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Ausgabe 03 (Mai 2008)

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Hallo Darmstadt. In Frankreich gibt es deutliche Steuervorteile für Künstler (warum nicht auch hierzulande?). Kulturell-öffentliche Vernetzungen sorgen für Synergie-Effekte (win-win-win-win-win!). Die aber wiederum sind mit Vorsicht zu genießen, weil zu viel Ordnung Kreativität killt (auch in Darmstadt!). Aus Sicht der Künstler (und Straßenmusiker) ist die Wissenschaftsstadt im Walde aber dann doch ziemlich paradiesisch bis – Achtung, Widerspruch – clean. Im Gegensatz zum „fast schon existenziellen, gebietsweise verpissten” Frankfurt. Oder dem „kulturell schrumpfenden” Leipzig ... Noch Fragen? Ja! Welche Rolle spielt bei alledem eigentlich die „Jugend- und Subkultur“? Betrachtet man die genannten Ergebnisse der „Gespräche über Alltag in der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ Mitte April, lautet die Antwort: praktisch keine. Oder zumindest keine erwähnenswerte. „Lest mehr P!”, möchte man der Diskussionsrunde zurufen. Dann wisst Ihr beispielsweise mehr über die umtriebige lokale HipHop-Szene (Seiten 12–13). Über Club-Formate wie die „Frischzelle“ (nomen est omen! Seite 41). Über ungewöhnlich gute Bands wie die Beatshots (42–43) oder Pornophonique (36–37). Über einen Klein-Veranstalter und seine plakativen Sorgen (40). Und über Untergrundkunst (Seite 09). Denn (auch) sie setzen in dieser Stadt kreative Impulse. Word! Viel Spaß beim Lesen! Und natürlich auch beim Grillen. Die P-Redaktion P.S.: Lob und Verriss bitte an: redaktion@p-verlag.de

Inhalt Thema Vorwort, Inhalt, Impressum Favoriten des Monats Untergrundkunst Sexy Wasserball HipHop aus’m Kehlkopf Zehn Jahre Theater im Mollerhaus Zehn Jahre Schlossgrabenfest Der Werkkreis Literatur Infomessen für Schüler und Studenten Am Filmset von „13 Semester“ Öffentliche Grillplätze in Darmstadt Grill-ABC Veranstaltungskalender

Seite 03 04–07 09 10–11 12–13 15 16–17 18 19 20–21 22–23 23–24 25–31

Thema Ein Darmstädter Boxer bei Olympia Leben in der Kunst: bKi Hörspiel mit Pornophonique Made in Darmstadt: www.darmspiegel.de Lilien-Nostalgie: Wilhelm Huxhorn Bolzplatz-Quartett, Ausgabe 3 Wrede und Antwort: Kleb’ sozial! Die „Frischzelle“ im Knabenschulen-Keller Black Box: Interview mit den Beatshots Schulterblick mit Flix Darmstädter Typen: Bigi Gaab (Café Bellevue) Rischdisch (un)wischdisch

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Impressum P Stadtkulturmagazin 3. Ausgabe – Mai 2008 Herausgeber: Cem Tevetoglu, Schleiermacherstraße 21, 64283 Darmstadt Verlag: P-Verlag, Schleiermacherstraße 21, 64283 Darmstadt Redaktion (V.i.S.d.P.): Cem Tevetoglu (ct), redaktion@p-verlag.de, Telefon: 0163/7929262 Anzeigen: Sven Möller, anzeigen@p-verlag.de, Telefon: 0163/1334847 Grafik und Layout: André Liegl und Yvonne Mülbert, grafik@p-verlag.de, www.rockybeachstudio.de Coverfoto und Retusche: David Sedlacek, www.fotorist.de Freie Mitarbeiter dieser Ausgabe: Egon Alter (ea), Petra Blank (pb), Catharina Clauss (cat), Patrick Demuth (pd), Florian Döring (fd), Mathias Hill (mh), Lars Kempin (lk), Olaf Kriegsmann (ok), Arkad Mandrysz (am), Benjamin Metz (bm), Tobias Moka (tm), Sven Möller (smm), Hendrik Schaede (hs), Tilmann Schneider (tman), Katja Schweitzberger (ks), Gerald Wrede (gw) Fotoredaktion: Jan „Nouki” Ehlers, www.janehlers.net Druck: Direkt Druck GmbH, Alicenstraße 23, 64293 Darmstadt Auflage: 5.000 Exemplare Verteilung: mindestens 100 Auslagestellen im Raum Darmstadt Bezugspreis: gratis Erscheinungsweise: monatlich Nachdruck/Copyright: Alle Urheberrechte für Text und Gestaltung liegen beim P-Verlag. Ein Nachdruck der Texte und Fotos, die in P veröffentlicht sind, ist – auch in Auszügen – nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages erlaubt. Haftung: Namentlich oder mit Kürzel des Autors gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers. Nächste Ausgabe: Juni 2008 Redaktionsschluss: 10.05.2008 Veranstaltungskalender: 17.05.2008 Anzeigenschluss: 10.05.2008 Erscheinungsdatum: 28.05.2008 www.p-verlag.de


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Favoriten des Monats 18. GWUP-Jahreskonferenz (Publikumstag)

SKEPSIS MEETS WISSENSCHAFT

Ufos, Parapsychologie, Astrologie und Homöopathie: all dies wollen sie enttarnen, die Skeptiker der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften). Der Verein (Sitz: Roßdorf) umfasst mehr als 700 Wissenschaftler und wissenschaftlich Interessierte. Sie möchten ein Gegengewicht zur unkritischen Auseinandersetzung mit grenzwissenschaftlichen Phänomenen schaffen. Am Publikumstag der 18. GWUP-Jahreskonferenz können die Besucher sich auf Ernstes und Satirisches zu den Themen Vampire, Ufos, Verschwörungstheorien und Zauberei à la Uri Geller freuen. Durch eine „Mystery-Show“ führt der bekannte Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke. (ok) Justus-Liebig-Haus / Do, 01. Mai / 14.00 Uhr & 20.15 Uhr Tages- und Abendkasse 5 Euro Legendary Pink Dots (NL)

NEO-PSYCHEDELIC

28 Jahre ist es her, dass Sänger Edward Ka-Spel und Keyboarder The Silverman in einem besetzten Haus in London die legendären rosa Punkte auf die Tasten eines Klaviers geklebt haben, um einen besonders bewegenden Dreiklang zu markieren. Bald schon kehrten die beiden England den Rücken, um von den liberaleren Niederlanden aus ihre psychedelischen Visionen auf Dutzenden von Alben in die Welt zu setzen. Und diese sind oft ebenso hellsichtig und gesellschaftskritisch wie humorvoll. Wer die Pink Dots also als weltfremde Alt-Hippies abtut, hat ihnen nicht richtig zugehört. (mh) Klingt wie: Flüsterndes Laub von der Venus Oetinger Villa / Fr, 02. Mai / 21.00 Uhr / Abendkasse 10 Euro Charlotte Roche

LESUNG

Selten lieferte ein Buch aus deutschen Landen in den letzten Jahren so viel Stoff für kontroverse Diskussionen. Grund genug für die Autorin, uns selbst daraus vorzulesen. Charlotte Roche stellt mit „Feuchtgebiete“ ihren Debüt-Roman vor und bietet darin eine Exkursion zu den letzten Tabus der Gegenwart. Gegen den Schönheitswahn, gegen Hygienehysterie, für Avocadokerne. Mehr wird nicht verraten! Aufgrund der großen Nachfrage gibt Charlotte um 23 Uhr eine Zusatzlesung! (pd)

Centralstation (Saal) / Fr, 02. Mai / 20.00 und 23.00 Uhr (Doppellesung) Abendkasse 16 Euro Alec Empire (Berlin)

ROCK & ELEKTRO

Kennst Du noch Atari Teenage Riot? Richtig, das war sein Sprungbrett zur Champions League. Seit seiner Zeit als Anarcho-Techno-Punk hat sich Alexander Wilke aka Alec Empire weltweit zu einem der einflussreichsten deutschen Musiker entwickelt. Nun stellt er mit „The Golden Foretaste Of Heaven“ sein neues Album vor. Trashig aggressiver Elektro-Punk trifft auf chilligen Ambient und experimentell arrangierten Techno. Fünf Mark ins Phrasenschwein, aber trotzdem: Es passt einfach in keine Schublade. Kommen, sehen, staunen! (pd) Klingt wie: Ministry, Atari Teenage Riot, Nine Inch Nails, Prodigy Centralstation (Halle) / Do, 08. Mai / 21.00 Uhr / Abendkasse 16 Euro


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Favoriten des Monats huette-Party mit DJ Kemal und DJ Timon

MUSIK BIS 1982

Und noch ’ne Feier für die Käse-Salami-Toast-Generation: Im 50. Jubiläumsjahr der huette wird gleich mehrmals kräftig gefeiert – schließlich handelt es sich um ein „goldenes“ Jubiläum! Bei der Discoparty im offenen Jugendhaus in der Kiesstraße legen die Darmstädter DJ-Urgesteine Kemal und Timon ihre Lieblingsstücke bis 1982 auf und wecken Erinnerungen an die legendären huette-Partys in den 70ern. Eingeladen sind ehemaligen Besucherinnen und Besucher der huette. Und alle anderen natürlich auch! (ok)

Jugendhaus huette / Fr, 09. Mai / 20.00 Uhr / Eintritt freI 1. Darmstädter Architektursommer 2008

VERANSTALTUNGSREIHE

Ein Netzwerk für Baukultur aufzubauen, das ist das erklärte Ziel des 1. Darmstädter Architektursommers, der fünf Monate (und mehr als 60 Veranstaltungen) lang in der Stadt mit der höchsten Architektendichte Europas herrscht. Beteiligt sind nicht nur Architekten, Studierende sowie Lehrende und Studierende beider Hochschulen der Stadt, sondern auch Künstler und Medienschaffende. Den Sommer leiten die Ausstellungen „ArchiTektur“ (Fotos von Andreas Gursky) und „Erziehung zur Abstraktion“ (Kunst von Heribert C. Ottersbach) ein, die beide im Institut Mathildenhöhe zu sehen sind. Programm unter: www.darmstaedter-architektursommer.de. (mh) Mathildenhöhe, Centralstation, Kunsthalle u.a. Sa, 10. Mai, bis So, 12. Oktober / teilweise kostenpflichtig To Kill (Rom) + 47 Million Dollars (Darmstadt) + Supports

HARDCORE

Genauso, wie es die Gladiatoren ihrer Heimatstadt in der Antike taten, machen es To Kill heute – doch anstelle von Schwertern und Äxten ist es ihr New York inspirierter Hardcore, der einfach alles niedermetzelt! Mit leidenschaftlicher Intensität und Aggression prügeln sich die Italiener durch wahre HC-Hymnen. Stagedives und Singalongs sind hier vorprogrammiert. Unterstützung bietet mit 47 Million Dollars das Darmstädter Sinnbild für guten deutschen Hardcore mit Message und der nötigen Prise Selbstironie. Außerdem dabei: Closing Down & Stronger Than Emo. (pd) Klingt wie: Hatebreed, Terror, Madball, Cro-Mags, Comeback Kid Goldene Krone (Disco) / Sa, 10. Mai / 21.00 Uhr / Abendkasse 8 Euro SOUL

Weststadtcafé / So, 11. Mai / 22.00 Uhr / Eintritt frei

Alle Fotos der Favoriten: Veranstalter

Sundae Soul mit Atze Knauf & Thorsten Scheu

Soul der besseren Sorte erlebt ja derzeit ein unglaubliches Revival. Und Soul-AllNighter und -Weekends künden seit Jahrzehnten von berauschenden Partys. Kenner wissen aber: Guter Soul fand seine Liebhaber stets im kleineren Rahmen. Die Macher des Frankfurter Labels „Sundae Soul Recordings“, Atze Knauf und Weller, gehören zu dieser Szene. Zusammen mit dem Darmstädter DJ und Soul-Spezi Thorsten Scheu aka Glance wird Atze Knauf den Pfingstsonntag an den Plattenspielern in einen Sundae Soul verwandeln. (tm) Klingt wie: Soul der 60er, 70er, 80er, 90er, 00er


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Favoriten des Monats Für die Lilien durch Dick und (Dünn) Doof

SOLI-ABEND

Die Lilien streben sportlich nach Höherem, stehen finanziell aber am Abgrund. Um da nicht in tiefe Depression zu verfallen, braucht man eine gute Portion Humor – und Fans, die nicht verzagen. Also dachte sich der Darmstädter Laurel & Hardy-Fanclub, das Humorige mit dem Spendablen zu verbinden. Es gibt wohl 104 Filme mit Stan und Olli als Dick und Doof. Einige davon werden an diesem Soli-Abend für die angeschlagenen 98er gezeigt. Lachen für die Lilien. Gab schon schlechtere Ideen. (tm)

Fanprojekt Darmstadt, Erbacher Str. 1 / Di, 13. Mai / 19.00 Uhr / Eintritt fre Sonic Boom (London)

SPACE ROCK OHNE ROCK

Sonic Boom war in den Achtzigern mit Jason Spaceman Kopf der Spacerock-Götter Spacemen3, einer Band, die neben The Jesus & Mary Chain immer wieder als DIE Referenzgröße herausgeholt wird, wenn es um Psychedelisch-Spacig-HypnotischLautes geht. Während Jason mit Spiritualized sehr erfolgreich den Gospel entdeckte, blieb Sonic Boom mit den Projekten Spectrum und Experimental Audio Research (der Name passt) der Idee treu, die absolute Intensität durch die endlose Wiederholung von zwei Akkorden auf der Gitarre zu erreichen. Perfect sound forever! (mh) Klingt wie: Spacemen3, Silver Apples, Suicide 603qm / Fr, 16. Mai / 21.00 Uhr / Abendkasse 7 Euro Verschwende Deine Jugend

PUNK-NEW WAVE-ROCK’N’ROLL-DISKO

„Verschwende Deine Jugend“ heißt ein ziemlich gutes Buch, das die Anfänge des Punk und New Wave hierzulande in den späten 70ern und frühen 80ern beleuchtet. Damals war vieles besser. Zumindest musikalisch. Genau auf solch bessere Zeiten berufen sich die schrägen DJs Robo T. und Mr. Roboto. Die beiden kennen sich aus, denn sie sind lang genug dabei. Kein Neo-Schnickschnack, kein Retro-Mist, sondern ein wilder Vollrausch in Stereo zwischen damals und heute. (tm) Klingt wie: Punk, New Wave, Rock’n’Roll, Trash, Exotica Schlosskeller / Sa, 17. Mai / 22.00 Uhr / Abendkasse 3 Euro

Die Atriden von Aischylos

THEATER IM KINO

Theatermacher e.V. und Sozialkritischer Arbeitskreis Darmstadt present: „Die Atriden”, ein griechisches Theaterstück über Chaos und Ordnung, gespielt von 90 Jugendlichen und Erwachsenen aus 14 verschiedenen Herkunftsländern, in der Kinofassung (!). Die Aufführungen des Theaterprojekts wurden erfolgreich absolviert, nun feiert man Filmpremiere. Folgerichtig heißt die Großleinwand-Dokumentation so wie die Aischylossche Tragödie: „Die Atriden”. Angelina Dalinger und Julia Schumacher präsentieren Ausschnitte aus dem Theaterstück und dem Entstehungsprozess. Antikes Theater in modernem Gewand (und Umfeld). (ct) Rex Kino / So, 18. Mai / 11.00 Uhr / Tageskasse 3 Euro


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Favoriten des Monats Modeselektor (Berlin)

SYNAPSEN-POLKA

Im Herbst hätten die Durchstarter der Elektro-Szene ja schon ins 603qm kommen sollen. Jetzt wird das Konzert nachgeholt und Darmstadt zwischen Paris, Barcelona und Sydney eingeschoben. Nach ihrem Debütalbum „Happy Birthday“ ist für die Berliner nämlich so einiges ins Rollen gekommen und Größen wie Radiohead, Maximo Park oder Fettes Brot („Bettina ...“) rissen sich um sie. Und warum? Weil Modeselektor eines bestimmt nicht sind – Puristen! Berührungsängste mit Genres wie Crunk, Grime, Tech-Rap oder New Rave kennen sie nicht. Hauptsache, es fönt! (mh) Klingt wie: Apparat, T.Raumschmiere, Otto von Schirach 603qm / Mi, 21. Mai / 22.00 Uhr / Abendkasse 9 Euro Vieux Carré

