Erfahrene Dachhandwerker im Interview EnergiedĂ€cher, die auch optisch rundum ĂŒberzeugen 31 A USGABE fachreihe DACH + FASSADE WERTVOLLE PRAXIS-TIPPS INDACHSYSTEME DACH + FASSADE FACHHANDEL NEUE SYSTEME, NEUE CHANCEN PHOTOVOLTAIK
Die Welt hat sich verĂ€ndert â und damit auch die Baubranche. Eine ganze Reihe von Faktoren sorgt fĂŒr neue Marktbedingungen, die groĂe Auswirkungen auf die Auftragslage von Dachhandwerkern haben: Viele Bauprojekte werden gestoppt, da die Finanzierung aufgrund der steigenden Zinsen immer schwieriger wird. Hinzu kommt, dass das Bauen deutlich teurer geworden ist: MaterialengpĂ€sse, Personalmangel und die hohen Energiekosten treiben die Preise in die Höhe. Beobachter sprechen von einer regelrechten Stornierungswelle bei Neubauvorhaben. Eine VerĂ€nderung dieser Situation ist in naher Zukunft nicht zu erwarten, vielmehr rechnen Experten mit weiter steigenden Zinsen.
Wir haben mit Marcus Marquardt gesprochen. Er ist Dachdeckermeister und fĂŒhrt einen Betrieb in Tostedt. Im Ehrenamt ist er Obermeister im Landkreis Harburg.
Herr Marquardt, wie kam es dazu, dass Ihre Firma nun auch Photovoltaik-Anlagen anbietet?
âFrĂŒher dachte ich, das sei Elektrikersa che und ich mĂŒsste mich dann mit den VDI-Vorschriften auseinandersetzen. Das ist aber gar nicht nötig, wenn man mit einem Elektriker kooperiert. Und dann habe ich das Produkt Enphase kennen gelernt. Das ist ein Paket aus MikroWechselrichtern, Batteriespeicher und Software und hat den Vorteil, dass es
2 GROSSE NACHFRAGE
© SimonSkafar · Gettyimages Foto: hagebau Die Fachreihe: MIT SICHERHEIT GUT DRAUF!
NACH PHOTOVOLTAIK INTERVIEW Foto:
Umso wichtiger ist es fĂŒr Dachhandwer ker, sich fĂŒr die Zukunft gut aufzustellen. Durch die gestiegenen Energiepreise ist die Nachtfrage nach Photovoltaik-Anlagen groĂ. Laut einer Umfrage des Hamburger Markforschungsinstituts Appino möchten 25% der deutschen HauseigentĂŒmer in eine PV-Anlage investieren. Dies wĂ€re ein Markt von 3,5 Millionen Anlagen.
Ein weiterer Punkt ist die Solardach pflicht, die bereits in mehreren Bundes lĂ€ndern gilt und voraussichtlich ab 2024 bundesweit eingefĂŒhrt wird. Bauherren und Hausbesitzer sind damit auch rechtlich verpflichtet, sich mit dem Thema zu beschĂ€ftigen. Aber schon ab 2023 werden viele steuerliche und bĂŒrokratische HĂŒrden abgebaut, um den Bau von SolardĂ€chern zu beschleunigen: Insbesondere private Betreiber können ihre neue PV-Anlage ab 1.1.23 zum Nettopreis erwerben und installieren
lassen. Die VergĂŒtungssĂ€tze fĂŒr die Einspeisung werden lt. ErneuerbareEnergien-Gesetz (EEG) angehoben und zusĂ€tzlich wird es eine Ertragssteuerbefreiung fĂŒr Einnahmen aus dem Betrieb von Anlagen bis zu einer Bruttonennleistung von 30 kW geben. Durch diese verĂ€nderte Marktlage liegt der Fokus bei Solaranlagen auf der Sanie rung von DĂ€chern, also auf Bestandsim mobilien. FĂŒr Dachhandwerker eröffnen sich hier interessante Alternativen zur NeubautĂ€tigkeit. Eine Chance, die Sie nutzen sollten!
