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GEOGRAFIE FÜR ALLE

2 . KLASSE

www.eS quirrel.at Karin

Herndl, Eva Schreiner

GEOGRAFIE FÜR ALLE

2. KLASSE

Karin Herndl, Eva Schreiner

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Dieses Buch ist laut Bescheid des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung vom 9. 12 2025 (GZ: 2024-0.748.035) gemäß § 14 Abs. 2 und 5 des Schulunterrichtsgesetzes, BGBL. Nr. 472/86, und gemäß den derzeit geltenden Lehrplänen als für den Unterrichtsgebrauch für die 2. Klasse an Mittelschulen und für die 2. Klasse an allgemein bildenden höheren Schulen - Unterstufe im Unterrichtsgegenstand Geografie und wirtschaftliche Bildung (Lehrplan 2023) geeignet erklärt.

Deine Übungs-App: Auf eSquirrel findest du zu jedem Kapitel viele Übungen.

Kopierverbot:

Dieses Werk ist für den Einsatz im Schulunterricht bestimmt. Laut Urheberrecht in der gültigen Fassung des Urheberrechtsgesetzes (§ 42 (6)) darf es weder ganz noch in Teilen auch für den Einsatz im Schulunterricht nicht kopiert oder vervielfältigt werden.

Umschlagbilder: Istockphotos.com: Harvepino, NanoStockk Schulbuchnummer: 225.593 © Olympe Verlag GmbH, Oberwaltersdorf, 2026 Alle Rechte vorbehalten Vervielfältigung jeder Art gesetzlich verboten 2. Auflage (2026)

Lektorat: Marion Ramell, BA Umschlaggestaltung, Satz, Layout: Raoul Krischanitz, Wien, transmitterdesign.com Sprecherin/Sprecher der Hörbeispiele: Roswitha Szyszkowitz, Clemens Matzka Grafik: Raoul Krischanitz, transmitterdesign.com Druck, Bindung: Druckerei Berger, Horn Bildrechte: © Bildrecht/Wien, 2026 ISBN: 978-3-903578-17-3

INHALTSVERZEICHNIS

NACHHALTIGER UMGANG MIT ENERGIETRÄGERN

1. Unsere Welt im Wandel – Energie und Verantwortung

2. Warum wir verantwortungsvoll mit Energie umgehen müssen

M1 Diagramme interpretieren

M2 Experimente durchführen

3. Nicht erneuerbare Energieträger: Erdöl, Erdgas und Kohle

4. Erneuerbare Energieträger

5. Atomkraft

6. Wir alle sind mobil

Die letzte Generation

NACHHALTIGER UMGANG MIT RESSOURCEN

1. Verteilung von Ressourcen

2. Ressource Wasser – ein knappes Gut

3. Übermäßiger Verbrauch von Ressourcen

4. Wie können wir Ressourcen nachhaltig nutzen?

BONUS-SEITE: Was ist Lithium und warum brauchen wir es?

BONUS-SEITE: Die Lagerung von Atommüll

5. Ressource – Nahrungsmittel

6. Lebensmittelverschwendung in Österreich

WIRTSCHAFTEN ZWISCHEN PRODUKTION UND KONSUM

1. Die Vielfalt der Arbeitswelt 64

2. Die Berufswelt ändert sich – Berufe im Wandel 71

3. Arbeit in der Zukunft – Zukunft der Arbeit 72

4. Arbeit und Leben im Gleichgewicht 73

5. Wie entscheiden Betriebe, was sie herstellen – und warum das wichtig ist 76

6. Gütererzeugung in Gewerbe und Industrie 81

7. Möbelproduktion in der Industrie 83

8. Dienstleistungen – Menschen arbeiten für Menschen 87

BONUS-SEITE: Die Geschichte des Geldes 89

9. Wie gehe ich gut mit meinem Geld um? 90

10. Verkehrsdienstleistungen nutzen 94

11. Die Nutzung von Handelsdienstleistungen 96

12. Produkte vergleichen – Schutz für Konsumentinnen und Konsumenten 97

13. Wie entstehen Preise? 101 Kompetenz-Check 104 M5 Eine Präsentation durchführen 105

PROJEKTIDEEN UMSETZEN

1. Ein Geschäftsprojekt beginnen 106

MEINE BUCH-RALLYE

Damit du dich in deinem Buch zu Beginn gleich besser zurechtfindest, haben wir für dich 12 Aufgaben zusammengestellt. Viel Vergnügen bei der Rallye!

1. INHALTSVERZEICHNIS: Schlage das Inhaltsverzeichnis in deinem Buch auf! Welche zwei Inhalte interessieren dich am meisten? Schreibe sie auf!

2. ERÖFFNUNGSSEITE: Mit den Eröffnungsseiten zu Beginn jedes Großkapitels bekommst du einen Einblick über die folgenden Inhalte. Notiere den Leitspruch auf der Eröffnungsseite des Hauptkapitels „NACHHALTIGER UMGANG MIT ENERGIETRÄGERN“, der unter dem ersten Bild steht!

3. FLIEßTEXT: Auf den Textseiten erhältst du einen ersten Einblick in die verschiedenen Themen, mit denen du dich im Unterricht beschäftigen wirst. So werden auf S. 22 die Nutzungsmöglichkeiten der Sonnenkraft vorgestellt. Nenne die beiden Nutzungsmöglichkeiten!

4. INFORMATION: Im Fließtext und in den Seitenspalten findest du immer wieder zusätzliche Informationen, die dein Wissen erweitern. Gib den Titel der Zusatzinformation auf S. 33 an!

5. PERSONEN UND SACHREGISTER: Es hilft dir schnell, wichtige Inhalte mit alphabetisch geordneten Stichwörtern im Buch zu finden! Schreibe mit Hilfe des Registers auf, auf welcher Seite der Begriff „URBAN MINING“ in deinem Buch zu finden ist!

6. METHODENSEITEN: Sie erweitern dein Können Schritt für Schritt. Gehe zur Methodenseite „THEMATISCHE KARTEN LESEN“ und gib an, welche thematische Karte zu sehen ist!

7. BONUS-SEITEN: Sie sind Wahlseiten. Du kannst sie bearbeiten, musst das aber nicht tun. Gehe zur BONUS-SEITE „Die letzte Generation“ und gib an, was auf Abbildung 1 zu sehen ist!

8. SEITENSPALTEN: Sie sind wirklich interessant für dich, weil...

...du Erklärungen für die im Fließtext orange markierten Wörter findest! Beschreibe den Prozess der Erdölförderung und erkläre, wie Erdöl aus dem Boden gewonnen wird!

Pipeline, die: Rohrleitung

Warst du schon einmal Goldwaschen? Wenn ja, berichte darüber!

... du Aufgaben, die mit Symbolen für die unterschiedlichen Anforderungsbereiche gekennzeichnet sind, lösen kannst! Suche im Buch in der Seitenspalte nach weiteren Beispielen und schreibe jeweils eine Aufgabe der Farbe entsprechend in die richtige Spalte!

GELERNTES WIEDERGEBEN ERWORBENES WISSEN ANWENDEN

ÜBER GELERNTES NACHDENKEN UND PROBLEME LÖSEN

9. AUFGABEN: Fast jedes Unterkapitel endet mit der oder den Seite(n) „Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe“ . Hier kannst du dein Wissen und Können testen und die neu erworbenen Fähigkeiten, also deine Kompetenzen (gekennzeichnet durch die 3 Farben) – anwenden. Gehe auf S. 46 zu Aufgabe 1 und notiere, mit welchem Produkt du dich hier beschäftigen sollst!

10. KOMPETENZ-CHECK! Am Ende jedes Großkapitels kannst du selbst einschätzen, welche Fähigkeiten du erworben hast. Hier findest du auch Buchtipps zum Vertiefen deiner Kenntnisse! Gehe zum Kompetenz-Check „NACHHALTIGER UMGANG MIT RESSOURCEN“ und gib an, wie der Titelzusatz des Buches „Generation Hope“ heißt!

11. In deinem Buch gibt es auch Hörbeispiele. Wenn du mit deinem Handy den QR-Code einscannst, kannst du sie dir anhören! Gehe auf S. 64! Zu welchem Thema findest du hier Hörbeispiele?

12. Gib an, was das Symbol bedeutet!

NACHHALTIGER UMGANG MIT ENERGIETRÄGERN

D

D

Was könnte das Bild rechts aussagen?

Besprecht gemeinsam, was ihr bereits über Energie wisst!

D

Sieh dir die Bilder an! Was erkennst du? Was ist unbekannt?

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Benenne die Abbildungen, die dir bereits bekannt sind!

Energie ist kostbar!

NACHHALTIGER UMGANG MIT ENERGIETRÄGERN

1. UNSERE WELT IM WANDEL – ENERGIE UND VERANTWORTUNG

Nenne fünf Geräte, die du häufig verwendest und die Strom verbrauchen!

Vergleiche deine Liste mit einer Mitschülerin/einem Mitschüler! Wo gibt es Unterschiede, wo Gemeinsamkeiten?

Was sind Energieträger

Energieträger dienen als Quellen für die Energiegewinnung und können in unterschiedlichen Formen vorkommen:

2 fossile Brennstoffe (z. B. Kohle, Erdöl, Erdgas)

2 erneuerbare Energieträger (z. B. Sonne, Wind, Wasser, Biomasse)

2 Uran – wird vor allem in Kernkraftwerken verwendet

Nenne jeweils ein Beispiel zu den drei Bereichen der Nachhaltigkeit: ökonomisch, ökologisch und sozial!

Ressourcen, die: alles, was Menschen verwenden, um etwas herzustellen oder ihr Leben zu gestalten.

Licht im Zimmer, warmes Wasser zum Duschen oder ein aufgeladenes Handy – für all das wird Energie verwendet. Energie kann man nicht erzeugen oder verbrauchen. Sie wird nur umgewandelt – zum Beispiel von Sonnenstrahlen zu Strom oder von Strom zu Wärme. Doch wie wir mit Energie umgehen, hat Folgen: für die Natur, das Klima und für viele Menschen.

In diesem Kapitel lernst du deshalb nicht nur, welche Energieträger es gibt. Du findest auch heraus: Was können wir selbst tun – in der Schule, zu Hause oder in der Politik – um mit Energie besser umzugehen?

Energieformen

Energie ist überall – in Häusern, Autos oder Spielzeugen. Wir brauchen sie jeden Tag. Energie ist zum Beispiel Strom. Strom kann leicht in andere Energieformen umgewandelt werden. Drei weitere wichtige Energieformen sind:

1 Bewegung (kinetische Energie)

1 Wärme (thermische Energie)

1 Licht (elektromagnetische Energie)

Im Alltag hast du sicher schon Begriffe wie Energieverbrauch, Energieerzeugung und Energieverlust gehört. Diese Begriffe sind eigentlich nicht ganz korrekt. Energie kann nämlich weder erzeugt werden noch kann sie verbraucht werden oder einfach verschwinden, sie kann nur in andere Energieformen umgewandelt oder auf andere Körper übertragen werden.

Woher kommt die Energie, die wir nutzen?

Strom wird nicht einfach gemacht. Er entsteht durch Umwandlung. Dabei wird eine Energieform in Strom umgewandelt. Energie kann in Kraftwerken umgewandelt werden – zum Beispiel aus Kohle, Wind oder Wasser. Auch kleinere Anlagen wie eine Solaranlage am Balkon können Sonnenlicht in Strom umwandeln.

Oft wird aber die in Energieträger enthaltene Energie direkt in diejenige Energieform umgewandelt, die wir Menschen nutzen wollen – z.B. Verbrennen von Holz in einem Kamin, um wohlige Wärme in einem Wohnraum herzustellen.

Nachhaltigkeit

Welche Energieträger wir nutzen, ist wichtig für eine nachhaltige Zukunft. Nachhaltigkeit heißt: Umwelt und Klima schützen, damit die Welt auch für spätere Generationen lebenswert bleibt. Es geht aber auch darum, Armut und schlechte Arbeitsbedingungen zu vermeiden. Wie bei anderen Ressourcen (siehe Kapitel: nachhaltiger Umgang mit Ressourcen) spielt bei diesen Fragen die Wahl der Energieträger eine wichtige Rolle.

Abb. 1: Verbrennen von Holz in einem Kamin

2. WARUM WIR VERANTWORTUNGSVOLL MIT ENERGIE UMGEHEN MÜSSEN

Energie brauchen wir jeden Tag: für Licht, Wärme, Verkehr, das Kochen, unser Handy oder den Laptop. Ohne Energie geht in unserer Welt fast nichts. Aber: Energie ist nicht gleich Energie. Manche Arten der Energiegewinnung schaden dem Klima und der Umwelt, andere sind besser für uns alle.

Was ist das Problem?

Viele Energieformen, die wir heute noch oft verwenden, entstehen durch das Verbrennen von Erdöl, Erdgas oder Kohle. Dabei entstehen sogenannte Treibhausgase, vor allem Kohlenstoffdioxid (CO₂).

Diese Gase steigen in die Atmosphäre und halten dort Wärme fest – ähnlich wie ein Gewächshaus. Das nennt man Treibhauseffekt. Ohne diesen natürlichen Effekt wäre es auf der Erde zu kalt für uns Menschen. Doch durch unsere Lebensweise kommt zu viel CO₂ in die Luft – das ist der Grund für den menschengemachten Klimawandel.

Abb. 1: Grafische Darstellung des Treibhauseffekts

CO2: chemische Verbindung; Kohlenstoffdioxid

Treibhauseffekt: Erwärmung der Erde durch den Stau von infraroter Strahlung in der Atmosphäre

Warum ist der Klimawandel so gefährlich?

Der Klimawandel führt dazu, dass es auf der Erde immer wärmer wird. Die Folgen spüren wir schon heute: Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen, starke Stürme und Ernteausfälle. Auch Tiere und Pflanzen sind davon betroffen. Ganze Lebensräume verändern sich oder verschwinden.

Je mehr Energie wir auf klimaschädliche Weise erzeugen, desto schneller schreitet der Klimawandel voran. Deshalb ist es so wichtig, nachhaltig mit Energie umzugehen.

Was bedeutet „nachhaltiger Umgang mit Energie“?

Nachhaltig bedeutet: So handeln, dass es für Menschen, Tiere und Pflanzen heute und in Zukunft gut ist. Das heißt konkret:

1 Nur so viel Energie verbrauchen, wie nötig ist.

1 Energie aus umweltfreundlichen Quellen nutzen – also erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse.

1 Weniger verschwenden – zum Beispiel durch gut isolierte Häuser, energiesparende Geräte oder kurze Wege.

1 Rohstoffe und Ressourcen so verwenden, dass sie nicht ausgehen und gerecht verteilt sind.

1 Verantwortung übernehmen – nicht nur als Einzelperson, sondern auch als Gesellschaft, in der Politik und in Unternehmen.

Wie funktioniert der Treibhauseffekt?

Der Treibhauseffekt ist für das Leben auf der Erde absolut notwendig. Die mittlere Temperatur auf der Erdoberfläche beträgt um die 15 °C. Gäbe es den Treibhauseffekt nicht, würde sie bei ca. –18 °C liegen. Die Menschen beeinflussen den Treibhauseffekt und damit den Anstieg der Temperatur auf unterschiedliche Weise. Vor allem durch die starke Zunahme von Autos und deren CO2-Ausstoß sowie den zunehmenden Wohlstand steigt die Temperatur an. Jeder von uns heizt oder bedient elektrische Geräte. Aber auch Industriebetriebe produzieren eine Menge an Treibhausgasen.

infrarote Strahlung: ist unsichtbares Licht, das Wärme überträgt. Sie liegt „unterhalb“ des roten Lichtspektrums und wird z. B. von der Sonne, Heizstrahlern oder auch unserem Körper abgegeben.

Beschreibe mit eigenen Worten, was „nachhaltiger Umgang mit Energie“ bedeutet!

Finde ein Beispiel aus den Nachrichten, bei dem der Klimawandel bereits Auswirkungen hat (z. B. Dürre, Hitze, Überschwemmung) und erkläre es kurz!

CO2 verstärkt den Treibhauseffekt
CO2
Sonnenstrahlung
Atmosphäre
Erdwärme

Erstellt in Partnerarbeit eine übersichtliche Tabelle mit Beispielen, wie ihr selbst, eure Schule und die Politik Energie sparen können.

Nutzt dazu ein digitales Präsentationstool (z. B. Google Slides, PowerPoint, Canva oder Prezi)!

Präsentiert eure Ergebnisse anschließend der Klasse in einem kurzen Vortrag (max. 3 Minuten)! Achtet dabei auf eine klare Gliederung und verständliche Erklärungen!

Abb. 2: Erläutere, warum es wichtig ist, dass verschiedene Gruppen (z. B. Schule, Politik, Wirtschaft) gemeinsam Verantwortung übernehmen!

Entwickelt gemeinsam einen konkreten Vorschlag, wie ihr als Klasse selbst zum verantwortungsvollen Umgang mit Energie beitragen könnt (z. B. durch ein Projekt)!

Bewerte: Ist es wichtiger, dass jede und jeder Einzelne etwas gegen den Klimawandel tut – oder dass die Politik handelt? Begründe deine Meinung!

Du schreibst an eine Politikerin oder einen Politiker. Formuliere drei Forderungen, was sie gegen den Klimawandel tun sollen – und warum!

Wer trägt Verantwortung?

Einzelne Personen

Jede und jeder von uns kann im Alltag bewusster mit Energie umgehen: Licht ausschalten, zu Fuß gehen, mit dem Rad fahren, weniger heizen oder duschen, Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen.

Familien, Schulen, Städte und Gemeinden

Auch größere Gruppen können viel tun – z. B. Solaranlagen installieren, Energiesparmaßnahmen umsetzen, Heizsysteme modernisieren oder Informationen bereitstellen.

Staaten und die Politik

Die Politik muss für gerechte Regeln und Gesetze sorgen – zum Beispiel für den Ausbau erneuerbarer Energien, die Begrenzung von CO₂-Ausstoß und den Schutz von Umwelt und Ressourcen.

Wirtschaft und Unternehmen

Unternehmen können auf umweltfreundliche Produktion, energiesparende Maschinen oder nachhaltige Verpackungen setzen. Auch die Forschung für neue, bessere Lösungen spielt hier eine große Rolle.

Warum

ist das wichtig?

Der Klimawandel ist ein globales Problem – er betrifft uns alle. Deshalb ist es wichtig, dass alle Menschen, Länder und Organisationen gemeinsam handeln

Wenn wir heute klug mit Energie umgehen, schützen wir das Leben auf der Erde, helfen anderen Menschen und sorgen für eine gute Zukunft

Ich

Licht ausschalten, Rad fahren

Wir

Solaranlage auf dem Schuldach

Politik

Gesetz zum Klimaschutz

Abb. 2: Nachhaltiger Umgang mit Energie betrifft uns alle – im Alltag, in der Politik, in der Wirtschaft und weltweit.

Denk mal drüber nach:

1 Wie kannst du in deinem Alltag Energie sparen?

1 Was kann deine Schule tun?

1 Welche Entscheidungen trifft die Politik?

1 Wer profitiert heute – und wer leidet vielleicht morgen?

NACHHALTIGER UMGANG MIT ENERGIETRÄGERN

Fossile Energieträger

Fossile Brennstoffe sind organische Materialien, die sich über Millionen von Jahren aus abgestorbenen Pflanzen und Tieren unter Druck und Hitze in der Erdkruste gebildet haben. Sie sind eine nicht erneuerbare Energiequelle. Zu den fossilen Brennstoffen gehören Kohle, Erdöl und Erdgas. Diese Brennstoffe werden in der Industrie, im Verkehrswesen und in der Stromerzeugung verwendet, indem sie verbrannt werden, um Energie in Form von Wärme, Strom oder mechanischer Energie zu erzeugen.

Der Klimawandel wird hauptsächlich durch das Verbrennen solcher fossilen Brennstoffe verursacht. Die Folgen davon sind:

1 Extreme Wetterereignisse nehmen zu und verursachen enorme Schäden.

1 Es schmilzt immer mehr Eis an den Polen und an den Gletschern, der Meeresspiegel steigt an, viele Gebiete nahe den Küsten der Meere werden überflutet und sind dadurch nicht mehr bewohnbar.

1 Große Gebiete auf der Erde trocknen aus und bieten keine Lebensgrundlage mehr für die Bewohner.

Erneuerbare Energieträger

Erneuerbare Energie stammt aus natürlichen Quellen wie Sonne, Wind, fließendem Wasser oder nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Pflanzenresten (Biomasse).

Diese Energiequellen können sich immer wieder erneuern – manche sehr schnell, wie Wind und Sonne, andere langsamer, wie Bäume im Wald. Deshalb ist es wichtig, nur so viel zu nutzen, wie auch wieder nachwachsen kann

Erneuerbare Energie verursacht weniger Umweltprobleme als fossile Energien wie Erdöl oder Kohle. Sie ist deshalb ein wichtiger Teil einer nachhaltigen Energieversorgung für die Zukunft.

Energie sparen

Gründe, warum wir alle versuchen sollten, weniger Energie zu verbrauchen:

fossil: versteinert, abgelagert

Schutz der Umwelt: Viele Arten von Energie, die wir nutzen, werden aus natürlichen Ressourcen gewonnen, die begrenzt sind. Wenn wir zu viel Energie verbrauchen, können diese Ressourcen erschöpft werden. Außerdem führt die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas zur Freisetzung von schädlichen Gasen in die Luft, die den Klimawandel verursachen. Es wird auf der Erde immer wärmer.

Geld sparen: Wenn wir weniger Energie verbrauchen, müssen wir weniger für Strom, Gas und Wasser bezahlen. Das bedeutet mehr Geld in unserer Tasche für andere Dinge, die wir gerne tun!

Nachhaltige Zukunft: Indem wir Energie sparen, tragen wir dazu bei, eine nachhaltige Zukunft für uns und kommende Generationen zu schaffen. Wenn wir bewusst mit unseren Ressourcen umgehen, können wir sicherstellen, dass sie auch in Zukunft noch vorhanden sind.

Sammelt in Vierergruppen Tipps zum Energiesparen!

Stellt eure Ergebnisse der Klasse vor und vergleicht sie miteinander!

Formuliere drei Fragen, die du einem Energiesparberater stellen möchtest!

Abb. 3: Kohle- und Stahlindustrie

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Nenne je drei Geräte, die Strom in die jeweilige Energieform umwandeln!

Strom

Bewegung

Wärme

Licht

Benenne die Energieträger, die auf den Bildern dargestellt werden und entscheide, ob es sich um fossile oder erneuerbare Energieträger handelt! Trage dazu f oder e in die Kreise ein!

Ist das Heizen mit Holz schädlich für das Klima? Diskutiere mit deiner Sitznachbarin bzw. deinem Sitznachbarn diese Frage! Notiert anschließend eure Antwort und begründet diese!

Recherchiere mit Hilfe deines Atlas oder des Internets, welche erneuerbaren Energien, wie Photovoltaikanlagen, Windräder, Staudämme usw. in deinem Bundesland genutzt werden!

Beschreibe oder zeichne, warum es wichtig ist, weniger fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas zu nutzen, damit der Klimawandel nicht schlimmer wird!

Gehe durch ein Zimmer in deinem Zuhause und finde alle elektronischen Geräte, die im Standby-Modus sind! Schreibe auf, wie du sicherstellen kannst, dass sie komplett ausgeschaltet sind, wenn sie nicht benutzt werden!

Führe ein Experiment durch, um herauszufinden, wie viel Warmwasser du sparst, wenn du deine Duschzeit um zwei Minuten verkürzt. Nimm dafür zunächst einen Eimer und stelle ihn für 10 Sekunden unter den Duschkopf! Anschließend stelle ihn auf die Waage (1 kg entspricht 1 Liter). Miss die Zeit, die du unter der Dusche verbringst, bevor du anfängst, Energie zu sparen, und vergleiche sie mit der Zeit danach!

M1 DIAGRAMME INTERPRETIEREN

Mithilfe von Diagrammen lassen sich – oft sehr große Mengen an Zahlen (Daten) zusammenfassen und übersichtlich darstellen. So kann man ein Thema

1. SCHRITT: Stelle den Diagrammtyp fest!

Die gebräuchlichsten Diagrammtypen sind

SÄULENDIAGRAMM

Die Zahlenwerte, die man vergleichen möchte, werden mithilfe von unterschiedlich hohen Säulen dargestellt. Das könnten zum Beispiel Mengenangaben von unterschiedlichen Energieträgern sein.

LINIENDIAGRAMM

besser sehen, verstehen und besprechen. Beim „Lesen eines Diagramms“ solltest du dir ein paar wichtige Fragen stellen. Die folgenden Schritte geben dir dazu eine Anleitung.

Die zeitliche Entwicklung von einer oder mehreren Datenreihen lässt sich gut mit Liniendiagrammen darstellen. So könnte man etwa veranschaulichen, wie sich die Anzahl von Windkraftanlagen und die Anzahl von Photovoltaikanlagen im Lauf der letzten Jahre verändert hat.

2. SCHRITT: Stelle den Untersuchungsgegenstand fest!

Das Thema wird zumeist schon beim Lesen des Diagrammtitels klar. Manchmal ist es allerdings nötig, den Beschreibungstext zu lesen!

3. SCHRITT: Prüfe die Quelle und stelle kritische Fragen!

Nicht jeder Quelle kann man vertrauen!

KREISDIAGRAMM

Bei Torten- oder Kreisdiagrammen wird eine Gesamtheit dargestellt, die sich aus mehreren Teilen zusammensetzt. Man sieht auf einen Blick, welche Teile einen großen und welche Teile einen kleinen Beitrag leisten.

Struktur des energetischen Endverbrauchs in Österreich nach wirtschaftlichen Sektoren

Ein Diagramm sollte eine Quellenangabe aufweisen, die es dir erlaubt, bei genauerem Interesse weiter zu recherchieren und etwa folgende Informationen herauszufinden oder zu überprüfen:

Quelle: Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie: Energie in Österreich. Zahlen, Daten, Fakten, Wien 2023, S. 17

Dienstleistungen 9,6%

1.059,5 PJ Österreich 2022

Die Abkürzung PJ bedeutet Petajoule. Ein Joule (J) ist eine Einheit für Energie. 1 Petajoule (PJ) sind eine Billiarde Joule (10^15). Das ist eine sehr große Energiemenge – ungefähr so viel, wie rund 30.000 Haushalte in einem Jahr benötigen.

In Österreich wird Energie in verschiedenen Bereichen genutzt – z. B. in Haushalten, in der Industrie oder im Verkehr. Fachsprachlich nennt man das den energetischen Endverbrauch. Oft sagt man im Alltag auch ‚Energieverbrauch‘, aber genau genommen wird Energie nicht verbraucht, sondern immer nur in eine andere Form umgewandelt.

Wie wurden die Daten erhoben (z. B. Befragung oder Messung?) Wann wurden die Daten erhoben? Können wir den Verfasser als objektiv betrachten oder könnte es sein, dass der Verfasser unsere Meinung zu dem Thema in eine bestimmte Richtung beeinflussen möchte?

4. SCHRITT: Achte auf die Beschriftungen und Zahlenwerte!

Lies genau, welche Einheit im Diagramm angegeben ist – z. B. Prozent (%), Tonnen oder Stunden. Bei Prozentangaben musst du immer schauen, worauf sie sich beziehen: auf die Anzahl der Dinge, ihr Gewicht, ihr Volumen oder etwas anderes. Beispiel: Wenn ein Diagramm ‚Elektroschrott in % nach Gerätetyp‘ zeigt, dann ist wichtig zu wissen, ob die Prozentwerte die Anzahl der Geräte meinen oder deren Masse. Denn eine Waschmaschine wiegt viel mehr als ein Handy – und das macht einen großen Unterschied.

Beschreibe mit eigenen Worten, was an dem Diagramm auffällt! Was findest du überraschend? Was könnte man diskutieren?

Interpretiere nun das Diagramm „Energieverbrauch in Österreich“ mit Hilfe der Schritte!

M2 EXPERIMENTE DURCHFÜHREN

Experimente helfen dir, komplizierte Prozesse besser zu verstehen. Sie stellen also einen Sachverhalt anschaulich dar und erklären, wie es dazu gekommen

1. SCHRITT: Fragestellung formulieren

ist. Wie du dabei am besten vorgehst, zeigen dir die folgenden Schritte.

Überlege dir, was du herausfinden möchtest und formuliere eine klare Fragestellung!

2. SCHRITT: Hypothesen aufstellen

Entwickle Vermutungen darüber, was bei deinem Experiment passieren könnte, basierend auf dem, was du bereits weißt!

3. SCHRITT: Experiment planen

Überlege dir, wie du dein Experiment durchführen wirst!

Welche Materialien und Ausrüstung benötigst du?

Welche Schritte musst du befolgen?

4. SCHRITT: Durchführung des Experiments

Führe das Experiment gemäß deinem Plan durch!

Achte darauf, genau zu beobachten und alle Schritte sorgfältig auszuführen!

5. SCHRITT: Daten sammeln und analysieren

D

Notiere die Ergebnisse deines Experiments und überprüfe, ob sie mit deinen Hypothesen übereinstimmen!

Analysiere die Daten, um Schlüsse zu ziehen!

6. SCHRITT: Schlussfolgerungen ziehen

Fasse die Ergebnisse deines Experiments zusammen und überlege, was sie bedeuten! Hast du deine Hypothesen bestätigt oder widerlegt? Was hast du gelernt?

Führe dieses Experiment durch und gehe dabei Schritt für Schritt vor! Achtung: Bei diesem Versuch kann Methan-Gas entstehen. Methan ist brennbar.

Öffne die Flasche nicht in der Nähe von offenem Feuer oder heißen Geräten!

Material: 200 g klein geschnittene Küchenabfälle (z. B. Eierschalen, Gemüsereste),

5 Esslöffel Erde, 1 Teelöffel Zucker, 1 halber Suppenwürfel (zerkleinert), etwas warmes Wasser, 1 Plastikflasche (mit weiter Öffnung),

1 Trichter, 1 Luftballon

Und so geht‘s:

a) Fülle die Küchenabfälle, den zerkleinerten Suppenwürfel und die Erde in die Flasche! Mische anschließend das Ganze gut durch!

b) Gib so viel warmes Wasser dazu, bis die Flasche zur Hälfte gefüllt ist! Darauf kommt der Zucker.

c) Ziehe zum Schluss den Luftballon über den Flaschenhals. Die Flasche muss luftdicht verschlossen sein.

d) Stelle die Flasche an einen warmen, dunklen Platz. Warte nun drei Tage ab.

Ergebnis:

D D 1 2 3

Erstelle ein Protokoll mit Fotos deines Experiments! Tipp: Verwende dazu die Vorlage im Anhang!

Wiederhole dein Experiment! Erhältst du die gleichen Ergebnisse?

3. NICHT ERNEUERBARE ENERGIETRÄGER: ERDÖL, ERDGAS UND KOHLE

Erdöl

Wie entsteht Erdöl?

Beschreibe den Prozess der Erdölförderung und erkläre, wie Erdöl aus dem Boden gewonnen wird!

Recherchiere verschiedene Methoden der Erdölförderung wie konventionelle Bohrungen, Fracking und Tiefseebohrungen!

Erdöl ist ein sehr wichtiger Rohstoff. Man nennt es auch „schwarzes Gold“. Es ist viele Millionen Jahre alt. Erdöl entsteht aus winzig kleinen Meerestieren und Pflanzen. Diese sind abgestorben und auf den Meeresboden gesunken. Dort wurden sie von Sand und Schlamm bedeckt. Es kam keine Luft mehr dazu. Bakterien haben die Reste zersetzt. Es entstand Faulschlamm. Durch den hohen Druck hat sich dieser Schlamm langsam in Erdöl verwandelt.

Die Förderung von Erdöl

Wenn man im Boden Erdölvorkommen vermutet, wird an dieser Stelle ein Bohrturm errichtet. Mit einem riesigen Bohrer gelangt man in eine Tiefe von bis zu 8 500 m. Findet man Erdöllager, wird der Turm abgebaut und die Arbeiter installieren eine Förderpumpe. Unter hohem Druck und mit Pumpen wird das Erdöl an die Erdoberfläche gefördert und in Sammelbehälter gepumpt.

Von dort wird das Erdöl weltweit über weite Entfernungen transportiert. Der Transport von den Förderstätten bis hin hin zur Verbraucherin oder zum Verbraucher geschieht mittels Pipelines oder großen Tankschiffen.

Werden Erdölvorkommen unter dem Meeresboden vermutet, lassen große Erdölfirmen Bohrinseln errichten. Die Arbeit auf einer Bohrinsel ist sehr schwierig. Die Arbeiterinnen und Arbeiter sind wochenlang auf hoher See und von der Außenwelt abgeschnitten. Einige Reparaturarbeiten an Bohrinseln müssen von Taucherinnen und Tauchern erledigt werden.

