GESCHICHTE FÜR ALLE
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Eva Schreiner
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N E B A G
E F F P Ö U K E U A A E SCHL
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Geschichte für alle 4
Neue Aufgaben für schlaue Köpfe Eva Schreiner
Dieses Aufgabenbuch gehört:
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Inhaltsverzeichnis Demokratie in der Zwischenkriegszeit .....................................................................3 Faschismus – Nationalsozialismus – Kommunismus ............................................15 Holocaust/Shoa und Genozid ................................................................................28 Die Zweite Republik Österreich .............................................................................35 Soziale Ungleichheiten ..........................................................................................45 Geschichte und Erinnerung ...................................................................................53 Globalisierung im 20. und 21. Jahrhundert ...........................................................60 Europäisierung ......................................................................................................65 Gesellschaftlicher Wandel .....................................................................................69 Politische Mitbestimmung ......................................................................................76 Medien und politische Kommunikation ..................................................................79
Einleitung Willkommen zu deinem Aufgabenbuch für Geschichte! In diesem Buch findest du viele spannende Aufgaben, die dir helfen, Geschichte besser zu verstehen und deine Kompetenzen weiterzuentwickeln. Neben Rätseln und Spielen erwarten dich auch Aufgaben, mit denen du gezielt historisches Denken üben kannst. Du wirst dabei nicht nur handlungsorientierte Aufgaben lösen, sondern auch deine Fähigkeiten im Analysieren, Vergleichen und kritischen Denken stärken. Manche Aufgaben fordern dich heraus, genau hinzuschauen und Informationen zu hinterfragen, während andere dich dazu anregen, historische Zusammenhänge zu erkennen und eigene Überlegungen anzustellen. So kannst du auf unterschiedliche Weise Geschichte entdecken – mal spielerisch, mal nachdenklich, aber immer spannend.
Viel Spaß und Erfolg beim Erkunden der Vergangenheit! 2
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Auf Spurensuche im Text: Kaiserreich oder Republik Lies den Text sorgfältig durch! Markiere anschließend: • Blau: alles, was typisch für eine Monarchie ist. • Gelb: alles, was typisch für eine Republik / Demokratie ist.
Viele Jahrhunderte lang war Österreich eine Monarchie. Das bedeutet, dass das Land von einem König oder Kaiser regiert wird. In Österreich stand der Kaiser an der Spitze des Staates. Er hatte sehr viel Macht und konnte viele Entscheidungen allein treffen. Häufig begleiteten ihn Menschen aus dem Adel, die ebenfalls wichtige Ämter hatten. Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner des Landes durften nicht mitbestimmen, wie Österreich regiert wurde. Nur wenige Männer hatten ein eingeschränktes Wahlrecht, und Frauen durften überhaupt nicht wählen. Die Menschen mussten das akzeptieren, weil die Monarchie so aufgebaut war: Es gab eine klare Herrschaft von oben. Doch im Jahr 1918 veränderte sich Österreich grundlegend. Der Erste Weltkrieg war verloren, viele Menschen litten unter Hunger, Armut und Unsicherheit. Immer mehr Menschen wollten eine Veränderung. Der Kaiser gab schließlich den Thron auf und zog sich aus der Politik zurück. Dadurch entstand Platz für eine neue Regierungsform. Am 12. November 1918 riefen Politiker in Wien die Republik Deutschösterreich aus. Damit begann der Weg in eine Demokratie. Eine Demokratie bedeutet, dass alle Menschen gleich viel Wert sind und die Regierung nicht von einer einzigen Person, sondern von gewählten Vertreterinnen und Vertretern geführt wird. In einer Demokratie haben alle erwachsenen Bürgerinnen und Bürger das Recht zu wählen und ihre Meinung frei zu äußern. Schon im Jahr 1919 fand in Österreich eine wichtige Wahl statt: Zum ersten Mal durften Frauen und Männer gemeinsam ihre politischen Vertreterinnen und Vertreter wählen. Die gewählten Politikerinnen und Politiker trafen sich im Parlament, um gemeinsam zu beraten und zu entscheiden, wie die Zukunft Österreichs aussehen sollte. In der neuen Republik sollten Gerechtigkeit, Mitbestimmung, Freiheit und Gleichheit eine große Rolle spielen – Werte, die bis heute entscheidend für unsere Demokratie sind.
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DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Timeline Challenge „Wie entsteht die Republik?“ Ordne die folgenden Ereignisse in die richtige chronologische Reihenfolge, indem du die Ziffern 1 bis 9 einträgst! Verzicht Kaiser Karls I. auf politische Beteiligung Verfassunggebende Nationalversammlung tritt zusammen Erste demokratische Wahlen Friedensvertrag von St. Germain (Namensänderung zu „Republik Österreich“) Festlegung der neuen Staatsgrenzen Erste Bundesverfassung entsteht Ende des Ersten Weltkriegs / Waffenstillstand Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Frauen und Männer Ausrufung der Republik Deutschösterreich Begründe in 3–5 Sätzen, warum die Reihenfolge so ist und wie die einzelnen Schritte zur Entstehung der Republik zusammenhängen!
Betrachte deine fertig sortierte Zeitlinie und überlege dir, welche drei Ereignisse deiner Meinung nach am wichtigsten dafür waren, dass Österreich zu einer demokratischen Republik wurde! Begründe dein Urteil!
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DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Gedankenspuren: Welche Parteithemen überlebten die Zeit? Lies dir die Kurzinfos zu drei Parteien der ersten Republik (ab 1919) genau durch! Welche Themen oder Ideen dieser Parteien gibt es auch heute noch in der österreichischen Politik? Welche Themen oder Forderungen spielen heute keine wichtige Rolle mehr oder existieren nicht mehr? Trage diese in die Tabelle ein! Im Jahr 1919 gab es in Österreich drei besonders wichtige Parteien, die nach dem Ende der Monarchie eine große Rolle spielten. Jede Partei hatte eigene Ideen, was für das neue demokratische Österreich wichtig sein sollte. Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) setzte sich vor allem für Menschen ein, die wenig Geld hatten oder in Fabriken hart arbeiteten. Ihre Mitglieder wollten bessere Arbeitszeiten, faire Löhne und soziale Sicherheit für alle Menschen. Sie kämpften dafür, dass Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer und dass Kinder in guten Schulen lernen können. Außerdem wollten sie eine gerechtere Gesellschaft, in der niemand wegen Armut ausgeschlossen wird. Auch in der Wirtschaft wollte die SDAP Veränderungen: Der Staat sollte stärker eingreifen und zum Beispiel Betriebe kontrollieren oder sogar übernehmen, damit Arbeiterinnen und Arbeiter besser geschützt sind. Zudem unterstützte die SDAP – besonders in den ersten Jahren nach 1919 – auch die Idee, dass sich Österreich mit Deutschland zusammenschließen sollte.
Die Christlichsoziale Partei (CSP) betonte die Bedeutung von christlichen Werten, Familie und gegenseitiger Unterstützung. Sie wollte, dass Menschen füreinander da sind und dass niemand in Not allein gelassen wird. Die CSP legte viel Wert auf Religion und Traditionen, und viele ihrer Politiker arbeiteten eng mit der katholischen Kirche zusammen. Gleichzeitig war ihnen wichtig, dass Familien unterstützt werden und dass es Regeln gibt, die die Gemeinschaft stärken. In wirtschaftlichen Fragen war die CSP eher für private Unternehmen, wollte aber auch soziale Verantwortung: Unternehmen sollten wirtschaftlich arbeiten können, aber gleichzeitig sollte der Staat darauf achten, dass Menschen nicht benachteiligt werden.
Die dritte wichtige Partei war die Großdeutsche Volkspartei (GDVP). Sie hatte eine ganz andere Hauptidee: Sie wollte, dass Deutschösterreich sich mit dem „großen Deutschland“ zusammenschließt. Für sie war die nationale Zugehörigkeit besonders wichtig. Soziale Themen spielten für diese Partei eine kleinere Rolle. Die GDVP vertrat eher Menschen, die sich stark mit Deutschland verbunden fühlten und glaubten, dass Österreich alleine zu schwach sei. Auch wirtschaftlich war die GDVP eher unternehmensfreundlich und setzte auf eine freie Wirtschaft mit möglichst wenig Eingriffen durch den Staat.
Themen oder Ideen dieser Parteien, die es noch heute in der Politik gibt
Diese drei Parteien hatten also sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie das neue Österreich aussehen sollte – von sozialer Gerechtigkeit über christliche Werte bis hin zur Idee eines Anschlusses an Deutschland und unterschiedlichen Vorstellungen darüber, wie stark der Staat in die Wirtschaft eingreifen soll.
Themen oder Forderungen, die heute keine wichtige Rolle mehr spielen
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DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Mini-Essay: „Ist Demokratie immer fair?“ Schreibe einen Mini-Essay zum Thema: „Ist Demokratie immer fair?“! Dein Text soll 8–10 Sätze enthalten und einen klaren eigenen Standpunkt erkennen lassen. Überlege dabei verschiedene Seiten der Frage und begründe deine Meinung! Nutze die folgenden Leitfragen, um dir das Schreiben zu erleichtern: 1. Erkläre kurz, was Demokratie und Fairness bedeuten! 2. Beschreibe Vorteile und mögliche Probleme der Demokratie! 3. Begründe deine eigene Meinung und formuliere ein Fazit!
Nenne drei Dinge, die deiner Meinung nach für eine funktionierende Demokratie besonders wichtig sind! 1. _________________________________ 2. _________________________________ 3. __________________________________ Schreibe danach 3–4 Sätze, in denen du erklärst: Warum genau diese drei Dinge so wichtig sind? Was passieren würde, wenn eines davon fehlen würde?
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DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Die Geburt des Sozialstaates I. Lies den folgenden Informationstext aufmerksam durch!
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs stand die junge Republik Österreich vor einer schwierigen Situation. Der Krieg hatte enorme menschliche Verluste verursacht, und viele Familien trauerten um gefallene Angehörige. Gleichzeitig befanden sich Hunderttausende Flüchtlinge aus den ehemaligen Kronländern in Österreich. Viele Menschen hatten ihre Arbeit verloren, die Ernährung war knapp, und es fehlte an Wohnraum. Auch die politischen Spannungen zwischen verschiedenen Gruppen waren groß. Trotzdem gelang es dem neuen Staat, wichtige Schritte in Richtung eines modernen Sozialstaates zu setzen. Diese Zeit gilt heute als Beginn einer Sozialpolitik, die das Leben vieler Menschen dauerhaft verbessert hat. Ein besonders wichtiger Bereich war die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Vor 1918 mussten viele Arbeiterinnen und Arbeiter 12 oder sogar 14 Stunden am Tag in Fabriken arbeiten – ohne ausreichende Pausen und mit sehr niedrigen Löhnen. Die neue Regierung erkannte, dass ein demokratischer Staat auch Verantwortung gegenüber den arbeitenden Menschen hat. Deshalb wurde die 8-Stunden-Arbeitszeit eingeführt. Das war damals eine echte Sensation und wurde von vielen anderen Ländern später übernommen. Gleichzeitig gab es neue Regeln für den Schutz von Arbeiterinnen, zum Beispiel für werdende Mütter. Auch die Sozialversicherungen wurden stark ausgebaut. Schon vor dem Ersten Weltkrieg gab es erste Ansätze, doch nun wurden sie auf viel mehr Menschen ausgeweitet. Die Krankenversicherung sollte sicherstellen, dass Menschen im Krankheitsfall Unterstützung bekommen, und die Unfallversicherung schützte Arbeiter bei gefährlichen Tätigkeiten. Besonders wichtig war die Arbeitslosenversicherung, die Menschen half, wenn sie ihre Arbeit verloren hatten. Früher waren Familien in solchen Fällen völlig auf sich gestellt – jetzt gab es zumindest eine finanzielle Grundsicherung. Ein weiteres großes Thema war die Wohnungsnot. Nach dem Krieg waren viele Wohnungen überfüllt und in schlechtem Zustand. Die Mieten stiegen stark an, und viele Familien konnten sich keine sichere Wohnung mehr leisten. Deshalb führte die Republik neue Mieterschutzgesetze ein. Vermieter durften die Miete nicht beliebig erhöhen, und Familien konnten nicht einfach ohne Grund aus ihrer Wohnung geworfen werden. Das war der Beginn einer neuen Politik, die später besonders in Wien sichtbar wurde: Die Stadt begann, eigene, günstige Wohnungen zu bauen – die berühmten Gemeindebauten. Diese Idee machte Wien zu einer der modernsten Städte Europas. Auch im Gesundheits- und Bildungsbereich gab es wichtige Neuerungen. Die Republik sorgte dafür, dass mehr Kinder eine gute Schulbildung erhalten konnten, und unterstützte den Ausbau von öffentlichen Krankenanstalten und Fürsorgeeinrichtungen. Viele dieser Maßnahmen waren für die Zeit sehr modern und legten den Grundstein für das, was wir heute unter „Sozialstaat“ verstehen. Zusammengefasst zeigte die Sozialgesetzgebung der Ersten Republik, dass der Staat versuchte, das Leben der Menschen Schritt für Schritt zu verbessern – trotz großer wirtschaftlicher und politischer Schwierigkeiten. Viele Regeln, die heute ganz selbstverständlich wirken, entstanden genau in dieser Zeit: geregelte Arbeitszeiten, Versicherungen, Mieterschutz und bessere soziale Unterstützung. Die junge Republik wollte damit zeigen, dass Demokratie nicht nur politische Freiheit bedeutet, sondern auch soziale Sicherheit für alle Menschen.
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DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Die Geburt des Sozialstaates II. Wenn du den Informationstext aufmerksam gelesen hast, kannst du dieses Rätsel sicher lösen!
senkrecht: 1. Welche soziale Absicherung wurde in der Ersten Republik ausgebaut, damit Menschen bei Krankheit medizinisch versorgt werden und nicht alles selbst bezahlen mussten? 2. Welches Ziel verfolgten die Sozialgesetze der Ersten Republik, um faire Lebens- und Arbeitsbedingungen für alle zu schaffen? 6. Wie nennt man die Maßnahme der Sozialgesetzgebung, die Mieterinnen und Mieter vor überhöhten Mieten und Kündigungen schützen sollte?
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waagrecht: 3. Welches große Ereignis führte zu Not, Armut und sozialen Problemen und machte neue Sozialgesetze in der Ersten Republik notwendig? 4. Was sollten die Sozialgesetze der Ersten Republik für Arbeiterinnen und Arbeiter deutlich verbessern? 5. In welcher Stadt gab es besonders viele neue Wohnungen für Arbeiterfamilien? 7. Wie nennt man die Staatsform Österreichs nach 1918, in der wichtige Sozialgesetze beschlossen wurden? 8. Wie nennt man politische Maßnahmen, die dafür sorgen sollen, dass Menschen leistbar wohnen können? 9. Wie nennt man einen Staat, der Menschen bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Armut unterstützt? 10. Welche Sozialversicherung hilft bei Unfällen am Arbeitsplatz? 11. Welche wichtige Reform legte in der Ersten Republik fest, wie lange ein Arbeitstag maximal dauern durfte?
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
„Wann ist Demokratie in Gefahr?“ Lies die Beispiele in der Tabelle und ergänze passende eigene Ideen! Denke dabei an verschiedene Bereiche des demokratischen Zusammenlebens, zum Beispiel: Wahlen und Mitbestimmung, Rechte und Freiheiten, Medien und Informationen, Umgang miteinander, Gesetze und Regeln. Trage dann in die Tabelle ein, welche Merkmale eine Demokratie stärken und welche sie schwächen oder gefährden können! Beispiele Merkmale, die eine Demokratie stark machen
freie Wahlen,
Merkmale, die eine Demokratie schwächen oder gefährden
niedrige Wahlbeteiligung,
Schreibe nun einen kurzen Reflexionstext mit 6–8 Sätzen, in dem du auf die folgenden Punkte eingehst: 1. Starke Demokratie: Welche der von dir genannten Dinge sind besonders wichtig, damit Demokratie gut funktioniert? Begründe deine Auswahl! 2. Schwache Demokratie: Welche Situationen können eine Demokratie gefährden? Erkläre, warum diese Situationen problematisch sind! 3. Eigene Bewertung: Welcher Punkt ist deiner Meinung nach am gefährlichsten für eine Demokratie – und weshalb genau? 4. Lösungsidee: Was kannst du selbst tun, und was können deine Schule oder die Gesellschaft tun, um die Demokratie zu schützen und zu stärken? 5. Schlusssatz: Beende deinen Text mit dem Satz: „Demokratie bleibt stark, wenn …“
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DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Von Not zur Hoffnung: Die Geschichte zweier Währungen Die Erste Republik hatte große wirtschaftliche Schwierigkeiten. Ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung war die Umstellung von der Krone auf den Schilling im Jahr 1924. Lies nochmals den Text im Buch über Inflation, die entwertete Krone und die Einführung des Schillings! Trage anschließend in die Tabelle ein, wie sich die Bereiche während der Zeit der Krone und nach der Einführung des Schillings unterschieden haben! Bereich Wert des Geldes
Preise im Alltag
Stimmung der Bevölkerung
Vertrauen in den Staat
Ersparnisse / Sparvermögen
Löhne & Kaufkraft (Was kann man sich vom Lohn leisten?) Versorgung mit Lebensmitteln
Arbeitslosigkeit / Arbeitsplatzsicherheit
Stabilität der Wirtschaft
Umgang des Staates mit Geld (z.B. druckt viel / spart) Handel & Preise für importierte Waren
Alltag der Familien
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Zeit der Krone
Zeit des Schillings
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Mini-Comic - „Wie ein Gemeindebau mein Leben verändert“ Erstelle einen Mini-Comic mit 6 Bildern zum Thema: „Leben vor und nach dem Einzug in einen Gemeindebau“
Schreibe kurze Sprechblasen oder Texte, die erklären, was in den einzelnen Feldern passiert!
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DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Zeitreise in die 1920er Wähle eine Person aus der Liste aus! Diese Person lebt in der Zeit der politischen Zusammenstöße in den 1920er-Jahren.
Arbeiterin
(nach der Arbeit)
Anhänger der Heimwehr (bei einem Treffen)
Mitglied des Schutzbundes
Polizist
(vor oder nach einer Auseinandersetzung)
(bei einer Demonstration)
Bürgermeister Karl Seitz
Demonstrantin / Demonstrant
(bei einer wichtigen Entscheidung)
(bei einer Kundgebung)
Schreibe einen inneren Monolog mit 4–6 Sätzen! Versetze dich vollständig in deine Rolle! Beantworte dabei diese Fragen: • • • •
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Was denke ich über die anderen Gruppen? Wovor habe ich Angst? Was wünsche oder hoffe ich mir für die Zukunft? Achte darauf, dass deine Gedanken zur Zeit der Ersten Republik passen!
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Wichtige Begriffe der Brennpunkte der Ersten Republik entschlüsseln und verstehen Hier ist einiges durcheinandergekommen – Ordne die Buchstaben, dann erhältst du wichtige Begriffe! Zum Schluss erkläre diese mit eigenen Worten! WORT
ERKLÄRUNG
REEHSFUREB TEDOSFERSAT SCHUMAARF VÄBEREWEDNRH KORFÄNTEMPR LAREGENIERKST RICHTEGRUSCHW Ordne die entschlüsselten Begriffe einer der drei folgenden Kategorien zu! Gewalt und Konflikte
Beteiligte Gruppen
Reaktionen/Folgen
Begründe deine Zuordnungen mit jeweils einem Satz!
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DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Quiz
Da du schon viel über die Demokratie in der Zwischenkriegszeit gelernt hast, wirst du sicher Quizkönigin/Quizkönig. 1. Wann wurde die Republik Deutschösterreich ausgerufen? 1914 1916 1918 1920 2. Warum musste der Name „Deutschösterreich“ 1919 geändert werden? wegen eines Kaiserbefehls weil Österreich unabhängig wurde wegen der Friedensverträge von St. Germain weil die Bevölkerung abstimmte 3. Was wurde 1918 erstmals eingeführt? Pressefreiheit Wahlrecht für Frauen
Einführung des Schillings
4. Wie hieß das wichtigste Parlament der neuen Republik? Bundestag Nationalrat Bundesrat 5. Was bedeutet „Republik“? Es gibt einen Kaiser. Alle Ämter werden vererbt.
Staatsrat
Das Staatsoberhaupt wird gewählt. Das Militär regiert.
6. Wer spielte eine wichtige Rolle bei der Verfassung von 1920? Karl Seitz Ferdinand Hanusch Hans Kelsen Ignaz Seipel 7. Was brachte die Verfassungsreform von 1929? Abschaffung des Nationalrats Frauen verloren das Wahlrecht Der Bundespräsident erhielt mehr Macht. Einführung der Monarchie 8. Was passierte 1924 zur Stabilisierung der Wirtschaft? Einführung des Euro Einführung des Schillings Abschaffung des Bargelds Einführung von Goldmünzen 9. Was ist ein Wehrverband? Eine Gruppe, die Schulen baut Eine Gruppe, die politische Feste plant Eine bewaffnete politische Gruppierung Ein Sportverein 10. Was war der Auslöser für die Proteste, die 1927 zum Brand des Justizpalastes führten? Ein Erdbeben Der Freispruch der Angeklagten nach den Schüssen von Schattendorf Eine politische Rede Ein Fehler der Feuerwehr
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte I.
Quelle: iStock / Getty Images, Fotograf:in: suteishi, Porträt einer Tänzerin im Stil der 1920er-Jahre
Beschreibe das Bild möglichst genau! Gehe dabei auf folgende Aspekte ein: o o o
Kleidung, Körperhaltung und Bewegung der dargestellten Person Umgebung (Ort, Architektur, Stimmung) Bildgestaltung (Schwarz-Weiß, Licht, Perspektive)
Sammle Stichwörter, die dir spontan zum Bild einfallen (z. B. Gefühle, Atmosphäre, Assoziationen)!
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte II. Ordne das Bild zeitlich ein. • Welche Hinweise im Bild sprechen für eine bestimmte Epoche? • Begründe deine Vermutung (Kleidung, Stil, Fototechnik).
Nimm Stellung! „Das Bild zeigt Freiheit in einer strengen Umgebung.“ Stimmst du dieser Aussage zu? Begründe deine Meinung mit mindestens zwei Argumenten!
Gestalte einen passenden Bildtitel und erkläre in 3–4 Sätzen, warum du ihn gewählt hast!
Versetze dich in die dargestellte Person – Schreibe einen kurzen inneren Monolog (ca. 8–10 Sätze), der beschreibt, was sie in diesem Moment denkt oder fühlt.
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Ein Leben im Umbruch Stimmen aus der Wirtschaftskrise
Betrachte die Abbildungen aufmerksam und wähle eine Person, in deren Rolle du schlüpfen möchtest! Versetze dich in ihre Lebenssituation zur Zeit der Weltwirtschaftskrise und überlege, wie sich ihr Alltag, ihre Arbeit und ihre Zukunft durch die Krise verändert haben könnten.
Quelle: Illustrationen von Raoul Krischaitz, Transmitterdesign, Wien 2025
Beschreibe, • wie dein Alltag vor der Weltwirtschaftskrise ausgesehen hat, • was sich durch die Krise verändert hat (z. B. Arbeit, Einkommen, Familie, Zukunftspläne), • welche Sorgen oder Ängste dich beschäftigen. Wähle eine der beiden Darstellungsformen: • Tagebucheintrag (ca. ½ Seite): Schreibe in der Ich-Form und schildere einen typischen Tag während der Krise! Oder • Kurze Rollenrede (ca. 1 Minute): Sprich aus der Sicht deiner Person über ihre Lage und Gefühle! Bildet anschließend Kleingruppen: • Stellt euch eure Rollen vor, • vergleicht, welche Person besonders stark betroffen ist und warum, • haltet Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Lebenssituationen stichwortartig fest. Beantworte abschließend gemeinsam: • Welche Gruppen litten besonders unter der Weltwirtschaftskrise? • Warum traf die Krise nicht alle Menschen gleich stark?
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Quellen oder Darstellungen? Betrachte die folgenden Abbildungen aufmerksam! Sie stehen im Zusammenhang mit politischen Systemen, Ideologien und Machtvorstellungen des 20. Jahrhunderts. Entscheide für jede Abbildung: • Handelt es sich um eine historische Quelle oder um eine Darstellung? • Begründe deine Entscheidung jeweils in 1–2 vollständigen Sätzen! Abbildung
Quelle oder Darstellung
Begründung
Wähle eine Quelle aus und erstelle eine Bildbeschreibung in deinem Heft!
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Auf Spurensuche: Wichtige Begriffe zu Diktaturen
Im folgenden Suchrätsel haben sich 13 Begriffe zum Thema „IN EUROPA ENTSTEHEN DIKTATUREN“ versteckt. Suche diese und markiere sie mit Leuchtstift! TIPP: Suche waagrecht, senkrecht und diagonal!
Wähle vier Begriffe, die du im Suchrätsel gefunden hast! Erkläre jeden Begriff in einem eigenen Satz! Begriff
Erklärung
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Warum scheiterte die Demokratie? 1. Richtig oder falsch? Ob du richtig liegst, erkennst du am Lösungswort! richtig
falsch
Die NSDAP gewann bereits bei ihren ersten Wahlantritten die Mehrheit.
V
W
Propaganda spielte eine wichtige Rolle beim Aufstieg der NSDAP.
I
E
Die Demokratie der Weimarer Republik wurde von allen Parteien verteidigt.
S
R
Die NSDAP profitierte stark von der Weltwirtschaftskrise.
T
D
Adolf Hitler wurde durch eine freie Wahl direkt zum Diktator gewählt.
P
S
Viele Menschen hofften, dass die NSDAP Arbeitslosigkeit und Armut beenden würde.
C
X
Die NSDAP nutzte Angst und Feindbilder, um Unterstützung zu gewinnen.
H
K
In der Weimarer Republik gab es wirtschaftliche und politische Probleme.
A
E
Alle Wählerinnen und Wähler der NSDAP waren überzeugte Nationalsozialisten.
G
F
Die NSDAP versprach Ordnung, Stärke und nationale Größe.
T
D
Propaganda richtete sich nur an Erwachsene.
R
S
Auch demokratische Parteien unterschätzten die Gefahr der NSDAP.
K
L
Der Aufstieg der NSDAP war allein durch Gewalt und Zwang möglich.
M
R
Viele Menschen verloren das Vertrauen in die Demokratie.
I
O
Die NSDAP nutzte moderne Medien wie Radio und Plakate gezielt.
S
W
Arbeitslosigkeit spielte beim Wahlverhalten vieler Menschen keine Rolle.
I
E
LÖSUNGSWORT: __________________________________________________________ 2. Welche zwei Aussagen aus dem Quiz zeigen besonders deutlich, wie die Demokratie gefährdet wurde? Begründe deine Auswahl schriftlich!
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Alltag im Nationalsozialismus Entscheidungen unter Druck I.
Lies zunächst die folgenden Entscheidungssituationen aus dem Alltag im Nationalsozialismus!
Eintritt in die Hitlerjugend Paul ist 13 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern in einer Kleinstadt. Seit 1939 ist die Mitgliedschaft in der Hitlerjugend verpflichtend. Auch in seiner Klasse sind fast alle Jungen Mitglieder. Die Lehrerin macht deutlich, dass von allen erwartet wird, teilzunehmen. Pauls Eltern stehen dem Regime kritisch gegenüber, wissen aber, dass ein Fernbleiben Probleme bringen kann. Paul selbst möchte dazugehören und hat Angst vor Ausgrenzung oder Strafen. Den Nachbarn melden oder schweigen Herr Schneider hört, wie sein Nachbar abends heimlich einen ausländischen Radiosender hört. Das ist verboten. In der Nachbarschaft wird oft darüber gesprochen, dass „unzuverlässige“ Menschen gemeldet werden sollen. Herr Schneider hat Angst, selbst verdächtig zu wirken, wenn er nichts sagt. Gleichzeitig weiß er, dass eine Meldung schwere Folgen für den Nachbarn haben kann.
Mitmachen im Betrieb Herr Bauer arbeitet in einer Fabrik. Sein Vorgesetzter fordert die Belegschaft auf, der NSDAP oder einer NS-Organisation beizutreten. Er sagt, das sei gut für den Betrieb und die eigene Karriere. Herr Bauer braucht seine Arbeit dringend, hat aber Zweifel an der Partei.
Schweigen oder widersprechen Bei einem Familienessen von Familie Kaufmann äußert ein Verwandter offen antisemitische Aussagen. Alle anderen schweigen. Die Stimmung ist angespannt. Die Mutter macht später deutlich, dass man „solche Themen lieber nicht anspricht“, um keinen Ärger zu bekommen.
Teilnahme an einer nationalsozialistischen Feier Maria ist 16 Jahre alt. In ihrer Stadt findet eine große Feier mit Fahnen, Musik und Reden statt. Die Schule erwartet, dass alle Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Maria fühlt sich unwohl bei den Parolen, weiß aber, dass ihr Fernbleiben auffallen würde. Ihre Freundinnen gehen alle hin und sagen, es sei besser, „einfach mitzumachen“.
Umgang mit einer ausgegrenzten Mitschülerin Anna besucht eine Schule, an der ein jüdisches Mädchen zunehmend diskriminiert wird. Einige Mitschülerinnen und Mitschüler beleidigen sie offen oder meiden sie. Auch die Lehrkraft greift nicht ein oder beteiligt sich an der Ausgrenzung. Das Mädchen darf bald nicht mehr am Unterricht teilnehmen und wird schließlich ganz von der Schule ausgeschlossen. Anna weiß, dass ein offenes Unterstützen gefährlich sein kann, möchte aber nicht wegsehen.
Das Hissen der Fahne In der Straße von Familie Weber wird angekündigt, dass an einem bestimmten Tag alle Haushalte die Hakenkreuzfahne aus dem Fenster hängen sollen. Die Nachbarn achten genau darauf, wer mitmacht und wer nicht. Herr Weber lehnt das Regime innerlich ab, weiß aber, dass ein Nicht-Mitmachen auffallen könnte. Seine Kinder fragen, warum ihre Familie „anders“ sein will.
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Alltag im Nationalsozialismus Entscheidungen unter Druck II. Beschreibe, welche verschiedenen Möglichkeiten die jeweilige Person in der Situation hatte! Überlege dabei: • Mitmachen • Ablehnen • Ausweichen • Anpassen ohne Überzeugung Erkläre auch, welche möglichen Folgen diese Entscheidungen haben konnten! • für die betroffene Person selbst • für andere Menschen Berücksichtige dabei sowohl kurzfristige als auch langfristige Folgen! Paul: _____________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ Maria: ____________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ Hr. Schneider: ______________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ Anna: ____________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ Hr. Bauer: _________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ Familie Kaufmann: __________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ Familie Weber: _____________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Alltag im Nationalsozialismus Entscheidungen unter Druck III. Beantworte abschließend schriftlich: • Gab es wirklich freie Entscheidungen? • Wo waren die Handlungsspielräume besonders eingeschränkt?
