„Wir vergessen viel von unserer Geschichte und stellen uns manchen Teilen von ihr nicht. Ich halte es für notwendig, hin und wieder in die Vergangenheit zurückzukehren, nach seinen Wurzeln zu suchen und sie dort, wo notwendig, zu entwirren.“
SIDI LARBI CHERKAOUI Eventuell Zustatzinfo
„Wir möchten das Publikum in ein ganz anderes Universum entführen. In unserer Version wird die Liebesgeschichte weniger im Vordergrund stehen, dafür umso mehr die Gewalt, die sich sowohl bei Shakespeare als auch bei Prokofjew wiederfindet.“
MARCOS MORAU
MARCOS MORAU .
OPERA BALLET VLAANDEREN . TONKÜNSTLER
Romeo + Julia
fr 06/03 & sa 07/03
19.30 Uhr
Großer Saal
Festspielhaus St. Pölten
ÖSTERREICH-PREMIERE
Dauer: ca. 1 Std. 20 Min. (keine Pause)
Einführung mit Bettina Masuch
18.30 Uhr, Kleiner Saal
Künstlerische Leiterin Festspielhaus St. Pölten: Bettina Masuch
MARCOS MORAU .
OPERA BALLET VLAANDEREN . TONKÜNSTLER
Romeo + Julia
IDEE, KONZEPT Marcos Morau
CHOREOGRAFIE Marcos Morau in Zusammenarbeit mit den Tänzer:innen des Opera Ballet Vlaanderen
CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ Shay Partush
PROBENLEITUNG Joëlle Auspert, Ana Maria Lucaciu, Aaron Shaw
CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ KINDER Julia Cambra BÜHNE Max Glaenzel
KOSTÜME Silvia Delagneau
LICHT Bernat Jansà
ELEKTRONISCHE MUSIK Lukas Hellings
DRAMATURGIE Roberto Fratini Serafide, Koen Bollen
TÄNZER:INNEN Charles Antoni, Louiza Avraam, Janne Boere, Yannis Brissot, Morgana Capellari, Brent Daneels, Yaiza Davilla Gomez, Anais De Caster, Marine Garcia, Philipe Iens, Towa Iwase, Matthew Johnson, Ausia Jones, Aleix Labara I Cerver, David Ledger, Valeria Marangelli, Lisa Mariani, Cassandra Martin, Allison Mcguire, Austin Meiteen, Ester Pérez, Taichi Sakai, Willem-Jan Sas, Niharika Senapati, Saul Vega Mendoza, Rune Verbilt, Madison Vomastek, Lateef Williams
KINDER Leandro Gerrits, Rémi Forrest, Ella Van Den Borre
ORCHESTER Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
MUSIKALISCHE LEITUNG Gavin Sutherland
MUSIK
Sergej Prokofjew (1891–1953)
Romeo und Julia, Ballett op. 64
Libretto: Sergei Radlov, Adrian Piotrovsky, Leonid Lavrovsky und Sergej Prokofjew.
Veröffentlichung: Première Music Group (Katalog Le Chant du Monde).
Mit freundlicher Genehmigung von UNIVERSAL EDITION AG, Wien, www.universaledition.com
Premiere am 15. März 2025, Opera Ballet Vlaanderen, Gent
ZWISCHEN UNSCHULD UND AUSLÖSCHUNG
Marcos Moraus Romeo + Julia
In Dunkelheit gehüllt, bahnt sich eine Gruppe mysteriöser Figuren mühsam ihren Weg durch einen Strudel, ein Tor in eine andere Welt. Ihre Kleider erinnern an längst vergangene Zeiten, und doch könnten die Figuren ebenso einer vagen Zukunftsfantasie entstammen. In den elektronischen Klanglandschaften verweisen die Streicher bereits auf jenen orchestralen Höhepunkt, wenn Sergej Prokofjews Meisterwerk in der herzzerreißenden Begräbnisszene kulminiert. In diesem hinzugefügten Prolog, diesem Zustand zwischen Wachsein und Träumen, sticht eine Person besonders hervor. Mit einem Schwert in der Hand betritt ein junger Mann die seltsame Welt, die sich vor ihm erstreckt. Zu seinem Erstaunen stößt er auf zwei spielende Kinder, während das Symphonieorchester Prokofjews Ouvertüre mit dem Romeo-und-Julia-Thema anstimmt, das sich durch die gesamte Komposition zieht.
