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Die Miesbacherin 30

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Geschichten, Porträts & Interviews aus dem Miesbacher Land

Soulfood für den Abenteuerhunger.

Der Taycan Turbo Cross Turismo. Soul electrified.

Zum Glück gibt es sie: die herausfordernden Abenteuer, die man am besten im Team meistern kann. Abenteuer, die nach einer eingeschworenen Gemeinschaft verlangen. Der Porsche Taycan Turbo Cross Turismo ist ein wahrer Teamplayer, denn er ist auf Expeditionen mit bis zu 5 Personen optimal vorbereitet. Entdecken Sie die vielfältigen Porsche Taycan Modelle bei uns im Porsche Zentrum Inntal oder folgen Sie direkt dem QRCode zur verlockenden Leasingofferte. Wir freuen uns auf Sie.

Taycan Turbo Cross Turismo: Stromverbrauch kombiniert: 24,2 – 21,2 kWh/100 km (WLTP); CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km (WLTP); Elektrische Reichweite: 423 – 485 km; Elektrische Reichweite Stadt: 533 – 616 km; Stand 03/2023

Breiteicher Str. 28 83064 Raubling Tel. +49 8035 9036-0 info@porsche-inntal.de www.porsche-inntal.de

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

wir, von der Miesbacherin, sind ja immer auf der Suche nach besonderen Geschichten und Menschen.

Bei unseren Recherchen stießen wir auf ein ganz besonderes Dorf am Fuße des Wendelsteins: Geitau. Ein kleiner Ort mit unglaublicher Vielfalt und unglaublich herzlichen Menschen. Mit jedem Gespräch, das wir mit unseren Protagonisten führen durften, wurde klar: Die Geitauer halten zam. Und das hat nichts mit dem Stammbaum zu tun. Auch Zuagroaste werden hier von ganzem Herzen willkommen geheißen. Brigitte Schmied etwa, die mit ihrer Familie den wunderschönen alten Nagelschmiedhof gekauft und mit viel Liebe und Herzblut restauriert hat. Auch bei Familie Hasenöhrl war es Liebe auf den ersten Blick, als sie 1999 den alten Unteröstner Hof kauften. Zu Geitau und ihren Bewohnern haben sie ein ganz besonderes Verhältnis. Überhaupt ist es ein freundschaftliches Miteinander in der Nachbarschaft. Mit dem Gasthaus Aiplspitz oder auch dem Postgasthof Rote Wand, ebenso mit der Spenglerei Thaler. Sohn Lukas Thaler übernahm den Betrieb seines Vaters Andreas, der sich in den 1990er Jahren selbstständig machte. Auch die drei Hasenöhrl-Töchter Mavie, Gioia und Selina wollen in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Das tut auch Michael Gaukler junior, der nach Jahren in der weiten Welt und beruflichen Stationen in Spitzenhäusern zurück nach Geitau kehrte, um den Postgasthof Rote Wand zu übernehmen. Für ihn war es eine Herzensentscheidung wieder nach Hause zu kommen.

Auch Franz Leitner baute seinen Betrieb Holztec Leitner daheim in Schliersee auf und Seppi Maier übernahm im Frühjahr die Seebar in Schliersee in Eigenregie. Wie schön, dass die junge Generation mit viel Visionen und Tatendrang in der Heimat anpackt!

Wir jedenfalls haben uns in Geitau und seine Menschen verliebt.

Ihnen wird es vielleicht auch so gehen.

Herzlichst

Ihre Monika Graf mit dem gesamten Team der Miesbacherin

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38 10 30 44 20 Inhalt 6
Editorial 04 Inhalt 06 Da Miaschbecker 08 Ein Grantler sinniert Aus gutem Holz 10 Franz Leitner von Holztec Maritimes Flair am Schliersee 20 Seppi‘s Seebar am Schliersee Ein Dorf zum Verlieben – Geitau – 26 Tief verwurzelt 30 Familie Gaukler Gasthof Rote Wand Das Schmuckstück 38 Der Schmiedhof in Geitau Dächer fürs Leben 44 Spenglerei Thaler in Geitau Füreinander bestimmt 48 Die Hasenöhrls Starke Frauen im Landkreis 64 Saiten der Freundschaft 78 Die Weinbergmusi Haushams neues Herzstück 82 Der neu gestaltete Bahnhofsplatz In is, wer drin is 100 Was war los im Miesbacher Land? Impressum 110 48 78 82 7

An „Feiermarathon“ hob i hinter mir, des ko i eich sogn. Voiksfest, Italienische Nacht, Pfingstfest, Woidfest, Seefest, Elbach feiert etc. etc. Aba mia olle san ausghungert und miassn ois nachhoin, was ma de letzten Jahr vasamt hom. Aba etz muass i wieda a bissal sparn, denn des gäd ganz schee ins Gejd und mein Weiwi mog si a Dirndlgwand kaffn und des deaf i ihr ned vamiesn.

In Hausham hod da Wirt heia weng hoha Kosdn und Personalmangl des Voiksfest obgsogt. Sehr zum Leidwesn vo de Haushamer. Aba ‚s gibt aa wos scheens aus Hausham zu berichdn: A scheene Ortsmitte hom sie gmacht am Bahnhofsblotz, des freit den Zangenfeind Jens ganz besonders. So hod ea etz nebn am scheenen Rodhaus aa a scheens Ortszentrum.

In diesem Sinne wünsch i eich an scheenan Summa und brav bleim, gell!

EICHER GRANTLER

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Fotos: Anna Vogelsberger 10

Aus gutem Holz

FRANZ LEITNER UND SEIN HOLZTEC-TEAM

Entspannen lässt es sich am besten auf der Liege im Garten. Franz Leitner und sein Team von Holztec Leitner wissen, wie es geht. Mit ihren Himmels-, Drehund Schaukelliegen beliefern sie Kunden in ganz Europa. Ihre Holzbrunnen erinnern an Sommertage auf der Alm.

11 HANDWERK

Immer wieder mal bekommt er Fotos. Aus Berlin, Frankreich, der Schweiz. Aus Mittenwald. Oder aus dem Landkreis. Von Kunden, die auf der Himmelsliege liegen. Es sich dort gemütlich gemacht haben. Mit Kissen im Nacken und Buch in der Hand. Oder sie stehen im Garten, neben ihrem Holzbrunnen, der fröhlich vor sich hin plätschert. „Mich freut so was“, sagt Franz Leitner. Ein Kunde schrieb sogar ein Gedicht über seine Liege, die er zur Hochzeit bekam. Vor einigen Monaten verschickte Franz Leitner eine Liege nach Mallorca.

Auch im Garten der Werkstatt in Schliersee hört man es plätschern. Herrlich. Fast schon meditativ. Modelle seiner Brunnen und der Liegen sind im Garten. Der erste Holzbrunnen, den er in seinem Leben baute, befindet sich ebenfalls dort. „Eine Art Glücksbringer.“ Heute trägt er kein Wasser mehr, sondern Kräuter. Damals war Franz Leitner noch keine 16 Jahre alt. Als er mit seinen Eltern als Bub einmal auf einer Alm war, sah er einen Holzbrunnen. „So was möchte ich auch machen“, sagte er damals. Seitdem ging es ihm nicht mehr aus dem Kopf.

Tüfteln, kreativ sein, das Arbeiten mit Holz. Franz Leitner liebt, was er tut. 2013 begann er seine Schreinerlehre. Nach seinem Abschluss machte er sich schnell selbstständig. 2019 hatte er seinen ersten Mitarbeiter. Sein Leben lang war er gerne im Wald, hatte immer schon einen Bezug zur Materie. „Wir sind selbst Waldbesitzer.“ Ihm gefällt, dass jedes Stück, das er oder seine sieben Mitarbeiter anfertigen, ein Unikat ist. Mit eigener Struktur, eigener Maserung, einer eigenen Form. „Das gibt es nur einmal auf der Welt.“ Für Franz Leitner macht das ein hochwertiges Produkt aus. Ebenso natürlich wie die Beschaffenheit des Holzes. Für die Brunnen und Liegen verwendet er nur hochwertigste, heimische Hölzer. „Alle aus einem Umkreis von 20 Kilometern.“

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Nachhaltigkeit ist ein modernes Wort. Franz Leitner macht wenig Aufhebens darum. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Fast alle seine Zulieferer und Partner befinden sich im Umkreis von 15 Kilometern. Zum Beispiel Maschinenbau Stöckl, der die Metallgestelle für die Drehliegen fertigt. Gemeinsam mit seinem Bruder Simon entwickelte er das Modell, das er inzwischen patentieren ließ. Und das bei den Kunden unglaublich gut ankommt. Die Liege ist 360 Grad drehbar. Mit Massivholzlatten aus Lärchenholz in hochwertigster Qualität. Übrigens auch nachhaltig. Die Latten und Wangen sind austauschbar. Die Liege ist dadurch sehr langlebig.

Wie man die Liegen aufbaut, darüber informiert Franz Leitner auf seiner Homepage. Im Onlineshop findet man auch die Auswahl an Produkten. Himmelsliegen, Drehliegen, Schaukelliegen. Zum Betonieren oder Verschieben. Die Radliegen sind – dank zwei kleiner Räder – ganz einfach transportierbar. Einfach drauflegen und entspannen. Aufgrund der ergonomischen Form gelingt das sofort. Auch auf YouTube und Instagram ist Holztec Leitner vertreten. Transparenz ist Franz Leitner wichtig. Er steht für modernes und und traditionelles Handwerk.

Die Brunnen, die es seit jeher traditionellerweise auf der Alm gibt, interpretiert er modern. Oder klassisch. Rustikal, mit Rinde oder geschliffen. Aus Lärchen- oder Tannenholz. Mit Elektro- oder Solarpumpe. In unterschiedlichsten Formen und Designs. „Es gibt da unglaublich viele Möglichkeiten“, betont Franz Leitner. Er habe ein ,,Superteam“, das sich immer etwas einfallen lässt. Auf Wunsch gerne auch nach Maß. Gemeinsam gehen sie ganz individuell auf die Wünsche der Kunden ein. Wenn von ihnen wieder ein Foto im Postfach eintrudelt, freuen sich alle. „Das ist echte Belohnung für unsere Arbeit.“ mk

HOLZTEC LEITNER

Lautererstraße 3

83727 Schliersee

Tel.: 08026/9286833

Telefonische Beratung

von Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr

holztec-leitner@gmx.de

13 HANDWERK

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Drei Tipps für deinen Strandurlaub

Was gibt es Schöneres, als ein paar erholsame Tage am Strand zu verbringen? Den ganzen Alltagsstress hinter sich zu lassen, dösend im Sand zu liegen, das sanfte Rauschen des Meeres in den Ohren, zur Abkühlung einen Sprung ins türkisblaue Wasser und den Tag mit einem erfrischenden Drink in der Hand bei einem wunderschönen Sonnenuntergang ausklingen zu lassen ... Doch neben der ganzen Urlaubsromantik darf nicht vergessen werden, dass besonders für Haut und Haar die heißen Temperaturen, Salzwasser und viel Sonneneinstrahlung ganz schön herausfordernd sind. Wir verraten dir einige Tipps, wie du Haut und Haar während deines nächsten Sommerurlaubs optimal pflegst.

Fotos: Jacqueline Krause-Burberg

TIPP #1: SONNE GENIESSEN, ABER MIT VORSICHT!

Natürlich gehört ein Sonnenbad zum Strandurlaub einfach dazu. Dennoch sollte dir immer bewusst sein, wie schädlich UVA- und UVB-Strahlen für deine Haut sind. Deshalb ist der perfekte Sonnenschutz ein MUSS! Die richtige Sonnencreme schützt deine Haut vor Sonnenschäden und spendet ihr gleichzeitig ausreichend Feuchtigkeit.

Wenn es darum geht, Sonnenschäden vorzubeugen, wird oftmals der Schutz der Lippen vergessen, dabei sind diese besonders empfindlich. Ein Lip Balm schützt deine Lippen zuverlässig vor schädlichen UV-Strahlen und bewahrt sie gleichzeitig vor Trockenheit und Rissen.

TIPP #2: RICHTIGE PFLEGE NACH EINEM SONNENBAD

Um deine Haut nach einem langen Strandtag mit einer intensiven Pflege zu verwöhnen, empfehlen wir dir abends eine hochwertige After Sun zu verwenden. Die Pflege verwöhnt deine Haut mit Feuchtigkeit und bringt sie wieder ins Gleichgewicht.

TIPP #3: REGENERATION

FÜR BEANSPRUCHTES HAAR

Besonders bei heißen Temperaturen ist eine Abkühlung im Meer nicht wegzudenken. Leider entzieht Salzwasser dem Haar Feuchtigkeit und lässt es schon nach wenigen Tagen trocken und spröde wirken. Um dennoch während deines Urlaubs den Glanz des Haars nicht zu verlieren, solltest du nach dem Schwimmen unbedingt deine Haare gründlich auswaschen und mit zusätzlicher Pflege versorgen.

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MontagbisFreitag10-19Uhr

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Ein Ort der Inspiration: APROPOS vereint Mode und Kunst zu einem einzigartigen Shopping-Erlebnis

MODERN LUXURY

Mit seiner nahezu 40-jährigen Unternehmensgeschichte und mehreren Standorten zählt APROPOS zu Deutschlands renommiertesten Concept StoreUnternehmen im Luxusbereich und ist bekannt für die neuesten Kollektionen internationaler Modehäuser, Beauty-Brands und Interior Designer. Seit jeher legt das Unternehmen einen großen Wert auf ein exklusives Shopping-Erlebnis mit persönlicher Nähe zum Kunden. Die Stores und die Inszenierung der Ware lassen die Besucher eintauchen in eine Welt, die inspiriert und gleichermaßen zum Verweilen einlädt. Ein besonderer Aufenthalt, der durch temporäre Pop-up-Kooperationen und Veranstaltungen komplettiert wird.

Einst 1984 von den Geschäftsführern Klaus Ritzenhöfer und Daniel Riedo gegründet, ist APROPOS heute mit Stores in Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf sowie Gmund und Rottach-Egern am Tegernsee deutschlandweit vertreten. Die beiden Letztgenannten nehmen hierbei eine Sonderstellung ein. Sowohl die private Liebe der Eigentümer zur idyllischen Atmosphäre des Tegernseer Tals als auch die Tourismusentwicklung waren Anreiz genug, APROPOS auch außerhalb deutscher Großstädte ein weiteres Zuhause zu geben.

„Wir verbringen das Jahr über viel Zeit im Tegernseer Tal, und gerade in den letzten Jahren hat die Zahl an neuen Projekten im Luxussegment sehr stark zugenommen. Für uns als Concept Store haben wir hier eine neue und spannende Möglichkeit gesehen.“ – Klaus Ritzenhöfer & Daniel Riedo. Beide Stores in den malerischen Ortschaften Gmund und Rottach-Egern verbinden auf eindrucksvolle Weise bayerische Tradition mit modernen Formen. Die Spiegelung lokaler Stilistiken im Interior Design der Fläche liegt den Geschäftsführern und Managing Partner Henning Korb als Zeichen der Wertschätzung der Region besonders am Herzen. Selbstverständlich mit einer Essenz der bekannten stilsicheren APROPOS-DNA. So fügen sich eine kuratierte Auswahl aus internationaler High-End Fashion für Damen und Herren sowie erlesene Beauty- und Home-Produkte in eine Szenerie aus edelsten Stoffen und Materialien in Form anspruchsvoller Design-Elemente.

Mindestens genauso wichtig wie die Präsentation der Ware ist – in einer schnelllebigen Zeit wie heute – ein serviceorientiertes Team, das jedem Gast geschult und professionell zur Seite steht und Kunden die Besonderheiten von Marken wie Celine, Fendi, Jil Sander, Loewe oder Extreme Cashmere erläutert. Jene Zuwendung, jene Expertise und jener Aufenthaltskomfort sind es, die für APROPOS maßgeblich sind, um den Ansprüchen seiner treuen Klientel gerecht zu werden.

GMUND: Münchner Str. 126, 83703 Gmund

Telefon: 08022/5091321

E-Mail: info@apropos-tegernsee.de

ROTTACH-EGERN: Nördliche Hauptstr. 11, 83700 Rottach-Egern

Tel.: 08022/5093821

E-Mail: kasse-rottach@apropos-coeln.de www.apropos-store.com

Öffnungszeiten: Mo.-Sa. 10:00–18:30 Uhr

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Maritimes Flair am Schliersee

Seppi Maier verpasst der Seebar in Schliersee neue Eleganz. Coolness und maritimes Flair. An einem der schönsten Fleckerl am See steht nun die schönste Bar. Mit einer ausgesuchten Karte, Schmankerln aus dem Wasser, erstklassigem Wein und einem Sundowner, der alle begeistert.

Elegantes Holz, cooles Design. Die Seebar in Schliersee erstrahlt in neuem Gewand. Hell, modern, lässig. Schon immer war die Location in Schliersee einmalig. Mit dem unverwechselbaren Blick auf den Schliersee. Und der unmittelbaren Nähe zum Wasser. Angrenzend an den herrlich nostalgischen Minigolf-Platz. Kindheitserinnerungen zaubern ein Lächeln ins Gesicht. Ja, die Seebar war schon immer etwas Besonderes. Seppi’s Seebar ist es erst recht.

Gemeinsam mit seinem Vater hat Inhaber Seppi Maier den Diamanten am See geschliffen. „Alles ist neu“, sagt er und lacht. Die Terrasse, der Boden, der Verschlag. Auf geschreinerten Bänken sitzend, blickt man zufrieden auf das Treiben rund um den See. Das Schimmern des Wassers, während man seinen - übrigens erstklassigen - Cappuccino trinkt. Oder sich einen Seebar Spritz gönnt. Ein perfekter Sundowner, herrlich erfrischend mit Limette, Basilikum und einem Hauch Olive. „Unsere Gäste lieben ihn“, sagt Seppi Maier. Natürlich gibt es auch das Original auf der Karte, Bier vom Fass sowie ausgezeichnete Weine, etwa Chardonnay aus Frankreich und besten deutschen Riesling.

