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MUSIKFREUNDE MAI JUNI 2026

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MUSIKFREUNDE

Glück im Klang

KIRILL PETRENKO DIRIGIERT DIE BERLINER PHILHARMONIKER

4 Glück im Klang

Die Wien-Gastspiele der Berliner

Philharmoniker aus der Sicht

eines Musikers

8 Kränze, Bouquets und ein Gewitter

Richard Wagner im Musikverein

12 „Es geht immer dar um, das Er leb en von Musik zu intensi vieren“

Intendant Stephan Pauly über das Programm der Saison

2026/27

18 Ein starkes Paar

Magdalena Kožená und

Sir Simon Rattle

22 Mit Kleinigkeiten Großes bauen

Riccardo Muti dirigiert Haydn

26 Ein Instr ument und seine vielen Stimmen

Sechs Pianist:innen im Kurzporträt

32 Eine Träne für das Paradies

Robert Schumanns

„Das Paradies und die Peri“

36 Die Kraft der Zwischenräume

Sophie Abraham

40 In 80 Tagen zur Freundschaft

Nils Strunk im Gespräch

44 Reduktion auf den Ton gebracht

Thomas Adès dirigiert György

Kurtág

48 Vom Feiern der Begegnung mit dem Publikum

Das Black Page Orchestra und God’s Entertainment mit einem musikalischen Bankett

52 Die Inszenierung von Trauer und Trost

Notizen zu Verdis „Requiem“

Editorial

Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde!

Was machen Orchestermusiker:innen auf Tournee eigentlich, wenn sie zwischen Proben und Konzerten in einer Stadt ein paar Stunden zur freien Verfügung haben? Aus Anlass des bevorstehenden Gastspiels der Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko haben wir einen langjährigen Hornisten des Orchesters, Klaus Wallendorf, gebeten, aus dem sprichwörtlichen Nähkästchen zu plaudern. Von Sir Simon Rattle einst zum „Hofpoeten auf Lebenszeit“ ernannt, ist Wallendorf seit 1989 eine Art Chronist des Orchesterlebens, der sich intern aufgrund seiner feinfühlig-humorvollen Reden und Texte nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Seine Jungfernrede hielt er übrigens in Salzburg am Grab Herbert von Karajans. Bis in dessen Ära reichen auch seine sehr persönlichen Erinnerungen an die Gastspiele seines Orchesters in Wien zurück. Das Debüt der Berliner Philharmoniker ist naturgemäß schon länger her: Am 6. Mai 1925 – 101 Jahre wird es heuer also her gewesen sein! – dirigierte Wilhelm Furtwängler Werke von Haydn, Brahms und Wagner. Wagner ist das Stichwort für ein anderes musikalisches Großereignis vor dem Sommer: Am 19. Mai dirigiert FokusKünstler Andris Nelsons am Pult des Gewandhausorchesters Leipzig den ersten Aufzug der Oper „Die Walküre“ – und tritt mit dieser konzertanten Aufführung in die Fußstapfen des umtriebigen Komponisten, der im Großen Musikvereinssaal in den 1870er Jahren selbst mit Auszügen seiner Werke Triumphe feierte. Sogar von einem Gewitter berichten die Chronisten, das sich in der Schlussszene der „Walküre“ just zur Beschwörung des Feuergottes Loge durch Wotan entlud. Musikgeschichte mit Gänsehautfaktor! Berührend ist auch die Verbindung von Schumanns Oratorium „Das Paradies und die Peri“ mit der Gesellschaft

der Musikfreunde in Wien: Als 1858 der sich gerade formierende Singverein sein Debütkonzert in den Gesellschaftskonzerten vorbereitete, schaute Clara Schumann, die damals für eigene Konzerte in Wien weilte, bei einer Probe vorbei und ließ es sich nicht nehmen, den Chor am Klavier zu begleiten. Im Juni erklingt dieses vielschichtige Werk nach einer Pause von einigen Jahren nun endlich wieder einmal im Musikverein: Unter der Leitung von Petr Popelka versammeln sich im Goldenen Saal hochkarätige Solist:innen, die Wiener Symphoniker und – wie könnte es anders sein – der Wiener Singverein.

Doch unser Programm hat noch viel mehr zu bieten: Wenn Sie sich zum Beispiel in einem kompakten Zeitraum einmal einen Überblick über die aktuellen Spielarten der Klavierkunst verschaffen wollen, haben Sie im Musikverein in den Monaten Mai und Juni reichlich Gelegenheit dazu. Das Angebot reicht von A wie Yulianna Avdeeva bis zu U wie Mitsuko Uchida.

Ich danke Ihnen für Ihre Treue in dieser Saison und freue mich, Sie auch in der nächsten im Musikverein begrüßen zu dürfen. Die Grundzüge und Grundsätze des Programms finden Sie ebenfalls in dieser Ausgabe.

Herzlichst

Ihr Dr. Stephan Pauly Intendant

75 Mal sind die Berliner Philharmoniker seit ihrem Debüt im Jahr 1925 im Musikverein aufgetreten. Von 1980 bis 2016 zählte der Hornist Klaus Wallendorf zum Kreis der Mitwirkenden, der sich bei internen Anlässen auch als Verfasser feinfühliger Würdigungen hervorgetan hat. Seine Jungfernrede hielt er im Sommer 1989 am Grab von Herbert von Karajan. Für die „Musikfreunde“ erinnert sich der von Sir Simon Rattle einst als „Hofpoet auf Lebenszeit“ Betitelte an die Gastspiele seines Orchesters in Wien.

Foto: Monika Rittershaus

Glück im Klang

Die Wien-Gastspiele der Berliner Philharmoniker aus der Sicht eines Musikers

Als während einer öffentlichen Fördererprobe bei den Salzburger Osterfestspielen in den 1990er Jahren Claudio Abbado die Behauptung aufstellte, das (Berliner Philharmonische) Orchester werde immer besser, sorgte diese an sich erfreuliche Bewertung bei uns Älteren für Irritation, denn sie war uns Jahrzehnte zuvor bei Dienstantritt von den damals Älteren auch schon eingeschärft worden, sodass wir uns bange fragten: Wohin soll diese Entwicklung noch führen? In einer durch 144 Jahre von sieben Chefdirigenten verantworteten, unaufhörlichen Qualitätssteigerung sind die Berliner Philharmoniker nun unter Kirill Petrenko und seinem Stab zu einer Bestform gelangt, die sogar weitere Auftritte im Wiener Musikverein ermöglichen, wie das bevorstehende Konzert am 2. Mai 2026 neuerlich beweist. Um den unzählbaren seit 1925 hier hinterlassenen ernsten und erhabenen Noten eine heitere hinzuzufügen, darf ich um Aufmerksamkeit für folgende Notizen bitten:

„Muss ein Berliner Hornist sein Instrument vor einem Gastspiel im Musikverein ‚wienern‘?“, lautet die erste Frage, die mir eine Eintragung in meinen 47 Jahre alten philharmonischen Terminkalender wert war und nun als Sottise in den vorliegenden Textbeitrag geraten ist.

Am 2. Mai 1982 – zwei Jahre nach meinem Orchestereintritt – steht vermerkt, dass mich R. in Schwechat abholte, wir den späten Vormittag in der Wohnung des russischen Ikonenrestaurators Д. und die restlichen Stunden vor der Orchesterprobe zusammen mit M., Burgbesitzer und Linguist aus der Wollzeile, im Café Diglas verbrachten.

Nach flüchtiger Durchsicht aller Terminbüchlein lässt sich bereits feststellen, dass gastronomische Treffpunkte weitaus häufiger als andere Kultstätten darin Erwähnung finden. So durchplauderten wir auch den Nachmittag des 3. Mai im erwähnten Kaffeehaus und wechselten nach der

„Vorherrschender Eindruck bleibt ein überwältigender Spielgenuss in jenem märchenhaften Schuhkarton, der dank seines akustischen Wohlverhaltens die Entstehung von Sternstunden fördert.“

Aufführung von Mahlers Neunter Symphonie im Musikvereinssaal zu „Oswald und Kalb“ in die Bäckerstraße, vielleicht um nachzusehen, ob Helmut Qualtinger sich dort von seinen Gastspielen in Berlin erholte. Denn auch da gibt es liebenswerte Cafés, Restaurants und Kneipen, man muss sie nur gründlicher suchen als in Wien, um nicht an Gastronomen zu geraten, die nach dem Prinzip bewirten: „Es ist alles da, es muss ja nicht auch noch schmecken.“

Der Wiener Schriftsteller Egon Friedell schrieb einst: „In Wien bekommt man, genau genommen, in allen Restaurants nur Gulasch zu essen, aber es schmeckt immer anders. In Berlin bekommt man alles, was es gibt: Austernpastete, warme Hummer, Ananascreme, gebratene Trüffel – aber es schmeckt alles wie Sülzkotelett.“

Egon Friedell war – bekanntlich? – zu seiner Zeit einer der angesehensten Wiener Kulturphilosophen und wie so viele seiner Zunftgenossen häufig unterwegs zwischen den beiden Hauptstädten, auf einer auch heute wieder vielbefahrenen Ameisenstraße der Kunst- und Geisteswelt.

Obwohl als Musiker angereist, notierte ich jahrzehntelang kaum etwas darüber, wie es sich im Goldenen Saal des Musikvereins musizieren lässt, weiß aber noch sehr gut, dass sich infolge chronischer Glückseligkeit meine Ohren selten so wohl und heimisch gefühlt haben wie in dieser „Herzkammer abendländischer Symphonik“, glaube mich aber zu erinnern, dass Herbert von Karajan uns bei unverminderter Klangintensität zu einer gebäudeschonenden Musizierweise anhielt. Vorherrschender Eindruck bleibt ein überwältigender Spielgenuss in jenem märchenhaften Schuhkarton, der dank seines akustischen Wohlverhaltens die Entstehung von Sternstunden fördert und selbst unsere Hornkickser mit der Aura der Einmaligkeit adelt.

Anstelle ausufernder Schwärmereien kritzelte ich damals lieber kryptische Bemerkungen wie „OK“ oder „O weh“ als Konzertkommentare in mein Büchlein und vermerkte dafür rätselhafte Details wie „Lammkeule“, „Sprache der Hopi“ oder „Phonologenabend, unverständlich“.

Foto: Dieter Nagl

„Die Sprache der Hopi“ – die anscheinend zu den seltsamsten der Welt gehört – hat mit unseren Wien-Gastspielen weiß Gott nichts zu tun, geriet aber genau aus diesem Grunde in meine Aufzeichnungen, da mich gerade auf Gastspielreisen Begegnungen mit außermusikalischen Zunftvertretern durchweg mehr interessierten als die oft ermüdend eindimensionalen, kollegialen Fachsimpeleien über Bogenstriche oder gar das Charisma Claudio Abbados, nach dessen Amtsantritt Ende 1989 auch die Welt außerhalb der Konzertsäle eine andere geworden war. Im ehemaligen Niemandsland um die Berliner Philharmonie herum wuchsen die Baukräne; Claudio – der geduzt werden wollte – war angetreten, Karajans gestalterisches Vermächtnis auf der Grundlage eigener Vorstellungen in eine philharmonische Neuzeit zu überführen und beispielsweise die Anzahl der Streicher bei Beethovens Symphonien zu verringern. Durch die Verschlankung der Besetzungen konnten nun mehr Mitgereiste als früher ihren touristischen Neigungen nachgehen. Ich selbst erweiterte meine Besuchsziele um die Orte Pitten oder Edlitz/Grimmenstein und feierte unsere anhaltenden Triumphe nun auch im Gmoakeller, im Mnozil oder im Café Engländer.

Hier lernte ich – ganz im Geiste des englischsprachigen Vokabulars, das mit Beginn der Ägide Simon Rattle um sich griff – den Begriff „hurricane“ als Lernhilfe zur wienerischen Aussprache des Wortes „Heurigen“, das uns Edelpiefkes ebenso ergötzte wie H. C. Artmanns Schreibweise „Fahrradlberg“ – dessen korrekt österreichische Aussprache das Land Vorarlberg zum Fahrschein ... nein, zum Vorschein brachte.

Die meiner Einschätzung nach entbehrliche Frage, welches unserer beiden Orchester das bessere sei und ob wir diese nachvollziehbare Rivalität als bedrohlich oder eher als bereichernd empfinden, spielt angesichts des überwiegend freundschaftlich-kollegialen Austausches wohl keine Rolle, führte aber zu einer Anzahl von Ensemblegründungen nach dem Grundsatz „Wenn du deine Konkurrenten nicht bezwingen kannst, musst du dich mit ihnen zusammen-

Samstag, 2. Mai 2026

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko I Dirigent Gautier Capuçon I Violoncello

Igor Strawinsky

Pulcinella. Suite für Orchester

Peter Iljitsch Tschaikowskij Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester, op. 33

Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 36

schließen“. Die Erfolgsgeschichte des „Ensemble Wien–Berlin“, der „Philharmonix“ oder der Formation „The Philharmonic Brass“ dürfte die Tragfähigkeit dieser These untermauern. Auch wir Hornisten wären eine gesuchte Mischformation, wenn die Dienstpläne mehr Zeit für die Akquise ließen. Hervorheben möchte ich noch die „Wiener Virtuosen“, in deren inzwischen geschlossenen Reihen ich während der Proben zu ihren Faschingskonzerten hinter die Geheimnisse des Wiener Nachschlags zu kommen versuchte. Dieser Nachschlag ist – als rhythmisches Gestaltungselement, das man jenseits der Wiener Stadtgrenzen nicht erlernen kann – unverzichtbarer Bestandteil der völkerverbindenden Theorie, wonach in den ehemaligen Kronländern in jeder musikbegeisterten Familie neben der Mama, dem Papa, dem Opapa und der Omama noch ein quasi Musikbeauftragter saß, das war der „Umpapa“.

Nachschläge füllen die Lücken im Walzertakt, und lückenhaft muss auch diese kleine philharmonische Kaminplauderei bleiben, die wir mit einem Mundartgedicht aus der 1970 erschienenen Sammlung „Wiener Panoptikum“ des Wiener Schriftstellers Ernst Kein ausklingen lassen:

fois se a fremda san und noch wean kuman daun schdeigns glei aum schdefansduam auffe und schauns owe aum grom aufs rodhaus und auf di wotiefkiachn und dauun ume zum koenbeag zua daunau und zum risnral und wauns des dau haum schdeigns owa fon schdefansduam und foans gschwind wiida ham

Berliner Orchesterwart: „Dit könnte euch so passn, wir komm’ wieda!“ (Alle ab)

Klaus Wallendorf

Klaus Wallendorf im Musikverein
Foto: Monika Rittershaus

Wenn Andris Nelsons am 19. Mai im Musikverein den Ersten Aufzug von Wagners „Walküre“ dirigiert, tritt er in die Fußstapfen des umtriebigen Komponisten, der im Goldenen Saal einst selbst Auszüge seiner Werke konzertant zur Aufführung brachte. Als Sieglinde und Siegmund sind diesmal im Musikverein Sarah Wegener und Klaus Florian Vogt zu erleben.

Foto: Birgit und Peter Kainz, Wien Museum

Kränze, Bouquets und ein Gewitter

Richard Wagner im Musikverein

Als Richard Wagner am 12. Mai 1872 zum ersten Mal im Goldenen Saal des Musikvereinsgebäudes am Dirigentenpult stand, war er den Orchestermitgliedern des k. k. Hofoperntheaters, die seit 1842 in Eigenverantwortung „Philharmonische Concerte“ veranstalteten, bestens bekannt, hatte doch die Hofoper im Mai 1861 den Schauplatz eines berührenden Geschehens gebildet: Elf Jahre nach der Weimarer Uraufführung seines „Lohengrin“ konnte der seit 1849 im Exil lebende Meister erstmals einer Aufführung dieses Werks beiwohnen! Aufgrund seiner Teilnahme an der Dresdener Mairevolution aus Sachsen geflohen, war er auch in Österreich lange „Persona non grata“: Fünf Jahre zuvor habe man noch geglaubt, dass im Hofoperntheater „eher eine Oper von Meister Satan als eine von Richard Wagner“ gespielt werde, wie es in der Presse hieß.

Wagners Besuch in Wien galt nicht ausschließlich dieser Aufführung. Er beabsichtigte vielmehr, hier jene „Handlung in drei Aufzügen“ zur Uraufführung zu bringen, welche die weitere Entwicklung der Musik maßgeblich bestimmen sollte: Im September 1861 begann die Einstudierung, und laut Wagner war das Orchester „enthusiasmirt und behauptet, daß die Musik von ‚Tristan und Isolde‘ die meiner anderen Partituren übertreffe.“ Wegen Erkrankung einiger Protagonisten musste die Produktion wiederholt verschoben werden, Wagners Enttäuschung wurde jedoch durch vier Konzerte mit den Philharmonikern gemildert, die zwischen Dezember 1862 und Dezember 1863 im Theater an der Wien und im Großen Redoutensaal stattfanden. 1864 wurde das „Tristan“-Projekt endgültig aufgegeben, worauf der hochverschuldete Komponist aus Wien fliehen

musste, während die „Welthauptstadt der Musik“ sich eines Meilensteins der Musikgeschichte begeben hatte. In der Folge wurde Wagner von Bayerns 18-jährigem „Märchenkönig“ Ludwig II. gerettet: Dieser tilgte die Schulden des Komponisten und ermöglichte die Uraufführung von „Tristan und Isolde“ und der „Meistersinger von Nürnberg“ in München.

Als Wagner acht Jahre später das nächste Mal nach Wien kam, um ein Konzert zugunsten des Bayreuther Festspielhauses zu geben, hatte sich das Musikleben der Kaiserstadt grundlegend verändert: 1869 war die Hofoper in das neue Haus am Ring eingezogen, und am 6. Jänner 1870 hatte die Gesellschaft der Musikfreunde das Musikvereinsgebäude eröffnet. Das Konzert der Philharmoniker mit Wagner erregte ungeheures Aufsehen. Aus Berlin, München, Budapest und Prag

langten Bestellungen ein, und trotz der unerhörten Preise, welche die teuersten Karten der Philharmonischen Abonnementkonzerte bis zum Zehnfachen übertrafen, war der Goldene Saal gedrängt voll, als Wagner am 12. Mai 1872 Beethovens „Eroica“ sowie Ausschnitte aus „Tannhäuser“, „Tristan und Isolde“ und der „Walküre“ dirigierte. Bei deren Schlussszene, also just zur Beschwörung des Feuergottes Loge durch Wotan, brach ein gewaltiges Gewitter los, das sich erst mit dem Ausklingen des „Feuerzaubers“ beruhigte. Nicht mehr zu beruhigen war allerdings das Publikum, das auf eine Ansprache des Meisters hoffte. Laut Solobratschist Sigmund Bachrich blickte Wagner zunächst „unverwandt auf die Direktionsloge, in welcher Frau Cosima [Wagner] saß und halblaut schmunzelnd sagte er zu mir: ‚Ach nee! – was wird Muttern dazu sagen!‘“ Danach wandte er sich tatsächlich an das Publikum und führte aus, dass er dem Ausbruch des Gewitters „eine Bedeutung im Sinne

der alten Griechen beimaß, die in solchen elementaren Momenten ein Zeichen erkannten, daß selbst die Götter an dem Werke des Menschen Wohlgefallen finden.“

Knapp zweieinhalb Jahre nach seiner Eröffnung war somit der Goldene Saal Schauplatz eines überwältigenden Ereignisses. „Schon die Art, wie Wagner bei seinem Erscheinen, nach jedem Stücke und am Schlusse gefeiert wurde, dürfte beispiellos sein in den Annalen des Concertwesens. Diese Unmassen von Kränzen und Bouquets, dieser fanatische Jubel, der sich unaufhörlich erneuerte und allen Anschein hatte, kein Ende nehmen zu wollen, dieses Tücherschwenken, das Sicherheben von den Sitzen, alles das ist in einem Concertsaale in solcher Weise wohl noch nicht erlebt worden.“

„Mir kommt vor, es gefällt dem Publikum noch besser, wenn ich nicht dirigiere!“
Richard

Wagner anlässlich einer Aufführung in Wien

Der Triumph wiederholte sich beim nächsten Konzert Wagners im Goldenen Saal (1. März 1875). Schon Wochen zuvor befanden sich die „Wagnerianer“ in fieberhafter Aufregung, standen doch Ausschnitte aus der sagenumwobenen „Götterdämmerung“ (deren Uraufführung erst 1876 anlässlich der Eröffnung des Festspielhauses Bayreuth erfolgte) auf dem Programm. Wagner wurde von den Philharmonikern „mit stürmischen Hochrufen empfangen und begrüßte freundlichst die einzelnen […] Mitglieder“. Das Publikumsinteresse war womöglich noch größer als 1872: „Trotz der schweren Zeiten [nach dem Börsenkrach des Jahres 1873] und der ungewöhnlich hohen Preise war der Saal überfüllt, selbst die neben den Galerien hinlaufenden Gänge im Parterre waren mit Stühlen besetzt.“ Es herrschte ein derartiger Andrang, dass die Veranstaltung mit einer halben Stunde Verspätung begann. Der grenzenlose Jubel veranlasste Wagner zu einer bewegenden Geste: Am 15. März wiederholter er das Konzert „auf dringendes Ersuchen vieler minder bemittelter Anhänger seiner Musik“ zu gewöhnlichen Preisen.

Abbildung: Sammlungen
Gesellschaft
Musikfreunde in Wien

Am 6. Mai 1875 gab Wagner schließlich noch ein drittes „Götterdämmerungs“Konzert, und mit diesem vierten gemeinsamen Auftritt im Goldenen Saal endete die Zusammenarbeit der Philharmoniker mit dem Meister – den die Musiker allerdings in ihrer Eigenschaft als Angehörige des Hofopernorchesters noch einmal als Dirigent erleben sollten. Trotz größter Terminnot kam Wagner nach Wien, um am 2. März 1876 zum ersten und einzigen Mal eine Opernvorstellung zu dirigieren. Wiederum verdanken wir Sigmund Bachrich einen ebenso authentischen wie stimmungsvollen Bericht: „Bei der Generalprobe von ‚Lohengrin‘ richtete Wagner an Elsa und Ortrud wegen des Schlusses ihres Duetts im zweiten Akt einige Bemerkungen und ließ dann das Nachspiel vom Orchester ausführen. Die Streicher, namentlich die Geiger, nahmen sich dermaßen zusammen, daß der Meister, erstaunt über den schönen, warmen Ton der Wiener Geiger, sich umwendete und meinte: ‚Sie haben ja das viel schöner gespielt, als ich es komponiert habe.‘ Und als am Abend der Vorstel-

lung das Nachspiel […] kam, legte Wagner seinen Taktstock aufs Pult, ließ das Orchester selbständig allein weiter spielen und lächelte vergnügt über diesen Spaß, dem Orchester sein großes Vertrauen vor dem Publikum in dieser Form auszudrücken. Als das Nachspiel zu Ende war, brach ein solch’ stürmischer Beifall aus, daß Wagner unterbrechen, sich erheben und danken mußte. Darauf sagte er zu den ihm zunächst sitzenden Musikern: ‚Mir kommt vor, es gefällt dem Publikum noch besser, wenn ich nicht dirigiere!‘“

Clemens Hellsberg

Die Gedenktafel vor dem Hotel

Imperial, in dem Richard Wagner 1875 für mehrere Wochen abstieg

Dienstag, 19. Mai 2026

Gewandhausorchester Leipzig

Andris Nelsons I Dirigent

Sarah Wegener I Sopran

Klaus Florian Vogt I Tenor Vitalij Kowaljow I Bass

Robert Schumann

Symphonie Nr. 1 B-Dur, op. 38, „Frühlingssymphonie“

Richard Wagner

Die Walküre – 1. Aufzug

Foto: Julia Wesely
Foto: Markus Siber

„Es geht immer darum, das Er leben von Musik zu intensivieren“

Intendant Stephan Pauly über das Programm der Saison 2026/27

Wie entsteht ein Saisonprogramm im Musikverein? Welche Ideen, Gespräche und Visionen führen zu jenem komplexen Gefüge, das sich in 73 Abonnementzyklen entfaltet? Im Gespräch gibt Intendant Stephan Pauly Einblick in die Leitgedanken der Programmplanung, spricht über neue Konzertformate, künstlerische Schwerpunkte und darüber, wie Tradition, Entdeckung und Publikumsvielfalt zusammenfinden.

