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Um die Natur und ihre Bewohner zu schützen, braucht es wenig Verbote - aber die Mithilfe von jedem Einzelnen, guten Willen und Respekt. Bei einer Skitour im freien Gelände überschneidet sich dein Erlebnisraum oft mit dem Lebensraum seltener, störempfindlicher Tiere wie Auerhahn, Gämse oder Steinbock. Um ein möglichst konfliktarmes Miteinander von Mensch und Natur zu ermöglichen, wurde in Osttirol unter Federführung des Programms „Bergwelt Tirol - Miteinander erleben“ ein flächendeckendes Skitouren-Lenkungskonzept erarbeitet sowie Wald- und Wildschutzzonen ausgewiesen. Kommuniziert werden die naturverträglichen Routen und Schutzzonen auf großformatigen Informationstafeln an den Skitourenausgangspunkten, in Online-Portalen und Faltkarten. Danke, dass du deinen Beitrag zum Schutz der einzigartigen Natur Osttirols beiträgst, indem du die im Flyer beschriebenen Grundregeln befolgst.
Skitourenlenkung
Miteinander von Mensch & Natur
Debanttal & Tristach
Informationen zum Projekt Bergwelt Tirol – Miteinander Erleben www.bergwelt-miteinander.at
Vitaler Bergwald übernimmt als „grüne Infrastruktur“ eine wichtige Schutzfunktion vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag. Viele Objektschutzwälder im Alpenraum erfüllen ihre Funktion derzeit nicht mehr optimal, was für die regionale Bevölkerung schwerwiegende Folgen haben kann. Ursachen hierfür sind u.a. eine flächige Überalterung und mangelnde Verjüngung der Schutzwälder Beachten Sie: Wiederbewaldungs- sosowie Naturereignisse wie Windwurf, Schneebruch und der Borkenkäfer; die Situation spitzt sich aufgrund des mit einem Bewuchs von unter Klimawandels weiter zu. Neben einer konsequenten drei Metern Höhe dürfen nicht betreten werden! Verjüngungsstrategie sowie gezielten Pflege- und Nut(§33/IIc ForstG, 1975) zungseingriffen sind für den Umbau zu einem resilienten und enkeltauglichen Bergwald auch weitsichtige und verantwortungsbewusste Naturnutzer:innen wie Sie essenziell! Bitte meide ausgewiesene Schutzzonen sowie Jungwald mit einer Höhe unter 3 Metern. Warum? Deine scharfen Skikanten können Jungbäume auch unter dem Schnee nachhaltig schädigen. Auch durch die Störung der Wildtiere kann es zu vermehrten Verbissschäden und damit einer Beeinträchtigung der Waldregeneration kommen. Diese Regelung gilt immer und bedarf keiner gesonderten Kennzeichnung durch Schilder!
Auerlingköpfl 2.026 m Ausgangspunkt: Kreithof Ziel: Auerlingköpfl ch er
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Den Ausgangspunkt für unsere Skitour bildet der Kreithof, 1.050 m südöstlich von Tristach. Auffahrt mit eigenem PKW bis zum Kreithof (1.050 m, Parkgebühr) möglich, dann besteht aufgrund der Naturrodelbahn ein allgemeines Fahrverbot. Es gibt allerdings einen Taxidienst zur Dolomitenhütte! Das eigentliche Gros der Höhenmeter wird über die zuvor erwähnte Piste bestritten, die uns knapp vor die Dolomitenhütte bringt (1 ½ Stunden). Von dort folgen wir kurz dem Fahrweg in den breiten Felskessel südlich der Hütte (Achtung: Steinschlagzone auf 100 Metern), bis wir nach ca. 10 Minuten bei einem Brunnen Richtung Weißsteinalm abzweigen (Wegtafeln). In mehreren Serpentinen streben wir entlang der Skispur über eine Lichtung aufwärts, bevor wir in ein aussichtsreiches, mit sonnverbrannten Hütten geziertes Almgelände stoßen. Immer am breiten Waldrücken haltend, gewinnen wir in südöstlicher Richtung nun langsam an Höhe, ehe wir wieder in den Wald eintauchen und nach einigen Kehren und Kurven, meist entlang des Sommerwegs, die kleine, baumfreie Kuppe des Auerlings betreten (1 ½ Stunden von der Dolomitenhütte, 3 Stunden vom Kreithof).
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Schwierigkeit: mittel | Höhenmeter bergauf: 974 m Gehzeit: 3 h | Streckenlänge: 4,8 km Kondition: | Technik:
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r Dolomiten
2.200 m
1.800 m
Werfen Sie einen Blick auf unser vielfältiges Angebot an Naturführungen. Auf unseren Rangerführungen können Sie den Nationalpark Hohen Tauern unter fachkundiger Begleitung hautnah erleben.
