OBS-Arbeitspapier 69
Jan Christopher Kalbhenn
ARD, ZDF und DLR im Wandel Reformideen und Zukunftsperspektiven Kurzfassung der Studie
Frankfurt am Main, im August 2024
Allgemeiner Kontext zur Studie
Auf einen Blick
In den vergangenen Jahren wurden bereits mehre-
Es besteht ein breiter medienpolitischer
re Reformen umgesetzt, die den öffentlich-recht-
Konsens darüber, dass der öffentlich-recht-
lichen Rundfunk unter anderem in die Lage ver-
liche Rundfunk reformiert werden muss.
setzen, vermehrt Inhalte auch online anzubieten
Nur so kann er in Zukunft seinen verfas-
und dabei nicht ausschließlich auf traditionelle
sungsmäßigen Auftrag erfüllen, Akzeptanz
Fernsehausstrahlungen beschränkt zu sein. Mit
in der Bevölkerung sichern und Vertrauen
dem dritten Medienänderungsstaatsvertrag aus
zurückgewinnen.
dem Jahr 2023 erhielten die Rundfunkanstalten
Konkrete Vorschläge für eine Reform wurden
erweiterte Befugnisse zur Online-Verbreitung
mit dem Bericht des Zukunftsrats und dem
und zur Nutzung von Drittplattformen, um den
Eckpunktepapier der Rundfunkkommission
veränderten Nutzungsgewohnheiten gerecht zu
der Länder vorgelegt. Diese Stellungnah-
werden.
men werden öffentlich diskutiert und sind um weitere Vorschläge ergänzt worden.
Dennoch steht der öffentlich-rechtliche Rund-
Die Studie analysiert die relevanten Reform-
funk weiter unter erheblichem Reformdruck. Die
vorschläge, ordnet sie medienpolitisch ein
Digitalisierung und die geänderten Nutzungsge-
und skizziert Aufgaben der Medienakteure.
wohnheiten stellen alle Medien vor Herausforde-
Der Autor gibt weitere Empfehlungen für
rungen. Vor allem Organisation und Struktur der
eine Reform des ÖRR.
Rundfunkanstalten werden oft als ineffizient und strategiefeindlich bewertet.
OBS-ARBEITSPAPIER 69 | KURZFASSUNG
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