Juni 2019 gratis
# 115  
Max Benirschke, Düsseldorf, Halsschmuck, um 1907; Fred Dunn & Co., München, Gürtelschließe, um 1903/04; © Sammlung Ratz-Coradazzi, Foto: Wolfgang Fuhrmannek, HLMD
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SCHMUCK VON JUGENDSTIL BIS ART DÉCO – DIE SAMMLUNG RATZ-CORADAZZI 10. MAI BIS 11. AUGUST 2019
www.hlmd.de
Foto „Aufm Herrenklo im San Remo“: Cem Tevetoğlu
Hallo Darmstadt.
Inhalt
P STA DT KU LT U RM AGA Z I N | AUS GA BE 115 | J U N I 2019
Thema Seite
Thema Seite
Foto-Editorial, Inhalt
Veranstaltungskalender
48 – 62
Out of Darmstadt
66 + 67
Favoriten des Monats Suche und finde
03 04 – 14 18
Festivalübersicht 2019
68 – 73
20 – 22
Müll in Darmstadt!
74 + 75
Kunstfestival „BAUWHAT?“
24 – 26
Neulich in der Filterblase
Stilsicher, Folge 52: Maedli
28 + 29
Im Exil: Als Gegengerade-Nomade am Bölle
Kommen und Gehen
30 – 33
R.I.P., Gegengerade!
82 + 83
Aufgeschnappt
34 – 36
Hörspiel mit Immergrün
84 – 87
Das literarische Darmstadt im Juni
38 + 39
Wrede und Antwort
Kunst-Highlights
40 – 42
Darmstädter Typ: Marianne
89
Theater-Tipps
44 + 45
Rischdisch (un)wischdisch
90
100 Jahre Darmstädter Sezession
76 78 – 81
88
Impressum 90 P | 03
Favoriten des Monats „DAdesign“
MADE IN DARMSTADT
Abbildung: INTeF
1988 präsentierte das Institut für Neue Technische Form (INTeF) in einer Ausstellung Design von Schöpfern, die ihr Handwerk in Darmstadt gelernt hatten. In einer Art Revival wird die Idee aufgegriffen und erweitert, indem statt museales ausschließlich zeitgenössisches Design vorgestellt wird: Wie sieht aktuelle Produktgestaltung aus, die in Darmstadt erdacht, gestaltet oder produziert worden ist? Zehn Designer und ein Schreiner zeigen Produktdesign vom Zahnarztbehandlungsplatz über technische Messgeräte bis hin zum Wischmob. (at) Institut für Neue Technische Form | So, 19.05. bis So, 30.06. Di bis Sa: von 11 bis 17 Uhr + So von 11 bis 14 Uhr | Eintritt frei Some Sprouts (Regensburg) + Provinz (Ravensburg)
INDIE
„25 Jahre Grow! Shop“-Party
Abbildung: Some Sprouts
Statt ins Wohnzimmer lockt die Bedroomdisco in den Garten. Live on stage: lässige Newcomer. Some Sprouts kommen mit perfektem Sommer-Soundtrack, Slacker-Vibe und Songs zwischen Surf und Synth-Pop. Genauso viel Spaß machen Provinz, auch wenn die Band es etwas leiser angehen lässt. Entschleunigung ist Programm. Mit heiserer Stimme singt Sänger Vincent vom Erwachsenwerden auf dem Land, jugendlichen Leichtsinn und den Verheißungen der Großstadt. (mn) Klingt wie: Mac DeMarco, AnnenMayKantereit, Kakkmaddafakka Geheimer Ort | Sa, 01.06. | 19 Uhr | Eintritt gegen Spende, Einlass nur nach Anmeldung: gewinnen@bedroomdisco.de Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de AUF DREI BÜHNEN
OHA Osthang
KULTUROASE
Wir schreiben den letzten Kultur-Sommer am Osthang, bevor im Frühjahr 2020 die Bagger anrücken, um mit den Bauarbeiten für das neue Besucherzentrum der Mathildenhöhe zu starten. Die lebendige Subkultur-Keimzelle am Fuße des (vielleicht bald) Welterbes lockt auch im Juni wieder mit abwechslungsreichem Programm: Kleiner Freitag als lockerer Abend am offenen Grill mit kühlen Getränken, die Lesebühne „Livre Lounge“, Yoga, die Ausstellung „Aufwärts“ mit Druckgrafiken sowie Chorkonzert und unkommerzielles Kino. Viel zu entdecken, viel zu erleben! (mn) OHA Osthang | ab So, 02.06. Termine, Uhrzeiten und Details unter: www.facebook.com/ohaosthang P | 04
Abbildung: OHA Osthang
Abbildung: Thomas Ott
Von Indie über Ska bis Techno und House: Deutschlands ältester Growshop is n Heiner, feiert sein viertelhundertjähriges Bestehen – und alle gehen steil! DJs und Bands aller Couleur, Street Food, Aqwa Shots, Flammenwerfer, Visuals – wer davon nicht high wird, wird's nie. Ein Hoch auf den einzigen Growshop mit eigenem Eintrag im Bundesgesetzbuch! Howard Marks aka „Mr. Nice“ feiert bestimmt mit – von ganz, ganz oben. (ct) Klingt wie: Basti Grub, Rita Maomenos, TripAdLib, Ska Einsatz Kommando, Missing Link, B31, Mogli's Mukkebude, Steve Harvey Club, Breidenbach Studio und Heiner Audio Weststadtcafé | Sa, 01.06. | 19 Uhr | 12 €
Favoriten des Monats Meret & The Tiny Teeth (Berlin)
LE GRAND ORDINAIRE
Abbildung: Centralstation
Diese Frau lebt das Varieté. Bei Meret Beckers schillernden Liveauftritten fühlt man sich, als wäre man bei Alice im Wunderland. Zusammen mit der Band The Tiny Teeth verzaubert sie ihr Publikum durch ihre eindringliche, klare Stimme und mit ungewöhnlichen Instrumenten wie der singenden Säge, die bei keinem Auftritt fehlen darf. Jedes Lied ist einem Theaterstück gleich, wechselt von zart und minimalistisch zu laut und pompös. Meret Becker ist ein Multitalent mit vielen Facetten – einordnen lässt sie sich ebenso wie ihre Musik (bewusst) nicht. (st) Klingt wie: Einstürzende Neubauten, Nina Hagen, Max Raabe Centralstation (Saal) | Di, 04.06. | 20 Uhr | 33,50 € Sommer im Bessunger Nachbarschaftsgarten
DRAUSSEN SPIELEN
Freilichtbühne Seeheim-Jugenheim
Abbildung: Bessunger Nachbarschaftsgarten
Im Juni wird es im Bessunger Nachbarschaftsgarten wieder bunt: Jeden zweiten Dienstag kommen wechselnde Foodtrucks zum Foodtruck-Afterwork (Di, 04. + 18. von 17 bis 21.30 Uhr). Am Samstag, 08., spielt die Darmstädter Folkrock-Band The Aesthetic Voyager im Garten. Eine Woche später ist volles Programm: Ab 12.30 Uhr werkeln alle Interessierten an Hochbeeten & Co., ab 14 Uhr gibt es einen Kindersachen-Flohmarkt, von 18.30 bis 21 Uhr findet der monatliche Pflanzentalk statt und ab 19.30 Uhr lädt das „Kleine Orchester“ zur Konzert-Soirée. (lm) Nachbarschaftsgarten im Prinz-Emil-Garten | ab Di, 04.06. | Konzerte: 10 €, sonst freier Eintritt; komplettes Programm unter www.nbh-darmstadt.de OPEN-AIR-KINO
„Ink of Yam“
REX-FILMGESPRÄCH
„Silence, sirens, screams“. In keiner anderen Stadt treffen unterschiedliche Weltanschauungen auf so engem Raum aufeinander wie in Jerusalem. Hier betreiben Poko Chaim und Daniel Bulitchev das „Ink of Yam“, eines der ältesten Tattoo-Studios der Stadt. Ihre Kunden kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft und geben beim Tätowieren – zwischen Schmerz und Freude – tiefe Einblicke in ihr Leben in der 882.000-Einwohner-Stadt. Atmosphärisch, persönlich, bereichernd. Im Anschluss: Gesprächsrunde mit Regisseur Tom Fröhlich. (ali)
Programmkino Rex | Do, 06.06. | 20 Uhr | 8,80 € P | 05
Abbildung: jip Film und Verleih GbR
Abbildung: Freilichtbühne Seeheim-Jugenheim
Autokino war gestern – der/die Darmstädter Romantiker/in führt sein Date ins Open-Air-Kino aus! Seit mehr als 15 Jahren laufen auf der Freilichtbühne in Seeheim-Jugenheim Filme und kulturelle Veranstaltungen unterm Sternenhimmel. Auch diesen Sommer werden alle lauen Abende von Mittwoch bis Samstag genutzt, um die schönsten Filme des vergangenen Jahres bei Picknickfeeling zu schauen. Sitzkissen und Kuscheldecke nicht vergessen, damit das Ganze besonders gemütlich wird! (lm) Freilichtbühne Seeheim-Jugenheim (am Schuldorf Bergstraße) | Mi, 05.06. bis Sa, 07.09. | Mi bis Sa ab Einbruch der Dunkelheit, ab etwa 21.30 Uhr | 7 € (je Film); Kinopass: 29 €, Preise fürs Kulturprogramm und Spielplan unter www.filmseher.de
Favoriten des Monats „Der Postillon – live“
SATIRE LIVE
Abbildung: Centralstation
Man braucht weder WLAN noch einen Fernsehanschluss, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Deutschlands beliebtestes Satirenachrichtenmagazin geht auf Tour. Die Moderatoren Anne Rothäuser und Thieß Neubert stellen Euch die heißesten News im „Tagesschau“-Stil vor, mit – Spoiler Alert – ultraseriösen Studien, waschechten Interviews und passenden One-Linern. Die Pointen-Sicherheit des Magazins zahlt sich aus, die Reichweite ist sowohl online als auch offline enorm. Ganz nach dem Motto: heute die Bühne, morgen die Welt. (st)
Centralstation (Saal) I Fr, 07.06. I 20 Uhr I 30,50 € NOISE-ROCK/PUNK
„Die Kunst des Papierschöpfens“
Abbildung: Maulgruppe
Maulgruppe (Hamburg)
Jens Rachut, Theaterschauspieler (Volksbühne Berlin), Hörspiel-Autor, vor allem aber Grandseigneur des deutschen Punk lässt nicht locker. Geboren 1954 (!) überrascht Rachut bei seiner neuesten Band Maulgruppe mit Noise-Kante. Fiebrige Gitarren im Wechsel mit düsterem Elektrobeat und Schlagzeug bilden den Sound für die wie immer sehr klugen Texte. Mit ikonischer Stimme wird schwarzgemalt. Im Visier: die Elbphilharmonie, soziale Netzwerke, aber auch – selbstreflektierend – das Älterwerden. Imposanter Musiker, starke Kunst! (mn) Klingt wie: Dackelblut, Ten Volt Shock, Mission Of Burma Oetinger Villa | Fr, 07.06. | 20 Uhr | 10 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de BESUCHERLABOR FÜR FAMILIEN
Abbildung: Uli Gasper
Wusstet Ihr, dass Wespennester quasi aus Papier bestehen, welches die Insekten aus zerkauten Holzfasern produzieren? Beim Besucherlabor für Familien schauen Groß und Klein sich das unter dem Binokular genauer an – und lernen dabei alles über die Kunst des Papierschöpfens. Danach wird selbst Hand angelegt: Die Teilnehmer schöpfen eigenes Papier und stellen daraus Briefpapier oder Postkarten her. Für Kinder von 6 bis 10 und ihre Eltern, Anmeldung via anfrage@jagdschloss-kranichstein.de. (lm)
Bioversum Jagdschloss Kranichstein So, 09.06. | 14 bis 15 Uhr + 15.30 bis 16.30 Uhr | 6 € FRISCHZELLE
P | 06
Abbildung: Florian Schüppel
Aroma (Hamburg)
Zwei spritzige Typen aus dem Norden mit knartzigem Sound. Mit einem trashig-charmanten Video entführen Euch Aroma in ihren herrlich schrägen Indietronic-Kosmos. Schon die überdrehten Bilder zur Single „Smile Like A Rainbow“ machen deutlich, dass hier nicht die nächste Synth-Pop-Retortenband um die Ecke kommt. Ihre EP „Bazar“ verzichtet auf digitalen Schnickschnack. Die Synthesizer sind ohne Ausnahme analog, für Kontraste sorgt die E-Gitarre. Nachholtermin für das wegen Krankheit abgesagte Konzert im Dezember! (mn) Klingt wie: Air, MGMT, Toro y Moi Bessunger Knabenschule (Keller) | Mi, 12.06. | 21.30 Uhr | Eintritt frei
BAUWHAT? BAUWHAT? BAUWHAT? BAUWHAT ! ANZEIGE
Favoriten des Monats
www.bauwhat.de www .bauwhat.de
Welche Farbe hat das Morgen? Um diese Frage dreht sich das Kunstfestival BAUWHAT? des Staatstheaters Darmstadt zum 100-jährigen Bauhausjubiläum. Ein buntes Programm aus Summer School, Vorstellungen und Vorträgen.
Kunstfestival Summer School
Staatstheater Darmstadt 17. – 29. Juni
Favoriten des Monats GARTENKUNST-AUSSTELLUNG
Botanischer Garten der TU Darmstadt Sa, 15.06. + So, 16.06. | 10 bis 19 Uhr | 7 € (unter 16-Jährige frei) Schottischer Feierabend
ES KANN NUR EINEN GEBEN!
Abbildung: Chicken Warriors
Wer Schottland kennt, weiß, dass das Wetter keine Rolle spielt ... gefeiert wird immer. Diese sympathische Einstellung pflegt auch der 1. Highlander Sportclub Darmstadt. So feiern die „Chicken Warriors“ bereits zum achten Mal auf dem „Rieger“ mit Whisky, Guinness, Pils und deftigem, keltischem Essen. Dazu gibt's Stände mit schottischem Zubehör, eine Schmiede, Musikgruppen, die überwiegend schottische Folklore spielen, und Dudelsackpfeifer. Àrd na cupannan! Hoch die Tassen! (ct)
Riegerplatz | Sa, 15.06. | 18 bis 22 Uhr | Eintritt frei
Abbildung: Louisa Galow
Museumsnacht „Die Goldenen Zwanziger“
SCHILLERND
Das Landesmuseum lässt die Goldenen Zwanziger wieder aufleben. Aufhänger ist die aktuelle Ausstellung „Alltagstauglich! Schmuck von Jugendstil bis Art Déco“, bei der es die private Sammlung von Astrid Ratz-Coradazzi zu sehen gibt. Unter anderem wird ein Swing-Schnupperkurs mit den Balboa-Heinern angeboten und Live-Corner-Speaker vermitteln spannende Fakten. Die Gelegenheit, mal wieder den eigenen Schmuck auszuführen und das Tanzbein zu s(ch)wingen! (sr)
Hessisches Landesmuseum | Sa, 15.06. | 19 bis 24 Uhr | 6 € (Museumseintritt)
1. Darmstädter Jugend-Weltmusikorchester
LIVE UND IN FARBE
Musizierende Jugendliche aus aller Welt sind Teil dieses offenen Darmstädter Orchesterprojekts, in dem die verschiedensten Musikrichtungen – von Country und Folk über Jazz bis Tango und Ska – gefeiert werden. Das Konzert jährt sich nun schon zum vierten Mal, wobei Improvisation und rhythmische Raffinesse nie zu kurz kommen. In dem gemeinsam komponierten Werk finden sich die vielfältigen Ideen und Stile aller Mitspielenden wieder. Grenzen? Fehlanzeige. (sr) On stage: Uli Partheil (Pianist und Komponist), Veni Vidi Voci (Chor), Nabeel Ismael (Oud-Spieler) + ein punkiger Überraschungsgast (oldschool P-Leser werden ihn kennen!) Hoff-Art Theater | So, 16.06. | 19 Uhr | Eintritt frei (Spende erwünscht) P | 08
Abbildung: Jugend-Weltmusikorchester
Abbildung: Florian Giorgio Unsplash
Art of Eden
Ein Fest für die Sinne: Mehr als 30 internationale Künstler schaffen eine Natur- und Kulturerlebniswelt, in der es einzigartige Objekte zwischen alten Bäumen und Frühlingsblumen zu bestaunen gibt. Von Stelen über Skulpturen bis hin zu Designermöbeln ist alles dabei – vielleicht auch etwas für den eigenen Garten? Die Künstler sind jedenfalls vor Ort und offen für ein Gespräch. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt, womit die paradiesische Atmosphäre der „Art of Eden“ komplett wäre. (sr)
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Favoriten des Monats
Favoriten des Monats John Fairhurst Band (London) + Lacertilia (Cardiff)
STONER ROCK
Abbildung: John Morgan
Das Freak Valley Festival strahlt von NRW bis DA: Eine Woche vor dem Startschuss des Stoner-Open-Airs kommen mit der John Fairhurst Band und Lacertilia zwei britische Bands des diesjährigen Freak-Valley-Line-ups in die Villa. Im Gepäck hat John Fairhurst sein viel gelobtes neues Album „The Divided Kingdom“, das die Grenzen des Genres gleich nach mehreren Seiten einreißt. Unterstützt werden die Briten von den Hanauer Neo-Stoner-Rockern Cliffsight, die bereits mehrfach die Hippies auf dem Herzberg zum Kopf wackeln gebracht haben. (mca) Klingt wie: Kyuss, Queens Of The Stone Age, Captain Beefheart Oetinger Villa | Di, 18.06. | 20.30 Uhr | 8 € Ferris MC (Hamburg)
MASH-UP-DJ-SET
Abbildung: Centralstation
Das ehemalige Deichkind-Mitglied widmet sich, seit er jung ist, der Musik. Der Hamburger Jung' hat sich als Rapper, Schauspieler und Produzent einen Namen gemacht, seit 2018 ist er auch solo als DJ unterwegs. Er beherrscht das Mischpult, durch seine langjährige Erfahrung als Musiker scheut er sich aber auch nicht davor zu experimentieren. Ferris vermischt gekonnt Electro mit HipHop und Trap. Live überzeugt er mit epischen Tracks und fetten Beats. Als Support dabei ist der talentierte Darmstädter Jung' Shawn Compes. (st) Klingt wie: Deichkind, Freaks Association Bremen, Mongo Clikke, Afrob Centralstation (Halle) I Mi, 19.06. I 22 Uhr I 13 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de TECHNO
Jimmy Mustafa Band (Kosovo)
MUSIK OHNE GRENZEN
Das Agora am Ostbahnhof kann auch Kultur! Das unterstreicht das Juniprogramm. Unter anderem zu Gast sind die vier jungen Roma-Musiker rund um Jimmy Mustafa aus Plemetina – einem Dorf unweit von Pristina im Kosovo. Musikalisch in der Tradition der Roma-Musik groß geworden und damit verbunden, schreckt das Quartett auch nicht davor zurück, Pop-Elemente einfließen zu lassen. Textlich thematisieren sie ihren Überlebenskampf im Alltag und äußern sich auch klar politisch („Auschwitz“). Intensiv, voller Energie. (ct)
Agora (Saal oder Open Air, je nach Wetter) Fr, 21.06. | 20 Uhr | Eintritt frei, Spende willkommen P | 10
Abbildung: Jimmy Mustafa Band
Abbildung: Nadine Fraczkowski
Roman Flügel (FFM) + Dave P (New York)
Born and raised in Darmstadt ist Roman Flügel erstmals in den 90ern unter verschiedenen Pseudonymen als Produzent in Erscheinung getreten, um im Anschluss 'ne steile Weltkarriere hinzulegen. In seiner umfangreichen Diskografie finden sich gar Remixe für die Pet Shop Boys und Kylie Minogue. Auch als DJ spielt Flügel weiterhin in der absoluten Techno-Champions-League. Richtig gut, dass zwischen Terminen von der Ukraine über Ägypten bis New York im Sommer auch Zeit für ein – sicherlich geniales – Set in der Galerie ist. (mn) Galerie Kurzweil | Mi, 19.06. | 23 Uhr | 12 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de
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Favoriten des Monats
Favoriten des Monats ELEKTRO-POP
Fundstück auf'm Grundstück
HINTERHOF-FLOHMÄRKTE Abbildung: Fundstück auf'm Grundstück
Eines der beliebtesten Viertel der Stadt erkunden, spannende Ecken entdecken, mit netten Anwohnern, Nachbarn, Flaneuren ins Gespräch kommen – und dabei noch echte Lieblingsstücke entdecken? Die Hinterhof-Flohmärkte im Martinsviertel sind die perfekte Gelegenheit dazu. Die Anmeldung ist für 5 Euro bis zum 08. Juni im „Grünen Salon“ möglich, am 15.06. erscheint online der Lageplan mit allen teilnehmenden Hinterhöfen. Erkennen könnt Ihr sie aber auch an den bunten Luftballons vorne am Haus. Frohes Feilschen! (lm)
Martinsviertel | Sa, 22.06. | 11 bis 17 Uhr | Eintritt frei
Abbildung: Helena Lopes Unsplash
Kursk (UK) + Ago (UK) + Chrome! (DA)
BASS!
Das Chrome-Kollektiv dreht wieder ordentlich auf. Die Dubstep-Liebhaber verwandeln die Betonwände ihrer neuen Residency 806qm abermals in bassgeschwängerte Resonanzkörper. Fans des Genres dürfen sich über aktuelle Überflieger der Szene freuen: Kursk, Chef und Mastermind des gefeierten Labels Innamind Recordings, mischt mit seinen Sets regelmäßig London auf und kommt im Doppelpaket mit seinem jüngsten Signing Ago. Support gibt’s von den Gastgebern Einzman, Lvnt, Capta und Flexomat im Zusammenspiel mit Visuals von Kraftma & Kusskuss. Phat! (mn)
806qm (257qm) | Sa, 22.06. | 23 Uhr | 9 € Brant Bjork (Kalifornien)
ROCK
Passend zu heißen Sommertagen tourt Brant Bjork durch ganz Europa und verbreitet mit seinem neuesten Album „jacoozi“ die Wärme der kalifornischen Wüste. Anders als auf seinen vorherigen Alben baut der Musiker auf für ihn verhältnismäßig ruhige Akustik-Songs. Auf diesem Album wird deutlich: Brant Bjork hat seinen ganz eigenen Zugang zur Rockmusik gefunden. Also schnappt Euch Euer Feierabendbier und lasst Euren stressigen Tag mit abschweifend lässigen Akustik-Sounds ausklingen. (ew) Klingt wie: Nebula, Hermano Centralstation (Halle) I Di, 25.06. I 20 Uhr I 24 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de P | 12
Abbildung: Sam Grant
Abbildung: Christoph Neumann
Prada Meinhoff (Berlin) + ok.danke.tschüss (MA)
Chrissie Nichols singt, René Riewer spielt Bass, Synthies aus der Kiste – das war’s. Irgendwo zwischen Elektro-Punk, Rock und Pop und inspiriert von den Riot Grrrls der 80er/90er und dem psychedelischen John Frusciante reißen Prada Meinhoff ab, hauen um und wühlen auf – im positiven, energetischen Sinn. Nach erfolgreichen Supports für Szenegrößen wie DAF, Milliarden und „MIA.“ geht’s endlich auf Headliner-Tour. Als Support dabei: funky Pop aus Mannheim von „ok.danke.tschüss“. (ct) Klingt wie: Peaches, Devo, Ideal 806qm (128qm) | Fr, 21.06. | 21 Uhr | 12 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de
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Favoriten des Monats
Favoriten des Monats PSYCH-POP
Repair-Café + Foodsharing
HILFE ZUR SELBSTHILFE
Abbildung: Repair-Café
Ob defekte Möbel, nicht mehr funktionierende Elektrogeräte oder zerrissene Kleidung: Was kaputt ist, wird unter dem Motto „Reparieren statt wegwerfen“ im Repair-Café in der Michaelsgemeinde wiederhergestellt. Durchaus gewünscht ist, dass dem Reparateur dabei über die Schulter geguckt wird, damit man beim nächsten Mal Selbsthilfe leisten kann. Neben Instandhaltungsmaßnahmen gibt es „gerettete Lebensmittel“ der Foodsharing-Gruppe Darmstadt, die daraus Suppen, Salate und Fingerfood kreiert. (gartl)
Gemeindehaus der Michaelsgemeinde | Fr, 28.06. | 17.15 bis 20 Uhr | Eintritt frei
Abbildung: Animalistics
Kammerspektakel Bauhaus Open Air
FESTIVAL
Endlich passiert wieder was auf dem Theaterplatz: Ende Juni stellen die Animalistics im Rahmen des „BAUWHAT?“-Kunstfestivals anlässlich des Bauhaus-Jubiläums ein gediegenes Open Air auf die Beine. Haller (Berlin), Ilgen-Nur (Hamburg) und Klaus Johann Grobe (Basel) sorgen für beste musikalische Live-Unterhaltung, am späteren Abend geht es mit einem DJ-Set von Elias Agogo feed im Foyer der Kammerspiele in die Vollen. Bei schlechtem Wetter findet die gesamte Veranstaltung dort statt. (lm)
Georg-Büchner-Platz vorm Staatstheater | Sa, 29.06. | ab 16 Uhr | Eintritt frei
32. Gartenkonzert der Philharmonie Merck
LAST NIGHT IM WALD
Über die letzten Jahre haben sich die Gartenkonzerte der Philharmonie Merck zu einer wunderschön romantischen Sommernachtstradition entwickelt. Mit Picknick-Stimmung und Gänsehaut-Potenzial lädt das Orchester unter Leitung des britischen Dirigenten Ben Palmer auch diesen Sommer wieder in den Kranichsteiner Schlosspark: „Last Night im Wald“ lautet die Überschrift – darunter laufen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Engelbert Humperdinck, Johann Strauss Sohn, Richard Wagner, Léo Delibes und Edward Elgar. (lm) Klingt wie: ein Sommernachtstraum
Jagdschloss Kranichstein (Schlosspark) | Sa, 29.06. | 20 Uhr | 26 € P | 14
Abbildung: J. Kratschmer
Abbildung: Sonars
Sonars (Brighton + Bergamo)
Klingt richtig cool, was dieses fast paneuropäische Duo so treibt. Nicht nur räumlich gehen die beiden Musiker Frederick Paysden und Serena Oldrati mit ihrer Band über Grenzen hinweg. Ihr zweites, kürzlich veröffentlichtes Album „Theatre Of Darkness“ wurzelt im Psychedelic-Rock der 60er und 70er. Diesen ohnehin schon atmosphärischen Sound verdichten Sonars mithilfe von Loops und Effektgeräten zu fast schon kosmisch wirkender elektronischer Musik. Richtig abgefahrene Klangwelten, macht Bock! Bei gutem Wetter im Schlossgarten. (mn) Klingt wie: Tame Impala, MGMT, Foxygen Schlosskeller | Di, 25.06. | 21 Uhr | Eintritt frei (Spenden erwünscht)
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05.06. MI 06.06. DO 07.06. FR 09.06. SO 10.06. MO 11.06. DI 12.06. MI 13.06. DO 14.06. FR 17.06. MO 20.06. DO 20.06. DO 21.06. FR 23.06. SO 24.06. MO 25.06. DI 26.06. MI 28.06. FR 01.07. MO 04.07. DO 08.07. MO 09.07. DI 15.07. MO 19.07. FR 20.07. SA 23.07. DI 06.08. DI 09.08. FR 07.09. SA
08.09. SO 27.09. FR 13.09. FR
INTERPOL CURSE FACE YOUNG CHINESE DOGS RED CITY RADIO DEATH BY STEREO WAR ON WOMEN CASH SAVAGE & THE LAST DRINKS MERCY UNION ROB ZOMBIE WOLFMOTHER YOB STONEFIELD AN HORSE / MICAH EHRENBERG STATE CHAMPS THE LYTICS / OLC DERYA YILDIRIM &GRUP SIMSEK DESCENDENTS THE SUGARHILL GANG RADIO MOSCOW LA DISPUTE / MILK TEETH YAWNING MAN / KALEIDOBOLT SKUNK ANANSIE BON IVER (OPEN AIR) FRANK TURNER & TSS / MUFF POTTER (OPEN AIR) ROYAL BLOOD PROPHETS OF RAGE MESHUGGAH / HOLY MOSES ANGST MACHT KEINEN LÄRM FEAT. PASCOW / TURBOSTAAT / LOVE A / U.A. ZEBRAHEAD TOUCHÉ AMORÉ / DEAFHEAVEN AMANDA PALMER (CAPITOL OFFENBACH)
30.11. SA
CLAWFINGER / FREEZES DEYNA DIE ORSONS KISSIN‘ DYNAMITE VON WEGEN LISBETH FETTES BROT OK KID GLOWING IN THE DARK FEST #1 MIT DAF U.A. SAM FENDER ELBOW MANDO DIAO FAT FREDDY‘S DROP
12.12. DO
PAROV STELAR
12.12. DO
THEES UHLMANN & BAND FATONI
10.10. DO 12.10. SA 16.10. MI 20.10. SO 30.10. MI 31.10. DO 01.11. FR 08.11. FR 10.11. SO 23.11. SA
17.12. DI
04.06. Meret Becker 05.06. Nora Bossong (Galerie Kurzweil) 05.06. Füenf 06.06. Andy Strauß 07.06. Der Postillon - live 08.06. Swing & Ride: Tanzen & Radeln durch DA 13.06. Nora Gomringer und Philipp Scholz (Jazzinstitut Darmstadt) 14.06. KunstMahlAnders 15.06. Starbugs Comedy 16.06. Siegfried & Joy 19.06. FERRIS MC 21.06. Helene Bockhorst 22.06. Nizar - live 23.06. Nikita Miller 25.06. Brant Bjork 11.07. Bosse Merck-Sommerperlen 31.07. Xavier Rudd 01.08. Baba Zula & Gaye Su Akyol 02.08. Gisbert zu Knyphausen 07.08. Granada 08.08. Charlie Cunningham 11.08. Milliarden 15.08. Sarah McCoy 25.08. Sven van Thom - Familienkonzert -
(JAHRHUNDERTHALLE FRANKFURT) (JAHRHUNDERTHALLE FRANKFURT)
Unser komplettes Programm findet ihr im Internet unter
schlachthof-wiesbaden.de
CENTRALSTATION / IM CARREE / DARMSTADT TICKETS UND INFORMATIONEN: WWW.CENTRALSTATION – DARMSTADT.DE TELEFON: 06151 7806–999 FACEBOOK.COM/CENTRALSTATION DARMSTADT
UNSERE FILMTIPPS Men in Black: International Spielfilm, USA 2019 | Regie: F. Gary Gray | Darsteller: Chris Hemsworth, Tessa Thompson, Rebecca Ferguson | Filmstart: 13. Juni 2019 Niemand, wirklich niemand, beschützt die Erde cooler und stilvoller vor dem Abschaum des Universums als die Men in Black. Freuen Sie sich auf neue Agenten, neue Aliens und neue Locations in ihrem neuen Abenteuer MEN IN BLACK[tm]: INTERNATIONAL. Die Men in Black haben die Erde immer vor dem Abschaum des Universums beschützt. In diesem neuen Abenteuer müssen sie sich ihrer bisher größten Bedrohung stellen: einem Maulwurf innerhalb der Men in Black Organisation. Sie sind wieder da! Nach sieben Jahren Pause erscheint mit MEN IN BLACK: INTERNATIONAL der vierte Teil der Reihe um die coolsten Agenten des Universums. Mit den Marvel-Stars Chris Hemsworth (DIE AVENGERS) und Tessa Thompson (THOR: TAG DER ENTSCHEIDUNG) sowie der britischen Oscar-Preisträgerin Emma Thompson (SAVING MR. BANKS) wird das schlagkräftige Team um drei charismatische Helden ergänzt.
