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P STADTKULTURMAGAZIN | AUSGABE 181 | MÄRZ 2026
Thema
Fotoeditorial, Inhalt 3
Favoriten des Monats 4 – 12
Suche und finde, Folge 66 14
Am 15. März ist Kommunalwahl! 16 – 20
Blackbox mit Scheiba 22 – 25
Stilsicher – made in Darmstadt, Folge 109:
„Schweifbooklets“
26 + 27
Aufgeschnappt: Stadtkultur-Neuigkeiten 28 – 31
Das literarische Darmstadt im März 32 – 34
Kunst-Highlights
Theater-Tipps
Veranstaltungskalender
36 – 38
40 + 41
42 – 53
Out of Darmstadt 56 – 58
Wohnungslosigkeit und Streetworking 60 –62
Fiesas Welt, Folge 21
Die anregende Kunst der Annegret Soltau
64 + 65
66 –68
Neulich in der Filterblase 69
Kommen und Gehen 70 – 74
Unter Pappeln, Folge 134
76 + 77
Wrede und Antwort 78
Darmstädter Gesicht: Sven Rohwer
80 + 81
Rischdisch (un)wischdisch 82
Impressum 82


Illustre Gestalten 18
Zum 18. Mal zeigen Darmstädter Illustrator:innen ihre Bandbreite an Portraits, Buchillustrationen, Editorial Design und vielem mehr. Zusätzlich werden auch Werke von Künstler:innen der Philippinen präsentiert. Begleitend zur kunterbunten Ausstellung erwarten Euch an diesem Wochenende Talks, Workshops, Comic-Events, die magische Illubox und ein Kinder-Maltisch. (jhi)
Centralstation (Saal) | Sa, 28.2.: 12 bis 18 Uhr (Vernissage um 14 Uhr) + So, 1.3.: 11 bis 18 Uhr | Eintritt frei
„Wo kommen wir her? Wo wollen wir hin?“, fragt das Frauenbüro auf dem Cover seiner Jubiläumsbroschüre. Der Weg zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist schließlich noch weit: Gender Pay Gap, Care Gap, Pension Gap, Bewerbungs-Gap, Algorithmus-Gap ... und es gibt viele weitere lückenhafte Bereiche, in denen von Gleichstand noch keine Rede sein kann. Um das zu ändern, wird dieses Jahr besonders viel veranstaltet: von der Frauendisco über Lesungen, Vorträge, Filme, Demos, Theaterperformances, Ausstellungen bis Radiosendung, Rhetoriktraining und Frauenstadtrundgang. (ct) Verschiedene Kulturorte in Darmstadt | Fr, 27.2. bis Sa, 12.12. Details zum Programm: online unter darmstadt.de/frauenbuero-aktuelles

„M*Powertage

Grandbrothers (Düsseldorf)
Obwohl Erol Sarp und Lukas Vogel von der Kammermusik ebenso wie von Minimal Music inspiriert wurden, beweisen ihre gefeierten Open-Air-Gigs wie beim Golden Leaves oder auf dem Frankfurter Opernplatz, wie dynamisch und tanzbar ihre Sets ausfallen. Dank Konzertflügeln und elektromechanischen Mitteln wie Drum Machines gelingt der Spagat zwischen Energie und Melancholie. Mit neuem Album „Elsewhere“ im Gepäck reiste das Duo zu internationalen Shows – und ist nun endlich auch wieder in Darmstadt zu erleben. (gr)
Centralstation (Halle) | Do, 5.3. | 20 Uhr | 41 €
für Mädchen* und junge Frauen“ + FROSTLOVE CAFÉ
Selbstermächtigung und -bestimmung von Mädchen* und jungen Frauen* sind bei diesem Multi-Event rund um den Weltfrauentag 2026 die Kernthemen. Gestärkt und gefördert werden Selbstwahrnehmung, Ausdrucksfähigkeit, Kreativität und gesellschaftliche Teilhabe unter anderem durch einen Infotag (am Do, 5.3. ab 10 Uhr), beim Bar-Abend „Women on stage“ mit drei Live-Acts inklusive Plausch mit den Künstlerinnen (Fr, 6.3., 19 bis 22 Uhr), vielfältige Workshops sowie dem abschließenden Frostlove Café zum Begegnen und Informieren (So, 8.3., 12 bis 17 Uhr). Empower(mo)mente garantiert! (ct) Bildungs- und Begegnungsstätte Jugendhof Bessunger Forst | Do, 5.3. bis So, 8.3. Teilnahme kostenfrei beziehungsweise auf Spendenbasis


Niemand zelebriert die Vielfalt fernöstlicher Groovewelten mitreißender als die niederländischen Klangarchitekten Yin Yin. Ihr kosmopolitischer Sound ist überraschender als ein Glückskeks und fusioniert fremdländische Folklore mit Funk, Surf und Psychedelia-Einflüssen. Eigentlich macht es keinen Sinn, den vielschichtigen Sound auch nur halbwegs zu umschreiben, denn die Musik von Yin Yin sollte am besten live erlebt werden. Spart Euch die Urlaubstickets, selten klang Fernweh so tanzbar. (fr) Klingt wie: Khruangbin, Altın Gün, L'Eclair Centralstation (Halle) | Fr, 6.3. | 20 Uhr | 29 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de
FLINTA-Ride „Starke Frauen“
Unter dem Motto „Viva La Vulva“ veranstaltet der Radsportverein Pumpe e. V. zur Einstimmung auf den Internationalen Feministischen Kampftag, der tags darauf mobilisiert, einen FLINTA-Ride. Auf einer Strecke von 20 bis 30 Kilometer werden in und um Darmstadt Straßen angefahren, die nach besonderen Frauen benannt wurden. Außerdem geht es um Spaß, die gemeinsame Ausfahrt, das gegenseitige Empowern sowie Kaffee und Kuchen im Anschluss. (ah)
Startpunkt: vorm Haupteingang des Ludwig-Georgs-Gymnasiums (an der NiederRamstädter Straße 2) | Sa, 7.3. | 11.30 bis circa 13.30 Uhr | Eintritt frei, Teilnahme nur mit Fahrradhelm

SDUUDZ & Q-REC (Darmstadt)
LIVE TECHNO-JAZZ
Steffen Stütz dreht wieder frei! Der Darmstädter Keyboard-Genius widmet sich unter seinem Alias „SDUUDZ“ wieder handgemachter elektronischer Musik, diesmal unterstützt von Wight-Drummer Thomas Kurek alias Q-REC. Euch erwartet eine Symbiose aus Electronic Dance Music und jazznaher Improvisation. Es gibt keine vorgefertigten Song-Strukturen, alles entsteht spontan. SDUUDZ bedient Synthesizer-Legenden aus den 1970ern, Sequencer, Samples und Piano-Sounds, Q-REC elektronische und akustische Drums sowie zahlreiche Percussions, die er mit Loops verbindet. Dazu gibt's Live-Visuals von Kolter. (mn)
„Wollbefinden – 2. Kollektivstricken“ HANDARBEITS-EVENT
Stricken und Häkeln ist langweilig und öde? Auf gar keinen Fall! In der Centralstation wird das Kollektivstricken von Jung und Alt zur neuerdings vielmehr hippen Party! Es werden leckere Drinks geschlürft, Handarbeits-Know-how ausgetauscht und im Takt der fetten Beats des DJ-Duos „2damenohnenamen“ die Stricknadeln geschwungen. Im Februar fand das Kreativevent zum ersten Mal statt und der freudige Andrang in der Lounge war so enorm, das nun in die Halle umgezogen wird. Also, egal ob Anfänger:in oder Handarbeitsprofi: Sichert Euch früh einen Platz – aber Nadeln und Wolle nicht vergessen! (gj)
Centralstation (Halle) | Mo, 9.3. | 19 Uhr | Eintritt frei


„AlleWeltKino“: „Flucht und Rassismus“
Fünf sehenswerte Arbeiten zu Flucht, Vertreibung, Misstrauen, Fremdenhass – vier davon laufen im März: „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwandererlands“ stellt Rettungsmissionen im Mittelmeer dem erstarkenden Rechtspopulismus entgegen, der in „Das deutsche Volk“ in den Hanauer Morden und den Versuchen ihrer Verarbeitung gipfelte. „Hysteria“ entwickelt sich über Spannungen bei einem Filmdreh als Kommentar zum muslimischen Leben zunehmend zum bitteren Bedrohungsthriller. Dazu mit „Souleymans Geschichte“ ein bewegendes Drama über Migration, die Gig Economy und das Leben in einer Großstadt. (gr) Programmkino Rex | Mo, 9.3.: „Kein Land für Niemand“ + Mo, 16. 3.: „Hysteria“ + Mo, 23.3.: „Das deutsche Volk“ + Mo, 30.3.: „Souleymans Geschichte“| 20.15 Uhr | je 6,50 €
„Unwort des Jahres 2025“-Ausstellung
Sondervermögen. Na, löst das was aus bei Euch? Negative Gefühle? Dann seit Ihr Euch mit der Jury einig, die dieses Wort Mitte Januar zum Unwort des Jahres 2025 gekürt hat. Sechs Darmstädter Fotograf:innen und eine Illustratorin lassen sich nun etwas Besonderes zum umstrittenen Ausdruck einfallen und setzen ihn fotografisch in Szene. Das Ergebnis präsentiert der Unwort Bilder e. V. – so wie schon seit 2004 – in Form einer Ausstellung, diesmal an einem überraschenden Ort. Der Eintritt ist frei, ein Sondervermögen müsst Ihr dafür nicht machen! (lak) Foyer des ehemaligen „BuchPartner“-Gebäudes (Mainzer Straße 79) | Do, 12.3., 19 Uhr (Vernissage) sowie Fr, 13.3. + 20.3., 17 bis 19 Uhr und Sa, 14.3. + 21.3. und So, 15.3. + 22.3., 13 bis 19 Uhr | Eintritt frei

Von Liebknecht (DA/FFM)

Nach zwei EPs legte die Darmstädter/Frankfurter Formation Von Liebknecht ihr erstes Album mit einigen vertrauten, neu abgemischten Tracks vor. Das Nachfolgeprojekt der Messer Brüder um Thomas Buchenauer und Julia Rothfuchs mixt Punk, Wave, Psychedelic und Krautrock bei kryptisch-zeitkritischen Lyrics um die Auslöschung des Individuums im digitalen Zeitalter. Energische Vocals, donnernde Gitarren und treibende Beats liefern ein „Best of Vergangenheit auf dem Weg in die Zukunft“, so Bassist Linus König. (gr)
Sumpf | Fr, 13.3. | 20 Uhr | Eintritt frei, Spende erwünscht
„Space Night“ mit Trail + S.O.D.A. (Darmstadt) STONER ROCK
Es ist Zeit, wieder mal spacigen Rock aus Darmstadt in heimeliger Wohnzimmeratmosphäre zu genießen! Ein Abend, in den man abtauchen kann, verspricht Trail mit stampfenden Stoner-Rhythmen und düster-bedrohlichen Vocals bei epischen Songstrukturen. Unterstützt werden sie von S.O.D.A. (Sisters Of the Divine Army) mit Mitgliedern von Magnetic Mountain, Dirty Flamingo und King Ludwig. Auch ihr roher Instrumental-Sound mit druckvollen Riffs lässt uns in die Weiten des Weltraums eintauchen. (gr)
Tag & Nacht Studios | Sa, 14.3. | 19 Uhr | Eintritt: Du entscheidest

01.03. SO ROSMARIN / SUPPORT: LENGE 03.03. DI DAS VPT: DIE DREI ??? & DER FLUCH DES RUBINS
05.03. DO DEAD PIONEER S / BAD ASSUMPTION 07.03. SA SHIRLEY HOLMES (KREATIVFABRIK WI) 09.03. MO AVATAR / ALIEN WEAPONRY U.A. 10.03. DI ON! (AKA TATSG) / KANN KARATE
12.03. DO THE HIRSCH EFFEKT
13.03. FR FIT FOR A KING / MEMP HIS MAY FIRE / ACRES / 156/SILENCE
14.03. SA FEUERSCHWANZ
15.03. SO DANI LIA 15.03. SO GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR / KRISTOF HAHN (SWANS) 16.03. MO LOST SOCIETY / AWAKE AGAIN 17.03. DI MAXÏMO PARK / ART BRUT
17.03. DI CHE SUDAKA
18.03. MI HEINZ STRUNK
18.03. MI NILS KEPPEL
19.03. DO FJØRT
19.03. DO LEFTOVERS
20.03. FR DI-RECT 21.03. SA KASI & ANTONIUS
MO THE KLEZMATICS
DO DOCTOR KRÁPULA
MI SPRINTS / SUPPORT: MARATHON 05.04. SO KREATOR / SUPP ORT: CARCASS (JAHRHUNDERTHALLE FFM)
MI GISBERT ZU KNYPHAU SEN & KAI SCHUMACHER
DO VERSENGOLD / KUPFERGOLD 12.04. SO „AMOKSPIEL“ NACH S. FITZEK
SO KABEAUSHÉ
DO JAN PHILIPP ZYMNY 21.04. DI SMASH INTO PIECES


04.03. SarahLesch 05.03. Grandbrothers 06.03. YinYin
07.03. NavidKermani
13.03. MaxiGstettenbauer 14.03. ZucchiniSistaz
19.03. NightWash:DasSingDing 20.03. BabaShrimpGangxScheiba 22.03. YounSunNah 27.03. WladimirKaminer 28.03. EcstaticDancemitDJToR 11.04. HagenRether* 16.04. SebastianLehmann 17.04. Oehl 21.04. TheTigerLillies 22.04. FrankGoosen 23.04. NilsWülkerQuartet 26.04. MatthiasBrandt&JensThomas** 26.04. EvgenyGrinko 28.04. JuliusFischer*** 29.04. AndyMcKee 06.05. BillLaurancesolo 17.05. MilleniumKid

„Come to the Casbah“
Diskothekerkollektiv Rote Nadel (DA/Schlüchtern) INDIE-/SOUL-MANIFEST
Zwei Bandmitglieder der ehemaligen Indie-Supergroup Rockformation Diskokugel zeigen, was sie als DJs so drauf haben. Als Diskothekerkollektiv Rote Nadel legen Mat Hill und Mr. Malkmus die heißesten Independent- & Soul-Scheiben der Stadt auf! Tanzfreudigen Clubgänger:innen sind sie von Berlin bis Königswinter ein Begriff, an guten Abenden verführen uns ihre DJ-Sets nicht nur gefühlt bis zum Sonnenaufgang. Ein absolut Künstlerkeller-likes Qualitätsmerkmal! (ct)
Künstlerkeller | Sa, 14.3. | 21 Uhr | 6 €
Hüseyin Köroglu alias Buergermeister ist aus der Darmstädter Musikszene nicht wegzudenken. Der vieltalentierte Musik-Aficionado (Soundkitchen Orchestra, Orange-Box-Studios, Phunkmob, Besidos ...) rückt mit seiner Reihe im Schlosskeller festgefahrenen (europäischen) Hörgewohnheiten zu Leibe. Entlang der Losungen „Vinyl only!“ und „No fillers – just killers“ bringt das Partyformat Hits, Songs und Klänge der gesamten Musikwelt auf die Tanzfläche. (mn)
Schlosskeller | Sa, 14.3. | 22 Uhr | 5 € (plus Spende)


Bürgerforum „ZukunftMobil“ MITMACHEN STATT MECKERN!
Wem ist die Gass'? Uns allen! Leider sind sich Auto- und Radfahrende sowie Fußgehende nicht immer einig, wie das Teilen der Straßen- und Gehwegsflächen möglichst konfliktfrei oder am besten sogar miteinander funktioniert. In Darmstadt soll das Projekt „ZukunftMobil“ den Weg zu einen neuen integrierten Verkehrsentwicklungsplan ebnen, der genau das schafft. Neben diesem öffentlichen Bürgerforum läuft eine vierwöchige Online-Beteiligung, bei der Bürgerinnen und Bürger vorgeschlagene Maßnahmen bewerten können. Vorab und hinnerher also fleischisch online reinkligge unter: darmstadt.de/zukunftmobil (ct)
Orangerie | Mi, 18.3. | 18 Uhr | Eintritt frei
„Jugend forscht“-Landeswettbewerb
Hessens klügste Köpfe bitten zur Werkschau: Beim Landesentscheid „Jugend forscht“ präsentieren Nachwuchstalente ihre Lösungen für die Welt von morgen. Die Bandbreite der Projekte aus Robotik, Umweltschutz und Digitalisierung ist riesig: Zu sehen gibt es etwa eine KI-App zur Schlangenbiss-Erkennung oder ein Virtual-Reality-Programm, das gehörlosen Menschen hilft, Musik durch visuelle Darstellungen zu erleben. Auch Schulklassen sind herzlich willkommen. Um eine Voranmeldung online unter merck.de/jugendforscht wird gebeten. (mks)
Merck Conference Center (Frankfurter Straße 250) | Do, 19.3. | 13.30 bis 15.15 Uhr Eintritt frei


(Darmstadt)
„Hoch
hinaus und tief hinunter“
FOTOTOUR DURCH DARMSTADT
Lust auf Streetfotografie? Mit einem Bild eine Geschichte erzählen? Den Augenblick einfangen? Ob mit dem Handy oder einer professionellen Kamera, digital oder analog: Wenn Du Lust hast, Szenen, Räume, Alltag im urbanen Raum zu fotografieren, dann ist dieser Workshop des Darmstädter Fotografen Jürgen Heßler Dein Ding! Nach einer Einführung klappert die Gruppe verschiedene Stationen in der Stadt ab. So viel sei verraten: Es wird „hoch hinaus und tief hinunter“ gehen! (ct)
Treffpunkt: am Weißen Turm | Do, 19.3. | 9.45 Uhr (Ende: gegen 16 Uhr) | Teilnahme kostenlos (die Teilnehmerzahl ist aber beschränkt, eine Anmeldung per E-Mail an jh@ hesslerec.de deshalb erforderlich.)
Leben, Rhythmus, Leichtigkeit – Spoiler: Das ist nicht der Sommer, sondern Julakim! Mit ihrer Band verbindet die Darmstädter Songwriterin Samba, Bossa, afrikanische und arabische Harmonien zu einem musikalischen Trip. Bass und Schlagzeug sorgen für Groove, das Herzstück, Julakims sehr eigene Stimme bringt die Kompositionen mal zart schmeichelnd, mal kraftvoll durchdringend auf ein unerwartet anderes Level. So entsteht ein Sound, der nicht nur gehört, sondern auch gefühlt wird. Ein transkulturelles, genreübergreifendes Musikerlebnis, auf das man sich freuen kann. (fd)
Stadtkirche | Fr, 20.3. | 19.30 Uhr | 12 €



„Stan
und Ollie babbeln hessisch 2.0“
Vor seinem ersten Auftritt bat Schauspieler Felix Münk Leinwandlyriker Ralph Turnheim um dessen Segen, künftig „Laurel & Hardy“-Slapstick-Klassiker in Reimform vertonten zu dürfen. Der Meister hatte nichts dagegen und war vom Ergebnis des Schülers so angetan, dass beide künftig gemeinsam die Bühne erstürmen (so am 11.9. in Ginsheim). Vorher kann man Münk alias Fail-X noch solo mit neuem Programm im TiP erleben, wo er die Missabenteuer der unsterblichen Komiker pointiert auf Hessisch aufleben lässt. (gr)
Theater im Pädagog (TiP) | Sa, 21.3. (+ fünf weitere Termine im April und Mai) 19 Uhr | 20 € (ermäßigt: 15 €)
Sexverbot (Berlin) / Die Steifen (Rheinhessen) PUNK/NO WAVE
Wildes Doppel! Schnelle Gitarre, klare Texte, kompromisslose Songs liefert die Berliner Punk-Band Sexverbot ab. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum, das kein Geringerer als Lorenz Szukal (Die Verlierer) produziert hat, transportiert Perspektivlosigkeit und Wut einer Generation. Die Steifen sind da schon etwas mehr arty, experimenteller: Das Trio (Charlotte von Les Trucs am deutschen Lyrik-Mikrofon mit Blæck-Fox-Drummer Jonas und Ex-Plus-Bassist Benni) glänzt mit kurzen Poppunksongs über Disko, Totschlag und Fassaden im Geiste von Family Fodder, Oma Hans, Udo Lindenberg und Ian McKaye. (ct)
Oetinger Villa | Sa, 21.3. | 20.30 Uhr | 10 bis 15 €


Elfen, Feen und Zauberer, aufgepasst: Die magische Welt des Fantasy-Marktes „Frühlingserwachen“ erobert Darmstadt! Hier könnt Ihr nicht nur an lokalen Ständen mit Schmuck, Kunst oder Kuriositäten stöbern, sondern Euch auch von Tarot, Tattoos oder der Illubox des Darmstädter Illustratorenvereins verzaubern lassen. In den Essenspausen laden sanfte Livemusik-Klänge sowie ein Barde zum Lauschen ein. Wer zu der von Whimsical Events in Kollaboration mit dem Vielbunt e. V. organisierten Veranstaltung verkleidet kommt, wird mit einem Geschenk belohnt. (gj)
„Auf den Spuren der Liberalen Synagoge“
RUNDGANG
Berühmte Dichter, hochrangige Politiker und Professoren – sie alle sind prägender Teil der jüdischen Geschichte Darmstadts. Der Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt lädt herzlich zum Rundgang ein und begibt sich mit Euch auf die Fährten der waschechten Heiner Otto Wolfskehl, Friedrich Gundolf und Bruno Italiener. Ihr prägendes Schaffen lässt sich bis heute, also ein ganzes Jahrhundert später, entdecken und bestaunen. (mah)
Treffpunkt: Wolfskehl-Gedenktafel im Wolfskehlschen Garten (Treppenaufgang gegenüber vom Restaurant Wilhelminenhof) | So, 22.3 | 14.30 Uhr | Spende erbeten, Voranmeldung per Mail an martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de notwendig.

