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PostFinance (D)

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Samstag, 27. Juni 2026

Die Zeit ist das Kapital der jungen Erwerbstätigen Wer ins Berufsleben einsteigt, hat viele Träume, aber meist wenig Geld. Das führt oft zu einem Trugschluss: Die Altersvorsorge ist ein Thema für später, wenn die Karriere gefestigt und das Konto gefüllt ist – ein Denkfehler, der fatal enden kann.

Leila * (28) wurde nach einem Beratungsgespräch bewusst, dass sie die Kontrolle über ihre Vorsorge übernehmen muss.

Leila * ist 28 Jahre alt und steht mit beiden B ­ einen fest im Leben. Sie arbeitet seit sechs ­ Jahren, ­kostet ihre Unabhängigkeit aus und ist seit fünf ­Jahren l­iiert. Wenn man sie nach ihrer Zukunft fragt, spricht sie von einer Wohnung in der Stadt, von Kindern und davon, dass sie den Moment im Hier und Jetzt ­geniessen will. Das Thema der ­finanziellen Absicherung schiebt sie weit weg. Es wirkt für die junge Frau zu abstrakt und vor allem zu kompliziert. Jan Ingold, Leiter Vorsorge bei PostFinance, kennt Fälle wie den von Leila nur zu gut. Der Solothurner hat Banking und Finance studiert ­ und weiss, dass der Begriff Vorsorge bei jungen ­Erwerbstätigen oft eine Mischung aus Langeweile und Überforderung auslöst. Der Fachmann redet im Gespräch nicht um den heissen Brei ­herum: «Vorsorge ist gefühlt etwa so interessant wie das Ausfüllen der Steuererklärung», sagt er offen. Und schiebt sofort die positive Kehrseite nach: «Am Ende des Tages gibt dir Geld Sicherheit und ­Gestaltungsspielraum.» Ingold betrachtet das Thema langfristig durch die mathematische Brille. Er sieht, dass viele junge Erwerbstätige den wichtigsten Hebel beim Vor­ sorgen, den sie besitzen, unterschätzen: Es geht um die Zeit. Während ältere Semester versuchen, Ver­ säumtes mit hohen Einzahlungen wettzumachen, können Junge mit einem Bruchteil des K ­ apitals das­ selbe erreichen. Es ist ein Paradoxon des ­Lebens: Wenn man jung ist und wenig Geld hat, hat man ­dafür viel Zeit. Später hat man vielleicht Geld – aber die Zeit wird ein rares Gut.

«Es geht am Ende um die ­Freiheit, später idealerweise so leben zu können, wie man es sich heute vorstellt.»

Akt der Selbstbestimmung Ein zentraler Punkt beim Vorsorgen ist die dritte Säule. Hier hat man verschiedene Optionen. Es gibt das herkömmliche Vorsorgekonto. Dieses wirft auf­ grund der aktuellen Zinssituation kaum Ertrag ab. Jan Ingold plädiert deshalb dafür, Wertschriften­ lösungen innerhalb der Säule 3a zu prüfen. Weil der Anlagehorizont auf Jahrzehnte ausgelegt ist, kön­ nen zwischenzeitliche Börsentiefs ihren Schrecken verlieren. «Man hat die Zeit, um das auszusitzen», sofern die Märkte mitspielen, erklärt er. Wer auf Wertschriften verzichtet, lässt langfristig meist viel Renditepotenzial liegen. Die Lebensplanung von Leila zeigt zudem, wie eng Absicherung mit persönlichen ­Meilensteinen verknüpft ist. Damit sind etwa Ereignisse wie ­Heirat, Kinder oder der Kauf einer Immobilie ­gemeint. In der Schweiz deckt die AHV (erste Säule) lediglich das Existenzminimum ab. Sie ­sichert aber nicht den bisherigen Lebensstil. Wer seinen ­Lebensstandard im Alter fortführen will, ist zwingend auf die zweite Säule und i­nsbesondere auf die dritte Säule angewiesen. Neben der Alters­