IMAX® is a registered trademark of IMAX Corporation.
BrightBurn: Son of Darkness
Vom Produzen ten Ja mes Gunn V i s i o n ä r er e r Fi l m e m a c h er er von Guardi ans of the Gal ax y
Spielfilm, USA 2019 | Regie: David Yarovesky | Darsteller: Elizabeth Banks, David Denman, Jackson A. Dunn | Filmstart: 20. Juni 2019 Was passiert, wenn ein Kind von einer anderen Welt auf der Erde landet – aber anstatt zu einem Helden für die Menschheit zu werden, sich als etwas sehr viel Böseres entpuppt? Als das kinderlose Paar Tori und Kyle ein verlassenes Baby findet, nehmen sie den kleinen Brandon auf und erziehen ihn wie ihr eigenes Kind. Doch mit zunehmendem Alter verändert sich Brandon… Bald schweben nicht nur seine Eltern in höchster Gefahr. Mit BRIGHTBURN präsentiert der visionäre Filmemacher von „Guardians of the Galaxy“ und „Slither – Voll auf den Schleim gegangen“ eine verblüffende und subversive Herangehensweise an ein radikal neues Genre: Superhelden.
Drehbuch
Bri a n Gunn & M a rk Gunn D av i d Ya r o v e s k y
Regie
/BrightburnFilm
Nur im Kino
EIGENTUM DER COLUMBIA TRISTAR MARKETING GROUP, INC. GEBRAUCH NUR FÜR AUTORISIERTE WERBEZWECKE. VERKAUF, VERVIELFÄLTIGUNG ODER ÜBERTRAGUNG DIESES MATERIALS IST STRENGSTENS UNTERSAGT.
Tolkien Spielfilm, USA 2019 | Regie: Dome Karukoski | Darsteller: Nicholas Hoult, Lily Collins, Colm Meaney | Filmstart: 20. Juni 2019 TOLKIEN erzählt von den prägenden Jugendjahren des visionären Autors, in denen er Freundschaft, Mut und Inspiration inmitten einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten an seiner Schule findet. Zusammen erleben sie Liebe und Verlust, von Tolkiens turbulenter Umwerbung seiner geliebten Muse Edith Bratt, bis hin zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der die „Gefährten“ auseinander zu reißen droht. Auf alle Fans von Tolkiens Mittelerde wartet am 20. Juni ein besonderes Event: Stellt euer Wissen über Hobbits, Elben und Co. auf die Probe, gewinnt tolle Preise oder tauscht euch bei einem Glas Cider mit anderen Fans aus. Beginn ist um 19 Uhr im FESTIVAL-Kino. Für Gäste, die in passender Gewandung erscheinen, gibt es eine Ermäßigung!
KINOPOLIS Darmstadt Goebelstraße 11 www.facebook.com/KinopolisDE/
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IM JUNI Pets 2 Spielfilm, USA 2019 | Regie: Chris Renaud | Filmstart: 27. Juni 2019 Es geht wieder tierisch zur Sache! Drei Jahre nach dem großen Sommerhit PETS erzählt die Fortsetzung PETS 2 (3D) von neuen Abenteuern für Terrier Max und seinen neuen besten Freund, dem wuscheligen Duke. Kaum schließt sich morgens die Haustür, beginnt ein buntes Treiben, wenn die ansonsten ganz braven tierischen Mitbewohner ihrem eigenen, sehr turbulenten Leben nachgehen. Im neuen Abenteuer wird das geheime Leben der Haustiere noch mehr durcheinandergewirbelt, als plötzlich ein kleines Menschenbaby behütet werden muss und die neurotischen Großstadttiere es auch noch mit einer ganzen Reihe von Farmtieren zu tun bekommen.
TKKG Spielfilm, Deutschland 2019 | Regie: Robert Thalheim | Darsteller: Ilyes Moutaoukkil, Manuel Santos Gelke, Lorenzo Germeno | Filmstart: 06. Juni 2019 Tim und Willi, genannt Klößchen, lernen sich am ersten Schultag auf dem Internat kennen. Unterschiedlicher könnten die beiden kaum sein und besonders Willi, Sohn aus gutem Hause, ist nicht gerade erfreut, sich ein Zimmer mit Tim, einem Stipendiaten aus der Vorstadt, zu teilen. Doch als Klößchens Vater entführt wird und mit ihm eine wertvolle Statue aus seiner Kunstsammlung verschwindet, ist Tim der Einzige, der Willi glaubt, dass die Polizei auf der falschen Fährte ist. Gemeinsam mit dem hochintelligenten Außenseiter Karl und der smarten Polizistentochter Gaby beginnen sie auf eigene Faust zu ermitteln: ein Flugzeugabsturz, maskierte Kung-Fu-Kämpfer, eine versteckte Botschaft von Klößchens Vater. Wie passt das alles zusammen? So wird aus Tim, Klößchen, Karl und Gaby die legendäre Bande TKKG!
High Life Spielfilm, Deutschland, Frankreich u.a. 2018 | Regie: Claire Denis | Darsteller: Robert Pattinson, Juliette Binoche, Mia Goth | Filmstart: 30. Mai 2019 In den Tiefen des Weltalls. Jenseits unseres Sonnensystems. Monte und seine Tochter Willow leben zusammen an Bord eines Raumschiffs. Sie sind die einzigen Überlebenden einer Crew aus verurteilten Schwerverbrechern, die sich mit dieser Mission ohne Rückkehr von ihren Strafen freikauften. An Bord wurden die Sträflinge von der wahnsinnigen Reproduktionswissenschaftlerin Dibs gequält und mussten sich grausamen Experimenten unterziehen lassen. In völliger Isolation nähern sich Vater und Tochter nun ihrem letzten und unausweichlichen Ziel – dem Schwarzen Loch, dem Ende von Zeit und Raum. Für HIGH LIFE, ihr erstes englischsprachiges Projekt, wurde Claire Denis beim Festival Internacional de Cine de San Sebastián 2018 mit dem FIPRESCI Preis ausgezeichnet. Der Science-Fiction-Thriller wird von einem herausragenden Schauspieler-Ensemble getragen: Neben Robert Pattinson und Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche in den Hauptrollen gehören u.a. auch André Benjamin (OutKast), Mia Goth, Lars Eidinger, Claire Tran und Agata Buzek zum Cast.
Citydome Darmstadt Wilhelminenstraße 9 www.kinos-darmstadt.de
Suche und finde Kunst im öffentlichen Raum, Folge 2: Helmut Lander, Rhönradfahrer, 1983 TEXT: THOMAS GEORG BLANK (DARMSTÄDTER SEZESSION) | FOTO: CHRISTOPH RAU
Ein Unfall im Sägewerk? Wohl kaum, eher doch ein Zwiespalt, der 1983 in diesen Rhönradfahrer von Helmut Lander gefahren ist. Als hätten sich Zögerlichkeit und Übermut nun endgültig getrennt. Was bleibt ist ein Loch, eine Verschiebung, die es auszuhalten gilt. Das Betrachten dieser bizarren Situation macht mich unruhig. Trotz einer letzten, kleinen Schnittmenge der beiden Kreise scheint die Trennung schon beschlossen. Dialog scheint keine Option, wie sollen auch
Worte entstehen, wo kein ganzer Mund mehr ist? Dieses Bild greift tief in die Irren und Wirren der Kommunikation, zwei Kreise, die für sich genommen funktionieren, die aber trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – ihrer Gleichförmigkeit eine je andere Position im Raum suchen. Als die Figur schon gar nicht mehr in Sichtweite ist, fühle ich, wie ein Spalt auch langsam in mir aufbricht. Schon eine gute Sache, diese Unruhe, die Kunst erzeugen kann. ❉
Kunst am Bau
Foto-Flipbook Sezessionsmuseum
— Dank einer als „Kunst am Bau“ bezeichneten Verpflichtung wird in Deutschland ein bestimmter Prozentsatz der Kosten öffentlicher Bauvorhaben (in Darmstadt: ein Prozent) KünstlerInnen zur Verfügung gestellt. Mit diesem Geld realisieren sie Kunstwerke, die sich auf den jeweiligen Bau beziehen – oft im Freien und für jeden sichtbar. Ohne die schützenden Laborbedingungen eines White Cube, also eines Museums oder einer Galerie, gehen diese Werke allerdings schnell unter. Dabei können gerade diese öffentlich Vergessenen die Wahrnehmung des Stadtraumes verändern. Eine Einladung zum Fantasieren.
— Von den mehr als 500 Kunstwerken im öffentlichen Raum unserer Stadt wurden über die Hälfte von Mitgliedern der Darmstädter Sezession geschaffen. Anlässlich des Festivals „Den Bogen spannen – 100 Jahre Darmstädter Sezession“ (vom 08. Juni bis 15. September 2019) macht der Darmstädter Verlag Preface Book diese Werke erstmals in einem Foto-Flipbook ausfindig und erklärt den Stadtraum selbst zum „Sezessionsmuseum Darmstadt“. Mehr Infos (auch zur Bestellung des Flipbooks) unter: www.sezessionsmuseum-darmstadt.de und www.denbogenspannen.de P | 18
Gesucht: Manager Finance und Controlling (m/w/d)
Du kommst aus der BWL und hast Lust, deine analytischen Fähigkeiten in einem kreativen Arbeitsumfeld einzusetzen? Du bist auf der Suche nach einem Job, der dich langfristig begeistern kann? Kennzahlen, Quartalsberichte und Prozessgestaltung sind genau dein Ding und dabei hast du die Unternehmensziele immer im Blick? Dann haben wir den passenden Job für dich! BECOME A FR I EN D! schumacher-visuell.de/karriere
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WIDER DEN BEWERTUNGSWAHN
100 Jahre Darmstädter Sezession: Die große Künstlervereinigung fordert 100 Tage lang dazu auf, Gemeinschaft zu feiern, zu gestalten und neu zu buchstabieren. TEXT: ANJA TRIESCHMANN | ABBILDUNGEN: DARMSTÄDTER SEZESSION
Kann Kunst Leben bewegen? Kann sie etwas umwälzen in Menschen, Gesellschaft, Politik? Ja, sie kann! Davon waren 21 junge Künstler überzeugt, die sich vor 100 Jahren, am 08. Juni 1919, zur wort- und bildkräftigen Vereinigung der Darmstädter Sezession zusammenschlossen. „Die Sezessionisten waren ein Haufen lebenshungriger, wütender Männer, die angetreten waren, der Bourgeoisie in den Arsch zu treten!“ So bringt es Inez Gengelbach, heute Geschäftsführerin der Sezession und Mit-Inspirateurin des Jubiläums-Festivals, mit einem Augenzwinkern auf den Punkt. Ja, sie hatten eine Vision mit ihrer Kunst, die alles miteinander verband – Malerei, Bildhauerei, Musik und Literatur – und sich diese als Schlaginstrumente zu nutzen gedachte. Nur mit deren Hilfe und deren Einsatz sei die Gesellschaft aus der Nachkriegsstarre zu lösen, so der Ansatz der Sezessionisten. Genau 100 Jahre später: Die Sezession feiert ihr Jubeljahr. Sie feiert jedoch nicht ihr pures Überleben, auch nicht sich selbst, sondern sie stellt Korken krachend die Frage nach wirksamer Gemeinschaft. Nach jenem Gut, das der längst überregional wirksamen Künstlertruppe im Zuge des um sich greifenden Einzelkämpfertums über die Jahrzehnte aus den Augen geraten schien. Kein Wunder: Keine Bewegung, die idealistisch und rebellisch begann, lässt sich über 100 Jahre konservieren. Jugendliche Leichtigkeit zerreibt sich oft an harten Lebensfakten. Doch jetzt, mit einem Festival der Sinne und Kunst-Kulturen, wird angeknüpft ans wahre Erbe dieser Künstlervereinigung, nämlich der Frage: „Wie lässt sich Gemeinschaft WIRKLICH leben!?“ Der Festival-Titel „Den Bogen spannen“ macht ein Bild daraus: Die Anliegen von 1919 aufgreifen und neu buchstabieren – was lässt sich lernen aus dem Umbruchswillen der jungen Wilden, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg einen gesellschaftlichen Neuanfang witterten?
Künste zu gelingender Gemeinschaft nachzudenken. Das Stadtfestival, das 25 Darmstädter Kultur orte bespielt, versucht mit seiner dezentral-demokratischen Ausrichtung der komplexen Struktur und Geschichte der Künstlervereinigung gerecht zu werden. Gleichzeitig setzt man ein Zeichen gegen den grassierenden Bewertungswahn und hastiges Konsumieren: „Wir verweigern uns als künstlerisch tätige Menschen […] der schnellen Bewertung und der mindestens genauso schnellen Verwertung“, schreibt Festival-Mit-Initiator Thomas Blank. Ihren Auftrag für das Jubelfest sehen die Sezessions-Visionäre darin, „Kritik daran zu üben, wie wir der Welt als Gesellschaft begegnen“. Sie versuchen zu zeigen, „wie die Beschäftigung mit Kunst zu einer differenzierten Form der Sinnlichkeit beitragen kann. Sofern man ihr Zeit gibt zu wirken und die Bewertung nicht in die Erfahrung hineinragt.“ Die Einladung zum Künste-Festival lautet: Sich gegen das Diktat des Schneller, Funktionabler, Superlativer zu entscheiden und ein entschleunigtes Genießen, eine Form des „vorauseilenden Wohlwollens“, auszuprobieren, um den vielfältigen Beiträgen mit offenen Augen zu begegnen.
130 Künstler mit 76 Veranstaltungen an 25 Orten Die Komplexität der Angebote lässt sich durch Zahlen nur schwach andeuten: 130 Künstler aus dem Bundesgebiet sowie aus dem Ausland bespielen 100 Tage lang 76 Veranstaltungen an 25 Orten in Darmstadt sowie – als „Funkenflug-Inspiration“ – in Berlin und Frankfurt. Um das rege Kunst-Treiben zeitgemäß und vielfältig präsentieren zu können, hielten unzählige Institutionen die Arme für Kooperationen offen: Darmstädter Museen
Ein Stadtfestival der Sinne und Kunst-Kulturen Die Künstler der Darmstädter Sezession, allen voran die vier Haupt-Akteure der Jubiläumsplanung, Inez Gengelbach, Thomas Blank, Matthias Will und Nikolaus Heyduck, haben die Vorbereitungen zur 100-Jahr-Feier genutzt, um über den Beitrag der P | 21
(Hessisches Landesmuseum, Porzellanmuseum, Kunsthalle) beherbergen Ausstellungen, Ateliers öffnen sich neugierigen Blicken, das Oberfeld wird zur Wirkstätte von sechs internationalen Künstlern, die sich einer Open-Air-Ausstellung entgegen bildhauern. Vorträge, Diskussionen und Filme laden zum Diskurs ein. Das Festivalzentrum im Designhaus beherbergt große Skulpturen-und Malerei-Ausstellungen.
Die Website www.denbogenspannen.de informiert über das Programm und gibt Hintergründe zu den beteiligten Künstlern – und sie liefert Stadtpläne für vier Kunstrouten, die man – das Handy als Navy nutzend – auf den Spuren der Kunst im öffentlichen Raum selbstständig abschreiten kann. In Bewegung geraten und mit Muße wahrnehmen, sodass Kunst wieder Augen öffnen kann: Dieses Festival ist ein echtes Geschenk an Darmstadt! ❉
Programm-Highlights — Vom Festival-Komitee wärmstens empfohlene Kunst-Variationen – eine winzige Auswahl: Samstag, 08. Juni: Festival-Auftakt mit „Geburtstagsfest“ im Designhaus um 18 Uhr (Eröffnung der Skulpturen-Ausstellung und der Malerei-Schau „Fakt I“ mit großformatigen Exponaten verschiedener Sezessionsmitglieder) Freitag, 14. Juni: „KunstMahlAnders“ (Konzert mit Michael Sell & Hölderlin Trio & Kulinarik, vor Ort gekochte Köstlichkeiten – mit allen Sinnen Kunst kosten!) Sonntag, 23. Juni: Eröffnung der Open-Air-Ausstellung des Bildhauer-Symposiums auf dem Oberfeld um 11 Uhr (Führung mit Kurator Roger Rigorth um 12.30 Uhr) Mittwoch, 04. + 11. September: Kunst-Performances im Foyer des Hessischen Landesmuseums Samstag, 07. + Sonntag, 08. September: Vortrag zum Roman „Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiß Jeden Mittwoch und Donnerstag: „SOULidarity“ (moderierte Diskussionen zum Thema „Gemeinschaft gestalten“ mit Musik und Tanzoption)
Kunstfestival „100 Jahre Darmstädter Sezession – Den Bogen spannen“ vom 08. Juni bis 15. September 2019 — Die Darmstädter Sezession ist eine Vereinigung bildender Künstler, die 1919 aus dem Darmstädter Freundeskreis um die spätexpressionistischen Zeitschriften „Die Dachstube“ und „Das Tribunal. Hessische Radikale Blätter“ hervorging. In diesem Jahr wird sie 100 Jahre alt – und feiert das mit einem 100-tägigen Kunstfestival in ganz Darmstadt. Papierene Infos und eine katalogisierte Historie zur Darmstädter Sezession liefert an allen Festivaltagen das Designhaus als Festivalzentrum im Eugen-Bracht-Weg 6 auf der Mathildenhöhe.
Eigens zum Festival entstandene Publikationen
Nähere Infos und die komplette komplexe Programmübersicht sind abrufbar auf www.denbogenspannen.de oder www.darmstaedter-sezession.de.
— Horst Dieter Bürkle: „Unheil – Exemplarische Berichte über die Entarteten und Verfemten aus den Reihen der Darmstädter Sezession.“ Justus von Liebig Verlag, Darmstadt, 2019. Buchpräsentation am Samstag, 29. Juni, um 18 Uhr im Designhaus.
Ticket für 100 Tage: 46 € / ermäßigt 32 € Drei-Tages-Ticket (für drei aufeinander folgende Tage): 18 € / ermäßigt 12 € Ticket für eine Einzelveranstaltung: 5 € / ermäßigt 3 €
Gerd Ohlhauser und Christoph Rau stellen ein Foto-Flipbook zur Kunst im öffentlichen Raum zusammen. Titel: „Sezessionsmuseum Darmstadt“; Release zur Festival-Eröffnung am Samstag, 08. Juni, als 18. Band der „Edition Darmstadt“.
Tickets gibt es online auf der Event-Website, im Ticketshop im Luisencenter und vor Ort vor Beginn der Veranstaltungen. P | 22
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sa. 27. juli
mainvorland rüsselsheim
VOM BAUHAUS LERNEN
Das Kunstfestival „BAUWHAT?“ stellt das historische Bauhaus infrage und möchte eine aktuelle Gestaltungsschule hervorbringen. TEXT: NINA WALTHER | FOTO: JAN EHLERS | SKIZZEN: DIESE STUDIO
100 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. 1919 scheint uns zeitlich und gesellschaftlich so unendlich weit entfernt – eine andere Welt. In einer Zeit des Umbruchs entsteht damals im historisch bedeutsamen Weimar eine Schule, deren Einflüsse auf die Gestaltung alltäglicher Gegenstände auch heute noch zu spüren sind: das Bauhaus. „BAUWHAT?“, fragen sich vom 17. bis 29. Juni das Staatstheater Darmstadt in Kooperation mit dem „DIESE Studio“, der TU und der Hochschule Darmstadt. Wir können uns auf ein Kunstfestival mit buntem Programm plus erlebbarer Summer School freuen, die die Ideen jener berühmten „Werkstatt der Moderne“ überprüfen und ins Jahr 2019 holen möchte.
will mehr als nur Historisches im Heute darstellen.
Das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum wird in nahezu jeder Stadt mit kleinen oder größeren Events festlich begangen. Warum also sollte Darmstadt da auch mitmachen? Genau mit dieser Frage haben sich Diese Studio, Staatstheater und der Designwissenschaftler Florian Walzel (Hochschule Darmstadt) für das Bauhaus-Festival in einem produktiven Diskurs beschäftigt. Die Bezüge zum Bauhaus in Darmstadt – mit dem von 1960 bis 1971 hier ansässigen Bauhaus-Archiv – haben wir bereits im März-P thematisiert. Doch die anstehende Summer School
Offenes Projekt, ambitionierte Ziele „Wir wollen uns mit der Frage beschäftigen, wie Gestaltung auf gesellschaftliche Veränderungen eingehen kann oder diese mitbestimmt“, erklärt das Diese Studio. Dafür wird in Kooperation mit dem Staatstheater und Florian Walzel eine freie Summer School abgehalten: Die 25 teilnehmenden Studierenden unterschiedlicher Studiengänge belegen die Summer School während des Sommersemesters als interdisziplinären Kurs ihrer Wahl. An zwei Wochenenden im Mai und Juni wird in Workshops der Theatervorplatz neu gestaltet. Ab dem 17. Juni ist die Konstruktion vor dem Theater für die Öffentlichkeit erfahrbar. Das ambitionierte Ziel der Summer School ist, eine neue Gestaltungsschule ins Leben zu rufen. Ob dies wirklich realisierbar wird und wie stark die Veranstalter eingreifen müssen, um die Studierenden anzuweisen, bleibt offen und macht das Projekt für alle Beteiligten so interessant. Die offene Arbeitsweise und interdisziplinäre Ausrichtung der Summer School ist eine moderne Herangehensweise an das Thema Bauhaus. Denn gerade an der berühmten Hochschule wurde vieles von den Lehrenden vorgegeben, obwohl die Schüler
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sich eigentlich frei entfalten sollten. Toleranz und Offenheit waren oftmals eine Illusion, so die Kritiker. Trotzdem war das Bauhaus zur damaligen Zeit revolutionär und hat andere Sichtweisen auf Gestaltung im weitesten Sinne gefördert. Wie kann man das auch heute noch erreichen? Gibt es einen BauhausGedanken, der so grundlegend ist, dass er auch heute noch funktioniert? Das Diese Studio beschreibt es so: „Für uns ist es etwas verschwommen, was das Bauhaus eigentlich ist. Daher wollen wir herausfinden, ob es in unserem Alltag ästhetische Zusammenhänge gibt und wie wir diese deuten können.“ 2017 wurde der Theatervorplatz durch einen Pavillon der Gestalter von „das blumen“ für viele Darmstädter zum beliebten Treffpunkt in den Sommermonaten. Letztes Jahr lud dann das Carree mit temporärer Outdoor-Sitzgestaltung zum Verweilen ein. Aus dem Kulturverein Blumen hat sich das Diese Studio herausgebildet, das den Theaterplatz auch in diesem Sommer zu einem kulturellen Treffpunkt für alle machen möchte. Die Begegnung mit dem Bauhaus geschieht dabei beinahe spielerisch: „Das Kunstfestival gibt einen spannenden Rahmen vor, der das Bauhaus wieder- und neu erlebbar macht.“ Klingt alles noch etwas abstrakt, aber so ist das bei offenen, prozessorientierten Projekten eben.