Jedes Saisonprogramm der Gesellschaft der Musikfreunde ist ein komplexes, wohlüberlegtes Gefüge aus Elementen, die sich in vielfältiger Weise aufeinander beziehen. Wie entsteht eigentlich so ein Plan in seinen Grundlinien und in seinen Details, bis jeweils die neue Broschüre erscheint?

Wir verfolgen bei der Programmierung drei Kerngedanken: erstens die großartige, wunderbare Tradition dieses Hauses lebendig zu halten und stets aufs Neue zu befeuern. Zweitens wollen wir aber auch sehr kreative Programme anbieten und Entdeckungen abseits des Mainstreams ermöglichen. Und drittens möchten wir immer wieder ein neues Publikum gewinnen. Diese drei Punkte sind unsere drei Leitsterne. Mit diesen Zielen führen wir das ganze Jahr über zahlreiche Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern, mit Managern, Dramaturgen, befreundeten Orchestern und Festivals und so weiter – und natürlich vor allem mit dem tollen Team, mit dem ich zusammenarbeiten und nachdenken darf. Meistens haben wir zwei bis zweieinhalb Saisonen gleichzeitig im Blick und entwickeln die Planungen parallel. Daraus entstehen bestimmte Programmschwerpunkte, und wir denken auch stark in Serien: Zum Beispiel wollen

wir jedes Jahr eine historische und eine zeitgenössische Komponistin in den Mittelpunkt stellen oder unsere Fokuskünstlerinnen und -künstler präsentierten. In der kommenden Saison sind das Yuja Wang, Anne-Sophie Mutter, Maxime Pascal und Franz Welser-Möst. Unsere Festivals stehen immer im Zusammenhang mit einem Objekt aus unserer berühmten Musiksammlung. Wir denken mit Kooperationspartnern wie Wien Modern über Programme nach und entwickeln gemeinsam Projekte wie die Musikverein Perspektiven. So kommt aus den verschiedensten Ideen ein derartiges Programmgeflecht zustande.

Foto: Julia Wesely

Ihre dramaturgische Handschrift erscheint besonders geprägt vom Finden und Erfinden neuer Formate, die sich ohne Bruch, ohne Gewalt, mit Flexibilität und Kreativität in das Programm eingliedern – mit immer wieder neuen, überraschenden Akzenten, die neugierig machen, und auch mit einer Portion Mut.

Wenn es so wäre, wie Sie sagen, würde mich das wahnsinnig freuen, weil die Entwicklung von neuen Formaten ja kein Selbstzweck sein darf. Neue Konzertformen und neue Konzertideen entwickeln wir, um mit Menschen in Kontakt zu kommen, die vielleicht sonst weniger in klassische Konzerte gehen würden, um mit Künstlern und Künstlerinnen neue Möglichkeiten für musikalische Erlebnisse zu finden, und um Musik, und ganz bewusst auch neue Musik, in Situationen aufführen zu können, in denen man sie sonst nicht so oft hört. Bereits seit dieser Saison gibt es in Kooperation mit den Wiener Symphonikern das Format „Hör-Bar“ mit Petr Popelka mit der Möglichkeit, Stücke für Kammerensembles zu spielen, die in Orchesterkonzerten nicht machbar wären – und ihn auch als

Kontrabassisten, Pianisten und Moderator kennen zu lernen. Beim neuen Format „Poschners Meilensteine“ wird der neue Chefdirigent des ORF RSO Wien, Markus Poschner, über Werke sprechen, die für ihn besondere Bedeutung haben, mit dem ganzen Orchester auf der Bühne. In „Auszeit“ spielen Top-Solistinnen und -Solisten, die bei uns in Orchesterkonzerten auftreten, auch im Rahmen dieses Relax-Formats, bei dem man in sehr entspannter Atmosphäre zuhören kann. Bei „night flowers“ mit Marino Formenti kann man zeitgenössische Musik in Late-Night-Konzerten erleben, die sich stark auf die Programme des Musikverein Festivals beziehen. Und es wird neue Lunch-Konzerte im Brahms-Saal geben und „Orgelnachklänge“, in denen man unsere Orgel in Kurzkonzerten erleben kann. All das verbindet sich mit einem Programm, das vertraut erscheint, aber es sind eben neue Formate, die darin integriert sind.

Inwieweit kommen mit der dramaturgischen Öffnung auch neue Publikumsschichten ins Haus?

Natürlich machen unsere Abonnentinnen und Abonnenten, unsere Mitglieder als langjähriges Stammpublikum den allergrößten Teil unserer Gäste aus. Das ist auch deshalb wunderbar, weil wir so viele Konzerte mit den besten Orchestern der Welt, mit den besten Dirigentinnen und Dirigenten, mit den tollsten Solistinnen und Solisten im Haus haben. Das ist es, was uns im Kern ausmacht. In der Saison 2026/27 seien neben den Konzerten der Wiener Klangkörper und der vielen Gastorchester, die man Jahr für Jahr bei uns erleben kann, als beispielhafte Höhepunkte genannt: das New York Philharmonic mit Gustavo Dudamel, das Cleveland Orchestra – natürlich mit Franz Welser-Möst –, das Chicago Symphony Orchestra mit Klaus Mäkelä und viele andere mehr.

Aber auch über unser Stammpublikum hinaus finden viele andere Menschen zu uns, etwa durch unser U30Programm, das wir kürzlich zu sehr günstigen Preisen neu aufgelegt haben. Da gibt es einen enormen Zulauf. Und natürlich spielt, wie seit vielen Jahren, unser Kinderund Familienprogramm eine entscheidende Rolle, mit Konzerten für alle Altersstufen, das fast immer ausverkauft ist.

Foto: Julia Wesely

In der Reihe „Musikverein Perspektiven“ bringen Sie Persönlichkeiten außerhalb der eigentlichen Musikszene mit ihren persönlichen Sichtweisen und Zugängen, mit ihren musikalischen Vorlieben herein. Haben diese Impulse, ebenso wie die von Ihnen initiierten neuen Gesprächsformate, mit veränderten Hörgewohnheiten zu tun?

Im Kern sind wir dafür da, Musik erlebbar zu machen. Und Menschen einzuladen, klassische Musik live von den tollsten Künstlerinnen und Künstlern zu erleben. Dieses Erleben steht immer im Vordergrund. Aber es ist natürlich auch bereichernd, über Musik zu sprechen. Und zwar nicht im didaktischen Sinne. Wir wollen niemandem etwas beibringen, sondern auch durch das Sprechen über Musik das Erleben intensivieren. Darum geht es immer! Mehr Wissen macht mehr Lust, und unser Publikum mag diese Veranstaltungen, insbesondere die Reihe „Auf ein Glas mit …“, sehr.

Die „Musikverein Perspektiven“ der nächsten Saison sind Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und ihrer Passion für die Musik gewidmet. Das Programm, das Bernhard Günther von Wien Modern, der Dramaturg Claus Philipp und ich gemeinsam kuratiert haben, dreht sich ganz um die Musik und um Elfriede Jelinek – mit Konzerten, Text-Musik-Performances, Lied, Orgel, Ensemblemusik, einer musikalischen Installation, Filmen und Gesprächen. Mit Jelineks musikalischen Fixsternen, mit Musik zu Texten von Elfriede Jelinek, mit einer Jahrzehnte umfassenden Reihe musikalischer und filmischer Werke von Olga Neuwirth, die sich mit Jelinek beschäftigen, und nicht zuletzt mit aktuellen Texten von Elfriede Jelinek, die an mehreren Abenden erstmals öffentlich gelesen werden.

Foto: Julia Wesely

Wie Sie schon erwähnt haben, werden auch wieder zwei Komponistinnen Porträts gewidmet, deren Namen manche vielleicht zum ersten Mal hören.

Ja, es handelt sich dabei immer um eine zeitgenössische Komponistin und um eine Komponistin aus der Musikgeschichte. Die Zeitgenossin ist Francesca Verunelli, die heute eine zentrale Position in der zeitgenössischen Musik mit einer sehr eigenen Ausdrucksweise hat. Als historischer Figur begegnen wir Emilie Mayer, einer Zeitgenossin Richard Wagners, die auch einige Zeit in Wien verbracht hat und dabei in Kontakt mit unserer Gesellschaft war. Sie taucht in der letzten Zeit glücklicherweise vermehrt in Konzertprogrammen auf. Wir können ein weit gespanntes Porträt von ihr mit Orchesterwerken, einem Liederabend, Kammermusik und auch zwei Kinderprogrammen präsentieren, die sich mit ihr beschäftigen.

Am 26. März 2027 wird auch des 200. Todestags Ludwig van Beethovens gedacht …

Und wir haben drei Projekte dazu. Genau an diesem Tag dirigiert Franz Welser-Möst die „Missa solemnis“ mit den Wiener Philharmonikern und dem Singverein zu diesem Anlass. Die Staatskapelle Dresden mit Daniele Gatti wird alle neun Symphonien Beethovens aufführen in einem Zyklus, der durchsetzt ist mit Uraufführungen und zeitgenössischen Kompositionen, die sich auf die Symphonien beziehen. Außerdem spielt Igor Levit an acht Abenden sämtliche Klaviersonaten. Er selbst sagt nach wie vor, Beethoven sei für ihn der Kern seiner künstlerischen Existenz. Auf diese Abende freue ich mich besonders.

Auch das Musikverein Festival kreist um ein BeethovenObjekt, und zwar den Schlüssel zu seinem Sarg. Was hat es damit auf sich?

Dieser Sargschlüssel ist tatsächlich ein besonderes Objekt, das eine spannende Geschichte erzählt. Als Beethoven zu Grabe getragen wurde, waren Tausende Wienerinnen und Wiener auf den Beinen, die ihn unglaublich verehrten. Es war ein wahrer Kult um ihn – ganze drei Mal wurde er in Wien beerdigt – ein Ausdruck der Verehrung, die die Wiener:innen ihren Komponisten zuteil werden ließen. Am Wiener Zentralfriedhof wurde beim dritten Begräbnis der Metallsarg mit einem Schlüssel verschlossen, der der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien überreicht wurde. Dieser Schlüssel ist für uns ein Symbol für diese glühende Liebe, für die Verehrung, für den Kult um Komponisten und für die Liebe zur Musik. Und so dreht es sich in unserem Festival, ausgehend vom Kult um Beethoven, um die Verehrung von Komponisten, über das Nacheifern, über das Dankbarsein für das, was Komponisten einem geschenkt haben. Wir spielen Stücke von Komponisten, die über andere Komponisten schrei-

ben, die Komponisten zitieren, die ihren Vorgängern musikalische Denkmäler setzen, Hommagen schreiben, Musik der Vergangenheit verarbeiten. Da wird es zum Beispiel Musik von Mozart geben, die sich Händel widmet, Musik von Schumann, die sich auf Beethoven bezieht, Musik von Brahms, die auf Haydn zurückgreift, von Rachmaninow, der Tschaikowskij huldigt, und auch Klassiker der Moderne wie zum Beispiel „Sinfonia“ von Luciano Berio, in der er sich auf Gustav Mahler und insgesamt auf etliche Komponisten aus der Geschichte bezieht. Ein fantastisches Werk, das gar nicht so oft aufgeführt wird, weil es ziemlich aufwendig ist.

Kurz: Werke, in denen ein liebender und verehrender Umgang mit Musik stattfindet, wie er im Grunde auch unsere gesamte Arbeit jeden Tag in jeder Saison prägt.

Das Gespräch führte Daniel Ender.

Foto: Wolf-Dieter Grabner
Foto: Tommy Hetzel

Ein starkes Paar

Magdalena Kožená und Sir Simon Rattle

Beim Mai-Gastspiel des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks steht neben Werken von Haydn, Schumann, Brahms und Strawinsky auch der Liederzyklus „Where are You?“ des tschechischen Komponisten Ondřej Adámek auf dem Programm. Ans Pult tritt Chefdirigent Sir Simon Rattle, Solistin ist Magdalena Kožená. Nicholas Kenyon, Erster Opernkritiker des „London Telegraph“ und Rattle-Biograph, wirft für die „Musikfreunde“ einen Blick auf die so außergewöhnliche wie erfolgreiche künstlerische und persönliche Partnerschaft der beiden.

Im Dezember des vergangenen Jahres wurde im Spanischen Saal der Prager Burg der renommierte AntonínDvořák-Preis 2025 an zwei herausragende Künstlerpersönlichkeiten verliehen: an das Ehepaar Magdalena Kožená und Sir Simon Rattle. Es war in vielerlei Hinsicht ein denkwürdiger Abend, denn ganz ihrer typischen Manier folgend, feierten die beiden die Auszeichnung im Kreise ihrer musikalischen Freunde, die spielten, während sie den Preis entgegennahmen.

Mit dieser Ehrung wurde zugleich eine Partnerschaft gewürdigt, die mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnte währt. Sie nahm ihren Ausgang, als Magdalena Kožená 2003 an der Glyndebourne Festival Opera den Idamante in Mozarts „Idomeneo“ sang – dirigiert von Simon Rattle. Es ist dies eine Partie, die sie unter seiner Leitung erst jüngst wieder übernommen hat, sowohl in Aufführungen als auch in einer neuen Einspielung mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Die Wege, die die beiden Künstler hierher führten, hätten unterschiedlicher kaum sein können – doch sie mündeten in eine außergewöhnliche künstlerische und persönliche Beziehung, die sich in verschiedensten Genres entfaltet

hat: in ihrer Zusammenarbeit an tschechischer Musik ebenso wie im zeitgenössischen Repertoire, etwa im hinreißenden Liederzyklus „Where are You?“ von Ondřej Adámek, den sie gemeinsam zur Uraufführung gebracht haben und nun auch im Musikverein präsentieren.

Wie Magdalena Kožená kürzlich in einem Interview erzählte, tauchte sie bereits in frühester Kindheit in das tschechische Repertoire ein: Mit sechs Jahren begann sie Klavier zu spielen und sang parallel dazu im Kinderchor der Brünner Philharmonie, mit dem sie oftmals in Produktionen des Janáček-Theaters involviert war. Ihr als Tschechin erschlossen sich rasch die idiomatische Musiksprache und die ungewöhnlichen Vokallinien der Opern Leoš Janáčeks. Während ihrer Studienzeit am Brünner Konservatorium gründete sie ein Ensemble für Alte Musik, und mit barockem Repertoire von Claudio Monteverdi, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach erlangte sie auch erste breite Aufmerksamkeit. Bis heute ist deutlich spürbar, wie selbstverständlich ihr die ältere Musik liegt – etwa in ihrer vor einiger Zeit erschienenen, vielbeachteten Aufnahme von Händels „Alcina“ unter Marc Minkowski.

Fotos: Julia Wesely

Simon Rattle wiederum wuchs im englischen Liverpool auf. Die lebendige Orchesterszene der 1960er Jahre ließ in ihm den Wunsch reifen, Dirigent zu werden. Als begeisterter Konzertgänger und leidenschaftlicher Partiturleser von jungen Jahren an, stellte er spontan Orchester zusammen, um das Repertoire zu erkunden. Bemerkenswert an diesem Repertoire ist, wie sehr es vom 20. Jahrhundert geprägt war: Für Simon Rattle standen nicht Beethoven oder Brahms im Zentrum, sondern Gustav Mahler, Igor Strawinsky, Béla Bartók, Dmitrij Schostakowitsch – und Janáček. Zugleich wandte er sich auch früherer Musik zu, etwa mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment in Werken von Rameau und Bach. Die Aufführung von Mozarts „Idomeneo“ 1987 war das erste große Projekt des Ensembles.

Gemeinsame Bezugspunkte – die tschechische Musik und ein Repertoire jenseits des klassischen Mainstreams –führten die beiden Künstler zusammen, und wohl nirgends berührten sich ihre Wege so intensiv wie bei Janáček. Schon vor Jahrzehnten geriet die „Glagolitische Messe“ unter dem Dirigat Simon Rattles zu einem Ereignis von berauschend roher Vitalität. Er setzte sich für Janáčeks frühe Oper „Osud“ ein und dirigierte bei seinem Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London „Das schlaue Füchslein“.

Magdalena Kožená wiederum hielt neben Opernengagements stets das tschechische Liedrepertoire lebendig. Sie genießt geradezu die Natur der tschechischen Sprache, die es ihr ermöglicht, den emotionalen Kern der Musik unmittelbar zum Ausdruck zu bringen.

Während sie als vielgefragte Solistin um die Welt reiste, legte Simon Rattle den Fokus bewusst auf einige zentrale Partnerschaften mit ausgewählten Orchestern: Von 1980 an formte er das City of Birmingham Symphony Orchestra über achtzehn Jahre hinweg zu einem Ensemble von Weltrang. 1999 wurde er als Nachfolger von Claudio Abbado zum Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker gewählt, für eine Amtszeit, die sich von 2002 bis 2018 erstreckte und in der er insbesondere das zeitgenössische Profil und die Musikvermittlungsprogramme des Orchesters stärkte. Anschließend leitete er ab 2017 das London Symphony Orchestra, bevor er 2023 Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks wurde.

Nach ihrer ersten Begegnung in Glyndebourne – damals waren beide noch anderweitig gebunden – heirateten Simon Rattle und Magdalena Kožená 2008 in Brünn und haben heute drei gemeinsame Kinder. Simon Rattles Konzentration auf wenige enge Orchesterbindungen erwies sich als fruchtbar: Sie ermöglichte gewachsene Beziehungen und eine vertiefte Repertoirearbeit. Als Conductor Emeritus des London Symphony Orchestra führt

er seine jährliche Aufführungsreihe von Janáček-Opern fort, aus der hochgelobte Neueinspielungen von „Jenůfa“ und „Katja Kabanowa“ – mit Magdalena Kožená als Varvara – hervorgegangen sind; „Die Sache Makropulos“ steht kurz bevor.

Die Zusammenarbeit der beiden hat sich weiter vertieft, insbesondere seit Simon Rattle 2024 das Amt des Ersten Gastdirigenten der Tschechischen Philharmonie übernommen hat. Mit ihr nahm er Dvořáks beliebte „Slawische Tänze“ auf sowie zwei Alben mit Magdalena Kožená: „Folk Songs“ mit Musik von Bartók, Berio, Ravel und Montsalvatge sowie „Czech Songs“ mit Werken von Martinů, Dvořák und Hans Krása – von der Kritik gerühmt für die „unprätentiöse Schlichtheit, mit der Kožená ihren fragilen Zauber bewahrt“.

Ganz in der Gegenwart angekommen ist ihre Partnerschaft im Dienste der tschechischen Musik durch ihren Einsatz für Ondřej Adámeks Auftragswerk „Where are You?“, gemeinsam initiiert von „musica viva“, der Konzertreihe für zeitgenössische Musik des Bayerischen Rundfunks, und dem London Symphony Orchestra. Die höchst ungewöhnlichen Klangfarben des Komponisten geben Magdalena Koženás dramatischer Ausdruckskraft freien Raum – von entrücktem Atem bis hin zu schneidender Deklamation. Das Werk, das mittlerweile beim Lucerne Festival und beim Musikfest Berlin sowie an weiteren bedeutenden europäischen Spielstätten Furore macht, ist auf dem Weg, ein zeitgenössischer Klassiker zu werden. Adámeks Faszination für Sprachen und kulturelle Vielfalt spiegelt sich auch in Projekten wie der Einbindung koreanischen Pansori-Gesangs oder seiner A-cappella-Oper „Seven Stones“, die 2022 beim Festival d’Aix-en-Provence zur Uraufführung gelangte.

Weshalb erhielten Magdalena Kožená und Sir Simon Rattle den Antonín-Dvořák-Preis? Gewiss, weil beide unermüdlich Neues wagen, das Repertoire erkunden und die Kunstform Musik weiterdenken. Die Internationalisierung des Musiklebens hat vieles bereichert, doch man wirft ihr bisweilen vor, kulturelle Eigenheiten einzuebnen. Wer jedoch Magdalena Kožená und Simon Rattle in ihrer leidenschaftlichen Hingabe an die unverwechselbaren Klangfarben tschechischer Musik erlebt – ebenso wie in den Gipfelwerken des europäischen Repertoires mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks –, wird kaum bezweifeln, dass diese vitale Partnerschaft das Musikleben in immer neue, abenteuerliche Gefilde führt.

Nicholas Kenyon

Unermüdlich Neues wagen, das Repertoire erkunden und die Kunstform Musik weiterdenken.
Sir Simon Rattle und Magdalena Kožená

Dienstag, 12. Mai 2026

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Sir Simon Rattle | Dirigent

Magdalena Kožená | Mezzosopran

Joseph Haydn

Symphonie D-Dur, Hob. I:86

Ondřej Adámek

„Where are You?“ für Mezzosopran und Orchester

Johannes Brahms

Symphonie Nr. 4 e-Moll, op. 98

Mittwoch, 13. Mai 2026

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Sir Simon Rattle | Dirigent

Robert Schumann

Symphonie Nr. 2 C-Dur, op. 61

Igor Strawinsky

Der Feuervogel

Im Mai nimmt sich Riccardo Muti mit den Wiener Philharmonikern im Großen Musikvereinssaal die letzten drei Symphonien von Joseph Haydn vor. Mit Walter Weidringer sprach der Maestro vorab über den übergeordneten musikalischen Geist in Haydns Werken, seinen Stolz, Neapolitaner zu sein, und die Entwicklungen in der Aufführungspraxis.

Fotos: Julia Wesely

Mit Kleinigkeiten Großes bauen

Riccardo Muti dirigiert Haydn

Maestro Muti, der Name Joseph Haydn ist in den Programmen der großen Orchester selten geworden … … und das, obwohl er der Vater der Symphonie ist. Aber alle wollen Mahler und Schostakowitsch dirigieren, Bruckner hingegen schon weitaus weniger. Mahler ist zwar genau genommen sehr schwierig zu realisieren – aber trotzdem kommt man mit ihm immer davon. Selbst wenn die Aufführung eigentlich gar nicht so besonders war: Das Publikum findet sie auf jeden Fall aufregend. Bei Bruckner kann man solche Spielchen schon nicht mehr spielen. Und bei Haydn schon gar nicht.

Warum nicht? Und ist das bei Mozart anders? Mozart macht es einem auf gefährliche Weise schon wieder leichter. Denn wenn eine Mozart-Aufführung nicht so gelungen ist, verzeiht es die Musik den Interpreten trotzdem. Mozart hilft uns – Haydn nicht! Er schreibt Musik um der Musik willen, das ist ganz ähnlich wie bei Luigi Cherubini. Haydn versucht nie, sich dem Publikum anzudienen …

Aber er verwendet doch so oft populäre Melodien, Volksliedanklänge, macht musikalische Scherze … Ja, schon, aber all das geht auf in seinem übergeordneten musikalischen Geist, seiner Intelligenz. Natürlich wollte auch Mozart Erfolg haben, und zugleich biedert auch er sich nicht an. Der Unterschied ist, dass Mozarts Musik per se … – sagen wir: von Gott gesegnet ist. Führt man Haydn schlecht auf, hat man keine Chance.

Wie wenn man als Anwalt sein Plädoyer schlecht vorträgt oder bei Witzen die Pointe vermasselt?

