gestalten wie einem waschechten Strohmann, einem feigen Löwen und einem Blechmann. Samt roter Zauberschuhe begibt sich die bunte Truppe auf eine abenteuerliche Reise. Gezeigt wird das Musical zum 30. Geburtstag des Projektes „Jugend und Theater Darmstadt“ auf der Kleinen Bühne Bessungen. Es ist geeignet für Jung und Alt und all diejenigen, die abtauchen wollen in fabelhafte Märchenwelten abseits klassischer Knusperhäuschen. — „Der Zauberer von Oz“ Premiere am Sa, 21.05., um 15 Uhr + weitere Termine im Juni und Juli Kleine Bühne Bessungen, Bessunger Straße 88 musicals-darmstadt.de
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5 Widerstand mit Die vierte Gewalt sorgt für Aufstand, Verzweiflung, Gehalt Bouzoukiklängen 4
Die Welt ist konfus, kompliziert und beängstigend. Kaum scheint sich eine Katastrophe dem Ende zu neigen, kommt die nächste. Krieg, Covid und Klimawandel sind nur die Top drei einer langen Liste gravierender Herausforderungen. Und kaum ist die Kacke am Dampfen, wird sie medial so richtig hochgekocht. Angst und Schrecken sind nun mal das täglich Brot von Talkrunden und journalistischen Hochkarätern wie Protagonist Heinz Fiction. Wir Menschen brauchen andere, die aktuelle Geschehnisse für uns einordnen und uns schwarz auf weiß servieren. Doch muss der Mensch nur konsumieren oder kann er etwas ändern? Sind Kopf und Füße nur zum Mütze und Schuhe tragen da – oder wird es Zeit für mehr Handeln und Aufbegehren? — „5nach12 – Hurra, die Welt geht unter“ Premiere am Fr, 27.05. + Sa, 28.05., jeweils um 20 Uhr Theater Moller Haus, Sandstraße 10 theatermollerhaus.de
Auch im Mai wird im „TiP“ dem bekannten Kom ponisten, Schriftsteller und Politiker Mikis Theodorakis gedacht. Diesmal steht der kämpferische Theodorakis im Mittelpunkt, ein Mann, der Gefangenschaft und Folter erlebte und sich für seine Ideale einsetzte. Selbst schrieb er kaum politische Lieder, trug jedoch zur Vollendung einiger bei. Ins piriert wurde er durch Dichtungen der Antike, Psalmen der Bibel oder orthodoxe Liturgie. Theodorakis hatte Instinkt und war das, was man heute einen Netzwerker nennen würde. Er verband Künstler:innen und ließ einzigartige Werke entstehen. Gedacht wird ihm mit einem eigens für diesen Abend von Jannis Karis (Prosecchos) zusammengestellten Ensemble mit Bouzouki, Gitarre und Gesang. — „Der kämpferische Theodorakis“ am Sa, 21.05., um 20 Uhr Theater im Pädagog (TiP), Pädagogstraße 5 paedagogtheater.de
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Unbeachtet, gewebt, imaginär, utopisch Unsere Kunst-Highlights für Mai AUSWAHL + TEXTE: JULIA HICHI | FOTOS: CHRISTOPH GRUNDMANN (1) + KATHLEEN FRITZ (2) + ANNA PENN (3) + BBK DARMSTADT (4) + MATTHIAS BERTHOLD (5) + ZOYA SADRI (6)
Seitenblicke Insbesondere auf Reisen gehen wir auf Entdeckungstour und wollen jeden einzelnen versteckten Winkel abseits der typischen Touri-Sehenswürdigkeiten ausfindig machen. Dabei können wir unseren Fokus auch beim Gang durch Darmstadt bewusst auf unbeachtete Ecken verlegen und diesen mehr Beachtung schenken. Genau das hat Christoph Grundmann – der auch das Cover dieser P-Ausgabe gestaltet hat – umgesetzt und richtet den Blick in seinen Grafiken auf unauffällige Orte unserer Stadt. Könnt Ihr alle Gebäude, Plätze und Straßenzüge zuordnen? — bis 29.05. (Di bis Sa: ab 20 Uhr) Keller-Klub, im Schloss keller-klub.de
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Gewebte Textilien sind nicht nur zum Tragen ge eignet. Das beweist die Künstlerin Kathleen Fritz, die mit einem traditionellen Webgerät indigener Gruppierungen arbeitet, das nur aus Stäben und Schnüren besteht. Mit diesem sogenannten Rückenbandwebstuhl entwickelte sie während des Lock downs eine besondere Webtechnik. In dieser Zeit entstanden aus der Gebrauchskunst heraus großformatige, bildnerische Transparentgewebe, die in ihrer Anmutung an Bleistiftzeichnungen oder gar an das technische Medium der Fotografie erinnern. — 20.05. bis 16.06. (So: 14 bis 17 Uhr) Kunstraum Traube, Nieder-Ramstädter Straße 28 (Mühltal) kunstraum-traube.de
Bizarre Bildwelten Die junge Leipziger Künstlerin Anna Penn untersucht mit analogen Schwarzweißfotografien bei Nacht aufgenommene Pflanzen, die imaginäre Bildwelten abseits von existierenden Räumen eröffnen. Dabei wählt sie als Bildmotiv eine städtische Vegetation, die autark und unbeachtet einer menschlichen Ordnung existiert. Die monochromen, diffusen Flächen stehen im Kontrast zu der urbanen und schnell wachsenden Umgebung, in der wir uns tagtäglich bewegen.
bis 27.05. 24/7 (Führung: 10.05., 19 Uhr | Führung: 17.05., 19 Uhr | Finissage: 27.05., 19 Uhr) G10 Projektraum, Grafenstraße 10 (Ecke Rheinstraße) g10.biz
Changierendes
Kunst im Dialog Als Sprache und Mittler zwischen den Kulturen kennt die Kunst keine Grenzen. Aufgrund der aktuellen Geschehnisse in der Ukraine setzen die Initiator:innen der Ausstellung im Designhaus nun um, was lange vor dem Krieg schon in Planung war: Elf in Darmstadt agierende Künstler:innen werden mit ihren Arbeiten je einer künstlerischen Position aus der Partnerstadt Ushgorod gegenübergestellt, sodass unter individuellen Themen ein stiller, gleichzeitig protestreicher und ausdrucksstarker Dialog entsteht. — bis 15.05. (Fr bis So: 14 bis 18 Uhr) Designhaus, Eugen-Bracht-Weg 6 hessendesign.de
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Mit den Wolken wandern
Ab Mai verwandelt sich Darmstadt in eine partizi patorische Kunst-Landschaft. An über vierzig Stellen im Stadtgebiet fordert der Künstler Matthias Berthold auf, sich intensiv mit der Wirkung von Sprache und dem geschriebenen Wort in Verbindung zu den eigenen Wahrnehmungen auseinanderzusetzen. Das Entdecken von Freiräumen wird zur Selbsterforschung, die für Berthold der Antrieb seiner Kunst ist und an Positionen des Fluxus und Happenings der 1960er-Jahre erinnert. — 07.05. bis 30.10. (24/7) An über 40 Stellen im öffentlichen Stadtraum: in den Parks und Grünflächen der Stadt, dem Campus der TU Darmstadt und erstmals auch im Botanischen Garten. tu-darmstadt.de/kunstforum
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Utopien
In einer Einzelausstellung stellt die in Teheran geborene Künstlerin Zoya Sadri ihre neuesten Arbeiten aus, die sich mit der Erinnerungskultur auseinandersetzen. Der Schwerpunkt ihrer Werke liegt auf der persischen Mythologie und den Themen Freiheit, Gefangenschaft und Verbundenheit von Mensch und Natur. „Die Gefangenschaft des Bösen ist die Voraussetzung meiner Utopie“, erklärt die Künstlerin und bezieht sich damit auf ihre große Skulptur „Diw ist gefangen“. — 20.05. bis 12.06. (Di: 16 bis 19 Uhr, Sa + So: 17 bis 19 Uhr) Atelierhaus, Riedeselstraße 15 atelierhaus-darmstadt.de
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Kalender Mai 2022 ACHTUNG!: Je nach gesetzlichen Vorgaben können Veranstaltungen auch kurzfristig untersagt werden. Alle Angaben ohne Gewähr. Updates: partyamt.de
SONNTAG, 01.05.2022
01 > Concrete Jungle live!
Stadtrundgang: Darmstadt als Industriestadt um ...
14:00 h Luisenplatz
K16 - Tag der offenen Tür
11:00 h Jugendhaus Huette
Kindersachen Flohmarkt
14:00 h Liebfrauenstr. 6, Darmstadt
Jazz-Martinee und Finissage
11:00 h Galerie Netuschil
Promenadenkonzert: Musikverein Wixhausen
11:00 h Herrngarten
Promenadenkonzert: QuerBeat
11:00 h Orangeriegarten
Live-Musik zum 1. Mai mit Concrete Jungle
12:00 h Roßdörfer Biergarten
Rauchfreier Instrumenten-Flohmarkt
12:00 h Sumpf
Das Fürstliche Gartenfest
10:00 h Hofgut Kranichstein
Int. Capoeira Festival Tch Tch Ding Dong Dong
12:00 h Viktoriaschule
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß
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Darmstadt (Innenstadt)
MONTAG, 02.05.2022 Konzert: Pennello (Songwriter)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß AuBaStu-TV - Auroras Babbelstunde
Darmstadt (Innenstadt) 20:15 h Online (WorldWideWeb)
DIENSTAG, 03.05.2022 Filmkreis-Kino: Intrige
20:00 h Audimax / TUD
Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Rudelsingen
20:00 h Jagdhofkeller
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß
Darmstadt (Innenstadt)
MITTWOCH, 04.05.2022 02 > Konzert im 806qm.
International Ocean Film Tour 2022
19:30 h Centralstation (Saal)
Filmkreis-Kino: Niemand ist bei den Kälbern
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Konzert: Bernd Rinser
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Pub Quiz
Darmstadt (Innenstadt) 20:00 h An Sibin
DONNERSTAG, 05.05.2022
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Konzert: Wight + Lucid Void
20:00 h 806qm
Konzert: Marianne et les Garçons
20:00 h Jagdhofkeller
Gemeinsam für Gleichstellung
17:00 h Mathildenhöhe
9. Kammerkonzert
20:00 h Orangerie
> 04 > 04
Vortrag: Ich schaff`s..! Kinder stärken und ...
20:00 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
Theater: A/B/S/U/R/D
20:00 h Theater Moller Haus
Lesung: Stefan Benz - Theaterherz
19:30 h Künstlerkeller im Schloss > 32
Spätschicht - Die After-Work-Party
18:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Filmkreis-Kino: West Side Story
20:00 h Audimax / TUD
Live: Krone Youngstars (Jazz & Swing)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Der Club mit Peter e.S.
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
> Marianne et les Garçons. P | 42
Partynight mit DJ Baris (Hip-Hop, R&B, Reggaeton)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Freies Kickertraining
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
BeerBaller Beer Pong Night
19:00 h Checkpoint
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
Darmstadt (Innenstadt) 15:00 h Darmstadt (Innenstadt)
FREITAG, 06.05.2022 Konzert: Tingvall Trio
20:00 h Centralstation (Saal)
Konzert: The Voice Of Sixtyfive
20:00 h Bürgerhaus St.Stephan, Griesheim
Konzert: Blood Money - Songs of Tom Waits
20:00 h Hoffart Theater
Jazz first (Benefizkonzert)
19:30 h Jagdhofkeller
Theater: Die meisten Afrikaner können nicht ...
20:00 h Theater Moller Haus
Theater: Kasimir und Karoline
20:00 h Neue Bühne
> 05 > 37
Musical: Pinkelstadt
19:30 h Musische Gruppe Auerbach
Lesung: Gisa Klönne - Für diesen Sommer
19:30 h Sonnensaal, Roßdorf
2. Cover-Jam-Session
21:00 h Sumpf
Live: Heiner Herchenröder (Eigenes & Cover)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Garage Sabotage mit The Jan
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
90er & Nullerdisko mit DJ D-Zero
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Comedy: Peter Vollmer: Er hat die Hosen an - ...
20:30 h HalbNeun Theater
Kulinarische Stadtführung - Eat The World
15:00 h Mathildenhöhe
Freies Tanzen - Standard/Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
04 > Blood Money im Hoffart.
Darmstadt (Innenstadt) 15:00 h Darmstadt (Innenstadt)
SAMSTAG, 07.05.2022 Alle-Sachen-Flohmarkt
10:00 h Garten Menschenskinder
Markt der schönen Dinge
11:00 h Riegerplatz
Stadtrundgang Darmstadt represent (verweile doch!)
18:00 h Darmstadt (Innenstadt)
Konzert: Unerhört! - Fanny Hensel
19:00 h Staatstheater (Kammerspiele)
The Swamp-o-Matics - Wie es uns gefällt, ein ...
22:00 h Sumpf
Kranichsteiner Frühjahrsflohmarkt
08:00 h Neuer Marktplatz, Kranichstein
Theater: Die meisten Afrikaner können nicht ...
20:00 h Theater Moller Haus
> 37
05 > Comedy mit Peter Vollmer. ANZEIGE
Dichterschlacht Darmstadt
19:30 h Centralstation (Halle)
Megahits: 80er, 90er, 00er & Charts
22:30 h Centralstation (Halle)
Theater: Kasimir und Karoline
20:00 h Neue Bühne
4. Kultursalon der Imperialisten
16:30 h Hoffart Theater
> 32
Chrome! mit Causa & Shu
23:00 h 806qm
Konzert: Guru Guru
20:00 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Musical: Pinkelstadt
19:30 h Musische Gruppe Auerbach
Partynight mit DJ Baris (Hip-Hop, R&B, Reggaeton)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Konzert: Spunkk (Indie)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Café Mondial mit Katz Records
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Pfund - (un)plugged
20:30 h HalbNeun Theater
Konzert: Maserati + Lost in Kiev
20:00 h Oetinger Villa
JuBi - Die JugendBildungsmesse
10:00 h Lichtenberg-Gymnasium
Tanzsalon mit Kemal
21:30 h Linie Neun, Griesheim
Faith Beat Science
23:00 h Galerie Kurzweil
06
Kulinarische Stadtführung - Eat The World
15:00 h Mathildenhöhe
> Guru Guru in der BKS.
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
> 05
Darmstadt (Innenstadt) 14:00 h Darmstadt (Innenstadt)
SONNTAG, 08.05.2022 Claire Waldoff: Ich will aber gerade vom Leben ...
19:00 h Jagdhofkeller
Theaer: Lohengrin
16:00 h Staatstheater (Großes Haus)
Ausstellungseröffnung: E.R. Nele
11:00 h Galerie Netuschil
Promenadenkonzert: Musikzug Schneppenhausen
11:00 h Herrngarten
Promenadenkonzert: SwingHunters
11:00 h Orangeriegarten
Ausstellungseröffnung: Ganz rot, ganz tief, ...
16:00 h Atelier & Galerie Trautmann
Turmfest 2022
Ludwigshöhe
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß
Darmstadt (Innenstadt)
> 77
MONTAG, 09.05.2022
07
Comedy: Badesalz - Kaksi Dudes
20:00 h Staatstheater (Großes Haus)
Heimat - Eine Besichtigung des Grauens
19:30 h Oetinger Villa
Konzert: Sara Ryan (Folk)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
> Konzert im HalbNeun Theater. ANZEIGE
stein! ranich e 3a in K stadt.d r. t s rm s a n d e kinders er, Siem n d e in h k c s n ens ensche fo @ m t aus. rtenM il an: in im Ga hmark n? Ma – lo e i F f e r u e a rb d o rk t v e ll t V ä f ! m t é af om g ne n im C ch... K olle re Kuche gsraus nn es d f fe e & Frühlin en! We a g d K n n ri n u b ere mit rputz h leck selber Winte t’s auc e bitte lich gib , Tisch r ü ro t u a E N r: 8,00 gebüh Stand
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21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal Darmstadt (Innenstadt) 20:15 h Online (WorldWideWeb)
DIENSTAG, 10.05.2022 Comedy: Badesalz - Kaksi Dudes
20:00 h Staatstheater (Großes Haus)
The Peacock Queen
10:00 h Pop-up-Store, Lauteschlägerstr.7
Filmkreis-Kino: Fabian oder Der Gang vor die Hunde
20:00 h Audimax / TUD
Krone Old Stars Orchestra (Jazz & Evergreens)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß
Darmstadt (Innenstadt)
MITTWOCH, 11.05.2022 We Stand With Ukraine (Benefizkonzert)
18:00 h Centralstation (Halle)
Filmkreis-Kino: Persischstunden
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Konzert: FYUS (Indie & Alternative Punk)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Pub Quiz
> 06
Darmstadt (Innenstadt)
08 > Claire Waldoff im Jagdhofkeller.
20:00 h An Sibin
DONNERSTAG, 12.05.2022 Konzert: International Music - Ententraum Tour
20:00 h Centralstation (Saal)
Eisprung - die coverfreie Akustikjamsession
20:00 h Sumpf
> 06
Vortrag: Nachhaltiges Leben
19:30 h Prinz-Emil-Garten (Schlösschen)
Online-Besichtigung von GSI und FAIR
16:00 h Online (WorldWideWeb)
Filmkreis-Kino: Große Freiheit
20:00 h Audimax / TUD
Live: Krone Youngstars (Jazz & Swing)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Partynight mit DJ Baris (Hip-Hop, R&B, Reggaeton)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Katz’s Thursday Surprise mit Katz Records
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Kabarett: Charly Landzettel: Her mer bloß uff …!