Erlebnisorte unter einem Dach Zumindest der Ort der architektonischen Intervention ist definiert: Es soll eine Konstruktion direkt am Vordach des Staatstheaters entstehen, die für alle Bürger Darmstadts erfahrbar ist. Bereits der Bauprozess kann von der Öffentlichkeit beobachtet werden und soll dabei bewusst eine Interaktion der verschiedenen Akteure hervorrufen. Es werden zugängliche Räume geschaffen, die auch wirklich genutzt und erkundet werden sollen. „Der Dialog von Gestaltung und Gesellschaft soll angeregt werden und neue Orte erschaffen“, so die Mitglieder des Diese Studio. Das Vordach des Staatstheaters dient als Grundgerüst für den Bau einer Dachkonstruktion, darunter: unterschiedliche Bereiche, die von den Workshop-Teilnehmern um- und angebaut und mit eigenen Projektideen bespielt werden. Dabei soll eine Bar entstehen, auch audio-visuellen Projekten wird ein Raum gegeben. Welche konkreten Objekte entstehen, ist offen. Wer mehr wissen möchte, muss also einfach mal auf dem Theaterplatz vorbeischauen. Wir freuen uns auf den neuen Aufenthaltsort, der den schönen Platz vorm Staatstheater diesen Sommer sicherlich wieder zu einem besonderen Begegnungs- und Erlebnisort machen wird. > P | 25
präsentiert das
Filmseher Open Air
Freilichtbühne Seeheim-Jugenheim
Eine Veranstaltung von
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Mi 5.6. Colette Do 6.6. Der Trafikant Fr 7.6. A Star is born Sa 8.6. Green Book Mi 12.6. The Mule Do 13.6. Die Berufung Fr 14.6. Nur ein kleiner Gefallen Sa 15.6. Der Junge muss an die frische Luft Mi 19.6. Fahrenheit 11/9 Do 20.6. Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm Fr 21.6. Die Goldfische Sa 22.6. Bohemian Rhapsody Mi 26.6. Free Solo Do 27.6. Kindeswohl Fr 28.6. Monsieur Claude 2 Sa 29.6. Mia und der weiße Löwe Mi 3.7. Sweethearts Do 4.7. Vice - der zweite Mann Fr 5.7. Astrid Sa 6.7. Der Junge muss an die frische Luft Mi 10.7. Cold War - der Breitengrad der Liebe Do 11.7. Ben is back Fr 12.7. Trautmann Sa 13.7. Der Vorname Mi 17.7. Ein Gauner und Gentleman Do 18.7. Der verlorene Sohn Fr 19.7. Gundermann Sa 20.7. 25 km/h Mi 24.7. Van Gogh - an der Schwelle zur Ewigkeit Do 25.7. The Favourite - Intrigen und Irrsinn Fr 26.7. Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten Sa 27.7. Der Junge muss an die frische Luft Mi 14.8. Shoplifters - Familienbande Do 15.8. BlacKkKlansman Fr 16.8. Drachenzähmen leicht gemacht 3 Sa 17.8. Konzert: Paddy goes to Holyhead Mi 21.8. Capernaum - Stadt der Hoffnung Do 22.8. Maria Stuart, Königin von Schottland Fr 23.8. Kabarett: Babenhäuser Pfarrerkabarett Mi 28.8. Die Frau des Nobelpreisträgers Do 29.8. Monsieur Claude 2 Fr 30.8. Poetry Slam: Dichterschlacht Mi 4.9. Werk ohne Autor Do 5.9. Book Club Fr 6.9. Bohemian Rhapsody Sa 7.9. Der Junge muss an die frische Luft
Schritt 1: Das Diese Studio errichtet eine Grundstruktur. Die Dachfläche der Pergola auf der Treppenanlage des Staatstheaters wird erweitert. Die neue Dachfläche wird rechts und links durch zwei Bauelemente abgeschlossen, welche einen vermeintlichen Bauhausstil zitieren. Tatsächlich sind sie nur sechs Zentimeter tiefe Theaterkulissen aus Pappelsperrholz und Theaterlatten (recycelte Teile des Bühnenbilds von „Das weiße Band“).
Schritt 2: Erst die Auseinandersetzung der Studierenden, ihre Ideen einer neuen Gestaltungsschule und deren Umsetzung in gebaute Form füllen die Grundstruktur, verändern und überschreiben so das alte Bild mit aktuellen Positionen. So könnte das Ergebnis der Summer School aussehen.
„BAUWHAT?“ Kunstfestival und Summer School
Diese Studio — Das Diese Studio aus Darmstadt versteht sich als interdisziplinäres Gestaltungsbüro. Aus der mehrjährigen Zusammenarbeit im Kulturverein „das blumen“ hat sich das Kollektiv für Gestaltung, Planung und Handwerk entwickelt. Das Team aus sieben Architekten, Designern und Handwerkern will mit seinen Projekten mittels Gestaltung den öffentlichen Raum als Ort für Begegnung, Austausch und Interaktion reaktivieren und dadurch den Dialog zwischen Gestaltung und Gesellschaft fördern. Die Mitglieder des Diese Studio gestalten und schaffen Begegnungsräume und hinterfragen mit temporären Interventionen die Rolle der gestaltenden Disziplinen und deren Auswirkungen auf unser Zusammenleben. www.diese.studio
— Für das „BAUWHAT?“-Festival vom 17. bis 29. Juni laufen im Staatstheater Darmstadt klassische und neue Performances und Vorstellungen rund um das Thema Bauhaus. Dabei wird das schillernde Triadische Ballett am 20. Juni in einer Neufassung genauso aufgeführt wie das avantgardistische Tanzstück „From Bauhaus to Playhouse“, das am 25. Juni seine Deutschlandpremiere feiert. Außerdem gibt es Nähmaschinen-Konzerte, Videoinstallationen, Vorträge und Diskussionen, die das historische Bauhaus und seine Ideen hinterfragen und einen aktuellen Bezug herstellen. Der Theatervorplatz wird mit eingebunden und bietet täglich ab 16 Uhr einen temporären Aufenthaltsort für alle mit dem Festivalzentrum. Am ersten Festivalsamstag (22. Juni) wird der Georg-Büchner-Platz zur Festwiese voller fantasievoller Installationen der Studierenden der Summer School, artistischer Experimente und musikalischer Überraschungen. Am zweiten Festivalsamstag (29. Juni) feiert man in Kooperation mit den Animalistics das Kammerspektakel Bauhaus Open Air mit Ilgen-Nur (Lo-Fi-Indiepop aus Hamburg), Haller (minimalistischer Pop aus Berlin) und Klaus Johann Grobe (Funk, Indie-Disco, Pop und Kraut aus Basel). Der Eintritt zu den Freiluft-Veranstaltungen ist frei. Das „BAUWHAT?“-Festival wird gefördert vom Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main.
BAUWHAT? BAUWHAT? BAUWHAT? BAUWHAT !
Georg-Büchner-Platz + im Staatstheater vom 17. bis 29. Juni (Opening: am 20. Juni um 15 Uhr) | Details und komplettes Programm unter: www.bauwhat.de P | 26
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Folge 52: Maedli TEXT: FRANZISKA NEUNER | FOTO: JAN EHLERS
Endlich startet die Festivalsaison. Ewige Frage: Wohin mit Handy, Perso und Moneten? Hier kommt Maedli, ein neues kleines AccessoiresLabel aus Lorsch, ins Spiel. Tutku Zaim und Lisa Sochiera, kreatives Duo hin ter der Marke, haben sich zur Aufgabe gemacht, „smarte, schicke Produkte zu entwickeln, die für den Kunden individuell kombinierbar sind und einen hohen Mehrwert bieten.“ So ist ihr Phone-Etui samt Halsband nur ein Bestandteil der Produktpalette, ein Baustein. Denn praktischerweise lässt sich die Handykordel mit dem kompletten Sortiment – von Taschen über Lippenstift- bis Schlüssel-Etuis – kombinieren. Man kann beispielsweise die herzförmige Handtasche „Elin“ mit der Handykette „Calla“ verhaken und trägt so eine ganz neue Art Accessoire bei sich. Die Idee kam dem gelernten Kaufmann Tutku und der Diplom-Designerin Lisa 2015: „Wir sind nach Island gereist und haben uns sofort in das Land, die Natur, die Texturen und die Mythen verliebt. Island verkörpert für uns Minimalismus, Ruhe, Schlichtheit, Funktionalität und eine unfassbare Schönheit und Kraft“, erinnern sich die beiden Jungunternehmer begeistert. Deshalb ist auch ihr Label-Name nordischen Ursprungs. „Maedli“ entstammt dem Keltischen und bedeutet so viel wie „Mutter“: Sie passt auf ihre Lieben auf und begleitet sie zuverlässig durchs Leben. Das spiegelt der Claim „always beside you“. Wie Island mit rauer Natur und schlichter Schönheit beeindruckt, verzichtet auch Maedli bewusst auf zu viel Kitsch und Schnickschnack. Die Marke möchte für jede Berufsgruppe, jeden Typ Mensch und jede Altersgruppe praktische und formschöne Lösungen anbieten. Nachdem für die Entwürfe nach langer Suche ein Produzent gefunden wurde, sollen die aus veganem, schwarzem Kunstleder gefertigten Stücke in diesem Sommer so richtig durchstarten. Wir wünschen viel Glück und sehen uns sicher auf dem einen oder anderen Festival! Erhältlich ist die Maedli-Kollektion online, in ausgewählten Concept Stores – und im Café Zerottanta in der Elisabethenstraße. ❉
www.maedli.com P | 29
Modelle 2019 Hier probefahren!
eeemotion Frankfurter Straße 26 64293 Darmstadt www.eeemotion.de
und
Kommen Gehen Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie TEXTE: LISA MATTIS (LM) + MATIN NAWABI (NM) + CEM TEVETOǦLU (CT) FOTOS: JAN EHLERS
Timm's Café Endlich gibt’s ein schmuckes Café im Johannesviertel! Im ehemaligen Café Habibi – Eigentümerin Bushra Shoukat suchte nach zwölf Jahren eine Auszeit von der Gastronomie – serviert seit Ende April Timm Kehl Kaffee, Kuchen und Frühstück. Aufwendig renoviert, schick und gemütlich eingerichtet, ist der aufgeräumte Gastraum mit petrolgrünen Wänden kaum wieder zu erkennen. Mit der Eröffnung erfüllt sich Timm, der mit kleinem Foodtruck bereits Gastro-Erfah
rung sammeln konnte, einen Traum. „Ich will nicht maximalen Profit generieren, mir geht's um Qualität“, erklärt der gelernte Bauzeichner, der gänzlich auf Discounter- und Industrie-Produkte verzichtet und seine Waren über ein kleines Netzwerk Gleichge sinnter mit ebenfalls hohen Ansprüchen bezieht. Die Bohnen für seinen Speciality Coffee liefert die preisgekrönte Frankfurter Rösterei Hoppenworth & Ploch, den handgemachten Chai ein befreundetes Café aus Gießen, P | 30
die getöpferten Keramik-Tassen die Manufaktur Hartmud. Milch, Ei, Butter und Käse kommen vom Weidenhof, die Brötchen backt René Bock. Für Kuchen, Aufstriche und alles Weitere steht der 27-Jährige selbst in der Küche. Die Karte wirkt deswegen mitunter noch überschaubar, soll aber – sobald sich alles eingegroovt hat – erweitert werden. Tolle Ideale, toller Kaffee. Cooles Café! (mn) — Landwehrstraße 13, Johannesviertel www.timmscafe.de
Himmlisch Betreiber des neuen gemütlichen Cafés Himmlisch ist Hussen Abdullah – mit dem eriträischen Restaurant Baobab und Falafel wagen aus der Darmstädter Szene nicht mehr wegzudenken! Realisiert hat Hussen sein drittes Standbein gemeinsam mit seinem langjährigem Freund und Mitarbeiter Markus Lindermeir, der verantwortlich für die Küche ist, sowie weiteren Kreativen, die von der Theke über restaurierte Möbel bis zu den Musikboxen alles in Handarbeit gezimmert haben. „Man soll sich hier glücklich fühlen, es soll lecker sein und gemütlich“, erklärt Lindermeir, der Euch mit Suppen, Salaten und vor allem Sandwiches den Hunger nehmen will. Die frisch belegten Brote punkten mit aromatischen Belägen: Süßkartoffel-Fenchel-Kohlrabi-Relish, dazu
gebratener Spargel – oder ein Aufstrich aus Pilzen, getrockneter Tomate und Birne als Grundlage für ein Sellerie-Möhren-Rotkraut. Entdeckungsreich und köstlich! Inspirieren lässt sich Lindermeir wöchentlich neu vom regionalen, saisonalen Gemüse, das Bauer Dörr aus Trebur vom
Riegerplatz-Markt liefert. Erweitert werden soll das Angebot um weitere Kuchen und Bar-Abende mit offenen Weinen. Der angrenzende, schön grüne Innenhof wird ebenfalls bewirtschaftet. (mn) — Alexanderstraße 39, Martinsviertel/ Innenstadt | www.himmlisch.cafe
sondern zu konkurrenzfähigen Supermarkt-Preisen. Dabei kooperiert Inhaber Hasan Ünal für seinen Nachbarschaftsmarkt mit Edeka, auch Alnatura-Produkte sind im Angebot. Super für alle, die die großen Supermärkte an der Kasinostraße lieber meiden – aber auch für alle, die ein
spontanes Picknick im Herrngarten anstreben. Geöffnet hat der Johannes Markt von Montag bis Samstag von 8 bis 21 Uhr. (ct + lm) — Frankfurter Straße 68, Johannesviertel
Johannes Markt Der ehemalige Kiosk Alara's in der Frankfurter Straße 68 (gegenüber von der Kyritzschule) wurde mit zahlreichen Regalen, Obst- und Gemüse-Auslagen und Brötchen-Klappen gepimpt und funktioniert seit Mitte Mai als Johannes Markt. Das neue Konzept lautet: „Im Viertel für’s Viertel“ ... und tatsächlich können sich die Johannesviertler – neben Timm's Café – über einen weiteren echten Zugewinn freuen: Hinten im Laden gibt es wie bisher Lotto und Post, auf den fast 400 Quadratmetern davor ist ein Supermarkt mit mehr als 3.000 Artikeln eingezogen. Von Obst und Gemüse über frische Backwaren bis hin zu lokalen Produkten (Spargel und Erdbeeren werden zum Beispiel jeden Morgen frisch beim Bauern in Griesheim geholt) gibt es hier alles, aber nicht zu Kiosk-,
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Weinstube Kilian Auch uns entgeht mal ein Highlight in der Darmstädter Peripherie: Heimlich, still und leise hat schon im vergangenen Sommer im Zentrum Arheilgens eine neue, lockere Anlaufstelle für Weinliebhaber eröffnet: die Weinstube Kil ian. „Wir möchten gute Qualität zu fairen Preisen und mit freundlichem Service bieten – und das in einer gemütlichen und angenehmen Atmosphäre“, erklärt Inhaber Dieter Wenzel (von 2003 bis 2011 Darmstädter Baudezernent). Das Angebot im modernen Landhausstil eingerichteten Weinlokal ist lokal geprägt plus mediterranem Touch: „Der Grauburgunder vom Weingut Bretz aus Rheinhessen, der Rote Riesling vom Weingut Freiberger von der Bergstraße und die Klassiker rund um den Garda-
see und aus dem Rioja-Gebiet gehören zu den Favoriten unserer Gäste.“ Aber nicht nur feine Tropfen aus Deutschland, Italien und Spanien werden in der Weinstube Kilian ausgeschenkt, auch Wurstund Käseplatten, hausgemachter Spundekäs und Obazda, Flammkuchen und Ahle Wurscht landen
Weitere Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie: 148 Jahre lang, bis zum 23. Mai 1992, braute die Darmstädter Familie Wagner ihr Anker Bier und schenkte es im Gasthaus Goldener Anker in der Landgraf-Georg-Straße 25 (heute: Sausalitos, An Sibin) aus. Nun belebt Nachkomme Michael Wagner aus Klein-Gerau die alte Marke wieder und so kehrt das Anker Bier als Edelpils mit Craft-Beer-Charakter zurück. Gezapft wird es seit Mitte Mai im Red Barn in der Erbacher Straße 5. (ct) ❉ Die Buchhandlung Lesezeichen im Herzen des Martinsviertels feiert am Samstag, 15. Juni, ihren 15. Geburtstag. Dafür wird der Laden um 14 Uhr erst einmal für eine Stunde geschlossen. Innerhalb dieses Stündchens hängen die Inhaberinnen Britta Karadzole und Iris Massuthe die Bilder ihrer ersten Ausstellung im vor einem Jahr neu bezogenen Laden in der Heinheimer Straße 82. Zu sehen sind ab 15 Uhr (Vernissage mit Sektchen!) Street-Art-Fotos, die Lesezeichen-Kundin Jana Conner in Lissabon eingefangen hat. Anschließend wird die Gartentür hintenraus geöffnet und ein Gartenfest gefeiert. Der kleine Anwohnerspielplatz im Hinterhof wird in die Feier integriert. Musik liefert die Playlist mit den ❉
auf den rustikalen Holztischen, die bis zu 40 Gästen Platz bieten. Wer seinen Lieblingswein noch nicht gefunden hat, kann „neun Weinpröbchen auf dem Holzbrett“ bestellen. Zum Wohl! (lm) — Arheilger Woogstraße 3, Arheilgen www.weinstube-kilian.de
Lieblingshits der Jahre 2004 – 2019, die Kunden und eingeladene Partygäste im Vorfeld zusammengestellt haben. Spätestens um 22 Uhr ist – den Nachbarn zuliebe – Schluss. Der Eintritt ist frei. (ct) ❉ Auch im Juni belebt die Citymarketing-Aktionsreihe Datterichs Wochenmarkt den Marktplatz am ersten Samstag im Monat von 8 bis 14 Uhr. Am Samstag, 08. Mai, – ausnahmsweise mal am zweiten Samstag im Monat – lautet das Motto: „Beschwingt durch die Sommerzeit“. Hills Weinhütte ist zu Gast aus dem rheinhessischen Udenheim, Thildas Eis sorgt für köstliche Abkühlung mit hausgemachtem Eis aus regional-saisonalen Zutaten; und das Acoustic Swing Duo spielt von 11 bis 14 Uhr live. Zudem gibt es eine Bastelecke für Kinder, die „grüne Leseecke“ von der Büchergilde am Marktplatz – und der Datterich ist natürlich auch wieder höchstpersönlich anwesend. (ct) ❉ 25 Jahre eigenart! Die studierten Modedesigner innen Heike Heim und Nina Wöllgens feiern am Samstag, 15. Juni, von 10 bis 16 Uhr ein Vierteljahrhundert Modemanufaktur im Martinsviertel – mit Crémant und gewohnt guter Laune. Wir gratulieren von Herzen! (lm) ❉ In den ehemaligen Astro-Laden neben der Post am Luisenplatz ist Mitte Mai Fair'gnügt eingezogen: Jürgen Herold verkauft in Handarbeit gefertigte, fair gehandelte Produkte (vom Filzuntersetzer über P | 32
Schals, Decken, Kissen, Taschen, Klangschalen und Figuren bis Silberschmuck), die aus Nepal, Kambodscha, Mexiko und Afrika stammen. Bereits seit 2014 betreibt der 58-jährige Darmstädter in der Heimstättensiedlung den Laden „Frida Feelig“, der vor allem den Fair-Trade-Großhandel – unter anderem den Weltladen-Dachverband in Deutschland – beliefert. (ct) ❉ Goldkante heißt in der Elisabethenstraße 15 der Nachfolger der Goldschmiedekunst Horst Seifert. Bei Goldkante wird aber nix geschmiedet, sondern geschmackvoll eingerichtet: mit Vasen, Windlichtern, Kerzen(-ständer), Tabletts, Gläsern, Geschirr und anderen schönen Interieur- und Deko-Dingen. (ct) ❉ An der Ecke des Luisencenters zur Wilhelminenstraße und zum Luisenplatz soll ab Juli der Späti Lui Lui – Frisch & Ferdisch nicht nur Nachtschwärmer versorgen. Sieben Tage die Woche soll geöffnet sein. Salate, Snacks, Sandwiches, einen Mittagstisch, Kaffee, Säfte, Smoothies und Bier soll es geben. (ct) ❉ Der Eröffnungs-Countdown für das Henschel-Rooftop-Restaurant namens obendrüber ist auf der Zielgeraden: Am Montag, 03. Juni, um 10 Uhr wird's definitiv losgehen! Bedeutet: Café, Bar und moderne-Crossover-Kochkunst von Küchenchef Gil Delaveaux und seinem Team auf 400 Quadratmetern – die Hälfte davon open air auf der Terrasse mit einem atemberaubenden Blick vom Weißen Turm über Friedensplatz, Schloss und Marktplatz. Do mache mer hie! (ct) ❉ Burger und Pizza in bester Bioqualität mit regionalen Zutaten gibt's seit Anfang April bei Sheriff's Burger & Pizza an der Hindenburgstraße 56, in einem unscheinbaren Wohnhaus zwei Gebäude neben dem Lappings Döner. Betreiber ist Farid Abroudi, der den Schee Designmarkt organisiert hat und aktuell
„Fair-packt.de“, einen Vertrieb für umweltfreundliche Lebensmittelverpackungen, leitet. Ehrensache, dass Burger und Pizza zum Mitnehmen in atmungsaktive Verpackungen aus nachhaltigen Rohstoffen kommen, die entweder kompostierbar sind oder aus recycelten Materialien bestehen. (ct) ❉ Das Handwerkshaus Ober-Ramstadt feiert wieder! Seit 35 Jahren arbeiten in den Werkstätten der einstigen Maschinenhalle der ehemaligen Nudel fabrik Handwerker, Künstler, Techniker und Medien leute. Am ersten Juni-Wochenende (01. + 02. Juni) laden die Handwerkshäusler zum traditionellen Sommerfest und Markt ein: Zwei Tage offene Ateliers und Stände drinnen und draußen, fein bestückt mit hochwertiger Handwerkskunst: Textiles, Keramik, Kunst, antike Möbel, Windobjekte, Schmuck, Schreibgeräte, Natur-Kosmetik und Bio-Leckereien. Kinder können an diesem Wochenende töpfern, basteln oder dem Märchenerzähler lauschen. Für Speisen und Getränke sorgt das Restaurant „Goldene Nudel“. Geöffnet ist am Samstag von 14 bis 19 Uhr, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. (ct) ❉ Alle Wein- und Vinocentral-Freunde können sich auf Samstag, den 15. Juni, freuen: das Vinocentral Wein Treffen 2019 steht an! Nach der erfolgreichen Jubiläumsverkostung im vergangenen Jahr lädt Darmstadts beliebtester Wine-After-Work-Spot von 14 bis 19 Uhr zur Hausmesse in lockerer Atmosphäre am Platz der Deutschen Einheit ein. Mit dabei sind mehr als 35 WinzerInnen aus ganz Europa, die ihre besten Tropfen zur Verkostung dabei haben. Das Ticket kostet 15 Euro, damit kann aus rund 200 zur Degustation angebotenen Weinen probiert werden. Zum Ausklang gibt es ab 20 Uhr – bei freiem Eintritt – ein „Punto Jazz Special“ mit Mathias Vogt +2. Groovy! (lm) ANZEIGE
ufgeschnappt! Aufgeschnappt! A Stadtkultur-Neuigkeiten REC H E RC H E + T E X T: M AT I N NAWA B I + L I SA M AT T I S + CEM TEVETOǦLU FOTO S: JA N E H L E RS (H I N DE N BU RGST R A SSE) + GU I D O S C H I E K (D I E V I E L E N DA RM STA DT) + C SD DA RM STA DT + BE SS U NGE R K I N DE RW E RKSTA DT + D I E SE ST U D I O (QUA RT I E RST E P P I C H KR A N I C H ST E I N) + DA N I E L K LO SE („KR Ä H E I I“)
Die Hindenburgstraße wird umbenannt. Seit Jahrzehnten forderten verschiedene Darmstädter Initiativen, dass der ehemalige Reichspräsident und Wegbereiter Hitlers nicht erinnerungswürdig sei – mitunter verstärkt durch kreativen zivilgesellschaftlichen Protest: Anfang des Jahres erst wurden drei Senioren der Sachbeschädigung angeklagt, die das Straßenschild kurzzeitig abgeändert und Halit Yozgat, Mordopfer des NSU, gewidmet hatten. Dieser Streit dürfte nun beendet sein. Eine Mehrheit im Magistrat erklärte, dass ein neuer Name für die Straße gefunden werden soll. Vorausgegangen war der Entscheidung eine umfassende historische Untersuchung des Babenhäuser Büros für Erinnerungskultur. Untersucht wurden 190 der 500 Darmstädter Straßen. Ein Fachbeirat prüfte die Ergebnisse im Anschluss sorgfältig. Neben Hindenburg werden auch sieben weitere Personen aufgrund ihrer Verstrickungen in den Nationalsozialismus von Straßenschildern verschwinden: Hans von der Au, Gustav Brandis, Walter Georgii, Peter Grund (Architekt des Bölle, John-F.-Kennedy-
Hauses und mehr), Christian Heinrich Kleukens (Mitglied der Künstlerkolonie Mathildenhöhe), Richard Kuhn und Alarich Weiss. Die neuen Straßennamen sollen gemeinsam mit Bürgern im Rahmen eines Beteiligungsforums Anfang 2020 erarbeitet werden. www.darmstadt.de Die Recherchen des Fachbeirates Straßennamen überraschten auch die TU Darmstadt. 2013 erst empfahl diese, eine Straße auf dem Campus Lichtwiese nach Alarich Weiss zu benennen. Der 1925 geborene und 1995 verstorbene Professor der Physikalischen Chemie gilt bis heute weltweit als anerkannter Wissenschaftler und war Initiator des Fachbereichs Materialwissenschaften an der TU. Verschleiert hatte Weiss nach der Kapitula tion Nazi-Deutschlands jedoch, dass er nicht nur Mitglied der Hitlerjugend war, sondern sich auch als Freiwilliger für die Waffen-SS meldete. Seine SS-Panzerjäger-Abteilung „Das Reich“ war nachweislich an Kriegsverbrechen beteiligt. Die TU Darmstadt will nun „unmittelbar Konsequenzen P | 34
neuen Song – samt ästhetischem Musikvideo, das Regisseur Fitz van Thom (früher: Darmstadt, heute Berlin) im Circus Waldoni gedreht hat. www.vanessanovak.de
ziehen“ und begrüßt die Initiative der Stadt zur Umbenennung der Alarich-Weiss-Straße. Ebenfalls keine Ehrung im öffentlichen Raum mehr soll Walter Georgii, Schlüsselfigur der NS-Luftfahrtforschung und ehemaliger außerordentlicher Professor für Flugmeteorologie an der TU, zuteilwerden, an den derzeit am Flugplatz in Griesheim erinnert wird. www.tu-darmstadt.de
Can't stop, won't stop: Nur einen Monat nach dem letzten Release legt Footjob direkt nach. Für „Tribes Of Shiloh“ haben sich Phonk D und Sascha Ciminiera von den Vormietern ihres Studios inspirieren lassen: Eine religiöse Gemeinschaft, die den im Buch Genesis im Alten Testament erwähnten Shiloh verehrt. Drei Tracks plus Remix von Johannes Albert – out now! www.footjob-music.com
In Zeiten, in denen Nazis quer durch die Republik wieder in Parlamenten sitzen, bedarf es womöglich mehr als eine umfassende, reflektierte Erinnerungskultur. Als Zeichen gegen die Erosion der pluralen Gesellschaft wurde die Darmstädter Erklärung der Vielen verabschiedet. Initiiert von Darmstädter Kulturfrauen haben sich dem Aufruf verschiedene Kulturinstitutionen unserer Stadt angeschlossen, um demokratische und künstlerische Freiheit zu verteidigen, „gegen alles, was sie bedroht: völkisch-nationalistische, fundamentalistische, populistische oder autoritäre Weltbilder. Wir verteidigen sie gegen Geschichtsverfälschung, Stimmungsmache, Ausgrenzung und Abwertung anderer Menschen, wie zum Beispiel jede Form von Rassismus, Homo- und Transphobie, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus oder Islamophobie, und geben solchen Positionen keinen Raum. Im Interesse des Gemeinwesens verpflichten wir uns zur Solidarität mit Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.“ Eingebettet ist dieses aufgeklärte zivilgesellschaftliche Signal in die bundesweite Aktion „Die Vielen“, der sich bereits etliche Städte und Regionen mit ihren Kampagnen angeschlossen haben. www.dievielen.de Nachdem Vanessa Novak mit ihrer Single „Bright White Dress“ ins neue Jahr gestartet ist, legt die in Detroit geborene Darmstädterin jetzt nach. Die Musikerin mit Faible für Folk, Blues und Country veröffentlichte kürzlich mit „Old Friend“ einen
Dass Anfang kommenden Jahres am Osthang die Bagger anrollen, um das Besucherzentrum der Mathildenhöhe zu errichten, ist bekannt. Zur Überbrückung wurde jetzt im Neufertbau ein erstes temporäres Besucherzentrum eröffnet. Im massiven, von brauner Verklinkerung geprägten Bau von Ernst Neufert wurde in den ehemaligen, länger leer stehenden Räumen eines Lebensmittelgeschäftes das Konsum Mathildenhöhe eröffnet. Aktuell ausgestellt werden hier an der Pützerstraße unter anderem die Architekturpläne für das neue Besucherzentrum. Betrieben wird das Projekt in Kooperation mit den Fachbereichen Architektur und Gestaltung der Darmstädter Hochschulen. Geplant sind auch Diskussionsrunden, Vorträge und weitere Kulturformate. Ab Juni wird auch die Darmstädter Sezession die Fläche für die Präsentation von Plastiken im Rahmen ihres 100-jährigen Jubiläums nutzen. Klingt spannend! Regulär geöffnet hat das Konsum Mathildenhöhe derzeit immer am ersten Wochenende des Monats.
