Februar 2019 gratis
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Hallo Darmstadt.
Inhalt P STA DT KU LT U RM AGA Z I N | AUS GA BE 111 | F E BRUA R 2019
Thema Seite
Thema Seite
Foto-Editorial, Inhalt
03
Kunst-Highlights
36 – 38
04 – 12
Theater-Tipps
40 + 41
100 Jahre Programmkino Rex
16 + 17
Veranstaltungskalender
44 – 56
Darmstädter Winterrituale
18 + 19
Out of Darmstadt
60 + 61
Stilsicher, Folge 49: Completeorganics
20 + 21
Moppelmett
62 + 63
Der neue Videoraum im Landesmuseum
22 + 23
Café-Test (mit Kuchentheken)
64 – 70
Darmstädterinnen im Aufbruch
24 + 25
Kommen und Gehen
72 – 75
Das gute Leben, Folge 4: die Wandelkarte
26 + 27
Blackbox mit Döll
76 – 79
Aufgeschnappt
28 – 30
Wrede und Antwort
81
Rischdisch (un)wischdisch
82
Favoriten des Monats
Die Vierte Säule, Folge 16
31
Unter Pappeln, Folge 65
32 + 33
Das literarische Darmstadt im Februar
34 + 35
Impressum 82
P | 03
Favoriten des Monats Hardy's Bingo
KURIOS
Abbildung: Hardy Zech
Der ansonsten eher zurückhaltende Hardy Zech ist einmal im Jahr gefeierter Gastgeber und Bingo-Master mit mussolinihaften Zügen: „Die Regeln bestimme ich!“, lautet sein Mantra. Hardy's Bingo ist allerdings so weit von Altenheim-Pädagogik entfernt wie Sagaland von Monopoly. Bei ihm gibt es Bingo mit St. Pauli-Charme: schräg, laut, anarchisch, lustig. Ob auch dieses Mal wieder eine Skulptur von Steinmetzmeister Hardy himself als echter Hauptgewinn winkt? Mal sehen. Ach ja, eine Band spielt auch immer: The Cox. (tm + ct) Klingt wie: „... und wir haben die 66!“ Und alle: „Die geile Sau!“
Hoff-Art Theater | Sa, 02.02. | 21 Uhr | 5 € Psycho Jones (Mainz)
FROM OUTER SPACE
Abbildung: Kasper Risbøl Hemme
Seit 15 Jahren fliegt er in seinem Ufo von Deutschland nach Spanien, Frankreich, Dänemark und Schweden und liefert ikonische DJ-Shows ab. Diesmal landet Psycho Jones in Darmstadt und bringt ein ganzes Spektrum an tanzbaren Schallwellen mit: von Tropical Indie über Punkrap bis Discorock ... Hauptsache es fetzt, es burnt, es geht in die Beine! So bizarr sein Set auch klingen mag, so bunt wird die Party: Euch erwarten Stand-ups und Live-Percussion, Vintage-Videospiele, skurrile Showoutfits und Dekor im feinsten Trash-Stil. Beam me up, Psycho! (lhu)
806qm | Sa, 02.02. | 22 Uhr | 8 € FOLK
Hoff-Art Theater | So, 03.02. | 20.15 Uhr | 5 € 10 Jahre Early Late Night Show
TRASH-TALK? TRASH + TALK!
Eigentlich heißt diese Shlosskeller-Frühabend-Schow ja „Saturday Night of the Living Dead am Dienstag“. Und wenn schon die Samstagnacht auf einen Dienstag fällt, sollte klar sein, dass wir es hier nicht mit gediegenen Kamingesprächen zu tun haben, sondern mit Wahnsinn in Tüten. Ich durfte es als Talkgast erleben: Auf der Bühne Kartoffelklöße zusammenpampen? Ja, gerne. Interview? Eher nich so ... Jetzt feiern Holger Rößer und Axel Röthemeyer mit all ihren Sidekicks das Zehnjährige – voller Esprit & Flachwitz! (mh)
Schlosskeller | Di, 05.02. | 20 Uhr | 2 bis 5 € (Du entscheidest!) P | 04
Abbildung: Benjamin Schepens
Abbildung: Billy Kenrick
„Gute Stube“: Hund (Berlin)
Müsste die Musik von Frieda Gawenda und Felix Koch alias Hund mit einem Vertreter eben jener Spezies verglichen werden – sie wäre eindeutig ein Windhund. Zart, wendig und zugleich sehr stark. Mit kräftigen, klaren Stimmen, den Instrumenten Flügelhorn, Trompete und Gitarre sowie ausdrucksstarken, selbst geschriebenen (meist englischen) Texten erschafft das Duo teils experimentelle, aber immer eindrückliche Melodien: „…an inbreath took shape, a bird‘s inner symphony“. Atmosphärisch. (ali) Klingt wie: Bright Eyes, Waxahatchee, Iron & Wine
Favoriten des Monats HALT! LOS!
Programmkino Rex | Di, 05.02. | 20.15 Uhr | 6,50 € Fanfare Cioc˘ arlia (Rumänien)
GLOBAL SOUND
Abbildung: JP Son
JP Son (Südafrika)
Abbildung: Fanfare Ciocărlia
Die Erfolgsgeschichte dieser Vollblutmusiker begann in einem kleinen rumänischen Dorf, abseits der Zivilisation. Doch das stoppte das quirlige Dutzend Fanfare Ciocărlia nie. In der Musikwelt haben sie schon längst Kultstatus. Sie genießen weltweite Anerkennung als Pioniere des Balkan-Brass. Ihr Zusammenspiel aus rumänischer Folklore mit Einflüssen aus internationaler Popmusik sorgt bei ihren Liveshows für einen Energie-Tsunami. Die schnellen Beats erwecken die Meute zum Leben. Jeder singt, tanzt und erlebt den Moment. (st) Klingt wie: Saban Bajramovic, Mitsou, Boban & Marko Marković Orkestar Centralstation (Saal) | Mi, 06.02. | 20 Uhr | 25 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de. FRESH FOLK
Das Frischzelle-Team schafft es immer wieder, neue und unbekannte Musiker aus nah und fern in den Keller der Bessunger Knabenschule zu locken. Im Februar zum Beispiel den Südafrikaner JP Son, der mit seinem Erstlingswerk „Coming Home“ unsere Stadt beehrt. Musikalisch setzt der Singer-Songwriter nicht auf ausgeleierten Depri-Folk. Er kreiert vielmehr eine Mischung aus Pop, Soul und Reggae, die einen gedanklich direkt an einen entspannten Abend am Atlantikstrand in Kapstadt versetzt. (kzd) Klingt wie: Brett Dennen, Ben Harper Bessunger Knabenschule (Keller) | Mi, 06.02. | 21.30 Uhr Eintritt frei, Spende erwünscht Ernie Brooks, Matt Mottel and Steve Shelley (NYC)
NOISE-ROCK
Dass das 806qm den Gig einer Band veranstaltet, von der die Veranstalter noch keinen Ton gehört haben und die kurz davor ist, ihre erste Cassette (!) rauszubringen, ist eher, nun ja, ungewöhnlich. Wenn man aber weiß, dass sich Shelley, Schlagzeuger der Indie-Institution Sonic Youth, Brooks, Bassist der Modern Lovers, und Matt Mottel, Keytar (!!), Gesang und anerkannter Musik-Dadaist, dahinter verbergen, wird schnell klar: Es herrscht ein Legendenalarm, wie ihn die Stadt seit den Cramps und Lee Hazlewood nicht mehr erlebt hat. (mh) Klingt wie: Lee Ranaldo, Arthur Russell, Velvet Underground 806qm | Do, 07.02. | 21.30 Uhr | 15 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de. P | 05
Abbildung: 806qm
Abbildung: Programmkino Rex
„rexFilmGespräch“ mit Moritz Becherer (DA)
Der Filmemacher Moritz Becherer präsentiert sein studentisches Kinofilmprojekt „Halt! Los!“ und steht Rede und Antwort zu Dreharbeiten, Inspiration und Geschichte. Im Film geht es um den 20-jährigen Max, der nach Auffassung seiner Eltern endlich vernünftig werden soll – stattdessen aber viel lieber Musik machen will. Die Mischung aus Leistungsdruck, Entscheidungsschwierigkeiten und Angst vorm Scheitern treibt ihn in eine Scheinwelt und schließlich sogar in eine Psychose. Uns will der Film ermutigen, unser Leben selbstbestimmt und ohne Druck von außen zu leben. (lm)
Favoriten des Monats LOKALE KINO-HISTORIE
Centralstation (Halle) | Fr, 08.02. | 20 Uhr | 21 € Motorama (Rostow am Don) + Suir (FFM)
COLD WAVE
Abbildung: Romano Dudas
Brthr (Stuttgart)
Abbildung: Alexey Trineev
Die Welt wird zunehmend unübersichtlich, chaotisch und düster. So ähnlich müssen sich die 80er mit Waldsterben und Kaltem Krieg angefühlt haben. Vielleicht auch deshalb feiert die russische Formation Motorama mit ihrem melancholischen Wave so große Erfolge. Das ist keine leichte Kost und keinesfalls erbaulich. Dafür hört es sich aber verdammt gut an. Besonders jetzt, nachdem sich das Trio auf internationalen Tourneen auch von neuseeländischem Kiwi-Pop und afrikanischer Percussion inspirieren ließ. (kzd) Klingt wie: Joy Division, New Order, Go Betweens Oetinger Villa | Sa, 09.02. | 20 Uhr | 15 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de. LAUT & LEISE
Auf ihren Platten haben sich Joscha Brettschneider und Philipp Eißler alias Brthr maßgeblich vom Tulsa-Sound inspirieren lassen. Benannt nach dem Geburtsort des Komponisten und Pioniers des Genres, J. J. Cale, im US-Bundesstaat Oklahoma, ist bei dieser Spielart des Americana der minimalistische, sparsam instrumentierte Klang prägend. Und den beherrschen die beiden Schwaben! Zwei Platten, die zwischen Blues, Folk und Country changieren, haben Brthr bereits veröffentlicht. Hört mal rein! (mn) Klingt wie: Calexico, Daniel Norgren, Neil Young
Schlosskeller | Di, 12.02. | 21 Uhr | Eintritt frei (Spenden erwünscht) Bernd Begemann & Kai Dorenkamp (HH)
CHANSON
Bernd Begemann, der Doyen der Hamburger Schule, der seit mehr als 30 Jahren regelmäßig neue Alben raushaut und sich dabei auch immer wieder neu erfindet, ist mit seinem aktuellen Projekt am Start: Zusammen mit Kai Dorenkamp, seines Zeichens Keyboarder von Begemanns Band „Die Befreiung“, hat er alte Songs neu arrangiert und ist nur mit Piano und seiner Stimme unterwegs. Die Rolle als wortwitziger Chansonnier passt hervorragend zu Begemann. Eine angenehme musikalische Alternative zum üblichen Gitarrengeschrammel. (kzd) Klingt wie: Jochen Distelmeyer, Element of Crime, Charles Aznavour Centralstation | Mi, 13.02. | 20 Uhr | 19,50 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de. P | 06
Abbildung: Andreas Hornoff
Abbildung: Museum Ober-Ramstadt
Kino Variété
Zum Zehnjährigen des Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main werden wir in die regionale Kinogeschichte entführt – und erleben ein Potpourri aus Live-Musik, Akrobatik und Film. Eine „Wochenschau“ mit Aufnahmen aus der Darmstädter Vorkriegszeit eröffnet den Abend, es folgen Werbefilme von Merck und der Ober-Ramstädter Röhr Auto AG aus den frühen 20ern sowie Akrobatik von Solistin Antje Pode und dem Artistenduo Elabö. Hauptfilm ist „Eine tolle Nacht“ von Richard Oswald mit Live-Untermalung von Jazz-Musiker Uwe Oberg und Stimmkünstlerin Silvia Sauer. (lm)
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Den Zauber des frühen Kinos erleben: historischer Stummfilm mit Live-Musik und Live-Artistik – echtes Kino-Variété!
EINE TOLLE NACHT
08.02.
2 0 1 9
1926 von Richard Oswald
20:00 Uhr CENTRALSTATION DARMSTADT Eintritt 19,90 EURO VVK
Ein Projekt des Kulturfonds Frankfurt RheinMain anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums in Kooperation mit ZDF/ARTE, Deutsches Filminstitut DIF, OMNIMAGO GmbH, Centralstation Darmstadt und Wissenschaftsstadt Darmstadt
Jeton · Cups · Foto Petra Dindas | Jeton · Zigarrenbalance · Foto Bahman J. Boerger | Film Stills · Rechte Deutsches Filminstitut DIF | Musik Silivia Sauer · Foto Robert Dieth | Musik Uwe Oberg · Foto Julia Kneuse Antje Pode · Bildrechte Antje Pode | Elabö · Foto WPhotografie
Favoriten des Monats
Favoriten des Monats Lauschangriff Vol. 2: „Kitsch“
AUSFLUG IN DIE MUSIKGESCHICHTE
Abbildung: Staatstheater
Kitsch ist ja nicht gerade eine sonderlich positive Kategorie, gerade wenn es um Musik geht. Deshalb darf man gespannt sein, was Gernot Wojnarowicz bei der zweiten Ausgabe des „Lauschangriffs“ in der Bar der Kammerspiele zu diesem Thema so aus seiner Plattenkiste zaubert. Wojnarowicz, der sich als Orchester direktor und Konzertdramaturg am Staatstheater natürlich hervorragend mit Musik und Musikgeschichte auskennt, ist hier für einige Überraschungen gut und verfügt über das Wissen, diese wortgewandt einzuordnen. (kzd)
Staatstheater, Bar der Kammerspiele | Mi, 13.02. | 20 Uhr Eintritt nach eigenem Ermessen Unisportschau 2019
VARIETÉ, AKROBATIK, TANZ, KAMPFSPORT
Abbildung: TU Darmstadt, Helge Lamb
Jährlich zum Ende des Wintersemesters können alle Zuschauer die Vielfalt des Unisports bei der Unisportschau erleben. Zahlreiche an der TU Darmstadt vertretene Sportgruppen präsentieren dann ihre Darbietungen in Varieté und Akrobatik, Tanz und Kampfsport in der Sporthalle linker Hand der Böllenfall torhalle. Unter dem diesjährigen Zirkus-Motto „Manege frei“ werden erneut klassische und exotische Sportarten zu erleben sein, die die Gäste bestenfalls unterhalten und neugierig machen, selbst einmal die eine oder andere Sportart auszuprobieren. (kgb)
Sporthalle der TU Darmstadt | Fr, 15.02. | 19 Uhr | 8 € FOR MUSIC LOVERS
Hoff-Art Theater | Fr, 15.02. | 19.30 Uhr | Eintritt frei (Spende erwünscht)
Les Yeux d’la Tête (Paris)
FRENCH-POP
Bienvenue, Les Yeux d’la Tête! Das Sextett ist hier, um ein bisschen französisches Flair nach Heinertown zu bringen. Ihre Musik lässt sich nicht einordnen. Es sind so viele Einflüsse dabei – von Chanson über Swing und Balkanbeats bis hin zu Jazz und Pop. Die Musiker nehmen ihr Publikum mit auf eine Reise in ihre Heimatstadt Paris. Ihre Songs erwecken eine große Bandbreite an Gefühlen, sie erzählen von Liebe, Freude, Freunden und dem Spaß am Feiern – so einfühlsam und authentisch, dass es das Herz berührt. C’est vraiment génial, mes amis! (st) Klingt wie: Rotfront, Äl Jawala, Zaz Centralstation (Halle) | Mi, 20.02. | 20 Uhr | 23 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de. P | 08
Abbildung: Divan Loges
Abbildung: Kobu Agency on Unsplash
Die besondere Platte #33: Hüseyin Köroǧ lu (DA)
Was DJ, Plattenfetischist und Music-Lover Simon Dörken sich da mal ausgedacht hat, ist so einfach wie großartig: Eine recht bekannte Persönlichkeit aus der lokalen Musik- oder Clubszene legt Lieblingsplatten auf und erzählt, was ihn (leider viel zu selten sie) gerade an diesem Song oder diesem Album fasziniert. Dass der Klang der Anlage formidabel ist, muss nicht extra betont werden. Diesmal zu Gast: Darmstadts Musik-Bürgermeister Hüseyin Köroǧ lu (Phunk Mob, Orange Box Studio, Besidos). Früh hingehen, das wird voll! (ct)
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Favoriten des Monats NEUE SA ISON
—
N E UE B R I L L E N
merkmal.de × Florian Schüppel
B L E N D E N D E A U S S I C H T E N
Favoriten des Monats INDIE/POST-PUNK
Abbildung: Komplikations
Komplikations (Aachen) + Velvet Coat (Offenbach) WAVE Kalter Stakkato-Wave-Punk. Reduziert auf zwei Keyboards sowie ein minimalistisches Schlagzeug machen Komplikations auch mit ihrem neuen Album „Humans“ wieder ernst: Das Trio denkt Post-Punk nämlich ähnlich radikal wie manche historischen Vertreter des Genres, die Ende der 70er mit dem ersten Aufkommen von günstigen Synthesizern wie dem Korg MS-20 ihre Saiteninstrumente gegen Tasten tauschten. Dieser unerreicht groovige und düstere Sound hat bis heute nicht an Reiz verloren. (mh) Klingt wie: Screamers, Kraftwerk, Bauhaus
Bessunger Knabenschule (Keller) | Fr, 22.02. | 21 Uhr | 8 €
Abbildung: Katja Borowski
Backtag im Martinsviertel
BAKE IT YOURSELF!
Einmal im Monat geht es beim Steinbackofen am „Unterwasserspielplatz“ zu wie bei einem italienischen Straßenfest: Da werden Tische aufgebaut, Weinflaschen entkorkt, Freunde begrüßt, schreiende Kinder gebobbelt und zig Pizzen belegt. Den Teig und die Zutaten dafür könnt Ihr selbst mitbringen oder vor Ort gegen eine kleine Spende erwerben. Und nach den Pizzen dürft Ihr auch gleich sitzen bleiben und Euch vom Backteam der Martin-Luther-Gemeinde noch Eure Brote, Kuchen und Plätzchen fertig backen lassen. Was für ein Service! (kgb) Unterwasserspielplatz (Lichtenbergstraße/Ecke Müllerstraße) | Sa, 23.02. | 12 Uhr: Pizza und Flammkuchen, ab 14.30 Uhr: Brot, ab 16 Uhr: Kuchen und Plätzchen | Kosten: keine (Spenden sind aber gern gesehen!) Doc Scott (UK) + QZB (Basel)
DRUM’N‘BASS
Die erste Drum’n’Bass-Party in der Galerie Kurzweil verspricht eine knackige Belastungsprobe für die Anlage des Clubs zu werden. Unter dem Banner „Redrum“ haben sich die lokalen Veranstalter Uppercut und „Beat.Stay.Love“ zusammengetan, um einen Pionier ihrer Szene nach Darmstadt zu holen. Doc Scott prägt bereits seit den 90ern als innovativer DJ das bassliebende Genre. Support gibt’s von QZB alias Qbig und Zenith B sowie Michael Romeo (Spearhead Records) – und natürlich Vertretern der Darmstädter Crews an den Decks. Wird bestimmt bombe! (mn)
Galerie Kurzweil | Sa, 23.02. | 23 Uhr | 15 € P | 10
Abbildung: Doc Scott
Abbildung: Andrew Northrop
Doe (London) + Neurotic Fiction (Brighton)
Im Film und in der Literatur sind Coming-of-age-Geschichten etablierte Erzählmotive. In der Musik eher weniger – so gilt doch die „ewige Jugend“ als zentrales Versprechen des Rock’n’Roll. Eine Antithese dazu formulieren jetzt Doe mit „Grow Into It“. Mit lockerem, geschmeidig-knarzigem Neunziger-Indie-Rock ist das Album ein smartes Plädoyer für die Adoleszenz mit all ihren Tücken, aber auch Freiheiten. Echt coole Platte! Begleitet werden Doe von Neurotic Fiction, deren Post-Punk sehr schön an die ikonischen B-52s erinnert. (mn) Klingt wie: The Breeders, Weezer, Dinosaur Jr., Devo Oetinger Villa | Fr, 22.02. | 21 Uhr | 8 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.
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Favoriten des Monats
Favoriten des Monats Juan de Marcos' Afro-Cuban All Stars (Kuba)
A TODA CUBA LE GUSTA
Abbildung: Sarkis Boyadjian
Ohne ihn hätte es den Buena Vista Social Club wohl nicht gegeben. Der kubanische Sänger und Produzent Juan de Marcos vereinte die großen noch lebenden kubanischen Stars der 40er- und 50er-Jahre mit talentierten Nachwuchstalenten und verleitete damit dem Musikgenre neues Leben, ohne dessen Wurzeln zu verlieren. Seine 1995 gegründete Band Afro Cuban All Stars vermischt klassische Stile wie Son Montuno und Danzon mit modernen Rhythmen. Sie spielen akustisch, komplett ohne Elektronik – und doch elektrisieren sie. (st) Klingt wie: Sierra Maestra, Interactivo
Centralstation (Halle) | So, 24.02. | 20 Uhr | 32 € KNEIPENABEND IM GEWÖLBEKELLER
Schlosskeller | Mi, 27.02. | 20 bis 24 Uhr | Eintritt frei MONATLICHES SCHMANKERL
20 Jahre Centralstation – und das Vinocentral-Team lädt monatlich ein zum Tasting von 21 Weinen junger Weinmachender. Für musikalische Beilagen sorgen Darmstädter DJs, die ihr liebstes Vinyl mitbringen. Los geht's mit den Woog Riots, im März steht Julian vom Blumen, im April DJ Sonix an die Plattentellern. Die alkoholischen Favoriten des Abends bleiben bis zum nächsten „Vino & Vinyl“ auf der Weinkarte der Bar – und weil das Vinocentral gar nicht anders kann, bringt es auch Prosciutto, Salami und Formaggio mit. (lm) Klingt wie: Weinverkostung mit Ohrenschmaus Centralstation (Bar) | Do, 28.02. | 19 Uhr Eintritt frei (Wein ab 4 €, Antipastiteller: 8,50 €), um Anmeldung wird gebeten. Menna Mulugeta (Bingen)
VON ARETHA BIS BEYONCÉ
Was wäre die amerikanische Popmusik ohne afroamerikanische Frauen? Zwischen Frauenfeindlichkeit, Rassismus, Gleichberechtigung und #black livesmatter haben Aretha Franklin, Billie Holiday, Nina Simone, Beyoncé & Co. ein dichtes Netz aus mindestens so dichten, samtigen Stimmen gesponnen. Die rheinland-pfälzische Sängerin Menna Mulugeta interpretiert die starken Stücke dieser starken Frauen gemeinsam mit ihrem musikalischen Partner Gernot Blume neu und überzeugt mit toller Ausstrahlung und einer eben solchen Stimme. (lm)
Theater im Pädagog | Do, 28.02. | 20 Uhr | 12 € P | 12
Abbildung: Menna Mulugeta
Abbildung: Jan Ehlers
Vino & Vinyl in der Bar
Abbildung: Schlosskeller
Der Feierabend
Am Mittwoch ist ja für manche Menschen schon fast Wochenende. Was aber tun, wenn kein Frischzellen-Konzert nach Bessungen lockt? Der Feierabend im Schlosskeller bietet sich an, um sich entspannt auf die zweite Wochenhälfte einzustimmen und einfach mal fünf gerade sein zu lassen. Entspannte Musik, Snacks, Spiele und Gemütlichkeit helfen beim Runterkommen fast so gut wie Yoga. Natürlich dürfen bei einem Kneipenabend leckere Getränke nicht fehlen. Und familienmütter- und -väterfreundlich ist um Mitternacht schon Schluss. (kzd)
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Favoriten des Monats
Mighty Oaks 30.04.2019
2019 05..2 04.– 03..0 30..0
UNSERE FILMTIPPS Escape Room Spielfilm, USA 2018 | Regie: Adam Robitel | Darsteller: Deborah Ann Woll, Jessica Sutton, Logan Miller | Filmstart: 21. Februar 2019 In ESCAPE ROOM erhalten sechs Menschen eine Einladung, die ihr Leben für immer verändern wird. Amanda, Mike, Ben und die anderen drei vereint vor allem die Tatsache, dass sie sich für besonders intelligent halten. Dies sollen sie nun in einem sogenannten „Escape Room“ unter Beweis stellen. Es gilt, Rätsel zu lösenund so dem Raum zu entfliehen. Bald müssen sie allerdings erkennen, dass es bei dem vermeintlichen Spiel um ihr eigenes Leben geht. Der Schlüssel zum Entkommen findet sich in ihren eigenen Geheimnissen - der Kampf ums Überleben beginnt… Neben Taylor Russell („Lost in Space“), Logan Miller („The Walking Dead“) und Deborah Ann Woll („True Blood“, „The Defenders“) gehören Jay Ellis („Insecure“), Tyler Labine („Planet der Affen: Prevolution“) und Nik Dodani („Atypical“) zum Cast. Die Regie hat Adam Robitel („Insidious: The Last Key“, „The Taking of Deborah Logan“) übernommen. Produziert wurde ESCAPE ROOM von Neal H. Moritz und Ori Marmur. Als Executive Producer zeichnet Rebecca Rivo verantwortlich.
Holmes & Watson Spielfilm, USA 2018 | Regie: Etan Cohen | Darsteller: Will Ferrell, John C. Reilly, Ralph Fiennes | Filmstart: 07. Februar 2019 Das legendärste Duo aller Zeiten ermittelt wieder: In der neuen Komödie von Regisseur Etan Cohen müssen Sherlock Holmes und John Watson ein Komplott gegen die britische Krone aufdecken. Holmes‘ Erzfeind Professor Moriarty hat es auf das Leben Königin Victorias abgesehen und schreckt vor nichts zurück. Ein heimtückischer Anschlag auf das Leben der Detektive und eine Leiche in einem Geburtstagskuchen sind dabei nur der Anfang eines Wettlaufs gegen die Zeit, bei dem Moriarty es vor allem auf eins anlegt: Holmes und Watson auseinanderzubringen… Dank der weltberühmten Komödiendarsteller Will Ferrell und John C. Reilly in den Hauptrollen kehrt der Meisterdetektiv mit viel Humor auf die Leinwand zurück.
