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Lucerne Festival (D)

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SPONSORED CONTENT FÜR LUCERNE FESTIVAL

30. März 2025

Aufblühen mit Beethoven Von Musikkritikern wird er als «neuer Stern am Pianistenhimmel» gefeiert. Mao Fujita macht mit seinem virtuosen Spiel und grosser emotionaler Ausdruckskraft weltweit auf sich aufmerksam. Der junge Japaner, so heisst es, meistere selbst schwieriges Repertoire mit «zauberhafter Leichtigkeit» und entlocke seinem In­ strument einen warmen, farbenreichen Klang. 1998 in Tokio geboren, setzte sich Fujita schon im zarten Alter ans Klavier. Seine Eltern, ein Arzt und eine Kran­ken­ pfle­ge­rin, förderten das Interesse ihrer Kinder an westlicher klassischer Musik, die in der japanischen Gesellschaft ohne­ hin einen hohen Stellenwert geniesst. Zu seinen frühen Vorbildern zählte Vladimir Horowitz, den er auf alten Film­ aufnahmen erleben konnte. «Ich emp­ fand es als reine Magie, wie er mit seinen Fingern die Tasten anschlug und seinen ganz eigenen Klang erzeugte», erinnert er sich heute. Fujita nutzte damals jede freie Minute, um weiter in diesen Kos­ mos vorzudringen. Nach und nach be­ gann er, seinen eigenen Stil zu entwi­ ckeln. Bereits mit zwölf Jahren erhielt er bei einem internationalen Wettbewerb in Taiwan den ersten Preis. 2017 gewann er den «Concours Clara Haskil» in Vevey, zwei Jahre darauf errang er die Silber­ medaille am renommierten Tschai­ kowsky-Wettbewerb in Moskau. Seither gastiert Fujita regelmässig bei bekann­ ten Orchestern und Festivals in Europa, Asien und den USA.

PRISKA KETTERER/LUCERNE FESTIVAL

Frühlings-Fest vom 11. bis 13. April im KKL Luzern: Unter Leitung von Rafael Payare und Franz Welser-Möst erweckt das Lucerne Festival Orchestra je eine Sinfonie von Beethoven zum Leben – und konzertiert einmal mit Starpianist Mao Fujita.

Zurück in Luzern Das Lucerne Festival Orchestra weckt beim Publikum im Konzertsaal des KKL regelmässig Frühlingsgefühle.

Das Dritte Klavierkonzert von Sergei Rachmaninow, das selbst gestandenen Pianisten Schweisstropfen auf die Stirn treibt, verhalf Mao Fujita im Frühjahr 2022 zu einem fulminanten Debüt bei der ­Filarmonica della Scala. Chefdirigent Riccardo Chailly lud ihn daraufhin spon­ tan ans Sommer-Festival ein, wo er das Lucerne-Festival-Publikum als Solist im Zweiten Klaviertkonzert des russischen Komponisten beeindruckte. Der erste Auftritt mit dem ­L ucerne Festival ­Orchestra sei für ihn ein magischer ­Moment gewesen, bekennt er. Am 11. April kehrt Fujita zu diesem Klangkörper zurück, um sein Können abermals unter Beweis zu stellen. Unter Leitung des venezolanischen Dirigen­ ten Rafael Payare wird er zur Eröffnung des Frühlings-Fests, das bis zum 13. April stattfindet, das lyrische Vierte Klavierkonzert von Ludwig van Beet­ hoven interpretieren. «Dieses Konzert beginnt mit einem himmlischen Klang, von G-Dur moduliert es plötzlich nach H-Dur. Alles an diesem Harmonie­ wechsel ist für mich ein Wunder», schwärmt Fujita. «Beethoven macht

Unter der Stabführung von Rafael Payare, der inzwischen Chefdirigent der San Diego Symphony und des ­Orchestre symphonique de Montréal ist, ­erklingt am Frühlings-Fest auch ­Ludwig van Beethovens Sechste Sinfonie mit dem Beinamen «Pastorale». Das Werk, in dem der Komponist das einfache Land­ leben zelebriert, könne auch heute ­M enschen der Natur näherbringen, meint Payare. «Wie ein Samen nimmt man Wasser auf und wartet auf die Sonnenstrahlen, um aufblühen zu können. Das sind meine Empfindungen, wenn ich die ers­ ten Töne dieser Sinfonie höre», verriet er in einem von seinem kalifornischen Orchester verbreiteten Video. Beetho­ ven nehme die Zuhörer an der Hand und führe sie mitten in diese zauber­ hafte Welt hinein. «Man nimmt den Duft einer Blume wahr und im nächsten ­Moment das Zwitschern eines Vogels – das ist wunderbar.»

Debüt in Luzern Payare, der kurzfristig für den erkrank­ ten Chailly einspringt, debütiert als ­Dirigent bei Lucerne Festival und tritt am 11. April zum ersten Mal an das Pult des Festivalorchesters. In Venezuela ­e rhielt er sein erstes musikalisches Rüstzeug durch das Bildungsprogramm El Sistema. Von 2001 bis 2012 spielte er als Solohornist im Orquesta Sinfónica Simón Bolivar, auch unter Leitung von Claudio Abbado, dem Gründer des ­Lucerne Festival Orchestra. Während seiner Ausbildung zum Dirigenten wurde er unter anderem Assistent von Abbado und nahm in Luzern an einem vom Festival organisierten Meisterkurs mit Bernard Haitink teil.

