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MUSIKFREUNDE SEPTEMBER / OKTOBER 2026

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MUSIKFREUNDE

Über das Klavier hinaus

IGOR LEVIT SPIELT BEETHOVENS 32 KLAVIERSONATEN

4 Ü ber das Klavier hinaus

Igor Levit spielt Beethovens

32 Klaviersonaten

8 Präzision war erst der Anfang Ein Vierteljahrhundert

Klangkultur: Franz Welser-Möst und das Cleveland Orchestra

12 Bewunder ung auf Augenhöhe

Was Mitsuko Uchida und Riccardo Muti aneinander schätzen

14 Großen G eheimnissen auf der Spur

Markus Poschner vermittelt musikalische Meilensteine

18 Wilde Motorik und Kantabilität

Yuja Wang spielt Samuel Barbers Klavierkonzert

22 Mit Eleganz und Souveränität Tugan Sokhiev

26 Else, Fräulein?

Mavie Hörbiger und Clara Frühstück bringen Schnitzlers „Fräulein Else“ auf die Bühne

30 Am P uls der Stadt Gustavo Dudamel mischt New York neu auf

34 Am richtigen Or t

Die Sopranistin Serafina Starke

38 Musik als Mo dell für den Frieden

Daniel Barenboim dirigiert das West-Eastern Divan Orchestra

42 Ausgangspunkt Visitenkarte

Anton Dermota und seine Autographensammlung

Editorial

Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde!

Zwei Höhepunkte des Saisonstarts im Musikverein stehen im Zeichen von Rückblick und Ausblick. Denn während Franz Welser-Möst nach stolzen 25 Jahren zum letzten Mal das Cleveland Orchestra in seiner Eigenschaft als Chefdirigent in den Goldenen Saal führt, steht Gustavo Dudamel als Music and Artistic Director des New York Philharmonic, das seit fast zehn Jahren nicht mehr in Wien zu Gast war, erst am Beginn einer verheißungsvollen Ära. Beide Künstler haben am Pult der Wiener Philharmoniker bereits das jeweils neue Jahr eingeläutet, Debütant im illustren Kreis der Neujahrskonzertdirigenten ist 2027 hingegen Tugan Sokhiev.

Doch bevor dieser den musikalischen Kick-off für das nächste Jahr gibt, dirigiert er die feierliche Saisoneröffnung im Musikverein, bei der er ebenfalls die Wiener Philharmoniker an seiner Seite weiß. Sokhiev hat sich in den vergangenen Jahren als Vertreter besonders präzisen und eleganten Musizierens einen Namen gemacht. Zum Saisonstart dirigiert er im Musikverein Werke von Beethoven, Mozart und Prokofjew.

Einer der prägenden Künstler der Saison 2027/28 ist Igor Levit, der anlässlich des im nächsten Jahr bevorstehenden 200. Todestages von Beethoven ab Oktober an insgesamt acht Abenden alle Klaviersonaten des Meisters aus Bonn interpretieren wird. Auf die Frage, worin für das Publikum der Mehrwert liegen könnte, sich die Sonaten zyklisch anzuhören, antwortet er im umseitigen Interview: „Weil jede einzelne Sonate für sich schon spektakulär ist, der Zyklus als Ganzes aber etwas noch Größeres ergibt: Es gibt kaum einen aufregenderen und zugleich vielfältigeren Klavierzyklus. Am Ende könnte für die Zuhörerin, den Zuhörer das Gefühl stehen, etwas wirklich erlebt zu haben – etwas, das nachwirkt und bleibt.“

Das musikalische Erlebnis im ursächlichen Sinn steht auch im Mittelpunkt, wenn der neue Chefdirigent des ORF RSO Wien, Markus Poschner, mit seinem Orchester zentrale Werke des symphonischen Repertoires näher vorstellt, die ihm besonders ans Herz gewachsen sind. Unter dem Titel „Poschners Meilensteine“ können Sie, liebes Publikum, ab 3. Oktober unter Umständen ein Stück tiefer in die Musik eintauchen, als Sie das vielleicht in einem konventionellen Konzert gewohnt sind. Wer Markus Poschner einmal über Musik sprechen gehört hat, will in der Regel wiederkommen.

Neu ist außerdem das Format „Konzerte um 12“ im von Tageslicht durchfluteten Brahms-Saal – mit der anschließenden Möglichkeit, im Gottfried-von-Einem-Saal zur Mittagszeit einen Imbiss einzunehmen. Musikalisch wird die Reihe von sieben Konzerten, die auch als Abonnement buchbar ist, von vielversprechenden Künstler:innen der jungen Generation getragen. Den Anfang macht, in Begleitung von Rebeka Stojkoska, die Sopranistin Serafina Starke, die bereits auf Auftritte mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern zurückblicken kann.

Ich freue mich auf eine im besten Sinne aufregende Saison!

Herzlichst

Ihr

Dr. Stephan Pauly Intendant

Im Oktober und Februar taucht Igor Levit in zwei Blöcken in den Kosmos von Beethovens Klaviersonaten ein. Im Gespräch mit Markus Siber erzählt er, was ihn an diesen Werken nach wie vor frappiert und warum die „Waldstein-Sonate“ für ihn nicht nur einen Wendepunkt im Œuvre Beethovens darstellt, sondern im Klavierrepertoire überhaupt.

Über das Klavier hinaus

Igor Levit spielt Beethovens 32 Klaviersonaten

Beethoven ist ein Wegbegleiter für alle Pianist:innen, aber es bedarf schon eines gewissen Willens- und auch Kraftakts, alle seine Sonaten zyklisch aufzuführen. Warum will man das? Oder anders gefragt, weil es ja auch sehr herausfordernd ist: Warum tut man sich das an? Das klingt so, als wäre es eine Zumutung. Davon kann keine Rede sein! Weder das Klavierspielen an sich noch die Auseinandersetzung mit Beethoven habe ich je als eine Mühsal empfunden. Wenn du dich auf diesen Kosmos einmal eingelassen hast, willst du keine einzige Sonate mehr davon missen. Vor ziemlich genau zwölf Jahren reifte in mir erstmals der Wunsch heran, die Sonaten in ihrer Gesamtheit aufzuführen. 2015 war es dann in Düsseldorf so weit – ein großes Abenteuer, ein Glücks- und Entdeckungsrausch. Für das Beethoven-Jahr 2020 gab es dann viele weitere Pläne, die aber durch die Pandemie durchkreuzt wurden. Übrig blieb nur der Zyklus in Salzburg und in reduzierter Form jener in Berlin. Jetzt, sechs

Jahre später, wollte ich den Faden wieder aufnehmen. Beethoven und seine Klaviersonaten sind zentrale Säulen meines Musikerlebens. Ich habe lange darauf gewartet und kann es kaum erwarten, endlich damit loszulegen.

Nach welchen Kriterien haben Sie die Programme der insgesamt acht Abende zusammengestellt?

Im Vordergrund stand dabei immer die Frage, mit welcher Sonate ich ein Konzert beenden möchte. Danach habe ich mir die einzelnen Sonaten vorgenommen und die Programme sozusagen von hinten nach vorne aufgebaut. Der einzige Teil, den ich chronologisch belassen habe, umfasst die letzten sechs Sonaten: von Opus 90 und Opus 101 über die „Hammerklaviersonate“ im vorletzten Programm bis zu den letzten drei im abschließenden Konzert. Ansonsten habe ich alles durchmischt, aber immer ausgehend vom Schlussgedanken: Wie will ich enden? Wie soll ein Abend ausklingen?

„Jede einzelne Sonate für sich ist schon spektakulär, der Zyklus als Ganzes ergibt aber etwas noch Größeres.“ Igor Levit

Einigen der Sonaten sind im Laufe der Zeit aus unterschiedlichen Gründen Namen zugewandert. Wenn Sie jetzt spontan den letzten drei Sonaten charakterisierende Titel geben müssten, welche wären das?

Namen sind Schall und Rauch, es kann nur um die Essenz des jeweiligen Werkes gehen. Bei Opus 111 denke ich mir zum Beispiel immer: Schöner kannst du ins Leben nicht entlassen werden! Dieses Werk, das aus dem Finstersten ins schönste Licht findet, aus einem im Grunde ja fast gewalttätigen ersten Satz herausfindet, ins Paradiesische, ist jedes Mal atemberaubend. Und es ist schon interessant: Kaum ein Werk hinterlässt nach dem Spielen ein so warmes Gefühl in mir wie Opus 111. Das exakte Gegenprogramm ist die „Hammerklaviersonate“. Sie ist ein Gewaltakt für jeden, der sie spielt. Es ist aber auch ein Gewaltakt für jeden, der sie hört. Teilweise begegnest du Momenten, in denen Musik aufhört, Musik zu sein, und zum Geräusch wird. Danach bin ich fertig, danach brauche ich eine Auszeit. Wenn ich nochmals auf das Wort Zumutung vom Beginn unserer Unterhaltung zu sprechen kommen darf: Natürlich ist die „Hammerklaviersonate“ in gewisser Weise eine Zumutung, allerdings eine Zumutung, ohne die ich nicht leben kann. Sie ist ein Werk im Klavierrepertoire, bei dem ich sagen würde, dass es meine Grenzen überschreitet. Nicht im Sinne von „Ich kann es nicht spielen“, sondern vielmehr: „Ich will es, ich brauche es, ich tue es – und doch geht es über meine Grenzen hinaus.“ Es bringt mich an den Rand dessen, was ich mental und physisch leisten kann – jedes einzelne Mal. Ich habe das Stück jetzt häufig gespielt, ich habe sehr viel daran gearbeitet, es ist jedes Mal ein Ritt auf der Rasierklinge. Und dennoch: Klavierspielen war immer auf die schönste Art und Weise das Leichteste in meinem Leben.

Wenn Sie Beethoven spielen, wenn Sie diesen Zyklus spielen, erfährt das Publikum dann auch etwas über Sie selbst?

Diese Frage kann ich nicht beantworten. Genauso gut könnte es sein, dass jemand im Publikum beim Hören der Musik Beethovens etwas Neues über sich erfährt. Das ist, finde ich, das Schöne.

Beethoven verstand seine Sonaten ja vielfach als Experimente, auch im Hinblick auf seine Symphonien – was empfinden Sie auch heute noch als verblüffend?

Es beginnt schon mit dem Gestus: Ein junger Mann schreibt seine erste Klaviersonate, und ab dem ersten Takt sagt er: „Hier bin ich – und hier bleibe ich.“ Dieser Impetus strotzt vor Angstfreiheit, Selbstbewusstsein. Beethoven schaut dir gewissermaßen direkt in die Augen. Allein das ist schon eine enorme Ansage.

Jede Sonate eröffnet eine ganz eigene Welt – das gilt übrigens genauso für die Streichquartette und die Symphonien. In den Klaviersonaten wird alles neu verhandelt: was Klavierspiel überhaupt ist, was an Dynamik möglich ist, wie das Pedal eingesetzt wird, wie Form gedacht wird. Man kann Beethoven dabei quasi zusehen, wie er das Instrument immer wieder an seine Grenzen bringt – und irgendwann fast sagt: „Dieses Instrument reicht mir nicht, ich will mehr.“ Das führt zu ausgesprochen revolutionären Sprüngen. Schon die erste Sonate markiert einen großen Schritt über vieles hinaus, was vorher existierte. Dann etwa die „Pathétique“: fast eine Mini-Oper am Klavier –emotional radikal, opernhaft zugespitzt, in einer Intensität, die weit über reine Klaviermusik hinausgeht. Das ist bereits etwas Neues.

Fotos: Musikverein

Samstag, 3. Oktober 2026

Ö1 Klassik-Treffpunkt mit Igor Levit

Anlässlich seines Beethoven-Zyklus ist Igor Levit am 3. Oktober ab 10.05 Uhr Gast im Ö1 Klassik-Treffpunkt, der live aus dem Gläsernen Saal gesendet wird. Eintritt frei. Zählkarten sind ab 14. September an der Konzertkassa und unter www.musikverein.at erhältlich.

Und dann ist da natürlich noch die „Waldstein-Sonate“, die für mich die Klavierwelt in ein Davor und ein Danach teilt. Das Klavier wird hier zum Orchester, Virtuosität wird transzendent, alles wird körperlich, plastisch, unmittelbar. Eigentlich wird das Instrument als bloßes Klavier fast nebensächlich – es ist nur noch das Medium. Schon die ersten Takte: Herzschlag, Nervenkitzel, Aufbruch. Man wird hineingezogen in eine emotionale und klangliche Bewegung, die über das Instrument hinausweist. Und genau darin liegt dieser seismische Bruch, den ich in der Klaviermusik kaum anderswo so sehe. Ich kann mir viele große Klavierwerke späterer Komponisten ohne die „Waldstein-Sonate“ kaum vorstellen – weder die „Hammerklaviersonate“ noch Schubert, Liszt oder die große Fantasie-Tradition. Das Beeindruckende dabei ist, dass für viele Komponisten ein solcher Quantensprung schon ein Lebenswerk wäre. Beethoven aber produziert diese Sprünge in Serie.

Sie haben den orchestralen Charakter angesprochen, den die Klaviermusik Beethovens annehmen kann. Insofern ist der Große Musikvereinssaal, der ja mehrheitlich Bühne großer Orchesterkonzerte ist, für diese pianistische Herkulesaufgabe eigentlich prädestiniert. Was bedeutet es für Sie, diesen Zyklus in diesem Saal zu spielen?

Die Vorstellung, dass in diesem Saal regelmäßig alle Symphonien Beethovens erklingen, ist in diesem Zusammenhang schon sehr beflügelnd, Gattungen überlagern sich dabei gedanklich. Gerne erinnere ich mich auch daran zurück, wie ich vor nicht allzu langer Zeit die „Eroica“-Transkription von Liszt auf dieser Bühne spielte. Aber unabhängig davon bin ich immer glücklich, in diesem grandiosen Saal zu spielen. Allein zu wissen, wer hier sonst schon auf der Bühne stand, ist respekteinflößend genug. Es gibt nur wenige Orte auf der Welt, an denen ich dieses Gefühl so stark habe: was für ein Privileg es ist, hierhin eingeladen zu werden.

IGOR LEVIT BEETHOVEN-SONATEN

Freitag, 2. Oktober 2026

Sonaten f-Moll, op. 2/1, As-Dur, op. 26, G-Dur, op. 79, und C-Dur, op. 53, „Waldstein-Sonate“

Sonntag, 4. Oktober 2026

Sonaten Fis-Dur, op. 78, Es-Dur, op. 7, E-Dur, op. 14/1, G-Dur, op. 14/2, und Es-Dur, op. 81a, „Les Adieux“

Dienstag, 6. Oktober 2026

Sonaten c-Moll, op. 10/1, g-Moll, op. 49/1, G-Dur, op. 49/2, F-Dur, op. 54, und f-Moll, op. 57, „Sonata appassionata“

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Sonaten op. 31/2, „Der Sturm“, B-Dur, op. 22, C-Dur, op. 2/3, und c-Moll, op. 13, „Pathétique“

Die weiteren vier Termine finden im Februar 2027 statt.

Wechseln wir nochmals zur Perspektive des Publikums: Wenn jemand mit den Beethoven-Sonaten grundsätzlich vertraut ist, sie allerdings noch nie zyklisch gehört hat – warum sollte er jetzt aufs Ganze gehen?

Weil jede einzelne Sonate für sich schon spektakulär ist, der Zyklus als Ganzes aber etwas noch Größeres ergibt: Es gibt kaum einen aufregenderen und zugleich vielfältigeren Klavierzyklus. Am Ende könnte für die Zuhörerin, den Zuhörer das Gefühl stehen, etwas wirklich erlebt zu haben – etwas, das nachwirkt und bleibt.

Sie vergleichen sich nicht gerne mit anderen Pianist:innen. Gibt es dennoch für Sie so etwas wie Referenzaufnahmen?

Die Beethoven-Zyklen von Artur Schnabel und Friedrich Gulda sind wohl jene, die ich am meisten gehört habe. Sie begleiten mich auf eine gewisse Weise bis heute. Abseits der Klaviersonaten gibt es ein paar Beethoven-Einspielungen, die für mich eine essenzielle Bedeutung haben, zum Beispiel die Aufnahme der „Kreutzer-Sonate“ mit Adolf Busch und Rudolf Serkin. Das ist schnörkelloses Musizieren zweier Giganten, wie ich es am liebsten habe.

Das Gespräch führte Markus Siber.

Es ist eine Verbindung, die ihresgleichen sucht: Franz Welser-Möst und das Cleveland Orchestra blicken auf eine 25-jährige Erfolgsgeschichte. In der bevorstehenden Abschiedssaison dürfen auch zwei Konzerte im Musikverein nicht fehlen. Eric Sellen, drei Jahrzehnte lang Programmheftredakteur des Orchesters, erzählt für die „Musikfreunde“ die Geschichte einer bemerkenswerten Partnerschaft.

Fotos: Yevhen Gulenko

Präzision war erst der Anfang

Ein Vierteljahrhundert Klangkultur:

Franz Welser-Möst und das Cleveland Orchestra

Mit Beginn der Saison 2026/27 ist Franz Welser-Möst zum am längsten amtierenden Musikdirektor in der Geschichte des Cleveland Orchestra geworden – und hat damit jeden seiner berühmten Vorgänger übertroffen. Bei seinem Abschied im Mai 2027 wird er das Orchester in mehr als 1.200 Konzerten geleitet haben. In einem Vierteljahrhundert als künstlerischer Leiter hat er mehr als die Hälfte der Musikerinnen und Musiker des Cleveland Orchestra berufen, darunter drei Viertel der Stimmführer. Er wird 23 Opern dirigiert haben (darunter sechs von Richard Strauss), die Uraufführungen von fast 30 neuen Kompositionen betreut und Einspielungen von mehr als 50 Werken mit dem Cleveland Orchestra veröffentlicht haben.

Die sich stetig weiterentwickelnde künstlerische Partnerschaft von Welser-Möst und Cleveland wurde auf mehr als zwanzig internationalen Tourneen sichtbar, mit Auftritten in 50 Städten in zwei Dutzend Ländern Europas und Asiens. Spitzenreiter unter den meistbesuchten Städten ist Wien, wo Welser-Möst und das Cleveland Orchestra gemeinsam 49 Konzerte gegeben haben werden. Weltweit haben nur die Heimatstadt Cleveland und Miami (mit einer jährlichen mehrwöchigen Residenz) mehr Auftritte des Orchesters unter seiner Leitung erlebt.

Franz Welser-Möst wurde im Juni 1999 als siebter Musikdirektor Clevelands bekanntgegeben, während Christoph von Dohnányis Amtszeit noch drei Spielzeiten andauerte. Es war ein reibungsloser und sorgfältig geplanter Übergang zu einer neuen Generation. Dohnányi, drei Jahrzehnte älter, hatte das Cleveland Orchestra erneuert, Disziplin und Integrität wiederhergestellt und zugleich neue Ansätze von Flexibilität in George Szells legendäre Präzision eingebracht.

Um den Aufbruch in eine neue Ära zu signalisieren, wurden Musiker, Mitarbeitende und sogar das Publikum von Anfang an gebeten, den neuen Dirigenten beim Vornamen zu nennen: Franz statt „Maestro“ oder „Herr Welser-Möst“. Es entstand ein neues Gefühl von Kollegialität und Zusammenarbeit, verstärkt durch das spürbare Empfinden, mit dem Verantwortlichen zu arbeiten statt für ihn. Der neue Chefdirigent war jung, freundlich, dynamisch und zugänglich.

Doch selbst inmitten der Feierlichkeiten zu Franz’ erster Saison war allen Beteiligten klar, dass Veränderungen Zeit brauchen, dass es vielleicht Jahre dauern würde, bis das Cleveland Orchestra jenes Potenzial ausschöpfen würde, das den Ausschlag für seine Wahl gegeben hatte. Franz hatte das Auswahlkomitee durch die Direktheit seiner Antworten auf die Frage nach seinem Interesse am Amt des Musikdirektors beeindruckt. Andere Finalisten konzentrierten sich darauf, Clevelands makellose Artikulation als Ensemble zu bewahren. Franz hingegen sagte, das Cleveland Orchestra könne noch besser werden. Sein Interesse galt nicht der Bewahrung, sondern der Weiterentwicklung.

Indem er Verantwortung für die Zukunft übernahm, war Franz überzeugt, seine Aufgabe bestehe darin, die Musiker dazu zu ermutigen, noch aufmerksamer aufeinander zu hören und noch unmittelbarer miteinander zu agieren – Qualitäten, für die Cleveland ohnehin schon berühmt war –, sowie neue Farbwelten und eine natürliche Flexibilität zu erschließen, die nur aus größerer Offenheit, Zusammenarbeit und Vertrauen entstehen können.

Eines war bereits anders: der Konzertsaal selbst. Die Severance Hall war 2000 nach umfangreichen Renovierungen wiedereröffnet worden. Die Arbeiten hatten die intime, kammermusikalische Qualität des Saals bewahrt und zugleich behutsam Resonanz und Tiefe hinzugefügt. Und obwohl Franz’ Vorgänger die Renovierung beaufsichtigt hatte, war es Franz, der dem Orchester helfen musste, die Feinheiten des Hörens und Spielens im neuen Glanz des Saals zu erlernen.