Fotos: Seepi‘s Seebar

Seppi Maier kennt sich mit Wein bestens aus. Ein Wissen, das er sich über die Jahre aneignete. „Es ist mein Hobby.“ Erst vor Kurzem kamen Winzer in die Bar zur Verkostung. Nicht selten bestellen Kunden eine Flasche „to go“ und genießen den edlen Tropfen unten am See. Genuss bieten auch die herrlichen Kaffeespezialitäten oder Schmankerln auf der ausgesuchten Karte. Köstliche Flammkuchen etwa, oder Pinsa, Rote-Beete-Matjes und Garnelenspieße.

Fisch ist ein weiteres Gebiet, auf dem sich Seppi Maier ziemlich gut auskennt. Sieben Jahre arbeitete er im Fischerei Bistro Bad Wiessee. Nach seiner Schreinerlehre bei Klaus Raßhofer in Dürnbach kam er zur Gastronomie. Arbeitete im Monte Lago in Rottach-Egern und schließlich für die Fischerei Tegernsee. Eigentlich tut er das auch heute noch. Jeden Donnerstag. „Der einzige Tag, wo bei uns in der Seebar Ruhetag ist“, sagt Seppi Maier schmunzelnd. Viele aus dem Tal waren bei ihm in Schliersee zu Gast. Inzwischen kommen sie regelmäßig vorbei. Genießen die Ruhe des Schliersees auf der Terrasse. Oder sitzen an der wunderschönen Bar – dem Herzstück. Die Theke aus Ulme, die lässig getäfelte Front aus Eiche. Sie harmoniert perfekt mit dem granitfarbenen Boden und den hellen Räumen. Akzente in Mint unterstreichen die Leichtigkeit dieser coolen Bar am Schliersee. Die Einrichtung entwarf Seppi Maier selbst.

SCHÖNER KÖNNTE ES NICHT SEIN.

Hinter der Seebar liegt ein alter Bauernhof, der im Besitz der Familie ist. Alle arbeiten übrigens zusammen. Die Eltern, die Schwester. Ebenso wie seine Freundin. „Wir sind ein lockerer, lässiger Familienbetrieb“, sagt Seppi Maier. Der Minigolfplatz, der ebenfalls dazugehört, wird voraussichtlich nächstes Jahr wieder in Betrieb gehen. Im Sommer bietet Seppi Maier außerdem noch einen SUP-Verleih an. Ins Wasser geht’s gleich am Ufer gegenüber. Nach dem Paddeln gönnen sich die meisten noch einen Sundowner in Seppi’s Seebar. mk

SEPPI’S SEEBAR SCHLIERSEE

Seestraße 22b

83727 Schliersee

Tel.: 0151/1154 2070

ÖFFNUNGSZEITEN

täglich ab 12 Uhr (außer donnerstags)

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Jonas Komorek
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Geitau

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Ein Dorf zum Verlieben

Idyllisch liegt es an der wunderschönen Leitzach: Geitau. Das herrliche Dorf am Fuße der Aiplspitz ist bekannt. Nicht nur im Landkreis, sondern auch bei den Städtern und bei vielen Touristen, die jedes Jahr hier ihren Urlaub verbringen. Kein Wunder: Geitau ist nicht nur Ausgangspunkt für Wanderungen und Touren. Sei es mit den Langlaufskiern, den Laufschuhen, Bergschuhen oder dem Mountainbike. Atemberaubende Natur, wunderbare Gasthäuser und die Berge ringsum ziehen die Sommerfrischler und Ausflügler an. So war es schon immer.

Das Dorf ist ein ganz besonderes Fleckerl im Landkreis, an dem sich ganz besondere Menschen befinden. Die stolz sind, dass sie „Geidauer“ sind. Die wissen, welches Glück es ist, hier leben zu dürfen. Die das Brauchtum und die Tradition aus dem Herzen heraus leben. Der Zusammenhalt in dem kleinen Dörfchen ist groß. Man kennt sich, man hilft sich aus, man unterstützt sich gegenseitig. In diesem Spezial stellen wir Geitauer Betriebe vor und natürlich die Menschen dahinter. Die Familie Gaukler, die den Postgasthof Rote Wand seit Generationen führt und an die nächste Generation weitergeben wird. Familie Hasenöhrl vom gleichnamigen Hasenöhrl-Hof. Brigitte Schmied vom Schmiedhof, das Gasthaus Aiplspitz sowie die Spenglerei Thaler. „Bei uns gibt es keine Konkurrenz“, hörten wir des Öfteren. Wir können das nur bestätigen. Das schöne Miteinander der Geitauer durften wir im Zuge der Recherchen selbst erleben. Und ja, ein bisserl haben wir uns auch verliebt in dieses herrlich wunderbare Dorf. mk

Geitau –eine kleine Geschichtsstunde 700

Die Siedlung Geitau entstand cirka im Jahr 700. Im herzoglichen Urbarbuch erschien 1224 der Name „Gitowe“. Darüber, woher der Name herzuleiten ist, gibt es mehrere Theorien. Eine besagt, er stamme von „Godo“, da im Dorf ein Haus beim „Gödenbauer“ heißt. Eine andere, er stamme von „Geit“, eine Bezeichnung für Ente, ab. Der Grundherr über die gesamte Geitau war der Herzog von Bayern, der hier mehrere Schwaigen hatte. Die „Gilten“ (eine Art Steuer) wurden an das herzogliche Kastenamt in Bad Aibling bezahlt. 1537 hatte die Hauptmannschaft Geitau sechs Lehen.

Ursprünglich war die Ortschaft Geitau nach Elbach eingepfarrt. 1890 änderte sich dies. Da die Ortschaft zur Gemeinde Bayrischzell gehörte und ab 1865 auch dem dortigen Schulsprengel zugewiesen wurde, „entstand der Wunsch, hierher eingepfarrt zu werden“. Freifrau Mathilde von La Roche und die übrigen Geitauer stellten am 14. Februar 1890 das Gesuch um kostenlose Umpfarrung. Doch es dauerte, bis dies auch geschah. Erst am 14. April 1892 erfolgte die Erklärung der königlichen Regierung von Oberbayern durch das königliche Bezirksamt Miesbach.

Fotos:
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Jacqueline Krause-Burberg

Der „Kreuzritt nach Geitau“ entstand im 17. Jahrhundert. Infolge einer Pferdekrankheit während des 30-jährigen Krieges gelobte die Gemeinde, jährlich am Schauerfreitag – dem Tag nach Christi Himmelfahrt – einen Bittgang zu Pferde abzuhalten. Man ritt bis zur Tann hinauf, dann nach Geitau bis zum Kloo und wieder zurück. Dies geschah nicht paarweise, sondern ein Pferd ritt nach dem anderen.

Vier Evangelien wurden dabei abgehalten: in der Kapelle in Geitau, in der Lourdeskapelle in Dorf, in der Kapelle zu Osterhofen und in der Pfarrkirche. Ein Pektorale oder ein kleines Kreuz wird mitgenommen und damit der Segen erteilt.

Ein Kreuz befand sich auch seit jeher auf dem Geitauer Kreuzhügel. 1878 wurde das alte Kreuz mit einem neuen aus Lerchenholz ersetzt. Wobei man Teile des alten Holzes einbaute. Eingeweiht wurde es im August desselben Jahres. Auf den Wunsch hin, dort auch ein Muttergottesbild aufzustellen, wurde eine Statue angeschafft und der Bau einer Grotte in Auftrag gegeben. 1889 begann der Bau der Grotte, der in vier Tagen „ausgeführt“ wurde. Die Kosten wurden „durch Wohltäter gedeckt“. mk

Quelle: Bayrischzell. Ein Heimat- und Volksbuch für besinnliche Stunden von Michael Meindl, Bayrischzell. Herausgegeben von der Gemeinde Bayrischzell.

1889
29 GEITAU

eine herzlich nette

Fotos: Jacqueline Krause-Burberg
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Familie Gaukler, Familie: Uschi und Michael mit Stephan, Lena und Michael jr.

Inmitten von Geitau liegt der Postgasthof Rote Wand. Ein Traditionshaus mit einer langen Geschichte. Die verknüpft ist mit der Familie Gaukler, die den Betrieb seit vier Generationen führt. Die fünfte Generation steuert schon mit.

In Bayern gab es noch einen König, als der Postgasthof Rote Wand 1908 Eröffnung feierte. Man fuhr mit der Kutsche. Überstand harte Winter. Die Zeiten sind heute andere. Doch in Geitau ist eines gleich geblieben: Mit Arbeitsgwand kehren Handwerker auch heute mittags im Gasthof Rote Wand ein. Gönnen sich Radlfahrer ein Bier oder ein Stückerl Kuchen samt Kaffee. Trifft sich die Familie am Sonntag zum Essen. Der Stammtisch kommt jede Woche zusammen. Trachtler, Schützen und Vereine kehren nach Festtagsumzügen im Postgasthof in Geitau ein. Die Rote Wand ist nicht nur ein Hotel, sondern auch eine echte Wirtschaft. Seit jeher werden die Gäste von der Familie Gaukler (Pellkofer) herzlich begrüßt.

Tief verwurzelt

Mit Michael Gaukler ist es die vierte Generation, die den Postgasthof führt. Gemeinsam mit seiner Frau Uschi, die Ländliche Hauswirtsmeisterin lernte und auf einem Bauernhof in Niederaudorf aufwuchs. Michael Gauklers Großmutter Leni brachte den Gasthof durch die schwierigen Zeiten des Krieges. Die Eltern von Michael Gaukler bauten ihn in den Nachkriegsjahren wieder auf. Investierten alles, was sie verdienten, in den Gasthof. Vater Michael stammte ursprünglich aus Staudach-Egerndach am Chiemsee und war gelernter Konditor. Er kurbelte das Kuchengeschäft an und begeisterte mit seinen köstlichen Kreationen. Und mit seiner ganz besonderen Art. „Er nannte alle Gäste beim Namen, hatte immer einen guten Spruch auf den Lippen“, erinnert sich seine Schwiegertochter Uschi.

31 GEITAU

Auch den Bau des gegenüberliegenden Gästehauses trieben sie 1964 voran. Zuvor lebten drei Generationen samt Gästen unter einem Dach. Die Großeltern gingen ins Austragshaus, in dem auch die neuen Gästezimmer waren. „Das hat die Wohnsituation etwas entspannt“, sagt Michael Gaukler. Die Wirtsleute blieben im Haupthaus. So wie seine eigenen beiden Söhne ist auch Michael Gaukler im Postgasthof aufgewachsen. Er erinnert sich an Volksmusikabende in der Gaststube, Modeschauen und Hausskilehrer, die den Gästen das Skifahren beibrachten.

Immer ging man mit der Zeit. Heizkörper kamen statt den Kachelöfen, die in jedem Zimmer mit Kohle beheizt wurden. Telefonanschlüsse, Fernsehanschlüsse, irgendwann auch Internet. Die Küche wurde komplett modernisiert und auf Induktion umgestellt. Früher kochte Michael Gaukler mit einem Wamlser-Herd. „Mittags in der Küche hatten wir im Sommer 60 Grad“, erinnert er sich und schmunzelt. Nicht selten musste er zwischen dem Kochen zum Duschen.

Als klar war, dass mit Sohn Michael junior, den alle „Gauk“ nennen, und seiner Freundin Lena die fünfte Generation das Ruder übernehmen möchte, investierten die Gauklers noch einmal groß. Rissen das alte Gästehaus ab und bauten 2017 ein komplett neues. „Wir sind unglaublich dankbar und froh, dass es weitergeht“, sagt Uschi Gaukler. In Zeiten, in denen viele Betriebe zusperren müssen, weil keiner

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übernehmen mag, fühlen sich die Eltern gesegnet. Im neuen Landhaus finden sich zwölf wunderschöne Doppelzimmer inklusive Landhaus-Suite. Geschmackvoll, mit viel Holz und ländlichem Charme können die Gäste hier vollends entspannen. Der Wellness-Bereich samt Saunen, Dampfbad und Infrarotkabine lässt keine Wünsche übrig. „Wir empfangen unsere Gäste im Sommer wie im Winter“, sagt Michael Gaukler. Skifahren, Langlaufen, Bergsteigen, Radlfahren. Die Region bietet genug Aktivitäten für das ganze Jahr.

Die vielen Stammgäste schätzen ihre Gastgeber. „Das Persönliche ist uns enorm wichtig“, sagt Uschi Gaukler. Die Kontakte und Freundschaften, die im Laufe der Jahre entstanden, lassen sich durch nichts aufwiegen, betont sie. Viele buchen oft schon nach dem Urlaub für das nächste Jahr. Und auch das Hotel-Team ist gerne bei den Gauklers. Viele arbeiten seit Jahrzehnten im Betrieb, auch nach Corona. In dieser schwierigen Zeit wurden sie von der Familie besonders unterstützt. Eine Wertschätzung. „Wir haben unglaublich tolle Mitarbeiter“, sagt Uschi Gaukler. Mit Hingabe, Aufmerksamkeit und Herzlichkeit heißen sie die Gäste willkommen. So wie es eben ist, in einem echten Wirtshaus. mk

POSTGASTHOF ROTE WAND

Familie Gaukler

Geitau 15

83735 Bayrischzell

Telefon: 08023/905-0

info@gasthofrotewand.de

GEITAU

Angekommen

Unterwegs wurde es ihm immer klarer. In Island mit dem Rucksack. In Thailand am Strand. Als Michael Gaukler junior mit seinem besten Spezl in den Flieger stieg, um für drei Monate die Welt zu sehen, brauchte er Zeit zum Nachdenken. Seinen Abschluss als Koch hatte er in der Tasche, arbeitete bereits in verschiedenen Betrieben. Irgendwann spürte er, dass er zu Hause arbeiten möchte. Bei seinen Eltern im Postgasthof Rote Wand. Dass er es weiterführen möchte.

Nach seiner Mittleren Reife überlegte er lange, was er werden will. „Ich dachte an eine Skikarriere“, erinnert er sich. Irgendwann war er sich sicher, dass es ein Job in der Gastronomie sein sollte. Seine Ausbildungszeit im Hotel Alpenhof hat er sehr positiv in Erinnerung. „Es war ein junges Team.“ Sein Ausbilder kochte sehr modern, „mit viel Liebe“. Die Leidenschaft für seine Arbeit wurde immer mehr. Nun möchte er sie in den

Eigentlich wollte er Profi-Skifahrer werden, dann entschied er sich doch für eine Kochlehre.

Michael Gaukler junior war viel unterwegs – auch in der großen weiten Welt. Lernte in Spitzenhäusern. Jetzt kehrte er wieder zurück nach Geitau. Und steigt ein in den Betrieb seiner Eltern. Eine Herzensentscheidung.

Familienbetrieb stecken. Wie schon seine Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Ururgroßeltern. Michael und Uschi Gaukler freuen sich über seine Entscheidung.

Um nicht nur vom Kochen etwas zu verstehen, sondern vom Hotelgewerbe an sich, meldete sich Gauk in der Hotelfachschule in Bad Reichenhall an und absolvierte eine weitere Ausbildung. „Das war eine coole Zeit“, erinnert er sich. Über einen gemeinsamen Spezl lernte er dort seine Freundin

Fotos:
Jacqueline Krause-Burberg
Gauk in seinem „Element“

Lena kennen. Nach der Schule arbeitete er bei Andreas Döllerer in Salzburg. Dort erlebte er Wirtshausgastronomie neben Sterneküche. Seitdem habe er „so richtig Bock“ auf seinen Beruf. Das möchte er auch Nachwuchsköchen vermitteln. Wie wunderschön die Gastronomie und die Hotellerie sein können. Wie kreativ. Und wie wenig der Job den negativen Klischees entspricht. „Ich brauch nicht jedes Wochenende frei, ich hab lieber unter der Woche frei.“

Auch Lena arbeitet bereits mit im Familienunternehmen. Sie studierte an der Hotel- und Tourismusmanagement Schule in Freilassing und bekam dort Einblick in die Arbeit verschiedener Betriebe. Für die Familie Gaukler ist sie ein absoluter Gewinn. „Wir sind froh darüber, dass sie zu uns kommen mag, und profitieren total von ihrem Wissen“, betont Uschi Gaukler.

Und auch Michael und Lena freuen sich, dass sie daheim angekommen sind. „Wir geben unser Bestes“, sagt der Juniorchef und lacht. Tochter Leni Mathilda kam Ende Juli auf die Welt und macht das Glück des jungen Paares perfekt. Dass es mit seinen Eltern funktionieren wird, wusste er von Anfang an. Schön sei, dass sie offen sind für Neues. Die Speisekarte etwa reduzierte Michael Gaukler junior, setzte dafür einzelne neue Gerichte auf die Karte. Frischen Saibling oder köstliche Gnocchi. Höchsten Wert legt er auf Regionalität. Fisch aus Geitau und aus dem Schliersee, Fleisch von benachbarten Jägern und Bauern. Auf der Tageskarte variiert er Vorspeisen und Desserts.

GEITAU

„Veränderungen möchte ich langsam angehen“, betont er. Auch bei den Gästen kommt es sehr gut an, dass der Sohn die Rote Wand übernehmen möchte. Dass man hier hervorragend essen kann, ist über den Landkreis hinaus bekannt. Michael Gaukler senior schmunzelt. Ein Gast sagte zu ihm: „Jetzt schmeckt das Essen mal richtig gut.“ Den Spaß nahm er ihm nicht übel. Er lachte drüber. Der Chef ist stolz auf seinen Sohn. Und wie gut er seine Sache macht.

