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ÖHV-Mitgliederzeitschrift "die lobby", Frühling 2026

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facebook.com/ hotelvereinigung

DIE LOBBY

Das Magazin der Österreichischen Hotelvereinigung

TOURISMUSPOLITIK

Von Herkunftskennzeichnung bis Vermögenssteuer

Der neue Wettbewerb um den Gast

Wie KI, Bewertungen und Positionierung die Spielregeln im Vertrieb verändern

HOTELPORTRAIT

Glemmtalerhof in Saalbach-Hinterglemm

Editorial

Tourismus ist kein Selbstläufer. Hinter jedem erfolgreichen Betrieb stehen Risiko, Kapitaleinsatz und Entscheidungen mit langem Atem. Wer heute investiert, tut das für die nächsten Jahrzehnte –nicht für die nächste Saison.

Solche Entscheidungen brauchen ein stabiles Umfeld. Genau hier entscheidet sich Standortpolitik. Schon die Diskussion über neue Auflagen, zusätzliche Abgaben oder verkürzte Schuldzuweisungen wirkt unmittelbar: Banken rechnen vorsichtiger, Projekte werden hinterfragt, Investitionen verschoben.

Doch Stabilität bedeutet heute mehr als steuerliche oder arbeitsrechtliche Verlässlichkeit. Sie betrifft auch den digitalen Raum. Die Nachfrage ist robust, aber der Wettbewerb um die Beziehung zum Gast wird härter. Wer die direkte Verbindung verliert, verliert Wertschöpfung – und damit Handlungsspielraum.

Deshalb geht es nicht nur um Bürokratie oder Abgaben, sondern auch um digitale Souveränität. Ein starkes Angebot, klare Positionierung und der konsequente Ausbau direkter Vertriebswege sind strategische Notwendigkeit. Technologie soll Effizienz schaffen und unsere Mitarbeiter:innen entlasten –nicht neue Abhängigkeiten erzeugen.

Ein starker Standort entsteht nicht durch immer neue Vorgaben, sondern durch Berechenbarkeit, Respekt vor unternehmerischem Risiko und die Freiheit, auch im digitalen Wettbewerb selbstbestimmt zu agieren.

Die Branche ist bereit, Verantwortung zu tragen und weiter zu investieren.

Was sie erwartet, sind Rahmenbedingungen, die Leistung ermöglichen – nicht ausbremsen.

Walter Veit

Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung

Impressum

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: Österreichische Hotelvereinigung, Hofburg, Michaelertrakt 1/6a, A-1010 Wien

Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Markus Gratzer

Redaktions- und Projektleitung: Mag. Claudia Bär, Redaktion: Patrick Ranner

T: +43 1 5330952-0, office@oehv.at, www.oehv.at "die lobby" erscheint 4x jährlich, Jahresabo 65,00 Euro (inkl. 10 % MwSt., exkl. Versandspesen) Angaben zur Offenlegung: oehv.at/lobby-offenlegung

Druck: Gutenberg Druck in Kooperation mit Print Alliance HAV Produktions GmbH, 2540 Bad Vöslau. produziert gemäß Richtlinie Uz24 des Österreichischen Umweltzeichens, Print Alliance HAV Produktions GmbH, UW-Nr. 715

Grafische Gestaltung: br-design.at

Für Inhalte dieser Publikation, die von Dritten stammen, übernimmt die ÖHV keine Haftung.

Inhalt

04 Kurz & bündig

06 Tourismuspolitik

Von Herkunftskennzeichnung bis Vermögenssteuer

08 ÖHV-Zukunftspuls

Dynamik, Spannungen und politische Hausaufgaben der Hotellerie

Themenschwerpunkt:

Der neue Wettbewerb um den Gast

12 CEO-Briefing

Das Wichtigste in Kürze

14 Zero-Click

Wie Hotels online sichtbar bleiben

17 Premium Pricing

Preisakzeptanz strategisch steigern

20 Produktgestaltung

Vom Zimmer zum Erlebnis

22 Interkulturelles Marketing

Wie Hotels neue Märkte erschließen

25 CRM als Umsatztreiber

Aus Erstgästen treue Wiederkehrer machen

28 Bewertungen

Vom Vertrauen zur Buchung

30 User Generated Content

Gäste als Vertriebspartner

32 Paid Ads

Bezahlte Werbung im KI-Zeitalter

34 Hotelportrait

Glemmtalerhof in Saalbach-Hinterglemm

38 Alles, was Recht ist

40 Veranstaltungen 2026

ÖHV-Foren und Branchen.Treffs

42 Weiterbildung 2026

44 Seitenblicke

46 Wir sind ÖHV

ÖHV-ZUKUNFTSPULS

Kurz & bündig

Unterwegs in den Bundesländern

Die Rentabilität des Linz Airport durch neue Flugverbindungen abzusichern sowie eine Qualitäts- und Investitionsoffensive im öffentlichen Verkehr Oberösterreichs forderte Landesvorsitzende und Vizepräsidentin Sophie Schick bei einem Pressegespräch. Beim Austausch mit OÖ Tourismus ging es u.a. um die Rolle von Tourdata im KI-getriebenen Vertrieb.

In Tirol traf Landesvorsitzende Barbara Winkler erneut die Spitzen der Wirtschaftskammer Tirol und der Sparte Tourismus zum Branchen-Austausch. In Wien pflegt Landesvorsitzender und Vizepräsident Alexander Ipp den regelmäßigen Dialog mit zentralen Akteuren, darunter Wien-Tourismus-Geschäftsführer Norbert Kettner, Flughafen-Wien-Vorstand Julian Jäger und WKV-Spartenobmann Dominic Schmid.

Die ÖHV Burgenland unterstützt die Initiative von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zur Verlegung des Berufsschulstandorts für HGA-Lehrlinge nach Eisenstadt, um Ausbildung und Lehrlingsgewinnung zu stärken. Landesvorsitzender und Vizepräsident Klaus Hofmann erreichte zudem, dass die ÖHV künftig mit Praxis-Know-how eingebunden wird.

Auch in Niederösterreich steht Mobilität im Fokus: Landesvorsitzender Johannes Scheiblauer diskutierte mit NÖ-Werbung-Geschäftsführer Mag. Michael Duscher die Bedeutung leistungsfähiger Verkehrsverbindungen für den Tourismus.

Über Verkehrslösungen während der Sanierung von Katschberg- und Tauerntunnel ab Herbst 2027 sprach ÖHV-Präsident Walter Veit unter anderem mit der Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler

In Vorarlberg tauschte sich das ÖHV-Team mit Landesrat Christian Gantner und Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger über den vom Bauernbund geforderten „Übernachtungseuro“ sowie über mögliche Synergien zwischen Hotellerie und Landwirtschaft aus.

Wichtige Infos direkt aufs Smartphone

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v. l. n. r.: Markus Gratzer, LH Hans Peter Doskozil, Markus Ernst, ÖHV-Vizepräs. Klaus Hofmann
v. l. n. r.: das ÖHV-Team NÖ mit Markus Gratzer und LTO-Chef Michael Duscher
v. l. n. r.: Präs. Walter Veit mit LH Karoline Edtstadler
v. l. n. r.: das ÖHV-Team Vorarlberg mit LR Christian Gantner und LWK-Präsident Josef Moosbrugger

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Die nächsten ÖHV-Online-Talks

Greenwashing & Nachhaltigkeitszertifikate

10. April | 10:00–12:00 Uhr

Was bedeutet das kommende GreenwashingVerbot konkret für Hotels? Nach einer kurzen

Einführung werden folgende Zertifikate vorgestellt: Österreichisches Umweltzeichen, EU Ecolabel, Bio Austria und der klimaaktiv Gebäudestandard

Bettwanzen im Hotelbetrieb

24. April | 10:00–11:30 Uhr

Bettwanzen verbreiten sich weltweit – oft unbemerkt über reisende Gäste. Mag. Peter Fiedler, Bundesberufsgruppenobmann der Schädlingsbekämpfer, erklärt, wie Betriebe Befall frühzeitig erkennen und wirksam bekämpfen.

Jetzt kostenlos anmelden!

Verbandsklage AGBH-Passagen

Der Verein zum Schutz von Verbraucherinteressen hat ein Hotel wegen strittiger AGBH-Passagen geklagt. Die Wirtschaftskammer empfiehlt, diese bis auf Weiteres nicht mehr zu verwenden und ist dabei, die AGBHs zu überarbeiten.

Mehr auf wko.at

KMU.DIGITAL und KMU:DIGITAL & GREEN sind wieder da

Die Förderungen unterstützen KMU bei der Planung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. Die Förderhöhe beträgt für beide Förderschienen max. 3.000 Euro pro Unternehmen. Für aktivierungspflichtige Neuinvestitionen gilt es bis zu 6.000 Euro. Der Topf ist begrenzt. Es gilt: First come, first served.

Mehr auf kmudigital.at

Unser Buchtipp:

They ask you answer

Marcus Sheridan (Autor), René Neubach (Übersetzer)

Herausgeber: Vahlen

Im Zentrum steht ein einfacher, aber wirksamer Ansatz: Kundinnen bzw. Kunden und Gäste stellen Fragen und Unternehmen liefern Antworten. Der von Marcus Sheridan entwickelte Ansatz setzt auf Transparenz statt Verkauf und stärkt Vertrauen, Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Systemen sowie frühe Kaufentscheidungen. Für beratungsintensive Branchen wie die Hotellerie bedeutet das: weniger Rabattschlachten, mehr Buchungspower und stärkere Preishoheit.

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Nachhaltige Profi-Lösungen für individuelle Wäschepflege in 5-Sterne-Qualität

Der Buchtipp wurde ausgewählt von Christoph Taussig, ÖHV-Campus.

Mehr Zettel machen kein Schnitzel besser

Warum eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung an der Realität von Gästen und Betrieben vorbeigeht.

Entbürokratisierung steht in Regierungsprogrammen. Gleichzeitig wird in Brüssel über zusätzliche Kennzeichnungspflichten diskutiert – angestoßen vom österreichischen Landwirtschaftsminister. Genau hier liegt der Widerspruch. Für uns ist klar: Mehr Zettel machen kein Schnitzel besser.

Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung wird als Transparenzinstrument verkauft. In der Praxis bedeutet sie mehr Dokumentation, zusätzliche Belastung für Mitarbeiter:innen und höhere Kosten –ohne klaren Mehrwert für die Mehrheit der Gäste.

Was Gäste wirklich wollen

In einer von uns beauftragten repräsentativen Befragung des Umfrageinstituts Reppublika unter 1.000 Österreicher:innen zeigt sich:

• Über 80 % finden Herkunft und Produktionsweise wichtig.

• 52 % sagen, dass der Geschmack wichtiger ist als die Herkunft.

• Nur 29 % wären bereit, für eine verpflichtende Kennzeichnung mehr zu bezahlen.

Qualität entscheidet. Herkunft ist Zusatznutzen, nicht Hauptkriterium.

Auch unsere Befragung unter ÖHV-Mitgliedsbetrieben bestätigt dieses Bild: Gäste fragen im Alltag selten aktiv nach detaillierten Herkunftsangaben. Entscheidend sind Frische, Geschmack und Vertrauen.

Was die Hotels bereits leisten

Rund zwei Drittel unserer Betriebe beziehen alle relevanten Produkte regional. Viele kennzeichnen freiwillig – dort, wo es zur Positionierung passt und für Gäste sinnvoll ist. Eine verpflichtende Detailkennzeichnung jeder einzelnen Zutat würde jedoch laufende Anpassungen der Speisekarten erfordern. Wechselnde Lieferant:innen und saisonale Verfügbarkeiten erhöhen den administrativen Aufwand erheblich. Gleichzeitig akzeptieren Gäste überwiegend keine höheren Preise.

Hier öffnet sich eine wirtschaftliche

Schere: steigende Kosten auf Seiten der Betriebe, geringe Zahlungsbereitschaft auf Seiten der Gäste.

Transparenz ja – Zwang nein Regionalität ist längst Wettbewerbsfaktor. Sie entsteht aus Überzeugung und Nachfrage – nicht aus Zwang. Weitere verpflichtende Kennzeichnungsvorschriften lehnen wir ab. Wer Entbürokratisierung verspricht, darf nicht gleichzeitig neue Zettelpflichten einführen. Wir setzen auf praxistaugliche Lösungen: freiwillige, zielgruppenspezifische Informationsformate statt flächendeckender Bürokratie.

Denn am Ende zählt, was auf dem Teller liegt – und wie es schmeckt.

Substanz wird besteuert

Warum neue Vermögenssteuern Betriebe und Standort schwächen.

Die Diskussion um neue Vermögens- oder Erbschaftssteuern kommt regelmäßig zurück. Aktuell wird sie erneut unter dem Schlagwort „Superreiche“ geführt. Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell: Eine Grenze von einer Million Euro Freibetrag würde in vielen Fällen keine Konzerne treffen, sondern mittelständische Betriebe – auch in der Hotellerie.

Für uns ist klar: Eine zusätzliche Vermögenssteuer ist das falsche Signal zur falschen Zeit.

Betriebsvermögen ist kein Sparschwein

Hotels sind kapitalintensive Unternehmen. Das Vermögen steckt in Gebäuden, Grundstücken, Einrichtung und Infrastruktur. Es ist langfristig gebunden und sichert Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und Qualität. Vom Acker, vom Eigenheim und vom Unternehmen kann man nicht abbeißen. Eine Vermögens- oder Erbschaftssteuer müsste aus dem laufenden Geschäft finanziert werden. Das bedeutet weniger Investitionen, weniger Modernisierung oder höhere Preise. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ist das brandgefährlich.

„Superreich“ trifft Familienbetriebe

Österreichs Hotellerie ist geprägt von familiengeführten Klein- und Mittelbetrieben. Wer hier pauschal von „Superreichen“ spricht, verkennt die Realität. Viele Unternehmer:innen arbeiten rund um die Uhr, kämpfen mit steigenden Kosten und ringen um eine gesicherte Nachfolge. Politische Zusagen, Unternehmen würden ausgenommen, verdienen Skepsis. Wenn die erwarteten Einnahmen nicht erreicht werden, wächst der Druck zur Ausweitung. Am Ende drohen mehr Bürokratie und weniger Investitionsspielraum – genau das Gegenteil dessen, was der Standort braucht.