Bereits von seiner ersten Saison, 2002/03, an programmierte Franz Oper als festen Bestandteil des jährlichen Angebots in Cleveland, um seine Ziele zu erreichen –nicht nur, um dem Publikum musikalisches Erzählen nahezubringen, sondern auch als Mittel des Orchesteraufbaus.

„Oper aufzuführen ist ein unverzichtbarer Bestandteil für jedes große Orchester“, sagt Franz, „denn das Spielen dieser Art dramatischer Musik macht ein Orchester besser. Allein durch das Hören großer Sänger und das gemeinsame Musizieren lernen die Musiker eines Ensembles zu atmen, flexibler zu sein und auf den jeweiligen Moment nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen zu reagieren. Im besten Fall verschmelzen Sänger und Orchester zu einem Ensemble – sie denken, musizieren und atmen als Einheit.“

Opernproduktionen sind jedoch teuer – besonders in einem Konzertsaal, der ganz auf orchestrale Akustik ausgerichtet ist und nur wenige Möglichkeiten für theatrale Inszenierungen bietet. Zugleich eröffneten neue Technologien neue Möglichkeiten. Durch eine Vielzahl jährlicher Produktionen lernten Franz und die kostenbewussten Verantwortlichen eine alte Lektion neu: Nicht jede Oper muss vollständig szenisch aufgeführt werden. Viele wirken erstaunlich stark, wenn das Drama und die Szenerie der Fantasie des Publikums überlassen bleiben.

Andere Opern hingegen, deren Handlung vielschichtig oder rätselhaft ist, profitieren von kreativen Inszenierungen. Das Geld sollte dort eingesetzt werden, wo es wirklich einen Unterschied macht – wo Licht und Technik das Unmögliche real werden lassen. In der Praxis wechselten sich in Cleveland konzertante und szenische Aufführungen in schöner Regelmäßigkeit ab, stets mit gleichermaßen faszinierenden Ergebnissen.

Ein Beispiel für eine erweiterte Präsentation ist die allegorische Erzählweise in Janáčeks „Das schlaue Füchslein“. Diese 2014 für Cleveland von Regisseur Yuval Sharon entwickelte Produktion verband live agierende Sänger mit projizierten Animationen. Diese nahezu magische Inszenierung wurde 2017 im Wiener Musikverein wiederaufgenommen und gezeigt – einem weiteren legendären Saal, der für Opernproduktionen nicht leicht zu bespielen ist.

Zum Abschluss seiner letzten Saison in Cleveland hat Franz für Mai 2027 Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“ gewählt – eine rätselhafte Oper par excellence –, in einer neuen Inszenierung von Frederic Wake-Walker, die die zeitlosen Fragen des Werks ausloten und gewiss manches Geheimnis bestehen lassen wird. Zentrale Themen der „Frau ohne Schatten“ stehen auch im Fokus des neuen interdisziplinären Festivals für Kunst und Geisteswissenschaften in Cleveland, das seit fünf Jahren jeweils von der aktuellen Opernproduktion ausgeht.

Franz begegnet der Musik mit offenem Herzen und offenem Geist – intellektuell, spirituell und emotional. Er führt einen dichten Terminkalender, reserviert sich jedoch stets Wochen zum Studium und zur Kontemplation. Er findet tiefe menschliche Verbundenheit im Dirigieren, tut dies aber nur mit klarer Zielsetzung und an Orten, an denen er das Leistungsniveau erreichen kann, das jedes Werk seiner Überzeugung nach verdient. Er programmiert mit Bedacht und vermeidet oft das Offensichtliche zugunsten überraschender musikalischer Verbindungen über Jahrhunderte hinweg, in denen sich emotionale Tiefe und geistige Klarheit vereinen. Mit etwas Vermittlung und Zuspruch hat er gezeigt, dass das Publikum durchaus bereit ist, sich auch auf die anspruchsvollsten Werke einzulassen und ihnen mit offenen Ohren zu begegnen.

Donnerstag, 15. Oktober 2026

The Cleveland Orchestra

Franz Welser-Möst I Dirigent

Franz Liszt

Orpheus. Symphonische Dichtung

Bohuslav Martinů

Symphonie Nr. 2

Johannes Brahms

Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 73

Freitag, 16. Oktober 2026

The Cleveland Orchestra

Franz Welser-Möst I Dirigent

Richard Strauss

Suite aus der Oper „Daphne“

Dmitrij Schostakowitsch

Symphonie Nr. 8 c-Moll, op. 65

Als sich das Jubiläum 100 Jahre Cleveland Orchestra im Jahr 2018 näherte, wurde Franz gebeten, aus Popularitätsgründen einen Zyklus der neun Beethoven-Symphonien zu programmieren. Zunächst sagte er Nein. Doch statt die Bitte einfach abzulehnen, entwickelte er einen Plan, die Symphonien philosophisch neu zu betrachten – nicht nur als Musik, sondern als klangliche Zeugnisse sich wandelnden philosophischen Denkens. Das daraus entstandene „Prometheus Project“, mit Programmanmerkungen von Franz sowie Essays über die Aufklärung, griechische Götter und den sich verändernden Platz der Menschheit im Universum, wurde nicht nur in Cleveland, sondern international – in Wien und Tokio – präsentiert.

Während seiner Jahre in Cleveland hat sich Franz WelserMöst als ein äußerst menschlicher Musikdirektor erwiesen. In vieler Hinsicht ist er ein Sohn – oder vielmehr Ur-Ur-Ur-Enkel – der Aufklärung: geboren lange nach jener geistigen Bewegung, die den Menschen dazu ermutigte zu erwachen, Fragen zu stellen, vernünftig zu denken und Hoffnung zu stiften. Trotz der zahlreichen Erschütterungen, die die Gegenwart prägen, glaubt Franz daran, dass die Menschheit fähig ist, sich zum Guten weiterzuentwickeln. Und dass die Künste dabei eine entscheidende Rolle spielen können – indem sie Menschen miteinander verbinden.

Franz Welser-Möst hat das Publikum in Cleveland ermutigt, sich auch auf die anspruchsvollsten Werke einzulassen und ihnen mit offenen Ohren zu begegnen.

Denn Musik ist nicht bloß Notentext oder die Anzahl der gespielten Konzerte. Musik hat Gehalt. Musik entsteht im Jetzt, im Augenblick. Man hört zu, man reagiert aufeinander, man versteht. Franz und die Musiker des Cleveland Orchestra beherrschen dies auf brillante Weise – sie treiben einander gegenseitig an und erreichen gemeinsam höchste musikalische Regionen, scheinbar völlig mühelos und über jegliche denkbare Grenze hinweg.

Erfüllt von den Emotionen eines ganzen Musikerlebens wird Franz die Leitung des Cleveland Orchestra an seinen gewählten Nachfolger übergeben. Doch es wird immer nur einen Franz Welser-Möst geben, der nach allen Maßstäben weit mehr erreicht hat, als selbst er sich vor einem Vierteljahrhundert hätte vorstellen können.

Eric Sellen

Foto: Julia Wesely

Freitag, 9. Oktober 2026

Wiener Philharmoniker

Riccardo Muti I Dirigent

Mitsuko Uchida I Klavier

Ludwig van Beethoven

Konzert für Klavier und Orchester

Nr. 4 G-Dur, op. 58

Johannes Brahms

Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 73

Bewunderung auf Augenhöhe

Mitsuko Uchida und Riccardo Muti

Beethovens Viertes Klavierkonzert steht auf dem Programm, wenn Mitsuko Uchida und Riccardo Muti, beide Ehrenmitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, erstmals gemeinsam im Musikverein auftreten. Den „Musikfreunden“ haben sie verraten, was sie aneinander schätzen.

Mit Riccardo Muti ...

habe ich zum ersten Mal 2006 in Salzburg beim Galakonzert zu Mozarts 250. Geburtstag zusammengearbeitet. Es war eine große Ehre für mich, dabei zu sein. Auf dem Programm standen das Klavierkonzert KV 503, eines der schönsten großen Klavierkonzerte von Mozart, und „Ch’io mi scordi di te“ mit obligatem Klavier – ich liebe dieses Stück! Ich wusste nicht, wer das wollte, aber später hat sich herausgestellt, das muss von Maestro Muti gekommen sein.

Weil die Probenzeit meistens viel zu kurz ist, habe ich ganz vorsichtig anfragen lassen, ob ich mich vorher mit Herrn Muti treffen könnte, sodass wir über die Musik sprechen könnten. Schon einen Tag danach habe ich Nachricht bekommen: Ja! Da sieht man, was für ein seriöser Musiker Maestro Muti ist. Wir haben uns also getroffen – und er wollte auch „Ch’io mi scordi di te“ machen – daran hatte ich gar nicht gedacht. Er selbst hat gesungen, und ich habe gespielt, und ich muss schon sagen: Er hat mit so viel Verständnis und Liebe dieses Stück gesungen – ich habe ihm gesagt, das war das Beste, was ich von diesem Stück je gehört habe. Da hat er sich so gefreut, und er hat es noch einmal gesungen.

Ich habe mich von Anfang an immer gut mit Maestro Muti verstanden. Wir haben dann auch gemeinsam das Klavierkonzert von Robert Schumann gemacht und von Beethoven das Dritte und das Fünfte Konzert. Dieses Mal ist es das Vierte – ein ganz besonderes Stück. Ich freue mich schon sehr darauf. Inzwischen spiele ich nur noch mit Leuten, die ich liebe. Bei Maestro Muti weiß ich, dass ich mich auf ihn verlassen kann, und er weiß, dass er sich auf mich verlassen kann. Er ist einfach da. Und ich glaube, Herr Muti weiß von mir, dass ich mir nicht plötzlich etwas einfallen lasse. Das gegenseitige Vertrauen war von der ersten Zusammenarbeit an da.

Wenn ich an Mitsuko Uchida denke …

habe ich eine wunderbare Pianistin vor Augen – und außerdem eine echte Dame, eine Lady mit Stil. Frei von jener Effekthascherei, die heutzutage leider bei einigen Künstlern zu beobachten ist. Sie hat es nicht nötig, ihrer Kunst noch etwas Äußeres hinzuzufügen.

Seit unserem ersten gemeinsamen Auftreten in Salzburg haben wir nicht nur persönlich ein sehr gutes Einvernehmen, sondern sind, wie ich finde, auch großartige musikalische Partner. Besonders gerne erinnere ich mich an die gemeinsame Interpretation des Ravel-Konzertes in New York. Über die Jahre sind wir oft miteinander aufgetreten. Jedes Mal war es für mich eine große künstlerische Bereicherung, mit ihr zu arbeiten. Deshalb ist es für mich eine große Freude, dass wir nun die nächste Gelegenheit haben werden, gemeinsam Beethoven zu spielen –noch da zu mit den Wiener Philharmonikern.

Es ist gar nicht so leicht, die musikalische Persönlichkeit einer Künstlerin auf den Punkt zu bringen. Im Fall von Mitsuko Uchida würde ich sagen, dass sie in besonderem Maße ehrlich gegenüber der Musik ist. Sie benutzt die Musik nicht für andere Zwecke. Das, was sie über ihre Sicht auf ein Kunstwerk denkt, vermittelt sie dem Publikum ohne Schnörkel und Umwege. In gewisser Weise ist sie wie die großen Pianisten der Vergangenheit, die sich als Diener der Musik verstanden haben. Hinter ihrem Spiel steckt große Kunstfertigkeit. Tiefgründig und ehrlich – diese Worte treffen es wohl am besten.

Aufgezeichnet von Ulrike Lampert und Markus Siber

Fotos: Julia Wesely

Großen Geheimnissen auf der Spur

Markus Poschner

vermittelt musikalische Meilensteine

Manche scheinen mehr als nur ein Leben zu haben. Oder zumindest: Lebensenergie für drei. Betritt man etwa die Welt des Markus Poschner, eröffnet sich schnell ein ungemein weiter und vielschichtiger Kosmos. Im Zentrum steht natürlich die Musik, also Konzerte und Aufführungen quer über die Kontinente. Dazu aber auch: ein öffentliches Nachsinnen über die (musikalische) Welt. Eine moderierte Probe. Podcasts. Dann wiederum Interviews und Texte, und selbstverständlich Aufnahmen. Jazz. Neue Formate. Ein Buch. Gerade noch im Goldenen Saal des Musikvereins, hört man ihn in der Wiener Staatsoper, in Zürich und Tokio, in den USA und in Salzburg, in Bayreuth, Berlin und Paris. Das Bruckner Orchester Linz führt er zu grandiosen Erfolgen, ab kommender Spielzeit ist er Music Director des Utah Symphony Orchestra, er ist Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel und neuer Chef des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien. Angetrieben von Begeisterung und Hingabe, von Handwerkskunst und Kommunikationsfähigkeit.

Das erlebt man übrigens auch im Gespräch, denn wenn Poschner erzählt, beschleunigt er in Sekunden von null auf hundert: Wortgewaltig geht es um Steinzeithöhlen und das Gemeinschaftliche, um die Wahrheit in der Kunst, um Fragen der Interpretation oder einfach ums Fachsimpeln über einen Komponisten. Immer ist es da: das vollkommene Einlassen auf das aktuelle Thema, aber auch der große gedankliche Bogen. Kunst, das ist nicht klein abgezirkelt, das ist kein Feinschmeckerthema und vor allem nichts, was man nur abends zwischen halb acht und halb zehn konsumiert. Kunst ist der Schlüssel: Sie erklärt das Leben, stellt Fragen, verbindet Menschen.

Dass die Chemie zwischen dem Maestro und dem Orchester stimmt, lässt sich schon seit Längerem im Goldenen Saal beobachten. Nun tritt Markus Poschner am 3. Oktober im Musikverein erstmals als neuer Chefdirigent ans Pult des ORF RSO Wien. Es ist dies zugleich der Auftakt zur neuen Reihe „Poschners Meilensteine“.

„Schostakowitschs Neunte Symphonie ist ein Schicksalswerk des Komponisten und gleichzeitig einer der größten Schätze, die die Menschheit verwalten darf.“
Markus Poschner

Sein beständiges Arbeiten ist jedoch kein reines Tätigwerden, vielmehr ein Bekenntnis zur stetigen Auseinandersetzung mit dem Schöpferischen. Arbeiten: Das bedeutet für Poschner auch, dass ein Kunstwerk in einem, bewusst oder unbewusst, laufend weiterwirkt. Nicht loslässt, unter der Oberfläche köchelt. „Ich muss ja fast sagen: Nicht man, sondern ,es‘ arbeitet immer“, schwingt sich der Dirigent auf das Thema ein. Und schnell verdichtet er die Unterhaltung, leitet über zu einer umfassenden Kunst- und Lebensverschränkung: In der künstlerischen Arbeit verarbeite er auch seine persönlichen Lebensideen, Einsichten und Ansichten. Still dasitzen –„das Schlimmste!“ – wäre für ihn ein Stillstand auf allen Ebenen. Das würde fast einem Nicht-mehr-Denken entsprechen.

Fließt aber auch umgekehrt alles, was ihn bewegt, in die Musik ein? Wird eine Beethoven-Interpretation etwa durch das Nachdenken über die geopolitische Weltlage beeinflusst? „Eine große Frage“, meint Poschner. „Aber was wäre Kunst, wenn nicht Ausdruck unserer selbst? Was in großen Werken verhandelt wird, ist nichts weniger als unser Dasein, unser Zusammenleben, unser Bezug zur Welt. Jedes Mal also, wenn wir Beethoven, Mozart, Schostakowitsch oder Bartók spielen, verlebendigen wir Werke, die nicht nur auf eine historische Zeit verweisen, sondern direkt mit unserem Menschsein an sich zu tun haben. Kurzum: Kunst ist nichts anderes als die Auseinandersetzung mit dem großen Geheimnis, das uns alle umtreibt: Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Dabei geht es um keinen Austausch technischer Informationen, vielmehr um menschliche Erfahrungen.“

Nun ist ein zentrales Wort gefallen: Erfahrungen. Um diese geht es ihm, und diese möchte er weitergeben. Auch in einer neuen Konzertreihe („Poschners Meilensteine“), in der er gemeinsam mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien jeweils ein zentrales Werk der Musikgeschichte zur Diskussion stellt, es durchleuchtet, bespricht, vermittelt und dem Publikum so einen Weg zum Kunstwerk weist. Das aber weniger im Stil einer klassischen Werkeinführung denn als Offenlegung von Leidenschaften für ein Werk. „Es geht dabei um Dinge, die mich an einer Komposition begeistern, die die Musikerinnen und Musiker begeistern, Dinge, die oftmals ganz persönlich sind und in keinem musikalischen Reiseführer stehen. Denn das Wissen um ein musikalisches Betriebssystem oder um den Aufbau eines Werks – das kann man ja in Konzertführern und Programmtexten nachlesen.“ Zwar darf es auch ein wenig um Strukturen und das Demonstrieren der Meisterschaft eines Komponisten gehen, im Wesentlichen aber will Poschner weit mehr als das. Er will den Blick lenken auf das Spüren, das Erspüren eines Werks, auf Schlüsselmomente. Dass das natürlich auch durch das Spielen solcher geschieht, ist klar: Schließlich vermittelt er nicht allein, sondern gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern. Ein Auffächern der Leidenschaften, gewissermaßen, ein kollektives Beschreiben und kollektives Erfahren. Den ersten Meilenstein gibt es im Musikverein am 3. Oktober mit Schostakowitschs Neunter Symphonie, „einem Schicksalswerk des Komponisten“, wie Poschner meint. „Und einer der größten Schätze, die die Menschheit verwalten darf, ein extrem verdichtetes, verklausuliertes, symbolisiertes Werk“.

Doch damit nicht genug. Zusätzlich zu den „Meilensteinen“ lädt der Dirigent jeweils eine Stunde vor Beginn der von ihm geleiteten Abonnementkonzerte des ORF RSO Wien zu Einführungen, die in Kurzform Besonderheiten des Programms erläutern. Aber tut er das alles, weil er immer schon gerne wissen wollte, wie Dinge funktionieren, und das auch vermitteln will? Hat er schon als Kind Radioapparate auseinandergeschraubt, um ihr Innenleben zu erforschen? Ist es die Freude am Verstehen der Zusammenhänge? „Natürlich“, lacht Poschner, „auch wenn ich keine elektrischen Geräte zerlegt habe.“ Selbstverständlich brauche er als Künstler das umfangreiche Wissen, um die Chiffre eines Werks zu verstehen. Wobei, und da sind wir wieder bei Erfahrung und Emotionalität: Die wirklich großen Zusammenhänge sind mit der reinen Ratio nicht zu begreifen, nur mit dem Herzen. „Gerade Künstlerinnen und Künstler bewegen sich ja immer in einem Grenzbereich des Erklärbaren. Man kann ein Musikstück in seiner Struktur erläutern, das wirkliche Verstehen findet jedoch auf einer anderen Ebene statt. Es passiert, wenn Musik uns ergreift, die Zeit stillsteht, man das Gespür für den Alltag verliert. Das ist der Moment eines unfassbaren Geheimnisses, wenn ein paar Schwingungen in der Luft, genannt Klänge, das Potenzial haben, unser Leben zu verändern.“

Meilenstein-Momente, eben.

Oliver Láng

Samstag, 3. Oktober 2026

ORF RSO Wien

Markus Poschner I Dirigent und Moderation

Poschners Meilensteine

Dmitrij Schostakowitsch Symphonie Nr. 9 Es-Dur, op. 70

Wilde Motorik und Kantabilität

Yuja Wang spielt

Samuel Barbers Klavierkonzert

Als Künstlerin im Fokus der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien tritt Yuja Wang in der neuen Saison insgesamt sechs Mal im Musikverein auf. Im Zentrum des ersten Programms, das sie mit den Wiener Symphonikern unter Chefdirigent Petr Popelka bestreitet, steht Samuel Barber, dem sie sich in ihren Konzerten immer wieder widmet. Mit ihm verbindet die Pianistin eine besondere Beziehung, deren Wurzeln sogar nach Wien führen.

Abbildung: Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Samuel Barber (1910–1981)

Sommernachtskonzert 2019: Gustavo Dudamel dirigiert die Wiener Philharmoniker im Schlosspart Schönbrunn bei einem Best of Classics mit amerikanischem Schwerpunkt und Musik unter anderem von Leonard Bernstein, George Gershwin und Samuel Barber. Fulminante Solistin ist Yuja Wang, die ein besonderes Faible für die neue Welt besitzt, nicht nur, weil sie dort studiert hat und bis heute in New York lebt. An diesem Abend spielt sie Gershwins Rhapsody in Blue, von Barber erklingt sein „Adagio for Strings“, ein Dauerbrenner in den Klassik-Playlists und nicht nur sein meistgespieltes Stück, sondern sein einziges, das es weltweit zu breiterer Bekanntheit gebracht hat. Dabei gibt es von ihm auch manch anderes Entdeckenswertes. Dass Yuja Wang sich seiner Musik nahe fühlt, zeigte sich zuletzt bei der Gesellschaft der Musikfreunde, als sie im Juni 2024 Barbers Klaviersonate in es-Moll, op. 26, aufs Programm setzte. Der „Kurier“

schwärmte damals von einem „Feuerwerk funkelnder Virtuosität“. 2026 hat sie auch sein Klavierkonzert in ihr Repertoire aufgenommen – Grund genug, einen genaueren Blick auf diesen bekannten Unbekannten zu werfen, der verblüffende Beziehungen auch nach Wien zutage fördert.