Das findet auch der Rest der Familie. Mit seinem Bruder Stephan versteht sich Michael sehr gut. Er ist Landwirt geworden in Niederaudorf und übernimmt den Hof seines Onkels. Der Opa – Uschi Gauklers Vater – war eigentlich Geitauer und heiratete nach Niederaudorf. Seine Tochter machte es genau andersherum. Aus der Nähe von Grassau stammte wiederum eigentlich Michael Gauklers Vater, wo auch Lena herkommt. So schließt sich der Kreis. Michael Gaukler junior ist froh, dass es ihn nach Jahren, in denen er unterwegs war, zurückverschlug in die Heimat. „Geitau ist so ein herrliches Dorf“, schwärmt er. Er möchte sich dafür einsetzen, dass es das auch bleibt. Das Miteinander unter den Geitauern ist etwas ganz Besonderes, sagt er. Er spürt Dankbarkeit. Die Natur, die Freiheit und das Glück, hier aufwachsen zu dürfen. Er weiß noch, wie er als Zehnjähriger mit seinen Spezl am Geitauer Skilift unterwegs war. Alle an einem Strick. „Ohne Erwachsene.“ Hinterher gab’s Schnitzel. „Meine Eltern waren immer da. Ich fand das wunderschön.“ So ähnlich stellt er sich das auch bei seiner Familie vor. Ja, er ist wirklich froh, wieder daheim zu sein. mk

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Schlierseer Räucherfischsuppe

ZUTATEN:

1 Stange Staudensellerie

1 Schalotte + 4 EL Butter

½ Stange Lauch

Etwas Thymian & Lorbeer

10 Kirschtomaten

100 g Zuckerschoten

100 g Fenchel

einige Safranfäden

2 EL Pernod oder Noilly Prat

300 ml Weißwein trocken

2 l Fischfond oder Gemüsebrühe

Meersalz & frischer Pfeffer

500 g Fischfilets von da Fischerei Schliersee

(Räucherforelle, Saibling, Renke)

½ Zitrone & 1 Limette

1. Lauch, Sellerie & Fenchel putzen, waschen und in feine Streifen schneiden. Schalotte fein hacken, Zuckerschoten und Tomaten waschen. Tomaten halbieren und Zuckerschoten in 1 cm schräge Scheiben schneiden!

2.RäucherforelleausderHautlösen(nichtwegwerfen) und sämtliche Gräten entfernen. Alle anderen Fische ingleichmäßige,nichtzukleineStückeschneiden

3. Schalotten, Lauch, Sellerie und Fenchel mit Butter langsam in einem Topf anschwitzen, Safranfäden dazugeben bis das Gemüse eine gelbliche Farbe annimmt! Dann mit Pernod und Weißwein ablöschen und mit Fischfond aufgießen. Die Haut der Räucherforelle,LorbeerundThymiandazugebenund circa 30 Minuten kochen lassen!

4. 5 Minuten vor Ende der Garzeit Zuckerschoten, Tomaten und alle Fischfilets in die Suppe geben. Topf vom Herd nehmen und zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen!

5. Suppe in einen tiefen Teller geben und mit Saft und Abrieb der Zitrusfrüchte, Meersalz und frischem Pfeffer verfeinern. Knoblauchbaguette und Kartoffeln dazu servieren. An Guadn!

REZEPT VON MICHAEL GAUKLER JR.

DER SCHMIEDHOF

Das Schmuckstück

Es war ein lang gehegter Traum. 2018 wurde er für Brigitte und Michael Schmied Wirklichkeit. Sie kauften den Schmiedhof in Geitau und gestalteten ihn um. Nun leben sie in ihrem wunderschönen Kleinod mit elf exklusiven Ferien-Apartments. Eine Verbindung zwischen Heimat und Moderne. Zwischen Design und Tradition. Ein Besuch ist unbedingt empfehlenswert. Der hofeigene Concept Store ist ein absoluter Geheimtipp!

Fotos: Christine Bauer & Sabine Rabe

Das Schmuckstück liegt zehn Minuten östlich vom Schliersee in Richtung Bayrischzell. Wer rechtzeitig seinen Blinker setzt, kommt am Schmiedhof in Geitau an. Ein denkmalgeschütztes Bauernhaus, das 1538 zum ersten Mal in den Chroniken erwähnt wurde. Mit viel Liebe zum Detail, Begeisterung und Herzblut arbeiteten Brigitte und Michael Schmied an ihrem Traum. Der Wirtschaftstrakt des ehemaligen Nagelschmiedhofs wurde abgerissen, vollständig mit Tiefgarage unterkellert und mit dem Altholz des Hofs wieder neu aufgebaut. Der denkmalgeschützte Wohnteil des Hofs wurde liebevoll restauriert. Die Außenanlagen sind komplett neu gestaltet. Neben dem eigenen Wohnbereich der Familie entstanden elf exklusive Ferien-Apartments, die Raum für bis zu fünf Personen bieten. Alle tragen einen bayerischen Vornamen. Über 113 Quadratmeter und eine Sunset-Loggia verfügt etwa das Luxus-Apartment „Ferdi.“ In den vier Wohnungen im Erdgeschoss sind auch Hunde willkommen.

Im eleganten Spiel mit Alt und Neu, mit hellen Farben, natürlichen Materialien und viel Licht entwarfen die Schmieds ihre Apartments. Designerküche auf alten Holzdielen. Stein und Holz, Leinen und Fell. Rustikales Leder und angenehme Naturstoffe. Räume zum Wohlfühlen. Durchschnaufen. Alles kommt leicht daher, nicht erzwungen. Funktionalität und Schönheit gehen Hand in Hand. „Ich wollte so viel es geht erhalten“, sagt Brigitte Schmied und schmunzelt. „Ich weiß noch, wie wir im Hof standen.“ Bei über 30 Grad waren Brigitte Schmied, ihr Mann, ihre Eltern und Kinder damit beschäftigt, die Nägel aus den alten Balken zu schlagen. Die Tiefgarage etwa ist mit dem Holz der alten Stadl verkleidet, die früher auf dem Hof standen und die nun selbst wie ein Stadl aussieht, jedenfalls nicht wie eine Garage.

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Die Liebe zum Beständigen und Brigitte Schmieds kreatives Gespür für Design machen den Schmiedhof zu etwas ganz Besonderem. Der Ruheraum mit Hängesessel aus Rattan und Blick durch große Fenster ins Freie. Zeit nur für sich. Der Original-Feuerring im wunderschönen Hofgarten ist bei den Gästen besonders beliebt. Umrandet von der Berglandschaft, laden Brigitte und Michael Schmied ihre Gäste gerne auf ein Gläschen Wein oder Bier ein. Ein Ort für Begegnungen, an dem man ins Gespräch kommt. Brigitte Schmied betont: „Wir haben einfach besonders nette Gäste.“

Diese empfängt die studierte Betriebswirtin auch in ihrem Concept Store Rue Lazar, der sich im Erdgeschoss befindet, im ehemaligen Hofladen. Nichts ist hier gewöhnlich.  Herrliche Kleider mit garantiertem Wow-Effekt, Blusen, Shirts von Marken wie Gustav, nimo with love, Angoor, Second Female, POM, Zuckerwatte, Yaya oder Backstage. Yoga-Outfits von Mandala sowie Tracht von Felicitas, Stapf und Litzlfelder. Kissen, Kerzen, weiche Mohair-Decken, Möbelstücke, individuelle Keramik. Wunderschöne Taschen, knallbunte Ketten, fließende Stoffe, frische Farben, tolle Muster. Ein Stück schöner als das andere. Ein Laden, der gute Laune macht. Ein absoluter Geheimtipp.

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Stundenlang möchte man durchschauen, anprobieren. Auf Entdeckungsreise gehen. Im inneren Auge platziert man Kissen, Decken und freut sich darauf, wie sie das Zuhause erhellen werden. „Oft braucht es ja nur wenig, um tolle Effekte zu erzielen“, sagt Brigitte Schmied, die ihre Kunden auch bei der Gestaltung ihrer Räume berät und für sie Konzepte entwickelt. Auch köstliche Tartufi oder hochwertige Öle und Pflegeprodukte in wunderschönen Flakons haben im Rue Lazar ihren Platz. Schönes, das es nicht überall gibt. Wer ein ausgefallenes Geschenk sucht, ist hier richtig. Wenn Brigitte Schmied auf Messen ordert, folgt sie nur einem Kriterium: „Mir muss es gefallen.“

Dieses Gefühl hatte sie auch sofort, als sie den Schmiedhof vor wenigen Jahren zum ersten Mal sah. Damals kam sie per Zufall nach Geitau. In ein altes Haus in den Bergen zu ziehen, war schon immer ihr Traum. Eigentlich kommt sie aus Erding, ihr Mann aus Fürstenfeldbruck, wo sie bislang auch mit den beiden Kindern lebten. Als sie abends im Internet recherchierte, fand sie genau diesen alten Hof auf der Seite einer Immobilienplattform. Dass der Hofname ihr Familienname ist, war ein weiteres Zeichen. Ein Wink des Schicksals.

Heute ist Brigitte Schmied in Geitau angekommen. Sie schätzt die Natur, vor allem auch die Menschen, ihre Nachbarn. Mit den Geschäftsleuten und Gastronomen versteht sie sich gut. „Konkurrenz gibt es bei uns im Dorf nicht“, sagt sie. „Wir ergänzen uns eher.“ Ihre Gäste speisen mit Begeisterung im benachbarten Postgasthof Rote Wand und im Gasthaus Aiplspitz. Hochzeitsgäste des Hasenöhrl-Hofs übernachten gerne dort oder bei ihr auf dem Schmiedhof. „Es ist ein schönes Miteinander.“ Wichtig ist es für sie, sich auch in die Dorfgemeinschaft einzubringen. Hier in den Bergen fühlt sich Brigitte Schmied gut aufgehoben. Manchmal, wenn sie im Garten spaziert, kann sie es selbst nicht so recht glauben. Dass ihr Traum wirklich wahr geworden ist. Dann blickt sie auf ihr Schmuckstück. Und ist einfach glücklich. mk

DER SCHMIEDHOF

Geitau 10 83735 Bayrischzell

Tel.: 08023/8192707

Mobil: 0176/32 69 65 26 brigitte@der-schmiedhof.de

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Fotos: Jacqueline Krause-Burberg

Die Hofkapelle

Die Geitauer sind stolz auf sie. Auf die wunderschöne Kapelle zur Schmerzhaften Muttergottes. Sie steht auf dem Grund des Gödenbauern Hofs. Seit Generationen haben die Bauern ein besonderes Verhältnis zu ihr.

Es scheint, als hätte sie der Herrgott vom Himmel herab auf die saftigen Wiesen in Geitau gesetzt. Ganz behutsam. Mit Daumen und Zeigefinger. So verzaubert steht sie da. Im Morgengrau, wenn sich der Nebel langsam lichtet. Auf dem Grund des Gödenbauernhofs der Familie Rosenberger befindet sich dieses kostbare Kleinod. Generationen hüteten die Kapelle zur Schmerzhaften Muttergottes. Sie geben ihre Geschichte weiter, öffnen ihre Türen für Pilger und Passanten.

1732 wurde die Kapelle errichtet, erzählt Martin Rosenberger junior. Ein einfacher Dachsattelbau, vollständig aus Holz. Mit Nordturm und vier Schallfenstern. Buntem Fliesenboden. Gebaut von Geitauer Bauern, die dem Herrgott und den Heiligen ein Denkmal setzen wollten. Wie so oft dann, als die Verzweiflung der Menschen groß war und sie Zuflucht im Glauben suchten. „Es war nach einer schweren Zeit für Mensch und Tier durch Kriege und Seuchen“, sagt Rosenberger. Damals stand die Kapelle 20 Meter vom jetzigen Standort entfernt. Nach der Säkularisation Anfang 1800 brachten die Bauern die eindrucksvollen Tafelbilder, Skulpturen und Gemälde in Scheunen unter.

Unter anderem von der Mater Dolorosa mit sieben Schwertern aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts oder von der Gräfin Haziga von Dießen, der ersten bekannten Stammmutter der Wittelsbacher, die die Bayerischzeller Klosterkirche stiftete und den Ort Fischbachau gründete. Die Bauern wollten die Schätze, die aus der Fischbachauer Pfarrkirche für die Kapelle gestiftet wurden, vor Plünderungen bewahren.

Nachdem die Zeiten wieder ruhiger wurden, versetzten die Bauern die Kapelle 20 Meter weiter. Richteten sie her und schmückten sie wieder mit dem alten Glanz und wertvollen Schätzen. „Das ist gut belegt“, sagt Martin Rosenberger junior. Sein Leben lang verbrachte er auf dem Hof seiner Vorfahren, neben der Kapelle. Er selbst wurde hier getauft. Ebenso wie sein Vater und Großvater. Und auch sein eigener Sohn. „Sie bedeutet uns unglaublich viel“, sagt der Landwirt. Wie seine gesamte Familie ist auch er sehr gläubig. Für seine Heimat setzt er sich ein. Auch politisch. Für die Freien Wähler kandidiert er für die Landtagswahl im Herbst.

Schon beim Eintritt versteht man die Faszination. Warum diese kleine Kapelle die Besucher von nah und fern anzieht. Die riesigen Wandbilder und Gemälde der Mutter Gottes, von Jesus und den Heiligen sind unglaublich eindrucksvoll. Die Stimmung ist berührend. Wenn das Wetter schön ist, ist die Kapelle tagsüber immer geöffnet. „Sonst braucht man bei uns einfach am Hof nach dem Schlüssel fragen“, sagt Martin Rosenberger. Vor Corona fand einmal im Monat eine Messe statt. Aber auch ohne geht er oft hinein. Spricht ein Vaterunser. Manchmal zündet er ein Kerzlein an. Hält inne. Schaut sich um. Voller Dankbarkeit. mk

Fotos: Jacqueline
Krause-Burberg

An einem der schönsten Orte der Welt verbinden wir bayerische Tradition und die hochgeschätzten regionalen Produkte mit der französischen Lebensart und präsentieren Ihnen diese Kombination in immer wieder wechselnden Gerichten und Menüs.

Wir laden Sie ein, uns zu besuchen und sich von uns überraschen zu lassen. Sie werden sich wohlfühlen!

Wenn sich Gutes begegnet, kann man von viel Glück sprechen.

AIPLSPITZ | RESTAURANT - PENSION Annette & Alain Delgay | Geitau 20, 83735 Bayrischzell 08023 646 | info@pension-aiplspitz.de | www.gasthaus-aiplspitz.com
Fotos: Jacqueline Krause-Burberg
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Familie Thaler vor neu renovierter Fassade des stattlichen Hainzlhofs: Agnes, Lukas, Sissi und Andreas.

DIE SPENGLEREI THALER IN GEITAU

Dächer fürs Leben

Alles fing mit dem Entschluss an, sich selbstständig zu machen. Daraus entwickelte sich ein über den Landkreis hinaus anerkannter Spenglereibetrieb. Der Erfolg der Geitauer Spenglerei Thaler begründet sich durch Kompetenz, Fleiß und Zuverlässigkeit. Und der absoluten Leidenschaft fürs Handwerk.

Es ist eine wahre Erfolgsgeschichte. Als Andreas Thaler sich 1992, kurz nach dem Abschluss seiner Meisterprüfung, mit seiner Spenglerei selbstständig machte, war es ein Ein-Mann-Unternehmen. Im familieneigenen historischen Hainzlhof in Geitau, der 1633 zum ersten Mal namentlich Erwähnung fand, eröffnete er seine kleine Werkstatt.

GEITAU

Schon kurz darauf konnte er die ersten Mitarbeiter einstellen, die gemeinsam mit ihm immer größere Aufträge bearbeiteten. Bis die kleine Firma bald richtige Großaufträge bekam. Etwa die Grundsanierung einer Privatkapelle im Leitzachtal mit Kegeldach. Firmenfahrzeuge wurden angeschafft, moderne Maschinen und Werkzeuge. Etwa eine sechs Meter lange Abkantbank, eine Profiliermaschine und Weiteres, um größere Aufträge zu realisieren. Und somit mauserte sich die kleine Spenglerei immer mehr zu einem erfolgreichen Handwerksunternehmen.

Die Begeisterung für den Beruf des Spenglers entdeckte auch Sohn Lukas, der 2012 nach seinem Schulabschluss mit seiner Spengler-Lehre begann und noch vor seiner Meisterprüfung 2016 ins Unternehmen des Vaters einstieg. Das Leistungsspektrum erweiterte sich ebenso. Klassische Bauspenglerei, Ziegeleindeckungen, Fassadengestaltung, Flachdachabdichtungen, Dachentwässerung, aber auch anspruchsvolle Denkmalpflege und künstlerische Aufträge wie ausgefallene Bedachungsausführungen oder Zwiebelturmdeckungen sowie ein breites Spektrum an Verfahrenstechniken gehören zu den Kompetenzen der Spenglerei und Dachdeckerei. Dazu zählt zusätzlich das Eintauchen in das Thema „Klimafunktionsschichten am Dach“ sowie Fassadensysteme und PV-Systeme. Unter den Kunden sind sowohl gewerbliche als auch private. Darunter Architekten und Projektplaner.

Die Firma Thaler war etwa beim Neubau der alten Höllentalangerhütte in Grainau unter der Zugspitze beteiligt, beim Neubau einer großen Hotelanlage am Sudelfeld oder der Sanierung eines Hüttendachs im Wendelsteingebirge. Da die Aufträge immer mehr und der Kundenstamm immer größer wurde, fasste Andreas Thaler einen weiteren Entschluss. Das Zuhäusl, in dem sich bisher die Werkstatt befand, wurde zu klein. Er legte die Landwirtschaft des Hainzlhofs still und baute den Stall zur Gewölbewerkstatt mit umfassender Ausstattung um. In den neuen und freizügigen Räumen lässt es sich ideal arbeiten. „Jedes Werkzeug und jede Schraube hat nun ihren Platz“, sagt Lukas Thaler. Dabei gibt es durchaus auch Parallelen zum früheren Stall. Das Heulager von damals ist beispielsweise auch heute das Lager für unter anderem Befestigungs- und Bedachungsmaterial.

