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Ausgabe 108 (Oktober 2018)

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Oktober 2018 | gratis

# 108  


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HESSISCHES LANDESMUSEUM DARMSTADT

www.hlmd.de #stageshlmd

STIFTUNG


Collage: Obo

Hallo Darmstadt.

Inhalt P STA DT KU LT U RM AGA Z I N | AUS GA BE 108 | OKTOBE R 2018

Thema Seite

Thema Seite

Foto-Editorial, Inhalt

03

Out of Darmstadt

60 + 61

04 – 12

Neues von Shukur und Mohammad

62 – 64

2008 vs. 2018: Saladin-Eck

16 + 17

Das gute Leben, Folge 1: Unverpackt

66 + 67

Die Vierte Säule, Folge 14

18 + 19

Darmstädter Wortakrobaten, Folge 3:

Espresso-Test, Teil 3: Hochschulcafés

20 – 23

Andreas Roß

Stilsicher, Folge 46: Paperboy

24 + 25

Unter Pappeln, Folge 62

70 + 71

Kommen und Gehen

26 – 29

The Animalistics

72 – 74

Aufgeschnappt

30 + 31

Blackbox mit Lui Hill

76 – 79

Das literarische Darmstadt im Oktober

32 – 34

Darmstadtian secrets, No. 8

Kunst-Highlights

36 – 38

Wrede und Antwort

81

Theater-Tipps

40 + 41

Rischdisch (un)wischdisch

82

Veranstaltungskalender

43 – 57

Impressum 82

Favoriten des Monats

P | 03

68 + 69

80


Favoriten des Monats ROCK/METAL

Hoff-Art Theater | Di, 02.10. | 20 Uhr | 8 € „Flava in Ya Ear“: Splash Brothers + Special Guest

HIP HOP

Abbildung: Schlosskeller

Die Splash Brothers sind back und setzen gleich mal einen drauf. Bei dieser Ausgabe von „Flava in Ya Ear“ werden nicht nur exquisite Beats mitgebracht, sondern auch hoher Besuch aus Frankfurt: Der renommierte Produzent und DJ Sam Exzellent wird zusammen mit den Splash Brothers mächtige Sounds liefern und mit Euch einen bassigen Turn in den Feiertag starten. Ein Muss für loyale wie lokale HipHop-, Trap- und R'n'B-Connaiseure. (lh)

Schlosskeller | Di, 02.10 | 23 Uhr | 5 €

Abbildung: The Fur Coats

1. The Fur Coats (Portland) + 2. Sisters (Seattle)

FRISCHZELLE

Frischzelle geht immer! Anfang Oktober verstrahlen uns die Fur Coats mit psychedelisch-souligem Garage Rock den Mittwochabend. Zwei Wochen später ist mit dem Synth-Pop-Duo Sisters eines der Frischzelle-Highlights des Vorjahres zu Gast. Ihrem an sich melodischen Sound mit vielen 80er-Pop- und R’n’B-Elementen verpassen die zwei überraschend viele Ecken und Kanten. Es zierpt und zischt. Klingt nicht nur erfrischend eigenständig, passt auch bestens zur (queer-)politischen Message. (mn) Klingt wie: Chvrches, Scissors Sisters, Phil Collins Bessunger Knabenschule (Keller) | Mi, 03.10. (Fur Coats) + Mi, 17.10. (Sisters) | 21.30 Uhr | Eintritt frei (Spende erwünscht) Jesper Munk (München)

SOUL-JAZZ

Jesper Munks Sound ist rough, seine rauchige Stimme voller Tiefe und Seele. Man könnte meinen, er habe so viele Jahre auf dem Buckel wie ein Clapton oder Springsteen – dabei ist er erst 26. Waren seine beiden bisherigen Alben „For In My Way It Lies“ (2013) und „Claim“ (2015) eher von Motown Soul, Delta Blues und rauem Bluesrock inspiriert, wendet er sich nun auf „Favourite Stranger“ verstärkt gefühlsbetontem Soul-Jazz zu. Als Support dabei: Olmo + Mathilda aus Berlin und London. (lh + ct) Centralstation (Halle) | Do, 04.10. | 20.30 Uhr | 29,50 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de. P | 04

Abbildung: Lewis Lloyd

Abbildung: Jo Henker

Glanville (Darmstadt)

Im Mai haben Glanville ihre Debüt-EP „First Blood“ herausgebracht – und schon geht's zusammen mit den Galactic Superlords aus Köln auf „Your new favourite Metal bands you've never heard of“-Tour: Darmstadts Hard-RockSupergroup macht eben keine halbe Sachen. René Hofmann singt, als wäre der Geist von Ronnie James Dio in ihn gefahren, und die Gitarristen peitschen Euch affengeile Thin-Lizzy-Gedächtnis-Riffs straigt from hell um die Ohren. Holt die Lederjacken aus dem Schrank und bügelt Eure Bandanas! (ct + mn) Klingt wie: der Soundtrack für ein „Easy Rider“-Reboo


Favoriten des Monats Soundkitchen

INTERNATIONALE KLANGKÜCHE

Triorität (Darmstadt) RELEASE-PART Y Großartige Live-Auftritte und der Darmstädter Musikpreis haben Gerrit Ebeling (Piano), Grégoire Pignède (Bass) und Alexander Hoffmann (Schlagzeug) im letzten Jahr bekannt gemacht. Jetzt erscheint ihr Debütalbum mit fünf Songs. Darauf nehmen sie funkige Anleihen beim Fusion-Jazz der 70er Jahre und garnieren das Ganze mit einer gehörigen Portion House. Das muss natürlich mit einer Release-Party gebührend gefeiert werden. Im Anschluss gibt es von der befreundeten Soulaboration-Crew um Lukas Lehmann Tanzbares aus der House- und Elektro-Ecke. (kzd) Klingt wie: Kamasi Washington, Weather Report Schlosskeller | Fr, 05.10. | 22 Uhr | 7 € 3. Weinfest auf dem Riegerplatz

Abbildung: Leander Lenz

Abbildung: Besidos

Das Soundkitchen Orchestra und die Besidos servieren den nächsten Gang: Im Foyer des Großen Hauses im Staatstheater geht ihre beliebte Veranstaltungsreihe mit integrativem Hintergrund in die achte Runde. Mit internationalen Klang-Ingredienzien wird in der Soundkitchen auf gefällige Klangart ein schmackhaftes Menü kredenzt – das jedermann in ungezwungener Atmosphäre auf sich wirken lassen kann. Zahlen kann am Ende jeder so viel, wie ihm der Abend wert war. (lm) Klingt wie: Soulkitchen für die Ohren Staatstheater, Foyer Großes Haus I Fr, 05.10. I 19.30 Uhr Eintritt frei, Spende erwünscht

AUF EIN VIERTELE INS VIERTEL

Abbildung: Wohnzimmer Riegerplatz e. V.

Nachdem die Scherben in der Wilhelminenstraße aufgekehrt sind, ziehen Winzer und Weinliebhaber Anfang Oktober weiter ins Martinsviertel: Zum dritten Mal lockt das Weinfest auf dem Riegerplatz mit Vino, Zwiebelkuchen und Spundekäs. Der Wohnzimmer Riegerplatz e. V. hat Candy Jane zur musikalischen Untermalung eingeladen, Stände gibt es unter anderem vom Weinkontor und vom Teeladen am Riegerplatz. (lm)

Riegerplatz I Sa, 06.10. I 15 bis 22 Uhr I Eintritt frei

ÜBERWINTERN IN DER WESSI

Weststadtcafé I ab Sa, 06.10., jeden Samstag im Oktober (+ November) 22 Uhr | Eintritt variiert (mal frei, mal 5 €, mal 7 €) P | 05

Abbildung: Anna und Hanna

„8 x 12 reloaded“

Nachdem wir gerade erst Abschied von der Weststadt-Sommersaison gefeiert haben, freuen wir uns jetzt schon aufs Winterprogramm. Denn die von Anna und Hanna organisierte „8 x 12“-Reihe ist zurück! Einmal pro Woche dürfen Weststadtfans diesen Winter ihre Sucht stillen und dabei überwiegend Wessifremde DJs und Veranstalter kennenlernen: Liebig, Lischka + Maser (am 06.10.), FB Gestaltung (13.10.), NTRX (20.10.) sowie Chez und Blumen (27.10.). Wir treffen uns an den Feuertonnen im Außenbereich! (lm)


Favoriten des Monats Pablo Bischoff Trio (Darmstadt)

LATIN JAZZ

Abbildung: Pablo Bischoff Trio

Wie der Vater, so der Sohn: Nachdem Papa Obo jahrzehntelang das Darmstädter Musikleben mit seinen Gitarrenkonzerten im Wasserturm geprägt hat, folgt auf ihn nun Sohn Pablo Bischoff. Auch er beherrscht die Balance zwischen swingender Melodie und vollgriffiger Begleitung, markant gesetzten Schlägen und flüssigem Rhythmus. Zusammen mit Cristóbal Gonzalez (Bass) und Jan Philipp Kluck (Trompete) wird Pablo Bischoff (Gitarre) an diesem Nachmittag Eigenkompositionen und Latin-Jazz-Klassiker spielen. (kgb)

Wasserturm Darmstadt | So, 07.10. | 17 Uhr (Konzert, der Turm ist ab 15 Uhr bei Kaffee und Kuchen zur Besichtigung geöffnet) | Eintritt frei POP

AKUSTIK-ELECTRONICA

Der Groove bohrt sich in den Gehörgang, schickt mich auf die Reise. Gedanken schweifen ab, ich drifte. Go Go Penguin sind Minimalisten, klingen aber überhaupt nicht reduziert, im Gegenteil: vielschichtig, anregend, inspirierend. Allein mit Piano, Kontrabass und Schlagzeug zeigt das Trio, wohin seine ein­­ gängige Kombination aus Rock, Jazz, Game Soundtracks und Glitchy-Electro­ nica führen kann: zu hypnotischen Melodien, instinktiven Basslinien und einem unverwechselbaren Rhythmus. (ct)

Centralstation (Saal) | Do, 11.10. | 20 Uhr | 32,80 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de. Well Done Boys (DA/FFM) + Junes OD (DA)

BLUES/FUNK-ROCK

Mit rauchiger Stimme, zwei Gitarren, grooviger Rhythmussektion und einem Faible für Blues und Funk haben sich die vier versierten Musiker aus Darm­ stadt und Frankfurt seit ihrer Gründung 2017 schnell einen Ruf als hervorragende Live-Band erspielt. Da ist wirklich großes Potenzial vorhanden, zumal die Musiker jeweils schon in anderen namhaften Bands reichlich Erfahrung sammelten. Hinzu kommt das junge Darmstädter Songwriter-Talent Junes OD, der sonst Keyboards bei der Stoner-Band Lucid Void spielt. Ein Abend mit frischem Wind für die hiesige Musik-Szene. (obi)

Hoff-Art Theater | Fr, 12.10. | 20 Uhr | 6 € P | 06

Abbildung: Julia Wisswesser

Abbildung: Yvonne Schmedemann

Go Go Penguin (Manchester)

Abbildung: Mariana Zarpellon

Allie (Berlin)

Trap, HipHop, Folk, Minimal – die Essenz dieses Kosmos ist Allie. Der Song­ writer und Soundtüftler entführt Euch in verwinkelte Klangwelten. Dicht arrangierte elektronische Samples, kühle Melancholie, sphärische ScienceFiction-Ästhetik und Beats. Allies Platten, „bei denen fast jede Einordnung fehlläuft“, begeisterten sowohl Szene als auch Feuilleton und führten den jungen Berliner bis in die USA, wo er mit Paul Giamatti einen Film-Soundtrack komponierte, sowie auf Konzertreise mit Sea + Air. Jetzt kommt der talentierte Musiker mit neuem Material erstmals mit Band auf Tour. Spannend! (mn) Klingt wie: Junip, The Notwist, Feist Schlosskeller | Di, 09.10. | 20 Uhr | Eintritt frei (Spenden erwünscht)


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Favoriten des Monats Wir machen es einfach.

Online Ticket System

LITERATUR UND THEATER IN DARMSTADT Philipp Schwenke, Kurt Flasch, Hanns-Josef Ortheil, Judith Hermann, Wilhelm Genazino, Michael Kรถhlmeier, Jรถrn Leonhard, Klaus Modick, Heinrich Steinfest, Karl-Heinz Ott, Philipp Weiss, Francesca Melandri, Karen Duve, Jan Wagner, Paul Beatty, Stan Nadolny, Michael Walter, F. C. Delius, Arno Geiger, Judith Schalansky, Christoph Ransmayer

20.09. - 02.12.18 | 11:30 + 19:30| Literarischer Herbst | Stadtkirche Darmstadt

17.10.18 | 19:30| Komische Nacht - Comedy Marathon | halbNeun Theater

13.10. + 14.10. + 10.11.18 | 20:00 | Illegal ein Leben lang | Theater Moller Haus

02.11.18 | 20:30 | 1. Black & White, Soul, R&B, Funk-Night | HoffART Theater

support your ticket system local

06151-629461-0 | Mo-Sa 9:00-22:00 So 10:00-15:00 | info@ztix.de | www.ztix.de


Favoriten des Monats Come to the Dance

R’N’B & FRIENDLY HIPHOP

Abbildung: DJ Marko

Was gibt es an einem Freitagabend im Oktober Schöneres, als zu guter Musik in entspannter Atmosphäre so richtig abzugehen und bis in die frühen Morgen­ stunden zu tanzen? Stimmt, nichts. Die „Come to the Dance“-Reihe von DJ Marko (aka Manges) eignet sich dafür dermaßen gut, dass man sich gerade­ zu zwingen muss, die Tanzfläche überhaupt mal kurz zum Getränkeholen zu verlassen. Let’s get the party started! (ali)

Theater im Pädagog | Fr, 12.10. | 22 Uhr | 4 €

Job Jobse (NL) + Florian Meier (D)

TECHNO/WAVE

Abbildung: Arif Malawi

Meist braucht ein DJ eigene Releases, um international auf sich aufmerksam zu machen und gebucht zu werden. Manchmal reichen aber auch außergewöhnliche Skillz und ungewöhnliche Sets (Wave/Techno/Soundtracks/Rap/ Disco), um sich einen legendären Ruf zu erwerben. Selbiges gilt für den Niederländer Job Jobse, von dem nicht wenige Galerie-Besucher behaupten, er hätte 2017 das geilste Kurzweil-Set des Jahres abgeliefert. Nuff said. (obi)

Galerie Kurzweil | Fr, 12.10. | 23 Uhr | 10 €

Abbildung: Freundeskreis Eberstädter Streuobstwiesen

Kelterfest in den Streuobstwiesen

WORSCHT + WOI

In Handpressen werden die reifen Äpfel von den Eberstädter Streuobstwiesen an diesem Nachmittag im Streuobstwiesenzentrum gekeltert. Neben frischem, süßem Most, den man sich am besten gleich in mitgebrachte Flaschen abfüllt, gibt es auch süffigen „Rauscher“ (bereits leicht vergorener Apfelsaft) sowie Apfelwein, Quittensaft, diverse Obstbrände und die beliebten Gelees und Konfitüren zu kaufen. Außerdem dürfen Kinder beim Keltern mithelfen und es brutzeln leckere Lammbratwürste auf dem Grill. (kgb)

Streuobstwiesenzentrum, Eberstadt (Steckenbornweg 65) So, 14.10. | 14 bis 18 Uhr | Eintritt frei INSTAGRAM HIPHOP

Centralstation (Halle) | So, 14.10. | 19 Uhr | 26 € P | 08

Abbildung: Tim Bruening

Haiyti (Hamburg)

Wohl kein anderer Rapkünstler wurde im vergangenen Jahr so vom Feuilleton abgefeiert wie Haiyti. Die Hamburgerin gilt als Nina Hagen des Deutsch-Raps. Ihr zweites Album „Montenegro Zero“ bietet trappigen Rap mit fetten Bässen. Für die Produktion zeichnet sich dann auch das Kollektiv Kitschkrieg verantwortlich, das bereits mit Trettmann Maßstäbe gesetzt hat. Inhaltlich bewegt sich Haiyti immer irgendwo zwischen Schrott und Genialität und hat damit durchaus das Zeug, zum Soundtrack für die Generation Instagram zu werden. (kzd)


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Favoriten des Monats


Favoriten des Monats TRASH + TALK

Schlosskeller | Di, 16.10. | 20.30 Uhr | 3 € „Punto Jazz“: Stefan Varga Trio (Ffm/DA)

WEIN + JAZZ

Abbildung: Dierk Treber

Mit Stefan Varga an der Gitarre, Wolfgang Ritter am Kontrabass und Jens Biehl am Schlagzeug vereint das Stefan Varga Trio drei grandiose Musiker, die ihr Handwerk verstehen. Perfekt harmonierende Instrumente und be­ schwin­gte Kompositionen schaffen Klänge, in denen so viel Heiterkeit, Sehnsucht und Lebensfreude stecken, dass man nicht anders kann als mit­ zuwippen. Dazu ein Weinchen – läuft. (ali)

Vinocentral | Mi, 17.10. | 18 Uhr | Eintritt frei

Abbildung: Andy J. Scott

Open Mike Eagle (Chicago)

HIPHOP

„Brick Body Kids Still Daydream“, Open Mike Eagles sechste Platte, führten Musikredaktionen 2017 geschlossen in ihren Jahresbestenlisten. Nach Kolla­ bos mit Aesop Rock und Danny Brown spinnt der Rapper darauf mit poetisch-­ scharfsinnigen Lyrics und mega smarten Beats eine Geschichte rund um den ehemaligen Sozialbaukomplex Robert Tayler Homes in seiner Heimatstadt – bis zum Abriss ein krasser Brennpunkt. Musikalisch laut Pitchfork in einer Liga mit Tupac Shakur. (mn) Klingt wie: Busdriver, Jpegmafia, A Tribe Called Quest Oetinger Villa | Sa, 20.10. | 20 Uhr | 12 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de. „saasfee* 1 Hour Disco!“ meets Junge Freunde

ABDANCEN

Du hast nur eine Stunde Zeit – was würdest Du tun? Na logisch, tanzen! Anlässlich dieser Ausgabe der Landesmuseumsnacht geben Dir die Jungen Freunde gemeinsam mit dem Künstlerkollektiv „saasfee*“ und einer Uhr mit Countdowntimer genau eine Stunde, also 3.600 Sekunden, um so richtig abzufeiern! Du kannst Dir sicher sein: Hier ist jeder in Bewegung! Vorher gibt’s Warm-up-Drinks von der Chez-Crew und nachher noch eine Stunde Ausklang. Also, die Uhr läuft ... (ali)

Foyer des Hessischen Landesmuseums | Sa, 20.10. | 22 Uhr (Disco von 23 bis 24 Uhr, die „Lange Nacht“ zur Ausstellung „Stages“ beginnt um 19 Uhr) | 0,99 € P | 10

Abbildung: 1 Hour Disco

Abbildung: Schlosskeller

Early Late Night Show „Verwahllost“

Ende dieses Monats können wir Hessen uns bei der Landtagswahl mal wieder in gelebter Demokratie üben. Ihr möchtet Euch gerne auf humoristische Art und Weise auf dieses Ereignis einstimmen (lassen)? Dann sei Euch wärmstens die Early Late Night Show empfohlen! In der diesmonatigen „verwahl­ losten“ Ausgabe erwarten Euch hochkarätige Gäste und Gespräche – gespickt mit schlechten Witzen, guter Musik, garniert mit Hochprozentigem und Häppchen. Wenn das mal nicht eine ordentliche Vorbereitung auf den Gang zur Wahlurne ist! (ali)


Favoriten des Monats GEGEN RECHTS

Ludwig-Georgs-Gymnasium (Aula) | Di, 23.10. | 19.30 Uhr 10 € (Erwachsene) bzw. 2 € (Schüler) Die Nerven (Stuttgart) + Sloe Paul (Stuttgart)

POST-PUNK

Abbildung: Die Nerven

Die Nerven sind mit ihrem letzten Album „Fake“ mittlerweile in den bundes­ weiten Feuilletons angekommen, ihr Status als derzeit wohl (gerade live) eindrücklichste Band hierzulande hat sich rumgesprochen. Ein Absickern in den Mainstream ist nicht zu befürchten, denn ihr teils brachialer Sound hat auch im fünften Jahr nichts an Wucht eingebüßt, ist im Klang-Spektrum eher noch vielseitiger geworden. Eine Band auf ihrem Zenit. Tipp: Am besten ranhalten beim Vorverkauf, da schon im Vorfeld ein „Ausverkauft“ droht. (obi)

Oetinger Villa | Mi, 24.10. | 20 Uhr | 17 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.

Abbildung: Queer Film Fest Weierstadt

Queer Film Fest Weiterstadt

BUNTES KINO

Das größte queere Filmfestival der Region – ja, nicht mal Frankfurt kann da mit einer entsprechenden Veranstaltung gleichziehen! – weiß wieder mit erstklassigem Programm zu überzeugen. 23 Spielfilme, vier Dokumentar­ streifen und etliche Kurzfilme, darunter viele Produktionen aus aller Welt in Originalfassung, locken vor die Leinwand. Freut Euch auf Specials, Rahmen­ programm mit Party im Weiterstädter Kulturbahnhof und die Eröffnung mit Aurora DeMeehl. (mn) Kommunales Kino Weiterstadt | Mi, 24.10. bis Mi, 07.11. (Eröffnungsgala: 25.10., 20 Uhr) | Programm unter www.queer-weiterstadt.de

New York Wannabees (DA) + Nitribitts (WI)

BLUES-TRASH-PUNK

Manchmal braucht es nicht mehr als eine verzerrte Gitarre und ein derbes Schlagzeug, um den sprichwörtlichen Teufel aus dem Leib zu rocken. Da muss man gar nicht erst die White Stripes als Vergleich bemühen, haben wir doch mit den New York Wannabees seit Jahren ein famoses Beispiel dafür in unserer Stadt. Ihr „Gebräu aus sperrig primitivem Blues-Trash mit predigendem Gesang und hypnotischen Voodoo-Drums“ führte sie für Konzerte schon bis in die USA. Hell, ya! (obi) Klingt wie: The Cramps, Gun Club, The Gories, Jon Spencer

Bessunger Knabenschule (Keller) | Fr, 26.10. | 21 Uhr | 8 € P | 11

Abbildung: New York Wannabees

Abbildung: VHS Darmstadt

Darmstädter Comic-Bühne: Nils Oskamp liest laut

Nils Oskamp erzählt in seiner hochgelobten autobiografischen Graphic Novel, wie er in den 1980er Jahren in Dortmund zur Zielscheibe von Neonazis wird, weil er sich gegen einen Mitschüler, der den Holocaust verleugnet und NaziParolen propagiert, auflehnt. Lehrer und Polizei, ja selbst die Familie erkennen die Gefahr damals nicht. Es beginnt eine Spirale der Gewalt, die in zwei Mord­ anschlägen gipfelt. Heute sucht Oskamp bundesweit den Dialog mit Jugendlichen. In Zeiten von Chemnitz aktueller denn je! (kgb)


Favoriten des Monats SINGER-SONGWRITER

KOSCHER TANZEN

Galerie Kurzweil | Sa, 27.10. | 22 Uhr | 7 €

Abbildung: Michael Wigge

„Im Tauschrausch um die Welt“

Abbildung: Galerie Kurzweil

Yuriy Gurzhy & Freylekhs 3000 (Berlin)

Die Jüdischen Kulturwochen bieten noch bis November ein vielfältiges und spannendes Programm. Da darf natürlich auch eine ordentliche Party nicht fehlen. Mit Freylekhs 3000 kommt der heißeste Scheiß in Sachen jüdischer Musik aus Berlin zu uns. Musikalisch setzt das Trio auf jüdischen Retro-Futurismus, irgendwo zwischen Klezmer und HipHop, Swing und fetten Beats. Danach übernimmt DJ Yuriy Gurzhy, der in Berlin unter anderem die „Russendisko“ mit Wladimir Kaminer initiiert hat. Tassen hoch und L’chaim! (kzd)

WEITSICHT + MULTIMEDIALE

Challenge accepted! Michael Wigge wagt ein weiteres verrücktes Selbstexperiment und tauscht sich auf seiner Reise um die Welt in nur 200 Tagen hoch. Vom Apfel zum Tuk Tuk bis hin zum ultimativen Traumziel: einem eigenen Haus auf Hawaii. Seine wahnwitzigen und spannenden Geschichten präsentiert der „Barter Man“ im Rahmen des Weitsicht-Festivals. Das läuft vom ­­ 26. bis 28.10. im Darmstadtium und wird am 27. und 28.10. von der Foto- und Videomesse Multimediale begleitet. (lh)

Darmstadtium | So, 28.10. | 14 Uhr | Wigge-Show: 18 € (der Eintritt zur 11. Multimediale ist frei) „Gute Stube“: Line Bøgh (Dänemark)

ARTPOP

Als Artpop kündigt die „Gute Stube“ das Konzert der Dänin Line Bøgh an. Eine schöne und zutreffende Umschreibung, da sich Bøghs Pop-Songs – eingespielt mit Looper, Keyboard, Omnichord und Vocoder – durch kleine, aber feine artifizielle Versatzstücke vom gewöhnlichen Pop-Allerlei abgrenzen. Auch ihre leicht feenhafte Stimme weckt nordisch-märchenhafte Assoziationen, die durch projizierte Zeichnungen und Animationen des begleitenden Künstlers Christian Gundtoft zusätzlich genährt werden. Atmosphärische Miniaturen, sonisch wie visuell. (obi)

Hoff-Art Theater | So, 28.10. | 20.15 Uhr (direkt nach der „Tagesschau“) | 5 € P | 12

Abbildung: Line Bøgh

Abbildung: Michael Mann

Bedroomdisco: Scott Matthew (New York)

Wie kein anderer vertont der gefeierte Songwriter mit der herzzerreißenden Stimme die bittersüßen Höhen und Tiefen des Menschseins. Nachdem der Exil-Australier bisher routiniert-brillant Album für Album sein Innerstes nach außen kehrte, wagt er mit „Ode to Others“ Neues. Die aktuelle Platte nimmt Familie, Freunde, Bekannte, Unbekannte – unsere Gesellschaft – in den Blick. Zusammen mit einer stolzen musikalischen Vielfalt, die aus dem Folk-PopKorsett ausbricht. Fast schon genial. (mn) Klingt wie: Bonnie „Prince“ Billy, Antony & The Johnsons, Rufus Wainwright Evangelische Friedensgemeinde | Sa, 27.10. | 19 Uhr | 26,50 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de.


