MUSIKVEREIN PERSPEKTIVEN
31.10. — 4.11.

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31.10. — 4.11.

In der Reihe „Musikverein Perspektiven“ lädt die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Künstler:innen oder andere prominente Persönlichkeiten in den Musikverein ein, die beruflich keine Musiker:innen sind – die aber privat eine große Leidenschaft für Musik haben. Gemeinsam mit diesen Persönlichkeiten wird darüber nachgedacht, wie ihre Passion für die Musik in Konzerten des Musikvereins hörbar werden könnte. So geht es in den „Musikverein Perspektiven“ um zweierlei: zum einen darum, faszinierende Persönlichkeiten aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen – nämlich aus ihrer privaten Leidenschaft für die Musik heraus –, und zum anderen um einen neuen Blick dieser Persönlichkeiten auf Musik und Konzerte.
Auf den Filmmacher Michael Haneke, den bildenden Künstler Georg Baselitz, den Architekten Peter Zumthor und den Physiker Anton Zeilinger folgt in der Saison 2026/27 in Zusammenarbeit mit Wien Modern Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, deren Leben und literarisches Schaffen durch die Musik tief geprägt sind. Auf dem Programm stehen Konzerte, Text-Musik-Performances, Lied, Orgel- und Ensemblemusik, eine musikalische Installation, Filme und Gespräche. Mit Jelineks musikalischen Fixsternen, mit Musik zu Texten von Elfriede Jelinek, mit einer Jahrzehnte umfassenden Reihe musikalischer und filmischer Werke von Olga Neuwirth, die sich mit Jelinek beschäftigen, und nicht zuletzt mit aktuellen Texten von Elfriede Jelinek, die an mehreren Abenden erstmals öffentlich gelesen werden.
Die „Musikverein Perspektiven: Elfriede Jelinek“ sind ein gemeinsames Projekt von Musikverein und Wien Modern.
Kuratiert von Bernhard Günther, Stephan Pauly und Claus Philipp
8 JELINEKS FLÜGEL
Hier spricht die Zeit selbst
10 ELFRIEDE JELINEK UND OLGA NEUWIRTH
Musik, Texte und Filme, die von einer besonderen Künstlerinnenfreundschaft erzählen
12 BESSER WIRD’S NICHT
Drei Text- und Musik-Performances nach und für Elfriede Jelinek
14 DIESE KOMPONISTEN DES BRÜCHIGEN BODENS
Schubert und Mahler, Messiaen und Ligeti 16 WISSENSCHAFT –KUNST – DEMOKRATIE