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Großer Zusammenhalt in der Familie

Die topausgebildeten Mitarbeiter gehen motiviert und voller Leidenschaft ans Werk. Sie arbeiten Hand in Hand, damit bestmögliche Ergebnisse erzielt werden können. Dächer fürs Leben. Auch als Lukas Thaler Anfang dieses Jahres die Firma von seinem Vater übernahm, hat sich daran nichts geändert. Der Spenglermeister möchte sich auch weiterhin am Besten orientieren, die Firma immer weiterentwickeln. „Darum suchen wir auch immerzu nach neuen Ideen und Möglichkeiten in der Planung und Praxis“, sagt Lukas. Aber aktuell ganz besonders nach neuen Mitarbeitern. Nicht nur Spengler. „Wir brauchen auch Zimmerer und Quereinsteiger.“ Auch ohne große handwerkliche Vorerfahrung. Das Wichtigste sei, dass die Leute „wollen“, sagt er. Dass sie motiviert seien. Fleißig. Diszipliniert. Und dass sie sich im Betrieb wohlfühlen. „Für uns ist das Wichtigste, dass es sowohl unseren Kunden als auch ganz besonders unseren Mitarbeitern bei uns gutgeht.“ Das betrifft gleichsam den Umgang untereinander wie auch sämtliche Gegenleistungen. Andreas Thaler betont: „Immerhin verbringt man in der Arbeit vergleichsweise viel Zeit. Da sollte man es so schee haben, wie es geht.“ mk

SPENGLEREI THALER Geitau 42 83735 Bayrischzell Tel.: 08023/373 E-Mail: info@spenglerei-thaler.de www.spenglerei-thaler.de WERDE WAS DICH ERWARTET: ÜBERDURCHSCHNITTLICHE BEZAHLUNG MOTIVIERTES TEAM MODERNE WERKSTATT ABWECHSLUNGSREICHE AUFTRÄGE MIA G'FREIN UNS AUF DI! LUKAS THALER & TEAM 0172 - 59 37 000 INFO@SPENGLEREI-THALER DE SPENGLER UND STEIG MIT UNS ANDEREN AUF'S DACH! SPENGLER / ZIMMERER / QUEREINSTEIGER HERZLICH WILLKOMMEN
KOMPETENTEN
SOLL DIE ERFOLGSGESCHICHTE DER SPENGLEREI THALER SCHLIESSLICH WEITERGEHEN. 47 GEITAU
GEMEINSAM MIT DEM
TEAM

Füreinander bestimmt

Ein freundliches Servus, köstlicher Cappuccino in der Bauernstube. Herzlich werden wir am HasenöhrlHof in Geitau empfangen. Dahinter stehen Hoppl und Bärbl Hasenöhrl mit ihren drei Töchtern Mavie, Gioia und Selina. Vor mehr als 20 Jahren kauften sie das 500 Jahre alte Bauernhaus und sanierten es mit unendlicher Hingabe und Leidenschaft. Heute ist das HofEnsemble eine über die Grenzen hinaus bekannte Event- und Tagungs-Location. Brautpaare aus der ganzen Welt feiern hier. Beim Ratschen blicken wir zurück.

Fotos: Hasenöhrl

In der Früh, wenn der Nebel herumschleicht und der Sommer älter wird, kommt er besonders bezaubernd daher. Die ersten bunten Blätter der Obstbäume, die in den wunderschönen Gärten des Hasenöhrl-Hofs stehen, Bauernrosen in voller Blüte. Satte Wiesen. Flirrendes Licht, Wolken überm Wendelstein, den man auf dem 20 Hektar großen Gelände des Hasenöhrl-Hofs überall sieht. „Der Blick ist mir heilig“, sagt Bärbl Hasenöhrl. Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht hinaufschaut. Und das seit über 20 Jahren.

Es war Liebe, als Frank „Hoppl“ Hasenöhrl den über 500 Jahre alten Unteröstner Hof zum ersten Mal sah. Bestimmung. Damals war gerade die dritte Tochter Selina auf der Welt. Er und seine Frau waren auf der Suche nach einem Ort für ihre Teamtrainings und OutdoorEvents. Als Veranstaltungsagentur „Hasenöhrl – Unternehmen Erleben“ waren sie neun Jahre erfolgreich im Geschäft. Sie träumten von einem eigenen Hochseilgarten. Einem festen Ort für ihre Firmen-Events. „Damals war das ein Trend, der aus Amerika kam“, sagt Hoppl Hasenöhrl, der Sport studiert hatte. Bei der Suche stießen sie 1999 auf den alten Hof in Geitau bei Bayrischzell. Er ließ sie nicht mehr los. Auch wenn Bärbl Hasenöhrl – „Ich bin bei uns der Rechner“ – beim Blick auf den Kaufpreis die Hände über dem Kopf zusammenschlug.

Ein Jahr pachteten sie den Hof, dann gab die Heimat-Sparkasse grünes Licht. 2001 kauften die Hasenöhrls das historische Bauernhaus. Es war im Februar, am Valentinstag, als der Notar Bärbl Hasenöhrl die beglaubigte Urkunde überreichte, ebenso wie eine Rose. Angesichts des Kaufpreises dachte sie, es werde für lange Zeit die letzte Rose sein. Die studierte Hauptschullehrerin und Hauswirtschaftsmeisterin stammt aus einer Handwerkerfamilie, arbeitete selbst als Malerin und Fliesenlegerin. Sie wusste, dass die Sanierung des Hofs ihnen viel abverlangen würde. Nicht nur finanziell. In Teilabschnitten, mit Herzblut, viel Durchhaltevermögen und Liebe zum Detail arbeiteten sie sich Zimmer um Zimmer weiter. Die drei Töchter spielten auf der Baustelle. Hoppl und Bärbl Hasenöhrl und die Handwerker bohrten, hämmerten, verputzen. Innerhalb von zwei Wochen entkernten sie den Kuhstall.

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Hoppl und Bärbl Hasenöhrl mit ihren hübschen Töchtern Mavie, Selina und Gioia!

Parallel dazu eröffneten sie 2001 ihren 14 Meter hohen Hochseilgarten, hielten die ersten Events und Tagungen ab. Bauten den Kuhstall komplett um. Es dauerte bis 2009, bis der Hasenöhrl-Hof durchsaniert war. Blickt Bärbl Hasenöhrl zurück, ist sie unglaublich stolz auf das, was sie mit ihrer Familie geschaffen hat. „Es war eine entbehrungsreiche Zeit. Wir haben’s durchgezogen.“

Als die ersten Hochzeiten auf dem Hof stattfanden, waren schon einige Jahre vergangen. Die Firmen- und Outdoor-Events liefen sehr erfolgreich. Irgendwann sprachen die Hasenöhrls darüber, dass auch Brautpaare zu ihnen kommen könnten. Heute reisen sie von überall an, um auf dem Hof zu feiern. Auch Gäste aus Übersee geben sich hier das Jawort. „Wir haben internationales Publikum“, sagt Bärbl Hasenöhrl. Köstliche Auszogne und ein Haferl Kaffee in der Stube, barfuß tanzen im Hofstadl, ein 5-GangMenü zum Reinlegen aus der herrlichen Hofküche, Flanieren im Bauerngarten. Daheim fühlen. Wer schon einmal eine Hasenöhrl-Hochzeit erlebt hat, kennt den Zauber. Die Feinheiten. Die liebevollen Details. Versteht, warum die Location so beliebt ist. „Wir wurden immer weiterempfohlen“, sagt Hoppl Hasenöhrl. Nur Betten haben sie keine, um ihre Gäste über Nacht zu beherbergen. „Es fehlt uns sehr, dass die Leute bei uns nicht übernachten können.“ Anders auf der Hasenalm im Valepper Almengebiet. Ein wunderschöner neuer Rückzugsort, der über zwölf Betten verfügt, sowie eine Speisekammer voll mit Hasenöhrl-Schmankerln.

„Wir sind sehr lebensmittelaffin“, sagt Bärbl Hasenöhrl. Beim Erlebniskochen auf dem Hof schauen die Gäste in ihrer Hofküche in die Kochtöpfe. Bereiten unter Anleitung ein 5-Gang-Menü zu. Frische, regionale und saisonale Alpenküche. Mit selbst gemachten Saucen, Sirups, Salzen, Ölen oder Geräuchertem. Bei der Sonntagswirtschaft öffnet der Hasenöhrl die Türen für Besucher, die zum Frühstücken oder Mittagessen kommen. Menüabende, Erlebnisgrillen. Tagungen, Präsentationen und Firmen-Events. Outdoor-Teambuildings in herrlicher Oberland-Natur, am Berg oder im Wasser. Auf dem Hasenöhrl-Hof ist man breit aufgestellt.

Manche Dinge kann man nicht voraussehen. 2017 brannte es im Lagergebäude. Hier zeigte sich der enorme Zusammenhalt im Dorf, weshalb die Hasenöhrls Geitau und ihre Menschen so schätzen. Die Hilfsbereitschaft unter den Nachbarn und den anderen Betrieben war unglaublich groß. „Alle fragten, wie sie uns helfen können.“ Liebenswerte Menschen, Vielfalt, das große Glück, hier arbeiten zu dürfen. „Geitau ist ein Baum“, sagt Mavie. „Die Geitauer sind die Wurzeln.“

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Corona, Krieg, Inflation. Während der Pandemie wusste man nicht, wie es weitergehen wird. Sobald es wieder ging, wollten alle etwas nachholen, wieder am Hasenöhrl-Hof feiern. „Wir wurden überrannt.“ Viele Aushilfskräfte kamen nach der Pandemie nicht mehr zurück, die meisten festen Mitarbeiter blieben den Hasenöhrls jedoch treu. Weil sie hier gerne zur Arbeit gehen. Weil die Wertschätzung da ist. Es immer anders ist. „Wir suchen aber natürlich nach wie vor Personal“, sagt Mavie Hasenöhrl, die älteste Tochter. Im Familienrat, der regelmäßig tagt, wurde schnell klar, dass es auf jeden Fall weitergeht. Mit der nächsten Generation „Das Schöne ist, dass wir immer zamhalten“, betont Selina, die Jüngste. Ihre ältere Schwester Gioia lächelt. „Wir haben schon so viel geschafft.“ Beim Abschied steht der Wendelstein majestätisch da. Die Wolken sind weitergezogen. mk

HASENÖHRL-HOF

Geitau 5

83735 Bayrischzell

Tel: 08023/8193344

info@hasenoehrl.de

Drei Töchter

Sie sind mit ihm gewachsen. Kennen ihn in- und auswendig.

Selina, Gioia und Mavie Hasenöhrl wollen den Hasenöhrl-Hof von ihren Eltern übernehmen. Wir stellen sie vor.

Eigentlich sind sie halb-halb. Halb wuchsen sie in einem kleinen Dorf in der Nähe von Wasserburg auf, halb in Geitau. Selina Hasenöhrl war gerade fünf Tage alt, als ihre Eltern mit ihr und den zwei Schwestern in Richtung Bayrischzell fuhren. Zum Unteröstner Hof, der ihr Hasenöhrl-Hof werden sollte. Ihre Heimat.

Die Geschichte der Familie Hasenöhrl ist mit der Firma Hasenöhrl verwoben. „Familie ist Firma. Firma ist Family“, sagt Mavie Hasenöhrl. Ihr Lächeln erkennt man auch bei ihren Schwestern wieder. Genauso wie die blonden, leicht lockigen Haare. Die coole, herzliche Art. Alle drei sind eng miteinander. Das merkt man sofort. Auch, wie viel ihnen ihr Hof bedeutet.

Fotos: Hasenöhrl
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Immer und überall für einen Spaß zu haben: die drei Hasenöhrl Mädels

In den Ferien halfen sie daheim aus, um ihr Taschengeld aufzubessern. Mavie, die Älteste, lernte Fotografin. Bevor sie sich für den Studiengang Kommunikationsdesign einschrieb und ihren Bachelor in Neuseeland machte, arbeitete sie ein Jahr Vollzeit am Hasenöhrl-Hof.

Gioia ist dort seit ihrem Schulabschluss fest angestellt. „Ich habe es schon immer sehr gerne gemacht“, sagt sie. Sie liebt das alte Haus, das Anwesen. Weiß, welch ein Glück es ist, hier sein zu dürfen. Aufgrund einer Autoimmunerkrankung musste sie in ihrem Leben schon einige Einschränkungen erleben. Zeitweise saß sie sogar im Rollstuhl. Gioia Hasenöhrl ist aber nicht nur fester Bestandteil am Hof, sie ist auch Singer-Songwriterin. Ihre musikalische Begabung machte sich schon in der Grundschule bemerkbar. Früh schrieb sie Texte, komponierte Melodien.

Selina, die Jüngste, wusste schon früh, was sie wollte. „Ein eigenes Hotel.“ Auch sie arbeitete nach ihrem Abschluss ein Jahr auf dem elterlichen Betrieb. Begann ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau in Murnau, dann in Kraiburg am Inn. „Sie ist die Einzige, die in der Richtung etwas gelernt hat“, sagt die ältere Schwester Mavie. Nach ihrem Abschluss kehrte sie zurück nach Geitau. Möchte mit den Schwestern den Betrieb übernehmen. Sie liebt die Vielfältigkeit.

„Im Büro, das wäre nichts für mich“, sagt sie und lacht. Sie braucht die Energie im Service, den Kontakt mit den Menschen. „Auch wenn wir wirklich sehr viel arbeiten, fühlt es sich nicht an wie Arbeit.“

Wie die Übergabe genau aussehen wird, daran feilt die Familie gerade. „Fest steht, dass Selina den Hut aufhaben wird“, sagt Mavie Hasenöhrl. Sie und ihre Schwester haben ihre künstlerischen Berufe, denen sie auch weiter nachgehen werden. „Wir unterstützen Selina aber immer und so viel wir können“, sagt Gioia. Sie sitzen bereits zusammen. Sammeln Ideen. Etwa für Kulturveranstaltungen. Oder ein Volleyball-Turnier, das am 3. September stattfinden wird. Ihre Eltern bewundern die drei aus ganzem Herzen für das, was sie schufen. Wie viel sie in den Hof reingesteckt haben. Sie wollen ihn erhalten. In die Zukunft führen. „Ob wir es so gut machen werden wie sie, weiß ich nicht“, sagt Selina. Alle drei nicken. Lachen.

Wie wunderbar sie sind, die drei HasenöhrlMädels. mk

Das Rasenturnier am Hasenöhrl-Hof findet am 3. September statt. Begrüßung ist um 9.15 Uhr, Spielbeginn um 9.30 Uhr. Jedes Volleyballteam umfasst 6 Personen (davon mindestens 3 Frauen), 9 Teams haben Platz. Startgeld pro Team sind 50 Euro. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Anmeldung unter selinahasenoehrl@hasenoehrl.de

GEITAU

Songtexte schreibt Gioia Hasenöhrl seit der Grundschule. Die Musik ließ sie ihr Leben lang nicht los. Ihre Gefühle verarbeitet sie in wunderschöne Melodien. Als SingerSongwriterin berührt sie die Menschen. Ihr Publikum reißt sie mit ihrer Power mit.

Rein ins Gfui

Manchmal holt Gioia Hasenöhrl das Handy aus der Tasche und summt hinein. Wenn ihr eine Melodie kommt, hält sie sie sofort fest. Das geht ihr auch beim Texten so. Ihr Notizbuch hat sie immer dabei. Gioia setzt sich mit sich und ihrer Umwelt auseinander. „Warum geht es mir so? Warum schon wieder? Was steckt dahinter?“ Auf dem Papier in ihrem Textbook ergründet sie ihre Gefühle. Die Welt. So, wie sie sie wahrnimmt. Die Seiten sind schnell gefüllt. Gioia hat noch ein Büchlein. Dort kommen die besten Gedichte rein.

Es war in den dunklen Tagen, als ihr die Musik Kraft gab. Über ein halbes Jahr saß sie wie querschnittsgelähmt im Rollstuhl. Sie musste das Laufen wieder lernen. Ärzte diagnostizierten das Guillain-Barré-Syndrom bei ihr. Eine Zeit, in der die gesamte Familie geschockt, am Boden zerstört war und Gioia gelähmt. „Keine schöne Zeit.“ Sie ging nicht spurlos an Gioia vorbei. Auch wenn die Symptome verschwanden. Mehr möchte sie über die Vergangenheit nicht lesen, sie konzentriert sich auf die Gegenwart. „Hier und jetzt findet das Leben statt.“

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Fotos: Hasenöhrl

Einen ihrer schönsten Auftritte hatte sie, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Ihre Freunde nahmen sie mit auf ein Schulkonzert. 900 Leute saßen im Publikum. Erst traute sie sich nicht rauf, dann gab sie sich einen Ruck. „Es war das Schönste, was ich bisher auf der Bühne erlebt habe“, sagt sie. „Es kam unglaublich viel zurück.“ Sie sah Tränen in den Augen. Ergriffenheit. Stille. Dass sie mit ihrer Kunst das vermitteln kann, was sie fühlt, ist für Gioia Hasenöhrl das Schönste. Wenn sie ihr Publikum mit ihrer hellen und doch rockigen Stimme mitreißen kann. Ihre Lebensfreude teilt. Wenn sie nicht nur für ihren Gesang gelobt wird, sondern dafür, dass sie berührt. Inspirieren lässt sie sich vom Leben. „Das kann alles Mögliche sein.“ Wenn sie unterm Baum am See sitzt und die Blätter mit der Sonne spielen. Wenn es ihr schlecht geht. Wenn sie sich freut.

Musikalisch war sie schon immer, sagen ihre Eltern. In der Grundschule bekam sie ein paar Stunden Klavierunterricht, den Rest brachte sie sich selbst bei. Ihre ehemalige Gesangslehrerin ist heute eine ihrer besten Freundinnen. Sie und ihr Mann spielen auch in Gioias Band „Gioia“. Ebenso wie Gioias Freund Benedikt Dorn, der übrigens auch Songs schreibt und diese sogar professionell vermarktet. Etwa für die Fernsehserie „Sturm der Liebe“. Den Song „One by One“ nahmen sie gemeinsam auf. Außerdem hat er eine Film- und Audiofirma.

Als Band treten sie aber nicht nur mit Gioias Songs auf, sondern spielen auch auf Hochzeiten und Trauungen. Gioia kam als Ersatz für ihre Freundin dazu. Jetzt ist sie fest dabei. Unter dem Namen „Supernova“ heizen sie den Partygästen mit Party-Hits und Rockklassikern ein. Bayernweit sind sie unterwegs. Auch in Österreich. „Letztens waren wir sogar in der Toskana auf einer Hochzeit.“ Auch auf dem Hasenöhrl-Hof spielten sie vor Kurzem.