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Favoriten des Monats

FAS H ION & A CCESSO I R ES FAIR · OR G A NI C · LO C A L

S C H U L S TR AS S E 5 64283 D AR M S TAD T


UNSERE FILMTIPPS Halloween Spielfilm, USA 2018 | Regie: David Gordon Green | Darsteller: Jamie Lee Curtis, Nick Castle, Judy Greer | Filmstart: 25. Oktober 2018 In diesem Jahr kehrt das Grauen zurück. In der Rolle, die sie zur Ikone des Genres machte, muss sich Jamie Lee Curtis in HALLOWEEN ein letztes Mal dem blutrünstigen Psychopathen Michael Myers stellen. Seit er vor 40 Jahren mit einer brutalen Mordserie die amerikanische Kleinstadt Haddonfield terrorisierte, sitzt Michael Myers, abgeschottet von der Außenwelt, in einer psychiatrischen Anstalt in Haft. Als er zusammen mit anderen hoch­ gefährlichen Insassen verlegt werden soll, passiert die Katastrophe: Der Gefangenentransport verunglückt nachts auf offener Straße und ermöglicht ihm die Flucht. Angetrieben von seinem bestialischen Drang zu morden, macht sich Myers auf nach Haddonfield und der entsetzliche Alptraum beginnt für die Bewohner aufs Neue. Nur Laurie, die dem maskierten Killer seinerzeit nur knapp entkommen konnte, ist vorbereitet, sich dem personifizierten Bösen entgegen­ zustellen…

A Star Is Born Spielfilm, USA 2018 | Regie: Bradley Cooper | Darsteller: Bradley Cooper, Lady GaGa, Sam Elliott | Filmstart: 04. Oktober 2018 Jackson Maine ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Rockstar, aber das viele Touren hat ihn mürbe gemacht. Alkohol und Drogen bestimmen seinen Alltag. Die nächtliche Suche nach einer Kneipe nach einem Auftritt führt ihn in eine Drag­Bar, wo er Ally kennenlernt, eine sensationell talentierte Sängerin ohne Aussicht auf Karriere. Jackson verliebt sich in sie und nimmt sie unter seine Fittiche. Doch je mehr es bergauf geht mit ihrer Karriere, desto mehr wird er von seinen Dämonen eingeholt. Schließlich muss er erkennen, dass Ally inzwischen berühmter geworden ist als er selbst. In A STAR IS BORN spielt Golden Globe­Preisträgerin Lady Gaga an der Seite von Bradley Cooper ihre erste Hauptrolle.

Werk ohne Autor Spielfilm, Deutschland 2018 | Regie: Florian Henckel von Donnersmarck | Darsteller: Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer | Filmstart: 03. Oktober 2018 Während des Zweiten Weltkriegs wird das Interesse des kleinen Kurt Barnert an der Kunst durch seine unkonventionelle Tante Elisabeth geweckt, die später von dem Nazi­Arzt Seeband in den Tod geschickt wird. Nach dem Krieg lässt sich Kurt in Dresden als Künstler ausbilden und lernt dort seine große Liebe kennen, Ellie, die Tochter von Seeband. Gemeinsam wagen sie in den späten Fünfzigern den Sprung nach Düsseldorf, wo Kurt an der Kunstakademie seine Stimme als Künstler zu finden hofft, während sich die Konflikte mit dem Schwieger­ vater zusehends verschärfen. „Werk ohne Autor“ erzählt in einem großen epischen Bogen ein bewegendes Künstlerschicksal im Nachkriegsdeutschland“, urteilte die Jury, die den Film als deutschen Kandidaten für den Oscar für den besten fremdsprachigen Film auswählte.

KINOPOLIS Darmstadt Goebelstraße 11 www.facebook.com/KinopolisDE/


IM OKTOBER Der Vorname Spielfilm, Deutschland 2018 | Regie: Sönke Wortmann | Darsteller: Justus von Dohnányi, Florian David Fitz, Christoph Maria Herbst | Filmstart: 18. Oktober 2018 Es hätte ein wunderbares Abendessen werden können, zu dem Stephan und seine Frau Elisabeth in ihr Bonner Haus eingeladen haben. Doch als Thomas verkündet, dass er und seine schwangere Freundin Anna ihren Sohn Adolf nennen wollen, bleibt den Gastgebern und dem Familienfreund René bereits die Vorspeise im Hals stecken. Man faucht einander Wahrheiten ins Gesicht, die zugunsten eines harmonischen Zusammenseins besser ungesagt geblieben wären. Starke Egos geraten aneinander, Eitelkeiten werden ausgespielt und der Abend eskaliert: die Diskussion über falsche und richtige Vornamen geht in ein Psychospiel über, bei dem die schlimmsten Jugendsünden und die größten Geheimnisse aller Gäste lustvoll serviert werden.

Bad Times at the El Royale Spielfilm, USA 2018 | Regie: Drew Goddard | Darsteller: Jeff Bridges, Cynthia Erivo, Chris Hemsworth | Filmstart: 11. Oktober 2018 Die Sierra Nevada in den 1960er Jahren: Sieben Fremde treffen am Lake Tahoe im El Royale zusammen, einem heruntergekommenen Hotel mit düsterer Vergangenheit. Vom Südstaaten­Gangster über einen falschen Priester bis hin zum Anführer eines mysteriösen Kults scheint jeder von ihnen ein dunkles Geheimnis zu besitzen. Doch der Verlauf einer einzigen Nacht bringt mit sich das Versprechen der Erlösung… bevor alles zum Teufel geht. Jeff Bridges, Chris Hemsworth, Jon Hamm, Dakota Johnson und Cynthia Erivo gehören zur Star­Besetzung von BAD TIMES AT THE EL ROYALE, dem zweiten Film von Drew Goddard nach CABIN IN THE WOODS.

Bohemian Rhapsody Spielfilm, Großbritannien, USA 2018 | Regie: Bryan Singer, Dexter Fletcher | Darsteller: Rami Malek, Joseph Mazzello, Ben Hardy | Filmstart: 31. Oktober 2018 BOHEMIAN RHAPSODY feiert auf mitreißende Art die Rockband Queen, ihre Musik und ihren außergewöhnlichen Leadsänger Freddie Mercury. Der in Sansibar ge­ borene Freddie Mercury widersetzte sich Klischees, trotzte Konventionen und wurde so zu einem der beliebtesten Entertainer der Welt. Der Film erzählt vom kometen­ haften Aufstieg der Band durch ihre einzigartigen Songs und ihren revolutionären Sound. Dank Mercurys unvergleichlicher Stimme und Bühnenpräsenz genießt die Band beispiellosen Erfolg, bis der Sänger, dessen Lebensstil außer Kontrolle gerät, sich unerwartet von Queen abwendet, um seine Solokarriere zu starten. Freddie, der sehr unter der Trennung leidet, gelingt es gerade noch rechtzeitig, die Band für das „Live Aid”­Konzert wieder zu vereinigen. Trotz seiner AIDS­Diagnose beflügelt er die Band zu einem der herausragendsten Konzerte in der Geschichte der Rockmusik. Queen zementiert damit das Vermächtnis einer Band, die bis heute Außenseiter, Träumer und Musikliebhaber gleichermaßen inspiriert und als eine der erfolgreichsten Rockbands Musikgeschichte geschrieben hat.

Citydome Darmstadt Wilhelminenstraße 9 www.kinos-darmstadt.de

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F R Ü H E R

WAR ALLES

A N D E R S ! P | 16


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Architektur in Darmstadt 2008 vs. 2018, Folge 4: Saladin-Eck

11. multimediale Fotomesse | Fotokurse | Bühnenshow

T E X T: N I NA WA LT H E R FOTO S: SA B I N E L E M KE (2008) + JA N E H L E RS (2018)

Fotos führen uns am deutlichsten vor Augen, wie viel Zeit vergangen ist. Auf ihnen erkennt man sich manchmal selbst nicht wieder. Zum zehnjährigen Jubiläum unseres Magazins blicken wir zurück ins Jahr 2008 und erkunden, was sich in unserem schönen Städtchen in der ersten P-Dekade verändert hat. Das älteste Gebäude der Darmstädter Innenstadt stammt aus dem Jahre 1656 und hat die Brandnacht 1944 überstanden: die Goldene Krone. Neben diesem denkmalgeschützten Haus allerdings klafft seit 2012 eine Baulücke. Das Elektrofachgeschäft Saladin schloss 2006, sechs Jahre später wurde das zweistöckige Gebäude abgerissen. 2009 gab es erstmals Pläne für die 619 Quadratmeter große Baufläche, die im Besitz der Stadt ist. Doch die Tatsache. dass sich ein Hotel nicht sehr gut mit einem Betrieb versteht, den oft erst in den frühen Morgenstunden Feiernde verlassen, ließ das Vorhaben scheitern. Ein Architekturwettbewerb sollte Abhilfe schaffen und so wurde 2014 die eierlegende Wollmilchsau in Form eines funktionalen Gebäudes gesucht. Die spätere Verwendung allerdings blieb vage, weshalb der Wettbewerb unter anderem in der Kritik stand. Das Berliner Architekturbüro Studioinges konnte sich mit seinem ziemlich monströs-kubischen Entwurf durchsetzen. Von Seiten der Stadt werden die Kosten für den Wettbewerb mit 120.000 Euro beziffert. Die Projektkosten sind noch offen – ist ja auch noch nichts entschieden, geschweige denn gebaut. Der Siegerentwurf dient nun als Basis für die zukünftige Nutzung, so lautet die Vorgabe der Stadt. Wie viel tatsächlich von diesem Entwurf bei einem realisierten Bau übrig bleibt, hängt also auch von der Funktion des Gebäudes ab. Interessiert ist übrigens nach wie vor die TU, die an dem prominenten Standort ein internationales Studierendenhaus errichten will. Doch die Verhandlungen dauern an. Momentan wird der Platz hauptsächlich als Abstellfläche für Container und Autos genutzt. Wir bleiben gespannt, wie es mit dem Saladin-Eck weitergeht. Vielleicht sieht man in zehn Jahren ja eine Veränderung. ❉ P | 17

Technik mit Kreativität verbinden! Unter diesem Motto steht die diesjährige Fotomesse vom Fotofachgeschäft fotogena in Darmstadt. Über 70 Hersteller und Marken präsentieren sich im modernen Ambiente des Kongresszentrums darmstadtium.

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30 Fotokurse mit Top-Referenten. Vom Grundlagenworkshop über Landschaftsfotografie bis hin zu Portrait und Beauty. Für Einsteiger und Aufsteiger.

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multimediale Fotomesse | Fotokurse | Bühnenshow

27. & 28. Oktober 2018 Täglich von 10 bis 19 Uhr

ei itt Fr Eintr

Veranstaltungsort: Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium, Schloßgraben 1, 64283 Darmstadt

www.multimediale.de

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Die Vierte Säule Folge 14: Wir haben die Wahl! T E X T: SE BA ST I A N W E I SS GE RBE R | I L LUST R AT I ON: H A N S-J ÖRG BRE H M + L I SA Z E I SS L E R (P ORT R ÄT)

Am 28. Oktober ist Landtagswahl. Und die wird ziemlich spannend. Denn nach derzeitiger Prognose dürfte die schwarz-grüne Landesregierung ihre Mehrheit verlieren. Die Darmstädter SPD schickt ihren Nachwuchs ins Rennen. Und eine Grüne könnte erstmals in Darmstadt ein Direktmandat holen. Der Generationenwechsel der Darmstädter SPD verlief geräuschvoll. Nachdem der langjährige Landtagsabgeordnete Michael Siebel sich für den Ruhestand entschieden hatte, wollten gleich zwei aussichtsreiche Sozialdemokraten seinen Platz als Direktkandidat für den Norden Darmstadts haben. Und eigentlich hatte auch alles gut ausgesehen für ein Comeback des ehemaligen Darmstädter SPD-Chefs Hanno Benz. Nachdem die SPD 2011 aus dem Darmstädter Rathaus geflogen war, hatte er als einziger Verantwortung übernommen, war von allen Spitzenämtern zurückgetreten und hat einen Job bei einer Kommunikationsagentur in Berlin angetreten. Weil Mitte 40 noch kein Alter ist für das Ende einer politischen Karriere, er nach

wie vor in den Arheilger Vereinen verwurzelt ist und bei den Parteifreunden Ansehen genießt, wollte Hanno Benz es noch einmal wissen. Doch bevor er seine Ansprüche anmelden konnte, trat Tim Huß auf. Der ehemalige hessische Landesschulsprecher wurde schon mit Anfang 20 stellvertretender Fraktionsvize im Stadtparlament. Er arbeitet als Planer für Digitalisierung bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und gilt als großes politisches Talent, dem bereits auf Bundesebene eine gewisse Aufmerksamkeit zuteil wird. Kein Wunder: Hinter ihm steht Brigitte Zypries, ehemalige Bundesministerin für Justiz und jüngst Interim im Wirtschaftsressort. Die Abstimmung gewann Huß Anfang des Jahres mit knappen 59 Prozent. Doch gewonnen hat er damit nur die Kandidatur, die wichtige Entscheidung fällt für den 26-Jährigen am 28. Oktober. Dann muss sich Huß nicht nur gegen Irmgard Klaff-Isselmann von der CDU durchsetzen. Die 61-Jährige unterlag zwar noch 2013 gegen Siebel, P | 18


zog jedoch über einen Listenplatz in den hessischen Landtag ein. Klaff-Isselmann vertritt die Christdemokraten mit Unterbrechung seit 25 Jahren im Stadtparlament, ist ehrenamtlich in Kirche, bei Frauen- und Altenthemen aktiv und hat in zahlreichen Aufsichtsgremien kommunaler Unternehmen gearbeitet. Gegen sie dürfte es gerade für einen Neuling wie Huß nicht einfach werden, das Direktmandat zu holen. Möglich scheint aber auch ein Überraschungssieg der Grünen Hildegard Förster-Heldmann. Die 60-Jährige erzielte bereits 2009 mit 21 Prozent ein beeindruckendes Erststimmenergebnis. Seit 2017 sitzt sie als Nachrückerin im Landtag. Und nun prognostiziert die Internetseite Wahlkreisprognose.de sie sogar als Gewinnerin des Wahlkreises 49. Es wäre nicht nur das erste Grüne Direktmandat in Darmstadt, sondern sogar in ganz Hessen.

haben. Der 29-jährige Roßdörfer ist bundesweit als YouTuber bekannt, weil er in seinen Videos seine Tourette-Erkrankung thematisiert (P-Ausgabe 93, April 2017). Aber auch politisch ist er nicht unauffällig. Der Kreistagsabgeordnete arbeitet seit 2016 als Referent im Thüringer Wirtschaftsministerium und promoviert am Lehrstuhl für Bankbetriebslehre an der Frankfurter Goethe-Uni. Die Delegierten-Wahl zum SPD-Kandidaten für den Wahlkreis 50 (Darmstädter Süden, Modautal, Mühltal, OberRamstadt und Roßdorf) gewann er deutlich. Seine Gegnerin von der CDU ist jedoch ein politisches Schwergewicht: Die ehemalige hessische Kultusministerin Karin Wolff holte bereits 2003, 2009 und 2013 das Direktmandat. Sollte Kaffenberger, der nicht über die Landesliste in den Landtag einziehen kann, sie am 28. Oktober schlagen, wäre das eine kleine Sensation. ❉

Tim Huß könnte auch über die Landesliste in den Landtag rutschen – mit seinem Listenplatz 31 würde es nach derzeitigen Umfragen allerdings gerade noch so mit dem Landtagsmandat klappen. Deutlich schwerer dürfte es da Bijan Kaffenberger

Die Direktkandidaten der Landtagswahl 2018 —­ Wahlkreis 49 (Arheilgen, Kranichstein, Wixhausen, Gervinus-, Martins- und Johannesviertel, Mitte und Waldkolonie) CDU: Irmgard Klaff-Isselmann SPD: Tim Huß Grüne: Hildegard Förster-Heldmann Die Linke: Dennis Eckold FDP: Felix Letkemann AfD: Siegfried Elbert

Hessische Landtagswahl 2018 —­ Natürlich haben auch die FDP, die Linke und eine andere Partei Kandidaten aufgestellt, auf die wir hier nicht im Detail eingehen können. Wählen könnt Ihr sie – bis auf diese eine Partei – natürlich trotzdem. Wichtig ist, dass Ihr wählen geht!

Wahlkreis 50 Darmstadt II (Bessungen, Heimstätte und Eberstadt sowie die Landkreis-Gemeinden Modautal, Mühltal, Ober-Ramstadt und Roßdorf) CDU: Karin Wolff SPD: Bijan Kaffenberger Grüne: Philipp Krämer Die Linke: Ann-Christin Sparn FDP: Andreas May AfD: Kay Salawa

Die Wahllokale öffnen am Sonntag, 28. Oktober, von 8 bis 18 Uhr. Wer da nicht kann, geht zur Briefwahl ins Stadthaus in der Grafenstraße 30: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7.30 bis 12.30 Uhr und Mittwoch von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. www.wahl-hessen.de

Wahlabend zur Landtagswahl in der Centralstation

Lokalpolitik-Kolumne im P

—­ Die Landtagswahl-Ergebnisse aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt und aus dem Landkreis werden hier live auf Großbildleinwand projiziert und kommentiert. Centralstation (Halle) So, 28.10. | ab 17.30 Uhr | Eintritt frei

—­ Sebastian Weissgerber hat bis 2009 für die Frankfurter Rundschau aus dem Darmstädter Stadtparlament berichtet. Im P schreibt er seit Februar 2017 als „Vierte Säule“ über die hiesige Politik. P | 19


Akademischer Kaffee! Darmstädter Espresso-Test (Teil 3): die Hochschulcafés T E X T + TA ST I NG: KATJA B OROWSK I | FOTO S: L I L LY PAC H E R + BR I T TA H Ü N I NG (CA F É G L A SKA ST E N + Z E I T R AU M)

Alle koffeinabhängigen Studen­ ten und Alumni unter Euch wissen es natürlich längst, aber man kann es gar nicht oft genug sagen: Ein Uni-Café ist DER Treffpunkt schlechthin für alle

(angehenden) Akademiker, um zu klönen, ein Käffchen zu trinken, gemeinsam zu lernen und der/dem Angebeteten näher zu kommen. Außerdem trifft man hier noch einmal ganz andere

Typen als in der Vorlesung – und was für welche!

aus dem vulkanischen Hochland Nicaraguas und dem Hochland Brasiliens mit indischen Robusta­ bohnen zu einer kräftigen Röstung vereint. Das Ergebnis sind eine samtige Créma und ein schokoladiger Geschmack. Der Kaffeegroßhändler, der die Kaffeebohnen für diesen Kaffee direkt aus Nica­ragua importiert, sitzt übrigens hier in Darmstadt:

Monimbó Coffee Estates, Ludwigshöhstraße 91, www.monimbocoffee.com. Auch der beliebte „Lilien“-Kaffee" geht auf ihn und seine Kooperation mit der Kaffeerösterei Kaffee Braun in Mainaschaff zurück.

Wir möchten Euch nun, in der dritten Folge unseres Darmstädter Espresso-Tests, einige Kaffee­

221 qm Café Wo: Alexanderstraße 2 (TU Darmstadt, Campus Innenstadt, Karl-Plagge-Haus) Wann: Mo bis Fr 10 bis 18 Uhr Warum: Anfang Juli 2017 eröffnete das Café auf 221 qm – als Vorhut und Teil des studentisch organisierten Kulturortes 806 qm. Im Spätherbst soll endlich große Eröffnung gefeiert und an ruhmreiche Zeiten angeknüpft werden. Von 2003 bis 2013 war der unrenovierte Vorgänger, das 603 qm, einer der Leuchttürme im Darmstädter Studenten- und Kulturleben. Aber auch jetzt ist das Café im Retro-Look schon wieder DAS Darmstädter Studen­ ten-Wohnzimmer. Egal, wie viele Quadratmeter es jeweils waren oder sind: Immer geht es hier zeitlos-lässig zu. Abends mutiert das Café sogar zur Bar (Di + Fr 18 bis 1 Uhr). Kostenpunkt: Kaffee und Espresso jeweils 1,60 €, Cappuccino 2 € Schmeckt wie: Monimbó Espresso D‘Or. Was das ist? Ein fair gehandelter, nachhaltig angebauter Kaffee, der Arabica-­Bohnen

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oasen an den beiden großen Darmstädter Hochschulen (die da wären: Technische Universität und Hochschule Darmstadt) vorstellen. Inzwischen hat übrigens fast jeder Fachbereich eine eigene kleine Kaffeebar – und nahezu jede Bibliothek natürlich auch. Empfehlenswert sind unter anderem die LesBar (im Untergeschoss der Universitäts- und Landesbib­ liothek, Magdalenenstraße 8), die LichtBar (im Erdgeschoss des neuen Hörsaal- und Medien­ zentrums auf der Lichtwiese,

Zur Bezahlweise sei noch schnell

erwähnt, dass manche der Cafés Tassenpfand verlangen (meist 1 €), andere einen Aufschlag für Einwegbecher (meist 0,30 €) und Dritte wiederum unterschiedliche Preise für Studenten, Mitarbeiter und Gäste. Auch zahlt man manchmal etwas mehr, wenn man nur Bargeld und keine hauseigene Chipkarte vorweisen kann. Doch nun genug der Vorrede! Das Semester fängt schließlich bald wieder an und wir verraten Euch jetzt schon mal, welche akademischen Cafés wirklich einen Besuch lohnen.

fairer studieren! Der Kaffee im „Glaskasten“ wird nämlich vom Weltladen Darmstadt bezogen. Die Marken heißen „Sonrisa Bio Kaffee“ (dieser Kaffee stammt aus der Zusammenarbeit von drei Kooperativen im Süden Mexikos; die Kaffeepflanzen wachsen auf bis zu 1.500 Meter Höhe; der Sonrisa hat einen guten Körper mit sehr kräftig-

würzigem Geschmack und Bitterschokoladen-Noten) und „Espresso Café Cubita“ (dieser Kaffee stammt unter anderem von der kubanischen Kooperative Antonio Maceo; die Kaffeeverarbeitung, die dunkle, schonende Röstung und die Verpackung erfolgen direkt im Ursprungsland des Kaffees, in der Nähe von Havanna).

Franziska-Braun-Straße 10), das Café Bios (im Eingangsbereich des Fachbereichs Biologie der TU Darmstadt und damit in der Nähe des Botanischen Gartens, Schnittspahnstraße 11), die Milchbar (im Fachbereich Architektur der Hochschule Darmstadt, Schöfferstraße 1) und das Café Kuhle (im Atrium des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt, El-Lissitzky-Straße 1). Hier lässt es sich überall schön sitzen, Kaffee trinken und Leute beobachten.

Café Glaskasten Wo: Schöfferstraße 3 (Hochschule Darmstadt, Campus Innenstadt, EG im Hochhaus) Wann: Mo bis Fr 8 bis 18 Uhr Warum: Weil der „Glaskasten“ durch Ausstellungen, Vorlesungen, Präsentationen und Partys ein kreatives studentisches Umfeld schafft und weil hier Kaffee­ bar, Lounge und Arbeitsraum in einem einzigen Raum miteinander verbunden sind! Und weil es an der Kaffee­bar überwiegend Fair-Trade-Produkte sowie eine kleine Auswahl an (über-)regionalen Zeitungen und Zeitschriften gibt – und zudem vegane und laktosefreie Milch für den Kaffee (oder Tee). Auch schön sind die hohen grünen Sofas in der Mitte des Raumes, der Blick durch die großzügigen Glasfronten und die geschwungene Sitzlandschaft aus Holz, die sich neuerdings vor dem Hochhaus befindet. Kostenpunkt: Kaffee 1 € (klein) / 1,20 € (groß), Espresso 1 €, Cappuccino 1,30 € / 2 € Schmeckt wie: ... schöner und

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Café Zeitraum Wo: Max-Planck-Straße 2, Dieburg (Hochschule Darmstadt, Mediencampus Dieburg) Wann: Mo bis Fr von 8 bis 18 Uhr Warum: Wer sich von Darm­stadt nach Dieburg aufmacht, trifft dort auf ein Stück Architekturgeschichte. Der heutige Mediencampus der h_da wurde 1962 als Ingenieurschule für das Postund Fernmeldewesen auf der grünen Wiese geplant. Studenten aus aller Welt sollten durch die damals visionäre Verbindung von Lehrgebäuden, Wohnheimen und Freizeitmöglichkeiten angelockt werden (Damen waren allerdings erst ab 1972 auf dem Campus erwünscht). Heute steht das Gebäudeensemble, bei dem vor allem die langen, verglasten Wandelgänge sowie

die patio-ähnlichen, bepflanzten Innenhöfe gefallen, unter Denkmalschutz. Kein schlechter Standort also für ein Studentencafé, das just in diesem Sommer umgebaut und renoviert wurde (die Theke wanderte ans Kopf­ ende, ein neuer Boden kam rein und alles wurde neu ge­strichen). Kostenpunkt: Kaffee Creme und

Cappuccino 1,30 €, Espresso 1 € Schmeckt wie: ... Espresso Napoli – und der wiederum klingt zwar sehr italienisch, kommt aber aus der Mainaschaffer Kaffeerösterei Kaffee Braun und ist eine Komposition aus zentralamerikanischen Hochland-Arabica-Bohnen und indischem Hochland-Canephora.

Apfel-Zimt) und FairtradeBio-Kaffee von Darboven für die nächste Vorlesung eindecken. Zudem wird der Kaffee in edlen Kahla-Porzellan-Tassen serviert, wenn man ihn gepflegt vor Ort trinkt und nicht gleich mit einem „To Go“-Becher davonhetzt. Kostenpunkt: Kaffee, Espresso und Cappuccino jeweils 1,40 € für

Studenten und 1,50 € für Gäste Schmeckt wie: ... ein guter Kaffee in einer guten Uni schmecken muss! Außerdem ist die TU-Bar auch ein Geheimtipp für all jene, die nebenan im Darmstadtium tagen und kurz einen Tapetenwechsel brauchen oder mal wieder ein bisschen Uni-Luft schnuppern wollen.