THEATER MIT LIVE-MUSIK

Das Theater „Compagnie Schattenvögel” inszeniert Tennesse Williams’ „schamlosestes Stück“, so der Schriftsteller selbst über sein Werk, mit Piano und Gesang. Unter der Regie von Peter Jährling verwandelt sich der große Saal der Goldenen Krone in das alte französische Viertel „Vieux Carré“, New Orleans 1983. In einer heruntergekommenen Pension trifft man auf allerlei eigenartige, gescheiterte Existenzen. Unter ihnen auch der Autor selbst, der als Figur im Stück sein ComingOut sowohl als (homosexueller) Mann als auch als Schriftsteller erlebt. (ks) Goldene Krone / So, 25. Mai / 18.00 Uhr / Abendkasse 16 Euro Weitere Termine am 30. und 31. Mai / Kartentelefon 06151 - 4924620 Enon (USA) & The Chap (England)

INDIE-POP/INDIE-ROCK

Es gibt Bands, die müssten längst auf dem Pop-Olymp thronen. Enon aus Philadelphia gehören dazu. Seit sieben Alben, zuletzt auf Touch & Go, spielt sich die Band die Finger wund und kaum einer kennt sie. Das Trio ist bescheiden, laut, auf die effektvollsten Elemente reduziert und hat eine unglaubliche Dynamik. Frühere Bands der Mitglieder hießen Van Pelt, Blonde Redhead und Brainiac. Beste Adressen. Aber Enon sind besser – und live eine Granate. Diese Band ist fucking cool. Und The Chap erst recht. Pflichttermin! (tm) Klingt wie: Jon Spencer Blues Explosion, Yeah Yeah Yeahs, Beck, Flaming Lips Oetinger Villa / So, 25. Mai / 21.00 Uhr / Abendkasse 10 Euro PARTY & PUNKROCKKONZERT

Bessunger Knabenschule / Fr, 30. Mai / 20.00 Uhr / Abendkasse 5 Euro

Alle Fotos der Favoriten: Veranstalter

15 Jahre Uffbasse

Vor 15 Jahren erschütterte ein Slogan die Stadt: Mit „Oi! Saufen! Prost Metzger!“ forderten ein gewisser Jörg Dillmann und seine Deutschpunkband Die Arschgebuiden den SPD-Oberbürgermeister Günther Metzger heraus. Heute ist aus der Spaßaktion gegen ein Biertrink-Verbot am Lui eine (laut Eigenaussage) „etablierte Kommunalpartei auf Augenhöhe mit der FDP“ geworden. Nur, dass es bei jener keine Partys mit Bands wie Ska Trek (Ska), Brigada Flores Magon (Ska-Punk-Reggae-Oi aus Paris) und Kakophonia (Uffbasse-Punk) sowie Bildern und Kurzfilmen über die Parteigeschichte gibt. Mal sehen, ob Dagmar Metzger auch kommt ... (mh) Klingt wie: Die Rückkehr der JöDi-Ritter


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So wirst Du zum Titelthem

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ANSEHNLICH_ 09

Suche und finde! Untergrundkunst Seit letztem Monat wird an dieser Stelle darauf eingegangen, was allgemein unter dem Begriff „Streetart“ verstanden wird, beziehungsweise, was in dieser Ecke der Subkultur in der zu diesem Magazin gehörenden Stadt passiert. Dabei geht es weniger um plakative, großflächige Verfärbungen an Wänden, sondern eher um die klei-

nen, unauffälligen Kunstwerke, die häufig in Form von Aufklebern an Toilettentüren, Stromkästen und Laternenpfählen auftauchen. Abgebildet werden jeweils Werke, die sich einem Künstler zuordnen lassen. Diese Zuordnung ist nicht ganz einfach. Sie erfolgt lediglich anhand des Stils und der Grundidee. Auch uns bleiben die Künstler unbekannt. Und es liegt in der Natur der Sache, dass vieles schneller

wieder zerstört oder überklebt als gefunden wird. Dieses Mal zeigen wir Geklebtes von einem sehr umtriebigen „Streetart“-Erzeuger, wobei hier grammatikalisch bewusst nur das Maskulinum verwendet wird, da einige der Bilder auf verschiedenen Herrenklos gemacht wurden. Wieder ohne Angabe des Fundortes – also bitte Augen auf, selber suchen und finden! (hs+fd)


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Sexy trotz Unterwasserfouls Das 35. Pfingstturnier des Wasserballvereins Darmstadt ’70

Fotos: WV Darmstadt ’70

Schon so manchen Sonntag meines Lebens habe ich als junge Frau mit sportaktivem Freund am Rande eines Spielfeldes verbracht. Dabei hatte ich weder beim Fußball noch beim Handball jemals so viel Spaß wie an jenem Wasserbecken, in dem halbnackte Männer einem Ball hinterherschwimmen. Die Rede ist von Wasserball, einer der aufregendsten und männlichsten Sportarten überhaupt.

„Dein Freund spielt was?“, werde ich oft gefragt. „Wasserball“, lautet die Antwort. Damit ist nicht die Sportart gemeint, die man selbst jeden Sommer im Baggersee betreibt, wenn man wild planschend auf einen mit Luft gefüllten Ball (meist ein Werbegeschenk) schlägt und dabei quietschend, lachend und glucksend durch das kniehohe Wasser hüpft. Wasserball ist die Wettkampf-Sportart, bei der jeweils sechs Feldspieler und ein Torwart pro Mannschaft im Kampf um einen knapp 500 Gramm schweren Kunststoffball antreten. Und zwar in einem Wasserbecken, auf einem Spielfeld von 35 auf 20 Metern, bestückt mit zwei Toren. Nicht selten geht es dabei richtig zur Sache. Im Schutz des zwei Meter tiefen Beckens bleibt so manches Unterwasserfoul von den zwei Schiedsrichtern am Beckenrand

unentdeckt. Lediglich rote Striemen und Kratzwunden auf der Haut der Spieler oder die Wut im Auge meines Lieblings beim Auftauchen nach dem Zweikampf deuten an, was der Zuschauer am Beckenrand nur erahnen kann. Wasserball ist trotzdem kein Wasser-Ringen. Nur Wasserballett ist es eben auch nicht. Hat sich einer der Spieler den Ball gesichert, so treibt er ihn meist mit langen Kraulzügen in Richtung des gegnerischen Tores. Im Idealfall natürlich direkt hinein. Dies wird besonders ansehnlich durch einen gezielten Wurf, bei dem sich der Oberkörper des Spielers bis zum Bauchnabel aus dem Wasser hebt. Ja, Wasserball ist eine sexy Sportart! Das fängt schon bei der Physis der Spieler an. Regelmäßiges Schwimmtraining formt die Figur

vorteilhaft, Oberkörper und Beine sind muskulös, die Taille schmal. Selbst gestandene Familienväter werden im Wasser zu eleganten Raubfischen. Hübsch verpackt in knappen Badehosen, darauf ein Vereinslogo, das den Po der Spieler in Szene setzt. Ungeniertes Starren wird so fachgerecht kaschiert. Schließlich will man lediglich entziffern, für welche Mannschaft der Spieler, der eben so ein schönes Tor erzielt hat, spielt. Tore und Bewegung gibt es beim Wasserball (im Gegensatz zum Fußball) zur Genüge. Das Spiel ist in vier Viertel à acht Minuten unterteilt. Ähnlich wie beim Basketball beschränkt sich die Angriffszeit einer Mannschaft auf 30 Sekunden. Danach wechselt der Ballbesitz. Der komplette Spieleraustausch ist nach jedem Tor möglich, einzelne Spieler können in einer sogenannten


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Auswechselzone am Beckenrand des eigenen Tores jederzeit gewechselt werden. Da bleibt keine Zeit für Langeweile.

familienfreundlicher Atmosphäre und viel Grillgut, Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und literweise Fassbier.

Als Spielerfrau eines Wasserballers beim WV Darmstadt ’70 genieße ich nicht nur regelmäßig spannende Matches, sondern auch die herzliche Atmosphäre am Beckenrand in einem wohltemperierten Hallenbad.

Das Pfingstturnier des WVD ist die ideale Gelegenheit für alle, sich als potenzieller Zuschauer und Fan dieser sexy Sportart zu testen. Zickenkrieg gibt es hier keinen, deshalb sind auch zukünftige Spielerfrauen willkommen. Aber Achtung: Der Spieler mit der Kappennummer 10 ist meiner! (cat)

Das Highlight der Saison ist das alljährliche Pfingstturnier, das dieses Jahr bereits zum 35. Mal vom WVD auf dem Freigelände des Darmstädter Nordbades ausgerichtet wird. Teilnehmen können Herrenund Damenmannschaften. An den zwei Turniertagen treten Teams aus Kroatien, Österreich und Holland sowie zahlreiche Vereine aus Deutschland gegeneinander an. Aber Wasserballer sind auch feierfreudige Menschen. Deshalb wird das Pfingstturnier begleitet von Partys, einem sonntäglichen Frühschoppen, jeder Menge Flirts,

Nährwertangaben: Pfingstturnier des Wasserballvereins Darmstadt ‘70 Sa, 10. und So, 11. Mai, ab 10.00 Uhr Finale: So, 11. Mai, ab 15.00 Uhr Eintritt frei! Freigelände des Nordbads Alsfelder Straße 31 64289 Darmstadt www.wasserballturnier.com


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Mal sanft, mal derb Die lokale HipHop-Szene hat zwei Seiten Ende Februar platzte das 603qm aus allen Nähten. Das Label Kehlkopf Records veröffentlichte gleich zwei neue Alben – und das wurde ausschweifend gefeiert. Spätestens seit diesem Zeitpunkt ist klar: HipHop aus Darmstadt zieht! Aber wer sind eigentlich die Protagonisten?

Beide Ansätze zeigen durchaus ein hohes technisches Niveau, was die Produktion von Beats, Tunes, Texten und Videos betrifft; in der Regel sind alle Stücke musikalisch ziemlich minimalistisch orientiert, aber hier liegt eben die Kunst: Mach‘ mal einen fetten Beat mit wenig Spuren auf dem Mischpult. Da kommt es auf jeden Sound an.

sagen, er offenbart sich und sein Gefühlsleben in seinen Texten, zieht dabei reale oder fiktive Erlebnisse zur Dokumentation heran. Seine Songs kennzeichnet eine fast schon therapeutische Ehrlichkeit, die zum Zuhören und Mitfühlen verleitet, wenn nicht gar dazu auffordert. Er trägt einen die Echtheit suchenden Spiegel vor sich her, in den auch jeder andere schauen kann. Darüber hinaus spielt auch der Glaube an Gott bei ihm eine zentra-

Fotos: Jan „Nouki” Ehlers & Kehlkopf Records

Im Wesentlichen sind zwei stilistische Grundrichtungen auszumachen: Die eine vertreten durch den mehr oder weniger solo agierenden Musiker Manges, die andere durch die Gruppen Baggefudda, Boese Zungen, Schwarzgeld Records und

Mädness/Phonk D, um die wichtigsten zu nennen. Bildlich ausgedrückt: Die teilweise im Kollektiv operierenden Battle-Rapper hier, der sanftere Solo-HipHop-Künstler Manges dort. Ihre Gemeinsamkeit: Alle haben schon auf dem zentralen Darmstädter Label, den bereits erwähnten Kehlkopf Records, veröffentlicht.

Manges könnte als der defensivere Künstler verstanden werden: Seine Titel sind teilweise sanft-sentimental, gelegentlich kopflastig und häufig kritisch und (selbst)reflexiv, ohne dabei an Druck und mitreißender Kraft zu verlieren. Die Texte sind mit Emotion, aber auch mit Provokation und Kritik beladen. Man könnte

le Rolle, was die Kraft und Kredibilität seiner Aussagen noch steigert. Er wirkt trotz aller Zurückhaltung und offenbarter Skepsis immer souverän, das macht einen großen Teil der Stärke seiner Produktionen aus. Manges erreicht mit seinen Texten und seiner Musik ohne Weiteres die Qualität bekannterer


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Kollegen seines Genres. Und er kritisiert die offene Zurschaustellung von Intimität und Sexualität in Texten einiger erfolgreicher HipHopKollegen, die dieses Mittel nur des (kommerziellen) Erfolges wegen benutzten. Es sei daran erinnert, dass die HipHop-Bewegung in den Großstädten der USA als Gegenmittel zur Gewalt untereinander aus der Wiege gehoben wurde. Manges’ hoher musikalischer Anspruch wird unter anderem belegt durch eingesetzte Jazz- und Soul-Elemente und eine Live-Band, die sich aus talentierten Darmstädter Musikern an Keyboard, Bass und Drums zusammensetzt. Die zweite Stilrichtung (Baggefudda, Boese Zungen, Schwarzgeld Records und Mädness/Phonk D) basiert auf dem sogenannten Battle-Rap-Prinzip und ist somit offensiver. Die Künstler überzeugen durch markante Stimmen und eine textliche Direktheit, die den Zuhörer absichtsvoll anspringt. Sie sind deswegen nicht gefühllos, auch bei ihnen finden sich Texte, die menschliche Probleme behandeln. Die Vertreter des härteren Darm-

ist, dass sie mit ihren Produktionen einige gefeierte Namen etwas vom Sockel heben, indem sie zeigen, dass man nicht aus einer Großstadt kommen muss, um roughen und harten HipHop zu machen. Trotzdem bleibt das übliche Ghetto-Gehabe aus, die Künstler stehen einfach zu ihrer Herkunft und ihrer Crew und leben, sagen sie, für die Musik.

nennen, die bei Konzerten die einzelnen auf Hessisch getexteten Tracks komplett im Chor mitsingen. Dies rührt zum einen von der klaren Orientierung der Musiker hin zu ihrer Fangemeinde her; zum anderen führt der relativ kleine Rahmen, den Darmstadt bietet, zu Kollegialität und engen Kontakten untereinander. Man kennt sich.

In der offensiveren HipHop-Liga geht es erwartungsgemäß noch etwas mehr vorwärts, was Texte und Musik betrifft. Positiv aus dem Rahmen fällt das neue Album von Baggefudda: Es kommt mit musikalischen Elementen daher, die man teilweise eher aus der düsteren Oldschool-Techno-Ecke kennt, gewagte Elektro-KeyboardSounds, oft auch derb im Klang, Geschmackssache halt. Aber: Taking HipHop further, auf jeden Fall.

Es ist schwer zu beurteilen, wie die Darmstädter HipHop-Künstler von außen wahrgenommen werden. Airplays bei VIVA, Remixes durch „Glashaus“ und die Zusammenarbeit mit Vertretern anderer hessischer HipHop-Hochburgen sind jedenfalls Hinweise auf überregionale Anerkennung. Word! (smm)

Nährwertangaben: Mädness & Baggefudda live Roboplot Jam Donnerstag, den 01. Mai 2008 Roboplot / Liebigstr. 41 Eintritt frei! Programm: 15.00 Uhr Graffiti Live-Spraying auf zehn Leinwände mit Illchill 17.00 Uhr Breakdance-Show mit TaskSquad & Clockwork Crew Musik: DJs Phonk D und Tosh Snacks, Drinks & Grill 20.00 Uhr Mädness & Baggefudda live www.kehlkopf.com www.manges.biz

städter Rap zeigen in erster Linie eine gesunde Portion Lokalpatriotismus, ohne dabei politisch zu sein. Das erreichen sie mit Texten, die sich in Sachen Offenheit und Selbstdarstellung – nicht selten mit Augenzwinkern und Selbstironie – durchaus mit nationalen Größen messen können. Wobei anzumerken

Avantgarde? Vielleicht. Hundertprozentig: ein Resümee der musikalischen Biographie der Künstler. Beide Ansätze, die sich übrigens nicht gegenüber stehen, sondern sich ergänzen und nicht direkt vergleichbar sind, können eingeschworene Fangemeinden ihr Eigen


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Ein roter Teppich fürs Schauspiel Zehn Jahre Theater im Mollerhaus sprechend der Zusammensetzung des Vereins: ein Drittel Kinder-, ein Drittel Jugend- und ein Drittel Erwachsenentheater. „In der Stadt – für die Stadt“ , das Motto der Feierlichkeiten und des Vereins, der sich noch nicht angemessen wahrgenommen fühlt

Foto: Theater Moller Haus

Wenn jede Eintrittskarte von der Stadt mit 4,50 Euro bezuschusst wird, sollte ein Theater doch überleben können, denkt man. Doch schnell folgt die Ernüchterung angesichts der 120 Euro Subvention pro Zuschauerplatz, die das Darmstädter Staatstheater bei jeder Vorstellung benötigt.

