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Magazin 6

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MAGAZIN OPERNHAUS Z�RICH Ausgabe Nr. 6 Sep / Okt Saison 2026 / 27 Premieren: Die Zauberflöte Ein Sommernachtstraum


Energiegeladene Performance

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Editorial

Liebes Publikum Wann waren Sie das letzte Mal verzaubert? In einer Zeit, die Produktion, Transparenz und individuelle Entfaltung verspricht wie nie zuvor, scheinen rituelle Räume der Verzauberung selten geworden zu sein. Dennoch ziehen uns geheime Welten des Irrationalen nach wie vor in ihren Bann. Zwei der berühmtesten Zauber-Geschichten stehen am Beginn dieser Spielzeit: Mozarts «Zauberflöte», inszeniert von Daniele Finzi Pasca, und Shakespeares «Sommernachtstraum», choreografiert von Cathy Marston. Philosoph Robert Pfaller fragt in einem Essay, was uns heute bezaubert und warum eine Welt ohne Rituale ärmer macht. Künstlerinnen und Künstler erzählen von eigenen Momenten der Verzauberung. Tarmo Peltokoski steht erstmals am Pult des Orchesters der Oper Zürich. Im Porträt von Corina Kolbe berichtet der junge Finne, warum ihn die Begeisterung für Mozarts Oper nie verlassen hat. Ein Besuch im Kostümatelier zeigt, wie die opulent-verspielten Kostüme für «Die Zauberflöte» entstehen. Cathy Marston inszeniert Shakespeares «Sommernachtstraum». Ihr neues Ballett verbindet die Musik Felix Mendelssohn Bartholdys mit zeitgenössischen Kompositionen von Gabriel Prokofiev und einem DJ. Im Gespräch mit Michael Küster erzählt sie, warum ein Rummelplatz der richtige Ort für William Shakespeares Komödie ist. Dies und mehr finden Sie in dieser Ausgabe. Ihr Opernhaus Zürich 1


ALLI IS RIFFRAFF HOUDINI


Inhalt

Philosoph Robert Pfaller über Verzauberung

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Dirigent Tarmo Peltokoski im Porträt

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Im Kostümatelier «Die Zauberflöte»

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Choreografin Cathy Marston über ihren «Sommernachtstraum» 30 Eröffnungsfest 24h Opernhaus

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Veranstaltungen Kalendarium

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Die thematische Bildserie in dieser Ausgabe stammt von der Künstlerin Hana Katoba. Mithilfe digitaler Technologien verwandelt sie Elemente rea­ listischer Fotografie in surreale Landschaften – verzauberte Realitäten, denen man sofort ansieht, dass es sie nicht geben kann. Und von denen man sich dennoch einnehmen lässt.


Essay

Die Wiederverzauberung der Welt


Essay Die Lust und die Einsicht Beim Betrachten von Edwaert Colyers «Porträt einer Dame» – eines Werkes aus dem Genre der trompe-l’oeil-Malerei – sehen wir ein schwarzweisses Damenbildnis, möglicherweise einen Druck, auf leicht vergilbtem Papier, mit einem Nagel lose angebracht an einem farbigen Brett. Und wie es scheint, ist das Papier des Drucks leider zerrissen, sodass sich ein Stück nach oben wölbt, das Porträt teilweise verdeckt und einen Schatten auf das Brett wirft. Selbstverständlich begreifen wir sofort, dass nicht nur die Dame, sondern auch das Papier, auf dem sie erscheint, sein Riss sowie der Schatten auf dem gemalten Brett gemalt sind. «Wie hübsch, man hätte glauben können …» pflegen wir bei solchen und ähnlichen Gelegenheiten manchmal belustigt zu sagen. Philosophisch bemerkenswert an dieser und vielen vergleichbaren Erfahrungen ist ein Punkt: Die Entzückten oder Bezauberten sind diejenigen, welche die Illusion durchschauen und ihr nicht etwa erliegen. Wer die Illusion nicht durchschaut, würde hingegen keinerlei Lust empfinden, sondern vielleicht nur entsetzt sein über den schlechten Erhaltungszustand dieses Meisterwerks. Im Gegensatz zu einem verbreiteten philosophischen Vorurteil zeigt sich hier, dass die Glücklichen nicht immer diejenigen sind, denen es an nüchterner Einsicht mangelt, und dass Erkenntnis nicht notwendigerweise um den Preis verlorener Lust erkauft wird. Bezauberung steht hier nicht nur nicht im Gegensatz zum Durchschauen einer Illusion. Sie setzt dieses Durchschauen vielmehr voraus.

Der Zauber einer Illusion, die nicht die unsere ist Robert Pfaller In der «Zauberflöte» und dem «Sommernachtstraum» sind scheinbar naive Figuren verzaubernden Mächten ausgeliefert. Aber was heisst Verzauberung heute? Der Philosoph Robert Pfaller antwortet mit einer überraschenden These: Bezaubert wird nicht, wer einer Illusion erliegt, sondern wer sie durchschaut. Und er fragt, warum unsere Kultur so vieles abschafft, was das Leben lohnend macht.

Die beiden Typen von Einbildung: «croyance» und «foi» Womit wir es beim Bezaubertwerden zu tun haben, ist ein spezieller Typ von Illusion: eine Illusion, die wir durchschauen und an der wir dennoch zärtlich festhalten. Diese Illusion ist nicht das, woran wir selbst glauben – etwa so, wie manche von uns stolz an Gott, an den Fortschritt der Menschheit im Geist der Vernunft oder an die Selbstregulierung der Finanzmärkte glauben. Sie scheint eine Illusion der anderen zu sein; auch wenn wir oft kaum sagen können, wer diese anderen sind – eine «anonyme» Illusion sozusagen. Der französische Psychoanalytiker Octave Mannoni hat diesen Typ von Illusion in einer Reihe von Aufsätzen Mitte der 1960er-Jahre untersucht und ihm einen Begriff gegeben. Mannoni bezeichnet die nicht geglaubte Illusion als «croyance» (englisch: «belief») und unterscheidet sie von der auffälligeren und bekannteren, stolz selbstgeglaubten Illusion, die er als «foi» (englisch: «faith») bezeichnet. Auf Deutsch könnte man die anonymen Illusionen am ehesten mit dem Begriff «Aberglauben» benennen; die selbstgeglaubten mit dem Begriff «Bekenntnis».

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Essay Fetischisten und Bezauberte im Alltagsleben

Den Zusammenhang zwischen gesteigerter Leidenschaft und durchschauter Illusion erkannt zu haben, ist das grosse Verdienst des niederländischen Kulturtheoretikers Johan Huizinga. In seiner Studie «Homo ludens» von 1938 stellt er die entscheidende Frage: «Nun gut, was ist nun eigentlich der Witz des Spiels? Warum kräht das Baby vor Vergnügen? Warum bringt der Wettkampf eine tausendköpfige Menge zur Raserei?» Das Spiel zeichnet sich durch eine Leidenschaftlichkeit aus, die keine andere Tätigkeit des Alltagslebens erreicht. Huizinga bezeichnet diese Begeisterung als «Heiligen Ernst». Zugleich ergibt sich daraus eine wichtige Schlussfolgerung: Die Spieler müssen immer wissen (oder zumindest glauben), dass sie spielen. Würden sie dies für einen Moment vergessen, so würden sie aus dem «Heiligen Ernst» herausfallen und wieder in die moderateren Stimmungen des profanen Alltagslebens geraten. Die Faszination des Spiels rührt also daher, dass die ihm eigene «Illusion» (wörtlich: «Einspielung») durchschaut wird. Huizinga betont, «[...] dass der Geisteszustand, in dem grosse religiöse Feste von Wilden gefeiert und mitangesehen werden, nicht der einer vollkommenen [...] Illusion ist. Ein hintergründiges Bewusstsein von ‹Nichtechtsein› fehlt nicht.» Dasselbe gilt auch für die Kleinen: «Schon das kleine Kind weiss genau, dass es ‹bloss so tut›, dass alles ‹bloss zum Spass› ist. [Ein Vater] trifft sein vierjähriges Söhnchen an, wie es auf dem vordersten einer Reihe von Stühlen sitzt und ‹Eisenbahn› spielt. Er hätschelt das Kind, dies aber sagt: ‹Vater, du darfst die Lokomotive nicht küssen, sonst denken die Wagen, es wäre nicht echt.›» Der Zauber des Spiels beruht somit auf einer aufgehobenen, durchschauten Illusion – einer «croyance». Aufgrund seiner Fähigkeit, Menschen in «Heiligen Ernst» zu versetzen, hält Huizinga das Spiel für das Grundprinzip jeglicher Kultur – von Religion, Sport, Kunst, Erotik etc. Als Prinzip jeglicher Kultur ist es zugleich auch das Grundprinzip kultureller Lust – sozusagen das «Lustprinzip in der Kultur».