Genau! Dann hat man einfach verloren. Und in der heutigen Welt, in der alles und alle immer lauter werden, damit man sie bloß nicht überhört, wird das nicht leichter. Das gilt auch für den Konzertsaal: Ich habe Ihnen ja bei anderer Gelegenheit schon gesagt, dass ich nicht verstehe, wie Dirigenten Sängerinnen und Sängern erlauben können, hinter ihrem Rücken an der Rampe zu stehen, damit sie nur ja gut gehört und vor allem gesehen werden. Aber so kann man nicht kommunizieren! Und das arme Orchester wird zu einer bloßen Begleitung, ohne eine musikalische Beziehung eingehen zu können. Ein Streichquartett setzt sich ja auch nicht so auf die Bühne, dass keiner den anderen anschauen kann. In so einem Umfeld hat es ein Haydn immer schwerer. Und auch, weil es einfach mehr Zeit erfordert, seine Partituren zu studieren und gut zum Klingen zu bringen.

Woran liegt das?

Haydn ist ein Architekt der Musik. Deshalb bildet auch Haydn die Brücke zu Beethoven – und nicht Mozart. Und aus demselben Grunde hat Beethoven, der Haydn-Schüler, auch Cherubini so bewundert, denn der gehört in die gleiche Kategorie. Wie sagten die alten Römer? „Cum parvis componere magna“: mit Kleinigkeiten etwas Großes bauen. Und als Neapolitaner bin ich natürlich besonders stolz, dass Porpora, der Vater der Neapolitanischen Opernschule, Haydns Lehrer war. Haydn erinnert sich später dankbar daran, wie viel er bei Porpora gelernt hat.

„Haydns Musik kommt von Gott – aber zugleich aus einem menschlichen Gehirn.“

Trotzdem, und so maßstabsetzend Haydns Symphonien auch waren: Als Opernkomponist stand er doch auch seinerzeit in Mozarts Schatten. Was fehlt seinen Opern? Ich kenne sie zu wenig, um darauf erschöpfend antworten zu können. Aber Haydns „La creazione“, sein Oratorium „Die Schöpfung“, ist doch in vielerlei Hinsicht durchaus opernhaft. Die musikalischen Schilderungen von Sonne, Mond und all den Tieren: Seine Musik besitzt eine enorme Bildkraft. Aber eigentlich hat doch jede musikalische Geste etwas Opernhaftes – „ogni azione è teatro“. Wir alle auf diesem schmutzigen Planeten sind Schauspieler, wir produzieren uns auf verschiedenen Bühnen. Und das Stück, das wir dabei spielen, wird immer mehr zur Tragödie … Vielleicht liegt der Unterschied zwischen Mozart und Haydn, und da spreche ich wieder mehr über die Symphonien oder allgemein über die Instrumentalwerke: Bei Mozart gewinnt man immer, sobald die nächste begnadete Melodie erklingt, mit der er auf seine typische Weise zärtlich umgeht. Mozarts Musik kommt von Gott. Haydns Musik kommt auch von Gott – aber zugleich aus einem menschlichen Gehirn.

Hat Haydn in Ihrem Musikstudium in Italien eine große Rolle gespielt?

Viel mehr noch als es heute der Fall ist! In Neapel gab es damals ein sehr gutes Kammerorchester der RAI, das nach Alessandro Scarlatti benannt war. Dieses Orchester hat viel Haydn gespielt. Heute haben die historischen und historisch informierten Ensembles solchen Klangkörpern den Rang abgelaufen, und auch aus den Programmen der großen Symphonieorchester verschwinden die Werke der Klassik. Das ist eine Katastrophe. Ich spreche jetzt sicher nicht von den Wiener Philharmonikern, aber: Wir laufen Gefahr, dass den großen Orchestern mit diesen Werken, die in den Besitz der Barockensembles übergehen, auch das entsprechende Stilbewusstsein und die Spielkultur verloren geht.

Donnerstag, 14. Mai 2026

Donnerstag, 21. Mai 2026

Wiener Philharmoniker

Riccardo Muti | Dirigent

Joseph Haydn

Symphonie B-Dur, Hob. I:102

Symphonie Es-Dur, Hob. I:103, „Symphonie mit dem Paukenwirbel“

Symphonie D-Dur, Hob. I:104, „Salomon“

Die Forschungen zur historischen Aufführungspraxis haben aber viele wichtige Erkenntnisse gebracht … Absolut, sie waren ungemein wichtig und haben Generationen gelehrt, viel aufmerksamer auf die Unterschiede der Klangsprache zwischen Epochen und Komponisten zu achten. Aber wir können das Rad der Zeit nicht zurückdrehen. Wir können Autos, Flugzeuge, Fernsehen und all den modernen Krach nicht aus unserem Leben und aus unserem Erfahrungsschatz eliminieren und Mozart so hören, wie das Publikum zu Mozarts Zeit Mozart gehört hat. Wir kleiden uns auch ganz anders, essen ganz anders. Ich bin überhaupt nicht gegen diese Ensembles und ihre Erkenntnisse – aber es darf nicht dazu kommen, dass die großen Orchester die Klassik und sogar Schuberts Symphonien aus ihrem Repertoire verlieren. Als ich Musikdirektor in Chicago wurde, habe ich, um an der Klangqualität vor allem der Streicher zu arbeiten, einen kompletten Zyklus der Schubert-Symphonien angesetzt. Wann hört man schon die Erste oder die Zweite? Und genau in diesem Sinne habe ich sofort zugestimmt, die letzten drei Symphonien Joseph Haydns aufzuführen. Das sind Meisterwerke, Kathedralen der klassischen Musik! Und ich weiß jetzt schon, dass die Wiener Philharmoniker und ich da harte Arbeit werden leisten müssen – es geht nicht nur um den sogenannten Stil, um Phrasierung, Dynamik und Artikulation und so weiter, sondern auch um die Güte des Klangs. Etwa, wie man auf die unterschiedlichen Modulationen reagiert. Das ist eine Herausforderung, die ich aber unbedingt noch annehmen will, bevor ich auf dem Friedhof lande. (lacht)

Sie haben auch Beethovens „Missa solemnis“ fast fünf Jahrzehnte lang studiert, bevor Sie sie erstmals dirigiert haben … … weil ich zuvor nicht den Mut dazu hatte. Toscanini hat gesagt, den Takt schlagen könne „ogni asino“, jeder Esel. Es kommt darauf an, Musik zu machen! Und je älter ich werde, desto mehr begreife ich, wie schwierig das ist. Dinge, die mit dreißig oder vierzig selbstverständlich waren, erscheinen mir jetzt viel herausfordernder. Dazu gehört auch Haydn. Zugleich ist es ein Paradox und klingt vielleicht despektierlich, aber: Haydns Musik ist wie eine Dusche am Morgen – erfrischend und unverzichtbar.

Das Gespräch führte Walter Weidringer.

Abbildungen: Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Von A wie Avdeeva bis U wie Uchida: Die Spielarten der Klavierkunst sind im Musikverein in den Monaten Mai und Juni besonders variantenreich. Agnes Wolf, selbst Pianistin, hat für die „Musikfreunde“ den Versuch unternommen, der Vielfalt in sechs Kurzporträts einen Namen zu geben.

Foto: Julia Wesely

Ein Instrument und seine vielen Stimmen

Sechs Pianist:innen im Kurzporträt

Luise Adolpha Le Beau zitiert in ihren „Lebenserinnerungen einer Komponistin“ den Musikhistoriker Herrmann Ritter, der das Musikschaffen des 19. Jahrhunderts mit „einem großen Walde, der mit allen möglichen Baumarten bestanden ist“ verglichen hat. Ein treffendes Bild ganz besonders für die Vielfalt der Klavierwelt jener Epoche, als das Klavier vom Salon bis zum Dorfwirtshaus so selbstverständlicher Bestandteil des Mobiliars war wie heute der Flachbildfernseher. Das Klavier hatte sich einer Wechselwirkung zwischen immer ambitionierteren Kompositionen und darauf reagierendem Klavierbau innerhalb kurzer Zeit zu einer buchstäblich „alle Stückln spielenden“ Klangmaschine entwickelt, die Komponist:innen zu einer unendlichen Fülle an Repertoire für das wohl beliebteste Instrument aller Zeiten inspirierte.

Den Biotop-Gedanken weiterführend, zählt Le Beau, die auch Pianistin war, sich bescheiden nicht „zum großen Gehölz“, findet jedoch, „daß nicht nur die wenigen Riesenbäume den Wald ausmachen, sondern daß auch die kleinen Bäume, Sträucher, Gräser, Blumen und Moose nötig seien, um demselben den eigentlichen Charakter zu verleihen“ – ein schöner Gegenentwurf zum Konkurrenzdenken! Auch wenn Klavierkarrieren heute kaum noch ohne Wettbewerbsgewinne denkbar sind – im Mai und Juni sind gleich drei Warschauer Chopin-Preisträger:innen im Musikverein zu Gast –, dürfen sich einzelne Musiker:innen durchaus als Teil eines großen Ganzen betrachten: Die internationalen Bühnen bieten Raum für viele. Im Musikverein geben sich zum Saisonende sechs herausragende Pianist:innen in unterschiedlichen Stadien ihrer Laufbahn die Klinke in die Hand.

Wiener Weltenbürgerin

Mitsuko Uchidas langjährige Verbindung mit dem Musikverein wurde in der vergangenen Saison mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft neu besiegelt. In ihrem bevorstehenden Klavierabend destilliert sie die Essenz jenes Repertoires, das sowohl mit ihrer Künstlerpersönlichkeit als auch untrennbar mit der Musikstadt Wien verbunden ist. In Interviews hat sie geäußert, welche Herausforderung die Transition zwischen den unterschiedlichen Welten Mozarts und Beethovens innerhalb eines Konzerts bedeutet. Man könnte daher vermuten, die kurzen Webern-Variationen seien eingestreut, um nach den BeethovenVariationen quasi die Geschmacksnerven für das Eintauchen in die Mozart-Welt zu neutralisieren. Doch die Künstlerin interpretiert jeden Ton der Zweiten Wiener Schule mit derselben ihr eigenen emotionalen Feinnervigkeit, als wäre er von Schubert – und die Abwesenheit des vertrauten Parameters Tonalität eine Lappalie, auf die man beinah vergessen könnte. Mozart ist der Komponist, in dessen Universum Uchida förmlich zu leben scheint. Alles, was ihn ausmacht, ist auch in der nur scheinbar „kleinen“ d-Moll Fantasie komprimiert, die leider unvollendet blieb. Auch der erste Satz der Schubert-Sonate G-Dur ist in alten Ausgaben mit dem Titel „Fantasie“ überschrieben – ist er doch trotz strenger Form alles andere als ein üblicher Sonatensatz. Die extreme Dynamik, die vom dreifachen Piano bis zum dreifachen Forte reicht, ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Schubert nie ein eigenes Klavier besaß und dass die Instrumente, die er bei Freunden zur Verfügung hatte, seinen orchestralen Vorstellungen nicht ansatzweise genügen konnten. Interpret:innen sind gefordert, mit den langgehaltenen Akkorden weit über die Grenzen des Klaviers hinauszudenken. Wenn eine Interpretin diese klangliche Vorstellungskraft besitzt, so ist es Mitsuko Uchida.

Intellekt und Leidenschaft

Yulianna Avdeeva konnte 2010 den Chopin-Wettbewerb in Warschau für sich entscheiden, als erste Frau nach dem Sieg Martha Argerichs und als vierte Frau in der Geschichte des Wettbewerbs überhaupt. Im Musikverein gastiert sie im Mai gleich zweimal – zunächst mit dem berühmten Zweiten Klavierkonzert Rachmaninows, den sie als besten Pianisten aller Zeiten bezeichnet. Als weiteres Vorbild nennt sie ihre große Vorgängerin Argerich. Avdeeva interpretiert Chopin kontrolliert, sensibel und mit einer Noblesse, die die Vorstellung nahelegt, dass das Klavierspiel des feinfühligen Komponisten ähnlich geklungen haben könnte. Unnötige Show-Effekte vermeidet sie, umso mitreißender und berührender sind die Momente, in denen sie die gezügelte Leidenschaft kraftvoll freilässt oder eine in den Mittelstimmen versteckte, besonders schöne harmonische Wendung auf dem Silbertablett serviert. Ihre Programme gestaltet sie durchdacht und mit viel Hintergrundwissen über Komponisten und historischen Kontext. Neben Chopin präsentiert sie in ihrem Klavierabend Werke ihrer russischen Heimat, außerdem eine Mazurka von Władysław Szpilman, dessen Name vielleicht nicht jedem so geläufig ist wie der auf seinen erschütternden Lebenserinnerungen basierende Film „Der Pianist“. Das ein wenig an Chopin erinnernde Kleinod greift ans Herz – Szpilman komponierte es 1942 im Warschauer Ghetto. Yulianna Avdeeva hat kürzlich unter dem Titel „Resilience“ ein Album vorgelegt, in dem sie sich mit ebendieser Thematik befasst: Der scheinbar übermenschlichen Kraft, die Komponisten befähigte, der Unterdrückung durch totalitäre Regime etwas entgegenzusetzen und Werke zu schaffen, die von Lebenswillen, Hoffnung und Glauben an die Menschlichkeit zeugen – eine Botschaft, wichtiger denn je!

Foto: Dieter Nagl
Foto: Igor Ripak

Weite und Tiefe

Fließende Leichtigkeit

Bruce Liu möchte einer Welt zunehmender Gleichförmigkeit mit Mut zur eigenen musikalischen Persönlichkeit begegnen. Während einer pandemiebedingten Auszeit fand er zu individueller interpretatorischer Freiheit und überzeugte damit auch die Jury des Chopin-Wettbewerbs 2021! Seither musste er sich an ein neues Lebenstempo, Reisen und Jetlags gewöhnen. „Sei wie Wasser“, das berühmte Filmzitat des Kampfkünstlers, der Bruce Liu zu seinem Künstlernamen inspirierte, regt dazu an, auf Veränderungen mit Flexibilität zu reagieren. Dass Liu den nötigen Ausgleich beim Schwimmen findet, überrascht also nicht. Auch in seinem fließenden und technisch geschmeidigen Spiel lassen sich Analogien dazu erkennen. Sein Programm bietet neben bekannten virtuosen Highlights wie Liszts „Rhapsodie espagnole“, die Bruce Liu mit mitreißender Leichtigkeit interpretiert, auch Raritäten: Beethovens „Mondschein-Sonate“ kombiniert der Pianist mit zwei „Clair de lune“ genannten Stücken, jedoch nicht erwartbar aus der Feder Debussys, sondern des Spaniers Mompou.

Seong-Jin Cho hat mit seinem Sieg beim Chopin-Wettbewerb 2015 einen fulminanten Karrierestart hingelegt. Dabei möchte er mit geschätzten Kolleg:innen eigentlich nicht konkurrieren und teilt diese Sicht mit Béla Bartók, von dem der vielzitierte Satz stammt: „Wettbewerbe sind für Pferde, nicht für Künstler:innen!“ Um sich nicht auf ein Label reduzieren zu lassen, verzichtete er zunächst eine Saison lang ganz auf Chopin, legte stattdessen eine Ravel-Gesamteinspielung vor und beschäftigte sich mit Händel. Seine bereits als Kind angelegte, umfangreiche Repertoire-Wunschliste hat er immerhin bereits zur Hälfte abgearbeitet. Doch das eigentliche Ziel des jungen Pianisten mit scheinbar unendlicher Kapazität gilt nicht der Quantität, sondern dem Wunsch, durch lebenslange Beschäftigung mit den einstudierten Werken zu immer größerer musikalischer Tiefe zu finden. Im Konzert fühlt er sich frei und energetisiert – wer ihn auf der Bühne bewundert, würde kaum vermuten, dass er sich privat als introvertiert empfindet.

Für seinen Klavierabend im Musikverein hat er Bachs erste Partita gewählt, gefolgt von der berüchtigt anspruchsvollen Schönberg-Suite und Schumanns „Faschingsschwank aus Wien“. Und glücklicherweise dürfen wir ihn im Musikverein auch wieder mit seinen pianistisch makellosen, eleganten und musikalisch beglückenden Chopin-Interpretationen erleben!

Foto: Amar Mehmedinovic
Foto: Julia Wesely

Puristischer Poet

Sir András Schiff beginnt sein Tagwerk seit seinem 17. Lebensjahr immer zunächst mit einer halben Stunde Bach. Auch die Partiten begleiten ihn schon ein halbes Leben. Zweimal hat er sie bereits eingespielt und im Laufe seiner Karriere immer wieder zyklisch aufgeführt – eine Reise voller Entdeckungen in diesem Meisterwerk, das laut Schiff „immer größer ist als der Interpret“. Die unterschiedlichen Charakteristika der Tonarten, zu Bachs Zeit eine physikalische Tatsache, nehmen wir auch auf dem modernen, gleichschwebend gestimmten Flügel noch deutlich wahr. András Schiff hat dazu ganz persönliche, synästhetische Empfindungen: G-Dur ist für ihn ein frisches Grün, a-Moll hingegen blutrot. Polyphone Werke denkt er orchestral, hört Holzbläser und vor allem auch die menschliche Stimme: „Bei Klavier denke ich nie an Klavier!“ Seine hochassoziative Herangehensweise, gepaart mit umfangreichem Wissen, wirkt in seinen Konzertmoderationen erfrischend und macht vielleicht auch das gewisse Etwas von András Schiffs Interpretationen aus. Fans haben Mühe mit Schubladisierungen: Für die einen ist er Purist, für die anderen Poet. Aber ist das überhaupt ein Widerspruch, gerade in Bezug auf Bachs Musik? Architektonisch perfekt konstruiert, ist zugleich jeder Ton voller Emotion. Schiff äußert sich im musikalischen Kontext übrigens auch gern politisch: „Bei Bach ist kein Ton einfach nur Begleitung – alle sind gleich wichtig, wie in der Gesellschaft!“ Spricht Schiff über die verschiedenen Tanzsätze der Suiten – die spanische Sarabande, die französische Courante, die schottisch/irische Gigue – wird er noch deutlicher: „Bach war kein Nationalist, er war Kosmopolit!“ András Schiff wünscht sich eine europäische Flagge mit Bachs Portrait darauf – ist das nicht ein schöner Gedanke?

Singen und Atmen

Lukas Sternaths Interesse galt als Kind zunächst dem Jazz. Als Wiener Sängerknabe lernte er die klassische Musik kennen und lieben und entschied sich schließlich für eine Pianistenlaufbahn. Für seinen Klavierabend hat er die große A-Dur-Sonate von Franz Schubert gewählt, den er als seinen Herzenskomponisten bezeichnet. Vielleicht ist es kein Zufall, dass ihm die Klaviermusik des großen Liedkomponisten scheinbar so mühelos aus den Fingern strömt, hat er doch bei den Sängerknaben Atmen, Singen und damit natürliches Phrasieren gelernt. Es zählt zu den größten pianistischen Herausforderungen, eine langgezogene Kantilene zu gestalten, wird doch ein einmal angeschlagener Ton am Klavier immer leiser und gilt es, diese physikalische Gegebenheit zu überlisten. Sternath gelingt es, die wunderbaren Schubert’schen Gesangslinien direkt und ungekünstelt auf das Klavier zu projizieren, „sein“ Schubert klingt natürlich, frei und unmanieriert. Doch auch Virtuoses liegt Sternath, dessen Hände wie speziell für seinen Beruf designt scheinen: Auf dem weiteren Programm stehen Liszts „Funérailles“ und Prokofjews Achte Sonate – die letzte der drei „Kriegs-Sonaten“, die zwar nicht dezidiert programmatisch konzipiert wurden, aber dennoch ihre Entstehungszeit während des Zweiten Weltkriegs musikalisch reflektieren. Im ersten Satz ist mehrmals eine Reminiszenz an den ersten Komponisten des Abends zu hören: Nur wenig verfremdet, erkennt man Schuberts „Leiermann“ aus der „Winterreise“. Schubert-Fans mögen die Ohren spitzen, um diese magischen Momente nicht zu verpassen.

Foto: Julia Wesely
Foto: Julia Wesely

Samstag, 16. Mai 2026

Mitsuko Uchida I Klavier

Ludwig van Beethoven

32 Variationen über ein eigenes

Thema für Klavier c-Moll, WoO 80

Anton Webern

Variationen für Klavier, op. 27

Wolfgang Amadeus Mozart

Fantasie für Klavier d-Moll, KV 397

Franz Schubert

Sonate für Klavier G-Dur, D 894

Montag, 18. Mai 2026

Gewandhausorchester Leipzig

Andris Nelsons I Dirigent

Yulianna Avdeeva I Klavier

Sergej Rachmaninow

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll, op. 18

Dmitrij Schostakowitsch

Symphonie Nr. 10 e-Moll, op. 93

Dienstag, 19. Mai 2026

Yulianna Avdeeva I Klavier

Frédéric Chopin

Barcarolle für Klavier Fis-Dur, op. 60

Dmitrij Schostakowitsch

Präludium und Fuge D-Dur, op. 87/5

Władysław Szpilman

Mazurka f-Moll

Peter Iljitsch Tschaikowskij

Dumka. Russische Dorfszene e-Moll, op. 59

Sergej Rachmaninow

Prélude für Klavier Ges-Dur, op. 23/10

Frédéric Chopin

Polonaise für Klavier As-Dur, op. 53

Samstag, 30. Mai 2026

Bruce Liu I Klavier

György Ligeti

Études, premier livre: 4. Fanfares

Johann Sebastian Bach

Französische Suite Nr. 5 G-Dur, BWV 816

Frédéric Chopin

Nocturnes für Klavier cis-Moll und Des-Dur, op. 27

Maurice Ravel

„Alborada del gracioso“ für Klavier

Claude Debussy

Rêverie

Ludwig van Beethoven

Sonate für Klavier cis-Moll, op. 27/2, „Mondschein-Sonate“

Federico Mompou

Glossa sobre „Au clair de lune“

Fantasia sobre „Au clair de la lune“

Franz Liszt

Rhapsodie espagnole

Sonntag, 31. Mai 2026

Seong-Jin Cho I Klavier

Johann Sebastian Bach

Partita für Klavier Nr. 1 B-Dur, BWV 825

Arnold Schönberg

Suite für Klavier, op. 25

Robert Schumann

Faschingsschwank aus Wien.

Fantasiebilder für Klavier, op. 26

Frédéric Chopin

14 Valses

Montag, 8. Juni 2026

Sir András Schiff I Klavier

Johann Sebastian Bach

Partiten Nr. 1–6, BWV 825–830

Dienstag, 9. Juni 2026

Lukas Sternath I Klavier

Franz Schubert

Sonate für Klavier A-Dur, D 959

Franz Liszt

„Funérailles“ aus „Harmonies poétiques et relegieuses“

Sergej Prokofjew

Sonate für Klavier Nr. 8 B-Dur, op. 84

Peri, ein elfenartiges Wesen der persischen Mythologie, im Gemälde von Gustave

und Robert Schumann

Das Tor zum Paradies öffnet sich wieder! Robert Schumanns Meisterwerk „Das Paradies und die Peri“ ist nach längerer Pause wieder im Musikverein zu erleben – prominent besetzt mit den Wiener Symphonikern, ihrem Chefdirigenten Petr Popelka und Julia Kleiter als Peri. Und mit dem Singverein – dem Chor, der das Werk einst mit Clara Schumann am Klavier studierte.

