Skip to main content

Ausgabe 117 September 2019

Page 1

September 2019 gratis

# 117  


Hallo Darmstadt.

Inhalt P STA DT KU LT U RM AGA Z I N | AUS GA BE 117 | SE P T E M BE R 2019

Thema Seite

Thema Seite

Foto-Editorial, Inhalt

Out of Darmstadt

66 + 67

Essbares Darmstadt – ein Update

68 – 70

Favoriten des Monats Suche und finde

03 04 – 09 12

Das gute Leben, Folge 8:

Fünf Jahre Osthang – und Schluss?

14 – 16

wandelbaresdarmstadt.de

72 + 73

Extinction Rebellion und Fridays for Future

18 – 22

Darmstädter Wortakrobat: Stefan Benz

74 + 75

Stilsicher, Folge 54: fuerbier.de

24 + 25

Unter Pappeln, Folge 70

76 + 77

Kommen und Gehen

26 – 30

Die Vierte Säule, Folge 19:

Aufgeschnappt

32 + 33

Rechte Gewalt in Darmstadt

Das literarische Darmstadt im September

34 + 35

Wrede und Antwort

Kunst-Highlights

36 – 38

Darmstädter Typ: Ina Stoppels

81

Theater-Tipps

40 + 41

Rischdisch (un)wischdisch

82

Veranstaltungskalender

44 – 61

Impressum 82 P | 03

78 + 79 80


HAUS MEISTER HAUS

BAU

����� – �������� DUBBEL SPÄTH

MEISTER

Fotos: Verlag Ernst Wasmuth, Berlin; bpk / Kunstbibliothek, SMB, Photothek Willy Römer / Walter Stiehr; Herbert Rost, Darmstadt

ANZEIGE

KUNSTLER


Favoriten des Monats SCHALOM, IHR HEINER!

Kulturorte in Darmstadt | Di, 20.08. bis So, 24.11. Programm unter: www.juedische-kulturwochen-darmstadt.de „Spin! Die Absolventenshow 2019“

VARIETÉ

Abbildung: Jule Felice Frommelt

Bühne frei für die neun Absolventen der Staatlichen Schule für Artistik Berlin: Wie Himmelskörper starten Akrobaten, Tänzer und Luftartisten (in) ihre künstlerische (Um-)Laufbahn – und drehen sich in kosmischer Eleganz mit Hula-Hoop-Reifen, Diabolos und Keulen um die Wette. Schöpfer der innovativen und vielseitigen Choreografie ist Regisseur Karl-Heinz Helmschrot. Mit Musik untermalt wird die Show zum mitreißenden Akrobatik-Medley. (sr)

Bessunger Knabenschule (Halle) | Do, 05.09. bis So, 08.09. Do + So: 19 Uhr, Fr: 20.30 Uhr, Sa: 15.30 + 20.30 Uhr | 16 bis 20 €

Abbildung: Capricornfilm 2014

„Stadt und Land im Klimawandel“

SYMPOSIUM

Besser jetzt als nie! Beim vierten Symposium der Initiative Domäne Oberfeld geht es um das Thema „Stadt und Land im Klimawandel“ und dabei auch um den Beitrag der Landwirtschaft. Sowohl bei der abendlichen Eröffnungsveranstaltung im Darmstadtium als auch beim anschließenden Thementag auf dem Hofgut Oberfeld werden Experten vom Deutschen Wetterdienst und anderen Organisationen mit Politikern und interessierten Bürgern diskutieren und lokale sowie globale Handlungsfelder aufzeigen. (kgb) Darmstadtium (Fr) + Hofgut Oberfeld (Sa) Fr, 06.09., 19 bis 21 Uhr + Sa, 07.09., 09 bis 17.30 Uhr Fr: Eintritt frei; Teilnahmegebühr für Sa: 30 € (inklusive Verpflegung) 6 Jahre Galerie Kurzweil

TECHNO

Es hat fast schon Tradition: Nach der Sommerpause wird Geburtstag gefeiert! Darmstadts Top-Adresse für elektronische Musik lässt die Korken knallen und präsentiert zum sechsten Jubiläum ein Line-up, das Techno-Fans das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt: An der Seite des Frankfurter Tausendsassas Ata steht Cinthie (ihre sonstigen Tourtermine: Olso, Kopenhagen, Ibiza) zusammen mit Kurzweil-Residents. Für erhöhte Speichelproduktion vor Ort sollte auch Don Harmanos köstliche Pizza sorgen. Los geht’s tatsächlich schon am frühen Abend! (mn)

Galerie Kurzweil | Fr, 06.09. | 20 Uhr | 10 € P | 04

Abbildung: Jan Ehlers

Abbildung: Jüdische Gemeinde

Jüdische Kulturwochen 2019

Auch dieses Jahr präsentiert die Jüdische Gemeinde mit ihren Kulturwochen bis Ende November einen abwechslungsreichen Einblick in jüdisches Leben und Kultur. Im September kann man Albert Mamrievs Klavierspiel im Mollerhaus (01.09.) lauschen, Juna Grossmann liest im Literaturhaus aus ihrem Buch „Schonzeit vorbei“ (08.09.), in der Knabenschule kommt die Komödie „Die ers­­te jüdische Republik“ auf die Bühne (15.09.) und der Dokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim“ (26.09.) wird in der Jüdischen Gemeinde gezeigt. (kzd)


Favoriten des Monats Tag des offenen Denkmals: Wasserturm

TIEFE EINBLICKE

Abbildung: Wasserturm

Bereits 1911 erbaut, diente der Wasserturm einst der Versorgung des Darmstädter Hauptbahnhofs und der dort stationierten Lokomotiven mit Wasser. 1978 sollte der Turm abgerissen werden. Der Musiker und Architekt Albrecht Pfohl alias „OBO“ erwarb ihn jedoch, sanierte das Kleinod aufwendig und verwandelte es in ein Atelier und Kulturzentrum, das auch für Veranstaltungen gemietet werden kann. Nun erstmalig zu sehen: der sanierte Bunker im Keller des Turms, den die Deutsche Bahn bis 2017 als Lager nutzte. (kgb)

Wasserturm Darmstadt | So, 08.09. | 10 bis 14 Uhr (11 Uhr: Führung mit Ex-Denkmalpfleger Nikolaus Heiss) | Eintritt frei ZUR BRANDNACHT

Blood Money (Darmstadt)

Abbildung: Stadtarchiv Darmstadt

Ökumenischer Friedensgottesdienst

Am 11. September 1944 wurde beinahe die komplette Darmstädter Innenstadt bei einem nächtlichen Luftangriff der Royal Air Force zerstört. Im Gedenken an diese „Brandnacht“, die sich nun zum 75. Mal jährt, aber auch im Gedenken an die verheerenden Terroranschläge in den USA am 11. September 2001, findet wieder ein ökumenischer Friedensgottesdienst (teilweise in englischer Sprache) statt. Gastredner sind Reverend Paul Mellor aus London, der Seelsorger bei der Royal Air Force ist, und Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch. (kgb) Katholische Innenstadtkirche St. Ludwig („Kuppelkirche“) Mi, 11.09. | 18.30 Uhr | Eintritt frei HOMMAGE AN TOM WAITS

„Upstairs“

MINI-FESTIVAL AUF DER TREPPE

Warum nicht mal eine kleine, feine Bühne vor der Centralstation aufbauen und die Treppenstufen zum Mini-Amphitheater umfunktionieren? Zu ihrem 20-jährigen Jubiläum reanimiert „die CS“ ihr Freiluft-Festivalchen „Upstairs“. An vier Tagen wird ein bunter Querschnitt des Jahresprogramms geboten: ein Poetry-Slam zu den Themen Off-Liebe, Queer und Polyamorie (am 12.09.), dann Bluestaeb, ein superber HipHop-DJ aus Paris (am 13.09.), die zwei IndieBands Darjeeling und Dux Louie (am 14.09.), zum Abschluss ein kurzweiliges Familienkonzert mit den Klangpiraten (am 15.09.). (ct) Treppe vor der Centralstation | Do, 12.09. bis So, 15.09. Do: 20 Uhr, Fr: 18 Uhr, Sa: 20 Uhr, So: 11.30 Uhr | Eintritt frei P | 05

Abbildung: Kristof Lemp

Abbildung: Blood Money

Fünf gestandene, saugute Darmstädter Musiker gründen eine „Tribute to“Band, obwohl sie so was eigentlich nie machen wollten. Warum? Weil die gemeinsame Liebe zu Tom Waits Œuvre stärker war. Und weil Sänger Bill die Songs – von „Downtown Train“ über „Clap Hands“ bis „Waltzing Mathilda“ (!) – in einer so betörenden Intensität singt, dass man zwischen Gänsehaut, Rührung und Euphorie hin- und hergeworfen wird. Da findet jede verlorene Seele zurück nach Hause. Oder sieht zumindest Licht am Ende des Tunnels. (ct) Klingt wie: Bill Brown, Daniel Malkmus, Idris Colaker, Wendelin Hejny und Wolfram Cuntz Klause | Mi, 11.09. | 19.30 bis 22.30 Uhr | Eintritt frei (Spende erwünscht)


Favoriten des Monats RAP

Centralstation (Halle) | Fr, 13.09. | 20 Uhr | 42,50 € Dirty Flamingo (Darmstadt)

FUNK & SOUL & ROCK

Abbildung: Robert Winter

Mädness (Hessen)

Abbildung: Dirty Flamingo

Aus einer Schnapsidee erwuchs ein Funk'n'Soul-Monster. Oder: Acht Darmstädter, die sich von der Musik der Seventies inspirieren ließen, ihr einen modernen Twist und progressive Züge verpassten, ohne Sex-Appeal und Tanzbarkeit zu vernachlässigen. Und dass, obwohl sie alle mit Funk und Soul vorher als Musiker nix zu tun hatten. Oder gerade deshalb? Na, jedenfalls spielt Darmstadts Funk'n'Soul'n'Rock-Supergroup nach längerer Pause und mit neuem Drummer endlich mal wieder einen Gig. Das wird dirty! Flamingo! Rrrrrrrr! (ct) Klingt NICHT wie: Motor Mammoth, Miss Intestines City, The Wolves, Magnetic Mountain, Skaallüren, Rektor Hotweiler, He.Artwork Klause | Sa, 14.09. | 19 Uhr | Eintritt frei, Spende in den Hut erwünscht „OG“ RELEASESHOW

Mädness ist zurück! Im Big-Lebowski-Look hat der „Original Gude“ gerade sein neues Album rausgehauen – und lässt zur Releaseshow die Korken in der Hood knallen. Berlin hin oder her, Mädness bleibt Hesse. Das ist auch auf „OG“ unüberhörbar. Nach der „Maggo“-EP und dem bockstarken „Ich und mein Bruder“-Album von 2017 liefert der Darmstädter Rapper jetzt auf zehn Tracks mit progressivem Sound und geschmeidigen Boogie-Beats richtig smarten, reflektierten HipHop ab. Marteria-Feature inklusive! (mn) Klingt wie: Audio88 & Yassin, Döll, Dendemann Oetinger Villa | Sa, 14.09. | 20 Uhr | 17 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de Schlachthofbronx (Munich Bass)

ELECTRO

Als „Munich Bass“ deklarieren Bene und Jakob den Stil ihrer Tracks, der von Electro über Heavy Bass, Dancehall, Dubstep, Funk, Reggae und Techno alles vereint, das nicht bei drei von der Festplatte springt. Seit 2010 geht es (fast ausschließlich) mit Eigenproduktionen auf Tour durch ganz Europa, Russland, Kanada, Mexiko, die USA, Afrika und Südamerika – auch als Support für M.I.A., die die beiden Münchner danach prompt ins Studio bucht. Produktionen unter anderem für und mit Major Lazer und Snoop Dogg folgen. Fett! (ct)

806qm (257qm) | Sa, 14.09. | 23 Uhr | 15 € P | 06

Abbildung: Sebastian Kempff

Abbildung: M. Aslan Korn Minus

Kool Savas (Berlin)

Als sich Kool Savas Ende der 90er mit seinem Battle-Rap in Stellung bringt, feiert erstmals ein radikaler Gegenentwurf zu HipHop-Protagonisten wie Fanta 4 kommerzielle Erfolge. Gerade das Frühwerk mit „Der beste Tag meines Lebens“ und „Tot oder lebendig“ gilt heute als Blaupause für Deutschrap. Schade, dass Savas selbst diesen Nimbus mit Projekten an der Seite von Reichsbürger-Sprachrohr Xavier Naidoo untergräbt. Besonders der Song „Wo sind sie jetzt“, der Homosexualität und Pädophilie in einen Kontext setzt, ist ultra daneben. (mn)


Favoriten des Monats LYRIK & GESPRÄCH

Streichelorchester (Mainz)

FRISCHZELLE

Abbildung: Julius Tamm

„Mensch Materie / Materie Mensch“

Abbildung: Jürgen Maria Kaiser

Mein lieber Herr Gesangsverein, jetzt wird’s wild! Die „Frischzelle“ beendet die Sommerpause mit einem Paukenschlag. Es spielt auf: das Streichelorchester. Die Kombo, so steht es in den Weiten des World Wide Web geschrieben, formierte sich vor vier Jahren, nach dem Ende des „legendären“ Arschfaltenquintetts. Dadaistisch dreht die Truppe Popkultur durch den Fleischwolf. Radikale Dekonstruktion scheint die Prämisse zu sein, wenn Versatzstücke von Blümchen, Andreas Dorau, Punk und Sprühsahne in einer schäumenden Ekstase gipfeln. (mn) Bessunger Knabenschule (Keller) | Mi, 18.09. | 21.30 Uhr Eintritt frei (Spenden erwünscht) FOTOAUSSTELLUNG

Wie lässt sich Materie definieren? Und woraus besteht sie eigentlich? Gibt es noch etwas über, neben oder hinter ihr? Und: Besteht der Mensch nicht aus viel mehr als Materie? Was ist mit Seele und Geist? Fotograf Julius Tamm und eine anonyme Künstlerin versuchen sich diesen Fragen anzunähern. Gezeigt werden 3 x 16 Werke: 16 Porträt-Fotografien von Julius Tamm, 16 Materie-Aufnahmen der Künstlerin – und die Kombination beider Arbeiten. (lm)

Osthang | Do, 19.09., 19 bis 22 Uhr (Vernissage) bis So, 22.09., 14 bis 20 Uhr (Finissage) | Eintritt frei

Global Strike Darmstadt

DEMO + FEST FÜRS KLIMA

Klima-, Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten nehmen an dieser klimapolitischen Großdemo in Darmstadt teil. Treffpunkte sind die drei Darmstädter Bahnhöfe, von wo aus alle Teilnehmer gegen 12 Uhr in Richtung Karolinenplatz aufbrechen werden. Im Anschluss an die Demonstration veranstalten Fridays for Future und der VCD Darmstadt ein großes Straßenfest auf dem Karolinenplatz. Hier könnt Ihr bei Live-Musik, kühlen Getränken und leckerem Essen für eine neue Umweltpolitik feiern. (jb)

Vom Nord-, Ost- und Hauptbahnhof (Demo) zum Karolinenplatz (Straßenfest) Fr, 20.09. | 12 Uhr Demo + ab 15 Uhr Straßenfest | Eintritt frei P | 07

Abbildung: Fridays for Future

Abbildung: Stadtarchiv Darmstadt

Zum 150. Geburtstag von Karl Wolfskehl

Karl Wolfskehl, der feierfreudige „Zeus von Schwabing“, kam aus Darmstadt nach München und prägte die deutsche Literatur bis zum erzwungenen Exil 1933. Anfangs von Stefan George beeinflusst, fand Wolfskehl zu einer eigenen Sprache zwischen hessischer Heimat und Identitätssuche in jüdischer Tradition. An sein fast vergessenes Leben erinnern Autorin Caroline Jessen, Galerist Claus K. Netuschil und Echo-Kulturredakteur Johannes Breckner im Dialog sowie Schauspieler Mathias Znidarec, der aus Wolfskehls Werk liest; stets unter dem Motto dessen Abgesangs auf Deutschland: „Dein Weg ist nicht mehr der meine“. (sf) 806qm | Di, 17.09. | 19.30 Uhr | 8 €


Favoriten des Monats The Groove Cookbook

TRINKEN, ESSEN, TANZEN

Abbildung: The Groove Cookbook

Good food & good music im Hof des Hoff-Art! Wenn das Wetter mitspielt, wird’s schon nachmittags ein rauschendes Fest – mit Josko Joketovic & Mobeatz (Child77) am DJ-Pult, Ouisam an den köstlich duftenden Tajines und dem tollen Hoff-Art-Team an der Theke. Der Hof wird zur Chill-out-Area mit Groove, Soul und Funk, lecker authentischer marokkanischer Küche und kühlen Drinks. Ab 20 Uhr gibt’s dann drinnen groovy beats zum Tanzen. Ein perfekter Sommerausklang. (ct)

Hoff-Art Theater | Fr, 20.09. | 16 bis 24 Uhr | Eintritt frei

INDIE-POP

Hoff-Art Theater | So, 22.09. | 20.15 Uhr | 5 € Gravelroad (Seattle)

Abbildung: Tim Crabtree

„Gute Stube“: Paper Beat Scissors (Montreal)

Der gebürtige Brite Tim Crabtree zeigt, wie grenzenlos die musikalische Welt sein kann. Seine sinnliche Tenorstimme wird von akustischen und elektronischen Elementen in perfekter Harmonie unterstrichen, die eine undefinierte Sehnsucht in seinen Hörern freisetzt. Seine tief greifenden Songs sind kraftvoll, eindringlich und immer bestückt mit einer Prise verträumter Sentimentalität. Bei seinen Live-Auftritten sorgt er für eine gelassene, gleichzeitig aber auch lebhafte Stimmung. (st) Klingt wie: Great Lake Swimmers, Radiohead, Arcade Fire

STARWHORE-KONZERT

Abbildung: Josanne Fotografie

Shake your ass, bang your head and put your fist in the air: Gravelroad sind wieder zu Gast im Keller! Vor 15 Jahren machte die Band aus Seattle das erste Mal mit ihrem gleichnamigen Album und ihrem dunklen, rauen Mix aus Mississippi-Hill-Country-Blues und heavy Rock'n'Roll auf sich aufmerksam. In der Zwischenzeit spielten die Jungs beinahe jährlich neue Alben ein, darunter zwei mit Blueslegende T-Model Ford. Aktuell werden sie von Jack Endino (Soundgarden, Nirvana) produziert. Großartig! (kgb) Klingt wie: John Lee Hooker und Black Sabbath

Bessunger Knabenschule (Keller) | Mi, 25.09. | 20 Uhr | 8 € POP

Schlosskeller | Do, 26.09. | 21 Uhr | Eintritt frei (Spenden erwünscht) P | 08

Abbildung: Xul Zolar

Xul Zolar (Köln)

„Ein fast zu perfektes Debüt-Album“ hätten Xul Zolar 2018 abgeliefert, schwärmte die Spex. Die Platte ist eine wunderbare Hommage an die 80er, an den Sound von Größen wie Talking Heads und Pet Shop Boys. Damals, als sich Post-Punk und Synthie-Pop entlang von Electronica zu pulsierenden Hybriden und bis heute nachhallenden Ohrwürmern formten. Auf „Fear Talk“ fängt das Quartett vom Rhein das schmachtende Flair jener Dekade perfekt ein und vereint Nostalgie mit zeitgeistiger Produktion, die Tanzlust weckt. (mn) Klingt wie: New Order, Phil Collins, Sohn


Favoriten des Monats „Fair G'nügt“

ungsreise: ne r besonderen unter viele

hokolade, zu , die e Tatsache urch unser Welt und enarbeit.

Abbildung: Fair G'nügt

k aktive Handel stärkt sbedingungen us Respekt für

3 Darmstadt

FAIR-TRADE-MARKT

Unter dem Motto „Einkaufen mit Herz und Verstand“ findet die erste „Fair G'nügt“-Messe in Darmstadt statt. Das Angebot erstreckt sich von Kleidung und Schmuck über Wohnaccessoires und Spielzeug bis hin zu Recycling Art. Die Aussteller kommen aus aller Herren Länder. Wenn Ihr also mit gutem Gewissen stöbern und shoppen wollt, seid Ihr hier genau richtig. Denn alle angebotenen Waren sind jenseits der alltäglichen Massenware angesiedelt – und garantiert fair gehandelt und produziert. (jb)

Orangerie | Sa, 28.09. + So, 29.09. | 10 bis 18 Uhr | 3 €

Sa 10.00-16.00 Uhr

Waschbärkirmes No. 2

FESTIVAL

10 Jahre Chrome

Abbildung: Max Sand

Die wuselige Programmgruppe Raccoons aus der Oetinger Villa lädt zum großen Spektakel aus Punk, Wave, DIY und Politik. Nachdem am Nachmittag Philipp Meinert aus seinem Buch „Homopunk History“ (Ventil Verlag) gelesen hat, geht’s für gleich fünf Bands und Acts auf die Bühne. Angeführt wird das Line-up aus Punk und No-Wave-Bands von Mia Morgan. Die Musikerin aus Kassel veröffentliche gerade ihre Debüt-EP „Gruftpop“ und oszilliert zwischen melancholischem 80er-Synth-Sound und träumerischem Indie. (mn) Mit dabei: Akne Kid Joe, Just Friends and Lovers, Bar Dagger, Im Prozesz Oetinger Villa | Sa, 28.09. | 15.30 Uhr (Vorträge) + 19 Uhr (Bands) | 10 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de DUB

Abbildung: System Music

Eine Dekade Dub. Als Chrome mit den ersten Veranstaltungen an den Start ging, leistete das Kollektiv Pionierarbeit. Während der bassige Dubstep-Sound aus dem Süden Londons Englands Hauptstadt zum Kochen brachte, fristete er in Rhein-Main ein Dasein in der Nische. Mit Benga, N-Type, DJ Madd, heftigen Nächten im 603qm, Schlachthof Wiesbaden und der Oetinger Villa hoben die Darmstädter DJs und Produzenten vor Ort eine enthusiastische Szene aus der Taufe. Zum Jubiläum stehen alle Residents, Mike Romeo sowie Vivek (System Music) aus UK an den Decks. Wird bombe! (mn)

806qm (128qm) | Sa, 28.09. | 23 Uhr | 9 € 100-JAHRE-BAUHAUS-SHOW

Centralstation (Saal) | So, 29.09. | 19.30 Uhr | 19 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de P | 09

Abbildung: Shutterstock

„Under Construction“

Vielleicht ist es schwierig, zu Architektur zu tanzen. Aber das geht alles: Von Baukunst inspirierte Gemälde malen und zu diesen Bildern Noten schreiben sowie moderne Dichtkunst verfassen. Fünf zeitgenössische Kompositionen zur 100-jährigen Bauhaus-Kunst von Paul Klee, Lyonel Feininger und anderen wird von einem vielstimmigen Ensemble live vertont. Ihre kongeniale Poetry führen dazu die SlammerInnen Tanasgol Sabbagh, Franziska Holzheimer, Leticia Wahl, Samuel Kramer und Dalibor Marković auf. (sf)


UNSERE FILMTIPPS ES: Kapitel 2 Spielfilm, USA 2019 | Regie: Andres Muschietti | Darsteller: Bill Skarsgård, James McAvoy, Jessica Chastain | Filmstart: 05. September 2019 27 Jahre nachdem der Klub der Verlierer Pennywise besiegte, kehrt dieser zurück, um die Stadt Derry aufs Neue zu terrorisieren. Längst haben sich die Wege der mittlerweile erwachsenen Verlierer getrennt. Wieder verschwinden Kinder, sodass Mike, der Einzige der Truppe, der in der Heimatstadt geblieben ist, die anderen nach Hause zurückholt. Traumatisiert durch die Erfahrungen der Vergangenheit, muss jeder seine tiefsten Ängste überwinden, um Pennywise endgültig zu vernichten … und sich dem Clown entgegenstellen, der mörderischer ist als jemals zuvor. Das Böse taucht erneut in Derry auf: Regisseur Andy Muschietti kehrt mit „ES KAPITEL 2“ dahin zurück, wo alles begann, und bringt den Klub der Verlierer – als Kinder und Erwachsene – wieder zusammen. Der Film ist die Fortsetzung von Muschiettis gefeiertem Kinoerfolg „ES“ aus dem Jahr 2017, der weltweit über 700 Millionen Dollar einspielte. „ES“ wurde der umsatzstärkste Horrorfilm aller Zeiten und Bestandteil des kulturellen Zeitgeistes; er definierte das Genre nicht nur neu, sondern sprengte dessen Grenzen.

Rambo: Last Blood Spielfilm, USA 2019 | Regie: Adrian Grunberg | Darsteller: Sylvester Stallone, Paz Vega, Óscar Jaenada | Filmstart: 19. September 2019 John Rambo hat viele große Schlachten in seinem Leben geschlagen – nun soll endlich Schluss sein. Zurückgezogen lebt der Kriegsveteran inzwischen auf einer abgelegenen Farm in Arizona. Doch der einstige Elitekämpfer kommt nicht zur Ruhe. Als die Tochter seiner Haushälterin Maria verschleppt wird, begibt sich Rambo auf eine Rettungsmission jenseits der amerikanischen Grenze nach Mexiko. Schon bald sieht er sich dort einem der mächtigsten und skrupellosesten Drogenkartelle gegenüber. Die vielen Jahre im Kampf mögen Rambo gezeichnet haben, aber sie haben ihn nicht weniger gefährlich gemacht.

Systemsprenger Spielfilm, Deutschland 2019 | Regie: Nora Fingscheidt | Darsteller: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Gabriela Maria Schmeide | Filmstart: 19. September 2019 Systemsprenger nennt man Kinder, die sich allen Strukturen radikal widersetzen und deshalb mit der Zeit immer schwerer vermittelbar werden. Die neunjährige Bernadette, Benni genannt, ist ein solches Mädchen. Sie fliegt wegen ihres Benehmens aus allen Pflegefamilien hinaus und will zu ihrer leiblichen Mutter. Doch die fühlt sich nicht in der Lage, sich um sie zu kümmern. Benni bekommt einen Anti-Gewalt-Trainer zur Seite gestellt. Schonungsloses Drama über ein Kind im Krieg mit sich selbst, mit dem Nora Fingscheidt ihr Langspielfilmdebüt gibt. Bereits mehrfach wurde ihr Drehbuch ausgezeichnet. Nun konnte sie es endlich verfilmen mit der jungen Helena Zengel in der Titelrolle sowie Albrecht Schuch und Gabriela Maria Schmeide.

KINOPOLIS Darmstadt Goebelstraße 11 www.facebook.com/KinopolisDE/


ANZEIGE

IM SEPTEMBER Late Night – Die Show ihres Lebens Spielfilm, USA 2019 | Regie: Nisha Ganatra | Darsteller: Emma Thompson, Mindy Kaling, John Lithgow | Filmstart: 29. August 2019 Seit fast 30 Jahren ist Katherine das Gesicht einer erfolgreichen Talkshow. Als der Egomanin vorgeworfen wird, eine „Frauenhasserin“ zu sein, nimmt sie unwillig Quereinsteigerin Molly ins Autorenteam auf. Diese hat jede Menge neue Ideen, wie man der Show ein Makeover verpassen könnte. Das ist auch dringend notwendig, denn wegen schlechter Quoten steht Katherine kurz davor, ersetzt zu werden. Oscarpreisträgerin Emma Thompson und Comedian Mindy Kaling, die selbst eine eigen Show hat, glänzen in der Showbizkomödie, mit der Regisseurin Nisha Ganatra ihren zweiten Kinofilm vorlegt. Kaling schrieb auch das Drehbuch und produzierte den frechen und gefühlvollen Spaß, der u.a. beim Sundance Festival zu sehen war.

Gut gegen Nordwind Spielfilm, Deutschland 2019 | Regie: Vanessa Jopp | Darsteller: Alexander Fehling, Nora Tschirner, Ulrich Thomsen | Filmstart: 12. September 2019 Ein verdrehter Buchstabe lässt eine E-Mail von Emma Rothner versehentlich bei Leo Leike landen. Der Linguist antwortet prompt. Sie beginnen einen schnellen, lustigen und immer intimer werdenden E-Mail Dialog, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Einige Wochen und viele Nachrichten später kommen sich Leo und Emma immer näher, obwohl sie einander noch nie gesehen haben. Doch Emma ist verheiratet und Leo noch nicht über seine Ex-Freundin hinweg. Kann ihre virtuelle Liebe eine reale Chance haben? GUT GEGEN NORDWIND basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von David Glattauer, der in 28 Sprachen übersetzt wurde.