Abb. 4: Bohrinsel

Abb. 1: Ölpumpen in Texas, USA
Pipeline, die: Rohrleitung
Abb. 2: Bohrturm an Land
Abb. 3: Tankschiff

Erdölvorkommen weltweit

In vielen Ländern wird Erdöl gefördert. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Erdölförderung in ausgewählten Staaten zwischen 2005 und 2024.

Erdölförderung ausgewählter Länder (2005–2024, in 1.000 Barrel pro Tag)

USA

Russland

Saudi-Arabien

Irak

Vereinigte Arabische Emirate

Norwegen

Venezuela

Einige große Förderländer wie Saudi-Arabien, der Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate, Venezuela und der Iran sind Mitglieder der OPEC. Diese Organisation stimmt sich bei der Erdölförderung ab, um den Weltmarktpreis zu beeinflussen. Andere wichtige Förderstaaten wie die USA, Russland und China gehören nicht zur OPEC. Die USA haben ihre Förderung in den letzten Jahren stark erhöht und sind derzeit der weltweit größte Förderstaat. Die Fördermengen werden häufig in Barrel gemessen. Die Förderung und Nutzung von Erdöl hat jedoch schwerwiegende Folgen für die Umwelt.

Erdöl – Nutzung und Auswirkungen auf Umwelt und Klima

Erdöl ist ein fossiler Energieträger, der beim Verbrennen große Mengen an CO₂ freisetzt und damit wesentlich zum Klimawandel beiträgt. Diese Emissionen entstehen vor allem dort, wo Erdöl als Treibstoff genutzt wird. Der größte Teil des geförderten Erdöls wird zu Benzin, Diesel, Kerosin oder Schweröl verarbeitet. Diese Treibstoffe werden im Straßenverkehr, in der Luftfahrt und in der Schifffahrt eingesetzt – also in Bereichen, die den Alltag vieler Menschen direkt betreffen.

Als Energieträger hat Erdöl einige Vorteile: Es besitzt eine hohe Energiedichte, lässt sich leicht lagern und transportieren und kann unabhängig von Wetter oder Tageszeit genutzt werden. Gleichzeitig hat die Nutzung von Erdöl erhebliche Nachteile. Erdöl ist eine endliche Ressource, und seine Verbrennung verursacht hohe CO₂-Emissionen. Zusätzlich können Unfälle bei Förderung und Transport, etwa Ölunfälle auf See, schwere Schäden für Umwelt und Menschen verursachen. Gerade weil Erdöl vor allem im Verkehr eingesetzt wird, stellt sich die Frage nach Alternativen wie öffentlichem Verkehr, Elektromobilität oder erneuerbaren Energien.

Waren aus Erdöl

Erdöl wird nicht nur als Energieträger genutzt, sondern spielt auch in der Industrie eine wichtige Rolle. Aus Erdöl werden zum Beispiel Kunststoffe, Farben, Medikamente oder Kosmetika hergestellt. Viele Alltagsprodukte – von Wachsmalkreiden bis zur Zahncreme – enthalten Bestandteile von Erdöl. Diese Anwendungen zeigen die Vielseitigkeit dieses Rohstoffs, machen ihn aber nicht weniger problematisch für Umwelt und Klima.

OPEC, die: Organisation erdölexportierender Länder

Barrel, das: Ein Barrel entspricht etwa 159 Litern Rohöl.

Chemische Produkte

Erdöl ist eine vielseitige Rohstoffquelle. Aus Erdöl kann fast jedes chemische Produkt hergestellt werden. Unter anderem zählen dazu Farben, Lacke, Waschmittel und Arzneimittel, aber auch Benzin und Diesel.

Nenne zwei Vorteile und zwei Nachteile von Erdöl als Energieträger!

Beschreibe mithilfe der Grafik, wie sich die Erdölförderung in den USA zwischen 2005 und 2023 entwickelt hat! Vergleiche anschließend mit einem OPEC-Staat deiner Wahl!

Entwickle ein InfoPlakat oder eine digitale Präsentation zum Thema „Erdöl –unverzichtbar oder Klimakiller?“. Achte darauf, sowohl Vor- als auch Nachteile darzustellen und eigene Position zu beziehen!

gravierend: sehr ernst oder schwerwiegend

Man unterscheidet zwei Arten des Kohleabbaus:

1. Untertagebau: Dabei wird in unterirdischen Minen die Kohle durch Sprengung und anschließendem Abbau mit Maschinen gewonnen. Dabei können Stollen und Schächte entstehen, die das Erdreich durchdringen.

2. Tagebau: Hier wird die Kohle mit Hilfe von Baggern und Förderbändern abgebaut.

Diskutiert in der Klasse, warum der Kohleabbau sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft haben kann!

Formuliert in Partnerarbeit die Vor- und Nachteile fossiler Energieträger! Recherchiert dazu auch im Internet!

Vergleicht eure Ergebnisse in der Klasse und tragt anschließend die Vor- und Nachteile in die Tabelle ein!

Erdgas

Erdgas ist – ebenso wie Erdöl – ein fossiler Brennstoff, der aus der Erde gewonnen wird. Es besteht hauptsächlich aus Methan, einem farb- und geruchlosen Gas. Erdgas ist ein wichtiger Energieträger und wird für verschiedene Zwecke genutzt, darunter die Erzeugung von Strom und Wärme sowie als Kraftstoff für Fahrzeuge.

Es gilt als umweltfreundlicher als einige andere fossile Brennstoffe, da es bei der Verbrennung weniger CO2 freisetzt. Dennoch ist seine Förderung und Nutzung mit gravierenden Umweltauswirkungen verbunden,

Kohle

Kohle ist ein wichtiger Brennstoff, der seit Jahrhunderten genutzt wird. In Kraftwerken wird sie verbrannt, um Wärme zu erzeugen. Diese Wärme treibt Maschinen an, die daraus Strom erzeugen. Auch zum Heizen von Häusern wird Kohle verwendet.

Beim Verbrennen von Kohle entsteht viel Kohlendioxid (CO₂). Dieses Gas verstärkt den Treibhauseffekt und trägt zum Klimawandel bei. Außerdem entstehen weitere Schadstoffe: Schwefeldioxid (SO₂), Stickstoffoxide (NOₓ) und Feinstaub.

Diese Stoffe verschmutzen die Luft. Sie können bei Menschen und Tieren Krankheiten auslösen, zum Beispiel Atemwegserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Probleme.

Darüber hinaus wird die Bedeutung des Kohleabbaus zunehmend in Frage gestellt, da er mit Landschaftszerstörung, Wasser- und Bodenverschmutzung sowie der Gefährdung von Tier- und Pflanzenarten einhergeht.

Vor- und Nachteile fossiler Energieträger

Abb. 6: Kohleabbau im Tagebau
Abb. 5: Gaspipeline
Kohleabbau

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

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Fasse zusammen, welche Umweltauswirkungen die Förderung und Verwendung von Erdöl haben kann!

Welche der folgenden Gegenstände enthalten Erdöl? Kreuze an!

Sieh dir das Video auf der Seite „Planet Schule“ zum Thema „Multitalent Erdöl“ an! Mache dir dabei Notizen! Formuliere anschließend fünf Fragen zum Inhalt des Films!

Beschreibe, was du auf dem Bild siehst, und erkläre, wie dieser Ölteppich entstanden sein könnte!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Analysiert gemeinsam in der Klasse, welche Rolle der Mensch bei der Entstehung solcher Ölteppiche spielt und welche Maßnahmen es braucht, um die Umwelt besser zu schützen!

Nenne zwei Auswirkungen, die durch die Verbrennung von Kohle entstehen!

Formuliere eine begründete Stellungnahme zur Frage: „Sollten wir in Zukunft ganz auf Kohle als Energieträger verzichten?“ Nutze dein Wissen über die Vor- und Nachteile von Kohle und nimm eine eigene Position ein!

Erdölvorkommen in Österreich kartieren – Finde die Erdölfelder im Atlas!

Suche im Atlas, wo es in Österreich Erdölvorkommen gibt (Tipp: Wiener Becken und Alpenvorland)! Notiere, welches Symbol im Atlas für Erdölvorkommen verwendet wird!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Interpretiere diese Grafik mit der Methode M1! Notiere deine Erkenntnisse in ganzen Sätzen!

CO₂-Emissionen des Verkehrs in Österreich (in Mio. Tonnen)

Klimaziel 2030: Max. 6,2 Mio. Tonnen – das entspricht einer Reduktion von 55 % gegenüber 1990

Quelle: Umweltbundesamt (1990 – 2024), VCÖ 2024

1. Diagrammtyp:

2. Untersuchungsgegenstand:

3. Quelle:

4. Maßeinheit:

5. Interpretation:

4. ERNEUERBARE ENERGIETRÄGER

Gibt es in deiner Wohnumgebung Solarthermie oder Photovoltaik? Beobachte auf deinem Schulweg die Umgebung und zähle, wie viele du findest!

Fasse die Unterschiede zwischen Solarthermie und Photovoltaik mit eigenen Worten zusammen!

Sieh dir den Film „Sonnenenergie“ auf Planet Schule an!

Formuliert im Anschluss daran Fragen zum Film und stellt sie euch gegenseitig in der Klasse!

Erstellt zu den wichtigsten Inhalten des Films eine digitale Präsentation (z. B. in PowerPoint, Google Slides oder Prezi)! Achtet dabei auf eine klare Gliederung, passende Bilder oder Symbole und eine verständliche Sprache!

Panel, das: Tafel, Platte Modul, das: Element innerhalb eines Gesamtsystems effizient: mit verhältnismäßig geringem Aufwand viel bewirkend

Formuliert in Partnerarbeit weitere Vor- und Nachteile!

Vergleicht eure Ergebnisse in der Klasse und tragt anschließend die Vor- und Nachteile in die Tabelle ein!

Die Kraft der Sonne

Die Sonne ist eine der wichtigsten Energiequellen für uns Menschen, da die Sonne eine enorme Menge an Energie ausstrahlt. Allerdings gelangt nur ein Bruchteil dieser Energie zur Erde und erwärmt sie. Da die Sonnenstrahlen viel mehr Energie liefern, als Mensch und Natur verbrauchen können, besteht das Ziel darin, diese Energie zu nutzen, indem sie in andere Formen umgewandelt wird.

Nutzungsmöglichkeiten

Sonnenenergie kann auf viele verschiedene Arten genutzt werden. Die beiden wichtigsten sind:

Warmwassererzeugung – Solarthermie:

Bei der Solarthermie wird Sonnenlicht in Wärme umgewandelt, wenn es auf eine Oberfläche trifft. Solarkollektoren fangen die Wärme der Sonne auf. Diese Wärme wird mit einer Flüssigkeit weitergeleitet und in einem Speicher gesammelt. So kann man später damit Wasser erwärmen oder heizen.

Stromerzeugung – Photovoltaik:

Photovoltaik ist eine Technologie, die Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umwandelt. Sie funktioniert durch die Verwendung von Solarzellen, die auf speziellen Panels oder Modulen angeordnet sind. Wenn das Sonnenlicht auf diese Solarzellen trifft, wandeln sie es direkt in elektrischen Strom um. Solarkollektoren und Photovoltaikanlagen sind bereits auf vielen Hausdächern in Österreich installiert, um Sonnenenergie effizient zu nutzen.

Vor- und Nachteile der Sonnenenergie

NACHHALTIGER UMGANG

Windkraft

Windkraft ist ein Energieträger, der die Kraft des Windes nutzt, um Strom zu erzeugen. Windkraftanlagen bestehen aus großen Turbinen, die sich drehen, wenn der Wind weht. Die sich drehenden Turbinen erzeugen elektrische Energie, die dann in Strom umgewandelt und in das Stromnetz eingespeist wird.

Ab einer Windgeschwindigkeit von 10 km/h kann Wind in elektrische Energie umgewandelt werden. Liegt die Windgeschwindigkeit über 90 km/h, hören die Windräder in Sekundenschnelle auf, sich zu drehen, um nicht beschädigt zu werden.

Onshore-Windparks bestehen aus mehreren Windkraftanlagen, die auf dem Festland – meist auf großen Feldern oder Hügeln – installiert sind.

Diese Windräder nutzen den Wind, der über das Land weht, um elektrische Energie zu erzeugen.

Onshore-Windparks sind oft in ländlichen Gebieten zu finden, wo der Wind stark genug und kontinuierlich weht, um eine effiziente Stromerzeugung zu ermöglichen. Sie sind relativ einfach zu bauen und zu warten und haben daher niedrigere Baukosten im Vergleich zu OffshoreWindparks.

Offshore-Windparks hingegen befinden sich auf dem Meer, in Küstennähe oder weiter draußen auf hoher See.

Diese Windkraftanlagen stehen auf Plattformen oder Fundamenten, die auf dem Meeresboden verankert sind.

Offshore-Windparks haben den Vorteil, dass sie in der Regel über stärkere und konstantere Winde verfügen als Onshore-Anlagen, was zu einer höheren Energieausbeute führt. Allerdings sind sie technisch und logistisch anspruchsvoller zu errichten und zu warten, was zu höheren Kosten führt.

Vor- und Nachteile der Windkraft

Verschandelte Landschaft?

Oft wird der Bau von Windkraftanlagen abgelehnt. Ein immer wieder vorgebrachtes Argument ist, dass dadurch die Landschaft verschandelt würde, da Windkrafträder groß und auffällig wären.

Diskutiert den Punkt „Verschandelung der Landschaft“ in der Klasse! Welche Meinung habt ihr dazu?

kontinuierlich: stetig, ununterbrochen

effizient: wirksam, wirtschaftlich

Recherchiere, ob es in deinem Bundesland eine Windkraftanlage gibt!

Begründe, warum Offshore-Windparks in der Regel größer sind als Onshore-Windparks!

logistisch: bedeutet, dass etwas mit der Planung, dem Transport und der Verteilung von Waren oder Materialien zu tun hat.

Formuliert in Partnerarbeit weitere Vor- und Nachteile!

Vergleicht eure Ergebnisse in der Klasse und tragt anschließend die Vor- und Nachteile in die Tabelle ein!

Abb. 1: Onshore-Windpark in der Nähe von Poysdorf – NÖ
Abb. 2: Offshore-Windpark in der Nordsee

Der Drei-SchluchtenStaudamm

Der Drei-SchluchtenStaudamm in China ist das größte Wasserkraftwerk der Welt. Seine Staumauer ist 185 m hoch und über 2 300 m lang.

Abb. 5: Drei-SchluchtenStaudamm am Jangtsekiang

Recherchiere, ob es in deinem Bundesland ein Wasserkraftwerk gibt!

Spurensuche im Alltag – Suche in deiner Umgebung (Schule, Zuhause, Wohnort) nach Beispielen für den Einsatz von Sonnenenergie, Windkraft oder Biomasse! Erstelle ein Foto-Tagebuch mit kurzen Beschreibungen, was du entdeckt hast!

Formuliert in Partnerarbeit weitere Vor- und Nachteile!

Wasserkraft

In Österreich spielt besonders die Energiegewinnung durch Wasserkraft eine besondere Rolle.

Laufkraftwerke und Speicherkraftwerke Damit Strom entsteht, müssen große Turbinen angetrieben werden. Das kann unterschiedlich passieren. So gibt es zwei Arten von Wasserkraftwerken: das Laufkraftwerk an Flüssen und das Speicherkraftwerk im Gebirge.

Vergleicht eure Ergebnisse in der Klasse und tragt anschließend die Vor- und Nachteile in die Tabelle ein!

Laufkraftwerke liegen an großen Flüssen. Das fließende Wasser wird durch Turbinen geleitet, die mit Generatoren verbunden sind. Diese Generatoren wandeln die Bewegungsenergie des Wassers in elektrische Energie um. Entscheidend für die Stromerzeugung ist dabei nicht nur die Wassermenge, sondern vor allem der Höhenunterschied zwischen dem Ober- und dem Unterwasser. Laufkraftwerke sind fast rund um die Uhr in Betrieb und liefern einen wichtigen Teil des täglichen Strombedarfs.

3: Laufkraftwerk Ybbs-Persenbeug - Niederösterreich

Im Gebirge sind Speicherkraftwerke üblich. Speicherkraftwerke nutzen das Schmelzwasser der Gletscher und das Wasser von Gebirgsbächen. Das Wasser wird in einem Stausee gesammelt. Dieser See entsteht entweder natürlich oder durch die Errichtung einer Staumauer. Das gestaute Wasser wird durch Druckrohrleitungen in das etwas tiefer liegende Kraftwerk geleitet.

Pumpspeicherkraftwerke funktionieren wie eine riesige Batterie im Stromnetz.

1 Wenn viel Strom im Netz vorhanden ist (z. B. bei starkem Sonnenschein durch Photovoltaik), wird Wasser mit Hilfe von Pumpen in ein höher gelegenes Becken gepumpt.

1 Wenn viel Strom gebraucht wird (z. B. morgens, abends oder auch in Zeiten ohne Sonne und Wind), lässt man das Wasser wieder hinunterfließen. Dabei treibt es Turbinen an und erzeugt Strom.

Wasserkraft ist die wichtigste Form der Stromerzeugung in Österreich. Derzeit gibt es rund 5 000 Wasserkraftwerke, die einen großen Teil unseres Strombedarfs decken –und zwar weitgehend „sauber“, da dabei kein CO₂ entsteht.

Vor- und Nachteile der Wasserkraft

1 Wasserkraft produziert keine Schadstoffe.

1 Wasserkraftwerke sind ein großer Eingriff in die Natur.

Abb.
Abb. 4: Luftbild des Speicherkraftwerks Kaprun in den Hohen Tauern – Salzburg

Biomasse

NACHHALTIGER UMGANG MIT ENERGIETRÄGERN

Pflanzen sowie Tiere und deren Ausscheidungen sind Materialien, die auf biologische Art und Weise immer wieder aufs Neue entstehen und Energie enthalten. Deshalb zählt man sie zu den erneuerbaren Energieträgern. Wesentlich ist, darauf zu achten, dass nicht mehr entnommen wird, als nachwachsen kann. Die Verbrennung von Biomasse trägt aber wesentlich zum Klimawandel bei.

Wie kann aus Biomasse nutzbare Energie gewonnen werden?

Biogasanlagen verwenden als mögliche Rohstoffe Holz, Feldfrüchte, Algen und andere Pflanzen sowie Exkremente und Reste aus der Land- und Forstwirtschaft. Diese Materialien können durch verschiedene Prozesse wie Verbrennung oder Vergärung in Energie umgewandelt werden.

Bei der Vergärung werden durch Schaffung eines für bestimmte Bakterien angenehmen Klimas, diese Bakterien angeregt, das organische Material zu vergären und somit Gas zu erzeugen (hauptsächlich Methan, wie im Experiment auf S. 15). Das Gas kann wie Erdgas zur Wärmeerzeugung und zum Antrieb von Maschinen genutzt werden.

Um Biogas möglichst effizient und in großen Mengen zu erzeugen, werden sogar Pflanzen angebaut, aus denen besonders viel Biogas gewonnen werden kann, wie z. B. Raps, Mais, Sonnenblumen, Zuckerrohr oder Zuckerrübe. Dabei gehen landwirtschaftliche Flächen für den Anbau von Nahrungsmitteln verloren.

Biomasse

Holz

Holz ist eine vielseitige und nachhaltige Ressource, die als Biomasse eine wichtige Rolle spielt. Als erneuerbare Energiequelle bietet Holz eine alternative Möglichkeit, Wärme und Strom zu erzeugen, ohne fossile Brennstoffe zu verwenden. Dabei kann Holz in Form von Holzpellets, Holzhackschnitzeln oder sogar als Brennholz direkt genutzt werden. Darüber hinaus kann Holz auch zur Herstellung von Biokraftstoffen wie Biodiesel dienen.

Vor- und Nachteile der Biomasse

Bakterie, die: einzelliges Kleinstlebewesen

Recherchiere, ob es in deinem Bundesland eine Biogasanlage gibt!

Erkläre den Unterschied zwischen Biomasse und fossilen Brennstoffen!

Formuliere drei Fragen, die du einer Bäuerin oder einem Bauern im Zusammenhang mit dem Anbau von Pflanzen für Biogas, stellen würdest!

Formuliert in Partnerarbeit Vorund Nachteile!

Vergleicht eure Ergebnisse in der Klasse und tragt anschließend die Vor- und Nachteile in die Tabelle ein!

Abb. 9: Holzpellets, Holzhackschnitzel und Scheitholz (Brennholz)
Abb. 7: Rapsfeld
Abb. 8: Sonnenblumenfeld
Abb. 6: Biomasse-/Biogasanlage

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Wähle einen der erneuerbaren Energieträger aus und schreibe eine kurze Zusammenfassung darüber!

Suche dir eine Mitschülerin bzw. einen Mitschüler, die/der den gleichen Energieträger bearbeitet hat, wie du! Vergleicht eure Ergebnisse!

Erstellt in Partnerarbeit eine kurze Präsentation zu einem Energieträger eurer Wahl! Verwendet dafür entweder eine digitale Präsentation (z. B. PowerPoint, Canva oder Google Slides) oder ein Plakat, das ihr gut strukturiert und übersichtlich gestaltet! Achtet darauf, dass die wichtigsten Informationen klar und gut lesbar sind!

Löse dieses Energierätsel!

Senkrecht:

1. Wasserkraftwerk im Gebirge

3. vielseitige und nachhaltige Ressource; dient auch zur Herstellung von Biokraftstoff

4. Windkraftanlagen im Meer

5. Gerät auf Hausdächern, das Sonnenenergie in Wärme für Wasser und Heizung umwandelt

8. Pflanze, die für die Erzeugung von Biodiesel angebaut wird

Waagrecht:

2. Stromerzeugung mit Sonnenkraft

6. in einer solchen Anlage wird aus Biomasse Biogas erzeugt

7. Wasserkraftwerk an einem großen Fluss

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

5 6 7 8

Führe über einen längeren Zeitraum – eine Woche/ein Monat/ein Jahr – ein Energietagebuch! Verwende dazu folgende Vorlage!

Welche Tätigkeit führe ich aus?

Wofür brauche ich dabei Energie?

Wie kann ich diesen Energieverbrauch verringern oder vermeiden?

Morgens

Vormittags

Mittags

Nachmittags

Abends

Entwickelt gemeinsam Regeln, wie ihr in der Klasse Strom einsparen könnt!

Risiko Stromausfall – was dann? Stelle einen Tagesablauf ohne Strom zusammen und stelle dar, wie sich dein Alltag dadurch verändert! Nutze ein Beispiel aus deinem eigenen Leben!

Erstelle deinen Tagesablauf (mit und ohne Strom) als digitale Tabelle oder Infografik – z. B. mit PowerPoint, Canva, Word oder einem Online-Tool deiner Wahl! Hebe durch Farben oder Symbole hervor, welche Aktivitäten Strom benötigen!

Vergleiche deine Darstellung mit der einer Mitschülerin oder eines Mitschülers!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Interpretiere diese Grafik mit der Methode M1 in deinem Heft! Achte dabei auf die Entwicklung in den österreichischen Privathaushalten zwischen 2008 und 2024! Welche Entwicklungen kannst du zwischen 2008 und 2024 feststellen? Halte dein Ergebnis schriftlich fest! Formuliere in ganzen Sätzen! Tipp: Verwende dazu die Vorlage von Aufgabe 9 auf Seite 21!

Energieeinsatz in Haushalten nach Energieträger | Angaben in Gigajoule

350.000.000

11 12

Interpretiere die Grafik mit der Methode M1! Beschreibe, wie sich die Akzeptanz von Windkraft, Kleinwasserkraft und Photovoltaik zwischen 2015 und 2024 entwickelt hat, und nenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede!

Akzeptanz (Zustimmung) von Erneuerbaren Energieprojekten (Windkraft, Wasserkraft, Photovoltaik) nach Erzeugungsart, jeweils ca. 1.000 Befragte

Untersuchungsgegenstand: Zustimmung (Akzeptanz) der Bevölkerung zu Projekten erneuerbarer Energien in Österreich zwischen 2015 und 2024 Maßeinheit: Prozent (%) der jeweils ca. 1.000 Befragten Umfrage: durchgeführt in Wien von Wien Energie

Analysiere mögliche Gründe dafür, warum die Akzeptanz erneuerbarer Energieprojekte in den letzten Jahren teilweise gesunken ist! Beziehe dabei gesellschaftliche, wirtschaftliche oder räumliche Faktoren ein!

Beurteile, warum Akzeptanz für den Ausbau erneuerbarer Energien wichtig ist, und erkläre, welche Maßnahmen helfen könnten, die Zustimmung in der Bevölkerung wieder zu erhöhen!

M3 THEMATISCHE KARTEN

In deinem Atlas findest du neben topografischen Karten auch Themenkarten. Diese stellen ein bestimmtes Thema oder Merkmal dar, zum Beispiel die Bevölkerungsdichte, Verkehrswege oder die Energieversorgung. Die vorliegende Karte zeigt den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in den europäischen Staaten im Jahr 2025. Dazu zählen unter anderem Wind-, Solar-, Wasser-, Bio- und Geothermieenergie.

1. SCHRITT: Titel und Legende lesen

D

Die Länder sind farblich abgestuft dargestellt: Helle Grüntöne zeigen einen niedrigen Anteil erneuerbarer Energien, dunklere Grüntöne einen hohen Anteil. Länder ohne Daten sind gesondert gekennzeichnet. So lässt sich auf einen Blick erkennen, in welchen Staaten erneuerbare Energien eine besonders große Rolle bei der Stromerzeugung spielen und wo ihr Anteil noch geringer ist.

Beginne damit, den Titel der Karte zu lesen, um herauszufinden, worum es in der Karte geht!

Anschließend sieh dir die Legende an, um die Bedeutung der verschiedenen Symbole und Farben auf der Karte zu verstehen.

2. SCHRITT: Hauptmerkmale bestimmen

D D D

Untersuche die Hauptmerkmale der Karte, wie zum Beispiel die geografischen Gebiete, Flüsse, Berge oder andere geografische Elemente.

Bestimme auch die dargestellten Themen oder Merkmale.

3. SCHRITT: Raum-Zeit-Muster erkennen

D

Analysiere die räumlichen und zeitlichen Muster auf der Karte! Schaue dir an, wie die Merkmale oder Themen über verschiedene geografische Gebiete verteilt sind und wie sie sich im Laufe der Zeit verändern.

4. SCHRITT: Interpretation und Schlussfolgerungen

D

Ziehe Schlussfolgerungen aus deiner Analyse der Karte! Versuche zu verstehen, was die Merkmale oder Themen über die geografischen Gebiete aussagen und welche möglichen Auswirkungen sie haben könnten. Denke darüber nach, wie die Informationen auf der Karte genutzt werden könnten, um Probleme anzugehen oder Entscheidungen zu treffen.

Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, 2025

Zu den erneuerbaren Energien zählen Solar-, Wind- und Wasserkraft sowie Bioenergie, Geothermie sowie Wellen- und Gezeitenenergie.

Suche zwei weitere Themenbereiche, die durch thematische Karten in deinem Atlas dargestellt werden, und schreibe sie auf!

5. ATOMKRAFT

Atomkraft in Österreich

In Österreich ist kein Atomkraftwerk in Betrieb.

Zwar wurde das Kernkraftwerk Zwentendorf fertig gebaut, jedoch nach heftigen Protesten und einer Volksabstimmung 1978 nicht in Betrieb genommen.

Volksabstimmung:

Dabei werden alle Wahlberechtigten über einen Gesetzesbeschluss des Nationalrats befragt. Das Abstimmungsergebnis ist bindend.

variieren: unterschiedlich sein

Recherchiere die Geschichte des Kernkraftwerks Zwentendorf! Gib in einer Suchmaschine die Begriffe „AKW Zwentendorf Global 2000“ ein und lies die Informationen auf der Website von GLOBAL 2000.

Notiere in Stichwörtern:

• warum das Kraftwerk gebaut wurde,

• warum es nie in Betrieb ging,

• und welche Bedeutung es heute hat!

Atomkraft gehört weder zu den fossilen noch zu den erneuerbaren Energiearten. In einem Atomkraftwerk wird Strom erzeugt, indem winzige Teile eines Atoms – die Atomkerne – gespalten werden. Dabei entsteht sehr viel Energie. Diese Energie wird in Strom umgewandelt und zu den Haushalten, Schulen und Betrieben transportiert.

Ein Vorteil der Atomkraft ist, dass bei der Stromerzeugung kein CO₂ ausgestoßen wird. Viele Menschen finden deshalb: Atomkraft kann helfen, den Klimawandel zu stoppen.

Aber es gibt auch große Nachteile: Wenn in einem Atomkraftwerk ein schwerer Unfall passiert, kann gefährliche Strahlung entweichen. Diese Strahlung kann Menschen und Umwelt stark schädigen.

Außerdem entsteht bei der Nutzung von Atomkraft radioaktiver Müll. Dieser Müll bleibt viele tausend Jahre gefährlich. Man kann ihn nicht einfach entsorgen – er muss sicher gelagert werden. Bis heute gibt es dafür noch keine perfekte Lösung.

Die Dauer der Strahlung dieser Abfälle variiert je nach Art des radioaktiven Materials. Einige Materialien können nur für kurze Zeit radioaktiv bleiben, während andere über Tausende von Jahren strahlen können.

Formuliere je eine Frage, die du einer Atomkraftbefürworterin oder einem Atomkraftbefürworter und einer Atomkraftgegnerin oder einem Atomkraftgegner stellen würdest!

Formuliert in Partnerarbeit weitere Vor- und Nachteile!

Vergleicht eure Ergebnisse in der Klasse und tragt anschließend die Vor- und Nachteile in die Tabelle ein!

Vor- und Nachteile der Atomkraft

Abb. 1: Kernkraftwerk Jaslovske Bohunice – Slowakei

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Fasse deine Erkenntnisse über Atomkraft in zwei bis drei Sätzen zusammen!

Analysiere, warum Österreich selbst keine Atomkraftwerke betreibt, obwohl es von Ländern mit Atomkraft umgeben ist. Erkläre, welche historischen, politischen und gesellschaftlichen Gründe dafür eine Rolle spielen und beurteile, welche Folgen diese Entscheidung für Österreichs Energiepolitik hat!

Bewerte, ob Atomkraft eine umweltfreundliche Energiequelle ist, indem du Vor- und Nachteile dieser Technologie abwägst!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl – Lies den folgenden Bericht aufmerksam durch!

Die Katastrophe ereignete sich am 26. April 1986 um 20 Minuten nach 13 Uhr. Nahe der Stadt Prypjat explodierte der Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl. Wie sich später herausstellte, wollten Wissenschaftler in dem Atomkraftwerk testen, wie sich der Reaktor bei einem Stromausfall verhält. Die Kernfrage war, ob die Turbine bei einem solchen Ausfall noch genügend Energie für die Kühlwasseranlage aufbringen könne, ehe das Notstromaggregat anspringt. Die Sicherheitssysteme wurden abgeschaltet, aber der Reaktor blieb in Betrieb. Der Reaktor wurde durch den Test instabil, aber anstatt ihn ganz abzustellen, begannen die Verantwortlichen die Leistung wieder hochzufahren. Dabei kam es zu einer Kettenreaktion, bei der die Reaktorleistung schlagartig unkontrollierbar anstieg. Die Notabschaltung schlug fehl und die Katastrophe nahm ihren Lauf. Es kam zu mehreren Explosionen, Teile des Reaktors und des Gebäudes wurden zerstört. Radioaktive Materialien wurden in die Luft geschleudert. Da die Abdeckplatte des Reaktors weggesprengt worden war, gelangten die radioaktiven Elemente ungehindert in die Atmosphäre. Bereits am nächsten Tag wurden in Skandinavien erhöhte Strahlenwerte gemessen. Um die Schäden nach dem SuperGAU zu beheben, setzte die damalige sowjetische Führung über 200 000 Aufräumarbeiter, sogenannte Liquidatoren ein, um die Folgen der Explosion zu beseitigen und eine Betonhülle über dem zerstörten Reaktor zu errichten. Die Evakuierung von 45 000 Menschen aus der 4 km entfernten Stadt Prypjat begann aber erst 36 Stunden nach der Explosion des Reaktors. In den folgenden Tagen mussten weitere 130 000 Menschen ihre Häuser verlassen, da um den Reaktor eine Sperrzone von 30 km eingerichtet wurde. Bis heute gilt in der gesamten Sperrzone ein offizielles Wohnverbot.

Quelle: gekürzt und vereinfacht nach: Die Atomkatastrophe von Tschernobyl - 26. April 1986 (lpb-bw.de)

Sammelt weitere Informationen zum Atomunfall in Tschernobyl (Internet, Befragung von Eltern und Verwandten) und gestaltet in Vierergruppen eine Collage zu den Auswirkungen der Katastrophe!

6. WIR ALLE SIND MOBIL

Mobilität ist ein wichtiger Teil unseres täglichen Lebens. Sie ermöglicht es, uns von einem Ort zum anderen zu bewegen. Sie umfasst alles, von kurzen Fußwegen bis hin zu langen Reisen.