Dass auch mit beschränkten finanziellen Mitteln kreatives Theater möglich ist, dafür sorgt in Darmstadt unter anderem der Verein „Freie Szene Darmstadt“. Seit 1998 bietet er mit dem Mollerhaus in der Innenstadt 28 Theatergruppen eine Spielstätte. Nach zweijährigen Verhandlungen wurde den Theatermachern das Gebäude von der Stadt mietfrei überlassen. Nachdem letztes Jahr mit dem Staatstheater um die Wette renoviert wurde, soll heuer das Zehnjährige gefeiert werden – und zwar in „lustvoller Zusammenarbeit“ aller Gruppen, wie der Festausschuss versichert. Am Samstag, dem 03. Mai, gibt es auf einem 500 Meter langen roten Teppich, der von der Sandstraße an der Kuppelkirche vorbei bis zum Fuß der Wilhelminenstraße reicht, allerhand Schauspiel für alle, ent-

angesichts stolzer 185 Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Zwar wird mit einer Auslastung von 73 Prozent pro Vorstellung ein guter Zuschauerschnitt erreicht, andererseits kommen seit Jahren hauptsächlich „Stammkunden“ (was ja kein schlechtes Zeichen ist). Daran könnte die Jubiläumsfeier etwas ändern, denn sie macht einigen vielleicht wieder deutlich, dass jede Theatervorstellung zumindest eines ist: einmalig! Damit einmalige Theater-Ereignisse auch in Zukunft nicht zu selten werden, ist neben viel privatem Engagement auch finanzielle Unterstützung nötig. Neben den Zuschüssen für das Staatstheater, über deren Höhe auch in der Landeshauptstadt Wiesbaden entschieden wird, lässt sich die Stadt Darmstadt ihre

Theaterkultur rund 350.000 Euro im Jahr kosten. Was natürlich wie immer viel zu wenig ist für alle. Und zu Ungerechtigkeitsgefühlen unter den Empfangsberechtigten führt. Um die Verteilung der aus unterschiedlichen Quellen stammenden Fördergelder zu bündeln, gibt die Stadt ein Stück Entscheidungsgewalt an ihre Bürger zurück – und lässt ab dem nächsten Haushaltsjahr eine sechsköpfige Jury aus „fachkundigen Bürgern“ und institutionellen Vertretern über die Verwendung der Gelder entscheiden. Dabei soll die bisherige „Projektförderung“ einzelner Inszenierungen einer konzeptionellen Förderung von Einrichtungen weichen, die dann auf drei Jahre angelegt ist und bei den Theatergruppen für mehr Planungssicherheit sorgen soll. Größer wird der zu verteilende Kuchen dadurch allerdings nicht. (tman)

Nährwertangaben: 10 Jahre Theater Mollerhaus Samstag, den 03. Mai 2008 Programm: 12.00 bis 16.00 Uhr: Teppich-Performance Innenstadt (Wilhelminenstraße) 13.00 bis 17.00 Uhr: Theater-Café im Theater Mollerhaus 20.00 Uhr: Jubiläumsfeier im Theater Mollerhaus, Sektempfang & Festakt ab 22.00 Uhr: Party im Theater Mollerhaus, Musik & Tanz. www.theatermollerhaus.de


16_ STÄDTISCH

Von Besucherstürmen und Bollerwagen

Fotos: Benny Metz

Das Schlossgrabenfest feiert Zehnjähriges

Am Anfang war die Idee. Eine Idee in den Köpfen zweier Jungunternehmer, die Darmstadts Innenstadt in musikalischer und kulinarischer Hinsicht für die Länge eines Wochenendes bereichern wollten. Frank Friedrich Grossmann und Thiemo Gutfried hatten 1999 eine Vision – allerdings wahrscheinlich keine Ahnung, dass sich diese Vision eines Tages zu Hessens größtem Open-Air-Festival mit freiem Eintritt etablieren würde. Aber zurück zu den Wurzeln. Benny Metz, heute für das Buchen der Bands verantwortlich und in der Musikredaktion des „Frizz“ tätig, erinnert sich noch sehr gut an den ersten Kontakt mit den Herren „G & G“ (Grossmann & Gutfried): „Freddy und Thiemo präsentierten mir ihre Idee ‚Musik meets Gastronomie‘ und wollten mich für den musikalischen Bereich ins Boot holen.“ Nach etwas Bedenkzeit gab Metz sein Okay zu diesem Vorhaben – heute kann man davon ausgehen,

dass er diesen Schritt nicht bereut hat. Ein großes Maß an Vertrauen kam zu diesem Zeitpunkt auch von Seiten der Stadt und des damaligen Oberbürgermeisters Peter Benz, der Schirmherr der Veranstaltung wurde. Die Planung eines Festivals begann, man rechnete mit circa 5.000 Besuchern. Die Realität sah letztendlich anders aus, da mehr als 50.000 Menschen den Weg auf das erste Schlossgrabenfest fanden. Laut Metz trugen vor allem der freie Eintritt und die musikalische Bandbreite von Rock, Pop, Oldies bis Weltmusik zu diesem Ansturm bei: „Als Gast geht man unvoreingenommen und offen auf das Fest, damals wie heute.“ Getreu dem Motto „höher, schneller, weiter“ erstreckten sich die Planungen von nun an in Dimensionen mit sechsstelligen Besucherzahlen, welche von Jahr zu Jahr gesteigert werden konnten. Aufgrund der wachsenden Popularität wurden nun auch etablierte Booking-Agen-

turen auf das Festival aufmerksam, wodurch der ursprünglich regional ausgerichtete Charakter immer weiter in den Hintergrund geriet. Mittlerweile kommt auch das ausgeschenkte Bier nicht mehr aus Südhessen, die Headliner reisen aus ganz Deutschland an, und Bands aus Darmstadt und Umgebung findet man höchstens noch im Vorabendprogramm. Metz erklärt diesen Schritt so: „Der regionale Gedanke war zu Beginn natürlich schon da, allerdings eben auch, weil uns die finanziellen Mittel für größere Acts fehlten. Mittlerweile bekommen wir über 2.000 Bewerbungen pro Jahr, zum Teil sogar aus den USA.“ Seit 2007 gibt es auf dem Schlossgrabenfest mit der „Local Talents“Bühne eine eigene (vergleichsweise kleine) Plattform für junge Nachwuchsbands aus der Region. Zwischen Lobeshymnen und Euphorie mischten sich in den letzten Jahren allerdings auch einige Kritik punkte: Standbetreiber bemängelten


STÄDTISCH_ 17

die hohen Mietpreise, das Publikum kritisiert das einheitliche Bechersystem und die Umzäunung des Festivalgeländes. Das Bechersystem und die Umzäunung seien aus müllund sicherheitsrelevanten Gründen eingeführt wurden, erklärt Metz. Außerdem seien diese Maßnahmen mittlerweile bei vielen Veranstaltungen dieser Art gang und gäbe, um den Abfall und das Verletzungsrisiko durch Glasscherben zu reduzieren. „Und durch die Einzäunung wurden auch die Verhältnisse für die Standbetreiber verbessert, da am Einlass darauf geachtet wird, dass keine Fremdgetränke aufs Gelände gelangen.“ Metz vermisst manchmal das Bewusstsein der Besucher für den Finanzierungskreislauf: „Durch die Unterstützung der Gastronomie auf dem Fest finanziert man gleichzeitig die Bands.“ Und der Eintritt bleibt frei. Beim Durchforsten des Fotoarchivs erinnert sich der Schlossgrabenfest-Booker besonders an eine Anekdote aus dem Premieren-Jahr 1999: „Einen Tag vor Beginn sagte uns eine Band ab und ich wusste nicht, wie und wo ich in dieser kurzen Zeit noch Ersatz finden

Der Benny (Metz) und die Mieze (MIA.), 2004

sollte. Abends in der Krone erzählte ich einem Bekannten von diesem Problem. Peter Gleichauf, damaliger Geschäftsführer (und Mitbegründer) der Krone, lauschte unserem Gespräch und beschloss kurzerhand, diesen freien Posten ohne Gagenforderung zu übernehmen. Ich war etwas skeptisch, doch am nächsten Tag stand er tatsächlich mit seinem Bollerwagen vor mir und war bereit. Mit seiner KroneHausband spielte er einen Klassiker nach dem anderen und selten habe ich mittags auf dem Schlossgrabenfest so eine ausgelassene Stimmung vor der Bühne erlebt wie an jenem Tag. Einmalig!“ (pd)

Nährwertangaben: 10. Schlossgrabenfest 29. Mai bis 01. Juni 2008 unter anderem mit The Hooters (USA), Jennifer Rostock, Empty Trash, 4Lyn & Boppin‘ B. Eintritt frei! www.schlossgrabenfest.de


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Melancholischer Haiku Der Werkkreis Literatur kritisiert mit Mitteln der Schreibkunst „Eingreifende oder ergriffene Literatur?“, fragte der Schriftsteller Peter Paul Zahl 1975. Der Werkkreis Literatur der Arbeitswelt Darmstadt hat sich für Ersteres entschieden. Der Werkkreis ist eine junge Schreibwerkstatt mit langer Tradition und ein bundesweiter Zusammenschluss von literarischen Arbeitskreisen in verschiedenen Städten. Seine bewegte Geschichte beginnt nicht erst mit der Gründung im Jahre 1970, denn mit ihr wurde bewusst an das Schaffen der Autoren und Autorinnen angeknüpft, die sich in der Weimarer Republik mit der Arbeiterbewegung solidarisierten. Eine weitere Tradition, auf die man sich berief, war die „Gruppe 61“. Diese Schriftstellervereinigung machte in ihren Texten auf die Probleme der abhängig Beschäftigten in der noch jungen Bundesrepublik aufmerksam. Der Werkkreis wollte noch einen Schritt weiter gehen und schreibenden Arbeitern eine Plattform bieten. In den folgenden Jahren trafen sich bis zu 38 Gruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vierteljährlich erschien bis 1987 eine Anthologie im Fischer Verlag, in der in unterschiedlichen literarischen Formen über die verschiedenen Erfahrungen in der Arbeitswelt berichtet wurde. Der gesellschaftskritische Anspruch der Schreibenden wurde schrittweise auf andere Themen ausgeweitet, so fand auch Literatur von Migranten hier ihr erstes Sprachrohr. Unter anderem erschienen erste Geschichten von Rafik Schami in den vom Werkkreis herausgegebenen Bänden. Die Darmstädter Gruppe bildete

sich 1976, schon drei Jahre später erschien in der Georg-Büchner-Edition Darmstadt der eigenständige Sammelband „Ade, Luisenplatz“. Der Titel spielte auf den damaligen Umbau der Stadtmitte an, das Luisencenter und andere Neubauten waren stark umstritten. 1984 löste sich die Darmstädter Werkstatt aus verschiedenen Gründen wieder auf. So erging es auch anderen Ortsgruppen, aktuell wird in neun deutschen Werkstätten das literarische Handwerk ausgeübt. Eine davon ist die Darmstädter, die im Herbst 2006 wiedergegründet wurde, initiiert von Artur Rümmler, der auch schon der ersten Generation angehörte. Aktuell diskutieren einmal im Monat bis zu acht Autoren und Autorinnen ihre Texte. Die Treffen finden an keinem festen Termin und im privaten Kreis statt,

dort wird in lockerer Atmosphäre ohne Konkurrenzdruck gearbeitet. Die besprochenen Entwürfe werden im Sinne des Verfassers und mit ihm verbessert. Dazu gehören Titelvorschläge, Feilen an Stil und Ausdruck sowie Ratschläge für größere Projekte. Den Schreibenden wird beim Erzählen geholfen, guten Erzählern beim Schreiben. Außerdem gibt es Aufnahmegeräte, mit denen das Erzählte protokolliert werden kann. Denn auch diejenigen sollen eine Stimme bekommen, die (noch) nicht literarisch schreiben können. Egal, ob melancholischer Haiku oder längere Prosa: Im Vordergrund steht immer, dass jemand etwas Interessantes zu erzählen hat. Der Alltag in Darmstadt steht im Mittelpunkt und wird nach wie vor kritisch betrachtet. Auch deswegen legt der Werkkreis Wert darauf, dass unabhängig von Parteien, Verbänden und städtischen Geldern gearbeitet wird. Zurzeit wird wieder ein Sammelband erstellt und auch neue Lesungen sind geplant. Unter http://politnetz.de/gruppen/ werkkreis sind die aktuellen Termine und Textproben veröffentlicht. (ea)


STUDENTISCH_ 19

Wenn der Student zur Biene wird Infomessen der Hochschule und der TU Darmstadt Nach dem Abitur ist vor dem Studium – und danach wartet die Arbeitswelt. Wer aber hilft beim Planen der studentischen oder beruflichen Zukunft? Dieser Aufgabe nehmen sich Anfang Mai gleich zwei Infomessen an.

Illustration: Lisa Zeissler

Das letzte Schuljahr ist nicht einfach. Zuerst die Abiturprüfungen und dann die Frage: Was mache ich danach? Bei der Beantwortung dieser Frage kann die 15. Infomesse der Hochschule Darmstadt am

Mittwoch, dem 07. Mai, unter dem vielversprechenden Motto „Du, die Biene. Wir, die Blume“ vielleicht weiterhelfen. Auf der vom „Student Service Center“ und den verschiedenen Fachbereichen organisierten Veranstaltung sollen Schulabgänger bei der Entscheidung für einen Studiengang unterstützt werden. In Vorträgen und Diskussionen wird über Inhalt, Aufbau und Anforderungen von 25 Studiengängen wie zum Beispiel Biotechnologie, Digital Media oder Energiewirtschaft informiert. Für Fragen, Gespräche und persönliche Beratung stehen außerdem Hochschullehrer und Mitarbeiter der h_da bereit. In MiniVorlesungen können die Besucher erste Studienluft schnuppern.

Um die Biene, also den zukünftigen Studenten, anzulocken, stellt die Hochschule Darmstadt nicht nur ihre vielfältigen Studienmöglichkeiten vor, sondern informiert auch über Leben und Alltag in der Wissenschaftsstadt. Probleme beim Beantragen von Bafög, auf der Suche nach einem Wohnheimplatz oder interessiert an den Angeboten des Hochschulsports? Da können die anwesenden zentralen Einrichtungen des Studentenwerks sicher weiterhelfen.

Wer sich schon für einen Studiengang entschieden hat und sich seinem Abschluss nähert, der ist auf der 20. Konaktiva vom 06. bis 08. Mai im Darmstadtium an der richtigen Stelle. Die älteste und erfolgreichste, ehrenamtlich organisierte Unternehmenskontaktmesse Deutschlands, die im letzten Jahr 13.500 Studenten anlockte, findet zum ersten Mal im neuen Wissenschafts- und Kongresszentrum statt. Das Besondere an der Konaktiva ist, dass sie von einem Team aus 32 Studenten, die sich in Ressorts aufteilen, selbst organisiert wird. Eigentlich naheliegend, denn sie kennen ja die Probleme und Hürden bei der Zukunftspla-

nung aus eigener Erfahrung. Auf der Konaktiva dreht sich, wie der Name schon sagt, alles ums Knüpfen von Kontakten und die Karriereplanung. Befindet man sich auf der Suche nach einem Praktikumsplatz oder dem Traumjob, wird man hier mit dem nötigen Handwerkszeug für Bewerbung und Vorstellungsgespräch ausgestattet. In Workshops und Vorträgen rund um Themen und Probleme des Berufseinstiegs werden Tricks und Kniffe, beispielsweise für einen überzeugenden Lebenslauf, vermittelt. Zentraler Bestandteil des Programms der Konaktiva ist die Präsentation der anwesenden Unternehmen. In zahlreichen Vorträgen stellen sich rund 200 Arbeitgeber dem studentischen Publikum vor. Aber auch die Studenten kommen zu Wort. In „Contests“ treten mehrere Unternehmen an, um ihre Vorzüge wie Einstiegsprogramme und Fortbildung vorzustellen. Fragen stellen ist ausdrücklich erwünscht. Wenn man sich ausreichend über ein Unternehmen und die Bewerbungsmodalitäten informiert hat, sind die von der Konaktiva angebotenen Einzelgespräche eine Möglichkeit, um mit dem vielleicht zukünftigen Arbeitgeber in Kontakt zu treten und einen guten Eindruck zu hinterlassen. (ks) www.infomesse.de www.konaktiva.tu-darmstadt.de


20_STÄDTISCH

„Stock aus dem Arsch“ Eröffnungsszene: Darmstadt ist seit 1. April Bühne für die Studentenkomödie „13 Semester“. Vor ein paar Tagen rief mich Sofie Scherz an, die Produktionsleiterin des Kinostreifens, der Anfang 2009 erscheinen wird. Ob ich am Freitagabend Zeit hätte, den Jugendherbergsgast zu spielen, der die beiden Erstsemester und Stadtneulinge Momo und Dirk etwas barsch zur Nachtruhe auffordert – quasi eine Edelkomparsenrolle mit Text. Na klar, sagte ich, und dachte mir, Freitagabend nach der Arbeit ans Set, meinen Satz sprechen, mit ein paar Leuten quatschen, Filmluft schnuppern und dann ein Bier trinken gehen. Cut. „Wir machen jetzt Mittagspause“, ertönt um kurz nach 21 Uhr eine Anweisung durch das Funkgerät von Jacek, dem ersten Aufnahmeleiter. Ich bin gerade am Drehort in der Gundolfstraße im Woogsviertel eingetroffen. Erst hat man mich in die Jägertorstraße geschickt, aber dort wird später nur der Außenschuss gedreht. „Die Drehgenehmigung für Innen wurde dort kurzum zurückgezogen“, weiß Gina. Die Mainzerin ist Produktionspraktikantin und erzählt mir beim Essen im Zelt, dass sie keine Lust mehr auf ihren Bürojob im F.A.Z.Institut hatte. „Ich muss jetzt ins Motiv“, was so viel heißt wie: Gina geht ins mehrstöckige und von außen hell angestrahlte Haus in der Gundolfstraße 25, an dessen Klingelschildern zwar mehrfach der Familienname Wenzel steht, das aber für die nächsten Wochen die WG von Momo und Dirk sein wird. Cut. Inzwischen ist das Zelt gerammelt voll. Die etwa 40-köpfige Crew ist

gut gelaunt und freut sich übers Catering: Königsberger Klopse, Eier mit Senfsauce, Salat und Schokopudding. Sogar eine kleine Espressomaschine steht bereit. Ich schnacke mit Andrew, dem Regieassistenten, der gerne hätte, dass ich meiner Textpassage etwas Lokalkolorit verpasse, in etwa „Fresse halde un Lischt ausmache!“ Cut.

ter ist „Fahrer“, seitdem er bei den Dreharbeiten am Schloss Jacek angesprochen hat, ob es noch Jobs gibt. „Ich bin heute schon zweimal nach Frankfurt gefahren, um Lichtkram und Technik zu holen.“ Elch bewegt einen der circa 15 Kleinbusse, die von Technik über Garderobe bis zum Catering all das transportieren, was man braucht, um Kino zu machen. Cut.

