OBS-Arbeitspapier 68 Thomas Laux, Teresa Lindenauer
Engagiert und gefährdet Ausmaß und Ursachen rechter Bedrohungen der politischen Bildung in Sachsen Kurzfassung der Studie
Frankfurt am Main, im Juli 2024
Allgemeiner Kontext zur Studie
Auf einen Blick
In Deutschland und vor allem in Sachsen ist im
Bedrohungen der politischen Bildung durch
letzten Jahrzehnt ein Rechtsruck zu beobachten.
rechte Akteure haben Geländegewinne in
Der sächsische Landesverband der AfD wird vom
der Zivilgesellschaft zum Ziel.
Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremis-
Mehr als zwei Drittel der für die Studie be-
tisch“ eingestuft und bei der Bundestagswahl 2021
fragten Aktiven in der politischen Bildung
erzielte die AfD hier ihren bundesweit höchsten
in Sachsen berichten von gezielten Störun-
Stimmenanteil. Doch nicht bloß an der Wahlurne
gen und Behinderungen ihrer Arbeit.
ist der autoritäre Nationalradikalismus auf dem
Rechte Akteure unterwandern zunehmend
Vormarsch. So werden (Lokal-)Politiker*innen be-
demokratische Institutionen und gefähr-
droht und in Sachsen ist schon seit einigen Jahren
den damit die Finanzierung der politischen
eine bundesweit überdurchschnittliche Zahl von
Bildung.
Gewalttaten gegen ausgemachte Gegner*innen des
Der Kampf gegen Rechtsextremismus so-
autoritären Nationalradikalismus zu verzeichnen.
wie die Bewahrung der Demokratie sind die wichtigsten Ziele von Aktiven in der politi-
Gewalt, Beleidigungen, Bedrohungen und Stö-
schen Bildung in Sachsen.
rungen gehören zum Repertoire des autoritären
Gewalt, Beleidigungen, Bedrohungen und
Nationalradikalismus, um politische Gegner*in-
Störungen prägen über den Berufsalltag
nen einzuschüchtern und den öffentlichen Raum
hinaus auch in hohem Maß die Lebensfüh-
zu dominieren. Auch Aktive in der politischen Bil-
rung der davon betroffenen Personen.
dung, die sich für eine demokratische Kultur einsetzen, werden dabei immer wieder zu Angriffszielen. Explorativ und mit einem Fokus auf Sachsen
OBS-ARBEITSPAPIER 68 | KURZFASSUNG
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