Um zur Schule, zur Arbeit oder zu Freizeitaktivitäten zu gelangen, verwenden wir verschiedene Verkehrsmittel, wie Autos, Busse, Züge, Fahrräder und Flugzeuge.

Mobilität und CO2-Ausstoß

Fortbewegungsmöglichkeiten haben sich im Laufe der Zeit verändert. Früher waren Pferdekutschen und Fußmärsche die häufigsten Transportmittel, während heute Autos und öffentliche Verkehrsmittel dominieren. Neue Technologien wie Elektroautos und Hochgeschwindigkeitszüge verändern ständig die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen.

Wie wir uns fortbewegen, bestimmt aber auch den CO2-Ausstoß. Eine Person in einem Auto verursacht einen hohen CO2-Ausstoß. Das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel durch viele Menschen verursacht hingegen einen wesentlich geringeren CO2-Ausstoß.

Klimaneutralität und Mobilität

Österreich hat sich selbst verpflichtet, bis 2040 klimaneutral zu werden. Dies bedeutet, dass die Menge an Treibhausgasen, die wir in die Atmosphäre freisetzen, durch verschiedene Maßnahmen ausgeglichen wird. Ziel ist es, den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich zu verringern. Dazu tragen verschiedene Maßnahmen bei – zum Beispiel die Nutzung erneuerbarer Energien, weil dabei im Vergleich zu fossilen Energieträgern deutlich weniger CO₂ entsteht. Auch die Aufforstung von Wäldern hilft, da Bäume CO₂ aus der Luft aufnehmen und speichern können.

Sind Elektroautos die Zukunft der Mobilität?

Elektroautos sind Fahrzeuge, die mit Strom fahren – also nicht mit Benzin oder Diesel. Sie stoßen beim Fahren keine Abgase wie CO₂ aus. Das ist gut für die Umwelt, denn Treibhausgase wie CO₂ verstärken den Klimawandel.

Trotzdem sind Elektroautos nicht vollständig klimaneutral. Bei der Herstellung – vor allem der Batterien – entstehen Emissionen. Auch der Strom, mit dem die Autos geladen werden, stammt nicht immer aus erneuerbaren Quellen. In vielen Ländern wird noch Strom aus Kohle oder Erdgas erzeugt.

Für die Batterieherstellung werden Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Nickel gebraucht. Diese Metalle werden nicht nur für Elektroautos verwendet, sondern auch in Smartphones, Laptops und Stromspeichern. Ihr Abbau kann der Umwelt schaden – zum Beispiel durch Wasserverbrauch oder giftige Rückstände. Außerdem gibt es in manchen Abbauregionen Probleme mit schlechten Arbeitsbedingungen und sogar Kinderarbeit.

Erstelle eine Liste, welche Verkehrsmittel du regelmäßig nutzt und für welche Wege du welches Verkehrsmittel verwendest!

Vergleiche dein Ergebnis mit deinen Mitschülerinnen und Mitschülern!

Diskutiert in der Klasse, wie umweltfreundlich euer Mobilitätsverhalten ist! Wo wären Veränderungen möglich?

dominieren: vorherrschen, überwiegen

Im Jahr 2022 wurde in Österreich das Klimaticket eingeführt. Es ermöglicht die Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel wie Zügen, Bussen, Straßenbahnen, Schnellbahnen usw. Der Preis für ein Jahr betrug ca. 3 Euro pro Tag. Ab 1. August 2025 kostet das Klimaticket 1.300 € und ab 1. Jänner 2026 1.400 € pro Jahr.

klimaneutral: das Klima weder positiv noch negativ beeinflussend

Abb. 1: Straßenbahn in Wien
Abb. 2: Railjet der ÖBB
Abb. 3: Laden von Elektroautos
Abb. 4: Leihräder
Klimaticket

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Erläutere aus deiner Perspektive je einen Vor- und Nachteil verschiedener Verkehrsmittel – z.B. Auto, Bahn, Bus, Fahrrad, zu Fuß!

VORTEIL

NACHTEIL

Vergleicht eure Ergebnisse in der Klasse!

Überprüfe die folgenden Aussagen zur Nutzung des Öffentlichen Verkehrs in Österreich anhand der Grafik!

Begründe deine Entscheidung!

Aussage (2020)

In Kärnten geben mehr als 60 % der Menschen an, nie öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Am häufigsten werden öffentliche Verkehrsmittel in Wien genutzt.

Am seltensten werden öffentliche Verkehrsmittel mehrmals pro Woche in Niederösterreich genutzt.

In Tirol werden öffentliche Verkehrsmittel fast gar nicht genutzt.

Salzburg hat den höchsten Anteil an Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel nie nutzen.

In der Steiermark nutzen 44 % der Bevölkerung öffentliche Verkehrsmittel zumindest einmal im Monat. R F

Häufige Nutzung des Öffentlichen Verkehrs

Quelle: Statistik Austria 2020

Formuliert in Partnerarbeit eine Begründung, warum die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in den einzelnen Bundesländern so unterschiedlich ist!

Verfasse einen Werbetext, in dem du für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel wirbst!

Formuliere, was du tun kannst, um deinen persönlichen Mobilitäts-CO2-Ausstoß zu reduzieren!

CO2 – Mache mit folgendem Experiment „CO2“ sichtbar! Nun geht’s los

7 Material:

1 1 Wasserglas

1 1 Kerze

– Aufgaben für schlaue Köpfe!

1 Streichhölzer/Feuerzeug

1 1 Päckchen Backpulver

1 100 ml Essig

Ablauf:

1. Zuerst leere den Essig in das Glas.

2. Anschließend gib das Backpulver dazu.

3. Warte ein wenig und beobachte, was passiert.

4. Zünde die Kerze an und halte sie in die Nähe des Glases – von oben und von der Seite.

Fertige eine Skizze zu deinem Experiment an! Schreibe deine Beobachtungen auf!

BONUS-SEITE DIE LETZTE GENERATION

Abb. 1: Ein Klimaaktivist schüttet eine schwarze, ölige Flüssigkeit auf ein wertvolles Gemälde.

Protestaktion, die: Aktion, mit der gegen etwas protestiert wird

garantieren: mit Sicherheit bestimmen

Was sind Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten?

Sie sind Klimaschützerinnen und Klimaschützer, die mit ihren Protestaktionen auf die unzureichenden Maßnahmen gegen den Klimawandel aufmerksam machen wollen. So seilen sie sich beispielsweise von Autobahnbrücken ab, kleben sich an Straßen fest oder bewerfen berühmte Gemälde in Museen mit Farben und anderen Substanzen.

Mit all ihren Aktionen wollen die Aktivistinnen und Aktivisten sinnvolle Maßnahmen gegen den Klimawandel von der Regierung einfordern. Eine Forderung ist z. B. die Einführung einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 km/h auf Autobahnen. Damit soll die Luft verbessert und ein geringerer CO2-Ausstoß erreicht werden. Außerdem treten sie für ein Ende neuer Öl- und Gasbohrungen ein.

PRO – was spricht dafür?

D

Haben die Klimaaktivistinnen und -aktivisten einen guten Grund für ihre Aktionen?

Ja, denn das Problem Klimawandel steht im Mittelpunkt ihrer Protestaktionen. Eine Lösung muss ihrer Meinung nach schnellstmöglich in Angriff genommen werden. Die „Klimakleber“ sind vor allem junge Menschen. Sie wissen, dass ihre Zukunft von unserem jetzigen Handeln abhängt. Sie wissen aber auch um die Bedrohung der Klimakrise für uns alle. Deshalb stellen sie auch genau dieses Problem über alle anderen Probleme in unserem Land.

Eines ist den Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten garantiert – ihre Aktionen erzeugen Aufmerksamkeit, denn jede Woche wird über sie in den Medien berichtet und über den Klimawandel diskutiert.

CONTRA – was spricht dagegen?

D

Kann ihr Handeln den Kampf gegen den Klimawandel beschleunigen?

Abb. 2: „Klimakleber“ legen in der Früh den Wiener Gürtel lahm.

beschleunigen: schneller werden lassen

befürworten: für richtig halten

1

Nicht unbedingt, denn laut einer Umfrage lehnt die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher derartige Aktionen ab. Auch die Politik sieht keinen Grund, sich deshalb schneller um eine Umsetzung von Klimamaßnahmen zu kümmern.

Auch innerhalb der Klimabewegung werden die gesetzten Aktionen nicht von allen Beteiligten befürwortet. Viele halten diese Protestform für nicht sinnvoll, weil sie Menschen trifft, die keine Entscheidungsmacht haben. Es wird daher nicht über das Klima diskutiert, sondern über die Straßenblockade oder das Überschütten von Gemälden selbst.

PRO oder CONTRA? – Diskutiert in der Klasse folgende Fragen!

1 Seid ihr für oder gegen diese Aktionen? Was spricht dafür, was dagegen?

1 Würdet ihr an einer solchen Protestaktion teilnehmen? Begründet eure Meinung!

1 Welche Formen des Protestes gibt es noch? Erörtert gemeinsam Möglichkeiten, wie ihr euch für oder gegen etwas einsetzen könnt!

So schätze ich mich nach dem Hauptkapitel „NACHHALTIGER UMGANG MIT ENERGIETRÄGERN“ selbst ein: Kreuze jenen Daumen an, der für dich am ehesten zutreffend ist!

Ich kann…

…erklären, wie der Verbrauch fossiler Energien den Klimawandel verstärkt und welche Folgen das für Mensch und Umwelt hat.

…mein eigenes Verhalten im Alltag (z. B. beim Stromverbrauch oder beim Schulweg) reflektieren und Möglichkeiten zum Energiesparen bzw. klimafreundlicheren Verhalten nennen.

…umweltfreundliche und weniger umweltfreundliche Energieträger unterscheiden und meine Entscheidung begründen.

…Vor- und Nachteile verschiedener Energieträger, einschließlich der Atomkraft, vergleichen und in einer Diskussion eine begründete Position vertreten.

…mithilfe von Diagrammen und thematischen Karten Entwicklungen im Energieverbrauch und in der Energienutzung erkennen und ihre Bedeutung erklären.

…digitale Medien nutzen, um Informationen über erneuerbare Energien zu recherchieren und diese in einer Präsentation verständlich darstellen.

…in einfachen Experimenten beobachten, wie Energie umgewandelt oder gespeichert wird, und die Ergebnisse nachvollziehbar beschreiben.

…die Rolle der Atomkraft in der Energieversorgung kritisch einschätzen und eigene Argumente dafür oder dagegen entwickeln.

…aktuelle Debatten zum Klimaschutz verstehen und Argumente von Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten sachlich bewerten.

…die wichtigsten erneuerbaren Energien benennen und deren Beitrag für eine nachhaltige Zukunft erläutern.

Buchtipps für besonders Wissensdurstige

Um deine Kompetenzen noch mehr zu steigern, hier unsere Buchtipps!

Olaf Preuß: Europa: reichen unsere Energie- und Rohstoffquellen und wie können wir sie erneuern? (Arena 2012).

Saci Lloyd: Euer schönes Leben kotzt mich an (Arena 2021).

Alexandra Werdes: Nachwachsende Rohstoffe. Mit Pflanzen-Power in die Zukunft. WAS IST WAS, Band 142 (Tessloff Verlag 2020).

Laura Hennemann: Was die Welt antreibt. WAS IST WAS, Band 3 (Tessloff Verlag 2013).

NACHHALTIGER UMGANG MIT RESSOURCEN

Was könnte das Bild rechts aussagen?

Beschreibe, was auf den Bildern zu sehen ist!

Überlege, was sie mit dem Thema dieses Kapitels zu tun haben könnten!

1. VERTEILUNG VON RESSOURCEN

Der Begriff Ressource geht auf das lateinische Wort „resurgere“ zurück, das „wieder aufstehen“ bedeutet. Eine andere Bezeichnung dafür ist auch das Wort Rohstoff. Da Rohstoffe – wie beispielsweise Erdöl – in der Natur vorkommen und (noch) nicht bearbeitet sind, werden sie ROH-STOFFE genannt. Als natürliche Ressourcen bezeichnen wir z. B. Wasser oder Sonnenenergie.

Der Begriff wird aber auch noch anders verwendet: Ressourcen können demnach auch (finanzielle) Mittel oder Eigenschaften und Fähigkeiten sein.

Abb. 1: mögliche Einteilung der Ressourcen

Ressourcen werden eingesetzt, um bestimmte Bedürfnisse zu erfüllen oder Ziele zu erreichen – zum Beispiel beim Bauen eines Hauses, beim Heizen oder beim Herstellen von Produkten. Sie sind aber nicht gleichmäßig auf der Erde verteilt: Manche Regionen haben viele Bodenschätze, andere kaum.

Auch gesellschaftlich sind Ressourcen ungleich verteilt: Manche Menschen oder Länder haben viel Zugang zu Geld, Wissen oder Einfluss – oder auch zu wichtigen Rohstoffen wie Öl – andere nicht. Diese ungleiche Verteilung von Ressourcen führt weltweit zu Konflikten, Abhängigkeiten und Fragen der Gerechtigkeit. Deshalb ist ein verantwortungsvoller und fairer Umgang mit Ressourcen besonders wichtig.

Räumliche Verteilung

Der Rohstoff Kohle, der ein wichtiger fossiler Brennstoff neben Erdöl und Erdgas ist, ist im Großen und Ganzen gleichmäßig verteilt. Er ist auch noch ausreichend vorhanden. Im Vergleich dazu kommen die Ressourcen Erdöl und Erdgas in großen Mengen im Gebiet des Persischen Golfs vor.

Erkläre, warum der Begriff „wieder aufstehen“ als Erklärung passt!

finanziell: das Geld, sein Vermögen/seinen Besitz betreffend

K1: Verteilung der Ölreserven

Abb. 2: Arbeite aus der Grafik jene sechs Erdölstaaten heraus, welche am Persischen Golf liegen!

Finde mittels einer Weltkarte (Atlas) noch die fehlenden zwei Länder am Persischen Golf heraus!

Erstelle mit einem digitalen Kartentool (z. B. Google MyMaps oder ArcGIS School) eine interaktive Weltkarte zur Verteilung wichtiger Rohstoffe (Erdöl, Gold, Wasserreserven)!

Beschreibe zwei mögliche Folgen von ungleicher Ressourcenverteilung in einer Gesellschaft!

Tipp: Überlege, wie der Zugang zu Bildung, Wasser oder Gesundheitsversorgung in verschiedenen Ländern oder Regionen aussieht.

Erläutere, warum diese Folgen problematisch sein können!

System, das: bezeichnet etwas, was miteinander verbunden ist

Norm, die: allgemein anerkannte, als verbindlich geltende Regel für das Zusammenleben der Menschen

Potenzial, das: Gesamtheit aller vorhandenen, verfügbaren Mittel, Möglichkeiten, Fähigkeiten, Energien Diskutiert, warum ungleiche Vermögensverteilung langfristig negative Auswirkungen auf die Stabilität einer Gesellschaft haben kann!

Nutzt dazu auch die Informationen auf Seite 42!

Gesellschaftliche Verteilung von Ressourcen

Wie soeben an einem Beispiel gezeigt, sind natürliche Ressourcen räumlich nicht gleich über den Globus verteilt. Dies gilt ebenso für viele weitere wichtige Ressourcen.

Zum Beispiel: Wenn ein Land große Erdölvorkommen besitzt, heißt das nicht automatisch, dass alle Menschen dort davon profitieren. Oft gehören diese Rohstoffe nur wenigen Firmen oder Personen.

Auch in Österreich oder Europa ist das so: Manche Menschen haben viel Geld, gute Wohnungen und Zugang zu bester Bildung. Andere haben weniger Einkommen und nur eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung, guten Schulen oder sicheren Jobs. Diese Unterschiede nennt man soziale Ungleichheit.

Abb. 1: Karikatur zur ungleichen Vermögensverteilung

In vielen Gesellschaften gibt es eine deutliche Kluft zwischen denjenigen, die über ausreichende Ressourcen verfügen, und denen, die in Armut leben oder nur begrenzten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen haben. Diese soziale Ungleichheit kann auf eine Vielzahl von Faktoren zurückgeführt werden, darunter historische Ungerechtigkeiten, politische und wirtschaftliche Systeme und kulturelle Normen.

Folgen sozialer Ungleichheit

Die Auswirkungen ungleicher Ressourcenverteilung sind vielfältig und weitreichend. Sie können zu sozialer Ausgrenzung, gesundheitlichen Ungleichheiten, Bildungsungleichheit, Arbeitslosigkeit und einem Mangel an Chancengleichheit führen. Diese Ungleichheiten können wiederum den sozialen Zusammenhalt schwächen und das Potenzial ganzer Gemeinschaften und Gesellschaften beeinträchtigen.

Es ist wichtig zu erkennen, dass die gesellschaftliche Verteilung der Ressourcen nicht nur eine Frage der Wirtschaft oder Politik ist, sondern auch eine Frage der Gerechtigkeit und der Menschenrechte. Jeder Mensch sollte das Recht haben, ein Leben in Würde und mit den notwendigen Ressourcen zu führen, um sein volles Potenzial entfalten zu können.

Maßnahmen gegen soziale Ungleichheit

1 Bildung für alle D Zugang zu guten Bildungseinrichtungen

1 Chancengleichheit für Frauen D gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit für Mann und Frau

1 Finanzielle Unterstützung für benachteiligte Menschen und Menschen, die keine Arbeit haben

1 Einkommen angleichen D Mindestlöhne sollen das Überleben sichern können

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

1

Nenne jeweils fünf Beispiele für natürliche, materielle und personale Ressourcen und trage sie in die Tabelle ein!

natürliche Ressourcen

materielle Ressourcen personelle Ressourcen

Afrika: ein Kontinent mit vielen Rohstoffen – Analysiere die Karte zu den Rohstoffvorkommen in Afrika und zu den Rohstoffen, die aus diesen Regionen exportiert werden! Tipp: Du kannst auch eine entsprechende Atlaskarte zur Bodennutzung oder zu Rohstoffen in Afrika verwenden – z. B. in deinem Weltatlas.

Rohstoffvorkommen in Afrika

Öl

Ghana, Äquatorialguinea, Nigeria, Tschad, Gabun, Angola, Kamerun, Kongo (Brazaville), Elfenbeinküste, Lybien, Senegal, Sudan, Südsudan, Tunesien, Uganda

Gas

Algerien, Mosambik, Angola, Äquatorialguinea, Libyen, Nigeria

Edelmetalle (Gold, Silber, Platin)

Tansania, Ghana, Guinea-Conakry, Mali, Südafrika

Kohle

Mosambik, Südafrika

Edelsteine

Angola, Simbabwe, Botswana, Demokratische Republik Kongo, Namibia, Südafrika, Sierra Leone

Metalle (Kupfer, Eisenerz, Bauxit, Zink)

Demokratische Republik Kongo, Guinea-Conakry, Namibia, Südafrika, Sambia

Uran

Namibia, Niger

Für diese Länder liegen keine gesicherten oder vergleichbaren Daten zu den dargestellten Rohstoffvorkommen vor.

K2: Äquatorialguinea

Nenne drei Länder, in denen besonders viele verschiedene Rohstoffe vorkommen!

Notiere zu jedem dieser Länder zwei Rohstoffe, die laut Karte dort vorkommen und häufig auch verkauft werden!

Beantworte folgende Frage und kreuze an! Wenn ein Land viele Rohstoffe besitzt und exportiert, profitieren automatisch alle Menschen in diesem Land davon?

Begründe deine Entscheidung mit mindestens zwei Argumenten!

Richtig Falsch

Quelle: UNCTAD Handbook of Statistics

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Stelle anhand dieser Karte dar, wie die Verteilung des Vermögens in Österreich ist! Fasse deine Ergebnisse in ganzen Sätzen zusammen!

Das reichste % besitzt bis zur Hälfte des gesamten Vermögens

Wenn Österreichs Fläche so verteilt wäre wie Vermögen…

In etwa 3.86 Millionen Haushalte müssten sich die eine Hälfte teilen

Quelle: Österreichische Nationalbank Grafikidee: Matthias Schnetzer

Vermögen, das: setzt sich zusammen aus Sachvermögen, wie Immobilien, Fahrzeugen, Unternehmenseigentum, Wertgegenständen und Finanzvermögen, z. B. Girokonten, Spareinlagen, Aktien, Wertpapieren, Lebensversicherungen. Davon werden die Schulden abgezogen.

In etwa 40.000 Haushalte würden die andere Hälfte besitzen

Was hältst du von dieser Verteilung?

sehr gut gut weniger gut gar nicht gut

Diskutiert gemeinsam, wie sich die ungleiche Vermögensverteilung in Österreich auf die Gesellschaft auswirken könnte!

2. RESSOURCE WASSER – EIN KNAPPES GUT

Insbesondere dann, wenn natürliche Ressourcen nicht in ausreichendem Maße verfügbar sind oder ungleich verteilt sind, entstehen Verteilungskämpfe. Die natürliche Ressource wird teuer und steht somit nur mehr jenen zur Verfügung, die es sich leisten können.

Die Wasserressourcen auf der Erde sind ungleich verteilt. Dieser Umstand hat in manchen Regionen bereits zu ernsthaften Versorgungsengpässen geführt. Zwischenstaatliche Konflikte um knappe Wasservorräte sind insbesondere in Nordafrika und Vorderasien weit verbreitet. Beispiele hierfür sind der Streit zwischen Ägypten, Äthiopien und dem Sudan um das Nilwasser sowie zwischen dem Iran, Syrien und der Türkei um das Wasser von Euphrat und Tigris. Ähnliche Konflikte entstehen auch zwischen Israel, Syrien und dem Libanon um den Jordan.

Wasser ist Grundvoraussetzung für Leben. Der Mensch braucht Wasser nicht bloß zum Überleben, sondern in sehr großen Mengen für seine wirtschaftlichen Aktivitäten, besonders in Landwirtschaft und Industrie

Durch das Bevölkerungswachstum hat sich der weltweite Wasserverbrauch in den vergangenen 60 Jahren verdoppelt. Der Klimawandel begünstigt zudem häufigere Dürren. Bereits ein Viertel der Weltbevölkerung hat kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung.

Während wir in Österreich einfach den Wasserhahn aufdrehen können, haben viele Menschen in anderen Teilen der Welt keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wasserknappheit kann weitreichende Auswirkungen haben, von gesundheitlichen Problemen durch das Trinken von verschmutztem Wasser bis hin zu sozialen Spannungen und Konflikten um begrenzte Wasserressourcen.

KNAPPES TRINKWASSER

Weltweit fast eine Milliarde Menschen ohne ausreichende Trinkwasserversorgung

Abb. 1: sauberes Trinkwasser muss oft von weit hergeholt werden (Uganda)

K1: Arbeite aus der Karte heraus, in welchen Ländern der Erde die Menschen keine ausreichende Trinkwasserversorgung haben!

K1: Anteil der Bevölkerung mit Zugang zu sauberem Trinkwasser nach Ländern

Wasservorräte auf der Erde

Die Erde ist zu zwei Drittel mit Wasser bedeckt. Der Großteil davon, nämlich rund 97 %, ist Salzwasser. Daher stehen den Menschen nur knappe 3 Prozent Süßwasser zum Verbrauch zur Verfügung. Das Süßwasser kommt in Form von Eis an den beiden Polen vor. Außerdem fließt es in den Flüssen und Bächen und bildet Seen.

Abb. 2: Wasservorkommen weltweit

Große Mengen an Süßwasser findet man im Grundwasser. Die Alpen, der Gebirgszug durch Mitteleuropa, an dem auch Österreich einen großen Anteil hat, sind ein ausgezeichneter Wasserspeicher.

Der größte Teil des Wassers wird weltweit von den Menschen dazu verwendet, um ihre Felder zu bewässern. Grund dafür ist der massive Anstieg der intensiven Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten. Etwa 40 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel werden heute auf Flächen angebaut, die bewässert werden müssen.

K2+ K3: Vergleiche den Wasserverbrauch zwischen Landwirtschaft und Industrie!

Überlegt gemeinsam, wodurch sich die unterschiedliche Entnahme erklären lässt!

K2: Wasserentnahme für die Landwirtschaft in Prozent der gesamten Süßwasserentnahmen nach Ländern

(Quelle: Wassernutzung – Klimawandel, 2017 (bildungsserver.de – 6. 4. 2024)

30 Prozent des vorhandenen Süßwassers werden durch private Haushalte und Industrie verbraucht. In der Industrie wird Wasser direkt zur Produktherstellung verwendet, aber auch zur Reinigung und Kühlung der Maschinen.

(Quelle: Wassernutzung – Klimawandel, 2017 (bildungsserver.de – 6. 4. 2024) 0

K3: Wasserentnahme für die Industrie in Prozent der gesamten Süßwasserentnahmen nach Ländern

Wasser kommt aus der Wasserleitung oder nicht?

Wasser spielt im Leben der Menschen eine wichtige Rolle. Sie verwenden das Wasser als Trinkwasser oder als Brauchwasser.

Österreich verfügt über sehr gutes

Trinkwasser in ausreichender Menge. Das ist nicht selbstverständlich.

Abb. 3: Trinkwasser aus dem Wasserhahn

Direkter Wasserverbrauch – Wasser, das wir selbst nutzen

Direkter Wasserverbrauch meint alles, was wir im Haushalt verwenden: Trinkwasser, Duschen, Kochen oder Putzen. Jede und jeder sollte über den Wasserverbrauch im eigenen Heim Bescheid wissen. Nur so können Maßnahmen zum Sparen entwickelt werden.

Indirekter Wasserverbrauch – Wasser für Produkte und Konsum

Der größte Teil des weltweiten Wasserverbrauchs stammt jedoch nicht aus der Leitung, sondern steckt „versteckt“ in Produkten. Laut UN-Weltwasserbericht 2021 sind es weltweit vor allem landwirtschaftliche Produkte, die mit 69 % am meisten Wasser verbrauchen. Besonders in trockenen Regionen, in denen zusätzlich die Bevölkerung wächst, wird ständig neue Landwirtschaftsfläche bewässert.

Wasserkrisen und Konflikte

Durch Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachstum und veränderte Konsumgewohnheiten steigt der globale Wasserverbrauch jedes Jahr um rund 1 %. So ist davon auszugehen, dass es in Zukunft vermehrt zu Wasserkrisen kommt – und ebenso zu Konflikten um die Nutzung dieser wertvollen Ressource. Um dem entgegenzuwirken, müssen neue Strategien entwickelt werden. Eine Maßnahme gegen den Wassermangel könnte z. B. eine verbesserte Regenwasserspeicherung sein.

Was können wir selbst tun?

Jede und jeder sollte eigentlich über den Wasserverbrauch im eigenen Heim Bescheid wissen. Nur so können Maßnahmen zum Sparen entwickelt werden.

Wasserfußabdruck

Im Jahr 2002 wurde der Begriff „Wasserfußabdruck“ eingeführt. Damit wird nicht nur der direkte Wasserverbrauch (Baden, Duschen, Trinken …) von ca. 130 l pro Tag erfasst, sondern auch der indirekte Wasserverbrauch. Das ist jener Wasserverbrauch, der bei der Herstellung alltäglicher Güter, wie Kleidung, Elektronik usw. anfällt. Es wird geschätzt, dass in Österreich pro Person ca. 5 000 Liter pro Tag indirekt verbraucht werden.

Abb. 4: Gib weitere vier Tipps, wie du Wasser im Haushalt sparen kannst!

Überlegt gemeinsam, welche veränderten Konsumgewohnheiten zu einem Anstieg des indirekten Wasserverbrauches geführt haben könnten!

Duschen statt ein Bad einlassen

Geschirr spülen täglich pro Person 4–7 Liter Wohnungsreinigung

Duschen

Abb. 4: Direkter Wasserverbrauch in einem Haushalt!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Der Wasser- und Energieverbrauch eines T-Shirts – Lies zuerst den Bericht von Käthe Wirklich aufmerksam durch!

11 Kilo! So viel CO2 steckt im Schnitt in einem T-Shirt aus Baumwolle. Wodurch diese Summe im Lebenszyklus eines T-Shirts zusammenkommt und wie du klimaschonender mit Textilien umgehst, erfährst du hier.

19.04.2022 von Käthe Wirklich

Ich gehöre auf jeden Fall zu den Menschen, die viel zu viele T-Shirts im Schrank haben. Das ganz Weiße, das Eierschalenfarbene, das Beige und das Weiß-geriffelte. Ich liebe sie, ziehe sie aber nie an. Das eigentliche Problem: Man verdrängt, dass im Leben eines T-Shirts eine Menge Energie aufgewendet wird und dies ziemlich viel CO2 verursacht.

Um das Menschen wie mir ins Bewusstsein zu rücken, hat der Versandhandel OTTO eine Studie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse zeigen, an welchen Stellen im Lebenszyklus eines T-Shirts wie viel CO2 entsteht. Natürlich kann das Ergebnis nicht verallgemeinert werden, aber das Shirt im Test verursacht 11 Kilogramm CO2. So weiß sind meine Shirts dann plötzlich gar nicht mehr.

Eine weitere Studie der TU Berlin zeigt hingegen, dass ein 150 Gramm schweres weißes Baumwollshirt während seines Lebenszyklus im Schnitt 3,7 Kilogramm CO2 verursacht. Die Annahme ist dabei, dass das T-Shirt 44 Mal in einer Waschmaschine gewaschen wird, die mit insgesamt 3,5 Kilogramm befüllt ist. Zudem geht es in der Studie auch um weitere Umweltauswirkungen wie Wasserverknappung, Versauerungspotenzial und Rohstoffverbrauch, die durch die Modebranche begünstigt werden.

Versauerungspotenzial, das: Damit bezeichnet man, wie stark ein Stoff dazu beitragen kann, Böden oder Wasser saurer zu machen. Das ist gefährlich, weil ein zu niedriger pH-Wert Pflanzen, Tiere und das Trinkwasser schädigen kann.

Wohlgemerkt: Hier geht es um ein Baumwollshirt. Ganz anders sähe die Sache wohl bei einem Oberteil aus synthetischen Chemiefasern aus, zum Beispiel Polyester. Hier wird schon für die Produktion Erdöl benötigt. Hinzu kommt ein Energiebedarf bei der Herstellung, der um 40 Prozent höher ist als bei der Baumwollproduktion. Aber zum Glück hat man seinen Kleiderschrank ja selbst in der Hand. Quelle: So viel CO2 steckt in einem T-Shirt. | Polarstern (polarstern-energie.de)

Formuliert in Partnerarbeit Tipps, wie ihr ressourcenschonender mit Textilien umgehen könnt!

Vergleicht eure Ergebnisse anschließend in der Klasse und erstellt eine gemeinsame Liste!

Beschreibe zwei Gründe, warum der Wasserverbrauch weltweit steigt!

Erläutere anschließend je eine Auswirkung auf:

a) die Umwelt (z. B. Böden, Gewässer, Tiere)

b) die Gesellschaft (z. B. Menschen, Lebensbedingungen, Ernährung)

Analysiere deinen persönlichen Wasserverbrauch für einen Tag und finde Möglichkeiten, wie du ihn reduzieren könntest.

6 Tätigkeit

Möglichkeit der Reduktion

Erstellt in Gruppenarbeit ein Plakat oder eine Präsentation, um eure Mitschülerinnen und Mitschüler in der Schule über die Bedeutung des Wassers zu informieren und ihnen Tipps zur Reduzierung ihres Wasserverbrauchs zu geben!

3. ÜBERMÄßIGER VERBRAUCH VON RESSOURCEN

Abb. 1: Proteste junger Erwachsener gegen den Verbrauch endlicher Ressourcen

Generation, die: einzelnes Glied der Geschlechterfolge: Großeltern D Eltern D Kinder D Enkelkinder usw.

Viele natürliche Ressourcen – wie Rohstoffe, Wasser oder saubere Luft – werden übermäßig genutzt. Man spricht dabei von „Ausbeutung“ (z. B. bei Rohstoffen) oder „Verschwendung“ (z. B. bei Energie).

Wirtschaftliches Wachstum, steigender Konsum und die wachsende Weltbevölkerung lassen den Ressourcenverbrauch weltweit steigen – seit den 1950er-Jahren hat er sich mehr als vervierfacht.

Auch wenn moderne Technik oft effizienter wird, führt der insgesamt steigende Konsum dazu, dass trotz technischer Verbesserungen mehr Ressourcen verbraucht werden.