Ich versuche immer mal wieder herauszufinden, wann ich dran bin. Diese scheinbar einfache Frage trifft alle, die ich damit nerve, eiskalt – als ob ich nach der Anzahl der Sonnenstunden in Grönland im Jahresmittel fragen würde. Cut.

Ich stehe im Hauseingang mit Kostümbildnerin Sabine und ihrer Assistentin Ilka. Beide sind aus Hamburg. Wir finden heraus, dass auch Ilka mich vor ein paar Tagen angerufen hat. „Nicht zu grell, nicht zu knallig, nichts Gestreiftes, gedeckte Farben. Und eine Jogginghose, T-Shirt und Schlappen mitbringen“, lautete ihr Telefon-Briefing zu meinen Klamotten. Ich frage Sabine nach ihrem größten Dreh und sie schwärmt von James Bond – der, „der in Hamburg gespielt hat“. Der Titel fällt ihr nicht mehr ein, dafür aber Pierce Brosnan, der immer direkt vors Set gefahren wurde. „Der hatte vier Doubles und für Kletter- und Fahrszenen gab es unterschiedliche Regisseure.“ Außerdem war sie im Hotel „Vier Jahreszeiten“ supernobel untergebracht. Ganz so nobel sei es im Darmstädter „Prinz Heinrich“ nicht. Sabine muss aber sowieso noch heute Nacht nach Berlin aufbrechen. Mit dem Auto wohlgemerkt, denn „fliegen tun hier nur die Schauspieler“. Nach dem An-Dreh der Bettszene will sie sich auf den Weg machen. Am Set ist sie seit heute Mittag. Cut.

Mittlerweile ist es 22 Uhr. Ich stehe abwartend, interessiert und gelangweilt zugleich im Regen. Da taucht Elch auf. Der 25-jährige Darmstäd-

Es ist mittlerweile halb eins. Ich steh’ im ersten Stock in einem Zimmer mit zwei Hochbetten und einem Spind – ein wahrer Jugend-

Neben mir sitzt „Dirk“, gespielt von Robert Gwisdek, der seinen Filmfreund „Momo“ und Schauspielkollegen Max Riemelt (aktuell zu sehen in „Die Welle“) aufzieht: „Max isst lieber in seinem Wagen, nicht hier zusammen mit dem Fußvolk.“ Die beiden haben schon gemeinsam in „Lauf um Dein Leben“ vor der Kamera gestanden. Cut.

Illustration: Lisa Zeissler

Als Edelkomparse am Filmset von „13 Semester“


STÄDTISCH_ 21

Fotos: Claussen+Wöbke+Putz Filmproduktion

herbergsklassiker. Steffi bezieht die Betten. Sie kümmert sich vor und nach dem Dreh um die Requisite. In der Filmsprache nennt man das Außenrequisite. „Die Betten mussten gekauft und von unseren Bühnenbildnern zusammengeschraubt und gestrichen werden“, verrät sie mir, während ich in Jogginghose und T-Shirt samt Puschen auf meinen Einsatz warte. Ein Stockwerk

weiter oben wird gerade noch eine Szene mit Momo und Dirk geschossen, in der beide mit ihren „Guitar Hero“-Klampfen vor der Playstation posen. „Stock aus dem Arsch“, ruft Dirk Momo zu. Cut. Endlich. Momo und Dirk liegen unten, ich oben. Zumindest steht es so im Drehbuch. Während ich mir überlege, wie ich meinen Satz zum Besten gebe, stolpert Aufnahmeleiter Ingo rein. „Wir hängen tierisch

hinten dran. Für den Außenschuss der Jugendherberge müssen wir heute noch das Gebäude in der Jägertorstraße 181 filmen. Die Jägertorstraße ist allerdings nur heute bis 03.30 Uhr für uns gesperrt. Das Haus hier haben wir auch noch nächste Woche.“ Cut. Binnen weniger Minuten spricht sich herum, was Ingo schon angedeutet hat: Abbruch und Aufbruch. Die Bettszene wird nachgeholt. Die Filmcrew beginnt sich und die Hardware in Richtung Jägertorstraße zu bewegen. Während ich mich wieder umziehe, kommt Regisseur Frieder Wittich zu mir und entschuldigt sich: „Ich habe echt ein schlechtes Gewissen.“ Trotz des Timing-Problems ist er sehr happy. „Man ist immer nur so gut wie seine Leute. Man will Herz reinstecken und da und dort mal noch was ausleuchten. Und dann stehen da 40 Leute, die einen angucken und warten.“ Ich frage ihn, wann er weiß, dass eine Szene im Kasten ist. „Man weiß, wann es gut ist. Wir gucken uns dann tief in die Augen.“ Dann philosophiert er noch ein wenig über das Filmemachen und wie es ist mit Ideen, die reifen müssen und Zeit brauchen, damit sie richtig gut werden, und an deren Umsetzung viele Menschen beteiligt sind.

Er kenne das von seinem Vater, der ist Architekt. Bei einem Artikel sei es ja auch nicht anders. Idee, Entwurf, Umsetzung und immer mal wieder ein Glas Rotwein zwischendurch, um zu erkennen, ob er schon richtig gut ist. In vino veritas! Cut. 01.30 Uhr. Ich schreite trotz unvollendeter Dinge gut gelaunt zu meinem Auto, feile gedanklich an meiner Reportage und freue mich auf ein längst überfälliges Bier. Draußen begegnet mir noch mal Elch, eingepackt in einen übergroßen Anorak mit Fellkapuze und Funkgerät, abfahrbereit für die Jägertorstraße. Gut, wenn man zwei Kleinbusse voller Klamotten dabei hat. Es ist kalt und regnet in Strömen. Produktionsfahrerin Antje aus Wiesbaden rollt die fünfzig Meter Kabel wieder ein, die sie zuvor ausgerollt hat, „danach muss ich eine rauchen gehen“. Cut. Film ist ein knallharter Job. Ein Handwerk. Improvisation. Eine logistische Meisterleistung. Warterei mit netten und interessanten Menschen. Und vor allem Hingabe und Faszination für etwas, da erst auf der Leinwand seinen Zauber entfaltet. Abspann. (lk) www.13semester.de ANZEIGE


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Public Bratmaxeling Öffentliche Grillplätze in Darmstadt Wenn sich stolze Männer in Schürzen werfen und trotz Halbglatze zum Fön greifen, dann ist nicht etwa der Wahnsinn ausgebrochen, sondern die Grillsaison. Bevor es jetzt gleich ans Eingemachte geht, erstmal ein bisschen Historie: Grillen ist die älteste uns bekannte Garmethode. Die ersten Feuerstellen mit Knochen wurden in der Nähe von Peking gefunden – und diese Grillparty fand vor über 400.000 Jahren statt. Unsere Vorfahren spießten die Fleischstücke auf Ruten und hielten sie über die Glut. Oder sie erhitzten Steine so stark, dass sie das erlegte Wild darauf garen konnten. Später erfand der Mensch den Rost, den er über die Glut legte. Aus der Art der Zubereitung ergab sich schließlich auch der Name dafür: „Grill“ kommt aus dem Englischen und heißt „Rost“.

Illustrationen: Lisa Zeissler

Na, schon am Sabbern? Dann entweder raus in den heimischen Garten – oder ab an einen der zahlreichen öffentlichen Grillplätze in Darmstadt. Das P stellt die beliebtesten Grillplätze der Redaktion vor. (pd)

BENUTZUNG

AUSSTATTUNG

NAME

ORT

Grillplatz am Ostufer des Steinbrücker Teichs

Kostenlos, ohne Grillstelle mit großer Anmeldung Wiese, tolle Umgebung. Hier findet sich im Sommer immer irgendwer, der gerne sein Würstchen teilt.

Grillhütte der TG 1875 Darmstadt

Auf einem Sportplatz im nordöstlichen Teil Darmstadts; viel Grün; Stadionatmosphäre

Offen für jedermann, Termine müssen allerdings lange im Voraus vereinbart werden.

Feste Hütte; Geschirr für circa 60 Personen, Außenbereich mit zehn Biertischgarnituren. Zelt für weitere 40 bis 120 Personen vorhanden.

Grillhütte im Bürgerpark Nord

Im Grünen zwischen Nordbad, Leichtathletik-Stadion und Eissporthalle liegt die Grillhütte des Bezirksvereins Martinsviertel

Termine sollte man hier ebenfalls lange im Voraus buchen. Miete 120 Euro Kaution 50 Euro

Feste Hütte/großes Haus; Außengrill, Geschirr für circa 50 bis 60 Personen.

Grillplatz auf der Oberförsterwiese

Natur pur, idyllisch auf einer Lichtung im Wald gelegen

Anmeldung erforderlich. Miete 25 Euro Kaution 50 Euro

Seitlich offene, überdachte Grillhütte; Holzkohlengrill, Tische und Bänke, mit großem Spielplatz.

Grillstation hinterm Etwas versteckt „Stadion-Hüttchen” gelegenes Blockhaus im Wald des Hochschulstadions

Anmeldung erforderlich. Miete 50 Euro Für Studenten 40 Euro Endreinigung 25 Euro Kaution 100 Euro

Großzügig überdachter, riesiger BacksteinGrill; Geschirr ist im Mietpreis enthalten, Partys mit bis zu 200 Leuten möglich.

Grill im Weststadtcafé

„Come & grill” an Bahngleis 378; nicht nur für Szenegriller, auch für Familien mit Kindern. Einfach Grillgut (und Beilagen) mitbringen, einen heißen Grill und kühle Getränke gibt es vor Ort.

Kostenlos. Bei größeren Gruppen ab zehn Personen bitte telefonisch anmelden.

Stabiler, gemauerter Grill; Holzkohle vorhanden, (wenn man zu früh kommt) Do-ItYourself-Anzündung der Feuerstelle Grillmeister-Ehrensache!

Hinweis:

Die (ebenfalls begutachtete) „Grill- und Feuerstelle” am Aktivspielplatz im Herrngarten ist laut Auskunft der Stadt „nur eine Lagerfeuerstelle”...

Offene Grillstellen


KULINARISCH_ 23

Grill-ABC

A wie Alibi-Grillen: Bezeichnung für den Grillvorgang auf einem Elektrogrill im heimischen Esszimmer. B wie Barbecue: Schon im 17. Jahrhundert rösteten TrapperPioniere ganze Bisons „Barbe-àqueue“, übersetzt: vom Bart bis zum Schwanz. Daraus entwickelte sich der Begriff „Barbecue“ (kurz: BBQ). C wie Chili: Scharfes Gewürz, welches gerne beim Grillen Verwendung findet, auch wenn der häufigste Ein-

ANFAHRT

INFOS

Auf der Dieburger Straße stadtauswärts, das Naherholungsgebiet „Steinbrücker Teich“ liegt nach etwa einem Kilometer auf der rechten Seite im Wald. Der Grillplatz befindet sich „auf der anderen Seite“ des Teichs (gegenüber der Bootsanlegestelle).

Im Internet unter www.freizeitpark-darmstadt.de

Vom Rhönring aus auf die Kranichsteiner Straße, abbiegen in Richting Messel/ Oetinger Villa, rund 500 Meter nach der Villa geht’s auf der rechten Seite auf den Parkplatz vor der Grillhütte TG 1875 Darmstadt (Am Ziegelbusch).

Manfred Dudt Telefon 0171 – 6704815 www.tg75.de

Kranichsteiner Straße, an der Oetinger Villa (und am Grillplatz TG 1875) vorbei, links Richtung „Bayerischer Biergarten” abbiegen, am Ende der Kastanienallee auf der rechten Seite (Haus Nummer 17).

Karl-Heinz Glassl Telefon 06151 - 3927429 oder 0177 - 4 6333 57 www.bezirksvereinmartinsviertel.de

Am Böllenfalltor-Stadion vorbei der Nieder-Ramstädter Straße stadtauswärts folgen, an der zweiten Ampel links in den Böllenfalltorweg einbiegen. Die nächste Möglichkeit gleich wieder rechts, Richtung „Ristorante Vittorio”, bis zum Spielplatz/Parkplatz im Wald.

Herr Fischer Forsthaus Böllenfalltor Telefon 06151 - 48288 oder 0174 - 3101811

Nieder-Ramstädter Straße stadtauswärts fahren, an der Ampel gegenüber der Haltestelle Böllenfalltor (Wagenhalle, nicht Stadion!) links in den Böllenfalltorweg abbiegen. Der Straße folgen, bis die Architektur-Gebäude an der TU Lichtwiese in Sichtweite sind, links auf den Parkplatz am Hintereingang des Hochschulstadions abbiegen. Parken, in den Wald reinlaufen (nur Mut!).

Unisportzentrum der TU Darmstadt Telefon 06151 - 162418 www.usz.tu-darmstadt.de

Pallaswiesenstraße stadtauswärts (in Richtung Weiterstadt) fahren, fahren, fahren; kurz nach der Waschanlage „Top Wash” links in die Mainzer Straße abbiegen, nach 200 Metern liegt rechter Hand das Weststadtcafé.

Boris Cartarius Weststadtcafé Telefon 06151 - 824730 www.weststadtcafe.de

satz sicherlich die Veredelung eines Döner Kebab bleibt („Scharf“). D wie Durst: Meldet sich alleine schon beim Gedanken ans Grillen. Zur Bekämpfung eignet sich Bier besonders gut. E wie Elektrogrill: So männlich wie das Kurbeln beim Tischfußball. Aber ähnlich effektiv. F wie Fisch: Eine echte Herausforderung für jeden Grill-Master. Außen knusprig, innen zart – so soll er sein! Tipps: Haut einritzen, damit der Fisch gleichmäßig durchgart, und innen mit Kräutern füllen, damit das Fleisch saftig und aromatisch wird.

G wie Grillzange: Wunderbare Erfindung zum Wenden des Grillguts. Statussymbol, das dem Grillmeister die Kontrolle über den Arbeitsbereich verleiht und gierige Hände fern hält. H wie Holzkohle: Die Mutter aller Brennstoffe für die authentische Glut eines jeden Nicht-Alibigrillers. Die richtige Dosierung und Anfeuerung ist eine Wissenschaft für sich. I wie Insekten: In der Natur vorkommende, fliegende KleinstLebewesen, die uneingeladen (und oft auch stechender Weise) auf Grillpartys erscheinen. J wie Jahreszeit: Für den passionierten Grillfan eher nebensächlich. Gleiches Motto wie beim Sportler: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung!“ K wie Köfte à la Sinan: Leckerste türkische Frikadellen für 5 Personen: 1 kg Rinder- (90%) mit Lammhackfleisch (10%) zweimal (!) durch den Fleischwolf drehen lassen. Bei der zweiten Drehung drei Knoblauchzehen und drei mittelgroße Zwiebeln mit durch den Fleischwolf („Yildirim” am Pali-Parkplatz macht das!). Zuhause ein Eigelb und drei Scheiben altes, in Wasser eingeweichtes,


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dann ausgedrücktes Weißbrot (ohne Kruste!) dazu mengen. Prise Salz, Pfeffer und Köfte-Gewürz (gibt’s beim Türken Deines Vertrauens!) einstreuen. Ein paar Blätter Petersilie klein hacken, hinzufügen. Diese Masse laaaange und guuuut durchkneten, ja fast schon massieren. Golfballgroße Fleischklöße formen, platt drücken – und ab damit auf den Grill! Afiyet olsun (guten Appetit)! L wie Lampion: Der Gipfel der Gemütlichkeit im privaten Biergarten. Das Auge isst schließlich auch nach 22.00 Uhr mit! M wie Maiskolben: Mit Butterflocken und Salz bestreut ein echter (vegetarischer) Grill-Klassiker. N wie Nieren-Spieße: Sorgen oftmals für kontroverse Diskussionen an der Feuerstelle („Igitt, Innereien!“). Richtig mariniert und vorher zwei Stunden in Buttermilch eingelegt aber ein wahrer Gaumenschmaus! O wie Opa: Hat von „A bis Z“ viel Erfahrung, weiß und kann daher alles besser. Das kann nützlich sein – aber auch nervig. P wie P: Bitte nicht zum Grillanzünden verwenden! Q wie Quarzsand: Eignet sich nach abgeschlossener Grillung zum Ablöschen der Glut, bevor sich ein betrunkener Partygast in eben dieser verletzt/entzündet. ANZEIGE

R wie Rauch: Bleibt nicht aus. Bei unsachgemäßem Gebrauch der Holzkohle und ungünstigem Wind können Nachbarn so begeistert wie bei einer angeblichen Lärmbelästigung reagieren.

