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GEOGRAFIE FÜR ALLE 4 . KLASSE

www.eS quirrel.at Karin Herndl,

Eva Schreiner

GEOGRAFIE FÜR ALLE

4. KLASSE

Karin Herndl, Eva Schreiner

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Deine Übungs-App: Auf eSquirrel findest du zu jedem Kapitel viele Übungen.

INHALTSVERZEICHNIS

Buch-Rallye 5

MENSCH UND NATUR

1. Der Mensch verändert die Erde – Das Zeitalter des Anthropozäns 8 M1 Vergleichende Bildanalyse – Bilder lesen und verstehen 15

2. Leben und Wirtschaften an der Grenze – Was passiert, wenn die Erde überlastet wird? 16

3. Übernutzung von Boden und Wasser – Wenn wir mehr verbrauchen, als die Natur geben kann 26

4. Gemeinsam handeln – Für eine nachhaltige Zukunft 37 Kompetenz-Check 39

EUROPA UND DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION

1. Was ist Europa? – Eine Frage, viele Antworten 41

BONUS-SEITE: Es war einmal – Die Anfänge der Europäischen Union 43

2. Die Aufgaben und die Arbeitsweisen der EU 48

3. Gemeinsame Werte und Ideen – Was Europa verbindet 50 M2 Ein Planspiel durchführen 55

4. Europa – Gemeinsam stark in einer Welt voller Herausforderungen 56 Kompetenz-Check 61

WIR LEBEN IN EINER GLOBALISIERTEN WELT

1. Wo leben Menschen – und warum nicht überall gleich viele? 63

2. Bevölkerungsentwicklung im globalen Vergleich 66

3. Was bedeutet die ungleiche Verteilung der Menschen auf der Erde für uns? 67

4. Städte, Ballungsräume und abgelegene Gebiete 72

5. Wer entscheidet mit in der Welt – und wie gelingt Zusammenarbeit? 79

6. Globalisierung und Welthandel 88 BONUS-SEITE: Weltweite Vernetzung 93

7. Nachhaltige Wirtschaft in einer globalisierten Welt –Herausforderungen und Chancen 94 Kompetenz-Check 101

DAS EIGENE ICH IN EINER VERNETZTEN WELT

1. Wer bin ich, was brauche ich, und was kann ich bewegen? 103

Kompetenz-Check ANHANG

Register 112

MEINE BUCH-RALLYE

Damit du dich in deinem Buch zu Beginn gleich besser zurechtfindest, haben wir für dich 12 Aufgaben zusammengestellt. Viel Vergnügen bei der Rallye!

1. INHALTSVERZEICHNIS: Schlage das Inhaltsverzeichnis in deinem Buch auf! Welche zwei Inhalte interessieren dich am meisten? Schreibe sie auf!

2. ERÖFFNUNGSSEITE: Mit den Eröffnungsseiten zu Beginn jedes Großkapitels bekommst du einen Einblick über die folgenden Inhalte. Notiere den Text auf der Eröffnungsseite des Hauptkapitels „MENSCH UND NATUR“, der auf dem ersten Bild steht!

3. FLIEßTEXT: Auf den Textseiten erhältst du einen ersten Einblick in die verschiedenen Themen, mit denen du dich im Unterricht beschäftigen wirst. So wird auf S. 18 das Thema „Artensterben“ behandelt. Nenne zwei Gründe dafür!

6. METHODENSEITEN: Sie erweitern dein Können Schritt für Schritt. Gehe zur Methodenseite „EIN PLANSPIEL DURCHFÜHREN“ und gib an, wie Schritt 3 lautet!

7. BONUS-SEITEN: Sie sind Wahlseiten. Du kannst sie bearbeiten, musst das aber nicht tun. Gehe zur BONUS-SEITE „WELTWEITE VERNETZUNG“ und gib an, was auf Abbildung 1 zu sehen ist!

4. INFORMATION: Im Fließtext und in den Seitenspalten findest du immer wieder zusätzliche Informationen, die dein Wissen erweitern. Gib den Titel der Zusatzinformation auf S. 67 an!

5. Personen- und Sachregister: Es hilft dir schnell, wichtige Inhalte mit alphabetisch geordneten Stichwörtern im Buch zu finden! Schreibe mit Hilfe des Registers auf, auf welchen Seiten der Begriff „Montanunion“ in deinem Buch zu finden ist!

8. SEITENSPALTEN: Sie sind wirklich interessant für dich, weil…

…du Erklärungen für die im Fließtext orange markierten Wörter findest! Suche die Erklärung für „Permafrostboden“ im 3. Hauptkapitel und schreibe sie auf!

Erstelle einen einfachen Haushaltsplan für deine Familie! Notiere alle Einkünfte (Geld, das deine Familie erhält) und Ausgaben (Geld, das deine Familie ausgibt) für einen Monat!

…du Aufgaben, die mit Symbolen für die unterschiedlichen Anforderungsbereiche gekennzeichnet sind, lösen kannst! Suche im Buch in der Seitenspalte nach weiteren Beispielen und schreibe jeweils eine Aufgabe der Farbe entsprechend in die richtige Spalte!

GELERNTES WIEDERGEBEN

ERWORBENES WISSEN ANWENDEN

ÜBER GELERNTES NACHDENKEN UND PROBLEME LÖSEN

9. AUFGABEN: Fast jedes Unterkapitel endet mit der oder den Seite(n) „Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe“ . Hier kannst du dein Wissen und Können testen und die neu erworbenen Fähigkeiten, also deine Kompetenzen (gekennzeichnet durch die 3 Farben) – anwenden. Gehe auf S. 93 zu Aufgabe 1 und notiere jene Begriffe, die du erklären sollst!

10. KOMPETENZ-CHECK! Am Ende jedes Großkapitels kannst du selbst einschätzen, welche Fähigkeiten du erworben hast. Hier findest du auch Buchtipps zum Vertiefen deiner Kenntnisse! Gehe zum Kompetenz-Check „WIR LEBEN IN EINER GLOBALISIERTEN WELT“ und gib an, wie die Autorin des Buches „Made in Vietnam“ heißt!

11. In deinem Buch gibt es auch Beispiele mit QR-Code! Wenn du mit deinem Handy den QR-Code einscannst, kannst du die Texte lesen! Gehe auf S. 18! Zu welchem Thema findest du hier ein Hörbeispiel?

12. Gib an, was das Symbol bedeutet!

D

D MENSCH UND NATUR

Welche Themen könnten dich in diesem Kapitel erwarten?

Sieh dir dazu die Bilder an!

D

Notiere Schlagwörter, die dir zu den Bildern oder den möglichen Themen einfallen!

1. DER MENSCH VERÄNDERT DIE ERDE – DAS ZEITALTER DES ANTHROPOZÄNS MENSCH

Sucht in Partnerarbeit

Bilder oder Grafiken, die die genannten Umweltprobleme (Luft-, Wasser-, Bodenverschmutzung) veranschaulichen!

Erstellt eine Collage und beschriftet sie mit kurzen Erklärungen!

Abb. 1: Sägewerk in Vielsalm, Belgien

Setzt euch in Gruppen mit der Frage auseinander: „Soll Kunststoffverpackung verboten werden?“ Erarbeitet Argumente dafür und dagegen und diskutiert diese in der Klasse!

Pestizid, das: Ein Pestizid ist ein chemisch hergestelltes Mittel, das Pflanzen, Gemüse oder Obst vor schädlichen Insekten, Pilzen oder Beikraut schützt. Es wird oft in der Landwirtschaft eingesetzt, kann aber auch der Umwelt schaden.

Die Erde war nie still. Über Millionen von Jahren formten Naturkräfte wie Vulkanausbrüche, Erdbeben, Gletscher oder Eiszeiten unseren Planeten. Sie ließen Kontinente entstehen, gestalteten Berge und Täler und bestimmten das Klima. Heute hat sich jedoch etwas Entscheidendes verändert: Der Mensch greift so stark und so schnell in natürliche Systeme ein, dass er die Erde in vielen Bereichen stärker umformt als natürliche Prozesse in vergleichbaren Zeiträumen. Trotzdem bleibt der Mensch weiterhin von der Natur abhängig und auf funktionierende Ökosysteme angewiesen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nennen unsere Zeit deshalb „Anthropozän“ – das bedeutet „Zeitalter des Menschen“ (griechisch anthropos = Mensch). Damit ist gemeint, dass Menschen die Natur stärker verändern als alle natürlichen Prozesse zusammen

Diese Veränderungen geschehen nicht langsam über Jahrtausende – sondern oft in wenigen Jahrzehnten oder sogar Jahren.

Wie verändert der Mensch die Erde?

1. Umweltverschmutzung – Wenn Natur zur Müllhalde wird

Viele menschliche Aktivitäten setzen Schadstoffe frei, die Luft, Wasser und Boden belasten.

1 Luftverschmutzung:

Abgase aus Autos, LKWs und Fabriken enthalten CO₂, Feinstaub und Stickoxide. Diese Gase verstärken den Treibhauseffekt, machen die Luft schlechter und führen bei Menschen zu Atemwegserkrankungen oder Allergien.

1 Wasserverschmutzung:

Kunststoffmülll landet in Flüssen und Meeren. Fische oder Meeresschildkröten fressen ihn und sterben daran. Auch Düngemittel und Chemikalien aus der Landwirtschaft und Industrie verschmutzen das Wasser – und gelangen bis in unser Trinkwasser.

1 Bodenverschmutzung:

Abb. 2: Kunststoffmüll im Meer

Durch Pestizide, Mineraldünger oder Industrieabfälle wird der Boden vergiftet und unfruchtbar. Auf solchen Böden wachsen kaum noch Pflanzen, Tiere verlieren ihren Lebensraum, und Nahrungsmittel werden knapp.

Diese drei Arten von Verschmutzung hängen eng zusammen: Was in der Luft ist, gelangt in Regen und Boden; was im Boden liegt, kann ins Grundwasser sickern.

Abb. 3. Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft

2. Landnutzung – Wie wir Natur in Städte und Felder verwandeln

Die Weltbevölkerung wächst, und Menschen brauchen immer mehr Platz – zum Wohnen, für Straßen, für Fabriken und für Landwirtschaft.

1 Abholzung von Wäldern, besonders Regenwäldern, um Soja, Palmöl oder Rinder zu produzieren

1 Trockenlegung von Feuchtgebieten, um Städte und Industriegebiete zu bauen

1 Rohstoffabbau im Tagebau (oberirdisch) oder Untertagebau (unterirdisch), z. B. bei Kohle, Kupfer oder Gold

1 Versiegelung von Böden durch Beton, Asphalt und Gebäude

Diese Eingriffe führen zu massiven Veränderungen der Landschaften. Viele Tier- und Pflanzenarten verlieren ihren Lebensraum. Der Boden wird verdichtet und erodiert, es entstehen Wüsten. Der Boden verliert seine natürliche „Schwammfunktion“: Versiegelte oder verdichtete Böden können kein Regenwasser mehr aufnehmen und speichern. Dadurch steigt die Gefahr von Überschwemmungen, während gleichzeitig weniger Wasser in das Grundwasser gelangt.

Außerdem steigt der CO₂-Gehalt der Atmosphäre, weil abgeholzte Wälder kein CO₂ mehr binden. Bei Brandrodung oder wenn Holz verbrannt wird, wird zusätzlich CO₂ freigesetzt.

Gehe in deiner Umgebung auf Spurensuche: Wo gibt es Flächen, die neu bebaut wurden? Welche Auswirkungen hat das auf Pflanzen, Tiere und die Umwelt? Dokumentiere deine Beobachtungen mit Fotos oder einer Skizze!

Abb. 4: Drohnen-Panorama-Luftaufnahme der illegalen Abholzung des Amazonas, Mato Grosso, Brasilien

3. Klimaveränderung – Die Folgen unserer Eingriffe Durch unsere Lebens- und Wirtschaftsweise verändert sich das Klima auf der ganzen Welt:

1 Das Wetter wird extremer: Heißere Sommer, häufigere Dürren, heftigere Stürme und Überschwemmungen

1 Gesundheitsgefahren: Hitze und Luftverschmutzung führen zu Kreislaufproblemen, Allergien und Atemwegserkrankungen

1 Wirtschaftliche Schäden: Ernteausfälle, zerstörte Häuser, teure Reparaturen

1 Artensterben: Viele Tiere und Pflanzen können sich nicht so schnell anpassen und sterben aus

Diese Entwicklungen betreffen nicht nur weit entfernte Länder. Auch in Europa sind Hitze, Wassermangel und Stürme spürbar –und zeigen, dass die Eingriffe des Menschen weltweit Folgen haben.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sagen, dass der Mensch für den größten Wandel auf der Erde seit Millionen Jahren verantwortlich ist.

Doch es ist nicht zu spät: Wenn wir achtsamer mit Rohstoffen umgehen, weniger verschmutzen und nachhaltiger leben, können wir den Schaden begrenzen und unsere Zukunft sichern.

Im nächsten Kapitel lernst du, was passiert, wenn die Belastungsgrenzen der Erde überschritten werden – und warum das nicht nur die Natur, sondern auch unser tägliches Leben gefährdet.

Diskutiert in der Klasse! Welche der im Text genannten Umweltprobleme betreffen dich persönlich oder deine Region? Was können Einzelpersonen, Unternehmen und Regierungen tun, um diese Probleme zu lösen?

Abb. 4: Erkläre, warum Regenwälder so wichtig für das Klima sind!

Recherchiert in Kleingruppen, welche Produkte mit der Abholzung des Regenwaldes in Verbindung stehen!

Die Rodung des Regenwaldes

Die Rodung des Regenwaldes wird oft von großen Agrarkonzernen, Holzfirmen und Bergbauunternehmen durchgeführt.

Sie roden Flächen, um Soja, Palmöl oder Weideflächen für Rinder zu schaffen, Holz zu verkaufen oder Bodenschätze wie Gold und Öl zu fördern. Aber auch Kleinbauern roden manchmal Wald, um Felder anzulegen. Diese Abholzung zerstört Lebensräume, fördert den Klimawandel und gefährdet die Artenvielfalt.

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Erkläre den Begriff "Anthropozän" in deinen eigenen Worten und finde ein Beispiel aus deinem Alltag, das zeigt, wie der Mensch die Erde verändert!

Wähle eines der genannten Umweltprobleme (z. B. Klimawandel, Wassermangel, Abholzung) und analysiere es!

AUSGEWÄHLTES UMWELTPROBLEM:

Warum ist es ein Problem? __________________________________________________________________

Welche Folgen hat es? ______________________________________________________________________

Welche Lösungen gibt es bereits? ____________________________________________________________

Was kannst du selbst dagegen tun? ___________________________________________________________

Erörtert in der Klasse die folgenden Fragestellungen!

Welche der im Text genannten Umweltprobleme betreffen dich persönlich oder deine Region? Was können Einzelpersonen, Unternehmen und Regierungen tun, um diese Probleme zu lösen?

Kunststoff-Check in deinem Alltag – Beobachte eine Woche lang deinen Alltag und zähle, wie viele KunststoffEinwegprodukte oder Verpackungen du verwendest (z. B. Joghurtbecher, Folien, To-go-Becher, Einwegpfandflaschen). Notiere die Anzahl der Kunststoffteile pro Tag (keine Kilogramm)! Fasse ähnliche Produkte zusammen (z. B. „3 Joghurtbecher“). Achtung: Auch Einwegpfandverpackungen zählen zu Kunststoffmüll!

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

Erstelle eine Liste mit Möglichkeiten, wie du Kunststoff im Alltag reduzieren kannst, und finde umweltfreundliche Alternativen!

Nun

geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Betrachte die beiden Bilder und erkläre anhand dieser Bilder, wie Industrie und Verkehr zur Luftverschmutzung beitragen!

Experiment zur Luftverschmutzung – Wie sauber ist unsere Luft? – Führe ein kleines Experiment durch, um die Luftqualität an verschiedenen Orten zu untersuchen. Dokumentiere deine Beobachtungen und vergleiche die Ergebnisse mit deinen Mitschülerinnen und Mitschülern!

Vorbereitung:

1. Nimm mindestens drei weiße Blätter Papier (z. B. DIN A4) oder weiße Pappkartons!

2. Besorge ein fettiges Hautpflegeprodukt (z. B. eine neutrale Hautcreme) oder doppelseitiges Klebeband! Diese helfen, feine Partikel aus der Luft einzufangen.

3. Wähle drei verschiedene Standorte aus, an denen du die Luftverschmutzung messen möchtest!

Durchführung:

1. Bestreiche die Blätter dünn mit Vaseline oder befestige doppelseitiges Klebeband auf dem Papier!

2. Hänge oder lege die Blätter an den verschiedenen Orten für mindestens 24 Stunden auf! Achte darauf, dass sie nicht vom Wind weggeweht werden oder nass werden.

3. Notiere den Standort und die Bedingungen (z. B. Wetter, Verkehr)!

Beobachtung und Dokumentation:

1. Nach 24 Stunden sammle die Blätter ein und betrachte sie genau!

2. Vergleiche, wie viele Schmutzpartikel oder Staub auf den Blättern haften!

3. Mache Fotos oder eine Skizze, um die Unterschiede zu dokumentieren!

4. Notiere, welcher Standort am stärksten und welcher am wenigsten verschmutzt war!

Auswertung und Reflexion:

1. Was fällt dir bei den Ergebnissen auf?

2. Welche Orte hatten die höchste Luftverschmutzung? Warum könnte das so sein?

3. Was könnten die Ursachen für die Unterschiede sein (z. B. Verkehr, Pflanzen, Industrie)?

4. Welche Auswirkungen hat Luftverschmutzung auf Menschen, Tiere und die Umwelt?

5. Überlege, welche Maßnahmen helfen könnten, die Luftqualität zu verbessern!

Teile deine Ergebnisse mit deinen Mitschülerinnen und Mitschülern! Diskutiert gemeinsam, welche Orte in eurer Umgebung besonders belastet sind! Diskutiert ebenso, welche Maßnahmen dazu beitragen können, die Luftverschmutzung zu verringern, und sammelt eure Ideen in einer Liste!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Vergleiche die Luftverschmutzung in verschiedenen Ländern! Arbeite mit folgender Karte Luftverschmutzung in World: Echtzeit-Karte des Luftqualitätsindex, die die Luftqualität in Echtzeit anzeigt! Scanne mit deinem Handy oder Tablet den Code rechts, um direkt zu der Karte zu gelangen! Wähle mindestens drei Länder mit unterschiedlicher Luftqualität aus (z. B. ein Land mit hoher, mittlerer und niedriger Verschmutzung)!

Beschreibe die Unterschiede und erkläre mögliche Ursachen (z. B. Industrialisierung, Verkehr, geografische Lage)! Recherchiere außerdem, welche Maßnahmen in diesen Ländern ergriffen werden, um die Luftqualität zu verbessern!

Stelle deine Erkenntnisse in einem kurzen Bericht, einer Tabelle oder einer Präsentation dar!

Sammelt in Partnerarbeit Situationen aus eurem Alltag, in denen ihr zur Luftverschmutzung beitragt. Erstellt eine Liste mit Möglichkeiten, wie ihr euer Verhalten ändern könnt, um die Luftqualität zu verbessern!

Interpretiere diese Grafik in deinem Heft!

SO₂ (Schwefeldioxid): Entsteht bei der Verbrennung von Kohle und Öl; trägt zur Bildung von saurem Regen bei.

CO (Kohlenmonoxid): Giftiges Gas, das bei unvollständiger Verbrennung entsteht; schädlich für die Atmung.

PM10 / PM2.5 (Feinstaubpartikel): Winzige Partikel in der Luft; gelangen tief in die Lunge und sind gesundheitsschädlich.

NOx (Stickoxide): Entstehen vor allem durch Verkehr und Industrie; fördern die Bildung von Smog und saurem Regen.

NMVOC (Nichtmethan-Flüchtige Organische Verbindungen): Entstehen z. B. bei Lösungsmitteln, Verkehr und Industrie; fördern die Bildung von bodennahem Ozon, das bei Wetterwarnungen eine Rolle spielt, und tragen zur Luftverschmutzung bei.

CH₄ (Methan): Starkes Treibhausgas; stammt vor allem aus der Landwirtschaft (z. B. Tierhaltung) und von Mülldeponien.

CO₂ (Kohlendioxid): Hauptverursacher des Klimawandels; entsteht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (z. B. Kohle, Erdöl, Erdgas).

N₂O (Lachgas): Treibhausgas aus Düngemitteln; trägt zum Klimawandel bei und schädigt die Ozonschicht.

NH₃ (Ammoniak): Entsteht vor allem bei der Düngung in der Landwirtschaft; fördert die Bildung von Feinstaub in der Luft.

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Die langfristigen Folgen der Umweltbelastung – Die Umweltverschmutzung betrifft nicht alle Menschen auf der Welt gleich. Manche Länder sind stärker von Klimawandel, Luftverschmutzung oder Wasserknappheit betroffen als andere. Gleichzeitig haben reiche Industrienationen oft eine viel größere Umweltbelastung verursacht als ärmere Länder.

Recherchiert in Partnerarbeit, welche Regionen der Welt besonders stark unter Umweltproblemen wie Klimawandel, Luftverschmutzung oder Wassermangel leiden!

Welche Länder verursachen die meisten Emissionen und Umweltbelastungen?

Vergleicht in Partnerarbeit folgende Fragestellungen!

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Wohlstand eines Landes und seiner Umweltbelastung?

Welche langfristigen Folgen könnte das für Menschen in verschiedenen Regionen haben?

Nutzt ein digitales Tool wie Canva oder PowerPoint, um eure Ergebnisse als Mind-Map oder Präsentation festzuhalten! Teilt eure Ergebnisse der Klasse mit, indem ihr eure digitale Arbeit vorstellt!

Von der Idee zum eigenen nachhaltigen Unternehmen – Stelle dir vor, du gründest ein Unternehmen, das die Umwelt schützt und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich ist!

Entwickle zunächst eine eigene Geschäftsidee für ein nachhaltiges Produkt oder eine Dienstleistung!

Meine Geschäftsidee

Erstelle nun ein kurzes Konzept, das diese Fragen beantwortet!

Welches Problem löst dein Produkt oder deine Dienstleistung?

Wie wird es nachhaltig produziert bzw. nachhaltig erbracht?

Wer könnte es kaufen?

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Kreislaufwirtschaft bedeutet, dass Produkte so hergestellt werden, dass sie möglichst lange genutzt, repariert, wiederverwendet oder recycelt werden können. So entsteht viel weniger Müll und es werden weniger neue Rohstoffe verbraucht. Ein Beispiel: Aus alten Glasflaschen werden wieder neue Flaschen gemacht, oder alte Kleidungsstücke werden zu neuen Stoffen verarbeitet. Überlege dir ein Produkt aus deinem Alltag (z. B. Kleidung, Handy, Möbel)! Erkläre, wie dieses Produkt in einer Kreislaufwirtschaft genutzt werden könnte, sodass möglichst wenig Müll entsteht!

Finde ein Beispiel für ein Unternehmen, das dieses Prinzip nutzt (z. B. Kleidung aus alten Textilien, Möbel aus recyceltem Holz)!

Erörtert gemeinsam in der Klasse! Wie kann jeder von uns dazu beitragen, dass weniger Abfall entsteht?

Beschreibe, warum Regenwälder für das Weltklima wichtig sind!

Erkläre, warum im Amazonasgebiet Wälder abgeholzt werden! Nenne mindestens drei Gründe!

Beurteile, ob auch wir in Europa mitverantwortlich für die Abholzung sind!

Entwickelt in Kleingruppen Ideen, wie Konsumverhalten in Europa helfen kann, den Regenwald zu schützen!

M1 VERGLEICHENDE BILDANALYSE – BILDER LESEN UND VERSTEHEN

Bei der vergleichenden Bildanalyse untersucht ihr zwei oder mehrere Bilder (z. B. Fotos, Karikaturen, Plakate oder Gemälde oder ein Bild mit zwei unterschiedlichen Teilen), die sich auf ein gemeinsames Thema beziehen. Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten

1. SCHRITT: Vorbereitung

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Bilder auswählen und beschreiben!

herauszuarbeiten, die Aussageabsicht zu erkennen und schließlich ein eigenes Urteil zu formulieren. Dabei lernt ihr, visuelle Botschaften kritisch zu hinterfragen und im gesellschaftlichen oder historischen Zusammenhang zu verstehen.

Wählt zwei Bilder aus, die sich auf ein gemeinsames Thema beziehen (z. B. Umweltzerstörung, Stadtentwicklung, Arbeitswelt)!

Arbeitet in Partnerarbeit oder Kleingruppen!

Achtet zunächst auf folgende Aspekte bei jedem Bild:

Was ist zu sehen? (Objekte, Personen, Farben, Schriftzüge etc.) Wann und wo wurde das Bild erstellt?

Wer ist die Zielgruppe? Gibt es Hinweise auf die Absicht der Darstellung?

Notiert die wichtigsten Informationen zu beiden Bildern in Stichpunkten oder in einer Tabelle!

2. SCHRITT: Vergleich und Analyse

D

Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeiten!

Nutzt eine Tabelle oder ein Diagramm, um zu vergleichen:

Was ist auf beiden Bildern gleich? (Thema, Gestaltung, Stimmung, Perspektive?) Was ist unterschiedlich? (Botschaft, Zielgruppe, Darstellung von Personen oder Problemen?) Welche Wirkung haben die Bilder auf euch?

Diskutiert in eurer Gruppe!

Welche Aussage beabsichtigen die Bildautorinnen und Bildautoren oder die Fotografinnen und Fotografen vermutlich? Welches Bild wirkt auf euch überzeugender – und warum?

3. SCHRITT: Reflexion und Bewertung

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Wirkung und eigene Meinung einbringen!

Stellt eure Ergebnisse der Klasse vor – als kurze Präsentation, Plakat oder digitale Folie!

Denkt abschließend über folgende Fragen nach:

Welches Bild hat euch mehr zum Nachdenken gebracht? Warum? Haben sich durch die Analyse eure Sichtweisen verändert? Wie beeinflussen Bilder unser Denken oder unsere Entscheidungen?

1 2

Analysiere das gezeigte Luftbild mithilfe der Methode „vergleichende Bildanalyse“!

Beurteile, wie solche Eingriffe in die Natur auch dich persönlich oder die Weltgemeinschaft betreffen!

2. LEBEN UND WIRTSCHAFTEN AN DER GRENZE –WAS PASSIERT, WENN DIE ERDE ÜBERLASTET WIRD?

Was bedeutet „Belastungsgrenze der Erde“?

Die Erde hat natürliche Grenzen, wie viel sie verkraftet – z. B. bei der Nutzung von Wasser, Böden, Luft, Wäldern oder Artenvielfalt. Werden diese planetaren Belastungsgrenzen überschritten, gerät unser gesamtes System aus dem Gleichgewicht.

Die Wissenschaft unterscheidet neun solcher Grenzen . Einige davon sind bereits überschritten – darunter der Klimawandel, das Artensterben, die Landnutzung und die Verschmutzung durch Chemikalien und Kunststoff

Wenn wir nicht handeln, können sich viele Prozesse nicht mehr umkehren. Die Folgen treffen nicht nur die Natur, sondern wirken sich unmittelbar auf unser tägliches Leben, unsere Gesundheit und die Wirtschaft aus.

Was passiert, wenn Grenzen überschritten werden?

1. Klimawandel – wenn die Erde immer wärmer wird

Der Klimawandel ist eines der sichtbarsten Zeichen dafür, dass der Mensch die Belastungsgrenzen der Erde überschreitet. Durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Gas) gelangen große Mengen an Treibhausgasen wie CO₂ (Kohlenstoffdioxid) in die Atmosphäre.

Diese Gase lassen Sonnenlicht durch, halten aber einen Teil der Wärmestrahlung zurück, die von der Erde abgestrahlt wird. So erwärmt sich die Atmosphäre – das nennt man den Treibhauseffekt. Aber: Eine wärmere Erde bedeutet nicht nur mehr Sonnenschein, sondern viele schwere Folgen!

Gletscher und Pole schmelzen – der Meeresspiegel steigt

Die Pasterze ist der größte Gletscher in Österreich. Sie liegt beim Großglockner, dem höchsten Berg des Landes, im Nationalpark Hohe Tauern. Früher war die Pasterze mehr als 11 Kilometer lang. Heute ist sie deutlich kürzer – nur noch weniger als 8 Kilometer. Der Gletscher schmilzt schnell: Jedes Jahr wird er 10 bis 20 Meter kürzer. In den letzten 100 Jahren hat er mehr als die Hälfte seines Eises verloren. Man kann die Veränderungen mit bloßem Auge sehen – und sie sind erschreckend. Das zeigt: Der Klimawandel ist auch in Österreich deutlich spürbar. Ein besonderer Gletscher in Gefahr

1 In den Bergen und auf den großen Eisschilden an Land – zum Beispiel in Grönland oder der Antarktis – schmelzen Eisflächen, die über Jahrtausende gewachsen sind. Wenn dieses Landeis schmilzt, fließt das Schmelzwasser in die Ozeane und lässt den Meeresspiegel ansteigen.

1 Inselstaaten wie Tuvalu oder die Malediven und tiefliegende Küstenregionen wie in Bangladesch oder den Niederlanden sind besonders gefährdet.

1 Städte und Dörfer können überschwemmt werden, Menschen verlieren ihre Heimat.

Abb. 1: Glacier-Gletscher - Teil des Pasterzegletschers im Nationalpark Hohe Tauern (Österreich), dem längsten Gletscher Österreichs mit einer Länge von ca. 8 Kilometern; linkes Bild: Pasterze mit Großglockner 1900, rechtes Bild: Pasterze mit Großglockner 2021

Dürre, Hitze, Stürme – das Wetter spielt verrückt

1 In manchen Gegenden fällt kaum noch Regen – die Böden trocknen aus, es kommt zu Dürren.

1 In anderen Regionen nimmt die Zahl an Stürmen, Hitzewellen oder Starkregen stark zu.

1 Extremwetter bedeutet Gefahr für Menschen, Tiere, Gebäude und Ernten – oft auch hohe Kosten.

1 Besonders im globalen Süden sind viele Länder stark betroffen – manche, wie kleine Inselstaaten, haben kaum Möglichkeiten, sich zu schützen, und könnten unbewohnbar werden.

Landwirtschaft wird schwieriger – Ernten fallen aus

1 Viele Pflanzen brauchen ein bestimmtes Klima – wenn es zu heiß oder zu trocken wird, wachsen sie schlechter oder sterben ab.

1 Tiere finden weniger Futter oder leiden unter der Hitze.

1 Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage, Lebensmittel werden weltweit knapper und teurer.

Menschen müssen fliehen – Klimaflucht nimmt zu

1 Wenn das Meer Land verschlingt oder kein Wasser mehr verfügbar ist, können Menschen dort nicht mehr leben.

1 Ganze Familien müssen ihre Heimat verlassen und anderswo eine neue Existenz aufbauen

1 Diese sogenannten Klimaflüchtlinge gibt es heute schon – und ihre Zahl könnte stark steigen, wenn nichts verändert wird.

Was Klimaflüchtlinge bewegt und worauf wir uns vorbereiten müssen

Abb. 2: Luftaufnahme von überfluteten Häusern mit schmutzigem Wasser des Flusses Dnister in der Stadt Halytsch, Westukraine

Das Institut für Umwelt, Friede und Entwicklung (IUFE) beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit dem Thema Klimawandel und Migration. […] Laut UNHCR waren 2017 etwa 70 Millionen Menschen auf der Flucht. Aufgrund eines fehlenden Anerkennungsstatus ist dabei nicht klar, wie hoch der Anteil an Klimaflüchtlingen ist. Der Klimawandel ist zwar selten alleiniger Auslöser für Migration, dennoch wird Klimaflucht bzw. Umweltmigration immer stärker sichtbar. […]

Aktuelle Szenarien für klimawandelbedingte Migration

Der Großteil der betroffenen Personen bewegt sich – zumindest heute – innerhalb von Staaten (= Binnenflucht). Bereits heute und in Zukunft verstärkt sind folgende Länder gefordert (nach Leregger, 2015): Pazifischer Raum: Carteret Inseln, Kiribati, Tuvalu

Afrika: Äthiopien, Mali, Senegal

Asien: Bangladesch, Indonesien, Malediven, Myanmar, Pakistan, Philippinen, Thailand, Vietnam

Die Szenarien für globale Migrationsdynamiken aufgrund von Klimawandelfolgen weisen größere Abweichungen auf. Die Schätzungen für die Zahlen migrierter Menschen bis zum Jahr 2050 liegen zwischen 150 und 700 Mio. Menschen. Grund für diese Abweichungen sind zum einem die relativ schwer ermittelbaren Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Umweltveränderungen und Migrationsdynamiken. Zum anderen erschwert eine dürftige Datengrundlage die Berechnungen und die Verwendung unterschiedlicher Begriffe und unterschiedlicher Quellen wirkt verzerrend.

Aus: Institut für Umwelt, Friede und Entwicklung (IUFE): Was Klimaflüchtlinge bewegt und worauf wir uns vorbereiten müssen. Wien 2025. Online unter: https://www.iufe.at (abgerufen am 2. April 2025).

Der Klimawandel ist kein Problem der Zukunft – er passiert bereits jetzt. Je mehr die Belastungsgrenzen der Erde überschritten werden, desto größer werden die Folgen –besonders für Menschen im Globalen Süden, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Deshalb braucht es heute weltweite Zusammenarbeit und nachhaltiges Handeln.

Markiere im Text! Welche drei Regionen auf der Welt sind besonders stark vom Klimawandel betroffen? Unterstreiche sie farbig! Finde ein Beispiel aus Österreich oder Europa! Gibt es hier auch Dürren, Stürme oder Hitzewellen?