Bezeichnend jedenfalls ist, dass uns die selbstgeglaubten Illusionen gut vertraut sind, während die Tatsache, dass es auch nicht geglaubte Illusionen gibt, und dass sogar wir selbst fast täglich mit ihnen freudig hantieren, uns überraschen – vielleicht sogar ein wenig kränken – mag. Denn selbstverständlich fühlen wir uns über dumme Dinge wie Horoskope in der Zeitung intellektuell erhaben. Dennoch aber könnte es uns, wie Mannoni aus eigener Erfahrung feststellt, ein kleines Lächeln entlocken, wenn wir am Tag einer Übersiedlung zufällig im Zeitungshoroskop bei unserem Sternzeichen den Vermerk finden, heute sei ein besonders guter Tag für grössere Ortsveränderungen. Und obwohl wir dergleichen natürlich niemals ernst nehmen, wäre unsere Reaktion, so Mannoni, doch eine andere, sollte der Vermerk lauten, heute sei ein besonders ungünstiger Tag für derartige Unternehmungen. Schon Freud hatte am Fetischismus beschrieben, wie jemand trotz besseren Wissens leidenschaftlich eine Illusion pflegt. Mannonis Entdeckung besteht darin, dass diese Spaltung – «ich weiss zwar, dennoch aber…» – keineswegs nur eine klinische Ausnahme ist, sondern ein wiederkehrendes Muster des Alltags. Vor allem aber bildet die anonyme Illusion, wie Mannoni zeigt, das Prinzip der Kunst. Im Theater, so Mannoni, werden ja nicht die Zuschauer von den Schauspielern getäuscht, sondern sie «stecken mit ihnen unter einer Decke» und agieren als deren eingeweihte Komplizen. Spielen die Schauspieler etwas Lustiges, gibt sich das Publikum erheitert; spielen sie etwas Trauriges, gibt sich das Publikum traurig – vielleicht sogar noch trauriger als bei einem wirklichen Trauerfall. Meint es, Grosses zu sehen, gibt es sich mächtig begeistert bis ekstatisch. In allen Fällen werden Tränen vergossen. Im Theater übertreiben somit nicht nur manchmal die Schauspieler, sondern mindestens ebenso oft das Publikum. Die Oper als das «Kraftwerk der Gefühle» (nach dem Wort Alexander Kluges), wo doch niemand wirklich glaubt, dass Menschen singend sterben, demonstriert dieses Verhältnis zwischen Leidenschaft und aufgehobener Illusion sehr lebhaft.

Die Entzauberung der Welt Wenn man erkannt hat, dass etwas eine Illusion ist, so kann man daraus zwei entgegengesetzte Konsequenzen ziehen. Entweder man lässt es bleiben. Oder aber man hält daran fest, weil es eben lustig ist. Dieser Unterschied wurde mir einmal deutlich, als ich Gelegenheit hatte, die ausgedehnten, in sämtlichen Gesellschaftsschichten praktizierten Faschingsrituale in einer kleineren österreichischen Stadt zu beobachten, und mir die Frage stellte, warum eine solche Freude an der Kostümierung in der Hauptstadt Wien kaum vorkommt. Meine Vermutung war, dass dies mit der

Grosse Leidenschaft dank durchschauter Illusion Die grossen, lustvollen Leidenschaften hängen also an den nicht geglaubten Illusionen. Die Illusionen, an die wir selbst glauben, verlangen von uns dagegen meist eher einen gewissen Lustverzicht und verleiten uns damit im besten Fall zu gesteigerter Selbstachtung; im ungünstigeren Fall zum Fanatismus.

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Überheblichkeit von Grossstadtbewohnern zusammenhängen könnte: Man hält die Verkleidung für etwas, das nur Naiven aus der Provinz gefallen könne. Doch die Leute aus der Provinz sind keineswegs naiver: Sie finden gerade deshalb Gefallen daran, weil auch sie genau wissen, dass das Unsinn ist. Das Überlegenheitsgefühl der urbanen Eliten beruht auf einem Irrtum – einer «perspektivischen Illusion» – über die anderen. Dieselbe Illusion scheint bei einer Reihe von recht gravierenden Veränderungen am Werk zu sein, die in unserer Kultur in den letzten Jahrzehnten vor sich gegangen sind. Man erklärte zum Beispiel, erkannt zu haben, dass Rauchen ungesund ist, und liess es darum bleiben oder begann es zu bekämpfen. Wenn man in alten Filmen erstaunt sah, wie viel frühere Generationen geraucht haben, so konnte man sich dies nur mit der Auskunft begreiflich machen, diese Früheren hätten eben noch nicht gewusst, wie gefährlich das Rauchen ist. Doch dass die Tabakkultur eben nicht nur die Anhänglichkeit an eine schädliche Substanz ist, sondern auch die Faszination durch eine Reihe glamouröser, zum Beispiel durch das Kino vermittelter Fiktionen von Zivilisiertheit, Weltläufigkeit, Erotik, Selbstbestimmung; und dass Menschen dafür sogar bereit waren, gerade die Gefährlichkeit der Substanz, die ihnen durchaus bekannt war, nicht nur in Kauf zu nehmen, sondern sie sogar zu suchen, bleibt aufgrund des illusorischen Überlegenheitsgefühls undenkbar. Treffend hat Richard Klein in seinem Buch «Cigarettes Are Sublime» in Bezug auf die Zigaretten bemerkt, dass es «gerade ihre Schädlichkeit ist, die sie erhaben macht, weil niemand sie je geraucht hätte, wenn sie ungefährlich wären». Wenn also eine Kultur wie die unserer Gegenwart sich dadurch auszeichnet, dass sie eine ganze Reihe von Dingen abschafft, die bislang das Leben zauberhaft und reizvoll gemacht hatten – das Rauchen, das Komplimentemachen, das Flirten, das Alkoholtrinken, das Tragen von Anzügen, Stöckelschuhen oder gar von Abendgarde­ robe, das Fahren schöner Autos, das Ausgehen und Feiern –, so ist nicht selten diese Illusion am Werk, dank deren wir uns fälschlich vorspiegeln, klüger geworden zu sein als andere, und dank deren wir uns den Gewinn gesteigerter Selbstachtung mit dem Verlust lohnenden, lustvollen Lebens erkaufen.

Geistes», der sich – aufgrund seiner radikalen Tendenz zur Verinnerlichung – seiner eigenen religiösen Natur oft nicht mehr bewusst ist. Darum zeigt sich dieser Geist generell «misstrauisch und feindlich zu den Kulturgütern», die ihm allesamt «abergläubisch» erscheinen. Über das «stahlharte Gehäuse» einer dadurch hervorgebrachten modernen Welt bemerkt Weber skeptisch und durchaus verächtlich: «Niemand weiss noch, wer künftig in jenem Gehäuse wohnen wird […]. Dann allerdings könnte für die ‹letzten Menschen› dieser Kulturentwicklung das Wort zur Wahrheit werden: ‹Fachmenschen ohne Geist, Genussmenschen ohne Herz: dies Nichts bildet sich ein, eine nie vorher erreichte Stufe des Menschentums erstiegen zu haben.–» Die lustfeindlichen Tendenzen in der Kultur entspringen keineswegs der aufgeklärten Vernunft – denn wie wir gesehen haben, geht die Vernunft ja sehr gut mit der Lust zusammen und ist oft sogar eine ihrer unverzichtbaren Bedingungen. Was sich als Erkenntnisfortschritt und aufklärerischer Zugewinn an Rationalität geriert, ist, wie Weber erkennt, vielmehr ein religiöser Verinnerlichungsprozess. Hier betätigt sich die – aus Anthropologie und Religionswissenschaft bekannte – Feindseligkeit der Religion gegen die Magie; beziehungsweise der Fanatismus des Selbstgeglaubten gegenüber dem, was niemand selbst glaubt. Der Argwohn der Religion, der sich gegen alles Äusserliche, und oft sogar noch gegen ihre Rituale richtet, gründet sich auf den Verdacht, diese könnten «interpassiv» funktionieren: Sie könnten den Glauben ersparen, anstatt ihn zu fördern – etwa so, wie eine bezahlte Claque im Theater dem Publikum eigene Anteilnahme ersparen kann. Entzauberungskultur Das, was sich selbst irrtümlich für Aufklärung hält, und das, was sich selbst nicht immer als religiösen Geist erkennt, bekämpfen das zauberhafte Element in der Kultur somit aus zwei völlig entgegengesetzten Motiven. Die «Aufklärung» will den Glamour der äusserlichen Formen beseitigen, weil sie darin naiven Glauben und Mangel an Einsicht vermutet. Der religiöse Eifer hingegen richtet sich gegen Höflichkeit, Charme, Kunst und Eleganz, weil er sie verdächtigt, gerade ohne authentische, innere Überzeugung auskommen zu können. Wenn unsere Kultur gegenwärtig also in so auffälliger Weise alles dämonisiert, was das Leidenschaftliche und Lohnende des Lebens ausmacht, so hat sie sich mit diesen beiden Strebungen einen «doppelt geknüpften Fetisch» geschaffen, der, obgleich in sich widersprüchlich, sie nur umso fester ihr Ziel verfolgen lässt: die Errichtung einer Welt, aus der jegliches Augenzwinkern verschwunden ist.