S wie Steak: In verschiedenen Arten beim Metzger erhältlich. Generelle Unterscheidung zwischen Rinder- und Schweinesteak, wobei bei Ersterem meist der natürliche Geschmack im Vordergrund steht, während bei Letzterem versucht wird, diesen durch verschiedenste Marinaden zu übertünchen. T wie Türkisches Rohr: Damit gibt es turboschnell eine Höllenglut! Das Aluminiumrohr mit Henkel (für wenige Cents erhältlich auf dem Markt in Istanbul, oder für viele Euros in Darmstädter Baumärkten) auf die Holzkohle stellen, kleines Feuer entzünden – und der Kamin-Effekt erledigt den Rest. U wie Uruguay: Der Weltrekord in der Hauptstadt Montevideo in Zahlen: 12 Tonnen Rindfleisch, 1.500 Quadratmeter Grill, 1.250 Grillmeister, 600 Helfer, 20.000 Esser. Try this at home!

V wie Vegetarier: Noch vor einigen Jahren der natürliche Feind des Fleisch-Grillers, inzwischen gegenseitige Akzeptanz. Der Griller sollte dem Vegetarier direkt eine garantiert fleischfreie Ecke auf dem Grillrost zuweisen. Sonst drohen Grundsatzdiskussionen. W wie Würstchen: Neben dem Steak wohl das gängigste Grillgut, egal ob leicht gebogen, als Schnecke oder mit Käse gefüllt. X wie X-Bone-Steak: Die Erweiterung der beliebten T-Variante, garantiert der Trend dieses Sommers! Y wie YPS-Heft: Stinkt und qualmt sicherlich furchtbar, wenn man versucht, damit den Grill anzumachen (und vorher das Gimmick nicht herausgenommen hat). Z wie Zaungäste: Meist Nachbarn mit neidvollem Blick. Wirst Du mit Sicherheit bei Deiner nächsten Grillparty begrüßen können, wenn Du Dich an dieses Grill-ABC hältst! (pd+hs+ea+ct+pb)


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KALENDER MAI 2008 DONNERSTAG, 01.05.2008 Live: The Chuck Norris Experiment + Support: Tornado Stoolgang Live - Frühschoppen mit Paddy Goes To Holyhead Heinrich Pachl & Ingo Börchers: Kabarett zum Tag der Arbeit Clubvibes mit DJ Tini + Chris Dis Total (para-) normal? - Das Übersinnliche in den Medien Die Mystery-Show (Merkwürdige Phänomene) Live-Rock: Blash (Ffm) + Cubiq (Da) Oliver Garcia (Brickhouse Records) Musikerstammtisch: Live Musik Basement Grooves: Kiki Pattenleger & Friend Flatzen5 - mit Roland Casper, maGe u.a. Roboplot Jam 1. Mai Feier mit Da City Dub Dudes Kickerturnier KroneDyP Karaoke Mainstream Attack - Rock & Pop mit DJ Daniel IndieClub mit DJ Kai Metalnight

21:00 h 11:30 h 20:00 h 22:00 h 14:00 h 20:15 h 21:00 h 20:00 h 22:00 h 22:00 h 15:00 h 11:00 h 20:00 h 20:30 h 21:00 h 22:00 h 18:00 h

Goldene Krone (Disco) > Biergarten, Dieburg Centralstation (Saal) Roof Club Justus-Liebig-Haus Justus-Liebig-Haus Bruchtal Stella Dining Down Restaurant Schlosskeller Orange Club Liebigstraße 46 Roßdörfer Biergarten Goldene Krone (Kneipe) An Sibin Steinbruch-Theater, Mühltal Goldene Krone (Disco) House of Blues

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FREITAG, 02.05.2008 Charlotte Roche: Feuchtgebiete Into the lion’s Den: High Power Station (Görlitz) Charlotte Roche: Feuchtgebiete Video Killed The Radio Star - Videolounge mit VJ Nick Powers DJ Axl Baum + DJ Maze (Kingz of Beat, Kassel) Konzert: Chinchilla Star (Nu-Jazz & Funk, Giessen) House Affairs mit Tim Grey (Rough Diamonds/Ffm, Capitol/Bingen) Friday Night Fever & Frauen Power Party Konzert: The Legendary Pink Dots (NL) Konzert: Open Doors (Tribute to The Doors) Club 27 (Ü27 Party) Ü-30 Party Dannys Rockin’ Rocky Bar Hard and Heavy Night

20:00 h 22:00 h 23:00 h 21:00 h

22:00 h 21:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h

> Seite 04 Centralstation (Saal) Bessunger Knabenschule (Keller) Centralstation (Saal) > Seite 04 Centralstation (Lounge) Stella Schlosskeller Cielo Biergarten, Dieburg > Seite 04 Oetinger Villa An Sibin > Orange Club Huckebein Goldene Krone (Rocky Bar) Bruchtal

SAMSTAG, 03.05.2008 Konzert: Scheisse Minnelli + Rejected + Puke it Out + Reproach Omar Sosa Afreecanos Trio Raggadirk’s Birthday Bash 2008 Let There Be House: David Puentez 13 Darmstädter Dichter (Poetry Slam) Mellow Weekend: 30 und mehr mit DJ Erik Trinkaus DJ Funkstar (Anna) Tanzsalon Ü30 mit DJ Capo Ghettoblaster mit NYC’s finest Best of Different Styles: DJ Daniel da Silva Konzert: Pascow + Mr. Burns + Brandspur Konzert: Edison (Alternative Indie Rock) Saturday´s Finest - All Time Greatest Gothic Night mit DJane Maike und DJ Morgoth NewRock-Indie-Emo-Punk-Alternative mit DJ Kai

21:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h 20:00 h 21:00 h 21:30 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h

Goldene Krone (Disco) Centralstation (Saal) Roßdörfer Biergarten Orange Club 218qm Centralstation (Halle) Stella Linie Neun, Griesheim Schlosskeller Cielo Oetinger Villa An Sibin Huckebein Bruchtal Goldene Krone (Disco)


26_ÜBERSICHTLICH

KALENDER MAI 2008 SONNTAG, 04.05.2008 Songs from the Sofa - Vinyl: Procacci (Funk, Jazz, Reggae) Schwulen & Lesben Party Tischkicker Night

20:00 h

Bar Cluster Schlosskeller Bruchtal

21:00 h 20:00 h 21:00 h

An Sibin Linie Neun, Griesheim Steinbruch-Theater, Mühltal

18:00 h 21:00 h 22:00 h 20:30 h 21:00 h

218qm 327qm Schlosskeller An Sibin Goldene Krone (Kneipe) Cielo

21:00 h

Schlosskeller An Sibin Bruchtal

>

MONTAG, 05.05.2008 Newcomer Night: Moonbird + Support Sound Cocktail Rock & Oldie-Night

DIENSTAG, 06.05.2008 Erasmus - Europäisches Dorf Kneipenabend - Vinyl: Christian Beetz (spécial pour disco-fwcrtl) Der Dienstag - Rockin’ Pop Night mit DJ Franz Quiz Night Jam Session / Offene Bühne Students Tuesday

MITTWOCH, 07.05.2008 Rock and Blues Session Open Mic Night Rock Ü30-Party mit DJane Zicke

DONNERSTAG, 08.05.2008 Alec Empire: The Golden Foretaste Of Heaven-Tour Sportlerparty Groove Rebels (Envy My Music) Musikerstammtisch: Live Musik mit Wence Rupert & Band Basement Grooves: Flixx Literarischer Abend mit Svenja Leiber You want it - You got it: Oldschool, Ebm, Classics mit DJ Axel Kickerturnier KroneDyP Karaoke Mainstream Attack - Rock & Pop mit DJ Daniel IndieClub mit DJ Kai Metalnight

21:00 h 21:00 h 20:00 h 22:00 h 20:00 h 21:00 h 20:00 h 20:30 h 21:00 h 22:00 h 18:00 h

Centralstation (Halle) Hüttchen Stella > Dining Down Restaurant Schlosskeller Keller-Klub im Schloss Biergarten, Dieburg Goldene Krone (Kneipe) An Sibin Steinbruch-Theater, Mühltal Goldene Krone (Disco) House of Blues

> Seite 04

FREITAG, 09.05.2008 huette-Party mit DJ Kemal und DJ Timon Homelistening mit Charalampos 80er-New Wave Live: Digital Leather (USA) + Rats On Rafts (NL) Lesung: Franz Dobler liest „Aufräumen” ElektroLounge mit Chlor, Kolter und Cessenaro Ralf Gum Uniting Music Album Release Tour 3 Dichternacht House Affairs: Ladies Pleasure Night mit DJ Locomania Wilson de Oliveira Trio: The Art of the Trio

20:00 h 21:00 h 21:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 20:00 h

> Seite 05 Jugendhaus huette Weststadtcafé Bessunger Knabenschule (Keller) 218qm Centralstation (Lounge) Stella Schlosskeller Cielo Jagdhofkeller


ÜBERSICHTLICH_ 27

KALENDER MAI 2008 FREITAG, 09.05.2008 Konzert: Vienna Heat (Rock, Folkrock, Pop) Club 27 (Ü27 Party) Ü-30 Party Dannys Rockin’ Rocky Bar Hard and Heavy Night

21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h

An Sibin Orange Club Huckebein Goldene Krone (Rocky Bar) Bruchtal

21:00 h 11:00 h 19:00 h 22:00 h 23:00 h 21:00 h

> Seite 05 Goldene Krone (Saal) Gaststätte Stadt Budapest Weststadtcafé > Orange Club 327qm Centralstation (Halle) Stella Schlosskeller Cielo An Sibin Huckebein Bruchtal Goldene Krone (Disco)

SAMSTAG, 10.05.2008 Hardcore-Konzert: To Kill + 47 Million Dollars + Closing Down Starport Darmstadt 2008 - Phantastische Welten In Memorian: Bob Marley Let There Be House: Noel Sinner Klub: Playhouse vs. Spectral Labelnacht (feat. Losoul vs. Daso) Mellow Weekend: Rock & Pop only mit DJ Flat Revo DJ Gil Punk, Indie & Radau mit DJ Robert & Carsten Caleu Best of different Styles mit Daniel Ander Konzert: Matthew James White (Singer-/Songwriter, NZ) Saturday´s Finest - All Time Greatest Gothic Night mit DJane Maike und DJ Morgoth NewRock-Indie-Emo-Punk-Alternative mit DJ Kai

21:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h

SONNTAG, 11.05.2008 Klangosmose Party Sundae Soul mit Atze Knauf & Thorsten Scheu Kikeriki-Theater zugunsten des SV 98: Siegfrieds Nibelungenentzündung Vocal House Club mit A. Lee Frühlingsgefühle mit DJ Shamir Liberg Schwulen & Lesben Party Tischkicker Night

22:00 h

20:00 h

Single-Tanztreff Ober-Ramstadt Weststadtcafé > Seite 05 Darmstadtium Centralstation (Halle) Cielo Schlosskeller > Bruchtal

21:00 h 20:00 h 21:00 h

Mathildenhöhe, Platanenhain An Sibin Linie Neun, Griesheim Steinbruch-Theater, Mühltal

19:30 h 22:00 h 22:00 h

MONTAG, 12.05.2008 Jazzpicknick mit ‘En Haufe Leit’ + Freunden Newcomer Night: Alles Franziska Sound Cocktail Rock & Oldie-Night

DIENSTAG, 13.05.2008 Tapejam - indierock/tronic freakout Soli-Abend für die Lilien: Dick & Doof Filme Kneipenabend - Vinyl: DJ Huckspin (Mannheim/ Addictz) Quiz Night Jam Session / Offene Bühne Students Tuesday

22:00 h 19:00 h 21:00 h 20:30 h 21:00 h

Schlosskeller Fanprojekt Darmstadt 327qm An Sibin Goldene Krone (Kneipe) Cielo

21:00 h

218qm

MITTWOCH, 14.05.2008 Jam Session: Exchange

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28_ÜBERSICHTLICH

KALENDER MAI 2008 MITTWOCH, 14.05.2008 Junge Deutsche Lyrik: Christian Schloyer und Mara Genschel Blue Night - Semesterparty Open Mic Night Rock Ü30-Party mit DJane Zicke

20:00 h 21:00 h 21:00 h

Literaturhaus Darmstadt Nassovia, Alexanderstr.27 An Sibin Bruchtal

DONNERSTAG, 15.05.2008 Heinz Rudolf Kunze & Purple Schulz: Gemeinsame Sache Live: Bloodshot Bill (CA) + Margaret Doll Rod (USA) DJ Al-x (Monza) Musikerstammtisch: Live Musik mit Schlagsaite Tequila Party Basement Grooves: Boris Szech Kickerturnier KroneDyP Karaoke Mainstream Attack - Rock & Pop mit DJ Daniel IndieClub mit DJ Kai Metalnight

20:30 h 21:00 h 20:00 h 20:00 h 22:00 h 20:00 h 20:30 h 21:00 h 22:00 h 18:00 h

Centralstation (Halle) Bessunger Knabenschule (Keller) Stella Dining Down Restaurant Glaskasten, H_Da > Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) An Sibin Steinbruch-Theater, Mühltal Goldene Krone (Disco) House of Blues

FREITAG, 16.05.2008 Basta: Wir sind wie wir sind - Tour 2008 (A-cappella-Pop) Bucovina Club mit DJ Shantel: Disko Partizani Konzert: Sonic Boom (London, UK) + DJ’s Open Your Mind - Party Latin Dance Night (Salsa & Merengue) Schrill & Laut (Schwulen & Lesben Party) Konzert: The Tigers of Love House Affairs mit DJ Locomania Ben Sands (Sänger, Songwriter, Musiker, Geschichtenerzähler) Live: Kojak (Rock, Alternative, Grunge) Club 27 (Ü27 Party) Ü-30 Party Dannys Rockin’ Rocky Bar Hard and Heavy Night

19:30 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 20:30 h 22:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h

Centralstation (Saal) Centralstation (Halle) 218qm Stella Linie Neun, Griesheim Schlosskeller Jazzinstitut Cielo Jagdhofkeller An Sibin Orange Club Huckebein Goldene Krone (Rocky Bar) Bruchtal

> Seite 06

SAMSTAG, 17.05.2008 Max Raabe & Palast Orchester Let There Be House: Finger & Kadel Here comes the Samba - DJ Felipe dB (Rio de Janeiro) Mellow Weekend: all time classics mit DJ Peter Gräber Mike de la Cruz Diskothek: Verschwende Deine Jugend V. (80er, New Wave etc.) Depeche Mode Party Best of different Styles mit DJ Simon Fava Karaoke Saturday Night Special Saturday’s Finest - All Time Greatest Gothic Night mit DJane Maike und DJ Morgoth NewRock-Indie-Emo-Punk-Alternative mit DJ Kai

20:00 h 22:00 h 23:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h

Darmstadtium > Orange Club 327qm Centralstation (Halle) Stella Schlosskeller Linie Neun, Griesheim Cielo An Sibin Huckebein Bruchtal Goldene Krone (Disco)

SONNTAG, 18.05.2008 Schwulen & Lesben Party

Schlosskeller

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ÜBERSICHTLICH_ 29

KALENDER MAI 2008 SONNTAG, 18.05.2008 Theater: Die Atriden Von Aischylos Tischkicker Night

11:00 h 20:00 h

Rex Kino Bruchtal

20:00 h 22:00 h 21:00 h 20:00 h 21:00 h

Centralstation (Halle) Schlosskeller An Sibin Linie Neun, Griesheim Steinbruch-Theater, Mühltal