Jetzt braucht es Entlastung

Wenn Insolvenzen steigen und Investitionen zurückgehen, braucht es Entlastung statt zusätzlicher Belastung.

Wer Wettbewerbsfähigkeit sichern will, darf gebundenes Betriebsvermögen nicht wie frei verfügbares Einkommen behandeln.

Neue Vermögenssteuern schwächen jene, die investieren, ausbilden und Arbeitsplätze sichern. Wer den Mittelstand belastet, belastet den Standort.

Unsere Erwartung an die Politik ist klar: Keine neuen Substanzsteuern auf Betriebe. Stattdessen Planungssicherheit, verlässliche Rahmenbedingungen und ein klares Bekenntnis zum unternehmerischen Risiko. Denn wer Investitionen will, darf Substanz nicht bestrafen.

Mehr zum Lobbying der ÖHV finden Sie auf oehv.at/lobbying

Ihr Ansprechpartner

Martin Stanits Leitung Public Affairs, Unternehmenssprecher martin.stanits@oehv.at

Zukunft braucht Orientierung

Was der ÖHV-Zukunftspuls über Dynamik, Spannungen und politische Hausaufgaben der Hotellerie sichtbar macht.

Die österreichische Hotellerie steht unter Druck. Steigende Kosten, Bürokratie, Arbeitskräftemangel, Anforderungen rund um Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie geopolitische Unsicherheiten wirken gleichzeitig. Neu ist weniger jede einzelne Herausforderung – neu ist ihre Verdichtung.

Mit dem ÖHV-Zukunftspuls liegt erstmals ein strategisch-systemisches Lagebild der Branche vor. Anders als klassische Kennzahlenstudien bewertet er nicht „gut“ oder „schlecht“. Er macht sichtbar, wo Kräfte wirken, wo Reibung entsteht und wo zentrale Bereiche eines Betriebs nicht im Gleichklang laufen.

Ein EKG für Zukunftsfähigkeit

Der Zukunftspuls funktioniert wie ein EKG. Er erfasst Dynamik und strategische Ausrichtung eines Hauses. Daraus ergibt sich, in welchem Entwicklungsstadium sich ein Betrieb befindet – und welche Aufgaben daraus folgen.

Die Stadien folgen einer klaren Logik: von Leistung über Übergang und Exploration bis hin zu Stabilisierung oder Regeneration. Sie werden wie Trainingsphasen durchlaufen. Keine Etappe ist besser oder schlechter. Jede erfüllt eine Funktion im Gesamtprozess.

137 Betriebe wurden Ende 2025 analysiert, 87 davon vertiefend. Bewertet wurde entlang von Antrieb, Trends, Gästen, Organisation, Partnern, Angebot und Resonanz. Das Resultat ist kein Ranking, sondern ein Profil: Wo steht ein Haus – und welcher nächste Schritt ist sinnvoll?

Wo die Branche steht

Die Verteilung ergibt folgendes Bild:

• 43 % arbeiten im Leistungspuls – im Wachstums- und Umsetzungsmodus.

• 28 % befinden sich im Übergangspuls – an strategischen Schwellen.

• 21 % agieren im Explorationspuls – sie testen neue Angebote oder Geschäftsmodelle.

• 6 % sind im Stabilisierungspuls – mit Fokus auf Struktur und Abläufe.

• 2 % stehen im Regenerationspuls vor grundlegender Neuorientierung.

Der Großteil der Branche ist leistungsfähig. Gleichzeitig befindet sich fast ein Drittel an sensiblen Weggabelungen. Genau hier entscheidet sich, ob der nächste Schritt aktiv gestaltet wird – oder Unsicherheit überwiegt.

Übergänge sind keine Schwäche. Sie sind notwendige Wendepunkte – und verlangen Führung, Klarheit sowie verlässliche Rahmenbedingungen.

Spannungen als Orientierung

Nicht alle Bereiche eines Hauses entwickeln sich im selben Tempo. Ein Betrieb kann im Angebot innovativ sein, während Organisation oder Führung noch traditionellen Mustern folgen. Diese Asynchronitäten markieren Handlungsfelder.

Gerade an strategischen Schwellen treten solche Reibungen hervor: Das bisherige Modell trägt nicht mehr vollständig, das neue ist noch nicht gefestigt.

Wer diese Dynamik erkennt und gestaltet, nutzt sie als Impuls. Reibung ist kein Störgeräusch, sondern ein Hinweisgeber – betrieblich wie strukturell.

Lernen entlang des Pulses

Zukunftsfähigkeit entsteht, wenn Betriebe ihre Position verstehen und gezielt Kompetenzen für den nächsten Schritt aufbauen. Hier setzt der ÖHVCampus an. Er bietet passgenaue Lernpfade – vom operativen Seminar bis zur Unternehmerakademie. Wachstumsbetriebe vertiefen Preisgestaltung, Vertrieb und KI-gestützte Prozesse. Häuser in Übergängen stärken Leadership und strategische Klarheit. Explorierende Betriebe strukturieren Innovation und entwickeln marktfähige Angebote für Gäste. In Stabilisierungssituationen stehen Prozesse und Organisation im Vordergrund, in Phasen der Neuorientierung Neuausrichtung und Fachkräftesicherung. So wird der Zukunftspuls vom Analyseinstrument zum Handlungsrahmen.

Politische Hausaufgaben

Einheitliche Antworten auf unterschiedliche Entwicklungsstadien greifen zu kurz.

• Wachstumsorientierte Betriebe benötigen Investitions- und Energiekostenentlastung.

• Häuser an strategischen Schwellen brauchen Planungssicherheit.

• Innovationsgetriebene Betriebe profitieren von digitaler Infrastruktur und flexibler Förderung.

• Strukturorientierte Häuser gewinnen durch Bürokratieabbau und Entlastung bei Lohnnebenkosten.

• Betriebe in Neuorientierung benötigen Unterstützung bei Nachfolge und Fachkräftezuwanderung.

Entbürokratisierung, Abgabenentlastung und Arbeitskräftesicherung entscheiden darüber, ob Kräfte in Weiterentwicklung oder Verwaltung gebunden werden.

Was jetzt zählt

Der Zukunftspuls macht deutlich: Die Branche verfügt über Substanz und Lernbereitschaft. Sie ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und ihren nächsten Schritt zu gehen. Was sie benötigt, sind Rahmenbedingungen, die diesen Weg ermöglichen. Spannungen müssen aktiv gestaltet werden. Gezielte Weiterbildung ist dabei ein zentraler Hebel. Sie hilft, Übergänge zu meistern, Führung zu stärken und strategische Entscheidungen umzusetzen. Gerade in Zeiten erhöhter Unsicherheit entscheidet nicht nur Kapital, sondern Kompetenz. Wer Orientierung schafft und Teams mitnimmt, erhöht die Resilienz des gesamten Betriebs.

Zukunft entsteht dort, wo unternehmerische Initiative, passende Qualifizierung und stabile Spielregeln zusammenwirken – im Betrieb ebenso wie auf Standortebene. Und genau daran wird sich Standortpolitik messen lassen müssen.

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Vorsprung durch Know-how:

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Themenschwerpunkt

Digitale Souveränität: Zwischen Algorithmen und echter Gastfreundschaft

Der österreichische Tourismus steht mitten in einer Transformation. Die Nächtigungszahlen zeigen eine robuste Nachfrage – doch hinter den Kulissen läuft ein harter Verteilungskampf. Es geht um mehr als Marktanteile. Es geht um eine zentrale Frage: Wer gestaltet die Beziehung zum Gast – und wo bleibt am Ende die Wertschöpfung?

Das Angebot: Qualität statt Beliebigkeit

Ein starkes Angebot ist heute die einzige wirksame Versicherung gegen Austauschbarkeit. Gäste suchen kein Bett, sondern ein Erlebnis mit Haltung. Sie erwarten Authentizität, Flexibilität und spürbare Qualität. Innovative F&B-Konzepte, die regionale Kreisläufe schließen, neue Zielgruppen wie Longevity oder flexible Genussmodelle statt Halbpension nach Schema F – die Hotellerie muss beweglich bleiben. Wer sich nicht weiterentwickelt, verliert Profil. Und wer Profil verliert, verliert Zahlungsbereitschaft.

Der Vertrieb: Direkt stärken, Souveränität ausbauen

Die meisten Gäste buchen heute direkt – das ist eine starke Ausgangsbasis. Entscheidend ist, diese Position strategisch weiter auszubauen. Denn trotz stabiler Direktanteile fließt durch hohe OTA-Kommissionen weiterhin wertvolle Liquidität aus den Betrieben ab.

Unsere Antwort kann daher nicht Abhängigkeit, sondern digitale Souveränität heißen. Technologie ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug. Eine starke eigene Website, klare Vorteile für Direktbucher und eine konsistente Angebotslogik sind die beste Antwort auf Plattform-Bias und intransparente Algorithmen. Plattformen werden bleiben – aber sie dürfen nicht die strategische Führung übernehmen. Die Beziehung zum Gast gehört ins eigene Haus.

Technologie: Effizienz, die Menschlichkeit ermöglicht

Künstliche Intelligenz und Automatisierung ersetzen den Menschen nicht – sie halten unseren Mitarbeiter:innen den Rücken frei. Wenn KI-gestützte Systeme Preise optimieren, Nachfrage prognostizieren oder Routineanfragen in Echtzeit beantworten, entsteht genau das, was im Alltag oft fehlt: Zeit. Zeit für Beratung. Zeit für Aufmerksamkeit. Zeit für echte Gastfreundschaft.

Technologie darf Herzlichkeit nicht ersetzen, aber sie muss ihr den Rücken freihalten. Sie schafft Effizienz im Hintergrund, damit vorne das zählt, was unsere Branche ausmacht: Begegnung, Persönlichkeit und Qualität.

Als ÖHV setzen wir uns dafür ein, dass Innovation möglich und Bürokratie nicht zum Bremsklotz wird. Denn am Ende entscheiden nicht Algorithmen aus dem Silicon Valley oder Amsterdam über die Zukunft unserer Betriebe, sondern unternehmerische Freiheit, Qualität – und die Menschen vor Ort.

Für eine starke, digitale und unabhängige Hotellerie.

Dr. Markus Gratzer

Generalsekretär der Österreichischen Hotelvereinigung

© Florian Lechner

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Auf den Punkt

CEO-Briefing: Der neue Wettbewerb um den Gast

Die wichtigsten Aussagen dieses Themenschwerpunkts –kompakt für Entscheider:innen zusammengefasst.

Dieses Briefing wurde mithilfe von KI aus allen Beiträgen dieses Themenschwerpunkts erstellt und redaktionell verdichtet.

Der Wettbewerb in der Hotellerie verändert sich gerade grundlegend. Nicht weil weniger Gäste reisen – sondern weil sich entscheidet, wo sie ihre Entscheidung treffen

Hotels werden immer häufiger nicht mehr über klassische Suchlisten gefunden, sondern über Antworten von Plattformen, Karten und KI-Systemen

Die Auswahl entsteht bereits dort – lange bevor ein Gast eine Website besucht.

Damit verschiebt sich der Wettbewerb.

Nicht Reichweite entscheidet. Einordnung entscheidet.

Hotels, die für Systeme und Gäste klar erkennbar sind, erscheinen in Empfehlungen. Hotels ohne klare Positionierung werden trotz hoher Qualität schlicht nicht angezeigt.

Gleichzeitig gewinnt Vertrauen massiv an Bedeutung. Bewertungen, Gästestimmen und User Generated Content wirken heute stärker auf Buchung und Preisakzeptanz als klassische Werbung.

Auch im Marketing verändert sich die Logik:

KI bewertet Kampagnen nicht nach Klicks, sondern nach Konsistenz zwischen Anzeige, Angebot, Website und Gästefeedback

Doch Sichtbarkeit allein reicht nicht. Der wirtschaftliche Unterschied entsteht danach.

Der teuerste Gast ist nicht der OTA-Gast.

Der teuerste Gast ist der Einmalgast

Hotels, die ihre Gäste nicht systematisch binden, müssen Nachfrage immer wieder neu einkaufen –über Plattformen, Werbung oder Metasuche.

Deshalb wird CRM zur zentralen Managementfrage. Wer Gästedaten intelligent nutzt, steigert Wiederkehr, stabilisiert Preise und reduziert Distributionskosten.

Reality-Check für Ihren Betrieb

• Ist Ihr Hotel digital klar positioniert?

• Sind Ihre Informationen auf allen Plattformen konsistent?

• Nutzen Sie Bewertungen aktiv im Vertrieb?

• Gibt es ein erkennbares Erlebnisprofil?

• Arbeiten Sie strukturiert mit CRM?

Kurz gesagt

Die neue Logik des Hotelvertriebs ist einfach: Wer klar erkennbar ist, wird gefunden. Wer Vertrauen schafft, wird gebucht. Wer Gäste bindet, verdient Geld.

Partner

Buchungspower: Effizienz beginnt im System

Volle Häuser reichen 2026 nicht mehr aus. Es braucht intelligente Systeme und vernetzte Buchungskanäle für „echte“ Profitabilität.

Die österreichische Hotellerie steht unter Druck: hohe Auslastung, aber steigende Personalkosten, Energiepreise und Digitalisierungsanforderungen. Der Fokus liegt nicht mehr ausschließlich auf der Frage, wie man mehr Buchungen bekommt, sondern wie man mit bestehenden Buchungen effizienter arbeitet. Der Schlüssel dafür liegt im digitalen Herzstück jedes Betriebs: dem Property Management System (PMS).

Die intelligente Schaltzentrale

Ein modernes PMS ist weit mehr als ein Tool für Zimmerpläne oder Rechnungen. Es ist die Schaltzentrale, die alle Buchungskanäle verbindet. Diese Integration schafft automatisierte Abläufe anstelle manueller Arbeit. Jede doppelte Dateneingabe, jede Korrespondenz und jede manuelle Preispflege kosten Zeit und Geld. In einer Branche, in der qualifiziertes Personal knapp ist, wird Prozessautomatisierung zum strategischen Vorteil.

