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Schräger Humor, scharfe Gedanken, spitze Pointen & künstlerische Verrücktheiten: Wir erlauben uns, bereits jetzt schon wieder an den Herbst zu denken und verbreiten die frohe Kunde: Das Programm für die zweite Jahreshälfte ist ab sofort online! Lesen Sie hier ein Interview mit Alexander Hauer und erfahren Sie, was das Programm September-Dezember mit Late-Night-Shows, Lachnächten, Liebesbriefen, Darts und Akupunktur zu tun hat ...
Alexander, wo musst du nachschärfen?
„Ich habe großen Spaß an Gedankenspielen. Am meisten Freude bereitet es mir, wenn die Gedanken anderer bei mir ein Gedankendomino auslösen. Ich glaube, dass genau das ein gutes Training ist, seine Überzeugungen und (oft viel zu festen) Standpunkte zu überdenken und nachzuschärfen. Und gerade das Kabarett in unserem Haus bietet da wunderbare Möglichkeiten: Mit Robert Palfrader, den Kernölamazonen oder Wolfgang Böck kommt man mehr ins scharfe Denken als ins Grübeln … und genau das ist unser Anliegen!“
Wann warst du das letzte Mal bei der Akupunktur?
„Ich bin fast täglich dort … denn scharfer, spitzer Humor – wie er in der Bühne im Hof serviert wird – ist nichts anderes als Akupunktur für unser Hirn! Ich kann es also kaum erwarten, von Omar Sarsam, Malarina oder Alfred Dorfer gepikst zu werden.“
Was haben Darts, Kabarett und Zirkus gemeinsam?
„Was ich an Darts liebe: Wenn die Pfeile punktgenau ins Schwarze treffen, ist das mit einem präzisen Abfeuern von Pointen im Kabarett vergleichbar. Ich selbst bin leider völlig unbegabt in diesem Sport, bin aber zu meiner eigenen Überraschung in die TV-Übertragungen der WM völlig hineingekippt. Faszinierend ist zudem das Zusammen spiel von mentaler Stärke und Körperlichkeit, das auch im Zirkus unumgänglich ist. Im Rahmen unseres mehrtätigen Zirkusfests wird das einmal mehr unter Beweis gestellt: Das Kurator:innen-Team Robin und Miriam Witt bringt faszinierenden Zirkus aus aller Welt zu uns – einfach zum Staunen!“
Online oder Offline?
„Ich bin ein erklärter Nachrichtenjunkie – und dadurch wahrscheinlich zu viel und zu lange online. Bei Begegnungen bin ich aber ganz old school und ziehe das direkte vis-à-vis eindeutig vor. Was mir fremd ist, sind die immer größer werdenden Parallelgesellschaften in den gar nicht so sozialen Medien. Deshalb freue ich mich ganz besonders auf Stand-up-Comedian und Newcomerin Ina Jovanovic zu unserem Saisonauftakt – sie wird in ihrem Programm ‚Offline‘ mit der scheinbar perfekten Influencer-Welt auf räumen.“
Wann hast du dich das letzte Mal wie im falschen Film gefühlt?
„Wenn man sich weigert aufeinander einzugehen, passiert das immer wieder mal. Eine Fernbedingung, mit der man einfach umschalten kann, wünscht sich da Thomas Mauer in seinem neuen Programm. Ich werde mich hier aber bestimmt nicht wie im falschen Film fühlen, obwohl das der Titel des Abends ist.“
Kentucky oder Erdberg?
„Erdberg liegt dann doch etwas näher an St. Pölten, darum war ich wahrscheinlich auch schon öfter dort. [lacht]“
Haben diese beiden gegensätzlichen Orte etwas gemeinsam?
„Gegenfrage: Haben Ernst Molden und Sigrid Horn etwas gemeinsam? Ja, denn wenn man die beiden im Herbst zusammen hören wird, erkennt man ihre Liebe zum Menschsein und zur Echtheit! Und genau das spiegelt nicht nur dieser Konzertabend wider … es ist der Anspruch an unser gesamtes Programm.“
Was eint Jimmy Kimmel und Antonia Stabinger?
„Ganz klar: die Schärfe in der gesellschaftspolitischen Analyse! Und, Trommelwirbel … natürlich, dass auch Antonia Stabinger bald eine Late-Night-Show hosten wird. Ich freue mich sehr, dieses ganz neue Format mit unserer Hofkünstlerin in der Bühne im Hof präsentieren zu dürfen. Die Lust, mit pointiertem Stand-up auf Tagespolitik zu re agieren und exzellente Gesprächspartner:innen willkommen zu heißen, wird unser Publikum bestimmt begeistern. Auf der Gästeliste der ersten Ausgabe stehen unter anderem Ankathie Koi und Marlene Engelhorn.“
Schon mal eine Nacht durchgelacht?
