Die multiplen weltweiten Krisen verschärfen auch hierzulande gesellschaftliche Spannungen und Spaltungen. Und wie so oft in Krisen-Epochen befeuern Unsicherheit und die Sehnsucht nach einfachen Erklärungen auch aktuell wieder den Judenhass in unserer Gesellschaft. 2021 und 2022 wurden so viele antisemitische Straftaten erfasst wie nie zuvor. Zugleich ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. „Antisemitismus – Alte Gefahr mit neuen Gesichtern“ analysiert eindrücklich und zugänglich, in welchen Formen sich der Hass auf Jüdinnen und Juden zeigt, wie alltagsprägend er für Betroffene ist und wie viel Unwissenheit - und auch Ignoranz - über die verschiedenen Gesichter des Antisemitismus herrscht. Das Arbeitspapier zeichnet ein Lagebild und formuliert konkrete Reformvorschläge – insbesondere mit Blick auf Behörden und Bildungsinstitutionen.