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Mobiliar (D)

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SUSTAINABLE SWITZERLAND

21. Juni 2026

Gemeinsamer Effort für sichere Wanderwege Brücken und Stege sind zentrale Elemente im Schweizer Wanderwegnetz. Die Mobiliar Genossenschaft beteiligt sich an deren Unterhalt oder Neubau. In den letzten sieben Jahren hat sie hundert Projekte unterstützt. Angesichts zunehmender Wetterextreme gewinnt das Engagement an Bedeutung. Am 4. Juli 2022 entlud sich ein heftiges Gewitter über der Region Schangnau ­im Emmental. Strassen und Wiesen standen unter Wasser. Die Emme stieg schnell. Ihre Fluten überrollten den Landgasthof Kemmeriboden-Bad, zum ersten Mal in seiner fast 200-jährigen Geschichte. Zwei Brücken und angrenzende Wanderwegabschnitte wurden weggerissen. Messungen des Bundesamts für Umwelt (Bafu) zeigen später: Der Fluss schwoll an diesem Tag innert kürzester Zeit zu einer Flutwelle mit bis zu 273 Kubik­ metern pro Sekunde an. Dies ist etwa das 60-Fache des durchschnittlichen Werts im Juli. Da war sie wieder, die wilde ­«Emmenschlange». So bezeichnete einst Jeremias Gotthelf den Fluss in seiner ­Erzählung «Wassernot im Emmental», in der er die Hochwasserkatastrophe vom August 1837 verarbeitete.

Wiederaufbau mit Blick auf die Zukunft Drei Jahre später überspannen zwei neue Hängebrücken die Emme – die Teufelsund die Skulpturenwegbrücke. Sie sind deutlich höher, breiter und widerstandsfähiger, so konstruiert, dass sie künftigen Hochwassern besser standhalten. Die Gemeinden Schangnau, Flühli und Habkern realisierten die Umsetzung gemeinsam mit Finanzierungspartnern. Die Mobiliar unterstützte die Projekte mit 50 000 Franken dank eines speziellen Fonds für Brücken und Stege. Bei der Eröffnung zeigt sich Martina Marchesi, Leiterin Nachhaltigkeit, beeindruckt von den luftigen Konstruktionen: «Das sind viel mehr als Bauwerke. Diese Brücken stehen für Zusammenarbeit, Engagement und sichere Wege.»

Brücken, die verbinden

Martina Marchesi, Leiterin Nachhaltigkeit bei der Mobiliar, auf der 2025 neu eröffneten Teufelsbrücke im Emmental.

«Brücken sind ein Symbol für Zusammenarbeit.»

hundertste unterstützte Brückenprojekt. Eine schöne Symbolik.» Das Schweizer Wanderwegnetz umfasst 65 000 Kilometer, das entspricht dem Eineinhalbfachen des Erdradius. Den gelben Wegweisern zu folgen, ist Schweizer Volkssport Nummer 1. Laut der jüngsten Wanderstudie des Verbands Schweizer Wanderwege von 2020 sind rund vier Millionen Menschen ab 15 ­Jahren regelmässig auf diesen Wegen unterwegs. Gegenüber anderen Freizeitaktivitäten legte Wandern seit 2013 an Popularität weiter zu, insbesondere bei jüngeren Altersgruppen. Doch der Unterhalt des Wegnetzes wird anspruchsvoller und teurer, finanzielle Unterstützung umso wichtiger. Der Klimawandel begünstigt Wetterextreme. Überschwemmungen, Stürme, Hagel, Erdrutsche und andere Naturereignisse verursachen in der Schweiz und weltweit verheerende Schäden und bedrohen Menschenleben. Versicherer beobachten diese Entwicklung mit Sorge. FOTOS: DIE MOBILIAR

Seit 2018 ist die Mobiliar Genossenschaft Hauptpartnerin der Schweizer Wanderwege und hilft mit, das Wanderwegnetz sicher und attraktiv zu halten. Jährlich fliessen 350 000 Franken in den Fonds für Brücken und Stege, aus dem Sanierungs- und Neubauprojekte in der ganzen Schweiz und in Liechtenstein unterstützt werden. Wanderwege seien Orte, an denen Menschen einander begegnen, Kraft tanken und die Schönheit der Schweiz geniessen, sagt Marchesi. Das Engagement für Wanderwege passe zur Mobiliar, gerade im aktuellen Jubiläumsjahr. «Wir feiern unser 200-Jahr-­ Jubiläum unter dem Motto ‹Besser zusammen›. Gleichzeitig feiern wir das-

Sustainable Switzerland ist die nationale Nachhaltigkeitsinitiative des Unternehmens NZZ mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Gemeinsam beschleunigen wir die nachhaltige Entwicklung der Schweiz. sustainableswitzerland.ch Dieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab und Sustainable Switzerland im Auftrag von der Mobiliar erstellt.