Religiöse Entzauberung Der Soziologe Max Weber hingegen, der die Formel von der «Entzauberung der Welt» prägte, ist dieser Illusion nicht verfallen. Aus Webers Sicht ist die Verbannung von Dekor, Ritual, von grosszügiger Verausgabung, von Prunk, Glamour und Eleganz nicht das Werk neu aufgetretener, aufgeklärter Vernunft. Es ist vielmehr der Eifer und die Passion eines heimlichen «protestantischen

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Essay Freilich steht dieser Entwicklung zum Glück noch manches entgegen. «Nur auf einem Gebiete», schreibt Sigmund Freud, «ist auch in unserer Kultur die ‹Allmacht der Gedanken› erhalten geblieben, auf dem der Kunst. In der Kunst allein kommt es noch vor, dass ein von Wünschen verzehrter Mensch etwas der Befriedigung Ähnliches macht und dass dieses Spielen – dank der künstlerischen Illusion – Affektwirkungen hervorruft, als wäre es etwas Reales. Mit Recht spricht man vom Zauber der Kunst und vergleicht den Künstler mit einem Zauberer. Aber dieser Vergleich ist vielleicht bedeutsamer, als er zu sein beansprucht. Die Kunst, die gewiss nicht als l’art pour l’art begonnen hat, stand ursprünglich im Dienste von Tendenzen, die heute zum grossen Teil erloschen sind. Unter diesen lassen sich mancherlei magische Absichten vermuten.» Wenn die Kunst selbst von Magie oder Zauberei handelt, so macht sie damit eigentlich ihre eigenen Prinzipien zum Thema: Denn wie in der Magie kommt es in der Kunst nie auf das Selbstgeglaubte oder Gemeinte an, sondern immer auf das tatsächlich Gesagte, Gesungene, Gemachte – auf das, «was man hätte glauben können». Sich von dem, was also niemand selbst glaubt, bewegen zu lassen; elegant gekleidet der «Zauberflöte» der Kunst zu folgen und grosszügig Leidenschaften an den Tag zu legen, die es im profanen Alltagsleben nicht gibt, ist somit letztlich der Beweis einer philosophischen Haltung: Sie besagt, dass der profane Ernst des Lebens nicht alles sein kann und dass es unsere Aufgabe ist, ihm jenen begrenzten Platz zuzuweisen, der ihm gebührt.

«Wenn die Kunst von Magie handelt, macht sie ihre eigenen Prinzipien zum Thema: Denn wie in der Magie kommt es in der Kunst nie auf das Selbstgeglaubte oder Gemeinte an, sondern immer auf das tatsächlich Gesagte, Gesungene, Gemachte – auf das, ‹was man hätte glauben können›.»

Robert Pfaller, geboren 1962, studierte Philosophie in Wien und Berlin und lehrt nun nach Gastprofessuren in Chicago, Berlin, Zürich und Strassburg als Professor für Philosophie an der Kunstuniversität Linz. In den Fischer Verlagen erschienen u. a. «Klare Striche zu wunden Punkten» sowie «Das Lachen der Ungetäuschten» und die grossen Erfolge «Erwachsenensprache» und «Wofür es sich zu leben lohnt». 2020 wurde ihm der Paul-Watzlawick-Ehrenring verliehen.

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Magie im Theater bedeutet für mich, das Publikum zu überraschen, Neugier zu wecken und menschliche Emotionen glaubhaft zu machen, indem eine bestimmte Geste, die Intuition der Darsteller oder szenische Effekte so erfolgen, dass wir an jenen Ort entführt werden, an dem wir jede Nacht verweilen: in die Welt des Traum­ haften, die uns ganz gehört und die wir gut kennen. Der Titel «Die Zauberflöte» ist von grosser Symbolik. In vielen mythischen und spirituellen Traditionen tauchen Flöten auf, die eine tiefe magische Kraft besitzen, in meditative Zustände ver­ setzen und verzaubern können. Die Flöte ist die Verlängerung des menschlichen Atems, sie hat etwas Schöpferisches: Gott nahm Erde und hauchte sie an, um Adam zu erschaffen. Das Blasen hat mit dem Atem zu tun, und das Atmen ist es, das uns zeigt, ob wir leben. Wir sind Instrumente, die keine künstliche Versorgung benötigen, sondern durch das Atmen ganz von selbst funktionieren. Tamino lernt durch das Geschenk der Zauberflöte sich und die Musik neu zu begreifen. Er kann jene Initiationsreise beginnen, wie wir sie alle antreten sollten: zu wachsen und Werte wie Freiheit, Freundschaft und Liebe zu begreifen.

Daniele Finzi Pasca, Regisseur

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Tarmo Peltokoski

Ein Porträt von Corina Kolbe

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Mit gerade einmal 26 Jahren gehört Tarmo Peltokoski bereits jetzt zu den gefragtesten Dirigenten weltweit. Der Finne hat mehrere inter­ nationale Chefpositionen inne. Seine Leidenschaft gilt vor allem Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Wagner – am Opernhaus Zürich stellt er sich mit einer Neuproduktion der «Zauberflöte» vor.

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Foto: Peter Rigaud

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Die Zauberflöte essieren sich wohl für diese Maschine, die Töne produziert, sobald man ihre Tasten drückt.» Mit acht Jahren äus­ ser­te er dann den Wunsch, selbst Klavierspielen zu lernen. «Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass ich darüber ganz frei entscheiden durfte. Instinktiv habe ich mich ja immer zu diesem Instrument hingezogen gefühlt.» Pelto­ko­ s­ki durch­forstete den Plattenschrank seiner Grosseltern, hörte alle möglichen Aufnahmen und träumte beim Zuhören oft davon, selbst zu komponieren. «Schon früh interessierte ich mich für Komposition und auch für Improvisation. Auf dem Klavier spielte ich am liebsten meine eigene Musik und ex­peri­mentierte damit.» Der Musiker, der in der Stadt Vaasa im Westen Finnlands aufwuchs, wollte bald auch dirigieren lernen, um seinen Horizont als Pianist zu erweitern. Mit 14 Jahren besuchte er seinen ersten Meisterkurs bei Jorma Panula, dem bekanntesten finnischen Dirigenten­leh­rer, durch dessen Schule Pultgrössen wie etwa Jukka-Pekka Saraste, Esa-Pekka Salonen, Antonello Manacorda – und auch der junge Senkrechtstarter Klaus Mäkelä – gingen. «Jorma ist wirklich eine Schlüsselfigur, und wir alle sind ihm ewig dankbar. Er hat die besondere Gabe, früh zu erkennen, wer Talent zum Dirigieren hat. Auch mit 96 Jahren unterrich­tet er immer noch», sagt Peltokoski, der später auch an der Sibe­ lius-Akademie in Helsinki studierte und Panula immer eng verbunden blieb. Als Teenager dirigierte er in seiner Heimatstadt zum ersten Mal die Ouvertüre aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper «Die Zauberflöte», bei der er nun auch in Zürich am Pult stehen wird. «Von der ‹Zauberflöte› bin ich schon lange besessen, diese Faszination hat

Am Pult eines Orchesters ist Tarmo Peltokoski ganz in seinem Element. Der finnische Dirigent wird international längst als eines der vielversprechendsten Talente seiner Generation gefeiert. Mit nur 26 Jahren hat er sich in der Musikwelt bereits mehrere Chefpositionen erobert, auch ausserhalb von Europa. Und im nächsten Sommer wird er bei den Bayreuther Festspielen debütieren – eine Gelegenheit, die sich anderen verdienten Kollegen erst viel später in ihrer Laufbahn bietet. Seine künstlerischen Ziele verfolgt Peltokoski offensichtlich unbeirrbar und konsequent. Auch im Gespräch wirkt der junge Mann mit der strengen Brille äusserst fokussiert – Smalltalk ist nicht unbedingt seine Sache. Was er von den provokanten Aussagen des Schauspielers Timothée Chalamet hält, der meint, Oper würde in unserer Zeit niemanden mehr interessieren? Peltokoski hat darauf eine knappe Antwort parat: «Ich glaube nicht, dass er überhaupt weiss, was Oper eigentlich ist!» Viel lieber spricht der Sohn eines finnischen Vaters und einer philippinischen Mutter darüber, wie die Musik seit der Kindheit immer mehr ins Zentrum seines Lebens gerückt ist. «Meine Eltern sind keine Musiker, aber meine Grossmutter war früher als Gesangslehrerin tätig», erinnert er sich. «Ihren Unterricht habe ich als Kind oft mit­ erlebt, Singen und Musizieren sind mir also von klein auf sehr vertraut.» Damals hörte er bereits einzelne Opernarien, unter anderem von Mozart, und interessierte sich brennend für Bücher, die ihm die Bühnenwelt näherbringen konnten. Bei der Grossmutter steht noch heu­te das Klavier, das ihn damals sofort in seinen Bann zog: «Alle Kinder inter­ 16


«Von der ‹Zauberflöte› bin ich schon lange besessen, diese Faszination hat nie nachgelassen.»

nie nachgelassen.» Viele Menschen kommen bekanntlich schon früh in ihrem Leben mit dieser Oper in Berührung, auch wenn sie wegen ihrer komplexen Bedeutungsebenen, etwa der Freimaurer-Symbolik, eigentlich kein Stück für Kinder ist. Peltokoski ist dennoch davon überzeugt, dass sie auch für sehr junge Zuschauer geeignet sein kann. «Oft ist die ‹Zauberflöte› die erste Oper, die Kinder erleben und lieben lernen. Für sie ergibt zunächst einmal alles Sinn. Erst später entdecken sie, was sonst noch hinter der Märchenebene verborgen liegt.» Manche Erwachsenen vermissten hier einen lo­ gischen Faden, sagt er. «Aber hätte Mozart in seiner letzten Lebensphase tatsächlich eine so komplexe, geniale Musik geschaffen, wenn die Handlung nicht tragen würde? Für Pamina hat er wohl seine schönste Musik für eine Opernfigur komponiert. Auch die Arien, die Tamino singt, sind himmlisch.» Der Dirigent schwärmt ebenso von der «unglaublich dramatischen, geradezu filmischen» Partie der Königin der Nacht und der rituell geprägten, pries-

terlichen Rolle Sarastros. Die Arien des Vogelfängers Papageno seien dagegen sehr einfach. «Er ist die Figur, für die jeder Sympathie empfinden kann, weil wir alle etwas von Papageno in uns tragen», meint er. «Viele unter­schiedli­che Welten verbinden sich hier mitei­nan­ der. Das ist ein einzigartiges musikalisches Erlebnis. Diese Mischung aus unterschiedlichen Stilen erinnert mich in gewisser Weise an die Sinfonien, die Gustav Mahler viel später schrieb.» Mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, deren Erster Gastdirigent er seit 2022 ist, leitete Peltokoski im vergangenen Jahr eine halbszenische Aufführung der «Zauberflöte». Sein Können und die Reife, die er ausstrahlt, ebneten dem jungen Dirigenten rasch den Weg zu begehrten Spitzenpositionen. Mit 22 Jahren wurde er musikalischer und künstlerischer Leiter des Lettischen Nationalen Sinfonieorchesters, dessen Ehrendirigent er inzwischen ist. Als Einspringer für Valery Gergiev dirigierte er nach dem russischen Überfall auf die Ukraine die Rotterdamer Philharmoniker, die ihn dann 17