Probleme des Ressourcenverbrauches

Aus dem übermäßigen Ressourcenverbrauch ergeben sich folgende Probleme:

1. Generationengerechtigkeit: Endliche Rohstoffe

1 Viele Rohstoffe (z. B. Erdöl, Metalle) gibt es nur in begrenzter Menge.

1 Was heute verbraucht wird, fehlt der nachfolgenden Generation

1 Ein verantwortungsvoller Umgang ist nötig – damit auch in Zukunft genug bleibt.

2. Immer steigender Ressourcenverbrauch

1 Seit den 1950er-Jahren hat sich der weltweite Ressourcenverbrauch vervierfacht.

1 Effizienzgewinne durch Technik reichen nicht aus, um den Mehrverbrauch auszugleichen.

1 Ohne Begrenzung steigt die Belastung für Mensch und Natur immer weiter.

Abb. 2: Luftaufnahme der Emmissionen eines Kohlekraftwerks

regenerieren: aus eigener Kraft wiederherstellen

3. Umweltbelastung für kommende Generationen

1 Förderung und Nutzung fossiler Brennstoffe verursachen Klimaschäden.

1 Auch Wasser, Luft und Böden werden verschmutzt oder zerstört.

1 Folgen: Klimawandel, Artensterben, Naturkatastrophen.

4. Soziale Ungleichheit und Verteilungskämpfe

1 Wenn Ressourcen knapp sind, steigt das Risiko für Ungleichheit.

1 Zugang zu Trinkwasser, Nahrung und Energie ist ungleich verteilt

1 Manche Menschen oder Länder haben zu wenig – das kann zu Konflikten führen.

5. Abhängigkeit von anderen Ländern

1 Wichtige Rohstoffe (z. B. Erdöl, seltene Metalle) sind ungleich verteilt.

1 Viele Länder sind auf den Import angewiesen und damit wirtschaftlich abhängig.

1 Das kann zu politischen Spannungen oder Erpressbarkeit führen.

6. Schwächung der Natur

1 Die Natur braucht Zeit, um sich zu erholen.

1 Werden erneuerbare Ressourcen (wie Wälder oder Böden) zu stark genutzt, kann sich die Natur nicht schnell genug regenerieren

1 Folge: Dauerhafte Schäden für Ökosysteme.

„Earth Overshoot Day“ – Wenn die Natur nicht mehr mithalten kann

Die Natur erbringt viele wichtige Leistungen: Sie liefert Regen- und Quellwasser, fruchtbare Böden für die Nahrungsmittelproduktion und kann Schäden teilweise selbst reparieren. Beispiele dafür sind die Reduktion von CO₂ in der Atmosphäre durch Pflanzen oder die Reinigung von Wasser durch Mikroorganismen.

Diese Regenerationsfähigkeit der Natur ist jedoch begrenzt – sie kann nur eine bestimmte Menge an vom Menschen verursachten Belastungen pro Jahr bewältigen. Wenn diese Grenze überschritten wird, gerät das natürliche Gleichgewicht aus den Fugen und es entstehen dauerhafte Schäden.

Um dieses Problem sichtbar zu machen, veröffentlicht das Global Footprint Network seit den 1970er-Jahren jedes Jahr den sogenannten Earth Overshoot Day: Das ist der Tag, an dem die Menschheit die für ein Jahr verfügbaren natürlichen Ressourcen bereits aufgebraucht hat.

Früher lag dieser Tag deutlich später im Jahr – 1975 fiel er noch auf den 28. November. Heute überschreiten wir die Belastungsgrenze viel früher: 2025 war der Earth Overshoot Day bereits am 24. Juli.

Dabei zeigt sich eine große Ungleichheit im Ressourcenverbrauch: In vielen Industriestaaten wird deutlich mehr verbraucht, als ihre Ökosysteme bereitstellen können. Die Folgen der Übernutzung – etwa Wassermangel, Bodenerosion oder Klimafolgen – treffen jedoch besonders jene Regionen und Bevölkerungsgruppen, die weniger Möglichkeiten haben, sich zu schützen oder anzupassen.

Earth Overshoot Day Over

Untersuche, wie sich der Earth Overshoot Day seit 1975 verändert hat! Beschreibe, welche langfristigen Entwicklungen du in der Grafik erkennst! Begründe, warum es in manchen Jahren zu einer früheren, in anderen zu einer späteren Erdüberlastung kommen konnte! Erkläre, welche Folgen eine frühere Erdüberlastung für Menschen und Umwelt haben kann!

Entwickelt gemeinsam eine Kampagne, um das Bewusstsein für den Earth Overshoot Day in eurer Schule oder Gemeinde zu erhöhen! Erstellt Poster, Flyer oder Informationsbroschüren, um die Menschen über die Bedeutung des Earth Overshoot Day aufzuklären und sie zu ermutigen, umweltbewusste Entscheidungen zu treffen!

Bodenerosion, die: bedeutet, dass Erde vom Boden weggetragen wird. Das passiert zum Beispiel durch starken Regen, Wind oder fließendes Wasser. Dabei wird die fruchtbare obere Erdschicht abgetragen, die Pflanzen zum Wachsen brauchen.

Abb. 3: Plakat der Organisation Global Footprint Network zum Earth Overshoot Day
Abb. 4: Grafik Earth Obershoot Day

4. WIE KÖNNEN WIR RESSOURCEN NACHHALTIG NUTZEN?

Abb. 1: Symbol für Energiewende Recherchiert in Partnerarbeit und präsentiert ein Beispiel für ein erfolgreiches Projekt im Rahmen der Energiewende in eurer Region!

Mobilität: bedeutet die Möglichkeit, sich von einem Ort zu einem anderen zu bewegen, zum Beispiel zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln.

Abb.2: Erkläre, warum der Ausbau von Solaranlagen eine wichtige Maßnahme für die Energiewende ist! Beziehe dich dabei auf Stromverbrauch und Umwelt!

Entwickle gemeinsam mit einer Partnerin oder einem Partner einen Infopost für Social Media, der junge Menschen über Berufe in der Solarenergie informiert! Nutzt dafür Bild, Text und Hashtags!

Verfasse einen Werbespruch, der für die Energiewende wirbt!

Gestalte ein Poster, das Tipps zur Ressourcenschonung enthält, und hänge es in deinem Klassenzimmer oder in deinem Zuhause auf, um andere zu ermutigen, sich ebenfalls dafür einzusetzen!

Der Earth Overshoot Day macht deutlich: Wir verbrauchen weltweit mehr natürliche Ressourcen, als die Erde im gleichen Zeitraum wiederherstellen kann. Um das zu ändern, müssen wir Ressourcen achtsamer nutzen. Nachhaltige Nutzung bedeutet: Ressourcen wie Energie, Wasser oder Rohstoffe so zu verwenden, dass auch künftige Generationen davon leben können – und dass Natur und Umwelt möglichst wenig belastet werden.

Energiewende – unser Weg in eine nachhaltige

Zukunft

Die Energiewende meint den Umstieg von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle und Erdgas hin zu erneuerbaren Energieträgern wie Sonne, Wind oder Wasserkraft. Ziel ist es, den Energieverbrauch klimaverträglicher, sauberer und gerechter zu gestalten – das heißt: Energie soll so genutzt werden, dass sowohl heutige als auch zukünftige Generationen davon profitieren und alle Menschen weltweit fairen Zugang zu nachhaltiger Energie haben.

1 Ausbau von Photovoltaik-, Windkraft- und Wasserkraftanlagen

1 der Einsatz energieeffizienter Geräte und Technologien

(z. B. Wärmepumpen, LED-Beleuchtung, sparsame Fahrzeuge)

1 die Verbesserung der Netze und Speicher, damit Strom aus erneuerbaren Quellen zu jeder Tages- und Jahreszeit genutzt werden kann.

Wichtig ist: „erneuerbar“ bedeutet nicht automatisch „klimafreundlich“. Bei der Nutzung von Biomasse können etwa ebenfalls Treibhausgase und Schadstoffe entstehen. Auch Kernkraft setzt im Betrieb zwar kaum CO₂ frei, birgt jedoch andere Risiken für Umwelt und Gesellschaft. Durch die Energiewende sollen saubere Energieressourcen genutzt und gleichzeitig Arbeitsplätze geschaffen werden. Es ist ein wichtiger Schritt, um eine nachhaltige Zukunft für kommende Generationen zu gewährleisten. Um die Energiewende voranzutreiben, sind viele Maßnahmen in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität erforderlich. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir eine Vielzahl von Maßnahmen ergreifen und umsetzen.

Österreichs Ziele

Abb. 2: Junge Technikerin bei der Montage von Solarpaneelen

Österreich möchte bis 2040 klimaneutral werden. Das bedeutet: Es sollen keine zusätzlichen Treibhausgase mehr in die Atmosphäre gelangen. Dafür ist ein kompletter Umstieg auf erneuerbare Energien notwendig – für Strom, Heizen, Kälte und Verkehr.

Ein wichtiges Zwischenziel lautet: Ab 2030 soll der gesamte Strombedarf durch erneuerbare Energiequellen gedeckt werden. Derzeit liegt Österreich laut Statistik Austria bei rund 87 % (Stand 2024).

Doch Klimaschutz gelingt nur gemeinsam – durch politische Maßnahmen, wirtschaftliches Umdenken und das Mitwirken jeder einzelnen Person.

Müll vermeiden, trennen und entsorgen Mülltrennung und Müllvermeidung sind wichtige Schritte, um unsere Umwelt zu schützen und nachhaltig zu leben. Durch Mülltrennung können wir Abfälle in verschiedene Kategorien, wie Plastik, Papier, Glas und Bioabfälle sortieren.

Sieh dir die Tonnen genau an und beschrifte sie richtig!

Dadurch können sie besser recycelt und wiederverwendet werden, anstatt auf Deponien zu landen oder verbrannt zu werden.

Abb. 3: Mülldeponie

Wenn wir Müll vermeiden, produzieren wir insgesamt weniger Abfall. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir wiederverwendbare Einkaufstaschen verwenden können, Mehrwegflaschen statt Einwegflaschen oder unsere eigenen Behälter zum Mitnehmen von Essen anstelle von Einwegverpackungen.

Neben der Verantwortung der oder des Einzelnen zum nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit verschiedenen Produkten, ist es aber auch notwendig gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

Seit 1. Jänner 2020 ist in Österreich der Verkauf von „Einwegplastiksackerln“ verboten. Restbestände durften noch bis 31. 12. 2020 abgegeben werden. Das Verbot gilt generell in allen Branchen des Handels, in denen Kunststofftragetaschen an Letztverbraucher abgegeben werden, so auch in Supermärkten, Modegeschäften und Möbelhäusern.

Weiters wurden von Seiten der EU viele Einwegplastikprodukte im Juli 2021 verboten. Dazu gehören etwa Strohhalme, Rührstäbchen, Luftballonstäbe oder Einweg-Geschirr aus Plastik.

recyceln: wiederaufbereiten

Deponie, die: Mülllagerplatz

Durchschnittlich erzeugt jede Europäerin und jeder Europäer fast 180 Kilogramm Verpackungsabfall pro Jahr. Müll in Europa

Findet in Partnerarbeit weitere Beispiele, wie ihr Müll vermeiden könnt!

Abb. 4: Grafische Darstellung – Verbot von Einwegplastik in der EU

Abb. 6: Symbol für Recycling

Kreislaufwirtschaft

Kreislaufwirtschaft ist ein Konzept, das darauf abzielt, die Art und Weise zu ändern, wie wir Dinge herstellen, verwenden und entsorgen. Anstatt Dinge nach Gebrauch wegzuwerfen, werden Materialien recycelt, wiederverwendet und wiederaufbereitet, um den Verbrauch von Ressourcen zu reduzieren und Abfälle zu minimieren.

In einer Kreislaufwirtschaft werden Produkte so gestaltet, dass sie langlebig sind, leicht repariert werden können und aus wiederverwendbaren Materialien bestehen. Wenn ein Produkt nicht mehr benötigt wird, werden die Materialien wiedergewonnen und in neue Produkte umgewandelt, anstatt sie wegzuwerfen.

Ein Beispiel für Kreislaufwirtschaft ist das Recycling von Plastikflaschen. Anstatt die Flaschen nach Gebrauch zu entsorgen, werden sie eingesammelt, gereinigt und zu neuen Flaschen oder anderen Kunststoffprodukten recycelt. Auf diese Weise wird weniger neuer Kunststoff hergestellt und weniger Müll landet in Deponien oder der Umwelt.

Findet in Gruppen weitere Beispiele für eine Kreislaufwirtschaft!

Abb. 5: Qualitätskontrolle in einer Recyclingfabrik für Kunststoff

Kreislaufwirtschaft trägt dazu bei, die Umwelt zu schützen, Ressourcen zu schonen und die Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Indem wir Produkte und Materialien effizienter nutzen und wiederverwenden, können wir dazu beitragen, eine sauberere und gesündere Welt für uns und zukünftige Generationen zu schaffen.

Abb. 7: Werte die Grafik aus! Gib dazu den Inhalt mit eigenen Worten wieder! Was stellt sie dar?

Herstellung Wiederaufbereitung

Vertrieb Sammlung

Verwendung, Wiederverwendung, Reparatur

Rohstoffe
Recycling
Restabfall
Design

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Notiere mindestens zwei Punkte, die bei einer nachhaltigen Energieversorgung zu beachten sind!

Ich laufe nicht im Kreis – Skizziere nun selbst deinen persönlichen KONSUMKREISLAUF!

Stell dir vor, du kaufst ein T-Shirt! Wie gehst du damit um?

Wo kaufst du es?

Was ist dir beim Kauf wichtig?

Kauf deines T-Shirts

Wohin mit deinem T-Shirt ?

Was passiert mit deinem T-Shirt, wenn du es nicht mehr trägst?

Tragen deines T-Shirts

Wie viele T-Shirts hast du im Durchschnitt?

Aus welchen Gründen trägst du dein T-Shirt nicht mehr?

Entscheidung, dein T-Shirt nicht mehr zu tragen

Vergleicht die Tragedauer eurer T-Shirts in der Klasse! Gibt es Unterschiede? Sammelt die Gründe für diese Unterschiede!

Analysiere, welche Möglichkeiten es für dich persönlich gibt, deine T-Shirts länger zu tragen!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Recherchiere im Internet mit den Stichwörtern „Earth Overshoot Day + Jahreszahl“ und „Österreich“ bzw. „Ländervergleich“, um folgende Fragen zu beantworten!

An welchem Tag hat Österreich bereits seine natürlichen Ressourcen für dieses Jahr aufgebraucht?

Welche Länder verbrauchen ihre Ressourcen noch früher als Österreich? Nenne drei!

Welches Land verbraucht sie am schnellsten?

Welche Länder kommen besonders lange mit ihren Ressourcen aus? (Tipp: Es gibt auch Länder, die im gesamten Jahr gar keinen Overshoot Day erreichen, weil ihr Verbrauch kleiner ist als die Regenerationsfähigkeit der Natur. Diese Länder – z. B. einige Staaten in Afrika – sind positive Beispiele für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.)

Vergleiche beispielhaft den Alltag einer Familie in Österreich mit dem einer Familie in einem afrikanischen Land, das seinen Overshoot Day sehr spät erreicht!

D Welche Unterschiede im Lebensstil erkennst du?

D Welche positiven Aspekte lassen sich aus dem Alltag mit geringem Ressourcenverbrauch ableiten?

Schreibe eine kurze Stellungnahme oder erstelle eine Bildcollage (digital oder auf Papier), in der du darstellst,

D was du aus dem Vergleich der beiden Familien (Aufgabe 6) über Ressourcenverbrauch und Lebensstil gelernt hast,

D und welche Ideen du für einen nachhaltigeren Alltag in Österreich ableiten kannst!

Erkläre, warum Mülltrennung und Müllvermeidung wichtige Schritte für die Nachhaltigkeit sind!

Beschreibe den Unterschied zwischen einem wiederverwendbaren und einem Einwegprodukt anhand eines Beispiels und erkläre, warum die Verwendung wiederverwendbarer Produkte nachhaltiger ist!

Stelle aus recycelten Materialien etwas Neues her und präsentiere es deiner Klasse!

BONUS-SEITE WAS IST LITHIUM UND WARUM BRAUCHEN WIR ES?

Lithium ist ein leichtes Metall. Es steckt in Akkus – zum Beispiel in Handys und E-Autos. Ohne Lithium könnten diese Geräte nicht funktionieren.

Woher kommt Lithium?

Viel Lithium kommt aus Lateinamerika, besonders aus einem Gebiet, das man das Lithium-Dreieck nennt. Es liegt in den Anden, zwischen den Ländern Chile, Argentinien und Bolivien. Dort gibt es viele Salzseen, in denen Lithium im Wasser gelöst ist.

Das Problem: Um das Lithium herauszuholen, wird sehr viel Wasser gebraucht – auch Süßwasser, das die Menschen, Tiere und Pflanzen vor Ort dringend zum Leben brauchen. Deshalb protestieren viele Menschen dort. Sie sagen: „Wir haben kaum noch Wasser, weil die Unternehmen alles für das Lithium verbrauchen.“ Quelle: United Nations Environment Programme (UNEP); FAO; Studien zum Lithiumabbau in den Anden

Warum gibt es Probleme – aber auch Chancen?

Probleme:

1 In den Abbauregionen steht teilweise weniger Wasser für Menschen, Landwirtschaft und Natur zur Verfügung.

1 Tiere wie Flamingos verlieren Lebensräume durch veränderte Salzseen.

1 Ein großer Teil der Gewinne fließt an internationale Unternehmen, während lokale Bevölkerungsgruppen Nachteile erleben können.

Was kann man besser machen?

Idee 1: Akkus recyceln

Mögliche Vorteile:

1 Der Lithiumabbau schafft Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen.

1 Staaten und Regionen können durch Steuereinnahmen profitieren.

1 Der Rohstoff ist wichtig für Batterien und damit für erneuerbare Energien und Elektromobilität.

1 In Europa gibt es Millionen alte Handys und Akkus.

1 In ihnen steckt noch Lithium, das man zurückgewinnen kann.

1 Recycling spart Rohstoffe und schützt die Umwelt.

Idee 2: Lithium an anderen Orten gewinnen

1 In Deutschland, England und Kanada wird an neuen Projekten geforscht.

1 Dort soll Lithium aus tiefem heißen Wasser oder aus Gestein gewonnen werden.

Idee 3: Schonendere Gewinnungstechniken

1 In manchen Verfahren wird das Wasser nach der Lithiumgewinnung wieder in den Boden zurückgeleitet.

1 Ziel: Die Natur vor Ort weniger belasten und Wasserressourcen erhalten.

Idee 4: Alternative Batterien

1 Forschende entwickeln neue Akkus, die ganz ohne Lithium auskommen, z. B. Natrium-Ionen- oder Salzwasser-Batterien.

1 Sie könnten in Zukunft eine nachhaltige Alternative werden.

Abb. 2: Ein aufgeblähter Akku in einer Powerbank –so sieht es aus, wenn ein Lithium-Akku kaputtgeht. Das kann gefährlich sein und zeigt, warum man alte Akkus richtig entsorgen muss.

Zeige auf einer Karte, wo das Lithium-Dreieck liegt!

Gestaltet ein digitales Lernheft (Portfolio) zum Thema Lithium! Jede Seite behandelt einen Aspekt!

Was ist Lithium? Wofür wird es gebraucht? Was ist das Problem? Was kann man besser machen? Texte, Bilder, Sprachaufnahmen, MiniQuiz oder Erklärvideos einbinden!

Denke darüber nach, ob du neue Geräte kaufen musst oder ob du alte Geräte reparieren oder weiter benutzen kannst!

Deshalb ist wichtig:

Neue Batterietechnologien entwickeln D damit weniger Lithium benötigt wird.

Gewinnung umwelt- und sozialverträglich gestalten D Schutz der Natur und faire Bedingungen für die Menschen vor Ort.

Recycling und längere

Lebensdauer von Akkus D Geräte reparieren, Akkus richtig entsorgen und Rohstoffe wiederverwenden.

Abb. 1 Atacama-Salzwüste in Chile – Bolivien

BONUS-SEITE DIE LAGERUNG VON ATOMMÜLL

Hochradioaktiver Atommüll entsteht bei der Kernspaltung in den Brennstäben von Kernkraftwerken. Dieser Abfall strahlt noch sehr lange gefährlich –einige Stoffe haben eine Halbwertszeit von Hunderttausenden bis zu einer Million Jahren, bevor sie weniger gefährlich werden. Weltweit fallen in Kernkraft werken jährlich gut 12.000 Tonnen an Atommüll an. Viele Länder sammeln seit Jahrzehnten hochradioaktiven Müll. Sie haben aber weder ein Endlager dafür, noch kümmern sie sich darum, wie nachkommende Generationen damit umgehen sollen.

Kurze Zeit haben einige Staaten radioaktiven Müll im Ozean entsorgt. Doch als sich die Behälter wegen des Salzwassers mitsamt ihrem Inhalt auflösten, gelangte die gesamte Radioaktivität in die Umwelt. Allein im Nordatlantik sollen mehrere zehntausend Tonnen radioaktive Abfälle entsorgt worden sein.

Eher als utopisch einzuschätzen sind Vorschläge wie das Einschmelzen im Eis der Antarktis oder den Transport ins Weltall mit Raketen.

Das Problem beim Einschmelzen ins Eis ist, dass niemand voraussagen kann, welchen Einfluss die Erderwärmung auf eine sichere Lagerung haben kann.

Bei der Entsorgung im Weltall hingegen würde –abgesehen von den immensen Kosten – schon ein einziger missglückter Raketenstart ausreichen, um eine Katastrophe wie bei einem größeren Reaktorunglück auszulösen. Kein Land dieser Erde hat

Formuliere zu den einzelnen Abschnitten passende Überschriften!

radioaktiv: Strahlen kommen frei, die viel Energie erzeugen und schädlich für Mensch und Tier sein können

utopisch: nicht durchführbar; fantastisch immens: außerordentlich groß

Grundwasser, das: Ansammlung von Wasser im Boden, das durch Versickern der Niederschläge oder aus Seen und Flüssen in den Erdboden gelangt garantieren: mit Sicherheit bestimmen

also bis jetzt eine Lösung für die Lagerung der hochradioaktiven Abfälle gefunden. Vielmehr wird weltweit nach Endlagern geforscht, in denen der Atommüll über einen Zeitraum von mehr als einer Million Jahren sicher verwahrt werden kann.

Eine sichere Endlagerung sieht vor, spezielle Behälter in einigen hundert Metern Tiefe vollständig ins Gestein einzuschließen. Besonders wichtig ist, dass kein Wasser an die Behälter gelangen kann. Ein Endlager sollte also weit genug unter dem Grundwasser liegen. Es darf aber auch nicht zu tief sein, denn unterhalb von rund 1.500 Metern unter der Erdoberfläche ist das Gestein bereits sehr heiß. Es gibt bestimmte Gesteine unter der Erdoberfläche, die ein Endlager für etwa eine Million Jahre garantieren können: Granit, Ton- und Salzformationen. …aber Endlager mit diesen speziellen Voraussetzungen müssen erst gefunden werden. Einige wenige Länder, wie Finnland mit dem Endlager Onkalo, versuchen mittlerweile konkrete Lösungen zu entwickeln, doch die meisten Staaten haben noch immer keine verantwortungsvolle Strategie für die dauerhafte Lagerung ihres Atommülls.

5. RESSOURCE – NAHRUNGSMITTEL

Wie du bereits erfahren hast, wächst unsere Weltbevölkerung stetig. So schätzt die UNO, dass bis 2050 über 9,5 Milliarden Menschen auf unserer Erde leben werden. Bereits jetzt überlegt man, wie man so viele Menschen ernähren kann. Der wachsende Bedarf an Lebensmitteln stellt eine große Herausforderung dar. Denn schon heute belastet die Lebensmittelproduktion Boden, Luft und Wasser.

1 Boden: Einsatz von Düngemitteln, immer größere Flächen (Anbau und Massentierhaltung) werden benötigt

1 Luft: Luftverschmutzung durch Lebensmittelproduktion und -transport

1 Wasser: hoher Wasserverbrauch bei der Lebensmittelproduktion

Gleichzeitig erschweren Klimawandel und Kriege die Versorgung der Menschen.

In Europa sind wir es gewohnt, volle Supermarktregale vorzufinden. Egal ob frisches Gemüse und Obst, Fleisch oder Teigwaren, alles finden wir im Überfluss

Doch nicht jeder Mensch auf der Welt hat die Möglichkeit, regelmäßig an Lebensmittel zu kommen. Laut den Vereinten Nationen hatten 2022 735 Millionen Menschen weltweit nicht genügend zu essen, das sind etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung.

Food Waste – Nahrungsmittelverschwendung

Nach Berechnungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN landen weltweit etwa 40 Prozent der produzierten Lebensmittel im Müll – geschätzt 1,3 Milliarden Tonnen. Allein in Österreich werden über 830 000 Tonnen an genießbaren Lebensmitteln jährlich ebenfalls als Müll entsorgt. Lebensmittelverschwendung zu vermeiden ist jedoch von entscheidender Bedeutung, um Ressourcen effizient zu nutzen, die Umwelt zu schützen und den Kampf gegen den Hunger zu unterstützen.

Überfluss, der: große Menge, übersteigt den eigentlichen Bedarf

Nenne Lebensmittel, die bei euch zu Hause oft im Müll landen!

Beschreibe, wie du Lebensmittelabfälle zu Hause vermeiden oder verringern kannst!

6. LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG IN ÖSTERREICH

Was bedeutet

Mindesthaltbarkeitsdatum?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, bis wann ein Lebensmittel bei richtiger Lagerung mindestens seine Qualität behält. Viele Produkte sind auch nach diesem Datum noch essbar – man sollte sie ansehen, riechen und vorsichtig probieren.

Außerdem führen Verkaufsaktionen wie „1+1 gratis“ oder Mengenrabatte oft dazu, dass Menschen mehr kaufen, als sie brauchen. Die Folge: Essen wird schlecht und weggeworfen.

Klärt in Partnerarbeit, wie man feststellen kann, ob Lebensmittel noch genießbar sind! Denkt dabei an eure Sinnesorgane!

Abb. 3: Brot – wird besonders oft weggeworfen

Erkläre, welche Rolle das Mindesthaltbarkeitsdatum bei der Lebensmittelverschwendung spielt!

Die Lebensmittelverschwendung in Österreich lässt sich fünf großen Bereichen zuordnen:

1 private Haushalte

1 Außer-Haus-Verzehr

1 Verarbeitung

1 Supermarkt inklusive Großhandel

1 landwirtschaftliche Herstellung

Laut der Organisation „Land schafft Leben“ entfällt der größte Anteil an Lebensmittelverschwendung auf Privathaushalte, die für 58 Prozent der Verschwendung verantwortlich sind. Einer der Hauptgründe für die Lebensmittelverschwendung ist, dass Konsumentinnen und Konsumenten Lebensmittel oft falsch lagern und kaum noch selbst kochen. Viele sind sich auch nicht sicher, wann ein Produkt noch genießbar ist und wann nicht. Sie verlassen sich vollkommen auf das Mindesthaltbarkeitsdatum oder auch Ablaufdatum. Wenn die Lebensmittel nicht mehr ganz so frisch wirken, landen sie im Müll. Es wird gar nicht festgestellt, ob sie noch genießbar sind.

Abb. 2: Familie beim gemeinsamen Kochen

Platz zwei bei der Lebensmittelverschwendung nehmen die Gastronomie und der Außer-Haus-Verzehr mit einem Anteil von 19 Prozent ein. Dazu zählen auch Hotels, Gasthäuser, aber auch Verpflegungen in Schulen und Kindergärten.

Auf dem dritten Platz befindet sich die Verarbeitungsbranche mit einem Anteil von 14 Prozent. Besonders auffällig ist hier der hohe Anteil an verschwendeten Backwaren.

An vierter Stelle stehen Supermärkte und Großhändler mit einem Anteil von etwa neun Prozent. Hier landen vor allem Waren, die nicht verkauft wurden und deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, im Müll.

Auch in der Landwirtschaft gehen viele Lebensmittel verloren – etwa durch schlechtes Wetter, fehlende Abnehmer oder weil krummes oder fleckiges Obst und Gemüse nicht den Verkaufsnormen entspricht und aussortiert wird.

2023 wurden auch von der österreichischen Regierung Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung veranlasst. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass der Lebensmittelhandel ab Ende 2023 regelmäßig berichten muss, wie viele Lebensmittel entsorgt wurden und wie viele unentgeltlich weitergegeben wurden.

Ebenso hat die EU Gesetze zur Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung beschlossen. 2023 wurde ein Gesetz verabschiedet, das die Abfälle in der Lebensmittelverarbeitung und -herstellung um mindestens 20 Prozent und im Einzelhandel, in Restaurants, bei Lebensmitteldienstleistungen und in Haushalten um mindestens 40 Prozent reduzieren soll.

Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung

Schon vor Jahren hat Frankreich der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt. So dürfen Supermärkte unverkaufte, aber noch genießbare Lebensmittel nicht mehr wegwerfen, sondern müssen diese an Wohltätigkeitsorganisationen spenden

In Österreich versuchen die hier vorgestellten Organisationen bereits erfolgreich, gegen Lebensmittelverschwendung anzukämpfen.

SOMA – Sozialmärkte Österreich

Die SOMA-Sozialmärkte sammeln Produkte von Supermärkten und Handelsunternehmen in ganz Österreich. Diese werden dann sehr günstig in einem der 40 Märkte verkauft.

In diesen Märkten können Menschen einkaufen, die von Armut betroffen sind und weniger Einkommen als 1 300 Euro im Monat zur Verfügung haben. Die Lebensmittel kosten hier etwa ein Drittel weniger als z. B. im Supermarkt.

Team Österreich Tafel

spenden: schenken, weitergeben

Abb. 4: Logo SOMA-Markt

Seit 2010 gibt es die „Team Österreich Tafel“. Sie wurde von dem Radiosender Ö3 gemeinsam mit dem Roten Kreuz ins Leben gerufen. Die „Team Österreich Tafel“ arbeitet eng mit anderen Hilfsorganisationen zusammen. Jeden Samstag holen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unverkäufliche Lebensmittel ab und bringen sie zu Abgabestellen, wo sie von Menschen in Notlage abgeholt werden können.

Gesamt werden in Österreich von den Sozialmärkten und verschiedenen Tafelprojekten über 11 100 Tonnen Lebensmittel pro Jahr übernommen, verteilt und weiterverkauft oder weitergegeben. 60 Prozent der Waren kommen aus dem Lebensmittelhandel. Den Rest spenden landwirtschaftliche Betriebe, Bäckereien und Lebensmittelproduzenten.

Auch private Haushalte finden sich unter den Spenderinnen und Spendern. Großteils wird das von einem großen Verband organisiert –dem Verband der österreichischen Tafeln

Too good to go – Rette Essen vor der Verschwendung

ehrenamtlich: freiwillige Arbeit ohne Bezahlung

Abb. 5: Logo Team Österreich Tafel

„Too good to go“ ist eine kostenlose App, die es Kundinnen und Kunden ermöglicht, unverkaufte oder überschüssige Lebensmittel zu einem günstigeren Preis zu kaufen.

So kann jede und jeder kurz vor Ladenschluss Lebensmittel in einem Restaurant, Supermarkt, Café oder Hotel abholen und zu Hause genießen. Damit kann Food Waste verhindert werden. Die App gibt es in Österreich bereits seit 2019.

Abb. 6: Too good to go

Welche weitere Organisation kennst du noch? Berichte darüber!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Nenne mindestens fünf Punkte, wie du Lebensmittelverschwendung vermeiden kannst!

STECKBRIEF: Wähle eine der auf S. 57 vorgestellten Organisationen aus und erstelle mit Hilfe des Internets einen kurzen Steckbrief über sie!

NAME: LOGO

besteht seit:

aktuelle Projekte:

wird unterstützt von:

Führe eine Woche lang ein Tagebuch, in dem du notierst, welche Lebensmittel du wegwirfst! Erstelle anschließend einen Plan, wie du dies in Zukunft vermeiden kannst!

weggeworfene Lebensmittel mein Plan

Beobachte dein Umfeld! Welche Lebensmittel landen zu Hause oder in der Schule im Müll? Notiere in einer Woche anonym oder symbolisch, was und warum Lebensmittel weggeworfen werden könnten (z. B. „Brot war hart“, „Joghurt über dem MHD“, „Reste wurden nicht gegessen“)! Erstellt anschließend in Gruppen einen „Anti-Wegwerf-Plan“! Welche Ideen helfen dabei, dass weniger Essen weggeworfen wird? Gestaltet dazu ein Video oder eine digitale Präsentation!

So schätze ich mich nach dem Hauptkapitel „NACHHALTIGER UMGANG MIT RESSOURCEN“ selbst ein: Kreuze jenen Daumen an, der für dich am ehesten zutreffend ist!

Ich kann…

…erklären, was Ressourcen sind und wie man sie in natürliche, materielle und personale Ressourcen einteilt.

…anhand von Karten und Grafiken beschreiben, wie natürliche Ressourcen wie Wasser, Erdöl oder Metalle räumlich auf der Erde verteilt sind.

…darstellen, wie unterschiedlich Menschen und Länder Zugang zu wichtigen Ressourcen wie Geld, Bildung oder Wasser haben – und was soziale Ungleichheit bedeutet.

…mit Beispielen erklären, welche Folgen die ungleiche Verteilung von Ressourcen für Menschen und Gesellschaften haben kann (z. B. Armut, Konflikte, Chancenungleichheit).

…erklären, warum Wasser besonders wichtig und oft knapp ist – und wie es weltweit genutzt wird.