20:30 h HalbNeun Theater
Konzert: Ratboys
20:00 h Oetinger Villa
Eine Session für Papa Jürgen
18:00 h Hoffart Theater
Freies Kickertraining
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
BeerBaller Beer Pong Night
19:00 h Checkpoint
> 07
09 > Meet the Queen. ANZEIGE
TIERISCH GUT ! TREUE FREUNDE UND WILDE BIESTER AUS DREI JAHRHUNDERTEN
1. April bis 17. Juli 2022
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Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
Darmstadt (Innenstadt) 15:00 h Darmstadt (Innenstadt)
FREITAG, 13.05.2022
10 > Digital Art im HUB31.
Starbugs Comedy: Jump!
20:00 h Centralstation (Saal)
Agora Aberta #13 mit Poisy & Judith + Delta ...
20:00 h Agora
Finissage: #LABdigitalART
18:30 h HUB31, Hilpertstr.31
Reggaelation mit DJ General Motors
20:00 h Roßdörfer Biergarten
Konzert: Meloi + Vvlva
19:30 h 806qm
Die Besondere Platte #44 mit David Broghammer
20:00 h Hoffart Theater
> 16
Konzert: Daniel Guggenheim Quartet
20:00 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Konzert: Peacemaker (Rock'n'Roll)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Konzert: Piano Harry - Let the good times role
21:00 h Goldene Krone
Comedy: Inka Meyer - Zurück in die Zugluft
20:30 h HalbNeun Theater
Konzert: Riki + SRSQ + Geistha
20:00 h Oetinger Villa
Konzert: Petra Bassus & Michael Erhard
20:00 h Jagdhofkeller
Soulaboration Summer Season Opening
22:00 h Weststadtcafé
Kulinarische Stadtführung - Eat The World
15:00 h Mathildenhöhe
Freies Tanzen - Standard/Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
> 07
Darmstadt (Innenstadt) 15:00 h Darmstadt (Innenstadt)
SAMSTAG, 14.05.2022
11 > Konzert in der BKS.
Musikalisches Kabarett: Bodo Wartke - Wandelmut
20:00 h Darmstadtium
Hinterhofflohmarkt
09:06 h Erbacherstraße/Fiedlerweg
Konzert: La Source Bleue (Jazz & Folklore)
20:00 h Agora
Konzert: 8kids - Für immer Kids Tour 2022
19:30 h Centralstation (Halle)
Theater: Kasimir und Karoline
20:00 h Neue Bühne
> 07
Musical: Pinkelstadt
19:30 h Musische Gruppe Auerbach
Konzert: Funkyleven
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Konzert: Piano Harry - Let the good times role
21:00 h Goldene Krone
Konzert: X-Band + Neronia + Tattooed Brain (Rock)
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Rockyremmidemmi mit DJ Kai
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Clubnight mit dem Enhace DJ-Team
22:00 h Goldene Krone (Disco)
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ENTEGA UNTERSTÜTZT DIE REGION. EINFACH KLIMAFREUNDLICH FÜR ALLE.
Erste Allgemeine Babenhäuser Pfarrer(!)-Kabarett
20:30 h HalbNeun Theater
Freisinn mit Aka Nina + DJ Oktogun + Genosse Zeit
23:00 h 806qm
Konzert: Beyond The Bend (Acoustic Rock)
20:00 h Café Wunderbar
Kulinarische Stadtführung - Eat The World
15:00 h Mathildenhöhe
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
Darmstadt (Innenstadt) 14:00 h Darmstadt (Innenstadt)
SONNTAG, 15.05.2022 Stadtrundgang: Unterwegs auf Frauenspuren
14:00 h Ballonplatz
Maisingen
18:00 h Agora
L'Amour en Mai - Liederabend Französische Chansons
19:30 h Haus der Deutsch-Balten
5. Sinfoniekonzert
11:00 h Staatstheater (Großes Haus)
Live: Füenf - 005 im Dienste Ihrer Mayonnaise
20:00 h Centralstation (Saal)
Promenadenkonzert: Über-Ich
11:00 h Herrngarten
Promenadenkonzert: Duo Lagerfeld
11:00 h Orangeriegarten
Theater: Kasimir und Karoline
18:00 h Neue Bühne
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß
12
Darmstadt (Innenstadt)
> Petra Bassus & Michael Erhard live.
MONTAG, 16.05.2022 Konzert: Rodeo FM (Berlin based Americana)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß AuBaStu-TV - Auroras Babbelstunde
Darmstadt (Innenstadt) 20:15 h Online (WorldWideWeb)
DIENSTAG, 17.05.2022 Gabriele Wohmann zum 90. Geburtstag
19:00 h Literaturhaus
> 32
Lesung: Dalibor Markovic - Pappel
20:00 h Centralstation (Bar)
> 32
Filmkreis-Kino: Encanto (OV)
20:00 h Audimax / TUD
Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß
Darmstadt (Innenstadt)
MITTWOCH, 18.05.2022 Vortrag: Paul Cezanne, Lehrmeister der Moderne
18:00 h Atelier & Galerie Trautmann
Filmkreis-Kino: Platzspitzbaby
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
13 > Maisingen im Agora. ANZEIGE
Konzert: Lutz Drenkwitz (Countrybluespunkrock) Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Pub Quiz
21:00 h Goldene Krone (Kneipe) Darmstadt (Innenstadt) 20:00 h An Sibin
DONNERSTAG, 19.05.2022 Lennon & Dylan - Ein Bühnenabend
20:00 h Bessunger Knabenschule > 08
Lesung: Krimilust im Garten
19:30 h Prinz-Emil-Garten
Vortrag und Gespräch Laymert Garcia dos Santos
19:30 h Kunsthalle
Comedy: Patrick Salmen - Im Regenbogen der ...
20:00 h Centralstation (Saal) > 33 19:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Salsa After Work Party
14 > Ein Bühnenabend in der BKS.
Filmkreis-Kino: Zorn der Bestien - Jallikattu
20:00 h Audimax / TUD
Live: Krone Youngstars (Jazz & Swing)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Partynight mit DJ Baris (Hip-Hop, R&B, Reggaeton)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Better Call Soul mit DJ Shock Travolta
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Flohmarkt im Waldkunstzentrum
09:00 h Intl. Waldkunst Zentrum
Freies Kickertraining
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
BeerBaller Beer Pong Night
19:00 h Checkpoint
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
> 33
> 05
Darmstadt (Innenstadt) 15:00 h Darmstadt (Innenstadt)
FREITAG, 20.05.2022 Konzert: Alarmsignal - 20 Jahre Alarm
20:00 h Oetinger Villa
Verleihung des Karl-Dedecius-Preises
19:00 h Stadtkirche
Konzert: Gutter Music
20:30 h Jazzinstitut (Keller) > 09 19:30 h Staatstheater (Kammerspiele) > 37 20:00 h Theater Moller Haus
Theater: Die Wahlverwandschaften Theater: Die meisten Afrikaner können nicht ...
15
Vernissage: Utopie
19:00 h Atelierhaus
Fifty/Fifty: Die Party für Best Ager
20:30 h Centralstation (Halle)
Theater: Kasimir und Karoline
20:00 h Neue Bühne
Partynight mit DJ Baris (Hip-Hop, R&B, Reggaeton)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Konzert: Adrian Hermes (Short Story Pop)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Karaoke mit Stritti
20:30 h Goldene Krone (Saal)
Hannelore - Hannes Michels & Lorenz
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
> 40
> Elzbieta Kalinowska live. ANZEIGE
Trinken und Essen in der Wunderbar Hausgebackene Kuchen und frisch gekochte Tagesgerichte
Endlich wieder und genießen draussen sitzen
Aperol oder Campari Spritz Lillet Berry ~ Hugo ~ Gin Tonic ausgesuchte Weine (Bernd‘s Weinquelle) ein kaltes Bier unsere Kaffeespezialitäten und vieles mehr.
Elisabethenstraße 34
Kabbaratz: Anna log - die wahre Geschichte
20:30 h HalbNeun Theater
Darmstadt tanzt Salsa
21:00 h H7 Event Lounge
Konzert: Roland Matthies - Le voyage n’est pas ...
20:00 h Hoffart Theater
Garage Punk Blues Trash Lofi DJ-Action
21:00 h Sumpf
Flohmarkt im Waldkunstzentrum
09:00 h Intl. Waldkunst Zentrum
Kulinarische Stadtführung - Eat The World
15:00 h Mathildenhöhe
Freies Tanzen - Standard/Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
> 09
Darmstadt (Innenstadt) 15:00 h Darmstadt (Innenstadt)
SAMSTAG, 21.05.2022 Diggin‘ In The Crates mit Finn Johannsen + Phonk D Paulushöfe - 1. Hofflohmarkt im Paulusviertel Konzert: Triorität + Karaba + DJ Jazzmadass
22:00 h Weststadtcafé Paulusviertel Darmstadt > 05 21:00 h Oetinger Villa
Das Leben ist schön - Markt mit schönen Dingen
11:00 h Künstlerhaus Ziegelhütte > 77
Theater: Die meisten Afrikaner können nicht ...
20:00 h Theater Moller Haus
The Battle of Trash
22:30 h Centralstation (Halle)
Aktionstag im Rahmen von Huch, ein Buch!
13:00 h Carree-Piazza
Promenadenkonzert: The Swinging Tuxedos feat. ...
16:00 h Herrngarten
Promenadenkonzert: Musikzug Darmstadt
16:00 h Orangeriegarten
Theater: Kasimir und Karoline
20:00 h Neue Bühne
> 37
Konzert: Philip Bradatsch & die Cola Rum Boys
20:30 h Bessunger Knabenschule > 10
3 Years Pine & Ginger mit Albi X
18:00 h Galerie Kurzweil
Musical: Pinkelstadt
19:30 h Musische Gruppe Auerbach
Konnzert: Roots of Unrest + Support (Metal)
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Trashpop Party
22:00 h Goldene Krone (Disco)
80s on 45 RPM - New Wave, Rock & NDW
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Vibes O’ Five (Cover Rock)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Live: Heidelberger HardChor - Männerschicksale XI
20:30 h HalbNeun Theater
Flohmarkt im Waldkunstzentrum
09:00 h Intl. Waldkunst Zentrum
Kulinarische Stadtführung - Eat The World
15:00 h Mathildenhöhe
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
16 > Yuhuu, Flohmarkt!
> 10
Darmstadt (Innenstadt) 14:00 h Darmstadt (Innenstadt)
17 > Heidelberger HardChor live. ANZEIGE
4 x in Darmstadt Klappacher Straße Klappacher Str. 87-89 64285 Darmstadt | Eberstadt Heidelberger Landstr. 137-147 64297 Darmstadt-Eberstadt Schwarzer Weg L3097 119-121, (Kranichsteinerstraße) 64289 Darmstadt | Flotowstraße, Ecke Mozartweg 64287 Darmstadt
SONNTAG, 22.05.2022 Konzert: KleineReise - ein2PersonenOrchester
19:00 h Prinz-Emil-Garten
Stadtrundgang: Widerstand und Verfolgung im ...
14:00 h Luisenplatz
Das Leben ist schön - Markt mit schönen Dingen
11:00 h Künstlerhaus Ziegelhütte
Promenadenkonzert: Trio Nuevo
11:00 h Herrngarten
Promenadenkonzert: Jazzband der St. Georgs ...
11:00 h Orangeriegarten
Kabarett: Stephan Bauer - Ehepaare kommen in ...
20:30 h HalbNeun Theater
Krautschau - Mit Kreide Pflanzen sehen
14:00 h Darmstadt (versch. Locations)
Konzert: Tuxedos - Jazzing Around The Globe
17:00 h Hoffart Theater
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß
Darmstadt (Innenstadt)
MONTAG, 23.05.2022 Lesung: Kairos - Jenny Erpenbeck
19:00 h Literaturhaus
> 34
Konzert: TriOle - Syno
20:00 h Agora
> 10
Konzert: Kilkelly + Joe Marshall
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
18
Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
> Kabarett im HalbNeun Theater.
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß AuBaStu-TV - Auroras Babbelstunde
Darmstadt (Innenstadt) 20:15 h Online (WorldWideWeb)
DIENSTAG, 24.05.2022
07
Konzert: Jojo Mayer & Nerve
20:00 h Centralstation (Halle)
Künstlergespräch mit Jürgen Kling
16:00 h Atelier & Galerie Trautmann
Filmkreis-Kino: Dichterliebe
20:00 h Audimax / TUD
Krone Old Stars Orchestra (Jazz & Evergreens)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß
Darmstadt (Innenstadt)
MITTWOCH, 25.05.2022 Konzert: Fischer-Z Solo
20:00 h Centralstation (Halle)
Filmkreis-Kino: BlindDate (Arthouse-Sneak)
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Konzert: Alize B (Acoustic Rock)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Pimp My Rhymes (Hip Hop & R'n'B)
23:00 h 806qm
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß 19 > Die Tuxedos im Hoffart.
Pub Quiz
Darmstadt (Innenstadt) 20:00 h An Sibin
DONNERSTAG, 26.05.2022 Eisprung - die coverfreie Akustikjamsession
20:00 h Sumpf
Partynight mit DJ Baris (Hip-Hop, R&B, Reggaeton)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Better Call Soul mit DJ Shock Travolta
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Live: Krone Youngstars (Jazz & Swing)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Freies Kickertraining
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
BeerBaller Beer Pong Night
19:00 h Checkpoint
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
Darmstadt (Innenstadt) 15:00 h Darmstadt (Innenstadt)
FREITAG, 27.05.2022
20 > Konzert im Agora.
Theater: 5nach12 - Hurra die Welt geht unter
20:00 h Theater Moller Haus
> 37
Konzert: Friska Viljor (Support: Messina)
20:00 h Centralstation (Halle)
> 10
Konzert: Angelika Niescier Trio & OODT
20:30 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Finissage: Anna Penn - Opal Realm
19:00 h G10 - Projektraum
Konzert: Dead Taste + Paul Pecho
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Beatküche: Hip Hop, House & 90s mit DJ D-Zero
22:00 h Goldene Krone (Disco)
P | 50
> 38
Der Club - Partyhits mit Peter e.S.
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Piano Harry - Let the good times role
21:00 h Goldene Krone
Lesung: Walter Renneisen - Die Poesie des Unsinns
20:30 h HalbNeun Theater
Kulinarische Stadtführung - Eat The World
15:00 h Mathildenhöhe
Freies Tanzen - Standard/Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
Darmstadt (Innenstadt) 15:00 h Darmstadt (Innenstadt)
SAMSTAG, 28.05.2022 Theater: 5nach12 - Hurra die Welt geht unter
20:00 h Theater Moller Haus
2000er Party mit Leo Yamane & D-Zero
22:30 h Centralstation (Halle)
Die Häuser sollen nicht brennen, Bomber sollt ...
19:30 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Konzert der Kinderchöre - Junges Chrofestival
17:00 h Stadtkirche
Konzert: Decadent Cowboys (Country & Rock)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
> 37 08
Konzert: Piano Harry - Let the good times role
21:00 h Goldene Krone
Indieclub mit DJ Kai
22:00 h Goldene Krone (Disco)
21
Soul Struttin’ Saturday - 60s & 70s Soul and Funk
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
> Lesung mit Walter Renneisen.
Sportler:innenparty
21:00 h Goldene Krone
Kabarett: Benjamin Eisenberg - Pointen aus ...
20:30 h HalbNeun Theater
Kulinarische Stadtführung - Eat The World
15:00 h Mathildenhöhe
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß Kulinarische Stadtführung Darmstadt City
Darmstadt (Innenstadt) 14:00 h Darmstadt (Innenstadt) 09
SONNTAG, 29.05.2022 Impro-Theater: Science Stories
20:00 h Theater Moller Haus
Promenadenkonzert: Breakin´ News
11:00 h Herrngarten
Promenadenkonzert: Tune-Up
11:00 h Orangeriegarten
Heinz lebt! - Die Heinz Erhardt Show
20:30 h HalbNeun Theater
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22 > Lieder gegen Krieg in der BKS. ANZEIGE
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MONTAG, 30.05.2022 Konzert: Mäkkelä feat. Pavel Cingl
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß AuBaStu-TV - Auroras Babbelstunde
Darmstadt (Innenstadt) 20:15 h Online (WorldWideWeb)
DIENSTAG, 31.05.2022
23 > Elias in der Krone.
Lesung: Eine Kindheit in Warschau
18:30 h Deutsches Polen-Institut > 34
Filmkreis-Kino: Gunda
20:00 h Audimax / TUD
Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Verrückte (App-basierte) Stadttour mit Rätselspaß
Darmstadt (Innenstadt)
Bildnachweise Veranstaltungskalender: 01: Jens Steingässer | 02: Nouki Ehlers, nouki.co | 03: Marianne et les Garçons | 04: Blood Money | 05: Peter Vollmer | 06: Frank Schindelbeck 07: Pfund | 08: Guido Woller | 09: Peacock Queen | 10: Scanner Jotena | 11: Daniel Guggenheim Quartett | 12: Petra Bassus & Michael Erhard | 13: Agora | 14: Bessunger Knabenschule 15: Pawel Zarychta | 16: Paulushöfe | 17: Heidelberger HardChor | 18: Stephan Bauer | 19: Tuxedos | 20: TriOle | 21: Walter Renneisen | 22: Nicolas Miquea | 23: Nouki Ehlers, nouki.co
Dieser Kalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit
| FeierAbendKultur in Darmstadt. Alle Events, die bis zum 15. des Vormonats auf www.partyamt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im P Stadtkulturmagazin.