TU-Bar Wo: Karolinenplatz 5 (TU Darmstadt, Campus Innenstadt, im „karo 5“) Wann: Mo bis Do von 7 bis 17 Uhr, Fr 7 bis 15 Uhr Warum: In der „Tanke“, wie viele Darmstädter das gläserne Empfangsgebäude der Technischen Universität auch nennen, findet Ihr nicht nur die Rezeption der TU Darmstadt, den TUShop und diverse Lern- und Aufenthaltsbereiche, sondern auch – etwas versteckt in der linken Ecke – die stylische „TU-Bar“. Sie funktioniert nach dem Prinzip „Stop & Drink & Schwatz & Leave Again“ und kommt damit der klassischen italienischen Kaffeebar von allen hier vorgestellten Cafés am nächsten. Getrost kann man sich hier mit belegten Brötchen, leckeren Muffins (unser Tipp: Blaubeer oder

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Unifit & DAV Kletterzentrum Darmstadt Wo: Lichtwiesenweg 15 (TU Darmstadt, Campus Lichtwiese, neben dem Hochschulstadion) Wann: Mo + Fr 9 bis 22.30 Uhr, Di bis Do 7 bis 22.30 Uhr, Sa + So + Feiertage 9 bis 21 Uhr Warum: Der leichte Schweißund Turnschuhgeruch am Eingang verrät es schon: Hier wird nicht herumgelungert, sondern hart geackert, um sich in Form zu bringen (oder in Form zu bleiben). Der Vorteil daran: Gemeinsam schwitzt es sich schöner. Und der „Espresso danach“ schmeckt auch richtig gut. Er kommt von der italienischen Marke Coffea Club und wird zusammen mit einer scho-

kolierten Kaffeebohne kredenzt. Zwar könnte man sich – rein theoretisch – auch einfach nur entspannt auf die Sitzmöbel am Eingang fläzen und den anderen beim Klettern zusehen. Andererseits ist so viel Adrenalin auch ansteckend, zumal sich im Gebäude außer den Kletter- und Boulderwänden noch ein Gesundheits-Fitnessstudio,

eine Turnhalle, ein kleiner Sportladen und eine Sauna befinden. Fazit: Auf geht's! Keine Ausreden mehr, keinen Sport zu treiben und danach (k)einen Kaffee zu trinken! Kostenpunkt: Espresso 1,70 €, Kaffee 2 €, Cappuccino 2,20 € Schmeckt wie: ... eine Mischung aus Sport und Koffein, also Glückshormone pur!

PS: Wusstet Ihr schon, dass man Kaffee auch studieren kann? Im Ernst! In Hamburg gibt es beispielsweise den weltweit einzigartigen Bachelorstudiengang Coffeemanagement. Er dauert sieben Semester, ist berufsbegleitend angelegt und soll seine Absolventen auf eine leitende Tätigkeit in der Kaffeebranche vorbereiten. Ebenfalls gut: An der Universität Leipzig gab es im Sommersemester 2016 eine Vorlesungsreihe zum Thema „Kaffee“. Da fragt man sich doch gleich: Wann gibt es so etwas endlich auch mal in der Wissenschaftsstadt?

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Folge 46: Paperboy (by Airbag & Schmitthut) TEXT: FRANZISKA NEUNER | FOTO: JAN EHLERS

Trifft ein Fan eine Skeptikerin, endet das entweder im Streit – oder es entsteht etwas richtig Cooles. Wie beim „Paperboy“. Hier kam ein überzeugter Kappenträger auf eine Designerin mit eigenem Hutlabor zu – et voilá! „Sein Wunsch war eine wohlgeformte klassische Basecap aus edlem, soliden Material“, erinnert sich Susanne Schmitt von Schmitthut (Darmstadt) an das erste Treffen mit Paul David Rollmann, dem Firmengründer und Kreativdirektor von Airbag Craftworks (Kleestadt). „Ich war erst mal sehr ablehnend, da ich Basecaps schon immer kritisch gegenüberstand“, betont die Hutmacherin. Doch Paul David konnte Susanne von seiner Idee überzeugen. Und Hut-Wünsche wahr werden zu lassen, liegt der gelernten Modistin, die ihr Atelier seit zwölf Jahren in den Räumen einer ehemaligen Metzgerei im Watzeviertel betreibt. „Paperboy“ entstand 2017 als Teil der Herbst/Winterkollektion 2017/2018 und wurde erstmals auf der Paris Fashion Week gezeigt. Den Namen steuerte Paul David bei. Er bezieht sich auf das gleichnamige „Commodore C 64“-Computer-Spiel, in dem „der Zeitungsjunge eine solche Kappe trägt“. Erhältlich ist die „Paperboy“-Cap erst mal nur aus dunkelblauem italienischem Baumwollstoff. Das Material kommt ohne Chemikalien aus und ist nahezu wasserfest. Gängige Größen werden in Kleestadt gefertigt. Sie sind dort und online zu erwerben – und werden „in Japan, Amerika, Portugal oder Spanien ebenfalls sehr willkommen geheißen“, wie Susanne und Paul David bestätigen. Maßanfertigungen sind im Schmitthut-Laden erhältlich. Zwar sitzt die Zeitungsvariante leichter auf dem Kopf, wir entscheiden uns dann aber doch für das Modell aus Baumwolle. Und statt uns weiterhin von der Sonne blenden zu lassen, rücken wir ein­­­­­ fach nur den Schirm gerade und genießen den hoffentlich goldenen Oktober! ❉

www.airbagcraftworks.com + www.schmitthut.de P | 25

Modelle 2018 Hier probefahren!

eeemotion Frankfurter Straße 26 64293 Darmstadt www.eeemotion.de


und

Kommen Gehen Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie T E X T E: KATJA B OROWSK I (KGB) + TOB I MOKA (OB I) + M AT I N NAWA B I (M N) + C E M T E V E TOǦLU (C T) FOTO S: L I L LY PAC H E R

Vaude Ins City Carree ist eine Filiale des Outdoor-Ausrüsters Vaude, der großen Wert auf möglichst umweltverträgliche Materialien und faire Produktionsbedingungen legt, eingezogen. Neben zeitlos und schlicht designten, wetter­ festen Jacken, Hosen, Shirts und Schuhen gibt es eine große Aus­ wahl an Taschen – ob fürs Wandern, Radfahren, den Urlaub, den Alltag oder das Büro. Auch eine Ecke mit Outdoor-Klamotten und Schuhen für Kinder ist in dem mit viel Holz und dunklem Linoleum gestalteten 140 Quadratmeter großen Laden eingerichtet. Er­finder Albrecht von Dewitz (Inititalen: Vau-De) fing 1974 im baden-württembergischen

Tettnang-Obereisenbach an, Rucksäcke zu produzieren und Bergsportausrüstung zu vertreiben. Später kamen Radsportartikel hinzu, die seit 20 Jahren auch im Darmstädter Radladen Citybike erhältlich sind. Dessen Betreiber Peter Bulmahn weitet nun das Vaude-Sortiment für Darmstadt aus und hat dafür den Laden im Carree angemietet. Mit dem neuen „Mono-Label-Store mit großer Vielfalt“ möchte er auch die Laufkundschaft in der Innenstadt gewinnen. Der Anspruch der Marke Vaude – „biobasierte statt fossile Rohstoffe, Abfallvermeidung durch Recyclingmaterialien, Naturmaterialien mit natürlichen FunktionseigenP | 26

schaften“ – entspricht Bulmahns Vorstellungen von modernem, verantwortungsvollem Wirtschaften. Das Unternehmen, das seit 2009 von Antje von Dewitz, der Tochter des Firmengründers, geleitet wird, wurde 2015 als „Deutschlands nachhaltigste Marke“ prämiert. Anfang 2018 gründete die Unternehmerin die Initiative „Bleiberecht für Flüchtlinge“. Vaude hatte im Rahmen der europäischen Flüchtlingskrise ab 2015 insgesamt zwölf Geflüchtete fest eingestellt, von denen sieben im Jahr 2018 die Abschiebung droht(e). (ct) —­ Im Carree, Innenstadt www.vaude.com


Millstreet Ladenatelier Kinder, wie die Zeit vergeht! Viele von Euch kennen die Darmstädter Illustratorin Martina Hillemann (die immer wieder auch fürs P-Magazin arbeitet und zuletzt das Cover unserer Sommerausgabe gestaltet hat) zwar schon von den jährlichen „Illustre Gestalten“-Schauen in der Centralstation. Doch bevor wir es ganz vergessen, möchten wir an dieser Stelle endlich mal erwähnen, dass „Hillu“ bereits seit letztem Sommer in trauter Gemeinschaft mit ihren beiden Kolleginnen Birgit Weber und Helga Jordan im Ladenatelier Millstreet 74 arbeitet – und dort auch ihre Kunstwerke verkauft. Das Schöne daran: Schon von außen kann man durch die großen Fensterscheiben sehen,

wo­ran die drei Mädels jeweils gerade werkeln. Das Steckenpferd von Birgit Weber (ebenfalls immer wieder mal fürs P tätig) sind stylische Retro-Collagen. Helga Jordan hat sich auf Old­ timer-­Illustrationen von Bulli & Co. spezialisiert, Martina Hille­ mann auf Kühlschrankmagneten, Postkarten und Kalender

mit Wortwitz-Motiven. Feste Öffnungszeiten hat das Laden­ atelier nicht, aber dienstags und mittwochs ist meist jemand dort anzutreffen. Ach, übrigens: Münzen gibt’s nach wie vor nebenan. (kgb) —­ Mühlstraße 74, Innenstadt www.millstreet74.de

geht jetzt in den verdienten Ruhestand. Und in der Mühlstraße 60 wird schon bald die Waffel-­ Oase als Nachmieter einziehen. Monika Müller indes wird sich künftig auf ihren Catering-Service fokussieren. Mit ihm beliefert sie schon länger Privatkunden, Firmen und das Vinocentral mit

Finger Food und köstlichen Suppen. Derzeit sucht sie übrigens noch eine kleine Produktionsstätte in der Innenstadt für sich. Also, wer etwas weiß … (kgb) —­ Mühlstraße 60, Innenstadt Monika Müller Catering: (0160) 6326535

Müller & Müller (goes Monika Müller Catering) 2018 ist kein Jahr für Gourmets! Erst stirbt der berühmte französische Sternekoch Paul Bocuse, dann der amerikanische StarKoch Anthony Bourdain („Geständnisse eines Küchenchefs“) – und nun hat auch noch das Darmstädter Feinschmecker-Restaurant Müller & Müller geschlossen! Eigentlich waren Monika und Manfred Müller schon seit 2013 auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger. Doch bis zuletzt fand sich niemand, der das kochende Ehepaar beerben wollte. Seit 31.08.2018 ist ihr Restaurant Müller & Müller deshalb Geschichte. Zum Ende hin kamen noch einmal viele Stammgäste, um sich zu verabschieden, Lobreden zu halten und Geschenke vorbeizubringen. Manfred Müller

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Richard Wunderlichs Feinkoststand Adios, ihr wunderlichen Chutneys & Pestos! Für alle Freunde der selbst gemachten Pestos, Chutneys, Marmeladen, Liköre, Obstweine und Brände von Ri­ chard Wunderlich heißt es jetzt: Tapfer sein und sich schnell noch mal eindecken! Denn spätestens nach dem diesjährigen Eberstädter Weihnachtsmarkt, zu dem Wunderlich das letzte Mal seinen leckeren heißen Holunder-, Pflaumen- oder Apfel­wein in der Geibel’schen Schmiede ausschenken wird, heißt es: „Good­bye Deutschland!“ Richard Wunderlich und seine Frau Astrid planen nämlich, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und an die Costa de la Luz zu ziehen, um es sich dort schön zu machen. Auch Gästezimmer wollen sie vermieten – und das „natürlich bevor-

zugt an treue Kunden“. Doch bis es so weit ist, trifft man Wunderlich, der vor 15 Jahren mit einem Marktstand in Seeheim begann und zwischendurch auch mal den Riegerplatz beehrte, noch die nächsten drei Monate an seinen beiden aktuellen WochenmarktStänden in der Orangerie (Freitagnachmittag) und auf dem

Eberstädter Marktplatz (Samstagvormittag). Unsere Kauftipps zum Abschied: spa­nische Mandelpaste, Thai-­Basilikum-Pesto und indisches Mango-Chutney! (kgb) —­ Auf Märkten in Darmstadt und Umgebung

Aufzählung der fachspezifischen Angebotspalette, die ebenso wie Zeiten und Preise online ersichtlich ist. Der neue große Raum jedenfalls besticht nach der Renovierung durch seine hohen und großflächig lichtdurchflutenden Fenster sowie einen nagelneuen

Parkettboden und einen angrenzenden kleinen „Kaminraum“ mit Sitzgelegenheiten. (obi) —­ Rheinstraße 99/3, Nähe Hauptbahnhof www.youga.de

Youga Zum achtjährigen Bestehen des Yoga-Zentrums Youga (seit 2013 in der Rheinstraße 99) hat Un­ ternehmensgründerin Anne Kompenhans einen neuen Raum im Gebäude dazu gemietet und frisch renoviert, um dort künftig einen eigens kreierten Yoga-Stil namens Inanna Yoga anzubieten – benannt nach einer Göttin aus mesopotamischen Zeiten. „Inanna steht für Fruchtbarkeit, den Ursprung des Lebens und unab­ hängige Liebe“, erklärt Kompen­ hans. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an Schwangere (pränatal wie postnatal), aber auch an Frauen, „die ihre Weiblichkeit auf neuen Wegen entdecken und intensiv erfahren wollen.“ In der Welt des Yoga muss man als Außenstehender nicht alle Begrifflichkeiten verstehen, daher sparen wir uns die

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Weitere Neuigkeiten aus Darmstadt Einzelhandel und Gastronomie: Die Eröffnung des komplett renovierten An Sibin in der Landgraf-Georg-Straße verzögert sich (noch ein hoffentlich letztes Mal). Am 15.11.2018 soll es nun definitiv losgehen. (ct)

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❉ In

die ehemalige Kartoffelkiste am Stadtkirchplatz ist Mitte September das Restaurant Balkan Grill, eingezogen. Angeboten werden – nomen est omen – hausgemachte Cevapcici, Pljeskavica, Leskovacki & Co. ... „Für Freunde der mediterranen Fleischeslust.“ (ct) ❉ Die

drei Bäckerei Müller-Filialen in der Grafen-, der Roßdörfer und der Heidelberger Straße sind im August – samt Personal – von Bormuth übernommen worden. Gesprochen wird aber von einer „Bäcker-Kooperation“, es werde weiterhin das ein oder andere „Lieblingsstück“ der Kunden der Bäckerei Müller in den „neuen, alten Läden“ angeboten, so die Bormuth-Verantwortlichen. (ct) ❉ Das

Coa Restaurant startet mit neuem Konzept in den Herbst. „Wok & Bowls für Darmstadt“ verkündet der Franchise-Ableger in der Wilhelminenstraße. Neben Klassikern wie Currys findet Ihr jetzt auch Experimentelles wie Thai-Pesto mit Reisnudeln neben anderen Trend-Gerichten auf der Karte. (mn)

❉ Die Lounge der Centralstation wurde den Sommer über renoviert, neu gestaltet, neu möbliert und eröffnet am Montag, 08. Oktober, um 20 Uhr als Bar wieder (DJ Chara legt auf, der Eintritt ist frei). Die Bar ist jetzt edel, grau und schwarz, leuchtet gold und patina-grün. Die Blickachsen sind neu ausgerichtet. Geöffnet hat sie von Mittwoch bis Samstag ab 19 Uhr – und zu den Veranstaltungen in Halle und/oder Saal. Mehr Details im November-P. (ct) ❉ Wieder mal Programm beim Saisonabschluss von Datterichs Wochenmarkt am Samstag, 06. Oktober, auf dem Marktplatz: Kürbisschnitzen für Kinder, Kaffeespezialitäten, Suppe, Quiche und Kuchen von „Fräulein Zuckertopf“, Trüffelnudeln am Marktstand des Obsthauses Rebell – und natürlich ist der Datterich höchstpersönlich vor Ort. (ct)

Lokal vor knapp fünf Jahren für „alle Freunde des guten Geschmacks“ eröffnet hatte, musste das Restaurant schweren Herzens aus gesundheitlichen Gründen schließen – und hat das Objekt mittlerweile auch verkauft. Wer in die Räume einzieht, ist ihm noch nicht bekannt. Sein Essbar Catering möchte Norbert Unger – quasi als Essbar 2.0 – weiter be­ treiben (Kontakt: info@die-essbar.net). (ct) ❉ Greek Mile am Mathildenplatz: Neben Herkules auf der Ecke und dem Restaurant Onassis zwei Häuser weiter wird gerade das ehemalige Eiscafé umgebaut und soll dann als Café Bar Lounge Griechische Meile – Greek Street eröffnen. So steht's zumindest an die Fensterscheiben geschrieben. (ct) ❉ Die Bauarbeiten sind noch voll im Gange, zum Jahresende soll das Henschel Restaurant im Dachgeschoss des Modehauses am Marktplatz eröffnen. 3,5 Millionen Euro kostet der Bau des Restaurants mit gestalteter Esszone, Barbereich, offener Showküche – und einer fantastischen Aussicht in Richtung Friedensplatz, Herrngarten, Frankfurter Skyline und Taunus. Platz ist genug: 80 Sitzplätze im rundum verglasten Innenraum und 80 Außenplätze auf der dreiseitigen Terrasse werden uns in den vierten Stock des HenschelGebäudes locken. (ct) ❉ Herbstzauber

in Bessungen! Am Freitag, 26. Oktober öffnen von 16 bis 20 Uhr die individuellen Geschäfte und Werkstätten südlich der Orangerie wieder ihre Türen: Textilwerkstatt Margot Lorenz, Atelier Bartel, Mr. Pepper's, Optik Worgull, Kayami und Schmuckwerkstatt Eva Friedel sind dabei. Zwischen Ludwigshöh-, Weinberg- und Moosbergstraße weisen bunte Luftballons Euch den Weg. (ct)

❉ Der

Juwelier Münzer, 1959 gegründet und seit 1996 am Luisenplatz zu Hause, hat seinen rund 100 Quadratmeter großen Laden renoviert und mit neuen Möbeln und Vitrinen ausgestattet. (ct)

❉ Am

Sonntag, 21. Oktober, gibt es von 10 bis 18 Uhr beim Kreativmarkt in der Halle der Bessunger Knabenschule wieder Schönes und Selbstgemachtes: Hüte, Schmuck, Gefilztes, Stick- und Häkel­ arbeiten, Papierenes, Glas sowie Malerei. Der Eintritt ist frei. (ct)

❉ Endlich ❉ „Wird

da renoviert?“, haben wir uns die letzten Wochen beim Vorbeifahren immer wieder gefragt, nun ist klar: die Essbar in Bessungen hat leise „Servus“ gesagt. Inhaber Norbert Unger, der sein

wieder da! Den Sommer über wurde umgebaut, jetzt gehen bei Pizza a Pezzi in der Adelungstraße endlich wieder neapolitanische Pizza und weitere authentische italienische Köstlichkeiten über die Theke. (mn)

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ufgeschnappt! Aufgeschnappt! A Stadtkultur-Neuigkeiten REC H E RC H E + T E X T: M AT I N NAWA B I FOTO S: L E A N DE R L E N Z (T R I OR I TÄT) + KAT H R I N E N DE RS (K I RST E N U T T E N D ORF) + KE V I N Z D I A R A (L I NC O L N WA L L)

Was lange währt, wird endlich gut. Triorität waren mit ihrem frischen, jungen Jazz-Sound endlich im Studio und präsentieren nun ihr erstes Release. Live war das Trio bereits von Osthang, über Galerie Kurzweil bis Oetinger Villa auf fast jeder Bühne der Stadt zu sehen, mit dem Langspieler „Skorphut“ könnt Ihr Euch die groovigen Nummern endlich auch zu Hause auf den Plattenteller legen. Inspiriert von 70er-Fusion, House und HipHop hat die Formation unter Regie von DJ und Produzent Lukas Lehmann im Lui Hill Studio vier Tracks eingespielt. Die Songs sind wie gewohnt energetisch, improvisiert, tanzbar – und teils sogar mit Synthesizern veredelt. Mit „Bird’s Lament“ findet sich eine ziemlich coole Hommage an den einflussreichen Komponisten Louis Harding alias Moondog auf dem Album. Abgerundet wird die Platte mit einem Acid-Dance-Remix des Openers „Joses der Kamel“ von Lukas Lehmann. Geiles Teil! Ab Oktober digital und als Vinyl erhältlich. www.bandcamp.com/Trioritaet

Vom Trio zur fünfköpfigen Formation gewachsen ging es für Tango Colectivo Esquinas nach erfolgreicher Crowdfunding-Kampagne im Sommer ins Studio Klangkantine. Dort hat das „freundliche Tangoensemble von nebenan“ seinen neuen Sound auf Band festgehalten. Auf Album Nummer zwei löst sich die Gruppe vom Konzept rein klassischer Tangobands und öffnet sich für breitere Einflüsse, ähnlich internationalen Vorreitern wie Quadra Nuevo oder Absinto Orchestra. Release der CD mit zwölf Stücken und dem Titel „Orchestra Esquinas“ ist am 12. Oktober in der Knabenschule. www.esquinasdenuez.com Wieder einmal sehr beeindruckende Bilder unserer Stadt liefert der Darmstädter Filmemacher Waref Abu Quba mit seiner neuesten Arbeit „Wir in Darmstadt“. Entstanden im Rahmen der „Großen Darmstädter Gespräche 2017“ des Staatstheaters werden Alltagsgeschichten verschiedener P | 30


Bürger erzählt. Kunstvoll flechtet Quba mit seinen Kollegen Daniel Sax und Roman Schmitz dabei Interview-Aufnahmen und cineastische Kamera­ fahrten durch das Stadtbild ineinander. Absolut sehenswert! www.vimeo.com/waref Kirsten Uttendorf ist neue Operndirektorin am Staatstheater Darmstadt. Als Regisseurin inszeniert Uttendorf seit den späten 90ern im deutschsprachigen Raum Musiktheater und Schauspiel. Zentrale Stationen ihrer Vita sind: Aufführungen im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, die Oper Wuppertal („Pulcinella“ von Strawinsky) sowie Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen, darunter die Theaterakademie Maastricht sowie die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Aber auch: Darmstadt. Im Staatstheater begann die berufliche Laufbahn Uttendorfs als Regieassistentin. Zentrale Prämisse für ihre Arbeit: „Als Theaterschaffende stehen wir in der Pflicht, gesellschaftliche Fragen zu stellen und Impulse zum Nachdenken zu geben.“ www.staatstheater-darmstadt.de Für regelmäßige Gäste sicherlich keine Überraschung, aber jetzt ganz offiziell: Das Theater Moller Haus wurde als „Magischer Ort“ ausgezeichnet. Als besonderer Ort, der sich „um die Zauberkunst verdient gemacht“ hat, wurde die Spielstätte der Freien Szene vom Magischen Zirkel von Deutschland geehrt. Jährlich finden im Moller Haus mehrere Zaubervorstellungen statt, teils mit Künstlern aus ganz Deutschland. www.theater-mollerhaus.de Perspektiven und Strategien des fotografischen Handelns wurden im Frühjahr bei der 10. Ausgabe der Darmstädter Tage der Fotografie gesammelt. Einen gelungenen Rückblick auf die Arbeiten und Diskurse bietet die offizielle Broschüre des internationalen Festivals. Spannende Resümees, Fotografien und Essays! Die Online-Ausgabe ist kostenfrei, das gedruckte Exemplar kostet 10 Euro. www.dtdf.de

Der Makerspace Darmstadt e. V. ist umgezogen. Ein neues Heim hat die Erfinder- und MacherWerkstatt in der Hilpertstraße 31 gefunden. In den größeren Räumen findet Ihr eine Holz- und Metallwerkstatt, Möglichkeiten des 3D-Druckens, Elek­tro­­ niklabor, Laserschneider und viele professionelle Geräte. Vom Aspiranten bis zum Profi: Hier sind alle willkommen, um eigene Ideen zu realisieren oder an Projekten mitzuwirken – denn: „Es gibt immer etwas zu tun!“ Neugierige können bei den offenen Terminen oder Kursen reinschauen. www.makerspace-darmstadt.de Rüdiger Böhm wurde mit dem „Du musst kämp­ fen!“-Preis ausgezeichnet. Verliehen von der gleichnamigen gemeinnützigen Initiative – gegründet 2015 von Andrea Petkovic und Jonathan Heimes – wird damit der ehemalige Jugendtrainer des SV Darmstadt 98 geehrt, der 1997 nach einem Unfall beide Beine verlor, sich entgegen aller Vorzeichen ins Leben zurück kämpfte und im euro­ päischen Profifußball als Trainer Karriere machte. www.dumusstkaempfen.de Pünktlich zum zweiten Geburtstag der Lincoln Wall darf sich Darmstadts Graffiti-Szene über eine zweite große legale Fläche freuen: den Blütentunnel. Seit Ende September darf auch die Unterführung unter der Langener Straße nahe der S-Bahn-Haltestelle Arheilgen mit Streetart geschmückt wer­­­den. Das Biotop für urbane Kunst am Westrand der Lincolnsiedlung lockte bereits Sprayer aus ganz Europa nach Darmstadt und bietet Jugendlichen eine selbstverwaltete Plattform für Kreativität. www.facebook.com/LincolnWallDarmstadt

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Lichte Liebschaften & Geheimnisse Das literarische Darmstadt im Oktober T E X T: ST E F F E N FA L K

Gute Verwandschaft ist selten und nur begrenzt frei wählbar. Große Auswahl bietet alternativ dazu der Bücherherbst:

Dienstag, 02. Oktober

„Bruder und Schwester Lenobel“ verbindet das Schicksal der jüdischen Eltern während des Nationalsozialismus so sehr, dass jede eigene familiäre Bindung scheitert. Wo und wie sie dennoch zueinander finden, beschreibt Michael Köhlmeier in seinem neuen Roman, den er ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche vorstellt.

Mittwoch, 03. Oktober

In „Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt“ beschreibt Jörn Leonhard, wie vor fast einhundert Jahren eine Nachkriegsordnung ausgehandelt wurde, die nicht lange bestehen sollte. Ab 11.30 Uhr stellt der Freiburger Geschichtsprofessor sein Epochenporträt in der Stadtkirche vor. „Jazz & Lyrik“ treffen ab 19 Uhr wieder im Literaturhaus aufeinander, wenn dieses Mal Teilnehmer der Literaturwerkstatt ihre Texte zu den Klavierund Kontrabass-Klängen des Duos „PiKo“ lesen.

Donnerstag, 04. Oktober

Mit der „Operation Bird Dog“ wird 1948 auch in West-Berlin die Deutsche Mark eingeführt. Was die Währungsreform mit dem Tod eines Bankiers zu tun hat, klärt Jahre später dessen Sohn auf. Die Ermittlungsergebnisse fasst Jan-Christoph Nüse in seinem ersten Krimi zusammen, aus dem der Fernsehredakteur ab 19.30 Uhr im Künstlerkeller im Schloss liest. Eduard von „Keyserlings Geheimnis“ wird 1901 mit einem Porträt des Münchner Malers Lovis Corinth gelüftet, von dem sich der baltische Graf empört

abwendete. Zeitgenossen gefiel das ehrlich getroffene Bild mit dem hässlichen Romancier allerdings. Fasziniert von den überlieferten Zitaten und Anekdoten widmete Klaus Modick seinen neuen Roman der vergangenen bairischen Boheme, in die er uns ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche einführt.