Skin Spielfilm, USA 2018 | Regie: Guy Nattiv | Darsteller:Jamie Bell, Danielle Macdonald, Bill Camp | Filmstart: 03. Oktober 2019 Bryon Widner trägt den Hass tief im Herzen und sichtbar auf der Haut. Seine zahlreichen Tätowierungen überziehen Körper, Gesicht und kahlrasierten Schädel – eingebrannte Verbildlichungen seiner Gewalttaten und Zeugnis einer von Hass und Unmenschlichkeit geprägten rechtsradikalen Gruppierung, angeführt von seinen Zieheltern „Ma“ Shareen und „Pa“ Fred Krager. Als er die dreifache Mutter Julie kennenlernt und sie ungeahnte Gefühle der Liebe und Zugehörigkeit in ihm entfacht, beginnt er an seiner Ideologie zu zweifeln. Seinem zunehmenden Verantwortungsgefühl für ihr Wohl und das ihrer Töchter folgend, sucht er Hilfe beim afro-amerikanischen Menschenrechtsaktivisten Daryle, der nicht nur zur entscheidenden Stütze in seinem schwierigen Prozess des Ausstiegs wird, sondern es ihm auch ermöglicht, seine verräterischen Symbole auf der Haut wieder loszuwerden. Es beginnt ein langwieriger und sehr schmerzhafter Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit …

Citydome Darmstadt Wilhelminenstraße 9 www.kinos-darmstadt.de


Suche und finde Kunst im öffentlichen Raum, Folge 4: Adam Antes, Hausmeister Philipp Handschuh, 1959 TEXT: THOMAS GEORG BLANK (DARMSTÄDTER SEZESSION) | FOTO: CHRISTOPH RAU

Zwischen den sonst so schönen Jünglingen fällt dieser kahle und etwas grimmige Kopf an der Fassade des Hessischen Landesmuseums doch sehr auf. Es ist das in Stein geschlagene Porträt des ehemaligen Hausmeisters Philipp Handschuh. In der Brandnacht vom 11. auf den 12. September 1944 gelang es ihm, einen großen Teil jener Werke zu sichern, die sich in dieser Nacht noch im Museum befanden. Die Methode der Wahl war denkbar einfach und effektiv: weg von der Wand und raus aus

dem Fenster. Das Gebäude selbst fiel den Flammen fast vollständig zum Opfer. Ich denke, über ein derartiges Werk sollte man formal nichts weiter sagen. Warum auch? Der Druck des Faktischen zwingt dem Werk das Gelingen auf. Oder anders gesagt: Dieser gestaltete Stein ist deshalb wichtig und gut, weil er eine Geschichte von Schönheit bewahrt, wo sonst nur Trauer und Leid herrschen. Danke, Philipp Handschuh. ❉

Kunst am Bau

Foto-Flipbook Sezessionsmuseum

—­ Dank einer als „Kunst am Bau“ bezeichneten Verpflichtung wird in Deutschland ein bestimmter Prozentsatz der Kosten öffentlicher Bauvorhaben (in Darmstadt: ein Prozent) KünstlerInnen zur Verfügung gestellt. Mit diesem Geld realisieren sie Kunstwerke, die sich auf den jeweiligen Bau beziehen – oft im Freien und für jeden sichtbar. Ohne die schützenden Laborbedingungen eines White Cube, also eines Museums oder einer Galerie, gehen diese Werke allerdings schnell unter. Dabei können gerade diese öffentlich Vergessenen die Wahrnehmung des Stadtraumes verändern. Eine Einladung zum Fantasieren.

—­ Von den mehr als 500 Kunstwerken im öffentlichen Raum unserer Stadt wurden über die Hälfte von Mitgliedern der Darmstädter Sezession geschaffen. Anlässlich des Festivals „Den Bogen spannen – 100 Jahre Darmstädter Sezession“ (vom 08. Juni bis 15. September 2019) macht der Darmstädter Verlag Preface Book diese Werke erstmals in einem Foto-Flipbook ausfindig und erklärt den Stadtraum selbst zum „Sezessionsmuseum Darmstadt“. Mehr Infos (auch zur Bestellung des Flipbooks) unter: www.sezessionsmuseum-darmstadt.de und www.denbogenspannen.de P | 12


ANZEIGE

KLAR SONNEN BRILLEN SALE www.merkmal.de


Fünf Jahre Osthang – und Schluss? Ob es noch mal weitergeht, seht Ihr, wenn das Licht angeht. TEXT: LISA MATTIS | FOTO: JAN EHLERS

P | 14


Eine Stadt lebt von ihrer Geschichte. Von Hochkultur, von Sehenswürdigkeiten, von Kunst und Kulturgütern. Aber sie lebt noch viel mehr von ihrem Hier und Jetzt, von dem, was gerade entsteht, von lebendiger Subkultur. Es ist müßig zu fragen, was wichtiger ist. Praktischerweise existiert in Darmstadt beides parallel an einem Ort: Die Mathildenhöhe ist mit ihrem Jugendstil­ ensemble der Künstlerkolonie nicht nur heißer Anwärter auf den Titel „Unesco Welterbe“, sie ist mit dem OHA Osthang auch Heimat einer der aktivsten Kulturinitiativen unserer Stadt. Noch.

weiß Bianca vom OHA-Osthang-Team. In Anlehnung ans Vorjahr wurde der Osthang dann auch im Sommer 2015 bespielt – und seitdem jedes Jahr aufs Neue. Immer, wenn die Stadt beschlossen hatte, dass das Grundstück weiterhin nicht gebraucht würde, konnte das Subkultur-Kleinod weiterexistieren und hangelte sich so von Frühling zu Frühling. In den vergangenen fünf Jahren haben Stadt und die involvierten Institutionen die Zügel dabei immer lockerer gelassen und die Organisation und Gestaltung des Osthangs einem Kollektiv aus ehrenamtlich engagierten Darmstädter*innen übergeben. „Am Anfang waren wir größtenteils Architekturstudenten“, erzählen Lea und Joela aus dem Kollektiv, „aber mittlerweile sind wir ein ziemlich heterogener Haufen: Studenten, Arbeitnehmer, Architekten, Gestalter, aber auch ganz andere Leute machen hier mit.“ Die Gruppe besteht aus rund 35 Leuten, 15 bis 20 davon engagieren sich regelmäßig beim Thekendienst, bei Baumaßnahmen und Veranstaltungen. „Jeder kann dabei seine eigenen Talente einbringen und soll auch nur das machen, worauf er Lust hat. Damit fahren wir sehr gut“, findet Joela.

Seit der Bau des Besucherzentrums am Osthang im Rahmen der Bewerbung zum Welterbe beschlossene Sache ist, bangen die Darmstädter*innen um den alternativen Kulturort auf der Rückseite der Mathildenhöhe. Ob die Künstlerkolonie Welterbe wird, entscheidet sich erst im Sommer 2020. Der zweigeschossige Pavillon aus kreideweißem Stampf- und Sichtbeton wird aber so oder so gebaut, das ist mittlerweile klar. „Die Künstlerkolonie ist ein Markstein in der Entwicklung der Künste und Architektur auf dem Weg in die Moderne des 20. Jahrhunderts und gilt darüber hinaus zugleich als hervorragendes Beispiel eines architektonisch geschlossenen Bauensembles“, lobhudelt Hessens Kunst- und Kulturminister Boris Rhein. Das Besucherzentrum, welches unter dem Motto „Pavillon im Park“ entsteht und dessen Entwürfe im „Konsum Mathildenhöhe“ an der Pützerstraße angesehen werden können, vervollständige dieses Ensemble. Aber was passiert 2020 mit dem OHA Osthang? Der Osthang war 2014 – also genau 100 Jahre nach der letzten Gesamtausstellung der Künstlerkolonie – im Rahmen des Darmstädter Architektursommers von einer brachliegenden Grünfläche im Osten der Mathildenhöhe in eine temporäre, zeitgeistige Künstlerkolonie verwandelt worden. Mitgewirkt hatten mehrere Architekturbüros und 62 Architektur- und Designstudent*innen; vier Monate lang gab es eine internationale Summer School für experimentelles Bauen. Statt den neu geschaffenen Projektraum anschließend wieder abzureißen, sah die Stadt damals dessen Potenzial und stimmte einer Nachnutzung für Ausstellungen, Vorträge, Diskurse und Veranstaltungen zu – auch, weil durch ihn die Kulturachse zwischen Stadt, Mathildenhöhe und Rosenhöhe geschlossen wurde.

Vom temporären Experiment zum Saisonprojekt „Damals stand man vor der Frage: Wie kann man Kultur in Darmstadt neu interpretieren? Durch andere Formen, aber auch durch die gleichen?“,

Die gastronomische Versorgung am Osthang erfolgt auf Spendenbasis, es gibt keine Eintrittsgelder – und auch keine festen Gagen für die Künstler. Rechtlich gesehen ist das Immobilienmanagement der Stadt Darmstadt verantwortlich für das, was am Osthang passiert, aber inhaltlich das Kollektiv: Zwar muss das in Eigenregie zusammengestellte Programm mit dem Kulturamt abgestimmt werden, um sicherzustellen, dass das Nachnutzungskonzept mit seinen elf zu bespielenden Themen wie Architektur, Begegnung, Sprache und Dichtung oder Nachhaltigkeit eingehalten und eine gewisse Vielfalt an Veranstaltungen geboten wird. „Wir sind eben nicht einfach nur ein Biergarten mit Musik, sondern ein Kulturort im Kontext der Mathildenhöhe“, stellt Bianca klar. Und so steht Musikkonzert neben Kunstausstellung oder Foodsharing-Event. Nur der Zapfenstreich um 22 Uhr und eine gewisse Lautstärkegrenze müssen eingehalten werden – aus Rücksicht auf die Anwohner. „Die meisten sind aber sehr tolerant und suchen das Gespräch mit uns, wenn es mal zu laut wird“, sagt Lea.

Nachnutzung mit Auflagen – und lockeren Zügeln Ein wesentlich größeres Problem als die Nachbarschaft stellte für das Osthang-Kollektiv in der Vergangenheit Vandalismus dar: „Gerade am Anfang gab es viele Einbrüche ins Lager oder in die Main Hall, oft auch nur aus Neugier“, erzählt Bianca. „Auch Graffitis sind total ärgerlich. Den Leuten, die

P | 15


um das neue Besucherzentrum herum gruppieren und neu erfinden – immerhin sieht dessen Konzept einen großflächigen Park vor, der womöglich auch bespielt werden könnte. Definitiv weg muss die Main Hall. Wann genau, ist noch nicht klar.

das machen, ist, glaube ich, nicht bewusst, dass hier Herzblut und Arbeit von Menschen drin steckt, die das ehrenamtlich in ihrer Freizeit machen.“ Richtig schlimm wurde es 2017, als nicht nur ein erster Anschlag mit Buttersäure verübt wurde, sondern auch die Cabins, kleine Stelzenhäuser, im unteren Teil des Geländes in Brand gesteckt worden sind: „Die mussten danach aus Sicherheitsgründen komplett zurückgebaut werden, das hat uns schon wehgetan.“ Der zweite Buttersäure-Anschlag im vergangenen Sommer war ähnlich ärgerlich, auch weil er ein großes Loch ins Programm riss: Der gesamte Osthang wurde für sechs Wochen großräumig abgesperrt. „So was ist schon ein Schock, nicht mal nur, weil die Cabins oder das Gelände danach nicht mehr benutzbar waren, sondern wegen der Tatsache, dass überhaupt jemand etwas absichtlich anzündet“, erzählt Manolis, der unter anderem das Cassiopeia-Festival am Osthang organisiert. Der Osthang ist ein Ort der Öffentlichkeit. Damit solche Orte funktionieren, braucht es Respekt füreinander und voreinander – und in diesem Fall auch vor den Menschen, die den Ort immer neu schaffen.

Kulturschaffende mit Herzblut Denn auch die stetige Arbeit an den Gebäuden wie der Main Hall oder den Bau neuer Elemente wie etwa einer Bio-Toilette übernimmt das OHA-Kollektiv in Eigenregie. „Hier war ja ursprünglich alles nur für eine temporäre Nutzung von vier Monaten geplant“, erklärt Bianca. „Da muss häufig nachgebessert werden. Die Stadt sorgt dafür, dass alle Auflagen erfüllt werden und die Sicherheit gewährleistet ist. Schönheitsreparaturen machen wir selbst.“ Manche Bauten mussten aufgrund von Baumängeln aber auch schon weichen, so etwa das Workshop-Haus, das größtenteils aus recycelten Autoteilen gebaut wurde. „Da standen wir mit Tränen davor, weil das echt ein cooles Ding war. Aber als wir dann den neu entstandenen freien Raum gesehen haben, haben wir direkt andere Visionen dafür gehabt“, erinnert sich Bianca. „So entsteht neuer Raum, und der gibt einen neuen Impuls zum experimentellen Schaffen. Das ist ja auch das Konzept des Osthangs: Immer, wenn etwas nicht vorhanden ist, dann macht man etwas.“ So trat an die Stelle des alten Workshop-Hauses eine Plattform, die auch beim diesjährigen Cassiopeia-Festival eingesetzt wurde.

Ein bisschen paradox erscheint es schon, dass eine bestehende, junge, lebendige Kulturinitiative einem Besucherzentrum weichen muss, welches vergangene Kultur feiert. Aber das Osthang-Kollektiv denkt flexibler: „Fest steht bisher nur: Wir werden so lange hier sein, wie der Raum da ist. Unsere Aufgabe ist es jetzt, ein mögliches Konzept für den kommenden Sommer zu entwickeln“, sagt Joela. Bianca stimmt ihr zu: „Wenn der Raum da ist, werden wir ihn bespielen. Wenn er nicht mehr hier ist, wird er vielleicht woanders entstehen. Das Projekt Osthang endet ja nicht mit einem Ort, sondern wenn wir sagen: Das war's.“ Und wer weiß: Vielleicht wird an anderer Stelle in Darmstadt ein neuer Raum für den Osthang frei, den es zu füllen gibt. Bis dahin feiern wir an Ort und Stelle den Rest des Osthang-Sommers 2019. Enden wird dieser mit einem großen Closing-Festival am letzten September-Wochenende: Zwei Tage lang erwartet uns dann in geballter Form alles, was den Osthang in den vergangenen fünf Jahren ausgemacht hat. Und insgeheim hoffen wir dabei auf ein nächstes Jahr ... ob an der Mathildenhöhe oder anderswo in Darmstadt. ❉

Der September am OHA Osthang —­ Jeden Donnerstag, 18 bis 22 Uhr: Kleiner Freitag Fr, 06.09., 18 bis 22 Uhr: Konzert von Junes OD So, 08.09., 11 bis 13 Uhr: Spendenyoga am Hang So, 08.09., 14 bis 22 Uhr: ​Kleidertausch Do, 12.09., 18 bis 21:30 Uhr: Asquare (Elektronische Musik + Videoinstallation) Sa, 14.09., 14 bis 21 Uhr: Jazz am Hang So, 15.09., 18 bis 22 Uhr: Wein mit Platon Do, 19.09., 19 bis 22 Uhr: Vernissage der Fotoausstellung „Mensch Materie / Materie Mensch“ (Finissage am 22.09., 14 bis 20 Uhr) So, 22.09., 10 bis 14 Uhr: Globales Frühstück mit Viva con Agua und Foodsharing Fr, 27.09., 18 bis 21 Uhr: OHA Kino Sa, 28.09. + So, 29.09., 12 bis 22 Uhr: Großes OHA Closing Festival

Was wird 2020? Vielleicht wird es so ja auch mit dem gesamten Osthang-Projekt sein, wenn irgendwann 2020 tatsächlich die Bagger anrollen. Womöglich kann es sich

www.facebook.com/OHAOsthang P | 16


ANZEIGEN

08.09. SO 12.09. DO 11.09. MI 13.09. FR 18.09. MI 24.09. DI 26.09. DO 27.09. FR 28.09. SA 28.09. SA 29.09. SO 01.10. DI 06.10. SO 08.10. DI 09.10. MI 10.10. DO 11.10. FR 12.10. SA 16.10. MI 20.10. SO 26.10. SA 27.10. SO 31.10. DO 01.11. FR 05.11. DI 08.11. FR 10.11. SO 13.11. MI 14.11. DO 15.11. FR 16.11. SA 20.11. MI 22.11. FR 23.11. SA 23.11. SA 28.11. DO 30.11. SA 02.12. MO 04.12. MI 09.12. MO 12.12. DO 12.12. DO 17.12. DI 19.12. DO 24.01. FR 09.03. MO

ZEBRAHEAD KEØMA JONATHAN BREE AMANDA PALMER (CAPITOL OFFENBACH)

WINTERSLEEP NIKITA MILLER - AUF DEM WEG EIN MANN ZU WERDEN PUSHSEVEN12 / DENYAL TOUCHÉ AMORÉ / DEAFHEAVEN INTERNATIONAL MUSIC / HUTCH HARRIS (THE THERMALS) CARLOS CIPA (MUSEUM WIESBADEN) THE INTERSPHERE / 22 DRAB MAJESTY / SRSQ HONIG / TOWN OF SAINTS PAT THOMAS & KWASHIBU AREA BAND THE TOY DOLLS CLAWFINGER / FREEZES DEYNA KENNETH MINOR / MUDWELL DIE ORSONS KISSIN‘ DYNAMITE VON WEGEN LISBETH FEDERICO ALBANESE (MUSEUM WIESBADEN)

BEYOND THE BLACK OK KID GLOWING IN THE DARK FEST #1 MIT DAF / VIVE DE LA FÊTE U.A. PERIPHERY / ASTRONOID / PLINI SAM FENDER ELBOW GLASS MUSEUM (MUSEUM WI) OPETH MACEO PARKER THE NEW ROSES / STRAY TRAIN KADAVAR / HÄLLAS / PABST LIONHEART / DEEZ NUTS / U.A. MANDO DIAO HANIA RANI (MUSEUM WIESBADEN) VOODOO JÜRGENS FAT FREDDY‘S DROP (JAHRHUNDERTHALLE FRANKFURT)

CLUTCH / GRAVEYARD / U.A. CHRISTIAN LÖFFLER (LIVE) ROYAL REPUBLIC PAROV STELAR (JAHRHUNDERTHALLE FRANKFURT)

05.09. Christoph Sieber 06.09. Alina Bronsky 07.09. VOCALIVE 08.09. Lichterschlacht 12.09. Poetry-Slam mit Finn Holitzka & Guests 13.09. Upstairs: Bluestaeb 13.09. KOOL SAVAS 14.09. Upstairs: Dux Louie | Darjeeling 15.09. Upstairs: Klangpiraten 15.09. Michael Hatzius 20.09. Impro-Match: FGKH vs. KurzFormChaos 25.09. Meike Winnemuth 26.09. Kathrin Weßling 27.09. Tanita Tikaram 28.09. ONAIR 29.09. Under Construction - 100 Jahre Bauhaus 04.10. Anarchist Republic of Bzzz 11.10. Cavewoman 12.10. 43. Weiterstädter Filmfest-Nachlese 13.10. Gaby Moreno 15.10. Lydmor 17.10. Hattler 18.10. Dichterschlacht Darmstadt 20.10. Moritz Neumeier 21.10. John McLaughlin & The 4th Dimension 23.10. Go Go Berlin 27.10. Michael Fitz

THEES UHLMANN & BAND FATONI SHACKE ONE & MC BOMBER BOSSE WANDA

Unser komplettes Programm findet ihr im Internet unter

schlachthof-wiesbaden.de

CENTRALSTATION / IM CARREE / DARMSTADT TICKETS UND INFORMATIONEN: WWW.CENTRALSTATION – DARMSTADT.DE TELEFON: 06151 7806–999 FACEBOOK.COM/CENTRALSTATION DARMSTADT


„WAS HAST DU GETAN, ALS DIE KLIMAKATASTROPHE BEGANN?“

Extinction Rebellion und Fridays for Future kämpfen auch in Darmstadt für mehr Klimabewusstsein. INTERVIEW: JACQUELINE BURGGRAF FOTOS: FRIDAYS FOR FUTURE DARMSTADT

In London blockierten im Frühjahr dieses Jahres Aktivisten der globalen Bewegung „Extinction Rebellion“ alle Brücken über die Themse. Jeden Freitag demonstrieren Tausende Schüler bei „Fridays for Future“. Mehr als Tausend Men­ schen haben bereits die Onlinepetition „Klima­ notstand Darmstadt“ unterschrieben (Stand: 10. August 2019). Doch was genau wollen die Mitglieder von Fridays for Future und Extinction Rebellion hier vor Ort erreichen? Wie können wir dem Klimawandel entgegenwirken? Was hat ziviler Ungehorsam damit zu tun? Und wird es auch in Darmstadt bald zu Blockaden kommen? Um diese und weitere Fragen zu klären, traf das P Sabrina, Niko und Jacob von Extinction Rebel­ lion Darmstadt und Björn von Fridays for Future Darmstadt. P | 18


Also ist eigentlich alles schon zu spät? J: Ein Spruch von Extinction Rebellion, kurz XR, lautet: „Hope dies, action begins.“ Das zeigt sehr gut, wie man sich fühlt, wenn man sich genauer mit dem Thema beschäftigt. Man verliert irgendwann die Hoffnung, aber dann kommt man an einen Punkt, an dem man merkt: Jetzt hilft nur noch sich mit allen Kräften zu engagieren. Björn: Für mich steht Fridays for Future auch für Hoffnung. In den Gruppen und auf Demos lernt man Leute kennen, die die gleichen Vorstellungen haben, was es einem einfacher macht, für seine Überzeugungen einzustehen. Das hilft auch gerade dann, wenn sich im eigenen Umfeld niemand oder fast niemand engagiert. Man sieht, dass man nicht allein ist. J: Ich kenne auch genügend Menschen, die aufgrund dieser Klimaauswirkungen von Wut, Trauer und Ohnmacht übermannt werden oder sogar depressiv werden. Und da können solche Gemeinschaften helfen. Gerade bei XR ist das auch noch mal gesondert verankert, dass aufeinander geachtet wird, es finden Meditationen und Gruppenunternehmungen statt, um auch schöne Dinge gemeinsam zu erleben. Oder auchtherapeuti-

Das P: Wie schlimm steht es ums Weltklima? Jacob: Uns läuft einfach die Zeit davon. Es häufen sich die Meldungen über auftauende Perma­ frostböden (deren Auftauen eigentlich für 2090 vorhergesagt wurde, die aber jetzt schon tauen), wegschmelzendes Grönlandeis, der Brand in Sibirien, das erste Massensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Es sollte allen Menschen klar werden, dass wir gerade vor einer ökologischen Katastrophe stehen. In vielleicht fünf Jahren sind Kippelemente erreicht und dann ist es irreversibel. Dann steigt die Erderwärmung noch weiter an, die Szenarien bei plus 1,5 Grad sind schon schlimm. Bei 2 Grad oder mehr sprechen wir wirklich von katastrophalen Auswirkungen. 100 Millionen Menschen, die sich auf die Flucht begeben müssen, weil Teile der Erde dann einfach nicht mehr bewohnbar sind. Ich gehe auch davon aus, dass der jetzige Sommer der kühlste in den nächsten 25 Jahren ist, mit allen Auswirkungen – und wenn man überlegt, dass es 2003 allein in Europa 70.000 Hitzetote gab, sieht man, dass wir vor wirklich schwierigen Zeiten stehen.

P | 19


sche Maßnahmen. Psychologists for Future haben zum Beispiel allen Klimaaktivisten Coachings und therapeutische Hilfe angebo ten, weil viele Leute einfach daran verzweifeln. Abgesehen vom Protest brauchen wir auch eine Kultur des neuen Mit- und Füreinanders. Denn die Auswirkungen werden Generationsproblematiken hervorrufen und es wird eine Abrechnung stattfinden. Unsere Kinder und Enkelkinder werden uns fragen: Was hast Du damals getan, als die Klimakatastrophe losging? Und dann wird man nicht sagen können, dass man nichts davon wusste. Ich habe allerhöchsten Respekt vor Fridays for Future, die das Thema Klima wieder auf die Agenda gebracht haben und so kontinuierlich jeden Freitag streiken und so viel Energie hineinstecken. Und es ist so schade, dass sie teilweise belächelt, verleugnet und persönlich angegriffen werden. B: Fridays for Future hat das Ziel, eine gesamtgesellschaftliche Bewegung zu werden. Wir haben mit den Studierenden angefangen. Zum Beispiel hatten wir letzen Monat eine Vollversammlung, bei der die TU Darmstadt über interne klimapolitische Forderungen abgestimmt hat. Was möchtet Ihr konkret erreichen? J: XR hat drei Forderungen. Die erste ist: „Sagt die Wahrheit!“ Die Politiker und Medien sollen sagen, wie schlimm die Klimakrise wirklich ist. Außerdem fordern wir CO2-Neutralität bis 2025 (nicht 2050!). Das ist eine radikale Forderung, aber sie ist notwendig, weil uns die Zeit davonrennt. Da dafür sehr unliebsame Entscheidungen getroffen werden müssen, die Politiker ihren Job kosten könnten, ist unsere dritte Forderung eine BürgerInnenverP | 20

sammlung. Diese soll Klimaschutzmaßnahmen vorschlagen und im besten Fall auch darüber entscheiden. Niko: XR stellt dabei bewusst keine Lösungsansätze bereit. Wir wollen die Rahmenbedingungen liefern und uns nicht in Lösungskonflikte reinziehen lassen. J: Die Frage ist auch einfach, ob es denn sein muss, dass von Schülern oder von NGOs Lösungen gebracht werden. Das ist ja eigentlich die Aufgabe der Politik und der Experten. B: Fridays for Future hat bundesweite Forderungen gestellt, und es werden auch gerade Lokalforderungen für Darmstadt ausgearbeitet. Das erste Ziel ist die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und des 1,5-Grad-Ziels. Wir fordern damit die Politik auf, sich an bereits Beschlossenes auch zu halten. Tatsächlich sind unsere Forderungen nicht so radikal, wie sie teilweise dargestellt werden. Außerdem wurden bundesweit noch sechs Forderungen aufgestellt, beispielsweise Klimaneutralität bis 2035. Mittlerweile haben sich auch mehrere Untergruppen gegründet, wie zum Beispiel Scientists for Future, wodurch 27.000 WissenschaftlerInnen unsere Forderungen unterstützen. Oder auch Parents for Future. XR und Fridays for Future: Beide Gruppen haben sehr ähnliche Ziele. Wo liegen denn die Unterschiede? B: Der größte Unterschied ist das Aktionslevel. Natürlich gehört das Streiken während des Unterrichts auch zum zivilen Ungehorsam, aber Extinction Rebellion ist da, denke ich, noch ein Level höher. J: Genau. Bei XR gibt es verschiedene Aktionslevel,


von angemeldeteten „Standing still“-Aktionen, bis hin zu Verkehrsblockaden oder dem Anketten an Gebäude. In England geht es bis zur bewusst kalkulierten Verhaftung aufgrund zivilen Ungehorsams. Was natürlich auch großes Aufsehen erregt, gerade weil die Verhafteten so divers sind: Von Rentnern über ArbeiterInnen bis zu Jugendlichen war alles vertreten. Ansonsten sind wir wahrscheinlich von den Altersgruppen gemischter aufgestellt, weil Fridays for Future viele sehr junge Mitglieder hat. Sabrina: Gerade die Vernetzung der verschiedenen, sich engagierenden Gruppen ist sehr wichtig. Denn wenn sich alle zusammentun, können wir wirklich etwas Großes erreichen. Wie habt Ihr Euch gegründet und wie seid Ihr organisiert? N: Extinction Rebellion hat sich in England aus der Prämisse gegründet, dass Demonstrationen nichts mehr bringen und sich Politik und Wirtschaft taub stellen. Es geht darum, den täglichen Ablauf zu stören und zu blockieren. In London wurden die wichtigsten Verbindungsbrücken über Wochen blockiert und innerhalb kurzer Zeit war der Klimanotstand für London durch. J: XR hat dabei zehn Prinzipien, das (für mich) wichtigste Prinzip ist die Gewaltfreiheit. Wir wollen mit friedlichen Aktionen etwas bewegen. Der zivile Ungehorsam, also der bewusste Regelbruch, ist dabei unser Mittel. Der Alltag wird solange gestört, bis die Politik handeln muss. XR ist dabei dezentral aufgebaut, also über selbstorganisierte Ortsgruppen. Der Austausch findet international wie national über ein Kommunikationstool statt. In Darmstadt

treffen wir uns außerdem jeden Sonntag. N: Die Organisation von XR ist selbstorganisierend aufgebaut, es gibt also keinen Anführer, alle sind gleichberechtigt, alle sind willkommen. Die Geschichte und die Wissenschaft haben auch gezeigt, dass es bereits reicht, wenn 3,5 Prozent der Bevölkerung aufsteht, um einen Systemwandel herbeizuführen. Und durch XR wollen wir genau diese 3,5 Prozent der Bevölkerung mobilisieren. B: Bei Fridays for Future hat eigentlich alles mit Greta Thunberg begonnen, die vor dem schwedischen Parlament demonstriert hat, das ist dann nach Deutschland übergeschwappt. Anfang Januar sind die ersten Darmstädter Schüler und Studierenden zusammen nach Berlin gefahren, um dort zu demonstrieren. Und im Februar gab es dann die erste Demo in Darmstadt mit knapp 4.000 Teilnehmenden. Ihr unterstützt die Onlinepetition „Klima-­ notstand Darmstadt“. Ist „Notstand“ nicht ein zu drastischer Begriff und sollten die Entscheidungen nicht in Ruhe überlegt und getroffen werden? N: Wir stehen nicht nur mit dem Rücken zur Wand, wir liegen quasi schon im Grab, nur ein Fußzeh schaut noch heraus. Wenn wir nicht drastische Maßnahmen ergreifen, werden wir das Ruder nicht mehr herumreißen können. Deswegen finde ich, dass es genau die richtige Wortwahl ist. Die Petition in Darmstadt ist bewusst sehr drastisch, sehr genau und intensiv geschrieben und wir als XR haben darüber abgestimmt und entschieden, dass wir da voll und ganz dahinterstehen. P | 21


J: Wir haben auch einfach keine Zeit mehr. Meiner Meinung nach werden durch die Klimakrise alle anderen Themen verstärkt. Zum Beispiel wird die soziale Ungleichheit erhöhen, weil sich die reicheren Menschen Maßnahmen leisten können, um sich zu schützen, die Armen nicht. Und auch andere Auswirkungen auf die Gesellschaft wird es geben. Wir haben ja 2015 gesehen, welchen Rechtsruck es in vielen Ländern ausgelöst hat, als zwei Millionen Menschen nach Europa geflüchtet sind – was passiert dann bei 200 Millionen? S: Es geht ja auch genau darum, dass man in der Politik durch diesen Begriff handlungsfähiger ist, mehr Regelungen durchsetzen kann und mehr Geld für das Thema bereitgestellt wird. B: Die Politik weiß schon sehr lange über die Auswirkungen Bescheid und da ist auch beim Thema erneuerbare Energien sehr viel auf der Strecke geblieben. Wenn das Thema früher verfolgt worden wäre, dann wären die Auswirkungen jetzt auch nicht so schlimm. Je länger wir warten und diskutieren, desto verheerender werden die Folgen.

