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FAS 25 02 23 Neuheiten

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wohnen 31

wert

F r a N K F u r T e r a L L G e M e I N e S O N N TaG S Z e I T u N G , 2 3 . F e b rua r 2 0 2 5 , N r . 8

Zehn neue Lieblingsstücke A

ktuelle Einrichtungstrends? Bunt darf es sein, natürliche Materialien und Farben sind gern gesehen, Metalle ebenfalls. Handgemachtes trifft auf Industrial Chic. Wie das alles zusammenpasst? Mit dieser Frage braucht sich niemand aufhalten. Statt strengen Trenddiktaten zu gehorchen, lassen wir uns in dieser Saison lieber vom Bauchgefühl leiten und richten uns mit Lieblingsstücken ein. Wir hätten da ein paar Vorschläge.

Gegensätze ziehen sich an, das gilt in dieser Saison ganz besonders. Da trifft dickes, knautschiges Leder auf cooles Stahlrohr. Es leuchtet und fetzt nach dem Motto: Verstecken gilt nicht. Grenzen? Nicht im Design! Von Jasmin Jouhar

rung des Furniers tritt hervor. „Hoop“ besteht ganz aus Kiefernholz – die finnische Marke hat mit ihren Produkten der lange geschmähten einheimischen Holzart in den vergangenen Jahren zu einem Revival verholfen. Wichtig zu wissen: Das anfänglich helle Holz dunkelt mit der Zeit nach und nimmt einen Honigton an.

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Gebranntes relief

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Gegensätze ziehen sich an Die Kissen dieses Lehnstuhls wirken besonders dick und knautschig, weil das Gestell aus Stahlrohr so fein ist – und umgekehrt. Dieser alte Trick, Größenunterschiede durch Gegensätze optisch zu verstärken, funktioniert auch bei „Pico“ super. Und lässt den Entwurf von Andreas Engesvik für den schwedischen Hersteller Fogia etwas exzentrischer aussehen als der Durchschnittssessel. Details wie die lederummantelten Armlehnen und die markanten Nähte tun ein Übriges, dem vergleichsweise leichten Möbel Charakter zu verleihen.

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Portugal ist Fliesenland, überall an und in den Häusern ziert buntgemusterte Keramik die Wände. Der seit Längerem in Porto lebende deutsche Designer Christian Haas hat für den portugiesischen Hersteller Barro jetzt seine Interpretation des Themas vorgestellt: Die Kollektion umfasst sieben Varianten mit dreidimensionalen, farbig glasierten Oberf lächen, die sich auf der Wand zu Reliefs zusammenfügen. Die Fliesen werden von Hand in Portugal hergestellt und sind in zehn Farben erhältlich.

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Passt perfekt

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Für die Möbelstücke aus der „Ita“-Kollektion dürfte wahrscheinlich in fast jedem Zuhause ein Platz zu finden sein. Die Sitzbänke, Ess- und Beistelltische sind so einfach und universell, dass sie beinahe überall dazu passen. Entworfen hat sie das Architektur- und Designstudio OEO aus Kopenhagen für die dänische Marke &Tradition. „Ita“ bedeutet auf Japanisch Holzbrett, und damit sind die Referenzen von OEO Studio auch schon klar umrissen: die skandinavische Gestaltungsphilosophie und die jahrhundertealte Schreinerkunst Japans, die oft ganz ohne Leim oder Schrauben auskommt. Die insgesamt sechs Stücke der Kollektion sind in Eiche natur oder dunkel gebeizt erhältlich.

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abgehängt Dinge an die Wand zu bringen, ist so eine Sache. Beim Altbau droht beim Bohren das Loch bröselig aufzubrechen oder sich der Bohrkopf festzufressen. Am beinharten Beton der Neubauwand ist jeder Versuch zum Scheitern verurteilt. Nun wird es auch beim Regal „Liesl“ von Moormann Möbel nicht ganz ohne Bohren gehen, aber dank des klugen Entwurfs der Designerin Marie Luise Stein reicht ein Loch pro Stab. Oben per Montagekopf befestigt, stützt sich das Regal mit seiner steifen Konstruktion selbst an der Wand ab. Die Borde aus Aluminium werden per Mutter fixiert und tragen jeweils bis zu zehn Kilo. Alle Elemente von „Liesl“ werden von Handwerksbetrieben in der Umgebung von Moormanns Firmensitz im Chiemgau gefertigt.

