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MUSIKFREUNDE Jänner 2024

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MUSIKFREUNDE JÄNNER 2024

Frappant rasant YUJA WANG


DIE GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE WÜNSCHT IHNEN

Foto: © Wolf-Dieter Grabner

ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr!


MUSIKFREUNDE

Inhalt

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Frappant rasant Yuja Wang

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Klang und Klarheit Oscar Jockel

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Mit der Hoffnung der Jugend Manfred Honeck dirigiert „Das Buch mit sieben Siegeln“

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„Das Schreiben hilft mir beim Denken“ Die Schriftstellerin Anna Baar

Echtes Griss um 150 Pölster Ein Stimmungsbericht aus einer Kindergartenvorstellung von „Agathes Wunderkoffer“

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Des Meeres und der Liebe Wellen Philippe Jordan im Gespräch

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Aus Italien Riccardo Muti und das Chicago Symphony Orchestra

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Unschätzbar Neuerwerbungen des Archivs

Standards 3 Editorial 37 Kalendarium Jänner 44 Preludio 46 Vorschau Februar


Zwischentöne

Der Zwischenton macht die Musik. Täglich im Leben, im Feuilleton der „Presse“ und unter

DiePresse.com/kultur


MUSIKFREUNDE

Editorial

Marta Kristín Fridriksdóttir

Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde! Es ist eines jener Gespräche, bei denen man als Mäuschen gerne dabei gewesen wäre: Als im Jahr 1968 der große Swjatoslaw Richter den erst 27-jährigen Dirigenten Riccardo Muti fast dazu drängte, doch ein viersätziges Jugendwerk aus der Feder von Richard Strauss einzustudieren, blieb dem heute selbst legendären Pultstar nichts anderes übrig, als sich schnell die Partitur zu besorgen. „Aus Italien“ ist der Name des Werkes, das Richter so sehr liebte. Anlässlich des bevorstehenden Gastspiels des Chicago Symphony Orchestra wird es der Maestro aus Italien im Großen Musikvereinssaal dirigieren. Diesmal kommt er übrigens bereits als „Music Director Emeritus for Life“ mit seinem langjährigen Orchester nach Wien, dem er aber auch in nächster Zeit noch eng verbunden bleiben wird. Viel Interessantes rund um unser Ehrenmitglied und sein Orchester aus der „Windy City“ erfahren Sie in diesem Heft. Ins bevorstehende Jahr 2024 fallen wichtige Komponistenjubiläen. Während wir Anton Bruckner mit einem eigenen Schwerpunkt bereits 2023 vorgefeiert haben, in dem wir einige seiner Werke mit jenen von Georg Friedrich Haas korrespondieren ließen, und der Geburtstag Arnold Schönbergs erst im weiteren Jahresverlauf ansteht, gedenken wir mit einer Aufführung des Oratoriums „Das Buch mit sieben Siegeln“ unseres Ehrenmitglieds Franz Schmidt schon im Jänner. Er wäre 2024 – genauso wie Schönberg – 150 Jahre alt geworden. Manfred Honeck steht am Pult der Aufführung dieses Werkes, das der Gesellschaft der Musikfreunde gewidmet ist.

Der Große Österreichische Staatspreis ist die wichtigste Auszeichnung der Republik im Bereich Kunst und Kultur und wird abwechselnd in unterschiedlichen Sparten vergeben. 2022 wurde er der aus Zagreb gebürtigen Autorin Anna Baar zuerkannt, aus deren Erzählungen Katharina Stemberger im Jänner lesen wird. Musikalisch umspielt werden ihre nuancenreichen Texte dabei von den Publikumslieblingen „Die Strottern“. Nicht unwahrscheinlich, dass dabei die Adria zur Sprache kommt. Ein eigenes Programm zum Thema Meer wird Philippe Jordan, Musikdirektor der Wiener Staatsoper, am Pult der Wiener Philharmoniker dirigieren. Die Coverstory haben wir diesmal einer Künstlerin gewidmet, die es immer wieder von Neuem versteht zu überraschen: Yuja Wang spielt für uns gemeinsam mit dem Mahler Chamber Orchestra das Concerto für Klavier und Blasorchester von Strawinsky und die Rhapsody in Blue von Gershwin in der Version für Soloklavier und Jazzband. Ich danke Ihnen für Ihre Treue und wünsche Ihnen besinnliche Feiertage sowie alles Gute im Neuen Jahr! Ihr

Stephan Pauly

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FRAPPANT RASANT

Die chinesische Virtuosin Yuja Wang, bekannt für ein furioses Klavierspiel, schillernde Bühnenoutfits und eine rasante Reisetätigkeit, gastiert Ende Jänner im Großen Musikvereinssaal mit dem Mahler Chamber Orchestra. Über ein Leben der Superlative. 4


FRAPPANT RASANT

Frappant rasant Yuja Wang

Für gewöhnlich geht es in den Internetvideos von Rick Beato entweder um Ikonen der Rockmusik, Eminenzen des Jazz oder Evergreens der Popwelt. Im vergangenen Frühjahr hat der einflussreiche Youtuber ausnahmsweise einmal sein Stammgebiet verlassen, um seinen knapp vier Millionen Abonnent:innen einen Star der KlassikSzene schmackhaft zu machen. Wer sich für wahre Virtuosität interessiere, erklärt Beato, der solle sich weniger mit den Gitarren der Rockmusik beschäftigen als mit den Klavier- und Geigenkünsten der europäischen Tonkunst – einem Virtuosentum, das über Jahrhunderte gereift ist. Auftritt Yuja Wang: Beato stellt die Chinesin in einem kurzen Videoclip vor, der nicht von ungefähr 8,9 Millionen Mal aufgerufen worden ist. Wang arbeitet sich darin durch Rimskij-Korsakows „Hummelflug“ in einem fingerbrecherischen Arrangement des ungarischen Tastenlöwen György Cziffra (1921–1994). Ineinander verschränkte Oktavgänge prasseln dabei in übermenschlichem Tempo auf das Klavier ein, Läufe jagen wie Blitze über die Tastatur, die linke Hand vollführt Sprünge mit der Präzision eines Trapezkünstlers – und all dies gelingt Wang scheinbar mühelos: „Effortless!“, schwärmt Beato und lobt Wang über den grünen Klee. Er ist dabei allerdings bemüht, seinem Publikum die Pianistin nicht als seelenloses Technikwunder zu verkaufen.

Genau in diese Schublade ist die Asiatin aber leider immer wieder gesteckt worden, auch seitens der Klassikfans. Es ist das immergleiche Denkmuster: Wer so rasant spielt – und Wang zählt zu den Tempoköniginnen der Zunft –, der könne nicht auch noch Feingefühl und Intelligenz besitzen. Wenn eine Künstlerin dann noch ein Faible für exzentrische Bühnenoutfits und Absätze jenseits der Zehn-Zentimeter-Marke hegt, ist das Stereotyp von der strahlenden Oberfläche und dem fehlenden Tiefgang rasch zur Hand. Und doch: Es bedarf eigentlich nur weniger Klicks im Internet für die Erkenntnis, dass Yuja Wang nicht nur optisch zu glänzen versteht, sondern auch eine schillernde, geistreiche Persönlichkeit besitzt. Am 10. Februar 1987 wird Yuja Wang in Peking als Tochter einer Balletttänzerin und eines Perkussionisten geboren. Das erste klassische Stück, das sie bewusst wahrnimmt, ist Tschaikowskijs „Schwanensee“ bei Proben ihrer Mutter: Bald beginnt sie, sich auf dem Klavier daheim – einem Hochzeitsgeschenk für die Eltern – Melodien zusammenzusuchen, und erhält mit sechs Jahren ihren ersten Unterricht; nach raschen Fortschritten folgt die Aufnahme ans Konservatorium, bald steht sie im Ruf eines Wunderkindes. Mit 14 dann der Sprung nach Nordamerika: Wang wird ein längerer Studienaufenthalt am Konservatorium in Calgary, Kanada, bewilligt; von dort wechselt sie in die

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FRAPPANT RASANT

US-amerikanische Stadt Philadelphia ans Curtis Institute, dessen Leiter Gary Graffman sie als seine Schülerin aufnimmt – ein Privileg, in dessen Genuss davor nur Auserwählte wie Lang Lang kamen. Wang, gerade 15 Jahre geworden, lebt von da an alleine in den USA – ihre Eltern wollen zwar nachkommen, erhalten aber kein Visum. Die junge Klavierstudentin liebt das Leben auf eigenen Beinen, nabelt sich zunehmend von der Heimat ab: Wang besucht China in den Folgejahren nur noch sporadisch und leistet sich ab 2014 ein kleines Apartment in New York City. Die Herzen des US-Publikums fliegen ihr bereits als Studentin zu. 2007 springt sie für Martha Argerich ein und gewinnt das Publikum und die Kritik für sich. Am Ende von Tschaikowskijs Erstem Klavierkonzert, so heißt es nachher in einer Rezension, „steht das Publikum und jubelt“. Es sind vor allem die rasanten Bravourwerke des russischen Repertoires, mit denen die Chinesin reüssiert: Wenn sich Yuja Wang mit entfesselter Energie durch ein Klavierkonzert von Rachmaninow arbeitet (im Jänner 2023 hat sie alle vier dieser Werke an einem Abend absolviert, eine beispiellose Tour de force), dann reißt sie dem Publikum verlässlich den Beifall aus den Händen. Das Wunderkind aus China steigt in den USA zu einem Star auf, auch in der Alten Welt empfängt sie hohe Weihen: Dirigent Claudio Abbado eröffnet mit ihr als Solistin 2009 das Lucerne Festival, im selben Jahr nimmt ein renommiertes Label die Pianistin unter Vertrag – eine Partnerschaft, die bis heute hält. Bis heute strahlt Wangs Stern auch unverändert hell vom Pianistenhimmel. Entsprechend geschäftig reist die Pianistin zwischen den prestigeträchtigsten Konzertsälen hin und her. Rund hundert Auftritte stehen für gewöhnlich im Jahreskalender der „Klavier-Rihanna“, wie sie in Anspielung auf ihre Lieblingspopsängerin auch schon genannt wurde; als Wang vor ein paar Jahren in einem Interview erklärte, nur „zweimal im Jahr daheim“ in New York zu sein, war das wohl kaum eine Übertreibung. Wird sie dieses Daseins zwischen Flieger und Konzertflügel nicht irgendwann überdrüssig? Tatsächlich präsentiert sich Wangs Tourneekalender heuer etwas verschlankt: Am Ende des Jahres 2023 werden es „nur“ knapp siebzig Auftritte gewesen sein. Dennoch gibt es weiterhin Monate, in denen die Welt, um einen alten James-Bond-

Titel zu zitieren, nicht genug zu sein scheint. Phasenweise sind es also doch wieder recht viele Stunden im Flieger. Aber diese Reisezeit störe sie nicht, hat Wang vor ein paar Jahren gesagt. Immerhin könne sie währenddessen ihren Hobbys nachgehen. Welche Steckenpferde das sind? Zum einen Allerweltvergnügungen wie der Konsum von Netflix-Videos, eine augenscheinliche Leidenschaft für Mode-Shopping – und eine langjährige Passion für die Literatur. Seit ihren Teenager-Tagen ist die Chinesin eine passionierte Leserin, hat auch vor Büchern von Virginia Woolf und Immanuel Kant nicht Halt gemacht. Wang hat das einmal in einem Interview für den „New Yorker“ zu Protokoll gegeben – allerdings gleich nachgeschossen, stets auch „etwas Trashiges“ zu lesen. Auch diese Neigung gehört irgendwie zu Wangs Charakter: Dass sie gerne augenzwinkernde Kommentare einstreut und eine saloppe Wortwahl nutzt – offenbar, um sich eine spielerische Ausstrahlung zu bewahren und nur ja nicht wie eine gravitätische Grande Dame der Kunstwelt zu tönen. Dabei könnte die 36-Jährige durchaus eine solche Respektsperson abgeben, versteht sie es doch, profund über Details von Meisterwerken zu sprechen: etwa über einen berückenden Wechsel nach Es-Dur im ersten Satz der Dritten Klaviersonate von Frédéric Chopin – jenem Komponisten, der sie als Erstes in ihrer Kindheit nachhaltig begeistert hat. Oder über die Schönheit von Mozarts Musik, die sie als „nobel und tragisch wie ein griechisches Theaterstück“ empfindet und darin menschliche Emotion und Göttlichkeit durchmischt sieht. Wang empfindet enormen Respekt für das Werk des Salzburgers – so hohen, dass sie seine Musik bisher selten auf Bühnen interpretiert hat. Ob die Zeit dafür noch kommen wird? Man darf zuversichtlich sein. Schließlich geht es Yuja Wang in ihrer Karriere nicht darum, bewährte Erfolge bis in alle Ewigkeit zu wiederholen, sondern sich über ihre bisherigen Grenzen hinaus zu entwickeln. Darum sei sie auch nicht unglücklich, wenn eine Herausforderung sie während eines Konzerts aus ihrer Komfortzone dränge. Natürlich fühle sich das unbehaglich an, aber: „Genau das lässt dich besser spielen, lässt dich wachsen.“

Christoph Irrgeher

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FRAPPANT RASANT Samstag, 27. Jänner 2024 Mahler Chamber Orchestra Yuja Wang I Leitung und Klavier Wolfgang Amadeus Mozart Serenade Es-Dur, KV 375 Igor Strawinsky Concerto für Klavier und Blas­ orchester Antonín Dvořák Serenade für Bläser, Violoncello und Kontrabass d-Moll, op. 44 George Gershwin Rhapsody in Blue (Fassung für Klavier und Jazzband von Ferde Grofé)

Fotos: Deutsche Grammophon / Julia Wesely

„Yuja Wang ist nicht nur mit ihrer Technik eine Zauberin, sondern auch eine unglaublich emotionale Spielerin.“ Rick Beato Musiker, Produzent und Youtuber

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MIT DER HOFFNUNG DER JUGEND

Mit der Hoffnung der Jugend Manfred Honeck dirigiert „Das Buch mit sieben Siegeln“ Franz Schmidt hätte 2024 seinen 150. Geburtstag gefeiert. Manfred Honeck läutet das Jubiläumsjahr mit einer Wiedergabe des Oratoriums „Das Buch mit sieben Siegeln“ ein, das der Gesellschaft der Musikfreunde zu ihrem 125-jährigen Bestehen gewidmet worden war. Es singt der Uraufführungschor, der Wiener Singverein. Den Orchesterpart übernehmen Studierende der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, an der Manfred Honeck als junger Mensch selbst künstlerisch geprägt wurde.

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MIT DER HOFFNUNG DER JUGEND

Abbildung: Viktor Vasnetsov / Wikimedia Commons

Wie oft ist sie schon gestellt (und auch bejaht) worden, die Frage nach der Aktualität eines alten Buches oder Stoffes! Vom Schulaufsatz über die wissenschaftliche Abhandlung bis hin zum Regiekonzept reicht das Spek­ trum des variantenreichen Abklopfens von markanten Erzählungen auf ihre Aussagekraft für das Hier und Jetzt. Was manchmal etwas bei den Haaren herbeigezogen wirkt, liegt im Fall der Offenbarung des Johannes stets von Neuem auf der Hand – zu stark ist der Weltenlauf seit jeher von Krisen und Katastrophen geprägt worden. Als Franz Schmidt der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 1937 sein Oratorium „Das Buch mit sieben Siegeln“ zur Uraufführung überließ und in einer Erläuterung zu Papier brachte, wie er bei der Vertonung des BibelTextes vorgegangen war, nahm er, wenn auch sehr allgemein, ebenfalls auf sein zeitliches Umfeld Bezug. Am Ende seines kurzen Begleittexts steht der Wunsch, dass es ihm gelingen würde, „diese beispiellose Dichtung,

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deren Aktualität jetzt, nach achtzehneinhalbhundert Jahren, so groß ist wie am ersten Tag“, dem Publikum innerlich nahezubringen. Als Schmidt 1939 schwer krank starb, konnte er bestenfalls erahnen, was die folgenden Jahrzehnte noch an Apokalyptischem bereithalten sollten. Aktuell erscheint die Weltenlage wieder besonders düster. Während sich beim Krieg in der Ukraine auch nach zwei Jahren noch kein Ende abzeichnet, wurde im Nahen Osten schwelende Glut auf dramatische Weise zu neuem Feuer entfacht. Apocalypse Now? In Anlehnung an Francis Ford Coppolas gleichnamigen Antikriegsfilm aus dem Jahr 1979, in dem todbringende Hubschrauber an die Stelle der biblischen apokalyptischen Reiter treten, drängt sich diese Frage zumindest auf.


MIT DER HOFFNUNG DER JUGEND

„Maximilian Schmidt kommt vom Wort her und hat ein hohes Textverständnis. Mit ihm und dem grandiosen Singverein ist es möglich, eine stark textbezogene Interpretation zu erreichen, die den Gehalt der Erzählung und ihre Bedeutung im Blick hat.“

Manfred Honeck über den Sänger des Johannes

Abbildung: Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Wenn Manfred Honeck im Jänner im Großen Musikvereinssaal Schmidts packendes Oratorium dirigiert, schwingt das aktuelle Zeitgeschehen unweigerlich mit. Es sind aber nicht nur die großen Krisenherde, die der vielbeschäftigte Chefdirigent des Pittsburgh Symphony Orchestra im Bewusstsein trägt, sondern auch die vielen schrecklichen Ereignisse, die sich fast täglich abspielen, aber vielfach unter der Wahrnehmungsgrenze der Weltöffentlichkeit bleiben oder, sollten sie es doch ins NachrichtenStaccato geschafft haben, schnell vergessen werden. „Apokalypse“, so Manfred Honeck im Gespräch, „gibt es jeden Tag. Das meiste verdrängen wir jedoch, weil wir die Zusammenhänge nicht verstehen und keinen Bezug zu den Menschen haben, die großem Leid ausgesetzt sind.“ Und auch einen weiteren Zug der menschlichen Natur spricht er in diesem Kontext an: „Leider Gottes lernen wir als Menschen nicht viel aus Tragödien. Wie oft haben wir schon artikuliert, dass wir nie wieder Krieg wollen?

