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CRIF (D)

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31. Mai 2026

Geopolitische Verwerfungen, neue ESGVorschriften, Zahlungsausfälle: Wer seine Lieferanten nicht systematisch im Blick hat, steuert blind. Lange war das Lieferantenrisiko ein Randthema des Einkaufs. Heute ist es Chefsache.

Im Frühjahr 2021 stand die Automobilindustrie still, nicht wegen fehlender Nachfrage, sondern wegen fehlender Chips. Ein Engpass bei Halbleiterlieferanten legte Produktionslinien auf drei Kontinenten lahm. Drei Jahre später traf ein fehlerhaftes Software-Update des USSicherheitsanbieters CrowdStrike Unternehmen weltweit: IT-Systeme kollabierten, Flughäfen standen still. In beiden Fällen war die Ursache dieselbe, nämlich eine Abhängigkeit, die niemand gemessen hatte.

ISTOCK

Wenn der Lieferant zum Risiko wird

Viele Unternehmen prüfen ihre Lieferanten einmalig bei Vertragsabschluss und verlassen sich danach auf Vertrauen.

Unternehmen, die Lieferantenrisiken Das sind keine Ausnahmefälle. Laut dem systematisch ma«Supply Chain Resilience Report 2024» des Business Continuity Institute ver- nagen, verschafzeichneten fast 80 Prozent aller Unternehmen im vergangenen Jahr mindes- fen sich einen tens eine Unterbrechung ihrer Lieferkette. Und die Schadensseite wird messbaren Wettkonkret, wenn man auf die Insolvenzzahlen schaut: In der Schweiz wurden bewerbsvorteil. Blindflug mit wachsenden Risiken

2025 insgesamt 12 375 Konkurse eröffnet, ein Anstieg von 38,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 prognostiziert Crif über 13 500 Firmeninsolvenzen. In Deutschland stiegen die Insolvenzen 2025 auf knapp 24 000 Fälle, den höchsten Stand seit 2014, und über zehn Prozent aller Unternehmen gelten dort derzeit als insolvenzgefährdet. Was das für Firmen bedeutet, die von diesen Lieferanten abhängig sind, liegt auf der Hand: Jeder Ausfall kann zum eigenen werden. Das eigentliche Problem ist nicht das Risiko an sich, sondern die fehlende Sichtbarkeit. Viele Unternehmen prüfen ihre Lieferanten einmalig bei Vertragsabschluss und verlassen sich danach auf Vertrauen. Ein systematisches Monitoring findet nicht statt. Finanzkennzahlen werden nicht laufend beobachtet, Compliance-Verstösse nicht erfasst, ESG-Risiken kaum bewertet. Probleme eskalieren unbemerkt, bis sie nicht mehr beherrschbar sind. Hinzu kommt die wachsende Regulierungslast. Schweizer Unternehmen, die in den EU-Markt exportieren, sind von der europäischen Lieferkettensorgfaltspflicht-Richtlinie direkt betroffen. Die EU-Verordnung zur Entwaldung verpflichtet Unternehmen, den Ursprung bestimmter Rohstoffe lückenlos nachzuweisen. Und die Anti-Geldwäsche-Vor-

schriften verlangen eine kontinuierliche Überprüfung von Geschäftspartnern. Wer diesen Anforderungen nicht genügt, riskiert Marktzugang, Bussgelder und Reputationsschäden.