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß ich gelebt habe: Hier können Sie sehen und hören, bis Ihnen beides vergeht, aber dann doch bei Ihnen bleibt. Sie werden ZeugInnen meines Zeugerls, das ich nicht am Graben geparkt habe, sondern immer bei mir behalte, obwohl ich es freigiebig teile, weil ohnehin kein Pferd in mein Zimmer reingeht, geschweige denn zwei. Auch ohne Pferd zieht es mich irgendwohin, ich weiß nicht, woher das kommt. Wohin es geht, das weiß ich jetzt, es wird gelesen, gespielt, gesungen, getanzt, nein, es wird gelesen und gespielt, sonst nichts, das würde jedem reichen, ihn aber wahrscheinlich nicht sonderlich bereichern. Die ganze Welt ist mein Objekt. Ich vernachlässige meine Objekte manchmal, weil sie mich nur interessieren, wenn ich sie anfasse, nein, eher: angreife.
Dann lasse ich die Angegriffenen wieder stehen, manchmal sind sie angerührt, dann wieder gleichgültig, denn sie widerstehen mir, sobald ich sie einmal aus dem Haus gelassen habe. Und auch wenn sie drinnenbleiben, behandle ich sie oft schlecht. Dann wieder steigen sie unter kundigen Händen aus der Asche wie ein Phönix, der grade vom Song Contest wieder zurückgekommen ist, so wie mein Flügel, der über dreißig Jahre nicht gestimmt wurde und jetzt auf einmal seinen großen Auftritt haben darf. Dieses eine Mal gings noch.
Wohin ich gehen werde, das weiß ich nicht. Aber ich lasse mich hier gern aufhalten, solange es mir erlaubt wird.
Elfriede Jelinek
Tod und Auferstehung von Elfriede Jelineks Flügel
Bei Elfriede Jelinek zu Hause steht ein wunderschöner alter Steinway, der nach 30 Jahren, in denen er weder gestimmt noch gespielt worden war, gerade seine höchst erstaunliche Auferstehung feiert. Der Flügel ist ein gewichtiger Zeuge der Musik in ihrem Leben, der Ausbildung seit früher Kindheit –Klavier mit sechs, Blockflöte und Geige mit neun, mit 13 (im Jahr 1960) die Aufnahme ans Konservatorium (heute MUK). Sie studiert Klavier, Blockflöte, Komposition, Kontrapunkt, Angewandte Formenlehre, Harmonielehre sowie Hauptfach Orgel, das sie 1971 mit der Note „Sehr gut“ abschließt. Irgendwann, viel später, steht der von ihrer Mutter gekaufte Steinway, „dieses Sportgerät“ (Jelinek), nur noch herum – bis dieses lange „Sterben eines Flügels“ (Jelinek) vor wenigen Monaten plötzlich eine überraschende Wendung nimmt. Der durch die langsam verstreichende Zeit immer mehr ins Poetische, Unbeherrschbare, Irrationale transzendierte Flügel wird wiederentdeckt. Er spielt eine Rolle in Olga Neuwirths und Elfriede Jelineks Oper „Monster’s Paradise“, auch Nikolaus Habjan und Oskar Jockel begeistern sich dafür. Ganz besonders intensiv setzt sich für die Musikverein Perspektiven Elfriede Jelineks
langjährige Freundin Marianne Schroeder mit dem charismatischen, verstimmten Boten aus der Vergangenheit auseinander. Elfriede Jelinek hat der 1945 geborenen Pianistin, Improvisatorin und Komponistin ihren Text „AnTasten Schatten. Eurydike spielt“ geschenkt; Text, Aufnahmen von Flügel und Stimme sowie ein (durchaus gestimmtes) Klavier im Goldenen Saal laden zur Begegnung mit Elfriede Jelineks persönlicher Zeitmaschine.
Indem dieses Instrument jetzt also immer wieder dem Vergessen entrissen wird und einer Fürsorge zuteil wird, die es früher, bei meinem oft widerwilligen Üben, nie erhalten hat, wird den Hinterbliebenen das, was in ihm ‚steckt‘, nicht in der unsicheren Krypten-Währung der Trauer um einen teuren Verstorbenen ausgezahlt, sondern es ersteht auf, keiner bereitet ihn vor, den Flügel, er steht also, ganz unvorbereitet, wieder auf und putzt sich ab, nicht als einer, der halt gestürzt ist und lachend wieder aufsteht, und alle sind erleichtert, daß er nur ohnmächtig war, aber nein, was hier passiert, ist eine echte Auferstehung von den Toten. (Elfriede Jelinek, 2025)
3. NOVEMBER 2026
Dienstag | 18.30 Uhr | Gläserner Saal / Magna Auditorium
schatten + flügel
Ein Film von Constantin Wulff mit Elfriede Jelinek und Marianne Schroeder (Uraufführung)
Einführungsgespräch mit Claus Philipp u. a.
Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa
3. NOVEMBER 2026
Dienstag | 19.30 Uhr | Großer Saal
Marianne Schroeder | Klavier, Komposition
Marianne Schroeder / Elfriede Jelinek AnTasten_Schatten (Eurydike spielt) für Klavier und Zuspielung (Uraufführung) mit einem Text von Elfriede Jelinek und Tonaufnahmen des verstimmten Flügels Elfriede Jelineks von Johannes Schmelzer-Ziringer
€ 35