Oetinger Villa | So, 22.3. | 14 bis 19 Uhr | Eintritt frei „Frischzelle“: Zement (Nürnberg)


Nachdem der Experimental-Rock-Abend mit Kratzen und Zement im Herbst 2024 im Rüsselsheimer Rind entfallen musste, erfreut in der Region nun zumindest das Nürnberger Duo wieder mit der Kunst der Repetition. Mit teils zehnminüti gen Tracks zwischen sphärischen Klängen und elektronischem Fluss errichten Philipp Hager und Christian Büdel teils meditative, teils treibende Klangland schaften. Ihr aktuelles Album „Passagen“ wartet erstmals mit nicht verfremde ten Gesangsteilen auf. An diesem Zement bleibt man gern kleben. (gr) Klingt wie: LCD Soundsystem, Neu!, Trans Am Bessunger Knabenschule (Keller) | Mi, 25.3. | 21 Uhr | Eintritt frei - Spenden er wünscht
Heinerstyle-Wochenende
SHIRTS & SUPPORT
Kunst, Klamotten und Konzerte: Drei Tage lang verwandelt das Darmstädter Label Heinerstyle das Zucker in einen Hotspot für urbane Kultur. Neben gemalten Kunstwerken und einer frischen Shirtkollektion wird eine Upcycling-Kollaboration mit Nanai Wertstoff präsentiert. Der Samstag liefert mit 64jnk, Terra Peace und Philosoph64 den passenden Soundtrack. Dabei gilt: Feiern für den Erhalt! Jeder Drink unterstützt den bedrohten, ehrenamtlich geführten Verein für Selbstmachkultur – damit das Martinsviertel nicht zuckerfrei wird! (mks)
Zucker | Fr, 27.3., 18 bis 22 Uhr + Sa, 28.3., 14 bis 22 Uhr + So, 29.3., 14 bis 20 Uhr Eintritt auf Spendenbasis







Wieso konnte der Welterbe-Info-Kubus nicht auf dem jetzigen Rumpelparkplatz (auch außerhalb der „Sperrzone“ und nur 50 Meter Luftlinie vom Osthang entfernt) geplant werden? Oder: Warum wurde der OHA e. V. samt (reduzierter) Main Hall nicht einfach in die Gestaltungspläne des freiraumplanerischen Wettbewerbs für den künftigen Osthang integriert? Platz wäre auf dem auch in Zukunft noch beachtlichen Grünstreifen doch gewesen?! An diesem, die letzten zehn Jahre ehrenamtlich belebten Kulturort hätte die Stadtregierung vorbildlich zeigen können, wie Hochkultur und freie Szene wunderbar zusammengehen. Hätte. ... Ach, Darmstadt, manchmal machst Du mich echt fix und ferddisch! (ct) Schlosskeller | Fr, 27.3. | 21 Uhr | Eintritt frei
Wenn Nouki und Jule alias Accent Circonflexe an ihrem selbst gezimmerten Klangraumschiffmodul agieren und live improvisieren, vermischen sich Performance, Konzert und Tanzekstase. Es entsteht „ein Sound, der klingt, als hätten Kabel Gefühle“, schreibt Nouki. Ganz ohne Laptop, ohne vorproduzierte Spuren, dafür mit Hingabe gespielte Pads eines 80er-Jahre-Drummoduls und analoge Synthesizer. Aufgenommen werden die unvorhersehbaren Klangexpeditionen natürlich auch stilecht: auf einem 4-Spur-Tape-Recorder. (ct)
Hoffart Theater | Sa, 28.3. | 20 Uhr | 10 €


Hallen-Flohmarkt NEUE SCHÄTZE FINDEN
Stöbern, schnacken und snacken – das kann man auf dem gemütlichen Hallen-Flohmarkt in der Knabenschule. Die 20 Stände bieten eine große Auswahl an allem Möglichen, sodass man schnell auf einen interessanten Fund stoßen kann. Es gilt: Was der eine nicht mehr braucht, ist für den nächsten ein großer Schatz. Wem zwischendurch der Magen knurrt, der kann sich mit Quiche und Curry von Fräulein Zuckertopf oder Kaffee und Kuchen stärken. Bei Interesse an einem Standplatz sollte man sich schnell unter info@knabenschule-darmstadt.de melden. (gj)
Bessunger Knabenschule (Halle) | So, 29.3. | 12 bis 16 Uhr | Eintritt frei
„The
Wer Fan des Stummfilmklassikers „Nosferatu“ ist, aber Lust auf eine frische Interpretation hat, darf sich auf diese Vertonung von Friedrich Wilhelm Murnaus expressionistisches Meisterwerk freuen: „The Journal of a Broken Man“ nennt Komponist, Sänger und Gitarrist Tim Brownlow seinen Live-Soundtrack, den er räumlich vor der Filmprojektion spielt. Durch eine Mischung aus Indie-Gitarrenriffs, schrägen Zwischentönen und melodischen Fragmenten entwickelt sich eine immersiv-gotische Atmosphäre, die dem ikonischem Film neue, zeitgenössische Facetten verleiht. (fd)
„Gute Stube“ im Hoffart Theater | So, 29.3. | 20.15 Uhr (direkt nach der „Tagesschau“) 5 bis 10 €





Kunst im öffentlichen Raum, Folge 66: Waldemar Otto, Mann aus der Enge heraustretend II, 2026 (ursprünglich: 1972)
TEXT: THOMAS GEORG BLANK | FOTO: NOUKI
Ein Körper, der sich aus einer Enge herausbewegt. Die von Waldemar Otto geschaffene Skulptur zeigt eine männliche Figur im Moment des Übergangs, die Schultern nach vorn geschoben, der Oberkörper leicht verdreht, als würde sie sich durch einen Widerstand hindurcharbeiten. Die Proportionen sind bewusst verzerrt, der Raum scheint sich um den Körper zu legen, ihn zu drücken und zugleich freizugeben.
Auffällig ist das Gesicht: augenlos, ohne Blickrichtung, ohne Gegenüber. Diese Abwesenheit des Blicks verstärkt den Eindruck von Unsicherheit. Die Figur sieht nicht, wohin sie geht, sie tastet sich voran. Das Heraustreten wirkt nicht heroisch, sondern fragil, beinahe zögerlich. Der Körper scheint weniger Ziel als Zustand zu sein, gefangen zwischen Innen und Außen, zwischen Stillstand und Vorwärtsdrang. Die Skulptur erzählt nicht von Ankunft, sondern vom Prozess des Sich-Befreiens. Lange Zeit war dieses Werk dem öffentlichen Blick entzogen. Es stand im Keller der Kunsthalle, ausgelagert, verstaut, aus dem Stadtraum verschwunden. Eine Skulptur, die das Heraustreten thematisiert, selbst
in der Enge gelagert. Erst Jahre später taucht sie wieder auf, kehrt zurück in die Sichtbarkeit. Diese Geschichte ist kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren Musters: Kunstwerke verschwinden, geraten in Vergessenheit, verlieren scheinbar ihre Aktualität, bis sie plötzlich wieder lesbar werden. Denn Bilder altern nicht linear. Manche Motive verblassen schnell, andere wirken zunächst abgeschlossen, um dann, Jahre oder Jahrzehnte später, eine neue Dringlichkeit zu entfalten. Was einst als Kommentar auf eine konkrete Situation entstand, öffnet sich mit der Zeit für andere Lesarten. Diese Offenheit ist eine der zentralen Qualitäten von Kunst, unabhängig vom Medium. Sie trägt ihre Entstehungszeit in Material, Form und Sprache, und bleibt dennoch durchlässig für neue Bedeutungen. Gerade darin liegt das Paradox, das Kunstwerke so dauerhaft interessant macht. Sie sind historisch und zeitlos zugleich, fest verankert und doch beweglich. Wie die Figur selbst stehen sie zwischen den Zuständen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. ❉
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Am 15. März sind auch in Darmstadt rekordverdächtige Kommunalwahlen –vorab könnt Ihr Euch vielfach live informieren und mitdiskutieren.
TEXT: CEM TEVETO GLU | ILLUSTRATIONEN: AIMÉE LORENZ

So viel Auswahl gab's noch nie! Für die Kommunalwahl am 15. März warten in Darmstadt 578
Kandidat:innen von 15 Parteien und Wählerbündnissen darauf, dass Ihr Euer oder Eure Kreuzchen neben ihrem Namen macht.
Denn auch bei dieser Kommunalwahl hat jede:r Wahlberechtigte insgesamt 71 Stimmen, die sie oder er per Listenkreuz auf alle Kandidat:innen einer Partei, aber auch einzeln und auf mehrere Parteien verteilt, abgeben kann. Das geschieht durch Panaschieren und Kumulieren. Panaschieren bedeutet: Die Stimmen einzeln auf mehrere Kandidat:innen (auch parteiübergreifend) verteilen. Kumulieren ist das Anhäufen von zwei oder drei Stimmen auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten.
Weitere Infos – unter anderem auch die teilweise ellenlangen Probe- und Musterstimmzettel (für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung, zum Ortsbeirat Wixhausen und zum Ausländerbeirat) findet Ihr online unter: darmstadt.de/rathaus/wahlen/kommunalwahlen-in-darmstadt
Die Parteien zur Kommunalwahl 2026 in Darmstadt auf einen Blick:
SPD
Darmstadts mitgliederstärkste Partei, stellt den Oberbürgermeister. Derzeit regiert Hanno Benz ohne eigene Mehrheit gegen die grün-schwarz-lila Koalition.
Motto der Wahlkampagne 2026: „Ein Darmstadt. Für alle.“ Als Schwerpunktthema setzt die SPD auf Stadtentwicklung.
Spitzenkandidat: Bijan Kaffenberger
Grüne
Die Grünen sind aktuell Darmstadts führende Kraft im Stadtparlament. Sie regieren seit 2011 mit. Die Grünen sind zudem Darmstadts zweitgrößte Partei. Mit Barbara Akdeniz und Michael Kolmer stellen die Grünen zwei der sechs Magistratsmitglieder.
Wahlkampfmotto: „Mit Dir für Darmstadt“. Die Grünen setzen einen sozialpolitischen Schwerpunkt, wollen Teilhabe, Inklusion und Respekt stärken.
Spitzenkandidaten: Eva Bredow-Cordier + Heiko Depner
CDU
Die Darmstädter CDU bildete 2011 die erste grünschwarze Koalition einer hessischen Großstadt. Seitdem regieren sie in Darmstadt mit und stellen mit Paul Wandrey und André Schellenberg zwei der sechs hauptamtlichen Dezernenten.
Motto der Wahlkampagne 2026: „Haltung, Klartext und Respekt“. Die Schwerpunktthemen im Wahlprogramm sind Sicherheit, Mobilitätsfrieden, Wohnraum und Betreuung.
Spitzenkandidaten-Trio: Caroline Groß, Dr. Annette Brunert und Hartwig Jourdan
FDP
Die FDP gehört zu Darmstadts ältesten Parteien, sie gründete sich bereits im März 1946. Seitdem ist sie in der Stadtverordnetenversammlung vertreten, aktuell mit vier Mandaten.
Motto der Kampagne 2026: „DA ist, was zählt“. Die Schwerpunkte liegen auf „mehr Stadtqualität für alle“. Stichworte sind mehr Begrünung, weniger Verdichtung und eine „dienende Verwaltung“.
Spitzenkandidatin: Viola Gebek
Die Linke
Die Linke ist seit 2006 in Darmstadts Stadtverordnetenversammlung vertreten.
Motto der Wahlkampagne 2026: „Kümmern statt Kürzen – Ein Darmstadt für alle!“. Die Linke setzt ihren Schwerpunkt auf die Sorge, dass Investitionen in die Bundeswehr zu Kürzungen im sozialen Bereich auf kommunaler Ebene führen könnten.
Spitzenkandidaten: Doris Winter und Karl-Heinz-Böck
Volt
Die Darmstädter Kreisvereinigung von Volt kandidierte 2021 erstmals zur Kommunalwahl und wurde aus dem Stand Juniorpartner der Koalition. Mit Holger Klötzner stellt Volt im Magistrat den Bildungs- und Digitaldezernenten.
Motto der Wahlkampagne 2026: „Europäisch denken, lokal handeln – für eine neue Art der Politik“. Volt wolle von Ideologie befreit Politik machen und über den Tellerrand blicken.
Spitzenkandidatin: Ana Lena Herrling
Uffbasse
Die linksalternative Wählervereinigung Uffbasse (ein Akronym aus „Unabhängige Fraktion freier Bürger – aufrecht, spontan, subkulturell, eigenwillig“) gibt es nur in Darmstadt. Sie hat ihren Ursprung in der ersten Oberbürgermeister-Direktwahl 1994 [„Uffbasse – Dillmann wähle!“]. Aktuell ist Uffbasse munterer Teil der Opposition. Uffbasse geht mit ihrem Parteimotto „unabhängig,
eigenwillig und konsequent kommunal“ ins Rennen der diesjährigen Kommunalwahlen. Gemeinwohl gibt die Partei als übergeordnetes Ziel an. Spitzenkandidatin: Kerstin Lau
Die AfD – bundesweit 2013 gegründet – kandidiert in Darmstadt seit 2016 bei Kommunalwahlen. Aus dem Stand zog sie damals mit 9,6 Prozent ins Stadtparlament ein; 2021 holte sie 4,6 Prozent. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat die AfD im Mai 2025 als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft, aktuell gibt es allerdings eine Stillhaltezusage bis zur Klärung im Eilverfahren. Motto der Wahlkampagne 2026: „Zeit für Darmstadt“. Bezahlbares Wohnen soll einer der Schwerpunkte im Wahlkampf werden.
Spitzenkandidat: Günter Zabel
WGD: Wählergemeinschaft Darmstadt
Bei der Wählergemeinschaft Darmstadt (WGD) handelt es sich um einen 2020 gegründeten Verein, der in der aktuellen Legislatur mit einem Mandat im Stadtparlament vertreten ist. Zur Kommunalwahl 1977 gab es erstmals eine Wählergruppe mit diesem Namen, die sich damals gegen die Osttangente stark machte.
Die Gruppe tritt ohne konkretes Motto, dafür aber mit einem Schwerpunkt auf dem Umweltschutz an. Grün- und Waldflächen sollen erhalten bleiben. Geplant sind außerdem eine bessere Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs an das Umland, mehr Mitspracherechte für Jugendliche sowie die Einführung von Bürgerräten.
Spitzenkandidat: Falk Neumann
BSW: Bündnis Sahra Wagenknecht
Das BSW hat sich im Januar 2024 im Bund gegründet, 2025 in Darmstadt. Es tritt hier erstmals zur Kommunalwahl an.
Motto zur Wahl 2026: „Friedlich, sozial, gerecht – Demokratische Erneuerung fängt in der Kommune an“.
Spitzenkandidatin: Özlem Aydin
Die Tierschutzpartei
Unter dem Namen der Tierschutzpartei tritt eine gemeinsame Liste an, die sich aus vier Parteien aus dem links-liberalen Spektrum zusammengeschlossen hat: Neben der Tierschutzpartei stehen die Partei der Humanisten (PdH), die Klimaliste und die Piraten Kandidaten auf dieser Liste.
Schwerpunkt der Kommunalwahl 2026 ist es, die Chancen für progressive Politik mit einem gemeinsamen Fokus auf Tierschutz und Klimapolitik zu verbessern.
Spitzenkandidatin: Ayla Linda Kara >
DaGe: Darmstadt Gemeinsam
Das erst 2025 gegründete Wählerbündnis
„Darmstadt Gemeinsam“ (DaGe) steht zum ersten Mal auf dem Wahlzettel, kommunalpolitische Erfahrung hat die Vereinigung aber trotzdem: Die Gründer Mandy und Mario Pingel waren bislang für die Satire-Partei „Die Partei“ aktiv. Motto der Wahlkampagne 2026: Einsamkeit. Ziel ist es, diese zu bekämpfen, indem Begegnungsstätten geschaffen werden, die lokale Kultur gefördert wird und Vereine und Engagement unterstützt werden.
Spitzenkadidat: Mario Pingel
SfD: Stimme für Darmstadt
Das seit 2021 im Ausländerbeirat vertretene Bündnis „Stimme für Darmstadt“ tritt bei dieser Kommunalwahl erstmals auch für die Stadtverordnetenversammlung an.
Schwerpunkt des Bündnisses ist es, die Meinungen und Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund im Darmstädter Stadtparlament stärker zu vertreten. Außerdem soll die Digitalisierung der Ausländerbehörde vorangetrieben werden.
Spitzenkandidat: Ümit Cengiz
Die Partei
Die vor 22 Jahren von „Titanic“-Redakteuren gegründete Partei „Die Partei“ ist auf verschiedenen politischen Ebenen aktiv. Die Satire-Partei hat es 2021 in Darmstadt mit zwei Mandaten ins Stadtparlament geschafft, inzwischen sind beide Stadtverordnete entweder fraktionslos oder Teil der Fraktion Uwiga/WGD.
Spitzenkandidat: John Kortt
Freie Wähler
Die Freien Wähler Darmstadt sind eine Ausgründung des Bündnisses der Bürgerinitiativen Darmstadt (BBD). Sie haben sich im Herbst 2020 als Wählerinitiative formiert und gewannen bei der Wahl 2021 ein Stadtverordnetenmandat. Als Themenschwerpunkte nennen die Freien Wähler Bürgerbeteiligung, umweltverträgliche Stadtplanung und Verkehrspolitik.
Spitzenkandidat: Harald Uhl

Diese Liste der Parteien zur Kommunalwahl 2026 wurde ursprünglich von unserer VRMKollegin Birgit Femppel im Darmstädter Echo veröffentlicht (am 5. Februar 2026). Sie liefert einen so kompetent analysierenden, kompakten Überblick, dass wir sie auch im P Stadtkulturmagazin abdrucken mussten! Und grundsätzlich gilt sowieso: Lest und unterstützt die lokale Tageszeitung ... sie ist wichtig für das Fortbestehen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und als kontrollierende „Vierte Säule“ unserer Demokratie: echo-online.de






„Ei, wie würde denn die ganz junge Leit so wähle, wenn se schon wähle dürfte?“ Eine Antwort auf diese gute, demokratiestärkende Frage liefert in Darmstadt die inoffizielle U18-Kommunalwahl. Kinder und Jugendliche im Alter bis 18 Jahre können vom 27. Februar bis einschließlich 5. März an ihr teilnehmen. Organisiert wird die Wahl, die für die Stadt „ein wichtiges Projekt der politischen Bildung“ und der Partizipation darstellt, vom Jugendring Darmstadt e. V. und dem kommunalen Jugendbildungswerk der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Als Wahllokale fungieren Jugendzentren und -einrichtungen. Dort gibt es eine Kabine zur geheimen Stimmabgabe und eine Wahlurne, dazu Infomaterial zur Wahl, den angetretenen Parteien und Gruppen sowie den Stimmzettel. Der ist aus technischen Gründen vereinfacht, es wird nicht kumuliert und panaschiert. Idealerweise finden sich unter den Jugendlichen auch Wahlhelferinnen und -helfer, die das Wahllokal mit aufbauen, betreuen und die Stimmen auszählen.
Weitere Infos – unter anderem auch ein Link zur „Wahlhilfe“ (einer Art Wahlomat) sowie ab spätestens 9. März das Ergebnis der U18Wahl – findet Ihr online unter:
u18darmstadt.de

Wahlhilfen zur Kommunalwahl 2026 —
Für die Kommunalwahl in Hessen am 15. März 2026 starten die TU Darmstadt und die gemeinnützige Organisation „VOTO“ erneut digitale Wahlhilfen in zahlreichen Städten und Landkreisen. „VOTO“ bietet Wählerinnen und Wählern einen einfachen Zugang zu den wichtigsten kommunalpolitischen Themen und den Angeboten der Parteien und Wählergruppierungen – politisch neutral, kostenlos und lokal zugeschnitten.
„Kommunalpolitik ist Demokratie vor der Haustür – aber die Informationslage ist oft unübersichtlich. ,VOTO' schafft Orientierung“, erläutert Professor Christian Stecker, der das Projekt in einem Team mit Thilo Dieing, Paul Manger und Sina Wensing an der TU Darmstadt koordiniert. „VOTO“ steht zur Kommunalwahl 2026 in 27 Städten, Gemeinden und Landkreisen zur Verfügung, darunter Darmstadt, Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Hanau: app.voto.vote/de







Wahlabend zur Kommunalwahl in Hessen 2026
Zur Kommunalwahl in Hessen 2026 richtet die Wissenschaftsstadt Darmstadt am Sonntag, 15. März, ab 18 Uhr wieder den Wahlabend in der Centralstation aus. Die Kandidatinnen und Kandidaten der an der Kommunalwahl in Darmstadt teilnehmenden Parteien, Journalist:innen sowie interessierte Bürger:innen werden vor Ort sein. Der Eintritt ist frei.
Am Wahlabend werden die aus den Wahllokalen gemeldeten Trendergebnisse ab 18 Uhr in Tabellen und Grafiken auf einer Großbildleinwand präsentiert. Die eingehenden Trendergebnisse werden ständig aktualisiert, sodass jederzeit Zwischenstände vorliegen. Der Wahlabend wird moderiert vom Leiter der Abteilung Statistik im Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Dr. Jürgen Schraten.
Wichtige Themenfelder
Umfrage zu (Pop-)Kultur-Themen
Das Pop Netzwerk Darmstadt, ein Zusammenschluss von Aktiven im Bereich der Popkultur in Darmstadt, hat im Vorfeld der Kommunalwahl alle demokratischen Parteien zum Stellenwert der Darmstädter Popkultur mit Topics wie Proberaumnot, Innenstadtbelebung, GEMA-Kosten, Popreferat, Nachtbürgermeister, Popmusikpreis, Studiengang „Populäre Musik“, Sperrstunde für Open-Air-Konzerte sowie Förderung der Popkultur in Darmstadt interviewt. Die Ergebnisse dieser Parteien-Umfrage können ab 1. März online nachgelesen werden unter: popnetzwerkda.de
Queere Wahlprüfsteine
Vielbunt e. V., nach eigenem Verständnis „Gestalter*innen queeren Lebens sowie Ansprechpartner*innen und Sprachrohr für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter und queere Menschen (LSBT*IQ) in Darmstadt“ haben elf queere Forderungen zur Kommunalwahl 2026 an die Darmstädter Parteien und Bündnisse formuliert: Von gezielten Hilfen für LSBT*IQ-Jugendliche über umfassende Barrierefreiheit im Queeren Zentrum bis hin zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung für queere Menschen. Gemeinsam ist allen Forderungen das Ziel, dass sie die Lebensqualität für queere Menschen durch gute Kommunalpolitik erhöhen.
Die Antworten der einzelnen Parteien und Bündnisse können – inklusive einordnender Bewertung durch Vielbunt – online studiert werden: darmstadtwaehlt-queer.de
Informieren und mitdiskutieren!
Das könnt Ihr hier:
„Die Letzten werden die Ersten sein“
So, 1.3., um 11 Uhr, im Agora am Ostbahnhof: Veranstaltungen zur Kommunalwahl gibt es viele. Diese ist anders. Normalerweise werden die Kandidat:innen befragt. Hier suchen sie sich die Fragen aus. Normalerweise gibt es Fragen aus dem Publikum. Hier wird das Publikum von den Kandidat:innen befragt. Normalerweise sind es die Spitzenkandidierenden. Hier sind es die, die einen kritischen Listenplatz haben. „Wir glauben ans Kumulieren und Panaschieren“, betonen die Veranstaltenden, das Kabarett-Duo Kabbaratz. Es wird auch ein Darmstadt-Quiz geben.
„Darmstadt 2031 – Ohne Kultur keine Stadt“ –kommunalpolitisches Streitgespräch zur Zukunft der freien Kulturszene
Mi, 4.3., um 18 Uhr, im Theater Moller Haus: Wie steht es um die freie Kulturlandschaft in Darmstadt im Jahr 2031? Welche kulturpolitischen Konzepte verfolgen Parteien und Wählerinitiativen, um diesen lebendigen und identitätsstiftenden Teil der Stadtgesellschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln? Und welchen Stellenwert nimmt freie Kultur ein – im Spannungsfeld zwischen kulturellen Leuchttürmen und kommunalem Kassensturz? Diesen Fragen widmet sich dieses kommunalpolitische Streitgespräch. Es geht um Förderstrukturen, Arbeitsbedingungen freier Kulturschaffender sowie die Bedeutung einer vielfältigen Kulturlandschaft für eine demokratische, offene Stadtgesellschaft. Moderation: Rainer Bauer und Ulrich Sommer
„Bildung wählen, Zukunft gestalten – Darmstadt im Zukunftscheck“
Do, 5.3., um 19 Uhr, in der Bessunger Knabenschule: Im Vorfeld der Kommunalwahl lädt der Stadtelternbeirat Darmstadt gemeinsam mit dem Stadtschüler:innenrat Darmstadt zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein. Die Spitzenkandidat:innen der aktuell sechs am stärksten in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien (Grüne, CDU, SPD, Volt, Uffbasse, Die Linke) diskutieren über zentrale bildungspolitische Fragen und Perspektiven für die Stadt.
LOKAL HANDELN




Wahlprogramm und weitere Informationen
Politische Werbung zur Kommunalwahl am 15. März 2026
Sponsor: Volt Deutschland Landesverband Hessen, Altenhöferallee 17, 60438 Frankfurt
Transparenzhinweis: https://voltdeutschland.org/hessen/ttpa

INTERVIEW: KATHARINA HOFF | FOTO: NOUKI

Von der Krone-Kneipe bis auf die Hauptbühne des Hurricane Festivals: Die sechs Musiker von Scheiba blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Im Blackbox-Interview erzählen sie, wie sich parallel zu Studium, Jobbeginn und Arbeitsalltag auch die Haltung zum Musikmachen und die Erwartungen daran entwickelt haben.
Die Ursprünge der Band liegen in der gemeinsamen Schulzeit in Hofheim im Taunus. Während Corona gründete sich die Band in Darmstadt neu.