Und trotzdem laufen wir sehenden Auges ständig auf neue Krisen zu. Auch in der Klima-Frage wissen wir, was uns blüht, wenn wir so weitermachen wie bisher – tun uns aber dennoch schwer, die Konsequenzen daraus zu ziehen.“ Ein besonderes Anliegen ist es ihm, auf ein Phänomen hinzuweisen, das er „innere Apokalypse“ nennt: „Wir dürfen nicht vergessen, dass es Katastrophen gibt, die sich im Herzen abspielen. Menschen verlieren plötzlich den Bezug zur Freude oder zur Liebe, fallen in eine Depression. Als gläubiger Mensch weiß ich, dass eine Hinwendung zu Gott dabei ein Anker sein kann.“ Manfred Honeck ist ein Dirigent, der offen über seinen Glauben spricht und seit jeher religiösen Aspekten des musikalischen Repertoires große Beachtung schenkt. Versteht sich, dass ihm „Das Buch mit sieben Siegeln“ in besonderem Maße am Herzen liegt. Die Musik vom Text her zu verstehen – das sei bei der Interpretation des Werkes, das ihn schon seit vielen

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Jahren beschäftigt, sein wichtigstes Anliegen: „Die Musik spricht natürlich Menschen aller Konfessionen und auch Agnostiker an, genauso wie jene Bruckners, der streng katholisch war, oder jene von Brahms’, den man ja als religiösen Freigeist bezeichnen kann. Man spürt da in jedem Fall eine universelle Kraft. Im Fall des ‚Buchs mit sieben Siegeln‘ muss man sich als Dirigent aber schon die Frage stellen, wie tief man in das Stück eindringen will – und da ist die eingehende Beschäftigung mit der Offenbarung des Johannes meines Erachtens unabdinglich.“ Es gebe so viele Geheimnisse in dem Text, und die Partitur zeige auch, wie genau Schmidt diese gelesen habe. Schmidt, so Honeck, sei fast theologisch an die Konzeption herangegangen. „Das Buch mit sieben Siegeln“ ist ein Werk, das aufgrund seiner großen Besetzung nicht allzu oft zur Aufführung gelangt. Manfred Honeck hat es immerhin schon ein Dutzend Mal dirigiert, zuletzt 2015 im Musikverein mit den Uraufführungsensembles, den Wiener Symphonikern und dem Wiener Singverein. Auf den Singverein darf der Dirigent auch bei der diesmaligen Aufführung des Werkes bauen. Schon im Vorfeld streut er dem


MIT DER HOFFNUNG DER JUGEND

Tenor Maximilian Schmidt Rosen, der die Partie des Johannes gestalten wird, „ein Sänger von außerordentlichem Format mit einer sehr schönen, starken und klaren Stimme“. Und was Honeck besonders freut: „Maximilian Schmidt kommt vom Wort her und hat ein hohes Textverständnis, ganz in der Tradition eines Anton Dermotas oder Peter Schreiers. Mit ihm und dem grandiosen Singverein ist es möglich, eine stark textbezogene Interpretation zu erreichen, die den Gehalt der Erzählung und ihre Bedeutung im Blick hat.“ Es ist der Glaube, der Manfred Honeck trotz allen Leids auf der Welt Kraft gibt und Hoffnung macht. Es ist aber auch die universelle Sprache der Musik, die ihn bei allen Rückschlägen, mit der die Welt konfrontiert ist, zuversichtlich stimmt. Als Assistent von Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jugendorchester bewunderte er aus nächster Nähe, wie es seinem Mentor, dessen Todestag sich im Jänner bereits zum zehnten Mal jährt, mit verschiedenen Initiativen gelang, die völkerverständigende Kraft der Musik für das Zusammenwachsen Europas fruchtbar zu machen. Heute, als Pultstar, der selbst mit den wichtigsten Orchestern der Welt zusammenarbeitet, setzt er sich sowohl beim European Union Youth Orchestra als auch beim Gustav Mahler Jugendorchester für den Dialog der europäischen Jugend ein und will, dankbar für das, was ihm das Leben geschenkt hat, als „Mann mit grauen Haaren“ etwas zurückgeben. Wenn er nun an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien mit jungen Musiker:innen aus aller Welt zusammentrifft, um Schmidts Oratorium ein­zustudieren, zeigt er sich ebenfalls erkenntlich, denn hier begann gewissermaßen sein musikalisches Leben: „Meine Familie stammt ja aus Vorarlberg. Als meine Mutter sehr früh starb, zog mein Vater mit uns Kindern nach Wien, um uns die beste musikalische Ausbildung zu ermög-

lichen. In der Hauptstadt anzukommen bedeutete für uns eine riesige Veränderung. Denn wir hatten natürlich noch unsere dörflichen Eigenheiten. So habe ich zum Beispiel alle auf der Straße gegrüßt – zur Verwunderung aller.“ Die damalige Musikakademie wurde schnell zu einer Art Sehnsuchtsort: „Ich merkte sofort, dass hier eine Art Zentrum ist. Es war faszinierend, hier gleichgesinnte Altersgenoss:innen zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen. Die meisten spielten viel besser als ich, das war ein großer Ansporn.“ Sowohl als Geiger als auch später als Dirigent habe er wunderbare Lehrer:innen gehabt. Mindestens genauso viel verdanke er allerdings den inspirierenden Lehrkräften, die ihn in den sogenannten Nebenfächern unterrichteten – vom Tonsatz bis zur Musikgeschichte. Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen bedeutet für Honeck eine große Bereicherung und unterscheidet sich grundlegend von jener mit Profis: „Bei den Berufsorchestern hat man natürlich den Vorteil, dass die Musiker:innen das Stück bereits oftmals gespielt haben und praktisch auswendig kennen, da kann im Idealfall schnell eine schlüssige Interpretation gelingen.“ Bei einem Jugendorchester sei das anders, weil es da kaum jemanden gebe, der jemals eine Symphonie oder ein großes Werk gespielt habe: „Es braucht vielleicht manchmal etwas länger, bis ein Werk sitzt, aber das Musizieren frei von Gewohnheiten und Vorurteilen, gepaart mit Hoffnung, ist etwas sehr Erfrischendes. Jugendliche geben in der Regel alles und gehen bis zum Äußersten. Das verlange ich von ihnen natürlich auch. Denn die höchste Qualität muss immer das oberste Ziel sein – auch bei einem immens schwierigen Werk wie dem ‚Buch mit sieben Siegeln‘.“

Markus Siber

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Foto: George Lange

Mittwoch, 31. Jänner 2024 Webern Symphonie Orchester Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Manfred Honeck I Dirigent Maximilian Schmitt I Johannes Christof Fischesser I Stimme des Herrn Marta Kristín Friðriksdóttir I Sopran Tanja Elisa Glinser I Alt Ilia Skvirskii I Tenor Seokju Hong I Bass Robert Kovács I Orgel Franz Schmidt Das Buch mit sieben Siegeln


„DAS SCHREIBEN HILFT MIR BEIM DENKEN“

Foto: Johannes Puch / Wallstein Verlag

Katharina Stemberger liest im Gläsernen Saal ausgewählte Erzählungen von Anna Baar. Die 1973 in Zagreb geborene Autorin wurde 2022 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis, der höchsten Kulturauszeichnung des Landes, ausgezeichnet. Musikalisch begleitet wird sie dabei von den Strottern. Porträt einer Autorin zwischen Österreich und Kroatien.

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„DAS SCHREIBEN HILFT MIR BEIM DENKEN“

„Das Schreiben hilft mir beim Denken“ Die Schriftstellerin Anna Baar „Und dann? Lässt sie sich rücklings in den unberührten Schnee fallen und tut wie die hölzerne Gliederpuppe des Kinds, wenn man an der Schnur zwischen ihren Beinen zieht, Arme und Beine ausgebreitet, dann wieder angelegt – und abermals so auf und ab –, und als der Mann sie weiterzwingt, bleibt da eine Vertiefung im Schnee, die aussieht wie ein Engel.“ Ein tragisches, poetisches Bild und gleichzeitig ein Akt der Selbstbehauptung. Denn der Mann, der Lily vor sich hertreibt, hat einen Totenkopf am Kragenspiegel. Dieser „Engel im Schnee“ stammt aus Anna Baars Roman „Als ob sie träumend gingen“.

Anna Baar erinnerte in ihrer Eröffnungsrede des Internationalen Brucknerfests Linz 2023 auch an Virginia Woolfs schon 1929 gestellte Forderung nach „Einem Zimmer für sich allein“ für die Frauen, ihr Denken und ihr Schreiben. Auch heute geht es um die Forderung nach einem Raum in der Gesellschaft, nach Wahrnehmung und Gleichberechtigung. Das ist auch Anna Baars Anliegen in ihrer Selbstbehauptung als Frau und als Schriftstellerin. Mit dem Kärntner Lyrikpreis 2012 ist Anna Baar als Schreibende erstmals an eine größere Öffentlichkeit getreten. 2022, nur zehn Jahre später, wurde Anna Baar mit dem Großen Österreichischen Staatspreis, der höchsten Kulturauszeichnung des Landes, ausgezeichnet. In diesen zehn Jahren ist ein Werk entstanden, das seinesgleichen sucht. Gleich „Die Farbe des Granatapfels“ war ein Romandebüt wie ein Paukenschlag. Der Krieg, die Granaten sind hier allerdings bereits im Titel eingeschrieben. Hier treffen große Schönheit und großer Schrecken unmittelbar aufeinander, wenn Anna Baar schreibt und dabei alles durchschaut, alle Ausreden und auch die Lügen, die man dem Kind erzählt hat: „Die schönen Worte aber sind ein Segen. Man baut sie doch nur um ein großes Schweigen. Wohin denn sonst mit den Prügeln, den Fußtritten und Bauchschlägen, dem Genickbrechen über Stuhllehnen, den deutschen Schäferhunden, die man auf den Biss in die Geschlechtsteile abgerichtet hat? Wohin mit den elektrischen Drähten, den Hungerbunkern und der Nummer 64190 auf Großvaters Arm?“

Anna Baars Literatur ist mit jedem Wort verbindlich und ein leidenschaftliches Plädoyer für die Sprache in all ihrer Schönheit und Grausamkeit. Sie schreibt Texte, die alles sind und alles sein wollen: Wirklichkeit, Erfindung, Erinnerung oder Gegenwart. In dem Roman „Nil“ fließt alles, und man lernt, dass der Verlust der Gewissheit und die Verwirrung durchaus ein großer Gewinn sein können. Für Anna Baar, die in Ex-Jugoslawien als Tochter einer dalmatinischen Mutter und eines österreichischen Vaters geboren wurde und seither in Wien und Klagenfurt lebt, ist ihre schöne Arbeit als Schriftstellerin kein Beruf, sondern der Sinn ihres Lebens. Und Schreiben hilft Anna Baar vor allem auch beim Denken. Und bei diesem Denken geht es ganz zentral um das Verstehen. Ganz so, wie es auch Hannah Arendt gesehen hat: „Ich selber wirken? Nein, ich will verstehen. Und wenn andere Menschen verstehen; im selben Sinn, wie ich verstanden habe; dann gibt mir das eine Befriedigung wie ein Heimatgefühl.“

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„DAS SCHREIBEN HILFT MIR BEIM DENKEN“

„Nennen Sie mich naiv, aber ich glaube stur: Literatur kann retten. Sie gibt den Sprach­losen Worte und schafft Gegen­ ent­würfe zum Normalisierungs­terror einer Leistungsgesellschaft, die alles wirtschafts­­­­­‑ konform will.“

Anna Baar

Da ist ein Kind, das in zwei Welten lebt, in Österreich und auf einer kroatischen Insel. Ein hellwaches Kind, das vorsichtig Fragen stellt, versucht, die Vergangenheit zu verstehen, einen Platz in diesem wunderbaren und furchtbaren Leben zu finden. Eines ist dieser Roman aber vor allem auch, die innige Liebeserklärung an eine wunderbar eigenwillige Großmutter, die Sommer im Süden und die Winter in Kärnten. Auch der Titel des Erzählbandes „Divân mit Schonbezug“ ist durchaus mehrdeutig zu lesen. Manche Figuren in diesen Geschichten hätten es lieber, wenn gerade über der politischen Realität ein Schonbezug, ein Schweigen, sich ausbreiten wollte. Doch dazu ist Anna Baar nicht bereit. Jetzt stellt sie ihre Fragen laut und deutlich: „Was meint man, wenn man Zuhause sagt? Wo ist man heimatberechtigt?“ Auch hier geht es immer um das Anderssein und um das Stellungbeziehen. Also steht am Beginn dieses Buches ein Zitat des französischen Schriftstellers Gustave Flaubert: „Die Entrüstung ist für mich der Stift, den die Puppen im Hintern haben, der Stift, der sie in der Senkrechten hält. Wäre ich nicht mehr entrüstet, würde ich glatt umfallen.“ Anna Baar bezieht Stellung, zeigt Haltung. Auch wenn es darum geht, dass eine junge Frau dem offiziellen Druck nachgegeben hat:

„Wäre ich wenigstens später ehrlich und furchtlos gewesen, hätte ich ein Jahr danach auch auf die Erkundigung des Polizeibeamten auf der Führerscheinstelle wahr­heits­ gemäß geantwortet – und auf meinem Führerausweis stünde unter Geburtsort heute kein falsches K., sondern die inzwischen exjugoslawische Hauptstadt.“ Diese Erinnerungen drängen sich während einer Taxifahrt durch Teheran auf. Auch bei diesen Erzählungen geht es um die Wahrnehmung, das Beobachten, das Feiern der Sprache und ihrer Möglichkeiten und gleichzeitig darum, allem zu Glatten und Einfachen grundlegend zu misstrauen. Die Erzählung „Besser“ ist nur eine Seite lang. Ein Marktplatz voller Menschen und eine beobachtende Person, ein Panoptikum aller menschlichen Schwächen, sehr böse und doch mit einem verschmitzten Lächeln am Ende, auch wenn der Tod durchaus gewünscht wird.

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„DAS SCHREIBEN HILFT MIR BEIM DENKEN“

Mittwoch, 31. Jänner 2024 Katharina Stemberger I Lesung Die Strottern Anna Baar Erzählungen

Foto: Daniela Matejschek

Für Anna Baar selbst sind diese Erzählungen kleine Dinge, auch ein Versuch, Freundlichkeit in die Welt zu bringen. Selbstverständlich sind da auch kleine Frechheiten. Vor allem sind sie aber schonungslos ehrlich und zutiefst berührend. Die Großmutter ist im Altersheim, die junge Frau studiert in Wien und weiß, dass sie mehr Zeit mit der alten, kranken Frau verbringen müsste. Und dann ist die Großmutter tot. „Dann und wann streiche ich in meinen Handykontakten über ihre alte, verlassene Festnetznummer. Noch zweihundert Freiminuten. Vielleicht ruf ich einmal an. Vielleicht hebt sie doch einmal ab. Vielleicht schon von ganz woanders. Vielleicht kann ich dann erzählen: Eines Tages ist sie in einer kleinen Barke aufs Meer hinausgefahren und einfach dortgeblieben.“ Schreiben ist nachdenken, bedeutet auch, dass Anna Baar über das Schreiben, die Literatur und die Sprache, ihre Möglichkeiten, ihre Grenzen und ihre politische Wirksamkeit nachdenken will und muss: „Wir hätten die Kunst, meinte Nietzsche, um nicht zugrunde zu gehen an der schrecklichen Wahrheit. Ich will es anders sagen: Vielleicht bleibt uns nur die Dichtung, zur Wahrheit vorzudringen. Es bräuchte dafür allerdings eine Sprache der Hoffnung. Nennen Sie mich naiv, aber ich glaube stur: Literatur kann retten. Sie gibt den Sprachlosen Worte und schafft Gegenentwürfe zum Normalisierungsterror einer Leistungsgesellschaft, die alles wirtschaftskonform will.“

Foto: Victoria Nazarova

Anna Baar schreibt große Literatur. Literatur, die herausfordert, fordernd ist, und das ist gut so. Sehr gut sogar. Wir brauchen diese Literatur heute mehr denn je: Ihre Klugheit, ihre Sprache, ihre Grenzüberschreitungen, ihre große Kraft aber auch ihre Zerbrechlichkeit. Sie wird spürbar, wenn Anna Baar über die Arbeiten der Drachenbauerin Anna Rubin schreibt. „Ein- und Doppelflügler, zarte papierne Wesen mit Skeletten aus Bambus, ein Wunsch in die Luft gebaut, ja der Traum vom Fliegen, aber an dünnen Fäden im Wirklichen gehalten.“

Katharina Brandstätter

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AUS ITALIEN

Fotos: Todd Rosenberg Photography

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AUS ITALIEN

Das Ende einer Ära: Im Juni 2023 hat Riccardo Muti dem Chicago Symphony Orchestra auf humorvoll-unsentimentale Weise „Ciao!“ gesagt. Dass die international gefeierte gemeinsame Glanzzeit deshalb nicht vorbei sein muss, beweisen der legendäre Klangkörper und sein mit 82 Jahren taufrischer „Music Director Emeritus for Life“ im Jänner 2024 auf Europa-Tournee auch im Großen Musikvereinssaal. Walter Weidringer war beim Abschied in Chicago mit dabei und blickt voraus auf das zweitägige Gastspiel des CSO unter Riccardo Muti in Wien.

