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Skitourenlenkung Villgraten

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Um die Natur und ihre Bewohner zu schützen, braucht es wenig Verbote - aber die Mithilfe von jedem Einzelnen, guten Willen und Respekt. Bei einer Skitour im freien Gelände überschneidet sich dein Erlebnisraum oft mit dem Lebensraum seltener, störempfindlicher Tiere wie Auerhahn, Gämse oder Steinbock.

Vitaler Bergwald übernimmt als „grüne Infrastruktur“ eine wichtige Schutzfunktion vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag.

Kommuniziert werden die naturverträglichen Routen und Schutzzonen auf großformatigen Informationstafeln an den Skitourenausgangspunkten, in Online-Portalen und Faltkarten. Danke, dass du deinen Beitrag zum Schutz der einzigartigen Natur Osttirols beiträgst, indem du die im Flyer beschriebenen Grundregeln befolgst.

Informationen zum Projekt Bergwelt Tirol – Miteinander Erleben www.bergwelt-miteinander.at

Rangerführungen auf Schneeschuhen im Nationalpark Hohe Tauern Die unberührte, stille Winterlandschaft des Nationalparks Hohe Tauern macht erlebnisreiche und unvergessliche Naturmomente möglich. Mit Fernglas, Spektiv und Schneeschuhen können unter fachkundiger Begleitung von Ranger:innen die großen und kleinen „Bewohner“ und Besonderheiten des Nationalparks mit dem nötigen Abstand und in Ruhe entdeckt werden. Mit Ranger:innen in die verschneite Bergwelt und zu verborgenen Plätzen aufzubrechen, verbindet sanften Wintersport mit Einsamkeit, Romantik und Naturerlebnis.

www.facebook.com/hohetauern www.facebook.com/hohetauern

www.hohetauern.at www.hohetauern.at

Doch viele Objektschutzwälder im Alpenraum erfüllen ihre Funktion derzeit nicht mehr optimal, was für die regionale Bevölkerung schwerwiegende Folgen haben kann. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Ein wesentlicher Faktor ist die flächige Überalterung und mangelnde Verjüngung der Schutzwaldbestände. Zudem setzten die Naturereignisse (Windwurf-, Schneebruch- und Borkenkäfer) der letzten Jahre dem Wald zu. Die Situation verschärft sich durch den Klimawandel weiter: Der Borkenkäfer kann aufgrund der milderen Temperaturen und längeren Vegetationsperiode in höhere Lagen vordringen sowie mehr Vermehrungszyklen durchlaufen. Zugleich führt die zunehmende Trockenheit zu einer verminderten Vitalität der (Fichten)bäume, weshalb die natürliche Schädlingsabwehr (Harzproduktion) nicht mehr zuverlässig funktioniert. Des Weiteren ist in Zukunft häufiger mit Extremwetterereignissen, vergleichbar mit dem Sturm „Vaia“ im Oktober 2018, zu rechnen. Neben einer konsequenten Verjüngungsstrategie sowie gezielten Pflege- und Nutzungseingriffen sind für den Umbau zu einem resilienten und enkeltauglichen Bergwald auch weitsichtige und verantwortungsbewusste Naturnutzer:innen wie Sie essenziell! Bitte meide ausgewiesene Schutzzonen sowie Jungwald mit einer Höhe unter 3 Metern. Warum? Das Befahren von Jungwuchsflächen behindert durch direkte Schäden die Waldregeneration. Bitte bedenke, dass deine scharfen Schikanten Jungbäume sogar unter dem Schnee nachhaltig schädigen können. Auch die Fragmentierung des Lebensraums sowie Störungen der Wildtiere, z.B. durch Tourengeher:innen, kann die Waldregeneration beeinträchtigen. Wenngleich der Schutzwald im AlpenBeachten Sie: raum vor großen Herausforderungen Wiederbewaldungs- sosteht, bleibt die Hoffnung durch eine mit einem Bewuchs von unter konsequente Verjüngungsstrategie drei Metern Höhe dürfen nicht sowie gezielte Pflege- und Nutzungsbetreten werden! (§33/IIc ForstG, 1975) eingriff e einen resilienten und enkeltauglichen Bergwald zu schaffen. Dazu braucht es auch weitsichtige und verantwortungsbewusste Naturnutzer:innen wie Sie! Diese Regelung gilt immer und bedarf keiner gesonderten Kennzeichnung durch Schilder!

