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Programmzettel | 21.03. CCN - Ballet de Lorraine . Ayelen Parolin . Marco da Silva Ferreira

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März 2026

do 26 DEKKER

19.30 Uhr Live 2026

Musik

so 29 VALENTIN KUNERT . DOMKANTOREI 18.00 Uhr ST. PÖLTEN

Osterkonzert

Klassik

April 2026

do 09 AMARO FREITAS

19.30 Uhr Y’Y Musik

fr 10 HESSISCHES STAATSBALLETT

19.30 Uhr

David Raymond & Tiffany Tregarthen . Marco Goecke . Imre & Marne van Opstal Tanz

mo 13 TONKÜNSTLER-ORCHESTER

19.30 Uhr Rachmaninow/Hindemith Klassik

sa 18 BIG BANG FESTIVAL

ab 11.00 Uhr Musikabenteuer für junges Publikum Musik/Familie

so 26 PROGRAMMPRÄSENTATION 2026/2027

17.00 Uhr Musik/Tanz

so 26 THOMAS GANSCH BLASMUSIK

18.30 Uhr SUPERGROUP

Blasmusik goes Hollywood Musik

do 30 VOODOO JÜRGENS

19.30 Uhr Live 2026 Musik

DEMNÄCHST IM FESTSPIELHAUS GÖTEBORGSOPERANS DANSKOMPANI:

Atlas Song

Live-Musik: Anna von Hausswolff

Tanz/Live-Musik In Atlas Song verschmelzen die eindrucksvollen Choreografien von Imre & Marne van Opstal mit der Musik von Anna von Hausswolff. Gemeinsam kreieren sie eine Symbiose der Künste, die Tanz und Live-Gig als einzigartige Fusion erlebbar macht … und mitunter zum Headbangen einlädt.

do 21/05 & fr 22/05

EUR 12-52, -50 % für alle unter 26

Karten & Information +43 (0) 2742/90 80 80 600 karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at

- 50 % FÜR ALLE UNTER 26

Unser gesamtes Saisonprogramm 2025/2026 finden Sie auf www.festspielhaus.at.

IMPRESSUM Herausgeber, Verleger und Medieninhaber Niederösterreichische Kulturszene Betriebs GmbH, Kulturbezirk 2, 3100 St. Pölten, T: +43 (0) 2742/90 80 80, www.festspielhaus.at. Für den Inhalt verantwortlich Thomas Gludovatz, Andreas Gremel. Künstlerische Leiterin Bettina Masuch. Musikkuratorin Constanze Eiselt. Redaktion Julia Dorninger. Termin-, Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten. Fotografieren, Ton- und Videoaufzeichnungen nicht gestattet.

Einführung und Biografien

CCN – BALLET DE LORRAINE

Ayelen Parolin . Marco da Silva Ferreira

MALÓN

CHOREOGRAFIE Ayelen Parolin l ASSISTENZ CHOREOGRAFIE

Julie Bougard, Jeanne Colin und Daan Jaartsveld l DRAMATURGIE

Olivier Hespel l LICHT Jean-Jacques Deneumoustier l MUSIK

Benoist Bouvot l KOSTÜME Alexandra Sebbag mit dem Atelier

Couture du CCN – Ballet de Lorraine

Eine Produktion von CCN – Ballet de Lorraine in Koproduktion mit RUDA asbl. im Rahmen des Projekts „ Artiste Associé“ mit dem Centre Pompidou-Metz.

A FOLIA

CHOREOGRAFIE Marco da Silva Ferreira l MUSIK Luis Pestana (inspiriert von Arcangelo Corellis Violinsonate d-Moll op. 5 Nr. 12

La Folia) l LICHT Teresa Antunes l KOSTÜME Aleksandar Protic ASSISTENZ CHOREOGRAFIE Catarina Miranda l KORREPETITORIN

Valérie Ferrando

Eine Produktion von CCN – Ballet de Lorraine in Koproduktion mit Mafalda Bastos und P-ulso.