Freitag, 05. Oktober

„Der schlaflose Cheng“ kann in Wien nur mit einem Arm ermitteln – und „Die Büglerin“ Tonia packt im Heidelberger Exil ein ganz heißes Eisen an: Die Krimis von Heinrich Steinfest werden auch von der Literaturkritik empfohlen, Motive und Gründe erfahren wir ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche.

Samstag, 06. Oktober

Unter anderem Angela Allesklar aus Heidelberg, Julie Kerdellant aus Landau und Karsten Hohage aus Weinheim treten ab 20 Uhr beim 53. KroneSlam in der Goldenen Krone im Wettbewerb um Zuschauergunst und Kronkorken an.

Sonntag, 07. Oktober

„Und jeden Morgen das Meer“ begrüßt die ehemalige Hotelmanagerin Sonja, die nach dreißig Jahren nur noch vom Pech verfolgt zu sein scheint. Dass aber das Unglück im verregneten Wales besser zu ertragen ist als an der Bodensee-Küste, lehrt KarlHeinz Ott in seinem neuen Roman und ab 11.30 Uhr in der Stadtkirche.

Dienstag, 09. Oktober

„Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen“ ist das fünfbändige, tausendseitige und zwei Jahr­ hunderte und mehrere Kontinente umfassende Romandebüt von Philipp Weiss, der seinem Überraschungserfolg ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche repräsentative Szenen entlockt. P | 32


„Vom ersten Gedanken bis zum fertigen Roman“ liegen noch viele Arbeitsschritte, denn auch das literarische Schreiben ist ein zu lernendes Handwerk. Barbara Zeizinger gibt ihr Wissen über Plots, Figuren und Dialoge ab 19.30 Uhr im Hotelrestaurant Rosengarten weiter. „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“ handelte das letzte Buch von Axel Hacke. Höflich, wie der Kolumnist ist, wird er seinem Publikum in der Centralstation ab 20 Uhr auch Ausschnitte aus anderen Veröffentlichungen bieten. Ganz unspießig dreht Katja Klengel in „Girlsplaining“ den Spieß um und erklärt in ihrer ComicKolumne ihre feministische Sicht auf das Berlin, die Welt und das Netz. Dort erschienen die aufklärerischen Strips zuerst, nun sind sie in einem schicken Sammelband nachzulesen, das ab 20 Uhr in der Oetinger Villa vorgestellt wird.

Mittwoch, 10. Oktober

„Alle, außer mir“ – so hadert die vierzigjährige Ilaria mit ihrem Schicksal und ihrem Vater, über den sie nie geahnte Dinge erfährt. Francesca Meladri verschränkt persönliche Familiengeschichte mit kolonialer Vergangenheit; ab 19.30 Uhr führt Bianca Schamp in der Stadtkirche in den dritten Roman der italienischen Autorin ein. „Das Teemännnchen“ verbrüht sich regelmäßig und moderne Don Quichottes kämpfen gegen Windräder. Über das Banale und Böse kann Heinz Strunk nicht nur in Romanen schreiben. Auch in kurzen Geschichten zeigt er uns den abgründigen Alltag; erste Anekdoten hören wir ab 20 Uhr in der Bessunger Knabenschule.

Freitag, 12. Oktober

„Für Freiheit bereue ich nichts“ bekennt der tibetische Autor Shokjang, aus dessen in China verbotenen Texten Katja Behrens ab 19 Uhr im Literaturhaus liest. „Die Live Butterfly Show“ bestreitet in der Stadtkirche ab 19.30 Uhr der preisgekrönte Lyriker Jan Wagner mit schwerelosen Versen aus seinem neuen Gedichtband gemeinsam mit dem JazzPianisten Sebastian Sternal.

Sonntag, 14. Oktober

„Der Verräter“ – oder im Original passender: „The Sellout“ erzählt von versteckter Rassentrennung in den USA und einem offensiven Umgang mit ihr. Der New Yorker Paul Beatty wurde für seine drastische Satire mit dem britischen Man Booker Prize ausgezeichnet. Warum, erfahren wir auch von Bianca Schamp, die ab 11.30 Uhr in der Stadt­ kirche aus der deutschen Übersetzung lesen wird. Das Deutsche Polen-Institut lädt für 17 Uhr in den Karl-Dedecius-Saal im Schloss und widmet seine „Polenlese“ der berühmten Dichterin Wisława Szymborska.

Dienstag, 16. Oktober

„Das innere Ausland“ liegt für Andreas Vollmann in Frankreichs Süden, der dort zu vereinsamen droht. Wie und warum das der Besuch seiner Nichte verhindern könnte, erzählt Thommie Bayer in seinem neuen Roman, aus dem er ab 19 Uhr im Literaturhaus liest.

Donnerstag, 18. Oktober

„Die Kunst des lässigen Anstands“ lehrt der Journalist Alexander von Schönburg und bietet in der Bücherinsel Dieburg ab 20 Uhr eine Einführung an.

Auf die Spur der „Schattenmänner“ in der Rüstungsindustrie begibt sich Kommissar Eugen de Bodt im neuen Polit-Krimi von Christian von Ditfurth, aus dem der Berliner Historiker ab 20 Uhr in der Bücherinsel Dieburg liest.

Donnerstag, 11. Oktober

Freitag, 19. Oktober

In „Fräulein Nettes kurzer Sommer“ lässt uns Karen Duve an der unbeschwerten Zeit der 23-jährigen Annette von Droste-Hülshoff teilnehmen, die mit ihrem Auftreten in ihrer adeligen Familie und ihren berühmten Gästen bewusst aneckt. Kostproben aus der Erzählung über ihre berühmte Kollegin liest sie ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche.

Rosa Luxemburg hinterließ der Nachwelt neben politischen Werken auch „Briefe aus dem Gefängnis“, mit denen sich die anders Denkende Freundinnen und Freunden vertraulich mitteilte. An den Gedanken der vor einhundert Jahren inhaftierten Sozialistin lässt uns ab 19.30 Uhr die Journalistin Bettina Bergstedt im Literaturhaus teilhaben. P | 33


Samstag, 20. Oktober

Mittwoch, 24. Oktober

„Einen Abend mit Laurence Sterne“ gestaltet anlässlich dessen 250. Todestages der Übersetzer Michael Walter ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche, der nicht nur den „Tristram Shandy“, sondern auch noch weitgehend unbekannte Werke des Zeitgenossen von Lessing und Goethe im Reisegepäck hat.

Vielbunt kann und will auch kontrovers sein: Um 19 Uhr stellt Herausgeberin Patsy l’Amour laLove im Queeren Zentrum in der Oetinger Villa den Sammelband „Beißreflexe“ vor, dessen verschiedene Beiträge eine „Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten“ formulieren.

Sonntag, 21. Oktober

Donnerstag, 25. Oktober

Der Kranichsteiner Literaturverlag begeht das fünfjährige Jubiläum seines literarischen Wohnzimmers in der Sandbergstraße 36 ab 11 Uhr mit Jorge Luis Borges. Der argentinische Erzähler, der mit seinen fantastischen Erzählungen auch europäische Autoren beeinflusste, wird von Roland Held porträtiert.

Die Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung wird in der Centralstation mit einem besonderen Podium und beliebten Autoren eröffnet. Mit den Waffen der Kritik die Literaturkritik kritisieren: An dieser hohen Kunst versuchen sich Katja-Lange Müller, Lucas Bärfuss, F.C. Delius und Michael Lentz ab 19.30 Uhr.

„Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny gehört zu den wenigen modernen Romanen, die es in die Alltagssprache geschafft haben. Wer es in den letzten 35 Jahren noch nicht schaffte, die Biografie über den Polarforscher John Franklin zu lesen, sollte um 17 Uhr die Stadtkirche besuchen.

Freitag, 26. Oktober

Montag, 22. Oktober

„Nachtleuchten“ lässt das Elend in einem Vorort von Buenos Aires in anderem Licht erscheinen. Über Hoffen und Bangen im Angesicht der Militärdiktatur berichtet María Cecilia Barbetta in ihrem neuen Roman, aus dem die mittlerweile in Berlin lebende Argentinierin ab 19 Uhr im Literaturhaus liest. „Die Kreuzfahrer“ lassen es sich zwischen Pool, Dinner und Animation gut gehen und werden dabei von Wladimir Kaminer beobachtet. Das gewohnt selbstironische Ergebnis passt zwischen zwei Buchdeckel – und ab 20 Uhr auf die Bühne der Centralstation. Fünfzig Jahre nach dem Jahr, dass eine ganze Generation geprägt hat, legt auch Gretchen Dutschke ihre Bilanz vor: „1968 – worauf wir stolz sein können“ wird im Gespräch mit HR-Info-Redakteurin Anne Baier in der Bessunger Knabenschule vorgestellt.

Dienstag, 23. Oktober

Ausgerechnet der Siegertyp und Investmentbanker Victor will „Hochdeutschland“ zu Fall bringen. Aus dem drastisch komischen Roman von Alexander Schimmelbusch liest Victor Tahal ab 20 Uhr in der Bar der Kammerspiele des Staatstheaters.

Auch Poetry Slams brauchen nachwachsende Talente. Diese werden in U20-Wettbewerben gefördert. In der Centralstation strahlen die Scheinwerfer ab 19.30 Uhr auf die Teilnehmer der von Finn Holitzka moderierten Lichterschlacht. Mit einer sicherlich zitierfähigen Rede und einer anschließenden Lesung aus ihren Texten nimmt Terézia Mora ab 20 Uhr in der Orangerie den diesjährigen Georg-Büchner-Preis entgegen.

Sonntag, 28. Oktober

„Die Zukunft der Schönheit“ erfährt 1966 in einem New Yorker Jazz-Klub ein junger deutscher Student. Aus seinem autobiografisch geprägten Roman liest Friedrich Christian Delius ab 17 Uhr in der Stadtkirche zur Musik von Saxofonist Otis Sandjö.

Dienstag, 30. Oktober

„Lichter als der Tag“ erscheint Raimund seine Vergangenheit mit Inger. Über verpasste Chancen und gelebte Leben schreibt Mirko Bonné in seinem im Vorjahr viel gelobten Liebesroman, aus dem der Hamburger Autor ab 19 Uhr im Literaturhaus liest.

Mittwoch, 31. Oktober

Um den „Gott der Barbaren“ tobt 1860 in China ein christlicher Glaubenskrieg. In die hochaktuellen Wirren seines neuen Romans, der für den Deutschen Buchpreises nominiert wurde, führt Stephan Thome ab 19.30 Uhr im Ratssaal der Hammermühle in Ober-Ramstadt ein. P | 34


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Vieldeutige Verwandlungen Unsere Kunst-Highlights im Oktober AUSWA H L + T E X T E: A NJA T R I E S C H M A N N | A BB I L DU NGE N: L E I X U E (1) + P E T E R P E L I KA N (2) + G OR A N I SSA (3) + GA L E R I E C. K L E I N (4) + GE RDA B I E R (5) + A N N E T T E G I RKE (6)

Wesenhaft verwandelt Sich das Material vertraut machen, mit dem man schafft, sein Wesen erforschen, seine Möglichkei­ ten ausloten: Kunst ist – neben Ausdruck und Inhalt – auch Forschung, Experiment, Hingabe ans Material. Oder auch: Das Material wird zum Vehikel des Ausdrucks, wird selbst zur Sprache. Die Ausstellung „Material – Sprache der Kunst“ zeigt 19 Positionen von Darmstädter Künstlern, in denen eine jeweils eigenwillige Materialsprache zur Anschauung kommt. Draht, Blei, Karton, Gras, Metall und Textil verwandeln sich in Kunst. —­ bis 14.12.2018 Kunst-Archiv Darmstadt, Kasinostraße 3 www.kunstarchiv.eu

2 Experimentell erfasst Ernte im Atelierhaus: Im Herbstsalon zeigen acht Haus-Künstler und ihre vier Gäste, woran sie seit dem Frühjahr gearbeitet haben. Neben altbewährten Druckverfahren (Holzschnitt und Monotypien), urbanen Landschaftsskizzen und klassischer Bildhauerei widmen sich ihre Arbeiten dem Experiment mit Kamera, Mikroskop und Materialmix: Welche Formen gibt es im Mikrokosmos zu entdecken? Wie verändert sich menschliche Bewegung in Unschärfe? Zu welchen Formen ist flüssige Papiermasse fähig? Und wie korrespondieren Schrift und Landschaft? —­ bis 14.10.2018 Atelierhaus Darmstadt, Riedeselstraße 15 Fr + Sa + So von 16 bis 19 Uhr www.atelierhaus-darmstadt.de

Meinung befreit Wie sehen Künstler aus Syrien und anderswo die Welt? Welche Erlebnisse und Bilder prägen ihre Kunst? Die Darmstädter Fotografen Hannelore Anthes, Marina D‘Oro, Theo Jansen und Michael Frieser haben Menschen porträtiert, die aus verschiedenen Teilen der Welt kommen und in Darmstadt Heimat gefunden haben. Sich aus­ drücken zu können durch Malerei, Film, Literatur oder Musik setzt Meinungsfreiheit voraus – in vielen Ländern bei Strafe verboten. Die Ausstellung zeigt Kunstschaffende, die ihre Freiheit wiedergefunden haben. —­ 12.10. bis 30.11.2018 Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3

Verstörend vieldeutig

Drei Künstler, drei Verstörungen: Wenn Roger Rigorth bildhauerisch Formen erfindet, die er als Wucherung an Gebäuden anbringt, um Baumstämme herumwuchtet oder auf lange Stiele pfropft, dann sind es Zwitter, die sich eindeutiger Festlegung entziehen. Ulrike Rothamel fordert den Betrachter mit irritierenden Inhalten in ihrer figurativen Male­ rei heraus. Und Mary Anne Imhof verzichtet ganz aufs Motiv: Gegenstandslos experimentiert ihre sinnliche Farbfeld-Malerei mit Linie, dem Zusammenklang von Farbpigmenten und Fläche. —­ bis 13.10.2018 Galerie C. Klein, Schumannstraße 11 Fr von 15 bis 18.30 Uhr + Sa von 11 bis 14 Uhr P | 36


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5 Gefundenes verbunden Der Mensch und das, was ihn wesenhaft ausmacht, sind Mittelpunkt im Schaffen von Gerda Bier, einem langjährigen Mitglied der Darmstädter Sezession. Der Mensch hat Geschichte, ebenso wie die Fundstücke, an denen Zeit und Gebrauch Spuren hinterlassen haben. Daher integriert die Bildhauerin Aufbewahrtes und Gefundenes, aber auch Materialien wie Holz, Metall und Papier in ihre archaisch anmutenden Objekte. Sie verklammert, verschweißt, verfügt Disparates, um neue Bedeutungsebenen in Plastiken und Material­ bildern zu schaffen. —­ bis 28.10.2018 Künstlerhaus Ziegelhütte, Kranichsteiner Straße 110 Fr, Sa, So von 15 bis 18 Uhr www.künstlerhaus-ziegelhütte.de

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6 Alltäglich abgelauscht Zwei Malerinnen treffen aufeinander, die eines gemeinsam haben: einen berühmten Lehrer, den Maler Markus Lüpertz. Frisch aus der Abschlussklasse des Meisters geschlüpft, stellen Annette Girke und Christa Maria Marschall nun ihre eigenen Handschriften zur Schau: Girke, inspiriert von allem, was ihr im Alltag vor die Füße schwemmt, deutet auf Leinwand skurrile Geschichten über Mensch und Natur an, die zum Fabulieren anregen. Marschall hingegen nutzt rasche Kontur-Skizzen, um nackte Leiber mit Farbflächen zu kontrastieren. —­ 20.10. bis 18.11.2018 Damenbau Staatspark Fürstenlager Bensheim Auerbach Sa von 14 bis 17 Uhr + So von 11 bis 17 Uhr www.annette-girke.com www.christamariamarshall.de

Weitere Ausstellungen im Oktober online unter www.p-stadtkultur.de/kunst. P | 38


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Glogowski & Steingässer präsentieren

WEITSICHT

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Culture Curry | So. 28.10.18 | 10:30 Uhr

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© Manfred Stromberg

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Chaos, Trubel ... höllisch gut Unsere Theater-Tipps im Oktober TEXT: C E M T E V E TOǦLU | FOTO: TIP

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Die Welt in Unordnung im Staatstheater

Im Staatstheater Darmstadt werden im Oktober zwei Premieren gefeiert. Eine wahre Herausforderung ist die Übertragung von Roberto Bolaños Mammutwerk „2666“ auf die Bühne. Anhand einer realen Frauenmordserie in Nordmexiko in Ciudad Juarez beschäftigt sich Bolaño – wie es das dem Roman vorangestellte Zitat von Charles Baudelaire verheißt – mit einer „Oase des Grauens in einer Wüste der Langeweile“. Das dunkle Herz der Globalisierung wird in fünf lose miteinander verbundenen Teilen umkreist – Geschichten von Rassismus, Misogynie, Ausbeutung und Mord als Antwort auf jahrhundertlange Demütigungen schwirren durch diesen fabulierenden, brillanten Text. Die junge Regisseurin Claudia Bossard hat sich vorgenommen, diesen eigentlich unspielbaren Text aufzuschließen und ihn sinnlich erfahrbar zu machen.

Die zweite Premiere: die Mozart'sche „Zauberflöte“ als große Oper in zwei Aufzügen. Die auf den ersten Blick so einfache, märchenhafte Geschichte, in deren Mittelpunkt der Vogelmensch Papageno steht, kann ebenso als freimaurerisches Ideendrama, Parabel auf das Erwachsenwerden oder als theatraler Initiationsritus gelesen und präsentiert werden. „So ist die ,Zauberflöte' Welt-Theater im besten Sinne: eine Gelegenheit für Jung und Alt zur Welterfahrung mit den Mitteln des Theaters“, verspricht die Ankündigung. — „2666“ Premiere am So, 07.10., um 20 Uhr in den Kammerspielen „Die Zauberflöte“ Premiere am Fr, 26.10., um 19 Uhr im Großen Haus www.staatsheater-darmstadt.de P | 40


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Trubel im Moller Haus

Höllisch Gutes auf der Neuen Bühne 4

Volles, vielfältiges Programm im Headquarter der freien Theaterszene Darmstadts, dem Theater Moller Haus. Los geht's mit einer Premiere: Das Theater Curioso zeigt das neuzeitliche Berghütten-Beziehungs-Drama „Lonelyhearts“. Es folgen das gesellschaftskritische „Hiob – Theaterstück mit Film“ von Theater Inc. und das ernste Musical-Drama „Once we had a dream“ mit einigen „prägnanten Szenen“ (deshalb erst ab 14 Jahren, inszeniert von der Preda Youth Group). Das vom Theater Transit aufgeführte „Illegal ein Leben lang“ erzählt eine wahre Geschichte, „die einen Bogen schlägt aus dem Damals, zu all jenen, die heute sagen müssen: ,Ich gehe, so weit die Füße tragen, weil ich leben will.' “ Dazu noch eine Improshow von „KurzFormChaos“ und das literarische Erzähltheater des wandlungsfähigen, agilen Christian Wirmer zu „Morgen und Abend“, einem Drama von Jon Fosse. Weitere Aufführungen – darunter auch viel Kindertheater: siehe Moller-Haus-Website. —­ „Lonelyhearts“ Premiere am Do, 04.10., um 20 Uhr „Hiob – Theaterstück mit Film“ am Fr, 05.10. + Sa, 06.10., um 20 Uhr „Once we had a dream“ am So, 07.10., um 19 Uhr „Illegal ein Leben lang“ am Sa, 13.10. + So, 14.10., um 20 Uhr „Improshow – unendliche Geschichten“ am Do, 18.10., um 20 Uhr „Morgen und Abend“ am Fr, 19.10. + Sa, 20.10., um 20 Uhr www.theatermollerhaus.de

Neue Hauptproduktion des Schauspielstudios 3

In „Und ewig rauschen die Gelder“ geht es um eine Lüge, die auf einem Sozialbetrug fußt, und am Ende aus bürokratischen Gegnern gemeinsame Kämpfer für die vermeintlich gute Sache macht. Die britische Farce von Michael Cooney gewinnt ihren Witz aus den absurden Verwechslungen, dem schwarzen Humor und einer Hauptrolle, die um keine Ausrede verlegen ist. Da muss auch schon mal der bewusstlose Onkel als falsche Leiche herhalten. —­ „Und ewig rauschen die Gelder“ Premiere am Fr, 19.10., um 18 Uhr im Wilhelm-Köhler-Saal der TU Darmstadt (im Alten Hauptgebäude, Hochschulstraße 1) www.tud-schauspielstudio.de

Die Neue Bühne zeigt im Oktober Michael Endes „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" in einer Inszenierung von Renate Renken und mit Musik von Heike Pallas. Beelzebub Irrwitzer ist ein talentierter und erfolgreicher Zauberer. Dennoch ist es ihm – wie auch seiner Tante Tyrannia Vamperl – dieses Jahr nicht gelungen, sein Soll an bösen Taten zu erfüllen. Nun sitzen beide in der Klemme, die Frist läuft um Mitternacht ab. Sie entwerfen einen höllischen Plan, um noch möglichst viele Katastrophen zu verursachen. Passend zum Thema versprechen die Macher des Arheilger Theaters: „Dazu wird Ihnen höllisch gutes Essen serviert.“ —­ „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ Premiere am Sa, 27.10., um 20 Uhr www.neue-buehne.de

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Ganz schön Schrilles im TIP

Für Oktober präsentiert das Theater im Pädagog (TIP) ein schillernd-herbstliches Programm. Zwei Premieren werden gefeiert: Ende des Monats kommt „Venus im Pelz“ als intensives Spiel um heimlichste Leidenschaften, Erotik und Macht auf die Bühne des TIP. Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Broadway-Theaterstück des US-amerikanischen Autors David Ives, der es vom österreichischen Schriftsteller Leopold von Sacher-Masoch adaptierte. Bereits zu Monatsbeginn entert der „Räuber Hotzenplotz“ die Bühne. In der garantiert ungewöhnlichen und schön schrillen Inszenierung von Klaus Lavies (und mit Lavies und Richard Heath in den Rollen) muss er auch noch die Fee Amaryllis spielen oder die Wahrsagerin oder … oder. Freuen darf sich das Publikum auch auf eine Wiederaufnahme des „Kontrabass“ nach Patrick Süskind mit Felix Münk (am 06. + 21.10.). —­ „Venus im Pelz“ Premiere am Fr, 26.10., um 20 Uhr Räuber Hotzenplotz Premiere am So, 07.10., um 16 Uhr (ab 6 Jahre) www.paedagogtheater.de

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2018


Kalender Oktober 2018 MONTAG, 01.10.2018 Konzert: Coramali (Jazz)

21:00 h Goldene Krone (Kneipe)

Herbstmess' Pub Quiz Vintage (Oldies & Goldies) WatzeFAQ (Quizabend) Ladies Night mit DJ Zoli

20:30 h 21:00 h 20:00 h 21:00 h

Messplatz Green Sheep Pub Steinbruch-Theater, Mühltal Watzepunkt Tanzcafé Papillon

20:00 h 20:30 h 19:30 h 22:00 h 23:00 h 20:00 h 21:00 h 23:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 20:30 h 20:30 h 20:30 h 23:00 h 20:45 h

Centralstation (Halle) HalbNeun Theater > 32 Stadtkirche Weststadtcafé Galerie Kurzweil Hoffart Theater Steinbruch-Theater, Mühltal Schlosskeller > 04 Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rockybar) Goldene Krone (Disco) Comedy Hall Green Sheep Pub Guantanamera Nova Manni & Peet

11:30 h 21:30 h 21:00 h 19:00 h 20:00 h 21:00 h 21:45 h 23:00 h

Stadtkirche Bess. Knabenschule Goldene Krone (Kneipe) Comedy Hall Radio Darmstadt Tanzcafé Papillon Salon-Latino Nova

19:00 h 20:00 h 20:30 h 19:30 h 19:30 h 20:00 h 17:00 h 20:00 h 22:00 h 20:15 h 23:00 h 18:00 h

Limo Lounge Roßdörfer Biergarten Centralstation (Halle) > 04 Künstlerkeller im Schloss > 32 Stadtkirche > 32 Theater Moller Haus Darmstädter Privatbrauerei Restaurant Belleville Goldene Krone (Rockybar) Goldene Krone (Kneipe) Nachtcafé Burg Frankenstein (Restaurant)

DIENSTAG, 02.10.2018 Konzert: Frau Höpker bittet zum Gesang Comedy: Der Tod - Happy Endstation Lesung: Michael Köhlmeier - Bruder und ... Zehn Jahre Zehn DJs Gerd Janson & Thomas Hamman Konzert: Glanville + Galactic Superlords Vorfeiertags- DM & Cure Party Flava In Ya Ear mit den Splash Brothers Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz) Rockyshake mit DJ Ned Trashpop-Feiertags-Special mit DJ D-Zero Milchstraße lactosefrei - Aurora in Space Pub Quiz Salsa Treff Studier.Bar Pub Quiz

01 > Bitte zum Gesang in die CS!

MITTWOCH, 03.10.2018 Lesung: Jörn Leonhard - Der überforderte ... Frischzelle: Fur Coats (live) Konzert: Marii (Songwriter, Pop) Milchstraße lactosefrei - Aurora in Space Bandsupporter Session on Air Discofox Dance Night La Fiesta con Salsa y Bachata Play My Track - Du bist der DJ

> 32 > 04

02 > Unsern Aurörchen <3

DONNERSTAG, 04.10.2018 Super Mario Kart Turnier 15 Jahre Jam-A-Coustic Konzert: Jesper Munk + Support Lesung: Jan Christoph Nüse - Operation Bird Dog Lesung: Klaus Modick - Keyserlings Geheimnis Theater: Lonelyhearts (Premiere) Brauereibesichtigung Mariannes Chansonabend - Marianne et les Garçons Crossover mit The Jan Tischfußballturnier DYP Students & Friends Afterwork

03 > Lesung in der Stadtkirche. P | 43


FREITAG, 05.10.2018

22 04 > Und wie war dein Tag?

Das Kriminal Dinner ... für Nerven und Gaumen Kabarett: Hans Gerzlich - Und wie war dein Tag ... Konzert: 10 Jahre Pfund Ein Abend mit Heinrich Steinfest Theater: Hiob Die Besondere Platte# 29 House Of Wolves JazzTalk 125: Holly Schlott 2 Spirits Triorität Release Party (Live & DJs) Konzert: Heiner Herchenröder (Eigenes & Cover) Garage Sabotage mit The Jan SPH Bandcontest Regionalfinale Neunzigerdisko mit DJ D-Zero Konzert: Locktender + Killie + Lentic Waters Kiss Me Darmstadt Freies Tanzen: Standard & Latein

19:00 h 20:30 h 20:30 h 19:30 h 20:00 h 19:30 h 21:00 h 20:30 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 19:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 19:00 h

Grohe Brauereiausschank HalbNeun Theater Centralstation (Halle) Stadtkirche > 32 Theater Moller Haus Hoffart Theater Steinbruch-Theater, Mühltal Jazzinstitut (Keller) Schlosskeller > 05 Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rockybar) Goldene Krone (Saal) Goldene Krone (Disco) Oetinger Villa Musikpark A5 TSZ Blau-Gold-Casino

19:30 h 19:30 h 20:15 h 20:30 h 11:30 h 22:00 h 20:00 h 22:00 h 21:00 h

Burg Frankenstein (Restaurant) Centralstation (Saal) Hegelsberghalle, Griesheim HalbNeun Theater Stadtkirche Centralstation (Halle) Theater Moller Haus Queeres Zentrum Darmstadt Bess. Knabenschule (Keller)

SAMSTAG, 06.10.2018

23 05 > Jazz mit Holly Schlott.