MENSCH UND NATUR

Nördliches Breitmaulnashorn Sudan

Sudan, das letzte Männchen des Nördlichen Breitmaulnashorns, ist gestorben. Jetzt leben nur noch zwei Weibchen.

Die Art ist fast ausgestorben. Sudan war alt und krank. Er konnte sich nicht mehr fortpflanzen.

Forscher in Deutschland versuchen, die Art durch künstliche Befruchtung zu retten. Bisher ist das nicht gelungen.

Früher lebten über 2.000 dieser Tiere in Afrika. Sie wurden gejagt – vor allem wegen ihrer Hörner, die in Asien als Heilmittel gelten.

Abb. 4: Zähle auf, was im Meer schwimmt!

Warum ist das ein Problem für Fische und andere Tiere?

Abb. 3 + 4: Erkläre, wie die beiden Bilder mit dem Text über das Artensterben zusammenhängen!

Stell dir vor, du bist ein Tier im Regenwald oder im Meer! Was würdest du über dein Leben erzählen? Schreibe einen kurzen Text oder spiele es in der Gruppe vor!

HB1: Mehr über das Artensterben erfährst du in HB1!

2. Artensterben – Wenn Tiere und Pflanzen für immer verschwinden

Jeden Tag sterben auf der Erde Tier- und Pflanzenarten aus – und viele davon für immer. Manche verschwinden, bevor wir sie überhaupt entdeckt oder erforscht haben. Das Artensterben passiert schneller als je zuvor in der Geschichte der Menschheit – und diesmal ist der Mensch die Hauptursache.

Abb. 3: Nördliches Breitmaulnashorn, Sudan, letzter seiner Art, Foto 2018 kurz vor seinem Tod

Lebensräume verschwinden

Tiere und Pflanzen brauchen bestimmte Lebensräume, um überleben zu können: Wälder, Wiesen, Feuchtgebiete oder Meere. Doch der Mensch zerstört viele dieser Lebensräume, zum Beispiel durch:

1 Abholzung von Wäldern für Felder, Weiden oder Straßen,

1 Versiegelung von Böden für Städte und Industrie,

1 Staudämme und Flussbegradigungen, die Wasserlebensräume verändern.

Wenn Lebensräume verschwinden, verlieren Tiere und Pflanzen ihr Zuhause – und oft können sie sich nicht anpassen oder umsiedeln.

Verschmutzung und Gifte schaden vielen Arten

1 In der Landwirtschaft werden Pestizide und Düngemittel eingesetzt. Diese gelangen in den Boden und ins Wasser und schädigen Insekten, Fische und Pflanzen.

1 Luftverschmutzung verändert Böden und Gewässer.

1 Kunststoffmüll und Chemikalien in Flüssen und Meeren sind für viele Lebewesen tödlich.

Abb. 4: Kunststoffmüll am Meeresgrund

Besonders Insekten, die eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen spielen, sind stark betroffen – aber auch Amphibien, Vögel, Korallen und Meerestiere.

Insekten in Europa – Bedrohungsanteil nach Gruppen (neueste verfügbare IUCN/EEA-Red-List-Daten, Stand 2025)

Hoverflies (Zweiflügler: Syrphidae)

IUCN 2022

Orthoptera (Heuschrecken, Grillen) IUCN 2016

Odonata (Libellen) IUCN 2024

Saproxylic Beetles (Käfer an Totholz) IUCN 2018

Bees (Wildbienen) IUCN 2014

Butterflies (Tagfalter) IUCN 2010

Anteil der in Europa bedrohten Arten (%)

Abb. 6: Anteil rückläufiger Insektenarten im Jahr 2019, Quelle: Statista

Abb. 6: Bedrohte Arten. Die Daten stammen aus den European Red Lists der IUCN. Dort wird für jede Insektengruppe erfasst, wie viele Arten als „bedroht“ gelten (Kategorien gefährdet, stark gefährdet, vom Aussterben bedroht).

Da die einzelnen Gruppen in unterschiedlichen Jahren bewertet wurden, beziehen sich die Werte jeweils auf den aktuellsten Stand: Schwebfliegen (Hoverflies): 37 % (Stand 2022); Heuschrecken und Grillen (Orthoptera): 25,7 % (Stand 2016); Libellen (Odonata): 21 % (Stand 2024); Käfer an Totholz (Saproxylic Beetles): 17,9 % (Stand 2018); Wildbienen (Bees): 9 % (Stand 2014); Tagfalter (Butterflies): 9 % (Stand 2010)

Arten sterben, bevor wir sie entdecken

Die Natur ist wie ein großes Netz, in dem alles verbunden ist. Jede Art erfüllt eine Aufgabe. Stirbt eine Art aus, fehlt ein Teil dieses Systems – wie ein Zahnrad, das aus einem Uhrwerk verschwindet.

Warum Artenvielfalt für uns Menschen wichtig ist

1 Mehr Arten = mehr Ernten (Bestäubung durch Insekten)

1 Schutz vor Krankheiten und Schädlingen (weniger Pestizide nötig)

1 Medizinische Entdeckungen aus Pflanzen, Tieren oder Pilzen

1 Gesunde Umwelt durch natürliche Prozesse: sauberes Wasser, fruchtbarer Boden, saubere Luft

Wenn die Natur ihre Vielfalt verliert, verlieren auch wir Menschen vieles, was uns schützt, ernährt und gesund hält. Deshalb ist der Schutz der Artenvielfalt nicht nur Naturschutz, sondern auch Selbstschutz.

Abb. 5: Biene bestäubt eine Blume

Abb. 5: Beschreibe in einem Satz, warum Bienen für die Natur wichtig sind!

Abb. 6: Nutze die Insektengrafik! Warum ist es für Menschen ein Problem, wenn so viele Insekten verschwinden? Erkläre, was das mit Bestäubung und Lebensmitteln zu tun hat!

Diskutiert in der Klasse! Was kann jede/jeder Einzelne tun, um Tieren wie Bienen, Schmetterlingen oder Fischen zu helfen?

Abb. 7: Vergleiche die beiden Bilder! Welche Gemeinsamkeiten erkennst du zwischen dem Leben im Wasser (Korallenriff) und an Land (Wiese)? Warum sind beide Lebensräume wichtig?

Abb. 7: Beispiele

Erkläre mit eigenen Worten! Warum kann das Aussterben einer einzigen Art ein ganzes Ökosystem verändern?

Warum Artenvielfalt wichtig ist – auch für uns Menschen

Die Natur ist wie ein großes, lebendiges Netz, in dem alles miteinander verbunden ist. Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen übernehmen dabei viele verschiedene Aufgaben. Jede Art trägt auf ihre Weise dazu bei, dass das Ökosystem funktioniert –wie Zahnräder in einem Uhrwerk. Wenn eine Art ausstirbt, fehlt ein Teil dieses Systems. Das kann das Gleichgewicht stören – und am Ende auch unser Leben beeinflussen.

Ein Beispiel: Wenn es keine Bienen und andere Insekten mehr gibt, die Blüten bestäuben, wachsen keine Früchte. Ohne Frucht kein Apfel, keine Tomate – und keine Nahrung.

Artenvielfalt sichert unsere Lebensgrundlagen

1. Mehr Arten – mehr Ernte: Viele Pflanzen wie Obst, Gemüse oder Nüsse sind auf Insekten zur Bestäubung angewiesen. Fehlen diese, müssen Menschen versuchen, sie zu ersetzen – zum Beispiel durch Handbestäubung oder technische Bestäubungsgeräte in Gewächshäusern. Diese Lösungen sind aufwendig, teuer und können die Qualität der Lebensmittel verschlechtern. Natürliche Bestäubung ist daher kaum zu ersetzen.

Male ein Bild von einem funktionierenden Ökosystem mit vielen Tieren und Pflanzen –und daneben eines, in dem viele Arten fehlen!

Abb. 8: Sieh dir die Weltkarte an! Nenne drei Regionen mit besonders großer Artenvielfalt (grün oder blau markiert)!

2. Natürlicher Schutz vor Krankheiten und Schädlingen: In einer vielfältigen Natur breiten sich Krankheiten und Schädlinge langsamer aus. Es gibt natürliche Feinde, die die Schädlinge in Schach halten. Das spart den Einsatz von Pestiziden und schützt auch unsere Gesundheit.

3. Medizin aus der Natur:

Viele wichtige Medikamente stammen von Pflanzen, Tieren oder Pilzen. Beispiele sind Schmerzmittel aus Weidenrinde oder Antibiotika aus Schimmelpilzen. In tropischen Regenwäldern leben Millionen noch unerforschter Arten – manche könnten Heilmittel gegen schwere Krankheiten enthalten. Wenn diese Arten verschwinden, bevor wir sie entdecken, verlieren wir Chancen auf neue medizinische Erkenntnisse.

4. Gesunde Umwelt durch Vielfalt:

Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen reinigen die Luft, filtern Wasser und sorgen für fruchtbaren Boden. Regenwürmer lockern den Boden auf, Moose speichern Wasser, Bäume binden CO₂. Diese natürlichen Prozesse funktionieren am besten in einer vielfältigen Umgebung.

Abb. 8: Die Karte zeigt sogenannte Hotspots der Biodiversität (grün: tropische Artenvielfalt an Land, blau: marine Hotspots). Diese Gebiete sind besonders wichtig, weil dort viele Tier- und Pflanzenarten leben – viele davon nur dort!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Liste alle Folgen auf, die im Text auf S. 16 genannt werden, wenn die Erde wärmer wird!

Zeichne auf der Weltkarte Länder oder Regionen ein, die vom steigenden Meeresspiegel besonders betroffen sind, und beschrifte sie! TIPP: Nutze zusätzlich zu deinem Atlas digitale Karten oder Grafiken, die zeigen, welche Regionen besonders niedrig liegen (z. B. Inselstaaten oder Flussdeltas).

1 2 3 4

Überlege gemeinsam in der Klasse: Was kannst du selbst tun, um zum Schutz des Klimas beizutragen? Erstellt eine Liste mit kleinen Alltagshandlungen!

Entwickelt in Kleingruppen eine einfache Plakatkampagne!

Thema: „So schützen wir das Klima!“ Erstellt ein Plakat mit:

• einem Bild oder Symbol, das eure Botschaft deutlich macht,

• einer kurzen Erklärung, was getan werden kann,

• einem Aufruf zum Handeln. Achtet darauf, dass ihr zwei Ebenen berücksichtigt:

• Alltagshandlungen: z. B. weniger Fleisch essen, Energiesparen, Öffis nutzen …

• Politische Maßnahmen und Forderungen: z. B. Ausbau von erneuerbaren Energien, strengere Klimagesetze, bessere Radwege, internationale Abkommen.

Stellt euer Plakat der Klasse vor und erklärt, warum ihr diese Handlungen und Forderungen ausgewählt habt!

Nenne drei Folgen von Extremwetter für die Landwirtschaft! (z. B. Was passiert mit Pflanzen, Tieren oder Bäuerinnen und Bauern?)

Rollenspiel oder Partnergespräch: Stelle dir vor, du bist eine Bäuerin oder ein Bauer in Afrika oder Südamerika! Dein Hof ist wegen Hitze und Trockenheit in Gefahr. Erzähle deiner Partnerin oder deinem Partner

Was passiert gerade? Wie geht es dir dabei? Was wünschst du dir von den reichen Ländern?

Erkläre, warum Menschen in armen Ländern besonders stark vom Klimawandel betroffen sind! Schreibe zwei Gründe aus dem Text auf.

Begründe, warum der Klimawandel kein Problem der Zukunft, sondern der Gegenwart ist!

Beschreibe in zwei bis drei Sätzen, wie wir von den Folgen des Klimawandels in anderen Teilen der Welt betroffen sein könnten! Wie wirkt sich Dürre in Afrika auf Menschen in Europa aus?

Erstelle eine kurze Fotostory (3–4 Bilder) mit der Überschrift: „Was der Klimawandel mit meinem Alltag zu tun hat“! Beschrifte die Bilder mit kurzen Sätzen! Nutze ein digitales Tool wie Canva oder PowerPoint, um deine Ergebnisse festzuhalten! Teile deine Ergebnisse mit der Klasse, indem du deine digitale Arbeit vorstellst!

Lies den Abschnitt über „Klimaflucht“! Stell dir vor, du wärst selbst betroffen! Beschreibe in einem kurzen Tagebucheintrag, wie du dich fühlst, wenn du deine Heimat verlassen musst, weil das Land überflutet oder zu trocken geworden ist! Findet in Partnerarbeit Parallelen!

Stell dir vor, du bist Klimaschutzministerin oder Klimaschutzminister! Welche drei Maßnahmen würdest du sofort in deinem Land umsetzen, um die Folgen des Klimawandels zu verringern? Erkläre kurz, warum du sie wichtig findest!

Maßnahme

Erkläre, warum die Folgen des Klimawandels Menschen in verschiedenen Weltregionen unterschiedlich stark betreffen! Begründe deine Meinung mit mindestens zwei Argumenten!

Erörtert gemeinsam in der Klasse! Sollte es ein weltweites Klimaschutzgesetz geben, das für alle Länder verpflichtend ist – egal ob reich oder arm? Notiert Pro- und Contra-Argumente und haltet die Ergebnisse in einer Tabelle fest!

Entwickle eine eigene Klimakampagne! Was würdest du Kindern und Jugendlichen in Österreich sagen, damit sie sich für den Klimaschutz einsetzen? Erstelle ein Plakat, ein Video-Drehbuch oder einen Slogan für eine Schulaktion!

Reflektiere deine Lebensweise! Was tust du im Alltag, das der Umwelt schadet – und was machst du gut? Erstelle eine persönliche Klimabilanz in zwei Spalten (Was ich ändern kann – Was ich schon gut mache)!

Was ich ändern kann

Was ich schon gut mache

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Entwickle einen Zukunftsplan! Wie könnten Städte oder Stadtteile im Jahr 2050 aussehen, wenn sie klima- und umweltfreundlich gebaut werden? Gestalte eine Zeichnung oder ein Modell und erkläre in einem kurzen Text deine Ideen (z. B. zu Verkehr, Energie, Grünflächen, Wasserverbrauch)!

Meine Zeichnung oder ein Foto Mein Text meines Modells

Erkläre, wie Kunststoff ins Meer gelangt und was dort passiert!

Erstelle mit deiner Klasse ein Infoplakat oder ein digitales Padlet zum Thema: „Artenvielfalt schützen –das können wir tun!“ Zeigt Bilder, sammelt Ideen, erklärt Zusammenhänge!

Erklärt, warum Bienen und Korallen für Mensch und Umwelt unverzichtbar sind!

1. Notiert je drei Leistungen (Nutzen) von Bienen und Korallen sowie je zwei Gefährdungen!

2. Entwickelt je zwei Maßnahmen zum Schutz von Bienen und Korallen – eine auf der Alltagsebene (z. B. persönliches Verhalten) – eine auf der politischen Ebene (z. B. Gesetze, internationale Abkommen)

3. Beurteilt begründet, wo aktuell der größere Handlungsdruck besteht (z. B. in eurer Region oder weltweit), ohne Bienen und Korallen gegeneinander auszuspielen

4. Fasst eure Ergebnisse als kurzes Mini-Statement (fünf bis sechs Sätze) zusammen!

Erkläre mit eigenen Worten! Warum kann das Aussterben einer einzigen Art ein ganzes Ökosystem verändern?

Erstelle mit einen Tool (z. B. Canva oder PowerPoint) eine digitale Präsentation zum Thema: „Warum Vielfalt unser Leben schützt“!

3. ÜBERNUTZUNG VON BODEN UND WASSER – WENN WIR MEHR VERBRAUCHEN, ALS DIE NATUR GEBEN KANN

Flächeninanspruchnahme – Wenn der Mensch immer mehr Platz braucht

Nenne zwei Gründe, warum Boden und Wasser wertvolle Ressourcen sind!

Entwickelt gemeinsam in Kleingruppen Ideen, wie man Flächen besser nutzen kann!

Präsentiert eure Vorschläge in der Klasse!

verdichten: heißt, dass der Boden hart und fest gedrückt wird, zum Beispiel durch schwere Maschinen oder viele Menschen.

Abb. 1: Zähle auf! Welche Flächennutzungen sind in der Grafik dargestellt?

Schreibe sie alle auf!

Beschreibe verschiedene Arten der Flächennutzung (z. B. Wälder, Landwirtschaft, Siedlungen, Verkehr, Industrie, Schutzgebiete)!

Erkläre kurz, wie jede dieser Nutzungen das Klima beeinflusst (positiv oder negativ)!

Begründe, warum alle Flächennutzungen für den Klimaschutz wichtig sind!

Beurteile, bei welcher Flächennutzung du in deiner Region den größten

Handlungsbedarf siehst, und begründe deine Meinung!

Menschen brauchen Platz – zum Wohnen, zum Arbeiten, zum Einkaufen und zum Reisen. Deshalb werden ständig neue Häuser, Straßen, Industriegebiete, Einkaufszentren oder Parkplätze gebaut. Auch die Landwirtschaft dehnt sich immer weiter aus, um genug Nahrungsmittel für eine wachsende Weltbevölkerung zu produzieren.

Doch diese wachsende Flächeninanspruchnahme hat schwerwiegende Folgen für Natur und Umwelt. Wo früher Wälder, Wiesen oder Feuchtgebiete waren, entstehen immer öfter versiegelte Flächen aus Beton und Asphalt. Dadurch geht wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren. Viele Arten finden keinen Platz mehr zum Leben, Fressen oder zur Fortpflanzung – und verschwinden aus den betroffenen Regionen.

Landfläche der Erde nach Art der Flächennutzung (Fläche in Milliarden Hektar; Stand: 2024)

Gewässer 0,3

Buschland 1,4

Gletscher 1,4

Tierhaltung 3,8

Ackerland 1

Wald 4

Unfruchtbares Land (z.B. Wüsten, Strand)

Städte und Infrastruktur 0,1

Abb. 1: Grafik „Landfläche der Erde nach Art der Flächennutzung“ (Stand: 2024)

Außerdem wird der Boden stark beansprucht: Durch intensive Nutzung, etwa durch Landwirtschaft, Bauprojekte oder Bergbau, wird er verdichtet, erodiert oder vergiftet – er verliert seine Fruchtbarkeit. Und während wir diese natürlichen Ressourcen täglich nutzen, vergessen wir oft, dass Boden und Wasser sehr langsam erneuerbar sind. Ein fruchtbarer Zentimeter Boden braucht oft Hunderte Jahre, um sich zu bilden – wir verbrauchen ihn jedoch in nur wenigen Jahren.

Auch der Wasserverbrauch steigt stark an. Für Landwirtschaft, Industrie und Haushalte wird oft mehr Wasser entnommen, als durch Regen oder Grundwasserbildung nachkommt. Das führt in vielen Regionen der Welt zu Wasserknappheit, trockenen Flüssen oder sinkenden Grundwasserspiegeln. Besonders betroffen sind Länder des globalen Südens, aber auch Teile Südeuropas oder anderer trockener Gebiete.

Immer mehr Fläche für Städte, Straßen und Industrie

Die Weltbevölkerung wächst – und mit ihr der Platzbedarf. Immer mehr Menschen leben heute in Städten, und dieser Trend nimmt vor allem in Asien, Afrika und Südamerika stark zu. Viele Menschen verlassen ländliche Regionen, weil sie in den Städten auf bessere Arbeitsplätze, gute Bildung und eine moderne Gesundheitsversorgung hoffen.

Um genügend Platz für Wohnungen, Büros, Einkaufszentren, Straßen, Fabriken oder Flughäfen zu schaffen, müssen große Flächen umgewandelt werden. Wälder werden gerodet, Felder und Wiesen zubetoniert, Feuchtgebiete trockengelegt. Diese Flächen sind dann meist dauerhaft versiegelt – das bedeutet, dass kein Wasser mehr versickern kann und der Boden seine natürlichen Funktionen verliert. Dazu gehören: Wasser speichern, Schadstoffe filtern, Lebensraum bieten und das Klima ausgleichen.

Die Folgen:

1 Fruchtbarer Boden, der über viele Jahrhunderte entstanden ist, geht für immer verloren.

1 Tiere und Pflanzen verlieren ihren Lebensraum.

1 Das Klima in der Region verändert sich, da versiegelte Flächen sich stärker aufheizen und weniger Wasser verdunsten kann.

1 Bei Starkregen kann Wasser nicht mehr versickern – Hochwasser und Überschwemmungen treten häufiger auf.

1 Mehr Verkehr und Industrie bedeuten auch mehr Luftverschmutzung und Lärm für die Menschen, die dort leben.

Besonders dramatisch ist die Situation in rasch wachsenden Mega-Städten wie Lagos (Nigeria), Jakarta (Indonesien) oder São Paulo (Brasilien), wo Stadtgrenzen täglich weiter in die Natur verschoben werden. Aber auch in Europa schreitet die Flächenversiegelung voran.

In Österreich werden täglich mehr als zehn Hektar Boden verbaut – das entspricht über zehn Fußballfeldern pro Tag. Neue Einfamilienhäuser, Einkaufszentren und Parkplätze entstehen oft am Rand von Städten oder Dörfern. Das führt zu zersiedelten Landschaften und immer mehr Straßenverkehr, da viele Menschen wegen der langen Wege auf das Auto angewiesen sind.

Trend, der: ist etwas, das immer mehr Menschen machen oder gut finden.

Nenne drei Folgen der Flächenversiegelung! Abb. 2: Arbeite mit der Luftaufnahme von Jakarta! Beschreibe, was du auf dem Bild siehst, und analysiere:

Wie dicht ist die Bebauung?

Welche Rolle spielen Grün- und Freiflächen im Stadtbild?

Welche möglichen Probleme oder Herausforderungen lassen sich aus dem Bild vermuten?

Benenne jene Kontinente, auf denen Lagos, Jakarta und São Paulo liegen!

Schreibe einen Leserbrief an deine Gemeinde! Du hast beobachtet, dass eine große Wiese für ein neues Einkaufszentrum verschwinden soll. Schreibe, was du davon hältst und welche Alternativen du vorschlägst!

zersiedelt: bedeutet, dass Häuser und Straßen weit verstreut in der Landschaft gebaut werden – ohne richtigen Plan.

Abb. 2: Luftaufnahme von Jakarta – Hauptstadt Indonesiens

Nenne drei Gründe, warum Wälder abgeholzt werden!

Palmöl, das: ist ein pflanzliches Öl, das aus den Früchten der Ölpalme gewonnen wird. Es steckt in vielen Dingen, zum Beispiel in Schokolade, Keksen, Margarine, Seife oder Shampoo.

Kautschuk, der: ist ein Stoff, der aus dem Milchsaft von bestimmten Bäumen gewonnen wird. Er ist elastisch und wird zum Beispiel für Autoreifen, Gummistiefel oder Luftballons verwendet.

Suche online (z. B. mit Google Earth) einen Ort mit Regenwald oder Moor! Beschreibe, wo der Ort liegt, was dir auffällt und was man dort sieht!

Wälder, Moore und Feuchtgebiete verschwinden –mit schweren Folgen

Überall auf der Welt greifen Menschen stark in die Natur ein – oft, um Platz für Landwirtschaft, Städte oder Industrie zu schaffen. Besonders betroffen sind dabei Wälder, Moore, Sümpfe und Auen, also Gebiete, die für das Gleichgewicht der Natur eine ganz besondere Rolle spielen.

Wälder werden abgeholzt

In vielen Regionen, etwa im Amazonas-Regenwald, in Zentralafrika oder in Teilen Südostasiens, werden große Waldflächen abgeholzt. Der Grund: Man braucht die Flächen für den Anbau von Soja, Palmöl oder Kautschuk – oder für Viehweiden, auf denen Rinder gehalten werden. Auch in Europa schrumpfen Wälder, etwa durch Straßenbau, Skigebiete oder neue Siedlungen.

Wälder sind aber nicht einfach nur „Bäume“ – sie sind Lebensräume für Millionen Arten, speichern große Mengen Kohlenstoff (CO₂) und helfen, das Klima zu regulieren. Wenn Wälder verschwinden, wird mehr CO₂ freigesetzt bzw. weniger gebunden – das verstärkt die Erderwärmung.

Moore und Feuchtgebiete werden trockengelegt

Auch Moore, Sümpfe, Auen und andere Feuchtgebiete werden zunehmend zerstört. Diese Gebiete gelten oft als „nutzlos“ und werden deshalb entwässert, um Platz für Straßen, Häuser oder Felder zu schaffen.

Dabei sind Moore echte Klimaschützer: Sie speichern – im Verhältnis zur Fläche – mehr CO₂ als jeder Wald. Werden sie trockengelegt, entweicht das gespeicherte CO₂ in die Atmosphäre. Außerdem dienen sie als natürliche Schwämme, die Wasser aufnehmen und so bei Starkregen und Hochwasser schützen können.

Städtische Fläche

Gerodeter Wald (Acker)

Natürlicher Wald

Moor nach Entwässerung

Intakter Moorboden

Abb. 3: CO2-Bilanz verschiedener Lebensraumtypen

Abb. 4: Vergleiche die Bedeutung von Mooren/Feuchtgebieten und Wäldern für den Klimaschutz! Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten erkennst du?

HB2: Mehr über den Zusammenhang von Artensterben und Ernährung erfährst du in HB2!

Abb. 4: intakte Moorlandschaft im Naturschutzgebiet Wooldse Veen in Winterswijk in den Niederlanden

Verlust von Lebensräumen und Arten

Durch die Zerstörung dieser Lebensräume verlieren unzählige Tier- und Pflanzenarten ihren Platz zum Leben. Viele von ihnen sind auf genau diese speziellen Bedingungen angewiesen – zum Beispiel seltene Amphibien in Mooren oder Insekten in naturnahen Auen. Gehen diese Gebiete verloren, verschwinden auch diese Arten – oft für immer. Wälder, Moore und Feuchtgebiete sind für uns Menschen überlebenswichtig. Sie sind Klimaschützer, Wasserspeicher, Artenparadiese und natürliche Schutzräume vor Wetterextremen. Ihr Schutz ist deshalb nicht nur eine Frage des Naturschutzes, sondern auch eine Frage der Zukunftssicherung für uns alle.

Grundwasser ist das Wasser, das sich unter der Erdoberfläche in Gesteinsspalten und Bodenporen sammelt. Es ist ein wesentlicher Teil des Wasserkreislaufs – und für uns Menschen unglaublich wichtig. Doch weil es unter der Erde verborgen liegt, wird es oft übersehen. Dabei ist es in vielen Regionen der Erde die wichtigste Wasserquelle.

Grundwasser entsteht, wenn Regen oder Schmelzwasser in den Boden einsickert. Ein Teil davon bleibt in den oberen Schichten hängen, aber der Rest sammelt sich in tieferen Schichten – oft über lange Zeiträume hinweg. Doch weltweit wird heute viel mehr Grundwasser entnommen, als durch Regen nachgebildet wird. In manchen Gebieten dauert es Jahrhunderte, bis sich das Grundwasser wieder auffüllt. Man spricht deshalb von einer nicht nachhaltigen Nutzung.

Wofür wird Grundwasser genutzt?

Der Wasserkreislauf

Niederschlag

Versickerung

Grundwasser

Trinkwasserversorgung: In vielen Ländern – auch in Österreich –stammt der Großteil des Trinkwassers aus dem Grundwasser. Ohne sauberes Grundwasser hätten Millionen Menschen keinen Zugang zu sicherem Wasser.

Abb. 5: Der Wasserkreislauf

Landwirtschaft: In trockenen Regionen ist Bewässerung notwendig, um Pflanzen anzubauen. Besonders in Ländern wie Indien, Pakistan oder Ägypten ist die Landwirtschaft stark vom Grundwasser abhängig. Aber auch in Europa spielt Bewässerung eine immer größere Rolle – zum Beispiel in Spanien mit seinen trockenen Sommern oder in Österreich im Marchfeld, wo Gemüseanbau ohne Grundwasser kaum möglich wäre

Industrie: Auch die Industrie braucht Wasser – etwa zur Kühlung von Maschinen, zur Reinigung oder in der Lebensmittelproduktion.

Was passiert, wenn der Grundwasserspiegel sinkt?

Wenn über Jahre hinweg mehr Wasser aus dem Boden gepumpt wird, als durch Regen nachfließt, entstehen große Probleme:

1 Brunnen versiegen: Alte Brunnen trocknen aus, Wasser muss aus immer tieferen Schichten geholt werden – was teurer und aufwändiger ist.

1 Flüsse und Seen verlieren Wasser: Da viele Gewässer vom Grundwasser gespeist werden, können sie austrocknen.

1 Böden versalzen: Bodenversalzung tritt vor allem in trockenen und heißen Regionen auf, wenn zu viel bewässert wird. Das Wasser aus den Bewässerungssystemen verdunstet dort schnell. Zurück bleiben die im Wasser gelösten Salze, die sich im Boden anreichern. Mit der Zeit wird der Boden so salzig, dass Pflanzen kaum noch wachsen können. Auch das Absinken des Grundwasserspiegels kann dazu führen, dass salzhaltiges Wasser aus tieferen Schichten aufsteigt und den Boden zusätzlich versalzt.

1 Weniger Ernten: Ohne ausreichend Wasser werden Pflanzen krank oder wachsen schlechter – die Erträge sinken.

1 Bodensenkungen: In manchen Gebieten kann der Boden absacken –das ist gefährlich für Gebäude und Infrastruktur.

Abb. 6: Ausgetrocknetes Ufer des Lake Mead, USA. Der Lake Mead ist ein Stausee, deshalb befinden sich Baumstümpfe im Wasserbereich, die bei niedrigem Wasserstand sichtbar werden.

Bodenporen, die: sind die kleinen Hohlräume oder Lücken im Boden –wie winzige Luft- oder Wasserblasen zwischen den Körnern von Sand, Lehm oder Erde. In diesen Poren kann Wasser fließen oder gespeichert werden, und Luft kann zirkulieren. Sie sind wichtig, damit Pflanzenwurzeln atmen und wachsen können und damit Regenwasser versickern kann.

Abb. 5: Beurteile die Aussage: „Wasser verschwindet nicht – es bleibt immer im Kreislauf.“! Stimmst du zu oder nicht? Begründe deine Meinung!

Liste drei Probleme auf, die entstehen, wenn zu viel Grundwasser entnommen wird!

Untersuche deine Umgebung! Gibt es in deiner Nähe Brunnen, Bäche oder Quellen? Mache ein Foto oder eine Skizze und erkläre, ob sie mit Grundwasser zu tun haben könnten!

Reflektiere, wie viel Wasser du pro Tag verbrauchst! (z. B. Duschen, Zähneputzen, Trinken)? Erstelle eine Tabelle für eine Woche! Wo könntest du Wasser sparen?

Tröpfchenbewässerung, die: Bei der Tröpfchenbewässerung bekommen Pflanzen ganz langsam und direkt an den Wurzeln Wasser – Tropfen für Tropfen. Das spart sehr viel Wasser, weil nichts verdunstet oder wegläuft. Meist geschieht das über kleine Schläuche mit Löchern. Diese Methode ist besonders gut für trockene Gebiete oder Gärten geeignet.

Abb. 8: Tröpfchenbewässerung auf einem Gemüsefeld

Sprinklerbewässerung, die: Bei der Sprinklerbewässerung wird Wasser wie Regen über die Pflanzen versprüht – zum Beispiel durch drehende Düsen oder Sprinkleranlagen. So wird eine große Fläche gleichmäßig bewässert. Diese Methode sieht oft aus wie eine künstliche Regenanlage im Garten oder auf Feldern.

Vergleicht in Partnerarbeit die Bewässerungsmethoden Flutbewässerung und Tröpfchenbewässerung! Was sind Vorteile und Nachteile?

Erörtert gemeinsam folgende Fragestellung! Warum ist es auch für uns in Europa wichtig, wie in Indien mit Wasser umgegangen wird?

Beispiel: Indien – Wenn das Wasser knapp wird

Indien ist das bevölkerungsreichste Land der Erde und ist zugleich eines der größten Agrarländer. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt auf dem Land und arbeitet in der Landwirtschaft. Die Felder müssen regelmäßig bewässert werden, weil der Regen nicht immer ausreicht – besonders in der Trockenzeit oder in Regionen mit wenig Niederschlag. Dafür wird vor allem Grundwasser genutzt.

Veraltete Methoden – großer Wasserverlust

In vielen Teilen Indiens wird das Wasser noch mit sehr alten Bewässerungsmethoden auf die Felder gebracht. Eine weit verbreitete Methode ist die Flutbewässerung: Dabei werden die Felder über offene Kanäle einfach überflutet. Das ist einfach und billig – aber sehr ineffizient, denn ein großer Teil des Wassers verdunstet oder versickert, bevor es überhaupt bei den Pflanzen ankommt. Eine modernere Technik ist die Sprinklerbewässerung, bei der das Wasser wie Regen über die Pflanzen verteilt wird. Sie spart zwar Wasser im Vergleich zur Flutbewässerung, führt aber ebenfalls zu Verdunstungsverlusten. Am ressourcenschonendsten ist die Tröpfchenbewässerung, bei der Wasser direkt an den Wurzeln der Pflanzen austritt. Diese Technik ist jedoch für viele Kleinbäuerinnen und -bauern oft zu teuer.

Abb. 7 Flutbewässerung

Sinkende Grundwasserspiegel

Durch die intensive Nutzung wird in vielen Regionen mehr Grundwasser entnommen, als durch Regen nachgebildet werden kann. In Teilen von Nordindien sinkt der Grundwasserspiegel jedes Jahr um mehrere Meter. Das bedeutet: Die Brunnen müssen immer tiefer gegraben werden – was teuer ist und oft nur mit technischer Hilfe möglich ist.