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Kraft durch Freude Die Organisation „Kraft durch Freude“ (KdF) war Teil der nationalsozialistischen Arbeitsorganisation. Sie sollte den Menschen zeigen, dass der NS-Staat sich um ihr Freizeit- und Kulturleben kümmerte. Viele Angebote wie Theaterbesuche, Konzerte, Sportveranstaltungen oder Reisen waren sehr günstig oder kostenlos. Besonders beliebt waren organisierte Ausflüge und Urlaubsfahrten. Finanziert wurden diese Programme unter anderem mit dem Vermögen der Gewerkschaften, die 1933 verboten wurden. KdF war damit nicht nur ein Freizeitangebot, sondern auch ein Mittel, um Zustimmung zum Regime zu gewinnen.
Quelle: nach: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Daten zu „Kraft durch Freude“, 1933–1938 (Darstellung vereinfacht)
Beschreibe, welche drei Angebote von KdF am meisten genutzt wurden, und welche zwei Angebote vergleichsweise wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten!
Viele Angebote von KdF waren sehr günstig: Theaterkarten kosteten oft nur etwa 0,50–1 Reichsmark; Urlaubsreisen waren deutlich billiger als normale Reisen; manche Veranstaltungen waren sogar kostenlos. Zum Vergleich: Ein Arbeiter verdiente damals etwa 100–150 Reichsmark im Monat. Erkläre mithilfe von Grafik und Text, warum KdF für viele Menschen attraktiv war. Gehe dabei besonders auf die niedrigen Preise und die Freizeitangebote ein!
Nimm in deinem Heft Stellung: War „Kraft durch Freude“ vor allem ein soziales Angebot oder ein politisches Mittel zur Beeinflussung der Bevölkerung? Begründe deine Meinung mit mindestens einem Argument aus der Grafik und einem Argument aus dem Text!
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Vom Konflikt zum Krieg Ursachen im Überblick Der Zweite Weltkrieg hatte nicht nur einen einzigen Auslöser, sondern entstand aus mehreren Ursachen, die sich über Jahre aufgebaut haben. Lies die folgenden Ursachen zunächst aufmerksam durch! Versailler Vertrag (1919) Der Versailler Vertrag belastete Deutschland stark durch Gebietsverluste, Reparationszahlungen und militärische Einschränkungen. Viele Menschen empfanden ihn als ungerecht. Hitler-Stalin-Pakt (1939) Deutschland und die Sowjetunion schlossen einen Nichtangriffspakt mit geheimen Zusatzvereinbarungen. Folgen des Ersten Weltkriegs Der Erste Weltkrieg hinterließ politische Instabilität, wirtschaftliche Probleme und ungelöste Konflikte in Europa. Appeasement-Politik Großbritannien und Frankreich gaben Deutschland nach, um einen Krieg zu vermeiden.
Weltwirtschaftskrise (ab 1929) Arbeitslosigkeit und Armut führten zu Unsicherheit, Radikalisierung und politischer Instabilität.
Münchner Abkommen (1938) Die Abtretung des Sudetenlands schwächte die Tschechoslowakei und stärkte Deutschland.
Machtübernahme der Nationalsozialisten (1933) Mit Hitlers Machtübernahme verfolgte Deutschland eine aggressive Außenpolitik. Aufrüstung Deutschlands Deutschland begann trotz Verbots massiv aufzurüsten und bereitete sich militärisch vor.
Überfall auf Polen (1. September 1939) Der deutsche Angriff auf Polen löste den Zweiten Weltkrieg aus.
Nationalismus und Revisionismus In mehreren Ländern wuchs der Wunsch, Grenzen zu verändern und verlorene Gebiete zurückzugewinnen.
Schwäche internationaler Zusammenarbeit Der Völkerbund konnte Konflikte nicht wirksam lösen und Aggressionen nicht stoppen. Kriegserklärungen Großbritanniens und Frankreichs Nach dem Überfall auf Polen erklärten Großbritannien und Frankreich Deutschland den Krieg.
Ordne diese Ursachen den folgenden drei Kategorien zu! langfristige Ursachen (Ursachen, die schon lange vor dem Krieg entstanden sind)
mittelfristige Ursachen (Entwicklungen in den Jahren vor dem Krieg)
kurzfristige Auslöser (Ereignisse, die den Krieg unmittelbar ausgelöst haben)
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FASCHISMUS – NATIONALSOZIALISMUS – KOMMUNISMUS
Das Leid der Zivilbevölkerung I. Die abgebildete Postkarte aus Wiener Neustadt ist eine historische Quelle aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Sie gibt Einblick in die Erfahrungen von Zivilistinnen und Zivilisten während eines Bombenangriffs. Lies die Postkarte aufmerksam durch!
a) Ordne die Quelle zeitlich ein! Nutze Hinweise aus dem Text (z.B. Datum, Kriegsereignisse), um zu begründen, aus welchem Jahr die Postkarte stammt!
1939
1941 1944
Entnimm der Quelle konkrete Informationen! Wie nahe schlug die Bombe beim Haus ein?
Wo befand sich Ilse während des Bombenangriffs?
In welcher Stadt lebte sie?
b) Erkläre, was die Postkarte über das Leben der Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg zeigt! Denke an: Gefahren durch Bombenangriffe, Auswirkungen auf Wohnungen und Alltag und Gefühle der Menschen!
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HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
Das Leid der Zivilbevölkerung II. c) Untersuche, wie die Schreiberin ihre Situation beschreibt! Achte darauf: • Welche Gefühle werden deutlich? • Welche Formulierungen zeigen Hoffnung oder Angst?
d) Beurteile: Wie stark war das Leben der Zivilbevölkerung vom Krieg betroffen? Begründe deine Meinung mit: • einem Beispiel aus der Postkarte • deinem eigenen Wissen über den Zweiten Weltkrieg
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HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
Ausgrenzung ist niemals harmlos I. Ausgrenzung bedeutet, dass bestimmte Menschen oder Gruppen benachteiligt, ausgeschlossen oder abgewertet werden. Das kann aus politischen, religiösen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Gründen geschehen. Wähle einen der folgenden Fälle aus und lies die kurze Beschreibung aufmerksam durch!
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Im Nationalsozialismus wurden jüdische Menschen systematisch aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Sie durften viele Berufe nicht mehr ausüben, ihre Kinder wurden aus Schulen gedrängt, Geschäfte boykottiert und Menschen öffentlich gekennzeichnet. Antisemitische Propaganda stellte jüdische Menschen als „Feinde“ dar. Während der Kolonialzeit wurden Menschen aus Afrika als minderwertig dargestellt. Sie hatten kaum Rechte, wurden ausgebeutet und oft gezwungen, für die Kolonialmächte zu arbeiten. Rassistische Vorstellungen dienten dazu, diese Ungleichbehandlung zu rechtfertigen. Menschen, die aus Kriegsoder Krisengebieten fliehen, werden in manchen Ländern abgelehnt oder ausgegrenzt. Oft heißt es, sie würden „zu viel kosten“, „nicht dazugehören“ oder „eine Gefahr darstellen“.
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Ein Kind wird wegen seiner Herkunft, Religion, Sprache, Kleidung oder eines Handicaps ausgeschlossen. Andere reden schlecht über das Kind oder lassen es bewusst nicht mitmachen. Roma und Sinti wurden über Jahrhunderte hinweg ausgegrenzt. Auch heute erleben viele von ihnen Vorurteile, Benachteiligung bei Wohnraum, Bildung oder Arbeit und werden pauschal kriminalisiert. Menschen, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter* oder queer (LGBTQ+) identifizieren, erleben in vielen Ländern – aber auch im Alltag – Ausgrenzung. Sie werden beleidigt, nicht ernst genommen oder ausgeschlossen, zum Beispiel in der Schule, im Sportverein oder im Berufsleben. Oft wird behauptet, ihre Lebensweise sei „unnormal“, „falsch“ oder passe nicht zu bestimmten religiösen oder gesellschaftlichen Vorstellungen.
Beantworte zu deinem gewählten Fall schriftlich! • • • • •
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Wer wird ausgeschlossen? (Welche Gruppe oder Person ist betroffen?) Welche Begründungen werden genannt? (Welche Vorurteile, Behauptungen oder „Argumente“ werden verwendet?) Wem nützt diese Ausgrenzung? (Wer gewinnt dadurch Macht, Vorteile oder Sicherheit? Wer fühlt sich überlegen?) Warum sind diese Begründungen problematisch oder falsch? Welche Folgen hat Ausgrenzung für die Betroffenen und für die Gesellschaft?
HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
Ausgrenzung ist niemals harmlos II. Nachdem du einen Fall von Ausgrenzung untersucht hast, überlege nun, wie Ausgrenzung verhindert oder ihr entgegengewirkt werden kann! Notiere: • Was Einzelpersonen tun können, wenn sie Ausgrenzung beobachten • Was Schulen, Vereine oder die Gesellschaft tun können • Wo Grenzen des eigenen Handelns liegen
Erstelle eine kurze Liste mit 5 konkreten Tipps, wie man auf Ausgrenzung reagieren kann! 1. ________________________________________________________________________ 2. ________________________________________________________________________ 3. ________________________________________________________________________ 4. ________________________________________________________________________ 5. ________________________________________________________________________ Arbeitet allein oder in Kleingruppen zusammen und gestaltet eine Mindmap oder ein Plakat mit dem Titel „Gemeinsam gegen Ausgrenzung“! Sammelt und ordnet dazu: • Ideen, wie Ausgrenzung verhindert werden kann, • Regeln, die ein faires Zusammenleben ermöglichen, • Werte, die für ein respektvolles Miteinander wichtig sind (z. B. Respekt, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Mut, Zusammenhalt). Achtet darauf, dass eure Ergebnisse übersichtlich, verständlich und anschaulich dargestellt sind (Farben, Symbole, Beispiele)! Stellt euer Plakat / eure Mindmap der Klasse vor und erklärt kurz, warum euch diese Regeln und Werte besonders wichtig sind! Beantworte abschließend schriftlich: • Warum ist es wichtig, nicht wegzusehen? • Was war für dich neu oder überraschend?
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HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
Paul Martin Neurath Verfolgung, Flucht und Neubeginn Paul Martin Neurath wurde 1911 in Wien geboren. Sein Vater Otto Neurath war ein bekannter Wissenschaftler und politisch engagiert. Paul Martin studierte zunächst Rechtswissenschaften, obwohl er sich eigentlich für Sozialwissenschaften interessierte. Während seiner Studienzeit engagierte er sich politisch und trat der Sozialistischen Jugend bei. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich geriet Neurath in Gefahr. Er versuchte, aus Österreich zu fliehen, wurde jedoch kurz vor der Grenze verhaftet. Die Nationalsozialisten verschleppten ihn in die Konzentrationslager Dachau und später Buchenwald. Nach seiner Entlassung gelang ihm die Flucht ins Ausland. Über Schweden kam er schließlich in die USA, wo er studieren und wissenschaftlich arbeiten konnte. Seine Erfahrungen im Konzentrationslager verarbeitete er später in dem Buch „Die Gesellschaft des Terrors“, das ein wichtiger Zeitzeugenbericht ist. Kreuze die richtigen Aussagen an! Mehrere Antworten können richtig sein. 1. Paul Martin Neurath …
studierte in den USA Soziologie arbeitete nie körperlich
war Mitglied der Sozialistischen Jugend wurde in Wien geboren
2. Nach seiner Verhaftung …
kam er sofort frei durfte er weiterstudieren
wurde er in Konzentrationslager deportiert wurde er politisch verfolgt
Bringe die folgenden Stationen des Lebens von Paul Martin Neurath in die richtige Reihenfolge! Arbeit als Dreher in Schweden Studium an der Universität Columbia Verhaftung nach dem „Anschluss“ Deportation in Konzentrationslager Geburt in Wien Erkläre in 4–5 Sätzen: • warum Neurath fliehen musste. • welche Schwierigkeiten er überwinden musste. • was ihm der Neuanfang ermöglichte.
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HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
Alltag im Konzentrationslager Der Tagesablauf eines Häftlings I. Die folgenden Auszüge stammen aus dem Buch von Paul Martin Neurath und schildern einen Tag im Konzentrationslager. Lies sie genau durch! Der Tag im Konzentrationslager beginnt lange vor Morgengrauen … Ein paar Minuten später sind alle damit beschäftigt, ihre Betten zu „bauen“. Dies ist eine der kompliziertesten und wichtigsten Tätigkeiten im Leben eines Häftlings, geheiligt durch so manche fünfundzwanzig Stockhiebe. … Sobald sich die Männer gewaschen und angezogen haben, stellen sie sich für den „Kaffee“ an, der inzwischen gebracht worden ist. Wir bekamen nie heraus, womit sie das Wasser färbten, … Sobald die Spinde fertig sind, werden die Männer aus den Blocks getrieben, gleichgültig, wie das Wetter ist, … Wenn ein Mann nicht aufstehen kann, helfen ihm seine Mitgefangenen. … Wenn er nicht gehen kann, tragen ihn die anderen. … Die Häftlinge gehen zur Arbeit, bei welchem Wetter auch immer. Wir haben gearbeitet, als Männer wie die Fliegen an Sonnenstich starben, und wir haben gearbeitet, als Männer vor Kälte tot umfielen. … Da sie (Wunden) nicht versorgt wurden, platzten die Blasen auf, und die Haut ging ab. In die offenen Wunden kam Staub und Dreck. Sie begannen zu eitern, und es entstanden große Wundflächen. … Zwei aus unserer Gruppe verloren gleich in den ersten Wochen eine Hand. … Quelle: iStock / Getty Images, Fotograf:in: paulprescott72, Mauer und Stacheldraht
In Dachau marschieren die Häftlinge um elf Uhr zum Mittagessen nach Hause. … Aus jeder Stube werden ein paar Männer zur Küche abgeordnet. Sie marschieren in Reih und Glied los, holen die Kübeln mit dem Essen und marschieren in Reih und Glied wieder zurück. … jeweils drei Mann tragen zusammen zwei Kübel mit etwa 40 Litern. Die heiße Suppe schwappt über die Ränder und verbrennt ihnen die Hände. Aber sie dürfen die Kübel nicht absetzen. … Die Männer essen hastig. Sobald sie ihr Essen hinuntergeschlungen haben, rennen sie zum Waschraum, um ihre Näpfe zu reinigen. Es gibt zwölf Wasserhähne mit kaltem Wasser für hundert Männer, deren Blechnäpfe spiegelblank sein müssen. …Sobald das Essgeschirr gesäubert ist, werden die Männer aus den Blocks gejagt. Sie verbringen den Rest der Mittagspause im Freien, auch wenn es regnet oder hagelt. … Auch der Nachmittag zieht sich wieder hin, … Unter den Häftlingen kursiert der Spruch: „Zwei Wünsche hat der Mensch im Konzentrationslager: vormittags, dass es bald Mittag wird, und nachmittags, dass es bald Abend wird.“ In Dachau ist der offizielle Arbeitstag um 18:00 Uhr zu Ende. … Sofort nach der Rückkehr von der Arbeit gibt es einen Zählappell. … Männer, die zu einer Stunde „Baumhängen“ verurteilt wurden, werden während des Appells aufgehängt. Fünfeinhalbtausend Männer hören ihrem Schreien zu. … Nach dem Appell gehen die Essenshohler zur Küche, die Strafarbeiter, die Überstunden machen müssen, und die „Torsteher“, die zur Strafe den ganzen Abend über beim Tor Aufstellung nehmen müssen, melden sich bei ihren Peinigern, … Kurz vor neun Uhr werden die Strafarbeiter und die Torsteher nach Hause geschickt. Das Abpfeifen ertönt und alle eilen zu ihren Blocks. Kurz danach ertönt ein zweites Abpfeifen. Es bedeutet „Licht aus“. Jeder, der nach „Licht aus“ seinen Block verlässt, wird ohne Anruf „beim Fluchtversuch“ erschossen. (Quelle: Neurath, Paul Martin: Die Gesellschaft des Terrors. Innenansichten der Konzentrationslager Dachau und Buchenwald, S. 44-58)
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Alltag im Konzentrationslager Der Tagesablauf eines Häftlings II. Lies die Textauszüge auf der vorigen Seite aufmerksam durch und markiere anschließend im Text: • Tätigkeiten mit Rot • Gewalt und Strafen mit Blau • Hinweise auf Hunger, Erschöpfung oder Krankheit mit Grün Erkläre anhand von drei Beispielen aus dem Text: • wie Disziplin und Kontrolle ausgeübt wurden • wie der Körper der Häftlinge geschwächt wurde • warum Solidarität unter den Häftlingen lebenswichtig war
Beurteile, warum man den Alltag im Konzentrationslager als systematischen Terror bezeichnen kann! Beziehe dich dabei auf mindestens zwei Textstellen.
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Menschlichkeit, Hoffnung und Gerechtigkeit im Konzentrationslager I. Sein Buch widmete Paul Martin Neurath unter anderem auch seinem Mithäftling Franz Steinberg, einem Studenten aus Berlin. Im folgenden Textausschnitt schildert Neurath ein Gespräch, das zeigt, wie Menschen im Konzentrationslager über Leben, Tod und Gerechtigkeit nachdachten.
Eines Tages, die träumerischen Augen und die Gedanken weit, weit fort, fragte er mich plötzlich: „Sag, glaubst du an die ewige Gerechtigkeit?“ Ich zuckte die Achseln: „Schau dich um. Vielleicht findest du sie ja.“ „Aber genau deswegen frage ich. Irgendjemand muss das alles doch einmal rächen.“ „Hör, Junge, wenn du es nicht selber rächst, wird es niemand für dich tun.“ „Vielleicht hast du Recht. Aber ein Mensch kann vorher sterben.“ „Jetzt red keinen Unsinn. Du stirbst nicht morgen. Und solltest du morgen sterben, dann werde ich dich rächen.“ Franz Steinberg starb am nächsten Tag. (Quelle: Neurath, Paul Martin: Die Gesellschaft des Terrors. Innenansichten der Konzentrationslager Dachau und Buchenwald, S. 10)
Beschreibe in eigenen Worten, worüber Franz Steinberg nachdenkt und wie Neurath auf ihn reagiert!
Erkläre, warum die Frage nach „ewiger Gerechtigkeit“ im Konzentrationslager besonders wichtig ist! Denke an: • die Situation der Häftlinge • Ungerechtigkeit und Gewalt im Lager
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Menschlichkeit, Hoffnung und Gerechtigkeit im Konzentrationslager II. Nimm ausführlich Stellung zu den folgenden Fragen: a) Erkläre, welche Bedeutung Hoffnung für Häftlinge in Extremsituationen haben konnte! Gehe darauf ein, ob Hoffnung eher Kraft zum Überleben geben oder auch zu Enttäuschung führen konnte! b) Untersuche, wie sich Solidarität zwischen Häftlingen in dem Gespräch zeigt! Achte darauf, wie die beiden Männer miteinander sprechen und was Neuraths Reaktion über Zusammenhalt aussagt. c) Erläutere, was das Gespräch über das Menschsein im Konzentrationslager deutlich macht! Gehe dabei auf Gefühle, Angst, Mitgefühl, Würde und den Umgang mit Ungerechtigkeit ein.
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Schlüsselbegriffe der österreichischen Geschichte 1945 - 1955 Erkläre die folgenden Begriffe in eigenen Worten! Gib zusätzlich an, in welcher Phase der österreichischen Geschichte (1945 – 1955) der Begriff besonders wichtig war! TIPP: Verwende kurze, klare Sätze und schreibe keine Lexikon-Definitionen ab! Begriff
Erklärung
Zeit
Unabhängigkeit Besatzungszonen Staatsvertrag Neutralität Souveränität Alliierte Mächte Besatzungszeit Wiederaufbau Demokratie Selbstbestimmung Wähle drei Begriffe aus der Liste und erkläre ihren Zusammenhang in 3–4 Sätzen!
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Alltag in der Besatzungszeit Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Österreich mehrere Jahre lang von fremden Mächten besetzt. Diese Zeit wird Besatzungszeit (1945–1955) genannt. Lies die vorliegenden Texte und betrachte die Bilder zur Besatzungszeit aufmerksam! Alltag nach dem Krieg Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Österreich schwer zerstört. Viele Städte lagen in Trümmern, Wohnungen waren beschädigt oder fehlten ganz. Lebensmittel waren knapp, viele Menschen litten unter Hunger. Um Brot, Zucker oder Fett zu bekommen, benötigten die Menschen Lebensmittelkarten. Oft reichten die Rationen nicht aus. Quelle: Otto Croy, Schwarzmarkt im Resselpark, Wien 1945/46, Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv.
Quelle: Welcome to U.S. Zone Austria, ca. 1950, The Granger Collection / Bridgeman Images
Leben unter Besatzung Österreich war in vier Besatzungszonen aufgeteilt. In jeder Zone waren Soldaten einer anderen Siegermacht stationiert. Auch Wien war in vier Sektoren geteilt. Die Besatzungsmächte bestimmten viele politische und wirtschaftliche Entscheidungen. Österreich war noch kein vollständig selbstständiger Staat. Für die Bevölkerung bedeutete dies Einschränkungen, aber auch Sicherheit vor einem neuen Krieg. Begegnungen mit Besatzungssoldaten gehörten zum Alltag – sie konnten freundlich, aber auch belastend sein.
Herausforderungen im Alltag Der Alltag war von Unsicherheit geprägt. Viele Menschen wussten nicht, wie es politisch weitergehen würde. Arbeit war schwer zu finden, Heizmaterial fehlte, und der Schwarzmarkt spielte eine große Rolle. Zusätzlich befanden sich 1945 rund 1,6 Millionen Flüchtlinge im Land, von denen viele dauerhaft in Österreich blieben. Gleichzeitig versuchten viele Menschen, ihr Leben neu zu ordnen. Vereine, Schulen und demokratische Parteien wurden wieder aufgebaut. Trotz aller Schwierigkeiten wuchs die Hoffnung auf ein unabhängiges Österreich.
Quelle: Arbeiter-Zeitung, „Lebensmittelaufrufe“, Juli 1946, Bezirksmuseum Hietzing.
Beschreibe in deinem Heft, wie Menschen während der Besatzungszeit lebten. Gehe dabei zum Beispiel auf folgende Bereiche ein: Wohnen und Versorgung – Arbeit und Schule – Begegnungen mit Besatzungssoldaten Erkläre, welche Einschränkungen es im Alltag gab (z.B. durch Vorschriften, Mangel oder Kontrolle) und welche Herausforderungen die Menschen bewältigen mussten! Formuliere abschließend, wie sich diese Situation für Kinder, Jugendliche oder Familien angefühlt haben könnte!
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Schulalltag nach dem Krieg Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war der Schulalltag in Österreich von großen Schwierigkeiten geprägt. Beim Einmarsch der westlichen Alliierten wurde der Unterricht zunächst unterbrochen, da viele Schulgebäude beschädigt oder von Soldaten genutzt wurden. Erst im Sommer 1945 konnten einige Schulen wieder freigemacht werden. In Oberösterreich und Salzburg konnten deshalb erst ab Mitte September etwa die Hälfte aller schulpflichtigen Kinder wieder regelmäßig unterrichtet werden. Viele Schülerinnen und Quelle: David Seymour: Kinder spielen in den Trümmern, Wien 1948 Schüler mussten das Schuljahr wiederholen oder durch Prüfungen zeigen, dass sie in die nächste Schulstufe aufsteigen konnten. In manchen Regionen, etwa in Tirol, erhielten leistungsstarke Kinder eine Probezeit, in der sie ihre Leistungen bis Weihnachten nachweisen mussten. In Wien begann der Unterricht bereits im Mai 1945. Allerdings standen viel zu wenige Klassenräume zur Verfügung: Für rund 70.000 Kinder gab es weniger als 1.000 Klassenzimmer. Deshalb wurden viele Schulen im sogenannten Schichtbetrieb geführt. Eine Klasse wurde am Vormittag, eine andere am Nachmittag unterrichtet. Besonders hart traf der Winter die Schulkinder. In den Jahren 1945 bis 1947 fehlte es an Heizmaterial. Schulferien mussten verlängert werden, und zeitweise gab es einen Notunterricht, bei dem die Kinder nur einmal pro Woche in die Schule kamen. Eine Erhebung des Wiener Stadtschulrats zeigte, wie groß die Not war: Viele Kinder hatten keine passenden Schuhe oder warme Kleidung. Trotzdem versuchten die meisten regelmäßig zur Schule zu gehen – selbst unter sehr schwierigen Bedingungen. Fasse in 5–6 Stichpunkten zusammen, welche Probleme den Schulalltag nach 1945 besonders prägten!
Berechne, wie viele Schülerinnen und Schüler sich durchschnittlich ein Klassenzimmer in Wien teilen mussten!
Erkläre, warum diese Situation für Kinder und Lehrkräfte problematisch war!
Nimm in deinem Heft Stellung: Warum war es für viele Kinder und Familien trotzdem wichtig, zur Schule zu gehen? Überlege selbst und begründe deine Meinung. Denke zum Beispiel an: • • • •
Zukunftschancen (z. B. Bildung, Beruf) Struktur im Alltag Gemeinschaft mit anderen Kindern Hoffnung auf ein besseres Leben
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Aufarbeitung nach 1945 Entnazifizierung verstehen I. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs versuchte Österreich, sich vom Nationalsozialismus zu lösen. Dazu wurden verschiedene Maßnahmen der Entnazifizierung eingeführt. Lies die folgenden kurzen Informationstexte zu einzelnen Maßnahmen der Entnazifizierung aufmerksam durch. 1. Verbotsgesetze Nach 1945 wurden in Österreich Gesetze erlassen, die die NSDAP und ihre Organisationen verboten. Nationalsozialistische Symbole, Propaganda und öffentliche Auftritte wurden untersagt. Ziel war es, nationalsozialistisches Gedankengut aus dem öffentlichen Leben zu entfernen. 2. Entlassungen aus dem Staatsdienst Viele ehemalige NSDAP-Mitglieder arbeiteten als Lehrerinnen und Lehrer, Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter oder Polizisten. Nach dem Krieg wurden zahlreiche von ihnen zunächst aus dem Staatsdienst entlassen. In der Praxis kehrten jedoch viele wegen Personalmangels später wieder in ihre Berufe zurück. 3. Gerichtsverfahren gegen Täter Für schwer belastete Nationalsozialisten wurden Gerichtsverfahren durchgeführt. Spezielle Volksgerichte sollten Kriegsverbrechen und schwere NS-Verbrechen ahnden. Einige Täter wurden zu Haftstrafen verurteilt, andere freigesprochen oder begnadigt. 4. Registrierung und Einstufung Viele Menschen mussten Fragebögen ausfüllen, in denen sie ihre Rolle während der NS-Zeit offenlegen sollten. Auf dieser Grundlage wurden sie als Täter, Belastete, Minderbelastete oder Mitläufer eingestuft. Diese Einstufung entschied über Strafen oder Einschränkungen. 5. Politische Einschränkungen Ehemalige Nationalsozialisten durften zeitweise nicht wählen oder politische Ämter ausüben. Diese Einschränkungen sollten verhindern, dass NS-Ideologie weiterhin Einfluss auf Politik und Gesellschaft nahm. Untersuche jede Maßnahme mithilfe der Leitfragen: • Wen betraf diese Maßnahme? • Welche Folgen hatte sie für die Betroffenen? Stelle deine Ergebnisse übersichtlich in der folgenden Tabelle dar! Maßnahme
Wen betraf sie?
Welche Folgen hatte sie?
…
…
…
…
…
…
Verbotsgesetze
Entlassungen
Gerichtsverfahren
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Aufarbeitung nach 1945 Entnazifizierung verstehen II. Lies die folgenden Aussagen zur Entnazifizierung in Österreich aufmerksam durch! Entscheide jeweils, ob die Aussage richtig oder falsch ist! richtig
x
Alle ehemaligen Mitglieder der NSDAP wurden nach 1945 streng bestraft. Ziel der Entnazifizierung war es, einen demokratischen Neubeginn in Österreich zu ermöglichen. Viele Menschen, die während der NS-Zeit Mitläufer waren, blieben nach 1945 unbehelligt.
falsch
x x
Die Entnazifizierung begann sofort nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In Österreich wurden spezielle Gesetze zur Entnazifizierung erlassen. Entnazifizierung betraf nur Politiker und keine anderen Berufsgruppen. Der Kalte Krieg hatte Einfluss darauf, wie konsequent die Entnazifizierung durchgeführt wurde. Viele ehemalige Nationalsozialisten wurden später wieder in den Staatsdienst aufgenommen. Opfer des Nationalsozialismus spielten bei der Entnazifizierung immer eine zentrale Rolle. Alle ehemaligen Nationalsozialisten mussten Österreich nach 1945 verlassen. Entnazifizierung sollte verhindern, dass nationalsozialistische Ideen weiterverbreitet werden. Nach 1945 wurde Entnazifizierung von der österreichischen Bevölkerung einhellig unterstützt. Die Entnazifizierung verlief in allen österreichischen Bundesländern gleich. Personalmangel war ein Grund dafür, warum die Entnazifizierung oft abgeschwächt wurde. Entnazifizierung bedeutete auch, sich kritisch mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Welche zwei Aussagen findest du besonders überraschend? Begründe!
Welche Aussage zeigt am deutlichsten, warum Entnazifizierung schwierig war?
Formuliere eine eigene richtige oder falsche Aussage zum Thema!
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Aufarbeitung nach 1945 Im folgenden Suchrätsel haben sich acht Begriffe rund um die österreichische Verfassung versteckt. Suche diese und markiere sie!
Wähle drei der gefundenen Begriffe aus und erkläre sie in eigenen Worten! Wort
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Bedeutung
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Demokratie zum Anfassen Verfassungsprinzipien im Alltag Die österreichische Verfassung beruht auf mehreren Grundprinzipien, die festlegen, wie der Staat organisiert ist und wie Macht ausgeübt wird. Ordne jedem Grundprinzip die passende Erklärung zu! Grundprinzipien demokratisches Prinzip republikanisches Prinzip bundesstaatliches Prinzip rechtsstaatliches Prinzip liberales Prinzip
Erklärung Der Staat ist in mehrere Bundesländer gegliedert, die eigene Zuständigkeiten haben. Staatliche Macht ist auf verschiedene Bereiche aufgeteilt, damit kein Machtmissbrauch entsteht. Der Staat ist kein Königreich. Das Staatsoberhaupt wird gewählt und nicht vererbt. Die Staatsgewalt geht vom Volk aus. Politische Entscheidungen werden durch Wahlen und Abstimmungen beeinflusst. Die Freiheit und die Grundrechte der Menschen stehen im Mittelpunkt und müssen geschützt werden.
Wähle zwei Grundprinzipien aus und erkläre, wo du sie im Alltag oder in der Politik wiederfindest!