Das PMS verwaltet im Hintergrund sämtliche Buchungsdaten, synchronisiert Preise, Verfügbarkeiten und Stornierungen in Echtzeit und sorgt dafür, dass jede Reservierung sitzt.

So entstehen weniger Fehler, schnellere Abläufe und ein reibungsloses Zusammenspiel aller Kanäle. Ohne ständiges Eingreifen an der Rezeption.

Effizienz durch Integration

Darüber hinaus fungiert das PMS als zentrale Plattform, die unterschiedliche Systeme und Funktionsbereiche im Betrieb miteinander verbindet. Über intelligente Schnittstellen und automatisierte Work-

flows bleibt alles synchronisiert, Mitarbeitende werden entlastet und Hotelier:innen gewinnen mehr Zeit für das Wesentliche: die Gäste. Gleichzeitig liefert das System klare Daten und Auswertungen, die betriebliche Entscheidungen erleichtern und Umsätze transparenter machen. Denn echte Buchungspower bedeutet im Jahr 2026 nicht nur volle Häuser, sondern rentable Häuser. Wer auf ein starkes PMS als digitales Herzstück setzt, verwandelt hohe Auslastung in nachhaltigen Erfolg. Und das mit weniger Aufwand, geringeren Kosten und mehr wirtschaftlicher Stabilität. Fakt ist: Buchungspower beginnt im System.

Kontakt

Philipp Hahnl (CRO) CASABLANCA hotelsoftware verkauf@casablanca.at casablanca.at

Hotelsuche

Wie Hotels sichtbar bleiben, wenn niemand mehr klickt

Ein Gast googelt nicht mehr, er fragt – z. B. ChatGPT. Statt einer

Trefferliste bekommt er eine Empfehlung. Drei Hotels stehen zur Wahl. Zwei kennt man. Das dritte ist Ihres. Oder eben nicht.

Hotelmanagementberater Markus Schauer erklärt, wie Hotels in der neuen Suchlogik präsent bleiben.

Zero-Click heißt: Der Gast sucht, vergleicht, entscheidet, ohne Ihre Website zu besuchen. Er bleibt in Google, in Maps, auf Booking, auf Instagram. Oder er fragt eine KI: „Such mir ein ruhiges Hotel mit regionaler Küche, Natur, E-Ladestation, Hund erlaubt, nicht zu groß.“ Und erhält eine Shortlist. Die Auswahl entsteht in Antwortboxen, Kartenansichten, Bewertungszusammenfassungen und Empfehlungssystemen. Wer dort nicht vorkommt, verliert nicht an Qualität. Er verliert an Präsenz im entscheidenden Moment.

Was sich gerade grundlegend verändert

Zero-Click ist kein kurzfristiger Trend. Es ist die logische Folge einer veränderten Informationsarchitektur und einer Kommunikationsgesellschaft, die Antworten schneller will als Erklärungen.

Früher führte jede ernsthafte Recherche auf die eigene Website. Dort konnte man erzählen, erklären, inszenieren. Heute wird vorgefiltert, zusammengefasst und eingeordnet. Die Entscheidung fällt früher. Nicht nach dem Lesen. Sondern bei der Einordnung.

Wer austauschbar klingt, fällt heraus.

Und hier liegt der entscheidende Irrtum vieler Betriebe: Weniger Klicks bedeuten nicht weniger Nachfrage. Im Gegenteil. Die Nachfrage ist präziser geworden. Gäste formulieren konkret, was sie wollen. Ruhig. Adults only. Nachhaltig. Hund erlaubt. E-Ladestation. Regionale Küche. Klein, aber hochwertig. Die Systeme prüfen: Wer passt?

Sichtbarkeit entsteht hier nicht durch Reichweite. Sondern durch Übereinstimmung. Nicht der lauteste Anbieter gewinnt. Nicht der mit dem schönsten Text. Sondern der, der als klare Antwort erkennbar ist.

Das ist die neue Logik. Und sie stellt eine einfache, aber unbequeme Frage:

Ist Ihr Hotel so klar positioniert, dass ein System es zweifelsfrei einordnen kann?

Die drei Denkfehler, die Hotels unsichtbar machen

Mehr SEO wird es schon richten

Wenn die Buchungskurve flacht, wird meist am Content gedreht. Mehr Texte. Mehr Keywords.

Mehr Seiten. Doch Sichtbarkeit ist kein Mengenproblem. Sie ist ein Klarheitsproblem. Antwortmaschinen priorisieren keine Textfülle. Sie priorisieren eindeutige Zuschreibungen.

Wer nicht klar positioniert ist, wird nicht zitiert. Und wer nicht zitiert wird, findet in der neuen Suchlogik schlicht nicht statt.

Unsere Stammgäste tragen uns

Viele Betriebe leisten Außergewöhnliches. Gäste reisen zufrieden ab. Sie loben Küche, Lage, Atmosphäre. Sie sagen beim Abschied: „Wir kommen wieder.“

Loyalität ist wertvoll. Sie schafft Stabilität. Aber sie erzeugt keine neue Nachfrage. Zufriedenheit wirkt nur, wenn sie sichtbar wird. Und sichtbar heißt heute: auffindbar, zitierbar, strukturiert erkennbar. Es zählt, ob die Begeisterung der Gäste in Systemen messbar und zitierfähig wird.

Qualität bleibt die Grundlage.

Begeisterung ist der Treiber. Aber Sichtbarkeit entscheidet über Relevanz.

Begeisterung ohne Sichtbarkeit ist betriebswirtschaftlich wirkungslos.

Nach außen passt das schon

Die Website ist modern. Die Bewertungen sind gut. Social Media läuft. Also alles in Ordnung? Ein genauer Blick zeigt oft ein anderes Bild. Unterschiedliche Beschreibungen auf Plattformen. Keine klare Kernbotschaft. Unklare Zielgruppe.

Algorithmen tolerieren keine Unschärfe. Sie belohnen keine Ästhetik.

Sie belohnen Eindeutigkeit.

Im Zeitalter von Zero-Click gewinnt nicht das schönste Hotelprofil. Sondern das klarste.

Wie wird ein Hotel zur klaren Antwort?

Zero-Click verlangt Klarheit im Management. In der Beratung zeigt sich immer wieder: Sichtbarkeit entsteht nicht durch mehr Content, sondern durch bessere Einordnung.

Fünf Hebel aus der Praxis

TO-DO 1: Antwortfähigkeit herstellen –die 20 wichtigsten Fragen gewinnen

Praxis-Check

Kann ein potenzieller Gast die wichtigsten Fragen zu Ihrem Hotel beantworten, ohne Ihre Website zu öffnen, also nur über Google, Maps, Booking oder eine KI-Antwort? Wenn nein, verlieren Sie Sichtbarkeit genau in der Entscheidungsphase.

Praxis-Umsetzung

Sammeln Sie die 20 häufigsten Fragen aus Rezeption, Telefon, E-Mails und Bewertungen. Formulieren Sie pro Frage eine klare Antwort in zwei Sätzen. Ohne Floskeln, ohne Konjunktiv. Diese Antworten gehören ins Google-Unternehmensprofil, in den FAQ-Bereich, in OTA-Texte und Social Highlights.

Statistik

59,7 % aller Google-Suchen in der EU enden ohne Website-Klick.

Quelle: SparkToro

TO-DO 2: Einheitliche, strukturierte Hotel-Fakten

Praxis-Check

Widersprüchliche Angaben erzeugen Unsichtbarkeit. Sind Name, Kategorie, Check-in-Zeiten, Ausstattung, Parken, Haustiere und Entfernungen auf allen Plattformen identisch? Wenn nicht, riskieren Sie Fehleinordnung.

Praxis-Umsetzung

Erstellen Sie eine verbindliche Masterliste aller Kerninformationen. Diese Masterliste ist Grundlage für Website, Google-Profil, OTAs und Social Media. Einmal sauber anlegen, regelmäßig prüfen.

Statistik

62 % der Konsument:innen meiden Unternehmen bei widersprüchlichen Online-Informationen.

Quelle: BrightLocal

TO-DO 3: Bewertungen strategisch nutzen

Praxis-Check

Kennen Sie Ihre fünf stärksten Kaufargumente aus echten Gästebewertungen? Wenn nicht, verschenken Sie Vertrauen. Die Sprache der Gäste ist die stärkste Positionierung.

Praxis-Umsetzung

In Analysen zeigt sich oft: Gäste beschreiben klar, warum sie buchen. Diese gehören sichtbar in Kurztexte, Highlights und OTA-Beschreibungen. Reagieren Sie konsequent auf Feedback.

Statistik

88 % der Konsument:innen bevorzugen Betriebe, die auf Bewertungen reagieren.

Quelle: BrightLocal

TO-DO 4: Vertriebsmix modernisieren statt ideologisch führen

Praxis-Check

Kennen Sie Ihren OTA-Anteil, die Marge im Direktkanal und die Stabilität Ihres Stammgastgeschäfts? Ohne Zahlen fehlt die Steuerungsbasis.

Praxis-Umsetzung

Nutzen Sie OTAs als Reichweitenkanal mit professionellem Content. Optimieren Sie parallel den Direktkanal mit schneller mobiler Buchung und klaren USPs. Wenn der Gast direkt buchen soll, darf die Buchung nicht wie ein Behördenweg wirken.

Statistik

26 % starten ihre Hotelsuche auf Buchungsplattformen, 21 % über Suchmaschinen.

Quelle: SiteMinder

TO-DO 5: Nachhaltigkeit mit Substanz sichtbar machen

Praxis-Check

Ist Nachhaltigkeit operativer Standard oder nur Marketing? Können Sie in wenigen klaren Sätzen erklären, was Sie konkret tun und warum es für den Gast relevant ist?

Praxis-Umsetzung

Setzen Sie Maßnahmen messbar um und kommunizieren Sie sie nachvollziehbar. In der Praxis zeigt sich: Betriebe mit glaubwürdigen Nachweisen gewinnen Sichtbarkeit, Vertrauen und Preisspielraum.

Statistik

83 % der Reisenden möchten nachhaltiger reisen. Betriebe mit glaubwürdigen Nachweisen erzielen höhere Zahlungsbereitschaft.

Quelle: booking.com

Fazit:

Zero-Click ist Realität. Buchungsrelevant bleibt, wer im richtigen Moment auftaucht, mit klaren Fakten, starken Vertrauenssignalen und einer Marke, die nach Mensch klingt.

Denn am Ende buchen Gäste kein Zimmer. Sie buchen das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Und dieses Gefühl entsteht nicht durch einen Klick. Sondern durch Klarheit, Vertrauen und echte Gastfreundschaft.

Der Autor

Markus Schauer

Hotelmanagementberater und Geschäftsführer msplus Steuerberatungs & Wirtschaftstreuhand GmbH msplus.at

ÖHV-Branchen.Treff 2026

Am ÖHV-Branchen.Treff zeigt Markus Schauer, wie KI und digitale Tools das Online-Marketing verändern und mehr Buchungen sowie bessere Bewertungen ermöglichen.

Termine & Anmeldung

Preispsychologie

Premium scheitert selten am Preis

Gäste bewerten nicht die Summe der Leistungen, sondern die Stimmigkeit des Angebots. Warum kleine Einschränkungen Premium entwerten können – und wie Sie Preisakzeptanz strategisch erhöhen, erklärt Neurowissenschaftler Kai-Markus Müller.

Vor einigen Jahren fuhr ich mit meiner Familie in die Berge in einen Sommer-Wanderurlaub. Wir verbrachten die Zeit in einem äußerst sympathisch geführten Familienhotel. Unter anderem gab es dort einen kleinen „Fitnessraum“. Dieser bestand aus fünf Geräten, wovon allerdings eines einfach permanent hinter dem Tischkicker zusammengeklappt verstaut war und bei einem anderen die elektronische Anzeige offensichtlich primär aus Fehlermeldungen bestand. Die drei anderen Geräte waren angemessen nutzbar. Komischerweise ärgerten mich die defekten Geräte dennoch. Hatte ich nicht auch für einen „Fitnessraum“ bezahlt? Und genau deswegen auch die Sportklamotten eingepackt? Dass ich eigentlich nach dem Wandern bei herrlichem Wetter gar keine Lust mehr auf Fitnessgeräte hatte und auch die drei intakten gar nicht nutzte, spielte paradoxerweise eine untergeordnete Rolle.

Wenn weniger mehr ist

Die Beobachtung mit dem Fitnessraum inspirierte mich dazu, mich in einem Forschungsprojekt einem seit langem bekannten Effekt zu widmen: dem Less-is-Better-Effekt, der erstmals 1998 von Christopher Hsee von der University of Chicago beschrieben wurde:

Hsee beschreibt zwei Varianten eines Angebots: eine objektiv schwächere, aber makellose, und eine objektiv hochwertigere mit einem kosmetischen Mangel. Wird isoliert bewertet, ist die Zahlungsbereitschaft für die makellose Variante höher. Im direkten Vergleich wird der objektive Mehrwert erkannt – der Effekt kehrt sich um.

In einer Studie, die ich gemeinsam mit Anna-Lena Skudinski durchführte, zeigten wir zwei Weingläser für jeweils 4,50 Euro und fragten nach der Weiterempfehlungswahrscheinlichkeit der jeweiligen Bar. Das 0,1l-Glas war innerhalb seiner Kategorie großzügig gefüllt, das 0,25l-Glas wirkte im VierterlKontext eher sparsam. Entsprechend wurde Bar 1 deutlich besser bewertet als Bar 2. Wurden beide gemeinsam gezeigt, kehrte sich der Effekt um.