Folgen für die Bevölkerung

Die sinkenden Grundwasserspiegel treffen vor allem kleine landwirtschaftliche Betriebe, die nicht genug Geld für moderne Technik oder tiefe Brunnen haben. Viele Bäuerinnen und Bauern müssen Kredite aufnehmen, um neue Brunnen zu bauen oder Pumpen zu kaufen. Das erhöht das Risiko, in eine Schuldenfalle zu geraten –besonders wenn die Ernte wegen Trockenheit schlecht ausfällt.

Langfristige Folgen

Der Wassermangel hat gravierende Auswirkungen:

1 Ernten fallen aus oder sind geringer – das führt zu Nahrungsmittelknappheit und höheren Preisen.

1 Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage und müssen in die Städte abwandern.

1 Der Druck auf das verbleibende Wasser wächst weiter – was Konflikte zwischen Regionen oder Nutzungsgruppen verstärken kann.

1 Auch die Natur leidet, denn viele Flüsse und Feuchtgebiete trocknen aus, weil das Grundwasser fehlt.

Indien ist ein Beispiel dafür, wie wichtig nachhaltiger Umgang mit Wasser ist –besonders in Zeiten des Klimawandels. Die Lage zeigt auch, dass Technik, Bildung und internationale Zusammenarbeit notwendig sind, um Lösungen zu finden, die Mensch und Umwelt gleichermaßen helfen.

MENSCH UND NATUR

Besonders betroffen: Länder des globalen Südens

Starke Auswirkungen des Klimawandels

Der Klimawandel betrifft viele Regionen der Welt. Besonders stark spürbar sind seine Folgen in vielen Ländern des globalen Südens in Afrika, Asien und Lateinamerika. Dort führen Dürren, Überschwemmungen, Stürme oder steigende Temperaturen häufig zu Ernteausfällen, Wasserknappheit und dem Verlust von Lebensräumen. Viele Menschen sind dort stärker von natürlichen Ressourcen abhängig und haben weniger Möglichkeiten, sich vor den Folgen des Klimawandels zu schützen.

Unterschiedliche Voraussetzungen

Viele Länder des globalen Südens haben:

1 weniger Geld und Technik, 1 schwächere Infrastruktur, 1 geringeren politischen Einfluss.

Das erschwert Anpassung und Umweltschutz. Umweltprobleme entstehen durch ein Zusammenspiel von Klimawandel, Politik, Wirtschaft und globalen Entwicklungen.

Globale Handelsketten

Viele Produkte unseres Alltags stammen aus dem globalen Süden:

1 Rohstoffe werden dort angebaut oder abgebaut, 1 weiterverarbeitet, 1 weltweit verkauft (z. B. Kaffee, Kakao, Palmöl, Soja).

Handel, Umwelt und Verantwortung

Hohe Nachfrage kann Umweltprobleme verstärken (Rodungen, Monokulturen, hoher Chemie- und Wasserverbrauch), besonders bei schwachen Standards. Gleichzeitig sind viele Länder vom Export abhängig. Ziel ist daher:

1 Handel gerechter gestalten, 1 nachhaltige Produktion fördern, 1 bewusster konsumieren (z. B. Fairtrade, weniger Fleisch).

Benenne Gründe, warum viele arme Länder ihre Umwelt nicht gut schützen können!

Erörtert gemeinsam in der Klasse! Sollte es verpflichtende Umweltstandards für Produkte geben, die aus dem Ausland kommen?

Abb. 9: Nenne drei Produkte aus dem Supermarkt, in denen Palmöl enthalten sein kann. (Tipp: Schau zu Hause oder im Supermarkt auf die Verpackungen!)

Achtung: Palmöl ist oft nicht direkt als „Palmöl“ angegeben, sondern versteckt sich hinter anderen Namen wie z. B. Palmfat, Palmkernöl, Palmate oder Sodium Lauryl Sulfate. Eine Übersicht findest du hier: Konsumentenschutz –Begriffe für Palmöl

Abb. 9 + 10: Erkläre mit eigenen Worten! Was hat das erste Bild (Palmölplantage) mit dem zweiten Bild (Supermarkt) zu tun?

Abb. 9: Luftaufnahme einer Palmölplantage
Sandakan Sabah, Borneo

Nenne Beispiele für wichtige Ressourcen!

Erarbeitet in Kleingruppen einen Vorschlag für eine faire und nachhaltige Welt!

Erstellt ein Plakat oder eine digitale Präsentation mit Antworten auf folgende Fragen: Was soll sich ändern? Wer muss etwas tun? Wie kann man anfangen?

Beurteile folgende Aussage: „Reiche Länder sollten ärmeren Ländern helfen, ihre Umwelt zu schützen.“ Was denkst du dazu? Stimme zu oder widersprich – und begründe deine Meinung!

Ungleichheit beim Verbrauch

In reichen Ländern verbraucht jede Person im Durchschnitt deutlich mehr Ressourcen als in armen Ländern. In Österreich liegt der Pro-Kopf-Verbrauch etwa sechsbis siebenmal höher als in vielen Ländern des globalen Südens. Dieser hohe Verbrauch kann dort Probleme verstärken, etwa Abholzung, Wasserknappheit oder Bodenschäden. Gleichzeitig schaffen Exporte auch Einkommen und Arbeitsplätze. Wenn Umwelt- und Sozialstandards fehlen, tragen jedoch oft die Menschen vor Ort die Umweltfolgen. Das nennt man globale Umweltungerechtigkeit

Warum das auch uns betrifft – und nicht nur andere Länder

Was in anderen Teilen der Welt passiert – etwa, wenn Regenwälder abgeholzt, Böden zubetoniert oder Flüsse verschmutzt werden – betrifft auch uns hier in Europa. Denn wir alle leben auf demselben Planeten. Wenn wichtige Lebensgrundlagen zerstört werden, hat das langfristige Folgen für die ganze Menschheit:

1 Ohne gesunde Böden können keine Lebensmittel wachsen – kein Getreide für Brot, kein Gemüse für unsere Mahlzeiten, kein Futter für Tiere. Die Ernährungssicherheit ist in Gefahr.

1 Ohne sauberes Wasser können wir nicht überleben. Menschen brauchen Wasser zum Trinken, Waschen und Kochen. Pflanzen und Tiere brauchen es genauso – für ein funktionierendes Ökosystem.

1 Ohne Luftreinhaltung und ausreichend grüne Flächen wird das Klima extremer: mehr Hitze, mehr Überschwemmungen, mehr Dürren.

Wenn wir also immer mehr Flächen versiegeln, Wälder abholzen oder Ressourcen verschwenden, zerstören wir Schritt für Schritt die Grundlagen unseres Lebens.

Was wir tun müssen – gemeinsam und gerecht

Um diese Probleme zu lösen, braucht es einen bewussteren und gerechteren Umgang mit den natürlichen Ressourcen – weltweit. Dazu gehören:

1

Weniger Flächeninanspruchnahme: Statt neue Straßen und Einkaufszentren auf Wiesen zu bauen, sollten bestehende Flächen besser genutzt werden.

Abb. 11: Symbol für Zusammenarbeit um CO2 zu reduzieren

1 Wasser sparsamer nutzen: In der Landwirtschaft, Industrie und im Alltag – z. B. durch moderne Bewässerung, Wassersparen zu Hause oder Abwasserbehandlung.

Starke internationale Zusammenarbeit: Reiche Länder müssen ärmere Länder unterstützen – mit Geld, Wissen und fairen Handelsbeziehungen. In vielen Bereichen gibt es schon Ansätze, etwa bei Klimafonds, Entwicklungsprogrammen oder internationaler Katastrophenhilfe.

Gleichzeitig bestehen große Probleme: Manche Staaten, wie die USA, haben ihre Entwicklungshilfe stark reduziert oder ziehen sich aus internationalen Abkommen zurück. Dadurch wird die Zusammenarbeit erschwert.

Schutz durch klare Regeln: Umweltgesetze und Abkommen (wie das Pariser Klimaabkommen) helfen, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen – für die Natur, das Klima und die Menschenrechte.

Damit die Erde ein lebenswerter Ort bleibt – heute und für kommende Generationen – müssen alle Länder zusammenarbeiten, fair handeln und nachhaltige Lösungen finden. Jede Entscheidung zählt. Egal ob in der Politik, in Unternehmen oder im Alltag: Jede und jeder von uns kann etwas beitragen!

Beantworte folgende Fragen!

für schlaue Köpfe!

a) Was ist Flächeninanspruchnahme? Erkläre den Begriff in einem kurzen Satz!

b) Wofür braucht der Mensch immer mehr Platz? Nenne mindestens vier Beispiele!

1. , 2.

3. , 4.

c) Was passiert, wenn Wälder, Wiesen oder Feuchtgebiete verschwinden? Schreibe es mit eigenen Worten auf!

d) Beschreibe, was die Flächeninanspruchnahme der Menschen für Tiere und Pflanzen bedeutet!

e) Was bedeutet: „Der Boden wird erodiert“? Kreuze die richtige Erklärung an!

Der Boden wird gestärkt

Der Boden wird abgetragen.

Der Boden wird gepflügt.

f) Warum sind Boden und Wasser wertvolle Ressourcen? Nenne zwei Gründe!

Zeichne ein Schaubild zum Kreislauf von Flächeninanspruchnahme, Artenverlust und Bodenzerstörung! Erkläre mit einfachen Bildern, wie alles zusammenhängt!

• Symbole: z. B. Haus, Baum, Tier, Pfeile, Bodenrisse, Baustelle usw.

• Verbindungen: Verwende Pfeile, um zu zeigen, was wodurch passiert!

• Beschrifte deine Zeichnung mit kurzen Erklärungen!

Du kannst dein Schaubild auch digital erstellen! (z. B. mit Canva, Google Zeichnungen, PowerPoint oder Keynote, Blooket oder Genially)

„Reiche Länder verbrauchen mehr Fläche und Wasser als arme Länder. Ist das gerecht?“ Bereite eine Stellungnahme vor und diskutiere diese anschließend in der Klasse!

Nenne zwei gute Argumente gegen ungebremste Flächeninanspruchnahme – und zwei, warum die Erschließung neuer Flächen manchmal trotzdem notwendig sind!

Argumente, warum die Erschließung neuer Flächen notwendig ist

Arbeite mit einer Karte oder Satellitenaufnahme! Suche online (z. B. mit Google Earth) einen Ort mit Regenwald oder Moor! Was fällt dir auf? Wo liegt dieser Ort? Was sieht man dort?

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

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Rollenspiel: Ein Unternehmen will einen Wald roden, um eine Sojaplantage anzulegen. Spielt: in Vierergruppen und nehmt die unterschiedlichen Positionen dabei ein! Jede Person übernimmt eine Rolle. Lest eure Rollenbeschreibung genau durch und notiert euch 2–3 Argumente, die ihr im Gespräch unbedingt einbringen wollt! Die Bürgermeisterin/der Bürgermeister eröffnet mit der Frage: „Sollen wir den Wald für eine Sojaplantage roden? Alle Rollen stellen kurz ihre Sichtweise vor (1–2 Minuten). Offene Diskussion: Jede und jeder reagiert auf die Argumente der anderen. Die Bürgermeisterin/der Bürgermeister moderiert und sorgt dafür, dass alle zu Wort kommen.

Anwohnerin / Anwohner:

Ich wohne mit meiner Familie direkt neben dem Wald. Ich kenne die Tiere dort und gehe oft mit meinen Kindern spazieren. Ich mache mir Sorgen. Wenn der Wald verschwindet, wird es heißer, die Luft schlechter – und ich höre mehr Lärm von Maschinen und Lastwagen. Der Wald ist wichtig für unser Klima und unsere Gesundheit!

Ich will nicht, dass unser Dorf nur noch von Plantagen umgeben ist.

Können wir nicht andere Flächen nutzen, die schon abgeholzt sind?

Bürgermeisterin / Bürgermeister:

Ich bin die gewählte Person in der Gemeinde und soll gute Entscheidungen für alle treffen. Ich will Wirtschaft, Natur und Menschen gut miteinander verbinden. Die Firma bringt Arbeitsplätze und vielleicht Geld für die Gemeinde. Aber ich muss auch an den Umweltschutz und die Zukunft denken.

Wir müssen gut abwägen: Was bringt der Wald – und was bringt die Sojaplantage?

Ich will, dass die Entscheidung gerecht ist – für die Menschen heute und in Zukunft. Vielleicht finden wir einen Kompromiss.

Umweltschützerin / Umweltschützer:

Ich arbeite für eine Umweltorganisation. Ich setze mich für den Schutz von Natur, Artenvielfalt und Klima ein.

Wälder sind Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen. Sie speichern CO₂ und helfen beim Klimaschutz. Eine Sojaplantage bringt kurzfristigen Gewinn, aber zerstört langfristig viel.

Der Wald ist ein Schatz – man kann ihn nicht einfach ersetzen!

Es gibt genug andere Möglichkeiten, Soja anzubauen, ohne neue Flächen zu roden.

Wir brauchen nachhaltige Lösungen.

Unternehmerin / Unternehmer:

Ich leite die Firma, die die Sojaplantage bauen will. Ich will wirtschaftlich erfolgreich sein und denke, Soja wird dringend gebraucht – z. B. als Futtermittel.

Wir schaffen Arbeitsplätze und bringen Investitionen in die Region. Ich denke, ein Teil des Waldes kann genutzt werden – mit Rücksicht auf Natur.

Die Nachfrage nach Soja ist hoch – es ist ein wichtiges Produkt.

Ich bin bereit, Ausgleichsflächen zu schaffen oder Aufforstung zu finanzieren.

Wirtschaft und Umwelt müssen zusammen gedacht werden.

Die Gruppe entscheidet: Kommt es zu einer Einigung oder nicht? Notiert in Stichpunkten:

• Welche Argumente waren am stärksten?

• Gab es Kompromissvorschläge?

• Wie fühlt sich eure Rolle in der Entscheidung?

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Liste drei Probleme auf, die entstehen, wenn zu viel Grundwasser entnommen wird!

Untersuche deine Umgebung: Gibt es in deiner Nähe Brunnen, Bäche oder Quellen? Mache ein Foto oder eine Skizze und erkläre, ob sie mit Grundwasser zu tun haben könnten!

Stell dir vor: Du bist Landwirtin oder Landwirt in einem heißen Land! Welche Probleme hast du bei der Bewässerung deiner Felder? Was würdest du tun, um Wasser zu sparen?

Beurteile die Aussage: „Wasser verschwindet nicht – es bleibt immer im Kreislauf.“ Stimmst du zu oder nicht? Begründe deine Meinung!

Erörtert gemeinsam in der Klasse! Warum ist sauberes Wasser wichtig für alle Menschen? Was passiert, wenn ein Teil des Kreislaufs gestört ist (z. B. durch Dürre oder Verschmutzung)?

Erstellt in einer Kleingruppe einen Aktionsplan mit Ideen, wie man Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit helfen kann, Wasser nachhaltiger zu nutzen!

Stell dir vor, du bist eine 13-jährige Schülerin oder ein Schüler in einem indischen Dorf! Du musst jeden Tag Wasser holen und weißt, dass euer Brunnen bald versiegen könnte. Schreibe ein kurzes Tagebuch über deine Gedanken, Sorgen und Wünsche!

4. GEMEINSAM HANDELN – FÜR EINE NACHHALTIGE ZUKUNFT

Wir können etwas tun!

Überall auf der Welt setzen sich Menschen für die Natur und für eine gerechte Zukunft ein. Auch Kinder und Jugendliche können mithelfen. Viele gute Ideen zeigen uns, wie ein besserer Umgang mit unserer Erde möglich ist:

1 In Städten werden Bäume gepflanzt, um Schatten zu spenden und die Luft zu verbessern.

1 Bäuerinnen und Bauern nutzen Tröpfchenbewässerung, um Wasser zu sparen.

1 Familien kaufen regionale Lebensmittel, damit lange Transportwege vermieden werden.

1 Jugendliche sammeln Müll in der Natur oder organisieren Kleidertauschbörsen.

1 Länder arbeiten zusammen, um den Klimawandel zu stoppen und faire Handelsregeln zu schaffen.

Was bedeutet „Nachhaltigkeit“?

Nachhaltigkeit heißt: Wir leben so, dass es uns heute gut geht – aber auch morgen noch gut gehen kann. Und dass es auch für andere Menschen, für Tiere und Pflanzen, für arme und reiche Länder gut ist. Nachhaltig leben bedeutet zum Beispiel:

1 nicht mehr Wasser verbrauchen, als sich in der Natur wieder erneuern kann, 1 weniger Abfall entstehen lassen, Dinge reparieren oder wiederverwenden,

1 fair einkaufen – mit Blick auf die Umwelt und auf die Menschen, die die Produkte herstellen,

1 Strom und Energie sparen, das Fahrrad öfter nehmen als das Auto, 1 über eigene Entscheidungen nachdenken und bewusst handeln.

Was können wir in der Schule und im Alltag tun?

Auch du kannst helfen. Zum Beispiel:

1 Bring deine Trinkflasche mit statt jeden Tag eine neue Kunststoffflasche zu kaufen!

1 Achte beim Einkaufen auf Siegel wie „Bio“, „Fairtrade“ oder „Ohne Palmöl“!

1 Mach mit bei einer Umweltgruppe oder schlage ein Schulprojekt vor –z. B. Hochbeete, Müllsammelaktionen oder ein Nachhaltigkeitstag!

1 Redet im Unterricht über Umweltschutz und Gerechtigkeit! Jede gute Idee zählt!

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Wort – es ist ein Weg. Ein Weg, wie wir die Welt gerecht, lebenswert und gesund erhalten können. Für uns selbst. Für andere. Für morgen.

Denn: Die Zukunft passiert nicht einfach – wir alle gestalten sie mit Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, kann daraus etwas Großes werden.

Beschreibe die Bilder! Was siehst du? Was fällt dir auf?

Formuliere Bildlegenden zu den drei Abbildungen!

Notiere drei Dinge, die du in deinem Alltag ändern kannst, um nachhaltiger zu leben!

Abb. 1:
Abb. 2:
Abb. 3:

Suche Wörter im Text auf S. 37, die zeigen, was Menschen tun können, um nachhaltiger zu leben!

Was kannst du selbst tun? Notiere drei Dinge, die du in deinem Alltag ändern kannst, um nachhaltiger zu leben!

Plane ein Schulprojekt! Stell dir vor, du darfst ein nachhaltiges Projekt für deine Schule vorschlagen. Beantworte dazu diese Fragen!

Was willst du machen?

Wer hilft mit?

Was braucht ihr dafür?

Warum ist das Projekt gut für die Umwelt?

Erfinde einen kurzen Slogan für mehr Nachhaltigkeit in deiner Schule! Male ein Plakat dazu oder gestalte es digital (z. B. mit Canva, Book Creator oder PowerPoint)!

Diskussion vorbereiten! Thema: „Was ist besser: Weniger kaufen oder alles recyceln?“

Sammle zwei Argumente für weniger kaufen!

Sammle zwei Argumente für Recycling!

Welche Lösung findest du besser – und warum?

Diskutiert anschließend in der Klasse darüber!

Book Creator: Erstelle ein digitales Buch: „Meine 10 Tipps für eine bessere Welt“!

Plane eine Aktion in der Schule!

Wie könnt ihr gemeinsam auf Umweltschutz und faire Ressourcenverteilung aufmerksam machen?

Erstellt z. B. Plakate, eine Foto-Ausstellung oder einen konsumfreien Tag!

Schreibe einen Brief an die Politik! Erkläre kurz, warum Umweltgerechtigkeit wichtig ist! Fordere konkrete Maßnahmen – z. B. Unterstützung für Länder des Südens, Regeln für faire Produktion!

Entwirf dein eigenes „faires Produkt“!

Überlege dir ein neues Produkt (z. B. einen Snack, ein Kleidungsstück oder einen Alltagsgegenstand), das umweltfreundlich und gerecht hergestellt wird! Erstelle ein Werbeplakat oder eine kurze Präsentation dafür!

So schätze ich mich nach dem Hauptkapitel „Mensch und Natur“ selbst ein: Kreuze jenen Daumen an, der für dich am ehesten zutreffend ist!

Ich kann…

…erklären, was mit dem Begriff Anthropozän gemeint ist und Beispiele aus meinem Alltag nennen.

…verschiedene Formen der Umweltverschmutzung (Luft, Wasser, Boden) erkennen, erklären und anhand von Bildern oder Collagen darstellen.

…Auswirkungen menschlicher Landnutzung auf Tiere, Pflanzen und Klima beschreiben und eigene Beobachtungen dokumentieren.

…ein Umweltproblem analysieren und Ursachen, Folgen sowie mögliche Lösungen in einfacher Sprache erklären.

…den Zusammenhang zwischen Konsumverhalten in Europa und Umweltzerstörung in anderen Teilen der Welt erklären.

…mithilfe eines Experiments die Luftverschmutzung an verschiedenen Orten untersuchen und meine Ergebnisse vergleichen und präsentieren.

…erklären, warum Artenvielfalt wichtig ist – für die Natur und für unser Leben – und was passiert, wenn Arten aussterben.

…darstellen, wie der Klimawandel Menschen in unterschiedlichen Regionen betrifft und was das mit globaler Gerechtigkeit zu tun hat.

…einfache Maßnahmen nennen, mit denen ich im Alltag nachhaltiger leben und Ressourcen wie Wasser oder Kunststoff sparen kann.

…mit digitalen Tools (z. B. Canva, PowerPoint, Book Creator) Ideen und Lösungen zu Umweltthemen kreativ präsentieren.

…eine eigene Geschäftsidee entwickeln, die wirtschaftlich sinnvoll ist und gleichzeitig zum Umweltschutz beiträgt.

…erklären, warum Moore, Wälder und Feuchtgebiete wichtige Lebensräume und Klimaschützer sind und warum sie geschützt werden müssen.

…gemeinsam mit anderen eine Projektidee entwickeln, wie wir an unserer Schule aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen können.

Buchtipps

Um deine Kompetenzen noch mehr zu steigern, hier unsere Buchtipps!

für besonders Wissensdurstige

Robert Marc Lehmann: Mission Erde –Die Welt ist es wert, um sie zu kämpfen (Ludwig Buchverlag 2021).

Luisa Neubauer, Alexander Repenning: Vom Ende der Klimakrise: Eine Geschichte unserer Zukunft (Tropen 2020).

EUROPA UND DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION

D

Welche Themen könnten dich in diesem Kapitel erwarten?

D

Sieh dir dazu die Bilder an!

Notiere Schlagwörter, die dir zu den Bildern oder den möglichen Themen einfallen!

1. EUROPA – WIE MAN ES SEHEN UND EINTEILEN

Was ist Europa? – Eine Frage, viele Antworten

Gibt es eine ganz klare, für alle gültige Definition von Europa? Nein – so einfach ist das nicht.

Oft wird Europa als eigener Kontinent bezeichnet. Aber wenn man genau hinsieht, ist Europa kein abgeschlossener Erdteil, sondern Teil einer größeren Landmasse – nämlich Eurasien, die Europa und Asien umfasst. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen deshalb von Europa als einem Subkontinent

Doch Europa ist nicht nur eine Frage von Bergen, Flüssen und Landkarten. Was wir unter „Europa“ verstehen, hängt von vielen verschiedenen Blickwinkeln ab:

Geografisch: Wo liegt Europa genau – und wo hört es auf? Europa ist ein Teil der großen Landmasse „Eurasien“. Die Grenze zu Asien wird meist am Ural-Gebirge, am Kaspischen Meer und am Kaukasus gezogen.

KANN

Subkontinent, der: geografisch eigenständiger großer Teil eines Kontinents

Erkläre mit deinen eigenen Worten! Was bedeutet „Europa ist Teil von Eurasien“?

Wähle ein EU-Land und ein europäisches Land außerhalb der EU! Vergleiche die beiden Länder in einer Tabelle anhand folgender Kriterien: Hauptstadt und Sprache / EU-Mitglied oder kein EUMitglied – welche Folgen hat das? (z. B. Mitbestimmung, Binnenmarkt, Währung) / eine Besonderheit (z. B. geografische Lage, Kultur, Wirtschaft)

Formuliere je einen Satz, was beide Länder gemeinsam haben und worin sie sich deutlich unterscheiden!

Erkläre, welche Auswirkungen die EUMitgliedschaft (oder Nicht-Mitgliedschaft) auf das Leben der Menschen oder die Zusammenarbeit in Europa haben kann!

Politisch: Nicht alle Länder in Europa gehören zur Europäischen Union (EU). Zur EU gehören 27 Staaten. Länder wie Norwegen oder die Schweiz zählen geografisch zu Europa, sind aber nicht EU-Mitglieder. Russland und die Türkei liegen teils in Europa, teils in Asien

K. 1 + 2: Vergleiche! Welche Karte zeigt dir die Grenzen zu Asien? Welche zeigt, wer zur EU gehört? Erkläre, warum man mehrere Karten braucht, um Europa zu verstehen!

EUROPA UND DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION

Abb. 1: Der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer, Staatssekretär Walter Hallstein und der italienische Ministerpräsident Antonio Segni bei der Unterzeichnung der Römischen Verträge. Foto: Bundesarchiv

Abb. 1: Beschreibe das Bild mit eigenen Worten!

Abb. 2: Euro-Münzen und -Scheine

Binnenmarkt, der: Im Binnenmarkt können EULänder leicht miteinander handeln. Waren können ohne Zölle verkauft werden, Menschen dürfen in anderen EU-Ländern arbeiten, und Unternehmen können ihre Dienstleistungen auch in anderen EU-Staaten anbieten.

ideell: etwas ist wertvoll für das Herz oder den Kopf, aber nicht fürs Geld.

Gestalte ein Infoposter oder eine digitale Präsentation zum Thema: „Was ist Europa – und warum ist es manchmal schwer zu definieren?“ Verwende eigene Worte, einfache Bilder oder Symbole!

Historisch: Wie hat sich Europa über Jahrhunderte verändert – durch Kriege, Bündnisse oder gemeinsame Werte? Manche Menschen sehen Europa als „Gemeinschaft mit gemeinsamen Werten“ –etwa Demokratie, Menschenrechte , Frieden und Vielfalt. Andere betonen Unterschiede – z. B. zwischen West- und Osteuropa oder zwischen reichen und ärmeren Ländern.

Kulturell: Welche Sprachen, Religionen, Feste und Traditionen verbinden (oder unterscheiden) die Menschen in Europa? In Europa leben viele Kulturen nebeneinander. Es gibt eine große sprachliche Vielfalt – von Deutsch, Französisch und Italienisch bis hin zu Finnisch, Griechisch oder Polnisch. Auch religiöse Traditionen sind verschieden: Christentum, Islam, Judentum und andere Glaubensrichtungen prägen das Zusammenleben. In jedem Land gibt es eigene Bräuche und Feste – wie Weihnachten, das orthodoxe Osterfest oder den Karneval. Gleichzeitig gibt es kulturelle Gemeinsamkeiten – etwa die Bedeutung von Bildung, Musik oder Kunst.

Wirtschaftlich: Welche Länder arbeiten eng zusammen, zum Beispiel mit dem Euro oder durch den Binnenmarkt? Viele europäische Länder sind wirtschaftlich stark miteinander verknüpft. In der EU gibt es einen gemeinsamen Binnenmarkt – das heißt: Waren, Dienstleistungen, Geld und Menschen können sich frei bewegen. Viele Länder nutzen auch eine gemeinsame Währung: den Euro. Diese Zusammenarbeit stärkt die Wirtschaft, bringt aber auch Herausforderungen – zum Beispiel, wenn manche Länder wirtschaftlich schwächer sind als andere.

Ideell: Die Europäische Union steht für Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz. Diese Werte sind in vielen Verträgen und Abkommen festgehalten, etwa in der EU-Grundrechtecharta. Viele Menschen verbinden die EU mit dem Ziel eines friedlichen Zusammenlebens nach Jahrhunderten voller Kriege. Gleichzeitig entwickelt sich die EU weiter: Heute spielt auch die Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Verteidigung eine Rolle – bis hin zu gemeinsamer Aufrüstung

Allerdings gilt: Werte wie Freiheit oder Gerechtigkeit werden in Europa nicht überall gleich verstanden oder umgesetzt. In Belarus oder Russland haben diese Begriffe eine ganz andere Bedeutung als in der EU. Aber auch innerhalb der EU gibt es Unterschiede: Manche Länder halten sich nicht immer an die gemeinsamen Regeln – ein Beispiel ist das Verbot von Pride-Paraden in Ungarn, das von der Europäischen Kommission kritisiert wurde.

Das zeigt: Europa ist keine feste, einfache Kategorie. Europa ist das, was Menschen darunter verstehen und wie sie es in verschiedenen Situationen beschreiben. Deshalb gibt es auch unterschiedliche Darstellungen von Europa – zum Beispiel auf Karten, in Texten, in der Politik oder in den Medien. Manche Karten zeigen nur die EU, andere ganz Europa als geografischen Kontinent, wieder andere stellen Europa vor allem als Wertegemeinschaft dar.

Europa ist also auch eine Idee – eine Idee, die sich verändert, je nachdem, wer spricht, woher jemand kommt oder was betont wird.

BONUS-SEITE ARBEITEN IM ÖFFENTLICHEN DIENST

Ein Friedensprojekt in Europa beginnt

So wie wir die EU im heutigen Sinne kennen, war das Projekt ursprünglich nicht geplant. Gehen wir zurück ins Europa Anfang der 1950er Jahre: Der Zweite Weltkrieg, in dem Millionen Menschen ihr Leben verloren hatten, war vorbei und langsam erholte sich der Kontinent wieder von diesem grausamen Konflikt. Allen Europäerinnen und Europäern war klar, dass so etwas nie wieder passieren durfte, keiner wollte dies je wieder erleben.

Aus diesem Grund schlossen sich 1951 sechs wirtschaftlich einflussreiche Staaten zusammen und gründeten die EGKS – die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, die häufig auch Montanunion genannt wurde. Kohle und Stahl waren kriegswichtige Rohstoffe, daher arbeiteten die Staaten bei der Förderung und der Produktion ab nun zusammen, um gemeinsam stärker auftreten zu können, aber auch, um weitere Kriege zu verhindern. Das langfristig verfolgte Ziel war der Wohlstand und die Sicherheit für alle Mitgliedsländer.

Die sechs Gründungsstaaten der EGKS, einem Vorläufer der heutigen EU, waren:

• Deutschland

• Frankreich

• Italien

• Belgien

• Luxemburg

• die Niederlande

K1: Gründungsstaaten der EGKS

Die EU wächst und wächst

In den folgenden Jahrzehnten nimmt die einstige EGKS immer größere und erweiternde Dimensionen an, auch verändert sich immer wieder ihr Name.

1957

1967 1973

1981 / 1986

Die EGKS, die EWG und die EURATOM werden zu einer gemeinsamen Europäischen Gemeinschaft, der EG, zusammengefasst.

Das Vereinigte Königreich, Irland und Dänemark treten der EG bei“.

Griechenland trat 1981 der Europäischen Gemeinschaft bei; Spanien und Portugal folgten 1986.

Abb. 1: Plakat anlässlich der Gründung der EGKS

Die sechs Gründerstaaten beschließen eine gesamtwirtschaftliche Zusammenarbeit – Mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge entsteht die EWG, die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Weiters wollen sie auch die Atomenergie gemeinsam fördern und überwachen und daher gründen die sechs Staaten die EURATOM, die Europäische Atomgemeinschaft.

EUROPA UND DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION

Maastricht: Stadt in den Niederlanden

Das Königreich Norwegen

Norwegen ist nicht Mitglied der Europäischen Union, obwohl es insgesamt viermal ein Beitrittsansuchen stellte. 1962 und 1967 wurde das Ansuchen nicht weiter behandelt. Die Anträge von 1970 und 1992 wurden von Norwegen zurückgezogen. 1972 und 1994 hatten sich die Wählerinnen und Wähler in Volksabstimmungen gegen einen EU-Beitritt ausgesprochen.

Abb. 2: Euro-Scheine

Verbindet euch digital! Nutzt Padlet, Book Creator oder PowerPoint, um gemeinsam eine interaktive Europakarte zu erstellen!

• Mit Stationen zur Geschichte der EU

• Mit Steckbriefen zu den Gründungsstaaten

Abb. 3: Europa-Flagge

Der Vertrag von Maastricht wurde am 7. 2. 1992 unterzeichnet und trat am 1. 11. 1993 in Kraft.

• gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik

• Zusammenarbeit im Bereich Justiz und Inneres

Aus der Europäischen Gemeinschaft (EG) wird die Europäische Union (EU).

Österreich, Finnland und Schweden treten der EU bei.

Einführung des Euro als Buchgeld (1999) und Bargeld (2002): Beginn der Wirtschafts- und Währungsunion für die Eurostaaten.

Zehn neue Mitgliedsstaaten treten der EU bei (u. a. Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Baltische Staaten, Zypern, Malta).

Beitritt von Bulgarien und Rumänien

Der Vertrag von Lissabon reformiert die EU-Verträge, u. a. wird der Austritt eines Staates rechtlich geregelt.

Kroatien tritt der EU bei.

Das Vereinigte Königreich tritt aus der EU aus.

Heute besteht die EU aus 27 Mitgliedsstaaten. Symbol der EU ist die Europaflagge mit zwölf goldenen Sternen auf blauem Hintergrund.

Die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) und der Euroraum

Mit der Einführung des Euro entstand innerhalb der Europäischen Union die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU). Sie gilt nicht für alle EU-Mitgliedsstaaten, sondern nur für jene Länder, die den Euro eingeführt haben. Diese Länder bilden gemeinsam den Euroraum (Eurozone).

1 Der Euroraum umfasst 20 der 27 EU-Mitgliedsstaaten (Stand 2025).

1 Länder wie Polen, Ungarn, Tschechien oder Schweden gehören zur EU, nutzen aber weiterhin ihre eigene Währung.

1 Dänemark besitzt ein offizielles Opt-out und ist nicht verpflichtet, den Euro einzuführen.

Für die Länder des Euroraums gilt:

1 eine gemeinsame Geldpolitik, 1 gesteuert durch die Europäische Zentralbank (EZB), 1 mit dem Ziel, Preisstabilität zu sichern.