21:00 h 21:00 h 22:00 h 20:30 h

Centralstation (Halle) > 327qm Schlosskeller An Sibin Goldene Krone (Kneipe) Cielo

> Seite 06

MONTAG, 19.05.2008 Darmstädter Architektursommer 2008: Pecha Kucha Night Manic Monday Erasms Party Newcomer Night: Humble Lion Band (Reggae & World Music) Sound Cocktail Rock & Oldie-Night

DIENSTAG, 20.05.2008 Lee „Scratch” Perry: Panic In Babylon - Tour 2008 Kneipenabend - Vinyl: DJ Sonix (Deephouse) Der Dienstag - AdorablePop Night mit DJ Tobi Quiz Night Jam Session / Offene Bühne Students Tuesday

21:00 h

MITTWOCH, 21.05.2008 Salsa Verde (live) + DJ Sukker (Salsa-Disco) N.E.M. Festival IV mit Cheeno + Always Damaged + Bushfire u.a. I love Superstar - Dabruck & Klein Klub: Modeselektor (live) + DJ Pee Mastah Poo Forum International: Elina Duni ‘Baresha’ Indie-Alternative Disco mit DJ Kai HipHop Explosion Deluxe feat. Smooth B. Konzert: Fiddlers Green (Irish Speedfolk) Konzert: Thought Assault + Pestpocken + Versus + Attentat Open Mic Night Rock Ü30-Party mit DJane Zicke

21:00 h 19:00 h 22:00 h 22:00 h 20:30 h 21:00 h 22:00 h 20:00 h 20:00 h 21:00 h

Centralstation (Halle) Steinbruch-Theater, Mühltal Orange Club 603qm Jazzinstitut Goldene Krone (Disco) Cielo Biergarten, Dieburg Oetinger Villa An Sibin Bruchtal

20:00 h 22:00 h 20:00 h 20:30 h 21:00 h 22:00 h 18:00 h

Stella Dining Down Restaurant Schlosskeller Goldene Krone (Kneipe) An Sibin Steinbruch-Theater, Mühltal Goldene Krone (Disco) House of Blues

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DONNERSTAG, 22.05.2008 DJ George Perry Musikerstammtisch: Live Musik mit Sebastian Lohse Basement Grooves: DJ Sonix Kickerturnier KroneDyP Karaoke Mainstream Attack - Rock & Pop mit DJ Daniel IndieClub mit DJ Kai Metalnight

FREITAG, 23.05.2008 The Suicide Kings (CD-Release Party) + Support: Quadrocks + DJs SingSongAlong Contest Vol. 2 BingoNacht mit DJ Kemal Electrowurst mit DJ Pdr + DJ Sluka Girls Club - Party Hip Hop meets Funk - Konzert: Jona:S TechHouse & Minimal Night mit Trinit

20:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h

Bessunger Knabenschule (Keller) 218qm Centralstation (Halle) Stella > Linie Neun, Griesheim Schlosskeller Cielo


30_ÜBERSICHTLICH

KALENDER MAI 2008 FREITAG, 23.05.2008 Robert Cotton & Band (Rhytm ‘n’ Blues) Club 27 (Ü27 Party) Ü-30 Party Dannys Rockin’ Rocky Bar Hard and Heavy Night

21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h

An Sibin Orange Club Huckebein Goldene Krone (Rocky Bar) Bruchtal

21:00 h 14:00 h

Goldene Krone (Disco) Heegberghalle, Erzhausen Weststadtcafé Orange Club 603qm Centralstation (Halle) Stella Schlosskeller Cielo Oetinger Villa Jagdhofkeller An Sibin Huckebein Bruchtal Goldene Krone (Disco)

SAMSTAG, 24.05.2008 Konzert: V8Wankers + The Quadrocks Live und Laut Rockfest 2008 Uppercut presents: Reggae Allstar Yard & Jamaican Food Let There Be House: Dilution Two Kurzfilmnacht Mellow Weekend: Back to the 90s mit den DJs Kemal & Peter Gräber Andreas Thiessen (Pleasure Bar) Pussy Jungle - Drum’n’Bass Party Best of different Styles mit DJane Simoné Konzert: Six Reasons to Kill + No Recess + One on One + Second Aid Woodhouse Jazz Konzert: Radioroad West (Rock, Alternative) Saturday’s Finest - All Time Greatest Gothic Night mit DJane Maike und DJ Morgoth NewRock-Indie-Emo-Punk-Alternative mit DJ Kai

22:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 21:00 h 20:00 h 21:00 h 22:00 h

SONNTAG, 25.05.2008 Metal-Konzert: Vader (PL) + Septic Flesh + Inactive Messiah + Devian Theater: Vieux Carré von Tennessee Williams Konzert: Enon + The Chap Schwulen & Lesben Party Tischkicker Night

19:00 h 18:00 h 21:00 h 20:00 h

Steinbruch-Theater, Mühltal Goldene Krone (Saal) Oetinger Villa Schlosskeller Bruchtal

20:30 h 21:00 h 20:00 h 21:00 h

Centralstation (Halle) > An Sibin Linie Neun, Griesheim Steinbruch-Theater, Mühltal

20:00 h 21:00 h 22:00 h 19:00 h 20:30 h 21:00 h

Darmstadtium 603qm Schlosskeller Jagdhofkeller An Sibin Goldene Krone (Kneipe) Cielo

21:00 h 22:00 h

218qm Schlosskeller

MONTAG, 26.05.2008 Patrice: Free-Patri-Ation-Tour Newcomer Night: The Sound Section (Cover) Sound Cocktail Rock & Oldie-Night

DIENSTAG, 27.05.2008 Jan Garbarek Group Kneipenabend - Vinyl: Kilian Bardey (Techno, Minimal / Audiofusion) Der Dienstag - El Pulpo und Rock Torpedo Politischer Club Darmstadt: Aufbruch in eine soziale Moderne Quiz Night Jam Session / Offene Bühne Students Tuesday

MITTWOCH, 28.05.2008 Jam Session: Judith Goldbach Quartett tba Club

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ÜBERSICHTLICH_ 31

KALENDER MAI 2008 MITTWOCH, 28.05.2008 Open Mic Night Rock Ü30-Party mit DJane Zicke

21:00 h

An Sibin Bruchtal

DONNERSTAG, 29.05.2008 DJ Marco Sönke (Cocoon Club, Envy my Music, Nightwax) Basement Grooves Spezial: m.path.iq (Berlin) Musikerstammtisch: Live Musik mit Robert Carl Blank 10. Schlossgrabenfest Kickerturnier KroneDyP Karaoke Mainstream Attack - Rock & Pop mit DJ Daniel IndieClub mit DJ Kai Metalnight

22:00 h 20:00 h 20:00 h 20:30 h 21:00 h 22:00 h 18:00 h

Stella Schlosskeller Dining Down Restaurant Schlossgraben, Karolinenplatz > Goldene Krone (Kneipe) An Sibin Steinbruch-Theater, Mühltal Goldene Krone (Disco) House of Blues

FREITAG, 30.05.2008 Schlossgrabenfest-Aftershow: Milchclub Boys Tapejam - indierock/tronic freakout Theater: Vieux Carré von Tennessee Williams Dubstep Night mit Dublic Enemy DJ Julian Thiele 15 Jahre Uffbasse (mit Konzert: Ska Trek, Brigada Flores Magon, Kakophonia) Bessunger Jam Session House Affairs mit DJ Emparé (Kumi Club, Mainz) Konzert: The Paper Chase Live: Little Heroes (Alternative Acoustic Folk) 10. Schlossgrabenfest Club 27 (Ü27 Party) Ü-30 Party Dannys Rockin’ Rocky Bar Hard and Heavy Night

23:00 h 23:00 h 19:30 h 23:00 h 20:00 20:30 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h 22:00 h 22:00 h

Centralstation (Halle) Schlosskeller Goldene Krone (Saal) 603qm Stella Bessunger Knabenschule Jazzinstitut Cielo Oetinger Villa An Sibin Schlossgraben, Karolinenplatz Orange Club Huckebein Goldene Krone (Rocky Bar) Bruchtal

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SAMSTAG, 31.05.2008 Schlossgrabenfest-Aftershow: Dance All Night Mestizo Sounds - Kickoff Summer Party Theater: Vieux Carré von Tennessee Williams Let There Be House - Marc Caruso In die Disko: Akkro und Makta DJ-Team (Leipzig) DJ Holsh (Sansibar) Tanzbar - Die neue Frauendisco 70er / 80er Party mit DJ Franz 10 Jahre Superwhip Hi-Fi: Dancehall & Modern Roots Best of different Styles mit Shamir Liberg Konzert: Schneller Autos Organisation Karaoke Saturday Night Special 10. Schlossgrabenfest Saturday’s Finest - All Time Greatest Gothic Night mit DJane Maike und DJ Morgoth NewRock-Indie-Emo-Punk-Alternative mit DJ Kai

23:00 h 19:30 h 22:00 h 23:00 h 20:00 h 22:00 h 21:00 h 22:00 h 21:00 h 21:00 h 22:00 h

Centralstation (Halle) Weststadtcafé Goldene Krone (Saal) Orange Club 603qm Stella Kyritzschule, Emilstr.10 Schlosskeller Roßdörfer Biergarten Cielo Oetinger Villa An Sibin > Schlossgraben, Karolinenplatz Huckebein Bruchtal Goldene Krone (Disco)

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32_ ÜBERSICHTLICH


BEWEGLICH_ 33

Ein Boxer, Tibet und die große Politik 31. Oktober 2007, Chicago. An diesem Tag erfüllte sich der Darmstädter Jack Culcay-Keth seinen größten Traum. Als der 22-Jährige bei der Amateur-BoxWM in den USA den Serben Zoran Mitrovic nach vier Runden niedergekämpft hatte, war dies mehr als der Einzug ins Viertelfinale. Es bedeutete gleichzeitig Jacks Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking. Die folgende Niederlage gegen den späteren Weltmeister war zu verschmerzen. Jack hatte sein großes Ziel längst erreicht. Das konnte ihm niemand mehr nehmen. Dachte er. März 2008, Lhasa, Tibet. Ein lange schwelender Konflikt entflammt lichterloh. Tibetanische Bewohner und Mönche demonstrieren vehement gegen die Besatzung

Bereits der Fackellauf entwickelt sich zu einer einzigen Farce. Anfang April 2008, Darmstadt. Jack Culcay-Keth spricht offenherzig über seine bisherige Karriere und die Vorbereitung auf Peking. Er lebt seit 1991 in Darmstadt, geboren wurde er 1985 in Ecuador. Mit dem Boxsport begann der „Rocky“-Fan bei der TG 75 Darmstadt. Mittlerweile hat er sich als Sportsoldat bei der Bundeswehr verpflichtet, um bessere Trainingsbedingungen im Olympia-Stützpunkt Heidelberg zu erhalten. Dort trainiert er fünfmal die Woche, zweimal am Tag, jeweils mindestens drei Stunden. Parallel boxt Jack in der Bundesliga für Hertha BSC Berlin, obwohl er weiterhin in Darmstadt wohnt. Die lange Anfahrt zu Wettkämpfen nimmt er

Foto: Jan „Nouki” Ehlers

Illustration: Lisa Zeissler

Der Darmstädter Jack Culcay-Keth will unbedingt Olympionike sein

Chinas und das erzwungene Exil ihres geistigen Oberhauptes, des Dalai Lama. Chinesische Einsatzkräfte reagieren darauf teils mit Waffengewalt. Dies kostet vermutlich hunderte Menschenleben. Die Konfliktparteien beschuldigen sich gegenseitig dieser Eskalation. International regen sich fortan vermehrt Forderungen nach einem Boykott der Olympischen Spiele.

in Kauf. Jack gilt als hervorragender Techniker und ist sehr beweglich. Dies führte ihn nicht nur bis Olympia, es brachte ihm inzwischen auch die deutsche Meisterschaft im Weltergewicht (bis 69 kg) ein. Mitte April 2008, Peking. Die politische Großwetterlage verheißt Tiefdruck. Die Volksrepublik China hat Sorge, dass Nachgiebig-

keit in einem Konflikt andere bestärken und dies langfristig zu einer Zersplitterung des Landes führen könnte. Gerade erst schwingt China sich als Roter Riese zu einem nachhaltigen Machtfaktor in der Welt auf. Diese Entwicklung sieht die Regierung gefährdet und nimmt daher gravierende Menschenrechtsverletzungen in Kauf. Der Dalai Lama ruft zu Gewaltverzicht auf, kann aber von seinem Exil in Indien aus wenig Einfluss nehmen. Die USA fordern mehr Diplomatie, haben aber auf diesem Gebiet längst an Glaubwürdigkeit verloren. Die EU zeigt sich uneins. Boykott als sportpolitisches Mittel ist nach Moskau 1980 und Los Angeles 1984 umstritten. Die politische Lage scheint derzeit mehr als konfus. Wen müsste man sonst noch boykottieren? Gleich auch die Winter-Olympiade 2010 in Sotschi (Russland)? Mitte April 2008, Darmstadt. Jack Culcay-Keth verfolgt die Diskussion mit großer Sorge, denn sein sportlicher Traum droht zu platzen. Jack beschäftigen die Schicksale der betroffenen Menschen, aber er hat Zweifel, ob ein Boykott daran etwas ändern könnte. Diese Spiele sind seine einzige Chance auf Olympia, da er bald ins Profilager wechseln will. Und der Darmstädter hat so viel Zeit und Kraft investiert, dass er selbstbewusst davon spricht, um Gold für Deutschland kämpfen zu können. Ende Juni soll es ins Trainingslager nach Thailand gehen. Zwei Wochen später dann die Reise nach Peking, wo Jack am 4. August seinen ersten Wettkampf hat. Hofft er. (tm)


ANSEHNLICH_ 35

Leben in der Kunst Foto: Jan „Nouki” Ehlers

Die bewohnten Installationen des Sandip Shah

Das Wohnzimmer ist der zentrale Raum in jeder Wohnung. Hier sitzt man zusammen mit Familie oder Freunden, schaut fern oder entspannt allein nach einem beschwerlichen Arbeitstag. Die meisten fühlen sich dabei am wohlsten, wenn sie die Vorhänge zuziehen können und unbeobachtet sind. Doch bei Sandip Shah ist das anders: Sein Wohnzimmer ist nicht durch die eigenen vier Wände von der Außenwelt getrennt. Die vierte Wand ist bei ihm ein großes Schaufenster aus Glas und somit ist sein Wohnzimmer für jeden, der durch das Martinsviertel flaniert, einsehbar. Seit April 2002 wohnt der 35jährige Künstler halböffentlich in der „bewohnten Kunstinstallation“, kurz „bKi“, in der Lauteschlägerstraße 5a. Die Idee zu diesem außergewöhnlichem Projekt kam dem Absolventen der Frankfurter Städelschule beim Anblick des Raums. Ein Jahr dauerte es, bis er seine neue Wohnung, einen ehemaligen Copyshop, beziehen konnte. In dieser Zeit entwickelte er das Projekt „bewohnte Kunst Installation“, das er selbst als sein „Versuchslabor“ bezeichnet. Als Gegenpol zur Abgeschiedenheit und Intimität eines Ateliers im Hinterhof ist dieser Raum ein öffentlicher Platz. „Man gewöhnt sich an die Beobachtung“, bekennt er.

Doch auch neben Sandip Shahs Alltag gibt es viel zu entdecken in der „bKi“. Denn anders als beim typisch deutschen Wohnzimmer, für das eine gediegene Couchgarnitur plus Tisch, Schrankwand und Fernseher essenziell sind, verändert sich sein Mobiliar alle paar Monate: Bei ihm zuhause wird auch ausgestellt. Die Kunst steht hier anders als im Museum oder in einer Galerie immer im Kontext des Raums. Unter dem Projektnamen „Wohnzimmer“ und „Salon“ stellte Sandip Shah eigene Malereien aus. Im „Kinderzimmer“ waren die Werke der Künstlerinnen (und Mütter) Dorothea Bido und Ute Döring, umgeben von allerlei Spielzeug, zu sehen. Danach wurde der Raum zum „Esszimmer“, mit Fotografien der kulinarischen Werke verschiedener Künstler und einem Esstisch in der Mitte des Raums. Für das Projekt „Lesezimmer“ wurde er mit Regalen, Sesseln und Büchern ausgestattet, dazwischen fanden literaturbezogene Kunstwerke von Paul-Hermann Gruner und Hannes Pohle Platz. Und wenn sich Besuch von außerhalb ankündigt, wird das Wohnzimmer mit Bett und Schrank kurzerhand zum „Gästezimmer“. So bezog das Künstlerpaar Bea Emsbach und Edwin Schäfer gemeinsam mit ihren Zeichnungen für acht Tage die „bKi“.