Mithilfe der Mobiliar wiederaufgebaut: Holzbrücke bei Môtiers (NE).

Gezielte Förderung der Resilienz Der Fonds für Brücken und Stege der ­Mobiliar ist Teil einer langfristigen Präventionsstrategie, mit der die Versicherung Gesellschaft und Infrastruktur gegenüber Naturgefahren resilienter machen will. Dazu gehören die bislang rund 180 unterstützten Präventionsprojekte in allen Regionen der Schweiz, die vor ­allem dem Schutz vor Hochwasser, Steinschlag und Lawinen dienen. Ausgelöst durch das Jahrhunderthochwasser im Jahr 2005, hat sie dafür bis heute rund 50 Millionen Franken aufgewendet. Auch an der Emme wurden drei Projekte realisiert. Ausserdem fördert der Versicherer Forschungseinrichtungen, zum

Beispiel an der Universität Bern das Mobiliar Lab für Naturrisiken, die Professur für Klimafolgenforschung im Alpenraum und die neue Professur für Klimafolgen und öffentliche Gesundheit. Erkenntnisse daraus fliessen in konkrete Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung ein, etwa in ein Instrument zur

Identifizierung gefährdeter Bevölkerungsgruppen bei Hitzewellen. Martina Marchesi formuliert es so: «Wir schlagen Brücken zwischen Forschung und Praxis – und manchmal auch ganz wörtlich von einem Ufer zum anderen.» So steht auch die ­Eröffnung der nächsten Brücke bereits an, diesmal im Waadtland.

Drei Brücken von hundert Durch Naturgefahren und Witterung zerstört oder beschädigt, wurden die folgenden Brücken auch dank Beiträgen aus dem «Mobiliar Fonds für Brücken und Stege» wieder aufgebaut: • Eistlibach-Brücke bei Kerns (OW), neueröffnet im Mai 2026 2005 wurde die alte Brücke durch verheerende Unwetter zerstört, jetzt nach aktuellen Anforderungen an Sicherheit und Nachhaltigkeit neu gebaut. Damit ist eine Lücke im Wanderwegnetz zwischen Schild, Turren und der Buechischwand wieder geschlossen. Beitrag der Mobiliar: Fr. 38 000.– • Hirschsprung-Brücke in Luzein (GR), eröffnet im April 2026 Die neue Fussgängerbrücke in der Gemeinde Luzein im Prättigau führt über die Landquart und besteht aus Holz und Stahl. Damit hält sie künftigen Hochwassern stand. Mit ihrer Spannweite von 30 Metern ersetzt sie ein älteres Bauwerk, das wegen witterungsbedingter Schäden abgebaut werden musste. Beitrag der Mobiliar: Fr. 50 000.–

• Tusy-Brücke in Corsier-surVevey (VD), Eröffnung im Sommer 2026 2023 machte ein Erdrutsch am Ufer der Veveyse die Fussgängerbrücke unpassierbar. Nun wurde die Brücke an einem anderen Ort neu errichtet. Die Gemeinden Corsier-sur-Vevey und Blonay-Saint-Légier entschieden sich aufgrund von Sicherheits­ überlegungen für eine 30 Meter lange Hängebrücke an stabilerer Hanglage. Beitrag der Mobiliar: Fr. 40 000.– Im Rahmen der Jubiläumsaktion «Suissepartout» haben Generalagenturen 80 Routen mit lokalen Besonderheiten zusammengestellt. Einige davon führen über Brücken, die aus dem Fonds unterstützt wurden. QR-Code scannen und mehr über das Engagement der Mobiliar bei den Schweizer Wanderwegen erfahren:


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