Wie Sie sich das Know-how aneignen und zum zertifizierten âPhotovoltaikManager im deutschen DachdeckerHandwerkâ werden können, welche Solaranlagen bei Hausbesitzern im Trend liegen und wie moderne Systeme Sicherheit garantieren, lesen Sie in dieser Fachreihe.
Fortbildungen zum Thema Photovoltaik
MehrtÀgige Fortbildungen und umfassende Weiterbildungen werden von vielen Handwerkskammern und Bildungszentren des Dachdecker- oder Zimmerer-Handwerks angeboten.
Hier einige Beispiele:
âą Weiterbildung zum zertifizierten Photovoltaik-Manager im Deutschen DachdeckerHandwerk: fĂŒr Unternehmer und Angestellte im Dachdeckerhandwerk, 40 Unterrichtsstunden in 5 Modulen oder im 5-Tage-Block, Kosten ca. 1.300 bis 1.500 Euro
âą Seminar âSolar- und Photovoltaikanlagen â Planung und Montageâ: veranstaltet vom HolzbauBildungszentrum BadenWĂŒrttemberg, 2 Tage ca. 600 Euro
⹠Ausbildung zum EuropÀischen Solartechniker: 252 Stunden, freitags und samstags z. B. in Köln, Kosten ca. 2.850 Euro (IHK Köln)
Moderne Indachsysteme begeistern Hausbesitzer mit ihrer Optik â und haben viele weitere Vorteile.
Indach oder Aufdach installiert werden kann. Im Neubau oder auch fĂŒr energeti sche Sanierung.â
Ăber wie viele Anlagen haben Sie denn schon AuftrĂ€ge abgeschlossen? âWir haben jetzt schon 17 feste AuftrĂ€ge ĂŒber Anlagen, die wir im nĂ€chsten Jahr aufbauen sollen.â
Arbeiten Sie mit einem festen Elektriker zusammen?
âJa, wir haben einen festen Partner und machen das gemeinsam als ein Angebot fĂŒr unsere Kunden. Der Elektriker ist letztendlich der Subunternehmer. Es kann aber auch sein, dass er einen Kunden hat, der eine PV-Anlage haben möchte. Dann geht es umgekehrt. Wir wollen als Einheit zusammen auftreten. Denn wenn es Probleme gibt, mĂŒssen auch beide diese lösen und nicht nur einer.â
Aufdachanlagen sind bekannt und immer noch gĂ€ngig. Sie sind jedoch anfĂ€llig fĂŒr SchĂ€den und optisch fĂŒr viele Bauherren ein Problem.
Haben Sie frĂŒher schon fĂŒr andere Firmen als Subunternehmer Anlagen aufgebaut?
âNein, bis jetzt haben wir das nicht gemacht. Wir haben leider immer nur Reparaturarbeiten machen mĂŒssen, fĂŒr das, was von anderen vermurkst wurde. Gerade bei Ă€lteren DĂ€chern, die sanierungswĂŒrdig sind und wo wir als Fachleute keine Anlage draufsetzen wĂŒrden. Wir machen das wirklich nur in Kombination mit einer Dachsanierung oder wenn das Dach relativ neu ist. Sonst macht das in meinen Augen auch keinen Sinn. Leider sehe ich hĂ€ufiger, dass auf uralte DĂ€cher von 30, 40 oder 50 Jahren eine PV-Anlage draufgesetzt wurde, die dann auch noch miserabel eingebaut worden ist. Da mĂŒssen wir dann erstmal alles nacharbeiten.â
Bauherren möchten ja letztendlich durch eine PV-Anlage Geld sparen. Beraten Sie auch zum Thema Energienutzung?