Samuel Barber war der Inbegriff eines amerikanischen Komponisten, schrieb Musik von emotionaler Unmittelbarkeit, die modern genug für das 20. Jahrhundert wirkte – aber gleichzeitig traditionell und eingängig genug für breite Rezeption: kommunikativ, tonal orientiert, dabei reizvoll und abwechslungsreich. Hochgebildet, erfolgreich und gleichzeitig publikumsnah, verkörperte er den Typus eines kultivierten, nicht elitären Künstlers. Sein „Adagio for Strings“ wurde zu einem der weltweit meistgespielten Stücke der „klassischen“ Moderne – und in den Vereinigten Staaten zu einer nationalen kollekti-

ven Trauermusik, die seit den Trauerfeierlichkeiten nach der Ermordung John F. Kennedys bei zahlreichen anderen nationalen Anlässen gespielt wurde und dadurch seit Langem einen festen Teil des kulturellen Gedächtnisses der USA bildet. Gleichzeitig jedoch war Samuel Barber (1910–1981) tief in der europäischen Musik des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts verwurzelt – besonders in jener von Johannes Brahms, Gustav Mahler, Jean Sibelius und Giacomo Puccini. Und auch biographisch waren seine Verbindungen zu Europa denkbar eng: Sein Lebensgefährte, der Opernkomponist Gian Carlo Menotti, stammte aus der Lombardei, und Barbers so „amerikanisches“ „Adagio“ entstand 1936 ausgerechnet am Wolfgangsee im Salzkammergut! Ein Jahr später erklang Barbers Erste Symphonie in einem Satz unter dem Dirigat von Artur Rodziński bei den Salzburger Festspielen.

Fotos: Julia Wesely

Das Klavierkonzert von Samuel Barber scheint wie geschaffen für Yuja Wang.

Davor hatten den jungen Musiker, der auch eine Zeit lang als Sänger aktiv war, bereits mehrere Reisen nach Europa geführt, insbesondere nach Italien, aber auch immer wieder nach Wien. Hier lebten Barber und Menotti im Winter 1933/34 im Haus von Henriette von Motesiczky am Brahms-Platz im vierten Bezirk und befanden sich mitten in einer bis dahin lebendigen kulturellen Tradition. Henriettes Vater hatte tatsächlich noch gemeinsam mit Johannes Brahms musiziert, ihre Tochter Marie-Louise von Motesiczky war eine erfolgreiche bildende Künstlerin und porträtierte die beiden Gäste. Barber hielt den herzlichen Kontakt zur Familie auch nach ihrer Emigration nach London aufrecht.

Doch bereits in frühen Jahren in der amerikanischen Heimat ergaben sich vielfältige Verbindungen zu „Good Old Europe“. Das Wunderkind Samuel Barber, das bereits im Alter von sieben Jahren komponierte, studierte ab 1924 – also seit dem Alter von 14 Jahren – am Curtis Institute of Music in Philadelphia Klavier bei Isabelle Vengerova und Komposition bei Rosario Scalero, einem gebürtigen Italiener, der bei Eusebius Mandyczewski, dem Brahms-Freund sowie Lehrer und Archivar bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, studiert hatte. Auch Isabelle Vengerova hatte am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde studiert – bei Josef Dachs –, außerdem privat bei Theodor Leschetizky. In Wien war sie mit Arthur Schnitzler befreundet, in Philadelphia gehörte sie zu den Mitbegründer:innen des Curtis Institute, an dem beispielsweise auch Leonard Bernstein studierte.

Ein Menschenleben später kam eine junge chinesischstämmige Musikerin, die zunächst das Musikkonservatorium in Peking besucht hatte und ein Jahr lang am Mount Royal College im kanadischen Calgary ausgebildet worden war, ans Curtis Institute: die fünfzehnjährige Yuja Wang. Ihr dortiger Lehrer war Gary Graffman, der einst selbst an derselben Schule gelernt hatte, an der er im Jahr 1936 als Siebenjähriger aufgenommen worden war. Seine Lehrerin war Isabelle Vengerova.

„Ein überschwänglich romantisches, durch und durch klavierorientiertes Werk, das in einer tonal zentrierten Sprache mit peripheren Tonalitätsbereichen angesiedelt ist, mit thematischen Phrasen, die sich in einer diachromatischen Modalität entfalten und kadenzartig in Dreiklangformationen auflösen.“ So beschrieb Nicolas Slonimsky in seinem Kompendium „Music Since 1900“ Samuel Barbers Klavierkonzert, das am 24. September 1962 während der Eröffnung des Lincoln Center New York uraufgeführt wurde. Dirigent war der gebürtige Wiener Erich Leinsdorf, Solist der Amerikaner John Browning.

Der erfolgsverwöhnte Komponist erhielt für sein Werk einen Pulitzerpreis, der Pianist bekam dann drei Jahrzehnte später einen Grammy für seine zweite Einspielung des Klavierkonzerts und einen weiteren für eine Aufnahme von Barbers Soloklavierwerken. Browning war es auch, der das Stück am 20. Februar 1968 erstmals im Musikverein vorstellte, als Josef Krips die Wiener Symphoniker dirigierte. Wenn Yuja Wang im Oktober das Podium des Großen Musikvereinssaals betritt, erklingt Barbers Konzert hier seither wieder zum ersten Mal!

Die wilde Motorik, die spielerische Lust am Durcheinanderwirbeln der Einfälle, die Vielfalt der Charaktere und nicht zuletzt die Kantabilität: All dies scheint wie geschaffen für Yuja Wang, deren Wege sie zum Glück des Publikums unter anderem auch immer wieder nach Wien führen.

Daniel Ender

Freitag, 23. Oktober 2026

Samstag, 24. Oktober 2026

Sonntag, 25. Oktober 2026

Wiener Symphoniker

Petr Popelka | Dirigent Yuja Wang | Klavier

Ernst von Dohnányi

Symphonische Minuten, op. 36

Samuel Barber

Konzert für Klavier und Orchester, op. 38

Robert Schumann

Symphonie Nr. 2 C-Dur, op. 61

Am 13. September beginnt die Musikvereinssaison 2026/27 mit einem Konzert der Wiener Philharmoniker. Am Pult steht der Dirigent des Neujahrskonzerts 2027: Tugan Sokhiev. Ljubiša Tošić hat ihn für die „Musikfreunde“ porträtiert.

Fotos: Julia Wesely

Mit Eleganz und Souveränität

Tugan Sokhiev

Generationswechsel und spektakuläre Rochaden wirken im internationalen Dirigierkosmos wie ein steter langsamer Prozess. In den vergangenen Jahren haben personelle Umbrüche rund um den Globus jedoch heftiger Fahrt aufgenommen. Auch bei den Wiener Philharmonikern, die traditionell ohne Chefdirigenten auskommen und daher stets auf der Suche nach interessanten Partnerschaften sind, hat nach dem Abschied prägender Persönlichkeiten ein Prozess der Neuorientierung stattgefunden.

Pierre Boulez, Nikolaus Harnoncourt, Lorin Maazel, Mariss Jansons, Georges Prêtre und Claudio Abbado: Das waren essenzielle Partnerschaften, wiewohl – siehe Abbado – mitunter nicht konfliktfrei. Nun spielen jedoch einige der jüngeren Namen eine wichtige Rolle, zu denen

Klaus Mäkelä, Jakub Hrůša, Mirga Gražinytė-Tyla und Lorenzo Viotti zu zählen sind.

Inzwischen gehört auch Tugan Sokhiev zu diesem Kreis besonders gern Engagierter: Er dirigierte im vergangenen Jahr das Sommernachtskonzert der Philharmoniker und stand bereits an der Wiener Staatsoper am Pult bei der Premiere von „Iolanta“. Da zeigte Sokhiev, wie man ohne Forcierung eine romantische Klangwelt vor allzu großer Süße bewahren kann, ohne ihren emotionalen Gehalt zu verlieren. Aufgrund seiner hohen Akzeptanz beim Kollektiv und wohl auch wegen seines Stils wurde er zum Dirigenten des Neujahrskonzerts 2027 ernannt.

Tugan Sokhiev versteht es, einen warmen, „atmenden“ Orchesterklang zu erzeugen, der subtile Nuancen nicht vernachlässigt.

Zuvor und auch danach wird im Musikverein Spezielles stattfinden: Zur Saisoneröffnung im Musikverein am 13. September setzt Tugan Sokhiev mit den Wiener Philharmonikern Beethovens Leonoren-Ouvertüre Nr. 3, Mozarts Symphonie g-Moll, KV 183, sowie „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew um. Im Mai 2027 präsentiert er dann im Großen Saal mit The Philharmonic Brass Modest Mussorgskijs „Bilder einer Ausstellung“ in einer Bearbeitung für Blechbläser. Eine besondere Fusion: Blechbläser der Berliner und der Wiener Philharmoniker sowie befreundeter Orchester bringen als Philharmonic Brass ihre markanten Klangqualitäten zusammen.

Tugan Sokhiev ist ein besonderer „Fall“. Der Russe hat – im Gegensatz zu seinen bereits genannten jüngeren Kolleg:innen – derzeit keinen Chefposten. Dies hat letztlich politische Gründe, die mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zusammenhängen. Als der Krieg 2022 begann, legte Sokhiev nämlich seine beiden Positionen nieder. Er war Chefdirigent am Bolschoi Theater ebenso wie Musikdirektor der Oper in Toulouse und fühlte sich vor eine unmögliche Wahl gestellt. „Ich habe niemals Konflikte unterstützt und werde immer gegen jede Form von Konflikt sein“, erklärte er damals. Er könne insofern „nicht akzeptieren, vor die unmögliche Wahl gestellt zu werden, zwischen meinen geliebten russischen und meinen geliebten französischen Musikern wählen zu müssen“. Also entschied er sich nicht für „entweder oder“, sondern konsequent für „weder noch“.

Der Nebeneffekt bestand wohl darin, dass er plötzlich –auch für die Philharmoniker – gleichsam greifbarer wurde. Ohnehin stimmte die Chemie mit den Wienern. Wichtig: Tugan Sokhiev arbeitet aus einer Haltung heraus, die sich von jener Form des demonstrativen Dirigierens unterscheidet, in der das Sichtbare wichtiger wird als das Hörbare. Seine Ansicht zur Interpretation kreist um das Ziel, selbst die komplizierteste Musik leicht und schwebend erscheinen zu lassen. Gelingt dies, sei ein ästhetisches Maximum erreicht, so der Dirigent. Sobald die Mühe offensichtlich wird, gehe ein Teil des Zaubers verloren. Dazu gehört wohl auch, seine persönlichen Grundvorstellungen von Musik dem Orchester nicht einfach aufzuzwingen, vielmehr elastisch zu bleiben im Sinne der Balance. Gerade darin liegt für ihn das Essenzielle des Berufs: konsequent zu bleiben und zugleich offen für den Moment, also Konsequenz und Flexibilität zu vereinen. Man könne eine noch so genaue Vorstellung davon haben, wie ein bestimmtes instrumentales Solo klingen soll. Wenn die Musizierenden es dann anders, aber wunderschön spielen, würde man niemandem einen Gefallen tun, stur an der eigenen Vorstellung festzuhalten, verdeutlicht Sokhiev seine Offenheit.

Sonntag, 13. September 2026

Wiener Philharmoniker

Tugan Sokhiev | Dirigent

Ludwig van Beethoven

Leonoren-Ouvertüre Nr. 3, op. 72b

Wolfgang Amadeus Mozart

Symphonie g-Moll, KV 183

Sergej Prokofjew

Romeo und Julia, op. 64 (Suite aus der Ballettmusik)

Tugan Sokhiev versteht Musizieren grundsätzlich als Mischung aus Handwerk und innerer Notwendigkeit, als Energieübertragung mit kommunikativen Mitteln. Dies mag auch den Einfluss seines Lehrers Ilja Musin spiegeln, der einmal sagte: „Das Dirigieren besteht aus zwei Komponenten: Ausdruckskraft und Genauigkeit.“ Technik ist also nur ein Faktor. Und ja: Manchmal reicht ein Blick, um einer Instrumentengruppe Entscheidendes zu vermitteln. Wenn man sich als Dirigent das „Instrumentarium“ einmal angeeignet hat, so Sokhiev, spüre man intuitiv, was zu tun ist – gleichsam wie ein Maler, der genau weiß, welche Pinselstärke er braucht, um einen bestimmten Effekt zu erzielen.

Allzu große Gesten helfen nicht unbedingt. Und: Wichtig sei zu wissen, wann die Musiker den Dirigenten brauchen, etwa bei Übergängen, plötzlichen Tempowechseln oder wenn etwas nicht gut zusammenspielt. Notizen in der Partitur? Zu viele davon vermeidet Sokhiev. Sie können die Arbeit erschweren; es gehe eher darum, sich die Musik innerlich einzuprägen, statt alles hineinzuschreiben. Damit wird klar: Ein Kontrollfreak ist der 1977 in Ordschonikidse, Nordossetien, Geborene, nicht. Präzision ja. In der Zusammenarbeit zwischen Dirigent und Orchester spielt gegenseitiges Vertrauen wohl aber auch eine Schlüsselrolle.

Tugan Sokhievs Stil ließe sich insofern als Mischung aus technischer Präzision und klanglicher Sinnlichkeit beschreiben. Er versteht es, einen warmen, „atmenden“ Orchesterklang zu erzeugen, der subtile Nuancen nicht vernachlässigt. Diese Fähigkeit ließ ihn bei Spitzenorchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra und dem Gewandhausorchester Leipzig als Gastdirigent reüssieren. Er sprang bereits 2009 kurzfristig bei einer Asien-Tournee der Wiener Philharmoniker für Valery Gergiev ein. Sokhiev bewältigte all das mit Eleganz und Souveränität. Die harte Arbeit blieb dabei unsichtbar im Hintergrund, während die Musik jene Leichtigkeit ausstrahlte, die man sich für den Saisonbeginn im Musikverein und für das Neujahrskonzert 2027 erhoffen darf.

Tošić

Ljubiša

Else, Fräulein?

Mavie Hörbiger und Clara Frühstück bringen Schnitzlers
„Fräulein Else“ auf die Bühne

Musik ist Schnitzlers berühmter Novelle „Fräulein Else“ über Doppelmoral, Geld und weibliche Selbstbestimmung regelrecht eingeschrieben, im Finale durchbricht der Autor die Sätze sogar durch Notenzeilen aus Schumanns „Carnaval“. Daran knüpft die Komponistin und Pianistin Clara Frühstück im Gläsernen Saal an, wenn sie für die Lesung von Burgschauspielerin Mavie Hörbiger eigene Musik entwirft. Die Literaturwissenschaftlerin Kira Kaufmann hat den Text anlässlich der bevorstehenden Performance im Musikverein neu gelesen.

Abbildung: Filmarchiv Austria
Elisabeth Bergner im Stummfilm „Fräulein Else“ von Paul Czinner (1929)

Als Anrede ist das „Fräulein“ inzwischen ziemlich aus der Mode gekommen. Für die neunzehnjährige Else, die gemeinsam mit ihrer Tante und Cousin Paul in einem mondänen Hotel in den Dolomiten kurt, bedeutet es allerdings viel. Das „Fräulein“ vor ihrem Namen ist in der Anrede ein Zeichen der Distanz, wohlgemerkt eines, von dem auffällt, wenn es wegfällt, wie eine Schranke, die man in ihrem Beisein übertritt.

Arthur Schnitzlers Novelle aus dem Jahr 1924 war ein großer Publikumserfolg. Mehr als zwanzig Jahre nach dem „Leutnant Gustl“ greift er die erprobte Technik des Inneren Monologs wieder auf und perfektioniert sie. Diesmal aus der Sicht einer jungen Frau. Innen und außen verbinden sich im Sprechen einer einzigen Figur. Noch mit dem Tennisschläger unterm Arm begegnet Else auf dem Weg vom Sportplatz dem älteren Herrn von Dorsday, einem vermögenden Kunsthändler, der auch unter den Hotelgästen weilt. Ob sie vom Tennis käme, fragt er. Sie attestiert ihm Scharfblick. Sie sieht, dass er sie sieht. „Spotten Sie nicht, Else“, entgegnet der Mann. „Warum sagt er nicht ‚Fräulein Else?‘“, fragt sich die junge Frau. – Und er: „Wenn man mit dem Rakett so gut ausschaut, darf man es gewissermaßen auch als Schmuck tragen.“ – „Esel, darauf antworte ich gar nicht“, hören wir Else denken. Die Blicke des fast fünfundsechzigjährigen Dorsay bereiten ihr Unbehagen. Auch seine Stimme. Sie hat einen so merkwürdigen Klang, wenn er ihren Namen ausspricht.

„Schauen Sie mich nur an, mein Herr“

Die Handlung der Novelle umfasst einen spätsommerlichen Abend im September. Wir sind nicht nur nahe an Elses Gedanken, sondern erleben ihren Kummer und ihre Aufregungen sogar zeitgleich mit, wir fiebern mit ihr. Was ist geschehen? – Auf dem Weg zu ihrem Hotelzimmer erreicht sie ein Expressbrief der Mutter aus Wien: Um die Schulden des Vaters zu begleichen, soll Else Herrn Dorsday um 30.000 Gulden bitten. Elses Mutter zeichnet ein düsteres Bild und weiß Druck aufzubauen. Die Zeit drängt, gelangt das Geld nicht binnen zweier Tage bei Doktor Fiala, dem Leihgeber, ein, droht dem Vater Kerker. Oder Schlimmeres, denn die Mutter schließt einen Suizid nicht aus. Die Familie wäre ruiniert. Die letzte Hoffnung wird an die Tochter, Else, delegiert.

Diese versteht, was von ihr verlangt wird, und fängt an zu überlegen und abzuwägen: Wie viel ist die Tochter wert? Wie viel die Frau? Soll sie sich für die Familie, ja für den Vater, opfern? Die Familie war schon öfter in einer ähnlichen Situation. Ist es recht, das von ihr zu verlangen? Immer wieder schieben sich Sätze aus dem Telegramm zwischen Elses Gedanken. Der Adressat ist klar, von der Mutter im Namen des Vaters festgelegt. Doch was geschieht mit ihr? Bereits hier, zu Beginn der Novelle, ist Else froh, ihr Veronal im Gepäck zu haben, ein Schlaf- und Beruhigungsmittel, das sie für gewöhnlich gegen ihre Regelschmerzen einnimmt, die sich dieser Tage anzukündigen beginnen.

Else, die sich als feig wahrnimmt, wagt es schließlich doch: Sie wählt ihr Kleid und spricht Herrn von Dorsday noch vor dem Dinner an. Dieser willigt ein, doch er nennt eine Bedingung. Er möchte sie ansehen, und zwar eine Viertelstunde lang, entweder auf seinem Zimmer oder auf einer Lichtung im Wald, wo, so sagt er, nur das Sternenlicht sie kleiden soll. Else versteht wieder sofort, und die Vorstellung davon, nackt gesehen zu werden, versetzt sie in Aufruhr. Dorsdays Gesuch – ein Handel, von den Eltern angestoßen – diskreditiert ihn eindeutig als Schmutzian. Zugleich entfesselt die geforderte Entblößung auch eine ganze Reihe an Fantasien. Else soll sich ihm zeigen, im Geheimen. Doch sie fragt sich: „Warum sollte nur Herr von Dorsday zahlen?“ Auf die Verlogenheit der Geheimnistuerei antwortet sie mit einem radikalen Exhibitionismus, der die Bloßstellung in ihrer Vorstellung auf die arrivierten Kurgäste überträgt und ihr abwechselnd ebenso verheißungsvoll wie erniedrigend erscheint. Wirft sie nun ihren Körper in die Waagschale – und wer würde davon profitieren? Ja, was hätte sie davon? Selbstbewusst knüpft sie an die Forderung ihre eigenen Bedingungen. Kurz scheint es, als könne sie die Situation drehen und für sich entscheiden, doch dann folgt erneut ein Schreiben von zuhause: Die geforderte Summe beträgt nun doch 50.000 Gulden. „Adresse bleibt Fiala“.