Dieses Ergebnis spiegelt verschiedene Seiten der Realität wider: Menschen gehen nur in ein Hotel oder in eine Bar. Die typischen Vergleiche mit ihren konsumentenpsychologischen Auswahleffekten treten dann nicht mehr ein. Stattdessen wird das Glas Wein, der Fitnessraum oder das Hotelzimmer isoliert bewertet. Unternehmern, die ihre Produkte sowie die der Konkurrenz in- und auswendig kennen, fällt diese Einsicht schwer. Allzuoft höre ich Einwände wie „Aber objektiv sind wir doch besser, warum verstehen das unsere Kunden nicht?“ Die Kunden verstehen das nicht, weil ihnen der Vergleichsmaßstab fehlt. Und weil sie den Markt viel schlechter kennen als die Anbieter. Das ist so in der Hotellerie,

aber auch in praktisch allen anderen B2C- und B2BBranchen. Aus Unternehmersicht ist wichtig, zu verstehen, dass kleine – möglicherweise nur kosmetische – Makel die Wertwahrnehmung so stark beeinträchtigen können, dass es oftmals besser ist, das entsprechende Feature von vornherein gar nicht anzubieten.

Mehr Leistung mit sichtbaren

Schwächen verliert gegen weniger Leistung ohne Schwächen.

Es gilt also für jedes Produkt, jeden Service oder jede Ausstattung das Motto „Ganz oder gar nicht!“

Drei konkrete Szenarien für den Tourismus

Zur Veranschaulichung, wie omnipräsent, robust und wiederholt dieser Effekt zutage tritt, stelle ich im Folgenden drei weitere Beispiele aus unserer aktuellen Tourismus-Studie vor. Zunächst entwarfen wir folgendes Szenario für das Frühstück eines Hotels:

Variante A:

• 5 frische Backwaren

• 5 frische Obstsorten

• 3 Müslis

• alles verfügbar

Variante B gleich Variante A, allerdings:

• zusätzlich 3 Eierspeisen, davon 2 nicht verfügbar

• zusätzlich 5 Säfte, davon 3 vom Vortag

Es zeigte sich auch hier, dass weniger manchmal mehr ist. Variante A hatte eine durchschnittliche

Wertwahrnehmung von 15,10 Euro während Variante B trotz objektiv mehr Angeboten bei nur 12,86 Euro lag.

Premium funktioniert nur, wenn jedes Element auch wirklich Premium ist.

Der nächste Fall betrifft den Wellnessbereich. Ein gepflegtes Hotel mit Halbpension und Pool in Variante A wurde mit dem gleichen Angebot verglichen, allerdings hatte Variante B zusätzlich objektiv wertvollere Ausstattung, nämlich eine Saunalandschaft mit einer intakten finnischen Sauna, einer Kräutersauna außer Betrieb und einem defekten Solarium. Zusätzlich hatte dieses

fiktive Hotel einen Fitnessraum mit zwei intakten und drei defekten Geräten. Die Wertwahrnehmung für Variante A lag bei 112 Euro, während die Zahlungsbereitschaft für Variante B bei nur 101 Euro lag. Die zusätzlichen Leistungen mit sichtbaren Einschränkungen schadeten dem hypothetischen Hotel.

Schließlich nutzten wir die Höhe des Trinkgelds für eine Reinigungskraft als Indikator für das Wohlbefinden der Gäste. Dafür entwarfen wir folgende Szenarien:

Variante A:

• Staub gewischt

• Müll geleert

• Bettlaken gewechselt

• Boden gereinigt

Variante B gleich Variante A, allerdings:

• 1 von 2 Fernbedienungen desinfiziert

• 2 von 4 Fenstern gereinigt

Das Trinkgeld für die Reinigungskraft in Variante A lag höher als das in Variante B. Auch hier zeigt sich, dass bruchstückhafte Exzellenz Misstrauen erzeugt.

Die praktische Erkenntnis ist klar:

Gäste bewerten nicht die Summe der Leistungen. Sie bewerten die Stimmigkeit des Angebots.

KI und menschliche Preisakzeptanz –ein unterschätztes Spannungsfeld

In einer weiteren Forschungsreihe haben wir dieselben Szenarien auch mit gängigen KI-Modellen getestet. Das Ergebnis war bemerkenswert: Die Algorithmen zeigten den beschriebenen Effekt nicht. Sie bewerteten die objektiv umfangreicheren Angebote konsistent höher – unabhängig von kleinen kosmetischen Mängeln. Aus rein rationaler, additiver Perspektive ist das folgerichtig: Mehr Leistung bedeutet mehr Wert. Für die Praxis ist das kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung.

KI-gestützte Systeme optimieren Preise datenbasiert und ökonomisch rational. Die Akzeptanz entsteht jedoch im Kopf des Gastes – und dieser bewertet Angebote kontextabhängig, nicht rein additiv.

Erfolgreiche Preisstrategie verbindet daher beides: Datenlogik und psychologische Stimmigkeit. Premium entsteht nicht allein im Rechenmodell. Es entsteht im Kopf des Gastes.

Welche Bündel wirklich funktionieren und welche Strategie gewinnt

Die Lehre ist eindeutig: Premium entsteht nicht additiv. Jedes Element eines Angebots muss stimmig sein. Wo Zusatzleistungen sichtbare Schwächen zeigen, kann es strategisch klüger sein, sie wegzu-

lassen. Objektiv mehr ist ökonomisch sinnvoll –psychologisch jedoch nicht zwingend wertvoller.

Viele Häuser investieren in zusätzliche Leistungen in der Annahme, dass mehr objektiver Wert automatisch höhere Zahlungsbereitschaft erzeugt. Die Psychologie zeigt: Sichtbare Brüche oder halbherzige Zusatzangebote können Wert stärker mindern als fehlende Leistungen.

Premium entsteht also durch Stimmigkeit, nicht durch Addition. Wer Preisakzeptanz erhöhen möchte, sollte daher weniger fragen: „Was können wir noch hinzufügen?“ Sondern häufiger: „Wo entstehen wahrnehmbare Brüche?“

Denn am Ende scheitert Premium selten am Preis. Es scheitert an Unstimmigkeit.

Der Autor

Prof. Dr. Kai-Markus Müller Professor of Consumer Behavior, HFU Business School, Chief of Behavioral Strategy bei RateBoard, Director of Pricing Research bei Neurensics, Keynote Speaker und prämierter Autor kai-markus-mueller.com

Weiterbildung zum Thema:

ÖHV-Lehrgang Preisgestaltung und Vertrieb ab 13.10.2026

Marke & Positionierung

Vom Zimmer zum Erlebnis –was Gäste wirklich buchen

In einer Welt, in der Hotels in Sekunden vergleichbar sind, setzen

Premium-Häuser heute nicht mehr allein auf guten Service und Infrastruktur, sondern darauf, Erlebnisse und Gefühle zu kreieren.

Die Branding-Experten Serge Ritter-Höntzsch und Johannes Woller geben Einblick.

Was entscheidet darüber, ob ein Hotel wirtschaftlichen Erfolg hat?

Jahrzehntelang war die Antwort klar: Lage, Preis, Angebot, Nachfrage. Wer seine Kosten im Griff hatte und sich klar am Markt positionierte, setzte sich durch. Mit der rasanten Entwicklung der KI verschiebt sich das Spielfeld. Wissen ist jederzeit verfügbar, Analysen sind automatisiert, jeder hat Zugang zu denselben Daten und Tools. Was jetzt zum Wettbewerbsvorteil in der Hotellerie werden muss, ist etwas, das seit jeher Kern ihrer DNA ist: die Fähigkeit, emotionale Erlebnisse zu kuratieren, die in den Köpfen der Gäste hängenbleiben. Denn die Entscheidung für oder gegen ein Hotel treffen wir nachweislich zu über 80 Prozent emotional: Durch die Aktivierung verschiedenster Bereiche im Gehirn, neuronaler Koppelung und dem Ausstoß von Dopamin und Oxytocin entsteht eine ‚neuronale Party‘. Und die sorgt dafür, dass wir Geschichten 22-mal besser speichern können.

Wie aber entstehen echte Erlebnisse?

Indem Sie Ihr Hotel bewusst als Bühne verstehen und Ihre Gäste als Protagonisten. Service und Angebot bestimmen die Dramaturgie – und Erlebnisse, die jeden einzelnen auf emotionaler, physischer, intellektueller oder sogar spiritueller Ebene ansprechen. Denn eines ist klar: Gäste buchen heute keine Zimmer mehr. Sie buchen Erinnerungen im Sammelalbum ihres Lebens. Wer die Sehnsüchte seiner Zielgruppe versteht und daraus eine klare, merkbare Erzählung strickt, setzt sich in einer Welt, in der Preis und Lage eines Zimmers auf Knopfdruck ver-

gleichbar sind, durch. Die neue Währung unserer Zeit sind also Faktoren, die sich nicht skalieren, nicht kopieren und nicht automatisieren lassen. Die entscheidende Frage lautet: Verkaufen Sie noch Nächte? Oder gestalten Sie eine emotionale Welt, in die Ihr Gast immer wieder gerne eintauchen will?

Die besten Produkte sind Geschichten, die sich als Produkt ausgeben.

© Burghotel Oberlech

Wie entstehen nun solche Erlebnis-Welten, die mehr sind als schöne Kulisse? Studien aus der Hospitalityund Lifestyleforschung zeigen: Reisende suchen heute Orte, die ihre Werte spiegeln, ihre Ziele unterstützen und die sie mit Gleichgesinnten verbinden. Erfolgreiche Hotelier:innen entwickeln ihr Angebot daher nicht für Märkte, sondern für individuelle Lebensstile. Die internationale Erlebniswirtschaft macht es seit Jahren erfolgreich vor: Themenrestaurants wie das Hard Rock Cafe, Retail-Konzepte wie Niketown, Hotels wie Six Senses (transformative Regenerationserlebnisse), Aman (kulturelle Einbettung als Erlebnisqualität), The Hoxton (Open House & Community-Motor), uvm.

Sie alle inszenieren systematisch Erlebnisse, um sich von der Konkurrenz abzuheben und für ihre Gäste einen echten Mehrwert zu schaffen. Warum sollte die hiesige Hotellerie, die per Definition Erlebnisraum ist, hinter diesem Anspruch zurückbleiben?

Die Empfehlung aus Marken-Sicht lautet: weniger Dekoration, mehr Emotion.

Wer Räume und Angebote so personalisiert, dass sie Bedürfnisse und Vorlieben bereits vorausdenken, macht es Gästen leicht, sich willkommen und als Teil eines größeren Ganzen zu fühlen. Dazu gehört ein Serviceangebot, das über Late-Check-out hinausgeht. Das Konzept Wellbeing könnte zum Beispiel vom Zusatzangebot zum strategischen Kern werden: durch bewusst gestaltete Umgebungen, medizinisch fundierte Gesundheitsangebote bis hin zu Formaten, die Gästen helfen, gesunde Routinen für den Alltag mitzunehmen. Wer zusätzlich auf Partnerschaften mit Marken, Künstler:innen oder lokalen Initiativen setzt, erweitert diesen Kosmos und steigert seine „Cultural Relevance“. Und die ist nachgewiesenerweise sechsmal so erfolgreich.

Damit das gelingt, müssen verschiedene Disziplinen nahtlos zusammenarbeiten: Marke und Branding, Service-, Erlebnis- und Produktentwicklung, Atmospheric-Design und Architektur, Kommunikation und Marketing. Wer hier den Taktstock im Sinne seines (Wunsch-)Publikums führt, kann diese Momente entlang der ganzen Erlebniskette vor, während und nach dem Aufenthalt im Sinne des Gastes orchestrieren. Damit Sie eine gute Geschichte erzählen, die nicht nur gemerkt sondern auch geteilt wird.

Dos

✔ Gästebrille aufsetzen: tiefgehende Beschäftigung mit den Bedürfnissen Ihrer Gäste

✔ Synergien bilden: Erst die Zusammenarbeit von Marke, Architektur, Service und Produktentwicklung ergeben das gewünschte Gesamterlebnis.

✔ Mitarbeitende als Erlebniskuratoren: Binden Sie Ihr Team bei der Gestaltung mit ein und profitieren Sie vom ErlebnisMindset und der Motivation der Mitarbeitenden.

Don'ts

✘ Entwickeln ohne Plan. Wie bei einer guten Story folgt eine Erlebnisreise einer klaren Dramaturgie. Nehmen Sie sich die Zeit für eine klare Strategie.

✘ Folklore statt Kultur: Wer sein Publikum nur mit Oberflächlichkeiten erreicht, läuft Gefahr in der Beliebigkeit und somit im Preiskampf zu enden.

✘ Silos im Hotel: Wer seine Gewerke im Innovationsprozess nicht kurzschließt, verpasst einen starken, konsistenten Auftritt, genauso wie Zeit und Geld in der Umsetzung.

Die Autoren

Serge Ritter-Höntzsch | Johannes Woller Geschäftsführung Solid & Bold – Experience. Made by Stories. solidbold.at

Weiterbildung zum Thema:

ÖHV-Unternehmerakademie ab 19.10.2026

Neue Märkte

Mehr als Übersetzen: Internationale Gäste verstehen

Wer neue internationale Zielgruppen ansprechen will, braucht mehr als fremdsprachige Website-Texte. Entscheidend ist, kulturelle Erwartungen entlang der gesamten Guest Journey zu verstehen.

Wie Hotels neue Märkte erschließen, ohne ihre Marke zu verwässern, zeigt Pavel Angerer Alvarez.

Wir leben in einer Zeit, in der nicht mehr das Produkt allein entscheidet, sondern das Erlebnis, und damit die Frage, wie sich eine gesamte Guest Journey anfühlt – vom ersten Scrollen auf Instagram bis zum Moment, in dem ein Gast nachts im Hotelzimmer das Licht ausschaltet. Internationale Gäste buchen nicht nur ein Bett in Wien, Salzburg oder Kitzbühel, sie buchen ein Gefühl und ein Bild von Österreich. Viele Hotels investieren deshalb in neue Märkte, Übersetzungen und internationale Kampagnen, und trotzdem bleibt die Wirkung oft kleiner als erhofft. Der Grund ist selten mangelnde Qualität. Er liegt meist woanders:

Wir kommunizieren häufig so, als wäre der Gast kulturell „wie wir“. Streuverluste zeigen sich dann nicht als Beschwerde, sondern als fehlender Buchungsklick, als abgebrochene Anfrage, als Gast, der zwar kommt, aber emotional nicht andockt.