…erklären, warum der weltweite Ressourcenverbrauch steigt und welche Auswirkungen das auf Umwelt und Gesellschaft hat.

…den Earth Overshoot Day beschreiben und erklären, was dieser über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde aussagt.

…Maßnahmen vorschlagen, wie Ressourcen im Alltag sparsamer und nachhaltiger genutzt werden können – z. B. bei Kleidung, Lebensmitteln, Strom oder Wasser.

…analysieren, wie Ressourcen in Österreich unnötig verbraucht werden (z. B. Lebensmittelverschwendung) und erklären, wie man das vermeiden kann.

…erörtern, inwiefern faire und nachhaltige Ressourcennutzung zur Generationengerechtigkeit beiträgt, und dies an Beispielen begründen.

…erklären, warum Recycling, Reparatur und Wiederverwendung wichtige Bestandteile einer Kreislaufwirtschaft sind.

…in Gruppen Vorschläge und Projekte entwickeln, wie wir in der Schule oder zu Hause Ressourcen einsparen und nachhaltiger leben können.

Buchtipps

Um deine Kompetenzen noch mehr zu steigern, hier unsere Buchtipps!

für besonders Wissensdurstige

Lucie Kolb: Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen (Südpol Verlag 2019).

Kimberlie Hamilton: Generation Hope: Wie wir gemeinsam die Welt verändern (Dressler 2021).

Frechverlag: Every Day for Future. 100 Dinge, die du selbst tun kannst, um das Klima zu schützen, nachhaltig zu leben und die Natur zu bewahren (Frech 2019).

Janine Eck: 100 Dinge die Du für die Erde tun kannst: Mitmachtipps, Öko-Wissen, Natur und Umwelt (Schwager Und Steinlein 2013).

MIND-MAP ERSTELLEN

Eine Mind-Map ist so etwas wie eine Gedankenkarte. Sie bildet deine Gedanken auf einer Map (= Karte) ab. Eine Mind-Map hilft dir, deine Gedanken frei zu entfalten und die Fähigkeiten deines Gehirns zu nutzen.

1. SCHRITT: Hauptthema aufschreiben

Mind-Mapping ist perfekt für das Sammeln von Ideen –also wenn du ein Brainstorming machen möchtest. Sie hilft aber auch beim Präsentieren – also dem Vorstellen deiner Ideen.

Schreibe das Hauptthema, mit dem du dich beschäftigen willst, in die Mitte eines quergelegten A4-Blattes! Das kann ein Wort, ein Zitat oder ein Bild sein.

2. SCHRITT: Zweige und Schlüsselwörter festlegen

Schreibe die wichtigsten Ideen, die du zum Hauptthema entwickelst, sternförmig vom Bild oder Wort aus auf!

Du bildest damit Zweige, die von deinem Thema weggehen.

Schreibe bei den Hauptzweigen Schlüsselwörter oder zeichne Schlüsselbilder auf die zugehörigen Linien!

3. SCHRITT: Stichwörter dazu schreiben

Notiere zu den Schlüsselwörtern deine dazu passenden

Gedanken in Stichwörtern!

D

Eröffne dazu weitere Nebenzweige!

3 Jahre Lehre

Was sind Schlüsselwörter?

Das sind besonders wichtige Wörter oder Satzteile. Sehr oft sind sie Verben oder Nomen.

Wozu brauchen wir Schlüsselwörter?

• beim Unterstreichen: Sie helfen mir, den Sinn eines Textes zu verstehen.

• beim Schreiben:

Mit ihrer Hilfe kann ich eine Geschichte der Reihe nach erzählen. Köchin/ Koch Ausbildungsdauer

Arbeitszeit

1

Mind-Mapping: Folge der Anleitung!

a) Schreibe vier Hauptthemen aus diesem Jahr auf, die dich interessieren!

b) Suche dir jemand in der Klasse, die oder der mit dir ein gleiches Hauptthema hat!

c) Entwickelt gemeinsam eine Mind-Map!

WIRTSCHAFTEN ZWISCHEN PRODUKTION UND KONSUM

D

Welche Themen könnten dich in diesem Kapitel erwarten?

D D

Sieh dir dazu die Bilder an!

Notiere Schlagwörter, die dir zu den Bildern oder den möglichen Themen einfallen!

...von der Idee zur Umsetzung...

1. DIE VIELFALT DER ARBEITSWELT

Die GW-Lehrerin der 2A hat einige Eltern und Verwandte der Schülerinnen und Schüler gebeten, der Klasse von ihren Berufen zu berichten.

Monas Mutter – Grafikerin

Grafische: Höhere Schule, die Ausbildungen in folgenden Bereichen anbietet: Druck- und Medientechnik, Fotografie und audiovisuelle Medien, Grafik- und Kommunikationsdesign, Multimedia

illustrieren: ausgestalten, bebildern

KI, die: Künstliche Intelligenz

1 Ausbildung: Besuch der „Grafischen“, Matura

1 Berufseinstieg: Arbeit in einer Grafikfirma

1 Heutige Tätigkeit: selbstständig, arbeitet für Firmen (Logos, Plakate, Webseiten), illustriert Bücher

1 Wichtige Entwicklung: Nutzung von KI in der Arbeit

Publizistik: Studium des Journalismus

Jakubs Vater – Krankenpfleger

1 Ausbildung: Ausbildung zum diplomierten Pfleger

1 Berufseinstieg: Arbeit im Krankenhaus

1 Heutige Tätigkeit: Pflege organisieren, Patientinnen und Patienten betreuen, Ängste nehmen

1 Wichtige Entwicklung: viele Überstunden, Personalmangel

Erstellt in Partnerarbeit eine Liste und ordnet die Berufe den drei Wirtschaftssektoren zu!

Svetlanas Mutter – Polizistin:

1 Ausbildung: Matura D Studium Publizistik D Polizeischule

1 Berufseinstieg: Arbeit im Polizeidienst

1 Heutige Tätigkeit: Fälle von Diebstahl, Verkehr, Einbrüche

1 Wichtige Entwicklung: Ziel Kriminalpolizei, Weiterbildung

HB 1: Höre dir noch weitere Berufsbeschreibungen an!

Abb. 2: Krankenpfleger
Abb. 3: Polizistin
Abb. 1: Grafikerin

Branchen

Die Eltern der 2A arbeiten in unterschiedlichen Berufen und in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen. Auch werden die genannten Berufe unterschiedlichen Branchen zugeordnet.

Im Wesentlichen unterscheidet man folgende Branchen:

1 Handel, Logistik, Verkehr

1 Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege

1 Chemie, Biotechnologie, Lebensmittel, Kunststoffe

1 Bau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik

1 Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit

1 Bergbau, Rohstoffe, Glas, Keramik, Stein

1 Wissenschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung

1 Umwelt

Mehr zu Berufsbildern und Berufen findest du unter www.berufslexikon.at/ !

Fort- und Weiterbildung

1 Tourismus, Gastgewerbe, Freizeit

1 Textil und Bekleidung, Mode, Leder

1 Reinigung, Hausbetreuung, Anlern- und Hilfsberufe

1 Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk

1 Maschinenbau, Kfz, Metall

1 Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft

1 Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT

Die Berufswelt verändert sich ständig (z. B. Digitalisierung, KI). Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig fort- und weiterzubilden.

Schlüsselqualifikationen

Egal welchen Beruf du einmal erlernen und ausüben wirst, bei fast allen Berufen zählen folgende Schlüsselqualifikationen zu den Anforderungen:

1 Einsatzbereitschaft

1 Eigeninitiative

1 Selbstständigkeit

1 Genauigkeit

1 Pünktlichkeit

1 Zuverlässigkeit

1 Ausdauer und Durchhaltevermögen

Deine Berufswahl

1 Kommunikationsfähigkeit

1 Verantwortungsbewusstsein

1 Kritikfähigkeit

1 Durchsetzungsvermögen

1 Teamfähigkeit

1 Höflichkeit

1 Und noch einige mehr

Wenn du über deinen späteren Beruf nachdenkst, helfen dir diese Fragen:

1 Was kann ich gut, was mache ich gerne?

1 Arbeite ich lieber alleine oder im Team?

1 Welche Arbeitszeiten wünsche ich mir?

1 Wie wichtig sind mir Aufstiegschancen, Freizeit oder Einkommen?

Ordne die drei vorgestellten Berufe (Grafikerin, Krankenpfleger, Polizistin) den passenden Branchen aus der Liste zu!

Schlüsselqualifikationen: Fähigkeiten, die man in jedem Beruf braucht

Kommunikationsfähigkeit: bedeutet, dass man gut mit anderen sprechen, zuhören und sich verständlich ausdrücken kann – je nachdem, mit wem man spricht und worum es geht.

Eigeninitiative: bedeutet, dass man selbst etwas beginnt oder tut – ohne dass jemand einen dazu auffordern muss.

Die Branchenvielfalt

Es gibt viele verschiedene Branchen und Berufe. Jede Branche hat typische Tätigkeiten und bestimmte Stärken, die dafür wichtig sind. In den folgenden Beispielen siehst du, welche Fähigkeiten in welchen Berufen besonders gebraucht werden – und kannst deine eigenen Interessen und Stärken vergleichen.

SOZIALES – SCHÖNHEITSPFLEGE – GESUNDHEIT –

DESIGN – KUNSTHANDWERK

Ordne die Berufe den Bildern richtig zu!

1 Friseurin/Friseur

2 Elementarpädagogin/ Elementarpädagoge

3 Gold- und Silberschmiedin/ Gold- und Silberschmied

4 Grafikdesignerin/ Grafikdesigner

Kreativität, die: Fähigkeit, etwas zu erschaffen

Einfühlungsvermögen, das: Fähigkeit, sich in jemanden oder etwas einzufühlen

Beispielberufe:

1 Grafikdesignerin/Grafikdesigner

1 Friseurin/Friseur

1 Elementarpädagogin/ Elementarpädagoge

1 Polizistin/Polizist

Typische Stärken:

Kreativität

Kommunikationsfähigkeit

Einfühlungsvermögen

Belastbarkeit

LAND- UND FOSTWIRTSCHAFT – GARTENBAU

Beispielberufe:

1 Gärtnerin/Gärtner,

1 Forstwirtin/Forstwirt

1 Landwirtin/Landwirt

Typische Stärken:

Respekt vor Natur und Tieren, handwerkliches Geschick, körperliche Fitness

Kennst du diese Berufe? Notiere die richtigen Berufsbezeichnungen unter den Bildern!

Respekt, der: Anerkennung; Bewunderung; Achtung

Installations- und Gebäudetechnikerin/ Installations- und GebäudetechnikerGas- und Wasserleitungsinstallateurin/ Gas- und Wasserleitungsinstallateur

Welche Berufsbezeichnungen bei Foto 1 und 2 werden heute verwendet? Streiche die alte Version durch!

Erkennst du den Beruf auf Foto 3? Notiere ihn unter dem Foto!

Ergänze nun selbst Berufe, die noch in diese Branche fallen!

TIPP: Gib in eine Suchmaschine „Arbeitsmarktservice (AMS) Branchen“ ein!

Maurerin/Maurer Hochbauerin/Hochbauer

Tischlerin/Tischler

Beispielberufe:

1 Tischlerin/Tischler

1 Maurerin/Maurer

1 Bautechnikerin/Bautechniker

Typische Stärken: Teamfähigkeit technisches Verständnis räumliches Denken

räumliches Denken, das: Raumvorstellung, Veranschaulichung räumlicher Beziehungen und räumliche Orientierung

ERNÄHRUNG

Beispielberufe:

1 Restaurantfachfrau/Restaurantfachmann

1 Reisebürooassistentin/Reisebüroassistent

1 Ernährungsberaterin/Ernährungsberater

Typische Stärken: Mehrsprachigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent

Wer arbeitet wo? Besprecht gemeinsam, um welche Berufe es hier geht!

Suche dir einen Beruf aus dieser Branche aus und informiere dich auf der Seite des AMS darüber! Präsentiere dein Ergebnis dann der Klasse!

Formuliere drei Fragen, die du Beschäftigten in den vorgestellten Berufen stellen möchtest!

Organisationsfähigkeit, die: Fähigkeit, Termine und Arbeitsabläufe zu planen †

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Ordne die folgenden Berufe den unterschiedlichen Branchen richtig zu! Nutze dafür das Berufslexikon des AMS, wenn du unsicher bist oder zusätzliche Informationen brauchst!

Kinderkrankenpfleger:

Floristin:

Bioverfahrenstechnikerin:

Küchenchefin:

Baustatikerin:

Verkäufer:

Gerichtsvollzieher:

Wähle zwei Berufe aus unterschiedlichen Branchen aus, die dich besonders interessieren könnten! Trage diese in die Tabelle ein! Anschließend recherchiere zum gewählten Beruf auf der Seite des AMS!

Beruf

Branche

Ausbildungsdauer

Tätigkeitsmerkmale

Einstiegsgehalt

Anforderungen

verwandte Berufe

Weiterbildung

Gestaltet nun ein Plakat, auf dem ihr die wesentlichen Merkmale der von euch bearbeiteten Berufe vorstellt!

2. DIE BERUFSWELT ÄNDERT SICH – BERUFE IM WANDEL

Arbeit gestern – heute

Die Berufswelt verändert sich ständig – durch neue Technologien, Globalisierung und Digitalisierung. Viele Tätigkeiten sehen heute anders aus als vor 100 Jahren. Manche Berufe verschwinden, andere entstehen neu. Anhand der drei Wirtschaftssektoren (Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistungen) kannst du die Veränderungen gut erkennen.

Der Wandel in den drei Wirtschaftssektoren

Primärer Sektor: Beispiel Landwirtschaft

1 Vor 100 Jahren: Über 60 % aller Menschen arbeiteten in der Landwirtschaft.

1 Früher: schwere Handarbeit mit Sichel und Sense, Pferde oder Ochsen als Zugtiere.

1 Heute: Traktoren und moderne Maschinen übernehmen viele Arbeiten.

1 Folge: Nur noch weniger als 1 % der Menschen in Österreich arbeiten in der Landwirtschaft.

Sekundärer Sektor: Beispiel Gewerbe und Industrie

1 Früher: Viele Produkte wurden von Handwerkern hergestellt. Ein Tischler baute Türen, Fenster oder Möbel fast nur mit Muskelkraft.

1 Heute: Spezialisierte Betriebe, computergesteuerte Maschinen (CNC) und Roboter übernehmen große Teile der Arbeit.

1 Beispiel: Früher brauchte man 20 Arbeiter für eine Autokarosserie – heute erledigt ein Roboter denselben Arbeitsschritt in 10 Minuten.

Tertiärer Sektor: Beispiel Dienstleistungen

1 Früher: Menschen kauften beim Greißler ein. Preise wurden händisch eingetippt.

1 Heute: Große Supermärkte und Online-Handel. Kassen arbeiten mit Scannern.

1 Viele Handels- und Dienstleistungsangebote sind erst in den letzten Jahrzehnten entstanden, zum Beispiel Online-Plattformen, Lieferdienste, Handyläden, Fitnessstudios oder Streaming-Dienste.

Technologie: Technik

Befrage deine Großeltern über die Berufswelt zur Zeit ihrer Jugend!

Sense: Gerät zum Mähen

Abb. 3: Sense

Sichel: Gerät zum Schneiden von Gras

Öffentliche und private Dienstleistungen

Neben privaten Angeboten gibt es auch öffentliche Dienstleistungen, die von Staat, Ländern oder Gemeinden finanziert und organisiert werden. Dazu zählen zum Beispiel Schulen, Krankenhäuser, öffentlicher Verkehr, Müllabfuhr oder Polizei.

Abb. 4: Arbeiten mit einer Sichel
Abb. 7: Registrierkasse
Abb. 8: Einkaufen
Abb. 1: Ochse als Zugtier eines Heuwagens
Abb. 2: Moderne Strohballenmaschine
Abb. 5: Alte Tischlerwerkstatt
Abb. 6: computergesteuerte Säge

3. ARBEIT IN DER ZUKUNFT – ZUKUNFT DER ARBEIT

Abb. 1: Symbol für künstliche Intelligenz

Nenne weitere Beispiele, wo deiner Meinung nach die KI die Tätigkeit des Menschen übernehmen könnte!

Begründe, warum soziale Berufe nicht oder nur schwer durch die KI ersetzt werden können!

Erstelle ein kreatives Plakat oder eine digitale Präsentation zum Thema: „So stelle ich mir die Arbeitswelt der Zukunft vor!“ Nutze digitale Hilfsmittel!

Was versteht man unter KI?

KI = Künstliche Intelligenz. Das sind Computerprogramme, die lernen, Muster erkennen und Probleme lösen können – ähnlich wie Menschen.

Beispiele:

1 Medizin: KI kann Röntgenbilder analysieren.

1 Verkehr: selbstfahrende Autos oder Busse.

1 Industrie: Roboter montieren Produkte.

1 Alltag: Chatbots oder automatische Übersetzungen.

Wie verändert KI die Arbeitswelt?

1 Viele Routinetätigkeiten werden von Maschinen oder KI übernommen, zum Beispiel in der Montage, bei der Datenanalyse oder in der Buchhaltung.

1 Neue Berufe entstehen, etwa KI-Entwicklerinnen und Entwickler, Datenanalystinnen und Datenanalysten oder Technikerinnen und Techniker für Robotik.

1 Auch der Schulalltag verändert sich: Lehrpersonen nutzen KI zur Unterrichtsvorbereitung, für individuelle Lernaufgaben oder zur Auswertung von Leistungen.

1 In Pflege und Medizin werden bereits Assistenz- und Pflegeroboter eingesetzt, etwa zum Heben von Patientinnen und Patienten oder für einfache Serviceaufgaben.

1 Tätigkeiten mit hoher Verantwortung und menschlichem Urteilsvermögen, z. B. bei Lehrpersonen, Richterinnen und Richtern, Einsatzkräften (Polizei, Rettung) oder in der Führung von Unternehmen, bleiben weiterhin stark vom Menschen abhängig.

Vorteile und Nachteile von KI

Vorteile:

1 Erleichtert manche körperlich oder geistig belastende Arbeiten

1 Steigert die Produktivität

1 Kann Fehler reduzieren

1 Eröffnet neue Möglichkeiten in Medizin, Forschung und Bildung

Nachteile:

1 Bestimmte Berufe oder Tätigkeiten können wegfallen

1 Gefahr der Abhängigkeit von technischen Systemen

1 Ständige Weiterbildung wird notwendig

1 Möglicher Verlust von Fähigkeiten, wenn Menschen Aufgaben dauerhaft an KI abgeben

Aber nicht alle Berufe lassen sich durch den Einsatz von KI ersetzen. Insbesondere soziale Berufe, in denen es notwendig ist, engen menschlichen Kontakt zu haben, werden auch in Zukunft von Menschen ausgeübt werden.

Abb. 3: Einsatz von ferngesteuerten Roboterarmen bei einer Operation
Abb. 2: Roboter ernten Salat, der im Gewächshaus angebaut wurde †

4. ARBEIT

UND LEBEN IM

GLEICHGEWICHT

Ständige Erreichbarkeit

Durch Smartphones und Internet verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Viele Menschen empfinden es als belastend, wenn sie jederzeit erreichbar sein müssen.

Was bedeutet Work-Life-Balance?

Work-Life-Balance heißt übersetzt: Gleichgewicht zwischen Arbeit (Work) und Leben/Freizeit (Life).

1 Arbeit ist wichtig: Sie bringt Geld, Sicherheit und kann auch Freude machen.

1 Freizeit ist ebenso wichtig: Dort erholen wir uns, sind mit Familie und Freunden zusammen und haben Zeit für Hobbys.

Eine gute Balance bedeutet: Weder Arbeit noch Freizeit kommt zu kurz.

Warum ist das Work-Life-Balance heute ein großes Thema?

Früher trennten sich Arbeitszeit und Freizeit oft klar:

1 Tagsüber wurde gearbeitet, abends hatte man frei.

1 Es gab kaum Computer oder Handys, die einen ständig erreichbar machten. Heute ist das anders:

1 Durch Handys, E-Mails und Internet verschwimmen die Grenzen.

1 Viele Menschen sind auch am Abend oder Wochenende noch erreichbar.

1 In einer globalisierten Welt arbeiten manche Unternehmen rund um die Uhr –irgendwo ist immer Arbeitszeit.

Folgen, wenn die Balance fehlt

Wenn Arbeit zu viel Raum einnimmt, kann das Probleme verursachen:

1 Körperlich: Stress, Schlafprobleme, Müdigkeit.

1 Psychisch: Erschöpfung, Unzufriedenheit, Burn-out

1 Sozial: Weniger Zeit für Familie und Freunde.

Wenn Freizeit überwiegt und Arbeit zu kurz kommt:

1 zu wenig Einkommen, keine Sicherheit

1 kaum Chancen auf Weiterentwicklung

Beides zeigt: Das Gleichgewicht ist entscheidend.

Wie

kann man eine gute Balance erreichen?

Nenne zwei Gründe, warum es heute schwieriger ist, Arbeit und Freizeit zu trennen als früher!

Im Beruf:

1 feste Arbeitszeiten einhalten

1 Pausen machen und nicht ständig erreichbar sein

1 Aufgaben im Team teilen

1 Weiterbildung planen, ohne sich zu überlasten

Im Alltag/Freizeit:

1 Zeit bewusst für Familie, Freunde oder Sport nutzen

1 Hobbys pflegen

1 Handy und Laptop auch mal ausschalten

1 Erholung ernst nehmen (Schlaf, Ruhephasen)

Balance, die: Gleichgewicht

Entwickle in der Gruppe drei konkrete Regeln, die Jugendlichen helfen können, eine gute Work-Life-Balance zu finden! Präsentiert eure Ergebnisse der Klasse!

Burn-Out, das: Burnout bedeutet, dass jemand sehr lange zu viel Stress hatte und sich dadurch völlig erschöpft und ausgebrannt fühlt. Die Person ist dann oft müde, kraftlos und hat keine Energie mehr –auch nicht für Dinge, die ihr früher Spaß gemacht haben.

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Nenne mindestens sechs soziale Berufe!

Führe ein Interview mit einer älteren Person (z. B. Großeltern, Eltern, Nachbarn oder Bekannten) über deren Erfahrungen in der Arbeitswelt! Frage nach:

• den größten Herausforderungen in ihrer damaligen Arbeitswelt,

• den Veränderungen, die sie über die Jahre erlebt haben,

• und welchen Herausforderungen junge Menschen ihrer Meinung nach heute oder in Zukunft begegnen werden.

Präsentiere deine Ergebnisse der Klasse!

Verfasse einen Brief an dein zukünftiges Ich, in dem du deine Vorstellungen von der Arbeitswelt in der Zukunft teilst! Beschreibe, welche Veränderungen du erwartest und welche Fähigkeiten und Eigenschaften du entwickeln möchtest, um erfolgreich in dieser Arbeitswelt zu sein!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

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Bildet Vierergruppen und erstellt eine Mind-Map! Wählt dazu einen der folgenden Faktoren aus: Technologie, Globalisierung, Bevölkerungsentwicklung, Umweltfaktoren. Überlegt auch, wie sich der gewählte Faktor auf verschiedene Berufe auswirken könnte und wie ihr euch darauf vorbereiten könntet!

Lies zunächst den Bericht der Statistik Austria aufmerksam durch! Markiere anschließend:

grün: Zahlen und Daten (z. B. Prozentangaben, Anzahl Personen) blau: Gründe, warum Menschen in Teilzeit arbeiten rot: Unterschiede zwischen Frauen und Männern

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STATISTIK AUSTRIA

Deutlicher Anstieg bei Teilzeitbeschäftigten (13. März

2023)

Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt hat 2022 angehalten. Die Beschäftigtenzahl stieg, vor allem wegen mehr Teilzeit, die Arbeitslosigkeit sank weiter. Jede zweite Frau arbeitete Teilzeit – eine Schlüsselrolle dürften hierbei Betreuungsangebote spielen. Das Jobangebot erreichte mit 206.500 offenen Stellen einen Rekord. Laut Statistik Austria waren 4.442.600 Personen ab 15 Jahren erwerbstätig, 3,2 Prozent mehr als 2021 – der Anstieg beruhte zu fast zwei Dritteln auf Teilzeit.

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigen stieg um 7,0 Prozent oder rund 88.900 Personen. Bei den Vollzeiterwerbstätigen gab es dagegen ein Plus von 1,6 Prozent bzw. 47.700 Personen, wie die Statistik Austria mitteilte. Jede zweite erwerbstätige Frau (50,7 Prozent) und jeder achte Mann (12,6 Prozent) gaben an, auf Teilzeitbasis zu arbeiten. „Bei den Frauen haben wir im Jahr 2022 erstmals die 50-Prozent-Marke überschritten“, sagte Matea Paskvan von der Statistik Austria.

Eine Schlüsselrolle bei Frauen dürfte die Betreuung spielen. Zwei Drittel der Frauen nannten als Hauptgrund ihre Betreuungsaufgaben (39,5 Prozent) oder den Wunsch, nur eine Teilzeittätigkeit auszuüben (26,5 Prozent). Insgesamt ist laut Statistik Austria nur die Hälfte der Kinder in Betreuungseinrichtungen untergebracht, die sich mit Vollzeittätigkeiten vereinbaren lassen. Bei den Männern wurde als Hauptgrund für Teilzeit „kein Wunsch nach Vollzeittätigkeit“ angegeben. Insgesamt lag die Teilzeitquote bei 30,5 Prozent.

Quelle: Statistik Austria: Deutlicher Anstieg bei Teilzeitbeschäftigten - news.ORF.at

Beantworte mit Hilfe des Textes folgende Fragen in deinem Heft!

a) Wie viele Personen waren 2022 in Österreich erwerbstätig?

b) Wie viele Menschen arbeiteten in Teilzeit, wie viele in Vollzeit?

c) Welche Gründe geben Frauen häufiger für Teilzeit an?

d) Was war der wichtigste Grund bei Männern?

Notiert drei Dinge, die euch bei einem Beruf wichtig sind (z. B. geregelte Arbeitszeiten, genug Freizeit, gute Bezahlung)!

Bearbeite dieses Bild mit der Methode „Mit Bildern arbeiten“! (1. Klasse)

a) Gehe dabei insbesondere darauf ein, welche Gefühle dieses Bild bei dir auslöst!

b) Könntest du dir vorstellen, in Zukunft ein solches Konzert zu besuchen?

c) Welche Gedanken beschäftigen dich noch beim Betrachten des Bildes?

5. WIE ENTSCHEIDEN BETRIEBE, WAS SIE HERSTELLEN –UND WARUM DAS WICHTIG IST

Abb. 2: Produktion und Verkauf von Spielzeug

Nenne drei Beispiele für unbezahlte Arbeit in deinem Haushalt!

Erkläre mit eigenen Worten, warum man von einem „Kreislauf“ spricht!

Diskutiert in der Klasse!

Sollte unbezahlte Arbeit mehr Anerkennung bekommen?

Transferzahlung, die: ist Geld, das der Staat an Menschen zahlt, ohne dass sie dafür direkt arbeiten müssen.

Was ist eigentlich „Wirtschaft“?

Sicher hast du den Begriff Wirtschaft schon oft gehört. Wirtschaft, auch Ökonomie genannt, meint alle Tätigkeiten von Menschen, um Bedürfnisse zu befriedigen – zum Beispiel Kleidung zu kaufen, Essen zu produzieren oder Häuser zu bauen.

Dazu gehört bezahlte Arbeit (z. B. im Betrieb) und unbezahlte Arbeit (z. B. im Haushalt).

Der einfache Wirtschaftskreislauf

Wirtschaftskreislauf

Haushalte und Unternehmen

Güter, Dienste

Arbeit, Boden, Kapital Güter

Haushalte

Unternehmen

Geld

Konsumausgaben

Abb. 1: einfacher Wirtschaftskreislauf

Entlohnung

aus: Wirtschaftskreislauf » Definition, Erklärung & Beispiele + Übungsfragen (bwl-lexikon.de)

1 Haushalte geben Arbeit, Boden und Kapital D an Unternehmen

1 Unternehmen zahlen Löhne und stellen Güter bereit D für Haushalte

1 Geld und Güter fließen ständig hin und her D ein Kreislauf

Der erweiterte Wirtschaftskreislauf

1 Banken: Haushalte legen Ersparnisse bei Banken an. Banken vergeben diese Gelder als Kredite an Unternehmen und Haushalte. So fließt Geld von Sparenden zu Investierenden, und Banken übernehmen eine zentrale Rolle im Geldfluss und bei Investitionen.

1 Staat: Der Staat erhebt Steuern von Haushalten und Unternehmen. Diese Einnahmen verwendet er für öffentliche Ausgaben, zum Beispiel für den Bau und Betrieb von Schulen, die Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern, Gesundheitsversorgung oder Verkehr. Zusätzlich leistet der Staat Transferzahlungen an Haushalte, etwa Sozialleistungen.

Mehr über den Staat erfährst du auf S. 78.

Entscheidungen in

Haushalten

Haushalte bestehen aus Familien, Großeltern oder Einzelpersonen. Erwachsene arbeiten und verdienen Geld D davon zahlen sie Miete, Essen, Kleidung, Strom. Haushalte kaufen viele Dinge: Lebensmittel, Möbel, Spielzeug, Kleidung.

Es gibt auch unbezahlte Arbeit: Kochen, Putzen, Müll hinausbringen, Geschenke basteln D gehört ebenfalls zur Wirtschaft. Täglich müssen Haushalte entscheiden:

1 Wofür geben wir unser Geld aus?

1 Was brauchen wir wirklich?

1 Was können wir uns leisten?

Entscheidungen

in Unternehmen

Unternehmen müssen viele Entscheidungen treffen, um erfolgreich zu sein. Diese betreffen zum Beispiel Produktion, Preise, Personal, Verkauf und Investitionen. Getroffen werden diese Entscheidungen von verantwortlichen Personen im Unternehmen, etwa von der Geschäftsführung, dem Management oder Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern.

1. Was soll hergestellt werden?

1 Frage: Was brauchen die Menschen?

1 Unternehmen beobachten Trends und Nachfrage.

1 Beispiele:

Im Sommer: mehr Eis D Eissalon produziert mehr.

Bei hoher Nachfrage nach E-Autos: Automobilhersteller baut mehr Elektroautos.

2. Wie soll produziert werden?

1 Mit welchen Rohstoffen (Holz, Metall, Stoff …)?

1 Mit welcher Technik (Maschinen, Handarbeit, digitale Tools …)?

1 Mit wie vielen Arbeitskräften?

1 Entscheidung: Arbeite ich günstig (Massenproduktion) oder hochwertig (Qualität, Marke)?

3. Preisgestaltung – wie viel darf es kosten?

1. Kosten berechnen

Material, Energie, Miete, Löhne D Gesamtkosten

2. Gewinnaufschlag hinzufügen

Sicherheitspuffer, Risiko, Investitionen

3. Markt prüfen

Sind Kundinnen und Kunden bereit, den Preis zu zahlen?

Was verlangen die Konkurrentinnen und Konkurrenten?

4. Verkauf – wo und wie?

1 Geschäfte vor Ort D persönlicher Kontakt, Beratung

1 Online-Shops D große Reichweite, bequemer Einkauf

1 Händler D übernehmen Werbung & Verkauf, verdienen mit Entscheidung: Welcher Vertriebsweg bringt die meisten Kundinnen und Kunden?

5. Personal und Arbeitsplätze

1 Brauchen wir mehr Arbeitskräfte, wenn die Nachfrage steigt?

1 Müssen wir vielleicht auch Kosten sparen und Stellen abbauen?

1 Unternehmen überlegen: Wie finde ich Fachkräfte? Wie halte ich sie motiviert?

6. Investitionen in die Zukunft

1 Sollen neue Maschinen angeschafft werden?

1 Lohnt es sich, in erneuerbare Energien oder Digitalisierung zu investieren?

Das Haushaltseinkommen

Dieses setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

• Nettolohn oder Nettogehalt (dies ist jener Teil, der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben verbleibt)

• staatliche Unterstützung (z. B. Familienbeihilfe)

• Erträge aus vorhandenem Vermögen (z. B. aus Vermietungen)

Lohn: Bezahlung erfolgt pro Stunde

Gehalt: festgelegter monatlicher Betrag investieren: bedeutet, Geld in ein Projekt, ein Unternehmen, Wertpapiere oder Vermögenswerte zu stecken, mit dem Ziel, im Laufe der Zeit einen Gewinn oder eine Rendite zu erzielen

Abb. 3: unbezahlte Haushaltstätigkeiten

Erkläre, was ein Unternehmen bei der Preisgestaltung berücksichtigen muss!

Analysiere: Welche Folgen hat es, wenn ein Unternehmen seine Kosten falsch berechnet?

Erkläre mit eigenen Worten, welche Aufgaben der Staat im Bereich Bildung und Gesundheitsversorgung übernimmt!

Entwickelt in Partnerarbeit eine Idee, wie euer Wohnort lebenswerter gestaltet werden könnte!

Die Rolle des Staates – Wer macht was?