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Die vier Säulen der umfassenden Landesverteidigung Die umfassende Landesverteidigung in Österreich besteht aus vier Säulen, die gemeinsam zur Sicherheit des Staates beitragen. Betrachte die Grafik zur umfassenden Landesverteidigung genau! Trage zu jeder Säule zwei passende Beispiele in die vorgesehenen Felder ein!
Beispiel 1:
Beispiel 1:
Beispiel 1:
Beispiel 1:
Beispiel 2:
Beispiel 2:
Beispiel 2:
Beispiel 2:
Wähle eine Säule aus und erkläre in 2–3 Sätzen, warum sie für die Sicherheit Österreichs wichtig ist!
Beurteile, wie die vier Säulen der umfassenden Landesverteidigung zusammenwirken! Erkläre, warum keine einzelne Säule für sich allein ausreicht, um die Sicherheit Österreichs zu gewährleisten!
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Kompromiss oder Konflikt? Entscheidungen in der Sozialpartnerschaft I. In der österreichischen Sozialpartnerschaft treffen unterschiedliche Interessen aufeinander. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der Staat müssen Entscheidungen treffen, die Folgen für viele Menschen haben. 1. Arbeitet in Kleingruppen (3–4 Personen)! 2. Jede Gruppe wählt eine Entscheidungskarte! 3. Lest die Situation aufmerksam durch! 4. Diskutiert gemeinsam und entscheidet euch für eine mögliche Reaktion! 5. Haltet eure Entscheidung schriftlich fest! Leitfragen zur Bearbeitung: • • •
Welche Interessen stehen sich gegenüber? Welche Entscheidung trefft ihr? Welche Folgen hat diese Entscheidung? - für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? - für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber? - für die Gesellschaft? Entscheidungskarte 1: Lohnforderung Die Gewerkschaft fordert höhere Löhne, weil die Lebenshaltungskosten stark gestiegen sind. Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sagen, dass viele Betriebe Arbeitsplätze abbauen müssten. Mögliche Entscheidungen: • Löhne deutlich erhöhen • Löhne nur leicht erhöhen • Keine Erhöhung, aber andere Ausgleichsmaßnahmen
Entscheidungskarte 2: Arbeitszeit Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wünschen sich eine kürzere Arbeitszeit, um Familie und Arbeit besser zu vereinbaren. Die Betriebe befürchten Produktionsverluste. Mögliche Entscheidungen: • Arbeitszeit verkürzen • Flexible Arbeitszeiten einführen • Alles bleibt wie bisher Entscheidungskarte 3: Lehrlinge Lehrlinge fordern mehr Unterstützung und bessere Bezahlung. Unternehmen argumentieren, dass Ausbildung bereits viel Geld kostet. Mögliche Entscheidungen: • Lehrlingsentschädigung erhöhen • Zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten anbieten • Keine Änderungen
Entscheidungskarte 4: Standortentscheidung Ein Unternehmen überlegt, einen Teil der Produktion ins Ausland zu verlagern, weil dort die Kosten niedriger sind. Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber argumentieren, dass dies notwendig ist, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befürchten den Verlust von Arbeitsplätzen. Mögliche Entscheidungen: • Produktion teilweise verlagern • Standort in Österreich sichern, aber Kosten senken • Staatliche Unterstützung oder Förderung einfordern Entscheidungskarte 5: Streikdrohung Die Verhandlungen stocken. Die Gewerkschaft droht mit einem Streik. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber warnen vor wirtschaftlichen Schäden. Mögliche Entscheidungen: • Streik durchführen • Weiter verhandeln • Staatliche Vermittlung fordern Entscheidungskarte 6: Homeoffice Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer möchten dauerhaft im Homeoffice arbeiten. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sehen Vorteile, befürchten aber weniger Kontrolle und Teamarbeit. Mögliche Entscheidungen: • Recht auf Homeoffice • Freiwillige Vereinbarungen • Kein Homeoffice
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ZWEITE REPUBLIK ÖSTERREICH
Kompromiss oder Konflikt? Entscheidungen in der Sozialpartnerschaft II. Beurteile die Entscheidung eurer Gruppe: • • •
War sie für alle Beteiligten gerecht? Welche Gruppe musste am meisten nachgeben? Hätte es eine bessere Lösung gegeben?
Begründe deine Meinung mit zwei Argumenten!
Erkläre an einem Beispiel (Ferienjob, Lehrstelle, Praktikum): • •
Wo könnte Sozialpartnerschaft eine Rolle spielen? Welche Regeln oder Schutzmechanismen sind wichtig?
Was habe ich gelernt? Vervollständige die Sätze! Ich habe gelernt, dass
Mir war neu, dass
Schwierige Entscheidungen sind notwendig, weil
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SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Ungleich oder unfair I.? Im Alltag sind Menschen oft nicht gleichgestellt. Nicht jede Ungleichheit ist automatisch ungerecht. Lies die Beispiele aufmerksam durch! Ordne jedes Beispiel einer der beiden Kategorien zu! • •
ungleich, aber fair (Trage dafür den Buchstaben F ein.) ungleich und unfair (Trage dafür den Buchstaben U ein.)
eit Klassenarb ieselbe : 1 e rt a lk d Beispie schreiben r le ü h c ekommt Zwei S chülerin b S e in E . it annte Schularbe eine anerk ie s il e w , mehr Zeit che hat. ä w h c Lerns Beispielka rte 3: Schu lweg Ein Schüle r wohnt se hr weit von Schule entf der ernt und da rf deshalb fr aus dem Un üher terricht geh en, zu erreiche n. Andere m um den Bus üssen bis z Schluss ble um iben.
inderung rte 5: Beh a lk Ausflug ie p is e B ht an einem itzt – ic n rf a d r ollstuhl s Ein Schüle eil er im R w iten , n e m h Möglichke teilne ie e fr re ie rr ba obwohl es gäbe. Beispielkarte 7: Herkunft Ein Kind wird bei einem Fre izeitangebot nicht aufgenommen, weil es aus einem anderen Land kommt.
Beispielka rte Ein Kind be 2: Taschengeld kommt meh rT weil es rege lmäßig im H aschengeld, a u Ein andere s Kind bek shalt mithilft. ommt wen hilft aber ka iger, um mit.
ung und rte 4: Kleid Beispielka n wird ausgelacht leri eine Eine Schü en, weil sie k s s lo ausgesch t. idung träg Markenkle Beispielkarte 6: Nebenjo b Eine Jugendliche beko mmt einen Nebenjob, weil ihre Eltern den Chef kennen. Andere Bewerbe rinnen und Bewerber werden gar nicht eingeladen.
che rte 8: Spra niger Beispielka terricht we n U im d rfekt wir h nicht pe Ein Kind c o n s e il , we aufgerufen . nn a Deutsch k
Beispielkarte 9: Sportverein Nur die besten Spielerinnen und Spieler dürfen bei einem wichtigen Turnier mitspielen. Andere trainieren zwar mit, werden aber nicht aufgestellt.
Begründe deine Zuordnung jeweils in einem kurzen Satz! Erkläre dabei, warum du die Situation als gerecht oder ungerecht empfindest!
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SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Ungleich oder unfair II.? Wähle eine Beispielkarte, die du besonders schwierig zu beurteilen fandest. Beurteile, ob diese Ungleichbehandlung gerecht oder ungerecht ist! Begründe deine Meinung mit mindestens zwei Argumenten!
Formuliere anschließend einen kurzen Text (5–6 Sätze)! „Wann ist Ungleichheit gerecht – und wann wird sie unfair?“ Gehe dabei auf mindestens zwei Kriterien ein!
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SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Bildung und Armutsrisiko I.
Arbeite in deinem Heft! a) Beschreibe, was die Grafik zeigt! Gehe dabei ein auf: • die verschiedenen Bildungsabschlüsse (z. B. Pflichtschule, Lehre, Matura, Universität) • die dargestellten Kategorien (z. B. Armutsgefährdung, materielle Benachteiligung) • die Darstellungsform (z. B. Prozentwerte, Balken) b) Erkläre in eigenen Worten die Begriffe: • Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung • Armutsgefährdung • erhebliche materielle und soziale Benachteiligung Nutze dazu die Legende der Grafik und dein Vorwissen! c) Untersuche die Unterschiede zwischen den Bildungsgruppen! Gehe dabei ein auf: • Welche Gruppe ist besonders stark betroffen? • Welche Gruppe ist am wenigsten betroffen? • Wie verändert sich das Risiko mit steigendem Bildungsabschluss? d) Vergleiche das Armutsrisiko von Personen mit: • maximal Pflichtschule • Matura • Universitätsabschluss e) Erkläre anschließend: • Welche Rolle spielt Bildung für das Armutsrisiko? • Welche möglichen Gründe könntest du dafür nennen?
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SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Bildung und Armutsrisiko II. Lies die folgenden Aussagen aufmerksam durch! Entscheide jeweils, ob die Aussage richtig oder falsch ist! Begründe jede Entscheidung in 1–2 Sätzen und beziehe dich dabei auf die Grafik (z.B. auf Prozentwerte oder Vergleiche zwischen Bildungsabschlüssen)! 1. Menschen mit Universitätsabschluss können nicht arm sein. richtig falsch Begründung: 2. Ein höherer Bildungsabschluss verringert oft das Armutsrisiko, aber nicht in allen Fällen und nicht für alle Formen von Armut gleichermaßen. richtig falsch Begründung: 3. Armutsgefährdung hängt nur vom persönlichen Fleiß ab. richtig falsch Begründung: 4. Menschen mit maximal Pflichtschulabschluss sind deutlich häufiger von Armut oder Ausgrenzung betroffen als Personen mit Matura oder Universitätsabschluss. richtig falsch Begründung: 5. Auch Personen mit höherer Bildung können von Arbeitslosigkeit oder finanziellen Problemen betroffen sein. richtig falsch Begründung: 6. Je höher der Bildungsabschluss, desto geringer ist in der Regel das Risiko, armutsgefährdet zu sein. richtig falsch Begründung: 7. Die Grafik zeigt, dass Bildung allein nicht ausreicht, um soziale Ungleichheit vollständig zu verhindern. richtig falsch Begründung: 8. Personen mit niedriger Bildung sind häufiger auf unsichere oder schlecht bezahlte Arbeitsplätze angewiesen. richtig falsch Begründung:
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SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Werte-Quiz: Wer bin ich? Lies jeden Hinweis genau durch! Jeder Hinweis beschreibt einen Wert, der für das Zusammenleben in einer Demokratie wichtig ist. Überlege, welcher Wert gemeint ist! Mögliche Werte sind zum Beispiel: Gleichheit, Toleranz, Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit. Trage den passenden Wert ein! Begründe deine Entscheidung in einem kurzen Satz! Schreibe dazu, welches Wort oder welche Aussage im Hinweis dir besonders geholfen hat! 1. „Ich fordere gleiche Rechte für alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Religion.“ Wert: Begründung: 2. „Ich erlaube Menschen, anders zu leben oder zu denken, als ich es selbst tue.“ Wert: Begründung: 3. „Ich finde es wichtig, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.“ Wert: Begründung: 4. „Ich setze mich dafür ein, dass alle fair behandelt werden und niemand benachteiligt wird.“ Wert: Begründung: 5. „Ich stehe zu anderen Menschen und unterstütze sie, besonders in schwierigen Situationen.“ Wert: Begründung: 6. „Ich respektiere die Würde jedes Menschen, egal wie er lebt oder aussieht.“ Wert: Begründung: 7. „Ich halte mich an Regeln und Gesetze, damit das Zusammenleben funktioniert.“ Wert: Begründung:
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SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Migration als Teil unserer Gesellschaft I. Lies den Informationstext aufmerksam durch und betrachte anschließend die Grafik zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Österreich genau! Bevölkerung mit Migrationshintergrund In Österreich lebt ein großer Teil der Bevölkerung mit einem Migrationshintergrund. Damit sind Menschen gemeint, die selbst im Ausland geboren wurden oder deren Eltern aus einem anderen Land zugewandert sind. Dazu zählen auch viele Menschen, die bereits die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Viele dieser Menschen leben schon lange in Österreich, arbeiten hier, besuchen Schulen oder haben hier ihre Familien. Die Grafik zeigt, dass der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Migration gehört schon seit langer Zeit zur Geschichte Österreichs und beeinflusst die Gesellschaft bis heute. Menschen wandern aus unterschiedlichen Gründen ein, zum Beispiel wegen Arbeit, Ausbildung, Familie, Krieg oder Umweltproblemen. Besonders in größeren Städten ist der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund höher als in ländlichen Regionen. Das liegt unter anderem daran, dass es dort mehr Arbeitsplätze, Ausbildungsangebote und soziale Netzwerke gibt. Migration bringt Herausforderungen, etwa beim Spracherwerb, in der Schule oder auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig bietet sie auch viele Chancen: Zuwanderung kann den Arbeitsmarkt stärken, kulturelle Vielfalt fördern und neue Ideen in die Gesellschaft bringen. Damit Migration gut gelingt, ist Integration wichtig. Integration bedeutet auch, dass Menschen mit Migrationshintergrund bereit sind, die Sprache zu lernen, Regeln zu beachten und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen – zum Beispiel in Schule, Beruf oder Vereinen. Gleichzeitig ist auch die Gesellschaft gefordert, offen zu sein und allen Menschen gleiche Chancen zu ermöglichen, etwa durch Zugang zu Bildung, Arbeit und sozialen Netzwerken.
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SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Migration als Teil unserer Gesellschaft II. Beschreibe, was die Grafik zeigt (Anteile, Entwicklung, Vergleich)!
Erkläre mit Hilfe des Textes, was mit „Migrationshintergrund“ gemeint ist!
Arbeite heraus, warum Migration für Österreich eine wichtige Rolle spielt!
Untersuche den Text! Welche Chancen und Probleme werden genannt? Ist die Darstellung eher positiv oder ausgewogen? Begründe kurz!
Nimm begründet Stellung zur Frage, wie Migration so gestaltet werden kann, dass sie für möglichst viele Menschen eine Chance darstellt! Beziehe dich dabei auf ein Argument aus dem Text und ergänze ein eigenes Beispiel. Gehe auch darauf ein, welche Probleme entstehen können, wenn Integration nicht gut gelingt!
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SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Nachhaltigkeit - Verantwortung für heute und morgen Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir so leben und wirtschaften, dass auch zukünftige Generationen ein gutes Leben führen können. Es geht darum, die natürlichen Ressourcen der Erde – wie Wasser, Luft, Boden und Rohstoffe – schonend zu nutzen und nicht zu verbrauchen, als wären sie unendlich vorhanden. Der Grundgedanke der Nachhaltigkeit lässt sich einfach erklären: Wir sollen unsere Bedürfnisse heute erfüllen, ohne die Möglichkeiten der Menschen von morgen zu gefährden. Wenn wir zu viele Rohstoffe verbrauchen, die Umwelt zerstören oder das Klima schädigen, hinterlassen wir kommenden Generationen große Probleme. Nachhaltigkeit besteht aus drei miteinander verbundenen Bereichen, die oft als drei Säulen der Nachhaltigkeit bezeichnet werden: 1. Ökologische Nachhaltigkeit: Sie bedeutet, die Umwelt zu schützen. Dazu gehören der sparsame Umgang mit Energie, der Schutz von Tieren und Pflanzen sowie Maßnahmen gegen den Klimawandel. 2. Soziale Nachhaltigkeit: Sie beschäftigt sich mit dem Zusammenleben der Menschen. Wichtige Themen sind soziale Gerechtigkeit, faire Arbeitsbedingungen, Bildung für alle und der Schutz von Menschenrechten. 3. Wirtschaftliche Nachhaltigkeit: Sie bedeutet, dass Wirtschaft langfristig funktionieren soll, ohne Menschen auszubeuten oder die Umwelt zu zerstören. Unternehmen sollen verantwortungsvoll handeln und nicht nur kurzfristigen Gewinn anstreben. Nachhaltigkeit betrifft nicht nur Politik oder Unternehmen, sondern auch den Alltag jedes Einzelnen. Entscheidungen beim Einkaufen, beim Essen, bei der Mobilität oder beim Energieverbrauch können dazu beitragen, unsere Gesellschaft nachhaltiger zu gestalten. Eine nachhaltige Zukunft ist nur möglich, wenn alle Verantwortung übernehmen: Staaten, Wirtschaft, Gesellschaft – und jede einzelne Person. In den folgenden Sätzen haben sich Fehler „eingeschlichen“. Welche zwei Aussagen sind falsch? Kreuze sie an! A B C D E F
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Nachhaltigkeit bedeutet, möglichst viele Rohstoffe zu nutzen, solange sie noch verfügbar sind. Zu Nachhaltigkeit gehört auch, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft gemeinsam zu betrachten. Soziale Nachhaltigkeit beschäftigt sich unter anderem mit fairer Arbeit, Bildung und Menschenrechten. Für eine nachhaltige Zukunft sind nur politische Entscheidungen wichtig, das Verhalten einzelner Menschen spielt keine Rolle. Nachhaltigkeit bedeutet, heute so zu handeln, dass Menschen in der Zukunft nicht schlechtere Lebensbedingungen haben. Nachhaltiges Handeln betrifft nicht nur Staaten und Unternehmen, sondern auch Entscheidungen im Alltag jedes Einzelnen.
SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Spurensuche Nachhaltigkeit Im folgenden Suchrätsel haben sich elf Begriffe zum Thema „NACHHALTIGKEIT“ versteckt. Suche diese und markiere sie mit Leuchtstift! TIPP: Suche waagrecht und senkrecht.
Wähle einen Begriff, den du besonders wichtig findest, und begründe, warum dieser Begriff für das Verständnis von Geschichte oder Gesellschaft zentral ist!
Gestalte zu einem Begriff aus dem Suchrätsel: • ein Symbol • eine kleine Zeichnung oder • einen kurzen Slogan
Erkläre, warum du diese Darstellung gewählt hast!
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GESCHICHTE UND ERINNERUNG
Viele Stimmen, eine Vergangenheit Vergangenheit kann auf verschiedene Weise dargestellt werden. Die wissenschaftliche Geschichtsforschung arbeitet mit unterschiedlichen Quellenarten (z. B. Tagebüchern, Briefen oder Zeitzeugenberichten), die sie kritisch prüft, einordnet und interpretiert. Auch persönliche Erinnerungen können wichtige Hinweise auf die Vergangenheit geben. Historikerinnen und Historiker nutzen solche mündlichen Berichte als Quellen. Diese Form der Geschichtsforschung wird Oral History genannt. Ordne die folgenden Beispiele einer der beiden Kategorien zu! Tagebuch einer Person * Schulbuch * Zeitzeugenbericht * Denkmal * Mahnmal * Historische Fachliteratur * Familienerzählung * Brief aus der Vergangenheit * Gedenkfeier * Museumsinformationstafel * Autobiografie * Film über ein historisches Ereignis * Zeitung aus der damaligen Zeit * Interview mit einer Zeitzeugin/einem Zeitzeugen * Geschichtswissenschaftlicher Aufsatz * Erinnerungstag (z. B. Nationalfeiertag, Gedenktag)
wissenschaftliche Geschichtsforschung
persönliche Erinnerung
Wähle zwei Beispiele aus und erkläre in 1–2 Sätzen, warum sie eher zur wissenschaftlichen Geschichtsforschung oder zur persönlichen Erinnerung gehören!
Überlege: Gibt es Beispiele, die man nicht eindeutig zuordnen kann? Nenne ein Beispiel und erkläre kurz, warum es sowohl zur wissenschaftlichen Geschichtforschung als auch zur persönlichen Erinnerung gehören kann!
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GESCHICHTE UND ERINNERUNG
Wahr oder verzerrt? - Aussagen zur Erinnerungskultur prüfen Lies die folgenden Aussagen aufmerksam durch. Bewerte jede Aussage:
wahr / eher richtig verzerrt / eher falsch teils–teils (kommt darauf an) Begründe deine Entscheidung jeweils in 2–3 Sätzen! 1. „Denkmäler zeigen immer die Wahrheit.“ Bewertung: wahr verzerrt teils–teils Begründung:
2. „Zeitzeugen erinnern sich objektiv.“ Bewertung: wahr
verzerrt teils–teils
Begründung:
3. „Erinnerung ist politisch.“ Bewertung: wahr verzerrt teils–teils Begründung:
4. „Was erinnert wird, entscheidet die Gesellschaft gemeinsam.“ Bewertung: wahr verzerrt teils–teils Begründung:
5. „Vergessen ist das Gegenteil von Erinnern.“ Bewertung: wahr verzerrt teils–teils Begründung:
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GESCHICHTE UND ERINNERUNG
Erinnerungskultur im Wandel der Zeit I. Lies die Informationstexte zunächst aufmerksam durch! Österreichs Umgang mit der NS-Zeit nach 1945
Österreichs Umgang mit der NS-Zeit heute
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stellte sich Österreich lange Zeit als erstes Opfer des Nationalsozialismus dar. Diese Sichtweise wird als Opferthese bezeichnet. Sie beruhte auf der Annahme, dass Österreich 1938 gegen seinen Willen von Deutschland übernommen worden sei und deshalb keine Verantwortung für die Verbrechen des NS-Regimes trage.
Heute geht Österreich deutlich kritischer und offener mit der NS-Vergangenheit um. Die Opferthese gilt in Wissenschaft und Politik als überholt. Stattdessen wird anerkannt, dass viele Österreicherinnen und Österreicher Mitverantwortung trugen – als Täter, Mitläufer oder Profiteure des NSSystems.
Diese Haltung hatte politische Gründe: Österreich wollte seine staatliche Unabhängigkeit sichern und internationale Anerkennung erhalten. Die Opferthese erleichterte außerdem den Wiederaufbau des Landes, weil sie half, Schuldfragen zu vermeiden. Viele ehemalige Nationalsozialisten konnten relativ rasch wieder in Gesellschaft, Politik und Verwaltung integriert werden. Zwar gab es eine Entnazifizierung, doch sie verlief oft inkonsequent und wurde bald abgeschwächt. Über die Beteiligung vieler Österreicherinnen und Österreicher an NS-Verbrechen wurde kaum gesprochen. In Schulen, Medien und der Öffentlichkeit standen lange Zeit österreichische Opfer im Mittelpunkt, nicht jedoch die Täterrolle oder Mitverantwortung. Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus spielte in den ersten Jahrzehnten nach 1945 nur eine untergeordnete Rolle.
Ein wichtiger Wendepunkt war die Waldheim-Debatte in den 1980er-Jahren. Sie löste eine breite gesellschaftliche Diskussion über Verantwortung, Schuld und Verdrängung aus. Seitdem haben sich Erinnerungskultur, Schulunterricht und öffentliche Debatten stark verändert. Heute gibt es zahlreiche Gedenkstätten, Mahnmale und Erinnerungsprojekte, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern – insbesondere an jüdische Opfer, Roma und Sinti, politische Gegner, Menschen mit Behinderungen und andere verfolgte Gruppen. Auch Bildung und Aufklärung spielen eine zentrale Rolle. Der Umgang mit der NS-Zeit wird heute als Teil demokratischer Verantwortung gesehen. Erinnerung soll nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern auch vor Rassismus, Antisemitismus und autoritären
Markiere im Text: •
eine Aussage, die beschreibt, wie Österreich nach 1945 mit der NS-Zeit umging,
•
eine Aussage, die beschreibt, wie Österreich heute mit der NS-Zeit umgeht.
Notiere in Stichworten:
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•
zwei Merkmale des Umgangs mit der NS-Zeit nach 1945,
•
zwei Merkmale des Umgangs mit der NS-Zeit heute.
GESCHICHTE UND ERINNERUNG
Erinnerungskultur im Wandel der Zeit II. Vergleiche den Umgang mit der NS-Vergangenheit in Österreich in den Jahren nach 1945 und in der Gegenwart! Gehe dabei zum Beispiel auf folgende Aspekte ein: • öffentliche Darstellungen und politische Aussagen • Verantwortung, Schuld und Opferrolle • Gedenken, Denkmäler und Erinnerungskultur • Rolle von Schulen, Medien und Wissenschaft
Beurteile die folgende Aussage: „Der heutige Umgang mit der NS-Zeit ist ehrlicher als der Umgang in den ersten Jahrzehnten nach 1945.“ Begründe deine Meinung mit zwei Argumenten aus den Texten!
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GESCHICHTE UND ERINNERUNG
Erinnerungskultur im Wandel der Zeit III. Erkläre mithilfe der Informationstexte, warum sich der Umgang Österreichs mit der NS-Zeit im Laufe der Zeit verändert hat! Gehe dabei auf mindestens zwei Gründe ein!
Entwirf eine Idee für ein Erinnerungsprojekt (z. B. Plakat, digitaler Beitrag, schulisches Gedenken), das zeigt, wie heute an die NS-Zeit erinnert werden sollte! Stell dir vor, es ist das Jahr 2050! Erkläre, • wie Österreich deiner Meinung nach in Zukunft an die NS-Zeit erinnern sollte, • welche Formen des Gedenkens dann besonders wichtig sein könnten (z. B. digital, in Schulen, im öffentlichen Raum). Beziehe dich dabei auf: • die Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten • den Umgang mit Extremismus und Diskriminierung • die Rolle junger Menschen
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GESCHICHTE UND ERINNERUNG
Viele Erinnerungen, viele Sichtweisen Lies die Informationen in den Kästchen zuerst aufmerksam durch! In welchem Kästchen findest du die passende Aussage?
A
Krieg und innere Konflikte Der Zweite Weltkrieg hinterließ in Jugoslawien besonders tiefe Spuren. Das Land war nicht nur von deutschen Truppen besetzt, sondern erlebte auch heftige innere Kämpfe. Partisanen unter der Führung von Josip Broz Tito kämpften gegen die Besatzungsmächte sowie gegen einheimische Gruppen. Dazu gehörten Kollaborateure und rivalisierende Gruppen wie die Tschetniks. Der sogenannte Ustascha-Staat (Unabhängiger Staat Kroatien) war ein von Deutschland unterstützter Staat, der für schwere Gewaltverbrechen verantwortlich war. Die Gewalt traf häufig auch die Zivilbevölkerung.
Erinnerung im sozialistischen Jugoslawien Nach 1945 deutete das sozialistische Jugoslawien den Zweiten Weltkrieg als gemeinsamen antifaschistischen Befreiungskampf. Die Partisanen galten als Helden, der Sieg über den Faschismus wurde zum zentralen Gründungsmythos des Staates. Ethnische Konflikte und innerjugoslawische Gewalt wurden bewusst ausgeblendet. Diese staatlich gelenkte Erinnerung sollte den Vielvölkerstaat stabilisieren und nationale Spannungen vermeiden.
B
Erinnerung heute: Vielfalt und Streit Heute gibt es keine gemeinsame Erinnerung mehr an den Zweiten Weltkrieg in den Nachfolgestaaten. Stattdessen bestehen mehrere, teils konkurrierende Deutungen nebeneinander. Historikerinnen und Historiker und zivilgesellschaftliche Initiativen versuchen, einen offenen Dialog über die Vergangenheit zu fördern und unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen.
D
Bruch und neue nationale Erzählungen Mit dem Zerfall Jugoslawiens in den 1990er-Jahren änderte sich der Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg grundlegend. In den Nachfolgestaaten entstanden unterschiedliche nationale Erinnerungskulturen. Personen und Ereignisse wurden neu bewertet – teils widersprüchlich. Erinnerung wurde zunehmend politisch genutzt, um nationale Identitäten zu stärken oder aktuelle Konflikte zu erklären.
Bedeutung für Gegenwart und Zukunft Der Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg in Jugoslawien und seinen Nachfolgestaaten zeigt: Erinnerung ist nie neutral. Sie beeinflusst politische Entscheidungen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Umgang mit Konflikten. Eine kritische und vielfältige Erinnerungskultur kann helfen, Versöhnung, Demokratie und Frieden zu stärken.
C
E
Trage nun hier den Buchstaben richtig ein! Mit dem Zerfall Jugoslawiens entstanden in den einzelnen Nachfolgestaaten neue Deutungen des Zweiten Weltkriegs, die stark von nationalen Interessen geprägt waren. Nach 1945 stellte der Staat den Krieg als gemeinsamen Sieg über den Faschismus dar und betonte dabei gezielt Einheit, während Konflikte innerhalb der Bevölkerung kaum thematisiert wurden. Heute existieren mehrere, teils widersprüchliche Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg, die je nach Land und politischem Standpunkt unterschiedlich bewertet werden. Der Umgang mit der Vergangenheit beeinflusst bis heute, wie Gesellschaften mit Konflikten, Vielfalt und demokratischen Werten umgehen. Der Zweite Weltkrieg in Jugoslawien war geprägt von ausländischer Besatzung und gleichzeitig von schweren inneren Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen.
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GLOBALISIERUNG IM 20. UND 21. JH.
Globalisierung im 20. und 21. Jahrhundert Seit dem 20. Jahrhundert sind die Menschen auf der Welt immer stärker miteinander verbunden. Waren, Informationen, Geld und Ideen bewegen sich heute schneller und weiter als je zuvor. Möglich wurde das durch technische Entwicklungen wie Flugzeuge, Containerschiffe, Computer, das Internet und Smartphones. Unternehmen produzieren ihre Waren oft in mehreren Ländern, und viele Menschen arbeiten oder leben zeitweise in anderen Staaten als ihrem Herkunftsland. Durch Globalisierung sind Kulturen enger miteinander in Kontakt gekommen. Musik, Filme, Mode oder Essen aus anderen Ländern sind heute fast überall verfügbar. Gleichzeitig hat die globale Vernetzung in vielen Regionen der Welt zu deutlich mehr Wohlstand und wirtschaftlicher Entwicklung geführt, etwa in Ländern wie China oder Indien. Gleichzeitig wachsen aber auch Probleme: Umweltverschmutzung, Klimawandel, ungleiche Arbeitsbedingungen oder wirtschaftliche Abhängigkeiten betreffen viele Länder gemeinsam. Entscheidungen, die in einem Teil der Welt getroffen werden, können Auswirkungen auf Menschen auf anderen Kontinenten haben. Globalisierung bringt daher Chancen und Risiken mit sich. Sie kann Austausch, Zusammenarbeit und Wohlstand fördern, stellt Gesellschaften aber auch vor neue Herausforderungen. Wie Globalisierung gestaltet wird, ist eine zentrale Frage unserer Zeit. Nenne Dinge, die Menschen heute weltweit miteinander teilen! Nenne zwei Vorteile und zwei Herausforderungen der Globalisierung! Vergleiche den Hellenismus mit der Globalisierung heute! Vergleiche in 5–6 Sätzen: • was Menschen damals und heute über Grenzen hinweg geteilt haben, • wie sich der Austausch unterscheidet (Tempo, Reichweite, Technik), • was ähnlich geblieben ist.
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GLOBALISIERUNG IM 20. UND 21. JH.