Krimidinner - Ein Leichenschmaus Comedy: Jan Philipp Zymny - How To Human? Konzert: Münchener Freiheit Kabarett: Volker Weininger - Schulmärchenreport Orgelmatinée Very Best of: 90s & Today mit D-Zero und Sonix Theater: Hiob Halloween Party Konzert: Pleasure Town Fest (Hardcore & Metal)

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08.10.18 BAR —20 UHR —2. 0G

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IM CARREE/DARMSTADT P | 44


Darmstädter Dialog: Deuschland - Russland Steinbruch-Classics Night Punkkonzi: Ausbruch + Wärters SchlEchte + 3ABNM Achtmalzwoelf Opening: Liebig + Lischka + Maser 3. Weinfest Tanzsalon Ü30 mit DJ Kemal Samuel Torres & Agua’Bajo (Afro Colombian Jazz) Kellergymnastik feat. Shamir Liberg Black is Beatiful - Hip Hop mit Steazy90 Come As You Are mit DJ Kai Krone-Slam Konzert: GramMoQuai (Folk-Pop) Holtergepolter (Akustik-Konzerte) Saturday's Finest Saturday Night Fever La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton) Saturday Dance Party Stadtklänge (House, R'n'B)

16:00 h 21:00 h 20:00 h 22:00 h 15:00 h 21:30 h 20:30 h 23:00 h 22:00 h 22:00 h 20:00 h 21:00 h 20:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 23:00 h

Offenes Haus / Ev. Dekanat Steinbruch-Theater, Mühltal Oetinger Villa Weststadtcafé > 05 Riegerplatz > 05 Linie Neun, Griesheim Bess. Knabenschule (Halle) Schlosskeller Goldene Krone (Rockybar) Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Saal) > 32 Goldene Krone (Kneipe) Zucker Huckebein Musikpark A5 Salon-Latino Tanzcafé Papillon Nachtcafé

19:00 h 11:30 h 19:30 h 19:00 h 17:00 h 15:00 h 18:00 h 20:15 h

Centralstation (Saal) > 32 Stadtkirche Stadtkirche Theater Moller Haus Wasserturm > 06 Linie Neun, Griesheim Haus der Deutsch-Balten Goldene Krone (Kneipe)

06 > Afro Colombian Jazz in der BKS.

SONNTAG, 07.10.2018 Konzert: Michael Krebs & die Pommesgabeln des ... Lesung: Karl-Heinz Ott - Und jeden Morgen das Meer Konzert: Rainer Böhm - Hýdõr Theater: Once We Had A Dream - Musical Drama Musik im Turm - Pablo Bischoff Trio (Latin Jazz) Tangobrunch Konzert: Duo Amabile Tatort Krone

07 > Karl-Heinz Ott liest in der Kirche. ANZEIGE


Tanztee mit DJ Zoli

15:00 h Tanzcafé Papillon

MONTAG, 08.10.2018 Sports PubQuiz Die Ersti Party Konzert: Groovy Taste (Rock, Blues) Neueröffnung mit DJ Chara Pub Quiz Vintage (Oldies & Goldies) WatzeFAQ (Quizabend) Ladies Night mit DJ Zoli

19:30 h 21:00 h 21:00 h 20:00 h 20:30 h 21:00 h 20:00 h 21:00 h

Lilienschänke SportsBar Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Centralstation (Bar) Green Sheep Pub Steinbruch-Theater, Mühltal Watzepunkt Tanzcafé Papillon

20:00 h 19:30 h 20:00 h 19:30 h 19:00 h 17:30 h 18:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 20:30 h 20:30 h 23:00 h 20:45 h

Centralstation (Saal) Stadtkirche Oetinger Villa Hotel Rest. Rosengarten Upéro Audimax / TUD Regierungspräsidium Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rockybar) Green Sheep Pub Guantanamera Nova Manni & Peet

20:30 h 20:00 h 19:30 h 20:00 h 22:00 h 21:00 h 20:00 h 19:00 h

Centralstation (Halle) Bess. Knabenschule > 33 Stadtkirche > 33 Herrngartencafé Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Disco) Maulbeergarten, Maulbeerallee 68

DIENSTAG, 09.10.2018

08 > Comic-Lesung.

Lesung: Axel Hacke Lesung: Philipp Weiss - Am Wegrand sitzen die ... Comic-Lesung: Katja Klengel - Girlsplaining Vortrag: Vom ersten Gedanken bis zum fertigen ... Salsa Afterwork mit DJ Olli Filmkreis-Kino: Überraschungsfilm Finissage: Streams of Consciousness Laut und Leise-Konzert: Allie & Band Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus Nachtdienst: Funk, Soul & Reggae Pub Quiz Salsa Treff Studier.Bar Pub Quiz

> 33 > 32 > 33 > 33

> 06

MITTWOCH, 10.10.2018

09 > Release-Tour in der CS.

Konzert: Nina Attal - Jump Album Release Tour Lesung: Heinz Strunk - Das Teemännchen Lesung: Francesca Melandri - Alle, außer mir Konzert: Ebb & Flow Fachschaftsparty FB2 Konzert: Tonland (Songwriter) Fachschaft Bauingenieurwesen und Geodäsie Gartenabend: Der Gartenraum zum Mitgestalten

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„Ich gehe soweit die Füße tragen, weil ich leben will“.

von Michaela Bochus-Hirsch nach der Idee von Anna Rosa Dargies oder Onite Roschite Kilkus

Informationen: 06151-136722 • info@theatertransit.de www.theatertransit.de • www.clownsschule-darmstadt.de


Discofox Dance Night La Fiesta con Salsa y Bachata Play My Track - Du bist der DJ

21:00 h Tanzcafé Papillon 21:45 h Salon-Latino 23:00 h Nova

DONNERSTAG, 11.10.2018 Super Smash Bros Turnier Konzert: GoGo Penguin - A Humdrum Star Live Das Original Krimidinner - Der Teufel der Rennbahn Lesung: Karen Duve - Fräulein Nettes kurzer Sommer Konzert: Tildon Krautz + Support: Kennet Minor Eisprung - die coverfreie Akustikjamsession Filmkreis-Kino: Überraschungsfilm ISS Welcome Party Studentenparty Mathematik Tischfußballturnier DYP Students & Friends

19:00 h 20:00 h 19:00 h 19:30 h 20:00 h 20:30 h 17:30 h 21:00 h 22:00 h 20:15 h 23:00 h

Limo Lounge Centralstation (Saal) > 06 Burg Frankenstein (Restaurant) Stadtkirche > 33 Theater im Pädagog Sumpf Audimax / TUD Schlosskeller Goldene Krone Goldene Krone (Kneipe) Nachtcafé

20:00 h 20:30 h 20:30 h 19:30 h 22:00 h 22:00 h 20:00 h 20:00 h 21:00 h 20:30 h 18:00 h 20:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 20:00 h 22:00 h 19:00 h

Centralstation (Halle) HalbNeun Theater Jagdhofkeller Stadtkirche > 33 Schlosskeller Theater im Pädagog > 08 Bess. Knabenschule > 30 > 06 Hoffart Theater Steinbruch-Theater, Mühltal Jazzinstitut (Keller) Literaturhaus > 33 Linie Neun, Griesheim Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rockybar) Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Saal) Musikpark A5 TSZ Blau-Gold-Casino

FREITAG, 12.10.2018 Konzert: Alexa Feser - Zwischen Den Sekunden Comedy: Maria Vollmer: Push-up, Pillen & Prosecco Konzert: Coeur Du Bois Musik von Sebastian Sternal zu Gedichten von Jan Wagner Psychos OWO Party Come to the Dance - R´n´B & friendly Hip Hop Konzert: Orchestra Esquinas (CD-Release-Party) Konzert: Well Done Boys Crossoverdisko mit DJ Peter e.S. Konzert: P-Trio feat. John Stowell Ausstellungseröffnung: Internationale Künstler... The Izzy & Chris Show Konzert: Jetzt und Hier (Liedermacher) Singleshingaling mit DJ Shock Travolta Kommerzdisko: Aktuelles und Altbewährtes Karaoke Saal-Special mit Stritti Kiss Me Darmstadt Freies Tanzen: Standard & Latein

10 > Konzert im TIP.

11 > Alexa Faser in der CS. ANZEIGE


SAMSTAG, 13.10.2018

12 > Musikalische Lesung.

Comedy: Boris Meinzer - Der FFH-Dummfrager live Die neue Tanzalternative Musikalische Lesung: Dunja Rajter Konzert: Ax Plays Satch Schlosser spielt Armstrong Hits in the Mix! Konzert: Duo Harfenzauber Theater: Illegal ein Leben lang Konzert: Line Seven Steinbruch Theater Meets Schwarzes Heidelberg Erstsemesterparty FB Gestaltung Reggae Allstar Yard Vol. 3 (2 Floors) Konzert: Chris Heron (Songwriter) Bei Samples unterm Sofa mit Dom Waits Strictly British mit DJ Kai (BritPop, Rock, Punk) Konzert: Wortblind + Support La Cave Aux Folles - Ein Abend mit Aurora DeMeehl Saturday's Finest Saturday Night Fever La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton) Saturday Dance Party Stadtklänge (House, R'n'B)

20:00 h 20:00 h 20:30 h 19:30 h 22:00 h 20:00 h 20:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h 23:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 20:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 23:00 h

Centralstation (Saal) Bess. Knabenschule (Keller) HalbNeun Theater Stadtkirche Centralstation (Halle) Agora Theater Moller Haus Hoffart Theater Steinbruch-Theater, Mühltal Weststadtcafé > 05 Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rockybar) Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Saal) Theater im Pädagog Huckebein Musikpark A5 Salon-Latino Tanzcafé Papillon Nachtcafé

20:00 h 19:30 h 11:30 h 19:30 h 14:00 h 20:00 h 17:00 h 20:00 h 15:00 h 18:00 h 20:15 h 15:00 h

Centralstation (Halle) > 08 HalbNeun Theater Stadtkirche Stadtkirche > 33 Luisenplatz Theater Moller Haus Deutsches Polen-Institut > 33 Hoffart Theater Bessunger Knabenschule (Halle) Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Kneipe) Tanzcafé Papillon

SONNTAG, 14.10.2018

13 > Paul Beatty liest. ANZEIGE

Konzert: Haiyti Kabarett: Clajo Herrmann - Jetzt abber! Lesung: Paul Beatty - Der Verräter (The Sellout) Konzert: Natalia Mateo - De Profundis Stadtrundgang: Konsum mit Nebenwirkungen Theater: Illegal ein Leben lang Literarische Abende im Schloss: Wislawa Szymborska Breitschuh singt Brel Konzert: Beglet Bagca Journey Krone - Gottes Wege wagen Tatort Krone Tanztee mit DJ Zoli


MONTAG, 15.10.2018 Konzert: Harry Seyberth (Saxophon) Pub Quiz Vintage (Oldies & Goldies) WatzeFAQ (Quizabend) Ladies Night mit DJ Zoli

21:00 h 20:30 h 21:00 h 20:00 h 21:00 h

Goldene Krone (Kneipe) Green Sheep Pub Steinbruch-Theater, Mühltal Watzepunkt Tanzcafé Papillon

19:00 h 18:30 h 19:00 h 20:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h 20:00 h 20:30 h 20:30 h 23:00 h 20:45 h

Literaturhaus > 33 Große Bachgasse Upéro Audimax / TUD Schlosskeller > 10 Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rockybar) Goldene Krone (Saal) Green Sheep Pub Guantanamera Nova Manni & Peet

20:00 h 19:30 h 18:00 h 19:30 h 20:30 h 21:30 h 19:00 h 21:00 h 21:00 h 21:45 h 23:00 h

Centralstation (Saal) Darmstadt (versch. Locations) Vinocentral > 10 Stadtbücherei Weiterstadt CityDome Kinos (Rex-Kino) > 04 Bess. Knabenschule Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Tanzcafé Papillon Salon-Latino Nova

DIENSTAG, 16.10.2018 Lesung: Thommie Bayer - Das innere Ausland Podiumsdiskussion: DA Studis gegen Wohnungsnot Salsa Afterwork mit DJ Olli Filmkreis-Kino: Tour de France (OmU) Early Late Night Show Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz) House On Wax Golden Crown Revue (Swing) Pub Quiz Salsa Treff Studier.Bar Pub Quiz

14 > Wohnungsnot sucks!

MITTWOCH, 17.10.2018 Comedy: Worst of Chefkoch - Das Schlimmste was ... Die Komische Nacht - Der Comedy-Marathon Punto Jazz - Konzert: Stefan Varga Trio Musik-Kabarett: Dumm gelaufen und schief gegangen Filmkreis-Kino: In den Gängen Frischzelle: Sisters (live) Der Feierabend Konzert: Brendan Lewes (Folk) Discofox Dance Night La Fiesta con Salsa y Bachata Play My Track - Du bist der DJ

15 > Frischzelle: Sisters. ANZEIGE

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Freitag 26. Oktober 2018 von 16 bis 20 Uhr flanieren, sich treffen, stöbern, entdecken, genießen, informieren, inspirieren lassen...


DONNERSTAG, 18.10.2018

16 > Irish Folk in der CS.

17 > Jazz im Jazzinstitut, surprise!

Mario Kart 64 Turnier The Irish Folk Festival - Music knows no borders Das erste allgemeine Babenhäuser Pfarrerkabarett ImroShow - Unendliche Geschichten Konzert: Kleine Reise Filmkreis-Kino: Call Me by Your Name (OV) Welcome Party Jazzpodium: Uli Partheil Trio feat. Tom Nicholas Geoparty mit DJ Lars Vegas Erstsemester ArchitektInnen Party Tischfußballturnier DYP Students & Friends

19:00 h 20:00 h 20:30 h 20:00 h 20:00 h 20:00 h 21:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h 20:15 h 23:00 h

Limo Lounge Centralstation (Saal) HalbNeun Theater Theater Moller Haus Hoffart Theater Audimax / TUD Mensa Lichtwiese / TUD Jazzinstitut (Keller) Schlosskeller Goldene Krone Goldene Krone (Kneipe) Nachtcafé

20:15 h 20:30 h 19:30 h 20:00 h 21:00 h 17:00 h 20:00 h 20:30 h 23:00 h 19:00 h 21:00 h 20:00 h 20:00 h

Staatstheater HalbNeun Theater Stadtkirche Burg Frankenstein Staatstheater (Foyer) > 77 Festplatz a. Schwimmb., Roßdorf Theater Moller Haus Jagdhofkeller 806qm (Karl-Plagge-Haus) Galerie Kunstpunkt Steinbruch-Theater, Mühltal Vinosone Bessunger Knabenschule (Halle)

FREITAG, 19.10.2018 Comedy: Alain Frei - Mach Dich Frei Konzert: El ZZorro - The Very Best Of ZZ Top Konzert: Daniel Erdmann's Velvet Revolution Halloween Kammerspektakel: Lui Hill + Support: Fye & Fennek Circus Barus Theater: Christian Wirmer - Morgen und Abend Musikalisches Kabarett: 50 - Von und mit Frau ... Pre-Finissageparty Ausstellungseröffnung: Barbara Eitel (Berlin) Casual Rock Friday mit DJ Jörg Konzert: Coramali Jazzpodium: J. Wuchner Kontrabassquintett + Roofer

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P | 50


Oktoberfest Darmstadt 2018 Schrill + Laut Fuckschaftsparty Konzert: Rolling Stonehead (Rolling Stones Cover) Rock(y) Eskalation Beatküche: Hip Hop, House & 90s mit DJL Ascor Karaoke Saal-Special mit Stritti Kiss Me Darmstadt Freies Tanzen: Standard & Latein

18:00 h 23:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 20:00 h 22:00 h 19:00 h

Messplatz (Eventzelt) Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rockybar) Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Saal) Musikpark A5 TSZ Blau-Gold-Casino

20:00 h 20:00 h 20:30 h 19:00 h 19:30 h 19:00 h 22:00 h 17:00 h 20:00 h 20:45 h 20:00 h 19:00 h 21:00 h 20:00 h 22:00 h 16:00 h 10:00 h 21:00 h

Centralstation (Saal) Hessisches Staatsarchiv HalbNeun Theater Ev. Paul-Gerhardt Kirche Stadtkirche Burg Frankenstein Centralstation (Halle) Festplatz a. Schwimmb., Roßdorf Theater Moller Haus Oetinger Villa > 10 Kulturbahnhof Weiterstadt > 34 Queeres Zentrum DA Steinbruch-Theater, Mühltal Bessunger Knabenschule (Halle) > 05 Weststadtcafé Zucker Otto-Berndt-Halle / TUD Linie Neun, Griesheim

SAMSTAG, 20.10.2018 Dr. Mark Benecke - Mumien von Palermo Kammerkonzert: Guadagnini Trio Konzert: Tony Ireland - Irish And Scottish Folk Deep Organ On Rock Konzert: halloJulia! Halloween Megahits: 80er, 90er, 00er & Charts Circus Barus Theater: Christian Wirmer - Morgen und Abend Konzert: Open Mike Eagle Konzert: Rolling Stonehead Lesung: Patsy l’Amour laLove - Beißreflexe Stilbruch Schwarz Jazzpodium: Rupp-Müller-Marien + Umfundisi NTRX - Finest in Black mit Davy-D We are here, we are queer, get used to it Familienbrunch für Studierende der TUD und HDA Swingsalon mit Whiskydenker (live)

18 > Kammerkonzert.

19 > Swingsalon in der Linie Neun. ANZEIGE

Ludwigstraße 8 64283 Darmstadt 06151 22999

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20 > Verliebt: Hagen Rether.

21 > Bombadil aus den USA.

Melting Pot with Five Finger Sessions + Audiovsn Oktoberfest Darmstadt 2018 10 Jahre Sharp Darmstadt Konzert: Rock Class (Blues Rock) Rehab: Back to the 50s & 60s mit DJ Kai Trashpop-Party Konzert: An Cat Dubh (Celtic Rock) Offenes Atelier No. 3: Reise in die Welt der Sinne Saturday's Finest Saturday Night Fever La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton) Saturday Dance Party Stadtklänge (House, R'n'B)

20:00 h 18:00 h 20:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 23:00 h

Theater im Pädagog Messplatz (Eventzelt) Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rockybar) Goldene Krone (Disco) Goldene Krone (Saal) Geibel'sche Schmiede, Eberstadt Huckebein Musikpark A5 Salon-Latino Tanzcafé Papillon Nachtcafé

SONNTAG, 21.10.2018 Dr. Mark Benecke - Biotonnen Leiche Hagen Rether: Liebe Das literarische Wohnzimmer mit Dr. Roland Held Herbstkonzert Stadtrundgang:Darmstadt als Industriestadt um 1900 Circus Barus Lesung: Sten Nadolny - Die Entdeckung der ... Film: Das große Tier (Duze zwierze) Politik Slam Kreativmarkt Fremde Federn - Lieder die sonst vergessen gehen Konzert: Bombadil (USA) Offenes Atelier No. 3: Reise in die Welt der Sinne

20:00 h 19:00 h 11:00 h 17:00 h 14:00 h 11:00 h 17:00 h 15:00 h 19:00 h 10:00 h 18:00 h 20:00 h

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20:15 h Goldene Krone (Kneipe) 15:00 h Tanzcafé Papillon

MONTAG, 22.10.2018 Lesung: Wladimir Kaminer - Die Kreuzfahrer Lesung: María Cecilia Barbetta - Nachtleuchten Lesung und Gespräch mit Gretchen Dutschke Konzert: Ultrakustik (Unplugged Covers) Pub Quiz Vintage (Oldies & Goldies) WatzeFAQ (Quizabend) Ladies Night mit DJ Zoli

20:00 h 19:00 h 20:00 h 21:00 h 20:30 h 21:00 h 20:00 h 21:00 h

Centralstation (Saal) > 34 Literaturhaus > 34 Bessunger Knabenschule > 34 Goldene Krone (Kneipe) Green Sheep Pub Steinbruch-Theater, Mühltal Watzepunkt Tanzcafé Papillon

DIENSTAG, 23.10.2018 Laut und Leise-Konzert: Berlin Syndrome Film: Dekalog, Zehn DJ Chromos Alphabet des guten Songs Filmkreis-Kino: Catch Me! Konzert: Elias 'Fuzzy' Dahlhaus Nachtdienst: Funk, Soul & Reggae Pub Quiz Salsa Treff Studier.Bar Pub Quiz

22

20:00 h 19:00 h 20:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h 20:30 h 20:30 h 23:00 h 20:45 h

Schlosskeller Deutsches Polen-Institut Bess. Knabenschule (Keller) Audimax / TUD Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rockybar) Green Sheep Pub Guantanamera Nova Manni & Peet

> Kreuzfahrer Wladimir Kaminer.

MITTWOCH, 24.10.2018 Konzert: Die Lochis - #whatislive2018 Jüdische Kulturwochen 2018: Der Erzähler (Film)

19:00 h Centralstation (Halle) 19:00 h CityDome Kinos (Rex-Kino)

23 > DJ Chromos Alphabet: U. ANZEIGE


Lesung: Michael Walter - Ein Abend mit Laurence... Filmkreis-Kino: Der Hauptmann Der Feierabend Konzert: Gramm Art Project (Jazz) Gartenabend: Der Gartenraum zum Mitgestalten Queer Filmfest Weiterstadt Discofox Dance Night La Fiesta con Salsa y Bachata Konzert: Die Nerven + Sloe Paul

19:30 h 20:30 h 19:00 h 21:00 h 19:00 h

Stadtkirche > 34 CityDome Kinos (Rex-Kino) Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Maulbeergarten, Maulbeerallee 68 Komm. Kino Weiterstadt > 11 21:00 h Tanzcafé Papillon 21:45 h Salon-Latino 20:00 h Oetinger Villa > 11

DONNERSTAG, 25.10.2018 24 > 2nd Goldrush im TIP.

Street Fighter 2 Turnier Eröffnung Herbsttagung: Daumen hoch, Daumen runter... Konzert: 2nd Goldrush Bio-Halloween Party Eisprung - die coverfreie Akustikjamsession Filmkreis-Kino: Mission: Impossible - Fallout (OV) SemesterOpening CuB Queer Filmfest Weiterstadt Tischfußballturnier DYP Students & Friends

19:00 h 19:30 h 20:00 h 21:00 h 20:30 h 20:00 h 22:00 h

Limo Lounge Centralstation (Saal) Theater im Pädagog Goldene Krone Sumpf Audimax / TUD Schlosskeller Komm. Kino Weiterstadt 20:15 h Goldene Krone (Kneipe) 23:00 h Nachtcafé

> 34

> 11

FREITAG, 26.10.2018

25 > Yris Bourbonson. ANZEIGE

Latin Dance Night 18. Darmstädter Nacht der Stimmen Kabbaratz: Wo wir hinkamen, war es voll ... Comedy: Yris Bourbonson - The Girl From ... Inklusive Disco

21:00 h 20:00 h 20:30 h 20:30 h 19:00 h

Linie Neun, Griesheim Centralstation (Saal) HalbNeun Theater Jagdhofkeller Herrngarten (Aktivspielplatz)


Halloween Lesung: Terézia Mora - Büchner-Preis-Lesung Lichterschlacht: Darmstadts Slam-Talente im Spotlight Theater: Lonelyhearts SongSlam Hessen - Halbfinale I Alles Auf Anfang-Improshow Synthie- und Depeche Mode Party mit DJ Björn Vernissage: Stadtbeweger Bessunger Jam Session Konzert: Jorge Palomo - Entre Culturas Konzert: New York Wannabes + Nitribitts Oktoberfest Darmstadt 2018 Bravo!Hits!Party! Karaoke mit Stritti Phony Franchise: Hip Hop mit Breitseite Black is Beatiful: Hip Hop mit Steazy90 Weitsicht 2018 Queer Filmfest Weiterstadt Kiss Me Darmstadt Freies Tanzen: Standard & Latein

20:00 h 20:00 h 19:30 h 20:00 h 20:00 h 20:30 h 21:00 h 20:30 h 20:30 h 20:30 h 21:00 h 18:00 h 23:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h

Burg Frankenstein Orangerie > 34 Centralstation (Bar) > 34 Theater Moller Haus Goldene Krone (Saal) Hoffart Theater Steinbruch-Theater, Mühltal Künstlerkeller im Schloss Jazzinstitut (Keller) Bess. Knabenschule (Halle) Bess. Knabenschule > 11 Messplatz (Eventzelt) Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rockybar) Goldene Krone (Disco) Darmstadtium Komm. Kino Weiterstadt > 11 22:00 h Musikpark A5 19:00 h TSZ Blau-Gold-Casino

26 > Lichterschlacht.

SAMSTAG, 27.10.2018 Live: Rikas + Fibel + Simon Dörken + Gourmetsepp Fifty/Fifty: Die Party für Best Ager Kabarett: David Leukert - Schau Liebling, der ... Konzert: FrauContraBass Halloween Konzert: Scott Matthew

18:00 h 20:30 h 20:30 h 19:30 h 19:00 h 20:00 h

Hoffart Theater Centralstation (Saal) HalbNeun Theater Stadtkirche Burg Frankenstein Friedensgemeinde DA

> 74

> 12

27 > Rikas im Hoffart Theater. ANZEIGE


28 > Lesung mit Zukunft & Schönheit.