Aber auch die Auftritte als Singer-Songwriterin werden immer mehr. Auf einen Stil kann sich die Sängerin dabei nicht festlegen. Oder mag sich nicht einschränken. „Ich kann es selbst nicht so richtig beschreiben.“ Sie singt auf Englisch und Deutsch. Ihre Songs sind poplastig, rockig. Manchmal aber auch ganz leise. Nachdenklich. „Wie im Leben braucht es hohe Töne und tiefe“, sagt Gioia. Sonst werde es fad. mk

Ihr findet Gioia auch auf Instagram unter: @gioialavoix

GEITAU

AM NORDUFER DES TEGERNSEE

TRIFFT TRADITION AUF MODERNE

Oberhalb des Gmunder Seeufers erhebt sich Gut Kaltenbrunn. Ein Ort, welcher wie kaum ein anderer am Tegernsee für bayerische Gastlichkeit und höchsten Genuss steht. Das historische Ensemble ist nicht nur ein wertvolles Kulturgut, dessen Geschichte bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Zu dem traditionsreichen Vierseithof gehören neben dem Gutshofrestaurant mit Gastund Biergarten sowie den Veranstaltungsflächen im umgebauten Rinderstall auch Wiesen- und Waldstücke. Während der Königsbau, der alte Rinderstall mit dazugehöriger Tenne und die Freiflächen ausreichend Platz für Veranstaltungen aller Art bieten, genießt man im Gutshofrestaurant mit Gastgarten eine authentische regionale und saisonale Alpenküche mit original bayerischem Zungenschlag. Neben Traditionsspeisen wie Ente, Saibling und Wiener Schnitzel werden hier raffinierte Gerichte serviert. Doch auch Dessert-Fans werden glücklich. Ob Kaiserschmarrn, Tartes, Torten oder Strudel – die hauseigene Patisserie zaubert Klassiker und Außergewöhnliches für den süßen Abschluss.

Im angrenzenden Panorama-Biergarten wird zudem bayerische Lebenskultur abseits des Mainstreams gelebt. In ihm spiegelt sich die gesamte Philosophie von Gut Kaltenbrunn wieder: persönlich, ehrlich, echt

Käfer Gut Kaltenbrunn | Kaltenbrunn 1 | 83703 Gmund am Tegernsee +49 80 22 18 70 700 | restaurant@kaefer-gut-kaltenbrunn.de

GUT_KALTENBRUNN /KAEFERGUTKALTENBRUNN

VERANSTALTUNGEN AUF

GUT KALTENBRUNN

MUSIKMITTWOCH

IM PANORAMA-BIERGARTEN Immer mittwochs ab 18 Uhr Livemusik mit wechselnden Bands und Künstlern im Panorama-SB-Biergarten. Der Eintritt ist frei.

POP-UP CLUBBING

IN DER K1411-BAR

Jeden 3. Samstag im Monat verwandelt sich die K1411-Bar unterhalb der Gutshofterrasse in einen kleinen aber feinen Club und lädt ab 20 Uhr zum gemeinsamen „Clubbing“. Der Eintritt ist frei.

KIRCHWEIHSONNTAG & MONTAG

Traditionelles Entenessen im Gutshofrestaurant. Um Reservierung wird gebeten.

G U T K A L T E N B R U N N . D E

„Der Patient steht im Mittelpunkt“

Zahnmedizin studierte er in Syrien, in Norddeutschland war er zahnärztlicher Leiter eines Versorgungszentrums. Nun kommt Emad Alwaa nach Schliersee. Als Nachfolger von Dr. Franz Hagg, der ihm die Schlüssel für die Gemeinschaftspraxis mit Dr. Kathrin Spiegl überreicht.

Zunächst war es gar nicht so einfach, einen Nachfolger zu finden. Fast acht Jahre führte Dr. Kathrin Spiegl ihre Gemeinschaftspraxis mit Dr. Franz Hagg in Schliersee. „Es war ein großes Glück, dass wir so harmonisch und uns gegenseitig ergänzend zusammenarbeiten konnten“, betont die Zahnärztin. Menschlich und fachlich sollte es mit dem zukünftigen Kollegen passen. Beide Anforderungen erfüllt Emad Alwaa perfekt. Der Zahnmediziner studierte in Syrien, wo er nach seinem Examen noch einen Master of Science in Endodontologie machte. Durch hochwertigste Wurzelbehandlung können erkrankte Zähne erhalten werden. Ein Gebiet, in dem sich auch Dr. Franz Hagg stetig weiterbildete und spezialisierte. Zuvor arbeitete Emad Alwaa in Norddeutschland als zahnärztlicher Leiter in einem Versorgungszentrum. Auf den Schritt in die Selbstständigkeit freut er sich, ebenso wie auf die Zusammenarbeit mit Dr. Kathrin Spiegl. „Wir haben dieselben Werte“ , betont er. „Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt.“

Fotos: Jennifer Hartmann

Dr. Kathrin Spiegl teilt diese Philosophie. Sie ist für sie eine Herzensangelegenheit. Das Team im Hintergrund trage einen großen Teil dazu bei, dass die Patienten die bestmögliche Behandlung bekommen, betont sie. Ihre Rolle als Arbeitgeber ist für die Zahnärzte daher von besonderer Bedeutung. Den Mitarbeitern einen sicheren und abwechslungsreichen Arbeitsplatz zu bieten, an dem sie sich wohlfühlen, habe absolute Priorität, sagt die Spezialistin für Prothetik. Sie spricht die Sprache von Orthopäden, Osteopathen, Physiotherapeuten oder Sportmedizinern, die ihre Patienten an sie überweisen, wenn diese Probleme haben, etwa Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder Rückenschmerzen. Dr. Kathrin Spiegl kann mit ihrer Expertise Antworten geben. Die Probleme liegen nämlich häufig nicht direkt dort, wo es schmerzt. Ursachen könnten auch sein, dass der Patient mit den Zähnen knirscht, dass Kiefergelenk oder die Kaumuskulatur gestresst sind. Beispielsweise durch Fehlstellungen, aber auch Stress kann ein Grund sein. Bei ihren Behandlungen setzt Dr. Kathrin Spiegl auch Akupunktur ein. Eine Zusatzausbildung, die sie bei Dr. Jochen Gleditsch, dem Begründer der Mundakupunktur, absolvierte. Und die bei der Behandlung wunderbar unterstützend wirken kann „Uns geht es letztlich darum, zu heilen“, betont Dr. Kathrin Spiegl. Dazu gehöre auch, den Patienten abzuholen. Aufzuklären und genau zu informieren. Und so Ängste zu nehmen, wenn welche da sind.

Vor der Behandlung findet ein Gespräch statt. Düfte oder das richtige Licht während der Behandlung helfen beim Entspannen. Auch therapeutische Hilfe ist bei Bedarf möglich. „Wir sind sehr gut vernetzt“, betont Dr. Kathrin Spiegl. Den Namen „Zahnheilkunde“, den die Praxis trägt, wählten sie und Dr. Franz Hagg damals nicht umsonst.

Prophylaxe, Parodontitis-Behandlungen, Zahnreinigungen, Hilfe gegen Mundgeruch, ästhetische Behandlungen oder auch Hilfe bei Schnarchen und Schlafapnoe gehören zum Angebot der Gemeinschaftspraxis. Etwas, was Dr. Kathrin Spiegl und Emad Alwaa ebenfalls gemeinsam haben, ist die Liebe zur Kunst. Ausgefallene Fotografien zieren die Wände der hellen, hochmodernen Zahnarztpraxis im Herzen Schliersees. Ausstellungen finden immer wieder statt. Auf Wunsch wird Musik gespielt, auch während der Behandlungen. „Wir wollen, dass sich unsere Patienten wohlfühlen“, betont Dr. Kathrin Spiegl. Zahnarzt Emad Alwaa stimmt ihr zu. Und lächelt. mk

Wir wünschen dem neuen Team von Herzen alles Gute und eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

ZAHNHEILKUNDE SCHLIERSEE

Miesbacher Str. 12 a 83727 Schliersee

Tel.: 08026/9288873

E-Mail: info@zahnheilkunde-schliersee.de

59 GESUNDHEIT

„Man muss den Menschen annehmen“

Für viele ist er DER Zahnarzt. Seine Patienten kommen seit Jahrzehnten zu ihm. Dabei hatte er es als „Neuer“ von außerhalb am Anfang gar nicht so leicht. Nach 45 Jahren verabschiedet sich Dr. Franz Hagg in den wohlverdienten Ruhestand.

Einverstanden waren die Patienten nicht. Als Dr. Franz Hagg ihnen sagte, dass er in den Ruhestand gehen wird, drückten sie ihm ihr großes Bedauern aus. Ein Ruhestand, der mit 73 Jahren ohnehin ein später ist. Auch wenn man ihm sein Alter mit seiner großen, sportlichen Figur, dem braun gebrannten Teint und den wachen, freundlichen Augen wahrlich nicht ansieht. Vielleicht ist es die Leidenschaft für seinen Beruf, die ihn so jung hält, vielleicht auch die Liebe zum Sport. Der Zahnarzt war Leistungssportler im Hochsprung und ist auch heute sportlich noch sehr aktiv. Eine Leidenschaft, die ihm sogar beruflich weiterhalf.

1975 legte Franz Hagg an der LMU München sein Staatsexamen ab. 1978 machte er sich selbstständig. Sein Start im Landkreis war zunächst nicht einfach, erzählt er. Ein bis zwei Patienten kamen anfangs in seine Praxis in Hausham an der Miesbacher Straße. „Mich kannte niemand.“ Ursprünglich stammt er aus einem Dorf zwischen Augsburg und Landsberg. Erst als sich der frühere Leistungssportler im Hochsprung für die SG Hausham engagierte und dort auch mal den einen oder anderen Meistertitel nach Hause holte und oft in der Zeitung stand, wurde er bekannter. Und nach und nach füllte sich auch die Praxis mit Patienten. „Das war wohl gutes Marketing“, sagt er und lacht. Nachdem der Mietvertrag seiner Praxis auslief, machte er mit Dr. Peter Galler eine Gemeinschaftspraxis am Kirchplatz auf. Als die Rahmenbedingungen für niedergelassene Zahnärzte seitens der Politik aber immer schlechter wurden, überlegte die gesamte Zahnärzteschaft, die Kassenzulassung geschlossen zurückzugeben.

Fotos:
Jennifer Hartmann &
Dr. Hagg
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Dr. Franz Hagg ging diesen Schritt und wechselte schließlich an den Tegernsee in eine Privatpraxis. 2015 ließ er sich mit Dr. Kathrin Spiegl noch mal neu in der Gemeinschaftspraxis am Schliersee nieder. Für viele ist und bleibt er DER Zahnarzt schlechthin. Viele besuchen Dr. Franz Hagg schon seit Jahrzehnten. Sie schätzen seine ruhige, besonnene Art. Seine gründliche Arbeit. Dass er größten Wert auf Zahnerhaltung legt. Jeden Schritt seiner Behandlung erklärt er genau. Dr. Franz Hagg war es immer wichtig, dass sich die Patienten angstfrei auf seinen Zahnarztstuhl setzen können. Authentizität sei dabei wichtig, betont er. Nett sein, ohne zu schauspielern. „Man muss den Menschen annehmen.“ Am besten gefiel ihm an seinem Beruf, dass er Menschen tatsächlich helfen konnte. „Sie kamen mit Leidensmine herein und verließen die Praxis schmerzfrei.“

Ebenso dankbar wie für seine Patienten ist er auch für sein wundervolles Team. Darunter auch Mitarbeiterinnen, die schon über 30 Jahre bei ihm sind. „Eine ging vor Kurzem in Rente“, sagt Hagg. Sie war 40 Jahre für ihn tätig. „Ich hatte immer Glück, die richtigen Mitarbeiter gefunden zu haben“, sagt er. Ein Vertrauen, das auf absoluter Gegenseitigkeit beruht. Bei seinen Angestellten ist er ein beliebter Chef, ebenso wie ein hochgeschätzter Kollege.

Den Schritt, in den Ruhestand zu gehen, überlegte er sich gut. Seine Frau, die lange Jahre Schulleiterin in Wall war, ging vor sieben Jahre in Rente. „Wir wollen noch ein paar Jahre genießen“, sagt Dr. Franz Hagg und fügt augenzwinkernd an: „Es wird mir schon nicht direkt langweilig werden.“ Im großen Garten zu Hause ist immer viel zu tun. Die beiden Katzen halten ihn und seine Frau außerdem auf Trab. Auch sportlich ist der 73-Jährige immer noch aktiv. Er fährt viel Fahrrad, geht Skifahren, Langlaufen, Inlineskaten. „Wenn es geht, auch Eislaufen.“ Außerdem spielt er Akkordeon und die Diatonische. Mit seinen Musikfreunden kommt er regelmäßig zusammen.

Derweil nimmt er die letzten Termine wahr. Viele Patienten wollten noch mal zu ihm kommen. Nachdem der erste Schock verdaut war, wünschten sie ihm natürlich doch noch von Herzen alles erdenklich Gute für den Ruhestand. Der Zahnarzt schmunzelt. „Sie meinten, ich hätte es mir wohl verdient.“ mk

Auf diesem Wege bedanken auch wir uns ganz herzlich bei Dr. Franz Hagg für die jahrelange gute Zusammenarbeit und wünschen ihm für seinen Ruhestand nur das Beste. Vor allem Gesundheit. Herzlichst, das gesamte Team der Miesbacherin.

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&

Wasser für Herz, Kreislauf schöne Haut

Absolut natürlich und effektiv. Das 300.000 Jahre alte Heilwasser aus Deutschlands stärkster Jod Schwefelquelle in Bad Wiessee hat neben seiner regulierenden Wirkung auf Bluthochdruck und Stoffwechsel auch in Sachen Beauty vieles zu bieten.

Eine besondere Eigenschaft der stärksten JodSchwefel-Quellen Deutschlands ist ihre ausgleichende Wirkung auf den Blutdruck. Sowohl ein zu hoher als auch ein zu niedriger Blutdruck werden durch das Heilwasser in Balance gebracht. Studien belegen eine langfristig wirkende Blutdruckregulierung bei Patienten mit arterieller Hypertonie nach regelmäßigen Anwendungen sowie eine Normalisierung des Blutdrucks bei Hypotonikern. Auch die Schilddrüsenfunktionen werden reguliert. Die Wirkung des Heilwassers setzt dabei nach 20 Minuten Baden ein und wirkt noch längere Zeit nach.

Jod-Schwefelwasser hat neben seiner heilenden Wirkung bei unterschiedlichen Krankheiten und Beschwerden auch in Sachen Haut & Beauty einiges zu bieten.

Denn Jod und Schwefel in Kombination sind ein unschlagbares Duo für die Haut: Jod durch seine desinfizierende, antiseptische Funktion und Schwefel durch seinen antibakteriellen Charakter. Gemeinsam sind die beiden Spurenelemente eine wahre Wohltat für unser größtes Organ, wirken entzündungshemmend, talgregulierend, regenerierend und beruhigend.

Zudem ist unser Heilwasser stark basisch. Die Haut ist das größte Entgiftungsorgan des Körpers und daher kann das Heilwasser stark entsäuernd wirken.

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Starke Frauen –starke Geschichten

Manchmal hört man Geschichten, die einem unglaublich nahe gehen. Die berühren. Beeindrucken.

Hoffnung geben.

Weil die Protagonisten darin Schicksalsschläge erleben oder miterleben.

Weil sie ihren Weg gehen oder anderen helfen ihn wiederzufinden.

Die starken Frauen, die wir Ihnen in dieser Ausgabe der Miesbacherin vorstellen wollen, haben solche Geschichten zu erzählen. Roxana Junek zum Beispiel. Mit 13 Jahren platzte ein unentdecktes Aneurysma in ihrem Kopf. Sie lag im Koma. Musste alles neu lernen, kämpfte sich Schritt für Schritt zurück ins Leben. Im Gespräch im Marktcafé in Miesbach durften wir diese unglaublich beeindruckende und sehr sympathische junge Frau kennenlernen.

Beeindruckt hat uns auch das Engagement von Sabrina Höflinger und Larissa Kranisch, die mit ihren Kursen „Klettern und Therapie“ neue Perspektiven für Menschen mit Depressionen aufzeigen und ihnen Mut machen, an sich selbst zu glauben. An der Kletterwand gibt es keinen Raum um zu Grübeln. Man ist im Moment. Findet zu sich selbst. Jede gemeisterte Route schenkt ein Stück Selbstvertrauen. Wir finden das Konzept der beiden jungen Frauen unglaublich spannend.

Wir hoffen Sie haben Freude an unseren Interviews und lassen sich berühren.

Herzlichst, Ihr Team von der Miesbacherin

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Mit 13 Jahren änderte sich von einem Moment auf den anderen alles in Roxana Juneks Leben. Im September 2005 platzte in ihrem Kopf ein unentdecktes Aneurysma, ein erweitertes Blutgefäß. Mit vernichtenden Kopfschmerzen kam sie ins Krankenhaus, lag zwei Monate im Koma, ehe sie wieder erwachte.

Lange war nicht klar, ob die damalige Gymnasiastin überhaupt überleben würde. Viele Operationen, Behandlungen und Therapien folgten. Jahrelange Aufenthalte im Krankenhaus in Vogtareuth und Aschau. Sie musste alles neu lernen: Essen, Laufen, Sprechen. „Sie konnte gar nichts mehr“, erinnert sich ihre Mutter. Eine halbseitige Lähmung blieb. Doch Roxana kämpfte sich zurück ins Leben.

Heute lebt sie in München, arbeitet im Rehabilitationszentrum

„Pfennigparade“ und macht dort wunderschöne Kunst. Wir treffen uns im Marktcafé in Miesbach, das ihre Schwester Maria führt. Ihr

strahlendes Lächeln fällt als Erstes auf.

„Wir haben wirklich viel drauf“
Fotos: Anna Vogelsberger Fotos: Roxana Junek & Anna Vogelsberger 66

Wie oft bist du noch hier in Miesbach?

Ungefähr zweimal im Monat. Ich lebe in München, alleine in einem Apartment. Es ist aber immer ein Ansprechpartner im Haus. Wenn ich etwas brauche, kann ich mich jederzeit melden. Ich bin also perfekt versorgt. Die Wohnung ist direkt im Olympiapark. Mir gefällt es dort sehr gut. Ich liebe die Natur, aber auch, dass ich hier viel mehr Möglichkeiten habe als auf dem Land. Ich kann viel selbstständiger sein.

Du arbeitest in der Pfennigparade in München. Das ist etwas weiter von deiner Wohnung weg, oder? Wie sieht dein Alltag da aus?

Ja, ich fahre mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Das war anfangs, als ich nach München zog, noch nicht möglich. Da hatte ich einen Hol- und Bringdienst, der mich begleitete. Los geht’s bei uns um halb 9, bis circa 16 Uhr. Dazwischen haben wir eine Stunde Pause. Zwischen der Arbeit habe ich auch Therapien wie Ergotherapie oder Logopädie.