Weltweit vernetzt - ein Kreuzworträtsel zur Globalisierung Löse dieses Rätsel! Tipp: Verwende Umlaute (ä, ö, ü)!
senkrecht: 1. Wie heißt das Ziel, wirtschaftlich zu wachsen, ohne Umwelt und Menschen zu schädigen? 2. Welches globale Umweltproblem wird durch Industrie und Verkehr verstärkt? 5. Wie nennt man die weltweite Vernetzung von Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft? 6. Wie heißt das Bezahlen ohne Bargeld, das weltweit zunimmt? 9. Wie nennt man Menschen, die ihr Land verlassen, um in einem anderen Land zu leben oder zu arbeiten? 10. Wie nennt man Firmen, die in vielen Ländern gleichzeitig produzieren oder verkaufen?
waagrecht: 3. Wie nennt man den Austausch von Musik, Filmen, Essen oder Mode über Ländergrenzen hinweg? 4. Wie heißt der Handel zwischen verschiedenen Ländern? 7. Wie nennt man Regeln, die faire Arbeitsbedingungen weltweit sichern sollen? 8. Welche Organisation regelt den internationalen Handel zwischen Staaten? 11. Wie nennt man die Verlagerung von Arbeitsplätzen in andere Länder? 12. Welche Technologie verbindet Menschen weltweit in Sekundenschnelle? 13. Wie heißt der politische und wirtschaftliche Zusammenschluss vieler Länder in Europa? 14. Welches Transportmittel machte den weltweiten Handel besonders schnell und günstig?
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GLOBALISIERUNG IM 20. UND 21. JH.
Propaganda im Kalten Krieg - Bilder als Waffen Im Kalten Krieg nutzten sowohl der Ostblock als auch der Westblock Propaganda, um die eigene Lebensweise positiv darzustellen und den Gegner schlechtzumachen. Betrachte die zwei abgebildeten Propagandaplakate aus dem Kalten Krieg aufmerksam! Eines stammt aus den USA, das andere aus der Sowjetunion.
Quelle: The Red Iceberg, USA 1960, antikommunistisches Plakat.
Quelle: Viktor Deni: Kapital, 1919 (Sowjetunion).
Ordne zu, welches Plakat • aus dem Westblock (USA) stammt • aus dem Ostblock (Sowjetunion) stammt. Trage deine Zuordnung in die Tabelle ein! Plakat Plakat A
Herkunft (USA / UdSSR)
Begründung
Plakat B
Beurteile, welches der beiden Plakate deiner Meinung nach stärker auf Gefühle wirkt, und erkläre, warum Propaganda im Kalten Krieg besonders wichtig war!
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GLOBALISIERUNG IM 20. UND 21. JH.
Der Weg in die Unabhängigkeit Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden viele Kolonien in Afrika, Asien und anderen Teilen der Welt unabhängig. Diese Entwicklung nennt man Entkolonialisierung. Erkläre in ganzen Sätzen mindestens drei Gründe, warum viele Kolonien nach 1945 ihre Unabhängigkeit erlangten!
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GLOBALISIERUNG IM 20. UND 21. JH.
Wenn Geschichte die Gegenwart prägt Beurteile die folgende Aussage: „Ehemalige Kolonialmächte tragen bis heute Verantwortung für die Folgen des Kolonialismus.“ Begründe deine Meinung mit zwei Argumenten!
Erkläre, warum viele Konflikte oder wirtschaftliche Probleme heute ihre Wurzeln in der Zeit der Entkolonialisierung haben!
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EUROPÄISIERUNG
Europa verstehen und mitgestalten Ordne die folgenden Begriffe ihren Bedeutungen zu! Europäische Union (EU)
Prinzip, dass alle staatlichen Organe an Gesetze gebunden sind und die Rechte der Menschen geschützt werden.
Binnenmarkt
Grundüberzeugungen der EU wie Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit. Gemeinsame Währung, mit der in vielen EU-Staaten bezahlt wird.
Freizügigkeit gemeinsame Werte
Beitritt neuer Staaten zur Europäischen Union.
Europäisches Parlament
Grundsatz, dass sich EU-Staaten gegenseitig unterstützen, besonders in Krisenzeiten oder bei gemeinsamen Herausforderungen. Zusammenschluss europäischer Staaten, die gemeinsam Entscheidungen treffen und Regeln festlegen.
Euro Erweiterung Solidarität Rechtsstaatlichkeit
Direkt gewählte Vertretung der Bürgerinnen und Bürger der EU, die gemeinsam mit anderen EU-Organen Gesetze beschließt. Gemeinsamer Wirtschaftsraum der EU, in dem Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeitskräfte frei zirkulieren können. Menschen dürfen in anderen Mitgliedstaaten leben, arbeiten, lernen und reisen.
Du bist Mitglied des Europäischen Parlaments: • •
Wofür setzt du dich ein? Welche Interessen musst du berücksichtigen?
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EUROPÄISIERUNG
1989: Wendepunkt oder Zufall? Im Jahr 1989 kam es in vielen europäischen Ländern zu großen politischen Veränderungen. Lies die folgenden Aussagen aufmerksam durch und entscheide bei jeder Aussage, ob sie richtig oder falsch ist! Begründe jede Entscheidung in ein bis zwei Sätzen. richtig
falsch
richtig
falsch
richtig
falsch
richtig
falsch
richtig
falsch
richtig
falsch
richtig
falsch
Der Fall der Berliner Mauer geschah völlig unerwartet. Begründung:
1989 endete der Kalte Krieg sofort und in allen Regionen Europas gleichzeitig. Begründung:
In vielen Ländern kam es zu friedlichen Protesten gegen die bestehenden politischen Systeme. Begründung:
Die Ereignisse von 1989 führten in Deutschland zur Wiedervereinigung. Begründung:
Die Sowjetunion griff 1989 militärisch in allen osteuropäischen Staaten ein. Begründung:
In Polen und Ungarn begannen Reformen bereits vor dem Fall der Berliner Mauer. Begründung:
Viele Menschen verbanden mit 1989 große Hoffnungen auf Demokratie und ein besseres Leben. Begründung:
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EUROPÄISIERUNG
Die EU unter der Lupe Trage auf der stummen Karte ein: • alle heutigen EU-Mitgliedstaaten (blau) • zwei europäische Staaten, die bewusst nicht Mitglied der EU sind (rot)
Wähle zwei EU-Staaten auf der Karte: • einen großen • einen kleinen Beurteile: Haben alle EU-Mitgliedstaaten gleich viel politischen Einfluss? Begründe deine Meinung unter Berücksichtigung von Bevölkerung, Wirtschaftskraft und Mitbestimmung in der EU.
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EUROPÄISIERUNG
EU-Quiz Löse die Aufgaben in der richtigen Reihenfolge! Jede richtige Antwort bringt dich dem Lösungswort näher, das am Ende alle Buchstaben verbindet. 1. Wie lautet die Abkürzung für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft? W EWS
O EWG
P EWR
2. Europa ist von den Kontinenten der …? A kleinste
R zweitgrößte
100 €
300 €
4. Name der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl …
3. Wann trat Österreich der EU bei?
A Montanunion
G 1995
B EUKS
W Bergunion
I 1993
C 1999
1.000 €
500 €
5. Wie bezeichnet man einen gemeinsamen Markt mehrerer Staaten?
6. Wie heißt der Vertrag, mit dem die Europäische Union gegründet wurde?
W Innenmarkt
N Binnenmarkt
T Außenmarkt
C München
B Madrid
I Maastricht
5.000 €
15.000 €
8. Wie viele Grundfreiheiten brachte der Binnenmarkt?
7. Wie heißt das EU-Austauschprogramm für Studentinnen und Studenten?
I3
J5
A4
100.000 €
T 66,4 %
O 69,9 %
R Galileo
C 62,3 %
12. Welcher Außenminister schlug die Gründung der Montanunion vor? Q Scholten
1.000.000 €
LÖSUNGSWORT:
Ü Cicero
10. Wann trat der Vertrag von Lissabon in Kraft? I 2009
N Schumann
A 2012
M 2015
300.000 €
150.000 €
B Schäuber
S Erasmus 50.000 €
9. Mit wie viel Prozent wurde der EU-Beitritt Österreichs beschlossen?
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S größte
11. Wo wurde das Abkommen über das Fallen der Grenzkontrollen geschlossen? A Schelde
O Schengen 500.000 €
T Schonen
GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Podcast-Serie: Stimmen der Jugend Arbeitet in Kleingruppen (2–4 Personen)! Plant einen kurzen Podcast (2–3 Minuten) oder schreibt ein Podcast-Skript, in dem ihr euch mit einem Thema beschäftigt, das Jugendliche heute bewegt! Wählt eines der folgenden Themen oder ein eigenes, passendes Thema: • Warum engagieren sich viele Jugendliche heute in Protestbewegungen? • Was können Jugendkulturen in Gesellschaft und Politik verändern? • Unsere Generation – welche Themen sind uns besonders wichtig? Gestaltet euren Podcast so, dass er folgende Punkte enthält: • eine kurze Vorstellung eurer Gruppe • die Beschreibung eines Themas oder Problems • eure Meinung dazu oder eine klare Forderung an Gesellschaft oder Politik
Tipp: Baut Musik, Originaltöne oder Interviews ein, um die Geschichte lebendig zu gestalten! Achtet darauf, nur eigene Aufnahmen oder lizenzfreie Musik und Geräusche zu verwenden (z. B. aus frei nutzbaren Online-Datenbanken). Nennt die Quelle, wenn ihr fremdes Material verwendet! Am Ende werden die Podcast-Folgen in der Klasse angehört und gemeinsam besprochen.
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GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Die Zukunft beginnt jetzt Jugendliche und ihr Einfluss auf die Gesellschaft Setze dich schriftlich mit der Rolle von Jugendlichen in unserer Gesellschaft auseinander! Beantworte die folgenden Fragen in zusammenhängenden Sätzen: 1. Erkläre, ob und wie Jugendliche deiner Meinung nach die Gesellschaft verändern können! 2. Beschreibe, welche Rolle Jugendkulturen dabei spielen! 3. Nenne ein aktuelles Beispiel, in dem Jugendliche heute besonders viel Einfluss haben (z. B. in Politik, Umweltbewegungen, Medien oder im Alltag)!
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GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Soziale Bewegungen gestern und heute Erkläre in eigenen Worten, was man unter einer sozialen Bewegung versteht! TIPP: Denke an Begriffe wie Veränderung, gemeinsames Ziel, Protest, Zusammenhalt!
Wähle eine soziale Bewegung (z. B. Frauenbewegung, Umweltbewegung, Bürgerrechtsbewegung, Fridays for Future) und fülle den Steckbrief aus! Name der Bewegung: Worum ging/geht es?
Wer machte/macht mit?
Was wurde erreicht?
Analysiere, welche Rolle soziale Medien (Instagram, TikTok, YouTube) für soziale Bewegungen spielen! • Nenne 2 Chancen • Nenne 1 Risiko
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GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Gemeinsam stark: Gegen Rassismus, für Mitbestimmung Lies den folgenden Informationstext zuerst aufmerksam durch! Antirassistische Bewegungen setzen sich dafür ein, dass alle Menschen unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder Religion gleich behandelt werden. Sie entstehen dort, wo Menschen Ausgrenzung, Ungerechtigkeit oder Gewalt erleben und sich dagegen gemeinsam wehren. Ziel dieser Bewegungen ist es, Diskriminierung sichtbar zu machen und gesellschaftliche Veränderungen zu erreichen. Eine bekannte antirassistische Bewegung ist die Bürgerrechtsbewegung in den USA in den 1950er- und 1960er-Jahren. Afroamerikanische Bürgerinnen und Bürger forderten gleiche Rechte, zum Beispiel beim Wählen, in Schulen oder im öffentlichen Raum. Viele Menschen protestierten friedlich, organisierten Demonstrationen und Boykotte oder hielten Reden, um auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Diese Form des Engagements nennt man politische Partizipation, weil Menschen aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft mitwirken. Auch heute spielen antirassistische Bewegungen eine wichtige Rolle. Durch soziale Medien können sich besonders Jugendliche schnell informieren, vernetzen und ihre Meinung öffentlich äußern. Sie teilen Informationen, organisieren Aktionen oder unterstützen Kampagnen gegen Rassismus. Politische Partizipation ist dabei nicht nur etwas für Erwachsene – auch junge Menschen können durch ihr Handeln zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen und für eine gerechte Gesellschaft eintreten. Anschließend versuche, den Buchstabensalat zu lösen!
Gestalte einen kurzen Slogan, ein Plakat oder einen Social-Media-Post, der zeigt, dass dir Respekt, Gleichberechtigung und Zusammenhalt wichtig sind!
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GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Formen von Extremismus unterscheiden Lies dir die folgenden Beispiele aufmerksam durch! Ordne jedes Beispiel einer der drei Kategorien zu: • politischer Extremismus • religiöser Extremismus • ideologischer Extremismus A) Eine Gruppe lehnt die Demokratie ab und fordert, dass nur ihre politische Meinung gelten darf. Andere Parteien sollen verboten werden. Kategorie: ___________________________________________________________ B) Menschen werden gezwungen, sich streng an religiöse Regeln zu halten. Wer anders glaubt oder lebt, wird bedroht oder ausgeschlossen. Kategorie: ___________________________________________________________ C) Eine Bewegung behauptet, dass bestimmte Menschen mehr wert sind als andere, weil sie einer bestimmten Nation oder Gruppe angehören. Kategorie: ___________________________________________________________ D) Eine Organisation rechtfertigt Gewalt, um politische Ziele durchzusetzen und Angst zu verbreiten. Kategorie: ___________________________________________________________ E) Eine Gruppe ist überzeugt, dass ihre Weltanschauung die einzige richtige ist und duldet keine anderen Meinungen oder Lebensweisen. Kategorie: ___________________________________________________________ F) Religiöse Führer erklären, dass staatliche Gesetze unwichtig seien und nur ihre religiösen Regeln befolgt werden dürfen. Kategorie: ___________________________________________________________ G) Eine politische Gruppe behauptet, dass nur ein starker Anführer das Land „retten“ kann und dass Wahlen überflüssig seien. Kategorie: ___________________________________________________________ H) Menschen dürfen laut einer Gruppe keine Freundschaften außerhalb ihres Glaubens haben, weil andere Religionen als „falsch“ gelten. Kategorie: ___________________________________________________________ I) Eine Bewegung erklärt, dass Kritik an ihrer Weltanschauung verboten sein soll und Andersdenkende „Feinde“ seien. Kategorie: ___________________________________________________________ J) Eine Gruppe ruft dazu auf, politische Gegner einzuschüchtern, damit sie ihre Meinung nicht mehr öffentlich äußern. Kategorie: ___________________________________________________________ K) Jugendliche werden dazu erzogen, blind den Regeln einer bestimmten Ideologie zu folgen, ohne Fragen zu stellen oder nachzudenken. Kategorie: ___________________________________________________________ L) Religiöse Regeln sollen nach dem Willen einer Gruppe über allen Gesetzen des Staates stehen – auch wenn sie die Rechte anderer einschränken. Kategorie: ___________________________________________________________
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GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Handeln statt wegschauen Stell dir vor, du hörst in der Schule, im Freundeskreis oder im Internet eine antisemitische Aussage oder liest einen entsprechenden Kommentar. Beschreibe, wie du dich in dieser Situation fühlen würdest! Überlege, wie du reagieren könntest! Was kannst du selbst sagen oder tun, ohne dich in Gefahr zu bringen? Erkläre, an wen du dich wenden kannst, wenn du Hilfe brauchst (z. B. Lehrpersonen, Vertrauenspersonen, Eltern, Meldestellen)! Schreibe deine Antworten in ganzen Sätzen auf und nenne konkrete Handlungsmöglichkeiten, wie man respektvoll und verantwortungsvoll reagieren kann!
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GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Der Arbeitsmarkt unter der Lupe
Beschreibe die Grafik in eigenen Worten! Gehe dabei auf folgende Punkte ein: • Was zeigt die Grafik? • Auf welchen Zeitraum bezieht sie sich?
Die Grafik zeigt auch die Veränderung zum Vorjahr. Was bedeutet ein „+0,5“ oder „+0,2“? In welchen Bundesländern ist die Arbeitslosigkeit besonders stark gestiegen? Gibt es Bundesländer, in denen sie gleich geblieben ist?
Formuliere drei eigene Fragen, die man mithilfe dieser Grafik beantworten kann! Frage: Antwort: Frage: Antwort: Frage: Antwort:
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POLITISCHE MITBESTIMMUNG
Comic „Frei und gleich im Alltag“ Gestalte einen Comic mit 4–6 Bildern, der zeigt: • eine Situation aus dem Schul- oder Alltagsleben • ein Problem (Unfairness / Ausgrenzung) • eine Lösung, die zeigt: Alle Menschen sind frei und gleich Verwende kurze Texte in Sprechblasen, stelle klare Figuren und Alltagssituationen (z.B. Schule, Spielplatz oder Bus) dar und achte darauf, dass dein Comic mit einer positiven Botschaft endet! Titel deines Comics: ___________________________________________________
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POLITISCHE MITBESTIMMUNG
Du und die Gesellschaft Unsere Gesellschaft ist pluralistisch: Freiheit und Regeln gehören zusammen. Untersucht in Partnerarbeit, wie sich Freiheiten, Gebote und Verbote im Schulalltag zeigen! Bewertet anschließend, warum diese Regeln wichtig sind, und haltet eure Ergebnisse in der Tabelle fest!
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POLITISCHE MITBESTIMMUNG
Du und der Staat Überlege: Nicht nur jetzt, sondern auch später erbringst du Leistungen für den Staat! Aber auch der Staat erbringt Leistungen für dich. Wähle aus, welche Leistungen der Staat jetzt aber auch später für dich zur Verfügung stellt und setze in die Kästchen ein! Sportfreischein * Schulbücher * Schülerfreifahrt * Kinokarten * Vollkaskoversicherung * Familienbeihilfe * Jugendschutz * Wohnbauförderung * Förderung des Autokaufs * Erhaltung der Schulen * Haushaltsversicherung * Krankenversicherung * Studiengebühren * Kinderbetreuungsgeld * Kirchensteuer * Alleinverdienerabsetzbetrag * Studienbeihilfe * Notstandshilfe * Umsatzsteuer * Postgebühren * Arbeitslosengeld
Erstelle in deinem Heft eine Liste der einzelnen Leistungen und hole dir Informationen dazu aus dem Internet! ACHTUNG: Suche nur Beiträge, die Österreich betreffen!
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MEDIEN UND POLITISCHE AUFGABEN
Die Aufgaben der Massenmedien Ordne diese Aufgaben den Massenmedien zu und erkläre jede Aufgabe in einem kurzen Satz! Schreibe zu jeder Aufgabe ein Beispiel aus deinem Alltag (z.B. Zeitung, Fernsehen, Internet, soziale Medien)! Aufgabe der Massenmedien
Kurze Erklärung (in eigenen Worten)
Beispiel aus meinem Alltag
informieren
Meinungen bilden unterhalten kontrollieren
Wähle eine Aufgabe der Massenmedien (z. B. informieren oder unterhalten)! Nenne zwei verschiedene Medien, die diese Aufgabe erfüllen! Erkläre kurz, wie sie das tun!
Beurteile die Aussage: „Massenmedien haben viel Einfluss auf unsere Meinung.“ Stimme zu oder nicht zu und begründe deine Meinung mit zwei Argumenten!
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MEDIEN UND POLITISCHE AUFGABEN
Fake News Du bist Fake-News-Checkerin/Fake-News-Checker im Ministerium für Nachrichtenkompetenz. Prüfe die Meldungen genau und finde heraus, ob sie wahr oder erfunden sind! Lies die Meldungen aufmerksam! Achte auf auffällige Formulierungen: Wirkt die Nachricht übertrieben, unlogisch oder besonders sensationell? Prüfe den Inhalt genau: • Könnte das wirklich so passiert sein? • Passt die Meldung zu deinem Wissen über Politik, Wissenschaft oder Geschichte? Achte auf Hinweise im Text: • Werden genaue Quellen genannt? • Fehlen wichtige Informationen? • Klingt die Überschrift absichtlich schockierend? Entscheide: wahr → nichts markieren; Fake News: markiere den Unlike-Button!
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MEDIEN UND POLITISCHE AUFGABEN
Manipulation erkennen In Medien, Werbung oder politischen Botschaften werden oft bestimmte sprachliche Tricks verwendet, um Menschen zu beeinflussen. Diese nennt man manipulative Methoden. Sie sollen Gefühle auslösen, Meinungen lenken oder Entscheidungen beeinflussen – oft ohne dass man es sofort merkt. Lies die folgenden Aussagen aufmerksam durch! Überlege, welche Methode jeweils verwendet wird, und ordne die passende Bezeichnung zu! A: Übertreibung (etwas wird viel stärker dargestellt, als es wirklich ist) * B: Gruppendruck (man soll sich anpassen, um dazuzugehören) * C: Vereinfachung (komplizierte Zusammenhänge werden zu stark vereinfacht) * D: Schwarz-Weiß-Denken (es gibt nur „richtig“ oder „falsch“, keine Zwischenstufen)
Aussage
Methode
„Alle machen das so!“ „Nur wir sagen die Wahrheit!“ „Das ist die schlimmste Krise aller Zeiten!“ „Wenn du das nicht unterstützt, bist du gegen uns!“ „Dieses Produkt wird dein Leben komplett verändern!“ „Die da oben wollen euch alles wegnehmen!“ „Früher war alles besser!“ „Entweder du bist für uns oder gegen uns!“ „Niemand hat je etwas Schlimmeres erlebt!“ „Alle Experten sind sich einig!“ Erkläre eine Aussage deiner Wahl in 1–2 Sätzen! Warum kann diese Formulierung Menschen beeinflussen?
Finde selbst ein Beispiel für eine manipulative Aussage aus deinem Alltag (z. B. Social Media, Werbung). Ordne sie einer Methode zu!
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MEDIEN UND POLITISCHE AUFGABEN
Meinung oder Information I. In Medien und politischen Aussagen ist es wichtig zu unterscheiden, ob etwas eine Information (überprüfbare Tatsache) oder eine Meinung (persönliche Bewertung) ist. Manche Aussagen enthalten auch beides. 1. Lies die Aussagen aufmerksam durch und ordne sie richtig zu! Möglichkeiten: • Information → überprüfbare Tatsache (z. B. Zahlen, Fakten) • Meinung → persönliche Einschätzung oder Bewertung • Mischung → enthält sowohl Fakten als auch eine Bewertung Aussage
Einordnung
„Die Arbeitslosigkeit ist gesunken.“ „Diese Regierung macht alles falsch.“ „Viele Menschen sorgen sich um ihre Zukunft.“ „Die Preise für Lebensmittel sind im letzten Jahr gestiegen.“ „Diese Entscheidung ist unfair.“ „Immer mehr Jugendliche nutzen soziale Medien täglich.“ „Die Politiker kümmern sich nicht genug um junge Menschen.“ „Die Wahlbeteiligung lag bei 75 %.“ „Dieses Gesetz wird unser Leben deutlich verbessern.“ „Viele Expertinnen und Experten warnen vor den Folgen.“ 2. Wähle zwei Aussagen aus und erkläre in je 1–2 Sätzen: • •
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Woran hast du erkannt, ob es sich um eine Information oder Meinung handelt? Welche Wörter oder Formulierungen waren dafür entscheidend?
MEDIEN UND POLITISCHE AUFGABEN
Meinung oder Information II. 3. Erkläre in 2–3 Sätzen, warum es wichtig ist, zwischen Meinung und Information zu unterscheiden!
4. Formuliere selbst: • eine Information • eine Meinung • eine Mischung
Information:
Meinung:
Mischung:
5. Begründe kurz, warum deine Beispiele in die jeweilige Kategorie passen!
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Gelb (typisch Republik / Demokratie) • „… entstand Platz für eine neue Regierungsform.“ • „Am 12. November 1918 riefen Politiker in Wien die Republik Deutschösterreich aus.“ • „Damit begann der Weg in eine Demokratie.“ • „… alle Menschen gleich viel Wert sind.“ • „… die Regierung nicht von einer einzigen Person, sondern von gewählten Vertreterinnen und Vertretern geführt wird.“ • „In einer Demokratie haben alle erwachsenen Bürgerinnen und Bürger das Recht zu wählen …“ • „… ihre Meinung frei zu äußern.“ • „Zum ersten Mal durften Frauen und Männer gemeinsam ihre politischen Vertreterinnen und Vertreter wählen.“ • „Die gewählten Politikerinnen und Politiker trafen sich im Parlament …“ • „… gemeinsam zu beraten und zu entscheiden …“ • „In der neuen Republik sollten Gerechtigkeit, Mitbestimmung, Freiheit und Gleichheit eine große Rolle spielen.“ • „… Werte, die bis heute entscheidend für unsere Demokratie sind.“
Blau (typisch Monarchie) • „Österreich war eine Monarchie.“ • „… dass das Land von einem König oder Kaiser regiert wird.“ • „In Österreich stand der Kaiser an der Spitze des Staates.“ • „Er hatte sehr viel Macht und konnte viele Entscheidungen allein treffen.“ • „… Menschen aus dem Adel, die ebenfalls wichtige Ämter hatten.“ • „Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner des Landes durften nicht mitbestimmen.“ • „Nur wenige Männer hatten ein eingeschränktes Wahlrecht.“ • „Frauen durften überhaupt nicht wählen.“ • „Die Menschen mussten das akzeptieren …“ • „Es gab eine klare Herrschaft von oben.“ • „Der Kaiser gab schließlich den Thron auf und zog sich aus der Politik zurück.“
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Ende des Ersten Weltkriegs / Waffenstillstand (11. November 1918) Kaiser Karls I. Verzicht auf politische Beteiligung (11. November 1918) Ausrufung der Republik Deutschösterreich (12. November 1918) Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Frauen und Männer (1918) Erste demokratische Wahlen (16. Februar 1919) Verfassunggebende Nationalversammlung tritt zusammen (4. März 1919) Friedensvertrag von St. Germain (Namensänderung zu „Republik Österreich“) (10. September 1919) Festlegung der neuen Staatsgrenzen (1919, durch den Vertrag von St. Germain) Erste Bundesverfassung entsteht (1. Oktober 1920)
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4
Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Frauen und Männer – Erstmals konnten alle erwachsenen Bürgerinnen und Bürger an Wahlen teilnehmen. Erste Bundesverfassung entsteht – Sie legte die Regeln der Demokratie sowie die Rechte und Pflichten des Staates fest.
2. 3.
Begründung: Diese drei Ereignisse waren besonders wichtig, weil sie den Übergang von der Monarchie zur Demokratie ermöglichten. Erst mit der Republik gab es eine neue Staatsform, durch das allgemeine Wahlrecht konnten alle Menschen mitbestimmen, und die Bundesverfassung schuf die rechtliche Grundlage für den demokratischen Staat Österreich.
Ausrufung der Republik Deutschösterreich – Sie beendete die Monarchie und schuf den neuen Staat.
1.
Beispiel 1:
Die drei wichtigsten Ereignisse
Mögliche Lösung: Der Erste Weltkrieg endete mit dem Waffenstillstand, wodurch die Monarchie zusammenbrach. Kurz darauf verzichtete Kaiser Karl I. auf die politische Beteiligung, sodass am 12. November 1918 die Republik Deutschösterreich ausgerufen werden konnte. Mit dem allgemeinen Wahlrecht durften erstmals Frauen und Männer wählen, wodurch eine demokratisch gewählte Nationalversammlung entstand. Der Friedensvertrag von St. Germain legte den Namen und die Grenzen des neuen Staates fest. Mit der Bundesverfassung von 1920 erhielt die Republik schließlich ihre rechtliche Grundlage.
Ereignis
Nr.
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Lösungen
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1. Freie Wahlen 2. Meinungsfreiheit 3. Rechtsstaatlichkeit Freie Wahlen sind wichtig, damit die Bürgerinnen und Bürger selbst entscheiden können, wer sie regiert. Meinungsfreiheit ermöglicht es, unterschiedliche Ansichten offen zu äußern und über Probleme zu diskutieren. Rechtsstaatlichkeit sorgt dafür, dass alle Menschen gleich behandelt werden und sich auch der Staat an die Gesetze halten muss. Würde eines dieser Elemente fehlen, wäre die Demokratie eingeschränkt und die Rechte der Menschen wären nicht mehr ausreichend geschützt.
Mögliche Lösung: Drei wichtige Dinge für eine funktionierende Demokratie:
Mögliche Lösung: Demokratie bedeutet, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Vertreterinnen und Vertreter wählen und bei wichtigen Entscheidungen mitbestimmen können. Fairness bedeutet, dass alle Menschen gleich behandelt werden und die gleichen Rechte haben. Ich finde, dass Demokratie grundsätzlich eine faire Staatsform ist, weil jede Stimme gleich viel zählt. Außerdem können die Menschen ihre Meinung frei äußern und verschiedene Parteien wählen. Trotzdem ist Demokratie nicht immer vollkommen fair. Manchmal werden die Interessen kleiner Gruppen übersehen oder falsche Informationen beeinflussen Wahlen. Auch nicht alle Menschen nutzen ihre Möglichkeiten, sich über Politik zu informieren. Trotzdem bietet die Demokratie die besten Chancen, Probleme friedlich zu lösen und Veränderungen herbeizuführen. Deshalb ist sie für mich die gerechteste Staatsform, auch wenn sie nicht perfekt ist. Eine Demokratie funktioniert besonders gut, wenn viele Menschen Verantwortung übernehmen und sich aktiv beteiligen.