Sandip Shah leben muss, ausgewählt? „Ich muss ihre Kunst ‚aushalten’ und sie muss mir eine anhaltende Auseinandersetzung wert sein“, erklärt der Bewohner und schränkt so den Kreis der in Frage kommenden Künstler ganz subjektiv ein. Besucher können der Kunst in der „bKi“ jeden Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr etwas näher kommen. Und so auch mal Beobachter und zugleich Beobachteter sein – noch bis Ende Mai in einem „Jagdzimmer“: Im Schein des flackernden TV-Kamins stellt die Frankfurterin Eva Schwab zwischen Geweihen und einem Bärenfell nostalgische Acrylarbeiten auf wachsgetränkten Leinwänden aus. Inspiriert durch Fotografien aus ihrer Kindheit entdeckt sie malerisch ihre Vergangenheit neu. Nach dieser Ausstellung ist das Projekt „Sicherheitsbüro“ mit Sandip Shahs eigener Malerei und Videoinstallationen geplant (Eröffnung ist am 15. Juni). Im Anschluss ziehen die Frankfurter Künstler Florian Heincke und Dennis Alt in ein neues „Gästezimmer“ein. Wie das dann eingerichtet sein wird, ist noch unklar. Man darf gespannt sein. (ks) www.bewohntekunstinstallation.de

Doch nach welchen Kriterien werden die Ausstellenden, mit deren Arbeit


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„Wir wünschen Britney alles Gute.“ Hörspiel mit Pornophonique Das Lowtech-LoFi-Gameboy-Duo Pornophonique hat sich in der Region ja schon einen Ruf wie Donnerhall erspielt. Fast jeder, der sie das erste Mal live sieht, ist verblüfft: Zwei Typen, Kai Richter und Felix Heuser, stehen da mit Wandergitarre und einem Gameboy, Space-Invaders-Samples erklingen zu Songs wie „Sad Sad Robot“ oder Cover von Britney Spears bis AC/DC. Da sind sie mit ihrer postmodernen Mucke natürlich selbst dran schuld, wenn sie beim Hörspiel vor (fast) unlösbare Aufgaben gestellt werden. The Pretenders „Space Invaders“ Zum lockeren Aufgalopp gibt es ein Instrumental des ersten Albums der Pretenders von 1979. Eigentlich ein recht schlapper Rocksong, noch eigentlicher aber der Beginn des Genres der Pornophoniquer, denn ganz am Ende zirpen die herzzerreißenden Sounds eines Arcade-Space-Invaders-Spiels. Kai (nach 30 Sekunden): Hoffentlich singt bald mal einer. Das klingt ja wie The Cure in der Karaoke-Edition. Felix: Spinal Tap? Das ist’s im Zweifel ja immer, oder? Doch beim Erklingen der vertrauten Bleeps und Clonks löst Felix das Rätsel: Das ist Space Invaders, wusst ich’s doch. Gleich erkannt! Fettes Brot „Bettina, zieh dir bitte etwas an (Superpunk Remix)“ So, die Jungs sind warmgespielt, da kann ja mal ein Hit kommen... Kai beim Intro: Achtziger Disko... Bis zum Einsetzen des Gesangs bleibt er noch bei diesem Irrglauben, dann: Ist das Fettes Brot? Ach, ist das das Neue von ihnen, das mit dem Frauennamen? Bettina, zieh

dir was an? Das hab’ ich bisher noch gar nicht gehört. Felix: Ich seh’ ihn so richtig vor mir, wie er bei Mondenschein zu Hause sitzt und versonnen über ein Mädchen nachdenkt – und dann: Bettina, pack’ deine Brüste ein!!! Kai: Das Album „außen Top Hits – innen Geschmack“ von denen fand’ ich früher ja richtig gut, aber das hier erinnert mich doch sehr stark an „Schwule Mädchen“, das alte Rezept nochmal wiederholt. Die Dame von 9Live, um die es in dem Song geht, findet es angeblich toll, dass sie jetzt so berühmt ist. Hat sogar ’ne eigene Agentur gegründet. Saalschutz „Everybody Chill Out“ Ein ähnliches Feld wie Pornophonique beackert das Elektro-TrashDuo Saalschutz aus Zürich. DJ MT Dancefloor und DJ Flumroc (das sind Künstlernamen!) gefallen mit lauten Entspannungs-Befehlen („Everybody Chill Out – auf mein Kommando!“) zu Scooter-eskem Kinderhouse. Felix: Sind das Turbonegro?! Turbonegro??? Die kommen aus Norwegen und machen Punk/Rock!!! Kai: Ist das der Nouki mit so ’ner Darmstädter Combo? Nein, Maladd in the tête sind es auch nicht. Die Jungs brauchen einen Hinweis. Felix: Ah ... die kommen aus der Schweiz ... die kenn’ ich! Die waren in dem einen Comic-Heft vom Piwi. Ähm ... Saalschutz! Ich hab’ sie mal in Frankfurt gesehen, das war sehr schweißtreibend. Kai: Ist nicht so das Ding, das ich mir zu Hause anhören würde, ist irgendwie zu elektronisch ... (lacht hysterisch)

Der Tante Renate „666 Deluxe“ Wir bleiben beim Genre, diesmal mit der Hamburger Ein-MannMetal-meets-KirmestechnoKapelle Der Tante Renate (zuletzt im Februar in der Krone-Disco live zu bestaunen). Kai (nach fünf Sekunden): Das ist cool! Achtziger Jahre, Dauerwellen, Lederwesten. Felix: Sie wissen selbst nicht, ob sie’s ironisch meinen oder nicht – sie können gar nicht anders. Kai: Jean Michel Jarre macht jetzt auf Metal! Kai und Felix (nach der Nennung des Künstlers): Aaaah, der ist das! Klar kennen wir den! Aus dem „Mikromusik!“-Umfeld. Der ist cool. Super! Wobei der Gesang ein wenig fehlt. Felix: So was über Einhörner im Weltall ... passt immer gut zu melodiösem Metal. Travis „Hit Me Baby One More Time“ Zu Britneys Ehren nahmen nicht nur Pornophonique, sondern auch die Britpopper von Travis den größten Hit der ehemaligen „Bravo“Ikone nochmal auf – als Akustikgitarren-Ballade. (Noch während des Intros) Kai: „Hit Me Baby“ von Travis ... Das ist ja auch wirklich ein guter Song. Diese Version kannte ich schon, bevor wir das Stück gespielt haben. Hat mich auf die Idee gebracht, das Ding auch mal mit Pornophonique zu versuchen. Ich hab den Felix da so reingetrickst: Wir hatten das Stück schon arrangiert und er kannte die Akkorde und erst dann hab ich angefangen zu singen. Er wusste also vorher nicht, dass das DER SONG ist. Felix: Super, das mit dem zweistim-


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Felix: Es lebt davon, dass man das Original kennt.

Hayseed Dixie „TNT“ Und zum Abschluss darf das bei Pornophonique obligatorische AC/ DC-Cover nicht fehlen, in diesem Fall mit der Heugabel direkt aus The Cardigans „Iron Man“ dem Schweinestall hereingebracht Da das Thema des Maschinen-Men- von der großartigen Dixielandschen in diversen PornophoniqueBand Hayseed Dixie, die nicht nur, Songs aufgegriffen wird, lohnt aber vor allem AC/DC covern. In es sich, sie mit einem süßlichen Latzhosen! Kai und Felix reagieren Easy-Listening-Cover des größten auf den Anfang mit schallendem Hits von Ozzy Osbournes Black Lachen, denn das berühmte „Hey! Sabbath in die Irre zu führen. Hey!“ zu Beginn des Songs wurde Felix: Hmm ... klingt nach Fahrdurch ein herzhaftes „Oink! Oink!“ stuhlmusik. ersetzt. 25 Sekunden dauert es, bis die Kai (nach 15 Sekunden): „Hayseed beiden Metal-Heads erkennen: Dixie – T-N-T! Ich kann über die gar Cool ... „Iron Man“! nicht viel erzählen. Hat mir ein KolKai: Wir waren auch schon am lege beim SWR vorgespielt. Ich mag überlegen, ob wir das ver-pornoDixieland, ich mag Banjos... Das hier phoniquen sollen. Mit der akustiist wie bei Travis: Das sind beides schen Gitarre klingt’s auf jeden super Songs und sie wurden in Fall schon mal super! Ich muss ge- beiden Fällen cool umgesetzt. Die stehen, dass die Cardigans bislang Dixie Chicks find ich auch groß! Ja, nicht sonderlich an mich herangeFelix hält sich da lieber raus, bevor treten sind. Für sich allein ist der er was Falsches sagt und die Band Song nicht so dolle. zerbricht ...

Felix (lacht beim Gitarrensolo schallend ... danach folgt ein weiteres „Oink! Oink!“): Könnt’ auch Monster Magnet sein ... sind aber irgendwie doch Jazzer... Fazit: Man sieht: Zwischen trashiger Gameboy-Elektronik und melodischem Metal schlägt das Herz der beiden auch noch für die gute alte Gitarrenballade und ... Dixieland! Wer hätte das gedacht. Wer jetzt neugierig auf den Pornophonique-Sound geworden ist, findet das aktuelle Album „8-bitlagerfeuer“ auf der Homepage www.pornophonique.de zum kostenlosen Download. Wobei sich natürlich die CD-Version in Blechdose mit Variant-Covern von Comic-Künstlern wie Piwi oder Flix schicker zu Hause macht. (mh)

Foto: Mathias Hill

migen Gesang. Wir wünschen übrigens Britney alles Gute. Mit Britney ist’s ein bisschen so wie mit Elvis Presley. Sie ist gerade tief in ihrer Las-Vegas-Phase. Jetzt fehlt nur noch, dass sie sich ErdnussbutterBananen-Sandwiches macht.


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www.darmspiegel.de Der „Darmspiegel“ – ein neues Magazin zum Downloaden. Von Studenten. Für Darmstadt.

Seit 1. April ist er online und auch künftig soll er immer am Ersten des Monats erscheinen: Der Darmspiegel. Über den Namen lässt sich streiten, aber die Zeitung selbst ist eindeutig gelungen – 40 interessante Seiten, für jeden etwas dabei. Einerseits geht’s um typische Studenten-

Themen, zum Beispiel persönliche Zukunftsperspektiven oder gescheites Frühstück, andererseits auch um Darmstädtisches wie zum Beispiel die geplante Vertreibung der Punks vom Lui. In der Pressemitteilung heißt es: Der Darmspiegel will informieren, hinweisen, aufdecken, zum Reflektieren anregen oder auch einfach nur unterhalten. Etwa 20 Studenten verschiedener Studiengänge sind aktiv dabei und besonders wichtig ist es ihnen, unabhängig zu bleiben – rechtlich wie ökonomisch, von der eigenen Hochschule genauso wie von anderen universitären Einrichtungen. Deshalb gibt’s den

Darmspiegel vorerst nur als OnlineMagazin, denn so lassen sich die Druckkosten sparen. Und das Internet-Format hat ja auch Vorteile: Die Leser können über die Community-Funktion aktiv an der Gestaltung mitwirken, Profile anlegen und selbst Texte verfassen. „Wir sind alle junge Studenten, die noch am Anfang ihres beruflichen Lebens stehen. Was uns an Erfahrung fehlt, werden wir durch Engagement und Hingabe ausgleichen“, schreiben die Macher. Wir gratulieren zur ersten Ausgabe und wünschen weiterhin gutes Gelingen! (pb)

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40 Jahre Erfahrung

für sich. Dipl. Ing. Sinan Tevetoglu (BDÜ) Ludwigstraße 8 • 64283 Darmstadt Tel.: (06151) 22 999 • Fax: (06151) 25 979 • Mobil: (0172) 69 82 166 E-Mail: info@tevetoglu.de • Internet: www.tevetoglu.de


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Das macht eigentlich ... Wilhelm Huxhorn! Der heute 52-jährige gelernte Maschinenschlosser kam 1984 von Germania Pfungstadt zu den Lilien und hütete dort neun Jahre lang, mit viel Umsicht, spektakulären Paraden sowie stets innigem Kontakt zu uns Zuschauern exquisit das SVD-Zweitliga-Tor. Seine weiten Abschläge, begleitet von des Publikums „Willy, ziiiiiiiiiieh“, bleiben unerreicht. Der eine bei Fortuna Köln kam sogar ins Guiness Buch der Rekorde, da er mit 102 Metern das aus der größten Entfernung erzielte Feldtor eines Torwarts darstellt. 1993, nach 221 Partien, war Schluss bei den Lilien. Huxe, wie wir Fans ihn liebevoll nennen, machte eine Umschulung zum Schwimmmeister und leitet heute im Pungschter Schwimmbad als stellvertretender Badeleiter den technischen Betrieb. Kicken tut er noch bei den alten Herren der Germania sowie bei den Spielen der SVD-Traditionself. Und dies hoffentlich noch lange, lange, lange. (gw)

Bolzplatz-Quartett

Bolzplatz Im Tiefen

See

Wo hält der rohe, unverfälschte, nicht-kommerzielle Fußball heute noch Hof? Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben: auf dem Bolzplatz. Sage und schreibe 36 dieser fast schon in Vergessenheit geratenen Keimzellen des Hobbykicks gibt es in Darmstadt. Plus die zahlreichen Rasenflächen, die von Fußballbegeisterten kurzerhand zu wilden Bolzplätzen umfunktioniert werden. Das P stellt sie alle der Reihe nach vor – zum Ausschneiden und Sammeln, liebe Freunde und Freundinnen des Rundleders. Als praktisch-handliches BolzplatzQuartett. Passt unter jeden Schienbeinschoner. (ct)

Kurzbeschreibung: In Sichtweite der Mül lverbrennungsanlage umgeben von Gewerb , e und angedockt an ein kleines Wohngebie mutet dieser Bolzpla t tz wie eine Oase des Fre izei tsp orts an. Zudem ist er einer der neuest en Darmstädter Bol zplä tze . Kategorie: Außergewö hnlicher (Bolz-)Ort 200 8 Hier treffen sich: Ars ene-Wenger-Fans, also One-Touch-FootballFetischisten, oder ebe n das Gegenteil: Möc htegern-Maradonas, sogenannte Dribbelk ünstler Teamgröße: 3 gegen 3 bis 5 gegen 5 Anreise: Mit dem Fah rrad oder, wenn es sein muss, dem Aut (Parkplätze direkt o vor dem Bol zplatz) Nächste Getränkes tation: Shell-Tanke Pal lasw iesenstraße Öffnungszeiten: Von Sonnenauf- bis Sonnen untergang Spielfläche: Akkura te 30 Meter lang und 15 Meter breit Ausstattung: Hartpla tz (Asche), hinter beid en Toren eingezäunt seitlich in der Mitte , offen Zustand: Eben, per fekt Tore: Alu-/Stahlroh r (3,20 Meter breit, 2,05 Meter hoch) Taktik: Kurze Pässe = lange Gesichter beim Gegner!

Foto: Seraphina Ehle rs, 8 Jahre

Ausgabe 3: Bolzplatz Im Tiefen See


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Wrede und Antwort Kleb’ sozial! Prima, endlich die richtige Plattform, von der aus man mal auf folgenden Missstand hinweisen kann: Diavorträge über abgelegene, exotische oder kalte Gegenden – und ihre Bewerbungen! Bald kommt wieder die Zeit, in welcher die wenigen den lokalen Untergründlern und Kleinstveranstaltern zur Verfügung stehenden Plakatiermöglichkeiten mit riesigen Farbplakaten über DiaSuperscope-AchtfachprojektorLebensberichte aus Island, Afrika, Norwegen, Neuseeland etc. nicht nur vollgeklebt, sondern vor allem auch überklebt werden. Ich habe nichts gegen Diavorträge, vor ANZEIGE

allem nicht gegen amateurhafte, aber gegen Giganto-Equipment Veranstalter, welche konsequent den örtlichen Künstlern eine ihrer wenigen und zudem besten Werbemöglichkeiten nehmen: das liebevoll gestaltete Plakat! Man kann doch nicht einfach, unter Mühe ersonnene Hinweisschilder auf Travestie-Punk-Benefiz-Jazz-Irgendwas-Veranstaltungen, von Leuten, die hier leben, überkleben mit kiloweise importierten Farbfotos von irgendwelchen jedwie gearteten Idyllen! Wenn irgendwas das Stadtbild verschandelt, so doch wohl die immergleichen Paradiesplakate, die unsere schöne Stadt zum billigen

Photodiscounter herabwürdigen. Und – werte Freunde der Eventgastronomie – schlagt doch nicht in die gleiche Kerbe: Hängt eine komplette Reihe „Norwegen – Versoffenes Paradies“ am Lattenzaun, kommt die lokale Großdisco oder sonstwer und ruck, zuck sind es vierzig Meter Caipi-Party. Das ist doch ein dämlicher Teufelskreis, immer hintereinander herrennen und Ressourcen verschwenden! Lasst doch allen ihren Platz und klebt sozial! Für Diaveranstaltungen von mir aus ums Liebighaus herum und ansonsten, wo noch Platz ist. Oder noch besser, Ihr Kommerziellen: Nutzt einfach die Objekte der Städtereklame! (gw)


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Du bist die Party! Die „Frischzelle“ im Knabenschulen-Keller Seit fast sieben Jahren lädt die Frischzellen-Crew zur gepflegten Unterhaltung – jeden zweiten Mittwoch im Keller der Bessunger Knabenschule. Mit Unterhaltung ist aber nicht nur Reden und Zuhören gemeint, sondern auch Gucken, Applaudieren, Tanzen und selber Jammen. Denn: Das Club-Format „Frischzelle“ setzt auf die etwas andere Atmosphäre.