Das Laufen und Sprechen hast du dir hart erarbeitet. Deine Logopädin entwickelte extra Buchstabenkarten, damit du die Wörter wieder lernen konntest. Ihr wart gemeinsam sogar in einem Magazin abgebildet.

Ja, das mit dem Magazin ist jetzt zehn Jahre her. Für mich war es unglaublich schlimm, nicht sprechen zu können. Es war viel Arbeit, dorthin zu kommen, wo ich heute bin. Ich bin sehr froh, dass ich mich so gut entwickelt habe.

Apropos Arbeit. Du stellst wunderschöne Designs her. Konntest du schon immer so gut malen?

Danke (lacht). Gemalt habe ich schon immer sehr gerne. Mit Bleistift skizziere ich die Motive auf der Seide und dann male ich sie mit dem Pinsel auf. Es macht viel Spaß, weil ich sehr kreativ sein kann. Wir machen Skulpturen, Stoffobjekte, Wandbilder, Turnbeutel, Taschen oder Textilpostkarten. Für die kleinen Zwillinge meiner Schwester habe ich den Bezug für eine Bettschlange bemalt. Bis Ende Juli findet auch eine Vernissage in München statt, wo wir unsere Werke vorstellen. Mein Ziel für die Zukunft ist, Besucher in unserer Galerie herumzuführen, um ihnen zu zeigen, wie wir arbeiten. Wir haben nämlich wirklich viel drauf. Menschen mit Behinderungen sind ganz normale Menschen. Das möchte ich gerne vermitteln.

Da helfen direkte Begegnungen bestimmt gut. Was machst du aber gerne, wenn du nicht arbeitest?

Ich gehe total gerne im Olympiapark spazieren. Mit meinem Freund besuche ich auch Fußballspiele. Er ist großer FC-Bayern-Fan. Außerdem gehe ich total gerne auf Konzerte. Ich bin eine RockTante und liebe Indie- und Alternative-Rock. Die Foo Fighters oder Metallica mag ich sehr gerne. Meine Lieblingsband ist aber Nirvana, vor allem Kurt Cobain. In Vogtareuth auf der Intensivstation hing ein riesiges Poster von ihm über meinem Bett, obwohl private Dinge dort strengstens verboten waren. Aber die Ärzte waren ebenfalls NirvanaFans und machten eine Ausnahme. Aber auch Bands wie LaBrassBanda gefallen mir. Die Band besuchte uns in Vogtareuth und Stefan Dettl hat sich mit uns unterhalten, was sehr berührend war. Er lud mich und meine Physiotherapeutin auch auf ein Konzert in Waging am See ein. Das war ein schöner Lichtblick für mich im Klinikalltag. mk

Starke Frauen

„An der Kletterwand hört man auf zu grübeln“

Fotos: Kletterhalle Weyarn

Klettern gegen Depressionen. Wie kommt man auf so etwas?

Sabrina: Ich habe mich während meines Masters in Sportwissenschaften mit therapeutischem Klettern beschäftigt und darüber auch meine Masterarbeit geschrieben. Irgendwann ist das Klinikum Erlangen auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich Teil ihrer Studie werden möchte. Sie hatten das Format „Bouldern gegen Depressionen“ ins Leben gerufen. Es ging darum, zu untersuchen, ob eine Bouldertherapie den gleichen Effekt auf Menschen mit Depressionen hat wie eine kognitive Verhaltenstherapie oder ein Fitnessprogramm. An drei Standorten wurden die Daten erhoben: Erlangen, Berlin und München-Süd. Ich betreute die Gruppe in der Kletterhalle in Weyarn über eineinhalb Jahre. Irgendwann war die Studie fürs Klinikum beendet. Ich sah, wie gut den Menschen das Klettern tat – noch ohne die finalen Ergebnisse der Studie zu kennen. Und wollte gerne weitermachen.

Larissa: Meine Abschlussarbeit schrieb ich über „Resilienz und stressbedingte Auswirkungen auf Resilienz“. Vor und während meinem Studium war ich außerdem Flugbegleiterin bei der Lufthansa und dort auch als Luftfahrttrainerin tätig. Die Kletterhalle Weyarn brachte mich und Sabrina zusammen, um zu schauen, ob es ein Match ist. Und das war es tatsächlich (lacht). Wir haben uns dann gemeinsam ein Konzept überlegt, wie wir die Kurse weiterführen könnten. Ich habe beispielsweise auch einige Erfahrungen aus dem Luftfahrttraining mit einfließen lassen.

Die Zahlen sind besorgniserregend. Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Krankheiten. Die Patienten werden immer jünger. Doch es gibt bei Weitem nicht genügend Therapieplätze, um den Bedarf zu decken. Die Sportwissenschaftlerin Sabrina Höflinger und die Wirtschaftspsychologin Larissa Kranisch bieten mit ihrer Initiative „Klettern und Therapie“ ein Angebot für Menschen mit Depressionen. In inzwischen fünf

unterschiedlichen Kletterhallen geben sie Boulderkurse für die Seele. Auch in Weyarn. Die Erfolge sind beachtlich.

Starke Frauen 69

Die Kurse laufen sehr erfolgreich. Ihr bietet sie inzwischen nicht nur in Weyarn, sondern auch in Rosenheim, Bad Aibling, Dachau und an zwei Standorten in München an.

Sabrina: Ein weiterer Standort in München ist vor Kurzem noch dazugekommen. Es ist schön, zu sehen, dass wir mit den Kletterhallen so tolle Partner an der Seite haben. Ein Kurs wird übrigens von der Diakonie München gefördert und wird wissenschaftlich begleitet. Ab Herbst wird es auch eine Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt geben. Die Fakultät für Psychologie wird einen Kurs wissenschaftlich evaluieren. Die Studienergebnisse, die vor drei Jahren von der Uni Erlangen veröffentlicht wurden, waren ja wirklich bahnbrechend.

Larissa: Wichtig ist dabei, zu betonen, dass das Bouldern kein Ersatz für eine Therapie im klassischen Sinne ist. Wir arbeiten präventiv oder im Akutfall auch begleitend. Unser Kursangebot kann motivieren und unterstützen. Etwa in der Zeit, in der ich noch auf einen Therapieplatz warten muss. Und es wirkt vor allem präventiv. Wenn ich merke, ich bin gerade in einer emotionalen Schieflage oder habe enorm viel Stress, dann brauche ich Handwerkszeug und Unterstützung, um mich auszubalancieren.

Wie funktioniert das? Warum kann Bouldern bei Depressionen helfen?

Larissa: In erster Instanz sind es die Selbstwirksamkeit und das Körperempfinden. Man merkt, dass die Teilnehmer wieder ins Spüren kommen. Im Kurs behandeln wir vordefinierte Themen, die sich nachweislich für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Burnout und Depressionen oder Belastungen jeglicher Art herauskristallisiert haben. Dies verbinden wir mit praktischen Übungen, damit der Körper das, was er gehört hat, auch erleben kann. Wir starten mit einer Achtsamkeitsübung, um die Teilnehmer zu erden. Dann leiten wir in ein wöchentlich wechselndes Thema ein und halten dabei theoretische Impulse auf einem Flipchart fest. Im Praxisteil laden wir unsere Teilnehmer dann zu einer Boulderübung ein und besprechen anschließend die Erfahrungen in der Gruppe. Dieses metaphorische Lernen ist eigentlich der Knackpunkt. Es ist oft auch das bildliche Lernen, das sehr effektiv ist. Und auch die Gruppendynamik hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Teilnehmer.

Sabrina: Absolut. Die Teilnehmer merken, dass sie nicht alleine sind. Dass die anderen ähnliche Themen haben, auch wenn ich es ihnen gar nicht ansehe. Sie erfahren einen Perspektivwechsel. Kommen raus aus dem SchwarzweißDenken. Gerade beim Bouldern gibt es ja immer mehrere Routen, die nach oben führen. Nur weil eine nicht funktioniert hat, heißt es nicht, dass es generell nicht funktioniert. Es geht darum, Lösungen zu finden. Um das selbstständige Erleben von Erfolg aus eigener Kraft. Denn weder ich noch Larissa können sie hochziehen oder hochtragen (lacht).

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Wie können wir uns das vorstellen?

Sabrina: Eine Teilnehmerin stand völlig ungläubig unten und schaute auf die Wand, die sie gerade hochgeklettert ist. Sie konnte es nicht glauben und wollte am liebsten noch einmal hochklettern, um es wirklich begreifen zu können.

Larissa: Es ist wichtig, diese Erfolgserlebnisse zu erleben und auch anzunehmen. Zu wissen: Ich kann etwas aus eigener Kraft schaffen. Diese Selbstwirksamkeit zu erfahren, tut unglaublich gut.

Sabrina: Ebenso wichtig, auch wenn es sich abgedroschen anhört, ist das Thema Achtsamkeit. Denn wenn ich jemandem sage, er soll sich in die Ecke setzen und an nichts denken, wird das nicht funktionieren. An der Boulderwand funktioniert das automatisch. Man ist mit den Armen und Beinen beschäftigt. Konzentriert sich, dass man nicht herunterfällt. Ich kann mich gedanklich gar nicht mit etwas anderem beschäftigen. Ich bin automatisch achtsam im Moment, nicht im Grübeln. Es ist wie eine natürliche Pausentaste vom Gedankenkarussell in unserem Kopf.

Für wen ist euer Kurs geeignet?

Larissa: Grundsätzlich für jeden und für jede. Egal, wie groß, wie alt, welche Statur, wie sportlich. Wir haben in jedem Kurs einen Querschnitt der Gesellschaft. Menschen, die präventiv etwas für sich tun wollen. Oder solche, die sich gerade akut in einer Krise befinden. Wünschenswert wäre natürlich, dass sich Interessierte so früh wie möglich bei uns melden. Nicht erst, wenn es ihnen so richtig schlecht geht. Wir würden uns wünschen, dass mehr Förderungsmöglichkeiten zur Verfügung stünden und unser Kurs als Präventionskurs anerkannt wird. Wir wollen so viele Menschen wie möglich erreichen. Sieht man sich die Zahlen an, wie viele psychisch erkranken und wie wenige Therapeuten es aktuell gibt, ist das wirklich sehr besorgniserregend. Es braucht mehr Alternativen. Mehr Angebote wie unseres.

Sabrina: Es ist essenziell, dass das Thema mentale Gesundheit enttabuisiert wird. Das ist in unserer Gesellschaft leider immer noch stark verankert. Dabei kann jeder einmal in eine emotionale Schieflage geraten. Wichtig wäre, das anzuerkennen. Schön ist, zu sehen, wie positiv unser Kurs angenommen wird. Wir haben eine Drop-out-Quote von null. Eigentlich geht jeder mit einem Aha-Moment raus. Wir durften so viele Erfolge in den Kursen beobachten, wir könnten Bücher damit füllen. mk

Interessierte können sich unverbindlich auf einer Warteliste eintragen. Die nächste Kursreihen starten Anfang/Mitte September dieses Jahres. Weitere Informationen unter www.kletternundtherapie.de.

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Handwerkszeug für die Psyche

Kurzzeittherapie, Paartherapie und Beratung – mit gezielten Methoden und Übungen lassen sich viele Thematiken und besondere Verhaltensweisen gut behandeln.

In ihrer neu eröffneten Privatpraxis in Hausham empfängt Michaela Ritter ihre Patienten, immer mit dem Ziel, deren Lebensqualität zu verbessern.

Mit Menschen hatte Michaela Ritter schon immer viel zu tun. Sie wuchs in einem Hotel in Schliersee auf und konnte dadurch viele unterschiedliche Menschen und deren Verhalten beobachten.

Es ist daher vielleicht auch kein Zufall, dass sie während ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin auf Ausbilder traf, die ihren Blick weiter schärften und ihren Fokus auf Psychosomatik sensibilisierten. Sie zeigten ihr, dass der Körper oft ausspricht, was die Seele empfängt. In ihrer eigenen Massagepraxis in Schliersee/ Fischhausen arbeitete sie anschließend zehn Jahre lang.

Durch viele Fort- und Weiterbildungen näherte sich Michaela Ritter dem Thema Psychologie weiter an, ließ sich verhaltenstherapeutisch ausbilden.

Im Mai dieses Jahres eröffnete sie ihre eigene Praxis für Psychotherapie in Hausham und bietet dort hauptsächlich lösungsorientierte Kurzzeittherapie für Erwachsene und Paare an. Wie der Name bereits verrät, geht es darum, gezielt Lösungen für einzelne Themen zu finden, die das eigene Leben oder das Zusammenleben der Familie beeinträchtigen. Dazu gehören Schlafprobleme, Lebenskrisen wie zum Beispiel Verlust oder Krankheit, Liebeskummer, Ängste und Phobien, Zwänge sowie Konflikte in Partnerschaften aller Vielfältigkeit und Patchwork-Konstellationen. Je nach Thematik und Bereitschaft der Betroffenen kann die sympathische Heilpraktikerin für Psychotherapie mit den passenden Methoden die Kommunikation untereinander verbessern und eine zielführende Paardynamik etablieren. In angenehmer Atmosphäre können sich die Patienten öffnen. Schon beim Betreten der stilvoll eingerichteten Praxis fühlt man sich wohl. In einem geschützten Raum. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist ADHS bei Erwachsenen und deren Alltagshürden, für die sie aber einen Ideenkoffer guter Bewältigungsstrategien an die Hand gibt.

Sabine Schulte flow photography © Hanna Braun

Als zugelassene Burnout-Beraterin unterstützt sie, wenn es akut ist, auch präventiv. Mit viel Empathie und freundlicher Klarheit geht sie auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Patienten ein, macht Zusammenhänge deutlich und zeigt verschiedene Perspektiven und Möglichkeiten auf. Michaela Ritter ist ausgebildete Trainerin in progressiver Muskelrelaxation. Sie weiß, dass sich der Geist auch durch gezielte Anund Entspannung der Muskeln positiv beeinflussen lässt. Unter anderem besucht sie auch Firmen und Konzerne. Einige Vorgesetzte nutzen beispielsweise die Möglichkeit, psychotherapeutische Stunden im Paket in Anspruch zu nehmen, die sie ihren Mitarbeitern anonym zur Verfügung stellen. „Der Chef erfährt selbstverständlich weder, wer die Stunde nutzt, noch, um was es geht“, betont Michaela Ritter. Eine Möglichkeit, die das Betriebsklima deutlich verbessern kann und durch die sich Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen. mk

Das telefonische Vorgespräch mit 15 Minuten ist kostenlos. Eine Anamnese dauert 90 Minuten, eine Einzelsitzung 50 Minuten.

Michaela Ritter

Alte Tegernseer Str. 4

83734 Hausham

Tel: 0176/41 89 87 82

E-Mail: info@michaela-ritter.de

www.michaela-ritter.de

83734 Hausham | Alte Tegernseer Str. 4 | Seiteneingang Tel. 0171 - 8060572 | info@tassilo-lermann.de www.tassilo-lermann.de
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Sabine Schulte flow photography

Internationales Zehnerzugtreffen im Leitzachtal

In Hundham und Umgebung ist die Begeisterung für Zehnergespanne seit jeher riesig. Der Verein Pferdefreunde Leitzachtal hat stolze 350 Mitglieder. Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass Hundham nur 560 Einwohner hat. „Die hohe Mitgliederzahl ist ein Segen. Denn ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer könnte das Internationale Zehnerzugtreffen gar nicht stattfinden“, berichtet Hans Obermaier. „An diesem Tag arbeiten über 200 Leute unseres Vereins.“

Im kleinen Örtchen Hundham in der Gemeinde Fischbachau gibt es im Sommer ein absolutes Highlight für alle Pferde-Fans: Der Verein Pferdefreunde Leitzachtal lädt am 20. August 2023 zum Internationalen Zehnerzugtreffen ein. Ein einmaliges Erlebnis, wie Pressesprecher Hans Obermaier erklärt:

Erst zum zweiten Mal überhaupt findet das tolle Event statt. Im Jahr 2014 strömten rund 8.000 Besucher auf den Paradeplatz, um die reich geschmückten Gespanne zu bestaunen. Die Idee zum Zehnerzugtreffen kam übrigens Vorstandsmitglied Georg Bacher vor vielen Jahren aus einer Bierlaune heraus. „Wir haben im Jahr 2010 auf der historischen Wiesn in München die prächtigen Gespanne bewundert. Georg Bacher schlug dann spontan vor, dass wir Zehnerzugtreffen bei uns veranstalten.“ Wobei die Veranstalter den immensen Vorbereitungsaufwand unterschätzt haben. Deshalb wurde in diesem Jahr frühzeitig mit der Organisation begonnen. „Seit Mitte Februar sind wir voll mit der Planung beschäftigt. Jetzt ist alles fertig und wir freuen uns riesig auf das Zehnerzugtreffen.“

Der Auftakt zum Zehnerzugtreffen findet bereits am Samstagabend (19. August) statt. Beim Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr Hundham wird vor dem Rathaus schon ein bisschen vorgefeiert. Das Zehnerzugtreffen selbst beginnt dann am Sonntag, den 20. August 2023, um 11 Uhr mit der Aufstellung der Zehnerzüge rund um Hundham. Passend dazu gibt die Musikkapelle Elbach vor dem Maibaum ein zünftiges Konzert. Um 13 Uhr gehen die Gespanne schließlich auf ihre Fahrt durch Hundham. Anschließend können die Besucher die prächtigen Gespanne auf dem Paradeplatz rund um die Leonhardikapelle aus nächster Nähe bestaunen.

Fotos: Christine
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„IN GANZ EUROPA GIBT ES NICHTS VERGLEICHBARES. 21 TEILNEHMERGESPANNE WERDEN SICH AN DIESEM TAG PRÄSENTIEREN.“
Leitner

Die Pferdefreunde Leitzachtal gehen gleich mit fünf eigenen Zehnerzügen an den Start. Zu den weiteren Gespannen zählen unter anderem der legendäre Allgäuer Zehnerzug von Andreas Maurus. Claus Luber aus Franken präsentiert genau wie Alfons Mesner seine zehn HaflingerHengste, die Genossenschaft Berchtesgaden kommt mit einem Kaltblut-Zehnerzug. Eine etwas weitere Anreise hat der Haflinger-Zehnerzug aus Thüringen. Genau wie Michael Egetemeyr aus Baden-Württemberg mit seinen Norikern - das sind kräftige und ausdauernde Gebirgskaltblutpferde.