SHIRLEY SUAREZ

IKEDA EIICHI

Klavierabend am 12. April

hier klare, strenge Dynamikangaben, und von Pianissimo und Piano geht es dann plötzlich zu Forte. Das ist sehr effektvoll.»

Zum Frühlings-Fest vom 11. bis 13. April im KKL Luzern ist ausserdem der junge russische Pianist Alexander Malofeev eingeladen. Im vergangenen Sommer überzeugte er mit einer atem­beraubenden Interpretation des Ersten Klavierkonzerts von Rachmaninow. Am 12. April bietet er dem Publikum einen vielschich­ tiges Soloprogramm, etwa mit Stücken von Franz Schubert, Leoš Janáček und Franz Liszt. Tickets und Infos: lucernefestival.ch

Pianist Mao Fujita

Sopranistin Regula Mühlemann

Noch eine Premiere Auch der Dirigent Franz Welser-Möst, der mit dem Cleveland Orchestra und den Wiener Philharmonikern regelmäs­ sig bei Lucerne Festival gastiert, ist erst­ mals mit dem Festivalorchester zu erle­ ben. Am 13. April steht Beethovens be­ rühmte Neunte Sinfonie auf dem Pro­ gramm, deren Uraufführung sich 2024 zum zweihundertsten Mal gejährt hatte. Zum ersten Mal wurde hier die mensch­ liche Stimme in ein sinfonisches Werk einbezogen, im Finale wirken vier Solis­ tinnen und Solisten sowie ein Chor mit. Die Vertonung von Friedrich Schillers «Ode an die Freude» hat die Idee einer weltumspannenden Brüderlichkeit unter den Menschen seither über viele Generationen wachgehalten. 1971 er­ klärte der Europarat die «Ode an die Freude» zur offiziellen Europahymne. Nicht nur Musiker, sondern auch Dich­ ter, Schriftsteller, Philosophen und bil­ dende Künstler haben sich immer wie­ der von diesem epochalen, auf allen Kon­ tinenten aufgeführten Werk inspirieren lassen. Mit dem Cleveland Orchestra, das er noch bis 2027 leiten wird, nahm sich Wel­ ser-Möst vor einigen Jahren im ­Rahmen des «Prometheus-Projekts» sämtliche Sinfonien des Komponisten vor und stellte sie in einen übergeordneten phi­ losophischen Kontext. «Um den Zeitgeist der Werke zu verstehen, legt sich etwa die Lektüre von Schiller, Fichte, Schel­ ling, Hegel und Winckelmann nahe», sagte er in einem Interview mit einem Wiener Radiosender. «Auf dem Hinter­ grund dieser Ideenwelt hat Beethoven seine Werke geschrieben. Beethovens Musik ist Philosophie in ­Tönen.» In der Neunten versuche der Komponist, alles zusammenzubringen, was er im Laufe seines Schaffens ergründet habe, er­ klärte der Dirigent. Beethoven sei nie be­

scheiden gewesen, er begreife sich hier als Schöpfer eines Universums.

Die Heimkehrerin Unter Leitung von Welser-Möst wird das Lucerne Festival Orchestra mit der So­ pranistin Regula Mühlemann, der Mezzo­ sopranistin Marie-Claude Chappuis, dem Tenor Benjamin Bruns, dem Bariton Mar­ kus Werba und dem MDR-Rundfunkchor auf die Bühne kommen. Mühlemann, die aus Adligenswil nahe Luzern stammt, kehrt immer gern in ihre Heimat zurück. «In Luzern zu singen, ist für mich nach wie vor speziell. Den phantastischen Saal des KKL kenne ich inzwischen so gut, dass ich mich dort wie zu Hause fühle.» Bei Lucerne Festival debütierte sie 2013 mit einem Liederrezital. Vor zwei Jahren war sie mit dem Festivalorchester und dem Dirigenten Andrés Orozco-­ Estrada als Solistin in der Sinfoniekantate «Lobgesang» von Felix Mendelssohn zu erleben. «In dem Orchester spielen Spit­ zenmusiker, die mit grosser Freude und Motivation bei der Sache sind. Dass dies eine besondere Klangqualität hervor­ bringt, kann man sofort hören.» Mühle­ mann, die bei Beethovens Neunter zuerst 2016 auf einer Tournee mit dem Ensem­ ble Concentus Musicus Wien mitwirkte, erkennt in dem Werk etwas Zeitloses und Allgemeingültiges. «Es ist unglaublich schön, die Neunte gemeinsam aufzufüh­ ren. Es geht mir richtig zu Herzen, wenn Solisten und Chor mit voller Kraft singen. Wenn das Finale beginnt, bekomme ich jedes Mal eine Gänsehaut. Beethovens Botschaft hat eine ungeheure Kraft.»

Dieser Inhalt wurde von NZZ Content Creation im Auftrag von Lucerne Festival erstellt.


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