1.600 m 1.400 m 1.200 m
www.facebook.com/hohetauern
1.000 m 0 km
2,9 km
4,6 km
www.hohetauern.at
Strasskopf 2.401 m
N a t i o n a l p a r k
H o h e
Verhaltensregeln zum Schutz von Wald und Wild
T a u e r n
Ausgangspunkt: Parkplatz Schöne Aussicht Ziel: Strasskopf
Gesetzliches Betretungsverbot von Jungwald achten
Schwierigkeit: leicht | Höhenmeter bergauf: 1.030 m Gehzeit: 4 h | Streckenlänge: 6,8 km Kondition: | Technik:
Vitaler Bergwald übernimmt wichtige Schutzfunktionen vor Naturgefahren wie Lawinen oder Steinschlag in Osttirol. Daher ist es wichtig, dass dieser erhalten bleibt und sich verjüngt. Scharfe Schikanten können Jungbäume auch unter dem Schnee beschädigen.
Der Strassboden, meist unter dem Namen Strasskopf bekannt, ist eine beliebte Skitour an den östlichen Ausläufern der Schobergruppe. Der aussichtsreiche Gipfel überragt die Winklerner und Roaner Alm und stellt mit seinen sanften Hängen ein perfektes Ziel auch für Anfänger und Einsteiger dar. Auf halber Strecke liegt die Winklerner Hütte des ÖAV (1.843 m). Sie ist an den Wochenenden geöffnet und bewirtschaftet. Ein Einkehrschwung bei der Abfahrt entschädigt für eventuelle Strapazen.
Dämmerungsstunden meiden und Tageslicht nutzen
Der Zeitraum von einer Stunde nach Sonnenauf- bis eine Stunde vor Sonnenuntergang ist für Wildtiere zur Nahrungsaufnahme besonders wichtig. Zumindest hier sollten sie ungestört bleiben.
Hund bitte an die Leine nehmen
Wildtiere reagieren sehr sensibel auf Hunde und auch wenn sie nicht flüchten, erhöht sich ihr Energieumsatz, da sich ihr Körper auf Fluchtbereitschaft einstellt.
Ausgangspunkt für unsere Skitour ist der Parkplatz Schöne Aussicht, welcher auch gleichzeitig der Parkplatz für die Rodelstrecke bei der Roaner Alm ist (gebührenpflichtig). Man folgt anfangs der Rodelstrecke beim Schranken vorbei und kann in der ersten Kurve links in den Wald einbiegen. Dieser Abkürzungsweg verläuft mäßig bis mittelsteil und bietet immer schöne Aussichtspunkte an Lichtungen. Nach ca. 1 Stunde kommt man an den ersten Almen vorbei (Lugger- und Straganzalmen) und folgt der breiten Aufstiegsspur geradeaus weiter. Der lange Rücken ist einfach zu begehen und man kann dort entweder rechts zur Winklerner Hütte oder links zur Roaner Alm abbiegen. Oberhalb der Waldgrenze verläuft die Aufstiegsspur eher links in mehreren Serpentinen, jedoch nie sehr steil. Nach ca. 4 Stunden hat man den Gipfel erreicht und wird mit einem tollen Ausblick (Schobergruppe, Goldberggruppe, Kreuzeckgruppe, Dolomiten, Hohe Tauern,... ) belohnt. Die Abfahrt folgt zuerst entlang der Aufstiegsspur, nach dem langgezogenen Rücken fährt man das letzte Stück über die Rodelbahn ab.
Latschen-/Grünerlenfelder sowie lockere Baumgruppen meiden und abgeblasene, schneefreie Rücken und Grate umgehen
Um Energie zu sparen, verfolgen Wildtiere im Winter die Strategie der kurzen Wege. Auch wenn wir Wildtiere wie beispielsweise Schneehühner oft nicht ausmachen können, bieten ihnen oben genannte Areale überlebenswichtige Nahrung und Deckung auf kleinstem Raum.
Wildtieren nicht annähern und ihnen nicht folgen
Wenn Du Wildtiere siehst, weiche ihnen großräumig aus. So sie Dich bereits entdeckt haben, gib ihnen Zeit, damit sie sich möglichst störungsfrei zurückziehen können.
Drohnenflüge unterlassen
Drohnenflüge sind im Nationalpark verboten. Doch auch außerhalb der Schutzgebietsgrenzen halten viele Wildtiere Drohnen für eine Bedrohung und flüchten.
2.400 m
Schutzzonen für Wald und Wild respektieren
2.000 m
(siehe Karten) Die dargestellten Wald- und Wildschutzzonen stellen besonders wichtige Winter(über)lebensräume für die jeweils dargestellte Tierart dar. Durch jede Störung verbrauchen Wildtiere unnötig mehr Energie. Wenn die Reserven aufgebraucht sind, kann die Summe der Störungen zum Tod führen.