rente geht es auch um die Risiken Krankheit, ­Unfall und Tod sowie um die Frage, wie hoch die Leistungen in diesen S ­ zenarien ausfallen. Doch viele junge Erwerbstätige ­wissen gar nicht, was auf ihrem Vorsorgeausweis steht. I­ngold betont, wie wichtig es ist, die Leistungen aus der Pensions­kasse grundsätzlich einmal zu prüfen, denn die zweite Säule – die sogenannte berufliche Vorsorge – ­bildet neben der privaten Vorsorge das entscheidende Fundament. Letztlich geht es um die E ­ xistenzsicherung im Hier und Jetzt. Was passiert, wenn man durch Krankheit oder Unfall nicht mehr arbei­ ten kann? Solche Lücken entstehen schnell. Die erste und zweite Säule decken oft nur rund 60 Pro­ zent des bisherigen Einkommens. Wer beispiels­ weise 6000 Franken verdient, müsste plötzlich mit 3600 Franken auskommen. Das bedeutet für viele junge Menschen einen spürbaren Einschnitt im Lebens­standard. Es ist daher nicht ratsam, dauer­ haft 40 Prozent seines Einkommens zu verlieren und damit Lebensmeilensteine wie Wohneigentum oder Familiengründung zu gefährden. Eine kluge Planung schafft laut Ingold ein Fun­ dament für spätere Lebensentscheidungen. Das können berufliche Veränderungen, eine Weltreise oder der Schritt in die Selbständigkeit sein. S ­ olche Wagnisse traut man sich nur zu, wenn das finan­ zielle Netz hält. Man will nicht beim ersten Gegen­ wind in die finanzielle Abhängigkeit rutschen. Ein solcher Kontrollverlust bedeutet im schlimmsten Fall, im Alter auf ­Ergänzungsleistungen des Staats angewiesen zu sein. Vorsorge ist somit ein Akt der ­Selbstbestimmung. Oft herrscht die Meinung vor, dass man für eine professionelle Beratung bereits vermögend sein muss. Ingold widerspricht dem entschieden. Er sieht es als Aufgabe, gerade die Jungen abzuholen. Er ermutigt dazu, sich mit dem eigenen Budget auseinanderzusetzen.

Das Budget als Startpunkt

Jan Ingold PD Leiter Vorsorge bei PostFinance

«Für was gibst du überhaupt Geld aus? Ein Budget schafft Klarheit», rät er. Vielfach finden sich dort Ausgaben für Kleinkram, die, beispielsweise in die eigene Vorsorge investiert, eine enorme ­Wirkung entfalten können. Erst wenn klar ist, ­welche Aus­ gaben anstehen oder welche Ziele gesetzt sind, lässt sich die passende Vorsorge­strategie a­ bleiten. Es geht nicht um Verzicht, ­ sondern ­ darum, ­bewusst mit seinem Geld umzugehen. Wer nicht vorsorgt, verspielt genau jene S ­ icherheit und den Gestaltungs­spielraum, von dem Ingold spricht. Der Fachmann versucht, seinen Kundinnen und Kunden die Schwellenangst vor der Finanzwelt zu nehmen. Man muss kein Profi sein, um wirk­ sam vorzusorgen. Entscheidend ist eine einfache und konsequente Lösung: Eine passende Risiko­

CHATGPT / NZZ STORY LAB

versicherung schützt vor finanziellen Folgen bei unerwarteten Ereignissen, während r­ egelmässige Einzahlungen in ein Gefäss der Säule 3a den ­langfristigen Vermögensaufbau unterstützen. Wer diese Bausteine einmal eingerichtet hat, schafft sich eine verlässliche Grundlage für die Zukunft – ohne sich im Alltag ständig darum kümmern zu müssen. Nach einem Beratungsgespräch bei ­PostFinance wurde Leila bewusst, dass sie schon in jungen ­Jahren aktiv werden muss. Die 28-Jährige erkennt, dass sie nicht warten soll, bis sie mehr verdient. Sie kann heute den ersten Schritt machen. «Es geht am Ende um die Freiheit, später idealerweise so leben zu können, wie man es sich heute vorstellt», fasst der Vorsorgeexperte zusammen. Es geht nicht ­darum, was man heute besitzt, sondern um eine Strategie für alle, die ihre Zukunft nicht dem Schicksal über­ lassen wollen. * Ein fiktives repräsentatives Beispiel.

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Vorsorgefonds Statt nur zu sparen, kann man in die Finanz­ märkte investieren. Die Idee dahinter ist, die Chance auf langfristig höhere Erträge als mit einem klassischen Vorsorgekonto 3a zu ­nutzen. Zur Auswahl stehen bei ­PostFinance acht Fonds, wovon vier auf Nachhaltigkeit (ESG) setzen. Beim Aktienanteil gilt als Faustregel: Je mehr Zeit man mitbringt, und je risikofähiger beziehungsweise r­ isikofreudiger man ist, desto höher kann der Aktienanteil des Fonds sein. Die Anlage erfolgt flexibel per Einmalzahlung oder über einen automa­ tischen Sparplan. Attraktiv sind zudem die kostenlose Depotführung und der Verzicht auf jegliche Kommissionen beim Kauf sowie Verkauf von Fondsanteilen.

Dieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab im Auftrag von PostFinance erstellt.


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