Moreau –
Abbildung: Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Eine Träne für das Paradies

Robert Schumanns

„Das Paradies und die Peri“

Eduard Hanslick saß versonnen im Goldenen Saal. Sicher, den Bleistift hatte er gespitzt, das war er sich schuldig als Wiens oberster Musikkritiker. Seine Leserschaft durfte wie immer ein scharfes Urteil und blitzende Pointen erwarten. Aber versonnen war er – und ein wenig nostalgisch, als er so dasaß am 15. Jänner 1888 und „Das Paradies und die Peri“ hörte. Hans Richter dirigierte, es spielte das „Gesellschaftsorchester“, es sang der Singverein nebst einer erlesenen Solistenschar. Und das „Publicum“, so Hanslick, „lauschte den Klängen Schumann’s mit einer Andacht, welche beinahe die Sänger um ihren wohlverdienten Beifallslohn verkürzte. Niemand wagte die strenge Einheit der Composition zu unterbrechen; erst am Schlusse jeder Abtheilung entlud sich der lange aufgesparte Applaus.“ Berührend war es, ganz

offenkundig auch für den gewieften Kritiker, sich in diese Andacht einzufügen, und persönliche Erinnerungen mischten sich drein. 1846 – er war noch ein Jungspund als Kritiker –hatte Hanslick in Prag „Das Paradies und die Peri“ gehört und mit Schumann selbst über seinen Eindruck sprechen können. „Meister Florestan“ sei „ein bisschen alt geworden“, das war damals Hanslicks forsches Urteil, gemünzt auf den dritten Teil des Werks, den er zu langatmig fand. Schumann aber widersprach: „Mir ist er der liebste und vielleicht meine beste Musik.“

Mehr als vierzig Jahre später zitierte Hanslick den Satz aus dem Gedächtnis und stellte nachdenklich sein Urteil nochmals auf den Prüfstand. Hatte er sich getäuscht und Schumanns „beste Musik“ überhört? Oder

irrte Schumann? Hanslick blieb bei seiner Wahrnehmung. „Einzelne blühende Oasen“, fand er, könnten nichts ausrichten „gegen die erdrückende Monotonie des Ganzen“ im dritten und letzten Teil des Werks. „Nicht nur die Inspiration, auch der unentbehrliche praktische Blick verließ den Meister, indem er auf eine Belebung des … Rhythmus, auf eine Steigerung der formlos zerfließenden Melodik, auf eine Abwechslung zweitheiliger mit dreitheiligen Tactarten nicht Rücksicht nahm. Und dennoch“ – ja, dieses Dennoch war ihm wichtig! –„wer möchte trotz dieser Schwächen die Peri in unserem Concertleben vermissen? Wer vermöchte aus den neueren Compositionen dieser Gattung auch nur Eine zu nennen, gegen welche die ,Peri‘ nicht ein ,Paradies‘ wäre?“

Ein besonderes, außergewöhnliches

Werk: herausfordernd durch all das, was es sich versagt und den Hörenden vorenthält. Kontrast, Dramatik, aufrüttelnde Effekte und pikante Reize: Schumann bleibt sie schuldig. Und tatsächlich: Gegen Schluss lenkt seine Kunst immer entschiedener in eine Sphäre, die alles Äußerliche hinter sich lassen will. Man kann das, wie Hanslick, durchaus „monoton“ finden. Wer sich aber anders dafür aufschließt, wer Konventionen abstreift und sich hingibt, darf sich beglücken lassen von zartester, fragilster Innerlichkeit. Die Musik, die Schumann für seine „beste“ hielt, führt an den Rand der Stille. Und mehr noch: „Das Paradies und die Peri“ riskiert eine Leere, um sich von innen her wunderlich neu zu füllen. Offene Räume tun sich auf, die sich beseelen mit strömender Musik – so wie in der drittletzten Nummer, dem Chor mit Solo-Quartett „O heil’ge Tränen“. Aus ganzen und halben Notenwerten, hohl im Erscheinungsbild, entsteht da ein schier endloses Fluten und Fließen, bevor sich Schumann noch kühner an den Abgrund des Nichts heranwagt. Wie aus magischer Ferne tönt ein Hornruf, einsam im Pianissimo: Melos des schmerzlichen Vorhalts, weitergetragen, immer noch voll Zerbrechlichkeit, von den Streichern. Dann der Gesang der Peri – und wieder wird von Tränen gesungen, werden Tränen verwandelt in Musik.

Wer „Das Paradies und die Peri“ lieben lernen will, darf sich der Tränen nicht schämen. Es gibt, will das Werk uns lehren, nichts Kostbareres als die Träne – die Träne eines argen Sünders, der sie reuig weint im Angesicht eines unschuldigen Kindes. Sie ist es, diese Träne, die der Peri wieder das Paradies aufschließt.

Doch wer ist die Peri? In der Erstausgabe des Klavierauszug s wird es so erläutert: „Die Peri’s sind nach der orientalischen Sage anmuthige Wesen der Luft; sie waren einmal im Paradies, aus dem sie aber eines Fehltritts halber verwiesen wurden.“ Das also ist die Ausganglage der Handlung: Eines dieser Wesen findet sich vor den Toren Edens. Verstoßen ist diese Peri, ausgeschlossen vom Paradies. „Schuld“ habe sie auf sich geladen, wird gesagt, „voll Sünden“ sei sie – doch im Dunkeln bleibt, was denn ihr Fehlverhalten gewesen sei. Genug: Ein Weg zur Rückkehr wird ihr offenbart. Wenn sie auf Erden findet, was „des Himmels liebste Gabe sei“, dann öffnet sich ihr neu das Paradiesestor. So macht sie sich auf die Suche. Was könnte dieses Höchste sein? Blut, im Freiheitskampf gegen einen Tyrannen vergossen? Das ist ihr erster, vergeblicher Versuch. Der Kuss einer aufopferungsvollen Liebe, todesbereite Treue in ärgster Krankheitsnot? Auch damit öffnet sich ihr nicht die Himmelstür. Erst im dritten Anlauf gelingt’s: Die Träne, in der sich die Reue löst, ist das Kostbarste – diese Gabe, hymnisch besungen, löst die Sperre. Und die Peri ist erlöst.

Julia Kleiter singt die Titelrolle in Robert Schumanns „Das Paradies und die Peri“.

Ach, was doch dieses Zeitalter, der Vormärz wohlgemerkt, von Schuld und Unschuld fantasierte! Und wie tief der Drang war nach Erlösung! Richard Wagner, der Erlösungsmeister par excellence, hatte schon den „Fliegenden Holländer“ aus Fluch und Not befreit und schrieb nun am Erlösungswerk des „Tannhäuser“. Auch über die Peri-Geschichte hatte er schon nachgedacht. 1843 teilte er es Schumann persönlich mit: „Ich kenne dieses wundervolle Gedicht nicht nur, sondern es ist mir auch schon durch meine musikalischen Sinne gefahren: ich fand aber keine Form, in welcher das Gedicht wiederzugeben sei, u. wünsche Ihnen daher nun Glück, die richtige gefunden zu haben.“

Robert Schumann war überzeugt von seinem Glück. Jenseits von Oper und Oratorium glaubte er, „beinah ein neues Genre für den Concertsaal“ entwickelt zu haben. Die „Idee des Ganzen“ faszinierte ihn, und so versenkte er sich schaffenstrunken in einen Text, der, für sich genommen, voll sentimentaler Manierismen steckt und sprachlich zum Verschwurbelten, ja zum Kitsch tendiert. Aber: Man kann und darf diesen Text nicht „für sich“ nehmen – er geht auf in einer Musik, die zu Schumanns eigenwilligsten und besten Schöpfungen zählt.

Foto: Frank Schemmann
„Schumanns ,Das Paradies und die Peri‘ ist für mich eines der schönsten Stücke überhaupt – und gewiss ein Höhe -
punkt unserer Saison.“

Petr Popelka

Glück brachte sie ihm auch in aller Welt. „Das Paradies und die Peri“ erzielte neben der „Frühlingssymphonie“ die höchsten Aufführungszahlen zu Schumanns Lebzeiten. Nach der Premiere, die der Komponist selbst 1843 in Leipzig dirigierte, gab es bis zu seinem Todesjahr 1856 rund fünfzig Aufführungen in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz, in Dublin, Kapstadt und New York. Die Musikstadt Wien ließ sich Zeit. Erst im März 1858 kam „Das Paradies und die Peri“ im Musikverein heraus. „Es ist“, schrieb Hanslick damals, „eine alte Schuld, welche die ,Gesellschaft der Musikfreunde‘ durch ihre jüngste Procution getilgt hat.“ Ganz fleckenrein gelang die Tilgung nicht – man lud neue Schuld auf sich, nämlich die einer unzureichenden Aufführung. Mit nur zwei Proben (!) hatte man das Werk auf die Bühne gebracht. Kein Wunder, dass die Kritik wenig Paradiesisches im Klang entdeckte: „Jeder, der der Aufführung beigewohnt, wird sich mit Entsetzen an jenen Chor im ersten Theil erinnern, wo die Soprane so naturalistisch kühn einsetzten, daß ihr ,weh!‘ uns wie mit Messern durch Ohr und Seele fuhr“, referierte Hanslicks Kollege Ludwig Speidel.

Mit dieser Art Singerei war dann auch wirklich Schluss bei der Gesellschaft der Musikfreunde. Noch 1858 wurde das Chorwesen im Musikverein auf eine ganz neue Basis gestellt und der Singverein gegründet – mit Johann Herbeck als phänomenalem Chormeister. Im Dezember 1858 gab dieser Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde dann auch sein glänzendes Debüt in den Gesellschaftskonzerten, und das gleich wieder mit Schumanns „Das Paradies und die Peri“. Die Einstudierung war von höchster Stelle autorisiert: Clara Schumann, die zur selben Zeit für Konzerte in Wien war, beehrte den Singverein bei einer Probe, setzte sich ans Klavier und korrepetierte. Sie war, wie sie auch ihrem Tagebuch anvertraute, hoch beeindruckt vom Chor. Und der wieder feierte sie frenetisch. „Anhaltender Jubel“, berichtete die „Wiener Zeitung“, „mochten der Künstlerin ein Beweis sein, welch großes Gewicht der Singverein auf ihr musikalisches Urteil legte.“

Samstag, 13. Juni 2026

Sonntag, 14. Juni 2026

Wiener Symphoniker

Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Petr Popelka | Dirigent

Julia Kleiter | Sopran (Peri)

Andrew Staples | Tenor (Erzähler)

Marie Smolka | Sopran

Wiebke Lehmkuhl | Alt

Patrick Grahl | Tenor

Matthias Goerne | Bass

Robert Schumann

Das Paradies und die Peri. Oratorium, op. 50

Dieses Wien und der Musikverein machten Clara überhaupt große Freude in diesen Tagen. „Du glaubst gar nicht“, schrieb sie an Johannes Brahms, „welch großen Anhang Robert hier gewonnen, wie das Verständnis für ihn gewachsen.“

Höchste Zeit also, mit der Peri wieder ein verlorenes Paradies zu betreten!

Joachim Reiber

Foto: Julia Wesely

Die Kraft der Zwischenräume

Die Cellistin Sophie Abraham komponiert, interpretiert und improvisiert entlang musikalisch-kreativer Grenzen und spielt mit deren Überschreitung. Anfang Juni stellt sie in einem Musikvereinskonzert in Kooperation mit der Vienna Pride ihr neues Programm vor: Mit „The Beauty in Between“ setzt sie fern jeglicher leeren aktivistischen Gesten auf subtile Zwischentöne und gibt dabei ein umso kräftigeres Statement ab.

Sophie Abraham als Grenzgängerin zu bezeichnen, ist keine Floskel, es unterstreicht vielmehr ihre Wandlungsfähigkeit als Künstlerin – wobei die Beschreibung als Überwinderin und Auflöserin vermeintlicher Grenzen wohl noch treffender wäre. Grenzen überschritt sie auch rein geographisch. Geboren in Groningen und zunächst in den Niederlanden aufgewachsen, übersiedelte sie im Teenager-Alter mit ihrer Familie nach Österreich. Ihre ursprüngliche Herkunft würde man hier nicht erahnen, und umgekehrt in Groningen vermutlich nicht ihre neue Heimat. Das „Dazwischen“ scheint bei Sophie Abraham von Haus aus Programm zu sein – und führt unwillkürlich zur titelgebenden „Schönheit dazwischen“ ihres neuen Programms.

Bei einer Musikerin wie Sophie Abraham, die Virtuosität mit Kreativität verbindet, die sich in Klassik, Jazz, Klangexperiment und allem dazwischen zu Hause fühlt, ist die Herkunft freilich nicht das ausschlaggebende Merkmal. Bei ihr steht die Musik im Vordergrund, erst dann wird interessant, welche Identität der Nährboden für ausgedrückte Inhalte ist. Solche Schichten freizulegen, hat durchaus einen zusätzlichen Mehrwert. Ihre Kunst geht nah, weil sie persönlich wird; sie berührt, weil die Künstlerin sich verwundbar macht.

Sophie Abraham ist klassisch ausgebildete Cellistin. Sie studierte Konzertfach an der Kunstuniversität Graz bei Rudolf Leopold und an der Musikuniversität Wien bei Reinhard Latzko. Hier erhielt sie das nötige Rüstzeug, die

Klangmöglichkeiten des Cellos auf eigene Faust zu erweitern. Seitdem spielt sie in diversen Ensembles, in denen sie jetzt „weiter lernt“, wie sie es formuliert. Was beim Hören ihres vielbeachteten ersten Soloalbums „Brothers“ besonders beeindruckt, ist der Facettenreichtum. Mal streicht der Bogen über die Saiten, wie man es gemeinhin von einem Cello erwartet, und es entstehen dichte Klangflächen. Mal wird es perkussiv, im federleichten Pizzicato erinnert das Cello an eine Gitarre. Ein Stück wie „Weight of Snow“ beruht auf nachvollziehbaren Patterns, hat beinah Songstruktur. Wo sie ihre Stimme als zusätzliches Instrument einsetzt, englische Texte singt, entstehen tatsächlich eingängige Songs.

Bei ihrem neuen Programm und Album „The Beauty in Between“ macht Sophie Abraham genau dort weiter, wo sie beim ersten aufgehört hat, und setzt ihre Auslotung der Klangmöglichkeiten fort. Im Gespräch betont sie die Vielseitigkeit des Cellos: „Es kann solistisch spielen, aber auch im Streichquartett die Bassfunktion übernehmen.“ Auch Melodie oder Harmonie steuere das Cello verlässlich bei. Es sei erfüllend, das klangliche Vokabular ihres Instruments zu erweitern und zu verfeinern, die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Gespannt darf man sein, was die Einbeziehung elektronischer Musik angeht. „In Zusammenarbeit mit verschiedenen Produzenten“, so Abraham, „erklingt das Cello, eingebettet in elektronische Grooves und Klangflächen, ganz neu.“

PREMIEREN MAI

von Adám Császi

Regie: Adám Császi 08.05.2026

AKADEMIETHEATER

von Ewald Palmetshofer

Regie: Karin Henkel 09.05.2026 BURGTHEATER

MUSIKVEREIN FESTIVAL: BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

ALLEGRETTO IN 80 TAGEN UM DIE WELT (6+)

Sa 9.5.2026 11.00 / 15.00 Uhr So 10.5.2026 11.00 / 15.00 Uhr Brahms-Saal

Donnerstag, 4. Juni 2026

The Beauty in Between Musik von Sophie Abraham

Was in Sophie Abrahams kreativer Arbeit entsteht, ist technisch vollendete, immer aufs Neue überraschende Musik, die bei aller Komplexität tief berührt.

Wie schon „Brothers“, entstand auch „The Beauty in Between“ weitgehend im Alleingang, diesmal im bei einer Bekannten eingerichteten Heimstudio. Gesellschaft leistet Sophie Abraham bei der Arbeit nur die junge Hündin Tosca, die beim Aufnehmen selbst andächtig zuhört, beim nachträglichen Bearbeiten allerdings unruhig wird. Das Editieren übernimmt Abraham ebenfalls selbst, nur beim Mixing holt sie sich Unterstützung. So geht auch hier eines ins andere über: Komponieren, Aufnehmen, Improvisieren – die Prozesse überlagern sich.

Auch bei ihrem Konzert im Gläsernen Saal wird Sophie Abraham ganz auf sich gestellt sein, und das Publikum wird Augen, ja, Ohren machen, welch dichte Klanglandschaften eine einzelne Künstlerin aufbauen kann. Und doch werden andere Menschen anwesend sein, auf andere Art. Es gibt eine Gegenwart der Abwesenden, wo sie durch Musik angerufen werden. Sophie Abrahams Kunst ist nicht nur unerschrocken persönlich, sie wird zur Familienangelegenheit: „Brothers“ beschäftigte sich mit dem Unfalltod ihrer zwei Brüder, eine berührende, dabei in allem berechtigten Pathos völlig subtile Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit, Verlust und Trauer. Das gelingt eben, weil das musikalische Talent im Vordergrund steht und nirgendwo von einem Thema oder einer Interpretation erdrückt wird. Das Stück „Bettina“ auf dem neuen Album entstand in Zusammenarbeit mit ihrer Schwester, ebenfalls Musikerin, die aufgrund einer schweren Erkrankung nicht mehr in der Lage ist, Geige zu spielen – für Sophie Abraham Anlass, eine Form des gemeinsamen Musizierens zu finden, bei der ein Körper dem anderen sozusagen die Hand borgt, um Töne zu produzieren. Abraham: „Ich war am Cello ihre Finger. Sie hat dazu gesungen. Aus unseren gemeinsamen Ideen ist das Stück entstanden.“ So ist es nur stimmig, dass ihr Neffe, der angehende Produzent Milan van Luyn, zum Album einen Remix beisteuert. Es bleibt in der Familie.

Sophie Abraham trägt ihre Identität nicht wie einen Bauchladen vor sich her – verschweigt sie aber auch nicht. Nur durch Zufall stößt man bei Recherchen zu ihrer Person darauf, dass sie gemeinsam mit einer Frau eine Familie gegründet hat. Eine Nebensächlichkeit – und eben doch keine Selbstverständlichkeit, dass dies als völlig normal anerkannt wird.

Dass ihr Musikvereinskonzert in Kooperation mit der Vienna Pride stattfindet, ist also nicht nur deshalb stimmig, weil Sophie Abrahams Arbeit als Musikerin die Vielfalt zelebriert, sondern auch, weil ihre private Lebensweise von vielen infrage gestellt wird. Bei Veranstaltungen wie der Pride geht es im Kern um das Ausleben persönlicher Freiheiten – von dem die Gesellschaft wiederum profitiert. Weltkonzerne setzen schließlich nicht auf Diversität, weil sie altruistisch veranlagt sind, sondern weil eine Buntheit der Belegschaft sich in Ideenreichtum und originellen Herangehensweisen äußert. Auch die Hörerschaft profitiert von Musik, die Schubladen auflöst und im Vermischen entsteht.

Sophie Abraham lebt und verkörpert, wofür sie steht: „Politisch bewegen wir uns wieder stark in Extremen. Meine Liebe geht zu den Zwischenräumen. Ich möchte sagen, dass sie eine Berechtigung haben. Dass es eine Schönheit hat, wenn man nicht gleich weiß, woran man ist. Das möchte ich mittels Musik hörbar machen.“

Der Mensch Sophie Abraham ist von der Musikerin Sophie Abraham nicht zu trennen, Leben und Arbeit gehen fließend ineinander über. Was so entsteht, ist technisch vollendete, immer aufs Neue überraschende Musik, die bei aller Komplexität tief berührt. Wer in ihre Klangwelten eintaucht, lernt das Cello neu kennen. „The Beauty in Between“ ist ein bewegender Soundtrack zu gelebten und ungelebten Leben.

Lukas Meschik

In 80 Tagen zur Freundschaft

Nils Strunk im Gespräch

Wenn wir über Jules Verne sprechen, stellt sich unweigerlich die Generationenfrage. Mittlerweile sind seine Bücher aus den Beständen der öffentlichen Bibliotheken fast verschwunden. Haben Sie seine Werke als Kind noch gelesen, oder ist dieser Kanon für Sie eher eine retrospektive Entdeckung?

Ganz klar Zweiteres. Der Name ist mir in meiner Jugend zwar von den großen Hollywood-Verfilmungen her ein Begriff gewesen, aber gelesen habe ich ihn damals nicht. Zu Verne fand ich erst über eine literarische Brücke: Stefan Zweig kommt in seinen Schriften immer mal wieder auf ihn zu sprechen, und so schloss sich für mich erst spät ein Kreis. Ich bin diesbezüglich also ein Spätberufener.

Wenn man Jules Vernes Werke heute liest, springt einem der „Zeitstempel“ förmlich ins Gesicht: Kolonialismus, veraltete Gesellschaftsmodelle ... Wie gehen Sie als Theatermacher damit um, noch dazu in einem Projekt für Kinder?

Wenn man einen Stoff bearbeitet, tut man das ja oft auch deshalb, weil man ihn durch die eigene, heutige Brille betrachten will. Aber ich halte wenig davon, deshalb Dinge einfach verschwinden zu lassen. Das ist für mich das Phänomen der Lueger-Statue in Wien: Soll man sie abreißen, schräg stellen oder die Beschmierungen dranlassen? Ich bin in der Regel dafür, den Großteil dessen, was wir als Gesellschaften mühsam dazugelernt haben, bloß nicht zu vergessen. Man muss verstehen, warum

man heute anders denkt. Dafür muss man wissen, wie es vorher war. In Bezug auf das Lueger-Denkmal fand ich es beispielsweise grandios, dass die Stadt Wien die „Schande“-Graffiti zunächst stehen ließ. Das lud zum Gespräch ein. Selbst mein sechsjähriger Sohn wollte wissen, was es damit auf sich hat. Das ist lebendige Geschichte. Für unsere Bearbeitung von „In 80 Tagen um die Welt“ heißt das: Wir nehmen uns die Freiheit, den Stoff durch unsere heutige Brille zu betrachten, das bedeutet aber nicht, dass wir Dinge streichen, die anstößig, unkorrekt oder veraltet erscheinen. Das wäre opportun. Wir fragen uns eher: Wie erzähle ich das einem Kind? Und: Warum finden wir das heute noch spannend?

Apropos spannend: Sie haben da eine neue Figur im Gepäck, die im Original gar nicht vorkommt. Genau! Wir haben Nellie Bly eingebaut, eine Zeitgenossin von Jules Verne, die als Erfinderin des Investigativjournalismus gilt. Sie war eine echte Pionierin. Sie hat sich sogar selbst in ein „Asyl für Nervenkranke Frauen“ einweisen lassen, um über die Zustände zu berichten –und kam fast nicht mehr raus! Sie ist damals tatsächlich nach Jules Vernes literarischer Vorlage in 72 Tagen um die Welt gereist – im Wettlauf mit einer anderen Journalistin. In unserem Stück ersetzt sie die Rolle des Detektivs Mister Fix. Sie ist vermeintlich eine Journalistin, die die Reise begleitet, aber eigentlich ermittelt sie. Das bricht das Gefüge der beiden Herren wunderbar auf.

Mit ihren Burgtheater-Produktionen „Die Zauberflöte“, „Schachnovelle“ und „Gullivers Reisen“ sind Nils Strunk und Lukas Schrenk derzeit in aller Munde. Für den „Allegretto“-Zyklus des Musikvereins bereiten die Vielseitigen gerade gemeinsam mit Henry Morales eine Adaption von Jules Vernes Klassiker „In 80 Tagen um die Welt“ vor.

Bewährtes Doppel: Nils Strunk und Lukas Schrenk
„Es gibt nichts Ätzenderes als diese bedingungslose Bereitschaft, sich von allem runterziehen zu lassen.“
NIls Strunk

Phileas Fogg, die Hauptfigur, ist ja ein Charakter für sich. In der Vorlage wirkt er fast mechanisch.

Absolut! Wir würden ihn heute einen Autisten nennen. Er feuert seinen Diener, weil das Rasierwasser 29 statt 31 Grad hatte. Es geht ihm um Sekunden und MobilitätsCheck-ups. Wir wollen aber auch von Freundschaft erzählen. Dass Fogg seinen Diener Passepartout im Wilden Westen mit einer ganzen Kavallerie rettet, statt ihn einfach zu ersetzen – das ist der humanistische Kern bei Verne. Zwei Männer, die als Fremde starten und als Freunde ankommen. Das könnte doch herrlich witzig und rührend zugleich sein.

