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Auch in der Landwirtschaft setzt der sinnvolle Einsatz von künstlicher Intelligenz integrierte Daten und abgestimmte Prozesse voraus.
Samstag, 4. Juli 2026
FOTOS: PD
Wo Daten führen, folgt der Erfolg Was Unternehmen in Sachen Datenmanagement heute tun müssen, um für die Herausforderungen von morgen bereit zu sein. Ein Projekt von SAP und Syngenta zeigt, wie dies in der Praxis zu verstehen ist – und was dies mit KI zu tun hat. Das Umrüsten auf künstliche Intelligenz (KI) scheitert in grossen Organisationen selten an der Technologie – es scheitert daran, dass Führungs teams noch nicht konsequent auf derselben Fakten grundlage entscheiden. Eine integrierte Datenund Prozessbasis kann genau das verhindern. Für Führungskräfte wird Datenkompetenz somit zur neuen Hauptaufgabe. Zunehmend geht es dabei um den Übergang hin zu einer sogenannten Auto nomous Enterprise (siehe Box), in der Entschei dungen nicht nur unterstützt, sondern in Teilen auch selbständig ausgeführt werden. Eine der zentralen Voraussetzungen dafür bilden Datenplattformen mit der Möglichkeit, relevante Unternehmensinformationen jederzeit abfragen und auf aktuelle Marktsituationen an wenden zu können. Der Mensch wird zuneh mend zum Dirigenten, der Daten mithilfe von KI- Instrumenten orchestriert: Generative KI gewinnt aus bestehenden Datensätzen neue Erkenntnisse, agentische KI kann bereits Kostenberechnungen für ganze Projekte eigenständig durchführen – oder alternative Lieferketten erarbeiten, wenn es die Weltlage erfordert. Denn operative Entschei dungen müssen heute schneller denn je getroffen werden.
«Manche unserer Initiativen sind auf einen längerfristigen, mehrjährigen Zeitraum ausgelegt. Gerade deswegen schätzen wir die Expertise von SAP.»
Von Silos zu einer Datenplattform Der Softwarekonzern SAP positioniert sich in diesem Wandel als Anbieter integrierter Platt formen. Ziel ist es, Anwendungen, Daten und künst liche Intelligenz so zu verbinden, dass Unternehmen ihre Steuerungsfähigkeit insgesamt verbessern – und nicht nur einzelne Funktionen optimieren. Viele Kunden unterschätzen laut SAP, wie stark isolierte Daten ihre Entscheidungen verzerren. Der eigent liche Hebel liegt darin, eine gemeinsame Grund lage zu schaffen, auf der alle Bereiche arbeiten. Die Frage, wie Daten, Prozesse und Entscheidungen zu sammengeführt werden, ist für Unternehmen somit zentral geworden. Plattformansätze wie die SAP Business Suite setzen genau hier an: Sie bündeln unterschiedliche Geschäftsbereiche auf einer ge meinsamen Grundlage. Entscheidend ist dabei weniger die Technologie als die Integration. Erst wenn Finanzdaten, Liefer ketteninformationen und operative Kennzahlen zu sammenlaufen, entsteht ein Gesamtbild, auf d essen Basis verlässlich entschieden werden kann. Es ge nügt nicht, nur einen Unternehmensbereich auf die KI-gestützte Kuration und Analyse relevan ter Unternehmensdaten auszurichten: Der grösste
Martin Mogensen Head of Global Service & Solutions and Finance Operations der Syngenta Group
Vorteil liegt darin, dass die Daten verschiedener Unternehmensbereiche an einem Ort versammelt sind und auch von agentischer KI genutzt werden können. Nur mit dieser integrierten Grundlage lässt sich ein verlässlicher Output erzeugen, dem Nutzer vertrauen und auf dessen Basis sie direkt handeln können. Parallel dazu verändert sich die Interaktion mit Unternehmenssystemen. KI-gestützte Assistenten und Agenten übernehmen zunehmend die Auf gabe, Informationen aus verschiedenen Bereichen zusammenzuführen und Entscheidungsprozesse aktiv zu unterstützen. Mit Joule Studio wird d ieser Ansatz erweitert: Unternehmen können eigene KIgestützte Anwendungen und Automatisierungen entwickeln und so die Systeme gezielt an ihre Prozesse anpassen. Dadurch rückt die F ähigkeit in den Vordergrund, künstliche Intelligenz nicht nur zu nutzen, sondern aktiv in die eigenen Abläufe zu integrieren.