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Enge politische Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche als zentrales Ziel einer großen Partei Die Vorstellung, dass Österreich allein nicht lebensfähig sei Staatliche Übernahme vieler Betriebe als zentrales politisches Ziel Politik, die sich vor allem an Fabrikarbeiterinnen und Fabrikarbeiter richtet Starke Orientierung an den Gegensätzen zwischen Arbeiter- und Adelsschicht
Themen oder Forderungen, die heute keine wichtige Rolle mehr spielen Anschluss Österreichs an Deutschland
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Verantwortung des Staates für soziale Gerechtigkeit Bedeutung von Familie und gesellschaftlichem Zusammenhalt Christliche Werte als Grundlage mancher Parteien Soziale Verantwortung von Unternehmen Freie Marktwirtschaft und Unterstützung privater Unternehmen Diskussion darüber, wie stark der Staat in die Wirtschaft eingreifen soll
Unterstützung von Familien
Themen oder Ideen dieser Parteien, die es noch heute in der Politik gibt Einsatz für faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen Soziale Sicherheit und Unterstützung für Menschen in Not Gleichberechtigung von Frauen und Männern Gute Bildung für alle Kinder
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Gewalt gegen Andersdenkende Missachtung von Gesetzen Intoleranz
Toleranz und Respekt Politische Bildung Merkmale, die eine Demokratie schwächen oder gefährden Geringe Beteiligung Falschinformationen Einschränkung der Meinungsfreiheit Eingeschränkte Pressefreiheit Korruption
Merkmale, die eine Demokratie stark machen Freie und faire Wahlen Meinungsfreiheit Pressefreiheit Rechtsstaatlichkeit Gewaltenteilung Mitbestimmung
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niedrige Wahlbeteiligung bewusste Verbreitung von Fake News Kritik wird verboten Medien werden kontrolliert oder zensiert Politikerinnen oder Politiker nutzen ihre Macht für persönliche Vorteile Einschüchterung oder Bedrohung politischer Gegner Regierung hält sich nicht an die Verfassung Ausgrenzung oder Diskriminierung bestimmter Gruppen
freie Wahlen unterschiedliche Meinungen dürfen offen geäußert werden unabhängige Medien berichten kritisch alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich Gerichte sind unabhängig Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich an Wahlen und Diskussionen friedlicher Umgang mit anderen Meinungen Menschen informieren sich über Politik Beispiele
Beispiele
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Lösungen
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86 9
Handel & Preise für importierte Waren Alltag der Familien
Umgang des Staates mit Geld
Stabilität der Wirtschaft
Arbeitslosigkeit / Arbeitsplatzsicherheit
Versorgung mit Lebensmitteln
Löhne & Kaufkraft
Ersparnisse / Sparvermögen
Vertrauen in den Staat
Stimmung der Bevölkerung
Preise im Alltag
Wert des Geldes
Bereich
Zeit des Schillings
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Das Geld verlor ständig an Der Schilling war eine stabile Wert (Inflation). Währung. Die Preise stiegen sehr schnell. Die Preise blieben weitgehend stabil. Viele Menschen waren Die Hoffnung und das verunsichert und hatten Angst Vertrauen nahmen wieder zu. um ihre Zukunft. Das Vertrauen war gering, Das Vertrauen in Staat und weil die Geldentwertung große Währung wuchs. Probleme verursachte. Erspartes verlor fast seinen Sparen war wieder sinnvoll, gesamten Wert. weil das Geld seinen Wert behielt. Die Löhne konnten mit den Mit dem Lohn konnte man Preissteigerungen oft nicht wieder besser planen und mithalten. einkaufen. Lebensmittel waren oft sehr Die Versorgung wurde teuer und für viele schwer wieder verlässlicher und leistbar. erschwinglicher. Viele Menschen hatten Die wirtschaftliche Lage wirtschaftliche Sorgen und verbesserte sich allmählich, die unsichere Arbeitsplätze. Sicherheit nahm zu. Die Wirtschaft war sehr instabil. Die Wirtschaft wurde schrittweise stabiler. Es wurde zu viel Geld Der Staat achtete stärker auf gedruckt, wodurch die Inflation eine stabile Geldpolitik. zunahm. Importierte Waren wurden Der Handel wurde einfacher immer teurer. und die Preise berechenbarer. Viele Familien mussten sparen Der Alltag wurde planbarer und konnten sich nur das und die Lebensbedingungen Nötigste leisten. verbesserten sich langsam.
Zeit der Krone
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Mögliche Lösung: Damit eine Demokratie gut funktioniert, sind für mich freie Wahlen, Meinungsfreiheit und die Einhaltung der Gesetze besonders wichtig. Nur wenn alle Menschen frei wählen und ihre Meinung äußern dürfen, können sie das politische Leben mitgestalten. Gefährlich wird eine Demokratie, wenn Falschinformationen verbreitet werden, Menschen nicht mehr wählen gehen oder Medien nicht frei berichten dürfen. Dadurch können falsche Entscheidungen getroffen werden und das Vertrauen in die Demokratie sinkt. Am gefährlichsten finde ich die Verbreitung von Falschinformationen, weil viele Menschen dadurch getäuscht werden können. Jede und jeder von uns kann die Demokratie stärken, indem wir respektvoll miteinander umgehen, uns gut informieren und an Wahlen teilnehmen. Demokratie bleibt stark, wenn Menschen Verantwortung übernehmen, andere Meinungen respektieren und sich aktiv für Freiheit und Mitbestimmung einsetzen.
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
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Heute gehe ich auf die Straße, weil ich für meine Überzeugungen eintrete. Gleichzeitig habe ich Angst, dass die Demonstration in Gewalt endet. Ich wünsche mir, dass unsere Stimmen gehört werden und wir unsere Meinung frei sagen dürfen. Hoffentlich kann Österreich seine Probleme ohne weitere Kämpfe lösen.
6. Demonstrantin / Demonstrant (bei einer Kundgebung)
Ich weiß, dass viele Menschen große Erwartungen an mich haben. Jede Entscheidung kann Folgen für die Zukunft Wiens und Österreichs haben. Ich wünsche mir, dass die politischen Gegner wieder miteinander sprechen und friedliche Lösungen finden. Mein größter Wunsch ist es, die Demokratie zu bewahren und Gewalt zu verhindern.
5. Bürgermeister Karl Seitz (bei einer wichtigen Entscheidung)
Ich habe das Gefühl, dass unser Land Ordnung und Sicherheit braucht. Viele Menschen haben Angst vor den politischen Veränderungen und den Auseinandersetzungen. Ich hoffe, dass Österreich wieder ruhig wird und die Menschen ohne Gewalt leben können. Gleichzeitig frage ich mich, ob wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.
4. Anhänger der Heimwehr (bei einem Treffen)
Heute stehen sich wieder zwei Gruppen wütend gegenüber. Ich hoffe, dass es nicht zu Gewalt kommt und niemand verletzt wird. Es ist schwer, in dieser angespannten Lage Ruhe zu bewahren. Ich wünsche mir, dass die Menschen ihre Konflikte friedlich lösen und wieder Vertrauen zueinander finden.
3. Polizist (bei einer Demonstration)
Ich frage mich, ob wir unsere Rechte nur mit Gewalt verteidigen können. Die Heimwehr macht mir Angst, weil sie unsere Ideen bekämpft. Trotzdem wünsche ich mir, dass die Menschen endlich wieder miteinander reden, statt gegeneinander zu kämpfen. Ich hoffe, dass Freiheit und Demokratie erhalten bleiben.
2. Mitglied des Schutzbundes (vor oder nach einer Auseinandersetzung)
Heute war die Arbeit wieder anstrengend, und trotzdem reicht das Geld kaum für meine Familie. Ich wünsche mir, dass Arbeiterinnen und Arbeiter endlich gerechter behandelt werden. Die ständigen Streitigkeiten zwischen den politischen Gruppen machen mir Angst, weil ich keinen Krieg mehr erleben möchte. Ich hoffe, dass Österreich friedlich bleibt und alle Menschen eine faire Chance auf ein besseres Leben bekommen.
1. Arbeiterin (nach der Arbeit)
Mögliche Lösung:
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Lösungen
Wehrverbände
Frontkämpfer
Generalstreik
Schwurgericht
VÄBEREWEDNRH
KORFÄNTEMPR
LAREGENIERKST
RICHTEGRUSCHW
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Schwurgericht Ständestaat*
Wehrverbände
Frontkämpfer
Mögliche Lösung: Gewalt und Konflikte • Aufmarsch: Ein Aufmarsch gehört zu Gewalt und Konflikten, weil dabei politische oder militärische Gruppen oft ihre Stärke zeigten und Spannungen verstärkten. Beteiligte Gruppen • Bundesheer: Das Bundesheer war als staatliches Militär an den politischen Auseinandersetzungen beteiligt. • Wehrverbände: Wehrverbände wie Heimwehr oder Schutzbund waren bewaffnete politische Gruppen. • Frontkämpfer: Viele Frontkämpfer schlossen sich nach dem Ersten Weltkrieg politischen Organisationen oder Wehrverbänden an. Reaktionen / Folgen • Generalstreik: Ein Generalstreik war eine Reaktion vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf politische Entscheidungen oder Konflikte. • Schwurgericht: Das Schwurgericht verhandelte schwere Straftaten, die häufig im Zusammenhang mit politischen Gewalttaten standen. • Ständestaat: Der Ständestaat entstand als Folge der politischen Krisen und beendete die demokratische Ordnung Österreichs.
Generalstreik
Bundesheer
Aufmarsch
Reaktionen / Folgen
Beteiligte Gruppen
Das gemeinsame Antreten oder Marschieren einer größeren Gruppe, oft bei politischen Kundgebungen oder militärischen Veranstaltungen. Politische oder militärisch organisierte Gruppen wie Heimwehr oder Schutzbund. Menschen, die als Soldaten direkt an der Front eines Krieges gekämpft haben. Ein Streik, bei dem gleichzeitig sehr viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Arbeit niederlegen. Ein Gericht, bei dem neben Berufsrichterinnen und Berufsrichtern auch Geschworene über schwere Straftaten mitentscheiden.
Erklärung Das österreichische Militär zum Schutz des Staates. Undemokratische Staatsform in Österreich von 1934 bis 1938, in der nur eine Partei erlaubt war und demokratische Rechte stark eingeschränkt wurden.
Gewalt und Konflikte
SCHUMAARF
Wort Bundesheer Ständestaat (vermutlich ist hier im Buchstabensalat ein Fehler enthalten) Aufmarsch
Buchstabensalat REEHSFUREB TEDOSTALÄRNE
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
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1916
x 1918
1920
Einführung des Schillings
x Nationalrat
Ferdinand Hanusch
x Hans Kelsen
Ignaz Seipel
Einführung der Monarchie
Frauen verloren das Wahlrecht
Ein Sportverein
Ein Fehler der Feuerwehr
Eine politische Rede
x Der Freispruch der Angeklagten nach den Schüssen von Schattendorf
Ein Erdbeben
10. Was war der Auslöser für die Proteste, die 1927 zum Brand des Justizpalastes führten?
x Eine bewaffnete politische Gruppierung
Eine Gruppe, die Schulen baut
Eine Gruppe, die politische Feste plant
Einführung von Goldmünzen
Abschaffung des Bargelds 9. Was ist ein Wehrverband?
x Einführung des Schillings
Einführung des Euro
8. Was passierte 1924 zur Stabilisierung der Wirtschaft?
x Der Bundespräsident erhielt mehr Macht.
Abschaffung des Nationalrats
7. Was brachte die Verfassungsreform von 1929?
Karl Seitz
6. Wer spielte eine wichtige Rolle bei der Verfassung von 1920?
Das Militär regiert.
Alle Ämter werden vererbt.
Staatsrat
x Das Staatsoberhaupt wird gewählt.
Bundesrat
Es gibt einen Kaiser.
5. Was bedeutet „Republik“?
Bundestag
4. Wie hieß das wichtigste Parlament der neuen Republik?
Pressefreiheit x Wahlrecht für Frauen
3. Was wurde 1918 erstmals eingeführt?
weil die Bevölkerung abstimmte
x wegen der Friedensverträge von St. Germain
wegen eines Kaiserbefehls weil Österreich unabhängig wurde
2. Warum musste der Name „Deutschösterreich“ 1919 geändert werden?
1914
1. Wann wurde die Republik Deutschösterreich ausgerufen?
Da du schon viel über die Demokratie in der Zwischenkriegszeit gelernt hast, wirst du sicher Quizkönigin/Quizkönig.
DEMOKRATIE IN DER ZWISCHENKRIEGSZEIT
Lösungen
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88 15
15
Innerer Monolog: Endlich kann ich den Alltag für einen Moment vergessen. Wenn ich tanze, fühle ich mich frei und unbeschwert. Die Sorgen der letzten Jahre scheinen plötzlich weit weg zu sein. Ich genieße den Augenblick und denke nicht daran, was morgen sein wird. Hoffentlich bleibt diese Zeit der Freude noch lange bestehen. Ich wünsche mir, dass die Menschen friedlich zusammenleben und optimistisch in die Zukunft blicken können. Vielleicht bringt die neue Zeit wirklich mehr Freiheit und neue Möglichkeiten. Ich möchte mein Leben selbst gestalten und keine Angst vor der Zukunft haben. Solange die Musik spielt, glaube ich daran, dass bessere Zeiten kommen können.
Beispiel-Titel: „Tanz in die Freiheit“ Begründung: Ich habe diesen Titel gewählt, weil die Person sehr frei und voller Freude wirkt. Die Tanzbewegung vermittelt Optimismus und den Wunsch nach einem unbeschwerten Leben. Gleichzeitig bildet die strenge Architektur einen Gegensatz zur lockeren Bewegung. Dadurch wird der Eindruck verstärkt, dass Freiheit auch in schwierigen Zeiten möglich sein kann.
Nimm Stellung! „Das Bild zeigt Freiheit in einer strengen Umgebung.“ Ich stimme dieser Aussage zu. Die Person bewegt sich locker und wirkt fröhlich und unbeschwert, während die hohe Säulenhalle mit ihren geraden Linien streng und geordnet erscheint. Außerdem hebt sich die lebendige Bewegung deutlich von der ruhigen Architektur ab. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Person ihre Freiheit und Lebensfreude bewusst zeigt.
Ordne das Bild zeitlich ein! Das Bild lässt sich wahrscheinlich den 1920er-Jahren zuordnen. Darauf weisen vor allem das knielange Kleid mit schmalen Trägern, die kurzen gewellten Haare und die eleganten Schuhe hin. Auch die Schwarz-Weiß-Fotografie erinnert an Bilder aus dieser Zeit. Insgesamt passen Kleidung, Stil und Bildgestaltung gut zu den Goldenen Zwanzigern.
Mögliche Lösungen:
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMUS - KOMMUNISMUS
Mögliche Stichwörter: Lebensfreude * Freiheit * Tanz * Bewegung * Eleganz * Leichtigkeit * Selbstbewusstsein * Fröhlichkeit * Optimismus * Mode der 1920er-Jahre * Charleston * Goldene Zwanziger * Moderne * Unbeschwertheit * Aufbruch * Jugend * Glamour * Stil * Kunst * Schwarz-Weiß-Fotografie * Licht und Schatten * Ruhe * Weite * Historische Atmosphäre * Hoffnung auf einen Neuanfang
Das Bild ist in Schwarz-Weiß aufgenommen, wodurch es historisch wirkt und an Fotografien aus den 1920er-Jahren erinnert. Das Licht fällt vor allem auf die Person im Vordergrund und hebt sie deutlich von der dunkleren Umgebung ab. Die Perspektive führt den Blick entlang der Säulen in die Tiefe des Bildes und lenkt die Aufmerksamkeit auf die tanzende Person. Dadurch entsteht ein harmonischer und zugleich dynamischer Gesamteindruck.
Die Umgebung besteht aus einer langen Reihe hoher Säulen und einem überdachten Gang. Die Architektur wirkt klassisch und großzügig. Im Hintergrund verschwindet der Gang in der Dunkelheit, wodurch Tiefe entsteht. Insgesamt vermittelt der Ort eine ruhige, aber zugleich elegante und geheimnisvolle Stimmung.
Mögliche Lösung: Auf dem Bild ist eine einzelne Person zu sehen, die sich in einer offenen Säulenhalle befindet. Sie trägt ein helles, knielanges Kleid mit schmalen Trägern sowie helle Schuhe mit Absatz. Die Person hat einen kurzen, gewellten Haarschnitt, der typisch für die 1920er-Jahre ist. Ihre Arme sind seitlich angehoben, ein Bein ist angewinkelt und vom Boden abgehoben. Die Körperhaltung wirkt lebendig und vermittelt den Eindruck, als würde die Person tanzen oder sich fröhlich bewegen.
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMUS - KOMMUNISMUS
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Politiker: 14. Dezember 1931: Jeden Tag erreichen mich Berichte über Arbeitslosigkeit und Armut. Viele Menschen erwarten, dass wir Politiker rasch Lösungen finden. Doch die wirtschaftliche Lage ist schwierig, und es gibt nicht für jedes Problem eine einfache Antwort. Ich mache mir Sorgen, dass die Verzweiflung der Menschen zu Unruhen führen könnte. Trotzdem dürfen wir die Hoffnung nicht verlieren. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam Wege finden, um Arbeitsplätze zu schaffen und das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen.
Bäuerin: 8. Oktober 1931: Auf unserem Bauernhof gibt es immer viel Arbeit. Zum Glück können wir vieles selbst anbauen und müssen nicht alles kaufen. Trotzdem spüren auch wir die Krise. Für unsere Produkte bekommen wir immer weniger Geld, während viele andere Dinge teuer bleiben. Es fällt schwer, alle Rechnungen zu bezahlen. Ich hoffe, dass die Ernte im nächsten Jahr gut ausfällt und wir unsere Familie weiterhin versorgen können.
Jugendlicher: 10. März 1932: Vor einigen Jahren glaubte ich noch, dass ich nach der Schule leicht eine Lehrstelle finden würde. Doch heute sagen fast alle Betriebe, dass sie niemanden aufnehmen können. Viele meiner Freunde sind ebenfalls arbeitslos. Ich möchte arbeiten und Geld verdienen, um meine Eltern zu unterstützen. Stattdessen verbringe ich die Tage mit Warten und Hoffen. Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt eine gute Zukunft haben werde.
Bankier: 5. Februar 1932: Die vergangenen Monate waren auch für mich schwierig. Immer mehr Unternehmen können ihre Kredite nicht zurückzahlen, und viele Sparer sorgen sich um ihr Geld. Vor der Weltwirtschaftskrise lief das Bankgeschäft hervorragend, doch heute herrscht große Unsicherheit. Ich selbst muss zwar keine Angst haben, meinen Lebensunterhalt zu verlieren, aber ich trage Verantwortung für viele Mitarbeiter und Kundinnen und Kunden. Ich frage mich oft, wie lange diese Krise noch dauern wird. Mein größter Wunsch ist, dass sich die Wirtschaft wieder erholt und die Menschen neues Vertrauen in Banken und Unternehmen gewinnen.
Arbeitslose Frau: 18. November 1931: Früher arbeitete ich als Näherin und konnte etwas zum Einkommen unserer Familie beitragen. Seit der Krise gibt es kaum noch Aufträge, und viele Werkstätten haben geschlossen. Jeden Tag überlege ich, wie ich mit dem wenigen Geld Essen für meine Familie kaufen kann. Oft verzichte ich selbst auf eine Mahlzeit, damit die Kinder genug bekommen. Die Zukunft macht mir große Angst. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als wieder arbeiten zu dürfen und ohne Sorgen leben zu können.
Arbeitsloser Mann (mit Schild): 3. Februar 1932: Heute stand ich wieder stundenlang auf der Straße und hoffte, dass mich jemand für eine kleine Arbeit braucht. Vor der Weltwirtschaftskrise hatte ich eine feste Stelle in einer Fabrik. Damals konnte ich meine Familie versorgen und wir mussten uns keine großen Sorgen machen. Jetzt reicht das Geld kaum noch für Brot und Kartoffeln. Ich schäme mich, Hilfe annehmen zu müssen, aber ich weiß keinen anderen Ausweg. Am meisten fürchte ich, dass meine Kinder hungrig bleiben. Ich hoffe, dass die Fabriken bald wieder Arbeiter einstellen und wir endlich wieder ein normales Leben führen können.
Mögliche Lösungen:
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMUS - KOMMUNISMUS
Lösungen
Darstellung
3. Schaubild zum Sozialismus
Das Foto entstand zur Zeit des dargestellten Ereignisses und zeigt eine reale politische Veranstaltung. Es vermittelt einen unmittelbaren Eindruck aus der Zeit des italienischen Faschismus. Die Karte wurde nachträglich erstellt, um historische Informationen übersichtlich darzustellen. Sie fasst Entwicklungen zusammen und ist keine originale Quelle aus dem Jahr 1937. Das Schaubild erklärt politische Begriffe und Zusammenhänge. Es wurde erstellt, um Wissen zu vermitteln, und stammt nicht unmittelbar aus der behandelten Zeit. Das Foto wurde während der Zeit des Nationalsozialismus aufgenommen und zeigt ein tatsächliches Ereignis. Es ist eine Bildquelle aus der Zeit, auch wenn solche Fotos häufig der Propaganda dienten.
Begründung
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Nationalsozialistische Massenveranstaltung: Auf dem Bild sind zahlreiche Menschen zu sehen, die in geordneten Reihen vor einer großen Bühne stehen. Im Vordergrund erkennt man viele Männer in Uniform mit Helmen und Rucksäcken. Im Hintergrund befindet sich ein großes Gebäude mit einer Fahne, auf der das Hakenkreuz zu sehen ist. Das Foto ist in Schwarz-Weiß aufgenommen und vermittelt eine strenge und geordnete Atmosphäre. Die große Menschenmenge und die militärische Ordnung zeigen, wie der Nationalsozialismus Massenveranstaltungen nutzte, um seine Macht und Ideologie zu präsentieren.
Schaubild „Sozialismus“: Das Schaubild erklärt die politische Ideologie des Sozialismus. In mehreren Kästen werden wichtige Begriffe und Merkmale wie Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus gegenübergestellt. Pfeile und kurze Texte zeigen die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Begriffen. Die Darstellung ist übersichtlich aufgebaut und soll das Verständnis erleichtern. Das Schaubild vermittelt grundlegende Informationen über wirtschaftliche und politische Vorstellungen des Sozialismus.
Europakarte mit Diktaturen und Demokratien (1937): Die Abbildung zeigt eine Karte Europas aus dem Jahr 1937. Die Staaten sind unterschiedlich eingefärbt oder gekennzeichnet, um demokratische und autoritäre Staaten voneinander zu unterscheiden. Dadurch erkennt man, dass sich in vielen Ländern Europas Diktaturen ausgebreitet hatten. Die Karte ist übersichtlich gestaltet und dient dazu, politische Entwicklungen zu veranschaulichen. Sie macht deutlich, dass demokratische Staaten vor dem Zweiten Weltkrieg in Europa immer seltener wurden.
Benito Mussolini bei einer Rede: Auf dem Bild ist Benito Mussolini auf einer Bühne zu sehen. Er trägt eine Uniform und hebt den rechten Arm, während er zu einer Menschenmenge spricht. Hinter ihm stehen weitere Männer, einige ebenfalls in Uniform. Das Foto ist in Schwarz-Weiß aufgenommen und zeigt eine feierliche politische Veranstaltung. Mussolinis Körperhaltung wirkt selbstbewusst und entschlossen. Das Bild verdeutlicht, wie der italienische Faschismus öffentliche Auftritte nutzte, um Macht und Führungsanspruch zu zeigen.
Mögliche Lösungen:
4. Foto einer Historische Quelle nationalsozialistischen Massenveranstaltung
Darstellung
Quelle oder Darstellung? Historische Quelle
2. Europakarte mit Diktaturen und Demokratien (1937)
1. Foto einer Rede Benito Mussolinis
Abbildung
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMUS - KOMMUNISMUS
Indoktrination
Denunziation
Überwachung
Verfolgung
Mitläufer
Feindbild
Zensur
Diktator
Terror
Geheimpolizei Meinungsfreiheit Parteiverbot Opposition
Notverordnung
Begriff Gleichschaltung
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Erklärung Der Staat bringt alle wichtigen Bereiche des Lebens unter seine Kontrolle und lässt keine anderen Meinungen zu. Eine Regelung, die die Regierung in einer Krisensituation ohne das normale Gesetzgebungsverfahren erlässt. Eine Polizei, die Menschen überwacht und politische Gegner verfolgt. Das Recht, die eigene Meinung frei zu äußern. Das Verbot einer politischen Partei und ihrer Tätigkeit. Parteien oder Gruppen, die nicht an der Regierung beteiligt sind und deren Politik kritisieren. Terror bedeutet, dass Menschen durch Gewalt und Angst eingeschüchtert oder unterdrückt werden. Ein Diktator regiert ein Land allein oder mit wenigen Verbündeten, ohne freie Wahlen und demokratische Kontrolle. Zensur bedeutet, dass der Staat bestimmt, welche Informationen veröffentlicht werden dürfen und welche nicht. Ein Feindbild ist ein bewusst geschaffenes negatives Bild von einer Person oder Gruppe, um Vorurteile oder Hass zu fördern. Ein Mitläufer unterstützt ein System oder passt sich ihm an, ohne sich aktiv dagegen zu wehren. Verfolgung bedeutet, dass Menschen wegen ihrer Herkunft, Religion, Meinung oder anderer Merkmale benachteiligt oder bestraft werden. Überwachung bedeutet, dass der Staat oder andere Personen Menschen beobachten oder kontrollieren, oft ohne deren Zustimmung. Denunziation bedeutet, jemanden bei Behörden oder Machthabern absichtlich zu melden oder zu verraten, oft aus persönlichen Gründen oder um sich Vorteile zu verschaffen. Indoktrination bedeutet, dass Menschen gezielt beeinflusst werden, damit sie bestimmte Ansichten übernehmen und nicht kritisch hinterfragen.
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMUS - KOMMUNISMUS
Lösungen
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Familie Weber: Familie Weber konnte die Fahne hissen, dies verweigern oder versuchen, eine glaubwürdige Ausrede zu finden. Das Hissen der Fahne machte die Familie unauffällig, obwohl sie das Regime innerlich ablehnte. Eine Weigerung hätte Misstrauen der Nachbarn oder Maßnahmen der Behörden auslösen können. Eine Ausrede hätte das Risiko vielleicht verringert, wäre aber nicht immer akzeptiert worden.
Familie Kaufmann: Die Familie konnte den antisemitischen Aussagen widersprechen, schweigen oder das Thema wechseln. Ein Widerspruch hätte Mut gezeigt, hätte aber Streit oder Schwierigkeiten verursachen können. Schweigen schützte die Familie vor möglichem Ärger, ließ die diskriminierenden Aussagen jedoch unwidersprochen. Das Ausweichen des Gesprächs konnte Konflikte vermeiden, änderte aber nichts an den Vorurteilen.
Herr Bauer: Herr Bauer konnte der Partei beitreten, den Beitritt ablehnen oder sich nur äußerlich anpassen. Ein Beitritt konnte seinen Arbeitsplatz sichern und berufliche Vorteile bringen. Eine Ablehnung konnte Nachteile im Beruf oder sogar den Verlust der Arbeitsstelle bedeuten. Wer sich nur anpasste, blieb oft unauffällig, unterstützte das System jedoch zumindest nach außen.
Anna: Anna konnte das ausgegrenzte Mädchen offen unterstützen, sich still solidarisch zeigen oder aus Angst nichts tun. Eine offene Unterstützung hätte Mut bewiesen, hätte aber auch Nachteile oder Strafen für Anna nach sich ziehen können. Schweigen schützte sie selbst, änderte jedoch nichts an der Ausgrenzung. Kleine Zeichen der Freundlichkeit konnten der Mitschülerin trotzdem Mut machen.
Herr Schneider: Herr Schneider konnte den Nachbarn melden, schweigen oder versuchen, ihn heimlich zu warnen. Eine Meldung hätte ihn selbst vor Verdacht schützen können, hätte für den Nachbarn aber schwerwiegende Folgen gehabt. Schweigen oder eine Warnung wären für den Nachbarn hilfreich gewesen, hätten Herrn Schneider jedoch selbst in Gefahr bringen können, falls sein Verhalten bekannt geworden wäre.
Maria: Maria konnte an der Feier teilnehmen, fernbleiben oder zwar anwesend sein, sich aber nicht aktiv beteiligen. Die Teilnahme hätte verhindert, dass sie auffällt. Ein Fernbleiben hätte Fragen oder Strafen nach sich ziehen können. Wenn sie nur aus Angst mitmachte, blieb sie zwar unauffällig, musste aber gegen ihre eigenen Überzeugungen handeln.
Paul: Paul konnte der Hitlerjugend beitreten, obwohl er nicht überzeugt war. Er hätte sich auch weigern oder versuchen können, sich durch Ausreden dem Dienst zu entziehen. Ein Beitritt hätte ihm Anerkennung in der Schule gebracht, gleichzeitig aber das Regime unterstützt. Eine Weigerung oder häufiges Fernbleiben hätte zu Benachteiligungen in der Schule oder Problemen für seine Familie führen können.
Mögliche Lösungen:
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMUS - KOMMUNISMUS
Außerdem ist die Aussage „Viele Menschen verloren das Vertrauen in die Demokratie.“ entscheidend. Wenn Menschen nicht mehr an die Demokratie glauben, sind sie eher bereit, Parteien zu wählen, die demokratische Rechte einschränken oder abschaffen wollen.
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Appeasement-Politik Münchner Abkommen (1938)
Schwäche internationaler Zusammenarbeit (Völkerbund)
Nationalismus und Revisionismus
Folgen des Ersten Weltkriegs
Mittelfristige Ursachen (Entwicklungen in den Jahren vor dem Krieg) Machtübernahme der Nationalsozialisten (1933) Aufrüstung Deutschlands
Langfristige Ursachen (schon lange vor dem Krieg entstanden) Versailler Vertrag (1919)
Überfall auf Polen (1. September 1939) Kriegserklärungen Großbritanniens und Frankreichs
Kurzfristige Auslöser (Ereignisse, die den Krieg unmittelbar auslösten) Hitler-Stalin-Pakt (1939)
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMU - KOMMUNISMUS
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2. KdF war für viele Menschen attraktiv, weil die Freizeitangebote sehr günstig oder sogar kostenlos waren. Theaterbesuche, Konzerte, Sportveranstaltungen und Urlaubsreisen konnten sich dadurch auch Arbeiterinnen und Arbeiter leisten. Die Grafik zeigt, dass besonders Theateraufführungen, Museumsführungen und Ausstellungen von sehr vielen Menschen besucht wurden. Gleichzeitig erklärt der Text, dass die Nationalsozialisten mit diesen Angeboten die Bevölkerung für ihr Regime gewinnen und ihre Zustimmung stärken wollten. 3. Ich finde, dass „Kraft durch Freude“ zwar ein soziales Angebot war, vor allem aber ein politisches Mittel zur Beeinflussung der Bevölkerung. Die Grafik zeigt, dass Millionen Menschen an den Freizeitangeboten teilnahmen. Dadurch konnten die Nationalsozialisten viele Menschen erreichen. Im Text steht außerdem, dass KdF nicht nur der Erholung diente, sondern auch dazu, Zustimmung für das Regime zu gewinnen. Die günstigen Angebote sollten den Eindruck vermitteln, dass sich der Staat besonders gut um die Bevölkerung kümmert und dadurch die Unterstützung für die Diktatur stärken.
1. Die meisten Teilnehmer hatten die Theateraufführungen (11 507 432 Teilnehmer). Danach folgten Führungen durch Museen (2 567 596 Teilnehmer) und Ausstellungen (2 435 975 Teilnehmer). Vergleichsweise wenige Teilnehmer hatten Wanderungen (126 292 Teilnehmer) und Werkausstellungen (525 621 Teilnehmer).
Mögliche Lösungen:
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMUS - KOMMUNISMUS
Wo waren die Handlungsspielräume besonders eingeschränkt? Besonders eingeschränkt waren sie in der Schule, bei der Mitgliedschaft in nationalsozialistischen Organisationen, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Leben. Auch das freie Äußern der eigenen Meinung oder der Umgang mit ausgegrenzten Menschen war mit großen Risiken verbunden. Wer sich offen gegen das Regime stellte oder anderen half, musste mit Benachteiligungen, Verhaftung oder anderen schweren Folgen rechnen.