âEs kommt immer auf den Kunden an. Wenn in einem Haushalt mit Kindern ein Elternteil zuhause ist, da laufen die HaushaltsgerĂ€te tagsĂŒber. Sind beide Partner berufstĂ€tig und auĂer Haus, dann muss man erklĂ€ren, was opti miert werden kann. Zum Beispiel mit Waschmaschine, GeschirrspĂŒler oder anderen GerĂ€ten, die eine Startzeitvorwahl haben, sodass sie tagsĂŒber wĂ€hrend der Abwesenheit laufen. Denn zu der Zeit steht die Energie zur VerfĂŒgung, die genutzt werden kann. Sonst ist abends der Speicher ruck zuck leer und es muss mehr Strom zugekauft werden.â
Das GesprĂ€ch ist in gekĂŒrzter Form wiedergegeben. Das komplette Interview erhalten Sie unter: Detlef.Schreiber@hagebau.com
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Nelskamp Foto: © photoschmidt · Gettyimages Die Fachreihe: MIT SICHERHEIT GUT DRAUF!
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PV-Anlagen gibt es bereits seit vielen Jahrzehnten. Im Jahr 2000 wurde das Erneuerbare-EnergienGesetz (EEG) in Verbindung mit dem 100.000-DĂ€cher-Programm verab schiedet und fĂŒhrte zu einem Boom kleinerer Solaranlagen, vorrangig auf EinfamilienhĂ€usern. Viele der Anlagen wurden von sogenannten Solarteuren umgesetzt, die sich auf die Installation der Anlagen konzen trieren und nur wenig Fachwissen rund ums Dach mitbrachten.
Eine Photovoltaik-Anlage ist der Natur rund ums Jahr voll ausgesetzt: Schnee, Regen, Sturm, Hitze, Trockenheit. Der Bewuchs durch Pflanzen und nistende Vögel machen den Anlagen und dem Dach zu schaffen. Eine nicht fachge rechte Montage ist ein groĂer Risikofaktor und kann kostspielige SchĂ€den mit sich bringen. Insbesondere bei der nachtrĂ€glichen Montage von Solartechnik als Aufdachanlage können Fehler passie ren. Hinzu kommt, dass bei unterschied lichem Alter und/oder SanierungsbedĂŒrftig keit von Dach und PV-Anlage die Module zunĂ€chst demontiert werden mĂŒssen, bevor eine Dachsanierung in Angriff genommen werden kann.
Dachhandwerker mit dem entsprechenden Knowhow sind deshalb sehr gefragt und werden dringend gebraucht. Sie haben im Gegensatz zu den Solarteuren das gesamte Dach im Blick. So stimmen die technische Seite und die Einbindung in das Dach. Vor der Installation der PVAnlage wird durch den Dachhandwerker immer eine umfassende Bestandsauf nahme auch von der Unterkonstruktion und der DĂ€mmung erstellt. Er wĂŒrde nie die Verfalzung eines Dachziegels entfernen (siehe Schadensbild), denn er weiĂ: Je flacher ein Dach, umso wichtiger sind die Verfalzungen fĂŒr die Regensicherheit. Bei der Montage beachten Dachhandwerker selbstverstĂ€ndlich, dass keine LĂŒcken gerissen werden, die Regenundichtigkeit verursachen oder die DĂ€mmung beschĂ€di gen. Diese rundum sichere Arbeit bietet fĂŒr die Bauherren viele Vorteile â und Ihnen ein neues GeschĂ€ftsfeld.
Merkblatt Einbauteile vom ZVDH
Im o. g. Merkblatt und in der VDIRichtlinie 2012 ist festgeschrieben, dass âdie Funktionen der Dachdeckung/Dachabdichtung durch die Anlagenmontage nicht beeintrĂ€ch tigt werden dĂŒrfenâ. ErlĂ€uterung: âEine Bearbeitung der Dachziegel-/ -steine beeinflusst die Regensicher heit der Dachdeckung. Die techni schen Regeln fĂŒr Dachdeckungen mit Dachziegeln und Dachsteinen sowie die Regelungen der Dachzie gel- und Dachsteinhersteller sind zu berĂŒcksichtigen.â Wer diese Vorgaben nicht einhĂ€lt, muss damit rechnen, dass die GewĂ€hrleistung gefĂ€hrdet ist.