#AllefürsKlima —­ Am 20. und am 27. September finden die globalen Klimastreiks statt.

Was kann man im Alltag tun, um den Klimawandel zumindest nicht zu verschlimmern? J: Es ist sicher hilfreich, wenn jeder Einzelne nicht fliegt, sich bewusst ernährt, nicht Auto fährt, sondern Rad und versucht auf Plastik zu verzichten. Alles hilft. Aber es fehlt die Zeit, das über individuelle Aufklärung zu lösen. Und wir sind an dem Punkt vorbei, an dem man sagen kann: Wenn jeder jetzt ein bisschen mehr Fahrrad fährt, ist alles gut. Sondern wir brauchen Regeln und Gesetze. Wir haben eine Tragödie des Allgemeinguts: Die Natur darf kostenlos verschmutzt werden. Deshalb müssen Anreize geschaffen werden, klimafreundliches Verhalten von Unternehmen, Organisationen und Personen muss gefördert, klimaschädliches Verhalten bestraft werden. Was es jetzt braucht, ist politischer Druck. Deshalb: Jede(r) sollte wenigstens bei den Demonstrationen der Schüler mitlaufen! Ansonsten kann jede(r) Einzelne natürlich versuchen, in seinen eigenen Unternehmen, Vereinen und Organisationen Maßnahmen voranzubringen, je nach Größe des Unternehmens kann man dadurch sehr große Hebel in Gang setzen. Wenn man beispielsweise durchsetzt, dass in einer großen Firma alle die Suchmaschine Ecosia [Suchmaschine, die Bäume pflanzt] nutzen, hat das sicher eine Wirkung. B: Ich sehe das ähnlich. Von der Oma bis zum Kleinkind sollten alle demonstrieren, zum Beispiel am 20. September beim Weltklimatag, unter dem Motto: „#AllefürsKlima“. ❉ P | 22

Von Fridays for Future organisiert ist für Freitag, den 20. September, in Darmstadt eine Großdemo mit anschließender Kundgebung und Straßenfest: Um 12 Uhr geht's am Hauptbahnhof los, der Demozug endet gegen 15 Uhr auf dem Karo­ linenplatz. Dort beginnt dann die Kundgebung mit Bühne, Reden von zum Beispiel Wissenschaftlern oder Förstern, verschiedene Bands treten auf, es gibt Infostände von anderen Organisationen, die im Umweltbereich tätig sind (unter anderem: Hofgut Oberfeld), Kinderspielecken und vegane Food-Trucks. Das Straßenfest wird bis circa 20 Uhr andauern, damit auch Personen teilnehmen können, die bis 18 Uhr arbeiten müssen und nicht an der Demonstration teilnehmen konnten. XR rebellion weeks Ab 07. Oktober werden in mehreren Städten auf der Welt die täglichen Abläufe blockiert und zum Erliegen gebracht. www.facebook.com/XRDarmstadt extinctionrebellion.de/og/darmstadt/ www.facebook.com/fridaysforfuture.da darmstadtforfuture.de


ANZEIGE

Capoeira brasil DarmstaDt

20 Jahre Capoeira brasil DarmstaDt

50 % Jubiläumsrabatt nur

20,- ¤/monat

*

training für KinDer unD erwaChsene erlebe eine faszinierende mischung aus Kampfkunst, musik, akrobatik und brasilianischer Kultur & lebensfreude. probetraining kostenfrei! Keine Vorkenntnisse erforderlich. infos und trainingszeiten:

www.capoeirabrasil.de

* Angebot nur für Neumitglieder. Gültig bis einschließlich Dezember 2019. Danach gilt der regüläre Mitgliedsbeitrag.


Stilsicher P | 24


ANZEIGE

Folge 54: fuerbier.de TEXT: FRANZISKA NEUNER | FOTO: JAN EHLERS

Lust auf ein Feierabendbierchen und keins mehr da? Da schafft fuerbier.de, die hopfig-malzige Tauschbörse der digitalen Branding-Agentur Onedot aus Michelstadt/Leipzig, Abhilfe. „Die Idee gab es schon länger, dass man sein Zeug, das man daheim rumstehen hat, doch gegen die stabilste Währung der Welt eintauschen könnte: Bier“, grinst Sebastian Kraus, einer der Mitbegründer. „Unser damals noch kleines Agenturteam, bestehend aus fünf Leuten, hat sich dann 2014 ein Wochenende lang eingeschlossen und bei Pizza und Bier durchgemacht.“ Inspiriert von Ebay-Kleinanzeigen entwickelten sie die Tauschbörse fürbier.de. Und so funktioniert's: „Man lädt ein Foto von zum Beispiel seinem alten Topflappen hoch, gibt ihm eine Beschreibung und wählt dann aus, welches Bier man dafür haben möchte”, erklärt Sebastian. Wählen kann man zwischen Biermarken, Flaschen, Sixpacks oder maximal einem ganzen Kasten. Die Menge ist bewusst eingeschränkt, die Nutzung komplett kostenlos. Nutzer sind alle, die das flüssige Gold (also: Bier) lieben und ein wenig im Überfluss leben, erklärt Sebastian. Getauscht werden die skurrilsten Dinge: vom Kühlschrank bis zum Schreibtischstuhl. „Es gab auch schon Leute, die tatsächlich ihr Auto für einen Kasten Bier angeboten haben.” Als jedoch die Schwiegermutter eines Users angeboten wurde, griffen die Jungs ein und löschten das Tauschangebot. Obwohl fürbier.de professionell betreut wird, bleibt es Hobby, eine Liebhaberei, so die Macher. „Wir setzen uns zwar ab und zu mal wegen Änderungen in der Mittagspause zusammen und schauen, dass die Seite gut läuft, aber es gibt ja noch den Agenturalltag. Und man muss auch bedenken, dass das wirklich alles non profit ist“, so Sebas­ tian. Auf Anregung eines Nutzers wurde inzwischen sogar eine Für-Bier-App entwickelt. Bekannte prominente Nutzer von fuerbier.de sind übrigens die Hamburger HipHop-/Electropunker Deichkind, „die haben uns damals auch ganz schön über Facebook gepusht“.

www.fuerbier.de

P | 25

Frisches Grün! Vom Bio-Kräutertöpfchen bis zum Apfelbaum: Bei uns findet ihr Grünes für drinnen und draußen, in allen Größen und Styles. Und es gibt Blumen und Blumenvasen und noch jede Menge andere schöne Dinge, die sich auch prima verschenken lassen. Kommt doch mal gucken!

Rheinstraße 34 | 64367 Mühltal Mo bis Fr 9:00 – 19:00 | Sa 9:00 – 16:00 www.muehltaler-gartenmarkt.de Ein Inklusionsbetrieb der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie


und

Kommen Gehen Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie TEXTE: KATJA BOROWSKI (KGB) + LISA MATTIS (LM) + MATIN NAWABI + CEM TEVETOǦLU (CT) FOTOS: JAN EHLERS + ERIK JOHNSON (RADIESCHEN)

Fromage Fromage Kennengelernt haben sie sich hinter der Käsetheke des Hofguts Oberfeld: Caroline Rinn, in Bayern vom Verband für handwerkliche Milchverarbeitung ausgebildete Käserin, und Corina Winter, Hotelfachfrau. Zusammen haben die beiden Darmstädterinnen eine neue kulinarische Attraktion für das Martinsviertel konzipiert und „ruckzuck Nägel mit Köpfen gemacht“: Anfang August wurde ihr formidables Käse- (und Feinkost)-Geschäft „Fromage Fromage“ unweit des Schlossgarten-

platzes eröffnet. Dem Angebot zu verfallen ist, für Menschen, die gute, genussvolle Lebensmittel schätzen, ein Leichtes: In der großzügigen gläsernen Kühltheke, die mit Schieferplatten ausgelegt ist, warten 70 Käsesorten darauf, entdeckt zu werden: Rohmilchkäse aus Frankreich, Schafsfrischkäse und -joghurt aus der Wetterau, Demeter-Käse aus der der Eifel. Dazu gesellen sich italienischer Schinken und Salami, Brot, Fischsuppe und Terrinen, französische Pralinen, Schokolade, Kekse, Senf, KäseP | 26

marmeladen, roter und weißer Traubensaft, Weine, Cidre, Biobier und Bierbrand. Den kleinen oder größeren Hunger stillen belegte Baguettes und Käseteller, die direkt am Fenster-Tresen mit Blick auf die Schuknecht­ straße schnabuliert (oder mitgenommen) werden können. Zur Abrundung noch einen frisch aufgebrühten Espresso – la vie est belle! (ct) —­ Schuknechtstraße 1, Martinsviertel www.fromagefromage.de


Bar Malavita Gefühlte Ewigkeiten stand das ehemalige „Libanon“ in der Riedlingerstraße (nahe dem Café Chaos) leer. Nun hat sich die 28-jährige Anja Francesca Schydlo dort den Traum von einer eigenen Bar erfüllt. Die Cocktailliebhaberin hat ein Jahr lang darauf hin gearbeitet. Trotz vorhandener Gastro-Erfahrung ließ sie sich zur Barkeeperin ausbilden. Den schlauchartigen Eckladen mit Platz für rund 100 Gäste hat sie – zusammen mit ihrer Familie – in Eigenregie zu einer modernen Bar in Magenta-, Schwarz- und Grautönen umgebaut. „Entgegen der wörtlichen Bedeutung des italienischen Namens steht das ,Malavita' aber nicht für den Untergrund und das ,schlechte Leben'“, grinst Anja, „sondern viel eher dafür, das Leben nicht so ernst zu nehmen und sich auch mal etwas

zu gönnen.“ Dabei setzt sie nicht nur auf regulären Barbetrieb mit Cocktails und Convenience Food (Flammkuchen, Ciabatta) an sieben Tagen in der Woche, sondern auch auf Events wie die „Kontaktbörse“ oder die Neunziger-Party mit Erdbeerlimes und Bananenweizen. Als echter

98er-Fan hat sie außerdem für die Heimspieltage einen eigenen Lilien-Cocktail entwickelt – und gibt das Heimspielbier besonders günstig über die Theke. (lm) —­ Riedlingerstraße 20, Innenstadt www.facebook.com/malavitadarmstadt

a la vinaigreta (eingelegte Sardellen), Sepia a la plancha (gegrillter Tintenfisch), Albondigas (Fleischbällchen) oder Datiles con Beicon (Datteln im Speckmantel) passt gut ein Glas spanischer (und italienischer) Wein – oder hausgemachte Sangria. Der neue Pächter Dragan Bozickovic, der

mehr als 20 Jahre Gastronomieerfahrung im Rhein-Main-Gebiet gesammelt hat, liebt die spanische Küche und bekocht seine Gäste höchstpersönlich. (ct) —­ An der Stadtkirche 3, Innenstadt www.facebook.com/Bodegalaiglesia

Bodega la iglesia Das „Da Fratelli“ am Stadtkirchplatz ist Geschichte. An Darmstadts schnuckeligster Piazza ist mit der „Bodega la iglesia“ statt italienischem nun spanisches Flair eingezogen: „Tapas statt Pizza“, heißt es fortan. Wobei Tapas eigentlich nur abends auf der Karte stehen. Mittags werden mediterrane Hauptgerichte wie Pollo al ajillo (Hühnchen mit Knoblauch), Higado con cebolla (Rinderleber mit Zwiebeln), aber auch Spaghetti carbonara, Schnitzel Wiener Art oder Salat mit frischen Pfifferlingen serviert. Abends wird das neue Konzept dann konsequent verfolgt: Zu soliden Tapas wie Queso de Cabra (halbgereifter Ziegenkäse), Patatas con dos salsas (Würfelkartoffeln mit Aioli und scharfer Salsa), Pimientos (grüne Bratpaprika), Boquerones

P | 27


Lui Lui Es gibt Städte, in denen Kioske, die von früh bis spät, von Montag bis Sonntag, geöffnet haben, aus den Kiezen nicht wegzudenken sind. Ein urbanes Phänomen, das an Darmstadt irgendwie vorbeigegangen ist. Mit „Lui Lui“ geht dafür jetzt direkt eine Deluxe-Variante des klassischen Spätis an den Start. Am Luisenplatz, direkt an der wuseligen Herzschlagerader der Innenstadt, werdet Ihr hier ab sofort an sieben Tagen die Woche rundum versorgt. Das Angebot richtet sich an Frühaufsteher und Pendler, Hungrige am Mittag und Nachtschwärmer sowie an all die chronischen Verpeiler, die jeden Sonntag ihrem leeren Kühlschrank gegenüberstehen. In den Regalen stehen Kippen und Spirituosen, die Kühlschränke sind gefüllt mit Getränken und Lebensmit-

teln. Im Fokus steht aber vor allem die große Auswahl an belegten Brötchen, Backwaren, Salaten und Snacks wie frisch gebrutzelte Süßkartoffelpommes mit Avocado-Topping. Sogar ein Mittagstisch – mit zum Beispiel Lasagne – lockt. Das schick gestaltete Interieur lädt zwar

zum Verweilen ein, serviert werden alle Speisen jedoch – zum Mitnehmen – in biologisch abbaubaren Einwegverpackungen. (mn) —­ Luisenplatz 5 (im Luisencenter, Zugang über Lui), Innenstadt www.luilui.de

Heiping) und leckerem Kuchen (von der griechischen Konditorei Nostos aus Pfungstadt) auch Pasta und Panini, Wein und kalte Platten servieren. Für die Zukunft sind außerdem Lesungen und Konzerte sowie wechselnde (Verkaufs-)Ausstellungen von Bildern

geplant. Die obligatorische Leseecke dagegen und einen netten kleinen Freisitz im Hinterhof, die gibt es schon jetzt. (kgb) —­ Hermannstraße 7, Bessungen Auf Facebook: „See You Café“ suchen

See You Café Seit Ende Juli hängen neben dem Eingang der ehemaligen Weinwirtschaft „Heiping“ gleich zwei neue Schilder: „See You Café“ und „Kaffee & Coffee“. Was denn nun? Ist das jetzt eine neue Kaffeerösterei oder ein Internet-Café? Weder noch! Es ist ein „back to the roots“. Denn genau an der Stelle, an der in Vor-Heiping-Zeiten das Kulturcafé beheimatet war, soll nach dem Willen des neuen Hausherren Vanja Čobanov nun wieder eine Art Kulturcafé entstehen. Čobanov ist Schriftsteller. Bis heute schreibt er seine Bücher am liebsten in Cafés. Außerdem hat er in seiner alten Heimat Serbien auch schon ein eigenes Café betrieben. In seinem neuen Darmstädter Bistro-Café will Čobanov neben gutem Kaffee (von der Darmstädter Kaffee­rösterei

P | 28


Weitere Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie: ❉ In die ehemalige Avicenna Apotheke am Friedrich-Ebert-Platz im Herzen des Martinsviertels im Sommer über das Darmstädter Gestaltungsbüro Kraenk Visuell eingezogen. (ct) ❉ Thorsten Lettmann, Koch und Caterer aus Messel, hat Anfang August das Café Rodenstein im Landesmuseum übernommen. Auch im innenliegenden Rodensteiner Hof serviert das Team von Lettmanns Heimatküche Kaffee und Kuchen, Salate und Suppen. Alle Produkte stammen von regionalen Erzeugern und werden frisch zubereitet. Ab Oktober 2019 wird das neue Café mit neuem Konzept und unter neuem Namen offiziell eröffnet. (ct) ❉ Im Rahmen des internationalen CapoeiraWochenendes vom 27. bis 29. September lädt Capoeira Brasil Darmstadt zum Einsteiger-Workshop in der Sporthalle Kasinostraße ein. Die Teilnahme ist kostenfrei und jeder ist willkommen, es sind keine Vorkenntnisse nötig. Anmeldungen bis 15. September online unter: capoeira-evolucao. jimdo.com/einsteigerworkshop. (ct) ❉ Draußen im Wald zwischen Darmstadt und Messel, drei Kilometer auf der Dieburger Straße nach dem Oberwaldhaus: Aus dem einstigen „SchneckenSchröder“ ist der Charlottenhof geworden. Restaurant, Hotel, Biergarten und Landmetzgerei. (ct) ❉ Die Coffea Bar in der Passage zwischen Ernst-Ludwig-Straße und Ludwigstraße hat bereits seit Mitte März einen neuen Betreiber: Ümit Tuna. Der Deutsch-Türke arbeitete von 2005 bis 2011 im Eiscafé seiner Familie, dem „Via Veneto“ in Eberstadt, mit und blieb auch danach der Gastronomie erhalten. In der Coffea Bar will Tuna zunächst alles so belassen, wie es ist – und schauen, dass er alte Kunden zurückgewinnen kann. Neu und größer ist in jedem Fall schon mal die Kuchenauswahl. Der Kuchen kommt jetzt von einem Bäcker aus Riedstadt, den Tuna sehr schätzt, weil er dort lebt und Fan von „gutem, frischen Bäckerzeugs“ ist. (kgb) ❉ Am Sonntag, 01. September, lockt der Darm­ städter Super Sale wieder in die Centralstation: Incognito, Dressroom, Railslide, Heckmann, P2, Rosa Himmelblau und Sieben Kinder bringen ihre Sale-Überbleibsel mit – und Ihr könnt von 13 bis 18 Uhr Schnäppchen jagen, was das Zeug hält. (lm) ❉ Mit Wein, Eis und Heinerbike: Datterichs Wo­ chenmarkt am Samstag, 07. September, von 11 bis 14 Uhr auf dem Marktplatz lockt mit Thildas Eis (hausgemachte Eiscreme), Hills Weinhütte (aus dem rheinhessischen Udenheim), dem Heinerbike

(Leih-Lastenrad) und Live-Musik (vom Acoustic Swing Duo). Am Stand der Darmstadt Marketing GmbH und des Citymarketing e. V. gibt's Mehrwegtaschen aus Biobaumwolle sowie Mehrwegfrischenetze für den nachhaltigen Markteinkauf zu kaufen. (ct) ❉ Darmstadts südlichster Zipfel, Eberstadt Süd III, darf sich seit April über eine neue Eisdiele freuen: Zwischen Barber-Shop und Reisebüro gelegen findet man in der Kirchtanne 27 das nette, kleine Eiscafé Limoncella. Dort gibt es neben selbst hergestelltem, gutem und günstigem Eis – die Kugel kostet hier nur 1 Euro – auch Eisbecher und Kaffee aus der Siebträgermaschine. Hinter der Theke steht der immer zu einem kleinen Schwätzchen aufgelegte Ermanno Da Capetta, der früher lange Zeit für den bekannten (und leider schon verstorbenen) Darmstädter Gastronomen „Gino“ gearbeitet hat. N'Ice! (kgb) ❉ Am Weinfest-Sonntag, 01. September, läuft von 11 bis 18 Uhr auf dem Marktplatz der alljährliche Fahrradaktionstag. Er ist wieder ein „Markt der Möglichkeiten rund ums Fahrrad“: Vom Kauf von gebrauchten oder neuen Fahrrädern über Ersatzteile, Reparatur und Diebstahlschutz, Hinweisen zu Fahrradurlaub bis hin zur professionellen Pflege in der automatischen Fahrradwaschanlage reicht das Angebot. Für den Fahrradnachwuchs gibt es einen Verkehrsparcours und eine Hüpfburg. (ct) ❉ Die erfahrene Darmstädter Gastronomin Christel Pacher (früher: Restaurant „Ring“ am Donnersberg­ ring) übernimmt das Herrngartencafé: Ab Anfang September wird „dies und jenes gerichtet“, ab Oktober soll die eigenwillig schöne Location in Darmstadts grünem Wohnzimmer dann endlich wieder ganzjährig und witterungsunabhängig öffnen: als Café, Restaurant und Event-Location, mit Bedienung und „einfachem, aber gut gemachtem Essen“ – durchgängig. (ct) ❉ Das Inkside Tattoo Studio feiert am Samstag, 21. September, von 17 bis 22 Uhr sein zehnjähriges Bestehen. Zu diesem Anlass gibt es in der Wenckstraße 60 (am Taunusplatz) eine Party mit Live-Rock'n'Roll von JohnZ und Hollywood of The Wolves. Erlesene Gaumenfreuden werden vom Goldenen Hirsch serviert. (ct) ❉ Im ehemaligen Outlet des P2 in der Saalbau­ straße entsteht zum 31. August ein neues Kleinod für Bike-Fans: Fahrradmechaniker Kajetan Matyja eröffnet dort seine Meisterwerkstatt mit Verkauf, die gleichzeitig auch ein Treffpunkt für sportbegeisterte Radfahrer sein soll: „Ich möchte meine Leidenschaft fürs Rennradfahren und Mountainbiken mit den Leuten teilen und einen Ort schaffen, wo man auch mal auf einen Kaffee vorbeischaut oder von wo aus man zusammen Radfahren geht“,

P | 29


sagt Kajetan. Im Angebot hat der Kreissaal neben hochwertigen Sporträdern auch Lastenräder und Equipment für Pendler. (lm) ❉ Im Erdgeschoss des Bürotowers Rhein-/Ecke Neckarstraße hat Ende Mai die kleine Cafébar La Barista aufgemacht. Angeboten werden Kaffeespezialitäten, belegte Brötchen und Backwaren wie Muffins, Croissants und Plunderteilchen. (ct) ❉ Die beiden Darmstädter Modedesignerinnen Lena Hausmann und Eva Wilde-Gräf haben ihre gemeinsamen Atelier-Räume in der Jahnstraße 70 bezogen. Für ihr Label Lena Hausmann stoff & form entwirft und fertigt Lena als gelernte Maßschneiderin individuelle Einzelstücke für Privatund auch Geschäftskunden. Sie wirkt bei Kostümund Theaterprojekten mit und gibt Nähkurse. Eva wiederum arbeitet für ihr Label wildes. mit Wolle und entwirft zweimal im Jahr kleine Kollektionen aus hochwertigen Materialien wie weicher Merino, federleichter Mohair- und Alpakawolle sowie edlem Kaschmirgarn. Auch ihre Kundinnen können vorab nach individuellen Farb-, Längen- und Detailwünschen ordern. Atelierbesuch am besten nach Terminvereinbarung: eva.wilde@evawilde. com und (0177) 7789425 oder info@lenahausmann.de und (0177) 2677764. (ct) ❉ Im Juli ist im Untergeschoss des Luisencenters die Eisdiele Ice Dream eingezogen. (ct) ❉ Über den Sommer hat die Maximilian Schubert Uhrmacherei am Stadtkirchplatz ihre kleine, feine Heimat gefunden. Samt gläserner Werkstatt. Mehr im Oktober-P. (ct) ❉ Das Outlet des P2 in der Saalbaustraße schließt zum 01. August. Ab 01. September eröffnet P2-Betreiber Arndt Jahraus dafür im Erdgeschoss des Luisencenters für (vorerst) einen Monat ein PopUp-Outlet (am Seiteneingang Wilhelminenstraße, gleich links). (ct) ❉ Plantyful wird das vegane Takeaway-Café in der Bessunger Straße 54 heißen, das Dagmar Schneble im September eröffnen wird: „Es befindet sich im Blumenstudio Kalbfuss und ergänzt so die Bereiche Blumen und CD um ein weiteres Element“, kündigt Scheble an. Mehr im Oktober-P. (ct) ❉ Das Radieschen in Eberstadt hat in der „Darmstadt & Rhein Main geht aus“-Ausgabe von 2019 den ersten Platz in der Kategorie „Die Mediterranen“ belegt. Gratulation! Außerdem hat das vegetarische Restaurant, dessen Wiege eigentlich auf der Nordseeinsel Wangerooge liegt, seit Anfang 2019 auch zwei neue Inhaber: Anna Karlak und Erik Johnson haben sich getraut, den Laden von ihrem bisherigen Chef (und Radieschen-Gründer) Norbert Walter zu übernehmen. Walter wird ihnen zwar noch eine Weile als Berater und

Koch zur Seite stehen, möchte sich künftig aber verstärkt der Ausbildung von vegetarischen und veganen Köchen widmen und sich um seine Beraterfirma „State of the food“ kümmern. Gemeinsam mit seiner Frau Angelika Körbler hat er nichts Geringeres vor, als das „Bauhaus des Essens“ zu werden und gesunde, genussvolle Ernährung sowie zukunftsorientierte Ernährungskonzepte voranzubringen. Finden wir gut! (kgb) ❉ Mit „gehobener Küche in herrschaftlichem Ambiente“ wirbt das Jagdschloss Kranichstein für sein öffentliches Restaurant Kavaliersbau. Seit Mai steht hier mit Christian Buer ein ehemaliger Sternekoch am Herd. Gemeinsam mit Souschef Michael Liebetruth inszeniert er eine anspruchsvolle Gourmetküche, bei der sich regionale und saisonale Produkte gekonnt mit internationalen Zutaten mischen. (kgb) ❉ In der Rheinstraße 26 hat im Juli das Bistrocafé Tabla eröffnet. Das Ehepaar Ait-Habban bietet Kaffee, belegte Brötchen, Sandwiches, Tacos, Hamburger und traditionelle marokkanische Spezialitäten an. Tipp: Freitag ist Couscous-Tag! (ct) ❉ Seit Mitte Juli gibt es auch am Mollerplatz einen kleinen Tag & Nacht Kiosk. Es ist – nach den Filialen an Nieder-Ramstädter-, Landgraf-Georg-, Mauer-/Dieburger Straße – schon der vierte „Tag & Nacht“-Späti in Darmstadt. (ct) ❉ The Tasting Room in der Merckstraße 3 feiert am Samstag, 07. September, von 12 bis 16 Uhr einen „Tag der offenen Küche“. Im Hof präsentieren sich neben dem Tastings- und Kochkurse-Anbieter auch dessen Partnern, mediterrane Gerichte und Weine können probiert werden. (ct) ❉ Ubuntu, das „Haus der Materialien“ am Mollerplatz, hat am 31. August sein zehnjähriges Bestehen gefeiert – und seine Erweiterung: Gegenüber vom Ubuntu-Headquarter wurde in der Mollerstraße 23 das „Haus der 1000 Dinge“ eingeweiht, „ein alternativer Einkaufsladen, ein Ort der Geschichten und Erlebniswelten rund um die Materialien“. Gratulation! (ct)

P | 30


ANZEIGE


ufgeschnappt! Aufgeschnappt! A Stadtkultur-Neuigkeiten REC H E RC H E + T E X T: M AT I N NAWA B I + KATJA B OROWSK I FOTO S: ROBE RT W I N T E R (M Ä DN E SS) + OBDAC H LO SE N H E L F E N DA RM STA DT