Ein einziges Wort reicht, um diese Lücke zu verstehen: „Dreiviertelverwöhnpension“. Für uns ist das ein vertrauter Begriff, fast ein kleines Qualitätsversprechen, doch für internationale Gäste klingt er wie ein Rätsel, weil eine direkte Übersetzung wie „threequarter pampering board“ nicht erklärt, was wirklich dahintersteckt. Fehlt das Frühstück? Bekomme ich nur 75 Prozent Service? Am Ende bleibt die entscheidende Frage: Was bedeutet das konkret für mich, wie flexibel ist das Angebot und was bekomme

ich tatsächlich für mein Geld? Genau hier beginnt multikulturelles Marketing: nicht bei der Sprache, sondern bei der Bedeutung hinter der Sprache.

Der blinde Fleck des „One-Size-Fits-All“

Viele Betriebe behandeln „international“ noch immer wie eine einzige Zielgruppe. Doch Reisemotive sind kulturell geprägt, ebenso wie Erwartungen an Service, Tonalität und Atmosphäre. Gäste aus den USA suchen häufig das filmreife Erlebnis, klar strukturiert und digital reibungslos. Gäste aus Indien reisen oft in Familienstrukturen, vegetarische Vielfalt ist dort Normalität und persönliche Betreuung wird stark als Respekt empfunden.

Man erkennt diese Unterschiede nicht an großen Konflikten, sondern an kleinen Momenten. Ein Gast, der beim Check-in höflich nickt, obwohl er die Regeln nicht ganz verstanden hat. Ein Paar, das beim Spa-Eingang kurz stehen bleibt, weil es nicht weiß, ob Badebekleidung verpflichtend ist oder ob man sich irgendwo anmelden muss. Eine Familie, die sich nicht beschwert, aber beim zweiten Abendessen plötzlich nicht mehr auftaucht, weil das Menü nicht zu den Gewohnheiten passt und weil niemand im Team gemerkt hat, dass es kein Problem der Küche war, sondern ein Problem der Kommunikation. Diese Gäste sagen selten: „Ich fühle mich nicht gemeint.“ Sie kommen einfach nicht wieder.

Ich schreibe über diese Mechanismen nicht nur als Hotelier, sondern auch als schwarzer Mann, der in Österreich lebt und arbeitet. Ich kenne das Gefühl,

korrekt behandelt zu werden, ohne sich wirklich gemeint zu fühlen, den Unterschied zwischen „bedient werden“ und „gesehen werden“. Solche Signale entstehen selten aus bösem Willen, sondern aus Routinen und unbewussten Annahmen darüber, wer „typischer Gast“ ist. Internationale Hotelketten behandeln kulturelle Anschlussfähigkeit längst als Qualitätsmanagement. Vertrauen entsteht entlang der gesamten Journey.

Drei konkrete Hebel statt leerer Floskeln

Kulturelle Anschlussfähigkeit bedeutet nicht, die Marke zu verwässern, sondern österreichische Qualität so zu gestalten, dass sie für unterschiedliche Menschen verständlich wird. Aus meiner Arbeit lassen sich drei Maßnahmen ableiten, die sofort wirken und kaum Budget brauchen:

1. Rituale statt nur Rezepte (der „Mini-Puja“- und Rooibos-Effekt)

Echte Passung entsteht oft im Detail. Eine diskrete Möglichkeit für das Morgengebet im Zimmer oder in einem ruhigen Lobbybereich kann indischen Gästen viel bedeuten. Kleine Gesten verändern das Gefühl von Willkommensein massiv.

2. Nicht nur übersetzen, sondern decodieren (Farben, Symbole und Payment)

Farben und Symbolik wirken oft stärker als Worte. Was für uns „clean“ wirkt (zum Beispiel Weiß-Blau), kann in Teilen Asiens mit Trauer assoziiert werden, während Rot-Türkis Glück signalisiert. Auch Payment zählt: Wenn ver-

Wenn uns das gelingt, gewinnen wir nicht nur internationale Gäste. Wir gewinnen Vertrauen –und Vertrauen ist in unserer Branche der Beginn von echter Loyalität. Themenschwerpunkt

traute Zahlungslogiken fehlen (wie PIX für brasilianische Gäste), entsteht Reibung, und Reibung bedeutet Abbruch.

3. Die kulturelle Intelligenz nutzen, die bereits im Haus ist (Buddy-System & Shadow Shifts) Viele Betriebe haben internationale Teams, nutzen diese Vielfalt aber selten strategisch. Ein internes Buddy-System und Shadow Shifts zwischen Abteilungen machen Wissen im Haus sichtbar, weil Mitarbeitende Serviceerwartungen und typische Missverständnisse erklären, die Gäste oft nie offen ansprechen. Das stärkt zugleich die Teamkultur.

Multikulturelles Marketing bedeutet, österreichische Qualität so zu übersetzen, dass sie auch ohne Wörterbuch verstanden wird.

Der Autor

Pavel Angerer Alvarez

Sales Manager, Hotel Schäfle, Feldkirch-Altenstadt

Senior Strategic Advisor, Tang Palace Hotel Accra (Ghana)

Pavel Angerer Alvarez ist Absolvent der ÖHV-Unternehmerakademie.

Nordamerika entdeckt Österreichs Berge

Der Indy Pass als Türöffner

Internationale Skipass-Netzwerke gewinnen im Wintertourismus an Bedeutung. Neben großen Systemen wie Epic oder Ikon setzt der Indy Pass bewusst auf unabhängige Skigebiete. Weltweit sind bereits über 300 Resorts Teil des Netzwerks. Passinhaber erhalten pro Saison zwei Skitage in jedem Partnergebiet, oft ergänzt um Rabatte auf weitere Tage.

Für österreichische Destinationen ist das vor allem ein Marketingkanal in internationale Märkte. Der Pass ist besonders in Nordamerika verbreitet und spricht reisefreudige Wintersportfans an, die gezielt neue Regionen entdecken möchten.

Davon profitieren auch Hotels: Viele Passinhaber planen ihre Reise rund um mehrere Partnergebiete und bleiben daher mehrere Tage in einer Region. Übernachtungen, Gastronomie und Freizeitangebote gewinnen zusätzliche Nachfrage – ohne eigenes großes Marketingbudget.

Indy Pass in Zahlen

• über 300 Partnergebiete weltweit

• 2 Skitage pro Saison je Gebiet

• starke Nachfrage in Nordamerika

• Fokus auf unabhängige Skigebiete indyskipass.com

Interview: US-Gäste im Familien Natur

Resort Moar Gut

die lobby: Sie begrüßen immer mehr Gäste aus den USA. Wie werden diese auf Ihr Haus aufmerksam?

Thomas Kendlbacher: Wir schalten weder Werbung noch Ads und setzen keine gesonderten PR-Maßnahmen ein. Umso mehr freut es uns, dass positive Mundpropaganda und persönliche Empfehlungen viele Gäste aus den USA zu uns bringen.

die lobby: Haben Sie Angebot oder Kommunikation auf US-Gäste angepasst?

T. K.: Nein. Unser Konzept ist bewusst so gestaltet, dass es für alle Gäste gleichermaßen hochwertig und stimmig ist – unabhängig von ihrer Herkunft. Wir stehen für liebevollen Luxus für Familien und schaffen ein Umfeld, in dem sich Gäste aus aller Welt willkommen fühlen.

die lobby: Was zeichnet amerikanische Gäste aus?

T. K.: Unsere amerikanischen Gäste erleben wir als besonders offen, interessiert und kommunikativ. Sie schätzen persönliche Gespräche, zeigen große Neugier für die Region und tauchen gerne in die lokale Kultur ein. Oft verbinden sie ihren Aufenthalt mit einer größeren Europa- oder Österreichreise.

die lobby: Ihr Rat für Hotels, die den US-Markt ansprechen wollen?

T. K.: Entscheidend sind eine klare, emotional ansprechende Positionierung, eine hochwertige englischsprachige Online-Präsenz sowie transparente Informationen zu Lage, Anreise und inkludierten Leistungen. Ebenso wichtig sind einfache Buchungsprozesse, verlässliche Kommunikation und authentische Einblicke in das Erlebnis vor Ort.

Gästebindung

CRM als Umsatzmaschine –

Der teuerste Fehler ist der Einmalgast

Neue Gäste zu gewinnen kostet viel. Wirklich profitabel werden sie erst, wenn sie wiederkommen. Wie Hotels mit CRM aus Erstgästen treue Wiederkehrer machen, zeigt Big Data- und CRM-Experte Michael Toedt.

Der teuerste Gast ist nicht der mit dem höchsten Rabatt. Nicht der OTA-Gast. Nicht der besonders anspruchsvolle. Der teuerste Gast ist der, der nur einmal kommt. Denn seine Akquisition wurde bereits bezahlt: Marketingbudget, OTA-Kommission, Metasearch, Google Ads, Social Media, Personalaufwand. Doch nach dem Aufenthalt endet die Beziehung. Kein Wiederbesuch. Keine Weiterempfehlung. Kein zweiter Deckungsbeitrag. Der sogenannte „Einmalgast“ ist betriebswirtschaftlich betrachtet ein Verlustgeschäft mit schönem Umsatz auf dem Papier.

Nachfrage einkaufen oder sichern?

Viele Hotels investieren erhebliche Summen in die Beschaffung von Nachfrage – aber kaum strukturiert in deren Sicherung. Genau hier liegt der strategische Denkfehler. Denn in einem Markt mit steigenden Kosten, wachsender Plattformabhängigkeit und zunehmendem Preisdruck entscheidet nicht die einmalige Buchung über den Erfolg, sondern der Lifetime Value des Gastes.

Wiederkehrer sind profitabler. Sie verursachen geringere Distributionskosten, buchen häufiger direkt, reagieren weniger preissensibel und kaufen Zusatzleistungen.

Sie stabilisieren Auslastung und Durchschnittspreise. Wer CRM beherrscht, kauft weniger Nachfrage teuer zu, steigert den Umsatz pro Gast und schützt seine Preisqualität.

CRM ist kein Newsletter-Tool

Doch CRM wird in vielen Betrieben noch immer missverstanden. Es wird auf Newsletter reduziert oder als reines Marketinginstrument betrachtet. Tatsächlich ist es ein strategisches Steuerungsinstrument für Margen, Direktbuchungen und Unabhängigkeit.

Grundsätzlich lässt sich CRM in zwei wirtschaftlich relevante Bereiche gliedern: das Erlebnis im Hotel und die Beziehung danach.

Vor Ort entscheidet sich, ob aus einem Erstgast ein emotional gebundener Gast wird. Entscheidend dafür ist verfügbares Gastwissen an allen Touchpoints. Kennt die Rezeption Präferenzen? Weiß das

Restaurant um Vorlieben? Sind Besonderheiten dokumentiert? Nur wenn Informationen zentral verfügbar sind, entstehen konsistente, individuelle Erlebnisse. Und nur individuelle Erlebnisse erzeugen emotionale Bindung.

Doch selbst das beste Erlebnis verblasst, wenn es nicht kommunikativ verlängert wird.

Nach der Abreise beginnt das eigentliche Beziehungsmarketing. Ohne regelmäßige, individuelle Kommunikation entstehen keine Erinnerungseffekte. Und ohne Erinnerungseffekte gerät selbst der schönste Aufenthalt in Vergessenheit. Der Gast wird erneut vom Markt „eingekauft“ – häufig über teure Drittplattformen.

Kontinuierliche Kommunikation bedeutet dabei nicht Massenmailings. Sie bedeutet relevante, personalisierte Ansprache zum richtigen Zeitpunkt. Teilweise manuell, vor allem aber automatisiert. Moderne CRM-Systeme ermöglichen genau das –wenn die Datenbasis stimmt.

Der „Golden Record“ als Basis

Und hier liegt der zentrale Erfolgsfaktor: das konsolidierte Gastprofil.

Das zentrale Gastprofil gehört nicht ins PMS. Ein Property-Management-System ist transaktionsorientiert. Es verwaltet Zimmer, Raten und Rechnungen. Es ist kein strategisches Beziehungsinstrument.

Ein zukunftsfähiges CRM benötigt ein bereinigtes, zusammengeführtes, systemübergreifendes Profil – den sogenannten „Golden Record“.

Dort laufen alle Informationen zusammen: Aufenthalte, Präferenzen, Interaktionen, Website-Verhalten und Reaktionen auf Kampagnen.

Erst wenn dieses Profil zentral existiert, können sowohl personalisierte Kommunikation als auch individuelle Services vor Ort umgesetzt werden.

Technik entscheidet über Wirkung

Entscheidend sind dabei tiefe Zwei-Wege-Integrationen zwischen CRM, PMS, Booking Engine, POS, Website und weiteren Systemen. Daten müssen nicht nur ausgetauscht, sondern aktiv bereinigt, überschrieben und zusammengeführt werden. Genau an dieser Stelle scheitern viele CRM-Projekte.

Datenqualität ist keine Nebensache –sie ist die Grundlage wirtschaftlicher Wirkung.

Nur wenn Dubletten automatisch zusammengeführt, Präferenzen systemübergreifend verfügbar gemacht und Informationen in Echtzeit synchronisiert werden, entsteht ein ganzheitlicher CRM-Ansatz. Ohne diese technische Basis bleibt CRM Stückwerk.

Keine Großbaustelle – sondern Führungsentscheidung

Die gute Nachricht für Unternehmer:innen: Alle notwendigen Daten liegen vor. Aufenthalts- und Buchungshistorie, Präferenzen sowie Interaktionsdaten reichen aus, um wirkungsvolle Automatisierungen aufzusetzen. Pre-Stay-Kommunikation, Post-Stay-Erinnerungen, Reaktivierungskampagnen oder personalisierte Angebote lassen sich ohne zusätzlichen Personalaufbau implementieren – wenn das System sauber strukturiert ist.

CRM muss kein IT-Großprojekt sein. Es ist vielmehr eine strategische Entscheidung: Wollen wir weiterhin Nachfrage teuer einkaufen – oder bestehende Gäste systematisch binden?

In Zeiten steigender Betriebskosten und wachsender Plattformdominanz wird diese Frage zur unternehmerischen Kernentscheidung. Wer den Einmalgast akzeptiert, akzeptiert dauerhaft hohe Akquisitionskosten. Wer hingegen CRM als Umsatzmaschine versteht, verwandelt Daten in Margenstabilität.