Gab es wirklich freie Entscheidungen? Nur sehr eingeschränkt. Viele Menschen standen unter großem Druck und mussten damit rechnen, Nachteile oder Strafen zu erleiden, wenn sie sich gegen das nationalsozialistische Regime stellten. Deshalb entschieden sich viele aus Angst oder zur eigenen Sicherheit dafür, sich anzupassen.
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2. Mögliche Lösung: Ich finde die Aussage „Die NSDAP profitierte stark von der Weltwirtschaftskrise.“ besonders wichtig. Viele Menschen waren arbeitslos und hatten Angst um ihre Zukunft. Deshalb glaubten manche den einfachen Versprechen der NSDAP und unterstützten sie.
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMUS - KOMMUNISMUS Mögliche Lösung:
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1. Lösungswort: WIRTSCHAFTSKRISE
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMUS - KOMMUNISMUS
Lösungen
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Aus meinem Wissen über den Zweiten Weltkrieg weiß ich, dass viele Städte durch Bombenangriffe zerstört wurden. Zahlreiche Menschen verloren ihr Zuhause oder Angehörige und mussten unter Hunger, Flucht und ständiger Unsicherheit leiden. Deshalb waren auch Menschen, die nicht an der Front kämpften, stark von den Folgen des Krieges betroffen.
d) Mögliche Lösung: Meiner Meinung nach war das Leben der Zivilbevölkerung sehr stark vom Krieg betroffen. In der Postkarte wird beschrieben, dass eine Bombe nur drei Meter vor dem Haus einschlug und die Wohnung schwer beschädigt wurde. Außerdem hatten die Menschen große Angst um ihr eigenes Leben und um ihre Angehörigen.
Hoffnung und Zuversicht zeigen sich in Formulierungen wie „wir leben Gott sei Dank“, „das macht aber alles nichts, wenn wir nur leben“ und „wir stehen in Gottes Hand“. Angst und Verzweiflung werden durch Aussagen wie „die Wohnung ist arg verwüstet“, „Mutter hat sich tapfer gehalten“ und „unsere arme Stadt“ deutlich. Insgesamt zeigt die Postkarte, wie Menschen trotz großer Zerstörung und Sorgen versuchten, Hoffnung und Zuversicht zu bewahren.
c) Mögliche Lösung: Die Schreiberin beschreibt ihre Situation mit Erleichterung, Angst, Sorge und Hoffnung. Sie ist erleichtert und dankbar, dass sie und ihre Familie den Bombenangriff überlebt haben. Gleichzeitig wird ihre große Angst deutlich, als sie schreibt, dass die Bombe nur wenige Meter vor dem Haus einschlug und ihre Mutter „recht angegriffen“ aussieht.
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMUS - KOMMUNISMUS
b) Mögliche Lösung: Die Postkarte zeigt, dass die Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg ständig in Gefahr war. Bombenangriffe konnten Häuser zerstören und Menschen verletzen oder töten. In der Quelle wird beschrieben, dass die Wohnung verwüstet wurde und Möbel kaputtgingen. Gleichzeitig wird deutlich, wie groß die Angst und Sorge der Menschen um ihre Familien war. Trotz der schweren Schäden ist die Absenderin dankbar, dass alle überlebt haben. Die Quelle macht deutlich, wie sehr der Krieg den Alltag der Zivilbevölkerung belastete und wie unsicher das Leben geworden war.
a) 1944 * Etwa 3 Meter vor dem Haus. * Sie befand sich in Sauerbrunn. * Sie lebte in Wiener Neustadt.
FASCHISMUS - NATIONALSOZIALISMUS - KOMMUNISMUS
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4. Ausgrenzung eines Kindes Wer wird ausgeschlossen? Ein Kind wird wegen seiner Herkunft, Religion, Sprache, Kleidung oder einer Behinderung ausgeschlossen. Welche Begründungen werden genannt? Andere behaupten, das Kind sei „anders“ oder passe nicht zur Gruppe. Wem nützt diese Ausgrenzung? Einzelne fühlen sich vielleicht stärker oder beliebter, wenn sie andere ausschließen.
3. Flüchtlinge Wer wird ausgeschlossen? Menschen, die vor Krieg, Gewalt oder Verfolgung fliehen. Welche Begründungen werden genannt? Manche behaupten, Flüchtlinge würden zu viel Geld kosten oder seien eine Gefahr. Wem nützt diese Ausgrenzung? Manche Politiker oder Gruppen gewinnen dadurch Aufmerksamkeit oder Unterstützung, indem sie Ängste ansprechen. Warum sind diese Begründungen problematisch oder falsch? Nicht alle Flüchtlinge sind gleich. Pauschale Aussagen werden einzelnen Menschen nicht gerecht und können Vorurteile verstärken. Welche Folgen hat Ausgrenzung? Betroffene fühlen sich nicht willkommen und haben oft schlechtere Chancen auf Bildung, Arbeit oder gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig kann das Zusammenleben schwieriger werden.
2. Menschen aus Afrika während der Kolonialzeit Wer wird ausgeschlossen? Menschen aus Afrika werden benachteiligt und ausgebeutet. Welche Begründungen werden genannt? Sie werden als angeblich „minderwertig“ bezeichnet und rassistische Vorstellungen sollen die Kolonialherrschaft rechtfertigen. Wem nützt diese Ausgrenzung? Sie nützt den Kolonialmächten, die Rohstoffe gewinnen, Macht ausüben und wirtschaftliche Vorteile erhalten. Warum sind diese Begründungen problematisch oder falsch? Alle Menschen sind gleich viel wert. Die Behauptung, Menschen seien aufgrund ihrer Herkunft weniger wert, ist diskriminierend und falsch. Welche Folgen hat Ausgrenzung? Viele Menschen verloren ihre Freiheit, wurden ausgebeutet und ihre Gesellschaften wurden nachhaltig geschädigt.
1. Jüdische Menschen im Nationalsozialismus Wer wird ausgeschlossen? Jüdische Menschen werden aus der Gesellschaft ausgeschlossen und entrechtet. Welche Begründungen werden genannt? Sie werden fälschlicherweise als „Feinde“ oder als Ursache für Probleme dargestellt. Antisemitische Propaganda verbreitet Vorurteile und Lügen. Wem nützt diese Ausgrenzung? Sie nützt der nationalsozialistischen Führung, weil sie Hass schürt, die Bevölkerung beeinflusst und ihre Macht stärkt. Warum sind diese Begründungen problematisch oder falsch? Menschen dürfen nicht wegen ihrer Religion oder Herkunft verurteilt werden. Die Behauptungen beruhen auf Vorurteilen und haben keine sachliche Grundlage. Welche Folgen hat Ausgrenzung? Viele jüdische Menschen verloren ihre Rechte, ihr Eigentum und schließlich ihr Leben. Die Gesellschaft wurde von Angst, Hass und Gewalt geprägt.
HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
Lösungen
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Mögliche Lösung: Was können Einzelpersonen tun, wenn sie Ausgrenzung beobachten? Einzelpersonen können eingreifen, wenn jemand unfair behandelt wird, und der betroffenen Person zeigen, dass sie nicht allein ist. Sie können respektvoll widersprechen, Hilfe anbieten oder eine Vertrauensperson informieren. Wichtig ist auch, Vorurteile zu hinterfragen und andere nicht aufgrund von Gerüchten zu beurteilen. Was können Schulen, Vereine oder die Gesellschaft tun? Schulen und Vereine können klare Regeln gegen Diskriminierung aufstellen und Projekte zu Respekt und Vielfalt durchführen. Lehrkräfte und Trainerinnen bzw. Trainer sollten bei Ausgrenzung rasch eingreifen. Die Gesellschaft kann durch Gesetze, Aufklärung und gegenseitigen Respekt dazu beitragen, dass alle Menschen gleich behandelt werden.
HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
6. LGBTQ+-Personen Wer wird ausgeschlossen? Menschen, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter* oder queer identifizieren. Welche Begründungen werden genannt? Manche behaupten, ihre Lebensweise sei „unnormal“ oder passe nicht zu bestimmten religiösen oder gesellschaftlichen Vorstellungen. Wem nützt diese Ausgrenzung? Einzelne Gruppen können dadurch ihre eigenen Vorstellungen als überlegen darstellen oder Unterstützung von Gleichgesinnten gewinnen. Warum sind diese Begründungen problematisch oder falsch? Alle Menschen haben die gleichen Rechte und verdienen Respekt. Unterschiedliche sexuelle Orientierungen oder Geschlechtsidentitäten rechtfertigen keine Benachteiligung. Welche Folgen hat Ausgrenzung? Betroffene erleben oft Beleidigungen, Ausgrenzung oder Diskriminierung und fühlen sich unsicher oder ausgeschlossen. Eine Gesellschaft, in der Menschen ausgegrenzt werden, verliert an Zusammenhalt und gegenseitigem Respekt.
5. Roma und Sinti Wer wird ausgeschlossen? Roma und Sinti werden benachteiligt und erleben Vorurteile. Welche Begründungen werden genannt? Es werden oft falsche Verallgemeinerungen und Vorurteile über die gesamte Gruppe verbreitet. Wem nützt diese Ausgrenzung? Manche Menschen fühlen sich überlegen oder suchen einfache Schuldige für gesellschaftliche Probleme. Warum sind diese Begründungen problematisch oder falsch? Niemand darf wegen seiner Herkunft beurteilt werden. Vorurteile treffen Menschen, ohne sie persönlich zu kennen. Welche Folgen hat Ausgrenzung? Viele Roma und Sinti haben schlechtere Chancen auf Bildung, Arbeit oder Wohnraum. Vorurteile können das Zusammenleben erschweren.
Warum sind diese Begründungen problematisch oder falsch? Jeder Mensch hat das Recht, respektvoll behandelt zu werden. Unterschiede sind kein Grund, jemanden auszuschließen. Welche Folgen hat Ausgrenzung? Das Kind fühlt sich traurig oder einsam und verliert möglicherweise Selbstvertrauen. Auch die Klassengemeinschaft leidet darunter.
HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
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Mögliche Lösung: Paul Martin Neurath musste fliehen, weil die Nationalsozialisten politische Gegner verfolgten und ihn wegen seines politischen Engagements verhafteten. Er wurde in die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald deportiert und musste dort schwere Bedingungen ertragen. Nach seiner Entlassung gelang ihm die Flucht über Schweden in die USA. Dort konnte er studieren und als Wissenschaftler arbeiten. Seine Erlebnisse schrieb er später in dem Buch „Die Gesellschaft des Terrors“ auf und machte sie dadurch für viele Menschen verständlich.
1. Geburt in Wien * 2. Verhaftung nach dem „Anschluss“ * 3. Deportation in Konzentrationslager * 4. Arbeit als Dreher in Schweden * 5. Studium an der Universität Columbia
2. wurde er in Konzentrationslager deportiert * wurde er politisch verfolgt
1. war Mitglied der Sozialistischen Jugend * wurde in Wien geboren
HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
Fünf konkrete Tipps gegen Ausgrenzung: 1. Nicht wegsehen, sondern Hilfe anbieten. 2. Menschen respektvoll behandeln und niemanden ausschließen. 3. Vorurteile hinterfragen und keine Gerüchte weiterverbreiten. 4. Lehrkräfte oder andere Vertrauenspersonen informieren, wenn jemand ausgegrenzt wird. 5. Mut haben, für Fairness und Zusammenhalt einzutreten.
Wo liegen die Grenzen des eigenen Handelns? Nicht jede Situation kann man alleine lösen. Wenn Menschen bedroht oder verletzt werden, sollte man Erwachsene, Lehrkräfte oder die Polizei informieren. Eigene Sicherheit geht immer vor.
Lösungen
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Warum war der Alltag systematischer Terror? Der Alltag im Konzentrationslager kann als systematischer Terror bezeichnet werden, weil Gewalt, Angst und Kontrolle bewusst in jeden Tagesabschnitt eingebaut waren. Schon beim Bettenmachen drohten Stockhiebe, während bei der Arbeit Verletzungen und Todesfälle absichtlich in Kauf genommen wurden. Besonders deutlich wird der Terror beim „Baumhängen“, das vor Tausenden Häftlingen vollzogen wurde, damit alle eingeschüchtert wurden. Auch die Drohung, nach „Licht aus“ ohne Warnung erschossen zu werden, zeigt, dass die Häftlinge ständig in Lebensgefahr waren. Der Terror war daher nicht zufällig, sondern diente gezielt dazu, die Menschen zu brechen, zu entwürdigen und vollständig zu kontrollieren.
Warum war Solidarität unter den Häftlingen lebenswichtig? Solidarität war lebenswichtig, weil geschwächte Häftlinge ohne Hilfe oft nicht überlebt hätten. Im Text wird beschrieben, dass Mitgefangene Männer aufhoben, stützten oder trugen, wenn sie nicht mehr gehen konnten. Durch gegenseitige Hilfe konnten sie sich zumindest teilweise gegen die unmenschlichen Bedingungen behaupten.
Wie wurde der Körper der Häftlinge geschwächt? Die Häftlinge mussten bei Hitze, Kälte, Regen oder Hagel schwere Arbeit leisten. Sie bekamen nur wenig und schlechtes Essen, konnten sich kaum erholen und erhielten bei Verletzungen oft keine medizinische Versorgung. Dadurch entstanden Erschöpfung, Krankheiten, schwere Wunden und sogar Todesfälle.
Wie wurden Disziplin und Kontrolle ausgeübt? Disziplin und Kontrolle wurden durch genaue Vorschriften, ständige Appelle und harte Strafen durchgesetzt. Schon ein schlecht gemachtes Bett konnte mit Stockhieben bestraft werden. Beim Zählappell mussten alle Häftlinge antreten, und selbst kleinste Regelverstöße konnten zu Strafarbeit, Folter oder Erschießung führen.
Grün: Hunger, Erschöpfung oder Krankheit: dünner, kaum nahrhafter „Kaffee“ * Häftlinge können nicht aufstehen oder gehen * Tod durch Sonnenstich * Tod durch Kälte * offene, eiternde Wunden * Verlust einer Hand * Verbrennungen an den Händen * hastiges Hinunterschlingen des Essens * Wunsch, dass der Vormittag und Nachmittag möglichst schnell vergehen
Blau: Gewalt und Strafen: fünfundzwanzig Stockhiebe * aus den Blocks getrieben * Zwang zur Arbeit bei jeder Witterung * Kübel dürfen trotz Verbrennungen nicht abgesetzt werden * aus den Blocks gejagt * „Baumhängen“ * Strafarbeit und Überstunden * Aufstellung als „Torsteher“ * Erschießung nach „Licht aus“
Rot: Tätigkeiten: Betten „bauen“ * sich waschen und anziehen * sich für den „Kaffee“ anstellen * Spinde ordnen * aus den Blocks antreten * zur Arbeit gehen * Essen aus der Küche holen * Kübel tragen * hastig essen * Näpfe reinigen * im Freien warten * weiterarbeiten * zum Zählappell antreten * zu den Blocks zurückkehren
HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
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Neurath reagiert zuerst nüchtern und beinahe hart. Mit seiner Aussage, dass niemand das Unrecht rächen werde, wenn man es nicht selbst tue, betont er die Verantwortung der Menschen, für Gerechtigkeit einzutreten. Als Franz jedoch seine Todesangst ausspricht, verändert sich Neuraths Ton. Er versucht, ihn zu beruhigen, und verspricht: Sollte Franz sterben, werde er ihn rächen. Dieses Versprechen zeigt Verbundenheit und Mitgefühl. Neurath macht Franz deutlich, dass sein Schicksal nicht vergessen werden soll.
b) Die Solidarität zwischen Franz Steinberg und Paul Martin Neurath zeigt sich zunächst darin, dass Franz offen über seine Ängste und Zweifel sprechen kann. Er vertraut Neurath seine Sorge an, dass er sterben könnte, bevor Gerechtigkeit hergestellt wird. In einer Umgebung, die von Gewalt, Misstrauen und Entmenschlichung geprägt war, war ein solches vertrauliches Gespräch besonders wertvoll. Die beiden Männer behandeln einander nicht wie Nummern oder anonyme Häftlinge, sondern wie Menschen mit Gefühlen, Gedanken und Hoffnungen.
Gleichzeitig konnte Hoffnung auch zu Enttäuschung und Verzweiflung führen. Im Konzentrationslager war die Zukunft völlig unsicher, und viele Häftlinge erlebten, dass ihre Erwartungen immer wieder zerstört wurden. Sie wussten nicht, ob sie den nächsten Tag überleben, ihre Angehörigen wiedersehen oder jemals befreit werden würden. Besonders tragisch ist, dass Neurath Franz versichert, er werde nicht am nächsten Tag sterben, Franz aber tatsächlich kurz darauf stirbt. Die Textstelle zeigt daher, dass Hoffnung lebensnotwendig sein konnte, aber keine Sicherheit bot. Dennoch war sie bedeutsam, weil sie den Häftlingen helfen konnte, trotz Angst und Aussichtslosigkeit innerlich nicht vollständig aufzugeben.
a) Hoffnung konnte für Häftlinge im Konzentrationslager eine wichtige Kraft zum Überleben sein. Der Gedanke, dass das Leiden irgendwann enden, das Lager befreit oder die Täter zur Verantwortung gezogen werden könnten, half manchen Menschen, den nächsten Tag zu überstehen. Hoffnung konnte außerdem das Gefühl vermitteln, dass die erlebte Gewalt nicht das letzte Wort haben würde. Im Gespräch hofft Franz Steinberg darauf, dass es eine „ewige Gerechtigkeit“ gibt und das begangene Unrecht eines Tages gerächt oder gesühnt wird. Diese Vorstellung gibt seinem Leiden zumindest einen Sinn und bewahrt ihn davor, das Unrecht als endgültig hinzunehmen.
Mögliche Lösungen:
HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
Erkläre, warum die Frage nach „ewiger Gerechtigkeit“ im Konzentrationslager besonders wichtig ist! Für die Häftlinge war die Frage nach Gerechtigkeit besonders wichtig, weil sie täglich große Ungerechtigkeit, Gewalt und Leid erleben mussten. Sie wurden ohne Schuld verfolgt, misshandelt und viele verloren ihr Leben. In dieser Situation gab ihnen die Hoffnung auf eine spätere Gerechtigkeit oder Bestrafung der Täter Kraft. Gleichzeitig zeigt das Gespräch, wie schwer es war, angesichts des täglichen Terrors an Gerechtigkeit zu glauben.
Beschreibe in eigenen Worten, worüber Franz Steinberg nachdenkt und wie Neurath auf ihn reagiert! Franz Steinberg fragt sich, ob es irgendwann Gerechtigkeit für das Leid der Häftlinge geben wird und ob die Täter für ihre Verbrechen bestraft werden. Er hofft, dass das Unrecht nicht ungesühnt bleibt. Neurath antwortet zunächst eher nüchtern und meint, dass Gerechtigkeit nur durch Menschen erreicht werden könne. Als Franz befürchtet, vorher zu sterben, verspricht Neurath, ihn zu rächen. Tragischerweise stirbt Franz bereits am nächsten Tag.
Mögliche Lösungen:
HOLOCAUST/SHOA UND GENOZID
Lösungen
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Der Tod Franz Steinbergs am nächsten Tag macht die Textstelle besonders erschütternd. Er zeigt die ständige Lebensgefahr und die Willkür des Lagers. Zugleich bewahrt Neurath durch seine Erinnerung und sein Buch Franz’ Namen und Geschichte. Damit setzt er der Entmenschlichung etwas entgegen: Franz bleibt als fühlender, denkender und hoffender Mensch in Erinnerung.
Das Gespräch verdeutlicht außerdem, wie stark die Häftlinge zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankten. Franz fürchtet, dass er sterben könnte, bevor Gerechtigkeit geschieht. Diese Angst war im Lager allgegenwärtig. Dennoch denkt er über Verantwortung, Schuld und Gerechtigkeit nach. Dadurch wird deutlich, dass die Nationalsozialisten zwar die Freiheit und den Körper der Häftlinge kontrollieren konnten, aber nicht zwangsläufig ihre Gedanken und ihr moralisches Empfinden.
Auch Neuraths Reaktion zeigt Menschlichkeit. Obwohl er zunächst sachlich und ernüchtert antwortet, nimmt er Franz’ Angst ernst. Er versucht, ihm Mut zu machen, und verspricht, für ihn einzutreten. Darin zeigen sich Mitgefühl und Freundschaft. Die beiden Männer können die äußeren Bedingungen des Lagers nicht verändern, aber sie können einander als Menschen anerkennen und unterstützen. Gerade dadurch verteidigen sie ein Stück ihrer Würde.
c) Das Gespräch zeigt, dass die Häftlinge trotz der unmenschlichen Bedingungen ihre Gefühle, ihre moralischen Vorstellungen und ihre Würde nicht vollständig verloren. Franz empfindet Angst vor dem Tod, aber auch Sehnsucht nach Gerechtigkeit. Er möchte glauben, dass das erlittene Unrecht nicht folgenlos bleibt. Damit hält er an einem grundlegenden menschlichen Bedürfnis fest: der Vorstellung, dass Gut und Böse unterschieden und Verbrechen nicht einfach vergessen werden dürfen.
Neuraths Reaktion zeigt, dass Solidarität im Konzentrationslager auch bedeuten konnte, Verantwortung füreinander zu übernehmen und dem anderen das Gefühl zu geben, nicht allein und nicht bedeutungslos zu sein.
Der Zusammenhalt besteht somit nicht nur in praktischer Hilfe, sondern auch darin, einander zuzuhören, Mut zuzusprechen und die Erinnerung an einen anderen Menschen zu bewahren. Erklärung Österreich wurde wieder ein eigener Staat und konnte seine Entscheidungen selbst treffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Österreich in vier Gebiete aufgeteilt, die von den Siegermächten verwaltet wurden. Vertrag, mit dem die Besatzungszeit beendet wurde und Österreich seine Freiheit zurückerhielt. Österreich verpflichtete sich, keinem Militärbündnis beizutreten und sich nicht an Kriegen zu beteiligen. Österreich konnte wieder selbst über seine Politik und sein Staatsgebiet bestimmen. Die USA, die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich besiegten das NS-Regime und besetzten Österreich. Zeitraum, in dem Österreich von den vier alliierten Mächten verwaltet wurde. Städte, Betriebe und Infrastruktur wurden nach den Zerstörungen des Krieges neu aufgebaut. Österreich führte wieder freie Wahlen durch und die Menschen konnten ihre Regierung mitbestimmen. Die Menschen und der Staat konnten wieder ohne fremde Herrschaft über ihre Zukunft entscheiden. vor allem ab 1955
ab 1945
ab 1945
1945–1955
1945–1955
ab 1955
ab 1955
1955
Zeit 1955 (Staatsvertrag) 1945–1955
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Ein souveräner Staat kann seine Gesetze und politischen Entscheidungen selbst treffen. In einer Demokratie bestimmen die Bürgerinnen und Bürger durch Wahlen mit. Dadurch wird die Selbstbestimmung des Landes gestärkt.
Souveränität – Demokratie – Selbstbestimmung
Die Neutralität half Österreich, seine Unabhängigkeit zu sichern. Das Land konnte seine Außenpolitik selbst gestalten und frei über seine Zukunft entscheiden. Das ist ein wichtiges Beispiel für Selbstbestimmung.
Neutralität – Unabhängigkeit – Selbstbestimmung
Der Staatsvertrag machte Österreich wieder souverän. Kurz danach beschloss Österreich die immerwährende Neutralität. Dadurch blieb das Land unabhängig und trat keinem Militärbündnis bei.
Staatsvertrag – Neutralität – Souveränität
Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten die alliierten Mächte Österreich in vier Besatzungszonen auf. Diese Zeit nennt man Besatzungszeit. Erst 1955 verließen die Besatzungsmächte das Land wieder.
Besatzungszonen – Alliierte Mächte – Besatzungszeit
Mit dem Staatsvertrag erhielt Österreich 1955 seine Unabhängigkeit zurück. Dadurch endete die Besatzungszeit, und Österreich wurde wieder souverän. Das Land konnte nun selbst über seine Politik und seine Zukunft entscheiden.
Unabhängigkeit – Staatsvertrag – Souveränität
Mögliche Lösungen:
Selbstbestimmung
Demokratie
Wiederaufbau
Besatzungszeit
Alliierte Mächte
Souveränität
Neutralität
Staatsvertrag
Besatzungszonen
Begriff Unabhängigkeit
ZWEITE REPUBLIK ÖSTERREICH
Lösungen
Die Menschen mussten mit vielen Einschränkungen leben. Lebensmittel, Kleidung und Heizmaterial waren knapp und wurden oft nur gegen Lebensmittelkarten ausgegeben. Österreich war in vier Besatzungszonen geteilt, wodurch Reisen und der Alltag erschwert wurden. Viele politische und wirtschaftliche Entscheidungen konnten nicht selbst getroffen werden.
Während der Besatzungszeit konnte Österreich viele Entscheidungen nicht allein treffen. Erst der Staatsvertrag beendete diese Situation. Dadurch erhielt Österreich seine Selbstbestimmung und konnte wieder eigenständig handeln.
Auch für Familien war die Zeit belastend. Sie mussten mit wenig Nahrung, Wohnungsnot und großen Zukunftssorgen leben. Trotzdem hofften viele Menschen, dass Österreich bald wieder unabhängig sein und sich das Leben Schritt für Schritt verbessern würde.
Für Kinder und Jugendliche war die Besatzungszeit wahrscheinlich eine Zeit voller Unsicherheit. Viele hatten Angst um ihre Familie oder litten unter Hunger und den Folgen des Krieges. Gleichzeitig freuten sie sich darüber, wieder zur Schule gehen und langsam in einen geregelten Alltag zurückkehren zu können.
Formuliere, wie sich diese Situation für Kinder, Jugendliche oder Familien angefühlt haben könnte.
Zusätzlich mussten die Menschen zerstörte Häuser wieder aufbauen, Arbeit finden und sich um ihre Familien kümmern. Viele Flüchtlinge kamen nach Österreich und benötigten ebenfalls Unterkunft und Versorgung. Die Zukunft war für viele Menschen ungewiss.
Erkläre, welche Einschränkungen und Herausforderungen es gab.
Selbstbestimmung – Besatzungszeit – Staatsvertrag
In einer Demokratie entscheiden die Menschen durch Wahlen über die Politik ihres Landes. Mit dem Staatsvertrag erhielt Österreich wieder die Möglichkeit zur Selbstbestimmung. Dadurch konnten wichtige Entscheidungen ohne fremde Kontrolle getroffen werden.
Demokratie – Selbstbestimmung – Staatsvertrag
Zum Alltag gehörten außerdem Begegnungen mit Besatzungssoldaten der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Sowjetunion. Manche Begegnungen verliefen freundlich, andere wurden als belastend oder einschüchternd erlebt. Österreich war noch kein unabhängiger Staat, deshalb bestimmten die Besatzungsmächte viele wichtige Entscheidungen.
Auch Arbeit war schwer zu finden. Viele Betriebe waren zerstört oder mussten erst wieder aufgebaut werden. Gleichzeitig wurden Schulen nach und nach wieder eröffnet, damit Kinder und Jugendliche ihre Ausbildung fortsetzen konnten.
Wiederaufbau – Unabhängigkeit – Demokratie
Nach dem Krieg mussten viele Städte und Betriebe im Wiederaufbau neu errichtet werden. Mit der Unabhängigkeit im Jahr 1955 konnte Österreich seinen Weg selbst bestimmen. Die Demokratie bildete die Grundlage für diese Entwicklung.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Leben vieler Menschen sehr schwierig. Viele Häuser waren zerstört, sodass Familien oft in beschädigten Wohnungen oder beengten Verhältnissen leben mussten. Lebensmittel waren knapp und konnten meist nur mit Lebensmittelkarten gekauft werden. Viele Menschen litten unter Hunger und besorgten zusätzliche Lebensmittel auf dem Schwarzmarkt.
Beschreibe, wie Menschen während der Besatzungszeit lebten.
Mögliche Lösung:
ZWEITE REPUBLIK ÖSTERREICH
Während der Besatzungszeit begann Österreich mit dem Wiederaufbau. Trotz der Besatzung entwickelte sich die Demokratie weiter, und die Bevölkerung konnte wieder frei wählen. So entstand die Zweite Republik.
Besatzungszeit – Wiederaufbau – Demokratie
Nach dem Krieg unterstützten die alliierten Mächte den Wiederaufbau Österreichs. Gleichzeitig wurde die Demokratie wieder eingeführt und freie Wahlen fanden statt. So konnte sich das Land schrittweise erholen.
Alliierte Mächte – Wiederaufbau – Demokratie
Lösungen
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Trotz der schwierigen Bedingungen war der Schulbesuch für viele Kinder und Familien sehr wichtig. Bildung verbesserte die Chancen, später einen Beruf zu finden und ein selbstständiges Leben aufzubauen. Der regelmäßige Unterricht brachte außerdem Struktur in einen Alltag, der nach dem Krieg von Unsicherheit geprägt war. In der Schule konnten Kinder andere treffen, gemeinsam lernen und für einige Stunden ihre Sorgen vergessen. Der Schulbesuch vermittelte vielen Familien die Hoffnung, dass ihre Kinder einmal ein besseres Leben führen würden.
Stellungnahme
Die Klassen waren sehr groß und mussten häufig zu unterschiedlichen Zeiten unterrichtet werden. Dadurch blieb weniger Zeit für den Unterricht, und Lehrkräfte konnten sich nicht ausreichend um einzelne Kinder kümmern. Der Mangel an Heizmaterial und warmer Kleidung erschwerte das Lernen zusätzlich. Auch unregelmäßiger Unterricht führte dazu, dass viele Kinder Lernstoff versäumten und große Leistungsunterschiede entstanden.
Warum war diese Situation problematisch?
Durchschnittlich mussten sich daher mindestens 70 Schülerinnen und Schüler ein Klassenzimmer teilen. Da es tatsächlich weniger als 1.000 Klassenzimmer gab, lag die Zahl in Wirklichkeit etwas höher.
70.000:1.000=70
In Wien gab es rund 70.000 Kinder, aber weniger als 1.000 Klassenzimmer.
Berechnung:
Probleme des Schulalltags nach 1945: Viele Schulgebäude waren beschädigt oder wurden von Besatzungssoldaten genutzt. * Der Unterricht konnte in vielen Regionen erst verspätet wieder beginnen. * Es gab viel zu wenige Klassenräume, weshalb im Schichtbetrieb unterrichtet wurde. * Viele Kinder mussten ein Schuljahr wiederholen oder Prüfungen ablegen. * Im Winter fehlte Heizmaterial, sodass Ferien verlängert und Schulen zeitweise geschlossen wurden. * Viele Kinder hatten keine passenden Schuhe und keine ausreichend warme Kleidung.