KALENDER UPDATES TÄGLICH
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Ausgabe 11
Ausgabe 13
Februar 2009
Ausgabe 05
Ausgabe 02 April 2008 gratis
Ausgabe 06
gratis
gratis
November 2008
gratis
gratis
Ausgabe 04
gratis
April 2009
Ausgabe 09
Juli 2008
August 2008 Juni 2008 gratis
Cover Contest Winner
Schwimmbad-Report Cover Contest Winner
Festivals im Juli
Ausgabe 41 Februar 2012
gratis
Kino unter Sternen Des Fürsten und des Herrn Garten Mehr Autonomie für Darmstadt? Veranstaltungskalender
Frühling in der Botanik
Kron(e)juwelen
Klettern im Wald Lilien-Krise
Hunger in der Nacht
Untergrundkunst Funky: The Lovemachines Veranstaltungskalender
Filme im Tännchen Gewässerkunde
Ungewissheit auf 603qm
besonders ... Gedenkstätte
Kiosk-Test, Teil 2
Mode made in Darmstadt
Die besten Public Viewings der Stadt Alternativen zur EM Zwei neue Clubs in Darmstadt Schulterblick mit Bruno Labbadia Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
besonders ... maskenhaft
Afro-Hesse bleibt!
Tschüss, Hochschulstadion!
Architektursommer Festivals im August
Hörspiel mit Zimmermann & Zimmerman (SV 98) Lecker Kulturhäppchen! Streetworking P
Hospizarbeit in Darmstadt
Hörspiel mit Tornado Stoolgang
Flohmärkte vor der Tür
Black Box mit The Disco Boys
Veranstaltungskalender
Darmstädter Tage der Fotografie
Stadtteil Eberstadt
Stadtkulturmagazin
Stadtkulturmagazin
Neuer Club: das „Neutral”
Veranstaltungskalender
Prinz-Georgs-Garten
Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
Ausgabe 14
Stadtkulturmagazin
Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
Mai 2009
Made in Darmstadt: antipreneur.de
Ausgabe 01 März 2008 gratis
Stadtkulturmagazin
gratis
Veranstaltungskalender Stadtkulturmagazin
Stadtkulturmagazin
Ausgabe 60
Ausgabe 52
Dezember 2013 Januar 2014
März 2013
Ausgabe 08
gratis
Oktober 2008
Ausgabe 12 März 2009
gratis
gratis
gratis
Ausgabe 54 Mai 2013
gratis
Ausgabe 23 15 Juni 2009 April 2010
Ausgabe 15
gratis
Juni 2009 gratis
Wir möchten das Sprachbewusstsein stärken!
Lilien auf Rekordjagd Centralstation wird 10!
Straßenmusik in Darmstadt
Darmstadts Unterwelt
In Jugendstil baden
Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau
Blackbox mit Chris Kotze
Selbstbewusst: Jolly Goods
Handyrecycling
Stadtteil Martinsviertel Veranstaltungskalender
Balsam für die Seele
Am 6.6.: 6 Jahre 603qm Keinen Bock auf Nazis! The Grillinger Escape Plan
Stadtkulturmagazin
Veranstaltungskalender
Friss das!
Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
Überwachung vs. Web 2.0
Darmstadt hilft Syrien Noch viel mehr P:
Stadtflucht
Veranstaltungskalender
Iss was!
20. Mai 2009 603qm
Veranstaltungskalender
p-stadtkultur.de
Stadtkulturmagazin www.partyamt.de
Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
Blackbox mit Hammann und Janson
Sozial global Mandy & Sandy
Dem Jazz verfallen
Kommen und Gehen
Organic Disco
Fatimas P-scherung
Literarischer März
Subkultur unter der Lupe Urbanes Landwirtschaften Blackbox mit Linus Volkmann
Guerilla Gardening
Flohmarkten mit Karoline Hörspiel mit den Stinkenden Socken
Stadtkulturmagazin
Stadtkulturmagazin
Freiheit für Skateistan! Veranstaltungskalender Stadtkulturmagazin
Ausgabe 25 15
Ausgabe 17 15
Juni 2009 2010
September Juni 2009
gratis
Ausgabe 16 15
gratis
Stadtkulturmagazin
Juli / August Juni 2009 gratis
Ausgabe 35 Juni 2011 gratis
Ausgabe 18 15 Oktober Juni 2009 gratis
Cover Contest Winner!
Ball auf Gras Liz Monet, 2010 Acryl auf Leinwand
Vintaage-H Hochburg Darm mstadtt
EN! AUSSCHNEIDEN + MITBRING
25 Jahre „Sum mpf““ Marathhonn durrchh Darmsstadtt
Public Viewing in Darmstadt
Black Box mit der BI ONO
Karrolinne sooll leeben!!
Kubbst Du noch oder slackst Du schon?
Veranstaltungskalender
Ami went home! EM-Boxkampf im Darmstadtium
Veranstaltungskalender
Darmstädter Duplikate
Musikfestivals in der Region
Albbert Manngelssdoorff unnd ichh Bookcrossing in Darmstadt 10 Jahre Knabencore
60 Jahre Heinerfest
Tour de Mobilität
Ein Sommer voller Sprungbretter
Soolarr Decatthloon 2009 9
Alternativen zur WM Junges Theaterlabor Stadtrundfahrt auf Schienen
Freiluftoasen, Teil 1
Kampfsport in Darmstadt, Teil 2
Hörspiel mit „Little” Klein
Stadtkulturmagazin
Veranstaltungskalender
Schulterblick mit Prof. Johann-Dietrich Wörner
Stadtkulturmagazin
Stadtkulturmagazin
Veranstaltungskalender
Schöne neue Mediale-Welt
Stadtkulturmagazin
Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
Ausgabe 19 15 Novemver Juni 2009 gratis
Ausgabe 28 15 Juni 2009 Oktober 2010
Ausgabe 37
Juli / August 2011
gratis
gratis
Ausgabe 20 Dezember 2009 Januar 2010 gratis
Mit Theater-, Kunst- und Literatur-
Ausgabe 42
Vorschau
März 2012 Hol Dir den P-Sampler Vol. 2! Exklusiv vom 29.02. bis 07.03. in der Innenstadt!
Ausgabe 36
gratis
September 2011
gratis
Ausgabe 36 Juli / August 2011 gratis
Freiluftoasen, Teil 2 Made in Darmstadt: Radar
Karoline lebt!
Musikfestivals in der Region Black Box mit den Centralstation-Machern
In die Pilze!
The Art of Deafman
Im Spielzeugmuseum
Hausbesetzung reloaded
Nachhaltig Feiern
Veranstaltungskalender
Kultur im Neuwiesenweg
Gelbe Tauben über Darmstadt
Stadtkulturmagazin
Mit dem Rolli durch DA Nacht
Kampfsport in Darmstadt, Teil 3
Veranstaltungskalender
Besonders ... tierisch
Schöne P-escherung!
Stadtkulturmagazin
Veranstaltungskalender
Gutes Design im INTEF Musikflohmarkt
Stadtkulturmagazin
Allein im Tierheim Ausgabe 21 15
Black Box mit Frieder Wittich
Februar Juni 2010 2009
Veranstaltungskalender
gratis
Stadtkulturmagazin
Ausgabe 34 Mai 2011
Freiluftoasen, Teil 2
gratis
Made in Darmstadt: Radar Stadtkulturmagazin
Ausgabe 22 15
Musikfestivals in der Region
P-Sampler Vol. 2 • Streetworking P• Angeschimmelt Youth Crew
Juni 2009 März 2010
derCentralstation-Machern Rockformation Diskokugel • Veranstaltungskalender BlackBlackbox Box mitmit den
gratis
Ausgabe 27 15 Juni 2009 September 2010
Im Spielzeugmuseum
gratis
Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
Ausgabe Ausgabe15 26 Ausgabe 31 15
Juli / August Juni 2009 2010
Juni 2011 2009 Februar
gratis gratis
gratis
Ausgabe 33 April 2011
Mit TheaterKunst- und Literatur-
Ausgabe 39
Black Box mit Fatih Akin
gratis
Stadtkulturmagazin Ausgabe 62
Übersicht
November 2011
Illustre Gestalten
März 2014
gratis
Mit TheaterKunst- und Literatur-
Stadtteil Woogsviertel Überwintern im Odenwald
Vorschau
Made in Darmstadt: Schlaglöcher
1. rischdisches Kreuzworträtsel
Japan und das Öko-Institut
Das Drama ums Museum Sander
Neue Rubrik: Aufgeschnappt!
Auf P-atrouille mit der Schlosspolizei Darmstadts schönster Keller
Veranstaltungskalender
10 Jahre Partyamt!
besonders ... Extremwohnen
Huch, ein Buch! Weltnaturerbe Grube Messel
Lilien-Kolumne: Unter Pappeln Stadtkulturmagazin
Veranstaltungskalender
Im Kaufhaus der Gelegenheiten
Iss was!
Stadtkulturmagazin
Veranstaltungskalender
Kampfsport in Darmstadt, Teil 1
Vorschau
Musikfestivals in der Region Schöner Sprayen in Darmstadt
Black Box mit Tino Hanekamp
Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau
Nackt in Darmstadt Selfmade Darmstadt, Folge 2 Jürgen Knielings Sozialstudien
Iss was! Hühnersupp Veranstaltungskalender
Radkuriere im Dauereinsatz
Krieg – Medien – Kunst
Ein Heiner auf Dönerentzug
Schlagloch-Ausweitung jetzt!
Unter Pappeln
Stadtteil Heimstättensiedlung
Veranstaltungskalender
Veranstaltungskalender
p-stadtkultur.de
Mix Dir den P-Sommercocktail!
Ausgabe 30 15 Juni 2010 2009 Dezember Januar 2011
Stadtkulturmagazin
Noch viel mehr P:
Stadtkulturmagazin
P_Februar_2011_Master.indd 1
Plädoyer für Neue Musik
Hörspiel mit Wish You Were Beer
DA it yourself! „Lilien-Set”
Stadtkulturmagazin
Stadtkulturmagazin
Iss was! Grillspecial
besonders ... unwutbürgerlich Waldkindergärten
Veranstaltungskalender
gratis
Das „Blumen“ macht weiter! Fahrradstation verlost Auto
25.01.11 00:05
Veranstaltungskalender Stadtkulturmagazin
Stadtkulturmagazin
Ausgabe 32
Ausgabe 57
Brandneu: die P-Fotostory
März 2011
Oktober 2013
Reichspogromnacht und Liberale Synagoge
Stadtkulturmagazin
gratis
Ausgabe 38
Ausgabe 56
gratis
Oktober 2011
Juli / August 2013
gratis
Mit TheaterKunst- und Literatur-
gratis
Hörspiel mit Kitty, Daisy & Lewis
Ausgabe 40
Vorschau
Dezember 2011 Januar 2012
Parole P! mit Andrea Petkovic & Phil Fill
Mit Theater-, Kunst- und Literatur-
Neue Rubrik: Kommen und Gehen
gratis
P-Sampler, Vol. 1
Vorschau
Veranstaltungskalender
Burgern in Darmstadt, Teil 2
Stadtkulturmagazin
Die Welt der Papiertheater
Mit Theater-, Kunst- und Literatur-
10 Jahre „Linie Neun“
Vorschau
Darmstädter Anne-Frank-Tage Black Box mit Mädness
Stadtkulturmagazin Ausgabe 59
Büchner 200
November 2013
gratis
Festivals ohne Ende Mit Theater-, Kunst- und Literatur-
Rollerderby in Darmstadt Oh, Du öder Friedensplatz!
besonders ... epochal Der Siegeszug der Do-It-Yourself-Kultur Hörspiel mit den Messer Brüdern
Lesestoff: Heinermusik
Hessisch zum Wegrenne
Veranstaltungskalender
Veranstaltungskalender
Darmstadt hat die Wahl!
Veranstaltungskalender
Hotel neben der „Krone“?
Stadtkulturmagazin
Mit TheaterKunst- und LiteraturÜbersicht
Der wertvolle „Heiner“
Schöner Döner
Suche und finde
Vorschau
Schöne P-scherung! Stadtkulturmagazin
besonders ... oberbürgermeisterlich
Yoga erobert Darmstadt
Fußballkneipen in Darmstadt
Black Box mit Roman Flügel
Club-Update
Hörspiel mit Bormuth
Veranstaltungskalender Stadtkulturmagazin
Parole P! mit Petkovic, Phil Fill, Partsch + Partheil
Die erzählte Stadt
Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
Fotostory Kommen und Gehen Veranstaltungskalender Büchner-Ausstellung Gedenkjahr gegen das Vergessen Amnesty Darmstadt Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau
Darmstädter Radreport, Teil 2
P Magazin
Lilienpoesie mit Julian Ratei
Stadtkulturmagazin
ausgabe 43
Veranstaltungskalender
Ausgabe 57
april 2012
September 2013
gratis
gratis
P Magazin
ausgabe 46 Juli / august 2012
gratis
Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau
Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau
Wählt alle! Fahrradstadt Darmstadt Neues Böllenfalltorstadion?
Flohmarkten!
Musik- und Filmfestivals Hauptbahnhof 100 & Cage 100
Sehspiel mit dem Filmfest
Mit Theater-, Kunst- und Literatur-
Hörspiel mit Jochen Partsch
Pfand in Sicht
besonders ... dolce vita!
Darmstadt bloggt Blackbox mit Ralf Beil Stadtkulturmagazin
Engagierte Eltern
Vorschau
Veranstaltungskalender
Das Kunst Archiv Darmstadt
Veranstaltungskalender
Blackbox mit Trixie Whitley Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
P Magazin
ausgabe 48 Oktober 2012
P Magazin
gratis
ausgabe 45
P Magazin
Juni 2012 ausgabe 47
gratis
September 2012
gratis
20 Jahre Sk8 & BMX Darmstadt Jetzt schon vormerken: „4 Jahre P“Party am 10.11.2012 in der Krone!
Vegan heavy Darmstadt 2047
Mit Theater-, Kunst- und Literatur-
Mit Theater-, Kunst- und Literatur-
Global sozial
Vorschau
Vorschau
Hörspiel mit Snerft Stadtkulturmagazin
Veranstaltungskalender
EM glotzen in Darmstadt Der große Pils-Test
Unorte
A House Full Of Music
Mädchenbiertest Ausgabe 51
Reunion Rocks!
Februar 2013
gratis
Dinba Music in Heinertown
Hörspiel mit The Barbers
Mathilda Longboards
Iss was: Falafel
Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
P Magazin
ausgabe 49
P Magazin
Ausgabe 53 April 2013
november 2012
ausgabe 50
gratis
Dezember 2012 Januar 2013
gratis
gratis
1. Restaurant Day in Darmstadt besonders ... Ludwigshöhe Hörspiel mit der 12-Volt-Disko Neue Darmstädter Nachtkultur
Darmstadt bloggt: Kickschuh
Flohmarkt-Übersicht 2013 besonders ... Georg-Büchner-Platz
Kommen und Gehen Stadtkulturmagazin
Veranstaltungskalender
Hörspiel mit Alberto Colucci Kommen und Gehen Veranstaltungskalender
Stadtkulturmagazin
P-scherung! Nacht der Clubs besonders ... kunstvoll Blackbox mit Rebelion Soundsystem Heinermusik
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Veranstaltungskalender
programmkinorex
Stadtkulturmagazin
Stadtkulturmagazin
Filmhighlights
Ausgabe 63 A Long Way Down
April 2014
Komödie, Großbritannien, Deutschland 2014 Buchvorlage: Nick Hornby Regie: Pascal Chaumeil Darsteller: Pierce Brosnan, Toni Collette, Imogen Poots Filmstart: 03. April 2014
Ausgabe 10 Dezember 2008 Januar 2009
gratis
gratis
In der Silvesternacht treffen vier Lebensmüde auf dem Dach eines Londoner Hochhauses aufeinander. Die vier, zwei Männer und zwei Frauen, sind verschieden alt und entstammen unterschiedlichen Milieus - entsprechend gegensätzlich sind die Gründe für ihren Freitod. Langsam kommen sie miteinander ins Gespräch und erzählen sich von ihren Sorgen und Nöten. Am Ende der Nacht schließen sie einen Pakt: Vor dem Valentinstag darf keiner Selbstmord begehen. So bleibt dem Quartett sechs Wochen, um ihre Situation und Absicht zu überdenken.
PPPP-arty! 4 Jahre Stadtkulturmagazin Krone Sa, 10.11.12 Goldene
P
Stadtkulturmagazin
Gabrielle – (K)eine ganz normale Liebe Drama, Kanada 2013 Regie: Louise Archambault Darsteller: Gabrielle Marion-Rivard, Alexandre Landry, Mélissa Désormeaux-Poulin Filmstart: 24. April 2014
5 JAHRE
Die 22jährige, musikalisch hoch begabte Gabrielle leidet unter dem Williams-Beuren-Syndrom (WBS). Im Chor der Therapiegruppe lernt sie einen ebenfalls unter WBS leidenden jungen Mann kennen. Die beiden verlieben sich und möchten zusammen ziehen. Aber diese naive und fast unschuldige Liebe wird von ihrer Umgebung, vor allem von der Mutter des Jungen, nicht geduldet. Gegen alle familiären Widerstände und gesellschaftlichen Vorurteile versucht das Paar seine Gefühle auszuleben und pocht auf Akzeptanz.