«Im finnischen Wesen gibt es eine Neigung zum Individualismus. Dazu gehört, dass man das Alleinsein erträgt und sich völlig auf die eine Sache konzentriert, die man im Moment vor sich hat. Vielleicht ist das der Grund, warum so viele Dirigenten aus Finnland kommen.» zu ihrem «Principal Guest Conductor» ernannten. Ausserdem wirkt er als Musikdirektor des Orchestre National du Capitole de Toulou­­se und übernimmt zu Beginn der Saison 2026/27 diese Position auch beim Hong Kong Philharmonic Orchestra. Am Pult des chinesischen Orchesters konnte er sich schon der Musik Richard Wagners widmen, für die er sich seit langem begeistert. Unter dem Titel «The Ring – An Orchestral Adventure» spielten sie für die Deutsche Grammophon Ausschnitte aus der berühmten Tetralogie ein. «Wagner bin ich verfal-

len, seit ich elf Jahre alt bin», gesteht er. «Ich gehöre zur YouTube-Generation, und dort habe ich ihn für mich entdeckt. Ich hörte eine Aufnahme des ‹Rings›, die mich sofort tief beeindruckt hat.» Diese Erfahrung hat ihn eigentlich zum Dirigieren gebracht, die Musik führte ihn geradewegs in ein fantastisches Universum. «Zu der Zeit war ich auch ein grosser Fan von Tolkiens Roman ‹Der Herr der Ringe›. Fantasy-Ge­schich­­ten und Märchen liebe ich bis heute.» Die internationale Musikwelt wurde auf Peltokoski aufmerksam, als er 2021 18


Die Zauberflöte koski schon in naher Zukunft wieder Gelegenheit haben. Bei seinem Bayreuther Festspieldebüt übernimmt er im Sommer 2027 die musikalische Leitung der Neuinszenierung von «Lohengrin». Ganz allgemein schätze er ein Publikum, das bei einer Opernaufführung in erster Linie auf die Qualität der Musik achte. «Die Frage nach dem Visuellen – wie sieht der Solist aus, welches Kos­tüm trägt er? – sollte nicht im Vordergrund stehen. Aber natürlich hat die Fan-Kultur auch ihre positiven Seiten!» Lässt ihm die Arbeit überhaupt noch Raum für Freizeit und Hobbys? «Musik zu machen, bedeutet enorm viel Arbeit», sagt er. «Ich habe in meinem Leben eigentlich nie etwas anderes getan.» In seinem Leben als Dirigent sei er eher einsam, gibt er zu. «Auch wenn ich immer von Menschen umgeben bin und oft vor rund hundert Orchestermusikern stehe, bin ich doch ziemlich allein.» Wer Musik studiere, müsse dies sowieso aus eigener Initiative tun – davon ist er überzeugt. Die Schule mit ihren Bildungsangeboten könne dem Einzelnen die Verantwortung für das eigene Leben nicht abnehmen. «Im finnischen Wesen gibt es eine Neigung zum Individualismus. Dazu gehört, dass man das Alleinsein erträgt und sich völlig auf die eine Sache konzentriert, die man im Moment vor sich hat. Vielleicht ist das auch der Grund, warum so viele Dirigenten aus Finnland kommen.»

und 2022 den gesamten «Ring des Nibelungen» am Eurajoki Bel Canto Festival in Finnland dirigierte. Der bekannte Wagner-Sänger Mika Kares, der aus der kleinen Stadt stammt, fragte ihn während der Corona-Pandemie, ob er die Aufführungen des Zyklus leiten wollte. Das Ungewöhnliche an dem Projekt: Die Sänger traten in einer Kirche ohne Orchester, dafür aber mit Orgelbegleitung auf. «So habe ich mich durch den ganzen ‹Ring› gearbeitet», erzählt er. «Ich hatte mir die Musik zehn Jahre lang angehört und sie auf dem Klavier geübt – nun konnte ich sie endlich dirigieren. Mit den Sängern habe ich viel Zeit verbracht, um mit ihnen ihre Rollen durchzugehen.» Dem deutschen Opernrepertoire und seiner Aufführungstradition fühlt sich Peltokoski besonders nah. «Ich möchte vor allem ein Operndirigent sein, ein Kapellmeister. Mit Sängern zu­sammenzuarbeiten, mit ihnen zu leben, war schon immer mein Traum», bekennt er. Neben Mozart und Wagner sei ihm auch Richard Strauss sehr wichtig – bevor man sich an ihn heranwage, müsse man allerdings viel Wagner gemacht haben. Dazu wird Pelto-

Premiere Die Zauberflöte Musikalische Leitung Tarmo Peltokoski Inszenierung Daniele Finzi Pasca Mit Regula Mühlemann, Jasmin Delfs, Magnus Dietrich, Yannick Debus, Tobias Kehrer u. a. Orchester der Oper Zürich Chor der Oper Zürich Vorstellungen ab 20 Sept 2026

Corina Kolbe schreibt als freie Autorin seit vielen Jahren über Oper, Konzert und Zeitgeschichte.

Mit grosszügiger Unterstützung von

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Verzauberung bedeutet für mich, einen bestimmten Moment so wahrzunehmen, dass es einen wie eine Welle erfasst, dass man traurig und glücklich zugleich ist und so tief berührt wird, dass sich Aufgestautes lösen kann. Einer solchen Verzauberung verdanke ich, dass ich Sängerin geworden bin. Damals sass ich im Opernhaus Zürich und sah Mozarts «Le nozze di Figaro». Beim Auftritt der Barbarina hat es mich so sehr ergriffen, dass ich mit meinem ganzen Wesen mitgeschwebt bin und diesen Zustand schliesslich selbst auf der Bühne erleben wollte. Im Alltag erlebe ich Verzauberung mit mir nahen Menschen, die mich verstehen und mit denen ich mich tief verbunden fühle. In der «Zauberflöte» gibt es natürlich viel Zauberhaftes. Verzauberung bedeutet auch Verwandlung. Pamina wird durch die Liebe verwandelt. Von ihren Eltern hat sie diese nur bedingt erfahren. Durch Tamino spürt sie zum ersten Mal, was Liebe ist und erlebt dadurch einen Prozess der Reifung, sie wird erwachsen. Paminas Moment der Verzaube­ rung und wohl auch der magischste Moment der Oper, ist «Tamino mein, o welch ein Glück». Wenn Pamina Tamino erblickt, fühlt sie deutlich bis in alle Schichten ihres Seins: Alles ist gut, sie ist angekommen. An dieser Stelle setzt das Orchester ganz aus. Bei Mozart bedeutet das immer, dass man als Interpretin zur grössten Freiheit aufgefordert ist. Das ist schwierig, denn gerade in diesen exponierten Takten kann der Puls ganz schön hochgehen. Mozarts Musik ist so ehrlich und transparent geschrieben, dass man sofort wahrnimmt, wenn etwas aufgesetzt ist. Dieser Moment gelingt also nur, wenn man Paminas Erleichterung spürt und vollkommen loslassen kann.

Regula Mühlemann, Pamina 21


Die Zauberflöte

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Editorial Fotos Michael Sieber

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Editorial


Die Zauberflöte In unzähligen Arbeitsstunden entstanden in unserer Schneiderei in den vergangenen zwölf Mo­ naten die Kostüme für die neue «Zauberflöte». Viele flinke Finger haben Spatzen flügge gemacht und ihnen ein Wams verpasst, ein Kostüm mit Glühbirnen zum Leuchten gebracht oder transpa­ rente Stoffe so aufgenäht, dass sie luftig und poetisch fallen. Diese märchenhafte, in sich geschlosse­ ne theatrale Welt hat sich die Kostümbildnerin Giovanna Buzzi ausgedacht. Die Kostüme entstan­ den zum Teil in gemeinschaftlicher Arbeit mit anderen Abteilungen: Beim Kostüm für Monostatos half die Beleuchtungsabteilung mit, für die komplexen metallenen Flügelkonstruktionen gab es die Unterstützung durch die Schlos­ serei, und die Bühnentechnik war

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Die Zauberflöte dabei, als die Grösse des Kos­ tüms der Königin der Nacht ge­ testet werden musste, um damit aus der Unterbühne erscheinen zu können. Für die Hüte der Priester liess sich die Kostüm­ bildnerin bei einer Reise in Bali von der dortigen Kunst des Korb­ flechtens inspirieren. Käfige für Kampfhähne liess sie kurzerhand von dortigen Korbflechter:innen so umwandeln, dass sie als trans­ parenter Helm getragen werden können – lichtdurchflutet und zu­ gleich uniform wie die Priester­ schaft in Mozarts «Zauberflöte».