Echtzeit statt Jahresprüfung Genau hier setzt RelianceX von Crif an. Die cloudbasierte Plattform wurde entwickelt, um Finanzmonitoring, Compliance-Prüfungen, ESG-Bewertung und Sicherheitsmanagement in einer einzigen Lösung zu bündeln und damit den Überblick zu schaffen, der bislang fehlte. Kernstück ist die kontinuierliche Risikoüberwachung in Echtzeit: Veränderungen in der Bonität eines Lieferanten, neue Compliance-Verstösse oder ESGAuffälligkeiten werden automatisch erkannt und gemeldet, bevor sie zum Problem werden. Statt auf periodische Berichte zu warten, erhalten die zuständigen Teams laufend aktualisierte Signale und können handeln, bevor Risiken eskalieren. Für Führungskräfte in Einkauf, Risikomanagement und Nachhaltigkeit ist das ein grundlegender Paradigmenwechsel: weg von der reaktiven Schadensbegrenzung, hin zur vorausschauenden Steuerung. «Unser Ziel sind zuverlässigere Entscheidungen und resiliente Lieferketten und somit die nachhaltige Stärkung von Organisationen durch strategische Steuerung, effiziente Prozesse sowie automatisierte Abläufe», sagt Daniel Gamma, Chief Sales Officer bei Crif.

360-Grad-Sicht auf Lieferanten Was RelianceX von herkömmlichen Bonitätsprüfungen unterscheidet, ist die

Breite der integrierten Datenbasis. Die Plattform verknüpft Wirtschaftsinformationen mit AML- und KYC-Daten, ESGKennzahlen, operationellen Risikoindikatoren sowie Informationssicherheitsund Datenschutzmodulen. Das Ergebnis ist ein einheitlicher Risikoindex, der eine konsolidierte Sicht auf Performance und Risiken jedes einzelnen Lieferanten ermöglicht. Besonders hervorzuheben ist das CrifScoring auf Kinderarbeit: Unternehmen, die ethische Beschaffung nachweisen müssen, etwa im Rahmen der europäischen Lieferkettensorgfaltspflicht oder interner Nachhaltigkeitsstandards, erhalten damit ein konkretes Instrument zur Überprüfung arbeitsrechtlicher Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ebenso deckt das ESG- und Treibhausgas-Tracking die Scope-1- bis Scope-3-Emissionen ab, was für die CO�Bilanzierung entlang der Lieferkette zunehmend regulatorisch gefordert wird. Die Plattform ist modular aufgebaut und skalierbar. Je nach Bedarf lassen sich Zusatzmodule für Datenschutz, Informationssicherheit, Whistleblowing oder EUDR-Compliance integrieren. Das ermöglicht einen schrittweisen Einstieg, ohne von Anfang an das gesamte System implementieren zu müssen – ein Vorteil für Unternehmen, die bestehende Prozesse nicht von Grund auf neu aufsetzen wollen.

Komplexe Daten, klare Entscheide Ein häufiges Problem in der Lieferantenbeurteilung ist nicht fehlende Information, sondern fehlende Aufbereitung. Rohdaten aus verschiedenen Quellen, unterschiedliche Systeme, inkonsistente Bewertungsmassstäbe: Das Ergebnis ist Unübersichtlichkeit statt Klarheit. Reli-

Lieferkettensicherheit Crif bietet Lösungen für Kreditrisikomanagement, Betrugsbekämpfung und Adresspflege entlang des gesamten Kundenlebenszyklus. Zudem bietet sie entscheidungsunterstützende Analysen und Lösungen an, insbesondere zur Optimierung von Kreditanträgen, Portfoliomanagement sowie mit Daten zu Lieferantenrisiken. anceX löst das mit integrierten BI-Dashboards und professionellen ReportingFunktionen. Komplexe Daten werden zu klaren, umsetzbaren Erkenntnissen verdichtet, sodass Risikoteams, Einkaufsleiter und Nachhaltigkeitsverantwortliche auf derselben Informationsbasis entscheiden können. Unternehmen, die Lieferantenrisiken systematisch managen, verschaffen sich einen messbaren Wettbewerbsvorteil. Sie sind regulatorisch besser aufgestellt, reagieren schneller auf Störungen und treffen bessere Entscheidungen bei der Lieferantenauswahl. Umgekehrt gilt: Wer diese Komplexität ignoriert, trägt stille Risiken in der Bilanz, in der Compliance und im Ruf. Die Frage ist nicht mehr, ob Lieferantenrisiken gemanagt werden müssen. Die Frage ist, mit welchen Mitteln.

Dieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab im Auftrag von Crif erstellt.


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