Ausgabe 55 Juni 2013
gratis
Born To Skate 100 Jahre Frauenstudium
Programmübersicht 06 So
07 Mo
08 Di
Nordostumgehung
09 Mi
10 Do
11 Fr
12 Sa
13 So
14 Mo
15 Di
16 Mi
Beltracchi – Die Kunst der Fälschung
17 Do
18 Fr
19 Sa
20 So
21 Mo
22 Di
23 Mi
24 Do
25 Fr
26 Sa
27 So
28 Mo
29 Di
Nacht der Clubs
30 Mi
1. Darmstädter Kickertest
Lauf Junge lauf
Nymphomaniac 2
Veranstaltungskalender
Yves Saint Laurant
A Long Way Down Super-Hypochonder
Gabrielle – (K)eine ganz normale Liebe
Spuren go East – 14. Festival des Osteuropäischen Films
Stadtkulturmagazin
20:15 W imie … – Im Namen des … polOmeU
Kino für Junggebliebene 15:30 Der Medicus
rexFilmkreis 20:45 Jung & Schön OmU
rexFilmkreis 20:45 Der heilige Berg OmU
13 So
rexExtra mit Ärzte ohne Grenzen eV D 20:15 Living In Emergency mit Filmeinführung und Gespräch
11 Fr
MET live im Kino 18:00 Mozart: Così fan tutte
10 Do
rexAlleWeltKino 20:15 Das Mädchen Wadjda
MET live im Kino 18:00 Puccini: La Bohème
rexFilmkreis 19:00 Die andere Heimat
rexExtra mit Deutsches Polen-Institut goEast – 14. Festival des Osteuropäischen Films
20:15 Rejs – Der Ausflug polOmU
20:15 Chce sie zyc – Live Feels Good polOmeU
09 Mi
20:15 Noz w wodzie – Das Messer im Wasser polOmeU
rexExtra mit Förderverein Liberale 17:30 Wenn Steine aus der Mauer schreien + Berlin-Paris: Die Geschichte der Beate Klarsfeld
05 Sa
Vorschau
Miss Sixty rexFamilienfilm: Amazonia
zu diesen Filmen läuft ein KurzVorFilm.
03 Do
Stadtkulturmagazin
Mit Theater-, Kunst- und Literatur-
Dom Hemingway
Zwischen Welten Her Der Hundertjährige
Sonderveranstaltungen
14 Mo
15 Di
16 Mi
23 Mi
24 Do
26 Sa
28 Mo
Darmstädter Kultur-Update rexVerqueertesKino 20:30 Im Namen des …
05 Sa
rexVorpremiere 20:45 Beziehungsweise New York OmU
04 Fr
rexFilmkreis 20:45 BlindDate – ArthouseSneak OmU
03 Do
Cosmic Cine Filmfestival – Build a Bridge
28 Mo
29 Di
30 Mi
Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau
Ausgabe 61 Februar 2014
gratis
Flohmarkt-Kalender 2014
Mit Gimmick! Georg-BüchnerMaske zum Heraustrennen!
Babbeln unter Pappeln mit Benny Gorka
SA, 08. JUNI 2013
Blackbox mit den Rollergirls
AB 19 UHR IM SCHLOSS DARMSTADT
Noch viel mehr P:
Hessisch for runaways
programmkinorex Heliapassage 64283 Darmstadt Mehr Infos im Kino und unter www.kinos-darmstadt.de
p-stadtkultur.de Mobile-Ticketing per App App Store: Stichwort „Kinopolis“
Erhältlich im Google play Store Stichwort „Kinopolis“
Büchner 200 Hörspiel mit FNFN Wrede & Antwort
Veranstaltungskalender
Veranstaltungskalender
Kommen und Gehen
Selfmade Darmstadt
Windows Phone und webOS unter m.kino-ticketshop.de
Meisterhafter Hermann Zapf Blackbox mit Leeroy Thornhill Kommen und Gehen Noch viel mehr P:
Lilienpoesie mit Hanno Behrens p-stadtkultur.de
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DO 05.05. Vortrag/Info COMMUNITY FOR ALL: „ANTIRASSISTISCHES NOTRUFTELEFON“
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Mai 2022
SA 07.05. Kraut/Electro/Post-Rock Konzert
Darmstadt Bessunger Straße 84 Programm DI|03.05.2022|20:00
Einlass 19:00
Rudelsingen im Jagdhofkeller
MASERATI / LOST IN KIEV
Do|05.05.2022|20:00
MO 09.05. Szenische Lesung
Marianne et les Garçons
HEIMAT: EINE BESICHTIGUNG DES GRAUENS
DO 12.05. Indie/Emo/Rock Konzert RATBOYS / COOL LIVING / GHOST BAG
FR 13.05. Wave/Synth/Pop Konzert RIKI / SRSQ / GEISTHA FR 20.05. Punk Konzert ALARMSIGNAL
SA 21.05. Jazz/Funk Konzert KARABA / TRIORITÄT
Sa 07.05. | 20 Uhr | Der Elektrolurch wird 80 Guru Guru Die Krautrock-Legende Fr 13.05. | 20 Uhr | CD-Release-Konzert
Daniel Guggenheim Quartett
ANTIFASCHISTISCHER KNEIPENABEND
Do 19.05. | 20 Uhr | Americana-Konzertreihe Lennon & Dylan Zwei Ikonen der 60er
FR|13.05.2022|20:30
Fr 27.05. | 20.30 Uhr | Malayische Trommler
Angelika Niescier Trio & OODT Sa 28.05. | 19.30 Uhr | Lieder gegen Krieg
oetingervilla.de
Das selbstverwaltete Jugend- und Kulturzentrum
Häuser sollen nicht brennen... Mehr auf www.knabenschule.de
DA | Ludwigshöhstraße 42 | Fon 06151-61650
KÜNSTLERKELLER
Mai 2022 Ausstellung Graphiken von Christoph Grundmann. Donnerstag, 05.05. Lesung Stefan Benz „Theaterherz“ Donnerstag, 12.05. „Comedy Keller Vol. 2“ Zum Lachen in den Keller
Die meisten Afrikaner können nicht schwimmen Theater Curioso Do 05.05. Sa 07.05.
Fr 27.05.
So 29.05. Fr 03.06.
A/B/S/U/R/D Theaterlabor INC. Die meisten Afrikaner können nicht schwimmen Theater Curioso 5nach12 – Hurra die Welt geht unter wandelbar Science Stories #rational-verrückt Martha, Marina Premiere Theater Profisorium
Das vollständige Programm finden Sie online
WWW.KELLER-KLUB.DE
So|08.05.2022|19:00
Claire Waldoff
Philip Bradatsch & ColaRumBoys
Sandstraße 10 | 64283 Darmstadt | Telefon 06151 26540
www.theatermollerhaus.de P | 54
Einlass 19:30
Jazz first
Do 19.05. | 10 Uhr | Huch ein Buch-Lesung Ich bin anders als Du für Kids ab 4
Sa 21.05. | 20.30 Uhr | Mit neuem Programm
mittwochs
Fr|06.05.2022|21:00
Einlass 18:00
Einlass 18:00 Einlass 19:30
Petra Bassus & Michael Erhard Tickets 06151 66 40 91 Restaurant Belleville * Ticketshop Luisencenter jagdhofkeller.com * Tickets ohne VVK-Gebühren nur im Restaurant Belleville
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KONZERTE MO 02.05 SVM3 UND TAZ CHERNILL Jazz: Benefizkonzert zur Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge und unabhängiger Medien in Russland DI 03.05 SUGAR CANDY MOUNTAIN Psychedelic Chamber Pop MI 04.05 BODI BILL Electro Indie Pop DO 05.05 THE DEADNOTES Indie, Punk FR 06.05 LUKSAN WUNDER - DIE LIVE SHOW Comedy SA 07.05 SEAN NICHOLAS SAVAGE Indie, LoFi-Pop MO 09.05 SOL JANG INTERNATIONAL PROJECT Jazz DI 10.05 FABIAN SIMON & THE MOON MACHINE Folk-Rock, Psychedelic-Pop MI 11.05 MAYBERG Indie-Pop, Singer-Songrwiter, Electronic MO 16.05 EDDY SONNENSCHEIN QUARTETT Jazz DI 17.05 JOHANNA AMELIE Dream-Pop, Indie MI 18.04 AMEWU Hip-Hop DO 19.05 STANDARDS & FES Math Rock, Art Rock MO 23.05 JONAS SORGENFREI: MOODS Jazz DI 24.05 MID CITY Indie-Rock MI 25.05 LES TRUCS Electro, Indie, Experimentell DO 26.05 MONOSPHERE Progressive Metal, Post Metal SA 28.05 AVIANA & RISING INSANE Metalcore MO 30.05 J‘S SEVEN Jazz DI 31.05 CHRIS IMLER Electro, Post-Punk
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Do 05 WIGHT & LUCID VOID ———————————————————————— KLUB
Sa 07 CHROME! — CAUSA & SHU ———————————————————————— KONZERT
Fr 13 MELOI & VVLVA ———————————————————————— KLUB
Sa 14 FREISINN — AKA NINA, DJOKTOGUN, GENOSSE ZEI T, JUEL I TO SCHLOM, MARIUS ST IMMT
TICKETS: www.schon-schoen.de Montag und Dienstag: Eintritt frei! gefördert von:
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Do 19
PARTIES
SHE PLAYS W/ AY WING & MARYAM.FYI
JEDEN MITTWOCH: ES IST MITTWOCH! 2000er und mehr mit DJ bÄrt JEDEN DONNERSTAG: HIP-HOP THURSDAY Hip-Hop, R&B und Rap mit DJ O.T
———————————————————————— KLUB
Mi 25
PIMP MY RHYMES DJ STEEVOTT, SHAWN COMPES & READYMIX DAVE
FR 06.05 house party. Electronic Music SA 07.05 90s BABY Die epische Megahit-Safari FR 13.05 EXTRAORDINARY Indie, Soul, Hip-Hop, Trash, Gitarre SA 14.05 TAKE ME OUT Indie FR 20.05 NUR DIE 00ER WAREN DULLER Die 2000er Party mit DJ bÄrt SA 21.05 GANZ SCHÖN ANDERS Queer-Party MI 25.05 80s BABY The Music is geil! FR 27.05 BEAUTY AND THE BEATS Hip-Hop, Electronic, Indie, Funk SA 28.05 RICHTIG GUTES ZEUG MIT MICHA MISCHT Pop, Indie und alles, was extrem gut ist
ÖFFNUNGSZEITEN BAR
DO—SA AB 19 UHR
CAFÉ DI—DO VON 11—17 UHR
Mittwoch und Donnerstag: Eintritt frei!
KULTURCLUB SCHON SCHÖN GROSSE BLEICHE 60-62 55116 MAINZ P | 55
Out of Darmstadt Kultur in Rhein-Main-Neckar AUSWA H L + T E X T E: M AT I N NAWA B I | FOTO S: A C E N NO (P E AC H E S) + M E U T E + T Y L E R M AT T H E W OY E R (T R/ST)
Peaches (Berlin) Ob als Filmemacherin, Musikerin, Produzentin, Autorin oder Performance-Künstlerin: Peaches reißt fortwährend Grenzen ein und fordert den Mainstream heraus. An diesem Abend eröffnet die Ausnahmekünstlerin das „Queer Festival“ mit einem Konzert. Karlstorbahnhof, Heidelberg Mi, 04.05. | 21 Uhr | 38 € Bodi Bill (Berlin) Die Electro-Pop-Meister sind zurück. Die neue Platte des Trios lebt von eklektischen Sounds und futuristischen Themen.
Der Soundtrack einer „fluiden, fragmentarischen Welt“. Schon Schön, Mainz Mi, 04.05. | 20 Uhr | ab 23,70 € Disarstar (Hamburg) Das Debüt von 2010 lebte von der markanten Stimme des Rappers sowie linksradikaler Ästhetik und Message. Jüngst folgte mit „Deutscher Oktober“ neues Material, das ans bisherige Werk nahtlos anknüpft. Zusatzkonzert zur ausverkauften Show am Vortag! Nachtleben, Frankfurt Fr, 06.05. | 19 Uhr | ab 25 € P | 56
Rikas (Stuttgart) Ihre Sound-Collagen aus Funk, Beat und Pop tauften diese musikalisch breit aufgestellten Burschen „Swabian Samba“. Ende 2019 erschien das Album „Showtime“ – jetzt können die Songs endlich live gespielt werden! Schlachthof WI (Kesselhaus) Di, 10.05. | 20 Uhr | 22 € Lea Porcelain (Berlin) Das Duo ist einfach 'ne richtig gute 80er-Wave-inspirierte Band. Endloser Hall, wabernder Bass, Wehmut und Melancholie – und manchmal sogar schroffe
Industrial-Momente. Selbst die „Spex“ (rest in peace!) zeigte sich begeistert: „Sie klingen nicht wie Kartoffeln.“ Zoom, Frankfurt Do, 12.05. | 21 Uhr | ab 17 € Bernd Begemann (Hamburg) Er ist vielleicht einer der besten Entertainer unseres Landes, Miterfinder der Hamburger Schule, unerreichter Popmusik-Destillateur und St. Paulis unangefochtener Klampfenkönig. Das Rind, Rüsselsheim Fr, 13.05. | 20 Uhr | 20 € Gwen Dolyn & Toyboys (Darmstadt) Die Grunge-Popperin sattelt mitsamt ihrer Band die Pferde für ein Auswärtsspiel und lädt zur Releaseparty ihrer neuesten Veröffentlichung in den Club an der Konstabler Wache. Nachtleben, Frankfurt Fr, 13.05. | 19.30 Uhr | ab 13,20 € Chuck Ragan (USA) Einfach ein sympathischer Typ: Mit seiner Reibeisenstimme hat sich Chuck Ragan nicht nur dank seiner Punk-Band Hot Water Music in unzählige Herzen gespielt, auch solo ist
der Musiker mit seinen kernigen Folk-Songs eine echte Hausnummer! Capitol Offenbach Sa, 14.05. | 20 Uhr | ab 28,50 € Amewu (Berlin) „Viele Rapper reden zu viel, aber sie denken zu wenig“, meint Amewu. Der HipHop-Künstler aus der Hauptstadt teilt nicht nur selbstbewusst aus, er liefert auch entsprechend. Smarte Texte, wilde Skills. Guter Typ! Schon Schön, Mainz Mi, 18.05. | 20 Uhr | ab 15 € Kate Nash (London) Eigentlich wollte sie zum Theater – und wurde dann doch plötzlich Popstar. Heute zählt die obercoole Kate Nash zu den facettenreichsten Künstlerinnen überhaupt, vereint ohne Proble me Hollywood-Fame und eine Punk-Band – und macht einfach sehr gute Popmusik. Karlstorbahnhof, Heidelberg Do, 19.05. | 21 Uhr | 27 € Tara Nome Doyle (Berlin) Die beeindruckende Chansonnière veröffentlichte 2020 ihr Debüt-Album „Alchemy“. Wunderbar frische, junge Popmusik
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inspiriert von Carl Gustav Jungs Traumpsychologie des 20. Jahrhunderts. Jetzt ist mit „Væermin“ der Nachfolger erschienen! Mousonturm, Frankfurt Sa, 21.05. | 20 Uhr | 26 € Tiny Moving Parts (Benson) 2008 gründeten die Brüder William und Matthew Chevalier ihre Band und starteten schnell richtig durch. Fetziger Emo-Punk voller Pop-Hymnen. Macht Bock! Das Bett, Frankfurt So, 22.05. | 20 Uhr | ab 21 € Mogwai (Glasgow) Die Post-Rock-Giganten kriegen nicht genug – ein Glück! Mit „As The Love Continues“ erschien 2021 Album Nummer zehn. Wieder mal brilliert die Band und präsentiert phänomenal-opulente Klangwelten. Halle 02, Heidelberg Mo, 23.05. | 20 Uhr | ab 32 € Meute (Hamburg) In roten Uniformen haben diese elf Herren aus St. Pauli sich zu einem kleinen Phänomen entwickelt – und stellen das Konzept klassischer Blaskapellen komplett auf den Kopf. Absolut wilder Brass-Marching-Band-
Techno-Sound! Plus: Die fantastischen Cari Cari im Vorprogramm! Maimarktgelände, Mannheim Do, 26.05. | 17.30 Uhr | ab 34,50 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de Boy Harscher (Northampton) Kraftvolle Beats, sägende Synthies, ätherischer Gesang: treibender, düsterer Dark Wave. Die dystopische Tanzmusik des Duos ist der Soundtrack für unsere von immer mehr Entfremdung gezeichnete Welt. Konzert findet als Auswärtsspiel des Karlstorbahnhofs auf Ex-US-Army-Gelände statt! Metropolink's Commissary PHV, Heidelberg Do, 26.05. | 20.30 Uhr | 28 € TR/ST (Toronto) 2019 veröffentlichte Robert Alfons alias TR/ST seine konzeptuell verzahnten Alben
„The Destroyer (Part 1)“ und „The Destroyer (Part 2)“– und changiert auf diesen zwischen Industrial und großen Synth-Pop-Gesten. Schlachthof WI (Kesselhaus) Mo, 30.05. | 20 Uhr | ab 25 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de Bad Religion (Los Angeles) Nach etlichen Verschiebungen ist aus der Tour zum 40-jährigen Jubiläum jetzt das 42-jährige geworden. Geil, dass das jetzt endlich klappt. Zusatztermin zur bereits ausverkauften Show der PunkrockIkonen am Vortag! Schlachthof Wiesbaden (Halle) Di, 31.05. | 20 Uhr | ab 30 € MOMEM Frankfurt Anfang April eröffnete Sven Väth mit einem Open-Air-Rave und über 5.000 Gästen an der Hauptwache das neue Museum of Modern Electronic Music (MOMEM) – die weltweit erste Institution dieser Art.