Am 17. August steigt zum neunten Mal der Darmstädter Christopher Street Day (CSD). Ihr wollt mit Eurem Verein, Eurer Initiative, Eurem Projekt ebenfalls ein Zeichen gegen Homo- und P | 35
Transphobie setzen? Ab sofort nimmt der Verein Vielbunt die Anmeldung für Infostände beim CSD entgegen: „Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn Ihr den Menschen zeigen wollt, wie Ihr Euch aktiv gegen Diskriminierung einsetzt.“ Weitere Infos: infostand@csd-darmstadt.de
Anfang September 1969 trafen sich mehrere Eltern im Schlosskeller, um den Verein für nichtrepressive Erziehung zu gründen. Am 24. August wird das 50-jährige Bestehen der Bessunger Kinderwerkstadt, wie die älteste und größte selbstorganisierte Elterninitiative Darmstadts heute heißt, mit einem bunten Fest für Groß und Klein gefeiert. „Wir sind auf der Suche nach Men schen, die in den letzten 50 Jahren als Kind in einer unserer Gruppen betreut wurden. Es würde uns sehr freuen, wenn sie sich bei uns melden und zum Fest kommen“, betont die Leiterin Sabine Niemeyer. Kontakt: telefonisch unter (06151) 1528264 oder per E-Mail an: leitung@kinderwerkstadt.de. Die Initiative Transition Town will in Darmstadt einen Leihladen eröffnen. Warum soll schließlich jeder seinen eigenen Akkuschrauber, Pürierstab oder Bohrer kaufen, wenn man ihn eh nur zweimal im Jahr braucht? Aktuell sucht die Gruppe noch nach günstigen Räumlichkeiten (denkbar wäre auch eine Garage) in zentraler Lage – und natürlich immer nach interessierten Mitstreitern. Wer von einem Raum weiß oder mitmachen möchte, meldet sich am besten bei eva@transitiondarmstadt.de.
ter Gestaltungskollektiv „DIESE Studio“, das aus den Fliesen zusammengesetzten 100 Quadrat meter großen Mosaikteppich Ende Mai erstmals vor dem Brentanosee aufbaute. Bei einem Pick nick auf den Holzfliesen mit Musik wurde das Gemeinschaftsprojekt dem Stadtteil und dem Staatstheater Darmstadt übergeben. Der Teppich dient seitdem als temporäre Bühne für den theatralen Stadtspaziergang „Kranichstein Represent (Deutschland braucht das)” des Staatstheaters.
„Darmstadt ist seit jeher eine Stadt, die Kunst auch im öffentlichen Raum für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich und erlebbar macht.“ So ließ sich Oberbürgermeister Jochen Partsch kürzlich zitieren. Anlass war die Präsentation der Plastik „Krähe II“ des Künstlers Arie van Selm. Gefertigt aus Bronze war das Werk des weltweit renommierten Niederländers erstmals 2015 als Teil der Ausstellung „Blickachsen 10“ in unserer Stadt zu sehen. Private Spender ermöglichten jetzt den Erwerb. Ausstellungsort ist der Vorplatz der Kunsthalle. www.darmstadt.de und www.kunsthalle-darmstadt.de
„Für mehr kulturübergreifende Gemütlichkeit, Geborgenheit und Versorgtsein:“ Über 1.000 Bewohner*innen aus Kranichstein haben in den letzten Wochen mehr als 1.800 Holzfliesen für das Stadtteilprojekt Quartiersteppich Kranichstein bemalt. Die Idee dazu hatte das DarmstädP | 36
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DE N F ESTIVA L SO M M E R G E NI ESSE N U N D G LE IC H Z EITIG DI E E IG E N E K A R RI E R E VO R A NT R EI B E N G E HT NIC HT.
DOCH. Das Fraunhofer-Festival »TheSoundOfScience« verbindet alle, die ihre Zukunft gestalten wollen. Am 27. Juni 2019, ab 17:00 Uhr, in der Centralstation Darmstadt. Sichere dir dein Ticket! www.rhein-main.fraunhofer.de
Lohnendes Fremdgehen Das literarische Darmstadt im Juni T E X T: ST E F F E N FA L K
„Was lohnt sich zu lesen?“ – diese Frage wird in der Büchergilde Buchhandlung am Markt beantwortet, wenn ab 19.30 Uhr der Schauspieler Harald Schneider aus empfohlenen Neuerscheinungen des Frühjahrs liest. In das „Rotlicht“ wagte sich Nora Bossong schon als Teenagerin und blickte verstohlen auf Dildos in Schaufenstern und andere ausladende Auslagen. Für ihren Reportagenband verband sie den ge naueren Blick auf das Gewerbe mit forschenden Anekdoten, die die Autorin im Rahmen des „Sex@theCity“-Festivals ab 20 Uhr in der Galerie Kurzweil präsentiert. Nicht nur, wenn der Sommer verregnet anfangen sollte, bieten sich folgende Möglichkeiten für kleine Fluchten, die inspirieren und auf Reisen schicken:
Dienstag, 04. Juni
Ob „Die Kieferninseln“ für den Bartforscher Gilbert ein geeigneter Ort sind, um ein Selbstmord-Handbuch zu studieren, oder ob die abgeschiedene japanische Natur auch andere Formen der Selbstfindung bietet, erfahren wir im anspielungsreichen Roman von Marion Poschmann, aus dem die Berliner Autorin ab 19 Uhr im Literaturhaus liest.
Mittwoch, 05. Juni
Moderiert von Kurt Drawert präsentiert die Textwerkstatt ab 19 Uhr im Literaturhaus: „Der Bäcker gibt mir das Brot auch so“, wie Julia Mantel in ihrem dritten Gedichtband frohlockte. Vielleicht noch ein wenig experimenteller bedichtet die Französin Lorraine den Alltag.
In der Bar der Kammerspiele des Staatstheaters läuft parallel, also auch ab 20 Uhr: „Bestätigung (Confirmation)“, eine Ein-Mann-Performance mit zwei Charakteren von Schauspieler Stefan Schuster. Ein Stück über radikale Rechte und vor allem über uns selbst. Denn: „Fehler entdeckt man immer leichter bei anderen als bei sich selbst.“
Donnerstag, 06. Juni
Auf Einladung der Literaturinitiative stellt Tim Pröse ab 19.30 Uhr im Künstlerkeller im Schloss „Jahrhundertzeugen. Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler“ vor – einen Band, in dem 18 Porträts überlebender Zeitzeugen versammelt sind, die der Journalist über mehrere Jahre begleiten konnte.
Donnerstag, 13. Juni
„Vom Expressionisten zum Literaturfunktionär“: So fasst der Titel des Abends im Künstlerkeller im P | 38
Schloss den Werdegang von Kasimir Edschmid zusammen. Wer den sonntäglichen Gang über die Rosenhöhe schätzt, mag sich schon einmal gefragt haben, wie der Autor zu der Ehre eines Straßennamens kam. Ob verdient oder nicht: Seinem Lebensweg folgend, lädt uns Peter Benz ab 19.30 Uhr ein, um diesen vergessenen „Darmstädter Dichter“ näher kennenzulernen. Jazz und Poesie leben vom Rhythmus am Puls der Zeit. In das New York der 1920 Jahr und in die Gedankenwelt der großen amerikanischen Dichterin Dorothy Parker entführt uns Lyrikerin und Rezitatorin Nora Gomringer. Kongenial begleitet wird sie ab 20 Uhr im Rahmen des „Sex@theCity“-Festivals im Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut von Philipp Scholz.
Freitag, 14. Mai
Die Schnauze voll von „Hochdeutschland“ hat Victor, mit Finanzspekulationen reich gewordener Multimillionär. Wie gerade aus dem zweifelhaften Zweifler ein überzeugter und überzeugender AntiKapitalist wird, erklärt Alexander Schimmelbusch in seinem Roman, aus dem Victor Tahal ab 20 Uhr in der Bar der Kammerspiele im Staatstheater szenisch lesen wird.
Samstag, 15. Juni
Eine kleine Wanderpredigt führt ab 19 Uhr von der Pforte der Kirche St. Ludwig bis zur Bar der Kammerspiele. Auf diesem Weg hält Schauspieler Christian Klischat als „Franziskus – Gaukler Gottes“ den gleichnamigen Monolog von Dario Fo.
Montag, 17. Juni
Studienabbrecher, Erneuerer, verleumdeter Vordenker des sozialen Wohnungsbaus und Planer erster Trabantenstädte – und nebenbei auch war „Walter Gropius – Der Architekt seines Ruhms“. Die Biografie über den Bauhaus-Gründer stellt uns Bernd Polster auf Einladung des Kunst Archivs ab 19 Uhr im Literaturhaus vor.
Sonntag, 23. Juni
Selbst von der afrikanischen Märchenwelt inspiriert, spricht Nasrin Siege ab 11 Uhr im Wohnzimmer des Kranichsteiner Literaturverlags über Astrid Lindgren und erinnert an Leben und Werk der bekanntesten skandinavischen Kinderbuch-Autorin.
Dienstag, 25. Juni
Als „Blattmacher“ verpasste Helmut Ortner schon mehr als 100 Zeitungen und Magazinen ein zeitgemäßes Erscheinungsbild, als Journalist schreibt er Wissenswertes für Blätter von links über schmuddelig bis konservativ. Ein erfolgreicher Freigeist also, der in seinem Buch „Exit – Warum wir weniger Religion brauchen“ auch allgemein gültige Empfehlungen veröffentlicht. Ab 19.30 Uhr stellt der preisgekrönte Publizist seine Thesen in der Buchhandlung Lesezeichen vor. ANZEIGE
»Ein Buch für Ungläubige Abtrünnige, Ketzer und Zweifler – und solche, die es werden wollen.« LESUNG 24. JUNI 19.30 UHR BUCHHANDLUNG LESEZEICHEN
Heinheimer Strasse 82 - Darmstadt
Von Bild-Labyrinthen und Brandings Unsere Kunst-Highlights im Juni AUSWAHL + TEXTE: ANJA TRIESCHMANN | ABBILDUNGEN: HORST HAACK (1) + ATELIER ANNE HARING (2) + KRZYSZTOF GIERAŁTOWSKI (3) + KARINA WELLMER-SCHNELL (4) + CHRISTEL FUNK (5) + JOACHIM KUHLMANN (6)
Der Zeit den Puls fühlen
2 Die Figur betont
Bild-Labyrinthe, die Zeitgeist atmen: Die Kunsthalle verwandelt sich in ein begehbares Tagebuch, solange sie Horst Haacks „Chronographie Terrestre“ beherbergt. Darin gibt er Einblick in das subjektive Welt-Erleben eines Künstlers, der wie ein Seismograf auf seine Zeit reagiert. Paris und Darmstadt sind Haacks Beobachtungspositionen, aus denen heraus er seit 1981 an seinem Work in Progress arbeitet: In Bild-Text-Collagen untersucht er Geschehenes und Gelesenes, um es in Visionen voller absurden Humors zu verwandeln. — 23.06. bis 04.08.2019 (Gespräch mit Horst Haack und León Krempel: So, 30.06., 16 Uhr) Kunsthalle Darmstadt, Steubenplatz 1 www.kunsthalle-darmstadt.de
Es geht nicht um den Body-Mass-Index, wenn sich in der Galerie Netuschil neun Bildhauerinnen mit dem Thema „Figur“ beschäftigen. Vielmehr reizt zeitgenössische Künstlerinnen bis heute, was schlichtes Menschsein bewegt: Der Mensch als Teil der Gesellschaft und Bewohner eines Umraums, als beseeltes Wesen, Körpererfahrung und Gestaltungsobjekt. Gezeigt werden aktuelle Tendenzen in der figurativen Skulptur, wie sie sich in Bronze, Eisen, Holz, Polymer-Gips, Pappmaché, Beton, PVC und Textil als Teil- oder Ganzfigur niederschlagen. — 02.06. bis 13.07.2019 Galerie Netuschil, Schleiermacherstraße 8 www.galerie-netuschil.net
Köpfe mit Charakter
Der polnische Fotograf Krzysztof Gierałtowski (*1938) fokussiert sich seit den 60er Jahren auf die Porträtfotografie. Dabei arbeitet er experimentelle Ansichten heraus, die den Charakter des Gegenübers subtil ins Bild bannen. Das Polen-Institut zeigt 50 Schwarzweiß- und Farbaufnahmen seiner Serie über polnische Schriftsteller*innen. Unter ihnen sind die Nobelpreisträger Wisława Szymborska und Czesław Miłosz sowie Autor*innen des 20. und 21. Jahrhunderts, die eine wichtige Rolle in der europäischen Literatur spiel(t)en. — 13.06. bis 01.09.2019 Deutsches Polen-Institut, Residenzschloss Darmstadt www.deutsches-polen-institut.de
Eingebrannte Erfahrung
„Ganz persönlich“ nennt Karina Wellmer-Schnell ihre aktuelle Ausstellung in der Kunstfabrik „Bhf2“ in Wixhausen. Darin zeigt sie Bilder und Objekte unter anderem mit Personen aus ihrem Umfeld, die starke Erinnerungen hinterlassen haben. Teils wurden die Bilder bereits bei Inszenierungen verwendet und sind nun als Foto- oder Farbcollagen in ihre Objekte integriert: Prägungen eines Künstlerlebens wie Brandings auf der Haut. Ihre Objekte und Installationen sind, wie sie selbst schreibt, „Dokumente, Erfahrungsspeicher und Verkünder.“ — 09. bis 23.06.2019 (Vernissage am Sa, 08.06., 18 Uhr) Kunstfabrik Wixhausen, Bahnhofstraße 2 www.kunstfabrik-darmstadt.de
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5 Abgründiges Menschsein
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Christel Funks Bilder sind bedeutungsbeladen: Alltagsszenen werden durch groteske Verzerrung von Körpern und irrwitzige Inszenierungen in beengten Räumen zu Gruselkabinetten auf Leinwand. Darinnen spiegelt sich drastisch und vielgestaltig die tragische Situation des Menschen unseres Jahrhunderts: verlassen, verstört, vereinzelt. Es sind Seelenbilder voller Leidenschaft fürs Menschsein und seine Abgründe. Christel Funks Acryl-Malerei kann ein Impuls für die Gespräche sein, zu denen das Atelier Bildwechsel einlädt. — 15. bis 30.06.2019 Atelier Bildwechsel, Bessunger Straße 113 www.atelierbildwechsel.de
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6 Kunst zum Reinsetzen Schon eine Dekade lang flanieren Besucher durch die auf 4.000 Quadratmetern in den Wald geschmiegte Garten-Kunst-Anlage des Ehepaars Kuhlmann am Fuße der Ludwigshöhe. In gepflegte Gartenkultur eingebunden sind Skulpturen, Fundstücke und Installationen des Bildhauers Joachim Kuhlmann, die bei einem 90-minütigen Rundgang kommunikativ erkundet werden können. Der 2018 mit dem Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis gekürte Bildhauer zeigt in diesem Sommer Einblicke in einen aktuellen Schaffensprozess für die Großfigur „Crucifixus“. — bis 10.11.2019 (im Juni geöffnet: So, 02., 09., 10., 16., 20., 23. + 30.06. von 14.30 bis 16 Uhr) Skulpturengarten, Auf der Ludwigshöhe 202 www.skulpturengarten-darmstadt.de
Weitere Ausstellungen im Juni online unter: www.p-stadtkultur.de/kunst P | 42
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MACH DAS LEBEN ZU DEINEM BERUF AUSBILDUNG ZUR FACHKRAFT FÜR HEILERZIEHUNGSPFLEGE
Du bist flexibel, kreativ, spontan – und hast gerne mit Menschen zu tun? Als Fachkraft für Heilerziehungspflege begleitest du Menschen in ihrem Alltag und hilfst ihnen in allen Bereichen, in denen sie Unterstützung benötigen. Heilerziehungspflege findet überall dort statt, wo Integration und Teilhabe gelebt werden: in Kitas und Schulen genauso wie in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Freizeit. Die Aufgaben und Tätigkeitsfelder als Heilerziehungspflegefachkraft sind also besonders vielfältig. Und vielfältig ist auch schon die Ausbildung selbst, die aus theoretischem und praxisorientiertem Unterricht und einem vergüteten Jahrespraktikum besteht. – Klingt spannend? Alle Details zur Ausbildung findest du auf unserer Webseite.
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Die Tyrannei der Blutwurst Unsere Theater-Tipps im Juni TEXT: THOMAS LENZ | FOTO: NILS HECK („KRANICHSTEIN REPRESENT“)
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Lebenswelten des Staatstheaters
Platte mit Perspektive: Warum immer Kreuzberg und nie Marzahn? Und warum immer das Martinsviertel und nie Kranichstein? Coolness ist schließlich auch Perspektivsache. Der Regisseur und Autor Volker Schmidt hat gemeinsam mit Einwohner*innen Kranichsteins ein Stationentheaterstück gebastelt. Eingeflochten sind Schnipsel aus individuellen Lebenswelten und der Historie Kranichsteins. Der theatrale Performance-Stadtspaziergang bewegt sich zwischen realistischem Nachguss der Lebensverhältnisse und einer fantastischen Überhöhung. Das Stück bespielt die 1968 entstandene Wohnsiedlung als sozial breitgefächerten und multikulturellen Stadtteil mit dem Potenzial zum modellhaften Zukunftsentwurf. Hier kann Kunst zeigen, was sie kann: so lange überhöhen und verzerren, bis man anders sieht. Zurück zum Körper: Manchmal weiß man gar nicht mehr, wo der eigene Körper aufhört, und wo das Smartphone oder die Brille anfangen: Der
Titel „#Mensch“ lässt bereits erahnen, dass es bei diesem Stück um das Spannungsfeld zwischen Menschsein und Digitalsein geht, was immer schwerer voneinander trennbar zu sein scheint. Das Hessische Staatsballett um Tim Plegge zeigt mit 80 Tanzbegeisterten aus der Region (ja, da durfte jeder mitmachen!) ein tänzerisches Partizipationsprojekt. Eine ganze Spielzeit lang wurde sich mit dem eigenen Körper und den Körpern der anderen auseinandergesetzt. Vor allem damit, welchen Körper die technisierte Zukunft von uns fordert und wie wir dem begegnen wollen. — „Kranichstein Represent (Deutschland braucht das)“ am Mi, 05.06., um 18.30 Uhr + viele weitere Termine, mit Abfahrt an der Haltestelle Darmstadtium/Kongresszentrum (wichtig: Regenjacke und trittfestes Schuhwerk nicht vergessen!) „#Mensch“ Premiere am Fr, 14.06., um 19.30 Uhr im Großen Haus www.staatstheater-darmstadt.de
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Chön Charf mit Impro-Einlage
Mit dem Teufel im Schlepptau
Das Ensemble von „Alles auf Anfang“ hat die Mainzer und Wiesbadener „Chili con Impro“ im Hoffart zu Gast. Wer noch nicht beim Improtheater gewesen sein sollte: Hier gibt es kein Skript, kein Drehbuch und keinen doppelten Boden. Alle Szenen, Songs und dramaturgischen Elemente entstehen aus dem spontanen Moment heraus. Auch die Zuschauer spielen eine tragende Rolle, wenn sie die Szenen-Settings hereinrufen dürfen. Und so kann schnell ein Frisörladen auf der Kölner Domplatte stehen und einen Dialog über Lederhosen führen. So, oder so ähnlich könnte der Abend laufen. An der Qualität dieser Bühnenshow merkt man im Übrigen, wie sich die Rhein-Main-Impro szene von Jahr zu Jahr mehr vernetzt und gegenseitig bereichert. Lohnt sich! — „Impro-Show feat. Chili con Impro“ am Sa, 22.06., um 20 Uhr Hoff-Art Theater, Lauteschlägerstraße 28a www.allesaufanfang.eu
Straßenzirkus und Zelttheater sind die sympathischsten Randformen der Theaterwelt. Dabei haben sie seit jeher eine zentrale künstlerische Rolle gespielt: Man denke nur an Till Eulenspiegel oder Bertolt Brechts Faszination für die Schausteller auf dem Jahrmarkt, die später Vorbild für die „Dreigroschenoper“ werden sollten. In „Das Imaginarium des Doktor Spazulini“ zieht eine schräge Theatergruppe samt Teufel und Varietévehikel durch die Lande. Mit einem magischen Spiegel wird das Tor zur Fantasie eröffnet, wo man natürlich mehr kann und mehr darf als im Alltagstrott. Faustisch: Spazulini wird ohne Vorwarnung vom Teufel verführt und hält mit der Macht der Fantasie heroisch dagegen.
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„Das Imaginarium des Doktor Spazulini“ am Do, 27.06., um 20 Uhr + weitere Termine Parkplatz vorm Bioversum, Kranichsteiner Straße 253 www.convoy-exceptionell.com
Herrscher werden im Schweinsgalopp 4
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In Europa und Übersee regiert ja bereits der eine oder andere Hanswurst einen ganzen Nationalstaat. In der Adaption „König Blutwurst I.“ regiert ebenfalls einer, über den man lachen kann, auch wenn es einem bei seiner Tyrannei gern mal im Halse stecken bleibt. Der Tyrann ist aber nicht durch Zufall da, wo er ist: Immer schon wollte er alles haben. In diesem Fall einen ganzen Kühlwagen voller Blutwürste – und nebenbei noch der mächtigste Mensch der Welt werden. Man muss es halt einfach nur machen! Also im Schnelldurchlauf den Regenten stürzen, ihn ermorden und sich selbst zum Herrscher ernennen. So schnell kann es manchmal gehen. An diesem Hanswurst klebt Blut!