„Sagen wir’s mal so: Zu einem Bauchmuskelkater hat es schon einige Male gereicht … und das steht uns allen wohl auch bei der 1. St. Pöltner Lachnacht mit Heidelbeerhugo, Severin Groebner, Isabel Meili und Ole Lehmann ins Haus, wenn österreichischer, schweizerischer und deutscher Humor aufeinandertreffen. Sozusagen ein Betthupferl unter einem D-A-CH. [lacht] Auch wieder ein neues Format in der Bühne im Hof, auf das ich sehr stolz sein darf.“
Wie klingt der Lungau?
„Ich glaube, dass in der Musik (geografische) Grenzen keine Rolle spielen – hört man sich in unserem Herbstprogramm um, erkennt man, dass etwa ALMA , Ina Regen, Andy Lee Lang, Avec, 5/8erl in Ehrn oder Christof Spörk auf so viele verschiedene Arten und Weisen grenzenlos genial sind. Und genau das trifft auch auf ein Kollektiv wie der Lungau Big Band zu, in dem sich ganz unterschiedliche Menschen zusammentun, um einen Einklang zu finden. Das wird überhaupt ein ganz außergewöhnlicher Abend, zumal auch die Gospel- und Jazzsängerin Chanda Rule mit von der Partie ist.“
Wann hast du das letzte Mal einen „Liebesbrief“ geschrieben?
„Ich liebe diesen Song von Thomas D … das ist wirklich eine ganz große Nummer. Bei mir ist’s tatsächlich schon zu lange her, obwohl ich auch immer wieder gerne seiten lange Briefe geschrieben habe … eine gute Erinnerung, um das wieder einmal zu tun –danke! [lacht] Ich freue mich sehr, dass dieser Superstar nun wieder tourt und auch bei uns einen Stopp einlegt!“
Sind die letzten Tage der Menschheit gezählt?
„Man kann schon manchmal den Kopf schütteln, mich welchem Tempo und welcher Ignoranz wir an die Kante eines Abgrunds zulaufen. Aber ich bin kein Unkenrufer, und Erwin Steinhauer ist das auch nicht, wenngleich er mit Karl Kraus‘ bedrückend zeitlosem Meisterwerk ordentlich zum Nachdenken anregt.“
Bist du ein Genussmensch?
„JA! Und zwar aus Leidenschaft … auch wenn es mir nicht immer gelingt, rechtzeitig aufzuhören. [lacht] Neben all dem, was wir mit unseren Sinnen erfahren und genießen dürfen, ist es eine erfüllende, genussreiche Freude, bei musikalischen, literarischen, philosophischen, kreativen Sternstunden dabei sein zu dürfen. Ein Freudenfest für alle Sinne sind auch unsere StarCast-Formate: das StarCast Dinner und der StarCast Brunch. Zu Köstlichkeiten der Hauben prämierten Gaststätte Figl unterhalten die Schick Sisters, Clemens Maria Schreiner, Annika Hakala und die Band der einsamen Herzen aufs Beste.“
Alexander Hauer studierte Theaterwissenschaft und Germanistik. Als Regisseur erarbeitete er über 70 Inszenierungen für Schauspiel, Oper, Operette, Musical und Theater für Kinder u. a. an den Bühnen Kiel, Theater Vorpommern, Theater Lübeck, operklosterneuburg, Theater Drachengasse Wien, Landesbühne Hannover, Parlament Wien, Brucknerfest Linz, mtw Wien und Brucknerhaus Linz. Darüber hinaus arbeitet er als Co-Autor, Veranstaltungsdramaturg sowie Programmgestalter und Moderator. Von 2008 bis 2012 wirkte er als Universitätslehrer an der BrucknerUni Linz. Bei den Sommerspielen Melk ist Hauer seit 1993 in unterschiedlichsten Funktionen tätig: Von 1993 bis 2001 als Regie- und Intendanzassistent, seit 1999 in der Regiearbeit und von 2001 bis 2009 als Intendant und Geschäftsführer der Arena Melk GmbH. Im April 2009 gründete Hauer die Wachau Kultur Melk GmbH als geschäftsführender Gesellschafter. Seit 2013 hat er die Künstlerische Leitung der Sommerspiele Melk und der Tischlerei Melk Kulturwerkstatt inne. Zudem ist er seit 1994 Obmann des Vereins MERKwürdig – Zeithistorisches Zentrum Melk, der sich für eine zeitgemäße Erinnerungskultur an die Opfer des KZ Melk einsetzt. Seit Herbst 2023 ist Alexander Hauer für die künstlerischen Geschicke der Bühne im Hof verantwortlich.
Bist du ein alter, nicer Mann? Berufsjugendliche finde ich ganz furchtbar. Wenn ich mein Alter doch immer wieder mal ausblende, so stelle ich mich doch so gut es geht dem Älterwerden ... gehört es doch zu einem unserer größten Privilegien als Mensch. Mit dem Älterwerden verschieben sich dann auch manches Mal die Schwerpunkte im beruflichen Alltag. Neben dem Selbermachen wird das Ermöglichen für mich ein immer wichtigeres Thema, weswegen ich meinen Job ja auch so liebe.

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