Jules Verne hat viele Ideen, die er von Erfindern oder Naturforschern aufgeschnappt hat, in Zettelkästen gesammelt, um sie dann nach Bedarf aus der Lade ziehen zu können. Wie organisieren Sie Ihre sprudelnden Einfälle?

Lukas Schrenk und ich arbeiten schon immer mit klassischen Notizheften, also ähnlich analog. Wir „jammen“ eigentlich wie Musiker. Wir gehen spazieren, spielen uns Szenen vor und führen eine „Momenteliste“, auf die wir dann jederzeit zurückgreifen können. Das ist wie Jazz. Wir improvisieren, bis am Ende dann ein erstes Skelett von Gewissheiten und Ungewissheiten entsteht. Das wird dann ausgearbeitet. Für dieses Projekt konnten wir außerdem den großartigen Henry Morales als Dritten im Bunde ins Boot holen. Er ist ebenso Schauspieler, und das macht es noch reicher! Eine kleine Jazzband also!

Es ist ja ein großer Trend, Romane für die Bühne zu adaptieren. Was geht bei dem Transfer eventuell verloren, was wäre als Gewinn zu sehen?

Der Gewinn ist die Komprimierung. Aber die Gefahr ist groß, dass man den „Sprachtunnel“ verliert – diesen Zustand, den man beim Lesen hinter dem Auge erlebt. Viele Theateradaptionen machen den Fehler, dem Zuschauer stolz zu präsentieren: „Schaut mal, wir haben verstanden, was das Buch sagen will!“ Das ist öde. Der Zuschauer muss den „Aha-Moment“ selbst erleben, genau wie der Leser. Deshalb haben wir Nellie Bly als Erzählerin, um diesen Sog möglichst beizubehalten.

Es gibt Schauspieler, die nicht nur als Regisseure reüssieren, sondern auch Romane schreiben. Kann das bei Ihnen auch noch kommen?

Da wage ich keine Prognose, aber das reine Schreiben ist bisher nicht mein Steckenpferd. Ich bewundere diese Fähigkeit bei Lukas und Henry, Szenen aus dem absoluten Nichts zu erschaffen – bei mir passiert dieser kreative Zugriff eher über die Musik. Für einen Roman müsste ich wohl erst noch ein Stück älter und eitler werden.

Fotos: Volker Schmidt

Jules Verne war in technischer Hinsicht ein Visionär, konnte aber die Künstliche Intelligenz noch nicht vorhersehen. Braucht es in 10, 15 oder 20 Jahren noch Theaterautoren, oder schreiben dann längst KI-Modelle für die Bretter, die die Welt bedeuten?

Das liegt ganz in unseren Händen. Wir haben die Wahl. Ähnlich wie bei Bio-Produkten, für die wir uns bewusst entscheiden müssen. Ich nehme aber im Augenblick wahr, dass die Menschen nahezu digital überfressen sind und der Durst nach dem Analogen wieder größer wird. Klar, KIs können hilfreich sein. Wenn ich meine Steuererklärung mache, bin ich ChatGPT dankbar für die Begründung, warum ich diesen Kaffee, den ich mit Ihnen trinke, absetzen kann. Aber beim Schreiben? Da siegt oft die Faulheit. Wer mehr in weniger Zeit produzieren will, nutzt sie. Aber Qualität braucht meistens doch den menschlichen Reibungswiderstand. Lukas sagte neulich: „Was ist das Gegenteil von künstlicher Intelligenz? – Intelligente Künstler!“

Sie haben Ihr erstes Projekt im Musikverein. Wie blicken Sie als Theatermensch auf die klassische Musikszene? Kann man sich als Schauspieler etwas vom Dirigenten abschauen?

Ich liebe die klassische Musik über alles! Durch meinen Zivildienst an der Staatsoper Berlin hat sich mir als 18-Jährigem eine wichtige Tür geöffnet. Die Klassikwelt hat noch diese herrlichen „Wände aus Stein“ und Tabus. Im Theater gilt heute oft die Devise „Anything goes“ – aber wenn alles möglich ist, fühlt sich das manchmal wie eine Gummizelle an. Man weiß gar nicht, gegen welche Wand man springen soll. In der Welt der klassischen Musik mit ihren unglaublich wertvollen Konventionen ist hingegen noch echte Reibung möglich.

Dazu kommt die enorme darstellerische Kraft, die in dieser Welt steckt. Nehmen wir nur die Dirigenten: Diese Gestik ist natürlich hochgradig theatralisch! Da steht jemand im Zentrum, der allein durch körperliche Präsenz und Bewegung ein riesiges Kollektiv steuert. Das ist pure Inszenierung. Ich sitze oft in der Oper und beobachte fasziniert den Bassisten: „Hat der jetzt seit neun Minuten echt kein einziges Mal hochgeguckt? Spürt der die Bewegung einfach, oder ist das eine geheime Übereinkunft?“ Zu sehen, wie diese physischen Signale in Klang übersetzt werden, ist für mich als Theatermensch ein totales Faszinosum.

Samstag, 9. Mai 2026

Sonntag, 10. Mai 2026

In 80 Tagen um die Welt

Musik von Nils Strunk, Martin Ptak, Hans Wagner und Jörg Mikula

Konzert für Publikum ab 6 Jahren

Nils Strunk I

Schauspiel, Musik und Regie

Lukas Schrenk I

Schauspiel, Text und Regie

Henry Morales I Text

Lilith Häßle I Schauspiel

Martin Ptak I

Posaune und Harmonium

Hans Wagner I Bass und Gitarre

Jörg Mikula I

Schlagzeug und Percussion

Sie haben vorhin erwähnt, dass Ihr Sohn sechs Jahre alt ist – genau die Zielgruppe für die „Allegretto“-Produktion von „In 80 Tagen um die Welt“. Was wünschen Sie ihm für die Zukunft in dieser doch recht turbulenten Welt?

Dass er sich seinen Frohsinn bewahrt. Es gibt nichts Ätzenderes als diese bedingungslose Bereitschaft, sich von allem runterziehen zu lassen. Wir sind ja fast schon masochistisch: Wir lesen morgens die erste Schlagzeile über Trump und nehmen sie als Peitsche, um uns zu sagen: „Die Welt ist eh im Arsch.“

Aber das ist sie nicht! Wir hatten noch nie so viele Möglichkeiten wie heute. Ich wünsche meinem Sohn, dass er sich – wie Ernst Bloch schrieb – „aktiv ins Werdende hineinstürzt“. Kinder können das: Die weinen gerade noch, und im nächsten Moment kreischen sie vor Begeisterung beim Fangenspielen. Diese Begeisterungsfähigkeit müssen wir uns zurückerobern! Das Gespräch führte Markus Siber.

Illustration: Mar Hernández

Reduktion auf den Ton gebracht

Thomas Adès dirigiert György Kurtág

Ob man da nicht manche Musikfreunde zum Schwitzen bringen könnte, wenn man unerwartet die Frage in den Raum wirft, was denn die Komponisten Irving Berlin und Elliott Carter verbindet? Wenn man dann auch noch diese Gemeinsamkeit auf Namen wie Jenö Takács, Grete von Zieritz, Walter Arlen, İlhan Usmanbaş und Mykola Kolessa erstreckt, wird die Verwirrung wohl perfekt. Womit schnell die Antwort nachgeliefert sei: Es gab und gibt doch eine ganze Reihe an Komponistinnen und Komponisten, die das eigentlich real für die Welt wenig bedeutende und doch so magische und menschlich berührende Jubiläum des 100. Geburtstages erreichten und überschritten. Den diesbezüglichen Rekord hält vermutlich die Italienerin Cecilia Seghizzi mit 111 Jahren. Der hiesige Meister der Moderne Friedrich Cerha hat diese Marke leider knapp nicht erreicht. Zwei Tage nachdem Cerha seinen Ehrentag feiern hätte können, realisierte am 19. Februar dieses Jahres sein ungarischer Jahrgangskollege György Kurtág den „100er“. Feiern gab es dazu in aller Welt, naturgemäß in hohem Maß in unserem Nachbarland, wo man wohl auch deshalb einen geradezu nationalen Stolz auf den greisen Landsmann entwickelte, da dieser nach vielen längeren Auslandsaufenthalten wieder dauerhaft in Ungarn lebt. Mit seiner Frau Márta, mit der er bis zu ihrem Tod 72 Jahre lang verheiratet war

und eine wahrhaft ideal erscheinende Künstlerehe führte, bezog er 2015 eine Wohnung im Budapester Musikzentrum. Für eine große Zahl weltberühmter ebenso wie ganz junger Musikerinnen und Musiker aus aller Welt ist ein Besuch an der dortigen Adresse seither zur wunderbaren Erfahrung geworden.

In Wien fielen und fallen die Aufführungen zum KurtágFest etwas reduzierter aus, was fast einen Symbolcharakter für die oft so sparsame, eben auf den ganz konkreten Punkt gebrachte Musik des Komponisten hat, deren Entstehung der letztlichen Dauer so manchen Stücks oft entgegengesetzt extrem lange Zeiträume durchmaß. Gelegentlich waren Veranstalter da schon an den Rand ihrer nervlichen Belastbarkeit gebracht, wenn man den Uraufführungstermin schlichtweg nicht einhalten konnte. Ein markantes Beispiel für Kurtágs Arbeitsweise sah man vor einigen Jahren anhand seiner bis dahin einzigen Oper, „Fin de partie“ nach Samuel Beckett. Mancher mochte gar nicht mehr auf ihre Fertigstellung gehofft haben, und doch kam es im November 2018 an der Mailänder Scala zur Uraufführung des über einen Zeitraum von acht Jahren erarbeiteten abendfüllenden Werks, das den Komponisten fesselte, seit er es 1957 in der Dramafassung in Paris gesehen hatte.

Im Februar vollendete György Kurtág sein 100. Lebensjahr. Thomas Adès erweist dem großen ungarischen Komponisten im Mai am Pult des ORF RSO Wien mit einer Aufführung seines Doppelkonzerts für Klavier, Violoncello und zwei Kammerensembles Reverenz.

Von wahren Kennern interpretiert: Kurtágs großbesetztes Doppelkonzert op. 27/2 im Musikverein.

Mit der späten Premiere zog ihr greiser Autor einmal mehr die Aufmerksamkeit der internationalen Musikwelt schlagartig auf sich. Die erste Inszenierung der Oper wurde anschließend in Amsterdam und in Paris gezeigt. In Budapest, Antwerpen, Köln, Hamburg und London erklang sie konzertant, und weitere Produktionen erfolgten zwischenzeitlich in Dortmund, Berlin und im Herbst 2024 auch an der Wiener Staatsoper. Sollte man mit Superlativen zurückhaltend sein, so könnte man in diesem Zusammenhang schon von einer gewissen Sensation sprechen, bedenkt man, wie selten neue Werke zu einer zweiten Inszenierung kommen. Welches Aussehen die Nachwelt einmal von diesem möglichen Opus summum überliefert bekommt, ist offen, denn von Anfang an – das ist nun gar nicht so überraschend bei Kurtág – meinte der damals 92-Jährige, dass es sich um eine „nicht endgültige Version“ handle. Mittlerweile hat er auch schon eine zweite Oper, das Monodram „Die Stechardin“ hinzugefügt, die am Abend nach dem 100. Geburtstag in Budapest uraufgeführt wurde.

Seit Jahrzehnten gilt György Kurtág als einer der bedeutendsten ungarischen Komponisten, der zudem auch ein wahrer Kosmopolit ist (hinzugefügt sei, dass dieses in unserem Sprachraum generell sehr positiv im Sinn von liberaler Weltoffenheit zu verstehende Wort von manchen Ungarinnen und Ungarn heute noch gegenteilig gesehen wird, da es zu Zeiten der kommunistischen Volksrepublik als Verrat an der eigenen staatlich verordneten ideologischen Begrenztheit angesehen wurde). Der Lebensweg erklärt manches an dieser engen Verknüpfung von nationaler Identität und internationaler Präsenz des Menschen und seiner Musik. 1926 im rumänischen Banat geboren, übersiedelte Kurtág 1946 nach Budapest, wo er seine Ausbildung an der Franz-Liszt-Musikakademie erhielt. Zu seinen renommierten Lehrern gehörten im Bereich der Komposition Sándor Veress, Pál Járdányi und Ferenc Farkas, für Klavier Pál Kadosa sowie Léo Weiner in der Kammermusik – allein das schon eine Liste der dort Allerbesten ihrer Zeit. Schon seit damals verband ihn eine enge Freundschaft mit seinem nur wenig älteren Kollegen György Ligeti, die bis zu dessen Tod 2006 bestand. Die 1956 vorübergehend politisch gelockerten Verhältnisse im kommunistisch regierten Ungarn nutzte Kurtág, um sich einen Reisepass zu beschaffen und sich ab dieser Zeit

immer wieder in Frankreich aufzuhalten, wo er seine Studien bei Max Deutsch, Darius Milhaud und Olivier Messiaen fortsetzen konnte. Prägend war damals für ihn die Begegnung mit der Musik der Wiener Schule, vor allem Schönberg und Webern, und den Arbeiten von Pierre Boulez, deren Aufführung unter der restriktiven Kulturpolitik in Ungarn verboten war. Auch Werke von Karlheinz Stockhausen und des nach der Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstandes nach Österreich emigrierten Ligeti konnte er während einer Reise nach Köln kennenlernen. Nichtsdestotrotz kehrte er immer wieder nach Budapest zurück, wo er in der Folge längeren beruflichen Tätigkeiten nachging. So war er etwa ab 1960 Korrepetitor der Budapester Philharmoniker und ab 1967 Professor für Klavier bzw. Kammermusik an der Budapester Akademie, wo u. a. András Schiff und Zoltán Kocsis zu seinen Schülern zählten. In seiner Musik stilistisch beeinflusst von Komponisten wie Bartók bis Webern, um nur zwei besonders wichtige unter vielen mehr zu nennen, ist das zuallererst Auffällige ihre häufige Kürze und Prägnanz, worin sich das tatsächliche mühevolle Ringen um jeden einzelnen Ton spiegelt. Als zentrales Werk und vielleicht sogar wichtigstes Beispiel seines Œuvres kann der 1973 begonnene und bis in die neuere Zeit fortgesetzte Zyklus der Klavierstücke „Játékok“ gelten, eine Art Fortschreibung von Bartóks „Für Kinder“ und „Mikrokosmos“.

Das Kurtág-Jahr 2026, ja, man darf es ruhig so nennen, bringt Würdigungen in vielen Ländern, wobei das vom Musikzentrum Budapest und Kurtágs Verlagen zusammengestellte Kalendarium äußerst eindrucksvoll ausfällt und darauf hindeutet, dass Kurtágs Werke längst im Repertoire angekommen sind; implizierend, dass ein Werk nur dann lebendig bleibt, wenn man es nicht als unantastbar behandelt, sondern dauerhaft kritisch rezipiert. Man darf und soll über diese Musik also durchaus diskutieren. Und es ist kein Geheimnis, dass der Meister selbst schon so manche Interpretinnen und Interpreten durch divergierende Auffassungen zur Darstellung seiner Stücke an den Rand der Verzweiflung brachte.

Im Musikverein wird Kurtágs Jubiläum mit einer Aufführung eines seiner gar nicht so vielen groß besetzten Werke gefeiert, in dem mit Nicolas Altstaedt ein wahrer Kurtág-Kenner und mit Dénes Várjon sogar ein einstiger Kurtág-Schüler zu erleben sind. Das Doppelkonzert op. 27/2 von 1989/90 zeigt Kurtág beim Ausloten einer seltenen Solistenkombination im Wechsel und Zusammenspiel mit Ensemblegruppen. Solistische Linien werden entwickelt und in ein kontrastvolles Geflecht aus expressiven Verdichtungen und lyrischen Momenten gewebt. Am Schluss bleibt ein langer Nachhall wie eine Verneigung vor den gerade verklungenen Tönen.

Für Kurtág sind es in diesen Wochen Ehrerbietung und Sympathie, die bleiben. Und wenn dann die körperliche Verfassung auch noch mitspielt, gibt es noch so manche zusätzliche äußerliche Anerkennung. Die Liste der erhaltenen Auszeichnungen und Preise würde hier den Rahmen sprengen. Kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe wurde György Kurtág am 6. Februar 2026 von der Budapester Franz-Liszt-Musikakademie die Ehrendoktorwürde verliehen. Weitere Überraschungen rund um den 100-jährigen Dr. Kurtág sind nicht ausgeschlossen.

Christian Heindl

Freitag, 22. Mai 2026

ORF RSO Wien

Thomas Adès I Dirigent Dénes Várjon I Klavier

Nicolas Altstaedt I Violoncello

Charles Ives

The Unanswered Question György Kurtág

Doppelkonzert für Klavier, Violoncello und zwei Kammerensembles, op. 27/2

Thomas Adès

Lieux Retrouves (Fassung für Violoncello und Orchester)

Peter Iljitsch Tschaikowskij Francesca da Rimini. Symphonische Dichtung, op. 32

Foto: Raphael Mittendorfer

Freitag, 19. Juni 2026

Black Page Orchestra feat. God’s Entertainment

Ein durchinszenierter Konzert-, Performance- und Fluxusabend mit Musik von Kasho Chualan (UA), Sebastian Meyer (UA), Luxa M. Schüttler, Alex Paxton, Alvin Lucier u. a.

Wenn Musik, Performance und Raum sich nicht mehr als getrennte Sphären verstehen, sondern als gemeinschaftliches Ereignis, entsteht ein Moment des Dazwischen – ein offenes Feld für Hören, Sehen und Mitwirken. Genau hier setzen das Black Page Orchestra und God’s Entertainment mit ihrem gemeinsamen musikalischen Bankett im Musikverein an.

Fotos: Igor Ripak

Vom Feiern der Begegnung mit dem Publikum

Das Black Page Orchestra und God’s Entertainment mit einem musikalischen Bankett

Am 19. Juni laden das Künstler:innenkollektiv God’s Entertainment und das Black Page Orchestra zu einem musikalischen Dinner in den Gläsernen Saal des Musikvereins ein. So schlicht der Titel gewählt ist – „Black Page Orchestra feat. God’s Entertainment“ –, so dicht sind die künstlerischen wie gesellschaftspolitischen Fragestellungen, die die beiden renommierten österreichischen Gruppen aus den Bereichen Neue Musik und Performance dabei aufwerfen. Bereits der Begriff des „Dinners“ oder „Banketts“ ist als Statement zu werten. „Für unsere Arbeit ist der Raum bzw. die Gestaltung des Settings von großer Bedeutung“, erläutern Maja Degirmendzic und Boris Ceko von God’s Entertainment. „Was passiert, wenn ein Orchester nicht in die übliche klassische Ordnung, sondern genauso wie das Publikum gesetzt wird? Verändern sich dadurch das Hören, Erfahren, Spielen? Wer sitzt wo und warum?“

„Es geht in der Neuen Musik immer auch um das Thema Vermittlung“, weiß auch Matthias Kranebitter. Der künstlerische Leiter des Black Page Orchestra und Gründer des Unsafe+Sounds Festivals setzt sich seit Langem mit der Frage auseinander, wie Künstler:innen und Besucher:innen auch in klassischen Konzerträumen zu neuen Formen der Begegnung finden. Was ihn interessiert, ist „das Setting“, in dem Kunst gemeinschaftlich gelebt und empfunden wird. Ähnlich formulieren es auch God’s Enter-

tainment: „Ein Tisch ist ein Objekt, ein Möbelstück, das zum gemeinsamen Sitzen einlädt. Ein Tisch ist also irgendwie die materielle Voraussetzung für eine Gemeinschaft. Es gibt Tische in verschiedenen Größen und Funktionen, die Menschen in unterschiedlichen Topologien organisieren können. Ein Tisch kann also auch die Art der Interaktion bestimmen bzw. beeinflussen.“ Wie können folglich Begegnungsräume geschaffen werden, in denen sich künstlerische Prozesse und ihre Protagonist:innen mit den anwesenden Rezipient:innen als teilnehmende wie teilhabende Miterzähler:innen eines konkreten Ereignisses verbinden? Mit ihrem „durchinszenierten Konzert-, Performance- und Fluxusabend“ versuchen die beiden erfolgreichen Formationen genau das: Sie stellen sich und einander vor, bewegen sich im Raum und feiern die Begegnung mit dem Publikum –musikalisch, inszenatorisch, räumlich und damit konsequenterweise auch gesellschaftspolitisch tagesaktuell.

„Es sind der feinsinnige Humor sowie die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, die uns verbinden“, beschreiben God’s Entertainment ihre vor bald einer Dekade begonnene regelmäßige Zusammenarbeit mit Matthias Kranebitter und dem Black Page Orchestra. 2017 wurde die erste Kooperation in den ehemaligen Gösserhallen realisiert: Im „Performeum“, dem zwei Jahre lang im

„Ist ein Pianino für die Gemeindewohnung zu groß, oder ist die Gemeindewohnung für das Pianino zu klein?“

God’s Entertainment

Rahmen der Wiener Festwochen bestehenden temporären „Museum für performative Künste“, wurde bei „This is not Soap Opera?“ zu Alexander Mosolovs „Die Eisengießerei“ dann auch gleich ordentlich feuchter Schaum ins Auditorium geblasen. Mit „Tarzan“ folgte 2018 die nächste Koproduktion, dieses Mal auf Einladung von ImPulsTanz und mit einer Art „Teezeremonie“ zu Beginn der Performance, bei der das Publikum „dirigiert“ wurde, „wie es Löffel und Tasse zu bewegen hat“, erinnert sich Kranebitter. Im selben Jahr entstand „This is not Streichquartett?“, 2021 „Ein Piano für den Gemeindebau“, bei dem, so God’s Entertainment, „trotz der Mauer, der Wand, die trennt, Möglichkeiten gesucht wurden, um gemeinsam zu spielen“. Bei „Bodyorgel“ fungierte Kranebitter wiederum als eine von mehreren „menschlichen Orgelpfeifen“, die mit Eiswürfeln zum „Singen“ gebracht wurden. Im Spätsommer 2025 schließlich wurde das bislang größte Gemeinschaftsprojekt umgesetzt: „OCT.opus 25“. Bei der im Rahmen von „Johann Strauss 2025“ einen Monat lang interdisziplinär bespielten Installation auf dem Wiener Karlsplatz standen, erzählen God’s Entertainment, „nichthierarchische Intelligenz, Verbundenheit und Berührung“ im Zentrum – in Form gegossen als riesiger Open-AirOktopus, der an Donna Haraways Konzept des „tentakulären Denkens“ erinnerte. Unter den präsentierten Stücken fand sich auch eine Neuüberschreibung von „Freut euch des Lebens“ durch Matthias Kranebitter, bei deren Aufführung ein Performer das gleichnamige Gedicht tauchend im See vor der Karlskirche rezitierte.