Aus Italien Riccardo Muti und das Chicago Symphony Orchestra

„‚Aus Italien‘! Riccardo, sagte Swjatoslaw Richter zu mir –“ Riccardo Muti unterbricht sich und präzisiert: „Genau genommen hat er mich ‚Riccardotschka‘ genannt, also: ‚Riccardotschka, Sie müssen ‚Aus Italien‘ studieren!‘“ Das Gespräch, in dem der große Pianist dem damals erst 27-jährigen Dirigenten das viersätzige Jugendwerk aus der Feder von Richard Strauss so dringend ans Herz legte, hat sich 1968 zugetragen: Die so weit zurückreichende, langjährige und enge Zusammenarbeit mit dem 1997 verstorbenen Richter war eine prägende Erfahrung für den jungen Maestro. „Richter hat dieses Stück so sehr geliebt, dass ich gar nicht anders konnte, als mir die Partitur zu besorgen und zu lernen“, erklärt Muti. Bis zu seiner vielgerühmten Einspielung mit den Berliner Philharmonikern sollte allerdings noch ein Weilchen vergehen, bis 1989: Keine Frage, dass Swjatoslaw Richter die Aufnahme umgehend per Post zugestellt bekam …

Aus Italien! Von dort ist Riccardo Muti einst zu seiner formidablen Musikerlaufbahn aufgebrochen, als Maestro der alten Schule. Wobei diese Herkunftsbezeichnung vielleicht einerseits zu weit gefasst ist, andererseits zu eng. Italien weist ja enorme regionale Unterschiede auf. „Ich bin und bleibe ein Italiener aus dem Süden“, betont Muti also gern, „geboren in Neapel, aufgewachsen in Apulien: zum Nichtstun geboren, vom Schicksal zur Arbeit gezwungen“ – und grinst. „Aus Italien“ macht übrigens Station in Mutis Heimat – im Finale, überschrieben mit „Neapolitanisches Volksleben“. Muti erzählt amüsiert: „Als der junge Strauss Neapel besucht hat und die berühmte Melodie ‚Funiculì, Funiculà‘ hörte, war er so hin und weg davon, dass er sie im letzten Satz verwendet hat. Unglaublich schwierig für das Orchester übrigens! Strauss dachte, es wäre ein Volkslied. In Wirklichkeit aber hatte Luigi Denza es erst einige Jahre zuvor komponiert, es war ein Schlager zur Eröffnung der ersten Standseilbahn auf den Vesuv. Also hat er Strauss verklagt – und gewonnen!“

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AUS ITALIEN

Foto: Jamie McCaffrey from Ottawa / Wikimedia Commons

Foto: Todd Rosenberg Photography

Riccardo Muti in Chicago: eine Erfolgsstory, über seine Amtszeit als Music Director hinaus Aber mindestens so viel wie aus Italien entstammt Riccardo Muti der „Alten Welt“, einer alten Welt, die schon in Europa droht, der Vergessenheit anheim zu fallen. Diese alte Welt verkörpert er desto eindrucksvoller noch in der „Neuen Welt“, den USA: zuletzt vor allem in Chicago. Vom Chicago Symphony Orchestra hat sich Riccardo Muti im Juni 2023 nach 13 überaus erfolgreichen Jahren als dessen Music Director offiziell verabschiedet: in der Chicago Symphony Hall mit umjubelten Aufführungen von Beethovens „Missa solemnis“, zwei Tage später dann bei einem „Concert for Chicago“ im Millennium Park mit Tschaikowskijs Fünfter. Dieses alljährliche Gratis-Freiluftkonzert hat Muti 2010 ins Leben gerufen und damit seinen Amtsantritt ebenso gefeiert wie jetzt seinen allerletzten Auftritt als Chef – vor 8000 begeisterten Menschen. Als die Standing Ovations nach der letzten „Missa“-Aufführung kein Ende zu nehmen schienen, legte plötzlich das Blech mit improvisiertem Geschmetter los: „Tusch“ heißt das in der Tradition des Orchesters auf gut Deutsch – immerhin waren auch die ersten beiden Chefdirigenten Deutsche, Theodor Thomas und Friedrich Stock. Erst fünfmal zuvor in seiner 132-jährigen Geschichte hat das CSO diese Huldigung erschallen lassen: für Langzeitchef Sir Georg Solti, Daniel Barenboim und Bernard Haitink, aber auch für zwei ihrer legendären Blechbläser, Adolph Herseth und Dale Clevenger. Und nun also Muti. Überhaupt bekam man den Eindruck, dass Orchester und Stadt noch Ehrungen extra erfinden mussten, um dem Maestro gebührend Dank sagen zu können: Einen „Music Director Emeritus for Life“ hat es in Chicago noch nie gegeben. „Dieser Titel klingt very grandioso, aber es macht mich sehr stolz“, sagt Muti.

In Chicago weiß man freilich genau, womit sich Muti in die Annalen des Orchesters eingeschrieben und sich jede Ehrung verdient hat. „Das CSO gilt seit über hundert Jahren als großartiges Orchester, aber Riccardo Muti hat geschafft, es noch besser zu machen“, so Jeff Alexander, als President der Chicago Symphony Orchestra Association der oberste Manager des Klangkörpers und selbst studierter Hornist. Dies liege nicht zuletzt daran, dass Muti fast ein Viertel der Orchestermitglieder ausgewählt und engagiert hat. In den Probespiele sehe man, wie ernst er diesen Vorgang nimmt. Muti selbst verrät dabei gern sein – gar nicht geheimes – Vorbild: „Die Wiener Philharmoniker sind ein Gottesgeschenk für mich, und sie sind deshalb so fantastisch, weil sie beides spielen, Konzert und Oper. Die Oper ist dabei fondamentale, unerlässlich. Was ich alles von ihnen gelernt habe, versuche ich zu den anderen Orchestern zu tragen. Wien ist das Zentrum, es bedeutet Österreich, Deutschland, Italien, Ex-Jugoslawien, Ungarn, Slowakei und Tschechien, alle zusammen. Das zweite große Glück für mich war das Chicago Symphony Orchestra. Also setzte ich dort sofort Verdi an, ‚Otello‘, das Requiem, ‚Aida‘, ‚Macbeth‘, ‚Un ballo in maschera‘: Diese Werke verwandeln ein Orchester, nicht weil es dabei ‚Sängern folgen‘ müsste, sondern selber zu singen fähig sein muss. Das hat die Mentalität des Orchesters europäischer gemacht, ohne dass es seine spezielle Virtuosität verloren hätte, im vielzitierten Blech etwa.“

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AUS ITALIEN Montag, 22. Jänner 2024

Dienstag, 23. Jänner 2024

Chicago Symphony Orchestra Riccardo Muti | Dirigent

Chicago Symphony Orchestra Riccardo Muti | Dirigent

Philip Glass The Triumph of the Octagon (ÖEA) Igor Strawinsky Suite aus dem Ballett „Der Feuervogel“ (Fassung 1919) Richard Strauss Aus Italien. Symphonische Fantasie, op. 16

Florence B. Price Symphonie Nr. 3 Sergej Prokofjew Symphonie Nr. 5 B-Dur, op. 100

„Den dritten Satz hat Strauss überschrieben mit: ‚Am Strande von Sorrent‘, natürlich auf Deutsch“, sagt Riccardo Muti – und erzählt: „Als ich das Stück vor vielen Jahren einmal in Neapel dirigiert und die Musik den neapolitanischen Musikern auseinandergesetzt habe, fragte ich: ‚Verstehen Sie, was der Titel bedeutet?‘ Und die Neapolitaner – ich hätte es mir denken können, ich kenne ja meine Landsleute ganz genau –, sie zuckten die Schultern und sagten nur: ‚Ach, leider, wir sprechen kein Französisch!‘“ Muti kann sich noch heute königlich über diesen passiven Widerstand alla napoletana amüsieren. Damals ließ er freilich nicht locker: „‚Am Strande von Sorrent‘, übersetzte ich. Stille. – Plötzlich eine Stimme aus dem Orchester: ‚Aber in Sorrent gibt es doch keinen Strand!‘ – Ich war völlig perplex. Der Mann hatte recht! Tatsächlich hat Strauss einen fantastischen dritten Satz geschrieben, voller Poesie, überreich mit Düften und Blüten versehen, ein großartiges Stück. Aber das, wovon diese Musik angeblich handelt, existiert gar nicht!“ Kein Hindernis für Riccardo Muti und das Chicago Symphony Orchestra.

Riccardo Muti in Chicago: eine Erfolgsstory, die mit dem Abschied des Maestro aus der „Windy City“ dennoch zu einem Ende kommen musste? Ja – und nein. Vor allem sogar nein, gottlob: Das hängt mit der offenen Nachfolgefrage zusammen. Ende 2019 wurde eine Findungskommission installiert. Ohne Zeitdruck und irgendeine Vorgabe, sondern nur anhand der Leistung der Gäste am Dirigentenpult soll der oder die Neue herausgefiltert werden. Die Pandemie hat den Vorgang natürlich gleich einmal gestoppt. Ein Übergangsmodell wurde angestrebt, ähnlich wie nach der Amtszeit von Daniel Barenboim, als in den vier Jahren bis zu Mutis Antritt Bernard Haitink und Pierre Boulez eng an das Orchester gebunden wurden. Muti wurde kurzerhand gefragt, ob er sich vorstellen könnte, jedes Jahr mehrere Wochen mit dem Orchester weiterzuarbeiten, in Chicago und auf Tournee. Und Muti sagte Ja. So kommt Riccardo Muti mit dem Chicago Symphony Orchestra nun als dessen „Music Director Emeritus for Life“ in den Musikverein: nach so vielen umjubelten Auftritten hier eine weitere Premiere. Auf dem Programm der beiden Gastspielabende stehen nicht zuletzt Werke, in denen das Orchester mit seiner speziellen Kombination aus Brillanz und Sinnlichkeit, Präzision und Kantabilität prunken kann. Da gibt es russische Klassiker wie die märchenhaft pittoresken Klänge von Igor Strawinskys „Feuervogel“ und Sergej Prokofjews glänzende und zugleich bedrohliche Fünfte. Außerdem Musik aus den USA: die Symphonie Nr. 3 der erst jüngst der Vergessenheit entrissenen, 1953 verstorbenen Komponistin Florence B. Price – und die österreichische Erstaufführung von „The Triumph of the Octagon“, dem neuesten Orchesterwerk von Philip Glass, zu dem Muti persönlich die Inspiration geliefert hat. Sowie, nicht zu vergessen, Richard Strauss’ „Aus Italien“.

Walter Weidringer

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UNSCHÄTZBAR

Unschätzbar Neuerwerbungen des Archivs

Das Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien birgt mit all seinen Sammlungen mehr als zwei Millionen Objekte: Noten, Bücher, Briefe, Grafiken, plastische Objekte, Fotos, Musikinstrumente und vieles mehr. Archivdirektor Johannes Prominczel spürt der Frage nach, was denn ein gutes Objekt ausmache, und präsentiert zwei ungewöhnliche Neuerwerbungen. 20


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Fotos: Julia Wesely

Angst vor Schmutz darf ein Musikarchivar nicht haben. Immer wieder erhält man Einladungen, auf Dachböden Noten aus Familienbesitz durchzusehen. Die Sammlung sei alt und müsse doch auch wertvoll sein. Bei genauerer Durchsicht finden sich vielleicht ein paar Schlager in den verstaubten Notenstapeln, die mit ihren plakativen Titelblättern vor allem kunsthistorisch interessant sind. Die übrigen Kostbarkeiten entpuppen sich allerdings häufig als in hoher Auflage erschienene Klaviernoten aus der Zeit um 1900: Mozart, Schubert, Beethoven. Archivarisch leider von geringem Wert. Aber was hat Wert, was ist archivwürdig?

Vor einigen Wochen nahm ein Ehepaar mit unserem Archiv Kontakt auf. Sie wollten etwas verkaufen, und ein Antiquariat habe sie an den Musikverein verwiesen. Sie brachten eine braune Kartonmappe, unscheinbar, A4-Format, etwa hundert Jahre alt. Darin: ein wahrer Schatz. In dem Papierstapel fanden sich eine eigenhändig beschriebene Visitenkarte von Johann Strauß (Sohn), eine signierte Fotografie seines Bruders Eduard Strauß und eine Fotografie von dessen Sohn Johann Strauß (III.). – Allesamt hübsche Objekte, allerdings sind sie nicht allzu selten und bringen daher das Musikarchivarsblut nicht unbedingt in Wallung. Einzigartig werden sie jedoch durch die Beilagen: vierzehn Konzertprogramme der Tournee

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der Strauß-Kapelle 1890 in den Vereinigten Staaten. Das auf Tanzmusik spezialisierte Ensemble hatte unter der Leitung von Eduard Strauß im Sommer und Herbst 1890 eine USAReise unternommen. Man plante rund fünfzig Konzerte in zehn Bundesstaaten sowie in Kanada. Bekannt war bislang nur eine Liste der geplanten Konzerte. Nun lassen sich einzelne Konzerte anhand der Programme rekonstruieren: Man spielte natürlich in erster Linie Strauß: Musik von Johann Strauß (Vater) und seinen Söhnen Johann, Josef und Eduard. Es gab auch Arrangements aus Opern von Bizet und Richard Wagner, sogar Werke von Arthur Sullivan und Luigi Boccherini erklangen in Pittsburgh und Detroit. Auffallend ist die große


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Bandbreite der Werke, man spielte keineswegs stets das Gleiche. Und die Programmhefte sehen ganz anders aus als zeitgenössische Wiener Programme. Im Musikverein waren es eng beschriebene Zettel, höchstens vier Seiten. In den Vereinigten Staaten waren viele Programme mehrfärbig, oft sehr umfangreiche Hefte voller Werbung (u. a. für Unterwäsche oder Backpulver), auch bereits mit längeren Einführungstexten und Bildern. Die gesamte Mappe stammt ursprünglich aus dem Besitz eines Druckerei-Inhabers, der Konzertkarten angefertigt hat und vermutlich auch für die Familie Strauß tätig war. Die amerikanischen Programme, mitunter aus heute nicht mehr existierenden Theatern, sind echte Raritäten, wohl einzigartig in Europa. Dass sie finanziell nahezu wertlos sind, spielt für die Sammlung des Musikvereins keine Rolle. Die Strauß-Kapelle spielte gegen Ende des 19. Jahrhunderts regelmäßig im Musikverein. Nun dokumentieren die amerikanischen Programme eine Tournee des Orchesters, zu der es sonst kaum Informationen gibt. Somit sind sie unbezahlbar für die Forschung.

Wert und Preis von Autographen – allein darüber ließen sich Bücher füllen. Als Archivar wird man häufig nach dem Wert etwa eines Mozartoder Beethoven-Autographs gefragt. Man kann ein Autograph versichern, und dafür ist eine Schätzung notwendig. Doch tatsächlich ist der wissenschaftliche Wert unbegrenzt. Ein Stück, das es nur einmal gibt, ist unschätzbar wertvoll. Und das betrifft auch die einigermaßen preisgünstigen Briefe von sogenannten Kleinmeistern. Der „unschätzbare Wert“ bedeutet allerdings weder, dass alles Seltene wertvoll ist, noch, dass verlangte Preise sinnvoll sind. Im vergangenen Juni bot ein Londoner Auktionshaus einen inhaltlich spektakulären Brief von Wolfgang Amadeus Mozart an. Man rechnete mit einem Erlös von bis zu knapp 600.000 Euro. Verkauft wurde der Brief schließlich gar nicht, bereits der Rufpreis schreckte potenzielle Interessenten ab.

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Ein unschätzbar wertvolles Stück erhielten wir kürzlich durch Zufall. Eine Dame meldete sich, sie besitze einige Briefe von Johannes Brahms an ihre Urgroßeltern und sei nun bereit, diese zu verkaufen. Die Briefe waren der Forschung bekannt, mit Mäzenatenhilfe war die Finanzierung gesichert. Da wir bereits eine umfangreiche und bedeutende Sammlung von Briefen an und von Brahms besitzen, stand der Ankauf außer Diskussion. Die Abwicklung erschien unkompliziert. Die Besitzerin wollte die Information über die Briefe schicken, aber ich beharrte darauf, sie zu besuchen. – Nicht nur die großartige Gastfreundschaft entschädigte die Mühen einer mehrstündigen Zugsreise nach Deutschland. Als wir nahezu handelseins waren, fragte die Besitzerin, ob ich mich denn mit Autographen auskenne. Sie besitze noch ein Buch mit Briefen … Das Buch, im Querformat, stammte aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Eine schnelle Durchsicht ergab, dass die knapp hundert eingeklebten Briefe etwa 1830 bis 1880 geschrieben wurden, zumeist an Joseph Roman Zäch. Zäch war eine interessante, aber heute kaum mehr bekannte Persönlichkeit. Von Beruf Beamter, war er ein „Dilettant“, ein Musikliebhaber im besten Sinne. Als ausgezeichneter Geiger konzertierte er immer wieder mit professionellen Musikern. Vor allem aber war er „aus-


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übendes Mitglied“ der Gesellschaft der Musikfreunde, hat also aktiv an Konzerten mitgewirkt. Er organisierte auch immer wieder Abendunterhaltungen, eine „salonmusikähnliche“ Konzertserie der Gesellschaft mit Schwerpunkt Kammermusik. Ferner machte er sich als Arrangeur einen Namen. Er bearbeitete bekannte Orchesterwerke für kleine Besetzungen, die damals für Haus- und Salonmusik sehr gefragt waren. Die Briefe stammen von Persönlichkeiten, die das Wiener Musikleben des 19. Jahrhunderts geprägt haben: Aloys Fuchs (wichtiger Autographenspezialist), Leopold Jansa (Geigenvirtuose), Wolfgang Amadeus Mozart Sohn, Carl Haslinger (Musikverleger), eine Reihe an Virtuosen, Musikliebhaber und -gelehrte, Professoren am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde. Die prominentesten Schreiber sind vielleicht Franz Grillparzer und das Ehepaar Schumann. Und worüber wird in den Briefen geschrieben? Es gibt eine Übernahmebestätigung einer gekauften Geige (mit Rücktrittsrecht, falls die Violine nicht gefällt!), die Absage, bei einem Konzert mitzuwirken, und Einladungen, bei einem Hauskonzert mitzuspielen. Auch die Bitte, ein Werk aus dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde ausborgen zu dürfen, ist in dem Album enthalten.