Musik, Texte und Filme, die von einer besonderen Künstlerinnenfreundschaft erzählen
Das Ironische und das Unheimliche
In der Oper „Monster’s Paradise“, 2026 in Hamburg uraufgeführt, haben Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek sich selbst als zwei Vampirinnen im comic-artigen Kampf gegen den Untergang der Menschheit auf die Bühne geschrieben. Die aufsehenerregend aktuelle Politgroteske, in der ein Monster namens Gorgonzilla einen monströs aufgeblasenen Trump besiegt, ist gewissermaßen die Spitze des Eisberges: Seit den 1980er Jahren lässt die Freundschaft zwischen Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth beständig neue Kunstwerke entstehen, in denen Literatur, Komposition und weitere mediale Mittel zu überraschenden Formen zusammengeschmolzen werden. Übrigens spielen reale Eisberge tatsächlich eine nicht zu unterschätzende Rolle in dieser Konstellation – anschaulich erlebbar im Kino und in der interaktiven Multimedia-Installation im Rahmen der Musikverein Perspektiven im November 2026. Denn ein musikalisches Jelinek-Porträt ohne Olga Neuwirth wäre ebenso undenkbar wie ein Doppelporträt der beiden Ausnahmekünstlerinnen, das nicht an mehreren sozusagen undichten Stellen aus den ordentlichen Grenzen der Konzertform schmilzt, herausfließt, vom Hörspiel in den
Film, vom Drama um Serienmord und tödliche Selbstoptimierung („Elfi und Andi“) bis zur Sexszene („Aufenthalt“ nach Jelineks „Raststätte oder Sie machens alle“, einer Verwechslungs- und Partnertauschkomödie nach dem Modell von „Così fan tutte“), von der Musik in die Literatur und wieder zurück.
Bedeutet Schubert endlosen Übergang (in der letzten Klaviersonate eben: Auf der Stelle Treten und gleichzeitig Davonrennen) in ein Ichweißnichtwas, vor dem man sich entsetzlich zu fürchten hat (das weiß ich immerhin), sonst würde man es ja ohne Umschweife endlich erreichen, so ist Olga Neuwirths Musik, und darin ist sie Schubert ähnlich und gleichzeitig das Gegenteil (sowas passiert ja öfter), ein endloses Erreichen des Ziels, in dem Angst gebündelt ist, aber es muß in jedem Augenblick, alles auf einmal, alle Klänge, alle Töne auf einmal, da sein und gleichzeitig fort. […] Schubert ist vielleicht Auslegware, auf der man herumirrt und die selbst unter den Füßen herumirrt, sich immer irrend und doch Recht habend, ohne je rechthaberisch zu sein. Olga Neuwirth zieht einem gleich die Auslegware unter den Füßen weg. (Elfriede Jelinek, 2004)
31. OKTOBER 2026
BIS 4. NOVEMBER 2026
18.30 bis 22.30 Uhr (erweiterte
Öffnungszeiten siehe musikverein.at) | Metallener Saal
Olga Neuwirth
Neue Multimedia-Installation mit Texten von Elfriede Jelinek (Uraufführung)
Eintritt frei – Zählkarten im Foyer
31. OKTOBER 2026
16.00 Uhr | Metallener Saal
Vernissage Olga Neuwirth
Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa
2. NOVEMBER 2026
Montag | 20.00 Uhr |
Gläserner Saal / Magna Auditorium
Black Page Orchestra
Juan Martín Miceli | Dirigent
Kaoko Amano | Sopran
Veronika Glatzner | Sprecherin
Christian Reiner | Sprecher
Lillevan | Video

Óscar Escudero / Belenish Moreno-Gil
Autotune Para El Pueblo (Autotune für das Volk) (Österreichische Erstaufführung)
Ying Wang
Neues Werk (Uraufführung)
Cezary Duchnowski
The Rage; nach einem Text von Elfriede Jelinek (Uraufführung der Neufassung)
Olga Neuwirth
Elfi und Andi; Text von Elfriede Jelinek
Olga Neuwirth
Aufenthalt. Ein (Video-)Oratorium in sechs Teilen für Sopran, Tenor, Sprecherin, Sprecher und Ensemble mit Zuspielband; Textgrundlage von Elfriede Jelinek (aus: „Raststätte oder Sie machens alle“) (Uraufführung der Fassung mit Video)
€ 31
4. NOVEMBER 2026
Mittwoch | 18.00 Uhr | Filmmuseum
Filme von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek
Das Fallen / Die Falle. Kurzfilm (2012) Durch Luft und Meer. Kurzfilm (2006)
Die Schöpfung. Kurzfilm (2010)
€ 10,50 – Karten erhältlich im Filmmuseum
Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth

Faszination der Flüchtigkeit
Ein im Internet eigentlich jederzeit zugänglicher, dennoch viel zu wenig bekannter, entsprechend wenig rezipierter „Raum“ im weiterhin rapide sich ausdehnenden Werk Elfriede Jelineks soll für diese drei Abende als Fundus dienen: Auf ihrer Website elfriedejelinek.com veröffentlicht die Dichterin seit 1996 Prosa und Essays – zu Musik, Theater, Literatur, Film, Politik, Gesellschaft und Österreich –, die nicht selten nur unter Insidern kursieren.
Allein im letzten Jahr publizierte Elfriede Jelinek unter anderem längere „lyrische“ Monologe zu Donald Trump („Ein Endsieg“), der drohenden FPÖ-Regierung („Das Lebewohl 2“), dem Ende des Zweiten Weltkriegs („Der Übertritt“), die mangels Flexibilität der Theater weder zur Aufführung gelangten noch in irgendeinem Medium abgedruckt und/oder rezensiert wurden. Seit 2007 hat in diesem Umfeld der monumentale „Privatroman“ „Neid“, der erst seit einem Jahr von Rowohlt als Book on demand angeboten wird, eine adäquate Heimstatt. Zuletzt erschienen ein mächtiger Text über Beethoven („Der Somnambule im Erwachen“) und ein autobiographisches Prosagedicht, „Be Longing“.
„Ich möchte nicht das Gefühl haben, sozusagen ,für die Ewigkeit‘ zu schreiben“, sagte Elfriede Jelinek einmal im Umfeld der Nobelpreisverleihung 2002. „Die Flüchtigkeit des Internets hat mich daher sehr fasziniert. Ich habe auf meiner Homepage eine Rubrik namens ,Notizen‘ eingerichtet, in der ich versuche, die Flüchtigkeit des Aufschreibens von Dingen einzufangen, ähnlich wie bei E-Mails. Einerseits hält es aktuelle Ereignisse fest, andererseits ist es nicht in Stein gemeißelt. Es ist eher wie etwas, das man mit dem Finger in nassen Sand schreibt. Man kann es jederzeit entfernen.“
Im Rahmen der Musikverein Perspektiven wollen wir diese Flüchtigkeit entsprechend würdigen und uns aktuellen Texten Jelineks nähern. Was da gelesen und performt werden wird, können wir noch nicht sagen. Bei Drucklegung des Programms war es vielleicht noch gar nicht geschrieben. „Besser wird’s nicht“, schreibt Jelinek in der ihr eigenen Lakonie. Das stimmt: Bessere Lektüren werden wir auf die Schnelle und aus dem Jetzt heraus schwerlich finden.
31. OKTOBER 2026
Samstag | 17.00 Uhr |
Gläserner Saal / Magna Auditorium
Samouil Stoyanov | Lesung
Petra Slottová | Flöte
€ 35
Petra Slottová Samouil Stoyanov


1. NOVEMBER 2026
Sonntag | 17.00 Uhr |
Gläserner Saal / Magna Auditorium
Ferdinand Schmatz | Lesung, Text
Eva Jantschitsch | Musik, Text
€ 35
Ferdinand Schmatz

Eva Jantschitsch

4. NOVEMBER 2026
Mittwoch | 20.15 Uhr |
Gläserner Saal / Magna Auditorium
Josef Hader | Lesung
Birgit Minichmayr | Lesung
€ 35
Birgit Minichmayr


Ein Porträt von Elfriede Jelinek als Musikerin
Es gibt ein erstaunliches Video, das Elfriede Jelinek 1971 an der Orgel des Mozart-Saals im Wiener Konzerthaus zeigt, wie sie Olivier Messiaens „Les Yeux dans les roues“ spielt –„in einem Affentempo“, wie sie sich später zum 70. Geburtstag ihres Lehrers Leopold Marksteiner erinnert: „Die Musik, die ich ja selbst auf dem Instrument erzeugte, lief neben mir her und schnappte ab und zu böse nach meinen Waden, welche, im Davonlaufen, entsetzt die Pedale traten. So kehrt sich Geschaffenes manchmal nicht nur gegen seinen Schöpfer, sondern auch gegen den Mechaniker, der es zum Laufen bringen soll. Aber doch bitte nicht so schnell!“ (Jelinek) Die Autorin Elfriede Jelinek ist ohne die Musikerin Elfriede Jelinek kaum denkbar. Dennoch hat sie sich nicht selten in großer Bescheidenheit und noch größerer ironischer Distanz über die Musikerin geäußert –denn „wenn man sie selbst erzeugt, die Musik, wird man dabei, auch für sich, gleichzeitig etwas Fremdes“ (Jelinek). Die Schriftstellerin, die zutiefst erhellende Einsichten daraus gezogen hat, wie Musik „selbst erzeugt“ wird, wird bei den Musikverein Perspektiven 2026 endlich einmal als Musikerin porträtiert – in zwei Konzerten, in deren
Mittelpunkt jeweils Werke stehen, die sie selbst auf hohem Niveau interpretiert hat: Messiaens furiose „Augen in den Rädern“ nach einer wilden Bibelpassage aus Hesekiel 1, gespielt von Angela Metzger, die auch ein weiteres für Jelinek emblematisches Werk erstmals in den Musikverein bringt: Ligetis atemberaubende „Volumina“. Zwei Fixsterne dürfen in diesem Porträt keinesfalls fehlen: Gustav Mahler und Franz Schubert. Mit den für Jelinek fundamental bedeutsamen Liederzyklen „Kindertotenlieder“ und „Winterreise“ laden der Bariton Samuel Hasselhorn und der Pianist Lukas Sternath in einen Zeit-Raum, der tief im Innersten des Jelinek’schen Musikuniversums liegt.
Die Winterreise, die ich früher oft begleitet habe – ich glaube, kein Werk der Kunst hat mir je mehr bedeutet – aber was sage ich da?, ich hätte eine Reise begleitet, die schon aus Prinzip immer unbegleitet sein muß?, ich habe sie natürlich bloß auf dem Klavier begleitet, die „Winterreise“ Wilhelm Müller/Franz Schuberts also ist ja ein Werk der Heimatlosigkeit, aus der man nicht aufbricht und in die man nicht zurückkehrt. (Elfriede Jelinek, 2025)
1. NOVEMBER 2026
Sonntag | 19.30 Uhr | Brahms-Saal
Samuel Hasselhorn | Bariton
Lukas Sternath | Klavier
Gustav Mahler
Kindertotenlieder nach Gedichten von Friedrich Rückert
Franz Schubert
Winterreise. Liederzyklus nach Gedichten von Wilhelm Müller, D 911
€ 65 | 58 | 49 | 43 | 34 | 23 | 9