Die jüngeren Besucher werden vor allem von den putzigen Pony-Zehnerzügen von Artur Nieberle aus dem Allgäu und Josef Baumgartner aus Bad Birnbach begeistert sein. Und bei den zuckersüßen Miniponys von Christian Kuhbandner aus der Oberpfalz dürften wohl die Herzen aller Besucher höher schlagen. Moderiert wird die Veranstaltung von Hans Kirchberger von den Pferdefreunden Leitzachtal sowie von Kommentator Bruno Six, einer Legende im Pferdesport.

Bei so einem Programm lohnt sich jeder Cent der sieben Euro Eintritt. Dafür gibt es noch ein liebevoll gestaltetes Programmheft mit allen Infos zu den 21 Gespannen. Kinder bis 15 Jahre müssen keinen Eintritt bezahlen. Sämtliche Einnahmen werden für die Sanierung des Vereinsgeländes am Schwarzenberg verwendet.

INTERNATIONALES

20. August 2023 ab 11 Uhr

Paradeplatz Hundham

Eintritt: 7 Euro

Weitere Infos: www.pferdefreunde-leitzachtal.de

ZEHNERZUGTREFFEN IM LEITZACHTAL
75 TRADITION

Die Schöne vom See

Künstler malten sie, Dichter huldigten ihr. Elisabeth Ellgraser (1790 -1865), die Fischerlisl vom Schliersee, war die perfekte Verkörperung der „Schönen vom Oberland“. Für die Volkskundlerin Ulrike Tress ist sie durch ihre Nachfolgerinnen als „Ikone des Mythos Bayern“ zu sehen. Die Autorin stellte Nachforschungen an und widmete der „Donna del Lago“ eine spannende Biographie. Über eine Frau, die nicht nur wegen Ihrer Schönheit und ihrer besonderen Begabung zum Gstanzlsingen berühmt wurde, sondern auch, weil sie stark und selbstbewusst war. Heute würde man sagen „emanzipiert“.

Auf einem Bild im Heimatmuseum ist sie in einem Fischerboot mit dem Ruder in der Hand zu sehen, ihr gegenüber zwei Männer, einer mit Gitarre, der andere offenbar ein Maler. Es war das Schild des Wirtshauses von Elisabeth Ellgraser und ihrem Mann. Dem späte-

Between the fronts

ren „Gasthof Zur Post“. Als Tochter des Hoffischers Schrädler wurde sie 1790 geboren. Durch ihre Schönheit und ihren charismatischen Gesang war sie bis nach München und darüber hinaus bekannt. Jeder wollte die „sangesfreudige Fischerlisl“ erleben. Sogar der erste bayerische König Max I kam nach Schliersee und ließ sich von ihr über den See rudern. Sie wurde zu einer Art Berühmtheit. Später entwickelte sie sich zur tüchtigen, emanzipierten Wirtsfrau und Patriarchin. Die Volkskundlerin und Kulturwissenschaftlerin Ulrike Tress erzählt diese unglaubliche Geschichte der Schönen vom Schliersee anschaulich, spannend und unterhaltsam. Mit zahlreichen Bildern, alten Ansichten und Berichten. Sie zeigt auf, dass ihr Topos noch bis in unsere Gegenwart reicht. Ein faszinierendes Stück Heimatgeschichte – mit ganz besonderem Flair. Das Bild von der Fischerlisl inspirierte Ulrike Tress zu ihrer Spurensuche. Es ist übrigens noch heute im Heimatmuseum Schliersee zu bestaunen.

Ulrike Tress: Die Fischerlisl vom Schliersee. Ikone des Mythos Bayern. Eigenverlag 2022, 28 Euro. ISBN 978-3-00072301-8

Erhältlich in der Bücheroase Schliersee, in Das Buch am Markt in Miesbach, im HoamatGfui in Schliersee, in der Buchhandlung kadegu in Tegernsee, in der Buchhandlung Kolmansberger in Rottach-Egern und in der Buchhandlung Ilmberger in Bad Wiessee.

In dem Buch geht es um die Protagonistin Jessica, welche in Virginia Beach, USA, lebt. Seit ihr Vater verstorben ist wird sie von Alpträumen heimgesucht. Als sich das Ungeheuer ihrer Träume im wahren Leben materialisiert erfährt sie Hilfe von einem äußerst gut aussehenden Fremden. Cayden, sowie sein quirliger Cousin stellen ihr High-School Leben auf den Kopf. Sie decken zudem einen Verschwörungsplan auf der unerwartete Feinde bereit hält. Alan, ein Sunnyboy, und Cayden, mystisch und düster. Während die zwei Jungs versuchen Jess zu schützen muss sie sich eingestehen, dass sie in der Gegenwart ihrer „Bodyguards“ ein seltsames Kribbeln im Bauch verspürt.

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Seit 40 Jahren ein bestens „eingespieltes“

Seit fast 40 Jahren spielen sie zusammen. Dabei fanden sie durch einen Zufall zueinander.

Die Weinbergmusi aus Schliersee ist mehr als nur eine Saitenmusi. Dahinter stehen eine tiefe Freundschaft, die Liebe zur Musik, Abende mit Rotwein und Geschichten vom Leben.

Saiten der Freundschaft

Fotos: Anna Vogelsberger
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Ensemble: Petra Markhauser, Regina Biegel, Ingrid Hagleitner, Therese Hirtreiter, Ursula Wagner

Wenn der Vorhang fällt, beginnt ihr Spiel. Ein Blick, ein Nicken und die Melodie erklingt im Saal. Hier, im Schlierseer Bauerntheater, wo die Theaterer die Sommerfrischler, die Städter und natürlich auch die Einheimischen seit rund 130 Jahren mit bäuerlichen Komödien, Possen und Lustspielen unterhalten. Therese Hirtreiter, Ursula Wagner, Ingrid Hagleitner und Petra Markhauser können die Pointen von vielen Stücken auswendig mitsprechen. Seit fast 40 Jahren spielen sie mit ihren Instrumenten in den Pausen im legendären Bauerntheater, das von Xaver Terofal gebaut wurde.

So lange gibt es die Schlierseer Weinbergmusi bereits. Es begann 1985, als der Schreinermeister Josef Mayer bei der Arbeit in die Hobelmaschine kam und sich den zweiten Finger verkürzte. Die Stubenmusi, bei der er Gitarre spielte, bestehend aus ihm, seiner Schwester Ursula und der gemeinsamen Freundin Ingrid, suchte Ersatz. Ursula Wagner, die Zitherspielerin, wohnte mit ihrem Mann und den beiden kleinen Töchtern ganz frisch in Schliersee. Im Haus Schwaiger. Direkt neben dem Weinberg, auf dem die St. Georgs Kapelle steht. Nach dem Unfall des Bruders fragte sie ihre Nachbarin Therese Hirtreiter, ebenfalls eine junge Mutter, ob sie für einen Auftritt im Gmunder Neureuthersaal beim Heimatabend einspringen könne.

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„Ich spielte damals Melodiegitarre und musste mich ins Begleiten hineinfinden“, erinnert sich Therese Hirtreiter. „Die ersten Auftritte gingen dann ganz gut.“ Ihr wiederum fiel ein, dass Fritz Berg aus der Nachbarschaft Bass spielte. Dessen Spezl wiederum hatte eine Tochter, die Harfe spielen konnte. Petra Markhauser war damals 18 Jahre alt. Gerade hatte sie den Führerschein in der Tasche und konnte so selbst zu den Proben nach Schliersee fahren. Sie kannte niemanden aus der Gruppe. Die Besetzung der Weinbergmusi stand aber nun. Manche nannten sie liebevoll die Weinberg-Schnecken.

HACKBRETT, HARFE, GITARRE, ZITHER UND BASS

So sieht das volksmusikalische Arrangement aus, wie es Tobi Reiser mit seiner instrumentalen Saitenmusi vorsah. „Er ist unser großes Vorbild“, sagt Therese Hirtreiter. Bäuerliche oder höfisch anmutende Menuette oder auch Werke vom Schlierseer Komponisten Alois Wolf, der Nachbar von Ursula Wagner war und die Gruppe förderte, für sie sogar eigens Stücke komponierte. Uraufgeführt wurden sie im Waldecker Saal des Schlierseer Heimatmuseums.

Therese Hirtreiters Vater, Leonhardt „Hartl“ Sonnenstatter, Bauer und Theaterer durch und durch, war Vorstand des Theatervereins und setzte sich maßgeblich für den Erhalt des ehrwürdigen Gebäudes ein. Und freute sich, dass die Musikgruppe seiner Tochter in den Theaterpausen spielen durfte. „Es war unsere tragende Säule“, sagt Therese Hirtreiter. Viele weitere Auftritte folgten. Hochzeiten, Weihnachtsfeiern, Feiertage. Die junge Gruppe aus Schliersee wurde gerne und immer öfter gebucht. Zum Beispiel beim Adventssingen im Alten Rathaus in München, im Löwenbräukeller oder im Hofbräuhaus. Sogar im Fernsehen traten die feschen Saitenspieler auf. „Wir waren sauberne Weiberleid“, sagt Ursula Wagner.

Das Dirndl der Damen meist im schicken Ensemble. Bassist Fritz Berg hörte nach einigen Jahren auf, statt ihm kam Erich Kogler, musikalischer Tausendsassa und heute Leiter der Musikschule Tegernseer Tal. Nach den Proben saßen sie bei tiefsinnigen Gesprächen beisammen. Die Musikkollegen wurden nach und nach immer mehr zu Freunden. Nicht nur bei den Auftritten hatten sie miteinander eine gute Zeit.

Zur Tradition wurde es, mit den Einnahmen der Auftritte einmal im Jahr einen MusikerAusflug zu finanzieren. Es ging nach Budapest, Wien und immer wieder in die Toskana. Auf das Weingut der Villa Spoiano. Mit im Gepäck der Weinbergmusikanten waren die Instrumente und Noten. Zwischen Olivenbäumen erarbeiteten sie sich neue Stücke. Am Abend tranken sie Rotwein und erzählten sich ihr Leben.

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„Es ist schön, dass wir uns schon so lange kennen und immer wieder treffen“, sagt Petra Markhauser. „Und gemeinsam so schöne Stücke zambringen.“ Nicht nur musikalisch entwickelte sich die Weinbergmusi weiter. Kinder kamen, berufliche Herausforderungen, viel Glück, aber auch Krisen. „So wie das eben ist, im Leben“, sagt Ursula Wagner. Die Freundinnen konnten immer aufeinander zählen. Sie gingen zusammen durch dick und dünn. Etwa als Ursula Wagner nach einem Sportunfall nicht mehr Zither spielen konnte und für einige Zeit in der Gruppe ausfiel. Vertreten wurde sie durch Bettina Schechner aus Westerham, die der Gruppe von ihrem Zitherlehrer empfohlen wurde. Erst als Ursula Wagner auf Bass umschulte, konnte sie wieder begleiten. Nach einigen Jahren hörte Bettina Schechner auf und Wolfgang Kupferschmied aus Happing bei Rosenheim übernahm die Zither. Auf ihn wiederum kam Therese Hirtreiter, da seine Frau in ihrer Nachbarschaft aufgewachsen war. 13 Jahre lang spielte er bei den Schlierseer Frauen mit. „Er brachte sehr viel in die Gruppe ein“, sagt Resi Hirtreiter. Neue Stücke, Auftritte in der Chiemseer Region. „Außerdem ist er ein unglaublich guter Musiker.“

Der neueste Zuwachs in der Weinbergmusi ist Regina Biegel aus Miesbach. Die Schlierseer Musi ist nach vielen Jahren nun wieder eine reine Frauengruppe. Das Band zwischen den Frauen war schon immer am engsten. „Regina ist eine riesige Bereicherung“, sagt Ingrid Hagleitner. Biegel selbst kommt aus einer hochmusikalischen Familie. Sowohl sie als auch ihre Kinder spielen in verschiedenen Ensembles mit. Dass sie nun eine der Weinberg-Schnecken sein darf, empfindet sie als absolute Bereicherung: „Was Besseres hätte mir nicht passieren können“, sagt sie und lacht. Sie freue sich jedes Mal auf die Proben. Seit jeher finden diese alle zwei Wochen statt. Immer bei einer anderen der fünf „Musik-Weiber“, wie sie sich selbst liebevoll nennen. mk

Und auch der nächste Auftritt im Bauerntheater steht schon im Kalender: am 19. September um 20 Uhr. Auf dem Spielplan steht „Die Wallfahrt“.

Fotos:
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Jacqueline Krause-Burberg

Der neue Bahnhofsplatz in Hausham erstrahlt in neuem Glanz. Ein Ort der Begegnung, des Lebens und der Freude. Ein Anziehungspunkt inmitten des Orts. An einem Sommernachmittag erinnert er an Urlaub.

Haushams neues Herzstück

Man denkt an eine Piazza. Ein Ort, an dem man zur Ruhe kommt. Ausrastet. Bekannte trifft, die gerade unterwegs sind. Kinder laufen umher, das Wasser des Brunnens plätschert. Moderne Architektur. Offenes Design und viel Platz für Begegnungen oder fürs Für-sich-sein. Der neue Bahnhofsplatz in Hausham ist ein Treffpunkt inmitten von Hausham. Die Stufentreppen erinnern ein wenig an ein Amphitheater. Viel Raum, um sich zu setzten, einmal eine andere Perspektive einzunehmen. In der Hektik des heutigen Alltags eine Einladung um durchzuschnaufen. Nach dem Arbeitsalltag in der Stadt und dem Pendeln im Zug erst einmal daheim anzukommen.

Die Arbeit und der Einsatz für das Projekt, das von der Städtebauförderung bezuschusst wurde, haben sich gelohnt. Haushams Erster Bürgermeister Jens Zangenfeind ist stolz über das neue Aushängeschild in seiner Gemeinde. „Es ist so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagt er. „Ein Ort der Begegnung, des Lebens und der Freude.“

In der Bergwerkgemeinde tut sich was. Vielerorts wird neu gebaut. Hochwertige Wohnungen und Standorte für Unternehmen und Geschäfte entstehen. Das neue Rathaus, das im Oktober 2019 feierlich eingeweiht wurde, ist mit seiner modernen Architektur, dem spiegelnden, lichtdurchfluteten Fensterglasbau ein echter Hingucker. Bei den Bürgern kommt der Neubau ungemein gut an. Ebenso stolz sind sie nun auf ihren neuen Bahnhofsplatz, der voraussichtlich im September dieses Jahres eingeweiht wird. Das neue Gesundheitszentrum der Raiffeisenbank im Oberland eG befindet sich ebenfalls vor Ort. Vor oder nach dem Termin beim Arzt, gönnen sich die Besucher eine Minute für sich. Trinken einen Kaffee, bevor es weitergeht. An heißen Tagen erfrischt man sich am Trinkwasserbrunnen. Kinder und Familien, verschaffen sich am Wasserlauf Abkühlung. Der neue Bahnhofsplatz ist aber auch ein Treffpunkt für ältere Menschen, die in einer schönen, kommunikativen Atmosphäre Zeit miteinander verbringen.

„Weiträumig wurde der Platz vor allem auch deshalb ausgebaut, da dort viele Veranstaltungen stattfinden sollen“, betont Jens Zangenfeind. Wie das Maibaum-Aufstellen, das jährliche Ramba Zamba am Faschingssonntag sowie die Faschingszüge. Der neue Bahnhofsplatz ist eine Visitenkarte für Hausham. Für Touristen und Tagesausflügler ein Anziehungspunkt. Den man immer wieder gerne besucht. Wie das eben so ist, bei einer richtig schönen Piazza.

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Stolzer Bürgermeister: Jens Zangenfeind

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Medizinische Kompetenz an einem Ort

Mitten in Hausham gibt es eine geballte medizinische und therapeutische Expertise, barrierefrei unter einem Dach. Von Allgemein- und Fachärzten über Sanitätshaus und Apotheke bis hin zur Tagespflege – im neuen Gesundheitszentrum der Raiffeisenbank im Oberland eG sind Patienten und Besucher in modernen Räumlichkeiten ideal versorgt.

Es ist ein Ort, der Menschen zusammenführt, an dem alle gut aufgehoben sind: das Gesundheitszentrum der Raiffeisenbank im Oberland eG in Hausham. Zwei Jahre dauerte die Bauzeit, bis Arztpraxen und Geschäfte ihre Türen öffneten. Darunter die frauenärztliche Gemeinschaftspraxis von Dr. Beatrix Seidenfus und Susanne Schönauer, die Haushamer Internisten, das Hausarztzentrum Hausham, die Privatpraxis für physikalische und rehabilitative Medizin von Dr. Thierry Murrisch und die Privatpraxis für physikalische und rehabilitative Medizin von Thomas Zimmermann. Auch die Tagespflege Hausham, in der ältere Menschen und Pflegebedürftige tagsüber betreut werden können, ist in das Gesundheitszentrum integriert. Für medizinische Dienstleistungen stehen das Sanitätshaus Estner, die Physiotherapie Medifit Hausham sowie die Seemüller Glückauf Apotheke bereit. Ebenfalls vor Ort zu finden sind das Kosmetikstudio Karin Elles und die Rechtsanwaltskanzlei von Klaus Baltzer.

Fotos: Jacqueline Krause-Burberg
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Das Ärztehaus der Raiffeisenbank im Oberland eG ist ein neuer Treffpunkt im Herzen Haushams. Es solle Menschen zusammenführen, erklärte Manfred Gasteiger, Vorstand der Raiffeisenbank im Oberland eG, bei der offiziellen Eröffnung im Juni des vergangenen Jahres. Auch solle es zum Verweilen einladen und „eine Oase der Erholung und Inspiration an zentraler Stelle werden“. Und es ist noch viel mehr. Neben dem wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung der Bürger spart das neue Gesundheitszentrum auch Wege, was nicht nur ein Vorteil für ältere Mitglieder unserer Gesellschaft darstellt. So kann beispielsweise das Rezept vom Arzt direkt in der Apotheke nebenan eingelöst werden. Nach der Verschreibung für eine medizinische Therapie ist es möglich, gleich einen Termin zu vereinbaren. Praktischer geht es nicht. Wer möchte, kann auf den Sitzbänken vor der herrlichen Brunnenanlage des neu gestalteten Bahnhofsvorplatzes verweilen. Oder ratscht mit Bekannten und Freunden, die ebenfalls unterwegs sind.