Halloween: Hits, House & Hip-Hop Vorsortierter Herbst- & Winterkleiderbasar Psychedelica 2018 Theater: Lonelyhearts Verleihung der Akademie-Preise Dinner On The Run 20 Jahre Halloween mit DJ Lothar und DJ Doom Theater: Der satanarchäolügenialkohöllische ... Chez + Blumen Konzert: Metechmion - Griechisches Quartett Oktoberfest Darmstadt 2018 70er80er Party Konzert: Blues In the Neighbourhood (Blues) Fein aber Klein (Bandsupporter-Konzerte) Reggaelation mit DJ General Motors Weitsicht 2018 Queer Filmfest Weiterstadt Saturday's Finest Saturday Night Fever La Gran Fiesta (Salsa, Bachata, Reggaeton) Saturday Dance Party Stadtklänge (House, R'n'B)

22:00 h 09:00 h 22:00 h 20:00 h 16:00 h 18:00 h 21:00 h 20:00 h 22:00 h 20:00 h 18:00 h 22:00 h 22:00 h 20:00 h 21:00 h

22:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 23:00 h

Centralstation (Halle) Waldorfkindergarten Goldene Krone Theater Moller Haus Staatstheater (Großes Haus) Darmstadt (versch. Locations) Steinbruch-Theater, Mühltal Neue Bühne Weststadtcafé > 05 Bess. Knabenschule (Keller) Messplatz (Eventzelt) Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Hopfensack, Dieburg Roßdörfer Biergarten Darmstadtium > 12 Komm. Kino Weiterstadt > 11 Huckebein Musikpark A5 Salon-Latino Tanzcafé Papillon Nachtcafé

SONNTAG, 28.10.2018

29 > Outdoor-Action!

Lesung: F. C. Delius - Die Zukunft der Schönheit Wahlabend zur Landtagswahl in Hessen Stadtrundgang: Widerstand und Verfolgung im ... European Outdoor Film Tour 18/19 European Outdoor Film Tour 18/19 Klang-Räume Performance Theater: Bunte Mischung - Theater Lakritz Konzert: Line Bøgh + Visuals: Christian Gundtoft Journey Krone - Gottes Wege wagen Weitsicht 2018 Queer Filmfest Weiterstadt Tatort Krone Tanztee mit DJ Zoli

17:00 h 17:30 h 14:00 h 16:00 h 20:00 h 16:00 h 18:00 h 20:15 h 18:00 h

Stadtkirche > 34 Centralstation (Halle) Luisenplatz Centralstation (Saal) Centralstation (Saal) Künstlerhaus Ziegelhütte Theater Moller Haus Hoffart Theater > 12 Goldene Krone (Kneipe) Darmstadtium Komm. Kino Weiterstadt > 11 20:15 h Goldene Krone (Kneipe) 15:00 h Tanzcafé Papillon

MONTAG, 29.10.2018 Konzert: Katja Ebstein - Gestern, Heute, Morgen Konzert: Pentatonikum (Jazz, Blues) Queer Filmfest Weiterstadt Pub Quiz Vintage (Oldies & Goldies) WatzeFAQ (Quizabend) Ladies Night mit DJ Zoli

20:00 h Centralstation (Saal) 21:00 h Goldene Krone (Kneipe) Komm. Kino Weiterstadt > 11 20:30 h Green Sheep Pub 21:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal 20:00 h Watzepunkt 21:00 h Tanzcafé Papillon

DIENSTAG, 30.10.2018

30 12 20 > Auf dem Foto in der Küche ...

Darmstädter Rudelsingen Lesung: Mirko Bonné - Lichter als der Tag Salsa Afterwork mit DJ Olli Filmkreis-Kino: 303 (OmeU) Konzert: Krone Old Stars Orchestra (Jazz) Nachtdienst: 80s & 90s mit Björn Pop Queer Filmfest Weiterstadt Pub Quiz P | 56

20:00 h 19:00 h 19:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h

Jagdhofkeller Literaturhaus > 34 Upéro Audimax / TUD Goldene Krone (Kneipe) Goldene Krone (Rockybar) Komm. Kino Weiterstadt > 11 20:30 h Green Sheep Pub


Salsa Treff Studier.Bar Pub Quiz

20:30 h Guantanamera 23:00 h Nova 20:45 h Manni & Peet

MITTWOCH, 31.10.2018 Konzert: Sarah Ferri & String Quartett Darmstädter Rudelsingen - Zusatzveranstaltung Halloween Filmkreis-Kino: BlindDate (Arthouse-Sneak) Frischzelle Architekt*innen Halloween-Party Konzert: Ginger Wade (Blues, Punk, Pop) Queer Filmfest Weiterstadt

20:00 h 20:00 h 20:00 h 20:30 h 21:30 h 23:00 h 21:00 h

Centralstation (Saal) Jagdhofkeller Burg Frankenstein CityDome Kinos (Rex-Kino) Bes. Knabenschule (Keller) Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) Komm. Kino Weiterstadt > 11

31 > Konzert mit Sarah Ferri.

KALENDER UPDATES TÄGLICH

Dieser Kalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit

| FeierAbendKultur in Darmstadt.

Alle Events, die bis zum 15. des Vormonats auf www.partyamt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im Stadtkulturmagazin P.

Bildnachweise Veranstaltungskalender: 01: Centralstatiom | 02: Aurora DeMeehl | 03: Ekko von Schwichow | 04: Hans Gerzlich | 05: Holly Schlott | 06: Johnny Moreno | 07: Hassiepen | 08: Katja Klengel 09: Nina Attal | 10: Tildon Krautz | 11: Sven Sindt | 12: Dunja Raiter | 13: Gregg Delman | 14: Studis gegen Wohnungsnot | 15: Sisters | 16: Maurice Gunning | 17: Tom Nicholas 18: Cara Gutmann | 19: Whiskeydenker | 20: Klaus Reinelt | 21: Bombadil | 22: Wladimir Kaminer | 23: DJ Chromo | 24: 2nd Goldrush | 25: Yris Bourbonson | 26: Lukas Klose 27: Lisa Nguyen | 28: Jürgen Bauer | 29: Blake Jorgenson | 30: Katja Ebstein | 31: Sarah Ferri

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BESSUNGER KNABENSCHULE K

kulturzentrum in darmstadt

[Auswahl]

Okt. 2018

Sa 06.10. | 20.30 Uhr | Afro Colombian Jazz

Samuel Torres & Agua‘Bajo

Mi 10.10. | 20.00 Uhr | Autoren-Lesung

Heinz Strunk: Teemännchen Fr 12.10.| 20.30 Uhr | Tangokonzert+Milonga Orchestra Esquinas CD-Release Fr 19.10.| 20.00 Uhr | Hess. Jazzpodium

Kontrabassquintett & Roofer Sa 20.10. | 2o.00 Uhr | Hess. Jazzpodium

RuppMüllerMarien & Umfundisi Mo 22.10. | 20.00 Uhr | Lesung & Gespräch Gretchen Dutschke 50 Jahre 1968 Fr 26.10 | 20.30 Uhr | Flamenco Jazz

Jorge Palomo: Entre Culturas Fr 26.10. | 21.00 Uhr | Konzert im Keller

N.Y. Wannabes & Nitribitts

Sa 27.10. | 20.00 Uhr | Griechische Musik Metechmion Theodorakis/Hatzidakis...

Mehr auf www.knabenschule.de

DA | Ludwigshöhstraße 42 | Fon 06151-61650

OKTOBER 2018

Do 04.10. // 20:00 Premiere Theater Curioso LONELYHEARTS 16+ Fr 05.10. // 20:00 Theater INC Darmstadt HIOB 14+ Sa 13.10. // 15:00 Premiere Theater Transit Kids DANIIL ZAUBER 5+ Sa 13.10. // 20:00 Theater Transit ILLEGAL EIN LEBEN LANG 16+ Do 18.10. // 20:00 KurzFormChaos UNENDLICHE GESCHICHTEN 6+ Fr 19.10. // 20:00 Christian Wirmer MORGEN UND ABEND 16+ So 21.10. //15:00 Puppentheater Silberfaden DER WÜNSCHEERFÜLLER 6+ So 28.10. // 18:00 Theater Lakritz BUNTE MISCHUNG 14+ Das vollständige Programm finden Sie immer aktuell auf unserer Homepage! Sandstraße 10 | 64283 Darmstadt | Telefon 06151-26540

www.theatermollerhaus.de

Bessunger Jagdhofkeller Bessunger Straße 84 64285 Darmstadt Tel. 06151 66 40 91 www.jagdhofkeller.com

Di, 02.10. / 20:00 Live: Glanville & Galactic Superlords Fr, 05.10. / 19:00 / Eintritt frei Die besondere Platte # 29 Do, 11.10. / 19:00 Die Linke zeigt den Film „Wildes Herz“ Fr, 12.10. / 20:00 Well Done Boys: Blues, Rock & Funk (DA) Sa, 13.10. / 20:00 Line Seven: Vera Freund & Band

Oktober MI 03.10. Punk-Konzert KRANK / ATMEN WEITER / RHA.

FR 05.10. Post-Hardcore/Screamo-Konzert LOCKTENDER / KILLIE / LENTIC WATERS

SA 06.10. Deutschpunkkonzert

So, 14.10. / 20:00 Breitschuh singt Brel

AUSBRUCH / WÄRTERS SCHLECHTE / DREI AKKORDE BEIM NÄCHSTEN MAL

Do, 18.10. / 20:00 Kleine Reise: 2PersonenOrchester

KATJA KLENGEL: GIRLSPLAINING

So, 21.10. / 19:30 Jusos Darmstadt: Politik Slam Fr, 26.10. / 20:30 Alles Auf Anfang-Improshow Sa, 27.10. / 18:30 (Dinner) / 20:00 (Konzert) Animalistics: Rikas–Swabian Samba Tour So, 28.10. / 20:15 Gute Stube: Line Bøgh + Live-Visuals

www.hoffart-theater.de

DI 09.10. Comic-Lesung DI 16.10. Politische Bildung POLITIKER*INNENPARCOURS 2018

SA 20.10. Rap / Hip Hop OPEN MIKE EAGLE

OKTOBER 12.10. COEUR DU BOIS – LIVE MIT SPECIAL GUEST DARIO NAPOLI Jazzmanouche, Swing and more 19.10. 50 Ein kabarettistischmusikalischer Streifzug durch fünf Jahrzehnte von und mit Frau Professor Dr. Elisabeth Heinemann 26.10. YRIS BOURBONSON (TANTE VON AURORA DEMEEHL) – THE GIRL FROM VATNAJÖKU

MI 24.10. Post-Punk/Wave-Konzert DIE NERVEN / SLOE PAUL

oetingervilla.de

Das selbstverwaltete Jugend- und Kulturzentrum

P | 58

Tickets über www.jagdhofkeller.com oder im Ticketshop Luisencenter Tel. 06151 13 45 35 oder allen bekannten Vorverkaufsstellen


& Dates Alle Infos nter u u d t es d fin ebein.de www.huck und auf ebein /Club.Huck

Jason Derulo

07.10.18 Frankfurt, Festhalle

Anytime Late Night Show 18.10.18 Offenbach, Hafen 2

Tristan Brusch

23.10.18 Frankfurt, Das Bett

Ralph Ruthe

28.10.18 Frankfurt, Jahrhunderthalle 15.11.18 Gießen, Kongresshalle

Der Postillon

29.10.18 Mannheim, Capitol 30.11.18 Bensheim, Parktheater

Cro

11.11.18 Frankfurt, Festhalle

Sero

14.11.18 Frankfurt, Das Bett

Dr. Leon Windscheid

25.11.18 F, Jahrhunderthalle Club

HIG LIGHH Ts

Sondaschule

29.11.18 Frankfurt, Das Bett

O‘ zapft is !

Ralf Schmitz

01.12.18 06.12.18 07.12.18 15.02.19

CIRO C NIGH T

Mainz, Halle 45 Heidelberg, Stadthalle Karlsruhe, Konzerthaus Frankfurt, Jahrhunderthalle

Dave Davis

01.12.18 F, Jahrhunderthalle Club

Die Magier

H A LL

02.12.18 F, Jahrhunderthalle Club 08.02.19 Mainz, Frankfurter Hof

W EEN

Johann König

06.12.18 Bensheim, Parktheater

2000ER

Teesy

10.12.18 Frankfurt, Batschkapp

PARTY

AZET

19.12.18 Neu-Isenb., Hugenottenhalle

Alain Frei

13.01.2019 Frankdurt, Batschkapp

Namika

21.01.2019 Frankfurt, Gibson

CLUB HUCKEBEIN

TICKETS & INFOS: WWW.SCHONEBERG.DE

Heidelberger Str. 89a

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Out of Darmstadt Kultur in Rhein-Main-Neckar AUSWA H L + T E X T E: TOB I MOKA + M AT I N NAWA B I + C E M T E V E TOǦLU FOTO S: F RE DE R I KE W E T Z E L S (V E E DE L KA Z T RO) + S C H L AC H T HOF W I E SBA DE N (L A BR A SS BA N DA) + CA R L A DA L FORNO

Spain (USA) Wunderbar elaborierte Slowcore-Band von Josh Haden, dem Sohn des weltberühmten Jazz-Bassisten Charlie Haden. Brotfabrik, Frankfurt Mo, 01.10. | 20 Uhr | 21 €

Masego (USA) Neuer Stern am Firmament des elektronisch-jazzigen R'n'B. Der könnte ganz groß werden. Zoom, Frankfurt So, 05.10. | 20 Uhr | 24 €

Hot Snakes (USA) Krachiger Garage-Punk aus dem Umfeld von Rocket From The Crypt und Drive Like Jehu. Knallt wie Sau. Schlachthof Wiesbaden Mo, 08.10. | 21 Uhr | 27 €

Veedel Kaztro (Köln) HipHop zwischen rheinischem Singsang und Cloudrap. Veedel Kaztro nimmt Euch mit in seine Welt aus Kölner Büdchen, Boom-Bap-Beats und legerem Autotune. Um die Kollegen von der Juice zu zitieren: „Perfekte Herbstmukke. Run it!“ Schon Schön, Mainz Do, 04.10. | 20 Uhr | 20 €

Britta (Berlin) Bandleaderin Christiane Rösinger (ex-Lassie Singers) ist eine der brillantesten Songschreiberinnen dieses Landes. Und ihre knorrige Stimme so aufregend markant. Pflicht für alle, die meinen, es gebe keine guten deutschen Texte. Brotfabrik, Frankfurt So, 05.10. | 20 Uhr | 20 €

Mono (Japan) Legendärer Ambient-/DroneRock aus Fernost. Mal kosmischorchestral, mal noisig-lärmend. Produziert von Steve Albini. Schlachthof Wiesbaden Mi, 10.10. | 19.30 Uhr | 22 € Fehlfarben (Düsseldorf) Eine der wichtigsten Bands deutscher Musikhistorie. Nicht mehr ganz der Glanz der frühen 80er Jahre, aber immer noch relevant. Das Bett, Frankfurt Fr, 12.10. | 20 Uhr | 36 € Cozi – Comics & Zinefest Geile Underground-Alternative zur Buchmesse. Zwei Tage Comics, Zines, Illustrationen, Konzerte, Tattoos, Lesungen, Workshops, Filmvorführungen, Specials, Workshops mit fast 40 Künstlern aus aller Welt, darunter: Tine Fetz, Gerhard Gerhardson, Sebastian König, Annette Köhn. Infos und Programm: www.cozi-ffm.de Studio Naxos, Frankfurt Fr, 12.10. bis So, 14.10. Eintritt frei (Spenden erwünscht)

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La Brass Banda (München) Spielten sich aus den Fußgängerzonen auf die großen Bühnen und entfachten eine Brass-Euphorie hierzulande. Weiterhin super sympathisch und kernig. Schlachthof Wiesbaden So, 14.10. | 20 Uhr | 40 € Win! Win! Das P verlost 2 x 2 Tickets auf www.p-stadtkultur.de The Sonics (USA) Machten Punk, als es noch keinen Punk gab. Legendärer 60s-Beat-Sound mit TrashFaktor, der auch 50 Jahre später noch ass-kicked. Das Bett, Frankfurt So, 14.10. | 19.30 Uhr | 30 € The Skatalites (Jamaika) Die Urgesteine der Ska-Musik. Von der Urformation aus den 1960ern ist keiner mehr dabei, trotzdem immer noch top. Lesson in history. Nachtleben, Frankfurt Di, 16.10. | 21 Unr | 25,30 € Crowbar (USA) Sludge-Metalcore der alten Schule. Vielfach kopiert, selten erreicht. Nie klang miese Laune geiler. Café Central, Weinheim Do, 18.10. | 21 Uhr | 21 € Carla dal Forno (Australien) Düster-geheimnisvoller Dark-Wave, Narcotic-Dub und Dream-Pop zwischen PJ Harvey, Portishead und Fever Ray. Geheimtipp! Milchsackfabrik, Frankfurt Fr, 19.10. | 20.30 Uhr | 12 € Peter Licht (Köln) Sonnendeck und so. Ihr wisst Bescheid. Feiner Indie-Pop und skurrile Texte. Nicht mehr, nicht weniger. Mousonturm, Frankfurt Sa, 20.10. | 20 Uhr | 25 €

Mine (Mainz) Melancholischer TripHop mit fein­sinnigen Texten und sym­ pathisch-authentischer Aus­ strahlung. Halle 02, Heidelberg So, 21.10. | 20 Uhr | 23 € Heinz Strunk (Hamburg) Neues Buch vom Studio Braun-/ Fraktus-Mitglied. Seine tragikomische Sprache gleicht seinem Gesicht: narbenreich, aber meist schmunzelnd. Karlstorbahnhof, Heidelberg Mo, 22.10. | 19 Uhr | 21 €

The Lytics (Kanada) Funkiges HipHop-Quintett aus Winnipeg, das jenseits aller Gangster-Klischees rappt. File under: Jurassic 5 und Dilated Peoples. Halle 02, Heidelberg Mo, 29.10. | 20 Uhr | 18 € St. Paul & The Broken Bones (USA) Mitreißende Soul-Band mit grandioser Bläserfraktion, funky Drummer und bärenstarkem Sänger. Alte Feuerwache, Mannheim Mi, 31.10. | 20 Uhr | 30 € Heim (Nürnberg) So wie „Palm Beach“ klingt, könnte man glatt denken, ein Touch-and-Go-Release aus den Neunzigern würde seine Runden auf dem Plattenteller drehen. Die vielleicht beste neue IndieRock-Band des Landes! Als Support am Start: die abgefahrenen Euternase aus Mannheim. Schon Schön, Mainz Mi, 31.10. | 21.30 Uhr | Eintritt frei

Black Milk + Nat Turner Band (USA) Der Detroiter Rapper begann seine Karriere im Umfeld von J Dilla und Slum Village. Mit der wuchtigen Nat Turner Band fand er kongeniale Partner für seine Live-Auftritte. Alte Feuerwache, Mannheim Fr, 26.10. | 20 Uhr | 19 € P | 61

Discovery Art Fair Cool! Frankfurt hat wieder eine Messe für zeitgenössische Kunst. Nach Köln und Berlin ist die Discovery Art Fair am Main zu Gast. Hingehen und junge Kunst entdecken! Messe Frankfurt | Fr, 02.11. bis So, 04.11. | Fr + Sa: 11 bis 21 Uhr + So: 11 bis 18 Uhr | 15 €


Zwischen Warten

und Hoffen

Wie geht es Shukur und Mohammad? TEXT: VALENTINA TEPEL | FOTO: ULRIKE LIEBIG | GRAFIK: DA 2030

Ehepaar Navid Neschat-Mobini und Ulrike Liebig hat damals für die beiden eine Patenschaft übernommen (Okto­ber-P 2015), im Rahmen einer Initiative des Sozialkritischen Arbeitskreises. Was Shukur und Mohammad in den letzten Jahren erlebt haben, erzählten wir im Mai-P 2016 und im Februar-P 2017. Was machen die beiden heute? Und wie geht es ihnen? Die Fortsetzung einer Geschichte über Heimatgefühle und Träume, zwischen Warten und Hoffen.

Es gibt immer etwas, das einem fehlt, wenn man seine Heimat verlässt. Vor allem, wenn man seine Heimat verlassen muss. Es gibt die unterschiedlichsten Beweggründe, warum Menschen gezwungen werden zu gehen. Und es gibt ebenso viele Geschichten dahinter. Zwei Geschichten haben wir bereits kennengelernt. Shukur (22) und Mohammad (21), die vor drei Jahren aus Afghanistan nach Deutschland geflüchtet sind und heute in Darmstadt leben. Das P | 62


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Seit Shukur in Deutschland ist, hat er schon viel erlebt auf dem Arbeitsmarkt. Leider ist der Weg für ihn beschwerlich. Sein Lebenslauf gleicht einer großen Reise in die unterschiedlichsten Betriebe. Vom Dachdecker, über Landschaftsgärtnerei bis hin zum Schneider: Er hat in viele Bereiche reingeschnuppert. Doch eine feste Anstellung, die Stabilität bringt, bleibt nach wie vor schwierig, hinzu kommen noch sprachliche Barrieren. „Verstehen, das klappt gut, aber Kommunikation ist nicht immer einfach", erzählt Ulrike Liebig.

04.10. DO 07.10. SO 07.10. SO 08.10. MO 08.10. MO 09.10. DI 10.10. MI 11.10. DO 11.10. DO

JUSE JU ÓLAFUR ARNALDS (KURHAUS WI) FLIEHENDE STÜRME DERMOT KENNEDY HOT SNAKES / JO PASSED PIERCE BROTHERS / SOHAM DE MONO / A STORM OF LIGHT CAPTAIN PLANET / MATULA A VERY SPECIAL EVENING WITH DAVE HAUSE FEAT. TIM HAUSE (RINGKIRCHE WIESBADEN)

Das fragile Gefühl minimaler Sicherheit Shukurs Talent im Schneidern brachte ihm kürzlich eine Ausbildung zum Änderungsschneider in Hattersheim (bei Frankfurt). „Die Arbeit macht viel Spaß!“, berichtet er. Doch die Arbeitsmarkt­ situation unterliegt spezifischen Rahmenbedingungen, die sich zum Teil als beträchtlicher Nachteil erweisen: Shukurs Ausbildungsgehalt liegt bei 180 Euro, sodass er weiterhin auf Unterstützung angewiesen ist. Anzeichen von Einschränkungen, Druck und Abhängigkeit überlagern das fragile Gefühl minimaler Sicherheit. Denn auch in der neuen Heimat scheint es, als seien die Wege und Möglichkeiten nicht selbstverständlich. Die Ungewissheit bei der Suche nach einer gesicherten beruflichen Zukunft hält an.

11.10. DO

Mohammad besuchte die Martin-Behaim-Schule, um seinen Hauptschulabschluss zu machen, den er als Zweitbester seiner Klasse erreicht hat. Dafür lernte er in der Bibliothek mit Ramin, dem ältesten Sohn der Familie Liebig, er überwand Sprachbarrieren und auch der gemeinschaftliche Besuch eines Lilienspiels trug dazu bei, den neuen Alltag mit mehr Unbeschwertheit zu bewältigen. Was Moham­mad besonders an Darmstadt gefällt? „Meine Lieblingsorte sind der Herrngarten, die Orangerie und das Oberwaldhaus.“ Zudem hat er im Februar bei „Vom Biegen und vom Brechen“, dem Theaterkooperationsprojekt der HeinrichEmanuel-Merck-Schule, der Martin-Behaim-Schule und dem Theater Gruene Soße Frankfurt mitge­ wirkt, das sich spielerisch mit persönlichen Er­ lebnissen im Mikrokosmos „Schule und Bildung“ beschäftigt. „Etwas zu machen, hilft sehr“, sagt Mohammad.

31.10. MI

Ablehnung trotz Ausbildungsplatz? Dann kam eine gute Nachricht: Anfang August 2018 hat Mohammad eine Ausbildung zum Augenoptiker bei Fielmann in Darmstadt begonnen. Doch die Geschichte eines Alltags, der für ihn jeden Tag voller Überraschungen ist, bleibt immer wieder in P | 63

12.10. FR 14.10. SO 16.10. DI 17.10. MI 17.10. MI

18.10. DO 20.10. SA 21.10. SO 24.10. MI 25.10. DO 27.10. SA 28.10. SO 30.10. DI 02.11. FR

03.11. SA 04.11. SO 09.11. FR 10.11. SA 11.11. SO 13.11. DI 18.11. SO 19.11. MO 23.11. FR 27.11. DI 30.11. FR 01.12. SA 02.12. SO 06.12. DO 07.12. FR 11.01. FR 07.02. DO 20.02. MI

ASP ZAUBERERBRUDER FLUT LABRASSBANDA / FOLKSHILFE KMPFSPRT DESTINATION ANYWHERE DAHIN, WO ES WEHTUT. ZEIGLERS WUNDERBARE WELT DES FUSSBALLS - LIVE KATAKLYSM / HYPOCRISY KODALINE THREE DAYS GRACE YEMEN BLUES THE ESKIES THE AMITY AFFLICTION / THE PLOT IN YOU / U.A. ANTIFEST FEAT. ANTI-FLAG / SILVERSTEIN / LESS THAN JAKE BUKAHARA JORIS IMPERICON NEVER SAY DIE! TOUR 2018 FEAT. BEING AS AN OCEAN / NORTHLANE / U.A. ACCEPT / ORDEN OGAN / REFUGE / MONUMENT THE CAT EMPIRE COURTNEY BARNETT SLIME & ZSK ESKIMO CALLBOY TOO MANY ZOOZ FELIX LOBRECHT: HYPE JAN PHILIPP ZYMNY: HOW TO HUMAN? SALTATIO MORTIS / FIRKIN BENJAMIN VON STUCKRADBARRE: REMIX 3 FIRST AID KIT MADSEN JESSE BARNETT (STICK TO YOUR GUNS) (MUSEUM WIESBADEN) PARCELS 257ERS (STADTHALLE OFFENBACH) RIN MOOP MAMA THE STREETS

Unser komplettes Programm findet ihr im Internet unter

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einem Schwebezustand zwischen vermeintlicher Normalität und einer Heimat in der Fremde. Und der Dschungel der deutschen Bürokratie wird nun auch für Mohammad zur großen Hürde. Der A­b­lehnungsbescheid seines Asylantrages kam im Februar. Zwischen Prüfungsstress und Ausbildung heißt es jetzt auch für ihn: Warten auf eine ungewisse Zukunft. Ein Hoffnungsschimmer, der schwer fällt und zur Zerreißprobe wird. Denn in Mohammads Heimatstadt Ghazni gab es erst vor wenigen Wochen 130 Tote nach schweren Kämpfen zwischen afghanischen Regierungstruppen und radikalislamischen Taliban.

weise eine Patenschaft übernehmen. Wichtig ist Offenheit, die angesichts der zunehmenden Präsenz der Themen Flucht und Migration auch in Darmstadt weiter aufrecht erhalten werden muss. ❉

Vieles hat sich verändert, seit die beiden in Darm­ stadt sind. Viel Gutes war gewiss dabei. Sie haben neue Menschen kennengelernt, gute Freunde ge­­­­­funden. Und mit ihrer Patenfamilie einen großen Halt. Doch das Heimweh bleibt. „Am meisten vermisse ich meine Familie zu Hause“, sagt Mohammad. Shukur und Mohammads persönliche Geschichten sind Geschichten, die in unserer Wahrnehmung viel zu kurz kommen. Denn es sind Ge­schichten, die viele Wahrheiten enthalten. Sie erzählen einerseits von Rettung und Hoffnung auf ein besseres Leben. Andererseits aber auch von Ängsten, vom Bangen und vom Zurücklassen. Worte wiegen die Bedeutung dieser Geschichten nicht auf. Doch jeder kann mit solchen Geschichten auch anders in Berührung kommen, als sie immer nur zu lesen. Jeder kann aktiv werden und beispiels-

Stadtaktion „Moving People“ —­ Bürgerbewegung in doppeltem Sinne: Die städt­ ische Aktion „Moving People“ setzt sich mit den Herausforderungen und Veränderun­gen Darmstadts in Bezug auf Zuzug und Bevölkerungs­ wachstum auseinander „und versucht die Solidarität in der Bürgerschaft und der Stadtgesellschaft zu stärken und Verständnis sowie Akzeptanz für die Veränderung zu erzeugen“. „Moving People“ versucht geflüchteten Menschen, die in Darmstadt ein Zuhause gefunden haben, ein Gesicht zu geben, in dem die Menschen und deren Fluchtursachen über greifbare Geschichten und Figuren im öffentlichen Raum in den Fokus gerückt werden.