You can get the boy out of Hessen, but Hessen not out of the boy. Mädness ist zurück! Seit wenigen Tagen steht mit „OG“ das neue Solo-Album des Rappers mit Darmstädter Wurzeln in den Regalen. Zum Auftakt der am 23. August veröffentlichten Platte wurde bereits die titelgebende Single „OG“ samt oberlässigem Video rausgehauen. Darin zu sehen: Der „Original Gude“ im bunt-gestreiften Der-Dude-Gedächtnis-Bademantel, umkreist von den Rollerderby-Girls der Riot Rollers auf mega geschmeidigem Boogie-Beat. Unbedingt anschauen! Die Platte erscheint drei Jahre nach dem super erfolgreichen, gemeinsam mit Döll aufgenommenem „Ich und mein Bruder“-Album, der dazugehörigen Juice-Coverstory und knüpft da an, wo Mädness 2014 mit seiner scharfen EP „Maggo“ aufgehört hatte. Einfach richtig gut gemachter, smarter HipHop auf zehn Tracks – darunter ein Feature mit Marteria! –, in denen sich viel Selbstreflexion, vor allem aber angesichts turbulenter, teils fragwürdiger Zustände vor allem eine korrekte, positive Haltung manifestiert. Top! www.mädness.de Musik ist mehr als nur Unterhaltung. Dass zum Beispiel Jazz und Wissenschaft nicht nur zusammen gedacht werden können, sondern auch sollten,

beweisen die renommierten Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung. In fünfzehn Bänden hat sich die Buchreihe bereits diesem Spannungsfeld gewidmet und jeweils Ergebnisse der zweijährlichen Darmstädter Jazzforen dokumentiert. Unter dem Titel „Positionen! Jazz und Politik“ soll im Oktober nun wieder debattiert werden. Das 16. Darmstädter Jazzforum lädt vom 03. bis 05. Oktober zur Auseinandersetzung mit Potenzialen des Jazz in Bezug auf gesellschaftspolitische Verantwortung und Relevanz sowie Widerstand. Wird spannend! www.jazzinstitut.de Am 07. Januar 2015 stürmten islamistische Terroristen die Redaktionssitzung der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris und töteten 20 Menschen. Philippe Lançon überlebte das Attentat verwundet und verarbeitete kürzlich in seinem Buch „Der Fetzen“ das Geschehene. Jetzt wurde der französische Schrifsteller, der sich „in ergreifender Weise für die Freiheit des Ausdrucks in Literatur, Musik und Kunst“ einsetzt, vom deutschen PEN-Zentrum in Darmstadt geehrt: 2019 geht der renommierte und mit 10.000 Euro dotierte Hermann-Kesten-Preis an Lançon. „Seine Haltung der Selbstreflexion statt blindwütiger Empörung ist vorbildlich für uns alle“, so die Jury. www.pen-deutschland.de

P | 32


Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung lässt den Georg-Büchner-Preis dieses Jahr dem Dramatiker und Erzähler Lukas Bärfuss zukommen. Die Romane und Dramen des Schweizers bestechen mit einer „distinkten und dennoch rätselhaften Bildsprache“ sowie der „Fähigkeit zur Gesellschaftsanalyse am exemplarischen Einzelfall, psychologischer Sensibilität und dem Willen zur Wahrhaftigkeit“, so die Jury. Die Auszeichnung gilt als renommiertester Literaturpreis im deutschsprachigen Raum und ist mit 50.000 Euro dotiert. www.deutscheakademie.de Ebenfalls im November überreicht wird der LuiseBüchner-Preis. Dieser geht 2019 – wie kürzlich bekannt gegeben wurde – an Margarete Stokowski („Die letzten Tage des Patriarchats“). Stokowski nehme in ihren oftmals frechen und ironischen, aber nie unsachlichen oder verletzenden Texten Widersprüche und Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern in den Fokus und offenbare Schieflagen „unserer vermeintlich egalitären Gesellschaft“, heißt es in der Begründung der Luise-Büchner-Gesellschaft. Der Preis ist verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro. www.luise-buechner-gesellschaft.de

Infos unter dem Sucheintrag „Steinbruch“ auf www.openpetition.de. Die private Initiative „Obdachlosen helfen Darmstadt“ hat gerade für zwei weitere Jahre die Genehmigung von der Stadt erhalten, den Europaplatz sonntags von 13 bis 15 Uhr nutzen zu können. Bereits sechs Jahre organisiert ein kleiner Kreis wöchentlich Spenden, um dort Menschen in Not mit Essen, warmen und kalten Speisen, Kleidung sowie Hygieneartikeln zu versorgen. Eine große Herausforderung sei, dass das Engagement wenig Sichtbarkeit erfahre, konstatiert Mike Schulz als einer der Helfer. „Uns ist nicht wichtig, in der Öffentlichkeit zu stehen. Aber eine etwas stärkere Wahrnehmung hilft natürlich ungemein, um die Versorgung möglich zu machen.“ Regelmäßig nehmen 60 bis über 100 Bedürftige das Angebot am westlichen Teil des Hauptbahnhofs wahr. Geschultert wird diese beachtliche Leistung von Wenigen: Das Grundteam aus Spendern und Organisatoren umfasst nur zehn Leute – Verstärkung ist willkommen! Kontakt und Infos findet Ihr in der Facebookgruppe „Obdachlosen helfen Darmstadt“ sowie per Mail an obdachlosen.helfen.da@gmail.com.

Noch mehr Preise! Die Buchhandlung Lesezeichen im Martinsviertel wurde als „Quell der Vielfalt“ mit dem Deutschen Buchhandlungspreis prämiert – es winken bis zu 25.000 Euro Preisgeld bei der Verleihung Anfang Oktober in Rostock. Ebenfalls vom Kulturstaatsministerium ausgezeichnet wurde die Bücherinsel in Dieburg mit einem undotierten Gütesiegel. Gratulation! www.lesezeichen-darmstadt.de Das Steinbruch-Theater in Mühltal steht vor der Schließung. Diese Hiobsbotschaft erreicht die Betreiber des kultigen Schuppens im Juni plötzlich. Der Vermieter, die Mitteldeutsche Hartstein-Indus­ trie AG, habe kein Interesse, nötige, umfassende Sanierungsarbeiten durchzuführen. Dass der drohende Abriss ausweglos sei, damit wollen sich engagierte Stammgäste nicht abfinden und lancierten eine Onlinepetition zur Rettung der Nische im Nachtleben der Region. Die Aktion „Rettet den Bruch“ wünscht sich in erster Linie einen offenen Dialog mit allen Beteiligten, insbesondere mit den nur bedingt auskunftsfreudigen Vermietern. Unterstützt wird die Initiative bisher bereits von knapp 2.000 Unterzeichnern (Stand: Mitte August). Wir drücken die Daumen und hoffen, dass es vielleicht doch noch eine Lösung zum Erhalt des Clubs mit 40-jähriger Geschichte gibt! Mehr

Nachdem der ehemalige Softwareentwickler und Sofahocker Werner Bach schon mehrfach zu Fuß auf Langstrecken wie dem Jakobsweg, dem Shikoku-Pilgerweg (Japan) und entlang der deutschen Grenzen unterwegs war, hat sich der rüstige Rentner nun zum wiederholten Male vom heimischen Eberstadt aus aufgemacht, um unsere schöne, bunte Republik Deutschland wandernd ins Fadenkreuz zu nehmen. Seit Mai ist er unterwegs. Wo er gerade ist und was er gerade erlebt hat, könnt Ihr auf seinem aktuellen Reiseblog nachlesen: www.deutschland-zu-fuss.com P | 33


Alte Kaffeehäuser und neue Heimaten Das literarische Darmstadt im September T E X T: ST E F F E N FA L K

Freunden des modernen Dichterwettstreits wird es zum Herbstanfang bestimmt nicht langweilig, aber auch Kenner der Klassiker und Gönner des wohlfeil formulierten Debüts kommen auf ihre Kosten:

Montag, 02. September

„Ich zeichne das Gesicht der Zeit“ bekannte Joseph Roth in einem Essay. Ostjudentum, Katholizismus und Sozialismus prägten das Denken und Schreiben des Österreichers zwischen den Weltkriegen. Anlässlich seines Geburtstages vor 125 Jahren erinnert die Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft ab 19 Uhr im Literaturhaus an das dichterische und journalistische Werk des „Radetzkymarsch“-Autoren.

Mittwoch, 04. September

Moderiert von Kursleiter Kurt Drawert stellen auf der Lesebühne im Literaturhaus ab 19.30 Uhr zwei ehemalige Teilnehmer der Textwerkstatt ihre neuen Romane vor: In „Er nannte mich Klárinka“ erzählt Barbara Zeizinger abseits gängiger Vertriebenen-Klischees unter anderem von einer sudetendeutsch-tschechischen Romanze in den 1930er-Jahren. „Über Tage“ muss im Debüt von Andreas Lehmann der unheroische Held nicht alltägliche Herausforderungen meistern.

Donnerstag, 05. September

Freitag, 06. September

Wie lässt sich in einem Flüchtlingsheim eine Großfamilie zusammenhalten, während ihr die neue Gesellschaft fremd bleibt? Ob wenigstens noch der einzige Enkel auf sie hört, während der eigene Mann sich neu verliebt, erfahren wir in „Der Zopf meiner Großmutter“, dem letzten Roman von Alina Bronsky, aus dem die mittlerweile in Berlin lebende Autorin ab 20 Uhr in der Central­ station liest.

Samstag, 07. September

In die siebente Saison startet der Krone-Slam ohne Wettbewerb, dafür ab 20 Uhr erneut mit einer En­ semble-Show rund um das Moderatoren-Team von Jule Weber und Finn Holitzka – natürlich im Saal der Goldenen Krone.

Sonntag, 08. September

Frische Talente mit brandneuen Texten erwartet die Nachwuchsbühne für die Poetry-Stars von morgen ab 18.30 Uhr, wenn Finn Holitzka bei der Lichterschlacht in der Centralstation erneut das Lampenfieber wegmoderiert.

Dienstag, 10. September

Für Hauptkommissarin Toni Stieglitz lohnt es sich bei einem offensichtlichen Racheakt etwas penibler zu ermitteln. Die krimischreibende Hauptkommissarin Manuela Obermeier aus München weiß, warum und wie – und stellt uns ab 19.30 Uhr im Künstlerkeller im Schloss Opfer, Zeugen, Verdächtige und vielleicht auch Täter aus ihrem neuen Roman „Gegen deinen Willen“ vor.

Als „Das Phantom. Die fünf Leben des B. Traven.“ beschreibt Jan-Christoph Hauschild das Leben des ehemaligen brandenburgischen Schlossers Otto Feige, aus dem erst der Schauspieler Ret Marut und dann der spätere mexikanische Schriftsteller mit Weltruhm wurde. Im Literaturhaus stellt der freie Publizist ab 19 Uhr im Gespräch mit Martin Frenzel seine viel beachtete Biografie vor.

P | 34


Mittwoch, 11. September

Zum 34. Poetry Slam Weiterstadt lässt Egon Alter ab 20 Uhr wieder Reimschmiede und Versdichterinnen aus nah und nicht ganz so fern vor die Leinwand des Kommunalen Kinos in Weiterstadt ans Mikrofon treten.

Donnerstag, 12. September

Im Queer-Format, im Off-Modus, sich selbstbefriedigend und auch mal mehrere: Zu einer Poetry-Slam-Show über „Liebe abseits des Mainstreams“ treffen „Auf ein Wort!“ ab 20 Uhr in der Centralstation Anna Teufel aus Karlsruhe, Jule Eckert aus Berlin, Sven Hensel aus Bochum und Marius Loy aus Esslingen aufeinander.

Dienstag, 17. September

Ein lyrischer Gesprächsabend – mit unter anderem dem Darmstädter Schauspieler Mathias Znidarec – um 19.30 Uhr auf 806qm feiert den 150. Geburtstag von Karl Wolfskehl.

Donnerstag, 19. September

„Gott wohnt im Wedding“, mitten in der Hauptstadt, und gleichzeitig am Rande der Gesellschaft. Verfolgte des Nationalsozialismus, ihre Nachkommen, Einwanderer und Übriggebliebene: Sie alle haben von ihrem Leben in einem Haus in Berlin zu erzählen. Wie auch das Haus selbst erzählen kann, erklärt uns die Autorin Regina Scheer ab 20 Uhr im Künstlerkeller im Schloss.

Dienstag, 24. September

Not macht erfinderisch, denn weder eine Wohnung noch das „Fliegen“ kann sich die alleinstehende Rentnerin leisten. Ob sich die Altersarmut in vollen Zügen genießen lässt, erfahren wir im neuen Roman von Albrecht Selge und ab 19 Uhr im Literaturhaus. Der „Lange Lui“ feierte jüngst seine 175. Geburtstag. Anlass für Ex-Turmschreiber Paul-Hermann Gru­ ner und den ehemaligen Stadtfotografen Albrecht Haag, eine gedruckte Hommage an den senkrechten Solitär der Stadtgeschichte herauszubringen: Für „Der Lui“ wurden sechs Fotografen eingeladen, jeweils „ihren“ Lui mit prägnanten Fotostrecken zu interpretieren und visualisieren. Den Rahmen bilden ein Text zur Geschichte des Bauwerkes (von Stadtarchiv Peter Engels) und ein Essay zum sehr eigenen darmstädtischen Kontext von Gesellschaft,

Mentalität und Kultur (von Gruner). Die offizielle Lui-Buch-Präsentation beginnt um 19 Uhr im Foyer der Sparkasse Darmstadt.

Mittwoch, 25. September

„Es ist nicht zulässig zu vergessen, es ist nicht zulässig zu schweigen“, bestimmte 1955 Primo Levi sein Schreiben, das von der sachlichen Beschreibung einer schrecklichen Sache geprägt war. Unter diesem Bekenntnis erinnert die Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft ab 19 Uhr im Literaturhaus an den vor 100 Jahren geborenen Holocaust-Überlebenden, der in verschiedenen literarischen Formen seine Erinnerungen festhielt. „Ich schreibe, um zu leben“: Lieder, Gedichte, Briefe und andere Texte von staatlich verfolgten Schriftstellern und Politikern wie zum Beispiel Rosa Luxemburg, Bertolt Brecht, Dietrich Bon­ hoeffer und Mumia Abu-Jamal, von dem das Motto des Abends zitiert ist, präsentieren in der Bessun­ ger Knabenschule ab 19.30 Uhr Johanna Arndt und Anna von Rhoden. „Bin im Garten“ verkündet Meike Winnemuth und lädt ihre Leser in ihrem neuen Buch zu einer Reise in das Grün vor der Haustür ein. Bevor das Abenteuer im heimischen Grün beginnt, erklärt die Autorin ab 20 Uhr in der Centralstation, wie das erholsame Erden im Beerenbeet gelingen kann.

Donnerstag, 26. September

„Super und dir?“, mit dieser Antwort lässt sich auf beliebte Small-Talk-Einstiege reagieren und der Druck, der einen beherrscht, täglich weglächeln. Dass das auf Dauer nicht funktioniert, beschreibt Kathrin Weßling in ihrem Roman über das „Drüberleben“ mit Depressionen, in den uns die Bloggerin und Online-Journalistin ab 20 Uhr in der Centralstation einführt.

Sonntag, 29. September

In zornigen Monologen ließ Thomas Bernhard sich über seine österreichische Heimat aus und machte das literarische Schimpfen preiswürdig. Warum es ihn dennoch immer wieder in die Wiener und Salzburger Kaffeehäuser zog, erklärt uns Jutta Schubert, wenn die Wiesbadener Autorin und Regisseurin ab 11 Uhr an den 1989 verstorbenen Schriftsteller erinnert. Ort des Geschehens: das literarische Wohnzimmer des Kranichsteiner Literaturverlags.

P | 35


Gespannte Bögen Unsere Kunst-Highlights im September AUSWAHL + TEXTE: ANJA TRIESCHMANN | ABBILDUNGEN: FRANZ BAUMGARTNER (1) + UTE DÖRING (2) + CHRISTOPHER LEHMPFUHL (3) + LUKAS EINSELE (4) + CORNELIUS STAUDT (5) + ISABELLE DUTOIT (6)

Helm auf – Baustelle! Lässt man Künstler auf Baustellen los, verwandeln sie den Blick für das Praktikable, das hässlich im Abriss und Unfertigen Dümpelnde, und richten ihn auf die sinnlichen Chancen des Umbruchortes: etwa hinter Bauzäunen verborgene Bewegungsabläufe, eigenartige Materialien und Geräusche. Die Kunstschau „Helmpflicht“ trägt solche künst­ lerischen Begegnungen und Ausnahmeerfahrungen zum Thema Bau-Umbau-Umschichtung zusammen. Sie ist zugleich ein augenzwinkernder Vorgriff auf die anstehende Vorplatzsanierung der Kunsthalle. —­ bis 15.09.2019 Kunsthalle, Steubenplatz 1 www.kunsthalle-darmstadt.de

2 Das Überleben feiern Die Darmstädter Sezession ist, neben der Münchener, die einzige Künstlervereinigung in Deutschland, die sich nach der Zerschlagung durch den Nationalsozialismus wiederbelebt hat. 100 Jahre hat sie überdauert – und bezieht dieses Jahr feierlich Position für Gemeinschaft, Mitmenschlichkeit und Toleranz über das Medium der Künste. Dazu, dass die Sezessionskünstler gehört und gesehen werden, trägt seit 1984 auch die Galerie Lattemann bei. Zum 100. Jubeljahr stellt sie Werke von 16 Sezessionisten aus, die von ihr vertreten werden. —­ bis 22.09.2019 Galerie Lattemann Papiermüllerweg 7, Trautheim (bei Darmstadt) www.galerie-lattemann.de

Landschaftstraum Wenn Christopher Lehmpfuhl malt, schöpft er Farbe handweise aus Eimern, verstreicht sie fingerdick auf Leinwand, lässt Nasen und satte Farbschlieren stehen, klatscht Lichtreflexe drauf: In Betrachternähe zerfließen die Farbstrukturen zu abstrakten Wirrsalen. Erst aus der Ferne nehmen seine Ölbilder Gestalt an, es entstehen Stadt- und Landschaftsansichten im Spiel der wechselnden Jahres- und Tageszeiten. Die Galerie Netuschil zeigt neben neuen Ölbildern auch Aquarelle des bei Wind und Wetter im Freien malenden Künstlers. —­ bis 05.10.2019 Galerie Netuschil Schleiermacherstraße 8 www.galerie-netuschil.net

Im Wandel begriffen

Shakespeare meinte mit dem Begriff „Sea Change“ aus seinem Drama „The Tempest“ eine von der Natur hervorgerufene Umwandlung. Heute bezeichnet er einen Perspektivenwechsel, eine tief greifende Veränderung. Der Ruf nach Wandel ist brandaktuell. In der Kunst gehört der Blickwechsel, das Um-Sehen zum Handwerkszeug. Das stellen Maria Anwander, Lukas Einsele, Paul Hirsch, Sigrid Nienstedt, Peter Thoms, Michaela Schrabeck und Friederike Walter in ihren Arbeiten unter Beweis – manche sogar, indem sie zur Interaktion auffordern. —­ 21.09. bis 13.10.2019 Atelierhaus Darmstadt Riedeselstraße 15 www.atelierhaus-darmstadt.de

P | 36


1

2

3

4

P | 37


5 Zeitverlangsamender Wellenschlag

5

„Normannisch-Bretonische Zeit“ nennt der Darmstädter Maler Cornelius Staudt seine neue Werkgruppe, die die Herbstsaison im Keller-Klub einläutet. In den Bildern sucht er nach Stille und Innehalten, in dem nur das Schwappen der Wellen zu hören ist. Der Maler übersetzt den Klang des Wassers in Farbe, darin folgt er dem Rhythmus der Gezeiten und lässt den Wind mitmalen. Still sind seine Tuschaquarelle und Gouachen, die Öl- und Eitempera-Bilder – ein bewusster Kontrast zur Schnelllebigkeit großstädtischer Geschäftigkeit. —­ bis 18.10.2019 Keller-Klub (Künstlerkeller), Schloss www.kellerklub.de

6 Spannungsreiches Wiedersehen

6

Eine Kunstausstellung, bestückt aus eigenen Beständen, oder schöner gesagt: Eine „Accrochage“, erwartet Besucher beim „Dejà-Vu“ in der Regionalgalerie. Die Aussteller spannen den Bogen quer durch den Gemüsegarten künstlerischen Schaffens, indem Objekt, Zeichnung, Installation und Malerei namhafter Sezessionspreisträger kombiniert werden. Darunter sind Arbeiten von Bernhard Jäger, Jörn Heilmann, Isabelle Dutoit, Friederike Walter, Helmut Werres, Kurt Wilhelm Hofmann, Matthias Will, Roger Rigorth, Werner Neuwirth und Gerd Winter. —­ bis 15.09.2019 Regionalgalerie Südhessen im Regierungspräsidium Darmstadt, Luisenplatz 2

Weitere Ausstellungen im September online unter www.p-stadtkultur.de P | 38


K A RTEN TEL EFON 0 6151 28 11 60 0 STAATSTHEATER-DAR MSTADT.DE

Kรถrpertreffer

ANZEIGE

S PA R T E N ร B E R G R E I F E N D E S P R O J E K T

Gefรถrdert im Fonds Doppelpass der

Eine Produktion in Zusammenarbeit mit der CocoonDance Company PR EMIER E

am 07. September


Narren und Käfer gegen das System Unsere Theater-Tipps im September TEXT: THOMAS LENZ | ABBILDUNG: THEATER TRANSIT

3

1

Medialer Suizid im Staatstheater

Mensch als Medium: Bin ich mein Körper oder nutze ich ihn als Medium für das, was ich tun will? In digitalen Zeiten stellt sich die Frage umso dringlicher, denn Bildaufzeichnungen projizieren Wünsche und Versprechen in virtuelle Räume, die man nicht mehr anfassen kann. Das interdisziplinäre Tanzprojekt „Körpertreffer“ ist eine Kooperation zwischen dem Staatstheater Darmstadt und der Cocoon Dance Company aus Bonn (zuletzt übrigens auf dem Fusion Festival zu bewundern). Hier wird künstlerisch gefragt, was passiert, wenn man Körper als reine Medien begreift und die Unterscheidung zwischen virtuell und real für unsere Körperwahrnehmung immer obsoleter wird. Eine tänzerische Darstellung darüber, wie es aussehen könnte, wenn sich der Körper im Digitalraum auflöst und am Ende nur ein Binärcode bleibt. Shakespeare migriert: Klassiker, gähn. Aber Achtung: Die neue Übersetzung stammt unter anderem

von Feridun Zaimoğlu, der dem deutschen Bildungsbürgertum die Sprache der zweiten Generation von türkischen Gastarbeitern in „Kanak Sprak“ näherbrachte. In Shakespeares „Othello“ zieht es dem gleichnamigen dunkelhäutigen Kriegshelden den Boden der Realität unter den Füßen weg. Denn der intrigante Jago flüstert ihm wirkmächtig ins Ohr, dass sein treuer Leutnant Cassio ein Betrüger und die ihn liebende Desdemona eine Hure ist. Othello verliert den Halt in einer Gesellschaft voller subtiler und manifester Vorurteile und geht bis zum Äußersten, indem er seine Geliebte und sich selbst umbringt. Besonders Hass, Rassismus und Liebe werden in dieser Neubearbeitung deutlich spürbar. — „Körpertreffer“: Premiere am Sa, 07.09., um 20 Uhr (+ weitere Termine!) in den Kammerspielen „Othello“: Premiere am Sa, 14.09., um 19.30 Uhr + Sa, 21.09., um 19.30 Uhr im Kleinen Haus www.staatstheater-darmstadt.de P | 40


Schiller-Flimmern mit Currywurst

Halt mal kurz … die Welt an

Das Theater im Pädagog hat den TIP-Filmclub ins Leben gerufen. Dort wird einmal im Monat ein Theaterfilm gezeigt, dessen Genre vielfältig sein kann. Auf Leinwand kommt entweder Theater im Film, gefilmtes Theater oder einfach ein Film über das Theater. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, dem seien ein paar prominente Beispiele an die Hand gegeben: „Shakespeare in Love“, „Moliére“ von Ariane Mnouchkine oder der preisgekrönte „Birdman“. Der Titel wird allerdings nicht verraten, außer, dass es ein klassisches Bühnenstück auf die Leinwand schafft. Im Film versucht eine Lehrerin mit ihren Schülern, die alle einen Migrationshintergrund besitzen, ein Stück von Schiller einzustudieren. Kulinarisch begleitet von Currywurst mit Pommes. — „TIP-Filmclub: Theater im Film“ am Do, 19.09., um 20 Uhr Theater im Pädagog www.paedagogtheater.de

Ein durchaus ambitionierter Versuch des Theater Transit, könnte man sagen: Zwölf Theaterfiguren und Clowns wagen das Experiment, das wahnwitzig schnelle Toben der Welt anzuhalten. Sie sagen zur sozialen und technischen Beschleunigung der Moderne einfach mal „HALT!“ und gehen dabei dreist und frech vor, wie es eben nur Clowns dürfen. Sie halten die Geschwindigkeit zum Narren, halten ihr den Spiegel vor und starten einen groß angelegten Rettungsversuch, um zu retten, was noch zu retten ist. Was naiv daherkommt, zeigt sich als andere Perspektive auf die vielen Dimensionen von Zeitlichkeit und wie wir humorvoll und anders mit ihr umgehen könnten. Denn worüber sich süß lachen lässt, sind bitterer Ernst und Zwang schon ein Stück zur Seite gewichen. — „HALT – ein Zeitstück“ Premiere am Sa, 28.09., um 20 Uhr Theater Moller Haus www.theatertransit.de

3

2

4

Ein Bug im Bürgertum

5

Morgens geweckt werden und zur Arbeit hetzen ist eine Sache. Aber morgens als Käfer aufwachen, ist dann doch eine Spur zu viel. Fragen Sie mal den geschäftstüchtigen und bürgerlichen Gregor Samsa aus Kafkas „Die Verwandlung“, dem genau das passierte. Was zunächst ulkig und absurd klingt, reißt Abgründe von größtem Unbehagen auf. Denn Gregor wird von seiner Familie, die perfekt in die bürgerliche Gesellschaft integriert ist, verstoßen. Die Inszenierung der Theater INC Darmstadt fokussiert sich auf die existenziellen Stimmungen und Motive von Entfernung, Entfremdung von sich selbst und den anderen bis hin zur Entmenschlichung, die ein komplettes Sozialgefüge zusammenbrechen lässt. — „Die Verwandlung“ Premiere am Sa, 07.09., um 20 Uhr + So, 08.09., um 18 Uhr + Di, 17.09., um 20 Uhr Theater Moller Haus www.facebook.com/theaterINCDarmstadt

Hauptsache Haar

Rainald Grebe behauptet, dass sich selbst Anarchisten nachts heimlich das Haar kämmen. Doch in Sachen Haar-Kultur wächst in Darmstadt noch etwas sehr Spannendes, Anarchisches nach. Das inklusive Theaterlabor behandelt im Projekt „Haarige Zeiten“ das Haupt- und Nebenhaar in all seinen Facetten: politisch, wissenschaftlich, künstlerisch und ganz praktisch auch am eigenen Kopf. Mit Theater-, Performance- und Fotografieworkshops werden die Teilnehmer*innen angeleitet, ihre Ideen zu einer Geschichte zu verdichten. Die Essenz wird (wo sonst?) in einem noch geheimen Friseursalon in Darmstadt aufgeführt. Also anmelden und mitmachen! — „Haarige Zeiten“ Premiere am Fr, 20.09., um 17 Uhr + Sa, 21.09., um 11 Uhr in einem geheimen Friseursalon in der Darmstädter Innenstadt: Einfach anmelden unter info@theaterlabor-inc.com und mitmachen beziehungsweise den Ort erfahren! www.theaterlabor-inc.com

P | 41


ANZEIGE


Kalender September 2019 SONNTAG, 01.09.2019 Darmstädter Super Sale

13:00 h Centralstation (Halle)

Open-Air-Konzert zur Spilezeiteröffnung 2019/2020

18:00 h Georg-Büchner-Platz

Konzert: Gabriele Kentrup (Chansons)

20:00 h Agora

Tanzperformance: Gandhi - The Way Of Life

19:00 h Bess. Knabenschule (Halle)

Fahrradaktionstag 2019

11:00 h Marktplatz

Live: Albert Mamriev (Jüdische Kulturwochen 2019)

17:00 h Theater Moller Haus

Promenadenkonzert: Just Friends

11:00 h Herrngarten

Promenadenkonzert: Brasso con toni

11:00 h Orangeriegarten

Salsa Sunset mit DJ Olli

16:00 h Moxy Hotel Darmstadt

Tangobrunch

15:00 h Linie Neun, Griesheim

Golden Leaves Festival 2019

14:00 h Schlosspark Kranichstein

Darmstädter Weinfest 2019

01 > Tanzperformance in der BKS.

> 04

Wilhelminenstraße

Siedlerkerb

Heimstättensiedlung

Tatort Krone

20:15 h Goldene Krone (Kneipe)

Tanztee mit DJ Zoli

15:00 h Tanzcafé Papillon

MONTAG, 02.09.2019 Digitales Kaffeekränzchen

14:00 h Forstmeisterhaus

Konzert: Itschy & Friends (Blues & Psychedelic)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Konzert: Aramäische Heilgesänge des Herzens

19:00 h St. Elisabethkirche

Siedlerkerb

Heimstättensiedlung

Pub Quiz

20:30 h Green Sheep Pub

Vintage (Oldies & Goldies)

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

WatzeFAQ (Quizabend)

20:00 h Watzepunkt

Ladies Night mit DJ Zoli

21:00 h Tanzcafé Papillon

Sachpreis Poker-Turnier

19:00 h Sportsbar Checkpoint

DIENSTAG, 03.09.2019 Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz)

02

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

> Weinfest in der City.