„Alles habe ich in meiner Hand“

Hat man sich beim Lesen von Schnitzlers Text daran gewöhnt, dass sich ein über sechzigjähriger Mann beim Schreiben in eine noch nicht zwanzigjährige Frau hineinversetzt, ist die Darstellung bei aller Tragik nicht ohne Ironie. Zugleich ist auch für heutige Leser:innen bemerkenswert, wie plastisch sich Elses Dilemma entfaltet und zuspitzt. Mit großem diagnostischem Geschick schildert Schnitzler ihre Zerrissenheit und Lust, aber auch das Unwohlsein und die Anspannung einer Symptomlage, die heute als Prämenstruelles Syndrom gehandelt wird. Zugleich lässt der Brief der Mutter keinen Zweifel daran, dass Else von ihrer eigenen Familie instrumentalisiert wird. Abseits weiblicher Klischees wie der „Hysterika“, der „femme fatale“ oder „femme fragile“ zeichnet Schnitzler das Bild einer jungen Frau, die auf ihrem Weg, sich selbst zu entdecken, von familiären und gesellschaftlichen Ansprüchen eingeholt wird. Wir treffen auf eine kalkulierende Protagonistin, die ob der Spekulation (und die Spekulation des Vaters hat die Familie in ihre missliche Lage gebracht) auch ins Träumen gerät. Schnitzler, der mit Sigmund Freuds Psychoanalyse vertraut war, lässt uns über die Tagträume an ihren Wünschen, auch den abwegigen, teilhaben. Sie geben Einblick in ihr Begehren, das letztlich aber nicht ausgedeutet wird. Es darf widersprüchlich bleiben, wie die Situation, aus der sie sich zu befreien versucht.

Nicht nur Schnitzler, sondern auch Else beobachtet ihr Umfeld genau: Die Beziehung zwischen ihrem Cousin Paul und Cissi ist nicht so unschuldig, wie sie tun. Auch die Wirkungsweisen des Veronal kennt sie gut. Ob sie mit der Dosierung ebenso gekonnt verfährt? Furchtlos imaginiert sie wiederholt ihren eigenen Tod. „Alles habe ich in meiner Hand“, sagt sie sich, und es klingt nicht so, als hinge alles von ihr ab, sondern als stünde sie knapp davor, die Kontrolle wieder zu erlangen. Der Text kann somit auch als Gesellschaftsanalyse einer jungen Frau gelesen werden, die die Mechanismen der Prostitution bis hinein in die Eheschließung – die gute Partie – durchschaut. Als sich Else in ihrem Zimmer entkleidet und in einen großen, schwarzen Mantel steigt, ist sie zu vielem bereit. Aber werden es auch die anderen sein?

„Schumann? Ja, Karneval. Die oder der spielt ganz schön.“

Es gehört zu den Besonderheiten dieses Textes, dass wir uns einerseits den Gedankenströmen der Else fügen müssen, andererseits aber noch einer weiteren Einflusssphäre begegnen: nämlich der Musik. Else kann Klavier spielen, das Musizieren ist Teil ihrer bürgerlichen Bildung, die nun durch den korrumpierten Ruf des Vaters mit auf dem Spiel steht. Ihre Leidenschaft für Musik ließ sie seinerzeit sowohl für einen Opernsänger als auch eine Opernsängerin schwärmen. Als gegen Mitternacht Klavierspiel aus dem Musikzimmer des Hotels ertönt, sind es zunächst die Klänge, die dem Kreisen ihrer Gedanken eine Richtung verleihen. Sie folgt ihnen, wenngleich sie in der Zuordnung unsicher ist. Hört sie Chopin? Nein, Schubert. Wer hier spielt, ein Mann oder eine Frau, kann aus dem Gehörten nicht eruiert werden. Es ist ihr aber auch gleich. Schön ist es, dieses Spiel. Sie will es sehen und folgt der Musik. Und so folgt auch der Text diesen Klängen, die in Elses Gedanken dringen und sich dabei der geschlechtlichen Zuordnung entziehen. Schnitzler wechselt im großen Finale der Novelle dreimal unvermittelt ins Notenbild und zitiert Auszüge aus Schumanns „Carnaval“. Seinen Verleger, Samuel Fischer, bat er ausdrücklich, die Zeilen aus dem Musikstück für sein „Monodram“ zu berücksichtigen. Dort, wo der Schriftsteller den Raum für die Noten freilässt, öffnet sich der Text. Wenn Schnitzler an diesen Stellen das Zeichensystem ändert, klingen neue Räume durch, wird Else, das Fräulein, auf andere Weise sichtbar. Es ist der Klang, der sich in der Schrift nicht vernehmen, nur notieren lässt. So auch die Bewegungen der Psyche einer Figur, deren Gedanken man zwar aufschreiben kann, sie zu begreifen, aber, muss an einem anderen Ort geschehen. Im perzeptiven Zwischenraum von Sprechenden und Zuhörenden, Interpret:innen und ihrem Publikum ist es möglich. Hier fallen die Hüllen und auch die Masken. Es ist der Raum der Kunst, der letztlich nicht beschrieben, sondern nur erfahren werden kann.

Kira Kaufmann

Dienstag, 22. September 2026

Mavie Hörbiger I Rezitation

Clara Frühstück I Klavier

Arthur Schnitzler

Fräulein Else

Arthur Schnitzlers berühmte Novelle, musikalisch verwoben mit einer von Clara Frühstück eigens für dieses Programm komponierten Klangwelt, inspiriert von Schumanns „Carnaval“

Foto: Irina Gavrich

Dirigenten wie Leonard Bernstein, Pierre Boulez, Zubin Mehta und Lorin Maazel prägten das New York Philharmonic in den vergangenen Jahrzehnten. Nun ist nach Jahren in Los Angeles der Venezolaner Gustavo Dudamel in ihre Fußstapfen getreten und führt das Orchester gleich zu Beginn seiner Ära für zwei Konzerte in den Musikverein.

Am Puls der Stadt

Gustavo Dudamel

mischt New York neu auf

Aufbruchstimmung in der Stadt, die niemals schläft: Das New York Philharmonic hat mit Beginn der Saison 2026/27 einen neuen Music and Artistic Director, der über vergleichbar viel Energie zu verfügen scheint wie der Big Apple selbst. „Our New Era Starts Now“ verheißen die Plakate und Citylights in den Straßen, die den Venezolaner Gustavo Dudamel in großer Dirigierpose zeigen. Zwanzig Jahre ist es bereits her, dass der 1981 geborene Dirigent zum ersten Mal beim legendären New York Philharmonic gastierte. Auf dem Programm stand damals Prokofjews Fünfte Symphonie, die das neue Dreamteam auch auf der ersten gemeinsamen Europa-Tournee im Gepäck haben wird. „Ich bin sehr stolz darauf, das New York Philharmonic nach einer fast zehnjährigen Abwesenheit wieder nach Europa zu bringen“, sagt Gustavo Dudamel im Hinblick auf seine nun anstehende Tournee, „noch dazu in den historisch so bedeutenden und gefeierten Wiener Musikverein. Das verleiht dieser Reise einen tiefen Sinn. Ich habe das Gefühl, ich begegne Wien ganz neu.“

Die Ernennung von Gustavo Dudamel ist selbst für das multikulturelle New York mehr als eine Personalie, schließlich ist er der erste Lateinamerikaner an der Spitze des Orchesters seit der Gründung im Jahr 1842. Darauf angesprochen, führt er im Interview aus: „Ich trage dies mit großer Demut. Für mich ist jedoch vor allem wichtig, was dies für junge Menschen bedeutet – insbesondere für jene aus Gemeinschaften, die sich auf den Bühnen der klassischen Musik historisch kaum repräsentiert sehen.“ Für Dudamel ist es vor allem ein Zeichen dafür, wie weit die Musik Menschen tragen kann: „Als Kind in Venezuela habe ich in dem, wohin die Musik den Menschen führen kann, keine Grenzen gesehen“, erzählt er im Vorfeld der Europa-Tournee. „Musik gab uns Würde, Vorstellungskraft und Möglichkeiten.“

Im Oktober kommt Dudamel erstmals als Music and Artistic Director des New York Philharmonic in den Musikverein. Wien und New York sind für den Weltstar eng verbunden, auch durch das Faktum, dass die philharmonischen Orchester beider Städte im selben Jahr gegründet wurden: 1842. „Obwohl sie aus sehr unterschiedlichen kulturellen Welten hervorgegangen sind, verbindet die Wiener Philharmoniker und das New York Philharmonic das gleiche Bekenntnis zu Tradition, Exzellenz und zur Musik als lebendige menschliche Kraft.“

Für Gustavo Dudamel ist diese Europa-Tournee deshalb mehr als ein Gastspiel. Sie ist eine Begegnung zweier musikalischer Traditionen, die seit Generationen miteinander verwoben sind. Namen wie Gustav Mahler, Arturo Toscanini und Leonard Bernstein bilden die historischen Brücken zwischen den beiden Städten. Zugleich ist die Reise nach Wien für Dudamel eine Rückkehr an einen Ort, der ihn seit vielen Jahren begleitet. „Einer der unvergesslichsten Momente meines Lebens war das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2017“, erinnert er sich.

„Im Musikverein zu stehen, im Zentrum einer Tradition, die so tief mit der musikalischen Identität Wiens verbunden ist, war für mich überwältigend. Was mich besonders berührt hat, war die Erfahrung, dass Musik in Wien nichts Unnahbares oder Zeremonielles ist. Sie gehört zum emotionalen Leben der Stadt dazu.“

Foto: Jason Bell for the New York Philharmonic

Mittwoch, 21. Oktober 2026

New York Philharmonic

Gustavo Dudamel I Dirigent

Tania León

Imágenes Mestizas (ÖEA)

Gustav Mahler

Symphonie Nr. 5

Donnerstag, 22. Oktober 2026

New York Philharmonic

Orfeó Català

Cor Infantil de l’Orfeó Català

Gustavo Dudamel I Dirigent

John Adams

„On the Transmigration of Souls“ für Orchester, gemischten Chor, Kinderchor und voraufgezeichnetes

Tonband

Zosha di Castri

Invisible House (ÖEA)

Sergej Prokofjew

Symphonie Nr. 5 B-Dur, op. 100

Diese Verbindung von Geschichte und Gegenwart prägt auch die Programme der beiden Abende im Musikverein. „Wenn wir nur die Vergangenheit bewahren“, sagt Dudamel, „ohne sie mit der Gegenwart ins Gespräch zu bringen, kann Tradition fragil werden. Die große Musikgeschichte Wiens existiert gerade deshalb, weil Generationen von Komponist:innen immer wieder neu erdacht haben, was Musik sein kann. Beethoven, Mahler oder Schönberg erweiterten zu ihrer Zeit die Kunstform, stellten sie in Frage und brachten neue Ideen und emotionale Wirklichkeiten hervor.“ Am ersten Abend begegnen einander zwei Komponisten, die auf den ersten Blick weit voneinander zu liegen scheinen: die kubanisch-amerikanische Komponistin Tania León und Gustav Mahler. Leóns Werk „Imágenes Mestizas“ erklingt als österreichische Erstaufführung. Der Titel verweist auf kulturelle Vermischungen und Identitäten sowie auf die Geschichte eines vielstimmigen Kontinents. Dudamel empfindet eine besondere Nähe zu León: „Ihre Lebensgeschichte, von Kuba bis in die Vereinigten Staaten, zeugt von Widerstandskraft und Verwandlung – und genau das hört man in ihrer Musik.“

Warum ein solches Werk im Musikverein? „Wien ist eine der großen Musikhauptstädte der Welt. Die Tradition lebt hier mit besonderer Intensität“, antwortet Gustavo Dudamel. „Zeitgenössische Stimmen damit zu verbinden erscheint mir nicht nur schön, sondern notwendig.“ So erscheint Leóns Werk vor Mahlers Fünfter Symphonie als Teil einer Bewegung über Zeit, Erinnerung und Identität. Mahlers Fünfte selbst gehört zu den zentralen Werken in Dudamels Repertoire. Zugleich besitzt sie für das New York Philharmonic eine besondere Bedeutung. Gustav

Mahler führte von 1909 bis 1911 das Orchester und gehört in den geistigen Schmelztiegel des Klangkörpers: „Wenn wir mit New York Philharmonic Mahler spielen, spüren wir das Erbe“, sagt Dudamel und fügt auf die Frage, ob im späten Gustav Mahler vielleicht ein heimlicher Yankee hauste, noch hinzu: „Mahler wurde zwar in Europa geboren, und Wien hat ihn tief geprägt, doch in dieser Symphonie liegt auch etwas ausgesprochen Modernes. Mahler verstand Widersprüche: Dunkelheit und Licht, Verletzlichkeit und Triumph existieren bei ihm gleichzeitig. Das erscheint mir sehr newyorkisch.“

Der zweite Abend schlägt einen anderen Ton an. Mit John Adams’ „On the Transmigration of Souls“ steht eines der bewegendsten amerikanischen Werke der Gegenwart auf dem Programm. Die Komposition entstand als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 und verbindet Orchester, Chor, Kinderchor und Tonbandaufnahmen zu einem musikalischen Erinnerungsraum. Dass der Chor Orfeó Català und der Kinderchor des Orfeó Català mitwirken, besitzt für Dudamel besondere Bedeutung. Seine gesamte künstlerische Biographie ist mit musikalischer Bildung verbunden. Als Kind wurde er selbst durch die Förderung von jungen Musiker:innen, „El Sistema“, in Venezuela geprägt. „Musik wurde uns nie als etwas Elitäres vermittelt“, erinnert er sich. „Musik war etwas Menschliches, etwas Gemeinschaftliches. Musik lehrte uns Disziplin, aber auch Solidarität, Zuhören und Empathie.“ Der Kinderchor ist mehr als ein klangliches Bonmot: „Kinder erinnern uns daran, warum Musik überhaupt existiert: um uns miteinander und mit uns selbst zu verbinden.“

„Mahler verstand Widersprüche: Dunkelheit und Licht, Verletzlichkeit und Triumph existieren bei ihm gleichzeitig. Das erscheint mir sehr newyorkisch.“

Zwischen Adams und Prokofjew steht die österreichische Erstaufführung eines neuen Werks der kanadischen Komponistin Zosha di Castri. Wie León gehört sie zu jenen Stimmen, die Dudamel bewusst ins Zentrum rückt. Er bewundert ihre „Furchtlosigkeit, ihre Offenheit und ihren Mut, wichtige Fragen zu stellen“. Sowohl León als auch di Castri legen für ihn ein wesentliches Zeugnis ab, über das, was die Amerikas im 21. Jahrhundert zusammengenommen ausmacht: „Tania und Zosha sprechen mit Stimmen, die unverkennbar unserer Zeit angehören und zugleich tief mit Erinnerung, Identität und Menschlichkeit verbunden sind. Die Amerikas sind kein einzelner Klang. Sie bestehen aus vielen Klängen, die nebeneinander existieren.“ Den Abschluss bildet Prokofjews Fünfte Symphonie, entstanden während des Zweiten Weltkriegs und bis heute eines der eindrucksvollsten Bekenntnisse

zur schöpferischen Kraft des Menschen. Auch hier speist die Vergangenheit die Zukunft: Sie streitet jedoch auch mit ihr, droht sie zu verschlingen, inspiriert sie allerdings auch. Dudamel sieht darin eine Aufgabe kultureller Institutionen überhaupt: Geschichte nicht als Museum zu begreifen, sondern als Quelle neuer Energie.

Vielleicht nährt dies die eigentliche Schönheit der beiden Abende: Sie führen Wien und New York zusammen, Europa und Amerika, Erinnerung und Gegenwart. Sie schenken uns Mahler, Prokofjew und Adams neben León und di Castri. Und sie machen hörbar, was Gustavo Dudamel unter Musik versteht: nicht allein die Bewahrung einer abgeschlossenen Geschichte, sondern stets auch Neubeginn und Zukunft.

Paul-Henri Campbell

Gustavo Dudamel
Foto: Danny Clinch

„Konzerte um 12“ heißt die neue Reihe des Musikvereins, in der sich herausragende junge Musiker:innen auf dem Sprung in die internationale Klassikwelt zur Mittagsstunde im Brahms-Saal vorstellen. Die deutsche Sopranistin Serafina Starke macht am 17. September den Anfang.

Am richtigen Ort

Die Sopranistin Serafina Starke

Zum Gespräch kommt Serafina Starke direkt aus der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, an der sie zum Abschluss ihrer zwei Jahre im Opernstudio gerade als Blonde mitten in den Proben für eine Neuproduktion von Mozarts „Entführung aus dem Serail“ steckt. Anzeichen von Müdigkeit oder gar Erschöpfung? Fehlanzeige. Die junge Sopranistin, Jahrgang 2000, sprüht durchs Telefon geradezu vor Energie und natürlicher Freundlichkeit. Die Musik scheint der richtige Ort für sie zu sein. Sie wusste bereits im Alter von fünf Jahren: „Ich werde Musikerin“ – nur dachte sie damals eher an eine Laufbahn als Geigerin denn als Sängerin. Schon mit drei Jahren lernte sie Klavier und Violine, die ihr Hauptinstrument wurde. „Ich konnte Noten lesen, bevor ich Buchstaben lesen konnte“, erzählt sie. „Im Grunde habe ich zwei Muttersprachen: Deutsch und Musik.“ Das kommt nicht von ungefähr. Serafina Starke ist in einer höchst musikalischen Familie aufgewachsen. Ihre Mutter ist Pianistin und Sängerin und unterrichtet an der Musikhochschule München, an der ihr Vater, ein Klarinettist, Professor und einige Jahre Vizepräsident war. Der um vier Jahre jüngere Bruder ist ebenfalls Klarinettist und macht bereits auch als Dirigent auf sich aufmerksam.

Praktisch jährlich nahmen die beiden Geschwister am Wettbewerb Jugend musiziert teil, sie spielten im Jugendorchester Attacca der Bayerischen Staatsoper und wirkten regelmäßig im Kinderprogramm der Münchner Philharmoniker mit. Zusätzlich zur Musik erhielt Serafina Starke einige Jahre lang Ballettunterricht und begann mit 13 Jahren, Badminton zu spielen – eine Randsportart, die sie leistungssportmäßig betrieb, inklusive Training fünfmal in der Woche und hervorragenden Meisterschaftsplatzierungen.

Serafina Starkes Sängerinnen-„Schicksal“ nahm seinen Ausgang mit einer Anfrage an ihre Mutter. Die Opera Incognita, eine unabhängige private Münchner Compagnie, war auf der Suche nach zwei Kinderdarstellern für die Partien Flora und Miles in Benjamin Brittens „The Turn of the Screw“. „Geh doch einfach mal zum Vorsingen“, habe ihre Mutter gemeint. „Ich habe bis dahin nie ernsthaft Gesangsunterricht gehabt und als Kind einfach immer nur irgendetwas vor mich hin geträllert und gesungen. Also bin ich zu diesem Vorsingen gegangen und habe die Rolle der Flora bekommen“, so Serafina Starke. „Das war der Sommer, der alles verändert hat.“

KONZERTE UM 12

LUNCHKONZERTE IM BRAHMS-SAAL

Donnerstag, 17. September 2026

Serafina Starke | Sopran

Rebeka Stojkoska | Klavier

Schubert, Schumann, Wolf, Mahler u. a.

Dienstag, 10. November 2026

Barbican Quartet

Purcell, Clarke, Adès, Mozart

Dienstag, 15. Dezember 2026

Hana Chang | Violine

Arthur Hinnewinkel | Klavier

Mozart, Sibelius, Grieg

Donnerstag, 18. Februar 2027

Marie-Ange Nguci | Klavier

Jacquet de La Guerre, Liszt, Ravel

Mittwoch, 31. März 2027

Trio Orelon

Schostakowitsch, Schubert

Mittwoch, 5. Mai 2027

Kiron Atom Tellian | Klavier

Mozart, Brahms, Skrjabin, Ravel

Montag, 7. Juni 2027

Lukas Hasler | Orgel

Price, Mozart/Grieg, Franck, Schumann, Bach

Dauer der Konzerte: ca. eine Stunde ohne Pause

Nach den Konzerten besteht für Konzertbesucher:innen die Möglichkeit, im Gottfried-vonEinem-Saal einen Imbiss einzunehmen. Vorbestellungen und Vorauszahlungen sind ab Beginn des Einzelkarten-Vorverkaufs möglich.

Mit freundlicher Unterstützung der Christian Zeller Privatstiftung

Singen: „Das möchte ich mein Leben lang machen.“
Serafina Starkes Entschluss im Alter von 13 Jahren

Der unmittelbare Kontakt mit professionellen Sänger:innen („Die waren damals wahrscheinlich so alt wie ich jetzt, aber sie kamen mir total erwachsen und professionell vor“), die konzentrierte Probenarbeit, die Verbindung von Singen, Tanzen und Schauspielen lösten einen Entschluss in ihr aus: „Das möchte ich mein Leben lang machen.“

Daraufhin erhielt sie von ihrer Mutter die ersten Gesangsstunden. Zwei Jahre später machte sie die Aufnahmsprüfung am Mozarteum in Salzburg, wo Ildikó Raimondi ihre Lehrerin wurde und sie parallel dazu auch vier Jahre lang Violine bei Werner Neugebauer studierte. Es war ihr wichtig, auch mit dem Instrument, das sie schon so lange begleitet hatte, noch weiterzukommen. „Aber irgendwann muss man sich entscheiden“, sagt sie. Ihren Master in Gesang machte sie an der Musikhochschule München bei Daniela Sindram.

