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Presseinformation Stand 01.04.2025 / Änderungen vorbehalten Krems/Austria 02.05. bis 04.05 & 09.05. bis 11.05.2025

donaufestival 2025 02.-04.05. und 09.-11.05. | Krems an der Donau Musik, Performance, Kunst, Film und Diskurs. Das donaufestival, das seit 2017 unter der künstlerischen Leitung von Thomas Edlinger steht, präsentiert seit 20 Jahren abenteuerliche Ästhetiken und Vibrationen aktueller Gegenwartskunst. An zwei Wochenenden (jeweils Freitag bis Sonntag) finden mehr als 55 Programmpunkte an unterschiedlichen Orten in Krems statt.

Confusion Is Next Confusion Is Next heißt ein Song von Sonic Youth von 1983. 2025, im 20. Jahr des donaufestivals in seiner heutigen Form, blühen Paranoia, Misstrauen, Empörungslust und Desinformationsspiralen im Zeichen des Need for Chaos. Donald Trump und Elon Musk sind nicht nur disruptive Unruhestifter, die eine postliberale Antwort auf die angebliche Herrschaft der Wokeness geben wollen. Europa wird zum Feind erklärt, die US-Demokratie verwandelt sich in eine imperial presidency. Die Beurteilung der Lage im Nahen Osten spaltet die politischen Lager und die künstlerischen Milieus. In Deutschland konstatierten Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey einen „libertären Autoritarismus“, der aus der Empfindung einer „gekränkten Freiheit“ gedeihen konnte. So entstehen Querfronten zwischen alternativen und rechten Staatsallergiker:innen, flexible Faschismen und teils kuriose Zuschreibungen von Gegnerschaften. Folgt das Zeitalter des „Konfusionismus“ (Philippe Corcuff) auch in Europa umstürzlerischen Plänen und welchen Anteil daran haben hetzerische Algorithmen? In der am donaufestival zu sehenden Doku Schwester Courage vom Kollektiv ZUGANG sieht man eine Berliner Demo gegen die Coronamaßnahmen auf eine Gegendemo treffen. Die Gegendemo skandiert: Ihr marschiert mit Nazis! Empörte Demonstrant:innen erwidern: Selber Nazis! Nichts gilt, alles geht. Werden wir alle langsam irre, wird das Unfassbare normal und wie ticken die anderen? Markus Metz und Georg Seeßlen reagieren auf solche Fragen mit einer Multimedia-Show zur Fabrikation der politischen Paranoia durch „Blödmaschinen“. In diesen vernebelten Zuständen agieren Künstler:innen selbst mit Irritationen. Göksu Kunak widmet sich in einer Installation in der Kunsthalle Krems den politmafiösen Verwicklungen in der Türkei von 1996, die bis heute nachwirken. God‘s Entertainment laden zum Trip auf einer dubiosen DonauDoppelgängerin am Land. Die Theaterregisseurin Magda Szpecht stellt Möglichkeiten des Cyberaktivismus gegen Putin vor. Ayla Pierrot Arendt fragt in einer aufwühlenden Video-Oper nach den politischen Zuständen in Georgien. Die brasilianische Original Bomber Crew übersetzt urbane Gewalterfahrungen in eine performative Invasion – unter Einsatz von Feuer und Skateboards. Eman Hussein verwandelt die Arbeit am Bau in eine schweißtreibende Choreografie. El Conde de Torrefiel assoziiert mittels biografischer Fragmente und Rückblenden aus einer spekulativen Zukunft das Mögliche mit dem Wirklichen. Deva Schubert verbindet im Rahmen einer Kooperation mit dem Kunstraum Niederösterreich in einer Klanginstallation und einer dazugehörigen Choreografie Körperflüssigkeiten, Klänge und flüsternde Proteste. People Like Us jagt 1001 Bilder durch unsere Köpfe. Mitten in der Kremser Fußgängerzone verknüpft Regina José Galindo den neuen Militarismus mit der ihm einzig angemessenen Bewegungsrichtung: dem Retourgang. Jeremy Deller schmuggelt einen verstörenden Satz des Schriftstellers Primo Levi über unsere Gegenwart in das Gewebe der Stadt Krems. NÖ Festival und Kino GmbH, Minoritenplatz 5, 3500 Krems an der Donau


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