Praktisch ist auch die zentrale Erreichbarkeit des Gesundheitszentrums der Raiffeisenbank im Oberland eG. Es liegt direkt am Bahnhof, mitten im Herzen von Hausham. Dadurch ist die Verkehrsanbindung mit Bahn und Bus optimal gewährleistet. Aber auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß ist das Kompetenz-Zentrum gut erreichbar. Das Ärztehaus verfügt auch über eine Tiefgarage mit bis zu 88 kostenpflichtigen Parkplätzen. Ein P&R-Parkplatz befindet sich außerdem in unmittelbarer Nähe. Höchste Zeit, einmal vorbeizuschauen. mk

GESUNDHEITSZENTRUM

gesundheitszentrum-hausham.de Gesundheitszentrum Hausham

Bahnhofstraße 2-6

83734 Hausham

Betreiber:

Raiffeisenbank im Oberland eG

Albert-Schäffenacker-Straße 5

83646 Bad Tölz

87 HAUSHAM

Eigentlich sollte er erst einmal nur ein halbes Jahr dort arbeiten. Daraus wurden mehr als drei Jahrzehnte. Nach fast 35 Jahren als Verkaufsleiter bei Auto Schmid & Co. GmbH geht Jochen Holzkamm nun in den Ruhestand. Langweilig wird es dem Miesbacher Urgestein aber bestimmt nicht. Wir blicken mit ihm zurück.

Mit Jochen Holzkamm im Café zu sitzen, ist nie ruhig. Das wird nach fünf Minuten klar. „Servus, Jochen. Wie geht’s?“ Händeschütteln, Schulterklopfen. Um ein Vielfaches wird sich die Szene im Laufe des Gesprächs wiederholen. Gut. Wundern braucht es einen nicht. Es gibt nicht viele im Landkreis, die so bekannt sind wie Jochen Holzkamm. Und so beliebt.

Es ist der erste Tag, an dem sich Holzkamm offiziell Rentner nennen darf. Beinahe 35 Jahre war er Verkaufsleiter beim Autohaus Schmid & Co. GmbH in Miesbach. Vor zwei Tagen erst fand die offizielle Verabschiedung von den Kunden und Kollegen im Autohaus statt. An seinem letzten Arbeitstag präsentierte er noch den neuen Jeep Avenger, als plötzlich Bartische aufgebaut und Häppchen vom Restaurant Culinaria aufgetischt wurden. Die Dos Hombres – „Alte Spezl von mir“, sagt er und lacht – spielten auf. Viele ließen es sich nicht nehmen, um vorbeizuschauen und ihrem Lieblingsverkäufer alles Gute zu wünschen. „Es waren aber überhaupt die letzten 14 Tage schon viele Kunden da“, sagt Jochen Holzkamm und lächelt. Zahlreiche Geschenke und Glückwunschkarten gab‘s zur Verabschiedung. Ein Jahresabo etwa für den Fitnessclub Xundheit. Einen Gutschein für das griechische Restaurant Meteora. Viel Wertschätzung für die vielen Jahre, in denen er den Kunden mit Rat und Tat zur Seite stand. In seiner einzigartigen sympathischen Art. Manche sprechen sogar vom Ende einer Ära.

Fotos: Golfclub Isarwinkel e.V. & privat
Jochen Holzkamm
- der Tausendsassaverabschiedet sich in den wohlverdienten (Un)- Ruhestand!
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Jochen, der leidenschaftliche Golfer.

Nach seiner Ausbildung als Kfz-Mechaniker bei Hans Fellner (heute Weingärtner) besuchte er die Berufsaufbauschule in Bad Tölz. Etwa Technisches, vielleicht Maschinenbau strebte ihm vor. Als junger Bursch, der in seiner Freizeit am liebsten auf dem Eis- oder Fußballplatz stand und als Eishockeyspieler sehr erfolgreich war, lernte er den Ingenieur Alfred Kinshofer kennen, der ihn für seinen Maschinenbau-Betrieb anwarb. „Magst bei mir arbeiten, ich geb dir auch frei zum Trainieren“, erinnert sich Jochen Holzkamm. Während der Arbeit eignete er sich viel Wissen an. „Ich war Mädchen für alles.“ Er arbeitete sich bis ins Verkaufsteam hoch. Zwölf Mitarbeiter waren es, als er anfing. 186, als er aufhörte. Die Firma expandierte enorm. Eine Erfolgsgeschichte. Auch für Jochen Holzkamm, der den Kundenstamm immer weiter ausbaute.

Nachdem Alfred Kinshofer die Firma verkaufte, nahm er das Angebot von Christian Schmid an, bei ihm im Autohaus in Miesbach zu arbeiten. Erst einmal für ein halbes Jahr. „Ich hatte noch nie Autos verkauft“, erzählt Jochen Holzkamm. Auch dort sollte er bald Verkaufsleiter werden. Tausende Autos verkaufte er im Laufe seiner Karriere.

Jochen Holzkamm ist dankbar für die Menschen, die er kennenlernen durfte. Für seine Vorgesetzten, die ihn immer förderten. Er arbeitete immer gerne und viel. Ein Zwölf-Stunden-Arbeitstag war eher die Regel als die Ausnahme. Als er in der Kommunalpolitik aktiv war, waren es 20 Stunden täglich.

Als Sohn des langjährigen SPD-Vorsitzenden und Stadtratsmitglieds Günther Holzkamm war ihm die Politik wohl in die Wiege gelegt. „Ich habe das immer total gerne gemacht“, sagt Holzkamm. Sein Amt als Sportreferent füllte er mit Leidenschaft. Darüber, dass er in den Kreistag gewählt wurde, und das, obwohl er „auf der Liste relativ weit unten“ war, habe er sich sehr gefreut. Doch irgendwann wurde es zu viel. Jochen Holzkamm bekam gesundheitliche Probleme und hörte auf. „Ich zog die Reißleine“, sagt er heute. Nachdem die Ärzte Alarm schlugen, trat er „innerhalb von zehn Minuten“ von seinen Ämtern zurück. Nur auf dem Golfplatz konnte er zwischen seinen Terminen richtig durchschnaufen.

Die Ruhe, die Natur, die Bewegung. Golfen hat für Jochen Holzkamm beinahe etwas Philosophisches. Auf jeden Fall etwas Meditatives. Im Golfclub Isarwinkel ist er heimisch geworden. Als er zum ersten Mal dort Probe spielte, traf er viele Freunde und Bekannte aus seiner Eishockeyzeit. Nach dem Spiel saß er noch lange mit ihnen zusammen. Am nächsten Tag wurde er festes Mitglied. Als Vizevorsitzender schwingt er heute aber nicht nur den Schläger, sondern kümmert sich auch um das Drumherum. Turniere, Mitglieder, den Nachwuchs.

Am Golfplatz: „Do bin i dahoam“ Jochen, der Team-Player!
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Jochen‘s große Liebe Kathrin.

Natürlich aber freut er sich nicht nur, mehr Zeit zum Golfen zu haben, sondern er genießt die Zeit Frau Kathrin und der Familie. Seine Töchter Amelie, Johanna und Balbina sind sein ganzer Stolz, ebenso wie die zweijährige Enkeltochter Magdalena. „Ich hoffe, dass noch einige Enkelkinder dazukommen“, sagt er und lacht. Und natürlich kann er gar nicht nichts tun. Um nicht gleich ganz „auf null runterzufahren“, ist er zweimal wöchentlich in Bad Aibling. 16 Stunden arbeitet er dort für die Diakonie. Und überhaupt muss er sich auf sein neues Leben als Rentner erst einmal einstellen. Täglich wacht er auf, wenn es draußen noch dunkel ist. Vor dem Treffen im Marktcafé hatte er noch Stunden Zeit. Las Zeitung, kümmerte sich um die Kassenprüfung des Fördervereins Warmbad Miesbach. Früher engagierte er sich für viele Vereine. Ach ja, mehr Gitarre spielen möchte er auch wieder.

Wenn er auf sein Arbeitsleben zurückblickt, ist er zufrieden. Aus Kollegen, Vorgesetzten und Kunden wurden Freunde. Autos zu verkaufen, war für Jochen Holzkamm eine „Herzensangelegenheit“. Schön sei es auch gewesen, die Entwicklungen im Betrieb zu sehen, sagt er. Der Neubau mit Tiefgarage und Fotovoltaik. Und dass mit Bastian Schmid und Andreas Heiß die nächste Generation im Autohaus herangewachsen ist. Vor allem aber blickt er gerne zurück auf die vielen Begegnungen. Jochen Holzkamms besondere Gabe bemerkte damals schon Alfred Kinshofer, als er den jungen Burschen einstellte. Die Fähigkeit, den Menschen offen zu begegnen. Mit ihnen zu reden. Ihnen zuzuhören. Sie anzunehmen und einfach zu mögen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Klar wird das schnell. Spätestens nach den ersten fünf Minuten im Marktcafé. mk

Auf diesem Wege bedanken wir uns bei Jochen ganz herzlich für die jahrelange gute Zusammenarbeit und wünschen ihm für seinen (Un)Ruhestand nur das Beste. Vor allen Dingen Gesundheit und noch viele schöne Stunden mit der Familie und auf dem Golfplatz! Herzlichst, das gesamte Team der Miesbacherin.

Jochen, immer im Einsatz für die Firma (auch am Wochenende)
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Jochen, der engagierte SPD‘ler

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Operation HEIL!Kräuter | Kabarett im Dritten Reich

Fr. 10. November, 20:00

100 Jahre Loriot | Hintergründe, Sketche & Musik

Sa. 11. November, 20:00

d‘BavaResi: Bayerische Hits mit Witz

unser Programm

KUNSTGALERIE IM WAITZINGER KELLER

25. September - 27. Oktober

Vom Kommen und Gehen Siglinde Berndt

Fr./Sa./So. 3./4./5. November Art Revolution

Tatjana Christina Anna Blaske & Sabine Blaske

08. November - 30. Dezember

Heinrich Skudlik zu Ehren

Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 09:00 - 13:00 Uhr

Do 14:00 - 16:00 Uhr und bei Veranstaltungen

© Thomas Willibald © Honu Lani Records

Modeshooting in der Stadt!

Ganz professionell stand Susi Seidl als Model für unser Titelshooting vor der Kamera. Nicht verwunderlich, denn sie läuft regelmäßig bei den Modenschauen von Peco Moden in Miesbach. Und so hatten wir die Fotos recht zügig im Kasten. Auch weil es so viele schöne verwunschene Plätze in Miesbach gibt!

Vielen Dank an Petra Kunze von Peco Moden sowie Susi, Anna und Jaci.

Mode: Peco Moden Miesbach

Styling & Assistenz: Anna Vogelsberger

Fotos: Jacqueline Krause-Burberg

Fotos:
100
Jacqueline Krause-Burberg
Inh. Petra Kunze Bahnhofstraße 4, 83714 Miesbach 08025/992770

Über kurz oder lang kann das nimmer länger so

weitergehen, außer es dauert noch länger, dann kann man nur sagen, es braucht halt alles seine Zeit, und Zeit wär`s, dass es bald anders wird.

www.hopfweisse.de
KARL VALENTIN

ERLEBEN. STAUNEN. GENIEßEN.

Wie entsteht traditioneller Obstbrand, feiner Gin, echt bayrischer Rum oder ein Single Malt Whisky? Im interaktiven und multimedialen Erlebnisrundgang erfährt man alles über die Welt feiner Destillate. Ob bei einer „selfguided“ Tour oder einer Führung durch die Brennerei, erhält man einen Einblick in die Geheimnisse der LANTENHAMMER Destillerie. Kommt vorbei – wir freuen uns auf Euch!

LANTENHAMMER Destillerie GmbH Josef-Lantenhammer-Platz 1 | 83734 Hausham Tel. 0 80 26 - 92 48 33 • www.lantenhammer.de Mo. – So. von 10 bis 18 Uhr. An Feiertagen ist die Erlebnisdestillerie geschlossen. @LANTENHAMMER_DESTILLERIE Besuchen Sie uns

GenussGolfen für die gute Sache

Am 8. Juli fand am GC Margarethenhof der 1. LANTENHAMMER Golf Cup statt.

Mit 80 Teilnehmern war das Startfeld schon früh bis auf den letzten Platz ausgebucht und in Zweier-Teams wurden im Scramble die 18 Löcher in wunderschöner Atmosphäre am GC Margarethenhof am Tegernsee gespielt. Neben den Sonderwertungen „Longest Drive“ und „Nearest to the Gin“ konnten sich die Golf-Teams an der LANTENHAMMER x M.A.T. Lemonade Bar mit leckeren Drinks erfrischen. Nach der Runde warteten neben gesponserten Bierfässern des Tegernseer Brauhauses auch hochwertige Preise der LANTENHAMMER Destillerie und begehrte Gutscheine für Wochenenden in den Luxushotels am Freudenberg und Gutsteinbach auf die Gewinner.

Als absolutes Highlight wurden bei der Versteigerung einer SILD-Whisky-EinzelflaschenAbfüllung unglaubliche 1200,- € für den guten Zweck erzielt. Zusätzlich kam eine Spende für ein höchst seltenes „Hole in One“ von 500,- € dazu, sodass über 2000,- € Spendengelder für den Förderverein Oberland Hospiz e. V. gesammelt werden konnten.

Aufgrund des großen Erfolgs sind die Planungen für den 2. LANTENHAMMER Golf Cup schon in vollem Gange ...

Fotos: Lantenhammer Anton Stetter (Lantenhammer Destillerie, M.A.T. Limonaden) Karl Sassenschneidt (Hole in One, Spende 500,-)
104
Erik Schotte (Golf Pro GC Margarethenhof) Anton Stetter (Lantenhammer Destillerie, M.A.T. Limonaden) v.l. André Conzem, Roland Melchiar (3.Brutto Gewinner Team) v.l. Anton Stetter, Emmy Liebl, Jannik Heine (Manager GC Margarethenhof), Thomas Weinberger (Marketing Lantenhammer Destillerie, Christian Schöpfer Frantizek Münster, Thomas Weinberger, Anton Stetter Burkhardt Schmidt Hans Geissler (Freudenberg Schliersee) Cocktailbar mit Barkeeper Fabian Rossberger
105 IN IS, WER DRIN IS
v.l. Christian Pötzinger, Ioannis Gkonis, Andreas Maier, Christian Schöpfer v.l. Florian und Ingrid Muthmann (1.Brutto Gewinner Team) v.l. Florian und Ingrid Muthmann (Vertreter Callaway) v.l. Patricia Münster, Monika Graf (Graf Media) v.l. Jannik Heine (GC Margarethenhof), Andreas Maier, Anton Stetter, Thomas Weinberger (Lantenhammer Destillerie) v.l. Thomas Weinberger (Lantenhammer Destillerie), Jannik Heine (GC Margarethenhof), Irmgard Schützenberger, Kornelia Kneissl, Anton Stetter (Lantenhammer Destillerie)

v.l. Thomas Weinberger (Lantenahmmer Destillerie), Christian Pötzinger, Christian Schöpfer, Jannik Heine (GC Margarethenhof) Anton Stetter ( Lantenhammer Destillerie, M.A.T. Limonaden)

Muthmann (1.Brutto), Roland

Melchiar und André Conzem (3.Brutto), Philipp Baron von der Brüggen und Josef Horn (2 Brutto Gewinner)

Muthmann (Vertreter Callaway)

Vöcklinger, Oliver Weigt (Golf-Pro Margarethenhof), Matthias Pill, Marinus Vocklinger

v.l. Marinus Vocklinger, Sabine Vocklinger, Jannik Heine, Thomas Weinberger v.l. Florian & Ingrid v.l. Florian und Ingrid v.l. Torsten Kiner (Lanzerhof), Markus Baumann, Peter Krogoll, Thomas Patzner v.l. Sabine
107 IN IS, WER DRIN IS

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Oberlandcenter 182 Stellplätze

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Haberer Platz Süd 141 Stellplätze, kostenfrei

Volksfestwiese 400 Stellplätze kostenfrei

Miesbach

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GWM LEBENSWERT · TRADITIONELL · BAYRISCH www.gwm-miesbach.de 13 Feb 2020 © Stepmap 123map  Daten: Open StreetMap, Lizenz ODbL 1.0

HERAUSGEBER

Graf Media | Monika Graf

Bergmannstraße 7a, 83734 Hausham

monika@graf-media.cc

0170 834 7420, www.graf-media.cc

GESTALTUNG

a n n a | Anna Vogelsberger

www.annavogelsberger.de

Rinsis Grafik Stüberl | Stefanie Ladewig

TITELFOTO

Jacqueline Krause-Burberg

TITELMOTIV

Susi Seidl in Peco Moden in Miesbach

BILDBEARBEITUNG TITELBILD

Bernhard Obermeier | www.bernhardobermeier.de

REDAKTION

Magdalena Kratzer, Stefan Weber, Monika Graf

LEKTORAT

Angela Braun, info@lektoratbraun.com

ANZEIGEN

Monika Graf, monika@graf-media.cc, 0170 834 7420

PROJEKTLEITUNG

Monika Graf

FOTOS

Jacqueline Krause-Burberg, Jennifer Hartmann, Anna Vogelsberger, Monika Graf, Christine Bauer, Sabine Rabe, Jonas Komorek (Porsche Zentrum Inntal), Christine Leitner, Sabine Schulte flow photography, Hanna Braun, Golfclub Isarwinkel e.V., Alpenregion-Schliersee-Tegernsee, fotolia, privat, von Werbepartnern und Veranstaltern.

Für die Richtigkeit von Terminen, Daten und Angaben in Kundenanzeigen, Preisen, redaktionellen Inhalten sowie Adressen und Telefonnummern wird nicht gehaftet. Veröffentlichungen – auch auszugweise – nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Gesamtauflage: – 10.000 –

INFOS

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Winter 2023 erscheint im November 2023

ANZEIGENSCHLUSS

5. Oktober 2023

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