Konzert

Di. 24. September

‚lust and learn tour‘

So. 27. Oktober

©Paul Husband

The Slow Show

Mo. 7. Oktober

Kevin Morby (solo)

Fr. 8. November

Tickets & weitere Termine: www.kulturzentrummainz.de @ kuzmainz kuzmainz kuzmainz

The Souljazz Orchestra

Allah-Las

Martin Kohlstedt

Adam Angst

Mo. 14. Oktober

Do. 10. Oktober

Do. 7. November

Fr. 6. Dezember

©Markus Hauschild

& IAMTHEMORNING

©J. Conrad Schmidt

Nouvelle Vague

Riverside

©Rod Maurice

2019


Nachtdienst - Latin & Schrilles mit La Kuriosa

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

221qm Bar: Go Kollektive Showcase

19:00 h 806qm (221qm)

Pub Quiz

20:30 h Green Sheep Pub

Pub Quiz

20:15 h An Sibin

MITTWOCH, 04.09.2019 Neu in Bessungen? (Willkommensführung)

18:00 h Prinz-Emil-Garten (Schlösschen)

Konzert: Finn & Jonas (Indie)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Buchvorstellung und Diskus: Feministisch streiten

19:00 h Queeres Zentrum Darmstadt

Discofox Dance Night

21:00 h Tanzcafé Papillon

La Fiesta con Salsa y Bachata

21:45 h Salon-Latino

After Work Party

18:00 h An Sibin

DONNERSTAG, 05.09.2019 Kabarett: Christoph Sieber

20:00 h Centralstation (Saal)

Bücherfreunde

19:30 h Buchhandlung am Markt

Jam-A-Coustic mit Mannis Allstars (live)

20:00 h Roßdörfer Biergarten

03 > Kommando Schimmelkotze.

SPIN! Die Absolventenshow 2019

19:00 h Bessunger Knabenschule > 04

1. Kammerkonzert

20:00 h Staatstheater (Kleines Haus)

Lesung: Manuela Obermeier - Gegen Deinen Willen

19:30 h Künstlerkeller im Schloss > 34

Konzert: Streit + Kommando Schimmelkotze

23:00 h Schlosskeller

Rockclub mit Peter e.S.

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Kleiner Freitag

18:00 h Osthang

FÄLLT AUS!: 128qm Konzert: Seedy Jeezus

20:00 h 806qm (128qm)

Mariannes Chansonabend

20:00 h Jagdhofkeller

Tischfußballturnier DYP

20:15 h Goldene Krone (Kneipe)

Students & Friends

23:00 h Nachtcafé

Pub Karaoke

An Sibin

FREITAG, 06.09.2019 Studio Rot

20:00 h Weststadtcafé

Musical: Big Fish

19:30 h Rehberghalle, Roßdorf

Lesung: Alina Bronsky - Der Zopf meiner Großmutter

20:00 h Centralstation (Saal)

> 34

04 > Alina Bronsky.

LEJLA’S

ANZEIGE

AFTER WORK SHOPPING

63

FASHION ACCESSOIRES LIVING

mit Prosecco im neuen Lejla’s: Lifestyle, Mode, Schmuck, Taschen ... geöffnet Mo – Sa 11 – 15 Uhr

FR 27.09. 19 – 21 UHR

Liebfrauenstr. 63 | Darmstadt Martinsviertel www.vintage-darmstadt.de | www.facebook.com/lejlas.de


05 > Die Watze feiern Martinskerb.

SPIN! Die Absolventenshow 2019

20:30 h Bessunger Knabenschule > 04

Improvisationstheater

20:00 h Zucker

Theater: Frankenstein

20:00 h Orangerie

Gartentalk: Kritischer Konsum - Tobi Rosswog

16:00 h Maulbeergarten, Maulbeerallee 68

Symposium Stadt und Land im Klimawandel

19:00 h Darmstadtium

Konzert: Barrios Guitar Quartet & Tempi Moderni

20:30 h Jazzinstitut (Keller)

Firlefanz (House + Downtempo Music)

21:00 h Schlosskeller

Vernissage: Normannisch-Bretonische Zeit

20:30 h Künstlerkeller im Schloss

Sommer im Hoffart: Überraschungsabend

19:00 h Hoffart Theater

Neunzigerdisko mit DJ D-Zero

22:00 h Goldene Krone (Disco)

Konzert: Heiner Herchenröder (Eigenes & Cover)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Garage Sabotage mit The Jan

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Beerpong-Challenge

21:00 h Goldene Krone (Saal)

Bailarico - La Gran Fiesta Latina & Show

22:00 h Salon-Latino

Konzert: Junes OD

18:00 h Osthang

Filmabend: Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes

19:00 h Kunsthalle

> 04

> 14

Konzert: The Sound Section

21:00 h An Sibin

House Of Wolves

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

69. Martinskerb (Watzekerb)

Riegerplatz

Die Ästhetik des Widerstands

Kunsthalle

Freies Tanzen: Standard & Latein

19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino

SAMSTAG, 07.09.2019

06 > Vocalive rockt.

07 > Judith Owen.

Back 2 Life

22:00 h Weststadtcafé

CycleWerk

12:00 h Forstmeisterhaus

Herbstflohmarkt Kranichstein

08:00 h Neuer Marktplatz Kranichstein

Musical: Big Fish

19:30 h Rehberghalle, Roßdorf

Konzert: Vocalive - Pop Chor Rockt

20:00 h Centralstation (Saal)

SPIN! Die Absolventenshow 2019

15:30 h Bessunger Knabenschule > 04

SPIN! Die Absolventenshow 2019

20:30 h Bessunger Knabenschule > 04

Konzert: Seven Bridges

20:30 h HalbNeun Theater

Theater: Körpertreffer (Premiere)

20:00 h Staatstheater (Kleines Haus)

24. Watzemusiggnacht

21:00 h Martinsviertel

Ausstellungseröffnung: Paul Meissner

18:00 h Kunstforum der TUD

BANGtheBEAT

22:00 h Centralstation (Halle)

Theater: Frankenstein

20:00 h Orangerie

Johanna's Makers Market

14:00 h Johannesplatz

Theater: Die Verwandlung

20:00 h Theater Moller Haus

Live: André Cezanne - Die Gitarristen der Romantik

20:00 h Agora

> 41

Kellergymnastik Hip Hop Hooray!

23:00 h Schlosskeller

Reggae-Party mit OneLoveSoundz

23:00 h Bess. Knabenschule (Keller)

Tanzsalon Ü30

21:30 h Linie Neun, Griesheim

Come As You Are mit DJ Kai

22:00 h Goldene Krone (Disco)

Konzert: Backyard Gamblers (Blues)

22:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Krone-Slam

20:00 h Goldene Krone (Saal)

Rockyshake mit DJ Alaa

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

> 34

Konzert: Judith Owen feat. Pedro Segundo

20:30 h Jagdhofkeller

Konzert: Uwe X

19:30 h Gemeinde der Christen Ecclesia

Ü 40 Party mit DJ Thomy

21:00 h Tanzcafé Papillon P | 46


Bruchstücke

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

La Movida

20:00 h TSZ Blau-Gold Casino

69. Martinskerb (Watzekerb)

Riegerplatz

Die Ästhetik des Widerstands La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)

Kunsthalle 22:00 h Salon-Latino

Saturday Dance Party

21:00 h Tanzcafé Papillon

Stadtklänge (House, R'n'B)

23:00 h Nachtcafé

Sachpreis Poker-Turnier

19:00 h Sportsbar Checkpoint

SONNTAG, 08.09.2019 6. Tag der Vereine

11:00 h Darmstadtium

Musical: Big Fish

19:30 h Rehberghalle, Roßdorf

SPIN! Die Absolventenshow 2019

19:00 h Bess. Knabenschule

> 04

Lichterschlacht: Darmstadts Slam-Talente im Spotlight

19:30 h Centralstation (Bar)

> 34

1. Sinfoniekonzert

11:00 h Staatstheater (Großes Haus)

Konzert: The sound of Shakespeare

17:00 h Pauluskirche

Herbstbasar

10:00 h Bürgerzentrum Weiterstadt

Musical: Die Schneekönigin

15:00 h Kleine Bühne Bessungen

Theater: Die Verwandlung

18:00 h Theater Moller Haus

Promenadenkonzert: Blackout Gang

11:00 h Herrngarten

Promenadenkonzert: Winds and Percussion

11:00 h Orangeriegarten

Yayi Ouattara & Fabrice Ottou -Tanz aus Westafrika

19:00 h Agora

Bessunger Jagdhof Open-Air 4: Pendler vom Rio ...

18:00 h Jagdhof (am Jazzinstitut)

08 > Alles dreht sich in der BKS.

> 41

09 > Heute wird im Agora getanzt. ANZEIGE

SOMMERFEST

Wir feiern 40 Jahre Vereinszentrum & 30 Jahre SGAktiv Gesundheitszentrum

Kindertobeparadies · Vorführungen · Mitmachangebote · Essen & Trinken · Kinderhüpfburg · Skitty Parcour · Kletterwand · Digitale Bewegungsspiele · Biathlon · Gesundheitschecks · Jubiläumsangebot für Neumitglieder

Ab 1 9 L iv e m Uh r u si k

Ei

ntr

itt f r e i

Auf der Hardt 80 I www.sg-arheilgen.de

en lch

Am 08.09. von 11-17 Uhr eilger M Arh im SGA Sportzentrum üh Im


Spendenyoga am Hang

11:00 h Osthang

> 14

Kleidertausch

14:00 h Osthang

> 14

Vortrag am Tag des Offenen Denkmals

15:00 h Kunsthalle

Sommerfest der SG Arheilgen

11:00 h Sportzentrum der SG Arheilgen

69. Martinskerb (Watzekerb) Die Ästhetik des Widerstands

Riegerplatz Kunsthalle

Tatort Krone

20:15 h Goldene Krone (Kneipe)

Tanztee mit DJ Zoli

15:00 h Tanzcafé Papillon

MONTAG, 09.09.2019 Konzert: Julia's Ghost (Prog Rock)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

10

Lilienschänken FuFa Sportquiz

19:30 h Lilienschänke SportsBar

> Ach, der Osthang. <3

69. Martinskerb (Watzekerb) Pub Quiz

Riegerplatz 20:30 h Green Sheep Pub

Vintage (Oldies & Goldies)

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

WatzeFAQ (Quizabend)

20:00 h Watzepunkt

Ladies Night mit DJ Zoli

21:00 h Tanzcafé Papillon

Sachpreis Poker-Turnier

19:00 h Sportsbar Checkpoint

DIENSTAG, 10.09.2019

11 > Ach, Elias Fuzzy Dahlhaus. <3 ANZEIGE

Brauereibesichtigung

17:00 h Darmstädter Privatbrauerei

Salsa Afterwork mit DJ Olli

19:00 h Upéro

Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus (Jazz Jam)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Nachtdienst - Hip Hop & Schräges mit DJ Ned

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Pub Quiz

20:30 h Green Sheep Pub


Pub Quiz

20:15 h An Sibin

MITTWOCH, 11.09.2019 Tanz mit Live-Musik

14:00 h Prinz-Emil-Garten (Schlösschen)

Musical: Big Fish

19:30 h Rehberghalle, Roßdorf

Der 11. September 1944 (Filmabend zur Brandnacht)

20:00 h Centralstation (Saal)

Filmkreis-Kino: BlindDate (Arthouse-Sneak)

20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)

Mittwochskultur

18:00 h Atelier & Galerie Trautmann

Punto Jazz - Konzert: Thomas Bachmann Group

18:00 h Vinocentral

Konzert: Pleil (Indie)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Konzert: Blood Money

19:30 h Klause

Discofox Dance Night

21:00 h Tanzcafé Papillon

La Fiesta con Salsa y Bachata

21:45 h Salon-Latino

After Work Party

18:00 h An Sibin

> 05 12 > Pub Quiz im An Sibin + Sheep.

DONNERSTAG, 12.09.2019 Poetry Slam: Liebe abseits des Mainstreams ...

20:00 h Carree-Piazza

Musical: Big Fish

19:30 h Rehberghalle, Roßdorf

Das erste allgemeine Babenhäuser Pfarrerkabarett

20:30 h HalbNeun Theater

Eisprung - die coverfreie Akustikjamsession

20:00 h Sumpf

Ausstellung mit Führung: Paul Meissner

18:00 h Kunstforum der TUD

Rockyshake mit DJ Alaa

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Kleiner Freitag mit Space Curry

18:00 h Osthang

Vortrag: Wie wohnen wir gesund und wirtschaftlich?

19:00 h Mathildenhöhe (Museum)

Bessunger Kerb

Orangeriegarten

> 05

> 14 13 > Lustige Pfarrer aus Babenhausen. ANZEIGE

...| schulforum .info


Tischfußballturnier DYP

20:15 h Goldene Krone (Kneipe)

Students & Friends

23:00 h Nachtcafé

Pub Karaoke

An Sibin

FREITAG, 13.09.2019

14 > Bluestaeb.

15 > Marijke Jährlings Nola. ANZEIGE

Diggin‘ in the Crates mit Phonk D

22:00 h Weststadtcafé

Krimidinner - das Original: Hochzeit in Schwarz

19:00 h Burg Frankenstein (Restaurant)

Musical: Big Fish

19:30 h Rehberghalle, Roßdorf

Kool Savas - KKS Live 2019

20:00 h Centralstation (Halle)

Zauberei & Comedy: Christian de la Motte

20:30 h HalbNeun Theater

Upstairs: Bluestaeb (live)

18:00 h Carree-Piazza

Sommer im Hoffart: Rock gegen Rheuma #2

20:00 h Hoffart Theater

Agora Aberta - offene Bühne

20:00 h Agora

Firlefanz (House + Downtempo Music)

21:00 h Schlosskeller

Konzert: Marijke Jährlings Nola - From Billie ...

20:30 h Jazzinstitut (Keller)

Kommerzdisko: Aktuelles und Altbewährtes

22:00 h Goldene Krone (Disco)

Konzert: René Moreno (Reggae & Latin)

22:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Singleshingaling mit DJ Shock Travolta

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

> 06 > 05

Rave in der Krone

22:00 h Goldene Krone (Saal)

Schwarze Schule VII

21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)

Reggaelation mit DJ General Motors

21:00 h Roßdörfer Biergarten

Konzert: Michael M Jungs GOD - Garden of Delight

21:00 h An Sibin

Konzert: Pfund

21:00 h Linie Neun, Griesheim


Get Wasted - Das Festival Bessunger Kerb Freies Tanzen: Standard & Latein

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal Orangeriegarten 19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino

SAMSTAG, 14.09.2019 Fifty/Fifty: Die Party für Best Ager

20:30 h Centralstation (Saal)

Musical: Big Fish

19:30 h Rehberghalle, Roßdorf

257qm Klub: Schlachthofbronx + Einzman + Lvnt

22:30 h 806qm (257qm)

Konzert: Aretha Franklin Tribute Show

20:30 h HalbNeun Theater

> 06

Megahits: 80er, 90er, 00er & Charts

22:00 h Centralstation (Halle)

Musical: Die Schneekönigin

15:00 h Kleine Bühne Bessungen

Konzert: Loben.Klagen.Psalm

18:00 h Stadtkirche

Upstairs: Surprise Act (live)

20:00 h Carree-Piazza

Paul Meissner- Tag mit öffentlichen Führungen Waldoni Herbstaufführung: Happy Birthday ...

> 05

16 > Ursula Wawroscheck.

Kunstforum der TUD 16:00 h Circus Waldoni

Konzert: Denn tralala, so ist das Leben

20:00 h KulTus Griesheim, Am Sportfeld 2

Kabarett: Ursula Wawroschek - Diva-Abend

18:00 h Agora

Bravo!Hits!Party!

23:00 h Schlosskeller

Konzert: Take Off Your Shirts (Rock & Pop)

22:00 h Goldene Krone (Kneipe)

2000er Disko mit DJ D-Zero

22:00 h Goldene Krone (Disco)

Strictly British mit DJ Kai (BritPop, Rock, Punk)

23:00 h Goldene Krone (Rockybar)

SPH Music Masters - Regio-Finale

20:00 h Goldene Krone (Saal)

Tango Marcando

20:30 h Bess.Knabenschule (Halle)

Jazz am Hang

14:00 h Osthang

> 14

17 > Spaß mit Tango Marcando. ANZEIGE

Ludwigstraße 8 64283 Darmstadt 06151 22999

info@tevetoglu.de www.tevetoglu.de


22. Umwelt- und Familientag

10:00 h EAD, Sensfelderweg 33

Konzert: Alberto Colucci

20:00 h An Sibin

Get Wasted - Das Festival

15:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

Konzert: Mädness + Robert Winter

20:00 h Oetinger Villa

Bessunger Kerb

> 06

Orangeriegarten

La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)

22:00 h Salon-Latino

Saturday Dance Party

21:00 h Tanzcafé Papillon

Stadtklänge (House, R'n'B)

23:00 h Nachtcafé

Sachpreis Poker-Turnier

19:00 h Sportsbar Checkpoint

SONNTAG, 15.09.2019

18 > Theater in der Knabenschule.

Comedy: Michael Hatzius - Echsoterik

19:00 h Centralstation (Saal)

Konzert: Totentanz

17:00 h Innenstadtkirche St. Ludwig

Tag der offenen Tür

10:30 h Frauenkulturzentrum

Musical: Die Schneekönigin

11:00 h Kleine Bühne Bessungen

Upstairs: Klangpiraten (live)

11:30 h Carree-Piazza

Waldoni Herbstaufführung: Happy Birthday ...

16:00 h Circus Waldoni

Theater: Buttonface

18:00 h Theater Moller Haus

Promenadenkonzert: Nicefield

11:00 h Herrngarten

Promenadenkonzert: Backs and Necks

11:00 h Orangeriegarten

Promenadenkonzert: Dolphins + Stars

11:00 h Brentanowiese, Kranichstein

Stadtrundgang: Unterwegs auf Frauenspuren

14:00 h Ballonplatz

Kindersachenflohmarkt

14:00 h Kindertagesstätte St. Elisabeth

Theater: Scholem Alejchem - Die erste jüdische ...

18:00 h Bess. Knabenschule

> 04

Wein mit Platon

18:00 h Osthang

> 14

Live: Mother Engine + Milvus + Elephant Messiah

19:30 h Oetinger Villa

Hochzeitsmesse

10:00 h Sport- und Kulturhalle Pfungst.

Bessunger Kerb

Orangeriegarten

Tatort Krone

20:15 h Goldene Krone (Kneipe)

Tanztee mit DJ Zoli

15:00 h Tanzcafé Papillon

MONTAG, 16.09.2019 19 > Konzerte in der Villa.

> 05

Konzert: Karl-Heinz Gausepohl (Oldies & Softrock)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)


Konzert: Vor dem Feuerwerk

19:30 h Blumen-Studio, Bessungerstr. 54

Bessunger Kerb

Orangeriegarten

Pub Quiz

20:30 h Green Sheep Pub

Vintage (Oldies & Goldies)

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

WatzeFAQ (Quizabend)

20:00 h Watzepunkt

Ladies Night mit DJ Zoli

21:00 h Tanzcafé Papillon

Sachpreis Poker-Turnier

19:00 h Sportsbar Checkpoint

DIENSTAG, 17.09.2019 Theater: Die Verwandlung

20:00 h Theater Moller Haus

Salsa Afterwork mit DJ Olli

19:00 h Upéro

Laut und Leise: The Bland

21:00 h Schlosskeller

Vortrag: Umweltkiller Palmöl und Alternativen

19:30 h Agora

Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Nachtdienst - Hip Hop & Schräges mit DJ Ned

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Golden Crown Revue (Swing)

19:00 h Goldene Krone (Saal)

Pub Quiz

20:30 h Green Sheep Pub

Pub Quiz

20:15 h An Sibin

> 41

20 > Laut, leise. beweglich: The Bland.

MITTWOCH, 18.09.2019 Konzert: Funkklub (Soul & Afrobeat)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Frischzelle Saisonstart

21:30 h Bess. Knabenschule

Discofox Dance Night

21:00 h Tanzcafé Papillon

La Fiesta con Salsa y Bachata

21:45 h Salon-Latino

After Work Party

18:00 h An Sibin

> 07

DONNERSTAG, 19.09.2019 Konzert: Christoph Steiners Escape Argot

19:30 h Stadtkirche

Lesung: Regina Scheer - Gott wohnt im Wedding

20:00 h Künstlerkeller im Schloss > 35

Film: Brüder Kühn. Zwei Musiker spielen sich frei

20:15 h CityDome Kinos (Rex-Kino)

Death Disko mit The Jan

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Kleiner Freitag

18:00 h Osthang

Vernissage: Mensch Materie - Materie Mensch

19:00 h Osthang

> 07

21 > Regina Scheer, Gott & Wedding. ANZEIGE

Aktionstage mit vielen Sonderangeboten 18. bis 21. September Kleine Fluchten Magdalenenstr. 3 64289 Darmstadt Telefon 06151 71 72 89 Mo bis Fr 10-19 Uhr • Sa 10-16 Uhr

www.kleinefluchtenoutdoor.de

DAS Outdoorgeschäft in Darmstadt


Musikalische Lesung: Papas Seele hat Schnupfen

16:00 h Menschenskinder Café

Tischfußballturnier DYP

20:15 h Goldene Krone (Kneipe)

Students & Friends

23:00 h Nachtcafé

Pub Karaoke

An Sibin

FREITAG, 20.09.2019 Impro-Match: FGKH vs. KurzFormChaos

20:00 h Centralstation (Saal)

Theater: Die Sehnsucht nach dem Frühling

19:30 h Bess. Knabenschule (Halle)

Comedy: Muhsin Omurca - Integration à la IKEA

20:30 h HalbNeun Theater

Theater: Twice Through The Heart - Trouble In ...

19:30 h Staatstheater (Kleines Haus)

Theater: Frankenstein

20:00 h Orangerie

22

Sommer im Hoffart: The Groove Cookbook & ...

16:00 h Hoffart Theater

> Sehnsucht nach Frühling.

Schrill + Laut: Blacklight District

23:00 h Schlosskeller

23 > Soulclub mit Mr. Brown. ANZEIGE

JazzTalk 133: Rolf Kühn & Frank Chastenier

20:30 h Jazzinstitut (Keller)

Latin Dance Night

21:00 h Linie Neun, Griesheim

Konzert: Kahlert (Blues & Rock)

22:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Casual Friday mit DJ Alaa

22:00 h Goldene Krone (Disco)

Rock(y) Eskalation

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Franzosen-Karaoke-Special mit Stritti

20:00 h Goldene Krone (Saal)

Vernissage: Ice Ice - Julia-Margarete Krämer

19:00 h Galerie Kunstpunkt

128qm Soulclub: Mr. Brown + DJ Sportwagen

07:00 h 806qm (128qm)

> 07

Konzert: The Barbers

20:00 h An Sibin

Casual Rock Friday

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

Herbstmess' Freies Tanzen: Standard & Latein

Messplatz 19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino


SAMSTAG, 21.09.2019 Saisonabschlussparty 2019

18:00 h Weststadtcafé

Science Slam Darmstadt

19:30 h Centralstation (Saal)

Live: Manuellsen - Ice Boys Tour

20:00 h Musikpark A5

Konzert: The Keep Quiet Blues Brothers Band

20:30 h HalbNeun Theater

Paramount Park - The Official Revival Party 3.0

22:00 h Centralstation (Halle)

Theater: Catch Me, If You Can (Premiere)

19:30 h Staatstheater

Musical: Die Schneekönigin

15:00 h Kleine Bühne Bessungen

Theater: Frankenstein

20:00 h Orangerie

Waldoni Herbstaufführung: Happy Birthday ...

16:00 h Circus Waldoni

Kammerkonzert

20:00 h Hessisches Staatsarchiv

Housemacher

23:00 h Schlosskeller

> 40

24 > Efrim Manuel Menuck im Wind.

3. Wixhäuser Hof-Flohmarkt

10:00 h Händelstraße 69-85, Wixhausen

Konzert: Manfred's Bluestrail

20:00 h Agora

Konzert: Michael Lukas Trio (Blues & Rock)

22:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Trashpop Party

22:00 h Goldene Krone (Disco)

Rehab: Back to the 50s & 60s mit The Jan

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Konzert: Stallone + We've got muscles + ...

22:00 h Goldene Krone (Saal)

Vernissage: Herbstsalon - 15 Künstler der Region

19:00 h Atelierhaus

128qm Konzert: Efrim Manuel Menuck & Kevin Doria

20:00 h 806qm (128qm)

Konzert: Stressfaktor + Sum of Fears

21:00 h Oetinger Villa

Leises Konzert: Mute Swimmer

20:00 h Zucker

> 36

Depeche Mode & Synthie-Pop Party mit DJ Björn Pop

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

10 Jahre Inkside Tattoo

17:00 h Inkside Tattoo

25 > Mute Swimmer, what a Guy. ANZEIGE

Cafe Kuchen Gin & Schöne Weine Bessungen / Wittmannstrasse 2a


Herbstmess' La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)

Messplatz 22:00 h Salon-Latino

Saturday Dance Party

21:00 h Tanzcafé Papillon

Stadtklänge (House, R'n'B)

23:00 h Nachtcafé

Sachpreis Poker-Turnier

19:00 h Sportsbar Checkpoint

SONNTAG, 22.09.2019 Konzert: Dömling Wagner Rizzo

20:00 h Bessung. Knabenschule (Halle)

Wanderkino: Laster der Nacht

19:30 h Carree-Piazza

Musical: Die Schneekönigin

15:00 h Kleine Bühne Bessungen

Musical: Die Schneekönigin

11:00 h Kleine Bühne Bessungen

26

Theater: Frankenstein

19:00 h Orangerie

> Norbert Dömling.

Gute Stube-Konzert: Paper Beat Scissors (Montreal)

20:15 h Hoffart Theater

Waldoni Herbstaufführung: Happy Birthday ...

16:00 h Circus Waldoni

Konzert: Klangcraft feat. Heinz-Dieter Sauerborn

19:30 h Stadtkirche

Konzert: Melodien vergangener Zeiten

15:00 h Hoffart Theater

Globales Frühstück

10:00 h Osthang

Finissage: Mensch Materie - Materie Mensch

14:00 h Osthang

Flohmarkt

14:00 h Linie Neun, Griesheim

Herbstmess'

> 14

Messplatz

Tatort Krone

20:15 h Goldene Krone (Kneipe)

Tanztee mit DJ Zoli

15:00 h Tanzcafé Papillon

27 > Flohmarkt in der Linie Neun. ANZEIGE

d by powere

urbanfashion_mainz

:

Urban Fashion Mainz

SO22.09.URBAN FASHION MAINZ 13-18 UHR DAS MODEEVENT AUF DEM MAINZER MARKTPL ATZ

FOTO: FOTO RIMBACH OUTFIT: ANJA GOCKEL UND SINN VERANSTALTER/MEDIENPARTNER:

SPONSOREN:


MONTAG, 23.09.2019 Wanderkino: Laster der Nacht

19:30 h Carree-Piazza

Konzert: Montestereo (Indie Pop)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Vortrag: Global Mamas - Faire Kleidung aus Ghana

19:30 h Weltladen

Herbstmess' Pub Quiz

Messplatz 20:30 h Green Sheep Pub

Vintage (Oldies & Goldies)

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

WatzeFAQ (Quizabend)

20:00 h Watzepunkt

Ladies Night mit DJ Zoli

21:00 h Tanzcafé Papillon

Sachpreis Poker-Turnier

19:00 h Sportsbar Checkpoint 28 > Der Lui hat Geburtstag.

DIENSTAG, 24.09.2019 Wanderkino: Laster der Nacht

19:30 h Die Koppel

Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus (Jazz Jam)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Nachtdienst - Latin & Schrilles mit La Kuriosa

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Buchvorstellung: Der Lui feiert 175. Geburtstag

19:00 h Sparkasse Darmstadt

Herbstmess'

> 35

Messplatz

Pub Quiz

20:30 h Green Sheep Pub

Pub Quiz

20:15 h An Sibin

MITTWOCH, 25.09.2019 Lesung: Meike Winnemuth - Bin im Garten

20:00 h Centralstation (Saal)

Konzert: Kleiner-Meisenzahl-Höhn - Remembering ...

19:30 h Stadtkirche

Filmkreis-Kino: BlindDate (Arthouse-Sneak)

20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)

Konzert: Pierre Schmuck (Songwriter)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

> 35

29 > Meike Winnemuth ist im Garten. ANZEIGE

FRIEDENSPLATZ 4 | 64283 DARMSTADT 06151.6609790


Musikalische Lesung: Ich schreibe, um zu leben

19:30 h Bessunger Knabenschule > 35

Konzert: Gravelroad (Seattle, USA)

19:30 h Bess. Knabenschule

Herbstmess'

> 07

Messplatz

Discofox Dance Night

21:00 h Tanzcafé Papillon

La Fiesta con Salsa y Bachata

21:45 h Salon-Latino

After Work Party

18:00 h An Sibin

DONNERSTAG, 26.09.2019 Lesung: Kathrin Weßling - Super und dir? Dinnershow: Jack the Ripper

30 > Kathrin Weßling, super.