Abbildungen: Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Es sind Banalitäten, keine seitenlangen Berichte über Kompositionsprozesse, die am Autographenmarkt besonders hohe Preise erzielen. Allerdings erlauben diese vermeintlich wenig gehaltvollen Schreiben einen Einblick in das Leben eines engagierten und bestens vernetzten Musikliebhabers und somit in die Wiener Musikkultur zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

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Die Besitzerin des Bandes war schnell überzeugt, dass das Briefalbum in unsere Sammlung „muss“. Die Briefe von Brahms zu erwerben war eine schöne Gelegenheit. Doch das Briefalbum von Joseph Roman Zäch in die Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde „nach Hause“ zu holen, das ist wirklich etwas ganz Besonderes.

Johannes Prominczel


KLANG UND KLARHEIT

Klang und Klarheit Oscar Jockel

Fotos: Tom Schweers

Einmal mehr gibt im Konzertzyklus des Wiener Concert-Vereins ein vielversprechender junger Musiker sein Debüt bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien: Oscar Jockel, 28 Jahre alt, dirigiert Ende Jänner Musik von Elgar, Schostakowitsch und Suk sowie die Uraufführung seines eigenen neuen Werks „floris glacialis“. 24


KLANG UND KLARHEIT

Wer im World Wide Web die Seite von Oscar Jockel aufruft, liest hier zuallererst: „Oscar Jockel ist ein Dirigent und Komponist aus Deutschland. Er liebt dunkle Schokolade und mag keine Rasenmäher.“ Das ist durchaus ernst gemeint – und freilich auch mit einem gewissen Augenzwinkern. „Was mir wichtig ist, ist Klarheit – und eine Haltung zu bestimmten Dingen zu haben“, sagt der an Heiligabend 1995 Geborene im Gespräch. „Ich bin ein Freund davon, die Dinge beim Namen zu nennen, und gleichzeitig kommt es, hoffe ich, auch durch, dass ich mich selber nicht ganz ernstnehme. Ich selber bin ja eigentlich total irrelevant. Was zählt, ist, was man tut“, wird er konkret. „Da ist natürlich Musik DAS Mittel, weil Musik nur in der Zeit stattfinden kann. Die Musik existiert eigentlich nicht. So gesehen existiere ich eigentlich auch nicht. Erst in dem Moment, in dem ich etwas kreiere, in dem ich eine Verbindung mit Menschen eingehe, entsteht Realität.“

Als Domspatz sang er ein breites Repertoire quer durch die Jahrhunderte. Heute kann er sagen: „Egal wie schlecht oder wie gut es mir geht – die Musik, die mir immer gefällt, ist die frankoflämische Vokalpolyphonie. Josquin Desprez, Orlando di Lasso, Palestrina – das war unser Hauptrepertoire. Aber auch Gregorianik, also ganz alte Musik, und die großen Chor-Orchester-Werke, die ich dort singen durfte. Da saugt man die Musikgeschichte richtiggehend auf, von Bachs ,Matthäuspassion‘ und h-MollMesse bis zu den großen Oratorien ,Elias‘ und ,Paulus‘ von Mendelssohn. Es ist ein irrsinniges Privileg, wenn man mit dreizehn, vierzehn schon ein solches Repertoire hat.“ Für seine Musikstudien kam Oscar Jockel nach Österreich. Er studierte hier am Mozarteum in Salzburg Dirigieren bei Reinhard Goebel, Bruno Weil und Johannes Kalitzke und Komposition bei Achim Bornhöft sowie – an der Kunstuniversität Graz – bei Klaus Lang. Sein weiterer Ausbildungsweg führte ihn ans Pariser Conservatoire zu Alain Altinoglu und Frédéric Durieux, zu Paavo und Neeme Järvi nach Estland und zu Andris Nelsons nach Boston. Die Stipendien, Preise und weiteren Auszeichnungen, mit denen Oscar Jockel – als Dirigent wie auch als Komponist – in den vergangenen Jahren gewürdigt wurde, ist schier unüberschaubar. Hierzulande sicherte ihn sich das Brucknerhaus Linz als Composer in Residence und wurde ihm jüngst im Rahmen der Salzburger Osterfestspiele der Herbert von Karajan Preis verliehen. Derzeit ist er für zwei Jahre Dirigierassistent von Matthias Pintscher beim Ensemble Intercontemporain in Paris und von Kirill Petrenko bei den Berliner Philharmonikern. Als Dirigierstipendiat der Karajan-Akademie leitet er in Berlin auch eigene Konzertprojekte zusammen mit den Akademistinnen und Akademisten der Berliner Philharmoniker.

Musik kreieren: Oscar Jockel fing früh damit an. Er war etwa zwölf Jahre alt, als er erstmals eigene Musik aufschrieb. „Das war der Grund, weshalb ich überhaupt Noten lesen lernen wollte“, erinnert er sich. „Ich komme vom Klang her und habe mich immer sehr intuitiv mit Klängen beschäftigt, schon als kleines Kind – und dann habe ich versucht, meine Tage am Klavier nachzuimprovisieren. Irgendwann wollte ich das auch festhalten.“ In seiner Familie, erzählt Oscar Jockel, spielte klassische Musik keine allzu große Rolle. Als er aber als kleiner Junge einmal daheim in Regensburg in den Dom kam und die Regensburger Domspatzen singen hörte, ein A-cappella-Stück, vielleicht von Palestrina, wie er rückblickend vermutet: „Da war ich auf einmal in einer anderen Welt. Das hat mich so bezaubert, dass ich gesagt habe: Das möchte ich auch machen.“

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KLANG UND KLARHEIT

Montag, 29. Jänner 2024 Wiener Concert-Verein Oscar Jockel | Dirigent Dmitry Shishkin | Klavier Christian Löw | Trompete Edward Elgar Introduktion und Allegro für Streichquartett und Streichorchester, op. 47 Oscar Jockel „floris glacialis“ für Streichorchester (Uraufführung) Dmitrij Schostakowitsch Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll, op. 35 Josef Suk Serenade für Streicher Es-Dur, op. 6

Foto: Lucas Jockel

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KLANG UND KLARHEIT

„Erst in dem Moment, in dem ich etwas kreiere, in dem ich eine Verbindung mit Menschen eingehe, entsteht Realität.“

Oscar Jockel

„Es ist ein großes Privileg, in der Philharmonie Teil der philharmonischen Familie zu sein“, sagt Oscar Jockel, „einfach weil ich die größten Dirigentinnen und Dirigenten unserer Zeit erleben darf und dabei auch sehe, wie unterschiedlich sie sind. Gleichzeitig verbindet sie eine immense Stärke und ein scharfes Profil.“ Mit Kirill Petrenko zu arbeiten beschreibt er schlichtweg als „extrem beglückend, weil es bei ihm nicht um das ganze Äußere geht, sondern wirklich um das Innere, um die Sache selbst, um die Musik. Und weil er sehr präzise, sehr am Detail arbeitet, ohne dabei das Große aus dem Auge zu verlieren.“

So intensiv Oscar Jockel die Zeit hoch oben im Bergdorf mit allen Sinnen erlebt, so intensiv sind auch die Klänge, die er wahrnimmt und die es dann entsprechend zu Papier zu bringen gilt. Diesen Klängen nähert er sich improvisierend. „Dann gibt es bei mir einen sehr langen Prozess, in dem ich überlege, welche Strukturverwandtschaften es zwischen den Klängen gibt, ob sich Intervallachsen oder Symmetrien erkennen lassen und wie sie abgebildet werden könnten. Wenn das geklärt ist, ist das Notenaufschreiben ziemlich schnell erledigt. Danach gibt es auch keine Note mehr, die ich ändern würde.“ Für sein Debüt bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien bringt Oscar Jockel ein eigenes neues Stück mit und setzt es in Kontext mit drei Werken, die alten Formen folgen: im weiteren Sinn dem Concerto grosso in Edward Elgars Introduktion und Allegro, op. 47, sowie in Dmitrij Schostakowitschs Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester, op. 35, und der Kirchensonate in Josef Suks Streicherserenade, op. 6. Dass dies kein Zufall ist, versteht sich. „All diese Formen beinhalten strenge Regeln, aber innerhalb dieser Regeln gibt es eine unfassbare Freiheit – und eine sehr hohe Virtuosität, allerdings nicht um ihrer selbst willen. In dem Moment, in dem man sie in eine klare, strenge Form einbindet, entfaltet sie erst ihren wahren Reiz.“ Sein eigenes neues Werk, dessen Uraufführung er in diesem Konzert am Pult des Wiener Concert-Vereins dirigiert, fügt sich stimmig ein in dieses Programm. „Es folgt zwar nicht alten Strukturen, aber klaren Strukturen – mit einer klaren Form und klaren Regeln, um eine Klangvielfalt zu ermöglichen. Da komme ich auf Augustinus, der eine größte Einheit in der Vielfalt anstrebte und gleichzeitig eine große Vielfalt in der Einheit.“ „floris glacialis“ heißt das Stück, „übersetzbar mit ,Eisblume‘“, so der Komponist selbst. „Die so genannten gefrorenen Muster an beschlagenen Fensterscheiben folgen klaren Gesetzmäßigkeiten und sind doch alle höchst individuell und einzigartig. Sie sind fast so vergänglich wie die Schwingungen von Musik in der Luft. Alltäglich und beim näheren Betrachten doch äußerst besonders. Ein unendlich verzweigtes Universum auf kleinstem Raum. Hoffentlich so wie auch das Konzert im kleinen, aber feinen Brahms-Saal.“

In seinem eigenen künstlerischen Wirken sucht Oscar Jockel ganz bewusst eine Ausgewogenheit und Gleichberechtigung des Dirigierens und Komponierens. „Ich könnte ohne das eine das andere nicht machen“, ist er überzeugt. So sehr das eine Kontakt mit Menschen erfordert, so sehr verlangt für ihn das andere Ruhe und Stille. Fürs Komponieren zieht er sich, oft mehrere Monate lang, zurück in sein abgeschiedenes Domizil in der Steiermark – einen alten Pfarrhof in einem kleinen Bergdorf auf mehr als tausend Metern Seehöhe, den er durch Zufall auf einer Internetplattform entdeckt hat. „Auf dem Land habe ich ein ganz anderes Zeitgefühl“, erzählt er. „Da habe ich einen geregelten Arbeitsablauf – was eigentlich paradox ist, weil ich keine Termine habe. Aber durch die Regelmäßigkeit nehme ich kleinste Veränderungen in der Natur und in den Klängen wahr. Da bekomme ich ein Gespür für die Höhe des Himmels, für die Festigkeit des Bodens, für die Farben im Wald.“ Für die gesteigerten Wahrnehmungsmöglichkeiten in der Stille kann sich Oscar Jockel sehr begeistern. „Irgendwann stellt man dann fest – eigentlich hat John Cage es festgestellt und bringt es mit seinem Stück ,4 ́ 33 ̋ ‘ zum Ausdruck –, dass es gar keine Stille gibt. Es ist immer etwas um einen herum, und gleichzeitig kann natürlich auch der Klang extrem still sein oder Stille hervorrufen. Es ist faszinierend, dass Stille an sich Klang ist und dass der Klang auch Stille enthalten kann. In der Stadt habe ich dann wieder genau das Gegenteil: die Verbindung zu den Menschen, die Kommunikation, die ich brauche, um das, was ich in den Bergen erlebt habe, teilen zu können. Da liebe ich natürlich auch das kulturelle Angebot – die Museen, verschiedenste Konzerte. Es ist mir wichtig, dass ich meinen Blick auch wieder nach außen richte, meinen Horizont erweitere.“

Ulrike Lampert

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ECHTES GRISS UM 150 PÖLSTER

Echtes Griss um 150 Pölster Ein Stimmungsbericht aus einer Kindergartenvorstellung von „Agathes Wunderkoffer“

Fotos: Julia Wesely

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ECHTES GRISS UM 150 PÖLSTER

Auf bunten Pölstern sitzend und mit offenen Augen und Ohren erleben alljährlich 3600 Kindergartenkinder die eigens für Publikum von drei bis sechs Jahren konzipierten Konzertreihen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Es ist dies oftmals die erste Live-Begegnung der Kinder mit klassischer Musik. Marion Eigl hat eine Vorstellung besucht.

Die Stimmung ist freudig gespannt. Mehrere Kindergartengruppen sind an diesem Freitagvormittag zu Gast im Musikverein, um mit Agathe auf musikalische Entdeckungsreise zu gehen. Mit liebevoller Sorgfalt und Umsicht wachen die begleitenden Pädagoginnen über ihre Schützlinge. Alles klappt wie am Schnürchen. Als wäre das gemeinsame Warten eine vorher abgesprochene Choreographie. Hier sind eindeutig Profis am Werk. Von Organisations- wie von Betreuungsseite. Die Jacken hängen an der Garderobe, die Jausenbrote sind verputzt, und auf der Toilette waren auch noch alle. Zwei Damen vom Musikverein haben Programme angeboten und auftauchende Fragen beantwortet. Nachdem ein Techniker die Saaltür geöffnet hat, ist eine Gruppe nach der anderen hineingegangen. Nun sitzen 150 Kinder zwischen drei und sechs Jahren im Metallenen Saal auf roten, grünen, gelben und blauen Sitzpölstern auf dem Boden. Viele neugierige Augen und Ohren, dabei ist es erstaunlich ruhig. Schnell entdecken einige Kinder, dass sie sich und die anderen im Saal auf den spiegelnden Deckenpaneelen sehen können. Ein erster Höhepunkt. Vorne befinden sich ein Cembalo, eine Gambe und ein Notenpult. Rechts im Eck steht ein brauner Lederkoffer. Eine sonore Stimme erinnert in der Lautsprecheransage, dass Bild- und Tonaufnahmen nicht gestattet sind. Alles, wie bei den Abendkonzerten für die Großen.

Dann geht plötzlich eine Tür auf, und von links betritt Agathe den Raum. Mit schwingendem Rock und roter Brille. Die braunen langen Haare zu zwei Zöpfen geflochten. Ihr folgt eine junge Frau, die zur Gambe greift und ein Prelude von Karl Friedrich Abel spielt. Aufmerksam lauschen Agathe und das junge Publikum dem Musikstück. Der seidig zarte Klang des Instruments erfüllt den Raum und erzeugt in Kombination mit dem orangefarbenen Licht eine eigene Atmosphäre. Seit 17 Jahren schlüpft Veronika Mandl bereits in die Rolle der Bühnenfigur Agathe. Der Konzertzyklus „Agathes Wunderkoffer“ für junges Publikum ab drei Jahren wurde im Musikverein in der Saison 2007/08 aus der Taufe gehoben. Der Köcher der Musikvermittlerin ist prall gefüllt: Musik- und Bewegungspädagogin, Gitarristin, Gambisten, Lehrende an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), Clini-Clown. All dies ist deutlich zu spüren und strahlt aus: die Spannkraft, das In-sich-Ruhen, die hohe Konzentration, die reiche Erfahrung, das offene Sensorium.

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ECHTES GRISS UM 150 PÖLSTER

„Agathes Wunderkoffer“: eines von drei nieder­ schwelligen Konzertangeboten in höchster Musik­ vereins­qualität für Kindergartengruppen

Im Metallenen Saal gibt es kein Podium. Agathe und die Musikerinnen sind „auf einer Ebene“ mit den Kindern – im wörtlichen und im übertragenen Sinn. Veronika Mandl nimmt ihr junges Publikum ernst. Jedes Konzert versteht sie als Geschenk. Sie verschenkt Musik und Anregungen. Dafür erhält sie im Gegenzug Impulse und Ideen. Jedes „Agathe“-Programm hat ein bestimmtes Thema, einen Aufhänger. Ein dramaturgischer Spannungsbogen durchzieht die Erzählung, die stets mit Musik verwoben ist. Das Spektrum ist breit gefächert. Unterschiedliche Musikstile, verschiedene Epochen und Länder. Je diverser das Angebot, umso offener der Horizont der Heranwachsenden.