Und dann kam auch schon die Aufnahme ins Internationale Opernstudio der Staatsoper Berlin, an der sie mit kleineren Partien begann, an der ihr aber auch sehr schnell ziemlich viel zugetraut wurde. Ein Höhepunkt und großer persönlicher Erfolg war im vergangenen Herbst die Olympia in „Hoffmanns Erzählungen“, ein Einspringen von jetzt auf gleich – eine tolle Chance und ein „unglaubliches Erlebnis“ für die junge Sängerin nach einem Jahr im Opernstudio. Sie sang insgesamt 22 Mal die Papagena in der „Zauberflöte“, Frasquita in „Carmen“, Echo in „Ariadne auf Naxos“ und Isotta in einer Neuproduktion der „Schweigsamen Frau“ unter Christian Thielemann. Ab sofort ist Serafina Starke freischaffend tätig und für die „Zauberflöte“ gleich wieder an der Berliner Staatsoper engagiert, nun allerdings als Pamina. Es ist eine ihrer „Traumrollen“: „Als ich so etwa zehn Jahre alt war, hatte ich eine CD mit der ,Zauberflöte‘. Ich habe sie jeden Tag hoch und runter gehört, alle Rollen mitgesungen und meine eigenen Inszenierungen erschaffen.“

Foto: Julia Wesely

2022 nahm Serafina Starke bei den Salzburger Festspielen am Young Singers Project teil und war die Prinzessin in der Kinderproduktion „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Im Jahr darauf kehrte sie als Barbarina in der Neuinszenierung von „Le nozze di Figaro“ nach Salzburg zurück und sang auch das Sopransolo in Verdis „Te Deum“ unter Riccardo Muti. Mittlerweile ist sie an der Bayerischen Staatsoper, bei den Bregenzer Festspielen, den Osterfestspielen Baden-Baden und den Händel-Festspielen Halle aufgetreten, und sie war Solistin in Mozarts c-Moll-Messe, in Haydns „Schöpfung“ sowie in Bachs h-Moll-Messe in Leipzig und „Johannes-Passion“ am Opernhaus Zürich. In der neuen Saison steht sie in Zürich neben Diana Damrau, einem ihrer großen Idole, als Valencienne in der „Lustigen Witwe“ auf der Bühne und singt das Taumännchen in „Hänsel und Gretel“ mit den Berliner Philharmonikern unter Kirill Petrenko.

Dem Liedgesang widmet sich Serafina Starke regelmäßig mit der Pianistin Rebeka Stojkoska. Diese war es, die den Vorschlag gemacht hatte, gemeinsam beim Paula Salomon-Lindberg-Wettbewerb „Das Lied“ 2024 teilzunehmen. „Warum eigentlich nicht“, habe sie sich gedacht, so die Sopranistin. Sie gingen mit dem Dritten Preis nach Hause – und ein Lied-Duo war geboren. „Wir verstehen uns auch persönlich so gut“, erzählt Serafina Starke. „Ich denke, man merkt auch auf der Bühne, wie gut wir miteinander harmonieren. Und wir spüren das auch schon, wenn wir zusammen proben: dass wir uns verstehen, ohne dass eine von uns etwas sagen muss.“

Ihr gemeinsames Wien-Programm werden sie im Sommer in München proben, wenn die Vorstellungen der „Entführung aus dem Serail“ in Berlin vorüber sind. Dann haben sie Zeit und Muße, sich auf die Lieder von Schubert bis Zemlinsky zu konzentrieren, die sie nach drei Themenkreisen ausgewählt haben: „Im Gewand der Poesie“, „Mythen“ und „Es flirret das Licht“.

Ganz gleich, ob Serafina Starke in der Oper, in einem Konzert oder einem Liederabend auf der Bühne steht: „Jedes Mal spüre ich: Ich bin wirklich am richtigen Ort, ich mache genau das, was ich machen sollte – und darüber bin ich sehr glücklich.“

Ulrike Lampert
Foto: Mark Noormann / KI

Musik als Modell für den Frieden

Daniel Barenboim

dirigiert das West-Eastern Divan Orchestra

In der Februar-Ausgabe der „Musikfreunde“ zeichnete die Journalistin Christiane Peitz die Entwicklung des West-Eastern Divan Orchestra nach, das vor mehr als 25 Jahren von Daniel Barenboim und Edward W. Said ins Leben gerufen worden ist. Schon als Elfjähriger gehörte der Geiger Yamen Saadi zu diesem außergewöhnlichen Projekt, das junge Menschen aus dem Nahen Osten über politische Grenzen hinweg musikalisch verbindet. In Wien hat sich der israelische Palästinenser aus Nazareth mittlerweile als Konzertmeister der Wiener Philharmoniker einen Namen gemacht. Im Rahmen der Gesprächsreihe „Auf ein Glas mit …“ sprach Intendant Stephan Pauly im Jänner 2025 mit ihm über seine prägenden Erfahrungen im West-Eastern Divan Orchestra und die Zusammenarbeit mit Daniel Barenboim.

Sie wurden in Nazareth geboren und haben eine sehr internationale musikalische Ausbildung durchlaufen. Mit elf Jahren kamen Sie ins West-Eastern Divan Orchestra, mit 17 wurden Sie dort Konzertmeister. Wie haben Sie die Zusammenarbeit im Orchester bisher erlebt?

Was als Experiment begonnen hat, ist für mich inzwischen ein Modell dafür, wie Gesellschaft funktionieren könnte. Menschen, die nicht in allem übereinstimmen, versuchen zusammenzuleben und sich zu verstehen –sogar Empathie für den vermeintlichen Feind zu entwickeln. Musik spielt dabei eine zentrale Rolle, weil sie alle gleich macht. Im Spiel gibt es keine Unterschiede, sondern nur den gemeinsamen Klang – das schafft einen sicheren Raum für alle.

Spiegeln sich aktuelle Konflikte aus der Region im Orchester wider?

Ja, definitiv. Menschen lesen Nachrichten, diskutieren spontan oder in organisierten Gesprächen. Das kann sehr emotional und auch angespannt werden. Aber gleichzeitig kümmern sich die Menschen im Orchester mehr umeinander, rufen sich gegenseitig an und fragen nach dem Befinden. Natürlich gibt es Spaltungen, aber auch viel Einigkeit. Wichtig ist: Die Frage, auf welcher Seite man steht, ist letztlich nicht hilfreich. Das zentrale Problem ist, dass Menschen sterben.

Haben Sie auch Situationen erlebt, in denen kein Dialog mehr möglich ist?

Es gab und gibt immer wieder hitzige Diskussionen. Aber alle wissen, warum sie dort sind: wegen der Idee von Frieden und Musik. Diese gemeinsame Grundlage hält das Ganze zusammen.

Gibt es so etwas wie eine Lehre aus dem Divan-Orchester für den Nahostkonflikt?

Das Orchester zeigt, dass Frieden möglich ist, wenn Menschen wirklich zuhören und verstehen wollen. Entscheidend sind Wille, Gleichheit und gleiche Rechte. Dann kann Frieden entstehen – auch wenn ich nicht weiß, ob das immer und überall realistisch ist.

Welche Rolle spielt Daniel Barenboim für Sie persönlich?

Er ist meine größte Inspiration. Musikalisch und menschlich. Ich habe von ihm gelernt, wie ernsthaft man Musik nehmen muss – selbst kleinste Unterschiede wie Piano und Pianissimo. Diese Genauigkeit lässt Musik lebendig werden.

Fotos: Manuel Vaca

gemeinsam besser leben

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Untere Donaustraße 21 1029 Wien

T: +41 44 560 31 41

Alfred-Escher-Strasse 50 8002 Zürich

Wie oft spielen Sie heute noch im Divan-Orchester?

Immer wieder, weil ich mich den Menschen und der Idee sehr verbunden fühle. Mittlerweile würde ich mich aber eher als Einspringer bezeichnen, gerne auch am letzten Pult.

Können Sie aktuell nach Israel/Palästina reisen?

In der letzten Zeit hat sich das leider nicht ergeben, da ich beruflich im Moment ziemlich eingespannt bin und die Situation in der Region nach wie vor durch große Unsicherheit geprägt ist. Aber ich würde sehr gerne bald wieder hinfahren.

Sie haben vor einiger Zeit ein Friedenskonzert in der Wiener Staatsoper organisiert. Wie kam es dazu?

Es entstand aus dem Gefühl der Hilflosigkeit. Es war ein Aufruf zu Frieden und Waffenstillstand. Viele Musiker haben spontan zugesagt. Es war sehr intensiv und bedeutungsvoll für alle Beteiligten.

Welche Rolle sollten Musiker:innen und Künstler:innen Ihrer Meinung nach in der Gesellschaft ganz allgemein spielen?

Jeder entscheidet selbst, ob er sich politisch engagieren will. Aber grundsätzlich sollten Musiker für Menschlichkeit stehen. Ein Orchester zeigt ideal, wie Gesellschaft funktionieren könnte: durch Zuhören, Raum geben und Dialog.

Sie sind mittlerweile hauptberuflich Konzertmeister der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker. Im Vergleich zum Divan-Orchester, das ja vorwiegend aus jungen Menschen besteht, spielen bei den Wiener Philharmonikern sehr erfahrene Musiker:innen. War das eine große Umstellung für Sie?

Donnerstag, 24. September 2026

West-Eastern Divan Orchestra

Daniel Barenboim I Dirigent

Franz Schubert

Symphonie Nr. 7 h-Moll, D 759, „Unvollendete“

Richard Wagner

Vorspiel zur Oper „Tristan und Isolde“ und „Isoldes Liebestod“

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 55, „Eroica“

Am Anfang wusste ich kaum, was ich tat. Heute sehe ich: Führung bedeutet nicht diktieren, sondern Teil des Kollektivs sein. Es ist eine große Verantwortung, aber auch erstaunlich einfach, weil man von sehr starken Kollegen getragen wird. Wichtig ist Zuhören und Lernen.

Wie erleben Sie Wien?

Sehr positiv. Ich habe in Berlin, Frankfurt, Kronberg und kurz in Madrid gelebt. Wien fühlt sich für mich wie ein Zuhause an: Architektur, Kultur, Essen, Humor und Kollegen sind großartig. Nur mein Deutsch muss besser werden.

Was haben Sie am meisten von Daniel Barenboim gelernt?

Vor allem die Hingabe an die Musik – und die Ernsthaftigkeit, mit der man jede einzelne musikalische Entscheidung behandeln muss.

Das Gespräch führte Stephan Pauly.

Ein ausführliches Orchesterporträt können Sie hier nachlesen.

Hier geht es zum ungekürzten Podcast mit Yamen Saadi.

Ausgangspunkt Visitenkarte

Anton Dermota und seine Autographensammlung

Es begann mit einer Visitenkarte. Anton Dermota (1910–1989), prägender Wiener Mozart-Tenor, bekam zu seinem 50. Geburtstag als Geschenk eine von Johannes Brahms vollbeschriebene Visitenkarte. Damit hatte ihn die Sammelleidenschaft gepackt. Bei seinem Tod zählte seine Sammlung allein weit über 600 Autographen von Komponisten, Musikerinnen und Musikern, dazu noch zahlreiche Autographen aus Kunst, Literatur und Wissenschaft. Ein großer Teil befindet sich in Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und wurde nun durch eine Schenkung erweitert.

Abbildungen: Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Visitenkarte von Johannes Brahms

Anton Dermota und Autographen von Beethoven und Brahms aus seiner reichen Sammlung

Für Opernfans gilt Anton Dermota vielleicht als Idealbesetzung des Don Ottavio (im „Don Giovanni“), Ferrando (in „Così fan tutte“) oder Tamino (in der „Zauberflöte“). Spätestens ab dem Zweiten Weltkrieg war er einer der prägenden Tenöre an der Wiener Staatsoper, bis ins hohe Alter mit beeindruckender Stimme. Allein im Musikverein sind knapp 250 Auftritte belegt. Für Händler wie für Sammler gilt Anton Dermota hingegen als einer der bedeutendsten Autographensammler seiner Zeit. Seine Sammlung überzeugte durch ihre Größe wie auch durch die Qualität der einzelnen Stücke. So gab es etwa exquisite Handschriften von Beethoven, Brahms, Bruckner, Haydn, Mahler, Mozart und Schubert. Die gesamte Sammlung war bereits 1971 so groß und bedeutend, dass die Österreichische Nationalbibliothek eine Sonderausstellung organisierte. Wenige Jahre vor seinem Tod überließ sie der Sänger der Nationalbibliothek als Dauerleihgabe, auch um bedeutende Musikmanuskripte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach und

nach entschieden sich die Erben, die Sammlung zu verkaufen. Bedeutende Stücke kaufte die Österreichische Nationalbibliothek an, aber auch – häufig mit Mäzenatenhilfe – die Gesellschaft der Musikfreunde, darunter sogar ein Andantino aus der Hand von Wolfgang Amadeus Mozart, die Niederschrift von 20 Takten einer Gluck-Arie (KV Anh. A 41).

„Pfirsich Melba“ kreierte). Marchesi muss selbst ein Autographenalbum besessen haben, denn es gibt eine Reihe ihr gewidmeter Albumblätter, etwa von Charles Gounod oder Giacomo Puccini, die nun im Musikverein aufbewahrt werden.

In jüngerer Vergangenheit wurden (und werden) weite Teile der noch verbliebenen Sammlung aufgelöst. Im Zuge dessen konnte die Gesellschaft der Musikfreunde einige Stücke erwerben. Darunter ist auch jene Visitenkarte von Johannes Brahms, die Dermota zum Sammeln verführte. Erwähnenswert sind einige Briefe an Mathilde Marchesi (1821–1913). Marchesi war Konzertsängerin, vor allem war sie als Pädagogin in Wien und Paris erfolgreich. Mit einer Unterbrechung unterrichtete sie 17 Jahre am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde. Ihre vielleicht bekanntesten Schülerinnen waren Selma Kurz und Nellie Melba (der zu Ehren

Dankenswerterweise haben die Töchter von Anton Dermota, Jovita und Tatjana, alle Stücke, die direkt an ihren Vater gerichtet sind, der Gesellschaft der Musikfreunde als Geschenk überlassen. Darunter sind Briefe, Widmungen und Noten von Gottfried von Einem, Fritz Wunderlich, Karl Böhm, Joseph Marx, Marcel Rubin und vielen anderen, knapp 100 Autographen. Diese Sammlung wird im Archiv des Musikvereins separat aufbewahrt und dokumentiert als Splitternachlass die persönlichen Beziehungen und das Netzwerk des großen Sängers. Und des großen Autographensammlers.

Johannes Prominczel

04.09. 2026

Eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen

CAPRICCIO

THE ERLKINGS (10+)

Musik, die berührt. Gebärdenpoesie, die sichtbar macht. Franz Schubert neu erleben.

Fr 06. 11. 2026

18.00 Uhr

05.09. 2026 AKADEMIE

Start Vorverkauf 10.08.

Sa 07. 11. 2026

11.00 Uhr

Brahms-Saal

In Kooperation mit BEAT THE SILENCE Kulturverein für Chancengleichheit

KALENDARIUM

SEPTEMBER

Bitte beachten Sie, dass der Vorverkauf für die hier genannten Konzerte bereits begonnen haben kann und einzelne Preiskategorien beim Erscheinen des Kalendariums bereits ausverkauft sein könnten. Ebenso ist es möglich, dass bei einzelnen Konzerten auf Grund der Auslastung durch das Abonnement gar keine Einzelkarten mehr verkauft werden dürfen. Darüber hinaus kann es zu Programmänderungen kommen. Aktuelle Informationen finden Sie auf musikverein.at.

GS Großer Saal

BS Brahms-Saal

GL Gläserner Saal / Magna Auditorium

MT Metallener Saal

ST Steinerner Saal / Horst Haschek Auditorium

AO Außerordentliches Gesellschaftskonzert

EIGENVERANSTALTUNGEN DER GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE IN WIEN KONZERTE ANDERER VERANSTALTER PROGRAMMSCHWERPUNKTE

Regelmäßige Gastveranstaltungen finden an folgenden Tagen statt: Wiener Mozart Orchester (20.15 | GS): 1., 2., 3., 4., 5., 7., 8., 9., 10., 11., 12., 14., 15., 16., 17., 18., 19., 21., 22., 23., 26. | (20.15 | BS): 24., 25., 28., 29., 30. Werke von Mozart | SchlossCapelle (20.00 | GS): 6., 27. Werke von Danzi, Haydn, Beethoven und Mozart | (20.00 | BS): 13., 20. Werke von J. Chr. Bach, Mozart und Vivaldi

05.

Sa 19.30 GL Ensemble Armoniosa LA SERENISSIMA

Reise nach Venedig Werke von Vivaldi, Geminiani, Platti und Albinoni

06.

So 19.00 BS Kseniia Nikolaieva | Mezzosopran Florent Mourier | Klavier

09. Mi 19.30 BS Chinesisches Ensemble des Gesangs- und Tanztheaters der Provinz Hunan

Festival Ensemble of Vienna

Zhao Yuan | Leitung

13. So 19.30 GS Wiener Philharmoniker Tugan Sokhiev | Dirigent

14.

Mo 19.30 BS Ensemble Kontrapunkte

Gottfried Rabl | Dirigent und Moderation

Sofia Vinnik | Mezzosopran

Wolfgang Resch | Bariton

Matthias Hoffmann | Bass

15.

Di 19.30 BS Altenberg Trio

HYPNOTIC

Immersive Opera Experience Europatournee 2026

Panorama von Hunan

Jubiläumskonzert zur Feier des 55. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und der V. R. China

Beethoven: Leonoren-Ouvertüre Nr. 3, op. 72b

Mozart: Symphonie g-Moll, KV 183

Prokofjew: Romeo und Julia, op. 64 (Suite aus der Ballettmusik)

Kaminski: Quintett

Bax: Octet

Walton: The Bear

Arenskij: Klaviertrio Nr. 1 d-Moll, op. 32

Tschebotarjan: Klaviertrio

Schubert: Klaviertrio B-Dur, D 898

Massa Konzertmanagement GmbH Karten auf Anfrage

Dinastia Distributions LLC Karten auf Anfrage

TE Creatives € 25 | 10

Meisterinterpret:innen II/1 €

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Kontrapunkte/1 € 31

17. Do 12.00 BS Serafina Starke | Sopran Rebeka Stojkoska | Klavier

Lieder von Schubert, Mendelssohn Bartholdy, Schumann, Wolf, Hensel, Mahler, Liszt u. a.

Konzerte um 12/1 € 31

Sponsor:

19. Sa 11.00, 13.00, 15.00 GL Albert Landertinger | Posaune, Schauspiel, Konzept Linzer Torten Orchester

19. Sa 18.30 BS Ensemble Wien

20. So 18.45 MT Tobias Gasché | Oboe Gulnara Arcaini | Klavier

20. So 19.30 GS Wiener Jeunesse Orchester Patrick Hahn | Dirigent Klavierduo Gugg

21. Mo 15.00 BS Cuore Piano Trio Veronika Mandl | Moderation

22. Di 20.00 GL Mavie Hörbiger | Rezitation Clara Frühstück | Klavier

Die Totenkopfbande auf Schatzsuche Konzert für Publikum ab 5 Jahren

Albertos Abenteuer SA11/1, 13/1, 15/1 € 34

23. Mi 19.30 BS Davinspiro Camerata

24. Do 14.15 BS Salonorchester der Wiener Schätze

Tanja Weiss | Sopran und musikalische Leitung

24.

Do 15.00 GS Wiener Philharmoniker Esa-Pekka Salonen | Dirigent

24.

Do 19.30 GS West-Eastern Divan Orchestra Daniel Barenboim | Dirigent

Strauß Sohn: Ouvertüre zu „Die Fledermaus“ Haydn: Streichquartett d-Moll, Hob. III:22 sowie Werke von Strauß Vater und Sohn, Lanner, Suppè, Ziehrer, Weinlich und Lehár

Start Up! – Vorkonzert: Junge Talente stellen sich vor Werke von Schumann und Sancan

Boulanger: D’un matin de printemps Poulenc: Konzert für zwei Klaviere und Orchester d-Moll

Franck: Symphonie d-Moll

Das Glück is a Vogerl

Fräulein Else Arthur Schnitzlers berühmte Novelle über Moral und weibliche Selbstbestimmung –musikalisch verwoben mit einer von Clara Frühstück eigens komponierten Klangwelt, inspiriert von Schumanns „Carnaval“

Tschaikowskij: Streichsextett d-Moll, op. 70, „Souvenir de Florence“ Enescu: Oktett C-Dur, op. 7

Start Up! – Vorkonzert: Junge Talente stellen sich vor Lehár: Ballettmusik aus der Operette „Die lustige Witwe“ sowie Werke von Straus, Pachernegg, Strauß Sohn, Eilenberg, Stolz und Raymond

Lutosławski: Symphonie Nr. 4

Debussy: La Mer. Drei symphonische Skizzen für Orchester

Sibelius: Symphonie Nr. 5 Es-Dur, op. 82

Schubert: Symphonie Nr. 7 h-Moll, D 759, „Unvollendete“

Wagner: Vorspiel zur Oper „Tristan und Isolde“ und „Isoldes Liebestod“

Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 55, „Eroica“

Ensemble Wien/1 €

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Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

Souvenir/1 € 19

Wort Musik I/1 € 48 | 37 | 8

Greschner Event Agency € 45 | 35 | 25 | 15

Jeunesse

Karten Tel. 505 63 56

öffentliche Probe der Wiener Philharmoniker

Jeunesse

Karten Tel. 505 63 56

Meisterinterpret:innen I/1

€ 135 | 125 | 114 | 90 | 69 | 56 | 33 | 12

25.

