Presseinformation www.europaeischeliteraturtage.at
Die Europäische Literaturtage 2025 stehen vom 20. bis 23. November in Krems a. d. Donau unter dem Thema „Was ist echt?“ Die Grenzen zwischen Echtem und Künstlichem werden inzwischen in allen Bereichen der Gesellschaft diskutiert – von Debatten über KI und virtuelle Simulationen bis hin zu Identitätspolitik und Genderfragen. Aber was genau bedeutet „echt“? Wenn Gefühle technisch reproduzierbar sind, wie sehr können wir ihnen noch vertrauen? Wie viel Menschlichkeit können wir in der Zukunft bewahren – und welche Identität ist dabei die unsere? Und welche Leitlinien sollte eine Ethik der Künstlichen Intelligenz umfassen? Vorwort zum Thema von Walter Grond Wer könnte über solche Fragen treffender sprechen als Schriftsteller:innen, die sich seit jeher mit dem Verhältnis von Wirklichkeit und Fiktion auseinandersetzen. Seit mehr als fünfzehn Jahren versammeln die Europäischen Literaturtage unter der künstlerischen Leitung des Autors und profunden Kenners der europäischen Gegenwartsliteratur Walter Grond internationale Schriftsteller:innen, Philosoph:innen, Soziolog:innen sowie Literaturinteressierte in Krems an der Donau, um drängende Themen von allen Seiten zu beleuchten und Debatten anzuregen. Unter dem Motto Was ist echt? sind in diesem Jahr unter anderen Martina Hefter, Eva WeberGuskar, Raphaëlle Red, Jonas Lüscher, Nava Ebrahimi, Georgi Gospodinov, Christoph Peters, Gabriela Wiener, Pajtim Statovci, Hanna Bervoets, Jörg Piringer und Elisabeth Klar im Klangraum Krems Minoritenkirche zu Gast. Am Sonntag bildet die feierliche Verleihung des Ehrenpreises des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2025 an Eva Menasse den Abschluss der diesjährigen Edition. ·
Eröffnung mit Marina Hefter und Eva Weber-Guskar
Martina Hefter (Hey guten Morgen, wie geht es dir?) und die aktuelle Preisträgerin des Tractatus Eva Weber-Guskar (Gefühle der Zukunft. Wie wir mit emotionaler KI unser Leben verändern) eröffnen am Donnerstagabend (20.11.) im Klangraum Krems Minoritenkirche die Europäischen Literaturtage 2025: Sie diskutieren u.a. darüber, wie Technik unser Gefühlsleben verändert und ob Maschinen jemals menschliche Gefühle entwickeln können. ·
Vorträge, Dialoge und Bücher-Talks untertags bei freiem Eintritt
Am Freitag (21.11.) spricht die Londoner Expertin für Publikationen auf dem Buch- und Zeitschriftensektor, Emma House, über die Veränderungen des Verlagswesens im Zeitalter Künstlicher Intelligenz. Jörg Piringer (verbrenner) und der Medienwissenschafter Paul Feigelfeld diskutieren über Chatgpt, Datenpoesie und eine Ethik der KI. Raphaëlle Red (Adikou) hinterfragt die Nachwirkungen der kolonialen Vergangenheit, Jonas Lüscher (Verzauberte Vorbestimmung) hingegen blickt in die Zukunft und erkundet mögliche Abhängigkeiten von technischen Innovationen. Am Samstag (22.11.) sprechen Elisabeth Klar (Es gibt uns) und Kes Otter Lieffe (Von wo wir kommen werden) über queere Daseinsformen, posthumane Wesen und Lebensweisen der Zukunft. Simoné Goldschmidt-Lechner (Nerd Girl Magic) untersucht Fan-Kulturen im Netz und Sprache in NÖ Festival und Kino GmbH, Minoritenplatz 4, 3500 Krems