Der goldene Handschuh Spielfilm, Deutschland 2019 | Regie: Fatih Akin | Darsteller: Jonas Dassler, Margarethe Tiesel, Prof. Hark Bohm | Filmstart: 21. Februar 2019 Hamburg in den Siebzigerjahren: Auf den ersten Blick ist Fritz „Fiete“ Honka ein bemitleidenswerter Verlierertyp. Nachdem seine Frau ihn verlassen hat, durchzecht der Mann mit dem kaputten Gesicht seine Nächte in der Kiezkaschemme „Zum Goldenen Handschuh“. Gesellschaft leisten ihm nur die ebenfalls vereinsamten Frauen, die er dort trifft. Keiner der Stammgäste ahnt jedoch, was sich hinter dem harmlosen Fiete verbirgt und niemand sucht nach den Frauen, von denen eine nach der anderen spurlos verschwindet… Fatih Akins Horrorfilm DER GOLDENE HANDSCHUH basiert auf dem wahren Fall und dem gleichnamigen Roman von Heinz Strunk. Er erzählt die Geschichte des Serienmörders Fritz Honka und seiner Stammkneipe, „Zum Goldenen Handschuh.
KINOPOLIS Darmstadt Goebelstraße 11 www.facebook.com/KinopolisDE/
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IM FEBRUAR Green Book – Eine besondere Freundschaft Spielfilm, USA 2018 | Regie: Peter Farrelly | Darsteller: Viggo Mortensen, Mahershala Ali, Linda Cardellini | Filmstart: 31. Januar 2019 1962 in den USA: Tony „Lip“ Vallelonga trägt seinen Spitznamen nicht zu Unrecht: Der italienischstämmige Türsteher riskiert gerne mal eine dicke Lippe und bringt sich damit immer wieder in Schwierigkeiten. Als er den Auftrag erhält, als Chauffeur für einen reichen Doktor zu arbeiten, überlegt Tony nicht lange. Doch der Doktor stellt sich als der schwarze Jazz-Pianist Dr. Don Shirley heraus, der eine Tournee durch die Südstaaten plant. Damit hat der latent rassistische Tony nicht gerechnet… doch aus der anfänglichen Abneigung der beiden entwickelt sich im Lauf der Reise gegenseitiger Respekt. Im der hinreißenden Road-Comedy von Regisseur Peter Farrelly glänzen Oscar-Preisträger Mahershala Ali und Viggo Mortensen als ungleiche Freunde.
Beale Street Spielfilm, USA 2018 | Regie: Barry Jenkins | Darsteller: KiKi Layne, Dave Franco, Diego Luna | Filmstart: 03. März 2019 In der Verfilmung des Bestsellers des gefeierten US-amerikanischen Autors James Baldwin nimmt eine Frau den Kampf gegen ein zutiefst rassistisches System auf, um ihre große Liebe zu retten. Tish Rivers ist 19 Jahre alt und träumt von einer Zukunft mit ihrem Verlobten, dem jungen Bildhauer Alonzo „Fonny“ Hunt. Doch in den 1970er Jahren lebt ein schwarzes Paar in Amerika gefährlich. Für Tish und Fonny beginnt der Alptraum, als Fonny fälschlicherweise beschuldigt wird, eine Puerto-Ricanerin vergewaltigt zu haben. Ohne einen Prozess wird er unschuldig inhaftiert. Die schwangere Tish versucht verzweifelt, Fonny mit der Hilfe ihrer Familie aus dem Gefängnis zu holen und seine Unschuld zu beweisen.
Der Club der roten Bänder – Wie alles begann Spielfilm, Deutschland 2019 | Regie: Felix Binder | Darsteller: Tim Oliver Schultz, Luise Befort, Nick Julius Schuck | Filmstart: 14. Februar 2019 Das Leben von Leo, Jonas, Emma, Alex, Hugo und Toni scheint nicht anders zu sein als das von anderen Teenagern. Leo ist glücklich und liebt es, Fußball mit seinen Freunden zu spielen. Jonas wäre froh, wenn ihm sein Bruder nicht das Leben zur Hölle machen würde. Emma versucht alles, um es ihren Eltern recht zu machen, und Alex hat Ärger mit seiner Lehrerin. Toni sagt immer unverblümt, was er denkt, und sucht Hilfe bei seinem Opa. Und Hugo nimmt für einen Sprung vom Zehnmeterturm seinen ganzen Mut zusammen. Doch dann wird Leo schlagartig aus seinem Alltag gerissen und muss ins Krankenhaus. Alles ist plötzlich anders, Untersuchungen und Diagnosen bestimmen sein Leben, und sein Bettnachbar macht ihm zusätzlich das Leben schwer. Dass der Weg der anderen Jugendlichen auch irgendwann im Albertus-Klinikum enden wird, wo sie eines Tages den „Club der roten Bänder“ gründen werden, ahnt Leo noch nicht.
Citydome Darmstadt Wilhelminenstraße 9 www.kinos-darmstadt.de
Vom Kaisersaal zur Schuhschachtel 100 Jahre preisgekröntes Programmkino Rex T E X T: L I SA M AT T I S | FOTO S: STA DTA RC H I V DA RM STA DT (K I NO SA A L) + JA NA GROT H E (W E I T E RE B I L DE R, AU FGE NOM M E N I N DE R AUSST E L LU NG „100 JA H RE P RO GR A M M K I NO RE X“)
Jeder, der irgendwas mit Medien studiert hat, kann die Geschichte des Lichtspieltheaters auswendig rezitieren. Das erste deutsche Lichtspielhaus wurde 1896 in – natürlich! – Berlin eröffnet, und in München residiert eines der ältesten bis heute bespielten Kinos der Welt. Und in Darmstadt? Da steht das nicht weniger geschichtsträchtige Programmkino Rex. Und zwar seit 100 Jahren. Zum Jubiläum schauen wir mal genauer hin. Wer von Euch hätte zum Beispiel gewusst, dass ... ... dort, wo heute das Programmkino Rex steht, bis 1918 der Kaisersaal, ein Varieté- und Konzerttheater, war? ... das Programmkino Rex – damals noch unter dem Namen Palast-Lichtspiele – bis 1981 ein ein ziger großer Kinosaal war? ... die Palast-Lichtspiele nach der Zerbombung im Zweiten Weltkrieg in den benachbarten ehemaligen Fürstensaal umzogen, wo sie von 1968 bis Anfang der 90er zu Darmstadts einzigem reinen (Soft-)Porno-Kino, dem Roxy, wurden? ... die Filmvorführungen im ehemaligen Kaisersaal erst 1954 unter dem Namen Rex wieder in Gang kamen ... ... und das Rex erst 1981 die heutige Form des „Schuhschachtelkinos“ mit mehreren Kinosälen unterschiedlicher Größe annahm? Seit 1991 erweiterte dann auch das geläuterte Roxy als nun bra-
ves Bambi diese Schuhschachtelkino-Sammlung. Heute ist das Rex eines der renommiertesten, vielfach und regelmäßig ausgezeichneten Programmkinos der Region und begeistert mit einer Filmauswahl fernab des Mainstreams. Wer auf Originalfassungen mit Untertiteln und Nischenkino steht, ist hier genau richtig. Legendär sind die „rexFilmGespräche“. In Kooperation mit dem Studentischen Filmkreis der TU lädt das Rex jeden Mittwoch um 20.30 Uhr zum „rexFilmkreis“ – und im „rexAlleWeltKino“ laufen regelmäßig internationale Filme, die nur selten in europäischen Kinos gezeigt werden. Im Rahmen der internationalen Aktionswoche „Kinder aus Suchtfamilien“ zeigt das Rex am Mittwoch, dem 13. Februar, um 17.30 Uhr den Film „Die beste aller Welten – Nach einer wahren Geschichte“ von Adrian Goiginger, der darin die Geschichte seiner Kindheit im Milieu der Salzburger Drogenszene erzählt.
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Noch bis in den Mai hinein läuft außerdem die MET Saison 2018/19: Aktuelle Aufführungen aus der New York Metropolitan Opera, einem der weltweit führenden Opernhäuser, werden live in den Kinosaal übertragen – auf eine imposante Leinwand und mit einem unter die Haut gehenden Mehrkanal-Sound. Und für Genießer besonders interessant ist die „filmreif Filmauslese“ jeden dritten Donnerstag im Monat, bei der nicht nur exquisite Filme, sondern auch erlesene Weine präsentiert werden. Das P gratuliert herzlich zu 100 Jahren Darmstädter Kinokultur – und fragt sich, ob irgendwo im Hinterzimmer nicht doch noch die ein oder andere Filmrolle aus Roxy-Zeiten schlummert. ❉
www.kinopolis.de/rx
06.02. Fanfare Ciocarlia 07.02. Gerd Knebel 08.02. Bademeister Schaluppke 08.02. Kino Variété 09.02. Kay Ray 13.02. Bernd Begemann & Kai Dorenkamp 14.02. Caveman (+ 15.02.) 15.02. Lichterschlacht 20.02. Les Yeux d´la Tête 21.02. Philipp Weber 24.02. Juan de Marcos´ Afro-Cuban All Stars 28.02. Youn Sun Nah & hr-Bigband 06.03. Kat Frankie 07.03. Henni Nachtsheim 13.03. Billy Cobham 14.03. Blick Bassy 15.03. Dichterschlacht Darmstadt 16.03. Vincent Pfäfflin 16.03. Paramount Park - Revival Party 2.0 17.03. HörBänd 18.03. Moka Efti Orchestra 29.03. Konzert zum Jubiläum 20 Jahre Centralstation JRBB - Jazzrausch Bigband 10.04. Bukahara 13.04. Helgi Jonsson 18.04. Black Lung vs. Bushfire
Centralstation: vom E-Werk zum Kulturwerk
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CENTRALSTATION / IM CARREE / DARMSTADT TICKETS UND INFORMATIONEN: WWW.CENTRALSTATION – DARMSTADT.DE HOTLINE: 06151 7806–999 FACEBOOK.COM/CENTRALSTATION DARMSTADT
Baden, Grillen, Eislaufen Unsere liebsten Winterrituale in Darmstadt TEXT: ALLEGRA BAUMANN | ILLUSTRATION: MICHEL ADAMS
Es ist kalt, wird früh dunkel – und in manchem Fenster leuchtet noch eine einsame, nachweihnachtliche Lichterkette. In der Luft liegt der Geruch von frischem Regen (oder Schnee?!) und wir haben große Lust auf heißen Tee oder Kakao (vielleicht mit Schuss). Es ist Winter. Was wir in der von Väterchen Frost beherrschten Zeit abseits der heimischen Sofas unternehmen können, sagt Euch das P. Mit unserer Top 5 der Winterrituale in Darmstadt möchten wir Euch hinter dem Ofen hervorlocken.
Neulinge: Im Vorfeld gut aufwärmen, langsam ins Wasser gehen, das erste Mal nur kurz drinbleiben und danach direkt gut abtrocknen, sich wieder dick anziehen und etwas Warmes trinken. Zur Vorbereitung und ersten Abhärtung kann man sich außerdem zu Hause regelmäßig kurz kalt abduschen. Vor Ort benötigen das Ausziehen und der Gang in Richtung Wasser dann wahrscheinlich ein bisschen Überwindung und das Wasser ist unter Umständen sehr kalt. Aber das Bitzeln auf der Haut und die Wärme, die man danach empfindet, sind einfach unschlagbar. Dazu kommen die positiven Effekte für die Gesundheit, denn ein Bad im kalten Wasser regt die Durchblutung an, strafft das Bindegewebe und stärkt das Immunsystem. Erkältung ade!
Top 1: Winterbaden Wer ein Bad im See mit warmen Temperaturen in Verbindung bringt, war definitiv noch nicht beim Winterbaden. Es ist kalt, regnerisch oder es liegt sogar Schnee? Kein Problem! Dicke Kleidung angezogen, Badehose oder Bikini, ein Handtuch und am besten noch ein warmes Getränk für danach eingepackt – und auf zu einem Naturbadesee, zum Beispiel zur Grube Prinz von Hessen. Wichtig für
Top 2: Wintergrillen Wie im Fall des Winterbadens bringt man die Tätigkeit des Grillens gemeinhin nicht mit der kalten, dunklen Jahreszeit namens Winter in P | 18
Verbindung. Es wird Zeit dies zu ändern! Gerade im Winter ist es großartig, ein Feuer zu entfachen, sich ganz nah (aber nicht zu nah) dran zu stellen und – während die Wärme der Flammen durch die Kleidung dringt – Würstchen, Gemüse oder Stockbrot zu grillen. Zusammen mit Freunden oder Familie, im kleinen oder großen Rahmen: Wintergrillen macht Spaß und schmeckt! Wer in Gedanken an das sommerliche Grillen das (eisgekühlte) Bier vermisst, dem sei ein Glühbier wärmstens empfohlen. Einfach ein dunkles Bier, Zimt, Gewürznelken, Sternanis, Orangenschalen, Zucker und Kirschsaft mischen, erwärmen ... et voilà! Fertig ist der ideale Begleiter fürs Wintergrillen. Zum Nachtisch gibt’s dann noch ein paar Marshmallows am selbst geschnitzten Holzstock. In Darmstadt vermieten verschiedene Vereine und Veranstalter Grillhütten, die Du zusammen mit Freunden oder Familie für Euer Wintergrillen mieten kannst. Mehr Infos unter: www.p-stadtkultur.de/offentliche-grillplatze-in-darmstadt. Ob Grillplatz oder eigenes Gärtchen: Vielleicht ist das Wintergrillen ja schon bald Dein liebstes Winterritual.
Top 3: Eislaufen Die Kufen kratzen im Eis, eine Drehung, vielleicht ein mutiger kleiner Hopser. Sich einmal fühlen wie eine Primaballerina oder ein Eishockey-Star. Pärchen, die sich an den Händen halten, lachende Kinder, die sich an Schiebe-Pinguine klammern, am Rand der Eisfläche der Picknickkorb mit warmen Getränken und Keksen – seit jeher ist Eislaufen eines der schönsten Winterrituale überhaupt. Während unsere Großeltern früher einfach ihre Schlittschuhe geschultert und sich auf zum nächsten See gemacht haben, ist das in Zeiten der Klimaerwärmung nur noch selten möglich. Denn die Eisdecke sollte mindestens zehn Zentimeter dick sein und dafür muss es schon eine ganze Weile ziemlich kalt sein. Aber falls doch, laden in Darmstadt einige Seen zum Eislaufen ein. Achtung: Die Stadt gibt offiziell keine Flächen zum Schlittschuhlaufen frei, das heißt also: Eislaufen auf den Darmstädter Seen ist auf eigene Gefahr! Wer zuverlässig und sicher den Spaß auf den Kufen erleben möchte, dem sei die Eissporthalle Darmstadt empfohlen. Zu bestimmten Zeiten gibt es hier die „Disco on Ice“ – da kann gleich das rhythmische Bewegungstalent auf dem Eis getestet werden. Top 4: Saunieren Nach einem langen Tag brauchst Du dringend ein bisschen Wärme? Du fühlst Dich schlapp, das nasskalte Winterwetter macht Dir zu schaffen und
Dir wird irgendwie gar nicht mehr richtig warm? Du erinnerst Dich sehnsüchtig an den Sommer zurück, daran, in der Sonne zu liegen und zu brutzeln und zu schwitzen? Dann empfehlen wir Dir einen Besuch in der Sauna. Ebenfalls eines der schönsten Winterrituale überhaupt! Na klar, in der Sauna schwitzen kann man auch im Sommer. Aber sich so richtig aufzuheizen, ist im Winter doch um einiges schöner. Erst zusammen mit Gleichgesinnten mit einem Handtuch bewaffnet die Winterkälte vergessen, dann an der frischen Luft oder mit einem Eimer Eiswasser die Lebensgeister wieder auf Vordermann bringen und zum Abschluss mit einem Glas warmen Tee entspannen – das ist Winter-Erholung pur! Unsere Empfehlungen in Darmstadt: Stilvoll im Jugendstilbad, sportlich zum kleinen Preis in der Sauna des Unifit der TU Darmstadt oder à la Natur pur in der Natursauna am Arheilger Mühlchen – die Saunawelt in Darmstadt hat einiges zu bieten. Wer's größer mag, kann in der Sauna in Erzhausen mit bis zu 120 anderen in der Aufguss-Sauna schwitzen.
Top 5: Winterspaziergang DER Klassiker! Tatsächlich gibt es auch im Winter viele sehr schöne Tage, an denen der Himmel strahlend blau ist und die Sonne scheint. Dann heißt es: Runter vom Sofa und ab nach draußen! Ein Winterspaziergang ist fantastisch, denn die Luft ist klar und rein, und mit Mütze und Schal bewaffnet wird Dir auch nicht kalt. Und es gibt so viel zu entdecken in Darmstadt im Winter: Du kannst durch die Wohnviertel schlendern, dabei ein Dir unbekanntes Café entdecken oder einen heimlichen Blick in ein winterlich beleuchtetes Wohnzimmerfenster werfen. Oder Du besuchst einen der vielen Parks in Darmstadt. Hier kannst Du den Vögeln in den Bäumen lauschen und das städtische Leben um Dich herum für einen Moment vergessen. Oder Du wandelst über Rosenhöhe und Mathildenhöhe, frischst Dein Wissen über den Jugendstil und die großherzogliche Familie wieder auf und lässt Dir die Wintersonne beim Ausruhen auf einer Parkbank ins Gesicht scheinen. Wenn Du ein bisschen weiter laufen möchtest, dann besuche doch mal das Oberfeld und den angrenzenden Wald. Wenn Du inmitten der großen Bäume stehst und die Sonne durch die kahlen Äste hindurch blinzelt, lösen sich Winterdepressionen in Luft auf. Übrigens: Winterspaziergänge sind nicht nur bei Sonnenschein wunderbar, sondern auch bei bewölktem Himmel. Denn, um mit (wahrscheinlich) allen Großmüttern dieser Welt zu sprechen: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. ❉ P | 19
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Folge 49: Fermentiertes Gemüse von Completeorganics TEXT: FRANZISKA NEUNER | FOTO: JAN EHLERS
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Auf ein Neues: Gesund essen, fit werden ... Klappt nicht? Mit fermentiertem Gemüse von Completeorganics ist das kein Problem. Fermen... was?
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2016 entstand in München die Idee eines radikalen Gegenentwurfs zu den gängigen, hoch-ver arbeiteten industriellen Lebensmitteln. Deren Entwicklung und Herstellung ist häufig mehr daran orientiert, Gewinne zu maximieren als gesundheitliche und ökologische Mehrwerte zu kreieren. Boris Varchmin, ein gelernter Koch und Ur-Münchner mit Faible für die japanische und koreanische Küche, machte sich genau das Gegenteil zum Ziel – und fand in den zwei Exil-Heinern Basti Koch und Max Gutscher die idealen Unterstützer. Erste Verkaufsstelle ihres fermentierten Gemüses außerhalb von München war der Darmstädter Arche Bioladen. Mittlerweile sind viele weitere Bio-Läden und Reformhäuser in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Holland hinzugekommen.
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„Fermentation ist die älteste und natürlichste Methode, Gemüse völlig frei von Zusätzen haltbar zu machen. Das Gute daran ist, dass diese Methode nahezu alle Nährstoffe erhält und zudem für unseren Darm extrem wertvolle, probiotische Bakterienkulturen bildet“, erklärt Basti. Bei den Marktrecherchen stellten die drei Gründer fest: Bis auf Frischsauerkraut gibt es in Deutschland nichts Vergleichbares zu kaufen, das nicht pasteurisiert und somit „lebendig“ angeboten wird. „Unser Gemüse wird zu keinem Zeitpunkt gegart oder erhitzt und ist somit roh verarbeitet. Es wird lediglich von Hand geschält, geschnippelt, vermengt und dann in Edelstahltanks für circa zehn Tage eingelegt“, beschreibt Basti den Herstellungsprozess. Während das Gemüse in einer Salzlake vom Sauerstoff abgeschlossen ist, beginnen die im Gemüse vorhandenen Bakterien zu arbeiten und produzieren bei der Spaltung der Kohlenhydrate Milchsäure. „Diese fungiert als natürlicher Konservierungsstoff“, erklärt Basti weiter. Fermentiert werden bei Completeorganics nur Bio-Gemüse und Gewürze aus regionaler und vorwiegend saisonaler Landwirtschaft. Rohstoffe wie Kurkuma oder Goji-Beeren, die nicht in Bayern angebaut werden, bezieht das Food-Start-up ausschließlich aus fairem Handel. Wir haben's probiert und können nur sagen: Esst mehr Fermente! ❉
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www.completeorganics.de P | 21
13.02. MI 15.02. FR 16.02. SA 18.02. MO 19.02. DI 19.02. DI 20.02. MI 22.02. FR 22.02. FR 24.02. SO 26.02. DI 02.03. SA 04.03. MO 07.03. DO
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HANNES WITTMER (FORMERLY KNOWN AS SPACEMAN SPIFF) DILLY DALLY / CHASTIDY MOOP MAMA POPPY ACKROYD (MUSEUM WIESBADEN)
JAN BÖHMERMANN & DAS RUNDFUNK TANZORCHESTER EHRENFELD (STADTHALLE OFFENBACH) FOLKSHILFE AMORPHIS / SOILWORK / JINJER HGICH.T LIVE SOPHIE HUNGER DENDEMANN ALTIN GÜN GRANDMASTER FLASH (DJ-SET) THE STREETS BLACKBERRIES MORCHEEBA EULE FINDET DEN BEAT SHORE, STEIN, PAPIER: $ICK LIVE 2019 BACKYARD BABIES / THE BONES AN EVENING WITH NATHAN GRAY BESTE FREUNDINNEN - DIE NACKTE WAHRHEIT PAROV STELAR (JAHRHUNDERTHALLE FRANKFURT)
TAPEFABRIK 2019 OK KID FUNNY VAN DANNEN (RINGKIRCHE WIESBADEN)
WHITE LIES / BONIFACE SWISS & DIE ANDERN THE DEAD SOUTH FRITTENBUDE ENTER SHIKARI / AS IT IS KAKKMADDAFAKKA MILLENCOLIN DONOTS - 25TH BIRTHDAY SLAM EISBRECHER / FAELDER MINE GENTLEMAN MOTORPSYCHO GROSSSTADTGEFLÜSTER @W-FESTIVAL INTERPOL BON IVER (OPEN AIR)20 FRANK TURNER & TSS / MUFF POTTER (OPEN AIR) PROPHETS OF RAGE ANGST MACHT KEINEN LÄRM FEAT. PASCOW / TURBOSTAAT VON WEGEN LISBETH
Unser komplettes Programm findet ihr im Internet unter
schlachthof-wiesbaden.de
Ozeanische Gefühle
Ein neuer Videoraum sorgt für Bewegung im Landesmuseum TEXT: LISA MATTIS + CEM T E V E TOǦLU | ABBILDUNGEN: CAMILLE HENROT (GROSSE FATIGUE, 2013. COURTESY THE ARTIST & KAMEL MENNOUR, PARIS/LONDON © VG BILD-KUNST, BONN 2018)
Die zeitgenössische Filmkunst bekommt eine weitere Spielstätte in Darmstadt. Im neuen Videoraum des Hessischen Landesmuseums, der ab Februar 2019 monatlich wechselnd bespielt wird, präsentiert Kuratorin Gabriele Mackert internationale Videokunst unter dem Titel „Ozeanische Gefühle“. Die Filme wecken und stillen die menschliche Neugier auf Umwelt, Natur, das Entstehen und Enden. Schon in den Sechzigern hat das hiesige Landesmuseum den deutschen Vorreiter in Sachen Videokunst gegeben: Nach dem Vorbild des New Yorker MoMA präsentierte Peter Sauerlaender unter Museumsdirektor Gerhard Bott bereits damals Leinwand-Klassiker im Kontext der Kunstgeschichte. „Er baute die Projektions- neben den Gemäldeleinwänden auf und brachte frühe Stummfilme und andere Klassiker ins Landesmuseum“, erzählt Gabriele Mackert. Ende der Siebziger habe Sauerlaender seine Sammlung an die Stadt Frankfurt übergeben – und damit den Grundstein für
das renommierte Frankfurter Filmmuseum gelegt. Nun zieht das Landesmuseum wieder nach. In seiner „Galerie der Kunst nach 1945“ (im zweiten Stock) werden in einer ersten Serie Filme internationaler Künstler präsentiert, die sich im weitesten Sinne mit dem menschlichen Erforschen, Verstehen und Gestalten seiner Umwelt und der Natur beschäftigen.