„König Blutwurst I.“ am So, 16.06., um 19 Uhr Bessunger Knabenschule, Ludwigshöhstraße 42 www.chawwerusch.de
Keine Macht für niemand
Fragt man den französischen Philosophen Michel Foucault, dann gibt es keine Herrscher mehr, sondern nur noch Beherrschte. So funktioniert das Prinzip Macht. Aber ist das wirklich so? Der gefallene Präsident in der Eigenproduktion „Ein Stück Macht“ des TUD Schauspielstudios ist da durchaus ambitioniert: „Macht hat mich schon immer fasziniert. Erst wollte ich sie haben. Dann wollte ich sie sein!" Um den Plot einer Gruppe Studierender kurz vor der Rausschmeißklausur und abstrakteren Szenen um eine gefallene Präsidentschaft werden die Dimensionen und Spielformen des Phänomens Macht künstlerisch ausgelotet. Von zentraler Bedeutung sind: die Macht zu urteilen – und die Macht zu entscheiden. Eine soziologische Analyse mit ästhetischen Mitteln.
„Ein Stück Macht“ Premiere am Sa, 15.06., um 20 Uhr + weitere Termine Theater Moller Haus, Sandstraße 10 www.tud-schauspielstudio.de
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Kalender Juni 2019 SAMSTAG, 01.06.2019
01 > Das Paradies beim SGF.
Kabbaratz: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil
20:30 h HalbNeun Theater
Kellergymnastik mit Leo Yamane
23:00 h Schlosskeller
Schlossgrabenfest-Aftershow: Hits in the Mix!
23:00 h Centralstation (Halle)
Live: Extreme Blues Dog - One Man Band from Brazil
21:30 h Sumpf
Rise Of The Demons mit DJ Demon
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
SGF-Krone-Mix mit DJ D-Zero
23:00 h Goldene Krone (Disco)
Konzert: Pedal to the Metal (Cover-Rock)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Indieclub mit DJ Kai
23:00 h Goldene Krone (Rockybar)
257qm Klub: Elektroladen
23:00 h 806qm (257qm)
Tanzsalon Ü30 mit DJ Flo
21:30 h Linie Neun, Griesheim
Back To Black
23:00 h Musikpark A5
Saturday's Finest
22:00 h Huckebein
25 Jahre Grow! Shop Party (3 Floors)
20:00 h Weststadtcafé
21. Schlossgrabenfest
> 04
City-Ring / Schlossgraben
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
SONNTAG, 02.06.2019
02 > Ford Pier in der Guten Stube. ANZEIGE
Musical: Die Schneekönigin (Premiere)
11:00 h Kleine Bühne Bessungen
Theater: Bunte Mischung - Theater Lakritz
18:00 h Theater Moller Haus
Gute Stube-Konzert: Ford Pier (Vancouver)
20:15 h Hoffart Theater
Konzert: The Creepz (Porno Rock) (statt Tatort!)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Tangobrunch
15:00 h Linie Neun, Griesheim
21. Schlossgrabenfest
City-Ring / Schlossgraben
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe) Montag
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Tanztee mit DJ Zoli
15:00 h Tanzcafé Papillon
MONTAG, 03.06.2019 Digitales Kaffeekränzchen
14:00 h Forstmeisterhaus
Konzert: Delta Danny (Blues)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Film: Im Vorhof der Geschichte - Celebrating Marx
19:00 h Oetinger Villa
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
WatzeFAQ (Quizabend)
20:00 h Watzepunkt
Ladies Night mit DJ Zoli
21:00 h Tanzcafé Papillon
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
DIENSTAG, 04.06.2019 Konzert: Meret Becker - Le Grand Ordinaire
20:00 h Centralstation (Saal)
> 05
Lesung: Marion Poschmann - Die Kieferninseln
19:00 h Literaturhaus
> 38
Brauereibesichtigung
17:00 h Darmstädter Privatbrauerei
Filmkreis-Kino: Frühes Versprechen (OmU)
20:00 h Audimax / TUD
Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus (Jazz Jam)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Salsa Afterwork mit DJ Olli
19:00 h Upéro
Early Late Night Show
20:00 h Schlosskeller
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Pub Quiz
An Sibin
03 > Mayonnaise in der CS.
MITTWOCH, 05.06.2019 Lesung: Nora Bossong - Rotlicht
20:00 h Galerie Kurzweil
Comedy: Füenf - 005 im Dienste Ihrer Mayonnaise
20:00 h Centralstation (Saal)
> 38
Filmkreis-Kino: Ballon
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Konzert: Holger Henning Jazz-Bars-Quartett
19:00 h Vanille Stadtkoch
Vernissage: Emil und die Perspektive
18:00 h Prinz-Emil-Garten (Schlösschen)
Konzert: McEbel (Blues)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Vortrag: Renaissance
18:00 h Atelier & Galerie Trautmann
04 > Jazz beim Vanille Stadtkoch. ANZEIGE
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Hela Fruity Improvisation Session
20:00 h Schlosskeller
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta con Salsa y Bachata
21:45 h Salon-Latino
After Work Party
18:00 h An Sibin
DONNERSTAG, 06.06.2019
05 > Andy Strauß, lustig.
Jam-A-Coustic mit Nid de Poule (live)
20:00 h Roßdörfer Biergarten
Comedy: Andy Strauß - The Dark Side of the Strauß
20:00 h Centralstation (Halle)
Eisprung - die (cover)freie Akustik Jam Session
20:30 h Sumpf
Filmkreis-Kino: Bad Times at the El Royale (OmU)
20:00 h Audimax / TUD
Konzert: The Devils + The Courettes
20:30 h Bess. Knabenschule (Keller)
Lesung: Tim Pröse - Jahrhundertzeugen
19:30 h Künstlerkeller im Schloss > 38
Mariannes Chansonabend - Marianne et les Garçons
20:00 h Restaurant Belleville
Bauingenieurparty
22:00 h Goldene Krone
Rockclub mit Peter e.S.
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: MyTerror + Unified Move + Meggi
21:00 h Oetinger Villa
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Students & Friends
23:00 h Nachtcafé
Hahá - Das Beste Quiz der Welt
20:00 h Theater im Pädagog
Pub Karaoke
An Sibin
FREITAG, 07.06.2019 06 > Simon & Garfunkel Revival. ANZEIGE
Konzert: Simon & Garfunkel Revival Band
20:30 h HalbNeun Theater
Comedy: Der Postillon
20:00 h Centralstation (Saal)
> 06
Konzert: Maulgruppe (Punk)
20:30 h Oetinger Villa
> 06
Konzert: Dell Lillinger Westergard
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
House Of Wolves
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Neunzigerdisko mit DJ D-Zero
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Konzert: Heiner Herchenröder (Eigenes & Cover)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Garage Sabotage mit The Jan
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Benefiz für Bolivien: mit Elda & Perschya Chehrazi
19:00 h Kirche St. Elisabeth
808 Basement
23:00 h Schlosskeller
128qm Klub: Ana:Log
23:00 h 806qm (128qm)
Ladies Night
22:00 h Huckebein
Freies Tanzen: Standard & Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino
07 > Jazz im Jazzinstitut.
SAMSTAG, 08.06.2019 Back 2 Life
22:00 h Weststadtcafé
Konzert: The Aesthetic Voyager
19:30 h Nachbarschaftsgarten
Fifty/Fifty: Die Party für Best Ager
20:30 h Centralstation (Saal)
Konzert: Simon & Garfunkel Revival Band
20:30 h HalbNeun Theater
Abimove 2019
16:00 h Messplatz
Theater: Mein Freund Harvey
20:00 h Neue Bühne
Swing & Ride: Darmstädter Fahrradtour mit Tanz
14:00 h Darmstadt (versch. Locations)
Megahits: 80er, 90er, 00er & Charts - Beachparty
22:00 h Centralstation (Halle)
Steinbruch Theater meets Schwarzes Heidelberg
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
08 > Back 2 Life in der Weststadt. ANZEIGE
Gleich anmelden!
Konzert: Anyone's Fool (Classical Rock)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Come As You Are mit DJ Kai
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Rockyshake mit DJ Alaa
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: All-Inn + Juicy Roadkill + The Garcias
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Groovecast - Nikita, Máté & Kuyathe
23:00 h Schlosskeller
128qm Soulclub: DJ Sportwagen + Topshake ...
23:00 h 806qm (128qm)
Live: Rocco Hunt - La Dolce Notte Italiana
23:00 h Musikpark A5
Ciroc Night mit Planet Radio DJ VIM
22:00 h Huckebein
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
SONNTAG, 09.06.2019 09 > Tanzperformance im Agora.
Waldsterben - Juni-Tod
15:00 h Waldkunstpfad
Sex & Lovesongs
23:00 h Schlosskeller
Tanzperformance: Korotimi Barro & Fabrice Ottou
20:00 h Agora
B31 Sommerfest
16:00 h Galerie Kurzweil
Bailando mit DJ Paco Ruga
22:00 h Huckebein
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Tanztee mit DJ Zoli
15:00 h Tanzcafé Papillon
MONTAG, 10.06.2019
10 > Kurzweiliges Sommerfest.
Darmstädter Bigband feat. Michael Philip Mossman
20:00 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Konzert: Rich Kid Rebellion (Liedermacher)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Pub Quiz
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Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
WatzeFAQ (Quizabend)
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Ladies Night mit DJ Zoli
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DIENSTAG, 11.06.2019 Filmkreis-Kino: Suspiria (OmU)
20:00 h Audimax / TUD
Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Laut und Leise-Konzert: Lukas Laufen
20:00 h Schlosskeller
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Pub Quiz
An Sibin
MITTWOCH, 12.06.2019 Filmkreis-Kino: Mackie Messer
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Frischzelle: Aroma
21:30 h Bess. Knabenschule (Keller) > 06
Konzert: Robert Hancock's Microclimate
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta con Salsa y Bachata
21:45 h Salon-Latino
After Work Party
18:00 h An Sibin
11 > Kickern in der Krone.
DONNERSTAG, 13.06.2019 Mainzer Weinsalon goes Darmstadt- After-Work-Party
17:00 h Carree-Piazza
Lesung: Nora Gomringer & Philipp Scholz - Peng ...
20:00 h Jazzinstitut (Keller)
Konzert: MerQury - The Show Will Go On
20:00 h Burg Frankenstein
Filmkreis-Kino: Apollo 13 (OV)
20:00 h Audimax / TUD
> 39
Wissenschaftstag spezial: 50 Jahre Mondlandung
19:00 h Centralstation (Halle)
Peter Benz spricht über Kasimir Edschmid
19:30 h Künstlerkeller im Schloss > 38
80s, 90s & Aktuelles mit Björn Pop
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Students & Friends
23:00 h Nachtcafé
Pub Karaoke
An Sibin
FREITAG, 14.06.2019 Krimidinner - das Original: Hochzeit in Schwarz
19:30 h Burg Frankenstein (Restaurant)
Rot ist die Liebe
20:30 h Jagdhofkeller
12 > Rot ist die Liebe im Jagdhofkeller. ANZEIGE
26. KULTURSOMMER SÜDHESSEN Vom 15. Juni – 22. September 2019 in ganz Südhessen! Über 150 Veranstaltungen mit Musik, Theater, Kabarett, Bildender Kunst u.v.m.
Eröffnung: 15. Juni 2019, 19:30 Uhr auf Burg Frankenstein BüchnerBühne Riedstadt präsentiert einen Mix aus Heavy Metal, Herr der Ringe & Wagners Opern Tickets über Reservix.de
© Jochen Melchior
Infos zu Veranstaltungen & Tagen der offenen Ateliers (21.& 22. Sep) unter: WWW.KULTURSOMMER-SUEDHESSEN.DE
Nacht der Kirchen 2019 Konzert: AB/CD - Bon Scott meets Brian Johnson
13 > Hui! Falk im Hoff-A rt Theater.
14 > Kunst Mahl Anders. ANZEIGE
Darmstadt (versch. Locations) 20:30 h HalbNeun Theater
Chorkonzert zur Nacht der Kirchen
21:00 h Stadtkirche
Improvisationstheater
20:00 h Zucker
Soulaboration
22:00 h Weststadtcafé
Konzert: VocaLive - Finest A Capella Pop
19:30 h Burg Frankenstein
Konzert: Quadripolar
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
Theater: Mein Freund Harvey
20:00 h Neue Bühne
Konzert & Musikkabarett: Falk
20:00 h Hoffart Theater
KunstMahlAnders: 100 Jahre Darmstädter Sezession
21:00 h Centralstation (Halle)
Coding & Robotik 4 Kids
09:00 h Fraunhofer SIT, Rheinstr 75
Konzert: Sedaa
20:00 h Agora
Salsa-Party mit Tumbao Cubano (live) + DJ
20:30 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Depeche Mode & Synthie-Pop Party mit DJ Björn Pop
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Die Heydays (Indie)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Kommerzdisko: Aktuelles und Altbewährtes
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Singleshingaling mit DJ Shock Travolta
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Melancholia Fest Vol.1
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Freud´sche Freuden
22:00 h Schlosskeller
128qm Klub: Nick Williams + Mix Mup & PDR
23:00 h 806qm (128qm)
90er Party
22:00 h Huckebein
Konzert: Gossenboss mit Zett + Peroplex + Mimi +..
20:00 h Oetinger Villa
40. Brunnebittfest mit Bessunger Flohmarkt
16:00 h Bessunger Straße, Bessungen
Freies Tanzen: Standard & Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino
SAMSTAG, 15.06.2019 Diggin‘ in the Crates mit Phonk D
22:00 h Weststadtcafé
Der geheime Garten mit Kleines Orchester (live)
19:20 h Nachbarschaftsgarten
CycleWerk
12:00 h Forstmeisterhaus
Walter Renneisen - Deutschland deine Hessen
20:30 h HalbNeun Theater
Comedy: Starbugs Comedy - Crash Boom Bang
20:00 h Centralstation (Saal)
Rise Of The Demons mit DJ Demon
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
BüchnerBühne Riedstadt - Die Niegelungen
19:30 h Burg Frankenstein
Filmkreis: Spieleturnier (auf der Leinwand)
16:00 h Audimax / TUD
Gespräch + Konzert: Swing tanzen verboten!
20:30 h Bess. Knabenschule (Halle)
Theater: Mein Freund Harvey
20:00 h Neue Bühne
Musical: Die Schneekönigin (Premiere)
11:00 h Kleine Bühne Bessungen
Konzert: ImmerGrün
20:00 h Künstlerkeller im Schloss > 84
2000er Party
22:00 h Centralstation (Halle)
Coding & Robotik 4 Kids
10:00 h Fraunhofer SIT, Rheinstr 75
Ausstellungseröffnug: Christel Funk - Absichten
17:00 h Atelier Bildwechsel
> 42
Theater: Ein Stück Macht (Premiere)
20:00 h Theater Moller Haus
> 45
Vinocentral WeinTreffen mit Punto Jazz Special
14:00 h Vinocentral
Konzert: The Cat's Back (Akkordeon-Blues-Rock)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Trashpop Party
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Rehab: Back to the 50s & 60s mit DJ Kai
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
15 > Emil Mangelsdorff.
16 > Freundliche Roboter. ANZEIGE
BRAUMEISTER-PILS NEU!
des Hopfens milde Seele GESCHMACKS-KOMPASS
Jetzt probieren!
17 > Zauberspektakel in der CS.
SPH Music Masters - Bandcontest Stadtfinale
20:00 h Goldene Krone (Saal)
128qm Klub: Fresh Selects
23:00 h 806qm (128qm)
Geburtstagssause zum 15.
15:00 h Buchhandlung Lesezeichen
Sommerfest
16:00 h TTC-Darmstadt, Vereinsheim
Internationales Stadtteilfest Kranichstein - ...
14:00 h Brentanowiese, Kranichstein
Die 2000er Party Mega Sause
22:00 h Huckebein
40. Brunnebittfest mit Bessunger Flohmarkt
16:00 h Bessunger Straße, Bessungen
Art Of Eden 2019
Botanischer Garten
Bout Weekend - Vollkontaktsport auf Rollschuhen
LLZ (Landesleistungszentrum)
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
> 08
SONNTAG, 16.06.2019
18 > Naturerlebnis im Forst. ANZEIGE
Zaubershow: Siegfried & Joy
19:00 h Centralstation (Saal)
Konzert: Brother's Favourites - Die 70s Rock Show
19:30 h Burg Frankenstein
Chawwerusch Theater: König Blutwurst I.
19:00 h Bess. Knabenschule
Naturerlebnistag für Jung & Alt
10:30 h Jugendhof Bessunger Forst
Musical: Die Schneekönigin (Premiere)
15:00 h Kleine Bühne Bessungen
Konzert: 1. Darmstädter Jugend-Weltmusikorchester
19:00 h Hoffart Theater
Kinderflohmarkt
10:00 h Marktplatz
Theater: Ein Stück Macht
18:00 h Theater Moller Haus
> 45
> 08
Spielfest und Kindersachenflohmarkt Art Of Eden 2019 Bout Weekend - Vollkontaktsport auf Rollschuhen
12:00 h Johannesplatz Botanischer Garten LLZ (Landesleistungszentrum)
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Tanztee mit DJ Zoli
15:00 h Tanzcafé Papillon
MONTAG, 17.06.2019 Konzert: Darmstadt Street Orchestra (Pop & Rock)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Vortrag & Diskussion: Walter Gropius
19:00 h Literaturhaus
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
> 39
Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
WatzeFAQ (Quizabend)
20:00 h Watzepunkt
Ladies Night mit DJ Zoli
21:00 h Tanzcafé Papillon
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
19 > Spaß auf dem Johannesplatz.
DIENSTAG, 18.06.2019 Filmkreis-Kino: Searching (OV)
20:30 h Audimax / TUD
Ausstellung: Waldkunst trifft Sezession
18:00 h Int. Waldkunst Zentrum
Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus (Jazz Jam)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Golden Crown Revue (Swing)
19:00 h Goldene Krone (Saal)
Salsa Afterwork mit DJ Olli
19:00 h Upéro
Konzert: John Fairhurst Band + Lacertilia + ...
20:30 h Oetinger Villa
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> 10 20 > Roller-Derby-Action im LLZ. ANZEIGE
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MITTWOCH, 19.06.2019
21 > Triadisches Ballett.
Ferris MC (Mash Up DJ-Set, Deichkind)
22:00 h Centralstation (Halle)
Konzert: Der Himmel über Sodom
19:30 h Pauluskirche
> 10
Filmkreis: The Favourite (OV)
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Konzert: Envy
20:30 h Oetinger Villa
Theater: Ein Stück Macht
20:00 h Theater Moller Haus
Punto Jazz - Konzert: Christian Hamm Trio
18:00 h Vinocentral
Konzert: Paddy Goes To Holyhead
20:00 h Burg Frankenstein
Darmstädter Musikgespräch: Transformationen
20:00 h Jazzinstitut (Keller)
Konzert: Suitcase of Grace (Cover)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
firlefanz!
23:00 h Schlosskeller
Happy Daze - feat. Conducta (UK)
23:00 h Weststadtcafé
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta con Salsa y Bachata
21:45 h Salon-Latino
After Work Party
18:00 h An Sibin
DONNERSTAG, 20.06.2019 Eisprung - die (cover)freie Akustik Jam Session
20:30 h Sumpf
Das Triadische Ballett
16:00 h Staatstheater
Jazz an einem Sommerabend
18:00 h Bessunger Knabenschule
Death Disko mit The Jan
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
DaGoTa - Darmstädter Go-Tage
11:00 h Oetinger Villa
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Students & Friends
23:00 h Nachtcafé
Pub Karaoke
> 24
An Sibin
FREITAG, 21.06.2019 22 > Fabelhaft: Helene Bockhorst.
Comedy: Helene Bockhorst - Die fabelhafte Welt ...
20:00 h Centralstation (Saal)
Sex@TheCity: Sommerrausch für Liebende ...
22:00 h Jagdhofkeller
Theater: Mein Freund Harvey
20:00 h Neue Bühne
Casual Rock Friday mit DJ Jörg
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Mainhätten Rämblers (60s & 70s)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Casual Friday mit DJ Alaa
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Rock(y) Eskalation
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Beerpong-Challenge
21:00 h Goldene Krone (Saal)
Schrill + Laut
23:00 h Schlosskeller
128qm Konzert: Prada Meinhoff + ok.danke.tschüss
20:00 h 806qm (128qm)
> 12
Konzert: Jimmy Mustafa Band (Kosovo)
20:00 h Agora
> 10
Hit Countdown
22:00 h Huckebein
Freies Tanzen: Standard & Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino
SAMSTAG, 22.06.2019 23 > Come to the Dance, okay?
Come to the Dance - R´n´B, World Pop & Hip Hop
22:00 h Weststadtcafé
Konzert: Nice Keys - Pictures At An Exibition
20:30 h HalbNeun Theater
P | 58
Comedy: Nizar
20:00 h Centralstation (Saal)
Konzert: I Himmelen - Chormusik aus Europa
18:00 h Stadtkirche
Fundstück auf'm Grundstück (Hinterhof-Flohmärkte)
11:00 h Hinterhöfe Martinsviertel
Theater: Mein Freund Harvey
20:00 h Neue Bühne
Impro-Show: Alles Auf Anfang feat. Chili Con Impro
20:00 h Hoffart Theater
Very Best of: 90s & Today - Saisonfinale
22:00 h Centralstation (Halle)
> 45
Back To The Past
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Crunchbox (90er & 00er Cover Rock)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Favorite Sounds of Shawn Compes
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Rockyshake mit DJ Weird
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Karaoke Saal-Special mit Stritti
20:00 h Goldene Krone (Saal)
ON Feierabend
22:00 h Schlosskeller
257qm Klub: Chrome! Featuring Ago + Kursk
23:00 h 806qm (257qm)
Konzert: Humberto Colacio & Paula Carreira
20:00 h Agora
DJ AnDee Birthday Party
22:00 h Huckebein
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
> 12 24 > Nizar liebt Mickey.
SONNTAG, 23.06.2019 Das literarische Wohnzimmer mit Nasrin Siege
11:00 h Kranichst. Literaturverlag > 39
Comedy: Nikita Miller - Auf dem Weg ein Mann zu...
19:00 h Centralstation (Saal)
Sinfoniekonzert: Nordwärts
20:00 h Christuskirche, Eberstadt
Schülerkonzert der Musikakademie Bergstraße und...
11:30 h Jazzinstitut (Keller)
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Tanztee mit DJ Zoli
15:00 h Tanzcafé Papillon
MONTAG, 24.06.2019 Brauereibesichtigung
17:00 h Darmstädter Privatbrauerei
25 > Nasrin Siege liebt Literatur. ANZEIGE
Querbeat Fr. 2. August
Open Air-Konzert — KUZ — Einlass 18 Uhr
Käptn Peng
& Die Tentakel von Delphi Sa. 3. August
Open Air-Konzert — KUZ — Einlass 17 Uhr Tickets & weitere Termine: www.kulturzentrummainz.de @ kuzmainz kuzmainz kuzmainz
Hinterhof Open Air
Attac - Visionen einer anderen Welt
20:00 h Bessunger Knabenschule
Konzert: Ostückenberg (Kaffeehaus-Rap & Jazz)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Nicht Klausurrelevant - Hochschultage 2019
19:00 h Goldene Krone (Saal)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
WatzeFAQ (Quizabend)
20:00 h Watzepunkt
Ladies Night mit DJ Zoli
21:00 h Tanzcafé Papillon
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
DIENSTAG, 25.06.2019 26 > Quiz, Quiz, Quiz!
Darmstädter Rudelsingen
20:00 h Jagdhofkeller
Filmkreis-Kino: Operation: Overlord (OV)
20:00 h Audimax / TUD
Konzert: Brant Bjork + Support: Lucid Void
20:00 h Centralstation (Halle)
Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Laut und Leise-Konzert: Sonars
21:00 h Schlosskeller
Nicht Klausurrelevant - Hochschultage 2019
19:00 h Goldene Krone (Saal)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Pub Quiz
An Sibin
> 12 > 14
MITTWOCH, 26.06.2019
27 > Konzert mit Sonars. ANZEIGE
Darmstädter Rudelsingen - Zusatzveranstaltung
20:00 h Jagdhofkeller
Filmkreis-Kino: BlindDate (Arthouse-Sneak)
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Vortrag: Reinhart Buettner - SHIFT. Bericht ...
19:15 h Jazzinstitut (Keller)
Gartenparty Mo.08.07.19 - Sa.20.07.19 Infos und Reservierung bei www.lieblingskueche-darmstadt/offene-kueche
www.lieblingskueche-darmstadt.de
•
06151-9184245
•
post@lieblingskueche-darmstadt.de
Konzert: Skinny Karma (Alternative Rock)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Nicht Klausurrelevant - Hochschultage 2019
19:00 h Goldene Krone (Saal)
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta con Salsa y Bachata
21:45 h Salon-Latino
After Work Party
18:00 h An Sibin
DONNERSTAG, 27.06.2019 Filmkreis-Kino: Wunschfilm
20:00 h Audimax / TUD
Rockyshake mit DJ Skull
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Convoy Exceptionell - Das Imaginarium des Doktor..
20:00 h Bioversum, Kranichstein > 45
Nicht Klausurrelevant - Hochschultage 2019
19:00 h Goldene Krone (Saal)
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Students & Friends
23:00 h Nachtcafé
Pub Karaoke
28 > Convoy Exceptionell.
An Sibin
FREITAG, 28.06.2019 Reggae Allstar Yard - Your Dance In Town
22:00 h Weststadtcafé
Theater: Ein Stück Macht
20:00 h Theater Moller Haus
Kabbaratz: Wo wir hinkamen, war es voll ...
20:30 h Arheilger Mühlchen
80s-Party
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Bessunger Jam Session: Free Erica
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
Konzert: Monofunk (Funk & Fusion)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Casual Friday mit DJ Alaa
22:00 h Goldene Krone (Disco)
29 > Ein Stück Macht. ANZEIGE
. . . bunt, gemeinsam, fair Sonntag, 30.Juni 2019 11 bis 17 Uhr im Herrngarten, Darmstadt
Rockclub mit DJ Weird
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Karaoke Saal-Special mit Stritti
20:00 h Goldene Krone (Saal)
Bravo!Hits!Party!
23:00 h Schlosskeller
Repair-Café & Foodsharing
17:15 h Michaelsgemeinde
Reggaelation mit DJ General Motors
21:00 h Roßdörfer Biergarten
Birthday Bash
22:00 h Huckebein
> 14
Konzert: Hors Controle + Subversive Brats
21:00 h Oetinger Villa
Convoy Exceptionell - Das Imaginarium des Doktor..
20:00 h Bioversum, Kranichstein (Zelt)
Freies Tanzen: Standard & Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino
SAMSTAG, 29.06.2019
30 > Kammerspektakel vorm Theater.
31 > Samstags-Tanz im Papillon.