Der teuerste Fehler bleibt der Einmalgast. Die wirtschaftlich klügste Investition ist ein funktionierendes, integriertes CRM.

Der Autor Dr. Michael Toedt Gründer und CEO dailypoint dailypoint.com

Reviews Trust sells – Bewertungen verkaufen Zimmer

Die Guest Journey hat sich radikal verändert: Statt Marketing-Budgets entscheidet heute Vertrauen über Sichtbarkeit und Buchung. Bewertungen sind für die österreichische Hotellerie kein ImageThema mehr, sondern ein zentraler Teil der Distribution – warum das so ist, erklärt Leandra Goncalves von Raitify.

Wer heute ein Hotel sucht, nutzt immer seltener klassische Listen. Die Entscheidung fällt zunehmend in KI-Systemen. Für Hotelier:innen stellt sich die Frage: Warum empfiehlt die KI mein Haus – und nicht den Mitbewerber? Die Antwort liegt u. a. in der Qualität, Frequenz und technologischen Aufbereitung von Gästefeedback.

Von Sichtbarkeit zu Vertrauen

Früher gewann, wer am lautesten sichtbar war. Heute gewinnt, wem Gäste vertrauen. Der „Social Proof“ hunderter Gäste ersetzt den Klick auf Werbebanner. Bewertungen sind heute ein messbarer Buchungshebel:

• Conversion-Treiber: Authentische Rezensionen senken die Absprungrate auf der Website. Vertrauen ersetzt den Preisvergleich.

• Preisstabilität: Ein exzellentes Sentiment erlaubt eine höhere ADR (Average Daily Rate). Gäste zahlen für geprüfte Sicherheit gerne mehr.

• Sichtbarkeit 2.0: Moderne Algorithmen bevorzugen Betriebe, die kontinuierlich relevante und aktuelle Rückmeldungen erhalten.

Bewertungen wirken damit direkt auf Auslastung, Durchschnittspreis und Reichweite.

Das Paradoxon: Anspruch vs. Ressourcen Trotz der Relevanz stehen Betriebe vor derselben Hürde: Das Team ist voll ausgelastet, Fachkräfte fehlen. Manuelle Antworten auf Google, Booking.com oder TripAdvisor kosten Stunden, die am Gast fehlen. Wer heute noch mit statischen Textbausteinen arbeitet, verliert Zeit und die Gunst der Algorithmen. Gleichzeitig erwarten Gäste schnelle, persönliche Reaktionen. Ein professioneller Prozess muss daher automatisiert, aber dennoch hochgradig individuell sein.

Die Lösung: Drei Säulen eines modernen Review-Managements

Wie verwandelt man Feedback in einen Buchungshebel? Ein zukunftsfähiger Prozess basiert auf drei Säulen:

Zentrale Steuerung statt Plattform-Chaos

Effizienz beginnt bei der Übersicht. Ein moderner Betrieb bündelt alle Kanäle in einer zentralen Ansicht. Das Management benötigt Echtzeit-Kontrolle über die Reputation, ohne sich in unzähligen Portalen anmelden zu müssen. So lassen sich Trends früh erkennen – bevor sie die Gesamtbewertung spürbar beeinflussen.

Intelligente Automatisierung

Die Erwartung an die Reaktionszeit ist drastisch gestiegen. Lösungen, die KI-gestützte Antwortentwürfe liefern, sind essenziell. Entscheidend ist die Tonalität: Die Antwort muss zum Charakter des Hauses passen.

Aktive Steuerung und Reputationsschutz

Ein guter Ruf ist kein Zufall, sondern Ergebnis aktiver Führung. Erfolgreiche Hotelier:innen nutzen digitale Touchpoints (QR-Codes, smarte Links), um zufriedene Gäste zur Bewertung zu motivieren.

Ein kluger Prozess kanalisiert kritisches Feedback zudem zunächst intern. So entsteht die Chance zur Nachbesserung, bevor eine negative Kritik dauerhaft die Online-Sichtbarkeit belastet.

GEO: Die nächste Stufe der Sichtbarkeit

Das Thema 2026 heißt „Generative Engine Optimization“ (GEO). KI-Suchsysteme lesen Bewertungen wie strukturierte Datensätze. Sie empfehlen bevorzugt Hotels, deren Feedback regelmäßig, aktuell und inhaltlich reichhaltig ist.

Vom Feedback zur Führungskennzahl

Bewertungen dienen Hotelier:innen zunehmend als strategisches Analyse-Instrument. KI-basierte Auswertungen extrahieren aus Texten klare Handlungsanweisungen: Wo hakt es beim Check-in? Warum wird das Frühstück gelobt?

Rezensionen werden damit zur laufenden Qualitätskontrolle – und zur kostenlosen Unternehmensberatung.

Fazit

Professionelles Bewertungsmanagement ist kein „Nice-to-have“ mehr, sondern die Basis für profitables Wachstum und Unabhängigkeit. Bewertungen sind heute Chefsache. Wer diesen Prozess automatisiert führt, macht die Stimme seiner Gäste zu seinem stärksten Vertriebsteam.

Bewertungen sind Ihr stärkster Vertriebskanal

Raitify optimiert Ihr Bewertungsmanagement –auf allen Plattformen, Kl-gestützt und mit erhöhter Sichtbarkeit in der KI-Suche.

Jetzt QR-Code scannen und Erstgespräch sichern.

Die Autorin Leandra Goncalves office@raitify.com raitify.com

User Generated Content

Gäste als stärkste Vertriebspartner

Nicht Reichweite verkauft, sondern Vertrauen. Wie Hotels ihre Gäste – ganz ohne Influencer, Rabatte oder Kontrollverlust –zu glaubwürdigen Vertriebspartnern machen, zeigt Social Media-Expertin Alina Heiner.

Viele Hoteliers wünschen sich heute „mehr Sichtbarkeit auf Social Media“. Was sie aber eigentlich wollen, sind mehr Buchungen, mehr Vertrauen und mehr Weiterempfehlungen. Und genau hier liegt das Missverständnis: Reichweite verkauft nicht. Vertrauen schon.

Während Influencer-Marketing Aufmerksamkeit erzeugen kann, liefert User Generated Content (kurz: UGC) etwas, das kein Werbebudget kaufen kann: glaubwürdige Empfehlungen echter Gäste. UGC ist kein Social-Media-Trend, es ist digitalisierte Mundpropaganda. Denn: Menschen glauben Gästen mehr als Marken.

Warum UGC heute wichtiger ist als Influencer-Marketing

Die eigenen Kanäle zeigen, wie schön das Hotel sein kann. Gäste zeigen, wie es sich anfühlt, dort zu sein. Der Unterschied ist subtil – aber verkaufsentscheidend.

UGC wirkt nicht wie Werbung, sondern wie eine Empfehlung. Und Empfehlungen sind seit jeher einer der stärksten Vertriebskanäle in der Hotellerie.

Das bedeutet nicht, dass Influencer-Marketing ausgedient hat. Aber: Wer ausschließlich auf inszenierte Kooperationen setzt, übersieht das Potenzial der eigenen Gäste als Markenbotschafter:innen.

UGC funktioniert ohne Incentives –wenn die Erlebnisse stimmen

Viele Betriebe glauben, Gäste posten nur gegen Rabatte oder Gegenleistungen. Die Praxis zeigt etwas anderes: Gäste posten dann, wenn sie etwas erleben, das erzählenswert ist.

Typische UGC-Treiber sind:

• Signature Moments

Ein besonderer Check-in, eine unerwartete Aufmerksamkeit, ein individuelles Detail im Zimmer.

• UGC-Spots

Architektonische Details, Ausblicke, Design-Elemente, die „instagrammable“ sind – ohne übermäßig inszeniert zu wirken.

• Rituale & Abläufe

Ein wiederkehrender Moment, den Gäste automatisch mit dem Haus verbinden.

Ein bekanntes Beispiel aus der Branche zeigt, wie wirkungsvoll das sein kann:

Eine Influencerin bestickte ihre eigene Jacke mit dem Logo eines Luxushotels. Das Hotel reagierte smart, lud sie ein und machte die Geschichte positiv für sich nutzbar. Kein klassisches Briefing, kein Kampagnenplan – aber maximale Authentizität.

Die Lehre daraus?

UGC entsteht dort, wo Marken aufmerksam zuhören und Chancen erkennen.

UGC braucht Freiheit – aber einen Rahmen

UGC funktioniert nur, wenn Gäste nicht das Gefühl haben, Teil einer Marketingstrategie zu sein. Zu viele Vorgaben zerstören Authentizität. Zu wenig Struktur verschenkt Potenzial.

Ein guter Mittelweg ist:

• klare Markenwerte

• definierte visuelle Leitplanken

• aber kreative Freiheit für Gäste

Wer versucht, UGC zu kontrollieren wie eine Kampagne, wird scheitern. Wer ihn komplett dem Zufall überlässt, ebenso.

UGC systematisieren statt dem Zufall überlassen

UGC ist am wirkungsvollsten, wenn er strukturiert begleitet wird. Ein oft unterschätzter Hebel ist ein gutes Customer-Relationship-Management:

• Wer postet regelmäßig?

• Wer hat Reichweite?

• Wer taggt das Hotel?

• Welche Gäste könnten Markenbotschafter werden?

Viele Häuser sitzen auf einem Netzwerk potenzieller Micro-Influencer, ohne es zu wissen. Das Ziel ist nicht, Gäste „zu Influencer:innen zu machen“, sondern Beziehungen zu erkennen und zu pflegen. Manche dieser Gäste entwickeln sich ganz natürlich zu wertvollen Kooperationspartner:innen.

Messbarkeit ohne Zahlenfriedhof

UGC muss nicht bis ins letzte Detail analysiert werden. Aber ein paar Kennzahlen helfen:

• Anzahl organischer Erwähnungen

• Story-Reshares

• gespeicherte Beiträge

• direkte Buchungsanfragen nach Social-MediaSichtbarkeit

Wer hier Trends beobachtet statt Einzelposts bewertet, erkennt schnell Wirkung.

Die drei häufigsten Fehler beim UGC

UGC erzwingen wollen „Bitte posten Sie uns auf Instagram“ wirkt selten charmant.

UGC nur als Marketing sehen

UGC ist Vertrieb, nicht nur Branding.

Rechtliches ignorieren

Inhalte dürfen nicht einfach weiterverwendet werden. Ein kurzes Einverständnis ist Pflicht – und ein Zeichen von Professionalität.

Fazit: Gäste als glaubwürdigste Vertriebspartner:innen

UGC ist kein Marketing-Gag. Es ist eine moderne Vertriebspartnerin, nur eben eine, die nicht auf der Payroll steht. Hotelier:innen, die UGC strategisch denken, schaffen nicht nur Sichtbarkeit, sondern Vertrauen. Und Vertrauen ist die Währung, in der heute gebucht wird. Oder einfacher gesagt: Nicht die schönste Anzeige verkauft ein Zimmer, sondern die ehrliche Begeisterung eines Gastes.

Die Autorin

Alina Heiner

Gründerin und Geschäftsführerin der Influencer- und Social-Media-MarketingAgentur maven mavenvienna.com

ÖHV-Branchen.Treff 2026

Am ÖHV-Branchen.Treff zeigt

Alina Heiner, wie Hotelier:innen Social Media als Buchungstreiber nutzen können.

Termine & Anmeldung

Foto: Julie Brass

Ads

Klarheit schlägt Budget: Bezahlte Werbung im KI-Zeitalter

KI-Systeme bewerten nicht die Klickzahl, sondern Relevanz und Konsistenz entlang der gesamten Customer Journey. Wie Hotels ihre Kampagnen effizienter aussteuern, zeigt Digital-Marketing-Expertin

Jessica Ofner.

Die Rolle von bezahlten Anzeigen auf Google, Facebook und Instagram verändert sich durch KI grundlegend. Entscheidend ist nicht mehr, wie viele Klicks eine Anzeige generiert, sondern ob das Angebot zum gesamten digitalen Auftritt des Hotels passt – von der Anzeige bis zur Buchung. Denn KIgestützte Systeme analysieren Inhalte, Struktur, Nutzerverhalten und Conversion-Signale im Zusammenhang. Stimmen Website, Social Media und Werbebotschaften nicht überein, entstehen Reibungsverluste. Kampagnen benötigen mehr Budget, Streuverluste steigen und die Kosten pro Buchung entwickeln sich ungünstig.

Paid Ads bleiben ein zentraler Hebel im Direktvertrieb, verlieren jedoch ihre Rolle als alleiniger Sichtbarkeitsgarant. Anzeigen wirken zunehmend als Verstärker einer klar definierten Positionierung. Je eindeutiger das Profil und je strukturierter Angebote aufgebaut sind, desto effizienter arbeiten automatisierte Kampagnen.

Was sich operativ verändert

Moderne Kampagnentypen optimieren nicht einzelne Anzeigen, sondern das Zusammenspiel aller Signale. Website-Struktur, Angebotslogik, Zielgruppenansprache und Conversion-Daten fließen kontinuierlich in die Aussteuerung ein. Ist klar erkennbar, wofür ein Hotel steht und welche Gäste angesprochen werden, verkürzt sich die Lernphase. Budgets werden präziser eingesetzt, Conversion-Raten stabilisieren sich. Fehlt diese Klarheit, interpretiert das System Zielgruppen breiter, Relevanzsignale bleiben schwächer und Akquisitionskosten steigen.

KI kann kurzfristig Reichweite erzeugen –aber dauerhaft wirtschaftlich wird sie nur bei klarer Systemstruktur.

Die zentrale Managementfrage

Nicht die Höhe des Budgets entscheidet über Effizienz, sondern die Qualität des Systems, in dem es wirkt.

• Ist Ihr Profil eindeutig positioniert?

• Sind Ihre Leistungen klar segmentiert?

• Kommunizieren Sie konsistent über alle Kanäle hinweg?

Erst wenn diese Basis stimmt, entfalten Paid Ads ihre volle Wirkung. Ohne Klarheit skaliert man Kosten. Mit Klarheit skaliert man Effizienz und Planungssicherheit.