Gefahrenstufe

Gefahrenstufe

allgemein günstige Lawinensituation

mehrheitl. günstige Lawinensituation

1 – Gering

2 – Mäßig

osttirol.com

Um ein möglichst konfliktarmes Miteinander von Mensch und Natur zu ermöglichen, wurde in Osttirol unter Federführung des Programms „Bergwelt Tirol - Miteinander erleben“ ein flächendeckendes Skitouren-Lenkungskonzept erarbeitet sowie Wald- und Wildschutzzonen ausgewiesen.

Lawinengefahrenstufen

Gefahrenstufe

Gefahrenstufe

kritische Lawinensituation

sehr kritische Lawinensituation

3 – Erheblich

4 – Groß

Gefahrenstufe

5 – Sehr Groß

außerordentliche Lawinensituation

Verhaltensregeln zum Schutz von Wald und Wild Gesetzliches Betretungsverbot von Jungwald achten

Vitaler Bergwald übernimmt wichtige Schutzfunktionen vor Naturgefahren wie Lawinen oder Steinschlag in Osttirol. Daher ist es wichtig, dass dieser erhalten bleibt und sich verjüngt. Scharfe Schikanten können Jungbäume auch unter dem Schnee beschädigen.

Dämmerungsstunden meiden und Tageslicht nutzen

Der Zeitraum von einer Stunde nach Sonnenauf- bis eine Stunde vor Sonnenuntergang ist für Wildtiere zur Nahrungsaufnahme besonders wichtig. Zumindest hier sollten sie ungestört bleiben.

Villgraten

Schutzwald

Skitourenlenkung

Miteinander von Mensch & Natur

Hund bitte an die Leine nehmen

Wildtiere reagieren sehr sensibel auf Hunde und auch wenn sie nicht flüchten, erhöht sich ihr Energieumsatz, da sich ihr Körper auf Fluchtbereitschaft einstellt.

Latschen-/Grünerlenfelder sowie lockere Baumgruppen meiden und abgeblasene, schneefreie Rücken und Grate umgehen

Um Energie zu sparen, verfolgen Wildtiere im Winter die Strategie der kurzen Wege. Auch wenn wir Wildtiere wie beispielsweise Schneehühner oft nicht ausmachen können, bieten ihnen oben genannte Areale überlebenswichtige Nahrung und Deckung auf kleinstem Raum.

Wildtieren nicht annähern und ihnen nicht folgen

Wenn Du Wildtiere siehst, weiche ihnen großräumig aus. So sie Dich bereits entdeckt haben, gib ihnen Zeit, damit sie sich möglichst störungsfrei zurückziehen können.

Drohnenflüge unterlassen

Drohnenflüge sind im Nationalpark verboten. Doch auch außerhalb der Schutzgebietsgrenzen halten viele Wildtiere Drohnen für eine Bedrohung und flüchten.

Schutzzonen für Wald und Wild respektieren (siehe Karten)

Die dargestellten Wald- und Wildschutzzonen stellen besonders wichtige Winter(über)lebensräume für die jeweils dargestellte Tierart dar. Durch jede Störung verbrauchen Wildtiere unnötig mehr Energie. Wenn die Reserven aufgebraucht sind, kann die Summe der Störungen zum Tod führen.

Kreuzspitze 2.624 m Ausgangspunkt: Parkplatz Badl-Alm in Kalkstein Ziel: Kreuzspitze Schwierigkeit: leicht | Höhenmeter bergauf: 1.000 m Gehzeit: 3 h | Streckenlänge: 4,7 km Kondition:    | Technik:   Am Weg nach Innervillgraten sticht dem Skitourengeher schon von weitem die Kreuzspitze ins Auge. Sie ist durch den einfachen Aufstieg und meist guten Schneeverhältnissen eine der meistbesuchten Skigipfel im Villgratental. Ausgangspunkt ist der Skitorenparkplatz bei der Badl-Alm in Kalkstein (1.640 m), ca. fünf Kilometer nach Innervillgraten. Vom Parkplatz in Kalkstein zuerst über den Forstweg Richtung Alfenalm, kurz vorher rechts abbiegen und dem Fahrweg Richtung Nordwesten ins Roßtal bis zum Talschluss. Auf ca. 2.050 m wendet sich das Tal nach Nordosten und es wird das erste Mal die Kreuzspitze sichtbar. Nun über Mulden und Rücken bis zum steilen Schlusshang, der in einer langen Querung Richtung SO angestiegen wird. Die letzten Meter am Grat (Vorsicht Wechtenbruchgefahr) zum Gipfelkreuz. Die Abfahrt erfolgt idealerweise etwas links der Aufstiegsspur über schöne Rinnen und Mulden, wo man oft gute Schneeverhältnisse vorfindet.