Die von Tobias Rehberger kuratierte und gestaltete Ausstellung blickt auf drei Dekaden Techno in allen Facetten zurück. MOMEM (B-Ebene, Hauptwache) seit Fr, 08.04.: Di bis So von 15 bis 22 Uhr geöffnet (Mo: zu) 12 €
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3. JUNI- 12. JUNI • VERGNÜGUNGSPARK MIT NEUEN ATTRAKTIONEN FÜR DIE GANZE FAMILIE • VERKAUFSMARKT • FESTZELTBETRIEBE • STADTLAUF • GROSSFEUERWERK • KINDERFEST
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Revival, Überraschendes und Diversitäten Kunst & Performance Rhein-Main im Mai AUSWAHL + TEXTE: ANDREA SCHÄFER-LAZOS | ABBILDUNGEN: STÄDEL MUSEUM (1) + JOCHEN LEMPERT (2) + ANDREJ DÚBRAVSKÝ (3) + STUDIO OSSIDIANA (4)
Renoir und der Rokoko
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Was hat der Rokoko mit dem Impressionismus gemein? Die Kunst des Rokokos, seit der Französischen Revolution als unmoralisch stigmatisiert, erlebte in der impressionistischen Malerei ein Revival. Renoir ließ sich von der Bildwelt des Rokokos inspirieren und machte das Flanieren in Parks, die Rast in der Natur und Gartenfeste zu zentralen Motiven seiner Arbeit. Auch die skizzenhafte Malweise und leuchtenden Farben verweisen auf den Rokoko als Vorbild für zahlreiche Künstler:innen des Impressionismus. — bis 19.06. Städel Museum, Frankfurt staedelmuseum.de
Jochen Lempert, 1958 in Moers geboren, arbeitet als Künstler seit den 1990er-Jahren mit dem Medium der Fotografie. Seine Schwarzweißabzüge bleiben ungerahmt und werden zu überraschenden Konstellationen kombiniert. Bei seiner ersten Einzelschau in Frankfurt hat Lempert seine präzise komponierten Bilder auf die Ausstellungsräume des Portikus abgestimmt und so arrangiert, dass sie einen Dialog vielschichtiger Beziehungen entstehen lassen. — bis 05.06. Portikus, Frankfurt portikus.de
Shades of Diversity Der 1978 geborene slowakische Künstler Andrej Dúbravský beleuchtet in seiner Schau „The last Party for Diversity“ verschiedene Schattierungen von Diversität: Biodiversität, kulturelle und Genderdiversität. Schon als Kind interessierte sich Dúbravský für die Vielfalt, die in der Natur vorkommt. Heute stellt er als Künstler seine bunten, überdimensionierten Raupen- und Insektengemälde in den Kontext des Klimawandels und der Bedrohung der Artenvielfalt und erweitert diesen um den gesellschaftlich-politischen Aspekt von Genderrollen. — bis 05.05. Museum Bensheim, Bensheim an der Bergstraße stadtkultur-bensheim.de
Foto-Konstellationen
Welt im Wandel Das Erdgeschoss des Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg wird zum „Wandelsalon“ mit wech selndem interaktiven Programm. Zu Gast sind die Künstler:innengruppe „metagarten & helfersyndron“ und die Projektgruppe „UND“ der HfG Offenbach. Der Salon lädt zu Begegnungen und Gesprächen zu globalen Veränderungsthemen und deren regionale Auswirkungen ein: Noch bis 08. Mai tagt das „Klimaparlament Rhein-Main“, danach steht bis 19. Juni unter dem Titel „Vom Hegen und Pflegen – Pflanzenwelten“ das Gärtnern im Fokus. — bis 31.07. Museum Sinclair-Haus, Bad Homburg kunst-und-natur.de/museum-sinclair-haus
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»Wir als demokratische Gesellschaft müssen entscheiden« Wissen schafft in Darmstadt, Folge 8: das Forschungsprojekt „DeTox“ gegen Hate Speech im Netz, im Interview erklärt von Melanie Siegel (Professorin für Informationswissenschaft an der Hochschule Darmstadt) I N T E RV I E W: P I T ST E I N E RT | FOTO: NOU K I E H L E RS, NOU K I.C O
Hass und Hetze im Internet erleben wir jeden Tag und oft kommen wir uns dabei hilflos vor. Wie uns die Wissenschaft gegen dieses Gefühl der Hilflosigkeit ganz konkret helfen kann, das erforscht Melanie Siegel. Sie ist Professorin für Informationswissenschaft an der Hochschule Darmstadt und leitet gemeinsam mit Professor Dirk Labudde vom Fraunhofer SIT das Forschungsprojekt „DeTox – Detektion von Toxizität und Aggressionen in Postings und Kommentaren im Netz“. Gemeinsam mit dem Hessischen Innenministerium will man mithilfe von Künst-
licher Intelligenz in Zukunft „Hate Speech“ im Netz effektiver bekämpfen. Wie das gehen soll, erklärt Melanie Siegel uns im Interview. Frau Siegel, was genau ist Hate Speech? Unter Hate Speech verstehen wir auf der einen Seite so etwas wie gruppenbezogene Diskriminierung. Das können zum Beispiel sexistische oder antisemitische Beleidigungen sein oder solche aufgrund der Herkunft oder der sexuellen Orientierung. Auf der anderen Seite sind es eben Bedrohungen. P | 62
Das Forschungsprojekt „DeTox“ hat sich zum Ziel gemacht, Hass im Netz automatisiert zu identifizieren und zu bewerten. Was soll damit erreicht werden? Es ist ein klares Anwendungsprojekt. Wir arbeiten dabei mit dem Hessischen Innenministerium zusammen, die eine Meldestelle für Hasskommentare haben. Allerdings gehen dort so viele Meldungen ein, dass sie es eigentlich gar nicht schaffen, alle schnell genug zu bearbeiten. Deswegen stellen wir ein Werkzeug zur Verfügung.
automatisch machen. In welchem Stadium befindet sich das Projekt denn aktuell? Wird es schon angewendet? Das Forschungsprojekt dauert noch bis Juni dieses Jahres. Dann wollen wir dem Hessen Cyber Competence Center (Hessen3C), der Meldestelle des Hessischen Innenministeriums, eine Software zur Verfügung stellen. Die Modelle haben wir bereits gebaut. Jetzt, wo alle Daten da sind, werden diese dann noch mal neu trainiert.
Und wie sieht das konkret aus? Die Meldungen kommen meistens als Screenshots rein. Diese werden dann in Text umgewandelt, außerdem werden Metadaten bearbeitet. So muss sich also niemand hinsetzen und das alles händisch eintippen. Außerdem wird unser Tool auch eine Vorklassifizierung geben. Zum Beispiel erkennt es, welche Fälle dringender sind als andere und priorisiert diese dann. Oder aber es erkennt Gefahren, auf die man sofort reagieren muss. Zum Beispiel, wenn jemand schreiben würde, dass er gleich einen Anschlag verübt.
Wer ist alles an dem Projekt beteiligt? Wir arbeiten mit dem Fraunhofer SIT zusammen, von dem neben einem Mitarbeiter auch Professor Dirk Labudde kommt, mit dem ich gemeinsam das Projekt leite. Von der Hochschule Darmstadt gibt es außerdem noch eine Doktorandin, einen weiteren Vollzeit-Mitarbeiter sowie neben den annotierenden Studierenden auch noch eine studentische Hilfskraft, die inhaltlich mitarbeitet.
Und das entscheidet quasi eine Künstliche Intelligenz, die gelernt hat, dies zu erkennen? [Lacht.] Ja, das stellt man sich immer so magisch vor. Um diese Methoden zu entwickeln, sammeln wir erst einmal ganz viele Texte zu ähnlichen Themen – in Hate Speech, aber auch in normaler Sprache. Diese werden dann anschließend von Hand klassifiziert und zwar nach verschiedenen Kriterien. Also nicht nur, ob es sich um Hate Speech handelt oder nicht, sondern eben auch, ob etwa eine akute Gefahr droht oder der Kommentar vielleicht strafrechtlich relevant ist und wenn ja, nach welchem Paragrafen. Bis Ende März hatten wir da sechs Studierende dransitzen, die 12.000 Texte von Hand bearbeitet haben. Jeder Text ist dabei von drei unterschiedlichen Personen klassifiziert worden. Wir messen auch regelmäßig, inwieweit die miteinander übereinstimmen. Einmal die Woche treffen sie sich und diskutieren zusammen die Kommentare, bei denen sie sich nicht einigen konnte, um langfristig eine bessere Übereinstimmung zu erhalten. So entsteht ein Datensatz mit hochwertig annotierten Daten, den wir eben brauchen, wenn wir maschinelles Lernen anwenden wollen. Das ist quasi die Haupt-KI-Methode: Wir trainieren Modelle, die dann wiederum in der Lage sind, neue Texte von alleine zu klassifizieren. Das Wichtigste dabei ist, dass man der Maschine eine große Menge an hochwertigen Daten zur Verfügung stellt. Erst dann kann sie das
Woher weiß die Maschine denn, dass es sich bei den Kommentaren nicht um einen Witz oder Ironie handelt? Oder Satire? Satire ist natürlich ganz schwierig. Auf der anderen Seite gucken wir hier ja wirklich nach schlimmen Sachen. Also Antisemitismus ist auch nicht mehr lustig. Oder wirklich übel sexistische Beleidigungen – das verpackt vielleicht jemand als Witz, aber witzig ist das nicht. Das zieht auch eine gewisse Verantwortung mit sich – wenn die Kommentare zum Beispiel strafrechtliche Relevanz haben. Ja, natürlich. Zuerst einmal ist ganz klar, dass wir nicht automatisch Strafverfahren einleiten oder so etwas. Wir machen eine Vorklassifikation, damit das Hessische Innenministerium in seiner Arbeit unterstützt wird, damit sie also besser, schneller und effektiver arbeiten können. Jede Meldung, die da reinkommt, wird am Ende von einem Menschen angeschaut. Wir unterstützen diese Menschen dabei: Ein Werkzeug arbeitet 24/7, wenn man das möchte. Es macht keine Pausen, es wird nicht krank. Das heißt, gerade wenn es um ein Warnsystem geht, hieße das ja, dass man da einen Menschen ununterbrochen dransitzen haben müsste. So kann aber ein automatisches Werkzeug Alarm schlagen. Das ist ein erheblicher Vorteil. Und diese Daten und KI-Methoden, die wir entwickeln, diskutieren wir auch mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Wir nehmen an Programmierwettbewerben teil und tauschen uns mit anderen aus, mit welchen Methoden man > P | 63
diese Dinge am besten erkennen kann.
ist und was nicht. Für unsere Gesellschaft wäre es wichtig, dass wir als demokratische Gesellschaft darüber entscheiden – das ist keine Firmenangelegenheit. Deswegen ist es wichtig, dass wir an diesen Sachen arbeiten.
Gerade, wenn Sie diesen Vergleich zu anderen Forschungsteams und Projekten haben – was ist da bei Ihnen anders oder besonders? Das Besondere ist die Zusammenarbeit mit den Anwendern, also Hessen3C. Viele sind eben sehr theoretisch an diesen Sachen interessiert und entwickeln Methoden. Das tun wir natürlich auch, aber wir gucken, was genau man mit den Ergebnissen dann machen kann. Und eine weitere Besonderheit ist auch immer noch die Arbeit mit der deutschen Sprache. Ganz viele Methoden sind für die englische Sprache entwickelt; das mit der deutschen Sprache fängt erst an. Im Wissenschaftsbereich wartet man dringend auf unsere Daten. Bei solchen Technologien muss ich unweigerlich auch an dystopische Zensur-Softwaren von autoritären Diktaturen denken, die das Internet durchscannen. Wo ist der Unterschied dazu? Bei unserem Werkzeug ist es so, dass die Kommentare gemeldet werden von Bürgern, denen diese aufgefallen sind. Und erst diese gemeldeten Sachen werden dann vorklassifiziert. Das heißt, es gibt jetzt keinen Crawler, der die ganze Zeit irgendwo durchs Netz geht. Und es wird ja auch nichts gelöscht. Es wird nichts gelöscht. Doch ein Problem, was ich sehe, ist, dass Unternehmen wie Facebook ja schon automatische Filter haben. Ich finde, für unsere Gesellschaft ist es nicht richtig, dass die Firmen darüber entscheiden, was Meinungsfreiheit
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Wo sehen Sie eine Lösung, diese Verantwortung wieder weg von den Firmen hin zu der Gesellschaft und der Politik zu ziehen? Zunächst einmal gibt es ja das Netzwerkdurchsetzungsgesetz und das beinhaltet seit Kurzem auch, dass die Firmen eigentlich weitergeben müssen, was sie gelöscht haben. Und das finde ich ganz wichtig. Im Moment wissen wir nicht, was die Firmen gelöscht haben. Das heißt, wir können weder beurteilen, ob die Unternehmen übertreiben, noch können wir etwas strafrechtlich verfolgen. Es kann ja auch sein, dass da wirklich gefährliche Sachen gelöscht worden sind, und wir als Gesellschaft wissen nichts davon. Es geht also in beide Richtungen; wir dürfen das nicht einfach irgendwelchen Firmen überlassen. Und letzten Endes sind Bedrohungen, Beleidigungen oder Diskriminierungen ja das Gegenteil von Meinungsfreiheit. Wir hatten gerade den Fall, dass jemand eine politische Äußerung zur Impfpflicht getätigt hatte und anschließend bombardiert wurde mit Bedrohungen und Beleidigungen. Der Grund dafür ist, dass man die Person mundtot machen will – und das ist eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Das geht natürlich nicht, das müssen wir unterbinden. Mehr Infos und ein Online-Vortrag zu „DeTox“ unter: projects.fzai.h-da.de/detox ❉
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Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir eine
pädagogische Fachkraft (w/m/d) in Voll- und/oder Teilzeit für neue Integrationsfachkraftstunden Als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und vom Land Hessen gefördertes Familienzentrum sind wir ein „Ort für Alle“, wo „Alltag und Krise unter einem Dach“ Platz haben und willkommen sind. In unserer Kita mit zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen, bilden Naturerfahrung & Bewegung, Gesundheit, Miteinander & Kreativität, sowie vor allem die Erkenntnisse der Bindungstheorie, die Säulen unseres Konzepts. Wir arbeiten gerne mit Menschen zusammen, die unser Haus mit ihren Qualitäten und ihrer Individualität bereichern möchten: Menschen, die es erfüllt, Kinder und Familien beim Wachsen zu begleiten, die Lust haben auf Herausforderungen und auch gerne über den Tellerrand schauen, die sich einbringen und in einer Gemeinschaft weiterentwickeln möchten. Als lebendige Organisation verstehen wir uns als (Bildungs-) Ort für alle - egal in welcher Rolle und mit welcher Aufgabe: gemeinsam gestalten wir Lebens- und Arbeitsräume des Austausches, des Wachstums und der Begegnung auf Augenhöhe. Wir freuen uns auf neugierige Fragen und/oder eure Bewerbungsunterlagen an: Menschenskinder - Werkstatt für Familienkultur e.V. Anne Schaefer und Manuela Puskeiler • Siemensstr. 3a • 64289 Darmstadt Telefon: 06151-780 80 46 • kita@menschenskinder-darmstadt.de
(Bei Nichteinstellung werden die Bewerbungsunterlagen sofort gelöscht.)