Die Autorin

Jessica Ofner Head of Digital Marketing, SEO | SEA ncm.at

Neupositionierung

Der Glemmtalerhof nach umfassendem Marken-Relaunch

Wie optimiere ich meinen Marketingauftritt? Was geht im Vertrieb noch besser? Dazu haben wir mit Tamara Fröhlich gesprochen, die im 4-Sterne-Superior Hotel „Glemmtalerhof“ in Saalbach-Hinterglemm für Marketing & Vertrieb verantwortlich ist und erst im vergangenen Jahr einen umfassenden Marken-Relaunch umgesetzt hat. Die neue personalisierte CI („Ich bin der Glemmtalerhof“) erweist sich als richtiger Gamechanger.

Mit dem Rebranding konnte das Hotel seine Positionierung entscheidend schärfen. Die Zutaten dazu: der frische Ton, eine klare Zielgruppe, authentische Stories, Wiedererkennungswert und eine Community, die das Geschehen aktiv mitgestaltet.

Inhaltlich setzt das Konzept auf authentischen Content. Im Mittelpunkt stehen das Hotelerlebnis selbst, die umgebende Natur und die Personen, die den Glemmtalerhof ausmachen. Ergänzt wird dies durch persönliche Einblicke in den Alltag der Gastgeberfamilie und des Teams. Entscheidend ist, dass diese Linie nicht inszeniert wirkt. Von den Gästen erstellte Medieninhalte steigern zusätzlich das Markenvertrauen.

„Verlängerung unseres Hauses in den digitalen Raum“

Die Social Media-Strategie basiert auf der klaren Positionierung als „authentisches familiengeführtes Hotel inmitten der Berge“. Die Markenidentität wird konsequent nach außen getragen. „Social Media verstehen wir nicht als isolierten Marketingkanal, sondern als integralen Bestandteil der Markenführung und als Verlängerung unseres Hauses in den digitalen Raum“, formuliert Fröhlich.

Es ist uns gelungen, eine durchgängige Linie vom realen Erleben im Haus bis in die Online-Welt zu schaffen.

„Unverwechselbare Brand Voice“

Der mit dem „Creos“-Preis ausgezeichnete Auftritt wurde in Zusammenarbeit mit der Agentur Aberjung entwickelt, die Social Media-Kanäle werden mit der Agentur Anklang betreut. Es wird gezeigt, was Gäste im echten Hotelalltag erleben. Der gewählte Ton ist locker, mit Augenzwinkern. So kommuniziert der Glemmtalerhof mit den Gästen in der Ich-Form: Ich bin der Glemmtalerhof. Ich bin Dein Hotel. „Damit setzen wir auf eine emotionale Erlebnissprache, pointierte Sätze und eigene Begriffe, die unsere Persönlichkeit widerspiegeln. Es entsteht eine unverwechselbare Brand Voice, die sich von klassischen Hotelauftritten abhebt. Dies hat sich als entscheidender Teil der neuen CI herausgestellt und unserer Neupositionierung den entsprechenden Erfolgskick verliehen“.

Aus Gästen werden „Glemmtalerhofinger“

Durch Kommentare und weitere Reaktionen der Gäste entsteht ein Austausch, der digital beginnt und im Haus weitergeführt wird, freut sich die ausgewiesene Marketingexpertin. Dazu gehören besondere Urlaubsmomente und persönliche Eindrücke der Gäste, oft in Form launiger Fotos oder Videos. Ebenso Influencer-Stories, die Authentizität und echte Erlebnisse vermitteln. Die Community aus engagierten Followern wird zur Mitgestalterin des Hotelauftritts. „Genau dieses Miteinander stärkt die emotionale Bindung, fördert das Wiederkommen und macht aus Gästen Glemmtalerhofinger“, sagt Fröhlich.

Vertriebsmix bewusst überschaubar und ausgewogen

Bausteine im Vertrieb sind Online-Marketing-Maßnahmen, Social Media-Kampagnen, Google-SEAAktivitäten (Search Engine Advertising) und das kontinuierliche Newsletter-Marketing. Ziel ist es, die Onlinebuchungen über die hoteleigene Website zu steigern und dabei die Kommunikation mit den

Stammgästen einfach und persönlich zu gestalten. Ergänzend wird mit ausgewählten OTAs, Reisebüros und Eventagenturen zusammengearbeitet.

Vorreservierungen werden bewusst belohnt (Treuebonus, Wunschzimmer). Gerade in stark gebuchten Zeiten mögen dies die (Stamm-)Gäste. Für die Gastgeberfamilie wiederum sind solche Zuckerl „gelebte Wertschätzung im Rahmen unseres Loyalty-Gedankens“, wie Tamara Fröhlich, u. a. Absolventin des ÖHV-Lehrgangs für Preisgestaltung und Vertrieb, unterstreicht.

Individualisierung steht im Vordergrund. Mittels des CRM-Systems wird abteilungsübergreifend auf persönliche Wünsche und Gewohnheiten der Gäste eingegangen. Das Newsletter-Marketing wird bewusst intern abgewickelt, um Nähe und Persönlichkeit zu stärken. Auch eigene Veranstaltungen spielen eine Rolle, indem sie eine emotionale Bindung schaffen. „Entscheidend ist für mich der Mix aus all den geschilderten Elementen. Wir verstehen uns als Ansprechpartner mit echtem Interesse an den Menschen, die zu uns kommen. Diese Haltung endet nicht an der Rezeption“, fasst Tamara Fröhlich die zugrunde liegende Philosophie zusammen.

Digitales Auftreten und gelebte Gastlichkeit decken sich. Das schafft Vertrauen und macht Direktbuchungen für viele Gäste ganz selbstverständlich.

Wo liegen die Herausforderungen?

Eine Herausforderung ist das Thema Reporting. Es gibt, wie Fröhlich bedauert, nach wie vor kein einheitliches und durchgängiges System, das alle relevanten Daten aussagekräftig zusammenführt. Am Ende versucht man, sich die Informationen aus verschiedenen Tools bestmöglich herzuleiten und landet für ein aussagekräftiges Gesamtbild doch wieder bei Excel. Mit und ohne KI-Unterstützung.

Daraus haben wir gelernt, realistischer zu planen, technische Abhängigkeiten früher mitzudenken und Prioritäten klarer zu setzen. Nicht jede Idee muss sofort umgesetzt werden.

Künstliche Intelligenz wird praxisnah eingesetzt. Der KI-gestützte Chat ist mit hausinternem Wissen angereichert und dient als zentraler Wissenspool, der Gästen schnelle und präzise Antworten liefert. Ein wichtiger Punkt ist die enge Verknüpfung der Hotel-Website mit der Buchungsmaske von OnePageBooking. Indem der Gast bei Nichtverfügbarkeit eines Zimmers gezielt in eine weitere Anfrage geführt wird, lassen sich unnötige Absprünge vermeiden.

Wenn ein Hotel für sich selber spricht

Tamara Fröhlich zum CI-Relaunch: „2025 haben wir dem Glemmtalerhof offiziell erlaubt, für sich selbst zu sprechen. Wir haben ihn personalisiert und ihm eine eigene Stimme gegeben („Ich bin dein Hotel“).

Mit unserem KI-gestützten Chat spricht er nun ganz selbstverständlich mit seinen Gästen. Unsere Corporate Identity haben wir aus unserer gelebten Betriebsführung heraus entwickelt. Wir zeigen nach außen, was wir im Alltag leben. Deshalb wird es als echt wahrgenommen. Damit es so bleibt, wird unser Chat laufend mit aktuellem Wissen aus dem Haus und der Region gespeist. Die Technologie ermöglicht es uns, Inhalte dynamisch zu aktualisieren und die Stimme des Glemmtalerhofs jederzeit auf dem neuesten Stand zu halten“.

Das Hotelportrait wurde von Dr. Heribert Purtscher gestaltet.

Ein Familienbetrieb in bester Tradition

Der Glemmtalerhof ist ein Familienbetrieb in dritter Generation mit 64 Zimmern, rund 130 Betten und 47 Beschäftigten. Die Geschäftsführung liegt bei Jörg Schnell und Mutter Christine. Tanja Hoffmann, Nichte der Familie, ist neben der Führung von Front- und Backoffice auch für Kreativität und Design im Haus verantwortlich. Tamara Fröhlich, seit 2017 im Betrieb und Teil der Familie, zeichnet für Marketing und Sales verantwortlich. Die Entscheidungen für die strategische Ausrichtung werden im Team getroffen. Zu spüren ist überall die künstlerische Adler der Familie, und in Kooperation mit dem GlemmartKollektiv und anderen Künstlern entstehen die Werke, die Zimmern und öffentlichen Räumen ihre besondere Note verleihen.

Foto: Vorne (v.l.n.r.): Christine Schnell, Tanja Hoffmann. Hinten (v.l.n.r.): Jörg Schnell, Tamara Fröhlich

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Alles, was Recht ist

Häufige Fragen zum Thema Trinkgeld

Seit Anfang des Jahres ist die Trinkgeldpauschale im Gast-, Schankund Beherbergungsgewerbe österreichweit einheitlich geregelt. Für 2026 beträgt sie 65 Euro pro Monat für Mitarbeitende mit Inkasso und 45 Euro ohne Inkasso. Zu diesem Thema haben uns zahlreiche Fragen erreicht – hier die wichtigsten Antworten.

Was gilt, wenn Mitarbeiter:innen mehr Trinkgeld als die Pauschale bekommen?

Wenn das tatsächliche Trinkgeld höher ist als die Pauschale, wird es dennoch keine zusätzlichen Abgaben oder Nachzahlungen mehr geben. Eine rückwirkende Aufrollung und damit auch das Damoklesschwert der Nachzahlung fällt damit weg, die Pauschalen sind die Maximalbeträge.

Welche Möglichkeiten haben Mitarbeiter:innen, deren tatsächliches Trinkgeld unter der monatlichen Pauschale liegt?

Wenn das tatsächliche Trinkgeld im Beitragszeitraum unter der Hälfte der jeweiligen Trinkgeldpauschale liegt, kann das tatsächlich zugeflossene Trinkgeld herangezogen werden. Darüber sind monatlich Aufzeichnungen zu führen. Nachdem die Trinkgelder in der laufenden Monatsabrechnung nicht abschließend vorliegen, ist im Folgemonat bzw. max. binnen 12 Monaten eine Aufrollung erforderlich.

Mitarbeiter:innen, die nachweislich kein Trinkgeld erhalten, können mittels Annahmeverbot oder schriftlicher Bestätigung aus den Pauschalen hinausoptieren. Was ist der Unterschied zwischen Annahmeverbot und schriftlicher Bestätigung über den Nichterhalt von Trinkgeldern? Laut ÖGK wird ein Annahmeverbot in der Regel vorab im Dienstvertrag festgehalten. Die einmalige Vereinbarung im Dienstvertrag oder in einem Zusatz dazu reicht aus, solange sie aufrechterhalten und tatsächlich gelebt wird. Annahmeverbote können grundsätzlich mit jeder beschäftigten Person vereinbart werden. Im Unterschied zum Annahme-

verbot kann die schriftliche Bestätigung über den Nichterhalt von Trinkgeldern nicht im Vorhinein oder bereits bei Eintritt ausgestellt werden. Dies ist nur im Nachhinein möglich. Sie betrifft gemäß den Erläuterungen zur Trinkgeldpauschale im Gastgewerbe nur Backoffice-Mitarbeiter:innen und Haustechniker:innen. Für diese Gruppen kann ungeachtet dessen alternativ auch ein generelles Annahmeverbot vereinbart werden.

Ist die Trinkgeldpauschale bei der Verlängerung der Pflichtversicherung durch eine Urlaubsersatzleistung oder zu Dienstzeiten, wo das Hotel geschlossen ist, zu berücksichtigen?

Die Urlaubsersatzleistung gebührt mit dem arbeitsrechtlichen Ende der Beschäftigung. Mangels Arbeitsleistung werden ab diesem Zeitpunkt keine Trinkgelder mehr vereinnahmt. Ebenso fließen keine Trinkgelder, wenn der Betrieb geschlossen ist. Somit fehlt in beiden Fällen die Grundlage für die Abrechnung der Trinkgeldpauschale. Sie ist somit für diese Zeiträume nicht zu berücksichtigen.

In vielen Hotels wird bares Trinkgeld z. B. in einem Sparschwein gesammelt und in größeren Abständen aufgeteilt bzw. werden damit Aktivitäten (Feste oder Ausflüge) finanziert. Was bedeutet das hinsichtlich Trinkgeldpauschale?

In welchen Abständen das Trinkgeld weitergeleitet oder wie es verwendet wird, ist nicht relevant. Entscheidend ist, ob Trinkgeld monatlich angefallen ist und den Mitarbeitenden in irgendeiner Form zugutekommt. Die Trinkgeldpauschale ist daher auch in derartigen Fällen monatlich zu berücksichtigen.

Wie ist die Trinkgeldpauschalierung für fallweise Beschäftigte oder Teilzeitkräfte vorzunehmen?

Für teilzeitbeschäftigte bzw. nur an einzelnen Tagen beschäftigte Dienstnehmer:innen ist als Trinkgeld ein der tatsächlichen Arbeitszeit entsprechender aliquoter Teilbetrag heranzuziehen.

Fall 1: Die Bezahlung der konsumierten Speisen und Getränke erfolgt ausschließlich bargeldlos mittels Bankomat-, Kredit- oder aufladbarer Wertkarte.

Fall 2: Alle Konsumationen werden aufs Zimmer gebucht.

Wann ist welche Trinkgeldpauschale anzuwenden?

Fall 1: Auch bei einer bargeldlosen Bezahlung ist die Trinkgeldpauschale mit Inkasso zu berücksichtigen.

Bei Fall 2 erfolgt kein Inkasso. Wenn das durchgängig so ist, die Mitarbeiter:innen aber (z. B. über ein Verteilsystem) trotzdem Trinkgeld bekommen, ist die Pauschale ohne Inkasso anzusetzen.

ACHTUNG: Das Gesetz sieht zudem Informationspflichten von Arbeitgeber:innen bzw. ein Auskunftsrecht für Arbeitnehmer:innen vor.