4 PROBLEMFELDER BEI AUFDACHANLAGEN Dachhandwerker als FachkrÀfte sind sehr gefragt
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Fotos: Erlus
Foto: hagebau
Montage-Systeme fĂŒr Aufdachanlagen
Wenn ein Aufdachanlage gewĂŒnscht ist, sollten moderne und sichere Montage-Systeme genutzt werden, die im besten Fall nach CEN/TR 15601 geprĂŒft sind (Regensicherheit wie der FlĂ€chenziegel).
Eine universelle Lösung ist die SolarflexUniversaltrĂ€gerpfanne von Fleck. Sie lĂ€sst sich sparrenunabhĂ€ngig in die DachflĂ€che integrieren und dank der flexiblen Man schette aus umweltfreundlichem Bleiersatzkragen regensicher an die benach barten Dachpfannen anschlieĂen.
INTERVIEW
Wir haben mit André Horsthemke gesprochen. Er ist selbststÀndiger Dachdeckermeister und SachverstÀndiger aus Versmold.
Herr Horsthemke, wie viele Photovoltaik-Anlagen haben Sie in etwa installiert bisher?
âIch habe in den vergangenen Jahren viele PV-Anlagen fĂŒr einen Elektriker montiert. Allein in diesem Jahr haben meine Gesellen und ich mehr als 30 Anlagen auf das Dach gesetzt. Bisher habe ich mich davor gescheut, PV-Anlagen selbst aktiv anzubieten. Auch die gute Auftragslage in unseren traditionellen Feldern haben mich davon abgehalten.â
Warum haben Sie sich fĂŒr PV-Anlagen entschieden? âFinanziell ist Photovoltaik wegen der höheren Wertschöpfung fĂŒr mich interessant. Und wenn ich sehe, wie stark die Energiekosten gestiegen sind, ist mir klar: FĂŒr meine Kundschaft wird das Thema Energie in der Zukunft eine viel stĂ€rkere Rolle spielen. Auch aus meinen KundengesprĂ€chen weiĂ ich um die Sorgen durch die gestiegenen Energiepreise.â
Welche Erfahrungen haben Sie gesammelt? Und prÀferieren Sie eher Aufdach- oder Indachanlagen?
âIch habe schon erlebt, wie Solarteure auf ein Altdach mit schlechtem Dachzustand und mit Sicherheit nicht
ausreichender DĂ€mmung einfach so eine PV-Anlage aufgesetzt haben âmit Sicherheit keine nachhaltige Lösung. Nach meiner Auffassung ist die in ein Dach integrierte Anlage den aufgestĂ€nderten PV-Systemen nicht nur wegen der schöneren Optik weit ĂŒberlegen. Mein FachhĂ€ndler â das ist die Firma Linnenbecker âhat mir hier kĂŒrzlich eine interessante Lösung vorgestellt, die besonders geeignet ist fĂŒr das Dachhandwerk.â
Wo sehen Sie Ihre Zukunft und die der Photovoltaik?
âIch denke fĂŒr die Zukunft werde ich mich mit dem Thema Photovoltaik intensiver beschĂ€ftigen mĂŒssen, um fĂŒr meine Kundschaft eine ganzheit liche Lösung bieten zu können. Die DachdĂ€mmung, um Energie zu sparen, PV um Energie zu gewinnen und nebenbei bekommen meine Kunden mit den Mikrowechselrich tern dann sogar Technik, die Strom aus dem Netz spart. Ich habe gehört, in Zukunft wird bei den Home Connect GerĂ€ten die Wasch maschine erst starten, wenn genug Strom von der PV-Anlage kommt (lacht). Ich findâs toll, wenn wir Dachdecker auch beim Energie sparen obenauf sind!â
Ein Beispiel fĂŒr die CEN/TR 15601-geprĂŒfte Sicherheit ist der Alu-System SolartrĂ€ger von Erlus. Das System ist extrem belastbar und passgenau zum keramischen Dachziegel.