Moraus tiefschwarze Vision
Choreograf Marcos Morau gewährt den Zuschauer:innen einen Blick in eine Traumwelt, eine Albtraummaschine, die schlummernde und unheilvolle Beweggründe offenbart. Prokofjews kraftvolle wie mitreißende, zugleich aber oft düstere und fast martialische Komposition inspirierte Morau dazu, keine weitere, bloße Nacherzählung der berühmten Liebesgeschichte zu kreieren, sondern eine Vision über die Unmöglichkeit von Liebe in einer gewaltsamen, zerstörerischen
Welt zu schaffen. „Wenn man über Romeo und Julia spricht, denken alle an eine Liebesgeschichte“, so Morau. „In unserer Version wird man jedoch weniger die Liebe als die Gewalt sehen, die sich sowohl bei Shakespeare als auch bei Prokofjew wiederfindet. Die Figuren von Romeo und Julia stehen als Metaphern für die Liebe selbst, in Gestalt zweier Kinder.“ Morau präsentiert eine Liebe, die keinen Raum zum Atmen hat und die nicht gegen rivalisierende Familien kämpfen muss, sondern gegen ein System, das sie von vornherein ausschließt.
Marcos Morau arbeitete eng mit den Tänzer:innen des Opera Ballet Vlaanderen zusammen, die seiner über die Jahre hinweg gewachsenen anorganischen, befremdlich wirkenden Tanzsprache Gestalt verleihen. Dabei handelt es sich um ein abstraktes Vokabular, das für jedes seiner Stücke neue Übersetzungen erfordert. Für Romeo + Julia bat Morau die Tänzer:innen, „bestimmte Körperteile zu isolieren und sich ganz darauf zu konzentrieren. Anschließend lasse ich sie dieses Körperteil in eine bestimmte Richtung drücken, woraufhin ihr ganzer Körper auf natürliche Weise mitdrehen möchte. Doch dann bitte ich sie, diesem Instinkt zu widerstehen. Wie bei einem Zauberwürfel wird die Bewegung zunehmend verdreht und verzerrt.“ In Moraus finsterem Universum sind die Tänzer:innen nicht nur Figuren; sie sind zugleich Körper, die in einem Mechanismus gefangen sind und von unsichtbaren Kräften bewegt werden, die sich ihrer Kontrolle entziehen.
Der unbefangene, kindliche
Blick
Die fragmentarische szenische Struktur von Prokofjews Ballett wird von Morau und Dirigent Gavin Sutherland weiter betont. Vorhänge – wie im Theater – verhüllen und enthüllen eine Abfolge von stillen wie explosiven Bildern, die immer wieder auf den thematischen Kern von Prokofjews Partitur zurückgreifen: von den faszinierenden, traumgleichen Masken, in denen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen, über den martialischen Tanz der Ritter – der nicht zufällig oft mit John Williams’ Filmmusik Imperial March aus Star Wars verglichen wird – bis hin zur berühmten Balkonszene. Die emotionale Nähe und körperliche Distanz dieser ikonischen Szene bei Shakespeare wird in eine Reihe von Duetten übersetzt, in denen die Liebe wie ein Lagerfeuer aufflammt oder sich wie auf einem Scheiterhaufen in Rauch auflöst. „All the world’s a stage“ („Die ganze Welt ist eine Bühne“), schrieb Shakespeare in seinem berühmten Stück Wie es euch gefällt, „and all the men and women merely players“ („und alle Männer und Frauen bloße Spieler“). In dieser Version von Romeo + Julia sind es die Kinder, die zu erstaunten Zuschauer:innen einer Welt werden, in der sie aufwachsen.