Patenschaft – einander reicher machen —­ Eine Patenschaft lohnt sich nicht nur für Ge­ flüchtete. So wie Navid Neschat-Mobini und Ulrike Liebig könnt auch Ihr aktiv helfen. Ob als Vermittlungsstelle bei der Kommunikation mit Behörden und Ämtern oder bei anderen sprachlichen Hindernissen ist eine Patenschaft eine gute Gelegenheit sich einzusetzen. Wie das geht? „Nur keine Berührungsängste haben“, empfiehlt Marina Rotärmel vom Sozialkritischen Arbeitskreis (SKA), „einfach bei uns melden“. Per Mail: asyl@skadarmstadt.de oder Telefon (06151) 9675350. Der SKA vermittelt behutsam, es gibt KennenlernTermine und, wenn die Chemie stimmt, geht’s dann auch ziemlich schnell los mit der Patenschaft.

Offizieller Start ist am Montag, 01. Oktober, um 12 Uhr auf dem Ludwigsplatz. Oberbürger­ meister Jochen Partsch und Planungsdezernentin Barbara Boczek lassen Luftballons mit Postkarten steigen, um die Aktion über die Stadtgrenzen hinaus bekannt zu machen. Außerdem werden kleine Figuren des Künstlerkollektivs „Power of Art House“ aus den Niederlanden im öffentlichen Raum aufgestellt. Das Straßenkunst-Projekt startete einmal mit 10.010 Figuren, sogenannten „Mini-Flüchtlingen“, in Amsterdam und Den Haag. Sie reisten in andere Städte und andere Länder und sind immer noch unterwegs.

Ein ausführliches Interview zu dem Thema findet Ihr online unter: www.p-stadtkultur.de/patenschaft-gefluechtete

www.darmstadt.de/weiterdenken2030 P | 64


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›HOLY RIVERS‹ TOUR 2018

NACHT DER GITARREN

4 GITARRENVIRTOUSEN AUS ALLER WELT

V8 WANKERS, WHO KILLED JANIS U.W.

MOTORCITY STREET ROCK´N´ROLL FESTIVAL

Das komplette Programm, alle Infos & Ticketvorverkauf unter www.dasRind.de Mainstr. 11 | 65428 Rüsselsheim | Tel.: 0 61 42 - 816 80


Nachhaltiges Darmstadt, Folge 1: Unverpackt Darmstadt T E X T: L I SA M AT T I S | L E T T E R I NG: J E SS I CA SAU E R | FOTO: JA N E H L E RS

Darmstadt kann grün, Darmstadt kann bio, Darmstadt kann nachhaltig – mittlerweile sogar ganz schön gut! In unserer neuen Reihe „Das gute Leben“ stellen wir Euch ab sofort Orte und Menschen vor, die dazu beitragen.

und Hygieneprodukte sowie Reinigungsmittel werden bei Unverpackt Darmstadt abgefüllt.

78 Millionen Tonnen Plastikverpackungen verwenden wir Menschen jährlich. 32 Prozent davon landen unkontrolliert in der Umwelt. Hunderttausende Teile Plastikmüll schwimmen folglich in jedem Quadratkilometer unserer Meere – und es kann bis zu 400 Jahre dauern, bis diese vollständig zersetzt sind. Fakten wie diese, die vom WWF veröffentlicht wurden, haben 2014 eine Kielerin dazu veranlasst, den ersten Unverpackt-Laden Deutschlands zu eröffnen. Und sie haben vor ziemlich genau zwei Jahren Bettina Will dazu inspiriert, allen Darmstädtern kompromisslos plastikfreies Einkaufen zu ermöglichen. Am Rande des schönen Martinsviertels, in der Nähe des Kopernikusplatzes, warten seitdem mit Nudeln, Reis und Getreide gefüllte Bulk Bins darauf, ihre Inhalte in die (mitgebrachten) Schraubgläser, Brotdosen und Wachstücher der Heinerinnen und Heiner zu entleeren. Auch Haarpflege-

Wichtig ist Bettina, dass die breite Masse bei ihr plastikfrei einkaufen kann – nicht nur diejenigen, die den nötigen Geldbeutel haben, um stets bei Alnatura und am Oberfeld zu shoppen. Schließlich geht das Thema Nachhaltigkeit alle etwas an. Ihre Preise sind deshalb moderat, die Auswahl lässt kaum Wünsche offen. „Knapp die Hälfte meiner Kunden sind Studierende“, erzählt sie beim Gespräch über der Ladentheke – und stellt mir eine Schale Blaubeeren vor die Nase. Die andere Hälfte sind Berufstätige, Rentner, Familien. Die breite Masse eben.

30 Jahre Müll-Reduktion Eigentlich hatte die gelernte Steuerfachgehilfin ganz andere Pläne. Nach 17 Jahren in der Verwaltung eines ambulanten Pflegedienstes wollte sie eher aufsteigen als umsatteln. Es war ihr Mann, der zuerst auf das Unverpackt-Konzept aufmerksam wurde. Seit Jahrzehnten hatten die beiden selbst nach Möglichkeiten gesucht, den Müll, den ihr fünfköpfiger Haushalt produzierte,

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zu reduzieren: Schon vor 30 Jahren wickelte Bettina ihre Kinder mit Stoffwindeln, seit 20 Jahren kauft die Familie keine Plastikflaschen mehr ein, und beim Einkauf auf dem Markt packte sie ihre Einkäufe stets konsequent aus den eilig gefüllten Plastik­tüten in ihren Korb um – egal, wie oft ihre Gemüsehändlerin sie dafür belächelte.

24h

open!**

Für Bettina ist das eine Frage der Verantwortung: „Ich finde, dass jeder etwas tun muss. Ich weiß keinen anderen Weg mehr. Die Erde gibt’s Millionen von Jahren. Und wir haben es in den letzten sechzig, siebzig Jahren wirklich hingekriegt, dass alles so schlimm ist hier. Jetzt muss jeder Verantwortung übernehmen, damit nachfolgende Generationen eine schönere und bessere Welt vorfinden und die Erde lebenstauglich bleibt.“

Ein Kaufmannsladen ohne Plastik Bei einem Unverpackt-Workshop wurde die gebürtige Darmstädterin, die mittlerweile im Odenwald lebt, dann restlos überzeugt. Sie schrieb einen Business-Plan, legte unsere grüne, weltoffene Stadt als Standort fest – und eröffnete schließlich das Geschäft in der Gutenbergstraße, das sie lieber als Kaufmannsladen denn als Supermarkt beschrieben sieht. Ihr Mann zog nun mit einem eigenen Unverpackt-Laden in Aschaffenburg nach – es ist der 51. in Deutschland. Dass der Bedarf da war, sah Bettina an ihren eigenen Kunden, die teilweise sogar aus Hanau oder Frankfurt nach Darmstadt kommen, um bei ihr einzukaufen. „Die Leute wollen ja – aber ihnen fehlen oft die Möglichkeiten!“, hat sie erkannt. In Darmstadt besteht diese Möglichkeit. Wir können Lebensmittel aller Art verpackungsfrei einkaufen, und neben Trockenprodukten, Aufstrichen und Waschmittel bietet Bettina auch Obst, Gemüse, Eier und Molkereiprodukte von regionalen Produzenten an. Es gibt keine Ausreden mehr. Ich stecke also mein Einmachglas mit Dinkelmehl in den Jutebeutel, packe noch ein paar Karotten fürs Abendessen dazu – und gratuliere Bettina zum Abschied zu zwei Jahren Unverpackt in Darmstadt. ❉

Unverpackt Darmstadt —­ Gutenbergstraße 5 b, Martinsviertel Geöffnet: Mo bis Fr von 10 bis 19 Uhr + Sa von 10 bis 14 Uhr www.unverpacktdarmstadt.com P | 67

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DEANMEL R GEBÜH


Sein letzter Fall Darmstädter Wortakrobaten, Folge 3: Andreas Roß T E X T: F R A N K S C H UST E R | FOTO: JA N E H L E RS

„Der Fahrer des Fahrzeugs ist der Darmstädter Krimiautor Heinz Helmut Schlotterbeck. Vielleicht kennt ihr ihn?“ „Nein“, antwortete Dobermann. „Ich lese doch keine Geschichten darüber, wie sich irgendein Darmstädter unsere Polizeiarbeit vorstellt. Das Geschreibsel wird genauso wenig mit der Realität zu tun haben wie der sonntägliche Tatort im Ersten.“ „Da kannst du Recht haben, aber dennoch beeindruckt er mit seinen Geschichten mehr Menschen als du mit deiner Arbeit.“ (Aus: „Tage, die alles verändern. Dobermanns letzter Fall“ von Andreas Roß, 2017)

Doch Roß arbeitet längst am nächsten Krimi, der voraussichtlich im Frühjahr 2019 erscheinen wird. Und – so viel sei verraten – Dobermanns Sohn wird die Rolle des Vaters übernehmen. Wer weiß, vielleicht kehrt sogar Lothar Ludwig eines Tages zurück. Denn die Serie erscheint nicht in chronologischer Reihenfolge. Dobermanns erster Fall („Abgedrückt“) spielte 1986, der zweite („Weißkalt“) im Jahr 2011 und der dritte („Tage, die alles verändern“) 2001. Da gibt es also noch einiges zu erzählen. Was zum Beispiel hat Lothar Ludwig die ganzen 90er über getrieben?

Böse Zungen behaupten: Kaum wohnen an irgendeinem Flecken in Deutschland mehr als fünf Menschen, schreibt einer von ihnen garantiert einen dort handelnden Lokalkrimi. Inzwischen gibt es Kriminalromane, die in den entlegensten Winkeln der Eifel oder auf dem Eiland Langeoog spielen. Auch in der kleinen Großstadt Darmstadt ermitteln längst mehrere Detektive, die sich gegenseitig auf die Füße treten müssten, wären sie nicht fiktiv.

Die Krimis des im Martinsviertel lebenden Autors zeichnen sich durch einen heiteren Erzählton aus. Auch wenn gemordet, erstochen, bei lebendigem Leib vergraben wird, meist schwingt ein ironischer Unterton mit oder schlägt die Handlung Kapriolen. Ganz so wie etwa in den Münster-„Tatort“-Folgen, in denen der Plot bisweilen keine große Rolle mehr spielt, sondern eher das skurrile Personal. „Es ist mir wichtig, wenn man bei meinen Krimis auch schmunzeln kann“, sagt Roß. Gleichwohl berühren seine Bücher ernste Themen, etwa Drogensucht („Abgedrückt“) oder Ökologie („Weißkalt“). Auch ist ihr Handlungsaufbau mitunter kunstvoll arrangiert. „Tage, die alles verändern“ spielt auf mehreren miteinander verwobenen Zeitebenen. Nebenbei – das ist ja allgemein der Reiz von Lokalkrimis – lernt man einiges über die Historie Darmstadts kennen, wandelt durch Stadtviertel, Straßenzüge und Szene­

Was hat Lothar Ludwig die 90er über getrieben? Einer von ihnen ist Lothar Ludwig Dobermann. Erfunden hat den etwas schrulligen Kriminalhauptkommissar Andreas Roß. Dessen 2017 erschienener Roman „Tage, die alles verändern“ ist, so der Untertitel, „Dobermanns letzter Fall“. Was nicht heißen soll, dass die Serie zu Ende ist. Der Kommissar verabschiedet sich zwar in den Ruhestand. P | 68


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kneipen, die man aus eigener Anschauung kennt. Seit 1985 lebt Roß in Darmstadt. Das Studium der Sozialpädagogik führte den in Ostheim bei Hanau aufgewachsenen Mann, Jahrgang 1962, an den Woog. Seine wilden Studentenjahre in Bessungen verarbeitete er autobiografisch in seinem ersten veröffentlichten Krimi „Abgedrückt“. Als Sozialarbeiter beriet er jahrelang Haftentlassene, wodurch er einige Inspirationen für seine Krimis erhielt. Heute ist Roß in der Mieterberatung tätig.

Emotionale Achterbahnfahrt Sein neuestes Buch, „Das Leben ist eine Zicke“, schließt an seinen 2011 erschienen Erzählband „Begegnung mit dem Berserker“ an. Der Band versammelt „14 Alltagsgeschichten, einen längeren Krimi und 48 Kurzkrimis“. Die Storys, oft nur wenige Seiten lang, wechseln zwischen lustig, satirisch, traurig, nachdenklich und philosophisch. Roß schickt den Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Schmunzelte man soeben noch, bleibt einem das Lachen im nächsten Moment im Hals stecken. Etwa in der schwarzhumorigen Kurzgeschichte „Die dunkle Seite des Odenwalds“, die das Thema Einsamkeit aufgreift. Wie in Roß‘ Krimiromanen liegen Unterhaltung und Ernsthaftigkeit eng beieinander. So etwa in der Story „Die Welt prasselt auf mich ein“, in der der Autor das Altwerden und die Pflege seiner Eltern aufarbeitet. Oder in dem literarischen Gedankenspiel „Die Unschuldsengel“, in dem er Einstein, Siri und den Messias aufeinandertreffen und über die Atombombe – und das Internet – philosophieren lässt: „Siri, wann wird die Welt untergehen?“ – „Nachdem du gehört hast: ‚Feuere sie ab!‘“ ❉

Andreas Roß live und auf Papier —­ Musikalische Krimi-Lesungen (zusammen mit dem Liedermacher Harald Pons): • Bistro D42 (der Caritas, Dieburger Straße 42) So. 28.10. | 9.30 Uhr | 14,50 € (inkl. Frühstück) • Hoff-Art Theater | Do, 08.11. | 19.30 Uhr | 5 € Das aktuelle Buch mit Kurzgeschichten: „Das Leben ist eine Zicke“ (erschienen im Odenwald Verlag, ISBN 978-3-9817633-5-5) 290 Seiten | 12,80 € www.krimiautor-ross-darmstadt.de P | 69


Unter Pappeln Lilien-Kolumne, Folge 62: Herbstdepression T E X T: M AT T H I A S KN E I F L | FOTO: JA N E H L E RS

SVD-Fans, jetzt heißt es ganz tapfer sein und sich warm anziehen. Der Herbst naht und damit auch eine Jahreszeit, die den Lilien so gar nicht behagt. Das zeigen die Ergebnisse der letzten drei Spielzeiten. Demnach scheinen die BlauWeißen vom Bölle ab Oktober irgendwo zwischen Herbstdepression und verfrühtem Winterschlaf zu oszillieren. Fakt ist jedenfalls, dass der SVD in den vorangegangenen drei Jahren regelmäßig im letzten Quartal die wenigsten Punkte pro Spiel einfuhr. Besonders der letzte Herbst dürfte vielen Stadion­ gängern noch in unguter Erinnerung sein, als mit einem 3:4 gegen Nürnberg eine unheimliche Abwärtsspirale einsetzte. Dabei legten die Lilien in der Regel zumeist einen ordentlichen bis guten Saisonstart hin, dem ab Oktober ein spürbarer Bruch folgte. Die Punktausbeute sank im Schnitt auf unter einen Zähler pro Partie und begann nach einem kurzen Aufbäumen im Januar, erst wieder im März darüber zu liegen, bevor im April und Mai

endlich reichlich Punkte eingeheimst wurden. Diese fulminante Endspurtqualität bescherte den Lilien immerhin 2016 und 2018 den Klassenerhalt. Ganz platt lässt sich demzufolge festhalten: Wenn die Blätter beginnen von den Bäumen zu fallen, dann fällt auch die Punkteausbeute der 98er. Hält hingegen der Frühling Einzug, dann blühen die Lilien – ganz dem Lauf der Natur folgend – wieder auf! Nicht von ungefähr wurden die letzten drei Lilien-Trainer, die vorzeitig ihren Hut nehmen mussten (Jürgen Seeberger, Norbert Meier und Torsten Frings), in einem Dezember geschasst.

Eine Bilanz des Grauens Für die Partien im Oktober gegen den Hamburger SV, in Regensburg und gegen Fürth müssen die Profis am Bölle folglich ihre Sinne schärfen und engagiert gegen die Herbstmüdigkeit ankämpfen. Bleiben sie hingegen ihrer Tradition treu, dann gibt es in den drei Aufeinandertreffen wohl eher keinen Sieg zu bejubeln. Von zehn Partien im Oktober seit 2015 gewannen die 98er nur zwei (2015 ein 2:0 P | 70


gegen Augsburg und 2016 ein 3:1 gegen Wolfsburg). Die Folgemonate versanken gar noch mehr in Tristesse. In einem November feierten die Blau-Weißen in den letzten drei Jahren überhaupt keinen Sieg, im Dezember lediglich einen. Bei diesem handelte es sich aber immerhin um den 1:0-Erfolg bei der Eintracht aus dem Jahr 2015. Wenn man sich diese überschaubaren Erfolge vor Augen führt, kann es nicht überraschen, dass die Lilien in den letzten drei Spielzeiten im vierten Quartal gerade einmal 16 Pünktchen sammelten … in 30 Partien! Eine Bilanz des Grauens! Dabei punkteten die Lilien in den darauffolgenden Rückrunden in der Regel weitaus besser. Gegen dieselben Teams. Es wirkt also so, als ob die alljährliche Länder­spiel­­ pause im Oktober die 98er gehörig aus dem Rhythmus bringt. Womöglich hatte die Konkurrenz aber auch einfach nur das Spiel der Lilien entschlüs­selt und die richtigen Lösungen parat. So wie „der Club“, der bei besagtem 3:4 die hoch stehenden Lilien regelmäßig mit langen Pässen aushebelte und mit seinen schnellen Angreifern die behäbige Vertei­digung schlecht aussehen ließ. Oder Aue und Sand­­­­hausen, die die Aufbauspieler im Mittelfeld der Lilien giftig attackierten und zu Ballverlusten zwangen. Hinzu kamen im vergangenen Herbst die verletzungsbedingten Ausfälle der Leistungsträger Tobi Kempe und Daniel Heuer Fernandes. Selbst in der ersten Bundesligaspielzeit vor drei Jahren verhielt es sich ähnlich, als aufopferungsvoll verteidigende Lilien zunächst den Schwergewichten aus Schalke, Leverkusen und Dortmund Punkte abknöpften, sich dann jedoch gegen effi-

zienter werdende Kontrahenten zusehends schwer taten, Zähler aufs eigene Konto zu scheffeln.

2014 als Mutmacher Was blüht den Lilien also in den zehn noch ver­­bleibenden Zweitligapartien dieses Jahres? Womöglich nichts! Solange sie ihre zu Beginn der aktuellen Spielzeit gezeigte Mentalität, Disziplin und Konzentration auf den Platz bringen. Dann jagt ein Marcel Heller genauso schnell die Außenbahn hinunter, dann grätscht ein Marcel Franke die Bälle mit der gleichen Entschlossenheit ab und dann läuft ein Slobodan Medojevic die Räume mit seiner Routine zu. Mut macht zugleich die Auf­stiegssaison vor vier Jahren, die bekanntermaßen Dirk Schuster orchestrierte. Auch damals fiel die Punktausbeute im Oktober vergleichsweise mager aus. Schon im November und vor allem im Dezember legte sie aber wieder deutlich zu. Wie schon in der Rückrunde der letzten Saison verstand es der Coach offenbar, seinem Team eine Gier einzuimpfen und sie darin zu bestärken, nie nachzulassen. Versteht er dies weiterhin, dann besteht die begründete Hoffnung, es Anfang Oktober dem ersten der beiden Dickschiffe der Liga, dem Hamburger SV, am Bölle so richtig schwer zu machen. Schließlich haben die 98er mit den Hanseaten noch ein Hühnchen zu rupfen. Im Herbst 2016 bedeutete ein deprimierendes 0:2 im Heimspiel gegen den HSV den ersten gewaltigen Schritt in Richtung späteren Abstieg. Es wäre also eine gute Gelegenheit, ein Ausrufezeichen zu setzen und die Herbstdepression in diesem Jahr einfach ausfallen zu lassen. ❉

Goldener Oktober?!

Matthias und der Kickschuh

—­ Fr, 28.09., 18.30 Uhr: Holstein Kiel – Darmstadt 98

—­ Seit Ende 2011 schreibt Kickschuh-Blogger Matthias Kneifl über seine große Leidenschaft: den Fußball. Gerne greift er dabei besonders ab­­ seitige Geschichten auf. Kein Wunder also, dass der studierte Historiker und Redakteur zu Drittliga­ zeiten begann, über die Lilien zu recherchieren und zu schreiben. Ein Resultat: das Taschenbuch „111 Gründe, den SV Darmstadt 98 zu lieben“, das im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag er­­schienen ist. Seit Juli 2016 begleitet Matthias gemeinsam mit vier Mitstreitern die Lilien im Podcast „Hoch & Weit“. Genau der richtige Mann also für unsere „Unter Pappeln“-Rubrik!

Fr, 05.10., 18.30 Uhr: Darmstadt 98 – Hamburger SV So, 21.10., 13.30 Uhr: Jahn Regensburg – Darmstadt 98 Fr, 26.10., 18.30 Uhr: Darmstadt 98 – SpVgg Greuther Fürth Di, 30.10. oder Mi, 31.10. (DFB-Pokal, 2. Runde): Darmstadt 98 – Hertha BSC

www.kickschuh.wordpress.com www.hochundweit.wordpress.com

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ANIMALISCHES KAMMERSPEKTAKEL Zwei Musikliebhaber bereichern Darmstadt mit niveauvollen Pop-Konzerten T E X T: M I C H A E L CA SPA R | FOTO: JA N E H L E RS

Vor vier Jahren zogen sie als Animalistics aus, um das Darmstädter Kulturleben zu bereichern. Nun bringen Andi Balles und Seb Giebler niveauvolle Popmusik ins Staatstheater. Nachdem das Veranstalter-Duo bereits Anfang des Jahres mit dem angesagten Wiener Elektropop-Duo Leyya in den Kammerspielen zu Gast war, startet im Oktober eine ganze Konzertreihe in den Katakomben des Staatstheaters. Weiterer Grund zu feiern: Ganze vier Jahre versorgt das Team um Andi und Seb die Darmstädter nun schon mit guter Musik, wilden

Partys und leckerem Essen. Die Anfänge reichen noch ein gutes Stück weiter zurück. Im P-Interview vor Ort blicken Andi und Sepp auch zurück, gemeinsam mit Roman Schmitz, dem Kurator der Kammerspiele, aber auch nach vorne. In den Kammerspielen ist Umbaupause: Dort, wo sonst durstige Menschen an der Bar sitzen, hängen Kabel aus der Decke, schummriges Licht lässt Barhocker nur erahnen. Einmal die Treppe runter, machen wir es uns schließlich in lauschiger Kantinenatmosphäre gemütlich.

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Am Anfang war das Blumen Andi blickt erst einmal zurück: „Wir sind Teil der ersten Blumen-Generation. Im alten Blumenladen in der Nieder-Ramstädter Straße konnten wir uns ausprobieren. Schon damals war unser Steckenpferd die Konzertveranstaltung.“ Ausprobiert haben sich die beiden zur Genüge. Etwa 50 Bands brachten Seb und Andi auf die winzige Bühne des Blumens. Das ein oder andere Bandmitglied stand, dem Platzmangel geschuldet, vor der Bühne. Partys, Konzerte, Theater und Ausstellungen standen damals auf dem Programm. Alles mit dem hehren Ziel, das Darmstädter Kulturleben aufzufrischen. Nach dem großen Blumenfestival 2013 zogen sich die beiden erst einmal für zwei Jahre zurück. „Es gab anderes zu tun.“ Doch die Ruhepause hielt nicht lange, es fing wieder an zu kribbeln. „Meine Frau hat im Hoff-Art Theater einen Pop-Flohmarkt veranstaltet – Pop und Plunder. Da habe ich mitbekommen, dass man den Laden mieten kann. Richtig los ging es dann, als die Band Jacob and the Appleblossom angefragt hat, das Blumen aber keinen Slot hatte“, erinnert sich Seb. Die Wahl der Location fiel recht schnell auf das Hoff-Art – und die Rechnung ging auf: „Der Laden wurde gemietet, Band rein, ausverkauft. War’n super Ding“. Das war noch prä-Animalistics. Das erste Konzert unter diesem Namen wurde wenig später veranstaltet: Mental Bend zusammen mit Wyoming. Die Animalistics-Konzerte wurden ein fester Bestandteil im Programm des Hoff-Art. Als weiteres Schmankerl kommt bei einigen Veranstaltungen ein optional buchbares Drei-Gänge-Catering vor dem Konzert hinzu – frisch zubereitet vom Gourmetsepp (Seb als Koch).

Animalische Musik-Liebe Der Aufwand für die Konzerte war und ist – trotz vieler helfender Hände – nicht zu unterschätzen: „An einem Tag hinfahren und aufbauen, ein Tag für das Konzert, dann ein weiterer Tag zum Abbauen. Und das alleine für die Veranstaltung – ohne Planung“, rechnet Seb zusammen. Verdient wird dabei nichts, in den letzten Jahren waren die Zahlen fast immer rot. Für Andi und Seb ist das kein Problem. Sie sind beide berufstätig und sehen die Animalistics als Hobby. Leidenschaft spielt dabei ohnehin die größte Rolle. „Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht irgendeine E-Mail schreibe oder zum Thema Animalistics telefoniere“, sagt Andi, der hauptsächlich für das Booking zuständig ist.