Heute bestechen Scheiba durch energiegeladene Live-Auftritte, mixen Indie-Rock mit Disco-Beats. Sebastian „Sebi“ Nieraad (Gesang, Gitarre), Mauricio Homberg (Bass, Gesang), Markus Amann (Keyboard, Synthesizer), Steffen Bißwanger (Schlagzeug), Clemens Schlegel (Posaune, Gesang) und Philipp Erdmann (Saxofon) leben mittlerweile in Deutschland und darüber hinaus verstreut; ihre musikalische Base ist aber nach wie vor Darmstadt. Hier haben sie sich in den letzten Jahren eine beachtliche Fanbase und einen soliden Bekanntheitsgrad erspielt. Gerade bereiten sie sich auf das kommende Jahr vor.
Ihr wart im letzten Jahr viel unterwegs – habt kleine und sehr große Festivals gespielt, Musik veröffentlicht und eigene Shows veranstaltet. Woran arbeitet Ihr gerade?
Sebi: Eigentlich erholen wir uns noch vom letzten Sommer. Bei uns läuft alles immer parallel zu unseren Jobs, das kann schon sehr anstrengend werden. Es war jetzt eigentlich das erste Mal seit Jahren, dass wir uns wirklich mal eine lange Zeit Pause genommen haben. Jetzt kommt die Lust so richtig wieder! Und wir arbeiten gerade schon viel am Showkonzept für unseren ersten Gig dieses Jahr – am 20. März in der Centralstation.
Wie fühlt Ihr Euch im Hinblick auf das Konzert in der großen Halle der Centralstation?
Sebi: Wir spielen an dem Abend zusammen mit der Baba Shrimp Gang und möchten nicht einfach zwei Konzerte machen, sondern eine richtige Party. Wir planen ein sehr besonderes Showkonzept – ich glaube, das wird viele überraschen!
Philipp: Wir haben natürlich total Bock und sehen das als richtig nice Chance, eine uneingeschränkt 100 Prozent geile Show zu machen, ohne Kompromisse einzugehen. Aber es ist schon auch ein gewisser Druck. Man will der Location und den Menschen, die das mit uns planen und uns sehr entgegenkommen, gerecht werden. Das braucht eine Menge Planung, insofern tut unsere „Pause“ gerade natürlich gut. Aber nicht live aufzutreten heißt ja immer noch: regelmäßig Proben, Songs machen, Planen, Recorden, Merch vorbereiten ...
Steffen: Zudem mussten wir ja auch aus unserem Proberaum raus. Das war viel Arbeit und Unsicherheit, weil wir lange in der Schwebe waren, und hat viel Kapazität in Anspruch genommen.
Ihr habt in der Huette [einem der ältesten Jugendzentren Hessens] in der Darmstädter Kiesstraße geprobt, bis diese Ende 2025 trotz Rettungsangebots
endgültig geschlossen wurde. Habt Ihr schon eine Alternative gefunden?
Philipp: Ja, wir sind jetzt eine von drei Bands von den vielen aus der Huette, die woanders untergekommen sind. Da hatten wir Glück, aber die jüngeren Bands können nicht einfach sagen: Okay, wir zahlen woanders eine monatliche Miete. Die sind jetzt wahrscheinlich erst mal einfach raus und können nicht weitermachen, das ist tragisch.
Sebi: Dass das mit der Huette absolut nicht gut gelöst wurde, sollte allen klar sein. Da fällt neben den Räumen auch der ganze zwischenmenschliche Teil weg. Das war eine Community, die jetzt komplett wegbricht, ein Mix an Leuten, der einfach gut getan hat. Das ist super schade. Wir wurden dort auch immer wieder mit Sachen konfrontiert, die uns aus der eigenen Bubble rausgeholt haben. Das fehlt jetzt.
Wie funktioniert Ihr als Band, wer schreibt Eure Texte – und wie vereinbart Ihr Job und Musik?
Steffen: Wir proben regelmäßig, mittlerweile auch öfter in Blöcken am Wochenende, das ist verträglicher mit der Arbeit. Und wenn wir mal nicht alle zusammen proben, ist das auch total produktiv. Gerade bei neuen Sachen lohnt es sich oft, erst mal in kleinen Gruppen zu arbeiten.
macht das ja jetzt schon seit fünf Jahren.
Sebi: Ich glaube, was sich für mich am meisten verändert hat, ist die Einstellung zu dem Ganzen. Zum Musikmachen und was es bedeutet, und wo ich damit hin will. Durch viele Blicke hinter die Kulissen von einem großen Traum von früher „Ich will Rockstar werden“, zur Erkenntnis der Realität: Dass es vielleicht auch ganz geil ist, nicht von dieser Industrie und vom Musikmachen abhängig zu sein.
Philipp: Es ist Ruhe eingekehrt. Nicht im Sinne von energielos, sondern einfach unaufgeregt sein. Weniger Dinge tun, um irgendwo hin zu kommen, sondern immer präsent sein und in der Situation alles aufnehmen und genießen. Insgesamt wird man achtsamer, vor allem wenn man viele Gigs hintereinander spielt und fit bleiben muss. Und wir trinken weniger als früher.
»Die Huette war eine Community, die jetzt komplett wegbricht.«
Steffen: Stocknüchtern Gigs zu spielen macht richtig Spaß. Auf dem Hurricane zum Beispiel habe ich nicht einen Tropfen Alkohol getrunken, und fand das richtig geil. Musikmachen ist irgendwie per default mit Alkohol trinken verknüpft. Das entkoppelt sich immer mehr.
Ihr habt den Gig auf dem Hurricane ja schon erwähnt, wo Ihr auf einer absurd riesigen Bühne gespielt habt. Was hat das mit Euch gemacht?
Sebi: Die Texte kommen größtenteils komplett von mir. Je nachdem, wie fertig der Song ist, wenn ich den Text mitbringe, proben wir ihn ein und ändern vielleicht nur noch mal Kleinigkeiten an den Stimmen. Letztens habe ich zum ersten Mal im Studio in Mannheim gemeinsam mit unseren Produzierenden an einem Song gearbeitet, dessen Einzelteile ich nie richtig verarbeitet bekommen habe. Das war sehr produktiv und ein ganz neues Vorgehen für mich, und hat viel Spaß gemacht.
Wie persönlich sind die Texte und Geschichten?
Sebi: Fast alles ist autobiografisch. Eine Ausnahme ist der Song „S3“: Da stand ich in Frankfurt-Süd und hab auf die S3 gewartet, als die noch nicht zur S6 geworden war, und wollte nach Darmstadt zurückfahren. Das fand ich schön moody für einen Song. Normalerweise kommen die Texte und Songideen aber aus Emotionen heraus. Nur dann entsteht etwas, das mir langfristig gefällt.
Was hat sich für Euch über die Zeit verändert? Ihr
Sebi: Es ist unglaublich schwer, das zusammenzufassen, weil es so viel bedeutet hat. Es war komplett emotional überwältigend. Auf so einem Festival zu spielen, auf so einer Bühne ... Das ist einfach ein Kindheitstraum, der in Erfüllung geht.
Steffen: Für mich war der Hurricane-Gig mehr als nur der Gig an sich. Der war „nur“ eine halbe Stunde lang. Aber ich habe Erinnerungen an jede Sekunde der 24 Stunden drumrum. Später ist mir auch klar geworden, was der Gig für eine riesen emotionale Belastung war. Ich hatte währenddessen Tränen in den Augen, so viel hat sich da gelöst, und ich war nur noch erleichtert und glücklich.
Philipp: So ein bisschen wurde da auch was entzaubert. Man sieht, wie alles abläuft, bekommt einen Tag im Leben dieser Mega-Artists mit, und was das für krasse Arbeit ist. Ständige Überstimulation, Lärm, Stress, Druck, Erschöpfung. Es ist auf jeden Fall auch ein Reality-Check, zu sehen, was es bedeutet, auf diesem Niveau Musik zu machen.
Im Kontrast dazu wart Ihr 2025 auch auf vielen kleinen Festivals unterwegs, wie zum Beispiel dem Nonstock im Odenwald. Kann man da einen Vergleich ziehen?
Philipp: Nonstock 2025 ist mein „favourite Gig of all Time“. Weil es einfach Komfortzone war, deswegen habe ich das in dem Moment komplett genossen. Bei solchen ehrenamtlich organisierten Festivals merkt man auch einfach, dass da richtig viele Gedanken und Gefühle reinfließen, damit das gut wird. Das Catering zum Beispiel ... sensationell! Das macht es noch mal besonderer. Was aber nicht heißt, dass ich das Hurricane dagegen eintauschen würde.
Sebi: Nonstock war super leicht, super spontan, familiär, fröhlich, schön. Komplett sorgenfrei!
Beim Hurricane ging komplett die Pumpe. Während der Show ist das dann abgefallen, als alles funktioniert hat. Bei der Live-Aufnahme von „S3“ beim Hurricane hört man mich irgendwann lachen – das war mein Mechanismus, um nicht beim Singen anzufangen zu heulen. Es war so eine riesige Erleichterung. Und dann war das Glücksmoment und Energie pur, da wollte ich wirklich die Welt zusammenschreien.
Und wie macht man nach so einem Jahr weiter?
Sebi: Wir wollen fokussiert Gigs machen, an denen wir richtig Spaß haben. Ohne Hintergedanken, ob man was anderes machen sollte, könnte oder müsste, wie viele Leute einen da sehen, oder was wir davon vielleicht langfristig haben. Wir wollen alles maximal genießen.
Philipp: Ein Traum ist auch, dieses Jahr eine LP auf Vinyl rauszubringen. Einfach mal auf Speichern drücken und alles veröffentlichen, was wir haben. Es gibt so viele Erinnerungen im Kopf, die so unantastbar sind, und es wäre toll, das mal physisch zu haben. Man weiß ja auch nie, wie lang das alles noch so weitergeht.
Wie ist es für Euch als kleine Band, die alles selber macht, im Musikbusiness unterwegs zu sein?
Philipp: Die Schwierigkeit ist eigentlich immer, an Gigs zu kommen. Es fehlt der Door-Opener zu Booking-Möglichkeiten. Bei Festivals werden Slots für eventuelle Bands von Agenturen freigehalten und selbst, wenn die Booker Dich mögen und kennen, ist es schwer. Würde man aber professioneller werden und zum Beispiel mit einem Label arbeiten, wird der Druck natürlich ein ganz anderer. Wahrscheinlich würde man sich dann die Zeit zurückwünschen, in der man, wie wir jetzt, auf eigene Faust vorgeht und dafür machen kann, was man möchte.
Sebi: Das ist dann die Realität und der Zwiespalt,
in dem man steckt. Wir sind total frei in dem, was wir machen, und wir machen einfach gerne Musik. Es geht auch so schon immer mehr um Reichweite auf sozialen Medien. Veranstalter sehen bei uns, dass wir nicht die krassen Zahlen im Internet haben – wissen aber nicht, dass wir eine ziemlich gute Live-Band sind, die auch unbekanntes Publikum sehr gut unterhalten kann. Wenn man größer werden will, wird das noch mehr Marketing, weniger Musik machen. Das sind nicht wir. Und deswegen ist es, glaube ich, auch für uns einfach ein guter Weg, wie es ist. Wir wollen live spielen, das ist unser Ding.
Die Musikbranche ist nach wie vor ein extrem männerdominiertes Business, das Thema Gleichberechtigung ist aktuell sehr akut. Merkt Ihr das als Band, die aus sechs Männern besteht?
Sebi: Was wir immer gerne gemacht hätten, ist, als Support Act für Bands auf Tour spielen. Da kommt dann verständlicherweise sehr oft zurück, dass die Bands FLINTA* Acts fördern möchten und es deshalb nicht passt.
Philipp: Die entsprechenden Bands sind ja selbst schon meistens vier bis sechs Typen auf der Bühne, da brauchen die nicht noch eine sechsköpfige Männerband. Den Fakt, dass wir sechs Dudes sind, können wir nicht ändern, wir sind uns dessen sehr bewusst. Und wenn wir mal in der Position sind, Support zu suchen, dann versuchen wir ja auch, entsprechende Acts zu finden.
Danke schön für das nette Gespräch. Wir sehen uns am 20. März in der Centralstation – und am Heinerfestfreitag uff de Piazza!
Weitere Folgen dieser P-Rubrik:
Scheiba live!
Centralstation (Halle) | Fr, 20.3. | 20 Uhr | 20 €: Baba Shrimp Gang x Scheiba Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de
Save schon mal the date!
Stadtkirchplatz | Fr, 3.7. | 21.30 Uhr | Eintritt frei: Scheiba bei „Heißes Pflaster uff de Piazza“
scheiba.band

Made in Darmstadt, Folge 109: „Schweifbooklets“ von „die Schweiferei“
TEXT: GESA JOHN | FOTO: JENS PUSSEL
Darmstadt erkunden, ohne dabei zu wissen, wo man eigentlich hinläuft? Mit den „Schweifbooklets“ wird der Zufall zum Reiseführer.
Im Alltag sind die Augen häufig aufs Smartphone gerichtet, während die Umgebung meist kaum Beachtung findet. Die Schweifbooklets des Kölner Unternehmens „die Schweiferei“ wollen genau das ändern. Die Gründerinnen Lisa Herbst und Kathrin Gölz haben kleine Heftchen kreiert, mit denen man zufällige Stadterkundungen in der Heimatstadt (oder einem noch unbekannten Ort) erleben kann. In neun deutschen Städten kann man die Booklets schon kaufen, seit Ende 2025 auch in Darmstadt im Grünen Salon.
Mit Anweisungen wie „Folgt einer Person mit hellem Haar unauffällig über die nächste Kreuzung“ oder auch „Macht euch auf die Suche nach einer Freifläche oder einem Platz“ führt einen der Zufall durch die Stadt. Je nach ausgewähltem Schweif gibt es zwischendurch Fragen, um einander besser kennenzulernen. Ob „Familien-Schweif“, „PaarSchweif“ oder „Freund*innen-Schweif“: Für jede und jeden ist hier etwas dabei. Mit dem Thema beschäftigt sich Kathrin schon länger. Während ihrer Masterarbeit (in Kultur, Ästhetik, Medien an der Hochschule Düsseldorf) lernte sie eine Methode der Situationisten kennen, um aus Alltagsroutinen auszubrechen: Dérive, was übersetzt Umherschweifen bedeutet. „Als während Corona fast alle Kulturangebote eingestellt wurden, bin ich noch mal auf das Thema zurückgekommen. Ich dachte mir: So ein Spaziergang-Format ist doch total schön, damit die Menschen die Stadt entdecken und aktiv sein können, ohne dabei in geschlossenen Räumen sein zu müssen”, erzählt die 35-jährige Kreative, die im Kreis Bergstraße aufgewachsen ist. In Köln stellte die Soziologin und Kulturwissenschaftlerin 2024 dann mit ihrer damaligen Mitbewohnerin Lisa, die als Sozialarbeiterin, Theatervermittlerin und Bildungsreferentin arbeitet, das Unternehmen die Schweiferei auf die Beine. Für sie die Besonderheit des gemeinsam entwickelten Print-Produkts: „Dass man einfach nicht weiß, wo das Heftchen einen hinführt und das man es auch wirklich in jeder Stadt benutzen kann. Man bekommt eine andere Perspektive auf seine Umgebung.” Privat gehen die beiden auch gerne mal schweifen – und sammeln dabei Inspirationen für ihre Büchlein. ❉
dieschweiferei.de
Wir haben nix zu verstecken – bei uns findet Ihr schöne Oster-Überraschungen für Eure Lieben und farbenfrohe Deko für die festliche Stimmung.
SPIELZEUG KARTEN MÄUSE SOCKEN SEIFE LAMPEN DECKEN UHREN VASEN … UND VIELE SCHÖNE DINGE
Robert-Schneider-Str. 20 64289 Darmstadt 06151 719 115 www.GruenerSalon.de Mo.-Fr. 10-18.30 + Sa. 10-14 Uhr

Die Situation am Osthang hat sich im Februar krass zugespitzt. Nahezu täglich landeten Pressemitteilungen von Stadt, der Initiative „Osthang bleibt“, dem OHA e. V. oder Fraktionen wie den Grünen oder Uffbasse im Postfach der P-Redaktion. Es ging um: rechtskräftiger Beschluss vs. abgekartete Machbarkeitsstudie, die leere Stadtkasse, die Sichtung eines Bergmolches oder die Frage, ob Info- oder Kulturzentrum. Der Climax der Zuspitzung dann um die Monatsmitte herum: Die Stadt teilte mit, dass nun eine Allgemeinverfügung in Kraft trete und ab Mittwoch, 18. Februar, um 6 Uhr morgens für zwei Tage ein Betretungs-, Aufenthalts- und Nutzungsverbot für das Gelände am Olbrichweg gelte. So sollte die Besetzung des Areals durch „Osthang bleibt“-Aktivisti beendet werden, die das kleine Waldstück seit Mitte Dezember Tag und Nacht blockierten, um zu verhindern, dass 13 Bäume „mit relevantem Umfang“ und fünf Vogelkirschen zur Vorbereitung der Baumaßnahmen für den Neubau eines dreistöckigen Informationszentrums gefällt werden. Und es herrschte Zeitdruck: Denn laut Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes sind Rodungsarbeiten aufgrund der Brut- und Setzzeit
vom 1. März bis zum 30. September verboten. Am Donnerstag, 19. Februar, gegen 7.30 Uhr am Morgen räumte ein Großaufgebot der Landespolizei – inklusive eines SEK-Höheninterventionsteams – im dichten Schneeregen den tags zuvor bereits eingezäunten, ehemaligen Kulturort. Die verbliebenen sechs Aktivisti wurden aus dem Gelände transportiert (die Polizei nannte es „gerettet“).
Kurz nach 13 Uhr wurde mit den Rodungsarbeiten begonnen. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe waren die vorab ausgewählten 13 Bäume gefällt und der Abbau der OHA-Main-Hall, der in die Weststadt vor das Kunstdepot umziehen soll, wurde vorbereitet. Tabula rasa. osthang.de/ohablog
Darmstadt hat eine neue Kulturamtsleiterin: Britt Baumann. Sie startet mit einem ambitionierten Vorhaben: Als „Netzwerkerin für Kultur“ möchte sie „im Dialog mit den Akteuren“ einen „Rahmenplan Kultur“ erstellen. Auf Grundlage des partizipativ angelegten Projekts sollen „Stärken und Schwächen“ des kulturellen Angebots in Darmstadt erkannt und analysiert werden. Bis zum Jahr 2028 seien dafür 200.000 Euro
in den Haushalt eingestellt, erklärte Oberbürgermeister und Kulturdezernent Hanno Benz (SPD) bei Baumanns Vorstellung. „Wir brauchen ein neues strategisches Gerüst“, so die neue Kulturamtsleiterin, die die „Schnittstellenarbeit“ zwischen verschiedenen Ämtern, Institutionen und Personen sowie „Netzwerke zu stärken“ als ihre Hauptaufgaben definierte. Benz betonte die wichtige Rolle der – auch weiterhin mit jährlich 44 Millionen Euro von der Stadt geförderten – Kultur. Sie sei „ein Standortfaktor“, der Darmstadt auch für Fachkräfte noch interessanter machen könne. Auch die Innenstadt solle davon profitieren, wenn sich das Kulturamt künftig „intensiv mit der Wirtschaftsförderung und Darmstadt Marketing sowie dem Leerstandsmanagement verzahnt, um Synergien zwischen Kunst, Handel und Stadtentwicklung optimal zu nutzen“. Die Behörde könnte dafür perspektivisch auch in die Innenstadt ziehen. Für Britt Baumann ist das Kulturamt nicht nur dazu da, Anträge anzunehmen und Fördergeld auszuzahlen. „Es geht mir auch um die Beratung der freien Szene.“ Dort ist die 50-Jährige kultiviert, seitdem sie in Bremen Kultur-, Kunst- und Geschichtswissenschaft studiert und im soziokulturellen Bereich gearbeitet hat. Seit 2009 war Baumann für die Stadt Offenbach am Main in verschiedenen Positionen tätig, etwa für strategisches Marketing und den Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft. Zuletzt war sie dort stellvertretende Kulturamtsleiterin und leitete in dieser Funktion die Abteilung Kulturmanagement und den interaktiven Ausstellungsort „SCAPE°“ des Deutschen Wetterdienstes. Das Offenbacher Riviera Festival für Pop- und Clubkultur prägte sie mit, sieht in diesem Bereich aber keinen Bedarf in Darmstadt: „Hier gibt es mit dem Schlossgrabenfest und dem Golden Leaves schon zwei tolle Festivals, die überregional ausstrahlen“, so Baumann. Fehlende Ateliers und Proberäume für Bands und freie Theatergruppen seien dagegen „ein wichtiges Thema mit hoher Priorität“. Womit sich der Kreis zum Rahmenplan Kultur schließt.
Release-Eruption im Hause Latex. Nachdem das Darmstädter Darkwave-/Post-Punk-Duo Mitte Februar „Ich Verbrenne Mich“ als Single und Video veröffentlicht hat, folgt am 6. März mit „Erase Me“ Singleauskopplung Nummer zwei, bevor am 27. März das dazugehörige Debütalbum „Silk“ rauskommt. Auf Vinyl (Besser Samstag Records, nur 300 Exemplare), auf CD (Bandvertrieb, limitiert auf 200 Stück) und als Audio-Cassette (George Korea Records) treffen melancholische

Melodien auf treibende Basslinien und markante Gitarren, untermalt von weiblichem Gesang, der dunkle Dringlichkeit mit zerbrechlicher Sanftheit in Einklang bringt. Für alle, die auf den Sound von The Cure, Cocteau Twins oder X-Mal Deutschland stehen. latexband.bandcamp.com
Was entsteht, wenn eine Künstlerin, die zwischen Architektur und Musik oszilliert, den Flügel mit Tischtennisbällen und Videotapebändern bespielt? Mit „Ich weiß nicht“ präsentiert die Darmstädter Songwriterin Julakim am 16. März auf allen Streaming-Plattformen ein radikales Experiment: ein Lied, „das Genre-Grenzen sanft übergeht, Materialität hörbar macht und die Frage stellt, was ein Song heute sein kann“. Entstanden als spontane Komposition für das „Arte“-Kulturformat „Stadt Land Kunst“ (Ausstrahlung: im Frühling 2026), verbindet das Werk performative Neugier mit poetischer Dringlichkeit. julakim.de


Im Rahmen des World Design Capital RheinMain Frankfurt 2026 veranstaltet der Fotoclub Darmstadt den diesjährigen Jugendfotowettbewerb „#MyDesign4Democracy“. Ziel ist es, „junge Menschen dazu zu ermutigen, sich fotografisch mit den Themen Design, Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe auseinanderzusetzen und ihre eigene Perspektive sichtbar zu machen“. Mitmachen können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Hessen, Einzelpersonen, Projektgruppen und Schulklassen. Einsendeschluss für die mit Digital- oder Analogkamera, Smartphone oder KI generierten Foto-Arbeiten ist am 15. März. Die – auch mit Preisen – prämierten Arbeiten werden dann ab Mitte April im JustusLiebig-Haus ausgestellt. Bewerbungsdetails unter: jugendfotowettbewerb.de
Die afghanische Autorin Maryam Kishawarz ist neue Elsbeth-Wolffheim-Stipendiatin der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der hier ansässigen Schriftsteller:innenvereinigung PEN Deutschland. Das Stipendium wurde im Jahr 2004 ins Leben gerufen, um im Exil lebenden Autor:innen die Möglichkeit zu geben, in Ruhe und ohne wirtschaftliche Not Texte zu erarbeiten. Die 22-jährige Schriftstellerin begann noch in ihrer Schulzeit in Kabul damit, literarische Texte zu schreiben. Als erste Schülerin des Landes erhielt sie eine ISBN durch das afghanische Kultusministerium für ihr Sachbuch „56 Golden Points for Living Happily“. In ihren Texten beschreibt Maryam Kishawarz die Lebensumstände
afghanischer Frauen und Männer; daneben zeigt sie Wege zur Persönlichkeitsentwicklung auf. pen-deutschland.de
Gegen Rassismus, Gewalt und Ausgrenzung! Mit der Benennung einer kleinen Grünanlage nach ihm setzt der Magistrat der Stadt Darmstadt ein dauerhaftes Zeichen des Gedenkens an den 50-jährigen, fünffachen Familienvater Ali Bayram, der vor 32 Jahren in seiner eigenen Wohnung im Schiebelhuthweg von einem Nachbarn mit rechtsextremer Gesinnung erschossen wurde – vor den Augen seiner damals zwölfjährigen Tochter. Die Einweihung auf der Grünfläche am Eingang der Heimstättensiedlung Mitte Februar erfolgte durch Oberbürgermeister Hanno Benz, Stadtrat Paul Georg Wandrey und Stadtverordnetenvorsteher Yücel Akdeniz gemeinsam mit der Familie Bayram sowie der türkischen Generalkonsulin Nagihan Ilknur Akdevelioglu. darmstadt.de
Der Podcast „Heinermania“ bietet seit Februar ein neues Format: In den – immer zum Monatsanfang ausgestrahlten – „Heinermania-Kulturtipps“ präsentieren die beiden Hosts, die Darmstädter Wissenschaftsjournalistin Sabine Schiner und Kulturjournalist Stefan Benz, im Dialog ihre Empfehlungen für die Kulturszene Darmstadts und Südhessens. In der ersten Ausgabe geht es um starke Frauen: Chloe Zhao und ihren oscarnominierten Kinofilm „Hamnet“, Annegret Soltau und ihre Arbeiten im Kunstforum der TU Darmstadt, Anna Bergmann und ihre Inszenierungen „Sturmhöhe“ und „Prima Facie“ am Staatstheater Darmstadt. Weiterhin zur Monatsmitte kommen aktuelle Gespräche mit

Gästen zu Themen aus Kultur und Natur, Gesellschaft und Sport heraus. Klickt Euch rein in den vom P Stadtkulturmagazin präsentierten Podcast unter: p-stadtkultur.de/rubriken/heinermania-podcast
Fit for digital future! Wie gezielte Förderung Innovation beschleunigen kann, zeigt das Programm „AI Startup Rising (AISR)“ am Hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz (hessian.AI). Das Zentrum umfasst 13 hessische Hochschulen und hat seinen Hauptsitz an der TU Darmstadt. Seit Ende 2021 unterstützt das Projekt mehr als 200 KI-Gründungsteams auf ihrem Weg von der Forschungsidee bis zum Markteintritt: Bis Ende 2025 konnten die beteiligten Start-ups mehr als 60 Millionen Euro an Fördermitteln und privaten Investments einwerben – das entspricht mehr als dem Zehnfachen der eingesetzten öffentlichen Mittel. Das Projekt wird bis März 2027 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) weiter gefördert. hessian.ai/de
Der Kultursommer Südhessen e. V. startet mit frischem Schwung in die nächste Runde: Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde Landrat Frank Matiaske (Odenwaldkreis) zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt. Ihm zur Seite stehen Landrat Oliver Quilling (Kreis Offenbach) als erster und Landrat Thomas Will (Kreis Groß-Gerau) als zweiter Stellvertreter. Der 33. Kultursommer Südhessen wird vom 1. Juni bis 27. September 2026 wieder ein breites Spektrum an Kultur von Musik, Theater und Literatur über Bildende Kunst und Kleinkunst bis hin zu interdisziplinären und partizipativen Formaten bieten – in Städten und ländlichen Räumen gleichermaßen. Den feierlichen Abschluss bilden die „Tage der offenen Ateliers“ am 26. und 27. September 2026, bei denen Kunstschaffende in ganz Südhessen ihre Türen öffnen. kultursommer-suedhessen.de
Südhessens freie Filmszene muss einen herben Verlust verkraften. Jochen Pollitt wirkte 54 Jahre lang ehrenamtlich im Kommunalen Kino Weiterstadt, „wo er die ganze Diversität der Filmkunst lebendig hielt“, ein überregional gefeiertes Kurzfilmfestival und das Queer Filmfest etablierte, Cinelatino Weiterstadt, India Weiterstadt und das Sommerkino im Schlossgarten Braunshardt mit ins Leben rief, Filme drehte, politisch aktiv war und in unverwechselbarer Art und Weise das von ihm mitgegründete Open Air Filmfest Weiterstadt moderierte. In der Nacht vom 14. auf den 15. Januar 2026 ist der 71 Jahre alte Kulturakti-
vist nach langer Krankheit verstorben. Ruhe in Frieden, Jochen!
Auch die Jazzszene Darmstadts und weit darüber hinaus trauert: Michael Bossong ist tot. Als „wichtigen und klugen Kopf in Wort und Schrift“, „der das Darmstädter Jazzleben entscheidend mitgeprägt hat“ und „musikalischer Impulsgeber war“, bezeichnen seine Weggefährten und Bandkollegen den langjährigen Vorsitzenden des Vereins zur Förderung des zeitgenössischen Jazz in Darmstadt e. V. Der hochvirtuose Sopransaxofonist starb am 30. Januar 2026 im Alter von 62 Jahren.
Einen recht engen Bezug zu Darmstadt hatte auch die am 1. Februar 2026 verstorbene Prof. Dr. Rita Süssmuth. Die ehemalige Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Bundesrepublik Deutschland war 18 Jahre lang Präsidentin des hier ansässigen Deutschen Polen-Instituts. Seit 11. Februar liegt in den Institutsräumen im Residenzschloss Darmstadt ein Kondolenzbuch aus.
Was nicht viele wissen: Badesalz- und „Flatsch!“Legende Gerd Knebel war gut mit Akteuren der Darmstädter Kulturszene connectet. Mit Roland Hotz von der Comedy Hall verband ihn nicht nur der gern mal etwas derbere Humor, Hotz sprach auch Rollen in „Badesalz“-Sketchen – und das Team des Kikeriki Theaters baute die Bühnenbilder der letzten Tourneen des Hessisch-Commedy-Duos. Gerd Knebel trat zudem 16-mal in der Centralstation auf und er nahm 2018 zusammen mit dem aus der Heinerstadt stammenden Rapper Mädness als „Dirty Dabbes“ das Album „Putzintensiv“ auf (im hiesigen Lui Hill Studio). Am 24. Januar 2026 verstarb der an Krebs erkrankte Musiker, Komiker und Schauspieler im Alter von 72 Jahren, was auch bei vielen Darmstädter:innen tiefe Bestürzung auslöste.