Für Kindergärten werden im Musikverein drei unterschiedliche Reihen angeboten – mit jeweils anderen Ausführenden, Konzepten und Themenbereichen, die Anna Doogue gemeinsam mit den Künstler:innen konzipiert und kuratiert: „Topolina“, „Sebastian und das Tontelefon“ und „Agathes Wunderkoffer“. Sie sind ein gewichtiger Baustein des Gesamtprogramms, denn sie ermöglichen den Zugang zu Live-Musik auch für Kinder, die den Weg sonst nicht ins Haus finden würden. Das Konzert „Sternenentdecker“ hat Veronika Mandl rund um die aus Hannover stammenden Geschwister Wilhelm und Karoline Herschel gebaut. Agathe hat sich auch schon auf die Spuren von Ella Fitzgerald und Mozarts Schwester Maria Anna gemacht. An Astronomie Interessierten ist der Name Herschel durchaus vertraut. Im Konzert erzählt Wilhelm seine Geschichte in Form einer von Veronika Mandl entzückend geführten Klappmaulpuppe. Er baute eines der größten Spiegelteleskope seiner Zeit und entdeckte Ende des 18. Jahrhunderts Uranus, den siebenten Planeten unseres Sonnensystems. Karoline folgte ihrem Bruder nach England, assistierte ihm und entdeckte selbst unter anderem acht Kometen. Neben der Wissenschaft waren die beiden auch musikalisch aktiv. Auf das Klangerlebnis wird im Musikverein großer Wert gelegt. Musik wird in allen Konzerten auf höchstem Niveau geboten. Für das Programm „Sternenentdecker“ stellten die Herschel Society und das Dionysos Ensemble das Notenmaterial zur Verfügung. Die von Cembalistin Sobin Jo, Gambistin Maria Danneberg und Barockviolinistin Jenny

Viele sind nicht zum ersten Mal hier, erzählt Anna Doogue, die Leiterin des Kinder-, Jugend- und Familienprogramms des Musikvereins. Die vom Haus veranstalteten Kindergartenkonzerte erfreuen sich größter Beliebtheit. Die Kosten belaufen sich auf sechs Euro pro Kind. Um die Karten ist ein echtes Griss. Das Angebot richtet sich an städtische wie private Kindergärten und ist bewusst niederschwellig gehalten. Der familiäre Bildungshintergrund soll keinerlei Rolle spielen. Durch den Besuch in der Gruppe werden mögliche Hemmschwellen geebnet. Manchmal sind auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu Gast. Wieder andere im Publikum sind allerdings tatsächlich zum ersten Mal hier und erleben in diesem Rahmen ihr erstes Live-Konzert mit klassischer Musik. Im Idealfall stößt der Besuch im Musikverein auf Resonanz im privaten Umfeld.

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ECHTES GRISS UM 150 PÖLSTER

Lippl präsentierten Musikstücke stehen in einem guten Verhältnis zu den jeweiligen Erzählpassagen, wobei auch die anwesenden Erwachsenen charmant eingebunden werden. Spontane Kommentare der kleinen Gäste sind herzlich willkommen, und der Humor kommt selbstverständlich auch nicht zu kurz. Veronika Mandl hat die Erfahrung gemacht, dass manche Kinder mehr auf die Musik eingehen, andere verstärkt mit der Geschichte mitfiebern. In den 45 bis 50 Minuten ist immer auch Platz für Instrumentenkunde. Was unterscheidet eine Geige von einer Gambe? Was ein Klavier von einem Cembalo? Gemeinsam wird betrachtet, verglichen, geraten, konstatiert. Ein Stückchen Schokolade oder doch etwas anderes? Das flache, dunkle Holzstück, das Agathe in ihrem Wunderkoffer gefunden hat, wird von den Kindern schließlich als Frosch identifiziert. Unerlässlich für all jene, die ein Streichinstrument spielen.

In den Kindergartenkonzerten ist das Mitmachen eine wichtige Komponente. Vor allem das gemeinsame Singen. Zwei Lieder studiert Veronika Mandl alias Agathe an diesem Vormittag mit ihrem Publikum ein. Ausgesuchte Bewegungen und Gesten helfen beim Merken. Wie gut das Einprägen funktioniert hat, kann die Elementarpädagogin und Standortleiterin Katalin Ehart bestätigen. Die Kinder hätten das Gelernte nach dem Konzert sofort nachgesungen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Die Aufmerksamkeit der Kinder bleibt auf einem konstant hohen Niveau. Genauso wohlorganisiert, wie alles begonnen hat, läuft es auch nach dem Ende des Konzerts ab. Vor dem Saal wartet Veronika Mandl und verabschiedet sich persönlich von ihrem Publikum. Die Kinder und ihre Begleitpersonen machen sich auf den Weg. Mit einem lauten „Tschü-ü-ß“ verlassen sie das Musikvereinsgebäude. Das Feedback auf die Begegnung mit Agathe ist einhellig positiv. Von den kleinen wie von den großen Gästen.

Marion Eigl

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DES MEERES UND DER LIEBE WELLEN

Des Meeres und der Liebe Wellen Philippe Jordan im Gespräch Von der tiefen Stille bis zu einem stürmischen Dialog zwischen Wind und Wasser: Unter der Leitung von Philippe Jordan tauchen die Wiener Philharmoniker im Musikverein in vier verschiedene Vertonungen des Meers ein. Rebecca Schmid traf den Musikdirektor der Wiener Staatsoper zu einem Gespräch.

Herr Jordan, das Programm mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Ernest-Amédée Chausson, Benjamin Britten und Claude Debussy offenbart Gemeinsamkeiten über Epochen und Traditionen hinweg. Woher kam die Inspiration für dieses Programm?

stimmtes Thema. Er ist an Berlioz und an der Entwicklung der Tondichtung sehr nah dran. Sein „Sommernachtstraum“ ist vielleicht das beste Beispiel dafür, aber auch „Meeresstille und glückliche Fahrt“, welche zu seiner Zeit zu seinen beliebtesten Stücken zählten. Mendelssohn hat auch ein außerordentlich feines Gespür für Klangfarben, das merkt man schon an der unglaublich weichen Einleitung. Die Melodie ist eigentlich viel weniger wichtig als die klangliche Auffächerung des Streicherklangs, um diese Morgendämmerung am Meer zu schildern – die wir dann wieder bei Debussy im ersten Satz finden. Auch bei „Peter Grimes“ von Britten ist man morgens am Meer.

Ich bin grundsätzlich gegen solche thematischen Programme, aber hier funktioniert es sehr gut, weil die Stücke atmosphärisch zusammenpassen. Es geht mir eher um inhaltliche und insbesondere klangliche Zusammenhänge. Mendelssohn zum Beispiel ist in seiner sehr klassischen, frühromantischen Form doch auch sehr impressionistisch. Er ist eigentlich viel visionärer, als man glaubt. Er schreibt nicht einfach eine Ouvertüre über ein be-

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DES MEERES UND DER LIEBE WELLEN

Foto: Peter Mayr

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DES MEERES UND DER LIEBE WELLEN

„Es ist immer ein Vergnügen, im Großen Musikvereinssaal zu spielen. Auch wenn es ein bisschen klischeehaft klingt, gibt es tatsächlich einen goldenen Klang, weil die Frequenzen der Obertöne das optische Gold auch widerspiegeln.“ Philippe Jordan Meer ist aber nicht gleich Meer, die Komponisten haben, bedingt durch ihre Herkunft, unterschiedliche Perspektiven …

Sie sind in Zürich geboren und aufgewachsen, Ihr Vater, der Dirigent Armin Jordan, hatte aber auch Wurzeln in der Suisse Romande. Welches Repertoire war für Sie am wichtigsten, als Sie Ihre Karriere begonnen haben?

Ja, natürlich. Man darf aber auch nicht vergessen, dass „La Mer“ von Debussy nicht das Mittelmeer oder den Atlantik meint. Er wurde sehr beeinflusst von einem Besuch in Eastbourne am Ärmelkanal. Es gibt also nicht nur einen impressionistischen französischen, sondern auch einen sehr englischen Bezug. Und Mendelssohn hatte gerade mit seiner „Hebriden“-Ouvertüre und der „Schottischen Symphonie“ sehr viel mit der Nordsee zu tun. Da kommen wir natürlich auf Britten, der auf seine ganz eigene Art und Weise die Urgewalt des Meeres wahrscheinlich am deutlichsten malt. Man hat das Gefühl, das Meer zu riechen, die Wellen zu spüren. Es geht durch Haut und Knochen. Und trotzdem ist im ersten Stück ein klarer Impressionismus spürbar.

Das französische Repertoire habe ich lange im symphonischen Bereich gemieden. In der Oper kommt man relativ schnell dazu, seine erste „Carmen“ oder „Hoffmanns Erzählungen“ zu dirigieren, weil es zum Repertoire gehört. Aber das Symphonische war die Spezialität meines Vaters. Ich würde sagen, dass es neben Charles Dutoit in der Generation meines Vaters kaum jemanden gibt, der besser französische Musik dirigiert hat. Und dadurch war es mir sehr wichtig, mich mehr auf das deutsche klassische Repertoire zu konzentrieren. Nach dem Tod meines Vaters und mit meiner langjährigen Tätigkeit als Musikdirektor an der Opéra national de Paris hat sich das verändert: Plötzlich war das Terrain offen, mit einem französischen Orchester das französische Repertoire zu erarbeiten und mir anzueignen.

Sie dirigieren auch ein weniger bekanntes Werk, das „Poème de l’amour et de la mer“ von Chausson. Obwohl man die Querverbindungen zu Wagner und Liszt in diesem Stück oft betont: Bleibt der Komponist nicht doch auch in einer französischen Tradition verhaftet?

Ist ein Orchesterprogramm auch eine Art Ausgleich zum Opernbetrieb?

Ich sehe das eben eher in der Tradition von Gabriel Fauré, also französische Romantik, die in den Impressionismus überleitet. Es geht hier nicht nur um das Meer, sondern auch um eine tragisch endende Liebesgeschichte, die sich immer wieder in diesem Meer spiegelt. Das Meer erscheint also als Partner, wie bei Debussys Dialog zwischen Wind und Wasser. Die französische Romantik und der Impressionismus sind natürlich von Wagner nicht ganz zu trennen. Nur muss man sehr vorsichtig sein, dass man nicht in die Wagner-Falle tappt. Wenn man diese Musik so spielt, klingt sie sehr schnell nach schlechtem Wagner. Ich habe Chaussons Oper „Le roi Arthus“ in Paris dirigiert – das ist auch ein Stück, das Wagner, aber auch Debussy sehr nah steht. Es muss sehr französisch gespielt werden, also mit Leichtigkeit und Transparenz. Sonst wird die Musik schwerfällig und kriegt dadurch schnell einen zweitklassigen Charakter.

Ich halte es nicht für gut, wenn ein Symphonieorchester nie Oper spielt, oder umgekehrt ein Opernorchester keine Beethoven-Symphonien in den Fingern hat. Es ist etwas anderes, im Orchestergraben zu spielen oder auf der Bühne als Hauptprotagonist zu stehen. Im Konzert ist man nicht nur im Dienst der Bühne. Die Musik muss für sich selber stehen vom ersten Ton an oder mit dem ersten Akkord.

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DES MEERES UND DER LIEBE WELLEN

Donnerstag, 11. Jänner 2024

Welche Qualitäten der Wiener Philharmoniker möchten Sie in diesem Programm herausarbeiten?

Wiener Philharmoniker Philippe Jordan I Dirigent Nicole Car I Sopran

Ich freue mich besonders auf die unglaubliche Flexibilität dieses Orchesters. Es ist ja eben auch ein Opernorchester, und seien wir ehrlich: das beste Opernorchester überhaupt. Durch das Geschmeidige, das leichte Rubato im Tempo und das Aufeinanderhören – was bei diesem Orchester sehr wichtig ist – entsteht eine Transparenz, die für alle vier Stücke sehr wichtig ist. Ich freue mich einfach auf die Farben. Ganz zu schweigen vom Wiener Streicherklang, der solcher Musik sehr viel bieten kann. Ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit Nicole Car, die hier an der Staatsoper mit uns im französischen Repertoire sehr erfolgreich aufgetreten ist, zum Beispiel als Margarete in Gounods „Faust“. Ich muss sagen, es ist immer ein Vergnügen, im Großen Musikvereinssaal

Felix Mendelssohn Bartholdy Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“, op. 27 Ernest-Amédée Chausson Poème de l’amour et de la mer, op. 19 Benjamin Britten Vier Interludes aus der Oper „Peter Grimes“, op. 33a Claude Debussy La Mer

Abbildung: Alfred Stevens / Wikimedia Commons

zu spielen. Auch wenn es ein bisschen klischeehaft klingt, gibt es tatsächlich einen goldenen Klang, weil die Frequenzen der Obertöne das optische Gold auch widerspiegeln. Wir haben einfach ein unglaublich atmosphärisches Programm – mit unterschiedlichen Sichtweisen auf das Meer. Das kann dem Publikum sehr viel bringen.

Rebecca Schmid

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KALENDARIUM JÄNNER

KALENDARIUM JÄNNER Bitte beachten Sie, dass der Vorverkauf für die hier genannten Konzerte bereits begonnen haben kann und einzelne Preiskategorien beim Erscheinen des Kalendariums bereits ausverkauft sein könnten. Ebenso ist es möglich, dass bei einzelnen Konzerten auf Grund der Auslastung durch das Abonnement gar keine Einzelkarten mehr verkauft werden dürfen.

GS Großer Saal BS Brahms-Saal GL Gläserner Saal / Magna Auditorium MT Metallener Saal ST Steinerner Saal / Horst Haschek Auditorium ASMV Alle Säle Musikverein EIGENVERANSTALTUNGEN DER GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE IN WIEN KONZERTE ANDERER VERANSTALTER PROGRAMMSCHWERPUNKTE

01. 02.

Mo 11.15 GS

03.

Wiener Philharmoniker Christian Thielemann | Dirigent

Neujahrskonzert

Wiener Philharmoniker Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Di 20.00 Polish Art Philharmonic GS Michael Maciaszczyk | Dirigent

Strauß Sohn: Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ Chineser-Galopp, op. 20 Dvořák: Slawischer Tanz F-Dur, op. 46/4 Brahms: Ungarischer Tanz Nr. 5 fis-Moll Tschaikowskij: Ouvertüre zum Ballett „Der Nussknacker“, op. 71 Strauß Sohn: Tik-Tak. Polka schnell nach Motiven der Operette „Die Fledermaus“, op. 365 Vergnügungszug. Polka schnell, op. 281 Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 2 cis-Moll Strauß Sohn: Rosen aus dem Süden. Walzer, op. 388 Suppè: Ouvertüre zur Operette „Leichte Kavallerie“ Brahms: Ungarischer Tanz Nr. 6 Des-Dur Tschaikowskij: Walzer aus dem Ballett „Schwanensee“, op. 20 Strauß: Pizzicato-Polka Mascagni: Intermezzo aus der Oper „Cavalleria rusticana“ Elgar: Salut d’amour, op. 12 Dvořák: Slawischer Tanz e-Moll, op. 46/2 Strauß: Feuerfest. Polka française, op. 269 Strauß Sohn: Kaiser-Walzer, op. 437 Unter Donner und Blitz. Polka schnell, op. 324 Bizet: Farandole Strauß Vater: Radetzky Marsch, op. 228

Musik der Meister/ Neujahrskonzert € 96 | 82 | 69 | 59 | 49 | 39 | 29 | 18

Mi 19.30 GS

Neujahrskonzert

Tonkünstler-Orchester € 83 | 76 | 66 | 59 | 45 | 36 | 23 | 8

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Alfred Eschwé | Dirigent Claudia Goebl | Sopran

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KALENDARIUM JÄNNER

04.

Do 19.30 GS

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Alfred Eschwé | Dirigent Claudia Goebl | Sopran

Neujahrskonzert

Tonkünstler-Orchester € 83 | 76 | 66 | 59 | 45 | 36 | 23 | 8

05.

Fr 15.30 GS

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Alfred Eschwé | Dirigent Isabel Weller | Sopran

Neujahrskonzert

Tonkünstler-Orchester € 83 | 76 | 66 | 59 | 45 | 36 | 23 | 8

05.

Fr 20.00 Imperial Philharmonic GS Stephan Koncz | Dirigent

Neujahrskonzert Eine musikalische Reise durch die rauschenden Ballnächte von Wien, begleitet von den Klängen von Strauss und anderen Meistern

THE VIPH’s ( Inh. Zita Kalakatroni, M.A.) € 103 | 93 | 78 | 63 | 50 | 38 | 25 | 15

06.

Sa 13.00, Barbara Angermaier | Sopran Spuk im Musikverein? 15.00, und Schauspiel Für Publikum ab 6 Jahren 17.00 Boris Eder | Schauspiel ASMV Johannes Prominczel |

Rainer Hersch | Komödiant Jennifer Gheorgita | Violine Martin Breinschmid | Percussion Gyula Szép | Violine

Taschenlampen-Führung € 15

Archivdirektor Susanne Felicitas Wolf | Text und Konzept Hanna Sophie Stejskal | Kostüme und Requisiten Otto Biba | Konzept Anna Doogue | Idee und Konzept

06.

Sa 20.00 Die SchlossCapelle BS Fritz Kircher | Violine

Mozart: Symphonie A-Dur, KV 201 Haydn: Symphonie C-Dur, Hob. I:25 Vivaldi: Le quattro stagioni („Die vier Jahreszeiten“)

Classic Exclusive OG € 75 | 65 | 53 | 33 | 15

07.

So 15.30 GS

Neujahrskonzert

Tonkünstler-Orchester € 83 | 76 | 66 | 59 | 45 | 36 | 23 | 8

10.

Mi 19.30 Sebastian Heindl | Orgel GS

Pas de deux – Danse Macabre Rising Stars/3 Bach: Italienisches Konzert F-Dur, BWV 971 € 27 Schumann: Aus „Studien für den Pedalflügel. Sechs Stücke in canonischer Form“, op. 56 – Nr. 4 und 5 Eggert: Neues Werk (ÖEA) Schumann: Le Ballet des revenants, op. 5/4 Caprice à la boléro, op. 5/2 Mozart: „Orgel-Stück für eine Uhr“ f-Moll, KV 608 Gubaidulina: Hell & Dunkel Saint-Saëns: Danse Macabre, op. 40 Heindl: Rock-Toccata und Blues-Fugue c-Moll

11. 11.

Do 10.15 BS

VierViertlQuartett | Hornquartett

Start Up! – Junge Talente stellen sich vor

Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

Do 11.00 GS

Wiener Philharmoniker Philippe Jordan | Dirigent Nicole Car | Sopran

Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“, op. 27 Chausson: Poème de l’amour et de la mer, op. 19 Britten: Vier Interludes aus der Oper „Peter Grimes“, op. 33a Debussy: La Mer. Drei symphonische Skizzen für Orchester

Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Ola Rudner | Dirigent Claudia Goebl | Sopran

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KALENDARIUM JÄNNER

11.