20:00 h Centralstation (Saal) > 35 19:00 h Burg Frankenstein (Restaurant)

Let's talk about... 50 Jahre Sexualerziehung

20:00 h CityDome Kinos (Rex-Kino)

Eisprung - die coverfreie Akustikjamsession

20:00 h Sumpf

Konzert: The Lasses

20:00 h Theater im Pädagog

Laut und Leise: Xul Zolar

21:00 h Schlosskeller

Rockyshake mit DJ Alaa

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Konzert: Storyteller + Why Everyone Left

22:30 h Goldene Krone (Saal)

Kleiner Freitag

18:00 h Osthang

Herbstmess'

Messplatz

Tischfußballturnier DYP

20:15 h Goldene Krone (Kneipe)

Students & Friends

23:00 h Nachtcafé

Pub Karaoke

> 07

An Sibin

FREITAG, 27.09.2019

31 > K'Daanso, sommerlich.

Soulaboration Summer Season Closing

22:00 h Weststadtcafé

Konzert: Tanita Tikaram

20:00 h Centralstation (Saal)

Kabbaratz: Wo wir hinkamen, war es voll ...

20:30 h HalbNeun Theater

Live: Magic Sword + Powernerd + Zero Call

21:00 h Goldene Krone (Saal)

Theater: Frankenstein

20:00 h Orangerie

Bessunger Jam Session

20:30 h Jazzinstitut (Keller)

Sommer im Hoffart: K'Daanso & The RaggLyf Family

19:00 h Hoffart Theater

Rockclub mit Peter e.S.

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Karaoke mit Stritti

20:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Casual Friday mit DJ Alaa

22:00 h Goldene Krone (Disco)

2.–5.1 BRITIS 0. CH WOCH E E im Resta urant

Laden. restaurant. Events. MR. PEPPER‘S BY WHISKYKOCH | Weinbergstraße 2 | 64285 Darmstadt Büro 06151 9927105 | Restaurant & Laden 06151 9696886 | www.whiskykoch.de | www.mrpeppers.de Öffnungszeiten: Restaurant Mi bis Sa 18 - 23 Uhr | Laden Mi bis Fr 16 - 23 Uhr, Sa 11 - 16 Uhr und während der Restaurantzeiten


Repair-Café & Foodsharing

17:15 h Michaelsgemeinde

OHA Kino

18:00 h Osthang

128qm Klub: Pine & Ginger

23:00 h 806qm (128qm)

Konzert: Fueled

20:00 h An Sibin

Darmstadt Leuchtet

22:00 h Mint Club

Konzert: Mo'Soul - Live zum Zwiebelmarkt

Linie Neun, Griesheim

80s-Party

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

Herbstmess'

Messplatz

42. Griesheimer Zwiebelmarkt

Griesheim

Freies Tanzen: Standard & Latein

19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino

SAMSTAG, 28.09.2019 Come to the Dance - R´n´B, World Pop & Hip Hop

22:00 h Weststadtcafé

Konzert: Onair - Vocal Legends

19:30 h Centralstation (Saal)

Kabarett: Werner Koczwara - Am achten Tag ...

20:30 h HalbNeun Theater

2000er Party

22:00 h Centralstation (Halle)

Theater: Halt - ein Zeitstück

20:00 h Theater Moller Haus

Theater: Frankenstein

20:00 h Orangerie

70er80er Party

22:00 h Schlosskeller

Konzert: ok.danke.tschüss (Cindy-Pop)

22:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Indieclub mit DJ Kai

22:00 h Goldene Krone (Disco)

RockyReggaeDemmi mit Shock Travolta

22:00 h Goldene Krone (Rockybar)

Konzert: Fading Sunday + Blockhelden + LEYF

22:00 h Goldene Krone (Saal)

128qm Klub: 10 Jahre Chrome! featuring Vivek

23:00 h 806qm (128qm)

Konzert: Charlotte Campbell - Take Me To Church

19:00 h Pauluskirche

32

> 41

> 09

Ausstellungseröffnung: Bauhaus und die Fotografie

19:00 h Kunsthalle

Chamber Music At Ground Zero (Industrial & Co)

22:00 h Bess. Knabenschule (Keller)

Konzert: Panheadz - Live zum Zwiebelmarkt

21:00 h Linie Neun, Griesheim

Gothic Club 2000

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

Waschbärkirmes No. 2: I Came In Like A Raccoonball

15:30 h Oetinger Villa

Herbstmess' Closing Festival

> Komm zum Tanz in die Wessi!

> 09

Messplatz 12:00 h Osthang

> 14

33 > Charlotte Campbell in der Kirche. ANZEIGE

ANGEBOT DES MONATS ENTE IN ANANAS SERVIERT 12,90 MAPO TOFU 8,50 6 DUMPLING 6,50 LAUTESCHLÄGERSTR 3 64289 DARMSTADT 06151-9818907 0176-63482236 HAPPY-WOK-ASIAFOOD.DE

ALLE UNSERE SPEISEN SIND OHNE GLUTAMAT ZUBEREITET ABHOL- UND LIEFERSERVICE / FIRMENBESTELLUNGEN TÄGLICH 11.00 – 15.00, 17.00 – 22.00


FairG'nügt - die Fair Trade Messe für alle 42. Griesheimer Zwiebelmarkt

10:00 h Orangerie

> 09

Griesheim

La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)

22:00 h Salon-Latino

Saturday Dance Party

21:00 h Tanzcafé Papillon

Stadtklänge (House, R'n'B)

23:00 h Nachtcafé

Sachpreis Poker-Turnier

19:00 h Sportsbar Checkpoint

SONNTAG, 29.09.2019 Das literarische Wohnzimmer mit Jutta Schubert

11:00 h Kranichst. Literaturverlag > 35

Comedy: Die Hessisch Dreidabbischkeit

19:30 h HalbNeun Theater

Soli Fan Tutti - 1. Konzert

11:00 h Staatstheater (Foyer)

34

Under Construction - 100 Jahre Bauhaus

19:30 h Centralstation (Saal)

> Carlo Drechsel beim Reisen.

Multivisions-Show: Carlo Drechsel - Insight Africa

19:30 h Bess. Knabenschule (Halle)

Konzert: Vladyslav Sendecki & Jürgen Spiegel

19:30 h Stadtkirche

Stadtrundgang: Widerstand und Verfolgung im ...

14:00 h Luisenplatz

Herbstmess'

12:00 h Osthang

FairG'nügt - die Fair Trade Messe für alle

10:00 h Orangerie

42. Griesheimer Zwiebelmarkt

35 > Bauhaus bei blauem Himmel. ANZEIGE

Messplatz

Closing Festival

Griesheim

Tatort Krone

20:15 h Goldene Krone (Kneipe)

Tanztee mit DJ Zoli

15:00 h Tanzcafé Papillon

> 09


MONTAG, 30.09.2019 Konzert: Josua Schwab (Singer-Songwriter)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Herbstmess'

Messplatz

42. Griesheimer Zwiebelmarkt Pub Quiz

Griesheim 20:30 h Green Sheep Pub

Vintage (Oldies & Goldies)

21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal

WatzeFAQ (Quizabend)

20:00 h Watzepunkt

Ladies Night mit DJ Zoli

21:00 h Tanzcafé Papillon

Sachpreis Poker-Turnier

19:00 h Sportsbar Checkpoint

36 > Zwiebelmarkt.

Dieser Kalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit

| FeierAbendKultur in Darmstadt.

Alle Events, die bis zum 15. des Vormonats auf www.partyamt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im Stadtkulturmagazin P.

KALENDER UPDATES TÄGLICH

Bildnachweise Veranstaltungskalender: 01: Bessunger Knabenschule | 02: Rüdiger Dunker | 03: Kommando Schimmelkotze | 04: Julia Zimmermann | 05: Bezirksverein Martinsviertel | 06: Vocalive | 07: Bernhard Kühmstedt 08: Felice Frommelt | 09: Agora | 10: OHA Osthang | 11: Jan Ehlers | 12: Hannah Schütz | 13: HalbNeun Theater | 14: Robert Winter | 15: Frank Grieshaber | 16: Agora | 17: Tango Marcando | 18: Bessunger Kabenschule | 19: Mother Engine | 20: The Bland | 21: Julia Pijagin | 22: Bessunger Knabenschule | 23: Mr. Brown | 24: Louise Michel Jackson | 25: Monika Keiler | 26: Norbert Dömling | 27: Pixabay | 28: Albrecht Haag | 29: Felix Amsel | 30: Melanie Hauke | 31: K'Daanso | 32: DJ Marko | 33: Charlotte Campbell | 34: Carlo Drechsel 35: Shutterstock | 36: Pixabay

ANZEIGE

ektio l l o k t s erb Neue H lich! t l ä h r e ab jetzt VAUDE STORE DARMSTADT Im Carree 1, 64283 Darmstadt | Tel.: 06151 8053245 | Montag – Samstag 10 –19 Uhr

vaude-stores.com

n


BESSUNGER KNABENSCHULE K

kulturzentrum in darmstadt

[Auswahl]

Sept. 2019

So 01.09. | 19.00 Uhr | Ind. Tanzperfomance

Gandhiji: The Way of Life

05. - 08.09. | Staatl. Schule für Artistik Berlin

Spin! Die Absolventenshow 2019

Sa 14.09. | 20.30 Uhr | Konzert und Milonga Tango Marcando Orquesta Tipica So 15.09. | 18.00 Uhr | Jüd. Kulturwochen Die erste jüdische Republik Theater Fr 20.09. | 19.30 Uhr | Berliner Compagnie

Die Sehnsucht nach dem Frühling S0. 22.09. | 20.00 Uhr | 3 Jazz-Virtuosen

Dömling/Wagner/Rizzo

Mi 25.09. | 19.30 Uhr | Thematik Widerstand

Ich schreibe, um zu leben

Mi 25.09. | 20.00 Uhr | Starwhore-Konzert

Gravelroad (Seattle/USA)

S0 29.09. | 19.30 Uhr | Live-Bilder-Vortrag

Carlo Drechsel: Insight Afrika

Mehr auf www.knabenschule.de

DA | Ludwigshöhstraße 42 | Fon 06151-61650

SURFIN’ DARMSTADT!

Fr 06.09. / 18:00 Sommer im HoffART: Überraschungsabend

Ausgabe 11

Ausgabe 13

Februar 2009

Ausgabe 05

Ausgabe 02 April 2008 gratis

Ausgabe 06

gratis

gratis

November 2008

gratis

gratis

Ausgabe 04

gratis

April 2009

Ausgabe 09

Juli 2008

August 2008 Juni 2008 gratis

Cover Contest Winner

Schwimmbad-Report Cover Contest Winner

Festivals im Juli

Ausgabe 41 Februar 2012

gratis

Kino unter Sternen Des Fürsten und des Herrn Garten

Sa 07.09. / 20:00 Wazzemussignacht: The Five (Blues)

Mehr Autonomie für Darmstadt? Veranstaltungskalender

Frühling in der Botanik

Kron(e)juwelen

Klettern im Wald Lilien-Krise

Hunger in der Nacht

Untergrundkunst Funky: The Lovemachines Veranstaltungskalender

Gewässerkunde

Ungewissheit auf 603qm

besonders ... Gedenkstätte

Kiosk-Test, Teil 2

Mode made in Darmstadt

Die besten Public Viewings der Stadt Alternativen zur EM Zwei neue Clubs in Darmstadt Schulterblick mit Bruno Labbadia Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

Filme im Tännchen

besonders ... maskenhaft

Afro-Hesse bleibt!

Tschüss, Hochschulstadion!

Architektursommer Festivals im August

Hörspiel mit Zimmermann & Zimmerman (SV 98) Lecker Kulturhäppchen! Streetworking P

Hospizarbeit in Darmstadt

Hörspiel mit Tornado Stoolgang

Flohmärkte vor der Tür

Black Box mit The Disco Boys

Veranstaltungskalender

Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

Darmstädter Tage der Fotografie

Stadtteil Eberstadt

Stadtkulturmagazin

Stadtkulturmagazin

Neuer Club: das „Neutral”

Veranstaltungskalender

Prinz-Georgs-Garten

Ausgabe 14

Stadtkulturmagazin

Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

Mai 2009

Made in Darmstadt: antipreneur.de

Ausgabe 01 März 2008 gratis

Stadtkulturmagazin

gratis

Veranstaltungskalender Stadtkulturmagazin

Stadtkulturmagazin

Ausgabe 60

Ausgabe 52

Ausgabe 08

März 2013

Dezember 2013 Januar 2014

Oktober 2008

gratis

gratis

Ausgabe 12 März 2009 gratis

gratis

Ausgabe 54 Mai 2013

gratis

Ausgabe 23 15 Juni 2009 April 2010

Ausgabe 15

gratis

Juni 2009 gratis

Wir möchten das Sprachbewusstsein stärken!

Lilien auf Rekordjagd Centralstation wird 10!

Straßenmusik in Darmstadt

Darmstadts Unterwelt

In Jugendstil baden

Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau

Blackbox mit Chris Kotze

Selbstbewusst: Jolly Goods

Handyrecycling

Stadtteil Martinsviertel Veranstaltungskalender

Balsam für die Seele

Am 6.6.: 6 Jahre 603qm Keinen Bock auf Nazis! The Grillinger Escape Plan

Stadtkulturmagazin

Veranstaltungskalender

Friss das!

Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

Überwachung vs. Web 2.0

Darmstadt hilft Syrien Noch viel mehr P:

Stadtflucht

Veranstaltungskalender

Iss was!

20. Mai 2009 603qm

Veranstaltungskalender

p-stadtkultur.de

Stadtkulturmagazin www.partyamt.de

Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

Blackbox mit Hammann und Janson

Sozial global Mandy & Sandy

Dem Jazz verfallen

Kommen und Gehen

Organic Disco

Fatimas P-scherung

Literarischer März

Subkultur unter der Lupe Urbanes Landwirtschaften Blackbox mit Linus Volkmann

Guerilla Gardening

Flohmarkten mit Karoline

Fr 13.09. / 20:00 Rock gegen Rheuma #2 Fr 20.09. / 16:00 The Groove Cookbook feat. Josko Joketovic & Mobeatz (Child77) und Ouisams Cusina

Hörspiel mit den Stinkenden Socken

September

Stadtkulturmagazin

Stadtkulturmagazin

Freiheit für Skateistan! Veranstaltungskalender Stadtkulturmagazin

Ausgabe 25 15

Ausgabe 17 15

Juni 2009 2010

September Juni 2009

gratis

gratis

gratis

Ausgabe 18 15 Oktober Juni 2009 gratis

Ball auf Gras Liz Monet, 2010 Acryl auf Leinwand

Vintaage-H Hochburg Darm mstadtt 25 Jahre „Sum mpf““ Marathhonn durrchh Darmsstadtt

Public Viewing in Darmstadt

Black Box mit der BI ONO

Karrolinne sooll leeben!!

Kubbst Du noch oder slackst Du schon?

Veranstaltungskalender

Ami went home! EM-Boxkampf im Darmstadtium

Hörspiel mit „Little” Klein

Stadtkulturmagazin

Veranstaltungskalender

Schulterblick mit Prof. Johann-Dietrich Wörner

Stadtkulturmagazin

Stadtkulturmagazin

Veranstaltungskalender Stadtkulturmagazin

Ausgabe 19 15 Novemver Juni 2009 gratis

Ausgabe 28 15 Juni 2009 Oktober 2010

Ausgabe 37

Ausgabe 36

gratis

September 2011

Juli / August 2011

Dezember 2009 Januar 2010 gratis

Vorschau

März 2012 Hol Dir den P-Sampler Vol. 2! Exklusiv vom 29.02. bis 07.03. in der Innenstadt!

Ausgabe 20

gratis

gratis

Mit Theater-, Kunst- und Literatur-

Ausgabe 42

FR 13.09. Solikonzert gegen Repression AMIGOS DEL AUTOBUS / LE THARGO / URSUPPE

gratis

Ausgabe 36 Juli / August 2011 gratis

Freiluftoasen, Teil 2 Made in Darmstadt: Radar

Karoline lebt!

Musikfestivals in der Region Black Box mit den Centralstation-Machern

In die Pilze!

The Art of Deafman

Im Spielzeugmuseum

Hausbesetzung reloaded

Nachhaltig Feiern

Veranstaltungskalender

Kultur im Neuwiesenweg

Gelbe Tauben über Darmstadt

Stadtkulturmagazin

Mit dem Rolli durch DA Nacht

Kampfsport in Darmstadt, Teil 3

Veranstaltungskalender

Besonders ... tierisch

Schöne P-escherung!

Stadtkulturmagazin

Veranstaltungskalender

Gutes Design im INTEF Musikflohmarkt

Stadtkulturmagazin

Allein im Tierheim Ausgabe 21 15

Black Box mit Frieder Wittich

Februar Juni 2010 2009

Veranstaltungskalender

gratis

Stadtkulturmagazin

Ausgabe 34 Mai 2011

Freiluftoasen, Teil 2

gratis

Made in Darmstadt: Radar Stadtkulturmagazin

Ausgabe 22 15

Musikfestivals in der Region

P-Sampler Vol. 2 • Streetworking P• Angeschimmelt Youth Crew

Juni 2009 März 2010

derCentralstation-Machern Rockformation Diskokugel • Veranstaltungskalender BlackBlackbox Box mitmit den

gratis

Ausgabe 27 15 September Juni 2009 2010

Im Spielzeugmuseum

gratis

Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

Ausgabe Ausgabe15 26 Ausgabe 31 15

Juli / August Juni 2009 2010

Juni 2011 2009 Februar

gratis gratis

gratis

Ausgabe 33 April 2011

Mit TheaterKunst- und Literatur-

Ausgabe 39

Black Box mit Fatih Akin

gratis

Stadtkulturmagazin Ausgabe 62

Übersicht

November 2011

Illustre Gestalten

März 2014

gratis

Mit TheaterKunst- und Literatur-

gratis

Stadtteil Woogsviertel Überwintern im Odenwald

Vorschau

Das Drama ums Museum Sander

Neue Rubrik: Aufgeschnappt!

Auf P-atrouille mit der Schlosspolizei Darmstadts schönster Keller

Veranstaltungskalender

10 Jahre Partyamt!

besonders ... Extremwohnen

Huch, ein Buch!

Lilien-Kolumne: Unter Pappeln Stadtkulturmagazin

Veranstaltungskalender

Im Kaufhaus der Gelegenheiten

Iss was!

Stadtkulturmagazin

Veranstaltungskalender

Kampfsport in Darmstadt, Teil 1

Vorschau

Made in Darmstadt: Schlaglöcher

1. rischdisches Kreuzworträtsel

Japan und das Öko-Institut

Weltnaturerbe Grube Messel Mit Theater-, Kunst- und Literatur-

SA 14.09. HipHop/Rap

Musikfestivals in der Region Schöner Sprayen in Darmstadt

Black Box mit Tino Hanekamp

Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau

Nackt in Darmstadt Selfmade Darmstadt, Folge 2 Jürgen Knielings Sozialstudien

Iss was! Hühnersupp Veranstaltungskalender

Radkuriere im Dauereinsatz

Krieg – Medien – Kunst

Ein Heiner auf Dönerentzug

Schlagloch-Ausweitung jetzt!

Unter Pappeln

Stadtteil Heimstättensiedlung

Veranstaltungskalender

p-stadtkultur.de

Veranstaltungskalender

Mix Dir den P-Sommercocktail!

Ausgabe 30 15 Juni 2010 2009 Dezember Januar 2011

Stadtkulturmagazin

Noch viel mehr P:

Stadtkulturmagazin

P_Februar_2011_Master.indd 1

Plädoyer für Neue Musik

Hörspiel mit Wish You Were Beer

DA it yourself! „Lilien-Set”

Stadtkulturmagazin

Stadtkulturmagazin

Iss was! Grillspecial

besonders ... unwutbürgerlich Waldkindergärten

Veranstaltungskalender

gratis

Das „Blumen“ macht weiter! Fahrradstation verlost Auto

25.01.11 00:05

Veranstaltungskalender Stadtkulturmagazin

Stadtkulturmagazin

Ausgabe 32

Ausgabe 57

Brandneu: die P-Fotostory

März 2011

Oktober 2013

Reichspogromnacht und Liberale Synagoge

Stadtkulturmagazin

gratis

gratis

Ausgabe 38

Ausgabe 56

Oktober 2011

Juli / August 2013

gratis

Mit TheaterKunst- und LiteraturVorschau

gratis

Hörspiel mit Kitty, Daisy & Lewis

MÄDNESS – „OG“ RELEASESHOW

Ausgabe 40 Dezember 2011 Januar 2012

Parole P! mit Andrea Petkovic & Phil Fill

Mit Theater-, Kunst- und Literatur-

Neue Rubrik: Kommen und Gehen

gratis

P-Sampler, Vol. 1

Vorschau

Veranstaltungskalender

Burgern in Darmstadt, Teil 2

Stadtkulturmagazin

Die Welt der Papiertheater

Mit Theater-, Kunst- und Literatur-

10 Jahre „Linie Neun“

Vorschau

Darmstädter Anne-Frank-Tage Black Box mit Mädness

Stadtkulturmagazin Ausgabe 59

Büchner 200

November 2013

gratis

Festivals ohne Ende Mit Theater-, Kunst- und Literatur-

Rollerderby in Darmstadt Oh, Du öder Friedensplatz!

besonders ... epochal Der Siegeszug der Do-It-Yourself-Kultur Hörspiel mit den Messer Brüdern

Hessisch zum Wegrenne Veranstaltungskalender

Darmstadt hat die Wahl!

Veranstaltungskalender

Hotel neben der „Krone“?

Stadtkulturmagazin

Mit TheaterKunst- und LiteraturÜbersicht

Der wertvolle „Heiner“

Schöner Döner

Lesestoff: Heinermusik Veranstaltungskalender

Suche und finde Schöne P-scherung! Stadtkulturmagazin

besonders ... oberbürgermeisterlich

Yoga erobert Darmstadt

Veranstaltungskalender

Black Box mit Roman Flügel

Stadtkulturmagazin

Hörspiel mit Bormuth Parole P! mit Petkovic, Phil Fill, Partsch + Partheil

Die erzählte Stadt

www.hoffart-theater.de

Musikfestivals in der Region

Albbert Manngelssdoorff unnd ichh Bookcrossing in Darmstadt 10 Jahre Knabencore

60 Jahre Heinerfest Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

Fußballkneipen in Darmstadt

Fr 27.09. / 19:00 K’Daanso & The RaggLyf Family (Reggae aus Mainz)

Ein Sommer voller Sprungbretter

Soolarr Decatthloon 2009 9

Alternativen zur WM Junges Theaterlabor Stadtrundfahrt auf Schienen

Darmstädter Duplikate

Club-Update

Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

Fotostory Kommen und Gehen

SO 15.09. Stoner/Prog/Rock MOTHER ENGINGE / MILVUS / ELEPHANT MESSIAH

Veranstaltungskalender Büchner-Ausstellung Gedenkjahr gegen das Vergessen Amnesty Darmstadt Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau

Darmstädter Radreport, Teil 2

P Magazin

Lilienpoesie mit Julian Ratei

Stadtkulturmagazin

ausgabe 43

Veranstaltungskalender

Ausgabe 57

april 2012

September 2013

gratis

gratis

P Magazin

ausgabe 46 Juli / august 2012

gratis

Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau

Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau

Wählt alle! Fahrradstadt Darmstadt

besonders ... dolce vita!

Darmstadt bloggt Blackbox mit Ralf Beil

Sehspiel mit dem Filmfest

Mit Theater-, Kunst- und Literatur-

Hörspiel mit Jochen Partsch

Pfand in Sicht

Stadtkulturmagazin

Neues Böllenfalltorstadion?

Flohmarkten!

Musik- und Filmfestivals Hauptbahnhof 100 & Cage 100

Engagierte Eltern

Vorschau

Veranstaltungskalender

Das Kunst Archiv Darmstadt

Veranstaltungskalender

Blackbox mit Trixie Whitley Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

P Magazin

ausgabe 48 Oktober 2012

P Magazin

gratis

ausgabe 45

P Magazin

Juni 2012 ausgabe 47

gratis

September 2012

gratis

20 Jahre Sk8 & BMX Darmstadt Jetzt schon vormerken: „4 Jahre P“Party am 10.11.2012 in der Krone!

Vegan heavy Darmstadt 2047

FR 20.09. Emo/Punk/Indie SHORELINE / IMMERGRÜN

Mit Theater-, Kunst- und Literatur-

Mit Theater-, Kunst- und Literatur-

Global sozial

Vorschau

Vorschau

Hörspiel mit Snerft Stadtkulturmagazin

Veranstaltungskalender

EM glotzen in Darmstadt Der große Pils-Test

Unorte

A House Full Of Music

Mädchenbiertest Ausgabe 51

Reunion Rocks!

Februar 2013

gratis

Dinba Music in Heinertown

Hörspiel mit The Barbers

Mathilda Longboards

Iss was: Falafel

Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

P Magazin

ausgabe 49

P Magazin

Ausgabe 53 April 2013

november 2012

ausgabe 50

gratis

Dezember 2012 Januar 2013

gratis

gratis

1. Restaurant Day in Darmstadt besonders ... Ludwigshöhe Hörspiel mit der 12-Volt-Disko Neue Darmstädter Nachtkultur

Darmstadt bloggt: Kickschuh

Flohmarkt-Übersicht 2013 besonders ... Georg-Büchner-Platz

Kommen und Gehen Stadtkulturmagazin

Veranstaltungskalender

Hörspiel mit Alberto Colucci Kommen und Gehen Veranstaltungskalender

Stadtkulturmagazin

P-scherung! Nacht der Clubs besonders ... kunstvoll Blackbox mit Rebelion Soundsystem Heinermusik

ANZEIGE

ANZEIGE

Veranstaltungskalender

programmkinorex

Stadtkulturmagazin

Stadtkulturmagazin

Filmhighlights

Ausgabe 63 A Long Way Down

April 2014

Komödie, Großbritannien, Deutschland 2014 Buchvorlage: Nick Hornby Regie: Pascal Chaumeil Darsteller: Pierce Brosnan, Toni Collette, Imogen Poots Filmstart: 03. April 2014

Ausgabe 10 Dezember 2008 Januar 2009

gratis

gratis

In der Silvesternacht treffen vier Lebensmüde auf dem Dach eines Londoner Hochhauses aufeinander. Die vier, zwei Männer und zwei Frauen, sind verschieden alt und entstammen unterschiedlichen Milieus - entsprechend gegensätzlich sind die Gründe für ihren Freitod. Langsam kommen sie miteinander ins Gespräch und erzählen sich von ihren Sorgen und Nöten. Am Ende der Nacht schließen sie einen Pakt: Vor dem Valentinstag darf keiner Selbstmord begehen. So bleibt dem Quartett sechs Wochen, um ihre Situation und Absicht zu überdenken.

PPPP-arty! 4 Jahre Stadtkulturmagazin Krone Sa, 10.11.12 Goldene

P

Stadtkulturmagazin

Gabrielle – (K)eine ganz normale Liebe

SA 28.09. Wave/Punk/Politik-Festival WASCHBÄRKIRMES II

oetingervilla.de

Das selbstverwaltete Jugend- und Kulturzentrum

P | 62

5 JAHRE

Ausgabe 55 Juni 2013

gratis

Born To Skate 100 Jahre Frauenstudium

06 So

07 Mo

08 Di

Nordostumgehung

09 Mi

Cosmic Cine Filmfestival – Build a Bridge

10 Do

11 Fr

12 Sa

13 So

14 Mo

15 Di

16 Mi

Beltracchi – Die Kunst der Fälschung

17 Do

18 Fr

19 Sa

20 So

21 Mo

22 Di

23 Mi

24 Do

25 Fr

26 Sa

27 So

28 Mo

29 Di

Nacht der Clubs

30 Mi

1. Darmstädter Kickertest

Lauf Junge lauf

Nymphomaniac 2

Veranstaltungskalender

Yves Saint Laurant

A Long Way Down Super-Hypochonder

Gabrielle – (K)eine ganz normale Liebe

Spuren go East – 14. Festival des Osteuropäischen Films

Stadtkulturmagazin

13 So

14 Mo

15 Di

16 Mi

23 Mi

24 Do

Darmstädter Kultur-Update

MET live im Kino 18:00 Mozart: Così fan tutte

11 Fr

rexAlleWeltKino 20:15 Das Mädchen Wadjda

20:15 Chce sie zyc – Live Feels Good polOmeU

20:15 Noz w wodzie – Das Messer im Wasser polOmeU

20:15 W imie … – Im Namen des … polOmeU

Kino für Junggebliebene 15:30 Der Medicus

rexFilmkreis 20:45 Jung & Schön OmU

10 Do

rexFilmkreis 20:45 Der heilige Berg OmU

09 Mi

rexExtra mit Ärzte ohne Grenzen eV D 20:15 Living In Emergency mit Filmeinführung und Gespräch

rexExtra mit Förderverein Liberale 17:30 Wenn Steine aus der Mauer schreien + Berlin-Paris: Die Geschichte der Beate Klarsfeld

MET live im Kino 18:00 Puccini: La Bohème

rexFilmkreis 19:00 Die andere Heimat

05 Sa

Vorschau

Miss Sixty rexFamilienfilm: Amazonia

zu diesen Filmen läuft ein KurzVorFilm.