3. NOVEMBER 2026
Dienstag | 21.15 Uhr | Großer Saal
Angela Metzger | Orgel
Betsy Jolas
Musique de Jour für Orgel
Olivier Messiaen
Livre d’orgue
Les Yeux dans les roues
Betsy Jolas
Leçons du Petit Jour für Orgel
Olivier Messiaen
Livre d’orgue
Chants d’oiseaux
György Ligeti
Volumina für Orgel
€ 20

4. NOVEMBER 2026
9.30–13.30 Uhr | Otto Wagner Areal, Baumgartner Höhe 1 / Pavillon 10, 1140 Wien
Elfriede Jelinek: Wissenschaft – Kunst – Demokratie Interdisziplinärer Workshop für Nachwuchswissenschaftler:innen und Nachwuchskünstler:innen
Öffentliche Schlusspräsentation Produktion Interuniversitäres Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek der Universität Wien und der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Weitere Informationen dazu finden Sie unter: www.ifvjelinek.at
GS Großer Saal
BS Brahms-Saal
GL Gläserner Saal / Magna Auditorium MT
OWA Otto Wagner Areal, Baumgartner Höhe 1 / Pavillon 10, 1140 Wien FM Filmmuseum
KARTENVERKAUF
Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 15. Juni 2026, 9.00 Uhr.
Karten können am einfachsten im Internet auf www.musikverein.at oder mit beiliegender Bestellkarte gekauft werden.
Wir freuen uns jedoch auch auf Ihren Besuch in der Konzertkassa oder Ihren Anruf unter +43-1-505 81 90.
Der Eintritt zur Multimedia-Installation ist frei. Interessierte, die keine Karten für das Abendkonzert besitzen, erhalten kostenlose Zählkarten im Foyer.
Für Besitzer:innen eines Wien Modern Generalpasses beträgt der Eintritt entweder € 5,— (31. Oktober, 1., 2. und 4. November) oder ist frei.
KONZERTKASSA MUSIKVEREIN
Bösendorferstraße 12 1010 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN FÜR DEN VORVERKAUF
Montag–Freitag 9.00 bis 18.00 Uhr Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr ab 1. Juli: Montag bis Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr
Telefon: +43-1-505 81 90 Fax: +43-1-505 81 90-94 tickets@musikverein.at www.musikverein.at
S. 8: Aus: „Eine Auferstehung“, https://www.elfriedejelinek.com/eine-auferstehung/ S. 10: Aus: „Verschlossene Abfolge (ein paar Anmerkungen zu Schuberts und Olga Neuwirths Musik)“, in: Wien Modern [Festivalkatalog] 2004
S. 14: Aus: „Fremd bin ich. Dankesworte zur Verleihung des Mülheimer Dramatikerpreises 2011 für Winterreise am 26.06.2011“, https://original.elfriedejelinek.com/fmuelh11.html
Medieninhaber (Verleger): Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, 1010 Wien, Musikvereinsplatz 1, Tel. +43-1-505 86 81 | Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Stephan Pauly, Mag. Renate Futterknecht | Redaktion: Katharina Pia Haiböck, MA | Texte: Elfriede Jelinek, Bernhard Günther, Claus Philipp Gestaltung: Fons Hickmann M23 (www.fonshickmann.com) | Satz: Thomas Apel, Christoph Kober | Druck: Print Alliance HAV Produktions GmbH, 2540 Bad Vöslau, Druckhausstraße 1 | Redaktionsschluss: 13. Mai 2026
Titelgestaltung: Foto:
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