1.800 m 1.600 m 1.400 m 1.200 m 0 km
1,5 km
3,5 km
6,5 km
Schleinitz 2.904 m
N a t i o n a l p a r k
Ausgangspunkt: Skigebiet Zettersfeld Ziel: Schleinitz Schwierigkeit: mittel | Höhenmeter bergauf: 970 m Gehzeit: 3:50 h | Streckenlänge: 4,8 km Kondition: | Technik: Die Schobergruppe findet mit der Schleinitz, und ihrem kleinen, etwas vorgelagerten Trabanten, dem Rotgebele, nördlich von Lienz ihren Ausklang. Während der Gang zum Rotgebele nur bei ausreichend Schnee zu empfehlen ist, lässt sich die Schleinitz bequem vom hoch gelegenen Skigebiet ersteigen, wo man mittels Liftunterstützung den Weg verkürzen kann.
T a u e r n
Beschilderung der Schutzzonen und Ausweichrouten im Gelände Schutzzone Rothirsch/Reh
Schutzzone Birkhuhn/Auerhuhn
Schutzzone Gams/Steinbock
Schutzzone Objetkschutzwald
Schutzzone / protected area
Schutzzone / protected area
Schutzzone / protected area
Schutzzone / protected area
www.bergwelt-miteinander.at
www.bergwelt-miteinander.at
Abfahrt
Achtung: Die Schilder dienen nur der Umgehung von Schutzzonen, keine durchgehende Beschilderung von Skirouten, kein Schutz vor Naturgefahren Warning: These signs have been erected to ensure that protected zones are bypassed. They are not intended as signposts indicating start-to-finish ski routes or as protection from natural hazards.
Achtung: Die Schilder dienen nur der Umgehung von Schutzzonen, keine durchgehende Beschilderung von Skirouten, kein Schutz vor Naturgefahren Warning: These signs have been erected to ensure that protected zones are bypassed. They are not intended as signposts indicating start-to-finish ski routes or as protection from natural hazards.
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www.bergwelt-miteinander.at
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Achtung! Schilder dienen der Umfahrung von Schutzzonen, keine durchgehende Beschilderung von Skirouten, kein Schutz vor Alpingefahren.
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www.bergwelt-miteinander.at
Aufstieg
www.bergwelt-miteinander.at
Skitour a
Der Anstieg auf die Schleinitz führt nordwestl. vom höchsten Punkt des Skigebiets (Schoberköpfl) unter dem Goisele Richtung Neualplseen (Wegtafeln). Die erste Hangquerung bringt uns zu einem kleinen Unterstandshüttl und darf nur bei sicheren Verhältnissen begangen werden. Hier senkt sich die Spur kurz steil in ein großes Becken ab, bevor wir entlang der begleitenden Lottknöpfe taleinwärts streben und die Seen rechts liegen lassen. Um ein Felseck herum führt eine Mulde zum steilen Osthang, der wie auch der Gipfelhang lawinengefährdet ist und deshalb nur bei sicheren Verhältnissen begangen werden sollte. Eine Umgehung dieses Steilhanges über den Sommerweg ist möglich. Die Variante ist im Gelände nicht klar ersichtlich, weshalb wir empfehlen sich insbesondere diese Stelle bei der Tourenplanung genauer anzusehen. Etliche Spitzkehren später wird das Gelände kurz flach, bevor wir über den nochmals steilen Gipfelhang Richtung Kreuz ansteigen (3 Stunden vom Zettersfeld Zentrum). Abfahrt entlang der Aufstiegsspur. Die Ernsthaftigkeit dieser Skitour sollte trotz ihrer Nähe zum Skigebiet nicht unterschätzt werden.
H o h e
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Sicherheit Lawinenbericht: www.lawine.tirol Notfallausrüstung
3.000 m
2.600 m
Alpinnotruf 140 Euronotruf 112
2.400 m 2.200 m 2.000 m 1.800 m 0 km
1,5 km
3,5 km
Sicher auf den höchsten Bergen Österreichs: www.berg-osttirol.at
5,0 km
Impressum: Inhalt: Nationalpark Hohe Tauern Tirol, Land Tirol/Abteilung Waldschutz, Tourismusverband Osttirol. Datenquelle: Land Tirol/tiris. Panoramakarten: TOURISVIS, Land Tirol/tiris. Bilder: NPHT / Hildebrand, NPHT / Müller, NPHT / Zeiner, TVB Osttirol/Seebacher, Lienzer Bergbahnen AG/Märkl. Layout: Studio Superfast, Lienz. Druck: Oberdruck, Dölsach.