Eine Alternative sind die Aufdachmodulhalter von Lehmann. Auch sie sind schnell und einfach zu montieren â ohne zu flexen â und garantieren, dass das Dach nicht beschĂ€digt wird.
Das GesprĂ€ch ist in gekĂŒrzter Form wiedergegeben.
Das komplette Interview erhalten Sie unter: Detlef.Schreiber@hagebau.com
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Foto: Erlus Foto: Otto Lehmann GmbH Foto: Fleck Die Fachreihe: MIT SICHERHEIT GUT DRAUF!
HAUSBESITZER
Wer heute ĂŒber eine PhotovoltaikAnlage nachdenkt, kann aus zahlreichen Systemen auswĂ€hlen. Besonders im Trend liegen moderne Indachsysteme. Sie fĂŒgen sich optisch ins Dach ein und verbinden eine unauffĂ€llige Ăsthetik mit hoher Effizienz. Ein weiterer Vorteil ist die gröĂere Sicherheit vor SchĂ€den, die Indachsysteme mit sich bringen.
Die Photovoltaik-Module sind in der Regel komplett in das Dach integriert und bilden eine Einheit mit der DachoberflĂ€che. Sie ersetzen die Dacheindeckung, ĂŒbernehmen ihre Schutzfunktion und erfĂŒllen alle relevanten Anforderungen an den Brandschutz, die Regensicher heit und die HinterlĂŒftung. Neben den flachen Solarmodulen gibt es Solardach steine, die anstelle von Dachpfannen in das Dach integriert und direkt auf den Dachlatten befestigt werden.
In jedem Fall ist das Dachhandwerk gefragt, da umfassendes Fachwissen rund ums Dach notwendig ist.
Wir haben mit Marius Henning gesprochen. Er ist Dachdeckermeister und wird im kommenden Jahr den Betrieb seines Vaters ĂŒbernehmen.
Wie kam es dazu, dass Sie sich jetzt mehr mit Photovoltaik beschĂ€ftigen? âIch war Anfang des Jahres bei einer Schulung. Dort wurde ein Indachsystem vorgestellt mit Mikrowechselrichtern, was sehr ĂŒberzeugend war. Ich sehe das als Chance, unser GeschĂ€ftsfeld zu erweitern.â
Haben Sie selber vorher auch schon PV-Anlagen installiert?
âWir haben 2009/10, wo die erste Welle war, weil die Förderungen recht hoch waren, zwei bis drei Anlagen aufs Dach gebracht. In der Phase haben wir ĂŒberwie
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INTERVIEW Foto: Braas Foto: Rathscheck Foto: Creaton Foto: Klaus Henning GmbH Die Fachreihe: MIT SICHERHEIT GUT DRAUF!
INDACHSYSTEME BEGEISTERN
gend fĂŒr den Elektriker montiert, was jetzt anders laufen soll. Eine echte Kooperation, nicht einfach nur Schienen setzen; auch irgendwo die Energiewende ein bisschen vorantreiben.â
Arbeiten Sie mit einem festen Elektriker zusammen?
âNoch nicht. Ich habe aber schon mit einem Elektriker gesprochen, der auch interessiert ist und mitmachen will.â
Welche Schwerpunkte gibt es bei Ihnen in der betrieblichen TĂ€tigkeit?
âWir sind im Steildach zuhause und machen alles, was dazu gehört, FlachdĂ€cher machen wir nur in kleinerem Rahmen.â
Bei Dachziegeln gibt es aktuell groĂe Lieferschwierigkeiten. Kommt das Thema PV einem da entgegen, wenn man z. B. eine Indachanlage macht, die ja auch Ziegel spart?
âKlar, da braucht man zum Teil nur noch
Zubehör, und die FlÀche bildet dann die PV-Anlage, in die man auch wunderbar Fenster integrieren kann.