Wenn dieses Romeo + Julia wie ein großes Requiem betrachtet werden kann, dann bilden die letzten Seiten von Prokofjews Partitur sein In Paradisum, in dem die Musik ihre Dissonanzen allmählich verliert und schließ-
lich in der heiteren Tonart C-Dur endet – dieselbe Tonart, in der das Werk begann, nun jedoch von menschlicher Verletzlichkeit durchdrungen ist. „Pathos ist etwas, was man seit der Kindheit in sich trägt“, reflektiert Morau. „Es entspringt der Erziehung, der Art und Weise, wie man lernt, in dieser Welt zu leben.“ Ebendieses kindliche Mitgefühl, die Fähigkeit zur Empathie, wird entscheidend sein, um die Kluft zwischen Gewalt und Liebe zu überbrücken. Mit seiner Interpretation erweitert Morau nicht nur das erzählerische Erbe Shakespeares und Prokofjews, er konfrontiert uns auch mit der Welt, in der wir heute leben. Was bedeutet Liebe in einer Zeit von Polarisierung und Gewalt? Gibt es überhaupt noch einen Ausweg? Oder ist das Schicksal von Romeo und Julia besiegelt?
KOEN BOLLEN
GLOSSAR
Über die Symbolik in Romeo + Julia
KREIS
Die Form und streng bösartige Funktion aller Getriebemechanismen. Die einzige Form, die vollkommen still erscheint, selbst wenn sie sich um ihr Zentrum dreht. Ein Symbol schwindelerregender Starre. Circus, Arena, Stadion, Trommel, Reaktor.
PFERD
Das heraldische Totem der höfischen Anthropologie, Instrument jedes Angriffs, Verbündeter des Windes. Das Wesen, das sich im Karussell um eine mechanische Achse dreht, immer auf der Flucht ist und doch niemals irgendwo ankommt.
VORHANG
Die edle, blutrote Arroganz jeder Aufführung. Das, was jederzeit das Spektakel der Gewalt und die Gewalt des Spektakels enthüllt – und zugleich verbirgt.
SCHWERT
Das tödliche Spielzeug, das das Geheimnis der Worte auf ein Zischen reduziert. Wie ein Versprechen schwebt es über dem Spiel der Liebe.
WIND
Der besondere – und räumliche – Effekt, der der Höflichkeit ihren Glanz nimmt und der die Spielregeln in eine Katastrophe verwandelt. Die Eile, die die Zeit in einen Mörder verwandelt.
ROMEO UND JULIA
Jedes Kind, das gespielt hat, ohne die Spielregeln zu begreifen. Das fasziniert und ängstlich durch die Welt der Erwachsenen gewandert ist wie durch ein Museum voller Automaten. Das getanzt hat, ohne die Schritte zu kennen.
FEUER
Immer zufällig und – wie die Liebe – immer unkontrollierbar.
TURNIER
Das gewalttätige Spiel, das den Krieg simuliert; das aber auch in bestimmten Formen (wie im italienischen Wort „giostra“) ein Karussell oder eine Jahrmarktsattraktion sein kann.
SCHLAMM
Die Scham, in der die Kriegsmaschinerie der Erwachsenenwelt stecken bleibt.
FENSTER
Das Tor für alles, was – wie das Tageslicht – nicht aufgehalten werden kann. Der Fluchtweg für alle, die es –wie Liebende – nicht ertragen können fortzugehen.
MONTECCHI UND CAPULETI
Wie Schachfiguren erzeugen sie keinen Konflikt – sie werden von ihm erzeugt. Sie sind das Ergebnis, niemals
die Ursache, der endlosen Launen des Hasses. Es ist unmöglich, sie voneinander zu unterscheiden.
KERZE
Das Schwert, das in Liebesnächten und Totenwachen dieselbe Wunde des Lichts, dieselbe Illusion von Glanz öffnet.