Do 19.30 Wiener Philharmoniker GS Philippe Jordan | Dirigent

12.

Fr 19.30 GS

13.

Sa 11.00, Julia Ruthensteiner-Schwarz | Klänge in Schwarz-Weiß 14.00, Gesang, Schauspiel, Konzept Konzert für Babys und Kleinkinder 16.00 Tim de Vries | Violine bis zu 3 Jahren MT Adela Liculescu | Klavier

Nicole Car | Sopran

Wiener Philharmoniker Philippe Jordan | Dirigent Nicole Car | Sopran

Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“, op. 27 Chausson: Poème de l’amour et de la mer, op. 19 Britten: Vier Interludes aus der Oper „Peter Grimes“, op. 33a Debussy: La Mer. Drei symphonische Skizzen für Orchester

Meisterinterpreten III/3 € 180 | 163 | 146 | 107 | 77 | 57 | 35 | 10

Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“, op. 27 Chausson: Poème de l’amour et de la mer, op. 19 Britten: Vier Interludes aus der Oper „Peter Grimes“, op. 33a Debussy: La Mer. Drei symphonische Skizzen für Orchester

Wiener Philharmoniker/Soirée Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Dodo und Tatz SA 11/2, 14/2, 16/2 Restkarten zu € 20 auf Anfrage

Birgit Kellner | Ausstattung Stephanie Marie Breitegger | Kostüm Silvia Spechtenhauser | Regieberatung Anna Doogue | Idee und Konzept

13.

Sa 14.30 BS

Mitglieder der Wiener Philharmoniker Ausgewählte Schulklassen

passwort:klassik – Klingende Einführung zum Konzert um 15.30 im GS

Wiener Philharmoniker/ passwort:klassik Kartenbüro Wr. Philharmoniker

13.

Sa 15.30 GS

Wiener Philharmoniker Philippe Jordan | Dirigent Nicole Car | Sopran

Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“, op. 27 Chausson: Poème de l’amour et de la mer, op. 19 Britten: Vier Interludes aus der Oper „Peter Grimes“, op. 33a Debussy: La Mer. Drei symphonische Skizzen für Orchester

Wiener Philharmoniker/Sa Kartenbüro Wr. Philharmoniker

13.

Sa 19.30 GS

Bruckner Orchester Linz Markus Poschner | Dirigent Nikolaus Habjan | Puppenspiel

Bruckner: Symphonie Nr. 4 Es-Dur, „Romantische“

Bruckner Orchester Linz € 89 | 79 | 69 | 59 | 49 | 39 | 20 | 6

13.

Sa 20.00 Die SchlossCapelle BS Fritz Kircher | Violine

Mozart: Symphonie A-Dur, KV 201 Haydn: Symphonie C-Dur, Hob. I:25 Vivaldi: Le quattro stagioni („Die vier Jahreszeiten“)

Classic Exclusive OG € 75 | 65 | 53 | 33 | 15

14.

So 11.00 GS

Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“, op. 27 Chausson: Poème de l’amour et de la mer, op. 19 Britten: Vier Interludes aus der Oper „Peter Grimes“, op. 33a Debussy: La Mer. Drei symphonische Skizzen für Orchester

Wiener Philharmoniker/So Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Wiener Philharmoniker Philippe Jordan | Dirigent Nicole Car | Sopran

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KALENDARIUM JÄNNER

14.

So 11.00, 14.00, 16.00 MT

Dodo und Tatz siehe 13.01.2024, 11.00 Uhr

Dodo und Tatz SO 11/2, 14/2, 16/2 Restkarten zu € 20 auf Anfrage

14.

So 19.30 Rudolf Buchbinder | Klavier GS

Mozart: Zwölf Variationen über „Ah, vous dirai-je, Maman“ C-Dur, KV 265 Schumann: Symphonische Etüden, op. 13, und fünf Variationen, WoO 6 Haydn: Sonate Es-Dur, Hob. XVI:52 Beethoven: Sonate f-Moll, op. 57, „Sonata appassionata“

Große Solisten/4 € 98 | 94 | 81 | 69 | 57 | 44 | 25 | 10

18. 20. 22.

Do 22.00 ASMV

81. Ball der Wiener Philharmoniker

Wiener Philharmoniker Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Sa 22.00 ASMV

134. Ball der Industrie und Technik – Techniker Cercle

Techniker Cercle Karten Tel.: 533 90 61

Mo 19.30 Chicago Symphony Orchestra Glass: The Triumph of the Octagon (ÖEA) Das Goldene GS Riccardo Muti | Dirigent Strawinsky: Suite aus dem Ballett „Der Feuervogel“; Musikvereinsabonnement I/3L Fassung 1919 Strauss: Aus Italien. Symphonische Fantasie für Orchester G-Dur, op. 16

€ 170 | 148 | 135 | 105 | 75 | 55 | 34 | 10

KÜNSTLER IM FOKUS: RICCARDO MUTI

23.

Di 19.30 Chicago Symphony Orchestra Price: Symphonie Nr. 3 GS Riccardo Muti | Dirigent Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur, op. 100

24.

Mi 18.30 Ensemble Wien BS Othmar Müller | Violoncello

Schubert: Aus den „Valses nobles“, D 969 Streichquartett B-Dur, D 112 Streichquintett C-Dur, D 956

Ensemble Wien/3 € 60 | 56 | 46 | 40 | 33 | 22 | 9

24.

Mi 19.30 ORF RSO Wien GS Marin Alsop | Dirigentin

Bernstein: Ouvertüre zu „Candide“ Symphonie Nr. 2 für Klavier und Orchester, „The Age of Anxiety“ Schostakowitsch: Symphonie Nr. 5, op. 47

ORF RSO Wien/3 € 75 | 69 | 59 | 49 | 42 | 34 | 23 | 10

24.

Mi 20.00 Amina Bouroyen | JazzMT Gesang

25.

Do 15.30 GS

25.

Do 19.30 Wiener Symphoniker GS Krzysztof Urbański | Dirigent

Meisterinterpreten II/4 € 170 | 148 | 135 | 105 | 75 | 55 | 34 | 10

KÜNSTLER IM FOKUS: RICCARDO MUTI

David Fray | Klavier

Yilin Han | Akkordeon Yan Lok Hoi | Violine Larissa Maron | Flöte Petra Kinga Szovák | Blockflöte und Studierende der MUK

Rheinische Staatsphilharmonie Koblenz Benjamin Shwartz | Dirigent Jae-A Yoo | Flöte Michal Balas | Violoncello

María Dueñas | Violine

Cast Off – MUK.graduates in concert High Class II/1 Vivaldi: Concerto für Altblockflöte a-Moll, RV 108 € 26 | 21 Szymanowski: Sonate für Violine und Klavier Partner: MUK d-Moll, op. 9 Kenny Wheeler, Norma Winstone: Wintersweet Jerome Moross, Johne La Touche: Lazy Afternoon Dutilleux: Sonatine für Flöte und Klavier Marais: Auswahl aus „Les Folies d’Espagne“ Bach: Concerto Nr. 1 d-Moll, BWV 1052 Glinka: Ouvertüre zur Oper „Ruslan und Ludmilla“ Ibert: Flötenkonzert Alexey Shor: Violoncellokonzert „Musical Pilgrimage“ Tschaikowskij: Symphonie Nr. 1 g-Moll op. 13, „Winterträume“

IMK – Verein für Internationale Musik- und Kunstförderung € 88 | 78 | 68 | 55 | 35 | 25 | 15 | 10

Kilar: „Orawa“ für Kammerorchester Die Große Symphonie A/3 Lalo: Symphonie espagnole für Violine und € 115 | 108 | 96 | 80 | 62 | 50 | 29 | 10 Orchester d-Moll, op. 21 Mussorgskij: Bilder einer Ausstellung; für Orchester bearbeitet von Ravel

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KALENDARIUM JÄNNER

26.

Fr 9.00, Veronika Mandl | Schauspiel 10.30 und Inszenierung MT SarahBernhardt

Harfe im Anflug Konzert für Publikum ab 4 Jahren

Kindergartenvorstellung Agathes Wunderkoffer Karten auf Anfrage

Sigrid Horn | Gesang Sarah Metzler | Gesang und Harfe Bernhard Scheiblauer | Gesang, Ukulele, Banjolele, Küchengerät Claire Blake | Kostüm und Requisiten Jutta Vranovsky | Requisiten

26.

Fr 19.30 Wiener Symphoniker GS Krzysztof Urbański | Dirigent

27.

Sa 11.00, 15.00 MT

Agathes Wunderkoffer siehe 26.01.2024, 9.00 Uhr

Agathes Wunderkoffer SA 11/2, 15/2 Restkarten zu € 22 auf Anfrage

27.

Sa 15.00 Max Müller | Rezitation BS Eduard Kutrowatz | Klavier

Karneval der Tiere für Hund und Katz und Co. Peres: Chicken Flirt Ridout: Ferdinand. Die Geschichte vom Stier, der nicht kämpfen wollte Meschwitz: Tier-Gebete – Auswahl Saint-Saëns: Le Carnaval des animaux. Grande Fantasie zoologique („Der Karneval der Tiere“) mit Texten von Loriot

Max-Müller-Zyklus A/2 € 49 | 45 | 39 | 35 | 29 | 15 | 8

27.

Sa 15.30 Mahler Chamber Orchestra Mozart: Serenade Es-Dur, KV 375 Soirée musicale/3 GS Yuja Wang | Leitung und Klavier Strawinsky: Concerto für Klavier und Blasorchester € 120 | 112 | 99 | 82 | 63 | 50 | 29 | 10

27.

Sa 18.45 MT

Gustav Danzinger

Einführungsvortrag zum Konzert um 19.30 im GS

Tonkünstler-Orchester Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

27.

Sa 19.30 GS

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Tomáš Netopil | Dirigent Alena Baeva | Violine

Janáček: Suite aus der Oper „Jenůfa“ Bartók: Violinkonzert Nr. 1 Dvořák: Symphonie Nr. 6 D-Dur, op. 60

Tonkünstler-Orchester € 68 | 62 | 54 | 45 | 39 | 29 | 21 | 7

27.

Sa 20.00 Die SchlossCapelle BS Fritz Kircher | Violine

Mozart: Symphonie A-Dur, KV 201 Haydn: Symphonie C-Dur, Hob. I:25 Vivaldi: Le quattro stagioni („Die vier Jahreszeiten“)

Classic Exclusive OG € 75 | 65 | 53 | 33 | 15

28.

So 11.00, 15.00 MT

Agathes Wunderkoffer siehe 26.01.2024, 9.00 Uhr

Agathes Wunderkoffer SO 11/2, 15/2 Restkarten zu € 22 auf Anfrage

María Dueñas | Violine

Kateryna Titova | Klavier Verena Stourzh | Violine Sabina Dascalu | Violine Cynthia Liao-Zottl | Viola Franz Ortner | Violoncello Josef Gilgenreiner | Kontrabass Birgit Ramsl | Flöte Andrea Götsch | Klarinette David Christopher Panzl | Schlagwerk

Kilar: „Orawa“ für Kammerorchester Die Große Symphonie B/3 Lalo: Symphonie espagnole für Violine und € 115 | 108 | 96 | 80 | 62 | 50 | 29 | 10 Orchester d-Moll, op. 21 Mussorgskij: Bilder einer Ausstellung; für Orchester bearbeitet von Ravel

Dvořák: Serenade für Bläser, Violoncello und Kontrabass d-Moll, op. 44 Gershwin: Rhapsody in Blue; Fassung für Klavier und Jazzband

41


SCHENKEN SIE GEMEINSAME ABENDE IM MUSIKVEREIN! WEIHNACHTSABONNEMENT I im Großen Saal 14. Jänner 2024

RUDOLF BUCHBINDER

Werke von Mozart, Haydn, Beethoven, Schumann

21. Februar 2024

WIENER SYMPHONIKER | ADAM FISCHER Werke von Haydn, Mozart, Bartók

22. April 2024

WIENER PHILHARMONIKER | KIRILL PETRENKO Werke von Respighi

WEIHNACHTSABONNEMENT II im Gläsernen und im Brahms-Saal 31. Jänner 2024

KATHARINA STEMBERGER

Lesung: Anna Baar, Erzählungen

Sparen u 20 % Sie bis z ch zu lei im Verg rten a Einzelk

27. Februar 2024

GESANGSKAPELLE HERMANN FESCH

11. April 2024

LEIF OVE ANDSNES

Werke von Schubert, Tveitt, Brahms

musikverein.at | abo@musikverein.at


KALENDARIUM JÄNNER

28.

So 14.45 GL

Gustav Danzinger

Einführungsvortrag zum Konzert um 15.30 im GS

Tonkünstler-Orchester Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

28.

So 15.30 GS

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Tomáš Netopil | Dirigent Alena Baeva | Violine

Janáček: Suite aus der Oper „Jenůfa“ Bartók: Violinkonzert Nr. 1 Dvořák: Symphonie Nr. 6 D-Dur, op. 60

Tonkünstler-Orchester € 68 | 62 | 54 | 45 | 39 | 29 | 21 | 7

28.

So 16.00 Max Müller | Rezitation BS Eduard Kutrowatz | Klavier

Karneval der Tiere für Hund und Katz und Co. Peres: Chicken Flirt Ridout: Ferdinand. Die Geschichte vom Stier, der nicht kämpfen wollte Meschwitz: Tier-Gebete – Auswahl Saint-Saëns: Le Carnaval des animaux. Grande Fantasie zoologique („Der Karneval der Tiere“) mit Texten von Loriot

Max-Müller-Zyklus B/2 € 49 | 45 | 39 | 35 | 29 | 15 | 8

29.

Mo 19.30 Wiener Concert-Verein BS Oscar Jockel | Dirigent

Elgar: Introduktion und Allegro für Streichquartett und Streichorchester, op. 47 Jockel: „floris glacialis“ für Streichorchester (UA) Schostakowitsch: Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester Nr. 1 c-Moll, op. 35 Suk: Serenade für Streicher Es-Dur, op. 6

Wiener Concert-Verein/3 € 60 | 56 | 46 | 40 | 33 | 22 | 9

30.

Di 20.00 Gentlemen Music Club GL

Vodka auf Veltliner Die fünf Gentlemen haben voller Passion ihr russisches Repertoire mit Titeln von Hermann Leopoldi und Georg Kreisler bis nach Wien ausgeweitet.

Mixed Line-Up/4 € 45 | 36 | 26 | 7

31.

Mi 19.30 Webern Symphonie Orchester Schmidt: Das Buch mit sieben Siegeln GS Singverein der Gesellschaft

31.

Mi 20.00 Katharina Stemberger | GL Lesung

Kateryna Titova | Klavier Verena Stourzh | Violine Sabina Dascalu | Violine Cynthia Liao-Zottl | Viola Franz Ortner | Violoncello Josef Gilgenreiner | Kontrabass Birgit Ramsl | Flöte Andrea Götsch | Klarinette David Christopher Panzl | Schlagwerk

Dmitry Shishkin | Klavier Christian Löw | Trompete

Musik(verein) entdecken/2 € 83 | 72 | 65 | 52 | 45 | 37 | 25 | 10

der Musikfreunde in Wien Manfred Honeck | Dirigent Maximilian Schmitt | Johannes Christof Fischesser | Stimme des Herrn Marta Kristín Friðriksdóttir | Sopran Tanja Elisa Glinser | Alt Ilija Skvirskii | Tenor Seokju Hong | Bass

Die Strottern

Anna Baar: Erzählungen Anschließend im GL: Auf ein Glas mit Katharina Stemberger und Die Strottern im Gespräch mit Bernhard Fellinger exklusiv für Konzertbesucher*innen

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Wort Musik I/1 Weihnachtsabonnement II/1 € 45 | 36 | 26 | 7


PRELUDIO

19./20. Februar

BERLIN IN WIEN 24./25. Februar

21. Februar

Die Zweite Symphonie von Gustav Mahler, die „Auferstehungssymphonie“, ist jenes Werk, in dem der Komponist im Grunde über alles bis dahin in der Gattung Symphonie Gekannte hinausging und ein selbsterklärtes Ziel umsetzte, nämlich mit jeglichen zur Verfügung stehenden Mitteln eine Welt zu errichten: instrumental nicht zuletzt durch die Hinzuziehung eines an Bläsern und Schlagwerk reichen Fernorchesters, auch vokal, durch den Einsatz von zwei Frauenstimmen und gemischten Chor, und in der fünfsätzigen Anlage durch zwei ausgedehnte Ecksätze und eine überdimensionale Gesamtdauer von etwa eineinhalb Stunden, in denen Mahler musikalisch, klanglich und textlich die Möglichkeiten ausreizt. Die Wiener Symphoniker setzen das Monument Ende Februar aufs Programm. Es singen Chen Reiss, Nora Gubisch und der Wiener Singverein, es dirigiert Alain Altinoglu.

Von einem „überwältigenden Debüt“ und einer „Klavierweltrevolution“ schrieb „Der Standard“ im Herbst 2022, als der gerade erst 21-jährige Alexander Malofeev mit Rachmaninows Drittem Klavierkonzert für Khatia Buniatishvili einsprang und das Publikum im Großen Musikvereinssaal zu unbändigen Begeisterungsstürmen hinriss. Nun kehrt der junge Ausnahmekünstler in den Musikverein zurück – mit einem durchaus außergewöhnlichen Soloprogramm. Malofeev, vielfach bei internationalen Wettbewerben prämiert und unter anderem Gewinner des Grand Prix sowie des Sonderpreises für die beste Bach-Interpretation beim Internationalen Sergej-Rachmaninow-Wettbewerb für junge Pianisten 2014, spannt den Bogen von Händel, Muffat und Vivaldi/ Bach hin zu Skrjabin und Rachmaninow. „Es gibt so Abende, da werden die Uhren neu gestellt. Der Auftritt von Alexander Malofeev war so ein Abend“ – so noch einmal „Der Standard“ 2022. Anfang 2024 geht es weiter in der neuen Zeitrechnung der Klavierwelt.