Infos dazu und zum Thema Trinkgeld insgesamt finden Sie unter oehv.at/trinkgeld

ÖHV-Mitglieder erhalten eine kostenlose rechtliche Erstberatung.

Für Auskünfte steht Maria Wottawa gemeinsam mit dem Mitgliederservice-Team unter mitglied@oehv.at oder +43 1 5330952-91 zur Verfügung.

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ÖHV-Forum 2026

Longevity

Für ÖHV-Mitglieder kostenlos!

Vom Wellness-Angebot zur Gesundheitsstrategie

Forum Salzburg | Mittwoch, 24. Juni 2026 | Hotel Gut Brandlhof, Saalfelden

Die klassische Massage allein reicht vielen Gästen längst nicht mehr. Gefragt ist nachhaltige Veränderung statt kurzfristiger Entspannung.

Longevity steht für einen Ansatz, der die gesunden und leistungsfähigen Lebensjahre verlängern soll. Für Hotels eröffnet das neue strategische Chancen.

Im Zentrum stehen fünf Handlungsfelder: Schlaf, Ernährung, Bewegung, mentale Gesundheit und gezielte Regeneration. Longevity ist kein medizinisches Spezialprogramm, sondern ein Lebensstilansatz. Prävention wird zum neuen Luxus – und Gesundheit zum Qualitätsversprechen.

Für Hotels bedeutet das: Wer Longevity fundiert und glaubwürdig umsetzt, kann sich klar positionieren und neue Premiumzielgruppen ansprechen. Entscheidend ist jedoch die Abgrenzung von kurzfristigen Hypes. Supplemente oder spektakuläre Treatments allein schaffen keinen nachhaltigen Mehrwert. Gefragt sind schlüssige Konzepte, die sich durch Positionierung, Organisation und Gästeerlebnis ziehen.

Beim ÖHV-Forum am 24. Juni 2026 im Hotel Gut Brandlhof in Saalfelden wird das Thema praxisnah aufbereitet.

• Was bedeutet Longevity konkret für Hotelbetriebe?

• Welche Entwicklungen sind relevant – und wo endet reines Marketing?

Praxisberichte zeigen, wie Longevity-Konzepte im Betrieb umgesetzt werden und welche Chancen und Herausforderungen entstehen. Eine weitere Session widmet sich der Entwicklung von Angeboten mit Substanz – für Gäste ebenso wie für den Betrieb.

Das Forum klingt mit guten Gesprächen, einer Weinverkostung und einem gemeinsamen Abendessen aus.

Die Referentin

Carola Phillips entwickelt Konzepte rund um Longevity und gesundes Altern mit Blick auf deren gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz. Als Gründerin der Plattform „Gain – Healthy Aging & Longevity“ arbeitet sie an der Schnittstelle von Gesundheit, Wissenschaft und konzeptioneller Entwicklung.

Jetzt kostenlos anmelden! oehv.at/forum

Vorschau:

Forum Wien, 08. Oktober 2026 | „Mission Arbeitsmarkt: Fachkräfte für morgen sichern“ Imperial Riding School, Wien ÖHV FORUM 26

ÖHV-Branchen.Treff 2026

KI, Trust & Social Media

Für ÖHV-Mitglieder kostenlos!

Neue Herausforderungen im Online-Vertrieb

Termine quer durch Österreich | ab Mai 2026

Marketing und Vertrieb in der Hotellerie sind im Umbruch. Wie müssen Hotels ihre Strategie ausrichten, um sichtbar zu bleiben?

Der Online-Vertrieb verändert sich gerade stark: Künstliche Intelligenz verändert Suche und Entscheidungsprozesse, KI-Agents und KI-Browser definieren Sichtbarkeit neu. Gleichzeitig gewinnen Influencer Marketing, User-Generated Content und messbares Performance Marketing an Bedeutung – als Treiber für Reichweite, Vertrauen und Conversion.

Die ÖHV-Branchen.Treffs 2026 – DER regionale Treffpunkt exklusiv für ÖHV-Mitglieder – stehen deshalb ganz im Zeichen moderner Erfolgsstrategien im Online-Vertrieb. Freuen Sie sich auf praxisnahe Impulse und Austausch mit zwei Fachleuten!

Die Referent:innen

Alina Heiner, MSc, BA ist Gründerin & Geschäftsführerin der Agentur maven vienna und zeigt, wie Hotels Social Media strategisch als Buchungstreiber nutzen.

Markus Schauer ist Gründer & Geschäftsführer von msplus und bringt über 25 Jahre Erfahrung in Vertrieb und Digitalisierung mit. Er zeigt, wie KI und digitale Tools Online-Marketing, Buchungen und Bewertungen beeinflussen.

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind – und bringen Sie gerne auch Ihre Mitarbeitenden und Betriebsnachfolger:innen mit.

Jetzt kostenlos anmelden! oehv.at/branchen.treff

Veranstaltungen

Save the Date!

• ÖHV-Branchen.Treff in Kärnten | Di., 19. Mai 2026, Jilly Beach, Pörtschach am Wörthersee

• ÖHV-Branchen.Treff im Burgenland | Mi., 20. Mai 2026, Hotel Reiters Supreme, Bad Tatzmannsdorf

• ÖHV-Branchen.Treff in Tirol | Mi., 10. Juni 2026, Stanglwirt, Going am Wilden Kaiser

• ÖHV-Branchen.Treff in Oberösterreich | Mi., 16. September 2026, Hotel Grand Elisabeth, Bad Ischl

Unsichtbar ist was für Kinder. Nichts fürs Online Marketing!

Die Hotelsuche hat sich gedreht. KI filtert vor, Gäste entscheiden schneller. Unsichtbar sein ist für Kinder ein Traum, für Hotels ein Albtraum. Wer digital nicht sichtbar ist, spielt nicht mehr mit.

Reiseinspiration und Hotelsuche entstehen heute nicht mehr ausschließlich über Google oder klassische Buchungsplattformen. Immer häufiger werden KI-Systeme wie ChatGPT oder Google Gemini direkt befragt.

Statt einzelner Schlagwörter wie „Ski-in/Ski-out Hotel im Zillertal“ führen Gäste mittlerweile ganze Dialoge. Sie beschreiben, was ihnen wichtig ist, grenzen ein, vergleichen und lassen sich konkrete Empfehlungen ausspielen. Am Ende steht nicht mehr eine lange Liste an Treffern, sondern eine Auswahl, die bereits vorgefiltert ist. Entscheidungen werden dadurch schneller und gezielter getroffen.

Damit verändert sich der digitale Reisesuchprozess spürbar. Sichtbarkeit entsteht nicht mehr nur über Suchmaschinenoptimierung, sondern über klare Inhalte, saubere Daten, nachvollziehbare Bewertun-

gen und eine schlüssige Positionierung. Diese Informationen müssen im Netz konsistent vorhanden sein. Die eigene Website wird zur zentralen Drehscheibe – als Datenquelle, Vertrauensbasis und idealerweise als Buchungsplattform.

Für die Hotellerie heißt das, Online Marketing strategisch weiterzuentwickeln und die Mechanismen dahinter wirklich zu verstehen. Nur so kann es im eigenen Betrieb umgesetzt oder eine Agentur auf Augenhöhe gesteuert werden. Wer Aufgaben auslagert, braucht das nötige Know-how, um Ziele zu definieren, Ergebnisse einzuordnen und Optimierungen einzufordern. Ganz gleich, ob im eigenen Haus umgesetzt oder gemeinsam mit einer Agentur: Ohne solides Basiswissen verliert man rasch den Anschluss an Plattformen und Mitbewerber.

Genau hier setzt der Lehrgang „Online Marketing im KI-Zeitalter“ am ÖHV-Campus an und vermittelt praxisnahes Wissen für eine digitale Strategie, die heute funktioniert und morgen trägt.

Der Autor Christoph Taussig Lehrgangsleiter christoph.taussig@oehv.at

Lehrgang Online Marketing im KI-Zeitalter

Start: 21. April 2026

Format: 2 Module à 4 Tage

Dauer: 8 Seminartage

Info & Anmeldung: oehv.at/onm

Schlüsselstelle Abteilungsleiter:innen –zwischen Strategie und Gästeerlebnis

Abteilungsleiter sind die Schlüsselstellen im Hotelbetrieb. Sie verbinden Strategie mit operativer Umsetzung, führen Teams, sichern Qualität und tragen Budgetverantwortung. Ob Rezeption, Küche, Service oder Housekeeping – ohne ihre Organisation, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Entscheidungskompetenz gerät der gesamte Ablauf ins Stocken. Genau deshalb reicht Erfahrung allein nicht aus: Führung will gelernt sein.

Die Abteilungsleiterakademie verbindet fachliches Knowhow, persönliche Weiterentwicklung und unternehmerisches Denken. Sie macht aus engagierten Mitarbeiter:innen starke Führungskräfte, die den Erfolg tatkräftig mitgestalten. On top entsteht ein Netzwerk, das bleibt.

Abteilungsleiterakademie 2026

Start: 14. April 2026 | Format: 3 Module à 4 bzw. 5 Tage Dauer: 12 Seminartage inkl. Abschlussprüfung

Info & Anmeldung: oehv.at/aka

Die nächsten Termine für Ihre Weiterbildung

Info & Anmeldung: oehv.at/campus-termine

Webinar „Booking.com – mehr Buchungen durch cleveres Extranet Handling“ 09.04.2026 | online

Webinarreihe „Arbeitsrecht kompakt im Hotel“ 2026 ab 21.04.2026 | online

Praktikerseminar „So geht Digitalisierung und Automatisierung im Hotel“ 28.04.2026 | Bludenz

Praktikerseminar „Erfolgsfaktoren im Tagungsmarkt: Innovative Ansätze zur Umsatzsteigerung“ 29.04.2026 | Bludenz

Praktikerseminar „Reels, Shorts & Co.: Kurzvideos erstellen für Hotels“ 12.05.2026 | Leogang

Webinar „Instagram Marketing speziell für Hotels“ 28.05.2026 | online

Praktikerseminar „Housekeeping- und Hygienemanagement: Nicht nur sauber, sondern auch effizient“ 09.06.2026 | Zell am See

Unternehmerakademie 2026-2028

Start: 19. Oktober 2026 | Format: 8 Module à 5 Tage

Dauer: 40 Seminartage inkl. Diplomprüfung

Info & Anmeldung: oehv.at/una

Seitenblicke

Das war der Hotelkongress 2026

1. Drei spannende Kongresstage im Design Center Linz

2. ÖHV-Präsident Walter Veit zum Kongress-Motto: Mit “einfacher machen” unterstreichen wir unseren Kampf gegen Bürokratie und Wettbewerbsnachteile, mit “einfach machen” wollen wir der Politik sagen: lasst uns einfach machen, dann kriegen wir den Tourismus schon gut auf die Reihe.

3. Eröffnungsabend auf Oberösterreichisch im Oberbank Donau-Forum

4. Deep Dives und Praxis Panels auf der „Experience Stage“

5. Play.Connect.Celebrate in der Raiffeisen Arena

6. Produktneuheiten und Networking im Ausstellerbereich

7. Premiere für die Young Talents Stage

Save the date!

Hotelkongress 2027

25. bis 27. April

Bregenz oehv.at/kongress

Fotos: Florian Lechner

Hotelbesichtigung Mandarin Oriental Vienna

Neu in Wien und das erste Haus der Marke in Österreich!

Hotelbesichtigung Kaiserlodge Scheffau

Seit Juni 2025 ergänzt der neue Natürlich.Spa mit 25-Meter-Sportbecken, Sunset-Pool, Saunalandschaft, Yogaloft und moderner Kraftschmiede das Gesamtangebot.

Keine kostenlose ÖHV-Mitglieder-Veranstaltung mehr verpassen!

ÖHV-Mitglieder

Wir sind ÖHV!

Wir freuen uns über 22 neue Mitglieder im ersten Quartal:

Alpina Lech, Lech • Hotel Victoriya, Kaprun • Grand Elisabeth, Bad Ischl • Hotel Schloss Mittersill, Mittersill • Hotel Das Falkenstein, Kaprun • Stadthotel Oberndorf, Oberndorf bei Salzburg • Mazaggs – Alpenhof am Achensee, Pertisau • Schlosshotel Fiss, Fiss • Der Lärchenhof, Erpfendorf • Hotel Eichingerbauer, Mondsee • Kirchenwirt St. Aegidi, St. Aegidi • Arlberg Stuben – Das kleine feine Hotel, Stuben am Arlberg • Privatvermieter Verband Österreich PVÖ, Rauris • I´m Inn Zwettl – Hotel zum Brauhaus, Zwettl • Eurostars Grand Hotel Wien, Wien • Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus, Wien • Höflehner Premium Gumpenlodge & Ecolodge, Haus im Ennstal • Seevilla Freiberg, Zell am See • Hotel Roggal, Lech • Der Klostertalerhof, Klösterle • B&B Hotel Klagenfurt-City, Klagenfurt

Moxy Vienna City East & Residence Inn Vienna City East – Team
Mandarin Oriental Vienna – Mario Habicher, Walter Veit
Narzissendorf Zloam – Gernot Deutsch, René Sulzberger
Hotel zum Glockenturm & Wirtshaus Leopold –Simona Valkova, Ivana Stevic, Valentina Hannl
Tourismusverein Wals-Siezenheim – Sarah Samer, Alois Reiter, Christine Bauernhansl

Boost your Business!

Ihre Gäste tanken Energie – Sie entscheiden wie

E-Ladeinfrastruktur von Global Payments

Installation von E-Ladestationen bei Ihrem Hotel

Für bestehende und geplante Infrastruktur

Preistransparenz für Kund:innen

Freie Tarifgestaltung & einfaches Bezahlen

QR Code Scannen und unsere Lösung beim Hotel Das Central in Sölden ansehen.

Sichtbarkeit der Ladestation in Navigationsdiensten

Intuitive Backend- und AppLösung: Einfache Verwaltung & Steuerung der Ladestellen & Transaktionen

Kontaktieren Sie uns

+43 1 266 12 00, MO-FR 08:00–17:00 support@globalpayments.at www.globalpayments.at

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ÖHV-Mitgliederzeitschrift "die lobby", Frühling 2026 by ÖHV - Issuu