skitouren.osttirol.com

2.800 m

Tourismusverband Osttirol

2.400 m 2.200 m

Mühlgasse 11, 9900 Lienz

2.000 m

info@osttirol.com | T. +43 50 212 212

1.800 m

osttirol.com

1.600 m 0 km

1 km

2 km

3 km

5 km


Schwierigkeit: schwierig | Höhenmeter bergauf: 1.430 m Gehzeit: 6 h | Streckenlänge: 12,2 km Kondition:      | Technik:    Die Hochgrabe zählt zu den „hohen“ Villgrater Skitourenklassikern. Die Tourenlänge sowie die Orientierung stellen hohe Anforderungen an den Skitourengeher. Durch die Gipfelhöhe von beinahe 3.000 m kann man noch im April Pulverschnee an der Nordflanke antreffen. Das Panorama am Gipfel ist überwältigend.

Rücken steil ansteigen bis zur obersten Heuhütte, wo eine lange Querung beginnt, die in einer Mulde direkt unterhalb des Gipfels endet. Von hier nicht über die steile Gipfelflanke ansteigen, sondern über das kleine Tal weiter Richtung Nordwesten und anschließend in einem großen Rechtsbogen auf eine Hochfläche nördlich vom Roten Kinkele. Auf der nun steiler werdenden Mulde zum Vorgipfel (Skidepot) und über den Nordgrat meist ohne Ski zum höchsten Punkt. Abfahrt wie Aufstieg.

c W9 Studio

Ausgangspunkt: Parkplatz Oberwurzen Ziel: Glorer Hütte Schwierigkeit: leicht | Höhenmeter bergauf: 970 m Gehzeit: 4 h 30 min | Streckenlänge: 4,1 km Kondition:    | Technik:  

2.800 m

2.400 m

2.000 m 1.800 m 1.600 m 0 km

1 km

1,9 km

2,9 km

Sicher auf die höchsten Berge Österreichs mit den Osttiroler Berg- & Schiführern: www.berg-osttirol.at

4,6 km

2.800 m

Vom Parkplatz Oberwurzen (1.710 m) über die Forststraße bequem zur Mitterwurzalm (1.888 m). Von dort über die Bergwiesen und durch lichten Wald in westliche Richtung bis zu einem Kreuz (ca. 2.100 m) am Beginn des breiten Bergrückens. Über diesen in nördlicher Richtung an der Lawinenverbauung links haltend vorbei, bis das Gelände steiler wird. Wo der Rücken steil und felsdurchsetzt wird, nach Westen ins flachere Gelände ausweichen bis zur Hochfläche. Über das flache Plateau mit anschließendem Steilhang zum Gipfel. Abfahrt: Wie Aufstieg.

Schutzzone Rothirsch/Reh

Schutzzone Birkhuhn/Auerhuhn

Schutzzone / protected area

Schutzzone / protected area

www.bergwelt-miteinander.at

www.bergwelt-miteinander.at

Die ausgewiesenen Schutzzonen sind besonders wichtige Lebensräume für die jeweils dargestellte Tierart. Jede Störung erschwert das Überleben dieser Tiere in der Notzeit. Verantwortungsvolle Skibergsteiger:innen beachten diese Schutzzonen und umgehen diese Gebiete.

2.400 m 2.200 m 2.000 m 1.800 m 1.600 m 0 km

Der Gabesitten ist eine einfache Tour und auch für Anfänger geeignet. Im Hochwinter hält sich im Waldbereich noch über längere Zeit schöner Pulverschnee. Eine schöne Aussicht auf den Karnischen Kamm und die Dolomiten erwartet den Tourengeher am Gipfel.

2.200 m

Der Ausgangspunkt ist bei der Reiterstube (1.500 m) in Außervillgraten – Winkeltal. Von dort über die Almstraße an der Volkzeinerhütte 1.848 m vorbei zum Talschluss. Entlang des Sommerweges zur Heinkaralm, von ihr zuerst flach, dann in einem weiten Linksbogen den Schrentebach an einer günstigen Stelle überqueren. Die anschließenden Hänge links des Bachgrabens in südwestlicher Richtung über eine Mulde ansteigen bis zu einem flachen Boden auf ca. 2.250 m. Man kann nun die Steilrinne (40° Schlüsselstelle der Tour) gut erkennen, über die der weitere Aufstieg führt. Nach deren Überwindung verflacht sich das Gelände nun wieder sehr deutlich.