Mögliche Lösung:
ZWEITE REPUBLIK ÖSTERREICH
Ehemalige NSDAPMitglieder und Personen mit Verbindungen zum Nationalsozialismus Ehemalige Nationalsozialisten
Politische Einschränkungen
Schwer belastete Nationalsozialisten und Kriegsverbrecher
Registrierung und Einstufung
Gerichtsverfahren gegen Täter
Lehrerinnen und Lehrer, Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter sowie Polizistinnen und Polizisten mit NSVergangenheit
Entlassungen aus dem Staatsdienst
Sie durften zeitweise nicht wählen und keine politischen Ämter übernehmen. Dadurch sollte ein erneuter Einfluss des Nationalsozialismus verhindert werden.
Sie mussten Fragebögen ausfüllen und wurden je nach ihrer Rolle eingestuft. Davon hingen mögliche Strafen oder Einschränkungen ab.
Sie mussten sich vor Gericht verantworten. Manche wurden zu Haftstrafen verurteilt, andere freigesprochen oder begnadigt.
Viele verloren zunächst ihre Arbeitsstelle. Wegen Personalmangels wurden später jedoch zahlreiche wieder eingestellt.
Ehemalige Die NSDAP und ihre Nationalsozialisten sowie Organisationen wurden verboten. Organisationen der NSDAP NS-Symbole und Propaganda durften nicht mehr verwendet werden.
Verbotsgesetze
Welche Folgen hatte sie?
Wen betraf sie?
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Maßnahme
ZWEITE REPUBLIK ÖSTERREICH
Lösungen
Viele Menschen, die während der NS-Zeit Mitläufer waren, blieben nach 1945 unbehelligt.
Die Entnazifizierung begann sofort nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
In Österreich wurden spezielle Gesetze zur Entnazifizierung erlassen.
Ideen
Personalmangel war ein Grund dafür, warum die Entnazifizierung oft abgeschwächt wurde.
Entnazifizierung bedeutete auch, sich kritisch mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen.
nationalsozialistische
Die Entnazifizierung verlief in allen österreichischen Bundesländern gleich.
dass
verhindern,
Nach 1945 wurde Entnazifizierung von der österreichischen Bevölkerung einhellig unterstützt.
Entnazifizierung sollte weiterverbreitet werden.
Alle ehemaligen Nationalsozialisten mussten Österreich nach 1945 verlassen.
Viele ehemalige Nationalsozialisten wurden später wieder in den Staatsdienst aufgenommen.
39 Falsch
Opfer des Nationalsozialismus spielten bei der Entnazifizierung immer eine zentrale Rolle.
Der Kalte Krieg hatte Einfluss darauf, wie konsequent die Entnazifizierung durchgeführt wurde.
Entnazifizierung betraf nur Politiker und keine anderen Berufsgruppen.
Richtig
Ziel der Entnazifizierung war es, einen demokratischen Neubeginn in Österreich zu ermöglichen.
Alle ehemaligen Mitglieder der NSDAP wurden nach 1945 streng bestraft.
Aussage
ZWEITE REPUBLIK ÖSTERREICH
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Souveränität: Souveränität bedeutet, dass ein Staat seine Entscheidungen selbst treffen kann. Er ist unabhängig und wird nicht von anderen Staaten beherrscht. * Demokratie: Demokratie ist eine Staatsform, in der die Bürgerinnen und Bürger durch freie Wahlen mitbestimmen, wer regiert. Rechte und Freiheiten der Menschen werden geschützt. * Gewaltenteilung: Gewaltenteilung bedeutet, dass die staatliche Macht auf verschiedene Bereiche aufgeteilt ist: Gesetzgebung, Regierung und Gerichte. Dadurch soll verhindert werden, dass eine Person oder Gruppe zu viel Macht erhält. * Rechtsstaat: In einem Rechtsstaat gelten für alle Menschen dieselben Gesetze. Der Staat muss sich ebenfalls an die Gesetze halten, und unabhängige Gerichte sorgen für Gerechtigkeit. * Verfassung: Die Verfassung ist das wichtigste Gesetz eines Staates. Sie legt fest, wie der Staat aufgebaut ist, welche Aufgaben die staatlichen Organe haben und welche Grundrechte die Menschen besitzen. * Bundesstaat: Ein Bundesstaat besteht aus mehreren Bundesländern, die eigene Aufgaben und Rechte haben. Gemeinsam bilden sie einen Staat. In Österreich gibt es neun Bundesländer. * Grundrechte: Grundrechte sind die wichtigsten Rechte aller Menschen. Dazu gehören zum Beispiel die Meinungsfreiheit, die Religionsfreiheit und die Gleichheit vor dem Gesetz. Sie werden durch die Verfassung geschützt. * Republik: Eine Republik ist eine Staatsform, in der das Staatsoberhaupt gewählt und nicht durch Vererbung bestimmt wird. In Österreich ist das der Bundespräsident.
ZWEITE REPUBLIK ÖSTERREICH
Lösungen
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Liberales Prinzip: Das liberale Prinzip begegnet uns jeden Tag durch die Grundrechte. Menschen dürfen ihre Meinung frei äußern, ihre Religion frei wählen und sich friedlich versammeln. Diese Rechte schützen die Freiheit jedes Einzelnen.
Rechtsstaatliches Prinzip: Das rechtsstaatliche Prinzip zeigt sich im Alltag, weil alle Menschen dieselben Gesetze einhalten müssen. Wenn es Streit gibt oder jemand gegen ein Gesetz verstößt, entscheiden unabhängige Gerichte über den Fall. Auch der Staat muss sich an die Gesetze halten.
Bundesstaatliches Prinzip: Das bundesstaatliche Prinzip erkennt man daran, dass Österreich aus neun Bundesländern besteht. Die Bundesländer haben eigene Aufgaben, zum Beispiel im Schulwesen oder im Naturschutz, und verfügen über eigene Landesregierungen und Landtage.
Republikanisches Prinzip: Das republikanische Prinzip zeigt sich daran, dass der Bundespräsident gewählt wird und sein Amt nicht vererbt. Auch andere politische Ämter werden durch Wahlen oder Ernennungen vergeben und nicht innerhalb einer Familie weitergegeben.
Demokratisches Prinzip: Das demokratische Prinzip begegnet uns bei Wahlen. Bürgerinnen und Bürger wählen zum Beispiel den Nationalrat, den Landtag oder den Gemeinderat und entscheiden dadurch mit, wer politische Verantwortung übernimmt. Auch Volksbegehren oder Volksabstimmungen gehören zum demokratischen Prinzip.
Liberales Prinzip → Die Freiheit und die Grundrechte der Menschen stehen im Mittelpunkt und müssen geschützt werden.
Rechtsstaatliches Prinzip → Alle Menschen und auch der Staat müssen sich an die Gesetze halten. Unabhängige Gerichte schützen die Rechte der Menschen.
Bundesstaatliches Prinzip → Der Staat ist in mehrere Bundesländer gegliedert, die eigene Zuständigkeiten haben.
Republikanisches Prinzip → Der Staat ist kein Königreich. Das Staatsoberhaupt wird gewählt und nicht vererbt.
Demokratisches Prinzip → Die Staatsgewalt geht vom Volk aus. Politische Entscheidungen werden durch Wahlen und Abstimmungen beeinflusst.
ZWEITE REPUBLIK ÖSTERREICH
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Die vier Säulen ergänzen einander und schützen Österreich auf unterschiedliche Weise. Das Bundesheer sorgt für den militärischen Schutz, während die zivile Landesverteidigung der Bevölkerung in Krisen und Katastrophen hilft. Die wirtschaftliche Landesverteidigung stellt sicher, dass wichtige Güter und Dienstleistungen auch in schwierigen Zeiten verfügbar bleiben. Die geistige Landesverteidigung stärkt Demokratie, Zusammenhalt und den verantwortungsvollen Umgang mit Informationen. Erst das Zusammenspiel aller vier Säulen sorgt dafür, dass Österreich umfassend geschützt ist. Keine einzelne Säule allein kann die Sicherheit des Landes gewährleisten.
Mögliche Lösung: Beurteile, wie die vier Säulen der umfassenden Landesverteidigung zusammenwirken!
Geistige Landesverteidigung: Die geistige Landesverteidigung stärkt Demokratie, Menschenrechte und den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Politische Bildung und der kritische Umgang mit Falschinformationen helfen dabei, extremistische Ideologien und Propaganda zu erkennen und abzulehnen.
Wirtschaftliche Landesverteidigung: Die wirtschaftliche Landesverteidigung sorgt dafür, dass Österreich auch in Krisenzeiten mit wichtigen Gütern wie Lebensmitteln, Energie und Medikamenten versorgt wird. Eine stabile Wirtschaft hilft außerdem, Arbeitsplätze zu sichern und das Land widerstandsfähig zu machen.
Zivile Landesverteidigung: Die zivile Landesverteidigung schützt die Bevölkerung bei Katastrophen, Unfällen oder Krisen. Organisationen wie Feuerwehr, Rettung und Zivilschutz leisten rasche Hilfe und sorgen dafür, dass Menschen in Not unterstützt werden.
Militärische Landesverteidigung: Die militärische Landesverteidigung ist wichtig, weil das Bundesheer Österreich vor militärischen Bedrohungen schützt. Es sichert außerdem die Grenzen und hilft bei Katastrophen oder anderen Notlagen. Dadurch trägt es zur Sicherheit der Bevölkerung bei.
Mögliche Lösung zu den vier Säulen:
Mögliche Lösung: Militärische Landesverteidigung: Schutz des Staatsgebiets durch das Bundesheer, Sicherung der Grenzen und Hilfe bei militärischen Bedrohungen * Zivile Landesverteidigung: Katastrophenschutz (z. B. Feuerwehr, Rettung, Zivilschutz), Schutz der Bevölkerung durch Notfall- und Krisenpläne * Wirtschaftliche Landesverteidigung: Sicherstellung der Versorgung mit Lebensmitteln und Energie, Schutz wichtiger Infrastruktur und Betriebe * Geistige Landesverteidigung: Stärkung der Demokratie und der Menschenrechte, Politische Bildung und kritischer Umgang mit Desinformation und Propaganda
ZWEITE REPUBLIK ÖSTERREICH
Lösungen
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9. Sportverein – F (ungleich, aber fair): Bei einem Wettkampf ist es gerecht, wenn die leistungsstärksten Spielerinnen und Spieler eingesetzt werden.
8. Sprache – U (ungleich und unfair): Das Kind sollte trotz seiner Sprachschwierigkeiten die gleichen Chancen erhalten und unterstützt werden.
7. Herkunft – U (ungleich und unfair): Niemand darf wegen seiner Herkunft von einem Angebot ausgeschlossen werden.
6. Nebenjob – U (ungleich und unfair): Die Stelle wird nicht nach Leistung vergeben, sondern wegen persönlicher Beziehungen.
5. Behinderung – U (ungleich und unfair): Es ist ungerecht, den Schüler wegen seiner Behinderung auszuschließen, obwohl eine barrierefreie Teilnahme möglich wäre. Alle Menschen sollten die gleichen Chancen haben, an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen.
4. Kleidung – U (ungleich und unfair): Es ist ungerecht, jemanden wegen seiner Kleidung auszulachen oder auszuschließen.
3. Schulweg – F (ungleich, aber fair): Der Schüler darf früher gehen, damit er seinen Bus erreicht und keinen Nachteil hat.
2. Taschengeld – F (ungleich, aber fair): Mehr Taschengeld ist gerecht, weil das Kind auch mehr im Haushalt mithilft.
1. Klassenarbeit – F (ungleich, aber fair): Die Schülerin erhält mehr Zeit, damit sie trotz ihrer Lernschwäche die gleichen Chancen wie die anderen hat.
SOZIALE UNGLEICHHEITEN
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Mögliche Gründe dafür sind: • bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, • höhere Einkommen, • geringeres Risiko der Arbeitslosigkeit, • größere Auswahl an Berufen, • bessere Möglichkeiten zur Weiterbildung und zum beruflichen Aufstieg
e) Die Grafik zeigt, dass Bildung das Armutsrisiko deutlich verringern kann. Menschen mit einem höheren Bildungsabschluss haben meist bessere Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz und ein höheres Einkommen. Dadurch können sie ihren Lebensunterhalt leichter finanzieren und sind seltener von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen.
Menschen mit höchstens Pflichtschulabschluss sind damit doppelt so häufig armutsgefährdet wie Personen mit Matura oder Universitätsabschluss.
d) Maximal Pflichtschule: 26 % armutsgefährdet * Matura: 13 % armutsgefährdet * Universitätsabschluss: 13 % armutsgefährdet
Mit steigendem Bildungsabschluss sinkt das Risiko, von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen zu sein. Besonders deutlich wird das auch bei der erheblichen materiellen und sozialen Benachteiligung: Sie sinkt von 6 % (Pflichtschule) auf 1 % (Universität).
Am wenigsten betroffen sind Menschen mit Universitätsabschluss. Hier liegt die Armutsoder Ausgrenzungsgefährdung bei 15 %.
c) Die stärkste Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung haben Personen mit maximal Pflichtschulabschluss. Von ihnen sind 31 % betroffen.
Erhebliche materielle und soziale Benachteiligung: Menschen können sich wichtige Dinge des täglichen Lebens oder die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben nicht leisten, zum Beispiel ausreichendes Heizen, unerwartete Ausgaben oder Freizeitaktivitäten.
Armutsgefährdung: Armutsgefährdet ist, wer mit seinem Einkommen deutlich unter dem Durchschnitt liegt und dadurch finanzielle Schwierigkeiten hat.
b) Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung: Menschen gelten als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet, wenn sie von Armut betroffen sind oder nur eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
• Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung • Armutsgefährdung • keine oder sehr niedrige Erwerbsintensität im Haushalt • erhebliche materielle und soziale Benachteiligung Die Daten werden als horizontale Balken in Prozent dargestellt. Dadurch lassen sich die einzelnen Bildungsgruppen gut miteinander vergleichen.
Für jede Bildungsgruppe werden vier Kategorien dargestellt:
a) Die Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen dem Bildungsabschluss und dem Risiko von Armut oder sozialer Ausgrenzung in Österreich. Verglichen werden vier Bildungsgruppen: maximal Pflichtschule, Lehre oder mittlere Schule, Matura und Universität.
Mögliche Lösungen:
SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Lösungen
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100 48
49
Wert: Rechtsstaatlichkeit * Begründung: Die Wörter „Regeln und Gesetze“ zeigen, dass staatliches und gesellschaftliches Handeln an rechtliche Vorgaben gebunden ist.
7. „Ich halte mich an Regeln und Gesetze, damit das Zusammenleben funktioniert.“
Wert: Menschenwürde * Begründung: Die Aussage „Würde jedes Menschen“ zeigt, dass jeder Mensch wertvoll ist und respektiert werden muss.
6. „Ich respektiere die Würde jedes Menschen, egal wie er lebt oder aussieht.“
Wert: Solidarität * Begründung: Das Wort „unterstütze“ zeigt, dass Menschen füreinander einstehen und einander helfen.
5. „Ich stehe zu anderen Menschen und unterstütze sie, besonders in schwierigen Situationen.“
7. richtig * Begründung: Auch bei Menschen mit Universitätsabschluss gibt es Armutsgefährdung und soziale Benachteiligung. Bildung verbessert die Chancen, beseitigt soziale Ungleichheit aber nicht vollständig.
8. richtig * Begründung: Die Grafik zeigt, dass Personen mit maximal Pflichtschulabschluss deutlich häufiger von Armut oder Ausgrenzung betroffen sind als Menschen mit höheren Bildungsabschlüssen. Dies deutet darauf hin, dass sie häufiger in schlechter bezahlten oder unsicheren Arbeitsverhältnissen arbeiten.
Wert: Gerechtigkeit * Begründung: Die Formulierung „fair behandelt“ macht deutlich, dass es um eine gerechte Behandlung aller Menschen geht.
4. „Ich setze mich dafür ein, dass alle fair behandelt werden und niemand benachteiligt wird.“
Wert: Freiheit * Begründung: Die Worte „eigene Entscheidungen treffen“ zeigen, dass Menschen ihr Leben selbstbestimmt gestalten dürfen.
3. „Ich finde es wichtig, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.“
Wert: Toleranz * Begründung: Die Aussage „anders zu leben oder zu denken“ weist darauf hin, dass unterschiedliche Meinungen und Lebensweisen akzeptiert werden.
2. „Ich erlaube Menschen, anders zu leben oder zu denken, als ich es selbst tue.“
Wert: Gleichheit * Begründung: Die Formulierung „gleiche Rechte für alle Menschen“ zeigt, dass niemand wegen persönlicher Merkmale benachteiligt werden soll.
1. „Ich fordere gleiche Rechte für alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Religion.“
Mögliche Lösung:
SOZIALE UNGLEICHHEITEN
6. richtig * Begründung: Die Grafik zeigt insgesamt einen klaren Trend: Mit höherem Bildungsabschluss nehmen Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung sowie materielle Benachteiligung ab.
5. richtig * Begründung: Die Grafik zeigt auch bei Personen mit Universitätsabschluss Werte für Armutsgefährdung und geringe Erwerbsintensität. Das bedeutet, dass höhere Bildung nicht vollständig vor finanziellen Problemen schützt.
4. richtig * Begründung: Bei Personen mit maximal Pflichtschulabschluss liegt die Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung bei 31 %. Bei Personen mit Matura beträgt sie 16 %, bei Universitätsabschluss 15 %.
3. falsch * Begründung: Die Grafik zeigt einen Zusammenhang zwischen Bildung und Armutsrisiko. Außerdem beeinflussen auch andere Faktoren wie Arbeitsmarkt, Gesundheit oder familiäre Situation das Armutsrisiko.
2. richtig * Begründung: Mit steigendem Bildungsabschluss sinkt das Armutsrisiko deutlich. Dennoch sind auch Menschen mit Matura oder Universitätsabschluss teilweise von Armut oder sozialer Benachteiligung betroffen.
1. falsch * Begründung: Auch Personen mit Universitätsabschluss können armutsgefährdet sein. Die Grafik zeigt, dass 15 % der Personen mit Universitätsabschluss von Armut oder Ausgrenzung betroffen sind.
SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Lösungen
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Falsche Aussagen: A Nachhaltigkeit bedeutet, möglichst viele Rohstoffe zu nutzen, solange sie noch verfügbar sind. * D Für eine nachhaltige Zukunft sind nur politische Entscheidungen wichtig, das Verhalten einzelner Menschen spielt keine Rolle.
SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Beurteilung: Der Text ist ausgewogen. Er nennt sowohl Chancen als auch Herausforderungen der Migration und zeigt, dass eine gelingende Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und von der aufnehmenden Gesellschaft abhängt. 5. Stellungnahme: Migration kann für möglichst viele Menschen eine Chance sein, wenn Integration gut gelingt. Dazu gehört, dass Menschen die deutsche Sprache lernen, die Gesetze beachten und sich aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen. Gleichzeitig sollte die Gesellschaft faire Chancen auf Bildung, Arbeit und Ausbildung ermöglichen. Ein eigenes Beispiel ist, dass Sprachkurse und gemeinsame Freizeitangebote in Vereinen das gegenseitige Kennenlernen erleichtern können. Gelingt die Integration nicht, können Probleme wie Sprachbarrieren, schlechtere Bildungschancen oder Ausgrenzung entstehen. Deshalb ist es wichtig, dass beide Seiten zum Zusammenleben beitragen und einander mit Respekt begegnen.
Mögliche Lösungen: 1. Beschreibe, was die Grafik zeigt (Anteile, Entwicklung, Vergleich)! Die Grafik zeigt die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Österreich von 2014 bis 2024 in Millionen. Die Zahl steigt kontinuierlich von 1,71 Millionen (2014) auf 2,51 Millionen (2024). Das entspricht einem Anstieg von rund 800.000 Menschen innerhalb von zehn Jahren. Besonders deutlich fällt der Anstieg ab etwa 2021 aus. Insgesamt zeigt die Grafik, dass Menschen mit Migrationshintergrund einen immer größeren Teil der Bevölkerung ausmachen. 2. Erkläre mit Hilfe des Textes, was mit „Migrationshintergrund“ gemeint ist! Menschen mit Migrationshintergrund sind Personen, die selbst im Ausland geboren wurden oder deren Eltern aus einem anderen Land nach Österreich zugewandert sind. Dazu gehören auch viele Menschen, die bereits die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und schon lange in Österreich leben. 3. Arbeite heraus, warum Migration für Österreich eine wichtige Rolle spielt! Migration ist für Österreich wichtig, weil viele Menschen aus anderen Ländern hier leben, arbeiten und zur Gesellschaft beitragen. Sie kann helfen, den Arbeitsmarkt zu stärken, neue Ideen einzubringen und die kulturelle Vielfalt zu fördern. Gleichzeitig gehört Migration seit vielen Jahrzehnten zur Geschichte Österreichs und prägt das Land bis heute. 4. Untersuche den Text! Welche Chancen und Probleme werden genannt? Ist die Darstellung eher positiv oder ausgewogen? Begründe kurz! Genannte Chancen: Stärkung des Arbeitsmarktes * kulturelle Vielfalt * neue Ideen und Erfahrungen * Bereicherung der Gesellschaft Genannte Probleme: Spracherwerb * Herausforderungen in der Schule * Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt * Integration braucht Anstrengungen von beiden Seiten
SOZIALE UNGLEICHHEITEN
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Persönliche Erinnerung / Erinnerungskultur: Tagebuch einer Person * Zeitzeugenbericht * Familienerzählung * Brief aus der Vergangenheit * Autobiografie * Interview mit einer Zeitzeugin / einem Zeitzeugen (Oral History) * Zeitung aus der damaligen Zeit * Denkmal * Mahnmal * Gedenkfeier * Erinnerungstag (z. B. Nationalfeiertag, Gedenktag)
Wissenschaftliche Geschichtsforschung: Schulbuch * Historische Fachliteratur * Geschichtswissenschaftlicher Aufsatz * Museumsinformationstafel * Film über ein historisches Ereignis (wenn wissenschaftlich erstellt)
GESCHICHTE UND ERINNERUNG
SOZIALE UNGLEICHHEITEN
Lösungen
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Bewertung: teils–teils * Begründung: Erinnern und Vergessen gehören zusammen. Menschen oder Gesellschaften können sich bewusst an bestimmte Ereignisse erinnern und andere in den Hintergrund treten lassen. Deshalb ist Vergessen nicht immer einfach das Gegenteil von Erinnern.
5. „Vergessen ist das Gegenteil von Erinnern.“
Bewertung: teils–teils * Begründung: Viele Menschen, Politikerinnen und Politiker, Historikerinnen und Historiker sowie verschiedene Gruppen wirken an der Erinnerungskultur mit. Nicht immer sind jedoch alle Meinungen gleich stark vertreten, weshalb es auch Diskussionen über Erinnerung gibt.
4. „Was erinnert wird, entscheidet die Gesellschaft gemeinsam.“
Bewertung: wahr * Begründung: Staaten und Gesellschaften entscheiden, an welche Ereignisse oder Personen öffentlich erinnert wird. Gedenktage, Denkmäler und Ausstellungen zeigen, welche Bedeutung einer Vergangenheit zugeschrieben wird.
3. „Erinnerung ist politisch.“
Bewertung: teils–teils * Begründung: Zeitzeugen berichten von ihren eigenen Erlebnissen und sind deshalb wichtige Quellen. Erinnerungen können sich jedoch im Laufe der Zeit verändern oder unvollständig sein. Deshalb werden sie mit anderen Quellen verglichen.
2. „Zeitzeugen erinnern sich objektiv.“
Bewertung: teils–teils * Begründung: Denkmäler erinnern an historische Ereignisse oder Personen, zeigen aber immer nur einen bestimmten Blickwinkel. Sie spiegeln oft die Werte und Vorstellungen der Zeit wider, in der sie errichtet wurden.
Mögliche Merkmale des Umgangs mit der NS-Zeit heute: Österreich geht heute kritischer und offener mit der NS-Vergangenheit um. * Die Opferthese gilt heute als überholt. * Die Mitverantwortung vieler Österreicherinnen und Österreicher wird anerkannt. * Es wird zwischen Tätern, Mitläufern und Profiteuren unterschieden. * Die WaldheimDebatte war ein wichtiger Wendepunkt. * Seit den 1980er-Jahren gibt es eine breite gesellschaftliche Diskussion über Verantwortung und Schuld. * Die Erinnerungskultur hat sich deutlich verändert. * Auch der Schulunterricht behandelt die NS-Zeit heute kritischer. * Öffentliche Debatten setzen sich mit der Vergangenheit auseinander. * Es gibt zahlreiche Gedenkstätten und Mahnmale. * Viele Erinnerungsprojekte erinnern an die Opfer. * Besonders erinnert wird an jüdische Opfer, Roma und Sinti, politische Gegner, Menschen mit Behinderungen und andere verfolgte Gruppen. * Bildung und Aufklärung spielen heute eine wichtige Rolle. * Erinnerung wird als Teil demokratischer Verantwortung verstanden. * Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit soll vor Rassismus, Antisemitismus und autoritären Ideologien in der Gegenwart warnen.
Mögliche Merkmale des Umgangs mit der NS-Zeit nach 1945: Österreich verstand sich lange als erstes Opfer des Nationalsozialismus (Opferthese). * Die Mitverantwortung vieler Österreicherinnen und Österreicher wurde kaum thematisiert. * Die Entnazifizierung wurde durchgeführt, verlief aber oft inkonsequent. * Die Entnazifizierung wurde nach kurzer Zeit abgeschwächt. * Viele ehemalige Nationalsozialisten wurden wieder in Gesellschaft, Politik und Verwaltung aufgenommen. * Die Schuldfrage wurde häufig vermieden. * In Schulen, Medien und der Öffentlichkeit standen vor allem die österreichischen Opfer im Mittelpunkt. * Über die Täterrolle und Mitverantwortung wurde nur wenig gesprochen. * Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus spielte zunächst nur eine untergeordnete Rolle. * Die Opferthese diente auch dazu, die staatliche Unabhängigkeit Österreichs zu sichern. * Sie sollte die internationale Anerkennung Österreichs erleichtern. * Sie erleichterte den politischen und gesellschaftlichen Wiederaufbau nach dem Krieg.
Aussage zum Umgang nach 1945: „Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stellte sich Österreich lange Zeit als erstes Opfer des Nationalsozialismus dar.“ * Aussage zum Umgang heute: „Heute geht Österreich deutlich kritischer und offener mit der NSVergangenheit um.“
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1. „Denkmäler zeigen immer die Wahrheit.“
GESCHICHTE UND ERINNERUNG Mögliche Lösung:
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Mögliche Lösung:
GESCHICHTE UND ERINNERUNG
Lösungen
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Aussage Mit dem Zerfall Jugoslawiens entstanden in den einzelnen Nachfolgestaaten neue Deutungen des Zweiten Weltkriegs, die stark von nationalen Interessen geprägt waren. Nach 1945 stellte der Staat den Krieg als gemeinsamen Sieg über den Faschismus dar und betonte dabei gezielt Einheit, während Konflikte innerhalb der Bevölkerung kaum thematisiert wurden. Heute existieren mehrere, teils widersprüchliche Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg, die je nach Land und politischem Standpunkt unterschiedlich bewertet werden. Der Umgang mit der Vergangenheit beeinflusst bis heute, wie Gesellschaften mit Konflikten, Vielfalt und demokratischen Werten umgehen. Der Zweite Weltkrieg in Jugoslawien war geprägt von ausländischer Besatzung und gleichzeitig von schweren inneren Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen.
GESCHICHTE UND ERINNERUNG
A
E
D
B
C
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Mögliche Lösung: Der Umgang Österreichs mit der NS-Zeit hat sich verändert, weil die Opferthese im Laufe der Zeit zunehmend hinterfragt wurde. Historikerinnen und Historiker konnten zeigen, dass viele Österreicherinnen und Österreicher nicht nur Opfer, sondern auch Täter, Mitläufer oder Profiteure des Nationalsozialismus waren. Ein weiterer wichtiger Grund war die Waldheim-Debatte in den 1980er-Jahren. Sie löste eine breite öffentliche Diskussion über Verantwortung, Schuld und Verdrängung aus. Seitdem beschäftigen sich Schulen, Medien und die Wissenschaft intensiver mit der NS-Vergangenheit. Dadurch entstanden mehr Gedenkstätten, Erinnerungsprojekte und Bildungsangebote, die an die Opfer erinnern und vor Rassismus, Antisemitismus und autoritären Ideologien warnen.
GESCHICHTE UND ERINNERUNG
Mögliche Lösungen: In den ersten Jahrzehnten nach 1945 stellte sich Österreich vor allem als erstes Opfer des Nationalsozialismus dar. Die Mitverantwortung vieler Österreicherinnen und Österreicher wurde kaum thematisiert. In Politik, Schulen und Medien standen lange Zeit vor allem österreichische Opfer im Mittelpunkt, während über Täter und Mitläufer nur wenig gesprochen wurde. Gedenkstätten und Erinnerungsprojekte spielten zunächst eine untergeordnete Rolle. Heute geht Österreich deutlich kritischer und offener mit der NS-Vergangenheit um. Die Mitverantwortung vieler Österreicherinnen und Österreicher wird anerkannt, und die Opferthese gilt als überholt. Schulen, Medien und die Wissenschaft setzen sich intensiv mit der NS-Zeit auseinander. Zahlreiche Gedenkstätten, Mahnmale und Erinnerungsprojekte erinnern an die Opfer und sollen vor Rassismus, Antisemitismus und autoritären Ideologien warnen. Beurteile die Aussage: „Der heutige Umgang mit der NS-Zeit ist ehrlicher als der Umgang in den ersten Jahrzehnten nach 1945.“ Ich stimme dieser Aussage zu. In den ersten Jahrzehnten nach 1945 stellte sich Österreich vor allem als Opfer des Nationalsozialismus dar und sprach nur wenig über die Mitverantwortung vieler Österreicherinnen und Österreicher. Heute wird diese Mitverantwortung anerkannt und die Opferthese gilt als überholt. Außerdem gibt es heute zahlreiche Gedenkstätten, Bildungsangebote und wissenschaftliche Forschungen, die sich offen mit der NS-Vergangenheit auseinandersetzen. Dadurch wird die Geschichte umfassender dargestellt und die Erinnerung trägt dazu bei, Demokratie und Menschenrechte zu stärken.
GESCHICHTE UND ERINNERUNG
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GLOBALISIERUNG IM 20. UND 21. JH.