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02.10. Frau Höpker bittet zum Gesang 04.10. Jesper Munk 06.10. Jan Philipp Zymny 07.10. Michael Krebs & die Pommesgabeln des Teufels 09.10. Axel Hacke liest 10.10. Nina Attal 11.10. GoGo Penguin 12.10. Alexa Feser 13.10. Der FFH-Dummfrager live 14.10. Haiyti 17.10. Worst of Chefkoch 18.10. The Irish Folk Festival 19.10. Alain Frei (Staatstheater Darmstadt) 20.10. Dr. Mark Benecke (+ 21.10.) 21.10. Hagen Rether (Staatstheater Darmstadt) 22.10. Wladimir Kaminer 26.10. Lichterschlacht 29.10. Katja Ebstein 31.10. Sarah Ferri & String Quartet

Unsere Partys im Oktober

06.10. Very Best of: 90s & Today 13.10. Hits in the Mix! 20.10. Megahits: 80er, 90er, 00er & Charts 27.10. Fifty/Fifty: Die Party für Best Ager 27.10. Halloween: Hits, House & HipHop

Centralstation: vom E-Werk zum Kulturwerk

CENTRALSTATION / IM CARREE / DARMSTADT TICKETS UND INFORMATIONEN: WWW.CENTRALSTATION – DARMSTADT.DE HOTLINE: 06151 7806–999 FACEBOOK.COM/CENTRALSTATION DARMSTADT


Gastspiele im Staatstheater Die Verbindung zu den Kammerspielen kam über die aktuelle Blumen-Generation zustande, die im vergangenen Jahr den Pavillon zu den Hessischen Theatertagen auf dem Platz vor dem Staatstheater gebaut und bespielt hat. „Gerade hier in den Kammerspielen und unter dem Label ,Kammerspektakel' bietet es sich an, nicht nur Hochkultur zu machen, sondern auch mal ein jüngeres Publikum anzusprechen“, sagt Roman vom Staatstheater. Das „Kammerspektakel“ als Veranstaltungsreihe und mit Konzerten gab es schon vorher. Das Novum ist, dass auch externe Veranstalter die Räumlichkeiten bespielen können und somit ein Publikum in die Kammerspiele ziehen, das mit Theater eigentlich nichts am Hut hat.

Das Blumen —­ 2006 aus einem Architekturprojekt der Hochschule Darmstadt entstanden, machte sich das Team schnell unabhängig. In einem alten Blumenlanden in der Nieder-Ramstädter Straße wurden Konzerte, Partys und vieles mehr veranstaltet. Den alten Blumenladen gibt es zwar nicht mehr, eine neue Generation ist aber immer wieder mit diversen Projekten in der Stadt aktiv.

Der Testballon der Animalistics in den Kammerspielen war das Konzert von Leyya im Februar. Es war direkt ausverkauft, Test geglückt. „Das ist halt auch einfach eine geile Location“, schwärmt Andi. Die Kammerspiele inklusive ihrer Bar werden in den kommenden Monaten noch häufiger Raum für diverse Konzerte der Animalistics bieten. Konzerte im Hoff-Art wird es parallel dazu weiterhin geben. Den Auftakt der „Kammerspektakel“-Reihe der Animalistics macht Lui Hill. Der gebürtige Darmstädter lebt mittlerweile in Berlin und ist vielen noch als Phil Fill bekannt. Unter dem neuen Namen Lui Hill hat er sein internationales DebütAlbum veröffentlicht und ist jetzt damit auf Tour.

Animalistics proudly present! —­ „Kammerspektakel“ im Foyer der Kammerspiele im Staatstheater: Fr, 19.10. | 21 Uhr | 14 €: Lui Hill, Support: Fye and Fennek Aftershowparty: Lukas Lehmann (in der Bar) Im Hoff-Art Theater: Sa, 27.10. | 20 Uhr | 15 € (mit Menü: 30 €): Rikas, Support: Fibel Drei-Gänge-Menü: Gourmetsepp, Aftershowparty: Simon Dörken Wohnzimmerkonzert in Kooperation mit der Bedroomdisco (geheimer Ort): Sa, 17.11. | 20 Uhr | Eintritt frei, Spende erwünscht: Cari Cari + Dux Louie „Kammerspektakel“ im Foyer der Kammerspiele im Staatstheater: Sa, 08.12. | 21 Uhr | 14 €: Dena + Support Win! Win! Das P verlost jeweils 1 x 2 Tickets für die Konzerte von Lui Hill (am 19.10.) und von Rikas (am 27.10.) auf www.p-stadtkultur.de.

Wunschband der Animalistics war lange Zeit Whitest Boy Alive. Im Dezember kommt immerhin der Keyboarder der Band, Daniel Nentwig, mit seinem Projekt Dena in die Kammerspiele. So haben sich Seb und Andi zum vierten Geburtstag selbst ein kleines Geschenk machen können. Als ihren Lieblings-Veranstaltungsort nennen die beiden – passenderweise – die Kammerspiele: „Für ein Clubkonzert ist das hier die perfekte Größe“, findet Seb. Wunschlos glücklich der Mann, könnte man meinen. ❉

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»Zurück zur menschlichen, imperfekten Seele« Blackbox mit Lui Hill I N T E RV I E W: M AT I N NAWA B I | FOTO: JA N E H L E RS

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Ende 2017 begann ein Gesicht, das der Darmstädter Szene gut bekannt sein dürfte, plötzlich die Blog-Titelseiten von Miami bis Sydney zu schmücken. Mit moderner Pop-Musik, die sich vor Chet Faker und Sohn nicht verstecken muss, verdrehte Lui Hill internationalen Musikredaktionen den Kopf. Vier mit cineastischen Motiven in Szene gesetzte Video-Singles wurden das Jahr über veröffentlicht, jetzt ist das selbstbetitelte Album erschienen. Spacige Hooks, Trap-Beats und eine unverkennbare Stimme fusionieren auf der Platte des Neo-Soul-Sängers zu einem organischen Sound. Für Lui Hill kommt damit eine Reise zum Abschluss, die von Darmstadt über Berlin nach Südafrika und Los Angeles führte. Welche Schicksalsschläge, Inspirationen, Sehnsüchte und Hoffnungen ihn dabei begleitet haben, erzählte uns der Musiker beim Besuch in seinem Darmstädter Studio.

Das Projekt Lui Hill hat sich knapp ein Jahr lang angebahnt. Wie hat sich alles zusammengefügt? Kannst Du etwas zu den Hintergründen erzählen? Lui Hill: Ich wollte neuen Wind in den Segeln haben. Zehn Jahre habe ich unter einem Künstlernamen gearbeitet, das war lange genug. Ich wollte raus aus dem selbst gestrickten Korsett und frisch aufschlagen. Den Namen gab es bereits vorher. Mein Studio heißt so, mein Label, ich bin ganz eng mit dem Namen verwoben. Auf die Idee, diesen als Künstlernamen zu führen, brachte mich allerdings ein Bandkollege aus St. Louis. Die Entstehung Deines Debüts, das selbstbetitelte Album „Lui Hill“, führte Dich rund um die Welt. Zentrale Stationen waren DarmP | 77

stadt, Berlin, Südafrika und Los Angeles. Ganz schöne Weltreise … Tatsächlich nahm alles vor etwas mehr als einem Jahr in Südafrika seinen Lauf. Zufällig bin ich dort auf Tobias Herder von Filter Music gestoßen. Kurz darauf haben wir uns bereits Gedanken gemacht, wie wir die Songs, meine Idee der Musik, zu einem Release formen könnten. Das war ein ganzes Jahr Arbeit. Landmarke war unser Aufent­ halt in Los Angeles. Total auf­regend, eine neue Erfahrung. Dort haben wir mit einem Regisseur und einem krassen Kameramann quasi einen Kurzfilm gedreht. Ein super kreatives Umfeld. Alle hatten Bock, involviert zu sein und sich in den Prozess einzubringen. Die vier episodenhaften Musikvideos sind wirklich klasse produziert, strahlen eine sehr atmosphärische Film-Noir-Ästhetik aus und sehen eigentlich gar nicht nach L.A. aus. Ja, voll. Los Angeles ist ein Ort, der eigentlich mit Sonne, Surfern, Skatern und Palmen konnotiert ist. Das wollten wir umkehren, umdeuten. Wir wollten in die dunklen Ecken, in die finsteren Straßen dieser Stadt. Wir waren in Downtown und Skid Row – dort, wo viele Obdachlose leben, Menschen mit Drogenproblemen, wo es gefährlich ist, und haben immer nach Sonnenuntergang gedreht. Nach Mitternacht läuft da echt kein Mensch durch die Straßen. Wir hatten also quasi leere Filmsets, so als hätte uns die jemand hingebaut. Welche Story steckt dahinter? Wovon habt Ihr Euch inspirieren lassen? Irgendwie sind wir auf Hans Christian Andersens „Kleine Meerjungfrau“ gestoßen. Nicht diese Disney-Version. Andersens Märchen ist, wie viele


andere, sehr brutal. Da geht’s um Hoffnung, das hohe Pokern, die glorifizierte Liebe … und am Ende bleibt der Meerjungfrau nur, den Prinzen zu töten, um sich zu retten, oder sich selbst umzubringen, um Frieden zu finden. Das ist eine coole Analogie zu Los Angeles. Die Stadt der Hoffnungen und Träume. In der man himmelhoch nach oben schießen kann oder mit drei Jobs immer noch nicht über die Runden kommt, im Auto lebt und kein Schauspieler geworden ist. Diese Welt passt auch

bei Jimmy Fallon …

Ziemlich große Fußstapfen, die vor Dir liegen. Wie begegnest Du diesen als Künstler? Die Erwartungen kann ich nicht ausblenden, die schwingen mit. Man weiß, dass das Label Milky Chance gemacht hat – und jetzt ist man selbst das nächste Projekt. Klar denkt man mal: „Hm, dann muss ich es demnächst auch schaffen bei Fallon zu spielen …“ Aber da bin ich realistisch. Ich finde in einem anderen

Hoffnung, das hohe Pokern, die glorifizierte Liebe … super zu den Songs, die ich geschrieben habe. Vor dieser Kulisse wollten wir diese Mermaid-Story nachdrehen. Eine Metapher ist zum Beispiel, dass die Hauptdarstellerin immer nasse, gewellte Haare trägt ...

Mit Filter Music, Entdecker der Indie-Überflieger Milky Chance, hast Du ein starkes Label im Rücken. Die haben geschafft, woran sich andere seit Jahrzehnten die Zähne ausbeißen: Mit Musik aus Deutschland international, vor allem in den USA, Erfolge zu feiern. Tatsächlich startete das Label mit einer naiven, idealisti­ schen Idee, in einem ehemaligen Friseurladen auf zehn Quadratmetern. [lacht] Die hatten diese Band gefunden, Milky Chance, und einfach Lust, frischen Wind in die Musiklandschaft zu blasen. Hätte auch nach hinten losgehen können. Die haben sich dann alle super reingehängt, viel geopfert und dann spielten Milky Chance als erste deutsche Band überhaupt

Kontext statt, mache andere Musik und bin spartenmäßiger als Milky Chance. Zudem: Das Musikgeschäft ist immer auch ein Lucky Shot. Das zündende Etwas, das gerade alle verrückt macht und funktioniert – das kann man nicht vorprogrammieren. Ich freue mich auf alles, was jetzt zusammen mit dem Team von Filter Music kommt. Gerade ist noch alles Aufbauarbeit. Wir spielen jetzt unsere erste Tour, mal gucken, wie die läuft …

… mit mehreren Terminen außerhalb Deutschlands unterstreicht die Tour direkt das internationale Format Deiner Songs. Auf jeden Fall. Es ist schön, dass Städte außerhalb Deutsch­lands auf dem Plan stehen. Denn mit dem Sound – der klingt nicht deutsch – habe ich schon einen internationalen Anspruch. Generell haben wir die Songs, die Platte, die Videos nicht so verpackt, dass Berlin, Darmstadt oder Europa P | 78

konnotiert wird. Mit allem unterstreichen wir das internationale Flair. Ich will mit meiner Musik einen Ort schaffen, in dem sich viele wiederfinden können. Ein Ort, an dem viele ihre Sehnsüchte haben …

Diese von Herkunft gelöste Inszenierung ist ziemlich spannend. In einem von Nationalismus geprägten gesellschaftspolitischen Zeitgeist präsentierst Du Dich als kosmopolitischer Künstler abseits jeglicher Zugehörigkeiten. Eine schöne Antithese. Schöner Gedanke, stimmt, auch wenn das nicht bewusst war. Aber natürlich kotze ich im Strahl über das, was dieses Land, diese Welt gerade durchmacht. Ich komme aus einem total anderen Mindset. Ich reise schon immer viel und gerne. Das ist auch ein zentrales Motiv der Platte. So habe ich viel von der Welt sehen können, habe Diversität der Orte, der Kulturen kennengelernt – und doch teilen wir alle als Menschen die gleichen Sehnsüchte, die gleichen Wünsche und Bedürfnisse. Egal, welche Nationalität, Hautfarbe oder Religion: Frieden, Freiheit und sein zu dürfen, wie man ist. Richtig krass wird’s, an Orte zu kommen, an denen Menschen das nicht ausleben können. Orte, an denen Menschen täglich mit ganz anderen Sorgen umgehen müssen. So wie in Südafrika. Die Apartheid ist selbst 25 Jahre nach ihrem Ende zu greifen. Du machst schon Dein ganzes Leben lang Musik. Ist Lui Hill die Essenz Deines bisheringen Schaffens? Lui Hill ist die Summe aller Teile, die ich sammeln konnte. Meine Erfahrungen fließen alle, mal mehr, mal weniger in das Album ein. Es ist das beste Album, das ich zu diesem Zeit-


punkt hätte machen können. Weil ich ein hoffnungsloser Perfektionist bin, habe ich wirklich bis zur letzten Frist vor der Masterabgabe an den Songs geschraubt.

Kannst Du zentrale Einflüsse benennen? Ich bin großer Fan vieler Platten, die gerade erschienen sind und nicht gefeit vor Einflüssen aus dem Zeitgeist. Raushören kann man sicherlich mein Faible für Frank Ocean, Childish Gambino und von mir aus auch James Blake – auch wenn das nicht mehr zeitgenössisch ist, sondern fünf Jahre her. [lacht] Junge, Parcels … das geht mir alles unglaublich gut rein. In dieser Musik entdecke ich immer wieder Dinge, die mich reizen. Und wenn ich mir so 'ne Platte wirklich aufmerksam angehört habe, gehe ich auch davon beeinflusst ins Studio. Das schwingt mit, inspiriert einfach – auch wenn ich nicht offensiv versuche, das zu kopieren. Ich denke, so funktioniert kreatives Arbeiten. Bach und Mozart saßen ja auch nicht im Keller und haben allein aus ihrer eigenen Genialität geschöpft. Individuell wird es spätestens beim Inhalt, beim Text. Hier präsentiere ich mein ganz eigenes Universum. Wie viel erzählst Du denn von Dir auf der Platte? Nur ... ich erzähle nur von mir. Songs zu schreiben, hilft meiner Psyche sich aufzuräumen. Mit gewissen Sachen klar zu werden, abzuschließen, sie nicht mehr mitzutragen, sich das von der Seele zu schreiben. Wenn Gedanken im Song verpackt sind, fühle ich mich schon freier. Und wenn der Song irgendwie nicht fertig werden will, weiß ich, dass ich mit der Sache noch nicht abgeschlossen habe. „Lui Hill“ ist

sehr autobiografisch. Es gibt nur ein Stück, das eher allgemein über uns Menschen gedacht ist: der Song „Ancient Dust“.

In der Phase der Entstehung der Songs hattest Du mit einschneidenden Erlebnissen zu kämpfen. Dein Vater ist gestorben … Ich wollte das nicht an die große Glocke hängen, so als Aufmacher für das Album. Aber wenn man gefragt wird, wovon die Songs handeln, ist das Thema nicht zu umschiffen. Meine Beziehung ist zu Bruch gegangen und mein Vater ist sehr unvorhergesehen verstorben. Gerade auch die erste Single „5000 Miles“ verhandelt zentral das Freischlagen von den Sorgen und von der Misere, in der ich mich sah. Es geht darum, Abstand zu gewinnen, um einen Ort, der 5.000 Meilen entfernt ist – das war für mich Kapstadt. Ein Ort, an den man zum ersten Mal in seinem Leben kommt und der total inspiriert. Ganz klar an meinen Vater adressiert ist „We Don’t Die“. Das hat aber auch lange gebraucht. Aufgenommen habe ich die Nummer in einem Hotelzimmer in Ägypten, nur mit Mikrofon und Computer. Manchmal hilft Reduzierung krass, um Gedanken auf den Punkt zu bringen. Der Song hat Text, eine Stimme und ganz dezente Instrumentierung. Auf Deiner Platte finden sich eine ganze Reihe Field Recordings. Ein echtes old school Lo-Fi-Stilmittel, das kaum noch im Kontext aktueller Pop-Musik zu entdecken ist. Deine Songs klingen so, trotz viel Elektronik, sehr organisch. Ich bin großer Fan der Atmosphäre, die ein Field Recording herstellt. Legst du ein Stadtrauschen unter einen Akkord, klingt plötzlich alles cooler, lebendiger und greifbar. Ein Film P | 79

lebt auch von den Sounds, die zu den Bildern entstehen. Eine Platte kann ebenso Soundtrack zu den Bildern sein, die im Kopf des Hörers entstehen oder zur Story, die erzählt wird. Warum dann nicht ganz cineastisch daherkommen? Das Rauschen eines Waldes, Vögel, der Lärm einer Bushaltestelle – warum nicht auch damit arbeiten?

Ein Gegenpol zu all den Synthesizern? Die synthetische Welt ist gefühlskalt, definitiv. Synthesizer und Drumcomputer haben keine Seele, aber ich steh drauf, die machen mich an. Ebenso liebe ich die analog-akustische Welt. In meinem Plattenschrank steht viel aus den 50ern und 60ern. Wenn diese beiden Welten aufeinandertreffen, dann höre ich Musik am liebsten. Sie hat Seele, etwas Organisches, Analoges und etwas, das aus einer krass anderen Welt kommt. Bands wie Beach House, die unglaublich viel mit Elektronik zu tun haben, aber klingen, als wäre alles aus Holz gebaut und als müssten die Synthesizer mal wieder zum Elektroniker … das hat was. Zurück zur menschlichen, imperfekten Seele! ❉

Live und auf Platte! — „Lui Hill“ ist mit elf Tracks via Filter Music Group erschienen und als LP, CD sowie digital überall im Handel erhältlich. Im Rahmen seiner großen Tour im Herbst könnt Ihr Lui Hill auch live in Darmstadt erleben: Foyer der Kammerspiele, Staatstheater Darmstadt Fr, 19.10. | 21 Uhr | 14 € www.luihill.com


Darmstadtian secrets No. 8: Autumn Leaves T E X T: PAT R I C K F UC H S | I L LUST R AT I ON: A N DRÉ L I EG L

Sometimes journalism is like time travelling, I sit in the present to write about the future. To predict what will happen in between me writing this and you reading it doesn't make too much sense, right? Sure, important things might happen in a month’s time, but not in our sweet relationship of light infotainment, right? Most big and important dates in the calendar of the city are set and will happen so surely that I dare to write down now what to do and where to go when you are reading this article, right?

based around here and is so popular that it doesn’t only take place on one, but on several days before and after October 31st. Or will it be drowned? Or should I rather give you the advice of staying indoors? Visit museums, boulder halls, bowling alleys or disco clubs, such as Weststadtcafé's „10 years, 10 DJs“ (October 2nd) – where Darmstadts skilled and prominent turntable musicians choose a decade of their liking and play their favourite music of that time. Or would that be a waste of precious outdoor time before winter is coming?

Wrong! I have no idea if the next month will bring the needed rain for the wineries and farms (and I pray it does, whilst you reading this already know if it has). If so, I would advise you to go for some of the traditional October „Federweißer“ (Young Wine) tastings in and around Darmstadt and have some onion tarte with it. Delicious experience. Given it still rains some, this year’s wine harvest will be something German wineries will be remembering for years to come as the „best year“ of the young century. But the longer it does not rain, the higher the chances it will later. So should I advise you to go for outdoor events very late in the year? Like Halloween at Burg Frankenstein, the most traditional Halloween theme party in all of Germany. This event was introduced by the US Army when still

You see that I am lost. That my brain got fried, baked and dried out several times this summer doesn’t help much. But there is a plan, a navigation system that will lead you through your city. I recommend, more than ever before, that you check this magazine and Darmstadt’s „Partyamt“ webpage for more inspiration on where to be and what to do. Back to the future, next stop: „Christmas Punch“ (the German habit of having a family brawl over the season). Until then, don't get scared by the wet stuff coming from the sky. It is called rain and it usually happens a lot around here. Yours, P.

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Wrede und Antwort Sie gingen und besorgten Burger TEXT: GERALD WREDE | FOTO: JAN EHLERS | ILLUSTRATION: LISA ZEISSLER

Früher war das P.M. Magazin dafür zuständig, uns mit ab­ wegigen Theorien aus Natur und Technik zu versorgen. Diesen Part übernommen und ins Unendliche gesteigert hat seit Jahren das Internet mit seinen bizarren Insassen und Informanten. Menschen, welche behaupten, die Erde sei eine Scheibe, bekommen Zulauf wie seit Sisebut, dem König der West­­goten, nicht mehr. Leute stimmen sich gegenseitig zu, der Mond sei lediglich ein paar Kilometer weit entfernt. Über die Sonne gibt es bestimmt auch so einen Quatsch. Das sind ja nun wirklich lustige Behauptungen, mehr nicht. Mittlerweile könnte man aber meinen, die „Neue Spezial“ sei in Form von

YouTube reaktiviert worden. Die­ se Leute negieren ja komplett die Wissenschaft und versuchen allen Ernstes, durch Aussagen wirrer Professoren und Studien von nichtiger Provenienz, ihre Fantasien glaubwürdig er­schei­­ nen zu lassen. Aber sollen sie doch, von mir aus können die auch mit Scheiben Fußball spie­­­­l­en. Ich würde deren Vorstellungen auch als blanken Unsinn abtun und nicht zu den Verschwörungstheorien zählen. Die sehen für mich anders aus, bösartiger – und sie sind fast immer antisemitisch. „Die“ ver­ arschen uns alle: Juden, Illuminaten, Eliten, Freimaurer ... bla bla bla bla bla ... 11. September, Kennedy, Klimawandel ... alles ganz anders ... bla bla bla bla bla ... Fuck you! P | 81

Die Mondflugskeptiker sagen, die Amis hätten sie inszeniert, um die Russen zu schlagen. Überhaupt die Raumfahrt: Die NASA steht gaaanz oben auf der Liste hoch verdächtiger Institutionen, wenn es nach dem Geschmack vieler geht, die einfach genauer hinsehen und viel mehr verstehen, als wir naiven Lemminge. Na klar, die Challenger-Insassen waren gar nicht im Raumschiff, sondern leben unter ihren echten Namen – oder denen ihrer Geschwister – im eigenen Land weiter! Wenig Raum bleibt nun mehr übrig, die Chemtrail-Fetischisten oder diese Reichsbürger zu erwähnen. Aber um die kümmert sich wenigstens ab und an die Fernseh-Satire beziehungsweise der Staatsschutz. ❉


Darmstädter Fakten REC H E RC H E + T E X T: C E M T E V E TOǦLU

> „Der Rock'n'Roll wurde in einer Tanzschule in Darmstadt erfunden.“ Zumindest behauptet das Heinz Rudolf Kunze in seinem Song „Wie geht's?“ aus dem Jahr 1987. > Am 17. Oktober 1768 stirbt Landgraf Ludwig VIII., als er am Ende eines Theaterbesuchs einen Schlaganfall erleidet.

Impressum

P Stadtkulturmagazin 11. Jahrgang, Ausgabe 108 – Oktober 2018

P Stadtkulturmagazin ist ein Produkt der Echo Zeitungen GmbH, Berliner Allee 65, 64295 Darmstadt (Anschrift gilt für alle im Impressum genannten Personen), Handelsregister: Amtsgericht Darmstadt HRB 9256, USt.-Ident-Nr.: DE 238913101, Telefon: +49 (6151) 387 1, Telefax: +49 (6151) 387 2610, E-Mail: impressum@vrm.de, Vertreten durch die Geschäftsführer: Hans-Georg Schnücker und Kurt Pfeiffer Redaktion: Cem Tevetoğlu (Objektleitung), ctevetoglu @vrm.de, Telefon: +49 (6151) 387 2586, Ulla Niemann (verantwortlich) Anzeigen + Marketing: Jens Enge­ mann, anzeigen@p-verlag.de, Telefon: +49 (176) 219 648 83, Bernd Koslowski (verantwortlich) Verteilung: über 400 Auslagestellen im Raum Darmstadt Gesamtauflage: 12.000 Exemplare Erscheinungsweise: monatlich (Doppelausgaben: Dezember/Januar und Juli/August) Bezugspreis: gratis (Jahresabo: 50 €) Druck: Möller Druck & Verlag GmbH. Ein Unternehmen der Möller Mediengruppe. Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde Nachdruck/Copyright: Alle Urheberrechte für Text und Gestaltung liegen bei Echo Zeitungen. Ein Nachdruck der Texte und Fotos, die in P veröffentlicht sind, ist – auch in Auszügen – nur mit schriftlicher Genehmigung von Echo Zeitungen erlaubt. Haftung: Namentlich oder mit Kürzel des Autors gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion.

Postadresse: P Stadtkulturmagazin, Schlossgartenplatz 13, 64289 Darmstadt Redaktion: Cem Tevetoğlu (ct), redaktion @p-verlag.de, Telefon: +49 (6151) 387 2586 + Tobi Moka (obi), tobias.moka@p-verlag.de + Matin Nawabi (mn) matin.nawabi@p-verlag.de. Grafik: André Liegl + Lisa Zeißler, grafik@p-verlag.de + Jennifer Pahls, jennifer.pahls@p-verlag.de, www.rockybeachstudio.de Wuffel- & Schnuffeldirektion: Lola, Bolle + Tonton Fotos: Jan Ehlers + Lilly Pacher, fotos@p-verlag.de, www.janehlers.net Cover dieser Ausgabe: mika svit, www.mikasvit.de Freie Mitarbeit Grafik: Hans-Jörg Brehm, Jessica Sauer Freie Mitarbeit Redaktion: Allegra Baumann (ali), Katja Borowski (kgb), Michael Caspar (mca), Steffen Falk (sf), Patrick Fuchs, Lilly Huynh (lh), Matthias Kneifl, Lisa Mattis (lm), Franziska Neuner, Frank Schuster, Valentina Tepel, Anja Trieschmann (at), Nina Walther (nw), Sebastian Weissgerber, Gerald Wrede, Kevin Zdiara (kzd) P-Facebook: Tobi Moka + Matin Nawabi + Cem Tevetoğlu Nächste Ausgabe: November 2018 Redak­t­ions­schluss (redaktion@p-verlag.de): 10.10. Veranstal­­­­tungs­kalender (mail@ partyamt.de): 15.10. Anzeigen­schluss (anzeigen@­p-verlag. de): 17.10. Erschei­­nu­­ngs­datum: 30.10.2018 www.p-stadtkultur.de www.facebook.com/pmagazin

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