Ein Staat ist mehr als nur „die Regierung“. In Österreich übernehmen verschiedene staatliche Ebenen öffentliche Aufgaben, nämlich der Bund, die Länder und die Gemeinden. Gemeinsam werden diese als öffentliche Hand bezeichnet. Sie sorgen dafür, dass das Leben im Land funktioniert, zum Beispiel durch Schulen, Spitäler, Verkehr oder Umweltschutz.

Der Staat entscheidet, welche Aufgaben er selbst übernimmt (z. B. öffentliche Schulen oder Krankenhäuser) und welche Aufgaben von privaten Unternehmen erledigt werden (z. B. Buslinien oder der Ausbau von Internetnetzen). Dabei müssen verantwortliche Stellen Kosten und Nutzen gegeneinander abwägen.

All diese staatlichen Leistungen kosten Geld. Dieses Geld stammt vor allem aus Steuern und Abgaben:

1 Steuern sind Geldleistungen, die ohne direkte Gegenleistung an den Staat gezahlt werden (z. B. Einkommensteuer, Umsatzsteuer).

1 Abgaben im engeren Sinn sind zweckgebundene Zahlungen oder Beiträge, etwa Gebühren für bestimmte Leistungen (z. B. Müllabfuhr oder Passausstellung).

In der Praxis ist es nicht immer eindeutig, welche Einnahmen für welche konkreten Aufgaben verwendet werden, da viele staatliche Einnahmen gemeinsam in den Haushalt fließen.

Bildung

Pflichtschulen

2 Bund

2 Länder

Soziales

Sozialhilfe

2 Bund

2 Länder

Arbeitslosengeld

2 Sozialversicherung

Sicherheit

Polizei

2 Bund 2 Gemeinden

Gesundheit

Krankenhäuser, Gesundheitsvorsorge

2 Bund → Steuermittel, Gesetze

2 Länder → Planung und Finanzierung der Spitalsinfrastruktur

2 Sozialversicherung → Finanzierung der laufenden Gesundheitskosten

Infrastruktur

2 Straßenbau, Wasserversorgung, Abfallentsorgung

2 Zuständigkeiten: Bund – Länder – Gemeinden – Private Anbieter

Überlegt, welche staatliche oder gemeindeeigene Stelle dafür zuständig wäre und was getan werden könnte! Nutze data.gv.at oder eine offizielle Landeswebsite und recherchiere, welche Aufgaben in deinem Bundesland von den Gemeinden übernommen werden! Erstelle dazu eine Mini-Präsentation oder ein Erklärplakat mit Genially!

Entscheidungen des Staates in der Wirtschaft

Der Staat spielt im Wirtschaftsleben eine wichtige Rolle. Er legt Gesetze fest, kontrolliert Märkte und entscheidet, in welchen Bereichen er selbst aktiv wird. Diese Entscheidungen werden von verantwortlichen Personen in staatlichen Einrichtungen getroffen, etwa in Ministerien, Parlamenten oder Behörden. Ziel ist es, wirtschaftliche Abläufe so zu gestalten, dass sie dem Gemeinwohl dienen.

Entscheidungen des Staates in der Wirtschaft – Warum ist das wichtig?

Öffentliche Güter und Leistungen bereitstellen

Manche Angebote sind für alle Menschen so wichtig, dass sie nicht nur von privaten Unternehmen abhängig sein sollten. Dazu zählen zum Beispiel Schulen, Wasserleitungen oder öffentlicher Verkehr. Solche Angebote nennt man öffentliche Güter: Sie stehen allen Menschen zur Verfügung und niemand kann davon ausgeschlossen werden. Deshalb übernehmen oft der Staat, die Länder oder die Gemeinden diese Aufgaben –allein oder gemeinsam mit privaten Anbietern.

Monopol, das: marktbeherrschendes Unternehmen, das als alleiniger Anbieter auftritt und darum die Preise bestimmt

strategisch: schlau, methodisch, taktisch

Stabilität, die: Beständigkeit, Dauerhaftigkeit

Marktversagen korrigieren

Wenn der Markt nicht richtig funktioniert – zum Beispiel, weil es nur ein Unternehmen gibt (Monopol) oder zu wenig Wettbewerb herrscht –, kann die öffentliche Hand eingreifen. Das passiert etwa bei Stromnetzen oder Bahnstrecken. Diese gelten als „natürliche Monopole“, weil es nicht sinnvoll wäre, mehrere Stromleitungen oder Schienennetze nebeneinander zu bauen. Damit alle Menschen Zugang haben, sorgt die öffentliche Hand für faire Bedingungen.

Sicherheit in wichtigen Bereichen gewährleisten

(Strategische Bedeutung)

In Bereichen wie Energieversorgung, öffentlichem Verkehr oder Landesverteidigung ist es wichtig, dass der Staat mitentscheidet. In der Energiepolitik zum Beispiel kann der Staat strategische Reserven anlegen (wie bei Gas) oder Regeln festlegen, damit die Versorgung auch in Notfällen funktioniert.

Die Wirtschaft stabilisieren

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann der Staat gezielt eingreifen. Er kann Investitionen in Infrastruktur oder Bildung ermöglichen, soziale Leistungen anpassen oder bestimmte Wirtschaftsbereiche unterstützen. Dabei geht es darum, negative Folgen für Menschen, Betriebe und Regionen abzufedern.

Wie trifft der Staat solche Entscheidungen?

Der Staat muss abwägen, wo eigenes Handeln notwendig ist, wo Regeln ausreichen und wo Förderungen sinnvoll sind. Verantwortliche Personen berücksichtigen dabei wirtschaftliche, ökologische, soziale und auch individuelle Aspekte, zum Beispiel Auswirkungen auf Gesundheit, Lebensqualität und soziale Sicherheit. Außerdem werden sowohl kurzfristige Wirkungen als auch langfristige Folgen für kommende Generationen bedacht.

Ordne jedem der vier Entscheidungsbereiche des Staates ein passendes Beispiel aus dem Alltag zu! Beschreibe anschließend in einem kurzen Satz, was der Staat in diesem Bereich tut!

Beziehe Stellung! Sollte der Staat in der heutigen Zeit noch eigene Unternehmen betreiben (z. B. Post, Bahn, Energie)?

Nimm schriftlich oder digital (z. B. Audioaufnahme, Video, Text) Stellung und beziehe mindestens zwei Argumente aus dem Kapitel ein!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Vervollständige die Grafik!

Wirtschaftskreislauf

Haushalte und Unternehmen

Güter, Dienste

Arbeit, Boden, Kapital

Güter

Unternehmen

Geld

Konsumausgaben

Entlohnung

Beschreibe ein Beispiel aus deinem Alltag, bei dem deine Familie gemeinsam über eine größere Ausgabe entschieden hat (z. B. ein Urlaub, ein neues Handy, ein Fahrrad oder eine größere Anschaffung für die Wohnung)! Was wurde gebraucht oder gewünscht? Welche Angebote wurden verglichen? Welche Rolle spielten Preis, Qualität, Nutzen oder Wünsche der Familienmitglieder? Wer hat letztlich entschieden –und warum?

Haushalte

6. GÜTERERZEUGUNG IN GEWERBE UND INDUSTRIE

Was sind Güter?

Güter sind Dinge oder Dienstleistungen, mit denen Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen. Man unterscheidet dabei zwischen Sachgütern (Waren) und Dienstleistungen. Waren (Sachgüter) sind materielle Güter, also Dinge, die man anfassen und besitzen kann, zum Beispiel Kleidung, Bücher, Spielzeug oder Lebensmittel. Dienstleistungen sind immaterielle Güter. Sie bestehen aus einer Tätigkeit oder Leistung, die man nicht anfassen kann, etwa eine Taxifahrt, ein Friseurbesuch oder Reparaturarbeiten. Waren lassen sich weiter einteilen:

1 Gebrauchsgüter können mehrfach verwendet werden, zum Beispiel ein Fahrrad oder ein Rucksack.

1 Verbrauchsgüter werden bei der Nutzung verbraucht oder sind nur einmal verwendbar, zum Beispiel Lebensmittel oder Hygieneartikel.

Doch woher kommen diese Waren und Dienstleistungen? Wer stellt Waren her und wer bietet Dienstleistungen an? Um das herauszufinden, betrachten wir nun einen Handwerksbetrieb, die Tischlerei von Herrn Behringer.

Ein österreichischer Gewerbebetrieb

Herr Behringer lebt und arbeitet in einem kleinen Ort in der Nähe von Salzburg. Er ist heute nur mehr der Seniorchef. Mit dem Ablegen der Meisterprüfung seines Sohnes Hermann hat er ihm den Betrieb übergeben, arbeitet aber trotzdem noch im Unternehmen mit. Herr Behringer, sein Sohn Hermann sowie zwei Gesellen und ein Lehrling sind im Betrieb tätig. Frau Behringer leitet die Buchhaltungsabteilung. Zurzeit schnuppert auch Verena in der Tischlerei, da sie im kommenden Jahr als Lehrling in einer Tischlerei anfangen möchte. Der Betrieb liegt ganz in der Nähe des Wohnhauses. Um in die Werkstätte zu gelangen, müssen nur eine kleine Straße und der Holzlagerplatz überquert werden. Stolz führt Ignaz Behringer durch seinen Betrieb und erzählt:

Ich habe den Betrieb selbst aufgebaut. Nachdem ich in der Nähe von Wien drei Jahre als Lehrling und später sieben Jahre als Geselle gearbeitet habe, bin ich mit meiner Frau hierher nach Kuchl gezogen. Hier habe ich nochmals fünf Jahre in einem Betrieb gearbeitet und die Meisterprüfung abgelegt. Dann habe ich all mein Erspartes zusammengekratzt und mit meiner Frau, die mich damals sehr unterstützt hat, diesen Betrieb eröffnet. Langsam, über die Jahre sind wir gewachsen. Natürlich auch, weil wir für gute Qualität bürgen. Als unser Sohn schließlich die Fachschule für Holzbau abgeschlossen hatte, half auch er im Betrieb mit. Nach und nach konnten wir die Gesellen und den Lehrling anstellen, da die Auftragslage immer besser wurde.

Auftragserteilung, Produktion und Montage

Herr Behringer erzählt anhand eines Beispiels, wie die Auftragserteilung, die Anfertigung und die Montage funktionieren.

Frau Hofer aus dem Nachbarort hat angerufen, weil sie eine neue Küche einbauen lassen will. Also machen mein Sohn und ich uns auf den Weg zu ihr und besprechen die Details.

Frau Hofer erklärt uns ihre Vorstellungen und Wünsche, wir zeigen ihr Musterkataloge und besprechen schließlich die Holzart und die Holzfarbe.

Nenne jeweils drei weitere Beispiele für Gebrauchsgüter und Verbrauchsgüter!

Meisterin, die/Meister, der: Expertin/Experte, Fachfrau/Fachmann nach Ablegung der Meisterprüfung

Gesellin, die/Geselle, der: fertig ausgelernte Arbeiterin/fertig ausgelernter Arbeiter

Lehrling: Auszubildende/ Auszubildender

Abb. 2: Herr Behringer bei der Arbeit

Montage, die: Zusammenbau, Einbau

Abb. 1: Herr Behringer in seiner Tischlerei

Steuern, die: Abgaben an den Staat

Sozialversicherungsabgaben, die: Dies sind Beiträge zur gesetzlich vorgeschriebenen Unfall-, Kranken-, und Pensionsversicherung sowie zur Arbeitslosenversicherung. Sowohl Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zahlen diese Beiträge.

Beschreibe, wie im Beispiel von Herrn Behringer Angebot und Nachfrage zusammenkommen! Was bietet der Betrieb an und was wünscht sich Frau Hofer?

Warum denkst du, sind manche Menschen bereit, mehr Geld für handgefertigte Produkte wie eine maßgefertigte Küche auszugeben? Nenne mindestens zwei Gründe und bewerte sie!

Diskutiert in der Klasse: Warum ist es nachhaltiger, Möbel beim Tischler im Ort zu kaufen, anstatt in einem Möbelhaus?

Herr Behringer erzählt weiter: Da Frau Hofer nicht sehr groß ist, bittet sie uns, die Arbeitsplatte der Küche nicht auf Normhöhe zu errichten, sondern etwas niedriger. Solche Sonderwünsche sind für uns kein Problem. Schließlich messen wir den Raum aus und verabschieden uns. Mein Sohn beginnt noch am selben Tag einen Plan zu zeichnen. Ich mache in der Zwischenzeit die Kalkulation und berechne dabei, welche Materialien und wie viele Stunden Arbeitszeit anfallen. Drei Tage später schicken wir Frau Hofer einen Kostenvoranschlag. Natürlich ist unser Preisvorschlag etwas höher, als wenn man eine Küche in einem Einrichtungshaus bestellen würde. Aber die Kundinnen und Kunden sind meist bereit, mehr zu bezahlen, da sie wissen, dass es sich hierbei um selbstgefertigte Qualitäts- und Einzelproduktion handelt. Zudem sind Möbel aus regionalen Handwerksbetrieben oft nachhaltiger, weil sie kurze Transportwege haben, meist länger halten und bei Bedarf repariert werden können.

Nachdem Frau Hofer dem Kostenvoranschlag zugestimmt hat, beginnen wir mit der Anfertigung der Küche. Sobald wir alle Materialien vorrätig haben, wird geschliffen, gebohrt, gesägt, geschraubt und poliert. Zum Glück gibt es heute schon bessere Maschinen und Werkzeuge als zu meiner Lehrzeit. Vieles muss aber trotzdem noch mit der Hand gemacht werden. Die Stoffe für die Sesselbezüge kaufe ich extra dazu. Schließlich ist der Tag gekommen, an dem die Küche montagefertig ist. Wir packen alles in unseren Lieferwagen und fahren zu Frau Hofer. Die Montage dauert bis zu drei Tage, dann ist alles tatsächlich ordnungsgemäß montiert. Manchmal müssen wir vor Ort noch Kleinigkeiten nachbessern. Aber das ist kein Problem, wir haben ja alle notwendigen Werkzeuge mit dabei.

Ist der Einbau beendet und alles zur Zufriedenheit der Kundin oder des Kunden verlaufen, wird von unserer Buchhaltungsabteilung die Rechnung verschickt. Die Kundinnen und Kunden haben dann 14 Tage Zeit, diese zu bezahlen.

Was

passiert mit dem Geld?

Mit dem Geld muss Herr Behringer das Material bezahlen, das er in seiner Werkstätte für die Herstellung der Möbel benötigt. Aber auch neue Maschinen müssen immer wieder angeschafft werden bzw. müssen vorhandene Maschinen repariert werden. Um den Betrieb immer auf dem neuesten Stand der Technik führen zu können, muss Herr Behringer also investieren. Auch an die Angestellten muss am Ende eines jeden Monats das Gehalt, an die Arbeiter der Lohn überwiesen werden. Und schließlich bezahlt Herr Behringer auch Lohnsteuern sowie Sozialversicherungsabgaben für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Gebühren für Wasser und Strom. Da die Werkstätte sein Eigentum ist, braucht er keine Miete bezahlen.

Was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt, nennt man Gewinn des Unternehmens. Dieser Gewinn gehört dem Betrieb – also in diesem Fall Herrn Behringer und seinem Sohn. Sie haben vereinbart, dass sie den Gewinn jeweils zur Hälfte aufteilen. Bevor sie das Geld behalten dürfen, müssen sie aber noch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Erst was danach übrig bleibt, zählt zu ihrem persönlichen Einkommen.

Abb. 3: Ausmessen der Küche
Abb. 4: Abhobeln des Holzes
Abb. 5: Montage der Küche:

7. MÖBELPRODUKTION IN

DER INDUSTRIE

In Innsbruck wird ein neues Hotel einer international bekannten Hotelkette mit 320 Zimmern gebaut. Alle Zimmer sollen in der Ausstattung ähnlich sein. Ein Doppelbett, ein viertüriger Schrank mit Spiegel, ein kleiner Schreibtisch mit Sessel und ein gemütlicher Lehnstuhl. Die Badezimmerausstattung beschränkt sich auf eine Dusche, ein kleines Waschbecken, eine Toilette und einen Spiegelschrank.

Abb. 1: neu geplantes Hotelzimmer

Früher hätte man diesen Großauftrag einem österreichischen Industriebetrieb erteilt. Das lässt aber das geplante Budget nicht mehr zu. Überall müssen Kosten gespart werden. Also erhält eine bulgarische Möbelfabrik den Auftrag.

Stojan Dimitrov, der Produktionsmanager, erhält per E-Mail die Anfrage für den Großauftrag. Innerhalb von einem Monat soll sein Industriebetrieb 320 Doppelbetten, 320 Schränke, 320 Schreibtische samt Stühlen und 320 gemütliche Lehnsessel produzieren. Da er diese Entscheidung nicht alleine treffen kann, geht er zur Abteilungsleiterin und zum Werkmeister der Produktion und fragt die beiden, ob die Kapazität des Unternehmens ausreicht, diesen Auftrag in der gewünschten Zeit zu fertigen. Schließlich hat die Möbelfirma noch andere Aufträge, die zeitgerecht abgeschlossen werden müssen. Nach einem kurzen Gespräch entscheiden sie gemeinsam, den Auftrag anzunehmen.

In einem Industriebetrieb, wie in dieser bulgarischen Möbelfirma, werden Güter in Massenfertigung produziert. Zahlreiche Arbeiterinnen und Arbeiter arbeiten in großen Hallen in Schichten, die Maschinen kommen nie zur Ruhe. Das ist kostensparend, schließlich soll in möglichst kurzer Zeit viel produziert werden. Um effizient und rasch produzieren zu können, werden die Arbeitsschritte zerlegt. Jeder arbeitet nur an einem bestimmten Teil. Danach übernimmt eine andere Person den nächsten Arbeitsschritt. Diese Aufteilung von Aufgaben nennt man Arbeitsteilung. Jede und jeder ist auf eine bestimmte Tätigkeit spezialisiert, was die Arbeit schneller und effizienter macht. In großen Betrieben wird dabei oft mit sogenannten Fließbändern gearbeitet – hier bewegen sich die Produkte automatisch von Station zu Station, sodass jede Person immer denselben Arbeitsschritt ausführt.

In vielen Bereichen übernehmen heute auch computergesteuerte Maschinen oder Roboter bestimmte Aufgaben, vor allem wenn es um besonders genaue oder schwere Arbeiten geht.

Abb. 2: Stojan Dimitrov –Produktionsmanager

Budget, das: Aufstellung der zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben

Managerin, die/Manager, der:

Unternehmensführerin/ Unternehmensführer, Leiterin/Leiter

Kapazität, die: Fassungsvermögen, Leistungsfähigkeit

Schichtarbeit: Es wird rund um die Uhr gearbeitet. Mehrere Arbeiterinnen oder Arbeiter arbeiten nacheinander am selben Arbeitsplatz.

Nenne drei weitere Beispiele für Produkte, die in der Industrie hergestellt werden!

Abb. 4: computergesteuerte Säge

Abb. 3: Produktionshalle einer Möbelfirma

Führe ein fiktives Interview mit einer Arbeiterin/einem Arbeiter der bulgarischen Möbelfabrik!

Begründe, weshalb es in der Möbelproduktion wichtig ist, ausreichend Lagerraum zur Verfügung zu haben!

Erkläre, welche Bedeutung die Qualitätskontrolle in der Möbelproduktion hat!

Analysiere mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler, welche Unterschiede es zwischen der Produktion in einem kleinen Handwerksbetrieb und in einer großen Fabrik gibt!

Der Betrieb verfügt über viele computergesteuerte Spezialmaschinen, die den Produktionsvorgang beschleunigen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter bedienen meist nur noch die Maschinen. Sie geben Maße ein oder überwachen den Arbeitsschritt. Trotzdem sind die Arbeitsbedingungen für die Menschen nicht immer einfach: Lärm, Staub, Zeitdruck und wenige Pausen gehören zum Alltag. Am Ende der Produktionsstraße gleicht ein Teil dem anderen. Nach der Erzeugung kommen die fertigen Teile in das Lager, von wo aus sie dann zu den Kundinnen und Kunden geliefert werden.

In einem Industriebetrieb arbeiten jedoch nicht nur die Facharbeiterinnen und Facharbeiter. Viele Personen sind um einen geregelten Ablauf bemüht. Zu dieser Möbelfirma gehören die Geschäftsleitung, das Konstruktionsbüro, eine Einkaufs- und Verkaufsabteilung, eine eigene Abteilung für Qualitätskontrolle, das Personalbüro, die Buchhaltung sowie die Lohnverrechnung und die Werbeabteilung. Meist besteht ein Industriebetrieb aus mehreren großen Gebäuden: einem Verwaltungsgebäude, mehreren Produktionshallen, einer Lagerhalle für fertige Produkte und einer Lagerhalle für das Rohmaterial.

Wie entstehen die

günstigen Preise?

Die Zeiten, in denen Möbel ausschließlich im eigenen Land hergestellt werden, sind weitgehend vorbei. Hohe Lohn- und Produktionskosten führen dazu, dass viele Betriebe ihre Produktion in andere Länder verlagern, etwa nach Osteuropa, wo Löhne und Materialkosten niedriger sind. Durch Massenproduktion können Möbel günstiger hergestellt werden, da große Stückzahlen die Kosten pro Produkt senken. Umweltbelastungen entstehen dabei nicht automatisch durch die Massenproduktion selbst, sondern vor allem durch den hohen Gesamtverbrauch an Energie und Rohstoffen, wenn sehr viele Produkte hergestellt werden. Zusätzlich können lange Transportwege und eine energieintensive Produktion die Umwelt belasten. Entscheidend ist daher nicht die Produktionsform allein, sondern wie, wo und unter welchen Bedingungen produziert wird.

Auf den Standort kommt es an

Wird ein neuer Betrieb gegründet, werden verschiedene Dinge im Vorfeld beachtet. Man überlegt, welcher Ort sich am besten für ein Unternehmen eignet. Natürlich kommt es dabei auch auf die Art des Betriebes an. Man würde wohl kaum eine Schifabrik in der Wüste Gobi errichten. Standortfaktoren sind Kriterien, die Unternehmen bei der Auswahl eines geeigneten Standorts für ihre Betriebe berücksichtigen. Dazu zählen:

1 Welches Grundstück wird gewählt?

1 Wie ist die Verkehrsanbindung?

1 Gibt es in der Nähe genügend Arbeitskräfte?

1 Haben die Arbeitskräfte eine gute Ausbildung für die Tätigkeit im Betrieb?

1 Ist eine gute Energieversorgung gewährleistet?

1 Befinden sich in der Nähe benötigte Rohstoffe?

1 Gibt es nahegelegene Entsorgungsmöglichkeiten?

1 Gibt es die Möglichkeit, vom Staat oder der EU Fördergelder oder Zuschüsse zu erhalten?

1 Ist das Lohnniveau (wie viel Arbeitskräfte verdienen) für das Unternehmen passend?

Begründe, warum eine gute Verkehrsanbindung für ein Industrieunternehmen notwendig ist!

1 Wie hoch sind die Steuern und Abgaben an diesem Ort?

1 Wie viele Kundinnen und Kunden leben oder arbeiten in der Nähe?

1 Ist der Betrieb nah am Absatzmarkt? (dort, wo die Produkte verkauft werden sollen)

1 Gibt es bereits andere Unternehmen oder Zulieferbetriebe in der Nähe, mit denen man gut zusammenarbeiten kann?

Abb. 6: Holzlager
Abb. 7: Lagerhalle
Abb. 5: Arbeiter bedient Spezialmaschine

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

1

Güter – Güter – Güter Nenne mindestens 10 Güter des täglichen Bedarfs und unterscheide dabei auch zwischen Verbrauchsgütern und Gebrauchsgütern!

Verbrauchsgüter:

Gebrauchsgüter:

2

Gewerbe oder Industrie? Ordne richtig zu!

Fließbandarbeit © Maßanfertigung © Handarbeit © Schichtarbeit © niedrigere Kosten

Produktionsstraße © persönliche Beratung © Einzelanfertigung © höhere Kosten

Wähle drei Güter aus, die du in deinem täglichen Leben verwendest, und begründe, warum sie für dich wichtig sind!

Gut:

Begründung:

Gut:

Begründung:

Gut:

Begründung:

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Analysiert in Partnerarbeit, warum Spezialisierung und Arbeitsteilung in der Möbelproduktion wichtig sind! Nennt dabei jeweils ein Beispiel für Spezialisierung und Arbeitsteilung in der Möbelproduktion!

Vergleiche: Welche Vor- und Nachteile haben handwerklich hergestellte Möbel im Hinblick auf Nachhaltigkeit im Vergleich zu industriell produzierten Möbeln?

Stelle dir vor, du könntest ein neues Gut erfinden. Skizziere deine Idee und beschreibe kurz, wofür es verwendet werden könnte und warum es nützlich wäre!

Diskutiere mit deinen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden, warum ein Unternehmen entscheiden könnte, seine Fabrik in der Nähe eines Flusses zu bauen! Nenne jeweils zwei Vorteile und zwei Nachteile dieser Standortentscheidung!

8. DIENSTLEISTUNGEN – MENSCHEN ARBEITEN FÜR MENSCHEN

Wie du bereits in der 1. Klasse gehört hast, stieg die Zahl der Menschen, die im Dienstleistungssektor arbeiten, seit Jahren kontinuierlich an. Der Dienstleistungssektor ist ein wichtiger Teil unserer Wirtschaft, der sich darauf konzentriert, anderen Menschen Hilfe und Service anzubieten.

Der Dienstleistungssektor oder tertiäre Sektor unterscheidet sich von den anderen beiden Wirtschaftssektoren. Bei vielen Dienstleistungen finden Erstellung und Nutzung gleichzeitig statt. Das bedeutet: Die Leistung wird genau in dem Moment erbracht, in dem sie genutzt wird. Ein Beispiel ist der Friseurbesuch: Während dir die Friseurin oder der Friseur die Haare schneidet, erhältst du die Dienstleistung sofort. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von immateriellen Gütern. In diesem Bereich arbeiten viele Menschen in Berufen, die auf den Kontakt mit anderen angewiesen sind. Dazu zählen zum Beispiel Personen in der Pflege, im Gesundheitsbereich, im Bildungswesen, im Handel, in der Verwaltung oder im Tourismus. Sie alle tragen dazu bei, dass wichtige Dienstleistungen für die Gesellschaft erbracht werden – vom Unterricht bis zur Beratung, vom Verkauf bis zur medizinischen Versorgung.

Der Dienstleistungssektor umfasst auch Unternehmen wie Restaurants, Hotels, Transportunternehmen und Banken. Wenn du ins Kino gehst und einen spannenden Film ansiehst, nutzt du eine Dienstleistung. Wenn du in einem Hotel übernachtest oder mit dem Bus zur Schule fährst, nimmst du ebenfalls eine Dienstleistung in Anspruch.

Der Dienstleistungssektor ist wichtig, weil er uns dabei hilft, Dinge zu erledigen, die wir alleine vielleicht nicht so gut könnten oder für die wir keine Zeit haben. Er bietet uns Hilfe und Service in vielen Bereichen unseres Lebens und trägt dazu bei, dass unsere Gesellschaft reibungslos funktioniert.

Folgende Branchen zählen zum tertiären Sektor:

1 Finanzdienstleistungen

1 Verkehr

1 Handel

1 Tourismus

1 Vermietung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

Öffentliche Dienstleistungen werden von staatlichen Stellen wie Bund, Ländern oder Gemeinden organisiert und finanziert. Dazu zählen zum Beispiel öffentliche Schulen, Kindergärten, öffentliche Verkehrsmittel oder Sicherheitsdienste wie die Polizei. Diese Angebote sollen allen Menschen zugutekommen – unabhängig von ihrem Einkommen oder ihrer Herkunft. Bezahlt werden öffentliche Dienstleistungen durch Steuergelder und Sozialabgaben. Manche Leistungen – wie etwa der öffentliche Nahverkehr –werden zusätzlich durch Beiträge der Nutzerinnen und Nutzer mitfinanziert.

Private Dienstleistungen: Im Gegensatz dazu werden private Dienstleistungen von Unternehmen oder Einzelpersonen angeboten, um Geld zu verdienen. Das bedeutet, dass man für diese Dienstleistungen bezahlen muss, um sie nutzen zu können. Zum Beispiel gehören Restaurants, Supermärkte und Kinos zu den privaten Dienstleistungen.

Der Hauptunterschied zwischen öffentlichen und privaten Dienstleistungen liegt also darin, wer sie bereitstellt und wie sie finanziert werden.

Nenne mindestens drei Dienstleistungen, die du schon in Anspruch genommen hast!

Wähle eine der angeführten Branchen aus und daraus wiederum einen Beruf! Erkläre, warum dieser Beruf zum Dienstleistungssektor gehört und worin die Dienstleistung für andere besteht!

Erkläre den Unterschied zwischen einer Dienstleistung und einem Produkt! † †

Abb. 1: Kinobesuch
Abb. 2: Kellnerin in einem Restaurant

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Nenne fünf Beispiele für Dienstleistungen, die du in deinem Alltag nutzt! Beschreibe diese auch kurz!

1. Beschreibung:

2. Beschreibung:

3. Beschreibung:

4. Beschreibung:

5. Beschreibung:

Öffentlich oder privat? Betrachte die Bilder und entscheide, ob es sich bei den abgebildeten Dienstleistungsberufen um öffentliche oder private Dienstleistungen handelt, indem du Ö oder/und P einträgst! Wenn nötig, recherchiere im Internet!

Begründe, warum es Dienstleistungen gibt, die man sowohl dem öffentlichen als auch dem privaten Bereich zuordnen kann! Tipp: Denke dabei z. B. an Berufe in Schulen oder Krankenhäusern!

Bildet zunächst Vierergruppen! Stellt euch nun vor, ihr müsstet gemeinsam eine Dienstleistung anbieten! Überlegt euch, welche Dienstleistung das sein könnte und welche Rollen jeder in eurem Team übernehmen würde!

BONUS-SEITE DIE GESCHICHTE DES GELDES

Die Geschichte des Geldes

Geld, wie wir es heute kennen, also Münzen und Scheine, ist nicht so alt wie die Menschheit. Früher hatten die Menschen ganz andere Zahlungsmittel. Wenn sie etwas benötigten, tauschten sie Waren untereinander aus. Man nennt das Tausch- oder Naturalhandel. So bekam man zum Beispiel für drei Fische einen Tonkrug.

Es war aber nicht immer einfach, Ware gegen Ware gerecht einzutauschen und stets jene Ware zur Verfügung zu haben, die die Tauschpartnerin oder der Tauschpartner gerade benötigte. Also ging man dazu über, bestimmte Gegenstände als Tauschmittel zu betrachten.

Bereits 2 000 v. Chr. waren Muscheln in China ein besonders beliebtes Zahlungsmittel. Später, als die Menschen unterschiedliche Metalle entdeckten, wurden die Muscheln durch Eisen-, Bronze-, Silber- oder Goldstücke abgelöst.

Abb. 1: Muscheln als Zahlungsmitteln

Man begann Münzen zu prägen und Herrscher ließen ihr Bild auf einer Münze verewigen. Schon damals hatte jede Münze einen bestimmten Wert. Es war aber oft sehr unangenehm und beschwerlich, Säcke voller Münzen mit sich herumzuschleppen, also kamen die Menschen auf die Idee, Papiergeld zu drucken. Es waren übrigens die Chinesen, die das erste Papiergeld erfanden. Papiergeld hatte den Vorteil, leichter zu sein als Münzen und war viel einfacher zu zählen.

Heute haben alle Länder Papiergeld und Münzen als Zahlungsmittel, jedoch oftmals eine eigene Währung. Diese ist das in einem Land vom Gesetz festgelegte Zahlungsmittel. Seit dem Jahr 2002 ist der Euro in Österreich die offizielle Landeswährung.

Heute ist Bezahlen oft sehr einfach – viele Menschen verwenden dafür keine Münzen oder Geldscheine mehr, sondern bezahlen mit einer Karte oder mit dem Smartphone. Das ist praktisch, weil man kein Bargeld mitnehmen muss. Wichtig ist aber: Wer digital bezahlt, sollte regelmäßig in seine Bank-App oder ins Online-Banking schauen. Dort sieht man genau, wann wie viel Geld ausgegeben wurde – und kann so die eigenen Ausgaben gut im Blick behalten.

Abb. 4: Euroscheine
Abb. 5: Euromünzen
Abb. 2: Tauschhandel
Abb. 3: Römische Münze
Abb. 6: Bezahlen mit dem Smartphone

9. WIE GEHE ICH GUT MIT MEINEM GELD UM? – WAS DU ÜBER BANKEN, SPAREN UND DIGITALE BEZAHLUNG WISSEN SOLLTEST

Warum Geld und gute Entscheidungen zusammengehören

Die drei Aufgaben einer Bank

Im Wesentlichen erfüllen Banken folgende Aufgaben:

• Vermögensverwaltung

• Kreditgeschäfte

• Zahlungsverkehr

Nenne drei

Aufgaben, die eine Bank erfüllt, und gib jeweils ein Beispiel dazu!