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Mögliche Lösungen: Nenne Dinge, die Menschen heute weltweit miteinander teilen: Informationen und Nachrichten * Musik und Filme * Mode und Trends * Lebensmittel und Gerichte aus anderen Ländern * Technologien (z. B. Smartphones oder Computer) * Wissenschaftliche Erkenntnisse * Waren und Produkte * Ideen und Erfindungen * Sportveranstaltungen * Soziale Medien Vorteile der Globalisierung: Schnellerer weltweiter Austausch von Waren. * Schneller Austausch von Informationen und Wissen. * Ideen und Erfindungen verbreiten sich weltweit. * Unternehmen können international zusammenarbeiten. * Menschen können in anderen Ländern arbeiten oder leben. * Kulturen kommen stärker miteinander in Kontakt. * Musik, Filme, Mode und Essen aus anderen Ländern sind weltweit verfügbar. * Internationale Zusammenarbeit wird erleichtert. * Wirtschaftswachstum und mehr Wohlstand in vielen Regionen der Welt. * Entwicklung neuer Märkte und Arbeitsplätze. * Wissenschaftlicher und technischer Fortschritt wird gefördert. * Länder können voneinander lernen und Erfahrungen austauschen. Herausforderungen der Globalisierung: Umweltverschmutzung betrifft viele Länder gleichzeitig. * Klimawandel ist ein weltweites Problem. * Ungleiche Arbeitsbedingungen in verschiedenen Ländern. * Niedrige Löhne oder schlechte Arbeitsbedingungen in manchen Produktionsländern. * Wirtschaftliche Abhängigkeiten zwischen Staaten. * Probleme in einem Land können weltweite Auswirkungen haben. * Lieferketten können durch Krisen oder Kriege unterbrochen werden. * Internationale Krisen wirken sich schneller auf andere Länder aus. * Starker Konkurrenzdruck für Unternehmen und Arbeitskräfte. * Umweltbelastung durch den weltweiten Transport von Waren. * Die Vorteile der Globalisierung sind weltweit ungleich verteilt. * Globale Probleme können meist nur durch internationale Zusammenarbeit gelöst werden. Vergleiche den Hellenismus mit der Globalisierung heute! Schon im Hellenismus wurden Ideen, Wissenschaft, Kunst und Waren über große Entfernungen verbreitet. Heute werden zusätzlich Informationen, Geld und Produkte weltweit ausgetauscht. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass der Austausch heute durch Flugzeuge, Containerschiffe, das Internet und Smartphones viel schneller und nahezu weltweit möglich ist. Im Hellenismus dauerte der Austausch oft Wochen oder Monate und war auf bestimmte Regionen beschränkt. Gemeinsam ist beiden Epochen, dass verschiedene Kulturen miteinander in Kontakt kamen und sich gegenseitig beeinflussten. Sowohl damals als auch heute entstanden dadurch neue Ideen, aber auch Herausforderungen und Konflikte.
GLOBALISIERUNG IM 20. UND 21. JH.
Lösungen
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Herkunft (USA / Begründung UdSSR) USA (Westblock) Das Plakat zeigt die kommunistischen Staaten als gefährlichen „roten Eisberg“. Die USA werden als Boot dargestellt, das dieser Bedrohung ausweichen muss. Das Hammer-und-Sichel-Symbol und die Bezeichnung „The Red Iceberg“ richten sich deutlich gegen den Kommunismus. Das Plakat zeigt einen reichen Kapitalisten mit Zylinder, der auf einem UdSSR großen Geldhaufen sitzt. Damit wird der Kapitalismus als gierig, (Ostblock) ungerecht und ausbeuterisch dargestellt – ein typisches Motiv der sowjetischen Propaganda.
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Viele heutige Konflikte und wirtschaftliche Probleme haben ihre Wurzeln in der Zeit der Entkolonialisierung, weil die ehemaligen Kolonien nach ihrer Unabhängigkeit oft große Schwierigkeiten hatten. Die Grenzen vieler Staaten waren bereits von den Kolonialmächten festgelegt worden und berücksichtigten häufig nicht die Lebensräume verschiedener Bevölkerungsgruppen. Dadurch entstanden Spannungen und Konflikte. Außerdem waren viele Länder wirtschaftlich stark von wenigen Rohstoffen abhängig und verfügten nur über wenig Industrie. Deshalb kämpfen manche Staaten bis heute mit Armut, politischer Instabilität und wirtschaftlichen Problemen.
7. Viele Menschen verbanden mit 1989 große Hoffnungen auf Demokratie und ein besseres Leben. – Richtig Begründung: Viele Menschen hofften auf mehr Freiheit, demokratische Rechte und bessere wirtschaftliche Lebensbedingungen. Diese Erwartungen prägten die Umbrüche des Jahres 1989.
6. In Polen und Ungarn begannen Reformen bereits vor dem Fall der Berliner Mauer. – Richtig Begründung: In beiden Ländern wurden schon vor November 1989 politische Reformen eingeleitet. Dadurch wurde der Wandel in Osteuropa zusätzlich beschleunigt.
5. Die Sowjetunion griff 1989 militärisch in allen osteuropäischen Staaten ein. – Falsch Begründung: Anders als bei früheren Krisen setzte die Sowjetunion 1989 keine Truppen ein, um die Reformbewegungen in Osteuropa zu stoppen.
4. Die Ereignisse von 1989 führten in Deutschland zur Wiedervereinigung. – Richtig Begründung: Der Fall der Berliner Mauer machte den Weg zur deutschen Wiedervereinigung frei. Diese wurde am 3. Oktober 1990 vollzogen.
3. In vielen Ländern kam es zu friedlichen Protesten gegen die bestehenden politischen Systeme. – Richtig Begründung: In Ländern wie der DDR, Polen und der Tschechoslowakei demonstrierten viele Menschen friedlich für Freiheit, Demokratie und Reformen.
Ich stimme der Aussage zu. Ehemalige Kolonialmächte tragen bis heute Verantwortung, weil viele Folgen des Kolonialismus – wie Armut, ungleiche Wirtschaftsstrukturen oder politische Konflikte – noch immer bestehen. Außerdem wurden während der Kolonialzeit Menschen ausgebeutet und Kulturgüter aus den Kolonien nach Europa gebracht. Deshalb können ehemalige Kolonialmächte Verantwortung übernehmen, indem sie die Geschichte aufarbeiten, geraubte Kulturgüter zurückgeben und die betroffenen Länder bei ihrer weiteren Entwicklung unterstützen.
Mögliche Lösungen:
2. 1989 endete der Kalte Krieg sofort und in allen Regionen Europas gleichzeitig. – Falsch Begründung: Der Kalte Krieg endete nicht von einem Tag auf den anderen. Die politischen Veränderungen verliefen in den einzelnen Ländern unterschiedlich schnell.
1. Der Fall der Berliner Mauer geschah völlig unerwartet. – Richtig Begründung: Der genaue Zeitpunkt der Maueröffnung war überraschend und wurde durch eine missverständliche Pressekonferenz ausgelöst. Allerdings hatten Reformen und Proteste schon vorher den Druck auf das Regime erhöht.
EUROPÄISIERUNG
Rechtsstaatlichkeit → Prinzip, dass alle staatlichen Organe an Gesetze gebunden sind und die Rechte der Menschen geschützt werden.
Solidarität → Grundsatz, dass sich EU-Staaten gegenseitig unterstützen, besonders in Krisenzeiten oder bei gemeinsamen Herausforderungen.
Erweiterung → Beitritt neuer Staaten zur Europäischen Union.
Euro → Gemeinsame Währung, mit der in vielen EU-Staaten bezahlt wird.
Europäisches Parlament → Direkt gewählte Vertretung der Bürgerinnen und Bürger der EU, die gemeinsam mit anderen EU-Organen Gesetze beschließt.
Gemeinsame Werte → Grundüberzeugungen der EU wie Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit.
Freizügigkeit → Menschen dürfen in anderen Mitgliedstaaten leben, arbeiten, lernen und reisen.
Binnenmarkt → Gemeinsamer Wirtschaftsraum der EU, in dem Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeitskräfte frei zirkulieren können.
Europäische Union (EU) → Zusammenschluss europäischer Staaten, die gemeinsam Entscheidungen treffen und Regeln festlegen.
EUROPÄISIERUNG
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GLOBALISIERUNG IM 20. UND 21. JH.
Mögliche Lösung: Viele Kolonien wurden nach dem Zweiten Weltkrieg unabhängig, weil die europäischen Kolonialmächte durch den Krieg wirtschaftlich und militärisch geschwächt waren. Gleichzeitig entstanden in den Kolonien starke Unabhängigkeitsbewegungen, die Freiheit und Selbstbestimmung forderten. Außerdem unterstützten die Vereinten Nationen (UNO) das Recht der Völker auf Selbstbestimmung und setzten sich gegen den Kolonialismus ein. Viele Menschen wollten nicht länger von fremden Staaten beherrscht werden und kämpften deshalb für ihre Unabhängigkeit.
GLOBALISIERUNG IM 20. UND 21. JH.
Mögliche Lösung: Meiner Meinung nach wirkt Plakat B stärker auf Gefühle, weil der Kapitalist übertrieben gierig und bedrohlich dargestellt wird. Propaganda war im Kalten Krieg wichtig, weil beide Seiten ihre eigene Lebensweise als überlegen darstellen und den politischen Gegner schlechtmachen wollten. So sollten die Menschen von der eigenen Ideologie überzeugt und gegen die andere Seite beeinflusst werden.
Plakat B
Plakat A
Plakat
GLOBALISIERUNG IM 20. UND 21. JH.
Lösungen
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Lösungswort: ORGANISATION
EUROPÄISIERUNG
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Beurteilung (Beispiel): Große EU-Staaten haben oft mehr Einfluss, weil sie mehr Einwohner und meist eine stärkere Wirtschaft haben. Kleine Staaten haben aber ebenfalls Mitspracherechte und können in vielen Bereichen Entscheidungen mitgestalten. Deshalb haben nicht alle EU-Staaten gleich viel politischen Einfluss.
Kleiner Staat: Malta (auch Luxemburg, Zypern oder Slowenien möglich)
Großer Staat: Deutschland (auch Frankreich, Spanien oder Polen möglich)
Mögliche Lösung:
EUROPÄISIERUNG
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Ein aktuelles Beispiel ist die Klimabewegung „Fridays for Future“. Viele Jugendliche haben durch Demonstrationen und Aktionen das Thema Klimaschutz stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion gerückt. Dadurch beschäftigen sich Politik und Gesellschaft intensiver mit Maßnahmen gegen den Klimawandel.
Jugendkulturen spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie beeinflussen Mode, Musik, Sprache und Freizeitgestaltung. Gleichzeitig zeigen sie, welche Werte und Interessen Jugendlichen wichtig sind, und können gesellschaftliche Entwicklungen anstoßen.
Jugendliche können die Gesellschaft verändern, indem sie ihre Meinungen äußern, sich engagieren und neue Ideen einbringen. Sie setzen sich zum Beispiel für den Umweltschutz, gegen Diskriminierung oder für mehr Gerechtigkeit ein. Durch soziale Medien können sie viele Menschen erreichen und auf wichtige Themen aufmerksam machen.
Mögliche Lösung:
GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Lösungen
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Beispielantwort Chancen: Soziale Medien ermöglichen es sozialen Bewegungen, Informationen rasch zu verbreiten und viele Menschen für Demonstrationen oder andere Aktionen zu mobilisieren. Außerdem können sich Unterstützerinnen und Unterstützer über Ländergrenzen hinweg vernetzen. Risiko: Gleichzeitig können sich falsche Informationen schnell verbreiten und die öffentliche Meinung beeinflussen.
Individuelle Lösung Mögliche Chancen sozialer Medien für soziale Bewegungen: Informationen können sehr schnell verbreitet werden. * Viele Menschen können in kurzer Zeit erreicht und mobilisiert werden. * Demonstrationen, Veranstaltungen und Aktionen lassen sich leichter organisieren. * Auch kleine oder wenig bekannte Bewegungen erhalten öffentliche Aufmerksamkeit. * Betroffene können ihre Erfahrungen direkt teilen und dadurch sichtbar werden. * Menschen aus verschiedenen Ländern können sich vernetzen und austauschen. * Bilder und Videos können Missstände anschaulich zeigen und Emotionen auslösen. * Jugendliche können leichter an gesellschaftlichen Debatten teilnehmen. * Unterstützerinnen und Unterstützer können Petitionen teilen, Spenden sammeln oder Aktionen bekannt machen. * Klassische Medien und die Politik werden durch große Online-Kampagnen häufig auf Themen aufmerksam. * Soziale Medien können Menschen das Gefühl geben, Teil einer Gemeinschaft zu sein. * Hashtags erleichtern es, Beiträge zu einem Thema zu finden und eine Bewegung sichtbar zu machen. * Informationen können auch dort verbreitet werden, wo unabhängige Medien eingeschränkt sind. * Aktivistinnen und Aktivisten können direkt mit ihrer Zielgruppe kommunizieren. * Erfolge, Termine und Forderungen einer Bewegung können laufend veröffentlicht werden. Mögliche Risiken sozialer Medien für soziale Bewegungen: Falsche oder unvollständige Informationen können sich schnell verbreiten. * Beiträge können bewusst manipuliert oder aus dem Zusammenhang gerissen werden. * Hasskommentare, Beleidigungen und Drohungen können Aktivistinnen und Aktivisten belasten. * Persönliche Daten können öffentlich werden oder missbraucht werden. * Regierungen oder andere Gruppen können Mitglieder einer Bewegung überwachen. * Algorithmen zeigen oft nur ähnliche Meinungen; dadurch können Filterblasen entstehen. * Gesellschaftliche Konflikte können sich verschärfen und Gruppen können sich stärker spalten. * Stark vereinfachte Botschaften können komplizierte Probleme falsch darstellen. * Manche Menschen unterstützen eine Bewegung nur durch Likes oder das Teilen von Beiträgen, ohne tatsächlich aktiv zu werden. * Bewegungen können von extremistischen oder gewaltbereiten Gruppen vereinnahmt werden. * Fotos und Videos können gefälscht oder irreführend bearbeitet werden. * Unternehmen und Plattformen entscheiden, welche Beiträge sichtbar sind oder gelöscht werden. * Die Aufmerksamkeit kann schnell wieder verschwinden, sobald ein neues Thema populär wird. * Einzelne Personen können öffentlich angegriffen oder ausgegrenzt werden. * Bewegungen können von Bots oder gefälschten Benutzerkonten künstlich unterstützt oder bekämpft werden. * Die ständige Suche nach Aufmerksamkeit kann dazu führen, dass provokante Inhalte wichtiger werden als sachliche Argumente.
Eine soziale Bewegung ist ein Zusammenschluss von Menschen, die sich gemeinsam für ein bestimmtes Ziel oder eine Veränderung in der Gesellschaft einsetzen. Sie möchten auf ein Problem aufmerksam machen und versuchen, durch Aktionen, Demonstrationen oder andere Formen des Protests etwas zu bewirken. Dabei halten die Mitglieder zusammen und verfolgen ein gemeinsames Anliegen.
Mögliche Lösung:
GESELLSCHAFTLICHER WANDEL Lösung Diskriminierung Boykott Reden Engagement Aktionen Verantwortung
J) Eine Gruppe ruft dazu auf, politische Gegner einzuschüchtern, damit sie ihre Meinung nicht mehr öffentlich äußern. K) Jugendliche werden dazu erzogen, blind den Regeln einer bestimmten Ideologie zu folgen, ohne Fragen zu stellen oder nachzudenken. L) Religiöse Regeln sollen nach dem Willen einer Gruppe über allen Gesetzen des Staates stehen – auch wenn sie die Rechte anderer einschränken.
Beispiel A) Eine Gruppe lehnt die Demokratie ab und fordert, dass nur ihre politische Meinung gelten darf. Andere Parteien sollen verboten werden. B) Menschen werden gezwungen, sich streng an religiöse Regeln zu halten. Wer anders glaubt oder lebt, wird bedroht oder ausgeschlossen. C) Eine Bewegung behauptet, dass bestimmte Menschen mehr wert sind als andere, weil sie einer bestimmten Nation oder Gruppe angehören. D) Eine Organisation rechtfertigt Gewalt, um politische Ziele durchzusetzen und Angst zu verbreiten. E) Eine Gruppe ist überzeugt, dass ihre Weltanschauung die einzige richtige ist und duldet keine anderen Meinungen oder Lebensweisen. F) Religiöse Führer erklären, dass staatliche Gesetze unwichtig seien und nur ihre religiösen Regeln befolgt werden dürfen. G) Eine politische Gruppe behauptet, dass nur ein starker Anführer das Land „retten“ kann und dass Wahlen überflüssig seien. H) Menschen dürfen laut einer Gruppe keine Freundschaften außerhalb ihres Glaubens haben, weil andere Religionen als „falsch“ gelten. I) Eine Bewegung erklärt, dass Kritik an ihrer Weltanschauung verboten sein soll und Andersdenkende „Feinde“ seien.
GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Buchstabensalat GNUREINIMIRKSID OKTTYBO DEERN TAGEMEGENN OKTNENIA WEGOVARURTTNN
GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Religiöser Extremismus
Politischer Extremismus Ideologischer Extremismus
Politischer Extremismus Ideologischer Extremismus Religiöser Extremismus Politischer Extremismus Religiöser Extremismus Ideologischer Extremismus
Religiöser Extremismus Ideologischer Extremismus
Kategorie Politischer Extremismus
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Lösungen
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Ja. In Kärnten ist die Arbeitslosenquote mit +0,0 gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben.
Am stärksten ist die Arbeitslosenquote in Wien (+0,5 Prozentpunkte) gestiegen. Auch im Burgenland, in Niederösterreich und in der Steiermark gab es mit +0,4 Prozentpunkten einen deutlichen Anstieg.
Ein „+0,5“ bedeutet, dass die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte gestiegen ist. Ein „+0,2“ bedeutet einen Anstieg um 0,2 Prozentpunkte.
Die Grafik zeigt die Arbeitslosenquote in den österreichischen Bundesländern. Zusätzlich wird dargestellt, wie sich die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Die Daten beziehen sich auf den November 2025. Wien weist mit 11,8 % die höchste Arbeitslosenquote auf, Oberösterreich mit 5,1 % die niedrigste.
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Leistungen des Staates (Österreich): Sportfreischein * Schulbücher * Schülerfreifahrt * Familienbeihilfe * Jugendschutz * Wohnbauförderung * Erhaltung der Schulen * Krankenversicherung * Kinderbetreuungsgeld * Alleinverdienerabsetzbetrag * Studienbeihilfe * Notstandshilfe * Arbeitslosengeld
POLITISCHE MITBESTIMMUNG
GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Mögliche Lösung:
Unterrichtsmaterial mitbringen
Teilnahme an Projekten und Arbeitsgemeinschaften
Jeder kann dazu beitragen, respektvoll miteinander umzugehen. Es ist wichtig, nicht wegzuschauen, sondern sich – ohne sich selbst in Gefahr zu bringen – gegen Ausgrenzung und Hass einzusetzen.
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Handys nur nach den Schulregeln verwenden
Wahl von Freigegenständen
Hausordnung einhalten
Teilnahme an freiwilligen Schulveranstaltungen
Gewalt und Mobbing sind verboten
pünktlich zum Unterricht erscheinen
freie Meinungsäußerung im Unterricht
Mitarbeit in der Schülervertretung
Beispiel: Schulpflicht
GEBOTE und VERBOTE
Beispiel: Wahl der Klassensprecherin/ des Klassensprechers
Schule – Schüler/innen
FREIHEITEN
POLITISCHE MITBESTIMMUNG
Wenn ich mich unsicher fühle oder Angst habe, würde ich mich nicht allein mit der Situation auseinandersetzen. Ich könnte mich an eine Lehrperson, eine Vertrauensperson, meine Eltern oder eine andere erwachsene Person wenden. Auch Meldestellen gegen Hass im Internet können helfen.
Wenn ich mich sicher fühle, würde ich ruhig sagen, dass solche Aussagen verletzend sind und nicht stimmen. Ich könnte auch erklären, dass Vorurteile und Hass gegenüber anderen Menschen nicht akzeptabel sind. Im Internet würde ich den Kommentar nicht weiterverbreiten, sondern melden.
Ich würde mich traurig, betroffen und vielleicht auch wütend fühlen, wenn ich eine antisemitische Aussage hören oder lesen würde. Niemand sollte wegen seiner Religion oder Herkunft beleidigt oder ausgegrenzt werden.
Mögliche Lösung:
GESELLSCHAFTLICHER WANDEL
Lösungen
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108 Ich lese im Internet oder in einer Zeitung Nachrichten über aktuelle Ereignisse. Ich sehe eine Diskussionssendung im Fernsehen oder lese Kommentare zu einem Thema. Ich schaue einen Film, eine Serie oder lustige Videos auf YouTube. Ich lese einen Bericht über einen Skandal oder über Fehler einer Behörde in einer Zeitung oder auf einer Nachrichtenwebsite.
Beispiel aus meinem Alltag
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4. Kontrollieren Medien: Zeitung * Zeitschrift * Radio * Fernsehen * Nachrichtenportale im Internet * Investigative Online-Medien * Dokumentationen * Podcasts mit investigativem Journalismus Erklärung: Sie recherchieren Missstände, decken Fehler oder Gesetzesverstöße auf und kontrollieren das Handeln von Politik, Wirtschaft und anderen wichtigen Institutionen.
3. Unterhalten Medien: Fernsehen * Radio * Streamingdienste * Kino * Zeitungen (z. B. Comics, Rätsel) * Zeitschriften * Soziale Medien * YouTube * Podcasts * Musik-Streamingdienste Erklärung: Sie bieten Filme, Serien, Musik, Spiele, Geschichten oder lustige Beiträge zur Unterhaltung und Entspannung.
2. Meinungen bilden Medien: Zeitung * Zeitschrift * Radio * Fernsehen (Diskussionssendungen) * Nachrichtenportale * Blogs * Podcasts * Soziale Medien Erklärung: Sie zeigen unterschiedliche Standpunkte, liefern Hintergrundinformationen und regen dazu an, sich eine eigene Meinung zu bilden.
1. Informieren: Medien: Zeitung * Zeitschrift * Radio * Fernsehen (Nachrichtensendungen) * Nachrichtenportale im Internet * Nachrichtensendungen in sozialen Medien * Podcasts * Nachrichten-Apps Erklärung: Sie berichten über aktuelle Ereignisse und vermitteln Wissen über Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport oder das Weltgeschehen.
Mögliche Lösung:
Kurze Erklärung (in eigenen Worten) Massenmedien berichten über wichtige Ereignisse und vermitteln Wissen. Meinungen bilden Massenmedien zeigen verschiedene Standpunkte und helfen dabei, sich eine eigene Meinung zu bilden. unterhalten Massenmedien bieten Inhalte, die Spaß machen oder zur Entspannung dienen. kontrollieren Massenmedien überprüfen das Handeln von Politik, Wirtschaft und anderen wichtigen Personen oder Institutionen und decken Missstände auf.
Aufgabe der Massenmedien informieren
POLITISCHE MITBESTIMMUNG
Fake News
wahr – aber vereinfacht dargestellt
wahr – bezogen auf einen Tierversuch Fake News
Fledermäuse betreiben
Barfußlaufen belastet Gelenke mehr als Laufschuhe Handystrahlung schützt Mäuse vor Gedächtnisverlust Papst Franziskus unterstützt Donald Trump Kopernikus soll wahr nochmals bestattet werden
Entscheidung wahr
Meldung Fußball-Irrfahrt
POLITISCHE MITBESTIMMUNG Begründung Benfica-Fans fuhren 2019 tatsächlich nach Frankfurt an der Oder, obwohl das Spiel in Frankfurt am Main stattfand. (au.sports.yahoo. com) Die Überschrift und die Erklärung sind stark vermenschlichend. Hufeisennasen wechseln zwar teilweise ihre Quartiere und zeigen soziales Verhalten, eine solche „Wohnungsvermittlung“ durch Tipps aus erster Hand ist jedoch nicht belegt. Untersuchungen zeigen, dass Lauftechnik und Schuhe die Belastung unterschiedlich verteilen. Gedämpfte Laufschuhe können bestimmte Aufprallkräfte verringern. Die pauschale Aussage gilt jedoch nicht für alle Menschen und jede Lauftechnik. (arXiv) Eine Studie berichtete tatsächlich, dass elektromagnetische Strahlung bei Mäusen mit Alzheimer-Merkmalen die Gedächtnisleistung verbesserte. Ob sich das auf Menschen übertragen lässt, ist nicht geklärt. (PMC) Papst Franziskus gab 2016 keine Wahlempfehlung für Donald Trump ab. Die Meldung war eine bekannte erfundene Nachricht aus dem US-Wahlkampf. (FactCheck.org) Die sterblichen Überreste von Nikolaus Kopernikus wurden mithilfe von DNAUntersuchungen identifiziert und im Mai 2010 in Polen feierlich erneut bestattet. (PMC)
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Lösungen
B – Gruppendruck
D – Schwarz-Weiß-Denken
„Alle machen das so!“
„Nur wir sagen die Wahrheit!“
D – Schwarz-Weiß-Denken
A – Übertreibung
C – Vereinfachung
C – Vereinfachung
D – Schwarz-Weiß-Denken
A – Übertreibung
B – Gruppendruck (bzw. Berufung auf eine vermeintliche Mehrheit)
„Wenn du das nicht unterstützt, bist du gegen uns!“
„Dieses Produkt wird dein Leben komplett verändern!“
„Die da oben wollen euch alles wegnehmen!“
„Früher war alles besser!“
„Entweder du bist für uns oder gegen uns!“
„Niemand hat je etwas Schlimmeres erlebt!“
„Alle Experten sind sich einig!“
„Das ist die schlimmste Krise aller Zeiten!“ A – Übertreibung
Methode
Aussage
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Erklärung (1–2 Sätze) ist Das ist eine Information, weil sich die Aussage mit offiziellen Statistiken überprüfen lässt. Entscheidend ist die sachliche Formulierung ohne Wertung. „Diese Regierung macht Das ist eine Meinung, weil „alles falsch“ eine persönliche Bewertung alles falsch.“ ist. Die Wörter „alles falsch“ zeigen eine wertende Einschätzung. „Viele Menschen sorgen Das ist eine Mischung, weil die Aussage auf Umfragen beruhen sich um ihre Zukunft.“ kann, aber „viele“ nicht genau definiert ist. Die Formulierung beschreibt sowohl eine Tatsache als auch eine Einschätzung. „Die Preise für Lebensmittel Das ist eine Information, weil Preisentwicklungen gemessen sind im letzten Jahr und nachgewiesen werden können. Die Aussage enthält eine gestiegen.“ überprüfbare Tatsache. „Diese Entscheidung ist Das ist eine Meinung, weil „unfair“ eine persönliche Bewertung ist. unfair.“ Verschiedene Menschen können die Entscheidung unterschiedlich beurteilen. „Immer mehr Jugendliche Das ist eine Information, weil sich die Nutzung durch Studien oder nutzen soziale Medien Umfragen belegen lässt. Die Aussage enthält keine persönliche täglich.“ Bewertung. „Die Politiker kümmern Das ist eine Meinung, weil „nicht genug“ eine subjektive Einschätzung sich nicht genug um junge ist. Was „genug“ ist, beurteilen Menschen unterschiedlich. Menschen.“ „Die Wahlbeteiligung lag bei Das ist eine Information, weil die Wahlbeteiligung offiziell gezählt 75 %.“ wird. Die Zahl kann eindeutig überprüft werden. „Dieses Gesetz wird unser Das ist eine Meinung, weil niemand sicher vorhersagen kann, wie Leben deutlich verbessern.“ sich das Gesetz auswirkt. Die Wörter „deutlich verbessern“ zeigen eine Bewertung. „Viele Expertinnen und Das ist eine Information, wenn diese Warnungen nachweisbar Experten warnen vor den sind. Entscheidend ist, dass überprüft werden kann, ob tatsächlich Folgen.“ viele Expertinnen und Experten solche Warnungen ausgesprochen haben.
Aussage „Die Arbeitslosigkeit gesunken.“
Einordnung Information Meinung Mischung (Wenn Umfragen dies belegen, ist „viele Menschen sorgen sich“ eine Information; die Formulierung bleibt aber teilweise wertend.) „Die Preise für Lebensmittel sind im letzten Jahr Information gestiegen.“ „Diese Entscheidung ist unfair.“ Meinung „Immer mehr Jugendliche nutzen soziale Information Medien täglich.“ „Die Politiker kümmern sich nicht genug um Meinung junge Menschen.“ „Die Wahlbeteiligung lag bei 75 %.“ Information „Dieses Gesetz wird unser Leben deutlich Meinung verbessern.“ „Viele Expertinnen und Experten warnen vor Information (Wenn diese Warnungen tatsächlich den Folgen.“ nachweisbar sind.)
Aussage „Die Arbeitslosigkeit ist gesunken.“ „Diese Regierung macht alles falsch.“ „Viele Menschen sorgen sich um ihre Zukunft.“
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Lösungen
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3. Mögliche Lösung: Es ist wichtig, zwischen Meinung und Information zu unterscheiden, damit man erkennen kann, welche Aussagen auf überprüfbaren Fakten beruhen und welche nur persönliche Einschätzungen sind. So kann man Nachrichten, Werbung oder politische Aussagen besser beurteilen und sich eine eigene, gut begründete Meinung bilden.
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Lösungen
Dieses Buch wird vom Bundesministerium für Bildung (GZ:2025-1.065.862) zur Aufnahme in den Anhang zu den Schulbuchlisten für die 4. Klasse an Mittelschulen sowie für die 4. Klasse an allgemein bildenden höheren Schulen – Unterstufe im Unterrichtsgegenstand Geschichte und Politische Bildung (Lehrplan 2023) empfohlen. Umschlagbilder: Christian Monyk (3 x), Elisabeth Monyk Bildquellen: Bezirksmuseum Hietzing: 36/3 Internet: 62/1, 62/2, 68/1 istockphotos.com: arthobbit: 52/1, biantmedia: 4/2, 9/2, 12/2, 15/3, 16/2, 23/2, 27/2, 28/2, 32/2, 33/4, 34/2, 41/2, 44/2, 44/4, 46/3, 57/2, 64/3, 70/2, 79/2, claffra: 1/7, deepblue4you: 1/8, dinosmichail: 59/1, Eskemar: 4/1, 6/1, 9/1, 15/2, 16/1, 27/1, 28/1, 32/1, 32/3, 41/1, 44/1, 44/3, 57/1, 64/2, 71/1, 79/1, 82/1, Faysal Ahamed: 7/1, FrankRamspott: 1/2, 1/5, Golden Sikorka: 1/4, _human: 69/1, imaginima: 61/1, 69/3, 72/1, mattjeacock: 8/1, Mevlut INAN: 1/6, Neustockimages: 78/1, paulprescott72: 31/1, pearleye: 40/1, 53/1, Roberto Scandola: 1/3, Roman Valiev: 3/1, stockcam: 46/1, 63/1, 74/1, Sudowoodo: 1/1, suteishi: 15/1, Thomas Demarczyk: 14/1, t_kimura: 51/1, 57/3, 60/1, 64/1, undefined undefined: 58/1, 69/2, Viktor Morozuk: 12/1, 23/1, 34/1, 46/2, 70/1, 83/1 Kozak, Birgit: 42/1, 67/1 Monyk, Christian: 18/2 Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv und Grafiksammlung, CRO 7438W: 38/1 Raoul Krischanitz: 17/1, 17/2, 17/3, 17/4, 17/5, 17/6, 18/3 The Granger Collection / Bridgeman Images: 38/2 wikimedia commons: Bundesarchiv Bild 102-09844: 18/1, Charles Russell: 18/4
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