»LEUTE, BESUCHT KONZERTE!«
Hörspiel mit Torsten Lieberknecht M US I KAUSWA H L + T E X T: M AT H I A S H I L L | FOTO: NOU K I E H L E RS, NOU K I.C O
Heimischen Fußballfans muss man unseren aktuellen „Hörspiel“-Gast gar nicht vorstellen: Der zuvor schon (lange) in Braunschweig und (nicht ganz so lange) in Duisburg tätige Fußballlehrer Torsten Lieberknecht führte den SV 98 seit Beginn der laufenden Saison trotz des Weggangs von Leistungsträgern und trotz zahlreicher Corona-Ausfälle in ungeahnte spielerische und tabellarische Höhen. Aber auch Musikaffine könnten
den unkomplizierten Pfälzer, dessen Vertrag bei den Lilien gerade bis Juni 2025 verlängert wurde, schon in hiesigen Plattenläden oder Clubs gesichtet haben – ist er doch ein riesiger Rock(und Soul-)Fan mit einer ebenso riesigen Plattensammlung. Um diesen zwei Seiten gerecht zu werden, fing unser Hörspiel diesmal auch anders an als sonst ... P | 66
So, Torsten, wir machen's heute wie bei der Platzwahl: Es gibt zum einen Fußballlieder zu hören, zum anderen Songs, die mehr an den Musikliebhaber in Dir gerichtet sind. Und in der Halbzeit gibt's natürlich Pausenmusik. Also: Fußball oder Musik zuerst? Kopf oder Zahl? Torsten: Kopf! Die Münze entscheidet sich anders ... also geht es mit den Fußballsongs los. Bruce Springsteen „London Calling“ Der große amerikanische Songwriter ist hier sehr englisch unterwegs – anlässlich seines Konzerts im Hyde-Park 2009. Hmm ... Clash! Ja, richtig, das ist „London Calling“ von The Clash. Aber die Frage ist bei dieser Live-Version viel eher: Wer singt's? Nun ... das ist Bruce, der Boss. Bruce ist also bei Dir – wie bei vielen seiner Fans – immer gleichbedeutend mit „The Boss“. Ist Bruce Springsteen für Dich ein musikalischer Fixstern? Nun ... der Bruce ist immer ein Wegbegleiter gewesen und eigentlich auch mein Favorit. Aber ich mag eher die alten Sachen, denn die Stimme ist mittlerweile nicht mehr die, die ich gewohnt bin. Am besten war er in den Zeiten von „Darkness on the Edge of Town“ und „Born in the U.S.A.“. Ich hab aber so oder so alle Platten von ihm. Die neueren hört man dann aber eher pflichtschuldig, oder? Das nicht ganz. Die letzte hat mich sogar sehr überrascht, mit Anklängen an die E-Street-Band-Zeit, mit viel Saxofon. Abgesehen davon haben mich die neuen aber nicht mehr geflasht. Zum Fußball: Kann es sein, dass es irgendwann mal bei den Lilien heißt „Liverpool Calling“? Dimo Wache [Torwarttrainer der Lilien] und ich hatten im vergan-
genen Jahr Kontakt zum „Kloppo“ [dem Liverpool-FC-Trainer Jürgen Klopp], mit dem wir früher ja bei Mainz 05 lange zusammengespielt haben. Es gab da mal so eine Idee: Kurz-Trainingslager im Winter auf dem Gelände des FC Liverpool ... aber das wurde wegen Corona nicht weiter verfolgt. Generell gesagt: Mal Dinge zu machen, die für Profi-Clubs „außer der Norm sind“, das interessiert mich – ... und vielleicht auch den einen oder anderen Fan. Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft von 1974 „Fußball ist unser Leben“ Wenn man Weltmeister werden will, muss man auch mal so richtig einen schmettern ... in diesem Fall einen waschechten Gassenhauer und Evergreen. Ich liebe ja traditionelle Fußballlieder. Dann kannst Du dieses hier ja sicherlich zuordnen? Nun, da singt sicher noch Franz Beckenbauer mit. Dann ist das die Fußball-Nationalmannschaft vor der WM ... hmmm ... 1974? Ja, richtig. Ich bin damit groß geworden! Mein Vater und meine großen Brüder ... alle haben Fußball gespielt. Da wurden diese Songs immer gesungen, das nimmt man als kleiner Bub dann auch auf. Kann man den Song heute noch genauso leidenschaftlich singen wie 1974? Es ist Ansichtssache, wie man zum Fußball steht. Ich kann nur sagen: Er ist mein Leben und das Leben der Fußball-Großfamilie Lieberknecht. Und wenn man an eine WM in Katar denkt? Das ist nicht das, was ich brauche. Auch wenn ich in dem System gefangen bin, muss ich ja nicht alles gutheißen und habe auch eine klare Meinung zu diesen Sachen.
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Juli „Geile Zeit“ Der Radio-Pop-Hit der Gießener von 2004 ist vielleicht nicht unbedingt Torstens Lieblingssong, aber darauf kommt's diesmal auch nicht unbedingt an. [Torsten hört aufmerksam zu]: Hm ... Silbermond? Nein ... aber so ähnlich, das sind Juli, mit „Geile Zeit“. Das verbind' ich aber nicht mit Fußball ... Der Song ist auch eher ... hüstel ... mein Aufhänger für die Frage: Was wären für Dich Kriterien, damit man am Ende einer Saison sagen kann: „Das war 'ne geile Zeit!“? Oh Mann! Super-Überleitung, oder? [Torsten holt tief Luft]: Ich finde es wichtig, dass sich während der Saison ein Gefühl entwickelt – oder anders gesagt: Wir sind hier in Darmstadt ein relativ kleiner Fußballstandort, wo die Identifikation und Fannähe total wichtig sind. Wenn das gelingt und der sportliche Erfolg dann noch „over the top“ ist, dann ist das das I-Tüpfelchen. Aber der Gradmesser ist, dass sich die Menschen in der Stadt mit der Mannschaft identifizieren und dass die Mannschaft als authentisch wahrgenommen wird. Dann war's eine geile Zeit! Das ist ja in diesem Jahr im Prinzip erreicht. Natürlich will ja jetzt jeder auch diesen sportlichen Traum verfolgen – was immer das am Ende heißen soll. Was mir aber wichtiger ist: Bei einem kleinen Verein, der die Lilien sind, da brauchen die Leute was zum Anfassen. Soundexpress „Wir, wir, wir sind die Eintracht“ Klassischer Aschenbahn-Hit aus Braunschweig, der anno 1988 auch noch zünftig als Vinyl-Single veröffentlicht wurde. Ja, in Braunschweig haben sie viele Fußball-Songs. Und bei diesem ist es so: Wenn 24.000 Leute im Stadion die Zeile mit Maradona singen („Selbst wenn sie Maradona bringen,
schießen wir ein Tor mehr“), in völliger Ekstase, dann sind das Gänsehaut-Momente! Die Jahre in Braunschweig waren für mich eine wahnsinnig emotionale Zeit – die mich in die Erste Liga geführt hat und am Ende leider auch wieder zurück in die Dritte Liga ... ... und wir Lilien waren die Nutznießer (und konnten auch aufgrund der Niederlagen der Eintracht in einem knappen Saisonfinale die Klasse halten). Stimmt, in gewisser Weise ja. Es gibt auch einen Podcast über meine Zeit bei Eintracht Braunschweig. Wir haben darin die Zeit Revue passieren lassen und mussten uns über zwei Tage treffen, weil es so viel war, an das man sich wieder erinnerte. Am Ende dauerte der sieben Stunden! Durch diesen Podcast konnte ich auch unglaublich viel verarbeiten. Und musikalisch? Die musikalische Begleitung ist ähnlich wie in Darmstadt und hat ein ähnlich hohes Niveau. Es gibt viele identitätsstiftende Songs über den Verein. Und die Bands und Projekte ... Zum Beispiel Jazzkantine oder Such A Surge, die kommen alle aus Braunschweig! Es gibt dort eine hoch angesehene Musikszene. Eins meiner Lieblings-Braunschweig-Lieder ist übrigens „Herr Ober, ein Wolter-Bier bitte“ ... da steh' ich ja drauf! Und hier in Darmstadt hast Du ja auch die ganze Bandbreite von „Die Sonne scheint“ bis „Allez les bleus“. Ich war auch mal beim Gerald Wrede im Plattenladen („Musik als Hilfe“), da bekam ich Einblick in die heimische Musikszene.
schon vom Trainer Erwähnte einen Liliensampler veröffentlicht hatte, legte Gerald Wrede im Jahr 2001 auf dem Label „Lilien Kämpfen Schlappner Raus“ mit einem Glaubensbekenntnis der besonderen Art nach – „Ich glaube an den SVD, denn dieser Glaube ist okee!“ [Torsten nach wenigen Takten]: Da sind wir doch beim Wrede, oder? Hat was von Kraftwerk. Oder La Düsseldorf. Ich weiß nicht, ob ich ihm damit weh tue ... Ach, das wird er verkraften. Er hat auch mal vor zig Jahren einen CD-Sampler für die Lilien rausge-
... dass Du als Profi nur noch den Spieltag „abarbeitest“ und nicht mehr die Leute an der Lilienschänke oder auf dem Parkplatz triffst. Aber wenn du so ein richtiger Traditionalist bist, dann ... kann ich das auch verstehen. Das ist auch eine Gemeinsamkeit Deiner bisherigen Trainer-Stationen, oder? Braunschweig und Darmstadt sind sich schon ähnlich. Aber in Duisburg wohnen 500.000 Leute, das war eher anonym alles. Im Ruhrgebiet kannst du in der Anonymität verschwinden. Deshalb war es in Duisburg total schwer, ein Gefühl für die Stimmung zu bekommen. Bei Darmstadt dachte ich mir, als ich mich mit dem Angebot auseinandergesetzt habe: Stadtgröße, Clubgröße, die Erfahrungen, die ich als gegnerischer Trainer im Bölle gesammelt habe – das könnte klappen! Ich saug' auch extrem viel Energie auf durch kleine Gespräche in der Stadt. Ich erlebe das ja so, dass viele Lilien-Fans hin- und hergerissen sind und vielleicht gar nicht in die Erste Liga aufsteigen wollen, sondern stattdessen von Duellen in der Regionalliga schwärmen. Nun, ich seh' es so: Wenn man in die Erste Liga aufsteigt, hat man mindestens zwei Jahre länger oberhalb der Dritten Liga sicher. Den Widerstreit der Gefühle kenn' ich auch aus Braunschweig. Ich kann aber auch Fans verstehen, die sagen: „Ich lieb meinen Club, aber das – Erste Bundesliga – brauche ich nicht.“ Jetzt hab ich's übrigens: Gerald Wrede ist die Mischung aus Kraftwerk und Helge Schneider!
»Gerald Wrede ist die Mischung aus Kraftwerk und Helge Schneider!«
Die erste Halbzeit ist vorbei, wir sind jetzt bei der Pausenmusik angelangt. Gerald Wrede „Ich glaube an den SVD“ Nachdem der zufälligerweise eben
bracht, als es denen nicht so gut ging. [Titel des Meisterwerks: „22 Sahnefilets in Blau Weiss“.] Ja, kenn' ich. Bei dem Song über Luděk Macela dachte ich sofort an unseren Klaus Gjasula [lacht.] [Der eine ein beinharter Verteidiger der 70er und 80er, der andere ein ebenso beinharter Mittelfeldspieler der Jetztzeit.] Aber in dem Macela-Song heißt es „Der Gegner wurde nachher geschient“, das sollte ich vielleicht besser nicht erwähnen. Ach, das fällt unter künstlerische Freiheit. Ich hab mich mit dem Gerald im Plattenladen unterhalten und er war sehr kritisch bezüglich des neuen Stadions. Ich find' wichtig, auch mal solche Stimmen zu hören, von Leuten, die nicht mehr ins Stadion gehen, weil es ihnen nach dem Umbau dort nicht mehr gefällt. Ich sehe es etwas anders. Ich finde es in Darmstadt nicht anonym, denn es ist wichtig, dass der Standort erhalten bleibt. Und du darfst NIE die Basis verlieren – P | 68
Black Pumas „Colors“ So, die zweite Halbzeit beginnt, und die Musik steht ab jetzt im Vordergrund. Los geht's gleich mal mit einer hochdekorierten, kraftvollen Soul-Band! [Torsten sofort]: Black Pumas!
Ich bin zwar schon im Rock- oder Blues-Rock-Bereich zu Hause. Aber auch Funk und Retro-Soul wie das hier hör' ich gern. Sie kommen aus Austin und haben einen Grammy gewonnen für diesen Song [nicht ganz, er war nur nominiert – aber immerhin!]. Ich bin gern auf musikalischer Entdeckerreise. Interessant ist für mich, dass etwas viele nicht kennen und dann hellhörig werden. Dann weiß ich, dass ich was Gutes gefunden hab'. Auch bei meinen Jungs hier in der Kabine: Die Black Pumas sind da gut angekommen. Aber sie sind nicht in der Spieltags-Playlist der Spieler gelandet, oder? Nein, das nicht. Da misch' ich mich auch nicht ein. Aber das eine oder andere haben sie dabei, was ich auch gut finde. Pokey Lafarge „Fine To Me“ Ist das Country, Blues, Bluegrass, Waschbrett-Jazz oder Ragtime, was der Sänger und Gitarrist aus dem Mittleren Westen der USA da seit gut zehn Jahren fabriziert? Auf jeden Fall hat „Fine To Me“ aus dem Jahr 2021 absoluten Hit-Charakter ...! Hm ... Hillbilly Country ... Ich dachte mir, das könnte was was für Dich sein ... Ja, das kannte ich jetzt noch nicht, das muss ich mir merken. Bluegrass ist 'ne neue Liebe von mir ... Jason Isbell & The 400 Unit ist da mein Favorit. Ich bin breit gefächert. Zu der Musikrichtung kam ich über Chris Stapleton, der ist lange Jahre als Songwriter bekannt für viele extrem große Hits, zum Beispiel von Adele. Der hat sich jetzt selbstständig gemacht und eine sehr gute Country-Platte gemacht - überragende Stimme! Außerdem kann ich Nathaniel Rateliff & The Night Sweats empfehlen. Die habe ich in der Großen Freiheit in Hamburg gesehen. Hamburg war ja von Braunschweig nicht weit, da bin ich mit meinem Käfer hingefah-
ren. Und in Braunschweig selbst gab es einen geilen Bluesladen: „Barnaby's Blues Bar“ ... Hast Du noch weitere Live-Tipps? Ja! Wen man man sich unbedingt angucken muss, ist – jetzt kommt's – Rick Astley [der in den 80ern und neuerdings auch in Insta-Memes mega-erfolgreiche Mann, der einen never-gonna-up-given oder gar down-letten lässt]! Ein so was von auf dem Boden gebliebener Musiker, der auch Bass und Gitarre spielt. Und er singt sogar am Schlagzeug, was mit das Schwierigste überhaupt ist. Ich war bei dem Konzert extrem zufällig. Er hat in den letzten fünf Jahren zwei hörenswerte Platten gemacht, da dachte ich, da gehe ich mal hin. Und dann war es eines meiner Top-5-Konzerte! Sich auch mal auf die Schippe nehmend mit seinen alten Hits. Und auch bei den Foo Fighters hat er mal zwei Songs gesungen – der ist 'ne Sensation! Aber auch, wenn ich diese Riesen-Arenen nicht mag: Ein Springsteen-Konzert ist immer noch das Größte für mich! The Teskey Brothers with Orchestra Victoria „So Caught Up“ Die australischen Soul-BluesRocker haben sich etwas Besonderes ausgedacht und sich in ihrer australischen Heimat 2021 mit einem großen Orchester zusammengetan, um ein Live-Album aufzunehmen. Die Teskey Brothers! Die werden immer so 'ne Nische für sich besetzen. Das ist eine Live-Aufnahme, mit Orchester. Die Stimme ist wahnsinnig gut, ein weißer, australischer Soul-Sänger. Der hat ja fast schon Marvin-Gaye-Anleihen, die Platte ist ein absoluter Kauftipp! Mir ist aufgefallen, dass das Album sehr langsam und getragen ist. Ja. Sehr getragene Soul-Songs, aber auch geil. Es gab und gibt zwar viele Bands, die versuchen, mit einem Orchester aufzunehmen P | 69
– Metallica, Deep Purple –, aber im Soul wird das selten gemacht. Abgesehen von den Teskeys, die ja auch Country-Anleihen haben, höre ich viel Blues Rock, Hard Rock, Soul ... auch Rock-Bands aus England wie The Computers oder Foals ... das sind so von den neuen Sachen die Bands, die mich echt catchen. Bei dem ganzen Grunge gab es am Ende viele Sachen, die konnte ich irgendwann nicht mehr unterscheiden. Ich mag auch Van Morrison. Nur ein Fan von Coverversionen bin ich nicht unbedingt. In welchem Format kaufst Du eigentlich Deine Musik? Ich kaufe auch nur noch Vinyl. Ich hab mittlerweile Platten in fünfstelliger Anzahl. Das ist aber sehr hinderlich, wenn man mal umzieht, oder? Ja, vieles davon steht derzeit noch in Kisten in der Garage. Aber jetzt lass' mich mal an die Boom-Box, jetzt spiel' ich Dir mal was vor. Kennst Du Cold Chisel? Die Tahuna Breaks? Die neuen Sachen von Paul Weller? Die Monophonics? Ian Moss? King King? ... Ah ... ich seh' schon, der offizielle Teil des Hörspiels neigt sich dem Ende entgegen. Dann noch schnell meine Standard-Frage zum Abschluss: Hast Du eine abschließende Botschaft für die P-Leserinnen und -Leser? [Torsten überlegt lange]: Unterstützt die lokale Kultur und Musikszene und haltet die Fahne hoch! Ich finde, das haben die Leute, die so viel Lokalkolorit reinbringen und ihre Stadt repräsentieren, auch verdient – schenkt ihnen die Aufmerksamkeit! Und besucht die Konzerte! ... Und jetzt her mit der Boom-Box! ❉
Reinhören! — Alle Songs zum Anhören und weitere 68 „Hörspiele“ online unter: p-stadtkultur.de/ rubriken/horspiel
Unter Pappeln -Kolumne, Folge 96: Herausragend TEXT: MATTHIAS KNEIFL | PORTRÄT-ILLU: LISA ZEIßLER | FOTO: STEFAN HOLTZEM, HOLTZEM.COM
Jetzt ist sie fast schon wieder rum, die Zweitliga- Saison 2021/22. Unabhängig, ob am Ende Aufstieg oder Klassenerhalt stehen: Die Lilien wussten zu gefallen. Als Mannschaft verdiente sich die Truppe von Torsten Lieberknecht ein riesiges Fleißkärtchen. Seit dem Ende der Hinrunde war die Spitzengruppe das Revier der 98er. Mitentscheidend für ihren Höhenflug war die mannschaftliche Geschlossenheit. Dennoch ragten einige Kicker heraus – und einer ganz besonders. Der SVD, er überzeugte in den vergangenen Mo naten im Kollektiv. Nach coronabedingt schwerem Start fand das Team rasch in die Spur. Die zahlreichen Ausfälle zu Saisonbeginn, sie beschleunigten gar den Teambuilding-Prozess. Zudem zeichnete den Kader eine enorme Breite aus. Das zeigte sich nicht zuletzt daran, dass mancher Spieler erst einmal außen vor schien, im Saisonverlauf aber plötzlich eine tragende Rolle spielte. Etwa Thomas Isherwood und Aaron Seydel. Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich Clemens Riedel. Der Youngster, der noch in der U19 auflaufen darf,
funktionierte von jetzt auf gleich, wie Co-Trainer Ovid Hajou zuletzt im Lilienkurier sagte. Auch im Saisonverlauf kam er noch auf seine Einsatzzeiten und dürfte in der kommenden Saison eine reale Chance auf einen Platz im Spieltagskader haben.