Fr 9.00, 10.30 GL

25.

Fr 19.30 GS Wiener Philharmoniker

Esa-Pekka Salonen | Dirigent

26.

Sa 15.30 GS Wiener Philharmoniker

Esa-Pekka Salonen | Dirigent

26.

27.

Sa 19.30 BS I Solisti Aquilani

So 11.00 GS Wiener Philharmoniker

Esa-Pekka Salonen | Dirigent

27. So 15.30 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Fabien Gabel | Dirigent

Elsa Benoit | Sopran

Sasha Cooke | Mezzosopran

Maximilian Schmitt | Tenor

28.

Mo 19.30

GS Wiener Philharmoniker

Esa-Pekka Salonen | Dirigent

29.

Di 19.30

GS

30.

Mi 19.30

Tonkünstler-Orchester

Niederösterreich

Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Fabien Gabel | Dirigent

Elsa Benoit | Sopran

Sasha Cooke | Mezzosopran

Maximilian Schmitt | Tenor

Die Totenkopfbande auf Schatzsuche siehe Samstag, 19.09.2026, 11.00 Uhr

Lutosławski: Symphonie Nr. 4

Debussy: La Mer. Drei symphonische Skizzen für Orchester

Sibelius: Symphonie Nr. 5 Es-Dur, op. 82

Lutosławski: Symphonie Nr. 4

Debussy: La Mer. Drei symphonische Skizzen für Orchester

Sibelius: Symphonie Nr. 5 Es-Dur, op. 82

Werke von Vivaldi, Respighi und Rota

Lutosławski: Symphonie Nr. 4

Debussy: La Mer. Drei symphonische Skizzen für Orchester

Sibelius: Symphonie Nr. 5 Es-Dur, op. 82

10.00 Uhr im BS: passwort:klassik

Debussy: Pelléas et Mélisande. Konzertsuite

Ravel: Shéhérazade. Liederzyklus für Sopran und Orchester

Mahler: Das klagende Lied. Kantate für Soli, gemischten Chor und Orchester

14.45 Uhr im BS: Einführungsvortrag mit Martin Först

Lutosławski: Symphonie Nr. 4

Debussy: La Mer. Drei symphonische Skizzen für Orchester

Sibelius: Symphonie Nr. 5 Es-Dur, op. 82

Debussy: Pelléas et Mélisande. Konzertsuite

Ravel: Shéhérazade. Liederzyklus für Sopran und Orchester

Mahler: Das klagende Lied. Kantate für Soli, gemischten Chor und Orchester

Albertos Abenteuer Konzert für Schulklassen Karten auf Anfrage

Wiener Philharmoniker/Sa Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Associazione Culturale Januartes Karten auf Anfrage

Wiener Philharmoniker/So Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Wr. Philharmoniker Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

Wiener Philharmoniker/Soiree Kartenbüro Wr. Philharmoniker

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18.00 und 18.45 Uhr im BS: Einführungsvortrag mit Martin Först

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

Petr Popelka | Dirigent

GS Wiener Symphoniker

Mahler: Symphonie Nr. 9 D-Dur

Die Große Symphonie A/1

Überschrif

Vom Konzert direkt zu Drinks an der Bar - Dinner, Lunch oder Frühstück, nur wenige Schritte vom Musikverein entfernt

Täglich von 7:00 bis 24:00 Uhr | Küche bis 23:00 Uhr

Kärntner Ring 8 | 1010 Wien | Österreich www.theamauris.com

KALENDARIUM OKTOBER

Bitte beachten Sie, dass der Vorverkauf für die hier genannten Konzerte bereits begonnen haben kann und einzelne Preiskategorien beim Erscheinen des Kalendariums bereits ausverkauft sein könnten. Ebenso ist es möglich, dass bei einzelnen Konzerten auf Grund der Auslastung durch das Abonnement gar keine Einzelkarten mehr verkauft werden dürfen. Darüber hinaus kann es zu Programmänderungen kommen. Aktuelle Informationen finden Sie auf musikverein.at.

GS Großer Saal

BS Brahms-Saal

GL Gläserner Saal / Magna Auditorium

MT Metallener Saal

ST Steinerner Saal / Horst Haschek Auditorium

AO Außerordentliches Gesellschaftskonzert

KH-Sch Konzerthaus Schubert-Saal

EIGENVERANSTALTUNGEN DER GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE IN WIEN KONZERTE ANDERER VERANSTALTER PROGRAMMSCHWERPUNKTE

Regelmäßige Gastveranstaltungen finden an folgenden Tagen statt:

Wiener Mozart Orchester (20.15 | GS): 10., 14., 17., 28., 31. | (20.15 | BS): 2., 3., 5., 9., 12., 16., 19., 21., 23., 24., 26., 30. Werke von Mozart | Camerata Classica (20.00 | GS): 20., 25., 27. Werke von Danzi, Haydn, Beethoven und Mozart | (20.00 | BS): 1., 6., 13., 15., 18., 22., 25., 29. Werke von J. Chr. Bach, Mozart und Vivaldi

01. Do 19.30 GS Wiener Symphoniker Petr Popelka | Dirigent

02.

Fr 9.00, 10.30 MT

Albert Landertinger | Posaune, Schauspiel, Maus, Konzept

Josef Herzer | Violine

Bernhard Walchshofer | Akkordeon

José Antonio Cortez Cortés | Kontrabass, Gesang

02. Fr 19.30 GS Igor Levit | Klavier

02. Fr 19.30 KHSch Javus Quartett

Mahler: Symphonie Nr. 9 D-Dur

Topolina fällt ins Wasser Konzert für Publikum ab 3 Jahen

Die Große Symphonie B/1

Topolina Kindergartenvorstellung Karten auf Anfrage

Beethoven: Sonate f-Moll, op. 2/1

Sonate As-Dur, op. 26

Sonate G-Dur, op. 79

Sonate C-Dur, op. 53, „Waldstein-Sonate“

Jockel: Neues Werk (UA)

Haydn: Streichquartett G-Dur, Hob. III:81

Hensel: Streichquartett Es-Dur

Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett f-Moll, op. 80

Soirée musicale/1L, Igor Levit | Beethoven-Sonaten/1 €

LEVIT | BEETHOVEN-SONATEN

ECHO Rising Stars/1 € 31

03. Sa 10.05 GL Igor Levit

03. Sa 11.00, 13.00, 15.00 MT

03. Sa 15.30 GS Wiener Philharmoniker Riccardo Muti | Dirigent

03. Sa 19.00 GS ORF RSO Wien

Markus Poschner | Dirigent und Moderation

04. So 11.00 GS Wiener Philharmoniker Riccardo Muti | Dirigent

04. So 11.00, 13.00, 15.00 MT

04. So 19.30 GS Igor Levit | Klavier

04. So 19.30 BS Giovanni Antonini | Dirigent Il Giardino Armonico

Ö1 Klassik-Treffpunkt mit Igor Levit Anlässlich seines Beethoven-Zyklus im Musikverein ist Igor Levit Gast von Helmut Jasbar im Ö1 Klassik-Treffpunkt, der live aus dem Gläsernen Saal gesendet wird.

Topolina fällt ins Wasser siehe Freitag, 02.10.2026, 9.00 Uhr

Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll

Poschners Meilensteine

Schostakowitsch: Symphonie Nr. 9 Es-Dur, op. 70 moderiertes einstündiges Konzert

Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll

Topolina fällt ins Wasser siehe Freitag, 02.10., 9.00 Uhr

Beethoven: Sonate Fis-Dur, op. 78

Sonate Es-Dur, op. 7

Sonate E-Dur, op. 14/1

Sonate G-Dur, op. 14/2

Sonate Es-Dur, op. 81a, „Les Adieux“

Il dolce far niente

Haydn: Symphonie A-Dur, Hob. I:21

Symphonie B-Dur, Hob. I:51

Symphonie C-Dur, Hob. deest. sowie Werke von Werner und Rossini

05. Mo 19.30 GS Wiener Philharmoniker Riccardo Muti | Dirigent

06. Di 19.30 GS Igor Levit | Klavier

07. Mi 19.30 GS Igor Levit | Klavier

07. Mi 19.30 BS Schumann Quartett Sharon Kam | Klarinette

Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll

Beethoven: Sonate c-Moll, op. 10/1

Sonate g-Moll, op. 49/1

Sonate G-Dur, op. 49/2

Sonate F-Dur, op. 54

Sonate f-Moll, op. 57, „Sonata appassionata“

Beethoven: Sonate d-Moll, op. 31/2, „Der Sturm“

Sonate B-Dur, op. 22

Sonate C-Dur, op. 2/3

Sonate c-Moll, op. 13, „Pathétique“

Wolf: Serenade für Streichquartett G-Dur, „Italienische Serenade“

Brahms: Klarinettenquintett h-Moll, op. 115 Mozart: Klarinettenquintett A-Dur, KV 581

Eintritt frei – Zählkarten ab 14.9. an der Konzertkassa und unter www. musikverein.at

Topolina SA 11/1, 13/1, 15/1 € 28

Meisterinterpret:innen III/1

RSO Wien/1

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Musik(verein) entdecken/1

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Topolina SO 11/1, 13/1, 15/1 € 28

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Soirée musicale/1R Igor Levit | Beethoven-Sonaten/2 €

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| 30 | 12 LEVIT | BEETHOVEN-SONATEN

Haydn 2032/1

€ 90 | 77 | 65 | 58 | 45 | 28 | 10

Wiener Philharmoniker/Soiree Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Große Solist:innen/1L, Igor Levit | Beethoven-Sonaten/3 € 120 | 112 | 94 | 82 | 63 | 51 | 30 | 12 LEVIT | BEETHOVEN-SONATEN

Große Solist:innen/1R, Igor Levit | Beethoven-Sonaten/4 € 120 | 112 | 94 | 82 | 63 | 51 | 30 | 12 LEVIT | BEETHOVEN-SONATEN

Kammermusik-Zyklus/1

€ 70 | 64 | 55 | 47 | 39 | 25 | 12

08. Do 19.30 GS OneSong Orchestra

08. Do 19.30 BS

09. Fr 9.00, 10.30 MT

Che-Yi Lee | Dirigent

Jasmine Choi | Flöte

Julia Kleiter | Sopran

Julian Prégardien | Tenor

Sir András Schiff | Klavier

Veronika Mandl | Schauspiel, Konzept

Christine Gnigler | Blockflöten, Stimme

André Ferreira | Laute

Sound From Formosa: Taiwan OneSong Orchestra 2026 Europe Tour Werke von Che-Yi Lee sowie traditionelle taiwanesische Musik

Brahms: Lieder und Duette sowie Volkslied-Bearbeitungen

Reisen

Intermezzo E-Dur, op. 117 Liederabende/1

Die Wunderkofferbande Konzert für Publikum ab 4 Jahren

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Agathes Wunderkoffer Kindergartenvorstellung Karten auf Anfrage

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Riccardo Muti | Dirigent

09. Fr 10.00 GS Wiener Philharmoniker

Mitsuko Uchida | Klavier

Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur, op. 58

Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 73 öffentliche Probe der Wr. Philharmoniker

Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

09. Fr 19.30 GS Wiener Philharmoniker

10. Sa 11.00, 13.00, 15.00 MT

Riccardo Muti | Dirigent

Mitsuko Uchida | Klavier

Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur, op. 58

Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 73

Die Wunderkofferbande siehe Freitag 09.10., 9.00 Uhr

Das Goldene Musikvereinsabonnement II/1

Agathes Wunderkoffer SA 11/1, 13/1, 15/1 € 24

10. Sa 15.30 GS Wiener Philharmoniker

10.

Riccardo Muti | Dirigent

Mitsuko Uchida | Klavier

Sa 19.30

BS La Chapelle Sauvage

Karel De Wilde | musikalische Leitung

Abigail Barker | Sopran

Gleb Zakharov | Countertenor sowie Gäste aus dem Vereinigten Königreich

11.

So 11.00

GS

11. So 11.00, 15.00 MT

Wiener Philharmoniker

Riccardo Muti | Dirigent

Mitsuko Uchida | Klavier

So 18.30 BS Philharmonia Schrammeln Günther Groissböck | Bass

So 19.30 GS Mödlinger Symphonisches Orchester

Chor Kontroverse Mödling

Mödlinger Singakademie

Wiener Lehrer-a cappella-Chor

Daniel Auner | Dirigent

Diana Alexe | Sopran

Franz Gürtelschmied | Tenor

Michael Havlicek | Bariton

Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur, op. 58

Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 73

Pergolesi: Stabat mater f-Moll

Wiener Philharmoniker/Sa Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Dinastia Distributions LLC Karten auf Anfrage

Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur, op. 58

Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 73

Die Wunderkofferbande siehe Fr., 09.10.2026, 9.00 Uhr

Unvergängliches – Unverfängliches?

Jubiläumskonzert 40 Jahre

Mödlinger Symphonisches Orchester

Benefizkonzert zugunsten der St. Anna Kinderkrebsforschung

Doderer: Salve Regina für Sopran

Orff: Carmina Burana

Wiener Philharmoniker/So Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Agathes Wunderkoffer SO 11/1, 15/1 € 24

Philharmonia Schrammeln/1 € 65 | 58 | 49 | 43 | 34 | 23 | 9

Mödlinger Symphonisches Orchester € 78 | 58 |

| 36 | 30 | 26 | 20 | 10

12.

Mo 20.00

GS Covent Garden Sinfonietta

Daniel Oren | Dirigent

Dali Gutserieva | Violoncello

Di 20.00

Puccini: Preludio sinfonico

Tschaikowskij: Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester, op. 33

Strauss: Der Bürger als Edelmann. Suite für Orchester, op. 60

ZavArté Classic HB Karten auf Anfrage 13.

GS Covent Garden Sinfonietta

Daniel Oren | Dirigent

Adam Gutseriev | Klavier

15. Do 19.30

GS The Cleveland Orchestra

Franz Welser-Möst | Dirigent

Strauss: Serenade für 13 Blasinstrumente Es-Dur, op. 7

Puccini: Prélude zum 3. Akt der Oper „Edgar“

Strauss: Burleske für Klavier und Orchester d-Moll, o.op., AV 85

Mozart: Symphonie D-Dur, KV 504, „Prager“

Liszt: Orpheus. Symphonische Dichtung Nr. 4

Martinů: Symphonie Nr. 2

Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 73

ZavArté Classic HB Karten auf Anfrage

Franz-Welser-Möst-Zyklus /1 €

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| 34 | 12 FOKUS FRANZ

Sponsor:

16.

Fr 9.00, 10.30 MT Sebastian Radon | Gesang, Schauspiel, Konzept

Simon Scharinger | Gesang, Schauspiel, Konzept

Elina Lautamäki | Querflöte, Gesang

Joachim Rigler | Gitarre, Gesang

16.

Fr 19.30 GS The Cleveland Orchestra Franz Welser-Möst | Dirigent

17. Sa 11.00, 13.00, 15.00 MT

18. So 11.00, 13.00, 15.00 MT

18. So 19.30 GS Pannon Philharmonic Orchestra Ungarischer Nationalchor Gergely Kesselyák | Dirigent

Bunt ist gesund Konzert für Publikum ab 3 Jahren

Sebastian und das Tontelefon Kindergartenvorstellung Karten auf Anfrage

Strauss: Suite aus der Oper „Daphne“ Schostakowitsch: Symphonie Nr. 8 c-Moll, op. 65

Franz-Welser-Möst-Zyklus /2 €

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FOKUS FRANZ WELSER-MÖST

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Sponsor:

Bunt ist gesund siehe Freitag, 16.10.2026, 9.00 Uhr

Bunt ist gesund siehe Freitag, 16.10.2026, 9.00 Uhr

Liszt: Christus. Oratorium für Soli, gemischten Chor und Orchester nach Texten aus der Heiligen Schrift und der katholischen Liturgie Weihnachtsoratorium Nach Epiphanias Passion und Auferstehung

19. Mo 19.30 GL Ensemble XXI. Jahrhundert Das genaue Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Sebastian und das Tontelefon SA 11/1, 13/1, 15/1 € 28

Sebastian und das Tontelefon SO 11/1, 13/1, 15/1 € 28

Musik der Meister/1 € 89 | 79 | 69 | 58 | 52 | 46 | 38 | 20

Ensemble XXI. Jahrhundert Karten auf Anfrage

19.

Mo 20.00

GS

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Lorenz C. Aichner | Dirigent

Herbert Pixner |

Diatonische Harmonika, Klarinette, Trompete, Flügelhorn, Euphonium, Saxophon, Lamellophon

Elisabeth Jamnik | Harfe

Manuel Randi | Gitarren

Werner Unterlercher | Kontrabass

Max Castlunger | Percussion

Mario Punzi | Drums

21.

Mi 19.30

GS New York Philharmonic Gustavo Dudamel | Dirigent

22.

Do 19.30

GS

New York Philharmonic

Orfeó Català

Cor Infantil de l’Orfeó Català Gustavo Dudamel | Dirigent

23. Fr 15.30

GS Tonkünstler-Orchester

Niederösterreich

Ana María Patiño-Osorio |

Dirigentin

Albert Hosp | Moderation

23.

Fr 19.30

Symphonic Alps Reloaded

León: Imágenes Mestizas (ÖEA)

Mahler: Symphonie Nr. 5

Adams: „On the Transmigration of Souls“ für Orchester, gemischten Chor, Kinderchor und voraufgezeichnetes Tonband

Castri: Invisible House (ÖEA)

Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur, op. 100

Schumann: Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 97, „Rheinische“

Das Goldene Musikvereinsabonnement I/1

24.

GS Wiener Symphoniker

Petr Popelka | Dirigent

Yuja Wang | Klavier

Dohnányi: Symphonische Minuten, op. 36 Barber: Klavierkonzert, op. 38 Schumann: Symphonie Nr. 2 C-Dur, op. 61

Sa 15.30 GS KünstlerOrchesterWien

Wiener Männergesang-Verein

Projektensemble des WMGV

Günther Mohaupt | musikalische Leitung

Chorvereinigung Schola

Cantorum

Jiři Novák | Leitung

Ensemble VielXang Hennersdorf

Ulrich Ramharter | Leitung

Männergesangverein Bruneck 1843

Simon Mittermeier | Leitung

Karin Sautner | Mezzosopran

Gernot Heinrich | Tenor

Panajotis Pratson | Bariton

Max Müller | Moderation

Hexen & Geister

Ein mystisches Chor- und Orchesterkonzert zwischen Aberglaube und Romantik Mit Werken von Distler, Dvořák, Humperdinck, Mendelssohn Bartholdy, Mohaupt, Puccini, Schubert, Verdi und Wagner

Sponsor:

Wiener Männergesang-Verein

Petr Popelka | Dirigent

24. Sa 19.30 GS Wiener Symphoniker

Yuja Wang | Klavier

Dohnányi: Symphonische Minuten, op. 36

Barber: Klavierkonzert, op. 38

Schumann: Symphonie Nr. 2 C-Dur, op. 61

YUJA WANG

Petr Popelka | Dirigent

25. So 11.00 GS Wiener Symphoniker

Yuja Wang | Klavier

26. Mo 11.00 GS Wiener Johann Strauss Orchester

Johannes Wildner | Dirigent

Ilia Staple | Sopran

26. Mo 20.00

GS Prager Filmorchester | Orchester

George Korynta | Dirigent

Tehmine Schaeffer | Sopran

7RAY | Moderation

29. Do 19.30 GS Symphonieorchester der Wiener Volksoper

A-Sharp Chorus / Qingyu Chorus (USA) | Chor Li Xiuying | Sopran

Yajie Zhang | Mezzosopran

Jinxu Xiahou | Tenor

Wang Yun-Peng | Bariton

30. Fr 19.30 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Andreas Ottensamer | Dirigent Barnabás Kelemen | Violine

31. Sa 15.30 GS Bruckner Orchester Linz Wayne Marshall | Dirigent Maria Ioudenitch | Violine

Dohnányi: Symphonische Minuten, op. 36

Barber: Klavierkonzert, op. 38

Schumann: Symphonie Nr. 2 C-Dur, op. 61

Strauß Sohn: Ouvertüre zur Operette

„Die Fledermaus“

Tik-Tak. Polka schnell nach Motiven der Operette „Die Fledermaus“, op. 365

Ziehrer: Hereinspaziert! Walzer, op. 518

Strauß: Pizzicato-Polka sowie weitere Werke von Strauß Sohn

Morricone: Thema aus dem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“

Arnold: Thema aus dem Film

„James Bond 007: Casino Royale“

Williams: Musik aus dem Film „Jurassic Park“ sowie weitere Filmmusik von Morricone, Williams, Chatschaturjan, Badelt, Silvestri und Zimmer

Huang: Bu Tian (Den Himmel erneuern)

Chorsymphonie nach einer altchinesischen Nüwa-Erzählung

Konzertante Aufführung mit chinesischem Originaltext

René Probst Konzerte

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Kodály: Galántai táncok (Tänze aus Galánta)

Bartók: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1, Sz 36, op. posth.