DER JUNGE MANN
Derjenige, der erwacht und verharrt zwischen der Ratlosigkeit der Kindheit und der Toxizität der Erwachsenenwelt, zwischen Verteidigung und Niederlage. Der Anführer, der menschliche Schutzschild, der gefährliche Beschützer. Der Verteidiger und der Angeklagte.
ROBERTO FRATINI SERAFIDE
EIN HAPPY END?
Über Sergej Prokofjews Ballettmusik
Sergej Prokofjews 1935/1936 für das Theater in Leningrad geschriebene Ballettversion von Romeo und Julia hätte, so unglaublich es heute klingt, um ein Haar ein Happy End gehabt. Dafür schien es, als würde im Gegenzug die Geschichte dieses genialen musikalischen Werks vorzeitig und tragisch enden, denn nach der Ermordung des Ersten Parteisekretärs Sergej Kirov und der nachfolgenden Unruhen in Leningrad wurde das Projekt kurzerhand abgesagt. Prokofjew musste sich nach einer anderen Bühne umsehen, die bereit war, sein Ballett herauszubringen. Das Moskauer BolschoiTheater sagte zunächst zu, sprang aber sogleich wieder ab, als sich herausstellte, dass Prokofjews Musik weit über den fälschlich erwarteten, traditionellen Stil Tschaikowskis hinaus ging: Dergleichen komplizierte Rhythmik und kühne Harmonik, so lautete die abschlägige Begründung, seien schlicht untanzbar.
Prokofjew hatte damit rechnen müssen, in der neuen alten Heimat auf politisch-künstlerische Widerstände auf ästhetischer Basis des dekretierten „sozialistischen Realismus“ zu stoßen. Dass ihm das System bereits bei Romeo und Julia solche Steine in den Weg legen würde, muss ihn dennoch schmerzlich überrascht haben. Und auch noch der geplante, seltsam glückliche Ausgang des Shakespeare-Dramas auf der Ballettbühne! „Im letzten Akt erscheint Romeo etwas früher, findet Julia noch am Leben, und alles wird gut“, berichtet Prokofjew selbst dazu: „Die Gründe für diese besondere Barbarei waren rein choreografische
Erwägungen: Lebendige Menschen können tanzen, tote nicht. (...) Merkwürdigerweise wurde die Nachricht, ich plane ein Ballett nach Romeo und Julia mit glücklichem Ausgang, in London ganz ruhig aufgenommen, aber unsere eigenen Shakespeare-Forscher erwiesen sich als noch päpstlicher als der Papst und eilten Shakespeare zu Hilfe. Aber was mich wirklich dazu bewegte, meine Absicht zu ändern, war eine Bemerkung, die jemand am Ende des Balletts machte: ‚Genau genommen drückt Ihre Musik am Schluss eigentlich keine echte Freude aus.‘ Das stimmte. Nach mehreren Besprechungen mit dem Choreografen wurde entschieden, dass das tragische Ende durchaus in Tanz umgesetzt werden konnte, und bald darauf war die Musik für diesen Schluss geschrieben.“
Das komplette Ballett fand am 30. Dezember 1938 seinen Weg auf die Bühne, allerdings in der Provinz –im tschechischen Brünn. Noch bei der russischen Erstaufführung am 11. Jänner 1940 in Leningrad stöhnten die Tänzer:innen unter den so ungewohnten wie großen Anforderungen des Werks. Dennoch wurde die Produktion ein enormer Erfolg und gleichsam zum Startschuss für den Siegeszug des Balletts um die ganze Welt. Durch Prokofjews mitreißende, Brillanz und Gefühlstiefe ideal verbindende Musik war ein neuer Klassiker geboren.