Abgänge fielen nicht ins Gewicht Wie stark die Mannschaft in dieser Spielzeit auf trumpfte, zeigt sich auch daran, wie schnell das Team die Abgänge vom letzten Sommer vergessen ließ. Immanuel Höhn, Nicolai Rapp, Victor Pálsson und natürlich Serdar Dursun galten vor Saisonbeginn als schwer zu ersetzen. Doch ihr Fehlen fiel letztlich gar nicht ins Gewicht. Dass Dursun nicht eins zu eins zu ersetzen sein würde, das war klar. Dass ihn aber mit Luca Pfeiffer und Phillip Tietz zwei Neuzugänge im Doppelpack kompensierten, damit war nicht zu rechnen. Okay, sie knipsten in der Rückrunde kaum noch, dafür sprang dann Aaron Seydel in die Bresche. Pálssons Lücke schloss Klaus Gjasula im Nu. Und war der mal nicht verfügbar, stopfte Tobi Kempe Löcher und drückte parallel dem Offensivspiel des SVD seinen Stempel auf. Auch der
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Routinier war einer der prägenden Faktoren in der nun zu Ende gehenden Spielzeit.
Eine geile Sau Daneben hob Keeper Marcel Schuhen sein Torwartspiel in den vergangenen Monaten auf ein höheres Level. Er entschärfte Elfmeter, verbesserte sein Spiel mit dem Fuß und wurde nach dem Weggang von Pálsson noch mehr zum Emotional Leader der Blau-Weißen. Mit Fabelleistungen wie in Bremen begeisterte er die Fans, die ihn als „geile Sau“ – nun ja – adelten. Weitere Dauerbrenner waren die Außenverteidiger Fabian Holland und Matthias Bader, die sogar das Toreschießen für sich entdeckten und für die ein oder andere Vorlage verantwortlich zeichneten. Von 221 Minuten zum Leistungsträger Wenn es allerdings darum geht, den Spieler der Saison zu küren, dann führt kein Weg an Patric Pfeiffer vorbei. Der Innenverteidiger war die Kon stante im Deckungsverbund der 98er. Neben ihm verteidigten wechselweise Riedel, Isherwood, Jannik Müller oder Lasse Sobiech. Pfeiffer selbst wurde aber stets aufgeboten – sofern er fit oder nicht gesperrt war. Als Patric Pfeiffer vor drei Jahren in Darmstadt aufschlug, hießen die Stammverteidiger noch Immanuel Höhn und Dario Dumic. An den beiden war für ihn kein Vorbeikommen – und so blieb dem damals 19-Jährigen nur, sich hinten anzustellen und in den 221 Minuten, in denen er eingesetzt wurde, zu lernen. Der Jungspund, der von der Zweiten des Hamburger SV gekommen war, er war mithin ein Transfer für die Zukunft. Nur ein Jahr später kam mit Adrian Stanilewicz ein Spieler mit einem ähnlichen Background aus Leverkusen. Doch während Stanilewicz bis heute keine Rolle spielt, startete Patric Pfeiffer allmählich durch.
tistik-Portal whoscored.com sieht ihn im Unterhaus als einen der Spitzenverteidiger. Es ist toll zu sehen, wenn sich ein Spieler bei den 98ern derart herausragend entwickeln kann. Mit seinen Leistungen hat er sich längst in die Notizblöcke anderer Vereine gespielt. Es würde deshalb nicht verwundern, wenn er den Lilien in diesem Sommer verloren ginge. Sein Vertrag am Bölle läuft noch eine Saison. Das gilt gemeinhin als Zeichen, dass der Abgang eines so jungen Spielers mit ordentlich Potenzial wahrscheinlicher ist als ein Verbleib. Die Lilien würden dann immerhin eine hübsche Ablösesumme generieren. Es sei denn, sie würden für eine Vertragsverlängerung ordentlich in die Tasche greifen. Und wer weiß? Vielleicht zieht sich Pfeiffer im Sommer nicht nur ein neues Vereinstrikot über, sondern im Winter auch noch ein neues Auswahltrikot. Bislang spielte er in vier Partien für Juniorennationalteams des DFB. Da er ghanaische Wurzeln hat, halte ich es nicht für allzu weit hergeholt, wenn die Nationalelf Ghanas in der zweiten Jahreshälfte einmal auslotet, ob Patric Pfeiffer nicht Lust hätte, bei der WM für sie aufzulaufen. ❉
Aufstieg? Relegation gegen Bielefeld? Goldene Ananas? — Fr, 06.05., 18.30 Uhr: Fortuna Düsseldorf – SV Darmstadt 98 So, 15.05., 15.30 Uhr: SV Darmstadt 98 – SC Paderborn Potenzielle Relegationsspiele: Do, 19.05., 20.30 Uhr + Mo, 23.05., 20.30 Uhr sv98.de
Ligaweit spitze In dieser Saison hat er sich zu einem kompletten Zweitligaspieler entwickelt. Er ist trotz seiner fast zwei Meter ein schneller Verteidiger, der die Leicht sinnsfehler aus den vergangenen Jahren weitgehend abgestellt hat. Ihn zeichnet ein sicheres Passspiel aus und seine langen Bälle sind immer wieder ein wichtiges Mittel im Spielaufbau des SVD. Zudem macht ihm im Kopfballspiel so schnell keiner etwas vor – und auch sein Stellungsspiel kann sich sehen lassen. Zweikämpfe gewinnt der Ruhepol in aller Regel auch noch. Kein Wunder, dass ihn der „kicker“ schon achtmal in die „Elf des Tages“ nominierte, das gelang neben ihm nur St. Paulis Guido Burgstaller. In der Notengebung zählt er zu den Top3-Defensivakteuren der Liga. Auch das Fußballsta-
Matthias und der Kickschuh — Seit Ende 2011 schreibt Kickschuh-Blogger Matthias Kneifl über den Fußball im Allgemeinen und die Lilien im Besonderen. Der Historiker und Redakteur steckt auch hinter dem Taschenbuch „111 Gründe, den SV Darmstadt 98“ zu lieben, das im Frühjahr 2019 in einer erweiterten Neuauflage erschienen ist. Zudem babbelt er noch beim LilienPodcast „Hoch & weit“ mit. Genau der richtige Mann also für unsere Rubrik „Unter Pappeln“! kickschuh.blog P | 71
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Made in Darmstadt, Folge 78: das Buch „Glücksorte in Darmstadt“ TEXT: ALESSIA ZELENINA | FOTO: NOUKI EHLERS, NOUKI.CO
Wie man so schön sagt: „Glück ist ein Weg, kein Ziel.“ Susanne Schimek und Sigrid Stöckel sind außerdem überzeugt davon, dass in Darmstadt Glück sowieso mehr als ein Ziel ist: 80 ultimative Ziele, um genau zu sein, „die Dich dem Glück näher bringen“. In ihrem reich bebilderten 168Seiten-Buch „Glücksorte in Darmstadt“ verraten die Autorinnen ihre lokalen Lieblingsorte – Spoi ler: Hofgut Oberfeld und das Blütenmeer der Eberstädter Streuobstwiesen – sowie Gastro nomietipps und Hotspots für Groß und Klein. Nicht umsonst sind ein VW Bulli und Lastenräder ihre Lieblings-Fortbewegungsmittel. Denn seit Jah ren dreht sich bei Susanne und Sigrid alles ums Rausgehen. Während die Eine als Journalistin für ein Online-Portal übers Reisen berichtete, bloggt die Andere auf odenwaldlust.de über den Odenwald. Die gemeinsame Leidenschaft brachte sie auf die Idee, „allen anderen zu zeigen, wie schön Darmstadt eigentlich ist“. Sigrid gefällt an „Woog City“ besonders, dass „man alles so an einem Fleck hat. Es liegt unheimlich nah an der Natur und hat trotzdem auch einen Hauch von Großstadt“. Keine Frage: Darmstadt ist vielseitig und bunt – vom UNESCO-Weltkulturerbe Mathildenhöhe bis zu den hellen Köpfen, die die Stadt am Laufen halten. „Wir haben zu fast jedem Ort im Buch Personen getroffen, die uns Interessantes dazu erzählt haben. Besonders beeindruckt hat mich das große ehrenamtliche Engagement und persön liche Interesse vieler Menschen ... zum Beispiel bei der Kinder- und Jugendfarm oder bei ,Ubuntu' – sie haben etwas ganz Tolles geschaffen mit einem Mehrwert für ganz viele.“, bewundert Susanne. Selbst wenn Du denkst, dass Du Darmstadt wie Deine Westentasche kennst, ist dieser im lokalen Buchhandel erhältliche Stadtführer das Richtige für Dich: „Er ist als Einladung gedacht für die Darmstädter, die Orte noch mal neu zu entdecken und einfach mal eine andere Perspektive einzunehmen“, so die nicht einheimischen Autorinnen, die aber schon seit einer Ewigkeit „aus Überzeugung“ in Darmstadt leben – und sich immer wieder von der Stadt überraschen lassen. ❉
droste-verlag.de/buecher/titel/gluecksorte-indarmstadt.html P | 73
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und
Kommen Gehen Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie TEXTE: TEXTE: LISA MATTIS (LM) + CEM TEVETOǦLU (CT) + ALESSIA ZELENINA (AZ) FOTOS: NOUKI EHLERS, NOUKI.CO + ANTJE PIHAN (Å PÄVI'S)
Bangerts Eck „Da läuft was schief. Wir müssen den Charme des Viertels bewahren“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch Ende 2021, als das P Magazin ihn um eine Stellungnahme zum Kneipensterben im Martinsviertel bat. Hoffnungsschimmer? Eher ein rhetorischer Papiertiger. Ein soziales Erhaltunsrecht in Form einer Milieuschutzverfassung? So schnell wohl nicht in Darmstadt. Und so kam es, wie vom Eigentümer, dem Darmstädter Immobilienunternehmer Murat Karakaya (Blackrock Real Estate GmbH), schon lange angekündigt: Das Bangerts Eck muss zum 31. März 2022 raus! Am 01. April, nur wenige Stunden nach dem Auszug der Kultkneipe im
Erdgeschoss, ist die Straße vor dem Mehrfamilienhaus abgesperrt. In der ersten Aprilwoche wütet ein Bagger im ehemaligen Biergarten und macht ihn platt. Auch im Innern gilt: tabula rasa! Theke und Möbel sind nur noch Kleinholz. Draußen werden riesige Container vorgefahren – für die Entrümpelung und Entkernung. Ein Bauzaun wird vor dem Haus aufgestellt. Doch was ist das? An einem Fenster im dritten Stock hängt ein deutlich lesbares Plakat: „Dieses Haus ist noch bewohnt!!!“ Aufgehängt hat es Mieterin Vera Pochert. Ihr sei bislang weder gekündigt noch eine adäquate Ersatzwohnung angeboten worden, bekräftigt die letzte verbliebene P | 74
Mieterin des ehemaligen FünfParteien-Hauses. Ihr helfe auch nicht, dass Karakaya ihr erst 5.000 Euro und zuletzt 12.500 Euro angeboten habe, wenn sie bis 15. April ausziehe. Da sie bereits acht Jahre dort wohne, bestehe eine Kündigungsfrist von neun Monaten, wie auch der Darmstädter Mieter bund bestätigt hat. „In der Wohnung steckt mein ganzes Leben“, sagt die ihm Jahr 1966 geborene Darmstädterin. Mal sehen, wann und wie sich Mieterin und Eigentümer einigen werden. Die Bangerts-Eck-Stamm-Crew trifft sich derweil im Pillhuhn. (ct) — Ecke Pankratius-/Barkhausstraße, Martinsviertel
Å Pävi's „Markt der schönen Dinge“ Auch diesen Sommer lockt der „Markt der schönen Dinge“ wieder Designverliebte, Familien, Schöngeister und Lebensfreund:innen auf den Riegerplatz. 2020 fand er erstmals statt – ursprünglich vor allem mit dem Ziel, die Corona-Ausfälle kleiner, lokaler Labels durch geschlossene Läden aufzufangen. Dabei bietet er viel mehr als sein Name vermuten lässt: Neben den sorgfältig kuratierten Verkaufsständen toller Designer:innen mit ihren Produkten (von Schmuck über Kunst bis hin zu Klamotten) gibt es nämlich auch ein feines Lineup: Clowns, Luftballonkünstler:innen und Musiker:innen sorgen für eine sommerliche
Jahrmarkt-Atmosphäre; ergänzt wird das wechselnde Programm durch Foodtrucks und einen Weinstand. Los geht's am Samstag, 07. Mai, von 11 bis 18.30 Uhr, ab dann wabern bis Oktober einmal pro Monat – außer Juni und August – die gute Laune und der Kreativgeist über des Martinsviertels beliebtesten Platz. Organisiert wird das Gan-
ze auch diesmal von Antje Pihan vom Å Pävi Concept Store. Wer als Aussteller:in oder Künstler:in dabei sein möchte: Einfach eine Mail an hello@apavi.de schreiben! (lm) — Riegerplatz, Martinsviertel (Concept Store: Pallaswiesenstraße 19, Martinsviertel) instagram.com/a.paevi
Traum von der eigenen EspressoBar, zugleich bekam er die Möglichkeit, „ein zweites Standbein aufzubauen und den Ort mit meinem Beruf zu verknüpfen“. Das Café benannte er zu Ehren seiner Mutter – „eine der stärksten Frauen, die ich kenne“ – um in: „Larsie Mae Café by Jimmie Wilson“. Und es gelingt ihm schon sehr gut, der Kaffee-Bar neues Leben einzuhauchen. Sie wird peu à peu aufgepeppt: So gibt es wie gewohnt Kaffee und
Kuchen, nun aber ergänzt um hausgemachte vegane und glutenfreie Kuchen, Brownies & Co. Also macht es Euch nach dem Einkaufsbummel – drinnen wie draußen – gemütlich, spürt das pulsierende Stadtgefühl beim Kaffeetrinken und erlebt mit ein wenig Glück Jimmies kraftvoll soulige Stimme. Typisch „SzeneCafé“ eben. (az) — Ernst-Ludwig-Str. 16, Innenstadt facebook.com/larsiemaecafe
Larsie Mae Café (früher: Coffea Bar) „Szene-Café“, hieß es vor zwei Jahren in einer der zahlreichen Internet-Rezensionen zur Coffea Bar in der „Techel“-Passage. Dieser Stempel passt heute mehr denn je. Denn seit April ist Jimmie Wilson höchstpersönlich am Steuer! Der Sänger, Songwriter und Musikproduzent weiß nur zu gut, was Musik und Kaffee verbindet: „eine bestimmte Stimmung“. Der gebürtige Detroiter und Profi-Musiker war seit Gründung der Coffea Bar 2003 oft dabei – „über die Jahre – bei Afterwork-Partys, am Heinerfest-Wochenende oder auch spontan habe ich als Gast, als Freund von Betreiber Andreas Scheuch und als Musiker das Café unterstützt und musikalisch begleitet.“ Mit der Geschäftsübernahme verwirklichte er seinen
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Shokudo Das Sushi aus dem Panda Asia Markt kennen wir alle. Das Zendo in der Kasionstraße ist schon etwas weniger hoch frequentiert. Und das Shokudo? Kannten wir ehrlich gesagt selbst bis zu seiner brancheninternen Auszeichnung zu einem der „schönsten Restaurant Deutschlands“ kurz vor Redaktionsschluss noch nicht! Das dritte Lokal des gebürtigen Vietnamesen Hung Pham Do liegt auch nicht gerade attraktiv – wird nun aber sicher scharenweise neue Gäste ins Telekomviertel ziehen. Sieht auch tatsächlich schmuck aus, was das Darmstädter Büro „Design in Architektur“ (Ingo Haerlin, Bianca Lautenschläger-Haerlin und Team) da gestaltet hat. Wir gehen aber auch wegen des guten Preis-/Leistungs-Verhältnisses, der authentischen
Imbiss-Mentalität und natürlich der japanischen Gerichte hin: Neben Sushi kommen dort auch Suppen, Bowls und andere Speisen aus der offenen Showküche. Und die schmecken – zugegeben – in schöner Umgebung gleich doppelt so gut: Die helle Eschenholzverkleidung an den Wänden und der Bar, messingfarbene
Deckenleuchter und graublaue Keramikfliesen in Schuppenform holen aus den knappen 68 Quadratmetern so viel raus, dass selbst Geisha und Karpfen an der Wand modern wirken. (lm) — Mina-Rees-Straße 5, TelekomViertel | shokudo-restaurant.de
von Sayeh gefertigte Mode. Wer selbst einen Blick auf die Kollektion werfen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen im Atelier in der Schützenstraße. Dort sind auch Änderungs- und Auftragsarbeiten (für alle Geschlechter) möglich: Wer eine