Gabesitten 2.665 m

Beschilderung der Schutzzonen und Ausweichrouten im Gelände

0,9 km

1,7 km

2,6 km

4,2 km

Schutzzone Gams/Steinbock

Schutzzone Objetkschutzwald

Schutzzone / protected area

Schutzzone / protected area

Abfahrt im Pulver

www.bergwelt-miteinander.at

www.bergwelt-miteinander.at

c W9 Studio

Ausgangspunkt: Reiterstube Außervillgraten Ziel: Hochgrabe

Skitourengeher im Villgratental

c Schett

c Marlenesleben

Hochgrabe 2.951 m

Gabesitten

Rotes Kinkele

Hochgrabe

Objektschutzwälder schützen Siedlungen und Verkehrswege vor Lawinen, Steinschlag und anderen Naturgefahren. Hier ist eine ungestörte und rasche Waldverjüngung von höchster Bedeutung. Auf ein Befahren dieser Wälder sollte deswegen unbedingt verzichtet werden.

Weiter über Mulden und Böden Richtung Südosten, bis man sich in ca. 2.800 m nach links wendet und über eine Steilstufe auf den Nordostkamm gelangt. Auf dem zu Beginn steiler werdenden Grat (bei guten Verhältnissen mit Ski) erreicht man nun den Gipfel. Abfahrt wie Aufstieg. Alternativ kann die Abfahrt auch nach Innervillgraten erfolgen.

Aufstieg

Abfahrt

Achtung: Die Schilder dienen nur der Umgehung von Schutzzonen, keine durchgehende Beschilderung von Skirouten, kein Schutz vor Naturgefahren Warning: These signs have been erected to ensure that protected zones are bypassed. They are not intended as signposts indicating start-to-finish ski routes or as protection from natural hazards.

Achtung: Die Schilder dienen nur der Umgehung von Schutzzonen, keine durchgehende Beschilderung von Skirouten, kein Schutz vor Naturgefahren Warning: These signs have been erected to ensure that protected zones are bypassed. They are not intended as signposts indicating start-to-finish ski routes or as protection from natural hazards.

3.000 m

2.500 m 2.250 m 2.000 m 1.750 m 1.500 m 0 km

3 km

6 km

10,2 km

www.bergwelt-miteinander.at

www.bergwelt-miteinander.at

Achtung! Schilder dienen der Umfahrung von Schutzzonen, keine durchgehende Beschilderung von Skirouten, kein Schutz vor Alpingefahren.

Rotes Kinkele 2.763 m Ausgangspunkt: Parkplatz Fürathöfe (kurze Variante) oder Parkplatz Lüfterhöfe(längere Variante) Ziel: Rotes Kinkele Schwierigkeit: mittel | Höhenmeter bergauf: 1.050 m Gehzeit: 4 h | Streckenlänge: 4,6 km Kondition:      | Technik:     Das Rote Kinkele steht meist ganz oben am Villgrater Skitouren-Wunschzettel, hat es doch für jeden etwas zu bieten: Aufstieg über Alm mit Kapelle, Mulden, Steilhänge und zu guter Letzt einen aussichtsreichen Gipfelgrat mit Tiefblick zu einsamen Bergseen und Ausblicken in die Villgrater Berge und Dolomiten. Auf den Skitourenberg Rote Kinkele gibt es zwei Aufstiegsvarianten. Die Kürzere startet vom Skitourenparkplatz Fürathöfe (1.690 m). Von dort geht es kurz vor dem Parkplatz zuerst über einen Forstweg, später über eine Waldschneise und dann wieder über einen Forstweg zur Kamelisenalm (1.973 m). Die zweite Variante startet am Eingang zum Arntal beim Skitourenparkplatz Lüfterhöfe (1.500 m). Von dort startet man über die Brücke beim Parkplatz, und gelangt über steile Wiesen zum Skitourenparkplatz Fürathöfe. Von der Kamelisenalm mit ihrer malerischen Kapelle folgt man dem breiten Weg taleinwärts bis auf ca. 2.100 m. Hier links über eine kleine Brücke und weiter über einen auffälligen

Sicherheit

Althausscharte 2623 m Althausscharte 2623 m 2

Lawinenbericht: www.lawine.tirol Notfallausrüstung

Alpinnotruf 140 Euronotruf 112

Impressum: Für den Inhalt verantwortlich: Nationalpark Hohe Tauern Tirol; Land Tirol, Abteilung Waldschutz; Tourismusverband Osttirol Datenquelle: Land Tirol Geoinformation Visualisierung des digitalen Geländemodells: Land Tirol Bilder: Christof Schett, W9 Studio, Marlenesleben, TVB Osttirol/Seebacher, Layout: Studio Superfast; Druck: Oberdruck Dölsach


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