WALTER
MARCOS MORAU
Marcos Morau, geboren 1982, studierte Fotografie, Bewegung und Theater in New York und Barcelona. Auf der Bühne erschafft er visuelle Landschaften, in denen Bild und Bewegung einander bedingen. Als Leiter des Kollektivs La Veronal arbeitet er seit über zehn Jahren als Regisseur, Choreograf und Gestalter von Raum, Licht und Kostüm. Seine Werke waren bei bedeutenden Festivals in Paris, Venedig und Avignon zu sehen. Neben La Veronal kreiert Marcos Morau auch für internationale Compagnien wie das Opera Ballet Vlaanderen, das Ballett Zürich, das Nederlands Dans Theater NDT sowie das Ballett der Deutschen Oper am Rhein. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Tanz, Oper und Theater und suchen nach neuen Ausdrucksformen mit ständigem Bezug zur Gegenwart. 2013 wurde Marcos Morau mit dem spanischen Nationalen Tanzpreis ausgezeichnet. Seit 2023 ist er Artist in Residence beim Staatsballett Berlin. 2023 und 2025 wurde er von der Fachzeitschrift tanz zum Choreografen des Jahres ernannt. In der Saison 2025/2026 gastiert Marcos Morau im Festspielhaus St. Pölten mit gleich drei Produktionen: Afanador, Romeo + Julia sowie Folkå.
OPERA BALLET VLAANDEREN
Das Opera Ballet Vlaanderen präsentiert Oper, Ballett, Musiktheater und Tanz als zeitgenössische, lebendige Kunstformen. Das Ensemble konzentriert sich auf die großen Werke der Opern- und Tanzgeschichte, auf zeitgenössische Kreationen sowie Meisterwerke, die erst wiederentdeckt werden müssen. 2014 fusionierte die Opera Vlaanderen mit dem Ballet Vlaanderen, das 1969 von Jeanne Brabants gegründet wurde. Ihr folgten als Künstlerische Leiter:innen Valery Panov, Robert Denvers, Kathryn Bennetts, Assis Carreiro und Sidi Larbi Cherkaoui. Jede:r von ihnen gab dem Ballett eine eigene künstlerische Ausrichtung. Was sie einte, war der Wunsch nach einem vielfältigen Programm. Dies prägt auch die Philosophie von Jan Vandenhouwe, dem aktuellen Künstlerischen Leiter des Opera Ballet Vlaanderen. Im Fokus seiner Ballettprogramme stehen die stilistische Flexibilität zwischen Ballett und zeitgenössischem Tanz, die Weitergabe des zeitgenössischen flämischen Tanzerbes an eine neue Generation und die Schaffung von Hybridproduktionen, die Oper und Ballett verbinden. Zudem verfolgt er die Erforschung neuer Wege, das große Ballettrepertoire auf die Bühne zu bringen.
GAVIN SUTHERLAND
Der britische Dirigent, Arrangeur und Komponist Gavin Sutherland studierte Dirigieren, Klavier und Orchestrierung an der University of Huddersfield. Derzeit ist er Erster Gastdirigent beim English National Ballet, wo er von 2008 bis 2022 als Musikdirektor tätig war. In seiner über dreißigjährigen Karriere dirigierte er zahlreiche bedeutende Ballettcompagnien, darunter das Northern Ballet, das Birmingham Royal Ballet, das Royal New Zealand Ballet, das Bayerische Staatsballett und das Opera Ballet Vlaanderen. Er tritt regelmäßig mit namhaften Orchestern auf, u. a. mit dem BBC Concert Orchestra, dem Münchner Rundfunkorchester und dem Royal Philharmonic Orchestra. Gavin Sutherland veröffentlichte über hundert CDs und komponiert regelmäßig für verschiedene führende Orchester. 2019 erhielt er die Ehrendoktorwürde der University of Huddersfield für seine herausragenden Verdienste um die Musik.
TONKÜNSTLER-ORCHESTER
Das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich mit seinen fünf Residenzen in Niederösterreich und Wien zählt zu den größten und wichtigsten musikalischen Botschaftern Österreichs. Eine mehr als 75-jährige Tradition verbindet das Orchester mit dem Wiener Musikverein. Im Festspielhaus St. Pölten und in Grafenegg treten die Tonkünstler als Residenzorchester auf, ebenso im 2024 wiedereröffneten Stadttheater Wiener Neustadt. Die Konzertsaison 2025/2026 brachte sie ins Stadttheater Baden zurück, wo sie Anfang 1946 erstmals als Landessymphonieorchester Niederösterreich konzertierten. Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit steht das Orchesterrepertoire von der Klassik bis zur Musik des 20. Jahrhunderts. Alternative Programmwege der Tonkünstler werden von Musizierenden und Publikum geschätzt. Persönlichkeiten wie Walter Weller, Heinz Wallberg, Miltiades Caridis, Fabio Luisi, Kristjan Järvi, Andrés Orozco-Estrada und zuletzt Yutaka Sado waren Chefdirigenten des Orchesters. Seit der Saison 2025/2026 wird es von Fabien Gabel geleitet.