Ausstellungen, Filmvorführungen, sogar eine Live-Tätowierungs-Show gab es schon und einen KaraokeAbend – Kultur mit Interaktion. Die Gäste wissen das zu schätzen. Viele kommen aber auch einfach, um in der anregenden Atmosphäre der Frischzelle ein Bierchen zu trinken. Denn irgendwie herrscht hier immer Partylaune.

sich mit Ruhm, Ehre und einem kleinen Trinkgeld zufrieden.

Den Namen hat sich damals Martin vom Partyamt ausgedacht, er war bis vor ein paar Jahren mit im Team. Mittlerweile sind sie aber nur noch zu zweit: Nouki – Fotograf und Musiker – und Philipp, der 2001 als Zivi aushalf und seitdem nie mehr von der „Zelle“ loskam. Dass der Zivildienstleistende der Knabenschule mithilft, ist übrigens auch heute noch so. Denn die Frischzelle ist eine Veranstaltungsreihe der Bessunger Knabenschule. Da hier ansonsten in der Jugend-Sparte nicht allzu viel Programm geboten wird, leistet man sich diese Events, die nur über den Getränkeverkauf Einnahmen bringen. Das heißt, die Knabenschule fängt eventuelle Defizite auf, die Macher selbst geben

echt Gitarre, Blech und Schlagzeug. Für Boom Pam wird auch erstmals mit einer Frischzellen-Tradition gebrochen: Es geht raus aus dem Keller und rein in die Halle. Und vielleicht muss dieses eine Mal sogar Eintritt bezahlt werden. Aber es wird sich bestimmt lohnen. (pb)

Geboten wird viel frischer Jazz. Denn Phil, der studierte Jazz-Musiker, hat die richtigen Connections, die Hochschulen in Mannheim und Mainz sind nicht die einzigen im Netzwerk. Sogar aus Berlin und Amsterdam melden sich spielwillige Bands, es bläst also internationaler Jazz-Sound durch den Keller. Und nach dem Set gibt’s meistens noch eine Live-Session – für Musikbegeisterte ein wahres Fest! Aber man muss nicht unbedingt Jazz-Fan sein, um den Mittwoch im Keller zu genießen. Denn es gibt auch andere Live-Musik-Darbietungen, Grooviges, manchmal sogar Rockiges. Und überhaupt wird Vielfalt geboten: Lesungen,

Foto: Jan „Nouki” Ehlers

Hier wird einen Tacken aktiver gefeiert – obwohl oder gerade weil das Publikum teilweise schon über dreißig ist. Anders ausgedrückt: „Studierte Jazzer und Grooveaholics treffen auf wahnsinnige Freizeit-MCs und professionelle GinTonic-Trinker.“ So steht‘s zumindest auf der etwas vernachlässigten MySpace-Seite der Frischzelle. Des Weiteren heißt es dort: „Der Eintritt ist frei, die Drinks sind extrem billig und die Thekenschlampen Phil und Nouki extrem freundlich.“ Und das ist nicht übertrieben!

Die nächsten Veranstaltungen in der Frischzelle: Am 07. Mai spielt ImmerGrün (Indie-Rock) – es muss ja, wie gesagt, nicht immer Jazz sein. Und zwei Wochen später, am 21. Mai, kommt Boom Pam, eine israelische Indie-Surf-Brass-Band,

Nährwertangaben: Frischzelle Jeden zweiten Mittwoch von 21.30 bis 01.30 Uhr Achtung: Sommerpause von Juli bis September www.myspace.com/frischzelle


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„Uptempo, tanzbar und sexy!“ Black Box: Beatshots Dass Darmstadt nicht gerade als Mekka für junge, aufstrebende InBands gilt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Umso erfreulicher die Tatsache, dass es ab und an dann doch musikalische Lichtblicke wie die Beatshots gibt. Wir sprachen mit Sängerin und Gitarristin Emma McLellan sowie Gitarrist Benny Mugler über musikalisches Selbstbewusstsein, Darmstadt und seine Heiner, gewonnene Wettbewerbe und den Vorteil, als Musiker auch DJ zu sein (und umgekehrt).

Foto: Jan „Nouki” Ehlers

P: Auf Eurer Website ist zu lesen: „Wären die Beatshots nicht aus Darmstadt, sondern einer coolen Metropole im Königreich, wäre ‚We Will Save Your Souls‘ eine Top10-Single im UK und Liebling des NME.“ Das klingt ziemlich selbstbewusst. Woher kommt dieses Selbstvertrauen?

Emma: Oh, das haben wir gar nicht selbst geschrieben, sondern die Leute vom „Phono Pop“-Festival in Rüsselsheim. Wir haben dort im letzten Jahr gespielt und da wir keine schriftliche Bio hatten, haben die Leute halt was geschrieben. Allerdings sehr schmeichelhaft, daher haben wir das Zitat auch weiterhin verwendet. Aber ein gesundes Selbstvertrauen ist schon wichtig, wenn man als Band nach oben kommen möchte? Benny: Klar. Sonst kann man vor allem live seine Musik überhaupt nicht rüberbringen. Was ist eigentlich mit Darmstadt los, dass ein Karrierestart à la „coole-Metropole-Band“ hier so unmöglich scheint? Emma: In Darmstadt muss man sich als Band erst mal eine Com-

munity aufbauen. Man kann nicht erwarten, dass die Leute einfach so aufs Konzert kommen, sondern man muss wirklich zu jedem Fan eine Beziehung aufbauen. Wenn die allerdings steht, sind die Leute sehr loyal und kommen immer wieder zu den Gigs. Wie hat es Euch eigentlich nach Darmstadt verschlagen? Ihr kommt teilweise aus England und der Schweiz... Benny: Ich bin in Pfungstadt aufgewachsen. Unser Bassist Ferry ist zur Hälfte Schweizer und mit seinen Eltern hierher gezogen – und unsere Schlagzeugerin Sandra studiert in Frankfurt. Emma: Ich bin ursprünglich für ein Gastsemester aus Portsmouth/ England nach Darmstadt gekommen und war erstmal positiv überrascht, dass hier die Wohnung und das


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Bier so billig waren (lacht). Meine erste Begegnung mit Darmstadt war übrigens sehr weird. Ich kam nämlich während der Faschingszeit hier an und überall sind nur Clowns rumgelaufen. Ich wusste überhaupt nicht, dass es hier so etwas wie Karneval gibt und war ziemlich irritiert. Selbst die Kassiererinnen im

Beatshots ganz vorne stehen sollen. Die Songs sollen uptempo, tanzbar und sexy sein. Allerdings ist das für einen studierten Musiker nicht unbedingt einfach, weil wir ziemlich oft einfacher spielen und umdenken müssen... es muss halt „catchy“ sein – und nicht „clever“.

Meine erste Begegnung mit Darmstadt war übrigens sehr weird. Ich kam nämlich während der Faschingszeit hier an und überall sind nur Clowns rumgelaufen. Supermarkt hatten alle lilafarbene Haare, überall wurde Party gemacht und amtlich getrunken... Ich dachte, dass die das hier vielleicht am Wochenende immer so machen. Euer Sound orientiert sich sehr an Bands der späten 70er und frühen 80er wie „Blondie“, „Talking Heads“ und anderen. Damit seid Ihr ähnlich wie beispielsweise „Bloc Party“ oder die brasilianischen „CSS“ sehr auf der Höhe der Zeit, lauft allerdings auch Gefahr, dass der aktuelle 80s-Retro-Hype abebbt und dieser Sound passé sein könnte. Ist Euch das egal, oder treibt es Euch sogar eher noch an? Benny: Also dieses „Auf-der-Höheder-Zeit“-Ding hängt damit zusammen, dass wir einfach auch immer an aktueller Musik interessiert sind. Momentan höre ich beispielsweise mehr Elektro und das spiegelt sich über kurz oder lang auch im Sound der Beatshots wider. Unsere Musik wird also wohl immer auf der Höhe der Zeit bleiben, denke ich. Emma: Wir haben schon einen klaren Sound, der absolut Beatshots ist. Benny und ich haben beide Schlagzeug studiert, daher ist die Art, wie wir Gitarre spielen, ziemlich perkussiv. Wir haben uns schon kurz nach Gründung der Band klar darauf geeinigt, dass tanzbare Beats, das Rhythmische, bei den

Emma, Du hast ja noch ein weiteres musikalisches Steckenpferd, das DJane-Duo „DontCanDJ“, das vornehmlich Elektro auflegt. In wieweit unterscheidet sich Dein Job als DJane von Deiner Rolle als Sängerin und Gitarristin? Emma: Ich hatte eigentlich immer gedacht, dass da ein großer Unterschied bestehen würde, aber der ist gar nicht mal so groß. Wenn man auflegt, ist es sicher von Vorteil, Musiker zu sein, wegen des Rhythmusgefühls und so weiter. Aber es kann auch von großem Vorteil für einen Musiker sein, als DJ zu arbeiten. Durch die Clubabende habe ich zum Beispiel inzwischen ein ziemlich genaues Gespür dafür, auf was die Leute abgehen – und dieses Gespür hilft mir auch beim Songwriting für die Beatshots. Ich will nämlich nicht nur für mich oder die Band, sondern vor allem auch für das Publikum schreiben. Und das Auflegen eröffnet neue Möglichkeiten: Ich arbeite seit einiger Zeit an Mash-ups (eine Art Remix, bei der primär die vorhandenen Beats und Sounds eines bekannten Songs mit den Vocals eines anderen Stückes kombiniert werden, Anm. d. Red.). Beispielsweise habe ich einen Song des Berliner Producers Magnum38 mit Vocals von den Beatshots kombiniert und das ging perfekt zusammen. Mittlerweile lege ich

diese Mash-ups auch bei unseren DontCanDJ-Events auf, eine sehr gute Möglichkeit zum Austesten neuer Songs! Dass die Beatshots vor allem als Liveband sehr gut funktionieren, haben nicht nur zahlreiche Konzerte, sondern auch der Gewinn des „Entega Neukommer“-Wettbewerbs in der Centralstation im vergangenen November eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun spielt Ihr im Sommer erste Festivals, darunter auch das Schlossgrabenfest. Freut Ihr Euch schon auf die großen Bühnen? Emma: Ich versuche da gar nicht groß dran zu denken, denn ich werde ziemlich oft vor Gigs sehr nervös. Vor dem Neukommer-Auftritt war es zum Beispiel ganz furchtbar! Aber natürlich freuen wir uns auf die großen Bühnen und sind ziemlich aufgeregt! Benny: Festivalgigs sind eh klasse. Die Leute sind einfach sehr offen für Neues. Und natürlich ist es super, vor so einem großen Publikum zu spielen. Für diesen Sommer war übrigens auch eine erste größere Tour geplant. Da wir aber lieber erstmal auf Festivals spielen wollen, haben wir das in den Herbst verlegt, wenn das neue Album raus ist. Vielen Dank für das Gespräch. (bm)

Nährwertangaben: Beatshots live 31. Mai 2008, 18.30 bis 19.30 Uhr, Schlossgrabenfest (Entega-Bühne) www.beatshots.de www.myspace.com/beatshots


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Schulterblick Wie prominente Exil-Darmstädter heute die Stadt sehen


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Foto: Jan „Nouki” Ehlers

Darmstädter Typen Bigi Gaab (Café Bellevue) Wen der Heimweg nach einer ausgedehnten Samstagnacht durch die Barkhausstraße führt, der sieht sie manchmal frühmorgens im Lampenschein Obst schälen: Bigi Gaab, seit 28 Jahren Teil des Kollektivs „Café Bellevue“, der linken Herzkammer des Martinsviertels. Im Sommer 1979 erfuhr die frischgebackene Architektin nicht nur von der bevorstehenden Geburt ihrer Tochter Lotta; nach dem Okay von Bauverein und Ordnungsamt war ihr und den damals rund zehn Mitstreitern auch klar, dass die gemeinsame Idee eines alternativen Treffpunkts im Viertel, abseits von Omi-Cafés und Bierkneipen, demnächst zur Realität würde.

zehnte steuern. „Die Diskussionen waren oft lang“, sagt Bigi, „aber kombinierte Kreativität und gegenseitiger Ausgleich haben auch zu einer Kontinuität geführt, ohne die es das Bellevue heute vielleicht nicht mehr gäbe. Jeder hatte ein Veto-Recht bei allen Entscheidungen – das wurde aber nie angewendet!“

So gesehen hat sich die heute 53-Jährige gar nicht zu weit von ihren damaligen Studieninhalten entfernt: Kreative Ideen und deren Umsetzung bei räumlicher Beschränkung sind nach wie vor Berufsalltag für die passionierte Köchin, die im Café täglich das Unmögliche möglich macht und mit einfachster Ausrüstung eine Bertie, Bigi, Bine, Erich, Klaus und veritable Speisekarte auf die Uwe sind die sechs heute noch ak- Beine stellt. Dabei ist ihr die Zutiven Martinsviertler, die eines der sammenarbeit im Team ein beletzten existierenden Darmstädsonders wichtiger Aspekt: „Nach ter Kollektive (Kollektiv = von der einem Jahr im Architekturbüro Belegschaft gemeinsam geführtes war ich ziemlich desillusioniert.“ Unternehmen) durch bald drei Jahr- Mehr miteinander werde im Café

erreicht. An die unmittelbare Akzeptanz im Viertel nach der Eröffnung am 1. Januar 1980 erinnert sich Bigi noch heute gerne. Was hat sich seit Beginn der achtziger Jahre verändert? „Man sieht mehr Armut und damit auch mehr Hoffnungslosigkeit hier vorbeilaufen. Das soziale Moment unserer Arbeit ist noch wichtiger geworden als früher“, sagt Bigi. Zunehmend werde neben Bio-Äppler oder Roter Linsensuppe auch das Gespräch, der soziale Kontakt gesucht. Ihr berühmt robuster Umgang mit den Gästen ist dabei Teil der Gesamtidee: leben und leben lassen. „Bei der Lilien-Benefiz–Nacht Anfang April war hier die Hölle los. An solchen Abenden arbeite ich richtig gerne, der Zuspruch der Leute motiviert mich auch nach fast dreißig Jahren immer wieder zum Weitermachen“, sagt Bigi. Und das ist auch gut so, denn ohne sie wäre die Stadt wieder um ein Original ärmer! (tman)

Rischdisch (un)wischdisch > Darmstadt, Indiana, liegt im Süden des US-Bundesstaates circa 15 Kilometer nördlich von Evansville und wurde 1822 gegründet. Die Hauptstraße heißt Darmstadt Road und es gibt einen „Darmstadt Inn”. > Die Darmstädter Tafel wurde im November 1995 nach dem Vorbild der zwei Jahre zuvor gegründeten Berliner Tafel ins Leben gerufen. Sie gehört damit zu den ältesten Einrichtungen dieser Art in Deutschland. > Die Darmstädter Hütte ist ein Gebäude des Alpenvereins, Sektion Darmstadt-Starkenburg. Die Schutzhütte der Kategorie 1 liegt auf einer Höhe von 2.384 Meter im Moostal/Tirol (oberhalb St. Anton). > Wenige Monate nach der Eröffnung des ersten Lauftreffs in Deutschland (März 1974), wurde im August 1974 der Darmstädter Lauftreff gegründet. An der Premiere am Traisaer Weg in der Nähe des Böllenfalltors beteiligten sich über 60 Läufer. > Darmstadt hatte von 1924 bis 1934 einen zivilen Flughafen an der Lichtwiese. Von hier aus konnte man Paris, Prag, London, München und Budapest erreichen. Im Dritten Reich wurde der Flughafen militärisch genutzt. > Der Darmstädter Kreis war ein literarischer Freundeskreis, der sich 1769 bis 1773 in Darmstadt um den dort lebenden Schriftsteller und Herausgeber Johann Heinrich Merck bildete. Zu den Mitgliedern zählte unter anderem Johann Wolfgang Goethe.

Das nächste P erscheint am 28. Mai 2008. Redaktions- und Anzeigenschluss ist der 10. Mai.

(am)

Darmstädter Fakten


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