Kammerspektakel Bauhaus Open Air
16:00 h Georg-Büchner-Platz
Theater: Ein Stück Macht
20:00 h Theater Moller Haus
> 14
Bruchstücke
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Urban Fox (Songwriter)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Indieclub mit DJ Kai
23:00 h Goldene Krone (Disco)
RockyReggaeDemmi mit Shock Travolta
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
70er80er Party
22:00 h Schlosskeller
Bio-regio-faire Sommermesse
10:00 h Hofgut Oberfeld
High Heels and Champagne Party
22:00 h Huckebein
Convoy Exceptionell - Das Imaginarium des Doktor..
20:00 h Bioversum, Kranichstein (Zelt)
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
SONNTAG, 30.06.2019 Convoy Exceptionell - Das Imaginarium des Doktor..
20:00 h Bioversum, Kranichstein (Zelt)
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Tanztee mit DJ Zoli
15:00 h Tanzcafé Papillon
32 > Sonntags-Tatort in der Krone.
Dieser Kalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit
| FeierAbendKultur in Darmstadt.
Alle Events, die bis zum 15. des Vormonats auf www.partyamt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im Stadtkulturmagazin P.
KALENDER UPDATES TÄGLICH
Bildnachweise Veranstaltungskalender: 01: Pressefoto Das Paradies | 02: Pressefoto Ford Pier | 03: Pressefoto Das Füenf | 04: Holger Henning Jazz Bars Quartett | 05: Pressefoto Andy Strauß | 06: HalbNeun Theater 07: Pressefoto Dell Westergaard Lillinger | 08: Thomas Ott | 09: Pressefoto Fabrice Ottou | 10: Galerie Kurweil | 11: Pixabay | 12: Jagdhofkeller | 13: Pressefoto Falk 14: Seweryn Zelazny | 15: Wilfried Heckmann | 16: FraunhoferSIT | 17: Pressefoto Siegfried und Joy | 18: Bessunger Forsthaus | 19: Initiative Johannesplatz | 20: Jonas Drotner Mouritsen | 21: Charles Tandy | 22: Sascha Moll | 23: Weststadtcafé | 24: Robert Maschke | 25: Pressefoto Nasrin Siege | 26: Hannah Schütz | 27: Pressefoto Sonars 28: Bioversum | 29: Theater Moller Haus | 30: Animalistics | 31: Tanzcafé Papillon | 32: ARD P | 62
Kunst im Botanischen Garten der TU Darmstadt
Bessunger Jagdhofkeller Bessunger Straße 84 64285 Darmstadt Tel. 06151 66 40 91 www.jagdhofkeller.com
JUNI 15. / 16. Juni
06.06. MARIANNES CHANSONABEND IM JAGDHOFKELLER 14.06. ROT IST DIE LIEBE Sinnliches Vergnügen mit Liedern, Gedichten, erotischen Versen und Esprit 21.06. SEX@THECITY: SOMMERRAUSCH MIT DEN „BELLEVILLE CATS“ 25.06. 23. RUDELSINGEN 26.06. 23. RUDELSINGEN ZUSATZVERANSTALTUNG
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Tickets über www.jagdhofkeller.com oder im Ticketshop Luisencenter Tel. 06151 13 45 35 oder allen bekannten Vorverkaufsstellen
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So 02.06. / 20:15 Gute Stube: Ford Pier (Vancouver) Punkrock Fr 14.06. / 20:00 FALK – Liedermacher & Musikkabarettist: „Ich reg mich nicht mehr auf“ So 16.06. / 19:00 1.Darmstädter Jugend-Weltmusikorchester – mit Überraschungsgast! Sa 22.06. / 20:00 Alles Auf Anfang: Impro-Show feat. Chili Con Impro
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Juni 2019 Do 06.06. | 20.00 Uhr | Konzert im Keller
The Devils & The Courettes
Mo 10.06. | 20.00 Uhr | Konzert mit Stargast
DA Bigband+Michael Mossman
Mi. 12.06. | 21.30 Uhr | Saisonfinale im Keller
Frischzelle Live: Aroma (HH) Fr 14.06. | 20.00 Uhr | Live-Salsa-Party Tumbao Cubano DJ, Cocktails
Sa 15.06. | 20.30 Uhr | Swingtanzen verboten
Emil Mangelsdorff Quartett Jazz So 16.06. | 19.00 Uhr | Theater im Hof
Chawwerusch König Blutwurst I. Do 20.06.| 18.00 Uhr | Open-air im Hof
Jazz an einem Sommerabend Mo 24.06. | 20.00 Uhr | attac im Foyer
Visionen einer anderen Welt VORSCHAU 01.-06. Juli | Sessions/Konzerte
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DA | Ludwigshöhstraße 42 | Fon 06151-61650
Juni MO 03.06. Filmvorführung
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IM VORHOF DER GESCHICHTE – CELEBRATING MARX
DO 06.06. Punk-Konzert MYTERROR / UNIFIED MOVE / MEGGI
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FR 07.06. Punk-Konzert MAULGRUPPE / FLO UND PAUL UND FLO DO 13.06. Bildung ALTERNATIVER BILDUNGSTAG
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FR 14.06. Post-Hardcore-Konzert GOSSENBOSS MIT ZETT / PEROPLEX / MIMI / LVNT
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DI 18.06. Rock/Psychedelica-Konzert JOHN FAIRHURST BAND / LACERTILIA / CLIFFSIGHT MI 19.06. Post-Hardcore/Screamo-Konzert ENVY
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DO 20.06. Darmstädter Go-Tage DAGOTA
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FR 28.06. Oi!/Streetpunk-Konzert HORS CONTROLE / SUBVERSIVE BRATS
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& Dates Alle Infos nter u u d t es find ebein.de www.huck und auf ebein /Club.Huck Laute und leise Konzerte mit ausgewählten Künstlern.
11.06. Lucas Laufen + Adam Harper (Folk) 25.06. Sonars (Electro Psych) 16.07. Electric Horseman (Psychedelic Folk Rock) 30.07. Heated Land (Singer / Songwriter, Americana) 13.08. Beach Youth (Indie Pop)
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Out of Darmstadt Kultur in Rhein-Main-Neckar AUSWA H L + T E X T E: M AT I N NAWA B I (M US I K) + A NJA T R I E S C H M A N N (KU N ST) FOTO S: JA M I E JA M E S M E D I NA (I N T E RP O L) + T H E LY T I C S + WA R ON WOM E N
Ausnahmekünstlerin Eva Hesse Obwohl Eva Hesse (1936 – 1970) nur 34 Jahre lang lebte, schuf sie in immerhin 15 Jahren ein kraftvolles künstlerisches Werk. Ihre Zeichnungen, die sich wie ein roter Faden durch ihr Leben ziehen und enorme Energie und Leichtigkeit versprühen, stehen im Fokus ihrer Einzel-Ausstellung in Wiesbaden. Museum Wiesbaden noch bis Sa, 22.06. | 10 € Details: www.museumwiesbaden.de
Interpol (New York) Wir sind uns sicher: Auch wenn Euch das sechste Interpol-Album „Marauder“ von 2018 nicht komplett abgeholt hat, live wird das ikonische Trio um Paul Banks auf keinen Fall enttäuschen. Unverkennbar: Indie-Rock mit Post-Punk-Note. Schlachthof Wiesbaden (Halle) Mi, 05.06. | 20 Uhr | 44 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de
Joan As A Police Woman (New York) Über verschiedene Indie-RockBands, Studio-Sessions mit Elton John und Lou Reed fand Joan Wasser irgendwann zu ihrem ziemlich coolen Künstlernamen mitsamt ziemlich coolem Sound. Genialer Pop, in dem super viel Soul steckt. Traumhaft! Brotfabrik, Frankfurt So, 02.06. | 20 Uhr | 30 € Westkust (Lund) Super sphärischer Sound mit hallend-verzerrten Gitarren. Westkust gehören zu der Riege aktueller Bands, die mit der Faszination um die Slowdive-Reuion hoffentlich bald durch die Decke gehen. Richtig gut! Hafen 2, Offenbach Di, 04.06. | 20 Uhr | 9 € P | 66
Curse (Minden) Anfang der 2000er lieferte Curse mit „Von Innen nach Außen“ eine Platte ab, die bis heute als Referenz des Genres gilt. Mit präzisem Rap gelingt es ihm auch 20 Jahre später noch, HipHop-Deutschland zu ordnen. Schlachthof Wiesbaden (Kesselhaus) Do, 06.06. | 20 Uhr | 31 €
Okta Logue (Darmstadt) Mit den super lässigen Vor boten der neuen Platte haben Okta Logue schön Bock auf ihr neues Album „Runway Markings“ gemacht. Wir sind gespannt, was die vier Burschen drei Jahre nach der mit Electronica experimentierenden „Diamonds And Despair“ ausgetüftelt haben. Zoom, Frankfurt Do, 06.06. | 21 Uhr | 20 €
„Zweifach Kunst Sieverding“ In Toronto und Mexiko kennt ihn die Kunstszene – in Darmstadt war er Mitglied der Sezession: Werkgruppen von Hans Sieverding, im Januar verstorben, werden nun in seiner Wahlheimat Michelstadt gezeigt: „Schellack-Bilder“ in der Galerie Kautsch (15. Juni bis
Ceschi (New Haven) Ob Doubletime-Rap oder Crunk, Rock-Fusion-Jazz oder Indiefolk: Ceschi hat mehr Talent als der gesamte UndergroundHipHop zusammen. HammerTyp, muss man live gesehen haben. Studio Naxos, Frankfurt Mi, 19.06. | 20 Uhr | 10 €
27. Juli), der Holzschnitt-Zyklus „Et in arcadia ego“ im Stadtmuseum Kellerei (ab 15. Juni). Galerie Kautsch + Stadtmuseum Kellerei, Michelstadt ab Fr, 15.06. | Infos + Details: www.galerie-kautsch.de
The Lytics (Winnepeg) Funkiges HipHop-Quintett aus Kanada, das mit super viel Spaß, Liebe und Herzblut auf groovige Beats rappt. Ihr habt The Fugees, A Tribe Called Quest und Jurassic 5 im Platten regal stehen? Dann wollt Ihr diese Show nicht verpassen! Schlachthof Wiesbaden (Kesselhaus) Di, 25.06. | 20.30 Uhr | 18 €
Anthrax (New York) Meddel, Leude! Mit Slayer verabschiedet sich gerade die erste Ikone aus der Riege der „Big Four“ von den Bühnen. Wer weiß, wie lange Anthrax den Zirkus noch mitmachen. Absolute Metal-Legenden seit 1981! Batschkapp, Frankfurt Sa, 08.06. | 18.45 Uhr | 45 € War On Women (Baltimore) Inhaltlich ist die radikal feministische Band weiterhin die absolute Abrissbirne für Abtreibungsgegner, musikalisch mit dem neuen Album etwas gezähmter in Richtung AltRock. Als Support: Petrol Girls. Fetzt! Schlachthof Wiesbaden (Kesselhaus) Mi, 12.06. | 20.30 Uhr | 15 €
Xixa (Tuxon) Das Label Glitterhouse hat der Truppe aus Arizona bereits seinen Qualitätsstempel au fgedrückt und tatsächlich: Was Xixa machen, hat was! Psychedelischer Wüstenrock, leicht mystisch, gepaart mit lateinamerikanischem CumbiaVibe. Schon Schön, Mainz Di, 18.06. | 21.30 Uhr Eintritt frei (Spende erwünscht)
P | 67
Penelope Isles (Brighton) Sich in den leicht nostalgischen Retro-Sound dieser quirligen Briten zu verlieben, fällt leicht. Sympathisch verspielte, quirlige Songs, die an frühe Arcade Fire erinnern. Hafen 2, Offenbach So, 30.06. | 16 Uhr | Eintritt frei (Spenden erwünscht)
67 days of peace & music
P | 68
Der regionale Musik-Festival-Sommer ist auch 2019 super vielfältig T E X T + REC H E RC H E: M AT I N NAWA B I | FOTO S: SA S C H A I D ST E I N (T RE BU R OP E N A I R) + F LOR I A N T RY KOWSK I (M A I F E L D DE RBY) + PAT R I C K AC KE RM A N N (NON STO C K) + F R A N K M E I SSN E R (KU LT U RPA RK OP E N A I R) + M A X I M A BRO SS I MOW (S OU N D OF T H E FORE ST) + STA DT, L A N D, BA SS + ST E FA N HO LT Z E M (FORST F E ST I VA L & G O L DE N L E AV E S F E ST I VA L)
Seit Woodstock 1969 sind Open Airs aus der Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Entdeckungsreich und spannend bleibt der Festivalsommer auch dieses Jahr wieder rund um Darmstadt. Freut Euch auf Bühnen zwischen Weinreben und Pferderennbahnen, Partys an idyllischen Seen sowie Konzerte auf 'ner Farm und auf (hoffentlich nicht trockenen, sondern) saftig grünen Waldwiesen. Wir liefern Euch den sommerlichen Festivalüberblick für die Region.
Bingen Open Air
Do, 13.06. bis Sa, 15.06. Als Jugendinitiative gegründet, wird beim Open Air am Rochusberg ganz in der Nähe von Mainz nun schon seit über 30 Jahren lebendige Festivalkultur gefeiert. Dieses Jahr mit einer Reihe super angesagter Post-Punk-Bands und Pop-Durchstartern wie Die Nerven und Blond. Location: Rochusberg, Bingen Line-up: Die Nerven, Blond, Pabst, Banda Seneros, Culk, Fluid To Gas, Hildegard von Binge Drinking, Heavy Lungs, Lowknox, Grundfunk Eintritt: 3-Tages-Ticket ab 34,20 €, Tagestickets ab 23,20 € Camping: kostenlos mit Festivalticket www.boaf.de
Burg Frankenstein Kulturfestival
Do, 13.06. bis So, 11.08. Drei Monate Kultur auf der Burg. Die neue Veranstaltungsreihe lockt an drei Wochenenden den ganzen Sommer über mit buntem Kulturprogramm hinauf in den mittelalterlichen Innenhof der Burg Frankenstein. Zum Auftakt spielt die Queen-Tribute-Band „MerQury“. Das musikalische Programm wird ergänzt um ein von Tilman Döring kuratiertes Poetry-Slam-Format sowie Comedy. Location: Burg Frankenstein, Mühltal Line-up: Paddy Goes To Holyhead, Woody Feldmann, Aurora DeMeehl, Bobbin' B, Tobsucht, Rudelsingen mit Team Siebert und viel mehr Eintritt: Tickets ab 16 € Camping: nein www.frankenstein-kulturfestival.de
Maifeld Derby
Fr, 14.06. bis So, 16.06. Drei Tage, knapp 70 Künstler, vier Bühnen: Das Mannheimer Open Air besticht wieder mit einem irre guten Line-up. Beim „Primavera Sound der kleinen Leute“ geben sich fette Headliner, Indie-Legenden und Pitchfork-Lieblinge die Klinke in die Hand. 2020 pausiert das Festival, den Besuch in diesem Jahr können wir Euch also doppelt empfehlen. Location: Maimarkt Gelände, Mannheim Line-up: The Streets, Hot Chip, Faber, Parcels, Tocotronic, Von Wegen Lisbeth, Sleaford Mods, Kevin Morby, Balthazar, Gurr, Snail Mail, Yassin, International Music und viele mehr Eintritt: 3-Tages-Ticket 105 €, Tagesticket ab 45 € Camping: 15 € www.maifeld-derby.de Win! Win! 1 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
Steinbruchfestival in Mühlheim am Main Fr, 14.06. bis So, 16.06. Seit über 25 Jahren richtet der Kulturverein Artificial Family das Open Air im Naherholungsgebiet um die ehemaligen Basalt-Steinbrüche aus. Buntes Programm von Rock über Soul und Dub zu Funk und Reggae. Location: Dietesheimer Steinbrüche, Mühlheim/Main Line-up: 13 Bands, darunter: Shirley Holmes, The Jukes, Baby Of Control, Figur Lemur, Emersound, Cashma Who? Eintritt: 3-Tages-Ticket 30 €, Tagesticket ab 10 € Camping: nein www.artifly.de
P | 69
Traffic Jam
Fr, 19.07. + Sa, 20.07. 2018 hat sich das Festival eine Auszeit genommen und neu sortiert. Jetzt ist der „geilste Stau der Welt“ zurück. Musikalisch bleibt’s auf dem Dieburger Verkehrsübungsplatz weiterhin gitarrenlastig mit Fokus auf Hardcore und Punk, internationalen Größen und Szene-Nachwuchs sowie einem Rap-Act! Location: Verkehrsübungsplatz Dieburg Line-up: Emil Bulls, H2O, Deeznuts, Mädness & Döll, The Butcher Sisters, Battery, Coast Down und viele mehr Eintritt: Festivalticket 34 €, Tagesticket 20 € Camping: 10 € (plus 10 € Müllpfand) www.trafficjam.de
Nonstock Festival – Farmer's Edition
Bon Iver
Fr, 05.07. + Sa, 06.07. Geile Bands, familiäre Atmosphäre und abgefahrene wie idyllische Open-Air-Kulisse auf dem Bauernhof der Familie Röder. Dieses Jahr gibt’s wieder drei Bühnen mit reichhaltigem Musik-Programm plus Film, Kleinkunst, Poetry Slam und mehr.
Fr, 19.07. Mit großen Erfolg belebte der Schlachthof Wiesbaden 2018 die Tradition von Open-Air-Konzerten auf seinem Gelände wieder. Allein die Show der Beginner lockte 10.000 Gäste. Ein Rekord, den die Ausnahmeband Bon Iver diesen Sommer wohl wieder knacken könnte. Die Gallionsfiguren der internationalen Folk- und Indie-Szene um Justin Vernon spielen an diesem Abend ihr einziges Deutschland-Konzert mit zwei Sets. Sensationell!
Location: Röderhof, Nonrod Line-up: 40 Künstler, darunter: Frittenbude, Le Fly, Sookee, Pabst, Of Colours, Atrio, Swutscher, Watch Me Rise, John Garner, Snerft Eintritt: Festivalticket 48 €, Tagestickets 30 € Camping: 5 € www.nonstock.de Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
Phungo Festival
Location: Kulturpark am Schlachthof Wiesbaden Line-up: Bon Iver Eintritt: 55 € Camping: nein www.schlachthof-wiesbaden.de
Do, 11.07. bis So, 21.07. Auf dem Gelände des ehemaligen Freibads in Pfungstadt soll es wieder elf Tage lang „sensationell, bunt und abwechslungsreich“ werden. Livemusik, Angebote für Kinder, DJs, Poetry Slam, Mitmachaktionen, Feuershow und Illuminationen – ein Programm, das „die Herzen aller Altersgruppen höher schlagen lässt“, wird versprochen. Details werden allerdings erst drei Wochen vor Beginn bekannt gegeben. Location: ehemaliges Freibad, Pfungstadt Line-up: Angekündigt wird Livemusik von Jazz, Blues, Oldies über Rock, Pop bis Electro. Eintritt: frei, beim ersten Getränk gibt's einen Kulturbeitrag plus Becher für 4 € Camping: nein www.phungo.de
Frank Turner & The Sleeping Souls
Sa, 20.07. „Open Air im Kulturpark Schlachthof“, Tag zwei. Auf everybody‘s darling Frank Turner und seinen Mix aus Indie, Rock, Folk und Punk können sich spätestens seit der aktuellen Platte „Be More Kind“ so ziemlich alle einigen. Auf die gerade aus P | 70
der Asche auferstandenen Muff Potter offensichtlich auch. Schließlich haben Letztere noch im Frühjahr zur Reunion so ziemlich jede größere Halle der Republik ausverkauft.
Dort liefern auch diesen Sommer wieder Veteranen und Stars der internationalen Techno- und HouseSzene den Soundtrack für die bis zu 20.000 Gäste.
Location: Mainvorland, Rüsselsheim Line-up: 22 Künstler, darunter: Amelie Lens, Ricardo Villalobos, Sven Väth, Karotte, Solomun, Jamie Jones, Boris Brejcha, Charlotte de Witte Eintritt: ab 59,50 € Camping: nein www.lovefamilypark.de
Location: Kulturpark am Schlachthof Wiesbaden Line-up: Frank Turner & The Sleeping Souls, Muff Potter und weitere Eintritt: ab 40 € Camping: nein www.schlachthof-wiesbaden.de Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
Heimspiel Knyphausen
Fr, 26.07. bis So, 28.07. Kein Wunder, dass das Festival auf dem historischen Weingut der Familie von Gisbert zu Knyp hausen schon seit Monaten ausverkauft ist. Die Atmosphäre ist einzigartig. Dazu ein sorgfältig kuratiertes Programm bei bestem Riesling zwischen Rebstöcken. Deswegen unser Tipp: Für 2020 beim Vorverkauf nicht zögern! Location: Draiser Hof, Eltville-Erbach Line-up: Niels Frevert, ClickClickDecker, Gurr, Ilgen-Nur, Theoder Shitstorm, Fortuna Ehrenfeld Eintritt: restlos ausverkauft Camping: nein www.heimspiel-knyphausen.de
Sound of the Forest Festival Do, 01.08. bis So, 04.08.
Der heiße Sommer wurde dem schmucken Festival 2018 zum Verhängnis: Absage wegen Waldbrandgefahr. Das 10-jährige Jubiläum wird deswegen dieses Jahr nachgefeiert. Mitten im Grünen, zwischen Wäldern und direkt am traumhaft schönen Marbachstausee. Wartet lieber nicht zu lange mit dem Ticketkauf!
Trebur Open Air
Fr, 26.07. bis So, 28.07. Das bunte Crossover-Line-up bringt frische Spielarten von Indie, Metal, Rock und Pop unter einen Hut. Das Erfolgsrezept: etablierte Headliner, spannende Newcomer, familiäre Atmosphäre und ein direkt am Gelände angrenzendes Freibad für eine spritzige Abkühlung. Location: am Freibad Trebur Line-up: über 40 Bands, darunter: Monster Magnet, Moop Mama, Mia., Adam Angst, The Baboon Show, DeWolff, Elfmorgen, 8kids, Jamie Lenman, Saint Agnes Eintritt: 3-Tages-Ticket ab 49,90 € Camping: 15 € (plus 5 € Müllpfand), Eintritt ins Freibad inklusive www.treburopenair.de
Love Family Park
Sa, 27.07. 2018 feierte das Festival seine gelungene Premiere auf neuem Gelände, dem Mainufer in Rüsselsheim.
Location: Marbachstausee, Beerfelden Line-up: über 50 Bands und DJs, darunter: Leoniden, Kid Simus, Amber Run, Mal Élvé, Lui Hill, Pabst, Blond, Kalipo, Impala Ray Eintritt: Festivalticket 79 €, inklusive Shuttlebus und Hin- und Rückfahrt mit dem RMV/VRN, Tagestickets ab 30 € Camping: 5 € Müllpfand www.sound-of-the-forest.de
Hinterhof Open Air im KUZ
Fr, 02.08. + Sa, 03.08. Vor wenigen Monaten erst hat das aufwendig renovierte KUZ wieder mit feinem Programm eröffnet – jetzt soll auch im charmanten Hinterhof sommerlich gefeiert werden. Unter freiem Himmel und in urbaner Atmosphäre starten freitags Querbeat mit wildem P | 71
Crossover-Sound aus HipHop, Jazz und Weltmusik. Am Samstag live on stage: Käptn Peng, die wohl eigenwilligste HipHop-Band Deutschlands. Cool!
Location: KUZ Mainz Line-up: Querbeat, Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi Eintritt: ab 25 € Camping: nein www.kulturzentrummainz.de
Finki Festival
Fr, 09.08. + Sa, 10.08. Beim kultigen Finki Festival im Herzen des Odenwalds wird der Krautrock ausgiebig und gebührend zelebriert. Dazu lädt wieder die Band Guru Guru um Mani Neumeier ein, die seit 50 Jahren als einer der bedeutendsten Vertreter dieses experimentellen Musik-Genres gilt. Location: Sportplatz Finkenbach Line-up: Arthur Brown, Guru Guru, Lazuli, Adesa, Sirkus, Nine Below Zero, Hundred Seventy Split, Rob Tognoni Eintritt: ab 48,30 € Camping: kostenlos! www.finki-festival.de
Line-up: Basti Grub, Bebetta, Dominik Eulberg, Jan Blomqvist & Band, Oliver Koletzki und viele mehr Eintritt: 36 € www.stadtlandbass.de Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
„One Race ... Human!“-Festival Fr, 16.08. bis So, 18.08.
Das Afrika-Karibik-Festival geht mit neuem Namen und positiver Message an den Start. Lebensfreude und pulsierende Musik mit herzlich-südlichem Flair mitten in Aschaffenburg. Ein ganzes Wochenende lang gibt's Reggae, HipHop, Soul, Funk und mehr von internationalen Szene-Größen und deutschen Schwergewichten auf zwei Bühnen. Dazu: großer Basar und Chill-out-Bereich an der Beach-Bar.
Location: Festplatz am Mainufer, Aschaffenburg Line-up: 13 Acts, darunter: Rin, Eno, Lea, Ees, Busy Signal, 2ersitz, Jahcoustix, Reezy, Raggabund Eintritt: 3-Tages-Ticket 94,50 €, Tagestickets 44,50 € Camping: 14,80 € www.afrika-festival.de
Circle Of Leaves
Fr, 17.08. bis So, 19.08. Hochkarätiges Line-up, traumhafte Location und die beste Anlage der Welt. Das neue Festival für elektronische Musik am Marbachstausee im Herzen des Odenwalds stellt die richtigen Weichen für eine erfolgreiche Premiere. Location: Marbachstausee, Beerfelden Line-up: über 30 Acts, darunter: Philipp Wolf, Rey & Kjavik, Âme (live), Anna Reusch, Thomas Hammann, Marco Resmann, DJ George Perry, Artbeat Eintritt: Festivalticket ab 59 €, Tagesticket 39 € Camping: 25,80 € www.circle-of-leaves.com
Stadt, Land, Bass
Karben Endless Summer Open Air
Location: Sickenhöfer See, Babenhausen
Location: Karben Line-up: fast 30 Bands, darunter: Fiddlers Green, Callejon, Dritte Wahl, The Busters, Dog Eat Dog,
Sa, 10.08. Badehose, Bikini und Beats am Badesee. Das von Liebhabern veranstaltete Festival für elektronische Musik lockt mit international renommierten Größen der Szene zum Tanzen direkt am Strand. Nach dem sommerlichen Rave mit zwei Bühnen gibt's auch noch eine Aftershow-Party. Dieses Jahr: 10-jähriges Jubiläum!