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Wenn ich das Publiku zeugen möchte, das wirklich etwas Magis muss ich selbst dara 28


In Cathy Marstons «Sommernachts­ traum» schlüpfe ich in die Rolle des Puck, eine Figur, die selbst Teil der Verzauberung ist und mit ihrer Magie für allerlei Verwirrung sorgt. Ich glaube fest daran, dass man als Darsteller zuerst selbst an das glauben muss, was man dem Publikum vermitteln möchte. Das gilt für jede Rolle, aber bei Puck bekommt dieser Gedanke für mich noch einmal eine ganz besondere Bedeutung. Wenn ich das Publikum davon überzeugen möchte, dass auf der Bühne wirklich etwas Magisches geschieht, muss ich selbst daran glauben, dass das, was ich tue, tat­ sächlich Magie bewirkt. Im Kreations­ prozess gibt es für mich immer einen faszinierenden Moment, an dem man aufhört, nur die Schritte zu tanzen, und beginnt, den Charakter zu ver­ körpern. Am Anfang ist man vor allem damit beschäftigt, sich die Choreo­ grafie zu merken und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Aber irgend­ wann wird all das zur zweiten Natur. Dann entsteht Raum, die Figur wirklich zu erforschen, ihr eine Persönlichkeit zu geben und sich in ihre Welt hineinzu­ versetzen. Ich bin sehr gespannt da­ rauf, diesen Punkt mit Puck zu erreichen und herauszufinden, wie es sich anfühlt, ein magisches Wesen zu verkörpern – und wie sich diese Figur im Laufe der Kreation entwickeln wird.

um davon über­ ss auf der Bühne sches geschieht, an glauben.

Lucas van Rensburg, Tänzer

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Karussell Ein Sommernachtstraum

Cathy Marston bringt Shakespeares «Sommernachtstraum» auf die Bühne des Balletts Zürich. Mit Michael Küster spricht die Choreografin über ihre Inszenierung auf einem verlassenen Rummelplatz – und über das seltsame Spiel der Liebe, die uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel treffen und im Innersten verwandeln kann.

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Cathy, fast am Schluss seines «Sommernachtstraums» lässt Shakespeare Theseus, den Herzog von Athen, sagen: «Verliebten und Verrückten kocht das Hirn, die Fantasie treibt Blüten, fabuliert mehr als ein klarer Kopf ver­ stehen kann.» Die Essenz der Komödie scheint hier sehr treffend auf den Punkt gebracht. Was bedeutet der «Sommernachtstraum» für dich, und welche Rolle hat er in deinem bisherigen Leben gespielt? Der «Sommernachtstraum» ist ein absoluter Klassiker der Weltliteratur. Als Britin ist Shakespeare natürlich Teil meiner DNA, und das Stück begleitet mich schon mein Leben lang. Ich habe es in verschiedenen Theaterinsze­ nierungen gesehen, aber bezogen auf den Tanz, ist die berühmte Fassung von Frederick Ashton das konkreteste Bild, das ich davon im Kopf habe. Da ich das Stück selbst jedoch nie getanzt habe – genau wie übrigens «Romeo und Julia» –, hat mein Körper keinerlei physische Erinnerung da­ ran. Das erlaubt es mir, ganz frei an meine eigene Kreation heranzugehen. Der Zufall will es, dass bei dir gerade der eine auf den anderen Shakespeare folgt. Die vorige Saison stand im Zeichen von «Romeo und Julia», jetzt das möglicherweise heitere Gegenstück…


Ein Sommernachtstraum Es ist eine schöne Ironie der Geschichte, dass die beiden Stücke bei Shake­ speare um 1595/1596 extrem dicht aufeinander folgten – genau wie bei mir jetzt auch! Was mich am «Sommernachtstraum» fasziniert, ist die Leich­ tigkeit, mit der er seine Figuren agieren lässt. Leichtigkeit meint für mich das Fehlen jeglicher Bedeutungsschwere – und darauf musste ich mich im Studio erst einmal einlassen. Normalerweise suche ich in meinen Hand­ lungsballetten eine psychologische Tiefe oder zwingende Logik. Welche verschlungenen Wege die Liebe hier nimmt, entbehrt jeder Vernunft. Aber genau das ist der Punkt: Wir verlieben uns manchmal ohne Motivation, und von einer Sekunde auf die andere steht die Welt Kopf. Shakespeare verwebt in seinem Stück mehrere Welten – zwei junge Paare im Liebeschaos, das zerstrittene Elfenpaar Oberon und Titania sowie eine Truppe von Handwerkern. Wie nah bist du an Shakespeare, und in welcher Welt lässt du deine Inszenierung spielen? Anders als bei «Romeo und Julia» gönne ich mir deutlich mehr Freiheit. Das Szenarium habe ich mit meinem langjährigen Mitarbeiter Edward Kemp erarbeitet. Wir übernehmen zwar das Grundgerüst der Handlung, lassen aber die Rahmenhandlung mit Theseus und Hippolyta sowie Hermias Vater weg. Ohne diese zivilisatorischen Kontrollinstanzen kann ich choreografisch viel direkter zum emotionalen Kern der Geschichte vordringen. Schauplatz für meinen «Sommernachtstraum» ist ein alter, verlassener Rummelplatz. Der grossartige Bühnen- und Kostümbildner Richard Hudson hat für diese Idee einen fantastischen, atmosphärischen Raum geschaffen. Dieser Ort ist für mich die perfekte Metapher für die Liebe – mit all den Achterbahnfahrten, den Höhen und Tiefen, den Schmetterlingen im Bauch und dem flauen Gefühl im Magen. Die Dynamik der verschiedenen Fahr­ geschäfte liefert wunderbare Bilder für dieses Auf und Ab der Gefühle. Im Dialog mit den Tänzerinnen und Tänzern haben wir für die vier Liebenden moderne Profile erarbeitet, die ihre psychologische Tiefe im Probensaal greifbar machen: Hermia ist die rebellische, wagemutige Literaturstuden­ tin, Lysander der freigeistige Architekturstudent. Demetrius verkörpert den konventionellen, statusorientierten Jura-Studenten mit Blick auf die Wirtschaftswelt, während Helena sich im selben Studium auf Menschen­ rechte fokussiert und eine intellektuelle, wenn auch selbstzerstörerische Gegenposition einnimmt. Sie sind also alle in derselben Lebensphase und bringen dieses typisch studentische, jugendliche Element mit. Diese Bio­ grafien bleiben zwar unser Geheimnis hinter den Kulissen, aber sie gehören zu den vielen Details, die wir im Rahmen unserer Recherche gesammelt haben, um den Charakteren echtes Leben einzuhauchen.

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Shakespeares Komödie zeigt Oberon und Titania als mächtiges Elfen­ königspaar, das in einem ständigen, heftigen Clinch miteinander liegt. Wer sind die beiden in deiner Version? Titania und Oberon verkörpern bei mir keine magischen Elfenwesen im klassischen Sinne, sondern sind die gealterten Betreiber dieses verlasse­ nen Rummelplatzes. Es sind zwei Menschen, die schlicht ihr ganzes Leben an diesem wundersamen Ort verbracht haben. Aber diese Welt ist, genau wie ihre Beziehung, merklich in die Jahre gekommen und rostig geworden. Sie stecken in einer tiefen Krise fest, weil sie sich über die Zukunft völlig uneins sind: Titania spürt, dass diese Ära unwiderruflich vorbei ist, und ist bereit, den Platz zu verlassen, während Oberon sich schlicht weigert zu akzeptieren, dass dieses Kapitel ihrer Jugend zu Ende geht. Die Elfen selbst und auch Puck sind in dieser Welt gar nicht real. Sie sind vielmehr eine Manifestation der Liebesgefühle, die auf diesem Rummelplatz über all die Zeit hinweg empfunden wurden – wie die Kratzer und Ritzereien im Lack der Fahrgeschäfte. Bei Shakespeare ist der Wald der rechtsfreie Raum ausserhalb der Zivilisa­ tion, in dem alle moralischen Regeln ausser Kraft gesetzt sind. Verfügt ein Jahrmarkt über ein ähnliches dramaturgisches Potenzial?

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Der Rummelplatz funktioniert im Grunde ähnlich wie der Wald bei Shake­ speare – als ein verlorener Ort komplett ausserhalb unseres Alltags. Was mich daran choreografisch besonders fasziniert, ist das Motiv des Kreises. Während im Wald der Zyklus der Natur die Bewegungen vorgibt, sind es auf dem Rummelplatz ganz real die Runden der Fahrgeschäfte. Unsere Handlung beginnt ganz bewusst ausserhalb dieses Kosmos: Das Gelände ist offiziell gesperrt und eingezäunt, weil es als Gefahrenzone gilt. Und genau deshalb kommt nun die Handwerker-Truppe ins Spiel, die bei uns als eine amtliche Abrissmannschaft, eine «Demolition Crew», auftritt. Ange­ führt wird sie von Shakespeares berühmtem Weber Nick Bottom – in der deutschen Übertragung ja als «Zettel» bekannt. Bei mir verwandelt sich diese Kultfigur in eine Sicherheitsinspektorin der Stadtverwaltung. Ihr Job ist es, diesen Trupp zu leiten und dafür zu sorgen, dass dieser gefährliche Ort endgültig abgeriegelt und plattgemacht wird. Dahinter steckt der Ge­ danke, den ich für die Inszenierung so spannend fand: Wenn dieser Rum­ melplatz für die Liebe steht, dann ist die Liebe für diese Frau etwas unbe­ rechenbar Gefährliches, dem man sich unter allen Umständen entziehen muss. Und genau aus dieser inneren Blockade heraus ist Bottom schliess­ lich die Figur, die im Laufe des Abends die drastischste Verwandlung von allen durchmacht. Dieses Gefüge aus dem gealterten Schaustellerehepaar, den vier jungen Liebenden und der Abrissmannschaft bietet für dich als Choreografin un­ endliche, ungeahnte Möglichkeiten. Welche tänzerischen Sprachen treffen da aufeinander?