Wie sehen Sie das: Ist der Dachhand werker fĂŒr das Thema âEinbau von PV-Anlagenâ besonders prĂ€destiniert? âDefinitiv, denn die Dachdecker und Zimmerer wissen, was sie da zu tun haben und was nicht. Das ist ihr tĂ€glich Brot. Ein Solarteur springt auf das Dach und baut die Anlage auf und es ist ihm egal, wie es darunter aussieht, wie die AnschlĂŒsse sind und wie die Befestigungsmittel sind. Der Dachdecker und der Zimmerer gehören da hin und die wissen, was sie zu tun haben.â
Gibt es im Vergleich zu dem Angebot eines Solarteurs, der eine aufgestÀn derte Lösung anbietet, einen Mehrpreis bei Ihrem Indachsystem?
Vorteile fĂŒr Ihre Kunden
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Beratung
Ein Dachhandwerker kann den technischen und energetischen Zustand eines Daches beurteilen und nachhaltige Lösungen empfehlen.
âą
Sicherheit
Ein Dachhandwerker erstellt bei nachtrĂ€glichem Einbau einer PV-Anlage fachgerechte AnschlĂŒs se und hinterlĂ€sst kein beschĂ€dig tes Dach.
âą
GewÀhrleistung
Ein Dachhandwerker hĂ€lt die technischen Normen und Regeln ein, sodass die GewĂ€hrleistung fĂŒr das Dach erhalten bleibt.
âą
Optik
Ein Dachhandwerker aus dem lokalen Umfeld wird immer ein attraktives Referenzobjekt erstellen wollen, das auch optisch ĂŒberzeugt.
Ein Objekt mit Indachsystem installiert von unserem Interview-Partner Marius Henning von der Firma Henning aus Winsen (Luhe).
âEs gibt definitiv einen Mehrpreis. Zum einen haben wir ein komplett anderes System, das wir verbauen. Wir arbeiten mit Mikrowechselrichtern, sodass jedes Modul autark ist und nicht mit diesen Stringleitungen und zentralem Wechselrichter. Eine Indachanlage ist auch einfach optisch schöner und ansprechender. Und wir wissen, was wir machen, wir sind vom Fach. Ich will da gar nicht mit einem Solarteur kon kurrieren â es liegt dann beim Kunden, ob er es mit uns machen möchte oder nicht.â
Sind die Kunden denn bereit, einen anderen Preis als bisher oder in der Vergangenheit zu akzeptieren?
âIch denke ja. Da PV jetzt letztendlich gerade in Bezug auf die Energiekosten eine super Alternative ist, sehe ich da Riesenpotenzial.â
Das GesprĂ€ch ist in gekĂŒrzter Form wiedergegeben. Das komplette Interview erhalten Sie unter: Detlef.Schreiber@hagebau.com
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Foto: Klaus Henning GmbH
ZUSAMMEN GEHT DAS.
Impressum
Fachreihe DACH + FASSADE, Ausgabe 31
Herausgeberin: hagebau Handelsgesellschaft fĂŒr Baustoffe mbH & Co. KG
Celler StraĂe 47, 29614 Soltau Telefon: 05191 802-0 www.hagebau.com
Projektleitung:
DACH + FASSADE FACHHANDEL Detlef Schreiber
Marketing hagebau Christiane Dietrich
Verantwortlich fĂŒr Redaktion: Detlef Schreiber
Druck: Heide-Druck GmbH & Co. KG, Bergen Realisation: sence â bergerhoff broxtermann schmitz gbr Köln
Alle Inhalte wurden mit Ă€uĂerster Sorgfalt nach aktuellem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Drucklegung erarbeitet. Die Herausgeberin haftet nicht fĂŒr SchĂ€den, die durch Druckfehler, IrrtĂŒmer und Verwendung dieser Publikation entstehen können. VervielfĂ€ltigung, Nachdruck, Speicherung oder Publikation nur mit ausdrĂŒcklicher Genehmigung der Herausgeberin.
© 2022 hagebau â DACH + FASSADE FACHHANDEL
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Foto Titel: © Rathscheck https://www.hagebau.com/profikunden/baustoffhandel/dach-fassade/
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