Fr, 23.08. bis So, 25.08. Rock, Pop, Punk, Alternative, Reggae, HipHop, Sonstwas-Core, Comedy Folk, Melodic Metal, Teenage Dirtrap, Latin, Soul, Funk, Accoustic, Songwriter – die Genre-Liste ist endlos. Abwechslungsreiches Festivalprogramm!
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Weekend, Evil Jares, Kapelle Petra Eintritt: 3-Tages-Ticket ab 38 € Camping: 5 € (plus 5 € Müllpfand) www.karbenopenair.de
Open Air am schönen Riedsee auf zwei Bühnen. Richtig gute Sache!
Location: Riedsee, Riedstadt-Leeheim Eintritt: frei! Line-up: 14 Bands, darunter: Erde Enkheim, Michelle Poole, Mr. Jee-Jid, Grey Fried, First of All, Love Sees No Colo, Papierflieger, Mutti geh raus Camping: nein www.wutzdog-festival.de
Golden Leaves Festival
Sa, 31.08. + So, 01.09. Spätsommerlicher Abschluss der Festivalsaison. Erstmals verraten die Veranstalter bereits vorab den Ort des Geschehens. Weil es im Vorjahr im Schlosspark des Jagdschlosses Kranichstein so schön war, stellt die Bedroomdisco-Gang die OpenAir-Bühnen auch dieses Jahr wieder am schmucken Waldrand auf. Zusätzlich zum regulären Vorverkauf wird es aber weiterhin auch die Möglichkeit geben, kurzfristig über die Anmeldephase per Mail einen Gästelistenplatz auf Spendenbasis zu ergattern.
Forst Festival
Sa, 31.08. Das idyllische, nicht-kommerzielle Sommer-OpenAir der „Guten Stube“-Veranstalter besticht wie in den Vorjahren immer am letzten Samstag im August mit lauschigem Flair im grünen Waldstück zwischen Darmstadt und Roßdorf, schnuckeliger Veranda-Bühne und tollen Indie-Künstlern, darunter die fantastischen, aus Beirut stammenden Interbellum. Der perfekte Stadtflucht-Ausflug!
Location: Jagdschloss Kranichstein, Darmstadt Line-up: Mighty Oaks, Mogli, Leyya, Die Höchste Eisenbahn, Villagers, Cari Cari, Hundreds, The Slow Show, Bodi Bill, L’aupaire, Petula und mehr Eintritt: Wochenendticket 52 €, Tagesticket 35 € Camping: nein www.goldenleavesfestival.de Win! Win! 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
Location: Gelände des Jugendhofs Bessunger Forst Darmstadt, kurz vor Roßdorf Line-up: Coffe Or Not, Interbellum, Stumfol, Salon Erika Eintritt: frei! Spende erwünscht. Camping: nein www.gutestube-darmstadt.de
Wutzdog Festival
Sa, 31.08. Seit 1998 fördern die ehrenamtlichen Veranstalter mit ihrem Festival die lokale Musikszene und schaffen ein Forum für Bands und Kleinkünstler unterschiedlichster Stilrichtungen. Gemütliches P | 73
Z N A G NOCH R? SAUBE
Vermüllung des öffentlichen Raums nervt. Auch in Darmstadt. Was wir alle dagegen tun können. TEXT: SASCHA REICHELT | FOTO: JAN EHLERS
Darmstadt ist unter vielen Gesichtspunkten eine sehr lebenswerte Stadt. Aber wie steht es um die Sauberkeit? An sich ist Darmstadt schon ziemlich schnieke. Wer an manchen Stellen (zu bestimmten Zeiten) mal genauer hinschaut, der bemerkt jedoch, wie zugemüllt es hier und dort ist. Besonders nach langen Sommerabenden zeichnet sich in öffentlichen Parks und auf Spielplätzen häufig ein trauriges Bild ab. Und das, obwohl die Stadtreinigung schon fleißig im Einsatz ist. Umso erfreulicher, wenn Bürger auch selbst die Initiative ergreifen und das mit jeder Menge Spaß verbinden. Ein Paradebeispiel hierfür ist die Darmstädter Gruppe „A&B“. Die erste Aktion unter dem Titel „Drink & Clean“ veranstaltete das Kollektiv vergangenes Jahr im Herrngarten. Rund 120 motivierte Menschen wurden über soziale Medien gewonnen oder machten spontan mit – ein voller Erfolg. In Teams wurde eine beachtliche Menge an Müll gesammelt, danach die Leistung mit kühlen Drinks honoriert. „A wie Arbeiten und B wie Be-
lohnen, so könnte man das interpretieren“, deutet Vorstandsmitglied Hein Heppenheimer den etwas kryptischen Vereinsnamen. Doch gehe es vorrangig um das Gemeinschaftliche, meint Mitgründer Mike Sürder: „Gutes tun kann süchtig machen, man muss nur damit anfangen!“, ist er sich sicher. Zur diesjährigen Aktion „Work Hard, Play Hard“ wurden an einem sonnigen Sonntag im April zwei Kinderspielplätze ins Visier genommen. Mitglieder des Vereins, Mütter, Väter, Studierende und auch Kinder krempelten die Ärmel hoch, um miteinander anzupacken und sie von Müll zu befreien. Wer sich anschloss, wurde mit selbst gebackenen Leckereien und kühlen Getränken, die von einer lokalen Brauerei gesponsert wurden, belohnt. Weitere Müll-beseitigen-und-gemeinsam-was-trinken-Interventionen sind bereits in Planung. Wer das „A&B“-Team unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen. Auf deren Homepage kann jeder auch Ideen für neue Aktionen vorschlagen: www.a-und-b.org. P | 74
P-Lifehacks: Was kann jeder von uns tun, um Müll im Alltag zu vermeiden? — Umweltschutz ist ein viel diskutiertes Thema, doch was kann jeder selbst dazu beitragen? Wir haben die Teilnehmer von „Work Hard, Play Hard“ nach ihren Empfehlungen befragt. Herausgekommen ist ein kleiner Reminder, der an unser Verhalten im Alltag appellieren soll:
5. Wirf Deine Kippen nicht überall hin! Jeder Raucher feuert manchmal seinen toten Kippenstummel in irgendeine Ecke. Blöd nur, dass die Dinger etwa 10 bis 15 Jahre brauchen, um sich zu zersetzen und die enthaltenen Giftstoffe in den Erdboden sinken. 4,5 Billionen Stummel landen nach Einschätzung der WHO jährlich in der Umwelt. Benutzt also Aschenbecher und entsorgt die Stummel im Sondermüll.
1. Nimm Deinen eigenen Kaffeebecher mit! „Coffee to go“ ist neben dem Weg-Bier eine spektakuläre Erfindung, allerdings weniger umweltfreundlich. Laut Deutscher Umwelthilfe werden jährlich 40.000 Tonnen Müll allein durch „Kaffee zum Mitnehmen“ produziert. Daher empfiehlt es sich, seinen eigenen Becher mitzuschleppen. Bei manchen Kaffeehäusern gibt's dafür sogar Rabatte.
6. Hinterlasse keine Spuren! Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, doch wird es allzu oft missachtet. Wer im Sommer draußen sitzt und unsere Grünanlagen nutzt, sollte auch einen sorgsamen Umgang mit ihnen pflegen. Kurz gesagt: Hinterlasst Euren Platz so, wie Ihr ihn selbst gerne vorfinden würdet. Und wenn zur Grillfete auf Einweggeschirr verzichtet wird, hat man noch einen weiteren Beitrag geleistet.
2. Schnapp Dir 'nen Stoffbeutel! Der gute alte Stoffbeutel. Robust, immer wieder verwendbar und somit ein Evergreen im wahrsten Sinne. Die ökologische Alternative zur Plastik- oder Papiertüte. Außerdem oft mit lustigen Motiven und Sprüchen erhältlich. Rucksack oder Tasche tun’s natürlich auch.
7. Bitte keine Werbung! Genervt von täglicher Werbung? Haben wir in der virtuellen Welt Spam-Filter gegen unerwünschte Post, sorgt in der Realität ein Aufkleber am Briefkasten dafür, unnötigen Papier-Spam wie Reklame oder kostenlose Zeitungen zu vermeiden.
3. Vermeide Plastik, soweit es geht! Plastik ist aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken und doch gibt es Wege, unnötigen Plastikmüll zu vermeiden. Zum Beispiel, indem man beim Einkaufen genauer hinschaut. Nicht nur bei verpackten Lebensmitteln, auch bei Textilien, wenn man sich Baumwolle statt Kunstfaser überstreift. Denn Partikel aus Stoffen wie Polyester können durch das Abwasser in die Umwelt gelangen und landen als Mikroplastik sogar im menschlichen Körper. In manchen Supermärkten kann man verpackungsfrei einkaufen. Das heißt, jeder darf seine eigenen Aufbewahrungsbehälter mitbringen. Auch in Darmstadt gibt es inzwischen einen sogenannten „Unverpackt“-Laden. Und selbst in manch großem Supermarkt kann man eigene Aufbewahrungsboxen an die Käse- oder Wurst-Theke mitnehmen und sie befüllen lassen. 4. Gebraucht, ge-„stufft“, second hand: Mach alt zu neu! Muss es immer das Neueste sein? Viele Dinge kann man per Kleinanzeigen gebraucht kaufen oder sich mit Glück über Facebook-Gruppen wie „Free Your Stuff“ sogar schenken lassen. Dort verschenken Leute Dinge, die sie nicht mehr benötigen. Ein Geben-und-Nehmen-Prinzip. Wer kreativ und handwerklich begabt ist, kann auch alten Gegenständen neues Leben einhauchen. So kann die olle Lampe vom Sperrmüll schnell zum Design-Objekt werden.
8. Leitungswasser statt PET-Flaschen! Nur etwa die Hälfte aller zurückgeholten Pfandflaschen eignet sich dazu, recycelt zu werden. Doch wozu überhaupt Flaschen schleppen, wenn es eine Alternative gibt? Das heimische Wasser aus dem Hahn! Zwar wird das Darmstädter Wasser als qualitativ gut eingeschätzt, dennoch hat es einen relativ hohen Härtegrad. Wen das stört, kann auf Wasserfilter zurückgreifen. 9. Vorratspackungen und nachfüllbare Produkte! Vorratspackungen haben den entscheidenden Vorteil, dass mehr drin ist – und das oft mit weniger Verpackung. Natürlich sollte dabei stets der eigene Bedarf berücksichtigt werden. Manche hausüblichen Produkte lassen sich außerdem nachfüllen – wie etwa Flüssigseife oder Feuerzeuge. 10. Bewusst auf Qualität und Nachhaltigkeit achten! Ganz egal, um welche Konsumgüter es geht: Qualität hat zwar oftmals ihren Preis, kann sich aber auszahlen. Billigprodukte haben meist eine kürzere Lebensdauer und verenden schneller zu Müll. Was nicht heißt, dass es immer teuer sein muss. Es empfiehlt sich beim Kauf von Waren auf Qualität und Langlebigkeit zu achten. Das entlastet nicht nur das Portemonnaie, sondern auch die Umwelt. ❉
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Neulich in der Filterblase Ich und mein Selbstwert T E X T: N E SH VON K | FOTO: NAT H A L I E SP EC K
Für einen narzisstisch gestörten Menschen wie mich ist es furchtbar mit anzusehen, wenn andere Erfolg haben. Wahrscheinlich wurde ich als Kind nicht anständig fürs Kacken gelobt. Auch als Erwachsener fehlt mir das. Ich brauche eine App dafür. Gibt es die? Wenn nicht, sollte man sie erfinden. Wenn andere gewinnen, verliere ich. Ich schwanke zwischen Grandiosität und höchster Zerknirschung, wenn mir keine exzessive Bewunderung zu Teil wird oder mir jemand sagt, ich hätte etwas gut gemacht. Gut allein reicht nicht. Eine App alleine reicht also auch nicht, es bräuchte schon eine Live-Übertragung in die ganze Welt, wenn ich auf dem Klo hocke. Oder wenigstens eine gescheite Anlage mit Subwoofer, die frenetischen Applaus richtig rüberbringt. Diese chronisch schwelende Wut in mir, die plötzlich explodieren kann, die braucht doch irgendein Ventil! Warum also nicht auf dem Klo? Warum nicht auf dem Klo schwelen und explodieren? Ich könnte einen ganze Youtube-Kanal für so was anlegen. Die Views, Likes und Klicks und Plays würden in die Höhe schnellen, endlich hätte ich mehr Aufmerksamkeit als dieser blöde Felix Lobrecht, den ich nur hasse, weil er mehr Publikum hat. Und dann diese Greta Thunberg! Was hat die schon groß gemacht, was hat die in ihrem Leben geleistet? Die hockt sich eines freitags vor die Schule und schmollt, dann machen ihr das alle nach und sie kriegt ihren eigenen Wikipedia-Eintrag! Sie ist dadurch relevant, wie Michael Jackson, Anders Breivik oder Ted Bundy. Ja, ich verstehe schon: Im Gegensatz zu ihr tue ich nichts Altruistisches, sondern missbrauche mit meiner Kunst mein Umfeld emotional, um meinen Selbstwert zu erhöhen. Das wird mir in seltenen Momenten der Selbstreflexion klar, kränkt mich
aber sogleich, was ich dann wieder mit Hochstapelei und Prahlerei kompensiere, indem ich mich als Teil einer völlig missverstandenen Avantgarde verstehe. Ich lese mir dann andere WikipediaArtikel durch, zum Beispiel den über „Kot“ oder den über „Wurstbrot“. Und denke mir dabei, dass ich nicht relevant sein will, wenn menschliche Stoffwechselreste und Wurstbrote relevant sind. Aber insgeheim brodelt es in mir. Ich habe mir jetzt bald 40 Jahre lang selbst den Arsch abgewischt. Kann das nicht jemand anders machen? Es muss nicht Greta Thunberg sein, Herr Breivik würde völlig reichen. Ich fantasiere von Macht, Glanz, Schönheit, idealer Liebe, grenzenlosem Erfolg und einem gelungenen Brexit. Das alles könnte sich mittels Webcam auf dem Klo für mich erfüllen, wenn man mir nur einen Attentäter oder Donald Trump als Arschabwischer abkommandieren würde. Was wäre schlimm daran, Donald Trump auf dem Klo körperlich und emotional auszubeuten? Das wäre auch eine Form der Nähe, die ich als Narzisst gut vertragen würde. Wäre es furchtbar, Breivik gegenüber unempathisch zu sein? Ich glaube fest daran, dass ich einzigartig bin. Vor allem auf der Toilette. Auch habe ich es verdient, dass mir die gesamte Menschheit dabei zuschaut. Das hängt damit zusammen, dass ich ohnehin das permanente Gefühl habe, dass mich eine Kamera verfolgt. Aber auch das ist am Ende nur ein Selbstwertproblem. Wie überhaupt der ganze Klimawandel. Elektroautos brummen auch einfach nicht so geil, wie Menschen wie ich es lieben. Wie viele Amokläufe und Kriegsverbrechen hätten sich durch Greta Thunberg in der Vergangenheit verhindern lassen? Wahrscheinlich erkenne mal wieder nur ich den Zusammenhang. ❉
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IM EXIL
Als Gegengerade-Nomade auf bislang unbekannten Bölle-Tribünen TEXT: CEM TEVETOǦLU | FOTOS: JAN EHLERS (REGENSBURG-SPIEL) + CEM TEVETOǦLU (DRESDEN- UND BERLIN-SPIEL + GEGENGERADE-STICKER AUF BÖLLE-KLO)
Trostloses Gekicke in der Regionalliga Süd vor 2.500 Zuschauern im Städtischen Stadion am Böllenfalltor. Legendäre Pokalabende gegen Freiburg und Schalke vor knalle ausverkauftem Haus – weit vor damals absolut utopischen Bundesliga-Abenteuer-Zeiten. Eine unvergessene „Süddeutsche Meisterschaft“ mit dem 4:0 gegen Memmingen am 28. Mai 2011 mit beeindruckender Wimpel-Choreo. Und seitdem eine Entwicklung, die selbst der kühnste Optimist nicht vorausahnen konnte. Im Winter 2018/19 – und ebenso unvorstellbar vor wenigen Jahren – hieß es dann: Goodbye, Gegengerade! Abriss. Weg. Bedeutete: acht Heimspiele im Exil, als Gegengerade-Nomade auf mir bis dato unbekannten Tribünen, bis der Stehplatz-Bereich der neuen Gegengerade endlich wieder steht. Meine schlimmste Zeit am Bölle? Nur fast.
stand mal meine Gegengerade. Meine! Der Erfolg frisst halt seine Kinder. Etwas bescheidener formuliert: Ich vermisse meinen Wohlfühlort am Bölle ganz, ganz doll! Die Pauli-Fans stört die Baustelle neben sich wenig. Der kastrierte Rest, der von der altehrwürdigen Riesen-Stehtribüne noch übrig gelassen wurde, ist braun-weiße Partyzone. Als kurz vor der Halbzeit Ryō Miyaichi die St. Paulianer in Führung köpft, beginnen die ersten Darmstädter Superfans im F-Block zu meckern. Ich verziehe mich auf die Süd-Tribüne. Halbzeit zwei läuft besser, die Lilien drehen das Spiel innerhalb von acht Minuten, der Ultra-DauerSupport dauer-supportet. Beide Tore zum 2:1Endstand sehen ich im Daumenkino-/StakkatoModus: Fahne im Sichtfeld – keine Fahne im Sichtfeld, Pass – Fahne im Sichtfeld – keine Fahne, Schuss – Fahne – Tor. „Wieso wurde die Süd eigentlich so flach gebaut?“, frage ich mich immer wieder, auch angesichts meiner verzerrten Perspektive aufs Spielfeld. Hat wohl was mit der Statik zu tun, denke ich: Wenn alle gleichzeitig hüpfen, braucht es ein großflächiges Fundament, damit die Stahlrohrtribüne nicht von selbst weg hoppelt. Gut sehen kann man hier aber nicht.
Di, 29. Januar, 20.30 Uhr Darmstadt 98 – FC St. Pauli 2 : 1 Ein harter Einschnitt. Dienstagabend, Fluchtlichtspiel, Gästeblock pickepackevoll. „SV 98 immer Europapokal“-Stimmung. Und ich sitze im F-Block und blicke auf einen imposanten Sandberg. Darauf P | 78
So, 10. Februar, 13.30 Uhr: Darmstadt 98 – 1. FC Heidenheim 1 : 2 Ich gebe der Südtribüne eine zweite Chance, diesmal weiter außen, näher an meiner alten Bölle-Heimat. Das Wetter ist murks, das Spiel verläuft unglücklich, ich hege destruktive Gedanken. Irgendjemand hat den Ultras erlaubt, ein Kabel vor der Tribüne zu verlegen, das in einem Megafon endet und rechts von uns auf Ohrenhöhe 90 Minuten undefinierbare Störgeräusche fabriziert: „Krschohooohoo-krsch-krsch.“ Wen soll das bitteschön zum Mitsingen animieren? Ich blicke leer durch das Fangnetz und denke: „Beim Auswärtsspiel in Sandhausen fühlte ich mich auch nicht wesentlich unwohler.“ Sa, 23. Februar, 13 Uhr: Darmstadt 98 – Dynamo Dresden 2 : 0 Schuster's gone, Gerüchte brodeln. Ich sage: „Danke für diese aufregenden Lilien-Jahre, lieber Dirk!“ Interimscouch Kai-Peter Schmitz bringt Glück und wird erfolgreichster Trainer der 98er-Geschichte: 100% Sieg-Quote, 0 Gegentore. Ich vagabundiere durchs Stadion: Zu Beginn verschlägt es mich auf einen der Presseplätze (Haupttribüne Mitte, ganz oben, saukalt). Dort biete ich Dynamo-Legende Ralf Minge gastfreundlich einen Sitzplatz an, was dieser nur mit einem müden Lächeln quittiert. Dann fachsimpeln wir gekonnt über Schiedsrichter-Entscheidungen („ui, klares Foul“ – „auf keinen Fall“) und verabschieden uns kurz vor der Halbzeit einvernehmlich („... gutes Spiel noch!“ – „Na, kann nur besser werden, auf beiden Seiten.“). Ich schaue noch kurz im S-Block (Haupttribüne Mitte, unten, kalt) bei meinen Eltern vorbei – und prompt bekommen die Lilien einen dieser Handelfmeter
zugesprochen, die den Fußball auf Dauer lächerlich und kaputt machen werden. Zweite Halbzeit: das wirklich allerletzte Mal auf der Süd. Mein Kumpel Daniel und ich schaffen es, uns mehrmals scheinbar gezielt zu verabreden, aber nicht zu finden. Wir schicken uns via „WhatsApp“ Fotos unserer Pers pektive aufs Spielfeld zu. Die Bilder sehen praktisch deckungsgleich aus. Wir finden uns trotzdem nicht. Am genussvollen Konsum der Hopfenkaltschale kann's nicht liegen. Diese unübersichtliche, viel zu flach gebaute Stahlrohrtribüne ist schuld. Das is' mal klar wie Kloßbrühe!
Fr, 22. Februar, 11.23 Uhr, im P-Homeoffice am Schlossgartenplatz (dort, wo die Lilien vor 121 Jahren erstmals erblühten): Die neue Gegengerade wirft – nicht sichtbar, aber organisatorisch – ihre Schatten voraus. Wir von der alten Gegengerade (Höhe Sechszehner, halbhoch) gründen den Fanclub Cestonaros Erben. Damit wir uns geschlossen für „den neuen Stimmungsblock G2“ auf der neuen „GG“ anmelden können. Ein Formular anstelle von 25 Einzelanträgen. Unser Eintrag auf www.sv98.de/home/fans/ fankultur/fanclubs verstärkt dann aber doch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Ich spüre erstmals so etwas wie Vorfreude aufs „neue Bölle“ in mir aufsteigen. Sa, 09. März, 13 Uhr: Darmstadt 98 – Holstein Kiel 3 : 2 Noch eine Premiere: Zum allerersten Mal laufe ich nach dem Einlass linksherum hinter der Haupttribüne entlang. Heute wird mein erstes Mal auf der Nordtribüne. Urteil, vorweggenommen: überraschend laut, nette Leute, super Sicht. Aber
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Tor. Dankeschön an Roy von der Lilien-FUFA für die großartige „Böllewood“-Idee, Schreinermeister Markus Köhres fürs Schreinern, Philip Wanders vom CNC Kommando, Jürgen Steer vom FFA und den Jungs von Çars˛ı Darmstadt fürs Dabeihelfen sowie allen beteiligten Gegengeraden-Fanclubs fürs Aufstellen. Kam auch im „Sportschau“-Bericht supergut rüber! Bitte den Schriftzug konservieren und irgendwie ins neue Bölle integrieren!
das ganze Spiel über sitzen? Geht auf gar keinen Fall! Die Sitznachbarn sind von meiner häufigen Hochschnellerei bisweilen genervt, doch am Ende wird resümiert: „Ihr von der Gegengerade bringt echt Bewegung und Stimmung auf die Nord.“ Selbst meine Mutter – die gerne kritisierte, dass die Gegengerade „heute wieder viel zu leise“ gewesen sei – bestätigt diese Aussage ungefragt. „Gegengerade küsst Nord wach“ könnte die Überschrift im Montags-Echo lauten. War dann aber vermutlich eher so etwas wie: „Gelungene Heimpremiere für den neuen Lilien-Coach Grammozis“ oder „Feine Treffer von Mehlem, Dursun und Franke“ oder – prophetisch – „Der Beginn einer Erfolgsstory“. Denn die nächsten Wochen werden eine Lilien-Berauschung. Auswärts und auch daheim am baustelligen Bölle, das ich so langsam beginne, lieb zu gewinnen.
So, 21. April, 13.30 Uhr: Darmstadt 98 – VfL Bochum 0 : 0 Kann mir jemand mal die Nummer von dem DFL-Fuzzi besorgen, der dafür zuständig ist, dass am Ostersonntagmittag am Bölle ein wichtiges Fußballspiel angepfiffen wird? Ich muss dem mal einen Gernot-Hassknecht-Anruf auf die Ohrmuschel zimmern! Schon beim Betreten des Stadions fühle ich mich fehl am Platz (bin wieder auf der Nord), treffe so wenige mir bekannte Menschen wie noch nie am Bölle – und dann tue ich es: Sitze faul auf meinem Hintern in Block N2, blinzele in die Frühlingssonne und bestelle per „FastTrack“-App zwei Bier und zwei Wasser für mich und Sitznachbar David. Innerhalb von fünf Minuten schweben die perfekt gezapften Pilsbiere und ebenso kühles Wasser in unsere wie von Geisterhand ausgestreckten Hände. Ein schönes Trinkgeld für die blutjunge Getränke-Service-Kraft springen lassen ... und dann: „Prost“. Sehr komfortabel. Aber auch ein bisschen dekadent … und langweilig. David und ich erzählen uns, welche entscheidenden Tore wir schon an welchem Bierstand wartend verpasst haben – und freuen uns drüber wie kleine Kinder auf dem Bolzplatz beim Kicken im Sommerregen. „Das gehört doch irgendwie dazu, das ist Fußball“, lege ich Fußballromantiker Pep Gardiola, gedanklich in den Mund. Ich konnte ihm in den Pressekatakomben des Bölle mal eine Liebeserklärung an den wahren Fußball entlocken. Damals, als „noch mal feucht durchgewischt wurde“, weil die Bayern zum Gastspiel kamen. Das Ostersonntag-Spiel 2019 läuft passend zum Drumherum: Sommerfußball. 0:0. Der Klassenerhalt ist zum Greifen nah. Auch gedanklich müde schlurfe ich nach Hause.