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Ein Sommernachtstraum Das Schuhwerk, das wir für die einzelnen Gruppen ausgesucht haben, prägt die Bewegungen von Grund auf. Die Liebenden, Hermia und Helena, tanzen ebenso wie Titania klassisch auf Spitze. Die Abrissmannschaft trägt hin­ gegen schwere Stiefel. Das gilt anfangs auch für die Elfen, weil sie bei uns einen ziemlich rebellischen Punk-Charakter haben und über und über mit Tattoos zum Thema Liebe bedeckt sind – das wollten wir direkt in die Cho­ reografie und die Optik einfliessen lassen. Eine zusätzliche tänzerische Herausforderung kommt durch die Requisiten ins Spiel. Normalerweise reduziere ich die Ausstattung in meinen Balletten auf ein absolutes Mini­ mum, aber diesmal ist es genau umgekehrt: Wir arbeiten mit Autoscootern, Hula-Hoop-Reifen und anderen Gegenständen auf der Bühne. Für das Ensemble und mich bedeutet das im Studio zwar eine enorme Umstellung, aber genau diese Hindernisse zwingen uns zu ganz neuen, überraschenden Bewegungslösungen. Bei jeder Aufführung des «Sommernachtstraums» hat das Publikum be­ sondere Erwartungen an die Figur des Puck. Aus Shakespeares Komödie kennen wir ihn weniger als strategischen Strippenzieher, sondern eher als Befehlsempfänger Oberons, der bei der Ausführung der Aufträge ganz schön viel Chaos anrichtet und das Beziehungskarussell der Liebenden unfreiwillig beschleunigt. Welche Funktion und welche Rolle hat er in dei­ ner Version? Ich sehe ihn eher als eine Figur, die mit der Geschichte dieses Ortes so sehr eins ist, dass sie regelrecht mit dessen Struktur verschmilzt. Während die Menschen nur für ein paar flüchtige Stunden des Vergnügens über den Jahrmarkt schlendern und wieder verschwinden, bleibt er für immer. Puck wird diesen Rummelplatz niemals verlassen – er ist mit den Gehäusen, den Holzverkleidungen und den Karussellpferden fest verwachsen. Erst wenn die Besucher eintreffen, sich ganz dem Rausch hingeben und eins werden mit den Fahrgeschäften, wird er überhaupt sichtbar und stösst die Dinge an. Seine Bewegungssprache ist von grosser Verspieltheit geprägt – es ist ein rhythmisches Wiederholen, vorwärts, rückwärts, im Kreis.

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Ein Sommernachtstraum Editorial

Spätestens an dieser Stelle müssen wir über die Musik sprechen. «Ein Sommernachtstraum», das bedeutet in der Ballettgeschichte vor allem Felix Mendelssohn Bartholdy. Seine Schauspielmusik aus dem Jahr 1842 bildet auch in deiner Choreografie das musikalische Zentrum. Mit einer reinen Spielzeit von etwa vierzig Minuten ist sie allerdings zu kurz für ein abendfüllendes Ballett. Welche Lösung hast du für dich gefunden? Ich habe Gabriel Prokofiev kennengelernt – den Enkel von Sergej Prokof­ jew, der als Komponist in London lebt. Er schlägt eine unglaublich span­ nende Brücke, indem er klassische Orchester mit Live-Elektronik und DJs zusam­menbringt. Den Kern unserer Partitur bildet sein «Concerto for Turn­ tables and Orchestra», das mich sofort elektrisiert hat, weil es etwas un­ heimlich «Puck-artiges» an sich hat. Das Besondere an diesem Werk ist, dass der DJ mit echten Vinyl-Schallplatten arbeitet, auf denen Aufnahmen des eigentlichen Orchestermaterials eingepresst sind. Diese Klänge spielt er dann live vorwärts und rückwärts ab, wodurch er im Orchestergraben zu einem echten Solisten wird. Die Plattenspieler sind hier nicht einfach nur für einen netten Beat da, sie werden als vollwertiges Instrument ein­ gesetzt. Für dieses hochkomplexe Zusammenspiel konnten wir mit DJ Mr. Switch glücklicherweise eine absolute Koryphäe gewinnen – er ist mehr­ facher Weltmeister an den Plattenspielern und bringt als Solist eine un­ geheure, klassisch-virtuose Energie in den Orchestergraben. Ergänzend zu diesem Konzert, hat Gabriel für unser Ballett zusätzlich ganz neue Mu­ sik komponiert. Diese elektronischen Klanglandschaften und neuen Über­ gänge legen sich wie Bindeglieder zwischen sein Werk und die bekannten Mendelssohn-Passagen. So entsteht eine fliessende, massgeschneiderte Collage, die uns am Ende die perfekte musikalische Übersetzung für die unvorhersehbare Stimme von Puck liefert. Dadurch, dass DJ Mr. Switch das Orchestermaterial live auf den Platten­ spielern manipuliert, bringt er eine unvorhersehbare Eigendynamik in die Vorstellung. Was bedeutet das für die Flexibilität der Tänzerinnen und Tänzer, und wie erlebst du das Ballett Zürich bei der Arbeit an diesem viel­ schichtigen Werk?

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Ein Sommernachtstraum Das wird eine enorme rhythmische Herausforderung für die Tänzerinnen und Tänzer. Ich bin gespannt, wie das Zusammenspiel zwischen dem DJ im Orchester, dem Ensemble, dem Dirigenten und der Choreografie live auf der Bühne funktionieren wird. In den Clubs bauen die Leute eine un­ mittelbare Verbindung zum DJ auf – bei uns wird das in bestimmten Mo­ menten ganz ähnlich sein. Es gibt im Stück Kadenzen, in denen ein echter Moment der kontrollierten Improvisation stattfindet, weil es keine festge­ schriebene Choreografie gibt. Der allergrösste Teil des Balletts ist natürlich fest choreografiert. Das Bal­ lett Zürich bringt für diese komplexe Aufgabe glücklicherweise genau die richtige stilistische Bandbreite, eine riesige Neugier und die nötige Wand­ lungsfähigkeit mit. Bei einem so charakterstarken Stück ist die richtige Besetzung für mich ohnehin das A und O: Ich suche im Probensaal nicht nach schablonenhaften Besetzungen, sondern nach Tänzerinnen und Tän­ zern, die diese Rollen mit ihrer ganz eigenen Persönlichkeit füllen können. Du hast vorhin die Leichtigkeit des Stücks betont, aber das JahrmarktSzenario und das ständige Beziehungskarussell deuten ja auf eine tiefere Ebene hin. Welche Dimension öffnet sich hier für dich? Im Kern geht es um die Verwandlung. Es stimmt zwar, dass wir manchmal von einer Sekunde auf die andere ohne jeden Grund die Richtung unserer Liebe ändern. Aber die noch tiefere Wahrheit ist, dass die Liebe uns selbst verwandelt. Mir ist wichtig, dass dieser Abend der Leichtigkeit am Ende etwas Gewichtigeres erzählt. Es geht um den ewigen Kreislauf des Lebens und um die inneren Wandlungen, die wir darin durchlaufen.

Premiere Ein Sommernachtstraum Choreografie und Inszenierung Cathy Marston Musikalische Leitung Robert Houssart Szenarium Cathy Marston, Edward Kemp Ausstattung Richard Hudson Lichtgestaltung Martin Gebhardt Dramaturgie Edward Kemp, Michael Küster Vorstellungen ab 11 Okt 2026 Partnerin Ballett Zürich

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Probenfotos: Admill Kuyler

Mit grosszügiger Unterstützung der

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Fotos: Admill Kuyler

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4h Opernhaus Tag & Nacht

Nach der ersten fulminanten Ausgabe zu Beginn der letzten Saison öffnet das Opernhaus Zürich auch in diesem Jahr für eine Nacht und einen Tag seine Türen. Anlässlich der ersten Premiere «Die Zauberflöte» steht das Eröffnungsfest «24h Opernhaus» ganz im Zeichen der Verzauberung.


Eröffnungsfest Zum Spielzeitbeginn wird das Opernhaus abermals für 24 Stunden zum Ort offener Begegnungen und ungeahnter Entdeckungen. Ab 22 Uhr beginnt die Nacht mit Konzerten und Performances auf der Hauptbühne, einem sechzehnstündigen Klaviermarathon im Spiegelsaal, Führungen durch das Haus – auch in diesem Jahr wird die Bühne zum Schlafsaal.

Die Nacht In seiner 1969 entstandenen Komposition für sechs Schlagzeuger «Persephassa» befragt Iannis Xenakis das Verhältnis von Raum, Zeit und Ritual. Der Titel verweist auf Persephone, die Göttin zwischen Oberund Unterwelt: eine Figur des Übergangs. Die Schlagzeuggruppe des Orchesters der Oper Zürich interpre­ tiert das Werk in einem Set-up, das die Verräumlichung des Klangs erfahrbar macht. Rund um Mitternacht gestalten die Sängerinnen Flavia Stricker und Siena Licht Miller ein Vokalprogramm, das den Schwebezustand zwischen Wachsein und Traum in lyrisch-nächtlicher Stimmung einfängt. Einen Höhepunkt bildet der Auftritt des Komponisten und DJs Gabriel Prokofiev, dessen Musik auch in Cathy Marstons neuem Ballettabend «Ein Sommernachtstraum» zu hören ist. Gemeinsam mit Mitgliedern des Orchesters und dem Tänzer Jorge García Pérez interpretiert Prokofiev unter anderem seine Werke «Breaking Screens» und «Howl!»: pulsierende Beats und Ambient-Klänge treffen auf klassische Instrumente und eine energetische Solo-Tanzimprovisation. Musik im Hier und Jetzt. Ein weiteres besonderes Konzert ist ab 22 Uhr im Spiegelsaal zu erleben. Erik Saties «Vexations» («Quälereien») gehört zu den grossen Kuriositäten der Musikgeschichte: Für ein kurzes Motiv schreibt Satie – wahrscheinlich 1893 – insgesamt 840 Wiederholungen vor. Was als Zumutung beginnt, wird im Verlauf der Stunden zu einer einmaligen Kunsterfahrung von besonderer emotionaler Tiefe. Eine Gruppe von Pianist:innen interpretiert das Werk erstmals am Opernhaus Zürich.