Zeitgenössische Videokunst mit irrer Bildgewalt Der Titel „Ozeanische Gefühle“ könnte trotzdem irreführend wirken: Mit den Weltmeeren haben die Projektionen, die den Betrachtenden mit einer laut Mackert „irren Bildgewalt“ begeistern, nur im übertragenen Sinne etwas zu tun. Mit dem „ozeanischen Gefühl“ hat vielmehr schon Sigmund Freud das emotionale Einssein mit der Welt beschrieben – und genau diese Emotion sollen die Videokunstwerke erzeugen, die (vorerst) bis Dezember 2019 gezeigt werden. „Angesichts existenzieller Veränderungen unseres P | 22
blauen Planeten und bedrohlicher Umweltzerstörung steht das Verhältnis von Mensch und Natur derzeit grundsätzlich infrage und damit jene allumfassende Emotion“, erklärt Mackert. „Die Strategien der Aneignung und Erfindung von Welt, das Streben, die Erde zu erkunden, zu kategorisieren und zu präsentieren, erscheinen gleichsam ,ozeanisch': unbegrenzt und schrankenlos.“
kini-Atoll, das durch amerikanische Atombombentests „von Menschen für Menschen für Millionen von Jahren“ unbewohnbar gemacht wurde. Danach beschäftigt sich Lisa Rave in „Europium“ nicht nur mit dem metallischen Element, das für die Echtheit der Euro-Banknote bürgt, sondern auch mit dem Spiritualismus, dem Fetischkult und der wechselvollen kolonialen Vergangenheit der Indigenen Neu-Guineas. Eine „Geschichte der Beziehung zwischen Astronomie, Fotografie und den Anfängen des Bewegtbilds“ erzählt Simon Starling in seinem Film „Black Drop“ – und Solveig Settemsdal experimentiert mit flüssigen Formen skulpturaler Zeichnungen, stößt für „Singularity“ etwa mit weißer Tinte in einen Würfel Gelatine vor und wird dabei von der britischen Komponistin Kathy Hinde begleitet. Macht Lust auf mehr, finden wir! ❉
Von Zukunftsarchäologen und Schöpfungsgeschichten Eingestimmt auf die neue visuelle Gefühlswelt wird im Landesmuseum am Donnerstag, 31. Januar 2019, von 19 bis 21 Uhr in der „Blue Hour“ mit Cocktails vom Chez-Team und einführenden Worten von Direktor Martin Faass und Kuratorin Dr. Gabriele Mackert. Bis Ende Februar läuft dann der erste Film der Serie: „Grosse Fatigue“ (übersetzt: Große Ermüdung) ist das preisgekrönte Werk der in Frankreich geborenen Wahl-New-Yorkerin Camille Henrot. Für das 13-Minuten-Werk hat sie monatelang im größten Museumskomplex der Welt, dem Smithsonian Institute in Washington, recherchiert. „Im Film sampelt Henrot indianische Mythen, religiöse Schöpfungsgeschichten, Evolutionstheorien, Kosmologie, zoologische Präparate und ethnografische Objekte zu einer zusammengeklickten, stylishen Genesis. Aufpoppende Fenster präsentieren eine fulminante Flut an Fakten und Bildern, die sich zu einem turbulenten Sog exotischer Ideen vom Ursprung des Universums und des Lebens beschleunigt“, heißt es im Programmtext. Klingt trippy.
„Ozeanische Gefühle 01“ — Der Auftakt zur Videokunst-Serie „Ozeanische Gefühle“ wird am Donnerstag, 31. Januar, von 19 bis 21 Uhr als „Blue Hour“ mit Cocktails vom Chez-Team und Selfie-Wand für die Besucher gefeiert. Der Eintritt zu dieser Vernissage ist frei.
Das „Video des Monats“-Programm bietet mal laute und schrille, mal poetische und leise Filmkunst. Im März etwa öffnet uns Sven Johne mit seinem Portrait einer Aussteigerin und ihrer Utopie des „echten Lebens“ die Augen. Ursula Biemann entwickelt einen Monat später poetische Science-Fiction zu ökologischen Themen und reiste dafür in entlegene Gebiete. Auch der selbst ernannte Zukunftsarchäologe Julian Charrière ist für seinen im Mai laufenden Film weit gereist, nämlich auf das Bi-
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Im Foyer und hinleitend zum Videoraum werden Georges Méliès' Stummfilmklassiker „Die Eroberung des Nordpols“ und „Die Reise zum Mond“ großformatig gezeigt. Sie flimmerten bereits vor rund 50 Jahren im Landesmuseum. Im neuen Videoraum im zweiten Stock wird Camille Henrots „Grosse Fatigue“ (2013) auf eine – farblich perfekt abgestimmt – ultramarinblau angelegte Wand projiziert. Der Film läuft den gesamten Februar 2019 über. Museums-Eintritt: 6 €. www.hlmd.de
, e n e k c o r Un ersch uti ge , Wagem nen Künstlerin Das Buch „Darmstädterinnen im Aufbruch“ dokumentiert die lokale Frauenbewegung TEXT: ALLEGRA BAUMANN
Zum Führerschein anmelden, ein Bankkonto eröffnen, den Job wechseln – na klar, können wir Frauen das machen, wann und wie wir es möchten. Das ist doch selbstverständlich. Oder? Noch vor etwa 40 Jahren hätten wir für all diese Dinge die Unterschrift des Ehemanns (falls verheiratet) oder des Vaters (falls nicht verheiratet) benötigt. Unvorstellbar! Dass dies nicht mehr so ist und wir heute selbstständig entscheiden können, haben wir den Frauen der vorigen Generationen zu verdanken. Auch in Darmstadt gab es Frauen, die sich nicht bevormunden lassen wollten, die für ihre Rechte eingetreten sind und mit dazu beigetragen haben, dass wir heute selbstbestimmt leben können. Diese lokalen Heldinnen und ihre Projekte haben Ruth Häntschke, Barbara Obermüller und Kirsten Koch-Schäfer in ihrem Buch „Darmstädterinnen im Aufbruch – Autonome Frauenprojekte der letzten Jahrzehnte“ versammelt.
die selbst aktiv an verschiedenen autonomen Frauenprojekten beteiligt waren oder sind und die Frauenbewegung zum Teil von Anfang an selbst miterlebt haben – an dem Buch gearbeitet, bis es im September 2018 veröffentlicht wurde. Unterstützung erhielten sie durch das städtische Frauenbüro sowie Spenden, den größten finanziellen Teil haben aber sie selbst gestemmt. Zur Veröffentlichung des Buches gründeten sie einen Verein, den Autonome Frauenprojekte e. V., bestehend aus den Gründerinnen, ihren Töchtern und Freundinnen. Die durch den Verkauf der Bücher erlangten Einnahmen werden nur zur Kostendeckung genutzt, alles darüber hinaus wird gespendet.
Ein Wunsch wird Wirklichkeit Die einzelnen Projekte in einem Buch zu sammeln war den Autorinnen ein dringendes persönliches Anliegen. „In vielen Buchhandlungen hier in Darmstadt gibt es Tische mit Büchern rund um Darmstadt. Dabei ist mir aufgefallen, dass es keine Bücher über Frauen gibt. Wo sind die Frauen, habe ich mich gefragt,“ erklärt Ruth Häntschke. Diese
Drei Jahre lang haben die Darmstädterinnen – P | 24
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Lücke zu schließen sowie das Wissen über die einzelnen Frauenprojekte für künftige Generationen zu bewahren, das hat die Autorinnen zu ihrem Buch motiviert: „Bei mir war es das Bewusstsein: Dieses Wissen wird auch vergessen werden, wenn es nicht aufgeschrieben wird“, ergänzt Barbara Obermüller.
ihre Rechte einstehen müssen“, so Barbara Obermüller. Mit ihrem Buch haben sie auf jeden Fall dafür gesorgt, dass ihre Leserinnen echte „local heroes“ als Vorbilder finden. „Darmstädterinnen im Aufbruch“ ist im Justus von Liebig Verlag erschienen und im Buchhandel für 14,80 Euro erhältlich. ❉
Frauen in den Fokus Außerdem soll das Buch zu einer Wahrnehmungsänderung beitragen. „Es gibt wahrscheinlich in jeder Stadt Frauen, Schriftstellerinnen oder andere Frauen, die etwas geleistet haben, doch sie finden sich nicht einmal in Straßennamen wieder. Jetzt ist eigentlich Luise Büchner die erste bürgerliche Frau, die in Darmstadt ein Denkmal bekommen hat, sonst sind es nur Adlige. Und Männer gibt es da ja jede Menge“, erläutert Barbara Obermüller. Aus diesem Grund kommen in diesem Buch eben jene zu Wort, die Teil der Frauenbewegung in Darmstadt waren – von der Nachkriegszeit bis heute. „Das Tolle war, dass wir viele Frauen aus der Zeit kannten“, sagt Barbara Obermüller. So konnten sie die ersten Interviews führen und Informationen sammeln. Aber auch Flyer, Zeitschriften und das Stadtarchiv dienten den Autorinnen als Quellen. Ursprung Frauenhaus Das erste Thema, mit dem sie sich beschäftigten, war die Gründung des Darmstädter Frauenhauses. „Das war eine harte Sache damals, die nicht gewollt war“, stellt Ruth Häntschke fest. „Erst mit der Gründung konnte über häusliche Gewalt gegen Frauen gesprochen werden,“ ergänzt Barbara Obermüller. Die vielen unterschiedlichen Projekten haben die Darmstädter Autorinnen im Buch thematisch in insgesamt elf Kapitel zusammengefasst. Es finden sich Projekte von Künstlerinnen, Stadtplanerinnen und Nachbarinnen sowie von „Unerschrockenen“ und „Wagemutigen“. „Wir haben alle Projekte aufgenommen, einzig den Bereich Frauen im Sport konnten wir aus Zeitgründen nicht mehr betrachten“, sagt Barbara Obermüller und merkt an, dass sie dies gerne in einer Neuauflage des Buches nachholen würde, wenn es dazu kommt. Der Aufbruch ist jetzt! Die Autorinnen wünschen sich, dass vor allem junge Frauen „Darmstädterinnen im Aufbruch“ lesen und wahrnehmen, „dass die Frauenbewegung bundesweit ein unglaublicher Aufbruch war, dass eine Veränderung stattgefunden hat, die bis heute nachwirkt, und dass Frauen auch heute weiter für
Männeraufbruch 2019 – Jahrbuch für Männer in der Gegenwart — Nicht nur die Frauen in Darmstadt befinden sich seit der Frauenbewegung im Aufbruch, auch die Männer – nämlich weg vom konservativen Konzept der Männlichkeit. Dies diagnostiziert der Darmstädter Herausgeber Boris von Heesen und hat in „Männeraufbruch 2019 – Jahrbuch für Männer in der Gegenwart“ 38 Texte von (unter anderem Darmstädter) Autorinnen und Autoren versammelt, die sich diesem Thema gewidmet haben. Lektüre für mutige Männer Das Buch richtet sich an „alle Männer, die bereit sind, ausgetretene Pfade zu verlassen“ – und ist mindestens genauso interessant für Frauen. Die Autorinnen und Autoren aus Literatur-, Kultur-, Sozial- und Religionswissenschaften, mit Hintergründen in der Pädagogik, der Medizin, der Betriebswirtschaftslehre oder der Umwelttechnik, haben Essays, Kurzgeschichten und Gedichte verfasst, in denen die Männer der Gegenwart in den Blick genommen werden. Mal heiter, mal ernst, mal wissenschaftlich, mal erzählend kommt das Plädoyer für eine neue Männlichkeit daher. Von Heesens Ziel ist es, mit diesem Buch „neue Sichtweisen und unerwartete Perspektiven“ vorzustellen und vor allem das Konzept Männlichkeit kritisch zu hinterfragen. Genauso wie Frauen nicht in die Prinzessinnenoder Hausfrauen-Schublade gesteckt werden sollten, müssen Männer nicht den klassischen, veralteten Vorstellungen à la „harter, starker Cowboy, der einsam in den Sonnenuntergang reitet“ entsprechen. Von Heesens Buch – für 24,95 Euro online erhältlich – regt nicht nur zum Nachdenken über die gesellschaftliche Vorstellung von Männlichkeit an, sondern auch über die Geschlechterkon struktion im Allgemeinen. Lesenswert! www.maenner-aufbruch.de
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Nachhaltiges Darmstadt, Folge 4: Die Wandelkarte T E X T: L I SA M AT T I S | L E T T E R I NG: J E SS I CA SAU E R | FOTO: JA N E H L E RS
In den letzten drei P-Ausgaben habt Ihr einige der Darmstädter Protagonisten in Sachen Nachhaltigkeit kennengelernt und hoffentlich erkannt: Darmstadt kann da so einiges. Denn auf den ersten Blick ist das oft gar nicht so ersichtlich. Seit September 2018 gibt es neben unserem bescheidenen Beitrag zur Aufklärung über nachhaltiges Leben in unserer Stadt eine weitere Hilfestellung: die „Wandelkarte“, die es sowohl gedruckt als auch digital gibt.
ihren Alltag nachhaltiger zu gestalten. Und das, so erklärt Mit-Macher Martin Huth von der lokalen Initiative Transition Town: „Niederschwellig und direkt. Wenn es die Karte nur online gäbe, dann müsste man diese Webseite ja erstmal aktiv ansteuern.“ Das Print-Produkt hingegen falle den DarmstädterInnen auch immer wieder mal zufällig in die Hände und sie würden so auf Orte und Initiativen aufmerksam, nach denen sie zwar nicht aktiv gesucht hätten, aber die ihr Interesse weckten.
Der nachhaltige Stadtplan für Darmstadt Auf der Wandelkarte finden sich sämtliche nachhaltig orientierten Angebote unserer Stadt – ob Einkaufen, Reparieren, Teilen oder Tauschen. Vor allem Neu-Darmstädtern oder Heinern, denen gerade erst ein Licht in Sachen Ressourcenknappheit und Zukunftsfähigkeit aufgeht, hilft die Karte dabei, sich zu orientieren und Wege zu finden,
Dabei sind natürlich das Unverpackt Darmstadt (siehe Oktober-P 2018, Ausgabe 108) und das Soulid (November-P 2018, # 109). Aber auch die öffentlichen Bücherschränke, Fahrradwerkstätten, die Darmstädter Fairteiler und Gemeinschaftsgärten sind auf der Wandelkarte verzeichnet. Second-Hand-Läden, Hofläden und Wochenmärkte finden sich genauso wie – klar – gastronomische P | 26
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Angebote, die die Kriterien „bio / regional / fair“ erfüllen. Die erste Auflage der Wandelkarte umfasst 20.000 Exemplare, die kostenlos verteilt wurden – NeubürgerInnen und StudienanfängerInnen etwa bekamen eine als Begrüßungsgeschenk. Wer noch keine Wandelkarte hat und das gerne ändern möchte, findet sie sowohl im Weltladen in der Elisabethenstraße als auch in der Darmstadt Info im Luisencenter oder der Bürger-Info im Neuen Rathaus. Die zweite Auflage von 25.000 Karten ist schon in Planung. Außerdem kann sich jeder die Karte als PDF herunterladen (siehe Infobox).
Ehrenamtlich und aus Überzeugung Ins Leben gerufen haben diesen analogen, auf Recyclingpapier gedruckten, haptischen wie optischen Leckerbissen Menschen, die voll und ganz hinter der Idee stehen, Nachhaltigkeit in den Alltag zu integrieren. Ein halbes Jahr haben Maria Tech, Initiatorin der Wandelkarte sowie Fachpromotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung, Katharina Eberle von der Hochschulgruppe Nachhaltigkeit, Martin Huth von Transition Town Darmstadt, Laura Guntrum, Jael Rebeca Sepúlveda Schweiger und Helmut Wolman aus Überzeugung und ehrenamtlich an der Karte gearbeitet. Drucksowie Designkosten wurden durch Förderungen von Engagement Global und finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Wissenschaftsstadt Darmstadt finanziert. Die Wandelkarte basiert übrigens auf den Daten der „Karte von morgen“, die ganz Deutschland abdeckt und online zur Verfügung steht. „Alles Gute auf einer Karte“ ist deren Motto. Das lässt sich auch auf die Darmstädter Wandelkarte übertragen. ❉
Digital auf nachhaltigen Pfaden wandeln — Die Darmstädter Wandelkarte zum Download als PDF gibt es hier: www.transition-darmstadt.de/ projekte/wandelkarte Die „Karte von morgen“ für ganz Deutschland findet Ihr online: www.kartevonmorgen.org
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ufgeschnappt! Aufgeschnappt! A Stadtkultur-Neuigkeiten REC H E RC H E + T E X T: M AT I N NAWA B I FOTO S: ST E FA N HO LT Z E M (G O L DE N L E AV E S F E ST I VA L) + V. R A E T E R (YA SS I N) + DA RM STÄ DT E R GE S C H I C H TSW E RKSTAT T + H A N S-J Ü RGE N R A A BE (KU LT U RM U T) + O L I V I E R VA X (R I OT RO L L E RS DA RM STA DT) + I VA R L EON M E NGE R
Das geht ja gut los! Verspielter Indie-Pop mit deutschen Texten, multiinstrumentaler Folk, origineller Elektro-Pop und ein Ein-Mann-Loop-Projekt: Das Golden Leaves Festival macht mit seinen ersten vier Bands Lust auf den Spätsommer. Bestätigt sind Die Höchste Eisenbahn mit ihren melancholisch-verspielten Stücken und L’Aupaire, der mit seiner markanten Stimme und stimmigen, von klassischem Folk inspirierten Pop-Songs bereits einen kleinen Hype im Rücken hat. Elektronischer wird’s mit Leyya, die im Sommer 2018 mit ihrer Nummer „Wannabe“ einen echten Hit abgeliefert haben und dem Klangtüftler Petula alias Sebastian Cleemann. Karten für das Festival mit charmantem Utopie-Flair bekommt Ihr online sowie in Form von Hardtickets im Atelier Aufschnitt sowie auf 806qm. Ein Novum ist, dass um den Spielort kein Geheimnis gemacht wird: Am 31. August und 01. September wird wie im Vorjahr das Jagdschloss Kranichstein Kulisse des Golden Leaves Festivals. www.goldenleavesfestival.de Nicht genug scheinen die Bedroomdisco-Macher von Musik unter freiem Himmel zu bekommen. Fast zeitgleich zu den ersten Bands für das Golden
Leaves Festival kündigten die routinierten Veranstalter ein neues Format an: das Mühlchen Open Air. Die Liegewiese des Badesees in Arheilgen wird im Frühjahr Austragungsort für vier Konzerte jeweils sehr unterschiedlicher Künstler. Den Auftakt macht am 30. April die Indie-Newcomerin Mogli, gefolgt von Mighty Oaks, dem super erfolgreichen Folk-Trio mit internationaler Besetzung am 01. Mai. Den Abschluss machen das im Radio rauf und runter laufende Pop-Sternchen Mike Singer (02. Mai) sowie der Deutschrocker Wirtz (03. Mai). Karten gibt’s an allen Vorverkaufsstellen. www.facebook.com/MuehlchenOpenAir Das eingangs erwähnte Jagdschloss Kranichstein wird in den kommenden zwei Jahren übrigens gründlich saniert. 4,5 Millionen Euro sollen die Arbeiten kosten, um die gesamte Substanz der barocken Anlage zu erhalten. Der Betrieb im und um das Jagdschloss soll dabei nicht eingeschränkt werden. Der im 16. Jahrhundert von Landgraf Georg I. errichtete Bau beherbergt heute neben dem Bioversum und Museum Jagdschloss auch ein Hotel mit angeschlossener Gastronomie. Die Fortschritte der Arbeiten sollen in einem Blog sowie P | 28
später im Jahr mit einer Ausstellung öffentlich dokumentiert werden. www.jagdschloss-kranichstein.de
Seit zwei Jahren befindet sich der Autor und Politiker Selahattin Demirtas, in türkischer Untersuchungshaft. Dem 2014 bei den Präsidentschaftswahlen angetretenen Demirtas, wird von der Erdoǧ an-Regierung „Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation“ vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von 142 Jahren. Nachdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Untersuchungshaft im November 2018 bereits für unrechtmäßig erklärt und dessen Ende gefordert hat, setzte nun auch das PEN-Zentrum Deutschland ein Zeichen der Solidarität. Die in Darmstadt ansässige, 1921 ursprünglich in England gegründete, internationale Schriftstellervereinigung ernannte Demirtas, zum Ehrenmitglied, um der Forderung nach dessen Entlassung Nachdruck zu verleihen. www.pen-deutschland.de „Darmstädter Biografien 1933 – 1945“ – unter diesem Titel erzählten wir in Kooperation mit der Darmstädter Geschichtswerkstatt bereits mit einer Porträt-Serie im P die Geschichten von Darmstädtern, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Nun präsentiert die Geschichtswerkstatt
DARMSTÄDTER BIOGRAPHIEN 1933 – 1945
Das ist mal ein Jubiläum! Der Bezirksverein Martinsviertel feiert sein 125-jähriges Bestehen. Gegründet wurde der mit Abstand älteste Bürgerverein der Stadt am 15. Februar 1894 im Jakob Fey'schen Saale im Hinterhof des Anwesens Pankratiusstraße 29. Damaliger Vereinszweck war „die Hebung des Martinsviertels“, dem damals von Bauern- und Arbeitern geprägten Stadtteil. Heute veranstaltet der Bezirksverein unter anderem die Martinskerb sowie den Bürgerschoppen und Flohmarkt rund um die BVM-Grillhütte im Bürgerpark am ersten August-Wochenende. www.bvm-da.de
Die Biografie hinter den Archivalien: Forschendes Lernen an historischen Originaldokumenten
1933 – 1945
DARMSTÄDTER BIOGRAPHIEN 1933 – 1945
Fans von Okta Logue dürfen sich auf neue Musik freuen. Die Jungs mit dem frischem Psych-RockSound verbrachten den vergangenen Herbst im Hamburger Clouds Hill Studio und unterzeichneten beim gleichnamigen, dazugehörigen Indie-Label einen Deal für die Veröffentlichung ihres vierten Albums. Details sind noch keine bekannt. Laut Aussage der Band habe sie jedoch an der neuen Platte „so intensiv wie an keiner zuvor“ gearbeitet. Zuletzt erschien 2016 die LP „Diamonds And Despair“, auf der sehr gelungen mit Synthesizern und programmierten Beats experimentiert wurde. Wir sind gespannt! www.oktalogue.com
in einer umfassenden Ausstellung individuelle Schicksale von Menschen, die im Zeichen der NS-Ideologie in unserer Stadt verfolgt und ermor det wurden. Über zwanzig Ausstellungstafeln mit ERÖFFNUNG Mittwoch, 23. Januar 2019, 19 Uhr (Literaturhaus) historischen Dokumenten unddenAbbildungen im Regierungspräsidium am Luisenplatz erinnern Beate Kosmala (Berlin) Widerstand und Verfolgung 1933 – 1945 greifbar an Darmstädter, die zum Beispiel aufgrund Zur Rekonstruktion weitgehend unbekannter Biografien ihrer Religion oder ihres politischen Widerstandes Hanni Skroblies / Christoph Jetter (Darmstadt) das Nazi-Regime nicht überlebten. Zuzumsehen ist die Anmerkungen Projekt „Darmstädter Biografien 1933 – 1945“ Ausstellungnoch bis 18. Februar. Ausstellung Bernhard Schütz / Kirsti Ohr / Michaela Keil-Heymann Darmstädter Biografien (Bertolt-Brecht-Schule, Darmstadt) www.darmstaedter-geschichtswerkstatt.de
Musikalische Vorfreunde auf die warmen Monate desAusstellungseröffnung Jahres wecken die ersten bestätigten SomMittwoch, 23. Januar 2019, 19 Uhr merperlen: Die Konzertreihe in der CentralstaLiteraturhaus, Kasinostraße 3 Darmstadt tion64293 holt unter anderem Baba Zula & Gaye Su Akyol (eine funky Fusion aus anatolischem Folk, Club-Sounds und Psych-Rock), den Songwriter Charlie Cunningham sowie Meute, die Hamburger Spielmannzugs-Band, die Techno- und House-Nummern als Blaskapelle ziemlich tanzbar neu arrangiert, nach Darmstadt. www.centralstation-darmstadt.de Im Sommer 2018 vermeldete das West Side Theatre die Neuigkeit: Mit dem Alten Güterbahnhof in Eberstadt wurde nach langer Suche endlich eine neue Spielstätte gefunden. Geplant war, im vergangenen Herbst auch den Betrieb aufzunehmen. Das hat leider nicht geklappt. Um den Abschluss der letzten, ausstehenden Bauarbeiten voranzutreiben, wurde jetzt eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen. www.westsidetheatre.de Auch wenn er mittlerweile in Berlin zu Hause ist, soll das sehr hörenswerte Solo-Debüt von Yassin hier nicht unerwähnt bleiben. Der aus Darmstadt stammende Rapper veröffentlichte bisher immer nur im Duo mit Audio88 – zuletzt erschien 2016 das super erfolgreiche Album „Halleluja“. Mit „Ypsilon“ präsentierte Yassin nun erstmals eine Platte als Solokünstler. Im Gegensatz zum bisherigen, oft zynisch-satirischen Werk ist „Ypsilon“ geprägt von persönlichen Songs entlang seiner Biografie – als
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Mensch und Musiker mit algerischen Wurzeln in Deutschland – und vereint verschiedene Spielarten des HipHop zu einem individuellen organischen Sound. www.facebook.com/ypsilondope
Erstklassig! Die Riot Rollers Darmstadt sind nach einer ungeschlagenen Saison 2018 in die 1. Roller Derby Bundesliga aufgestiegen. Glückwunsch! www.rsc-darmstadt.de
Solltet Ihr für Eure Kulturprojekte auch eine Finanzspritze brauchen, checkt die neue Crowdfunding-Plattform des Kulturfonds Rhein-Main: Kulturmut. Der Clou: Das Ganze ist kuratiert. Bis zum 28. Februar 2019 können „professionelle Kulturschaffende“ ihre Projekte einreichen. Überzeugt das Projekt die Jury, winken ein Preisgeld von 25 Prozent des Spendenziels sowie eine persönliche Beratung. www.startnext.com/pages/kulturmut
„Anti-Abschiebe-Industrie“ ist das Unwort des Jahres. Platziert wurde der Begriff im Mai 2018 vom CSU-Politiker Alexander Dobrindt. Bereits zum 15. Mal kürte die unabhängige Jury um die Sprachwissenschaftlerin der TU Darmstadt Prof. Dr. Nina Janich mit ihrer sprachkritischen Aktion ein Unwort. Anfang März werden auch wieder zehn Darmstädter Fotografen ihre persönlichen Interpretationen des Begriffs in einer Fotoausstellung präsentieren. Mehr dazu im nächsten P. www.unwortdesjahres.net
„Cut-up and Paste“ ist der Titel des nächsten Woog Riots-Albums. Die Platte erscheint am 01. März und sei „ein tanzbarer Appell, unsere irre Welt kritisch zu hinterfragen“, erklären Silvana Battisti und Marc Herbert. Den charmanten Sound ihres gesellschaftskritischen Lo-Fi-Pops ergänzte das Duo diesmal um Instrumente wie Stylophone, Otamatone und Omnichord. Einen ersten Vorgeschmack gibt’s bereits jetzt zu hören: die Single „Hello Bus Driver“. www.woogriots.de
Vertuschungen, Intrigen, Mord. In der neuen Hörspielserie des Darmstädter Autors und Regisseurs Ivar Leon Menger deckt die junge Journalismus-Praktikantin Lena Gruenwald nach dem Tod ihres Bruders ein geheimes Forschungsprojekt auf: An der Uni Heidelberg haben Wissenschaftler einen Weg gefunden, um Gedanken und Erinnerungen einer Person via Datenupload unsterblich zu machen. Die Mystery-Thriller-Serie „Ghostbox“ wurde vom Berlinale-Gewinner Menger mit zehn Folgen exklusiv für Audible geschrieben. www.ghostbox.de
Auch Vanessa Novak startet mit neuer Musik ins neue Jahr. Die in Detroit geborene Darmstädterin begeistert sich bereits seit ihrer Jugend für Folk-Blues und Country. 2008 erschien ihr erstes Album „Travelling Heart“. Jetzt präsentiert Novak mit der Single „Bright White Dress“ einen authentischen Americana-Song samt Musikvideo. www.vanessanovak.de P | 30
Die Vierte Säule Folge 16: Koste es, was es wolle T E X T: SE BA ST I A N W E I SS GE RBE R | I L LUST R AT I ON: H A N S-J ÖRG BRE H M + L I SA Z E I SS L E R (P ORT R ÄT)
vor einigen Jahren im Streit von den Grünen zu Uffbasse gewechselt war, ist für die Bahn, hat Uffbasse auch deshalb den Rücken gekehrt und sich mittlerweile wieder den Grünen angeschlossen. Zusammen mit der Piratin Claudia Stricker, die bei der Grünen-Fraktion hospitiert, kommt GrünSchwarz damit rein rechnerisch wieder auf eine knappe Mehrheit von einem Sitz. Uffbasse will Grün-Schwarz dennoch weiter unterstützen. Bei der Abstimmung über den Haushalt, der freilich auch die Mittel für die Lichtwiesenbahn enthält, war Uffbasse wieder geschlossen an ihrer Seite. Von den etwas mehr als 20 Millionen Euro für die Lichtwiesenbahn trägt die Stadt knappe zehn Millionen Euro. Schon in wenigen Wochen fängt die Heag mit den ersten Arbeiten an. Offizieller Baubeginn ist im Juli. Mitte 2021 soll die 1,1 Kilometer lange Strecke fertig sein. Dann zweigt die Linie 2 von der Haltestelle Jahnstraße an der Georg-Büchner-Schule ab und fährt entlang des Lichtwiesenwegs zu ihren neuen Haltestellen an der Kletterhalle und der TU Mensa an der Lichtwiese. Vom Hauptbahnhof soll die gesamte Strecke 17 Minuten dauern. Profitieren sollen nicht nur die rund 14.000 Studenten, die täglich an die Lichtwiese pendeln, sondern auch die Bewohner des Woogsviertels, durch das sich derzeit bis zu 230-mal am Tag ein völlig überfüllter K-Bus quält.