Das literarische Darmstadt im März
TEXT: MAYA-KATHARINA SCHULZ
Mörderische Spannung trifft auf große Emotionen: Die Darmstädter Krimitage sorgen für Gänsehaut – Romantasy, Romane über alte und neue Liebe und gewitzte Slam-Veranstaltungen für emotionale Kontraste.
Dämonische Anziehungskraft herrscht ab 20.15 Uhr bei Thalia in der Schuchardstraße. Mit Bloggerin @witcherybooks stellt Stefanie Hasse ihren Urban-Romantasy-Auftakt „My Darkest Revenge“ vor - ein Muss für alle Fans von finsteren Pakten und „Enemies-to-Lovers“.
Literarisches Heimspiel im Literaturhaus: Um 19.30 Uhr stellt Daniel Mylow seinen Erzählband „Das Weiß zerrissenen Papiers“ vor. Im Gespräch mit Kurt Drawert und Michael Hüttenberger beleuchtet der Autor existenzielle Schicksale vergessener Dichter. Das Ganze wird stimmungsvoll musikalisch begleitet.
Zum Lachen in den Keller gehen? Unbedingt, wenn ab 20 Uhr im Schlosskeller der Kellerslam tobt. Unter der Leitung von Urgestein Tilman Döring duellieren sich Szenegrößen und Newcomer mit reiner Wortkraft um die Gunst der Zuschauer-Jury. Wer selbst performen möchte, nutzt die offene Liste vor Ort oder schreibt vorab an kontakt@ slam-basis.de.
Samstag, 7.
In der Centralstation stellt Navid Kermani ab 19 Uhr seinen Roman „Sommer 24“ vor. Darin zerbricht eine vertraute Welt, als ein Freund stirbt und politische Debatten immer unversöhnlicher werden. Ein literarischer Versuch, die Widersprüche der Gegenwart auszuhalten, moderiert von hr2-Kultur-Moderator Ulrich Sonnenschein.
Sonntag, 8.
Krimi-Auftakt am Weltfrauentag: Ab 20 Uhr holen die Darmstädter Krimitage zwei brisante RomanDebüts in die Bessunger Knabenschule: Ana Wetherall-Grujic schickt ihre „Blutsschwestern“ in einen Kampf gegen die Mafia, während Susanne Kaiser in „Riot Girl“ eine Ermittlerin undercover in eine Gruppe radikaler Aktivistinnen einschleust.
Im Rahmen der Krimitage lesen Mark Fahnert und Anna Schneider ab 20 Uhr in der Knabenschule. Während Fahnert als Polizist auf jahrelange Ermittlungserfahrung zurückblickt und sein Team in „Die Fährte des Wolfs“ nach Nordmazedonien schickt, nutzt Anna Schneider in „Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten“ das Chaos einer Naturkatastrophe für ein mörderisches Rätsel: Inmitten des Hochwassers taucht eine Leiche auf, die nicht ertrunken ist.
Darmstadt 1969: Schüler begehren auf und entdecken den revolutionären Geist Georg Büchners für ihre eigenen Kämpfe. Frank Schuster liest ab 19 Uhr im Stadtheim der Naturfreunde (in der Darmstraße 4a) aus seinem Roman „Büchner Sixty-Nine“ und lässt die bewegte Zeit der Proteste und Generationenkonflikte wieder lebendig werden.
Die Krimitage führen Petra Johann und Iver Niklas Schwarz um 20 Uhr in die Bessunger Knabenschule. Während Johann in „Wem Du traust“ nach dem Verschwinden der Babysitterin hinter die Fassade einer scheinbar perfekten Familie blickt, erwacht in Schwarz’ Debüt „Kummersee“ zwischen Endlager-Protesten und alten Mythen im Wendland das Böse.
Bei Andreas Izquierdo und Dietmar Bittrich geht es ab 20 Uhr in der Knabenschule um Trauer-
redner. Während Izquierdos Protagonist in „Über die Toten nur Gutes“ der dunklen Vergangenheit eines Freundes nachspürt, steigt Bittrichs Figur in „Grab tiefer!“ mit rabenschwarzem Humor ins illegale Discount-Bestattungswesen ein.
Unter dem Titel „Stop Media-Hate“ stellt Hartmut Vinçon ab 19 Uhr im Stadtheim der Naturfreunde seine medienkritische Antisemitismus-Studie „Kirche unter Druck“ vor. Über den darin behandelten „Medienskandal der BILD “ und seine Folgen diskutieren Podiumsgäste mit Expertise in Wissenschaft, Rechtswesen und interreligiösem Dialog.
Die Krimitage gehen weiter: Henrik Siebold und Timo Blunck präsentieren ab 20 Uhr in der Knabenschule zwei sehr unterschiedliche Fälle: Während Siebolds Ermittler in „Inspektor Takeda und der tödliche Ruhm“ den Mord an einem TV-Koch im Drogenmilieu aufklären muss, schickt Blunck in „Ein kleines Lied über das Sterben“ einen koksenden Ex-Kommissar als Hundefänger ins Rennen.
Die gefeierte Autorin Judith Hermann stellt ihr neues Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ ab 19 Uhr im Literaturhaus vor. Darin verknüpft sie die Spurensuche nach ihrem SS-Großvater in Polen mit Reflexionen über das eigene Schreiben. Die Moderation übernimmt FAZ-Feuilletonchefin Sandra Kegel.
Zum krönenden Abschluss der Krimitage locken uns Michael Kibler und Ivar Leon Menger ab 20 Uhr in die Bessunger Knabenschule. Während Kibler in „Bunkermädchen“ einen 40 Jahre alten Darmstädter Cold Case neu aufrollt, verwandelt Menger in seinem Psychothriller „Der Tower“ ein Berliner Luxus-Appartement in eine tödliche Falle.
Eine einsame Ostseeinsel wird ab 20.15 Uhr bei Thalia in der Schuchardstraße zum Schauplatz eines Albtraums. Im „Booktalk“ spricht Spiegel-Bestseller-Autorin Emily Rudolf über ihren Thriller „Die Housesitterin“, in dem für Cecilia ein vermeintlicher Traumjob zur Falle wird.
An die raue nordische Küste geht’s ab 20.15 Uhr in der Thalia-Buchhandlung in der Innenstadt: Trude
Teige präsentiert ihren Debütroman „Der Gesang der See“, in dem sie – inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte – den Kampf einer Frau um Selbstbehauptung in einer harten Männerwelt schildert.
Im Literaturhaus stellt Daniela Dröscher ab 19 Uhr ihren Roman „Junge Frau mit Katze“ vor. Nach dem Erfolg von „Lügen über meine Mutter“ rückt nun Tochter Ela in den Fokus: Einst vom Körperbild der Mutter geprägt, ringt sie heute als Erwachsene mit ihrer eigenen Identität.
Zu einer Doppellesung der Literaturszene Südhessen lädt das Hotel Rosengarten ab 19 Uhr: Jasmin Engel widmet sich in „Erträumt“ der Macht des luziden Träumens, während Anna C. Kalesse mit „The Sound of Falling Sand“ in ein Liverpool nach dem Dritten Weltkrieg entführt.
Wer Lust auf literarischen Austausch hat, kommt an diesem Nachmittag in die Stadtteilbibliothek Kranichstein: Dort widmet sich der offene Lesekreis um 15 Uhr Paul Austers Roman „Baumgartner“ und freut sich über alle, die in gemütlicher Runde mitdiskutieren möchten.
Zum 125. Geburtstag von Marie Luise Kaschnitz widmen sich Rainer Weiss und Harald Schneider ab 19 Uhr in der Buchhandlung am Markt dem Werk der renommierten Schriftstellerin und Dichterin. Weiss zeigt anhand von „Gott und die Welt“ die verblüffende Aktualität der Autorin, während Schneider dazu ausgewählte Passagen liest.
Wie viel Nähe verträgt die Liebe im Ruhestand? Dieser Frage geht Gisa Klönne ab 19.30 Uhr im Künstlerkeller im Schloss nach. In ihrem Roman „Die Liebe, später“ muss sich das Paar Kora und Anselm neu erfinden, als Krankheit und Renteneintritt ihre bewährte Wochenendehe ins Wanken bringen.
Krimilust in der Stadtkirche: Ab 19 Uhr gibt Regisseur Frank Schraml Einblicke in sein No-Budget-Krimiprojekt „Irrtum“. Nach einer Portion „Deutschpoprockfolk“ von Tileema liest Thorsten Schleif aus seinem Roman „Richter leben besser“. Darin muss ein Amtsrichter die Seiten wechseln – und greift dabei auf Methoden zurück, die nicht ganz gesetzeskonform sind.
Im „Booktalk“ mit Ronja Madeleine bei Thalia in der Schuchardstraße geht's um 20.15 Uhr ans Miravalle Memorial College. In ihrem Roman „Love is like a Thunderbolt“ kommen sich Stipendiatin Elli und Quarterback Riven gefährlich näher, doch die Schatten der Vergangenheit stellen ihre Liebe auf eine harte Probe.
Als ihre grantige Hauseigentümerin vermeintlich stirbt, beschließt eine Berliner WG, die Leiche samt Mops verschwinden zu lassen – der Startschuss für totales Chaos. Darum geht's in Filiz Penzkofers Roman „Alles im Grünen oder Wie ich die Kette der Beschissenheit durchbrach“ (ab 14 Jahren), den sie um 11 Uhr im Literaturhaus vorstellt. Auf Anfrage kann für Schulklassen ein zusätzlicher Termin um 9 Uhr realisiert werden.
Einen SS-Prozess im Darmstadt des Jahres 1968 rückt Susanne Röckel um 18.30 Uhr im Haus der Geschichte in den Fokus. Mit „Vera“ verwebt sie Roman und Memoir zu einer behutsamen Annäherung an das Massaker von Babyn Jar. Ab 18 Uhr können Interessierte im Lesesaal Einsicht in die original Prozessakten nehmen.
Wie begeistert man Kinder in Zeiten von Tiktok fürs Lesen? Eine Antwort darauf gibt Antje Herden ab 19 Uhr in der Lounge der Centralstation mit ihrem Roman „Die weißen Sneaker – Mein fast perfektes Leben“ für Kinder ab 9 Jahren. Im Anschluss diskutiert sie mit Autorin Ilona Einwohlt über Leseförderung, die Spaß macht.
Zum fünften Todestag von Adam Zagajewski wird ab 19 Uhr im Deutschen Polen-Institut an den großen polnischen Lyriker erinnert. Übersetzerin Renate Schmidgall und Institutsdirektor Peter Oliver Loew lesen Zagajewskis leidenschaftlich-melancholischen Gedichte und nähern sich im Gespräch seiner Persönlichkeit.
Donnerstag, 26. März
In aller Ruhe lesen und doch nicht alleine sein: Ab 19 Uhr trifft sich der Silent Book Club in der Buchhandlung am Markt. Nach konzentrierter Stille besteht Gelegenheit zum Austausch – egal, ob über das selbst mitgebrachte Buch oder eine neue Entdeckung aus dem Regal.
Der Eberstädter Poetry Slam geht in die zweite
Runde: Zur „Champions League“ der Wortkunst lädt die Germania Eberstadt ab 19.30 Uhr in den Ernst-Ludwig-Saal ein. Bei „Wandel durch Worte 2.0“ messen sich Szene-Größen, ganz klassisch entscheidet das Publikum über den Sieg.
Ab 19 Uhr begibt sich Wladimir Kaminer in der Centralstation auf eine Expedition direkt vor die eigene Haustür. Statt in die Ferne zu schweifen, entdeckt er das Exotische mitten im deutschen Alltag und beleuchtet mit liebevollem Humor verborgene Paradiese.
Marie glaubt fest an die magischen Kräfte von Pflanzen gegen die Wirrungen des Lebens. Davon erzählt Jutta Janzen ab 20 Uhr im Agora am Ostbahnhof in ihrem Roman „Marie, das Blüten und Leute aller Art“, in dem ein Blumenladen zum Anlaufpunkt für eine bunte Kundschaft mit großen Träumen und Liebeskummer wird.
Bei Thalia in der Schuchardstraße präsentiert Kyra Groh um 20.15 Uhr ihren Roman „The Iced Caramel Coffee Agreement“. Darin hat die stets hilfsbereite Eleanore ihren Ruf als „braver Sonnenschein“ satt. Und dann taucht auch noch Dex auf, der ihr gemütliches Kleinstadtleben ordentlich durcheinanderbringt.
Samstag, 28. März
Um 20 Uhr feiert Jessica Iser im Künstlerkeller im Schloss die Premiere ihres Romantasy-Debüts „Blade of Night“. Im Kampf gegen eine dunkle Bedrohung müssen sich die menschliche Kriegerin Zelie und der Nachtelf Aries trotz jahrhundertealter Feindschaft verbünden – und kommen sich dabei gefährlich nah.
Ein „Poetry Slam Spezial“ ganz ohne Wettbewerbsdruck erwartet das Publikum ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche: Statt gegeneinander im Wettstreit anzutreten, präsentieren ausgewählte Wortkünstler:innen diesmal einfach nur entspannt ihre stärksten Texte.
Das Literaturhaus feiert ab 19 Uhr den 70. Geburtstag des vielfach ausgezeichneten Darmstädter Schriftstellers Kurt Drawert, der die deutsche Literatur seit vierzig Jahren bereichert. Zu seinen Ehren sprechen Oberbürgermeister Hanno Benz und FAZ-Literaturchef Andreas Platthaus, während Schauspielerin Karin Klein ausgewählte Texte liest.


Georg Büchner Buchladen
Lauteschlägerstraße 18 georg-buechnerbuchladen.de

Buchhandlung Lesezeichen
Heinheimer Straße 82 lesezeichen-darmstadt.de








Naamans Comic Cosmos
Saalbaustraße 5 naamanscomiccosmos.de

Bessunger Buchladen
Heidelberger Straße 81B bessunger-buchladen.de
Buchhandlung am Markt
Marktplatz 10 buch-am-markt.com
Buchhandlungen von Darmstädter:innen –zusammen unabhängig
Darmstadts unabhängige Buchhandlungen
TEXTE: JULIA HICHI | ABBILDUNGEN:
Zum Tag der Druckkunst rückt das Atelierhaus Darmstadt die Kunst des Abdrucks in den Fokus. Acht Positionen des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Darmstadt Südhessen zeigen, wie aus Druckstock, Schablone oder Gel-Platte eigenständige Bildräume entstehen. Zwischen feiner Linie und kräftiger Fläche wird sichtbar, wie viel Experiment und Präzision in jedem Blatt steckt – und warum diese Technik bis heute fasziniert.
7.3. + 8.3. sowie 13.3. bis 15.3. | jeweils 15 bis 20 Uhr Atelierhaus Darmstadt bbk-darmstadt.de
Wer beim Tag der Druckkunst im BBK Darmstadt die Vielfalt klassischer und experimenteller Drucktechniken entdeckt hat, kann jetzt noch einen Schritt weitergehen: Die Fenstergalerie Will und der Kunstraum Traube präsentieren mit der Ausstellung „Screaming Silk“ verschiedene Siebdruck-Techniken des Studio „Le Dernier Cri“ sowie Druckerzeugnisse aus der Sammlung von Volkmar Hoppe.
6.3. bis 29.4. | So: 14 bis 18 Uhr Fenstergalerie Will & KunstRaum Traube fenstergalerie-will.de und kunstraum-traube.de
Vera Fles-Schönegge und Klaus Philipp nehmen uns mit auf eine Entdeckungsreise durch Landschaften. Fles-Schönegge spielt in ihrer Malerei mit Farbe und Form, Philipp in seiner Fotografie hingegen mit Licht und Atmosphäre. Gemeinsam öffnen sie ihre Werke für Assoziationen und zeigen das Ikonische der Natur in all seinen Facetten.
20.3. bis 7.4. | Fr: 16 bis 19 Uhr sowie Sa + So: 11 bis 17 Uhr Atelierhaus Darmstadt atelierhaus-darmstadt.de
Wenn Malerei auf Stahl trifft, entsteht ein spannungsvoller Dialog: Gerd Winter verdichtet Farbe zu vielschichtigen Bildräumen voller Tiefe und Licht, während Matthias Will mit klaren geometrischen Formen aus Edelstahl und Eisen Skulpturen schafft, die trotz ihres Gewichts eine überraschende Schwebe entfalten. Fläche und Körper, Farbe und Raum treten so in ein lebendiges Wechselspiel.
bis 21.3. | Di bis Fr: 10 bis 18 Uhr sowie Sa: 10 bis 14 Uhr Galerie Netuschil galerie-netuschil.de




Bryan Adams kennen die meisten von uns sicher aus den Radio-Charts. Doch der Musiker ist auch leidenschaftlicher Fotograf. Mit „#SHOTBYADAMS“ zeigt das Hessische Landesmuseum Darmstadt Fotografien des erfolgreichen Rockstars aus vier zentralen Werkserien. Neben eindrucksvollen Porträts internationaler Persönlichkeiten widmet sich der Künstler auch gesellschaftlichen Themen wie Krieg und Obdachlosigkeit.
20.3. bis 21.6. | Di + Do + Fr: 11 bis 18 Uhr sowie Mi: 11 bis 20 Uhr und Sa + So: 11 bis 18 Uhr Hessisches Landesmuseum Darmstadt hlmd.de

Ingrid Honneth verwandelt scheinbar banale Alltagsgegenstände in überdimensionale Objekte, die zwischen Skulptur und Inszenierung stehen und ihre gewohnte Funktion verlieren. Im Kunst Archiv Darmstadt rücken diese verfremdeten Formen dicht an die Betrachtenden heran und eröffnen neue Perspektiven auf Entfremdung, Verdinglichung und die poetische Kraft des Gewöhnlichen.
bis 24.4. | Di: 10 bis 13 Uhr + Do: 10 bis 18 Uhr + Fr: 10 bis 13 Uhr Kunst Archiv Darmstadt kunstarchivdarmstadt.de


SCHAUSPIEL
Nach dem Roman von Torrey Peters / In einer Bühnenfassung von Cy Linke und Carlotta Huys / ab 14 Jahren

ab 27.03.