Die Arbeiten der letzten Jahre führen konsequenterweise in einem nächsten Schritt an einen jener Orte, die für die Laufbahn eines Komponisten und Musikers von zentraler Bedeutung sind – und für Performer:innen wie jene von God’s Entertainment „kein Ort, an dem wir wirklich zu Hause sind“: den Konzertsaal. Wie der Gläserne Saal des Musikvereins bei diesem Konzert genau gestaltet sein wird, bleibt, ganz im Sinne des Fluxus-Happenings, das hier als historische Folie dient, bis zuletzt spannend. „Es gibt zwar keine Definition von Fluxus, aber wenn du es siehst, dann weißt du sofort, dass es Fluxus ist“, zitieren God’s Entertainment einen der Mitbegründer der Kunstbewegung der 1960er Jahre. „Fluxus ließ die traditionellen Gattungsgrenzen verschwimmen, und das nehmen wir auch als Rezept für diesen Abend“, formulieren es Degirmendzic und Ceko. „Es ist ein Fortspinnen von Ideen

aus einem Kern heraus, um etwas Neues entstehen zu lassen“, ergänzt Kranebitter. Und weiter: „Es ist das Spannungsfeld zwischen performativer, installativer und klangorientierter musikalischer Arbeit, worum es uns an diesem Abend geht.“

Dass der Auswahlprozess der Musikstücke ein langer und organisatorisch herausfordernder war, wird schon allein durch das vielschichtige Konzept deutlich. Neben bereits aufgeführten kürzeren Stücken wie Luxa M. Schüttlers „schöner leben 4 (sumo D.D.)“ für Harfe und Zuspielungen von 2008 und Alex Paxtons „Justgum Friends“ aus seinem 2025 erschienenen Album „Delicious“ für Duo-Keyboard und Schlagwerk stehen zwei rund 15-minütige Uraufführungen von Kasho Chualan und Sebastian Meyer in größerer Besetzung – Flöte, Saxophon, zwei Violinen, Viola, Violoncello, Harfe, Klavier/Keyboard, Schlagwerk und E-Gitarre – auf dem Programm. „Kasho Chualan habe ich über God’s Entertainment kennengelernt, 2024 war die in Wien lebende Musikerin auch beim Festival Unsafe+Sounds zu Gast“, erzählt der vielfach, darunter mit dem Erste Bank Kompositionspreis 2020 sowie dem Ernst-Krenek-Preis 2022, ausgezeichnete Komponist und Kurator Matthias Kranebitter. Ein weiteres geplantes Stück stammt vom US-amerikanischen Klangkünstler Alvin Lucier. „Lucier hat seine Werke oft als Text notiert, eine Art Anleitung, die eine sehr eigenständige Interpretation erlaubt“, erläutert Kranebitter, für den die nach Resonanz suchende Musik des 2021 verstorbenen Komponisten, in der Klang „objekthaft gedacht“ wird, ideal in das performative Konzept passt. „Was mir wichtig ist“, betont Kranebitter, „ist, dass wir den Raum anders bespielen, als man es von einem klassischen Konzert gewohnt ist, und dass man in ein Setting kommt, das keine Guckkastensituation hat.“ „Black Page Orchestra feat. God’s Entertainment“ wird so auf mehreren Ebenen ein besonderer Abend der Begegnungen und des Austauschs. „Es soll wie ein Dinner sein, bei dem das Menü aus Konzerten, Objektarbeiten und Performances zubereitet wird“, wünschen sich God’s Entertainment. „Wir überlegen gerade, wie man für diesen Abend den Tisch einladend decken kann, damit er dann auch der Musik wohlgesonnen ist.“ Und ganz im Sinne von Fluxus als einer Kunst des Im-MomentSeins schließt Matthias Kranebitter: „Was im Detail passiert, wissen wir selbst noch nicht.“

Die Inszenierung von Trauer und

Abbildung: Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Verdis „Messa da Requiem“ hat es in sich – aber was ist es eigentlich, das sie in sich hat? Anlässlich einer illuster besetzten Aufführung unter der Leitung von Daniele Gatti hat sich der Musikkritiker und Autor Edwin Baumgartner sehr persönliche Gedanken über Verdis Totenmesse gemacht.

Sant’ Angelo d’Ischia, in einem Sommer irgendwann gegen Ende der 1960er Jahre: Das Dorf, noch nahezu unentdeckt vom großen Tourismus, ist ein Fischernest. Den Ort durchzieht ein Duft von Ginster und Oregano. Der Weg zur Pension der Familie Matera führt an der Kirche vorbei. Von dort erklingt Gesang. Die Neugier siegt, leise das Tor geöffnet und wieder geschlossen. Die Anwesenden sind alle in schwarze Gewänder gekleidet: Offenbar findet eine Totenmesse statt. Der Gesang der Gemeinde, begleitet von der Orgel und einer wimmernden Violine, weint mit der Inbrunst, wie sie nur in Italien möglich ist.

Ein bleibender Eindruck für einen halbwüchsigen Musikenthusiasten aus Wien, dessen Weg zu Verdi ein verschlungener werden sollte. Er begann mit der Begeisterung für Benjamin Britten (1913–1976) und sein „War Requiem“. Das also ist ein Requiem, wie es sein muss, mit all dieser gestammelten Trauer, dem Lodern des Fegefeuers, dem Höllenbrand. Doch dann eine Überraschung in einem

Wiener Plattengeschäft: Schlag, Schlag, Schlag, Schlag, Schlag, der Chor ruft „Dies irae, dies illa“, der letzte Tag ist angebrochen, Chaos überall, die Pforten zur Hölle (und vielleicht auch zum Himmel) stehen weit offen. Diese Musik …! Peinlich: Was da erklingt, müsste man wohl kennen. Ganz bestimmt. Aber es gibt immer wieder Werke, auch die großen Klassiker, die einem durchrutschen. Trickreich gefragt: „Interessant, welche Aufnahme ist denn das?“ Es ist das „Requiem“ von Giuseppe Verdi, dirigiert von Carlo Maria Giulini.

Seltsam: Der gemiedene Verdi klingt doch wie …, ja, genau: das „War Requiem“. Man kann nicht einmal von einem fötalen Zustand des BrittenWerks sprechen. Nicht dass Britten geklaut hätte. Offenbar mit voller Absicht stellt er sich in eine Tradition, erweist seine Reverenz, ganz so, wie Beethoven seinem Idol Händel Reverenz erwiesen hat oder Brahms seinen Vorbildern Schumann und Beethoven. Jetzt ist der große Bogen um Verdi durchbrochen. Auch sein Requiem

wird zum Vademecum. Mehr noch: Es verursacht geradezu einen Rausch, ist wie eine Droge, lässt nicht mehr los. Es berührt wegen der persönlichen Erinnerung, nicht im „Dies irae“, sondern gleich zu Beginn im „Kyrie eleison“, das – wie gibt es dergleichen nur? – genau diesen weinenden Gesang in der Kirche von Sant’ Angelo in Erinnerung ruft.

Dieser Verdi! Sollte doch was dran sein an ihm? Der lange bevorzugte Wagner gelangte ein wenig ins Hintertreffen. Mittlerweile sind Wotan und Kundry blasser geworden, während Rigoletto, Violetta und vor allem Iago und Falstaff immer mehr Größe gewonnen haben. Menschen statt Göttern und Sagenfiguren – Menschen, die man in Fleisch und Blut kennenlernen könnte, die leben und sterben, um die man weint und gegen deren Tod man sich auflehnt: „Geh nicht zurückhaltend in diese gute Nacht, bäume dich auf gegen das Sterben des Lichts“, dichtete der Waliser Dylan Thomas, als wollte er Verdis „Dies irae“ paraphrasieren.

Foto: Jörg Simanowski

Das Requiem war der Einstieg in das Schaffen Verdis. Doch nicht allein deshalb nimmt es eine Sonderstellung ein. Es ist und bleibt ein Werk von einer unermesslichen Größe, das mit seinen Ausbrüchen niederschmettert und mit seinem Trost und seiner Zuversicht aufrichtet.

Natürlich stößt man bei der Beschäftigung unweigerlich auf die despektierlichen Kommentare: Verdis „Requiem“ sei eine oberflächliche Totenoper, viel Krach und Bombast und wenig Glaube – als ob nur der persönliche Glaube des Komponisten die ehrliche Religiosität bedingt und die „Glagolitische Messe“ von Leoš Janáček oder das „Magnificat“ von Ralph Vaughan Williams von geringerem Wert wären, weil die Komponisten Atheisten waren. (Schließlich war ja Carl Orff auch kein Anhänger eines antiken Kults, als er seinen „Trionfo di Afrodite“ komponierte.)

Man neigt dazu, Werke, die einem viel bedeuten, gegen jeden Vorwurf zu verteidigen. Im Fall des Verdi-Requiems stünde der Anwalt, der solches versuchen wollte, auf verlorenem Posten: Tatsächlich, dieses Werk ist eine Klanginszenierung von Trauer und Trost. Aber Flucht nach vorn: Ja – und?

Mezzosopranistin Elīna Garanča und der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Es gilt, mit einer romantischen, aber grundfalschen Vorstellung vom Künstlertum aufzuräumen: Keine Künstlerin, kein Künstler schafft ein Werk 1:1 aus eigenem Erleben. Nicht nur schiebt sich die zum Schaffen notwendige Technik als wohltuender Filter zwischen Erleben und Werk. Darüber hinaus ist durchaus möglich, dass das Erlebnis ausschließlich imaginiert ist. Anders gesagt: Keine und keiner der zahlreichen Künstlerinnen und Künstler des Mittelalters, der Renaissance und des Barock, die beklemmende Bilder der Kreuzigung Christi auf Holz oder Leinwand gebannt haben, mussten selbst eine Kreuzigung erleiden, um das Ausmaß des Schmerzes darstellen zu können. H. P. Lovecraft, einer der Großmeister der Horrorliteratur, bekannte, dass sein kosmisches Grauen eine rein literarische Annahme sei; dennoch wirkt es unmittelbar auf seine Leserschaft. Claude Debussy wiederum beschwor in „Ibéria“ Spanien, ohne ein einziges Mal dort gewesen zu sein. Ob Verdi von der katholischen Totenliturgie im Sinn einer gläubigen Trauer ergriffen war, spielt also für das Ergebnis keine Rolle. Gekonnt in Szene gesetzte Trauer unterscheidet sich von – wie soll man es nennen? – unmittelbar empfundener Trauer, wenn überhaupt, nur marginal. Ketzerisch angemerkt: Damit unterscheidet sie sich nicht von den religiösen Feiern,

zu denen Trauerrituale gehören. Diese Feiern sind szenisch durchgeführter und damit für ein Kollektiv gemeinsam erlebbar gemachter Glauben.

Setzt Verdi für ein Publikum eine Totenfeier in Szene, die durch die Beschreibung von Schrecken, Trauer und Trost spirituelle Gefühle (und man muss schon sehr verhärtet sein, um sie bei dieser Musik nicht zu bekommen) erweckt, hat er alles erreicht, was mit religiöser Musik erreichbar ist.

Wenn also am 23. Mai im Musikverein Verdis Requiem erklingt, und zwar mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und den Solistinnen und Solisten Eleonora Buratto (Sopran), Elīna Garanča (Mezzosopran), Benjamin Bernheim (Tenor) und Riccardo Zanellato (Bass) unter der Leitung von Daniele Gatti, dann wird der Goldene Saal weder zur geheimen Kirche noch zur verborgenen Opernbühne. Er wird zu einem Ort, an dem sich Schmerz, Trauer und Trost durch das Genie Giuseppe Verdis offenbaren.

Und es kann gut sein, dass im Zuschauerraum einer sitzt und sich an die Totenmesse erinnert, die damals in der kleinen Kirche von Sant’ Angelo gelesen, gesungen und geweint wurde.

Edwin Baumgartner

Foto: Amar Mehmedinovic
Der Musikverein wird zu einem Ort, an dem sich Schmerz, Trauer und Trost durch das Genie Giuseppe Verdis offenbaren.

Montag, 25. Mai 2026

Sächsische Staatskapelle Dresden Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Daniele Gatti I Dirigent

Eleonora Buratto I Sopran

Elīna Garanča I Mezzosopran

Benjamin Bernheim I Tenor

Riccardo Zanellato I Bass

Giuseppe Verdi

Messa da Requiem

Foto: Julia Wesely

HERZLICHEN DANK

Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien dankt ihren

Stifter:innen, Patron:innen, Donator:innen, Mäzen:innen, Förder:innen und Unterstützer:innen der Saison 2025/26:

STIFTER:INNEN

Ing. Erich Gröbl

Elisabeth und Dkfm. Michael Gröller

Ruth Hutterer BSc

Silvia Schlossnickel

Gerhard und Anni Schneeweiss

O. & C. Schwarz

PATRON:INNEN

Christian Bierbaumer –Blue Danube Records

Anne und Wolfgang Titze

Alfred und Elisabeth Umdasch

DONATOR:INNEN

Dr. Susanna und Peter Bultmann-Horn

Johanna Dichand

Angelika Eriksson-Woinovich

Mag. Gabriela und Dr. Burkhard Gantenbein

Mag. Friederike Jacquelin

Karl Kleinrath

Pantarhei Advisors Unternehmensberatung GmbH –

Mag. Markus Schindler

Simona Petrova-Vassileva und Theodore Vassilev

Anni Schneeweiss

MÄZEN:INNEN

Karin und Shelby du Pasquier

Dr. Maximilian Eiselsberg

Mag. Georg und Doris Fischill

Elisabeth Gröller

Dr. Dietrich Karner

Predrag Markovic

Elisabeth Rohregger

Prof. Dr. Bernhard Scheuble

Dr. Reinhard Scolik

Mag. Dr. Johann W. Seidl

Cristian Stoica

Mag. Gustav Wurmböck

FÖRDER:INNEN

Mag. Dr. Gabriel Bartakovics

Cornelia BaumbauerGrimm

Dkfm. Dr. Erich Becker

Takemi Chiku MSc

Evelyne Draxler

Dr. Manfred Frey

Dr. Maximilian Gessler

Dkfm. Armin Giendl

Mag. Barbara Gnant-Herbst

Günther Havranek

Leontine Hohenberg

Mag. Heinrich Hoyos

Noboru Ishikawa

Dkfm. Werner Kauffeld

Gabriele Klabecek

Dr. Rudolf Knünz

KommR Ing. Klaus Köpplinger

RgR Ing. Ernst Krause

Ulrike Lang

Dkfm. Emmy Lauteren

Dr. Klaus Leisser

Bettina Mantz

Univ.-Prof. Dr. Irmgard Marboe

Tassilo Metternich-Sándor

DI Martin Milos

Dr. Robert Modliba

Ludwig Neumann

Setsuko Oguma-Schedlbauer

Franz Ovesny

Mag. Heinrich Pecina

Mag. Michael Pecnik

Dr. Roberto Pollak-Aichelburg

Marta Ramirez Gaite

Marion Reisner-Seifert

Prof. DI Mag. Friedrich Rödler

Micaela Schedlbauer

Dr. Barbara Schlaff

DI Manfred Schweinberger

Yaroslav Simonov

Dr. Alfons Stimpfl-Abele

Phillip Sulke

Vera Szczepankiewicz

Ferencné Szutrély

DI Emmanuel Venetos

Dr. Konstantinos

Voutsadopoulos

Waltraud Warmer

Irma Wernhart

Mag. Martin Winkler

Werner Zachhuber

zwirnplus GmbH

UNTERSTÜTZER:INNEN

Dr. Johannes Abensperg-

Traun

Eva Angyan

Dr. Brigitta Balogh

Dr. Peter Barton

Mag. Elisabeth Bazant

Dr. Eleonore BerchtoldOstermann

Mag. Gabriele Berger

Dr. Sabine Bernegger

Dr. Florian Botschen

Achim Braun

Burneo Gartendesign –

Mag. (fh) Lisa Reck Burneo MA

Eva Chini

Johanna Corazza

Dr. Peter Czernin

Univ.-Doz. Dr.

Barbara Dörner-Fazeny MSc

Kathrin Ebersberg

DDr. Robert Ehrlich

Einkaufszentrum Ottensheim

Errichtungs- und BetriebsGmbH – Gabriele Buchgeher

Robert Floquet

Dr. Chlodwig Franz

Dr. Hermann Fritzl

Elisabeth Geißeder

Jutta Gramckow

Martin Gruber

Dr. Lisa Haberkorn

DI Johann Haider

Friedrich Heinrich Hanau

Schaumburg

Dr. Christoph Hartig

Mag. Karin Hartl-Schmitzer

Dr. Heinrich Hawlik

DI Hilbert Heikenwälder

Florentine HelbichPoschacher

Dr. Ralf Höhne

Christiana Hörbiger

DI Dr. Szabolcs Horvath

Wolfgang Hrubesch

Dr. Peter Jann

Mag. Peter Jura

Judit Kálmán

Manabu Kaneko

Günther Kienpointner

Prof. Dr. Stefan Kirmße

Franziska Kodon

Helga und Paul Kolar

Dr. Mario Kortoletzky

Dr. Dieter und Christine Kosak

Mag. Max Kothbauer

Małgorzata Kragora

Dr. Elisabeth Krainer

Senger-Weiss

Dr. Alfred Kriegler

Mag. Engelbert Künig

Kwizda Holding GmbH

Edith Lukesch

Dr. Peter L. Maier

Christian Marek, MBA

Mag. Manfred Leo

Mautner Markhof

Univ.-Prof. Dr. Johannes Meran

Jürgen Konrad Meyer-Menz

Ingrid Mondl

Dr. Wolfgang Monschein

Mag. Harald Mortenthaler

Dr. Rudolf Müller

Dr. Gunda und Ortrun Nagel

Dr. Eva Nowotny

Dr. Thomas Oliva

Edith Partl

Helga Piranty

Silvia Platteis

Dr. Michael und Ingrid Pöcksteiner

KommR Andreas Pulides

HR Dr. Wolfgang Ramach

Günter Rathammer

Sanctuary GmbH

Dr. Matthias Sandhofer

Johannes Schmid

Mag. Ursula Schmidt

MMag. Oliver Schneider MSc

Dr. Maria SchwarzeckerPatzelt

Dr. Valerie SchwenningerDörfler

Dr. Gerhard Siegl

Peter Sobolak

Prof. Dr. Maria Stassinopoulou

Alexander Stauder

Dr. Johannes Stockert

Dr. Siegfried Streit

Heinz und Brigitta Sundt

Dr. Michael Teufelberger

Coen Teulings

DI Elisabeth Thajer

Bettina Thun-Hohenstein

Douglas Tischler

Christiane Tondolo

Mag. Sandra Tretter

Dr. Christian Tschurtschenthaler

Mag. Valerie Van Aerden

Verbund AG – CFO

Peter F. Kollmann

Dr. Margit Vols

Ing. Franz Waldsich

Elfriede Wittrich

Dr. Christoph Wolf

Peter und Marlee Wolf

KALENDARIUM MAI

Bitte beachten Sie, dass der Vorverkauf für die hier genannten Konzerte bereits begonnen haben kann und einzelne Preiskategorien beim Erscheinen des Kalendariums bereits ausverkauft sein könnten. Ebenso ist es möglich, dass bei einzelnen Konzerten auf Grund der Auslastung durch das Abonnement gar keine Einzelkarten mehr verkauft werden dürfen. Darüber hinaus kann es zu Programmänderungen kommen. Aktuelle Informationen finden Sie auf musikverein.at.

01.

Fr 11.00

GS

01.

Fr 15.30

GS

Wiener Johann Strauss Orchester

Alfred Eschwé | Dirigent

Tara Stafford Spyres | Sopran

Michael Spyres | Tenor

Wiener Philharmoniker

Damen des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Wiener Sängerknaben

Andris Nelsons | Dirigent

Wiebke Lehmkuhl | Alt

01. Fr 19.30 BS Antoine Tamestit | Viola Bertrand Chamayou | Klavier

GS Großer Saal

BS Brahms-Saal

GL Gläserner Saal / Magna Auditorium

MT Metallener Saal

ST Steinerner Saal / Horst Haschek Auditorium

AO Außerordentliches Gesellschaftskonzert

EBF Erste Bank Foyer

KH-BS Konzerthaus Berio-Saal

EIGENVERANSTALTUNGEN DER GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE IN WIEN KONZERTE ANDERER VERANSTALTER PROGRAMMSCHWERPUNKTE

Werke der Strauss-Dynastie und Zeitgenossen AO

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| 29 | 19 | 5

Mahler: Symphonie Nr. 3 d-Moll

Wiener Philharmoniker/Soirée Kartenbüro Wr. Philharmoniker

01.

02.

Fr 20.15 GS

Sa 15.30 GS

Wiener Mozart Orchester

Wiener Philharmoniker

Damen des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Wiener Sängerknaben

Andris Nelsons | Dirigent

Wiebke Lehmkuhl | Alt

Berlioz: Harold in Italien. Symphonie, op. 16 (Bearbeitung von Franz Liszt)

Liszt: „Romance oubilée“ für Viola und Klavier, S 132

Schostakowitsch: Sonate für Viola und Klavier C-Dur, op. 147

Werke von Mozart

Mahler: Symphonie Nr. 3 d-Moll

Kammermusik-Zyklus/5 € 70 | 64 | 55 | 47 | 39 |

BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

Wiener Mozart Orchester €

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| 19

Andris-Nelsons-Zyklus/3

02.

Sa 19.30 GS Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko | Dirigent

Gautier Capuçon | Violoncello

02. Sa 19.30 GL Ensemble Kontrapunkte

Gottfried Rabl | Dirigent und Moderation

Georg Klimbacher | Bariton

02. Sa 20.15 BS Wiener Mozart Orchester

02. Sa 21.15 MT Igor Gross | Percussion Isabella Forciniti | Percussion

Stefan Voglsinger | Percussion

Georg Nussbaumer | Performance

Thomas Grill | Klangregie

Marino Formenti | Konzeption

Marino Formenti | Klavier

Engelsharfen und Teufelsgeiger | DJ

03. So 11.00 GS Wiener Philharmoniker Damen des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Wiener Sängerknaben

Andris Nelsons | Dirigent Wiebke Lehmkuhl | Alt

03. So 11.00 BS Wiener Concert-Verein

Barbara Dragan | Dirigentin

Roland Batik | Klavier

03. So 15.30 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Jun Märkl | Dirigent

Alexander Gavrylyuk | Klavier

03. So 20.00 GS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

Strawinsky: Pulcinella. Suite für Orchester nach Pergolesi

Tschaikowskij: Variationen über ein

Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester, op. 33

Beethoven: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 36

Rubio: Ludwig en el aire (ÖEA)

Finzi: „By Footpath and Stile“ für Bariton und Streichquartett, op. 2

Vine: Café Concertino (ÖEA)

Haas: weiter und weiter und weiter … (ÖEA)

Werke von Mozart

Future Motions

Lucier: Silver Streetcar for the Orchestra

Ablinger: WEISS / WEISSLICH 11b, Sitzen und schreiben (1994)

Lucier: Still and Moving Lines of Silence in Families of Hyperbolas

Anschließend im EBF: night flowers bar

Glass: Mad Rush

Mahler: Symphonie Nr. 3 d-Moll

Batik: Phantasy in Three Parts for Piano and Orchestra (UA)

Schubert: Symphonie Nr. 5 B-Dur, D 485 sowie Werke von Price, Corigliano und Beethoven

10.00 Uhr im BS: Einführungsvortrag

Strauss: Tanzsuite nach Klavierstücken von François Couperin, AV 107

Burleske für Klavier und Orchester d-Moll, o.op., AV 85 Also sprach Zarathustra. Tondichtung frei nach Friedrich Nietzsche für großes Orchester, op. 30

14.45 im BS: Einführungsvortrag mit Haide Tenner-Russ

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Das Goldene Musikvereinsabonnement II/6

€ 195 | 170 | 149 | 109 | 80 | 60 | 47 | 12 BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

Kontrapunkte/4 € 38 | 30 | 24 | 8 BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

AO – night flowers Eintritt frei BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

AO – night flowers bar Eintritt frei – exklusiv für Konzertbesucher:innen

Meisterinterpret:innen II/7

€ 195 | 170 | 149 | 109 |80 | 60 | 37 | 12 FOKUS ANDRIS NELSONS BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

Wiener Concert-Verein/4

€ 67 | 60 | 50 | 43 | 34 | 23 | 9 BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

Eintritt frei – exklusiv für Konzertbesucher:innen

Tonkünstler-Orchester € 77 | 70 | 61 | 49 | 43 | 32 | 23 | 8

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

03. So 20.00 GL Wiener Blond

Marc Bruckner | Kontrabass, Klarinette und Gäste

Was würde Ludwig loopen?