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Der Tag Nach einer Yoga-Session auf der Hauptbühne lassen sich ab 10 Uhr die Bühne und die Räume des Opernhauses erkunden, Werkstätten und Probesäle eingeschlossen. Das künstlerische Programm auf der Hauptbühne präsentiert unter anderem ein Familienkonzert mit Ausschnitten aus der «Zauberflöte». In einer öffentlichen Probe zeigt das Ballett Zürich Ausschnitte aus der Neuproduktion «Ein Sommernachtstraum». Der Chor gibt Einblick in die Vorbereitung der neuen Saison und lädt zum Mitsingen ein. Weitere Einblicke in die Arbeit des Balletts Zürich gibt es auf der Studiobühne. Am Kreuzplatz kann eine musikalische Probe zu «Die Fledermaus» besucht werden. Auch der Sechseläutenplatz wird für diesen Tag zur Bühne: Tanz im Freien mit «Bal moderne», ein Konzert des Opernstudios und eine Ballettstange für alle. Die Artist:innen der «Zauberflöte» sowie Chorund Orchestermitglieder sind mit Pop-ups und Überraschungsperformances unterwegs. Am Nachmittag lässt sich bei der «CHAOSTAGE» im Spiegelsaal das eigene Können spontan präsentieren. Den Höhepunkt des Tages bildet die öffentliche Probe von Puccinis «La rondine», während Partnerin Opernhaus Zürich draussen DJ Louis de Fumer zur Party lädt.

18 — 19 Sep 2026 22 .00 — 22.00 Eintritt frei

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Wiederaufnahmen

Tannhäuser Oper von

Richard Wagner

Foto: Herwig Prammer

Ab 26 Sep 2026


Veranstaltungen

Bachs Vorfahren und entfernteren Verwandten finden sich bemerkenswerte Musikerbiografien. Das erste LaScintilla-Konzert dieser Saison widmet sich genau dieser aussergewöhnlichen Familie und spannt einen Bogen vom 1615 geborenen Heinrich Bach bis zu Wilhelm Friedemann Bach, der 1784 starb. Am Pult: Geiger und Dirigent Shunske Sato, bekannt u. a. für seine langjährige Zusammenarbeit mit Concerto Köln.

Philharmonisches Konzert mit Anne-Sophie Mutter Die Reihe der Philharmonischen Konzerte eröffnet mit Anne-Sophie Mutter eine der grossen Musikerinnen unserer Zeit. Kürzlich feierte die preisgekrönte Ausnahmeviolinistin ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum mit einem Konzert in Luzern, wo sie als 13-Jährige erstmals öffentlich auftrat. Nun ist sie auch in Zürich zu Gast, wo sie zusammen mit dem Orchester der Oper Zürich Astor Piazzollas «Tangazo» sowie Beethovens Violinkonzert interpretiert – ein zentrales Werk des Repertoires, mit dem Anne-Sophie Mutter zugleich eng verbunden ist. Die Dirigentin Lina González-Granados steht erstmals am Pult des Orchesters der Oper Zürich. Sie dirigiert mit der zweiten Sinfonie von Carl Nielsen ein Werk der skandinavischen Moderne, das den bezeichnenden programmatischen Beinamen «Die vier Temperamente» trägt.

Mo, 19 Okt 2026, 19 Uhr Opernhaus

Liederabend Olga Peretyatko Sie gehört zu den erfolgreichsten Sopranistinnen ihrer Generation. Regelmässig gastiert Olga Peretyatko auf den internationalen Opernbühnen von New York bis Salzburg und wurde jüngst mit dem Europäischen Kulturpreis 2025 ausgezeichnet. Neben dem dramatischen Repertoire widmet sie sich immer wieder bevorzugt auch dem Liedgesang. Am Opernhaus Zürich präsentiert sie ein italienisch-russisches Programm mit Werken von Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi, Pjotr Tschaikowski und Sergej Rachmaninow. Am Klavier begleitet wird sie von Matthias Samuil.

Sa, 03 Okt 2026, 19.30 Uhr Tonhalle

Konzert La Scintilla Bach im Fokus Kein Name steht so sehr für deutsche Musikgeschichte wie Bach. Im Zentrum: Johann Sebastian Bach, umgeben von einer weitverzweigten Familie aus Stadtmusikern und Komponisten. Besonders seine Söhne schlugen eigene Wege ein und waren zu Lebzeiten teils berühmter als der Vater selbst. Doch auch unter

Mo, 05 Okt 2026, 19 Uhr Opernhaus

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Wiederaufnahmen

La rondine Oper von

Giacomo Puccini

Foto: Monika Rittershaus

Ab 24 Sep 2026


Veranstaltungen

Schostakowitsch steht dessen Quintett g-Moll für Klavier und Streicher op. 57 im Zentrum des 1. Kammerkonzerts im September – ergänzt durch Camille Saint-Saëns’ jugendliches Quintett a-Moll für Klavier und Streicher op. 14. Im Oktober folgt dann ein Programm rund um Beethovens Klavierquartett Es-Dur op. 16a – seine eigene Bearbeitung des nach Mozarts Vorbild komponierten Quintetts für Klavier und Bläser. Neben Mozart soll auch der deutsche Komponist Franz Xaver Sterkel ein wichtiger Einfluss für den jungen Beethoven gewesen sein – Sterkels selten zu hörendes Klavierquartett ergänzt das Programm zusammen mit Franz Schuberts Streichtrio B-Dur D 471.

«For Trained and Untrained Musicians» Opera Nova Was, wenn Musizieren keine Hierarchie zwischen Profi und Laie kennt? Diesem Gedanken folgt das Konzert «For Trained and Untrained Musicians» und knüpft an die radikalen Ideen von John Cage und Cornelius Cardew an. Cage selbst brach­ te seine Haltung gegenüber Neuem einmal so auf den Punkt: «I can’t understand why people are frightened of new ideas. I’m frightened of the old ones.» Ganz in diesem Sinne begegnen sich hier ausgebildete Musiker:innen und Laien auf Augenhöhe – gemeinsam entsteht ein offener, kollektiver Klangraum, dessen Verlauf niemand vorhersehen kann. Dieses besondere Ereignis eröffnet die Reihe des Ensembles Opera Nova, das sich aus Mitgliedern des Orchesters der Oper Zürich zusammensetzt und sich der Musik der Gegenwart und des 20. Jahrhunderts sowie innovativen Konzertformaten widmet.

1. Kammerkonzert, 27 / 28 Sep 2026, 11.15 / 19 Uhr 2. Kammerkonzert, 11 / 12 Okt 2026, 11.15 / 19 Uhr

Führungen

Lernen Sie das Haus von einer anderen Seite kennen. An den Wochenenden führt Sie ein jeweils einstündiger Rundgang auf Deutsch oder Englisch über die Bühne und in die Requisite, vorbei an Schneiderei, Maske und Kostümfundus. Zusätzlich bieten wir Spezialführungen zu den Abteilungen Maske, Werkstätten, Schneiderei und Bühnentechnik an.

Sa, 31 Okt 2026, 19.30 Uhr Studiobühne

Kammerkonzerte im Spiegelsaal Mit der neuen Spielzeit startet auch die Reihe der Kammerkonzerte im Spiegelsaal, bei der Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich in verschiedenen Forma­ tionen hautnah zu erleben sind. Anlässlich des 120. Geburtstags von Dmitri

Die genauen Termine finden Sie auf opernhaus.ch/fuehrungen und in der 2-Monatsvorschau.