Schubert: Symphonie Nr. 8 C-Dur, D 944, „Große C-Dur-Symphonie“

18.45 Uhr im GL: Einführungsvortrag mit Christian Meyer

Ravel: Ma mère l’oye. Suite für Orchester Gershwin: Rhapsody in Blue sowie Werke von Bernstein

14.30 Uhr im ST: Einführungsvortrag

Youtuo classical music institute GmbH Karten auf Anfrage

Tonkünstler-Orchester €

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|48 |

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| 9

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

Bruckner Orchester Linz € 89 | 79 | 69 | 59 | 49 | 39 | 20 | 6

Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

31. Sa 16.00 MT 17.00 bis 22.30 MT Olga Neuwirth Vernissage

Ausstellung

Olga Neuwirth: Neue Multimedia-Installation mit Texten von Elfriede Jelinek (UA) AO

Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

Sa 17.00

GL Samouil Stoyanov | Lesung

Petra Slottová | Flöte

Besser wird’s nicht

Elfriede Jelinek: Aktuelle Texte

AO € 35

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Koproduktion:

Musikverein und Wien Modern

JOSEFSTADT.ORG

7. November

VON

ISOLDE ZU

GRETCHEN UND MIGNON

Wer Lise Davidsen sagt, muss auch Richard Wagner sagen. Denn immerhin hat sich die norwegische Sopranistin als eine der maßgeblichen Interpretinnen seiner Heldinnen etabliert – von Sieglinde und Elisabeth bis hin zur Isolde, mit der sie jüngst an der Metropolitan Opera triumphierte. Der nächste Schritt liegt bereits vor ihr: In der Saison 2027/28 wird sie in New York erstmals die Brünnhilde im gesamten „Ring des Nibelungen“ unter der Leitung von Yannick NézetSéguin singen. Wer Davidsen jedoch allein auf Wagner beziehungsweise auf die Oper reduziert, greift zu kurz. Auch Franz Schubert zählt zu den Komponisten, denen sie sich mit besonderer Hingabe widmet. Im Musikverein macht die ausdrucksstarke Sängerin nun als Liedgestalterin Station. Vom „Gretchen am Spinnrad“ führt dabei der Weg über den „Erlkönig“ und „Der Tod und das Mädchen“ bis zu den „Gesängen aus ‚Wilhelm Meister‘“. Am Klavier wird sie dabei im Großen Musikvereinssaal von James Baillieu unterstützt.

24. November

VOM WETTBEWERB ZUR PARTNERSCHAFT

Wettbewerbserfolge sind zwar kein Garant für einen steilen Karriereverlauf, sie schaffen aber oftmals eine Aufmerksamkeit, die sich für das Weiterkommen einer Künstlerin oder eines Künstlers als günstig erweist. Als der Pole Rafał Blechacz 2005 gerade mal 20-jährig den Warschauer Chopin-Wettbewerb für sich entschied, öffneten sich ihm Tür und Tor. Elf Jahre später spielte sich die südkoreanische Geigerin Bomsori Kim ins Finale des Wieniawski-Wettbwerbs in Poznań, das Rafał Blechacz im Fernsehen mitverfolgte. Er war von ihrem Spiel dermaßen angetan, dass er sie spontan zu einem gemeinsamen Projekt einlud. Bald sollte eine Einspielung der beiden mit Werken von Fauré, Debussy, Szymanowski und Chopin folgen, wobei Letzterer mit einer Nocturne in einem Arrangement von Nathan Milstein vertreten war. Im Musikverein spielt die Geigerin, die zuletzt mit einer Aufnahme der Violinkonzerte von Bruch und Korngold unter der Leitung von Jakub Hrůša aufhorchen ließ, gemeinsam mit Blechacz Musik der Franzosen Debussy und Franck sowie der Polen Paderewski und Szymanowski.

Rafał Blechacz und Bomsori Kim

31. Oktober bis 4. November

BESSER

WIRD’S NICHT

Im Rahmen der „Musikverein Perspektiven: Elfriede Jelinek“, die von 31. Oktober bis 4. November stattfinden, bietet sich an drei Abenden die Chance, aktuelle und bislang unveröffentlichte Texte der Literaturnobelpreisträgerin kennenzulernen. Als Fundus dient dafür die Website elfriedejelinek.com, auf der die Dichterin seit 1996 Prosatexte und Essays veröffentlicht – zu Musik, Theater, Literatur, Film, Politik, Gesellschaft und Österreich –, die nicht selten nur unter Insidern kursieren. Allein im vergangenen Jahr publizierte Elfriede Jelinek unter anderem längere „lyrische“ Monologe zu Donald Trump („Ein Endsieg“), der drohenden FPÖ-Regierung („Das Lebewohl 2“), dem Ende des Zweiten Weltkriegs („Der Übertritt“), die mangels Flexibilität der Theater weder zur Aufführung gelangten noch in irgendeinem Medium abgedruckt und/oder rezensiert wurden. Unter dem Titel „Besser geht’s nicht“ lesen und performen Persönlichkeiten wie Birgit Minichmayr, Josef Hader, Ferdinand Schmatz, Eva Jantschitsch, Samouil Stoyanov und Petra Slottová Texte der Literatin, die im Oktober 2026 ihren 80. Geburtstag feiert.

Foto: Thommy Hetzel
Foto: James Hole
Elfriede Jelinek
Lise Davidsen
Foto: Deutsche Grammophon / Harald Hoffmann

1. November

DER SOLIST ALS LIEDPIANIST

Schon seit einigen Jahren macht ein junger Wiener Pianist in der internationalen Klassikwelt Furore: Lukas Sternath. Wie sehr dem aufstrebenden Solisten auch die intime Form des Lieds am Herzen und in den Fingern liegt, war gerade erst im April dieses Jahres eindrucksvoll zu erleben, als er mit Mezzosopranistin Sophie Rennert Schumanns „Dichterliebe“ und Mahlers „Rückert-Lieder“ gestaltete. Der Lukas-Sternath-Zyklus, den die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien für ihren Fokus-Künstler 2025/26 aufgelegt hatte, wird in der neuen Saison fortgesetzt – und Sternath eröffnet ihn mit einem weiteren Liederabend, in dem nun Bariton Samuel Hasselhorn, in Wien nicht zuletzt aus seiner Zeit im Staatsopern-Ensemble wohlbekannt, „sein“ Sänger ist. Das Programm: erneut Mahler, dieses Mal die „Kindertotenlieder“, und Schuberts „Winterreise“.

12., 13. und 14. November

TRÄUMEN ERLAUBT

Wenn Patricia Kopatchinskaja am 12. und 14. November mit den Wiener Symphonikern unter Maxim Emelyanychev Schostakowitschs Zweites Violinkonzert spielt, geht diesem hochvirtuosen Spätwerk als Eröffnungsstück eine erst 2024 entstandene eigene Komposition der Geigerin voran: „Cadenza“ aus „Five Dreams“. Traumhaftes, so darf prognostiziert werden, ist auch am 13. November zu erwarten: Da sind Patricia Kopatchinskaja und Maxim Emelyanychev – er ist abseits des Dirigierens u. a. auch ein exzellenter Pianist – zu Gast in der Konzertreihe „Auszeit“ um 18.00 Uhr im Gläsernen Saal. Über das Programm für ihren Auftritt in diesem noch jungen, einstündigen Konzertformat des Musikvereins werden sich die beiden höchst facettenreichen Künstler:innen erst kurzfristig verständigen. Das Publikum darf gespannt sein – und dann in entspannter Atmosphäre bei gedämpftem Licht, bequem platziert auf Pölstern oder Liegestühlen der Musik lauschen.

1. Dezember

RUDOLF BUCHBINDER

ZUM GEBURTSTAG

Den 1. Dezember verbindet so mancher Musikfreund und so manche Musikfreundin mit dem Geburtstag von Rudolf Buchbinder. 2026 feiert der große Pianist seinen 80er – und wie könnte er diesen Ehrentag stimmiger begehen als mit einem Konzert „zu Hause“ im Großen Musikvereinssaal? Seit seinem frühen Debüt „im zarten Alter von elf Jahren in der kurzen Hose und mit Spangerl im Haar“, wie er gerne erzählt, ist Rudolf Buchbinder, Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, nahezu 300 Mal im Musikverein aufgetreten – so auch an seinen vergangenen runden Geburtstagen. Heuer ist er schon in den Tagen vor dem 1. Dezember mit den Wiener Philharmonikern unter Alain Altinoglu als Solist in Gershwins Concerto in F zu erleben, ehe er am Geburtstag selbst sowie tags darauf die philharmonischen Orchestermusiker:innen in Klavierkonzerten von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Robert Schumann vom Soloinstrument aus leitet. Das wird ein Fest ganz nach Buchbinders Vorstellungen – und nach dem Geschmack seines Wiener Publikums.

Rudolf Buchbinder
Patricia Kopatchinskaja
Foto: Marco Borggreve
Foto: Julia Wesely
Foto: Amar Mehmedinovic
Lukas Sternath

MUSIKVEREIN PERSPEKTIVEN

31.10. — 4.11.

Elfriede Jelinek

VORSCHAU NOVEMBER

Bitte beachten Sie, dass der Vorverkauf für die hier genannten Konzerte bereits begonnen haben kann und einzelne Preiskategorien beim Erscheinen des Kalendariums bereits ausverkauft sein könnten. Ebenso ist es möglich, dass bei einzelnen Konzerten auf Grund der Auslastung durch das Abonnement gar keine Einzelkarten mehr verkauft werden dürfen. Darüber hinaus kann es zu Programmänderungen kommen. Aktuelle Informationen finden Sie auf musikverein.at.

GS Großer Saal

BS Brahms-Saal

GL Gläserner Saal / Magna Auditorium

MT Metallener Saal

ST Steinerner Saal / Horst Haschek Auditorium

AO Außerordentliches Gesellschaftskonzert

OWA Otto Wagner Areal

FM Filmmuseum

EIGENVERANSTALTUNGEN DER GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE IN WIEN KONZERTE ANDERER VERANSTALTER PROGRAMMSCHWERPUNKTE

Regelmäßige Gastveranstaltungen finden an folgenden Tagen statt: Wiener Mozart Orchester (20.15 | GS): 2., 4., 11., 18., 23. | (20.15 | BS): 9., 13., 16., 20., 25., 30. Werke von Mozart | Camerata Classica (20.00 | GS): 15. Werke von Danzi, Haydn, Beethoven und Mozart | (20.00 | BS): 3., 5., 10., 14., 17., 19., 22., 26., 29. Werke von J. Chr. Bach, Mozart und Vivaldi

01. So 15.30 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Andreas Ottensamer | Dirigent Barnabás Kelemen | Violine

01. So 16.00 bis 22.30 MT

01. So 17.00 GL Ferdinand Schmatz | Lesung und Text

Eva Jantschitsch | Musik und Text

Kodály: Galántai táncok (Tänze aus Galánta)

Bartók: Violinkonzert Nr. 1, Sz 36, op. posth. Schubert: Symphonie Nr. 8 C-Dur, D 944, „Große C-Dur-Symphonie“

14.45 Uhr im BS: Einführungsvortrag mit Christian Meyer

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

Olga Neuwirth: Neue Multimedia-Installation mit Texten von Elfriede Jelinek AO

Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

Besser wird’s nicht Elfriede Jelinek: Aktuelle Texte

AO € 35 | 9

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

01. So 19.30 GS Orchester Wiener Akademie Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Martin Haselböck | Dirigent

Balázs Szabó | Orgel

Sophie Junker | Sopran Gwilym Bowen | Tenor

01. So 19.30 BS Samuel Hasselhorn | Bariton Lukas Sternath | Klavier

Händel: Orgelkonzert B-Dur, op. 7/1, HWV 306 Eternal source of light divine. Erste Arie aus „Ode for the birthday of Queen Anne“, HWV 74 Let the bright Seraphim. Arie der Israelitin aus dem Oratorium „Samson“, HWV 57 Orgelkonzert F-Dur, op. 4/4, HWV 292 Ode for St Cecilia’s Day, HWV 76

Mahler: Kindertotenlieder nach Gedichten von Friedrich Rückert

Schubert: Winterreise. Liederzyklus nach Gedichten von Wilhelm Müller, D 911

02. Mo 18.30 bis 22.30 MT

Olga Neuwirth: Neue Multimedia-Installation mit Texten von Elfriede Jelinek

Wiener Akademie/1 €

| 85 |

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| 12

02. Mo 19.30 BS Wiener Concert-Verein

Andrea Götsch | Dirigentin

Margarita Höhenrieder | Klavier

Antti Siirala | Klavier

Sébastien Innocenti | Bandoneon

02.

Mo 20.00 GL Black Page Orchestra

Juan Martín Miceli | Dirigent

Kaoko Amano | Sopran

Vladimir Cabak | Tenor

Veronika Glatzner | Sprecherin

Christian Reiner | Sprecher

Lillevan | Video

03.

Di 17.30 bis 22.30 MT

Martines: Sinfonia Nr. 1 C-Dur – 1. Satz (Allegro con spirito)

Haydn: Symphonie Es-Dur, Hob. I:43, „Merkur“ Mozart: Klavierkonzert Es-Dur, KV 365 sowie Werke von Gutmann und Choveaux

18.30 Uhr im BS: Einführungsgespräch

Escudero/Moreno-Gil: Autotune Para El Pueblo (Autotune für das Volk) (ÖEA)

Wang: Neues Werk (UA)

Duchnowski: The Rage; nach einem Text von Elfriede Jelinek (UA der Neufassung)

Neuwirth: Elfi und Andi; Text von Elfriede Jelinek Aufenthalt. Ein (Video-)Oratorium; Textgrundlage von Elfriede Jelinek (UA der Fassung mit Video)

Olga Neuwirth: Neue Multimedia-Installation mit Texten von Elfriede Jelinek

Lukas-Sternath-Zyklus/1

€ 65 | 58 | 49 | 43 |

JELINEK

|

Produktion Musikverein Kooperation Wien Modern

AO Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

Wiener Concert-Verein/1 € 67 | 60 | 50 | 43 | 34 | 23 | 9

03.

Di 18.30 GL schatten + flügel

Ein Film von Constantin Wulff mit Elfriede Jelinek und Marianne Schroeder (UA)

Einführungsgespräch mit Claus Philipp u. a.

Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

Black Page Orchestra/1 € 31

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Produktion Musikverein Kooperation Wien Modern

AO

Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

AO

Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

03.

Di 19.30 GS

Marianne Schroeder | Klavier Schroeder / Jelinek: AnTasten_Schatten (Eurydike spielt). Für Klavier und Zuspielung (UA) mit einem Text von Elfriede Jelinek und Tonaufnahmen des verstimmten Flügels Elfriede Jelineks von Johannes Schmelzer-Ziringer

03.

Di 21.15 GS

04. Mi 9.30 OWA

Angela Metzger | Orgel

04. Mi 18.00 FM

04. Mi 18.30 bis 22.30 MT

04. Mi 20.15 GL Josef Hader | Lesung

Birgit Minichmayr | Lesung

05. Do 19.30 GS ORF RSO Wien

Ingo Metzmacher | Dirigent

Tabea Zimmermann | Viola

06. Fr 16.00 MT

Julia Ruthensteiner-Schwarz | Gesang, Schauspiel, Konzept

Petra Slottová | Flöte

Flora Marlene Geißelbrecht | Viola, Harfe

06. Fr 18.00 BS The Erlkings

Anja Burghardt | Gebärdenpoesie

Sonja Hanl | Gebärdenpoesie

Messiaen: Livre d’orgue Les Yeux dans les roues Chants d‘oiseaux

Ligeti: Volumina für Orgel sowie Werke von Jolas

Elfriede Jelinek: Wissenschaft – Kunst – Demokratie Interdisziplinärer Workshop für Nachwuchswissenschaftler:innen und Nachwuchskünstler:innen Öffentliche Schlusspräsentation

Filme von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek Das Fallen / Die Falle. Kurzfilm (2012) Durch Luft und Meer. Kurzfilm (2006) Die Schöpfung. Kurzfilm (2010)

AO

€ 35 | 10

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

AO

€ 20 | 10

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

weitere Informationen unter: www.ifvjelinek.at

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Kooperation: Musikverein und Wien Modern

AO

€ 10,50 – Karten erhältlich im Filmmuseum

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Kooperation: Musikverein und Wien Modern

Olga Neuwirth: Neue Multimedia-Installation mit Texten von Elfriede Jelinek

Besser wird’s nicht

Elfriede Jelinek: Aktuelle Texte

Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre zu „Ein Sommernachtstraum“, op. 21

Wellesz: Prosperos Beschwörungen, op. 53

Berlioz: Harold in Italien, op. 16

Der Flötenstreich Konzert für Publikum bis zu 3 Jahren

Musik von Schubert in Kooperation mit Beat the Silence Konzert für Publikum ab 10 Jahren

AO

Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

AO € 35 | 9

MV PERSPEKTIVEN: JELINEK

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

ORF RSO Wien/2

Dodo und Tatz FR 16/1 € 24

Capriccio A/1 € 36

07. Sa 11.00 BS

07. Sa 11.00, 14.00, 16.00 MT

07. Sa 19.30 GS Lise Davidsen | Sopran James Baillieu | Klavier

07. Sa 19.30 BS Angela Hewitt | Klavier

07. Sa 20.00 GL Felix Kammerer | Rezitation Katharina Lorenz | Rezitation Dominik Ilisz | Klavier

08. So 11.00, 14.00, 16.00 MT

08. So 15.30 GS Österreichisch-Koreanische Philharmonie

08. So 19.30 GS Wiener Symphoniker Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Maxime Pascal | Dirigent

Andrew Staples | Tenor

08. So 19.30 BS Lucie Horsch | Blockflöte

Lucile Boulanger | Gambe

Justin Taylor | Cembalo

08. So 20.00 GL ELISON Ensemble Webern Ensemble

Neue Musik

Clement Power | Leitung

09. Mo 15.00 BS Cuore Piano Trio Veronika Mandl | Moderation

09.

Mo 19.30 GS Wiener Symphoniker Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Maxime Pascal | Dirigent

Andrew Staples | Tenor

siehe Freitag, 06. 11. 2026, 18.00 Uhr

Der Flötenstreich siehe Freitag, 06. 11. 2026, 16.00 Uhr

Schubert: Lieder

Mozart: Sonate für Klavier B-Dur, KV 570 Bach: Partita für Klavier Nr. 2 c-Moll, BWV 826 sowie Werke von Couperin und Ravel

„Durch Dich will ich die Welt sehen.“ Briefwechsel zwischen Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé, ausgewählte Texte und Gedichte sowie Klaviermusik von Tschaikowskij, Rachmaninow, Bach/Busoni, Pejačević, Poulenc u. a.

Der Flötenstreich siehe Freitag, 06.11.2026, 16.00 Uhr

Das genaue Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Berlioz: Requiem für Tenor-Solo, Chor und Orchester, op. 5, „Grande Messe des Morts“

Capriccio B/1

€ 36

Dodo und Tatz SA 11/1, 14/1, 16/1

€ 24

Große Solist:innen/2, Liederabende/2

€ 105 | 98 |

|

Klavier-Zyklus/1 € 65 |

|

| 59 | 48 | 26 | 10

| 43 | 34 | 23 | 9

Wort Musik II/1 € 48 | 37 | 8

Dodo und Tatz SO 11/1, 14/1, 16/1 € 24

Botschaft der Republik Korea Karten auf Anfrage

Meisterinterpret:innen I/2

€ 134 | 123 | 113 | 89 |

|

Telemann: Triosonate d-Moll, TWV 42:d7

Dieupart: Suite Nr. 5 F-Dur

Marais: Premier Livre de Pièces de viole – Première Sarabande / Chaconne sowie weitere Werke von Telemann und Sonaten von Leclair und Moismortier

Estrada: yuunohui'ehecatl'tlapoa

Verunelli: Cinemaolio

Lim: Songs found in dream Machine for Contacting the Dead

Wahre Freundschaft soll nicht wanken

Berlioz: Requiem für Tenor-Solo, Chor und Orchester, op. 5, „Grande Messe des Morts“

Musica

AO

€ 27

FOKUS FRANCESCA VERUNELLI

Produktion Wien Modern Kooperation Musikverein

Souvenir/2 € 19

Das Goldene Musikvereinsabonnement II/2

|

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|

FOKUS MAXIME PASCAL

Sponsor:

|

09.

Mo 20.00 GL Ensemble Kontrapunkte

Gottfried Rabl | Dirigent und Moderation

10.

Di 12.00 BS

Barbican Quartet

10.