Bruch mit der Wahrheit: Wer hat den Krug im Hause Rull zerbrochen? Ein Gerichtsprozess soll dies aufklären. Die Anwesenden: Eve Rull, ihre Mutter Marthe, ihr Verlobter Ruprecht und der Richter Adam. Ein Karussell an Anschuldigungen dreht sich vor den Augen der Zuschauenden und beleuchtet die Frage, was passiert, wenn Täter zu Richtern werden und mit Dreistigkeit und Geschick die Grenzen zwischen Tätern und Opfern verwischen. Heinrich von Kleists zynischer Blick auf die Mächtigen im 19. Jahrhundert wird ins Hier und Jetzt übertragen.
„Der zerbrochne Krug“ am Fr, 6.3. + Fr, 20.3. jeweils um 19.30 Uhr im Kleinen Haus des Staatstheaters Darmstadt
Die ich rief, die Geister: Ein Vergnügungspark, in dem geklonte Dinosaurier bewundert werden können. Eine smarte Tür, die die Außenwelt vor den monströsen Anti-Kuscheltieren schützt.
Tatsache ist: Hinter Zäunen lösen die Dinosaurier großes Staunen aus – doch was, wenn die Illusion von Sicherheit zerbricht und sie den Zaun überwinden? Kindern der 80er und 90er kommt diese Story bekannt vor. Klaus Gehre reinszeniert Jurassic Park, den Film von Steven Spielberg nach dem Roman von Michael Crichton, und bringt die Urzeitriesen auf die Bühne.
„Jurassic Park: Tödliche Illusionen“ am Do, 12.3. + Sa, 21.3. jeweils um 20 Uhr in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt
Der Protagonist Kostja macht sich Gedanken, was nach seinem Tod von ihm bleibt. Was, wenn eine KI aus Textnachrichten, Ton und Bildern einen Avatar und Chat-Bots erstellen kann, die den Verstorbenen digital weiterleben lassen? Alessia Bollacks Stück, frei nach Tschechows „Die Möwe“, ist eines von fünf Beiträgen, welche in der „Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler“ in Bensheim gezeigt werden. Zwar nicht gerade Darmstadt-City, aber definitiv ein P-Match – und die kurze Reise wert!
„Kostja“ am So, 8.3. um 20 Uhr im Parktheater Bensheim (mit Eröffnungsveranstaltung ab 18.30 Uhr)
Margeritta Reddle ist auf der Hut. Sie ist knapp einem Mordanschlag entronnen, hatte zuvor telefonische Morddrohungen erhalten und beginnt nun einen neuen Job auf dem Schloss der Gräfin Moron. Der Prachtbau entpuppt sich als ein Ort, in dem seltsame Gestalten ein und aus gehen: Der Sohn der Gräfin Lord Selwyn, der Butler, der etwas zu besorgte Arzt und Margerittas penetranter Verehrer Mike Dorn trüben das Gefühl der Sicherheit. Schön schaurig das alles – schließlich lehnt sich das Stück an einen Krimi von Edgar Wallace.
„Die seltsame Gräfin“
Premiere am Fr, 13.3. und Vorstellungen am Fr, 20.3. + Sa, 21.3. + Fr, 27.3. + Sa, 28.3. jeweils um 20 Uhr in der Neuen Bühne Darmstadt
Selma träumt manchmal von einem Okapi, einer Waldgiraffe. Immer wenn sie das tut, passiert danach etwas Dramatisches in der Realität. Ihre Realität, das ist das Leben im Dorf mit ihrer Tochter, ihrer Enkelin und anderen Menschen. Dort gibt es viele Geheimnisse, verworrene Dreiecksbeziehungen und unverhofft auftretende Fremde. Die märchenhafte Geschichte nach dem Roman von Mariana Leky verwandelt das Theater Curioso in ein Bühnengewand und sorgt für Lachen und Ermutigung.
„Was man von hier aus sehen kann“ am Fr, 20.3. um 20 Uhr im Theater Moller Haus
geben
Für Pensionär Fred, Taxifahrer Vincent, Laborantin Clara, Spieledesigner Bob sowie Lili und Marie wird das Wartezimmer zur Gruppentherapie. Alle mit eigenen Zwangsstörungen –und anderen Besonderheiten: Fred hat Tourette, Vincent ist besessen von Zahlen, Clara freakt aus bei Keimen und Bob hat es mit der Symmetrie. Marie leidet an Kontrollzwang, dem sie mit Beten entgegentritt, und auch Lili braucht Hilfe. Der Psychiater lässt auf sich warten und so wird spontan eine Selbsthilfegruppe gebildet. Ein ganz normaler Haufen also – oder doch irgendwie verrückt? Auf jeden Fall sehr menschlich und auf der Suche nach Verständnis und Nähe in einer Welt, die manchmal zu schnell definiert, was richtig und was falsch ist. (lsp)
„TOC TOC“
am Fr, 27.3. + Sa, 28.3. jeweils um 20 Uhr im Theater Moller Haus



SONNTAG, 01.03.2026
Die letzten werden die ersten sein! - Frühschoppen 11:00 h Agora
Marie Shelly's Frankenstein
Illustre Gestalten 18
Digital Independence Day Darmstadt
Frauenkreis & Kakaozeremonie
Ausstellung leben aus gestorben 11-16 geöffnet
Tanztee am Sonntag
18:30 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
11:00 h Centralstation
14:17 h Hochschule Darmstadt
16:30 h happy place darmstadt
Waldfriedhof Darmstadt
15:00 h Tanzcafé Papillon
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
MONTAG, 02.03.2026
Baumeister-Kino - 27 Storeys
Bandbörse
Vintage (Oldies & Goldies)
20:00 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Open Jam
Pub Quiz mit Quizmaster Moritz
DIENSTAG, 03.03.2026
Filmkreis: Die Bonnards - malen und lieben (OmU)
rexFilmgespräch: Girls & Gods
Chaos Comedy Club
19:30 h Downtown 20
19:00 h Bruchbude
20:00 h Audimax / TUD
17:00 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
20:00 h Stage
Elias "Fuzzy" Dahlhaus 19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Bingo Abend
20:30 h Bruchbude
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Smash Bros Turnier
MITTWOCH, 04.03.2026
19:00 h Downtown 20
Filmkreis-Kino: Mit der Faust in die Welt schlagen 20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Daniel Mylow: „Das Weiß zerrissenen Papiers Literaturhaus
Daniel Luis - Hyperaktiv
Eröffnung: mitten - Werkstattladen & Kaffeekiosk
Mexi-Mittwoch
Kellerslam Poetry
Markus Maute: „Die Reise zum Klima“ Live-Show
Pub Quiz
Disco Dance Night
Wake-Up Wednesdays mit Iddi
20:00 h Motorenfabrik
09:00 h Riegerplatz
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Schlosskeller
19:00 h Justus-Liebig-Haus, Darmstadt
20:15 h An Sibin
20:00 h Tanzcafé Papillon
20:00 h Nine's Bar
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
DONNERSTAG, 05.03.2026
Vortrag: Wie funktioniert eigentlich Darmstadt? 20:00 h Theater im Pädagog
Bildung wählen, Zukunft gestalten - Gesprächsforum 19:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
Kronedyp Tischkicker-Turnier
Grandbrothers
FREITAG, 06.03.2026
Konzert: Yin Yin
Film in Zusammenarbeit mit dem Hofgut Oberfeld
Vernissage: Ausstellung zum Tag der Druckkunst
Lions Dance
First Friday Konzert: Sopran & Violine
Kunst gegen Bares
Heiner Herchenröder
Der Club (mit Peter E.S.)
Crowned
Lions Dance | Strictly Roots and Culture
Alternative Karaoke
Women on Stage
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Centralstation (Halle)
20:00 h Centralstation (Halle)
19:30 h Agora
18:00 h Atelierhaus Darmstadt
21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
19:30 h Kunsthalle
20:00 h Stage
17:00 h Goldene Krone (Kneipe)
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
20:00 h Schlosskeller
19:00 h Jugendhof Bess. Forst
Zhong Xin Dao Workshop mit Instruktor Joshua Craig 11:00 h Darmstadt
Freies Tanzen - Standard/Latein
Disco Party
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
20:00 h Tanzcafé Papillon





Krimi-Autorin Ana Wetherall-Grujić.

Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Gran Fiesta Latina mit Salsa, Bachata und Merengue 19:00 h Salon-Latino
60 Jahre Mandolinenorchester Eberstadt
Big Party 70er/80er
SDUUDZ & Q-REC
Starke Frauen „Viva la Vulva“ Radausfahrt
Reggae-Treff
17:00 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
Das Roeders
20:00 h Hoffart Theater
11:00 h Nieder Ramstädter Str.2
20:00 h Berry's Café Bar
Nachhaltige Stadtführung „Orte des Wandels“ - Inne Stadtkirchplatz
Offene Bühne für Flinta*
UpCycling Workshop mit DaDaZwiischen
Club Sounds: All-female artists
Golden Soul Night - mit Dee von den Weather Girls
The Phobes
Precipitation + Buzztronaut + Third Wave
Tanzbar!
Indieclub
Himmelgebimmel, ein Harfengewimmel
Milonga Night, Latino Abend
Polynox Nacht
19:00 h Oetinger Villa
10:00 h KAGEL, Pallaswiesenstr. 122
22:30 h Centralstation (Halle)
21:30 h Stage
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
21:00 h Goldene Krone (Saal)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
15:30 h Akademie für Tonkunst
20:00 h Tanzschule MüllerMerkt
23:00 h Labor21
Zhong Xin Dao Workshop mit Instruktor Joshua Craig 11:00 h Darmstadt
Saturday Dance Party
Samstagnacht
Party Karaoke
Latin Party Gran Fiesta Latina
21:00 h Tanzcafé Papillon
22:00 h Huckebein
21:00 h An Sibin
22:00 h Salon-Latino
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Navid Kermani
SONNTAG, 08.03.2026
Das Kriminal Dinner - Krimidinner für Jung und Alt
19:00 h Centralstation (Saal)
17:00 h Grohe Brauereiausschank
Fremde Federn! Lieder, die sonst vergessen gehen! 18:00 h Prinz-Emil-Schlösschen (Saal)
Krimitage | Ana Wetherall-Grujic & Susanne Kaiser 20:00 h Bess. Knabenschule
Tina Häussermann - Comedy
Benefiz Kinoabend mit „Contra“
Feministischer Aktionstag
Frostlove Café
feminine day retreat
Kleidermarkt von Frau zu Frau
18:00 h Kulturcafé-Saal
Programmkino Rex
13:30 h Darmstadt (Innenstadt)
12:00 h Jugendhof Bess. Forst
10:00 h happy place darmstadt
Hans-Seely-H Mühltal/Traisa
Internationaler Frauentag - Film + Brunch im Kino 10:30 h Saalbau-Kino Pfungstadt
Zhong Xin Dao Workshop mit Instruktor Joshua Craig 11:00 h Darmstadt
Tanztee am Sonntag
15:00 h Tanzcafé Papillon
Verrückte Stadttour Darmstadt
Screaming Silk: Le Dernier Cri
MONTAG, 09.03.2026
AlleWeltKino: Kein Land für Niemand
Wollbefinden - Zweites Kollektivstricken
Folk Session
Krimitage | Mark Fahnert & Anna Schneider
Dance Hard
Zumba Stunde mit Madlen
Tanzen und Trommeln mit Kristina
Küche für Alle
Strickworkshop
Vintage (Oldies & Goldies)
Verrückte Stadttour Darmstadt
Open Jam
Pub Quiz mit Quizmaster Moritz
DIENSTAG, 10.03.2026
Krone Old Stars Orchestra
Krimitage | Iver Niklas Schwarz & Petra Johann
Frauentempel Darmstadt
Luisenplatz
14:18 h Fenstergalerie Will
20:15 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
19:00 h Centralstation (Halle)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Bess. Knabenschule
19:00 h Schlosskeller
14:00 h Alter McDonalds DA-Innenstadt
16:00 h Alter McDonalds DA-Innenstadt
12:00 h Friedensplatz
13:00 h Weltladen Darmstadt
20:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Luisenplatz
19:30 h Downtown 20
19:00 h Bruchbude

19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Bess. Knabenschule
18:00 h LeSchuNa





Bingo Abend
20:30 h Bruchbude
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Smash Bros Turnier
11.03.2026
Filmkreis-Kino: Warfare (OV)
AXO-Premiere: Songs & Stories im Muckerhaus
Match-Night
Projekt Paula Nova
Krimitage | Andreas Izquierdo & Dietmar Bittrich
Frischzelle | Matthias Vogt
Pub Quiz
Disco Dance Night
Wake-Up Wednesdays mit Iddi
19:00 h Downtown 20
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
19:00 h Muckerhaus, Arheilgen
20:30 h Bruchbude
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Bess. Knabenschule
21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
20:15 h An Sibin
20:00 h Tanzcafé Papillon
20:00 h Nine's Bar
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
DONNERSTAG, 12.03.2026
Filmkreis-Kino: Echoes from Borderland (OmU)
20:00 h Audimax / TUD
Eisprung-die coverfreie Akustikjam im Sumpf Sumpf
Theater: Jurassic Park: Tödliche Illusionen
Stop Media-Hate. Buchpräsentation: Hartmut Vinçon
Paul-Hermann Gruner - Autos sind tödlich
Slam the Stage
Krimitage | Timo Blunck & Henrik Siebold
Unwort-Fotoausstellung Vernissage
Kronedyp Tischkicker-Turnier
20:00 h Staatstheater (Kammersp.)
19:00 h Naturfreundehaus DA
19:00 h Künstlerhaus Ziegelhütte
20:00 h Stage
20:00 h Bess. Knabenschule
19:00 h Mainzer Str. 79
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
FREITAG, 13.03.2026
New Wave & Synth Pop Night
Premiere Die seltsame Gräfin
21:00 h Theater im Pädagog
20:00 h Neue Bühne
Ich möchte zurückgehen in der Zeit: Judith Hermann 19:00 h Literaturhaus
Das Musical Curtains - Vorhang auf für Mord Zum Goldnen Löwen
Huch, ein Buch! Plus - Filiz Penskofer
Maxi Gstettenbauer: Stabil
Open Stage
Agora Aberta #32 - Die Offene Bühne
Karaoke Night
Chris Padera
Pure Energy Party
Krimitage | Ivar Leon Menger & Michael Kibler
11:00 h Centralstation
20:00 h Centralstation
20:00 h Downtown 20
20:00 h Agora
19:00 h Stage
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
20:00 h Bess. Knabenschule
In der BAR mit Kai Schönwald b2b Jussbert b2b … 21:00 h Centralstation (Bar)
Hitgeballer 2000+ mit DJ Leo Yamane
Freies Tanzen - Standard/Latein
Party
22:00 h Schlosskeller
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
20:00 h Tanzcafé Papillon
Verrückte Stadttour Darmstadt
Gran Fiesta Latina mit Salsa, Bachata und Merengue
SAMSTAG, 14.03.2026
Musikalischer Abend
Trödelnacht Darmstadt
Luisenplatz
19:00 h Salon-Latino
19:30 h Gemeindeh. St. Josef Eberstadt
17:00 h Böllenfalltorhalle
Das Musical Curtains - Vorhang auf für Mord Zum Goldnen Löwen
Tanzabend Practice Night
Nicky Marquez y son a tres
Bal Poussière: Modou Dieng & Jazzballetkiev
1. Konzert der Schumann-Reihe zum 170. Todesjahr
Space Night
Chippy 8
Justin Bieber Night
Saturday Mash Up
90er & 00er Disko
Hakuna Matata | Afrika-Abend 2026
chamber music at ground zero
Zucchini Sistaz: Falsche Wimpern - Echte Musik
Come to the Casbah
Lesung: Erich Kästner
Saturday Dance Party
20:00 h Tanzschule MüllerMerkt
20:30 h Hoffart Theater
20:00 h Agora
19:00 h Akademie für Tonkunst
19:00 h Tag und Nacht Studios
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
19:30 h Goldene Krone (Disco)
23:00 h Goldene Krone (Rockybar)
23:00 h Goldene Krone (Disco)
18:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
22:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
20:00 h Centralstation (Saal)
22:00 h Schlosskeller
18:00 h Café Kafi
21:00 h Tanzcafé Papillon > 6 > 8


Kommunalwahl 2026 – Berichte, Analysen und Faktenchecks
4 Wochen GRATIS lesen
Das Darmstädter Echo informiert Sie fundiert, kritisch und nah zur Kommunalwahl am 15.03.2026:

• Kommunen am Limit
• Lösungen in der Kommunalpolitik
• Politik sucht Freiwillige
• Was bewegt die Menschen wirklich?
Jetzt bereits die richtige Wahl treffen: echo-online.de/ kommunalwahl-de



Samstagnacht
Party Karaoke
Latin Party Gran Fiesta Latina
22:00 h Huckebein
21:00 h An Sibin
22:00 h Salon-Latino
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Club Sounds 22:30 h Centralstation (Halle)
SONNTAG, 15.03.2026
Der Gott des Gemetzels 20:00 h Theater Moller Haus
Markt der schönen Dinge * Frühlingsmarkt * 11:00 h Orangerie
Finissage: Ausstellung zum Tag der Druckkunst 18:00 h Atelierhaus Darmstadt
1. Materialschlacht 12:00 h Knabenschule, Halle
Depeche Mode Party am Nachmittag 15:00 h Goldene Krone (Disco)
1. Materialschlacht 12:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
Wahlabend zur Kommunalwahl in Hessen 2026 18:00 h Centralstation
Insomnia - Ein Schlafliederabend für schlaflose Nächte 15:00 h Theater Moller Haus
Tanztee am Sonntag 15:00 h Tanzcafé Papillon
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Screaming Silk: Le Dernier Cri 14:18 h Fenstergalerie Will
MONTAG, 16.03.2026
AlleWeltKino: Hysteria
20:15 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Kronleuchten 19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Vintage (Oldies & Goldies)
20:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Open Jam
Pub Quiz mit Quizmaster Moritz
DIENSTAG, 17.03.2026
KI im Kino - Ex Machina
19:30 h Downtown 20
19:00 h Bruchbude
18:00 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Lesung mit Daniela Dröscher: Junge Frau mit Katze 19:00 h Literaturhaus
Lesung: Jasmin Engel und Anna Kalesse
Rainald Grebe
Elias "Fuzzy" Dahlhaus
Bingo Abend
19:00 h Restaurant Rosengarten
20:00 h Centralstation
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:30 h Bruchbude
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Smash Bros Turnier
MITTWOCH, 18.03.2026
Filmkreis-Kino: Last Breath (OmU)
Theater: PAUL*
Cold Fusion
Sarah Bosetti: Make Democracy Great Again!
Bürgerforum ZukunftMobil
Pub Quiz
Disco Dance Night
Wake-Up Wednesdays mit Iddi
19:00 h Downtown 20
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
17:30 h Foyer Kleines Haus
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
19:30 h Centralstation
18:00 h Orangerie
20:15 h An Sibin
20:00 h Tanzcafé Papillon
20:00 h Nine's Bar
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz

DONNERSTAG, 19.03.2026
Filmkreis-Kino: Der Brutalist (OmU)
Projektschau Landeswettbewerb „Jugend forscht"
Macht KI unsterblich? Improtheater
Darmstädter Comedy Contest
Viko-Vofi
Kronedyp Tischkicker-Turnier
20:00 h Audimax / TUD
13:30 h Merck Conference Center
20:00 h Theater Moller Haus
20:00 h Stage
21:00 h Goldene Krone (Disco)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
FREITAG, 20.03.2026
Theater Die seltsame Gräfin
20:00 h Neue Bühne
Das Musical Curtains - Vorhang auf für Mord Zum Goldnen Löwen
Ausstellung: Landschaft.Malerei.Fotografie
Gisa Klönne liest aus „Die Liebe, später”
Marie-Luise-Kaschnitz-Abend
Karaoke
70er und 80er Discoclassics
House of Wolves
Mission Groove
Fifty/Fifty - Die Party für Best Ager
Techno Pride Queer Rave
19:00 h Atelierhaus
19:30 h Künstlerkeller im Schloss
19:00 h Büchergilde am Markt
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
19:00 h Goldene Krone (Rockybar)
22:00 h Goldene Krone (Saal)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
20:30 h Centralstation
23:00 h Schlosskeller
julakim Band - das schillernde licht der musik 19:00 h Stadtkirche
8 > 9
33 > 33 > 36 > 41






Hasan Özgür Tuna Quartet
Irischer Abend für Frauen
Freies Tanzen - Standard/Latein
Disco Party
Scheiba x Baba Shrimp Gang
Gran Fiesta Latina mit Salsa, Bachata und Merengue
SAMSTAG, 21.03.2026
Theater Die seltsame Gräfin
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
18:00 h Frauenkulturzentrum
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
20:00 h Tanzcafé Papillon
20:00 h Centralstation (Halle)
19:00 h Salon-Latino
20:00 h Neue Bühne
Das Musical Curtains - Vorhang auf für Mord Zum Goldnen Löwen
Vom Zauber Frau zu sein
Stan und Ollie babbeln Hessisch 2.0
Electric Stage #6
Historisches Pubquiz
Heiner Herchenröder
Ü 40 Oldschool Party
Som Brasil Party
Mario Basler: Basler Ballert
Bohemica Aequinox
Saturday Dance Party
13:00 h Bürgerz. Nieder-Ramstadt
18:00 h TIP Theater im Pädagog
20:00 h Stage
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
22:00 h Goldene Krone
20:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
20:00 h Centralstation
23:00 h Schlosskeller
21:00 h Tanzcafé Papillon
Samstagnacht 22:00 h Huckebein
Party Karaoke
Latin Party Gran Fiesta Latina
21:00 h An Sibin
22:00 h Salon-Latino
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Club Sounds
SONNTAG, 22.03.2026
Macbeth
Heimstättenflohmarkt
Fantasy Markt
22:30 h Centralstation (Halle)
20:00 h Theater Moller Haus
10:00 h Heimstättensiedlung
14:00 h Oetinger Villa
Das Musical Curtains - Vorhang auf für Mord Zum Goldnen Löwen
Transition Town: Rise Up
19:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Tanztee am Sonntag 15:00 h Tanzcafé Papillon
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Screaming Silk: Le Dernier Cri
MONTAG, 23.03.2026
14:18 h Fenstergalerie Will
Doppelpass on Tour 20:00 h Böllenfalltorhalle
AlleWeltKino: Das Deutsche Volk
Kronleuchten
Vintage (Oldies & Goldies)
20:15 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Open Jam
Pub Quiz mit Quizmaster Moritz
DIENSTAG, 24.03.2026
Huch ein Buch mit Filiz Penzkofer: Ab 14 Jahren
Lesung mit Susanne Röckel
19:30 h Downtown 20
19:00 h Bruchbude
11:00 h Literaturhaus
18:30 h Kranichst. Literaturverlag
Krone Old Stars Orchestra
Bingo Abend
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:30 h Bruchbude
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Smash Bros Turnier
MITTWOCH, 25.03.2026
Filmkreis-Kino: Blinddate (Arthouse-Sneak)
Match Night
Projekt Paula Nova
Frischzelle | Zement
Playhouse Jam Session & Yunger live
Pub Quiz
Disco Dance Night
Wake-Up Wednesdays mit Iddi
19:00 h Downtown 20
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
20:30 h Bruchbude
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
20:00 h Schlosskeller
20:15 h An Sibin
20:00 h Tanzcafé Papillon
20:00 h Nine's Bar
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
DONNERSTAG, 26.03.2026
Filmkreis-Kino: Ninja Motherf*cking Destruction
Eisprung-die coverfreie Akustikjam im Sumpf
Lio VoFi mit DJ Muél
Scoville Comedy
American Imbiss Oase
In der Bar mit KarMa
Kronedyp Tischkicker-Turnier
Verrückte Stadttour Darmstadt
FREITAG, 27.03.2026
Early Come to the Dance
Katrin Bauerfeind - Halftime Show Jetzt oder Nie
20:00 h Audimax / TUD
20:30 h Sumpf
20:30 h Goldene Krone
19:30 h Stage
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
19:00 h Centralstation (Bar)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Luisenplatz
20:00 h Theater im Pädagog
20:00 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt






Konzert: John Steam Jr.
Theater: Detransition, Baby
Komödie: Toc Toc
20:00 h Struppi, Landwehrstr. 24a
20:00 h Staatstheater (Kammerspiele)
20:00 h Theater Mollerhaus
Lesung Jutta Janzen Marie, das Blüten und Leute.. 20:00 h Agora
Kris Gray
Latin & Hip-Hop Night
Americana | Johnny & the Yooahoos
In der Bar mit DJ Domi_B
Großer Freitag
Bess. Jamsession
Anime Karaoke Night
Heinerstyle & Friends - Ausstellung & Store
Freies Tanzen - Standard/Latein
Disco Party
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
22:00 h Goldene Krone (Disco)
20:00 h Bess. Knabenschule
21:00 h Centralstation (Bar)
21:00 h Schlosskeller
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
19:00 h Stage
Zucker
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
20:00 h Tanzcafé Papillon
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Gran Fiesta Latina mit Salsa, Bachata und Merengue
Die Nacht der Musicals - Musicalgala
Theater Die seltsame Gräfin
Tanzbar Frauen-/Lesbendisco mit Charme
Komödie: Toc Toc
Flinta Tag
Wu Wei Theater Wellano! Lebst aa no? ...
Ecstatic Dance: Frühlingserwachen / Ostara
Classic Rock Night mit FinestRock
Smells Like Seattle
Schwarze Krone Darmstadt
Carl Clements & RJT [Real Jazz Trio]
70er80er Party mit Unicorn Crew
Bach, Johannespassion
Johannespassion für Kinder
19:00 h Salon-Latino
20:00 h Darmstadtium
20:00 h Neue Bühne
20:00 h Frauenkulturzentrum
20:00 h Theater Moller Haus
16:00 h Oetinger Villa
20:00 h Agora
19:00 h Centralstation (Saal)
20:00 h Kulturcafé Groß-Gerau
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
21:00 h Goldene Krone
20:00 h Bess. Knabenschule
22:00 h Schlosskeller
18:00 h Kirche Heilig Geist, Arheilgen
16:00 h Kirche Heilig Geist, Arheilgen
Heinerstyle & Friends - Ausstellung & Store Zucker
Saturday Dance Party
Samstagnacht
Party Karaoke
Latin Party Gran Fiesta Latina
21:00 h Tanzcafé Papillon
22:00 h Huckebein
21:00 h An Sibin
22:00 h Salon-Latino
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Club Sounds
SONNTAG, 29.03.2026
Theater Die seltsame Gräfin
75. Dotter-Konzert: Johannespassion für Kinder
Flohmarkt
22:30 h Centralstation (Halle)
18:00 h Neue Bühne
16:00 h Kath. Kirche St. Josef
12:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
Gute Stube -Filmabend: Tim Brownlows Nosferatu
Frauenkleidermarkt
Konzert: Cecilia Vincon Stimmen der Erde
Heinerstyle & Friends - Ausstellung & Store
Tanztee am Sonntag
Verrückte Stadttour Darmstadt
MONTAG, 30.03.2026
AlleWeltKino: Souleymans Geschichte
Kronleuchten
Vintage (Oldies & Goldies)
Verrückte Stadttour Darmstadt
Open Jam
Pub Quiz mit Quizmaster Moritz
DIENSTAG, 31.03.2026
Kurt Drawert zum siebzigsten Geburtstag
Elias "Fuzzy" Dahlhaus
Smash Bros Turnier
20:00 h Hoffart Theater
14:00 h Sport- u. Kulturhalle Pfungst.
20:00 h Agora
Zucker
15:00 h Tanzcafé Papillon
Luisenplatz
20:15 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Luisenplatz
19:30 h Downtown 20
19:00 h Bruchbude

19:00 h Literaturhaus
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
19:00 h Downtown 20
34

Bildnachweise Veranstaltungskalender: 1: Kabbaratz | 2: Claas Janssen | 3: S-Promotion | 4: Bessunger Knabenschule | 5: Heiner Herchenroeder | 6: Josko Joketovic | 7: Detailsinn 8: Zonta Club Darmstadt | 9: Buero Gestalten | 10: Miriam Treutz | 11: Elliot Blunck | 12: Marvin Ruppert | 13: Nadine Menger | 14: Peter Wehr | 15: Bal Poussiere | 16: Bessunger Knabenschule | 17: Laura Nickel | 18: Sarah Bosetti | 19: Arne Landwehr | 20: Michael Haus | 21: Guido Schröder | 22: Whimsical Events | 23: Pablo López Barbero | 24: Gerald von Foris 25: Markos | 26: Veni Sellner | 27: Raccoons | 28: Fotostudio Hirch | 29: Jana Schüler | 30: Ute Döring
Dieser Kalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit | FeierAbendKultur in Darmstadt.
Alle Events, die bis zum 17. des Vormonats auf www.partyamt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im P Stadtkulturmagazin


Im Kulturclub schon schön
DI 03.03. TUVABAND
Spendenbasis
FR 06.03. EL FLECHA NEGRA
SA 07.03. CHRISTIAN KJELLVANDER
DI 10.03. PREYRS FT. AMY MONTGOMERY
Spendenbasis
MI 11.03. HAIL THE SUN
DO 12.03. THE MYSTERY LIGHTS
FR 13.03. BEAUTY & THE BEATS
SA 14.03. HERBST
DI 17.03. JULIE PAVON
Spendenbasis
FR 20.03. PASSION MANGO
DI 24.03. AMBER & THE MOON
Spendenbasis
FR 27.03. POLAR
SA 28.03. RETROGOTT & HULK HODN
DI 31.03. DAS GÜNTHER
Spendenbasis
DI 07.04. ONE SENTENCE. SUPERVISOR
Spendenbasis
MI 08.04. PSYCHONAUT
FR 10.04. ZERRE
SA 11.04. EASY EASY
Montags ist Jazz (Ganz schön Jazz/Tonkult jammt)
Mo & Di: Eintritt frei (Spendenhut geht um)
www.schon-schoen.de
Große Bleiche 60–62, 55116 Mainz

Ein berührendes und witziges Stück über ein ungleiches Paar, das nur mühsam denselben Takt halten kann.