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Wiederaufnahmen

Die Fledermaus Oper von

Johann Strauss

Foto: Herwig Prammer

Ab 29 Sep 2026


Kalendarium Oktober

△ AMAG-Volksvorstellungen ○ Opernhaustage • Premieren

Do 01 △ 19.00 Fr 02 19.30 Sa 03 19.30 20.30 So 04 17.00 Mo 05 19.00 Di 06 19.00 Do 08 19.30 Fr 09 18.00 Sa 10 19.30 So 11 11.15 • 18.00 Mo 12 19.00 Di 13 18.00 Do 15 19.00 Fr 16 19.00 Sa 17 14.30 19.00 So 18 13.00 20.00 Mo 19 19.00 Mi 21 19.00 19.00 Fr 23 19.00 Sa 24 11.30 19.00

September Fr 11 19.00 Sa 12 11.30 So 13 △ 14.00 Mi 16 20.00 Do 17 19.00 Fr 18 19.00 22.00 Sa 19 10.00 So 20 • 18.00 Di 22 19.00 Do 24 19.00 Fr 25 19.00 Sa 26 15.00 18.30 So 27 11.15 14.00 20.00 Mo 28 19.00 Di 29 19.00 19.00

Oiseaux Rebelles Choreografien von Dani Rowe und Mats Ek Preview Die Zauberflöte Oiseaux Rebelles Choreografien von Dani Rowe und Mats Ek Oiseaux Rebelles Choreografien von Dani Rowe und Mats Ek Zurich Talks Dance Gessnerallee Oiseaux Rebelles Choreografien von Dani Rowe und Mats Ek Eröffnungsfest Eröffnungsfest Die Zauberflöte Oper von W. A. Mozart open space stimme La rondine Oper von Giacomo Puccini Die Zauberflöte Oper von W. A. Mozart Matinee Ein Sommernachtstraum Tannhäuser Oper von Richard Wagner 1. Kammerkonzert Spiegelsaal Oiseaux Rebelles Choreografien von Dani Rowe und Mats Ek La rondine Oper von Giacomo Puccini 1. Kammerkonzert Spiegelsaal Die Fledermaus Operette von Johann Strauss open space stimme

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La rondine Oper von Giacomo Puccini Benefiz amiamusica Orchester der Oper Zürich Lina González-Granados Anne-Sophie Mutter Mutter & González-Granados 1. Philharmonisches Konzert Tonhalle Zürich Film Festival Award Night Tannhäuser Oper von Richard Wagner Liederabend Olga Peretyatko Die Zauberflöte Oper von W. A. Mozart Die Fledermaus Operette von Johann Strauss Tannhäuser Oper von Richard Wagner La rondine Oper von Giacomo Puccini 2. Kammerkonzert Spiegelsaal Ein Sommernachtstraum Ballett von Cathy Marston nach William Shakespeares Komödie «A Midsummer Night’s Dream» 2. Kammerkonzert Spiegelsaal Tannhäuser Oper von Richard Wagner La rondine Oper von Giacomo Puccini Ein Sommernachtstraum Ballett von Cathy Marston Workshop Ballette entdecken Ein Sommernachtstraum Für 8- bis 14-Jährige Die Fledermaus Operette von Johann Strauss Die Zauberflöte Oper von W. A. Mozart Ein Sommernachtstraum Ballett von Cathy Marston 1. Konzert La Scintilla open space tanz Die Zauberflöte Oper von W. A. Mozart Die Fledermaus Operette von Johann Strauss Preview Rachmaninow - Die drei Opern Die Zauberflöte Oper von W. A. Mozart


Kalendarium So 25 13.00 20.00 Mo 26 08.45 13.30 Di 27 19.00 Mi 28 19.00 19.30 Do 29 19.30 Fr 30 19.00 Sa 31 14.30 19.00 19.30

Die Fledermaus Operette von Johann Strauss Ein Sommernachtstraum Ballett von Cathy Marston Schulworkshop Alice im Wunderland Schulworkshop Alice im Wunderland open space stimme open space tanz Ein Sommernachtstraum Ballett von Cathy Marston Ein Sommernachtstraum Ballett von Cathy Marston Die Zauberflöte Oper von W. A. Mozart Workshop für Familien Alice im Wunderland Für Kinder ab 8 Jahren Ein Sommernachtstraum Ballett von Cathy Marston For Trained and Untrained Musicians Konzert Opera Nova

Mi 11 19.00 Do 12 20.00 Fr 13 19.00 Sa 14 11.30 18.00 So 15 13.00 △ 19.30 Di 17 19.00 Mi 18 19.00 19.00 Fr 20 19.00 Sa 21 11.00 14.30 19.00 So 22 14.30 • 18.00 Di 24 19.00 Mi 25 19.00 Do 26 19.00 Fr 27 19.30 Sa 28 11.00 14.30 15.30 19.00 So 29 13.00 15.30 20.00

November So 01 11.15 14.30 • 18.00 Mo 02 19.00 Di 03 19.00 Mi 04 19.00 19.00 Sa 07 14.30 19.00 So 08 13.00 14.30 19.30 Di 10 19.00 19.00

3. Kammerkonzert Spiegelsaal Workshop für Familien Alice im Wunderland Für Kinder ab 8 Jahren Rachmaninow – Die drei Opern Aleko, Skupoi Rytsar & Francesca da Rimini 3. Kammerkonzert Spiegelsaal open space stimme Rachmaninow – Die drei Opern open space tanz Workshop für Familien Alice im Wunderland Für Kinder ab 8 Jahren Gabetta & Noseda 2. Philharmonisches Konzert / Prokofjew-Zyklus II Alice im Wunderland Kinderoper von Pierangelo Valtinoni Workshop für Familien Alice im Wunderland Für Kinder ab 8 Jahren Rachmaninow – Die drei Opern Liederabend Lise Davidsen open space stimme

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open space tanz Ein Sommernachtstraum Ballett von Cathy Marston Ein Sommernachtstraum Ballett von Cathy Marston Preview Elektra Ein Sommernachtstraum Ballett von Cathy Marston Alice im Wunderland Kinderoper von Pierangelo Valtinoni Rachmaninow – Die drei Opern open space stimme open space tanz Rachmaninow – Die drei Opern Romeo und Julia Ballett von Cathy Marston Alice im Wunderland Kinderoper von Pierangelo Valtinoni Workshop für Familien Romeo und Julia Für Kinder ab 8 Jahren Rachmaninow – Die drei Opern Workshop für Familien Romeo und Julia Für Kinder ab 8 Jahren Elektra Oper von Richard Strauss open space stimme open space tanz Elektra Oper von Richard Strauss Romeo und Julia Ballett von Cathy Marston Alice im Wunderland Kinderoper von Pierangelo Valtinoni Workshop Ballette entdecken Romeo und Julia Für 8- bis 14-Jährige imprO-Opera Die Welt der Wagner-Opern Für Kinder ab 8 Jahren Rachmaninow – Die drei Opern Romeo und Julia Ballett von Cathy Marston imprO-Opera Die Welt der Wagner-Opern Für Kinder ab 8 Jahren Das Rheingold Oper von Richard Wagner


Unterstützt von

Vilhelm Hammershøi

Albers & Co AG

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Vilhelm Hammershøi, Interieur mit Frau am Klavier, Strandgade 30,1901, Privatsammlung, Foto: Bruno Lopes

Editorial

3.7. – 25.10. 2026

Maler des stillen Klangs


Auch Ihre Geige. Entspannt versichert.


Unsere Vorstellungen werden ermöglicht dank der Subvention des Kantons Zürich sowie der Beiträge der Kantone Luzern, Uri, Zug und Aargau im Rahmen der interkantonalen Kulturlastenvereinbarung und der Beiträge der Kantone Nidwalden, Obwalden und Schwyz.

Partner:innen

Produktionssponsor:innen

Gönner:innen

AMAG American Friends of the Zurich Opera House Atto primo Freunde der Oper Zürich Kühne-Stiftung

Josef und Pirkko Ackermann Alfons’ Blumenmarkt Familie Thomas Bär Bergos Privatbank Confiserie Sprüngli Egeria Foundation Maximilian Eisen, Baar Elektro Compagnoni AG Stiftung Melinda Esterházy de Galantha Fitnessparks Migros Zürich Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG Egon-und-Ingrid-Hug-Stiftung Walter B. Kielholz Stiftung KPMG AG Prof. Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller Die Mobiliar Annina und George Müller-Bodmer Ricola Group AG StockArt – Stiftung für Musik Else von Sick Stiftung Elisabeth Weber-Stiftung

Projektsponsor:innen Baugarten Stiftung René und Susanne Braginsky Stiftung Freunde des Balletts Zürich Ernst Göhner Stiftung Hans Imholz-Stiftung International Music and Art Foundation Max Kohler Stiftung Margarita Louis-Dreyfus Ellen + Michael Ringier Stiftung Elisabeth Schaller Georg und Bertha Schwyzer-Winiker Stiftung Prof. Dr. Karin Stüber Hans und Edith Sulzer-Oravecz-Stiftung Swiss Life Swiss Re Zürcher Kantonalbank

Förder:innen Bossi Stiftung Theodor und Constantin Davidoff Stiftung Dr. Samuel Ehrhardt Garmin Switzerland Elisabeth K. Gates Foundation Dr. Constanze und Olfert Landt Stiftung LYRA Sylvie Mutschler Astrid Schwarz-Schütte Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft Luzius R. Sprüngli Caroline und Tobias B. Staehelin Madlen und Thomas von Stockar Hans Voorgang-Stiftung

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Ausgabe Nr. 7 erscheint im Nov 2026 Impressum Intendant Matthias Schulz Kaufmännischer Direktor Marc Meyer Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda Ballettdirektorin Cathy Marston Redaktion Roman Reeger, Jana Beckmann, Kathrin Brunner, Fabio Dietsche, Michael Küster Grafische Ausführung Carole Bolli Anzeigen Opernhaus Zürich, Marketing, inserate@opernhaus.ch Kontaktformular opernhaus.ch/kontakt Corporate Design, Artdirektion Herburg Weiland Druck Multicolor, Baar Lithografie MXM Digital Services, München Coverbild: Luc Girouard 52


CASA WHITE ZUMIKON

Gehobenes Wohneigentum in Zumikon

Eingebettet in die idyllische Hügellandschaft von Zumikon entstehen zwei zeitlose Mehrfamilienhäuser, die durch klare Linien und durchdachte Architektur bestechen. Das Neubauprojekt Casa White umfasst sechs exklusive Wohneinheiten mit 4.5- bis 6.5- Zimmern und bietet höchsten Wohnkomfort. Ein ruhiger Rückzugsort mit schöner Weitsicht ins Grüne und urbaner Anbindung. Die letzte verfügbare 4.5-Zimmer-Attikawohnung im 2. Obergeschoss wartet auf ihre neuen Eigentümer.

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