EINE WELT FÜR SICH

Gustav Mahler

NEUE ZEITRECHNUNG

Gastspiele der Berliner Philharmoniker mit ihren Chefdirigenten haben im Musikverein Tradition. Vor knapp hundert Jahren, im Mai 1925, leitete Wilhelm Furtwängler das erste Konzert der Berliner im Großen Musikvereinssaal. Herbert von Karajan dirigierte hier, wie später auch Sir Simon Rattle, alle BeethovenSymphonien, Claudio Abbado verabschiedete sich mit einem Konzert im Musikverein als Chefdirigent. Mit Kirill Petrenko, der 2019 die Nachfolge Rattles antrat, kommen die Berliner Philharmoniker im Februar zum zweiten Mal nach Wien. Wie einst den ersten Chefdirigenten Hans von Bülow führte ihn sein Weg über Stationen in Meiningen und München nach Berlin. Für Wiens Musikfreunde bringen die Berliner Philharmoniker Dutilleux’ Erste Symphonie und Bartóks „Der holzgeschnitzte Prinz“ mit – Werke, die ihren Komponisten erste große internationale Erfolge einbrachten. Tags zuvor ist Lisa Batiashvili, 2023/24 Artist in Residence des Orchesters, Solistin in Szymanowskis innigem Violinkonzert Nr. 1 – nach Liszts rauschenden „Les Préludes“ und vor der humorvollen „Symphonia domestica“ von Richard Strauss. Kirill Petrenko

Alexander Malofeev

Foto: Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Foto: Liudmila Malofeeva

Foto: Monika Rittershaus

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PRELUDIO

28. Februar

13. Februar 15. Februar

MICHAEL DANGLS HOFMANNSTHAL „Es führt von der Poesie kein direkter Weg ins Leben, aus dem Leben keiner in die Poesie“, bekannte Hugo von Hofmannsthal einmal. „Poesie und Leben“ ist eines seiner Werke, aus denen Michael Dangl im Februar im Gläsernen Saal anlässlich von Hofmannsthals 150. Geburtstag liest. Sein besonderes Faible für Hofmannsthal stellte der Schauspieler unter anderem bereits im Theater in der Josefstadt unter Beweis, wo er im „Schwierigen“ mit großem Erfolg die Titelrolle spielte. Auch im Musikverein erweist er diesem Text in Auszügen Reverenz. Die Brücke zur Welt der Klänge schlägt Dangl mit Abschnitten aus dem Briefwechsel zwischen Hofmannsthal und Richard Strauss, dessen Musik in raffinierten Bearbeitungen von Maria Fedotova (Flöte) und Natalia Sidorenko (Klavier) gespielt wird.

MUSIK AUS HOF UND MUSIKALISCHE TEMPERAMENTENKIRCHE KUNDE Wien galt mit dem Kaiserhof immer wieder als kulturelles Vorbild. Gerne imitierte man in der Provinz den soge­ nannten Kaiserstil. Die Gründerzeitgebäude ähneln sich von Lemberg bis Triest, doch bereits der barocke Johann Fischer von Erlach baute nicht nur die Hofbibliothek der Habsburger und die Karlskirche, sondern war auch für zahlreiche Adelsgeschlechter tätig. Parallel dazu fand die Musik der kaiserlichen Hofkapelle weite Verbreitung. Karoline Pilcz und das Ensemble Prisma widmen sich im Brahms-Saal der Musik von Schmelzer, Fux und Caldara, moderiert von Archivdirektor Johannes Prominczel. Es erklingen Instrumente aus der Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde. Karlskirche, um 1730

Was passiert, wenn ein sanguinischer Mensch auf einen melancholischen trifft? Carl Philipp Emanuel Bach hat diese Frage immerhin so stark beschäftigt, dass er dem Thema eine Triosonate für zwei Violinen und Basso continuo widmete, in der zwei unterschiedliche Temperamente aufeinandertreffen. Er wollte aber vor allem eines damit – den Beweis antreten, dass sich in der reinen Instrumentalmusik sehr wohl auch musikalische Inhalte vermitteln ließen, ohne auf das Eindeutigkeit schaffende Wort zurückgreifen zu müssen. Ende Februar bringen Fabio Biondi und sein fulminantes Ensemble „Europa Galante“ das Werk im Brahms-Saal zur Aufführung. Der Abend versammelt unter dem Titel „Apoteosi e follia“ Werke von Vivaldi, Couperin, Mascitti und Corelli, die allesamt die Emanzipation der Instrumentalmusik vorantreiben.

Michael Dangl

Foto: Moritz Schell

Fabio Biondi

Abbildung: Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

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Foto: Emile Ashley


VORSCHAU FEBRUAR

VORSCHAU FEBRUAR Bitte beachten Sie, dass der Vorverkauf für die hier genannten Konzerte bereits begonnen haben kann und einzelne Preiskategorien beim Erscheinen des Kalendariums bereits ausverkauft sein könnten. Ebenso ist es möglich, dass bei einzelnen Konzerten auf Grund der Auslastung durch das Abonnement gar keine Einzelkarten mehr verkauft werden dürfen.

GS BS GL MT ST

Großer Saal Brahms-Saal Gläserner Saal / Magna Auditorium Metallener Saal Steinerner Saal / Horst Haschek Auditorium

EIGENVERANSTALTUNGEN DER GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE IN WIEN KONZERTE ANDERER VERANSTALTER PROGRAMMSCHWERPUNKTE

01.

Do 19.30 Jewgenij Kissin | Klavier GS

Beethoven: Sonate e-Moll, op. 90 Brahms: Vier Balladen, op. 10 Rachmaninow: Sechs Moments musicaux, op. 16 Prokofjew: Sonate Nr. 7 B-Dur, op. 83

Meisterinterpreten I/3 € 120 | 112 | 99 | 82 | 63 | 51 | 30 | 10

01.

Do 19.30 Tetzlaff Quartett BS

Haydn: Streichquartett Es-Dur, Hob. III:38 Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett a-Moll, op. 13 Sibelius: Streichquartett Nr. 2 d-Moll, op. 56, „Voces Intimae“

Kammermusik-Zyklus/4 € 60 | 56 | 46 | 40 | 33 | 22 | 9

02. 02.

Fr 18.45 MT

Young Masters Piano Trio

Start Up! – Vorkonzert: Junge Talente stellen sich vor

Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

Fr 19.30 GS

Nationaal Jeugdorkest Nederland Martin Sieghart | Dirigent Harriet Krijgh | Violoncello

Elgar: Violoncellokonzert e-Moll, op. 85 Bruckner: Symphonie Nr. 9 d-Moll

Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

03.

Sa 20.00 Die SchlossCapelle GS Fritz Kircher | Violine

Mozart: Symphonie A-Dur, KV 201 Haydn: Symphonie C-Dur, Hob. I:25 Vivaldi: Le quattro stagioni („Die vier Jahreszeiten“)

Classic Exclusive OG € 75 | 65 | 53 | 33 | 15

09.

Fr 20.00 Die SchlossCapelle GS Fritz Kircher | Violine

Mozart: Symphonie A-Dur, KV 201 Haydn: Symphonie C-Dur, Hob. I:25 Vivaldi: Le quattro stagioni („Die vier Jahreszeiten“)

Classic Exclusive OG € 75 | 65 | 53 | 33 | 15

10.

Sa 19.30 GS

Haydn: Violoncellokonzert C-Dur, Hob. VIIb:1 Violoncellokonzert D-Dur, Hob. VIIb:2 Beethoven: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 36

Musik der Meister/4 € 78 | 68 | 60 | 52 | 46 | 38 | 28 | 8

Franz Liszt Kammerorchester István Várdai | Dirigent und Violoncello

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VORSCHAU FEBRUAR

11.

So 19.30 GS

12.

Mo 15.00 Cuore Piano Trio BS Veronika Mandl | Moderation

12.

Mo 19.30 Gautier Capuçon | Violoncello Debussy: Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll „Presse“-Konzertzyklus/1 GS Daniil Trifonov | Klavier Prokofjew: Sonate für Violoncello und Klavier € 98 | 94 | 81 | 69 | 57 | 44 | 27 | 10

Philharmonic Generations Galakonzert für das Chinesische Neujahr Youtuo classical Vienna Ausgewählte Werke von Strauß Vater, Strauß Sohn, music institute GmbH Chor der China National Opera Mendelssohn Bartholdy und Rodgers Karten auf Anfrage Friedrich Pfeiffer | Dirigent Yunzhi Liu | Violine Rong Shi | Klavier Wei Shi | Klavier Wenn der Vater mit dem Sohne

C-Dur, op. 119 Rachmaninow: Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll, op. 19

Souvenir – Konzerte für Menschen mit und ohne Demenz/3 € 20

Sponsor:

13.

Di 9.00, Linzer Torten Orchester 11.00 Birgit Kellner | Illustration und GL Requisiten

Tiere auf geheimer Mission für Publikum ab 5 Jahren

Schulvorstellung Albertos Abenteuer Karten auf Anfrage

13.

Di 19.30 Maria João Pires | Klavier GS

Beethoven: Sonate As-Dur, op. 110 Debussy: Suite Bergamasque Beethoven: Sonate c-Moll, op. 111

Das Goldene Musikvereins­ abonnement II/3 € 98 | 94 | 81 | 69 | 57 | 44 | 27 | 10

13.

Di 19.30 Karoline Pilcz | Sopran BS Ensemble Prisma

Auf Fischer von Erlachs Spuren Musik aus Hof und Kirche Ausgewählte Werke von Schmelzer, Ziani, Caldara und Fux

Aus der Schatzkammer/2 € 35 | 31 | 29 | 27 | 23 | 20 | 9

14.

Mi 19.30 Diana Damrau | Sopran GS Helmut Deutsch | Klavier

Ausgewählte Lieder von Robert und Clara Schumann sowie spanische Lieder

Große Solisten/5 Liederabende/4 € 120 | 112 | 99 | 82 | 63 | 50 | 29 | 10

14.

Mi 19.30 Luc Mangholz | Flöte BS Sebastian Breit | Oboe

Quantz: Triosonate c-Moll Boccherini: Cellosonate C-Dur Heinichen: Triosonate G-Dur Bach: Oboensonate g-Moll, BWV 1030b Lotti: Triosonate A-Dur Bach: Flötensonate e-Moll, BWV 1034 Telemann: Triosonate e-Moll, TWV 42:E2

Ensembles der Wiener Philharmoniker/3 € 65 | 58 | 48 | 43 | 34 | 23 | 9

15.

Do 19.30 Axelle Fanyo | Sopran BS Kunal Lahiry | Klavier

The Return Ausgewählte Lieder und Werke von Crumb, Ravel, Copland, L. Boulanger und Avramidou (ÖEA)

Rising Stars/4 € 27

15.

Do 20.00 Michael Dangl | Lesung GL Maria Fedotova | Flöte

Hugo von Hofmannsthal: Ausgewählte Texte Wort Musik I/2 Musik von Richard Strauss und Eduard Kutrowatz € 45 | 36 | 26 | 7

16.

Fr 18.45 MT

Johannes Prominczel | Moderation

Wolfgang Härtel | Violoncello Johannes Maria Bogner | Cembalo

Natalia Sidorenko | Klavier Klaus Laczika

Einführungsvortrag zum Konzert um 19.30 Uhr im GS

47

Tonkünstler-Orchester Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa


VORSCHAU FEBRUAR

16.

Fr 19.30 GS

16.

Fr 19.30 Antoine Tamestit | Viola BS Mao Fujita | Klavier

Schubert: Sonate für Arpeggione (Viola) und Kammermusik-Zyklus/5 Klavier a-Moll, D 821 € 60 | 56 | 46 | 40 | 33 | 22 | 9 Mozart: Violinsonate e-Moll, KV 304; Fassung für Viola und Klavier Schumann: Märchenbilder. Vier Stücke für Klavier und Viola, op. 113 Schubert: An den Mond, D 193; Fassung für Viola und Klavier Schumann: Mondnacht, op. 39/5; Fassung für Viola und Klavier Schubert: Nacht und Träume, D 827; Fassung für Viola und Klavier Schumann: Adagio und Allegro, op. 70; Fassung für Viola und Klavier

17.

Sa 11.00, 13.00, 15.00 GL

Albertos Abenteuer siehe 13. Februar 2024, 9.00 Uhr

Albertos Abenteuer SA 11/2, SA 13/2, SA 15/2 Karten auf Anfrage

17.

Sa 19.30 Concentus Musicus Wien GS Stefan Gottfried | Dirigent

Boccherini: Symphonie Nr. 20 d-Moll, op. 45 „¡Ay de mí!“ aus der Zarzuela „Clementina“ Hasse: „Non verranno a turbarti i riposi“ aus der Festa teatrale „Alcide al bivio“ Nebra: „Llegar ninguno intenteaus“ aus „Para obsequio a la deydad, nunca es culto la crueldad, y Iphigenia en Tracia“ Arriaga: Sinfonia a Gran Orquesta in D

Concentus Musicus/3 € 120 | 112 | 99 | 82 | 63 | 50 | 29 | 10

17.

Sa 20.00 Die SchlossCapelle BS Fritz Kircher | Violine

Mozart: Symphonie A-Dur, KV 201 Haydn: Symphonie C-Dur, Hob. I:25 Vivaldi: Le quattro stagioni („Die vier Jahreszeiten“)

Classic Exclusive OG € 75 | 65 | 53 | 33 | 15

17.

Sa 20.00 Cornelius Obonya | Rezitation What we’ve lost through Brexit GL Ensemble Wild Cornelius Obonya und das Ensemble Wild

18.

So 14.45 BS

Klaus Laczika

Einführungsvortrag zum Konzert um 15.30 Uhr im GS

Tonkünstler-Orchester Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

18.

So 15.30 GS

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Yutaka Sado | Dirigent

Bruckner: Symphonie Nr. 7 E-Dur

Tonkünstler-Orchester € 54 | 45 | 39 | 29 | 21 | 7

18.

So 18.30 Philharmonia Schrammeln BS Anita Götz | Sopran

Mein Nachbarin und i

Philharmonia Schrammeln/3 € 60 | 56 | 46 | 40 | 33 | 22 | 9

19.

Mo 19.30 Berliner Philharmoniker GS Kirill Petrenko | Dirigent

Liszt: Les Préludes. Symphonische Dichtung, S. 97 Szymanowski: Violinkonzert Nr. 1, op. 35 Strauss: Symphonia domestica für großes Orchester, op. 53

Meisterinterpreten III/4 € 180 | 163 | 146 | 107 | 77 | 57 | 35 | 10

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Yutaka Sado | Dirigent

María Hinojosa Montenegro | Sopran

Bruckner: Symphonie Nr. 7 E-Dur

Tonkünstler-Orchester € 68 | 62 | 54 | 45 | 39 | 29 | 21 | 7

Wort Musik II/2 € 45 | 36 | 26 | 7

versetzen Sie in die 1920er/30er Jahre nach England. Be there or be square!

Günter Haumer | Bariton

Lisa Batiashvili | Violine

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VORSCHAU FEBRUAR

20.

Di 19.30 Berliner Philharmoniker GS Kirill Petrenko | Dirigent

Dutilleux: Symphonie Nr. 1 Bartók: Der holzgeschnitzte Prinz. Ein Tanz­ märchen, op. 13

Meisterinterpreten II/5 € 180 | 163 | 146 | 107 | 77 | 57 | 35 | 10

21.

Mi 19.30 Wiener Symphoniker GS Adam Fischer | Dirigent

Haydn: Symphonie c-Moll, Hob. I:95 Mozart: Klavierkonzert c-Moll, KV 491 Bartók: Konzert für Orchester, Sz 116

Die Große Symphonie A/4 € 115 | 108 | 96 | 80 | 62 | 50 | 29 | 10

21.

Mi 19.30 Alexander Malofeev | Klavier BS

Händel: Suite B-Dur, HWV 434 Purcell: Ground c-Moll Muffat: Passacaglia g-Moll Bach: Concerto a-Moll, BWV 593 Skrjabin: Prélude und Nocturne für die linke Hand cis-Moll, op. 9 Rachmaninow: Elegie es-Moll, op. 3/1 Prélude cis-Moll, op. 3/2 Flieder (Siren), op. 21/5; Transkription für Klavier Sonate Nr. 2 b-Moll, op. 36; revidierte Fassung 1931

Klavier-Zyklus/3 € 65 | 58 | 48 | 43 | 34 | 23 | 9

22.

Do 19.30 Wiener Symphoniker GS Adam Fischer | Dirigent

Haydn: Symphonie c-Moll, Hob. I:95 Mozart: Klavierkonzert c-Moll, KV 491 Bartók: Konzert für Orchester, Sz 116

Die Große Symphonie B/4 € 115 | 108 | 96 | 80 | 62 | 50 | 29 | 10

23.

Fr 9.00, Sebastian Radon | Gesang, 10.30 Schauspiel, Konzept MT Simon Scharinger | Gesang,

Ein Halbtonschritt für den Mond für Publikum ab 3 Jahren

Kindergartenvorstellung Sebastian und das Tontelefon Karten auf Anfrage

Hindemith: Konzertmusik für Blasorchester, op. 41 Strauss: Symphonische Fantasie aus der Oper „Die Frau ohne Schatten“, AV 146 Schönberg: Variationen für Orchester, op. 31 Ravel: La Valse. Poème chorégraphique pour Orchestre

Das Goldene Musikvereins­ abonnement I/4 € 180 | 163 | 146 | 107 | 77 | 57 | 35 | 10

Mao Fujita | Klavier

Mao Fujita | Klavier

Schauspiel, Konzept Die Strottern Klemens Lendl | Violine, Gesang David Müller | Gitarre, Gesang Helene Payrhuber | Ausstattung

23.

