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Sustainable Switzerland (D)

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Kategorie «Knowledge & Opinion»

Diese fünf Stimmen prägen das nachhaltige Verständnis Wer übersetzt komplexe Nachhaltigkeitsthemen in Bilder, Geschichten und Konzepte? In der Kategorie «Knowledge & Opinion» ehrt Sustainable Switzerland fünf Persönlichkeiten, die hierzulande den gesellschaftlichen Diskurs über Nachhaltigkeit schärfen.

21. Dezember 2025

FOTOS: NZZ CONNECT, PD

SUSTAINABLE SWITZERLAND

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Auszeichnung «Sustainable Shapers» in der Kategorie «Knowledge & Opinion».

Nathalie Agosti

Ursula Biemann

Simone Nägeli

Walter Stahel

Mathis Wackernagel

Die Gründerin und Managing Director der Beratungsfirma Outlive Advisory positioniert Themen wie Gleichstellung oder mentale Gesundheit als Führungsaufgaben in der Wirtschaft. Durch kreative Kampagnen erreicht sie eine breite Öffentlichkeit. Jurymitglied Irene Fischbach, Leiterin Unternehmenskommunikation bei der Mobiliar, begründet die Wahl: «Mich beeindruckt, wie wirksam Nathalie Agosti ihre Herzensthemen Kommunikation und Nachhaltigkeit verbindet. Zahlreiche Firmen profitieren von ihrer Expertise, wenn sie ihre Strategien mit den Nachhaltigkeitszielen verbinden. Sie können so die Basis für langfristigen ­Erfolg legen.» Agosti selbst freut sich: «Die Auszeichnung bedeutet mir viel. Sie ehrt mich – und sie macht deutlich, wie notwendig es ist, offen über Themen wie mentale Gesundheit und unbewusste Vorurteile am Arbeitsplatz zu sprechen. Was früher kaum sichtbar war, gilt heute als Teil einer verantwortungsvollen, zukunftsfähigen Wirtschaft. Wenn meine Arbeit dazu beiträgt, dieses Verständnis zu stärken, freut mich das. Soziale Nachhaltigkeit ist nicht nur moralisch richtig, ­sondern zugleich entscheidend für Stabilität, Innovation und wirtschaftlichen ­Erfolg von Firmen.»

Die Künstlerin verbindet Kunst mit ökologischer und wissenschaftskritischer Reflexion. Mit Projekten wie der Mitbegründung einer indigenen Universität im Amazonas fördert sie den Dialog ­zwischen den Kulturen – und inspiriert Bildungsprozesse weit über die Kunstwelt hinaus. Jurymitglied Saskia Günther, Head of Sustainability bei Swisscom, erklärt die Auszeichnung folgendermassen: «Mich beeindruckt Ursula Biemanns Fähigkeit, Kunst, Forschung und Bildung auf einzigartige Weise zu verbinden. In Projekten wie ‹Forest Law› und ‹Devenir ­U niversidad›, das den bedrohten ­Amazonas-Regenwald und die Rechte der ­Natur thematisiert, oder ‹Acoustic Ocean›, einer poetischen Studie über marine Ökosysteme, zeigt sie, wie künstlerische Erfahrung und wissenschaft­liche Erkenntnis ineinandergreifen. Ihr Werk leistet einen tiefgreifenden Beitrag zu Nachhaltigkeit und ökologischer Bewusstseinsbildung, was die gesamte Jury überzeugt hat.» Biemann erklärt zur Ehrung: «Für mich ist dies eine Anerkennung dafür, dass künstlerische Praxis einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeitsdebatte leisten kann. Zukünftig möchte ich noch mehr kollaborative Formate erproben, die nicht nur Bilder produzieren, sondern auch in interdisziplinären Wissensproduktionen Allianzen schaffen.»

Die Mitgründerin und Co-Geschäfts­ leiterin des Bildungsnetzwerks Acker Schweiz vermittelt Kindern einen Bezug zur Natur, zur Nahrungsmittel­ produktion und zu breitem Wissen zu ­Er­nährungsthemen. Bereits mehr als 12 000 Kids haben von ihren Angeboten profitiert. Acker Schweiz gilt deshalb als Vorzeigebeispiel für transformative ­Bildung. Jurymitglied Philipp Rufer, Präsident des Verbands Circular Economy Switzerland, sagt zur Wahl: «Simone Nägeli verbindet nachhaltiges Engagement mit ­B ildungsarbeit. Mit Acker Schweiz schafft sie Naturerfahrungen und vermittelt ­Ernährungskompetenz an die nächste Generation. Als Jurymitglied hat mich besonders überzeugt, dass Kinder einen starken Bezug zur Natur be­ kommen und früh ein Bewusstsein für ­gesunde und nachhaltige Ernährung entwickeln.» Simone Nägeli sagt zum Gewinn: «Die Auszeichnung ehrt mich besonders, weil ich zusammen mit Menschen geehrt wurde, deren Erkenntnisse mich geprägt haben. So etwa Mathis Wackernagel mit seinem Konzept des ökologischen Fussabdrucks oder Walter Stahel, der das Konzept der Kreislaufwirtschaft mitbegründet hat.»