03 Do

Stadtkulturmagazin

Mit Theater-, Kunst- und Literatur-

Dom Hemingway

Zwischen Welten Her Der Hundertjährige

Sonderveranstaltungen

rexVerqueertesKino 20:30 Im Namen des …

05 Sa

rexVorpremiere 20:45 Beziehungsweise New York OmU

04 Fr

rexFilmkreis 20:45 BlindDate – ArthouseSneak OmU

03 Do

rexExtra mit Deutsches Polen-Institut goEast – 14. Festival des Osteuropäischen Films

SA 21.09. Punkrock STRESSFAKTOR / SUM OF FEARS

Drama, Kanada 2013 Regie: Louise Archambault Darsteller: Gabrielle Marion-Rivard, Alexandre Landry, Mélissa Désormeaux-Poulin Filmstart: 24. April 2014 Die 22jährige, musikalisch hoch begabte Gabrielle leidet unter dem Williams-Beuren-Syndrom (WBS). Im Chor der Therapiegruppe lernt sie einen ebenfalls unter WBS leidenden jungen Mann kennen. Die beiden verlieben sich und möchten zusammen ziehen. Aber diese naive und fast unschuldige Liebe wird von ihrer Umgebung, vor allem von der Mutter des Jungen, nicht geduldet. Gegen alle familiären Widerstände und gesellschaftlichen Vorurteile versucht das Paar seine Gefühle auszuleben und pocht auf Akzeptanz.

Programmübersicht

20:15 Rejs – Der Ausflug polOmU

So 22.09. / 20:15 Gute Stube: PAPER BEAT SCISSORS (Indie-Pop aus Montreal)

Juli / August Juni 2009

Juni 2011

Tour de Mobilität

Schöne neue Mediale-Welt Veranstaltungskalender

Vorschau

So 22.09. / 15:00 Klassikkonzert: Melodien vergangener Zeiten

Ausgabe 16 15

gratis

Stadtkulturmagazin Ausgabe 35

Cover Contest Winner!

Freiluftoasen, Teil 1

Kampfsport in Darmstadt, Teil 2

26 Sa

28 Mo

28 Mo

29 Di

30 Mi

Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau

Ausgabe 61 Februar 2014

gratis

Flohmarkt-Kalender 2014

Mit Gimmick! Georg-BüchnerMaske zum Heraustrennen!

Babbeln unter Pappeln mit Benny Gorka

SA, 08. JUNI 2013

Blackbox mit den Rollergirls

AB 19 UHR IM SCHLOSS DARMSTADT

Noch viel mehr P:

Hessisch for runaways

programmkinorex Heliapassage 64283 Darmstadt Mehr Infos im Kino und unter www.kinos-darmstadt.de

p-stadtkultur.de Mobile-Ticketing per App App Store: Stichwort „Kinopolis“

Erhältlich im Google play Store Stichwort „Kinopolis“

Büchner 200 Hörspiel mit FNFN Wrede & Antwort

Veranstaltungskalender

Veranstaltungskalender

Kommen und Gehen

Selfmade Darmstadt

Windows Phone und webOS unter m.kino-ticketshop.de

Meisterhafter Hermann Zapf Blackbox mit Leeroy Thornhill Kommen und Gehen Noch viel mehr P:

Lilienpoesie mit Hanno Behrens p-stadtkultur.de

Veranstaltungskalender

r.de

www.p-stadtkultu


Bessunger Jagdhofkeller Bessunger StraÃ&#x;e 84 64285 Darmstadt Tel. 06151 66 40 91 www.jagdhofkeller.com

September 2019

SEP. & OKT. 05.09. MARIANNES CHANSONABEND IM JAGDHOFKELLER

â&#x20AC;&#x17E;HALTâ&#x20AC;&#x153; â&#x20AC;&#x201C; EIN ZEITSTÃ&#x153;CK

07.09. JUDITH OWEN FEATURING PEDRO SEGUNDO

Fr 06.09. // 20:00 Theater INC. Darmstadt KAFKA â&#x20AC;&#x201C; DIE VERWANDLUNG 12+ Prem. So 15.09. //15:00 Theater Lakritz BUTTONFACE 8+ PREMIERE (in english) So22.09. //15:00 Puppentheater Kolibri DIE KLEINE KATZE TATZE 4+ Sa 28.09. // 20:00 Theater Transit â&#x20AC;&#x17E;HALTâ&#x20AC;&#x153; â&#x20AC;&#x201C; EIN ZEITSTÃ&#x153;CK 16+ Premiere

03.10. MARIANNES CHANSONABEND IM JAGDHOFKELLER 05.10. AURORA DEMEEHL Dicke Luft in Tapperware Falls 19.10. THE CRIMES & BARSTOOL KINGS

So29.09.//15:00 Puppentheater Silberfaden

SCHAUKELTRAUM AM APFELBAUM 3+

24.10. GOLDSTÃ&#x153;CK Tickets über www.jagdhofkeller.com oder im Ticketshop Luisencenter Tel. 06151 13 45 35 oder allen bekannten Vorverkaufsstellen

Das vollständige Programm finden Sie auf unserer Webseite. SandstraÃ&#x;e 10 | 64283 Darmstadt | Telefon 06151-26540

www.theatermollerhaus.de Anzeige P Magazin 10%_Layout 1 17.

knitweardesign jahnstrasse 70 64285 darmstadt eva.wilde@evawilde.com www.wildes-darmstadt.com P | 63

* Ausgenommen hiervon sind bereits reduzierte Artikel, Familienpreise, Bücher, Pfand.

foto jan ehlers

10% Auf alles!* Jeweils donnerstags gewähren wir Ihnen im September einen Rabatt von 10% auf alle Artikel*. Weitersagen!

Terra Verde Biomarkt Darmstadt, Dieburger Str. 77 Wir sind für Sie da: Mo.-Fr. 8.00 - 19.00 Uhr Sa. 8.00 - 18.00 Uhr www.terraverde.bio

P direkt am Markt


& Dates Alle Infos nter u u d t es d fin ebein.de www.huck und auf ebein /Club.Huck

Fein & Herbst lich 19 HIG LIGHH Ts

T LADIES NIGH

90er

st SATURDAY‘SFine 2000er PARTY CIROC N IGHT HIGH HEELS

pagne and Cham

Vom Veranstalter der Fein, Design & Genuss in der Orangerie Zeiten: 12 - 18 Uhr Tag: 3,-- EUR Wochenende: 5,-- EUR Unter 16 Jahren und Schwerbehinderte mit Ausweis freier Eintritt Infos unter www.fein-events.de

28./29. Sep. Groß-Gerau

SCHLOSS DORNBERG

CLUB HUCKEBEIN Heidelberger Str. 89a

P | 64

Veranstalter: LAUT UND LECKER, 64347 Griesheim

HIT Countdown

Garten Design & Genuss im Schloss


Dr. Leon Windscheid

21.09.19 F, Jahrhunderthalle Club

Pawel Popolski

26.09.19 Heidelberg, Halle02

Sean Koch

26.09.19 Frankfurt, Ponyhof

Osan Yaran

05.10.19 Mainz, KUZ

DI 03—09—2019

Everything is Terrible!

221qm BAR

15.10.19 Frankfurt, HoRsT

GO KOLLEKTIVE SHOWCASE

Johnny Armstrong

18.10.19 Frankfurt, Die Fabrik

SA 14—09—2019

Metronomy

257qm KLUB

26.10.19 Offenbach, Capitol

SCHLACHTHOFBRONX + EINZMAN + LVNT

Prinz Pi

27.10.19 Frankfurt, Batschkapp

DI 17—09—2019 221qm LESUNG ZUM 150. GEBURTSTAG VON KARL WOLFSKEHL

Thurston Moore

30.10.19 Frankfurt, Das Bett

Kathrin Bauerfeind

FR 20—09—2019

30.10.19 F, Jahrhunderthalle Club

128qm SOULCLUB

David Kebekus

DJ SPORTWAGEN + MR. BROWN

01.11.19 Frankfurt, Orange Peel

Wallis Bird

SA 21—09—2019

06.11.19 F, Heilig-Geist-Kirche

128qm KONZERT

EFRIM MANUEL MENUCK & KEVIN DORIA ARE SING SINCK, SING

Teesy

12.11.19 Frankfurt, sankt peter

Das Paradies

16.11.19 Frankfurt, Ponyhof

FR 27—09—2019

Lilly Among Clouds

128qm KLUB PINE & GINGER

17.11.19 Frankfurt, raumfabrik

SA 28—09—2019

Moop Mama

18.11.19 Frankfurt, Batschkapp

128qm KLUB

10 JAHRE CHROME! FEAT. VIVEK

TUA

02.12.19 Frankfurt, Das Bett

221qm BAR JEDEN DIENSTAG & FREITAG 18 — 01 UHR

Sasha

09.12.19 Offenbach, Capitol

TICKETS & INFOS: WWW.SCHONEBERG.DE

www. 806 qm . de Alexanderstr. 02 — Darmstadt

P | 65


Out of Darmstadt Kultur in Rhein-Main-Neckar AUSWA H L + T E X T E: M AT I N NAWA B I | FOTO S: KOX E T T E + K Y L E CA SS I DY (A M A N DA PA L M E R) + C H R I ST I A N BE N E S C H (E U ROT E U RO) + F KP S C ORP I O (KAT E NA SH)

Riviera Festival Zwei Tage Pop- und Clubkultur in und an neun Venues entlang des Mainufers. In Bahnwaggons, einem ehemaligen Supermarkt, auf Schiffen, in einer Kapelle sowie Hafen 2 und Robert Johnson spielen John Moods, Songs of Gastarbeiter, Koxette, Shari Vari, Jenne, Velvet Coat, Chris Imler, P.A. Hülsenbeck und viele mehr. Richtig, richtig gut! Offenbach Fr, 06.09. + Sa, 07.09. | 17 Uhr je 20 € (Tageskarte) Win! Win! 2 x 2 Wochenend­ tickets auf www.p-stadtkultur.de

Angst Macht Keinen Lärm Voll cool, dass das von Turbo­ staat und Pascow kuratierte Festival dieses Jahr bei uns in der Region steigt. Auf zwei Bühnen, Halle und Kesselhaus, spielen den ganzen Tag Eure Lieblings-Punk-Bands. Unter anderem: Duesenjaeger, Maulgruppe, Deutsche Laichen, Love A. Schlachthof Wiesbaden Sa, 07.09. | 15 Uhr | ab 35 € Eels (Los Feliz) Eels-Konzerte sind wie 'ne Wundertüte. Wie die Rockband um das experimentierfreudige

P | 66

Mastermind Mark Oliver Everett – übrigens Sohn des Quantenphysikers Hugh Everett – Stücke aus der zwölf Alben umfassenden Diskografie live interpretiert und arrangiert, ist stets unvorhersehbar. Batschkapp, Frankfurt Mi, 11.09. | 20 Uhr | 40 € Amanda Palmer (New York) „Come prepared to have all sorts of emotions“, so die Ankündigung von Amanda Palmer. Ein Verweis auf ihr jüngstes Album. Die Arbeit


zu „There will be no Intermis­ sion“ sei ein therapeutischer Prozess gewesen, der Krebs, Trauer, Abtreibung und Fehl­ geburten verhandelt. Capitol, Offenbach Fr, 13.09. | 20 Uhr | ab 40 € Whispering Sons (Brüssel) Wie ein kleiner, kalter Schauer, der für leichte Gänsehaut sorgt: Der flirrend-spröde Post-Punk der Band um Sängerin Fenne Kuppen erschafft mit genialen New-Wave-Melodien super intensive atmosphärische Songs. Unbedingt mal in die aktuelle Platte „Image“ reinhören! Das Bett, Frankfurt Fr, 20.09. | 20.30 Uhr | 22 €

Euroteuro (Wien) All killer, no filler. So klingt’s, wenn die coolsten der Coolen aus Wien beim Naschen von Strudel die Köpfe im Studio rauchen lassen. Lässiger, a bisserl verschrobener und ur-witziger Austro-Pop, der mit Songs über Urlaub in Italien Reise- und Tanzlust weckt. Ono2, Frankfurt Fr, 20.09. | 21 Uhr | 10 €

The Mystery Lights (New York) Mit Charles Bradley und Sharon Jones finden sich im Katalog des Labels Daptone Records wahre Ikonen – und mittendrin The Mystery Lights. Fiebriger, funkiger Rock’n’Roll mit Psych-Garage-Kante und neuem Album: „Too Much Tension“. Hammer! Schon Schön, Mainz Mi, 25.09. | 20 Uhr | 18 € Kate Nash (London) Mitte der 2000er schwärmte Lily Allen auf Myspace (das waren noch Zeiten!) von der jungen Britin, die damals eigentlich zum Theater wollte und plötzlich Popstar wurde. Heute zählt die obercoole Kate Nash zu den facettenreichsten Künstlerinnen überhaupt und vereint super authentisch Hollywood, ihre Punkband und einfach sehr gute Popmusik. Karlstorbahnhof, Heidelberg Mi, 25.09. | 21 Uhr | 27 € Say Yes Dog (Berlin) Bewaffnet mit Synthesizern steckt Euch das aus Luxemburg stammende Trio in eine Zeitmaschine und beamt Euch zurück in die 80er. Die Platte„The Voyage“ folgt auf das 2015er-Durchbruch-Debüt „Plastic Love“ und P | 67

ist ein grooviger Electropop-Trip. Funky! Schon Schön, Mainz Fr, 27.09. | 20 Uhr | 14 € International Music (Essen) Richtig geil! International Music faszinieren mit coolem, von Krautrock inspiriertem Sound. Textlich drückt sich eine rotzige Ruhrpott-Lakonie durch, die mit viel (gutem) Humor unsere Popkultur dekonstruiert. Als Support am Start: Hutch Harris von The Thermals ... und die Woog Riots! Schlachthof Wiesbaden (Kesselhaus) Sa, 28.09. | 19.30 Uhr | 19 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de


Unsere Stadt als „grünes Wohnzimmer“ Die Initiative Essbares Darmstadt lässt nicht locker – ein Update TEXT: KATJA BOROWSKI | FOTOS: ESSBARES DARMSTADT + KATJA BOROWSKI

Gerade einmal drei Jahre ist es her, dass sich die Initiative Essbares Darmstadt gegründet hat. Wer sich für die Idee einer „essbaren Stadt“, Urban Gardening, Pflanzentausch oder – ganz allgemein – Flora und Fauna interessiert, dem begegnen die ökologischen Enthusiasten aber immer wieder. Was haben Anna Arnold, Adrian Jost, Raissa Ulbrich und Dieter Krellmann bewirkt? Welche Aktionen und Projekte stehen noch an? Was kann Essbares Darmstadt – und was nicht? Wir daten Euch up.

Steckbrief ausgefüllt von Dieter Krellmann und Anna Arnold Name: Initiative Essbares Darmstadt Sitz: Klause am Hauptbahnhof Vision: Unser Motto lautet: „Eine bessere Welt ist pflanzbar.“ Es wäre schön, wenn es uns gemeinsam gelänge, unsere Stadt zu einem ökologischen Leuchtturm zu machen und zeitnah intelligente Lösungen für die vielen Probleme zu finden, die uns heute noch umtreiben. Wann gegründet? Am 11. Juni 2016 Von wem gegründet? Anna Arnold (Kommunikationsdesignerin mit Schwerpunkt Fotografie), Adrian Jost (Biologe), Raissa Ulbrich (Umweltingenieurin mit Schwerpunkt Stoffkreisläufe) und Dieter Krellmann (Grafikdesigner und „bunter Hund mit Hut“)

Warum gegründet? Schon länger gab es in Darmstadt verschiedene kleinere Initiativen wie zum Beispiel den Verein Urban Garden Darmstadt. Sie alle hatten in etwa dasselbe vor, nämlich: Vor der eigenen Haustür anzufangen, die Stadt in ein „grünes Wohnzimmer“ zu verwandeln. Nicht jeder hat schließlich einen eigenen Garten, aber dafür vielleicht einen Hinterhof, Vorgarten oder Balkon. Erstaunlicherweise hatte das gemeinsame Pflanzen bei den meisten Gruppen auch eine positive Auswirkung auf das Miteinander in der Nachbarschaft. Und weil wir alle nun einmal unterschiedliche Stärken und Schwächen haben und zusammen viel mehr bewegen können als jeder für sich allein, haben wir uns als Initiative Essbares Darmstadt zusammengetan. Was kann die Initiative leisten (und was nicht)? Es gibt immer noch so viele hässliche Flächen in unserer Stadt, die eigentlich geniale Freiflächen sind. Und genau die wollen wir schöner und grüner und für alle nutzbar machen. Wir haben jede Menge Ideen und wir bringen Leute zusammen. Und zum Teil erstellen wir auch konkrete Bepflanzungs- und Gestaltungspläne. Außerdem kommunizieren wir mit den verantwortlichen Behörden, denn inzwischen wissen wir schon, wen wir ansprechen müssen und was geht (und was nicht). Aber: Wir können nicht jeden einzelnen Garten und

P | 68


jedes Beet selber gießen oder überall in der Stadt herumlaufen und Unkraut zupfen. Das müssen die Leute, die die Ideen an uns herantragen, dann schon selber machen.

Soll und Haben: Fertige und anstehende Projekte Was die Initiative Essbares Darmstadt alles schon geleistet hat und was gerade am Entste­ hen ist – ein Überblick:

Wer kann mitmachen? Alle. Jeder wird gebraucht. Einfach eine Mail an idee@essbaresdarmstadt.de schicken. Was sind regelmäßig wiederkehrende Aktionen? Der Saatguttausch im Februar, der Pflanzentauschrausch im Mai, unsere jährliche Geburtstagsparty im Juni, aber auch das Werkeln in der Klause oder die wiederkehrenden Diskussionsrunden mit Politikern und Ämtern. Mit welchen Partner arbeitet die Initiative zusammen? Mit dem EAD (in Bezug auf Erde und Logistik), mit der Firma „LaBio“ (in Bezug auf Pflanzen und Kräuter), mit der Firma Palaterra (die machen die fruchtbare Terra-Preta-Erde, die künftig auch in Darmstadt in den Kompostierwerken hergestellt wird) und mit dem Umweltamt der Stadt Darmstadt. Aber auch mit dem Verein Urban Garden Darmstadt und den Anwohnern der einzelnen Projekte. Was sollten wir sonst noch wissen? Erstens: Wir benutzen für unsere Projekte immer eine besondere Erde, die Terra Preta. Zweitens: „Essbares Darmstadt“ heißt eben nicht immer nur „essbar für Menschen“, sondern manchmal auch nur „essbar für heimische Tiere“ wie zum Beispiel Vögel und Bienen. Drittens: Wir möchten alle Darmstädter ermuntern, sich an unseren Beeten zu bedienen. Naschen und ernten sind ausdrücklich erlaubt! Nur übertreiben sollte man es nicht. Und bitte auch keine Kippen und keinen Müll hinterlassen!

Fertig zum Bestaunen sind: - Die essbare Klause am Hauptbahnhof: Inzwischen findet Ihr im kuscheligsten Bier-, Wein- und Grillgarten der Stadt nicht nur verschiedene Beerenund Kräuterbeete zum Naschen und Bestaunen, sondern auch ein kleines Gewächshaus, in dem neue Pflanzen herangezogen und ausgewachsene Pflanzen überwintert werden, sowie – im Inneren der Klause – einen Saatgutschrank mit samenfestem Saatgut zum Entnehmen und Tauschen. - Der Büchnergarten am Staatstheater: Im Rahmen der Darmstädter Gespräche 2017 entstanden und 2018 sowie 2019 um weitere Hochbeete ergänzt, mutierte er bereits innerhalb kürzester Zeit zum Liebling der Mitarbeiter des Staatstheaters, aber auch der Anwohner, die sich hier nachmittags gern mal auf einen Kaffee und ein Schwätzchen treffen. - Der Osthang auf der Mathildenhöhe: Die Beete auf dem Osthang waren sozusagen das erste Urban-Gardening-Projekt von Dieter Krellmann, noch bevor er die Initiative Essbares Darmstadt zusammen mit einigen Mitstreitern gegründet hat. Die Beete entstanden damals begleitend zum Architektursommer 2014 auf der Mathildenhöhe. - Die vertikalen Beete am Herrngartencafé: Sie wurden vom Verein Urban Garden Darmstadt, der vor allem im Johannesviertel aktiv ist, angelegt. - Die Nachbarschaftsbeete in der Parcusstraße:

P | 69


ein weiteres kleines Projekt von Urban Garden Darmstadt, ebenfalls im Johannesviertel. - Die Hochbeete auf dem Gelände der Kompostie­ rungsanlage in Kranichstein (zusammen mit dem EAD): Sie sollen einerseits die Fassade der Lagerhalle begrünen und andererseits den Besuchern und Kunden zeigen, was man mit der Terra-Preta-Erde, die inzwischen auch hier hergestellt wird, alles machen kann.

Gerade in Arbeit sind: - Verschiedene Anpflanzungen entlang der Wege im Vivarium - Das Franziskusgärtchen an der katholischen Innenstadtkirche St. Ludwig: Dieser Miniatur-Garten befindet sich quasi direkt hinter dem Altar der Kirche in einem kleinen Halbrund. Derzeit wird er mit Pflanzen und Kräutern bestückt. Ihm zu Ehren hatte die Kirche vor einiger Zeit eigens einen Namenswettbewerb ausgerufen.

3 + 3: Dein interaktiver Wunschzettel – Drei Wünsche der Initiative Essbares Darmstadt an die Darmstädter*innen: 1. Achtsam mit der eigenen Umwelt sein. 2. Gemeinsam Verantwortung für die Stadt übernehmen. 3. Biologische Vielfalt erkennen und erhalten. Also: keine Kiesgärten und keine Monokulturen!

- Ein Bienengarten am Mollerhaus: Auf der Fläche vor dem Mollerhaus sollen bienenfreundliche Pflanzen und Stauden ihren Platz finden. - Kostbares Lincoln: Zusammen mit den künftigen Bewohnern der Lincoln-Siedlung sollen deren Magerflächen gestaltet werden. - 16.000 Bäume für Darmstadt: Darmstadt hat aktuell 160.000 Einwohner. Geplant ist, dass sich möglichst immer 10 Einwohner zusammentun, um der Stadt gemeinsam einen Baum zu spenden. Wenn das klappt, gibt es hier bald 16.000 Bäume mehr! - Testmodule zur Begrünung des Citytunnels: Der dreckige, stinkige, graue Citytunnel soll innen mit Moosen und anderen Pflanzen begrünt werden. Auf dass das Klima an einem der kritischsten Verkehrsknotenpunkte unserer Stadt, der Hügelstraße, besser werde! ❉ Details zu allen Aktionen: online auf essbaresdarmstadt.de unter der Rubrik „Projekte“ www.aev-darmstadt.de

Und drei Wünsche der P-Leser*innen (als würdige Vertreter aller Darmstädter*innen) an die Initiative: 1. 2. 3.

Liebe P-Leser*innen: Bitte tragt hier Eure drei Wünsche an die Initiative Essbares Darmstadt ein, schneidet den Zettel aus und schmeißt ihn bis 30.09.2019 in den P-riefkasten des P-Homeoffice am Schlossgartenplatz 13 im Martinsviertel. Im März-P 2020 erfahrt Ihr dann, welche Wünsche umgesetzt werden können. P | 70


ANZEIGE


Folge 8: wandelbaresdarmstadt.de TEXT: MATIN NAWABI | FOTO: JAN EHLERS

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Um aus bequemen Routinen auszubrechen, braucht’s manchmal einen kleinen, motivierenden Stupser in die richtige Richtung. Gerade auch der Wunsch, den Alltag nachhaltiger und res­ sourcenschonender zu gestalten, stellt einen mitunter vor die Herausforderung: Wo fange ich überhaupt damit an? Das Web-Portal Wandelbares Darmstadt bietet in dieser Hinsicht gleich doppelte Hilfestellung. Die aufgeräumte und übersichtliche Webseite liefert einen recht lückenlosen Überblick zu den vielen Initiativen und Angeboten, die sich in der Stadt am Woog dem Gedanken der Nachhaltigkeit ver-

schrieben haben: vom Repair-Café über Secondhand-Mode bis zum Bio-Hofladen.

Mehr als nur eine Datenbank Der Clou am Projekt: Die Wandelkarte listet nicht nur einfach Adressen auf, sondern präsentiert mit hochwertigen Blogbeiträgen spannende, informative Storys. Unter den lesenswerten redaktionellen Beiträgen findet Ihr Erfahrungsberichte, Porträts, Interviews und Reportagen, die allesamt Lust machen, womöglich unbekannte Orte zu entdecken oder Neues auszuprobieren – wie mit einem Leih-Lastenrad durch die Stadt zu düsen und seine sperrigen Einkäufe aus dem Baumarkt ohne Auto bequem nach Hause zu transportieren. P | 72


ANZEIGE

Den spritzigen und tiefgründig recherchierten Texten sind knackige Fotografien zur Seite gestellt. Wer zum Beispiel bisher immer mit einem Besuch der Klause am Hauptbahnhof gezögert hat, dürfte beim Betrachten der saftig grünen Bilder aus der verwunschenen Biergarten-Oase voller Obstbäumchen, Rankpflanzen und Gemüsebeeten kaum noch von einem Ausflug abzuhalten sein. Kleine Schritte, die nicht wehtun oder einschränken, „sondern das Leben sogar bereichern können“. Erleb- und greifbar baut Wandelbares Darmstadt so Hemmschwellen ab: „Es ist mir wichtig, meinen MitbürgerInnen aufzuzeigen, wie unkompliziert der Zugang zu nachhaltigen Angeboten in Darmstadt ist.“ So fasst Initiatorin Lisa Mattis den Grundgedanken ihres Konzepts zusammen. Entwickelt hat die erfahrene Autorin und P-Aktivistin das Portal als Masterarbeit ihres Studiums der Medienentwicklung an der Hochschule Darmstadt. Realisiert wurde das Projekt von der 30-jährigen Darmstädterin in enger Zusammenarbeit mit der Initiative Transition Town Darmstadt – Herausgeber der analogen, gedruckten Wandelkarte – sowie in Kooperation mit der „Karte von morgen“, quasi eine bundesweite Nachhaltigkeits-Open-Source-Datenbank.