Die Wirtschafts- und Währungsunion ist damit ein zentrales Element der europäischen Integration, unterscheidet aber gleichzeitig klar zwischen EUMitgliedschaft und Teilnahme am Euroraum.

Weitere Beitrittskandidaten der EU

1 Die EU verhandelt derzeit mit:

1 Montenegro (seit 2012),

1 Serbien (seit 2014),

1 Albanien & Nordmazedonien (seit 2022), 1 Moldau & Ukraine (seit 2024).

1 Bosnien und Herzegowina (Kandidatenstatus seit 2022) und Georgien (seit 2023, Prozess stockend) gelten ebenfalls als Kandidaten.

Die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei laufen seit 2005, sind aber seit 2016 eingefroren.

Nun

Beantworte in einem Satz! Warum ist Europa kein abgeschlossener Kontinent?

Finde aktuelle Beispiele! Suche online oder in Zeitungen nach einem aktuellen Thema zur EU (z. B. Ukraine, Türkei, Asylpolitik, Erweiterung)! Notiere!

Um welches Land geht es?

Gehört es zur EU?

Warum ist das Land gerade in den Nachrichten?

Gestalte ein Erklärplakat oder digitales Erklärvideo! Titel: „Europa – Was gehört dazu?“ Zeige verschiedene Perspektiven: geografisch, politisch, kulturell! Nutze Bilder, Karten, Farben und einfache Begriffe!

Schreibe einen kurzen Text (5–7 Sätze)! Was bedeutet Europa für dich persönlich?

2 5 1 3 4

Sammelt mit der Klasse unterschiedliche Europa-Bilder aus dem Internet, Atlanten oder Schulbüchern! Vergleicht folgende Punkte!

Was wird jeweils gezeigt?

Was fehlt?

Welche Karte findest du am besten – und warum?

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Was geschah wann? Ordne die Ereignisse, indem du der Reihe nach nummerierst!

Bulgarien und Rumänien treten der EU bei. G

In Rom werden die Römischen Verträge unterzeichnet. R

Die Europäische Gemeinschaft wird zur Europäischen Union. R

Kroatien tritt der EU bei. U

Der Euro wird als gemeinsame Währung in jenen EU-Staaten eingeführt, die der Wirtschaftsund Währungsunion angehören. N

Das Vereinigte Königreich, Irland und Dänemark traten der Europäischen Gemeinschaft bei. E

Der Vertrag von Maastricht wird unterzeichnet. E

1 Sechs europäische Staaten gründen die EGKS. E

Der Vertrag von Lissabon tritt in Kraft. E

Griechenland tritt der EG bei. I

Österreich, Finnland und Schweden treten der EU bei. U

Durch den Zusammenschluss von EGKS, EURATOM und EWG entsteht die EG. W

Spanien und Portugal treten der Europäischen Gemeinschaft bei. T

Trage nun die Ereignisse der Reihe nach ein! Tipp: Wenn du richtig liegst, ergeben die Buchstaben von oben nach unten gelesen ein Lösungswort.

Arbeite mit Google Maps oder einem Online-Atlas (z. B. stepmap.de, geowissen.de, Google Earth)! Finde und markiere!

Erstelle einen Screenshot und beschrifte die natürlichen Grenzen Europas!

Vergleiche zwei Darstellungen Europas! Nutze dazu zwei Karten aus digitalen Atlanten (z. B. eine physische und eine politische Karte Europas)!

Welche Infos bietet jede Karte? Was zeigen sie nicht?

Erstelle eine kleine Tabelle oder digitale Folie mit deinen Ergebnissen!

Erstelle eine digitale Präsentation! Thema: „Europa – mehr als nur ein Ort auf der Landkarte“. Nutze ein Präsentationstool wie Canva, Genially, Google Slides oder Book Creator! Baue ein oder zwei digitale Karten ein (z. B. aus Google Maps oder einer EU-Website) und erkläre, was sie zeigen – und was nicht!

Lies den kurzen Infotext: 1957 unterzeichneten sechs Staaten die Römischen Verträge. Sie wollten enger zusammenarbeiten, damit es in Europa keinen Krieg mehr gibt und die Wirtschaft stärker wird. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sich später die Europäische Union.

Erkläre in eigenen Worten, warum die Römischen Verträge für die Zusammenarbeit in Europa wichtig waren. (zwei bis drei Sätze)!

Ergänze: Was war für den Frieden in Europa besonders wichtig – die Zusammenarbeit in der Wirtschaft oder die gemeinsamen Werte? Begründe deine Meinung in zwei bis drei Sätzen!

„Europa-Reisepass“-Gestaltung – Gestalte einen kleinen Pass, in dem du drei Situationen beschreibst, die junge Menschen in Europa erleben können! Notiere jeweils: Welche Sprache oder Sprachen kommen vor? Welche Gemeinsamkeit verbindet die Menschen (z. B. ein Fest, ein Hobby, eine digitale Plattform, ein Schulthema)? Welche Unterschiede gibt es (z. B. beim Bezahlen, bei Traditionen, in der Schule)?

Formuliere einen Satz, was Jugendliche in Europa verbindet – und einen Satz, worin sie sich unterscheiden!

Erzähle eine Geschichte in der Ich-Form! „Ich bin ein Fest in Europa.“ Wähle z. B. Karneval, Weihnachten, das Zuckerfest oder das Lichterfest! Erzähle, wo du gefeiert wirst, wie die Menschen feiern, und warum du besonders bist!

„Europa Memory“ gestalten: Jede und jeder in der Gruppe erstellt 2–3 Bild-Text-Karten zu einem Thema (z. B. ein Fest, ein Wert, eine Sprache, ein Symbol). Am Ende entsteht ein Europa-Memory-Spiel mit passenden Paaren!

den Ural © das Kaspische Meer © den Kaukasus

EUROPA UND DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION

2.

DIE AUFGABEN UND DIE ARBEITSWEISE DER EU

Schengen: Gemeinde in Luxemburg

Europäische Zusammenarbeit – der Binnenmarkt

Als Binnenmarkt bezeichnet man ein abgegrenztes Gebiet, welches folgende Merkmale ausweist:

K.1: Die Staaten des Schengener Abkommens

Schengen-Raum EU-Land Schengen-Raum Nicht-EU-Land Schengen-Raum Beitritt 2024 Schengen-Raum Beitrittskandidat EU-Land außerhalb Schengen-Raum

Das Schengener Abkommen

keine Personenkontrollen an den Binnengrenzen; gemeinsames Regelwerk für Personen, die die Außengrenzen der EU-Mitgliedstaaten überschreiten; Angleichung der Einreisebedingungen und der Visa-Bestimmungen für Kurzaufenthalte; Verbesserung der polizeilichen Zusammenarbeit; Stärkung der Zusammenarbeit der Gerichte; Einrichtung und Entwicklung des Schengener Informationssystems (SIS).

Schengener Informationssystem: Informationssystem zur Verbrechensverfolgung über die Binnengrenzen hinaus

Nenne drei Vorteile des Binnenmarktes für Bürgerinnen und Bürger im Alltag!

1 Freier Warenverkehr: Waren können innerhalb der EU ohne Zölle, Grenzkontrollen oder mengenmäßige Beschränkungen gehandelt werden. Ein Produkt, das in einem EU-Land zugelassen ist, darf grundsätzlich auch in allen anderen Mitgliedstaaten verkauft werden.

1 Freier Personenverkehr: EU-Bürgerinnen und -Bürger dürfen in jedem Mitgliedsstaat leben, arbeiten, studieren oder in Pension gehen – ganz ohne besondere Erlaubnis. Grenzkontrollen gibt es nur an den Außengrenzen der EU (bzw. im Rahmen spezieller Ausnahmen, wie sie seit 2015 teilweise wieder eingeführt wurden).

1 Freier Dienstleistungsverkehr: Dienstleistungsbetriebe dürfen im gesamten Gebiet ihrer Tätigkeit nachgehen.

1 Freier Kapitalverkehr: In der EU darf Geld frei zwischen den Ländern bewegt werden. Menschen und Firmen können ihr Geld in anderen EU-Ländern anlegen, sparen oder investieren.

Die 27 EU-Staaten bilden einen großen Binnenmarkt, der besonders kleineren Staaten Vorteile bringt. Er erleichtert Handel, ermöglicht freie Wahl von Wohnort, Arbeit und Unternehmensgründung in der EU und erlaubt Kapitalbewegungen ohne Hindernisse.

Der Schengen-Raum – Reisefreiheit ohne Grenzen

Unabhängig vom Binnenmarkt gibt es den Schengen-Raum, ein eigenes Abkommen zur Reisefreiheit. In den teilnehmenden Staaten können Menschen die Grenzen ohne regelmäßige Passkontrollen überqueren. Das Schengener Abkommen ist kein Gründungsvertrag der EU, wurde aber durch den Vertrag von Amsterdam (1997) in das EU-Recht integriert und trat 1999 in Kraft. Nicht alle EU-Staaten sind Mitglied (z. B. Irland oder Zypern mit Sonderregelungen). Umgekehrt gehören auch Nicht-EULänder wie Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein zum Schengen-Raum. Kroatien ist seit dem 1. Januar 2023 Mitglied. Bulgarien und Rumänien traten 2024 zunächst mit Luft- und Seegrenzen bei und sind seit dem 1. Januar 2025 vollständig dabei.

Vom Wirtschafts- zum Politbündnis

Mit dem Vertrag von Maastricht (1992/1993) entstand die Europäische Union. Aus einer vor allem wirtschaftlichen Gemeinschaft wurde eine politische und wirtschaftliche Union mit neuen Aufgaben, etwa in der Außen- und Sicherheitspolitik sowie in Justiz und Innerem. Ein wichtiger Schritt war die Wirtschafts- und Währungsunion. Mit dem Euro entstand der Euroraum, dem jedoch nicht alle EUStaaten angehören. Die gemeinsame Geldpolitik gilt nur für die Eurostaaten und wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) gesteuert. Der Vertrag von Lissabon (2009) stärkte die EU weiter und schaffte die frühere Drei-Säulen-Struktur ab. Seither handelt die EU als einheitliche Rechts- und Wertegemeinschaft Heute ist die EU in vielen Politikfeldern aktiv, zum Beispiel in: 1 Wirtschaft und Währung, 1 Außen- und Sicherheitspolitik, 1 Landwirtschaft und Handel, 1 Umwelt- und Klimaschutz, 1 Verbraucher- und Gesundheitsschutz, 1 Bildung und Forschung (z. B. Erasmus+).

Die EU ist damit weit mehr als ein Wirtschaftsraum und prägt viele Bereiche des Alltags in Europa.

EUROPA UND DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION

Die Organe der Europäischen Union

Innerhalb der EU gibt es verschiedene politische Organe mit unterschiedlichen Aufgaben. Die wichtigsten Entscheidungen fallen in Brüssel, Straßburg und Luxemburg.

EUROPÄISCHE KOMMISSION

Gesetzesvorschläge –Umsetzung – Kontrolle

RAT DER EU

Gesetzgebung – Vertretung der Mitgliedsstaaten

EUROPÄISCHES PARLAMENT

Gesetzgebung – Kontrolle – Budget

EUROPÄISCHE KOMMISSION: Die Kommission schlägt neue EU-Gesetze vor und überwacht deren Einhaltung. Jedes Mitgliedsland entsendet eine Kommissarin oder einen Kommissar – derzeit sind es 27. Geleitet wird die Kommission von der Kommissionspräsidentin. Das Europäische Parlament muss der Ernennung der Kommission zustimmen und kann ihr durch ein Misstrauensvotum das Vertrauen entziehen.

RAT DER EU: (Ministerrat): Im Rat sind die Regierungen der 27 Mitgliedstaaten vertreten, je nach Thema durch die zuständigen Fachministerinnen und -minister (z. B. Außen-, Umwelt- oder Finanzministerinnen oder -minister). Der Rat beschließt Gesetze gemeinsam mit dem Europäischen Parlament.

EUROPÄISCHES PARLAMENT: Die Abgeordneten des Parlaments werden alle fünf Jahre direkt von den Bürgerinnen und Bürgern der EU gewählt. Das Parlament hat drei zentrale Aufgaben:

1 Es beschließt Gesetze gemeinsam mit dem Rat.

1 Es kontrolliert die anderen EU-Institutionen.

1 Es entscheidet über das EU-Budget.

Das Parlament tagt in Straßburg und Brüssel, ein Teil der Verwaltung befindet sich in Luxemburg.

EUROPÄISCHER RAT: Der Europäische Rat besteht aus den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten sowie der Präsidentin oder dem Präsidenten der Kommission. Er gibt die politische Richtung und die wichtigsten Ziele der EU vor, ist also ein zentrales Organ seit dem Vertrag von Lissabon (2009).

Weitere wichtige Institutionen sind:

1 Europäischer Gerichtshof: sorgt dafür, dass EU-Recht in allen Mitgliedstaaten gleich angewendet wird.

1 Europäischer Rechnungshof: überprüft die Finanzen der EU.

Darüber hinaus gibt es wichtige Einrichtungen außerhalb der Organe:

1 Europäische Zentralbank (EZB): verwaltet die gemeinsame Währung der Eurozone, den Euro, und sorgt für Preisstabilität in den Ländern der Eurozone.

Beratende Funktion haben der Wirtschafts- und Sozialausschuss und der Ausschuss der Regionen.

Abb. 1: BerlaymontGebäude in Brüssel – Sitz der EU-Kommission

Kommissarin, die/ Kommissar, der: politische Beauftragte/politischer Beauftragter

Ressort, das: Amtsbereich

Votum, das: Stimme, Urteil

Abb. 2: Justus-LipsiusGebäude in Brüssel – Sitz des Rats der EU

Abb. 3: Europäisches Parlament in Straßburg

Priorität, die: Vorrang

Videoprojekt: „Was macht die EU eigentlich für mich?“ Dreht in Gruppen ein kurzes Erklärvideo (max. 2 Minuten)! †

EUROPA UND DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION

3. GEMEINSAME WERTE UND IDEEN – WAS EUROPA VERBINDET

Europa ist nicht nur ein Ort mit vielen Ländern. Europa ist auch eine Idee. Viele Menschen in Europa wünschen sich ein Leben in Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. Diese Vorstellungen verbinden viele Staaten in der Europäischen Union (EU).

Abb. 1: Vertreter der Europäischen Union bei der Verleihung des Friedensnobelpreises 2012. Von links nach rechts: Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates; José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission; Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments.

Abb. 2: Der Friedensnobelpreis 2012 wurde der Europäischen Union verliehen

Nach zwei schlimmen Weltkriegen war klar: So etwas darf nie wieder passieren. Deshalb haben sich Länder in Europa zusammengeschlossen. Sie wollten gemeinsam für Frieden sorgen. Daraus ist die EU entstanden.

Was ist der Sinn der EU?

Die EU will, dass:

1 die Menschen friedlich miteinander leben, 1 gemeinsam entschieden wird, was wichtig ist, 1 niemand ausgeschlossen wird, 1 Zusammenarbeit statt Streit entsteht.

Dafür gibt es gemeinsame Werte, auf die sich die Mitgliedstaaten geeinigt haben.

Die wichtigsten gemeinsamen Werte der EU:

Frieden: Die EU wurde gegründet, damit sich Länder nicht mehr bekriegen. Heute herrscht zwischen den EU-Staaten seit vielen Jahrzehnten Frieden. Das war nicht immer so – früher gab es viele Konflikte.

Demokratie: Alle Menschen sollen mitbestimmen dürfen. Deshalb wählen die Bürgerinnen und Bürger das Europäische Parlament. Entscheidungen sollen fair und gemeinsam getroffen werden.

Freiheit: In der EU darf man sagen, was man denkt. Man darf frei reisen arbeiten und leben, wo man möchte – in jedem Land der EU. Auch Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Pressefreiheit gehören dazu.

Abb. 3: Ein Reisepass der Republik Österreich – mit dem Aufdruck „Europäische Union“. Er zeigt, dass österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger gleichzeitig Bürgerinnen und Bürger der EU sind.

Erkläre in einfachen Worten! Was ist „Solidarität“ in der EU? Was bedeutet „Demokratie“ in Europa?

Gestaltet in Kleingruppen ein Miniplakat: „So erlebe ich EU-Werte im Alltag“! Nutzt Bilder, Symbole oder eigene Erfahrungen!

Gleichheit und Gerechtigkeit: Alle Menschen sind gleich viel wert. Niemand soll wegen seiner Herkunft, seines Geschlechts oder seiner Religion benachteiligt werden. Kinderrechte , Frauenrechte und der Schutz von Minderheiten sind der EU besonders wichtig.

Solidarität: Länder helfen einander. Wenn es einem Staat schlechter geht, bekommt er Unterstützung. So sorgt die EU dafür, dass es allen besser geht. Zum Beispiel durch Fördergelder oder Hilfe bei Naturkatastrophen.

Abb. 4: Ein Hilfstransport des Deutschen Roten Kreuzes startet –ein Beispiel für europäische Solidarität und Zusammenarbeit in Krisenzeiten.

EUROPA UND DIE EUROPÄISCHE

Was bedeuten diese Werte im Alltag?

Diese gemeinsamen Werte betreffen uns alle. Auch du profitierst davon. Hier einige Beispiele:

1 Du darfst in jedem EU-Land wohnen, lernen oder arbeiten – ganz ohne besondere Erlaubnis.

1 Du kannst im Schengen-Raum normalerweise reisen, ohne an jeder Grenze kontrolliert zu werden. Allerdings gibt es seit 2015 in manchen Ländern vorübergehend wieder Grenzkontrollen, die immer wieder verlängert wurden.

1 Du bist geschützt als Konsumentin oder Konsument: Lebensmittel, Medikamente oder Spielzeuge müssen überall in der EU sicher sein.

1 Du kannst an Austauschprogrammen oder Schulprojekten mit anderen EU-Ländern teilnehmen (z. B. eTwinning oder Erasmus+).

1 Deine Grundrechte sind geschützt: zum Beispiel auf Bildung, auf freie Meinung oder auf Privatsphäre.

Gestaltet in Gruppen eine kurze Folge eines Podcasts und nehmt diesen auf! „Wie erleben wir Europa in unserem Alltag?“

Was passiert, wenn Werte nicht eingehalten werden?

Die EU achtet genau darauf, dass sich alle Länder an die gemeinsamen Regeln halten. Wenn ein Land z. B. die Pressefreiheit einschränkt oder Minderheiten benachteiligt, kann die EU Kritik üben oder Maßnahmen setzen. Denn die Werte der EU sind nicht nur schöne Worte – sie sollen gelebt werden.

In der Realität werden diese Werte nicht immer eingehalten. In manchen Ländern wird die Pressefreiheit eingeschränkt oder die Rechte von Minderheiten nicht voll respektiert. Auch zwischen EU-Staaten kommt es zu Konflikten, etwa bei der Aufnahme von Geflüchteten oder beim Umgang mit Rechtsstaatlichkeit. Die EU kann dann ermahnen, Verfahren einleiten oder Gelder kürzen – doch oft sind diese Schritte schwierig, weil alle Mitgliedstaaten mitreden.

Die EU ist mehr als Wirtschaft

Ursprünglich ging es bei der EU vor allem um gemeinsames Wirtschaften. Doch heute ist sie viel mehr: Die EU ist ein Friedensprojekt, ein Raum der Freiheit und eine Gemeinschaft mit gemeinsamen Werten

Diese Werte geben uns Orientierung – und sie helfen dabei, wichtige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

Warum ist das wichtig?

Die Welt verändert sich ständig: Klimawandel, Migration, Krisen, Digitalisierung, soziale Ungleichheit – all das betrifft viele Länder gleichzeitig.

Diese Probleme können nicht allein, sondern nur gemeinsam gelöst werden. Die EU hilft dabei, solche Herausforderungen anzupacken – gemeinsam, gerecht und nachhaltig

Abb. 5: Schülerinnen und Schüler der 1DK JusHAK nahmen an einer „ZoomVideokonferenz“ der „Ständigen Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union“ teil.

Stellt euch vor: In einem Land wird die Pressefreiheit eingeschränkt! Was kann oder soll die EU tun? Wählt eine Möglichkeit und begründet eure Entscheidung!

Was braucht Europa in Zukunft? Welche neuen Werte oder Themen sollten deiner Meinung nach in Zukunft noch wichtiger werden? Schreibe eine „Werteerklärung der Zukunft“ für die EU – als Jugendliche oder Jugendlicher von heute!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Bemale in der Karte die Vollmitgliedstaaten des Schengener Abkommens blau, die Schengenmitglieder, die keine EU-Mitglieder sind rot, die zukünftigen Mitglieder des Schengenraums gelb und die kooperierenden Länder grün!

Beschreibe mit eigenen Worten die Merkmale eines Binnenmarkts! Welche Vorteile bzw. welche Nachteile hat ein Binnenmarkt für die Bevölkerung?

los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Wert(e)volle Beispiele – Ordne reale Beispiele einem EU-Wert zu!

Austauschprogramme D

Hilfe bei Überschwemmungen D

Wahlen zum EU-Parlament D

Sichere Spielzeuge D

Rollenspiel: Europäischer Rat diskutiert! Bereitet in Gruppen ein Rollenspiel vor!

„Ein EU-Land verletzt einen wichtigen Wert“ (z. B. Gleichheit). Was tun die anderen Mitgliedstaaten?

Spielt die Diskussion mit verschiedenen Rollen (z. B. EU-Kommission, betroffener Staat, andere Staaten, Bürgerinnen und Bürger)!

Digitale Rechercheaufgabe – Sucht online nach einem Beispiel, wo die EU in den letzten Jahren wegen fehlender Einhaltung ihrer Werte Kritik geübt hat (z. B. Polen, Ungarn, Österreich). Erstellt eine kurze digitale Präsentation oder ein Plakat dazu!

EU-Werte im Klassenzimmer entdecken – Fülle die Tabelle!

EU-Wert

Freiheit

Gerechtigkeit

Beispiel aus dem Text

Beispiel aus deinem Alltag

3 6 4 5 7

Warum sind die Werte der EU heute wichtig? Wähle zwei Werte aus! Schreibe einen kurzen Text! Warum ist dieser Wert heute besonders wichtig – zum Beispiel bei Themen wie Klimawandel oder Migration?

8

Erstelle eine digitale Broschüre mit dem Titel: „Europa – Werte, die uns verbinden“! Verwende dazu Canva oder BookCreator!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

EU-Werte-ABC – Schreibe zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Wort, das mit den EU-Werten zu tun hat!

M2 EIN PLANSPIEL DURCHFÜHREN

Ein Planspiel ist eine Methode, bei der Teilnehmende in verschiedene Rollen schlüpfen, um ein reales oder fiktives Problem nachzuspielen. Es geht darum, eine komplexe Situation aus verschiedenen Perspektiven zu verstehen, Lösungen zu verhandeln und Entscheidungen zu treffen.

Planspiele eignen sich besonders gut, um politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Prozesse

kennenzulernen und Handlungsfähigkeit einzuüben. Im Planspiel übernehmen die Teilnehmenden bestimmte Rollen – zum Beispiel Vertreterinnen und Vertreter von Ländern, Organisationen, Unternehmen oder Bürgerinitiativen – und vertreten dabei bestimmte Interessen. So erleben sie hautnah, wie schwierig, aber auch spannend gemeinsame Entscheidungen sein können.

1. SCHRITT: Thema und Szenario auswählen

D

Wählt ein aktuelles oder relevantes Thema aus, das mit der Europäischen Union zu tun hat und unterschiedliche Perspektiven zulässt!

Das Szenario sollte möglichst realitätsnah sein und einen klaren Konflikt oder eine Entscheidungssituation enthalten – zum Beispiel:

• Wie soll die EU beim Klimaschutz vorgehen?

• Soll ein neues Land in die EU aufgenommen werden?

• Wie kann die EU mit Migration und Flucht umgehen?

• Welche Regeln braucht es für große Internetkonzerne?

2. SCHRITT: Rollen verteilen

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Vergebt die Rollen an die Teilnehmenden! Jede Rolle sollte eine bestimmte Haltung, ein Ziel oder Interesse vertreten.

Dazu gehört z. B. eine Politikerin, ein NGO-Vertreter, eine Schülerin oder ein Schüler, ein Unternehmen, eine Wissenschaftlerin usw. Bereitet kurze Rollenkarten oder Steckbriefe mit Informationen vor: Wer bin ich? Was will ich? Welche Argumente habe ich?

3. SCHRITT: Informationen sammeln und vorbereiten

D

Lest euch in eure Rollen ein und recherchiert zusätzlich, wenn nötig!

Jede Person (bzw. Gruppe) soll ihre Position verstehen und begründen können. Auch Argumente, Interessen und mögliche Kompromisslinien sollten vorbereitet werden.

4. SCHRITT: Planspiel durchführen

D

Startet mit einer kurzen Einführung!

Dann beginnt die Verhandlung oder Debatte – je nach Szenario an einem runden Tisch, in Arbeitsgruppen oder in einer großen Versammlung. Achtet auf eine faire Redezeit und respektvollen Umgang! Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die möglichst viele Interessen berücksichtigt.

5. SCHRITT: Auswertung und Reflexion

D

Besprecht nach dem Planspiel, was passiert ist!

Wie habt ihr euch in eurer Rolle gefühlt?

Welche Konflikte sind aufgetreten?

Konnte eine Lösung gefunden werden? Was habt ihr über Entscheidungsprozesse gelernt?

Verbindet die Ergebnisse mit der Realität: Wie laufen solche Prozesse im echten Leben ab?

EUROPA UND DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION

4. EUROPA

– GEMEINSAM STARK IN EINER WELT VOLLER HERAUSFORDERUNGEN

Abb. 1: Schau dir die Karte genau an! Nenne: Ein Land mit einem hohen BIP pro Kopf (≥150)! Ein Land mit einem niedrigen BIP pro Kopf (30–60)! Ein Land mit einem BIP pro Kopf nahe am EUDurchschnitt (z. B. 90–110)!

Erstelle mit einem Präsentationstool eine digitale Europakarte, auf der du: drei Länder mit besonders hohem und drei mit niedrigem BIP farblich markierst! Füge zu jedem markierten Land einen kurzen Infotext hinzu! Nutze z. B. stepmap.de, Google Slides oder BookCreator!

Finde Bulgarien und Deutschland auf einer Europakarte! Notiere die Hauptstädte der beiden Länder!

Deutschland:

Bulgarien:

Die EU hat sich auf gemeinsame Klimaziele geeinigt. Trotzdem fällt es den Mitgliedsstaaten unterschiedlich schwer, diese Ziele umzusetzen. Erkläre anhand der Beispiele Deutschland (mit starkem Industrieanteil und Energiewende) und Bulgarien (mit hoher Abhängigkeit von Kohle) mögliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung! Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die gemeinsame EU-Politik?

Diskutiert in der Klasse: „Ist es gerecht, dass alle Länder die gleichen Regeln befolgen müssen – auch wenn sie ganz unterschiedliche Voraussetzungen haben? Bereitet euch in Gruppen mit Pro- und Contra-Argumenten vor! Führt dann eine Podiumsdiskussion durch!

Europa ist ein Kontinent mit rund 45 bis 50 Ländern – je nachdem, wie man die Grenzen Europas definiert. 27 dieser Länder sind Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). In der EU arbeiten diese Staaten eng zusammen und treffen gemeinsame Entscheidungen, zum Beispiel in Politik, Wirtschaft oder beim Umweltschutz. Diese Zusammenarbeit nennt man europäische Integration. Integration heißt: Aus vielen Teilen wird ein gemeinsames Ganzes. Auch wenn jedes Land in Europa seine eigene Sprache, Kultur und Regierung hat, wollen die Staaten durch die EU enger zusammenarbeiten.

Herausforderungen – Warum ist das auch schwierig?

Die Zusammenarbeit bringt viele Vorteile – aber sie ist kompliziert. Denn jedes Land ist anders. Daraus entstehen immer wieder Streit oder Probleme:

1. Unterschiede zwischen den Ländern

Die EU hat 27 Staaten, die sich in vielem unterscheiden:

1 Manche sind wirtschaftlich stark, andere schwächer.

1 In manchen Ländern leben sehr viele Menschen, in anderen nur wenige.

1 Sprachen, Kulturen und Traditionen sind verschieden.

1 Auch politische Ziele und Erfahrungen in der Geschichte unterscheiden sich.

Abb. 1: Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, Quelle: Eurostat: Online-Datenbank: Kaufkraftparitäten (KKP) und vergleichende Preisniveauindizes für die Aggregate des ESVG 2010 (Stand: 08/2024)

Index-Wert: Der Wert „100“ entspricht dem Durchschnitt der EU-27. Ein Land mit einem Wert über 100 liegt über dem EUDurchschnitt (die Menschen dort können sich im Schnitt mehr leisten). Ein Land mit einem Wert unter 100 liegt unter dem EU-Durchschnitt (dort ist die Kaufkraft im Vergleich geringer).

≥150 120 bis < 150 90 bis < 120 60 bis < 90

30 bis < 60

Ein Beispiel: Länder wie Schweden oder Dänemark verfügen über eine hohe Wirtschaftsleistung und können Klimaschutzmaßnahmen oft schneller umsetzen, etwa den Ausbau erneuerbarer Energien. Länder mit geringerer Wirtschaftsleistung wie Bulgarien oder Rumänien haben dafür häufig weniger finanzielle Spielräume. Das bedeutet jedoch nicht automatisch einen Konflikt.

Unterschiede zwischen Ländern werden vor allem dann problematisch, wenn es keine ausgleichenden Mechanismen und gemeinsamen Werte gibt, die eine solidarische Klimapolitik ermöglichen. In der EU gibt es deshalb Förderprogramme und Unterstützungen, um ärmere Länder beim Klimaschutz zu entlasten. Zudem sind erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft in den letzten Jahren deutlich günstiger geworden, was den Umstieg auch für wirtschaftlich schwächere Länder erleichtert. Gemeinsame Klimapolitik ist daher möglich, wenn Unterschiede anerkannt und fair ausgeglichen werden.

EUROPA UND DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION

2. Gemeinsame Entscheidungen dauern lange

In der EU sollen alle Mitgliedstaaten mitreden dürfen. Das ist demokratisch und sichert, dass viele Meinungen berücksichtigt werden – aber es braucht Zeit.

1 Die EU muss oft mit 27 Ländern gemeinsam Lösungen finden.

1 In manchen Bereichen (z. B. Außenpolitik) müssen alle zustimmen.

1 Auch in Österreich oder anderen Demokratien dauert es oft Wochen oder Monate, bis Gesetze beschlossen sind. Demokratie braucht Diskussion –aber das verlangsamt die Umsetzung.

Beispiel: Wenn es um Migration oder Umweltschutz geht, haben manche Länder sehr unterschiedliche Vorstellungen.

Auch beim Umgang mit Verstößen gegen Rechtsstaatlichkeit gab es

Streit: In Ungarn wurde zum Beispiel die Unabhängigkeit der Justiz eingeschränkt. Solche Fälle zeigen, dass gemeinsame Regeln wichtig, aber schwer durchzusetzen sind.

3. Nicht alle Länder halten sich an die Regeln

1 Die EU hat gemeinsame Werte:

1 Pressefreiheit

1 unabhängige Gerichte

1 Schutz von Minderheiten

1 demokratische Wahlen

Warum ist das wichtig?

Wenn Gerichte nicht unabhängig sind, können Politikerinnen und Politiker Urteile beeinflussen – das gefährdet die Demokratie. Wenn die Presse nicht frei ist, erfahren Bürgerinnen und Bürger nicht mehr, was wirklich passiert.

Beispiele für Verstöße:

1 In manchen Ländern greift die Regierung in die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten ein.

1 Minderheiten wie Roma oder LGBTQ+-Menschen werden benachteiligt.

1 Gerichte sind nicht mehr unabhängig.

Das ist ein Problem, weil Vertrauen verloren geht.

Die EU kann zwar Sanktionen beschließen – z. B. Gelder kürzen oder Rechte entziehen –, aber das ist rechtlich und politisch schwierig.

Erkläre mit eigenen Worten: Was bedeutet das Wort „Kompromiss“? Warum braucht man in der EU oft einen Kompromiss?

Abb. 2: Stell dir vor, du sitzt selbst in der EUKommission! Wähle ein Thema, das dir wichtig ist (z. B. Klimaschutz, Migration, Bildung, Digitalisierung)! Erstelle ein kurzes Statement, das du auf einer EUKonferenz vorlesen würdest! Titel: „Meine Idee für ein besseres Europa“!

Sucht in Partnerarbeit online nach einem aktuellen Beispiel, wo ein EU-Land gegen gemeinsame Werte verstoßen hat! Was genau ist passiert? Was hat die EU daraufhin getan?

Erfinde eine Schlagzeile für eine Zeitung! Deine Schlagzeile beschreibt ein Problem in der EU, das mit langsamen Entscheidungen oder Regelverstößen zu tun hat!

Abb. 3: Erörtert gemeinsam in der Klasse! Sollte die EU eingreifen, wenn ein Mitgliedsland gegen gemeinsame Werte verstößt? Was kann sie tun – und wo sind ihre Grenzen?

Abb. 2: Sitzung der EU-Staats- und Regierungschefs, 2023
Abb. 3: Protest auf der Freiheitsbrücke in Budapest gegen die Politik Viktor Orbans, 2022

58 EUROPA UND DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION

4. Krisen fordern schnelle Lösungen

Krisen treffen viele Länder gleichzeitig – und verlangen gemeinsames Handeln.