Der Bau der Lichtwiesenbahn lässt sich nicht mehr aufhalten. Das Parlament hat den Plan unter Krach abgesegnet. Das Land hat seinen Scheck überreicht. Dabei wird die Bahn erheblich teurer. Und so klagt der Heiner, ob sich die Ellebembel noch rechnen tut. Uffbasse hat am Ende die Schnauze voll gehabt. Als im Herbst klar wurde, dass die Lichtwiesenbahn um 45 Prozent teurer werden soll, versagte die kleine Fraktion der grün-schwarzen Minderheitsregierung ihre Unterstützung. Die Abstimmung war trotzdem erfolgreich, weil einige Oppositionspolitiker bei der Versammlung fehlten und so die Chance vertaten, die Stadtregierung in eine handfeste Krise zu stürzen. Hinzu kommt ein Abweichler aus der Uffbasse-Fraktion: Jürgen Barth, der in den 1980er zu den ersten Grünen-Stadtverordneten gehörte und
Dennoch ist die Kritik groß. Anwohner fürchten um ihr Naherholungsgebiet an der Lichtwiese. 35 Bäume sollen dort gefällt werden. Dafür gibt es dann Stahlmasten für die Oberleitung. Und jetzt noch die Kostensteigerung. Wie die Baudezernentin Barbara Boczek (Grüne) durch eine große Anfrage der FDP eingestehen musste, könnte der Nutzen-Kosten-Faktor (NKU) durch absehbare, übliche Teuerung der Baukosten schon bald unter eins rutschen. Für eine Förderung des Landes muss der NKU jedoch über eins liegen. Allerdings hat Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) bereits seinen Scheck von 12,27 Millionen Euro übergeben. Die Lichtwiesenbahn wird also gebaut. Koste es, was es wolle. ❉
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Unter Pappeln Lilien-Kolumne, Folge 65: Mau? Mau! T E X T: M AT T H I A S KN E I F L | FOTO: JA N E H L E RS
Frage: Wann haben die Lilien zuletzt unter Dirk Schuster einen Rückstand in einen Sieg gedreht? Grübel, grübel und studier? Okay, ein kleiner Tipp: Die Torschützen waren Jerôme Gondorf und Sandro Wagner. Na, hat es „klick“ gemacht? Richtig: Die Rede ist vom 2:1-Sieg am 7. Mai 2016 bei Hertha BSC. Der Sieg, der zugleich den Bundesliga-Klassenerhalt bedeutete. Okay, zugegeben. Der Rückblick ist ein wenig unfair. Schließlich verließ Dirk Schuster die 98er kurz danach und kehrte erst anderthalb Jahre später wieder zurück. Dennoch bleibt es ein Fakt, dass die Lilien seit Schusters Comeback kein Spiel mehr umbiegen konnten. In den 35 Zweitligapartien seither erzielten die Kontrahenten 19-mal das erste Tor. Gewinnen konnten Aytaç Sulu & Co. keine einzige dieser Begegnungen mehr. Punkten konnten sie gar nur noch in acht Spielen, viermal mussten (zum Teil fragwürdige) Strafstöße herhalten, um wenigstens das Remis sicherzustellen.
einen Gegner auseinander zu dividieren, wenn sie auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen sind. Immer mehr Lilienfans führten das in den letzten Wochen des alten Jahres auf das „System Schuster“ zurück und murrten in persönlichen Gesprächen deutlich. Über ein System, in dem nach wie vor Mentalität und Einsatz Trumpf sind und spielerische Variabilität Mangelware. Der lange Ball gehört am Böllenfalltor zum Kulturgut, während das planvolle Spiel darbt. Dirk Schuster weist diese Sichtweise zurück. Diese Unterstellung sei ein „alter Hut aus der Vergangenheit in der Bundesliga“. Ach ja? Dann schauen wir uns doch die Statistiken der aktuellen Saison an, die unter www.whoscored.com detailliert aufgeschlüsselt sind.
Langholz galore Demnach schlagen die Lilien satte 80 lange Bälle … pro Spiel! Dieser Wert wird in der 2. Liga nur vom Tabellenvorletzten aus Magdeburg getoppt. Bei den Kurzpässen haben die Lilien mit 300 pro Partie Nachholbedarf. Der Durchschnitt liegt bei 334 Pässen. Das Aufsteigerteam aus Paderborn
Unzufriedene Lilienfans Das zeigt: Die Blau-Weißen tun sich enorm schwer, P | 32
(361) und der letztjährige Aufsteiger Holstein Kiel (394) rangieren in dieser Hinsicht weit vor den 98ern. Das Problem der Lilien: Wenn sie zurückliegen, landen ihre langen Bälle nicht selten bei ohnehin tiefer stehenden Teams. Und in Rückstand liegen die Lilien bedauernswert oft. Während die Gegner im direkten Duell knapp 600 Minuten führten, taten dies die Lilien nur rund 300 Minuten.
Matchplan versus Spielverlauf Im Spiel gegen Ingolstadt lagen die 98er fast über die gesamte Spielzeit mit 0:1 hinten. Die Partie deckte eine weitere Schwäche im Spiel des SVD auf: Die Außenspieler schlugen Flanke um Flanke in den Strafraum, von denen kaum eine auch nur annähernd so etwas wie Torgefahr heraufbeschwor. Kein Wunder, schließlich spielte Dirk Schuster – wie so oft – bis weit in die zweite Hälfte mit nur einer Sturmspitze. Da will es nicht so recht passen, warum Darmstadt mit durchschnittlich 21 Flanken pro Partie operiert. Der zweithöchste Liga-Wert. Im Vergleich zu ihren Ligakontrahenten flanken die Lilien also überdurchschnittlich oft (auf eine Sturmspitze) und schlagen überproportional viele lange Bälle (obwohl sie zumeist einem Rückstand hinterherlaufen und auf defensivere Teams treffen). Sollte das Ziel darin bestehen, die zweiten Bälle zu erobern und so Torgefahr heraufzubeschwören, dann geht das bislang nicht sonderlich gut auf.
bequem zurückziehen und den SVD erst einmal machen lassen. Die Lilien müssen raus aus ihrer Komfortzone, die doch eigentlich darin besteht, hinten diszipliniert und sicher zu stehen, um dann schnelle Umschaltaktionen nach vorne zu fahren. Ein Matchplan, der durch den Spielverlauf zu oft ein Fall für die Tonne war. Die nackten Zahlen der ersten 18 Spieltage lassen jedenfalls deutlich Luft nach oben und unterstreichen das, was viele Fans derzeit unzufrieden zurücklässt: Eine Mannschaft, die sich schwer tut, spielerische Lösungen zu finden und die über keinen ersichtlichen Alternativplan verfügt. Die Lehren für die Rückrunde sind: Seltener in Rückstand zu geraten und nach vorne zielstrebiger sowie weniger ausrechenbar aufzutreten. Bis dahin steht – trotz der noch komfortablen Tabellensituation – die folgende Saisonzwischenbilanz: Wie war das Spiel der Lilien bislang? Mau? Mau! ❉
Pro 4-4-2 Schließlich kommen die Lilien im bisherigen Saisonverlauf auf weniger als zwölf Torschüsse pro Spiel. Kein Team schießt seltener auf den gegnerischen Kasten. Eine Statistik, die nahelegt, dass die SVD-Kicker viel zu selten in die Gefahrenzone vor dem gegnerischen Tor gelangen – oder es an abschlussstarken Spielern fehlt. Es wäre deshalb interessant zu sehen, wie sich eine Doppelspitze mit einem dauerhaft fitten Felix Platte schlägt, die Unterstützung durch einen kreativen Marvin Mehlem und die Flankengeber erhält. Zudem darf man gespannt sein, wie sich Neuzugang Victor Pálsson im defensiven Mittelfeld bewährt. Ob er also dem Deckungsverbund die erhoffte Stabilität verleiht. Ein 4-4-2 wäre also mehr als nur einen Versuch in den letzten Minuten eines Spiels wert.
Einmal Stabilisation, bitte! — Fr, 01.02., 18.30 Uhr: MSV Duisburg – Darmstadt 98 So, 10.02., 13.30 Uhr: Darmstadt 98 – 1. FC Heidenheim Fr, 15.02., 18.30 Uhr: SV Sandhausen – Darmstadt 98 Sa, 23.02., 13 Uhr: Darmstadt 98 – Dynamo Dresden www.sv98.de
Matthias und der Kickschuh — Seit Ende 2011 schreibt Kickschuh-Blogger Matthias Kneifl über seine große Leidenschaft: den Fußball. Gerne greift er dabei besonders abseitige Geschichten auf. Kein Wunder also, dass der studierte Historiker und Redakteur zu Drittligazeiten begann, über die Lilien zu recherchieren und zu schreiben. Ein Resultat: das Taschenbuch „111 Gründe, den SV Darmstadt 98 zu lieben“, das im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag erschienen ist. Seit Juli 2016 begleitet Matthias gemeinsam mit vier Mitstreitern die Lilien im Podcast „Hoch & Weit“. Genau der richtige Mann also für unsere „Unter Pappeln“-Rubrik!
Luft nach oben In einer Statistik stehen die 98er immerhin gut da: Mit knapp 50 Prozent Ballbesitz liegt das Team ligaintern an Position 7. Doch auch das dürfte den häufigen Rückständen geschuldet sein. Denn wer gegen die Lilien führt, der kann sich
www.kickschuh.blog www.hochundweit.wordpress.com P | 33
Unsterblich im Rampenlicht Das literarische Darmstadt im Februar T E X T: ST E F F E N FA L K
Noch ein wenig wintermüde präsentiert sich das Darmstädter Literatur-Programm im letzten Monat vor dem Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche, der Leipziger Buchmesse.
Samstag, 02. Februar
Schon fest eingeladen für den 57. Krone-Slam wurden unter anderem Theresa Hahl aus Bochum und Lenny Felling aus Mainz. Mit ab jetzt vier Startplätzen auf der offenen Liste wird ab 20 Uhr in der Goldenen Krone der lokale Poetry-Slam-Nachwuchs aber noch mehr gefördert.
Mittwoch, 06. Februar
Moderiert von Kursleiter Kurt Drawert präsentieren die Teilnehmer der aktuellen Darmstädter Textwerkstatt ab 19.30 Uhr im Literaturhaus auf einer Abschlusslesung die zu Papier gebrachten Ergebnisse monatelangen Feinschliffs. Ein guter Einstand auch für die neuen Teilnehmer, die anschließend vorgestellt werden.
Montag, 11. Februar
chen in der Nachwendezeit der 1990er-Jahre nicht nur Kombinate, Pionier-Kollektive und Freundschaften. Als rechte Kameradschaften Stadtbilder und Angsträume prägen, wird auch der Grundstein für das gelegt, was noch heute blühende Landschaften prägt. Ab 19 Uhr liest Manja Präkels im Literaturhaus aus ihrem vielgelobten und preisgekrönten Roman-Debüt.
Mittwoch, 13. Februar
Neben Jugendstil und Bauhaus prägte auch der Glasgow Style die Baukultur der europäischen Moderne. Mit ihrer Roman-Biografie „Mackintoshs Atem“ hat Karen Grol dem schottischen Designer und Architekten Charles Rennie Mackintosh nun ein literarisches Denkmal gebaut, das sie ab 19 Uhr im Schlossmuseum vorstellt. „Dunkle Geschichten aus Darmstadt“ über einen untergründigen Musikkeller oder einen wohlbehüteten Schatz im Schloss hat Petra Neumann-Prystaj für ihr neues Buch zusammengetragen, aus dem die Journalistin ab 20 Uhr im Kultur-Lokal Agora liest. Dass die Jüdin „Stella“ im Roman von Takis Würger andere Juden an die Gestapo verrät, löste die erste Literatur-Debatte im neuen Jahr aus. Ob dem Schriftsteller und Spiegel-Redakteur zwischen Lovestory und Überlebenskampf der richtige Ton gelungen ist, können wir ab 20 Uhr in der Bücherinsel Dieburg hören.
In Gedenken an Else Lasker-Schüler rezitieren Evelyn Wendler und Horst Schäfer im Literaturhaus Verse der 1945 in Jerusalem verstorbenen Dichterin; Karlheinz Müller erklärt zuvor ab 19 Uhr ihre Biografie zwischen Verfolgung und künstlerischer Selbstbehauptung.
Freitag, 15. Februar
Dienstag, 12. Februar
Die „New Kids of the Schreibblock“ betreten ab 19.30 Uhr wieder die Bühne der Centralstation, denn bei der Lichterschlacht sind die Scheinwerfer wieder
In „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ zerbre-
Dass „1919 – Das Jahr der Frauen“ war, führt uns Unda Hörner in ihrem unlängst erschienenen Buch vor und erinnert ab 18 Uhr im Literaturhaus unter anderem an die Einführung des Wahlrechts.
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auf die Poetry-Slam-Stars von morgen gerichtet. Ab 19.30 Uhr führt Finn Holitzka die frischen Talente an das Mikrofon, die niedersächsische U20-Championesse Tabea Farnbacher senkt außerhalb des Wettbewerbs das Lampenfieber.
Dienstag, 19. Februar
„Der unsterbliche Mr. Lindley“ besorgte den Frankfurtern nicht nur im 19. Jahrhundert eine Kanalisation, er ist auch heutzutage noch als Wiedergänger quicklebendig. Wie aktiv er in das Zeitgeschehen eingreift und welche Eindruck er vor allem bei einem deutsch-polnischen Familientreffen hinterlässt, erfahren wir im neuen Roman von Artur Becker – und ab 19 Uhr im Literaturhaus.
Donnerstag, 21. Februar
„Mit dem Kopf durch die Wand“, hieß ein 1972 veröffentlichter Sammelband mit Texten von Wolfgang Weyrauch, in dem der Begründer des Leonce-und-Lena-Preises in Gedichten, Kurzgeschichten und Hörspielen Bilanz zog. Wie diese Texte auch für die Kahlschlag-Literatur der Nachkriegszeit standen, weist Fritz Deppert ab 19.30 Uhr im Künstlerkeller im Schloss nach.
Freitag, 22. Februar
„... soviel berauschende Vergänglichkeit“ spiegelt sich in den Briefen von Elisabeth Langgässer wider, dass Dagmar Müller, Karlheinz Müller und Peter Benz anlässlich ihres 120. Geburtstages ab 19 Uhr im Literaturhaus mit einer Lesung aus ihrem Schriftverkehr an Leben und Werk der Dichterin erinnern. Wenn im „Abendfrost“ eine Seniorin vor der Zeit sterben muss, war sehr wahrscheinlich wieder das Erbe nicht nahe genug. Ob ihr Verdacht stimmt, ermitteln die Kommissare Horndeich und Gabriely im Krimi von Michael Kibler, aus dem er ab 19.30 Uhr im Bessunger Blumenstudio Petra Kalbfuß liest.
Samstag, 23. Februar
Ein unfreiwilliges „Duo mit Beretta“ bildet Isabell gemeinsam mit ihrer postraumatischen Belastungsstörung namens Billie. Wie sie in Darmstadt auf eine Bande von Menschenhändlern stoßen und ihre Spur bis nach Ungarn führt, davon erzählt Ella Theiss in ihrem dritten Kriminal-Roman – und ab 19 Uhr in der Stadtkirche bei der zweiten Ausgabe der „Darmstädter Krimilust“. ANZEIGE
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Can you feel Bauhaus? Unsere Kunst-Highlights im Februar AUSWA H L + T E X T E: A NJA T R I E S C H M A N N | A BB I L DU NGE N: GE RT RU D A RN DT (1) + PAU L N E AGU (2) + A N NA M E U E R (3) + V E R A F L E S-S C HÖN EG GE (4) + A ST R I D L I NC KE-Z U KU N F T (5) + S I NA N T E K I N (6)
Kunst kreuzt Handwerk Vor 100 Jahren wurde eine Avantgarde-Schule, das Bauhaus in Weimar, gegründet. In ganz Deutschland finden deshalb in diesem Jahr Jubiläums-Veranstaltungen statt, da diese Kunstschule prägenden Einfluss auf das Verständnis und die Praxis von Kunst hatte. Alfred Arndt und seine Frau Gertrud gelten als Ur-Bauhäusler, weil sie ab 1921 erst studierend und schließlich lehrend und gestaltend Einfluss nahmen. Das Kunst Archiv zeigt in einer Ausstellung Malerei und textile Wandarbeiten der beiden, die nach 1925 entstanden. — bis 29.03.2019 Kunst Archiv Darmstadt, Kasinostraße 3 www.kunstarchivdarmstadt.de
2 Ost im Kunstgriff Die Künstler der Schau „What Are We Made Of?“ kommen aus Rumänien, Bosnien oder der Ukraine. Wer sie vereint, ist die Art Collection Telekom, die seit 2010 Kunstwerke ost- und südeuropäischer Kunstschaffender sammelt. Die Kunsthalle zeigt eine mediale Bandbreite von Zeichnung bis Installation aus den 70ern bis heute, in denen sich gesellschaftliche Wirklichkeit spiegelt: Wie Kapitalismus den Kommunismus konfrontierte, sich Parteidiktatur zu Demokratie hin öffnete und persönlich Erlebtes mit politisch Durchkämpftem verschmolz. — bis 14.04.2019 Kunsthalle Darmstadt, Steubenplatz 1 www.kunsthalle-darmstadt.de
Modelliert mit Licht Wenn Schreiber mit Fotografen als Veranstalter kooperieren, kommen Schwarz-Weiß-Abzüge heraus: Anna Meuer lichtet seit 25 Jahren die Menschen hinter ihrer Kunst ab, porträtiert Dichter wie Robert Gernhardt, Maler wie Emil Schumacher oder Musikerinnen wie Irith Gabriely. Bei den Inszenierungen der Künstler spürt sie Kontrasten nach, die sie als eine Art zweidimensionale Modelliermasse für ihre Bilder nutzt. Für die Schau im Literaturhaus einen sich die Darmstädter Tage der Fotografie mit der Gesellschaft Hessischer Literaturfreunde. — bis 15.03.2019 Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3 www.literaturhaus-darmstadt.de
Vom Bild zum Mund
Die Ausstellung „Mein Bild – deine Geschichte“ ist als Versuchslabor zu verstehen: Bilder-Macher wollen in Dialog treten mit Betrachtenden. Je 50 Abzüge der Fotografinnen Brigitte Constantinescu, Vera Fles-Schönegge und Isabel Merkle sowie des Fotografen Werner Mansholt sind im Atelierhaus ausgehängt. Die Besucher sind eingeladen, sich ein Lieblingsmotiv auszusuchen und in Fragebögen Gedanken oder Gefühle dazu zu äußern. Ein Dankeschön fürs Mitmachen gibt es auch: Man erhält ein Duplikat des gewählten Motivs. — 15.02. bis 10.03.2019 Atelierhaus Darmstadt, Riedeselstraße 15 www.atelierhaus-darmstadt.de
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5 Poesie versus Geometrie
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Weil 2019 im Stern des Bauhauses steht, beginnt auch die Galerie Netuschil das Jahr mit einem Bauhaus-Schüler: Leo Grewenig (1898-1991). Nach einer Reise durch Paris und Deutschland blieb der 26-Jährige in Weimar hängen und studierte am Bauhaus die Symbiose aus Kunst und Handwerk. Bis in seine poetisch-malerischen Arbeiten der 60er Jahre lassen sich Spuren dieser Zeit nachweisen. Ihnen sind geometrisch fragile Stabskulpturen der Frankfurter Künstlerin Astrid Lincke-Zukunft gegenübergestellt, die Raum transparent denken. — bis 16.03.2019 Galerie Netuschil, Schleiermacherstraße 8 www.galerie-netuschil.net
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6 Selbst als Landschaft Für alle, die es noch nicht wissen: Earlstreet versteht sich als Netzwerk, das Kreativen Ausstellungsplattformen in Zwischennutzung bietet und dafür vorübergehend leer stehende Gebäude nutzt. Eine feste Plattform sind die Schaukästen in der Earlstreet 5 und dort heißt es derzeit: „Can you feel it? No!“. Sinan Tekin, eigentlich in der Sprayerszene beheimatet, nutzt für seine allererste Ausstellung Leinwand und Pinsel. Was da rauskommt, erinnert zum Glück immer noch an Graffiti – allerdings verstanden als großes Selbstporträt. — bis 10.03.2019 Schaukästen der Earlstreet 5, Schulstraße 5 www.earlstreet.org
Weitere Ausstellungen im Februar 2019 unter: www.p-stadtkultur.de/kunst P | 38
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WITTMANN RASSE 2a
Moderner Beichtstuhl mit Lagerfeuer Unsere Theater-Tipps im Februar TEXT: THOMAS LENZ | FOTO: ISABEL CUESTA
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eines solchen Existenzbastlers: Er raubt auf einer Hochzeit die Braut, zeugt ein Kind und lebt als Eremit in den Wäldern. Er flieht vor sich selbst und fürchtet, dass seine Lügen und Wandlungen doch irgendwann auffliegen könnten. Groß!
Scheiß auf Authentizität, sei Du selbst! 1
„Kiss me, Kate“ ist ein Musical im Musical. Die Machtstrukturen im Theater werden hier lange vor #metoo manifest: Ein Produzent besetzt die männliche Hauptrolle mit sich selbst, die weibliche Hauptrolle spielt die Verlobte des Geldgebers. Typisch für Broadway-Stücke der 1940er ist eine Flut an Intrigen und Affären, die den Stoff nach wie vor witzig und spannend machen. In „Weg“ nähert sich ein Ensemble zusammen mit dem Publikum etwas sehr Existenziellem an: dem Wegsein. Weil der Tod mit dem Leben beginnt, ist das Verschwinden ein Prozess. Dieses Spannungsfeld lotet die Inszenierung schwer und humorvoll aus. Weil komisch ist das Leben sowieso – warum dann nicht auch der Tod? Der moderne Mensch ist es gewohnt, sich immer wieder neu zu erfinden. Er darf nicht nur, er muss es! Ibsens „Peer Gynt“ ist das Paradebeispiel
Rachmaninow trifft auf modernes Ballett. Das knallt nicht nur musikalisch, sondern wirft auch einen Blick hinter die Fassade der Bürgerlichkeit. Liliom ist ein Herumtreiber, der feststellen muss, dass seine Liebe gescheitert ist. Julies bedingungslose Hingabe hilft gegen das übermächtige Schicksal rein gar nichts. Liliom lässt sich in seiner Verzweiflung auf einen Raubüberfall ein und bekommt noch eine letzte Chance. — „Kiss me, Kate“ Premiere am Sa, 02.02., um 19.30 Uhr im Großen Haus „Weg“ Premiere am Fr, 08.02., um 20 Uhr in den Kammerspielen „Peer Gynt“ Premiere am Sa, 09.02., um 19.30 Uhr im Kleinen Haus „Liliom“ Premiere der Uraufführung am Fr, 22.02., um 19.30 Uhr im Großen Haus www.staatstheater-darmstadt.de
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Mainzer Fastnacht und Mord auf der Neuen Bühne
Einsame Schneestürme im Mollerhaus
Ein junger Soldat sucht 1913 den Mainzer Dom zur Fastnachtsbeichte auf. Während er seine ersten Worte spricht, sackt er mit einem Dolch im Rücken in sich zusammen. Die Spur führt ins angesehene Mainzer Bürgertum. Carl Zuckmayer versteht es in „Die Fastnachtsbeichte“ meisterhaft, Spannung, Unterhaltung und große Fragen zu verbinden.