64283 Darmstadt

Fr 06.03. Der Struwwelpeter
Theaterlabor INC.
Fr 13.03. Die Tanzstunde
Theater Curioso
Sa 14.03. 111. Mollerkoller
Theater Rainer Bauer
So 15.03. Der Gott des Gemetzels Die Kleinbürger & theater INC. Darmstadt Dernière
Do 19.03. Macht KI unsterblich?
AI Theatre in Kooperation mit Kultur einer Digitalstadt e.V.
Fr 20.03. Was man von hier aus sehen kann
Theater Curioso
So 22.03. Macbeth theater INC. Factory
Sa 28.03. TOC TOC
Theater Profisorium
Auszug aus unserem Programm







Sa 07.03. / 20:00
Live: SDUUDZ & Q-REC
Elektronischer Groove, Jazz-Impro & analoge Synths, Visuals von KOLTER
So 08.03. / 16:00






Frauenrechte unter Druck –Zwischen Unterdrückung und Flucht Erfahrungsberichte, Diskussion und künstlerisches Programm
Fr 13.03. / 20:00
Dancing for Goldies
Tanz, Musik und pure Lebensfreude!


Sa 14.03. / 20:30
Live: Nicky Marquez Y Son A Tres
Kubanische Rhythmen, Mojitos und Tanz
Fr 20.03. / 20:00
Die Besondere Platte # 77
Vinyl und Geschichten
Sa 28.03. / 20:00
Live: ACCENT CIRCONFLEXE
Live-Techno, analog, improvisiert und pur
So 29.03. / 20:15
Gute Stube: Tim Brownlow (UK) „Nosferatu – The Journal of a Broken Man“ Live-Musik trifft Murnaus Meisterwerk
www.hoffart-theater.de
März 2026 [Auswahl]
Fr 06.03. |21.00 Uhr | Reggae-Disco im Keller Lions Dance | Roots & Culture
So 08.03. - Fr. 13.03. | Lesungen & Talks 11 . Darmstädter Krimitage
Mi 11.03. | 21.00 Uhr | Solo Impro Electro Frischzelle | Matthias Vogt
Sa 14.03. | 18.00 Uhr | Benefiz für Kamerun Hakuna Matata | Afrika- Abend
So 15.03. | 12.00 Uhr | Von Profis für Kreative 1 . Materialschlacht Feine Stoffe etc.
Mi 25.02. | 21.00 Uhr | Experimental Rock Frischzelle | Zement (Nürnberg)
Fr 27.03. | 20.00 Uhr | Bayrischer Bluegrass Americana | Johnny&Yooahoos
Sa 28.03. | 20.00 Uhr | Jazz und Weltmusik Carl Clements & Real Jazz Trio
So 29.03. | 12.00 Uhr | Schatzsuche Indoor Hallenflohmarkt@Knabenschule
Mehr auf www.knabenschule.de
DA | Ludwigshöhstraße 42 | Fon 06151-61650

März 2026
01.03. (11 - 13 Uhr)
“DIE LETZTEN WERDEN DIE ERSTEN SEIN!” Frühschoppen zur Kommunalwahl mit Kabbaratz
06.03. (19:30 Uhr)
FILM in Zusammenarbeit mit dem Hofgut Oberfeld
13.03. (20 Uhr)
AGORA ABERTA #32
Die Offene Bühne
14.03. (20 Uhr)
BAL POUSSIÈRE
Afircain Melodie & Modou Dieng & JazzBalletKiev
27.03. (20 Uhr)
JUTTA JANZEN - LESUNG “Marie, das Blüten und Leute aller Art”
28.03. (20 Uhr)
WU WEI THEATER “Wellano! Lebst aa no?”
29.03. (20 Uhr)
CECILIA VINÇON “Stimmen der Erde”
Karten gibt es im Vorverkauf im Butter & Blume, im DA-Shop, im Luisencenter und über ztix. Reservierungen gerne per Mail: reservierung@agora-da.de www.agora-da.de

oe tinger vill a.de
Dasselbst ve rwalte te Jugend-und Kulturzentr

















von

Tuvaband (Oslo)
Sängerin und Gitarristin Tuva Hellum Marschhäuser ist es gelungen, einen faszinierend düsteren und gleichzeitig irgendwie schillernden Klangkosmos zu erschaffen. Auf „Seven Ways of Floating“ treffen Dream-PopMelodien, majestätische PostRock-Momente und Melancholie aufeinander.
Schon Schön, Mainz | Di, 3.3. 20 Uhr | Eintritt auf Spendenbasis (Empfehlung 10 €)
The Mystery Lights (New York)
Mit Charles Bradley und Sharon Jones finden sich im Katalog des Labels Daptone Records wahre Ikonen – und mittendrin
The Mystery Lights. Fiebriger, funkiger Rock'n'Roll mit Psych-Garage-Kante!
Schon Schön, Mainz | Do, 12.3. 20 Uhr | ab 22 €
Rosmarin (Kassel)
Die Indie-Funk-Band Rosmarin ist auf dem besten Wege, die deutsche Pop-Landschaft zu erobern. „Unsere Musik kommt
live noch viel besser rüber als aufgenommen“, meint Sänger Silas. Na dann! Karlstorbahnhof, Heidelberg Do, 12.3. | 20 Uhr | 33 €
Rey&Kjavik (Frankfurt)
Unter dem von der isländischen Hauptstadt inspirierten Pseudonym hat sich Alexander Schomann weltweit SzeneRuhm erspielt. Der Produzent mischt elektronische Musik mit Folklore-Sounds.
Mousonturm, Frankfurt | Sa, 14.3. 20 Uhr | ab 32,69 €
Jimi Tenor & Band (Finnland)
Mit einer Diskografie zwischen avantgardistischem Afro-Jazz und pop-affinem Minimal-Elektro-Funk gehört der geniale Jimi Tenor zu den spannendsten Musikern unserer Gegenwart – und zeigt sich gemeinsam mit Band auf dem aktuellen Album „Selenites! Selenites!“ so spielfreudig wie noch nie!
Hafen 2, Offenbach | Sa, 14.3. 20 Uhr | 25 €
Betterov (Berlin)
Mit melancholischem Indie-Pop und Versatzstücken aus Wave und Post-Punk verkauft der Ex-Schauspielstudent seit einigen Jahren einen Club nach dem nächsten aus. Auf das Debüt „Olympia“ folgt jetzt „Große Kunst“!
Batschkapp, Frankfurt | Di, 17.3. 20 Uhr | ab 43,60 €
Maxïmo Park (Newcastle)
Kneif mich! In den 2000ern haben die Britpop-Meister auf keiner Party gefehlt. Die Indie-Hits von „A Certain Trigger“ haben eine ganze Generation geprägt und werden jetzt zum 20-jährigen Jubiläum wieder live gespielt. Hammer!
Schlachthof Wiesbaden (Halle) Di, 17.3. | 20 Uhr | ab 47,70 €

Nils Keppel (Leipzig)
Vor wenigen Sommern noch wurde Nils Keppel als Geheimtipp gehandelt. Mit gefeierten Songs wie „222“ und „Wellblech“ hat der junge Musiker

einen Nerv getroffen. Jetzt ist Debütalbum „Super Sonic Youth“ erschienen: eine Post-Punk-Platte als Widerhall einer wie ein Fiebertraum vorbeiziehenden Jugend.
Schlachthof Wiesbaden (Kesselhaus) | Mi, 18.3. | 20 Uhr | 30 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de
Heinz Strunk (Hamburg)
Beim nordische Tausendsassa war zuletzt so einiges los. Gleich zwei Bücher hat der Musiker und Autor 2025 veröffentlicht. Darum geht's jetzt einfach mit beiden Werken auf große Lese-Tour! „Kein Geld Kein Glück Kein Sprit“ und „Graf Fauchi und das verschwundene Gebiss“ live!
Schlachthof Wiesbaden (Halle) Mi, 18.3. | 20 Uhr | ab 22,75 €

Kasi & Antonius (Freiburg im Breisgau) Indie-Rap als Coming-of-AgeReise. Nach vielen Shows als Support für Größen wie Zartmann, Cro und Clueso und ausverkauften Clubs geht es mit dem Debütalbum „Kids“ für das junge Duo jetzt auf Tour durch die großen Hallen.
Schlachthof Wiesbaden (Halle) Sa, 21.3. | 20 Uhr | ab 39,30 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de
Die Sterne (Hamburg)
30 Jahre nach dem legendären Album von 1996, das unter anderem den Sterne-Klassiker „Was hat dich bloss so ruiniert“ hervorgebracht hat, gehen die Sterne erneut auf Tour, um ihr
aktuelles Album „Wenn es Liebe ist“ auf die Bühne zu bringen.
Karlstorbahnhof, Heidelberg Mi, 25.3. | 20 Uhr | 33 €
Retrogott & Hulk Hodn (Köln)
Retrogott & Hulk Hodn melden sich zurück. Wie gewohnt erwarten Euch Battle-Zeilen gegen die Oberflächlichkeit, von Deutschrap untermalt mit besten Beats.
Schon Schön, Mainz | Sa, 28.3. 20 Uhr | ab 25 €
Zsá Zsá (Berlin)
Als Kinder- und Jugendschauspielerin stand Zsá Zsá Inci Bürkle früh vor der Kamera, seit 2021 ist die 31-Jährige auch als Solo-Musikerin aktiv und
landet mit Hyperpop-Songs Chart-Hits.
Zoom, Frankfurt | Di, 31.3. 20 Uhr | ab 38,90 €
„The Tunnels We Dig“ Die renommierte Kunsthalle Schirn präsentiert mit der Ausstellung „The Tunnels We Dig“ die Video-Arbeiten des Künstlerduos Bárbara Wagner & Benjamin de Burca. Im Mittelpunkt steht dabei eine Neuproduktion zum Thema „Straight Edge“ und das Musikgenre Hardcore. Dabei werden die Darmstädter Bands Blinded und One in Szene gesetzt.
Schirn, Frankfurt | bis So, 26.4. Di bis So, 10 bis 19 Uhr (Do bis 22 Uhr) | 8 €



RECHERCHE + TEXT: LAURA KNECHT | FOTOS: NOUKI
Die Temperaturanzeige des Ford-Kleinbusses zeigt frostige 1 Grad Celsius an, die abendliche Dunkelheit wird von der Straßenbeleuchtung und diversen anderen Lichtern durchbrochen. Im kastigen Transporter hängt der leichte Geruch von Kaffee, den die Thermoskanne im Kofferraum verströmt. Tamera Bodrum, Lea Appel und Marina Rick machen ihre Abendrunde. Sie sind Streetworkerinnen der Diakonie Darmstadt-Dieburg.
Streetwork, das bedeutet leicht zugängliche Sozialarbeit auf der Straße, in diesem Fall für ein Klientel, welches in der Regel keinen festen Wohnsitz und kein festes Einkommen hat und sehr vulnerabel ist. Menschen, für die es sich teilweise sehr schwierig darstellt, einen Termin bei einer Behörde wahrzunehmen. Die Streetworker:innen gehen einen Schritt auf sie zu, um ohne Administration in sozialen Austausch miteinander zu kommen. „Beziehungsarbeit“ nennen sie das selbst oft. Die Menschen, mit denen sie arbeiten, sind nicht grundsätzlich wohnungslos. Es geht um verschiedene vulnerable Gruppen: Wohnungslose, Sexarbeiter:innen, Menschen in einer Suchtmittelabhängigkeit.
Wohnungslosigkeit in Darmstadt
Im Oktober 2025 waren in Darmstadt 1.096 Menschen in verschiedenen Unterkünften für wohnungslose Menschen untergebracht, wovon ukrainische Geflüchtete in dafür vorgesehenen Unterkünften einen erheblichen Anteil ausmachten. Bei dieser Anzahl an Personen handelt es sich um die „Hellziffer“, also die Menschen in der Wohnungslosigkeit, die in irgendeiner Form erfasst sind. Hinzu kommen Menschen, die bei Bekannten oder Freund:innen unterkommen oder eben auch auf der Straße nächtigen. Diese zu erfassen, das sagt auch Nicole Frölich von der Diakonie Darmstadt-Dieburg, ist „nahezu unmöglich“. Sie schätzt diese Zahl auf mindestens 50 Personen.
Tamera lenkt den Bus neben den „Tegut“ am Marktplatz, alle steigen aus. Es geht zu Fuß weiter, es plitscht unter den Schuhen, denn der morgens gefallene Schnee hat sich zum großen Teil in Pfützen verwandelt. Tamera erklärt: „Wir klappern die Orte ab, an denen sich unsere Klient:innen normalerweise aufhalten. Wenn wir eine Person auf der Straße sehen, sprechen wir sie an und fragen, ob wir etwas für sie tun können.“ Im Kofferraum des Transporters sind allerlei hilfreiche Dinge: Ther-
moskannen mit heißen Getränken, geschmierte Brötchen und Decken. Es kommt auch vor, dass Menschen in eine der Unterkünfte möchten, aber körperlich dazu nicht in der Lage sind. Dann werden sie mit dem Bus dorthin gebracht. „Es ist aber wichtig, auch ein Nein zu akzeptieren. Wir sprechen ein Angebot aus, das muss aber keine Person annehmen“, fährt Tamera fort, während sie weiter die Straße entlanggeht. Im Windschatten befindet sich ein Lager mit einer Isomatte, mehrere Decken und Schlafsäcke in bunten Farben stapeln sich auf grauem Stein. Es ist in diesem Moment verlassen. Die drei Streetworkerinnen werden an einem anderen Tag wiederkommen. Sie machen ihre Runde ohnehin mehrmals die Woche.
Es gibt drei Stopps auf ihrer Tour: die Innenstadt, die „Szene“ und die sogenannte Toleranzzone. Letztere beschreibt das Gebiet, in dem angemeldete Sexarbeiter:innen legal stehen und auf Kund:innen warten. Die „Szene“ wiederum beschreibt den Ort, an dem Menschen, die von einem Suchtmittel abhängig sind, anzutreffen sind.
Kleine Fragen mit großer Wirkung „Wir haben auch mit Sexarbeit zu tun“, erzählt Tamera, „und ein Teil unserer Arbeit ist es, Safer Use zu ermöglichen und Artikel wie Kondome anzubieten.“ Dann kommt ein anderer Ausrüstungskoffer im Bus ins Spiel, in dem sich die genannten Kondome, aber auch Damenhygieneartikel wie Feuchttücher und Tampons befinden. Dorthin, in die Toleranzzone, lenkt Tamera den Bus. Als eine Frau am Straßenrand steht, hält sie an. Lea und Marina steigen aus und bieten ihr einen Kaffee an. „Mit Milch oder mit Zucker?“ Wie Tamera erklärt hat, beginnt der Aufbau einer Beziehung mit den kleinen Dingen. Mit dem Angebot eines Kaffees und einem Gespräch darüber, ob die Klientin gerne Zucker im Kaffee trinkt zum Beispiel. Denn nur so ist es möglich, dass die Menschen Vertrauen fassen und irgendwann zum Beispiel in die Scentral-Drogenhilfe kommen und dort Unterstützung annehmen. Vielleicht dabei auch einen Antrag ausfüllen oder sich einen für sie zunächst kryptischen Brief von der Behörde erklären lassen. Das ist oft wichtig, um einen Kreislauf zu unterbrechen, der Menschen immer weiter ausschließt. Denn wenn zum Beispiel ein Ausweis abläuft und eine Person nicht in der Lage ist, aus eigener Kraft einen neuen bei der Behörde zu beschaffen, ist es wiederum nicht möglich, eine Wohnung zu mieten, eine Versicherung abzuschließen oder ein Bankkonto zu eröffnen. Wie bei einem Dominoeffekt schließen sich so nacheinander immer mehr Türen und erschweren einen Weg zurück.
- In Kontakt treten: Fragen, wie es den Menschen geht und ob Du etwas für die Person tun kannst.
- Wenn die Person unterkühlt oder krank wirkt, kannst Du so Aufschluss darüber bekommen, ob sie Hilfe benötigt.
- Ein Nein akzeptieren: Keine Person ist verpflichtet, Hilfe anzunehmen.
- Schlafsäcke abgeben an eine obdachlose Person oder eine Einrichtung
- Achtsam sein: Ist eine Person unterkühlt, macht sie den Eindruck, gesundheitlich nicht in Ordnung zu sein oder lagert nicht mehr an einem Ort, wo sie lange vorzufinden war? Schicke einen Hinweis an die Mailadresse streetwork.darmstadt@regionale-diakonie.de. Das Streetwork-Team geht diesem dann nach.
- Wenn Du eine Person siehst, die offenkundig bewusstlos ist und nicht mehr atmet: Ruf den Rettungswagen unter Notruf 112!
- Scentral (Schleiermacherstraße 15): Anlaufstelle für Menschen mit Suchtmittelabhängigkeit. Beratungsangebot und Grundversorgung. Tagsüber geöffnet.
- Teestube konkret (Alicenstraße 29): Anlaufstelle für wohnungslose Menschen. Ambulante Beratung und Grundversorgung. Tagsüber geöffnet.
- „Z14“ (Zweifalltorweg 14): Unterkunft für männliche Obdachlose. Verfügbarer Sozialdienst.
- „Liv – FrauenWohnen“ (Benzweg 6): Unterkunft für (alleinstehende) wohnungslose Frauen (ab 18 Jahren). Verfügbarer Sozialdienst.
- MuKis – Unterkunft für Frauen & Kinder (OttoRöhm-Straße 26): Unterkunft für wohnungslose Frauen mit Kindern bis zu einem Alter von zehn Jahren (Mädchen bis zu 18 Jahren) sowie schwangere Frauen. Verfügbarer Sozialdienst.
- Streetworkteam der Diakonie Darmstadt-Dieburg: Kontaktaufnahme zum Beispiel per Mail unter streetwork.darmstadt@regionale-diakonie.de
- Stadt Darmstadt, Amt für Soziales und Prävention: Anlaufstelle für Hinweise (zum Beispiel auf Menschen, die Schutz vor Kälte benötigen) und Schuldenberatung. Kontakt: amt-fuer-soziales-und-praevention@darmstadt.de
- Weitere Unterkünfte vom Verein Horizont e. V. und PaSo gGmbH


Eine offene Tür
Das Scentral am Herrngarten ist ein Kontaktladen. Das bedeutet: eine Anlaufstelle für Menschen mit einer Suchtmittelabhängigkeit, die dort viele Beratungsangebote und auch eine Grundversorgung mit Essen, Trinken, Hygiene sowie sogenannte Konsummittel bekommen. Die Tür steht aber grundsätzlich auch für anderes vulnerables Klientel offen, obwohl der Fokus auf Personen mit Drogenabhängigkeit liegt. Der Begriff Konsummittel umfasst alle Utensilien, die den sicheren, sterilen Konsum von Drogen ermöglichen. Dazu gehören
Spritzenköpfe, Desinfektionsmittel und Tupfer.
„Diese Menschen haben Dinge erlebt, die wir uns nicht vorstellen können.“
Im Bus erzählt Tamera, dass ihr durch eben diese Gespräche und den persönlichen Geschichten noch bewusster wird: „Das mit den Drogen passiert nicht unbedingt auf freiwilliger Basis. Oft haben erlebte Traumata und Suchtmittelkonsum miteinander zu tun.“ Lea ergänzt: „Diese Menschen haben zum Teil Dinge erlebt, die wir uns noch nicht einmal vorstellen können.“ Die drei Streetworkerinnen machen sich auf den Weg zur „Szene“, um auch dort noch die Güter aus ihrem Kofferraum anzubieten. Und um Konsummittel zu verteilen. Eineinhalb Stunden kümmern sie sich –und beenden danach ihre Abendrunde. Doch schon bald werden sie wieder mit dem kastigen Ford ihre Runde drehen und dieses kleine Sicherheitsnetz aufspannen, mit dem sie Menschen auf den Straße Darmstadts aufzufangen versuchen. ❉


Weitere Initiativen
Aus der Not Darmstadt
Mehr helfende Hände: Der gemeinnützige Verein „Aus der Not Darmstadt“ wurde vor zwei Jahren von Petra Bier gegründet. Die 56-Jährige engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für wohnungslose Menschen und verteilt zum Beispiel Nahrung und warme Kleidung rund um den Hauptbahnhof. Mehr Infos gibt es online unter aus-der-not-darmstadt.org
Obdachlosen helfen Darmstadt
Diese Gruppe von Privatpersonen verteilt jeden Sonntag um 13 Uhr am Europaplatz hinter dem Darmstädter Hauptbahnhof warme Mahlzeiten, Getränke, Lebensmittel, Kleidung, Hygieneartikel und Tiernahrung an Obdachlose und Bedürftige. Kontakt: via Facebook, über die Gruppe „Obdachlosen Helfen Darmstadt“
Übernachtung im Böllenfalltorstadion
Um auf das Thema Obdachlosigkeit in Deutschland und speziell in der Region Darmstadt aufmerksam zu machen, veranstaltet der SV Darmstadt 98 einmal im Jahr (meist Ende November) eine Stadion-Übernachtung für den guten Zweck. Lilien-Fans hören Vorträge, sprechen mit von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen – und übernachten unter freiem Himmel im Stadion.

Steckbrief Beruf Streetworker:in
—
Arbeitgeber: Kommunen, Jugendzentren, Beratungsstellen, gemeinnützige Organisationen
Ausbildung: Studium der Sozialen Arbeit
Relevanz: enorm wichtige soziale und gesellschaftliche Bedeutung
Motivation: Menschen außerhalb des Systems eine Chance geben
Was Du mitbringen solltest:
• Interesse an anderen Menschen, Perspektiven und sozialen Berufen
• Empathie und ein offenes Ohr
• Generelle Offenheit für andere Perspektiven
• Keine ausgeprägten Berührungsängste
• Aushalten können, dass Du keine Retter:in bist und es Klient:innen schlecht geht oder sie sogar sterben könnten
Dünya küçüktür
Adunyada
Folge 21: „Zu verschenken“ oder: Das hätte Diddl nicht gewollt
TEXT: ISABELL RASE
| PORTRÄT-ILLU: LISA ZEISSLER | ARTIKEL-ILLU: PAULINE WERNIG


Das scharfe Schwert der Satire setzt ja immer dann an, wenn gesellschaftliche Probleme zutage treten, die zum einen unerträglich sind, zum anderen nichts anderes verdienen, als sie mit Humor zu nehmen. Das war meine Bewerbung für die „heute show“ – denn für das, was jetzt kommt, reicht eines meiner stumpfen Küchenmesser, die ich als Werbegeschenk 2009 bekommen habe; ein Schwert braucht es gar nicht.
Wenn man durch Darmstadt läuft, KANN man sie gar nicht übersehen: kleine und große Kartons, die mit „Zu verschenken“ beschriftet sind, manchmal noch ergänzt durch ein neckisches, passiv-aggressives Emoji: ��
Alle paar Häuser stehen sie da, manche Haushalte sind schon semiprofessionell und haben Körbe mit Kabelbindern fest installiert, in denen sie regelmäßig Geschenke für ihre Nachbarschaft feilbieten. Und obwohl ich die altruistische Heran-
gehensweise, Dinge weiterzugeben, die man nicht mehr braucht, auch aus nachhaltigen Gründen schön finde, so sehr nimmt diese Praxis gerade überhand.
Wer an einem sonnigen Tag durch Südhessens schönste Perle spaziert, kommt an allerhand Gerümpel vorbei: Ein rostiger Giraffenkäfig versperrt den Weg mit einem Schild „In liebevolle Hände abzugeben“, ein riesiges Bücherarsenal mit Bestsellern wie „Windows 95 – alles, was Sie wissen müssen“, „WISO STEUER 2003“ und „Longieren –sinnvoll und richtig“ schimmelt vor sich hin, weil es zuvor geregnet hat, abgetragene Stiefel ohne Sohle stehen anklagend neben einer verblichenen Diddl-Tasse mit abgebrochenem Henkel. Okay, Letztere (die Diddl-Maus) kommt jetzt gerade wieder (ein Revival, auf das wirklich niemand gewartet hat), aber das ist eine andere Geschichte.
Liebe Leut', das ist nicht cool! Solchen Kram
braucht niemand. Das sind auch keine Geschenke, höchstens für Menschen, die man hasst, oder wenn man Schrottwichteln zu ernst nimmt: Das ist Müll. Und Ihr seid zu faul, ihn sachgerecht zu entsorgen. Wenn Ihr ganz ehrlich seid, wisst Ihr das auch, oder? Und dabei geht es mir gar nicht mal nur darum, wie das aussieht, sondern auch, dass der Weg für Kinderwägen, Rollatoren und Fußgänger:innen versperrt wird. Je nach Qualität des Mülls zieht ebendieser auch Ungeziefer an, stinkt und verrottet schneller als wir Lilientor sagen können. Und: Es ist sogar offiziell verboten (auch wenn es selten geahndet wird). So ein Bußgeld wegen eines illegal entsorgten, äh „verschenkten“, Busfahrplans von 2013 wäre auch wirklich peinlich, oder?
Ach, wenn es da doch nur eine einfache Abhilfe gäbe, das wäre wirklich toll, da wären viele Probleme gelöst und die Welt wäre eine bessere. Überraschung: Es gibt eine! Privathaushalte können in Darmstadt unkompliziert online – Digitalstadt, if you know, you know! – Sperrmüll anmelden! Wem das nicht reicht, der kann sich auch selbst kümmern, ich lass Euch ganz uneigennützig gern mal die Öffnungszeiten des EAD Recyclinghofs im Sensfelder Weg da: montags, dienstags und
donnerstags von 8 bis 17 Uhr, an Mittwochen von 13 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 16 Uhr sowie an Samstagen von 9 bis 13 Uhr. Da ist wirklich für alle ein Zeitfenster dabei – und niemand kann sagen, dass leider die einzige Möglichkeit sei, unbrauchbaren Kram einfach uff die Gass zu stellen. Auch damit ist es nämlich wie mit Geschenken: Man spürt, wenn sie wirklich von Herzen kommen. Dann ist auch Diddl wieder happy! ❉
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Du bist fies? Ich bin Fiesa!
Ich bin Isa, 38, rede ständig und mag Tierbabys aller Art. Ich wohne seit 2007 in Darmstadt, wollte nur kurz zum Studium bleiben ... das hat ja hervorragend geklappt. Darmstadt war Liebe auf den zweiten Blick und ist Zuhause geworden. Die Schrullen und Besonderheiten der Stadt bringen mich zum Lachen, daran wollte ich Euch teilhaben lassen. Da ich keine echte Heinerin bin, ist das natürlich nie ganz ernst zu nehmen und mit einem Augenzwinkern zu verstehen.





























Die große Darmstädter Künstlerin Annegret Soltau regt bis Juni im Kunstforum der TU Darmstadt zum Nachdenken über Körper- und Rollenbilder sowie die eigene Identität an.
TEXT: JULIA HICHI | ABBILDUNGEN: ANNEGRET SOLTAU, VG BILD-KUNST, BONN, 2025 | FOTOS: GUIDO SCHIEK + THEO JANSEN + NOUKI
Erst im Januar feierte die Künstlerin und Wahl-Darmstädterin Annegret Soltau ihren 80. Geburtstag. Nach der großen Retrospektive im Frankfurter Städel Museum im vergangenen Jahr, die in das Francisco Carolinum Linz weitergezogen ist, widmet das Kunstforum der TU Darmstadt – als Teil des World Design Capital Frankfurt Rhein-Main 2026 – der renommierten Künstlerin bis 7. Juni eine Ausstellung, die sich konzentriert mit sehr persönlichen Themen beschäftigt: Der eigenen Vatersuche und der inneren Gefühlswelt, die oftmals der Öffentlichkeit verschlossen bleibt.
Als Koryphäe der Gegenwartskunst reflektiert Soltau in ihrem vielschichtigen und eigenständigen Werk Fragen der persönlichen und sozialen Identität. Als Vorreiterin feministischer Kunst in Deutschland, die ihren eigenen Körper gezielt für ihre Bildsprache einsetzt, werden ihre multimedi-
alen Arbeiten weltweit in bedeutenden Sammlungen, Museen und Galerien gezeigt.
Erst verkannt, später international gefeiert Global bekannt wurden ihre Fotoarbeiten, in der sie ihre beiden Schwangerschaften und die damit einhergehende Mutterschaft zentral thematisiert. Damit ist Annegret Soltau eine der wenigen Künstlerinnen, welche in den 1970er-Jahren die damals als kaum vereinbar geltenden Rollen des Künstlerin- und Mutter-Seins miteinander verband. Frauenrechtliche Werte befanden sich zu dieser Zeit in einer noch sehr frühen Entwicklungsphase und so wurde ihre Kunst anfangs mit äußerst kritischen (meist männlichen) Augen begutachtet. Genau hier hat Annegret Soltau aber den Nerv der Zeit getroffen und ihre inneren, weiblichen Inhalte offengelegt.
Um Aspekte von Zeit und Veränderung sichtbar zu

machen, bedient sich die unangepasste Künstlerin serieller Verfahren, mit denen aufeinanderfolgende Zustände festgehalten werden. Dieses konsequente Konzept, das sie Jahrzehnte lang entwickelte, findet sich auch in ihren beiden – nun in Darmstadt ausgestellten – Serien „Vatersuche“ und „Tagesdiagramme“ wieder.
Auf der Suche nach dem eigenen Vater Annegret Soltau ist ohne Vater in nicht ganz einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Sie selbst empfand die Abwesenheit des eigenen Vaters als große Lücke in ihrem Leben, sodass sich die Frage nach der eigenen Herkunft bereits früh verankerte. Von ihrer Mutter erfuhr sie damals lediglich seinen Namen, Albert Betz, und erhielt ein Foto, das ihn zeigt. Familiäre Gespräche über ihren Vater gab es kaum, sodass sie mit diesen spärlichen Infos bereits in jungen Jahren begann, Hinweise über den ehemaligen Soldaten im Zweiten Weltkrieg zusammenzutragen. An eine offizielle Suchstelle wandte sich Annegret Soltau erstmals 1988. In den darauffolgenden Jahren unternahm sie immer wieder neue Anläufe, mehr über ihn in Erfahrung zu bringen. Seitdem setzt sie sich mit der Suche nach ihrem unbekannten Vater auseinander.
Konfrontiert mit einer Vielzahl enttäuschender und ergebnisloser Antwortschreiben diverser Behörden und Archive fasste sie 2003 den Entschluss, das angesammelte Material in ein künstlerisches Projekt zu überführen. Die Serie „Vatersuche“ erstreckt sich über 69 Blätter, die hintereinander aufgereiht präsentiert werden und an eine ausgezogene Schublade aus einem Aktenschrank erinnern. Annegret Soltau arbeitet mit
unterschiedlichen Selbstporträts, aus denen sie den Gesichtsbereich herausreißt und die Leerstelle mit den gesammelten Dokumenten mit schwarzem Garn vernäht. Dabei betont die Künstlerin, dass die Antwortschreiben „wie eine leere Stelle in meinem Gesicht bleiben, wie ein weißer Fleck“. Blatt für Blatt kann ihre beharrliche Suche verfolgt werden, die bis heute reicht und noch nicht abgeschlossen ist. Wir als Besuchende der Ausstellung werden Teil eines künstlerischen Prozesses, der sich in der zweiten ausgestellten Werkreihe fortsetzt und nach innen verlagert.
Selbstbefragung des Ichs Es ist beeindruckend, wie reflektiert die Künstle-
Noch bis 7. Juni 2026 präsentiert das Kunstforum der TU Darmstadt als Partner der World Design Capital Frankfurt Rhein-Main 2026 (Motto: „Design for Democracy: Atmospheres for a better life“) die Ausstellung „Annegret Soltau Vatersuche“ Ort: Kunstforum der TU Darmstadt, Hochschulstraße 1 (Altes Hauptgebäude), S1|03, 2. Obergeschoss, Raum 200 Öffnungszeiten: Mi bis So von 13 bis 18 Uhr (über Ostern und während des Schlossgrabenfestes geschlossen) Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
Mehr Infos, auch zum Rahmenprogramm mit Rundgängen, Science & Art Talk und Finissage: tu-darmstadt.de/kunstforum


rin auf ihr eigenes Leben zurückblickt und dieses künstlerisch umsetzt. Dabei spielen die eigene Gefühlslage und die zwischenmenschliche Beziehung zu Familienmitgliedern eine zentrale Rolle in ihrem Œuvre. Eine Serie, die zunächst nicht für die Öffentlichkeit gedacht war, legt diese Verbindungen offen: „Tagesdiagramme“ besteht aus 58 Einzelblättern, die Annegret Soltau 1977 während ihrer ersten Schwangerschaft dokumentarisch angelegt hat.
In einem ersten Schritt legt sie eine Art Manuskript an, in dem sie mit einer Schreibmaschine Schlagwörter wie „Hoffnung“, „keine Hoffnung“, „Zweifel“, „Leben“, „Ordnung“ oder „Er-Kennen“ in unterschiedlichen Höhen auf ein DIN-A4-Papier tippt und diese anschließend durch farbige Linien und Flächen aus Filzstift oder Aquarell in Beziehung setzt. Eine rote Linie führt in allen Einzelblättern von dem markierten Anfangspunkt „ICH“ über einige der gesetzten Wörter.
Die Serie ist erstmals der „Vatersuche“ gegenübergestellt und öffnet feinsinnige Bezüge innerhalb der Werkreihen. Klar wird: Annegret Soltau versteckt ihre Persönlichkeit nicht hinter ihrer Kunst. Sie wird vielmehr zum künstlerischen Konzept ihrer Arbeiten. Als Pionierin war sie in den 1970er-Jahren weit ihrer Zeit voraus, behauptete sich mit einer eigenwilligen, kompromisslos feministischen Bildsprache gegen Widerstände und gilt heute als Vorbild für unsere Generation. Fragen der persönlichen und sozialen Identität, der Körperpolitik und des Feminismus treten heute vielleicht so stark wie noch nie in die gemeinschaftliche Öffentlichkeit und vermeintliche „Tabuthemen“ gilt es, weiter aufzubrechen. Annegret Soltau kann uns hierbei ein Vorbild sein – auf unterschiedlichen menschlichen Ebenen. ❉


Annegret Soltau wurde 1946 in Lüneburg geboren und wuchs bei ihrer Großmutter auf. Von 1967 bis 1972 studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg Malerei und Grafik bei Hans Thiemann, Kurt Kranz, Rudolf Hausner, Alan Jones und David Hockney. Es folgte ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Anton Lehmden, dessen Meisterschülerin sie wurde. Seit 1970 ist Annegret Soltau mit dem Bildhauer Baldur Greiner verheiratet. Ab 1975 beschäftigt sich die Künstlerin mit sogenannten Fotoübernähungen, die auch in das Medium der Radierung übergingen. Nach einem ersehnten Kinderwunsch kamen 1978 ihre Tochter und 1980 ihr Sohn zur Welt. Für ein einjähriges Stipendium reiste sie 1986 nach Rom, um dort an der Villa Massimo ihre künstlerische Position weiterzuentwickeln. Ihr Werk wurde mit mehreren Ehrungen gewürdigt: Wilhelm-Loth-Preis der Stadt Darmstadt (2010), Marielies-Hess-Kunstpreis (2011), Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt (2016) ... Neben mehreren Lehrtätigkeiten an Universitäten und Hochschulen in ganz Deutschland blieb Soltau ihrer Wahlheimat Darmstadt treu und ist unter anderem seit 1974 Mitglied der Darmstädter Sezession.

TEXT: NESH VONK | COLLAGE: PETRA BLANK

Ich brauche mich nicht wie ein Neo-AmbientFusion-Goth anzuziehen, um ein Neo-AmbientFusion-Goth zu sein. Wenn ich ein Neo-AmbientFusion-Goth sein möchte, dann bin ich ein NeoAmbient-Fusion-Goth.
Ich brauche mich nicht anzuziehen wie ein Mädchen; es ist nicht nötig, mir das Genital abzuschneiden und mir Silikon in die Brüste zu implantieren –wenn ich ein Mädchen sein will, dann bin ich eins. Manchmal bin ich Punk. Oder ein Baum. Nein, ich bin kein Baum; ich bin eine Ente. Oder ein Auto. Für all das brauche ich keine Räder, keine Äste, keinen Irokesenhaarschnitt; wenn ich ein Punk mit einer Ente sein will, der gegen einen Baum fährt, dann bin ich ein Punk mit einer Ente, der gegen einen Baum fährt.
Mein Fahrrad muss nicht aussehen wie ein Flugzeug. Wenn ich will, daß mein Fahrrad ein Flugzeug ist, dann ist mein Fahrrad ein Flugzeug. Dafür braucht mein Fahrrad keine Flügel, keine Turbinen und kein Cockpit. Wenn ich will, dass mein Fahrrad ein Flugzeug ist, dann ist mein Fahrrad ein scheiss fucking verschissenes scheiss kack Flugzeug, verdammt noch eins.
Ich brauche nichts essen. Wenn ich will, dann bin

ich satt. Ich brauche keine Hände. Wenn ich will, dann hab ich keine. Wenn ich will, dann bin ich eine Giraffe. Aber Giraffen können nicht schreien, heißt es. Vielleicht haben die sich nichts zu sagen. Aber wenn ich wollte, könnte ich eine schreiende Giraffe sein. Eine schreiende weibliche Giraffe ohne Hände, aber mit Irokesenhaarschnitt, die Fahrrad fährt und in einem fliegenden Baum lebt. Mit Flügeln.
Ja, wenn ich wollte, könnte ich diese Welt verlassen, ohne diese Welt zu verlassen. Manchmal bin ich so müde, dass ich das Bedürfnis habe, vollends durchzuknallen und ein Pflegefall zu werden. Nur noch in meinem Kopf leben. Mein Körper siecht in einem Bett vor sich hin, angeschnallt, durch einen Schlauch ernährt, der in meinen Bauch führt; ich werde gepudert, gewindelt und umgelagert, schreie ab und zu und trete, gebe unartikulierte Laute von mir, werde getragen, sabbere, weine.
Manchmal wäre ich gerne wieder ein Kind. Ich brauche aber kein Kind zu sein, um ein Kind zu sein. Wenn ich ein Kind sein will, dann bin ich eins. Oder ich warte noch ein paar Jahre. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich keine Giraffe bin, liegt übrigens bei 95 Prozent. ❉

Good news in Sachen „Zukunft Innenstadt“. Im Rahmen des gleichnamigen Förderprogramms überweist das Land Hessen 100.000 Euro nach Darmstadt. Von 11,5 Millionen Euro wohlgemerkt, die auf 62 Kommunen und Projekte in Hessen verteilt werden. Beworben hatte sich Darmstadt auf 250.000 Euro, muss nun also gedanklich abspecken. Gefördert wird nur noch das Projekt „DA passiert Leben – machen statt warten“. Damit soll für die Dauer von zwei Jahren der ehemalige McDonald's am Ludwigsplatz von Darmstadt Marketing kostengünstig angemietet werden. Das Gebäude des ehemaligen Schnellrestaurants, das „auf absehbare Zeit keine bauliche Entwicklungsperspektive“ habe, wurde in den vergangenen Monaten immer wieder dank der Vermittlung durch das Leerstands- und Quartiersmanagements „Stadtpunkte“ erfolgreich temporär bespielt. Mal kulturell, mal in Form von Pop-up-Läden. Für die nächsten zwei Jahre geplant sind: „eine Erdgeschossnutzung mit einer Mischung aus Handel, Erlebnisangeboten und Gastronomie, ein offener
Außenbereich mit Sommerlounge, Begrünung, Sitzgelegenheiten und Beleuchtung sowie die Nutzung der Obergeschosse für Workshops, Events und stadtgesellschaftliche Aktivitäten“, heißt es in der städtischen Pressemitteilung. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein. „Aktuell alles noch vage“, formuliert Stefan Illert von „Stadtpunkte“ auf Nachfrage, wie die Planungen denn so laufen, da noch viel vorsichtiger. Bei einem Workshop Ende Februar vor Ort sollte es konkreter werden. Dazu angemeldet hatten sich Vertreter der Hochschule Darmstadt (Idee zu einer Fotoausstellung), des Neuland Festivals (Kammermusik-Konzert), der Tibet-Initiative (Mandalas malen), der Sozialorganisation „PaSo“ (Workshop), Künstler:innen und Pop-up-Shop-Interessenten. Wer ebenfalls noch gute Ideen zur Nutzung hat, kann sich jederzeit per Mail wenden an: stadtpunkte@darmstadt.de. (ct)
Ernst-Ludwig-Straße 26, Innenstadt instagram.com/stadtpunkte.darmstadt

Schmuck made in Darmstadt und ein stummer Schrei nach Kreativität: Anna Rosa Liesenfeld wusste schon lange, dass es mehr Raum für ihr kreatives Schaffen braucht. „Seit fast fünf Jahren biete ich meine Produkte in meinem Onlineshop an. Inzwischen kaufen sogar Boutiquen aus der ganzen Republik bei mir.“ Letztes Jahr im August folgte Anna Rosa schließlich ihrem Impuls und erfüllte sich den Lebenstraum eines eigenen Studios mit temporärem Ladencharakter. „Ich habe vier Jahre im Einzelhandel gearbeitet, war ein Jahr bei einer Schmuckdesignerin angestellt und bin dann in den öffentlichen Dienst gewechselt.“ So habe sie es geschafft, sich „Zeit und Platz zu schaffen, um mein Hobby zum Nebenerwerb zu machen.“ Mit handverlesenen Materialien fertigt die 27-jährige Darmstädterin Schmuck an, der ihre Kundschaft begeistert. Elegante Materialien wie Süßwasserperlen und Sterlingsilber setzen spielerische Elemente kunstvoll in Szene und treffen stilsicher den postmoderne Zeitgeist. Aber nicht nur modisch, sondern auch strapazierfähig muss
es sein. Damit das gelingt, benutzt die Schmuckdesignerin beispielsweise besonders langlebige Knotentechniken. Anna Rosa bietet in ihrem modern anmutendem Lädchen neben Armbändern, Ketten und Anhängern auch Kreativ-Workshops an. Wenn sie davon erzählt, steht ihr die Faszination ins Gesicht geschrieben: „Mich begeistert, wie die Teilnehmenden immer wieder neue Wege finden, um ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. Konventionen weichen, damit Selbstentfaltung Platz findet. Solche Elemente lasse ich dann auch mal in meine eigenen Kreationen mit einfließen.“ Die Öffnungszeiten ihres Studios (direkt neben dem Café Hess) sind seit Kurzem fix: montags bis freitags von 14 bis 16 Uhr – aber erst mal testweise. Änderungen werden auf Instagram bekanntgegeben. Gerne öffnet Anna Rosa ihr Studio auch auf Anfrage. (mah)
Nieder-Ramstädter Straße 11, Innenstadt annarosaliesenfeld.com + instagram.com/annarosaliesenfeld

„Wir wollten die japanische Restaurantkultur nach Deutschland bringen“: Mit diesem ambitionierten Grundsatz hat Xudong Zhang Ende 2025 unweit des Darmstädter Marktplatzes das vierte Lokal der Burari-Kette eröffnet. Das Konzept: kein großes, unauthentisches All-you-can-eat-Angebot, sondern ein traditionelles, gleichzeitig modernes und kompaktes Lokal. Der erste Eindruck gibt es wieder: Angefangen beim leckeren Duft von Ramen, der einem schon beim Hineingehen in die Nase strömt, über bunte, von der Decke hängende, japanische Illustrationen bis hin zu den liebevoll arrangierten Holztischen, an denen man das Gefühl hat, in einer Seitengasse Tokios zu sitzen. 2022 eröffnete der gebürtige Chinese Zhang als Geschäftsführer der ShaoX GmbH mit drei Kollegen das erste Burari-Restaurant in Duisburg, dann ein weiteres in Wiesbaden, Moers und nun in Darmstadt. Beliefert werden sie von einer zentralen Küche, was gleichbleibende Qualität und Geschmackserlebnisse garantieren soll. Ob Tantan Men, Chashu Men
in einer selbstgekochten Hühnerbrühe oder eine vegetarische Variante: Das kleine Lokal schräg hinterm „Ratskeller“ (in der ehemaligen Altstadtmetzgerei Gräber) bietet alles, was das Herz von Ramen-Liebhaber:innen begehrt. Doch Burari ist mehr als nur gute Ramen. Das Erlebnis dort soll, wie es der Name übersetzt verspricht, „einem Spaziergang gleichen“. Alles unter dem Motto: entspannt, praktisch und modern. Bestellt wird im Restaurant per QR-Code, die Wartezeit ist kurz, der Genuss schnell – und bei Bedarf der Abschied ebenso. Für den 30-jährigen Zhang ist das jedoch erst der Anfang: Eine Kooperation mit Extrem Nudeln um die Ecke ist bereits in Planung. Somit steht fest: Japan-China-Feeling gibt's in Darmstadt ganz ohne Flugticket. (fd)
Schustergasse 5, Innenstadt | burari.de
❉ Der Edeka Patschull-Supermarkt (früher: Rewe) im Schwarzen Weg steht nach fast einem Jahr Umbau und Sanierung vor der Eröffnung. Im April soll (endlich) eröffnet werden. (ct)
❉ Kleine Nachzügler-News: Die Gastronomen Niyat & Saron haben bereits Mitte August 2025 in der Karlstraße (neben der „Sitte“ und gegenüber vom „Grohe“) Hanna Restaurant & Cocktailbar eröffnet. Angeboten werden Spezialitäten der eritreischen und äthiopischen Küche sowie Drinks & Cocktails. (ct)
❉ Neuer, urbaner Edel-Döner am Roßdörfer Platz: Mitte Februar hat in der Nieder-Ramstädter Straße 34 der Darmstädter Ableger von Kebabchi aufgemacht (weitere Filialen: in Frankfurt, Wiesbaden, Rüsselsheim und Mainz). Hier wählt der Gast zwischen verschiedenen Brotsorten (Weizen, Vollkorn, Wrap) sowie Fillings (Falafel, Chicken oder Beef, genauer: Färsenfleisch von jungen, weiblichen Rindern, die noch nicht gekalbt haben). Dazu Soßen von „Samurai“ über Cocktail und Knoblauch bis Cheese, Avocado und Mango. Mit Feld- und Rucolasalat. Sowie als Gemüse: Champignons, Paprika, Auberginen und/oder Zucchini. Auch in Bowl-Form
Dienstag, 10.03. KULTURKÜCHE: „Trio Rumbon“ (Latin Jazz)
Samstag, 14.03. Diskothekerkollektiv
Rote Nadel
Freitag, 20.03.
Lesung mit Gisa Klönne –„Die Liebe, später“
Samstag, 28.03.
Premierenlesung mit Jessica Iser: „Blade Of Night“
(mit superkrossen Pommes) bestellbar. Die in warmes Grau getünchten Wände und die auberginenfarbenen Polstersessel im Restaurantbereich betonen den hochwertigen Eindruck des Kebabchi (übersetzt: Kebab-Macher). (ct)
❉ Mit Locane Method gibt es eine neue Adresse „für hochwertige therapeutische Behandlungen, gezielte Regeneration und moderne Sporttherapie in Darmstadt“. In der Ernst-Ludwig-Straße 7 hilft Sporttherapeut und Masseur Guiseppe Locane, der bis vor Kurzem in Australien lebte und wirkte, bei Schmerzen und Verletzungen mit Sportmassagen, manueller Lymphdrainage, Sporttaping, Dry Needling sowie Schwangerschaftsmassagen. (ct)
❉ Özge & Simon kommen aus einer architektonischen Ausbildung und verbinden diese mit langjährigen kreativen Hobbys. In ihrem im Martinsviertel gelegenen Ludo Studio entstehen handgefertigte Schmuckstücke, Paperworks und kleine Objekte aus sorgfältig ausgewählten Materialien von kleinen Unternehmen und unabhängigen Händlern. Neben ihrer gestalterischen Arbeit organisieren die beiden Workshops und kleine Events, „die Gemeinschaft















fördern und lokale Initiativen unterstützen“ sollen. Ein Teil der Erlöse fließt in den Schutz von Straßentieren. Am Samstag, 7. sowie 14. März, läuft jeweils von 12 bis 14 Uhr ein „Fine Jewelry Workshop“. Details und Anmeldung via: instagram.com/ludo.studio (ct)
❉ Das Luisencenter lockt in der Osterzeit (konkret: ab dem 16. März) mit einem Shopping-Begleitprogramm für Groß und Klein: Bei der Kinder-Bastel-Aktion können „die kleinen Besucher“ in der Mall Ostereier gestalten – aus echten Hühner- und Gänseeiern oder Pappeiern. Musik- und Walking-Acts runden das Osterprogramm ab. (ct)
❉ Nahezu parallel und nur wenige Meter entfernt –am Sonntag, 15. März, von 11 bis 18 Uhr in der Orangerie – veranstaltet Antje Pihan (Å Pävi Concept Store) den nächsten Markt der schönen Dinge Er nennt sich: Frühlingsmarkt! Das stillt nicht nur Sehnsuchtsgefühle nach diesem langen, kalten Winter, es erwarten Euch neben mehr als 55 Ständen regionaler Labels auch wieder Musik, Drinks, Streetfood und Workshops. Der Eintritt ist frei. (fd)
❉ Premiere in der Bessunger Knabenschule: Am Sonntag, 15. März, läuft von 12 bis 18 Uhr die 1. Materialschlacht, ein Flohmarkt von Designern und Handwerkern für kreative Handarbeiter:innen und Bastelnde. Neben Garnen, Stoffen, Kurzwaren und Farben, werden auch Papiere, Pinsel, Stifte, Perlen, Hölzer, Steine und Werkzeuge angeboten. Der Eintritt ist frei. (fd)
❉ Der Riegerplatz wird langsam, aber sicher zum DIY-Zentrum Darmstadts! Unweit von Mach-otheke und Zucker (Raum für Selbstmachkultur) wird am Mittwoch, 4. März, von 9 bis 19 Uhr in der Kaupstraße 42 die Eröffnung von „mitten – Werkstattladen und Kaffeekiosk“ gefeiert, „einem Ort zum Mitmachen und Miteinander-Sein“. Initiatorin ist Christina „Christl“ Harres. Sie hatte vor genau 13 Jahren den Vorgängerladen „Atelier Aufschnitt“ mitgegründet und ihn 2025 an Marén Bischoff und Steffi Fey-Sharifian (weiterhin: „schön_schee“ Conceptstore) übergeben, die ihn um den Bereich „Tischkultur“ weiterentwickelten und nun ankündigen, weiterzuziehen zu wollen. Das Ladenkollektiv im „mitten“ bilden zum Start: Superdu (Kinderklamotten von „Christl“), Studio Tigerblau (Siebdruck) und „studio 573grad“ (Keramik) von der Macho-otheke, Papagallos (Olivenöle & mehr) sowie Familie Dörr (Gemüse). Geöffnet ist mittwochs von 9 bis 19 Uhr, freitags von 14 bis 19 Uhr zum After-Work-Zusammenkommen – und „immer, wenn das gelbe
Kiosk-Fähnchen draußen hängt“. (ct)
❉ Mitte Februar hat Nanu Nana in der Ernst-Ludwig-Straße (im ehemaligen Dielmann, danach: Trüffelfreunde-Pop-up-Shop, den Ihr jetzt schräg gegenüber findet) eröffnet. (ct)
❉ Ins ehemalige Oniki in der Rheinstraße 12 ist Ende Januar das Kabul Restaurant eingezogen. Auf der Karte: würzige Spezialitäten von Sambosa über Afghan Soup bis afghanische Grill-Spezialitäten und Eintöpfe. (ct)
❉ Konzentration im P2: Noch bis Ende März läuft im Frauen-und-Männermoden-Laden in der Hügelstraße 1 ein Räumungsverkauf (mit bis zu 70 Prozent Rabatt). Hintergrund: Anfang April zieht das Geschäft um und wird in den P2-Store in der Schulstraße 1 integriert. (ct)
❉ Neuer Italiener in Ewwerschd: Moritz Schumacher hat Anfang Februar gemeinsam mit seinen Freunden Azzurra Salvatore und Allessandro Ciola das Ristorante Salvia eröffnet. Das Lokal in der Schwanenstraße 71 bietet eine Mischung aus traditioneller und moderner italienischer Küche, darunter Tagliatelle in Steinpilzrahm, Schwertfischrouladen oder Schweinebacken auf Rosmarincreme. (fd)
❉ Der Kinderladen Sieben Kinder in der Heidelberger Landstraße 239 in Eberstadt schließt zum 31. März. Bis dahin läuft ein Räumungsverkauf und Kund:innen können noch ihre Gutscheine einlösen. (ct)
❉ „Nach einer rund einjährigen Reise freuen wir uns, als Genossenschaft nun endlich auf eigenen Beinen zu stehen und ein neues Kapitel für Unverpackt Darmstadt aufzuschlagen“, lautet die frohe Kunde aus der Gutenbergstraße 5B im Martinsviertel. Die notwendigen Anteile zur Geschäftsfähigkeit und Übernahme des Ladengeschäfts seien zusammengekommen, was Ende Februar gemeinsam gefeiert wurde. Der Darmstädter Unverpackt-Laden ist damit ab 1. März 2026 offiziell ein genossenschaftlicher Betrieb. (ct)
❉ Das Vinocentral zelebriert am 2. März ab 18 Uhr wieder den „Open Monday“: Bei diesem abendlichen „schöneren Wochenstart mit besonderen Weinen & guten Vibes“ präsentieren Lasse und Sebastian (aka Screw & Cork) spezielle Weine zum Probieren, Vergleichen und Diskutieren – und obendrauf gibt's kulinarischen Support von Koch Yücel Öz (Centralstation, Klause). Der Eintritt ist frei. (fd)
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Großes Frühlingserwachen am 27. & 28.03.2026
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Seit 18 Monaten ist Florian Kohfeldt Trainer des SV Darmstadt 98. Nachdem seine Verpflichtung von einigen Fans und Experten durchaus kritisch betrachtet wurde, lässt sich inzwischen sagen: Sein Kommen hat sich ausgezahlt. Die Lilien mischen in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga mit und überzeugen durch Variabilität, Geschlossenheit, Resilienz – und Heimstärke.
Im September 2024 übernahm Florian Kohfeldt die Lilien im Tabellenkeller der 2. Liga. Er stabilisierte das neu formierte und verunsicherte Team umgehend. Die Mannschaft spielte sich in den darauffolgenden Monaten phasenweise in einen Rausch. Doch der Kater folgte in der Rückrunde. Wichtige Spieler verletzten sich, Siege ließen auf sich warten, die Verunsicherung wuchs und die Abstiegszone rückte wieder näher. Letztlich kratzten die 98er die notwendigen Punkte im Schlussspurt zusammen und beendeten die Spielzeit 2024/25 mit 42 Punkten als Tabellenzwölfter. Resilienz und funktionierende Eingriffe In der aktuellen Saison fällt die Zwischenbilanz positiver aus. Nach dem rauschhaften 4:0-Erfolg gegen Kaiserslautern hatten die Lilien bereits Anfang Februar 41 Punkte auf dem Konto. Nach gerade mal 21 von 34 Spieltagen. Kohfeldt hat ein Team geformt, das sich ein gewisses Selbstverständnis erarbeitet hat. Es ist immer in der Lage ein Tor mehr als die Gegner zu schießen. Selbst, wenn ein Spiel so gar nicht nach Plan verläuft, finden die Lilien oft genug einen Weg, ihren Fuß
in die Tür zu bekommen. Die 98er sind nicht so einfach zu knacken.
Beispielhaft für diese Resilienz waren die ersten Spiele nach der Winterpause. Bei Bundesligaabsteiger Bochum kam der SVD nach einem Rückstand zurück und nahm am Ende einen Punkt mit. In Berlin lagen die 98er nach fehlerbehafteten 15 Minuten 0:2 zurück und holten am Ende beim selbsterklärten Aufstiegsanwärter ebenfalls einen Punkt. Gegen Nürnberg sprach eine Halbzeit lang nichts für einen Lilien-Erfolg. Die Nürnberger bestimmten das Mittelfeld und hatten ein klares Chancenplus. Zur Pause stellte Kohfeldt um, ohne Einwechslungen vorzunehmen. Er positionierte Angreifer Fraser Hornby etwas tiefer, um ihn besser ins Spiel einzubinden. Er zog den passsicheren und lauffreudigen Hiroki Akiyama in eine offensivere Mittelfeldposition, um das Kombinationsspiel der Nürnberger zu unterbinden und selbst mehr Spielanteile zu gewinnen. Daneben tauschte er die Außen Marco Richter und Luca Marseiler. Am Ende hieß es 2:0.
Kohfeldt kreiert ein Kollektiv und verbessert Spieler Dieser Coach kann also positiv Einfluss aufs Spiel nehmen. Er hat aber auch ein Team aufgebaut, dass genau das ist: ein Team. Die Spieler sind im Kollektiv kreativ und zielstrebig im Spielaufbau. Sie sind gleichzeitig diszipliniert genug, um nach Ballverlusten geschlossen nach hinten zu arbeiten. Beispielhaft verkörpert Luca Marseiler die beiden
Attribute. Der Offensivspieler, der kürzlich seinen 29. Geburtstag feierte, kam im Sommer 2024 von Drittligist Viktoria Köln ans Bölle. In der 3. Liga war er ein Unterschiedsspieler. Eine Liga höher benötigte er fast eine ganzes Jahr Anlaufzeit. Beim SVD pendelte er zwischen Startelfeinsätzen und Ersatzbank. In dieser Saison ist er ein Leistungsträger: enorm fleißig und diszipliniert, gewohnt schnell, dribbelstark und ballgewandt. Phasenweise agiert er gar als Außenverteidiger. Kohfeldt selbst gab einen Hinweis, was diesen Entwicklungssprung befördert haben mag: ein krasser Monolog des Trainers gegenüber dem hoch veranlagten Marseiler vor etwa einem Jahr. Die Kernaussage: Wenn sich der Lebenskünstler nicht als Persönlichkeit weiterentwickle, dann werde er eines der größten Talente unter Kohfeldt sein, die Selbiges verschwendet haben. Die Ansage verfehlte ihre Wirkung nicht. Auch der anfänglich wenig überzeugende Marco Richter ist inzwischen ein Gewinn.
Im Flow funktionieren auch mutige Entscheidungen Daneben bleiben die Lilien zwar nicht frei von Verletzungen, allerdings treten diese bislang nicht so geballt und langwierig auf wie in der vergangenen Saison. Vereinzelte Ausfälle von Leistungsträgern kann das Team dank einer größeren Kadertiefe besser auffangen. Der lange unverzichtbare Aleksandar Vukotic kommt inzwischen von der Bank. Winterzugang Niklas Schmidt besticht durch seine Technik und Übersicht, wodurch er dem Spiel der 98er neue Impulse geben kann. Daneben mögen die meisten Spieler nicht die größten Namen haben, sie verkörpern aber gehobenes Zweitliga-Niveau. Die Mannschaft hat das Potenzial, lange um den Aufstieg mitzuspielen. Sie ist im Flow und hat das Bölle zur Festung gemacht. Da funktionieren auch Dinge, die einem gerne auf die Füße fallen. Mit Matej Maglica in der Innenverteidigung kassiert der SVD gewiss nicht weniger Gegentore als zuvor mit Vukotic, ist aber variabler im Spielaufbau. In Berlin den frisch verpflichteten Kreativspieler Schmidt für den angeschlagenen Abräumer Kai Klefisch im Mittelfeld aufzubieten und nicht etwa Merveille Papela, war riskant, wie der frühe Rückstand zeigte. Am Ende leitete Schmidt jedoch den Ausgleich mit ein und half, den Punktgewinn zu sichern.
Geformt haben das Team Florian Kohfeldt und Manager Paul Fernie. Die beiden vermitteln den Eindruck, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Während andere Teams im Winter kräftig auf dem Transfermarkt tätig werden mussten, drehten die Lilien nur an ein paar Stellschräubchen. Ein Beleg dafür, dass die Saison nach Plan verläuft und
sich ein Team gefunden hat. Fernie bezeichnete Kohfeldt vor der Saison als „inhaltlich besten Trainer“, den er bislang in seiner Karriere erlebt habe und dessen „menschliche Art“ passe. Kohfeldt sei einer der Leute, die den Klub in die erwünschte Richtung bewegen können. Mit einer Spielidee, die die Kontrolle einer Ballbesitzmannschaft mit schnellen Umschaltaktionen kombiniert und in der die Spieler verlorene Bälle so schnell wie möglich zurückerobern.
Der Spaß ist zurück
Kohfeldt und die Lilien – das passt aktuell. Der Coach fühlt sich in Darmstadt pudelwohl und ließ vor Weihnachten durchblicken, dass es „unfassbar Spaß“ mache, „Trainer in dieser Kabine zu sein“. Das ruhige Umfeld, in dem man fokussiert an der Entwicklung einer Mannschaft arbeiten kann, dürfte sein Übriges tun. Umso mehr, als seine Karriere nach steilem Aufstieg in Bremen in einen Sinkflug übergegangen war. Vor zwei Jahren wurde sein Name in der Gerüchteküche nicht mehr gehandelt, sobald es darum ging, anderswo entlassene Trainer zu beerben ... doch dann meldete sich Fernie bei ihm.
In Darmstadt leistet Kohfeldt jedenfalls gute Arbeit. Er holte in seinen ersten 50 Spielen rund 80 Punkte. Ein sehr ordentlicher Punkteschnitt. Er hat gezeigt, dass er mit seinem Trainerteam eine Mannschaft, die in der letzten Rückrunde struggelte, stabilisieren und weiterentwickeln kann. Er mag kein Menschenfänger sein wie Torsten Lieberknecht, aber er tritt zugewandt und demütig auf. Kohfeldts Mannschaftsführung und Spielsysteme funktionieren. Seine Kritiker schlagen leisere Töne an. Schön für die Lilien. Und für ihren erfolgreichen Coach. ❉
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Von Spiel zu Spiel denken
Fr, 27.2., 18.30 Uhr:
Dynamo Dresden – SV Darmstadt 98
Sa, 7.3., 13 Uhr:
SV Darmstadt 98 – Holstein Kiel
Fr, 13.3., 18.30 Uhr:
1. FC Magdeburg – SV Darmstadt 98
Sa, 21.3., 20.30 Uhr:
SV Darmstadt 98 – Schalke 04
sv98.de
TEXT: GERALD WREDE | FOTO: NOUKI

134 Millionen aktive Mitglieder, konkurrenzlos, aber mit einer KI aus dem Yps unterwegs: Das ist „eBay“.
Ich erwarte wirklich nicht, dass Second-Hand-Dinge in einem Online-Angebot wahrheitsgetreu angepriesen werden. „Dieser billige scheiß LP-Sampler von einer wirklich schlechten Band wartet auf einen angetrunkenen Bieter, der nachts lieber schlafen sollte, als Dinge wie diese zu kaufen, welche in besserer Version nüchtern bei Tag rasch auch zu finden wären.“ Nein. Aber was diese erbärmliche KI auf der Kleinanzeigen-Plattform „eBay“ generiert, ist blamabel, falsch und vor allem verführt sie faule Anbietende dazu, den vorgeschlagenen Quatsch eins zu eins zu übernehmen, ohne nachzuschauen, ob es auf ihr Produkt denn auch wirklich zutrifft.
Dort stehen Dinge über angebotene Schallplatten drin ... zum Haare raufen. Ich bin drüber gestolpert, als ich folgende Beschreibung der Schallplatte „In Rock“ las: „Mit der klaren
Sprache des Deutsch-Rock und den unverwechselbaren Melodien von Deep Purple ist diese LP nicht nur ein hörbarer, sondern auch ein fühlbarer Musikgenuss.“ Das hätte ich von einem der ältesten Computer der Welt gerade so akzeptiert, aber nicht von der gefährlichen KI.
Hingegen darf natürlich Subjektives aus der Maschine kommen: „Diese LP im 12"-Format bietet ein authentisches Hörerlebnis auf hochwertigem Vinyl und besticht durch eine Geschwindigkeit von 33 U/min, die die Nuancen und Feinheiten der Musik perfekt wiedergibt.“ ist hanebüchen, aber ich nehme es genauso hin wie den verschlüsselten Hinweis auf den schlechten Zustand in: „Das äußere Erscheinungsbild der Hülle und des Inlays zeigt leichte Gebrauchsspuren, was die Authentizität dieser Musikzeitnahme unterstreicht.“ Anderes Beispiel: „Die Kombination aus Qualität und musikalischer Exzellenz macht dieses Album zu einem unverzichtbaren Teil jeder Musikbibliothek.“ – diese Aussage über einen cheapo Bee-Gees-Sampler
ist zwar sehr frech, aber wiedersprechen wäre müßig.
Unverhohlen gibt die KI Desinteresse preis bei folgender Aussage über eine Status-QuoLP: „Der Musiktitel ,XY' sowie weitere Details reflektieren das einzigartige Erbe der Band. Eine seltene Ergänzung für Sammler und Liebhaber deutschsprachiger Rockmusik.“ Nicht mal einen Titel nennen, sondern einen Platzhalter und dann wieder Deutsch mit Englisch verwechseln. Wie dumm kann eine KI sein?
Keine Ahnung wie es bei Hosen, Kinderspielzeug oder Stichsägen aussieht – aber ich denke: ähnlich. Sollten Sie Ihr altes Paar Winterschuhe per KI-generiertem Angebot einstellen, käme wohl heraus: „Tauchen Sie ein in die Welt des Schreitens, mit diesem hochwertigen Stück Ledergeschichte im Stile der 1980er-Jahre. Die unten angebrachten, bis zum Boden reichenden Sohlen und die hochwertigen Absätze sorgen für überragenden Geh-Komfort. Klassische Senkel sorgen für ein authentisches Schnürvergnügen. Die Schuhe befinden sich in einem der zeitgenössischen Kunst entsprechenden Pappkarton.“ Wenn es gut läuft. Oder es läuft wie bei den LPs und ergänzend stünde da sinngemäß noch: „Ihre Hände werden diese Schuhe zu schätzen wissen.“ ❉
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24/7

B e i m K A G E L 2 4 / 7 k a n n s t
d u a b s o f o r t S e c o n d h a n d -
G e g e n s t ä n d e a b g e b e n
o d e r m i t n e h m e n .
J e d e n T a g , r u n d u m d i e

U h r ü b e r d i e D a r m s t a d t
i m H e r z e n - A p p o d e r
T U D a - A p p .












Darmstadt im Herzen-App TUDa-App
Weitere Informationen zum Projekt und Kontakt: www.ka-gel.de/kagel-24-7
TEXT: MIRIAM GARTLGRUBER | FOTO: NOUKI

Er betreibt ein mit Autobatterie betriebenes mobiles Soundsystem, die „12 Volt Disko“, ist als DJ unterwegs, liebt das Schrauben an Fahrrädern und die Critical Mass. Er sammelt alles von Platten über Comics bis zu Elektronik und denkt nach eigenem Bekunden darüber nach, eine Selbsthilfegruppe für Messis zu gründen. Sven Rohwer ist vielseitig und fällt auch optisch auf. Mit Käppi und markanter Brille sieht er, trotz leicht ergrautem Bart, eher aus wie 46 statt 56. Und er hat viel zu erzählen.
„Ich bin eher die Eule als die Lerche. Und ich arbeite lieber sorgfältig und bedacht als schnell und unter Zeitdruck.“ Frühaufstehen und Müssenmüssen: Beides Dinge, die ihn an „normaler Arbeit“ oft gestört haben. Sven studierte Politikwissenschaften, absolvierte eine Lehre als Schreiner, jobbte beim Fahrradhersteller Riese & Müller, als Bühnenhandwerker im Staatstheater Darmstadt und als Aufseher im Hessischen Landesmuseum. „Ich habe lange gebraucht, um mich beruflich festzulegen. Mir fiel es schwer, mir vorzustellen, dass ich
die gleiche Arbeit bis an mein Lebensende mache.“
Bei seiner jetzigen Stelle ist das anders: Sven arbeitet seit zehn Jahren beim Werkhof Darmstadt e. V. als Anleiter in verschiedenen Fahrradprojekten, aktuell in der Werkstatt-Süd. „Im Werkhof gefällt mir der soziale Auftrag und die Diskussionskultur. Ich mag es, dass man mitreden kann.“ Ein anderer Ort in Darmstadt, an dem er gerne mitwirkte, war das ehemalige 603qm. Hier hat er sehr viel produktive Zeit verbracht. „Am Anfang dachte ich, da gehen nur Schnösel hin. Aber dann habe ich dort 70 Prozent meiner Freunde kennengelernt.“
Sven engagierte sich hier unter anderem im Liveteam des 603qm, dass für Konzerte zuständig war. Seine eigene Reihe „Labor“ mit musikalischen Experimenten stieß auf viel positive Resonanz. „Das Besondere daran war, dass es für alle Beteiligten eine Überraschung war, was rauskommt“, erinnert sich der 56-Jährige.
Ursprünglich kommt Sven aus Offenburg (nahe Straßburg), lebte lange im Odenwald, die meiste Zeit davon in Michelstadt. „Um rauszukommen, bin ich nach Darmstadt oder Heidelberg getrampt. In Heidelberg gab es zwei großartige Plattenläden, das Elpi und das Klaatu. Die haben mich geprägt.“ Damals sammelte er Platten, war aber nicht musikalisch aktiv. Heute ist er beides: Sammler und Musiker. Mit seiner „12 Volt Disko“ tritt er auf Events auf oder spielt mit Freunden im Herrngarten (und spontan auf Flohmärkten) elektronische Musik. In der Vergangenheit organisierte er außerdem Ausstellungen mit lokalen Künstler:innen („Kunst? Nein danke, ich hab zu tun.“), war als Darsteller – legendär: als Jochen-Partsch-Parodie „Mad Jochen“ – in Filmen des viel zu früh verstorbenen Darmstädter Regisseurs Axel Röthemeyer zu sehen, und ist mit dem selbstkomponierten Ohrwurm „hot spot – hot hit“ auf dem P-Sampler Vol. 2 vertreten. Musik liebt Sven noch immer. Man trifft ihn regelmäßig auf Konzerten in der Oetinger Villa, im Schlosskeller, im Sumpf oder der Knabenschule. Aktuell wohnt er im Woogsviertel „in einer Wohnung mit viel zu vielen Sachen“. Aber Darmstadt hat es ihm angetan: „Die Szene hier ist sehr vielseitig und aktiv, das mag ich.“ ❉
12vdisko.bandcamp.com

Viele weitere „Darmstädter Gesichter“:
RECHERCHE + TEXT: CEM TEVET O GLU
> Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland rund 500 Automarken. Darmstadt wies mit der Fahrzeug-Fabrik AG (Fafag) und der Hessischen-Automobil-Gesellschaft (HAG) zwei eigene Hersteller auf. In Rüsselsheim saß damals schon Opel, in Frankfurt Adler – und in OberRamstadt waren die Nobelmarke Röhr sowie die Falcon Automobilwerke AG ansässig.
Das P Stadtkulturmagazin erscheint monatlich in einer Auflage von 12.000 Exemplaren (Doppelausgaben: Dezember/Januar und Juli/August) Verlag: VRM GmbH & Co. KG, Erich-Dombrowski-Str. 2, 55127 Mainz (zugleich ladungsfähige Anschrift für alle im Impressum genannten Verantwortlichen) AG Mainz HRA 535, Ust-ID-Nr. DE 149025723 Geschäftsführer: Joachim Liebler Objektleiter/Redaktion: Cem Tevetog˘lu (verantwortlich) ctevetoglu@vrm.de, Telefon: +49 (6151) 387 2586 Anzeigen: Melanie von Hehl (verantwortlich) Anzeigen + Marketing: Jens Engemann, anzeigen@p-verlag.de, Telefon: +49 (176) 219 648 83 + Lisa Mattis, marketing@p-verlag.de, Michael Emmerich, Melanie von Hehl (verantwortlich); Druck: VRM Druck GmbH & Co. KG, Alexander-Fleming-Ring 2, 65428 Rüsselsheim Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Zeichnungen sowie für die Richtigkeit telefonisch aufgegebener Anzeigen oder Änderungen übernimmt der Verlag keine Gewähr. Schadenersatzansprüche sind ausgeschlossen. Abbestellungen von Anzeigen bedürfen der Schriftform. Soweit für vom Verlag gestaltete Texte und Anzeigen Urheberrechtsschutz besteht, sind Nachdruck, Vervielfältigung und elektronische Speicherung nur mit schriftlicher Genehmigung der Verlagsleitung zulässig. Namentlich oder mit Kürzel der Autorin oder des Autors gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion.
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Nächste Ausgabe: April 2026
Redaktionsschluss (redaktion@p-verlag.de): 10.3.2026
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Erscheinungsdatum: 31.3.2026
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Donnerstag, 19. März, 13.30 Uhr bis 15.15 Uhr, Merck Conference Center, Frankfurter Straße 250, Darmstadt

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