1 Finanzkrise 2008: Banken in Gefahr, Menschen verloren Arbeit.

Abb. 4: Ordne das Bild einem EU-Thema zu! Was hat Migration mit europäischer Zusammenarbeit zu tun? Warum müssen EUStaaten gemeinsam handeln?

1 Flüchtlingskrise ab 2015: Viele Schutzsuchende kamen nach Europa.

1 Corona-Pandemie: Grenzen wurden geschlossen, jedes Land reagierte anders.

1 Russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine: Energie und Lebensmittel wurden teurer, viele Menschen flohen.

Erstelle mit deiner Gruppe ein kurzes Erklärvideo (max. 2 Minuten): „Warum Migration alle EUStaaten betrifft.“ Nutze das Bild als Einstieg! Nutze digitale Tools wie Canva, Book Creator oder PowerPoint zur Präsentation!

Abb. 4: Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa während der Flüchtlingskrise 2015.

Warum ist das ein Problem?

Wie schon bei anderen Themen zeigt sich auch hier: Weil die Länder unterschiedliche Vorstellungen haben, dauert es oft lange, bis ein Kompromiss gefunden wird.

Erkläre den Begriff „Globalisierung“ in deinen eigenen Worten!

Nenne drei Beispiele aus dem Alltag, bei denen du Globalisierung spürst!

„Warum ist Zusammenarbeit in Krisen wichtiger als Alleingänge?“ Schreibe einen kurzen Text (5–7 Sätze) und nenne Beispiele!

Gemeinsame Lösungen in einer vernetzten Welt – Warum die Zusammenarbeit in Europa so wichtig ist

Unsere Welt ist heute sehr stark vernetzt. Das bedeutet: Länder auf der ganzen Welt sind miteinander verbunden – durch Handel, Reisen, digitale Medien, das Internet oder das Klima. Diese Verbindung zwischen den Ländern nennt man Globalisierung

Wenn irgendwo auf der Welt etwas passiert, spüren das oft auch Menschen in anderen Ländern. Deshalb können viele Probleme nicht mehr von einem Land allein gelöst werden. Die EU hilft dabei, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Abb. 5: Das Bild zeigt ein Netz aus Lichtlinien über der Erde. Diese Linien stehen symbolisch für Verbindungen zwischen Regionen, etwa durch Handel, Datenverkehr, Kommunikation, Reisen und digitale Netzwerke. Die starke Darstellung Europas macht sichtbar, dass Europa dicht in diese Netzwerke eingebunden ist – etwa durch den europäischen Binnenmarkt, gemeinsame Infrastruktur, Handelsbeziehungen und digitale Kommunikation innerhalb der EU.

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

2

Land 2: 1

Was bedeutet „Integration“ im Zusammenhang mit der EU? Erkläre mit eigenen Worten, was damit gemeint ist!

Arbeite mit einer digitalen Europakarte (z. B. Google Maps oder stepmap.de) und nutze zusätzlich deinen Atlas oder geeignete Online-Quellen! Vergleiche zwei EU-Länder deiner Wahl in Bezug auf Fläche, Einwohnerzahl, Bevölkerungsdichte und Sprache! Trage die Informationen in eine Tabelle ein! Was ist ähnlich, was unterschiedlich?

Land 1:

Fläche

Einwohnerzahl

Sprache

Bevölkerungsdichte

Zusammenfassung: 3 4

Diskutiert in der Klasse:

„Ist es gerecht, dass alle Länder die gleichen Regeln befolgen müssen – auch wenn sie ganz unterschiedliche Voraussetzungen haben?“

Bereitet euch in Gruppen mit Pro- und Contra-Argumenten vor! Führt dann eine Podiumsdiskussion durch!

Erstelle ein digitales Lernplakat oder Erklärvideo zum Thema:

„Warum ist die Zusammenarbeit in Europa wichtig – und warum ist sie manchmal schwer?“

Nutze dafür ein Präsentationstool wie Book Creator, PowerPoint, Genially oder Canva! Binde Karten, Symbole oder Beispiele ein!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Beurteile folgende Aussage:

„Wirtschaftliche Unterschiede zwischen EU-Ländern gefährden den Zusammenhalt in Europa.“

Nimm Stellung! Stimmst du dieser Aussage zu oder nicht? Begründe in einem kurzen Text (5–6 Sätze) deine Meinung!

Sucht in Partnerarbeit online nach einem aktuellen Beispiel, wo ein EU-Land gegen gemeinsame Werte verstoßen hat!

Was genau ist passiert? Was hat die EU daraufhin getan?

Notiert eure Erkenntnisse und präsentiert diese vor der Klasse!

Videoprojekt oder Podcastidee

„Was tun, wenn ein EU-Land gegen gemeinsame Werte verstößt?“

Erstellt in Kleingruppen ein kurzes Erklärvideo oder einen Audiobeitrag (max. 3 Min.)! Zeigt: Was ist das Problem, was kann die EU tun, was denkst du?

• Nenne drei Beispiele aus dem Alltag, bei denen du Globalisierung spürst (z. B. Handy, Reisen, Internet)!

Warum ist die EU bei Krisen wichtig? Fasse in einem Satz zusammen, was die EU leisten kann.

Planspiel – Krisengipfel der EU

• Die Klasse wird in Gruppen aufgeteilt: EU-Kommission, EU-Staaten, NGOs, Medien.

• Fallbeispiel: Neue Flüchtlingsbewegung nach Europa.

• Jede Gruppe überlegt: Was ist unser Ziel? Was fordern wir? Was sind wir bereit zu geben?

Beschließt gemeinsam eine Lösung!

So schätze ich mich nach dem Hauptkapitel „Europa – Die Europäische Union“ selbst ein: Kreuze jenen Daumen an, der für dich am ehesten zutreffend ist!

Ich kann…

…erklären, warum Europa kein klar abgegrenzter Kontinent ist und was man unter „Eurasien” versteht.

…geografische, politische und kulturelle Perspektiven auf Europa unterscheiden und mit Beispielen beschreiben.

…den Unterschied zwischen EU-Ländern und europäischen Ländern außerhalb der EU erklären.

…die wichtigsten Stationen der EU-Geschichte in zeitlicher Reihenfolge nennen und ihre Bedeutung erklären.

…erklären, was man unter dem Binnenmarkt versteht und welche Vorteile er für Bürgerinnen und Bürger bringt.

…die Aufgaben der wichtigsten EU-Institutionen (EU-Kommission, EU-Parlament, Rat der EU) beschreiben.

…gemeinsame Werte der EU wie Frieden, Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität benennen und erklären.

…aktuelle Herausforderungen für die EU benennen und ihre Bedeutung begründen.

…beschreiben, warum gemeinsame Entscheidungen in der EU oft Zeit brauchen – und warum das manchmal schwierig ist.

…erklären, warum es ein Problem ist, wenn ein EU-Mitgliedstaat gegen gemeinsame Werte verstößt, und welche Reaktionen die EU darauf grundsätzlich hat.

…erklären, warum die EU bei globalen Krisen wie Kriegen oder Pandemien gemeinsam handeln muss.

…die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit für meine eigene Lebenswelt reflektieren und mit Beispielen belegen.

Buchtipps

Um deine Kompetenzen noch mehr zu steigern, hier unsere Buchtipps!

für besonders Wissensdurstige

Wolfgang Böhm, Otmar Lahodynsky: EU for you: So funktioniert die Europäische Union (G & G Kinder- u. Jugendbuch 2018).

Gesine Grotrian, Susan Schädlich: Fragen an Europa: Was lieben wir? Was fürchten wir? (Beltz & Gelberg 2019).

WIR LEBEN IN EINER GLOBALISIERTEN WELT

D

Welche Themen könnten dich in diesem Kapitel erwarten?

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Sieh dir dazu die Bilder an!

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Notiere Schlagwörter, die dir zu den Bildern oder den möglichen Themen einfallen!

1. WO LEBEN MENSCHEN – UND WARUM NICHT ÜBERALL GLEICH VIELE?

Menschen auf der Welt – ungleich verteilt

Wenn du dir eine Weltkarte anschaust, fällt dir vielleicht auf: Menschen leben nicht gleichmäßig über die ganze Erde verteilt. Einige Gebiete sind voller Städte, Straßen und Menschen. Andere wirken fast leer – dort findet man kaum Dörfer oder Siedlungen. Diese ungleiche Verteilung nennt man Bevölkerungsverteilung. Sie zeigt, wo Menschen leben – und wo nicht. Gebiete mit besonders günstigen Lebensbedingungen nennt man Gunsträume, Gebiete mit schwierigen Bedingungen Ungunsträume. Solche Gunst- und Ungunsträume gibt es weltweit , aber auch innerhalb einzelner Länder

Wo leben besonders viele Menschen?

Es gibt Regionen auf der Erde, in denen sehr viele Menschen auf engem Raum leben. Man sagt, diese Gebiete sind dicht besiedelt. Dort wohnen zum Beispiel oft mehr als 1.000 Menschen auf einem Quadratkilometer! Solche Regionen sind meist Gunsträume, weil sie gute Voraussetzungen für das Leben bieten.

Typische Beispiele für dicht besiedelte Gebiete sind:

1 Große Städte und Metropolregionen

Zum Beispiel Paris in Frankreich, Kairo in Ägypten oder Mumbai in Indien. In solchen Städten gibt es viele Arbeitsplätze, Wohnungen, Schulen, Verkehrsmittel und Einkaufsmöglichkeiten.

1 Fruchtbare Flusstäler

Abb. 1: Skyline der Stadt Kairo, Ägypten

Erkläre mit eigenen Worten, was „Bevölkerungsverteilung“ und „dicht besiedelt“ bedeuten!

Sollen alle Menschen in Städten wohnen? Diskutiert in der Klasse oder in Gruppen!

Abb. 1: Vergleiche das Bild mit deinem Heimatort! Was ist ähnlich, was ganz anders?

Abb. 2: fruchtbare Böden am Ufer des Nils

Abb 2: Finde Ägypten und den Nil auf einer Karte oder im Atlas! Notiere, durch welche Länder der Nil fließt!

Fruchtbare Täler findet man etwa im Tal des Nils in Ägypten oder des Ganges in Indien. Dort ist der Boden besonders gut für die Landwirtschaft. Außerdem gibt es Wasser in der Nähe – lebenswichtig für Menschen, Tiere und Pflanzen.

1 Küstenregionen

Viele Menschen leben am Meer, z. B. an der Nordseeküste oder in Südostasien. Der Zugang zum Wasser macht den Handel leichter, es gibt Arbeitsplätze in Häfen, im Tourismus oder in der Fischerei. Außerdem ist das Klima oft angenehmer als im Landesinneren.

Abb. 3: Dicht besiedelte Wohngebiete der Stadt Alanya, Türkei

Wie könnte sich der Klimawandel auf fruchtbare Flusslandschaften wie am Nil auswirken? Diskutiert in der Klasse!

Abb. 3: Recherchiere! Warum ist der Tourismus wichtig für Städte wie Alanya? Welche Arbeitsplätze entstehen dadurch? Was brauchen Touristinnen und Touristen?

WIR LEBEN IN EINER GLOBALISIERTEN WELT

Abb. 4: Nutze einen Atlas oder ein digitales Kartenprogramm (z. B. Google Maps) und finde die Wüste Gobi! Trage ein: In welchen zwei Ländern liegt sie? Welche besonderen Landschaftsformen findest du dort?

Wo leben nur wenige Menschen?

Andere Gegenden auf der Erde sind nur dünn besiedelt. Dort leben sehr wenige Menschen pro Quadratkilometer, manchmal sogar weniger als 10. Oft wirken diese Gebiete wie menschenleer. Oft handelt es sich um Ungunsträume, in denen das Leben besonders schwierig ist.

Typische Beispiele für dünn besiedelte Regionen sind:

1 Wüsten

Zum Beispiel die Sahara in Afrika oder die Wüste Gobi in Asien. Dort ist es extrem heiß oder trocken, es gibt kaum Wasser, und der Boden ist nicht fruchtbar – also sehr schwierig für Landwirtschaft und Alltag.

Recherchiere ein Beispiel! Wie passen sich Menschen in Sibirien, der Wüste oder im Gebirge an die schwierigen Lebensbedingungen an (z. B. durch Kleidung, Häuser, Technik)?

Abb. 6.: Suche Grönland auf einer Weltkarte! Zu welchem Kontinent gehört es geografisch? Zu welchem Staat gehört Grönland politisch?

Permafrostboden, der: ist ein Boden, der das ganze Jahr über dauerhaft gefroren ist – also auch im Sommer nicht auftaut. Man findet ihn zum Beispiel in Sibirien, Alaska oder Grönland. Nur die oberste Schicht kann im Sommer kurz weich werden –darunter bleibt alles eisig kalt.

Abb. 4: Wüste Gobi

1 Gebirge

Wie der Himalaya oder die Anden. In hohen Lagen ist es kalt , steil und schwer zugänglich. Auch der Bau von Häusern, Straßen oder Schulen ist dort aufwendig.

1 Kalte Regionen

Zum Beispiel Sibirien in Russland oder Grönland. Dort ist es viele Monate im Jahr eiskalt , es gibt Permafrostböden und lange Winter mit wenig Sonnenlicht. Das macht das Leben schwierig und teuer.

Abb. 5: Peruanische Anden
Abb. 6: Grönland

Warum leben in manchen Gebieten besonders viele Menschen – und in anderen nur wenige?

Menschen leben dort, wo sie überleben, arbeiten und wohnen können. Dabei spielen natürliche, wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Bedingungen zusammen – oft gleichzeitig. Manche Entscheidungen wirken auf den ersten Blick widersprüchlich: So leben viele Millionen Menschen in Erdbebengebieten, im Umfeld aktiver Vulkane oder in extrem heißen Regionen. Der Grund: Dort gibt es oft Arbeitsplätze, fruchtbare Böden, Handelsmöglichkeiten oder kulturelle Zentren – also Chancen, die die Risiken überwiegen.

Natürliche Voraussetzungen

1 Klima, das das Leben erleichtert (z. B. gemäßigte Zonen, aber auch tropische Regionen mit hoher landwirtschaftlicher Produktivität)

1 Fruchtbarer Boden, wichtig für Landwirtschaft – auch in Risikogebieten (z. B. Vulkanascheböden)

1 Wasserzugang wie Flüsse, Seen oder Grundwasser – lebensnotwendig für Menschen, Tiere und Pflanzen

1 Naturgefahren: Sie können abschreckend wirken, werden aber oft akzeptiert, wenn Vorteile überwiegen (z. B. Städte am Pazifischen Feuerring).

Wirtschaftliche Möglichkeiten:

1 Arbeitsplätze in Industrie, Handel, Landwirtschaft, Dienstleistungen

1 Gute Infrastruktur (Straßen, Internet, Schulen, Krankenhäuser)

1 Nähe zu Märkten und Häfen – wichtig für Handel und Versorgung

Unterteilung Infrastruktur

Technische Infrastruktur

> Straßen

> öffentliche Verkehrsmittel

> Parks

Grüne Infrastruktur Infrastruktur

Soziale Infrastruktur

> Bildung

> Gesundheit

> Wohnen

> soziale & öffentliche Sicherheit

> Schutzgebiete

Abb. 8: Diese Grafik zeigt die drei Bereiche der Infrastruktur: Technische Infrastruktur, soziale Infrastruktur und grüne Infrastruktur. Alle drei sind wichtig, damit Menschen gut leben können.

Gesellschaftliche und politische Faktoren:

1 Sicherheit und Frieden: Menschen meiden Kriegsgebiete

1 Religiöse/kulturelle Verbundenheit: Orte mit Tradition, Heiligtümern oder starker Gemeinschaft

1 Politische Freiheiten: Viele ziehen in Länder oder Städte, wo Mitbestimmung möglich ist

Übertrage dein Wissen auf Österreich! Wähle zwei Regionen in Österreich! Vergleiche, warum in einer Region mehr Menschen leben als in der anderen!

Abb. 7: Fruchtbarer Boden –wichtig für Landwirtschaft und Ernährung.

Abb. 8: Ordne folgende Begriffe den drei Kategorien zu: Bushaltestelle, Schule, Stadtpark, Krankenhaus, Autobahn!

Mache Fotos von verschiedenen Infrastrukturarten in deinem Wohnort oder Schulumfeld! Ordne sie den drei Bereichen zu und präsentiere sie in einer digitalen Collage oder in einem Poster!

Diskutiert in der Klasse! Ist es gerecht, dass manche Menschen leichteren Zugang zu Bildung, Arbeit oder Gesundheit haben als andere?

Welche Rolle spielen dabei Politik, internationaler Handel und globale Zusammenarbeit? Wie könnten wir weltweit für gerechtere Lebensbedingungen sorgen – etwa durch faire Handelsregeln, bessere Infrastruktur oder mehr Unterstützung für ärmere Länder?

2. BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG IM GLOBALEN VERGLEICH

Erkläre mit eigenen Worten, was man unter dem Begriff Bevölkerungsdynamik versteht!

K1: Beschreibe mithilfe der Karte, in welchen Weltregionen die Bevölkerung bis 2050 stark wächst und wo sie eher gleich bleibt oder abnimmt!

In manchen Städten der Welt, zum Beispiel in Indien, wachsen Städte sehr schnell. Viele Menschen ziehen vom Land in die Stadt. Erkläre drei Maßnahmen, mit denen eine Bürgermeisterin oder ein Bürgermeister auf schnelles Stadtwachstum reagieren kann, damit Schulen, Wohnungen und Arbeitsplätze für alle vorhanden sind!

Nicht in allen Teilen der Welt wächst die Bevölkerung gleich stark. Während in Europa die Zahl der Menschen langsam steigt oder sogar sinkt, wachsen die Bevölkerungen in Asien und vor allem in Afrika sehr schnell. Diese Unterschiede haben große Folgen – für Arbeit, Städte, Umwelt und Migration. Menschen sind nicht nur ungleich auf der Erde verteilt – sie vermehren sich auch unterschiedlich schnell. Das nennt man Bevölkerungsdynamik.

1 In Europa wächst die Bevölkerung kaum noch, in manchen Ländern wird sie sogar kleiner. Viele Menschen sind hier schon älter, die Geburtenraten sind niedrig.

1 In Asien wächst die Bevölkerung noch, aber langsamer als früher – z. B. in Indien oder China.

1 In Afrika dagegen steigt die Zahl der Menschen sehr stark. Viele Kinder werden geboren, die Bevölkerung ist sehr jung.

Diese Unterschiede haben Folgen für die ganze Welt:

1 In vielen Regionen Europas fehlt es an jungen und qualifizierten Arbeitskräften. In einigen Branchen wird deshalb gezielte Zuwanderung als eine mögliche Lösung diskutiert. Ob und in welchem Ausmaß Zuwanderung stattfindet, hängt jedoch stark von den jeweiligen Migrationsregelungen und den Anforderungen der einzelnen Berufsfelder ab.

1 In Afrika brauchen immer mehr junge Menschen Schulen, Jobs und Wohnungen.

1 In Asien entstehen riesige Städte, die Wirtschaft wächst – aber auch die Umwelt wird stark belastet.

Weltbevölkerung bis 2050

Prognose 2050 in Millionen, Veränderungen zu 2016 in Prozent

3. WAS BEDEUTET DIE UNGLEICHE VERTEILUNG DER MENSCHEN AUF DER ERDE FÜR UNS?

Menschen leben nicht gleichmäßig über die ganze Erde verteilt – manche Gebiete sind sehr dicht besiedelt, andere fast unbewohnt. Diese ungleiche Verteilung hat viele Folgen, die wir im Alltag, in der Politik und in der Wirtschaft spüren. Schauen wir uns das genauer an:

1. Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt

In dicht besiedelten Regionen gibt es oft viele Betriebe, Unternehmen und Industrien – dort entstehen viele Arbeitsplätze. Das kann ein Vorteil sein, denn viele Menschen finden dort Arbeit. Gleichzeitig bedeutet das aber auch Konkurrenz: Nicht alle bekommen die Jobs, die sie wollen. In dünn besiedelten Gegenden gibt es dagegen oft weniger Arbeitsplätze – das kann dazu führen, dass junge Menschen abwandern und Regionen „vergreisen“.

2. Versorgung mit Wasser, Nahrung und Energie

Wo viele Menschen leben, braucht es viel Wasser, Nahrung und Energie. In manchen Großstädten wird es deshalb schwierig, alle gut zu versorgen. Das führt manchmal zu Wasserknappheit oder steigenden Preisen für Lebensmittel und Strom. In abgelegenen oder armen Regionen kann es hingegen an grundlegender Versorgung fehlen – zum Beispiel an sauberem Trinkwasser oder Stromanschluss.

3. Verkehr, Wohnraum und Umwelt

In Ballungsräumen – also Gebieten mit vielen Menschen – gibt es oft Verkehrsprobleme, Staus und zu wenig leistbaren Wohnraum. Städte wachsen schnell, aber nicht immer geplant. Das führt zu Umweltproblemen wie Luftverschmutzung, Lärm oder Zerstörung von Naturflächen. In ländlichen Regionen dagegen fehlen oft gute Verkehrsanbindungen oder öffentliche Verkehrsmittel.

4. Gerechtigkeit und Lebensqualität

Nicht alle Menschen auf der Welt haben die gleichen Chancen auf ein gutes Leben. Wo man geboren wird, hat großen Einfluss auf Bildung, Gesundheit, Einkommen und Sicherheit. In manchen Ländern oder Regionen gibt es gut ausgebaute Schulen, Spitäler und soziale Sicherheit – in anderen kaum. Diese ungleiche Verteilung von Chancen und Ressourcen verstärkt die Unterschiede zwischen arm und reich.

Gini-Koeffizient (in %) der Einkommensverteilung

Erstelle einen kurzen Lückentext zur Bevölkerungsverteilung und ihren Folgen! Lass deine Mitschülerinnen und Mitschüler die Begriffe ergänzen (z. B. Ballungsraum, Wasserknappheit, Abwanderung …)!

Diskutiert in der Klasse! „Alle Menschen sollen Zugang zu sauberem Wasser, Strom und Bildung haben – unabhängig davon, wo sie leben.“ Warum ist das wichtig? Welche Hindernisse gibt es in der Realität? Welche Lösungen wären denkbar?

K1: Nenne je zwei Länder … mit sehr hoher Ungleichheit! … mit geringerer Ungleichheit! Was fällt dir auf?

„Ungleiche Einkommensverteilung ist eines der größten Probleme weltweit.“ Stimmst du dieser Aussage zu oder nicht?

Begründe deine Meinung in 5 – 6 Sätzen!

Der GiniKoeffizient

Er misst, wie gleich oder ungleich Einkommen oder Vermögen verteilt sind. Wert 0 = alle haben gleich viel. Wert 100 = eine Person hat alles, die anderen nichts.

In der Realität liegen die Werte der meisten Länder zwischen 25 und 60.

Beispiel: Skandinavische Länder (niedrig) D relativ gleich verteilt. Brasilien oder Südafrika (hoch) D sehr ungleich verteilt

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Ordne die folgenden Orte den richtigen Siedlungsräumen zu!

Mumbai © Nil © Nordseeküste © Golf von Guinea © Westküste Südamerikas © Kairo © Ganges © Hoangho © Golf von Bengalen © Shanghai © Mekong-Delta © Tigris-Euphrat © Tokio © Golf von Neapel © Mississippi-Tal © New York City © Seine-Tal © Perlflussdelta

Großstadt Flusstal Küstenregion

Kartenarbeit: Bevölkerungsdichte erkennen – Suche online oder in einem Atlas eine Weltkarte zur Bevölkerungsdichte! Markiere drei Gebiete hoher Bevölkerungsdichte und drei Gebiete mit geringer Bevölkerungsdichte! Erkläre, warum das so ist – nenne jeweils zwei Gründe!

Stell dir vor… du bist Stadtplanerin oder Stadtplaner! In einer wachsenden Stadt soll ein neuer Stadtteil entstehen. Plane: Wo würdest du bauen? Was brauchst du dort (Schule, Wasser, Verkehr…)? Gestalte eine einfache Skizze oder ein Modell (z. B. mit Lego oder online in BookCreator)! Begründe deine Entscheidungen schriftlich!

Erkläre den Begriff „dünn besiedelt“! Beschreibe mit eigenen Worten, was „dünn besiedelt“ bedeutet! Was unterscheidet solche Regionen von dicht besiedelten?

Sollen alle Menschen in Städten wohnen? Diskutiert in der Klasse!

Schreibe einen kurzen Text! „Wo würde ich gerne leben – und warum?“ Beziehe dich auf Klima, Arbeit, Familie oder andere Gründe!

Schreibe einen kurzen Text! Würdest du in einer sehr kalten oder heißen Region leben wollen? Begründe deine Meinung mit mindestens zwei Argumenten!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Planspiel: Wohin mit dem neuen Forschungszentrum? Stell dir vor: Die EU will ein Forschungszentrum in einer extremen Region bauen (z. B. in Grönland oder der Gobi-Wüste). Arbeitet in Gruppen!

Gruppe A: spricht sich dafür aus (z. B. Arbeitsplätze, Forschung)

Gruppe B: spricht sich dagegen aus (z. B. Umwelt, Kosten)

Gruppe C: entwickelt einen Kompromissvorschlag

Präsentiert eure Ergebnisse!

Arbeite mit Abbildung 9 von S. 65! Warum leben nur wenige Menschen in den Anden? Erkläre, warum das Leben in den Hochgebirgen schwer ist! Wie passen sich Mensch und Tier an? Informiere dich über die Lebensweise der Menschen in den Anden! Wie wohnen sie? Welche Tiere halten sie? Wie nutzen sie die Natur?

Wie wohnen Menschen in Grönland? Informiere dich über Bauweise und Materialien der Häuser in Grönland! Warum sind sie oft bunt gestrichen? Warum stehen sie oft auf Stelzen?

Erstelle eine Tabelle! Wie unterscheidet sich das Leben in Grönland vom Leben in deiner Region? Beachte dabei folgende Punkte: Klima, Energieversorgung, Schule, Verkehr, Ernährung!

„Ein Dorf in der Kälte“ – Gestalte ein Lernplakat oder ein digitales Book Creator-Projekt über das Leben in einem grönländischen Dorf! Nutze eigene Zeichnungen, einfache Karten, Infos zu Kleidung, Essen, Schule, Freizeit!

Was können wir tun, damit der Wasserkreislauf auch in Zukunft funktioniert? Erstelle eine Liste mit Tipps für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser – zu Hause, in der Schule und in der Landwirtschaft!

Welche Infrastruktur ist besonders wichtig für Kinder und Jugendliche? Erkläre, warum!

„Mission Zukunft – Stadt oder Land?“ Entwerft in Kleingruppen eine Zukunftsregion mit gerechter Verteilung!

• Wo liegt sie?

• Wie sorgt ihr für genug Arbeitsplätze, Wasser, Wohnraum und Lebensqualität?

• Welche Werte sind euch wichtig?

Präsentiert eure Lösung als Plakat, Modell oder digitales Storyboard!

Erkläre den Begriff „Gini-Koeffizient“ mit eigenen Worten! Was bedeutet ein hoher bzw. niedriger Wert?

Auf der Welt verdienen Menschen sehr unterschiedlich viel Geld. In manchen Regionen gibt es viele Arbeitsplätze, gute Schulen und eine gute Gesundheitsversorgung. In anderen Regionen ist das Leben schwieriger, weil es weniger Arbeit, schlechtere Bildung oder wenig medizinische Hilfe gibt.

Was könnten internationale Organisationen wie die EU oder die UNO tun, um diese Unterschiede zu verringern? Nenne zwei konkrete Maßnahmen und erkläre jeweils, was sich dadurch für die Menschen verbessern könnte!

Maßnahme:

Was bringt das den Menschen?

Maßnahme:

Was bringt das den Menschen?

4. STÄDTE, BALLUNGSRÄUME UND ABGELEGENE GEBIETE

Suche in einem Atlas oder online (z. B. Google Maps) nach drei bekannten

Städten! Notiere:

• Name der Stadt

• Einwohnerzahl

• Land/Kontinent

Leben in einer global vernetzten Welt

Warum Städte heute so wichtig sind

• Liegt sie am Meer, an einem Fluss, in den Bergen?

Abb. 1 + 2: Die beiden Bilder zeigen unterschiedliche Stadtbilder. Entscheide dich spontan, welche Stadt dir besser gefällt, und begründe deine Wahl anhand dessen, was auf den Bildern sichtbar ist! Erkläre auch, welche wichtigen Informationen fehlen, um Städte wirklich zu vergleichen!

Städte, ihr Umland und abgelegene Regionen sind keine getrennten Inseln. Sie sind über Waren, Daten, Menschen und Geld täglich miteinander verbunden. Entscheidungen in wenigen Knotenpunkten – etwa über Verkehr, Energie, Wohnen oder Preise – wirken lokal (bei dir im Alltag) und zugleich global d. h. entlang von Lieferketten (Wegen, über die Produkte von der Herstellung bis zum Verkauf transportiert werden), Datenleitungen (Netzwerke wie Internet und Mobilfunk, über die Informationen weltweit ausgetauscht werden) und Finanzströmen (Geldbewegungen zwischen Unternehmen, Staaten und Banken). Wer diese Zusammenhänge versteht, kann mitreden und mitgestalten: in der Gemeinde, im Land – und als Teil einer Weltgesellschaft. Unterschiedliche Räume (Stadt, Ballungsraum, Peripherie) sind verschieden – aber sie arbeiten zusammen.

Was ist eine Stadt?

Eine Stadt ist ein Ort, an dem viele Menschen dicht beieinander leben. Dort gibt es viele wichtige Bereiche wie Wohnen, Arbeiten, Schulen, Ärztinnen und Ärzte, Verwaltung, Kultur und Freizeit. Städte bieten viele Chancen, zum Beispiel Arbeitsplätze und gute Infrastruktur, bringen aber auch Herausforderungen wie Verkehr, hohe Mieten oder Umweltbelastungen mit sich. Städte gibt es in sehr unterschiedlichen Größen: von kleinen Städten über mittelgroße und große Städte bis hin zu Megastädten mit mehr als 10 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern.

Suche online eine Karte, ein Satellitenbild oder ein Diagramm zu einer Großstadt deiner Wahl! Beschreibe, was du darauf erkennen kannst! Was fällt dir auf im Vergleich zu deinem Wohnort?

Was brauchen Städte, damit sie für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen lebenswert bleiben? Erstelle ein Plakat oder eine digitale Broschüre mit deinen Ideen!

Was ist ein Ballungsraum?

Ein Ballungsraum besteht aus mehreren dicht beieinander liegenden Städten und ihrem Umland. Er hat eine sehr hohe Bevölkerungsdichte, viele Betriebe, Häfen/Flughäfen, leistungsfähige Verkehrsnetze (Bahn, Straße), zahlreiche Bildungseinrichtungen und ein vielfältiges Kultur- und Freizeitangebot. Beispiele: Rhein-Ruhr, Mailand–Bergamo–Brescia, Wien–Bratislava–Győr (zentral-europäischer Korridor).

Was ist eine

Peripherie?

Als Peripherie bezeichnet man ländliche oder abgelegene Regionen. Hier gibt es oft weniger Arbeitsplätze, Bildungseinrichtungen und Verkehrsanbindungen –gleichzeitig aber wichtige Funktionen: Landwirtschaft, Rohstoffe, erneuerbare Energien (Wasserkraft, Wind), Tourismus, Erholung, Biodiversität. Peripherien sind Teil der Globalisierung, weil sie Waren, Energie oder Arbeitsleistungen für Ballungsräume liefern. Die weltweite Vernetzung erfolgt hauptsächlich über die Städte.

Abb. 1: Mexiko-Stadt
Abb. 2: Baden bei Wien

Vier „Flüsse“, die die Welt verbinden: Waren, Daten, Menschen, Geld

Warenfluss – Vom Acker und der Fabrik in dein Regal Über den Warenfluss bewegen sich Dinge des Alltags – vom Brot bis zum Smartphone – von der Herstellung bis zu dir nach Hause. Lebensmittel, Kleidung, Maschinen, Medikamente und Technik legen dabei oft lange Wege zurück: Sie werden in Fabriken produziert oder auf Feldern geerntet, in Containern oder Kühltransporten verpackt, per Schiff, Bahn, Lkw oder Flugzeug weiterbefördert und in großen Umschlagplätzen sowie Logistikzentren zwischengelagert.

Knotenpunkte wie Häfen – zum Beispiel Rotterdam – entscheiden mit darüber, wie schnell Waren ankommen. Kommt es dort zu Staus oder Ausfällen, fehlen Produkte plötzlich im Regal oder werden teurer.

Abb. 3: Rotterdam, Niederlande – Einer der größten Containerhäfen der Welt

Ein anschauliches Beispiel ist die „Brotkette“: Vom Getreidefeld gelangt das Getreide zunächst in den Handel, wo es gesammelt, gelagert und weiterverkauft wird. Von dort geht es zur Mühle, anschließend zur Bäckerei und schließlich in den Supermarkt. An jeder Station werden Energie, Wasser, Transport und Arbeitskräfte benötigt. Außerdem werden entlang der Kette Entscheidungen über Preis, Qualität, Herkunft und Verarbeitung getroffen – vom internationalen Getreidehandel bis zum lokalen Verkauf. So wird deutlich, warum globale Ereignisse (z. B. Ernteausfälle oder steigende Energiepreise) und lokale Organisation gemeinsam bestimmen, was wir wann und zu welchem Preis kaufen können.

Datenfluss – Unsichtbar, aber überall

Der Datenfluss ist für uns unsichtbar, prägt aber fast jeden Moment des Alltags. Nachrichten, Forschungsergebnisse, Software-Updates, Streaming-Inhalte und Zahlungsdaten reisen in Millisekunden durch Glasfasernetze und Mobilfunk, über Unterseekabel und durch Rechenzentren.