Der Gründer des Instituts für Produktdauerforschung ist Unternehmens- und Wirtschaftsberater, Architekt, Autor und Mitglied des Club of Rome. Zusätzlich ist er ein Pionier und Wegbereiter der Kreislaufwirtschaft sowie Ehrenpräsident des Vereins Next Generations. Jurymitglied Sebastian Kahlert, Leiter des Netto-Null-Programms bei ETH Sustainability, erklärt: «Walter Stahel hat das Denken in geschlossenen Stoffkreisläufen weltweit geprägt und ist deshalb einer der Begründer der Kreislaufwirtschaft. Sein unermüdliches Engagement für Ressourceneffizienz und Langlebigkeit inspiriert Forschende, ­Unternehmen und politische Entscheidungs­träger ­gleichermassen – in der Schweiz und ­global. Ein Leben im Dienst ­nachhaltiger Transformation.» Stahel sagt zur Auszeichnung: «Nach dem ‹ÖBU Lifetime Award 2019› des ‹­Vereins für Ökologisch Bewusste Unternehmensführung› und dem ‹Mérite ­Chênois 2020› meiner Wohngemeinde wurde das Diktum ‹Der Prophet gilt nichts in ­seinem Vaterland› zum dritten Mal ­widerlegt. Frühere Auszeichnungen gab es unter anderem in Deutschland (1977), den USA (1982), Grossbritannien (2013), Kanada (2016), Macao sowie ­Luxemburg. Der Grund ist vielleicht ­darin zu suchen, dass ich ab 1980 vor­ wiegend international und deshalb in englischer Sprache gearbeitet habe.»

Der Mitgründer des Global Footprint Network hat mit dem ökologischen Fussabdruck ein global genutztes Instrument zur Messung von Nachhaltigkeit geschaffen. Mit dem «Earth Overshoot Day» sensibilisiert Wackernagel jährlich Millionen Menschen für die Über­ nutzung unseres Planeten. Jurymitglied Sebastian Kahlert begründet die Wahl von Wackernagel so: «Mit der Entwicklung des Konzepts des ökologischen Fussabdrucks hat Mathis Wackernagel der Welt ein neues Bewusstsein für planetare Grenzen geschenkt. Sein Beitrag zur globalen Nachhaltigkeitsdebatte ist von unschätzbarem Wert – er verbindet wissenschaftliche Klarheit mit gesellschaftlicher Wirkung und motiviert Menschen weltweit, innerhalb der planetaren Leitplanken zu handeln.» Was die Auszeichnung für ihn bedeutet, fasst Wackernagel so zusammen: «Ich bin berührt. Seit drei Jahrzehnten thematisiere ich den Overshoot, die Übernutzung unserer Erde, und versuche, politische wie öffentliche Aufmerksamkeit ­darauf zu lenken. Denn fehlende Vorbereitung auf die Konsequenzen wird zum immer grösseren Risiko. Gemessen an der tatsächlichen Overshoot-Reduktion, die ich bisher bewirken konnte, bin ich ein klarer Versager. Umso mehr freut mich die Anerkennung durch die Nachhaltigkeitsplattform der NZZ.»

Sustainable Shapers

Sustainable Switzerland hat 2025 zum ersten Mal die «Sustainable Shapers» der Schweiz gekürt: herausragende Persönlichkeiten, die die nachhaltige Entwicklung in und aus der Schweiz ­gestalten und vorantreiben. Ausge­ zeichnet wurden Pionierinnen und ­Pioniere, M ­ acherinnen und Macher ­sowie Vordenkerinnen und Vordenker, die starke Zeichen für eine nachhaltige ­Zukunft setzen – durch unternehmeri­ sches oder gesellschaftliches Engage­

ment und mit innovativen, wegweisen­ den Konzepten. Aus mehr als 240 Nominierungen kürte eine unabhängige Jury aus Fach­experten und Netzwerkpartnern von Sustainable Switzerland 15 Ge­ winnerinnen und Gewinner in drei ­Kategorien: «Leadership & Transfor­ mation», «Knowledge & Opinion» und «Vision & Innovation». Damit wird ­sichtbar, wie Führung, Wissen und ­Meinungsbildung sowie neue Ideen

und Konzepte den nachhaltigen Wandel prägen. Die feierliche Verleihung fand am 2. September 2025 im Rahmen des «Sustainable Switzerland Forum» in der Festhalle der Bernexpo statt. Die hier vorgestellten Persönlich­ keiten zählen zu diesen «Sustainable Shapers». Ausführliche Porträts der Ausgezeichneten sowie Informationen zu den Gewinnern in den anderen ­Kategorien finden Sie online unter ­sustainableswitzerland.ch/shapers.

Sustainable Switzerland ist die nationale Nachhaltigkeitsplattform des Unternehmens NZZ und von Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Gemeinsam beschleunigen wir die nach­ haltige Entwicklung der Schweiz.

QR-Code scannen und die Porträts der Gewinner lesen.

sustainableswitzerland.ch Dieser Inhalt wurde von NZZ Content Creation und Sustainable Switzerland erstellt.


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