Ein musikalischer Spaziergang durch die Sonntagswelt der Großstadt

Mit Humor und musikalischer Raffinesse nehmen Verena Doublier und Sebastian Radon –alias Wiener Blond – das österreichische Lieblingshobby unter die Lupe: das Spazierengehen.

Anschließend:

Auf ein Glas mit Wiener Blond: Verena Doublier und Sebastian Radon Gespräch über Musik und Gesellschaft

Mixed Line-up/5 € 52 | 38 | 27 | 8 BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

04. Mo 15.00 BS Cuore Piano Trio Veronika Mandl | Moderation

04. Mo 19.30 GS Chorus sine nomine Johannes Hiemetsberger | Dirigent

Martha Matscheko | Sopran

Rafael Fingerlos | Bariton

Simon Oberleitner | Klavier

Albert Hosp | Moderation

04.

05.

Eintritt frei – exklusiv für Konzertbesucher:innen

Heut’ kommen d’Engerln auf Urlaub nach Wean Souvenir/6 € 19 BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

Die schönsten Chorwerke aller Zeiten

Mo 20.15 BS Wiener Mozart Orchester Werke von Mozart

Di 19.30 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Jun Märkl | Dirigent Alexander Gavrylyuk | Klavier

05. Di 20.00 BS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

06.

Mi 20.00 GL Studierende der MUK –Musik und Kunst Privatuniversität Wien

Strauss: Tanzsuite nach Klavierstücken von François Couperin, AV 107 Burleske für Klavier und Orchester d-Moll, o.op., AV 85 Also sprach Zarathustra. Tondichtung frei nach Friedrich Nietzsche für großes Orchester, op. 30

18.45 im MT:

Einführungsvortrag mit Haide Tenner-Russ

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Franzl’s Schrammeln

Werke von Schubert, Schrammel, Strohmayer, Mikulas und Bertl sowie Wienerlieder mit Bezug zu Franz Schubert

Jeunesse

Karten Tel. 505 63 56

06.

07.

07.

Mi 20.15 GS

Wiener Mozart Orchester

Do 15.30 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Fabien Gabel | Dirigent Albert Hosp | Moderation

Do 20.00 GS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

Werke von Mozart

Kennen Sie Marx? Marx: Symphonische Nachtmusik

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

Tonkünstler-Orchester €

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| 23 | 8

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

Classic Exclusive OG € 83 | 69 |

| 33 | 15

High Class II/4

€ 27 Partner: MUK

In Kooperation mit

Wiener Mozart Orchester

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| 19

Tonkünstler-Orchester

€ 37 | 35 | 32 | 29 | 27 | 18 | 6

Classic Exclusive OG

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| 53 | 33 | 15

08.

Fr 19.30 BS Maria Kubizek | Violine Davit Melkonyan | Violoncello Mikayel Balyan | Pianoforte

Stefan Zenkl | Bariton

Johannes Prominczel | Moderation

08.

Fr 20.15 GS

09.

Wiener Mozart Orchester

Sa 11.00, 15.00 BS Martin Ptak | Posaune, Harmonium

Hans Wagner | Bass, Gitarre

Jörg Mikula | Schlagzeug, Percussion

Nils Strunk | Schauspiel, Musik, Regie

Lukas Schrenk | Schauspiel, Text, Regie

Henry Morales | Text

Lilith Häßle | Schauspiel

Rund um Brahms

Werke von Clara Schumann, Joseph Joachim, Robert Fuchs, Richard Heuberger u. a.

Werke von Mozart

In 80 Tagen um die Welt

Musik von Strunk, Ptak, Wagner und Mikula Konzert für Publikum ab 6 Jahren

Aus der Schatzkammer/4

€ 40 | 33 | 28 | 25 | 24 | 20 | 15

09.

Sa 19.30 GS Renaud Capuçon | Violine Igor Levit | Klavier

Brahms: Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 G-Dur, op. 78

Sonate für Klavier und Violine Nr. 2 A-Dur, op. 100

Sonate für Klavier und Violine Nr. 3 d-Moll, op. 108

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69 | 19

Allegretto SA 11/4, 15/4 € 32 BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

09.

Sa 20.15 BS Wiener Mozart Orchester Werke von Mozart

Große Solist:innen/6 € 120 | 112 | 99 | 82 | 63 | 50 | 29 | 12

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

Wiener Chormädchen

10. So 11.00 GS Wiener Sängerknaben

Chorus Primus

Chorus Juventus

Instrumentalensemble

Erasmus Baumgartner |

Musikalische Gesamtleitung

Niccolò Morello | Dirigent

Stefan Foidl | Dirigent

Kirlianit Cortes-Galvez | Dirigent

Daniel Erazo-Muñoz | Dirigent

Johanna Berki | Moderation

10. So 11.00, 15.00 BS

10. So 15.00 GS Wiener Symphoniker Vitali Alekseenok | Dirigent Sebastian Radon | Moderation

Muttertagskonzert der Wiener Sängerknaben „Eine musikalische Weltreise“

| 71 | 61 | 53 | 45 | 39 | 24 | 12

Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

In 80 Tagen um die Welt siehe Samstag, 09.05.2026, 11.00 Uhr

Auf dem Meer

Grieg: „Peer Gynts Heimkehr. Stürmischer Abend auf dem Meer“ aus der Schauspielmusik zu Henrik Ibsens „Peer Gynt“, op. 23

Miranda: How Far I’ll Go. Lied aus dem Animationsfilm „Vaiana“

Debussy: Petite Suite – En bateau

sowie Werke von Markan Sigfúsdóttir, RimskijKorsakow, Williams, Menken, Badelt u. a. Konzert für Publikum ab 10 Jahren

Allegretto SO 11/4, 15/4

€ 32

BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

Capriccio A/3

Capriccio B/3

Wunderwelt Orchester

€ 58 | 52 | 45 | 34 | 22 | 16 | 9

BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

10.

10.

11.

11.

11.

11.

12.

So 20.00

GS Prager Filmorchester

George Korynta | Dirigent

Tehmine Schaeffer | Sopran 7RAY | Moderation

So 20.00 BS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

Mo 9.00, 11.00 GS Wiener Symphoniker

Vitali Alekseenok | Dirigent Sebastian Radon | Moderation

Mo 18.45 MT

Daniel Fleischmann | Posaune

Paul Tiefenthaler | Bassposaune

N.N. | Klavier

Mo 19.30 GS Sinfonieorchester Basel Markus Poschner | Dirigent

Maria Ioudenitch | Violine

Mo 20.15 BS Wiener Mozart Orchester

Di 19.30 GS Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Sir Simon Rattle | Dirigent Magdalena Kožená | Mezzosopran

12.

13.

13.

Di 20.00 BS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

Mi 13.45 BS Entheus Quartett

Mi 14.30 GS Wiener Philharmoniker Riccardo Muti | Dirigent

13.

Mi 19.30 GS Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Sir Simon Rattle | Dirigent

Hollywood-Filmmusik

Morricone: Thema aus dem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“

Williams: Musik aus dem Film „Jurassic Park“

Zimmer: Musik aus dem Film „Pearl Harbour“ sowie weitere Werke von Morricone und Williams und Filmmusik von Arnold, Chatschaturjan, Badelt und Silvestri

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Auf dem Meer siehe Sonntag, 10.05.2025, 15.00 Uhr

Start Up! – Vorkonzert: Junge Talente stellen sich vor Werke von Grøndahl, Pergolesi und Schnyder

Dvořák: Violinkonzert a-Moll, op. 53 Tschaikowskij: Symphonie Nr. 6 h-Moll, op. 74, „Pathétique“

Werke von Mozart

Haydn: Symphonie D-Dur, Hob. I:86 Adámek: „Where are You?“ Für Mezzosopran und Orchester Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll, op. 98

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Start Up! – Vorkonzert: Junge Talente stellen sich vor

Haydn: Symphonie B-Dur, Hob. I:102

Symphonie Es-Dur, Hob. I:103, „Symphonie mit dem Paukenwirbel“ Symphonie D-Dur, Hob. I:104, „Salomon“

Schumann: Symphonie Nr. 2 C-Dur, op. 61

Strawinsky: Der Feuervogel. Ballett in zwei Bildern nach einem russischen Volksmärchen von Michail Fokine

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Wunderwelt Orchester Schulvorstellung

Karten auf Anfrage BEETHOVENS SPAZIERSTOCK

Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

Wiener

Classic Exclusive OG €

| 15

Jeunesse Karten Tel. 505 63 56

öffentliche Probe der Wr. Philharmoniker

Jeunesse

Karten Tel. 505 63 56

„Presse“-Konzertzyklus/3

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Mi 20.15 BS

Do 11.00

Wiener Mozart Orchester

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69 14.

GS Wiener Philharmoniker Riccardo Muti | Dirigent

Haydn: Symphonie B-Dur, Hob. I:102 Symphonie Es-Dur, Hob. I:103, „Symphonie mit dem Paukenwirbel“ Symphonie D-Dur, Hob. I:104, „Salomon“

AO

Weihnachtsabo/3 €

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Do 20.00 GS Die SchlossCapelle

Fritz Kircher | Violine

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Fr 19.30 GS Tonkünstler-Orchester

Niederösterreich

Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn

Yutaka Sado | Dirigent

Aleksandra Szmyd | Sopran

Anja Mittermüller | Mezzosopran

Attilio Glaser | Tenor

Edwin Crossley-Mercer | Bass

Bruckner: Symphonie d-Moll, „Nullte“ Christus factus est. Geistliche Motette für gemischten Chor a capella Te Deum für Soli, gemischten Chor, Orgel und Orchester C-Dur

18.45 im GL: Einführungsvortrag mit Klaus Laczika

15. Fr 20.15 BS Wiener Mozart Orchester Werke von Mozart

16. Sa 15.30 GS Wiener Philharmoniker Riccardo Muti | Dirigent

16.

Sa 19.30 GS Mitsuko Uchida | Klavier

Tonkünstler-Orchester

16.

17.

Haydn: Symphonie B-Dur, Hob. I:102 Symphonie Es-Dur, Hob. I:103, „Symphonie mit dem Paukenwirbel“ Symphonie D-Dur, Hob. I:104, „Salomon“

Beethoven: 32 Variationen über ein eigenes Thema für Klavier c-Moll, WoO 80 Webern: Variationen für Klavier, op. 27 Mozart: Fantasie für Klavier d-Moll, KV 397 Kurtág: „Márta ligatúrája“ aus „Játékok“ (Spiele) Schubert: Sonate für Klavier G-Dur, D 894

Anschließend im GL:

Auf ein Glas mit Mitsuko Uchida

Gespräch über Musik und Gesellschaft

Sa 20.15 BS Wiener Mozart Orchester Werke von Mozart

So 11.00 GS Wiener Philharmoniker Riccardo Muti | Dirigent

17. So 15.30 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn

Yutaka Sado | Dirigent

Aleksandra Szmyd | Sopran

Anja Mittermüller | Mezzosopran

Attilio Glaser | Tenor

Edwin Crossley-Mercer | Bass

So 19.30 GS Philharmonie der Universität Wien

Vijay Upadhyaya | Leitung

Veronika Schmid | Leitung

Haydn: Symphonie B-Dur, Hob. I:102

Symphonie Es-Dur, Hob. I:103, „Symphonie mit dem Paukenwirbel“

Symphonie D-Dur, Hob. I:104, „Salomon“

Bruckner: Symphonie d-Moll, „Nullte“ Christus factus est. Geistliche Motette für gemischten Chor a capella

Te Deum für Soli, gemischten Chor, Orgel und Orchester C-Dur

14.45 im BS: Einführungsvortrag mit Klaus Laczika

Dvořák: Symphonie Nr. 9 e-Moll, op. 95, „Aus der Neuen Welt“ Schostakowitsch: Symphonie Nr. 5, op. 47

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

Wiener Philharmoniker/Sa Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Das Goldene Musikvereinsabonnement II/7

€ 120 | 112 | 99 | 82 | 63 | 51 | 30 | 12

Eintritt frei – exklusiv für Konzertbesucher:innen

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

Wiener Philharmoniker/So Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Tonkünstler-Orchester €

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| 23 | 8

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

Innovationszentrum Universität Wien GmbH Karten auf Anfrage 17.

So 20.00 BS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

18.

Mo 19.30 GS Gewandhausorchester Leipzig

Andris Nelsons | Dirigent

Yulianna Avdeeva | Klavier

18.

19.

Mo 20.15 BS

Di 18.00 GL

19.

Di 19.30 GS

Wiener Mozart Orchester

Yulianna Avdeeva | Klavier

Gewandhausorchester Leipzig

Andris Nelsons | Dirigent

Sarah Wegener | Sopran

Klaus Florian Vogt | Tenor

Vitalij Kowaljow | Bass

19.

Di 19.30 KH-BS

Álfheiður Erla

Guðmundsdóttir | Sopran

Kunal Lahiry | Klavier

19. Di 20.00 BS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

20.

Mi 19.30 GS Wiener Philharmoniker Riccardo Muti | Dirigent

Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll, op. 18

Schostakowitsch: Symphonie Nr. 10 e-Moll, op. 93

Werke von Mozart

Auszeit – Klassik. Nah. Entspannt. Werke von Chopin, Schostakowitsch, Szpilman, Tschaikowskij und Rachmaninow

Schumann: Symphonie Nr. 1 B-Dur, op. 38, „Frühlingssymphonie“ Wagner: Die Walküre – 1. Aufzug

Migrations – Story of a Bird

Sibelius: Norden, op. 90/1

Markan Sigfúsdóttir: Náðarstef (ÖEA)

Haydn: The Wanderer, Hob. XXVI:32 sowie Werke von Messiaen, Barber, Weir, Pramuk, Muhly, Debussy, Wallen, Rachmaninow, Mendelssohn Bartholdy, Grieg, Glass, Okpebholo u. a.

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Haydn: Symphonie B-Dur, Hob. I:102 Symphonie Es-Dur, Hob. I:103, „Symphonie mit dem Paukenwirbel“

Symphonie D-Dur, Hob. I:104, „Salomon“

20. Mi 20.15 BS Wiener Mozart Orchester Werke von Mozart

21. Do 19.30 GS Wiener Philharmoniker Riccardo Muti | Dirigent

Haydn: Symphonie B-Dur, Hob. I:102 Symphonie Es-Dur, Hob. I:103, „Symphonie mit dem Paukenwirbel“

Symphonie D-Dur, Hob. I:104, „Salomon“

21. Do 20.00 BS Janoska Ensemble Four Seasons & Hits

22. Fr 19.30 GS ORF RSO Wien

Thomas Adès | Dirigent

Nicolas Altstaedt | Violoncello

Dénes Várjon | Klavier

Ives: The Unanswered Question

Kurtág: Doppelkonzert für Klavier, Violoncello und zwei Kammerensembles, op. 27/2

Adès: Lieux Retrouves

Tschaikowskij: Francesca da Rimini. Symphonische Dichtung für Orchester, op. 32

Anschließend im GL:

Auf ein Glas mit Thomas Adès Gespräch über Musik und Gesellschaft

22. Fr 20.15 BS Wiener Mozart Orchester Werke von Mozart

Meisterinterpret:innen III/8

FOKUS ANDRIS NELSONS

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

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Auszeit/6 € 35 | 25 | 15 | 5 (pay as you wish)

Andris-Nelsons-Zyklus /4 € 160 | 144 | 120 | 98 | 75 |

| 34 | 12 FOKUS ANDRIS NELSONS

ECHO Rising Stars/6 € 30

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Wiener Philharmoniker/Soirée Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

Meisterinterpret:innen I/8

Mixed Line-up/6 €

ORF RSO Wien/5

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Eintritt frei – exklusiv für Konzertbesucher:innen

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

23. Sa 19.30 GS Sächsische Staatskapelle

Dresden

Wiener Singverein

Daniele Gatti | Dirigent

Eleonora Buratto | Sopran

Elīna Garanča | Mezzosopran

Benjamin Bernheim | Tenor

Riccardo Zanellato | Bass

23. Sa 19.30 BS Europa Galante

Fabio Biondi | Leitung und Violine

Ian Bostridge | Tenor

24. So 19.30 GS Sächsische Staatskapelle

Dresden

Daniele Gatti | Dirigent Gautier Capuçon | Violoncello

24. So 20.00 BS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

25. Mo 19.30 GS Sächsische Staatskapelle

Dresden

Wiener Singverein

Daniele Gatti | Dirigent

Eleonora Buratto | Sopran

Elīna Garanča | Mezzosopran

Benjamin Bernheim | Tenor

Riccardo Zanellato | Bass

25. Mo 20.15 BS Wiener Mozart Orchester

26. Di 19.30 BS Pavel Haas Quartett

26. Di 20.00 GS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

27. Mi 19.30 BS Christoph Traxler | Klavier Yamen Saadi | Violine

Benjamin Beck | Viola

Raphael Flieder | Violoncello

Ödön Rácz | Kontrabass

27. Mi 20.15 GS Wiener Mozart Orchester

28. Do 20.00 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Fabien Gabel | Dirigent

Sirba Octet

Alexei Birioukov | Balalaika

Verdi: Messa da Requiem

Das Goldene Musikvereinsabonnement I/7

Castello: Sonata decimaquinta, a 4

Sonata decimasesta, a 4

Monteverdi: Il Combattimento di Tancredi e Clorinda

Sowie Werke von Farina, d’India und Frescobaldi

Wagner: Ouvertüre zu „Die Meistersinger von Nürnberg“ Vorspiel zum dritten Akt aus „Parsifal“ Karfreitags-Zauber aus „Parsifal“

Saint-Saëns: Violoncellokonzert Nr. 1 a-Moll, op. 33

Debussy: La Mer. Drei symphonische Skizzen

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Musica Antiqua/4

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| 9

Meisterinterpret:innen II/8

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Verdi: Messa da Requiem „Presse“-Konzertzyklus/4

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Werke von Mozart

Kaprálová: Streichquartett, op. 8

Martinů: Streichquartett Nr. 5

Dvořák: Streichquartett As-Dur, op. 105

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Hoffmeister: Soloquartett Nr. 3 für Kontrabass solo, Violine, Viola und Violoncello

Bottesini: Grand Duo concertante für Violine und Kontrabass mit Klavier

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

Internationale Streichquartette/4 € 65 | 58 | 49 | 43 | 34 | 23 | 9

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Schubert: Quintett für Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass A-Dur, D 667, „Forellenquintett“ Ensembles der Wiener Philharmoniker/5

Werke von Mozart

Sirba Orchestra!

Werke der klassischen Tradition sowie osteuropäische Volksmusik, u. a. auch Klezmer, jiddisches Liedgut und Musik der Sinti und Roma

€ 70 | 64 | 55 | 47 | 39 | 25 | 12

Wiener Mozart Orchester

€ 139 | 109 | 89 | 69 | 19

Tonkünstler-Orchester

€ 66 | 60 | 53 | 43 | 37 | 28 | 21 | 7

28.

29.

29.

29.

30.

Do 20.00 BS Die SchlossCapelle

Fr 9.00, 10.30 MT

Fritz Kircher | Violine

Victoria Pfeil | Saxophon

Robin Prischink | Schlaginstrumente

Veronika Mandl | Schauspiel

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Gut Swing braucht Weile Konzert für Publikum ab 4 Jahren

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Agathes Wunderkoffer Kindergartenvorstellung Karten auf Anfrage

Fr 19.30 BS Patricia Nolz | Mezzosopran

Fr 20.15 GS

Sa 11.00, 13.00, 15.00 MT

Malcolm Martineau | Klavier

Wiener Mozart Orchester

30. Sa 19.30 GS Orchester Wiener Akademie

Martin Haselböck | Dirigent

Ana Maria Labin | Sopran

Bruno de Sá | Sopran

Terry Wey | Altus

João Terleira | Tenor

Alexandre Baldo | Bass

30. Sa 19.30 BS Bruce Liu | Klavier

31.

So 11.00, 15.00 MT

31. So 11.00 GS Akademisches Orchester Leipzig Akademischer Orchesterverein in Wien

Thomas Hauschild | Dirigent

Christian Birnbaum | Dirigent

Schumann: Liederkreis, op. 39 sowie Werke von Mahler, Mahler-Werfel, Brahms und Zemlinsky

Werke von Mozart

Gut Swing braucht Weile siehe Freitag, 29.05.2026, 9.00 Uhr

Händel: La Resurrezione. Oratorium, HWV 47

Liederabende/6

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Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69 | 19

Agathes Wunderkoffer SA 11/4, 13/4, 15/4 € 23

Wiener Akademie/4

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18.45 im ST: Einführungsvortrag mit Markus Grassl

Bach: Französische Suite Nr. 5 G-Dur, BWV 816 sowie Werke von Ligeti, Chopin, Ravel, Debussy, Mompou und Liszt

Gut Swing braucht Weile siehe Freitag, 29.05.2026, 9.00 Uhr

Tschaikowskij: Symphonie Nr. 6 h-Moll, op. 74, „Pathétique“

Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 43

31. So 19.30 GS Seong-Jin Cho | Klavier Bach: Partita Nr. 1 B-Dur, BWV 825

Schönberg: Suite, op. 25 Schumann: Faschingsschwank aus Wien, op. 26 Chopin: 14 Valses

Eintritt frei – Zählkarten am Konzerttag an der Konzertkassa

Klavier-Zyklus/5 € 65 | 58 | 49 | 43 | 34 | 23 |

Agathes Wunderkoffer SO 11/4, 15/4 € 23

Große Solist:innen/7

31.

So 20.00 BS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

31. So 18.00 GL Finalist:innen des 2. Hedda Urbani Gesangswettbewerbs

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Vier Jahreszeiten“)

Finalrunde des 2. Hedda Urbani Gesangswettbewerbs

Classic Exclusive OG €

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| 33 | 15

Freunde der Wiener Staatsoper Karten auf Anfrage

KALENDARIUM JUNI

Bitte beachten Sie, dass der Vorverkauf für die hier genannten Konzerte bereits begonnen haben kann und einzelne Preiskategorien beim Erscheinen des Kalendariums bereits ausverkauft sein könnten. Ebenso ist es möglich, dass bei einzelnen Konzerten auf Grund der Auslastung durch das Abonnement gar keine Einzelkarten mehr verkauft werden dürfen. Darüber hinaus kann es zu Programmänderungen kommen. Aktuelle Informationen finden Sie auf musikverein.at.

GS Großer Saal

BS Brahms-Saal

GL Gläserner Saal / Magna Auditorium

MT Metallener Saal

AO Außerordentliches Gesellschaftskonzert

EIGENVERANSTALTUNGEN DER GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE IN WIEN KONZERTE ANDERER VERANSTALTER PROGRAMMSCHWERPUNKTE

01.

Mo 18.30 BS Ensemble Wien

01. Mo 20.15

GS Wiener Mozart Orchester

02. Di 19.30

BS Ensemble Kontrapunkte Gottfried Rabl | Dirigent und Moderation

Anaïs Tamisier | Violine

Lara-Sophie Schmitt | Viola

Magdalena Fürntratt | Harfe

Miriam Ruf | Harfe

Tina Žerdin | Harfe

02. Di 20.00

GS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

03. Mi 20.15

GS Wiener Mozart Orchester

04.

