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donaufestival 2024: Pressetext

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Presseinformation Stand 05.03.2024 /Änderungen vorbehalten www.donaufestival.at

donaufestival 2024 19.–21.04. sowie 26.–28.04.2024 | Krems an der Donau Musik, Performance, Kunst, Film und Diskurs. Das donaufestival, das seit 2017 unter der künstlerischen Leitung von Thomas Edlinger steht, präsentiert abenteuerliche Ästhetiken und Vibrationen aktueller Gegenwartskunst. In diesem Jahr finden rund 55 Programmpunkte an zwei Wochenenden (jeweils Freitag bis Sonntag) an unterschiedlichen Orten in Krems statt.

Community of Aliens Nur Fremde verstehen die Welt, heißt es. Wie können die Fremden aussehen, die uns verstehen? Vielleicht so wie jenes erratische Wesen im Zentrum der Performance VOID von Joshua Serafin, das von philippinischen Gottheiten inspiriert ist? Oder wie jene „alien collectives“, die Sylvia Eckermann und Gerald Nestler in einem Mixed-Reality-Projekt im Zeichen der kosmologischen Vielfalt zur Geltung verhelfen wollen? Im Zentrum des Festivals 2024 steht eine „unmögliche“ Frage: Wie soll sich eine Gemeinschaft herstellen, die die Erfahrung von Fremdheit und (Selbst-)Entfremdung sowie den gestörten Stoffwechsel mit der Natur zur Grundlage hat? Wo finden sich künstlerische Transformationspotenziale, die einen produktiven Umgang mit tyrannischen Formen des „Othering“ wie Rassismus und Sexismus ermöglichen? Das donaufestival 2024 sucht nach Figuren des Übergangs, die zwischen toxischen Vergangenheiten und ungeahnten Zukünften vermitteln könnten. Solche finden sich möglicherweise in der futuristischen Folk Music des exiliranisch-chilenischen Trios HUUUM, in der neuen warholesken Arbeit I Want To Be A Machine der Sängerin Jenny Hval, in den afrofuturistischen Telepathie-Spekulationen von Dopplereffekt oder in den campen, mit Bühnen-Schweißarbeiten beschäftigten Cowboys in der Performance Impact Driver von Eve Stainton (Live-Musik: Leisha Thomas und Mica Levi). Erfreulich fremd im eigenen Kopf, im eigenen Körper wird man vielleicht inmitten des Abrissbirnen-Gedöns von Evian Christ, angesichts des energetischen Rap von Aunty Rayzor, des Techno-Animismus von Meuko! Meuko!,vor dem ungebärdigen Noise der neuen heimischen Supergroup EAERES oder in der puristischen Dunkelheit einer Autechre-Beschallung. Auch die Alien-Musik des Gospel-, Soulund R’n’B -Zerstäubers Dawuna oder des Black Techno-Acts Speaker Music (DeForrest Brown, Jr.), die radikal queeren Bildfindungen von Johanna Bruckner oder die Parallelisierung von Roboteraufständen und historischen Riots in Südlondon 1981 in einem Video von Kibwe Tavares machen diesbezügliche Vorschläge.

NÖ Festival und Kino GmbH, Minoritenplatz 5, 3500 Krems an der Donau


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