Zwei moderne Archetypen geraten im Skiurlaub in einen Schneesturm: Die Bloggerin Jana und der Berater Moritz. Beide flüchten sich zum Schutz in eine einsame Berghütte. Die zwei Singles kennen sich bereits aus dem Hotel und können sich so gar nicht riechen. Jeder von ihnen hat sich über die Jahre ein nettes Weltbild zusammenkonstruiert, das außer für das eigene Ego wenig Platz bietet. Die zwei sind bestens digital vernetzt, leben in komfortabler Einsamkeit und sind gleichermaßen sehnsüchtig. So oder so, sie müssen jetzt kooperieren. Ob gemeinsames Feuermachen wieder etwas zwischenmenschliche Reibung und Wärme erzeugt? Das Setting in „Lonelyhearts“ könnte Spuren von Romantik enthalten. — „Lonelyhearts“ Fr, 08.02. + Sa, 09.02. + Fr, 22.02. + Sa, 23.02., jeweils um 20 Uhr Theater Moller Haus, Sandstraße 10 www.theatermollerhaus.de
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Der mittelalterliche Sherlock Holmes „Der Name der Rose“ von Umberto Eco ist ein moderner Klassiker. William von Baskerville und sein Schüler Adson haben eine vertrackte Mordserie in der düsteren Abtei Melk zu lösen. Dabei nutzt William seinen Verstand statt des Glaubens, um die Dinge aufzuklären. — „Die Fastnachtsbeichte“ Fr, 01.02. + Sa, 02.02., jeweils um 20 Uhr „Der Name der Rose“ Sa, 09.02. + So, 10.02., jeweils um 18 Uhr und weitere Termine Neue Bühne Darmstadt, Frankfurter Landstraße 195 www.neue-buehne.de
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Flucht in den Tanz in der Knabenschule
Land und Leben retten im Ernst-Ludwig-Saal
Journalismus und Tanz würde man nicht direkt zusammenbringen. Diese Mischung der Diszipli nen trägt in der Knabenschule allerdings ganz besondere Früchte: Die Journalistin Isabel Cuesta erzählt im Tanzprojekt „Impronte“ Geschichten der Migration, basierend auf ihren Recherchen in Deutschland und Italien. Das Projekt besteht aus vier Stücken, wobei jedes eine andere Perspektive auf die Erlebnisse und Erfahrungen von Migranten einnimmt. Spannend ist, dass unter den acht Tänzern selbst zwei Geflüchtete – je einer aus Gambia und Venezuela – sind. Durch die sinnliche Tanzperformance wird begreifbar, dass sich nie nur eine anonyme Masse auf den Weg macht, sondern dass es Menschen sind, konkrete Körper, in ihrer ganzen Stärke und Verletzlichkeit. — „Impronte [Spuren]“ am Fr, 01.02., um 20 Uhr Bessunger Knabenschule, Ludwigshöhstraße 42 www.knabenschule.de
Die Lust an Mord, Schuld und Aufklärung funktioniert nicht nur im Film, sondern auch im Theater. Die Frankenstein-Bühne inszeniert Alfred Hitch cocks Krimikomödie „Die 39 Stufen“. Richard Hannah besucht ahnungslos eine Kleinkunstshow und plötzlich fallen Schüsse. Die Agentin, die er am selben Abend kennenlernt, ist am nächsten Morgen schon tot. Jetzt muss der arme Kerl nicht nur einen Mord aufdecken, sondern auch noch sein Land retten. Denn der Spionagering der „39 Stufen“ ist weit mehr als nur eine kleine Gangsterbande. Besonders raffiniert an der Bühnenfassung ist, dass nur fünf Schauspieler mehr als fünfzig Rollen spielen, um die Geschichte darstellerisch nachzuerzählen. — „Die 39 Stufen“ Premiere am Sa, 09.02., um 20 Uhr Frankenstein-Bühne im Ernst-Ludwig-Saal, Schwanenstraße 42 in Eberstadt www.frankenstein-buehne.de
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Kalender Februar 2019 FREITAG, 01.02.2019
01 > Tolles Tanztheater in der BKS.
Konzert: Rainald Grebe - Das Elfenbeinkonzert
20:00 h Centralstation (Saal)
Film: Eine Welt ohne Fleisch - The End of Meat
19:30 h Energieagenten
Theater: Triebwerk Faust nach Goethe
20:00 h Theater Moller Haus
Theater: Die Fastnachtsbeichte
20:00 h Neue Bühne
Kabarett: Peter Vollmer - Er hat die Hosen an ...
20:30 h HalbNeun Theater
Schlosskeller Allstars
22:00 h Schlosskeller
Tanztheater: Impronte (Spuren)
20:00 h Bess. Knabenschule
> 41 > 41
Bandsupporter Contest Regionalfinale
20:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
House Of Wolves
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Neunzigerdisko mit DJ D-Zero
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Konzert: Heiner Herchenröder (Eigenes & Cover)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Garage Sabotage mit The Jan
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Hollowed + Centrate + Pentastone
22:00 h Goldene Krone (Saal)
JazzTalk 129: Musikalisches Einzelstück mit ...
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
Reggaelation mit DJ General Motors
21:00 h Roßdörfer Biergarten
Live: Shaqua Spirit
22:00 h Huckebein
11 Jahre Green Sheep
20:30 h Green Sheep Pub
Freies Tanzen: Standard & Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino
SAMSTAG, 02.02.2019
02 > Let's talk Jazz!
Konzert: Tim Fischer - Die alten schönen Lieder
20:00 h Centralstation (Saal)
Dinnershow: A Tribute To Elvis
19:00 h Burg Frankenstein (Restaurant)
Konzert: Garrelt Sieben & BallaBalla
20:30 h Achteckiges Haus
Megahits: 80er, 90er, 00er & Charts
22:00 h Centralstation (Halle)
Theater: Die Fastnachtsbeichte
20:00 h Neue Bühne
Kabarett: Matthias Reuter - Auswärts denken ...
20:30 h HalbNeun Theater
Konzert: Marcin Styczen - Ta droga, Dieser Weg
20:30 h Jagdhofkeller
Topshake Soulknights - 60s70s Soul & Funk
22:00 h Theater im Pädagog
> 41
Kellergymnastik mit Leo Yamane
23:00 h Schlosskeller
Queen- und Genesis-Party
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Nacht & Licht mit Enona + Jorin Sandau
19:00 h Innenstadtkirche St. Ludwig
Come As You Are mit DJ Kai
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Black is Beatiful: Hip Hop mit Steazy90
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Final Roots (Rock Cover)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Krone-Slam
20:00 h Goldene Krone (Saal)
80. Mollerkoller
20:30 h Theater Moller Haus
> 34
Hardy`s Bingo
21:00 h Hoffart Theater
> 04
Psycho-Jones
22:00 h 806qm (221qm)
> 04
03 > Schöne alte Lieder mit Tim. P | 44
Biodanza Party
19:30 h Bessunger Knabenschule
Regentropfen und Mondschein
18:00 h Haus der Deutsch-Balten
Polska Noc - Karnawal
23:00 h Mint Club
La Dolce Notte Italiana vs. Black Beats
23:00 h Musikpark A5
Saturday's Finest
22:00 h Huckebein
Die Sterne über Darmstadt - Himmelsbeobachtung
20:00 h Sternwarte Ludwigshöhe
11 Jahre Green Sheep
20:30 h Green Sheep Pub
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
SONNTAG, 03.02.2019 Gute Stube-Konzert: Hund
20:15 h Hoffart Theater
KurzFormChaos: Science Stories
18:00 h Theater Moller Haus
Salsa Sunset mit DJ Olli
16:00 h Upéro
Kleiderstange #1 - Flohmarkt von Mädels für Mädels
11:00 h Zucker
04
> 04
Familiensonntag - Tag der offenen Tür
13:00 h Tierheim Darmstadt
Super Bowl LIII (mit den Diamonds)
22:00 h Kinopolis
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Tanztee mit DJ Zoli
15:00 h Tanzcafé Papillon
> 11 Jahre Pubfreuden!
MONTAG, 04.02.2019 Konzert: Rey Lenon (Songwriter)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
WatzeFAQ (Quizabend)
20:00 h Watzepunkt
Ladies Night mit DJ Zoli
21:00 h Tanzcafé Papillon
05 > Lieb: Familientag mit Tieren. ANZEIGE
2019
Februar
1 Komm mit uns ins Abenteuerland!
15 Die Bastion
2 Für Garderobe Sa Keine Haftung
16 VinoKilo
Fr
Party
Improtheater
2 90s Paradise Sa
Lesung
8 05er Narrenfreiheit Fr
Party
9 JUICEXBRASS Sa
Markt
16 DASDING Partybash Sa
Party
17 Victoria van Violence So & Lena Kuhlmann Lesung
21 Poetry Slam Do
Slam
Comedy, Lesung
22 Hits Hits Hits Fr
Tickets & weitere Termine: www.kulturzentrummainz.de @kuzmainz kuzmainz kuzmainz
Party
23 Disco Amore Sa
Party
24 Kids im KUZ So
Theater
26 ...AND YOU WILL KNOW Di US BY THE TRAIL OF DEAD Konzert
STADT
KULTUR
EVENTS
27 Jean-Michel Blais Mi
Konzert
28 Altweiberfastnacht Do
Konzert
13 Worst of Chefkoch Mi
Sa
Party
Party
8 Kathrin Weßling Fr
Fr
Party
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
DIENSTAG, 05.02.2019 Filmkreis-Kino: Die kanadische Reise (OmU)
20:00 h Audimax / TUD
Darmstädter Rudelsingen - Zusatzveranstaltung
20:00 h Jagdhofkeller
Early Late Night Show
20:00 h Schlosskeller
Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Film & Gespräch: Halt!Los! - Moritz Becherer
20:15 h CityDome Kinos (Rex)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Studier.Bar
23:00 h Nova
> 04 > 05
MITTWOCH, 06.02.2019 Konzert: Fanfare Ciocarlia 06 > Halt! Los! Filmgespräch!
20:00 h Centralstation (Saal)
Filmkreis-Kino: Lucky (OmU)
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Frischzelle: JP Son (Kapstadt)
21:30 h Bess. Knabenschule
Darmstädter Rudelsingen
20:00 h Jagdhofkeller
Der Feierabend
20:00 h Schlosskeller
> 05 > 05
Konzert: Hanna Fearns (Folk Noir & Indie)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Vortrag: Deutsche Kaiserinnen
18:00 h Galerie & Atelier Trautmann
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta con Salsa y Bachata
21:45 h Salon-Latino
DONNERSTAG, 07.02.2019
07 > Geht aufs Ganze, dieser Kösling!
Comedy: Gerd Knebel - Weggugge
20:00 h Centralstation (Saal)
Filmkreis-Kino: Eldorado (OmU)
20:00 h Audimax / TUD
Kleid At Night
19:00 h Centralstation (Halle)
Kabarett: Marcel Kösling - Kösling geht aufs Ganze
20:30 h HalbNeun Theater
Mariannes Chansonabend - Marianne et les Garçons
20:00 h Jagdhofkeller
Lesung: Patricia Küll - Ab heute singe ich ...
19:30 h Künstlerkeller im Schloss
Jam-A-Coustic mit Some Other Stuff (live)
20:00 h Roßdörfer Biergarten
Rockclub mit Peter e.S.
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Konzert: Ernie Brooks, Matt Mottel and Steve Shell
21:00 h 806qm (257qm)
Südhessen tanzt
20:00 h Huckebein
Grand Opening
18:00 h An Sibin
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Students & Friends
23:00 h Nachtcafé
Hahá - Das Beste Quiz der Welt
20:00 h Theater im Pädagog
> 05
FREITAG, 08.02.2019
08 > Südhessen tanzt im Huckebein.
Dinnershow: Jack the Ripper
19:30 h Burg Frankenstein (Restaurant)
Comedy: Bademeister Schaluppke - 10 Jahre ...
20:00 h Centralstation (Saal)
Kino Varieté: Den Zauber des frühen Kinos erleben
20:00 h Centralstation (Halle)
Kabarett: Bembers - Alles muss raus!
20:30 h HalbNeun Theater P | 46
> 06
Theater: Doris Friedmann - L'Amour und Glück
20:00 h Agora
Bravo!Hits!Party!
23:00 h Schlosskeller
Theater Chawwerusch: Jugend ohne Gott
20:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
Konzert: Christian Eckert & Libor Smoldas
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
Konzert: Le Thargo + Schlecht aber Laut + Ursuppe
20:30 h Bess. Knabenschule (Keller)
Casual Rock Friday mit DJ Jörg
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Kommerzdisko: Aktuelles und Altbewährtes
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Konzert: Fairytale Nights (Pop & Rock)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Singleshingaling mit DJ Shock Travolta
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Rave in der Krone
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Theater Curioso: Lonelyhearts
20:00 h Theater Moller Haus
09
> 41
Vernissage: Schönheit ist Vergänglich
19:00 h Galerie Alter Bahnhof, Roßdorf
Leises Konzert: Junes OD
20:00 h Zucker
90er Party
22:00 h Huckebein
Freies Tanzen: Standard & Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino
> Jugend ohne Gott.
SAMSTAG, 09.02.2019 Live: Kay Ray - Wonach sieht's denn aus?!?
20:00 h Centralstation (Saal)
Konzert: Apropos Jazz mit Jay Hatch & Nanni Byl
20:30 h Achteckiges Haus
Die neue Tanzalternative
20:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
Konzert: Motorama + Suir
20:00 h Oetinger Villa
> 06
10 > Wonach sieht das aus? Kay Ray! ANZEIGE
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Konzert: Die BluesNasen ft. Larry Doc Watkins
11 > Maike von En Haufe Leit.
21:00 h Sumpf
Allstar Yard & Allstar Jungle (Dancehall bis DnB)
23:00 h Schlosskeller
Konzert: En Haufe Leit
20:30 h Jagdhofkeller
HipHop to Oldschool
22:00 h Centralstation (Halle)
Musik-Kabarett: Kaiser & Plain - Besetzungscouch..
20:30 h HalbNeun Theater
Konzert: Vanessa Novak (Songwriter)
20:00 h Kaffeehaus Eberstadt
Jugend musiziert: Preisträgerkonzert
11:00 h Centralstation (Saal)
Konzert: La Source Bleue
20:00 h Agora
Theater: Der Name der Rose
20:00 h Neue Bühne
Sixx Paxx Roxx Tour - Darmstadt
20:00 h Darmstadtium
> 41
Konzert: Grizzly + Storyteller
20:30 h Goldene Krone (Saal)
Steinbruch meets Schwarzes Heidelberg
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Lauder! (Cover)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Strictly British mit DJ Kai (BritPop, Rock, Punk)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Bei Samples unterm Sofa mit Dom Waits
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Theater Curioso: Lonelyhearts
20:00 h Theater Moller Haus
Show Room - Upcycling Fashion
13:00 h Zucker
Baila Conmigo
22:00 h Mint Club
Bonjuke
23:00 h Musikpark A5
Ciroc Night mit Planet Radio DJ Vim
22:00 h Huckebein
Premiere: Die 39 Stufen
20:00 h Ernst-Ludwig-Saal
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
> 41
> 41
SONNTAG, 10.02.2019 12 > Musik-Kabarett: Kaiser & Plain.
Kindersachenflohmarkt
14:00 h Centralstation (Halle)
Ökumenischer Orgelwinter Konzert 3
17:00 h Pauluskirche
Mensch, Kurt! - Die Tucholsky-Revue
18:00 h West Side Theatre
Theater: Der Name der Rose
18:00 h Neue Bühne
Konzert: Böhmische und Deutsche Romantik
17:00 h Stadtkirche
A Cappella: Vokal Spektral
18:00 h Haus der Deutsch-Balten
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Tanztee mit DJ Zoli
15:00 h Tanzcafé Papillon
> 41
MONTAG, 11.02.2019 Konzert: Dominik Wrana (70s & Songwriter)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Vortrag: Verbindliche Regeln für Menschenrechte
19:30 h Offenes Haus / Ev. Dekanat
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
WatzeFAQ (Quizabend)
20:00 h Watzepunkt
13 > Tatort-Sonntag in der Krone. P | 48
Ladies Night mit DJ Zoli
21:00 h Tanzcafé Papillon
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
DIENSTAG, 12.02.2019 Filmkreis-Kino: Fridas Sommer (OmU)
20:30 h Audimax / TUD
Laut und Leise-Konzert: BRTHR
21:00 h Schlosskeller
> 06
Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus (Jazz)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
DJ Chromos Alphabet des guten Songs
20:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
Salsa Afterwork mit DJ Olli
19:00 h Upéro
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Studier.Bar
23:00 h Nova
14 > Alphabet des guten Songs.
MITTWOCH, 13.02.2019 Konzert: Bernd Begemann & Kai Dorenkamp
20:00 h Centralstation (Saal)
Filmkreis-Kino: I, Tonya
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Punto Jazz - Konzert: Midnight Blue
18:00 h Vinocentral
Buchvorstellung: Petra Neumann-Prystaj
20:00 h Agora
Hela Fruity Jam Session
20:00 h Schlosskeller
Konzert: Chris Padera (Country & Folk)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
> 06
> 34
Faustkampf - Schnick-Schnack-Schnuck-Meisterschaft 20:00 h Zucker Hilfen für Kinder aus Suchtfamilien
17:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
15 > Kino geht ja auch immer. ANZEIGE
Wir suchen ab sofort!
Für unseren Kindergarten suchen wir eine staatlich anerkannte Fachkraft – Erzieher*in/Sozialarbeiter*in für 35 Wochenstunden Als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und vom Land Hessen gefördertes Familienzentrum sind wir ein „Ort für Alle“, wo „Alltag und Krise unter einem Dach“ Platz haben und willkommen sind. In unserer Kita mit zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen bilden Naturerfahrung & Bewegung, Gesundheit, Miteinander & Kreativität, sowie vor allem die Erkenntnisse der Bindungstheorie die Säulen unseres Konzepts. Wir arbeiten gerne mit Menschen zusammen, die unser Haus mit ihren Qualitäten und ihrer Individualität bereichern möchten: Frauen und Männer, die es erfüllt, Kinder und Familien beim Wachsen zu begleiten, die Lust haben auf Herausforderungen und auch gerne mal über den Tellerrand schauen – die sich einbringen und in einer Gemeinschaft weiterentwickeln möchten. Wir freuen uns auf neugierige Fragen und/oder eure Bewerbungsunterlagen an: Menschenskinder - Werkstatt für Familienkultur e.V. Anne Schaefer und Manuela Puskeiler • Siemensstr. 3a • 64289 Darmstadt Telefon: 06151-780 80 46 • kita@menschenskinder-darmstadt.de
(Bei Nichteinstellung werden die Bewerbungsunterlagen sofort gelöscht.)
Rainer Lind - Künstler und Kurioses
19:30 h Künstlerhaus Ziegelhütte
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta con Salsa y Bachata
21:45 h Salon-Latino
DONNERSTAG, 14.02.2019
16 > Kickern finden ja sehr viele toll!
Caveman: Du sammeln, ich jagen!
20:00 h Centralstation (Saal)
Filmkreis-Kino: Deadpool 2 (OV)
20:00 h Audimax / TUD
Brauereibesichtigung
17:00 h Darmstädter Privatbrauerei
Theater: Triebwerk Faust nach Goethe
20:00 h Theater Moller Haus
Kabarett: Charlie Landzettel - Drunner & driwwer
20:30 h HalbNeun Theater
Death Disko mit The Jan
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Students & Friends
23:00 h Nachtcafé
Hahá - Das Beste Quiz der Welt
20:00 h Theater im Pädagog
FREITAG, 15.02.2019 Caveman: Du sammeln, ich jagen!
17 > Slam-Talente-Lichterschlacht.
20:00 h Centralstation (Saal)
Krimidinner - Die Jagd vom Schwarzem Moor
19:30 h Burg Frankenstein (Restaurant)
Theater: Triebwerk Faust nach Goethe
20:00 h Theater Moller Haus
> 34
Lichterschlacht: Darmstadts Slam-Talente im Spotlight
19:30 h Centralstation (Bar)
Varieté Extra 2019
20:30 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Konzert: Igels Band - 10th Anniversary Tour
20:30 h HalbNeun Theater
Konzert: Duo Adafina - akustische Weltmusik
20:00 h Agora
Theater: Der Name der Rose
20:00 h Neue Bühne
Schrill + Laut: Post Valentine Sexocalypse
23:00 h Schlosskeller
80s-Party
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Brokof (Folk-Rock)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
The Very Best Of The 80s mit DJ D-Zero
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Rock(y) Eskalation
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Corona Negra
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Die Besondere Platte #33
19:30 h Hoffart Theater
128qm Klub: Machines Of Joy
23:00 h 806qm (128qm)
> 08
Ritzambah - Fastnacht bis jeder kotzt
20:00 h Theater im Pädagog
Hit Countdown
22:00 h Huckebein
Theater: Die 39 Stufen
20:00 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
Freies Tanzen: Standard & Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino
SAMSTAG, 16.02.2019 Comedy: Mundstuhl - Flamongos
20:00 h Centralstation (Saal)
Dinnershow: Dr. Jekyll & Mr. Hyde
19:30 h Burg Frankenstein (Restaurant)
Konzert: Duo Jazzgems
20:30 h Achteckiges Haus
Konzert: Absinto Orkestra
20:30 h Jagdhofkeller
18 > Fastnacht mit Aurora & Kotzen. P | 50
Fastnachtssitzung
19:11 h Otto-Berndt-Halle / TUD
Very Best of: 90s & Today
22:00 h Centralstation (Halle)
Varieté Extra 2019
20:30 h Bess.Knabenschule (Halle)
Kabbaratz: Wo wir hinkamen, war es voll ...
20:30 h HalbNeun Theater
Theater: Der Name der Rose
20:00 h Neue Bühne
Housemacher
23:00 h Schlosskeller
Schwarze Schule VI
21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
Impro-Show feat. die Improtöre
20:00 h Hoffart Theater
Electro Nation Party
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Konzert: Suite - Passacaglia - Symphonie
19:00 h Innenstadtkirche St. Ludwig
Konzert: Suck it Up + Apart from Us + Counting ...
22:00 h Goldene Krone (Saal)
Konzert: Sophia Wahnschaffe (Pop & Soul)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Trashpop Party
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Rehab: Back to the 50s & 60s mit DJ Kai
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Biodanza Party
19:30 h Bessunger Knabenschule
Shabe Shikpushan Valentines Special
23:00 h Musikpark A5
Die 2000er Party Mega Sause
22:00 h Huckebein
Theater: Die 39 Stufen
20:00 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
19 > Gut drauf: Absinto Orkestra.
SONNTAG, 17.02.2019 Comedy: Mundstuhl - Flamongos
20:00 h Centralstation (Saal)
Varieté Extra 2019
19:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
Das literarische Wohnzimmer mit Petra Neumann-...
11:00 h Kranichsteiner Literaturverlag
Semesterabschlusskonzert
17:00 h Darmstadtium
20 > Varieté-Spektakel in der BKS. ANZEIGE
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Tanztee mit DJ Zoli
15:00 h Tanzcafé Papillon
MONTAG, 18.02.2019
21 > Auf ein Tänzchen zum Tanztee.
Konzert: Andrei Senkevich (Indie & Acoustic)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
WatzeFAQ (Quizabend)
20:00 h Watzepunkt
Ladies Night mit DJ Zoli
21:00 h Tanzcafé Papillon
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
DIENSTAG, 19.02.2019 Laut und Leise-Konzert: Heated Land
21:00 h Schlosskeller
Lesung: Artur Becker - Der unsterbliche Mr. ...
19:00 h Literaturhaus
Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Golden Crown Revue (Swing)
20:00 h Goldene Krone (Saal)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Studier.Bar
23:00 h Nova
MITTWOCH, 20.02.2019 22 > Quizzy-Quizzy! ANZEIGE
> 08
Konzert: Les Yeux d´la Tête
20:00 h Centralstation (Halle)
Filmkreis-Kino: Foxtrot (OmU)
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Frischzelle: Durden
21:30 h Bess. Knabenschule (Keller)
Der Feierabend
20:00 h Schlosskeller
Konzert: Paul Meerwiesen (Songwriter)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta con Salsa y Bachata
21:45 h Salon-Latino
DONNERSTAG, 21.02.2019 Kabarett: Philipp Weber - Weber N°5: Ich liebe ...
20:00 h Centralstation (Saal)
Filmkreis-Kino: Utøya 22. Juli
20:00 h Audimax / TUD
Varieté Extra 2019
19:00 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Kabarett: Matthias Eggersdörfer - Ein Ding der ...