Mach mit! Wandelbares Darmstadt lädt zum Partizipieren ein. So könnt Ihr nicht nur Eure persönlichen Tipps und Hinweise im Online-Portal listen lassen, sondern auch selbst Teil des ehrenamtlichen Redaktionsteams werden: „Das Online-Portal ist für alle DarmstädterInnen – und kann nur mit ihnen funktionieren“, erklärt die Gründerin. Also: Teilt Eure Entdeckungen und Erlebnisse, um das Leben in Darmstadt nachhaltiger zu machen. Macht definitiv auch mehr Spaß, als die Hände überm Kopf zusammenzuschlagen, weil die Welt vermeintlich ohnehin nicht mehr zu retten sei. ❉

Modelle 2019 Hier probefahren!

www.wandelbaresdarmstadt.de

Nachhaltiges P —­ Darmstadt kann grün, Darmstadt kann bio, Darmstadt kann nachhaltig – mittlerweile sogar ganz schön gut! In unserer Reihe „Das gute Leben“ stellen wir Euch Orte und Menschen vor, die uns im Sinne der Nachhaltigkeit ein gutes Vorbild sein können. P | 73

eeemotion Frankfurter Straße 26 64293 Darmstadt www.eeemotion.de


Die Welt ist eine Bühne Darmstädter Wortakrobaten, Teil 5: Stefan Benz T E X T: F R A N K S C H UST E R | FOTO: JA N E H L E RS

Der Autor nimmt einen Schluck von seinem Weizenbier. Es ist Sommer, es ist heiß. Er setzt das Glas wieder ab, lächelt versonnen und erklärt, was für ihn das Schreiben von längeren Geschichten so besonders macht: „Es ist einfach ein Traum, ganze Welten mit nur wenigen erfun­ den Personen erschaffen zu können“, sagt er. „Es fühlt sich fast an, wie damals als Kind mit den Matchbox-Autos auf dem Zimmerboden.“ Stefan Benz heißt der Autor. Vielen Darmstädtern ist er als scharfzüngiger Film- und Theaterkritiker bekannt. Seit über 30 Jahren schreibt er für das „Darmstädter Echo“. Jetzt, mit 53 Jahren, hat er seinen ersten Roman veröffentlicht. „Theaterdurst“ heißt er. Und wie der Titel schon verrät, geht es darin um eine seiner großen Leidenschaften: den Brettern, die die Welt bedeuten. Oder wie es in der Sprache Shakespeares sehr viel schöner heißt: „All the world’s a stage.“ Hauptfigur in dem Buch ist Justus Beck, Theaterkritiker der „Neuen Post“. Dieser wird, ganz im Miss-Marple-Stil unfreiwillig, zum Aufklärer eines Verbrechens. Es geht um einen handfesten Theaterskandal, um ein blutiges Bühnenmassaker, das ein Regisseur angerichtet hat. Sprachlich und

inhaltlich ist das Buch kein klassischer Krimi. Es setzt weniger auf Spannung oder Action. Es ist vielmehr eine Satire, die auf den Theater-, aber auch den Medienbetrieb zielt. Die „Neue Post“ kämpft gegen Auflagenschwund und setzt deshalb auf Schnelligkeit und Skandalisierung. Das Feuilleton wird kurzerhand in „Cool-Tour“ umbenannt, der Praktikant twittert live aus dem Theater unter dem Hashtag „theaterchecker“. Mit Kritik der alten Schule, wie sie der sympathische Kauz Beck vertritt, hat das nichts mehr zu tun. Der ist kein Checker, sondern ein Connaisseur. Durch ihn bekommt der Leser en passant einiges Lehrreiches über manchen zu Unrecht als verstaubt geltenden Theaterklassiker mit auf den Weg, darunter Schillers „Kabale und Liebe“ und Shakespeares „Romeo und Julia“. „Theaterdurst“ ist der Auftakt einer Trilogie um den verschrobenen Bühnendetektiv. Stefan Benz hat schon alle drei Bücher fertig. Der nächste Band erscheint voraussichtlich Anfang 2020. Es wird darin, so viel verrät der Autor, um einen Stadionbau gehen. Da gibt es doch wohl keine Parallelen zu Darmstadt und seinem SV 98? Benz winkt ab. Lokalkrimis schreibe er nicht, auf keinen Fall! Der Ort der Handlung trägt in seinen Krimis

P | 74


ANZEIGE

fürwahr keinen Namen. Es könnte jede x-beliebige deutsche Stadt sein. Doch aufgrund von Benz‘ Biografie liest man unwillkürlich regionale Bezüge hinein. Einen „Echo“-Kollegen hätten bestimmte Beschreibungen an das Staatstheater in Mainz erinnert, erzählt Benz. Und dann ist da die Sache mit den Nachnamen einiger Nebenfiguren. Die erinnern – mal direkt, mal entfernt – an frühere, teils legendäre Spieler der 98er. Die Lilien sind neben Theater und Film die dritte große Leidenschaft des Autors. Wie kam es eigentlich dazu, dass er von der journalistischen Kurz- zur belletristischen Langform wechselte? Vor drei Jahren trat Benz beruflich etwas kürzer beim „Echo“. Einen konkreten Plan, wie er fortan die freien Tage füllen wollte, habe er nicht gehabt. „Ich dachte zuerst an ein Sachbuch. Doch dann, im Mai 2016, während eines verregneten Andalusien-Urlaubs, saßen meine Frau und ich am Meer und schauten die Regenwolken an. Plötzlich beobachtete sie eine Veränderung in meinem Gesicht und fragte: ‚Was ist denn los?‘ Ich sagte: ‚Ich hab ‘nen Roman!‘“ Und in den nächsten Monaten füllten sich schnell Hunderte von Seiten mit Ideen an. Eine ganze Welt entstand. Aus nur wenigen erfundenen Personen. Die Welt ist eine Bühne. Oder auch ein Buch. ❉

Der Autor —­ Stefan Benz, Jahrgang 1966, ist Kulturredakteur des „Darmstädter Echo“. Seit Mitte der 1980er-Jahre schreibt er Theater- und Filmkritiken. Er studierte Amerikanistik, Germanistik sowie Theater-, Filmund Fernsehwissenschaften an der Frankfurter Goethe-Universität. Er ist in Darmstadt geboren und im Stadtteil Arheilgen aufgewachsen. www.tredition.de/autoren/stefan-benz-27111/

Das Buch — ­„Theaterdurst“, Roman, 2019, Verlag Tredition, 232 Seiten, 10,99 € (Paperback) oder 18,99 € (Hardcover).

Die nächsten Lesungen —­ Roeders (Rheinstraße 99) Do, 05.09. | 19.30 Uhr | Eintritt frei Kunstforum der TU Darmstadt (Hochschulstraße 1) Do, 31.10. | 18 Uhr | Eintritt frei P | 75


Unter Pappeln Lilien-Kolumne, Folge 70: Do I like my tight Gegengerade? T E X T: M AT T H I A S KN E I F L | FOTO: JA N E H L E RS

Genau 240 Tage lagen zwischen dem letzten Heimspiel mit der alten Gegengerade und dem ersten Heimspiel mit der noch unvollendeten neuen. 4.300 Lilienfans fluteten am 04. August die neuen Stehplätze an alter Stelle. Ein Wieder­ sehen, das alle so sehr herbeigesehnt hatten, das aber einige auch ernüchtert zurückließ – unter anderem mich.

Lilienfans der erstmalige Bezug der Stehplatzränge auf der neuen Gegengerade. Wie würde es sein, in der alten neuen Heimat? Genau so wie früher, nur mit mehr Sichtbeton? Oder doch anders?

„Die Sonne scheint, die Menge tobt und wartet auf ein Lilientor, olé, olé, ola!“ Genau so hatte ich es mir zum Heimspielauftakt gegen Holstein Kiel ausgemalt. Und genau so sollte es kommen. Das Premierentor ließ gar nicht so lange auf sich warten. Nur elf Minuten waren gespielt, ehe eine feine Koproduktion von Marvin Mehlem und Tim Skarke das Bölle erstmals jubeln ließ. Der 2:0-Erfolg gegen die Norddeutschen war aber im Endeffekt nur eines von zwei großen Themen an diesem Nachmittag. Genauso wichtig war mir und 4.299 anderen P | 76

Revier abstecken Schon auf dem Weg zum Bölle wurden mir Tweets in meine Timeline gespült, auf denen erste Wellenbrecher mit Aufklebern zu sehen waren. Das Revier wollte offenbar frühzeitig abgesteckt sein. Bevor ich mich dann eine Dreiviertelstunde vor Anpfiff auf die Gegengerade begeben wollte, hieß es erst noch Kaltgetränke ordern. Am provisorischen Getränkestand war dann wieder zu bestaunen, dass sich manche Dinge wohl nie ändern werden. Das Erfolgsgeheimnis einer effizienten Getränkeausgabe scheint dem Caterer auch nach vielen Jahren noch genau das geblieben zu sein: ein Geheimnis! Okay, dann eben zeitverzögert in den Block und die erste Überraschung: Wo steht denn bitte der Rest


meiner Truppe? Gar nicht so leicht zu überblicken. Also einige Stufen heruntergestapft und irgendwann fündig geworden.

Altbekannte Nachbarn Dann mal rein in die Reihe. Oha, die Stufen sind höher, aber schmaler als auf unserer alten Gegengerade. Dafür ist der Blick auf das Spielfeld gut. Kein Zaun behindert die Sicht. Kurz den Blick kreisen lassen: Ah, da sind einige altbekannte Gegengeradengesichter, dort ist der vertraute Asterix-Doppelhalter. Alles wieder im Lot. Im Rückrundenexil hatte ich auf der Nord immer wieder vertriebene Gegengeraden-Aficionados gesehen. Auch sie schienen dort zu fremdeln. Und ich war regelmäßig erstaunt, dass sie körperlich im Stande waren, sich hinzusetzen. Zuvor hätte ich es für ein Naturgesetz gehalten, dass sie ihr Dasein nur stehend oder gehend fristen. Flamenco? Nun standen sie alle wieder entlang der Seitenlinie. Ein gutes Gefühl. Auch auf den Gesichtern der sich inzwischen warmmachenden Lilienspieler war beim Blick auf die Gegengerade Freude zu erkennen. Doch da war etwas, das mich störte: Je näher der Anpfiff rückte, desto enger wurde es. Und mit der Mannschaftsaufstellung war es dann richtig eng. Es dauerte nicht lange, da stieß mein Vordermann erstmals gegen meinen Bauch. Etwas, das sich beständig wiederholen sollte. Zuckte er seinen Ellenbogen nach hinten: Treffer! Beugte er sich nach vorne: Touché! Drehte er sich um: Strike! Wollte ich ihm beim Klatschen nicht meine Hände um die Ohren hauen, dann war etwas Körperakrobatik gefragt. Ergo: Arme seitlich versetzt auf Kopfhöhe zusammenführen. Ein wenig wie beim Flamenco. Und in der Pause? Da machten es sich um mich herum einige Fans auf den Stufen bequem. Das gehörte schließlich bis vor einem Dreivierteljahr zum Halbzeitprogramm. Auch ein unerschrockenes Mitglied aus meiner Gruppe tat es, stand aber sofort wieder auf, als sie zu wenig Platz vorfand. Mit dem Ergebnis, dass es sich ihre Vorderfrau auf ihrem Fuß bequem machte ... ohne es zu merken. Wollten andere Fans zum Getränkestand oder mal austreten, dann gab es kaum ein Durchkommen. Hinter mir der Wellenbrecher, vor mir der Fan mit den ausladenden Bewegungen und neben mir meine Begleitung, auf deren Fuß eine andere Frau saß.

Vergleich zum alten Fanhügel ganz schön wenig. De facto, wie ich seit dem Kiel-Spiel weiß, nicht nur gefühlt. Hinzu kommt: Mike aus unserem „Hoch & weit“-Podcast bestätigte am nächsten Abend meine Erfahrungen und unterlegte sie mit einer Zahl. Demnach seien die Stufen genau so tief, wie die Schuhgröße 50 lang. Das wäre ihnen beim Spiel aufgefallen. Der halbe Meter gilt also nur zur Seite, nach vorne wären es folglich nur 32 bis 33 Zentimeter. Menschen mit Übergröße oder übergroßen Füßen sind hiermit vorgewarnt.

The time is now Je länger jedenfalls die Partie gegen Kiel dauerte, desto häufiger erinnerte ich mich an einen Albumtitel aus den Neunzigern. Moloko stürmte damals mit „Do you like my tight sweater“ die Charts. Nun, wie sah es in mir aus? „Do I like my tight Gegengerade?“ Not quite! Unweigerlich kam mir der größte Moloko-Hit in den Sinn, in dem es heißt „Bring it back.“ Oh ja, wie gerne hätte ich in dieser Hitze mitsamt der Tuchfüllung zum Vordermann die alte Gegengerade zurückgehabt. Doch vor dem Dresden-Heimspiel motivierte ich mich mit dem nächsten Moloko-Song: „The time is now“. Ergo: Keine Nostalgie, Arrangieren mit den Verhältnissen ist angesagt. Und immerhin: Wir können wieder stehen, mit einer viel besseren Perspektive als von der Nord! ❉

Gut zusammengestelltes Team, gute Ergebnisse? —­ Fr, 30.08., 18.30 Uhr: SV Sandhausen – Darmstadt 98 So, 15.09., 13.30 Uhr: Darmstadt 98 – 1. FC Nürnberg Fr, 20.09., 18.30 Uhr: 1. FC Heidenheim 1846 – Darmstadt 98 Sa, 28.09., 13 Uhr: VfL Bochum – Darmstadt 98 www.sv98.de

Matthias und der Kickschuh —­ Seit Ende 2011 schreibt Kickschuh-Blogger Matthias Kneifl über seine große Leidenschaft: den Fußball. Genau der richtige Mann also für unsere „Unter Pappeln“-Rubrik!

50 Zentimeter Ein halber Meter, so hatte es vorab von den Lilien geheißen, stünde jedem Fan auf der Gegengerade zur Verfügung. Aber 50 Zentimeter sind im

www.kickschuh.blog

P | 77


Die Vierte Säule Folge 19: Rechte Gewalt in Darmstadt T E X T: SE BA ST I A N W E I SS GE RBE R | I L LUST R AT I ON: H A N S-J ÖRG BRE H M + L I SA Z E I SS L E R (P ORT R ÄT)

Anfang Juni erschießt ein polizeibekannter Neonazi in Kassel den CDU-Politiker Walter Lübcke. Im Juli schießt ein Rechtsextremer im Main-Kinzing-Kreis auf einen jungen Mann aus Eritrea und richtet sich anschließend selbst. Plötzlich scheint in Hessen rechte Gewalt gegenwärtig. Doch auch in Darmstadt zeigt sich seit Jahrzehnten eine Kontinuität von neona­ zistisch oder fremdenfeindlich motivierten Straftaten. Eine Chronologie.

Von Oktober bis Dezember 1982 erschüttern elf Sprengstoffanschläge auf US-Einrichtungen das Rhein-Main-Gebiet, darunter einer in Darmstadt. Die für die Terrorserie verantwortliche sechsköpfige Hepp-Kexel-Gruppe um die Rechtsextremisten Odfried Hepp und Walter Kexel ist heute der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Dabei war Kexel auch Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann, die immer wieder mit dem Oktoberfestattentat von 1980 mit zwölf Toten und mehr P | 78


als 200 Verletzten in Verbindung gebracht wird. Der Kopf der Gruppe Odfried Hepp galt bis zu seiner Ergreifung 1985 durch den französischen Geheimdienst in Paris als meist gesuchter Neonazi Deutschlands. Ein ausführliches Porträt Hepps zeichnet die auf Youtube verfügbare Dokumentation „Der Rebell – Neonazi, Terrorist, Aussteiger“. Dort zu sehen ist auch ein Ausschnitt der Hessenschau vom 15. Dezember 1983. Sie zeigt ein ausgebranntes Mercedes-Wrack in einer Darmstädter Wohnsiedlung. Es ist das Auto eines 27-jährigen Captains der US Army. Er überlebt die Explosion einer zur Bombe umgebauten Gasflasche unter seinem Fahrersitz schwer verletzt. Die Hepp-Kexel-Gruppe gilt damals als die bestorganisierte rechte Terrororganisation des Landes. Ihre Opfer wählt sie zufällig aus. „Die Masse der GIs kann man nicht so schützen wie die Führungsleute. Das ist Terror in der reinsten Form“, erklärt Hepp in der Dokumentation. Völlig unorganisiert, aber nicht zufällig ermordet 1994 ein 29-Jähriger seinen Nachbarn Ali Bayram im Schiebelhuthweg (in der Nähe des Südbahnhofs). Er habe sich durch den Lärm der über ihm wohnenden türkischstämmigen Familie mit fünf Kindern gestört gefühlt, gibt der Täter vor Gericht als Motiv an. An einem Februarabend geht er die Treppe hoch, klingelt bei den Bayrams, wartet, bis er Schritte im Flur hört und schießt mit einer 9-mm-Pistole durch die geschlossene Tür. Den Vater trifft er tödlich. Eine Kugel verletzt die 12-jährige Tochter am Arm. Obwohl er schon Monate vor der Tat gedroht habe, „Ihr Scheiß Türken, geht in Euer Land zurück. Ich bring' Euch noch um“, verneint das Landgericht Darmstadt eine rassistische Motivation. Die Amadeu Antonio Stiftung führt den Mord heute jedoch in ihrer Statistik über mindestens 196 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990. Die Bundesregierung zählt hingegen nur 84 Tötungsdelikte.

In einem anderen Fall 25 Jahre später ist die Grüne Stadtverordnete Nicole Frölich jedoch vollen Lobes für die Polizei. Im Sommer 2018 hatte Frölich zu einem „Fest der Vielfalt“ als Protest gegen die AfD-Versammlung in der Orangerie aufgerufen. Danach erhielt sie einen Drohbrief. „Da wurde mir in total verrohter Sprache angedroht, mein Haus anzustecken“, berichtet Frölich auch heute noch erschüttert. Die Drohung sei selbst nach einem Jahr immer noch Thema. Beim Öffnen des Fensters bleibe stets ein mulmiges Gefühl. „Der Feuerlöscher steht immer griffbereit.“ Die Polizei habe den Fall damals sehr ernst genommen. Sie sei verstärkt vor ihrem Haus Streife gefahren, habe den Absender der E-Mail jedoch nicht ermitteln können. Unter Polizeischutz stand Daniel Neumann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Darmstadt, schon als kleiner Junge. Doch als das P Magazin bei ihm anruft, muss er dennoch erst mal nachdenken, was ihm zum Thema „Rechte Gewalt in Darmstadt“ einfällt: „Ich habe die Befürchtung, dass man einfach abstumpft, wenn man damit regelmäßig zu tun hat“, vermutet er. Wirre Schreiben von Holocaustleugnern, Drohanrufe, Hakenkreuze auf Grabsteinen und Ähnliches gebe es immer wieder. Körperlich attackiert habe man ihn jedoch nur ein Mal. „Wir sind als Juden in der Öffentlichkeit ohne Kippa nicht erkennbar. Bei Farbigen oder Frauen mit Kopftuch ist das anders.“ Dann erinnert sich Neumann an zwei rechte nächtliche Aufmärsche vor seinem Elternhaus Mitte der 1980er-Jahre. Sein Vater war damals Landesvorsitzender der Jüdischen Gemeinden. Die Neonazis sangen in einem Fall das verbotene Horst-WesselLied. Im anderen Fall zündeten sie einige Müllsäcke vor seinem Elternhaus an und skandierten Nazi-Parolen, berichtet Neumann. Im vergangenen Jahr registrierte der Verfassungsschutz in Hessen 25 rechtsextrem motivierte Gewalttaten. ❉

Mit dem schwierigen Verhältnis des deutschen Staats zu rechter Gewalt macht 1994 auch ein Flüchtling aus Ghana Bekanntschaft. Seit vier Jahren lebt Osman Seido im Flüchtlingsheim in Jugenheim, das bereits mehrfach von Rechtsradikalen angegriffen wurde. Doch an diesem Junitag sind es vier Polizisten, die den mutmaßlichen Schwarzfahrer an einer Telefonzelle zusammenschlagen, als „Neger“ beschimpfen und später in der Wache einen Hund auf ihn hetzen. So berichtet es zumindest Seido vor Gericht, wo er wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und Beleidigung der Polizisten angeklagt wird.

Lokalpolitik-Kolumne im P —­ Sebastian Weissgerber hat bereits für die Frank­ furter Rundschau aus dem Darmstädter Stadtparlament berichtet. Im P schreibt er seit Februar 2017 als „Vierte Säule“ über die hiesige Politik. www.p-stadtkultur.de/rubriken/die-vierte-saeule P | 79


Wrede und Antwort Von der Steißgeburt bis ins Stehgrab TEXT: GERALD WREDE | FOTO: JAN EHLERS | ILLUSTRATION: LISA ZEIßLER

Was ist der Unterschied zwi­ schen den Schriftstellerinnen Charlotte Link und Thea Dorn? Charlotte Link heißt wirklich so und hat das Glück eines Namens wie eine Romanfigur. Thea Dorn hat einen Philoso­ phie-Magister in Selbsttäu­ schung und heißt eigentlich Christiane Scherer. Rosa Roth, Helen Dorn, Lena Fauch, Marie Brand, Bella Block, Eva Blond. „Die Füchsin“, mit Detektivin Anne Marie Fuchs. „Reiff für die Insel“ mit Anwältin Katharina Reiff. Lutter, Zorn, Balko, Peter Strohm, so heißt kein Mensch! Glauben Sie mir, ich bin einer. Okay, Derrick hieß auch keiner. Und „Kreisbrandmeister Felix Martin“ müssen ja auch nicht alle gut finden. Kennt Ihr den Verein der Senkrechtbegrabenen? Das war mal eine Idee von durchgeknallten Szene-Wienern, das heißt, von deren Spezl, der a weng später

dann zwecks Versicherungsbetrug einen Frachter im Ozean explodieren ließ. Mitsamt der Besatzung. Rudolf Proksch hieß der Mann, Serge Kirchhofer nannte er sich, und Erika Pluhar war seine Frau. Die Senkrechtbegraberei hat sich nicht durchgesetzt, ähnlich wie Erika Pluhar.

Pluhar anschließend in die Arme von Peter Vogel, dem ersten Major-Kottan-Hauptdarsteller in der Krimi-Groteske „Kottan ermittelt“ – einer, damals sagte man, „Kult-Serie“. Doch leider bringt der Vogel sich nach drei Folgen mit gerade einmal 41 Jahren um. Jaja, die Pluhar.

Welch ein Fest: Anstatt sich über den Egoismus der Mitmenschen zu ärgern, einfach mal reden über Leute, welche heute keiner mehr kennt. Entschuldigung, Frau Pluhar. Hier kommt Andre Heller ins Spiel. Der war nämlich auch mit Frau Pluhar einst verheiratet. Und da hört der Spaß auf, der hat nämlich versucht, Rudi Carrell seine Frau auszuspannen und deshalb kann ich den überhaupt nicht leiden, denn dem Rudi seine Frau anzubaggern, ist ja wohl das Allerletzte. Als wäre das alles nicht schon genug Pfund, um auf dem Markt der Eigenheiten zu wuchern, treibt es Frau

Ursprünglich waren nostalgische Falschnamen echter Verbrecher mein Aufhänger für diese Kolumne – und nun kam Frau Plu­ har, die wir alle sehr schätzen, dazwischen und es bleibt kaum mehr Zeit, denen zu frönen. Aber dennoch, hier meine liebsten Falschnamen echter Verbrecher der 60er- und 70er-Jahre: Helmut Ströhla, Dr. Franz Schöler von Stein, Dr. rer. pol. Hans S. Mikolay, F. Kurt Kündle, Leonard A. van Waalsdorp, Cornelius Schichtel, Johannes Antonius Dahmen sowie der König aller Falschnamen: Dr. Sardo. ❉

P | 80


Ina Stoppels Darmstädter Typ T E X T: M I R I A M GA RT LGRU BE R | FOTO: JA N E H L E RS

Ina Stoppels liebt Menschen, Kunst und die Natur. All das verbindet die Niederländerin in ihrem Beruf, in dem sie Kreativen jeden Alters Raum zur Entfaltung bietet. Ihr Arbeitsplatz in der Mollerstraße 28 ist dementsprechend bunt: Farbkleckse zieren Tische und Boden, ein Sammelsurium an Materialien lädt zum Stöbern ein, Pinsel und Wasserbecher warten darauf, benutzt zu werden. Gemeinsam mit ihrem Team hat Stoppels hier einen Ort namens „Ubuntu“ geschaffen, an dem Dinge, die andere wegwer­ fen, in Kunstwerken zu neuem Leben erwachen. Solch eine Form der Nachhaltigkeit ist der 46-Jährigen wichtig, denn „die Umwelt liegt mir, wie die Menschen, sehr am Herzen.“

sie sich. Diesem Zentrum für Kunst und Begegnung liegt als Konzept die pädagogische Philosophie der italienischen Stadt Reggio nell'Emilia zugrunde, die davon ausgeht, dass Menschen von sich aus lern- und wissbegierig sind. „Von genau so etwas habe ich schon immer geträumt“, resümiert die gelernte Kunst-Therapeutin.

Ursprünglich als Kleinunternehmen gegründet, funktionierte Stoppels Ubuntu, das „Haus der Künste und Materialien, der Bildung und der Zukunft“, im Jahr 2012 gemeinsam mit Pädagogin Sigrid Spohr zum Verein um. „Wir wollten damit ein niederschwelliges Angebot ermöglichen, förderfähig sein und Spenden annehmen können“, erinnert

Ihr Studium absolvierte Ina Stoppels in den Niederlanden. „Eigentlich stamme ich aus dem kleinen Dorf Noordbroek“, nach Darmstadt kam sie vor 14 Jahren, „wegen der Liebe.“ Auch wenn die Beziehung heute nicht mehr besteht, fühlt sie sich in Darmstadt noch immer wohl. „Vor vier Jahren bin ich nach Bessungen gezogen, wo ich einen Garten mit vielen Blumen habe.“ Der Garten sei – wie Ubuntu – bunt und ein Treffpunkt, nicht (nur) für Menschen, sondern „für Bienen und Schmetterlinge“. Die Gartenarbeit, Ausdruckstanz, Musik sowie das Sammeln von Fundstücken, aus denen sie jeden Abend ein Kunstwerk gestaltet, zählt Ina Stoppels zu ihren liebsten Beschäftigungen. Lachend erklärt sie: „All das macht mich aus.“ ❉

P | 81


Darmstädter Fakten REC H E RC H E + T E X T: CEM TEVETOǦLU

> In Darmstadt wurde schon mehrfach Designgeschichte geschrieben: Der Lichtschalter „Interruttore Rompitratta“, der Rasierapparat „Sixtant“ von Braun, das Radio „Model One“ von Tivoli Audio, der Tisch „Egon“ von Nils Holger Moormann und der Grill „Yron“ sind nur fünf Beispiele für zeitlose „Designschnipsel“ made in Darmstadt.

P Stadtkulturmagazin 12. Jahrgang Ausgabe 117 – September 2019

Impressum P Stadtkulturmagazin ist ein Produkt der Echo Zeitungen GmbH, Berliner Allee 65, 64295 Darmstadt (Anschrift gilt für alle im Impressum genannten Personen), Handelsregister: Amtsgericht Darmstadt HRB 9256, USt.-Ident-Nr.: DE 238913101, Telefon: +49 (6151) 387 1, Telefax: +49 (6151) 387 2610, E-Mail: impressum@vrm.de, Vertreten durch die Geschäftsführer: Hans Georg Schnücker und Kurt Pfeiffer Redaktion: Cem Tevetoğlu (Objektleitung), ctevetoglu @vrm.de, Telefon: +49 (6151) 387 2586, Ulla Niemann (verantwortlich) Anzeigen + Marketing: Jens Enge­ mann, anzeigen@p-verlag.de, Telefon: +49 (176) 219 648 83, Bernd Koslowski (verantwortlich) Verteilung: über 400 Auslagestellen im Raum Darmstadt Gesamtauflage: 12.000 Exemplare Erscheinungsweise: monatlich (Doppelausgaben: Dezember/Januar und Juli/August) Bezugspreis: gratis (Jahresabo: 50 €) Druck: TZ-Verlag & Print GmbH, Bruchwiesenweg 19, 64380 Roßdorf Nachdruck/Copyright: Alle Urheberrechte für Text und Gestaltung liegen bei Echo Zeitungen. Ein Nachdruck der Texte und Fotos, die in P veröffentlicht sind, ist – auch in Auszügen – nur mit schriftlicher Genehmigung von Echo Zeitungen erlaubt. Haftung: Namentlich oder mit Kürzel des Autors gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion.

Postadresse: P Stadtkulturmagazin, Schlossgartenplatz 13, 64289 Darmstadt Redaktion: Cem Tevetoğlu (ct), redaktion @p-verlag.de, Telefon: +49 (6151) 387 2586 + Tobi Moka (obi), tobias.moka@p-verlag.de + Matin Nawabi (mn) matin.nawabi@p-verlag.de. Grafik: André Liegl + Lisa Zeißler, grafik@p-verlag.de + Jennifer Pahls, jennifer.pahls@p-verlag.de, www.rockybeachstudio.de Wuffel- & Schnuffeldirektion: Lola, Bolle + Tonton Fotos: Jan Ehlers, fotos@p-verlag.de, www.janehlers.net Cover dieser Ausgabe: Pascal Lorenz, www.instagram.com/riot_184 Freie Mitarbeit Grafik: Hans-Jörg Brehm Freie Mitarbeit Redaktion: Katja Borowski (kgb), Jacqueline Burggraf (jb), Thomas Georg Blank, Steffen Falk (sf), Miriam Gartlgruber (gartl), Matthias Kneifl, Thomas Lenz (tl), Lisa Mattis (lm), Franziska Neuner, Sarah Reuter (sr), Frank Schuster, Selina Temizsoyoğlu (st), Anja Trieschmann (at), Sebastian Weissgerber, Gerald Wrede, Kevin Zdiara (kzd) Beilagenhinweis: Dieser Ausgabe liegt Werbung der Centralstation bei. P-Facebook: Tobi Moka + Matin Nawabi + Cem Tevetoğlu Nächste Aus­ gabe: Oktober 2019 Redak­t­ions­schluss (redaktion@p-verlag. de): 10.09. Veranstal­­­­tungs­kalender (mail@partyamt.de): 15.09. Anzeigen­schluss (anzeigen@­p-verlag.de): 17.09. Erschei­­nu­­ngs­datum: 27.09.2019 www.p-stadtkultur.de www.facebook.com/pmagazin

P | 82


ANZEIGE

veggienale.de/frankfurt

VEGGIENALE & FAIRGOODS

LOVE

ÖKO

E#VEGGI

meets

Vegan Frankfurt, Jahrhunderthalle 5./6. Oktober 2019 täglich 11–18 Uhr • Eintritt 8 EUR/erm. 6 EUR • im Online-VVK ab 5 EUR Kinder bis 14 Jahre frei Marktplatz • Fachvorträge • Workshops • Kinderprogramm Werbecode (10 %) für Online-Tickets „PROMO2019“ www.veggienale.de/frankfurt

#FAIR #ÖKO

@veggienale.fairgoods


ANZEIGE

Bockbieranstich im Restaurant Sitte mit Renate Knierim, 1984

restaurant-sitte.de

40 Jahre Sitte â&#x20AC;&#x201C; eine Familie seit 1979 wir feiern bis 15.11.2019


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook