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Thema Seite
Fotoeditorial, Inhalt 3
Favoriten des Monats 4 – 14
Suche und finde, Folge 65 16
25 Jahre „Kleid at Night"
Die Magie des Achteckigen Hauses
Aufgeschnappt: Stadtkultur-Neuigkeiten
18 + 19
22 – 27
28 – 30
Das literarische Darmstadt im Februar 32 – 34
Kunst-Highlights
Theater-Tipps
Veranstaltungskalender
36 – 38
40 + 41
42 – 51
Out of Darmstadt 54 – 55
Thema
Seite
Partyamt-Neustart: Kollabo mit dem P bleibt! 56 –58
Jobs outside the box – besondere Berufe, Folge 9: Filmemacher Leonard Mink 60 – 63
Stilsicher – made in Darmstadt, Folge 108:
Heinerboxen im Lichtenbergblock 64 + 65
Kommen und Gehen
66 – 73
Unter Pappeln, Folge 133: „Kutte“ 74 – 76
Wrede und Antwort
Darmstädter Gesicht: Ain Nguyen Tuan
Rischdisch (un)wischdisch
Impressum

78
80 + 81
82
82

„Die
World Design Capital Frankfurt Rhein-Main 2026
Der Titel „World Design Capital“ (WDC) wird seit 2008 alle zwei Jahre von der World Design Organization (WDO) nach einem weltweiten Bewerbungsverfahren an Städte vergeben, die ein die WDO überzeugendes Konzept für eine nachhaltige Verbesserung der sozialen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Lebensbedingungen in ihrer Stadt(-Region) durch Designprojekte entwickelt haben. Nach Turin, Seoul, Helsinki, Kapstadt, Taipeh, Mexiko-Stadt, Lille Métropole, Valencia, San Diego und Tijuana trägt Frankfurt Rhein-Main –inklusive Darmstadt – den Titel. Euch erwartet ein Mega-(Kultur-)Festival des Miteinanders und des Machens (statt Meckerns)! (ct)
DA + FFM + OF + WI | Fr, 16.1. bis Do, 31.12. | alle mehr als 500 Events: wdc2026.org
gute Early Late Night Stube“
TRASH + TALK + TOLLE GÄSTE
Late Night mal ganz early – der Schlosskeller verwandelt sich diesmal schon zur Prime Time in eine Bühne für Talk, Musik und Skurriles. Zu Gast sind die Musikenthusiast:innen und möglichen Heinz-Schenk-Gedächtnispreisträger:innen 2026 Alexandra Welsch und Torsten Jahr vom Wohnzimmer-Kulturformat „Gute Stube“. Freuen könnt Ihr Euch außerdem auf: improvisierten Wahnsinn und charmant-freche Moderation, frisch zubereitete Häppchen, musikalische Einlagen und (für manche) Neues aus dem Internet. (jw)
Schlosskeller | Di, 3.2. | 20 Uhr | Eintritt frei (Spende für die Kultur erwünscht)

Biennale für aktuelle Musik Frankfurt Rhein Main
Unter dem Titel „Schwärmen“ möchte die Rhein-Main-Musik-Biennale „cresc“ vom 4. bis 15. Februar in vier Städten mit Konzerten, Aufführungen, Installationen und Begegnungen die Grenzen zwischen den Genres einreißen: Weil Musik als pulsierender Organismus gilt, als „Soundtrack des Lebens“. In der Centralstation startet das Konzertprogramm mit „Swarming Voices“ (HR-Bigband mit dem weiblichen Vocal-Ensemble Trondheim Voices und dem mehrfach grammynominierten Dirigenten/Komponisten John Hollenbeck). Ein Ereignis zwischen Jazz und Neuer Musik, das man nicht verpassen sollte. (gr)
Centralstation (Saal) | Do, 5.2. | 20 Uhr | 24 €, alle Veranstaltungen: cresc-biennale.de
„From Nature to Nature“ WDC-AUFTAKT 2026
Die Zukunftsagentur Haute Innovation zeigt im Designhaus Darmstadt in Kooperation mit Hessen Design innovative Biomaterialien und ihr Potenzial für eine Circular Economy. Die Ausstellung ist Teil des World Design Capital (WDC) Frankfurt Rhein-Main 2026, das unter dem Motto „Design for Democracy – Atmospheres for a better life“ Gestaltung als gesellschaftliche Verantwortung versteht. Begleitet wird sie von Talks, Workshops und einer offenen Agora. Ein spannendes (Design-)Jahr, das uns erwartet! (jhi) Designhaus | Do, 5.2. bis So, 8.2. | Do: 17.30 Uhr (Vernissage mit Agora, nur nach Anmeldung) sowie Fr + Sa: 12 bis 18 Uhr + So: 12 bis 16 Uhr | Eintritt frei


„Stand der Dinge“
Der Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt (h_da) zeigt, was er aktuell draufhat: den „Stand der Dinge“ also, wie passenderweise auch der Titel der Winterdiplomausstellung 2025/26 lautet. Ein Wochenende lang präsentieren die diesjährigen Diplomand:innen der Studiengänge Kommunikationsdesign und Industriedesign ihre Abschlussarbeiten im lichtdurchfluteten Foyer des FB Gestaltung auf der Mathildenhöhe. Inklusive „Studi Pop-up-Store“, Workshop und Café Paradiso. (ct)
Fachbereich Gestaltung (Olbrichweg 10) | Fr, 6.2. bis So, 8.2. | Fr: ab 17 Uhr (Vernissage) sowie Sa + So: von 10 bis 20 Uhr | Eintritt frei
Offene Werkstatt im Schuldruckzentrum
Entschleunigung fetzt! Do-It-Yourself-Mentalität und analoge Freizeitbeschäftigungen sind absolut im Trend. Der Verein, der hinter dem Schuldruckzentrum an der ehemaligen Kulturtanke steht, gilt als Pionier der Kreativszene: Jeden Freitag kannst Du in seiner „offenen Feierabendwerkstatt“ ganz zwanglos verschiedene Drucktechnicken wie Bleisatz oder Linoldruck erproben. Die benötigten Materialien können vor Ort erworben werden, mitbringen sollte man jedoch Spaß an Kreativität und Handwerk. (fr) Schuldruckzentrum (Im Niederfeld 8) | Fr, 6.2. + 13.2. + 20.2. + 27.2. | 18 bis 21 Uhr auf Spendenbasis ab 5 €, weitere Infos und Sonderveranstaltungen: schuldruckzentrum-darmstadt.de

„Friday Night Fever“

„In der BAR mit ...“ Bürgerhouse (Darmstadt) DISCO, HOUSE
Leider sind Bars und Kneipen mit der Option, akut aufkommenden Bewegungsdrang abzubauen, in Darmstadt immer noch eine absolute Ausnahmeerscheinung. Die Centralstation schließt mit ihrer Reihe „In der BAR mit ...“ diese eklatante Lücke und lockt gemeinsam mit dem aufstrebenden DJ-Kollektiv Bürgerhouse in die wahrscheinlich kleinste Disco der Stadt. Wir empfehlen tanzbares Schuhwerk und ein frühes Erscheinen – beim letzten Gastspiel der Disco- und House-Liebhaber Noa und Luca vermeldete die Abendkasse schnell „ausverkauft“. (fr)
Centralstation (Bar im zweiten OG) | Fr, 6.2. | 21 Uhr | 6 €
70s und Italo – wir holen die Schlaghosen raus, toupieren die Haare und zwirbeln den Schnorres! Ab 21 Uhr sorgt Vemk aka DJ Goldilocks mit Vinyl only für Hüftschwung und heiße Beats, anschließend übernimmt bis 2 Uhr morgens Katz Records. Der Dresscode lautet: „Disco Queen“ – wir sehen Euch schon in Plateau-Heels, Seidenhemden, Ultra-Minis und mit Goldketten als lebendige Discokugeln durch den Schlosskeller grooven! Ein bisschen Felicità für einen funky Februar! (lm)
Schlosskeller | Fr, 6.2. | 21 Uhr | Eintritt frei


Das Kaufhaus der Gelegenheiten lädt zur Upcycling-Reihe ein! Unter Profi-Anleitung von „DADAzwischen“-Gründerin Denise Tekol verwandelt Ihr vermeintlichen Abfall in neue Lieblingsstücke. So schont Ihr Ressourcen und schenkt Altem eine neue Zukunft. Werkzeuge, Klebstoff, Farben & Co. sind vorhanden, ausrangierte Gegenstände zum kreativen Aufwerten könnt Ihr entweder selbst mitbringen oder vor Ort im Secondhandkaufhaus erwerben. (mks)
Kaufhaus der Gelegenheiten (KAGEL) | Sa, 7.2. | 10 Uhr | Teilnahme kostenlos, bitte vorab anmelden unter dadazwischen.de/upcycling
Das Blumen (Saalbaustraße 37) | Sa, 7.2. | 17 Uhr | Eintritt frei Opening des neuen „Blumen“
Die Freude ist groß: Fast 20 Jahre nach seiner Gründung eröffnet Das Blumen e. V. erstmals an einer „festen“ Adresse. Fast schon programmatisch haben die Kulturmacher bisher immer nur temporär – zuvor oft unscheinbar wirkende – Orte kreativ belebt. Mitten in der City ist jetzt ein Raum geschaffen worden, der als Café und Bar oder mit Workshops, Lesungen und Musik langfristig Begegnung und Austausch möglich machen soll. Die DJs Simon Dörken und Charalampos begleiten den feierlichen Start an den Plattenspielern. (mn)


Neben Literaturveranstaltungen stehen in der Stadtkirche weiterhin „Live!Jazz“-Konzerte vom Feinsten auf dem Programm. An diesem Abend gastiert das Frankfurter Trio Tango Transit. Die virtuos rhythmische Band verbindet Jazz, Tango, Minimal Music und Groove zu einem eigenständigen, hochenergetischen Sound. Zugleich offen für Improvisation zählt Tango Transit zu den profilierten Formationen der europäischen Jazzszene – ein Konzert, das den Kirchenraum auf besondere Weise zum Klingen bringen wird. (ct)
Stadtkirche | Sa, 7.2. | 19.30 Uhr | 20 € (ermäßigt: 10 €)
„Das Mädchen mit der Nadel“ / Kurzfilme aus Darmstadt FILMKREIS
Trotz Auslands-Oscar-Nominierung kam Magnus von Horns Schwarz-WeißDrama „Das Mädchen mit der Nadel“ im Rhein-Main-Gebiet kaum zum Einsatz. Eindringlich wurde die Mischung aus Armuts-/Emanzipationsdrama, Horrorstudie und Serienkiller-Thriller um zwei unterschiedliche Frauen als Hommage an das expressionistische Kino angelegt. Einen Tag später gilt es, fünf Kurzfilme von Studierenden aus Darmstadt und Umgebung zu entdecken. Die vielfältigen Werke zwischen Kurzspiel-, Essayfilm und Dokumentation werden von den Macherinnen und Machern teils selbst vorgestellt. (gr)
Programmkino Rex | Mi, 11.2. | 20.30 Uhr | 5 €
Audimax der TU Darmstadt | Do, 12.2. | 20.15 Uhr | 2,50 € (+ Jahresbeitrag 2,50 €)

06.02. FR ASHNIKKO / AMELIA MOORE
07.02. SA YOUTH CODE / KING YOSEF
10.02. DI MØL / TAYNE
13.02. FR JINJER / SU PPORT: UNPROCESSED / TEXTURES
19.02. DO PETER DOHERTY
19.02. DO URNE / DEVASTATED
21.02. SA GRANDSON / PINKSHIFT
22.02. SO RITTER LEAN
25.02. MI DIE NERVEN
26.02. DO TEAM SCHEISSE FLINTA* WINTA
28.02. SA SCHMUTZKI
28.02. SA PEACE OF MIND / DEFIANCE
01.03. SO ROSMARIN
03.03. DI DAS VPT: DIE DREI ???
09.03. MO AVATAR / ALIEN WEAPONRY U.A.
13.03. FR FIT FOR A KING / MEMP HIS MAY FIRE / ACRES / 156/SILENCE
14.03. SA FEUERSCHWANZ
15.03. SO TASH SULTANA (FESTHALLE FFM)
15.03. SO GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR / KRISTOF HAHN (SWANS)
17.03. DI MAXÏMO PARK / ART BRUT
18.03. MI HEINZ STRUNK
19.03. DO FJØRT
21.03. SA KASI & ANTONIUS
05.04. SO KREATOR / SUPPORT: CARCASS (JAHRHUNDERTHALLE FFM)
08.04. MI GISBERT ZU KNYPHAU SEN & KAI SCHUMACHER
09.04. DO VERSENGOLD
12.04. SO „AMOKSPIEL“ NACH S. FITZEK
21.04. DI SMASH INTO PIECES
22.04. MI KAFFKIEZ
29.04. MI KARNIVOOL 07.05. DO MACHINE HEAD 09.05. SA BLOND 12.06. FR FAT FREDDY‘S DROP 16.06. DI AUDIO88 & YASSIN
22.06. MO TOUCHÉ AMORÉ
25.06. DO WE CAME AS ROM ANS / CATCH YOUR BREATH
27.06. SA SOL SONIC RIDE FEAT. UNCLE ACID / TRUCKFIGHTERS / U.V.M.
01.08. SA BLACK LABEL S OCIETY / SUPPORT: SACRED REICH U.A.
02.09. MI MORITZ NEUMEIER
16.09. MI MARLO GROSSHARDT 24.09. DO FATONI
01.10. DO DAS LUMPENPACK
02.10. FR GIANT ROOKS (JHH FFM)
10.10. SA EROBIQUE
14.10. MI DIKKA (JHH FFM)
01.11. SO THE NOTWIST
05.11. DO MINE


03.02. OliverWnuk&@kriegundfreitag 18.02. SebastianStudnitzky
26.02. WavingTheGuns 04.03. SarahLesch 05.03. Grandbrothers 06.03. YinYin
07.03. NavidKermani
13.03. MaxiGstettenbauer 14.03. ZucchiniSistaz 17.03. RainaldGrebe
20.03. BabaShrimpGangxScheiba 22.03. YounSunNah 26.03. Max&HenniNachtsheim 27.03. WladimirKaminer
11.04. HagenRether* 16.04. SebastianLehmann
17.04. Oehl 21.04. TheTigerLillies 23.04. NilsWülkerQuartet 26.04. MatthiasBrandt&JensThomas** 26.04. EvgenyGrinko 29.04. AndyMcKee 06.05. BillLaurancesolo
Centralstation / Im Carree / Darmstadt
Tickets&Informationen:

Roadtrip goes Band: Auf einer 16-stündigen Autofahrt zum Sasquatsch Music Festival in Washington gründeten die Kanadier Nathan Thoen und Spencer Chilliak 2015 spontan ihre Band Bombargo. Seitdem ist sie zu einer siebenköpfigen Tourband herangewachsen. Neben Nathan am Mikrofon und Spencer an der Gitarre sind auch Nathans Bruder Anthony Hoen an der Gitarre, Matt und Sammy Folkersen am Keyboard und Bass, Connor Newton am Saxofon und Niall Cubbon am Schlagzeug dabei. Ihr Output: kuscheliger Vintage Pop mit lebendiger Soul-Note. (lm)
Bessunger Knabenschule (Keller) | Mi, 11.2. | 21 Uhr | Eintritt frei, Spende erwünscht
Der Mix aus R'n'B, World Pop, aktuellen Dancehits und Afrobeats, den DJ Markos ab 20 Uhr auflegt, klingt genau nach Deinem Geschmack – aber Du weißt nicht so richtig, wie Du Dich dazu bewegen sollst? Vor der „Come to the Dance“-Party im „TiP“ lädt Fagum zu einem Afro-Dance-Workshop mit gemeinsamem Warm-up, Basic Steps und Flow ein! Ohne Druck, mit ganz viel Groove. Spontan vorbeikommen oder vorher via Mail an deborah-mintah@web.de anmelden. Und dann einfach: tanzen! (lm)
Theater im Pädagog (TiP) | Sa, 14.2. | Workshop: 19 Uhr, Party: 20 bis 2 Uhr | bis 21 Uhr: 5 € (Workshop: + 5 €), danach: 10 €


„Heute beginnt der Sommer“, heißt es im Pressetext – da sind wir doch sofort dabei und lauschen verträumt den Eigenkompositionen von Iván Rodriguez und der Stimme von Yuri Pumahualca. Julia Ferrarese (Akkordeon), Christian Paulus (Percussion) und Claudia Jäger (Bass) sorgen an den Instrumenten für ein äußerst tanzbares Erlebnis – Mama Limón schaffen immer wieder einen gelungenen Mix aus treibenden Rhythmen und entspannenden Klängen. Vor und nach dem Konzert fängt DJ CPspecial das Publikum mit Salsa-Musik auf, das Hoffart serviert Cocktails und Snacks. (lm)
Hoffart Theater | Sa, 14.2. | 20.30 Uhr | 12 €
Phonk D & Thomas Hammann (Darmstadt): „Faith“ HOUSE MUSIC
Die beiden Darmstädter DJ-Legenden Phonk D & Thomas Hammann setzen ihre erfolgreiche Partyreihe fort, „Faith“ geht in die nächste Runde. Die Gastgeber laden dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen und beschwören nichts weniger als „the unique power of music“. Musikalisch nährt sich das Format aus dem erlesenen Repertoire und Fundus der Szene-Veteranen – freut Euch auf die feinste Auswahl an „House Music in all ihren Facetten“. (mn + ct)
Galerie Kurzweil | Sa, 14.2. | 22 Uhr | 12 €

„Kreppel & Kamelle“


Endlich mal ne knaller Fastnachtssause für Kinder (und mitgebrachte Eltern) –diesmal sogar auf zwei Floors! Jüngere Kinder feiern im Saal bei der FastnachtsMitmach-Show von Kai & Flo mit der kleinsten Karaokemaschine der Welt, Zaubershow, Limbo-Tanz, „der fliegenden Diskokugel“ und Kostümschau. Die schon viel cooleren 9- bis 13-jährigen Kids däncen parallel im Erdgeschoss in der neuen „Das crazy Disco“ zum fetten Sound der DJs Schere & Storno von der Unicorn Crew im Schwarzlicht ab. Wer mal ne Pause braucht, kann sich an der Fressmeile mit Worschd & Weck, Mini-Kreppeln, Bonbons (Kamelle) und Popcorn stärken.(ct) Goldene Krone (Disko + Saal + Odenwaldzimmer) | So, 15.2. | 14 Uhr | Kinder: 5 € pro Nase, Erwachsene: 7 €
„Gute Stube“: Brook Pridemore (NYC)
Brook Pridemores dylaneske Erzählweise und profane Verwendung von Bildsprache und Reimen (und manchmal auch deren Fehlen) ist einzigartig. Das aktuelle Album „Only I Can Prevent Forest Fires“ ist von einer zahmen Traurigkeit durchzogen und lässt aus profanen Anekdoten universelle Wahrheiten sprechen. Eins haben alle Geschichten des viertbesten Schüttelei-Spielers unter der westlichen Hemisphäre gemein: Sie sind romantisch und schön und schmerzhaft. Support: Juli Kappelle aus Aschaffenburg. (fr)
Hoffart Theater | So, 15.2. | 20.15 Uhr | 5 bis 10 € (je nach Portemonnaie)

„Kurzfilme mit starken Themen“

&
Nicht oft zu sehen sind die Kurzfilme des Berliners Rolf Teigler mit dem „Ensemble21“. Seit einem Vierteljahrhundert arbeitet das Multitalent mit Menschen, deren Geschichten sonst nur selten erzählt werden. Berührende Werke wie „Der große Hamoudi“ lehnte er an die Biografien seiner Protagonist:innen an. Hierbei arbeitet der Filmemacher mit Strafgefangenen, Arbeitslosen, Migrant:innen, Geflüchteten, Streetgangs und Bewohner:innen eines Berliner Arbeiterviertels. Nach der Vorführung gibt es Gelegenheit, mit Teigler und weiteren Gästen ins Gespräch zu kommen. (gr)
Agora | Mi, 18.2. | 19.30 Uhr | Eintritt frei – Spenden willkommen
Plattenbau (Berlin) / Mutt (Offenbach)
POST-PUNK
Wo New Wave, Punk, Doom und Dungeon-Synth verschmelzen, fühlen sich Plattenbau wohl. Auf ihrem neuen, dem vierten Album „Cursed“ erkundet die Band „die schleichende Rückkehr zum Feudalismus – wo rivalisierende Kriegsherren Bevölkerung und Ökosysteme für persönliche Vorteile zerstören und machtlose Leibeigene durch die Trümmer gezwungen werden.“ Klingt dystopisch-düster (und leider gar nicht so irreal). Ist aber vor allem eine Einladung dazu, Wut zum Ritual, Lärm zur Befreiung und Tanz zum Widerstand werden zu lassen. Als Support dabei: Die coolen Rhein-Main-Newcomer Mutt! (ct)
Oetinger Villa | Fr, 20.2. | 20 Uhr | Eintritt frei


Grenzkontrolle (Köln)
Nicht wegzudenken aus dem Programm der Knabenschule sind die regelmäßigen Garagenrock-Abende der Starwhore Corp. Zum 25. Jubiläum erschüttern gleich drei Bands die Kellerwände. Mit Fuzz-Gitarren und unermüdlich treibenden Beats errichtet die belgische Formation Druugg ihre Noise-Gebilde. Auf Tour stellen sie ihr erstes Album „Lost“ vor. Flankiert werden die Gäste vom Aschaffenburger Krautrock-Trio Abzug und den Heiner-Postpunkern Schlägertrupp, die eine Woche später nochmals die Knabenschule rocken werden. (gr)
Bessunger Knabenschule (Keller) | Fr, 20.2. | 21 Uhr | 8 bis 12 € (Du entscheidest)
Geboren aus der Frustration über die Situation im Lande spielt die Band Grenzkontrolle rasiermesserscharfen Punk mit authentischem 80er-Vibe. Ihre schnörkellosen Songs klingen nach besetzten Häusern, kaltem Rauch und Revolution, die Texte legen den Finger in eigentlich alle Wunden und thematisieren Rechtsruck, Klimakrise, Nahost-Konflikt und unbezahlbaren Wohnraum. Subversive Energie der 80er trifft auf Lebensrealitäten der Mittzwanziger –macht in der Summe 100 Prozent Bock auf den Gig! Support: Franki und die Gutleuts (Indie-Kraut-Rock aus FFM) – plus Woog Riots DJ-Set. (fr) Staatstheater (Foyer der Kammerspiele) | Fr, 20.2. | 21 Uhr | 15 € Win! Win! 2 x 2 Tickets online auf p-stadtkultur.de

„Zucker

Das ganzjährig zelebrierte Jubiläum erreicht zum Jahrestag seinen Höhepunkt. Im Rahmen eines Gedenkwochenendes lädt der Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt e. V. herzlich zu verschiedenen Veranstaltungen (Rundgänge, Vortrags- und Filmabend ...). Neben der Synagoge wird auch dem Rabbi Bruno Italiener gedacht, der die jüdische Geschichte Darmstadts maßgeblich prägte. Teil der zentralen Gedenkfeier sind verschiedene Redebeiträge, Musik sowie die Einweihung einer neuen Gedenktafel durch Oberbürgermeister Hanno Benz. (mah) Gedenkstätte Liberale Synagoge (Bleichstraße 19) | Gedenkfeier und Einweihung: Mo, 23.2. | 11.30 Uhr | Eintritt frei, weitere Infos zur Veranstaltungsreihe liberale-synagoge-darmstadt.de
& Friends“: Offener Treff
Ausstellungen, Lesungen, kleine Konzerte, Theater, Treffen, Probe, Pop-upStores und mehr: Seit 15 Jahren bietet der Verein Zucker e. V. einen Raum für Selbstmachkultur mitten im Martinsviertel und ist fester Teil der Kunst- und Kulturszene Darmstadts. Damit das auch so bleibt, sind jetzt alle eingeladen, die Lust haben, kreativ an dem Projekt mitzuwirken. Dieser Infoabend bietet die Möglichkeit, sich kennenzulernen, Ideen auszutauschen und Pläne zu schmieden. (mn)
Zucker | Mo, 23.2. | 18 Uhr | Eintritt frei

& friends
offener treff für alle jeden letzten montag im monat
DARMSTADT e. V. lädt ein:
Zukunft braucht Erinnerung:
150 Jahre Liberale Synagoge Darmstadt
23. Februar 1876 – 23. Februar 2026
Ehrung für den Darmstädter Rabbiner Dr. Bruno Italiener (1881-1956) – 70. Todestag
15 Jahre FLS (2011 – 2026) Jubiläums-Gedenk-Wochenende



SO 22.02.2026 RUNDGANG
Jüdisches Darmstadt: „Eine Zierde unserer Stadt“
150 Jahre Liberale Synagoge Darmstadt und der legendäre Darmstädter Rabbi Dr. Bruno Italiener Klinikumsgelände, Bleichstr., Zugang Höhe Gagernstr. Julius-Landsberger-Platz | 14.30 Uhr | Teilnahme kostenlos
MO 23.02.2026 JUBILÄUMS-GEDENKEN
150 Jahre Liberale Synagoge Darmstadt und Ehrung des Darmstädter Rabbiners Dr. Bruno Italiener
Es sprechen: OB Hanno Benz, Daniel Neumann (Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt), Sven Axt (Klinikums-Geschäftsführer und Sprecher) und Martin Frenzel (Vorsitzender des Fördervereins Liberale Synagoge) | Musik: Irith Gabriely
Danach: Einweihung der Liberale-Synagoge- / Rabbi-Bruno-Italiener-Gedenktafel Klinikumsgelände, Bleichstr., Zugang Höhe Gagernstr. / Julius-Landsberger-Platz 11.30 Uhr | Interessierte Bürger:innen sind herzlich willkommen!
MO, 23.02.2026 RUNDGANG
Jüdisches Darmstadt: „Eine Zierde unserer Stadt“
150 Jahre Liberale Synagoge Darmstadt und der legendäre Darmstädter Rabbi Dr. Bruno Italiener Klinikumsgelände, Bleichstr., Zugang Höhe Gagernstr. / Julius-Landsberger-Platz 15.30 Uhr | Teilnahme kostenlos
MO, 23.02. 2026 BILDVORTRAG & FILM
150 Jahre Liberale Synagoge Friedrichstr. und der Darmstädter und Thoragelehrte Rabbi Dr. Bruno Italiener Referent: Martin Frenzel (Historiker, Buchautor)
Zudem: Film „Die Liberale Synagoge: Wenn Steine aus der Mauer schreien“ (2013) von Florian-Steinwandter-Dirks Justus-Liebig-Haus, Wintergarten, 1. Stock, Ludwig-Metzger-Platz | 19.30 Uhr | Eintritt frei. Voranmeldung erbeten: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de
Spenden für die beiden Benefizprojekte Darmstadt braucht eine Rabbi-BrunoItaliener-Straße & einen Julius-Goldstein-Platz mit Gedenktafel (Herbst 2026)
In Kooperation mit: Darmstädter Förderkreis Kultur, Florian Steinwandter-Dierks u.a.

ZUKUNFT BRAUCHT ERINNERUNG!
Weitere Infos: www.liberale-synagoge-darmstadt.de

„Deutschrap Pocahontas“ alias Alyzah kommt mit Attitude – soft im Gesang und mit Soul im Rap. Mit einem Mix aus feministischer Haltung, markantem Flow und fluiden Vocals sowie einem Sound, der inspiriert ist von R'n'B, HipHop und (G-)Funk aus den 90ern/2000ern, gehört Alyzah aktuell zu den spannendsten Rapperinnen in der Szene. Was auch Rap-Urgestein Curse sowie die Darmstädter Rap-Veteranen Mädness und Döll erkannten und prompt mit einem Feature belohnten. Letzten Festivalsommer hat die Frankfurterin mehrmals ihre Live-Qualitäten demonstriert. Aber überzeugt Euch selbst! (dw)
Bessunger Knabenschule (Keller) | Mi, 25.2. | 21 Uhr | Eintritt frei, Spende erwünscht
Waving the Guns (WTG) will keine Immos, keine Dollars – WTG will bezahlbare Mieten! Nach konstant stabilem Output und erfolgreichen Alben spielt das Rostocker Rap-Kollektiv Waving the Guns erstmals mit dem neuen Album „Zwischen Wand und Tapete“ in Darmstadt. Wie gewohnt kommt der Deutschrap-Misanthrop und Frontmann Millie Dance mit kompromisslosem HipHop aus linker Perspektive daher. Oft düster und direkt, dennoch humorvoll und mit eigenwilligen Reimen sowie Punchlines durchsetzt, rechnet er introspektiv nicht nur mit der bürgerlichen Mitte ab. Tut weh, hilft trotzdem! (dw) Centralstation (Halle) | Do, 26.2. | 19.30 Uhr | 34 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de

„Zeiglers

Zu Recht wurde Timothée Chalamet für den Part des arrogant-selbstbewussten Tischtennistalents Marty Mauser mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Beim Versuch, Geld für eine Tokio-Reise aufzutreiben, um bei einem Turnier eine frühere Niederlage auszubügeln, reitet sich das Großmaul immer stärker in Schwierigkeiten. Nachdem sein Bruder Benny mit „The Smashing Machine“ als dokumentarisches Drama neue Wege einschlug, besitzt Regisseur Josh Safdies jüngste Tour de Force wieder den überbordenden Wahnsinn ihrer früheren gemeinsamen Arbeiten. (gr)
Helia Kino (OV) + Kinopolis | ab Do, 26.2. | 20 Uhr | ab 9,99 €
wunderbare Welt des Fußballs: live“ DER HAT SCHON GELB!
Was wären wir ohne die humorvollen Analysen von Arnd Zeigler, der in Podcasts, Kolumnen und im eigenen TV-Format regelmäßig die Widrigkeiten der Fußballwelt aufs Korn nimmt? Vom „Malheur der Woche“ bis zum „Kacktor des Monats“ inklusive Sprüchen und Peinlichkeiten reichen seine Funde zur Faszination des runden Leders. Permanent mit dem dritten Live-Programm „Immer Glück ist Können“ unterwegs, gelang dem Journalisten der Aufstieg von der Centralstation ins Staatstheater. Die letzten Karten gibt es nur übers P Magazin! (gr)
Staatstheater Darmstadt (Großes Haus) | Do, 26.2. | 20 Uhr | 34 € / 39 € / 44 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de





EUROPÄISCH DENKEN LOKAL HANDELN

amKommunalwahl 15. März 2026!
GEMEINSAM - EUROPÄISCH - LÖSUNGSORIENTIERT - FAKTENBASIERT
Seit fünf Jahren machen wir erfolgreich neue Politik in Darmstadt: Digitales Rathaus online
50% mehr Betreuungsplätze an Grundschulen
Start Jugendparlament
Wahlprogramm und weitere Informationen
Sponsor: Volt Deutschland Landesverband Hessen, Altenhöferallee 17, 60438 Frankfurt


2. Pop-Netzwerktreffen Darmstadt FESTIVAL FÜR ALLE
Das Pop Netzwerk Darmstadt mit Vertretern der Live-Musik-Branche, Veranstaltern, DJs, Studios, Produzenten und weiteren Künstlern präsentiert sich. Im Rahmenprogramm werden die Ergebnisse der Umfrage „Stellenwert der Darmstädter Popkultur“ an die lokalen Fraktionen und Parteien vorgestellt. Nicht zu kurz kommen darf die Live-Musik: Mit Americana-Großmeisterin Vanessa Novak, Dreampop-Spezialistin Cherazade, der Postpunk-/Darkwave-Combo Schlägertrupp und der zehnköpfigen Soul'n'Funk-Band Simon and the Diamonds kommt die reiche Bandbreite hiesigen Musikschaffens zum Glänzen. (gr)
Bessunger Knabenschule (Halle) | Fr, 27.2. | 20 Uhr | Eintritt frei
Premiere im Schlosskeller: Das Format „Playhouse Jam Session“ kooperiert mit „Modular Madness“. Bedeutet im Klartext: parallel eine für alle offene Bühne samt Backline im Gewölbekeller sowie offene Synthies im Secret Room. Dort läuft eine Synth-Session mit kurzen Live Acts, es dürfen aber alle mitmachen. Auch auf der offenen Bühne können Artists ihre Songs präsentieren – es soll aber genauso wild gejammt werden. Ein klangvolles Experiment mit Potenzial zum Dauerbrenner, wenn genug Musikfans zusammenkommen und den Schlosskeller mit gutem Sound füllen. Tobt Euch aus! (lm)
Schlosskeller | Fr, 27.2. | 21 Uhr | Eintritt frei, Spenden willkommen

Illustre Gestalten 18

VIELFALT DER ILLUSTRATION
Zum 18. Mal zeigen Darmstädter Illustrator:innen ihre Bandbreite an Portraits, Buchillustrationen, Editorial Design und vielem mehr. Zusätzlich werden auch Werke von Künstler:innen der Philippinen präsentiert. Begleitend zur kunterbunten Ausstellung erwarten Euch an diesem Wochenende Talks, Workshops, Comic-Events, die magische Illubox und ein Kinder-Maltisch. (jhi)
Centralstation (Saal) | Sa, 28.2.: 12 bis 18 Uhr (Vernissage um 14 Uhr) + So, 1.3.: 11 bis 18 Uhr | Eintritt frei
Bandsupporter Contest 2026 (Vorrunde) 10 JAHRE BAND-WETTSTREIT
Der Bandsupporter Contest kommt zurück nach Darmstadt und stellt vier Bands ins Rampenlicht: Sommerkind (Rock & Punk, DA), Pilots Not Flying (Alternative Rock, Michelstadt), Demonwings (Metal, FFM) und Placid Peal (Alternative bis Grunge Rock, Bensheim) stehen diesmal auf der Bühne des Stage. Bandsupporter unterstützt seit zehn Jahren Bands aus der Region durch die Organisation gemeinsamer Auftritte und versteht sich als genre-offene Kontaktbörse, Trainingslager und Hilfsmittel für Newcomer. Wer es ins Halbfinale schafft, entscheidet zur einen Hälfte eine Jury, zur anderen das Publikum. (lm)
Stage (Bessunger Straße 88) | Sa, 28.2. | 19.30 Uhr | 11,40 €











TEXT: THOMAS GEORG BLANK | FOTO: ANDRÉ HUG
Ein winterlicher Schleier, der sich über deutsche Städte legt, sobald die Tage kürzer werden: Asphalt, Beton, Wolkendecke, alles scheint sich zu einem einzigen Farbton zu verdichten. Ein Grau, das alles zu verschlucken scheint und das man mit Autorin Helen Macdonalds Begriff des „green blur“ vergleichen könnte, nur dass hier nicht die unberührte Natur in einem ununterscheidbaren Grün verschwimmt, sondern die gebaute Umgebung im gedämpften Ton der Jahreszeit. Ein „grey blur“, ein urbaner Hintergrund, der leicht übersehen wird, weil er so selbstverständlich ist.
Doch wie Macdonald beschreibt, dass das diffuse Grün eines Waldes plötzlich Tiefe gewinnt, sobald man die Namen der Pflanzen kennt, ihre Eigenheiten, ihre Geschichten, so verändert sich auch das Grau der Stadt, wenn man beginnt hinzuschauen. Dann wird aus einer Häuserzeile kein anonymer Block mehr, sondern ein Gefüge aus Entscheidungen, Hoffnungen, Brüchen und Schichten.
Ein Ornamentelement verrät die Epoche seiner Entstehung. Eine Fassade trägt Spuren früherer Nutzungen. Eine unscheinbare Passage erinnert an einen längst verschwundenen Betrieb. Selbst die Farbe des Asphalts erzählt von Erneuerungen, Reparaturen, Schichten der Zeit.
So wird das winterliche Grau nicht bunter, aber lesbarer. Es bleibt ein gedecktes Tableau, doch eines voller Geschichten. Jeder erkannte Zusammenhang, jede kleine Entdeckung öffnet ein Fenster in die Stadt, die man täglich durchquert. Vielleicht ist das die Einladung, die dieses Bild vom „grey blur“ enthält: der eigenen Umgebung mit Neugier zu begegnen. Nicht auf das Spektakuläre zu warten, sondern die feinen Übergänge wahrzunehmen. Das Unscheinbare zu befragen und das Vertraute neu zu betrachten. ❉
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25 Jahre „Kleid at Night“: von der alten Apotheke bis in die Centralstation –die zwei Kulturatorinnen gewähren uns einen Blick hinter die Kulissen
TEXT: ANTJE HERDEN + MEIKE HEINIGK | FOTOS: AZIZ WAKIM
Wir fürchteten uns vor der angesagten, aber gestrengen Secondhandladen-Lady, hatten jedoch die Kleiderschränke voll. Von Nachhaltigkeit sprach vor 25 Jahren kaum jemand, aber die vorgeliebten Sachen waren noch voll okay und wir konnten jeden Extrapfennig gebrauchen. Außerdem hatten wir Lust auf ein besonderes Event – möglichst mit Berlin-Feeling.
Freunde zogen gerade mit ihrem Architekturbüro aus einer alten Apotheke und plötzlich war da ein leerer Raum mit Kühlschrank – sprich: mit Bar. Genug DJs kannten wir sowieso. Mit angekarrten Klamottenbergen, Kleiderständern, alten Türen, Schubladen, Holzkisten und Spiegeln verwandelten wir die Hinterzimmer im Martinsviertel für eine Nacht in einen chaotischen Mode-Laden. Ausgelassen tanzten und feierten wir im Vorderraum. Keine Ahnung, ob jemand etwas verkaufte, die Idee jedoch war geboren.
Dass das unsere erste gemeinsame Veranstaltung sein und wir von nun an als Kulturatorinnen das Heimatstädtchen mit verschiedenen Formaten
beglücken würden, wussten wir noch nicht. Vor allem aber ahnten wir nicht, dass aus unserem Baby „Firle & Franz“ aka „Rocken & Hosen“ aka „Kleid at Night“ beinahe ein Politikum werden würde, das wir wie zärtliche Löwenmütter verteidigen mussten. Obwohl wir doch inzwischen angekommen waren – in den Zeiten der Nachhaltigkeit, der genreübergreifenden Kulturformate, der Genderfluidity und einer Mode, die den Generationen nichts diktieren will.
Es war ein spaßiger, aber auch schmerzhafter Weg bis zum heutigen Event, das an zwei Abenden im Jahr in der Centralstation stattfindet. Wie oft stachen wir uns schneewittchenlike mit den Etikettiergeräten in die Finger, bis endlich jede:r Verkäufer:in individuelle Preisschildchen bastelte.
Verhakte Kleiderbügel in der Sexismusfalle Wir tappten in die Sexismusfalle, als wir ernsthaft eine Männerspielecke mit in Dessous gekleideter Puppe und Playstation anboten. Oder als wir uns erst einem Shitstorm stellen mussten, bevor wir begriffen, dass auch Männer Eintritt zahlen

sollten. Nicht nur, weil Menschen sich inzwischen divers kleideten. Sondern auch, weil offensichtlich Personen aller Geschlechter bei uns Spaß hatten.
Unvergessen die Nächte, in denen wir nach der Veranstaltung zu zweit stundenlang in sich verhakte Kleiderbügel separierten, liegen gelassene Klamotten sortierten, private von gemieteten Kleiderständern trennten und Etiketten der verkauften Sachen den Verkäufer:innen zuordneten. In denen wir Schaufensterpuppen auf Fahrrädern heim brachten oder in Aufzügen und Parkhäusern stecken blieben, völlig erschöpft, todmüde und voll beladen mit Restekisten.
Zu Beginn suchten wir leer stehende Orte, die wir bespielen konnten, und Mundpropaganda brachte Freunde von Freunden von Freunden herbei. Erst als wir das erste Mal Flyer (!) verteilten, platzte die Linie 9 in Griesheim aus allen Nähten. Wir brauchten mehr Raum. Außerdem beschlossen wir, uns auf Darmstadt zu konzentrieren. Also zogen wir in die Centralstation.
Obwohl er bei der Premiere Empörung hervorrief, wurde irgendwann Eintritt nötig. Personal am Einlass half, unliebsame Diebstähle einzudämmen, endlich war Platz für Umkleidekabinen, Tischreihen und ein DJ-Pult, das lästige Heranschleppen von privaten Kleiderständern, -bügeln und Spiegeln übernahm eine Firma. Die neue Größe benötigte auch größeren Aufwand, dennoch mussten wir die Kosten überschaubar halten. An Profit ist bei einem Secondhandmarkt sowieso nicht zu denken.
Einfach smart: alles sortiert nach Farben Unser Prinzip, als Kollektiv zu verkaufen und die Ware nach Farben zu präsentieren, entwickelten wir bereits zur zweiten Veranstaltung in einem Atelier in der Liebigstraße. Am Abend des Events selbst helfen alle mit. Ein festes Team sorgt nicht

nur für den Kleidernachschub, sondern baut auf, etikettiert, sortiert (die Farben!), berät, kassiert, hängt zurück, räumt weg und packt schließlich Übriggebliebenes wieder ein. Mit Spaß, Freude und vor Anstrengung geröteten Gesichtern.
Natürlich gab es auch Abende, an denen uns das Lächeln verging. Dauerregen, Lilienspiel, zu wenig Werbung, zu warm, zu kalt, ähnliche Events ortsfremder Veranstalter – schon eins davon konnte für weniger Besucher:innen sorgen. Dann schien sich die Mühe nicht gelohnt zu haben. Doch wir hielten zusammen, trösteten uns mit Drinks von der Bar und hofften auf das nächste Mal.
Vielfältige Klamottenparty für alle Für das neue Jahr werden wir noch nachhaltiger: Folgetermine werden längerfristig festgelegt und kommuniziert, ein beliebtes Darmstädter Warenhaus leiht uns Equipment gegen etwas Werbung, jüngere DJs dürfen sich ausprobieren.
Und natürlich werden wir zu jeder Veranstaltung weiterhin mehrere Tausend Stück Kleidung zusammentragen (und nach Farben sortieren!). Wir wollen allen Besucher:innen eine vielfältige Klamotten-Party bieten – mit Spaß beim An- und Ausprobieren, als Bühne für Modecontent bei Tiktok oder Insta, mit frischer Musik, guten Drinks, netten Gesprächen und beglückenden Funden für jeden Geldbeutel.
Wir danken allen, die uns auf diesem Weg begleitet haben. ❉
Centralstation (Halle) Montag, 9. Februar | 19 Uhr bis 21.30 Uhr
Eintritt: 3 €




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Über die Magie des Achteckigen Hauses und seines Jazzkellers –ein Konzert-Kleinod mitten im Martinsviertel
TEXT: LEA RIES | FOTOS: NOUKI + JAZZVEREIN DARMSTADT E. V. + HERBY AUGST
Dunkle Punkte machen sich auf dem tiefblauen Jacket breit. Es fängt an zu regnen. Noch ein letztes Mal wird langgezogen, dann die Zigarette schwungvoll ausgedrückt und zu Boden geworfen. „Der Jazzclub Darmstadt präsentiert FunkyLectro Session mit Dennis Sekretarev“, hieß es auf Partyamt.de über ein Konzert mit anschließender Jam-Session im Keller des Achteckigen Hauses. Klang einfach zu verlockend, also: hin da!
Versteckt hinterm Efeugeflecht der alten Mauer, die sich am Rande des kleinen Parks in der Mauerstraße entlangschlängelt, befindet sich die Treppe in den Martinsviertel-Underground. Wir gehen runter. „Sonst ist's voller! Aber die meisten Besucher kommen eh erst kurz vor knapp“, berichtet der Mann unten an der Kasse und freut sich darüber, hier auch mal jüngere Gäste zu empfangen. Wir betreten den komplett verklinkerten Gewölbekeller, den geschichtsträchtigen Jazzkeller des „Achteck“. Es stellt sich heraus: Der Mann im tiefblauen Jacket ist Dennis Sekretarev. Mit seinem Quartett
eröffnet der Trompeter der den heutigen Abend. Kompositionen mit Einflüssen aus Jazz, HipHop, Funk und R'n'B erklingen von der Bühne und prägen die Stimmung im Raum. Nach einer Pause wird die heutige Jam-Session eröffnet. Im Wechsel tauschen verschiedene Musiker den Platz auf dem roten Perserteppich, der unter dem Gewölbe fast schon ein gemütliches Wohnzimmer-Feeling erzeugt. Auf der Bühne wird im Einklang sowohl von Klein als auch von Groß Bass, Piano, Schlagzeug, Trompete und vieles mehr gespielt. Im Publikum davor wird nebenher geplauscht, getrunken, geklatscht und hier und da mal etwas herumgetappt. Ein schöner Darmstädter (Sub-)Kulturabend.
Das Achteckhaus – ein Haus mit Geschichte Auch Wolfgang Seeliger ist hier wohl schon hunderte Male mit seinem Dirigenten-Köfferchen den breiten Kiesweg vorm Achteckigen Haus zu seinem Büro spaziert. Seit nunmehr über 25 Jahren nutzt der Maestro, der unter anderem bei Herbert von Karajan studierte und Leonard Bernstein assistierte, mit dem Konzertchor Darmstadt das Gebäude

über dem Jazzkeller. Eine recht kurze Zeit in der Geschichte des historischen Gebäudes – wenn man bedenkt, dass dieses zu Beginn des 17. Jahrhunderts und damals noch außerhalb der Darmstädter Stadtmauer errichtet wurde.
Und obwohl es im Watzeviertel nur so vor schöner Altbauwohnungen wimmelt, gilt das Haus mit der ungewöhnlichen Anzahl an Ecken als das älteste erhaltene Gebäude im Martinsviertel. Zugegeben fungiert es heute mehr als Büro denn als Wohnung, und seine Möbel in den Innenräumen dieses Hauses zu arrangieren, wäre eine Kunst für sich. Man könnte jedoch behaupten: Das ist kein typisches Büro. Vielleicht ist es die Art, wie das Licht durch die wabenähnlichen Fenster fällt. Vielleicht ist es aber auch die Atmosphäre, die den Gedanken schafft, dass dieser Ort nicht nur im Keller von Musik durchzogen ist, sondern auch oberhalb. Denn hier wird Musik praktisch organisiert, sprich: Hier werden die Tourneen geplant, die den Konzertchor Darmstadt schon in so viele Länder geführt haben: nach Japan, Nord- und Südkorea, Indonesien, Israel sowie in fast alle europäische Länder wie Spanien, Italien, Polen, Frankreich, Holland oder die Ukraine.
Ursprünglich habe die Stadt das Haus vor circa 40 Jahren abreißen wollen, wie Seeliger zufällig erfuhr.

„Es war alles total verbaut“, erzählt er. Im 19. Jahrhundert diente das Haus verschiedenen Zwecken: als fürstliches Holzmagazin, Heilanstalt für Chirurgie und Augenkranke, Badeanstalt, Betsaal der Baptisten und zuletzt als Wohnung. Die Wurzeln des heutigen Alice Hospitals lagen hier. Nachbarschaftsinitiativen im Martinsviertel wehrten sich gegen den Abriss, sodass das „Achteck“ schließlich restauriert wurde. Alte Malereien in den Innenräumen konnten dabei erhalten werden; nun steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
Wohnen, Kneipenkultur, Jazz
Heute ragt das Häuschen inmitten von Nachbarschaftsinitiativen und Kneipenkultur aus dem Herzen Darmstadts, dem Martinsviertel, empor. Seit 2000 wird es als Büro für den renommierten Konzertchor Darmstadt und die Darmstädter Residenzfestspiele genutzt. Was von außen aussieht, als würde auf jedes Stockwerk bloß ein Stuhl oder ein Tisch passen, eröffnet sich von innen mit einem überraschend anderen Raumgefühl. Die Wendeltreppe, die sich durch die Innenräume windet, ist zwar sehr kompakt, doch in den Stockwerken öffnen sich dahinter überraschend großzügige Büros – eines im Erdgeschoss, das andere im ersten Stock. Es ist das von Wolfgang Seeliger, markant mit der Aufschrift „Dirigent“ versehen, gleich


darunter der Spruch: „Irgendwer muss ja diesen verdammten Job machen.“
In Seeligers Büro stehen gleich zwei Schreibtische: einer für seine Arbeit, der andere stets freigehalten, in der wohl heimlichen Hoffnung, dass sich irgendwann jemand findet, der seinen Platz einnehmen kann. Seeliger sagt es mit einem Schmunzeln, das mehr Melancholie als Überheblichkeit verrät: „Einen Nachfolger habe ich noch nicht gefunden. Keiner möchte die Kärrnerarbeit übernehmen. Wenn es mit mir zu Ende geht, dann ist es wohl auch hiermit zu Ende.“ Während sich unten im Keller die Jazzklänge verlieren, beeindrucken im darüberliegenden Haus dicke Mauern, der einzigartige achteckige Grundriss und die Musik, die hier zwar hauptsächlich auf dem Papier stattfindet, jedoch trotzdem spürbar ist.
Der Jazzclub – Herzstück der Szene
Der Keller entstammt einem älteren, quadratischen Bau aus dem 16. Jahrhundert. 1981 bringen Bürgerinitiativen, Anwaltsplaner und die Wählergemeinschaft Darmstadt (WGD) die geplante „Osttangente“ – eine vierspurige Straße durchs Martinsviertel – zu Fall und ermöglichten damit dessen behutsame Sanierung und Aufwertung. In einem Artikel aus dem Darmstädter Echo im Jahr 1984 wird gemunkelt: „Das Achteckhaus als künftiger Stützpunkt des wiedererwachenden Jazzlebens in Darmstadt? Eine neue Nutzungsvariante


für das restaurierte Gebäude im Martinsviertel, Mauerstraße 17, bringt die SPD-Fraktion ins Spiel.“ Fast richtig – aber nur fast. Denn es ist nicht das Achteckhaus, sondern das, was darunter liegt, das die Darmstädter Jazzszene wieder aufblühen lässt. Wegen des Denkmalschutzes und, weil die sanitären Anlagen noch fehlten, durften anfangs keine öffentlichen Veranstaltungen im historischen Keller stattfinden. So diente das Gewölbe zunächst nur als Proberaum für Bands wie En Haufe Leit, Sound Set '75 und die Mr. Jelly's Jam Band.
Mit dem Anbau einer zweiten Zugangstreppe und dem Einbau sanitärer Einrichtungen wurde der Keller schließlich für den Konzertbetrieb geöffnet. Der Jazzclub Darmstadt, ein gemeinnütziger Verein, veranstaltet hier seit der Sanierung regelmäßige Jazzkonzerte. Vor ungefähr 50 Jahren schwappten die Jazzaktivitäten erstmals ins Martinsviertel, anfangs getragen durch die Gruppe En Haufe Leit, erinnert sich Vereinsmitglied Heinrich Frye. „Wenn die hier auftreten, ist es nach wie vor immer voll. Aber wir wollen im Grunde auch einen Generationswechsel, und den merkt man auch“, erzählt er. Frye kommt zwar eigentlich aus Frankfurt, einer Stadt voller Jazztradition, trotzdem sagt er: „In Darmstadt gibt es eine tolle Jazzszene. Sie ist hier sogar sehr viel aktiver als in Frankfurt, habe ich inzwischen das Gefühl.“ Es läge aber vor allem daran, dass es mit Orten wie dem Jazzinstitut, der Knabenschule und natürlich dem Achteckhaus vie-





Das Haus in der Mauerstraße wurde 1620 von Landgraf Ludwig V. auf einem großzügigen Gartengrundstück vor dem Jägertor (Stadttore) angelegt und gelangte 1627 in den Besitz des Kanzlers Wolff von Todtenwarth. Die Todtenwarths behielten das Achteckige Haus über ein Jahrhundert und ließen es 1636 von dem Darmstädter Baumeister Jakob Müller umbauen und in seine heutige achteckige Form versetzen. Seither erhebt sich über dem quadratischen Keller, der vermutlich noch von dem älteren Gebäude stammt, ein zweigeschossiger, achteckiger Bau, dem ein quadratischer Treppenturm vorgelagert ist. Im Erdgeschoss befand sich ein großer Saal, im Obergeschoss waren ein Vorzimmer, die Küche und ein weiterer Saal untergebracht. Bekrönt wurde das Gebäude von einem Zeltdach, das später abgetragen wurde. 1760 erwarb Landgraf Ludwig VIII. das Achteckige Haus für seine Mätresse Helene Martini. Nach deren Tod 1803 ersteigerte Landgraf Ludwig X. (Ludewig I.) das Achteckige Haus mit Garten und legte hier das fürstliche Holzmagazin, den „Alten Holzhof“ an. 1854 gründeten neun junge Darmstädter Ärzte hier eine „Heilanstalt für chirurgische und Augenkranke“, die dem Haus den Namen „Mauerspitälchen“ gab. Während der Kriege der Jahre 1866 und 1870/71 veranlasste Prinzessin Alice, dass im Garten eine Baracke als Notlazarett für die Verwundeten aufgestellt wurde. Nach Kriegsende übernahm der Alice-Frauenverein die Klinik und baute sie durch Anbau eines Neubaus an das Achteckige Haus zum Hospital mit eigener Pflegerinnenschule aus, die im Oktober 1873 eröffnet wurde. Als das Hospital nach wenigen Jahren erneut zu eng wurde, konnte 1883 ein größerer Neubau an der Dieburger Straße bezogen werden (Alice-Hospital). Im Mauerspitälchen und dem Achteckigen Haus eröffnete die Familie Becker 1884 eine Badeanstalt. Später diente das Haus als Betsaal der Baptisten, danach als Wohnung. Nach Kriegsschäden und jahrelangem Leerstand wurde das Gebäude 1976 bis 1987 saniert und das ursprüngliche Zeltdach rekonstruiert. Dabei wurden dekorative Ausschmückungen mit Fresken des 17. Jahrhunderts freigelegt. Seit 1992 befindet sich der Jazzclub im Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss werden seit 1998 vom Konzertchor Darmstadt genutzt.
Auszug aus: Stadtlexikon Darmstadt – ursprünglich: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. Stadt Darmstadt. Hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Darmstadt – Denkmalschutzbehörde – Braunschweig, Wiesbaden 1994, S. 253; Bethke, Martin: Landgraf Ludwig und seine Favoritin. In: Hessische Heimat 1973, S. 73-76. [Sauer, Mona]


le verschiedene Jazz-Orte in Darmstadt gäbe. „Die Aktiven kennen sich untereinander und tauschen sich aus. Sie interessieren sich auch wirklich dafür, Jazz unter die Leute zu bringen ... und es ist toll, ein Teil davon zu sein“, bemerkt er. Auch Seeliger erzählt, dass er den Jazzkeller von zahllosen Abenden kenne: „Sie haben schon immer wechselnde Generationen. Gerade kommt wieder eine jüngere Generation dazu. Das finde ich sehr schön.“
Nüsschen zum Musikgenuss Oft sind es vertraute Gesichter, die sich ihren Weg am Samstag zu einem Konzert oder donnerstagabends zur Jam-Session hinunter in den alten Keller in der Mauerstraße bahnen. Noch ein Blick in den Raum hinein: Immer wieder greift er in das kleine Schälchen, das er auf einer Serviette vor sich platziert hat. Behutsam wird eine Nuss nach der anderen herausgeholt und zufrieden das musikalische Geschehen beobachtet. Ein langer weißer Bart schmückt sein Gesicht. Es gehört einem der wohl stadtbekanntesten, auffälligsten Jazzliebhaber Darmstadts: Elias Dahlhaus. Nur ein Beispiel für viele Gesichter, die man hier wochenends wiedersieht – und das schon seit vielen Jahren. 2015 berichtete das P Magazin über Elias’ Faible


zum Jazz und schrieb: „Er genießt besonders das Kulturleben, bei dem man ‚nicht die Stecknadel im Heuhaufen‘ suchen muss.“ Man ahnt, dass damit auch dieser Ort gemeint war. Es passt zu gut.
Kaum würde es auffallen, wenn nicht ab und zu Jazz und Musik jeder Art und zu allen Tageszeiten aus den Kellerfenstern des Achteckhauses hinausströmen und kurz vor Abend leise der kleine Programmständer vor dem Eingang des Parks zurechtgerückt würde. Und wahrscheinlich fällt es dann auch nur denjenigen auf, die gerade eine Feige an dem riesigen Baum davor pflücken oder stehen bleiben, um das Geschäft ihres Hundes vom Boden aufzuheben. Zumindest würde wenigstens diesen Menschen auffallen, wie einzigartig dieser Ort ist. Vielleicht bleibt es für sie dennoch nur ein Haus mit acht Ecken. Vielleicht oder sehr wahrscheinlich weiß der ein oder andere auch gar nicht, was an diesem Ort eigentlich passiert: dass sowohl der Keller als auch das Haus von oben bis unten von Musik durchdrungen sind. Und dass Architektur zwar auch sehr beeindruckend sein kann, sie aber manchmal auch Hülle für etwas besonders Schönes ist. ❉
Jazzkonzerte im Achteck: Jazzveranstaltungen im Achteckhaus finden von etwa September bis Mai mit lokalen und überregionalen Bands verschiedenster Stilrichtungen statt.
Konzerte an anderen Orten: Früher am Steinbrücker Teich, später an der Grube und seit 2002 auf der Mathildenhöhe, „der Krone Darmstadts“, organisiert der Verein unter anderem den „Jazzvadderdaach“ an Christi Himmelfahrt.
Nachwuchsförderung: Neben den regelmäßigen Achteck-Konzerten veranstaltet man Konzerte und Jam Sessions speziell für Nachwuchsmusiker, die sich mit professioneller Unterstützung vorstellen und präsentieren können.
Musiker- und Bandvermittlung: Aufgrund langjähriger Erfahrung und weitreichender Kontakte werden Musiker und Bands aller Jazz-Stilrichtungen und Besetzungen vermittelt.
Allgemeine Förderung des Jazz in Darmstadt: In Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und befreundeten Vereinen und Gruppierungen wird die Fahne des Jazz in der Stadt und der Region hochgehalten.

Sophie Zellinsky Wirtschaftspyschologin Systemischer Coach

Scan mich für Kontaktinfos:
Jazz & more im Achteck-Keller
Sa, 7.2., 20.30 Uhr: Nujakasha (sphärische Klangwolken und treibende Beats – rein instrumental)
Sa, 14.2., 20.30 Uhr: 4onJazz (interpretatorische Vielseitigkeit auf der Basis von JazzKlassikern)
Do, 19.2., 20 Uhr: Jam Session mit Johnny's Jazz Collection, Eintritt frei
Sa, 21.2., 20.30 Uhr: Swinging Tuxedos mit Petra Bassus (Evergreens, Swing, Latin, Jazzstandards)
Sa, 28.2., 20.30 Uhr: FunkyLectro Session (Funk-, Soul-, Jazz-Session für aktive Musiker), Kulturbeitrag: 5 €
Standard-Eintritt: 15 € (Jazzclub-Mitglieder: 10 €, Studierende mit Ausweis: 5 €)
Du möchtest beim Jazzclub Darmstadt mitmischen? Dann melde Dich per Mail bei vorstand@jazzclub-darmstadt.de.
jazzclub-darmstadt.de


Für Menschen, die in ihrem Beruf wachsen wollen – mit Gelassenheit, Präsenz und innerer Stärke



Es ist der Genre-Klassiker im HipHop: Die Hymne auf die Heimatstadt. Keine Zweifel an Jovans Verbundenheit zu Darmstadt lässt der neueste Track des Rappers offen. Auf „Hometown“ dreht sich alles um die Szene vor Ort. Die Neuerscheinung des HipHop-Acts aus Bessungen mit lockerem Beat von Produzent Daveyoh findet Ihr überall im Stream. instagram.com/jovan_mp3
Schlägertrupp ist eine neue Band aus Darmstadt: Die fünfköpfige Formation – unter anderem mit dabei: Mitglieder der Crossover-Band One und der Rap-Formation Goon Squad – debütierte Ende Dezember mit einem Konzert im Sumpf. Schon bald soll eine EP erscheinen. Wer auf melancholischen, düsteren Post-Punk mit NDW-Einschlag und deutschsprachigen Texten steht, sollte die jungen Musiker im Auge behalten! instagram.com/schlaegertruppband
Mit drei wuchtig-rasanten Songs, die gemeinsam auf gerade mal sechs Minuten Spielzeit kommen,
haben Steel Deal im Dezember 2025 für Aufsehen in der internationalen Hardcore-Szene gesorgt. Das „Promo Tape“ der Darmstädter Band knüpft unmittelbar an den Sound des Debüts „Demo 25“ aus dem letzten Frühjahr an: Heftiger Hardcore mit schnellen Gitarren-Riffs und Inspirationen sowohl aus dem Punk als auch aus dem Metal. Die erste Auflage der physischen Tonträger in Form von Kassetten ist wieder beim Szene-Label STTW Records aus Frankfurt erschienen und bereits vergriffen. Als digitales Release findet Ihr Steel Deal überall im Netz. instagram.com/steeldealhc
Rekord im Hessischen Landesmuseum! 2025 verzeichnete das Universalmuseum – eines der größten in Europa – die höchste Besucherzahl seit zehn Jahren: 115.117 Menschen erkundeten die Sonderausstellungen, Sammlungen und Exponate. hlmd.de
Großen Anlass zur Freude gab es auch in der Grube Messel. Anfang Dezember wurde in Deutschlands erster – und bisher einziger – Weltnaturerbestätte das 30-jährige Jubiläum ihrer Aufnahme in die Unesco-Liste gefeiert. Die international bedeutende Fossilfundstätte in einem stillgelegten Ölschiefer-Tagebau ermöglicht Einblicke in die Millionen Jahre alte Geschichte unseres Planeten. Dass die paläontologische Institution jetzt diesen Meilenstein bejubeln konnte, wirkt im Rückblick fast skurril. Ende der 1970er-Jahre sollte, nach Ende des Ölschieferabbaus, die Grube eigentlich eine Mülldeponie werden – ungeachtet bereits getätigter Fossilienfunde. Verhindert wurde das nur durch rastlosen Protest: Über zehn Jahre kämpften Bürger juristisch für den Stopp des Deponievorhabens. Der Erfolg dieses Engagements mündete in die Unesco-Bewerbung. grube-messel.de
Aktueller Protest hat sich kurz vor Weihnachten in Darmstadt formiert. Um die von der Stadt Darmstadt Rodungsarbeiten für das Baufeld des geplanten Welterbe-Informationszentrums am Osthang zu verhindern, besetzten Aktivisti der Gruppen „Wald statt Asphalt“ und „Osthang
besetzt“ am 18. Dezember Bäume. Die von der Stadt beauftragten Handwerker rückten daraufhin ab, ohne tätig zu werden. Der von der Stadt Darmstadt geplante, symbolische Spatenstich fiel somit in Wasser. Ihre Stellungen hielten die Aktivisti trotz eisiger Temperaturen über die Feiertage und den Jahreswechsel hinaus. Ziel des „zivilen Ungehorsams“ sei, den Osthang als „Ort der Kunst, Kultur und Natur“ langfristig zu schützen. Auch bei Redaktionsschluss galt der Osthang weiterhin als besetzt. Mitte Januar wurden zudem Kulturveranstaltungen realisiert. Der Konflikt um das Informationszentrum für das Weltkulturerbe Mathildenhöhe geht mit dieser Entwicklung in die nächste Runde. Bei Redaktionsschluss machte der Nabu Darmstadt mit einem Schreiben an die kommunale Naturschutzbehörde auf einen Bergmolch aufmerksam. Dieser sei am Osthang gefunden worden und gelte laut Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung als „besonders geschützt“. Frank Horneff, Pressesprecher der Stadt Darmstadt, teilte der Öffentlichkeit daraufhin mit, dass dem „Einzelfund“ nun „naturschutzfachlich nachgegangen“ werde. In der Stadtpolitik war das geplante Informationszentrum mit Baukosten von knapp 20 Millionen Euro kurz vor der Besetzung ebenfalls mehrmals auf der Tages-
ordnung. In der Stadtverordnetenversammlung beantragte die Fraktion Uffbasse wiederholt die Abplanung des Neubaus, da dessen Kosten „in keinem Verhältnis zu den finanziellen Möglichkeiten der Stadt Darmstadt“ stünden. Nach einer hitzigen Debatte stimmte das kommunale Parlament mit großer Mehrheit (Grüne, CDU, Volt, SPD ...) gegen die Vorlage. instagram.com/osthang.besetzt + waldstatt-asphalt.net/osthang-bleibt + darmstadt.de
„Orientiere dich nach deinen Wünschen neu“, postulieren The Dass Sägebett und betiteln ihr 17. Album mit einem Appell. Wer zum Start ins neue Jahr noch einen inspirierenden Vorsatz sucht, wird hier womöglich fündig ... versprochen wird von der 1988 gegründeten Mondo-Beat-Kapelle „ein hoher Unterhaltungswert“. Das Klangbild sei wieder mehr am Konzept einer „Rockplatte“ orientiert, so die Band, die zuletzt viel mit Synthesizern arbeitete. Textlich bleibt sich die Formation treu: Wer Freude am Dechiffrieren kryptischer Zeilen hat, kommt hier ohne Zweifel auf seine Kosten. Das Werk mit zehn neuen Songs, darunter Titel wie „Ameisenspeisekarte“ und „Dampfmaschinenroboter“, ist nicht digital als Stream oder Download, sondern nur als Schallplatte erhältlich, unter anderem im Darmstädter Fachgeschäft für Tonträger „Musik als Hilfe“. dj-chromo.de

Warum berauschen sich Menschen? Was löst Rauscherleben in unseren Körpern aus? Wie prägt Rausch unsere Gesellschaft? Diesen Fragen will sich eine neue Radio- und Podcast-Reihe diskursiv widmen: „Rausch.Weiter – Wer rauscht wie durchs Leben?“ ist ein neues Format der Fachstelle Suchtprävention des Netzwerk Rope e. V. Der Podcast fragt, wie Rausch entsteht: durch Musik, Kunst, Bewegung, soziale Dynamiken oder Substanzen – und ab welchem Punkt Genuss zum Risiko oder einer Gefahr werden kann. Moderatorin Michelle Denk, Systemische Therapeutin und Leiterin der Fachstelle, geht hierzu mit verschiedenen Personen ins Gespräch. Bisher zu Gast waren zum Beispiel: Regisseur und Filmemacher Lars Smekal und Medienpädagoge Pierrick Walz. Jeden dritten Montag im Monat wird um 17 Uhr auf Radio Darmstadt live gesendet. Im Anschluss sind die Folgen als Podcast abrufbar. fsp-darmstadt.de
Cord Meijering ist seit Jahresbeginn als Interimsleiter der Akademie für Tonkunst tätig. Bereits von 2005 bis 2021 war Meijering für die städtische Kultureinrichtung verantwortlich. Ende Dezember 2025 teilte die Stadt Darmstadt mit, dass Thomas Bauer, der 2021 auf Meijering als Leiter gefolgt war, die traditionsreiche Musikschule „auf eigenen Wunsch“ verlasse. Ende 2025 erhoben Studierende Vorwürfe gegen Bauer. Das Darmstädter Echo zitierte Studierendenvertreter Richard Steinert, der „mehrere schwerwiegende und systematische Verstöße“ gegen Hochschul- und Verwaltungsrecht beklagt. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb von einer „Atmosphäre der Angst“. Vereinbart sei, dass der neue, ehemalige Leiter für ein Jahr befristet die Geschäfte führe, so die Pressestelle der Stadt Darmstadt. Vorangetrieben werden solle dabei insbesondere eine „Neustrukturierung der Akademie“. akademie-fuer-tonkunst.de
International gilt der 8. März als Tag des feministischen Kampfes. Im Fokus stehen hierbei meist Themen wie Gewalt gegen Frauen, gesellschaftliche Ungerechtigkeiten wie die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit oder der Gender Pay Gap. Anlässlich dessen erarbeitet das Projekt „Unsichtbar“ derzeit eine „kraftvolle Performance“, die am 8. März aufgeführt werden soll. Das Vorhaben versteht sich als politisch-partizipatives Projekt und lädt zum Mitmachen ein. Im Februar werden dazu verschiedene Workshops aus dem Feld der Theaterpädagogik angeboten. Vorkenntnisse
sind nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei, Bedingungen und weitere Informationen findet Ihr hier: unsichtbar.herebefore.de
Das Frauenmagazin „Mathilde“ ist Ende 2025 ein letztes Mal als Printausgabe erhältlich gewesen. 1992 war die nicht kommerzielle Frauenzeitung erstmals erschienen und behandelte intersektional feministische Themen und Fragen. Mitgründerin Barbara Obermüller hofft auf eine Fortführung des Formats als Digitalausgabe. Dazu bräuchte das Redaktionsteam jedoch unterstützende Expertise, so Obermüller im Darmstädter Echo.
Perschya Chehrazi ist Mitte November 2025 verstorben. Zehn Tage vor seinem 36. Geburtstag verlor der Darmstädter Musiker mit der einprägsamen Stimme den Kampf gegen seine unheilbare Krebserkrankung. Mit seiner Band Anny erlangte der ehemalige Sound-Design-Student der Hochschule Darmstadt bundesweit Erfolg, in Darmstadt wirkte und engagierte sich „Persch“ vielfältig innerhalb der Musik- und Kulturszene.




ZWISCHEN FIKTION UND FORSCHUNG


Wir laden dazu ein, die faszinierende Welt der KI aus filmischer und wissenschaftlicher Perspektive zu entdecken – im programmkino rex in Darmstadt.



Di, 17.02. um 18:00 Uhr
Im Gespräch: Tobias Kehl
Projektleitung, AI Startup Rising
Di, 17.03. um 18:00 Uhr
Im Gespräch: Karin Gessler
Literatur- und Filmwissenschaftlerin
Di, 21.04. um 18:00 Uhr
Im Gespräch: Dr. Severine Rupp
Quantenchemikerin, hessian.AI
In Kooperation mit



Das literarische Darmstadt im Februar
TEXT: MAYA-KATHARINA SCHULZ
Monatelang haben sie an ihren Manuskripten gefeilt, nun treten sie an die Öffentlichkeit: Die Absolvent:innen der Darmstädter Textwerkstatt präsentieren im Literaturhaus ihre Ergebnisse. Begleitet von Kontrabass- und Klavierstücken lesen fünf Stimmen der Region aus ihren aktuellen Werken. Kurt Drawert und Michael Hüttenberger moderieren den Abend, der ab 19.30 Uhr beginnt.
Von Romance-Talk über einen hessischen TV-Klassiker bis hin zu bewegenden Tagebuch-Berichten aus Kabul: Diesen Monat gibt's eine große Bandbreite zwischen lockerer Abendunterhaltung und politischem Ernst.
Angeblich lügt der Mensch zweihundertmal am Tag – die Lüge ist der Klebstoff im Fundament der Weltgeschichte. Johann von Bülow und Walter Sittler begeben sich auf eine unterhaltsame Suche nach der Wahrheit und decken um 17 Uhr in der Centralstation gefälschte Urkunden, historische Hochstapeleien und die dreistesten Schwindeleien der Menschheitsgeschichte auf.
Berühmte Strichfiguren treffen auf scharfsinnige Texte! Während Schauspieler und Autor Oliver Wnuk (unter anderem bekannt aus „Stromberg“) aus seinem neuen Buch „Besser wird's nicht“ liest, liefert Cartoonist Tobias Vogel alias @kriegundfreitag mit seinen legendären Strichfiguren die visuellen Pointen. Mit viel Selbstironie navigiert das Duo durch die Widersprüche zwischen Alltag und Abgrund. Diese kluge Suche nach neuen Perspektiven beginnt um 20 Uhr in der Centralstation.
Slam-Basis e. V. und Schlosskeller laden zur vierten Runde ihres erfolgreichen Poetry-Slams. Zwischen pointiertem Storytelling und Gänsehaut-Lyrik treten beim Kellerslam Bühnen-Neulinge gegen gestandene Wortakrobat:innen an, um die Gunst des Publikums zu gewinnen. Durch das wortgewaltige Spektakel führt Darmstadts Slam-Pionier Tilman Döring. Wer selbst ans Mikrofon möchte, schreibt an kontakt@ slam-basis.de oder trägt sich vor Ort in die offene Liste ein. Los geht's um 20 Uhr im Schlosskeller.
Wer über Literatur nicht nur alleine grübeln, sondern sich aktiv austauschen möchte, findet im Lesekreis der Stadtteilbibliothek Kranichstein die passende Runde. Diesmal geht's um den autobiografischen Roman „Unorthodox“ von Deborah Feldman. Der Austausch wird ehrenamtlich geleitet, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist die Stadtteilbibliothek Kranichstein um 15 Uhr.
Ein Abend im Zeichen der Romantik: Die Autorinnen Marina Neumeier und Marie Wowes laden zum „Romance-Booktalk“ ein. Zwischen Herzklopfen und Happy Ends stellen sie ihre neuesten Werke „Knightsbridge United Sidelined“ sowie „Anatomy of a Broken Heart“ vor und diskutieren über beliebte Tropes sowie die Kunst des gefühlvollen Schreibens. Wer für das Genre brennt, findet sich ab 20.15 Uhr bei Thalia in der Schuchardstraße ein.
Comic-Magie: Das Kindercomic-Festival „Yippie!“ lädt kleine Gäste ab fünf Jahren zu einer besonderen Bildklanglesung ein. Axel Scheffler, Schöpfer des berühmten „Grüffelo“, trifft auf die Künstler Ferdinand Lutz und Dominik Merscheid. Zusammen erwecken die beiden Ferdinands Comic-Helden „Rosa und Louis“ auf der Bühne zum Leben. Danach lüften sie ihre Werkstattgeheimnisse und zeigen, wie ihre Zeichnungen und Klangwelten eigentlich entstehen. Die Centralstation wird ab 14 Uhr zum Schauplatz für dieses bunte Spektakel.
Da ihre Eltern seit dem Tag der Adoption jede Einzelheit ihres Lebens auf Youtube geteilt haben, ist Sherry für Millionen Follower ein offenes Buch. In ihrem Jugendroman „Please unfollow“ erzählt Basma Hallak (@basmasbooks) von Sherrys Versuch, in einem Camp fernab der Kameras endlich herauszufinden, wer sie ohne Filter eigentlich ist. Der Booktalk beginnt um 20.15 Uhr bei Thalia in der Schuchardstraße.
Der Frankfurter Kabarettist und Kulturallrounder Jo van Nelsen lässt die legendäre Familie Hesselbach wiederauferstehen. Nachdem die HR-Serie 1967 abrupt endete, hat der Experte nun unverfilmte Drehbücher in den Archiven aufgespürt. In seiner Lesefassung von „Herr Hesselbach und die Entwicklungshilfe“ verwebt er die Originaldialoge mit erzählenden Passagen ganz im Stile von Wolf Schmidt. Anmeldungen werden unter info. kuenstlerhausziegelhuette@gmx.de erbeten, die Reise in die hessische Fernsehgeschichte beginnt um 19 Uhr im Künstlerhaus Ziegelhütte
In der Reihe „Darmstädter Krimilust“ werden nicht nur Krimis gelesen, sondern im Gespräch tiefgründig kontextualisiert. Dieses Mal spricht Detlev Daum vom Weißen Ring über die Realität der Opferhilfe. Nach einem musikalischen Zwischenspiel von Liedermacher Hans-Werner Brun liest Ralf Schwob aus seinem Krimi „Osthafen“. Darin gerät ein Arzt ohne Approbation in ein gefährliches Netz aus Kriminalität zwischen Frankfurt und Groß-Gerau. Los geht‘s um 19 Uhr in der Stadtkirche
Wissenschaft ohne Staubschicht: Beim Science Slam haben Expert:innen genau zehn Minuten Zeit, ihr Spezialgebiet so zu erklären, dass kein Auge trocken bleibt. Vermeintlich trockene wissenschaftliche Themen werden zur gelungenen Abendunterhaltung! Das Publikum entscheidet per Applaus über den Sieg – wer es am meisten begeistern, belehren und zum Staunen bringen kann, gewinnt! Das Darmstädter Original beginnt um 19.30 Uhr in der Centralstation
Heiner-Krimi trifft Lyrik: Eine Zuflucht für alle Fastnachtsmuffel bietet die Literaturinitiative mit ihrer Reihe „Literaturszene Südhessen“. Die Bühne teilen sich die beiden Darmstädter Autoren Andreas Roß, Sozialarbeiter und bekannt für seine Heiner-Krimis, und Marc Mandel, langjähriger Echo-Redakteur und Autor vielfältiger Publikationen. Das Repertoire reicht von satirisch über schlüpfrig bis schillernd und verspricht einen kurzweiligen Abend – ab 19 Uhr in der Galerie des Restaurants Rosengarten
Darmstadt sucht das größte Lesetalent des Jahres! Beim Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs „Buch mit Beats & Brause“ treten die besten Sechstklässler:innen der Heinerstadt gegeneinander an. Zwischen Beats und Brause präsentieren sie sowohl ihr Lieblingsbuch als auch einen unbekannten Text. Es winkt ein besonderer Preis: ein Auftritt bei der Eröffnung des Festivals „Huch, ein Buch!“ im Mai. Arena der jungen Vorlesekünstler:innen ist ab 9.30 Uhr der Saal der Centralstation
Elefanten mitten in der Großstadt: In ihrem neuen Roman „Das Geschenk“ konfrontiert die flämische Autorin Gaea Schoeters den Bundeskanzler mit einem ebenso gewaltigen wie rätselhaften Präsent aus Botswana. Die preisgekrönte Journalistin und Literatin verwebt darin globale Zukunftsfragen mit einer surrealen urbanen Kulisse. Ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche
Die Jury „Buch des Monats“ blickt auf das Jahr 2025 zurück. Die Juroren Tilman Spreckelsen und Gerhard Stadelmaier präsentieren vier besonders „verrückende“ Favoriten – von Tiger-Begegnungen bis zum Widerstand gegen Nazis. Die passenden Kostproben dazu liest die Schauspielerin Karin Klein. Ein literarischer Wegweiser durch die besten Bücher des Jahres, los geht’s um 19 Uhr im Literaturhaus
Märchenhaft düster: Das Erfolgs-Duo T.S. Orgel präsentiert sein neues Epos „Deadly Ever After –Blut und Schnee“. Eine Welt, in der alle Märchenfiguren versammelt sind, es aber trotz-dem kein „Glücklich bis ans Lebensende“ gibt. Schneewittchen hat die Macht an sich gerissen und überzieht das Land mit Krieg. Nur der Rebell Streich und seine Gefährten stellen sich ihr entgegen. Die Lesung des preisgekrönten Brüderpaars beginnt um 20.15 Uhr bei Thalia in der Schuchardstraße.
Triest, 1920: Der junge Mattia, wegen seiner Härte gefürchtet und doch nur „Bambino“ genannt, gerät in den Sog des frühen Faschismus. Auf der Suche nach seiner Identität und der Wahrheit über seine Herkunft muss er im Chaos des Zweiten Weltkriegs erfahren, wie schnell Gewinner zu Verlierern werden. Bestsellerautor Marco Balzano stellt seinen neuen Roman „Bambino“ vor und führt das Publikum tief in die italienische Zeitgeschichte. Ab 19 Uhr lädt die Società Dante Alighieri zu dieser Lesung ins Theater im Pädagog
Zum 10. Todestag von Karl Dedecius würdigt das Deutsche Polen-Institut das Erbe seines Gründers. Als bedeutender Übersetzer, Autor und Kulturmanager baute er literarische Brücken zwischen Deutschland und Polen und wurde 1990 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Unter dem Titel „Ein Europäer aus Lodz“ erinnert sein früherer Mitarbeiter Andreas Lawaty im Gespräch an die prägende Persönlichkeit und liest ausgewählte Texte. Das Residenzschloss Darmstadt wird dafür ab 19 Uhr zum Ort des Gedenkens.
Darmstadts literarischer Nachwuchs tritt ans Mikrofon: Bei der Lichterschlacht messen sich lokale U20-Slam-Talente. Ob Lyrik, Prosa oder Comedy – beim Wettstreit der jungen Stimmen ist alles erlaubt, was aus der eigenen Feder stammt. In Begleitung eines Special Guests führt Johanna Schubert durch den Abend voller neuer Perspektiven. Wer nach dem 27. Februar 2006 geboren wurde und selbst auf die Bühne möchte, kann sich vorab mit einer Nachricht an info@centralstationdarmstadt.de anmelden. Der wortgewaltige Abend beginnt ab 18.30 Uhr in der Centralstation.
Zeugnis einer verschwindenden Freiheit: Das kollektive Tagebuch „Geliebtes Kabul“ dokumentiert das erste Jahr afghanischer Frauen unter der Herrschaft der Taliban. Was als Whats-App-Gruppe zur gegenseitigen Unterstützung begann, wurde zur literarischen Lebensader für Ärztinnen, Studentinnen und Mütter. Darmstädterinnen leihen diesen bewegenden Berichten über Protest, Flucht und weibliche Stärke ihre Stimmen. Die Lesung in der Stadtkirche beginnt um 19.30 Uhr.
Ja, aber dahinter, da sind die Bücher. Und die sind echt!
Echt gute Bücher aus echten Läden, den unabhängigen Darmstädter Buchläden!

Bessunger Buchladen bessungerbuchladen.de
Naamans Comic Cosmos naamanscomiccosmos.de


Buchhandlung Lesezeichen lesezeichendarmstadt.de
Buchhandlung am Markt buch-am-markt. com


Georg Büchner Buchladen georg-buechnerbuchladen.de
Darmstadts unabhängige Buchhandlungen
AUSWAHL + TEXTE: JULIA HICHI | ABBILDUNGEN: SEBASTIAN WEISSGERBER („GONDELANLEGER“), FOTO: CLAUDIA EHRY (1) + MAAUSWAHL + TEXTE: JULIA HICHI | ABBILDUNGEN: HARM GERDES („EQUILIBRIUM“, 2025), FOTO: CHRISTOFOROS DOULGERIS (3) + JÖRG BUSSMANN (4) + GERD WINTER („WEH MIR, WO NEHM ICH, WENN ES WINTER IST, DIE BLUMEN“, 2019) (5) + ANNEGRET SOLTAU (6)
In Kooperation mit der Kunsthalle Darmstadt zeigt der Projektraum „G10“ eine konzentrierte Arbeit von Harm Gerdes, in der Malerei, Skulptur und architektonisches Denken zusammenfließen. In der Satellitenausstellung „Agent Arena“ formen gegossene Acrylfarben kraftvolle, räumlich wirkende Bildkörper, in denen fließende und harte Elemente aufeinandertreffen und zeitgenössische Bildwelten reflektieren.
bis 6.2. | 24/7
G10 Projektraum g10.biz
Das Institut für Neue Technische Form (INTeF) zeigt eine Ausstellung über die visionäre Designerin Charlotte Perriand, deren Entwürfe das Wohnen im 20. Jahrhundert nachhaltig verändert haben. Zwischen Avantgarde und Natur entwickelte sie Möbel und Räume, die auf den Menschen reagieren. Ihr Ansatz war klar, sozial gedacht und überraschend modern – damals wie heute.
bis 8.3. | Di bis Sa: 11 bis 17 Uhr + So: 11 bis 14 Uhr INTeF intef.info
Die Kunsthalle Darmstadt versammelt über 20 großformatige Leinwände von Harm Gerdes und führt auf, wie sich der Künstler eine eigenständige Bildsprache jenseits des Pinsels aufgebaut hat. Mit gegossener Acrylfarbe verbindet er Elemente von Art Nouveau und Klassischer Moderne zu zeitgenössischen Metaphern des Sehens, die international Beachtung finden.
bis 15.3. | Mi bis Sa: 11 bis 17 Uhr Kunsthalle Darmstadt kunsthalle-darmstadt.de
„Vogelflüge“
Ausgehend von Vilém Flussers gleichnamigem Buch erkundet Jörg Bussmann in filigranen Plastiken die menschliche Sehnsucht nach räumlicher Freiheit. Mit Arbeiten aus mehreren Werkgruppen übersetzt er Bewegung, Geste und Material in skulpturale Formen und begreift das spielerische Arbeiten als Mittel der Erkenntnis.
bis 21.3. | Do + Fr: 16 bis 19 Uhr sowie Sa: 12 bis 15 Uhr Literaturhaus, Schauraum kunstarchiv.eu



Mit überwiegend in Blautönen gehaltenen Arbeiten zeigt Gerd Winter eine Auswahl seiner abstrakten Malerei, die durch den pastosen Auftrag wie eigene Landschaften wirken. In Schichtungen, Farbverläufen und geometrischen Feldern übersetzt er Gedanken und Stimmungen in spannungsreiche Bildkonstruktionen und bewegt sich subtil zwischen Fläche, Farbe und Raum.
bis 22.3. | Di + Fr: 10 bis 13 Uhr sowie Do: 10 bis 18 Uhr Literaturhaus, Schauraum kunstarchiv.eu

In zwei zentralen Werkserien verbindet eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart, die Darmstädterin Annegret Soltau, persönliche Erfahrungen mit Fragen von Identität, Erinnerung und Herkunft. Dabei spielt ihr eigenes „Ich“ immer eine zentrale Rolle. In „Vatersuche“ sowie den frühen „Tagesdiagrammen“ werden innere Zustände, familiäre Beziehungen und gesellschaftliche Prägungen offen und eindringlich sichtbar.
bis 7.6. | Mi bis So: 13 bis 18 Uhr Kunstforum der TU Darmstadt tu-darmstadt.de/kunstforum


SCHAUSPIEL
Komödie von Anton Tschechow / ab 14 Jahren

ab 06.02.
Die abgebildeten Personen sind künstlich generiert. Ähnlichkeiten mit realen Personen sind satirisch gemeint und dienen der künstlerischen Auseinandersetzung im Rahmen des Theaterprogramms. Es handelt sich nicht um eine tatsächliche Darstellung oder Aussage der gezeigten Person.
AUSWAHL + TEXTE: LAURA KNECHT | FOTO: MANFRED RADEMACHER (THEATERLABOR INC. „DER STRUWWELPETER – EINE INKLUSIVE STRUWWELPETERIADE“)

Römische Dichtung reloaded: Lidgus und Telethusa bekommen eine Tochter. Weil ihnen das nicht passt, ziehen sie Iphis als Sohn groß. Iphis wiederum fühlt sich nicht ganz wohl in seiner zugewiesenen Rolle. Und als er sich in Ianthe verliebt, ist die Verwirrung perfekt, denn seine Gefühle stehen scheinbar in Konflikt zu den gesellschaftlichen Erwartungen. Regisseur Florian Mahlberg nimmt das Publikum bei diesem queeren Coming-of-Age mit auf eine Reise der Selbstfindung und präsentiert eine Metamorphose nach Ovid mit (vielleicht) anderem Ausgang.
„Iphis“ am Do, 19.2. um 20 Uhr + Sa, 28.2. um 18 Uhr in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt
Flucht vor der Wirklichkeit: Eine Familie, die jahrelang auf großem Fuß und über ihre finanziellen Ressourcen hinaus lebt. Selbst eine Zwangsversteigerung des Anwesens steht bevor. Die in die russische Provinz zurückkehrende Ranjewskaja trifft bei ihrer Ankunft auf diese Umstände – und verschließt, wie der Rest der Familie, die Augen vor der Realität. In der Inszenierung von Tschechows letztem Werk wird das Publikum Zeuge eines kollektiven Festhaltens an einer Illusion, an einem wunderschön blühenden Garten.
„Der Kirschgarten“ am Fr, 6.2. + Sa, 14.2. + Sa, 21.2. sowie weitere Termine im März und Mai jeweils um 19.30 Uhr im Kleinen Haus des Staatstheaters Darmstadt
Das Projekt „Pauls Kultur(t)raum“ feiert Premiere und bringt künftig kulturelle Events in Eberstadt auf die Bühne. Das „12-Stufen-Theater“ aus Aschaffenburg präsentiert in seinem Stück die Protagonistin Nina Wittgenstein: Beeindruckend bringt sie Beruf, Familie, Beziehung und Politik unter einen Hut. Klar bekommt sie dafür auch einen Preis (Träumen ist im Theater ja erlaubt)! Seltsam nur, dass ihre Konkurrent:innen passenderweise Unfälle erleiden. Eine gute Portion schwarzer Humor würzt diese rasante, pointierte Komödie.
„Die erfolgreiche Frau“ am Sa, 21.2., 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Kirchengemeinde St. Josef (Gabelsbergerstraße 19, Eberstadt) mit anschließender Premierenfeier
Der Wissenschaftler Frankenstein erschafft ein künstliches Wesen. Das Wesen sucht nach Liebe und Menschlichkeit, wird jedoch als Monster gesehen und in seiner Verzweiflung, auch durch den Rückzug seines Schöpfers, aggressiv. Wie viel Verantwortung haben wir für etwas, das wir selbst erschaffen haben? Diese Frage wirft das Stück in Anlehnung an den Roman von Mary Shelley auf und zeigt, wie hochaktuell es weiterhin ist, wenn der Mensch Dinge erschafft, die er nicht kontrollieren kann.
„Mary Shelley’s Frankenstein“ Premiere am Fr, 13.2. um 19.30 Uhr + weitere Vorstellungen im Februar von der Frankenstein-Bühne e. V. im Ernst-Ludwig-Saal in Darmstadt Eberstadt
Die arrangierte Hochzeit zwischen Prinz Leonce und Prinzessin Lena steht an. Beide sind nicht so begeistert, ziehen es vor, sich den steifen Erwartungen der Familien an ihre Leben zu entziehen und Müßiggang zu üben. Sie fliehen unabhängig voneinander und begegnen sich – so ein Zufall! – fern des adligen Hofs. Dort stellen sie, ohne die Herkunft ihres Gegenübers zu kennen, fest, dass sie Gemeinsamkeiten haben und sich sogar mögen. Das Publikum begleitet die Protagonist:innen bei ihrer Rebellion gegen ein vorbestimmtes Leben und eine ebensolche Welt.
„Leonce und Lena“ am Mi, 11.2. + Do, 12.2. jeweils um 20 Uhr im Theater Moller Haus
Ein Wiedersehen mit Struwwelpeter im 21. Jahrhundert – vielleicht der Alptraum vieler Kinder und mittlerweile Erwachsenen, dass der hoch erhobene moralische Zeigefinger Heinrich Hoffmanns sie weiterhin verfolgt. Das inklusive Ensemble des Theaterlabor INC. überführt die Figuren des Werks jedoch mit buntem, lustigem Trara ins Hier und Jetzt – also keine Angst vor der Moralpredigt! Der Struwwelpeter greift die Themen Anderssein, den Bruch von Regeln sowie Erziehung auf und präsentiert sie hier als Bühnenspektakel.
„Struwwelpeter“ am Fr, 13.2. um 20 Uhr + So, 22.2. um 15 Uhr im Theater Moller Haus

SONNTAG, 01.02.2026
Riwwelkuchesitzung
13:31 h Justus-Liebig-Haus
Ausstellungseröffnung - Renate Kletzka 11:30 h Künstlerhaus Ziegelhütte
Johann von Bülow & Walter Sittler: Ich gebe Ihnen
Frostlove Café
Dreiklang
Tanztee am Sonntag
art photo salon
MONTAG, 02.02.2026
Baumeister-Kino - Infinite Space
Dreiklang
Vintage (Oldies & Goldies)
opening 2026
selected views fair vintage, unikate, editionen 30. januar - 1. februar 10 - 18 Uhr designhaus darmstadt > Kunst bestaunen (und kaufen).

17:00 h Centralstation
12:00 h Jugendhof Bess. Forst
19:00 h Galerie Alter Bahnhof Roßdorf
15:00 h Tanzcafé Papillon
10:00 h Designhaus
20:00 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
19:00 h Galerie Alter Bahnhof Roßdorf
20:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Open Jam
DIENSTAG, 03.02.2026
Filmkreis-Kino: Dahomey (OmU)
Oliver Wnuk: Besser wird's nicht
Generationenvertrag neu ordnen: Wer braucht wen?
Early Late Night Show X Die Gute Stube
Dreiklang
Bingo Abend
19:30 h Downtown 20
20:00 h Audimax / TUD
20:00 h Centralstation (Saal)
18:30 h Off. Haus / Ev. Stadtakademie
20:00 h Schlosskeller
19:00 h Galerie Alter Bahnhof Roßdorf
20:30 h Bruchbude
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Smash Bros Turnier
MITTWOCH, 04.02.2026
Filmkreis-Kino: Oslo Stories: Liebe (OmU)
Sing Along - Für die, die Lust haben zu singen
Kellerslam Poetry
19:00 h Downtown 20
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
19:30 h Agora
20:00 h Schlosskeller
Abschlusslesung der Darmstädter Textwerkstatt 2025 Literaturhaus
Dreiklang
Pub Quiz
Disco Dance Night
Wake-Up Wednesdays mit Iddi
19:00 h Galerie Alter Bahnhof Roßdorf
20:15 h An Sibin
20:00 h Tanzcafé Papillon
20:00 h Nine's Bar
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
DONNERSTAG, 05.02.2026
Filmkreis: The Swan Song of Fedor Ozerov (OmeU)
Mira Cohan & Jeremy Fast
Swarming Voices
rexKurzfilmgespräch „Kutte“
Slam the Stage
Dreiklang
20:00 h Audimax / TUD
19:00 h Il Salone, Ludwigshöhstr. 7
20:00 h Centralstation (Saal)
19:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
20:00 h Stage
19:00 h Galerie Alter Bahnhof Roßdorf
Kronedyp Tischkicker-Turnier
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
FREITAG, 06.02.2026
AEWG-Sitzung
In der BAR mit Bürgerhouse
Friday Night Fever
Kunst gegen Bares
Musikalische Lesung Ringo Variationen
Dreiklang
Stand der Dinge Winterdiplomausstellung
Freies Tanzen - Standard/Latein
Disco Party
Verrückte Stadttour Darmstadt
SAMSTAG, 07.02.2026
Filmkreis-Kino: Mission: As much as possible (OmU)
Konzert: Tango Transit - Akrobat
Konzert: Prima Boy
Reggae-Treff
Sarah Hakenberg: Mut zur Tücke
19:31 h Bürgermeister-Pohl-Haus
21:00 h Centralstation (Bar)
21:00 h Schlosskeller
20:00 h Stage
19:30 h Hist. Rathaus Säulenh. Pfungst.
19:00 h Galerie Alter Bahnhof Roßdorf
17:00 h HDA, Olbrichweg 10
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
20:00 h Tanzcafé Papillon
Luisenplatz
13:00 h Audimax / TUD
19:30 h Stadtkirche
21:00 h Sumpf
20:00 h Berry's Café Bar
20:00 h Centralstation (Saal)
Opening 17:00 h das blumen
Beat.Stay.Love Drum&Bass
Konzert: Marian Kleebaum
23:00 h Schlosskeller
16:00 h Café Lotte






Bluespapas, Iso Herquist und Lonesome Andy
Improshow
20:30 h Künstlerkeller im Schloss
19:30 h Hoffart Theater
Round The Corner w/ Sublee, CEZAR & And.Re 23:00 h Galerie Kurzweil
Konzert: Nujakasha
Dreiklang
Stand der Dinge Winterdiplomausstellung
20:30 h Achteckiges Haus
19:00 h Galerie Alter Bahnhof Roßdorf
17:00 h HDA, Olbrichweg 10
Saturday Dance Party 21:00 h Tanzcafé Papillon
Samstagnacht
Party Karaoke
Latin Party Gran Fiesta Latina
22:00 h Huckebein
21:00 h An Sibin
22:00 h Salon-Latino
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
SONNTAG, 08.02.2026
Dinner-Show: Das Escape Dinner
Musik im Turm
Bildklanglesung
Kultur-Café mit Kunst-Auktion
Dreiklang
Stand der Dinge Winterdiplomausstellung
Tanztee am Sonntag
17:00 h Grohe Brauereiausschank
17:00 h Wasserturm
14:00 h Centralstation (Halle)
15:00 h BUND Zentrum für Stadtnatur
19:00 h Galerie Alter Bahnhof Roßdorf
17:00 h HDA, Olbrichweg 10
15:00 h Tanzcafé Papillon
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
MONTAG, 09.02.2026
Kleid at Night
Vintage (Oldies & Goldies)
19:00 h Centralstation (Halle)
20:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Open Jam
DIENSTAG, 10.02.2026
Filmkreis-Kino: Pride (OmU)
Generationenbilder: Klischee oder Wirklichkeit?
19:30 h Downtown 20
20:00 h Audimax / TUD
18:30 h Off. Haus / Ev. Stadtakademie
Chaos Comedy Club 20:00 h Stage
KULTURKÜCHE: Spohn/Partheil/Kociemba
Frauentempel Darmstadt
Bingo Abend
19:30 h Künstlerkeller im Schloss
18:00 h LeSchuNa
20:30 h Bruchbude
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Smash Bros Turnier
MITTWOCH, 11.02.2026
19:00 h Downtown 20
Filmkreis-Kino: Das Mädchen mit der Nadel (OmU) 20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Jo van Nelsen - Hesselbachlesung, unverfilmt 19:00 h Künstlerhaus Ziegelhütte
Büchner - Sixty Nine
Wollbefinden - Darmstadts erstes Barstricken
Frischzelle | BOMBARGO
Leonce und Lena
Match-Night
19:00 h Muckerh. Messeler Str. 112a DA
19:00 h Centralstation (Bar)
21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
20:00 h Theater Moller Haus
20:00 h Bruchbude
Pub Quiz
Disco Dance Night
Wake-Up Wednesdays mit Iddi
Verrückte Stadttour Darmstadt
DONNERSTAG, 12.02.2026
Filmkreis-Kino: Kurzfilme aus Darmstadt
Performance von Annegret Soltau
Film in Zusammenarbeit mit dem Hofgut Oberfeld
Vortrag: Wie funktioniert eigentlich Darmstadt?
Eisprung-die coverfreie Akustikjam im Sumpf
Leonce und Lena
Kronedyp Tischkicker-Turnier
Verrückte Stadttour Darmstadt
FREITAG, 13.02.2026
Konzert: Red Bricks + Clorix + Trotzdem + Old ...
Mary Shelly's Frankenstein
20:15 h An Sibin
20:00 h Tanzcafé Papillon
20:00 h Nine's Bar
Luisenplatz
20:00 h Audimax / TUD
18:00 h Mathildenhöhe
19:30 h Agora
20:00 h Theater im Pädagog
20:30 h Sumpf
20:00 h Theater Moller Haus
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Luisenplatz

20:00 h Oetinger Villa
19:30 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
Jump up! - Die Disco für Jugendliche von 12 bis 16 17:30 h Centralstation (Saal)
Tanzen inklusive mit den DJs Lucas & Dave
Vocal Playground
Bravo! Hits! Party!
Karaoke Night in der STAGE
DANCING FOR GOLDIES - Faschingsparty
Freies Tanzen - Standard/Latein
Disco Party
Verrückte Stadttour Darmstadt
SAMSTAG, 14.02.2026
Come to the Dance am Valentinstag · Early Edition
18:00 h Centralstation (Halle)
19:00 h Agora
22:00 h Schlosskeller
19:00 h Stage
20:00 h Hoffart Theater
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
20:00 h Tanzcafé Papillon
Luisenplatz
20:00 h Theater im Pädagog
Rave Flashback - Trance & Techno Classics 90s/2000 20:00 h Wagenhalle, Griesheim



Krimilust 2026 - 2
Carnaval Latino mit Mama Limón (live)
We Rock You
KiKoFe - Kinderkostümfest
Mary Shelly's Frankenstein
Wissenschaft im Rampenlicht: Science Slam Darmstadt
Amore at Night
Kellatino
Date my Friend - Valentinstag Spezial
„We Rock You!“ - Harry Uhl + Axel legen auf
Faith - Phonk D & Thomas Hammann
Lesung: Seide
Konzert: 4onJazz
Saturday Dance Party
Samstagnacht
Party Karaoke
Latin Party Gran Fiesta Latina
19:00 h Stadtkirche
20:30 h Hoffart Theater
21:00 h Künstlerkeller im Schloss
14:00 h Justus-L
19:30 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
19:30 h Centralstation (Saal)
22:00 h Karlson - Gleis 1
21:30 h Schlosskeller
20:00 h Stage
21:00 h Künstlerkeller im Schloss
22:00 h Galerie Kurzweil
18:00 h Café KAFI
20:30 h Achteckiges Haus
21:00 h Tanzcafé Papillon
22:00 h Huckebein
21:00 h An Sibin
22:00 h Salon-Latino
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Club Sounds
SONNTAG, 15.02.2026
The Music Of Queen
22:30 h Centralstation (Halle)
20:00 h Darmstadtium Führung durch die Ausstellung - Renate Kletzka 15:00 h Künstlerhaus Ziegelhütte


Gute Stube -Konzert: Brook Pridemore (New York)
Piano Papa
Kreppel & Kamelle - kunterbunter Kids-Karneval
Tanztee am Sonntag






20:00 h Hoffart Theater
15:00 h Centralstation (Halle)
14:00 h Krone (Disko + Saal)
15:00 h Tanzcafé Papillon
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
MONTAG, 16.02.2026
Abba - Mamma Mia Tribute Show
Carnaval 2026 | Tumbao Cubano
Vintage (Oldies & Goldies)
20:00 h Darmstadtium
20:30 h Bess. Knabenschule (Halle)
20:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Open Jam
DIENSTAG, 17.02.2026
KI im Kino - Minority Report
Andreas Roß und Marc Mandel im Rosengarten
Bingo Abend
19:30 h Downtown 20
18:00 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
19:00 h Rosengarten
20:30 h Bruchbude
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Smash Bros Turnier
MITTWOCH, 18.02.2026
Filmkreis-Kino: Another German Tank Story (OV)
19:00 h Downtown 20
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Kurzfilme mit starken Themen von Rolf Teigler 19:30 h Agora
Jules Verne und die Entdeckung der Meeresforschung 18:00 h Hessisches Landesmuseum






















Sebastian Studnitzky: EUPHORIA
Pub Quiz
Disco Dance Night
Wake-Up Wednesdays mit Iddi
20:00 h Centralstation (Saal)
20:15 h An Sibin
20:00 h Tanzcafé Papillon
20:00 h Nine's Bar
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
DONNERSTAG, 19.02.2026
Filmkreis-Kino: Hysteria (OmU)
Mary Shelly's Frankenstein
Darmstädter Comedy Contest
Varieté Extra 2026
Kronedyp Tischkicker-Turnier
20:00 h Audimax / TUD
10:30 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberst.
20:00 h Stage
19:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
FREITAG, 20.02.2026
Subito! - Die Improshow mit Musik
Soul & Funk Night
Mary Shelly's Frankenstein
Die Besondere Platte # 76 mit Matthias Vogt
Buch mit Beats & Brause
Fifty/Fifty - Die Party für Best Ager
kammerspektakel: Grenzkontrolle + Support + DJ
25 Jahre Starwhore
Schrill + Laut Queer Party
Rap on STAGE | Cypher
Varieté Extra 2026
Freies Tanzen - Standard/Latein
Disco Party
Plattenbau + Mutt
20:00 h Agora
21:00 h Theater im Pädagog
19:30 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
19:30 h Hoffart Theater
09:00 h Centralstation (Saal)
20:30 h Centralstation (Saal)
20:00 h Staatstheater (Foyer)
21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
23:00 h Schlosskeller
20:00 h Stage
19:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
20:00 h Tanzcafé Papillon
20:00 h Oetinger Villa

SAMSTAG, 21.02.2026
Konzert: Swinging Tuxedos
Lesung: Gaea Schoeters - Das Geschenk
Konzert: Thea Florea Jazz Collective
Konzert: Viva Punk!
Die erfolgreiche Frau
20:30 h Achteckiges Haus
19:30 h Stadtkirche
20:00 h Agora
21:00 h Sumpf
19:30 h Gemeindeh. St. Josef Eberst. Schnitzel oder Kaviar?
Mary Shelly's Frankenstein
Jugend musiziert: Preisträgerkonzert
PERCEPTION KOLLEKTIV
Konzert: Marian Kleebaum
Electric STAGE #5
Varieté Extra 2026
Saturday Dance Party
Samstagnacht
Party Karaoke
Latin Party Gran Fiesta Latina
18:00 h Haus der Deutsch-Balten
19:30 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
14:00 h Centralstation (Saal)
23:00 h Schlosskeller
20:00 h Kaffeehaus Eberstadt
20:00 h Stage
19:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
21:00 h Tanzcafé Papillon
22:00 h Huckebein
21:00 h An Sibin
22:00 h Salon-Latino
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Club Sounds
SONNTAG, 22.02.2026
Mary Shelly's Frankenstein
Varieté Extra 2026
Tanztee am Sonntag
22:30 h Centralstation (Halle)
18:30 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
19:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
15:00 h Tanzcafé Papillon
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
MONTAG, 23.02.2026
Wie steht es mit der Kultur in Darmstadt?
Vintage (Oldies & Goldies)
18:30 h Stadtkirche
20:00 h Steinbruch-Theater, Mühltal
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Open Jam

19:30 h Downtown 20


Samstag, 28.02. |12–18 Uhr Vernissage um 14 Uhr
Sonntag, 01.03. |11–18 Uhr



DIENSTAG, 24.02.2026
Generationenvertrag in juristischer Perspektive 18:30 h Off. Haus / Ev. Stadtakademie
Beste Bücher des Jahres: Was man gelesen haben muss 19:00 h Literaturhaus
Bingo Abend
20:30 h Bruchbude
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
Smash Bros Turnier
MITTWOCH, 25.02.2026
Filmkreis-Kino: Blinddate (Arthouse-Sneak)
19:00 h Downtown 20
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Kulturland-Genossenschaft - Bauern brauchen Boden 20:00 h Agora
Americana im Februar: Elizabeth Lee & Martin Hauke 20:00 h Bessunger Knabenschule
Rudelsingen
Americana | Elizabeth Lee & Martin Hauke
Frischzelle | ALYZAH
Match-Night
Pub Quiz
Disco Dance Night
Wake-Up Wednesdays mit Iddi
19:30 h Centralstation (Saal)
20:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
20:00 h Bruchbude
20:15 h An Sibin
20:00 h Tanzcafé Papillon
20:00 h Nine's Bar
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
DONNERSTAG, 26.02.2026
Filmkreis-Kino: Die Möllner Briefe
Eisprung-die coverfreie Akustikjam im Sumpf
Waving The Guns: Im Zenit - Tour
Arnd Zeigler: Immer Glück ist Können!
Karl Dedecius: ein Europäer aus Lodz
Scoville Comedy
'Die Möllner Brief' + Gespräch mit der Regisseurin
Kronedyp Tischkicker-Turnier
20:00 h Audimax / TUD
20:30 h Sumpf
19:30 h Centralstation (Halle)
20:00 h Staatstheater (Gr. Haus)
19:00 h Residenzschloss, Polen-Inst.
19:30 h Stage
20:00 h Audimax / TUD
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
FREITAG, 27.02.2026
Netzwerktreffen Musikschaffende
Marie Shelly's Frankenstein
Lichterschlacht: Darmstadts Slam-Talente U20
In der BAR mit Luho
TONY CLARK, KHADIM SECK UND MAX CLOUTH
Pop Netzwerk Darmstadt | Festival
Playhouse Jam Session X Modular Madness
Freies Tanzen - Standard/Latein
Disco Party
20:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
19:30 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
18:30 h Centralstation (Halle)
21:00 h Centralstation (Bar)
20:00 h Hoffart Theater
20:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
21:00 h Schlosskeller
19:00 h TSZ Blau-Gold Casino
20:00 h Tanzcafé Papillon
Verrückte Stadttour Darmstadt Luisenplatz
SAMSTAG, 28.02.2026
Spielkreis Basar
Lesung: Geliebtes Kabul
13:30 h Bürgerhaus Traisa
19:30 h Stadtkirche
Mary Shelly's Frankenstein
Illustre Gestalten 18: Die Philippinen
Joscho Stephan Trio
70er80er Party mit der Unicorn Crew
Konzert: Marian Kleebaum
Live: Accent Circonflexe
Bandsupporter CONTEST 2026
Konzert: Electric Horseman & Ryder Salt
Doppelkonzert: „Dreimann“ und „Perfect Stranger
Die wilde Molli-Das saustarke Improbattle
Tanzbar Frauen-/Lesbendisco mit Charme
FunkyLectro Session
Saturday Dance Party
Samstagnacht
Party Karaoke
Latin Party Gran Fiesta Latina
Verrückte Stadttour Darmstadt
Club Sounds
19:30 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
12:00 h Centralstation (Saal)
20:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
22:00 h Schlosskeller
20:30 h Nine's Bar
18:00 h das blumen
19:00 h Stage
20:00 h Struppi
20:00 h Künstlerkeller im Schloss
20:00 h Theater Moller Haus
20:00 h Frauenkulturzentrum
20:30 h Achteckiges Haus
21:00 h Tanzcafé Papillon
22:00 h Huckebein
21:00 h An Sibin
22:00 h Salon-Latino
Luisenplatz
22:30 h Centralstation (Halle)
Bildnachweise Veranstaltungskalender: 1: Walter Sittler & Johann von Buelow | 2: art photo salon | 3: Steffen Böttcher | 4: Literaturhaus | 5: Ralf Bauer | 6: Lonesome Andy | 7: Duo Feliz | 8: Spohn, Partheil, Kociemba | 9: Jo van Nelsen | 10: Schlosskeller | 11: Phonk D | 12: Lisa Zeißler 13: Tumbao Cubano | 14: Ellen Eckhardt | 15: Windhoff | 16: Schlosskeller | 17: Anna Weise | 18: Oliver Borchert | 19: Wimberley | 20: Ameth Seck 21: Cherazade | 22: Unicorn Crew | 23: Marian Kleebaum


Eigenwillig. Direkt. Authentisch.
Dieser Kalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit | FeierAbendKultur in Darmstadt.
Alle Events, die bis zum 17. des Vormonats auf www.partyamt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im P Stadtkulturmagazin

DI 03.02. LOBSTERBOMB INDIE-PUNK
Spendenbasis

MI 04.02. POWERPOINT KARAOKE
FR 06.02. DIE WEITEREN AUSSICHTEN INDIE-POP
SA 07.02. BREAKDOWNS & HEARTBEATS VOL. II METALCORE
SO 08.02. KINDERDISCO FASTNACHTSSPECIAL
DI 10.02. GOBLYNS PSYCHEDELIC KRAUTROCK
Spendenbasis
DO 12.02. ALTWEIBERFASTNACHT
FR 13.02.
I JUST CAME TO SAY HELAU FASTNACHTSPARTY
SA 14.02. DIE MEGAHIT-SAFARIFASTNACHTSSAUSE
MO 16.02. FETENRAKETEN & PARTYPEITSCHEN FASTNACHTSPARTY
FR 20.02. DŸSE NOISE-ROCK
SA 21.02. STREICHELT NEW WAVE, SYNTH-POP
DI 24.02. DOLPHIN LOVE INDIE-POP
Spendenbasis
DO 26.02. RAR INDIE, HYPERPOP, NEW WAVE
FR 27.02. OH VOYAGE ANATOLIAN PSYCHEDELIA
SA 28.02. RUFIO & DAHOUD + TUBAB RAP, HIP-HOP
DI 03.03. TUVABAND DARK-INDIE, POST-ROCK
FR 06.03. EL FLECHA NEGRA REGGAE, SKA
Jeden 1. & 3. Montag: ganz schön jazz
Mo & Di: Eintritt frei (Spendenhut geht um) www.schon-schoen.de
Große Bleiche 60–62, 55116 Mainz

nach dem Roman von Mariana Leky
Fr 06.02. Verräterisches Herz
Theater Transit
Sa 07.02. Der Ozeanpianist
Theater Transit
Mi 11.02. Leonce und Lena theater INC. Darmstadt
Fr 13.02. Der Struwwelpeter


DO 19.02 2026
FR 20.02.2026
FR 20.03.2026
20:00 UHR

Theaterlabor INC.
Sa 14.02. 110. Mollerkoller
Theater Rainer Bauer
Do 19.02. Was man von hier aus sehen kann
Theater Curioso
Sa 21.02. TOC TOC
Theater Profisorium
Mo 23.02. Moby Dick
Theater Lakritz
Sa 28.02. Die wilde Molli Alles auf Anfang
















Mi 11.02. | 21.00 Uhr | Vintage & Pop Frischzelle | Bombargo (CAN)
Fr 13.02 | 19.00 Uhr | Bündnis gegen Rechts Tanzen gegen Rechts DJs legen auf
Mo 16.02. | 20.30 Uhr | Rosenmontags-Salsa Carnaval 26 | Tumbao Cubano
Do. 19.02. - So. 22.02. | 19.00 bzw. 20.00 Uhr Artistik/Jonglage/Comedy Varieté Extra
Fr 20.02. | 21.00 Uhr | 25 Jahre Starwhore Drugg & Abzug & Schlägertrupp
Mi 25.02. | 20.00 Uhr | Americana-Reihe Elizabeth Lee & Martin Hauke
Mi 25.02. | 21.00 Uhr | Hiphop & RnB Frischzelle | Alyza (Frankfurt)
Fr 27.02. | 20.00 Uhr | Vier Live-Acts Pop Netzwerk DA | Festival
Sa 28.02. | 20.00 Uhr | Virtuoser Gitarrist Joscho Stephan Trio Gypsy Swing
Mehr auf www.knabenschule.de
DA | Ludwigshöhstraße 42 | Fon 06151-61650


Fr 06.02. / 16:00
Kunstausstellung mit Laura Mógor: „Was fühlen wir, können es aber nicht aussprechen?“
Sa 07.02. / 20:00
Alles Auf Anfang
Impro-Theatershow
Fr 13.02. / 20:00
Dancing for Goldies – Faschingsparty Kostüme erwünscht, gute Laune Pflicht!
Sa 14.02. / 20:30
Carnaval Latino mit Mama Limón Latin und Salsa, live und mit DJ CPspecial
So 15.02. / 20:15
Gute Stube: Brook Pridemore (NY) Antifolk trifft Punk, Indie & Aberwitz
Fr 20.02. / 20:00
Die Besondere Platte # 76
Vinyl und Geschichten mit Matthias Vogt
Fr 27.02. / 20:00
Live: Tony Clark, Khadim Seck und Max Clouth
Jazz trifft indische Musik
Samstag, 07.02. Konzert mit den „Bluespapas“ und „Lonesome Andy & his One-Man-Band“



ENTRY / ODD MAN OUT / BRAVE OUT / WORLD INSTINCT
Oi/Punkrock Konzert
RED BRIX / CLORIX / TROTZDEM / OSB
Post-Punk /Ne w Wave Konzert
PLATTENBAU / MUTT
SA 28.02. Metal Konzert
PREDATORY VOID / BIPOLAR ARCHITECTURE
montags
KÜFA - KÜCHE FÜR ALLE FR 06.02. FR 13.02. FR 20.02. Hardcore Konzert
Dienstag, 10.02. KULTURKÜCHE: Spohn / Partheil / Kociemba Freitag, 13.02. Finissage mit Daniela Martini Hess –„Window Dolls“
Samstag, 14.02. „We Rock You!“ Harry Uhl + Axel legen auf Samstag, 28.02. Doppelkonzert mit „Dreimann“ und „Perfect Stranger“ mittwochs
ANTIFASCHISTISCHER KNEIPENABEND
Das selbstverwaltete Jugend- und Kulturzentrum

Disarstar (Hamburg)
Der Rapper mit der markanten Stimme bleibt seiner politischen Linie treu und liefert Songs für den Klassenkampf: Mit „Hamburger Aufstand“ präsentierte Disarstar 2025 sein neuestes Album – eine Hommage an den geplanten Umsturz der Kommunistischen Partei Deutschlands im Jahr 1923.
Schlachthof Wiesbaden (Halle)
Di, 3.2. | 20 Uhr | 42 €
Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de
Lobsterbomb (Berlin)
Roh, laut, ehrlich. Irgendwo zwischen Frust, Euphorie und dem großen Bedürfnis, einfach mal alles rauszulassen, spielen Lobsterbomb intensiven, frischen Post-Punk voller Energie.
Schon Schön, Mainz | Di, 3.2. 20 Uhr | Eintritt auf Spendenbasis (Empfehlung: 10 €)
Godwin (Nigeria)
Beflügelt von minimalen Beats des Produzentenkollektivs Kitschkrieg (Trettmann ...)
singt der junge Musiker wie ein Soulcrooner. Die Musikszene seiner Heimat hat Godwin bereits auf den Kopf gestellt, mit dem Debütalbum „Atonement“ stehen nun erstmals Konzerte in Deutschland an.
Karlstorbahnhof, Heidelberg Do, 5.2. | 20 Uhr | ab 23,70 €
Ashnikko (London)
Mit knalligen Hyperpop-Rap-Songs sorgt Ashnikko nicht nur im Netz für Furore, sondern landet regelmäßig Hits, die international bereits mit mehreren Goldenen Schallplatten ausgezeichnet wurden. Im Oktober erschien das neueste Album „Smoochies“!
Schlachthof Wiesbaden (Halle) Fr, 6.2. | 20 Uhr | ab 50,70 €
Earl Sweatshirt (Chicago) Als Mitglied des weit über das Genre HipHop hinaus prägenden Kollektivs Odd Future kreierte der sowohl als Rapper als auch als Produzent aktive Künstler früh einen äußerst individuellen Stil voller jazziger Instrumentals und Melodien.
Batschkapp, Frankfurt | Sa, 7.2. 19 Uhr | ab 48,05 €
Youth Code (Los Angeles)
Zwischen EBM, Wave und Industrial: Die Songs der Multi-Instrumentalistin Sara Taylor und von Ryan George stampfen wie ein Bulldozer und setzen sich mit subtilen Melodien gleichzeitig als Ohrwürmer fest.
Schlachthof Wiesbaden (Kesselhaus) | Sa, 7.2. | 19 Uhr | 34 €
Illusory Wall Fest
Das allererste Dungeon-Synth-Festival Frankfurts präsentiert sechs internationale Acts und Projekte, die sich allesamt ganz besonderer elektronischer Musik verschrieben haben: atmosphärische Synth-Ambient-Werke, inspiriert von Videospielen und Popkultur. Mit dabei sind Atlantean Sword, Deep Gnome, Malfet, Putriid Marsh, Sisters of Sorcery und Rotten Orc.
Café KOZ, Frankfurt am Main Sa, 21.2. | 19 Uhr | 15 €
Ritter Lean (Berlin)
Als Schauspieler flimmert Adrian Julius Tillmann regelmäßig über die TV-Bildschirme, in Drehpausen schlüpft er in die Rolle seines musikalischen Alias. Nach etlichen Pop-Rap-Singles erschien 2025 das Debütalbum „Stell dir vor“.
Schlachthof Wiesbaden (Halle) So, 22.2. | 19.30 Uhr | ab 44,90 €

Buzzcocks (Bolton)
Wow! Eine Punkband der ersten Stunde live! Mit Songs wie „Ever Fallen in Love (With Someone You Shouldn't've)“ haben die Pioniere der britischen Punk- und New-Wave-Szene Musikgeschichte geschrieben. Schlachthof Wiesbaden (Kesselhaus) | Mo, 23.2. | 20 Uhr ab 44,95 €

RAR (Berlin)
Mit der EP „Maschinenmensch“ debütierte Jonas Pentzek als Solokünstler. Zuvor als Teil der Indie-Band Fibel unterwegs, taucht der Produzent mit dem Akronym RAR nun in die Welt von Electronica und Wave ein.
Schon Schön, Mainz | Do, 26.2. 20 Uhr | ab 29,10 €
Rufio & Dahoud (Mainz) „Da ist Wut in meinem Kopf!“ –eine Textzeile wie ein Befreiungsschlag. In seinen Songs stellt sich das Rap-Duo bürgerlichen Ideologien sowie einer Welt zwischen Leistungsdruck, Abstiegsangst und kapitalistischer Ausbeutung entgegen. Schon Schön, Mainz | Sa, 28.2. 20 Uhr | ab 11 €
Orbit (Bremen)
Orbit ist das elektronische Projekt des 28-jährigen Produzenten und Songwriters Marcel Heym: superatmosphärischer Ambient-Dreampop. Endlich geht es mit dem lang ersehnten Debütalbum „Countless Feelings But So Few Words“ auf Tour!
Zoom, Frankfurt | Sa, 28.2. 20 Uhr | ab 35,50 €

Darmstadts Online-Veranstaltungskalender Partyamt.de startet nach 25 Jahren mit zwei jüngeren Betreibern aufgefrischt durch – und bleibt elementarer Teil des P Stadtkulturmagazins (das jetzt übrigens auch volljährig ist)
TEXT: CEM TEVETO G LU | FOTOS: NOUKI
„Partyamt zu verkaufen!“, verkündete Martin Haspel in der zweiten Jahreshälfte 2025 auf der Startseite von Darmstadts bester und übersichtlichster Veranstaltungs-Website. Nun ist die Sache durch: Der Gründer von Partyamt.de hat sein Baby nach 25 Jahren in neue, jüngere Hände übergeben: Lennard Rusch (28) und Jurik Sommer (26) heißen die neuen Besitzer. Sie wollen am Grundkonzept, Darmstadts „FeierAbendKultur“ in kuratierter Listenform online zusammenzufassen, festhalten. Auch die enge Kooperation mit dem P Magazin in Sachen Veranstaltungskalender läuft unverändert weiter. Nur in Sachen Usability, Look und Präsenz auf Social Media soll Partyamt modernisiert werden. Am 16. Januar 2026 um 17 Uhr war „Partyamt Sphärenwechsel“.
Seitdem sind Jurik und Lennard trotz Eiseskälte draußen ganz schön am Schwitzen: GbR gründen, Partyamt auf einen neuen Server umziehen,
Cookie-Banner einbinden, Darmstädter Kulturveranstalter anmailen und treffen, Insta-Reels zu regelmäßig laufenden Events wie Krone-Tischkickern, Open Jam Session im Downtown oder Pub Quiz im An Sibin drehen. „Wir sind echt on fire“, lacht Lennard – und ahnt, dass der Zustand wohl nicht nur temporär sein wird. Denn neben dem neuen Lieblingsprojekt Partyamt.de haben die zwei Jungunternehmer Hauptberufe: Jurik, gebürtiger Darmstädter, aufgewachsen in Roßdorf, arbeitet nach seinem dualen Abschluss in Wirtschaftsinformatik als KI-Experte bei der Telekom und verbessert dort unter anderem die Usability von Wissensdatenbanken. Nun zählt auch die Datenbank der Darmstädter Veranstaltungsszene dazu. „Neue Erfahrungen zu sammeln, neue Sachen auszuprobieren“, das inspiriert Jurik. Was Partyamt angeht, verspricht der leidenschaftliche Programmierer: „An der Datenstruktur wird sich auf jeden Fall etwas verbessern.“ Denn technisch sei die

Seite auf dem Stand von 2010. Zudem soll es in absehbarer Zeit beim Eintragen von Veranstaltungen mehr vorgegebene Auswahlmöglichkeiten geben und die User bei Suche und Vorfiltern ihrer Ausgehinteressen flexibler und damit gezielter selektieren können.
Bessere Usability, mehr Präsenz auf Instagram „Grundidee behalten, Usability weiterentwickeln, jüngeres Publikum abholen“, beschreibt Lennard die Partyamt-Ziele der „Lennard Rusch & Jurik Sommer 2Umdrehungen GbR“ für das Jahr 2026. Der eloquente Typ mit den langen Haaren und der Reverse-Basecap ist in Köln aufgewachsen und lebt seit 2017 in Darmstadt. Hier machte er seinen dualen Bachelor und Master in IT-Security und arbeitet bei „CERT@VDE“, dem Computer Emergency Response Team des Elektrotechnik- und IT-Verbands VDE zur zentralen Stelle im Kampf gegen IT-Sicherheitslücken im Bereich der Industrieautomation für Unternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Lennard ist mit einer Darmstädterin verlobt und auch durch seinen Freundeskreis fest in der Stadt verankert. Die beiden neuen Partyamt'ler kennen sich seit dreieinhalb Jahren.
Der Zusatz „2Umdrehungen“ in ihrem GbR-Namen resultiert aus der gleichnamigen, sehr gefragten Matching-Night in der Kneipe „Bruchbude“ im Martinsviertel, die Lennard und Jurik seit März 2024 veranstalten (alle zwei Wochen mittwochs, im Februar: am 11.2. und 25.2. um 20 Uhr). „Nach einem Jahr erfolgreicher Events wollten wir unser Konzept ausweiten – genau in dieser Phase sind wir auf Martins Hinweis gestoßen, dass er Partyamt nach 25 Jahren weitergeben möchte“, erinnert sich Jurik an den Oktober 2025. Gleich das erste Treffen mit Martin Haspel sei von Sympathie geprägt gewesen und dem Gefühl, „dass das passen könnte“. Nach dem Klären technischer Details einigte man sich nach dem Meeting Nummer fünf auf einen Preis –und unterschrieb den Kaufvertrag.
„Partyamt war uns bereits als wichtige Plattform für lokale Veranstaltungen bekannt und hat uns bei unseren eigenen Events in Darmstadt geholfen. Im Gespräch mit Martin wurde uns erst richtig bewusst, wie viel Arbeit und Herzblut hinter dem Projekt steckt. Wir möchten sicherstellen, dass Partyamt in Darmstadt weiterlebt und modern weiterentwickelt wird“, erklären die beiden unisono. Die Chancen dafür stehen wohl gut, denn: >
„Durch unseren IT-Background und unsere Nähe zur jungen Zielgruppe bringen wir die passenden Voraussetzungen dafür mit.“
Jüngere User sollen „durch eine aktivere Präsenz auf den relevanten Plattformen“ wie Instagram & Co. wieder stärker mit Partyamt in Berührung kommen. Auch analog. So wurden bereits 20.000 Flaschenöffner im Partyamt-Design bestellt, die an Erstis verteilt werden sollen.
Der Häppchenkultur der Sozialen Medien möchte Partyamt auch künftig einen ziemlichen kompletten Überblick über Veranstaltungen in Darmstadt (und Umgebung) entgegensetzen. In bewährter Listenform. Die Hintergründe dazu, in eigenen Worten formulierte Kulturtipps, Interviews, Porträts und auch mal kritischen Analysen liefert weiterhin das P Stadtkulturmagazin. Dessen Name übrigens auf Partyamt zurückgeht: P wie Partyamt Print. Die allererste Ausgabe im März 2008 brachten Martin Haspel (der damals noch Geelhaar hieß) und der Autor dieses Artikels (Cem Teveto g˘lu) heraus – damals wie heute mit dem gedruckten Partyamt-Kalender ab der Heftmitte. Ab P #002 trennten sich die unternehmerischen Wege. Doch der gemeinsame Spirit, mit Liebe und Durchhaltevermögen Plattformen für die Darmstädter Hoch- und Subkultur zu sein (das P zudem auch noch für Gastronomie und Einzelhandel, Architektur, Soziales, Stilsicheres und Sportliches), eint bis heute. Partyamt.de
seit 25 Jahren online und das P Magazin seit 18 Jahren als Printmedium (das aber natürlich auch online und mobil immer mehr genutzt und gebraucht wird).
25 Jahre Partyamt, 18 Jahre P Magazin: Starkes Duo für Stadtkultur! „Wir sind froh, dass die Kooperation weitergeht“, freut sich Jurik über die anhaltende Kollabo. Und auch „wir vom P“ sind glücklich darüber, dass Partyamt und P Stadtkulturmagazin weiterhin Brüder im Geiste und enge Koop-Partner bleiben. So bewahrt das journalistisch geprägte und liebevoll gestaltete „Handbuch für urbanes Leben in Darmstadt“, wie mal ein Kollege über das P schrieb, sein Herzstück: den von Partyamt.de per Software importierten und mit Bildern geschmückten, besten Veranstaltungskalender der Stadt. Auf viele weitere gemeinsame Jahre! ❉

One Spirit, zwei Workflows: Partyamt & P Stadtkulturmagazin
Partyamt.de und P Magazin sind enge Kooperationspartner in Sachen Veranstaltungskalender für Darmstadt (und Umgebung). Doch sie arbeiten unabhängig von- beziehungsweise parallel zueinander.
Deshalb die elementare Bitte: Liebe Veranstaltenden, bitte Infos immer an beide senden!
1. Das P Magazin benötigt Infos und Bilder zu Veranstaltungen bis zum 10. des Vormonats, bitte per Mail an: redaktion@p-verlag.de Wichtig bei den Fotos: Sie müssen eine druckfähige Auflösung (von 300 dpi) haben und bitte mit Datum, Ort, Künstlername und Fotocredit im Dateinamen – also zum Beispiel: 2002_Hoffart_Theodor_Foto_Nouki.jpg
2. Und für Partyamt.de sowie den gedruckten Kalender im P Magazin gilt: Nur wenn Ihr Eure Veranstaltung bis zum 17. des Vormonats online auf Partyamt.de eintragt, wird sie automatisch auch im Kalender des P Stadtkulturmagazins abgedruckt. Geht ganz easy online unter: partyamt.de/event-eintragen
p-stadtkultur.de + partyamt.de
Svet je malý
El
Die Welt ist klein
Dünya küçüktür
Adunyada way yartahay
• Übersetzungen
• Dolmetschen
• In allen Sprachen
Verden
Bota është e vogël
The world is small
Übersetzungen
Dolmetschen In allen Sprachen
Ludwigstraße 8 64283 Darmstadt 06151 22 999
Le monde est petit
Ludwigstraße 8 64283 Darmstadt 06151 22 999
info@tevetoglu.de www.tevetoglu.de
Pasaule ir maza
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TEXT: MAYA-KATHARINA SCHULZ | FOTOS: SEEHUND MEDIA GMBH + MIRIAM OTT + SEBASTIAN RIEKER + LOUISA GÖTTELMANN + JULIA BRAUN + NIKLAS BAUER + HIGH MEDIA GMBH + DANIEL DORNHÖFER
Es ist 1975, Chief Brody sitzt am Strand, den Blick ängstlich aufs Meer gerichtet. Plötzlich passiert es: Die Welt um ihn herum scheint sich zu verzerren. Der Hintergrund rast förmlich davon, während Brodys entsetztes Gesicht auf der Leinwand immer größer wird. Wo vor fünfzig Jahren Millionen Kinobesucher:innen vor Schreck fast die Popcorntüten fallen ließen, nickt Leonard Mink heute anerkennend. Denn dies ist nicht nur eine ikonische Szene aus „Der weiße Hai“, sondern auch eines der berühmtesten Beispiele für den Einsatz des Vertigo-Effekts. Mit visuellen Finessen wie dieser optischen Täuschung kennt Leonard, genannt Leo, sich aus, denn der 31-jährige Kelkheimer und Berufs-Darmstädter ist nicht nur Regisseur und Produzent, sondern fachsimpelt einmal pro Woche mit seinem Freund und Kollegen Dennis Baumann im Podcast „Schaun wir mal ...“ über genau solche Filmdetails.
Schon in seiner Kindheit zeichnet sich sein Berufswunsch ab, als er in mühevoller Kleinstar-
beit Stop-Motion-Filme mit Playmobilfiguren aufnimmt. Wenn er sich diese Filme, für die er „gefühlt den ganzen Tag“ Hunderte von Fotos gemacht hat, dann das erste Mal ansieht, und der Film bereits nach 30 Sekunden vorbei ist, ist er jedes Mal „ein bisschen enttäuscht“. Aber: Das ist ja nur der Anfang! Mit zwölf Jahren bekommt Leo sein erstes Schnittprogramm, schneidet damit aus Filmen oder Computerspielen eigene Trailer und unterlegt sie mit Musik, die er toll findet. „Schnitt ist sehr rhythmisch“, sagt er, „nicht auf die gleiche Art und Weise wie Musik, aber du musst irgendwie erzählerisch rhythmisch denken können.“ Natürlich ist er in seinem Abi-Jahrgang auch derjenige, der den Abi-Film macht. Er ist eben „der Filmtyp“.
Vom „Tatort“ in die Wirtschaft Konsequenterweise macht Leo nach der Schulzeit ein Praktikum beim Hessischen Rundfunk und darf dort den Dreh einer „Tatort“-Folge begleiten. Trotzdem entscheidet er sich anschließend dazu, auf den elterlichen Rat zu hören und erst


mal „was Vernünftiges“ zu lernen. Was „Vernünftiges“ ist in diesem Fall ein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Mainz. Und das zieht Leo durch – auch wenn er schon nach zwei Semestern merkt, dass er keine große Leidenschaft dafür empfindet. Doch das Thema Film bleibt. Parallel zum Studium gründet er mit ein paar Freunden, die ähnliche Interessen haben, eine Produktionsfirma. Sie drehen und produzieren zwei Kurzfilme: „Schattentiere“ und „Der Seehund mit dem fliegenden Schal“. Letzterer liefert schließlich auch die Idee für den Firmennamen: Seehund Media. In die Produktionen fließt alles an Erspartem, was Leo und seine Kollegen damals haben. Noch heute haben zwei große, gerahmte Filmplakate ihrer ersten beiden Filme einen Ehrenplatz in der Küche von Seehund Media.
Als er seinen Wirtschaftsabschluss in der Tasche hat, ist Leo klar: Er will jetzt doch noch „was mit Film“ studieren. Der klassische Weg, den er gerne einschlagen würde, wäre ein Studienplatz an einer der großen deutschen Filmhochschulen. Doch so leicht ist das nicht: Die Konkurrenz ist riesig, und die Chance, dort angenommen zu werden, ungefähr so groß, wie einem echten Seehund mit fliegendem Schal auf dem Luisenplatz zu begegnen. Leo macht ein paar Bewerbungsrunden an

verschiedenen Filmhochschulen mit, kommt hier und da auch relativ weit, doch für die Zusage reicht es nicht. Am Ende klappt die „zweite Wahl“: ein Studienplatz in „Motion Pictures“ an der Hochschule Darmstadt. Dieser Studiengang sei „ganz, was man daraus mache“, meint Leo. Und er legt sich mit seinen Kommiliton:innen richtig ins Zeug: „Wir haben halt immer Vollgas gegeben. So viel wir konnten, so gut wir konnten, mit unserem eigenen Geld.“ In jeder Minute, die er nicht in die Uni-Projekte investiert, arbeitet Leo daran, Seehund Media weiter aufzubauen.
Die Realität hinter der Kamera
Und die Arbeit lohnt sich: Heute ist die Seehund Media GmbH eine etablierte Produktionsfirma in Eberstadt. Hier gibt es jede Menge Lagerplatz für technisches Equipment, einen Serverraum, mehrere Büroräume voller Schreibtische und gemütliche, ehemalige Kinosessel als sichtbare Zeichen der Filmleidenschaft des gesamten Teams. An einem der Schreibtische sitzt Leo, wenn er nicht auf Dreh ist. „Regie und Produktion bedeuten auch viel Büroarbeit“, sagt er. Zu eigenen Filmproduktionen kommen Auftragsarbeiten hinzu, etwa Konzertaufzeichnungen, Werbung und Dokumentationen. Meist arbeitet Leo an mehreren Projekten parallel. Als Regisseur trägt er die inhaltliche Verantwortung. Wenn er ein Drehbuch

oder eine Idee bekommt, entwickelt er daraus gemeinsam mit allen Departments – Kamera, Produktion, Requisite und Schnitt – ein Konzept. Leo begleitet jeden Schritt, von Entwicklung und Planung über den Dreh bis zur Postproduktion. Dabei achtet er darauf, dass Dramaturgie und Details am Ende genau so umgesetzt werden, wie sie geplant waren. „Regie ist sozusagen eine durchgängige Qualitätssicherung“, fasst er zusammen.
Ist Leo für ein Projekt als Produzent tätig, dann geht es dabei vor allem um das Organisatorische. Finanzierung und Förderung, Locations und Drehgenehmigungen, Equipment und Produktionsmaterialien: All das muss geregelt werden. Manchmal sitzt er auch selbst am Schnitt. Der erste Cut liefert jedoch nie auf Anhieb das perfekte Resultat: „Das muss erst mal reifen, bis es so weit ist. Erst nach und nach setzt sich alles richtig zusammen, man findet Lösungen, und die Dinge funktionieren.“
Der Drei-Euro-Stunt Lösungen zu finden, ist gerade bei Kurzfilmproduktionen mit streng kalkuliertem Budget das A und O. Leo erlebt das zum Beispiel bei seinem Uni-Abschlussfilm „Mauer des Schweigens“, in dem es um Polizeigewalt geht. Die erforderliche Polizeiuniform besorgt sein Team bei einem zertifizierten Verleih. Weil beim Namensschild an der Uniform jedoch pro Buchstabe bezahlt werden muss, bekommt die Figur kurzerhand einen neuen, deutlich knapperen Nachnamen verpasst. Ähnlich ist es beim Blaulicht: Da dessen Verwendung offiziell genehmigt werden muss und teuer werden kann, wird auch hier improvisiert. Leos Crew dreht

die Szene geschickt so, dass das Licht nur ganz kurz aufblitzt. „Es geht darum, dass man mit wenig Geld trotzdem zu dem Ergebnis kommt, das man haben möchte“, sagt er.
Besonders gut erinnert sich Leo an den Dreh eines Horrorfilms, bei dem sich die als Drehort anvisierte Höhle als nicht tief genug entpuppte, um eine Schauspielerin wie geplant darin verschwinden zu lassen. „Dann haben wir so von vorne beleuchtet, dass ein ganz harter Schlagschatten entstand. Dahinter war nur noch Schwarz zu sehen. So konnten wir so tun, als sei die Höhle tief.“ Auch beim Stunt muss improvisiert werden, denn das Team hat keine professionellen Kabelzüge, die die Schauspielerin in die Höhle ziehen. Die pragmatische Lösung: Sie muss einen Rucksack tragen, denn daran kann ein Seil befestigt werden, das von vorne nicht zu sehen ist. Mit vier Matratzen baut die Crew eine „Auffangkonstruktion“, damit sich die Schauspielerin nicht verletzt, wenn zwei Teamkollegen sie ruckartig in die Höhle ziehen. „Das hat voll funktioniert!“, erzählt Leo begeistert. „Theoretisch wäre das enorm aufwendig gewesen, hinterher ein Kabel zu retuschieren, wie man es eigentlich machen würde. Und so war es halt ein Stunt für drei Euro.“
Kreative Lösungen zu finden und manchmal auch zu improvisieren, gehört zu Leos Job, verlangt aber auch die richtige Einstellung. Seine Branche sei eine, die nur über ihren Idealismus funktioniere, sagt er. „Alle hier machen das nicht fürs fette Geld. Wenn es einem nur darum ginge, dann bringt die Branche nichts. Dann muss man was anderes machen.“

In Sachen Takes, also wiederholten Aufnahmen einer Einstellung, sei er früher noch viel unsicherer gewesen. „Perfektionismus kann auch das Ergebnis von Unsicherheit sein. Manchmal ist das sogar hinderlich, weil man irgendwann verschlimmbessert“, weiß der Filmemacher heute. Wichtig sei es am Set vor allem, dass die Kernpositionen, Kamera und Regie, die Stimmung halten: „Sonst wird jeder Handgriff irgendwie kompliziert, weil keiner mehr machen möchte, als er muss.“
Hörn wir mal ..
„Geschichten in größerem Rahmen erzählen, szenisch oder dokumentarisch“, sagt Leo, sei das, was ihm an seiner Arbeit am meisten Spaß mache. „Aber ich habe schon ein szenisches Herz.“ Das ist auch in dem Podcast „Schaun wir mal ...“ spürbar, den er im April 2023 mit seinem Freund und Kollegen Dennis Baumann startet und seitdem regelmäßig in Darmstadt aufnimmt. Einmal in der Woche sprechen die beiden darin auf höchstem Nerd-Level über Filme, sezieren Kameraeinstellungen bis ins kleinste Detail, analysieren cineastische Stilmittel oder bewerten die besten Filme in einer bestimmten Kategorie – manchmal auch mit Gästen aus der Filmwelt. „Retrospektiv ist es schon krass, dass wir das anderthalb Jahre durchgezogen haben, ohne dass uns irgendwer groß gehört hat. Klar, Freunde und Familienmitglieder haben immer wieder reingehört und sich gefreut. Da haben wir gemerkt, dass wir anscheinend irgendwas richtig machen.“ Die Idee, aus ihren Aufnahmen Reels zu schneiden und diese auf Instagram zu posten, ist es, die schließlich jede Menge Menschen auf den Podcast aufmerksam macht. 2025 haben rund 21.900

Menschen den Podcast allein auf Spotify gehört. Obwohl die beiden kaum schneiden, fließt etwa ein Dreiviertel-Arbeitstag pro Woche in den Podcast, denn schließlich müssen sie vorab den jeweiligen Film schauen, Fun Facts recherchieren und zum Schluss noch ein Folgen-Cover erstellen.
Wenn Leo davon erzählt, wie sich im Schnitt alles zusammenfügt und aus einzelnen Szenen ein stimmiges Ganzes entsteht, oder er im Podcast von genialen Tricks großer Filmklassiker schwärmt, dann blitzt sie wieder auf: dieselbe Begeisterung, die ihn schon als Kind gepackt hat, wenn er seine Playmobilfiguren in Szene setzte oder Trailer zusammenschnitt. Die Leidenschaft für seinen Job ist in jedem Satz spürbar. ❉
Jeden Sonntag erscheint auf allen gängigen Podcast-Plattformen eine neue Folge „Schaun wir mal ...“. Mal analysieren Dennis Baumann und Leo Mink darin einen Film bis ins kleinste Detail, mal stellen sie ihre Top Ten einer bestimmten Filmkategorie vor, mal ist jemand aus der Branche zu Gast. Das Besondere: Als Filmemacher können die beiden das Handwerk hinter den Bildern erklären und für die Zuhörer:innen entschlüsseln, was sich die Regie bei einer Szene gedacht hat oder warum eine bestimmte Kameraeinstellung eine so starke Wirkung hat. Spannend! ... Hört mal rein!
instagram.com/schaunwirmal_podcast

Made in Darmstadt, Folge 108: Heinerboxen im Lichtenbergblock
TEXT: GESA JOHN | FOTO: GERD KEIM
Und, habt Ihr sie schon bemerkt? Immer mehr kleine weißen Boxen mit grüner Schrift tauchen an Straßenlaternen im östlichen Martinsviertel auf. Doch was genau hat es mit diesen „Heinerboxen“ auf sich?
Es sind schlaue Sensorboxen, die nach dem Spitznamen aller Darmstädter:innen benannt wurden. Rund 40 Exemplare der im LOEWE-Zentrum Emergencity an der TU Darmstadt entwickelten Technikhelfer hängen seit Ende November 2025 im sogenannten Lichtenbergblock. Der zehn Hektar große Teil des gründerzeitlichen Martinsviertels wurde zum Reallabor auserkoren, um die Boxen zu testen. Sie sind eine Maßnahme des „Heinerblock“-Projekts, mit dem die Wissenschaftsstadt Darmstadt das Quartier lebenswerter machen möchte. Das Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) der TU Darmstadt begleitet die Weiterentwicklung der Boxen im Praxisbetrieb, um weitere Einsatzmöglichkeiten auszuloten.
Die Heinerboxen haben viele Funktionen: Zum einen können sie Umweltdaten wie Temperatur, Luftdruck oder auch Feinstaub messen. Das Erfassen von Letzterem könnte beispielsweise helfen, Brände schneller zu erkennen. Außerdem können die Boxen mithilfe eines integrierten Abstandssensors Daten zum Verkehr und der Flächennutzung sammeln. So kann die Nutzung des öffentlichen Raums beobachtet werden – ganz ohne personenbezogene Daten. Das könnte die zukünftige Stadtplanung erleichtern. Dazu sollen schon bald Mess- und Forschungsdaten durch QR-Codes an den jeweiligen Laternen öffentlich zugänglich gemacht werden.
Doch das Besondere an den kleinen Technikhelfern ist, dass sie auch in Krisenzeiten funktionieren. Wenn also Strom, Internet oder Mobilfunk für mehrere Tage ausfallen würden, sind die Boxen dank der integrierten Batterie und verschiedener Funktechnologien wie Long Range Wide Area Network, Wifi und Bluetooth weiterhin nutzbar. Zudem können über ein Notfallnetz Warnmeldungen und Handlungsanweisungen der Behörden verbreitet oder Hilferufe abgesetzt werden. Es soll dann möglich sein, sich per WLAN mit einer Heinerbox zu verbinden und so einen Lageplan aufrufen zu können. Safe und smart! ❉ heinerbox.tu-darmstadt.de


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Der Hype um Darmstadts neuen Trendimbiss ist voll im Gange! Täglich bilden sich meterlange Schlangen – vor lauter Andrang hat „Crispy Coop“-Gründer Serdar Dogru plötzlich Schwierigkeiten, die Notausgänge freizuhalten. „Wir verkaufen täglich 600 bis 900 Mahlzeiten.“ Mit anderen Worten: Die Hütte brennt! Um der Nachfrage standzuhalten, ist bereits eine größere Hochdruckfritteuse aus den USA im Anflug. Apropos USA: Sechs Monate lebte Serdar, der auch den Burgerladen „Buns & Pattys“ im Watzeviertel betreibt, in Amiland. Mit seiner Rückkehr nach Deutschland und viel Inspiration im Gepäck beschloss er, mit Crispy Coop „der Darmstädter Gastro-Landschaft etwas Gutes zu tun“. Nach einem Jahr Umbau, Rezeptentwicklung sowie Warten auf die über den Großen Teich verschifften Küchengeräte öffnete das Franchise Anfang Januar. Das Ergebnis: ein „Nix für Kostverächter“-Menü, gespickt mit modernen Klassikern aus den USA wie frittierte Hähnchenteile, Kartoffelpüree mit Bratensoße, Coleslaw, Mac'n'Cheese, Corn Ribs & Co. – plus ein sofortiger Hype. Doch
wie kam es dazu? Liegt es am Social-Media-Game, den Selbstbedienungs-Terminals (wie man sie bislang nur von Fast-Food-Giganten kannte), der Refill-Station, die sofort Vibes von früher vermittelt, oder einfach an der Rezeptur? Für Serdar ist es eine Mischung – und er sieht noch einen Punkt: Die Hähnchenteile werden direkt in der WunschSauce – wie Garlic Parmesan oder Honey Heat – serviert, ein „deutschlandweit einzigartiges Konzept“. Die Hauptzutat, „ausschließlich Hühnchen aus Deutschland“, wird „vom eigenen Metzger“ maßgerecht portioniert und mindestens 24 Stunden in Buttermilch oder einer pikanten Sauce eingelegt. Für Liebhaber:innen der typisch amerikanischen Küche definitiv ein Gaumenschmaus! (dw)
Bismarckstraße 59, Johannesviertel crispycoop.de

Die Bäckerei Breithaupt schließt bis Sommer 2026 alle ihre Filialen (und nicht schon bis Ende 2025, wie fälschlicherweise im gedruckten Dezember-/ Januar-P zu lesen war!). Als Bessunger Nachtbäcker, der Heißhungrige auf dem Heimweg von Disco, Konzert oder Party mit frisch Gebackenem glücklich machte, war die Backstube in der Karlstraße 66 ein Unikat. Doch beim Familienbetrieb Breithaupt wird spätestens im Sommer 2026 nach mehr als 400 Jahren aufgrund der Marktbedingungen Schluss sein. Mit der Bäckerei werden rund 40 Mitarbeitende gehen – und ein Stück Stadtgeschichte. Die Ursprünge des Darmstädter Kult-Bäckers reichen bis ins Jahr 1591 zurück, als im Schwarzwald das erste Breithaupt-Brot gebacken wurde. Damit gilt der Betrieb als mindestens zweitälteste Bäckerei Deutschlands. „Es gibt aber leider keine tragfähige Zukunftsgeschichte“, bedauert Chefin Bettina Breithaupt. Die Gründe für die anstehende Schließung der Hauptbäckerei in Bessungen sowie weiterer vier Filialen in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg
sind vielfältig: gestiegene Energiekosten, Krankenkassenbeiträge und Mindestlöhne, das veränderte Kundenkaufverhalten, aber auch der sehr fordernde Beruf an sich mit frühem Aufstehen und ultralangen Stunden in der Backstube. „Die Arbeitsbelastung ist mittlerweile zu hoch“, erklärt die 59-Jährige. Eine Person von außen als Nachfolger zu installieren, kam zudem nicht infrage: „Dafür ist das alles hier viel zu sehr mit unserer Familie verbunden“, erklärt Bettina, deren Eltern Ulla und Rolf (mit über 80 Jahren) noch bis vor Kurzem im Betrieb halfen. Eine geordnete Liquidation sei daher die einzig richtige Entscheidung. „Würdig“ soll es zu Ende gehen, sagt Bettina Breithaupt –und kann die Melancholie in ihrer Stimme nicht verbergen. (ct)
Karlstraße 66, Bessungen (und vier weitere Filialen) baeckerei-breithaupt.de

Mit der Beautiful People Agentur ist in Darmstadt eine neue Model- und Schauspielagentur gestartet. Gegründet wurde sie von Lotte Cellarius, die seit rund neun Jahren als Fotografin arbeitet. Die Idee trug sie schon lange in sich, konkrete Formen nahm das Herzensprojekt dann vor rund einem halben Jahr an – angestoßen durch Sedcard-Shootings für eine Frankfurter Agentur und den Mangel vergleichbarer Angebote im Raum Südhessen. Lottes Ansatz ist bewusst persönlich: Statt klassischer Castings arbeitet sie mit einer kuratierten Auswahl an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie auch Schauspieler:innen, die individuell betreut und projektbezogen vermittelt werden. Gesucht und gefunden werden Talente sowohl durch Modelscouts im Alltag als auch durch persönliche Kontakte aus der Branche. Auch proaktive Bewerbungen von Menschen mit Lust auf erste Schritte vor der Kamera sind willkommen! Im Rahmen eines Sedcard-Shootings lernt Lotte die Darsteller:innen vor der Kamera kennen und
findet heraus, wie und wo sie am besten wirken können. „Ziel ist es, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Erscheinungsbildern sichtbar zu machen und langfristig zu begleiten“, erklärt Lotte. Die Agentur Beautiful People vermittelt für Film-, Foto- und Werbeproduktionen sowie Social-Media-Projekte und arbeitet eng mit Kreativschaffenden über die Landesgrenzen hinaus zusammen. Ein besonderer Fokus liegt auf einem verantwortungsvollen Umgang mit jungen Talenten – etwa mit einem Feriencamp für 10- bis 18-Jährige vor der Kamera im April. Aktuell arbeitet Lotte aus einem Büro an der Rosenhöhe sowie in wechselnden Shooting-Locations, etwa in der Dieburger Straße und der Frankfurter Straße; eigene Agenturräume sind in Planung. (lm)
Dieburger Straße 96, Martinsviertel (und verschiedene Shooting-Locations) | agentur-beautiful-people.de

Die Geheimformel für ein gutes Tattoo ist weit mehr als die Summe aus Artist, Haut und Nadel. Dem Darmstädter Tätowierer Chris „Krieger“ Seifert ist die Connection zu seinen Klient:innen enorm wichtig. Er betont: „Man kommt zu mir als Mensch und nicht als Leinwand.“ Seit rund einem Jahr führt Krieger sein Atelier unter neuem Namen. Mit „Come As U R“ (kurz: CAUR) spricht er besonders diejenigen an, denen das Sich-Öffnen nicht immer so leicht fällt. Mehr als ein Dutzend Jahre schon tätowiert Chris „alles, was das Herz begehrt“. Sein eigenes Herz schlägt so richtig hoch, wenn er Klient:innen mit eigenen Illustrationen oder Aquarelldesigns verzieren darf. Das perfekte Match also für den sehr bunten und noch diverseren Kund:innenstamm. Aufgrund seiner „eigenen Neurodivergenz, meines Engagements in der Depressionshilfe und meiner Nähe zu Queers“ gehe es ihm darum, „einen Raum zu schaffen, in dem Du sein kannst, wie Du bist“, erklärt Krieger. Dabei ist auch seine Expertise als gelernter
Raumausstatter gefragt: Viele warme Farben, eine gemütliche Sitzecke und ein Fernseher samt Spielekonsole verbreiten eine wohlige Wohnzimmeratmosphäre im hoch gelegenen Tattoo Atelier, wo früher mal der Technoclub „Level 6“ residierte. Unzählige Skizzen und Easter Eggs schmeicheln dem Auge, die eigene Lieblingsmusik dem Ohr und Heißgetränke dem nervösen Magen – fertig ist das Rundum-Sorglos-Paket. „Alles kann, nichts muss“, lautet die Devise. „Aber meist wird viel gesprochen,“ warnt Krieger und schmunzelt, denn: „Meist wird mein Redeanteil zum Ende hin eher höher.“ Bei sinkender Schmerztoleranz kein Wunder und für den allseits interessierten Farbkünstler eine Leichtigkeit. Trotz aller Ablenkung: Das Tattoo ist und bleibt natürlich der kreative Dreh- und Angelpunkt. (mah)
Kasinostraße 60 (6. Stock), Johannesviertel/Weststadt taplink.cc/caur.tattoo

Ülkem Yel, der neue Betreiber des Landesmuseumcafés, war und ist vieles: Restaurantmeister, Selbstständiger, Hobbykoch, Ausbilder für gastronomische Berufe, Küchenplaner ... 30 Jahre Erfahrung kulminieren nun in der Neueröffnung des Cafés im Seitentrakt des Universalmuseums mitten im Zentrum Darmstadts. Fürs Tagesgeschäft kauft Ülkem, wie er betont, stets alle nötigen Zutaten lokal ein und achtet dabei auf hohe Qualität sowie auf Nachhaltigkeit – „ohne dabei mein Lächeln zu verlieren“. In seiner gastronomischen Laufbahn habe er gelernt, dass „ein authentisches und aufrichtiges Lächeln jeden Fehler wieder ausbügeln kann.“ Dementsprechend lebten er und seine Mitarbeitenden Geselligkeit auf eine ganz ungezwungene Art und Weise vor. Dafür seien Perspektivwechsel, Verständnis und ein wertschätzendes Miteinander nötig. Die Karte im „Dialog & Genuss“ ist klar café-orientiert. Bei der täglich frischen und persönlich zusammengestellten Auswahl an Kuchen und Gebäck sei klar, dass „nichts angeboten wird, was ich nicht auch
selbst gerne essen würde“, erklärt der Gastronom lächelnd. Mit üppigen Stullen, vollwertigen Salaten und Handkäs' gibt's auch „was G'scheits“. Bei unserem Besuch ist viel los im neu eröffneten Museumscafé. Laut Ülkem kommen zudem „am laufenden Band“ neue Anfragen für größere Feiern und Veranstaltungen rein. Im Gespräch um die Motivation und Leidenschaft in der Gastro philosophiert der 49-Jährige augenzwinkernd: „Man hat's – oder hat's eben nicht.“ Wir stellen fest: Er hat's. (mah)
Friedensplatz 1, Innenstadt hlmd.de/de/besuchen/museumscafe

Reisbandnudeln mit Ei, Sprossen, Erdnüssen und Tofu, Fleisch oder Garnelen – das ist das Nationalgericht Thailands, bekannt unter dem Namen „Pad Thai”. Diese Spezialität und viele weitere authentische Speisen der thailändischen Küche gibt es jetzt in der Schustergasse. Seit Ende November trägt das Thai Baan Bistro mit seiner „Modern Isan Cuisine“ zur Repräsentation der internationalen Küchen am Platz „hinter der Krone“ bei. Neben chinesischen, tibetanischen und syrischen wehen nun eben auch thailändische Vibes über die kleine Fläche mit den coolen neuen Sitzbänkchen, die so viel Potenzial hätte, wenn das Problem der viel zu oft dort herumstehenden Mülltonnen endlich gelöst werden könnte. Drinnen im Thai Baan Bistro ist die Welt noch in Ordnung, hier kann man es sich auf Hockern oder Stühlen bequem machen und in gemütlicher asiatischer Atmosphäre, umgeben von vielen Pflanzen, stimmungsvollen Laternen und künstlerischen, knallbunten Wandbildern, die Speisekarte studieren. „In Darmstadt gibt es in
den thailändischen Restaurants vor allem Currys, wir wollten gerne was Neues machen“, erzählt Besitzerin Nittaya Pryde. Es ist bereits ihr zweites Restaurant mit Co-Besitzer Waraphon Roehrig. Sie eröffneten in Pfungstadt schon einmal das Thai Baan Bistro, nun also der zweite Versuch im Herzen Darmstadts. „Wir kommen aus Isan in Thailand und wollen die regionale Küche hierher bringen”, erklärt sie. Die Speisekarte reicht von frittierten Enoki-Pilzen über gegrilltes Hähnchen mit Klebereis bis zu „Larb“ (gehackter würziger Fleischsalat mit gemahlenem, geröstetem Reis). Mutige können sich auch an frittierte Hühnerfüße mit Reisnudeln heranwagen – aber das ist vielleicht nicht für jede:n etwas. (gj + ct)
Schustergasse 9, Innenstadt thaibaanbistro.de
❉ Neue Abendkultur für die Innenstadt: Am Friedensplatz, im ehemaligen Lilien-Fanshop (ganz früher: Asphaltgold), eröffnet in Kürze das Allerweil. Auf Insta springt selbst der Lui mit KI-Hilfe von seinem langen Sockel und freut sich: „Friedensplatz knallvoll – wär das doch jedes Wochenende! Tanzen, quatschen, leckre Drinks ...“ Klingt gut ... und sehr nach: Belebung für die City! (ct)
❉ Nach dem Achtzehn 98 (Beachclub Events Restaurant) hat Roger Menzer nun auch seine Lilienschänke am Böllenfalltorstadion an Rene Nothnagel (der weiterhin auch den Club Huckebein betreibt) übergeben. Nach 16 aufregenden Lilien-Jahren tritt Roger aus gesundheitlich-familiären Gründen etwas kürzer und konzentriert sich auf sein neues gastronomisches Projekt Dein Hofgut (Café & Restaurant + Sportsbar) in Reinheim, wo er seine komplette Kindheit verbrachte. (ct)
❉ Sara Mazzolinos Zweitrestaurant Casa in der Schützenstraße hat nach rund zwei Jahren geschlossen. Neu eingezogen ist dort das chinesische Lokal Lucky House. (ct)
❉ Ins ehemalige Café Breilecker's auf dem Wilhelminenbuckel zieht gerade Eatdoori Deli ein. Die Franchisekette, die schon stylisch-urbane Lokale in Frankfurt, Mainz, Köln und Düsseldorf betreibt, bietet eine „moderne Interpretation der indischen Küche“ wie Curry Bowls und Roti Rolls sowie Thali Lunch an – „auf die Hand und in die Schale“. Der Darmstädter Ableger soll „im Frühjahr 2026“ eröffnen. (ct)
❉ Ein bisschen Farbe gefällig? Das neueröffnete Dreamlab Tattoo Studio bringt im Johannesviertel unique Designs unter die Haut. Bei Tätowiererin und Inhaberin Kimi (Linework, Microrealism) heißt es für Profis gleichermaßen wie für die neue Künstlergeneration: „Ran die Maschine!“ Mit dabei sind Kiva (Fineline), Sophia (Anime), Celina (Tribals, Cyber Sigilism), Noah (Oldschool) und Danny (Mandala, Ornamental). Zu finden ist das Studio in der Landwehrstraße 31 – und online auf instagram.com/dreamlabstudio inklusive Verlinkungen zu den jeweiligen Artists. (mah)
❉ Frostlove Café goes Poland! Am Sonntag, 1. Februar, erwarten Euch von 12 bis 17 Uhr im Kaminzimmer des Jugendhofs Bessunger Forst polnische Köstlichkeiten und Klänge. Klingt gemütlich, deftig und himmlisch süß! (lm)
❉ Türkische Pop-up-Kitchen-Sause in der Schuknechtstraße 1: Heiner Meyhane kredenzt am Samstag, 21. Februar, im Schuki kalte und warme Mezze, Salate und Desserts! Um 19 Uhr geht's los, Kostenpunkt fürs Essen: 35 Euro pro Person. Getränke gibt's (und kosten) on top (Raki: Beylerbeyi Göbek, türkischer Rot- und Weißwein et cetera pp.), Reservierung bitte vorab an heiner-meyhane@gmx.de – und dann: Afiyet olsun! (lm)
❉ Das Ireland Pub in der Mauerstraße 22 heißt jetzt The Wallstreet Pub – aber sonst ändert sich praktisch nix. (ct)
❉ Das dufte Malatang-Restaurant Jin's Haus in der Elisabethenstraße 41 hat sich stark vergrößert und die Fläche des Nachbarladens (früher: Zizo's Pizza & Döner) in modernem Look hinzugewonnen. Quasi Jin's Doppelhaus jetzt. (ct)
❉ Nächste Kulturküche im Künstlerkeller: Am Dienstag, 10. Februar, ab 19.30 Uhr kommt Ihr nicht nur in den Genuss von Wirt Sergios spanisch-internationaler Champions-League-Kochkünste, sondern auch von relaxed jazzig-bluesy-souligen High-End-Klängen des Trios Spohn/Partheil/ Kociemba. Läuft diesmal im Rahmen des „dazz“Festivals Darmstadt, Eintritt: 12 Euro. (ct)
❉ Neue Co-Working-Möglichkeiten in Darmstadt: Im Herzen des Martinsviertels bietet Laute 11 (im ehemaligen „p & l audio“ in der Lauteschlägerstraße 11) drei feste Arbeitsplätze plus zwei „Springerplätze“ an. Ein fester Arbeitsplatz inklusive Benutzung von Teeküche, Drucker, geteiltem Werk-Arbeitsplatz und Schaufensterraum für Meetings kostet 140 Euro Monatsmiete. Tagespreise für flexible Arbeitsplätze und für die Buchung von Meeting- und Workshopraum verrät Euch Hauptmieterin Lea Leist auf Anfrage per Mail an: info@laute11.de. (ct)
❉ Die Ludwigsklause auf der Ludwigshöhe hat seit Mitte Januar bis voraussichtlich Mitte März wegen Umbauarbeiten geschlossen. (ct)
❉ Am Kantplatz wird eine neue Kiosk-Ära eingeläutet: Käte Hofmann von Presse Hofmann geht –wie sie schon im Juni-P 2021 in ihrem „Darmstädter Gesicht“-Porträt angekündigt hatte – mit 70 in Rente und kümmert sich jetzt endlich mal mehr um sich. Sie übergibt ihr Lädchen nach rund 44 (!) Jahren Ende Februar an Mehmet Ünal von Alara's
Getränkeshop am Kopernikusplatz (der jetzt übrigens wieder sonntags von 14 bis 20 Uhr „an der Ladentür“ verkaufen darf). Mehmets Frau Rabia wird den Kiosk am Kantplatz betreiben. Heißen wird der Ilayda's Getränkeshop (benannt nach der zweiten Tochter der Ünals, Alara ist die erste ...) und das Konzept – Zeitungen, Magazine, Tabakwaren und Lottoscheine – ergänzt durch Getränke und Snacks („aber kein Späti!“). (ct)
❉ Der Second-Hand-Laden Liebelei der Postsiedlung in der Bessunger Straße 107 hat ab sofort am Donnerstag und Freitag (statt samstags) geöffnet: Von 15 bis 18 Uhr könnt Ihr dort zwischen diversen schönen Dinge aus zweiter Hand stöbern. Wie gehabt gehen alle Überschüsse in die gemeinnützige Arbeit des Zusammen in der Postsiedlung e. V. (lm)
❉ Der Skinfit Shop in der Jahnstraße in Bessungen schließt zum 7. Februar. Die Hochwert-Funktionsbekleidungskette macht alle Filialen in Deutschland dicht. Die Darmstädter Betreiber Ulrike und Thilo Bickert zieht es zurück in die Versicherungsbranche. Sie hatten den ursprünglich 2010 in Eberstadt eröffneten und 2015 nach Bessungen umgezogenen Laden vor zwei Jahren übernommen. (ct)

❉ Noch ein Fachgeschäft weniger in der Darmstädter Innenstadt: Das Strumpfhaus Geppert am Ludwigsplatz, das im Jahr 1949 – also vor mehr als 76 Jahren! – eröffnet wurde, hat zum Jahresende 2025 für immer geschlossen. (ct)
❉ Das neue Stadtfoyer in der ehemaligen Hugendubel-Filiale im Carree steht kurz vor der Eröffnung (die ursprünglich mal für den Sommer 2025 angekündigt war). Statikprobleme beim Umbau haben die Sanierung arg verzögert. Die Stadtverwaltung peilt die Eröffnung für den 1. März an. Einziehen werden auf den 660 Quadratmetern Gesamtfläche unter anderem der Darmstadt-Shop, Mitarbeitende der Bürgerbeauftragten und des Stadtmarketings. Auch soll die Europäische Weltraumorganisation ESA hier ein publikumswirksames Schaufenster mitten in der City bekommen. Im Obergeschoss wird zudem ein interner Besprechungsraum untergebracht sein. Umbaukosten insgesamt: rund 2,3 Millionen Euro. In das jetzige Stadtfoyer (zwischen Burgerladen und KFC am Luisenplatz 5a) wird dann das Ladenflächen- und Quartiersmanagement für die Innenstadt einziehen. (ct)

krungthep-restaurant.com

-Kolumne,
TEXT: MATTHIAS KNEIFL | PORTRÄT-ILLU: LISA ZEI ß LER | FOTOS + PLAKAT: FOURMAT FILM

Mit einem besonderen Stoff hat es Darmstadt 98 dieser Tage ins Kino geschafft. Regisseurin Sylvie Hohlbaum sucht in ihrem Kurzfilm „Kutte“ nach einem bestimmten Lilienfan. Sie will wissen, wem eine SVD-Kutte gehörte, die sie vor vielen Jahren – ausgerechnet – in Offenbach auf einem Flohmarkt erstanden hat. Spoileralarm: Die Suche muss in die Verlängerung gehen.
Kutten sind ein Hingucker. Kutten sind ein Statement. Kutten sind ein Lebensgefühl. Ganz gleich, ob aus Jeans oder aus Leder (und ob im Fußball-, Biker- oder Metal-Kontext): Die liebevoll gestalteten Westen sind für ihre Besitzerinnen und Besitzer der Stoff, aus dem ihre Träume sind. Das zeigt der 15-minütige Film „Kutte“ von Sylvie Hohlbaum eindrucksvoll. Ausgangspunkt des Plots ist ein Flohmarkt in Offenbach, den die inzwischen in Hamburg lebende Filmemacherin während ihres Studiums vor rund 30 Jahren besuchte. Dort erstand sie eine alte Fußballkutte. Die Aufnäher auf dem Rücken machen klar: Der ehemalige Besitzer war zweifelsfrei Lilienfan.

Die Kutte als frühe Uniform der Fußballfans Das Erscheinungsbild der Kutte und die Aufnäher weiterer Fußballklubs lassen darauf schließen, dass sie in den späten 1970er- oder frühen 1980erJahren getragen worden sein muss. Eine Zeit, die mit dem heutigen Fan-Dasein nur noch wenig gemein hat. Das verdeutlicht eine Bilderstrecke in der Januar-Ausgabe des „11 Freunde“-Magazins. Sie zeigt damalige Fußballfans aus dem Ruhrgebiet. Auch bei ihnen sind Aufnäher mehrerer Vereine auf den Kutten zu sehen. Analog zur Metal-Szene, in der die Fans die Patches zahlreicher Bands auf ihre Westen nähten. Erst Anfang der 1980er-Jahre kamen laut „11 Freunde“ Anti-Aufnäher auf den Markt, mit denen die Abneigung gegenüber bestimmten Klubs ausgedrückt wurde.
Der Besitzer der alten Lilien-Kutte hatte solche Aufnäher offenbar nicht zur Hand. Er unterstrich den Hass auf andere Klubs deshalb auf seine Art. Entweder, indem er Wappen rivalisierender Klubs ankokelte, zerschnitt, durchstrich oder ihnen einfach handschriftlich den Tod wünschte. Etwa dem Karlsruher SC, Eintracht Frankfurt und dem





1. FC Nürnberg, ebenso wie dem Erzrivalen aus Offenbach. Ihm wurde überdeutlich auf dem Kragen per Edding das Ableben nahegelegt.
Die Bikerszene als Keimzelle der Kuttenkultur Hohlbaum fasziniert das einzigartige Kleidungsstück so sehr, dass sie nach all den Jahren beschließt, sich endlich auf die Suche nach dem Träger der Kutte zu machen. Von einem Hamburger Freund, dem gebürtigen Darmstädter und Lilien-Fan Dirk Koppert, bekommt sie den Tipp, den uns allen bekannten Nouki zu treffen: „Der ist Darmstadt. Der kennt alle. Der hilft Dir.“ Gesagt, getan. Die Filmemacherin macht sich auf den Weg nach Südhessen. Der Auftakt für einen Roadtrip, in dem sich Hohlbaum der Entstehungsgeschichte und Bedeutung der Kuttenkultur widmet. Diese war durch Biker aus den USA nach Europa geschwappt und verdeutlichte die Zugehörigkeit zu einer exklusiven Gemeinschaft, einer echten Familie. Auf ihrer Fahrt spricht Hohlbaum mit Kuttenträgern – und solchen, die es werden wollen. Sie trifft in der Pfalz eine herrlich nerdige All-Girl-Mofa-Gang. Und sie besucht natürlich ein Metal Open Air, bei dem ein Kutten-Träger stolz auf eine neben ihm stehende Frau verweist, die sich als seine Mutter entpuppt,

selbstredend in Kutte. Ein anderer Festivalgänger schlussfolgert derweil überzeugt: „Wenn Du die Kutte wäscht, dann hast Du eine Macke.“
„Wunderschönes Teil“
Bei all ihren Begegnungen erhält Hohlbaum charmante Einblicke in eine Kultur, die Außenstehenden schrullig bis gestrig erscheinen mag. Überdeutlich wird dabei jedoch, was Kutten für ihre Besitzer sind: ein emotionaler Bezugspunkt und Ausdruck eines ganz besonderen Lebensgefühls. Als Nouki die Lilienkutte zu Gesicht bekommt, gerät er ins Schwärmen: „Yeah, das ist ja geil. Wunderschönes Teil.“ Er zeigt sie LilienPräsident Markus Pfitzner, der begeistert ist von diesem zeithistorischen Kleidungsstück. Am Bölle sind Kutten heute unterrepräsentiert. Die Liebe zum Verein zeigt man durch das Tragen der alljährlich neu designten Trikots. Doch einige Lilienfans halten die Kuttenkultur weiterhin hoch. Auch sie trifft Nouki, um den Besitzer der Weste ausfindig zu machen.
„Das machen tatsächlich Kerle“
Doch bei aller Begeisterung für das Oberteil bleibt das Rätselraten um den Besitzer groß. Ein Kind

beziehungsweise Jugendlicher könne es gewesen sein. Eine Frau schließt Kutten-Kalli hingegen kategorisch aus. Sie würde die Verwünschungen anderer Klubs niemals auf ihrer Kutte ausdrücken. „Das machen tatsächlich Kerle.“ Da hat er einen Punkt. Zumal ein Lilien-Aufnäher, der eine erhobene Faust zeigt, nachträglich mit einem Schlagring verziert wurde. Immerhin lässt sich die Weste dem Fanklub „Taifun“ zuordnen. Doch auch dort kann heute niemand mehr so recht sagen, wem sie gehört haben mag. Klar ist hingegen, dass die Kutte unfreiwillig den Besitzer wechselte. Nicht umsonst ist sie in Offenbach auf dem Flohmarkt gelandet. Auch der Gründer des OFC-Museums, der die Kutte nur in Handschuhen anfassen mag, geht davon aus, dass sie angesichts des auf ihr ausgedrückten OFC-Hasses von dortigen Fans geraubt wurde.
Wer kennt den Besitzer?
Doch wem gehörte nun das einzigartige Stöffsche? Der Film kann die Frage nicht auflösen. Nach seiner Premiere im Rex vor Weihnachten, wird er Anfang Februar noch mal im Darmstädter Programmkino zu sehen sein (Details: siehe Infobox). Macht Euch also selbst ein Bild und helft Regisseurin Sylvie Hohlbaum und dem Darmstädter Produzententeam Fourmat Film, den ursprünglichen Besitzer zu finden. Denn bei all dem Hass auf damalige Rivalen steckt in ihr und ihrer Entstehungsgeschichte auch ganz viel Liebe. Liebe für den SVD – und Liebe zu einer einzigartigen Fankultur. ❉
„Kutte“ läuft noch mal im Rex!
Am Donnerstag, 5. Februar, 19.30 bis 20 Uhr Im Format „rexKurzfilmgespräch“: 15 Minuten Film plus 15 Minuten Gespräch mit Marie Marxmeier und Nicolas Kronauer von Fourmat Film.
Eintritt: 5 € Win! Win! 1 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de
instagram.com/kutte_der_film fourmat-film.de/kutte
So, 1.2., 13.30 Uhr:
Hertha BSC – SV Darmstadt 98
Sa, 7.2., 20.30 Uhr: SV Darmstadt 98 – 1. FC Kaiserslautern Sa, 14.2., 13 Uhr: Eintracht Braunschweig – SV Darmstadt 98
Sa, 21.2., 13 Uhr: SV Darmstadt 98 – Fortuna Düsseldorf
Fr, 27.2., 18.30 Uhr: Dynamo Dresden – SV Darmstadt 98
sv98.de
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Pädagogisch fundiertes ganzheitliches Bewegungs- und Wahrnehmungsangebot

ab März 2026 im Künstlerhaus Ziegelhütte, Darmstadt
Kinder erleben in meinem Bewegungs- und Wahrnehmungsangebot auf spielerische Weise Freude an Bewegung und am Entdecken.
Meine Bewegten Sternstunden erfahren seit 2023 große Resonanz in Kitas und Familienzentren im Umkreis Darmstadt-Dieburg. Ab 2026 biete ich zusätzlich in der Ziegelhütte ein für Kleingruppen konzipiertes Programm an. Als Bewegungspädagogin verbinde ich Sport, Spiel und Fachwissen. In fantasievollen Bewegten Sternstunden wird die Motorik, Wahrnehmung und das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt.
in Kleingruppen bis zu 6 Kindern
Alter: 3,5–5 Jahre
Kosten: 4 Einheiten, 60 €

Studium Soziale Arbeit Staatl. anerk. Erzieherin
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Natürlich ist es allen klar (und darüber seine Gedanken kundzutun, daher an sich obsolet), aber es kann auf die Ruchlosigkeit des amerikanischen Präsidenten nicht oft genug öffentlich hingewiesen werden.
Bass erstaunt, hilflos und fuchsteufelswild schaue ich auf eine Welt aus den Fugen. Dem Klimawandel ausgesetzt, den wohl wirklich keiner mehr aufhalten wird, selbst wenn alle Regierungen der Welt ihren besten Wissenschaftlern grünes Licht gäben, muss man nun also wirklich mit ansehen, wie es immer realistischer wird, dass bei uns bald Krieg herrscht.
Und natürlich bin ich für Energie aus Wind, Wasser und Sonne. Zumal es jetzt, wo Wetterphänomene so richtig viel von allem davon bringen, tüchtig davon zu nutzen gäbe. Trotzdem: Momentan geht
mir der Stift nicht ganz so wegen dem Überleben als Menschheit, sondern dem als Mensch. Der Stift ist größer, aktueller und ähnlich schwarz. Der Kalte Krieg war eine Lachplatte dagegen. Dieser hier ist nicht kalt, sondern in einer Mikrowelle auf volle Power.
Da monatliche Kolumnen wie meine, zwei, drei Wochen vor ihrem Erscheinen zu Papier gebracht werden, traut man sich gar nicht über Grönland zu schreiben, denn eventuell ist dieses Grönland bei Drucklegung bereits Schnee von gestern.
Es wäre wirklich interessant zu wissen, was der Amerikaner mit dem Russen so alles an Verteilungen abgesprochen hat. Und definitiv noch interessanter, wie in diesem Fall, was eher nicht. In der historischen Nachbetrachtung wird man wohl feststellen müssen, dass wir in einer ver-
dammt herausstechenden Zeit lebten. Die Frage ist nur, wie lange diese Spanne für uns in unserer alltäglich gelebt/geliebten Art noch sein wird. Und wer die Nachbetrachtung, außer Assel und den Ahnen des gewieftesten PrepperPärchens Australiens, vornehmen wird. Noah wird es nicht sein.
Da rückt beinahe die Gesellschaftspolitik in den Hintergrund, was sie aber nicht darf. Ich halte sie fest. Komm her! Da hab ich Dich! Ich halte Dich fest. Und mache meine Hausaufgaben mit Dir im Arm weiter, unterstützt von unserem guten Freund, dem gesunden Menschenverstand. Dann dürfen wir uns danach auch ein Bierchen gönnen. Nicht, wenn wir die Welt gerettet haben. Europa reicht. ❉
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TEXT: MIRIAM GARTLGRUBER | FOTO: NOUKI

„Tatsächlich bin ich ein total schüchterner Mensch“, sagt Ain Nguyen Tuan und lächelt. Kaum vorstellbar, wenn man die Mama eines 13-jährigen Jungen mit ihren zahlreichen Tattoos, den vietnamesischen Wurzeln und der beeindruckenden Vielseitigkeit erlebt: Ain ist Köchin, Tattookünstlerin, Illustratorin – und eine feste Größe in der Darmstädter Kreativszene. Wenn sie mal Stress hat, bringt sie das Tätowieren runter, genauso wie das Am-Herd-Stehen.
Denn: „Kochen ist Magie, wie Zaubern, Jonglieren mit Pfannen. Oder wie ein Bild zu malen.“
Ain wird von den meisten „die Aine“ (kocht ... tatö-
wiert – oder: „Ain Lauch“) genannt, authentisch spricht man ihren Namen aber „Aing“ aus. Geboren wurde Aing in Erfurt, wo sie in einem eher rauen Umfeld aufwuchs. Sie stammt aus einer großen Familie mit vier jüngeren Brüdern. Ihr Vater war Koch und ein guter Zeichner, ihre Mutter eine tolle Schneiderin. „Wahrscheinlich habe ich den Bezug zur Kunst von meinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen. Beide waren sehr kreative Menschen.“
Der Liebe wegen kam Ain nach Darmstadt und absolvierte eine Ausbildung zur Köchin im Maritim Rhein Main Hotel. Hier begann sie die Gastronomie mit all ihren vielen Facetten lieben.
„Danach habe ich eine Zeit lang in Berlin gelebt und das Handwerk des Sushi-Meisterns erlernt. Irgendwann bin ich mit Kind wieder zurück nach Darmstadt gezogen. Ich mag die Stadt: nicht zu groß, nicht zu klein, ein kunterbuntes Durcheinander." Ein Ort, an dem sich Familie, Kunst und Kochen gut miteinander verbinden lassen.
In ihrer beruflichen Laufbahn hat Ain bei vielen Events mitgekocht, unter anderem bei „Soulkitchen“ im Ponyhof, in der Lieblingsküche und im „LT10“. „Besonders prägend war meine Zusammenarbeit mit Gil Delaveaux sowie mit Gottfried Pacher von ,Das Krü', wo ich lange gearbeitet und viel gelernt habe. Heute koche ich bei ,Menschenskinder' in Kranichstein [köstlich vegetarisch und vegan!].“
Die Kunst hat Ain immer begleitet und geerdet –in guten wie in schlechten Zeiten. So liebt sie es zu stricken, mit Linol zu drucken – oder Stromkästen schön zu gestalten (unter anderem „der Eber“ in Eberstadt, „die Bialetti“ in der Innenstadt oder „die Ameise“ am Darmstädter Gericht sind von ihr). Immer mit einem Augenzwinkern, bewusst fernab von Perfektion. „Mir geht es nicht um Perfektion, sondern darum, meinen eigenen Stil zu zeigen“, sagt Ain. Dieser spiegelt sich auch in ihren Tattoos wider: humorvoll, lebendig, individuell und oft ein bisschen verspielt.
Ihre Naturverbundenheit fließt in all ihre Arbeiten ein. Ob beim Pilzesammeln im Wald, beim Herstellen von eigenem Miso oder beim Fermentieren von Kimchi oder Kombucha – Ain liebt es, selbst kreativ zu experimentieren. Musik und Natur sind feste Bestandteile ihrer täglichen Auszeiten und wichtige Quellen für Kraft und Inspiration. „Zum Tätowieren kam ich eher beiläufig. Dabei habe ich mich selbst nie allzu ernst genommen, was wohl meinen Stil ausmacht.“ Im Kulturraum „Zucker“ tätowierte sie bei einem Pop-up-Event und stellte ihre Kunst aus. „Dadurch kam alles ins Rollen – das mit der Kunst und mit dem Tätowieren.“ Weitere Ausstellungen (im Woodrich, Schuknecht, Zucker, Daedis und in verschiedenen Pop-up-Stores in der Innenstadt) sowie die Präsentation ihrer Arbeiten auf kleinen Kunstmärkten folgten. In letzter Zeit hat Ain eine kleine Pause gemacht, 2026 soll es aber wieder losgehen. „Ich will zurückkommen, mehr kochen, mehr tätowieren – und mehr Kunst machen.“ Gute Aussichten – für sie selbst und für Darmstadt. ❉

Viele weitere „Darmstädter Gesichter“:
RECHERCHE + TEXT: CEM TEVET O GLU
> Den Sportpreis der Wissenschaftsstadt Darmstadt erhielten 2025 erstmals zwei Sportler:innen sowie ein Team: Triathlon-Weltmeisterin, Weltcup- und Olympiasiegerin Lisa Tertsch und Europameister, Hockey-Welttorhüter 2024/2025 und Olympia-Silbermedaillengewinner Jean-Paul Danneberg sowie der Verein TSC Darmstadt, der 2025 mit drei EM-Titeln erneut zur europäischen Tanzsportelite zählt. Darüber hinaus holten Sportler:innen aus Darmstädter Vereinen 137 Hessische Meisterschaften, 40 süd(west)deutsche Titel, zehn Deutsche Meisterschaften – und 94 nahmen an Jugendolympiade, Europa- oder Weltmeisterschaften teil.
Das P Stadtkulturmagazin erscheint monatlich in einer Auflage von 12.000 Exemplaren (Doppelausgaben: Dezember/Januar und Juli/August) Verlag: VRM GmbH & Co. KG, Erich-Dombrowski-Str. 2, 55127 Mainz (zugleich ladungsfähige Anschrift für alle im Impressum genannten Verantwortlichen) AG Mainz HRA 535, Ust-ID-Nr. DE 149025723 Geschäftsführer: Joachim Liebler Objektleiter/Redaktion: Cem Tevetog˘lu (verantwortlich) ctevetoglu@vrm.de, Telefon: +49 (6151) 387 2586 Anzeigen: Melanie von Hehl (verantwortlich) Anzeigen + Marketing: Jens Engemann, anzeigen@p-verlag.de, Telefon: +49 (176) 219 648 83 + Lisa Mattis, marketing@p-verlag.de, Michael Emmerich, Melanie von Hehl (verantwortlich); Druck: VRM Druck GmbH & Co. KG, Alexander-Fleming-Ring 2, 65428 Rüsselsheim Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Zeichnungen sowie für die Richtigkeit telefonisch aufgegebener Anzeigen oder Änderungen übernimmt der Verlag keine Gewähr. Schadenersatzansprüche sind ausgeschlossen. Abbestellungen von Anzeigen bedürfen der Schriftform. Soweit für vom Verlag gestaltete Texte und Anzeigen Urheberrechtsschutz besteht, sind Nachdruck, Vervielfältigung und elektronische Speicherung nur mit schriftlicher Genehmigung der Verlagsleitung zulässig. Namentlich oder mit Kürzel der Autorin oder des Autors gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion.
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Nächste Ausgabe: März 2026 Redaktionsschluss (redaktion@p-verlag.de): 10.2.2026
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Erscheinungsdatum: 27.2.2026 p-stadtkultur.de | facebook.com/pmagazin instagram.com/pmagazin_da





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