Sa, 30. März, 13 Uhr: Darmstadt 98 – Jahn Regensburg 1 : 1 Ich bin wieder auf der Nord, Block N 1, ganz oben bei Jens und Ralle, zwei von Cestonaros Erben. Habe mir am Tag vor dem Spiel die „FastTrack“-App aufs Handy geladen und versehentlich sofort zwei Bier bestellt. Ob die schon am Platz stehen, wenn ich ins Stadion komme? Nope. „Die App funktioniert heute leider nicht, wir sind da noch am Testen“, erklärt die nette junge Frau am Getränkestand auf Nachfrage. „Ahh, sie haben schon per Paypal bezahlt? Hier sind ihre zwei Pils, bitteschön.“ Grandios! Ich wurde schon unfreundlicher empfangen im Böllenfalltorstadion. Dann ein kurzer Schreckmoment: Dirk Schuster wird als Trainer auf der Stadionleinwand eingeblendet (ist aber nur virtuell anwesend) ... und auf der GegengeradeBaustelle ist ein wunderschöner, zwei Meter hoher „B Ö L L E N F A L L T O R“-Schriftzug aus Holzbuchstaben aufgebaut. Ja, was ist denn heute hier los? Auch das Lilien-Team spielt hollywoodmäßig auf, verpasst aber ein wiederholtes Happy End vorm
So, 05. Mai, 13.30 Uhr: Darmstadt 98 – Union Berlin 2 : 1 Nach einem unvergesslichen Auswärtsspiel in Köln – Freitagabend, Flutlicht, ausverkauftes Haus, erster Sieg jemals gegen Köln, das auch noch auswärts, Klassenerhalt klar gemacht – empfängt mich das Bölle zum gefühlten Saisonausklang. Die Gegengerade-Baucam lässt schon vorab erkennen, dass die Fundament-Blöcke für die neue Gegengerade P | 80
bereits im Boden verankert sind. Der „B Ö L L E N F A L L T O R“-Schriftzug ist aus Platzgründen zu einem nicht weniger smarten „B Ö L L E“ ge schrumpft. Nach meiner Event-Fan-in-der-Komfortzone-Episode am Ostersonntag brauche ich heute: Fankultur pur! Die erste Halbzeit verbringe ich stehend im A-Block auf der Haupttribüne, obere Hälfte. Ich erinnere mich, wie dieser Block explodierte, als Abdelaziz Ahanfouf am 16. April 2011 in der 88. Spielminute zum 3:2 gegen Hessen Kassel traf (nach 0:2-Rückstand). Das war „This is Bölle Hölle“! Es ging (nach diesem Spiel wieder) um den Aufstieg – aus der Regionalliga Süd in die 3. Liga. Am 05. Mai 2019 geht es für die Lilien nur noch um die Höhe der TV-Einnahmen und im A-Block eher gediegen zu. Das sonore, kraftvolle „Come on you boys in blue“ unterstreicht die englische Prägung dieses Fanblocks. Gegner und gegnerische Fans gelten hier wahlweise als „Mickey Mäuse“ oder schlicht „Iddioode“. Fabio meckert unverblümt über die Haltung vieler Zuschauer, Fußball nur noch zu konsumieren und träumt gleichzeitig davon, „einmal im Leben mit den Lilien im Europapokal zu spielen – am liebsten gegen den AC Turin“. Man muss wissen: Fabio ist Lilien- und Juve-Fan. Konträr zur neuen Gegengerade wird im A-Block oben gestanden und unten gesessen. Die von oben singen die da unten an: „You only sing when you're sitting!“ Dann meldet sich plötzlich der Fußballgott bei mir zurück. In der 49. Spielminute trifft Yannick Stark nach schönem, grammozis-eskem Angriff zum 1:0. Doch da stehe ich noch am Bierstand. Ich bin zufrieden. Endlich mal wieder ein Tor verpasst! Auch das 2:0 sehe ich nicht wirklich. Denn die zweite Halbzeit über bibbere ich mit rund 50 anderen Lilien-Nerds zwischen Haupt- und Südtribüne
hinter/unter/seitlich der Anzeigentafel und linse schräg ins Stadion hinein. Freistoß, Flanke kommt rein, Mathias Wittek köpft ... dann sehe ich nur noch „die Süd“ von der Seite. Pause. Warten. TorJubel! Der war wohl drin. Etwas surreal hier, aber witzig. Den Fangesang „Eisern Union“ textet Gerry kurzerhand zu „Nur Cheese and Onion“ um. Gerry hat unzählige Songs über die Lilien geschrieben, sein großartigster – „Ich glaube an den SVD“ – lief leider noch nie am Bölle. Stadionregie, bitte mach was! Zurück zum Spiel: Daniel Heuer Fernandes hält wieder mal heldenhaft, die Lilien besiegen den nächsten Aufstiegsaspiranten. Wie wäre die Saison wohl zu Ende gegangen, wenn Grammozis fünf Spieltage früher Trainer der 98er geworden wäre?
So, 19. Mai, 15.30 Uhr: Darmstadt 98 – FC Erzgebirge Aue 1 : 0 Ich nehme Abschied von einer aufregenden, am Ende aber dann doch entspannten Saison. Die neue Gegengerade lässt sich immer mehr erahnen. Nach einem Artikel über „Donges baut 400-TonnenStahldach für die Gegengerade“ im Echo frage ich mich: „Wurde bei der neuen Dachkonstruktion am falschen Ende gespart?“ Die sah im Entwurf der Architekten so schön leicht, fast filigran aus. Mal abwarten. So oder so: Meine Odyssee durchs Böllenfalltor ohne Gegengerade hat gezeigt, wie facettenreich die Fankultur am Bölle ist – und hoffentlich bleibt. Die Vorfreude auf die neue Saison sorgt bereits für Kribbeln in der Magengegend. Vielleicht stehen wir ja schon beim ersten Heimspiel auf der neuen Gegengerade, im lautstarken Block „G2“ mit Cestonaros Erben, dem Commando Amore und vielen weiteren stimmgewaltigen Lilien-Abhängigen. „Blau-weiß un’ schee“ wär’s! ❉
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HOME OF OLDSCHOOL FOOTBALL. Bรถlle. 1978 bis 2016. FOTOS + COLLAGE: JAN EHLERS
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„Wir haben eine Lebensagenda!“
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Hörspiel mit Immergrün M US I KAUSWA H L + I N T E RV I E W + FOTO: M AT H I A S H I L L
Die vierköpfige Indie-Band Immergrün ist nach eigener Aussage ein „seit 2003 fortwährender Neuanfang“. Nach einem Jahr Live-Abstinenz findet der neueste Neuanfang 2019 mit dem Live-im-StudioAlbum „Jeder andere ein Held“ und einem Live-Auftritt im Keller-Klub statt. Das Besondere: „Immergrün hat keine Ambition mehr, wie irgendwer zu klingen. Unsere Musik ist kein Produkt. Über Geld wollen wir nicht mehr nachdenken. Daher ab sofort: Ihr entscheidet, ob und was Ihr zahlt.“ Was lag da näher, als Fabian (Bass, Gesang), Heiko (Gitarre) und Pascal (Schlagzeug) Musik von Künstlern vorzuspielen, die den gleichen Ansatz verfolgen? Ach ja: Der zweite Gitarrist, Michi, war net da, der musst‘ schaffe.
Fugazi „Merchandise“ Legendäre Washington-DC-PostHardcore-Legende um Ian MacKaye, die sich trotz exorbitanter Gagen-Angebote konsequent einer Reunion verweigert. Heiko [sofort]: Das ist Fugazi! Das war eine meiner ersten Vinyl-Platten, die hatte ich ausgeliehen von Christ aus Köln. Und nie zurückgegeben. Viele Grüße auch! Fabian: Ich hatte von denen früh gehört und fand immer den Bandnamen super: „FUGAZI“ – wie geil das klingt! Pascal: Mit Fugazi verbinde ich eine krasse Geschichte. Ich hab mal ein Mädchen kennengelernt, mit der bin ich nach Fehmarn gefahren. Die kam aus einem reichen Elternhaus und als ich sie kennenlernte, war das so ‘ne Popmaus. Die hörte von
einem auf den anderen Tag nur noch Punkrock, vor allem Fugazi und Normahl. Ich hörte damals eher Death Metal, aber da hatten wir ‘ne Schnittmenge. Aber dann kam es, wie es kommen musste: Sie eröffnete mir, dass sie sich in so einen Fehmarn-Punker verliebt hatte. Und den sahen wir dann am ersten Abend im Urlaub in der Disco und er knutschte mit einem anderen Mädchen. Ich bin danach sofort mit dem Fahrrad zurück nach Darmstadt gefahren, weil ich mir keine zwei Wochen Liebeskummer anhören konnte.
Crass „Punk Is Dead“ Crass war eine von 1977 bis 1984 aktive Anarcho-Punk-Band aus England, die ihr Engagement vor allem als direkt politisch verstanden – und erst in zweiter Linie musikalisch. Mit „Punk Is Dead“ kritisierten sie vor allem die ihrer Meinung nach zu kommerziellen Bands wie die Sex Pistols und The Clash. Holger: Das ist was Altes. Sind das die UK Subs? Das ist durchaus der Sound, den ich früher gehört habe. Nee, das sind Crass, die Anarcho-Kommunen-Punkband aus England um Steve Ignorant. Sie verweigerten sich komplett der Musikindustrie und bei den Proben stand es jedem frei mitzuspielen, ganz gleich, ob er ein Instrument spielen konnte oder nicht. Wäre das auch ein Ansatz für Euch? F: Nee, eher net. Wir jammen ja noch nicht mal. P: Nee ... auch wenn’s vielleicht paradox klingt, aber ich hab beim Proben lieber meine Ruhe. Da ist es mir schon zu viel, wenn nur mal jemand reinkommt und „hallo“ sagt. P | 85
H: Bei uns steht die Musik im Vordergrund. P: Wobei: Die Entscheidung, dass die Fans die Preise selbst bestimmen dürfen, war vielleicht unsere erste bewusste politische Entscheidung als Band. F: Wir haben eher eine „Lebens agenda“! Ton Steine Scherben „Rauch-Haus-Song“ Wer kennt es nicht, das „Keine-Macht-für-Niemand“-Deutschrock-Kollektiv? Nach einer finanziell desaströsen Tour, von der später ironischerweise drei Live-Mitschnitte und eine DVD erschienen, löste sich die Combo um Rio Reiser auf. Holger [singt sogleich mit]: Das sind Ton Steine Scherben, der „Rauch-Haus-Song“ … „Das! Ist! Unser Haus!“ Die hab ich als Platte. Die kam in so einer Art Pizza-Karton. Und bei einem ganz kleinen Teil der Erstauflage war auch noch eine Zwille beigelegt, um die Staatsmacht zu provozieren. Eine dieser Platten wurde vor Kurzem für sündhaft viel Geld bei Ebay versteigert... Das ist dann ja wohl der Beweis, dass der Kapitalismus am Ende immer siegt. H: Tja, die Revolution frisst ihre Kinder … P [hüstelt]: Ich bin mehr so der Kommerzielle in der Band, ich mag ja eher Rio Reisers SoloSachen. Die Scherben lösten sich übrigens 1985 nach einer eigentlich erfolgreichen Tour auf. Aber die Band hatte hohe Schulden, weil sie die Eintrittsgelder zu niedrig angesetzt hatte. Versteht Ihr nun, warum ich Euch diese Band vorspielen musste? F: Ja, aber das kann man nicht vergleichen: Wollten die denn
davon leben oder wollten sie einfach nur Musik machen? P: Und überhaupt: Wie ist diese Kalkulation entstanden? F: Uns ist das noch nie passiert. Wir haben noch nie Geldschwierigkeiten gehabt, nie einen Kredit aufgenommen, sondern mit dem gearbeitet, was wir uns erspielt hatten. P [überlegt]: Aber Musik-Profis müssen natürlich auch ihr Equipment als Kosten sehen und erspielen. Das müssen wir nicht. Bei uns ist es eher das Hobby. F: Aber Hobby klingt so abwertend … Wir stecken doch genauso viel Herzblut rein. In Deutschland ist die Sichtweise aber eher so: Die einen verdienen Geld, das sind Künstler. Die anderen verdienen kein Geld, das sind keine. Aber es gibt auch viele Künstler, die verdienen kein Geld, machen aber richtig gute Kunst. Und das ist doch die Frage: Hat das künstlerischen Bestand, hört man das auch noch in 20 Jahren? P: Für mich ist das kein Kriterium. F: Und was ist mit den Beatles? P: Vielleicht erinnert man sich an die nur, weil sie so unglaublich viele Platten verkauft haben. Und in Deinem Nachbarsgarten macht vielleicht jemand unglaublich tolle Skulpturen, aber die sieht nie jemand! H: Aber es gibt auch Gegenbeispiele wie Nick Drake, der zu Lebzeiten völlig verkannt war und erst lange nach seinem Tod entdeckt wurde. Durch eine VW-Reklame! P: ... oder Miroslav Klose, der bis 24 nur in der Kreisklasse Fußball gespielt hat.
New Order „Blue Monday“ Ein New-Wave-Dancefloor-Klassiker der Joy-Division-Nachfolge-Band aus Manchester. Er kam die Urheber teuer zu stehen …
H: Ah, das kennt man doch! Ist das New Order? „How Does It Feel“? Fast. Der Song heißt „Blue Monday“. Die Legende besagt, dass die Band 1983 gemeinsam mit ihrem Label Factory entschied, den Song, den es nur auf Maxi-Single gab, in einem Cover zu veröffentlichen, das wie eine Floppy-Disc gestaltet war, inklusive teurer Ausstanzungen. Dadurch waren die Produktionskosten letztlich ein paar Pence teurer als der Verkaufspreis. Die Band dachte sich, dass sie ein paar Tausend Exemplare verkaufen würde und die Differenz verkraften könnte. Es wurde aber die bestverkaufteste Maxi-Single aller Zeiten … in späteren Auflagen wurde der Spaß mit der Ausstanzung folglich weggelassen. P: Das ist doch ein geiles Beispiel dafür, wie gute Ideen ausgebremst werden. Wobei New Order bei einem idealistischen Indie-Label waren, nicht bei der Industrie, und dadurch einen fairen Deal hatten. F: Aber was sind schon faire Deals? Bezüglich Schallplatten ist das Thema eh durch, denn damit verdient man heute kaum Geld, also ist das für die Industrie irrelevant. P: Aber es ist eine gute Geschichte… H: … und ein guter Song, auch wenn ich mit der Musikrichtung ansonsten nicht viel anfangen kann. Edelweiss „Bring Me Edelweiss“ Ein früher Vorläufer dessen, was man später als Euro-Trash bezeichnen sollte … das gab es also auch schon 1988, sogar in Österreich! F [sofort]: Das ist Edelweiss ... ich hab das geliebt, dieses Lied: „Bring Me Edelweiss“! Das lief im Radio rauf und runter. Kann es sein, dass das das erste P | 86
Lied ist, das Du erkannt hast heute? Edelweiss passt übrigens auch gut zu den Idealisten-Bands, die bisher vorgespielt wurden: Ein Freund hat mir mal erzählt, der Sänger von Edelweiss habe Suizid begangen und in seinem Abschiedsbrief verkündet, dass sein ganzes Hab und Gut an die Fans gehen soll. Ich fand allerdings keine Belege dafür im Netz. Anscheinend erfreuen sich alle von Edelweiss bester Gesundheit; der einzige, dessen Wege nicht ergründet werden konnten, war der Toaster Big Bad Busy Bee … P: Wenn wir das auch machen, wäre es interessant zu sehen, wer da kommt … Aber mal zum Song: Ich find ihn jetzt sogar noch besser, als ich ihn damals fand. F: Ich hatte sogar die Single seinerzeit! P: Aber was mich interessieren würde: Was macht Dich zu einem „Edelweiss“-Fan? War das eine Band? Trug jemand BandT-Shirts von denen? Holger [skeptisch]: Heiße Nummer jedenfalls … F: Romantik hoch drei: „If you really love me, bring me Edelweiss!“ Und von wem ist der Refrain geklaut? H: Ist doch klar: Abba! „SOS“! Amon Düül „Mama Düül und ihre Sauerkrautband spielt auf“ Dieser Song einer Münchner Leopoldstraßen-Kommune von 1969 hat einem ganzen Genre einen Namen gegeben: dem Krautrock. Und auf Youtube hat er bisher sage und schreibe 14 (!) Aufrufe … P: The Cramps? Klingt so, ist es aber nicht ... H: Dieser archaische Rhythmus spricht mich an. Ich mag so anarchisches Rumgedängel und Gejamme, hab ich früher mit dem Jens Engemann [Ex-Schlagzeuger der Woog
Riots, langjähriger Krone-Resident-DJ, P-Anzeigen-Checker und führender Vertreter des Lilien-Fanclubs „Cestonaros Erben“] viel gemacht. Hat was von dem Guru-Guru-Typen und seinem Finkenbach Festival, so krautrockmäßig. Damit liegt Ihr gar nicht so verkehrt. F: Can? H: Ash Ra Tempel? Auch mit A. H: Amon Düül? Richtig. Die 1967 gegründete Kommunen-Band spaltete sich übrigens schon bald in Amon Düül 1 und 2 auf. Eine Fraktion nahm jeden auf, der Musik machen wollte, die andere, Amon Düül 2, legte Wert auf musikalisches Können. Fun Fact am Rande: Bei Amon Düül 2 spielte später auch Stefan Zauner mit, der spätere Sänger der Münchener Freiheit. F: Münchener Freiheit, die hatten auch so einen Song, auf den ich total gestanden habe als Kind: „Ohne Dich“! Ich seh mich noch bei meinem Opa vorm Radio stehen. Das hast Du dann wohl immer im Wechsel mit Edelweiss gehört …? P: Ich hab‘ eher Truck Stop gehört! F: Die fand ich auch gut – „Ich möchte so gern Dave Dudley hör’n“ ... Im Folgenden werden neben Truck Stops großem Hit lautstark noch weitere Evergreens von Klaus Lage, Hans Hartz sowie die Intro-Melodie einer Aerobic-Instruktions-Platte intoniert.
The Ramones „Bonzo Goes To Bitburg“ Die Punk-Pioniere mit einer Anti-Reagan-Hymne aus dem Jahr 1984. Der erzkonservative Gitarrist Johnny soll den Song gehasst haben … H: Auch wieder 80er! P und F [gleichzeitig]: Ramones! F: Das ist „Bonzo Goes To
Biburg“. Ich kenn‘ die ganzen Sachen, ich bin ein großer Ramones-Fan! Im Gegensatz zu den bisher gehörten, unkommerziell denkenden Idealisten-Bands waren die Ramones ja eine Karriere-Band. Sie konnten sich über einen langen, langen Zeitraum gar nicht leiden, blieben aber wegen der Kohle zusammen. F: Ja, der Gitarrist Johnny hat dem Sänger Joey relativ früh die Freundin ausgespannt und sie sogar geheiratet. Danach haben die beiden Köpfe der Band nicht mehr miteinander geredet, aber noch 20 Jahren miteinander Musik gemacht. Da kam auch kein Scheiß‘ raus ... selbst das letzte Album war grandios gut. Die Band blieb also nur zusammen, weil sie so ihr Geld verdient hat … P: Und trotzdem: Alle sagen, bei den Ramones sind live selbst ganz am Ende immer die Funken gesprüht. F: Ich hab sie dreimal live gesehen. Manchmal dauerte eine Show in der Spätphase nur 45 Minuten und Joey war fix und fertig ... aber in der Zeit haben sie auch 25 Songs gespielt! P: Aber das mit dem Einander-Ignorieren würde ich gern sehen, wie hat man sich das vorzustellen? Der Sänger und der Gitarrist reden nicht miteinander. Gehen die dann auch nicht durch dieselbe Tür aus dem Backstageraum raus? H: Wird bestimmt bald verfilmt. Mir hat übrigens auch mal ein Bassist die Freundin ausgespannt. Mit der Band ging es dann noch ‘ne Weile gut, aber net lang … Habt Ihr noch eine abschließende Message an die P-Leser? F: Lest mehr P! Ich find, das ist 'ne gute Zeitung, die öfter auch was Neues ausprobiert ... und nicht so festgefahren. H: Und lasst Euch auf die neuen P | 87
Musiktipps dort ein ... F: ... weil's einfach um gute Musik geht. Das habt Ihr schön gesagt. Wir sehen uns Mitte Juni im Künstlerkeller! ❉
Immergrün live! — Das Beste aus 16 Jahren Bandgeschichte – und „auch einige neue Lieder“: Künstlerkeller (KellerKlub im Schloss) Sa, 15.06. | 20 Uhr Eintritt: Zahle nach Gusto! Win! Win! Das P verlost 3 LPs „Jeder andere ein Held“. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Mama Düül und ihre Sauerkrautband spielt auf“ an verlosung@p-verlag.de schreiben. Wer den Betreff falsch schreibt, kriegt nur einen Aufkleber! www.grünimmer.de
Wrede und Antwort Wissenschaftliches Arbeiten in Händen der Pullover-Alma TEXT: GERALD WREDE | FOTO: JAN EHLERS | ILLUSTRATION: LISA ZEIßLER
Die Zeit der Euro-Muttis ist lange vorbei, die der Baracken dirnen auch. Die Knautschlackjacke hängt im Schrank. Man reist nicht mehr per Düsen klipper. Wahrscheinlich gibt es auch keine Kerkerstrafe mehr in Österreich. Die Zeiten im Wandel, nicht nur der Gezeiten. Auch Postleitzahlen ändern sich. Überhaupt, Zahlen; und Ziffern. Also deren Bedeutung – und was aus ihnen wird, wenn man sie vermengt, verformelt und neu zusammensetzt. Wissenschaft & Forschung. Forschen wir also in den Zahlen: Mich interessierte schon immer, welche postleitzahlentechnische Partnerstädte ich mit der meinigen wohl haben werde.
Und los geht’s: Flen, lustigerweise in Süd-Södermanland, Schweden liegend, hat dieselbe Postleitzahl wie meine deutsche, heimige: 64293. Liebe Watzeveddeler, unter 64289 gibt’s in Schweden nix. Kein Einzelfall, geben doch die meisten Länder, selbst die mit fünfstelligen Postleitzahlen, an Doubletten nicht viel her. Nach zäher Suche aber der nächste Fund: 64293 Kepung, Indonesien. Wo da? In der Nähe von Kediri. Stunden später: Juchu, an Saudi-Arabiens Grenze zu Jemen, in der Provinz Asir-Nadschram, unterhalb von Dhahran Al Janub, da gibt’s auch eine 64293. So wie das auf dem Luftbild allerdings aussieht, käme meine Post dort wohl eher nicht P | 88
beim Adressaten an. Und das war es dann auch schon! Die ganze Welt der Postleitzahlen abgesucht und nur dreimal meine gefunden. Ihr seht mich erstaunt. Dafür habe ich Wallis und Futuna, eine Inselgruppe im Pazifik, entdecken dürfen. Ich selbst hatte keine Ahnung davon, dass es sie gibt und hätte sie vorher eher im Hauptprogramm von Nickelodeon verortet. Aufgrund ihrer ganz und gar anderen Postleitzahl gehören die beiden aber sowieso nicht hierher. Das nächste Mal werde ich mich vielleicht den Vorwahlnummern zuwenden, jedoch habe ich mich vorläufig empirisch verausgabt. ❉
Marianne Djaida Henry-Perret Darmstädter Typ T E X T: M I R I A M GA RT LGRU BE R | FOTO: JA N E H L E RS
Sie kocht im eigenen Restaurant, steht mit ihrer Band im Jagdhofkeller auf der Bühne, brennt für Bücher, Politik und für die Musik. Marianne Henry-Perret ist vielseitig interessiert und begabt – ob am Kochtopf oder am Mikrofon. Als Kind einer Berberin und eines Franzosen kam Marianne Djaida Henry-Perret, wie sie vollständig heißt, 1961 in Algier zur Welt. „Meinen Namen feiere ich jeden Tag“, verrät sie und lacht. Ihr Zweitname ist berberisch und bedeutet Revolution. „Als ich geboren wurde, herrschte der Unabhängigkeitskrieg und mein Vater hat als Kommunist gekämpft. Er hat sich für mich den Namen Marianne gewünscht, meine Mutter den Namen Djaida,“ erzählt Marianne. Als der Vater starb, flüchtete die Mutter mit ihr und ihren beiden Brüder nach Frankreich. Aufgewachsen ist Marianne in Paris, im Arbeiterviertel Belleville, einem „Melting Pot, an dem sich Ausländer aus aller Welt trafen“. Heute erinnert der Name des Restaurants, das Marianne in Bessungen führt, an ihre Zeit in Belleville. So außergewöhnlich ihre Wurzeln, ihre Kindheit und Jugend, so vielschichtig sind auch die Talente und Interessen der 57-jährigen Wahl-Heinerin. Im „Belleville“ kocht sie, im Jagdhofkeller, den sie mit ihrem Mann Klaus – wie das Restaurant – im November 2006 übernahm und seitdem mit Kultur bespielt, singt sie. Ursprünglich gelernt aber hat sie den Beruf der Innenarchitektin. Ein berufliches
Angebot war es auch, das sie nach Deutschland führte. 1993 kam sie nach Frankfurt, nachdem ihr großer Bruder Kamel gesagt hatte: „Geh hin, Danny ist dort. Das kann so schlimm nicht sein.“ Der deutsch-französische Politiker Daniel Cohn-Bendit sei für sie damals ein Symbol „für vieles Gute“ gewesen, wie sie betont. Denkt sie zurück, muss sie sich eingestehen: „Es klingt komisch, Paris verlassen zu wollen, aber ich war schon immer ein Nomade.“ Die Lust am Entdecken der Welt brachte sie im Laufe der Zeit auch nach Westafrika, nach Ghana und Senegal. „Ende 1999 kehrte ich nach Deutschland zurück, denn ich hatte das Gefühl, es gebe dort noch etwas für mich zu erledigen.“ Am Donners bergring eröffnete sie schließlich ihre erste Kneipe mit einfacher französischer Küche und vielen Konzerten. „Es war schon immer so: Ohne Musik kann ich mir mein Leben nicht vorstellen.“ So stand sie auch bald selbst auf der Bühne, sang im Pädagogkeller, später im „Belleville“ und tritt heute „aus Platzgründen“ mit ihrer Band Marianne et les Garçons regelmäßig im Jagdhofkeller auf (wieder am: Do, 06. Juni, 20 Uhr). Die Leidenschaft zur Musik ist es auch, die sie mit ihrem Mann Klaus Rohmig verbindet, den sie als Gast bei einem Konzertabend kennenlernte, „vor zwei Jahren haben wir geheiratet.“ Marianne Henry-Perret ist zufrieden: „Der Ort, an dem ich heute arbeite und lebe, ist der schönste Platz in Darmstadt.“ ❉
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Darmstädter Fakten REC H E RC H E + T E X T: CEM TEVETOǦLU
> Vor 91 Jahren, am 16. Juni 1928, wurde das Darmstädter Hochschul- schwimmbad eröffnet und im Rahmen der internen Hochschulmeister- schaften im Schwimmen eingeweiht. Bereits zwei Jahre später stand der erste Umbau an: Die aus Rasen bestehenden Schwimmbeckenumgänge bekamen ein Pflaster verpasst, es entstand eine kleine Sitzterrasse zwischen Schwimmbad und Laufbahn. Grund für den Umbau war die Austragung der vierten Internationalen Meisterschaften der Studenten im August 1930 – ein Großereignis, das Darmstadt in eine Reihe mit Warschau (1924), Rom (1927) und Paris (1928) stellte.
P Stadtkulturmagazin 12. Jahrgang Ausgabe 115 – Juni 2019
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