Universitäten, Start-ups und große Plattformen wirken dabei als Knoten, an denen Wissen entsteht, gespeichert und verteilt wird. Für dich zeigt sich das im OnlineUnterricht, beim Navigationsgerät am Handy, bei Behördengängen im Internet oder in Videogesprächen mit Menschen in anderen Städten und Ländern – so werden Stadt und Land digital miteinander verbunden. Gleichzeitig verbrauchen Datenströme Ressourcen: Rechenzentren benötigen viel Strom und Kühlung. Deshalb gewinnen nachhaltige Lösungen wie erneuerbare Energien oder die Nutzung von Abwärme an Bedeutung, damit Digitalisierung und Klimaschutz zusammenpassen.

Abb. 3 Diskutiert in der Klasse! Welche Chancen und Herausforderungen bringt ein Hafen wie Rotterdam für die Umwelt, die Menschen und die Wirtschaft?

Erkläre mit eigenen Worten, was unter „Warenfluss“ und „Datenfluss“ verstanden wird! Nenne jeweils ein Beispiel aus deinem Alltag!

Untersuche deinen eigenen Alltag: Wo begegnen dir Datenflüsse?

Sammle Beispiele und überlege, welche Vorund Nachteile sie haben!

Nenne Beispiele aus deiner Stadt oder deinem Wohnort!

Wo kannst du Lebensqualität sehen? Wo gibt es Verbesserungsbedarf?

Erstelle eine Fotocollage oder kurze Präsentation!

Menschenfluss – Pendeln, Reisen, Migration

Menschen sind ständig in Bewegung: Sie pendeln zur Schule oder zur Arbeit, gehen für eine Ausbildung in eine andere Stadt, reisen als Touristinnen und Touristen oder ziehen als Fachkräfte und Schutzsuchende in neue Regionen. Bahnhöfe, Flughäfen, Grenzräume und Hochschulstädte bilden die Knoten, an denen sich diese Wege bündeln.

Diese Bewegungen verändern das Leben vor Ort: In Schulen und Stadtteilen begegnen sich unterschiedliche Sprachen und Kulturen, neue Berufe entstehen und Dienstleistungen wachsen. Gleichzeitig steigen der Druck auf den Wohnungsmarkt und das Verkehrsaufkommen, wenn viele Menschen zur gleichen Zeit an denselben Orten sein wollen. Ob eine Stadt diese Vielfalt gut bewältigt, hängt von guter Planung, leistbarem Wohnraum, verlässlichem öffentlichen Verkehr und gleichen Möglichkeiten im Alltag ab – zum Beispiel beim Zugang zu Schulen , Arbeitsplätzen, Gesundheitsversorgung und Freizeitangeboten, unabhängig davon, wo man wohnt oder wie viel Geld man hat.

Abb. 4: Liverpool Street Station, London: Menschenfluss im Alltag – zur Hauptverkehrszeit füllt sich die Bahnhofshalle, die große Anzeigetafel und die vielen Reisenden zeigen Bahnhöfe als zentrale Knotenpunkte für Pendeln, Reisen und Fernverbindungen.

Diskutiert: Wie können Städte umweltfreundlich und gerecht zugleich sein? Findet Beispiele aus eurem Alltag (z. B. günstige Öffis, sichere Radwege, saubere Parks für alle)!

Abb. 5: Alltagsmobilität: Mit dem Rad zur Arbeit/Schule – Teil des täglichen Menschenflusses in der Stadt. – Eine Radfahrerin unterwegs auf einem Radweg im Grünen in Wien mit Blick auf moderne Hochhäuser.

Geldfluss – Löhne, Preise, Investitionen

Geld fließt ebenso wie Waren und Daten – nur oft unauffälliger. Löhne, Mieten, Kredite, staatliche Förderungen und Investitionen bestimmen, wo Unternehmen sich ansiedeln, welche Infrastruktur gebaut wird und wie teuer das Leben ist.

Große Unternehmen, Börsen, Staaten und die EU entscheiden an bestimmten Orten darüber, wo Geld ausgegeben wird. Dort wird festgelegt, wie viel Geld es zum Beispiel für Straßen, Wohnungen, Schulen oder Umweltprojekte gibt und wo diese gebaut oder verbessert werden

Für dich wird das spürbar, wenn Mieten steigen oder sinken, wenn Straßen saniert, Parks angelegt oder Schulen modernisiert werden. Der Geldfluss verbindet private Haushalte, Betriebe und den Staat: Ohne Investitionen entsteht keine neue Straßenbahnlinie, und nur wenn der Staat regelmäßig Geld einnimmt können Sozialund Bildungsangebote ausgebaut werden.

Warum wachsen manche Städte – und andere schrumpfen?

Ob Städte wachsen oder Einwohnerinnen und Einwohner verlieren, hängt nie nur von einem Punkt ab. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Arbeit, Bildung, Verkehr, Wohnen, Umwelt, Politik – und der Geschichte des Ortes.

Anziehende Kräfte (Pull-Faktoren)

Eine Stadt wächst nur dann weiter, wenn sich Menschen das Leben dort leisten können. Sind Wohnungen zu teuer, ziehen Familien weg oder neue Menschen kommen gar nicht erst. Leistbarer Wohnraum sorgt dafür, dass Menschen in der Stadt bleiben, dort arbeiten, zur Schule gehen und am Stadtleben teilnehmen können.

Diskutiert in Gruppen! Warum sind gute Arbeitsplätze und leistbarer Wohnraum gemeinsam wichtig für die Zukunft einer Stadt? Nennt Argumente aus dem Text und eigene Beispiele!

Abb. 6: Skyline und Bahnhof als Zeichen von Stadtwachstum – moderne Hochhäuser und gut ausgebaute Verkehrsknotenpunkte zeigen, warum Städte Menschen anziehen.

Abstoßende Kräfte (Push-Faktoren)

Schrumpfung setzt ein, wenn Jobs fehlen, Löhne niedrig sind oder Infrastruktur schwach ist. Umweltbelastungen (Lärm, Luft, Hitze) und Naturgefahren ohne Schutz mindern die Lebensqualität. Politische Unsicherheit oder Diskriminierung schwächen das Vertrauen. Auch teure Mieten drängen Menschen ins Umland: Die Kernstadt verliert, während der Ballungsraum noch wächst.

Geerbte Strukturen – heutige Folgen

Frühere Entscheidungen wirken lange nach: Häfen, Bahnlinien, Universitäten oder große Betriebe prägen Standorte – im Guten wie im Schlechten. Wandel ist möglich, wenn man gleichzeitig in Bildung, Verkehr, Digitalisierung und Wohnraum investiert und alte Flächen klug nutzt. Beispielhaft ist der Umbau des Ruhrgebiets von Kohle/Stahl hin zu Dienstleistungen, Forschung und Kultur.

Leben mit Naturgefahren

Viele dicht besiedelte Räume liegen in Erdbeben- , Vulkan- oder Überflutungsgebieten. Gründe sind Vorteile wie fruchtbare Böden, Hafenlagen oder bestehende Netzwerke. Entscheidend ist Risikomanagement: erdbebensicheres Bauen, Dämme, Rückhalteflächen, Frühwarnsysteme. Wo Schutz funktioniert, bleiben Städte attraktiv; ohne Schutz droht Abwanderung.

Städte wachsen, wenn Chancen zugänglich sind und Risiken gut gemanagt werden; sie schrumpfen, wenn Kosten hoch, Infrastruktur schwach oder Sicherheit gering ist – und meist entscheidet die Kombination dieser Faktoren.

Abb. 7: Verlassene Fabrikhalle – fehlende Arbeitsplätze und Industrien sind typische Push-Faktoren, die zur Abwanderung aus Städten führen können.

Entwickelt in Kleingruppen ein Zukunftskonzept für eure Stadt oder Region! Welche Investitionen sind wichtig, damit sie auch in Zukunft lebenswert ist (z. B. Verkehr, Bildung, Digitalisierung, Klimaschutz)? Präsentiert eure Vorschläge als Plakat oder Kurzvortrag!

Abb. 8 + 9:

Beschreibe die beiden

Abbildungen: Was zeigen sie, und wie passen sie zu den Themen gerecht bzw. nachhaltig?

Stellt euch vor, ihr seid

Mitglieder eines Jugendparlaments in eurer Stadt. Welche drei Forderungen würdet ihr an die Stadtregierung stellen, damit eure Stadt gerechter, nachhaltiger und lebenswerter wird?

Abb. 9: Beurteile den „Bosco Verticale“ in Mailand: Ist diese Form der grünen Architektur auch für Städte in Österreich sinnvoll?

Begründe deine Meinung!

Abb. 9: Mailand, Italien. Bosco Verticale. („Vertikaler Wald“): Zwei innovative Hochhäuser, die mit über 900 Bäumen und tausenden Pflanzen bepflanzt sind. Sie verbessern das Stadtklima, filtern die Luft und zeigen, wie grüne Architektur in der Stadt der Zukunft aussehen kann.

Stadt der Zukunft: gerecht – nachhaltig – lebenswert

Gerechtigkeit in der Stadt bedeutet, dass alle Menschen – egal ob jung oder alt, reich oder arm, mit oder ohne Behinderung – gut in der Stadt leben können. Dazu gehört, dass Wohnungen leistbar sind und es viele geförderte Modelle gibt, die Familien, Studierenden oder älteren Menschen helfen. Auch Barrierefreiheit ist wichtig: Gebäude, Straßen, Parks und Verkehrsmittel sollen so gestaltet sein, dass alle sie problemlos nutzen können.

Abb. 8: Barrierefreier Zugang – Rampen im öffentlichen Raum ermöglichen allen Menschen, Gebäude und Plätze ohne Hindernisse zu nutzen

In jedem Stadtteil sollten gute Schulen, Bibliotheken, Jugendzentren, Kulturangebote und Seniorentreffs erreichbar sein, damit niemand ausgeschlossen wird und alle die gleichen Chancen haben. Nachhaltigkeit in der Stadt bedeutet, heute so zu leben und zu bauen, dass auch zukünftige Generationen gut leben können. Dazu gehört ein sparsamer Umgang mit Energie, Rohstoffen und Flächen, zum Beispiel durch sanierte Häuser und erneuerbare Energien wie Sonne oder Wind. Ebenso wichtig sind soziale Aspekte, etwa leistbarer Wohnraum, gute Schulen, sichere Arbeitsplätze und ein gutes Zusammenleben in der Stadt. Auch die Wirtschaft spielt eine Rolle: Arbeitsplätze sollen langfristig bestehen, ohne Mensch und Umwelt zu schaden. Parks, Bäume und Wasserflächen – die sogenannte grün-blaue Infrastruktur – verbessern das Stadtklima und schützen vor Hitze. Ein weiteres Ziel ist die Kreislaufwirtschaft, bei der Dinge repariert, wiederverwendet oder recycelt werden, damit weniger Abfall entsteht.

Lebensqualität in der Stadt bedeutet, dass Menschen sich gerne dort aufhalten. Dazu gehören sichere Fuß- und Radwege sowie ein starker öffentlicher Verkehr, damit weniger Stau und Lärm entstehen.

Orte zum Treffen – wie Plätze, Sportanlagen, Spielräume, Jugendtreffs und Seniorentreffs – machen das Stadtleben lebendig. Saubere Luft, ruhige Zonen und vielfältige kulturelle Angebote tragen ebenfalls dazu bei, dass die Stadt ein Ort zum Wohlfühlen ist.

Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung spielt eine zentrale Rolle: Die Menschen, die in einer Stadt wohnen, wissen oft selbst am besten, was gebraucht wird. Deshalb sollten sie bei wichtigen Entscheidungen mitreden können – zum Beispiel über Quartiersräte, Jugendparlamente, Seniorenvertretungen oder Online-Plattformen.

Auf diese Weise entstehen Lösungen, die wirklich zu den Bedürfnissen vor Ort passen und die Stadt noch gerechter, nachhaltiger und lebenswerter machen.

los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Erkläre mit eigenen Worten!

a) Was ist eine Stadt?

b) Was ist ein Ballungsraum?

c) Was ist eine Peripherie?

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Zähle fünf große Städte im Ruhrgebiet auf, die auf der Karte zu sehen sind! Welche Städte liegen besonders nah beieinander?

dicht besiedelte Städte und Ballungsräume (z. B. Rhein-Ruhr-Gebiet)

Schwarze Schrift: Namen von Städten und Zahlen: Autobahnen mit Nummerierung und Zahlen: Europastraßen (E-Straßen)

Bundes- und Landstraßen

Flugzeugsymbol: Lage eines Flughafens

Stadt mit über 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern

Stadt mit 100.000 – 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern

Welche Verkehrsmittel spielen laut Karte eine große Rolle im Ruhrgebiet? Suche Hinweise auf Autobahnen, Schnellstraßen und Bahnlinien!

Vergleiche die Karte des Ruhrgebiets mit einer Straßenkarte deiner eigenen Wohnumgebung! Wie unterscheiden sich die Siedlungsdichte, die Verkehrswege und die Anzahl an Städten? Nutze Google Maps oder einen Atlas!

Erstelle zu deinem Vergleich eine kurze Präsentation (z. B. PowerPoint, Plakat, BookCreator oder Canva)! Nun geht’s

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

„Ballungsräume sind die Zukunft – ländliche Regionen haben keine Chance mehr!“ Stimmst du zu? Wo liegen die Chancen und Grenzen von Ballungsräumen? Begründe deine Meinung!

Gestalte ein „Städteporträt“ von einer Stadt aus dem Ruhrgebiet (z. B. Essen, Dortmund, Duisburg)! Sammle Informationen zu Geschichte, Einwohnerzahl, besonderen Merkmalen, Wirtschaft, Lebensqualität! Stelle dein Porträt in einer Präsentation, einem Lapbook oder digitalen Steckbrief vor!

Erkläre anhand des Handy-Beispiels im Text, wie Städte in globalen Netzwerken miteinander verbunden sind! Zeichne oder gestalte eine einfache Skizze oder digitale Karte mit den Stationen des Handys von der Produktion bis zum Verkauf!

Suche im Internet eine Karte zur weltweiten Urbanisierung (z. B. Wachstum von Megacities)!

a) Wähle zwei Megacities aus unterschiedlichen Kontinenten.

b) Vergleiche ihre Entwicklung in den letzten Jahrzehnten!

c) Welche Herausforderungen haben sie gemeinsam?

Notiere deine Erkenntnisse!

5. WER ENTSCHEIDET MIT IN DER WELT – UND WIE GELINGT ZUSAMMENARBEIT?

Unsere Welt ist vernetzt – nicht nur über Straßen, das Internet oder den Handel, sondern auch durch Entscheidungen, die viele Länder, Organisationen und Menschen betreffen. Kein Staat kann heute alle Probleme alleine lösen. Deshalb arbeiten immer mehr Länder und Gruppen zusammen – aber das ist nicht immer einfach. Es geht um Macht, Interessen und Gerechtigkeit.

Wer hat in der Welt wie viel Macht?

Früher bestimmten meist einzelne Staaten über alles, was in ihrem Land passiert. Heute mischen viele Akteure mit: Staaten, große Unternehmen, internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und weltweite Bewegungen. Sie alle wollen Einfluss nehmen – auf Umweltschutz, Menschenrechte, Wirtschaft, Klima oder soziale Gerechtigkeit.

Beispiele für wichtige Akteure:

1 Staaten wie Österreich, Frankreich oder China – mit eigenen Gesetzen, Interessen und Zielen

Suche dir zwei Akteure aus dem Text aus! Vergleiche ihre Ziele und ihre Arbeitsweise! Was ist ähnlich, was ist anders?

1 Internationale Organisationen wie die UNO oder die EU – sie fördern Zusammenarbeit und setzen gemeinsame Regeln

1 Konzerne wie Google, Amazon, Meta oder Coca-Cola – sie sind wirtschaftlich sehr mächtig und oft weltweit aktiv (soziale Medien haben dabei eine besonders große Bedeutung)

1 NGOs (Nichtregierungsorganisationen) wie Greenpeace oder Ärzte ohne Grenzen – sie setzen sich unabhängig von Regierungen für bestimmte Ziele ein

1 Bürgerinnen- und Bürgerbewegungen wie Fridays for Future – sie organisieren Proteste, informieren und fordern Veränderung. Manche Organisationen, wie Amnesty International, können je nach Kontext sowohl als NGO als auch als Bürgerbewegung bezeichnet werden.

Abb. 3: Junge Menschen versammeln sich bei einer Fridays for FutureDemonstration, um für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft zu protestieren.

Abb. 1: Sitzung der UNOVollversammlung in New York – hier treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aus fast allen Ländern der Welt, um gemeinsam über Frieden, Menschenrechte, Klima, Gesundheit und viele andere globale Themen zu beraten und Entscheidungen zu treffen.

NGO, die: steht für Nichtregierungsorganisation. Das ist eine Organisation, die unabhängig von Regierungen arbeitet und sich meist für wichtige Themen wie Menschenrechte, Umweltschutz oder soziale Gerechtigkeit einsetzt.

2: Logos globaler Konzerne.

Abb. 4: Logo von Amnesty International

Abb.

Abb. 6: Beschreibe, was auf dem Bild zu sehen ist, und nenne erkennbare Unterschiede zwischen den beiden Bildhälften!

Erkläre, was das Bild über Umweltveränderungen aussagen könnte, und stelle einen Zusammenhang zum Klimawandel her!

Beurteile, welche Folgen solche Umweltveränderungen für Menschen, Tiere und Pflanzen haben können!

Warum ist Zusammenarbeit so wichtig?

Viele Probleme betreffen nicht nur ein Land, sondern die ganze Welt. Dazu zählen:

1 Klimawandel: Wenn sich das Klima ändert, betrifft das alle – auch wenn die Ursachen in einem anderen Land liegen.

1 Kriege und Flucht: Wenn Menschen vor Krieg fliehen, brauchen sie Hilfe – und andere Länder müssen gemeinsam handeln.

Suche im Internet drei Länder, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind! Notiere: Land –Problem – mögliche Hilfe durch Zusammenarbeit! Erkläre, warum genau dieses Land besonders betroffen ist!

Abb. 5: Bootsflüchtlinge im Mittelmeer

Abb. 6: Klimawandel: Ein Baum – halb grün, halb verdorrt – zeigt den Unterschied zwischen fruchtbarem Land und Dürre

1 Hunger und Armut: Viele Länder arbeiten zusammen, um globale Ungleichheit zu verringern.

1 Pandemien: Krankheiten wie COVID-19 haben gezeigt, wie wichtig Zusammenarbeit in Forschung, Gesundheit und Logistik ist.

Was sind Chancen – und wo liegen die Grenzen?

Abb. 7: Gemeinsam stark: Viele Hände symbolisieren Zusammenhalt und Vielfalt.

Abb. 7: Was symbolisiert das Bild deiner Meinung nach? Nenne drei Begriffe, die dazu passen!

Sammelt Beispiele aus eurem Alltag, in denen Zusammenarbeit besonders wichtig ist! Erstellt ein Plakat oder digitales Poster mit euren Beispielen!

Wenn Länder, Organisationen und Menschen auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, können sie viel Gutes bewirken. Doch Zusammenarbeit ist auch schwierig –besonders, wenn viele unterschiedliche Interessen, Sprachen, Regeln und Machtverhältnisse aufeinandertreffen.

Chancen der Zusammenarbeit:

Mehr Länder können gemeinsam mehr erreichen: Viele Probleme – wie Klimawandel, Krieg oder Armut – kann kein Land allein lösen. Wenn sich Staaten und Organisationen zusammenschließen, haben sie mehr Geld, Wissen und Möglichkeiten. Gemeinsam sind sie stärker und können mehr Menschen helfen.

Man kann Wissen und Geld teilen:

Reiche Länder oder internationale Organisationen können armen Ländern helfen – zum Beispiel durch den Bau von Schulen, Spitälern oder Brunnen. Außerdem können sie ihr Wissen teilen – etwa über neue Medikamente, Landwirtschaft oder Bildung.

Globale Regeln helfen, Konflikte friedlich zu lösen: Wenn sich viele Länder an gemeinsame Regeln halten, entstehen weniger Streit und Kriege. Ein Beispiel ist die UNO: Sie setzt sich für Frieden und Menschenrechte ein. Auch Handelsabkommen oder Umweltverträge helfen, fair und verantwortungsvoll miteinander umzugehen.

Menschen aus verschiedenen Regionen können sich gegenseitig unterstützen: Weltweite Zusammenarbeit bringt auch Begegnung: Menschen aus verschiedenen Ländern lernen sich kennen, arbeiten zusammen und helfen einander – etwa in Hilfsprojekten, im Sport oder bei Austauschprogrammen für Schülerinnen und Schüler. Das stärkt das Verständnis füreinander.

Grenzen der Zusammenarbeit:

Nicht alle haben gleich viel Macht und Mitspracherecht: In vielen Organisationen haben große, reiche oder militärisch starke Länder mehr Einfluss als kleinere oder arme Länder. Das führt oft dazu, dass wichtige Entscheidungen einseitig getroffen werden – ohne die Stimmen aller Beteiligten.

Reiche Länder oder große Unternehmen setzen oft ihre Interessen durch: Internationale Konzerne haben großen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Sie entscheiden oft, wo produziert wird, wie Rohstoffe genutzt werden und wie viel Produkte kosten. Das kann Nachteile für Beschäftigte oder ganze Regionen haben, wenn Arbeitsbedingungen schlecht sind oder Gewinne ungleich verteilt werden. Gleichzeitig schaffen große Unternehmen Arbeitsplätze, bringen neue Produkte und Technologien hervor und können wirtschaftliche Entwicklung fördern. Deshalb ist es wichtig, ihre Macht durch Regeln und Gesetze zu kontrollieren.

Die wertvollsten Unternehmen der Welt 2024

Weltweit gibt es nur wenige Unternehmen mit extrem hohem Marktwert (Marktkapitalisierung) . Sie prägen Wirtschaft und Alltag – besonders in den Bereichen Technik, Energie und Gesundheit.

1 Nvidia ist 2024/25 das wertvollste Unternehmen – mit rund 4,3 Billionen US-Dollar. Der rasante Aufstieg hängt mit der großen Nachfrage nach Grafikprozessoren für Künstliche Intelligenz zusammen.

1 Microsoft und Apple folgen mit je über 3 Billionen US-Dollar.

1 Auch andere Konzerne wie Alphabet/Google, Amazon oder Saudi Aramco gehören zu den Top-Unternehmen.

Marktkapitalisierung bedeutet: Aktienpreis × Anzahl der Aktien. Sie zeigt, welchen Börsenwert ein Unternehmen insgesamt hat.

Zusammenarbeit – Chancen und Grenzen

Wenn viele Länder mit unterschiedlichen Interessen, Sprachen und Kulturen an einem Tisch sitzen, dauert es oft lange, bis gemeinsame Entscheidungen getroffen werden. Manche Regierungen ziehen sich zeitweise aus internationalen Abkommen zurück oder treten später wieder bei – zum Beispiel die USA, die 2017 und erneut 2025 aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen sind. Solche politischen Wechsel erschweren gemeinsame Lösungen, etwa im Klimaschutz.

Abb. 8: Nenne mindestens fünf Unternehmen, die du auf der Karte erkennst! In welchen Kontinenten oder Ländern sind sie?

Abb. 8: Weltkarte mit Logos internationaler Konzerne –Symbol für wirtschaftliche Globalisierung. Die Logos zeigen Beispiele weltweit bekannter Marken. Sie stehen nicht für den genauen Standort der Unternehmen, sondern sollen verdeutlichen, wie Konzerne und Produkte über den ganzen Globus verbreitet sind.

Erkläre mit eigenen Worten, was „Marktkapitalisierung“ bedeutet! Warum ist sie wichtig?

Analysiere! Warum haben große Konzerne wie Apple oder Amazon so viel Einfluss auf unser tägliches Leben? Nenne zwei konkrete Beispiele!

Überlege: Welche Verbindung gibt es zwischen deinem T-Shirt und Entscheidungen, die in anderen Ländern oder von internationalen Organisationen getroffen werden? Notiere zwei Beispiele!

Was hat das mit deinem Leben zu tun?

Vielleicht denkst du: „Was hat das alles mit mir zu tun?“ – mit internationalen Organisationen, großen Unternehmen oder weltweiten Entscheidungen? Die Antwort ist: sehr viel! Auch wenn du noch zur Schule gehst, betreffen dich viele Entscheidungen, die auf der ganzen Welt getroffen werden.

1 Kleidung aus der ganzen Welt: Wenn du ein T-Shirt trägst, wurde es vielleicht in Bangladesch oder Vietnam genäht – oft von Menschen, die sehr wenig verdienen und unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Internationale Regeln und Verträge können helfen, dass die Löhne fairer werden, dass Kinder nicht arbeiten müssen und dass Arbeiterinnen und Arbeiter geschützt werden. Doch das funktioniert nur, wenn viele Länder gemeinsam mitmachen – und wenn Unternehmen Verantwortung übernehmen.

Abb. 11: Globales Produkt: Ein Smartphone besteht aus Teilen aus verschiedenen Ländern

Abb. 11: Erstelle eine Weltkarte oder digitale Karte, auf der du die Herkunftsländer aus dem Bild einträgst! Welche Wege legt ein Smartphone zurück, bevor es im Geschäft landet?

Analysiere die Vorteile und Nachteile der globalen Arbeitsteilung für die Herstellung von Smartphones! Nutze eine Tabelle mit den Spalten: Vorteile für Unternehmen, Vorteile für Arbeiterinnen und Arbeiter, Auswirkungen auf die Umwelt!

Dein Smartphone – ein weltweites Produkt: Dein Handy besteht aus vielen kleinen Bauteilen. Die Metalle dafür stammen vielleicht aus Afrika, die Geräte werden oft in Fabriken in Asien zusammengeschraubt, die Software kommt aus den USA – und am Ende liegt es in einem Geschäft in Europa. Staaten und Unternehmen entscheiden gemeinsam über Regeln für Sicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Diese Entscheidungen beeinflussen, wie teuer oder nachhaltig dein Smartphone ist – und ob es unter fairen Bedingungen hergestellt wurde.

1 Klimawandel – spürbar im Alltag: Wenn der Sommer immer heißer wird, Wälder brennen oder der Winter ohne Schnee bleibt, spürst du die Folgen des Klimawandels direkt. Doch kein Land kann den Klimawandel allein stoppen. Nur wenn viele Länder zusammenarbeiten, können Lösungen gefunden werden – zum Beispiel, wie weniger CO₂ ausgestoßen wird oder wie erneuerbare Energien weltweit gefördert werden.

1 Bildung für alle Kinder: Du gehst in die Schule – aber nicht alle Kinder auf der Welt haben diese Möglichkeit. In manchen Ländern müssen Kinder arbeiten oder dürfen gar nicht zur Schule gehen. Besonders Mädchen haben in einigen Regionen keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Bildung. Internationale Organisationen wie die UNO setzen sich dafür ein, dass alle Kinder lernen dürfen. Auch dein Recht auf Schule ist Teil dieser weltweiten Zusammenarbeit.

Nur wenn du verstehst, wie die Welt miteinander verbunden ist, kannst du mitreden. Dann erkennst du, wer Entscheidungen trifft, wer mehr Macht hat – und warum es manchmal schwierig ist, sich zu einigen. Aber du erkennst auch, dass du selbst etwas bewirken kannst: mit deinem Wissen, deinen Entscheidungen – und vielleicht mit dem, was du später einmal tust.

Abb. 9: Textilfabrik in Indien
Abb. 10: T-Shirt mit dem Etikett „Made in Bangladesh“

Nun

1

los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Nenne je ein konkretes Beispiel für:

einen Staat: ____________________________________________________________________

eine internationale Organisation: __________________________________________________

einen globalen Konzern: __________________________________________________________

eine NGO: _____________________________________________________________________

eine Bürgerbewegung:

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Nutze eine digitale Weltkarte, die das Markieren erlaubt (z. B. Google My Maps, stepmap.de oder BookCreator), um Beispiele für globale Zentren zu markieren! Markiere:

• zwei Länder mit großer wirtschaftlicher Macht,

• zwei Standorte internationaler Konzerne,

• zwei Städte mit Sitz internationaler Organisationen!

Erkläre zu jedem Beispiel, warum dieser Ort eine wichtige Rolle in der Weltwirtschaft oder internationalen Zusammenarbeit spielt! Trage deine Ergebnisse in einer Tabelle ein: Ort – Beispiel – Begründung!

Analysiere ein Beispiel! Wähle einen der folgenden Akteure: UNO, Greenpeace, Amazon oder Fridays for Future! Erkläre in einem kurzen Text:

• Was macht dieser Akteur genau?

• Was will er erreichen?

• Was ist dabei eine Chance – und was ist schwierig?

Wer hat wie viel Macht? Diskutiert in Gruppen!

„Internationale Konzerne haben mehr Macht als viele Staaten.“

Eine Gruppe stimmt zu, eine lehnt ab, eine vermittelt! Sammelt Argumente und präsentiert eure Sichtweisen!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Mini-Ausstellung im Schulhaus – Gestaltet eine Plakatwand oder digitale Ausstellung zu „Akteuren der Weltpolitik“ mit kurzen Steckbriefen, Karten, Bildern und Symbolen!

Viele Probleme betreffen heute nicht nur ein einzelnes Land, sondern die ganze Welt. Dazu gehören zum Beispiel der Klimawandel, die Ausbreitung von Krankheiten oder internationale Wirtschaftsbeziehungen. Erkläre mit eigenen Worten, warum Länder bei solchen Problemen zusammenarbeiten müssen und welche Vorteile diese Zusammenarbeit hat!

Planspiel – „Globaler Klimagipfel“ – Übernehmt in Kleingruppen die Rollen von Staaten, NGOs, Konzernen und Bewegungen! Verhandelt über ein neues Klimaabkommen! Achtet darauf: Wer setzt sich durch? Wo gibt es Kompromisse?

Was bedeuten globale Entscheidungen für dein eigenes Leben? Wähle ein Thema (z. B. Klimaschutz, faire Kleidung, Digitalisierung) und schreibe einen kurzen Text!

„Was hat das mit mir zu tun?“

Schreibe eine kurze Zukunftsvision mit dem Titel: „Wenn es keine internationale Zusammenarbeit gäbe …“ ! Beschreibe, wie sich dein Alltag, die Schule oder deine Stadt verändern würden!

Stell dir vor, du bist Umweltministerin oder Umweltminister eines der folgenden Länder: Luxemburg (Europa), Tuvalu (Pazifikinsel) oder Äthiopien (Afrika)! Recherchiere mithilfe geeigneter Quellen die wichtigsten Umweltprobleme des Landes und ihre Ursachen! Wähle anschließend ein zentrales Umweltproblem aus und begründe deine Entscheidung! Formuliere danach einen kurzen Appell an die UNO, in dem du erklärst, welche Unterstützung dein Land von der Weltgemeinschaft braucht!

Erstelle ein Symbol oder Logo für globale Zusammenarbeit! Erkläre, was deine Gestaltung ausdrücken soll!

Lies zunächst die Tabelle genau durch!

Die 10 wertvollsten Unternehmen der Welt 2024

Informationstechnologie / Elektronik (Hardware,

Informationstechnologie / Software & Cloud-Dienste

Halbleiterindustrie / Informationstechnologie

Informationstechnologie / Internet & digitale Dienste

Energie / Erdöl- und Gasindustrie

E-Commerce & Cloud-Computing

Informationstechnologie / Soziale Medien & digitale Werbung

Finanz- und Beteiligungskonzern

Halbleiterindustrie / Chipfertigung

Pharmaindustrie / Gesundheitswirtschaft

Erstelle ein einfaches Säulendiagramm (digital oder im Heft), das die Marktkapitalisierung der fünf größten Unternehmen zeigt!

Entwerft in Kleingruppen ein Plakat oder digitales Info-Sheet: „Wie beeinflusst Apple oder Amazon unseren Alltag?“ Nutzt dafür Logos, Produkte, Karten, kurze Texte oder auch eigene Zeichnungen!

„Mein nachhaltiges Unternehmen“ Stell dir vor, du gründest ein eigenes Unternehmen, das wirtschaftlich erfolgreich ist, aber auch fair und nachhaltig handelt!

• Wie heißt dein Unternehmen?

• Was produziert oder verkauft es?

• Wie achtest du auf faire Arbeitsbedingungen und Umweltschutz?

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Löse dieses Kreuzworträtsel! Achtung: Umlaute (ä, ö, ü) werden als Umlaute eingetragen, nicht als „ae, oe, ue“. Keine Leerzeichen eintragen – schreibe die Wörter direkt hintereinander!

senkrecht:

waagrecht:

3. wichtig beim Lösen von weltweiten Problemen

1. Eine Möglichkeit für Staaten, faire Arbeitsbedingungen, Umweltstandards und Steuergerechtigkeit zu fördern.

2. Einer der wichtigen Akteure in der Welt.

4. Fridays for Future oder Amnesty International sind eine…

5. Wert eines Unternehmens an der Börse

6. eine Firma, die wirtschaftlich sehr mächtig und oft weltweit aktiv ist

7. große internationale Organisation

17 16

„Ich finde, dass alle Kinder weltweit ein Recht auf Bildung haben. Aber ist das realistisch?“ Begründe deine Meinung mit mindestens drei Argumenten!

6. GLOBALISIERUNG UND WELTHANDEL

Wir rücken immer näher zusammen

Wenn du morgens ein T-Shirt anziehst, ein Müsli isst und dein Smartphone einschaltest, hast du wahrscheinlich schon mit mehreren Ländern zu tun gehabt – ohne es zu merken! Denn fast alles, was wir täglich benutzen, wurde in verschiedenen Teilen der Welt produziert. Das ist Globalisierung.

Nenne drei Produkte aus deinem Alltag, die aus verschiedenen

Ländern kommen!

Recherchiere, aus welchen Ländern sie stammen!