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Der Sommer in Gedanken Auch wenn es sich gerade nicht so anfühlen mag: Der Sommer kommt. Versprochen! Freuen wir uns jetzt darauf und legen diesen Outdoorteppich von Nanimarquina aus Barcelona zumindest in Gedanken schon mal auf den Balkon oder die Terrasse. Handgewebt aus recyceltem PET und Kokosfaser, ist „Garden“ widerstandfähig gegen Feuchtigkeit und Sonnenstrahlen. Kokosfasern haben zudem von Natur aus antimikrobielle und antibakterielle Eigenschaften. Erhältlich in zwei Größen und drei Farbkombinationen, würde sich der Teppich bis zum Start der Freiluftsaison übrigens auch drinnen gut machen.

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Das fetzt Stoffreste zu bunten Teppichen zu verweben, hat in vielen ländlichen Regionen Europas Tradition. Was heute unter „Upcycling“ läuft, war früher sinnvolle Zweitverwendung für alte Kleidung und andere Textilabfälle. Auf diesem Prinzip basiert auch die Teppichkollektion „Frank in the Loom“ der schwedischen Einrichtungsmarke Svenskt Tenn: Die Teppiche bestehen aus Reststücken und Überproduktion der legendären gemusterten Textilien, die der österreichische Architekt Josef Frank einst für das Unternehmen entwarf, gemischt mit Leinenstoff. Gewebt werden die Stücke per Hand in den Werkstätten des Teppichhersteller Vandra Rugs in der Ukraine.

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Das Handwerk feiern

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es werde Farbe

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Honiglicht Noch so ein charmantes Gegensatzpaar: hauchdünnes Furnier und Massivholz, von Designer John Tree für Vaarnii zu einer Tischleuchte namens „Hoop“ vereint. Der standfeste Holzblock trägt Fassung und Leuchtmittel, in einem Schlitz steckt der zum Ring gebogene Furnierstreifen. Durch das Holz gefiltert, wird das Licht zum warmen Schein, die Mase-

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Alle Rechte vorbehalten. Zur Verfügung gestellt vom

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Fotos Fogia, Moormann Möbel, Svensk Tenn, Hager, Vaarnii, Barro, &Tradition, Nanimarquina, Origin, Moustache

Lange galt Diskretion als größte Tugend für Lichtschalter, Steckdosen und verwandte Einrichtungselemente. Aus weißem Kunststoff hergestellt, auf weißen Wänden platziert, hatten sie zu funktionieren und mehr nicht. Eindeutig verschenktes Potenzial, wenn es nach dem Hamburger Duo Besau Marguerre geht. Die beiden Designer sehen die Welt gerne ein wenig bunter, und so entwickelten sie für den runden Schalter „Berker R.classic“ von Hager eine zweifarbige Linie namens „Two Tone Edition“. Je nach Geschmack trifft Rosé auf Grün, Dunkelblau auf sattes Ultramarin oder Pfirsich. Das ist nicht nur dekorativ, sondern verändert auch die Erscheinung der Schalter: Ein heller Außenring gibt dem Schalter ein zierlicheres Aussehen, während ein dunklerer Ring dem Schalter mehr Präsenz und eine kräftigere Wirkung verleiht.

Während in der Designszene normalerweise lediglich die Gestalterinnen und Gestalter eines Möbels bekannt sind, nennt die portugiesische Marke Origin Made explizit auch die Menschen, die ein Stück herstellen. Meistens sind es Familienbetriebe oder Solohandwerker aus Portugal oder Spanien. Man wolle, so die Marke, sichtbar machen, wie und wo ein Stück entsteht. Im Fall des Beistelltischs „Duna“ ist es der Schlosser Leandro Cruz aus Porto, der den Entwurf der schwedischen Interiordesignerin Kajsa Melchior umsetzt. Der organisch- geschwungene Tisch besteht aus gebürstetem Aluminiumblech und einer getönten Glasplatte.

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entdecke die Möglichkeiten Ihr „Bold“-Chair aus dem Jahr 2009 ist bereits ein junger Klassiker, jetzt hat das Schweizer Designertrio Big-Game die Grundidee auf ein modulares Sofa übertragen, ebenfalls für den französischen Hersteller Moustache. Wie der Stuhl besteht auch das „Extra Bold“-Sofa aus rundum gepolsterten Röhren, über die ein nahtloser, aus einem Stück gestrickter Bezug gezogen wird. Aus lediglich zwei Modulen, einem Sitz- und einem Lehnenelement, können kurze oder lange, gerade oder gekurvte Polstermöbel entstehen. Das Prinzip erinnert an De Sedes legendäres Endlossofa „DS600“. Der Bezug ist in 15 Farben erhältlich, und mit einem Online-Konfigurator lassen sich zahllose Varianten von diskret-monochrom bis hin zu wild zusammengewürfelt, poppig zusammenstellen.


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FAS 25 02 23 Neuheiten by Nils Holger Moormann - Issuu