Vergleiche:

Welche Chancen und Risiken hat bargeldloses Bezahlen? Was passt besser zu deinem Alltag –Bargeld oder digitale Bezahlung? Begründe!

Geld brauchen wir jeden Tag: für Kleidung, Essen, Hobbys oder für ein neues Handy. Aber: Niemand hat unendlich viel davon. Deshalb ist es wichtig, gut mit Geld umzugehen. Du triffst jeden Tag kleine oder größere Entscheidungen:

1 Gibst du dein Taschengeld gleich aus oder sparst du es für etwas Teureres?

1 Möchtest du dir etwas kaufen – oder brauchst du es gar nicht wirklich?

Solche Fragen helfen dir, reflektierte Entscheidungen zu treffen: Du denkst vorher nach, vergleichst Möglichkeiten und überlegst, welche Folgen das hat. So lernst du, dein Geld sinnvoll einzusetzen – heute und in Zukunft.

Was macht eine Bank?

Eine Bank ist ein Unternehmen, das Menschen und Unternehmen dabei hilft, mit Geld umzugehen. Das kann in einer Filiale oder über Apps und Online-Banking passieren.

Eine Bank hat drei wichtige Aufgaben:

1. Geld sicher aufbewahren und Zahlungen ermöglichen

Bei einer Bank kannst du ein Konto eröffnen. Dort kannst du Geld einzahlen, Geld abheben und mit Karte oder Handy bezahlen. Banken sorgen dafür, dass Zahlungen zwischen Menschen und Unternehmen schnell und sicher funktionieren.

2. Sparen ermöglichen

Wenn du Geld auf deinem Konto lässt, kannst du es für später sparen. Manchmal bekommst du dafür Zinsen. Sparen bedeutet, dass du dein Geld heute nicht ausgibst, sondern für einen späteren Zeitpunkt aufhebst, zum Beispiel für etwas Größeres oder Wichtiges. Beispiel: Du sparst jeden Monat 10 Euro. Nach einem Jahr hast du 120 Euro – eventuell etwas mehr durch erhaltene Zinsen.

3. Kredite vergeben

Banken verleihen Geld an Menschen oder Unternehmen, zum Beispiel für den Kauf einer Wohnung, eines Autos oder Investitionen in Betriebe. Dafür zahlen die Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer Zinsen. So bringen Banken Sparerinnen und Sparer und Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer zusammen

Was heißt bargeldlos bezahlen?

Früher haben viele Menschen fast nur mit Münzen und Geldscheinen bezahlt. Heute geht das auch anders:

1 mit der Debitkarte, 1 mit dem Smartphone oder 1 online über eine App.

Das hat Chancen:

Tipp: Viele Apps und OnlineBanking-Systeme helfen dir, die Kontrolle zu behalten. Sie zeigen dir genau, wie viel du wofür ausgegeben hast, oder schicken Warnungen, wenn du ein selbst gesetztes Limit überschreitest.

1 praktisch, weil man kein Bargeld mitnehmen muss, 1 schneller und oft sicherer als Bargeld, 1 jede Zahlung wird automatisch gespeichert – du kannst jederzeit nachsehen, wofür du dein Geld ausgegeben hast.

Aber es gibt auch Risiken: 1 man verliert leichter den Überblick, weil man das „leerer werdende Geldbörsel“ nicht sieht, 1 bei unvorsichtigem Umgang können Daten oder Karten missbraucht werden, 1 manche geben schneller Geld aus, weil es „nur ein Klick“ ist.

Welche

Risiken gibt es – und wie kannst du dich schützen?

Wenn du online etwas kaufst oder eine Banking-App verwendest, musst du auf deine Daten und dein Geld gut aufpassen. Im Internet gibt es auch Betrüger, die Passwörter oder Geld stehlen wollen. Deshalb ist es wichtig, dass du ein paar einfache Regeln kennst:

Teile niemals dein Passwort oder deine PIN!

Nicht mit Freunden, nicht per E-Mail oder SMS. Eine echte Bank fragt nie danach.

Speichere deine Zugangsdaten nicht auf fremden Geräten!

Verwende nur dein eigenes Handy oder Tablet – und melde dich immer ab, wenn du fertig bist.

Kontrolliere regelmäßig dein Konto oder Guthaben

So erkennst du sofort, wenn etwas nicht stimmt, und kannst schnell reagieren.

Kaufe nur bei sicheren Anbietern

Achte auf bekannte Shops, echte Bewertungen und sichere Bezahlmöglichkeiten.

Verwende ein sicheres Passwort

Ein gutes Passwort ist lang und besteht aus Buchstaben, Zahlen und Zeichen z. B. „Tisch9!Fisch2025“. Sprich mit deinen Eltern, wenn du dir nicht sicher bist – gemeinsam seid ihr auf der sicheren Seite.

Warum das alles wichtig ist – jetzt und in Zukunft

Geld spielt in unserem Alltag eine große Rolle – nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft. Schon als Jugendliche oder Jugendlicher triffst du viele Entscheidungen, bei denen Geld wichtig ist: Kaufst du dir sofort ein neues Spiel, ein Getränk am Kiosk oder ein T-Shirt, oder sparst du lieber für ein Konzertticket, ein Fahrrad oder ein Handy? Vielleicht entscheidest du dich auch bewusst, dein Geld gar nicht auszugeben, um für Notfälle etwas auf die Seite zu legen. Solche Entscheidungen zeigen dir, wie du verantwortungsvoll mit deinem Geld umgehen kannst.

Je früher du lernst, wie man Geld gut einteilt, desto leichter wird es dir später fallen, den Überblick zu behalten – zum Beispiel, wenn du dein erstes eigenes Einkommen bekommst oder selbstständig wirst. Wer früh übt, trifft im Erwachsenenleben oft klügere und überlegtere Entscheidungen rund ums Geld.

Wenn du gut planen kannst, fällt es dir leichter, sowohl kleine Ausgaben im Alltag zu steuern als auch größere Wünsche zu erfüllen. Du vermeidest unnötige Ausgaben, kommst besser mit deinem Geld aus und schützt dich davor, Schulden zu machen. Außerdem wird es immer wichtiger, mit digitalen Bezahlmöglichkeiten sicher umzugehen – zum Beispiel mit Bankkarten, Online-Banking oder Bezahl-Apps. Auch hier hilft dir das Wissen, um Betrug zu vermeiden und deine Daten zu schützen.

Ob du für ein Skateboard, einen Snack oder ein neues Handy Geld ausgibst – alles beginnt damit, bewusst nachzudenken:

1 Brauche ich das wirklich?

1 Was ist mir wichtig?

1 Wie kann ich mein Geld sinnvoll einsetzen?

Wer lernt, solche Fragen zu stellen, entwickelt eine wichtige Fähigkeit für sein ganzes Leben.

8: E-Banking mit dem Smartphone

Erkläre mit eigenen Worten, was „reflektierte Entscheidungen“ im Umgang mit Geld bedeuten! Erstelle eine Übersicht: Welche Möglichkeiten hast du in der Situation mit dem Smartphone (z. B. sofort kaufen, sparen, warten, anderes Modell wählen)?

Diskutiere mit einer Partnerin/einem Partner: Ist es wichtiger, sofort Wünsche zu erfüllen oder für später zu sparen? Überlegt, ob es eine „Mischlösung“ geben könnte!

Abb. 7: Bankomat
Abb.

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Nenne drei Regeln für sicheres Online-Banking!

Nenne und beschreibe, auf welche Arten du aktuell Geld aufbewahrst oder sparst! (Mögliche Formen sind z. B.: Bargeld zu Hause (z. B. Sparschwein, Geldbörse), Sparkarte (Jugendkarte), Sparkonto bei einer Bank, Online-Banking oder Banking-App (nur Zugang zum Konto, keine eigene Sparform) Überlege und begründe! Welche Form passt für dich am besten und warum?

Recherchiere auf der Website einer Bank (z. B. Erste Bank, Raiffeisen, Volksbank), welche Tipps dort zum sicheren Bezahlen genannt werden! Achte dabei auf das Impressum und die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) – so erkennst du, dass es sich um eine seriöse Quelle handelt. Welche Hinweise zeigen, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt? Welche nicht?

Hinweise auf seriösen Anbieter

Hinweise auf unseriösen Anbieter

Schreibe einen kurzen Ratgebertext für 10-Jährige: „So sparst du clever!“ Nutze einfache Sprache und konkrete Beispiele!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

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Stelle dir vor, du möchtest ein Konto in einer Bank eröffnen! Formuliere drei Fragen, die du der Bankangestellten oder dem Bankangestellten stellen würdest, um mehr über eine Kontoeröffnung zu erfahren!

Bewerte die folgende Situation: Du erhältst eine E-Mail von einer Bank mit der Bitte, deine PIN einzugeben. Erkläre, warum du skeptisch wärst, und erstelle einen Sicherheits-Tippzettel für andere Jugendliche mit drei Warnzeichen!

Gestaltet in eurer Gruppe einen „Geld-Kompass für Jugendliche“ (als Plakat, Video oder Broschüre)! Wählt eines der folgenden Themen:

• Geld einteilen und sparen

• Sicher bezahlen im Internet

• Kontoarten vergleichen

• Phishing erkennen und vermeiden

Präsentiert eure Ergebnisse der Klasse!

„Handy auf Raten – ja oder nein?“ Stell dir vor, du möchtest ein neues Smartphone kaufen. Es kostet 600 €. Du hast zwei Möglichkeiten:

1. Sparen: Du legst jeden Monat 50 € von deinem Taschengeld zur Seite. Nach 12 Monaten kannst du das Handy bar bezahlen. Gesamtkosten: 600 €.

2. Ratenkauf (Kredit): Du kaufst das Handy sofort, zahlst aber 12 Monate lang 55 € pro Monat. Insgesamt bezahlst du 660 €. Die zusätzlichen 60 € entstehen durch Zinsen und Gebühren, die bei einem Ratenkauf anfallen.

Beurteile, wann es sinnvoll sein kann, sich etwas „auf Raten“ oder mit Kredit zu kaufen – und wann nicht! Erstelle eine Pro- und Kontra-Liste!

PRO CONTRA

Gestaltet ein Erklär-Comic oder Lernvideo zum Thema: „So meldest du dich sicher in einer Banking-App an!“

Eure Geschichte könnte z. B. so aussehen:

• Eine Figur möchte ihr Geld mit einer App verwalten.

• Sie überlegt, was sie beachten muss (z. B. starkes Passwort, kein Fremder schaut zu, kein öffentliches WLAN, immer abmelden).

• Zeigt in Comic-Bildern oder mit Symbolen, welche Do’s und Don’ts es gibt.

Wichtig: Verwendet nur Fantasiefiguren und erfundene Beispiele – zeigt niemals euer eigenes Einloggen, eure echten Passwörter oder persönliche Daten!

10. VERKEHRSDIENSTLEISTUNGEN NUTZEN

Immer mehr Verkehr

Nenne Gründe, die für einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs sprechen!

Im Laufe der Geschichte hat sich die Art, wie Menschen sich fortbewegen, stark verändert. Durch technischen Fortschritt sind wir heute sehr mobil und können Menschen und Waren schnell über weite Entfernungen transportieren. Der zunehmende Verkehr und der weltweite Handel haben jedoch auch negative Auswirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität. Schiffe, Flugzeuge, Autos und Lastwagen verbrennen Treibstoffe. Dabei entstehen Abgase, die die Luft verschmutzen und zur globalen Erwärmung beitragen. Zusätzlich belasten Verkehrsmittel durch Lärm, beanspruchen viel Platz und erhöhen das Risiko von Verkehrsunfällen.

Recherchiere, welche Verkehrsmittel es in deiner Stadt oder Region gibt und welche Bereiche am dringendsten einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs benötigen! Begründe deine Antwort!

navigieren: bedeutet, den richtigen Weg zu finden und sich zu orientieren.

Bildet Dreiergruppen! Entwickelt gemeinsam Argumente, um Autofahrerinnen und Autofahrer von den Vorteilen des öffentlichen Verkehrs zu überzeugen!

Überlege, welche Verkehrsdienstleistungen am besten zu deinen Bedürfnissen passen! Möchtest du schnell von A nach B kommen oder bevorzugst du eine umweltfreundlichere Option?

Recherchiere, welches Bahn- oder Verkehrsprojekt in Österreich von der EU gefördert wird!

Abb. 1: Veränderung der Mobilität – von der Pferdekutsche bis zum Flugzeug

Individualverkehr und öffentlicher Verkehr

1 Öffentlicher Verkehr: Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen, Züge. Vorteil: viele Menschen können gleichzeitig fahren → umweltfreundlicher.

1 Individualverkehr: Nutzung eigener Fahrzeuge wie Auto, Motorrad, Fahrrad oder Scooter. Vorteil: flexibel, jederzeit nutzbar; Nachteil: oft höhere Umweltbelastung, Staus, Parkplatzprobleme.

Die Digitalisierung verändert unsere Art zu reisen

Digitale Technologien beeinflussen sowohl den öffentlichen als auch den individuellen Verkehr. Apps helfen uns beim Planen, Navigieren und Buchen von Fahrten.

1 Fahrplan- und Ticket-Apps zeigen Abfahrtszeiten an und ermöglichen den Ticketkauf per Smartphone.

1 Navigations-Apps im Individualverkehr helfen, Staus zu erkennen und alternative Routen zu wählen.

1 Fahrräder, Scooter oder Carsharing-Autos lassen sich per App finden und nutzen.

1 Mitfahr- und Carsharing-Plattformen ermöglichen es, Fahrzeuge gemeinsam zu nutzen.

Vorteile der Digitalisierung

1 Reisen lassen sich einfacher und genauer planen.

1 Verkehrsmittel sind flexibel und spontan verfügbar.

1 Geteilte Nutzung kann Verkehr, Kosten und Umweltbelastung reduzieren.

Nachteile der Digitalisierung

1 Ohne Internet oder Smartphone funktionieren viele Angebote nicht.

1 Apps sammeln persönliche Daten.

1 Digitale Navigation kann Verkehr von Hauptverkehrsachsen auf Nebenstraßen verlagern, was andere Menschen zusätzlich belastet.

Viele Verkehrsprojekte werden nicht nur von Österreich, sondern auch von der Europäischen Union gefördert, etwa beim Ausbau grenzüberschreitender Bahnverbindungen. Ziel ist ein gemeinsamer europäischer Verkehrsraum, der umweltfreundlicher, sicherer und für alle besser nutzbar ist.

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

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Plane für eine Woche verschiedene Wege von deinem Zuhause zur Schule – mit mindestens zwei unterschiedlichen Verkehrsmitteln (z. B. Bus, Fahrrad, zu Fuß)! Nutze dafür eine Routenplaner-App wie „Google Maps“, Verkehrsauskunft Österreich (https://anachb.vor.at/) oder „ÖBB Scotty“! Trage Dauer, Kosten und Umweltauswirkung der einzelnen Wege in eine Tabelle ein!

Verkehrsmittel Dauer Kosten

Umweltauswirkugen

Vergleiche deine möglichen Schulwege. Entscheide dich für die beste Variante und begründe deine Wahl! Beziehe in deine Entscheidung folgende Kriterien ein: Zeitaufwand, Sicherheit, Kosten, Umweltfreundlichkeit!

Nenne drei konkrete Möglichkeiten, wie du persönlich helfen kannst, den Autoverkehr in deiner Umgebung zu verringern! Notiere dabei, wie oft du diese Möglichkeiten schon nutzt oder nutzen könntest!

Stell dir vor, du planst einen Ausflug mit deiner Klasse. Recherchiere mit digitalen Tools zwei verschiedene Routen zu einem Ziel in deiner Umgebung (z. B. mit Rad und mit Bus)! Beurteile gemeinsam mit einer Partnerin oder einem Partner, welches Verkehrsmittel ihr wählt und warum! Dokumentiert eure Entscheidung in Form eines Kurzvortrags oder einer PowerPoint-Präsentation!

Stell dir vor, du lebst im Jahr 2050. Digitale Assistenten helfen dir bei der täglichen Wahl des Verkehrsmittels. Verfasse einen Tagebucheintrag, in dem du beschreibst, wie du dich an einem typischen Tag entscheidest – und warum!

11. DIE NUTZUNG VON HANDELSDIENSTLEISTUNGEN

Nenne drei weitere Einzelhandelsgeschäfte, die du regelmäßig besuchst!

Arbeite die Unterschiede zwischen Großhandel und Einzelhandel heraus!

Diskutiere mit einer Partnerin oder einem Partner über die Vor- und Nachteile des Einkaufens im Einzelhandel im Vergleich zum Onlinehandel! Welche Faktoren sind für euch wichtig, um eine Entscheidung zu treffen?

Jedes Mal, wenn du dir eine Jause oder ein neues Heft für die Schule kaufst, nutzt du Dienstleistungen des Handels. Beim Handel unterscheidet man zwischen Großhandel und Einzelhandel. In den letzten Jahren hat der Onlinehandel als Spezialform des Einzelhandels stark an Bedeutung gewonnen.

Der Großhandel ist ein Teil des Handels, bei dem große Mengen von Waren an Einzelhändler oder andere Unternehmen verkauft werden. Großhändler kaufen Produkte direkt von Herstellern oder Produzenten und verkaufen sie dann weiter, oft in größeren Mengen und zu niedrigeren Preisen als im Einzelhandel. Sie sind wichtig, um Produkte über verschiedene Standorte hinweg zu verteilen und eine breite Auswahl an Waren für Verbraucherinnen und Verbraucher verfügbar zu machen.

Der Einzelhandel ist der Teil der Wirtschaft, in dem Waren direkt an die Verbraucherinnen und Verbraucher verkauft werden. Das bedeutet, dass wir als Kundinnen und Kunden direkt in die Läden gehen oder online einkaufen, um Dinge wie Kleidung, Lebensmittel oder Spielzeug zu kaufen. Einzelhandelsgeschäfte sind überall um uns herum – von Supermärkten und Bekleidungsgeschäften bis hin zu Spielzeugläden und Buchhandlungen.

Abb. 1: Buchhandlung

Abb. 2: Bekleidungsgeschäft

Abb. 3: Onlineshopping am Handy

Begründe: Warum ist Einkaufen im regionalen Geschäft oft nachhaltiger als Online-Shopping?

Onlinehandel – auch E-Commerce genannt

Beim Onlinehandel kaufst du Produkte über Internetseiten oder Apps, ohne ein Geschäft zu besuchen. Du kannst von überall einkaufen – auf dem Sofa oder im Bus.

Vorteile:

1 jederzeit und überall einkaufen

1 große Auswahl und gute Vergleichsmöglichkeiten

1 Lieferung direkt nach Hause

Nachteile:

1 Produkte kann man nicht angreifen oder anprobieren

1 persönliche Daten wie Adresse oder Bankdaten müssen angegeben werden D Gefahr von Betrug

1 regionale Geschäfte verlieren Kundinnen und Kunden, Arbeitsplätze können verschwinden

Nachhaltiges Wirtschaften heißt auch, regionale Geschäfte zu unterstützen – so bleiben Arbeitsplätze vor Ort erhalten und es entstehen weniger Transporte. Der Handel ist ein zentrales Thema in der Europäischen Union: Wie du bereits in der 1. Klasse gelernt hast, gibt es mit dem Binnenmarkt keine Zölle mehr zwischen den Mitgliedsstaaten, und Waren können frei in der EU verkauft werden. Das ist ein Vorteil für Unternehmen –und auch für Konsumentinnen und Konsumenten, weil sie mehr Auswahl und oft günstigere Preise haben.

12. PRODUKTE VERGLEICHEN – SCHUTZ FÜR KONSUMENTINNEN UND KONSUMENTEN

Ein neues Smartphone – aber welches?

Samira ist 12 Jahre alt. Ihr altes Smartphone funktioniert nicht mehr richtig – der Akku ist schnell leer, und viele Apps ruckeln oder stürzen ab. Deshalb möchte sie sich ein neues Handy kaufen. Es soll gute Fotos machen, lange halten, ausreichend Speicherplatz haben – und nicht zu teuer sein.

Da Samira noch minderjährig ist, kann sie ein Smartphone dieser Preisklasse nur mit dem Einverständnis ihrer Eltern oder Erziehungsberechtigten kaufen. Gemeinsam mit ihnen informiert sie sich über passende Modelle und vergleicht Preise und Eigenschaften.

Zwei Modelle gefallen ihr besonders gut:

Ausstattung

Displaygröße Arbeitsspeicher Kameraqualität Betriebssystem

Besonderheit

Akku

Preis

Abb. 1: Handyfachgeschäft

Samiras Entscheidung

6,1 Zoll

6 GB

48 MP Hauptkamera Android

Nachhaltiges Gehäuse aus recyceltem Material

5000 mAh – hält bis zu 2 Tage 279,00 €

Modell B: SmartLite X5

6,6 Zoll

4 GB

13 MP Hauptkamera Android

Sehr günstig, besonders für Einsteigerinnen und Einsteiger 3200 mAh – muss täglich geladen werden 199,00 €

Samira schaut sich die Unterschiede genau an. Das günstigere Modell B ist zwar verlockend, aber es hat eine schwächere Kamera, weniger Speicher, weniger Arbeitsspeicher und eine deutlich kürzere Akkulaufzeit.

Außerdem gefällt ihr, dass Modell A umweltfreundlich produziert wurde. Sie entscheidet sich daher für das GreenPhone eco 7, obwohl es etwas teurer ist. Ihre Begründung: Es ist nachhaltiger, hält länger, bietet bessere Leistung – und sie muss nicht so bald ein neues kaufen. Das spart langfristig Geld und schont die Umwelt.

Was du aus Samiras Entscheidung lernen kannst

1 Ein niedriger Preis ist nicht immer die beste Wahl – Qualität, Lebensdauer und Umweltfreundlichkeit zählen auch!

1 Es ist hilfreich, verschiedene Produkte miteinander zu vergleichen, bevor man sich entscheidet.

1 Bei digitalen Geräten sollte man auf Kamera, Speicher, Akku und Betriebssystem achten.

1 Nachhaltigkeit wird beim Kauf immer wichtiger – viele Firmen bieten bereits umweltfreundlichere Produkte an.

Vergleiche zwei aktuelle Smartphones deiner Wahl auf einer Einkaufsplattform (z. B. Geizhals, Mediamarkt oder Amazon)! Erstelle dazu eine Vergleichstabelle (z. B. mit Word, Canva oder PowerPoint)!

Beurteile, welches der beiden Smartphones aus deiner Tabelle für dich die bessere Wahl wäre –und begründe deine Entscheidung!

Recherchiere mit Hilfe einer Suchmaschine: Was bedeutet „Refurbished Smartphone“? Welche Vor- und Nachteile hat das im Vergleich zum Neukauf?

Modell A: GreenPhone eco 7

Garantie, die: freiwillige Haftung des Händlers für Mängel

Nenne drei Rechte, die du als Konsumentin oder Konsument in Österreich hast!

Gewährleistung, die: gesetzliche Haftung des Händlers für Mängel

Finde heraus, wie du in Österreich eine Beschwerde beim Konsumentenschutz der Arbeiterkammer einreichen kannst, wenn du mit einem Produkt oder einer Dienstleistung unzufrieden bist!

Arbeiterkammer: gesetzliche Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich

Begründe, warum es wichtig ist, sich vor dem Kauf gut zu informieren!

Diskutiere mit einer Partnerin oder einem Partner darüber, warum der Konsumentenschutz wichtig ist, und erkläre, wie er dazu beiträgt, die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen!

Gestalte mit einem Online-Tool (z. B. Canva, BookCreator oder TaskCards) eine Infoseite für deine Klasse zum Thema „Deine Rechte beim Einkaufen“!

Überlege und prüfe den Kauf eines Produktes

Wenn du dir ein neues Produkt kaufen möchtest – zum Beispiel ein Smartphone, Kopfhörer oder eine Sportausrüstung –, solltest du dir vorher genau überlegen, ob du es wirklich brauchst und welches Modell gut zu dir passt. Es ist ganz normal, dass die Auswahl oft groß ist und man den Überblick verlieren kann.

1 Wozu benötigst du das Produkt? (Arbeit, Spiel und Freizeit, …)

1 Lass dich von einer Fachfrau oder einem Fachmann beraten!

1 Frage Bekannte, Verwandte oder Freunde, ob sie mit diesem Produkt schon Erfahrungen gemacht haben und wenn ja, welche!

1 Vergleiche den Preis des Produktes in verschiedenen Geschäften; stelle Preisvergleiche an! (Angebote, …)

1 Nicht immer sind teure Produkte auch besser!

1 Erkundige dich über die Garantie!

1 Musst du für Zubehör extra bezahlen oder gibt es Aktionspakete, die alles beinhalten?

1 Frage auch nach den Nachteilen! Keine Verkäuferin und kein Verkäufer werden freiwillig Auskunft über den Nachteil eines Produktes geben, schließlich wollen sie das Produkt verkaufen.

1 Kannst du dir den Kauf dieses Produktes überhaupt leisten?

Deine Rechte beim Einkaufen – der Konsumentenschutz

Manchmal kommt es vor, dass Produkte fehlerhaft sind oder eine gekaufte Dienstleistung nicht das hält, was sie verspricht. In Österreich hast du als Konsumentin oder Konsument klare Rechte, wenn etwas schiefläuft.

Diese Rechte sind im Konsumentenschutzgesetz geregelt. Drei besonders wichtige Rechte sind:

1. Du hast Anspruch auf Gewährleistung – also ein gesetzlich garantiertes Recht auf Reparatur, Umtausch oder Rückgabe, wenn ein Produkt fehlerhaft ist.

2. Du musst verständlich über das Produkt informiert werden – z. B. über Inhaltsstoffe, Altersempfehlungen, Hersteller, Warnhinweise.

3. Du darfst online gekaufte Produkte 14 Tage lang zurückgeben – ohne Begründung, solange du die Ware unbeschädigt zurückschickst (Widerrufsrecht).

Wenn du unzufrieden bist: So bekommst du Hilfe

Wenn ein Produkt kaputt ist und du keine Lösung findest, hilft dir die Arbeiterkammer (AK). Sie ist die gesetzliche Interessenvertretung aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich.

Die Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer der AK: 1 beraten dich kostenlos, 1 helfen dir beim Einreichen von Beschwerden, 1 und unterstützen dich rechtlich, wenn nötig.

Du findest alle Infos und ein Online-Formular auf: www.arbeiterkammer.at!

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

Nenne die wesentlichsten Unterschiede zwischen Großhandel und Einzelhandel!

2

Erstelle eine Liste von mindestens drei Risiken, die beim Onlineshopping auftreten können, und erkläre, wie man sich dagegen schützen kann!

Soll Onlinehandel verboten werden? Lies die Kurznachrichten durch und nimm schriftlich Stellung zu dem Vorschlag, den Onlinehandel zu verbieten!

Mehr Pakete, mehr Verpackungsmüll: Wie Produkte nachhaltig verschickt werden könnten Der Onlinehandel boomt. Das lässt die Müllberge steigen. Waren in Mehrwegbeuteln zu verschicken, wäre eine Lösung – doch Konzernen ist das zu teuer.

Aus: Mehr Pakete, mehr Verpackungsmüll: Wie Produkte nachhaltig verschickt werden könnten (tagesspiegel.de) – (2. 4. 2024)

Wie klimaschädlich ist der Onlinekauf? Machen viele Retouren und jede Menge Verpackung den Onlinehandel zum Klimakiller? Oder ist es doch schädlicher, mit dem Auto zum Händler zu fahren? Ein Vergleich ist schwierig.

Aus: Wie klimaschädlich ist der Onlinekauf? | SN.at – (2. 4. 2024)

Millionen Pakete landen im Müll: Dunkle Seite des Onlinehandels Bestellen, probieren, gratis zurück- schicken? Für die Konsumenten ist Online-Shopping bequem wie nie. Doch viele Retouren landen direkt im Müll. Dabei könnten vier von zehn vernichteten Stücken wiederverwendet werden.

Aus:

Richtig oder falsch? – Entscheide, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind! Wenn du alles richtig hast, erhältst du ein Lösungswort!

Das österreichische Konsumentenschutzgesetz garantiert dir Rechte beim Einkauf.

Du darfst online gekaufte Produkte 14 Tage lang ohne Grund zurückgeben.

Die Gewährleistung ist ein freiwilliges Angebot der Händlerin oder des Händlers.

Die Arbeiterkammer hilft Konsumentinnen und Konsumenten kostenlos bei Problemen mit Produkten.

Beim Preisvergleich brauchst du keine Nachteile oder Zubehörkosten beachten.

Die Arbeiterkammer ist ein Geschäft, in dem man günstige Produkte bekommt.

Du musst die Gewährleistung beim Kauf unbedingt anfordern, sonst gilt sie nicht.

Du kannst dich beim Kauf auch durch Erfahrungen von Bekannten informieren.

Auf einem Produkt müssen z. B. Inhaltsstoffe, Warnhinweise oder Herstellerinformationen stehen.

LÖSUNGSWORT:

Nach dem Gesetz sollten alle Produkte gekennzeichnet sein und über das Herkunftsland Auskunft geben. Schau bei dir zuhause nach, ob das auch wirklich bei allen Produkten so ist und erstelle eine Tabelle in deinem Heft!

Gekennzeichnete Produkte Nicht gekennzeichnete Produkte

Deine Familie möchte im kommenden Sommer Urlaub auf der griechischen Insel Korfu machen. Um die Insel zu erkunden, wollt ihr euch einen Mietwagen nehmen. Vorab hast du die Preise für eine Woche bei den größten Mietwagenfirmen recherchiert. Für welchen werdet ihr euch entscheiden? Begründe deine Wahl!

Anbieter Preis in € Selbstbehalt Fahrzeug bei Vollkasko

Toyota Corolla

Opel Astra

Fiat Tipo

VW Golf

Peugeot 301

Fiat Tipo SW

Toyota Auris

Vollkasko: Versicherung gegen alle Arten von Schäden an einem Auto –auch von selbst verursachten

Selbstbehalt: jener Betrag, der bei einem Schaden, trotz Versicherung, selbst bezahlt werden muss

Aus: https://www.carjet.com/de/griechenland/mietwagen/korfu/flughafen. – (2. 4. 2024)

13. WIE ENTSTEHEN PREISE?

Stell dir vor, du und deine Freundinnen und Freunde lieben Erdbeeren. In eurer Stadt gibt es einen Markt, auf dem ihr frische Erdbeeren kaufen könnt. Doch nicht immer kosten die Erdbeeren gleich viel. Warum ist das so?

Angebot und Nachfrage

Ein wichtiger Faktor bei der Preisbildung ist das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage:

Angebot: Das ist die Menge an Erdbeeren, die die Bäuerinnen und Bauern auf dem Markt verkaufen möchten.

Nachfrage: Das ist die Menge an Erdbeeren, die Kundinnen und Kunden – also z. B. du und deine Freundinnen und Freunde – kaufen möchten.

Beispiel für eine Preisentwicklung

Ist das Angebot gering und die Nachfrage hoch, steigen die Preise.

Angebot

Ist das Angebot hoch und die Nachfrage gering, sinken die Preise.

Nachfrage Angebot

Preise steigen gering hoch

Großes Angebot, kleine Nachfrage:

Stell dir vor, es ist Sommer und die Bauern haben sehr viele Erdbeeren geerntet. Das Angebot ist also groß.

Aber an diesem Wochenende sind viele deiner Freundinnen und Freunde verreist und es gibt nicht so viele Leute, die Erdbeeren kaufen möchten. Die Nachfrage ist also klein.

Die Bauern wollen ihre Erdbeeren nicht verderben lassen, also senken sie den Preis, damit mehr Leute die Erdbeeren kaufen. Die Erdbeeren werden billiger.

Nachfrage

Preise sinken

Kleines Angebot, große Nachfrage

Jetzt stell dir vor, es ist Herbst und es gibt nicht mehr so viele Erdbeeren, weil die Erntezeit vorbei ist. Das Angebot ist klein

Aber alle deine Freundinnen und Freunde haben Lust auf Erdbeeren, weil sie lange keine mehr gegessen haben. Die Nachfrage ist also groß.

Da nur wenige Erdbeeren vorhanden sind und viele Leute sie haben wollen, erhöhen die Bauern den Preis. Die Erdbeeren werden teurer.

Produktionskosten und Gewinn – das spielt auch eine Rolle Nicht nur Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Auch die Herstellungskosten zählen. Die Bäuerinnen und Bauern müssen z. B. für Wasser, Verpackung oder Transport bezahlen. Damit sie etwas verdienen, muss der Preis diese Kosten decken – und ein kleiner Gewinn dazukommen. Ein Preis setzt sich also meistens aus mehreren Bestandteilen zusammen:

1 Kosten für Rohstoffe und Material (z. B. Saatgut, Wasser, Verpackung)

1 Kosten für Arbeit und Maschinen (z. B. Löhne, Reparaturen, Energie)

1 Öffentliche Abgaben: Dazu zählen Steuern (z. B. Mehrwertsteuer) sowie Gebühren oder Beiträge, die an den Staat gezahlt werden.