Gestalte eine Fotocollage! Fotografiere oder zeichne Gegenstände aus deinem Alltag, die aus verschiedenen Ländern stammen! Verknüpfe jedes Bild mit einem kurzen Text, woher es kommt und was das mit Globalisierung zu tun hat!

Abb. 1: internationale Speisen

international: alle Staaten der Erde betreffend

Globalisierung bedeutet: Die Welt wächst zusammen. Länder handeln miteinander, Unternehmen arbeiten über Kontinente hinweg zusammen, Menschen reisen und kommunizieren weltweit. Nicht nur die Wirtschaft ist global geworden – auch Umwelt, Politik, Kultur und Gesellschaft sind eng miteinander verknüpft.

Warum ist das heute so?

Mehrere Dinge haben Globalisierung möglich gemacht:

1 Bessere Transportmittel: Waren reisen heute mit Containerschiffen, Flugzeugen, Zügen und LKWs in wenigen Tagen rund um den Globus.

1 Digitale Kommunikation: Dank Internet, Handy und Video-Konferenzen können Menschen weltweit miteinander sprechen, handeln und zusammenarbeiten – in Echtzeit.

1 Arbeitsteilung über Grenzen hinweg: Unternehmen verteilen Arbeit dorthin, wo es für sie am besten passt – zum Beispiel, weil dort die Löhne niedriger sind oder weil Arbeitskräfte über spezielle Qualifikationen verfügen.

Globalisierung – auch bei dir zu Hause

Kleidung: Vielleicht steht in deinem Pullover „Made in Bangladesh“. Millionen Menschen arbeiten dort für Modeunternehmen – oft unter harten Bedingungen.

Smartphone: Der Bildschirm stammt aus Südkorea, der Prozessor aus den USA, die Batterie aus China – zusammengesetzt wird es in Vietnam. Diese Lieferkette nennt man globale Produktion.

Essen: Durch den Import von Lebensmitteln aus aller Welt hat sich unsere Ernährung verändert. Heute ist es ganz normal, Speisen und Getränke aus fernen Ländern zu genießen. Besonders sichtbar ist der weltweite Einfluss von Fast-Food-Angeboten, die ihren Ursprung unter anderem in den USA haben.

Musik & Serien: Auch in der Unterhaltung merkt man die Globalisierung: Musik, Serien und Spiele aus den USA oder Japan gehören für viele zum Alltag.

Abb. 2: The Simpsons

Abb. 3: Two

Nachrichten & Katastrophen: Wenn ein Vulkan ausbricht oder ein Krieg beginnt, erfährst du das sofort – oft live. So nah war die Welt noch nie.

and a Half Men

Welthandel: Wer handelt mit wem – und was bedeutet das für die Welt?

Der Welthandel beschreibt den weltweiten Austausch von Waren und Dienstleistungen – also alles, was verkauft, gekauft, geliefert oder genutzt wird: Lebensmittel, Autos, Kleidung, Maschinen, Technik, aber auch Software, Tourismus oder Transport. Kein Land auf der Welt kann heute alles allein herstellen. Deshalb kaufen und verkaufen Länder gegenseitig, was sie brauchen – über Kontinente hinweg.

Große Wirtschaftsmächte wie die USA, China, Deutschland oder Japan spielen dabei eine besonders wichtige Rolle. Sie exportieren viele Produkte und importieren Waren aus anderen Ländern. Auch die Europäische Union (EU) ist ein bedeutender Akteur im Welthandel. Ihr Anteil am gesamten Welthandel mit Drittstaaten beträgt rund 16 % (Quelle: Europäische Kommission (Eurostat): EU trade with non-EU countries (extra-EU trade), Stand: ca. 2021–2023) – intern handeln die Mitgliedsstaaten jedoch noch viel stärker miteinander. Andere Regionen wie Afrika, Südamerika oder Südostasien sind ebenfalls Teil des Welthandels – sie haben aber oft weniger Einfluss, weil sie weniger exportieren oder schwächere Verhandlungsmacht haben. Diese ungleiche Verteilung führt häufig zu Problemen, etwa bei Preisen, Arbeitsbedingungen oder Umweltstandards.

Anteil ausgewählter Freihandelszonen am weltweiten nominalen Bruttoinlandsprodukt (2019 und 2024, in Prozent)

Internationale Arbeitsteilung: Wer macht was?

Viele Länder haben sich auf bestimmte Produkte oder Dienstleistungen spezialisiert – das nennt man internationale Arbeitsteilung. Beispiele dafür sind:

1 Brasilien exportiert große Mengen Kaffee, Sojabohnen oder Zucker

1 China produziert viele Elektronikgeräte wie Smartphones oder Computerteile

1 Indien bietet IT-Dienstleistungen und produziert Medikamente

1 Österreich exportiert Maschinen, Spezialprodukte und Know-how, z. B. für den Tunnelbau oder die Umwelttechnik

1 Kenia verkauft Rosen, Tee oder Avocados nach Europa

1 Saudi-Arabien liefert Erdöl in viele Länder der Welt

Internationale Arbeitsteilung kann wirtschaftlich sinnvoll sein: Länder spezialisieren sich auf bestimmte Tätigkeiten, Unternehmen nutzen ihre Stärken, und viele Produkte können kostengünstiger oder in größerer Auswahl hergestellt werden. Sie erleichtert außerdem den Zugang zu neuen Märkten, schafft Arbeitsplätze und fördert technologische Entwicklung. Gleichzeitig entstehen Abhängigkeiten, die in Krisenzeiten problematisch werden können.

Beschreibe in einem kurzen Satz, worum es bei dieser Weltkarte geht!

Nutze einen Atlas oder eine digitale Karte! Finde je zwei Länder, die zu RCEP, USMCA und EU gehören! Notiere sie in einer Tabelle!

Finde heraus, was die WTO (Welthandelsorganisation) macht! Was sind ihre Ziele –und was wird kritisiert?

Mercosur (Mercado Común del Sur) USMCA (ursprünglich NAFTA – North America Free Trade Agreement)
EU-27
Quelle: Internationaler Währungsfonds (IMF), Statista; Darstellung: Institut der deutschen Wirtschaft (IW), 2024.

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Erkläre mit deinen eigenen Worten, was „Globalisierung“ bedeutet! Nutze Beispiele aus dem Text!

Ordne die folgenden Beispiele den Bereichen der Globalisierung richtig zu, indem du sie mit Pfeilen verbindest!

Handyproduktion

Kommunikation

Online-Meeting Kultur

Netflix-Serie aus den USA

Lebensmittelhandel

Mango aus Peru Wirtschaft

Viele Menschen arbeiten in anderen Ländern für unsere Kleidung oder Handys unter schwierigen Bedingungen. Was denkst du darüber? Was wären gerechtere Lösungen? Erstelle einen kurzen Text mit deinen Ideen!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Die Bedeutung des Suezkanals – Beschreibe den Seeweg auf der Karte! Erkläre mit eigenen Worten, welchen Weg ein Containerschiff von Mumbai nach Hamburg nimmt! Nenne dabei die Meere, Ozeane und Meerengen, die das Schiff befährt, und an welchen Küstenregionen oder Kontinenten es vorbeikommt!

Warum ist der Suezkanal so wichtig für den Welthandel? Erkläre, warum viele Containerschiffe diese Abkürzung nutzen – und was passiert, wenn er blockiert ist (z. B. durch eine Krise oder ein festgefahrenes Schiff)!

Kap der Guten Hoffnung
Mumbai (Bombay)
Äquator
Hamburg
Suezkanal

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Internationale Arbeitsteilung am Beispiel eines Notebooks – Schau dir die Karte genau an! Trage die Informationen in die Tabelle ein!

Rohstoffe (Beispiele)

Hauptquartier der Markenfirmen

Hersteller von Laptops –ohne eigene Fertigung (geben Aufträge an andere Firmen weiter)

Kontinent Rohstoff

Amerika

Afrika

Europa

Asien

Komponentenhersteller (Beispiele)

Arbeitsschritt

Montagefirmen (Beispiele) Verschrottung und Verwertung von Altgeräten

Erkläre in 3–4 Sätzen, warum ein Notebook ein gutes Beispiel für internationale Arbeitsteilung ist! Verwende dabei den Begriff internationale Arbeitsteilung!

Gestalte ein Gütesiegel für „Fairen Welthandel“! Überlege dir:

1 Welche Regeln müssen eingehalten werden?

1 Wer soll dieses Siegel vergeben?

1 Wie sieht das Logo aus?

Erstellt ein BookCreator-Projekt oder ein digitales Plakat mit dem Titel: „Globalisierung bei mir zu Hause“! Jeder von euch dokumentiert Produkte, Essen oder Medien aus der eigenen Umgebung und zeigt damit, wie sehr wir heute global vernetzt sind!

Zinn
Hewlett-Packard
Dell
Fujitsu/Siemens
Acer
Platin
Gold
Kupfer
Coltan
Kobalt
Samsung, LG
Lenovo

BONUS-SEITE WELTWEITE VERNETZUNG

Das World Wide Web

Noch vor 30 Jahren wäre es nicht denkbar gewesen, online eine Reise zu buchen, Kochrezepte und Spiele down zu loaden, in Foren mit Freunden zu chatten oder gar Bankgeschäfte von zuhause aus zu erledigen. Schließlich gab es noch kein Internet, zumindest nicht so, wie wir es heute kennen.

Wie funktioniert das Internet?

Das Internet könnte man mit einem Straßennetz vergleichen. Das Straßen- und Verkehrsnetz verbindet Orte, damit die Menschen von ihrem Ausgangspunkt zum gewünschten Ziel kommen. Die Straßen reichen weit bis über die Landesgrenzen hinaus und von dort gehen immer wieder neue Straßen, manchmal sogar Wasserstraßen, weiter in immer fernere Länder.

Genauso ist es im Internet. Alle Computer mit Internetverbindung stehen über die Leitungen des Datennetzes miteinander in Verbindung. So können Surfer Webseiten besuchen, E-Mails schreiben, sich in einem Forum, in einem Chat oder in einer Community treffen.

Das Wort „Internet“ bedeutet nichts anderes als „Vernetzung“. Das lateinische Wort „Inter“ heißt „zwischen“, das englische Wort „net“ heißt „Netz“.

Kurze Geschichte des Internets

Tim Berners-Lee war am CERN, einer großen Schweizer Forschungseinrichtung in Genf, tätig. Dort schrieb er ein Programm namens „World Wide Web“, mit dem man Informationen in Computernetzwerken veröffentlichen konnte. Mithilfe von Suchmaschinen und Links, die von einer Seite zur anderen führten, ließen sich Informationen gut verbreiten und wiederfinden. Das Internet war geboren.

Zu Beginn der 90er Jahre nutzten immer mehr Bildungs-, Forschungs- und andere Einrichtungen das World Wide Web. Jahre später gingen aufgrund von bedienungsfreundlichen Internetbrowsern immer mehr Privatleute ins Web. Das „World Wide Web“ hat das Internet also zu den Menschen nach Hause gebracht. Was daraus geworden ist und wie es sich weiterentwickelt hat, erleben wir tagtäglich.

Das Internet belebt die Globalisierung

Das Internet belebt die Globalisierung, indem es den weltweiten Austausch von Waren, Dienstleistungen, Informationen und Ideen erleichtert. Es eröffnet vielen Menschen neue Möglichkeiten, etwa durch besseren Zugang zu Bildung, schnellere Hilfe bei Katastrophen oder internationale Zusammenarbeit. Gleichzeitig bringt das Internet auch Herausforderungen mit sich, zum Beispiel Cyberkriminalität, Datenmissbrauch, Falschinformationen oder Cybermobbing. Deshalb ist ein verantwortungsvoller und sicherer Umgang mit digitalen Medien wichtig.

download: herunterladen Forum: virtueller Ort, an dem Meinungen ausgetauscht werden virtuell: nicht wirklich Chat: elektronische Kommunikation

Community: Onlinegemeinschaft

ARPANET: Advanced Research Projects Agency –Behörde für fortschrittliche Forschungsprojekte

Cybermobbing –und wie wir damit umgehen können

Viele Jugendliche erleben im Netz beleidigende Nachrichten, verletzende Kommentare oder das Weiterleiten peinlicher Fotos ohne Zustimmung. Cybermobbing verletzt – und es hört meist nicht von selbst auf. Deshalb ist es wichtig, nicht wegzuschauen: Betroffene brauchen Unterstützung, und wer andere absichtlich fertig macht, muss klare Konsequenzen tragen, etwa schulische Maßnahmen oder rechtliche Folgen. Hilfe holen bei Freundinnen und Freunden, Eltern oder Lehrkräften, Inhalte melden oder blockieren und solidarisch eingreifen sind wichtige Schritte, um Cybermobbing zu stoppen und zu zeigen, dass solches Verhalten nicht akzeptiert wird.

„Cybermobbing geht uns alle etwas an.“ –Schreibe einen kurzen Text (5–7 Sätze), in dem du erklärst, warum es wichtig ist, sich dagegen einzusetzen!

Abb. 2: Weltweite Vernetzung
Abb. 1: Tim Berners-Lee

7. NACHHALTIGE WIRTSCHAFT IN EINER

GLOBALISIERTEN WELT – HERAUSFORDERUNGEN UND CHANCEN

Abb. 1: Beschreibe das Bild mit eigenen Worten! Was siehst du im Vordergrund und was im Hintergrund? Was symbolisieren die Linien auf der Weltkarte?

Unsere Welt ist enger verbunden als je zuvor. Waren, Dienstleistungen, Informationen und Menschen bewegen sich rund um den Globus –schnell, digital und oft grenzenlos. Doch diese Globalisierung wirft Fragen auf: Wie können wir gerecht, umweltfreundlich und zukunftstauglich wirtschaften?

Abb. 1: Vernetzte Welt: Menschen, Städte und Kontinente sind global durch Handel und digitale Kommunikation verbunden.

Globale Herausforderungen im 21. Jahrhundert

Klimawandel: Die Produktion, der Transport und der Konsum von Gütern verursachen enorme Mengen an Treibhausgasen.

Besonders Industrie, Energie und Verkehr tragen stark zur Erderwärmung bei. Hitzewellen, Dürren oder Überschwemmungen treffen vor allem jene Länder, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben – wie viele Staaten im globalen Süden.

Gefährdung

Exposition der Bevölkerung gegenüber den Naturgefahren Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen, Dürren und Meeresspiegelanstieg

K1: Beschreibe den globalen Grad der Gefährdung durch den Klimawandel! Nenne mindestens drei Regionen mit hoher und sehr hoher Gefährdung!

Nutze drei thematische Karten (z. B. Dürre, Hochwasser, Stürme/Wirbelstürme) und wähle drei Länder, die auf mindestens zwei Karten stark betroffen sind! Beschreibe Lage, Klima, Bevölkerung und erkläre die besondere Verwundbarkeit!

sehr gering 0,91 – 9,55

gering 9,56 – 12,13

mittel 12,14 – 14,64

hoch 14,65 – 19,69

sehr hoch 19,70 – 86,77

keine Daten

Max. Gefährdung = 100 Klasseneinteilung gemäß Quintil-Methode

Quelle: Bündnis Entwicklung Hilft / Ruhr-Universität Bochum (RUB) / Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV): WorldRiskIndex – Gefährdung durch Naturgefahren, basierend auf Daten u. a. der Vereinten Nationen, Stand: ca. 2020.

K1: Diese Weltkarte zeigt Regionen, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind.

Ressourcenknappheit: Viele Rohstoffe wie Öl, seltene Erden oder sauberes Wasser sind begrenzt. Durch Übernutzung, Umweltzerstörung und ungerechte Verteilung entstehen große Konflikte – etwa um Trinkwasser, Land oder Energie.

Städte verbrauchen zwar viele Ressourcen, können diese aber oft effizienter nutzen als der ländliche Raum: durch dichte Bebauung, gemeinsame Infrastruktur, öffentlichen Verkehr oder Energieeinsparungen durch kurze Wege. Gleichzeitig sind Städte wichtige Orte für nachhaltige Innovationen, z. B. in den Bereichen Recycling, erneuerbare Energien oder Kreislaufwirtschaft.

Ungleichheit zwischen Arm und Reich: Der Welthandel wird stark von reichen Ländern und großen Konzernen bestimmt. Viele Menschen im globalen Süden arbeiten unter schlechten Bedingungen – etwa in Textilfabriken, auf Plantagen oder in Minen –und verdienen kaum genug zum Leben. Gleichzeitig steigt in reichen Ländern der Konsum und damit der ökologische Fußabdruck.

Migration und Flucht: Wirtschaftliche Not, Umweltkatastrophen oder politische Unsicherheit zwingen viele Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Diese Bewegungen zeigen, wie eng unsere Welt verbunden ist – und werfen Fragen nach globaler Gerechtigkeit, Menschenrechten und fairer Entwicklung auf.

Wer kann etwas verändern – und wie?

Nachhaltige Lösungen brauchen Zusammenarbeit – über Grenzen hinweg. Unterschiedliche Akteure sind dabei gefragt:

1 Staaten können durch Gesetze und internationale Abkommen faire Arbeitsbedingungen, Umweltstandards und Steuergerechtigkeit sichern. In der EU wird etwa ein Lieferkettengesetz diskutiert, das Unternehmen zu mehr Verantwortung verpflichtet.

1 Internationale Organisationen wie die UNO oder die Weltbank arbeiten für globale Ziele wie Armutsbekämpfung, Bildung und Klimaschutz.

1 Unternehmen können Verantwortung übernehmen – durch faire Löhne, transparente Lieferketten, klimafreundliche Produktion und Recyclinglösungen.

1 NGOs wie Greenpeace oder Amnesty International setzen sich unabhängig von Staaten für Umwelt- und Menschenrechte ein.

1 Verbraucherinnen und Verbraucher haben Einfluss: Mit dem Kauf von regionalen Produkten oder Fairtrade-Waren können sie nachhaltiges Wirtschaften unterstützen. Gleichzeitig braucht es aber auch klare Gesetze, damit Unternehmen weltweit faire Standards einhalten.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen, ohne die Chancen zukünftiger Generationen einzuschränken. Dabei sind drei Dimensionen gleich wichtig:

1 wirtschaftlich effizient, 1 sozial gerecht und 1 ökologisch tragfähig.

Nur wenn alle drei Aspekte zusammengedacht werden, kann eine nachhaltige Entwicklung gelingen.

Abb. 2 +3: Beschreibe beide Bilder genau! Was siehst du? Was machen die Menschen dort? Welche Stimmung herrscht jeweils?

Vergleiche das Leben der Menschen auf beiden Bildern! Was unterscheidet sich in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Alltag, Kleidung und Umgebung?

Wähle zwei der im Text genannten Akteure aus und vergleiche ihre Aufgaben und ihren Einfluss! Welche Ziele verfolgen sie? Wie wollen sie etwas verändern? Wo liegen Unterschiede oder Gemeinsamkeiten?

Erstelle ein Info-Plakat oder digitales BookCreatorProjekt zum Thema: „Was hat mein T-Shirt mit dem Leben anderer Menschen zu tun?“ Zeige Herkunft, Arbeitsbedingungen, Akteure und Handlungsmöglichkeiten!

Abb. 3: Einkaufszentrum in Leipzig, Deutschland
Abb. 2: Bergleute in der Potosi Silbermine, Bolivien

Erkläre mit eigenen Worten, was „nachhaltiges Wirtschaften“ bedeutet! Nenne drei wichtige Ziele davon!

Abb. 4: Windpark mit Windkraftanlagen

Abb. 5: Plastikflasche im Rückgabeautomaten – ein Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung im Alltag.

Was bedeutet nachhaltiges Wirtschaften konkret?

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet, dass wirtschaftliche Entscheidungen langfristig getroffen werden. Es geht nicht nur um Gewinn und Wachstum heute, sondern darum, die Bedürfnisse der Gegenwart zu erfüllen, ohne die Lebensmöglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden. Dabei sind drei Bereiche gleich wichtig: eine wirtschaftlich effiziente Nutzung von Ressourcen, soziale Gerechtigkeit für alle Menschen und der Schutz der Umwelt. Nachhaltigkeit heißt also, heute verantwortungsvoll zu handeln, damit die Erde auch in Zukunft lebenswert bleibt.

1. Klimaneutralität

Ein zentraler Baustein nachhaltiger Wirtschaft ist der Schutz des Klimas. Unternehmen, Städte und auch Staaten sollen so arbeiten und produzieren, dass möglichst kein CO2 – also kein klimaschädliches Kohlendioxid – ausgestoßen wird. Wenn Emissionen doch entstehen, sollen sie durch andere Maßnahmen ausgeglichen werden, etwa durch Aufforstung oder Investitionen in erneuerbare Energien. Ziel ist es, die Erderwärmung zu bremsen und das Klima langfristig zu stabilisieren – denn die Folgen des Klimawandels treffen vor allem die Menschen in ärmeren Regionen besonders hart.

2. Ressourcenschonung

Unsere Erde stellt uns nur begrenzte Rohstoffe zur Verfügung – wie Metalle, Wasser, Boden oder fossile Energien. Deshalb ist es wichtig, dass Produkte langlebig, reparierbar und recycelbar sind. Statt Wegwerfartikel zu produzieren, sollen Dinge mehrfach verwendet und am Ende ihres Lebenszyklus umweltfreundlich entsorgt oder wiederverwendet werden. Auch ein sparsamer Umgang mit Energie, Wasser und Land gehört zur Ressourcenschonung. Unternehmen können hier viel bewirken – aber auch Konsumentinnen und Konsumenten, die bewusst einkaufen.

„Nachhaltiges Wirtschaften ist nur möglich, wenn alle mitmachen – Politik, Unternehmen und wir selbst.“ Schreibe deine Meinung dazu in 6– 8 Sätzen und nenne mindestens zwei konkrete Beispiele aus dem Tex!

3. Soziale Gerechtigkeit

Ein nachhaltiges Wirtschaftssystem sorgt dafür, dass alle Menschen von ihrer Arbeit gut leben können – egal, ob in Österreich, Bangladesch oder Brasilien. Dazu gehören faire Löhne, sichere und menschenwürdige Arbeitsbedingungen, das Verbot von Kinderarbeit sowie der Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. Besonders in globalen Lieferketten –etwa in der Textil- oder Elektronikindustrie – ist es wichtig, dass nicht nur die Endprodukte billig sind, sondern auch die Menschen, die sie herstellen, gerecht behandelt werden.

4. Globale Partnerschaften

Nachhaltige Wirtschaft funktioniert nur gemeinsam. Länder des globalen Nordens und Südens sollen auf Augenhöhe zusammenarbeiten – also fair und partnerschaftlich, ohne Ausbeutung oder einseitige Abhängigkeiten. Das kann durch gerechte Handelsabkommen, Wissenstransfer oder gemeinsame Klimaschutzprojekte geschehen. Besonders wichtig ist es, dass ärmere Länder beim Umbau ihrer Wirtschaft unterstützt werden – etwa durch Investitionen in Bildung, nachhaltige Infrastruktur oder erneuerbare Energien. Nur durch globale Zusammenarbeit können die großen Herausforderungen wie Klimaschutz, Armutsbekämpfung oder Gesundheitsvorsorge gemeistert werden.

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

1

Erkläre die folgenden Begriffe mit eigenen Worten!

Küstenstreifen:

Permafrost:

Zyklon:

Flussdelta:

Wüstenbildung:

2

Ordne den folgenden Regionen die jeweilige Bedrohung zu, indem du sie mit Pfeilen verbindest!

3

Tuvalu Dürre

Aralsee Wasserknappheit

New Orleans Schmelzen des Permafrosts

Bangladesch

Subsahara-Afrika

Zyklone

Meeresspiegelanstieg

„Reiche Länder sollen arme Länder beim Klimaschutz finanziell unterstützen.“ Was denkst du? Begründe deine Meinung mit mindestens zwei Argumenten!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Betrachte die Karte genau!

Vom Klimawandel bedrohte Delta-Regionen

Anzahl der bis 2050 verdrängten Menschen, wenn die Meere weiter ansteigen wie bisher

Nenne drei Flussdeltas, die laut Karte besonders vom Klimawandel betroffen sind! In welchen Ländern liegen sie?

Wähle zwei Deltas aus verschiedenen Kontinenten! Vergleiche:

• Lage und Klima

• mögliche Gefahren durch den Klimawandel

• wie viele Menschen betroffen sind

„Wer in gefährdeten Gebieten lebt, sollte umziehen.“ – Stimmst du dieser Aussage zu? Begründe deine Meinung in einem kurzen Text (6–8 Sätze)!

Grijalva
Orinoco Amazonas
Rhein
Shatt-al-Arab
Krishna Godavari
Ganges
Brahmaputra
Volta Niger
Indus
Sebou
Moulouya Senegal

Versetze dich in eine der Personen auf den Bildern von S. 95 (Abb. 2 +3) – entweder in eine Bergarbeiterin in Bolivien oder einen Jugendlichen beim Weihnachtseinkauf in Leipzig! Schreibe einen Tagebucheintrag über deinen Tag! Was beschäftigt dich? Was wünschst du dir für die Zukunft?

Erkläre mit eigenen Worten, was „globale Ungleichheit“ bedeutet! Nutze ein Beispiel aus dem Text!

Fair gestalten – Entwirf dein eigenes Gütesiegel für „faire und nachhaltige Produktion“! Erkläre: Was muss ein Produkt erfüllen, um das Siegel zu bekommen? Wie sieht dein Logo aus? (Zeichnung oder Canva-Vorlage)

So schätze ich mich nach dem Hauptkapitel „Wir leben in einer globalisierten Welt“ selbst ein: Kreuze jenen Daumen an, der für dich am ehesten zutreffend ist!

Ich kann…

…erklären, warum Menschen nicht überall auf der Welt gleich dicht verteilt leben und welche natürlichen und gesellschaftlichen Gründe dafür wichtig sind.

…Unterschiede zwischen Stadt, Ballungsraum und abgelegenen Regionen beschreiben – und erklären, was das für das Leben der Menschen bedeutet.

…mit Karten und Atlanten arbeiten, um besiedelte und unbesiedelte Regionen zu finden und zu vergleichen.

…analysieren, wie Globalisierung unseren Alltag beeinflusst – zum Beispiel beim Essen, bei Kleidung oder Technik.

…erkennen, woher Produkte in meinem Alltag kommen, und erklären, wie internationale Lieferketten funktionieren.

…beschreiben, warum der Welthandel für viele Länder wichtig ist – aber auch, welche Probleme er mit sich bringt.

…erklären, was nachhaltiges Wirtschaften bedeutet und welche Rolle dabei Klimaschutz, Ressourcenschonung und soziale Gerechtigkeit spielen.

…verschiedene Akteure (z. B. Staaten, Unternehmen, NGOs, Bürgerinnen und Bürger) nennen, die sich für eine gerechtere und nachhaltigere Welt einsetzen – und erklären, wie sie das tun.

…Ungleichheiten zwischen dem globalen Norden und Süden anhand von Beispielen erkennen und erklären, warum Zusammenarbeit wichtig ist.

…analysieren, warum Städte wichtige Knotenpunkte in der globalisierten Welt sind und welche Herausforderungen sie dadurch haben.

…Unterschiede im Leben von Menschen in wohlhabenden und armen Regionen anhand von Bildern und Texten vergleichen.

…eigene Ideen und Vorschläge entwickeln, wie wir gemeinsam die Zukunft nachhaltiger und gerechter gestalten können.

…kritisch über meinen eigenen Konsum nachdenken und Beispiele nennen, wie ich durch bewusste Entscheidungen zur Nachhaltigkeit beitragen kann.

Buchtipps für besonders Wissensdurstige

Um deine Kompetenzen noch mehr zu steigern, hier unsere Buchtipps!

Andreas Steinhöfel: Die Mitte der Welt (Carlsen 2004).

Carolin Philipps: Made in Vietnam (Ueberreuter Verlag, Kinder- und Jugendbuch 2014).

DAS EIGENE ICH IN EINER VERNETZTEN WELT

D

Welche Themen könnten dich in diesem Kapitel erwarten?

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Sieh dir dazu die Bilder an!

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Notiere Schlagwörter, die dir zu den Bildern oder den möglichen Themen einfallen!

DAS EIGENE ICH IN EINER VERNETZTEN WELT

1. WER BIN ICH, WAS BRAUCHE ICH, UND WAS KANN ICH BEWEGEN?

Bildet eine Kleingruppe und entwickelt gemeinsam eine fiktive Person, die im Jahr 2040 lebt! Geht auf folgende Fragestellungen ein! Wo lebt sie? Was arbeitet sie?

Welche Werte sind ihr wichtig?

Wie geht sie mit Geld, Umwelt, Konsum und Verantwortung um?

Erstellt gemeinsam ein multimediales Porträt (z. B. digitales Poster, Storyboard, Rollenspiel oder Mini-Video) Titel: „Unsere Zukunft – unsere Welt 2040“

Abb. 1: Benenne die Berufe, die du auf den vier Bildern erkennen kannst! Beschreibe kurz, was diese Personen vermutlich beruflich tun!

Welcher dieser Berufe spricht dich persönlich am meisten an – und warum? Verfasse einen kurzen Text (ca. 6–8 Sätze), in dem du deine Interessen, Stärken und Werte einbeziehst!

Unsere Welt verändert sich ständig – durch neue Technologien, weltweite Krisen, den Klimawandel, wirtschaftliche Entwicklungen oder politische Entscheidungen. Auch dein eigenes Leben ist stark mit dieser globalisierten Welt verbunden. Du bist Teil eines großen Ganzen – als Konsumentin und Konsument, Lernende und Lernender, vielleicht bald als Berufstätige oder Berufstätiger oder sogar als Unternehmerin oder Unternehmer, auf jeden Fall aber als Mensch mit Wünschen, Ideen und Mitgestaltungsmöglichkeiten.

Meine Zukunft – Wünsche, Träume und Möglichkeiten

Viele junge Menschen stellen sich Fragen wie:

1 Wo möchte ich einmal leben?

1 Welchen Beruf will ich ausüben?

1 Wie kann ich meine Talente einsetzen?

1 Wie möchte ich wohnen, reisen, arbeiten oder meine Freizeit verbringen?

Diese Zukunftsvorstellungen hängen oft mit persönlichen Interessen, familiären Voraussetzungen oder dem sozialen Umfeld zusammen – aber auch mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Vielleicht hast du besondere Stärken in Technik oder Kreativität, willst etwas für die Umwelt tun oder anderen Menschen helfen. Manche Menschen möchten ihr eigenes Unternehmen gründen – das kann mehr Verantwortung und Risiken bedeuten, bietet aber auch die Chance, eigene Ideen umzusetzen und etwas Neues zu schaffen. Andere bevorzugen einen Beruf mit stabileren Strukturen und sicherem Einkommen.

Gerade in einer Welt voller Veränderungen ist es wichtig, dass du lernst, eigenständig zu denken, eigene Ideen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen – für dich selbst und für andere. Es geht nicht darum, später unbedingt ein Unternehmen zu gründen. Vielmehr geht es darum, mutig zu sein, Chancen zu erkennen, Probleme kreativ zu lösen, Neues auszuprobieren und deine Zukunft aktiv mitzugestalten.

Abb. 1: Verschiedene Berufe der Zukunft – Von Technik und IT über Unternehmensgründung bis zu Gesundheit und erneuerbaren Energien: Unsere Welt bietet viele Möglichkeiten, wie wir arbeiten und zur Zukunft beitragen können.

DAS EIGENE ICH

Finanzen, Konsum und Lebensqualität – Was brauche ich wirklich?

Wenn du über deine Zukunft nachdenkst, wirst du früher oder später auch über Geld sprechen müssen – und darüber, was du wirklich brauchst, um gut leben zu können. Vielleicht träumst du von einem bestimmten Beruf, möchtest reisen, eine eigene Wohnung haben oder dir etwas Besonderes leisten. Doch all diese Wünsche sind mit finanziellen Fragen verbunden.

Was kostet eigentlich mein Wunschberuf an Ausbildung?

Manche Berufe kannst du über eine Lehre oder eine schulische Ausbildung erreichen, andere setzen ein Studium voraus. Das kann bedeuten, dass du einige Jahre kein oder nur wenig eigenes Einkommen hast – und trotzdem für Essen, Miete oder Fahrkarten aufkommen musst. Es lohnt sich daher, rechtzeitig über Ausbildungswege, Fördermöglichkeiten (wie Stipendien oder Beihilfen) und spätere Verdienstchancen nachzudenken.

Wie viel Geld brauche ich überhaupt zum Leben?

Das hängt von vielen Dingen ab: Wohnort, Wohnform, Lebensstil, ob du alleine oder mit anderen zusammenwohnst, ob du viel auswärts isst oder selbst kochst. Fixkosten wie Miete, Strom, Versicherungen oder Internet kommen monatlich auf dich zu – dazu Ausgaben für Kleidung, Freizeit, Mobilität oder Bildung. Ein eigenes Budget zu planen hilft dir, den Überblick zu behalten und dich nicht zu verschulden.

Abb. 2: Ein junger Erwachsener erstellt seinen Haushaltsplan – er rechnet mit dem Taschenrechner und prüft Einnahmen und Ausgaben, um den Überblick über sein Budget zu behalten. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu finanzieller Selbstständigkeit.

Wie viel ist mir Freizeit, Mode, Reisen oder Nachhaltigkeit wert?

Hier kommen deine persönlichen Werte ins Spiel. Manche Menschen legen viel Wert auf Designermode, andere sparen lieber für Erlebnisse oder Reisen. Wieder andere investieren bewusst in faire Kleidung, gesunde Lebensmittel oder nachhaltige Produkte – selbst wenn sie manchmal etwas teurer sind. Es geht darum, bewusst zu entscheiden: Was ist mir wirklich wichtig? Wofür möchte ich mein Geld ausgeben – und was brauche ich vielleicht gar nicht?