Di 19.30 GS

Sumi Jo | Sopran

Andrey Vinichenko | Klavier

N.N. | Bariton

Andrea Götsch | Klarinette

12. Do 19.30 GS Wiener Symphoniker

Maxim Emelyanychev | Dirigent

Patricia Kopatchinskaja | Violine

Christoph Stradner | Violoncello

12. Do 19.30 BS

Danish String Quartet

Aho: Kammersymphonie Nr. 1

Verunelli: In margine

Bolcom: Symphonie Nr. 3 für Kammerorchester

Sancan: Symphonie für Streicher

Purcell: Fantasie c-Moll

Fantasie a-Moll

Clarke: Poem

Adès: Arcadiana, op. 12

Mozart: Streichquartett D-Dur, KV 575 „Veilchen-Quartett“

Das genaue Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Kopatchinskaja: „Cadenza“ aus „Five Dreams“ für Violine, Violoncello und Orchester

Schostakowitsch: Violinkonzert Nr. 2 cis-Moll, op. 129

Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll, op. 67

Kontrapunkte/2 € 31

FOKUS FRANCESCA VERUNELLI

Produktion Musikverein

Kooperation Wien Modern

Konzerte um 12/2 € 31

Sponsor:

SMI Entertainment Inc. Karten auf Anfrage

Die Große Symphonie B/2 €

|

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| 33 | 12

12.

Do 20.00 MT

Barbora Špelinová | Blockflöte

Isabella Schwarz |

Oboe und Englischhorn

Maria Martorell Andreu |

Saxophon

Danijel Živojinović | Saxophon

Maria Shabashova | Cembalo

Rui Cai | Cembalo

Keiko Kamada | Klavier

Stjepan Gerić | Klavier

Smith: „Carrot Revolution“ für Streichquartett

Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 14 Fis-Dur, op. 142

Ravel: Streichquartett F-Dur sowie Arrangements und Kompositionen des Danish String Quartet

Beyond Talent

La Licata: Flatus Vocis für Altblockflöte und Live-Electronics

Bach: Sonate für Flöte und obligates Cembalo h-Moll, BWV 1030

Royer: La Marche des Scythes

Bach: Toccata c-Moll, BWV 911

Pasculli: Omaggio a Bellini für Englischhorn und Klavier

Bozza: Fantaisie pastorale für Oboe und Klavier, op. 37

Rossé: Ximix für zwei Saxophone

David: Mirages für Saxophon und Klavier

High Class I/1 € 27

Sponsor:

13.

Fr 9.00, 10.30

GL

13.

Fr 18.00

Albert Landertinger | Posaune, Schauspiel, Konzept

Linzer Torten Orchester

GL Patricia Kopatchinskaja | Violine

Maxim Emelyanychev | Klavier

Notlandung mit dem fliegenden Teppich Konzert für Publikum ab 5 Jahren

Auszeit – Klassik. Nah. Entspannt. Das Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Albertos Abenteuer Schulvorstellung

Karten auf Anfrage

Auszeit/1 € 20

13.

Fr 19.30 GS Tonkünstler-Orchester

Niederösterreich

Fabien Gabel | Dirigent

Anastasia Kobekina | Violoncello

Brahms: Akademische Festouvertüre c-Moll, op. 80

Schumann: Violoncellokonzert a-Moll, op. 129

Strauss: Suite aus der Oper „Der Rosenkavalier“, AV 145

Ravel: La Valse. Poème chorégraphique

18.00 und 18.45 Uhr im MT: Einführungsvortrag mit Walter Weidringer

Tonkünstler-Orchester

14.

Sa 11.00, 13.00, 15.00 GL

14.

Sa 19.30 GS Wiener Symphoniker

Maxim Emelyanychev | Dirigent

Patricia Kopatchinskaja | Violine

Christoph Stradner | Violoncello

15. So 11.00 GS Klangforum Wien Emilio Pomàrico | Dirigent

Johanna Vargas | Sopran

Helena Sorokina | Mezzosopran

15. So 11.00 BS Slowakische Sinfonietta

Heinz Prammer | Dirigent Ján Krigovský | Kontrabass

15.

So 15.30 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Fabien Gabel | Dirigent Anastasia Kobekina | Violoncello

15. So 19.30 BS Ava Bahari | Violine Nathanaël Gouin | Klavier

Notlandung mit dem fliegenden Teppich siehe Freitag, 13.11.2026, 9.00 Uhr

Kopatchinskaja: „Cadenza“ aus „Five Dreams“ für Violine, Violoncello und Orchester

Schostakowitsch: Violinkonzert Nr. 2 cis-Moll, op. 129

Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll, op. 67

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

Albertos Abenteuer SA 11/2, 13/2, 15/2 € 34

Die Große Symphonie A/2

Verunelli: La nuda voce I–III AO € 35 FOKUS FRANCESCA VERUNELLI

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

16. Mo 19.30 GS Münchner Philharmoniker Lahav Shani | Dirigent Janine Jansen | Violine

17. Di 19.30 GS Münchner Philharmoniker Lahav Shani | Dirigent und Klavier

Beethoven: Die Geschöpfe des Prometheus, op. 43 – Ouvertüre Regber: Kontrabasskonzert C-Dur

Schubert: Symphonie Nr. 3 D-Dur, D 200

Brahms: Akademische Festouvertüre c-Moll, op. 80

Schumann: Violoncellokonzert a-Moll, op. 129

Strauss: Suite aus der Oper „Der Rosenkavalier“, AV 145

Ravel: La Valse. Poème chorégraphique

14.45 Uhr im BS: Einführungsvortrag mit Walter Weidringer

Strawinsky: Le Baiser de la Fée. Divertimento für Orchester

Andrée: Zwei Romanzen für Violine und Klavier Hillborg: Neues Werk (UA)

Beethoven: Sonate für Klavier und Violine A-Dur, op. 47, „Kreutzer-Sonate“

Schostakowitsch: Violinkonzert Nr. 1 a-Moll, op. 77

Mussorgskij: Bilder einer Ausstellung

(Orchesterbearbeitung von Maurice Ravel)

Prokofjew: Symphonie Nr. 1 D-Dur, op. 25, „Symphonie classique“

Schostakowitsch: Klavierkonzert Nr. 2 F-Dur, op. 102

Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur

Johann Karl Regber-Fonds Karten auf Anfrage

Tonkünstler-Orchester € 84 | 78 | 67 |

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Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

ECHO Rising Stars/1 € 31

Meisterinterpret:innen II/3 €

|

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| 34 | 12

Das Goldene Musikvereinsabonnement I/2 € 165 | 146 |

|

|

| 56 | 34 | 12

19.

Do 19.30 GS Royal Concertgebouw Orchestra

Klaus Mäkelä | Dirigent

19.

Do 20.00 GL

Studierende der MUK

20. Fr 9.00, 10.30 MT

Albert Landertinger | Posaune, Schauspiel, Maus, Konzept

Christian Enzenhofer | Schlagzeug

Christian Penz | Tuba

Bernhard Walchshofer | Akkordeon

20.

Fr 19.30 GS Royal Concertgebouw Orchestra

Klaus Mäkelä | Dirigent

Jennifer Johnston | Mezzosopran

Gerald Finley | Bariton

21.

Sa 11.00, 13.00, 15.00 MT

21.

Sa 19.30 BS Mystery Ensemble N.N. | Sopran

22. So 11.00, 13.00, 15.00 MT

22.

So 16.00 BS Zypriotisches

Jugendsymphonieorchester

Chor des Musikschule Paphos

Yiorgos Kountouris | Dirigent

Solon Kladas | Chorleitung

Solist:innen

22.

So 19.30 GS Wiener Akademische Philharmonie

Johannes Beranek | Dirigent

Mahler: Symphonie Nr. 7 e-Moll Meisterinterpret:innen

Carte blanche à Francesca Verunelli

Furrer: „Voicelessness. The Snow Has No Voice“ für Klavier

Verunelli: „In My Beginning Is My End“ für vier Baritonsaxophone

Pesson: „La lumière n’a pas de bras pour nous porter“ für verstärktes Klavier

Borzelli: „wooden“ für Marimba, Schlitztrommel und Holzblock

Bertrand: „Haïku“ für Klavier

Verunelli: „In bianco e nero“ für Akkordeon und Kontrabass

Topolina in der Werkstatt Konzert für Publikum ab 3 Jahren

High Class II/1 € 27

FOKUS FRANCESCA VERUNELLI

Produktion Musikverein Kooperation Wien Modern

Sponsor:

23.

Mo 19.30 BS Duo „Das Lied“ Barbara Costa | Sopran

Gianluca Di Donata | Klavier

Dvořák: Symphonie Nr. 7 d-Moll, op. 70

Bartók: Herzog Blaubarts Burg. Oper, Sz 48

Topolina Kindergartenvorstellung Karten auf Anfrage

Meisterinterpret:innen III/3R

Topolina in der Werkstatt siehe Freitag, 20.11.2026, 9.00 Uhr

Topolina SA 11/2, 13/2, 15/2 € 28

The Lord of the Rings – Der Herr der Ringe Dinastia Distributions LLC Karten auf Anfrage

Topolina in der Werkstatt siehe Freitag, 20.11.2026, 9.00 Uhr

Galakonzert mit Werken von Brahms, Rossini, Lehár, Kálmán, Mascagni, Delibes, Fontana, Rota, Savva, Lymbouridis, Violaris, Theodorakis, Hadjidakis, Plessas, Souyioul und Sakellaridis sowie traditionellen zypriotischen Liedern.

Brahms: Schicksalslied, op. 54 Bruckner: Symphonie Nr. 6 A-Dur

Lieder von von Schönberg, Berg und Webern und Brahms

Topolina SO 11/2, 13/2, 15/2 € 28

Zypriotisches Kulturzentrum Karten auf Anfrage

Wiener Akademische Philharmonie Karten auf Anfrage

Domus Art

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DER PODCAST DES WIENER MUSIKVEREIN

Unsere Künstler:innengespräche gibt es zum Nachhören – als Podcast! Lauschen Sie spannenden Gesprächen mit Klassik-Stars wie Marin Alsop, Karina Canellakis, Klaus Mäkelä, Riccardo Muti, Christian Thielemann und vielen weiteren herausragenden Persönlichkeiten.

Abonnieren Sie jetzt unseren Podcast „Auf ein Glas mit …“ –überall, wo es Podcasts gibt.

24. Di 19.30 GS Gewandhausorchester

Leipzig

Andris Nelsons | Dirigent

Gautier Capuçon | Violoncello

24.

Di 19.30 BS Bomsori Kim | Violine

Rafał Blechacz | Klavier

25. Mi 19.30 GS

Gewandhausorchester

Leipzig

Andris Nelsons | Dirigent

Dvořák: Violoncellokonzert h-Moll, op. 104 Symphonie Nr. 9 e-Moll, op. 95, „Aus der Neuen Welt“

Das Goldene Musikvereinsabonnement II/3

Sponsor:

26. Do 19.00 GL

26.

Do 19.30

GS Le Balcon

Maxime Pascal | Dirigent

Augustin Muller | IRCAM

Live-Elektronik

27.

Fr 10.00

GS Wiener Philharmoniker

Alain Altinoglu | Dirigent

Rudolf Buchbinder | Klavier

27. Fr 19.30

GS

28.

Sa 11.00, 15.00

BS

28.

Sa 15.30

GS

Wiener Philharmoniker

Alain Altinoglu | Dirigent

Rudolf Buchbinder | Klavier

Nordwestpassage

Julia Libiseller | Trickfilm

Germano Milite | Trickfilm

Sarah Jeanne Babits | Text, Regie

Wiener Philharmoniker

Alain Altinoglu | Dirigent

Rudolf Buchbinder | Klavier

28.

Sa 19.30 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Fabien Gabel | Dirigent

Alisa Weilerstein | Violoncello

Debussy: Sonate für Violine und Klavier g-Moll

Franck: Sonate für Klavier und Violine A-Dur sowie Werke von Paderewski und Szymanowski

Smyth: Ouvertüre und Vorspiel zum 2. Akt („On the Cliffs of Cornwall“) der Oper „The Wreckers“

Tschaikowskij: Romeo und Julia. FantasieOuvertüre nach William Shakespeare Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll, op. 68

Outstanding Artists Award und Kunstpreis 2026 Preisverleihung

Claudio Abbado Konzert

Harvey: „Bhakti“ für Kammerensemble aus 15 Spieler:innen und quadraphonischem Tonband (oder CD ROM)

Gershwin: Klavierkonzert F-Dur

Dutilleux: Métaboles

Ravel: Boléro

Gershwin: Klavierkonzert F-Dur

Dutilleux: Métaboles

Ravel: Boléro

Die Ballade vom Riesenherz

Eigenkompositionen des Ensembles Nordwestpassage sowie Klassik und Folk aus England, Irland und Skandinavien

Konzert für Publikum ab 6 Jahren

Gershwin: Klavierkonzert F-Dur

Dutilleux: Métaboles

Ravel: Boléro

Brahms: Tragische Ouvertüre d-Moll, op. 81

Larcher: returning into darkness. Violoncellokonzert (ÖEA)

Zemlinsky: Die Seejungfrau. Symphonische Dichtung nach einem Märchen von Hans Christian Andersen

18.00 und 18.45 Uhr im GS: Einführungsvortrag mit Ute van der Sanden

„Presse“-Konzertzyklus/6

Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport Geschlossene Gesellschaft

AO € 35 | 12 FOKUS MAXIME PASCAL

Koproduktion: Musikverein und Wien Modern

öffentliche Probe der Wiener Philharmoniker Jeunesse

Karten Tel. 505 63 56

Meisterinterpret:innen I/3 €

Allegretto SA 11/1, 15/1 € 34

Wiener Philharmoniker/Sa Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Tonkünstler-Orchester € 84 | 78 | 67 | 54 | 48 | 34 | 26 | 9

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

28.

Sa 20.00 GL Black Page Orchestra

Juan Martín Miceli | Dirigent

29.

So 11.00

GS Wiener Philharmoniker Alain Altinoglu | Dirigent Rudolf Buchbinder | Klavier

29.

So 11.00, 15.00 BS

29.

So 15.30 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Fabien Gabel | Dirigent Alisa Weilerstein | Violoncello

Hyperrealism

Verunelli: Five Songs (Kafka’s Sirens) (ÖEA)

Zalech: Neues Werk (UA)

Schmickler: Neues Werk (UA) sowie Werke von Winther Christensen und Feiler

Gershwin: Klavierkonzert F-Dur

Dutilleux: Métaboles

Ravel: Boléro

Die Ballade vom Riesenherz siehe Samstag, 28.11.2026, 11.00 Uhr

Brahms: Tragische Ouvertüre d-Moll, op. 81 Larcher: returning into darkness. Violoncellokonzert (ÖEA)

Zemlinsky: Die Seejungfrau. Symphonische Dichtung nach einem Märchen von Hans Christian Andersen

14.00 und 14.45 Uhr im MT: Einführungsvortrag mit Ute van der Sanden

Black Page Orchestra/2 € 31

FOKUS FRANCESCA VERUNELLI

Produktion Musikverein Kooperation Wien Modern

Wiener Philharmoniker/So Karten auf Anfrage

Allegretto SO 11/1, 15/1 € 34

Tonkünstler-Orchester €

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| 9

29. So 19.30 GS Bruckner Orchester Linz Alondra de la Parra | Dirigentin Raphaela Gromes | Violoncello

Ortiz: „La Reina Roja“ für Orchester (ÖEA) Tschaikowskij: Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester, op. 33

Schostakowitsch: Symphonie Nr. 5, op. 47

18.30 Uhr im ST: Einführungsvortrag

VORGEZOGENER VORVERKAUF DEZEMBER 2026

01.

Di 19.30

GS Wiener Philharmoniker Rudolf Buchbinder | Klavier und Leitung

13. So 19.30 GS Orchesterverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Cantus Novus Wien wu chor wien

Elisabeth Attl | Dirigentin

Solist:innen

19. Sa 19.00 GS Lautten Compagney Berlin Arnold Schoenberg Chor Erwin Ortner | Dirigent

Solist:innen

21. Mo 19.30 GS Wiener Philharmoniker Klaus Mäkelä | Dirigent

Haydn: Klavierkonzert D-Dur, Hob. XVIII:11 Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, op. 37 Schumann: Klavierkonzert a-Moll, op. 54

Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre zum Liederspiel „Die Heimkehr aus der Fremde“, op. 89 Korngold: Violinkonzert D-Dur, op. 35 Fuchs: Vom jüdischen Schicksal. Vier Gesänge für Soli, Chor und Orchester (ÖEA)

Händel: Messiah. Oratorium, HWV 56

Werke von Debussy, Adès und Strawinsky

30. Mi 19.30 BS Wiener Ring-Ensemble Werke von Strauß Vater, Strauß Sohn u.

31. Do 15.00 BS Wiener Ring-Ensemble Werke von Strauß Vater, Strauß Sohn u. a.

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

Bruckner Orchester Linz

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Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

Vorverkauf Mitglieder: 19.6. allgemeiner Vorverkauf: 19.6.

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FREMDVERANSTALTUNGEN

Jeunesse 1010 Wien, Bösendorferstraße 12 | Telefon: +43-1-505 63 56

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich 1010 Wien, Herrengasse 10 | Telefon: +43-1-586 83 83

Wiener Philharmoniker 1010 Wien, Kärntner Ring 12 | Telefon: +43-1-505 65 25

Wiener Symphoniker 1030 Wien, Daffingerstraße 4/DG | Telefon +43-1-24 20 02

Volksbildungskreis 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 44 | Telefon: +43-1-505 96 60

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IMPRESSUM

Musikfreunde | Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien | Jahrgang 39/1

Medieninhaber (Verleger) Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, 1010 Wien, Musikvereinsplatz 1, Tel. +43-1-505 86 81

Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Stephan Pauly, Mag. Renate Futterknecht | Redaktion: Mag. Markus Siber, Mag. Ulrike Lampert

Kalendarium: Anna Jochum, BA | Gestaltung: Fons Hickmann M23 (www.m23.de) | Satz: Thomas Apel

Titelfoto: Peter Rigaud c.o. Shotview Artists | Druck: Print Alliance HAV Produktions GmbH, 2540 Bad Vöslau, Druckhausstraße 1 DVR: 0066249 | Redaktionsschluss: 15. Juni 2026

KARTENVERKAUF EIGENVERANSTALTUNGEN

KONZERTKASSA – MUSIKVEREINSGEBÄUDE

1010 Wien, Musikvereinsplatz 1 (Eingang: Bösendorferstraße 12)

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag bis Freitag 9.00 bis 19.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr, Sonn- und Feiertage geschlossen.

Juli und August: Montag bis Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr Von 17. bis 25. August hat die Konzertkasa geschlossen.

Bei allen Eigenveranstaltungen öffnet die Kassa eine Stunde vor Konzertbeginn.

Wir bitten zu beachten, dass unmittelbar vor Konzertbeginn dem Kartenverkauf sowie der administrativen Abwicklung des jeweiligen Konzerts Vorrang gegenüber allgemeinen Geschäftsvorgängen gegeben werden muss. Aus diesem Grund bitten wir Sie, alle Anliegen, die nicht das aktuelle Konzert betreffen, in den angegebenen Rahmenöffnungszeiten an uns heranzutragen.

VORVERKAUF

Bei allen Eigenveranstaltungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien beginnt der Kartenvorverkauf – wenn nicht anders angegeben – für Mitglieder zwei Monate vor der jeweiligen Veranstaltung. Eine Woche danach sind Karten im allgemeinen Vorverkauf erhältlich. Am ersten Verkaufstag des Einzelkartenverkaufs für Mitglieder behält es sich die Gesellschaft der Musikfreunde vor, den Einkaufsrahmen für jedes Mitglied auf höchstens vier Karten zu beschränken.

KARTENBESTELLUNGEN SIND MÖGLICH PER Telefon: +43-1-505 81 90 (Mo–Fr 9.00–18.00 Uhr, Sa 9.00–13.00 Uhr)

Fax: +43-1-505 81 90-94

E-Mail: tickets@musikverein.at Internet: www.musikverein.at

Bestellkarte nur für Mitglieder und Abonnent:innen

Karten können mittels Kreditkarte innerhalb der angegebenen Vorverkaufsfristen bestellt werden. Bitte beachten Sie, dass eine Bestellung per Bestellkarte keine Garantie für die Zuteilung von Karten ist.

Bestellte Karten erhalten Sie gegen Vorlage der Kreditkarte oder der Bestätigungs-E-Mail an der Kassa des Musikvereins.

FÜHRUNGEN / GUIDED TOURS

FÜHRUNGEN SEPTEMBER BIS JUNI Montag–Samstag (außer Feiertag) 13.00 Uhr Englisch* 13.45 Uhr Deutsch*

*Zeiten können variieren

FÜHRUNGEN IM JULI UND AUGUST Montag–Freitag (außer Feiertag) 10.00 Uhr Englisch* 11.00 Uhr Deutsch* 12.00 Uhr Englisch*

*Zeiten können variieren

PREISE

Erwachsene € 10,–Schüler:innen, Studierende € 6,–Kinder bis 12 Jahre gratis

TREFFPUNKT

Konzertkassa Musikverein Bösendorferstraße 12

INFORMATION ZU GRUPPEN FÜHRUNGEN UNTER: E-Mail: fuehrungen@musikverein.at

Unabhängiger Qualitätsjournalismus. Bürgerlich-liberal. Seit 1848.

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