bestimmte Vorstellung hat, kann diese gemeinsam mit Sayeh bis zum fertigen Kleidungsstück spinnen. (lm) — Schützenstraße 10, Innenstadt wesayvogue.com
We Say Vogue Seit Anfang März gibt es in der Schützenstraße exquisite Mode der iranischen Modedesignerin Sayeh Zahmatkesh zu bestaunen und erstehen. Mit „We Say Vogue“ hat sie hier, gemeinsam mit Freundin und Unterstützerin Judith Wendel, ein Atelier für individuelle Designkreationen und Maßanfertigungen eröffnet. Exklusive, häufig italienische Stoffe treffen dabei auf erfahrene Nähkunst: Sayeh, die bereits seit Jahrzehnten als Schneiderin und Designerin im Iran tätig war, kam vor gut fünf Jahren mit ihrer Familie nach Darmstadt und lernte Judith bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier kennen. Im vergangenen Jahr entstand dann die Idee der Selbstständigkeit, die Judith gerne unterstützte – schließlich trägt sie selbst seit Jahren mit Begeisterung
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Weitere Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie: ❉ Seit zwei Jahren zeigt Maike Kalinowsky im Atelier Catena ihren Schmuck und bereichert das Martinsviertel mit handgefertigten Schönheiten. Das wird nun endlich gefeiert: (Voraussichtlich) am 04. Juni gibt es vor und im Ladengeschäft der Goldschmiedin in der Heinheimer Straße 82 Live-Musik, erfrischende Getränke und kleine Goodies. (lm) ❉ „Das Leben ist schön“: Unter diesem Motto wird am Samstag, 21. Mai, und Sonntag, 22. Mai, von 11 bis 18 Uhr das Frühlingsfest im Garten des Künstlerhauses Ziegelhütte in der Kranichsteiner Straße 110 gefeiert. Das Haus am Rande des Bürgerparks Nord lädt „zu einem rundum heiteren, gemütlichen Fest mit einem Markt mit originellem und qualitätvollem Angebot“. Am Samstagabend ab 18.30 Uhr werden die „Balboa Heiner“ in die Swing-Tänze einführen und zum Mitmachen animieren. Aussteller haben dann die Möglichkeit, ihre Stände auch länger zu öffnen. Für den kulinarischen Genuss ist wie immer mit einem großen Kuchenbuffet und Herzhaftem gesorgt. (ct) ❉ Pssst! Ausgerechnet am Rande von Roßdorf entsteht ein Secret Garden, der als Pop-up-Eventlocation für Comedy-Events, Lesungen und Konzerte fungieren wird! Im Outdoor-Bereich des Huck Space herrscht unter dem Motto Huck x De Seppel bald wetterunabhängiges Open-Air-Flair, inklusive Graffiti-Wand und Bühne aus Baucontainern – und der Bus zurück nach Darmstadt fährt direkt vor der Tür ab. Wir sind gespannt auf das Programm, das im Laufe dieses Monats feststehen soll. (lm) ❉ Die Gerüchteküche im Martinsviertel brodelt: Ins ehemalige Lichtenberg am gleichnamigen Platz soll womöglich schon im Mai „ein Lokal mit bürgerlicher Küche“ einziehen. Unser Namensvorschlag: „Gaststätte Gepard“. Fänden wir: Rrrrrrr! (ct) ❉ Es gibt jetzt eine lokale Alternative zu „Flink“ oder „Gorillaz“: lokallieferanten.de. Nur regionale Läden wie die Stadtmetzgerei Bessungen, Bocks Backladen und der Biomarkt Kornmühle machen mit und lassen lokal zu Euch nach Hause liefern – wenn Ihr in Postleitzahlgebieten wohnt, die mit „642“ beginnen. Den Lieferzeitpunkt könnt Ihr wählen, je Lieferung wird eine Pauschale von 4 € berechnet. (ct)
Rund um die wachgeküsste Ludwigsklause wird am Sonntag, 08. Mai, ab 11 Uhr endlich wieder das Turmfest auf der Ludwigshöhe gefeiert – zum ersten Mal nach drei Jahren. Die Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe (BBL) lockt mit „Musik, Weck und Worschd“ an mittlerweile 100 wetterfeste Garnituren rund um Kiosk, Turm und Aussichtsplattform, die dank Spenden angeschafft werden konnten. Drumherum ein Kinderfest und vorab (ab 10.30 Uhr) eine Wanderung rings um die Hügel der Ludwigshöhe. Der Turm ist leider noch nicht begehbar, er wird noch saniert. Bald sollen außerdem BBL-Bienenstöcke aufgestellt werden, um „Großherzog-Ludwig-Honig“ zu sammeln. (ct)
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❉ Neustart auf der Veste Otzberg im vorderen Odenwald: Der von den Wirtsleuten Ursula und Carsten Reimers betriebene Otzberger Biergarten hat Mitte April seine sonnigen (Wieder-)Eröffnung gefeiert – nach drei Jahren gastronomischen Leerstands. Umgeben von historischem Gemäuer sitzt man lauschig unter Kastanien an Bierbänken mit rot-weiß-karierten Tischdecken oder in kleinen Holzpavillons. Einer der idyllischsten Biergärten der Region – mit klassischem Speisen- und Getränkeangebot! Und vom wieder besteigbaren Aussichtsturm „Weiße Rübe“ genießt man einen herrlichen Panoramablick. (ct) ❉ In der Kult-Kneipe Pilsstube Herkules am Cityring, die die vergangenen Monate geschlossenen war, scheint sich in Sachen Pächterwechsel etwas zu tun: „Wir sind demnächst wieder für Euch da.“, wird angekündigt. Allerdings auch schon seit mehreren Wochen. (ct) ❉ Pono Powls schließt Ende April – nach der Filiale in Darmstadt – nun auch die Homebase in Griesheim. Franzi und Sven Semler werden im Sommer Eltern und sind auf der Suche nach Nachmieter:innen für ihren Laden. Beide hatten vorher keine Erfahrung in der Gastronomie und müssen „ehrlich sagen, dass wir viele Themen unterschätzt haben“. Dazu Corona ... Wir wünschen alles Gute für das neue, wunderbare Lebenskapitel! (ct) ❉ Das Campusrestaurant Schöffers im neu gebauten „Studierenden-Haus“ in der Schöfferstraße 3 erweitert nicht nur das Angebot der Mensa der Hochschule Darmstadt (h_da), es soll mit internaP | 77
tionaler Küche bis in die Abendstunden hinein und auch am Wochenende zu einem Treffpunkt werden. Rund 250 Sitzplätze umfasst das hell und freundlich eingerichtete Restaurant. (ct)
Darmstadts älteste Weinhandlung samt Weinstube fließend übernehmen. Mehr über den „Darmstädter Typ“ Blaise Kapet erfahrt Ihr auf Seite 81 dieser Ausgabe. (ct)
❉ Schon zehn Jahre Soulid – das heißt: zehn Jahre nachhaltig und fair produzierte Mode in der Schulstraße! Am Samstag, 07. Mai, sind alle Kund:innen eingeladen, das mit Inhaber Alex und seinem herzlichen Team zu feiern – und dabei die neue Sommerkollektion von Labels wie Lanius, Armed Angels und Co. zu beschnuppern, versteht sich. Herzlichen Glückwunsch und cheers! (lm)
❉ Pünktlich mit dem Wonnemonat Mai startet auch endlich wieder das beliebte Yoga in der Orangerie: Auch dieses Jahr mittwochs um 19 Uhr und sonntags um 10 Uhr treffen sich die Yogis dieser Stadt auf der oberen Wiese des größten Bessunger Parks, um unter wechselnder Anleitung ihre Körper zu dehnen, zu strecken und zu mobilisieren. Es gibt verschiedene Gruppen, sodass sowohl Ruhesuchende als auch sportlich motivierte Fortgeschrittene hier auf ihre Kosten kommen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, einfach kurz vor Beginn da sein und 5 Euro in bar mitbringen. (lm)
❉ Der Umbau ist auf der Zielgeraden, bald gibt's in der Lauteschlägerstraße im Martinsviertel die angeblich „heißeste Pizza“ (neapolitanisch gebacken in einem 450-Grad-Holzofen): Die Eröffnung von Tradizionale Da Enzo (im ehemaligen „Happy Wok“) kündigt Inhaber Biagio Durante Cintas für den 01. Juni an. (ct)
❉ Der Pop-up-Store der Zwiebelfische öffnet am Samstag, 21. Mai, von 11 bis 17 Uhr in der Roßdörfer Straße 50 (im ehemaligen Radkontor). Die Designerinnen und Kreativköpfe Katja Leitner und Jenny Wagner (und Kollegin Julia Schön) präsentieren Euch ihre feine gebräuchliche Druckkunst mit Witz und Lokalkolorit. Unbedingt vorbeischauen! (ct)
❉ Monika Galeazzi, Inhaberin des Weinkontors in der Liebfrauenstraße, hat wie gewünscht recht schnell Nachfolger gefunden: Voraussichtlich schon diesen Sommer werden Maria Santos und Blaise Kapet (Adega Alentejana und Gin Bar Darmstadt) ANZEIGE
Svet je malý دنیا کوچک است
El mundo es pequeño Die Welt ist klein
உலகம் சிறியது
Ο κόσμος είναι μικρός
Dünya küçüktür Adunyada way yartahay 世界很小
Lumea e mică
Мир тесен
Il mondo è piccolo Verden er liten
მსოფლიო პატარაა
A világ kicsi Bota është e vogël
Thế giới nhỏ bé The world is small
• Übersetzungen • Dolmetschen • In allen Sprachen
โลกใบเล็ก Свет је мален Աշխարհը փոքր է Le monde est petit
Ludwigstraße 8 64283 Darmstadt 06151 22 999
Свет је мали ዓለም ትንሽ ናት العالم ُ صغير ٌ Pasaule ir maza
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Wrede und Antwort Suche günstige XT 500, biete 350 alte Eintrittskarten TEXT: GERALD WREDE | FOTO: NOUKI EHLERS, NOUKI.CO
Alles tritt in den Hintergrund. Der Gram über dies und das, was einen eben so nervt. Sich nie wieder ein Fußballspiel einer arrivierten Mannschaft in der Art, wie man es früher konnte, ansehen können, zum Beispiel. Dauersupport als Methode zur Vergrämung. Ein Stadionbesuch kommt einem Kinobesuch der Rocky Horror Picture Show im Kino – des Filmes wegen – gleich. Es ist so vieles anders. Bilder bei den Fans zum Rapport an tretender Fußballprofis fallen mir da ein. Dieses entwürdigende Verhalten hätte früher keiner mitgemacht: Hätte sich Bernd Schuster bei einer Niederlage so verhalten? Walter Bechtold? Bruno Labbadia? Nicht mal Martin Kowalewski musste sich bei mir entschuldigen. Man geht in die Kabine und schämt sich! Es ist wohl so, dass sich choreografiertes Verhalten mit meinem Bild des individuell handelnden,
selbstbewussten Akteurs so überhaupt nicht verträgt! Erfolgreiche Fußballer, die kollektiv auf einen zurutschen und die Arme empor reißen, lassen mich jeglichen Respekt verlieren. Wie anbiedernd! Wir sind zahlende Zuschauer und haben es zu nehmen, wie es kommt. Es ist eine Sportveranstaltung, der wir beiwohnen, und keine Kerwe-Party, auf der der DJ für seine Gage nach unserer Pfeife tanzt. Muss Malaika Mihambo sich vor den Zuschauern entschuldigen, wenn sie zu kurz springt? Nein! Die Skispringer sich bei ihrem ein gepissten Publikum? Nein! Moment, eingepisst beziehungsweise umgangssprachlich „vollgeraalt“? Ja, denn im Gegensatz zum Fuß ballstadion bekommt man in diesen Ski-Stadien seinen Platz nie wieder, wenn man mal austreten muss. Darum tragen die vorbereiteten Teile des Publikums Inkontinenten-Unterwäsche. Weiß ich aus der „Sportschau“. Wie gesagt, die Gedanken sind P | 80
momentan andere. Wird die Frankfurter Straße bald wieder befahrbar sein, so man aus der Stadt flüchten muss? Soll ich mir doch wieder ein Motorrad kaufen, um flexibler sein zu können? Wird man mich alten Pazifisten zur Waffe bitten/drängen/zwingen? Ich bin nicht so gut im Schießen. Auf der Kirmes reicht es für Schraubenzieher und Aufkleber, aber nicht mal für vorbeiziehende Wildtiere aus Metallplatten. Zielen und werfen kann ich gut, ich sollte in der Handgranaten-Abteilung eingesetzt werden – werde das aber nicht tun, gehe ich doch schon jedweder Handgreiflichkeit aus dem Weg. Ich bin kein Schläger und kein Schütze, außer im Sternbild. Sternbild Schütze natürlich, nicht Sternbild Schläger, obwohl ich mir sicher bin, dass es Men schen gibt, die in genau jenem gut aufgehoben wären. Bleibt abschließend nur noch die Frage, ob aufgrund der nuklearen Bedrohung bald die Bleistifte ausverkauft sein werden? ❉
Blaise Kapet Darmstädter Typ T E X T: M I R I A M GA RT LGRU BE R | FOTO: NOU K I E H L E RS, NOU K I.C O
Er wird als „Gin-Koryphäe“ bezeichnet – und das völlig zurecht: Mit Wacholderschnaps kennt sich Blaise Kapet aus wie kaum ein anderer. Doch der 51-jährige Inhaber der Gin Bar in der Heinheimer Straße weiß auch eine Menge zu Whisky, Rum und Tonic Water zu erzählen. „Die Herstellung von Geschmäckern hat mich schon immer fas ziniert“, erklärt Blaise seine Passion. Der in Conakry/Guinea geborene Wahl-Darmstädter legt sich nicht gerne fest, wenn er über Dinge spricht, die er mag. Nicht, weil er nicht wüsste, was er will. Eher, weil es zu viel gibt, das ihm gefällt. „Ich finde die Vielfältigkeit macht es aus. Sie bringt Würze hinein“, sagt er und meint damit nicht nur die unterschiedlichen Geschmacksnuancen von Getränken, sondern das, worum es in seinem Leben noch geht: gute Songs von guten Musikern wie Bob Marley, dessen Texte für ihn immer noch zeitgemäß sind, Autoren mit fesselndem Schreibstil – und die Welt der Kräuterwissenschaften: „Ich bin gerne zum Kräutersammeln in der Natur unterwegs.“ Viel Freizeit hat Blaise, der unter anderem in Sierra Leone und Kamerun aufwuchs, nicht. Denn die meiste Zeit geht für seine Familie (mit zwei Kin-
dern) und die Arbeit drauf. Nebenberuflich ist der diplomierte Übersetzer als Sprachtrainer tätig, er spricht vier Sprachen. Hauptberuflich steht Blaise ab 17 Uhr in der Gin Bar. Die befindet sich im Adega Alentejana, einem Restaurant für portugiesische Spezialitäten im Martinsviertel, das seine Ehefrau Maria Santos betreibt. Als er die Bar vor 22 Jahren hier eröffnete – er war gerade zum Studium an der Uni Mainz gekommen und „wollte mal gucken, was es hier so gibt“ –, hätte er nicht gedacht, dass er solch einen nachhaltigen Erfolg haben würde. „Es ist toll, wie es sich entwickelt hat.“ Wenn Blaise nicht selbst auf Fortbildungen ist oder abends Gin & Co. ausschenkt, leitet er Gin-, Whisky-, Rum- oder Mezcal-Tastings an – ein sinnliches Erlebnis und eine Herausforderung, wie er erklärt. Auch gute Zigarren und Bier sind Thema bei ihm. Doch es geht ihm um mehr als Trinken und Rauchen: „Ich möchte dazu anstiften, bewusster zu genießen.“ Er selbst ist auch ein Genießer, stöbert etwa gerne im Teeladen am Riegerplatz und kennt einige gute Adressen „für das Bierchen am Feierabend“ ... „Ich komme nur leider viel zu selten raus.“ ❉
ginbar-darmstadt.de P | 81
Darmstädter Fakten REC H E RC H E + T E X T: CEM TEVETOǦLU
> Schlager-Popstar Helene Fischer spielte 2003 am Staatstheater Darmstadt bei der „Rocky Horror Show“ mit. Die damals 19-Jährige lernte tagsüber an der Stage & Musical School Frankfurt und wirbelte abends in Darmstadt im Chor der Transsylvanierinnen mit. > Bevor die Kulturkneipe „Sumpf“ im Erdgeschoss von Haus Kasinostraße 105 ihren feucht-schlammigen Namen erhielt, hieß der Laden „Zum Sonnenschein“. In den 1950ern ging man an gleicher Stelle in die „Gaststätte Martern“, in den 1970ern in die „Gaststätte Roch“.
P Stadtkulturmagazin 15. Jahrgang Ausgabe 143 – Mai 2022
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