Integration statt Insellösung Zur DNA des Softwarekonzerns SAP gehört auch seine Industrie-Expertise. Diese entsteht über teils seit Jahrzehnten bestehende Partnerschaften mit führenden Unternehmen der jeweiligen Branchen. Eine reicht bis in die 1990er Jahre z urück – die Kollaboration zwischen SAP und der S yngenta Group, einem Agrartechnologiekonzern mit Haupt sitz in Basel. Diese umfasst neben dem Finanz bereich weitere Geschäftszweige: etwa Beschaf fung, Versorgungs- und Lieferketten, aber auch das Personalwesen. Gemäss Martin Mogensen, Head of Global Service & Solutions and Finance Operations, bedeutet diese Art der Partnerschaft zwar mehr Aufwand, hat dafür auf lange Sicht aber eine bessere Zukunft. «Manche unserer I nitiativen sind auf einen längerfristigen, mehrjährigen Zeitraum ausgelegt. Gerade deswegen schätzen wir die Expertise von SAP. Mit einem solchen Zeit horizont braucht es das Vertrauen in den Partner, dass der Mehrwert unserer Investitionen stets erwiesen ist.» Eine der einschneidendsten Kollaborationen zwischen Syngenta und SAP drehte sich nicht um künstliche Intelligenz, sondern um die Einführung einer Central-Finance-Plattform. Sie ermöglicht es, Daten aus verschiedenen ERP-Landschaften an einem zentralen Ort zu sammeln. Bei Standorten in über 90 Ländern und mehr als 50 000 Angestell ten, wie im Falle der Syngenta Group, ist es essen
SAP Saphhire 2026: News streamen SAP Sapphire ist die wichtigste jährliche Kun den- und Partnerveranstaltung des Software konzerns SAP. Die diesjährige Ausgabe fand im Mai statt, sowohl virtuell als auch regional. Im Fokus stand die Autonomous Enterprise mit umfassenden KI- Innovationen. Wer nicht in Madrid oder Orlando dabei sein konnten, für den bringt Alexander Finger, Chief Technology O fficer (CTO) von SAP Schweiz, die wichtigsten Highlights in einer On-Demand- Session näher – von strate gischen Entwicklungen über bedeutende Innovationen bis hin zu praktischen Aus wirkungen auf Schweizer Unternehmen. QR-Code scannen und für die On-Demand-Session von SAP Schweiz registrieren
ziell, die finanzielle Sicht auf das Unternehmen zu vereinheitlichen, statt alle Geschäftszweige einzeln aufzulisten und zu verwalten. Illustrieren lässt sich dies anhand eines Anwen dungsbeispiels im Spesenmanagement des Agrar technologiekonzerns. Mit der Lösung SAP Concur wollte Syngenta ein KI-Tool für das Ausgaben management nutzen, das automatisch erkennt, ob eine Ausgabe als Spesen zurückgefordert werden kann. Die Technologie hat einwandfrei funktio niert, der Haken lag in der Kombination mit KI, wie Martin Mogensen erklärt: «Wir haben festgestellt, dass wir unsere Reisespesenrichtlinien je nach Land zuerst sprachlich vereinfachen mussten, damit sie für eine KI-Adaption geeignet waren. Auch das gehört dazu, wenn man sein Unternehmen auf künstliche Intelligenz umrüsten möchte.»
Dieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab im Auftrag von SAP Schweiz erstellt.