Was bedeutet es, ein eigenes Einkommen zu haben?

Mit dem ersten Gehalt kommt nicht nur mehr Freiheit, sondern auch mehr Verantwortung. Du kannst dir Wünsche erfüllen – aber musst auch für dich selbst sorgen. Damit dein Lohn überwiesen werden kann, brauchst du schon vor Arbeitsbeginn ein eigenes Konto und musst deinem Arbeitgeber die Kontoverbindung mitteilen. Danach lernst du, mit deinem Geld hauszuhalten, Prioritäten zu setzen und langfristig zu denken: Willst du sparen, investieren, einen Vertrag abschließen oder für später vorsorgen? Je besser du dich auskennst, desto sicherer kannst du Entscheidungen treffen – auch gegen falsche Versprechen, Lockangebote oder unfaire Bedingungen.

Abb. 3: Ausbildung kostet – nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Abb. 2: Notiere fünf regelmäßige Ausgaben, die ein junger Erwachsener im Monat hat!

Analysiere!

Warum ist finanzielle Selbstständigkeit wichtig für Jugendliche? Was verändert sich, wenn man sein eigenes Geld verdient und einteilt?

Du hast monatlich 2.000 € zur Verfügung. Erstelle einen einfachen Haushaltsplan mit Ausgaben für Miete, Essen, Freizeit, Kleidung usw.! Du kannst den Haushaltsplan in Tabellenform (z. B. in deinem Heft oder mit einem Tabellenkalkulationsprogramm) oder im BookCreator darstellen!

Abb. 4: Junge Menschen verreisen gemeinsam Prioritäten, die: sind Dinge, die dir besonders wichtig sind und deshalb zuerst erledigt oder beachtet werden sollen.

Formuliere einen kurzen

Text: „Was ich ab morgen ändern möchte, um nachhaltiger zu leben.“!

Konsum mit Verantwortung – Was steckt hinter deinen Entscheidungen?

Vielleicht hast du schon einmal darüber nachgedacht, woher deine Kleidung kommt, wie dein Handy produziert wurde oder welche Auswirkungen dein Einkaufsverhalten auf die Umwelt hat. Konsum ist heute viel mehr als nur kaufen – es ist eine bewusste Entscheidung:

Abb. 5: Eine junge Frau kauft frisches Obst und Gemüse auf einem Wochenmarkt –und verwendet dabei einen wiederverwendbaren

Netzbeutel. Sie achtet auf regionale und saisonale Produkte, um Transportwege zu verkürzen und die heimische Landwirtschaft zu unterstützen.

1 Kaufe ich Kleidung, die nachweislich fair produziert wurde, zum Beispiel erkennbar an Gütesiegeln oder Informationen der Hersteller – ohne Kinderarbeit und zu gerechten Löhnen?

1 Achte ich beim Einkaufen auf regionale oder saisonale Lebensmittel – um Transportwege zu verkürzen und die heimische Landwirtschaft zu stärken?

1 Nutze ich Strom und Wasser sparsam – oder lasse ich das Licht und den Fernseher laufen, obwohl niemand im Raum ist?

1 Verzichte ich manchmal bewusst auf Verpackungen, Plastik oder unnötige Produkte?

Solche Entscheidungen zeigen: Du übernimmst Verantwortung – für dich selbst, für andere Menschen und für unsere Umwelt. Damit gestaltest du nicht nur dein eigenes Leben mit, sondern auch das Leben kommender Generationen.

Lebensqualität – Was macht mein Leben wirklich lebenswert?

Viele glauben, dass Lebensqualität vor allem mit Geld zu tun hat. Doch wenn du genauer hinschaust, erkennst du: Geld allein macht noch kein gutes Leben aus. Lebensqualität bedeutet, dass du dich wohl, sicher, frei und gesund fühlst – und das hängt von vielen weiteren Dingen ab:

Abb. 6: Eine Gruppe Jugendlicher genießt gemeinsam eine Fahrradtour in der Natur.

1 Gesundheit: Zugang zu ärztlicher Versorgung, Bewegung, gesunde Ernährung

1 Bildung: Gute Schulen, Möglichkeiten zum Lernen und Weiterbilden

1 Sicherheit: In einer Umgebung leben, in der du dich frei bewegen und entfalten kannst

1 Freizeit und Erholung: Zeit für Hobbys, Freunde, Familie und Ausgleich

1 Umwelt: Saubere Luft, Natur, Grünräume in deiner Umgebung

1 Mitbestimmung: Die Möglichkeit, deine Meinung zu sagen, gehört zu werden, Entscheidungen mitzutreffen – in der Schule, im Ort oder in der Politik

Überlege dir: Was ist dir besonders wichtig? Worauf könntest du verzichten – und worauf nicht?

Was würdest du dir für deine Zukunft wünschen – und was möchtest du vielleicht sogar aktiv verändern?

DAS

Gemeinsam etwas bewegen – Herausforderungen erkennen und aktiv werden

Auch wenn wir alle unterschiedliche Träume, Stärken und Lebenswege haben, gibt es große Herausforderungen, die uns alle betreffen – ganz egal, wo wir leben oder wie alt wir sind:

1 die Klimakrise und der Schutz unserer Umwelt

1 Ungleichheit zwischen Arm und Reich – weltweit, aber auch in unserem Land

1 Migration, Zusammenleben in Vielfalt und das Recht auf Teilhabe

1 die rasanten Veränderungen durch Digitalisierung, Internet und künstliche Intelligenz

1 wirtschaftliche Verflechtungen – und die Frage, wie fair unser Konsum ist

1 die Sicherung von Frieden, Freiheit und gerechter Mitbestimmung

Solche Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Dafür brauchst du Wissen – aber auch Mut, eine Meinung und Ideen, wie man etwas verbessern kann. In der Schule lernst du, wie man sich informiert, wie man sich eine eigene Meinung bildet und wie man sich für das einsetzen kann, was einem wichtig ist – sei es in der Klasse, in der Gemeinde, in Jugendorganisationen oder auch online.

Du wirst ermutigt, nicht nur zuzusehen, sondern mitzugestalten. Denn in einer Gesellschaft, in der jede Stimme zählt, ist auch deine wichtig. Du hast Rechte – wie das Recht auf Bildung, Meinungsfreiheit oder Mitbestimmung. Aber du trägst auch Verantwortung: für dich, für andere Menschen und für unsere gemeinsame Zukunft.

Du kannst zum Beispiel darauf achten, wie du mit Ressourcen umgehst oder welche Produkte du kaufst. Du kannst dich für ein gutes Miteinander in deiner Klasse einsetzen, Ungerechtigkeiten ansprechen oder Ideen für mehr Nachhaltigkeit entwickeln. Du kannst in einem Jugendrat mitmachen, mit anderen diskutieren oder dich für mehr Gleichberechtigung, Klimaschutz oder globale Gerechtigkeit engagieren.

Was bedeutet für dich „Mitbestimmung“ in der Schule oder im Alltag? Nenne zwei konkrete Beispiele!

Wähle zwei Herausforderungen aus dem Text! Erkläre, wie sie miteinander zusammenhängen könnten!

Erstelle einen kurzen Video-Clip (max. 2 Minuten) zum Thema „Ich bin Teil der Lösung“! Beschreibe eine Herausforderung! Zeige, was du tust oder tun könntest!

Nutze Bilder, Symbole, Statements!

Ob du alleine einen ersten Schritt machst oder gemeinsam mit anderen etwas aufbaust – du kannst die Welt ein kleines Stück verändern. Und genau darum geht es: Mitdenken Mitreden Mitgestalten

Abb. 7: Ob beim Müllsammeln in der Natur oder im Gespräch mit älteren Menschen – jede und jeder kann etwas für die Gemeinschaft beitragen.

Erkläre mit eigenen Worten, was es bedeutet selbstständig zu handeln!

Entwickelt in Gruppen ein Mini-Projekt für eure Schule oder Gemeinde (z. B. Müllvermeidung, Konsumkritik, soziales Engagement)! Präsentiert euer Projekt vor der Klasse – inklusive Ziel, Planung, Ressourcen und erwarteter Wirkung!

Was heißt das für mich – ganz konkret?

Vielleicht fragst du dich: Was hat das alles eigentlich mit mir zu tun? Ganz schön viel. Denn in einer Welt, die sich ständig verändert und vernetzt ist, ist es wichtig, dass du nicht nur mitläufst, sondern deinen eigenen Weg findest – bewusst, selbstbestimmt und mit Verantwortung. Dabei helfen dir Fragen, die dir zeigen, was dir wirklich wichtig ist und wie du dein Leben aktiv gestalten kannst:

Was ist mir wirklich wichtig im Leben?

Welche Werte zählen für mich – Gerechtigkeit, Freiheit, Gemeinschaft, Sicherheit, Kreativität, Umweltbewusstsein? Was wünsche ich mir für meine Zukunft – eine Familie, ein sinnvoller Beruf, Unabhängigkeit, Reisen, ein gutes Leben für alle? Welche Bedürfnisse habe ich – materiell, emotional, sozial? Wenn du diese Fragen ehrlich für dich beantwortest, kommst du deiner eigenen Vision vom Leben ein großes Stück näher.

Wie sieht meine Zukunft aus – und wie kann ich sie mitgestalten?

Will ich eine Ausbildung machen oder weiter zur Schule gehen? Möchte ich vielleicht selbst einmal ein Projekt starten oder ein Unternehmen gründen? Oder einfach mit Menschen zusammenarbeiten, denen dieselben Dinge wichtig sind wie mir? Die Zukunft fällt nicht vom Himmel – sie wird von Menschen gemacht. Und du kannst einer dieser Menschen sein.

Was bedeutet es, selbstständig oder unternehmerisch zu handeln?

Es geht nicht darum, sofort ein Unternehmen zu gründen. Es geht darum, Ideen zu entwickeln, Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden. Es geht darum, Chancen zu sehen, kreativ zu denken und mutig Neues auszuprobieren. Du kannst ein Schulprojekt leiten, einen Flohmarkt organisieren, ein Repair-Café starten oder eine nachhaltige Geschäftsidee entwickeln. Jedes Mal übernimmst du Verantwortung – für dich selbst, für andere und für dein Umfeld.

Abb. 8: Nachhaltig handeln im Alltag: Ob beim Reparieren eines Fahrrads oder beim Besuch eines Second-Hand-Markts

Abb. 8: Vergleiche! Was haben die beiden Situationen gemeinsam? Was ist jeweils der nachhaltige Aspekt?

Wie gehe ich verantwortungsvoll mit Geld, Konsum und Ressourcen um?

Ob du dein erstes eigenes Taschengeld bekommst oder später dein Gehalt verwaltest: Du triffst ständig Entscheidungen. Kaufe ich etwas Neues oder repariere ich etwas Altes? Brauche ich das wirklich oder will ich es nur haben? Informiere ich mich über faire Produktion, regionale Herkunft oder die Umweltwirkung eines Produkts? Und wie plane ich mein Geld so, dass ich mir etwas leisten kann – ohne Schulden, aber mit gutem Gefühl? Wer über Geld, Konsum und Ressourcen Bescheid weiß, kann klüger und nachhaltiger handeln.

DAS EIGENE ICH IN EINER VERNETZTEN

Wie kann ich politisch mitreden oder mitbestimmen – jetzt oder später?

Du musst keine Politikerin oder kein Politiker sein, um etwas zu bewegen. Schon wenn du deine Meinung sagst, dich informierst oder für andere einstehst, nimmst du Einfluss. Du kannst an Diskussionen teilnehmen, dich für faire Regeln in der Schule einsetzen oder in einer Jugendgruppe aktiv werden. Später kannst du wählen gehen, dich in einem Verein oder Gemeinderat engagieren –oder andere dabei unterstützen, ihre Stimme zu erheben. Demokratie lebt davon, dass Menschen mitreden – auch du.

Abb. 9: Jugendliche hält Rede vor der UNO

Welche Herausforderungen sehe ich in meiner Umgebung –und wie kann ich etwas bewirken?

Manchmal sind es kleine Dinge im Alltag, die dir auffallen – und die dir zeigen: Hier läuft etwas nicht so gut. Vielleicht merkst du, dass in deinem Ort kaum Busse oder Züge fahren und Jugendliche ohne Auto schwer irgendwohin kommen. Oder du siehst, dass einzelne Mitschülerinnen und Mitschüler oft ausgeschlossen oder unfair behandelt werden. Vielleicht ärgerst du dich über achtlos weggeworfenen Müll im Park oder auf dem Schulhof. Vielleicht fällt dir auch auf, dass es kaum sichere Fahrradwege gibt, zu wenig Sitzplätze in der Schule – oder keine Orte, an denen sich Jugendliche sinnvoll treffen können. Solche Beobachtungen sind wichtig. Denn sie zeigen dir, was dich stört – und was du verbessern möchtest.

Dann stellt sich die Frage: Was kann ich selbst tun? Du musst nicht die Welt auf einmal retten. Aber du kannst einen Anfang machen – und mitdenken, mitreden, mitgestalten. Vielleicht hast du eine Idee für ein kleines Schulprojekt, bei dem ihr Müll sammelt oder eine Aktion gegen Mobbing organisiert. Vielleicht gründest du mit Freundinnen und Freunden eine Gruppe, die sich für sichere Radwege einsetzt. Oder du verfasst eine Petition an den Gemeinderat, machst ein Info-Plakat für deine Schule oder teilst deine Meinung auf Social Media. Du kannst mit deiner Klasse einen Flohmarkt für einen guten Zweck organisieren, dich bei einer Jugendorganisation engagieren oder mit anderen gemeinsam überlegen, wie ihr eure Schule nachhaltiger gestalten könnt. Wichtig ist nicht, dass du alles alleine schaffst – sondern dass du den Mut hast, den ersten Schritt zu machen.

Denn egal, ob du dich in einem Schulprojekt engagierst, in einem Jugendparlament mitdiskutierst, ein umweltfreundliches Produkt entwickelst oder einfach beim Einkaufen bewusster auswählst: Du zeigst damit, dass du Verantwortung übernimmst – für dich, für andere und für deine Umgebung. Du zeigst: Ich bin Teil dieser Welt –und ich will sie mitgestalten.

Du musst nicht perfekt sein. Es geht nicht darum, alles richtig zu machen. Es geht darum, anzufangen, hinzuschauen, mitzufühlen und dir zu überlegen: Was kann ich beitragen? Deine Stimme zählt. Deine Ideen sind wichtig. Und deine Zukunft beginnt nicht irgendwann – sie beginnt genau jetzt.

Beschreibe in eigenen Worten, was politische Mitbestimmung bedeutet – und warum sie auch für Jugendliche wichtig ist!

Arbeite heraus, was „Verantwortung übernehmen“ im Text konkret bedeutet – für dich selbst, für andere und für die Umwelt!

Abb. 9. Nenne drei Situationen aus deinem Alltag, in denen Kinder und Jugendliche ihre Meinung äußern oder mitbestimmen können!

Bereite eine kurze Rede oder Präsentation vor, in der du dich für ein Thema einsetzt, das dir wichtig ist!

Schreibe einen kurzen Blogbeitrag oder Social Media Post (fiktiv oder echt), in dem du eine Herausforderung in deiner Umgebung ansprichst und Lösungsvorschläge machst!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Erkläre mit eigenen Worten die Begriffe „globale Veränderung“, „Mitgestaltung“, „Verantwortung“ und „Veränderung“!

Globale Veränderung:

Mitgestaltung:

Verantwortung:

Veränderung:

Meine Entscheidung zählt – Konsum, Beruf, Engagement – Stell dir vor, du erhältst 1.000 € „Zukunftsbudget“. Du darfst es für eine Mischung aus folgenden Bereichen ausgeben:

1 Bildung und Ausbildung

1 Umwelt- und Klimaschutz

1 Sparen oder Investieren

1 Freizeit und Konsum

1 Soziales Engagement

Gestalte ein Diagramm oder Info-Blatt! Wie würdest du das Geld verteilen – und warum? Begründe deine Entscheidung schriftlich!

Erstelle ein Zukunfts-Diagramm! In die Mitte schreibst du „Meine Zukunft“. Außen notierst du, was deine Zukunft beeinflussen kann – z. B. Ausbildung, Familie, Umwelt, Politik, Berufe, Geld, Gleichberechtigung. Verbinde deine Träume und Wünsche mit diesen Faktoren: Wo siehst du Chancen, wo Hindernisse?

Richtig oder falsch? Kreuze an, ob die Aussagen stimmen!

Lebensqualität hängt nur vom Einkommen ab.

Wer Strom spart, übernimmt Verantwortung für die Umwelt.

Plastikverpackungen helfen beim Klimaschutz.

Bildung ist ein wichtiger Teil von Lebensqualität.

Wer fair produzierte Kleidung kauft, denkt auch an andere Menschen.

Freizeit und Erholung haben nichts mit Lebensqualität zu tun.

Eine eigene Meinung zu haben und mitzureden gehört zu Mitbestimmung.

Wenn ich mein Geld gut einteile, kann ich besser planen und sparen.

Nachhaltiger Konsum betrifft nur Erwachsene.

Gute Gesundheits versorgung gehört zur Lebensqualität.

Ich im Alltag – Mein Konsumcheck – Erstelle eine Tabelle mit zwei Spalten! Spalte 1: „Was ich regelmäßig kaufe“ – Spalte 2: „Wie nachhaltig ist das?“

Was ich regelmäßig kaufe? Wie nachhaltig ist das?

Suche online oder in Werbeprospekten ein Produkt, das dich anspricht! Prüfe folgende Punkte: Ist es fair produziert? Brauche ich es wirklich? Welche Werbestrategien werden eingesetzt? Halte deine Analyse schriftlich fest!

Nenne drei globale Herausforderungen, die Menschen auf der ganzen Welt betreffen (z. B. Klimawandel, Ungleichheit, Konflikte, Krankheiten)! Erkläre jeweils an einem Beispiel, warum diese Herausforderung wichtig ist! Beschreibe zusätzlich, welche möglichen Lösungsansätze es gibt und was du selbst oder eure Gemeinde dazu beitragen könntet!

Erstelle ein Zukunftsprofil von dir selbst!

• In welchem Beruf siehst du dich?

• Welche Ausbildung brauchst du dafür?

• Was sind deine wichtigsten Ziele in den nächsten zehn Jahren?

• Womit willst du zur Gesellschaft beitragen?

„Mein Weg in einer vernetzten Welt“ – Erstelle ein multimediales Produkt! Wähle zwischen:

Video-Statement / Podcast-Folge / Storyboard oder Fotoreportage / interaktive Präsentation!

Inhalte:

• Wer bin ich – was kann ich?

• Welche Werte begleiten mich?

• Was möchte ich in der Welt bewegen?

Zukunft zum Anpacken – Ich als Gestalterin oder Gestalter der Welt von morgen – Entwirf ein kleines Projekt oder eine Aktion unter dem Motto „Ich bewege etwas“! Du kannst dabei eine der folgenden Ideen auswählen oder eine eigene entwickeln, zum Beispiel:

• ein Plakat, Video oder eine Fotoreportage, in der du deine Vision für eine gerechtere oder nachhaltigere Welt zeigst

• eine Idee für ein Schülerinnen- und Schülerprojekt, das anderen hilft (z. B. im Umweltbereich, im sozialen Miteinander oder in der Digitalisierung)

• ein Konzept für ein nachhaltiges Produkt oder eine gemeinnützige Aktion

• eine Mini-Kampagne zu einem Thema, das dir wichtig ist (z. B. faire Mode, mentale Gesundheit, Energie sparen)

Reflektiere anschließend schriftlich:

• Warum hast du dieses Thema gewählt?

• Was möchtest du mit deinem Projekt erreichen?

So schätze ich mich nach dem Hauptkapitel „Das eigene Ich in einer vernetzten Welt“ selbst ein: Kreuze jenen Daumen an, der für dich am ehesten zutreffend ist!

Ich kann…

…erklären, was für mich persönlich zu einem guten Leben gehört –z. B. Gesundheit, Freiheit, Freizeit, Umwelt oder Sicherheit.

…beschreiben, welche Träume und Zukunftswünsche ich habe und wie ich sie erreichen könnte – z. B. durch Ausbildung, Beruf oder eigenes Engagement.

…unterscheiden, was ich wirklich brauche und was ich nur will – und Entscheidungen beim Konsum bewusster treffen.

…einschätzen, wie nachhaltig mein eigenes Verhalten ist – z. B. beim Einkaufen, beim Energieverbrauch oder in der Freizeit.

…Zusammenhänge erkennen zwischen Geld, Konsum, Umwelt und globaler Verantwortung.

…ein Projekt entwickeln, das zu einer gerechteren oder nachhaltigeren Zukunft beiträgt – z. B. an der Schule oder in der Gemeinde.

…mich mit anderen abstimmen, um gemeinsam Ideen umzusetzen –z. B. bei einer Aktion, einem Poster oder einer Kampagne.

…mich zu einem Thema äußern, das mir wichtig ist – z. B. in einer Präsentation, einem Video oder einer Rede.

…Verantwortung übernehmen – für mich selbst, für andere Menschen und für unsere Umwelt.

Buchtipps für besonders Wissensdurstige

Um deine Kompetenzen noch mehr zu steigern, hier unsere Buchtipps!

Davide Coppo: Der Morgen gehört uns (Kjona Verlag 2024).

Kurt Held: Die rote Zora und ihre Bande (Fischer Sauerländer 2015).

PERSONEN- UND SACHREGISTER

Register-Anleitung

Im Register findest du alphabetisch geordnet alle wichtigen Begriffe, die im Buch vorkommen. Die Zahl(en) neben den Begriffen geben dir an, wo im Buch das Wort zu finden ist. Wenn du z. B. auf die S. 42 gehst, findest du das Wort TOLERANZ: Viel Erfolg beim Einsatz!

Abholzung: 9, 18

Afrika: 17, 18, 27, 28, 31, 64, 66 82, 89

Ägypten: 29, 63

Albanien: 44

Anden: 64

Anthropozän: 8

Arbeitsplätze: 27, 63, 65, 67, 72

Arbeitsteilung:88, 89

Armut: 80, 95, 96

Artensterben:9, 16, 18

Artenvielfalt: 9, 16, 19, 20, 31

Atmosphäre: 16, 28

Auen: 28

Ausbildung: 72, 74, 103, 106

Ausschuss der Regionen: 49

Ballungsräume: 67, 72

Bangladesch: 16, 17, 72, 96

Belastungsgrenze: 9, 16

Bevölkerung: 26, 27, 30, 31, 66

Bevölkerungsverteilung: 63, 67

Bewässerungsmethoden: 30

Bewässerungssysteme: 29, 31

Bildung: 30, 42, 51, 65, 72, 75, 80, 82, 93, 95, 96, 103, 104, 105

Bildungseinrichtungen: 72

Binnenmarkt: 42, 48

Bodensenkungen: 29

Bodenverschmutzung: 8

Bosnien und Herzegowina: 44

Brasilien: 9, 27, 67, 89, 96

Brunnen: 29, 30, 80

Bruttoinlandsprodukt: 56

Bulgarien: 44, 48, 56

Bürgerbewegungen: 79

China: 66, 79, 88, 89

Containerhafen: 73

Corona-Pandemie: 58 Cybermobbing: 93

Demokratie: 42, 50, 57, 107

Deutschland: 18, 43, 56, 89

Dienstleistungsverkehr: 48

digitale Kommunikation: 88

Digitalisierung: 51, 73, 75, 105

Düngemittel: 8, 12, 18

Dürre: 9, 17, 32, 80, 94,

Einkommen: 67, 102, 103

Engagement: 106

Erderwärmung: 28, 94, 96

Erdgas: 12

Erdöl: 12, 16, 89

Ernährung: 28, 32, 88, 104

Eurasien: 41

Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM): 43

Europäische Gemeinschaft (EG): 43

Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl: 43

Europäische Integration: 56

Europäische Kommission:

49

Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG): 43

Europäische Zentralbank: 49

Europäischer Gerichtshof: 49

Europäisches Parlament: 49

Europäischer Rat: 49

Europäischer

Rechnungshof: 49

Export: 31, 89

Feuchtgebiete: 9, 18, 26, 27, 28, 30

Finanzen: 49, 113

Finanzkrise: 58

Fischerei: 63

Flächeninanspruchnahme: 26, 32

Flächennutzung: 26

Flucht: 17, 51, 58, 95

Flüchtlingskrise: 58

Flussbegradigung: 18

Flutbewässerung: 30

Frankreich: 43, 63, 79

Freiheit: 42, 50, 51, 57, 65, 103, 105

Frieden: 42, 43, 50, 65, 80, 105

Ganges: 63

Gebirge: 41, 64

Georgien: 44

Gerechtigkeit: 32, 37, 42, 50, 67, 76, 79, 95, 96, 105, 106

Gesellschaft: 65, 72, 88, 102, 105

Gini-Koeffizient: 67

Gleichheit: 50

Gletscher: 8, 16

globale Partnerschaften: 96

Globalisierung: 7, 22, 25, 58

Grönland: 16, 64

Grundrechte: 42, 51

Grundwasser: 8, 9, 26, 29, 30, 65

Grundwasserspiegel: 26, 29, 30

Handelsregeln: 37, 65

Himalaya: 64

Hitze: 9, 17, 32, 75, 94

Hitzewellen: 17, 94

Hochwasser: 27, 28

Holz: 9

Hunger: 80

Import: 31, 88, 89

Indien: 29, 30, 63, 66, 89

Industrie: 8,12, 18, 26, 27, 28, 29, 32, 65, 67, 75

Infrastruktur: 29, 65, 72, 74, 75, 76, 94, 96

Innovation: 94

Insekten: 8, 18, 19, 20, 28

Internationale Organisationen: 79, 80, 82

Internationale Zusammenarbeit: 30, 32

Internet: 58, 65, 73, 75, 79, 88, 93, 105,

Japan: 88, 89

Kalte Regionen: 64

Kapitalverkehr: 48

Kautschuk: 78

Kenia: 89

Klima: 9, 17, 26, 27, 28, 32, 63, 76, 79, 80, 94, 96

Klimaflucht: 17

Klimaneutralität: 96

Klimaschutz: 26, 73, 105

Klimawandel: 9, 13, 16, 17, 30, 31, 37, 51, 63, 80, 82, 94, 96, 102

Kohle: 43, 56

Kohlenstoff (CO2): 16, 28

Konsum: 31, 94

Konzerne: 79, 81, 95

Kriege: 42, 43, 80

Küstenregionen: 16, 63

Landnutzung: 9, 16

Landwirtschaft: 8, 9, 17, 18, 26, 28, 29, 30, 31, 32, 63, 64, 65, 72, 80, 104

Lebensmittelproduktion: 29

Lebensqualität: 67, 74, 75, 76, 103, 104

Lebensraum: 8, 9, 18, 19, 26, 27, 28

Lieferketten: 72, 89, 95, 96

Luftverschmutzung: 8, 9, 18, 27, 67

Malediven: 16, 17

Marktkapitalisierung: 81

Metropolregionen: 63

Migration: 17, 51, 57, 58, 66, 74, 95, 105

Minderheiten: 50, 51, 57

Mitbestimmung: 41, 65, 104, 105, 107

Mitgliedsstaaten: 42, 44, 49, 50, 51, 56, 57, 89

Mitspracherecht: 81

Moldau: 44

Montanunion: 43

Montenegro: 44

Moore: 28

Mumbai: 63

Nachhaltigkeit: 37, 74, 76, 95, 103, 105

Nahrungsmittelknappheit: 30

Naturgefahren: 65, 75

Naturschutz: 19, 28

NGOs: 78, 95

Niederlande: 73

Nil: 63

Nordmazedonien: 44

Nordseeküste: 63

Norwegen: 41, 44, 48

Ökosystem: 20, 32

Österreich: 16, 17, 27, 29, 32, 44, 50, 51, 57, 65, 76, 79, 89, 96

Palmöl: 9, 28, 31, 37

Pandemien: 80

Paris: 32, 63

Pasterze: 16

Peripherie: 72

Personenverkehr: 48

Pestizide: 31

Pflanzenarten: 9, 18, 20, 28

Plastik: 96, 104

Politik: 42, 57, 67, 76, 104

Pressefreiheit: 50, 51, 57

Rat der EU: 49

Regenwald: 9, 18, 28, 31, 32

Regenwasser: 9, 29

regionale Lebensmittel: 37

Ressourcen: 26, 32, 67, 76, 96, 105, 106

Ressourcenknappheit: 94

Ressourcenschonung: 96

Rotterdam: 73

Sahara: 64

Saudi-Arabien: 89

Schädlinge: 19, 20

Schadstoffe: 8, 27

Schengener Abkommen: 48

Schengener

Informationssystem: 48

Schmelzwasser: 16, 29

Schutzräume: 28

Serbien: 44

Sibirien: 64

Soja: 9, 28, 31, 89

Solidarität: 42, 50

Soziale Gerechtigkeit: 79, 96

Sprinklerbewässerung: 30

Städte: 9, 16, 18, 27, 28, 30, 37, 56, 63, 65, 66, 67, 72, 73, 74, 75, 76, 94, 96

Starkregen: 17, 27, 28

Stürme: 9, 17

Subkontinent: 41

Südamerika: 27, 89

Südostasien: 28, 63, 89

Sümpfe: 28

Technik: 20, 30, 31, 64, 73, 81, 89, 102

Tourismus: 63, 72, 89

Transportwege: 31, 37, 104

Treibhausgase: 16, 94

Trinkwasserversorgung: 29

Tröpfchenbewässerung: 30, 37

Türkei: 41, 44, 63

Ukraine: 17, 44, 58

Umwelt: 8, 19, 20, 30, 31, 32, 37, 66, 67, 102, 104, 105

Umweltschutzgesetze: 31

Umweltungerechtigkeit: 32

Umweltzerstörung: 15, 94

Ungleichheit: 32, 51, 67, 80, 94, 105

Unternehmen: 9, 31, 32, 55, 74, 81, 95, 96, 102, 105 USA: 81, 82, 88

Verantwortung: 32, 80, 82, 95, 102, 103, 104, 105, 106, 107

Verkehr: 27, 72, 74, 94

Verkehrsmittel: 63, 67, 76

Versiegelung: 8, 18

Vertrag von Lissabon: 48

Vertrag von Maastricht: 44, 48

Wälder: 9, 16, 18, 20, 26, 27, 28, 31, 32, 82

Währungsunion: 48

Warenverkehr: 48

Wasserkreislauf: 29

Wassermangel: 9, 30

Wassersparen: 32

Wasserspeicher: 28

Wasserverbrauch: 26, 31

Wasserverschmutzung: 8

Weltbank: 67, 95

Welthandel: 89, 95

Welthandelsorganisation (WTO): 89

Werte: 19, 42, 50, 51, 57, 67, 102, 103, 106

Wirtschaft: 16, 51, 56, 66, 67, 81, 88, 94, 96

Wirtschaftsmächte: 89

Wirtschafts- und

Sozialausschuss: 49

World Wide Web: 93

Wüste Gobi: 64

Wüsten: 9, 64

Zukunft: 9, 17, 37, 39, 51, 75, 76, 79, 96, 102, 103, 104, 105, 106, 107

Zukunftsvorstellungen: 102

Bildverzeichnis:

Beltz & Gelberg 2019: 61/2

Bundesarchiv (Deutschland): 42/1

Carlsen 2004: 100/1

Christian Monyk: 49/2, 49/3

F1 Online/picturedesk.com: 49/4

G & G Kinder- u. Jugendbuch 2018: 61/1

Internet: 18/1, 41/1, 50/1, 50/3, 50/5, 51/2, 57/1, 57/3, 75/2, 75/3, 79/1, 79/2, 79/3, 79/4, 79/6, 81/1, 93/1

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Fischer Sauerländer 2015: 110/2

Kjona Verlag 2024: 110/1

Ludwig Buchverlag 2021: 39/1

photos.com: daniel vojtech: 88/5

Pulfer/Interfoto/picturedesk.com: 43/2

Raoul Krischanitz: 4/3, 12/4, 19/1, 20/1, 21/1, 21/2, 26/1, 28/2, 29/1, 41/2, 43/1, 48/1, 52/2, 56/2, 65/2, 66/3, 67/1, 81/1, 82/3, 89/1, 92/1, 94/2, 98/1

Stepmap.de: 91/1

Tropen 2020: 39/2

Ueberreuter Verlag, Kinder- und Jugendbuch 2014: 100/2

wikipedia commons: 16/1, 88/4, Holger Uwe Schmitt: 16/2

Quellenverzeichnis:

Aufbereitung und Berechnung nach FAO-Daten, dargestellt nach Statista (2025): 26/1

Bundesamt für Naturschutz (BfN); IPCCSachstandsberichte; Umweltbundesamt (UBA): Angaben zur CO2-Bilanz verschiedener Landnutzungs- und Lebensraumtypen. Eigene grafische Aufbereitung (vereinfachte Darstellung): 28/2

Bündnis Entwicklung Hilft / Ruhr-Universität Bochum (RUB) / Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV): WorldRiskIndex –Gefährdung durch Naturgefahren, basierend auf Daten u. a. der Vereinten Nationen, Stand: ca. 2020: 94/2

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Eurostat: Online-Datenbank: Kaufkraftparitäten (KKP) und vergleichende Preisniveauindizes für die Aggregate des ESVG 2010 (Stand: 08/2024): 56/2

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Grundlage nach Myers et al. (2000, erweitert 2004): 20/1

Institut für Umwelt, Friede und Entwicklung (IUFE): Was Klimaflüchtlinge bewegt und worauf wir uns vorbereiten müssen. Wien 2025. Online unter: https://www.iufe.at (abgerufen am 2. April 2025): 17

Internationaler Währungsfonds (IMF), Statista; Darstellung: Institut der deutschen Wirtschaft (IW), 2024: 89/1

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Weltbank (World Bank), World Development Indicators, 1990–2020: 67/1

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