DIREKTORIN CCN – BALLET DE LORRAINE Maud Le Pladec TOURING A propic – Line Rousseau, Marion Gauvent

TANZ Jonathan Archambault, Aline Aubert, Alexis Baudinet, Malou Bendrimia, Charles Dalerci, Inès Depauw, Anéva Dubeaux, Mila Endeweld, Angela Falk, Nathan Gracia, Inès Hadj-Rabah, Matéo Lagière, Laure Lescoffy, Valérie Ly-Cuong, Andoni Martinez, Afonso Massano, Lorenzo Mattioli, Clarisse Mialet, Elsa Raymond, Céline Schœfs, Gabin Schoendorf, Mac Twining, Luc Verbitzky, Loeka Willems

Dauer: ca. 1 Std. 35 Min. (inkl. Pause)

Historisch gesehen bezeichnete „malón“ einen überraschenden Überfall auf eine feindliche Gemeinschaft. Heutzutage wird es eher verwendet, um eine undiszipliniert auftretende Menge zu beschreiben, die öffentliche Unordnung verursacht – aber auch (im positiven Sinne) eine Gruppe von Menschen, die unangekündigt bei einer Freundin oder einem Freund auftaucht, ausgestattet mit allem, was man zum Trinken,

Essen und Tanzen braucht. Ayelen Parolin verwendet für Malón genau dieses Bild und arbeitet die individuelle Vielfalt dieser 21 Körper heraus, die dennoch daran arbeiten, tatsächlich einen „gemeinsamen Körper“ zu bilden. Aber wie bildet man eine Gruppe, ohne die Individualitäten auszulöschen, die sie ausmachen? Oder, wie Parolin es ausdrückt: Wie mischt man Schwarz und Weiß, ohne dabei Grau zu erhalten? Malón ist ein Spiel der Gegensätze und Kontraste, die weder geglättet noch vereinheitlicht werden wollen. Ayelen Parolin wählt dafür bewusst das Prinzip der Collage, bedient sich Elementen aus Folklore, Popkultur und Alltagsgesten (man könnte sagen, sie plündert – im Sinne des Begriffs „malón“) und veredelt sie mit den kostbaren Schätzen aus dem weiten Feld des modernen Tanzes.

Einen festlichen portugiesischen Hirtentanz aus dem 16. Jahrhundert, die Folia, wählt hingegen Marco da Silva Ferreira als Ausgangspunkt für seine fiktive Begegnung zwischen dem portugiesischen Fest und zeitgenössischen Tänzen. Der Begriff „Folia“ entstand im Portugiesischen aus der Verbindung der Wörter „fole“, dem Blasebalg zum Anfachen des Feuers, verwandt mit „fôlego“, dem Einatmen von Luft, und „folga“, dem Ruhetag oder der Freizeit. Der „folião“ bzw. die „foliona“ –die feiernde Person, die sich vom Arbeitsalltag löst – erlaubt sich, Kopf und Lunge mit Luft zu füllen und in ihrer vermeintlichen Verrücktheit aufzugehen. Sie bildet das Zentrum von da Silva Ferreiras triebhafter Choreografie voller Ekstase, Euphorie und kollektiver Rebellion.

AYELEN PAROLIN

Die in Argentinien geborene Choreografin und Tänzerin lebt und arbeitet heute in Brüssel. Ausgebildet in Montpellier schuf Ayelen Parolin ab 2003 ihre eigenen Arbeiten. Von ihrem autobiografischen Solo 25.06.76 bis zum Gruppenstück WEG entwickelte sie etwa zwanzig Stücke. Sie hat Arbeiten für die KNCDC – Korean National Contemporary Dance Company, das Ballet national de Marseille und Carte Blanche – Norwegian National Contemporary Dance Company kreiert, ihre Choreografien waren u. a. am Théâtre de la Ville (Paris), beim Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), bei Tanz im August (Berlin), im Centquatre (Paris) und beim Edinburgh Festival Fringe zu sehen.

MARCO DA SILVA FERREIRA

Der gebürtige Portugiese und ausgebildete Physiotherapeut Marco da Silva Ferreira arbeitet seit 2008 als professioneller Tänzer. Seine choreografische Arbeit entwickelte sich aus urbanen Tanzpraktiken heraus und fokussiert sich auf zeitgenössische Elemente mit starken afroamerikanischen Einflüssen. Einen wichtigen Wendepunkt markierte HU ® MANO, das 2015 bei den Aerowaves Priority Companies präsentiert und auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt wurde.

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