Fr 19.30 Wiener Philharmoniker GS Franz Welser-Möst | Dirigent

SCHÖNBERG 150. GEBURTSTAG

Anschließend: Auf ein Glas mit Franz Welser-Möst exklusiv für Konzertbesucher*innen

24.

Sa 11.00, 15.00 MT

24.

Sa 15.30 GS

Wiener Philharmoniker Franz Welser-Möst | Dirigent

Sebastian und das Tontelefon siehe 23. Februar 2024, 9.00 Uhr

Sebastian und das Tontelefon SA 11/3, SA 15/3 € 22

Hindemith: Konzertmusik für Blasorchester, op. 41 Strauss: Symphonische Fantasie aus der Oper „Die Frau ohne Schatten“, AV 146 Schönberg: Variationen für Orchester, op. 31 Ravel: La Valse. Poème chorégraphique pour Orchestre

Wiener Philharmoniker/Sa Kartenbüro Wr. Philharmoniker

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PROGRAMM FÜR KINDER, JUGENDLICHE & FAMILIEN JÄNNER 2024

TASCHENLAMPEN-FÜHRUNGEN SPUK IM MUSIKVEREIN (6+) 6.1.2024

FEIERN SIE MIT UNS!

13./14.1.2024

ls Auch a ein h c ts Gu ch! erhältli

AGATHES WUNDERKOFFER HARFE IM ANFLUG (4+) 27./28.1.2024

6

Mitglieder des Orchesters & Herrenchors der Wiener Staatsoper

Messe pour les paroisses Messe Nr. 1 in d-Moll

18.02.24

Jacobus Gallus

Missa canonica

25.02.24

Antonio Caldara

Missa dolorosa

6 6 6

6

6

NE:

tad josefs w w w.

6

6 Alle Ab5o%s

t .o rg

Fritz Hochwälder Der Himbeerpflücker Heinrich von Kleist Der zerbrochne Krug

Torsten Fischer/Herbert Schäfer Engel der Dämmerung. Marlene Dietrich www.josefstadt.org

6

6

6

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6

Wiener Hofburgkapelle, Hofburg – Schweizerhof, 1010 Wien

ONLI

Geschenk-Abo I Kammerspiele der Josefstadt

6

4 2 70

ODER

ca. -1

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ACH E I N F N I SC H FO E N : E L E T ELL BEST 0 -3 01

+43 1 Informationen zu Messen & Konzerten sowie Tickets & Gutscheine: www.hofmusikkapelle.gv.at office@hofmusikkapelle.gv.at und unter 01 533 99 27

s icht gemacht

6

François Couperin Anton Bruckner

e 6 d u e r F 6 chenken

6

04.02.24 11.02.24

Foto: Lukas Beck

Messe in G-Dur

6

Franz Schubert

6

28.01.24

6 6

Messe Nr. 1 in d-Moll

6

Anton Bruckner

6

6

21.01.24

6

Missa Sancti Nicolai Messe in G-Dur

6

6

6

Joseph Haydn Franz Schubert

6

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Messen um 9:15 Uhr im Jänner & Februar 07.01.24

6

6 6

Choralschola der Hofburgkapelle

14.01.24

6

6

Wiener Sängerknaben

6

Konzertkassa • Musikvereinsplatz 1 • T +43-1-505 81 90 • musikverein.at

Das Ensemble der Wiener Hofmusikkapelle:

6

Seit 1498 gestaltet die Wiener Hofmusik kapelle auf höchstem musikalischen Niveau die Sonntagsmessen in der Hofburgkapelle.

DODO UND TATZ KLÄNGE IN SCHWARZ-WEISS (0–3)


VORSCHAU FEBRUAR

24.

Sa 19.30 Wiener Symphoniker GS Singverein der Gesellschaft

24.

Mahler: Symphonie Nr. 2 c-Moll

Wiener-Symphoniker-Zyklus A/3 € 115 | 108 | 96 | 80 | 62 | 50 | 29 | 10

Sa 20.00 Die SchlossCapelle BS Fritz Kircher | Violine

Mozart: Symphonie A-Dur, KV 201 Haydn: Symphonie C-Dur, Hob. I:25 Vivaldi: Le quattro stagioni („Die vier Jahreszeiten“)

Classic Exclusive OG € 75 | 65 | 53 | 33 | 15

25.

So 10.00 BS

Mitglieder der Wiener Phil­harmoniker Ausgewählte Schulklassen

passwort:klassik – Klingende Einführung zum Konzert um 11.00 Uhr im GS

Wiener Philharmoniker/ passwort:klassik Kartenbüro Wr. Philharmoniker

25.

So 11.00 GS

Wiener Philharmoniker Franz Welser-Möst | Dirigent

Hindemith: Konzertmusik für Blasorchester, op. 41 Strauss: Symphonische Fantasie aus der Oper „Die Frau ohne Schatten“, AV 146 Schönberg: Variationen für Orchester, op. 31 Ravel: La Valse. Poème chorégraphique pour Orchestre

Wiener Philharmoniker/So Kartenbüro Wr. Philharmoniker

25.

So 11.00, 15.00 MT

Sebastian und das Tontelefon siehe 23. Februar 2024, 9.00 Uhr

Sebastian und das Tontelefon SO 11/3, SO 15/3 € 22

25.

So 15.30 English Chamber Orchestra GS Julian Rachlin | Dirigent und

Mozart: Violinkonzert G-Dur, KV 216 Symphonie D-Dur, KV 385, „Haffner Symphonie“ Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 4 A-Dur, op. 90, „Italienische“

Soirée musicale/4 € 105 | 98 | 88 | 73 | 59 | 48 | 26 | 10

25.

So 19.30 Wiener Symphoniker GS Singverein der Gesellschaft

Mahler: Symphonie Nr. 2 c-Moll

Wiener-Symphoniker-Zyklus B/3 € 115 | 108 | 96 | 80 | 62 | 50 | 29 | 10

26.

Mo 15.30 GS

Bohuslav Martinů Philharmonie Zlín Robert Papocsi | Dirigent Fan Ting | Dirigent und Violine Ellen Hayun Lee | Flöte Trey Lee | Violoncello Serena Wang | Klavier

Borne: „Carmen Phantasie” für Flöte und Orchester IMK – Verein für Internationale Beethoven: Konzert für Klavier, Violine, Violoncello Musik- und Kunstförderung und Orchester C-Dur, op. 56, „Tripelkonzert“ € 88 | 78 | 68 | 55 | 35 | 25 | 15 | 10 Dvorák: Symphonie Nr. 8 G-Dur, op. 88

26. 26.

Mo 19.30 GS

Wiener Philharmoniker Franz Welser-Möst | Dirigent

Berg: Drei Orchesterstücke, op. 6 Bruckner: Symphonie Nr. 9 d-Moll

Wiener Philharmoniker/Soirée Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Mo 19.30 Ensemble Kontrapunkte BS Gottfried Rabl | Dirigent und

Saunders: Skin Connesson: Double Quatuor Schmitt: La Tragédie de Salome; erste Fassung 1907

Kontrapunkte/3 € 51 | 48 | 41 | 36 | 28 | 18 | 9

der Musikfreunde in Wien Alain Altinoglu | Dirigent Chen Reiss | Sopran Nora Gubisch | Alt

Violine

der Musikfreunde in Wien Alain Altinoglu | Dirigent Chen Reiss | Sopran Nora Gubisch | Alt

Moderation Kaoko Amano | Sopran

51

KOMPONISTIN IM FOKUS: REBECCA SAUNDERS


VORSCHAU FEBRUAR

26.

27.

Mo 20.00 Studierende der MUK MT

Di 19.30 London Philharmonic GS Orchestra Karina Canellakis | Dirigentin Christian Tetzlaff | Violine

Atem der Zeit – Bläserkammermusik historisch und zeitgenössisch Telemann: Ouverture F-Dur, TWV 44: F10 Mozart: Aus der Oper „Così fan tutte“, KV 588; arrangiert von Johann Nepomuk Wendt Yun: Quartett für Flöten Lago: Drei Stücke aus „Ciudades“: Sarajevo, Addis Abeba, Tokyo

High Class II/2 € 26 | 21

Mussorgskij: Vorspiel zur Oper „Chowanschtschina“ Schostakowitsch: Violinkonzert Nr. 1 a-Moll, op. 77 Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll, op. 98

Meisterinterpreten I/4 € 130 | 120 | 112 | 89 | 65 | 52 | 30 | 10

Partner: MUK

KÜNSTLERIN IM FOKUS: KARINA CANELLAKIS Sponsor:

27.

Di 19.30 Altenberg Trio BS

Mozart: Divertimento für Klaviertrio B-Dur, KV 254 Bernstein: Klaviertrio, op. 2 Dvořák: Klaviertrio Nr. 4 e-Moll, op. 90, „Dumky-Trio“

27.

Di 20.00 Gesangskapelle Hermann GL

FESCH Mixed Line-Up/5 Die fünf vokalen Allrounder feiern die Dernière ihres Weihnachtsabonnement II/2 Erfolgsprogramms FESCH im Wiener Musikverein € 45 | 36 | 26 | 7

28.

Mi 19.30 Europa Galante BS Fabio Biondi | Leitung und

Apoteosi e follia Vivaldi: Triosonate d-Moll, RV 63, „La Follia“ Couperin: Triosonate „Le Parnasse ou l’Apotheose de Corelli“ Mascitti: Violinsonate D-Dur, op. 5/12, „Psyché“ Corelli: Violinsonate g-Moll, op. 5/12, „La Follia“ Bach: Triosonate c-Moll , Wq 161/1, „Sanguineus et Melancholicus“

Musica Antiqua/2 € 68 | 62 | 53 | 45 | 37 | 24 | 9

28.

Mi 20.00 Tonkünstler-Orchester GS Niederösterreich

Symphonic Pop

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich € 58 | 53 | 46 | 38 | 33 | 25 | 21 | 6

Violine Andrea Rognoni | Violine Alessandro Andriani | Violoncello Paola Poncet | Cembalo Giangiacomo Pinardi | Théorbe

Katharina Wincor | Dirigentin Ina Regen | Vocals

52

Altenberg Trio/3 € 60 | 56 | 46 | 40 | 33 | 22 | 9


IMPRESSUM Musikfreunde | Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien | Jahrgang 36/4 Medieninhaber (Verleger) Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, 1010 Wien, Musikvereinsplatz 1, Tel. +43-1-505 86 81 Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Stephan Pauly, Mag. Renate Futterknecht | Redaktion: Mag. Markus Siber, Mag. Ulrike Lampert Kalendarium: Anna Jochum, BA, Ulrike Karl | Gestaltung: Fons Hickmann M23 (www.m23.de) | Satz: Thomas Apel Titelfoto: Deutsche Grammophon / Julia Wesely | Druck: Print Alliance HAV Produktions GmbH, 2540 Bad Vöslau, Druckhausstraße 1 DVR: 0066249 | Redaktionsschluss: 7. November 2023

KARTENVERKAUF EIGENVERANSTALTUNGEN

FÜHRUNGEN / GUIDED TOURS

KONZERTKASSA – MUSIKVEREINSGEBÄUDE

KARTENBESTELLUNGEN SIND MÖGLICH PER

FÜHRUNGEN SEPTEMBER BIS JUNI

1010 Wien, Musikvereinsplatz 1 (Eingang: Bösendorferstraße 12)

Telefon: +43-1-505 81 90 (Mo–Fr 9.00–18.00 Uhr, Sa 9.00–13.00 Uhr) Fax: +43-1-505 81 90-94 E-Mail: tickets@musikverein.at Internet: www.musikverein.at

Montag–Samstag (außer Feiertag) 13.00 Uhr Englisch* 13.45 Uhr Deutsch* *Zeiten können variieren

Bestellkarte nur für Mitglieder und Abonnenten Karten können mittels Kreditkarte innerhalb der angegebenen Vorverkaufsfristen bestellt werden. Bitte beachten Sie, dass eine Bestellung per Bestellkarte keine Garantie für die Zuteilung von Karten ist.

Erwachsene Schüler, Studierende Kinder bis 12 Jahre gratis

ÖFFNUNGSZEITEN Montag bis Freitag 9.00 bis 19.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr, Sonn- und Feiertage geschlossen. Bei allen Eigenveranstaltungen öffnet die Kassa eine Stunde vor Konzertbeginn. Wir bitten zu beachten, dass unmittelbar vor Konzertbeginn dem Kartenverkauf sowie der administrativen Abwicklung des jeweiligen Konzerts Vorrang gegenüber allgemeinen Geschäftsvorgängen gegeben werden muss. Aus diesem Grund bitten wir Sie, alle Anliegen, die nicht das aktuelle Konzert betreffen, in den angegebenen Rahmenöffnungszeiten an uns heranzutragen.

VORVERKAUF Bei allen Eigenveranstaltungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien beginnt der Kartenvorverkauf – wenn nicht anders angegeben – für Mitglieder zwei Monate vor der jeweiligen Veranstaltung. Eine Woche danach sind Karten im allgemeinen Vorverkauf erhältlich. Am ersten Verkaufstag des Einzelkartenverkaufs für Mitglieder behält es sich die Gesellschaft der Musikfreunde vor, den Einkaufsrahmen für jedes Mitglied auf höchstens vier Karten zu beschränken.

Bestellte Karten erhalten Sie gegen Vorlage der Kreditkarte oder der Bestätigungs-E-Mail an der Kassa des Musikvereins.

PREISE € 10,– € 6,–

TREFFPUNKT Konzertkassa Musikverein Bösendorferstraße 12

INFORMATION ZU GRUPPEN­FÜHRUNGEN UNTER: E-Mail: fuehrungen@musikverein.at

Wir bitten Sie zu beachten, dass alle Kartenkäufe verbindlich sind und weder storniert noch umgetauscht werden können.

AUF EIN GLAS MIT

Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme an dieser Veranstaltung exklusiv für Gäste der vorher stattfindenden Veranstaltung in diesem Saal möglich ist.Als Konzertbesucher sind Sie sehr herzlich zu diesem Künstlergespräch eingeladen. Sie haben die Möglichkeit, ein Getränk an der Bar käuflich zu erwerben und dieses mit in den Saal zu nehmen (ausgenommen am Balkon). Wir bedanken uns bei unserem Sponsor „Kattus“ für die Möglichkeit ausschließlich beim Kauf eines Glases Sekt, ein zweites Glas kostenfrei zu erhalten.


KARTENVERKAUF FREMDVERANSTALTUNGEN Jeunesse 1010 Wien, Bösendorferstraße 12 | Telefon: +43-1-505 63 56 Tonkünstler-Orchester Niederösterreich 1010 Wien, Herrengasse 10 | Telefon: +43-1-586 83 83 Wiener Philharmoniker 1010 Wien, Kärntner Ring 12 | Telefon: +43-1-505 65 25 Wiener Symphoniker 1030 Wien, Daffingerstraße 4/DG | Telefon +43-1-24 20 02 Volksbildungskreis 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 44 | Telefon: +43-1-505 96 60

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Konzert

Bitte beachten Sie, dass es sich bei schriftlichen Bestellungen um ein exklusives Service für Mitglieder und Abonnenten handelt. (bitte in chronologischer Reihenfolge) Anzahl

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VORBEHALT Bei schriftlicher Bestellung gibt es leider keine Möglichkeit, die Plätze innerhalb der gewünschten Preiskategorie auszuwählen. Falls die von mir gewünschte Kategorie nicht mehr verfügbar ist, akzeptiere ich die nächst höhere die nächst niedrigere Kategorie. Die Bestellung ist verbindlich. Unvollständige Bestellungen können nicht angenommen werden.

DATENSCHUTZ Wir erlauben uns, Ihre Daten elektronisch zu verarbeiten, um Sie über wesentliche Änderungen oder Verschiebungen im Zusammenhang mit Ihrer Bestellung zu informieren.

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OFFENLEGUNG NACH DEM MEDIENGESETZ MEDIENINHABER ist der Verein „Gesellschaft der Musikfreunde in Wien“, 1010 Wien, Musikvereinsplatz 1. INTENDANZ Dr. Stephan Pauly, Intendant Mag. Renate Futterknecht, kaufmännische Direktorin VEREINSZIEL ist die Pflege und Förderung der Tonkunst. Dies soll erreicht werden insbesondere durch a) öffentliche Aufführungen in eigenen Konzerten oder Durchführung von musikalischen Veranstaltungen, b) die Förderung von schöpferischen und ausübenden Künstlern sowie Talenten auf dem Gebiete der Tonkunst, c) die Führung eines Konzertbüros, das Arrangement von Konzerten und

anderen Veranstaltungen auf fremde Rechnung sowie die Vermietung der Säle und Räumlichkeiten, d) die Erhaltung und Ausgestaltung einer musikalischen Bibliothek und der damit in Verbindung stehenden Sammlungen und deren Ausstellung, e) die Herausgabe von Programmheften und anderen Druckwerken, f) die Führung der mit der Tätigkeit der Gesellschaft zusammenhängenden Nebenbetriebe. Die grundlegende Richtung der „Musikfreunde“ ist die Information, insbesondere der Mitglieder des Vereins „Gesellschaft der Musikfreunde in Wien“, über kulturelle Veranstaltungen, die vom Verein „Gesellschaft der Musikfreunde in Wien“ durchgeführt werden.

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Bitte senden Sie Ihre Bestellkarte in einem ausreichend frankierten Kuvert an das Kartenbüro der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, A-1010 Wien, Bösendorferstraße 12

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WIENER PHILHARMONIKER CHRISTIAN THIELEMANN

NEUJAHRS KONZERT 2024

Das berühmteste Klassikkonzert der Welt Erhältlich auf 2 CDs und Digital (12.01.) sowie auf Blu-ray, DVD & 3 LP Vinyl (26.01.)


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