20:30 h HalbNeun Theater
Rockyshake mit DJ Ned (Hip Hop)
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Lesung: Mit dem Kopf durch die Wand
19:30 h Künstlerkeller im Schloss > 35
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Students & Friends
23:00 h Nachtcafé
Hahá - Das Beste Quiz der Welt
20:00 h Theater im Pädagog
23 > Durden in der Frischzelle.
FREITAG, 22.02.2019 Dinnershow: Die Experimente des Dr. Frankenstein
19:30 h Burg Frankenstein (Restaurant)
Improvisationstheater
20:00 h Zucker
Frizz Live: 1 Pfund Shaqua
21:00 h Centralstation (Halle)
Varieté Extra 2019
20:30 h Bessunger Knabenschule (Halle)
24 > Dancy: Philipp Weber. ANZEIGE
25 >Uli Partheil im Jazzinstitut.
Kabarett: Reiner Kröhnert - Kröhnert XXL ...
20:30 h HalbNeun Theater
Theater: Der Name der Rose
20:00 h Neue Bühne
Flava In Ya Ear mit den Splash Brothers
23:00 h Schlosskeller
Konzert: Doe + Neurotic Fiction
21:00 h Oetinger Villa
Spielmannsfluch mit DJ Jochen
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Karaoke mit Stritti
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Black is Beatiful: Hip Hop mit Steazy90
22:00 h Goldene Krone (Disco)
RockyReggaeDemmi
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Bessunger Jam Session: Bigband der Georg-...
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
> 10
Theater Curioso: Lonelyhearts
20:00 h Theater Moller Haus
> 41
Konzert: Komplikations + Velvet Coat
21:00 h Bess. Knabenschule
> 10
Konzert: Kate Liu
20:00 h Orangerie
Birthday Bash
22:00 h Huckebein
Theater: Die 39 Stufen
20:00 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
Freies Tanzen: Standard & Latein
19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino
SAMSTAG, 23.02.2019
26 > Kate Liu in der Orangerie. ANZEIGE
Redrum feat. Doc Scott & QZB (Drum'n'Bass)
23:00 h Galerie Kurzweil
Konzert: Christoph Schöpsdau
20:30 h Achteckiges Haus
Hits in the Mix! 80s & 90s
22:00 h Centralstation (Halle)
> 10
Science Slam Darmstadt
19:30 h Centralstation (Saal)
Varieté Extra 2019
20:30 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Kabarett: Robert Griess - Hauptsache, es knallt!
20:30 h HalbNeun Theater
Theater: Der Name der Rose
20:00 h Neue Bühne
70er80er Party
22:00 h Schlosskeller
Lesung: Ella Theiss - Duo mit Beretta
19:00 h Stadtkirche
Skinheads Night Out Vol.11
21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
Stilbruch Schwarz
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
> 35
Konzert: Juicexbrass (Funk & Rock)
22:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Indieclub mit DJ Kai
22:00 h Goldene Krone (Disco)
Rockclub mit Peter e.S.
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Theater Curioso: Lonelyhearts
20:00 h Theater Moller Haus
High Heels and Champagne
22:00 h Huckebein
> 41
Theater: Die 39 Stufen
20:00 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
Fürstenkeller Tanznacht - Premiere
22:00 h Fürstenkeller
La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton)
22:00 h Salon-Latino
Saturday Dance Party
21:00 h Tanzcafé Papillon
Stadtklänge (House, R'n'B)
23:00 h Nachtcafé
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
SONNTAG, 24.02.2019 Konzert: Juan de Marcos´ Afro-Cuban All Stars
20:00 h Centralstation (Halle)
Ökumenischer Orgelwinter Konzert 5
17:00 h Pauluskirche
> 12
Mensch, Kurt! - Die Tucholsky-Revue
18:00 h West Side Theatre
Varieté Extra 2019
19:00 h Bessunger Knabenschule (Halle)
Zauber-Show: Dixon & Heidi - Zauberei und ...
19:30 h HalbNeun Theater
Tatort Krone
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Tanztee mit DJ Zoli
15:00 h Tanzcafé Papillon
27 > Einsame Schneestürme.
MONTAG, 25.02.2019 Konzert: Safran (Experimental Folk)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Pub Quiz
20:30 h Green Sheep Pub
Vintage (Oldies & Goldies)
21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
WatzeFAQ (Quizabend)
20:00 h Watzepunkt
Ladies Night mit DJ Zoli
21:00 h Tanzcafé Papillon
Sachpreis Poker-Turnier
19:00 h Sportsbar Checkpoint
28 > Juan de Marcos + All Stars. ANZEIGE
Berühren. Erhellen. Nähren. Workshop „Mondschön – ein Kurs in Weiblichkeit“ mit Buchautorin Nives Gobo 31. Mai 2019 – 2. Juni 2019 • Yogische Mondpraxis • Ayurveda für die Frau • Meditation und Innenweltreisen Weitere Informationen und Anmeldung unter www.inannayoga.de
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DIENSTAG, 26.02.2019 Lesung: Kurze Texte holen lange Luft
19:30 h Hotel Restaurant Rosengarten
Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus (Jazz)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Salsa Afterwork mit DJ Olli
19:00 h Upéro
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20:30 h Green Sheep Pub
Studier.Bar
23:00 h Nova
MITTWOCH, 27.02.2019 Filmkreis-Kino: BlindDate (Arthouse-Sneak)
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Riwwelkuchesitzung
19:11 h Otto-Berndt-Halle / TUD
Der Feierabend
20:00 h Schlosskeller
Konzert: Delta Danny (Blues)
21:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Discofox Dance Night
21:00 h Tanzcafé Papillon
La Fiesta con Salsa y Bachata
21:45 h Salon-Latino
> 12
DONNERSTAG, 28.02.2019
29 > Youn Sun Nah, mit Bigband.
Konzert: Youn Sun Nah & hr-Bigband
20:00 h Centralstation (Saal)
Filmkreis-Kino: Isle of Dogs - Ataris Reise (OV)
20:00 h Audimax / TUD
Theater: Triebwerk Faust nach Goethe
20:00 h Theater Moller Haus
Konzert: Menna Mulugeta - Black Women in ...
20:00 h Theater im Pädagog
> 12
Vino & Vinyl in der Bar mit Woog Riots DJ-Team
19:00 h Centralstation (Bar)
> 12
Vortrag; 70 Jahre NATO - friedensichernd oder ...
19:30 h Das Offene Haus
Südhessens größte Weiberfastnachtsparty 2019
19:11 h Wagenhalle, Griesheim
90s & Aktuelles mit Björn Pop
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Inklusives Martinsviertel: Offene Bühne
18:00 h Hoffart Theater
Weiberfasching mit Men Strip Show
20:11 h Huckebein
Prof. F Oppermann - Warum ist ein Haus ein Denkmal
19:30 h Künstlerhaus Ziegelhütte
Tischfußballturnier DYP
20:15 h Goldene Krone (Kneipe)
Students & Friends
23:00 h Nachtcafé
Hahá - Das Beste Quiz der Welt
20:00 h Theater im Pädagog
30 > Triebwerk Faust nach Goethe.
Dieser Kalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit
| FeierAbendKultur in Darmstadt.
Alle Events, die bis zum 15. des Vormonats auf www.partyamt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im P Stadtkulturmagazin.
KALENDER UPDATES TÄGLICH
Bildnachweise Veranstaltungskalender: 01: Isabel Cuesta | 02: Helge Kramberger | 03: Katharina John | 04: Green Sheep Pub | 05: Pixabay | 06: Rex-Kino | 07: Marcel Kösling | 08: Huckebein | 09: Theater Chawwerusch 10: Andreas Elstner | 11: Jagdhofkeller | 12: Halb Neun Theater | 13: ARD | 14: DJ Chromo | 15: Pixabay | 16: Pixabay | 17: Tabea Farnbacher | 18: Theater im Pädagog 19: Abrossimow | 20: Bessunger Knabenschule | 21: Tanzcafé Papillon | 22: Hanna Schütz | 23: Laura Morche | 24: Philipp Weber | 25: Wilfried Heckmann | 26: Chopin Gesellschaft 27: Theater Mollerhaus | 28: Eric Politzer | 29: Sung Yull Nah | 30: Theater Mollerhaus
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Gültig bis 28.02.2019. Pro Kunde nur 1 x einlösbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.
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Do 28.02. / 18:00 Inklusives Martinsviertel: Offene Bühne
16.02. ABSINTO ORKESTRA Liebe und Vergänglichkeit, Witz und Sehnsucht, Melancholie und Rausch
besonders ... Ludwigshöhe Hörspiel mit der 12-Volt-Disko Neue Darmstädter Nachtkultur
Darmstadt bloggt: Kickschuh
Flohmarkt-Übersicht 2013 besonders ... Georg-Büchner-Platz
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P-scherung! Nacht der Clubs besonders ... kunstvoll Blackbox mit Rebelion Soundsystem Heinermusik
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Ausgabe 63 A Long Way Down
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Komödie, Großbritannien, Deutschland 2014 Buchvorlage: Nick Hornby Regie: Pascal Chaumeil Darsteller: Pierce Brosnan, Toni Collette, Imogen Poots Filmstart: 03. April 2014
Ausgabe 10 Dezember 2008 Januar 2009
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In der Silvesternacht treffen vier Lebensmüde auf dem Dach eines Londoner Hochhauses aufeinander. Die vier, zwei Männer und zwei Frauen, sind verschieden alt und entstammen unterschiedlichen Milieus - entsprechend gegensätzlich sind die Gründe für ihren Freitod. Langsam kommen sie miteinander ins Gespräch und erzählen sich von ihren Sorgen und Nöten. Am Ende der Nacht schließen sie einen Pakt: Vor dem Valentinstag darf keiner Selbstmord begehen. So bleibt dem Quartett sechs Wochen, um ihre Situation und Absicht zu überdenken.
PPPP-arty! 4 Jahre Stadtkulturmagazin Krone Sa, 10.11.12 Goldene
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Gabrielle – (K)eine ganz normale Liebe Drama, Kanada 2013 Regie: Louise Archambault Darsteller: Gabrielle Marion-Rivard, Alexandre Landry, Mélissa Désormeaux-Poulin Filmstart: 24. April 2014
5 JAHRE
Die 22jährige, musikalisch hoch begabte Gabrielle leidet unter dem Williams-Beuren-Syndrom (WBS). Im Chor der Therapiegruppe lernt sie einen ebenfalls unter WBS leidenden jungen Mann kennen. Die beiden verlieben sich und möchten zusammen ziehen. Aber diese naive und fast unschuldige Liebe wird von ihrer Umgebung, vor allem von der Mutter des Jungen, nicht geduldet. Gegen alle familiären Widerstände und gesellschaftlichen Vorurteile versucht das Paar seine Gefühle auszuleben und pocht auf Akzeptanz.
Ausgabe 55 Juni 2013
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Born To Skate 100 Jahre Frauenstudium
Programmübersicht 06 So
07 Mo
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Nordostumgehung
09 Mi
10 Do
11 Fr
12 Sa
13 So
14 Mo
15 Di
16 Mi
Beltracchi – Die Kunst der Fälschung
17 Do
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19 Sa
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21 Mo
22 Di
23 Mi
24 Do
25 Fr
26 Sa
27 So
28 Mo
29 Di
Nacht der Clubs
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1. Darmstädter Kickertest
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20:15 W imie … – Im Namen des … polOmeU
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rexFilmkreis 20:45 Jung & Schön OmU
rexFilmkreis 20:45 Der heilige Berg OmU
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rexExtra mit Ärzte ohne Grenzen eV D 20:15 Living In Emergency mit Filmeinführung und Gespräch
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20:15 Chce sie zyc – Live Feels Good polOmeU
rexFilmkreis 19:00 Die andere Heimat
Vorschau
Miss Sixty rexFamilienfilm: Amazonia
20:15 Noz w wodzie – Das Messer im Wasser polOmeU
09 Mi
Stadtkulturmagazin
Mit Theater-, Kunst- und Literatur-
Dom Hemingway Super-Hypochonder Spuren go East – 14. Festival des Osteuropäischen Films
05 Sa
14 Mo
15 Di
16 Mi
23 Mi
24 Do
26 Sa
28 Mo
Darmstädter Kultur-Update rexVerqueertesKino 20:30 Im Namen des …
05 Sa
rexVorpremiere 20:45 Beziehungsweise New York OmU
04 Fr
zu diesen Filmen läuft ein KurzVorFilm.
03 Do
rexFilmkreis 20:45 BlindDate – ArthouseSneak OmU
03 Do
Cosmic Cine Filmfestival – Build a Bridge Nymphomaniac 2 A Long Way Down Zwischen Welten Her Der Hundertjährige
Sonderveranstaltungen rexExtra mit Förderverein Liberale 17:30 Wenn Steine aus der Mauer schreien + Berlin-Paris: Die Geschichte der Beate Klarsfeld
Sa 16.02. / 20:00 Alles Auf Anfang Improshow: feat. die Improtöre
1. Restaurant Day in Darmstadt
28 Mo
29 Di
30 Mi
Mit Theater-, Kunst- und LiteraturVorschau
Ausgabe 61 Februar 2014
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Flohmarkt-Kalender 2014
Mit Gimmick! Georg-BüchnerMaske zum Heraustrennen!
Babbeln unter Pappeln mit Benny Gorka
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programmkinorex Heliapassage 64283 Darmstadt Mehr Infos im Kino und unter www.kinos-darmstadt.de
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Büchner 200 Hörspiel mit FNFN Wrede & Antwort
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Meisterhafter Hermann Zapf Blackbox mit Leeroy Thornhill Kommen und Gehen Noch viel mehr P:
Lilienpoesie mit Hanno Behrens p-stadtkultur.de
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Tickets über www.jagdhofkeller.com oder im Ticketshop Luisencenter Tel. 06151 13 45 35 oder allen bekannten Vorverkaufsstellen
& Dates Alle Infos nter u u d t es find ebein.de www.huck und auf ebein /Club.Huck
Low
07.02.19 Frankfurt, sankt peter
Die Magier
08.02.19 Mainz, Frankfurter Hof
ZAZ
13.02.19 Frankfurt, Festhalle
Andreas Weber
13.02.19 Frankfurt, Die Fabrik
Ralf Schmitz
15.02.19 FFM, Jahrhunderthalle
Ole Lehmann
16.02.19 F, Jahrhunderthalle Club
Adam Angst
24.02.19 Frankfurt, Das Bett
Simon Stäblein
HIG LIGHH Ts
09.03.19 F, Jahrhunderthalle Club
Jon & Roy
17.03.19 Frankfurt, Elfer
90er
Umse
21.03.19 Offenbach, Hafen 2
HIT Countdown
Our Mirage
23.03.19 Frankfurt, Elfer Club
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Jan van Weyde
29.03.19 Frankfurt, HoRsT
Querbeat
03.04.19 Frankfurt Batschkapp
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Dr. Leon Windscheid
05.04.19 Mainz, Frankfurter Hof
Any Given Day
pagne and Cham
12.04.19 Frankfurt Das Bett
Ziggy Alberts
13.04.19 Frankfurt, Das Bett
Weiberfasching
Josh
15.04.19 Frankfurt Das Bett
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TICKETS & INFOS: WWW.SCHONEBERG.DE
Heidelberger Str. 89a
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Out of Darmstadt Kultur in Rhein-Main-Neckar AUSWA H L + T E X T E: M AT I N NAWA B I FOTO S: M A X I M A BRO SS I MOW (P OP P Y AC KROY D) + M A R I KE L L A H A NA (S OP H I E H U NGE R) + I R I NA R A I U (A LT I N GÜ N)
Gisbert zu Knyphausen (Eltville) Sieben lange Jahre und ein Schicksalsschlag liegen zwischen der letzten Platte und „Das Licht dieser Welt“, dem neuen Knyphausen-Album. Zwölf fantastische Stücke hat der Ausnahme-Liedermacher darauf versammelt und spannt mit präziser Lyrik und erstklassigen Pop-Kompositionen den Bogen von der Geburt bis zum Tod. Batschkapp, Frankfurt Do, 07.02. | 20 Uhr | 26 € Poppy Ackroyd (London) Die Blaupausen der Neoklassik von Vorreitern wie Nils Frahm und Hauschka ergänzt Poppy Ackroyd um Elemente aus Minimal und Elektronik sowie dichte Percussion und ein kleines
orchestrales Klangspektrum aus Klarinette, Cello und Flöte. Die aktuelle Platte „Resolve“ ist auf Björks Label erschienen! Museum Wiesbaden Fr, 08.02. | 19.30 Uhr | 22 € Jungstötter (Berlin) Sizarr sind Geschichte und Fabian Altstötter, die Stimme der ehemaligen Elektro-Pop-Band, erfindet sich musikalisch neu. Balladesker Gesang, entrückte Klänge, Melancholie und eine Schwere, die man sonst nur von Nick Cave und seinen Bad Seeds kennt. Stark! Mousonturm, Frankfurt Sa, 09.02. | 20 Uhr | 18 € LGoony (Köln) Autotune, Synthesizer-Sounds, gedämpfte Beats: Dass deutsch-
sprachiger Cloud-Rap mittlerweile nicht nur auf Soundcloud stattfindet, sondern Tausende vor den Bühnen des „Splash!“Festivals versammelt, geht auf Protagonisten wie Yung Hurn, Crack Ignaz und nicht zuletzt LGoony zurück. Zoom, Frankfurt Sa, 09.02. | 20 Uhr | 25 € Leoniden (Kiel) Das Wasser können dieser bombigen Gang gerade nur wenige reichen. Leoniden brennen live ein Feuerwerk aus Soul, Funk, Indie, Disco und Punk ab. Geil, dass es nach ausverkauften Konzerten im vergangenen Herbst jetzt weitergeht. Hafen 2, Offenbach Sa, 09.02. | 20 Uhr | 22 € Preoccupations (Calgary) Neben Protomartyr und Metz eine der aktuell besonders spannenden Post-Punk-Bands aus Übersee. Auf ihrem neuem Album „New Material“ suhlen sich die Kanadier in einer rohen Düsternis, die die Grenze zum kantigen Industrial verschwimmen lässt. Einzige Deutschland-Show! Karlstorbahnhof, Heidelberg Di, 12.02. | 21 Uhr | 18 € Tank And The Bangas (New Orleans) Fetzige Truppe aus bis zu zehn Musikern um Sängerin Tarriona „Tank“ Ball, die mit ihrer Fusion
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aus Funk, Soul, HipHop, Rock und Spoken Word auf den Putz haut. Zoom, Frankfurt Mi, 13.02. | 21 Uhr | 23 € Sophie Hunger (Bern) Die Schweizer Musikerin liebte es seit jeher, Experimente zu wagen. Ihre Platten waren ein fluid-geniales Wechselspiel aus Sprachen und Stilen: Englisch, Französisch, Deutsch, Folk, Chanson, Jazz, Improvisation. Mit ihrem neuen Album „Molecules“ hat Hunger sich jetzt fokussiert und dem Elektro-Pop hingegeben. Spannend! Schlachthof Wiesbaden (Halle) Sa, 16.02. | 20 Uhr | 30 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de. Dendemann (Hamburg) Dende is back! Die letzten Jahre als rappender Sidekick von Jan Böhmermann unterwegs, haut die ehemalige Hälfte von Eins Zwo jetzt nach neun Jahren wieder ein Album raus. „Da nich für!“ heißt die Platte und vereint Beats von Dexter, KitschKrieg mit Features von Trettmann, Casper, Beginner. Schlachthof Wiesbaden (Halle) Mo, 18.02. | 20 Uhr | 35 € Die Nerven (Stuttgart) Die Nerven haben mit den Kon-
zerten zu ihrem aktuellen Album „Fake“ ihren Status als derzeit wohl eindrücklichste Band hierzulande zementiert. Ein Absickern in den Mainstream ist nicht zu befürchten, ihr teils brachialer Sound hat nichts an Wucht ein gebüßt, ist im Klang-Spektrum eher noch vielseitiger geworden. Eine Band auf ihrem Zenit. Schon Schön, Mainz Di, 19.02. | 20 Uhr | 21 € Altin Gün (Planet Erde) Kosmopolitischer geht’s nicht. Die niederländisch-indonesisch-türkische Band fusioniert anatolische Volksmusik, türkischen 70er-Pop mit Funk zu frenetischem Psychedelia-Rock. Mega geil! Schlachthof WI (Kesselhaus) Di, 19.02. | 20 Uhr | 20 €
Fatima & The Eglo Live Band (London) Ihr Debüt wurde 2015 vom Rolling Stone Magazine direkt unter den Top 20 R’n’B-Alben des Jahres gelistet, jetzt legt Fatima nach. Auf „And Yet It’s All Love“ begeistert die Musikerin wieder mit ihrem Talent, leidenschaftlicher Soul-Stimme und genialen Mitmusikern. Karlstorbahnhof, Heidelberg Mi, 20.02. | 21 Uhr | 21 € … And You Will Know Us By The Trail Of Dead (Austin) Vor 20 Jahren veröffentlichte die Band um Genie Conrad Keely ihr zweites Album „Madonna“ – eine Platte mit festem Platz im Alternative-Rock-Olymp. Anlass genug, um dem Album eine Jubiläums-Tour zu spendieren. KUZ, Mainz Di, 26.02. | 20 Uhr | 24 € Sunn O))) (Seattle) Gegründet 1998 genießt die Drone-Doom-Band um Greg Anderson und Stephen O’Malley weltweit mystischen Kultstatus. Konzerte wie Zeremonien mit bebenden, endlos wirkenden Klängen – ein einmaliges Erlebnis! Mousonturm, Frankfurt Do, 28.02. | 20 Uhr | 31 €
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Moppelmett Folge 10: Empathie- und Reuepunkte T E X T: MOP P E L W E H N E M A N N | I L LUST R AT I ON: A N DRÉ L I EG L + L I SA Z E I SS L E R (P ORT R ÄT)
Liebe Leser, liebe Darmstädter, wir sind alle gelegentlich mit der unnützen Zeitverschwendung geplagt, unsere Körper in einen Supermarkt zu manövrieren und dem Konsum zu frönen, weil Magen und Kühlschrank nicht auf ewig paradiesisch gefüllt sein können, wir also notgedrungen Lebenserhaltungsmaßnahmen einleiten müssen. Ich zögere den Gang zum Supermarkt zumeist so lange wie möglich hinaus, weil mich nicht nur die Produktauswahl selbst, sondern auch das Suchen nach den Waren der Wahl über die Maße stresst.
und ausgerechnet an meinem „Okay, heute gehe ich einkaufen“-Tag ihre 40.000 Plastikflaschen langsam in das Gerät verschwinden lassen müssen. Nicht ohne sich, wie selbstverständlich, von jeder einzelnen Flasche mit einer eigens für sie erdachten Zeremonie zu verabschieden. Oder die Körbe zum Verstauen der Waren sind in den heiligen Supermarkt-Hallen verschwunden; das Regalsystem ist von dem neuen, übermotivierten Filialleiter neu erdacht worden und Kunden stehen dekorativ in den Gängen herum und probieren Einkaufswagenblockaden für den nächsten G-20-Gipfel aus.
Die Devise des RRR (rein – raussuchen – raus) wird zumeist aber von diversen Störfaktoren quälend in die Länge gezogen, weil der Pfandautomat defekt oder von Menschen besetzt ist, die scheinbar seit Jahren PET-Flaschen in ihren Kellern sammeln
An der Kasse wird die neue Auszubildende eingearbeitet, die stets die Zahlenkombination für Brötchen und Bio-Paprika durcheinanderbringt, wohl aber kein Storno durchführen kann und darf. Ist man nach den Strapazen und einigen Piep,
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Piep, Pieps der Kasse endlich zum eigentlichen Bezahlvorgang vorgedrungen, kommen die Fragen, die man schon innerlich beantwortet, bevor sie überhaupt gestellt wurden: bar oder mit Karte? Möchten Sie Geld abheben? Sammeln Sie Treuepunkte? Haben Sie eine Payback-Karte? Solch kleine Racheakte des Universums halt. Wie das im Leben aber so ist, ist nicht alles nur und ausschließlich Qual. Gelegentlich mischen sich kleine Glücksgefühle unter. Zum Beispiel, wenn das Mädchen mit den schiefen Zöpfen, das im Einkaufswagen sitzt, auf die Waren an der Kasse zeigt und fragt, ob sie den Lolli oder die Bonbons haben kann, die Mutter mechanisch „Nein!“ sagt, ohne allerdings hinzuschauen, worauf ihr kleiner Sonnenschein denn zeigt. Es dann aber doch tut und es ihr augenblicklich die Schamesröte ins Gesicht treibt, weil die Kleine auf die Kondome und die daneben hängenden Schwangerschaftstests deutet. Und dann frage ich mich, ob die Mutter sich auch jemals gefragt hat, warum diese beiden Produkte zwingend nebeneinander platziert werden müssen. Wahrscheinlich nicht. Sie greift nach einem Überraschungsei und legt es auf das Band. Das Mädchen gluckst freudig. Während des Wartens wird unwillkürlich begutachtet, was die Anderen so zu kaufen gedenken. Der ein oder andere „Igitt-“ oder „könnte ich auch schnell noch holen, muss dafür aber meinen Platz in der Schlange aufgeben, also lass ich es“-Gedanke huscht durch die Einzimmerwohnung über dem Hals und wird durch zahlreiche weitere ergänzt. „Was die Leute bei meinem Einkauf wohl von mir denken?“ „Warum trödeln die da vorne denn schon wieder so?“ „Haha, ja, Scheiße, ne? Am Pfandautomaten hat heute keiner Glück. Du Armer!“
Empathiepunkte gäbe es zum Beispiel dafür, dass wir einer Dame im fortgeschrittenen Alter im Bus unseren Sitzplatz anbieten oder unsere Fahrkarte bei einer Kontrolle länger als notwendig suchen, damit der, der offensichtlich keine hat, eine Chance darauf hat, an der nächsten Haltestelle aus dem Gefährt huschen und ohne Strafe entkommen kann. Reuepunkte gäbe es dann zum Beispiel dafür, dass wir unsere Zimmerpflanzen nicht gießen, bevor wir in den Urlaub fahren oder jemanden den falschen Weg zeigen, obwohl wir den richtigen kennen. Fairtrade- und Bio-Produkte kaufen: Empathiepunkte. Produkte, die in Plastik verpackt sind: Reuepunkte. Getränke in Glasflaschen versus stilles Wasser in PET-Flaschen. „Bar oder mit Karte?“ werde ich überraschend und mit einem Lächeln durch die Zahnspange gefragt. Ich betrachte nachdenklich meinen Einkauf und antworte nicht ganz passend zur Frage „Sowohl Empathie- als auch Reuepunkte.“ „Okay. Payback-Karte?“ „Ja, auf die Payback-Karte.“ Was rede ich denn da? „Nein, keine Payback-Karte. Bar. Nein, ich will nichts abheben. Danke, Ihnen auch noch einen schönen Tag!“ Ich verstaue alles in meinem Lieblingsstoffbeutel und verlasse den Markt mit einem mitleidigen Blick auf die Frau, die nach den Einkaufskörben sucht. In diesem Sinne, liebe Leser und Darmstädter: Ein allzeit gutes Punktesystem wünscht Euch, Eure Moppel ❉
Wer ist diese Moppel? — Moppel Wehnemann hat in Frankfurt für das „Caricatura – Museum für Komische Kunst“ gearbeitet und ist aktuell als Fotografin und Bloggerin aktiv. Der Pop-Redakteur Linus Volkmann nennt sie „eine beliebte und prominente Akteurin aus der Titanic-Clique.“ Ihre Hobbys: Bier, American Football, Postkarten und Satire. Außerdem ist Moppel Initiatorin der erfolgreichen Open-Air-Reihe „Bier trinken und Joggern gute Tipps zurufen“. Seit Sommer 2017 bereichert Moppel unseren Kolumnisten-Pool mit ihren Beobachtungen des Alltagswahnsinns.