VIELFALT TANZ: FESTIVAL BIS TRIPLE BILL
CCN – BALLET DE LORRAINE
Ayelen Parolin . Marco da Silva Ferreira
Tanz Ausgangspunkt für diese Double Bill ist die Freude am gemeinsamen Tanzen – von den bis zum Exzess gesteigerten Bewegungen bei einem Rave über die mitreißende Wirkung eines portugiesischen Volkstanzes bis hin zum Tanzen in einem Nachtclub.
sa 21/03
Die Veranstaltung findet im Rahmen von 1 Tag alle Räume – Festival für Tanz & Gemeinsinn statt.
Mit Performances von u. a. Dance On Ensemble und Yasmeen Godder, Talks, Workshops & mehr
HESSISCHES STAATSBALLETT
Imre & Marne van Opstal . David Raymond & Tiffany Tregarthen . Marco Goecke
Tanz Starke choreografische Handschriften vereinen diesen außergewöhnlichen Triple-Bill-Abend: Während Imre & Marne van Opstal Verlust und Hingabe in den Mittelpunkt rücken, gehen David Raymond & Tiffany Tregarthen höheren Kräften nach. Marco Goecke nähert sich indessen indischer Musik an.
fr 10/04
EUR 12-52 ÖSTERREICH-PREMIERE SHUTTLE-BUS aus Wien
März 2026
mi 11
18.30 Uhr Großer Saal
fr 13
MUSIKALISCHE PROGRAMMPRÄSENTATION
TONKÜNSTLER-ORCHESTER 2026/2027 Klassik
SOAP&SKIN
19.30 Uhr Großer Saal Torso Tour Musik
mo 16
TONKÜNSTLER-ORCHESTER
19.30 Uhr Großer Saal Beethoven/Webern/Shin Klassik
sa 21 1 TAG ALLE RÄUME
ab 10.00 Uhr alle Räume Ein Festival für Tanz und Gemeinsinn Tanz
do 26
DEKKER
19.30 Uhr Bühne Live 2026 Musik
so 29
VALENTIN KUNERT . DOMKANTOREI ST. PÖLTEN
18.00 Uhr Großer Saal Osterkonzert Klassik
April 2026
do 09
AMARO FREITAS
19.30 Uhr Kleiner Saal Y’Y Musik
fr 10
19.30 Uhr Großer Saal
mo 13
HESSISCHES STAATSBALLETT
Imre & Marne van Opstal . David Raymond & Tiffany Tregarthen Tanz
TONKÜNSTLER-ORCHESTER
19.30 Uhr Großer Saal Rachmaninow/Hindemith Klassik
sa 18
BIG BANG FESTIVAL
ab 11.00 Uhr diverse Räume Musikabenteuer für junges Publikum Musik/Familie
so 26
THOMAS GANSCH BLASMUSIK SUPERGROUP
18.30 Uhr Großer Saal Blasmusik goes Hollywood Musik -
Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten. Unser gesamtes Saisonprogramm finden Sie auf www.festspielhaus.at.
DER BLICK UNTER DEN TELLERRAND.
Offenheit hält die Tür offen. Auch für unbequeme Themen. Journalismus, der Welten öffnet. Macht was.
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Mircan Adtakan Verwaltung (Verein der Freunde), Elke Cumpelik Büroleitung Geschäftsführung, Thomas Gludovatz, Andreas Gremel Geschäftsführung, Bettina Masuch Künstlerische Leitung
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