1 Gewinn für die Produzentinnen und Produzenten

Nur wenn diese Punkte gedeckt sind, sind Produktion und Verkauf für die Bäuerinnen und Bauern wirtschaftlich sinnvoll.

So viele „Märkte“

Nicht alle Märkte sind so „sichtbar“ wie der Wochenmarkt. Es gibt Märkte für Wohnungen und Häuser, Autos, Aktien, Arbeit u.v.m.

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Diese Wohnung mit ca. 71m² Wohnfläche bietet genügend Platz für die ganze Familie und wird Sie mit folgenden Eigenschaften überzeugen: + ca. 71m² ideal aufgeteilte Wohnfläche

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Der Vermittler ist als Doppelmakler tätig.

Aus: www.willhaben.at – (2. 4. 2024)

Beispiel für Immobilienmarkt

Recherchiere im Internet den Begriff „Planwirtschaft“ und notiere dir wesentliche Stichwörter!

Vergleiche nun die Planwirtschaft mit der freien Marktwirtschaft! Welche Unterschiede fallen dir auf?

Diskutiert in der Klasse, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Wirtschaftssysteme haben!

Was ist ein Markt?

Abb. 1: Wochenmarkt

Ein Markt ist ein Ort oder eine Situation, wo Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen. Früher wurden Waren direkt gegen Waren getauscht, heute dient Geld als allgemeines Tauschmittel. In der Wirtschaftswissenschaft meint „Markt“ nicht nur einen Platz wie den Wochenmarkt, sondern allgemein das Zusammentreffen von Käuferinnen und Käufern und Verkäuferinnen und Verkäufern Preise entstehen in der Regel durch Verhandlungen und Vereinbarungen – das nennt man freie Preisbildung. Das wichtigste Prinzip dabei ist die Vertragsfreiheit: Nur wenn beide Seiten einverstanden sind, kommt ein Tausch zustande.

Freie und öko-soziale Marktwirtschaft

In einer freien Marktwirtschaft entstehen Preise grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage, ohne staatliche Eingriffe. In einer öko-sozialen Marktwirtschaft greift der Staat in die Preisbildung ein, um soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz zu sichern. Das geschieht vor allem durch Steuern und Abgaben, die direkt im Preis enthalten sind.

Beispiele für staatliche Eingriffe über Preise:

1 Mineralölsteuer D macht Treibstoffe teurer

1 Tabaksteuer D verteuert Zigaretten

1 CO₂-Abgaben D verteuern klimaschädliche Produkte

1 Förderungen (z. B. für erneuerbare Energien) D senken Preise für umweltfreundliche Alternativen

Wichtige Märkte in der Wirtschaft

1. Gütermarkt

Hier werden Waren und Dienstleistungen gekauft und verkauft (z. B. Lebensmittel, Kleidung, Reparaturen, Friseurbesuche).

1 Angebot: Unternehmen, Produzentinnen und Produzenten, Dienstleisterinnen und Dienstleister

1 Nachfrage: Konsumentinnen und Konsumenten

1 Preis: Preis der Ware oder Dienstleistung

2. Arbeitsmarkt

Unternehmen suchen Arbeitskräfte, Menschen suchen Arbeit.

1 Angebot: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

1 Nachfrage: Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber

1 Preis: Lohn oder Gehalt

3. Geldmarkt

Geld wird verliehen oder gespart.

1 Angebot: Banken

1 Nachfrage: Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer

1 Preis: Zinssatz

4. Immobilienmarkt

Wohnungen, Häuser und Grundstücke werden gekauft, verkauft oder gemietet.

1 Angebot: Eigentümerinnen und Eigentümer, Bauträger

1 Nachfrage: Mieterinnen und Mieter, Käuferinnen und Käufer

1 Preis: Miete oder Immobilienpreis

5. Aktienmarkt (Börse)

Unternehmen verkaufen Anteile, Anlegerinnen und Anleger investieren Geld.

1 Angebot: Unternehmen

1 Nachfrage: Investorinnen und Investoren

1 Preis: Aktienkurs

Nun geht’s los – Aufgaben für schlaue Köpfe!

1

Erkläre in eigenen Worten, was Angebot und Nachfrage bedeuten! Tipp: Stelle dir vor, du möchtest Erdbeeren kaufen.

2

Stelle dir vor, du hast einen Marktstand mit Erdbeeren! Beschreibe, wie du dich vorbereiten würdest, um deine Produkte zu verkaufen! Denke dabei an:

• Preisgestaltung: Wie viel willst du verlangen? (Kosten für die Ernte + Verpackung + kleiner Gewinn)

• Vertragsfreiheit: Du musst nicht an jede Person verkaufen, und niemand muss bei dir kaufen.

• Ausverkauft: Was machst du, wenn deine Erdbeeren schon am Vormittag alle weg sind?

• Nachfrage: Wie reagierst du, wenn plötzlich viele Leute gleichzeitig kaufen wollen?

3

Überlege: Was passiert, wenn …

a) viele Erdbeeren übrig bleiben, weil kaum Kundinnen und Kunden kommen?

b) plötzlich alle Erdbeeren schon verkauft sind, obwohl noch Kundinnen und Kunden kaufen wollen?

Erkläre, wie sich das auf den Preis auswirken könnte!

So schätze ich mich nach dem Hauptkapitel „WIRTSCHAFTEN ZWISCHEN PRODUKTION UND KONSUM“ selbst ein: Kreuze jenen Daumen an, der für dich am ehesten zutreffend ist!

Ich kann…

…verschiedene Berufe vergleichen und begründen, welcher Beruf zu meinen Interessen und Stärken passt.

…erklären, warum bestimmte persönliche Eigenschaften für bestimmte Berufsbranchen besonders wichtig sind.

…darstellen, wie sich Arbeit in Landwirtschaft, Handwerk und Industrie im Laufe der Zeit verändert hat – und erklären, warum.

…bewerten, wie sich die Arbeitswelt durch Digitalisierung, Globalisierung und neue Technologien verändert hat.

…beurteilen, wie künstliche Intelligenz (KI) einzelne Berufe verändert –und erklären, wo menschliche Fähigkeiten weiterhin unersetzlich sind.

…reflektierte Entscheidungen bei der Nutzung von Bank- Verkehrs- und Handelsdienstleistungen treffen.

…erklären, wie Preise zustande kommen, und die Bedeutung von Kosten, Gewinn, Angebot und Nachfrage an einem Beispiel begründen.

…begründen, warum der Staat in die Wirtschaft eingreift – z. B. um soziale Gerechtigkeit oder Umweltschutz zu sichern.

…analysieren, welche Auswirkungen mein Kaufverhalten auf die Umwelt und andere Menschen haben kann (z. B. bei Kleidung oder Technik).

…erklären, warum es wichtig ist, Produkte zu vergleichen, und beurteilen, wann ein teureres Produkt die bessere Wahl ist.

…ein Geschäftsprojekt planen und durchführen.

Buchtipps

Um deine Kompetenzen noch mehr zu steigern, hier unsere Buchtipps:

für besonders Wissensdurstige

Helene Flachsenberg: Mach’s zu deinem Job! Berufe für eine nachhaltige Zukunft (Gabriel Verlag 2022).

Florian Buschendorff: Ich werde YouTube-Star (Verlag an der Ruhr 2017).

Daniel Clever: Unnützes Wissen für Teenager: 422 interessante Fakten, die du in der Schule bestimmt nicht lernst (Independently published 2023).

M5 EINE PRÄSENTATION DURCHFÜHREN

Du hast sicher schon einmal die Aufforderung gehört: „Komm, präsentiere uns doch, was du gemacht hast!“ Präsentieren heißt, etwas vorstellen oder etwas herzeigen. Dabei ist es für die Anschaulichkeit wichtig, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer deines

1. SCHRITT: Themenwahl

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Vortrages auch etwas sehen können. Das kann sehr unterschiedlich sein: Du kannst z. B. Fotos, Skizzen, Diagramme, Collagen, Modelle, Schaubilder und Karten mitnehmen und herzeigen.

Wähle ein Thema aus, das dich interessiert und über das du gerne mehr erfahren möchtest!

Stelle sicher, dass du genügend Materialien und Informationen zu deinem Thema findest!

2. SCHRITT: Recherche und Strukturierung

D D

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Suche nach Informationen in Büchern, im Internet oder in anderen Quellen!

Notiere wichtige Fakten und interessante Details zu deinem Thema!

Überlege dir, wie du deine Präsentation gliedern möchtest! Du könntest zum Beispiel eine

Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss planen!

Ordne deine Informationen logisch und verständlich an, damit deine Zuhörerinnen und Zuhörer gut folgen können!

3.

SCHRITT: Erstellen der Präsentation

D

Wähle eine Präsentationsmethode, die zu dir und deinem Thema passt!

Du könntest zum Beispiel eine Powerpoint-Präsentation erstellen, ein Plakat gestalten oder eine mündliche Präsentation vorbereiten.

D

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Gestalte deine Präsentation ansprechend und übersichtlich!

Verwende Bilder, Diagramme oder Grafiken, um deine Informationen zu veranschaulichen.

Übe deine Präsentation mehrmals, um sicherzustellen, dass du dich gut ausdrücken kannst und deine Informationen klar und verständlich präsentierst!

Achte darauf, deutlich und laut genug zu sprechen, damit deine Zuhörerinnen und Zuhörer dich gut verstehen können! Überlege dir ebenso, wo in der Klasse du dich hinstellst, damit dich alle gut hören können und deine mitgebrachten Materialien sehen können!

4. SCHRITT: Durchführen der Präsentation

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Bereite dich am Tag der Präsentation gut vor, indem du deine Materialien überprüfst und sicherstellst, dass alles funktioniert!

Sei pünktlich und selbstbewusst, wenn du deine Präsentation hältst! Versuche, Blickkontakt mit deinen Zuhörerinnen und Zuhörern herzustellen und beantworte Fragen, wenn welche gestellt werden!

Beginne deine Präsentation mit einer kurzen Einleitung!

Sprich ruhig und deutlich und verwende Gestik und Mimik, um deine Botschaft zu unterstützen!

1. EIN GESCHÄFTSPROJEKT BEGINNEN

Kannst du dir Gründe vorstellen, welche Vorteile ein Projekt in der Schule für dich bringt? Besprecht eure Gedanken dazu in der Klasse!

Realität, die: Wirklichkeit

konkret: wirklich, anschaulich

Aktivität, die: Tätigkeit, Maßnahme

Notiere auf den Postits, welche Themen dich interessieren!

Motivation, die: Antrieb zur Handlung

Jugendliche als Unternehmerinnen und Unternehmer?

Das kannst du dir nicht vorstellen?

Dann warte ab!

Das Projekt

Stell dir vor, ihr gründet ein eigenes Unternehmen, stellt selbst Produkte her, die ihr anschließend verkauft! Mit dem Gewinn geht ihr dann Eis essen.

Diese Vorstellung muss keine Idee auf dem Papier bleiben – ihr könnt diese Idee auch tatsächlich in die Realität umsetzen. Aber wie?

Wenn man an einem Projekt arbeitet, beschäftigt man sich mit einem bestimmten Thema und einem konkreten Ziel. Ein Projekt dauert nur eine bestimmte Zeit und wird beim Erreichen des Ziels wieder abgeschlossen. Wer an einem Projekt mitarbeitet, kennt die Regeln, Abläufe und Aktivitäten, die ganz speziell dafür festgelegt werden.

Schritt 1: Ideenfindung

Zuerst geht es um die Frage, wie wir ein passendes Thema (Produkt) für unser Projekt finden.

Vielleicht stoßen wir auf ein Thema, das uns alle interessiert und deshalb beschließen wir, ein Projekt zu planen.

Oder wir begeben uns bewusst auf die Suche nach einem passenden Thema.

Aber was ist bei der Suche nach einem passenden Thema zu beachten?

Ein Projekt in einer Klasse funktioniert immer am besten, wenn sich die Schülerinnen und Schüler das Thema selbst wählen dürfen. Das bringt Motivation und bessere Ergebnisse. Zusammen Ideen sammeln und diese veranschaulichen – zum Beispiel auf einem Plakat – hilft bei der Themenwahl. Wichtig dabei ist: Alle Ideen sind erlaubt!

Anschließend werden alle Ideen geprüft, bis ein konkretes Thema übrigbleibt, auf das sich alle einigen können.

Nötige Fragestellungen vor Projektbeginn

Was wissen wir bereits?

Welche Fragen können nicht beantwortet werden, die aber für das Projekt wichtig sind?

Ein Projekt darf keine Beteiligte und keinen Beteiligten über- oder unterfordern!

Schritt 2: Geschäftskonzeptentwicklung

Wenn ihr euch auf eine Idee geeinigt habt, plant nun gemeinsam, was ihr genau anbieten wollt. Beschreibt euer Produkt oder eure Dienstleistung möglichst genau:

• Was genau macht ihr? (z. B. Werkstück, Plakat, Veranstaltung, Infostand, Beratung)

• Was ist daran besonders?

• Warum könnten andere das brauchen oder mögen?

Denkt auch an eure Zielgruppe:

• Für wen ist euer Angebot gedacht? (z. B. andere Klassen, Eltern, Nachbarn)

• Was brauchen oder wünschen sich diese Personen?

• Wie könnt ihr euer Angebot darauf abstimmen?

Schritt 3: Ressourcenbeschaffung

Überlegt gemeinsam, welche Ressourcen ihr braucht:

• Material (z. B. Papier, Stoff, Holz, Farben, Strom)

• Werkzeuge oder Geräte

• Wissen (z. B. aus Werken, Musik, GW, Deutsch …)

Konzept, das: klar umrissener Plan, Programm für ein Vorhaben

• Unterstützung von Mitschülerinnen und Mitschülern oder Lehrerinnen und Lehrern

Plant, woher ihr diese Dinge bekommt und wer was mitbringt oder organisiert.

Schritt 4: Umsetzung des Geschäftskonzepts

Jetzt wird’s ernst: Ihr beginnt mit der Umsetzung eurer Idee.

• Wer macht was?

• Wie teilt ihr euch die Zeit ein?

• Was muss zuerst passieren, was danach?

Sprecht auch darüber, wie ihr gut zusammenarbeitet und euch bei Problemen helft. Überlegt, wie ihr eure Arbeit so organisiert, dass ihr keine Zeit oder Materialien verschwendet.

Schritt 5: Marketing und Vertrieb

Damit andere euer Produkt oder eure Dienstleistung kennenlernen können, müsst ihr darauf aufmerksam machen. Das nennt man Werbung. Überlegt gemeinsam:

• Wie erfahren andere von eurem Angebot? (z. B. Plakat, Lautsprecheransage, Präsentation in der Pause, Aushang am Schwarzen Brett)

• Was wollt ihr sagen oder zeigen?

• Wer übernimmt das?

Schritt 6: Preisgestaltung

• Wie viel soll euer Produkt oder eure Dienstleistung kosten?

• Denkt dabei an das, was ihr investiert habt: Materialkosten, Zeit, Arbeit …

• Wenn ihr einen Teil des Erlöses spenden wollt oder für ein Klassenprojekt verwendet, plant auch das mit ein.

Arbeitet gemeinsam an der Entwicklung eurer Markenidentität! Überlegt euch, wie ihr euer Unternehmen präsentieren möchtet und erstellt ein Logo, Slogan und andere Elemente, die eure Marke repräsentieren! Achtet darauf, dass eure Markenidentität zu eurer Zielgruppe und eurer Marketingstrategie passt!

Marketing, das: alle Maßnahmen, um ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bewerben

Schritt 7: Das Projekt abschließen

Dokumentation, die: Beweis; Nachweis

Überlege, welche Gefühle Wertschätzung und Lob bei dir und deinen Mitschülerinnen und Mitschülern auslösen!

Feedback, das: Rückmeldung

Reflektiert eure Zusammenarbeit als Team! Diskutiert, was gut funktioniert hat und was ihr beim nächsten Mal anders machen würdet! Entwickelt Strategien zur Verbesserung der Teamarbeit!

Die Projektpräsentation

Bei der Erarbeitung eures Projekts sind vielleicht Plakate entstanden oder es wurden Fotos bei Ausflügen gemacht. Stellt und hängt diese Ergebnisse auf, sodass auch andere die Möglichkeit haben, sie zu bestaunen und zu bewundern.

Hierfür bietet sich auch die Möglichkeit an, Eltern einzuladen und ihnen die Projektergebnisse zu präsentieren.

Miteinander erfolgreich

Die Bemühungen, die man in ein Projekt steckt, sind durch eine Präsentation nach außen hin nun auch für andere sichtbar geworden.

Für das Wissen, das man sich angeeignet hat und nun weitergeben kann, für die Dokumentation der Ergebnisse und für das Präsentieren wird der Klasse Wertschätzung und Lob entgegengebracht. Das erhöht die Motivation, weiterzumachen.

Projektnachbesprechung

Es ist wichtig, nach jedem Projekt kurz darüber zu sprechen, was gut und was weniger gut gelaufen ist und was ihr für zukünftige Projekte lernen könnt. Bei dieser Nachbesprechung darf Feedback gegeben werden, aber auch Fragen dürfen gestellt werden. Vielleicht sind neue Ideen oder Bedürfnisse entstanden. Vielleicht gibt es ja schon Ideen für neue Projekte.

Tipps und Tricks

Hier findet ihr noch einige Tipps, die euch bei der Umsetzung eines Projektes helfen können:

Pausen einplanen

VERSUCHSPROTOKOLL

Name:

Datum:

Versuchstitel:

1. Ziel des Versuchs

Was willst du mit diesem Versuch herausfinden?

Partnerin/Partner:

2. Materialien

Was hast du für den Versuch verwendet? (z. B. Wasser, Becher, Zucker …)

3. Versuchsdurchführung

Wie bist du genau vorgegangen? Schreibe die einzelnen Schritte kurz auf!

4. Beobachtungen

Was ist während oder nach dem Versuch passiert? Was hast du gesehen, gehört oder gerochen?

5. Bild oder Skizze

Füge ein Foto deines Versuchs ein oder mache eine einfache Zeichnung.

6. Auswertung

Was bedeuten deine Beobachtungen? Hast du etwas gelernt oder erkannt?

7. Sicherheit & Entsorgung

Was musstest du beachten? Was hast du am Ende mit den Stoffen gemacht?

Name:

Datum:

Versuchstitel:

Partnerin/Partner:

1. Ziel des Versuchs

Was willst du mit diesem Versuch herausfinden?

2. Materialien

Was hast du für den Versuch verwendet? (z. B. Wasser, Becher, Zucker …)

3. Versuchsdurchführung

Wie bist du genau vorgegangen? Schreibe die einzelnen Schritte kurz auf!

1. 2. 3. 4.

4. Beobachtungen

Was ist während oder nach dem Versuch passiert? Was hast du gesehen, gehört oder gerochen?

5. Bild oder Skizze

Füge ein Foto deines Versuchs ein oder mache eine einfache Zeichnung.

6. Auswertung

Was bedeuten deine Beobachtungen? Hast du etwas gelernt oder erkannt?

7. Sicherheit & Entsorgung

Was musstest du beachten? Was hast du am Ende mit den Stoffen gemacht?

PERSONEN- UND SACHREGISTER

Register-Anleitung

Im Register findest du alphabetisch geordnet alle wichtigen Begriffe, die im Buch vorkommen. Die Zahl(en) neben den Begriffen geben dir an, wo im Buch das Wort zu finden ist. Wenn du z. B. auf die S. 16 gehst, findest du das Wort BOHRTURM: Viel Erfolg beim Einsatz!

Angebot: 70, 95, 96, 99, 100

Arbeit: 14, 31, 37, 38, 41, 53, 57, 69, 70, 71, 74, 75, 79, 96, 100

Arbeitgeberin/ Arbeitgeber: 80

Arbeitnehmerin/ Arbeitnehmer: 80, 100

Arbeitsmarkt: 73

Atomenergie: 28

Atomkraftwerk: (AKW): 28

Ausgaben: 81, 87

Bank: 74, 85, 88, 89

Bankdienstleistungen: 102

Bankomatkarte: 88, 89

Bargeld: 87, 88, 89

Belastbarkeit: 64, 66, 67

Benzin: 15, 31

Bevölkerungswachstum: 41, 43, 46

Bildung: 38, 63

Bildungseinrichtungen: 38

Biodiesel: 23

Biogas: 23

Biogasanlage: 23

Biomasse: 8, 9, 23

Boden: 14, 53, 54, 55

Bohrinsel: 14, 15

Bohrturm: 14

Branche: 50, 67, 85

Branchenvielfalt: 64

Brennstoff: 8, 9, 15, 16, 23, 31, 37, 46, 48

Budget: 81

Chancengleichheit: 38

CO2-neutral: 23

Diagramm: 12, 103

Dienstleistung: 38, 70, 75, 85, 94, 96, 99, 105

Diesel: 15, 31

Die letzte Generation: 34

Digitalisierung: 69, 70, 71, 88, 92

Einfühlungsvermögen: 64

Einnahmen: 81

Einzelhandel: 56, 94

Emissionen: 28, 31

Energie: 7, 8, 9, 20, 21, 23, 28, 30, 31, 46, 48, 54

Energiegewinnung: 8, 16, 37

Energieträger:8, 9, 14, 16, 28, 31, 47

Energiewende: 48

Erdgas: 8, 9, 14, 16, 23, 37

Erdöl: 8, 9, 14, 15, 16, 37, erneuerbare: 8, 9, 14, 20, 23, 28, 31, 46, 47, 48

Experiment: 23

exportieren: 15

Flexibilität: 64

Forstwirtschaft: 23, 63, 65, 69

fossile Brennstoffe: 8, 9, 16, 23, 46

Fracking: 14

Gaspipeline: 16

Gehalt: 75, 80

Geld: 9, 37, 38, 47, 53, 74, 75, 80, 85, 87, 88, 89, 99, 100, 105

Generator: 22

global: 15, 28, 31, 43, 47, 53, 92

Großhandel: 56, 94

Handelsdienstleistungen: 94

Hausarbeit: 74

Holz: 8, 23, 63, 66, 80

Holzhackschnitzel: 23

Holzpellets: 23

Import: 48

Inflation: 91

Kapital: 74, 82

Kaufkraft: 99

Kernkraftwerk (KKW): 28, 54

Kernkraftwerk Zwentendorf: 28

Kernspaltung: 28, 54

Klima: 8, 15, 23, 34

Klimaaktivistinnen/ Klimaaktivisten: 34

Klimakleber: 34

Klimakrise: 34

Klimawandel: 9, 15, 16, 28, 31, 34, 41, 42, 46, 55

Kohle: 8, 9, 14, 16, 37

Kohlekraftwerk: 46

Kohlendioxid: 15, 16

Konsum: 61

Kontaktfreudigkeit: 67

Kraftstoff: 15, 16

Kraftwerk: 8, 16, 22

Kreativität: 64, 65

Kredit: 74, 88, 89

Kreditkarte: 89

Kreislaufwirtschaft: 49

Künstliche Intelligenz (KI): 71

Lebensqualität: 46

Logistik: 63

Lohn: 75

Markt: 57, 88, 99, 100 materielle Ressourcen: 37

Methan: 16, 23

Mindesthaltbarkeitsdatum: 56

Motivation: 37, 104, 106

Nachfrage: 99, 100

Nahrungsmittelverschwendung: 55 natürliche Ressourcen: 37, 38, 41

Ökonomie: 74

Ölteppich: 15

Online-Handel: 102

Organisationsfähigkeit: 67

personale Ressourcen: 37

Photovoltaik: 20

Produktion: 61, 74, 79, 81, 82, 105

Produktionsentscheidungen: 74

Projekt: 48, 104, 106

Projektidee: 104, 105, 106

Projektpräsentation: 106

Recycling: 49, 53

Respekt: 65

Ressourcen: 8, 9, 31, 36, 37, 38, 41, 46, 47, 48, 49, 55, 105

Ressourcenschonung: 48

Ressourcenverbrauch: 46

Roboter: 70, 71, 81

Rohstoff: 14, 15, 23, 31, 37, 46, 53, 63, 82:

Rohstoffvorkommen: 39

Scheitholz: 23

Selbstständigkeit: 63, 66

Skizze: 103

Solarthermie: 20

Soma – Sozialmärkte

Österreich: 57

Sonnenenergie: 20, 37

Sorgfalt: 64, 65

soziale Kompetenz: 64, 67

soziale Ungleichheit: 38, 46

Sparkonto: 74, 89, 99

Speicherkraftwerk: 22

Steuern: 80, 100

Strom: 8, 9, 16, 20, 21, 22, 23, 28, 31, 48, 80

Stromerzeugung: 9, 20, 21, 22,31

Teamfähigkeit: 63, 66

Team Österreich Tafel: 57

Treibhauseffekt: 9

Treibhausgase: 31

Treibstoff: 48, 92

Turbine: 21, 22, 30

Umweltschäden: 31, 46

Umweltschutz: 75

Uran: 39

Urban Mining: 53

Verantwortungsbewusstsein: 63, 64, 67

Verbrennung: 9,15, 16, 23, 46

Verkehrsdienstleistungen: 92

Währung: 87, 89

Wasser: 8, 9, 15, 22, 37, 41, 42, 43, 46, 47, 48, 53, 54, 55, 80

Wasserknappheit: 41

Wasserkraft: 22

Wassermangel: 43

Wasserstoff: 43

Wasserverbrauch: 41, 42, 43, 55

Windkraftanlage: 21,48

Wirtschaft: 16, 38, 46, 49, 74, 75, 85, 94, 99

Wirtschaftskreislauf: 74

Wissen: 85, 88, 106

Zahlungsverkehr: 88, 89

Zinsen: 88, 89

Zoll: 95

Bildquellen

Arena (2012): 35/1, (2021): 35/2

Christian Monyk: 18/1, 42/1, 43/2, 53/1

Dressler (2021): 59/2

Frech (2019): 59/3

Gabriel Verlag (2022): 102/1

Independently published (2023): 102/3

Internet: 34/1, 34/2, 36/3, 38/1, 47/1, 47/2, 49/1, 50/3, 53/4, 54/2, 55/2, 57/2, 57/3, 57/4, 61/1, 65/3, 86/6 Istockphotos.com: 3alexd: 31/3, 3D_generator: 107/1, 3Dmask: 98/1, 8vFanI: 48/2, adempercem: 33/1, AlbertPego: 53/3, Alec051: 88/2, alexsl: 90/5, Alvarez: 81/2, Animaflora: 23/6, AnSyvanych: 57/1, Antagain: 17/6, AntiMartina: 23/4, Aramyan: 95/2, Aravinda Chandrapadma: 44/1, Artster Design: 83/1, Avesun: 45/1, AzFree: 43/3, 104/2, BartekSzewczyk: 65/4, BenGrasser: 21/2, BeritK: 7/5, 9/2, bestofgreenscreen: 71/1, beyhanyazar: 63/3, bjdlzx: 14/1, blackred: 17/3, Bogdanhoda: 66/2, Bulgac: 30/1, bymuratdeniz: 7/1, by sonmez: 43/1, ClaudioVentrella: 4/2, csakisti: 17/5, csm07: 108/6, cyano66: 67/1, daboost: 58/1, Damian Lugowski: 75/2, DanielAzocar: 108/3, DanielPrudek: 28/1, DaniloAndjus: 105/1, DarthArt: 77/1, deepblue4you: 87/5, Dennis Diatel Photography: 41/1, dehooks: 17/11, DGBULBUL: 72/3, DGLimages: 85/2, dolgachov: 103/1, Drazen Zigic: 62/2, 67/3, EduLeite: 24/2, 40/3, 78/3, 90/2, 101/2, Ekahardiwito Subagio Purwito: 83/2, Eloi_Omella: 20/2, empire331: 17/9, enot-poloskun: 3/2, fatihhoca: 64/3, FilippoBacci: 46/1, FG Trade: 106/1, FG Trade Latin: 36/1, Gannet77: 11/3, GCShutter: 61/5, gilotyna: 60/3, gorodenkoff: 64/4, 71/3, 86/3, Grafissimo: 92/1, Grassetto: 95/3, Group4 Studio: 48/3, Hammad Khan: 17/2, Heiko119: 86/5, HeliRy: 14/3, Hispanolistic: 99/1, hocus-focus: 6/1, 17/10, 20/3, horstgerlach: 23/2, hsvrs: 16/2, iBennn: 31/1, Inside Creative House: 104/1, 104/3, Indigo Division: 10/2, Irina Gutyryak: 8/1, Irina Shatilova: 108/4, izusek: 4/3, JZhuk: 99/2, 99/3, JackF: 105/2, Jacob Wackerhausen: 64/1, Javier Gea: 74/2, 74/3, 74/4, 74/5, Juanmonino: 94/2, kbeis: 84/1, kflGALORE: 77/2, kickers: 11/2, Kisa_Markiza: 61/4, Konstik: 7/3, KucherAV: 56/3, kyoshino: 97/1, LdF: 95/4, Leonsbox: 86/1, LightFieldStudios: 64/2, Liudmila Chernetska: 17/7, 17/8, Lya_Cattel: 36/2, MagioreStock: 31/4, mahiruysal: 94/3, MarianVejcik: 110/1, mawielobob: 51/1, mircevski: 13/1, miriam-doerr: 66/4, narvikk: 7/2, Nastco: 7/4, NirutiStock: 46/2, ollo: 61/6, onurdongel: 71/2, ozgurdonmaz: 87/6, pawel.gaul: 86/2, pepifoto: 49/3, Peter Schaefer: 108/2, peterschreiber.media: 108/1, Petri Oeschger: 67/2, Philip Thurston: 87/1, PhonlamaiPhoto: 4/1, 73/2, photography-wildlife-de: 23/1, Phynart Studio: 66/1, pidjoe: 9/1, Rawf8: 8/2, Rawpixel Ltd: 92/2, Real Vector: 17/1, Riccardo_Mojana: 108/5, Richard-P-Long: 7/6, 10/6, robynmac: 84/2, romrodinka: 51/2, rusm: 22/2, Ryan Fletcher: 77/3, sambrogio: 92/3, sanjeri: 79/1, 79/2, saxlerb: 3/1, scisettialfio: 19/2, 23/5, scyther5: 62/1, senorcampesino: 23/3, SeppFriedhuber: 53/2, Serg_Velusceac: 20/1, Sergei Dubrovskii: 14/4, Sinenkiy; 75/3, skegbydave: 17/4, skynesher: 61/2, 85/1, 106/2, SolStock: 36/4, , Spitzt-Foto: 62/3, sserg_dibrova: 90/3, SSSCCC: 16/1, stocknroll: 72/1, 89/2, tapui: 25/1, Tero Vesalainen: 73/1, Tevarak: 70/4, Thapana Onphalai: 88/3, TheRabbitHolePictures: 95/1, titoOnz: 10/5, Tolga TEZCAN: 11/1, 18/2, 24/1, 40/2, 48/1, 52/1, 55/1, 56/1, 60/1, 63/1, 63/2, 64/5, 66/5, 67/5, 72/2, 78/2, 82/4, 85/3, 90/1, 90/4, 93/2, 96/1, 101/1, TonyBaggett: 87/4, Traimak_Ivan: 70/2, udovichenko: 65/5, ultramarine5: 61/3, 88/1, UroshPetrovic: 101/3, vchal: 49/2, vgajic: 75/1, 75/4, visual7: 54/1, Vlajs: 81/1, vm: 65/1, voinSveta: 50/2, Volokhatiuk: 66/3, wabeno: 51/3, Warumpha Pojchananaphasiri: 56/2, Wavebreakmedia: 67/4, WeiseMaxHelloween: 21/1, Wicki58: 65/2, w-ings: 10/1, Wirestock: 100/1, Xurzon: 7/7, YakobchukOlena: 87/6, YinYang: 89/3, youngID: 89/1, Yuliya Taba: 70/1, 81/4, z1b: 10/3, zhengzaishuru: 10/4, zhuda: 14/2, Zinkevych: 94/1, ÖAMTC: 86/4

OEBB: 31/2

Oesterreichische Nationalbank, Geldmuseum: 91/1, 91/2, 91/3

Photoscom: 69/2, 69/3,69/4,69/5, 69/6, 69/7, 70/3, 80/1, 80/2, 80/3, 80/4, 80/5, 80/6, 81/3, 82/1, 82/2, 82/3, 87/2, 87/3, 98/2, 98/3, Jupiterimages: 69/1

Raoul Krischanitz: 12/1, 12/2, 12/3, 12/4, 13/2, 15/1, 19/1, 26/1, 26/2, 27/1, 29/1, 37/1, 39/1, 40/1, 41/2, 42/2, 42/3, 60/2, 74/1, 78/1, 93/1

Schwager Und Steinlein (2013): 59/4

Südpol Verlag (2019): 59/1

Tessloff Verlag (2013): 35/3, (2020): 35/4

Verlag an der Ruhr (2017): 102/2

wikipedia commons: Christoph Filnkößl: 22/3, Hans Koberger: 22/1

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