Während ich den jungen Mann dabei beobachte, wie er mit seinen zwei Müllsäcken voller Dosen vor dem Gerät verzweifelt, denke ich über Empathie nach, frage mich, ob sie anerzogen oder qua Geburt gegeben ist – und ärgere mich umgehend über mich selbst, weil ich das eigentlich wissen sollte, tippe aber vorsichtshalber auf 50/50, um mich nicht unnötig weiter zu verärgern. Dann lache ich kurz in mich hinein und schweife gedanklich ab, weil ich mir vorstelle, dass wir alle eine Payback-Karte für das Leben haben, auf der Empathie- und Reuepunkte gesammelt werden. Ein vereinfachtes System, das Karma-Punkte für „wahrscheinlich gut“ und „wahrscheinlich schlecht“ für Umwelt, Mensch und Tier verteilt.
www.facebook.com/moppelmett.de P | 63
Guuude Kaffee & guuude Kuchen! Darmstädter Espresso-Test (Teil 4): Cafés mit dicker Kuchentheke T E X T + TA ST I NG: KATJA B OROWSK I + NATA L I E GRE BE + L I L LY H U Y N H | FOTO S: JA N E H L E RS
Liebe treue Leser unserer kleinen Kaffee-Serie! Bevor bald die 40-tägige Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Karsamstag beginnt (in diesem Jahr vom 06. März bis
20. April), sind wir noch mal zu dritt losgezogen und haben uns die Bäuche vollgeschlagen. Um Euch zum krönenden Abschluss unserer Serie noch all jene Cafés in Darmstadt
vorzustellen, die neben gutem Kaffee auch üppige Torten und saftige Blechkuchen anbieten – und damit unsere Seelen (und Gaumen) bei Wind und Wetter streicheln. Et voilà …
tischer Kaffee aus solidarischem Handel mit widerständigen Kooperativen, also pure
Rebellion. Echt jetzt! Kostenpunkt: Espresso 1,80 €, Kaffee 2,20 €, Cappuccino 2,60 €
Agora Lokal Wo: Erbacher Straße 89, zwischen Ostbahnhof und Rosenhöhe Warum: „Ist das eine Kita, Mensa oder ein Lesecafé?“, fragen wir uns, als wir zum ersten Mal das Herzstück des generations übergreifenden Wohn- und Lebensprojekts Agora betreten. Neben großen Panoramafenstern mit Blick auf die nahe Eisenbahnstrecke gibt es hier auch eine Theke aus Büchern, ein Klavier, einen Spieleschrank und eine nette Kinderspielecke. Was will man mehr? Torten und Kuchen: Täglich werden diverse saisonale Kuchen angeboten; im Sommer zum Beispiel Zitronen- oder Quinoakuchen, im Herbst Apfelund Zwetschgenkuchen. Der ausgeschenkte Kaffee: ... stammt vom Café Libertad Kollektiv aus Hamburg und ist nichts anderes als zapatis
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Bäckerei-KonditoreiCafé Hofmann Wo: Heidelberger Landstraße 227, Eberstadt (in der Nähe der Wartehalle) Warum: Auch sonntags kann man hier jederzeit zwischen 7.30 Uhr und 17.30 Uhr hereinschneien und sich einzelne Kuchenstücke („Schnitten“ genannt) oder gleich einen ganze Torte mitnehmen. Macht sich besonders gut, wenn sich überraschend family & friends zum Kaffee ankündigen. Torten und Kuchen: Cremetorten (wie Punschtorte, Sachertorte und Fürst-Pückler-Torte), diverse Blechkuchen (zum Beispiel Apfel-Sand, Frischkäse-Mandarine, Waldbeere-Schmand) und Kräppel (ungefüllt oder mit Himbeer-Johannisbeer-Füllung)
Der ausgeschenkte Kaffee: ... stammt von Darboven.
Kostenpunkt: Espresso 1,90 €, Kaffee 2 €, Cappuccino 2,50 €
Blumen & Café Z Wo: Dieburger Straße 19, in der Nähe des TU-Campus Stadtmitte Warum: Hier versinkt man in gemütlichen, dick gepolsterten Ledersitzbänken. Entspannte Klavierklänge erfüllen den zum Durchatmen einladenden Raum. Die Kombination aus Blumenladen und Café, Freiraum und Gemütlichkeit schafft eine nicht nur für die Nase ansprechende Atmosphäre. Torten und Kuchen: Die Kuchen theke, die uns direkt beim Eintreten anlacht, wird besonders für Zitronen-Baiser, Schokotarte und den gedeckten Apfelkuchen geschätzt. Der ausgeschenkte Kaffee: ... stammt von Bell Caffè aus Italien. Kostenpunkt: Espresso 2 €, Kaffee 2,20 €, Cappuccino 2,70 € P | 65
Caféhaus Bormuth Wo: Marktplatz 5, Innenstadt Warum: Vor mehr als 100 Jahren starteten die BormuthUrgroßeltern mit ihrer ersten kleinen Bäckerei in der Kahlertstraße 49 im Johannesviertel. 1950 legten sie dann nach und eröffneten im damals noch stark zerstörten Darmstadt das erste Caféhaus im neuen Stammhaus am Marktplatz. Bis heute lässt sich von hier aus wunderbar das alltägliche Treiben auf dem Marktplatz beobachten. Und ein Blick auf die historische Fotogalerie im Treppenaufgang lohnt ebenfalls. Torten und Kuchen: Das große Sortiment ist zunächst einmal: überwältigend. Hat man sich jedoch erst einmal berappelt, fällt die Wahl aus durchschnittlich 16 verschiedenen Torten und Kuchen oft auf die schnell
ausverkauften Joghurt-Törtchen sowie die Himbeer-Käsesahne- Torte. Noch ein Tipp für Bembel- Liebhaber: der Apfelwein-ZimtKuchen.
Der ausgeschenkte Kaffee: ... ist ein Jacobs Tesoro. Kostenpunkt: Espresso 2,20 €, Kaffee 2,50 €, Cappuccino 2,90 €
der Käsekuchen. Der ausgeschenkte Kaffee: ... stammt von der familiengeführten Zet-Kaffee-Rösterei in
Wiesbaden (Traditionsrösterei seit 1852). Kostenpunkt: Espresso 2 €, Kaffee 2,10 €, Cappuccino 2,70 €
Café Chaos Wo: Mühlstraße 36, Innenstadt (in der Nähe des Jugendstilbads) Warum: Das „Chaos“ ist Kult! Das Café, Restaurant und Automatenmuseum zeichnet sich durch einen wilden Stilmix, uriges Mobiliar und die wohl unübersichtlichste Speisekarte Darmstadts aus. Darf es eine Strumpfhose, ein Spielzeugauto oder ein Eierbecher zum Aperitif sein? Kein Problem! Denn bis heute kann man aus den historischen Automaten allerlei Nippes ziehen. Torten und Kuchen: Auch bei der Kuchentheke bleibt sich das Chaos treu. Das Sortiment wechselt täglich und ist, je nach Lust und Laune, aus sechs verschiedenen hausgemachten Köstlichkeiten zusammengestellt. Unsere Empfehlung:
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Café und Konditorei Gretchen (ehemals Konditorei Faust) Wo: Spessartring 27, Martinsviertel Warum: Am Rande des Darmstädter Martinsviertels geht es so hygge zu wie bei einer dänischen Kaffeetafel. Nachdem man sich erst einmal am Eingang die Nase an der riesigen gläsernen Kuchentheke platt gedrückt hat und eine Auswahl getroffen hat, geht es weiter in das eigentliche Café, das nur aus einem einzigen kleinen Raum besteht und dank seiner roten Blümchentapete und der alten Kaffeehausmöbel richtig schön heimelig ist. Torten und Kuchen: Neben den wagenradgroßen Streuselkuchen, die schon die Vorgänger-Konditorei (Faust) über die Grenzen Darmstadts hinaus bekannt gemacht haben, werden hier auch feine Torten und traditio-
nelle Hefekuchen vom Blech gebacken. Zubereitet wird alles am frühen Morgen vom sympathischen Inhaber des Cafés, Armin Blinkle. Der HeidelbeerBrownie-Cheesecake ist absolut empfehlenswert. Und wer Lust auf ein sahniges Schwergewicht hat, der gönnt sich am besten die
Biskuitrolle mit Himbeer-Sahne-Füllung. Der ausgeschenkte Kaffee: ... stammt aus einer Rösterei in Norditalien. Kostenpunkt: Espresso 2,40 €, Kaffee 2,50 € (klein) / 2,90 € (groß), Cappuccino 2,70 €
ebenfalls, wie auch der Kaffee im Café Chaos, aus einer der ältesten Röstereien Deutschlands.
Kostenpunkt: Espresso 1,80 €, Kaffee 2,40 € (klein) / 2,80€ (groß), Cappuccino 2,60 € (klein) / 3,20 € (groß)
Café Lotte Wo: Soderstraße 116, Woogsviertel Warum: Chefin Hannelore Glock und ihr Mann Herbert tun wirklich alles, damit sich Kinder, Eltern, Hundebesitzer, Vegetarier und Veganer, aber auch Stammtische und stillende Mütter in ihrem „Woogs-Wohnzimmer“ wohlfühlen. Ihre aus alten Küchen- und Wohnzimmermöbeln bestehende Einrichtung erinnert sofort an Omas gute Stube – und beim familiären Sonntagsbrunch kann es schon mal rappelvoll werden. Torten und Kuchen: Neben zeitlosen Klassikern wie dem Frankfurter Kranz findet Ihr hier auch veganen Apfel- und Käsekuchen. Der ausgeschenkte Kaffee: ... ist ein Zet-Espresso und stammt
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Grand Café K & K (früher: K.u.K Kaffeehaus) Wo: Im Carree 1, Innenstadt Warum: Das Grand Café nach Wiener Vorbild befindet sich im Herzen der Stadt. Umhüllt von Jazz-Lounge-Klängen, nostalgischen Kronleuchtern und vielen barocken Details lassen sich hier österreichische Kaffeespezialitäten schlürfen. Besonders beliebt scheint das Kaffeehaus bei Gästen gehobenen Alters zu sein – dabei wird aktuell auch um jüngeres Publikum geworben. Torten und Kuchen: Die in dunkles Holz mit Goldelementen gefasste Kuchentheke bietet eine große Auswahl an klassischen Blech-, Crème- und Sahnespezialitäten aus der hauseigenen Konditorei.
Bekannt ist „das Kaiserlich & Königliche“ außerdem für seinen Kaiserschmarrn. An guadn!
Der ausgeschenkte Kaffee: … stammt von Jacobs. Kostenpunkt: Espresso 2,35 €, Kaffee 2,60 €, Cappuccino 2,95 €
Hofcafé im Hofgut Oberfeld Wo: Erbacher Straße 125, am Oberfeld Warum: So schön kann das Landleben in der Stadt sein! Rund um das Oberfeld lässt es sich herrlich spazieren und danach noch in der alten Schmiede, dem heutigen Hof café, einkehren, um dort am Bollerofen in aller Ruhe zu hocken, ein Käffchen zu trinken und vor sich hin zu träumen. Torten und Kuchen: Die Schwarzwälder Kirschrolle und die Heidelbeer-Sahne- Windbeutel sind stadtbekannt, aber auch die Birnen-Brownies, die Nusskracher und der Mohnkuchen vom Blech sind nicht von schlechten Eltern.
Der ausgeschenkte Kaffee: … heißt Ökotopia-Espresso „El Machorro“, er stammt aus kontrolliertem biologischen Anbau, wird fair gehandelt und erdet die süßen Versuchungen P | 68
des Hofcafés mit seinem kräftig-würzigen Geschmack „nach spanischer Art“. Kostenpunkt: Espresso 2,20 €, Kaffee 2,20 € (klein) / 3,60 € (groß), Cappuccino 2,80 €
Kaffeehaus Eberstadt Wo: Heidelberger Landstraße 269, Eberstadt (in der Nähe der Modaubrücke) Warum: Hier atmen sowohl der beeindruckende Kronleuchter an der Decke (der sich auch im Logo wiederfindet) als auch der goldene Wandspiegel und der lange Tresen den Geist großer europäischer Kaffeehäuser. Nach einem kurzen Intermezzo von Dominik Macipe und Kemal Özman erhoffen sich die Eberstädter nun vom neuen Team um Patricia Sorge wieder mehr Beständigkeit in „ihrem“ Kaffeehaus. Torten und Kuchen: Allein der Optik halber sollte man einen Blick in den Torten-Kühlschrank werfen. Doch Vorsicht: die „Hüftgold Deluxe“-Torten von Franziska Pejas (vormals: Wellnitz) sind wirklich mächtig und haben oft zwei bis drei Lagen. Also besser
teilen! Was die Gäste hier lieben: die Schoko-Beerentorte, den Bananasplit mit Erdnussbutter und die üppige Milchschnitten-Torte. Der ausgeschenkte Kaffee: … kommt von Hochland aus
Stuttgart und kann vor Ort auch abgepackt für zu Hause erworben werden. Kostenpunkt: Espresso 2,20 €, Kaffee 2,40 € (klein) / 3,40 € (groß), Cappuccino 2,80 €
Le café bleu Wo: Lauteschlägerstraße 28, Martinsviertel Warum: Im lichtdurchfluteten und ewig-jungen Café im Herzen des Martinsviertels gibt es neben zahlreichen Mittagsgerichten eine zwar überschaubare, aber köstliche Auswahl an selbst gemachten Kuchen. Torten und Kuchen: Besonders vegane Freunde kommen hier auf ihre Kosten. Hier findet man zum Beispiel den französischen Klassiker Tarte als vegane Alternative. Aber auch der vegane Möhrenkuchen schmeckt fantastisch und ist schön saftig. Der ausgeschenkte Kaffee: ... kommt von Giulio Mollo in der Rheinstraße. Kostenpunkt: Espresso 1,90 €, Café 2,20 €, Cappuccino 2,30 € P | 69
Schlossgartencafe / Schwarz-Weiß-Café Wo: Robert-Schneider-Straße 23, Martinsviertel Warum: Gleich zwei verschiedene Namen und ein schickes Schachbrett-Muster als Fußboden? Wer kann dazu schon Nein sagen?! Ursprünglich 1980 von vier Lehrerinnen gegründet, die damals der Arbeitslosigkeit zuvorkommen wollten, wird das Eckcafé in der Nähe des Herrngartens seit 2001 unaufgeregt und stilsicher von Sabine Rohmeiß geführt. Bitte weiter so! Torten und Kuchen: „Der Kaffee ist okay, da gibt es bessere, aber der Kuchen reißt alles wieder
raus“, schreibt ein Gast im Internet. Das deckt sich auch mit unseren Erfahrungen. Denn: Alle Kuchen werden in großzügigen Stücken serviert und sind mega lecker. Unbedingt probieren: die Himbeer-Mascarpone-Torte, die Schoko-Birne-Nuss-Torte oder
den Mohn-(Frischkäse-)Kuchen. Mmmhhh … Der ausgeschenkte Kaffee: … variiert, kommt aber immer von Darboven. Kostenpunkt: Espresso 1,90 €, Kaffee 1,90 €, Cappuccino 2,30 € (klein) / 3,20 € (groß)
Torten und Kuchen: Die täglich wechselnde Auswahl umfasst sieben verschiedene Torten und Kuchen. Als besonderes Schmankerl sei der BirnenLavendel-Kuchen empfohlen.
Der ausgeschenkte Kaffee: ... trägt den Namen „Portioli Aroma“ und vereint mittelamerikanische mit Robusta-Kaffeebohnen. Kostenpunkt: Espresso 2,20 €, Kaffee 2,20 €, Cappuccino 2,80 €
Villa Trautheim Wo: Am Trautheim 1, Mühltal Warum: Zeit für „Hessen Tapas“ und ... Kaffeekränzchen! Konzept, Kuchentheke und der Rest der Einrichtung aus dem Café Tierbrunnen sind in die Villa Trautheim gezogen. Nicht mehr gegenüber vom Alten Friedhof (wo voraussichtlich im März ein neues Angebot entsteht), sondern nun am Tor zum Mühltal gelegen, fühlt man sich hier nach wie vor in alte Zeiten zurückversetzt, während man die hausgemachten Süßspeisen oder andere Leckerbissen verputzt. Ein guter Ort für schöne, ausgiebige Gespräche bei Kaffee und Kerzenschein.
PS: Zum Abschluss noch etwas Kaffee-Insider-Wissen! Allein in Darmstadt gibt es drei Kaffeeröstereien: das Vinocentral, Aniko Coffee Roasters und Heiping Regionales Lädchen. Darüber hinaus findet Ihr aber auch noch diverse andere Röstereien in der Region, etwa Hansen in Rödermark, Schmidt-Kaffee in Dreieich, Perro Negro in Eich (das ist auf der anderen Rheinseite, von Gernsheim aus), Obenauf in Bürstadt (zwischen Lorsch und Worms), Caffe des Amis in Michelstadt, die Kaffeemanufaktur Hirschhorn am Neckar, die Kaffeestopp Privatrösterei in Birkenau (nahe Weinheim), die Red Code Coffee Roasters in Bensheim und das Rewe-Center Heppenheim, das seit Dezember 2016 als zweites Rewe-Center in Deutschland selbst röstet. Tja, und die uns umgebenden Städte wie Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Worms und Heidelberg haben natürlich auch noch ihre eigenen Röstereien. Unser Fazit: Es gibt viel Kaffee-Kultur in der Region zu entdecken! P | 70
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An Sibin Irish Pub Aus der nasskalten, grauen Landgraf-Georg-Straße gehe ich die altehrwürdigen Stufen des An Sibin hinab – und lande in einer schillernden Traumwelt. Hier, im Souterrain, war einst Darmstadts größter Irish Pub zu Hause. Fast 25 Jahre lang, bis Januar 2017. Dann war plötzlich Schluss – und zwei Jahre lang Baustelle. Am Donnerstag, 07. Februar 2019, um 18 Uhr öffnet das An Sibin endlich wieder! Unter altem Namen, neuer Führung und komplett renoviert. Es bleibt ein klassischer Irish Pub mit Live-Bühne, ist aber jetzt mit einem wahrhaft opulenten Interieur ausgestattet. Verantwortlich für die gemütlich-wimmelige
Kulisse aus dunklem Nussbaum, gothischen Kirchenfenstern, alten Türelementen, Lampen in farbenfroher Tiffany-Optik, Flohmarkt-Devotionalien, Büchern und Retro-Werbeschildern ist Bert Nenner. Der Malermeister und Schreiner ist einer der drei Betreiber des neuen An Sibin und richtet seit 40 Jahren Irish Pubs in Wien, Alicante, Frankfurt, Aschaffenburg und Darmstadt (Green Sheep) ein. „Ich liebe die irische Lebensart einfach, vor allem ihre positive Lockerheit“, erklärt der 59 Jahre alte Rodgauer. Zusammen mit seinen Kompagnons Mathias Bührer (früher: Pächter der Burg Frankenstein) und Fabio Bisceglia (37, MusiP | 72
ker und An-Sibin-Stammgast) möchte er „diese Darmstädter Institution wieder wachküssen“. Natürlich mit Guiness, Kilkenny, Pub-Food, Sky Sports (im abgetrennten Raucherraum) – und einem festen Wochenprogramm: dienstags Pub Quiz, mittwochs After-Work-Party, donnerstags Karaoke, freitags Live-Bands und samstags: mal „Live-Highlights“ (Irish Folk und Rock, Queen- oder AC/DC-Coverbands), mal 70er/ 80er-Party, mal Studentenfete. Sonntag und Montag sind klassische Pubtage. Hoch die Tassen und: „Cheers, mate!“ (ct) — Landgraf-Georg-Str. 25, Innenstadt www.ansibin.de
Fingerfood Bar by Pomidori „Schuster, bleib bei Deinen Leisten“, haben sich Natalia und Frank Rink gedacht – und werden die Mitte Januar eröffnete Fingerfood Bar by Pomidori (in der ehemaligen Bessunger „Essbar“) ganz im Stil ihres beliebten Catering-Services bewirtschaften. Ab 11 Uhr gibt es einen Mittagstisch, gegen Abend kommen vier bis fünf Fingerfood-Variationen auf die Tische. Gut dazu passt die ausgewogene Weinauswahl aus dem Molina zu kommoden Preisen. Im Hintergrund läuft entspannte Musik, Kerzen auf den Tischen und die unaufgeregt geschmackvolle Einrichtung sorgen für Gemütlichkeit. Süßmäuler finden in der Auslage immer auch ein Stück Kuchen. Im Sommer können wir
uns auch wieder auf den wunderschönen Außenbereich an der Orangerieallee freuen, den die Rinks noch etwas loungiger gestalten wollen als zu Essbar-Zeiten. Schon jetzt sind auch große Gruppen in der Fingerfood Bar willkommen (ein extra-großer Tisch fasst neun Personen); und
auch geschlossene Gesellschaften und Events sind – natürlich mit Pomidori-Catering – möglich. Achtung: Sonntag ist Ruhetag. (lm) — Bessunger Straße 6, Bessungen www.pomidori.de
nutzen; gleichzeitig aber auch durch kulturelle Veranstaltungen zum „Place to be“ der DarmstädterInnen werden. Wir sind gespannt, ob das klappt – ein offenes Team und die moderne, hippe Einrichtung mit spacigen Wandbildern vom Darmstädter Streetart-Künstler Michael Noll,
die Bezug nehmen zum benachbarten Raumfahrt-Kontrollzentrum ESOC, kreieren die richtige Mischung aus Wohnzimmeratmosphäre und Coolness dafür. (lm) — Georg-Ohm-Straße 1, Telekom City www.moxy-hotels.marriott.com/en/ hotels/darmstadt
Moxy Hotel Darmstadt Darmstadt hat seit Februar 2019 ein Moxy Hotel in seiner „Telekom City“. Die Moxy Hotels gehören zur Marriott-Familie und sind quasi deren kleiner Bruder im Stil eines Boutique-Hotels: modernes Design, reduzierte Einrichtung (Schränke gibt es in den kompakten 178 Zimmern zum Beispiel keine, dafür aber einen 42-Zoll-Fernseher) und ein gemütlicher Lobby-Bereich, in dem nicht nur frisch gebrühter Kaffee (statt Instant-Coffee auf dem Zimmer) und Gesellschaftsspiele, sondern auch leckere Drinks an der rund um die Uhr geöffneten Bar auf Gäste und Locals warten. Das Moxy möchte mit moderaten Preisen und durchdachtem, reduziertem Konzept junge Business-Reisende ansprechen und die Nähe zum Hauptbahnhof
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Tibits Darmstadt (by Alnatura) Auf dem neuen Alnatura Campus in der Eschollbrücker Straße entsteht eine willkommene Anlaufstelle für alle, die es vegetarisch und vegan mögen: Das Schweizer Familienunternehmen Tibits eröffnet dort zum Februar sein erstes Restaurant in Deutschland, das gleichzeitig als hochwertige Kantine für die Alnatura-Mitarbeiter dienen, aber auch allen anderen DarmstädterInnen gesunden Genuss schmackhaft machen will. Florale Tapeten und viel Holz passen zum Konzept der regionalen, saisonalen und nachhaltigen Küche und lassen auf ebenso viel Liebe zum Detail im Kochtopf hoffen. Gerichte wie gebackener Rosenkohl mit Birne oder ein marokkanischer Karottensalat nähren diese Hoffnung.