Do 20.00

GS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

Mozart: Divertimento B-Dur, KV 137

Stubenberg-Buttler-Zichy: Uhlanen-Marsch, op. 4/1

sowie Werke von Strauß Vater, Lanner, Strauß Sohn, Weinlich und Geiger

Werke von Mozart

Diamond: Nonett für drei Violinen, drei Violen und drei Violoncelli (ÖEA)

Françaix: Concerto für zwei Harfen und elf Streicher

Atterberg: Suite für Violine, Viola und Streichorchester Nr. 3, op. 19/1

Françaix: Chaconne für Harfe und elf Streichinstrumente (ÖEA)

Mustonen: Nonett Nr. 2 für Streicher

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

Werke von Mozart

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

Ensemble Wien/5 € 65 | 58 | 49 | 43 | 34 | 23 | 9

Wiener Mozart Orchester

€ 139 | 109 | 89 | 69 | 19

Kontrapunkte/5 € 57 | 50 | 42 | 37 | 29 | 19 | 9

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69 | 19

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

04.

Do 20.00 GL

Sophie Abraham | Violoncello Sophie Abraham präsentiert ihr zweites Solo-Album „The beauty in between“.

Anschließend im GL:

Auf ein Glas mit Sophie Abraham Gespräch über Musik und Gesellschaft

Eintritt frei – exklusiv für Konzertbesucher:innen

05.

Fr 15.30 GS

Szolnok Symphonie Orchester

Manuel Tévar | Dirigent

Martin Felsberger | Posaune

Sherry Tse | Violine

Kirill Rodin | Violoncello

05. Fr 19.30 GS

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Fabien Gabel | Dirigent

Marc-André Hamelin | Klavier

Tomasi: Konzert für Posaune und Orchester

Vivaldi: Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester F-Dur, RV 544, „Il Proteo ò sia il mondo al rovescio“ (Proteus oder die Welt auf dem Kopf) Beethoven: Symphonie Nr. 7 A-Dur, op. 92

Marx: Romantisches Klavierkonzert E-Dur Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll, op. 98

18.45 Uhr im MT: Einführungsvortrag mit Ute van der Sanden

05. Fr 20.15 BS Wiener Mozart Orchester Werke von Mozart

06.

Sa 19.30 GS Wiener Akademische Philharmonie

Johannes Beranek | Dirigent

Paul Blüml | Oboe

06. Sa 19.30 BS Julia Hagen | Violoncello Sir András Schiff | Klavier

Korngold: Märchenbilder, op. 3 (Auswahl)

Strauss: Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur

Rimskij-Korsakow: Scheherazade. Symphonische Suite aus „Tausendundeine Nacht“, op. 35

Mendelssohn Bartholdy: Sonate für Violoncello und Klavier B-Dur, op. 45

Beethoven: Sonate für Klavier und Violoncello D-Dur, op. 102/2

Janáček: Pohádka für Violoncello und Klavier („Märchen“)

Brahms: Sonate für Klavier und Violoncello Nr. 1 e-Moll, op. 38

06. Sa 19.30 GL Francisco Navarro Lara | Klavier Francisca Gavilán Zurita | Flöte

In 80 Minuten um die Welt –die musikalische Weltreise

Mit Werken von Elgar, Satie, Rimskij-Korsakow, Puccini, Bernstein, Mendoza, Lehár u. a.

IMK – Verein für Internationale Musik- und Kunstförderung Karten auf Anfrage

Tonkünstler-Orchester

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

Wiener Akademische Philharmonie

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Kammermusik-Zyklus/6 € 70 | 64 | 55 | 47 | 39 | 25 | 12

FOKUS JULIA HAGEN

07.

So 11.00 GS Taipei Chinese Orchestra | Orchester

Li-Pin Cheng | Dirigent

Tzu-You Lin | Suona

Wen-Sinn Yang | Violoncello

Yi-Chun Lai | Dizi

07. So 15.30 GS Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Fabien Gabel | Dirigent

Marc-André Hamelin | Klavier

Chen: Die Parade der Götter

Hsiao: Violoncellokonzert, op. 52

Su: Capriccio Taiwan

sowie Werke von Wang, Kuo und Zeng

Marx: Romantisches Klavierkonzert E-Dur

Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll, op. 98

14.45 Uhr im GS: Einführungsvortrag mit Ute van der Sanden

Escuela de Dirección de Orquesta y Banda „Maestro Navarro Lara“ S. L.

Karten auf Anfrage

Artist Management International Classic GmbH

€ 25 | 15 | 5

Tonkünstler-Orchester € 77 | 70 | 61 | 49 | 43 | 32 | 23 | 8

Eintritt frei – Zählkarten im Foyer

07. So 19.30 GS Carl Michael Ziehrer Orchester Johannes Wildner | Dirigent

07. So 19.30 GL FreshStart Students and Guests | Ensemble

07. So 20.00 BS Die SchlossCapelle Julia Rubanova | Violine

Suppè: Ouvertüre zur Operette „Leichte Kavallerie“

Strauß Sohn: Mein Herr Marquis. Lied der Adele aus der Operette „Die Fledermaus“

Lehár: Lippen schweigen. Duett Hanna-Danilo aus der Operette „Die lustige Witwe“ sowie Werke von Strauß Sohn, Waldteufel, Kálmán und Kreisler

Das genaue Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

08. Mo 19.30 GS Sir András Schiff | Klavier Bach: Partiten für Klavier Nr. 1 – 6, BWV 825–830

08. Mo 20.15 BS Wiener Mozart Orchester

09. Di 19.30 GS Concentus Musicus Wien Stefan Gottfried | Dirigent David Guerrier | Naturhorn und Klappentrompete

09.

10.

Werke von Mozart

Mozart: Hornkonzert Es-Dur, KV 447 Haydn: Trompetenkonzert Es-Dur, Hob. VIIe:1 Symphonie D-Dur, Hob. I:73, „La Chasse“

Di 19.30 BS Lukas Sternath | Klavier Schubert: Sonate A-Dur, D 959 Liszt: „Funérailles” aus „Harmonies poétiques et relegieuses“ Prokofjew: Sonate Nr. 8 B-Dur, op. 84

Mi 19.30 GS Wiener Symphoniker Krzysztof Urbański | Dirigent Sheku Kanneh-Mason | Violoncello

10. Mi 20.15 BS Wiener Mozart Orchester

11. Do 19.30 GS Wiener Symphoniker Krzysztof Urbański | Dirigent Sheku Kanneh-Mason | Violoncello

Do 20.00 BS Die SchlossCapelle Cornelia Löscher | Violine

12. Fr 9.00, 10.30 MT Bernhard Walchshofer | Akkordeon

Christian Penz | Tuba

Christian Enzenhofer | Schlagzeug, Xylophon

Albert Landertinger | Posaune, Schauspiel, Maus und Konzept

Fr 20.15 BS Wiener Mozart Orchester

Schostakowitsch: Scherzo in fis-Moll, op. 1 Elgar: Violoncellokonzert e-Moll, op. 85 Strawinsky: Le Sacre du printemps. Bilder aus dem heidnischen Russland, „Das Frühlingsopfer“

Anschließend im GL:

Auf ein Glas mit Sheku Kanneh-Mason Gespräch über Musik und Gesellschaft

Musik der Meister/6

|50

FreshStart Music Studio Karten auf Anfrage

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Große Solist:innen/8 €

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|50 | 29 | 12

Wiener Mozart Orchester €

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| 69

Concentus Musicus/4 €

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| 12

Lukas-Sternath-Zyklus/3

€ 65 | 58 | 49 | 43 | 34 | 23 | 9 FOKUS LUKAS STERNATH

Die Große Symphonie A/8 €

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| 33 | 12

Eintritt frei – exklusiv für Konzertbesucher:innen

Werke von Mozart Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

Schostakowitsch: Scherzo in fis-Moll, op. 1 Elgar: Violoncellokonzert e-Moll, op. 85 Strawinsky: Le Sacre du printemps. Bilder aus dem heidnischen Russland, „Das Frühlingsopfer“

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

Topolina macht Pizza Konzert für Publikum ab 3 Jahren

Die Große Symphonie B/8 € 130 | 120 | 112 | 89 | 69 | 56 | 33 | 12

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Topolina Kindergartenvorstellung Karten auf Anfrage

Werke von Mozart

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

13.

Sa 11.00, 13.00, 15.00

MT

13.

13.

13.

13.

14.

Topolina macht Pizza siehe Freitag, 12.06.2026, 9.00 Uhr

Topolina SA 11/4, 13/4, 15/4 € 25

14.

14.

Sa 15.30 GS Wiener Philharmoniker

Lorenzo Viotti | Dirigent

Sa 19.30 GS Wiener Symphoniker

Wiener Singverein

Petr Popelka | Dirigent

Julia Kleiter | Sopran

Andrew Staples | Tenor

Marie Smolka | Sopran

Wiebke Lehmkuhl | Alt

Patrick Grahl | Tenor

Matthias Goerne | Bass

Sa 20.00 GL Trio Appassionato

Tobias Ebel | Violine

Martin Weikert | Violoncello

Kseniya Najmudinova | Klavier

Poulenc: Les Animaux modèles. Suite aus dem Ballett

Debussy: Printemps. Suite symphonique für Orchester

Zemlinsky: Die Seejungfrau. Symphonische Dichtung nach einem Märchen von Hans Christian Andersen

Wiener Philharmoniker/Sa Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Schumann: Das Paradies und die Peri. Oratorium für Soli, Chor und Orchester, op. 50 Wiener-Symphoniker-Zyklus

Haydn: Klaviertrio G-Dur, Hob. XV:25, „Zigeunertrio“

Beethoven: Klaviertrio B-Dur, op. 11, „Gassenhauer-Trio“

Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio Nr. 1 d-Moll, op. 49

Sa 20.15 BS Wiener Mozart Orchester Werke von Mozart

Trio Appassionato GbR € 36 | 25 | 10

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69

So 11.00 GS Wiener Philharmoniker

So 11.00, 13.00, 15.00 MT

Lorenzo Viotti | Dirigent

Mitglieder der Wiener Philharmoniker

Ausgewählte Schulklassen

So 19.30 GS Wiener Symphoniker

Wiener Singverein

Petr Popelka | Dirigent

Julia Kleiter | Sopran

Marie Smolka | Sopran

Wiebke Lehmkuhl | Alt

Andrew Staples | Tenor

Patrick Grahl | Tenor

Matthias Goerne | Bass

Poulenc: Les Animaux modèles. Suite aus dem Ballett

Debussy: Printemps. Suite symphonique für Orchester

Zemlinsky: Die Seejungfrau. Symphonische Dichtung nach einem Märchen von Hans Christian Andersen

10.00 Uhr im BS: passwort:klassik

Klingende Konzerteinführung zum 10. Abonnementkonzert der Wiener Philharmoniker

Topolina macht Pizza siehe Freitag, 12.06.2026, 9.00 Uhr

Schumann: Das Paradies und die Peri. Oratorium für Soli, Chor und Orchester, op. 50

Wiener Philharmoniker/So Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Kartenbüro Wr. Philharmoniker

Topolina SO 11/4, 13/4, 15/4 € 25

Wiener-Symphoniker-Zyklus B/5 €

So 20.00 BS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

Mo 19.30 GS Wiener Philharmoniker Lorenzo Viotti | Dirigent

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

Poulenc: Les Animaux modèles. Suite aus dem Ballett

Debussy: Printemps. Suite symphonique für Orchester

Zemlinsky: Die Seejungfrau. Symphonische Dichtung nach einem Märchen von Hans Christian Andersen

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Wiener Philharmoniker/Soirée Kartenbüro Wr. Philharmoniker 15.

Mo 19.30 BS Altenberg Trio Ekaterina Frolova | Violine Alexander Gordon | Viola

16.

Di 19.30 BS Zoltán Despond | Violoncello Vesselin Stanev | Klavier

16.

Di 20.00 GS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

17. Mi 19.30 BS Wiener Symphoniker Christoph Koncz | Dirigent Marie-Theres Himmler | Moderation

17.

Mi 20.15 GS Wiener Mozart Orchester

18. Do 20.00 GS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

19. Fr 19.30 BS Wiener Concert-Verein Glass Marcano | Dirigentin

Bonis: Soir, op. 194

Saint-Saëns: Klaviertrio Nr. 2 e-Moll, op. 92

Dvořák: Klavierquintett Nr. 2 A-Dur, op. 81

Beethoven: Violoncellosonate D-Dur, op. 102/2

Schumann: Drei Romanzen für Oboe und Klavier, op. 94

Strauss: Violoncellosonate F-Dur, op. 6

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

Das genaue Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Werke von Mozart

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

Carreño: Serenade für Streichorchester – 1. Satz Doderer: Beltane – helles Feuer, Konzert für Klavier und Streichorchester DWV 166 (UA) Koetsier: Concertino für Posaunenquartett und Orchester, op. 115 Dvořák: Serenade für Streichorchester E-Dur, op. 22

18.30 Uhr im BS: Einführungsvortrag exklusiv für Konzertbesucher:innen.

Melos Konzerte € 58

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Wiener Symphoniker Karten auf Anfrage

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69 | 19

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Wiener Concert-Verein/5 € 67 | 60 | 50 | 43 | 34 | 23 | 9

19. Fr 20.00 GL Black Page Orchestra feat. God’s Entertainment

Ein durchinszenierter Konzert-, Performance- und Fluxusabend mit Musik von Kasho Chualan (UA), Sebastian Meyer (UA), Luxa M. Schüttler, Alex Paxton, Alvin Lucier u. a.

19. Fr 20.15 GS Wiener Mozart Orchester Werke von Mozart

20. Sa 11.00 MT

Jubiläumskonzert

Das Programm und die Besetzung werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Eintritt frei – exklusiv für Konzertbesucher:innen

Black Page Orchestra/3 € 31 | 25 | 21 | 8

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69 | 19

Johann Sebastian Bach Musikschule des Evangelischen Schulwerkes A.B. Wien Karten auf Anfrage

20.

20.

Sa 18.30 BS

Sa 19.30 GS

21.

So 11.00 GS

Philharmonia Schrammeln

Renate Linortner | Flöte

Bruckner Orchester Linz

Markus Poschner | Dirigent

Nürnberger Symphoniker

Yuki Miyagi | Dirigent

Stefan Aprodu | Violine

Michiaki Ueno | Violoncello

21.

So 19.30 GS Philharmonie der Universität Wien

Chor der Universität Wien

Vijay Upadhyaya | Leitung

21. So 20.00 BS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

22. Mo 19.00 GL Triangle Youth Philharmonic Orchestra

22.

23.

Mo 20.15 GS

Di 20.00 GS

Wiener Mozart Orchester

LLMV Symphony Orchestra

LLMV Wind Band Helen Chen | Klavier

Ein Sommernachtstraum

Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur, op. 21

Mahler: Symphonie Nr. 9 D-Dur

18.45 Uhr im GL: Einführungsvortrag mit Daniel Hochreiter & Gästen

Weber: Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz“ Brahms: Doppelkonzert für Violine und Violoncello, op. 102

Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 73 sowie Werke von Johann Strauß Sohn

Elgar: The Dream of Gerontius. Oratorium in zwei Teilen, op. 38

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

Bizet: Carmen-Suite Nr. 1 und 2. (Ausschnitte) Verdi: Ouvertüre zur Oper „Nabucco“ sowie Werke von Copland, Bernstein, Badelt, Strauß Vater und Sousa

Werke von Mozart

Philharmonia Schrammeln/4 € 65 | 58 | 49 | 43 | 34 | 23 | 9

Bruckner Orchester Linz € 89 | 79 | 69 | 59 | 49 | 39 | 20 | 6

Eintritt frei – Zählkarten an der Konzertkassa

Corporation

|

Innovationszentrum Universität Wien GmbH Karten auf Anfrage

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Kunst und Kultur – ohne Grenzen Karten auf Anfrage

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69 | 19

Smetana: Ouvertüre zur Oper „Die verkaufte Braut“ Coleman: Seven O‘Clock Shout Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll, op. 18 –1. Satz (Moderato) sowie Werke von Brahms, Williams, Galante, Nelhýbel, Bernstein, Copley und Sousa Wenstravel Karten auf Anfrage

23.

Di 20.00 BS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

24. Mi 18.30 GL

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

Jahresabschlusskonzert

Das Programm und die Besetzung werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

24. Mi 20.15 GS Wiener Mozart Orchester Werke von Mozart

25. Do 19.00 GL Schüler:innen der Unterstufe des Musikgymnasiums Wien

25. Do 19.30 GS

25. Do 20.00 BS Die SchlossCapelle Cornelia Löscher | Violine

Das Programm und die Besetzung werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Orchesterkonzert – Diplomprüfung Dirigieren der mdw

Die Dirigent:innen sowie das Programm werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Johann Sebastian Bach Musikschule des Evangelischen Schulwerkes A.B. Wien Karten auf Anfrage

Wiener Mozart Orchester € 139 | 109 | 89 | 69 | 19

Musikgymnasium Wien Karten auf Anfrage

ORF RSO Wien/6 € 83 | 72 | 65 | 52 | 45 | 37 | 25 | 12

Classic Exclusive OG € 83 | 69 | 53 | 33 | 15

Fr 20.15 GS Wiener Mozart Orchester

Sa 20.00 BS Haydn-Quartett

Sa 20.15 GS Wiener Mozart Orchester

So 20.00 GS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

Mo 20.15 GS Wiener Mozart Orchester

Di 20.00 GS Die SchlossCapelle Fritz Kircher | Violine

Werke von Mozart

Haydn: Streichquartett D-Dur, Hob. III:34

Mozart: Streichquartett B-Dur, KV 589

Dvořák: Streichquartett Es-Dur, op. 51

Werke von Mozart

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

Werke von Mozart

Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi („Die vier Jahreszeiten“)

Wiener Mozart Orchester

139 | 109 | 89 | 69 | 19

Wiener Mozart Orchester

139 | 109 | 89 | 69 | 19

|

| 15

Wiener Mozart Orchester

83 | 69 | 53 | 33 | 15

Felix Mitterer

Regie Stephanie Mohr

Mit Robert Joseph Bartl, Martina Ebm, Günter Franzmeier, Melanie Hackl, Alexandra Krismer, Markus Kofler, Michael König, Ulli Maier, Susa Meyer, Julian Valerio Rehrl, Ulrich Reinthaller, Kimbery Rydell, Martin Vischer

www.josefstadt.org

Karten und Info unter: T 01-42-700-300

KARTENVERKAUF

FREMDVERANSTALTUNGEN

Jeunesse 1010 Wien, Bösendorferstraße 12 | Telefon: +43-1-505 63 56

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich 1010 Wien, Herrengasse 10 | Telefon: +43-1-586 83 83

Wiener Philharmoniker 1010 Wien, Kärntner Ring 12 | Telefon: +43-1-505 65 25

Wiener Symphoniker 1030 Wien, Daffingerstraße 4/DG | Telefon +43-1-24 20 02

Volksbildungskreis 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 44 | Telefon: +43-1-505 96 60

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IMPRESSUM

Musikfreunde | Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien | Jahrgang 38/8

Medieninhaber (Verleger) Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, 1010 Wien, Musikvereinsplatz 1, Tel. +43-1-505 86 81

Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Stephan Pauly, Mag. Renate Futterknecht | Redaktion: Mag. Markus Siber, Mag. Ulrike Lampert

Kalendarium: Anna Jochum, BA | Gestaltung: Fons Hickmann M23 (www.m23.de) | Satz: Thomas Apel

Titelfoto: Chris Christodoulou | Druck: Print Alliance HAV Produktions GmbH, 2540 Bad Vöslau, Druckhausstraße 1 DVR: 0066249 | Redaktionsschluss: 10. März 2026

KARTENVERKAUF EIGENVERANSTALTUNGEN

KONZERTKASSA – MUSIKVEREINSGEBÄUDE 1010 Wien, Musikvereinsplatz 1 (Eingang: Bösendorferstraße 12)

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag bis Freitag 9.00 bis 19.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr, Sonn- und Feiertage geschlossen. Bei allen Eigenveranstaltungen öffnet die Kassa eine Stunde vor Konzertbeginn.

In den Sommermonaten von 1. Juli bis 31. August hat die Konzertkassa verkürzt geöffnet. Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie in dieser Zeit immer auf unserer Website: www.musikverein.at

Wir bitten zu beachten, dass unmittelbar vor Konzertbeginn dem Kartenverkauf sowie der administrativen Abwicklung des jeweiligen Konzerts Vorrang gegenüber allgemeinen Geschäftsvorgängen gegeben werden muss. Aus diesem Grund bitten wir Sie, alle Anliegen, die nicht das aktuelle Konzert betreffen, in den angegebenen Rahmenöffnungszeiten an uns heranzutragen.

VORVERKAUF

Bei allen Eigenveranstaltungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien beginnt der Kartenvorverkauf – wenn nicht anders angegeben – für Mitglieder zwei Monate vor der jeweiligen Veranstaltung. Eine Woche danach sind Karten im allgemeinen Vorverkauf erhältlich. Am ersten Verkaufstag des Einzelkartenverkaufs für Mitglieder behält es sich die Gesellschaft der Musikfreunde vor, den Einkaufsrahmen für jedes Mitglied auf höchstens vier Karten zu beschränken.

KARTENBESTELLUNGEN SIND MÖGLICH PER Telefon: +43-1-505 81 90 (Mo–Fr 9.00–18.00 Uhr, Sa 9.00–13.00 Uhr)

Fax: +43-1-505 81 90-94

E-Mail: tickets@musikverein.at Internet: www.musikverein.at

Bestellkarte nur für Mitglieder und Abonnent:innen

Karten können mittels Kreditkarte innerhalb der angegebenen Vorverkaufsfristen bestellt werden. Bitte beachten Sie, dass eine Bestellung per Bestellkarte keine Garantie für die Zuteilung von Karten ist.

Bestellte Karten erhalten Sie gegen Vorlage der Kreditkarte oder der Bestätigungs-E-Mail an der Kassa des Musikvereins.

MUSIKVEREIN FESTIVAL: „BEETHOVENS SPAZIERSTOCK“

Für alle Konzerte, die im Zuge des Musikverein Festivals „Beethovens Spazierstock“ stattfinden, hat der Kartenvorverkauf am 22.01.2026 (Mitglieder) bzw. 29.01.2026 (allgemeiner Vorverkauf) bereits begonnen. Wir bitten Sie zu beachten, dass einzelne Kategorien beim Erhalt des „Musikfreunde“–Magazins bereits ausverkauft sein können.

FÜHRUNGEN / GUIDED TOURS

FÜHRUNGEN SEPTEMBER BIS JUNI Montag–Samstag (außer Feiertag)

13.00 Uhr Englisch*

13.45 Uhr Deutsch*

*Zeiten können variieren

FÜHRUNGEN IM JULI UND AUGUST Montag–Freitag (außer Feiertag) 10.00 Uhr Englisch* 11.00 Uhr Deutsch* 12.00 Uhr Englisch*

*Zeiten können variieren

PREISE

Erwachsene € 10,–Schüler:innen, Studierende € 6,–Kinder bis 12 Jahre gratis

TREFFPUNKT

Konzertkassa Musikverein Bösendorferstraße 12

INFORMATION ZU GRUPPEN FÜHRUNGEN UNTER: E-Mail: fuehrungen@musikverein.at

jonaskaufmann.com

JONAS KAUFMANN MAGISCHE TÖNE ARCADI

Der Titel ist Programm: Jonas Kaufmann lädt den Hörer auf seinem neuen Album „Magische Töne“ ein, die beschwingten Werke von Károly Goldmark, Ferenc Lehár und Imre Kálmán zu entdecken. Wiener Melancholie, ungarisches Temperament und Kaufmanns legendäre, mitreißende Leichtigkeit.

Der Klangmagier meldet sich zurück: Sieben Jahre nach seinem letzten Album legt der Ausnahmepianist Arcadi Volodos nun eine lang erwartete Neueinspielung vor. Erneut widmet er sich einer der großen Sonaten von Franz Schubert, hier der „Gasteiner“ in D-Dur. Dazu stellt er seine Interpretation der „Kinderszenen“ von Robert Schumann.

volodos.com

Foto: Dario Acosta © Sony Music Entertainment
Foto: Marco Borggreve © Sony Music Entertainment

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