Unkompliziert: Auf den rund 230 Quadratmetern wählt jeder am Buffet selbst, von was er wie viel essen möchte, abgerechnet wird anschließend nach Gewicht. Geöffnet hat das Restaurant unter der Leitung von Sascha Falk zunächst nur wochentags von 11 bis 14.30 Uhr. Ab März werden die Gäste freitags und samstags von 11 bis 22 Uhr sowie sonn-
Weitere Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie: ❉ Der Astro-Shop am Luisenplatz mit esoterisch bis retro angehauchtem Schmuck hat nach Jahren geschlossen und steht aktuell leer. (ct)
Der Schließungsreigen geht weiter: Die Modekette Bailly Diehl wird ihre Filiale inklusive Timberland-Shop im Carree/Ecke Ernst-Ludwig-Straße endgültig schließen, weil der Mietvertrag ausläuft. Vermutlich bis Ende Februar läuft noch der Räumungsverkauf. (lm)
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❉ „Jeder Mensch ist schön“, findet die Darmstädter Fotografin Lotte Cellarius – und hat es sich deshalb mit Beautiful People zur Aufgabe gemacht, die DarmstädterInnen in ihrem Fotostudio im Seitersweg, auf Wunsch aber auch zu Hause oder in der Natur, mit schönen Portraitfotos zu versorgen. Auch Kinder fotografiert sie ansprechend und kindgerecht. (lm)
Von Schawarma über Kebab bis Gemüse-Dürüm: In den ehemaligen Käse Buchheimer hinter dem
tags von 11 bis 17 Uhr speisen können – Wochenendbrunch inklusive. Gut zu wissen: Tibits wurde schon vor 19 Jahren unter anderem von den Betreibern des ältesten vegetarischen Restaurants der Welt, dem „Haus Hiltl“ in Zürich, gegründet. (lm) — Eschollbrücker Straße 65, AlnaturaCampus | www.tibits.de
Ratskeller ist das syrisch-türkische Lokal Emir's Grill, in dem unter anderem Fleischspieße und Gemüse auf einem offenen Kohlegrill brutzeln, eingezogen. Geplant ist mit Lieferservice. (ct) Das ursprünglich von einem Sternekoch betriebene Buvette-Restaurant Da Home in der Gräfenhäuser Straße hat für unbestimmte Zeit geschlossen. In einem Aushang an die Stammkunden wird ein neues Konzept angekündigt, mit dem das Restaurant bald „wieder etwas Einmaliges in Darmstadt“ bieten will. Wir sind gespannt! (lm)
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❉ Das Fischgericht am Mathildenplatz hat geschlossen. Einziehen soll dort bald ein asiatisches Restaurant. (ct)
Im Heiping tut sich was: Durch die Fenster der alteingesessenen Bessunger Institution können wir eine neue, moderne Einrichtung erspähen. Eigentlich sollte die We2 Weinbar schon im Dezember wieder eröffnen, wegen Krankheit verzögert sich der Neustart aber auf unbestimmte Zeit. Toll: Das altbewährte Team bleibt erhalten. (lm)
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Inner City Fitness: Im Carree wollte der Filialist
Jumpers Fitness eigentlich schon im Dezember 2018 sein 1.200 Quadratmeter großes Darmstädter Studio für Kraft-, Ausdauer-, Cardio- und Kinesis-Training (plus Solarien) eröffnen. Nun ist von einer Eröffnung Anfang Februar die Rede. (ct)
Cafés Louis & Louise) ihr neues Café Mela eröffnen. Inspiriert zum Namen „Mela“ wurde sie übrigens durch ihren Englischlehrer während eines Aufenthalts auf der Insel Gozo. Mehr dazu im nächsten P. (kgb) Gerüchtehalber hat das Louis & Louise eine neue Bleibe in der Sturzstraße (Ecke Landskronstraße) gefunden. Damit bliebe den Bessungern ihr zweites Wohnzimmer erhalten – aktuell wird hier aber noch renoviert. (lm)
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Der Hochwert-Second-Hand-Klamottenmarkt Kleid At Night verwandelt die Halle der Centralsta tion am Donnerstag, 07.02., von 19 bis 22 Uhr, wieder einmal in einen Pop-up-Shoppingtempel mit geschmackvoller Musikuntermalung. Eintritt: 2 € (für Männer frei). (ct)
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Schøne Weine in Bessungen (in der Wittmann straße 2a, gegenüber vom Café Godot) steht kurz vor seiner bestimmt sehr schønen Eröffnung. (ct)
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Carmen und Geo Volz, die Inhaber der gleichnamigen, traditionsreichen Metzgerei Volz am Kantplatz, haben ihren Laden zu Jahresbeginn an Holger Dressel übergeben. Dressel, 42 Jahre alt, ist Sprössling einer Darmstädter Metzgerfamilie, ausgebildeter Koch und Fleischermeister – und ein Cousin (sowie das Patenkind) von Geo Volz. Er wird die seit 117 Jahren bestehende Metzgerei – samt angeschlossenem Partyservice – in fünfter Generation weiterführen. (ct)
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Vom Wasserschaden nicht mehr erholt: Das beliebte Innenstadt-Bistro Something Healthy („gesundes Fastfood“!) in der Wilhelminenstraße hat nach zwei Jahren Betrieb leider endgültig geschlossen. (lm)
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Erst im November-P haben wir darüber berichtet, dass Tabakwaren Brückner in der Schulstraße schließt. Unsere Sorge um die Darmstädter KioskKultur war aber unbegründet: Joshua Arnold, der Sohn des Betreibers der Kioske am Luisenplatz, hat den Laden einer Generalüberholung unterzogen und wird zum Februar in stylischem Erscheinungsbild, aber mit klassischem Sortiment wiedereröffnen. Ein Späti wird der Kiosk trotz des aktuellen Trends wohl nicht werden, einige gute Gins sollen aber im Sortiment sein – Hipster-Potenzial ist also vorhanden. Einen Instagram-Account hat der Kiosk Schulstraße Elf schon mal. Wir sind gespannt auf mehr. (lm)
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Traurige Nachricht aus dem Martinsviertel: Der Kinderladen Mimikie am Schlossgartenplatz wird uns nicht mit Kinderkleidung und Spielzeug versorgen. „Geschlossen für immer.“ (lm)
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Darmstadts In-Pizzeria Mono am Riegerplatz bietet ab sofort einen Mittagstisch mit Pizza plus Salat oder Dessert an (jeden Wochentag – außer dienstags – von 11.30 Uhr bis 14 Uhr). (ct)
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❉ In die ehemalige bewohnte Kunstinstallation (b.k.i.) in der Lauteschlägerstraße 5 a ist Mußestunde, ein Studio für Massagen (auch original balinesische, Sportmassagen oder Hot Stone), Fußpflege, Maniküre, Pediküre, Körper- und Gesichtsbehandlungen, Haar entfernung sowie Microblading (definierte Augenbrauen), eingezogen. „Für alle Freunde der Muße“. (ct)
Im ehemaligen Nachrichtentreff in der Elisabethenstraße soll laut Darmstädter Echo dieses Frühjahr ein Steakhouse eröffnen, das vom Eberstädter Geschäftsmann Michael Krützfeldt betrieben wird. (ct)
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Ende Dezember hat Inhaber Dieter Sickfeld bekannt gegeben, dass auch das Café Lumu seine Türen schließt. Finden wir sehr schade, denn im Johannesviertel fehlt jetzt wieder ein kleines, szeniges Café! (lm)
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❉ Voraussichtlich im Februar wird Nicole van Venrooy am Forstmeisterplatz (in den Räumen des ehemaligen
Ein griechisches Restaurant und traditionelle deutsche Küche verbinden Eleni Papageorgiou und Alexandra Böckel in ihrer neu eröffneten Taverna Ópa in der Marktstraße 2 im Herzen Eberstadts. (ct)
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❉ Spaziergänger und Ausflügler finden neuerdings die beliebten Kuchen (siehe unseren Espressound Kuchentheken-Test in dieser Ausgabe) aus dem Café Tierbrunnen in der Villa Trautheim hinter dem Forst am Bölle. Konzept und Einrichtung aus der Mathildenstraße sind komplett nach Trautheim umgezogen. Anfang Januar gab es noch Probleme mit einer undichten Gasleitung, die Betreiber hoffen, bis Anfang Februar eröffnen zu können. Im Café Tierbrunnen wiederum soll, wenn alles klappt, im März unter neuem Namen und mit jüngerem Konzept ein Café mit mediterranem Touch entstehen. Das P hält Euch auf dem Laufenden. (lm)
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»Ich stand mir selbst im Weg« Blackbox mit Döll I N T E RV I E W + T E X T: M AT I N NAWA B I | FOTO: JA N E H L E RS
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Döll rechnet ab – mit sich selbst. Spielsucht, Depressionen, Existenzängste. Auf seinem Debütalbum konfrontiert der aus Eppertshausen stammende Rapper sich und seine Hörer mit brutaler Ehrlichkeit. „Nie Oder Jetzt.“ erscheint acht Jahre nach Dölls erster Veröffentlichung – und fünf Jahre, nachdem er 2014 bereits mit „Weit Weg“ eine erfolgreiche EP lieferte, die als Klassiker der Szene gilt und ihm damals eigentlich Tür und Tor für eine steile Karriere öffnete. Doch stattdessen: Funkstille. Überwältigt und überfordert von der
Resonanz stürzt Döll in eine mentale Krise – und kämpft sich zurück. 2017 erscheint im Schulterschluss mit seinem Bruder Mädness das Erfolgsalbum „Ich Und Mein Bruder“. Jetzt legt der „Junge aus ner Arbeiterfamilie, der nur Rap kann“ nach: „Nie Oder Jetzt.“ ist ein emotionales und schonungslos persönliches Album geworden. Es ist das Psychogram eines genialen Geschichtenerzählers, der mit ergreifender Dichtkunst jetzt schon, zu Beginn des Jahres, die vielleicht beste deutsche Rap-Platte 2019 rausgehauen hat.
Vor wenigen Wochen ist Dein Debütalbum „Nie Oder Jetzt.“ erschienen – acht Jahre nach Deinem ersten Release. Wieso hat die Platte so lange auf sich warten lassen? Döll: Das hat mehrere Gründe. Als 2011 die Platte mit Nomis erschien, lebte ich bereits in Spanien. Ich war drei Jahre in Madrid. Bei meiner Rückkehr habe ich direkt die EP „Weit Entfernt“ rausgebracht, fing dann aber auch zeitgleich an, ganz normal zu arbeiten … dann kam die Platte mit Marco [Marco Döll alias Mädness]. Nach Veröffentlichung der EP 2014 hatte ich eigentlich mit den Arbeiten für das jetzt erschienene Album begonnen. Verzögert wurde das Ganze zum einen durch das „Ich Und Mein Bruder“-Album, zum anderen stand ich mir selbst sehr lange im Weg. Ich war psychisch über 'nen längeren Zeitraum nicht sonderlich fit. Da gab’s immer wieder uncoole Phasen. Die habe ich jetzt im Griff. Leider Gottes ist deswegen erst jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem ich bereit war, das Album zu veröffentlichen. Daher auch der Titel „Nie Oder Jetzt.“? Genau. Also der Titeltrack der P | 77
Platte heißt auch so, darin geht’s um en bissie was anderes, aber die Aussage „Nie Oder Jetzt.“ umreißt einen der Gedanken hinter dem Album. Entweder bringe ich das Teil jetzt raus oder mache das nie mehr, ich mach nie mehr ein Solo-Album. Auch soundtechnisch gibt’s einiges zu hören, das ich genau jetzt oder eben nie mehr bringen wollte. Die ersten Songs der Platte habe ich nämlich tatsächlich auch schon vor drei, vier Jahren geschrieben.
Hattest Du damals nach der EP und bis zur Veröffentlichung einfach eine Phase, in der Du die Musik aus den Augen verloren hattest? Gar nicht, zu gar keinem Moment. Es wäre genug Material vorhanden gewesen, um 2015 direkt nachzulegen. Das ist jetzt jammern auf ultra-krassem Niveau, aber dadurch, dass die „Weit Entfernt“-EP damals so gut ankam, war ich in der Situation, Anrufe, E-Mails, Angebote zu bekommen, die ziemlich krass waren. Irgendwie wollte ich dann auf keinen Fall einen Fehler machen. Alles penibel richtig machen. Daran bin ich etwas zerbrochen. Das hat mich überfordert. Ich stand mir selbst im Weg. Zeitgleich war ich psychisch nicht so wirklich auf dem Level. Dann kam 2017 die Platte mit Marco … … „Ich Und Mein Bruder“, die Platte mit Mädness, die ziemlich eingeschlagen ist. Ihr seid beide nach längerer Funkstille richtig durchgestartet. Das hat vieles auf ein anderes Level gebracht. Wir haben mit der Veröffentlichung unglaublich viel gelernt. Auch was das Live-Ding angeht. Die Touren, die Festivals … ich kann mich noch erinnern, als ich in der Krone die Release-Party zur EP
gespielt habe. Da war einfach nur der Gedanke: Ok, krass, wir können eine Release-Party machen? Irgendwie habe ich ein Set von 30, 45 Minuten zusammengestellt und zittrig auf der Bühne gestanden. Mittlerweile ist das anders. Marco und ich, wir spielen beide super gerne live und überlegen, wie wir mit unseren Konzerten über klassische Rap-Shows hinausgehen können. Wir haben einen Sänger und DJ dabei und finden im Set immer Kleinigkeiten, um den Leuten mehr zu bieten, als nur die reine Performance-Ebene.
Mädness und Du, zusammen habt Ihr zuletzt auch echt krasse Konzerte gespielt. Von der Krone aus ging es für Dich an der Seite Deines Bruders ins Vorprogramm von K.I.Z. in die größten Hallen der Republik. K.I.Z. … ich weiß nicht, ob Du die schon mal gesehen hast … die haben zum Beispiel einen Panzer auf der Bühne, der nach vorne rollt und es fliegen Geldscheine bedruckt mit dem Gesicht einer der Band-Mitglieder raus. Das mitzuerleben, das professionelle Umfeld – auch wie die mit Menschen vor, neben und auf der Bühne umgehen – davon konnten wir viel lernen. Wie fühlt sich’s jetzt an, nach einer solch langen Zeit das Soloalbum endlich in den Händen zu halten? Aktuell super. Ich habe tatsächlich wenig Zeit über alles nachzudenken. Das Album veröffentliche ich nämlich selbst, ohne Label im Rücken. Ich habe alles selbst in die Hand genommen. Ich habe nicht mal eine Promo-Agentur. Das ist keine Beschwerde: „Oh, des is sooo viel Abbeid …“ Ich mach’s gerne, ist aber auch überwältigend. Keine Wochenenden, keine Feiertage – gut, die hast
du als Selbstständiger, als Musiker sowieso nicht. Mir ist klar, dass ich nicht die Musik mache, mit der ich übermorgen den neuen Spotify-Weltrekord aufstelle. Aber das, was zurückkommt, freut mich extrem. Als vor ein paar Wochen die Info kam, dass die Juice [bundesweit relevantes HipHop-Magazin und Sprachrohr der Szene] „Nie Oder Jetzt.“ zum Album der Ausgabe kürt – das war echt geil. Fühlt sich super an!
Die Entscheidung, das Album komplett in Eigenregie, ohne Label, zu veröffentlichen ist sicherlich ein mutiger Schritt gewesen. Ohne mir selbst auf die Schulter klopfen zu wollen, aber wenn
Egal ob Beats, Mix, Mastering, Videos, Fotos et cetera. So stand die Frage im Raum: Wieso soll das überhaupt ein Label machen? Jedenfalls kann ich Dir mittlerweile ganze Wikipedia-Artikel über die Herstellung von Vinyl schreiben. Das ist echt 'ne scheiß Wissenschaft! [lacht]
Vom Artwork bis zu den Beats: Entstanden ist Dein Album in Zusammenarbeit mit Leuten, die Dich als Musiker bereits seit vielen Jahren begleiten: Yassin, Torky, Gibmafuffi … Stolz ist ein schwieriges Wort. Aber wenn ich an die EPs zurückdenke – sowohl die von Mädness [„Maggo“, 2014] als
»Das, was zurückkommt, freut mich extrem.« ich nach der Solo-EP 2014 schneller nachgelegt hätte, wäre ich, glaube ich, heute als Künstler ziemlich sicher an einem anderen Punkt. In diesem Moment ist „Nie Oder Jetzt.“ auch der Versuch, mich dahin zurückzukämpfen, wo ich mich eigentlich sehe, wo ich denke, dass ich eigentlich hingehöre. Damals habe ich das nicht geschafft. Deswegen will ich es diesmal aus eigener Kraft stemmen. Mir fällt es mitunter auch generell schwer, Sachen aus der Hand zu geben …
Also auch der Gedanke der Wiedergutmachung? Das ist total das Ding. Ich hätte auch die Möglichkeit gehabt, das Album über verschiedene Labels laufen zu lassen. Für mich stand jedoch schon zu Beginn der Produktion fest, mit welchen Leuten ich für die Platte zusammenarbeiten will. P | 78
auch meine – ... dass das alles so einen Anklang in der Szene gefunden hat, macht mich schon stolz. Denn alles, was wir damals gemacht haben, ist im Freundeskreis entstanden. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert, außer dass Leute hinzugekommen sind. Auf freundschaftlicher als auch musikalischer Ebene. Durch den Umzug nach Berlin ist zum Beispiel das Verhältnis mit Yassin noch viel enger geworden – wir arbeiten auch mehr zusammen. Ich kenne jeden Beat-Produzenten der Platte persönlich. Mit den Leuten, mit denen ich im Studio bin, hänge ich danach auch privat ab. Wobei das manchmal auch zu viel wird. [lacht]
War der Umzug nach Berlin ein Katalysator für Deine Musik? Das klassische Ding ist ja irgendwie: Du kommst aus
– keine Ahnung – Süd-Sindelfingen und ziehst nach Berlin, um „Megastar“ zu werden. War bei mir halt überhaupt nicht so. Wir wollten die „Ich Und Mein Bruder“-Platte mit Yassin und Torky machen, das war klar. Und die beiden wohnen eben dort. Dann war die Frage einfach: Fahren wir dreimal die Woche von Darmstadt nach Berlin und sind die ganze Zeit im Zug oder ziehen wir einfach da hin? Also sind wir nach Berlin gezogen. Abgesehen davon hat keinen von uns zu dem Zeitpunkt sonderlich viel in Darmstadt gehalten …
Das Album ist sehr persönlich geworden. Schonungslos ehrlich und sprachlich sehr direkt. Du gibst viel von Dir preis. War es ein Wagnis, sich mit solchen Texten in die Öffentlichkeit zu stellen? Ja, total. Bei vielem, das ich mache, frage ich mich selbst wirklich: Kannst Du das bringen? Willst Du das in der Öffentlichkeit sagen? Weniger weil es mir um mich geht, sondern gerade weil es nicht nur mich betrifft. Meine Familie, Freunde, mein Umfeld. Ich will ja nicht, dass meine Mutter beim Rewe an der Kasse gefragt wird: „Hier, Ihr Bub, isch hab‘ da was bei dem eine Lied gehört … stimmt des?“ Die Frage stellte ich mir oft. Grundsätzlich waren Rap und Musik immer extrem wichtig für mich, weil ich mich mit vielen Songs wiederfinden konnte. Und so pathetisch das auch klingt: Es hat mir immer Kraft gegeben, einen Halt. Das ist auch meine Motivation. Ich will das, was die Musik anderer mir gegeben hat, auch anderen geben. Mir schreiben viele Leute oft, dass sie sich mit meinen Texten identifizieren können, ähnliche Dinge erlebt haben und/oder dass die Musik ihnen
Kraft gibt. Das freut mich sehr.
Hat das Musikmachen für Dich einen therapeutischen Effekt? Wenn du auf ein Blatt Papier schreibst, was dich gerade stört, was für dich problematisch ist, dann verschwindet das nicht aus deinem Leben. Aber klar: Es gibt viele Songs auf der Platte, bei denen ich schlucken musste … bei denen ich echt geweint habe. Deswegen: Eine Form von Therapie ist das auf jeden Fall, aber auch keine finale Lösung. Wenn ich auf Tour bin, acht Konzerte gespielt habe, setzt schon auch der Gedanke ein: So, jetzt spiele ich noch mal das Programm von gestern Abend … aber trotzdem erinnere ich mich an den jeweiligen Moment, in dem ich den Song geschrieben habe. Das versetzt mich – zumindest teilweise – in die Emotion, in der ich war. Auch das empfinde ich wie Therapie. En bissie. Es ist eine Form von Verarbeitung. Auf jeden Fall. Auf der Platte findet sich auch das Stück „64“. Eine Hommage an Südhessen, die Region zu der Du immer ein ambivalentes Verhältnis hattest. Hat Dich das Heimweh gepackt? Ich kann mich noch gut daran erinnern: Tesk – mit dem habe ich damals angefangen Mukke zu machen – kommt auch wie ich aus Eppertshausen. Nach Abitur und Zivildienst, bevor ich nach Spanien gegangen bin und er ebenfalls ins Ausland, saßen wir bei ihm im Keller und haben Pläne geschmiedet: „Jo, ich gehe nach Madrid!“ Tesks Vater, mittlerweile leider verstorben, meinte: „Jungs, voll cool, dass Ihr Euch Gedanken macht. Macht das, fahrt überall hin. Aber früher oder später werdet Ihr auch wieder hier her zurückkommen.“ Klar, Berlin ist super, aber der größte Teil meines sozialen Umfelds ist P | 79
weiterhin hier in der Ecke verortet. Entweder in Darmstadt oder in Offenbach. Das ist jetzt theatralisches Gebabbel, aber man wird nie so sehr auf einem Nenner sein wie mit Leuten, die man seit der Jugend kennt, mit denen man 15 Jahre durch die Scheiße gegangen ist. Das sind bei mir nicht mehr so viele. Aber die, die das noch sind, sind alle hier. Deswegen fühle ich mich der Region weiterhin extrem verbunden. Das ist eine Form von Hassliebe. Ich wäre nicht weggezogen, wenn ich es hier so traumhaft finden würde, weißte. Dennoch: Ich pendle seit sieben, acht Jahren entweder von Madrid, Stuttgart oder jetzt Berlin hierher. Am Ende des Tages ist Berlin auch nur eine riesige Blase, gerade die Musikindustrie: Küsschen links, Küsschen rechts und immer schön „Netzwerk erweitern“. Das ist nichts für mich. ❉
„Nie Oder Jetzt.“ fürs Plattenregal — Dölls Solodebüt ist am 11. Januar 2019 als Vinyl, CD und digital erschienen, auf Platz 15 der Albumcharts gelandet und überall erhältlich. www.instagram.com/ doelloffiziell
„Nie Oder Jetzt.“ live — Die Release-Tour zum Album führt Döll natürlich auch in die Region! Zoom, Frankfurt Sa, 09.03. | 20 Uhr | 20 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets für das Konzert auf www.p-stadtkultur.de.
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Wrede und Antwort Zum Einstieg in das neue Jahr: etwas Heiteres, na klar! TEXT: GERALD WREDE | FOTO: JAN EHLERS | ILLUSTRATION: LISA ZEISSLER
Sehr geehrte Leser/innen, jeder Kenner weiß es doch: Hunger ist der beste Koch. Was Naschkatzen nicht davon abhält, Haselnusstafeln oder Produkte von Hans Riegel aus Bonn zu verzehren, was auch absolut okay ist. Ritex, die Kondome, beziehen sich übrigens auf Hans Richter aus Bielefeld, könnten also auch „Haribi“ heißen und Alno, der Konkurs gegangene Küchenhersteller, wäre wohl noch schneller unter dem Nachnamen seines Firmengründers Albert Nothdurft eingegangen – denn wer lässt sich schon gerne in die Küche schiffen? Aber zurück und weiter. Denn weitere Leckereien beziehen sich per Abkürzung auf den Namen des Herstellers, und wiederum klingen manche Echtnamen wie etwas aus dem
Süßwarenladen (und sei es dort aus der Bio-Theke). Nehmen wir doch einfach den ehemaligen Präsidenten der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda. „JAGODA“, welch schöner Name für einen knusprigen Riegel voller Ballaststoffe und trockener Früchte. Oder, auch lecker – und näher vor der Haustür – den, in meinem persönlichen Umfeld vor Jahrzehnten oft gedissten Ehrenvorsitzender des CDUKreisverbandes Darmstadt, Gerhard O. Pfeffermann. Einen Pfeffermann sollte man auf langen Wanderungen immer im Säckel haben. Für den Dobermann zu Hause eignen sich als Kraftnahrung zwei, drei Dosen Dobrinth bestens, da bleibt das Rinti im Schrank. Zweiter Exkurs: „tegut“, benannt nach Gründer Theo Gutberlet P | 81
(„Gut-Gut-Gutberlet“), bekam 2008 den ersten verliehenen Deutschen Nachhaltigkeitspreis, arbeitet aber seit 2017 mit Ama zon zusammen. Eventuell ein Grund für Nicolas Cage, den Ehrenpreis von 2016 zurückzugeben? Zusammen mit Westernhagen seinem von 2017 – so dieser es nicht bereits getan hat. Abschließend sei gefragt, ob sich jemand berufen fühlt, nach all dem Polit-Fragmentierungen einen Zungenbrecher für Sprach lehrbücher zu verfassen, in dem drei ehemalige Justizminister/innen vorkommen, nämlich: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Herta Däubler-Gmelin und Edzard Schmidt-Jortzig. Grübelnd, Gerald „Klett-Cotta“ Wrede
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Darmstädter Fakten REC H E RC H E + T E X T: C E M T E V E TOǦLU
> „PS“ hieß die 16-teilige Fernsehserie, die in Darmstadt gedreht und zwischen 1975 und 1979 im Ersten Deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die Serie von Claus Peter Witt (Regie) und Robert Stromberger (Drehbuch) erzählt Geschichten über das fiktive Darmstädter Autohaus Neubert und dessen Kunden: Es geht um Intrigen am Arbeitsplatz, Ärger mit einem dauerdefekten Wagen und der Autoversicherung, schließlich sogar um Existenzängste.
P Stadtkulturmagazin 12. Jahrgang Ausgabe 111 – Februar 2019
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